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Ausgabe 31 | Mai 2018

Das Chormagazin der Chorgemeinschaft Kai Müller

Kammerchor | CV Weil der Stadt: Gemischter Chor, Cross Generational Choir & ChorKids | CG Untertürkheim: Gemischter Chor & ChorKultur | Männerchor der Daimler AG | Liederkranz Ditzingen: city-chor & DitSingers | TonArt Ludwigsburg, TonSTARK & TonKLAR | Männerchor der Concordia Schmiden

Herbstwanderung auf dem Ulmer Höhenweg

Neuer Chorverbandsvorsitzender: Christian Wulff www.kai-mueller-choere-de


Liebe Leser, nach dem fulminanten Gemeinschaftskonzert „Faszination Musical“ in der Liederhalle hat, nach einer längeren Weihnachtspause, wieder in allen Chören mit neuen Projekten der eigene Choralltag begonnen. Ganz besonders freut es uns, dass wir zu den vielen neuen Projekten der einzelnen Chöre seit 2018 wieder sehr viele neue Projektsänger (v.a. auch viele Herren!) in unseren Chorreihen begrüßen dürfen. Seid willkommen und bleibt uns und einem der schönsten Hobbys treu! Ein Segen ist es aber auch, dass wir in unseren Chören so viele fähige, flexible und auch engagierte junge Mitglieder haben, die dann wie jetzt ganz kurzfristig innerhalb drei Tagen die graphische Gestaltung dieses Auftakts übernommen haben, da unsere seitherige Grafikerin Elena Castelli leider überraschend ausfiel. Vielen herzlichen Dank in diesem Zusammenhang an Franziska Koschke und Andreas Sprotte für Eure tolle Arbeit in dieser Ausgabe und fürs kurzfristige Einspringen, super Arbeit! Herzlichen Dank aber auch an alle fleißigen Redakteure, die wieder zum Gelingen dieser Ausgabe beigetragen haben und jetzt allen viel Spaß beim Schmökern und bei den mannigfaltigsten neuen Chorprogrammen in unseren Chören. Beste Grüße und alles Gute! Ihr / Euer Kai Müller Und bitte dran denken: Unsere Russischen Freunde aus St. Petersburg kommen im Juni 2018 wieder nach Stuttgart und machen tolle Chor­konzerte – nähere Infos auf Seite 27! www.kai-mueller-choere.de

www.facebook.com/CG.KaiMueller

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INHALTSVERZEICHNIS Chorgemeinschaft Kai Müller

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Veranstaltungskalender...................................................................................................7 Arm, aber Wein.............................................................................................................12 Unterwegs auf dem Ulmer Höhenweg: Ein Wanderbericht in Vers und Reim..15 Männer-Ausflug: Tripsdrill, Technik, Besichtigungen, Spaß..................................17 Bericht Hautnah IV......................................................................................................20 Silvesterparty der Männerchöre der CGKM............................................................21 Christian Wulff neuer Präsident des Deutschen Chorverbands...........................22 Homo Tenorensis in Concert oder Die Leiden des jungen T................................24 Russlandaustausch.........................................................................................................27 „Gemeinsam Stimmt’s – Experimentiertag für Sängerinnen und Sänger“..........28 Unser rüstiger Sängerstammtisch in der Chor­gemeinschaft..................................29

Chorgemeinschaft Untertürkheim

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Alles Gute!......................................................................................................................31 Alles Gute zur Hochzeit!.............................................................................................32 Fasching 2018................................................................................................................33 Chorgemeinschaft Untertürkheim – Fahrt ins Blaue..............................................34 Jubilarfeier der Chorgemeinschaft Untertürkheim..................................................40 Auf dem Weihnachtsmarkt in Untertürkheim.........................................................44

Chorvereinigung Weil der Stadt

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Aktuelle Projekte...........................................................................................................49 Alles Gute!......................................................................................................................49 Kunterbunt.....................................................................................................................50 Chor & Comedy – das Chorprojekt der etwas anderen Art..................................52 Märchenhaftes Konzert des Chor-Nachwuches......................................................54 „Gekommen um zu bleiben – wir gehen hier nicht weg!“.....................................59 Mal wieder auf die Pauke gehauen.............................................................................62 In aller Kürze.................................................................................................................62 Drei auf einen Streich oder Feiern geht immer!......................................................63 Abgesang – Kann das gut gehen? Tastenzampano auf Abwegen!.......................64

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Kammerchor 66 Winter ade?....................................................................................................................67

Liederkranz 70 Chorprobe? Nein! Trommelworkshop in Ditzingen!!.............................................72 Jubilarfeier 2017............................................................................................................74 Laudatio zum 25-jährigen Dienstjubiläum................................................................77 Gedanken zu meiner chorfreien Zeit.........................................................................78 Neue Mitglieder.............................................................................................................79

TonArt Ludwigsburg

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Aktuelles bei TonArt Ludwigsburg............................................................................81 Termine...........................................................................................................................81 Eins, zwei, drei und vier…..........................................................................................82 Neues Mitglied bei Tonart...........................................................................................84

Daimler Männerchor

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Reden ist Silber – Singen ist Gold..............................................................................87

Männerchor der Concordia Schmiden 90 Rückblick und Ausblick der Concordia.....................................................................91

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CHORGEMEINSCHAFT KAI MÜLLER

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Veranstaltungskalender Saison 2018 – Frühling, Sommer

6 Untertürkheim: Arbeitstagung der Chorgemeinschaft Untertürkheim (15:00-20:00 Uhr) 11 CGKM: Männerchorausflug (Paris)

31 Ditzingen: Kleine Konzertreise in die Ditzinger Partnerstadt (Rillieux-la-Pape, Frankreich)

MAI

19 CGKM: 27. Konzertreise der CGKM (Tour de France 2018)

2 CGKM: Konzert (Rillieux-la-Pape, 19:00-22:00 Uhr) 10 Männerchor Schmiden: Mitwirkung beim Jubiläum 10 Jahre Chor (StuttgartRohr, 15:00-17:00)

22 CGKM: Chorgemeinschaft Kai Müller präsentiert: Konzertchor St. Petersburg / Russland (Kath. Kirche St. Johannes, Kappelbergstraße 28, Stuttgart-Untertürkheim, 18:00-21:00 Uhr)

JUN

14 Ditzingen: Offenes Singen im Altenheim (Haus Friederike, 17:00-18:00 Uhr)

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23 CGKM: Chorgemeinschaft Kai Müller präsentiert: Konzertchor St. Petersburg / Russland (Ev. Stiftskirche, Stiftsstraße 12, Stuttgart, 14:00-15:30 Uhr)

30 Daimler Männerchor: Daimler Männerchor Ausflug (Darmstadt Odenwald, 09:00-21:00 Uhr)

JUN

24 CGKM: Konzert Konzertchor St. Petersburg / Russland (Kath. St. Anna in Weinstadt-Beutelsbach, 17:00-19:00 Uhr)

7 CGKM: bwsb-VA „Gemeinsam Stimmts! Experimentiertag für Sängerinnen und Sänger“ (Freies Musikzentrum Stuttgart-Feuerbach, 09:00-17:00 Uhr) 22 Männerchor Schmiden, Daimler Männerchor: Hocketse vom Liederkranz Eintracht Serach- Hohenkreuz (im Hof der Seewiesenschule Seracherstrasse in 73732 Esslingen, 13:30-16:00 Uhr)

28 Männerchor Schmiden, Daimler Männerchor: Höfleskonzert (Oettingers Höfle in Fellbach-Schmiden, 18:30-23:00 Uhr)

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JUL

27 CGKM: Europäisches Chorfestival „Europa Cantat“ (Tallinn Estland, bis 05. August)


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AUG

5 CGKM: Besuch der Bregenzer Festspiele Oper (Seebühne Bregenz, bis 06. August)

Daimler Männerchor, Männerchor Schmiden: Männerchor in der Grabkapelle auf dem Rotenberg (Grabkapelle Rotenberg, 11:00-12:30 Uhr)

