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01_Cover#2_Bull1013_Layout 1 28.01.13 15:12 Seite 1

P. b. b.; 05Z036024M; Verlagspostamt 1040 Wien

Fachmagazin für die touristische Praxis

02-03//2013

Neuer Schwung für neue Märkte Wie der Gästemix internationaler wird

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Kulturthema 2013 Bundesländer im Porträt


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03_Inhalt_Bull0113_Layout 1 28.01.13 15:12 Seite 03

03//Inhalt

Fachmagazin für die touristische Praxis

02-03//2013

Kulturthema 2013

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Einzigartig und regional

Zukunft Winter

Erfolgsgeschichte mit Fortsetzung

Bundesländer in Serie

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Niederösterreich und Oberösterreich im Fokus

Urlaub am Bauernhof

Neuer Schwung für neue Märkte

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Lust aufs Land

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Mehr Geld im Tourismus verdienen gelingt mit der Eroberung neuer Märkte. Daher setzt die Österreich Werbung ihre Internationalisierungsoffensive auch heuer fort. Mehr dazu hat das bu//etin recherchiert.

www. au s t r i at ourism.com blog . au s t r i at ourism.com h t t p://www. f acebook.com/oesterreichwerbung

Porträt

Birgit Wagner, Vorstandsdirektorin der ÖBB-Personenverkehr AG Neues aus den Märkten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ÖWork_Shop . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Innovationen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . EDEN Award . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Kurz notiert . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Staatspreis Marketing . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Personalrekrutierung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Umfrage . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6 Top-Tipps für Ihren persönlichen Gewinn . . . . . . . . . . . . . . . .

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h t t p://www. y outube.com/austriatourism IMPRESSUM Herausgeber und Medieninhaber: Österreich Werbung, Margaretenstraße 1, A-1040 Wien, Tel.: 01/588 66-326, Fax: 01/588 66-266, Internet: www.austriatourism.com/bulletin Chefredaktion: Dr. Katja Horninger, katja.horninger@austria.info Redaktion: Mag. Susanna Gassner, Mag. Sabina König Für den Inhalt verantwortlich: Mag. Ulrike Rauch-Keschmann Abopreis: 13,20 Euro (inkl. 10 % USt.) jährlich für 6 Ausgaben Aboservice: Yvonne Tremmel, yvonne.tremmel@austria.info Anzeigenmarketing: Gassner & Hluma Communications, Alsegger Straße 18/10, A-1180 Wien Layout und Gestaltung: Greiner & Greiner, Wolfgang Greiner Hersteller: Ueberreuter Print GmbH Herstellungsort: 2100 Korneuburg Titelfoto: istockphoto.com Offenlegung gem. § 25 MedienG: www.austriatourism.com/bulletin-impressum

bu//etin 02-03//2013


04-05_Kultur_Editorial_Bull0113_Layout 1 28.01.13 15:13 Seite 04

04//ÖW-Kulturthema 2013

Mit ihrem Kulturmotto „Architektur und Identität“ macht die Österreich Werbung 2013 weltweit auf die architektonischen Lebenswelten des Urlaubslands Österreich aufmerksam – von traditioneller Baukunst bis hin zu zeitgenössischen Werken. ie barocke Kapelle hoch oben in den Bergen, die trutzige Burg mit ihren Zinnen und Türmchen, das Hotel im avant gardistischen Stil, der alte, blumengeschmückte Bauernhof, das romantische Altstadtensemble – das Urlaubsland Österreich zeigt sich facettenreich in Sachen Architektur. Seine eindrucksvollen Baudenkmäler, ob traditionellen Ursprungs oder zeitgemäße Kreationen, schaffen Unverwechselbarkeit und eine typisch österreichische Identität, die auch die Gäste zu schätzen wissen. Die Vielfalt der österreichischen Kulturgüter, verbunden mit einer lebendigen Kulturszene, löst beim Gast intensive, nachhaltige Urlaubserlebnisse aus. bu//etin 02-03//2013

Insbesondere die Architektur spielt dabei eine wichtige Rolle, wie aus TMONA, der Gästebefragung der Österreich Werbung (ÖW), hervorgeht. Nach Landschaft und Natur erzielen Architektur und Bauwerke den zweithöchsten Zufriedenheitswert bei den Urlaubern in Österreich. PRÄGNANTE MARKENBOTSCHAFTEN

Daher widmet die ÖW ihren heurigen Kulturschwerpunkt der Architektur. Unter dem Motto „Architektur und Identität“ sorgt die ÖW auf den Märkten für prägnante Markenstatements zum Thema Kultur, die sich einerseits auf das traditionelle Erbe wie historische Bauten, Museen oder Welt-Kulturerbestätten

TRADITION TRIFFT MODERNE Österreich

hält dafür aus seiner Geschichte eine lange Reihe an Beispielen bereit: die Prunkschlösser des Barock, Jugendstilbauten, die das Stadtbild prägen, oder gotische Kirchen. Aber auch zeitgemäße Baukunst schafft Identität: So haben zahlreiche Gastronomen und Hoteliers erkannt, dass gute Architektur mit hohem gestalterischen Anspruch ein Unterscheidungsmerkmal ist, eine Möglichkeit, sich von der breiten Masse des dichten touristischen Angebots abzuheben und die Besucherzahlen zu steigern. Unkonventionelle gastronomische Projekte, wie das Seerestaurant „Katamaran“ oder die „Mole West“, beide am Neusiedler See, sowie das „Wellen.Spiel“ im niederösterreichischen Krems, inszenieren den Blick auf die Landschaft und haben damit unternehmerischen Erfolg. Auf Tradition, gepaart mit gediegenem Design und höchstem Komfort, setzen auch die heimischen Hoteliers. Die

Foto: ÖW/Peter Burgstaller

Regional und einzigartig

beziehen. Andererseits verweisen die kulturellen Botschaften 2013 auch auf die zeitgenössische Architektur in ihren vielfältigen Erscheinungsformen wie beispielsweise auf das moderne Design neu erbauter Hotels, Museen oder Winzerhöfe. Ihre identitätsstiftende Wirkung erhalten einzelne Objekte oder ganze Ensembles vor allem durch zwei Faktoren: Regionalität und Einzigartigkeit, schreibt der Architekturjournalist Tom Cervinka. Dabei stehen der lokale Bezug der Architektur sowie ihr einzigartiges Erscheinungsbild in steter Wechselbeziehung zueinander. Regional verankerte Architektur, die auf den „Genius Loci“, die Besonderheit oder den Geist eines Ortes, reagiert und über einen unverwechselbaren Charakter verfügt, hat in der Regel auch Bestand. Wenn sie sich darüber hinaus auch noch über die gesellschaftlichen, kulturellen oder gestalterischen Konventionen ihrer Zeit hinwegsetzt, geltende Normen sprengt, neue Maßstäbe und Standards etabliert, dann kann man laut Cervinka mit Fug und Recht von identitätsstiftender Architektur sprechen.


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Editorial

Architektur ist international, mit einem Hauch Lokalkolorit – der enge Bezug zur Umgebung für die beauftragten Planer verbindlich. Die „edel:weiss Residences“ am Katschberg in Kärnten beispielsweise sorgen mit ihren beiden Hochhäusern in Tannenzapfenform am Berg für Aufsehen. Eine Sonderstellung unter den Tourismusbetrieben nehmen die Thermenanlagen und Spa-Resorts ein. Um sich abzuheben, wurden viele einem bestimmten Gestaltungsmotto oder -thema unterworfen, das in Bezug zur Landschaft oder Geschichte steht. So hat sich beispielsweise die St. Martins Therme & Lodge dem Reiz der flachen, weitläufigen Landschaft des Naturschutzgebietes Neusiedler See-Seewinkel verschrieben. MODERNE ERLEBNISWELTEN Mit modernen

Foto: ÖW/Peter Burgstaller

Gestaltungsmitteln hat es die neue, dynamische Winzergeneration geschafft, sowohl den Anforderungen an einen zeitgemäßen Weinbaubetrieb gerecht zu werden als auch touristisch verwertbare Erlebniswelten zu inszenieren. Das Erstaunliche dabei ist die große Zahl an Projekten. Rund 60 Betriebe in den Weinanbaugebieten von Wien, Niederösterreich, der Steiermark und dem Burgenland sind in den vergangenen zwei Jahrzehnten die Allianz mit der Architektur eingegangen. Auch Österreichs Städte setzten neue architektonische Akzente, indem sie Tradition und Moderne zu neuen Attraktionen verbinden, wie dies beispielsweise im Wiener MuseumsQuartier geschieht, oder Alt und Neu nebeneinander bestehen lassen – siehe Kunsthaus Graz oder das Museum der Moderne auf Salzburgs Mönchsberg. KOMMUNIKATION IM DETAIL Der Kulturschwerpunkt „Architektur und Identität“ ist integraler Bestandteil der weltweiten ÖW-Kommunikation. Im Detail stehen folgende Maßnahmen auf der Agenda: » Online: Kommunikation des Themas auf allen austria.info-Portalen; in Österreich Beitrag auf der Startseite und eine Auswahl von Beispielen im Entdecken-Bereich. Außerdem: Webvideos, ein Sondernewsletter u. a. » Print: Beiträge im Magazin „Sommerglücksmomente“ und in den „Kulturnews“ (Print und Online) » Pressearbeit: begleitende Pressearbeit zum Kulturschwerpunkt. //

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editorial

Land in Sicht Die allgemeine Wirtschaftslage wird sich 2013 weiter eintrüben – die Prognosen der Wirtschaftsforscher gehen von insgesamt schwierigen Rahmenbedingungen aus. Vor diesem Hintergrund sind die Voraussagen für den Tourismus umso erfreulicher: Denn auch in diesem Jahr wird der Tourismus laut UNWTO mit einem prognostizierten Wachstum von weltweit bis zu plus vier Prozent seinem Ruf als globale Wachstumsbranche gerecht werden. Dennoch kein Grund, die Hände in den Schoß zu legen. Tourismus ist ein Wachstumsmarkt – aber auch mit immer mehr Mitbewerbern. Angesichts dieses immer stärker werdenden internationalen Wettbewerbs und maximal stagnierender Budgets bei den meisten Tourismusmarketingorganisationen im Land ist es umso wichtiger, ganz gezielt in den strategisch richtigen Märkten punktgenau die richtige Zielgruppe zu erreichen. Ohne unsere traditionellen Hauptmärkte wie Deutschland oder die Niederlande zu vernachlässigen, konzentriert sich die Österreich Werbung daher verstärkt auf neue Herkunftsmärkte mit großem Wachstumspotenzial. In diesen Ländern, wie etwa China, Indien, Brasilien oder Türkei, entsteht eine reisefreudige Mittelschicht, hier müssen wir den sprichwörtlichen Fuß in der Tür haben. Aus diesem Grund findet die Internationalisierungsoffensive „Neuer Schwung für neue Märkte“ auch heuer ihre Fortsetzung. Diese sorgt für eine stärkere Diversifizierung der Gästeherkunft, damit für den Ausbau des Ganzjahrestourismus und natürlich auch dafür, dass das Tourismusland Österreich für Ausfälle einzelner Herkunftsmärkte aus den unterschiedlichsten Gründen besser gewappnet ist. Mehr zur Internationalisierungsstrategie der ÖW lesen Sie übrigens in unserer Coverstory ab Seite 14. Zum Schluss noch ein Wort in eigener Sache: Sie haben es wahrscheinlich schon bemerkt – das bulletin hat sich einen neuen Look gegönnt und präsentiert sich ab sofort noch moderner und lesefreundlicher. Natürlich wird Ihnen das Fachmagazin der ÖW weiterhin in bewährter Weise Spezialwissen und Topinfos unserer Expertinnen und Experten über Märkte, Marken, Marketing und Trends sowie praktische Tipps und Serviceinfos für Ihre tägliche Arbeit liefern. In diesem Sinne freue ich mich, wenn Sie uns auch künftig die Treue halten, und wünsche Ihnen viel Lesevergnügen! Dr. Petra Stolba Geschäftsführerin der Österreich Werbung

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06-07_Märkte_Workshop_Bull0113_Layout 1 28.01.13 15:14 Seite 06

06//Neues aus den Märkten

Web-Offensive aus Russland ndere Märkte, andere Sitten: Das gilt auch fürs digitale Leben. Während im Westen Google und Facebook unangefochtene Marktführer in ihren Bereichen sind, drängen in Russland neue Unternehmen auf den Markt, die bereits auf beachtliche Userzahlen verweisen können. Badoo nennt sich einer der Anbieter – halb soziales Netzwerk und halb Dating-Service, der es mittlerweile auf weltweit knapp 160 Mio. Nutzer bringt, davon drei Mio. auch in Deutschland. OST GEGEN WEST Ähnlich wie die USA

und Russland in Zeiten des Kalten Kriegs Europa in ihre Einflusszonen aufteilten, so fechten heute amerikanische und russische Firmen die Vormacht am Kontinent über das Netz aus. Von den 20 populärsten Websites in Europa kommen Marktforschern zufolge 16 aus den USA, keine aus Deutschland, Frankreich oder Großbritannien, aber vier aus Russland. Eine weitere Internet-Branchengröße aus Russland präsentiert sich unter dem Namen Yandex, eine Suchmaschine, die mit einem Marktanteil von 60 Prozent noch vor Google in Russland liegt. 19 Mio. Russen besuchen täglich die Yandex-Seite, die auch Nachrichten präsentiert. Im Vorjahr erreichte das Unternehmen damit zum ersten Mal mehr Bürger als Russlands größter TV-Kanal. An dem Unternehmen, das seit 2011 an der Wallstreet notiert und rund 3.500 Mitarbeiter beschäftigt, hat bu//etin 02-03//2013

sich Russlands Führungselite bereits ihren Einfluss gesichert. Die staatliche Sberbank hat kürzlich ein Aktienpaket erworben, mit dem sie den Verkauf des Unternehmens blockieren kann. Um Google auch im Westen Konkurrenz zu machen, hat Yandex mittlerweile eine Dependance in Istanbul gegründet. In der Türkei strebt die Suchmaschine einen Marktanteil von 20 Prozent an und lockt türkische Nutzer mit neuen Features wie der Suche nach Koran-Zitaten und Staumeldungen für das chronische verstopfte Istanbul. Und vom Bosporus aus sollen Nutzer in jenen Ländern erreicht werden, die sich nach Alternativen zu Google sehnen, beispielsweise in Brasilien, Thailand oder Polen, aber auch in Deutschland. Der Siegeszug der Suchmaschine ist beispielhaft für den Erfolg von Russlands New Economy. Im sogenannten Runet, dem russischen Segment des Internets, konnten IT-Pioniere wie der Yandex-Gründer lange weitgehend unbehelligt von der Konkurrenz aus Amerika experimentieren. Amazon und ebay nahmen lieber die finanzstarken Märkte in Europa und Asien ins Visier. Google wiederum hatte mit der kyrillischen Schrift und der kniffligen russischen Grammatik zu kämpfen. MASSENMEDIUM INTERNET Inzwischen

hat sich das Internet in Russland zum Massenmedium entwickelt: Bereits 2011 hat das Land Deutschland als größte Webnation Europas abgelöst. 70 Mio.

