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Konzeption


Das Spiel des Kindes, ist die BrĂźcke zur Wirklichkeit. Bruno Bettelheim US-amerikanischer Psychoanalytiker und Kinderpsychologe Ăśsterreichischer Abstammung.


Die vorliegende Konzeption ist das Ergebnis langer Diskussionen und Überlegungen in unserem Team. Die Überarbeitung unserer Konzeption hat uns angeregt, über unsere Arbeit nachzudenken und pädagogische Zusammenhänge neu zu definieren sowie die vielen positiven Erlebnisse, Erkenntnisse und Fortbildungen aus den vergangenen Jahren bewusst zu machen und in dieser Konzeption neu zu verankern. Wir geben Ihnen damit einen umfassenden Einblick in unsere pädagogische Arbeit. Wenn Sie uns Ihr Kind anvertrauen, dann hat es schon viel bis dahin gelernt.


Vorwort

Ihr Kind lernt bei uns weiter, den ganzen Tag - wenn es mit anderen Kindern Spielsituationen organisiert, wenn es eine Pfütze untersucht, wenn es andere Kinder streiten hört und es lernt natürlich auch, wenn wir Spiele spielen, wenn wir singen, oder wenn wir in den Wald fahren. Wir wissen, dass jeder Mensch vom Anfang seines Lebens an sein. Weltwissen erweitern will - auch wenn die Kinder es noch nicht so nennen. Die Kindergartenzeit bietet tausend Bildungsanlässe, wo jedes Kind seine eigenen Lerngelegenheiten finden kann, darauf schauen wir bei jedem Kind. Wir möchten versuchen die Talente und Stärken eines jeden einzelnen Kindes zu unterstützen. Wir sehen das

Kind zwar mit pädagogisch erfahrenem Blick, aber wir sehen ihr Kind nur einige Stunden an den Wochentagen. In den vielen tausend Stunden seiner Kindheit sind immer wieder Sie, die Eltern, die Geschwister und die Großeltern die ersten Vorbilder und Lehrer. Als Bildungspartner Ihrer Kinder geben Sie Ihrem Kind Fähigkeiten mit, an denen wir im Kindergarten anknüpfen und die wir weiter unterstützen können. Wir können und müssen uns zum Wohle der Kinder gemeinsam auf den Weg machen und einen gemeinsamen Erfahrungsraum bieten, in dem wichtige Merkmale wie „Neugierde, Kreativität, Handlungslernen, Stolz erleben, Selbständigkeit und helfendes Miteinander“ einen großen Stellenwert haben. Diese Konzeption soll dazu beitragen, dass Eltern und Mitarbeiter in gleichem Maße die Verantwor-

tung dafür tragen, dass die Aussagen im Interesse einer entwicklungsunterstützenden Erziehung aller Kinder einen verbindlichen Wert besitzen. Was den Pinguin Kindergarten kennzeichnet, entdecken Sie auf den nächsten Seiten. Die Pädagogischen Mitarbeiterinnen des Pinguin Kindergartens im Sommer 2011


DER PINGUIN

KINDER


GARTEN

Der Auricher Kindergarten Pinguin e.V. wurde im Sommer 1971 auf Initiative von Eltern gegründet, die gleichartige Erziehungsvorstellungen hatten und sich für ihre Kinder eine optimale Betreuung und Förderung wünschten. Ein wichtiger Aspekt war, dass die Kinder nicht einfach zur Betreuung abgegeben wurden, vielmehr wollten die Eltern – und so ist es auch noch heute – selbst regen Anteil am Leben des Kindergartens nehmen.


Pinguine sind gesellige Vögel, die sich zu tausenden an ihren Brutplätzen einfinden. Es gibt große und kleine Pinguine, jedoch eines ist bei allen gleich: Das Ei wird von Weibchen und Männchen gleichermaßen bebrütet, und die Haltung flößt dabei Ehrfurcht ein. Das lebendige und zugleich liebenswürdige Gewimmel der Schwarzfräcke in ihrer eisigen Umwelt übermittelt ein anschauliches Bild von Geselligkeit, engem Beisammensein und gemeinschaftlichem Handeln. So richten die Pinguine für ihre Jungen Kindergärten ein, damit die Kinder nicht erfrieren, wenn die Eltern auf Nahrungssuche sind. Dies mögen die Beweggründe Auricher Eltern gewesen sein – wenn auch nicht unbedingt im Sinne von BremsTierleben, so doch bestimmt zum Wohle der Kinder unter ostfriesischem Himmel – einen Verein von „Pinguinen“ zu gründen und damit den Pinguin Kindergarten aus der Taufe zu heben. Eigeninitiative wurde, soll und muss im Pinguin stets groß geschrieben werden. Nur so sehen wir eine erfolgreiche Kindergartenarbeit gewährleistet.

Der Pinguin Kindergarten e. V. ist ein gemeinnütziger Verein. Er wird aus öffentlichen Mitteln unterstützt. In der Satzung sind Aufgaben und Ziele der Kindergartenarbeit sowie Richtlinien für ihre Verwirklichung festgelegt. Ausschlaggebend für das Leben in unserem Kindergarten sind die pädagogischen Vorstellungen des Kindergartenträgers und der Mitarbeiter, sowie die materiellen Voraussetzungen zur Realisierung dieser Vorstellungen. Die organisatorische Leitung liegt beim Vorstand. Er besteht aus fünf, von Eltern gewählten Mitgliedern. Die pädagogische Leitung obliegt den angestellten Mitarbeitern. Es findet eine enge Zusammenarbeit zwischen den Mitarbeitern und dem Elternbeirat, dem gewählte Eltern aus jeder Gruppe angehören, statt. Der Pinguin – Kindergarten versucht bereits durch die Gestaltung der Räumlichkeiten eine Atmosphäre zu schaffen, in der sich Kinder, Eltern und Mitarbeiter wohl fühlen. In der Kirchdorfer Straße „bewohnen“ die Glitzer- und Wolkengruppe einen Teil eines alten Bürgerhauses, während die Sternen- und Sonnengruppe einen großen Bereich der ehemaligen Kirchdorfer Grundschule für sich nutzen kann.