9 CGKM: Musicalausflug zu „Les Misérables“ (Tecklenburg, bis 10. September, 8:00 Uhr)

27 Männerchor Schmiden, Daimler Männerchor: Musikalische Umrahmung 200 Jahre Cannstatter Volksfest (Grabkapelle Rotenberg, 16:00-18:30 Uhr)

SEP

15 Weil der Stadt: Hochzeitssingen bei Jennifer Walter

3 CGKM: Chorgemeinschaftswanderung (11:00-19:00 Uhr) 8 CGKM: Senioren-Herbstausflug (08:00-22:00 Uhr)

21 Daimler Männerchor, Männerchor Schmiden: Trinkund Stimmungliederkonzert (Untertürkheim Sängerhalle, 18:00-21:00 Uhr)

OKT

13 Kammerchor: Herbstliches Gartenfest (Bettina und Erich Herrman, Christophstraße 64 70806 Kornwestheim, 18:00 Uhr)

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OKT

27 Daimler Männerchor, Männerchor Schmiden: Trink- und Stimmungliederkonzert (Festhalle Fellbach-Schmiden, 20:00-23:00 Uhr)

18 Untertürkheim: Mitwirkung beim VTT (Friedhof Untertürkheim, 10:30-11:45 Uhr) 18 Untertürkheim: Konzert American 50s 60s 70s (Sängerhalle, 17:00 Uhr)

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NOV

11 Ditzingen: Jubilarfeier (Ev. Gemeindehaus Ditzingen, 15:00-18:00 Uhr)


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Arm, aber Wein Die Bezeichnung „Bessarabien“ kennt man aus dem Munde Vertriebener, ohne genau zu wissen, wo sich dieser Landstrich befindet. Bei „Moldau“ denkt man an Smetana oder Prag, wohl kaum aber an ein Land, eingeklemmt zwischen der Ukraine und Rumänien. Letzteres steuerten auch die Landessprache von Moldau bei. Als MB-Touristik für Rumänien plante, war ein Moldau-Abstecher vorgesehen. Zumal bald nach ihrer Annektion der neuen Sowjetrepublik Moldawien die zentrale Weinproduktion zugewiesen wurde. Doch aus dem Trip wurde nichts – zu kompliziert. Also trafen sich zwölf Reisende, um das Land über ein verlängertes Wochenende gesondert zu

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erkunden. Bei milden Temperaturen kamen wir in der Hauptstadt Chisinau an. Zunächst gab es eine Stadtrundfahrt und einen abendlichen Rundgang. In der rausgeputzten Kathedrale fand gerade ein orthodoxer Gottesdienst statt. Zu Sowjetzeiten wurde das Gebäude für Landwirtschafts-Ausstellungen genutzt. Auffällig in der Stadt waren die vielen Blumenkioske, die selbst am späten Abend noch gut frequentiert waren. In die Kalkstein-Erhebungen um die Stadt haben nicht nur Mönche ihre Höhlenklöster gehauen. In unterirdischen Steinbrüchen wurde über Jahrhunderte Baumaterial gewonnen. Jetzt dienen diese Stollen mit ihrem stabilen Klima als Weinkeller. Unser erster Stopp war das Weingut Cricova. Mit einem Elektromobil werden wir


durch die kilometerlangen Gänge (insgesamt 120 km) gefahren. Die Straßen sind nach Rebsorten benannt. Die Besichtigung endete mit einer ausführlichen Weinprobe und einem opulenten Mahl in einem der unterirdischen Säle. Moldau hat mit einer abtrünnigen Gegend namens Transnistrien zu kämpfen, international nicht anerkannt, aber beschützt von russischen Friedenstruppen, mit Münzgeld aus Plastik und einem alles beherrschenden Konzern namens „Sheriff“. Auch hier wird rumänisch gesprochen, diesmal aber kyrillisch geschrieben. Was taten wir nach Rundgängen durch Bender und die Hauptstadt Tiraspol? Schlemmen, diesmal auf ukrainisch, und Probieren, diesmal Liköre und Schnäpse. Kartenzahlung allerdings ging nicht, also wurden die Barschaften

der Reisegruppe benötigt. Zwei von uns waren übrigens ohne Reisepass – also illegal – eingereist. Doch bei der Ausreise „übersah“ der Grenzer die „blinden Passagiere“, die auf der letzten Bank kauerten. Als Zeuge in eigener Sache kann ich bestätigen: Es war wirklich kein Schmiergeld im Spiel, eher wurde wohl der ganze Papierkram noch zu später Stunde gescheut. Tag drei: Erstes Ziel war das Kloster Capriana, zu Sowjetzeiten als Diskothek genutzt. Über holperige Straßen ging es von dort zum zweiten Vorzeige-Weingut Milestii Mici, bekannt durch seinen Eintrag im Guinessbuch. Diesmal können wir mit unserem Bus die Stollen abfahren. Was Gorbatschows Anti-Alkohol-Gesetz für die Republik bedeutete, hatten wir schon gehört: Hektarweise wurden Reben weggehackt und millionenweise der

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Inhalt aus den Fässern abgelassen. Selbst ein Hochhaus, das die Form eines Weinkelches erhalten sollte, durfte nicht weitergebaut werden und steht noch immer im Rohbau in der Landschaft. In einem Geheimlager waren während dieser „trockenen Jahre“ die wertvollsten Weine vor dem „Mineralsekretär“ gerettet worden. Als wir zur Rückfahrt starteten, plätschern auch die beiden Weinbrunnen, aber es ging schnurstracks zum Flugplatz. Wir waren nur mit Handgepäck unterwegs. Reich beladen mit WeinGeschenk-Sets, musste Kai Müller nun eine dreistellige Summe für das flüssige Übergepäck opfern. Russland sperrt sich gerade gegen moldauischen Wein. Häufig wird er aber in Japan und China getrunken. In unseren Supermärkten hat er keine Chance gegen die eingefleischten

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Lagen von der Weinsteige bis Neuseeland. Und gewissen Optimierungsbedarf gibt es schon noch: Ein Online-Shop existiert nicht und ausgerechnet der Wein von 1986 wird angepriesen. Aus dem Jahr also, in dem Tschernobyl explodierte.


Unterwegs auf dem Ulmer Höhenweg: Ein Wanderbericht in Vers und Reim

beim Lochmüller. Das Gericht? „Bloß net glei vergesse“, riet Kai mit seiner Stimme Kraft der aufmerksamen Sängerschaft …; und zählend sprach er: „Eines weiß ich, wir sind vermutlich einunddreißig.“

Text: Hans-Georg Latt

„Aus Furcht vor Frankreich“, sprach Hans Ritter, „erbauten Deutsche dies’ Gemäuer“, und seine Stimme klang recht bitter: „Die Bundesfestung war sehr teuer. Hätt man doch mit dem vielen Geld die Chorvereine unterstützt, so wär mehr Frohsinn auf der Welt und uns hätt’s was genützt.“

„Das Wandern macht die Menschen fitter“, sprach Wanderführer Hannes Ritter, „da auf dem Ulmer Höhenweg ich keinen Wert auf Böen leg, führ ich Kai Müllers Wandersleut mit Energie und sehr viel Freud um Ulm und auch um Ulm herum durch Wald und Feld, auf Pfaden steil und krumm.“ Der Himmel weinte Freudentränen (muss der Chronist getreu erwähnen), als Müllers Wandersänger/innen - wohl alle mit vergnügten Sinnen im Regen-Cape, mit bunten Schirmen vom Bahnsteig in den Bus rasch stürmen, mit diesem dann in kühner Fahrt zur Wilhelmsburg; da – unterhalb der Start.

Ja, zwischen Wolken, zwischen Schauern schien goldener Oktober keck zu lauern. Als der Botan’sche Garten ward erreicht - dem Garten Eden er wohl gleicht -, da war der Himmel ‚eins-zwei-drei‘ mit einem Male wolkenfrei; froh wickelt der und die das Vesper aus, und alles mampft den Pausenschmaus.

