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K U LT O U R durch Ă–ster reich Aktuelles, Innovatives, Inspirierendes aus der Kulturlandschaft

Ausgabe Juni 2013 w w w. a u s t r i a t o u r i s m . c o m / k u l t u r n e w s


Natur und Kultur

Sommer in Salzburg

Eine weitere, diesmal jedoch versteckte Besonderheit der Stadt ist ihr eigenes Wassermuseum. Das Museum liegt tief im Mönchsberg, wo sich auch der Hochbehälter mit einem riesigen Fassungsvermögen von 25.000 m³ befindet. Hier wird nicht nur die Wasserversorgung der Stadt Salzburg sichergestellt, sondern auch anhand von zahlreichen interessanten Exponaten die Geschichte dokumentiert. Die Besucher

werden auf eine Reise in die Welt der Salzburger Wasserversorgung eingeladen. Tipp Anfang Juli wird das Museum wiedereröffnet. www.salzburg.info

Schloss Hellbrunn © Tourismus Salzburg GmbH

Die Stadt Salzburg bietet so einige erfrischende Erlebnisse für ihre Besucher. Ein Höhepunkt sind aber sicher die Wasserspiele in Hellbrunn. Im Jahre 1612 gab der Salzburger Fürsterz­bischof Markus Sittikus von Hohenems den Bau eines Landsitzes am Fuße des wasserreichen Hellbrunner Berges in Auftrag. Als Liebhaber der italienischen Kunst und Kultur beauftragte Markus Sittikus den berühmten Dombaumeister Santino Solari, eine „Villa suburbana”, einen Sommersitz, zu errichten, der seinen herrlichen südländischen Vorbildern an Glanz und Groß­zügigkeit um nichts nachstehen sollte. Und so wurde schließlich nach relativ kurzer Bauzeit ein architektonisches Juwel am südlichen Stadtrand von Salzburg geschaffen, das bis heute zu den prächtigsten RenaissanceBauten nördlich der Alpen zählt: das Lustschloss Hellbrunn mit seinem weitläufigen Park und seinen weltweit einzigartigen Wasserspielen.


Natur und Kultur

Pilger n mit dem E-Bike

E-Biken Riederstraße © WTG

„Pilgern auf den Spuren des hl. Wolfgang“ bringt einen mit dem E-Bike zu den schönsten Plätzen zwischen Regensburg und St. Wolfgang. St. Wolfgang, das Ziel der Reise, ist nach seinem Gründer – dem heiligen Wolfgang – benannt. Laut der Legende soll Wolfgang, der zunächst Bischof von Regensburg war, angesichts einer schwierigen Lage 982 die Stadt verlassen und sich in das abgelegene Kloster von Mondsee zurückgezogen haben. Hier lebte er in der Nähe des Falkensteins als Einsiedler. Später begab er sich herab an den Wolfgangsee, wo er in einem Felsen seine Klause aufschlug. Von hier aus warf er sein Beil und da, wo es niederfiel, sollte die Kirche entstehen. Angeblich soll der Bau des ersten Kirchleins noch auf Wolfgang zurückgehen. Nach dessen Heiligsprechung 1052 trugen die zahlreichen Wundertaten und Heilungen wesentlich zur Verehrung des Heiligen bei.

Der Pilgerstrom wuchs und verhalf dem Ort zu Reichtum und somit zum Bau einer romanischen Kirche. Im Inneren beeindruckt heute der mächtige gotische Flügelaltar von Michael Pacher. Der reizvolle Ort St. Wolfgang und seine Umgebung machen diese Pilgerstation zu etwas ganz Besonderem. Zahlreiche Ausflugsziele rund um den See locken den Besucher entweder auf den Berg – wie etwa mit der Zahnradbahn auf den Schafberg – oder mit dem Schiff auf das Wasser. Tipp Insgesamt werden während der Pilgerreise 324 km zurückgelegt. Die Strecke ist mit E-Bikes in 3,5-TagesEtappen zu schaffen. Entlang des Pilgerweges sind einige Kraftplätze für eine längere Rast zu empfehlen. www.wolfgangsee.salzkammergut.at