Jede Gruppe verfügt über mehrere Räumlichkeiten, die miteinander verbunden sind. Diese sind in verschiedene Bereiche aufgeteilt, in denen die Kinder malen, basteln, bauen, frühstücken, spielen, sich ausruhen, verstecken, träumen, schmusen, unbeobachtet sein und beobachten können. Alle Räume haben eine gemütliche, behagliche Atmosphäre. Natürliche Lichtquellen, warme Farben, Verwendung natürlicher Materialien sowie eine bewusst dezente Dekoration tragen dazu bei, dem Auge ein ruhiges Verweilen und Aufnehmen von Farbe und Raum zu ermöglichen. Zum Gruppenbereich gehören ein Waschraum und die Kindertoiletten. Beiden Häusern steht eine Küche zur Verfügung, in der die Gruppen die Möglichkeit haben zu kochen und zu backen. Ein zusätzlicher Ausweichraum in jedem Haus wird von der so genannten Kleingruppe genutzt. Alle Kinder finden auf ihren Spielplätzen nicht nur Spielgeräte und Sandkasten, sondern auch Bäume zum Klettern und Lauben zum Verweilen.


Der Kindergarten


Im Überblick

Organisatorisches / Rahmenbedingungen Die Rahmenbedingungen basieren auf dem Niedersächsischen Kindertagesstättengesetz (KiTaG), dem Kinder- und Jugendhilfegesetz (KJHG) sowie dem Orientierungsplan für Bildung und Erziehung des niedersächsischen Kultusministeriums.

Ferienzeiten Während der Sommerferien ist der Kindergarten zwei Wochen geschlossen, außerdem zwischen Weihnachten und Neujahr. In Absprache mit dem Vorstand werden zusätzlich einzelne Tage bzw. Notdienstzeiten festgelegt.

Aufnahmebedingungen Mit der Anmelde-/Beitrittserklärung können Sie Ihr Kind in unserem Kindergarten anmelden. Entscheidend für die Aufnahme ist ausschließlich die Reihenfolge des Eingangs der Anmeldung. Für beide Häuser wird eine gemeinsame Warteliste geführt. Um das Aufnahmeverfahren transparent zu gestalten, wird die Warteliste im Kindergarten ausgehängt. Es können nicht mehr Kinder aufgenommen werden, als Kindergartenplätze zur Verfügung stehen. Wenn ein Platz frei wird, werden die Eltern der mindestens dreijährigen Kinder entsprechend der Reihenfolge auf der Warteliste telefonisch informiert.

Kindergartenbeitrag Der Kindergartenbeitrag richtet sich nach der Gebührensatzung der Stadt Aurich. Zurzeit ist ein Kindergartenplatz gebührenfrei.

Öffnungszeiten Die Wolken-(Aurich) und die Sternengruppe (Kirchdorf ) haben Montags bis Freitags von 7.30 Uhr bis 13.30 Uhr geöffnet. In der Sonnengruppe in Kirchdorf können die Kinder bis 17 Uhr und in der Glitzergruppe in Aurich von 7.00 Uhr bis 16.00 Uhr betreut werden.

Abmeldung und Kündigung Abmeldungen können mit einer monatlichen Frist zum 1. Februar und 1. August jeden Jahres vorgenommen werden. In begründeten Ausnahmefällen (z.B. Wegzug aus Aurich) kann ein anderer Abmeldezeitpunkt eingeräumt werden. Die Kindergartengruppen Unsere Einrichtung setzt sich aus insgesamt vier Gruppen zusammen, in denen jeweils 25 Kinder vom 3. Lebensjahr bis zum Schuleintritt von pädagogischen Fachkräften betreut werden. Im Auricher Haus an der Kirchdorfer Straße befinden sich die Wolken- sowie die Glitzergruppe. Die Sonnen- und Sternenkinder besuchen den Kindergarten im Ortsteil Kirchdorf.

Das Mitarbeiterteam Unser 12 köpfiges Mitarbeiterteam besteht aus Erzieherinnen sowie Kinderpflegerinnen und Sozialassistentinnen (z. T. mit weiteren Zusatzausbildungen). Jede Mitarbeiterin kann ihre Fähigkeiten, Fertigkeiten, Kenntnisse und Ideen umsetzen, vertiefen und ausbauen und sich durch Fortbildung zusätzlich weiter entwickeln und weiter qualifizieren. Für die pädagogische Arbeit im Kindergarten ist uns eine gute Zusammenarbeit und Organisation wichtig. Deshalb nehmen die Mitarbeiter sich in Team- und Dienstbesprechungen Zeit für die Vorbereitung, gegenseitige Absprachen und Anregungen sowie für die Planung der Arbeit. Außerdem finden regelmäßige Reflexionen im Team statt, um die Arbeit noch zu verbessern. Das gemeinsame Miteinander spielt für uns eine bedeutende Rolle. Zu unserem Team gehören zusätzlich 3 Reinigungskräfte sowie Zusatzkräfte für den Küchenbereich und zur Unterstützung im Gruppenbereich. Als Ausbildungsbetrieb fühlen wir uns verpflichtet, Praktikant/ Innen von Fachschulen und Praktikant/Innen im sozialen Jahr die Möglichkeit zu geben, bei uns Kindergartenarbeit kennen zu lernen.


Der Kindergarten muss ein Ort sein, wo die Achtung und die Anerkennung auf das Kind überfließen. Jedes Kind ist einzigartig – einzigartig in seiner Art, in seinem Handeln, in seinem Verhalten und in seinen verschiedenen Stärken und Bedürfnissen. Einige Kinder brauchen Unterstützung und Anleitung, andere hingegen wollen alles selbständig ausprobieren. Das Kind ist Gestalter seiner Entwicklung. Es bildet sich selbst in seinem eigenen Tempo, lernt durch Ausprobieren, erfasst, erforscht und begreift neugierig seine Umwelt. Jedes Kind hat seine eigene Art sich auszu-