Weil Müller mit den Füßen scharrte und weil die Truppe still verharrte, las der gleich aus der Speisekarte. Und jeder Mann und jede Frau entschied sofort, und zwar genau, was Er und Sie am Abend esse

In bunten Beeten, in Rabatten nur selt’ne Blumen, schräge Blüten, die alle was Famoses hatten und einfach goldenherbstlich glühten. Da sah ich heitre Sopranellen, die wiegten sich so weich im Wind;

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und Baritonien, muntere Gesellen, wie man sie nur in Chören find’t. Tenorgeranien waren rar, doch Bass-Tagetes – oooh! - in voller Pracht; und auch den Altlorbeer, na klar, den hat die Sonne gern bedacht. In einem Treibhaus – ja, ich war betroffen! gedieh die Dirigentenorchidee. Die Fenster waren alle offen, denn ohne frische Luft geht eine Orchidee glei hee. Kein Sturm und kein Gewitter nich! Hans Ritter führte ritterlich zu einem Bus mit leeren Plätzen. Manch eine(r) mocht das durchaus schätzen.

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Zurück in Ulm, durchs Fischerviertel. Auch dem Chronisten rutschten Hos’ und Gürtel. Mit Müller zum Lochmüller rein: Nur satte Sänger singen fein! Der Weg zum Bahnhof – reine Poesie! Es strahlt das Münster in der Abendsonne. „Ha no! Guck no! Ach, schee! Ja, wie?“ Der Ausflug war nur Wohlfühlwonne. Dass dem so gewesen ist, dafür bürget der Chronist.


Männer-Ausflug: Tripsdrill, Technik, Besichtigungen, Spaß 10. Oktober 2017 Text: Wolfgang Götz Am Samstagmorgen starten wir pünktlich in Schmiden zum Männer­ ausflug. Wir sind gespannt was für Highlights auf uns zukommen. Das Programm verspricht viel. Unsere erste Station ist Technik – wir machen einen Stopp beim Ingersheimer Windrad. Es handelt sich um eine Enercon – E82. Dieses Windrad hat einen Rotorradius von 41 m sowie eine Nabenhöhe von rund 138 m. Die Höhe bis zur Flügelspitze beträgt 179 m. Dieter Hallmann erwartet uns schon am

Parkplatz – er ist von Anfang an dabei und erzählte uns die Geschichte, von der Idee bis zum ersten Spatenstich. Es war eine Überzeugungsarbeit von fast 11 Jahren notwendig. Das bedeutete Windmessungen, Finanzierung, Infoveranstaltungen und vieles mehr. Nach der Besichtigung des Innenraumes erwartete uns noch eine Überraschung – Vesper in gewohnter Form – Handwurst mit „Wegga“ ond was zom Drenga. Nach der Stärkung geht die Fahrt weiter, nach Cleebronn. Bei so einem sonnigen Herbsttag war der Erlebnispark natürlich stark besucht, Gott sei Dank hat MBtouristik alles im Griff. Die Eintrittskarten verteilt, erwartet uns schon der nächste Programmpunkt. Eine spezielle Technikführung der Karacho- und Holzachterbahn. Wir haben die Fahrgeschäfte von unten sowie Details in

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der Werkstatt erfahren. Nach der Besichtigung der Katapult-Achterbahn „Karacho“ sind einige ganz Mutige eine Runde mitgefahren. Meine Wenigkeit war auch dabei – vorab: Kein zweites Mal… Zuerst musste man alles was weg fliegen kann (Brillen, Taschen usw. ) abgeben. Mein Fehler, ich dachte das Handy in der Brusttasche unter der Jacke ist ok. Denkste, nach dem ersten Looping machte sich das Handy selbstständig. Ich konnte es in letzter Sekunde noch abfangen und dann kamen die Überschläge, auf und ab, Beschleunigungen (in 1,6 Sekunden auf 100 Stundenkilometer). Mir wurde es ganz anders. Diesen Nervenkitzel, naja, den brauche ich kein zweites Mal. Mit zitternden Knien stieg ich aus;

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ich war schon ziemlich blass um die Nase. Als nächstes stand das gemeinsame Mittagessen an – wie immer war alles bestens organisiert – das Lokal war brechend voll – aber MBtouristik hatte reserviert und vorbestellt. Nach dem Essen hatten wir noch genügend Freizeit im Park. 15.00 Uhr war Abfahrt in Richtung Bönnigheim, Unterwegs haben wir noch einen Stopp bei Bruno Staiger eingelegt, er hat ein Hobby oder besser gesagt – er hat sich einen Traum erfüllt: Über sein 4-Familien Haus ist eine Glaspyramide gestülpt. Ein paar Daten – 14 Ar Grundstück – 4 Wohnungen – maurischen Stil ohne Ecken – Nutzfläche 550 qm – 300 qm Wintergarten – 20 m hohe Pyramide – Energie, kein Öl,


Pellets, Gas, Nutzwasser über Photovoltaik – Preis laut Bruno Staiger: ein Lächeln… Wohl dem, der das, mit der Portokasse bezahlen kann??!! 15.30 Uhr weiter zur Stadtrundführung nach Bönningheim. Wir erfahren Wissenswertes über die Geschichte der Stadt und Ihren Einwohnern und über eine Frau mit ihren 53 Kindern. Der Abschluss findet im Schwäbischen Schnapsmuseum statt. Wir erfahren von Kurt Sartorius einiges über die hochprozentige und einzigartige Kulturgeschichte des Alkohols. Zum Abschluss gibt es ein buntes Programm mit einer humorvollen, urigen Schnapsverkostung und rustikalem Vesperteller. Während der Verkostung ist Heiner Ziegler, Vorstand in Bönnigheim, mit seiner Quetsche aufgetaucht – ab jetzt tanzt der Bär …

Mit viel Musik, Gesang und Tanz endet ein erlebnisreicher Tag. Gegen 22 Uhr startet der Bus in Richtung Schmiden. Wer jetzt der Meinung ist, alle sind müde, der irrt sich. Im Bus ging es dann weiter: Carlo Weller mit Gitarre und Horst Schabenstiel mir dem Akkordeon spielten sämtliche Lumpenlieder, die ihnen einfielen und wir Sänger hielten uns nicht zurück. Nun möchte ich mich ganz herzlich bei allen bedanken, die zum Gelingen dieses tollen Ausflugs beigetragen haben. Kai und Thommy, ihr seid ein Spitzenteam – organisatorisch sowie die Versorgung im und um den Bus! Klaus unser Busfahrer – kurz und knapp: Es gibt absolut nicht zu meckern. Danke auch an unser Musikerduo Horst und Carlo, macht weiter so! In diesem Sinne, bis zum nächsten Mal!

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Bericht Hautnah IV Text: Birgit Machinek Die Vorstellung beginnt. Jeder Besucher nimmt am Einlass einen Glückskeks aus dem Korb. Wir betreten einen Raum in Form eines kleinen Amphitheaters, in dessen Mitte sich der Künstler „hautnah“ beim Publikum befindet. Aber wo sind wir? In der Magic Lounge von Thorsten Strotmann. Und was passiert dort? Stelle dir vor, drei Personen aus dem Publikum schreiben eine beliebige Postleitzahl auf einen Zettel. Eine vierte Person bildet daraus die Summe. Eine von Thorsten ausgewählte Besucherin öffnet ihren Glückskeks und auf dem darin enthaltenen Zettel steht genau die Summe dieser Postleitzahlen. MAGIE?