Entlang der Schlösserstraße Der Südosten Österreichs zählt zu den burgen- und schlösserreichsten Gebieten Europas. Von der Südsteiermark bis in die Obersteiermark und ins Südburgenland verbindet die Schlösserstraße die historischen Gemäuer miteinander und liefert Einblick in die Geheimnisse dieser Zeugen von großen Epochen. Egal ob Schloss Aichberg, Burg Bernstein, Schloss Herberstein, Bad Radkersburg oder das Schloss Seggau – alle Orte laden zum Erleben von Geschichte, Kulinarik und Kultur ein. Entlang der Schlösser­straße finden regelmäßig Veranstaltungen zu verschiedenen Themenschwerpunkten statt: So feiert das Schloss Pöllau im Frühling den „Genussfrühling“ und auf der Riegersburg kehrt jeden Sommer mit dem „Mittelalterfest“ eine längst vergangene Epoche zurück. In einigen der Burgen und Schlösser kann auch im festlichen Rahmen gespeist und übernachtet werden, so zum Beispiel in der Burg Deutschlandsberg oder im Schloss Kapfenstein. Das Angebot an der Schlösserstraße umfasst nicht nur die Einladung, die Vielfalt der Häuser zu erkunden, sondern ist vielmehr als persönliche Empfehlung für die Besonderheiten der Umgebung zu verstehen. Tipp Wer nicht gleich die gesamte Schlösserstraße bereisen möchte, für den sind die Genussrouten zu

empfehlen. In Etappen werden dem Reisenden die Landschaft und die typischen Produkte vorgestellt. Vom Apfelland bis in die hügeligen Weinberge reichen die kulinarischen Wege entlang der Genusstouren. www.schloesserstrasse.com

Schlösserstraße, Schloss Seggau © Schloss Seggau

Natur und Kultur


Kulinarik und Kultur

Im Land der Natur winzer

Weingärten in Leutschach © Weingut Muster

Naturweine werden nicht nur nach ökologischen Kriterien angebaut, die Winzer verzichten dabei auch im Keller weitgehend auf eine technologische oder chemische Behandlung des Weines. Die Verwirrung unter Weinfreunden ist groß, gibt es nach biodynamischen und organischen Weinen nun einen weiteren Begriff der Ökowein-Bewegung. Der ganzheitliche Ansatz macht bei den Naturweinen den großen Unterschied. Hier richtet sich das Interesse nicht nur auf den ökologischen Anbau, sondern auch auf die Weiterverarbeitung: Dem entstehenden Wein wird so wenig wie möglich beigefügt. Richtlinien wie regionale Rebsorten, von Hand gelesene Trauben, keinerlei Beigaben wie z. B. Zucker, Säure oder kein Schwefel vor der Vergärung sind bestimmend für die Produktion. Naturwein setzt auf lokale Traditionen. Ein Wein von umwerfender Schlichtheit und Eindringlichkeit entsteht.

In Österreich gibt es bereits mehrere Winzer, die sich als Naturweinmacher deklarieren. Allen voran Sepp Muster, der schon seit Jahren Weine nach diesen Kriterien produziert. Er war auch der erste österreichische Winzer, der mit Amphoren experimentierte. Für ihn ist es die konsequenteste Art, Naturweine zu machen; denn sind die Amphoren einmal in der Erde vergraben, ist kein Eingriff mehr möglich. Tipp Wer Naturwein in Österreich verkosten möchte, besucht am besten eine der folgenden Weingüter: Gut Oberstockstall, Lesehof Stagard, Weingut E.& A. Tscheppe, Weingut Jurtschitsch, Weingut Maria und Sepp Muster, Weingut Sepp Moser und Weingut Werlitsch. www.vinaria.at


Kulinarik und Kultur

Zu Gast im Weinvier tel

In Poysdorf wird der Wein präsentiert, denn kein anderer Ort eignet sich wohl besser dafür als die „Weinhauptstadt“. Hier wird die jahrtausende­alte Geschichte des Rebensaftes in all ihren Facetten dargestellt. Eine beeindruckende Ausstellungsarchitektur bietet die Kulisse für historische Perspektiven und anekdotische Geschichten rund um den Wein: Zum Beispiel machte Zar Alexander I. von Russland auf dem Weg zum Wiener Kongress 1814 in Poysdorf Station. Ihm soll der Wein so gut geschmeckt haben, dass er sich diesen fortan an den Zarenhof liefern ließ.