drücken –mit Kopf, Herz und Körper. Kinder lernen jenseits von uns - nicht wann und wie wir es wollen. Sie entwickeln ihr Wissen selbständig nach ihren Bedürfnissen und Vorbildern und mit anderen Kindern. Das Kind ist Akteur seiner eigenen Entwicklung. Kinder sind Forscher! Sie sind neugierig, experimentierfreudig und einfallsreich. Kinder lernen von Anfang an und ständig. Sie erweitern ihr Wissen und ihre Fähigkeit kontinuierlich ganz nebenbei und selbstverständlich in ihrem Alltag. Mit allen Sinnen begreifen, erforschen und erfahren sie ihre Welt und gewinnen so wertvolle Erkenntnisse. Mit jedem Auspro-

bieren und allen vergewissernden Wiederholungen machen Kinder Erfahrungen, die sie in ihren Erkenntnissen bestätigen oder ihnen neue Erkenntnisse ermöglichen. Die Selbstwahrnehmung ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für Selbstachtung, Lernen und Entwicklung. In allen Situationen des Kindergartenalltags gilt für uns der Grundsatz: Fähigkeiten der Kinder wahrnehmen und ihre Stärken stärken. Ein Kind ohne Stärken und Fähigkeiten gibt es nicht! Diese zu fördern heißt auch seine Schwächen zu kompensieren.


Bild vom Kind


Ein Kind ist nicht eins auf der Welt, es sind viele Kinder, viel Einmaligkeit, viel Zukunft, es braucht ihm zugewandte Menschen, die es erblicken, als groĂ&#x;artig und seelenstark. Elke Thierling-Hellweg


Rolle der pädagogischen Mitarbeiter

Wir wollen die Kinder nicht beschäftigen, sondern wollen herausfinden, was sie beschäftigt.

in ihrer Lernfreude gebremst und ihr Selbstwertgefühl wird geschwächt.

Leider ist die Vorstellung noch immer weit verbreitet, dass Kinder am besten lernen, wenn Erwachsene ihnen etwas beibringen, vorführen und erklären, wenn sie Kinder anleiten und lenken, instruieren und unterrichten.

Nach unserem Verständnis bedarf es einer neuen Professionalität an der Haltung und am Selbstverständnis der Menschen, die mit Kindern arbeiten.

Detaillierte Arbeitsschritte werden vorgegeben, damit Kinder möglichst schnell übernehmen, was Erwachsene wissen und können. Diese Sichtweise geht davon aus, dass Kinder selbstverständlich das lernen, was Erwachsene sie lehren. Sie ignoriert, was die Kinder selbst bereits gelernt haben, können und lernen wollen. Kinder, die erleben, dass ihr Lernwille nicht ernst genommen wird, werden

Wir sind uns dieser Verantwortung bewusst und mü sen unsere Handlungen und unser Tun immer wieder reflektieren, überdenken und neu gestalten, um den Ansprüchen und Bedürfnissen des einzelnen Kindes gerecht zu werden. Dabei ist die Beobachtung des einzelnen Kindes und der Dokumentation ihrer Arbeitsprozesse ein unbedingtes Muss für die Pinguin-Mitarbeiter.

Erst dadurch ist es möglich, die Gefühle, Wahrnehmungen, Gedanken und Deutungserkenntnisse der Kinder zu erfassen. Die Betreuer sind nicht in der Rolle des Wissenden oder Lehrenden, sondern sie bewegen sich mit den Kindern in einem gemeinsam getragenen Erfahrungs- und Kommunikationsprozess. Das Kind muss die von uns wieder zu entdeckende Fähigkeit zum Staunen spüren; es muss unsere Verblüffung erleben können. Wir schaffen Räume und Gelegenheiten, die Bildungsprozesse, neugieriges, forschendes Lernen und Experimentieren zulassen.


Die Eltern sind in jedem Fall die wichtigsten Bezugspersonen der Kinder. Sie prägen die kindliche Entwicklung in hohem Maße, vermitteln Kompetenzen, Einstellungen und Werte. Darum ist auch eine enge Zusammenarbeit mit den Eltern ein wichtiger Bestandteil der pädagogischen Arbeit im Kindergarten. Unser Fachwissen bewerten wir nicht höher als das Erfahrungswissen der Eltern. Wir begegnen den Eltern mit Offenheit, d. h. wir wollen sie nicht ändern, sondern ihnen mit Wertschätzung und Respekt begegnen, sie freundlich, umfassend und verständlich informieren und sie als Gesprächspartner gewinnen und in Entscheidungsprozesse einbeziehen. Wir wünschen uns eine intensive Zusammenarbeit zwischen Familie und Kindergarten. An Elternsprechtagen oder bei eigens vereinbarten Terminen können wir (Eltern und Mitarbeiter) uns über die aktuelle Situation im Kindergarten oder zu Hause, über die Entwicklung, das Erleben und Verhalten des eige-

nen Kindes austauschen und so einen gemeinsamen Weg für eine optimale Betreuung und Förderung des Kindes finden. Um sich selbst ein Bild von der Arbeit in der Gruppe machen zu können, begrüßen wir es, wenn sich Eltern oder gerne auch Großeltern mehrere Tage Zeit nehmen und in der Gruppe hospitieren. Mehrmals im Jahr finden Elternabende statt – je nach Thematik als Gruppen- oder Gesamtelternabend. Der Pinguin Kindergarten ist ein Elternverein und alle Eltern sollten daher an der einmal jährlich stattfindenden Hauptversammlung im Herbst teilnehmen. An dem Abend wird u. a. der Vorstand des Kindergartens gewählt, geschäftliche Dinge erörtert, ein Jahresbericht der pädagogische Arbeit gegeben oder über vorher benannte Themen diskutiert. Dem Elternbeirat messen wir eine große Bedeutung zu. Ihm gehören Eltern aus jeder Gruppe an. Der Beirat tagt regelmäßig, greift dabei Themen des Kindergar-

tens auf, vermittelt, gibt Anregungen, erarbeitet und wertet Elternbefragungen aus. Bei Schwerpunktthemen lädt der Beirat Referenten ein, zu dem auch die Gesamtelternschaft herzlich willkommen ist. Da wir ein Kindergarten sind, der auf Elterninitiative aufgebaut ist, müssen alle Eltern ihre Arbeitskraft zum Wohle der Kinder einsetzen. Bei handwerklichen Tätigkeiten, wie das Reparieren von Spielsachen, Streichen der Räume, Sand in den Sandkasten fahren, aber auch Vorhänge nähen und Gartenarbeiten ist Ihre Hilfe gefragt. Ein Vereinsleben beinhaltet aber auch gemeinsames fröhliches Miteinander. Der Festausschuss plant deshalb gemeinsame Unternehmungen wie eine Fahrradtour mit Kindern und Eltern, eine Spielolympiade, ein Sommerfest für Eltern u. v. m. außerdem unterstützt er die Mitarbeiter bei der Vorbereitung besonderer Anlässe wie z. B. dem Jubiläum des Kindergartens.


