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bulletin Touristik-Magazin für PraktikerInnen

Oktober/ November 2011 Österreich Werbung www.austriatourism.com/bulletin

Meetingpoint Österreich Neues aus der Kongressund Tagungswirtschaft

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bulletininhalt

Oktober/ November 2011 Österreich Werbung www.austriatourism.com/bulletin

Touristik-Magazin für PraktikerInnen

Meetingpoint Österreich Österreich konnte sich im international hart umkämpften Kongress- und Tagungsgeschäft auch 2010 gut behaupten. Neben Wien als führendem Meetingpoint waren auch die anderen Bundesländer gefragte Gastgeber für zahlreiche Conventions.

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Markt Schweiz Genießer unterwegs

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Staatspreis Tourismus Die Siegerprojekte

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außerdem:

Sportevents Wie Touristiker profitieren

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Gastgeberqualität gefragt

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ÖW-Offensive für Schulskikurse

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Neue Servicebroschüre

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Reisejournalismus

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Betriebsnachfolge

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Kurz notiert & Impressum

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Neues aus den Märkten

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Kulinarikreisen

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6 Top-Tipps für Ihren persönlichen Gewinn

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ÖW-Markensymposium Ankommen und aufleben.

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Porträt Angelika Kirchschlager, Sopranistin

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Diskussion

Gastgeberqualität gefragt Der Schlüssel zum Erfolg für die österreichische Ferienhotellerie liegt im Produkt, das authentisch sein muss, um vom Gast angenommen zu werden. So das Resümee einer Diskussion, die die „Tourismus Community Austria“ in Alpbach veranstaltete. „Der Beruf des Hoteliers ist oft negativ besetzt“, gibt Kleemann, der selbst ein Hotel führt, zu bedenken, „das ist schade, denn gerade diese Aufgabe hat viele interessante und spannende Seiten!“

Foto: ÖW/Wolfgang Zajc

Persönlicher Kontakt wichtig

n den nächsten zehn Jahren stehen mehr als 2.000 österreichische Hotelbetriebe zur Übergabe an. Schafft die Hotellerie diesen Generationenwechsel aus eigener Kraft oder braucht sie die Unterstützung von Betreibergruppen? Was bleibt von der „typisch österreichischen Gastfreundschaft“, wenn internationale Hotelketten im heimischen Ferientourismus Fuß fassen? Die Diskussionsveranstaltung der Tourismus Community Austria Ende August im Rahmen des Europäischen Forum Alpbach widmete sich der spannenden Frage „Wer wird heute noch Hotelier?“. Rund 130 Touristiker, Interessenvertreter und Journalisten verfolgten im Congresszentrum Alpbach die Podiumsdiskussion unter der Leitung von Hubert Siller, Professor am Management Center Innsbruck (MCI). „Es wird ein Nebeneinander von familiengeführten und betreibergeführten Hotels geben. Ich fürchte mich jedenfalls nicht davor, dass der österreichische Tourismus in Zukunft von Betreibergruppen überrollt wird“, analysiert Wolfgang Kleemann, Geschäftsführer der Österreichischen Tourismusbank, in seinem Einleitungsstatement die aktuelle Situation.

I Die Tourismus Community Austria Die Tourismus Community Austria (TCA) ist eine unabhängige professionelle Plattform für innovativ denkende und handelnde Touristiker. Zu den Partnern zählen die Österreich Werbung, die Bundessparte Tourismus- und Freizeitwirtschaft der WKO, die Österreichische Hoteliervereinigung, die Tirol Werbung und Kohl & Partner. Gegründet wurde TCA von APA-OTS Tourismuspresse und pro.media.kommunikation. www.tourismuscommunity.at

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Eine Lanze für familiengeführte Betriebe und die Pflege der österreichischen Gastfreundschaft bricht Petra Stolba, Geschäftsführerin der Österreich Werbung: „Marktdruck und Wettbewerbsdruck nehmen zu. Aus unserer Sicht ist es daher besonders wichtig, dass wir das typisch Österreichische herausstreichen. Wir wissen aus unseren qualitativen und quantitativen Untersuchungen, dass unsere Gäste den persönlichen Kontakt zu den österreichischen Gastgebern besonders schätzen. Ohne Authentizität funktioniert der Urlaub in Österreich nicht.“ In der österreichischen Ferienhotellerie konnte sich bislang kein ausländischer Konzern durchsetzen, meinte Erich Falkensteiner, Vorsitzender der Falkensteiner Michaeler Tourism Group. Daher sein Rat: „Die österreichischen Hoteliers sollten sich weniger mit den internationalen Konzernen als mit dem eigenen Angebot beschäftigen. Wir müssen uns spezialisieren und ein einzigartiges Produkt anbieten.“

Familienbetriebe sind top Die Angst vor internationalen Ketten im Ferientourismus hält Jakob Edinger, ETB Edinger Tourismusberatung, der als Unternehmensberater und Hotelbetreiber die Thematik von beiden Seiten kennt, für unbegründet. Die Kettenhotellerie in Österreich komme bei Weitem nicht an die Ergebnisse der familiengeführten Top-Hotellerie heran. Unfair, nennt es Edlinger, wenn die öffentliche Hand Einzelprojekte mit 30 Prozent und mehr fördere und die Projektbetreiber dann mit Niedrigpreisen gegen Familienbetriebe vorgingen. An Alternativen zur Nachfolge in familiengeführten Betrieben erinnert Alois Kronbichler, Oktober/November 11


Editorial Berater bei Kohl & Partner. Zum einen gäbe es Familien, die neben dem eigenen auch weitere Betriebe führen. Zum anderen bestehe auch die Möglichkeit, regional zu kooperieren, was immer wichtiger werde, um im Wettbewerb zu bestehen. Für manche Familienbetriebe seien die in den Markt drängenden Hotelketten oft Feindbilder. Dies könnte man verhindern, wenn die Regionen langfristige Masterpläne machten, um die tatsächlich notwendigen Bettenkapazitäten festzulegen. Kritik wird an so manchem Bürgermeister in Österreich laut, der sich auf der Suche nach Investoren von Betreibern blenden lässt. „Hier wird oft viel zu viel versprochen“, meint Edinger, „die öffentliche Hand muss dann häufig tief in die Tasche greifen, um diese Investoren überhaupt bei der Stange zu halten.“ Dass das Thema Betriebsübergabe in der österreichischen Hotellerie hochaktuell ist, bestätigt eine Umfrage der Österreichischen Notariatskammer. Ludwig Bittner, Präsident der Organisation, kündigt hier verstärktes Engagement seiner Kollegen an. „Das Thema Betriebsübergabe in der Hotellerie ist sehr spannend. Wir werden uns hier künftig stärker einbringen. Denn eines wollen wir als Notare nicht: eine Verlassenschaftsabhandlung über ein Hotel, deren Eigentümer kein Testament, aber streitende Erben hinterlassen haben.“ Einig sind sich die Gäste am TCA-Podium darin, dass die Anforderungen an Hoteliers immer größer werden. „Der Beruf hat sich verändert, es müssen vor allem die betriebswirtschaftlichen und die Managementqualitäten erweitert werden“, sagt Falkensteiner: „An die Stelle des Gastgebers tritt der multifunktionale Experte.“

Innovationskraft gefragt „Natürlich muss der Hotelier all diese Qualifikationen haben, doch ein wesentlicher Punkt ist die Frage, ob man sich als Unternehmer auf diese Branche wirklich einlassen möchte. Auf diesen Punkt wird in der Ausbildung noch viel zu wenig Bedacht genommen“, ist Kronsteiner überzeugt. Mehr Innovationskraft der Betriebe wünscht sich Stolba: „Ich vermisse häufig den Unternehmergeist, das Schöpferische, denn mit einer Übernachtung alleine gewinnt man heute keinen Blumentopf mehr.“ Gesprächsleiter Siller bringt das Ergebnis der Diskussion auf den Punkt: „Den Betreibergruppen fehlt die Gastgeberqualität, ebenso ist das Produkt häufig austauschbar. In der Ferienhotellerie liegt der Anteil der Kettenhotellerie österreichweit unter fünf Prozent. Es ist aber zu erwarten, dass die internationale Hotellerie lernt und wiederkommt. Dafür müssen wir gerüstet sein.“

Dr. Petra Stolba Geschäftsführerin der Österreich Werbung

Worauf es ankommt ourismusexperten sind sich einig: Die Zukunft der heimischen Tourismuswirtschaft liegt im Qualitätstourismus. Ein kleines Land wie Österreich kann sich nicht mit Massentourismus positionieren – wir können und müssen vielmehr mit den einzigartigen Erlebnissen und individuellen Glücksmomenten, die ein Urlaub in Österreich bieten kann, werben. Das setzt natürlich eine gewisse Qualität voraus. Diese reicht von der Infrastrukturqualität über die Umwelt- und Servicequalität bis hin zur Erlebnisqualität. Hier sind wir in vielen Bereichen bereits gut aufgestellt, dennoch sind wir alle täglich gefordert, immer noch besser zu werden. Das betrifft die betriebliche Ebene mit ihrer Hard- und Software, die der Gast vor Ort erlebt, aber auch das Tourismusmarketing, das mit immer kreativeren Marketingaktivitäten im internationalen Wettbewerb auf sich aufmerksam machen muss. Wohl auch deshalb hat der bei der letzten Tourismuskonferenz vorgelegte Expertenbericht „Österreich Tourismus – Zurück zum Wachstumskurs“ von Tourismusorganisationen und -betrieben Qualitätsverantwortung gefordert. Die Österreich Werbung widmet sich daher intensiv diesem Thema – zuletzt im Rahmen des alljährlichen Branchentreffs ÖWork_Shop. Die Qualitätsverantwortung liegt zwar in erster Linie bei den Leistungsträgern der touristischen Dienstleistungskette. Im „Netzwerk Tourismus“ werden diese Leistungsträger jedoch von vielen unterstützt: den regionalen Tourismusverbänden, den Landestourismusorganisationen, aber auch durch Förderungen von Bund und Ländern. Und natürlich auch von der Österreich Werbung. Als nationale Tourismusorganisation sehen wir es als unsere Aufgabe, das qualitätsvolle touristische Angebot unseren Zielgruppen in den verschiedenen Herkunftsmärkten nahezubringen. Wir wissen, unsere – durchaus anspruchsvollen – Gäste suchen nicht „Urlaub von der Stange“. Daher bieten wir auch unseren Partnern kein Marketing von der Stange, sondern innovative, vernetzte und hochwertige Marketinginstrumente – also maßgeschneidertes Marketing für das jeweilige Angebot, den jeweiligen Markt und in der Qualität, die sich die heimischen Top-Produkte verdient haben. Nicht zuletzt stellt die Qualität der Zusammenarbeit aller touristischen Akteure einen wesentlichen Erfolgsfaktor dar. Sie sehen, Qualität ist auf allen Ebenen notwendig. Qualität ist es, worauf es ankommt.

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Markt Schweiz

Foto: ÖW/Wolfgang Zajc

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Genießer unterwegs Schweizer wollen in ihren Ferien genussvoll entspannen. Und wenn sie sich wohlfühlen, kommen sie auch gerne wieder. Wie Sie den Schweizer Besucher zum Stammgast machen, dazu hier einige Tipps.

Text: Susanna Gassner

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en Schweizer Exporteuren macht er zu schaffen, der starke Franken. Die Eid genossen auf Auslandstrip freuen sich, denn Urlaub in der Euro-Zone kommt nun günstiger. Die Kursentwicklung feuert die an sich schon große Reisefreude der Schweizer weiter an. Davon konnten Österreich, aber auch Deutschland, das vor allem bei Städtetrips punktet, besonders profitieren. Pro Jahr unternehmen die 7,8 Mio. Schweizer knapp elf Mio. Auslandsreisen, wobei Österreich

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auf Platz vier der Top-Auslandsdestinationen liegt. Zu den größten Konkurrenten Österreichs zählen die Schweiz selbst, auf die etwa 44 Prozent aller Nächtigungen der Schweizer auf Reisen entfallen, die Nachbarländer Deutschland, Frankreich und Italien sowie Destinationen mit Sun & Beach im Angebot. Bei den Reisemotiven der Schweizer Auslandsurlauber stehen Erholung und Entspannung und das Genießen im Vordergrund. Zwei Drittel der Schweizer wollen in den Ferien aus dem Alltag ausbrechen. Jeder Zweite sucht Spaß und Vergnügen, will Neues erleben, in der Natur sein, Kraft tanken und Außergewöhnliches unternehmen. Sportliche Aktivitäten stellen für jeden Dritten einen Urlaubsgrund dar. Bei der Entscheidung für den Urlaub in Österreich spielen vor allem das Preis-Leistungs-Verhältnis, die Nähe bzw. gute Erreichbarkeit, die Gastfreundlichkeit und das Landschaftsbild eine große Rolle. Der Schweizer Markt schreibt in der österreichischen Incomingstatistik seit Jahren eine Erfolgsstory: Die Zahl der Schweizer Gäste, die ihre Ferien in Österreich verbrachten, überschritt 2010 erstmals die magische Grenze von einer Million Personen. Das entspricht einer Oktober/November 11


Steigerung um 43 Prozent bei den Ankünften seit 2000. Die Nächtigungen legten im selben Zeitraum um 31 Prozent auf knapp 3,8 Mio. zu. In den ersten sieben Monaten dieses Jahres stiegen die Nächtigungen um 11,5 Prozent, die Ankünfte erhöhten sich im Vergleich zur Vorjahresperiode um 13,3 Prozent. Bevorzugte Reisesaison für Österreich ist der Sommer, auf den 59 Prozent der Nächtigungen entfallen.