Tipp Nach der Ausstellung empfiehlt sich ein gemütlicher Streifzug durch die vielen romantischen Kellergassen. www.weinviertel.at

Tafeln im Weinberg, Falkenstein © Österreich Werbung, Peter Burgstaller

Brot und Wein sind Ausdruck der Weinviertler Gastfreundschaft. Die Niederösterreichische Landes­ausstellung 2013 mit dem Titel „Brot & Wein“ findet in Asparn an der Zaya und in Poysdorf statt. Vor der malerischen Kulisse der Weinviertler Kellergassen werden Jahrtausende spannender Kulturgeschichte lebendig. Im Urgeschichtemuseum Niederösterreich in Asparn an der Zaya macht der Besucher eine Zeitreise in die Vergangenheit und lernt die spannende Entwicklung des Brotes von der Urgeschichte bis in die Gegenwart kennen. Er erfährt, dass selbst bei der heutigen Inszenierung von Lebensmitteln Instinkte der einstigen Jäger und Sammler angesprochen werden.


Kulinarik und Kultur

K u l t u r- P i c k n i c k i m G r ü n e n

Picknick-Konzerte © Schloss Esterházy

Jeden Sommer, zur schönsten Jahreszeit, laden die Picknickkonzerte zu einem klangvollen Erlebnis in die Parkanlage von Schloss Esterházy ein. Die Verbindung von Kultur und Kulinarik erreicht hier durch das herausragende Musikprogramm ihren Höhepunkt. Musik, Natur und die Architektur des berühmten Haydn­saals bilden hier einen wunderbaren Dreiklang, der die Besucher fasziniert. Neben den impulsiven Klängen von Carl Orffs „Carmina Burana“ und Mozarts genialer „Jupiter-Symphonie“ werden Beethovens Klavierkonzerte und Brahms „Zweite Symphonie“ zu hören sein. Und für die kulinarische Begleitung ist auch gesorgt. Regionale und ausgezeichnete Produkte aus dem Burgenland sind die frischen Zutaten eines gelungenen Picknicks. Vor Konzertbeginn (Samstag) sowie in der ausgedehnten Pause (Sonntag) machen vorbestellte Picknickkörbe oder das servierte De-luxe-Picknick den wundervollen Privatpark des Schlosses Esterházy zu einer Genusswelt der Extraklasse.

http://esterhazy.at

Termine Juli Samstag, 13. Juli 2013, 19:30 Uhr Sonntag, 14. Juli 2013, 11:00 Uhr August Samstag, 10. August 2013, 19:30 Uhr Sonntag, 11. August, 11:00 Uhr Ort Haydnsaal/Schloss Esterházy


Kulinarik und Kultur

Tiroler Edle

Wer möchte, ist herzlich eingeladen, die Konditorei zu besuchen und bei der Schokoladenherstellung mitzuhelfen und zu experimentieren. Eine Zutat, die jedoch nie fehlen darf, ist die Milch der heimischen Kühe. 20.000 Liter verwendet Haag jedes Jahr für seine Kreationen. Die Verarbeitung erfordert allerdings viel Können, alles muss von Hand gerührt werden. Die „Tiroler Edle“ hat ihren Namen aber nicht alleine wegen ihrer besonderen Zutaten und der aufwendigen Herstellung, sondern auch wegen ihres Ursprungs. Die Grauvieh-Kühe zählen zu den ältesten Rinderrassen der Alpen und sie werden daher von den Bauern liebevoll die „Edlen“ genannt.