Elternarbeit


Nach vielen Jahren traditioneller Kindergartenarbeit mit exakt ausgearbeiteten Wochenplänen hatte sich das situationsorientierte Arbeiten in den 80er- Jahren auch in unseren Häusern durchgesetzt und bei den Eltern Verständnis gefunden. Zusätzlich nahmen wir Elemente aus der Waldorf-Pädagogik in unsere Konzeption mit auf. Nach einer intensiven Analyse des Kindseins heute, der Lebenssituation der Eltern und Kinder, für die das Team sich viel Zeit nahm, entwickelten wir neue, erweiterte Zielsetzungen für die Arbeit in unseren Häusern. Wir nennen diese Form „halb offene Gruppen im Rahmen des situationsorientierten Ansatzes mit Elementen aus der Waldorf- und Reggio - Pädagogik. Beim situationsorientierten Ansatz werden aktuelle Anlässe, Themen und Befindlichkeiten der Kinder aufgegriffen. Diese finden sich in verschiedenen Angeboten wieder, die die Kinder aktiv mitgestalten.

Der zeitliche Rahmen richtet sich nach dem Interesse der Kinder und der Zielsetzung des Projektes. Eine Erweiterung hierzu ist die Reggio – Pädagogik. Die Erzieherinnen entwickeln dabei gemeinsam mit den Kindern Bildungsanlässe. Sie vertrauen auf die kindlichen Kompetenzen und ermutigen die Kinder zu eigenen Lernprozessen. Sie vermitteln kein Wissen, sondern schaffen Räume und Gelegenheiten, die Bildungsprozesse, neugieriges, forschendes Lernen und Experimentieren zulassen. Den Kindern stehen Ateliers und Lernwerkstätten zur Verfügung, ebenso wie Begegnungsstätten. Dabei gilt der „Raum als 3. Erzieher“. So finden die Kinder in der „Forscherwerkstatt“ z. B. Gläser, Glasschüsseln, Pipetten, Lebensmittel, Backpulver, Essig um alltägliche naturwissenschaftliche Experimente durchzuführen.


Bildungsschwerpunkte

Naturphänomene spielen sich überall ab und faszinieren schon Kinder. Wir versuchen gemeinsam Antworten auf Fragen zu finden wie z. B. „Warum fallen alle Dinge nach unten? Warum sind Seifenblasen rund und warum schweben sie?“ Die Wissbegier und der Forscherdrang der Kinder werden in der Lernwerkstatt durch angeleitetes Experimentieren befriedigt. Scheinbar unerklärliche Fragen werden auf leicht verständliche und überraschende Art und Weise erklärt. So gibt es u. a. auch noch die Kreativwerkstatt, die Wortwerkstatt, Rollenspiel- und /Theaterwerkstatt und andere mehr. Diese können sich aber auch jederzeit nach Interessenlage der Kinder verändern. Ein umfangreiches Materialangebot ist ein wichtiger Bestandteil in der Gestaltung der Räumlichkeiten. Hier

bei achten wir darauf, die verschiedensten Materialien mit einem auffordernden Charakter anzubieten, damit das Interesse der Kinder geweckt wird und ein eigenständiges, selbst bestimmtes Arbeiten möglich ist. Aus der Waldorfpädagogik haben wir die Einzigartigkeit von Naturmaterialien und das Spielen damit sowie das Erzählen und Erleben von Geschichten mit übernommen. Wir öffnen unsere Gruppen behutsam. Das heißt nicht, dass wir offene Gruppen haben. Bei uns erfährt das Kind zunächst in seiner Gruppe Geborgenheit, Zugehörigkeit und Sicherheit innerhalb seiner Räumlichkeiten und bei seinen Erzieherinnen. Der Kindergarten öffnet sich im Laufe des Jahres immer mehr für die Kinder. So lernen sie das Leben im Kindergarten (mit den verschiedenen Angeboten) Schritt für Schritt kennen.


Der Kindergarten in Aurich ist von 7:00 bis 16:00 Uhr, und in Kirchdorf von 07:30 bis 17:00 Uhr geöffnet. Die Kinder sollten in der so genannten Kernzeit von 9.00 Uhr bis 12.00 Uhr im Kindergarten sein, damit sich in der Gemeinschaft aller ein Gruppengefühl entwickeln kann. Die morgendliche Begrüßung ist ein wichtiges Einstiegsritual. Wir vermitteln den Kindern das Gefühl gesehen und angenommen zu werden – und die Betreuer können oftmals schon erkennen, ob ein Kind z.B. Einstiegsschwierigkeiten hat und Hilfestellung benötigt.

Der Kindergartenalltag beginnt mit dem Freispiel, d. h. die Kinder spielen mit den vielfältig bereitstehenden Spielmaterialien. Um 9.00 Uhr ist der Begrüßungskreis für alle Kinder, die Spaß am Singen an Finger-, Klatschund Bewegungsspielen haben. Alle Mitarbeiter nehmen an dem Kreis teil und natürlich sind die Eltern zum Mitsingen und Mittun herzlich eingeladen. (so haben die Eltern die Möglichkeit, Lieder und Spiele „hautnah“ mitzuerleben und zu erlernen). Nach dem Kreis haben die Kinder die Möglichkeit sich in allen Räumen „ihr“ Angebot auszusuchen. Sie können in der Cafeteria frühstücken, können in der Theaterwerkstatt Alltagssituationen nachspielen, Theateraufführungen machen, Geschichten erzählen, sich verkleiden und schminken.