Menschen surfen zwischen Kaliningrad und Wladiwostok im Netz. In wenigen Staaten sind soziale Netzwerke so einflussreich wie in Russland. Die User verbringen dort im Schnitt rund zehn Stunden monatlich, fast doppelt so lange wie im weltweiten Durchschnitt. Schon fordern politische Hardliner die Schließung von VKontakte.ru, Russlands größtem Facebook-Klon. Angeblich soll die Plattform mit fast 110 Mio. Mitgliedern in ganz Osteuropa als Umschlagplatz von Kinderpornos dienen. Die Sicherheitsbehörden ärgert, dass die Seite Putin-Gegnern eine Plattform bietet, um Kundgebungen zu planen. Der Kreml fürchtet ein Szenario wie beim Arabischen Frühling, als Facebook und Twitter zu den wichtigsten Kommunikationskanälen der Demonstranten wurden. Bleibt also abzuwarten, wie die russische Führung mit Internet und sozialen Netzwerken weiter umgehen wird. //

Foto: dreamstime.com

In Russland haben sich neue Internetanbieter etabliert, die Google & Co. auch im Westen Marktanteile abjagen wollen.


06-07_Märkte_Workshop_Bull0113_Layout 1 28.01.13 15:14 Seite 07

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ÖWork_Shop

Winterkampagne im Fokus er ÖWork_Shop, die Informationsveranstaltung der Österreich Werbung (ÖW) für die Tourismusbranche, findet heuer neben dem traditionellen Septembertermin zusätzlich auch im März statt. Im Mittelpunkt des Events, der in Innsbruck (18. 3.), Salzburg (19. 3.) und Wien (20. 3.) über die Bühne geht, steht die weltweite Marketingkampagne der ÖW für den Winter 2013/14. Touristiker können sich an den drei Tagen jeweils direkt vor Ort über die bislang reichweitenstärkste Marketingkampagne der ÖW für den Winter sowie konkrete Beteiligungsmöglichkeiten informieren. „Ankommen und aufleben. Ein Winter voller Lebensfreude“ – diese zentrale Urlaubsbotschaft kommuniziert die ÖW in den elf wichtigsten Märkten.

Hier einige Eckdaten zur Reichweite der Kampagne: » über vier Mio. Leser des Magazins „Ein Winter voller Lebensfreude“ (2,7 Mio. Auflage) » über 50 Mio. Sichtkontakte in relevanten Online-Medien » über 15 Mio. Sichtkontakte in Social Media » über eine Mio. Kontakte auf der Kampagnenseite der ÖW » insgesamt über 70 Mio. Sichtkontakte aus der urlaubsinteressierten Zielgruppe Die Zahlen sprechen für sich. Doch Impact und Reichweiten alleine sind nicht alles: Um die Emotionen der Zielgruppe zu wecken und so ihre Aufmerksamkeit zu fesseln, rückt die neue Kampagne die Gäste in den Mittelpunkt.

Sie präsentieren selbst Momente voller Lebensfreude, die sie während ihres Österreich-Urlaubs erlebt haben – und das auf sehr unterschiedliche Weise. Da geht es zum Beispiel um pures Skivergnügen, kulinarische und kulturelle Genüsse, Regeneration u. v. m. Traditionsgemäß dient der ÖWork_Shop dem fachlichen und persönlichen Austausch mit den Tourismusprofis der ÖW aus mehr als 20 internationalen Büros und der Tourismusforschung, die persönlich für Expertengespräche zur Verfügung stehen. Die Teilnahme am ÖWork_Shop ist kostenlos. Anmeldungen sind ab sofort unter www.austriatourism.com/ workshop möglich. Hier finden sich auch regelmäßig aktualisierte Informationen zu der Veranstaltung. //

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08-09_ZukunftWinter#2_Bull0113_Layout 1 28.01.13 15:15 Seite 08

08//Zukunft Winter

Österreich hat im europäischen Wintertourismus die Nase vorne. Mit welchen Strategien sich diese Marktposition absichern lässt, darüber diskutierten Vertreter der Tourismusbranche bei einer Veranstaltung des TCA. Das bu//etin war dabei. T E X T // S A B I N A K Ö N I G

sterreichs Wintertourismus schreibt eine Erfolgsgeschichte: Im Laufe der letzten drei Jahrzehnte verdoppelte sich die Anzahl der Übernachtungen in der Wintersaison auf mehr als 63 Mio. Mit einem Rekordergebnis von insgesamt 16,43 Mio. waren die Gäste-Ankünfte im Winter 2011/12 um knapp fünf Prozent höher als 2010/11. So liegt Österreich mit einem Marktanteil von rund 50 Prozent an Wintersporturlauben in Europa vor den übrigen alpi-

nen Ski-Nationen Frankreich, Italien und Schweiz. Nicht nur in der Branche selbst, sondern auch in der Gesamtwirtschaft spielt der Wintertourismus eine bedeutende Rolle: Wie eine Untersuchung von SportsEconAustria (Institut für Sportökonomie) im Auftrag des Wirtschaftsministeriums zeigt, leistet der Wintersport mit einer Bruttowertschöpfung von 6,3 Mrd. Euro einen Beitrag in Höhe von 2,3 Prozent zum Bruttoinlandsprodukt (BIP). Die Einnahmen re-

AUSSICHTEN LEICHT GETRÜBT Doch ak-

tuelle Trends trüben das perfekte Bild: 73 Prozent der Österreicher empfinden den alpinen Wintersport als teuer, mehr als die Hälfte sorgen sich um die Sicherheit auf der Piste. Dies ergab eine Umfrage des Instituts für Tourismusforschung (IFT) aus 2011. Danach schnallen immer mehr Menschen die Ski für immer ab und verzichten in der Folge ganz auf einen Winterurlaub: Während im Jahr 2010 die Hälfte der Befragten einen sommerlichen Badeurlaub verbrachte, waren nur zehn Prozent auf Winterurlaub im Schnee. Die Zahl der regelmäßigen und gelegentlichen Skifahrer nimmt weiter ab, während die Nicht-Skifahrer stets mehr werden: Lehnten 1993 noch knapp die Hälfte der Befragten das Skifahren ab, so waren es 2011 bereits 66 Prozent. Andere Wintersportarten wie Snowboarden, Langlauf und Eislauf können diese Verluste kaum ausgleichen, sie dienen oft als Ergänzung zum Skifahren und blieben in ihrer Beliebtheit in den letzten Jahren weitgehend konstant. Mit der Initiative „Pro Wintersportwochen“ bemüht sich das Netzwerk Winter, eine branchenübergreifende Meinungsbildungsplattform für Wintersport und Tourismus, den Skinachwuchs für die Zukunft zu rekrutieren. Im Fokus stehen die Schulskikurse, die für viele Kinder den Einstieg in den Wintersport bedeuten: Sie finden nur dann statt, wenn 70 Prozent der Schüler Bereitschaft zur Teilnahme zeigen – eine Hürde, die immer öfter zum Hindernis wird. In Kooperationen mit dem Unterrichtsministerium fördert das Netzwerk die Ausbildung qualifizierter Skilehrer, unterstützt Kinder mit Skiausrüstung und setzt Marketing-Aktionen, um die Attraktivität des Skisports zu erhöhen. Über weitere Maßnahmen zur Zukunftssicherung des österreichischen Wintersport-Tourismus diskutierten zuletzt namhafte Vertreter der Tourismusbranche auf Einladung der Tourismus

Foto: ÖW/Wolfgang Zajc

Erfolgsgeschichte mit Fortsetzung

sultieren in erster Linie aus der Beherbergung und der Gastronomie, gefolgt vom Transportwesen und der Kultur-, Sport- und Unterhaltungsbranche.


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//09 Community Austria (TCA). Eingangs präsentierte das Beratungsunternehmen Kohl & Partner einige Thesen zum Thema. So seien die Bergbahnen der Zukunft – als Motor des Wintertourismus – nicht nur Transportunternehmen, sondern Erlebniseinrichtungen mit mehr Destinationsverantwortung. Auch die Skidestination der Zukunft müsse neben dem Skifahren andere Aktivitäten bieten. Bei Investitionsentscheidungen der Bergbahnen sei aber auch Weitsicht hinsichtlich der Auswirkungen des Klimawandels und seiner Folgen für die Schneeverhältnisse gefragt. Zudem seien der demografische Wandel und die Migration, wodurch die aktiven Skifahrer signifikant weniger werden, zu berücksichtigen. Für die Zukunft werde damit gerechnet, dass Konzentrationstendenzen etwa in Form von Skigebietszusammenschlüssen weiter zunehmen, weshalb kleine Skigebiete weiter unter Druck geraten werden. Im Anschluss debattierten Touristiker über ihre persönlichen Einschätzungen

zu den Thesen und berichteten von ihren Erfahrungen. So möchte Franz Schenner, Initiator des Netzwerks Winter, weiterhin auf den Pistennachwuchs setzen und Anfänger, aber auch Wiedereinsteiger mit innovativen Produkten für die Piste begeistern. Auf die Bündelung von Kräften durch Zusammenschlüsse setzt Dieter Dubkowitsch, Geschäftsführer von Montafon Tourismus: Durch die Zusammenlegung zweier Gebiete konnte er kürzlich das größte Skigebiet Vorarlbergs schaffen und damit einen starken Marktauftritt erreichen. Als Voraussetzung für Maßnahmen dieser Art nennt Dubkowitsch gut funktionierende Netzwerke zwischen Tourismusverbänden, Bergbahnen und Talschaft. „Es ist wichtig, den Gästen abseits vom klassischen Wintersport Alternativen zu bieten – für jene, die nicht oder nicht fünf Tage am Stück Ski fahren wollen“, meint Richard Bauer, Leiter des Bereichs Kundenmanagement der Österreich Werbung (ÖW). Für Zusatzangebote abseits des Ski-

fahrens setzt sich auch Markus Redl, Geschäftsführer der Niederösterreichischen Bergbahnen Beteiligungsgesellschaft, ein, der auf diese Weise die zahlreichen kleinen Skigebiete in Niederösterreich beleben möchte. MASTERPLAN GEFRAGT Der Schlüssel zur Sicherung der Zukunft des Sporturlaubs im Schnee liegt laut Werner Taurer und Gernot Memmer, beide von Kohl & Partner, in der Entwicklung eines langfristigen „Masterplans“. Angebote für Gelegenheits-Skifahrer dürfen dabei ebenso wenig fehlen wie (wetterunabhängige) alternative Produkte abseits der Piste. Laufende Innovationen und Angebote zur Saisonverlängerung könnten einen Beitrag dazu leisten, dass Skigebiete ganzjährig im Gespräch bleiben. Außerdem fordern die Experten besonders kleine Wintersport-Destinationen mit Naherholungsfunktion dazu auf, innovative Nischenprodukte zu entwickeln und auf Qualität zu setzen. //

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10-11_Leuchtturm#2b_Bull0113_Layout 1 28.01.13 15:15 Seite 10

10//Innovationen

Sporthändler an. Seit seiner Gründung 2008 beschäftigt sich der Verein mit den Möglichkeiten für ein betriebsübergreifendes Produkt- und Buchungsmanagement innerhalb des Nationalparks. Mit Unterstützung eines regionalen Leistungsnetzwerks – darunter etwa der Kärntner Nationalparkfonds Hohe Tauern und die ARGE Hochgenuss – bauen die Nationalpark-Partner auf Basis dieser Ansätze ein umfassendes Geschäftsmodell auf. „Seven Ways to My Nature“ soll nicht nur die Wertschöpfung der Mitglieder steigern, sondern auch die Zusammenarbeit unter den touristischen Organisationen in der Region stärken und die Arbeitszufriedenheit der im Tourismus Beschäftigten langfristig fördern. DAS ERLEBNIS ZÄHLT „Die Gäste wünschen sich

naturnahe, umweltverträgliche Angebote, noch wichtiger ist ihnen aber eine hohe Erlebnisqualität“, so Heide Pichler, Obfrau der TauernAlpin-Nationalpark-Partner. Um die Vielfalt der möglichen Naturerlebnisse in der Region anhand von herausragenden Beispielen zu verdeutlichen, bereitet der Verein unter dem Motto „The very best of Nature“ sieben Erlebnisreisen auf: „Mythos Großglockner“ macht die Welt der Dreitausender bei einer Großglockner-Besteigung Im Rahmen der Initiative „Seven Ways to My zum unvergesslichen Abenteuer. Bei „Ewiges Eis: Gletschertrekking“ stehen Ausflüge auf die Nature“ eröffnen die TauernAlpin-NationalparkPasterze, den größten Talgletscher der Ostalpen, Partner in Kärnten neue Zugänge zur Erlebnisauf dem Programm – von der einfachen Wanvielfalt in der Region. Was das Projekt zum derung bis hin zum Abseilen in tiefblaue Gletscherspalten reicht die Angebotspalette. Die Leuchtturm macht, hat das bu//etin recherchiert. Erlebnisreise „Wandern im Garten Eden – der T E X T // S A B I N A K Ö N I G Alpen-Adria-Trail“ bietet genussvolle Märsche durch vielfältige Kulturlandschaften. Die Faszination der Wildnis im Nationalpark Hohe Tauern ie Natur und ihre Geheimnisse verstelässt sich bei einer Tour mit dem Ranger durch hen, sich ihrer Kraft beim alpinen Gipeines der ältesten Bergweltreservate, das Seefelsturm aussetzen oder sie als Resbachtal bei Mallnitz, hautnah source zur Erholung von Körper und spüren. „Natur für alle Sinne“ Geist nutzen: Die Sehnsucht nach dem unmitFörderung für Leuchtturm-Projekte erwartet Besucher in der telbaren Naturerlebnis, die Reisemotiv für viele Groppensteinschlucht, wo Österreich-Urlauber ist, lässt sich auf verschieDas Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend (BMWFJ) und die Bundesländer fördern seit in Zusammenarbeit mit redene Weise stillen. Um den Bedürfnissen un2011 touristische Leuchtturm-Projekte mit jährlich gionalen Künstlern ein sinnterschiedlicher Zielgruppen gerecht zu werden, einer Mio. Euro. Damit sollen innovative Projekte, liches Erlebnis am Schnittgestalten die Kärntner TauernAlpin-Nationaldie Vorbildcharakter für die Branche haben, in die punkt von Natur, Kultur und park-Partner im Rahmen des Projekts „Seven Auslage gestellt werden. Diese umfassen die EntKunst geboten wird. Auf alten Ways to My Nature“ neue Zugänge zu verwicklung und Umsetzung kreativer und buchungsHandelswegen verkehren schiedenen Lebensräumen, die die Gäste überrelevanter innovativer Angebote durch überbetriebliche Kooperationen entlang der touristischen WertGäste beim „Pferdetrekking“, raschen sollen. schöpfungskette in den Destinationen. um in die faszinierende Welt Dem Verein der Nationalpark-Partner gehören des Saumhandels von anno aktuell 22 Beherbergungsbetriebe und 13 auDetailinfos unter www.bmwfj.gv.at/tourismus dazumal einzutauchen. Und ßerordentliche Mitglieder wie Bergführer und bzw. www.oeht.at

