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BLICKE

INFOBLATT DER Alternative, Grüne und Unabhängige GewerkschafterInnen Eine Fraktion in der Arbeiterkammer und

6. AUSGABE

AUGE/UG OBERÖSTERREICH anerkannte Fraktion im ÖGB

Der große Stimmungstest Die AK-Wahl im März Die AK-Wahl 2019 wird ein Denkzettel für die Regierungsparteien und ein starkes Signal für die Zukunft von Grün!

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er kommende März bietet die Chance, das politische Gewicht der AUGE/UG in der Vollversammlung der Arbeiterkammer und im AKVorstand weiter zu erhöhen. Und die Regierung in die Schranken zu weisen, weil sie für die ArbeitnehmerInnen vor allem Verschlechterungen gebracht hat (12-Stunden-Tag, Aushungern der Krankenkasse …). WÄHLEN GEHEN, WEIL GRÜNE WERTE ZÄHLEN Wer bei der Wahl die AUGE/UG in den Entscheidungsgremien der AK stärkt, nimmt Einfluss auf die politische Kultur in diesem Land. Es geht um Werte und Errungenschaften, die jetzt massiv in Gefahr sind: Um die Grundlagen für ein funktionierendes Familien- und Beziehungsleben, um Freizeit, Erholung und Gesundheit, sowie um soziale Sicherheit, Natur und Umweltschutz. Und um die Demokratie!

Mit dieser Ansage hat Martin Gstöttner, erfahrener Kammerrat und Personalvertreter in einem weltmarktführenden Unternehmen, sein Team für die AK-Wahl um sich versammelt. Die lange Liste der KandidatInnen umfasst die unterschiedlichsten Regionen und Branchen: Vom Maschinenbau bis zum Tourismus. Von der Sozialarbeit bis zum Buchhandel. Von der IT bis zur Behindertenbetreuung. Vom Gesundheitsbereich und Verkehr bis zur Universität und Kultur.  Christian Krall

Martin Gstöttner. Auf 100 Großplakaten hat die AUGE/UG im November bereits ihren Spitzen­kandidaten mit dem Slogan „Damit die Arbeit nicht dein Leben frisst“ präsentiert.

Rudi Anschober: Über Lehre und Asyl. Seite 4

Doris Dialer: Gruß aus Brüssel. Seite 3

AK-WAHL 2019 OÖ 19.3. – 1.4.2019

LISTE 4

AUGE/UG

AUGE-OOE.AT


Damit die Arbeit nicht dein Leben frisst!

Gerade jetzt brauchen die ArbeitnehmerInnen eine Vertretung, die unbeugsam zu ihren Grundsätzen steht.

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en ArbeitnehmerInnen stehen schwere Zeiten bevor, daran besteht kein Zweifel mehr! Umso dringender ist es jetzt, dass sich in der Arbeiterkammer Menschen mit klaren Grundsätzen und dem unbedingten Anspruch auf Gerechtigkeit für ihre KollegInnen einsetzen. Die KandidatInnen auf der Liste der AUGE/UG garantieren, genau das zu tun! Neben mutigen BetriebsrätInnen und KämpferInnen für ArbeitnehmerInnenrechte finden sich auch „ganz normale“ Angestellte auf der Liste, die sich zukünftig als AK-RätInnen einbringen wollen. Das AUGE/UG-Team kommt diesmal nicht nur aus dem „gewohnten“ Bereich Gesundheit, Pflege, Soziales, sondern ganz stark auch aus den Branchen Metall, IT, Tourismus, Verkehr und Kunst. Sie alle setzen

sich für gerechte, gesunde Arbeitsbedingungen ein, aber auch für Umweltschutz, besseren Öffentlichen Verkehr und gegen soziale Kälte. Martin Gstöttner, der Spitzenkandidat, betont: „Gerade jetzt, wo „Flexibilisierung“ zur generellen Arbeitszeitverlängerung führt und Sozialabbau auf der Tagesordnung steht, muss man die Arbeiterkammer mit Grünen Werten stärken! Damit die Arbeit nicht das Leben frisst.“ DIE KANDIDATINNEN DER AUGE/UG: 1. Martin Gstöttner, Stv. Betriebsratsvorsitzender Plasser & Theurer, AK-Vorstandsmitglied 2. Brigitte Huber-Reiter, designierte Betriebsratsvorsitzende im Klinikum Wels-Grieskirchen 3. Christian Weißl, Zugbegleiter, Ersatzbetriebsrat ÖBB 4. Rositza Ekova-Stoyanova, Geschäftsführerin Theater Maestro 5. Erwin Schleindl, Betriebsrat KTM, Mattighofen 6. Julia Mandlmayr, Tourismusverband Linz 7. Matthias Steinkogler, Softwareentwickler, Betriebsratsvorsitzender Borland 8. Nadine Walter, Labor Univ.Doz. Dr. A. Hamwi 9. Armin Kraml, Betriebsrat Bosch-Rexroth 10. Beate Muhrer, Betriebsratsvorsitzende Verein Sozialzentrum Vöcklabruck 11. Thomas Lamprecht-Lasinger, Zentralbetriebsratsvorsitzender Diakonie Österreich  Regina Jaschke