Bei diesem intensiven Tun verarbeiten die Kinder oft Erlebtes. Mit Kreativität und Phantasie entwickeln sie neue Spiele und erproben eigene Fähigkeiten und Fertigkeiten. Dabei erfahren und lernen die Kinder Verantwortung für sich selbst und andere zu übernehmen, eigene Gefühle wahrzunehmen, auszudrücken und eigene und andere Grenzen kennen zu lernen. Themen und jahreszeitlich bezogene Angebote haben ihren festen Platz im Ablauf des Vormittages. An bestimmten Tagen werden in den Werkstätten gesondert Angebote mit einem thematischen Schwerpunkt gemacht. Eine Regel für diese Zeit ist: Die Kinder verlassen ihren Spiel- und Arbeitsbereich immer wieder aufgeräumt.


Tagesstruktur

Sie können aber auch im Nähstübchen mit Nadel, Farn, Wolle, Stoffen und Filz arbeiten. Im Atelier werden Kreativangebote gemacht, während in der Forscherecke eher experimentiert und geforscht wird. Für Kinder, die gerne bauen, konstruieren, Statik erforschen, Pläne erstellen oder Größenvergleiche herstellen wollen, steht ein großer Baubereich zur Verfügung. Auch der Küchenbereich bietet die Möglichkeit zum Backen und Kochen. Holz, Nägel, Sägen, Bohrer und mehr sind die Utensilien, die die Kinder in der Holzwerkstatt vorfinden. Es besteht aber auch das Angebot, im Außenbereich die Spiel- und Erfahrungsmöglichkeiten zu nutzen. Eine Wortwerkstatt (in der nicht nur Buchstaben, sondern auch das Auseinandersetzen mit Büchern, Gedichten und Bildern stattfindet) ist auch in den Kindergärten zu finden.

Etwa ab 11.15 Uhr treffen sich alle Kinder zum Kinderparlament. Schwerpunkte sind hier die Friedenserziehung durch Mitbestimmung und Verantwortung. D. h. die Kinder lernen hier, anderen zuzuhören, eigene Bedürfnisse zu äußern, Ideen und Wünsche konkret auszudrücken, Konflikte konstruktiv zu bearbeiten, Mehrheitsbeschlüsse zu akzeptieren, Absprachen einzuhalten, sich gegenseitig an Regeln und Absprachen zu erinnern, die Entstehung von Projekten mitzutragen und die Sprachfähigkeit zu erweitern. Diese täglichen Kinderkonferenzen werden protokolliert und ausgewertet. Auch von den Projekten werden größere oder kleine Dokumentationen erstellt. Wir veröffentlichen diese an den „sprechenden Wänden“ und in den PortfolioOrdnern. Während die Halbtagskinder nach Hause ge-

hen, beginnt für die Ganztagskinder die Mittagszeit. Um 12.45 Uhr gibt es ein gemeinsames Mittagessen. Die jüngeren Kinder haben nach dem Essen die Möglichkeit einen Mittagsschlaf zu halten, denn der Vormittag ist gerade für die jüngeren Kinder sehr anstrengend. Auch die älteren Kinder können diese Ruhezeit für sich nutzen, indem sie z. B. mit einer Betreuerin ein Bilderbuch anschauen. Später können die Kinder alle Räumlichkeiten aufzusuchen – zum freien Spiel oder für bestimmte Aktivitäten. Oftmals werden die Nachmittage aber auch für Unternehmungen wie z. B. Bücherei- und Schwimmbadbesuche und anderes genutzt.


Akzente im Jahresablauf

Das Kindergartenjahr beginnt in der Regel im August eines jeden Jahres. Das Miterleben des Jahres mit seinen Jahreszeiten bekommt seine besonderen Akzente durch wiederkehrende Rituale und gemeinsam erlebte Jahresfeste. In den ersten Wochen des neuen Kindergartenjahres findet für die Eltern der erste Elternabend statt. Neben den Gruppeninformationen stehen das Kennen lernen der anderen Eltern und die Wahl der Ausschussmitglieder im Mittelpunkt. Für die Kinder bedeuten die ersten Wochen ein Einleben in den Kindergartenalltag, denn immer hat sich auch für die älteren Kinder etwas verändert – es sind neue Kinder hinzugekommen, vertraute Kinder sind eingeschult. Die Regeln müssen neu überdacht und der Situation entsprechend verändert werden, ein Neuanfang für alle. Mitte September nutzen wir die setzten Sonnenstrahlen oder auch warmen Regentropfen, um den Wald in seiner wunderschönen Herbstfärbung zu erkunden. Natürlich ist auch das christliche Erntedankfest ein fester Bestandteil der Herbstzeit. Es wird in einem Jahr als

gemeinsames Fest mit den Eltern und im nächsten Jahr als Gruppenfest der Kinder gefeiert. Den Übergang von der Herbstzeit zur Weihnachts-/Winterzeit bildet die Laternenzeit. Lieder, die vorher im Begrüßungskreis gesungen wurden, werden bei Anbruch der Dunkelheit mit selbst gebastelten Laternen auf Straßen und Wegen gesungen, dazu treffen wir uns an einem Abend vor dem eigentlichen Martinsfest. Jedes zweite Jahr legen wir den Schwerpunkt des Laternelaufens darauf, anderen mit unserem Singen eine Freude zu bereiten. Das kann z.B. ein Besuch im Krankenhaus oder Altenwohnheim sein. In der Weihnachtszeit setzen wir traditionell besondere Akzente. Das Haus wird festlich geschmückt und als Hauptthema begleitet uns eine Weihnachtsgeschichte, die wir zunächst den Eltern auf einem „Klönabend“ vorstellen. Im Adventskalender finden die Kinder Utensilien, um die Geschichte später selber erzählen oder vorspielen zu können. Unsere Weihnachtsfeiern finden abwechselnd in dem einen Jahr mit Eltern, Großeltern und Freunden und im darauf folgenden Jahr auch nur

mit den Kindern in der Gruppe statt. Der erste Höhepunkt im neuen Jahr ist die Übernachtung. Dann dürfen alle Kinder (die wollen) eine Nacht im Kindergarten schlafen.Unser Faschingsfest im Februar ist oftmals unter ein bestimmtes Motto gestellt und alle zwei Jahre feiern Eltern und Kinder eine große Faschingsparty. Der Frühling wird eingeläutet mit der Osterzeit und dessen Traditionen. Natürlich fahren wir dann auch wieder eine Woche in den Wald, um die erwachende Natur zu erleben. Auf einen interessanten und informativen Elternabend in dieser Zeit dürfen sich schon alle freuen. Mit dem beginnenden Sommer stehen ganz besonders die ältesten Kinder im Mittelpunkt. Ihre Kindergartenzeit wird bald von der Schulzeit abgelöst. Neben der dreitägigen Jugendherbergsfahrt bildet das Abschlussfest den krönenden Abschluss der Kindergartenzeit. Dabei steht das Projekt des letzten Jahres im Mittelpunkt.