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Fotos: Kärnten Werbung

Wege zur Natur


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bei „Best of Schneeschuh-Trekking“ machen sich Besucher auf eine Entdeckungsreise durch das abgeschiedene Astental. FLEXIBLE BAUSTEINE Für diese sieben

Fotos: Kärnten Werbung

Naturerlebnissegmente stehen dem Gast flexible Buchungsmöglichkeiten zur Verfügung: Mithilfe eines Bausteinsystems wählen die Besucher ein auf ihr individuelles Naturbedürfnis abgestimmtes Paket. Für Gäste, die sich beispielsweise für den „Mythos Großglockner“ entscheiden, bieten sich also verschiedene Möglichkeiten: Der „Gipfelstürmer“ wählt eine Tagestour oder ein mehrtägiges Package, um den Berg zu bezwingen. Gäste, die natürliche Zusammenhänge rund um Österreichs höchsten Berg entdecken möchten, erkunden den Erlebnisweg am Fuße des Großglockners oder folgen dem Pfad der Erstbesteiger zu naturwissenschaftlichen Besonderheiten rund um den

Berg. Wer den Großglockner von seiner spirituellen Seite erleben möchte, bucht die geführte Sonnenaufgangswanderung mit Picknick oder findet bei einer Bergumrundung den inneren Frieden. Für Familien geht’s zum unterhaltsamen „Glocknerkreuz-Schauen“ auf die Wilhelm-Swarovski-Beobachtungswarte auf der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe der Großglockner Hochalpenstraße. UMFASSENDE ORGANISATION Parallel

zur Aufbereitung der sieben Erlebnisreisen und ihrer Bausteine setzen die Projektträger mit ihrem Partnernetzwerk seit Juni 2012 fünf weitere Arbeitspakete um, die eine reibungslose Organisation der Erlebnisse ermöglichen und zur langfristigen Entwicklung der Region beitragen sollen: » Schaffung eines Pools an qualifizierten Natur-Guides sowie eines umfassenden Mobilitätssystems im Nationalpark

» Eine „Naturreisen-Akademie“ dient als regionales Qualifizierungsprogramm, das neben Naturvermittlungskompetenzen auch Schulungen zu Service- und Begegnungsqualität bieten soll. » Der „Natur-Erlebnishub“ als virtuelles Dienstleistungszentrum zur Information und Buchung » Integration von Elementen der Alpen-Adria-Kultur und -Kulinarik in die Angebote » Entwicklung einer Vermarktungsstrategie für das Leitprodukt „Seven Ways to My Nature“ und Erprobung der Angebote in Testmärkten Nach einer Testphase und Evaluation will der Verein die Erlebnisse über den Partner „Marketingverbund Kärnten“ sowie über Spezialreiseveranstalter professionell vermarkten. Bis Juni 2014 sollen die Angebote außerdem über den Natur-Erlebnishub buchbar sein. //


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12//Bundesländer im Fokus

Österreich n Neun Bundesländer, neun Urlaubsde mit unterschiedlichen touristischen das bu//etin in einer Serie präsentie mehr über Niederösterreich und Ob

Steckbrief Niederösterreich

Niederösterreich bietet auf kleinstem Raum eine Fülle an Urlaubsmöglichkeiten: vielfältige Landschaft, reiche Geschichte und lebhafte Kulturszene, Weinland auf internationalem Niveau, beachtliche Kulinarik. In Niederösterreich liegt eine der attraktivsten Donauregionen – das Weltkulturerbe Wachau. Außerdem eröffnet die räumliche Nähe zur Metropole Wien viele Möglichkeiten in der Angebotsgestaltung, sagt Christoph Madl, Geschäftsführer der Niederösterreich-Werbung. Niederösterreich versteht sich als Ruhepol im Alltag und Quelle der Inspiration für die Zielgruppe der etablierten Postmateriellen. Das Versprechen an seine Gäste lautet daher: „Zeit für mich“. Wichtiger Bestandteil des Niederösterreich-Bildes sind die Werte „genussvoll, Gegensätze verbindend und mutig“ (im Sinne von „ungewöhnliche

AUF EINEN BLICK » Markenversprechen: Niederösterreich ist Ruhepol im Alltag und Quelle der Inspiration, um zu sich selbst zu finden. » Angebotsstärken: Kultur, Kulinarik und Wein; Gesundheits- und Wirtschaftstourismus; Ausflugsdestination » Ziele: höhere Wertschöpfung im Ausflugstourismus

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Schritte gehen“). Die Fülle an Möglichkeiten in Niederösterreich verdichtet sich im Markenkern „Niederösterreich ist ein Land voller Schätze“. Beim Urlaubstourismus setzt Niederösterreich auf Kultur-, Kulinarik- und Weinreisen und das Bergerlebnis. Eine weitere Angebotsschiene bildet die Gesundheitssparte. Rund ein Drittel der Nächtigungen entfallen auf diesen Bereich. Ein weiteres Drittel der Nächtigungen ist dem Wirtschaftstourismus zuzurechnen. Mit 1,7 Mio. Wienern und 1,6 Mio. Niederösterreichern verfügt das Bundesland über ein riesiges Potenzial an Tagesausflüglern. Durch die weitere Verbesserung des Angebots sollen die Ausflugsgäste zu Nächtigungsgästen gemacht werden. Erfolgreichstes Produkt im niederöster reichischen Ausflugstourismus ist die „Niederösterreich-CARD“, 2012 wurden rund 133.000 Karten verkauft. Die Nächtigungszahlen haben sich in den letzten zehn Jahren konstant nach oben entwickelt. Im Vorjahr erzielte Niederösterreich erneut ein Rekordergebnis. Der steigenden Gästeschar trägt auch das Angebot an gehobenen Unterkünften Rechnung: Die Anzahl der 5- und 4Sterne-Hotels hat sich im vergangenen Jahrzehnt um rund ein Drittel erhöht. Die Verbreitung von Niederösterreichs Wirtshauskultur-Wirtshäusern, die For-

www.niederoesterreich.at Quellen: Niederösterreich-Werbung, Statistik Austria, WKO

cierung des Weintourismus – Stichwort „Weinherbst Niederösterreich“ – und die Zusammenarbeit mit der Kulturwirtschaft sind Gründe dafür, dass Niederösterreich als erstes Bundesland stark auf die Imagewerte „Genuss“ und „Lebenskultur“ setzen konnte und sich konsequent als „Land für Genießer“ positionierte, meint Madl. Zu den Zielen, die die Niederösterreich-Werbung bis 2015 erreichen will, zählt Madl u. a. die Steigerung der Nächtigungen durch höhere Auslastung, die Zunahme der Wertschöpfung im Ausflugstourismus oder die Erschließung neuer Kundengruppen für Kulinarik-Kultur-Wein, Gesundheitstourismus und Bergerlebnis. //

Fotos: Niederösterreich-Werbung, OÖ Tourismus

„ZEIT FÜR MICH“ IN NIEDERÖSTERREICH

» Fläche: 19.172 km² » Einwohner: 1,6 Mio. » Nächtigungen 2011: 6,7 Mio., +18,4 % seit 2001 » Ankünfte 2011: 2,5 Mio., +32,2 % seit 2001 » Saisonverteilung nach Nächtigungen: 39 % im Winter, 61 % im Sommer » Gästebetten: 68.523 (Sommer), 63.978 (Winter) » Betriebe: 3.200 (Sommer), 3.000 (Winter) » Auslastung: 27,9 % in Hotels und ähnlichen Betrieben » Wichtigste Herkunftsmärkte nach Nächtigungen: 69 % Inland, 13 % Deutschland, 7 % CEE (Ungarn, Polen, Rumänien, Tschechien, Slowakei), 11 % restl. Ausland » Tourismusregionen: Waldviertel, Weinviertel, Donau Niederösterreich, Mostviertel, Wienerwald und Wiener Alpen in Niederösterreich


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h neunmal anders ubsdestinationen – schen Angeboten, die entiert. Lesen Sie hier nd Oberösterreich.

Steckbrief Oberösterreich » » » » » » »

Fotos: Niederösterreich-Werbung, OÖ Tourismus

OBERÖSTERREICH GEWÄHRT EINBLICKE

Gäste schätzen in Oberösterreich die schöne Landschaft, die Natur und die vielfältigen Freizeitmöglichkeiten unmittelbar vor der Haustür sowie die Herzlichkeit der Gastgeber. Sie wollen einerseits aktiv sein – zum Beispiel beim Wandern, Radfahren oder Skifahren – und andererseits suchen sie Entschleunigung und Erholung. Hier bieten die Gesundheits- und Wellnessdestinationen die geeignete Ergänzung. Und auch der Genuss darf nicht zu kurz kommen. Alle diese Wünsche kann das oberösterreichische Angebot erfüllen, ist Karl Pramendorfer, Geschäftsführer von Oberösterreich Tourismus, überzeugt. Oberösterreich gewährt vielfältigste Einblicke und Einsichten ins Land. Mit diesem Markenkern im Fokus werden Oberösterreich-Produkte entwickelt und vermarktet, die Gäste zum Entdecken und Staunen einladen. Die Markenstrategie basiert dabei auf einer „3Säulen-Logik“, die die Lebensfreude, das Kulturlabor und die Vielfalt Oberösterreichs als Österreich-Extrakt widerspiegelt. Oberösterreich geht dabei seit diesem Jahr einen neuen Weg: „Wir verfolgen keine Dachmarken-Strategie mehr, sondern haben uns zu einer Endorsed-Brand-Strategie entschlossen. Das bedeutet, dass wir die Markendestinationen noch stärker betonen, gleichzeitig aber auch in diesen Markendestinationen den ,Oberösterreich Insight‘‚ kommunizieren“, erklärt Pramendorfer. „Für die vielen Seiten in mir“ nennt sich die Klammer für das vielfältige

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Fläche: 12.000 km² Einwohner: 1,4 Mio. Nächtigungen 2012: 7,2 Mio., +10 % seit 2001 Ankünfte: 2012: 2,5 Mio., +28 % seit 2001 Saisonverteilung nach Nächtigungen: 37 % im Winter, 63 % im Sommer Gästebetten: 70.000 (Sommer), 61.740 (Winter) Betriebe: 3.700 Betriebe (Sommer), 3.027 Betriebe (Winter) Auslastung 2011: 28,9 % in Hotels und ähnlichen Betrieben Wichtigste Herkunftsmärkte nach Nächtigungen: 59 % Inland, 41 % Ausland (davon 56 % Deutsche, 5 % Tschechen, 4 % Ungarn und 4 % Niederländer) Tourismusregionen: Destinationsmarken, die im touristischen Marketing im Schaufenster stehen, sind: Salzkammergut, Linz, Donau Oberösterreich, PyhrnPriel und Mühlviertel.

www.oberoesterreich.at Quellen: Oberösterreich Tourismus, WKO

touristische Angebot Oberösterreichs. Darunter finden sich die besten Angebote aus den Kernthemen – von den Gesundheitsbetrieben über Rad- und Wanderspezialisten bis hin zu Städteund Kulturangeboten oder dem Geschäftstourismus. Als Zielgruppe in Österreich hat Oberösterreich Tourismus das Milieu der Postmateriellen, in Deutschland die Adaptiv-Pragmatischen im Visier. „Gemeinsam mit den Markendestinationen sind wir aber breiter aufgestellt und bearbeiten eine ähnliche Bandbreite wie die Österreich Werbung“, merkt Pramendorfer an. Oberösterreich hat soeben eines der erfolgreichsten Tourismusjahre aller Zeiten abgeschlossen. 2,5 Mio. Gäste – das sind so viele wie noch nie – verbrachten im vergangenen Jahr einen Aufenthalt in Oberösterreich. Übrigens: Jeder siebente Euro, der in Oberösterreich erwirtschaftet wird, stammt aus dem Tourismus, der für eine Wertschöpfung von insgesamt rund 6,4 Mrd. Euro verantwortlich ist. Oberösterreichs Tourismuswirtschaft forciert schon seit Jahren eine koordi-

nierte Marketingstrategie. Klar definierte Herkunftsmärkte, in denen Oberösterreich aktiv um Gäste wirbt, klar definierte Zielgruppen und vor allem die Schärfung im Angebotsportfolio (Kernthemen stärken) haben zu dieser positiven Entwicklung ebenso beigetragen wie die zahlreichen Investitionen in die Infrastruktur (z. B. Seilbahnen, neue Hotelbetten) oder die Qualitätsoffensive im Gesundheitstourismus. In den nächsten Jahren will Oberösterreich Tourismus weiter daran arbeiten, die Wertschöpfung zu steigern, Arbeitsplätze langfristig zu sichern und schlagkräftige, effiziente Strukturen zu schaffen. //

AUF EINEN BLICK » Markenversprechen: Oberösterreich gewährt vielfältigste Einblicke und Einsichten ins Land. » Angebotsstärken: Gesundheitsschiene, Rad- und Wandertourismus, Städte- und Kulturangebote, Geschäftstourismus u. a. » Ziele: weiterhin Wertschöpfung steigern, Arbeitsplätze absichern und effiziente Strukturen schaffen

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14//Internationalisierung

Neuer Schwung für neue Märkte Mehr Geld im Tourismus zu verdienen gelingt mit der Eroberung neuer Märkte. Daher setzt die Österreich Werbung ihre Internationalisierungsoffensive auch heuer fort. Mehr dazu hat das bu//etin recherchiert. T E X T // S U S A N N A G A S S N E R

NEUE GÄSTE – EIN GEWINN Neue Märkte

zu erobern heißt daher der Imperativ für Österreichs Touristiker, die auch in Zukunft erfolgreich sein wollen. Denn von einer stärkeren Internationalisierung des Gästemix können Hoteliers und Regionen nur profitieren. Hier einige weitere Argumente, die für die Ausweitung des Auslandsmarketings auf neue Märkte sprechen: » Höhere Wertschöpfung: Gäste aus ferneren Märkten nächtigen meist in bu//etin 02-03//2013