Tipp Insgesamt führen erstaunliche 20 Genussrouten durch ganz Tirol. Dabei können Besucher an einer fachkundigen Führung, Schaukochen oder Verkostungen teilnehmen – und in Begleitung eines Wanderführers die Bergwelt entdecken.

www.tirolwerbung.at www.tiroleredle.at

Schokolade Tiroler Edle © Tirol Werbung

Seit 2001 entsteht in der Traditionskonditorei Haag in Landeck Schokolade nach Maß. Hansjörg Haag hat die hohe Kunst handgefertigter Erzeugung in der Schweiz erlernt und mit Mut, Spürsinn und Tausenden Versuchen perfektioniert. 46 Produkte – gefüllt, Milch­schokolade, Whisky-Edition, „purissima“, „oben ohne“ und Tiroler Zarte – vertreibt das Familienunternehmen. Die Herkunft seiner Zutaten bemisst Haag schlicht und einfach mit: „So weit meine Augen sehen.“ Bergminze, Alpenrosenhonig, Preiselbeeren, Edelbrände von Stanzer Zwetschken und Grauvieh-Milch kommen in seine Töpfe. Nur die Kakaofrüchte stammen nicht aus der Region.


Architektur

Vorarlberg Museum © Adolf Bereuter

Das neue Vora r lberg Museum Am 21. Juni 2013 ist es so weit: Das neue Vorarlberg Museum öffnet seine Türen. Zwischen Bodensee und Bregenzer Innenstadt, in unmittelbarer Nähe zu Kunsthaus und Landestheater gelegen, bildet das Museum, entworfen von den Vorarlberger Architekten Cukrowicz Nachbaur, den Abschluss der Kulturmeile. Von außen wirkt der weiße Bau mit seinen klaren Formen und seiner dekorativen Fassade fast wie eine Skulptur in seinem Umfeld. Für die Fassadengestaltung nutzten die Künstler Manfred Alois Mayr und Urs Roth den Boden handelsüblicher PET-Flaschen als Form und versahen damit die Außenwand des Museums. Das Ergebnis ist eine Struktur, die auf den ersten Blick wie zufällig wirkt, jedoch tatsächlich mittels eines komplexen, mathematischen Verfahrens errechnet wurde. Vom See aus hingegen wird der Bau ganz anders wahrgenommen. Eine bereits bestehende Fassade aus dem Historismus wurde belassen und vermittelt daher einen sehr traditionellen Eindruck. Modern ist hier nur das riesige Panoramafenster im obersten Stockwerk, von dem aus sich ein fantastischer Blick über den Bodensee bietet. Doch nicht alleine die hervorragende Architektur soll Ziel eines Besuches sein. Denn der Hauptanziehungspunkt des neuen Vorarlberg Museums ist seine Sammlung. Über 150.000 Gegenstände aus Kunst, Geschichte, Volkskunde und Archäologie sind zu

bestaunen. Die Ausstellungen haben stets das Land Vorarlberg als Schwerpunkt. Tipp ein Besuch der Ausstellung: „BUCHSTÄBLICH VORARLBERG. Einblicke in die Sammlung“ www.vorarlbergmuseum.at


Architektur

E i n S to r c h e n h a u s i n R a i d i n g

Das Storchenhaus in Raiding ist der erste Bau des sogenannten „Raiding Project“, an dem sich weltbekannte japanische Architekten beteiligten – unter ihnen drei Pritzkerpreisträger. Terunobu Fujimori hat es schließlich entworfen. Hier können sich Burgenlandtouristen, Musiker, Künstler und Literaten aufhalten. Zehnmal besuchte der Architekt den Geburtsort von Franz Liszt, um selbst am Bau mitzuarbeiten. Das Storchenhaus besteht aus zwei Wohnebenen mit einer Gesamtfläche von 37 m². In der unteren Ebene befindet sich ein multifunktionaler Raum mit offenem Kamin, Küche, Dusche und WC. Der Schlafbereich ist in den oberen Halbstock integriert. Das Dach besteht aus Schilf und die schwarze Fassade aus Yakisugi (verkohltem Holz). Das Haus bietet insgesamt Platz für vier Menschen und ein Storchenpaar.

Tipp Eine Übernachtung im Storchenhaus ist etwas ganz Besonderes. Und die Besucher kommen nicht nur aus Österreich und Deutschland, sondern auch aus den USA und aus Japan. www.raiding-online.at, www.lisztfestival.at

Storchenhaus in Raiding © Philipp Kreidl

Raiding im Südburgenland ist bekannt als Geburtsort von Franz Liszt, dem zu Ehren hier jährlich das LisztFestival stattfindet. Seit vergangenem Herbst ist Raiding auch zu einem Mekka für Architekturfans geworden – mit dem „Stork House“ des japanischen Stararchitekten Terunobu Fujimori. Ein Storchenpaar war der unplanbare Teil des bewohnbaren Kunstwerks. Für das Gesamtbild des Hauses war es aber natürlich extrem wichtig, wie der Name „Storchenhaus“ verrät. Das komplette Haus ist nämlich um das Nest herumgebaut. Jetzt hat sich endlich ein Storchenpaar angesiedelt.