Waldwoche Zweimal im Jahr (Frühjahr und Herbst) verlegen wir unsere Kindergartenzeit für 5 Tage in den Wald. Der Wald ist für Kinder ein Abenteuerspielplatz der besonderen Art, er bietet viel Raum für ihre Bewegungs- und Entdeckerfreude. Hier werden Dinge entdeckt, die einem vorher nicht unbedingt aufgefallen sind – wie das Rauschen der Blätter im Wind oder ein kleiner Käfer, der plötzlich über den Stiefel huscht. An den Waldtagen werden die Kinder mit Situationen konfrontiert, die für sie ungewohnt oder sogar neu sind. Ein steiler Hang, herumliegende Äste oder auch der unebene Waldboden mit vielen Baumwurzeln stellen für die Kinder eine Herausforderung da. Das Kind testet seine Möglichkeiten und schult seine motorischen Fähigkeiten. Auch das Spielen ohne vorgefertigtes Spielmaterial regt die Kreativität und Fantasie der Kinder an. So wird eine Eichel zu einem kleinen Zwerg und ein Stück Baumrinde zu einem Schiff. Manchmal werden in der Waldwoche aber große Projekte geplant und durchgeführt. Eine Höhle für eine kleine Gruppe aus „Waldmaterial“ zu bauen, ist schon eine Herausforderung; Pilze von einem Opa erklärt zu bekommen und sich selber auf Entdeckerreise – ausgerüstet mit einem Handbuch für Pilzsammler, einer Lupe, einem Messer und einem Korb – zu begeben, ist spannend für alle Beteiligten. Haben wir Ihre Neugierde geweckt? Wir freuen uns über eine aktive Unterstützung in dieser Zeit.


Besonderheiten im Kindergarten

Kleingruppe Um den erweiterten Wissensdrang der 5-7 jährigen Kinder gerecht zu werden, gibt es im Pinguin-Kindergarten die sogen. Kleingruppe. Für die Kinder ist das letzte Jahr im Kindergarten eine besondere Zeit – verheißungsvoll und aufregend zugleich. Die Betreuer unterstützen die Erwartungsfreude der Kinder und stärken die Gewissheit, auf einem spannenden Weg ins Schulleben zu sein. Das letzte Kindergartenjahr mit seinen besonderen Angeboten bietet den Kindern Gelegenheit, mehr Beständigkeit beim Arbeiten hinzu zu gewinnen. Unmerklich werden sie bei Projekten zum genaueren Benennen und zum Sprechen in größeren Gedankenbögen angehalten. Kinder schätzen es, wenn die Anforderungen höher werden, obwohl auch dieses immer spielerisch geschieht.

Der Fachbegriff „Erfahrungsorientiertes Lernen“ umfasst dieses Ziel. Es werden Themen befahrbar gemacht, die die Kinder in dem jeweiligen Jahr interessiert. So hatten wir z. B schon ein Zirkusprojekt, Mittelalterliche Zeiten, Unterwasserwelten und Künstlermenschen. Sie sehen wie vielfältig und unterschiedlich das Thema eines Jahres sein kann. Während der Projekte versuchen wir auch Einrichtungen (zum Thema passend) zu besuchen oder uns „Experten“ in den Kindergarten zu holen. Um den Kindern einen möglichst nahtlosen Übergang vom Kindergarten in die Grundschule zu ermöglichen, ist eine gute Zusammenarbeit zwischen beiden Einrichtungen erforderlich. Der Pinguin-Kindergarten gehört dem Arbeitskreis Schule-Kindergarten an. Wir waren mit einer der ersten Kindergärten in Niedersachsen, die an dem Modellpro-

jekt „Brückenjahr“ vom Niedersächsischen Kultusministerium teilgenommen haben. Zu unserem Einzugsbereich gehören sechs Grundschulen. Gegenseitige Besuche, Erfahrungsaustausch, Informationen, gemeinsame Fortbildungen und Hospitationen werden angeregt und durchgeführt. Musikgruppe Einmal in der Woche steht das Singen bei uns besonders im Vordergrund. Nicht nur im Begrüßungskreis wird gesungen, sondern zusätzlich kommt eine musikalische Fachkraft zu uns in die Einrichtung. Mit den „Chorkindern“ werden neue Lieder und Bewegungsspiele, aber auch Atemtechniken eingeübt – oftmals mit Hinzunahme von Musikinstrumenten. Der Deutsche Chorverband hat uns in diesem Jahr zum 2. Mal für unser musikalisches Wirken ausgezeichnet.


A Abholerlaubnis: Wir brauchen eine Abholerlaubnis von den Eltern, wenn die Kinder von einer anderen Person abgeholt werden.

D Durst / Getränke: Die Kinder können zum Frühstück Apfelsaft, Milch / Kakao oder Tee trinken. Das Saftgeld wird am Monatsende in der Gruppe abgerechnet

Anfang / Eingewöhnung: Aller Anfang ist schwer – geben Sie Ihrem Kind Zeit !

E Elternabende: Mehrere feste Elternabende finden bei uns im Kindergartenjahr statt.