Gastfreundlichkeit punktet Die steigende Nachfrage aus der Schweiz verdankt das Urlaubsland Österreich nicht allein der Franken-Euro-Relation, sondern auch seinen Hoteliers und der Bevölkerung. Laut einer Umfrage der Buchungsplattform ebookers.ch im Jahr 2009 nehmen Schweizer Gäste Österreich als das gastfreundlichste Land unter allen abgefragten Destinationen wahr. Die Gastgeberrolle ist daher auch der große Trumpf, den Österreichs Beherbergungsbetriebe ausspielen müssen, um den Schweizer Gast zu gewinnen und zum neuerlichen Besuch anzuregen, selbst wenn der Euro gegenüber dem Franken wieder zulegt.

Der Schweizer schätzt es, in familiär geführten Betrieben zu wohnen, und sich von einheimischem Personal umsorgen zu lassen. Als Bürger eines Landes, in dem Dienstleistungsqualität einen hohen Stellenwert besitzt, fordert er Service auf Top-Niveau auch auf Auslandsferien ein. Von seinen Gastgebern erwartet sich der Besucher aus der Schweiz, der etwas zurückhaltend erscheint und sehr höflich ist, aktive persönliche Beratung in allen Fragen, die seine Urlaubsunternehmungen betreffen. Ihm einfach einen Folder in die Hand zu drücken, reicht nicht.

Konkrete Tipps gefragt Als Genießer, der gerne gut isst und trinkt, wünscht sich der Schweizer von seinen Gastgebern auch konkrete Vorschläge in Sachen Restaurants. Gleichgültig ob Hütte oder Haube – er vertraut auch in Sachen Kulinarik auf die Empfehlung seines Gastgebers. Regionale Spezialitäten, zeitgemäß und „g’schmackig“ zubereitet, stehen beim Schweizer auf Österreich-Trip übrigens hoch im Kurs, denn in seiner Heimat trifft er auf eine eher international inspirierte Küche. Das Schweizer Gourmetherz lässt sich bereits am Morgen mit einem reich-

Der Schweizer Gast auf einen Blick Reisegemeinschaft: Paare (50 %), Familien (16 %) Alter: 49 Jahre im Durchschnitt (Sommerurlauber: 45,5 Jahre) Bildungsniveau und Beruf: Akademiker (41 %), viele leitende Angestellte und Selbstständige Tagesausgaben: 107 Euro ohne Anreise (Sommerurlauber: 97 Euro) Unterkunft: 61 % in 4- und 5-Sterne-Hotels Herkunftsregionen: Deutschschweiz; Zürich (20 %), Basel (14 %), Bern (12 %), Luzern (8 %), Graubünden, Genf und Aargau (je 7 %). Quellen: T-MONA, TourMIS

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Markt Schweiz

Carmen Breuss ÖW Markt Managerin

Jetzt begeistern – für heute und morgen ie begeistert man mittel- bis langfristig? Mit einem attraktiven Produkt und wirkungsvollem Marketing. Was heißt das für Österreich am prosperierenden Schweizer Markt? Unser Land hat in den Augen der Schweizer einige Trümpfe: Österreichs Landschaft und Natur in Kombination mit dem Kulturangebot, die hohe Qualität der Hotellerie und der Infrastruktur, die regionalen Köstlichkeiten aus Küche und Keller, gepaart mit gepflegtem Gastgebertum und persönlicher Betreuung. Das Preis-Leistungs-Verhältnis hat in den letzten Monaten durch den Höhenflug des Schweizer Franken weiter an Attraktivität gewonnen. Die Schweiz gilt als wirtschaftlich erfolgreich, die Bevölkerung gehört zu den reichsten und zugleich reisefreudigsten der Welt. Das bewirkt, dass die Eidgenossen ein attraktiver Herkunftsmarkt sind – nicht nur für Österreich. Mehr denn je buhlt der gesamte Euro- und Dollar-Raum (und auch die Schweiz selbst) intensiv um die Reisegunst der rund 7,8 Mio. Schweizer. Das Marketing in der Schweiz ist für alle ausländischen Destinationen innerhalb weniger Monate deutlich teurer geworden. Daher lockt die verhängnisvolle Illusion, sich auf die Frankenstärke als Hauptmarketing-Instrument zu verlassen. Wichtig ist es, jetzt am Markt Mittel einzusetzen, um inmitten aller Konkurrenzländer bestehen zu können und den eigenen Marktanteil zu halten. Die gewonnenen Gäste vor Ort durch das österreichische Angebot zu begeistern und sie für künftige Aufenthalte oder als MundpropagandaBotschafter zu gewinnen, sollte selbstverständlich sein. Jetzt gewinnen oder verlieren wir Gäste nicht nur für heute, sondern auch für morgen. Daher ist unser Vorschlag an Sie: wenn nicht jetzt, wann dann?

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haltigen Frühstücksbuffet erobern, wenn es sich aus einer Vielfalt aus regionalen sowie hausgemachten Produkten zusammensetzt. Ein Grund dafür: In der Schweizer Hotellerie gibt sich das Frühstücksangebot eher mager.

Mit Kultur überraschen Im Gedächtnis des Schweizer Kultururlaubers hat sich ein eher klischeehaftes Bild von Österreich verankert. Dass Österreich neben Mozart

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Foto: Erik Vogelsang Brandl & Schärer AG

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& Co. auch mit zeitgemäßer Architektur oder Musik-, Tanz- und Theaterfestivals abseits des klassischen Angebots aufwartet, hat sich noch kaum herumgesprochen. Wenn sich auch die breite Masse der Schweizer Auslandsgäste mit „neuen“ Kulturthemen nicht erobern lässt, so trägt die Kommunikation dieser Angebote wesentlich zur Erneuerung des Images auf dem Schweizer Markt bei. Denn sie schärfen das Bild für ein Österreich, das aus seiner Tradition Neues schöpft. Im Winter macht der Schweizer Gast seine Entscheidung für einen Aufenthalt in Österreich kurzfristig von den Schnee- und Wetterverhältnissen abhängig. Mit diesem eher spontanen Buchungsverhalten korreliert der Wunsch nach einem kürzeren Aufenthalt, zum Beispiel von Donnerstag bis Sonntag. Daher sollten Hoteliers auch Bereitschaft zeigen, nicht nur Wochenarrangements anzubieten.

Gute Argumente liefern Der Schweizer ist kein Anhänger langer Autofahrten. Aufgrund der kurzen Anreise stehen derzeit Ziele in Vorarlberg und Tirol hoch im Kurs: Auf diese beiden Bundesländer entfallen rund 75 Prozent der Schweizer Nächtigungen. Allerdings lässt er sich auch für von seiner Heimat weiter entferntere Destinationen in Österreich begeistern, wenn Anbieter ihm stichhaltige Argumente für einen Aufenthalt liefern und Informationen über ihr Produkt „mundgerecht servieren“ (Anreise, Kulinarik, Qualität der Unterkunft, Naturerlebnis usw.). So könnten beispielsweise das Burgenland, Niederösterreich oder die Steiermark mit ihrer Kombination aus Landschafts- und Weinerlebnis verstärkt auf dem Schweizer Markt punkten. Als die besonderen Stärken ihrer österreichischen Urlaubsregion listen Schweizer die Landschaft und Natur, das Angebot von Wanderwegen und die Erholungsmöglichkeiten. Die Naturattraktionen, die Freundlichkeit der Bevölkerung, die Atmosphäre und der Flair erzielen ebenso wie die Angebotsvielfalt sehr gute Bewertungen. Dies geht aus der Befragung Schweizer Gäste im Rahmen des Tourismus-MONitor Austria (T-MONA) aus 2008 hervor. Gäste aus der Schweiz, die Sommerferien in Österreich machen, greifen laut T-MONA mehrheitlich auf das Internet (51%) als Informationsquelle zurück. Gut ein Viertel informiert sich über Reiseführer und in Gesprächen mit Bekannten. Der überwiegende Teil (95 %) der Schweizer Gäste bucht individuell. Oktober/November 11


Werbung Für eine erfolgreiche Marktbearbeitung sollten Touristiker einen Zeithorizont von drei Jahren einplanen, denn der Schweizer Markt reagiert selten spontan. Doch die Investition lohnt sich, denn einmal gewonnene Gäste kommen gerne wieder (93 % Prozent Wiederbesucher, Quelle: T-MONA) und agieren als Werbebotschafter. Neben Internet und Print spielt die Mundpropaganda die wichtigste Rolle bei der Beschaffung von Informationen über das Urlaubsziel. Bei der Angebotsgestaltung und der Kommunikation sollten u. a. das gute PreisLeistungs-Verhältnis und die hohe Produktqualität betont werden, denn beides ist den reiseerfahrenen Schweizern sehr wichtig. Die Österreich Werbung bearbeitet den Schweizer Markt von ihrem Büro in Zürich aus, wobei sie auf einen Mix aus Offline- und Online-Marketing und PR setzt. Auf dem Programm für 2012 stehen im Wesentlichen die Kampagnen „Sommerglücksmomente“ und „Kulturgeflüster“ (Details siehe Kasten „Die ÖW-Marketinghighlights 2012), die regionenübergreifend für Deutschland, Österreich und die Schweiz konzipiert wurden, jedoch länderspezifische Module enthalten. Darüber hinaus lanciert die ÖW Zürich themen- bzw. zielgruppenorientierte Marketingaktionen wie zum Beispiel zu den Segmenten Familie, Wellness oder Erlebnissommer. Kontakt: Carmen Breuss, ÖW Markt Managerin Schweiz, Tel.: +41 44 457 10 40, E-Mail: carmen.breuss@austria.info

Die ÖW-Marketinghighlights 2012 Kampagne „Sommerglücksmomente“: Im Mittelpunkt steht Österreichs Natur, die den Rahmen zur Entdeckung der Leichtigkeit des Seins und zur Selbstentfaltung bietet. Die gepflegte Gastlichkeit (mit Köstlichkeiten aus Küche und Keller), die Begegnungsqualität und das Genuss- und Verwöhnelement nehmen eine zentrale Rolle ein. Auch leichte sportliche Aktivitäten haben ihren Platz. Hauptbaustein der Kampagne, die im Februar 2012 startet, ist das „Urlaubsjournal Sommer“ mit einem integrierten Angebotsteil. Das Printprodukt erscheint in einer Auflage von 670.000 Stück und erreicht über verschiedene Kanäle jeden dritten Deutschschweizer. Darüber hinaus stehen Pressearbeit und Onlineaktivitäten auf dem ÖW-Programm. Kampagne „Kulturgeflüster“: Sie zeigt das ganze Jahr über die Facetten des kulturellen Angebots auf und erzählt Geschichten über die schönen Dinge des Lebens, die den Urlaub in Österreich erlebbar machen. Österreich präsentiert sich hier als ein Land, dessen modernes Kulturleben in der Tradition verwurzelt ist. Gleichzeitig erhalten Konsumenten konkrete Tipps für Kurz- und Rundreisen. Zentrale Kampagnenelemente bilden PR, Print- und Online-Präsentationen: In Kurzvideos stellt die ÖW die neuesten Kulturtipps aus Österreich vor. Der Marketingmix umfasst darüber hinaus Printanzeigen, Medien- und Kulturkooperationen, Verkaufsförderung und Direkt-Marketing.

Eurotours erobert den Quellmarkt Schweiz Steigerung der Ankünfte im Zeitraum Mai bis Juli um 65,8 % Eurotours International bringt immer mehr Schweizer Gäste nach Österreich. In den Sommermonaten Mai bis Juli stiegen die Ankünfte um 65,8 %, was weit über dem österreichischen Durchschnitt von 10,4 % liegt.

Bereits im Mai 2011 konnte Eurotours trotz österreichweit rückläufiger Tendenz (-19,9 %) mit einer Steigerung von 28,5 % bei den Ankünften von Schweizer Gästen in Österreich ein ausgezeichnetes Ergebnis erzielen. Mit einem Anstieg auf rekordverdächtige 107,9 % im Juni (+35,7 % Österreich gesamt) und 63,8 % im Juli (+14,3 %) setzte sich das erfreuliche, überdurchschnittliche Wachstum bei Eurotours nahtlos fort. Zurückzuführen ist dieser außergewöhnliche Erfolg neben dem aktuell starken Kurs des Schweizer Franken vor allem auf die intensiven Bemühungen von Eurotours auf dem Quellmarkt Schweiz. Allein im vergangenen Jahr wurden über ALDI SUISSE TOURS 380 Österreich-Angebote vertrieben.

Partner gesucht Die Erfolge von Eurotours belegen die guten Absatzmöglichkeiten heimischer touristischer Angebote am Schweizer Markt. Dementsprechend ist Eurotours in Österreich ständig auf der Suche nach zusätzlichen interessierten Hotel-Partnern, um das Produktportfolio für die stark gestiegene Nachfrage weiter ausbauen zu können.

Weltweite Vermarktung touristischer Angebote Eurotours International ist die größte Incoming-Agentur und einer der größten Direkt-Reiseveranstalter in Zentraleuropa. Eurotours vermarktet die touristischen Angebote Mitteleuropas weltweit und deckt dabei alle Formen des organisierten Reisens ab: von Individualreisen in Ferienregionen und im Städtebereich bis hin zu Gruppenreisen, Incentives und Conventions.