Design

Schmuck mit „Eligius-Preis“

Susanne Hammer, Halsskulptur Fault Lines © MAK, Georg Mayer

In Österreich gibt es eine Auszeichnung für modernes Schmuckdesign: den Eligius-Preis. Dieser wurde kürzlich zum 4. Mal verliehen, die Arbeiten der neun Finalisten sind nun im MAK (Österreichisches Museum für angewandte Kunst in Wien) in einer Ausstellung zu sehen. Unkonventionelle Stücke, die von den derzeit wichtigsten Vertretern der Schmuckszene kreiert wurden: Gewinner Benedikt Fischer fertigt Broschen aus Kunststoff und Papier, Christian Hoedl stellt Ketten aus Baumwolle her. Dem Motto „Gegenwärtig – Retrospektiv“ wird man natürlich auch gerecht: Das Werk des Künstlers Manfred Nisslmüller wird gezeigt – mit schrägen Ringen im FingerschienenLook. Heuer zeigt das MAK bereits zum zweiten Mal die herausragendsten Einreichungen zum „EligiusPreis für Körperschmuck und Schmuckobjekte“. Der Preis ist nach dem Patron der Goldschmiede benannt und 2005 vom Land Salzburg ins Leben gerufen worden. Insgesamt 44 außergewöhnlich kreative Arbeiten großteils junger Künstlerinnen und Künstler wurden zum diesjährigen Wettbewerb eingereicht. www.mak.at

Tipp Ein Besuch im MAK-Designshop ist nicht nur für Designliebhaber eine Empfehlung. Hier finden sich außergewöhnliche und praktische Geschenke, Publikationen, Designobjekte und Editionen. Das ständig aktualisierte Angebot reicht vom Klassischen bis zum Neuen aus der österreichischen und internationalen Designwelt.


Design

H o l z k u l t u r, g a n z p e r s ö n l i c h Die Familie Faißt lebt schon seit langer Zeit von und mit dem Holz der Region. Die Werkstätte wurde vor mehr als 50 Jahren in Hittisau im Bregenzerwald gegründet und ist seitdem eng mit der Familiengeschichte verbunden. Dieses Erbe verpflichtet, nicht modische, aber moderne, schöne, praktische und gesunde Möbel zu bauen.

im Funktionskontext zur idealen Geltung, dies immer nach konsequent baubiologischen Kriterien. Die Holz­ werkstatt Markus Faißt ist Mitglied des „Werkraums Bregenzerwald“. Hier wird durch Ausstellungen, Wettbewerbe und gemeinsame Initiativen der Betriebe regionales Handwerk gefördert.

So sagt Markus Faißt, Leiter der Holzwerkstätte: „An unser Handwerk stellen wir den Anspruch, Alltagskulturgüter zu schaffen – wir gestalten Räume für ein gutes Leben.“ Das Holz wird vor Ort im Bregenzerwald im Winter geschlagen und langsam luftgetrocknet. Massivholzgerechte Verarbeitung, das Wissen und die Erfahrung mit dem Werkstoff Holz sind die Schlüssel zum Erfolg. Verschiedene Oberflächengestaltungen und -behandlungen bringen die jeweilige Holzcharakteristik

Tipp Das neue Werkraumhaus in Andelsbuch, geplant von Peter Zumthor, steht kurz vor der Fertigstellung und wird ein Haus für das heimische Handwerk sein. Am Samstag, dem 6. Juli 2013, zwischen 10:00 und 18:00 Uhr findet der „Tag des offenen Hauses“ statt. Am 20. Juli 2013 beginnt mit der Eröffnung um 10:00 Uhr die Ausstellung „Die Mitglieder stellen sich vor“.

