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GRÜNDERWEG

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DER PILGERWEG von AFLENZ-KURORT nach MARIAZELL

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AFLENZ-KURORT 1. PFARRKIRCHE ST. PETER Aflenz wurde im Jahre 1066 zur Pfarre erhoben. 1103 fällt die Pfarre an das Stift St. Lambrecht. Sie ist die Mutterpfarre von Mariazell. Von hier hat 1157 der Mönch Magnus mit seiner Marienstatue den Weg in die Wildnis nach Mariazell angetreten.

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Um 1500 wurde die heutige Kirche erbaut. Sie ist dem Hl. Petrus geweiht. Sehenswert sind das spätgotische Rippengewölbe, ein romanisches Kreuz aus 1240, die gotischen Apostelreliefs, ein gotischer Hl. Nikolaus aus 1430, die Barockkanzel von 1710 und die Barockaltäre. Das Hochaltarbild, die Schlüsselübergabe Jesu an Petrus, schuf Josepf Adam Mölck 1774. Der neue Volksaltar stammt von Fred Höfler und wurde 2001 geweiht. 2. KARNER Der Karner stammt aus der Zeit des späten 12. Jhds. und ist dem Hl. Michael geweiht. Das runde untere Geschoß aus der Romanik diente als Beinkammer für die Zweitbestattung. Das achteckige Obergeschoß mit Sternrippengewölbe stammt aus dem frühen 16. Jhd. Die Laterne und der Michaelsaltar entstanden in der Barockzeit. 3. MARIENSTATUE Das so genannte Pertlkreuz mitten im Ort, eine Immaculatagruppe, wird dem Bildhauer Johann Matthias Leitner zugeschrieben und wurde 1740 geschaffen.

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4. TUTSCHACHERKREUZ Die südlich der Umfahrungsstraße gelegene Kalvarienbergkirche war früher Treffpunkt für die Wallfahrenden. In der Volksmeinung galt eine Messe in dieser Kapelle ebensoviel wie eine in Mariazell, falls ein Wallfahrer nicht mehr weiter gehen konnte und umkehren musste.

SEEWIESEN 5. PFARRKIRCHE Die älteste Kirche des Aflenzerlandes, die zur „größeren Bequemlichkeit der Pilger“ in Seewiesen errichtet wurde, wurde 1366 dem Hl. Leonhard geweiht. Sehenswert sind eine Barbarastatue und eine Leonhard-Plastik aus der Gotik. Der Barockaltar wurde 1688-1692 geschaffen.

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GOLLRAD 6. BRANDHOF Erzherzog Johann, der große Wohltäter der Steiermark, kaufte sich am Nordhang des Seeberges an und gestaltete das Bauerngut in ein kleines Jagdschlösschen mit landwirtschaftlicher Nutzung um. Er macht den Betrieb zu einem Musterbetrieb mit dem Ziel, durch das praktische Beispiel die Bauern und Grundbesitzer anzuregen, Viehzucht und Almwirtschaft in der an sich armen Gegend ertragreicher zu machen.

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7. PFARRKIRCHE Die Kirche wurde 1830 – 1833 von Bergknappen erbaut und der Hl. Barbara geweiht. Im Inneren befinden sich einige Kunstwerke der “KK-Eisengießerei Gusswerk“. 7

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GUSSWERK

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8. KIRCHE Die Kirche „Zum heiligen Kreuz“ stammt aus der Zeit des Klassizismus und wurde 1850 begonnen. Sehenswert sind zwei gusseiserne Leuchter, ein Tauf- und ein Weihwasserbecken.

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9. SIGMUNDSBERG Ursprünglich stand auf dem steilen Felskegel eine Kapelle aus dem Jahr 1443. Die jetzige Kirche, die mit Befestigungswerken gegen die Türkeneinfälle umgeben ist, wurde 1501 erbaut. Das Altarbild zeigt Maria auf der Mondsichel.