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Schulskikurse

Offensive gestartet hr Hoch erlebten die Wintersportwochen an Österreichs Schulen mit über 250.000 Teilnehmern Ende der Siebzigerjahre. 25 Jahre später beteiligten sich nur noch 150.000 Schüler an den Schulskikursen. Dieser Rückgang um 40 Prozent lässt sich nur zum Teil durch sinkende Schülerzahlen erklären. Der Hauptgrund liegt bei den Barrieren, denen sich sowohl Lehrer als auch Eltern und ihre Kinder gegenübersehen. Dies geht aus der Studie „Wintersportwochen an österreichischen Schulen“ hervor, die das Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend von der Kondeor Marktanalysen GmbH 2009 durchführen ließ.

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Anreize schaffen Während Lehrer etwa den organisatorischen Aufwand oder mangelnde Serviceorientierung

Foto: ÖW/Wolfgang Zajc

Sport, Schule und Wirtschaft forcieren nun gemeinsam die Wintersportwochen an Schulen. Eine Marketingoffensive der Österreich Werbung unterstützt die Netzwerkpartner dabei.

und Unterstützung durch die Leistungsträger beklagen, haben in den Augen der Eltern und der Kinder Beherbergung und Verpflegung in den Wintersportwochen ein schlechtes Image. Auch fehlt ihnen der „Coolness-Faktor“. Ebenfalls eine Rolle bei der Ablehnung von Schul skikursen spielt die finanzielle Belastung, wie aus der Studie hervorgeht. Um den Nachwuchs wieder auf die Pisten zu bringen und ihm Freude an der Bewegung

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im Schnee zu vermitteln, forcieren nun Sport- sowie Unterrichtsministerium, der Österreichische Skiverband (ÖSV) und die Bundessparte Tourismus und Freizeit in der Wirtschaftskammer Österreich (WKO) gemeinsam die Wintersportwochen. Dazu riefen sie zu Jahresbeginn die „Servicestelle Wintersportwochen“ ins Leben, die Lehrern, Eltern, Schülern und auch der Wirtschaft umfangreichen Service und Informationen zur Organisation von Wintersportwochen bietet. Darüber hinaus sollen durch die Initiative in den kommenden Jahren Anreize gesetzt werden, um wieder mehr Schulklassen auf die Piste zu bringen. Die Servicestelle leistet Hilfe bei der Planung von Schulskikursen und vernetzt die Leistungsträger aus der Wirtschaft: Informationen über Angebote wie verbilligte Liftkarten, Aktionen beim Transport von und zu den Wintersportorten oder ermäßigte Skiausrüstung werden gebündelt und an die Schulen weitergeleitet. Das Projekt tragen neben den Initiatoren der Verein Interski Austria und die „Allianz Zukunft Winter“ (Kontakt siehe unten).

Großes Gewinnspiel on air Unterstützung erhielten die Netzwerkpartner zuletzt durch eine Marketingoffensive der Österreich Werbung, deren Herzstück ein Gewinnspiel auf Hitradio Ö3 war. Von Mitte bis Ende September – genau zu der Zeit, in der in den Schulen die Entscheidungen über mögliche Skikurswochen anstehen – machte die ÖW damit in ganz Österreich Stimmung für Wintersportwochen. Langweiliger Schulskikurs war gestern. Unvergessliche Momente, Bewegung im Schnee und jede Menge Spaß – das bieten die Wintersportwochen von heute! Und die mutigsten Lehrer wurden zur „Ö3 Lehrerchallenge“ aufgerufen, um mit dem Ö3-Wecker-Team um eine Wintersportwoche für die ganze Klasse zu rittern. Insgesamt konnten dank der Beteiligung nahezu aller Landestourismusorganisationen zehn Wintersportwochen mit allen Extras ausgespielt werden. Neben der intensiven Ö3-Vor-Promotion wurde die Kampagne im Flugblatt der Sporthandelskette Intersport angekündigt, das Mitte September an alle österreichischen Haushalte versendet wurde. Begleitend zur Rundfunkkampagne sorgte die Kampagnenseite der Österreich Werbung www.austria.info/wintersportwochen, die auch durch Bannerschaltungen auf externen Onlinemedien beworben wurde, für weitere Verbreitung und bot darüber hinaus alle Informationen zu den teilnehmenden Regionen sowie umfassende Informationen zum Wintersportland Österreich. Gleichzeitig fand auf der ÖW-Facebook-Fanpage ein Foto-Wettbewerb zum Thema Wintersportwochen statt. Kontakt Servicestelle Wintersportwochen: Tel.: 01/4030154 (Mo. bis Do. 8-17 Uhr, Fr. 8-14 Uhr), www.wispowo.at

Dr. Reinhold Mitterlehner Bundesminister für Wirtschaft, Familie und Jugend

Staatspreis Tourismus 2011 sterreich steht als attraktive Tourismusdestination in einem weltweit intensiven Wettbewerb. Professionalität und Dienstleistungsqualität seitens der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind zunehmend entscheidend für den unternehmerischen Erfolg. Betriebe, die Maßnahmen zur Mitarbeiterzufriedenheit setzen und für ein gutes Betriebsklima sorgen, leisten damit auch einen wesentlichen Beitrag zum Geschäftserfolg. In diesem Sinne wurde der Staatspreis Tourismus 2011 dem Thema „Innovative Mitarbeiterführung und -entwicklung in der Tourismus- und Freizeitwirtschaft“ gewidmet. Am 23. September 2011 wurden im Schloss Klessheim in Wals bei Salzburg die Staatspreissieger in drei Kategorien geehrt. In der Kategorie der Betriebe bis 20 Mitarbeiter setzte sich das Sonnenhotel Zaubek aus Kärnten durch. In der Kategorie der Betriebe mit mehr als 20 Mitarbeitern gewann das Alpenresort Schwarz aus Tirol. Bei den überbetrieblichen Projekten sicherte sich der Tourismusverband TraumArena aus Oberösterreich den Staatspreis. Als Wirtschafts- und Tourismusminister gratuliere ich den Preisträgern recht herzlich. Deren vorbildliche Initiativen und Maßnahmen im Bereich der Mitarbeiterführung und -entwicklung geben zukunftsweisende Impulse und sollen als Anreiz für Nachahmer in der Tourismus- und Freizeitwirtschaft wirken.

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Servicebroschüre „Danke, lieber Gast“ Die vom Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend herausgegebene Servicebroschüre „Danke, lieber Gast“ gibt den Hoteliers und Gastronomen samt ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern konkrete Tipps für den Berufsalltag, um optimal mit potenziell schwierigen Situationen und speziellen Gästewünschen umgehen zu können. Durch die gelungene Verbindung von rechtlichen Hinweisen und praktischen Tipps ist diese Broschüre ein wichtiger Ratgeber in Sachen Beschwerdemanagement und Servicequalität. Wir möchten die Tourismusbranche in ihrem täglichen Bemühen um ihre Gäste unterstützen und damit insgesamt zur Steigerung der Wertschöpfung im österreichischen Tourismus beitragen.

Die Servicebroschüre „Danke, lieber Gast“ wie auch die Broschüre zum Staatspreis Tourismus 2011 erhalten Sie in der Tourismus-Servicestelle unter tourism@bmwfj.gv.at oder telefonisch unter 01/71100 5597.

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Reisejournalismus

Urlaub auf dem Papier Text: Alexandra Gruber

ben noch auf der Wohnzimmer-Couch, eine Zeile weiter schon zwischen Buttermodeln auf der Almhütte beim Plausch mit Sepp, dem Senner. Wer den Reiseteil aufschlägt, darf sich an einen Ort der Sehnsucht versetzt fühlen und einen Kurzurlaub ganz ohne Anreise verbringen. Das journalistische Genre der Reisereportage führt dem Publikum eine Diaschau aus Worten vor, fesselnd in der Dramaturgie, sorgfältig zusammengestellt. Wer über journalistische Fertigkeit verfügt, beschreibt aber nicht nur, was er an einem Ort gesehen oder gehört hat, er eröffnet einen um hintergründige Informationen erweiterten Blick. Brav nachzuerzählen, wie eine Reise so abgelaufen ist, macht für Freddy Langer noch lange keine gute Reisereportage. Was dem Leiter des Reiseblatts der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ dabei abgeht? „Die Metaebene“, sagt er und meint den vielschichtigen Charakter eines Orts: Historie oder Geografie oder Klima oder was die Leute hier gern kochen und, und, und. „Das ‚Warum‘ interessiert“, fügt er hinzu. Preise lassen sich mit Texten gewinnen, die „Lust auf Reisen und Entdeckungen machen und die Neugierde auf Menschen und ihre Kultur wecken, aber auch Beobachtungen des touristischen Alltags, seiner Probleme und Chancen anstellen“: so viel zu den Anforderungen an jene Storys, die zum Columbus, dem jährlichen Autorenpreis der Vereinigung Deutscher Reisejournalisten (VDRJ), antreten. Die Auszeichnung für Reisereporter macht übrigens keinen Unterschied zwischen den Printgattungen Magazin und Zeitung. Dafür werden zwei Preiskategorien je nach Länge der eingereichten Texte ausgeschrieben (unter/über 7.000 Anschläge).

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Reise-Korrespondenten Beim Ansinnen, die große Reisereportage zu verfassen, gibt es nur eine Option: „selbst hinfahren, um vor Ort zu recherchieren“, definiert

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Foto: istockphoto.com

Aus dem Inneren der Schreibstuben: Wie Reisejournalismus funktioniert, ist gut zu wissen, besonders für die Presseverantwortlichen im Tourismus.

Tanja Paar, Reiseredakteurin von „Der Standard“, die Grundlage des seriösen Reisejournalismus. Sparmaßnahmen lassen die Verlage aber gerade bei den Reisebudgets für die Journalisten massiv den Rotstift ansetzen. „Fast alle Redaktionen bis auf eine Hand voll großer Magazine sind mittlerweile auf Einladungen der Anbieter angewiesen“, gewährt Langer Brancheneinblicke. Längst reagieren die Touristiker auf den Bedarf und schicken Einladungen für Gruppen- und Einzelreisen an die Redaktionen – überaus emsig: Gut 250 Stück landeten allein im Mai vorigen Jahres in der Reiseblatt-Redaktion der FAZ. Während die Magazine meist schon fertige Themenpläne für eine ausgedehnte Zeitspanne in der Lade haben, entscheiden die Zeitungen kurzfristig, für welches Pressereiseprogramm es lohnt, die Koffer zu packen. Wann die Autoren „Blut lecken“, ist teils individueller Gusto, teils eine Entscheidung im Sinne der Blattlinie. „Als die Strände in Kroatien einst nach dem Krieg wieder öffneten, gab es die Notwendigkeit, einen Reporter dort hinzuschicken“, so Langer dazu. Paar lässt sich etwa durch eine humorvolle Perspektive auf die dargebotenen Inhalte beeindrucken oder durch ausdrucksstarke Fotos.

In den Schuhen des Redakteurs Das Programm für Pressereisen auf den Anspruch der Reisereportage zuzuschneiden dürfte sich für die Presseleute aus dem Tourismus bezahlt machen – „versuchen, sich die Journalisten-Schuhe anzuziehen“, wünscht sich Paar eine einfühlsame Informationspolitik. Sie Oktober/November 11


selbst hat beim Sichten der Inhalte schließlich auch stetig ihre Leser im Blick. Vom gesamten Bauchladen aus der Region haben die Redakteure wenig. Man pickt sich ohnehin die Aspekte mit „Schreibwert“ heraus, die Neuigkeiten selbstverständlich und das im besten Sinn Eigenartige aus der Region. Die Information, der Alm-Sepp sei ein Original mit Rauschebart, sei zu matt, sagt Langer. Viel spannender findet er es, zu erfahren, was der Sepp eigentlich kann, tut und Spannendes zu erzählen hat. Perfekt, wenn das Reiseprogramm erstens spezielle Perspektiven oder schon ein Thema, eine mögliche Story fokussiert und sich den Journalisten zweitens ein Zeitfenster bietet, sich für eine Recherche auf eigene Faust auszuklinken. Für den Zuschlag ist eindeutig der Plot einer Reise verantwortlich. Ob sich die Einladung nun exklusiv an einen einzelnen Redakteur richtet oder eine Gruppenveranstaltung angeboten wird, ist letztlich nicht entscheidend. Lässt sich der Gruppentermin nicht wahrnehmen, würden sie sich nicht scheuen, beim Tourismusverband für einen Einzeltermin anzuklopfen, versichern die Reiseredakteure. Neben den großflächigen Reportagen pflegen die Reiseblätter aber auch kleinere Textformen, immer intensiver übrigens, seit

Sparkurs und damit ein Schwund an fest angestellten „Hausschreibern“ herrscht. Für die Kurzmeldung aus der großen Reisewelt braucht es nämlich nicht zwingend eine Vor-Ort-Recherche. „Immer mehr Raum muss daher mit Agenturmaterial aus den PRSchmieden gefüllt werden“, bestätigt Jürgen Drensek, Vorsitzender der VDRJ, eine Entwicklung, die sich quer durch die Schreibstuben zieht. Für die Touristiker hat es was Gutes, denn damit steigt die Chance, es auch via Pressemeldung ins Blatt zu schaffen.

Newswert gefragt In Form von Pressemeldungen würde man immer wieder versuchen, ihm alten Wein in neuen Schläuchen zu verkaufen, befindet Michael Reichel, Leitung Reiseressort „Die Presse“. Ein Text, der weder wirklich Neues noch Interessantes aus der Kategorie „touristisches Produkt“ aufzuwarten hat, fällt bei den Reisejournalisten durch, „auch wenn er durch die schönsten Marketinggags und stilistischen Kniffe aufgemascherlt ist“, so Reichel. Informationen aus der Region/dem Haus direkt an die Reiseredaktionen zu richten empfiehlt sich also nur dann, wenn wirklich etwas zu berichten ist.