SCHARF Verraten - verkauft! SERVIERT

KR Martin Gstöttner, Landessprecher AUGE/UG, Vorstandsmitglied der AK

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Die AUGE/UG warnte schon seit Jahren vor Angriffen auf unsere sozialen und arbeitsrechtlichen Errungenschaften durch eine mögliche Schwarz(Türkis)/Blaue Regierung. Allem voran galten die Warnungen dem knallhart durchgepeitschten neuen Arbeitszeitgesetz! Doch vergebens, da die WählerInnen ihrer objektivpolitischen Wahrnehmung hemmungslos beraubt wurden! „Migrationsmassen“ und folglich die „Verfremdung unserer österreichischen Seele“ waren DAS dramatisch inszenierte Dauerthema, unterstützt von diversen „unabhängigen“ Medien!

Wenig überraschend die FP („Vertreter des kleinen Mannes“), welche sich dem von der Indus­triellenVereinigung gelenkten Regierungspartner im Rausche der Macht prostituiert und verkauft. Sie verrät genau jene Menschen, die ihr das Vertrauen schenkten, aber von den dramatischen Kürzungen beim AMS-Geld und der Altersteilzeit, von der Verschärfung der Schwerarbeiterregelung, von 12 Std./60 Std. Arbeitszeit usw. nun am meisten betroffen sind. Umso mehr sehen wir uns in der Pflicht, erkämpfte Rechte zu verteidigen und uns den Türkisen IV-Bossen nicht zu beugen! 


AK-Wahl, so geht’s

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AUCH „GERINGFÜGIGE“ KÖNNEN WÄHLEN

© FOTO|SCHLAGER SCHARNSTEIN (WWW.ALMTALONLINE.AT) (2)

Alle ArbeitnehmerInnen, die AK-Beitrag zahlen, sind automatisch wahlberechtigt. Sie haben vorerst nichts zu tun, um ihr Wahlrecht ausüben zu können. Aber auch geringfügig Beschäftigte können wählen, obwohl sie keinen AK-Beitrag zahlen. Dasselbe gilt für Lehrlinge und KrankenpflegeschülerInnen, Präsenz- und Zivildiener, Frauen im Ausbildungsdienst, alle Karenzierten, sowie für Arbeitslose und BezieherInnen von Leistungen aus der Arbeitslosenversicherung. Aber Achtung: Alle hier aufgezählten Personengruppen müssen sich für die AK-Wahl eigens registrieren lassen! Aber auch das ist keine „Hexerei“, denn sie er­halten dazu ab Anfang Dezember eine Zusendung der AK. Diese einfach ausfüllen und kostenlos zurück schicken. ACHTUNG, KEINE AK-POST WEGWERFEN! Und nun zur Wahl selbst: Alle, die einem Betriebswahlsprengel zugeordnet sind und dort wählen, werden vom Betrieb darüber informiert. Alle anderen bekommen ihre Wahlunterlagen von der AK direkt zugeschickt. Das geschieht zwischen Mitte Februar und Mitte März. Die Stimmabgabe erfolgt dann wie bei einer Briefwahl. Deshalb bitte die Post in den nächsten vier Mo­ naten ganz sorgfältig durchsehen! Es wäre schade, wenn eine mögliche Stimme für die AUGE/UG verloren ginge. 

Trotzdem der Wetterbericht eine Absage nahe gelegt hätte, kamen letztlich Viertausend begeisterte Austropop-Fans aller Altersklassen auf den Pfarrplatz zum zweiten dortigen AUGE Sommer-Open-Air. Super Stimmung. Gespanntes Warten auf „Live is life“. Dieses kam – und der Regen blieb aus! 

Lebensfreude zum Nulltarif Auf der Bühne, moderiert von „Mister Hitparade“ Udo Huber, die Altmeister der Band OPUS. Im Vorprogramm „Dance Like A Poet“ aus Ober­ österreich – und ebenfalls ganz heimisch in Linz: SUPERFEUCHT. Begeistert waren die vielen Menschen nicht nur vom Dargebotenen „on stage“, sondern auch von der positiven, entspannten und lebensfrohen Atmosphäre vor der Bühne. Zwei Polizisten genügten, um die Menge „im Zaum“ zu halten. Sie swingten mit … 

Gruß aus Brüssel an die AUGE

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m Herbst war die AUGE Oberösterreich auf Bildungsreise bei den Schaltstellen der EU. Doris Dialer von den Grünen dort, berichtet, was sie derzeit bewegt … Nämlich ebenfalls: Wahlen!