MARIAZELL

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10 Pilgerweg

Notruf: 112 Bergrettung: 140 Wetterinfo: 0900 9717 032 Polizei: 059 133 6209

nicht markierter Weg

1 Partnerbetriebe Pilgerstätten Haltestelle Verbund Linie

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Impressum: Herausgeber: Region der Wege und Kurverwaltung Aflenz-Kurort Inhaltliche Konzeptionierung: Mag. Karl Gölles, Regina Müllner und Gertraud Herster Änderungen vorbehalten. © 2009

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10. PFARR- UND WALLFAHRTSKIRCHE MARIÄ GEBURT BASILICA MINOR Ein Mönch des Benediktinerstiftes St. Lambrecht wurde um 1157 in die Mariazeller Gegend entsandt. Am Ziel angekommen errichtete er eine Zelle für die Gottesmutter. Urkundlich wird 1243 eine Cella genannt. 1644 bis 1683 wird die Kirche von Domenico Sciassia unter Einbeziehung der Vorgängerbauten in die heutige Form gebracht. Vom gotischen Bau ist der Mittelturm erhalten geblieben, der mit den barocken Seitentürmen das charakteristische Aussehen der Basilika ausmacht. Das Innere ist überreich mit Stuck, Wandmalereien und Altären ausgestattet. Ein großartiges Kunstwerk stellt der Hochaltar zu Ehren der Heiligsten Dreifaltigkeit dar. Im Zentrum des Langhauses steht der Gnadenaltar mit der Gnadenstatue. Die spätromanische Darstellung zeigt Maria sitzend mit dem Jesuskind auf dem rechten Knie. Als Wegweiserin zeigt sie mit der linken Hand auf ihren Sohn. Eine der größten Votivgabensammlungen wird in den Schatzkammern und oberen Bereichen der Basilika präsentiert. Neu geschaffen wurden eine Krippen- und eine Reliquienkammer. Eine besondere Bedeutung haben auch die Pilgerstätten im Umfeld der Basilika.


Mariazell

WEGBESCHREIBUNG Der Weg führt von der Pfarrkirche Aflenz entlang der ehemaligen Bundesstraße nach Jauring (15 min). Beim Ortsausgang zweigt er nach links in den Feistringgraben (Weg Nr. 864) ab und führt bis auf das Hackentörl in 1281 m Höhe (2 Std.). Vom Hackentörl hinunter geht es über die Hackenalm vorbei an der Enzianhütte nach Seewiesen (Weg Nr. 863) bis zur Kirche (1 Std.). Von der Kirche die Straße aufwärts bei der Linksbiegung nach rechts über den Waldsteig auf den Seebergsattel (1246 m), hinunter auf die Seebergalm (1 Std.). Der Weg führt nach der Überquerung der Seebergbundesstraße vorbei am Brandhof bis zu einer Abzweigung nach rechts auf einen Forstweg. Diesen entlang dann etwas aufwärts bis man auf den Steig, der von der Graualm herabführt trifft. Auf diesem scharf rechts hinunter in den Wald über die Bundesstraße bis nach Gollrad (1 Std.). Von der Kirche, entlang der Bundesstraße, dann auf dem Rad- und Fußweg bis kurz vor Wegscheid, wo man nach links in das Ramertal (Weg Nr. 854) hinein abbiegt. Nach ca. 500 m bei der Weggabelung rechts auf die Steinschalen aufwärts in den Wald und scharf links auf das Pretal (1 1⁄2 Std., Weg Nr. 856). Durch den Brunngraben hinaus bis zum Wildgatter. Wenn es offen ist (im Sommer) durch das Gehege – oder sonst links über die Umgehung – bis hinaus zur Hochschwabbundesstraße im Salzatal. Auf der Bundesstraße rechts ca. 1,5 km bis Salzahammer, dann links über 2 Brücken und dann rechts durch eine Siedlung. Nach der Siedlung links hinauf entlang der Lendstraße (1 1/2 Std.). Weiter geht der Weg, teilweise über die alte Bahntrasse auf den Sigmundsberg, vorbei am Jugend- und Familiengästehaus entlang der Salza auf die Bundesstraße und rechts haltend durch die Allee hinauf zur Basilika Mariazell (1 Std. 15 min).

Der Gründerweg Aflenz-Kurort – Mariazell ist grundsätzlich für geübte Pilger und Wallfahrer in einem Tag zu bewältigen. Jedoch kann man die rund 36 km lange Pilgerstrecke auch in Etappen erwandern; Übernachtungsmöglichkeiten sind in den Orten Aflenz-Kurort, Aflenz-Land, Seewiesen, Seeberg, Gollrad und Gusswerk gegeben. Auskünfte erteilen gerne die Tourismusverbände und Gemeinden.