© Holzwerkstatt Markus Faißt, Hittisau

www.holz-werkstatt.com, www.werkraum.at


Quergehört

Federspiel © Julia Wesely

Federspiel Die Gruppe Federspiel wurde 2004 in Krems an der Donau gegründet. Entscheidende Impulse kamen von Rudi Pietsch, der von Beginn an speziell für diese Besetzung arrangierte originale Volksmusik einstudierte. Das siebenköpfige Brass-Ensemble hat es geschafft, Blasmusik neu zu definieren.

Federspiel durch Herkunft und Hintergrund jedes einzelnen Musikers. All diese (musik-)biografischen Elemente fließen unweigerlich in die Gruppe ein. Zur Musik des Ensembles gehören daher Eigenkompositionen mit Pop-Elementen ebenso wie Arrangements traditioneller mexikanischer Musik oder die Zither als Soloinstrument.

Neben der Interpretation der österreichischen Volksmusik erweiterte sich das Repertoire bald auf die Musik der ehemaligen Kronländer Österreich-Ungarns. Somit gehörte neben den vertrauten Polkas, Walzern und Märschen auch der Csárdás aus Ungarn und der Slowakei zur musikalischen Sprache des Ensembles. Geprägt ist die musikalische Signatur der Gruppe

Eines darf aber bei all ihren Kompositionen nie fehlen: der eigene Sound, der Spielwitz und natürlich auch ein wenig Selbstironie. Oder wie das Publikum über Federspiel meint: „Eine musikalische Frischzellenkur ... frech, eigenständig, einfallsreich, unbefangen und gelöst.“ www.feder-spiel.at


Quergehört

ALMA sind fünf junge Musikerinnen, aus deren Leben Volksmusik seit je nicht wegzudenken ist. Allesamt in musizierenden Familien aufgewachsen, spielte die Auseinandersetzung mit traditioneller Musik von Kindesbeinen an eine ebenso große Rolle, wie Schule oder Radfahren. Was sich aus dieser Leidenschaft fast wie von selbst verstand, ist der Weg an eine akademische Institution, um sich am Instrument weiterzubilden, sowie die Gründung einer Vielzahl an Ensembles unterschiedlicher Musikstile – inklusive Abbruchs oder erfolgreichen Abschlusses dieser Initiativen. Mit Wurzeln in der Volksmusik, Ausbildungen an verschiedenen Instrumenten, Erfahrungen mit unterschiedlichen Musikrichtungen und einer tiefgehenden Begeisterung für Kulturen und Bräuche macht ALMA seit 2011 gemeinsam Musik. Dabei liegt ihnen Tradition ebenso am Herzen wie Improvisation und Innovation, weil sich Volksmusik immer ihrer Zeit und den Menschen anpasst. So ergibt sich auch das breit gefächerte Repertoire der Gruppe, das von uralten traditionellen Melodien, Jodlern und Liedern über Eigenkompositionen, bis hin zu neuen Arrangements von bereits Bekanntem reicht. ALMA möchte sich musikalisch nicht einschränken lassen, versucht auf eine kunstvolle Art Brücken zu schlagen, vom Alten und Bekannten bis hin

zu Neuem, von der Volkmusik bis hin zu anderen Musikrichtungen. Auf diesem Wege lässt die junge Band einen Sound entstehen, der sich vor allem durch eines auszeichnet: Vielfalt. www.almamusik.at

ALMA © Daliah Spiegel

ALMA


Ausgesuchte Highlights von Ausstellungen bis Festivals der nächsten Monate in ganz Österreich.

Schlussak kord Wien FILMFESTIVAL RATHAUSPLATZ Jeden Sommer ist der Wiener Rathausplatz ein pulsierender Treffpunkt für Klassik-Fans und Nachtschwärmer – mit Gaumenfreuden und gratis Filmvorführungen. Termin: Juli – September www.wiener-rathausplatz.at IMPULSTANZ Von Bach bis Schönberg, von der Oper bis zur Clubkultur, von großen Spielstätten bis zu kleinen Bühnen: In Wien findet im Sommer das größte europäische Festival für zeitgenössischen Tanz statt. Termin: 11.7. – 11.8. www.impulstanz.com Burgenland 25. INTERNATIONALE HAYDNTAGE In der 25. Saison steht das Festival in Eisenstadt unter dem Motto „Haydn & Beethoven”. Anlässlich des Jubiläums wird das Festival um eine Woche verlängert. Termin: 5. – 22.9. www.haydnfestival.at Niederösterreich GLATT & VERKEHRT Österreichs renommiertes Festival für traditionelle und zeitgenössische ethnische Musik. Termin: 5. – 29.7. www.glattundverkehrt.at