Arbeitsstunden: Pro Familie werden sechs Arbeitssunden pro Kindergartenjahr abgeleistet. Bei Alleinerziehenden reduziert sich die Stundenzahl auf drei Stunden. Attest / Krankheit: Sollte Ihr Kind krank sein, sagen Sie bitte im Kindergarten Bescheid. Nach Beendigung einer Infektionskrankheit ( z.B. Windpocken ) muss ein ärztliches Attest vorgelegt werden. B Beitrag / Gebühren: Die Kindergartenbeiträge für Regelkindergärten richten sich nach der Gebührenstaffelung der Stadt Aurich. Zurzeit ist ein Kindergarten gebührenfrei. Blickkontakt: Beim Bringen und Abholen Ihres Kindes sollten Sie mindestens mit einer Betreuerin Kontakt oder Blickkontakt aufnehmen. So wissen wir, dass Ihr Kind jetzt da ist und Sie wissen, dass wir es nun im Auge behalten.

Entwicklungsgespräche: Mehrmals im Jahr finden Entwicklungsgespräche statt, bei denen wir uns mit Ihnen über den Entwicklungsstand Ihres Kindes austauschen. Natürlich stehen wir außerdem jederzeit für Gespräche zur Verfügung. F Förderverein: Der Pinguin Kindergarten ist ein eingetragener Verein. Ihm angeschlossen ist ein Förderverein, dem Sie beitreten sollten, dann können Sie zusätzlich die Arbeit des Kindergartens unterstützen. G Gleitendes Frühstück: Die Kinder haben bei uns die Möglichkeit, morgens zu einem selbstgewählten Zeitpunkt in gemütlicher Runde mit ihren Freunden zu frühstücken. Ihr Kind bekommt täglich ein Frühstück von Ihnen mit. Achten Sie auf ein gesundes Frühstück, Süßigkeiten (auch die Milchschnitte) gehören nicht dazu. Ganztagsgruppe: In der Sonnengruppe in Kirchdorf können die Kinder ganztags von 7.30 bis 17.00 Uhr be-

treut werden, in der Glitzergruppe in Aurich von 7.00 bis 16.00 Uhr. H Hauptversammlung: Im Herbst findet für alle Mitglieder des Kindergartens die Jahreshauptversammlung statt. Haus der kleinen Forscher: Die Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ fördert bundesweit frühkindliche Bildung in den Bereichen Naturwissenschaften und Technik. Ihr Ziel ist es, bereits bei Drei – Sechsjährigen die Neugier auf alltägliche naturwissenschaftliche Phänomene zu fördern und ihnen die Möglichkeit zu geben, beim Experimentieren selbst Antworten zu finden. Unser Kindergarten hat eine Auszeichnung erlangt und darf sich seit August 2010 „Haus der kleinen Forscher“ nennen. I Internet: Im Internet unter www.aurichkiga.de können Sie alles über unseren Kindergarten erfahren. Impfbuchkopien: Wenn das Kind neu in den Kindergarten kommt benötigen wir von Ihnen die Kopie des Impfausweises. J Jugendherbergsfahrt: Zum Ende des Kindergartenjahres fahren wir mit den Kindern, die nach den Sommerferien in die Schule kommen, für drei Tage in die Jugendherberge.


Kindergarten ABC K Kennzeichnung: Um Verwechslungen zu vermeiden, kennzeichnen Sie bitte alle Kleidungsstücke (Buddelhose, Stiefel. Schuhe) Ihres Kindes mit Namen. L Lernwerkstatt: In der Lernwerkstatt haben die Kinder die Möglichkeit ihren Interessen nachzugehen und spezielle Angebote zu nutzen, wie z.B. Experimentieren, Theaterspielen oder künstlerisches Gestalten. Läuse: Die Läuse sind überall im Vormarsch. Sollte Ihr Kind Läuse haben, informieren Sie uns bitte umgehend. Bitte bringen Sie nach der Behandlung eine ärztliche Bescheinigung mit, dass Ihr Kind Läuse - und Nissenfrei ist. M Müllvermeidung: Wir möchten Müll vermeiden. Ein geschmiertes Frühstücksbrot in der Brotdose ist umweltfreundlicher als ein Brötchen in der Tüte.

wird täglich auf dem Frühstückstisch für alle Kinder angeboten.

rung, die uns berechtigt, im Notfall zu handel (Krankenhaus u.ä.)

P Pinnwand: An den Pinnwänden hängen Informationen zum Kindergarten (Warteliste, Informationen des Vorstandes, der Ausschüsse, der einzelnen

W Waldwoche: Um die Jahreszeiten in ihren Farben und die Natur intensiv zu erleben, fahren wir zweimal im Jahr (Frühling und Herbst) für eine Woche täglich in den Wald.

S Satzung: In der Satzung des Kindergartens sind die rechtlichen Rahmenbedingungen des Vereins festgelegt. Schwimmen: In den Herbst/Wintermonaten hat der Kindergarten die Möglichkeit im vierzehntägigen Rhythmus ins Hallenbad zu gehen. Dazu ist Ihre Begleitung und Unterstützung notwendig. T Trockensein: Ein Kind, das allein zur Toilette geht, ist klasse. Aber auch ein Kind mit Windeln ist willkommen

N Notdienst: In den Oster – und Herbstferien bieten wir einen Notdienst an, zu dem Sie Ihr Kind anmelden können.

U Übernachtung im Kindergarten: Im Januar dürfen alle Kinder (die sich trauen) eine Nacht im Kindergarten schlafen. Das ist für alle sehr aufregend und spannend…

O Obst: Zweimal jährlich bringt jede Familie einen gefüllten Obst- und Gemüsekorb mit. Das Obst und Gemüse

V Vollmacht: Wenn das Kind neu in den Kindergarten kommt, benötigen wir von ihnen eine Vollmachtserklä-

Warteliste: Die aktuelle Warteliste der Anmeldungen hängt an unserer Pinnwand. Entscheidend für die Aufnahme ist ausschließlich die Reihenfolge des Eingangs der Anmeldungen. Wetter: Da wir mit den Kindern nach Möglichkeit jeden Tag und bei jedem Wetter nach draußen gehen, brauchen die Kinder entsprechende Kleidung (von der Buddelhose bis zu den Stiefeln). Z Zähneputzen: Die tägliche Zahnpflege gehört zu den festen Gewohnheiten nach dem Essen! Die Zahnärztin besucht uns einmal im Jahr im Kindergarten.