Aflenz-Land

Lieber auf neuen Wegen stolpern, als auf der Stelle treten. (Ralf Tolzmann) Wallfahrten sind religiös motivierte Reisen zu einer heiligen Stätte. Nach einem Höhepunkt im Mittelalter wurden die Wallfahrten in der Reformationszeit zurückgedrängt, nahmen aber in der Gegenreformationszeit, vor allem in der Zeit der Türkennot und der Siege über die Türken, einen starken Aufschwung. Es entstanden zahlreiche neue Gnadenstätten, meist aufgrund wundersamer Begebenheiten, sodass um 1700 nahezu jede kleinere Landschaft ihren mit religiöser Heimatliebe umhegten Wallfahrtsort besaß. Im Zeitalter der Aufklärung und des Josephinismus erfolgten starke Einschränkungen; 1782 verbot Josef II. die geschlossenen Wallfahrten und hob zahlreiche Wallfahrtsorte auf. Die Romantik und die religiöse Restauration des 19. Jahrhunderts brachten neuen Aufschwung, das Erlebnis zweier Weltkriege bewirkte eine Verinnerlichung des Wallfahrtsbrauchtums im 20. Jahrhundert. Seit den 1970er Jahren sind vor allem Wallfahrten zu internationalen Pilgerstätten (Rom, Lourdes, Fatima und Santiago de Compostela) von besonderer Bedeutung. Der überwiegende Teil der Wallfahrtsorte in Österreich geht auf ein Gnadenbild zurück. Die größte Gruppe bilden die Marianischen Wallfahrten. Das bedeutendste österreichische Marienheiligtum ist Mariazell.

G L AU B E M AC H T B E I N E WALLFAHRTEN ZWISCHEN RELIGIOSITÄT UND FITNESS DIE MUSCHEL Die Muschel ist seit dem 12. Jahrhundert Zeichen der Pilgerschaft, nicht nur der nach Santiago. Jeder Pilger und auch andere Reisende trugen eine bei sich, um damit Wasser zu schöpfen, wenn man am Weg auf eine Quelle traf. Die Muschel war das unzerbrechliche Trinkgefäß für die Reise, gewissermaßen der Vorläufer der Plastikbecher. Ihre schmale Form ermöglichte es, auch noch an flachen Stellen Wasser zu schöpfen. Weil die Muschel stets griffbereit außen am Gepäck angebracht war, wurde sie zum Erkennungszeichen der Pilger und schließlich auch ihres Schutzpatrons, des heiligen Jakobus. PILGERSTRÖME IN ZAHLEN 14 Millionen Guadelupe, Mexiko 11,5 Millionen Rom, Italien 7,5 Millionen San Giovanni Rotondo, Italien Wirkungsstätte von Pater Pio 7,3 Millionen Aparesida, Brasilien 5,2 Millionen Lourdes, Frankreich 5, 1 Millionen Montmatre - Paris, Frankreich rund 5 Millionen Tschenstochau, Polen rund 5 Millionen Fatima, Portugal rund 5 Millionen Padua, Italien 4,5 Millionen Santiago de Compostela, Spanien 4,3 Millionen Loreto, Italien rund 2 Millionen Jerusalem, Israel rund 1,5 Millionen Mariazell, Österreich WEITERFÜHRENDE LITERATUR (in Auswahl) Dieter Bartl, Michael Schindler (Hrsg.), Abenteuer Pilgern. Das Praxishandbuch. Katholisches Bibelwerk Stuttgart 2003 c Peter Müller, Die Seele laufen lassen. Pilgertage und spirituelle Wanderungen Kösel Verlag München 2004 Ulrich Wegner, Der Jakobusweg. Auf der Route der Sehnsucht nach Santiago de Compostela PILGERWEGE NACH MARIAZELL Die Basilika und die Marienstatue von Mariazell gehören zu den bedeutendsten Heiligtümern in Europa und sind seit jeher Anziehungspunkt für Pilger und Wallfahrer. Viele Wege führen nach Mariazell... Das ausgebaute Netz der Pilgerwege in den bekannten Wallfahrtsort ist etwa 1100 km lang und führt Pilger von Wien, Niederösterreich, Kärnten, Burgenland und Oberösterreich nach Mariazell. Jedes Jahr nehmen tausende Menschen die Gelegenheit wahr, auf der Pilgerschaft zu diesem Gnadenort die Gemeinschaft zu erleben und dem Alltagsstress zu entfliehen. Auf den Spuren der Pilger und Wallfahrer, auf der Suche nach dem Ich - so lautet das Motto der Angebotsgruppe rund um die traditionellen Pilger- und Wallfahrtsrouten, die durch die gesamte Steiermark verlaufen.