KLASSIK in GRAFENEGG Klang trifft Kulisse! Unter diesem Motto präsentiert sich der Musik- und Festivalstandort Grafenegg unweit von Krems. Unter der künstlerischen Leitung von Rudolf Buchbinder kommen Weltstars der Klassik in Grafenegg zusammen. Termin: 20.6. – 8.9. www.grafenegg.com WELLENKLÄNGE, Lunz am See Der Lunzer See und das Bergpanorama des Voralpenlandes bilden die Kulisse für ein Festival, das sich einer Mischung verschiedener Stile und Musikrichtungen über Genregrenzen hinaus verschrieben hat. Termin: 5. – 27.7. www.wellenklaenge.at

Oberösterreich OBERÖSTERREICHISCHE LANDESAUSSTELLUNG 2013 Die Landesausstellung 2013 mit dem Titel „Alte Spuren, neue Wege – Oberösterreich Südböhmen“ beschäftigt sich mit dem gemeinsamen Kulturraum Oberösterreich und Südböhmen. Veranstaltungsorte sind: Freistadt, Bad Leonfelden, Vyssi Brod und Krumau. Termin: bis 3.11. www.landesausstellung.com


Steiermark STYRIARTE, Graz Unter der Leitung von Nikolaus Harnoncourt steht das Festival 2013 unter dem Motto: „Gefährliche Liebschaften“. Termin: 21.6. – 21.7. www.styriarte.com

Salzburg SALZBURGER FESTSPIELE Die Salzburger Festspiele stehen ganz im Zeichen der Jahresregenten Giuseppe Verdi und Richard Wagner, die beide 2013 ihren 200. Geburtstag feiern würden. Termin: 19.7. – 1.9. www.salzburgerfestspiele.at

Kärnten CARINTHISCHER SOMMER Seit über vier Jahrzehnten findet dieses besondere Musik- und Kulturfestival statt. Jedes Jahr überzeugt das Programm mit einem eleganten Bogen zwischen alter und zeitgenössischer Musik. Termin: 12.7. – 22.8. www.carinthischersommer.at

JAZZFESTIVAL SAALFELDEN, Salzburg Das hochkarätige Jazzfestival in Saalfelden-Leogang zeigt auch 2013 wieder eine Bandbreite, die von zeitgenössischem Jazz bis zu experimentellen Klang= installationen reicht. Termin: 22. – 25.8. www.jazzsaalfelden.com

Tirol TANZSOMMER INNSBRUCK Internationale Topstars zeigen in Innsbruck faszinierende Choreographien, von klassischem französischem Ballett bis zu akrobatischer Avantgarde. Termin: 17.6. – 17.7. www.tanzsommer.at INNSBRUCKER FESTWOCHEN DER ALTEN MUSIK, Tirol. „La clemenza di Tito“ von Wolfgang Amadeus Mozart, Giulio Caccinis „L’Euridice“, Purcells Meisterwerk „Dido and Aeneas“ sowie die Oper „Venus and Adonis“ von Purcells Lehrer John Blow stehen auf dem Programm. Die Opern werden in Beziehung zu den Festwochenkonzerten gesetzt. Termin: 7. – 25.8. www.altemusik.at

Vorarlberg ALPINALE VORARLBERG Die ALPINALE präsentiert jeden Sommer das traditionsreiche Kurzfilmfestival in Nenzing in Vorarlberg. Aus den zahlreichen humorvollen, berührenden, innovativen und spannenden Kurzfilmen werden die Besten von einer internationalen Jury und dem Publikum prämiert. Termin: 6. – 10.8. www.alpinale.at

Impressum: Herausgeber: Österreich Werbung, Margaretenstraße 1, 1040 Wien Für den Inhalt verantwortlich: Dr. Michael Scheuch, Projektleitung & Produktion: Mag. Ursula Schiller

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