Oder vier Gegenstände aus dem Publikum werden einzeln in einem Beutel verpackt und in eine Tüte gesteckt. Vier Besucher entnehmen je einen Beutel und halten diesen hinter dem Rücken. Erst nennt Thorsten, wer welchen Gegenstand hinter dem Rücken hält, und dann findet er noch die jeweiligen Besitzer der Gegenstände aus dem Publikum. ZAUBEREI? Jawohl. Zauberei mit Karten, Münzen, Kugeln, Worten und der verstorbenen Oma im Schrank, die aus dem Jenseits reagiert. So abwechslungsreich und unterhaltsam war das Programm „Hautnah IV“ von Thorsten Strotmann in der Magic Lounge in Bad Cannstatt am 04.02.2018. „Ein Abend rund um die Themen Wahrnehmungstäuschung, Spielbetrug und Beeinflussung. Es wird spannend, unfassbar und sogar spukhaft im Strotmanns“, heißt es im Programmheft. Und das war es! Ein herrlich unterhaltsamer Abend, während dem wir ständig versuchten zu verstehen, was hier wie passiert. Aber was steht auf dem Zettel meines Glückskekses: Nicht denken. STAUNEN ;-)

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Silvesterparty der Männerchöre der CGKM Text: Ulrike Schall Die Chöre aus Schmiden und Untertürkheim hatten im letzten Jahr zur Silvesterparty eingeladen und so sind ca. 50 Gäste ihrer Einladung gefolgt. Sie erwartete eine mit Liebe und Details dekorierte, gut geheizte Garage und ein Glas Sekt. Verkleidete Gäste bekamen sogar ein extra Schnäpsle. Kaum, dass man sich mit dem Nachbarn oder Gegenüber bekannt gemacht hat, begann der Abend mit einem großen Salat- und Vorspeisenbuffet und dem Abendessen. Alsbald wurden auch die Instrumente von Horst Schabenstiel und Gert Erben in Stellung gebracht und zur Unterhaltung aufgespielt. In einer Spielpause wurden wir mit super leckeren, selbst gemachten Desserts, aus Bianca Koschkes Küche verwöhnt. Lustige Textbeiträge und sogar Zaubertricks ließen die Zeit bis Mitternacht schnell vergehen. Bei trockenem und nicht zu kaltem Wetter konnte im Hof das bunte Feuerwerk genossen werden, das von gegenüber in den Himmel gezaubert wurde. Mit viel Umarmungen, Sekt und guten Wünschen wurde das neue

Jahr begonnen. Eine Gulaschsuppe sorgte für eine gute Grundlage zum Weiterfeiern. Thomas Koschke wollte dann eine Polonaise. Angeführt von Horst und seinem Akkordeon bewegte sich die Festgesellschaft durch das gegenüberliegende Gasthaus, wo man den dortigen italienischen Gästen auf diesem Weg ein gutes neues Jahr wünschte. DJ Wolfgang Gross lockte dann mit seiner Musik die Gäste auf die Tanzfläche. Nach und nach leerte sich gegen Morgen die Garage. Ein paar Unermüdliche diskutierten noch eine Weile weiter und spielten mit den Luftballons, bis die letzten sich in ihr Wohnmobil zurückzogen. Das letzte Glas Sekt war allerdings etwas zu trocken. Dir, lieber Thomas und deiner Frau Bianca, ein herzliches Dankeschön für eure tolle Gastfreundschaft in eurer Garage. Mit diesem Fest habt ihr und die Männerchöre der CGKM einen großen Beitrag für den Zusammenhalt unserer Sängerfamilie geleistet.

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Christian Wulff neuer Präsident des Deutschen Chorverbands Pressemitteilung 24. Februar 2018 Berlin. Christian Wulff ist neuer Präsident des Deutschen Chorverbands (DCV). Der Altbundespräsident wurde am (heutigen) Samstag von der Mitgliederversammlung des DCV in Berlin mit überwältigender Mehrheit ohne Gegenstimmen für die nächsten vier Jahre an die Spitze des Präsidiums gewählt. Wulff tritt damit die Nachfolge des ehemaligen Bremer Bürgermeisters

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Henning Scherf an, der den Verband seit 2005 geführt hat. „Ich durfte bereits auf der ganzen Welt die Begeisterung für Chöre erleben. Egal in welchem Land, welcher Region oder Stadt – bei Chorgesang geht das Herz auf“, so Christian Wulff. „Als Präsident des Deutschen Chorverbands möchte ich gern etwas tun zur Unterstützung der Basis, der Chorleiter, der Chöre im ganzen Land. Unsere Chöre sind Teil unseres kulturellen Erbes, in ihnen spiegelt sich auch die Vielfalt unseres Landes. Sie bringen Menschen zusammen und bieten Menschen eine Heimat.“ Henning Scherf, der von der Mitgliederversammlung zum Ehrenpräsident des DCV ernannt wurde, gratuliert seinem Nachfolger: „Mit Christian Wulff wurde jemand ins Amt gewählt, der ein hervorragendes Gespür für Kontinuität und Wandel in der Gesellschaft hat und der um die integrative Kraft der Musik weiß – zwischen Alt und Jung, zwischen Menschen ganz unterschiedlicher Herkunft, beruflicher Tätigkeit oder Stellung. Ich freue mich sehr, dass Christian Wulff seine Stimme zukünftig in kulturpolitischen Gesprächen und Verhandlungen für die Chormusik einsetzen will.“ Unter dem Dach des Deutschen Chorverbands (DCV) sind die Deutsche Chorjugend und 21 Mitgliedsverbände mit über einer Million singenden und fördernden Mitgliedern


in rund 15.500 Chören organisiert. Zu den vom DCV regelmäßig organisierten und getragenen Projekten und Programmen zählen das Deutsche Chorfest, die chor.com, das Hauptstadtfestival Chor@Berlin, die Initiative zum Singen in Kindertagesstätten und Kindergärten, die Carusos, der Deutsche Jugendkammerchor sowie die monatliche Herausgabe des Fachund Mitgliedermagazins Chorzeit – das Vokalmagazin. Neben Christian Wulff wurden in das DCV-Präsidium gewählt: Claus-Peter Blaschke, Petra Merkel, Dr. Jörg Schmidt (VizepräsidentInnen), Reiner Schomburg (Vizepräsident Finanzen), Marcel Dreiling (Musikbeauftragter des DCV), Josef

Offele, Prof. Dr. Hans A. Frambach (Beisitzer mit Fachaufgaben). Daneben gehören Regina van Dinther (Vertreterin der Länderversammlung), Bernhard Schmidt (Musik-Vertreter der Länderversammlung) und Dr. Kai Habermehl (Vertreter der Deutschen Chorjugend) dem Präsidium an.

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Homo Tenorensis in Concert oder Die Leiden des jungen T. Ein satirischer Tatsachenbericht von Martin Grausam, CV Weil der Stadt Tenöre sind eitel. Zu Recht. Sie sind die Krone der Chorschöpfung. Am 8. Tag schuf Gott den Tenor und hörte, dass es gut klang. Tenöre sind für Höheres geschaffen, sie können am längsten Töne halten und haben den größten Tonumfang. Sie sind die Meister der Obertöne und schweben über den Dingen, immer eine Terz über den gemeinen Lagen. Das ist harmonisch und hormonell bedingt. Wir können nichts dafür, dass wir im Chor die wichtigste Stimmlage haben. Der Herr und die Komponisten haben es so gewollt. Diese Tatsache ist auch international in Fachkreisen anerkannt. Oder hat jemand im Showgeschäft etwas von den „3 Bässen“, den „5 Sopranetten“ oder den „10 Altistinnen“ gehört? Lächerlich, die anderen drei Lagen dienen lediglich dazu, den Tenor stimmlich zu unterfüttern, um ihn besser zur Geltung zu bringen. Es gibt ihn in zwei beliebten Geschmacksrichtungen, den 1. und den 2. Tenor. Beide brillieren auf ihre eigene Art und Weise im melodischen Zweiklang. Im Chor werden wir