Öffentlichkeitsarbeit und Netzwerke: Es ist uns wichtig, die vielschichtige pädagogische Arbeit unserer Einrichtung nicht nur für die Kindergarteneltern transparent zu machen, sondern auch für die Öffentlichkeit. Dies geschieht zunächst durch unsere Konzeption. Doch wir möchten durch aktive Öffentlichkeitsarbeit ein Vertrauen zu unserer Umgebung aufbauen und pflegen. Sie ist projekt- und zukunftsorientiert und umfasst für uns folgende Bereiche: > Modellprojekt des Landes Niedersachsen „Brückenjahr“ > „Haus der kleinen Forscher“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung > Lenkungsgruppe „Familienzentrum Aurich“ > Verein „Lesetoll“ - Ausrichter der Kinderbchmesse Aurich Öffentliche Veranstaltungen und Pressearbeit: > Tag der offenen Tür > Buchmesse > Aktive Teilnahme am Kinderfest der Stadt Aurich und des kaufm. Vereins > Informationen durch Presseartikel Internet: > Internetseite: http://www.aurichkiga.de mit allen Kindergarteninformationen der Gruppen und Ausschüsse > Kontakt zu ehemaligen Kindergartenkindern über Facebook > Internetseite des Landkreises Aurich - Betreuungsportal


Zusammenarbeit mit anderen Institutionen: > Arbeitskreis Auricher Kindergärten und Kinderkrippen > Arbeitskreis Auricher KindergartenleiterInnen > Arbeitskreis Auricher Kindergärten und Grundschulen > Arbeitskreis „Häusliche Gewalt“ (mit Biss-Beratungsstelle und DRK Frauenhaus) > Altenwohnheim > AWO- Erziehungsberatungsstelle > Europahaus Aurich - Europaprojekt > Frühförderstelle > Fortbildungsträger [ KVHS Aurich und Norden, Regionales Päd. Zentrum Aurich, Europahaus, Dozenten für selbstorg. Fortbildungen] > Kinderärzte > Kinderregion Ostfriesland > Ev-luth. Paulsgemeinde > Ostfriesische Landschaft (Plattdüsk-Büro, Regional-Pädagogisches Zentrum) > Landkreis Aurich (Fachberatung, Amt für Kinder - Jugend und Familie, Gesundheitsamt) > Modellprojekt des Landes Niedersachsen „Brückenjahr“ 1. Durchgang 2007-2009 > Nieders. Institut für frühkindliche Bildung und Entwicklung (nifbe) – Uni Oldenburg, Arbeitsgruppe 0-3 Jahre, Fachtagung > Nieders. Kultusministerium – Landesschulbehörde > Stadt Aurich [Schulamt, Betriebshof, Gebäudemanagement, Kunstschule, Schwimmbad, Stadtbücherei, Mach-mit-Museum] > Schule [Grund-, Förder-, Allgemeinbildende Schulen, Fachschulen – Ausbildung zukünftiger Fachkräfte, Fachhochschulen] > Siemens Stiftung „Science Lap“ > Therapeuten [Ergotherapeuten, Logopäden]

Netzwerke & Zusammenarbeit


Besondere Auszeichnungen

Das Gütesiegel weist eine gute pädagogische Qualität aus. Es informiert über die Stärken und Entwicklungspotentiale des Kindergartens. Begleitet wird das Gütesiegel durch eine Qualitätsoffensive. Passend zu den Inhalten werden Fort- und Weiterbildungsangebote für Mitarbeiter und Träger angeboten. Das vorliegende Gütesiegel des Landkreises Aurich ist die Grundlage zur Weiterentwicklung von Qualitätsstandards in den Kindertagesstätten.

Der Felix ist das Qualitätszeichen des Deutschen Chorverbandes mit dem Kindertagesstätten ausgezeichnet werden, die in besonderem Maße die musikalische Entwicklung der Drei- bis Sechsjährigen fördert.

Haus der kleinen Forscher - Verliehen wird diese Auszeichnung vom Bundesministerium für Bildung und Forschung. Gewürdigt wird damit das Engagement des Kindergartens bei der Förderung frühkindlicher Bildung in den Bereichen Naturwissenschaften und Technik. Insgesamt wurden 2010 drei Kindergärten im Landkreis Aurich ausgezeichnet. Der Pinguin Kindergarten ist einer davon.


Der Kindergarten ist eine ständig im Wandel befindliche lernende Organisation. In diesem Zusammenhang überprüft das Team in regelmäßigen Abständen seine Praxis und nimmt im Hinblick auf die Umsetzung der genannten Punkte notwendige Veränderungen vor. Es ist uns wichtig, ständig an der Weiterentwicklung unserer Pädagogik zu arbeiten. In unseren regelmäßigen Dienstbesprechungen und Teamsitzungen sprechen wir immer wieder über unsere nächsten Schritte und Ziele. Die Meinungsbefragungen der Eltern spiegeln diesen Prozess wieder. Wir informieren uns ständig über neuere Entwicklungen und versuchen „dran zu bleiben“. Das gehört zu der Lebendigkeit unserer Arbeit und ist Bestandteil unserer Professionalität.

Die Existenz unseres Kindergartens, der aus einer Elterninitiative hervorgegangen ist, hängt aber nicht nur von den Mitarbeitern ab, sondern auch vom persönlichen Engagement jedes einzelnen Mitgliedes. Wir sind sicher, dass auch Sie Möglichkeiten zum Mithelfen und Mitwirken finden werden. Wir danken Ihnen für Ihr Interesse und wünschen Ihnen und Ihren Kindern schöne, erlebnisreiche Jahre in unserer Einrichtung.


Konzeptionelle Weiterentwicklung


DVD


Pinguin Kindergarten Aurich e.V. Kirchdorfer Straße 15a 26603 Aurich

Printed in Germany Änderungen vorbehalten Ausgabe: Sommer 2011

Telefon: +49(0)4941-3565 Telefax: +49(0)4941-967393

Satz: aspirer|media • Deutschland; Hamburg www.aspirer.net

Internet: www.aurichkiga.de Mail: info@aurichkiga.de

Bildmaterial: stock.exchange • Alwin Müller


Konzeption Pinguin Kindergarten  

Konzeption des Pinguin Kindergartens in Aurich

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