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Kongress- und Tagungsbusiness

Meetingpoint Österreich Österreich konnte sich im international hart umkämpften Kongress- und Tagungsgeschäft auch 2010 gut behaupten. Neben Wien als führendem Meetingpoint waren auch die anderen Bundesländer gefragte Gastgeber für zahlreiche Conventions. Text: Susanna Gassner

m internationalen Kongress- und Tagungsbusiness mischt Österreich seit Jahren erfolgreich mit. Dies bestätigt einmal mehr der statistische Rückblick auf 2010: Die Union of International Associations (UIA) zählte in Österreich 412 internationale Top-Meetings und reiht Österreich damit an die neunte Stelle des weltweiten Rankings. Die International Congress & Convention Association (ICCA) führt den KongressGastgeber Österreich in ihrer Tagungsstatistik an 14. Stelle. Bereits zum zweiten Mal präsentierten das Austrian Convention Bureau (ACB) und die Österreich Werbung (ÖW) heuer ihre österreichische Kongress- und Tagungsstatistik, die gegenüber der Erstausgabe 2010 mehr als doppelt so viele Daten der österreichischen Kongressund Tagungsbranche enthält. Die Erhebung erfasst sämtliche nationalen und internationalen Kongresse, einen Großteil des FirmentagungsGeschäfts sowie Messen und Ausstellungen. Neben der Datenbank wurde auch ein österreichweiter Kongresskalender etabliert, der über die Website der ÖW und des ACB abrufbar ist (www.convention.austria.info, www.acb.at).

I

Wirtschaftsfaktor Kongress

Kongresse nach Bundesländern Wien Tirol Salzburg Steiermark Oberösterreich Niederösterreich Kärnten Vorarlberg Burgenland

935 302 290 265 246 138 123 116 43

Quelle: Österreichische Kongressund Tagungsstatistik 2010

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Die österreichische Kongress- und Tagungsstatistik zeichnet ein klares Bild von der Bedeutung des Meeting-Segments für den Tourismus: Insgesamt fanden im Vorjahr über 6.000 Kongresse und Firmenveranstaltungen mit einer Teilnehmerzahl von insgesamt mehr als 860.000 Personen statt. Damit fielen – rein statistisch betrachtet – auf jeden Tag 16,7 Kongresse und andere Veranstaltungen, die 2010 ein Nächtigungsvolumen von über zwei Mio. auslösten. Der Anteil der Tagungswirtschaft an den Gesamtnächtigungen betrug zwei Prozent, im

Städtetourismus lag dieser Wert gar bei zehn Prozent, das heißt, jeder zehnte Gast in einer österreichischen Stadt besuchte einen Business-Event. Touristisch interessant macht Kongresse & Co. nicht nur ihr Beitrag zu den Gesamtnächtigungen, sondern auch ihre Rolle als wertvoller „Pausenfüller“ in den Nebensaisonen. Als Spitzenmonate rangierten im Eventkalender 2010 der September gefolgt von November, Oktober, Mai und April. Und: Businessgäste geben deutlich mehr als Durchschnittsbesucher aus, in Wien beispielsweise 475 Euro pro Kopf und Nächtigung (Wien-Durchschnitt: 270 Euro).

Wien mit Rekordergebnis Fast die Hälfte (48 %) aller erfassten Tagungen konnte Wien verbuchen, das 2010 im weltweiten ICCA-Ranking der meistgebuchten Tagungsmetropolen an erster Stelle steht. In Österreich belegen Tirol und Salzburg die Plätze zwei und drei in der Liste der gefragtesten Meetingbundesländer. Mit einer Wertschöpfung von rund 770 Mio. Euro (+4 % gegenüber 2009) erzielte Österreichs Eventmetropole Nummer eins im Vorjahr ein Rekordergebnis, das aus knapp 3.000 Kongressen sowie Firmenveranstaltungen (+14 % gegenüber 2009) resultierte. Die Zahl der Nächtigungen hingegen blieb mit etwa 1,34 Mio. um drei Prozent unter dem Vergleichswert von 2009. Den Rückgang der Nächtigungen bei gleichzeitiger Zunahme der Veranstaltungen erklärt Christian Mutschlechner, Leiter des Vienna Convention Bureau, mit dem Verlust der „touristischen Funktion“ von Kongressen, die ihre Teilnehmer beinahe nur noch als Arbeitstermine wahrnehmen. Laut einer Studie von Wien Tourismus begründet sich die Abnahme der NächOktober/November 11


Foto: ÖW Staudinger

tigungen zum einen darauf, dass die Zahl der Begleitpersonen stark abnimmt. Reiste 1991 noch jeder zweite Teilnehmer im Tandem an, war dies 2010 nur noch bei jedem sechsten der Fall. Zum anderen buchen Tagungsbesucher kaum noch privat ein paar Tage dazu. 2010 war ihre Aufenthaltsdauer erstmals identisch mit der Dauer der Veranstaltung. Seine logische Fortsetzung findet dieser Trend bei den Rahmenprogrammen, die Kongressteilnehmer immer weniger nutzen. Eine Entwicklung, die Alexander Kery, verantwortlich für das austrian business and convention network (abcn) der Österreich Werbung, bestätigen kann: „Man kann gut beobachten, dass vor allem der Zeitfaktor eine immer größere Rolle in der Meetingbranche spielt. Informationsaustausch geschieht in kürzeren, intensiveren Veranstaltungen.“ Trotzdem können die touristischen Qualitäten einer Destination in der Akquisition den Ausschlag geben, wie die Studienergebnisse aus Wien bestätigen. Das Flair Wiens kann 50 Prozent der Kongressbesucher überzeugen, auch die zentrale Lage gefällt, und für die Stadt generell vergeben 99 Prozent der Befragten Bestnoten. Für heuer rechnet Mutschlechner mit einem ähnlichen Ergebnis wie im Vorjahr, für 2012 registriert das Vienna Convention Bureau eine Zunahme bei den Anfragen. Anfang Oktober trifft sich die österreichische Tagungswirtschaft zur „access“ in der Wiener Hofburg, der Fachmesse für Kongress-, Veranstaltungs- und Incentiveprofis mit 230 Ausstellern, 1.500 Besuchern und 300 internationalen „Hosted Buyers“. Die „access“, zu deren Trägerorganisationen das abcn, das Austrian Convention Bureau (ACB), die Round Table KonferenzHotels (RTK), Austrian Airlines und das Vienna Convention Bureau

zählen, war 2010 die erste Fachmesse Österreichs, die mit dem Umweltzeichen „Green Meeting“ ausgezeichnet wurde. Ein Highlight liefert in Wien 2012 der „Europäische Radiologenkongress“ mit rund 20.000 Teilnehmern, der im Austria Center Vienna Anfang März stattfindet. Für Ende März haben sich 5.000 Besucher für die „8. Europäische Brustkrebskonferenz“ ebenfalls im Austria Center Vienna angesagt. Zur „General Assembly of the European Geosciences Union“ treffen rund 8.000 Wissenschaftler gegen Ende April in der Bundeshauptstadt zusammen. Die Veranstalter großer Kongresse und Tagungen bevorzugen städtisches Parkett, wie die aktuelle Statistik belegt: Über 70 Prozent aller Business-Events gingen 2010 in den Landeshauptstädten über die Bühne. Nach Wien haben hier – gemessen an der Teilnehmerzahl – Salzburg, Graz und Innsbruck die Nase vorne.

Tagen in Stadt & Land Der Barockstadt Salzburg erwiesen im Vorjahr rund 66.000 Meetinggäste bei 323 Kongressen und Tagungen ihre Referenz. Auch für 2012 zeigt sich der Salzburger Veranstaltungskalender gut gefüllt: Das Salzburger Messezentrum, das ab nächstem Sommer mit neuen Tagungsräumlichkeiten aufwartet, beherbergt im Mai die Welthundeausstellung. Bei der Großveranstaltung, die das Salzburg Convention Bureau gemeinsam mit dem Österreichischen Kynologenverband gegen große internationale Konkurrenz in die Mozartstadt holte, präsentieren 15.000 Aussteller ihre etwa 20.000 Vierbeiner vor rund 30.000 Besuchern. Für 2013 erhielt das Messezentrum den Zuschlag für die Durchführung der Jahrestagung der Deutschen, Österreichischen und Schweizerischen Gesellschaft Hämatologie und Onkologie, die im Oktober rund 5.000 europäische Spezialisten nach Salzburg führt. Auch Salzburg Congress, der heuer sein zehnjähriges Bestandsjubiläum feierte, geht mit Optimismus ins neue Jahr. Im Sommer 2012 werden rund 1.000 Wissenschaftler im Herzen der Mozartstadt am „Jahreskongress der internationalen Gesellschaft für Experimentelle Biologie“ tagen. Reges Treiben auf Kongressen und Tagungen herrscht auch im SalzburgerLand rund um die Salzachstadt: Im heurigen Herbst steht in Saalfelden beispielsweise der Bewegungskongress „Fit für Österreich“ mit rund 550 Gästen auf dem Programm. Etwa zur selben Zeit läuft im Ferry Porsche Congress Center in Zell am See die weltweite Jahrestagung des Sportkonzerns Amer mit Marken wie Atomic oder Salomon.

Treffpunkt Internet Die wichtigsten Tagungsund Incentiveadressen in Österreich: austrian business and convention network abcn www.convention.austria.info Austrian Convention Bureau ACB www.acb.at

Convention Bureaus Österreich: Convention Bureau Tirol www.convention.tirol.at Salzburg Convention Bureau www.salzburgcb.com Convention Partner Vorarlberg www.convention.cc Convention Bureau Oberösterreich www.tagung.info Steiermark Convention www.steiermarkconvention.com Conventionland Kärnten www.convention. kaernten.at Convention Bureau Niederösterreich www.convention-bureau.at Vienna Convention Bureau www.vienna.convention.at Burgenland Tourismus www.burgenland.info

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Kongress- und Tagungsbusiness In der Steiermark öffnet der neu erbaute Congress-Schladming, der während der FIS Alpinen Ski-Weltmeisterschaft 2013 als Mediencenter genutzt wird und Raum für 1.400 Personen bereitstellt, Anfang Dezember offiziell sein Pforten. Im Jänner ist Congress-Schladming Gastgeber des ÖHV-Kongresses 2012. Mit dem LOISIUM Wine & Spa Resort in Ehrenhausen erhält die Südsteiermark kommenden Juni eine neue Eventlocation. Das Hotel wird drei Seminarräume für insgesamt 150 Personen sowie Autopräsentationsflächen in der Lobby, vor der Vinothek und auf der Aussichtsplattform vor dem Eingang beherbergen. Zu den Tagungshighlights von Messe Congress Graz zählen im heurigen Jahr u. a. die „Mitteleuropäische Biomassekonferenz“, zu der 1.000 Teilnehmer aus 33 Ländern in die Murmetropole reisten, sowie die 22. Grazer Fortbildungstage der Ärztekammer für Steiermark mit rund 1.500 Teilnehmern Anfang Oktober. Ebenfalls im Oktober geht am Flughafen Graz die Veranstaltung „My Way – der Tag für Gründer und Alleinunternehmer“ mit 1.000 Besuchern über die Bühne. Mit Abschluss der Umbauarbeiten Anfang Dezember kann Congress Messe Innsbruck (CMI) auf eines der modernsten Veranstaltungszentren im Alpenraum verweisen. Neben einem neuen, großzügigen Eingangsbereich samt Foyers sowie einer neuen Halle mit 6.000 m2 entsteht mit dem „Messeforum“ eine moderne Tagungslocation mit fünf Räumen. Zu den ersten Gästen, die die neuen Räumlichkeiten für ihr Rahmenprogramm nutzen, zählen die mehr als 1.000 jungen Athleten, die von Mitte Jänner weg an

austrian business and convention network Innerhalb der Österreich Werbung forcieren die Experten des „austrian business and convention network“, kurz abcn, die internationale Vermarktung des Tagungsstandorts Österreich. Das abcn-Team steht österreichischen Anbietern aus den Bereichen Meetings, Incentives, Conventions und Events mit Rat und Tat zur Seite und ist erste Anlaufstelle für internationale Meetingplanner und Medienvertreter. Hier ein Ausblick auf die geplanten Aktivitäten 2012: Beteiligung an Fachmessen: IMEX, Frankfurt: 22.–24. Mai AIBTM, Baltimore: 19.–21. Juni access 2012, Wien: 01.–02. Oktober IMEX America, Las Vegas: 09.–11. Oktober EIBTM, Barcelona: 27.–29. November 2012 Events und Medienkooperationen in den europäischen Kernmärkten Kontakt: austrian business and convention network, www.convention.austria.info, Tel.: 01/588 66-350, E-Mail: abcn@austria.info

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den „Youth Olympic Winter Games 2012“ in Innsbruck und Seefeld teilnehmen. Ebenfalls für Mitte Jänner hat sich der „World Congress of the International Sporting Press Association – AIPS 2012“ mit 500 Teilnehmern in der Messe Innsbruck angesagt. Und im März treffen einander 900 Kardiologen im Congress Innsbruck. Ganz dick unterstrichen steht im Eventkalender von CMI das „11. Welt-Musik-Festival“, zu dem im Mai 2013 rund 10.000 Besucher erwartet werden. Auf die Dreitausender der Zillertaler Alpen schweift der Blick der Tagungsgäste, die im neuen „Freiraum“ bei der Bergstation der Ahornbahn in Mayrhofen auf 2.000 Metern Seehöhe zusammentreffen. Die 56 Meter lange, nahezu frei schwebende Aussichtsplattform mit verglaster Panoramafront, die die Mayrhofner Bergbahnen vergangenen Winter eröffneten, bietet Platz für 20 bis 240 Personen.