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gleichermaßen gefürchtet wie bewundert, wir bewegen uns mit lässigem Selbstbewusstsein in der Probe und auf der Bühne. Was soll uns schon – uns kann keiner – einem Tenör ist nichts zu schwör! Soweit so gut. Bis Anfang des Jahres 2017 war die musikalische Welt für uns Tenöre noch in Ordnung. Dann kam unser Chorleiter Kai Müller auf die wahnwitzige Idee, im Rahmen des Großprojekts der CGKM bekannte Musicalstücke im Original-Stimmsatz einzustudieren und live auf die Bühne zu bringen. Nun ja, man kann’s ja mal versuchen. Erfolgsgewohnt machten wir Tenöre uns voll motiviert an die Probenarbeit. Und wir stießen schnell, sehr schnell an unsere Grenzen! Bei früheren Projekten gab es schon mal einzelne hohen Noten oder Takte. Damit kommt man mit etwas taktischem Geschick, Kopfstimme und Mut zur Lücke ganz gut zurecht. Doch diesmal waren es ganze Phrasen und Titel, die uns ins Schleudern brachten. Wir erfuhren auf Nachfrage, dass man die Musical-Originalstücke laut Vertrag nicht tiefer umschreiben darf. Aber kann das Begleitorchester nicht um eine kleine Terz (nach unten) verstimmt sein? Das kann ja mal passieren… Aber nichts da, Kai zog das Ding original und gnadenlos durch mit Verweis auf die jederzeit mögliche Inanspruchnahme von Stimmbildung oder Stimmband-OP. Einer der Mozart-Liedtexte klang


wie Hohn in unseren Ohren: „Wie wird man seine Stimme los? Wie lässt man alle unter sich? Wie jagt man seine Töne hoch? Wen soll man fragen, wenn man sich selber nicht mehr hört? …“ Singen bis der Arzt kommt. Da hilft auch kein Knoblauch, nur Höhentraining und viel, viel üben. Wenn es denn was genützt hätte. Zugegeben, die Soprane hatten es bei diesem Konzert auch nicht leicht. Doch sie trällerten ganz überwiegend im nicht-hörbaren Ultraschallbereich.

Wenn sie obenrum daneben lagen, merkte das keiner. Wir Tenöre dagegen knödelten in einer durchdringenden Frequenz und jedes falsche Tönchen fiel sofort auf! Es war wie bei einer Mount-Everest Expedition: Ab dem hohen G begann die Todeszone und jeder Halbton war eine weitere Steilwand. Je höher wir sangen, desto dünner wurde die Luft und leider auch die Stimme. Der Absturz war beinahe unvermeidlich. Mein Selbstbewusstsein sank unter den Meeresspiegel, mein Ego schrumpfte auf die Größe

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einer Achtelpause. Doch Kai kannte kein Pardon: Ist er zu hoch, bist du zu schwach! Ich sah das Ende meiner Tenorkarriere vor mir. Im 2. Tenor ist man mit seinen Möglichkeiten sowieso schon begrenzt. Und dann diese Hammer-Literatur! Oh Mann – hätt’ ich in der Höhe nur das, was mir in der Tiefe fehlt. Der Abstieg in den 1. Bass drohte, Schande und Schmach war mir sicher. Doch ich war inzwischen zermürbt und bereit, mich demütig meinem Los zu beugen: „Vor deinem Schicksal kannst Du nicht flieh’n!“. Mozart wie Recht du hast! Dann kam der Konzertabend im​ Beethoven­saal und die Dinge nahmen ihren Lauf. Wir Tenöre gaben alles, was der Kehlkopf hergab. Doch war es genug? Wie sollte man im Staging-Chor auch auswendig rasend schnell singen, rumchoreografieren und dann noch die hohen Töne treffen, wenn man gleichzeitig den Damen bei „Miss Saigon“ tief in die Sommersprossen schaute? Eigentlich unmöglich. Doch wir kämpften uns heiter und heiser durch. Die Frisur hielt, die Stimme nur bedingt und gelegentliches Oktavieren war unvermeidlich. Am Ende des Konzerts fühlte ich mich bei der Zugabe wie Ikarus in der griechischen Sage. Ich war der Sonne Nubiens zu nahegekommen und die Stimmbänder schmolzen dahin. Ab Takt 67 ging dann gar nichts mehr. Die Stimme weg, nur noch heiße Luft und eine innere Leere, die allenfalls

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im Maritim zu füllen gewesen wäre, hätte ich mich rechtzeitig um eine Karte fürs Buffet bemüht. Doch sehen wir es positiv: Alles gut für die Apokalypse! Fazit: Selten habe ich mich so auf die Weihnachtsliteratur gefreut wie während der Proben zu diesem Konzert. Es ist dann doch ein voller Erfolg geworden. Dem Publikum hat’s anscheinend gefallen. An uns lag es nicht. Wir Tenöre sind bescheiden geworden. Zu Recht. Vorauseilende Gegendarstellung: Die im Artikel beschriebene Handlung ist fast frei erfunden. Der Autor hat die Proben und das Konzert trotz der Strapazen sehr genossen, besonders die paar tiefen Takte in seiner Stimmlage ;-)

„Wir sitzen alle in einem Boot: Die einen rudern, die anderen angeln.“ Lebensweisheit


Russlandaustausch 21.06.2018 bis 25.06.2018

Liebe Sängerinnen und Sänger, vielen herzlichen Dank für Eure tolle Unterstützung! Aufgrund der von Euch zugesicherten Spenden, können wir den Konzertchor St. Petersburg (wie er mittlerweile heißt) jetzt nach Stuttgart einladen. Ich darf Euch im Namen der Chorgemeinschaft und meinen russischen Freunden herzlich dafür danken und ich bin sehr stolz darauf, dass wir so viele SängerInnen haben, die so ein außergewöhnlich tolles und auch wichtiges Projekt finanziell bzw. auch sonst unterstützen! Wir benötigen dann noch ein paar Fahrer, die die 28 Sänger am Donnerstag um 18.00 Uhr (Landung) in Frankfurt / Flughafen holen bzw. am Montag, 19.00 Uhr (Abflug) wieder nach Frankfurt bringen. Hierfür gibt’s dann noch eine Liste. Selbstverständlich kann und darf sich weiter beteiligt werden an der Spendenaktion.

Samstag, 23.06.2018, 14.00 Uhr Kirchenkonzert in der Stiftskirche in Stuttgart. Sonntag, 24.06.2018, 17.00 Uhr kath. Kirche St. Anna, Weinstadt-Beutelsbach Sobald wir die Eintrittskarten und Flyer haben, starten wir sofort mit dem Vorverkauf.  Weitere aktuelle Infos hierfür unter www.kai-mueller-choere.de

Die aktuellen Planungen sehen folgende Konzerte vor: Freitag, 22.06.2018, Wandelkonzert 18.00 Uhr in der Kirche St. Johannes in Untertürkheim (Teil 1 geistlich) anschließend in der Sängerhalle Untertürkheim (Teil 2 weltlich).

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„Gemeinsam Stimmt’s – Experimentiertag für Sängerinnen und Sänger“ Am 7. Juli 2018 im FMZ Feuerbach Mit diesem jährlichen bwsb-Experimentiertag werden neue Impulse für Sängerinnen und Sänger gesetzt. Er dient außerdem der Kontaktpflege und dem intensiven Austausch mit Mitgliedern anderer Vereine. Am 7.Juli 2018 gibt es zwei Workshops: „Canta Brasil“ mit Jean Kleeb Entdeckt die faszinierende Rhythmik der indigenen und afro-brasilianischen Musik als Bestandteil des Einsingens und der chorischen Stimmbildung.