Betrieben der höheren Kategorien. Auch ihre vielfältigen Wünsche – von der Kultur über die Kulinarik, Sightseeing und Naturerlebnisse bis hin zum Shopping – tragen zur Wertschöpfung bei. » Risikoabsicherung: Wenn Besucher aus einer Vielzahl an Nationen statt nur aus einigen wenigen anreisen, vermindert sich die Abhängigkeit von dominanten Herkunftsmärkten. Nachfrageschwankungen – ausgelöst etwa durch konjunkturelle Veränderungen – lassen sich dann eher ausgleichen. » Bessere Auslastung: Aufgrund unterschiedlicher Reisegewohnheiten – etwa kulturell durch andere Feiertagsregelungen bedingt – reisen Gäste aus ferneren Märkten in der Zwischen-, Vor- oder Nachsaison an und füllen Lücken, die Gäste aus traditionellen Märkten hinterlassen. Trotz der Erschließung neuer Märkte in den vergangenen Jahren dominiert Deutschland nach wie vor den internationalen Gästemix: Rund 52 Prozent der Nächtigungen und 47 Prozent der Ankünfte ausländischer Gäste entfielen in den ersten zehn Monaten des Vorjahrs auf deutsche Gäste. Diese enorme Abhängigkeit hat sich im Lauf der Jahre allerdings etwas gemildert. Vor zehn Jahren betrug der Anteil der Deutschen an den Nächtigungen ausländischer Gäste noch rund 62 Prozent. Ein Blick auf Österreichs aktuelle Nächtigungsstatistik beweist ebenfalls,

dass sich das Engagement in neue Märkte lohnt. Das Incoming aus Ländern, die vielleicht vor wenigen Jahren noch als Exoten galten, hat sich deutlich gesteigert. So legten etwa die Nächtigungen russischer Gäste in den ersten elf Monaten 2012 um knapp 18 Prozent zu, Übernachtungen aus China wuchsen um 37,9 Prozent und jene aus arabischen Ländern stiegen um rund 29 Prozent. ÖW-OFFENSIVE 2013 Unter dem Motto

„Neuer Schwung für neue Märkte“ ermöglicht es die Österreich Werbung (ÖW) seit 2011 österreichischen Tourismuspartnern, zu besonders günstigen Preisen erste Schritte in ausgewählten Zukunftsmärkten zu setzen oder eine bereits bestehende Marktbearbeitung zu intensivieren. Auf dem Programm stehen Marketingaktivitäten zu einheitlichen Preisen in zwölf ausgewählten Märkten. In dieses Marke-

Foto: dreamstime.com

enn das Urlaubsland Österreich Marktanteile dazugewinnen und mit der Dynamik des internationalen Tourismus Schritt halten will, heißt das Gebot der Stunde Internationalisierung des Gästemix. Denn traditionelle, reife Märkte in Europa wie etwa Deutschland oder die Niederlande haben ein weit geringeres Potenzial als Herkunftsnationen in Übersee oder im Mittleren Osten. In vielen asiatischen und südamerikanischen Staaten erleben Auslandsreisen einen Boom. Als treibende Kraft der touristischen Nachfrage gilt die stark wachsende Mittelschicht. Dank guter wirtschaftlicher Entwicklung steigen das verfügbare Einkommen und damit die Lust darauf, die Welt zu entdecken. Asien und der pazifische Raum gelten als der Wachstumsmotor des globalen Tourismus, wie auch an der Entwicklung der Reiseausgaben deutlich wird.


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tingprogramm, das im Wesentlichen aus Radiokampagnen, Printwerbung, der Organisation von B2B-Workshops und E-Marketing besteht, investiert die ÖW rund 1,6 Mio. Euro. Um Synergien zu nutzen, arbeitet die ÖW hier auch mit der Außenhandelsorganisation der Wirtschaftskammer Österreich (WKO) zusammen. Die für die Offensive „Neuer Schwung für neue Märkte“ definierten zwölf Märkte haben eine Gemeinsamkeit: Sie zeichnen sich durch ein überdurchschnittliches Potenzial aus. Es sind aus touristischer Sicht relativ „junge“ Märkte im CEE-Raum und Übersee, in denen Marketingaktivitäten einen überdurchschnittlich hohen „Return on Investment“ bringen. Die Märkte stellen sich nicht nur in Bezug auf das Ankunfts- und Nächtigungspotenzial als chancenreich dar. Ein Blick auf die Ausgaben der Gäste aus einigen dieser Ländern macht das enorme Umsatzpotenzial für Österreich deutlich: Ukrainer geben laut Berechnungen von Global Blue Österreich beispielsweise allein fürs Shopping in Österreich 518 Euro aus. Taiwanesen und

Chinesen lassen ebenfalls die Kassen klingeln (je rund 460 Euro). Im Durchschnitt kauft der österreichische Auslandsgast um 356 Euro je Aufenthalt ein. Stellvertretend für die zwölf „jungen“ Märkte, die die ÖW für ihre Internationalisierungsoffensive auswählte, präsentiert das bulletin hier Brasilien, die Türkei und die Slowakei. BRASILIEN: STARKE DYNAMIK Brasilien gilt als Musterbeispiel für einen Überseemarkt mit hohem Potenzial. Die Wirtschaft des südamerikanischen Staats floriert, was die Reiselust des einkommensstärkeren Publikums beflügelt. Derzeit macht erst ein geringer Teil der 194 Mio. Brasilianer Ferien im Ausland, aber Europareisen liegen im Trend. Davon profitiert auch Österreich. Die Nächtigungen haben sich von 2009 bis 2012 (Jänner bis November) von etwa über 9.000 auf knapp 147.000 erhöht, was einem Plus von weit über 1.000 Prozent entspricht. Österreich punktet mit seiner Kultur, der Kulinarik und der Begegnungsqualität. bu//etin 02-03//2013


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16//Internationalisierung

kommentar ERICH NEUHOLD Bereichsleiter Internationales Marktmanagement

Mit neuen Märkten gewinnen Die Internationalisierung des Gästemix zählt zu den größten Herausforderungen der österreichischen Tourismusbranche, denn unsere Abhängigkeit von einigen wenigen Märkten – allen voran Deutschland – birgt auch Risiken. Mit der Erschließung neuer Zielgruppen aus neuen Regionen dieser Welt eröffnen sich uns beachtliche Chancen, zum Beispiel die Auslastung in schwächeren Monaten wie Jänner oder Oktober zu steigern, indem wir Gästeschichten ansprechen, die in diesen Perioden gewöhnlich ihren Urlaub verbringen. Gerade in Übersee wartet auf uns eine Reihe von Gästegruppen, die als ausgesprochen ausgabefreudig gelten und auch bei einem Aufenthalt in Österreich nicht knausern. Es ist eine Kernaufgabe der Österreich Werbung, Brücken von den österreichischen Anbietern zu den Geschäftspartnern im Ausland zu bauen. Aufgrund von Potenzialanalysen, anderen umfangreichen Untersuchungen und laufendem Monitoring der Märkte wissen wir, wo und wie Sie investieren müssen, um Ihre Wertschöpfung zu steigern. Wir laden Sie ein, dieses Know-how zu nutzen. Allerdings können wir nicht warten, bis das Geschäft an unserer Tür „anklopft“, wir müssen unser Angebot dort platzieren, wo das Geschäft stattfindet, nämlich in den Auslandsmärkten selbst. Die Internationalisierungsoffensive, die wir heuer fortsetzen, ermöglicht es Ihnen, zu geringen Kosten erste Schritte im Marketing zu neuen Zielgruppen zu setzen. Erobern Sie mit uns neue Märkte – Sie können nur gewinnen!

Während sich die Masse der Brasilianer noch auf durchorganisierte Touren durch Europa stürzt, um ein bis drei Tage in einer europäischen Stadt zu verbringen, registriert Renate Forte, Managing Director des Reisebüros Pegasus, auf dem brasilianischen Markt den Wunsch nach vertiefenden Aufenthalten. „Es ruhiger anzugehen“ entspräche, so Forte, auch mehr ihrem Naturell. Mittlerweile erhält Forte, die zur Geschäftsanbahnung und zur Kontaktpflege an den ÖW-Workshopserien teilnimmt, Anfragen für einwöchige Aufenthalte in Österreich, deren Programm auch eine Weinverkostung, eine bu//etin 02-03//2013

Opernaufführung oder Ähnliches inkludiert. Brasilianer gelten als sehr höfliche, unkomplizierte Gäste, die das Leben genießen wollen und auch das gute Preis-Leistungs-Verhältnis in Österreich schätzen, so Forte. Für Touristiker, die den Verkauf in Brasilien forcieren wollen, empfiehlt Forte die Auflage von Informationsmaterial in der Landessprache, denn „englische Prospekte bleiben liegen“. TÜRKEN AUF STÄDTETRIP Die Türkei zählt zu

den am schnellsten wachsenden Industrieländern. Allerdings hat erst ein Viertel der 77 Mio. Türken die Möglichkeit, Urlaub zu machen. Rund acht Prozent der türkischen Bevölkerung verbringen ihre Ferien außerhalb der Landesgrenzen, wobei die Nachbarländer zu den beliebtesten Destinationen zählen. Aber auch West- und Südeuropa stehen hoch im Kurs. Unter den Top-Städtezielen rangiert übrigens Wien ganz vorne. Urlaubstrips nach Österreich haben sich in den vergangenen Jahren sprunghaft nach oben entwickelt: Von 2008 bis 2011 stiegen die Nächtigungen um 55 Prozent auf rund 177.000 und die Ankünfte um 68 Prozent auf etwa 71.000. Im Vorjahr (Jänner–November) gab es erneut ein beachtliches Plus von über 15 Prozent bei Ankünften und Nächtigungen. Auf dem Programm der Türken auf ihren Auslandsreisen stehen Städte und Kultur, Shopping, aber auch Wellness und Erholung sowie Wintersport. Als Unterkunft bevorzugen Türken die 4- und 5-Sterne-Hotellerie (62 % der Nächtigungen). Rund die Hälfte der türkischen Gäste, die sich ihren Österreich-Trip 115 Euro pro Tag kosten lassen, sind Paare. Im Ranking der begehrtesten Bundesländerreiseziele liegt Wien (62 %) gefolgt von Tirol an der Spitze. VOR DER HAUSTÜR: DIE SLOWAKEI Ein lohnender Markt: die Slowakei, die seit 1993 Jahr für Jahr mit Steigerungen der Nächtigungen und Ankünfte in Österreich aufwartet. Im Vorjahr verbrachten rund 150.000 Slowaken ihren Urlaub in Österreich und sorgten für eine halbe Million Nächtigungen. Gerade der wirtschaftlich starke Ballungsraum Bratislava entwickelte sich in den letzten Jahren zu einem äußerst stabilen Quellmarkt für den österreichischen Tourismus. Das Bruttoregionalprodukt der Region Bratislava gilt als eines der höchsten der EU. Slowakische Gäste, weiß Borbala Mercz, ÖW Markt Managerin Slowakei, Slowenien und Kroatien, reisen mehrmals im Jahr nach Öster-


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//17 reich. Wie alle zentral- und osteuropäischen Gäste bevorzugen die Slowaken den Winter als Reisezeit nach Österreich. Dabei geht es vor allem nach Salzburg, Tirol und in die Steiermark. Außerhalb der Wintersaison unternehmen sie Ausflüge und Kurzreisen, sodass sich ihre Aufenthalte übers Jahr verteilen und so laut Mercz auch für Auslastung in den Zwischensaisonen sorgen. Sie gelten als sehr aktive und kulturinteressierte Gäste, die gerne mehrere Urlaubsarten kombinieren, z. B. moderaten Sport mit der Besichtigung von Sehenswürdigkeiten und Kulinarik. Obwohl es kaum Sprachbarrieren gibt – ältere Gäste sprechen oft Deutsch, jüngere sehr gut Englisch –, freuen sich Slowaken über Infos in ihrer Landessprache am Urlaubsort. Noch Potenzial für den Sommerurlaub ortet Günther Steiniger, Themenmanager von Steiermark Tourismus, u. a. fürs Skifahren und Wandern, sowohl auf dem slowakischen als auch slowenischen Nahmarkt. Ein Engagement, das sich lohnt: Die Übernachtungen aus der Slowakei in der Steiermark haben sich von 2007 bis 2012 etwas mehr als verdoppelt, jene aus Slowenien nahmen um 85 Prozent zu. Zu den konkreten Angeboten und Produkten, die auf dem slowakischen Markt punkten, zählen z. B. Radtouren auf dem Enns- und Murtalradweg. Aber auch für die Berge, Ausflüge und Grazbesuche lassen sich die Slowaken, die übrigens All-inclusive-Cards schätzen, begeistern. Obwohl Lech-Zürs Tourismus, wie auch die gesamte Arlberg-Region, bereits sehr international ausgerichtet ist, investieren die Arlberger Tourismusmanager in die Märkte Slowakei, Slowenien und Kroatien, da sie hohes Wachstumspotenzial versprechen, erklärt Teresa Meusburger, verantwortlich für Produktmanagement bei Lech-Zürs Tourismus. Den Fokus legt sie auf den Winter, hier vor allem auf den einwöchigen Skiurlaub auf hohem Niveau. Dabei arbeitet Meusburger auch mit der ÖW im OnlineMarketing und der PR zusammen. Außerdem beteiligt sich die „Arlberg Region – die Wiege des alpinen Skilaufs“ an den Medienbeilegern, die die ÖW in diesen Märkten in hoher Auflage verbreitet. KOOPERATION WICHTIG Der Schritt auf Fernmärkte lohnt sich, wie Österreichs Touristiker immer wieder unter Beweis stellen. Allerdings stellen sich die Erfolge nicht von heute auf morgen ein. Eine Anlaufzeit von fünf Jahren sei einzukalkulieren, meint Fritz Kraft, Geschäftsführer des Tourismusverbands Innsbruck und seine

Feriendörfer. Allein in der Tiroler Landeshauptstadt stammen rund 25 Prozent der Nächtigungen von Gästen aus Übersee. Neben dem „langen Atem“ seien Marketingpower und hohe Dynamik erforderlich. Zudem rät Kraft zur Kooperation mit anderen Partnern. Innsbruck arbeitet beispielsweise mit der ÖW, der Tirol Werbung und der Städteallianz zusammen. Als erste Maßnahmen, noch vor Beginn der konkreten Marktbearbeitung, empfiehlt Kraft, der seit zehn Jahren auch den arabischen Markt mit Erfolg bearbeitet, gemeinsam mit den ÖW-Experten die Marktforschungsdaten zu sondieren, die Bereitschaft der Hotellerie für neue Gästegruppen einzuholen und auch mit Kollegen über Chancen zu sprechen. Der Tourismusverband Zell am See-Kaprun setzt klar auf Internationalität. Eine Voraussetzung dafür sei laut Renate Ecker, Geschäftsführerin des Tourismusverbands, ein entsprechendes Budget, das erst ab Neuer Schwung in einem gewissen Nächtigungs- und Ankunftsvolumen gegeben ist – im Fall von » Kroatien » Slowakei Zell am See-Kaprun legitimiert rund eine » Slowenien halbe Million Gäste die Bearbeitung von » Ukraine derzeit 20 Auslandsmärkten. Der bunte » Brasilien Gästemix, so Ecker, beschert der Region » Türkei starkes Wachstum, längere Aufenthalts» Indien dauer und höhere Umsätze. Seit Kurzem » Saudi-Arabien » Vereinigte Arabische Emirate bearbeitet Ecker auch den Markt Indien, » China aber auch China und Japan. Mit der for» Südkorea cierten Bearbeitung entfernterer Auslands» Taiwan märkte, wobei Ecker den Fokus auf Verkauf setzt, gelang es, die Abhängigkeit vom deutschen und österreichischen Markt deutlich zu reduzieren und mit neuen Gästen mit anderen Wünschen an die Reisezeit den Ganzjahrestourismus weiterzuentwickeln. Dazu war es auch notwendig, Produkte für die Zwischensaison zu schaffen wie etwa eine große Licht-, Musik- und Lasershow, die von Mai bis Oktober läuft. Ganz auf Auslandsmärkte – mit Fokus auf Asien und Nordamerika – ist Peter Hosek ausgerichtet, Geschäftsführer von Image Vienna, einem Unternehmen, das die Orangerie im Schloss Schönbrunn bespielt und das Schönbrunner Schlossorchester vermarktet. Speziell für japanische Gäste schuf Hosek ein Paket, das eine Führung durch das Schloss, ein Abendessen und ein Konzert beinhaltet. Mittlerweile stellt Japan Hoseks wichtigsten und gleichzeitig verlässlichsten Markt. Hoseks Tipp: Kontakte persönlich pflegen – und das auch in schlechten Zeiten. // bu//etin 02-03//2013


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18//EDEN Award 2013

Tourismus für Alle „European Destinations of ExcelleNce“ gesucht: Der EDEN Award wird 2013 an Destinationen vergeben, die auf vorbildliche Weise barrierefreien Tourismus in ihr Angebot integrieren.