Aflenz-Bürgeralm

Empfohlenes Kartenmaterial Kompass Wanderkarte Hochschwab-Mariazell Nr. 212, Maßstab 1: 35000

Hotel Restaurant Seeberghof www.seeberghof.at T: +43 (0) 3863 8115 Alpengasthof Schuster www.alpengasthof-schuster.at T: +43 (0) 3863 24101 Gasthof Egger – Gollrad www.mariazellerland.at/egger T: +43 (0) 3884 206 Gasthof Franzbauer – Greifensteiner gasthof.franzbauer@aon.at T: +43 (0) 3885 209 Gasthof Lechnerbauer www.lechnerbauer.at T: +43 (0) 3882 2567

Gasthof Sieglinde Fritz - Mooshuben www.mooshubenwirt.at T: +43 (0) 3882 2660

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**** Hotel Schwarzer Adler - Fam. Kloepfer www.hotelschwarzeradler.at T: +43 (0) 3882 2863 0

Gasthof Kohlhofer www.mariazellerland.at/kohlhofer T: +43 (0) 3882 2932 Haus Franziskus www.haus-franziskus.at, T: +43 (0) 676 83 844 737 Mariazellerhof und Pirker am Hauptplatz Familie Pirker, Pirker’s Original Honiglebkuchen www.pirker-lebkuchen.at T: +43 (0) 3882 2179

*** Hotel Grüner Kranz - Kirchenwirt www.mariazell.at/kirchenwirt T: +43 (0) 3882 34534 **** Hotel Weißer Hirsch www.weisser-hirsch.at T: +43 (0) 3882 31076

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Urlaub am Bauernhof - Kammerhofer www.roath.at T: +43 (0) 3861 2136

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****Hotel Post - Karlon www.hotel-post-karlon.at T: +43 (0) 3861 2203

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Verkehr Buslinie 171 Bruck an der Mur - Aflenz-Kurort - Turnau (Postbus, STLB) Buslinie 172 Bruck an der Mur - Aflenz-Kurort - Gußwerk - Mariazell (MVG regional) Fahrplan-Auskünfte für Bus und Bahn, Mobilitätszentrale, Jakoministraße 1, 8010 Graz Mo-Fr 8-18 Uhr, Sa 9-13 Uhr, T: +43 (0) 316 820606 (Mo-Fr 7-19 Uhr, Sa 9-13 Uhr) www.busbahnbim.at ÖBB-Bahnhöfe und Bus-Anschlüsse Bruck an der Mur und Kapfenberg: Bundesbusse nach Aflenz-Kurort, Aflenz-Land, Au, Seewiesen, Seeberg, Gollrad, Wegscheid, Gusswerk, Mariazell Taxi- und Mietwagenunternehmen Hochschwab-Reisen GmbH Mariazellerstraße 2, A-8623 Aflenz Kurort, T: +43 (0) 3861 2400 Info Kurverwaltung-Gästeinfo Mariazellerstraße 9, Aflenz-Kurort T: +43 (0) 3861 2265 info@aflenz-kurort.steiermark.at Wichtige Telefonnummern TV Hochschwab: T: +43 (0) 3861 3700 TRV Hochsteiermak : T: +43 (0) 3855 4557 00 TV Turnau: +43 (0) 3863 2111 15 TV Mariazellerland: +43 (0) 3882 2366

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www.aflenz.info

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Notruf: 112 Bergrettung: 140 Wetterinfo: 0900 9717 032 Polizei: 059 133 6209 www.hochsteiermark.at

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