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Rhythmus- und Gesangs-Workshop mit Till Ohlhausen Außergewöhnlicher Rhythmus- und Gesangs-Workshop mit Bodypercussion, Circle-Drumming, Rhythmus-Schulung, einem Rhythmus-Arrangement und einem mehrstimmigen Mantra-Gesangs-Stück. Nach dem Workshop sollten die TeilnehmerInnen im Stande sein, die Stücke, an denen gearbeitet wird, auf die Bühne zu bringen. Der bwsb erwartet hauptsächlich Sängerinnen und Sänger aus den Vereinen des bwsb, wobei auch Mitglieder andere Chöre willkommen sind und das Projekt allen Interessierten offen steht. Fotos (von l. nach r.): Jean Kleeb (privat), WS Canta Brasil (privat), Till Ohlhausen (privat), Rhythmus-und Gesangs-WS (Foto: Ohlhausen)


Unser rüstiger Sängerstammtisch in der Chor­ gemeinschaft Es sind alle sangesfreudigen Sängerinnen und Sänger immer herzlich eingeladen an den ungezwungenen Singstunden der Sängerstammtische teilzunehmen, auch gerne als Ergänzung zu den anstrengenderen Chorproben in den einzelnen Chören, …! Der Singkreis Treffpunkt 50plus Stuttgart trifft sich zum Singen an folgenden Donnerstagen, jeweils von 14.30 Uhr bis 16.30 Uhr im Treffpunkt Rotebühlplatz in Stuttgart (S-Bahn Stadtmitte). Termine im Frühjahr 2018: ƒƒ ƒƒ ƒƒ ƒƒ ƒƒ ƒƒ

03. Mai 2018 17. Mai 2018 07. Juni 2018 21. Juni 2018 05. Juli 2018 19. Juli 2018

Der Singkreis „Musik liegt in der Luft“ Waiblingen ttrifft sich zum Singen an folgenden Mittwochen, jeweils von 14.30 Uhr bis 16.30 Uhr im „Forum Mitte“, Blumenstraße 11, 71332 Waiblingen.

Termine im Frühjahr 2018: ƒƒ 09. Mai 2018 ƒƒ 13. Juni 2018 ƒƒ 11. Juli 2018 NEU!!!! Der neue Singkreis in Fellbach-Schmiden trifft sich an folgenden Montagen, jeweils von 13.30 Uhr bis 15.30 Uhr im Dietrich-Bonhoeffer-Haus, Charlottenstraße 55, 70736 Fellbach-Schmiden. Termine im Frühjahr 2018: ƒƒ 04. Juni 2018 ƒƒ 25. Juni 2018 ƒƒ 23. Juli 2018 Kontaktpersonen: Singkreis Treffpunkt 50plus Stuttgart: Christel Jansen Telefon: (0711) 6 87 62 67 Forum Mitte Waiblingen: Martin Friedrich Telefon: (07151) 5 15 68 Sängerstammtisch der Chorgemeinschaft Untertürkheim / Luginsland: Margot Müller Telefon: (0711) 51 38 93 Singkreis in Fellbach-Schmiden: Katharina Patt-Matzner Telefon: (0711) 51 64 53

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CHORGEMEINSCHAFT UNTERTÜRKHEIM

1. Vorsitzender Peter Hirt Tel. 0160/4417294 E-Mail: peter.hirt60@t-online.de Stellvertretende Vorsitzende: Ulrike Börner Tel. 0711/515256 E-Mail: uj-boerner@arcor.de Geschäftsführer: Stefan Müller Murgtalstraße 20 70376 Stuttgart Tel.0151 6339 0794 E-Mail: stefanmichael.mueller@t-online. de

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Chorproben in Untertürkheim Sängerhalle in Untertürkheim Lindenschulstraße 29 Mittwochs 18.45 – 20.00 Uhr: Staging-Ensemble 20.00 – 21.30 Uhr: Gemischter Chor 21.30 Uhr: Männerchor Redaktion Auftakt: Lisa Kimpfler E-Mail: lisa_kimpfler@web.de


Alles Gute! Geburtstage in der Chorgemeinschaft Einen runden Geburtstag feiern Verena Koschke (18.02.) Monika Wahl (25.03.) Margret Mayer (02.06.) Margot Müller (18.06.) Wir gratulieren herzlich!

Die Chorgemeinschaft Untertürkheim hat am 12.12.2017 durch unsere Altistin Sarina Kuschke stimmgewaltigen Nachwuchs erhalten. Sarina hat unser Konzert „Faszination Musical“, obwohl schon hochschwanger mitgesungen – dafür gilt unser Aller Respekt. Dank der frühen Prägung werden Mari und Mika ab 2033 den Chor als Sopran und Tenor verstärken. Wir freuen uns sehr darauf und wünschen den Eltern bis dahin viel Spaß, Freude und Liebe. Artikel von Stephanie Eisenhardt

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Alles Gute zur Hochzeit!

Artikel von Stephanie Eisenhardt Bilder: Spitzenband: www.freepik.com/ LL Schriftzug: http://www.wephotographyou.com/

Vergelt’s Gott ! [ ˈfiːlən daŋk]

An unserem Probenwochenende haben wir unsere Altistin Linda Kühnen (formely known as Straub) mit Ihrem Singen, Strahlen und Lachen sehr vermisst. Aber sie hatte die beste Entschuldigung aller Zeiten: sie strahlte auf ihrer eigenen Hochzeit. Allerdings entging ihr durch die kurzfristige Pla-

nung eine chorische Untermalung der Zeremonie durch die Chorgemeinschaft Untertürkheim. Wir wünschen dem Paar alles Gute für die gemeinsame Zukunft, und hoffen evtl. auf eine kleine Option für weiteren Chornachwuchs.

Wir schauen zurück und sagen Danke!

07.10.17

Man kann die Zeit nicht stoppen, aber die Erinnerung an einen wunderschönen Tag bleibt für immer! Vielen Dank für die lieben Wünsche und Geschenke. Schön, dass Ihr an uns gedacht habt.

Wir haben uns riesig gefreut! Liebe Grüße Linda & Levin

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Steinhausen bei Bad Schussenried


Fasching 2018 Helau, Alaaf, Narri und Narro! Am Mittwoch, den 07.02.2018 haben wir nach einer närrischen Probe noch ein wenig gefeiert. Es gab wie gewohnt Gutes aus der Küche und Knabberkram an den Tischen und auch Lieder wurden angestimmt. Wir hörten Witze und Bütten von den Großen und den Lütten.

Außerdem fand eine Kostümprämierung statt. Die Mitglieder ließen sich nicht lumpen und zeigten einfallsreiche Verkleidungen. Egal ob pinke Haare, kreative Kopfbedeckungen und bunte Gewänder. Getreu dem Motto: „Kommet zu Hauf, seid gut drauf“ verbrachten wir einen geselligen Abend in heiterer Runde. Helau, Alaaf, Narri und Narro!

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Chorgemeinschaft Untertürkheim – Fahrt ins Blaue Text Monika Miller-Lika Fotos Marion Alle und Monika Miller-Lika Der Damenchorausflug für aktive und passive Sängerinnen der Chorgemeinschaft Untertürkheim fand in diesem Jahr im „Goldenen Oktober“ statt. Pünktlich und neugierig stiegen am 14.10.2017 alle 43 Damen in den Bus und die Fahrt konnte beginnen. Wie immer wussten die munter plaudernden und fröhlichen Sängerinnen nicht, wohin die Reise gehen sollte. Margot Müller, die wie jedes Jahr auch diesen

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Ausflug geplant hatte, bekundete nur so viel, dass kurz nach Ulm eine kleine Pause eingelegt werden würde. Natürlich wurde jetzt noch mehr über das Reiseziel, vor und während der Pause mit Flachswickeln und Eierlikör, spekuliert. Von einem Tag im Oberschwäbischen mit Besichtigungen von Barockkirchen und Klöstern oder am Bodensee mit Schiffchenfahrt wurde geschwärmt. Unsere „Chefin“ verriet jedoch nichts und so kamen wir kurz vor 12:00 Uhr in Bad Waldsee an, ohne zu wissen, dass wir bereits unser Ziel erreicht hatten. Erst hier erfuhren wir, dass das Mittagessen bereits auf uns warte, danach es aber gleich weitergehen würde und wir mindestens 2 Stunden im Freien seien, „halt so


richtig rustikal“. Dies ließ bei diesem herrlichen warmen Spätsommerwetter und strahlendem Sonnenschein alle Herzen höher schlagen, zumal gleich hinzugefügt wurde, dass wir aber keine zwei Stunden laufen müssten. Diese Botschaft beruhigte einige der Damen doch sehr! Das Mittagessen in der Gaststätte „Grüner Baum“ in der Fußgängerzone von Bad Waldsee schmeckte hervorragend. Anschließen blieb noch etwas Zeit um durch das hübsche Städtchen zu bummeln oder kurz am Seeufer entlang zu schlendern. Einige nutzten aber auch die Gelegenheit, um sich für den Winter mit Steppjacken und Stiefeln auszurüsten. Eine kurze Busfahrt brachte uns dann zur Besenwirtschaft