AUSWAHLVERFAHREN Die teilnehmenden

EU-Mitgliedsstaaten führen in den nächsten Monaten nationale Auswahlverfahren durch, aus denen je eine

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Siegerdestination ermittelt wird. In Österreich wickeln den EDEN Award das Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend (BMWFJ) und die Österreich Werbung (ÖW) ab. Eine unabhängige Expertenjury bewertet die eingereichten Projekte und kürt das Siegerprojekt. IM INTERNATIONALEN RAMPENLICHT Die österreichische Siegerdestination erhält ein Promotion-Video über die eigene Destination sowie eine Präsentation auf dem Internetportal www.austria.info. Die ÖW unterstützt die österreichische Siegerdestination darüber hinaus mit Leistungen aus dem Marketingportfolio am Markt Deutschland: » redaktionelle Medienkooperation (Reichweite 1 Mio.) » Beiträge auf der B2B-Website » Integration in B2B-Newsletter » Beitrag im Presse-Newsletter

um im Rahmen dieses Weiterbildungsund Netzwerk-Workshops die Schwerpunktthemen Barrierefreiheit, Innovation und Nachhaltigkeit zu vertiefen. TEILNAHMEBEDINGUNGEN Am EDEN Award 2013 können sich regionale bzw. lokale österreichische Tourismusverbände beteiligen, die folgende Mindestkriterien erfüllen: » Die Destination gilt als aufstrebend, das heißt, die touristische Infrastruktur und die Produkte sind ausbaufähig. » Die Region hat das Potenzial, sich als touristische Marke international zu etablieren. » Das Projekt besteht seit mindestens zwei Jahren und unterstützt in der Umsetzung die touristische Erlebnisleistung entlang der gesamten Dienstleistungskette. //

Kontakt und Information Darüber hinaus bietet die Europäische Kommission allen nationalen Siegern die Möglichkeit zur gemeinsamen Präsentation im Rahmen des europäischen EDEN-Netzwerks (www.edenineurope.eu). Alle teilnehmenden Destinationen werden im Anschluss an den Award zur „EDEN Academy“ eingeladen,

Österreich Werbung, Florian Felder, Tel.: 01/588 66-257, E-Mail: florian.felder@austria.info Sämtliche Informationen und Ausschreibungsunterlagen sind unter www.austriatourism.com/edenaward2013 abrufbar. Einsendeschluss: 28. 2. 2013

Foto: Österreich Werbung/Wolfgang Zajc

um sechsten Mal werden in den EU-Staaten touristische Destinationen ausgezeichnet, die ihre Ressourcen nachhaltig zu nutzen wissen. Der EDEN Award legt 2013 den Fokus auf das Thema „Tourismus für Alle“. Gefragt sind also barrierefreie und innovative Tourismusprojekte, die das Destinationsangebot für alle erlebbar machen. Im Detail sollen die Regionsprojekte folgende Anforderungen erfüllen: » touristische Erlebnisleistungen für alle Menschen – unabhängig von physischen, kommunikativen, intellektuellen oder sozialen Einschränkungen – in innovativer und zeitgemäßer Form zugänglich machen » ökonomische, ökologische und soziale Nachhaltigkeit bieten, indem sie z. B. lokale Akteure einbinden und zur regionalen Wertschöpfung beitragen » die speziellen Ansprüche von Personen mit besonderen Bedürfnissen berücksichtigen » die Marke „Urlaub in Österreich“ positiv aufladen und erlebbar machen


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Kurz notiert

Mit Google ins Hotel

Sterne der Nachhaltigkeit

ÖHV mit neuen Präsidenten

Der Internet-Gigant Google lässt mit einem neuen Feature aufhorchen: Der Google-Hotel-Finder weist Nutzern seit Kurzem den Weg zu verfügbaren Hotels in der gewünschten Destination. Das Ranking erfolgt anhand von Kriterien wie attraktiver Lage, Entwicklung des Marktpreises und Bewertungen aus sozialen Medien. Hoteliers können über eine „Google+ Local“-Seite ihr eigenes Profil einrichten, erscheinen aber auch über Buchungsplattformen wie booking.com in der Auflistung. Ähnlich wie bei Google Adwords lässt sich die Platzierung im Ranking durch zusätzliche Bewerbung positiv beeinflussen. In den USA und in Großbritannien hat Google die Hotel-Suchergebnisse bereits in die Suchmaschine integriert, in Europa ist der Hotelfinder getrennt von der klassischen Google-Suche zu finden.

„Nachhaltigkeit – der Mensch im Mittelpunkt“: So lautet das Motto des „Sterne-Awards 2013“, bei dem der Fachverband Hotellerie, die ÖGZ und die Partner der Initiative „Hotel der Zukunft“ erfolgreiche Nachhaltigkeitskonzepte in der Hotellerie auszeichnen. Kriterien sind der schonende Umgang mit der Natur, Langlebigkeit in Ambiente und Design sowie soziale Verantwortung im unternehmerischen Handeln. Auch die Verwendung regionaler Produkte, Maßnahmen zur langfristigen Kundenbindung und alternative Mobilitätsangebote werden in die Beurteilung mit einbezogen. Teilnahmeberechtigt sind alle klassifizierten Beherbergungsbetriebe, sie können sich noch bis 28. Februar für die Auszeichnung bewerben – das Teilnahmeformular gibt’s zum Download auf www.hotelsterne.at. Die besten Zukunftskonzepte werden am 8. April 2013 in der Alten Börse in Wien prämiert.

Die Österreichische Hoteliervereinigung (ÖHV) stellte im Rahmen ihres Kongresses zum 60. Jubiläum in Wien ihre neuen Präsidenten vor: Die Absolventin der ÖHV-Unternehmer-Akademie Michaela Reitterer, die sich als Direktorin des Boutiquehotels Stadthalle einen Namen gemacht hat, wird das Amt gemeinsam mit dem Lecher Hotelier Gregor Hoch, seit 2009 Vorsitzender der ÖHV Vorarlberg, antreten. Die neuen Präsidenten wollen sich insbesondere für die Weiterentwicklung der dualen Ausbildung im Tourismus und gegen die Erhöhung der Mehrwertsteuer für Hotelnächtigungen einsetzen. Mit einer themenorientierten, überregionalen Arbeitsweise möchten Reitterer und Hoch der österreichischen Hotellerie den Weg in eine erfolgreiche Zukunft bereiten.

www.google.at/hotels

www.oehv.at

www.hotelsterne.at

Spiel auf dem See

Foto: Österreich Werbung/Wolfgang Zajc

17. Juli bis 18. August 2013

www.bregenzerfestspiele.com die3.eu


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20//Advertorial

Travel-Trends

ADRIAN CONSULT HRM

Welt-Ideen Wie die Reisenden selbst ist auch die Tourismusbranche ständig in Bewegung. Das bu//etin präsentiert unter dem Motto „WeltIdeen“ interessante und originelle Trends aus dem globalen Reisegeschehen in Serie. GELD VERDIENEN IM URLAUB Die US-amerikanische Plattform

… Geschäftsführer – Direktoren – Abteilungsleiter ? Inhaber & Entscheidungsträger fragen sich - ist persönliches Vertrauen vorhanden? - passen Marketing, Verkauf, Controlling, Zahlen? - wohin gehen die Trends? - wie sind wir positioniert? - sollen wir restrukturieren? - stimmen Betriebswirtschaftlichkeit, Budget GOP, Bank-Konditionen und Investitionen? - wie werde ich/wir vertreten? - wie sehen die Mitarbeiter Ihre Vorgesetzten? - wie optimieren wir Mitarbeiterführung, Weiterbildung, Personalentwicklung?

BESTEHEN ZWEIFEL? Adrian Consult gewährleistet Ihnen kompetente Beratung und diskrete Personalvermittlung. Ihre Leistungsträger suchen wir gezielt und unter absoluter Anonymität. Ein Weg, der auch seine Zeit benötigt und der genau hinterfragt wird, um zu einem optimalen Ergebnis zu kommen.

ADRIAN WOLF 40 Jahre Erfahrung in Betriebsberatung mit der Spezialisierung auf Personalberatung und internationale Personalvermittlung für Führungspositionen in Hotellerie, Gastronomie und Tourismus-Management. Genügend KnowHow und Branchenfachkenntnisse, um (fast) jeden Auftrag zu erfüllen.

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http://flightcar.com KIDS AUF REISEN Kinder, die sich im gemeinsamen Urlaub mit den Eltern langweilen, gehören der Vergangenheit an. Denn mithilfe einer mobilen Anwendung des australischen Start-ups „Bound Round“ erkunden Kinder spielerisch mögliche Wunschziele und bestimmen, welche Aktivitäten sie auf Reisen unternehmen möchten. Die Eltern erfahren dadurch, für welche Städte und Aktivitäten sich ihre Kinder begeistern, und können die Wünsche der Kleinen bei der Reiseplanung besser berücksichtigen. In der Hauptstadt Sydney in Australien etwa zeigt der 11-jährige Kook den kleinen Besuchern, wo sie Bären bestaunen, eine Runde im „Thunder Jet“ drehen oder Promis treffen können. Auch am Urlaubsziel begleitet ein virtueller Reiseführer die Kinder durch die Anwendung. In einem Tagebuch lässt sich das Erlebte in Bildern und Videos festhalten und mit Freunden teilen.

http://boundround.com KÖSTLICHE KLÄNGE Louis Armstrongs Klänge zu Curry und Schweinefleisch oder die Beatles zu Aubergine: Der kürzlich eröffnete Laden „Soundwich“ im portugiesischen Porto liefert zu seinen Sandwiches die passende musikalische Begleitung. Die Gourmetbrötchen – gefüllt mit exquisiten Zutaten wie Mango, Avocado oder Ziegenkäse – sind in Boxen verpackt, die beim Öffnen Musik abspielen und für Stimmung während der Mahlzeit sorgen. Die Rezepturen für die Sandwiches samt musikalischer Beilage entstammen den kreativen Köpfen von sieben lokalen Top-Köchen. Den multisensorischen Imbiss gibt’s zum Preis von 7,50 Euro.

http://www.soundwich.pt Quelle: Executive Future Travel Trendreport by TrendONE

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Foto: dreamstime.com

HABE ICH DIE BESTEN ...

„Flightcar“ revolutioniert das Parken am Flughafen: Seit Anfang Februar bietet sie Flugreisenden privates Carsharing an. Dabei verleihen Reisende für die Dauer ihres Urlaubs ihr Auto. Sie entkommen damit nicht nur den hohen Parkgebühren am Flughafen, sondern verdienen während der Reise sogar etwas Geld dazu. Wer sich und sein Fahrzeug online für den Service registriert hat, übergibt den Wagen am Flughafen einfach einem Mitarbeiter von Flightcar. Für ankommende Passagiere bietet Flightcar eine günstige Alternative zu Mietwägen. Der Leih-Pkw wird ihnen von Flightcar übergeben.


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Staatspreis Marketing

Innovation gefragt it dem Staatspreis Marketing zeichnet das Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend (BMWFJ) innovatives strategisches Marketing aus, das die Wertschöpfung im Unternehmen nachhaltig erhöht. Im Fokus stehen dabei ganzheitliche Marketingleistungen. Nicht Unternehmensgröße, Branche oder Budgethöhe sind für die Zuerkennung des Staatspreises Marketing entscheidend: Vielmehr werden Qualität, betriebswirtschaftliche Relevanz und Innovationsgrad prämiert. Die eingereichten Projekte müssen im Zeitraum von Anfang 2011 bis Ende 2012 realisiert worden sein und einen markanten Unternehmenserfolg ausgelöst haben. Sie können sich auf eine ganzheitliche Unternehmensstrategie, auf ein Produkt, eine Produktgruppe oder z. B. auch auf eine Markenführungs-

REINIGUNG AUSLAGERN SAUBERKEIT EINLAGERN

strategie beziehen. Ein deutlicher Bezug zum Standort Österreich muss erkennbar sein. Mitmachen beim Wettbewerb um den Staatspreis Marketing, den das BMWFJ alle zwei Jahre vergibt, können Industrie-, Handels- und Dienstleistungsunternehmen sowie Organisationen mit Sitz in Österreich, also auch Touristikunternehmen wie Destinationsverbände oder Hotels. Die Teilnahme am Staatspreis ist in folgenden Kategorien möglich: » Public Services und Non-Profit-Organisationen » Private Services (z. B. Finanzdienstleistungen oder Tourismus) » Handel » Produktion » Kleinunternehmen » Exportmarketing

DIE AUSWAHLKRITERIEN Eine unabhängige Jury, die sich aus Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft zusammensetzt, beurteilt die eingereichten Projekte nach den Kriterien konsequente Marktorientierung, Originalität, Innovation und Qualität in allen Bereichen sowie betriebswirtschaftlicher Nutzen. Neben dem Staatspreis vergibt das BMWFJ Sonderpreise für Startup-Marketing und Dialogmarketing und holt Unternehmen vor den Vorhang, die für den Staatspreis nominiert wurden. //

Detailinformationen » Einreichung: ab sofort unter www.staatspreis-marketing.at » Teilnahmeschluss: 19. März 2013 » Verleihung: 3. Juni 2013 in der Aula der Wissenschaften in Wien

IMMER SAUBER STATT IMMER SUCHEN Dr. Schilhan Hotelservice bietet maßgeschneiderte Housekeeping- und Reinigungsservices für die österreichische Luxushotellerie. Das heißt für Sie:

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22//Personal Recruiting

Wettbewerb um den Nachwuchs Im direkten Kontakt mit dem Gast leisten kompetente Mitarbeiter einen wertvollen Beitrag zum Urlaubserlebnis. Um Personal zu gewinnen und zu halten, sind mehr denn je findige Ideen gefragt.

er langjährige Mitarbeiter, der den Betrieb wie seine Westentasche kennt, der mit den Stammgästen per Du ist und über ihre Bedürfnisse Bescheid weiß, ist in der touristischen Praxis immer seltener anzutreffen. „Die Fluktuation in der Branche ist enorm hoch, gute Mitarbeiter zu halten ist eine der größten Herausforderungen im Personalmanagement Wie sich Arbeitgeber im Netz bewerben im Tourismus“, meint Personalberaterin » Unternehmensprofil auf Facebook erstellen (inkl. Unternehmensbeschreibung und Kontaktmöglichkeiten) Johanna Zwölfer von » Karriere-Fanpage auf Facebook einrichten zwölferkaltenbrunner. » auf Profi-Netzwerken wie Xing und LinkedIn präsent Denn die Arbeit im sein Tourismus verlange » Bewertungen von Mitarbeitern auf kununu anregen neben Fertigkeiten » Social Media auf den Karriere-Websites einbinden unterschiedlichster » Karriere-Account auf Twitter erstellen » Videos auf YouTube hochladen Art auch ein großes » Karriere-Channel auf der eigenen Homepage Maß an Flexibilität einrichten und Ausdauer – ein Aufwand, der sich durch monetäre Anreize meist nicht kompensieren lässt. Umso größerer Anstrengungen bedarf es seitens der Unternehmer, auf dem heiß umkämpften Arbeitsmarkt qualifiziertes Personal für sich zu gewinnen und zu halten. NACHWUCHS SICHERN Der Wettbewerb ums

Personal wird sich in Zukunft weiter verstärken, wie die demografische Entwicklung erahnen lässt. Der Bevölkerungsprognose der Statistik Austria zufolge wird der Anteil der erwerbsfähigen Bevölkerung im Alter von 20 bis 65 Jahren bis zum Jahr 2060 von 61,9 Prozent (2011) um fast zehn Prozent zurückgehen. Längst konkurrieren Touristiker dabei nicht mehr nur mit bu//etin 02-03//2013

den Kollegen aus der eigenen Branche: „Viele junge Menschen mit dualer Ausbildung kehren dem Tourismus – teils aufgrund ihrer schlechten Erfahrungen als Praktikanten – den Rücken zu und fehlen beispielsweise als Köche und Patissiers in der Hotellerie“, so Marcus Kleemann, Geschäftsführer der ZETA Medienservice GmbH, die die Jobplattform gastrojobs.com und den Online-Stellenmarkt der Salzburger und Oberösterreichischen Nachrichten betreibt. So meldete die Österreichische Hoteliervereinigung (ÖHV) im September 2012 1.721 offene Positionen für Tourismusfachkräfte. Aber auch Absolventen aus Fachhochschulen und Universitäten seien auf dem Arbeitsmarkt heiß umworben, weiß Zwölfer. Um die Spitzen der Saison sowohl bei Fachkräften als auch im Management abzudecken, werden Zeitarbeit und Personalauslagerungen im Tourismus immer beliebter. Laut Ronald Österreicher vom Bereich Hospitality beim Personalvermittler Manpower würden dabei immer mehr Unternehmer auf die Vorteile von Komplettlösungen setzen, die alle Dienstleistungen – vom Warenhandling bis hin zum Service – beinhalten.

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T E X T // S A B I N A K Ö N I G


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Advertorial

HOFFNUNG AUS DEM AUSLAND Eine Möglichkeit, das Personaldefizit

auszugleichen, besteht in der Rekrutierung von Arbeitskräften aus dem Ausland: Mitarbeiter beispielsweise aus Osteuropa – etwa Ungarn, Polen und Bulgarien – seien hoch motiviert und würden eine hohe Bereitschaft aufweisen, sich im Unternehmen hochzuarbeiten, so Dietmar Winkler, Bereichsleiter Marketing, Kommunikation und Personaldienstleistungen bei hogast. Mit wachsender Wirtschaftskraft dieser Staaten würde die Mobilität der Arbeitskräfte aber abnehmen, längerfristige Lösungen seien gefragt. Aktuell strecken Touristiker ihre Fühler in die von Arbeitslosigkeit geplagten Mittelmeerländer Spanien und Griechenland aus: Zusammen mit Hoteliers wie Helmut Peter vom Romantikhotel „Weisses Rössl“ wirbt etwa das Arbeitsmarktservice seit 2012 gezielt griechische Arbeitskräfte an. Die Flut an Bewerbungen aus dem Ausland selektiert beispielsweise Clemens Schilhan von Schilhan Hotelservice mit Hilfe von Skype-Gesprächen, die er vorab mit den Kandidaten führt. „Wer nicht perfekt Deutsch spricht, aber umfassende Arbeitserfahrungen vorweisen kann, dem bieten wir hier in Österreich Nachschulungen an und kontrollieren den Fortschritt“, so Schilhan. Um Jobs im Tourismus für junge Österreicher attraktiver zu machen, empfiehlt Adrian Wolf von Adrian Consult die verstärkte Zusammenarbeit mit Schulen, um dem Nachwuchs an die Praxis heranzuführen und direkte Kontakte zu potenziellen Arbeitskräften zu schließen. Um auch talentierte Quereinsteiger aus anderen Branchen zu rekrutieren, würden viele Unternehmen mittlerweile eigene Schulungsprogramme gestalten, so Österreicher.

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IMAGEWANDEL IM WEB Neue Möglichkeiten, mit potenziellen Fach- und Führungskräften in Kontakt zu treten, bieten Social Media: So sind 86,5 Prozent der Unternehmen bereits mit einem Profil auf Facebook präsent, 93,5 Prozent im KarriereNetzwerk Xing. Das zeigt eine Studie über den Einsatz von Social Media für Personalmarketing und -recruiting aus 2011, durchgeführt von der Fachhochschule Koblenz und dem Beratungsunternehmen embrace unter 230 deutschen Betrieben. Während Arbeitgebern so das „Headhunting“ nach gutem Personal erleichtert wird, bieten Social Media Nutzern die Möglichkeit, sich über Betriebe zu unterhalten und sie zu bewerten: Auf der Plattform „kununu“ finden sich mittlerweile Erfahrungsberichte zu fast 9.000 österreichischen Unternehmen. Die Möglichkeit, den eigenen Fußabdruck im Web 2.0 zu beobachten, mitzugestalten und sich damit einen Vorsprung vor der Konkurrenz zu sichern, verabsäumen viele Unternehmer derzeit noch. Dabei würden Plattformen wie Facebook und YouTube neue Möglichkeiten in der Selbstvermarktung eröffnen: „Unternehmen könnten ihr Image völlig neu gestalten und ihr junges Publikum multimedial begeistern“, so Kleemann. DAUERHAFTE ANREIZE Um die Motivation der Mitarbeiter langfristig hoch zu halten, brauche es Weiterbildungsmaßnahmen und Sozialleistungen wie Fahrtkostenzuschüsse oder freie Kost und Logis. Wichtiger noch sei die Menschlichkeit, meint Wolf, denn Mitarbeiter schätzten persönliche Kommunikation und Anerkennung für gute Leistungen. //

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Mit innovativen Personallösungen zum Unternehmenserfolg Manpower Hospitality ist eine Unit des weltweit agierenden Personaldienstleisters ManpowerGroup und hat sich auf die Personalvermittlung in den Bereichen Hotellerie, Gastronomie und Event spezialisiert. „Wir haben derzeit in unserer Unit 1000 Mitarbeiter, die bei uns beschäftigt sind und für kurzfristige oder längerfristige Einsätze in Hotels, Restaurants und im EventBereich eingesetzt werden. Hoteliers und Gastronomen kennen die Problematik von Spitzenzeiten, Krankenständen und kurzfristiger Einsatzplanung, in denen man mehr Personal benötigt. Wir sind österreichweit vertreten und bieten innovative Personalkonzepte“, kommentiert Ronald Österreicher, Director Manpower Hospitality. „Jeder Bewerber muss in der Manpower Akademie eine mehrtägige Schulung absolvieren, um den Qualitätsstandards unserer Kunden gerecht zu werden“, führt Ronald Österreicher weiter aus. Das nächste umfangreiche Großprojekt, bei dem Manpower Hospitality Mitarbeiter bei Site Events und zur Abdeckung von Spitzen in Hotels und Restaurants bereitstellt, ist die Ski-WM 2013 in Schladming. Der Großteil der Mitarbeiter bleibt während der gesamten WM direkt vor Ort oder wird mit Shuttle Bussen aus Graz zu den Mitarbeiter Check In/Check Out Points gebracht. Somit kann das Team von Manpower Hospitality auch während der Ski WM noch kurzfristig auf Personalanfragen reagieren. „Unser Credo lautet: Unmögliches erledigen wir sofort, Wunder dauern etwas länger“, so Ronald Österreicher weiter. Für nähere Informationen zu unseren Dienstleistungen, Anfragen oder Buchungen können Sie uns gerne unter 01-516 76-800 erreichen.

Manpower Hospitality 1010 Wien, Schottenring 12 +43 - 1 - 51676 - 800 www.manpower.at

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24//Saisonverlängerung

Belebende Angebote Kreative Ansätze helfen dabei, Gäste auch abseits der Hauptsaison für einen Besuch zu begeistern. Welche Maßnahmen Touristiker zur Saisonverlängerung treffen, erfahren Sie hier. I N T E R V I E W S // S A B I N A K Ö N I G

JOSEF SCHIRGI Geschäftsführer, Tourismusverband

Als Familien-Wintersportregion lukrieren wir zwei Drittel unserer Nächtigungen in der Wintersaison, in den letzten Jahren konnten wir uns aber auch im Sommer als Urlaubsdestination insbesondere für Familien positionieren. Hier sehen wir auch in Zukunft das größte Wachstumspotenzial: Während Investitionen in den Ski-Winter, beispielsweise neue Schneekanonen, als Standard angesehen werden, erhalten wir etwa mit einem neuen Themenweg im Sommer viel mehr Aufmerksamkeit und können damit auch leichter neue Besucher anwerben. Um den Herbst zu beleben, haben wir seit einigen Jahren den Genussherbst im Programm. So können wir auch unsere Sommersaison verlängern und eine bessere Auslastung erzielen. Wenn die Angebote auch nicht immer direkt rentabel sind, helfen sie uns doch dabei, uns als starke Urlaubsmarke für Familien zu positionieren. Im Winter gilt es, die letzten Wochen der Saison zu beleben: Aufgrund unserer Plateaulage lässt es sich in Serfaus-Fiss-Ladis auch um Ostern noch gut Ski fahren. Hier müssen wir bei unseren Gästen Überzeugungsarbeit leisten und die Pistenlust wach halten, wenn sie zu Hause schon frühlingshafte Temperaturen genießen.

NICOLE WALCH Hoteldirektorin, Hotel Gotthard in Lech am Arlberg

In unserem Betrieb hat die Saisonverlängerung vorrangig personelle Gründe: Durch die Belebung der Sommersaison, die sich jedes Jahr besser entwickelt, können wir kompetentes Personal neun Monate lang beschäftigen und an unseren Betrieb binden. Als Wanderhotel sprechen wir im Sommer vor allem Bewegungsfans an, die ein geprüfter Wanderführer in die Natur begleitet. Mittlerweile freuen wir uns im Sommer über eine Auslastung von rund 55 Prozent – Tendenz steigend. Um diese positive Entwicklung zu verstärken, sind wir beispielsweise auf Ferienmessen in Deutschland und der Schweiz präsent. Nicht zuletzt kommt uns die gute Infrastruktur in der Region zugute, die im Sommer unterschiedliche Aktivitäten erlaubt. So können wir die Gäste im Sommer und Herbst auf das Freizeitangebot in Lech, etwa Fischen, Wandern, Radfahren und Aktivitäten für Kinder, verweisen. Um unsere Sommerund Herbstangebote zu bewerben, setzen wir bei unseren Wintergästen an: Im Winter haben wir einen Bildschirm an der Rezeption, der die idyllische Almlandschaft beispielsweise bei Wanderungen im Sommer zeigt. Damit konnten wir schon so manchen Besucher überraschen und auch für die warme Jahreszeit gewinnen.

MARKUS ANDEXER Geschäftsführer, Grossarler Hof in Großarl

Um den Sommertourismus in der Region zum Herbst hin auszuweiten, beteiligen wir uns am „Bauernherbst“ von SalzburgerLand Tourismus. Das bunte Angebot an Veranstaltungen und Ausflugsmöglichkeiten im Ort schafft zusätzliche Anreize für einen Besuch. Das nutzen wir, indem wir Veranstaltungen wie das Erntedankfest in unsere Pakete einbauen, die sich großen Zuspruchs erfreuen. Im Sommer profitieren wir von den umfassenden Wanderangeboten unserer Region Großarl, dem „Tal der Almen“, das sich durch eine einmalige Dichte an bewirtschafteten Almhütten auszeichnet. So können wir unsere Gäste bei geführten Wanderungen bis in den Herbst hinein beispielsweise zur Schaukäserei begleiten. Für Gäste, die sich um die Wettersicherheit sorgen, halten wir Regenponchos und Schirme parat und bieten eine breite Auswahl an Anwendungen in unserem Wellnessbereich. Seit letztem Jahr beteiligen wir uns auch an der Initiative „Almsommer“, die SalzburgerLand Tourismus ins Leben rief. Da laden wir unsere Gäste zum ursprünglichen, authentischen Almerlebnis etwa beim Genusswandern ein und schnüren spezielle „Almsommer“-Pakete, um zusätzliche Buchungen zu generieren. bu//etin 02-03//2013

Fotos: Peter Hergel, Bezirksblatt Landeck; Wolfgangsee Tourismus Gesellschaft; Grossarler Hof Betrieb GmbH; Koller’s Hotel; pio mars; Foto Pernkopf

Serfaus-Fiss-Ladis


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HUBERT KOLLER Hotelier, Koller’s Hotel am Millstätter See

Fotos: Peter Hergel, Bezirksblatt Landeck; Wolfgangsee Tourismus Gesellschaft; Grossarler Hof Betrieb GmbH; Koller’s Hotel; pio mars; Foto Pernkopf

Da viele Gäste den Millstätter See vorrangig mit sommerlichen Badeerlebnissen assoziieren, hat die Saisonverlängerung für uns als See-Hotel großes Gewicht. Dazu mussten wir erst unseren ursprünglichen Namen, „Strandhotel Koller“, ändern, der sich schlecht mit der Vorstellung vom Winter am See verträgt. Wir machen das Lebensgefühl am Wasser zu jeder Jahreszeit spürbar. Dazu haben wir unsere Wellness-Landschaft vergrößert: Neben dem Saunahaus direkt am Ufer beheizen wir einen Teil des Sees, damit sich die Gäste direkt im Millstätter See im glasklaren Wasser erholen können. Mittlerweile freuen wir uns über eine Auslastung von rund 70 Prozent etwa in den Monaten April, Mai und Oktober und halten unser Haus bis auf wenige Wochen im Jahr geöffnet. Ab April steht unseren Gästen auch noch ein 22 Meter langes Relax-Schiff zur Verfügung, das auf unserem Hausstrand „vor Anker“ liegen wird. In dem beheizten Schiff genießen die Gäste dann auch an kühlen Tagen die Stimmungen des Sees. Die fast durchgehende Beschäftigung hat auch positive Auswirkungen auf die Qualität und die Motivation der Mitarbeiter, die seit einiger Zeit bei uns gleich neben dem Hotel im eigenen Wohnhaus leben. Im Herbst und im Winter kommt uns auch die gute Infrastruktur in der Region zugute, die mit einem breiten Wander-, Mountainbike- und WintersportAngebot für ein buntes Freizeitprogramm sorgt.