Unkonventionell tagen Auf seinen bisher größten Sommerkongress und seine wohl auch unkonventionellste Tagung blickt St. Anton am Arlberg zurück: Ende Juni kamen etwa 460 Vertreter der deutschen Pharmabranche unter dem Motto „Der Berg ruft“ in dem WM-Ort zusammen, um in kleinen Meetings und Workshops aktuelle Themen zu erörtern. Dazu waren rund 45 Räume notwendig. Neben Veranstaltungssälen nutzten die Gäste, die in 22 Hotels und Pensionen wohnten, u. a. die Kletterhalle, das Museum, das Skischulhaus, das Gemeindeamt oder die Frühstückszimmer der Pensionen für ihre Zusammenkünfte. Teil dieses „Dorfkonzepts“ waren neben dem Arbeitsprogramm auch sportliche Aktivitäten, Naturgenuss und gesellschaftliche Events. Das Conventionland Niederösterreich bietet seit heuer einige neue Locations an: Mit dem „Multiversum“ eröffnete zu Jahresbeginn in Schwechat ein multifunktionaler Veranstaltungskomplex. Die Eventhalle und die Seminar- sowie Kongressräumlichkeiten für 50 bis 2.400 Personen erstrecken sich auf einer Gesamtfläche von 27.000 m2. Mitte Mai 2012 ist das Multiversum, in dessen Errichtung Investitionen von rund 40 Mio. Euro flossen, Schauplatz von „REAL CORP 2012“ mit 450 Teilnehmern aus der internationalen Immobilienbranche. Seit April steht Geschäftsreisenden mit dem Hotel Altes Kloster eine neue Adresse in Hainburg zur Verfügung. In dem ehemaligen Minoritenkloster befinden sich zwei Seminarräume mit einer Kapazität von jeweils bis zu 64 Personen. Der teilweise überdachte Innenhof bietet sich für Empfänge, Konzerte, Modeschauen u. Ä. für Oktober/November 11


bis zu 300 Personen an. Im Zentrum von St. Pölten öffnete im Mai das Cityhotel Design & Classic mit Tagungsräumlichkeiten für bis zu 300 Teilnehmer. Das Festspielhaus Bregenz blickt auf seinen bisher größten Kongress zurück: Im April gaben sich rund 2.200 Ärzte bei der gemeinsamen Jahrestagung der deutschen, österreichischen und schweizerischen Gesellschaften für Nuklearmedizin ein Stelldichein. Für 2012 gelang es Convention Partner Vorarlberg erstmals, die Tagung „ICCA Research, Sales & Marketing Programme” in die Bodenseestadt zu holen. Damit werden sich im Juni Vorarlberg und Bregenz rund 150 Meetingspezialisten aus der ganzen Welt präsentieren. Zum Convention Bureau Oberösterreich sind heuer sieben neue Betriebe gestoßen. Zu den Neuzugängen gehören etwa „Kraftwerk Living Technologies“ in Wels mit der außergewöhnlichen Location „panoptikum“, das aus dem Seminar- und Kommunikationszentrum „flex4“ und dem „Auditorium“, einem 4-D- bzw. 5-D-Kino mit 128 Plätzen besteht, sowie zwei typisch oberösterreichische Vierkanthöfe mit Seminarräumen im Einzugsgebiet von Linz. Im Sinne von „Green Meeting“ kooperieren die nunmehr 47

oberösterreichischen Convention-Bureau-Mitglieder mit den ÖBB: Die Teilnehmer an ihren Veranstaltungen (ab 150 Personen) erhalten vergünstigte Tickets für die Anreise mit der Bahn. Zu Beginn dieses Jahres fiel der Startschuss für den Umbau und die Erweiterung des Kulturund Kongresszentrums in Eisenstadt. Ab November 2012 soll das neue Haus zur Verfügung stehen, das statt bisher 800 bis zu 2.000 Personen Raum für Veranstaltungen bieten wird. Einen neuen Look hat sich die Seewinkelhalle (1.500 m2) des Vila-Vita-Pannonia-Resorts in Pamhagen verpasst: Natürliche Materialien wie Stein und Holz sorgen für Wohlfühlatmosphäre in der Multifunktionshalle. In die Baumaßnahmen und die neue Tagungsinfrastruktur investierte das Resort 1,3 Mio. Euro.

Tagungsmetropolen Städte-Ranking 2010: 1. Wien 2. Barcelona 3. Paris 4. Berlin 5. Singapur 6. Madrid 7. Istanbul 8. Lissabon 9. Amsterdam 10. Sydney Quelle: International Congress & Convention Association ICCA

Incentives im Visier Das Conventionland Kärnten, das für heuer ein Plus von 17 Prozent bei den Anfragen zu Kongressen und Tagungen meldet, will in Zukunft verstärkt das Segment „Incentives“ forcieren. Auf dem Programm für 2012 stehen der Ausbau des Portals www.erlebnis.kaernten.at und eine Promotiontour in Österreich, Deutschland, Italien und Slowenien.

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Staatspreis Tourismus 2011

Motivierte Teams als Erfolgsfaktor Der diesjährige „Staatspreis Tourismus“ holt jene Betriebe vor den Vorhang, die sich dem Thema „Innovative Mitarbeiterführung und -entwicklung“ vorbildlich widmen. Denn motivierte Mitarbeiter sind der Schlüssel zum Erfolg im Tourismus. ngagierte Mitarbeiter, die Servicequalität leben, leisten einen entscheidenden Beitrag zur Zufriedenheit der Gäste und tragen so zum Erfolg der Betriebe bei. Der Staatspreis Tourismus, den das Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend alle zwei Jahre ausschreibt, zeichnet daher heuer jene Projekte und Initiativen der Mitarbeiterführung und -entwicklung aus, die die Motivation des Teams steigern und Vorbildwirkung für die Branche haben. Die Kür der Sieger und der Nominierungen erfolgte durch eine unabhängige Fachjury, die unter anderem Innovationskraft und betriebliche Auswirkungen der Maßnahmen beurteilte. Im Besonderen würdigt der Staatspreis Betriebe und überbetriebliche Kooperationen, die • die Qualität und Wettbewerbsfähigkeit des touristischen Angebot in Österreich stärken • zu einer Steigerung der Attraktivität des Arbeitsplatzes „Tourismus“ beitragen • Begeisterung für die Arbeit in der touristischen Dienstleistung auslösen und • zu Qualitätsverbesserungen im Arbeitsumfeld führen.

E

Wie ein Uhrwerk

Ganzheitlicher Ansatz Als „Best of“ in der Kategorie über 20 Mitarbeiter kürte die Jury das Alpenresort Schwarz in Mieming in Tirol (Bild Mitte). In dem Haus, das sich als Ziel für einen gesundheitsund erlebnisorientierten Erholungs- und Aktivurlaub für alle Generationen positioniert, treffen sich alle zwei Wochen die Teilnehmer der Pro-

Fotos: BMWFJ

Als Sieger in der Kategorie bis 20 Mitarbeiter ging das Sonnenhotel Zaubek**** auf der Gerlitzen in Kärnten hervor (Bild links). Das mit nur 28 Zimmern relativ kleine Haus wird als Zweisaisonenbetrieb geführt und weist einen hohen Anteil an Stammgästen auf. In einem Unternehmen dieser Größe ist Teamwork ein absolutes Muss und entscheidend für

den Erfolg des Betriebes. Wenn alle Mitarbeiter gut zusammenarbeiten, steigert das das persönliche Wohlbefinden jedes Einzelnen und fördert die Freude am Job – und genau das spüren auch die Gäste. Unter dem Motto „Das Sonnige Team“ entwickelten Mitarbeiter und Geschäftsführung die Firmenphilosophie. Um das System des ineinandergreifenden Arbeitens darzustellen, wählten die Mitarbeiter ein Uhrwerk als Symbol. Das Team entwickelte Stellenbeschreibungen und optimierte gemeinsam die Arbeitszeiten. Regelmäßige Coachings, Teamsitzungen und persönliche Gespräche bilden den weiteren Rahmen für ein erfolgreiches Miteinander. Das Sonnenhotel setzt als klassischer kleinerer Betrieb eine beachtliche Zahl an nachhaltigen Maßnahmen zur Mitarbeiterführung und -entwicklung um, so die Begründung der Jury. Das Haus konnte in den letzten Jahren eine Stammmitarbeiterquote von 95 Prozent erreichen. Die gegenseitige Wertschätzung und das Vertrauen zueinander führten zu hoher Teamzufriedenheit, die sich in hoher Gästezufriedenheit widerspiegelt.

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Oktober/November 11


jektgruppe „Schwarz-Inside“, um Angebote für Mitarbeiter zu entwickeln und umzusetzen. Im Mittelpunkt stehen dabei persönliche und fachliche Weiterbildung, Schaffung von Vorteilen für Mitarbeiter sowie Förderung der abteilungsübergreifenden Zusammenarbeit und der Gesundheit der Angestellten. Die konkrete Planung und Umsetzung der vom Projektteam erarbeiteten Vorschläge obliegt den Mitarbeitern, die sich damit verstärkt eigenverantwortlich und kreativ einbringen. Eine eigene „Schwarz-Akademie“ führt jährlich rund 30 hausinterne Kurse und Seminare durch. Außerdem schulen zwölf speziell ausgebildete Mitarbeiter im Rahmen des Projekts „Teamplaying“ zwei Mal wöchentlich Kollegen in fachlichen und persönlichen Belangen. Mitarbeiter erhalten – neben einer Erfolgsbeteiligung – für ihr Engagement für das Haus, etwa für die Ansprache neuer Gäste oder für Verbesserungsvorschläge, Bonuspunkte, die finanziell abgegolten werden. Darüber hinaus profitieren die Angestellten von einem Nachlass von 20 Prozent auf alle Hotelleistungen oder von vergünstigten Angeboten bei Partnerbetrieben. Die Benützung der Hotelinfrastruktur steht Mitarbeitern und ihren Partnern frei zur Verfügung. Als besonders preiswürdig erachtete die Jury das umfassende Bündel an Maßnahmen sowie die ständige Weiterbildung der mitarbeiterorientierten Managementqualitäten im Alpenresort Schwarz. Dies spreche für eine qualitativ hochwertige Mitarbeiterführung.

Betriebsübergreifend In der Kategorie überbetriebliche Projekte konnte der Tourismusverband TraumArena im

oberösterreichischen Mühlviertel punkten (Bild rechts). Die drei 4-Sterne-Häuser Guglwald, Bergergut und AVIVA gründeten gemeinsam die „TraumArena Akademie“, um ihren insgesamt 170 Mitarbeitern ein hochwertiges Ausbildungsprogramm zu bieten. Die Weiterbildungsmaßnahmen sollen ihre fachliche Qualifikation verfeinern und ihre persönliche Entwicklung fördern, um Gäste zu begeistern. Die Angebote der TraumArena Akademie sind für Mitarbeiter der drei Hotels kostenlos, Angestellte aus Partnerhotels der Kooperation „Mühlviertler Top Hotels“ können die Schulungen gegen eine geringe Gebühr besuchen. Seit Gründung der Akademie 2008 frequentierten über 1.000 Mitarbeiter die 74 angebotenen Seminare. Als besonders lobenswert erwähnte die Jury die Möglichkeit zur berufsbegleitenden Matura oder die „Trend Tour“ der Akademie. Dabei lernen Mitarbeiter neue Konzepte aus der Branche in der Praxis kennen.

Die Preisträger auf einen Blick Sieger: Sonnenhotel Zaubek www.sonnenhotel.com Alpenresort Schwarz www.schwarz.at Tourismusverband TraumArena www.traumarena.at Sonderpreise: Marienschwestern vom Karmel www.kneippen.at Weltweitwandern GmbH www.weltweitwandern.at

Sinn stiften Neben den Siegerprojekten in den einzelnen Kategorien kürte die Jury zwei Sonderpreisträger: Die Marienschwestern vom Karmel, die ihren Gästen in drei Kneipp-Traditionshäusern in Oberösterreich ganzheitliche Therapien anbieten, erhielten eine Auszeichnung für ihre sinnstiftende Unternehmenskultur. Die Weltweitwandern GmbH, Spezialist für Wanderund Trekkingreisen aus Graz, setzt auf „miteinander und voneinander Lernen“ und einen intensiven Wissensaustausch innerhalb der Belegschaft, was laut Jury letztlich zu höherer Kundenzufriedenheit und Nachfrage nach den Produkten führt.

Ihr Ziel:

MBA Tourismus und Hospitality

KARRIERE

Tourismusbetriebswirt (FH)

Berufsbegleitend weiterbilden

Sporttourismus-Management

Tourismusmanagement

Tourismusmarketing Gesundheitstourismusmanagement BusinessTravel-Management

Anerkannte Abschlüsse

IST-Studieninstitut | www.ist.de

Bildung, die bewegt


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Hobbysportevents

Mittendrin statt nur dabei Hobbysportevents bewegen in Österreich die Massen. Mit etwas Ausdauer können Touristiker in diesem Bereich hohe Wertschöpfung und große mediale Aufmerksamkeit erzielen. Text: Nina Munk

enn sich Topathlet Haile Gebrselassie warm läuft, feuern ihn 400.000 Zuseher entlang der Strecke des Vienna City Marathons an. Dank der TV-Übertragung verfolgen allein in Österreich weitere 150.000 Menschen den Lauf, der einige der besten Seiten Wiens in Szene setzt: den Prater und die Staatsoper, den Heldenplatz und das Rathaus. Mit dem Marathon ist für Wien nicht nur ein gewaltiger Werbewert verbunden, er bringt der Bundeshauptstadt auch zusätzliche Nächtigungen: Bis zu 60.000 Übernachtungen gehen jährlich im April auf das Konto des Wettlaufs – da sind nicht nur die über 30.000 Teilnehmer, sondern auch Begleitpersonen, Besucher und Aussteller mit eingerechnet. Wien erzielt beim Marathon eine Wertschöpfung von 15 Mio. Euro, die großen Gewinner des Laufevents sind Gastronomie und Hotellerie.