„Mostbauer“, die zu einem großen landwirtschaftlichen Betrieb gehört, der sehr idyllisch zwischen Wald, Streuobstwiesen und Feldern liegt. Hier wurde uns Kaffee und selbstgebackener Himbeer- sowie ein Aroniabeeren-Apfelkuchen serviert. Alles schmeckte super lecker! Wer jetzt gedacht hatte in der Sonne behaglich ein Verdauungsschläfchen machen zu können, lag falsch. Schnurstracks marschierte die Damenkolonne zum wartenden „Mostzügle“. Nachdem jede ihr Plätzle gefunden hatte, wurden wir von der Altbäuerin des Hofes ausführlich über die Vorzüge eines Naturgartens für Mensch und Tier informiert. Vom mit lustigen Anekdoten und persönlichen Einstellungen zum nicht anwesenden Geschlecht

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der Männer gespickten Vortrag von Frau Waggershauser sen. konnten wir eine Menge über die Verwendung von Kräutern, Blumen und anderen Gewächsen in einem naturbelassenen Bauerngarten lernen. Das alles aufzuführen ist unmöglich. Festgehalten werden kann, dass (fast) alles was in so einem Naturgarten wächst gegessen werden kann und gesund ist, außer es ist giftig. Begleitet wurden die Ausführungen der Bäuerin von einem munteren Geschnatter zahlreicher Gänse, die uns aus ihrem Wiesengehege interessiert beobachteten. Schließlich erreichten wir das Highlight des Tages: die riesigen Aroniabeeren-Anbauflächen. In Reih und Glied standen zigtausende von Aroniasträuchern in ihrem herbstlich rotem Gewand, was sie malerisch von den hellgrünen Wiesen und dem dunkelgrünen Wald im Hintergrund in Szene setzte.

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Ja die Aronia ist schon eine tolle Beere und sie kann vielseitig verwendet werden – vom Direktsaft über Marmelade bis hin zum Likör und Schnaps alles ist möglich und vor allem gesund! Zudem ist sie in der Haltung ziemlich anspruchslos, schädlingsresistent und gedeiht wohl in jedem Garten. Natürlich wusste die Bäuerin auch hier lebhaft zu erzählen und brachte uns das Geheimnis der Aroniabeere nahe. Wir fühlten uns wie in einer medizinischen Vorlesung. Allerdings könnte so mancher Arzt arbeitslos werden, würden alle täglich Produkte dieser Powerbeere konsumieren. Vielleicht fragt sich nun so mancher Leser was ist das überhaupt für eine Beere? Hierzu nur kurz: sie stammt aus Nordamerika und Kanada und war für die Indianer eine wertvolle Nahrung. Dort entdeckte der Russe W.


Mitschurin, ein russischer Gartenanbauexperte, die zur Familie der Rosengewächse gehörenden Sträucher bei einem Häuptling und erforschte diese dann in Russland ausgiebig. Zuerst als natürlicher Farbstoff in der Lebensmittelbranche eingesetzt wurden die außergewöhnlichen Eigenschaften der Beeren im Auftrag des russischen Militärs weiter erforscht. Die erstaunlichen Ergebnisse der Studien führten zu einer raschen Verbreitung der Aronia im gesamten Ostblock und schließlich auch in West-Europa. Aroniasträucher blühen im Mai in weißer Pracht und können bis zu 2 m groß werden. Im September werden die dunkel-violetten Beeren geerntet und verarbeitet. Zurück in der Besenwirtschaft besichtigten wir die Schnapsbrennerei und lernten hier den Unterschied zwischen Pflaume und Zwetschge, die Verarbeitung der Steinfrüchte und wie Schnaps gebrannt wird. Für jede Dame gab es dann zur Belohnung einen Aronialilör, der allen sehr geschmeckt hat. Nachdem wir nun stundenlang über Natur, Kräuter, Insekten und Brände unterrichtet worden waren, viel Neues und Interessantes erfahren und auch schmecken durften, konnten wir anschließend bei Kirschmost, Wurst- und Käseplatte, Schmalz und Kräuterbutter sowie frischem Bauernbrot entspannen und nach der vielen geistigen Nahrung wieder für unser körperliches Wohl sorgen. Wir ließen es uns schmecken,

langten kräftig zu und ganz Mutige haben sogar auch gänzlich die Garnitur aus Wildkräutern und Brunnenkresseblüten mitgefuttert. Die Sonne lachte vom Himmel, fleißige Musikanten spielten auf und die Untertürkheimer Damen bewiesen, dass sie auch ohne Chorleiter und Noten singen können. Natürlich sorgte wohl auch der Kirschmost für eine gewisse Enthemmung, so dass geträllert wurde, was die Kehle hergab. Die Zeit verging wie im Flug, es war ein toller Tag und alle freuten sich über Margot Müllers Engagement, einen unbeschwerten Tag in frischer Luft zu verbringen und dazu noch viel über eine besondere Pflanze erfahren zu haben. Wir haben eine Menge gelernt, hatten aber auch sehr viel Spaß und nicht zuletzt ordentlich zu schleppen, denn viele kauften natürlich literweise den Saft der Aroniabeeren und manche sogar kleine Sträucher für ihren Garten. Der Saft ist ein wahrer Gesundbrunnen. Auf das Ergebnis des Eigenexperiments darf „frau“ gespannt sein. Alle Ausflüglerinnen dankten Margot Müller mit viel Lob und Applaus herzlich für diesen erlebnisreichen und schönen Tag. Die „Chefin“ vom Untertürkheimer Damenchor ist halt auch etwas Besonderes – sie ist unsere „Aronia“! Und alle freuen sich wieder auf den nächsten Ausflug – egal wohin.

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Jubilarfeier der Chorgemeinschaft Untertürkheim Text: Stephanie Eisenhardt Am 26.11.2017 wurden in der Sängerhalle der Chorgemeinschaft Untertürkheim die Jubilare des Vereins, des Deutschen Chorverbandes und des Baden-Württembergischen Sängerbundes geehrt. In der herbstlich geschmückten Sängerhalle wurden die Jubilare mit gut gelaunten Gästen empfangen, es gab ein ausladendes Kuchenbuffet, Kaffee und weitere Getränke wurden von der Pächterfamilie gereicht.

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Eingerahmt wurde die Veranstaltung durch musikalische Blöcke aus den Programmen des abgelaufenen Jahres. Im ersten Block wurden So soll es bleiben, Tage wie diese, Weit weit weg und Wenn ich vergnügt bin zu Gehör gebracht. Im zweiten Block wurde es weihnachtlich mit El Nacimiento und Los Reyes Magos, beides Stücke aus der Navidad Nuestra. Im letzten Block wurden noch einmal in mitreisender Manier Masquerade, Ewigkeit und das Finale aus Tanz der Vampire gesungen. Diese drei Stücke stammen aus dem sehr erfolgreichen Konzert Faszination Musical der Chorgemeinschaft Kai Müller vom 29.10.2017 im Beethovensaal der Liederhalle.