INGRID PERNKOPF

HANS WIESER

Hoteldirektorin, Landhotel

Geschäftsführer,

Grünberg in Gmunden

Wolfgangsee Tourismus GmbH

Mit unserer Kochschule haben wir ein Saisonverlängerungsangebot geschaffen, mit dem wir den Trend hin zu regionaler Kulinarik im Urlaub nutzen. Anfangs dienten die Kochkurse dazu, den Winter und das Frühjahr zu beleben, aufgrund der zahlreichen Anfragen zu Kursen in den Sommermonaten halten wir seit letztem Jahr auch im Juli und August Angebote bereit. So können wir mittlerweile auch im Sommer Buchungslücken mit unseren Kursen füllen. Seit wir die Kochschule betreiben, konnten wir durch die zusätzlichen Geschäfts- und Seminargäste unsere Nächtigungen um 15 Prozent steigern. Eine wesentliche Herausforderung bestand darin, uns als Kochschule einen Namen zu machen und Kooperationen anzubahnen. Dabei waren uns die Initiative Genussland Oberösterreich und der Landestourismusverband wertvolle Stützen. Mittlerweile sind wir Mitglieder des Vereins Kreativ Reisen Österreich und profitieren von Kooperationen etwa mit dem WIFI oder Kenwood, die uns Vorteile in der Vermarktung bringen. Die richtige Zielgruppe für das Angebot zu erreichen – das gelang unter anderem mithilfe der Kochbücher sowie mit einigen Fernsehauftritten. Nach ihrem Aufenthalt decken sich die Gäste außerdem gerne mit Kochbüchern und Produkten aus unserer Küche ein.

Mit dem Wolfgangseer Advent wurde vor mittlerweile zehn Jahren ein zweites Standbein in der Wintersaison aufgebaut: Zusammen mit den drei Gemeinden Strobl, St. Wolfgang und St. Gilgen sowie unserer Tourismusorganisation haben heimische Unternehmer ein einmaliges Angebot geschaffen, auf dessen Erfolg wir sehr stolz sind. Schätzungen zufolge haben 2012 rund 300.000 Gäste den Wolfgangseer Advent besucht – doppelt so viele Menschen wie im Jahr 2005. Außerdem konnten wir im letzten Jahr mit dem Advent rund 33.000 Nächtigungen generieren. Während wir anfangs nur von Freitag bis Sonntag geöffnet hatten, bieten wir seit 2008 auch Pakete von Donnerstag bis Sonntag an. So können wir die stark frequentierten Samstage entlasten und bestimmte Zielgruppen – etwa die Senioren – mit zusätzlichen Überraschungsgeschenken für den Donnerstag begeistern. Als Seenregion sind wir außerdem bemüht, möglichst zeitig im Frühjahr in die Saison zu starten. Hier locken wir zusätzliche Gäste durch Vergünstigungen in die Region: Besucher, die sieben Tage in der Region nächtigen, kommen in den Genuss von Gratisleistungen bei einem unserer fünf zentralen Leistungsträger, etwa einen Ausflug mit der Wolfgangsee Schifffahrt oder der Schafbergbahn.

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26//Urlaub am Bauernhof

Lust aufs Land Mit ihrem authentischen Angebot erfüllen die Gastgeber von Urlaub am Bauernhof das Bedürfnis vieler Gäste nach nachhaltigen Erlebnissen im familiären Umfeld. Das bu//etin zeigt, wo der Hahn kräht. T E X T // S A B I N A K Ö N I G

abei sein, wenn die neugeborenen Kälber gefüttert werden, mit der Bäuerin duftende Krapfen backen oder eine Runde mit dem Traktor drehen: Immer mehr Menschen suchen im Urlaub nach ländlicher Gemütlichkeit, intakter Natur und authentischen Erfahrungen – und finden sie bei einem Aufenthalt auf einem Ferien-Bauernhof in Österreich. Als Botschafter des ursprünglichen Lebens, mit einem tiefen Verständnis für Flora und Fauna, profitieren die Gastgeber von Urlaub am Bauernhof mit ihrem Angebot vom Trend hin zu nachhaltigen Reiseerlebnissen.

findet immer größeren Zuspruch: Während 2009 erst 54 Prozent der Österreicher Interesse an einem Aufenthalt am Hof zeigten, Urlaub am Bauernhof in Österreich waren es 2012 bereits 60 Zahlen & Fakten Prozent, wie aus einer Be» 9.895 Betriebe mit Urlaubsangebot und fragung des Instituts für 113.764 Gästebetten Grundlagenforschung her» 500 bis 600 Mio. Euro Umsatz (2010) vorgeht. Besonders groß ist » 2.650 Betriebe mit 34.000 Gästebetten die Lust auf Urlaub am Land im Verband UaB bei den Städtern – allen vo» Durchschnittliche Bettenzahl der Verbandsran bei den Wienern: Etwa mitglieder: 12,5 » 867 Verbandsmitglieder sind online buchbar 70 Prozent bekunden ihre » Online-Buchungsumsatz 2012 (MitgliedsbeBereitschaft zu Hofferien. triebe): 4,0 Mio. Euro (+50 % gegenüber 2011) Auch Menschen über 60 Jah» Täglich durchschnittlich rund 4.000 Besuche re zeigen zunehmendes Inund 10.000 Seitenansichten auf dem UaB-Interteresse an einem Aufenthalt net-Portal (2012) www.urlaubambauernhof.at bei einem der bäuerlichen Quelle: Agrarstrukturerhebung 2010 der Statistik Austria, Gastgeber. UaB-Befragungen und -Statistik 2011/2012, T-MONA 2009 Insgesamt gibt es in Österreich 9.895 Bauernhöfe mit touristischem Angebot, 2.650 davon sind im Verband „Urlaub am Bauernhof in Österreich“ (UaB) organisiert. Wie die Agrarstrukturerhebung der Statistik Austria aus 2010 verrät, wird jeder siebte Tourismusbetrieb bäuerlich geführt. Zwar verringert sich die Zahl der Anbieter aufgrund bu//etin 02-03//2013

des allgemeinen Hofsterbens etwa aus Nachfolgermangel ständig, die verbleibenden UaBMitglieder freuen sich mit 108 Vollbelegstagen pro Jahr und Gästebett – mehr als die Hälfte davon im Sommer – über eine gute Auslastung. Außerdem konnte der Durchschnittsumsatz pro Gästebett seit 1991 fast verdreifacht werden, auf nunmehr 3.142 Euro pro Jahr. Neben den Gästen aus Deutschland, die rund 60 Prozent der Besucher ausmachen, ist Österreich mit etwa einem Drittel der Gäste der zweitwichtigste Herkunftsmarkt für die Agrartouristiker. In Zentraleuropa werden zukünftig die Märkte Ungarn, Tschechien und Polen verstärkt ins Visier genommen: Die Menschen würden das Angebot von Urlaub am Bauernhof aus dem eigenen Land kennen und hätten bereits eine positive Vorstellung vom Produkt, so Hans Embacher, Geschäftsführer des Verbands. URLAUB MIT PERSÖNLICHKEIT Gastfreundschaft

und authentische Atmosphäre sind die Faktoren, die den Reiz am Hofurlaub ausmachen, das geht aus den Befragungen aus T-MONA aus dem Sommer 2011 hervor. „Für die Zeit ihres Aufenthalts gehören die Gäste quasi zur Familie, da baut sich auch eine persönliche Beziehung auf. Mit zahlreichen Besuchern haben sich schon jahrelange Freundschaften entwickelt“,

Foto: Bundesverband Urlaub am Bauernhof

WACHSENDER ZUSPRUCH Urlaub am Bauernhof


26-27_Bauernhof_Bull0113_Layout 1 28.01.13 15:18 Seite 27

//27 suchen sich jene Kanäle aus, über die sie buchbar sein möchten, vermeiden so Doppelbuchungen und behalten einfach den Überblick über die aktuelle Buchungslage. Mittlerweile sind rund ein Drittel der Verbandsmitglieder technisch online buchbar. Wie intensiv die Daten auf den Hofdetailseiten gepflegt werden, ist von Hof zu Hof unterschiedlich.

so „Aicherbauer“ Johann Greischberger, der einen Baby- und Kinderbauernhof in Seeham im SalzburgerLand führt. Nicht durch Zufall sind 70 Prozent seiner Besucher Stammgäste, die meist schon im Voraus ihr Quartier fürs nächste Jahr reservieren und dem Anbieter dadurch Planungssicherheit geben. Im Durchschnitt entfällt bei den UaB-Mitgliedern gut die Hälfte der Nächtigungen auf Stammgäste.

Foto: Bundesverband Urlaub am Bauernhof

BABY-HOF ODER ALMROMANTIK Die

wichtigste Zielgruppe für Urlaub am Bauernhof sind Familien. Die Kleinen finden auf den Höfen einen unendlich großen Erlebnisspielplatz vor, wo sie auf Tuchfühlung mit Huhn und Co gehen können. Immer mehr Eltern würden ihren Kindern laut Embacher auch bewusst etwas vermitteln wollen, beispielsweise Wissen über natürliche Zusammenhänge. So sehen viele Kinder am Bauernhof zum ersten Mal, wie Kartoffeln wachsen und wo die Milch herkommt. Je nach Interesse wählen die Gäste aus unterschiedlichen Themen-Höfen. Von der Almhütte über den Bio-Bauernhof bis hin zum barriere-

freien Hof reicht die Palette, die für viele Zielgruppen Angebote bereithält. „Während Familien mit jungen Mädchen eher einen Aufenthalt auf einem Pferdegestüt wählen, ziehen Paare einen Winzerhof oder einen Kräuterbauern vor“, so Embacher. Auch die Aktivitäten, die sich die Gäste am Bauernhof wünschen, sind laut Greischberger unterschiedlich: Viele würden die Gelegenheit nutzen, bei der Arbeit am Hof mit anzupacken, andere wiederum würden Ruhe und Erholung suchen und wüssten insbesondere die Flexibilität am Hof zu schätzen: „Sie können sich einfach treiben lassen und machen, worauf sie gerade Lust haben“. KLEIN, ABER ONLINE Seit 1998 sind alle UaB-Mitgliedsbetriebe im Internet präsent. Im Vorjahr wurde eine eigenständige Online-Plattform eingeführt, die bereits im ersten Jahr über 1,4 Mio. Besuche verzeichnete. Außerdem nutzen viele Betriebe seither ein neues, in diesem Bereich europaweit einzigartiges Channel-Management, das für viele der Kleinstbetriebe den Zugang zum Online-Markt eröffnet. Die Betriebe

BAUERN ON TOUR In puncto Vermarktung setzt Embacher auf umfassende Kampagnen, um in der Öffentlichkeit kontinuierlich Akzente zu setzen. Dabei nutzt er den Rückenwind von starken Partnern wie der Österreich Werbung (ÖW) und setzt auf Wirtschaftskooperationen sowie Promotion-Aktivitäten, beispielsweise im Zusammenhang mit der Sendung „Der Bergdoktor“ im ORFTV. Auch bei Veranstaltungen wie dem Erntedankfest am Wiener Heldenplatz ist UaB mit an Bord: Dort haben Kinder bei Erlebnisstationen die Gelegenheit, etwa bei einem „Melk-Simulator“ Hand anzulegen oder selbst Brot zu backen. Bei den Marketing-Aktivitäten der Landestourismusorganisationen ist der Verband gern gesehener Partner: So kooperiert beispielsweise Steiermark Tourismus jährlich bei Veranstaltungen wie dem „Steiermarkdorf“ am Wiener Rathausplatz mit UaB und greift für Werbung und Öffentlichkeitsarbeit gerne auf originelle Angebote und Bildmaterial zurück. „UaB steht für authentische Kulinarik, intakte Natur und eine familiäre, wertschätzende Atmosphäre. Das Angebot fügt sich harmonisch in die Markenphilosophie der Steiermark ein“, so Ute Hödl, zuständig für die Unternehmenspresse bei Steiermark Tourismus. In den nächsten Jahren möchte Embacher die Vermarktung bäuerlicher Produkte aus den Bereichen Kulinarik und Handwerk verstärken und auf der Homepage einbinden und damit einen weiteren Schritt in Richtung „Erlebnis ländlicher Raum“ setzen. Über die Plattform sollen Gäste nicht nur den Bauernhof in der gewünschten Umgebung, sondern auch den Weg zum nächsten „Hofladen“ finden. // bu//etin 02-03//2013


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Dem Service verschrieben Birgit Wagner, Vorstandsdirektorin der ÖBB-Personenverkehr AG, will den Service der Bahn weiter verbessern, auch um dem Konkurrenten „Auto“ besser die Stirn bieten zu können. Mit der Managerin sprach das bu//etin über ihre Aufgaben und Pläne. I N T E R V I E W // S U S A N N A G A S S N E R

Bis zu Ihrer Berufung in die Vorstandsetage der ÖBB-Personenverkehr AG waren Immobilien Ihr Metier. Was konnten Sie da in die Sparte Personenverkehr mitnehmen? Birgit Wagner Auch im Immobilienbereich ist Dienstleistung gefragt. Birgit Wagner, geboren Der Kundenfokus ist ent1972 in Wien, begann ihre Laufbahn nach der scheidend. Beim ÖBB-ImMatura 1992 bei Nestlé. mobilienmanagement war Nach ihrer Tätigkeit in ich für die Kunden am einer RechtsanwaltsBahnhof verantwortlich. Im kanzlei wechselte sie zu Personenverkehr arbeiten Nokia Austria, wo sie von wir konsequent an der Ver1995 bis 2000 den Bereich Real Estate Management und Internal Services managte. Danach war besserung des Angebots sie als Leiterin des Kaufmännischen Immobilienfür die Kunden. Die steimanagements der Telekom Austria für die Entwickgenden Fahrgastzahlen lung der Immobilienstrategie, den Aufbau der Hauszeigen, dass wir auf dem verwaltung für alle Telekom-Standorte und den Aufrichtigen Weg sind. bau der dazugehörigen IT-Systeme verantwortlich. 2008 übernahm sie die Geschäftsführung der ÖBBImmobilienmanagement GmbH und verantwortete die Bewirtschaftung aller ÖBB-Gebäude inkl. 1.200 Bahnhöfen und Haltestellen. Seit April 2011 fungiert Wagner als Vorstandsdirektorin der ÖBB-Personenverkehr AG, wobei sie für den Nah-, Regional- und Fernverkehr, Marketing & Vertrieb sowie Personal zuständig ist. bu//etin 02-03//2013

Die ÖBB können es ihren Passagieren kaum recht machen. Wie gehen Sie mit der täglichen Kritik an Fahrplänen, Services etc. – und damit an Ihnen – um?