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Ausdauer gefragt Auch die Großen haben klein angefangen: „Es braucht mindestens drei Jahre Aufbauphase, um sich am Markt zu platzieren“, sagt Wolfgang Breitfuß, Direktor des Tourismusverbands Saalbach-Hinterglemm. Einnahmen und Ausgaben für die „World Games of Mountainbiking“, die jährlich im September stattfinden, halten sich in Saalbach-Hinterglemm die Waage, trotzdem lohnt sich der finanzielle und organisatorische Aufwand: Laut Breitfuß lösen alle Sportevents der Region zusammen insgesamt 25.000 Nächtigungen aus und tragen so zu besserer Auslastung in der Nebensaison bei. Viele Hotels in Saalbach-Hinterglemm melden zur Zeit des Mountainbiking-Events Vollauslastung. Gleichgültig ob Laufbewerb, Triathlon oder Freeride-Festival: Österreichs Sportevents haben sich längst einen Fixplatz im Termin kalender der Gäste erobert. Als besonders

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attraktiv gelten Veranstaltungen, die Profi- wie Freizeitsportler einbinden. Denn Hobbyathleten messen sich gern mit ihresgleichen, suchen aber auch den Vergleich zu den Profis ihrer Lieblingsdisziplin. Die Berücksichtigung von Profi- und Freizeitsportlern trägt daher maßgeblich zum Erfolg der Events bei. Beim jährlichen „Erzbergrodeo“ im Juni in der Steiermark treten Werksprofis und Hobbyfahrer auf ihren Maschinen gemeinsam in derselben Wertungsklasse zur Wettfahrt auf den Trassen des steirischen Erzbergs an, um sich und den Zuschauern zu beweisen, dass sie „härter als Eisen“ sind. Der Erfolg gibt der größten Motorsportveranstaltung Österreichs recht: 45.000 Besucher pilgern an vier Tagen jährlich zum härtesten Endurorennen der Welt.

Mit Sideevents punkten Um die Menschenmassen in geordnete Bahnen zu lenken, braucht es eine perfekte Organisation, angefangen bei der Startnummernvergabe bis hin zur Siegerehrung. Wenn auch der Wettkampf im Mittelpunkt steht, wollen die Gäste abseits des Bewerbs ebenfalls unterhalten werden. Maßgeschneiderte Pakete und Zusatzangebote sind ein willkommener Anreiz für Begleitpersonen. Am Erzberg sind das etwa geführte Touren im „Hummer“, einem Geländefahrzeug, rund um den Rennparcours, Saalbach lockt während des Mountainbiking-Bewerbs mit speziellen Familienangeboten und der „Dolomitenmann“ in Lienz, ein Teambewerb, der vier BergsportOktober/November 11


und kann die internationale Beteiligung entsprechend erhöhen: Beim Dolomitenmann sind vergangenen September nicht nur Deutsche, Österreicher oder Italiener, sondern erstmals auch Südafrikaner und Russen angetreten.

Der Vienna City Marathon setzt die Stadt in Szene.

Foto: VCM Niki Wagner

Die Latte hoch legen

arten kombiniert, setzt auf Livemusik als Eventbegleitung. Unterhaltungsangebote wie Spiele, Shows, Partys oder Ausstellungen am Rande des eigentlichen Sportgeschehens rücken daher immer stärker in den Blickpunkt. Auch die Veranstalter des Rennens „Der Weiße Ring“, bei dem jährlich Mitte Jänner 1.000 Hobby-Skirennläufer in Lech zum Abfahrtslauf antreten, haben das Potenzial von Zusatzangeboten erkannt und organisieren kommenden Winter eine Profiskiwoche mit den Rennläuferlegenden Patrick Ortlieb und Marc Giradelli, die mit den Besuchern und Teilnehmern im Vorfeld des Events trainieren. „Dadurch erhoffen wir uns eine größere Wertschöpfung, da wir bis jetzt nur den Renntag vermarktet haben“, sagt Hermann Fercher, Chef von Lech-Zürs Tourismus. Die Promidichte beim Weißen Ring zieht auch die Medien des In- und Auslands nach Lech: Wenn Pepi Strobl die Verfolger weit hinter sich lässt, berichten nicht nur die Vorarlberger Nachrichten, sondern auch eine Reihe internationaler Medien, wodurch sich die Bekanntheit der Skidestination Lech-Zürs noch weiter erhöht. Special-Interest-Magazine, Onlinemarketing, TV und Hörfunk sind die geeigneten Werkzeuge, um die einzelnen Events bekannter zu machen, aber auch ein starker Partner schadet nicht: Das Erzbergrodeo oder der Dolomitenmann wird unter anderem von Red Bull gesponsert. Eine weltweit vernetzte Marke trägt zusätzlich zur Bewerbung des Events bei

Viele Regionen eignen sich für einen Sportevent, aber wer auf diesem Sektor erfolgreich sein will, muss sein Alleinstellungsmerkmal herausarbeiten und vorhandene Ressourcen nutzen. „Der Event muss zur Kernkompetenz passen“, meint Fercher und spielt dabei auf die lange Renntradition in Lech an. Dazu gehören aber nicht nur große Namen, sondern auch das stimmige Ambiente und vor allem die Streckenführung. Der Weiße Ring etwa leitet Publikum und Hobbyathleten im Kreis um den Ort herum und macht so das Bergdorf Lech gekonnt zur Kulisse. Erfolgreiche Veranstalter von Hobbysportevents bieten dem Publikum einen authentischen Einblick in die Region und kombinieren die Natur vor ihrer Haustür mit einem möglichst spektakulären Bewerb, der auch die mediale Aufmerksamkeit auf sich zieht. Lech weist während des Weißen Rings hohe Promidichte auf, andere Regionen punkten mit einem breit gefächerten Spektrum an Disziplinen, um die gesamte Bandbreite des Sports auszuloten und ein größeres Publikum anzusprechen.

Einzigartigkeit gefragt Aber gleichgültig, auf welche Zielgruppe sich die Veranstalter spezialisieren, wichtig ist es, sich von der Konkurrenz abzuheben und ein einzigartiges Ambiente zu schaffen. Denn wenn Strecke und Rahmen passen, kommen die Sportler auch im nächsten Jahr wieder und bringen Kollegen und Familie gleich mit. So wird das sportliche Image einer Region im Bewusstsein der Gäste verankert und die Werbewirkung beim nächsten Event weiter verstärkt. Einige Veranstaltungen sind besonders originell und rudern gegen den Strom, andere treffen den Geschmack der Masse und segeln mit dem Wind, doch so unterschiedlich sie auch sein mögen, so haben sie doch einiges gemeinsam: Hobbysportevents erhöhen den Bekanntheitsgrad der Regionen und bauen Österreichs Status als Sportnation weiter aus. Und wer mit viel Teamgeist und Begeisterung am Ball bleibt, kann sich in einer kaufkräftigen Nische etablieren und ist für einen stetig wachsenden Markt gut gerüstet.

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Kommentar

Kurz notiert Messe für einzigartiges Reisen

Johann Schenner Obmann der Bundessparte Tourismus- und Freizeitwirtschaft der Wirtschaftskammer Österreich

Der „ReiseSalon“, die neue Messe mit Fokus auf Geheimtipps und Exklusivreisen, lädt von 23. bis 25. März 2012 in die Wiener Hofburg. Unter dem Motto „Entdecke neue Horizonte“ bietet die Veranstaltung auch österreichischen Touristikern einen Rahmen, um ihre hochwertigen Angebote zu präsentieren. Als Besucherzielgruppe fasst der „ReiseSalon“ anspruchsvolle und einkommensstarke Kunden ins Auge. Aussteller können sich bis 30. November 2011 beim Veranstalter einen Stand reservieren. www.reisesalon.at

Neu: „Marktprofi Kompakt“ 2012

Den Ausstieg ermöglichen eim diesjährigen Tourismus-Arbeitskreis im Rahmen der Alpbacher Wirtschaftsgespräche widmete sich die Bundessparte Tourismus- und Freizeitwirtschaft dem Strukturwandel im Tourismus. Vor allem die Problematik der Betriebsaufgabe dominierte die Diskussion. Das Dilemma besteht oft darin, dass ein Betrieb aus unterschiedlichsten Gründen nicht gewinnbringend weitergeführt werden kann oder es keinen Betriebsnachfolger gibt, der Ausstieg aus dem Business aber aus steuerlichen Gründen zu teuer ist. Die Folge ist, dass in diese Betriebe nichts mehr investiert wird und günstige Preise oft als einzige Marketingidee gesetzt werden, was das gesamte Preisgefüge und die Volkswirtschaft belastet. Unterm Strich kostet das Weiterwursteln also mehr, als es bringt. Dem muss entgegengewirkt werden! Es müssen die gesetzlichen Grundlagen dafür geschaffen werden, dass solche Betriebe mit Würde aufhören können. Das Erreichen eines bestimmten Alters oder die Erwerbsunfähigkeit im Zusammenhang mit dem Hälftesteuersatz und den stillen Reserven kann kein taugliches Kriterium sein, um die Probleme in den Griff zu bekommen. Deshalb fordere ich Ausstiegsmöglichkeiten wie eine steuerneutrale Betriebsaufgabe oder den Verkauf. Dazu müssen die Gebäudebegünstigung und die Hälftesteuersatzbegünstigung vom Alter und der Erwerbstätigkeit losgelöst bzw. der steuerbegünstigte Verkauf ohne Fristenbindung ermöglicht werden. Durch eine Förderung für die Umwandlung der Betriebe oder eine Ertragssteuerbefreiung könnten neue Strukturen – etwa Alternativnutzungen der Beherbergungsimmobilien – geschaffen werden. Solche Erleichterungen beim Ausstieg können den Strukturwandel jedenfalls positiv beeinflussen. Wir brauchen diese gesetzlichen Anpassungen, damit das „Aufhören mit Würde“ endlich ermöglicht wird!

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Mit dem sogenannten „Marktprofi Kompakt“ macht die Österreich Werbung ihr fundiertes Know-how der Branche zugänglich und erleichtert heimischen Tourismusbetrieben die Marktbearbeitung: Die Publikation, die für 27 Märkte verfügbar ist, informiert über aktuelle soziodemografische und wirtschaftliche Marktdaten, über die allgemeine touristische Entwicklung am jeweiligen Markt und in Bezug auf Österreich, über Zielgruppenpotenzial sowie über Reisemotive und -verhalten. Der „Marktprofi Kompakt“ klärt außerdem über Dos und Don’ts im Umgang mit Urlaubsgästen und touristischen Partnern auf und gibt praktische Tipps für PR-Arbeit und Marketing. Die „Marktprofis Kompakt“ 2012 stehen auf der B2B-Site der Österreich Werbung zum kostenlosen Download zur Verfügung. www.austriatourism.com

Österreich punktet beim Sporturlaub Sportreisen sind ein Nischen-Segment mit ernst zu nehmendem Zukunftspotenzial – insbesondere für den österreichischen Tourismus: Laut einer aktuellen Auswertung des World Travel Monitors® im Auftrag der ITB Berlin erfreuen sich Sporturlaube wachsender Beliebtheit. Das begehrteste Reiseziel für europäische Sporttouristen ist Österreich, das mit einem Marktanteil von 24 Prozent vor Italien und Deutschland mit jeweils elf Prozent liegt. Besonders bei den deutschen Nachbarn steht Österreich hoch im Kurs, 42 Prozent der sportaffinen deutschen Gäste zieht es – vorwiegend zum Wandern oder Radfahren – nach Österreich. Das Potenzial der europäischen Gäste, die Sporttrips ins Ausland unternehmen, liegt bei neun Millionen.

IMPRESSUM Herausgeber und Medieninhaber: Österreich Werbung, Margaretenstraße 1, A-1040 Wien, Tel.: 01/588 66-326, Fax: 01/588 66-266, Internet: www.austriatourism.com/bulletin Chefredaktion: Dr. Katja Horninger, katja.horninger@austria.info Redaktion: Mag. Susanna Gassner, Mag. Alexandra Gruber, MMag. Sabina König, Nina Munk, Mag. Dagmar Riedl Für den Inhalt verantwortlich: Mag. Ulrike Rauch-Keschmann Aboservice: Petra Haider, petra.haider@austria.info Anzeigenmarketing: Gassner & Hluma Communications, Alsegger Straße 18/10, A-1180 Wien Layout: Greiner & Greiner/Peter Schaberl, Cactus Design Gestaltung: Greiner & Greiner, Wolfgang Greiner Druck: Holzhausen Titelfoto: ÖW/Staudinger

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Neues aus den Märkten

Australien mit Potenzial ine spektakuläre Schau österreichischer Kunst der Moderne eroberte von Mitte Juni bis Anfang Oktober die Herzen der Australier. In diesem Zeitraum zeigte die National Gallery of Victoria (NGV) in Melbourne, der zweitgrößten Stadt des Kontinents, unter dem Titel „Vienna: Art & Design“ Meisterwerke von Klimt, Schiele, Kokoschka und Hoffmann. Diese Schau, zu der 400.000 Besucher erwartet wurden, bot der ÖW die perfekte Plattform, Tourismus mit den Themen Kunst, Musik und Kulinarik in großem Stil zu vernetzen und die Destination Österreich in dieser Hinsicht zu positionieren. Rund um „Vienna: Art & Design“ fanden insgesamt 200 Veranstaltungen statt, in deren Rahmen auch die ÖW teils mitgewirkt hat, um in Australien Lust auf das Urlaubsland Österreich zu machen.