„Die Gerüchteküche brodelt! Analysten haben Hochkonjunktur! Ein gutes halbes Jahr vor den nächsten Direktwahlen zum EU-Parlament bringt sich die Politelite in Stellung. Wer sind die Spitzenkandidaten? Wer schafft den Wiedereinzug? Europawahlen galten lange als Sekundärwahlen. Doch 2019, 40 Jahre nach der ersten Direktwahl, scheinen sie zur Richtungswahl zu werden, vor al-

lem, weil etablierte Parteien zunehmend an Unterstützung verlieren und rechtspopulistische sowie EU-skeptische Kräfte europaweit zulegen. Die Fraktion „Die Grünen/EFA“ stellt momentan 52 Abgeordnete aus 18 Ländern. Die Prognosen für die Wahl 2019 sind bescheiden – obwohl die jüngsten Wahlerfolge in Luxemburg, Belgien und Deutschland einen anderen Trend vermuten ließen. Sicher ist, dass die Briten (momentan 73 Sitze) nicht mehr vertreten sein werden, Österreich einen Sitz dazu bekommen und so künftig 19 EU-Abgeordnete stellen wird.“

Doris Dialer EU-Parlament, Head of Office Michel Reimon

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WEITER SAGEN

Ausbildung statt Abschiebung: viele prominente UnterstützerInnen

Asyl: Aus für die Lehre?

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u Jahresbeginn wurde von Landesrat Rudi Anschober die Initiative „Ausbildung statt Abschiebung“ gestartet, die zu einer der am breitesten getragenen Initiativen der letzten Jahre in Österreich gewachsen ist. Mit der Initiative soll Sicherheit für asylwerbende Lehrlinge in Mangelberufen geschaffen werden. So, dass es zumindest in der Zeit ihrer Ausbildung zu keinen Abschiebungen kommen kann. Einzelne Mitglieder der Bundesregierung haben dann im Sommer Zusagen gemacht, dass Asylwerbende in Lehre nicht mehr abgeschoben werden und entsprechende Vorschläge erarbeitet werden. In einem unfassbaren Wortbruch hat die Bundesregierung dann das Gegenteil beschlossen, um ihr Zerstörungswerk gegen Integration und Wirtschaft

fortzusetzen und die Abschiebung von Lehrlingen entgegen aller Versprechen weiter zu verwirklichen. Dies obwohl derzeit die Asylverfahren inkl. 2. Instanz so lange dauern wie noch nie zuvor und hunderte Betriebe Lehrlinge suchen und vor dem Ende stehen, wenn sie diese nicht finden. BÖSARTIG UND VERRÜCKT Die ÖVP hat sich als willfähriger Helfer der blauen Zerstörungspolitik erwiesen und sucht jetzt gleichzeitig Wege aus der Krise der FacharbeiterInnen und Lehrlinge. Das bezeichnen viele als völlig verrückt: Lehrlinge international suchen und die vorhandenen, bereits vorbereiteten und ausgebildeten Lehrlinge aus dem Land zu werfen. Das müssen wir gemeinsam stoppen! www.ausbildung-statt-abschiebung.at 

DAMIT DIE ARBEIT NICHT DEIN LEBEN FRISST

© MUCH

AUGE/UG Oberösterreich Landgutstraße 17, 4040 Linz Tel: 0732 / 739 840 Web: auge-ooe.at E-Mail: office@auge-ooe.at Impressum: Themen der Arbeitswelt aus grünalternativer Sicht. Inhaberin, Hg: AUGE/UG OÖ. 4040 Linz, ZVR 706630453. Offenlegung: auge-ooe.at. Layout: gplus.at. Fotos: © FOTO|SCHLAGER Scharnstein (www.almtalonline.at), © Chris Flash. Druck: Gaisbauer Druck-Service. Auflage: 25.000 Stück; November 2018

3 FRAGEN Die letzte Möglichkeit geraubt! AN ...

1.

Rudi Anschober, Landesrat

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Wie läuft die Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen? Da sind wir eine absolute Vorzeigeregion. In OÖ nimmt die Zahl der arbeitslosen Asylberechtigten laufend ab. Die letzte Möglichkeit für AsylwerberInnen in den Arbeitsmarkt einzutreten, war die Lehre in Mangelberufen.

2.

Wie viele asylwerbende Lehrlinge gibt es in Oberösterreich? Aktuell befinden sich rund 420 AsylwerberInnen in Lehre. Diese Lehrlinge tragen zur Verringerung der Lehrstellenkrise bei. Die Zerstörung dieser einzigen Integrationsoption für junge AsylwerberInnen ist rein ideologisch begründet.

3.

Wie geht es jetzt weiter mit „Ausbildung statt Abschiebung“? Ich habe mich nun direkt an EU-Kommissionspräsident Juncker gewandt. Mit der Frage, ob von Österreich mit dem „Abdrehen“ dieses einzigen Job-Zugangs für Asylwerbende nicht die EU-Aufnahme-Richt­ linien gebrochen werden. 

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AUGENBLICKE Ausgabe 6  

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