1,2 Millionen Kunden fahren täglich mit den ÖBB. Wir haben eine Beschwerdequote von rund 0,017 Prozent. Das ist nicht viel, aber jeder unzufriedene Kunde ist einer zu viel. Bei so vielen Fahrgästen kann man es leider nicht allen recht machen. Aber wichtig ist mir, dass wir uns mit jeder kritischen Mitteilung unserer Kunden auseinandersetzen. Unsere jährliche Kundenzufriedenheitsumfrage zeigt, dass unsere Serviceoffensive greift. In Sachen Pünktlichkeit haben wir die Note 1,5 erhalten. Die Freundlichkeit der Zugbegleiter bewerteten unsere Fahrgäste mit 1,7 nach dem Schulnotenprinzip. Eine weitere Bestätigung dafür, dass wir den richtigen Weg einschlagen, sind die steigenden Fahrgastzahlen. Erfreulich sind auch die Ergebnisse einer Eurobarometer-Umfrage aus dem Vorjahr: Der Zufriedenheitsgrad der Österreicher mit der Bahn ist mit 66 Prozent der zweithöchste in der EU. Wenn Sie an Marken aus Ihrer Branche wie die SBB, die DB und andere denken – wie positioniert sich Ihr Unternehmen? Mit der Bahn, dem Postbus und unserem Carsharing-Angebot sind wir DER Mobilitätsdienstleister in Österreich. Wir ermöglichen eine flächendeckende Reise durchs ganze Land von Haustür zu Haustür. Und in der EU sind die ÖBB Spitzenreiter in Sachen Pünktlichkeit.

Fotos: ÖBB, ÖBB/Petra Spiola

bu//etin: Ihre Position birgt viele Herausforderungen. Was betrachten Sie als Ihre wichtigste Aufgabe? Wagner: Mein Team zu motivieren, täglich das Beste zu geben und ständig daran zu arbeiten, noch besser zu werden.


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ÖBB-PERSONENVERKEHR AG » » » » »

Fahrplanauskünfte: 10,5 Mio. monatlich Fernverkehrszüge: 300 täglich Personenwagen: 2.806 Gesamterträge ÖBB-Konzern: rd. 6,1 Mrd. Zahl der Mitarbeiter: rund 2.900 Mitarbeiter

http://personenverkehr.oebb.at

AG, haben wir einen spezialisierten Anbieter für Reisen mit der Bahn – seien es Städtereisen, Bahn-HotelKombinationen oder auch spezielle Themenangebote wie Wintersport oder Wellnessreisen. Zusätzlich sind wir mit unseren Reisebüros am Bahnhof auf 17 Bahnhöfen in Österreich vertreten. Darüber hinaus arbeiten wir mit über 100 Vertriebspartnern zusammen und kooperieren auch eng mit Tourismusverbänden und dem ÖAMTC.

Fotos: ÖBB, ÖBB/Petra Spiola

In welchen Bereichen bzw. bei welchen Zielgruppen sehen Sie noch Potenzial für Ihr Produkt? Bahnfahren liegt zwar im Trend, aber wir sehen noch Potenzial etwa bei Geschäftsreisenden, deren Sensibilität für die Bahn wir stärker wecken müssen. Bei einer Fahrtzeit von zwei Stunden und 22 Minuten von Wien nach Salzburg kann kein Auto mithalten. Und zusätzlich lässt sich die Zeit im Zug noch produktiv nutzen. Hier müssen wir das Bewusstsein schärfen, dass die Bahn eine ausgezeichnete Alternative zum Firmenauto darstellt. Kreieren Sie auch Angebote speziell für Urlauber? Da haben wir bereits einige attraktive Angebote, z. B. den Austria Railpass, mit dem Jugendliche um 92 Euro drei Tage lang Österreich erkunden können oder die Städtereise-Angebote und Wintersport-Kombitickets von ÖBB Rail Tours. In welcher Form kooperieren Sie mit der Reisebranche? Mit den ÖBB Rail Tours, einer Tochtergesellschaft der ÖBB-Personenverkehr

Die ÖBB bedienen sich aller nur möglichen Marketingtools. Welchem Instrument bzw. welchem Marketingmix geben Sie den Vorzug? Wir haben ein breites Angebot für ein breites Publikum und setzen daher auf reichweitenstarke Medien aus Print und TV. Um die junge Zielgruppe zu erreichen, machen wir auch viel im Online-Bereich. Für Spezialangebote ist zielgruppengenaues Marketing wichtig, also ein Mediamix, der zum Produkt und zur jeweiligen Zielgruppe passt. Reisen mit der Bahn gelten als umweltschonend. Ist Nachhaltigkeit tatsächlich Ihr Verkaufsargument schlechthin? Der Umweltschutz ist zweifelsohne ein wichtiges Argument, aber es gibt noch viele andere Gründe, die für die Bahn sprechen, wie Bequemlichkeit oder die Kosten. Denn Bahnfahren ist billiger, als mit dem Pkw zu reisen. Und auch bei der Reisedauer hat die Bahn auf manchen Strecken bereits die Nase vorne, zum Beispiel auf der Route Wien–Linz, die der Zug in einer Stunde und 15 Minuten zurücklegt. Wir müssen die gesamte Mobilitätskette im Auge behalten und dem Gast eine Gesamt-

lösung bieten, sodass er auch die letzten Meter bis zu seinem Ziel mit uns zurücklegen kann – Stichwort Carsharing. Daran arbeiten wir intensiv. Wie beschreiben Sie Ihren Führungsstil? Ich bin sehr klar strukturiert und konsequent bei der Verfolgung meiner Ziele. Den Umgang mit meinen Mitarbeitern würde ich als wertschätzend und respektvoll beschreiben. Schließlich sind sie ja das Kapital des Unternehmens. Was dürfen sich ÖBB-Gäste in naher Zukunft an Innovationen erwarten? Im Vorjahr haben wir einen neuen Online- bzw. Mobile-Ticketshop ins Leben gerufen – das war ein großer Schritt, aber wir wollen noch einen Zahn zulegen, damit der Ticketverkauf auf den digitalen Kanälen noch schneller und einfacher wird. 2015 erhält Wien statt dem früheren Südbahnhof einen neuen Hauptbahnhof: Auf welche Annehmlichkeiten dürfen sich Fahrgäste im Besonderen freuen? Unsere Kunden erwartet ein moderner Verkehrsknotenpunkt, der noch bequemere Bahnreisen ermöglicht. Auf vielen Verbindungen wird das Umsteigen entfallen, wie zum Beispiel auf der Strecke Prag–Graz. Wenn Sie drei Jahre vorausschauen, was wollen Sie dann erreicht haben? Ich wünsche mir, dass in den nächsten Jahren viel mehr Menschen selbstverständlich mit der Bahn fahren und gar nicht mehr darüber nachdenken, ob sie das Auto nehmen sollen. Die Bahn soll fixer Bestandteil der Mobilität für die Österreicher sein. Wo verbringen Sie Ihre Ferien am liebsten? Meine Urlaube verbringe ich am liebsten in Österreich – im Winter beim Skifahren in Tirol und im Sommer an einem der Kärntner Seen. Wenn Sie einen Wunsch frei hätten, ... ... würde ich mir wünschen, dass die Österreicher stolz auf ihre Bahn sind. // bu//etin 02-03//2013


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30//ÖW-Top-Angebote

6TOP-TIPPS

für Ihren persönlichen Gewinn

Produktworkshop

Brasilien begeistern

Nutzen Sie die Gelegenheit, potenziellen Schweizer Gästen über das Informationsportal www.austria.info/ch und durch monatliche E-Newsletter Ihr Angebot vorzustellen.

Treten Sie direkt mit Veranstaltern aus Dänemark und Schweden in Kontakt, wenn die ÖW von 27. bis 29. Mai 2013 rund 18 Reiseveranstalter nach Tirol, ins SalzburgerLand und in die Steiermark bringt.

Die Gäste aus Brasilien sind kaufkräftig, anspruchsvoll in der Unterkunftswahl und entdecken Österreich zunehmend als Urlaubsland für sich. Über Rundfunk, Web und Workshops steigen Sie mit der ÖW-Kampagne in diesen zukunftsträchtigen Markt ein.

IHRE VORTEILE

IHRE VORTEILE

IHRE VORTEILE

» sehr gutes Google-Ranking bei urlaubsrelevanten Begriffen » ansprechende Präsentationen Ihres Angebots im exklusiven Umfeld (eng beschränkte Partneranzahl pro Platzierung und Monat) » monatsweise Schaltungszeiträume für bessere Planbarkeit und Präsenz » der E-Newsletter erreicht über 13.000 Schweizer Abonnenten

» Produktentwicklung gemeinsam mit den Einkäufern » gezielte Angebotsgestaltung durch konkretes Briefing im Vorfeld » individuelle Terminorganisation durch ÖW im Vorfeld » Tourismusverbände können mit bis zu fünf Betrieben an einer der drei Veranstaltungen teilnehmen

» Rundfunkkampagne in São Paulo, Fortaleza und Salvador de Bahia » E-Marketing-Kampagne » Workshopserie in São Paulo, Fortaleza und Salvador de Bahia » Online-Werbung auf www.austria.info/br » Newsletterversand, Famtrips etc.

Buchbar: ganzjährig n. Verfügbarkeit ÖW Zürich, Eva Wallimann Tel.: +41/44/45710-50 eva.wallimann@austria.info

Buchbar: bis 25. Februar 2013 ÖW Kopenhagen, Monika Grinschgl Tel.: +45/3373/0884 monika.grinschgl@austria.info

Teilnahme ab ca. €

bu//etin 02-03//2013

250,–

Teilnahme €

1.600,–

Buchbar: laufend ÖW Madrid, Maria Ledermüller Tel.: +34/91/55957-27 maria.ledermueller@austria.info Teilnahme ab €

500,–

Fotos: www.austria.info/ch, ÖW/Peter Burgstaller (3), Tourismus Salzburg GmbH/Bryan Reinhart, dreamstime.com

Online-Kampagne


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Sie brauchen eine maßgeschneiderte Marketingstrategie für Ihre Region? Eine umfassende PR-Betreuung? Oder Sie interessieren sich für ein Direct Mail an eine ausgewählte Zielgruppe? Greifen Sie zu und maximieren Sie Ihren Erfolg mit den Produkten der Österreich Werbung. Hier einige Top-Angebote, auf www.austriatourism.com finden Sie weitere Top-Tipps.

Fotos: www.austria.info/ch, ÖW/Peter Burgstaller (3), Tourismus Salzburg GmbH/Bryan Reinhart, dreamstime.com

Genusswandern

Großer Web-Auftritt

Wintersport promoten

Die Fortsetzung der letztjährigen Kampagne „Genusswandern im Herbst“ bietet einen crossmedialen Marketingmix, mit dem Sie Ihr Wanderangebot den naturbegeisterten Best Agern in Deutschland schmackhaft machen.

75 Prozent der Araber nutzen das Internet zur Reiseplanung: Mit der Teilnahme an der Online-Sommerkampagne der ÖW Dubai bewerben Sie Ihr Angebot in reichweitenstarken Medien genau im buchungsrelevanten Zeitraum.

Die Wintersaison 2011/12 brachte Österreich fast 5,6 Mio. Nächtigungen niederländischer Schneeurlauber. Als Kampagnen-Partner der ÖW Amsterdam bringen Sie Ihr Angebot dieser sportaffinen Zielgruppe näher.

IHRE VORTEILE

IHRE VORTEILE

IHRE VORTEILE

» maximale Media- und Marktleistung durch Mittelbündelung » mehr als 30 Mio. Reichweite durch Direkt-Mailing, E-Marketing und Medienkooperationen im Printbereich » zeitlich und regional optimal auf die Zielgruppe abgestimmter Marketingmix

» erhöhter Traffic auf der Kampagnenseite durch zusätzliche Bewerbung über Google-AdWords » Laufzeit über sechs Wochen direkt vor und zu Beginn der Buchungsphase » Gewinnspiel auf der arabischen Facebook-Site der ÖW » Übersetzung inklusive

» Kampagnenseite auf www.austria.info/nl » Online-Kampagne, E-Newsletter und Social-Media-PR » Kooperation mit der beliebten Website wintersporters.nl » Print-Schaltungen, Wirtschaftskooperation und Presseaussendungen

Buchbar: bis 31. Mai 2013 ÖW Berlin, Iris Wermescher Tel.: +49/30/219148-13 iris.wermescher@austria.info Teilnahme ab €

6.500,–

Buchbar: bis 15. März 2013 ÖW Dubai, Charlotte Newby Tel.: +971/4/38066311 charlotte.newby@austria.info Teilnahme ab €

850,–

Buchbar: bis 26. April ÖW Amsterdam, Karin van Dam Tel.: +31/20/462 35-03 karin.vandam@austria.info Teilnahme ab €

5.000,– bu//etin 02-03//2013


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MEHR SERVICE, MEHR UMSATZ Mit den Terminals von card complete

card complete bringt österreichischen Gastronomen und Hoteliers jetzt viele neue Gäste ins Haus. Nutzen Sie Ihre Chance auf steigende Umsätze und und werden w werden Sie Akzeptanzpartner von von card complete. Damit sichern Sie sich und Ihren Kunden besten Service durch maßgeschneiderte Zahlungslösungen für Ihren Betrieb. Alle complete Terminal-Lösungen Terminal-Lösungen entsprechen den von von der EU festgelegten SEP SEPAAStandards, sind voll voll EMV-fähig und durch den bereits integrierten NFC-Leser für Kontaktlos-Zahlungen Kontaktlos-Zahlungen bestens gerüstet. Darüber hinaus können Sie Ihr Unternehmen auf unserer exklusiv exklusiven en T Tourismusourismusplattform www.completeurlaub.com www.completeurlaub.com präsentieren präsentieren und sprechen damit zahlreiche nationale und internationale Gäste an. Mit einer Bewerbung Bewerbung in unserem Kundenmagazin “complete“ “complete“ erreichen Sie über 1 Million Leser und potenzielle Kunden. Gerne informieren wir Sie unter T Tel. el. +43 (1) 711 11 – 400, Fax Fax +43 (1) 711 11 – 450 oder per E-Mail: vp@cardcomplete.com www.completeurlaub.com www.completeurlaub.com www.cardcomplete.com www.cardcomplete.com


bulletin Februar/März 2013  

Touristik-Magazin für Praktikerinnen und Praktiker

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