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Das Außenministerium ist weltweit für Sie da.

Foto: Leopoldmuseum Wien

Aktuelle Informationen und Sicherheitshinweise jetzt auch als App

Herzstück und Höhepunkt des Eventreigens war das zweitägige „Austria. Unique Like You Travel Symposium“ in den Räumlichkeiten der NGV im August, bei dem rund 40 australische Reiseveranstalter und Reisebüroagenten mit einer Delegation der österreichischen Tourismusbranche zum Thema Produktinnovation im Tourismus diskutierten und regen Meinungsaustausch über die Zukunft der Reisebranche unterhielten.

Gute Vorzeichen Eine intensive Bearbeitung des australischen Markts gilt für Österreichs Touristiker zurzeit als besonders erfolgver sprechend. Australier hegen eine große Liebe zu Österreich und seiner Kultur, wie auch der Publikumsmagnet „Vienna: Art & Design“ beweist – und Reisen in die Eurozone kommen Australiern aktuell sehr günstig. Die Wirtschaft, kaum betroffen von der Finanzkrise, floriert: Die Export-Zuwachsraten nach Asien liegen im zwei- bis dreistelligen Bereich, das BIP liegt bei 41.400 Euro pro Kopf. Der australische Dollar erlebt derzeit einen Höhenflug, der Trips auch nach Österreich stark verbilligt. Von diesen Entwicklungen kann Österreich enorm profitieren, die Vorzeichen für ein erfolgreiches Tourismusjahr 2011 stehen günstig: Von Jänner bis Juli gab es bei den Ankünften aus Australien österreichweit ein Plus von 7,9 Prozent. Wien konnte im Juli sogar einen Zuwachs von 25,5 Prozent verzeichnen.

www.auslandsservice.at Ich lade Sie ein, sich die Application des Außenministeriums kostenlos auf Ihr Smartphone zu laden. Nutzen Sie unser Informationsservice vor und während Ihrer Reise. Ich wünsche Ihnen eine gute und sichere Reise! Vizekanzler und Außenminister Dr. Michael Spindelegger


bulletin

ÖW-Markensymposium 2011

Ankommen und aufleben.

Foto: ÖW/Wolfgang Zajc/Getty Images

Beim diesjährigen Markensymposium der Österreich Werbung beleuchten nationale und internationale Experten die Wege zum Urlaubsglück aus unterschiedlichsten Perspektiven.

as macht Österreich zu einem besonderen Ort, der Gäste – im doppelten Sinn – „ankommen“ lässt? Was macht Österreich aber auch zu einem Ort, an dem Körper und Geist abseits des Alltags (wieder) aufleben? Es ist wohl das „Österreichtypische“ kombiniert mit den vielfältigen Faszinationen des Landes, das diese einzigartige Wirkung erzielt. Gäste erfahren sich selbst als Handelnde, finden zu intensivem Erleben, das ihnen neue Kraft und Impulse zur Entfaltung gibt. Im Wechselspiel zwischen Entspannung und Anspannung machen Österreichs Gäste Erfahrungen, die noch lange nachwirken, weit über die Zeit des Urlaubs hinaus. Der wertvollen und bereichernden Wirkung von Urlaub in Österreich widmet sich das heurige Markensymposium der Österreich Werbung, das unter dem Motto „Ankommen und aufleben.“ am 15. November im Dachfoyer der Hofburg in Wien über die Bühne geht. In Vorträgen und Diskussionsrunden beleuchten Experten das vielschichtige Thema. Das bulletin gibt einen ersten Überblick über das Programm des Markensymposiums 2011:

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Für Ihren Terminkalender: ÖW-Markensymposium Termin: 15. November 2011, 9.30 bis 17.00 Uhr Ort: Dachfoyer der Hofburg Vienna Kosten: Teilnahmegebühr 140 Euro (exkl. USt.) Mehr Infos und Anmeldung unter www.austriatourism.com/ markensymposium

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Wozu Urlaubsglück? In ihren Einleitungsworten postuliert Petra Stolba, Geschäftsführerin der Österreich Werbung, dass nur der, der an einem Ort auch wirklich mit Herz und Seele ankommt, sich dort selbst entfalten kann. In seinem Impulsreferat geht der Philosoph Konrad Paul Liessmann den Erwartungen und Fantasien, den Tücken

und Gefahren des Urlaubs nach. Wolfgang Maderthaner, Historiker und Kulturwissenschaftler, lässt die Zeit des „Fin de Siècle“ in Wien Revue passieren, in der Eliten auch den Tourismus „erfanden“. Ein typisches Phänomen unserer Zeit zeigt Beate Handler, Psychologin, Psychotherapeutin und Expertin für Genusstraining, auf: Um anzukommen, müssen viele Menschen erst einmal dem Alltag entkommen. Martin Lohmann, Psychologe und Leiter des Instituts für Tourismusforschung in Nordeuropa, stellt die Frage nach dem Nutzen von Urlaub. Im Anschluss an die Vorträge diskutieren unter der Moderation des Journalisten und Literaturkritikers Günter Kaindlstorfer Barbara van Melle, Slow Food Wien, und hochkarätige Touristiker die praktischen Aspekte des Themas Urlaubsglück: Wie schaffen es heimische Betriebe, Kulturinstitutionen und Wissensvermittler, Gästen Erlebnisse zu bieten, die noch lange nachwirken? Zum Abschluss des facettenreichen Vortragsund Diskussionsreigens präsentiert Michael Scheuch, ÖW Brand Manager, wie sich das Motto „Ankommen und aufleben.“ aus der Marke „Urlaub in Österreich“ ableitet. Bereichernde Erfahrungen sind es, die Gästen das Gefühl des Auflebens vermitteln. Wie die Österreich Werbung dieses Gefühl in die werbliche Praxis umsetzt, zeigt Scheuch anhand der Kommunikationsstrategie der ÖW.

Impulse für die Branche „Ankommen und aufleben.“ – dieser Titel ist auch Programm für das Markensymposium: Die Teilnehmer dürfen interessante, spannende und vor allem auch inspirierende Beiträge erwarten. Die ganztägige Veranstaltung, die heuer zum sechsten Mal stattfindet, ist eine Plattform der Österreich Werbung für innovative Markenarbeit im Tourismus und richtet sich impulsgebend an Entscheidungsträger aus den Landes tourismusorganisationen, der Hotellerie, den Verkehrsbetrieben sowie an Incomer, Reiseveranstalter, Wirtschaftspartner und Medien. Die Einladung zum Markensymposium liegt einem Großteil dieser Ausgabe des bulletin bei. Oktober/November 11


EIN NEUER STERN AM SENDERHIMMEL.

Eine Erfolgsgeschichte geht in die zweite Runde: Am 1. Dezember 2011 startet ATV2 – österreichweit über Satellit und Kabel. Das dürfen Sie nicht verpassen. EINEN ATTRAKTIVEN PROGRAMMPLATZ WERT. SPEICHERN SIE ATV2 MIT FOLGENDEN SAT-DATEN EIN: Programm-Name: ATV2

Service ID: 13223

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Frequenz: 11243,75 MHz

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Polarisation: Horizontal

PCR 2230

Modulation: DVB-S (QPSK)

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Symbolrate: 22.000 Msymb

Verschlüsselung: Irdeto / CryptoWorks

Code Rate (FEC): 5/6

Entschlüsselung: mit ORF-Digital SmartCard


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Kulinarikreisen

Das Echte genießen Rezept für eine Kulinarikreise, die Gästen schmeckt: Man besinne sich auf die regionalen Wurzeln, erzähle ihre Geschichte, lasse Qualität hochleben, garniere mit Gastgeber-Charme und vollende mit einem Schuss Natur oder Kultur. Text: Nina Munk

der Produkte hervorsticht. Beides findet er in Gasthäusern und Restaurants, auf Hütten und auf Almen in Österreich wie zum Beispiel am Fischhof in Annaberg, einer von fünf Almkäsereien der Genuss Region Tennengau. Auf dem Hof lernt er bei einer Verkostung Johanna Wallinger kennen: Die Mutter von drei Kindern erhielt zur Hochzeit zwei Ziegen als Geschenk, heute grasen 30 Tiere friedlich im „Ziegenparadies“ – ihre Käsespezialitäten sind mittlerweile preisgekrönt. Ein traditionelles Leitprodukt und der Mensch dahinter gehören zu den Erfolgsfaktoren des kulinarischen Tourismus, denn in Zeiten der Globalisierung bildet die persönliche Nähe zu den Herstellern einen starken Gegenpol zum Einheitsbrei aus der Massenproduktion.

Foto: naturarena.com

Gerichte mit Geschichte

ast Food erzählt keine Geschichte, die Salzburger Nockerln schon: Anfang des 18. Jahrhunderts publizierte der Koch Conrad Hagger in seinem „Neuen Saltzburgischen Kochbuch“ erstmals das Rezept der berühmten Süßspeise, deren goldbraune Spitzen die drei Salzburger Hausberge symbolisieren. Und wenn dieses luftig-leichte Dessert auf den Tisch kommt, serviert der Kellner die Story dahinter gleich dazu. Den Gästen schmeckt beides. Der Genießer sucht nach einem unverwechselbaren Angebot, das durch Authentizität, aber auch Transparenz in Sachen Herkunft

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„Der Bezug zu den handelnden Personen wird immer wichtiger“, bestätigt Andreas Winkelhofer, Projektleiter der „Via Culinaria“ in Salzburg, die auf der vorhandenen kulinarischen Kompetenz des SalzburgerLands aufbaut und sie durch sieben Genusswege für den Gast erlebbar macht. Ihr Erfolg lässt sich an der stetig steigenden Gästefrequenz an den köstlichen Ausflugszielen messen, was Winkelhofer auch auf die regionalwirtschaftliche Nachhaltigkeit zurückführt: Auf den Speisekarten finden sich durchwegs Gerichte, deren Zutaten aus Salzburger Produktion stammen. Zahlreiche große Reiseveranstalter wie TUI oder Dertour haben die Packages der Genusswege in ihre Kataloge aufgenommen. „Im besten Fall ist der Genuss ein Gesamtpaket, dem der Gast während seines Aufenthaltes auf Schritt und Tritt begegnet“, sagt Georg Bliem, Geschäftsführer von Steiermark Tourismus: vom Ab-Hof-Verkauf beim Weinbauern bis hin zu inszenierten Genussorten wie dem „Schoko-LadenTheater“ der Manufaktur Zotter, vom Wandern Oktober/November 11


durch die Obstgärten oder bis zur Rast auf der Skihütte, die steirische Spezialitäten kredenzt. Seit 2005 vernetzt die Initiative „Genuss Region Österreich“ Landwirtschaft, Handel, Gewerbe, Tourismus und Gastronomie mit dem Ziel, Österreich als attraktive kulinarische Destination Mitteleuropas zu etablieren. Mittlerweile gibt es 113 Genuss Regionen – vom Osttiroler Berglamm über den Leondinger Grünspargel und den Ausseerland Seesaibling bis zur Wachauer Marille, um nur einige zu nennen. Die Initiative unterstützt die Verantwortlichen in den Regionen dabei, das Potenzial solcher Leitprodukte herauszuarbeiten und damit das Profil einer Region zu schärfen. Die Präsenz in regionalen Medien gehört dabei ebenso zum Aktionsfeld wie internationale Messen und der Schulterschluss mit dem Lebensmittelhandel: Immer mehr Produkte aus der Genuss Region Österreich sind in Feinkostläden und Supermarktketten vertreten.

Vielfältige Kostproben Die touristische Vermarktung erfolgt auch über Kulinarikfeste, die den Eventkalender der Regionen das ganze Jahr über beleben und zusätzliche Nächtigungen auslösen. An der Moststraße in Niederösterreich beispielsweise haben sich die Übernachtungen in den letzten zehn Jahren verdoppelt, was Andreas Purt, Geschäftsführer von Mostviertel Tourismus, nicht zuletzt auf die Mostfeste im Frühling und im Herbst zurückführt. Anfang Juni verwandelt sich Hermagor in Kärnten jährlich für zwei Tage in ein riesiges Kulinarium, in dessen Mittelpunkt der Gailtaler Speck steht. Dem kleinen Städtchen beschert dieses Fest rund 30.000 Besucher. Mittlerweile loben die Hoteliers aus Hermagor rund um den Event die „Gailtaler Speck-Genusswoche“ aus, um auch Nächtigungsgäste zu gewinnen. In Tirol werden am längsten Knödeltisch der Welt jedes Jahr im September 24.000 Knödel verzehrt – das Knödelfest in St. Johann gehört schon seit 29 Jahren zum kulinarischen Fixpunkt der Region und lockt 14.000 Besucher in die Kitzbüheler Alpen. Neben den Festen rund um feine Kost kreieren Österreichs Touristiker eine Reihe von Angeboten, die dem Gourmet Erlebnisse über das Verkosten hinaus verschaffen. Hartl Rettenbacher vom Berggasthof zum Hias in Russbach im SalzburgerLand, den die Initiative „Genuss Region Österreich“ im

Vorjahr in der Kategorie „GenussPaket der Erlebnisse“ zum Sieger kürte, bietet seinen Gästen u. a. Kräuterführungen, Schnitzelund Kasnockenkochkurse an. Durch die Weinberge und Obstgärten des Weinhofs Aufreiter bei Krems geht es zum höchst gelegenen Marillengarten der Wachau. Im Naturpark Pöllauer Tal in der Steiermark wandern die Gäste unter den Bäumen der Hirschhornbirne, bevor sie den daraus erzeugten Most in den Buschenschanken verkosten.

Die Genuss-Motive Wenn auch Qualität und Angebot von Küche und Keller den Ausschlag für eine Kulinarikreise geben, so spielen bei der Urlaubs entscheidung des genussorientierten Gasts auch noch andere Motive eine Rolle. Zu den Top-Entscheidungskriterien zählen Landschaft & Natur, das gute Klima und das Image einer Destination, wie aus der Befragung im Rahmen des Tourismus MONitor Austria (T-MONA) hervorgeht. Danach bringen Kulinarikgäste zwar eine ausgeprägte Vorliebe für Restaurantbesuche mit, wollen sich jedoch darüber hinaus erholen und etwas unternehmen. Für die Entwicklung eines stimmigen Angebots heißt das, Themen wie Natur, Kultur oder leichte sportliche Aktivitäten mit dem Thema Kulinarik zu verknüpfen. Den Themen Genuss und Kulinarik widmen sich die Medien in breitem Umfang. Restaurantkritiken, Reportagen über einschlägige Reisen, Kochsendungen – all das schärft den Blick und vermehrt das Wissen der Konsumenten rund ums Essen und Trinken. Daher stoßen Hoteliers und Gastwirte oft auf gut informierte Gäste, deren Neugierde es zu befriedigen gilt. Wenn der Wirt dem Gast das Regionaltypische, Echte, aber auch Kreative seiner Küche erklären kann, trifft er den Nerv seiner Klientel. Schließlich macht es Spaß, im Urlaub mit kompetenten Gastgebern über Speis und Trank zu fachsimpeln. Zum Beispiel über die Herkunft dieser Torte: Als Fürst von Metternich den Befehl erteilte, für seine hohen Gäste ein Dessert zu kreieren, war der Chefkoch verhindert – die Aufgabe fiel dem Lehrjungen Franz Sacher zu. Er zögerte nicht lange und zauberte die weltberühmte Schokoladentorte mit Marmeladenfüllung aus dem Ärmel, die heute noch in aller Munde ist und dem Gast ein Stück Monarchie schmackhaft macht.

In fünf Schritten zum Genießerhotel: 1. Schaffen Sie großzügige Kommunikationsbereiche, denn Menschen wollen sich austauschen. 2. Liefern Sie Qualität und Frische. 3. Entwickeln Sie Partnerschaften mit lokalen, authentischen Anbietern. 4. Arbeiten Sie permanent daran, die Regionalität Ihres Markenerlebnisses hochzuhalten. 5. Überzeugen Sie durch individuelle Erlebnisse. Quelle: Zukunftsinstitut Österreich

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Porträt

Sie ist in den Konzertsälen und Opernhäusern rund um den Globus zu Hause: die Mezzosopranistin Angelika Kirchschlager, die mit einer außergewöhnlichen Liedertournee durch Österreich aufhorchen lässt. Das bulletin sprach mit der gefeierten Künstlerin über ihre Pläne.

Termine der Liedertournee im Juni 2012 Oberschützen/Burgenland 9. Juni Radenthein/Kärnten 11. Juni Mariahof/Steiermark 13. Juni Kitzbühel/Tirol 15. Juni Altenmarkt/Salzburg 20. Juni Waidhofen an der Thaya/Niederösterreich 22. Juni Schlüßlberg/Oberösterreich 26. Juni

bulletin: Sie touren im Juni 2012 mit einer Liederreise durch Orte abseits der großen Festivalschauplätze Österreichs und verzichten dabei auf Ihre Gage. Warum tun Sie sich das als gefragte Mezzosopranistin an? Kirchschlager: Diese Idee spukt mir schon lange im Kopf herum: Ich möchte Positives in die Menschen hineintragen und Liederabende sind dazu eine perfekte Gelegenheit. In großen Städten tue ich das sowieso und jetzt freue ich mich darauf, den Rest vom schönen Österreich zu besuchen. Musik wird überall gehört und verstanden. Aber nicht jeder hat die Zeit und die Möglichkeit, die großen Konzertsäle zu besuchen. Auch für mich ist es spannend, abseits des bekannten Rampenlichts auf die Leute zuzugehen. Eine Gage zu nehmen würde der Idee dieser Tour widersprechen.

oder „Sah ein Knab’ ein Röslein stehen“ von Franz Schubert, teils auch Lieder von Gustav Mahler und Richard Strauss. Das Programm ergibt ein beschwingtes und lustiges Potpourri – ohne jeden erzieherischen Wert.

Zum Finale Ihrer Österreich-Tournee treten Sie im Wiener Konzerthaus auf. Was ist das Besondere an diesem Abend? In Wien ist die Kultur zu Hause, aber auch da leben Menschen, die weder Gelegenheit noch die finanziellen Mittel haben, zum Beispiel einen Liederabend zu genießen. Gemeinsam mit Konzerthauschef Bernhard Kerres werden Menschen eingeladen, die gewöhnlich nicht in sein Haus kommen, wie beispielsweise Gäste aus Wiener Randbezirken, aber auch aus sozialen Randgruppen. Auch diese Menschen will ich inspirieren und sie hoffentlich für zwei Stunden glücklich machen.

Wo und in welchen Rollen werden Sie kommenden Winter zu hören sein? Mit Liedern von Franz Liszt und Johannes Brahms toure ich durch einige europäische Länder und mache am 8. November damit Station im Wiener Musikverein. Danach geht's in die Carnegie Hall nach New York und nach Philadelphia. Am 22. Dezember singe ich in Georg Friedrich Händels Messiah im Musikverein.

Wien 30. Juni Auf der Tournee wird Kirchschlager vom Pianisten Robert Lehrbaumer begleitet.

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Foto: Salzburger Osterfestspiele/Bernd Uhlig

Mit Liedern inspirieren

Welches Programm haben Sie für diese Konzertabende ausgewählt? Ich werde teils klassische Lieder singen, die bereits ins Volksliedgut Eingang gefunden haben, wie etwa „Am Brunnen vor dem Tore“

Auf Initiative der Österreich Werbung haben Sie anlässlich des Mahler-Gedenkjahrs 2010 eine CD aufgenommen. Was hat Sie motiviert damit für das Urlaubsland Österreich zu werben? 2010 feierten wir Mahlers 150. Geburtstag, 2011 seinen 100. Todestag. Was bietet sich mehr an, als diesen wunderbaren österreichischen Komponisten mit einem Album zu ehren? Wer auf den Spuren Gustav Mahlers in Österreich wandelt, bekommt einiges vom Land zu sehen.

Auf welchen Auftritt freuen Sie sich besonders? Auf meine Rolle als Jenny Hill in Kurt Weills Oper „Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny“, die am 24. Jänner in der Staatsoper Premiere hat, denn ich liebe Kurt Weills Musik. Außerdem macht's der Auftritt im Haus am Ring möglich, dass ich Weihnachten und Silvester zu Hause in Wien verbringen kann, wo ich sehr gerne bin. Oktober/November 11


Wenn Sie im Ausland auftreten, sind Sie gewissermaßen auch Botschafterin österreichischer Kultur. Ist das eine Rolle, die Sie auch bewusst leben? Ich sehe mich in erster Linie als Musikerin, aber ich bin stolz darauf, als Österreicherin im Ausland Schubert, Mahler oder sogar ein Wienerlied singen zu können. Derzeit lehren Sie Dramatik an der Kunstuniversität Graz: Was versuchen Sie jungen Künstlern mitzugeben? Ich sage ihnen: Geh' auf die Bühne und sei du selbst! Das Wichtigste, wie ich in den Jahren meiner Karriere gelernt habe, ist authentisch zu sein. Ich sehe mich nicht nur als Lehrerin, sondern auch als Mentalcoach der Studenten. Wenn sie auf der Bühne ihre Persönlichkeit zeigen, verbessert sich ihre Singstimme oft wie von selbst um 50 Prozent. Sie gelten als routinierter Bühnenstar: Haben Sie noch Lampenfieber? Ja, das gibt es noch, Gott sei Dank! Denn ein gesundes Lampenfieber zeigt mir Konzentration und Drive an, und das ist wichtig. Gibt es noch eine Rolle, die Sie gerne singen wollen, aber zu der Sie noch nie Gelegenheit hatten? Ich würde gerne den Part der Charlotte in „Werther“ von Jules Massenet übernehmen, weil diese Frauenfigur in der tragischen Liebesgeschichte große Leidenschaft verkörpert. Haben Sie ein großes Vorbild? Nicht im Sinne eines Idols, das ich anhimmle, aber ich bewundere Kathleen Ferrier, eine früh verstorbene britische Altistin, deren Stimme

mitten ins Herz traf: Sie stand einfach da, sang – und die Tränen flossen. Sehr gut gefällt mir auch die amerikanische Mezzosopranistin Frederica von Stade, weil sie auf der Bühne völlig unverkrampft ihre Stimme wirken lässt. Sie bereisen die ganze Welt. Gibt es einen Lieblingsort, an dem Sie sich besonders wohlfühlen? Ich bin wahnsinnig gern in Schwarzenberg. Die jährliche „Schubertiade“, bei der ich auch auftrete, schafft in Kombination mit dem hohen künstlerischen Niveau der Konzerte und dem intimen Rahmen inmitten des Bregenzer Walds eine ganz besondere Atmosphäre. Mit den Gästen, die die Konzerte besuchen, sitze ich beim Frühstück, und nach den Aufführungen treffe ich die Kollegen. Bei einem Glas Wein plaudert man und tauscht sich aus, um festzustellen, dass wir Künstler alle im selben Boot sitzen. Sie leben in Wien und haben einen Sohn. Wie bringen Sie ihre weltweiten Auftritte mit dem Familienleben unter einen Hut? Es kostet Energie, aber es funktioniert, weil ich mich auf ein gut eingespieltes Netz aus Familienmitgliedern und Freunden verlassen kann. Wo verbringen Sie Ihre Ferien am liebsten? Oft kombiniere ich meine Tourneen mit Urlaubsaufenthalten, fahre auch gerne in eine Therme ins Burgenland oder gehe Wandern in den Bergen, aber am liebsten entspanne ich zu Hause auf meinem Sofa. Wenn Sie einen Wunsch frei hätten ... ... würde ich mir mehr Zeit zwischen meinen Terminen und Auftritten wünschen.

Foto: Nikolaus Karlinsky

Sie singen an den großen Opern- und Konzerthäusern der Welt. Auf welcher Bühne fühlen Sie sich besonders wohl? Da wäre einmal die Staatsoper – da kenne ich jeden Feuerwehrmann, jeden Raum und jeden Schleichweg, was ich als sehr entspannend empfinde. Besonders gern trete ich in Covent Garden auf. Das Opernhaus begeistert mich mit seiner unerreichten Arbeitsatmosphäre. Und das Londoner Publikum zeigt sich bemerkenswert offen für Neues, was dazu beigetragen hat, dass ich mich dort immer sehr „aufgenommen“ gefühlt habe. Aber auch die Wigmore Hall, ebenfalls in London, mit ihrem treuen Publikum und verlässlichen Intendanten schätze ich sehr.

Angelika Kirschschlager Ihre musikalische Ausbildung begann die Salzburgerin (Jahrgang 1965) am Mozarteum in ihrer Heimatstadt. Dort studierte sie Schlagzeug und Klavier, 1984 ging sie zum Gesangstudium an die Wiener Musikakademie. Erste Engagements führten die Mezzosopranistin an die Kammeroper Wien und an die Grazer Oper. 1991 gewann sie drei Preise bei dem International Belvedere Wettbewerb in Wien und wurde zwei Jahre später Mitglied der Wiener Staatsoper, an der sie mit der Rolle des Cherubino in Le nozze di Figaro debütierte. 2007 wurde sie zur Kammersängerin der Staatsoper ernannt. Bei den Salzburger Festspielen trat sie 2003 erstmals auf und sang dort ein Jahr später den Octavian im Rosenkavalier. Neben ihren Opernauftritten gibt sie regelmäßig Liederabende und ist ständiger Gast der Schubertiade Schwarzenberg. 2009 wurde sie Ehrenmitglied der Royal Academy of Music in London. Sie ist außerordentliche Professorin am Salzburger Mozarteum und lehrt an der Kunstuniversität Graz musikdramatische Darstellung.

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ÖW-Top-Angebote

Foto: dreamstime.com

Foto: ÖW/Popp Hacker

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TopTipps Foto: ÖW/Wolfgang Zajc

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Indische Kontakte

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10.500,–

Teilnahme €

2.000,–

Teilnahme ab €

9.000,– Oktober/November 11


Foto: ÖW/Florian Sonntag

Foto: ÖW/Pigneter

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Foto: ÖW/Diejun

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Ihre Vorteile: • umfangreiche Marktbearbeitung in den Bereichen Online, Social Media, Werbung, Medienarbeit und Verkaufsförderung • Online- & Social-Media-Impressionen (Reichweite ca. sieben Mio.), Printund Ambient-Media-Impressionen (Reichweite ca. 1,5 Mio.) • ÖW USA und Australien übernehmen den Großteil der Kampagnenkosten

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bulletin Oktober/November 2011  

bulletin, Fachmagazin für Touristiker

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