Es gab noch zwei sehr gut gelaunte Reden von Marot Müller, der Mutter unseres Chorleiters mit interessanten Details aus dem musikalischen Leben Ihres Sohnes, die noch in der zurückschauenden Rede von Klaus Wolfahrth vertieft wurde. Er erinnerte sich an die Anfänge von Kai Müller als sehr jungen Chorleiter, der von den Altgedienten zu Beginn nicht ganz ernst genommen wurde. Nachdem alle Jubilare mit Urkunden, Blumen für die Damen oder Wein für die Herren von der Chorgemeinschaft Untertürkheim, sowie von der Vorsitzenden des Baden-Württembergischen Sängerbundes, Frau Betina Grützner mit weiteren Urkunden und Ehrennadeln für langjähriges aktives Singen bedacht waren, wurde selbstverständlich noch ein Gruppenbild gemacht. Vordere Reihe von links: Dorothea Kappert (25 Jahre), Karin Burkhardt (40 Jahre), Margot Müller (25 Jahre und 70 Jahre aktives Singen), sitzend: Helga Jakob (25 Jahre), Gerhard Kimmerle (40 Jahre), Marion Mayer (50 Jahre) und Klaus Wolfarth (50 Jahre). Hintere Reihe von links: Horst Wolfahrth (10 Jahre), Ulrike Börner (2. Vorsitzende), Peter Hirt (1. Vorsitzender und 40 Jahre), Bettina Herrmann (Kassenwartin), Betina Grützner (Vorsitzende BWSB), Claudia Tölg (40 Jahre aktives Singen), Ewald Müller (40 Jahre) und Stefan Müller (Geschäftsführer).

Nicht auf dem Bild: Rita Warth und Ramon Cayless (jeweils 25 Jahre) sowie Ruth Proksch (70 Jahre Mitglied).

Jedes Gemeinwesen benötigt kritische Denker und Mahner, die eine Gesellschaft beleuchten und diese voranbringen. © Horst-Joachim Rahn (*1944), Hochschullehrer und Schriftsteller 41


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Auf dem Weihnachtsmarkt in Untertürkheim Text: Volker Hauschild Wie es jedes Jahr in der Weihnachtszeit der Brauch ist, wurde am 9.12.2017 von Kai Müller und seinem Chor auf dem Weihnachtsmarkt in Untertürkheim auf der Bühne musiziert. Ich erzähle das jetzt mal aus meiner Sicht, weil ich kein Journalist bin, der solche Artikel einfach aus dem Ärmel schüttelt. Es wird wohl den einen oder anderen zum Schmunzeln bringen. Am Mittwoch zuvor waren wir noch fleißig am Üben in der Sängerhalle, was ja normal ist. Ich war voll motiviert, weil ich die ganze Woche Überstunden abgebaut habe. Und da kommt auch schon mein Denkfehler, weil ich nur die Woche über frei hatte und nicht den Samstag! Nach der Probe verabschiedete ich mich freudig mit den Worten „Also bis SAMSTAG!“ Die Tage vergingen und ich bereitete mich am Samstag früh vor und ging entspannt nach Untertürkheim. Wir sollten uns um 16.00 Uhr zum Einsingen hinter dem Bahnhof treffen. Ich war schon etwas früher da und habe der aktuellen Musik zugehört, was auch ganz nett war, aber fragt mich nicht nach dem Namen der Musik, die da zu hören war.

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Beim Herumschlendern traf ich schon auf das eine oder andere Gesicht, das ich kenne und grüßte wie es sich gehört. Im oberen Drittel der Straße fand ich dann auch unseren Stand, bei dem mir sofort ein Punsch mit Schuss angeboten wurde. Wer kann da schon Nein sagen. Außerdem war es so richtig kalt. Ca. um die Null Grad, gefühlt sogar minus 10 Grad! Dann kam Bewegung in die Anwesenden und es strömten alle zusammen. Das war dann schon etwas netter, denn in einer Gruppe von 50 Personen wird es schnell etwas wärmer, wenn man eng zusammen rückt. Tja, Kai musste leider weiter frieren, denn er stand wie immer allein da. Wir sangen uns im Schnelldurchlauf ein. Bei der Kälte reichte uns auch nur ein Lied aus und wir fühlten uns schon wärmer. Schlussendlich wurden folgende Lieder beim Konzert gesungen: Weihnachtshymne, Weihnachtszeit, Du stille Zeit, Zündet die Lichter der Freude an, Gloria, El Nacimiento (Navidad Nuestra), Gemeinsame Weihnachtslieder (zweistimmig). Und zum Schluss, da hat sogar das Publikum bei Feliz Navidad mitgesungen. Im Nu war eine gute Stunde vorbei und einige Füße eiskalt. Das bedeutet ganz schnell zurück zu unserem Stand zu gehen und noch einen Punsch, natürlich wieder mit Schuss, zum Auftauen der Gebeine zu trinken. Am Stehtisch haben wir noch fleißig


Werbung gemacht. Ich schlage vor, beim nächsten Mal eine DVD, mit verschiedenen Konzertausschnitten, laufen zu lassen. Dann kann man sich einfach besser vorstellen, was Kai so auf die Füße stellt. Dann ging der Abend zur Neige und meine Füße trugen mich langsam nach Hause. Und zum Schluss noch ein Schmunzler! Ihr könnt euch vielleicht schon denken, was ich dann am Montag erlebt habe. Vor lauter Weihnachtskonzert habe ich die Arbeit vergessen. Meine Kollegen haben sich total über mich lustig gemacht. Das musste ich mir drei Tage lang anhören. Nächstes Jahr wird es wohl nicht mehr klappen, dass ich wie die Jahre

„Wer sich mit anderen zusammentut, kann alles erreichen.“ Unbekannt davor dabei bin. Aber dieses Jahr werde ich nicht vergessen.

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CHORVEREINIGUNG WEIL DER STADT

Chorvereinigung Weil der Stadt e.V. Poststraße 2 71263 Weil der Stadt

Chorproben in Weil der Stadt Poststraße 2/Brenzplatz Altes Kloster (neben der Volksbank), 2. Stock

Vorsitzende Heike Wolf Tel. 07033 - 1 34 97 Mobil: 0179 - 453 1058 E-Mail: cv-wds@kai-mueller-choere.de

Dienstag: 18.45 – 19.45 Uhr: Schauspielproben 20.00 – 22.00 Uhr: Gemischter Chor

SingMit!/ChorKids/YoungStars Elmar Freitag Tel.: 07033 – 4 47 90 Mobil: 0176 105 139 15 E-Mail: chorkids@kai-mueller-choere.de

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Freitag: 14.30 – 15.30 Uhr: SingMit!-Gruppe (4 – 6 Jahre) 15.40 – 16.40 Uhr: ChorKids (6 – 10 Jahre) 16.50 – 17.20 Uhr: YoungStars (ab 11 Jahren) Redaktion Auftakt: Sigrid Vaas E-Mail: auftakt-wds@kai-mueller-choere.de


Aktuelle Projekte Gemischter Chor:

Chor & Comedy: TV Nonstop Samstag, 10. November 2018 Stadthalle Weil der Stadt

SingMit! & ChorKids & YoungStars: Kunterbunt Ein farbenfrohes Musical 체ber Vielfalt und den Wert der Gemeinschaft Interkulturelles Chorprojekt Samstag, 24. November 2018 16 Uhr in der Aula des Schulzentrums Weil der Stadt.

Alles Gute! Geburtstage in der Chorvereinigung

Geburtstage in der Chorvereinigung Einen runden oder halbrunden Geburtstag feiern im ersten Halbjahr 2018: Martin Stingl Monika M채rksch Josef Seethaler Christine Bohnert Sarah Majeric Hermann H채usler Martin Baur Manfred B체rklen Heike Carbon William Quinn Josef Baur Kindergeburtstage: Alessio Fiorenza (10 Jahre) Meryem Polat (10 Jahre) Wir gratulieren herzlich!

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Kunterbunt Text: Sigrid Vaas Fotos: Elmar Freitag Das neue interkulturelle Chorprojekt für Kinder ab 4 Jahren – Musikalische Leitung: Ingrid Mohr „Bist du froh, farbenfroh, ist dein Leben ebenso, wie ein Regenbogen hoch im Sonnenschein. Bist du reich,

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farbenreich, wird dein Leben federleicht, jeder Tag wird ein Abenteuer sein…“, so lautet der Refrain des Liedes „Kunterbunt“ aus dem gleichnamigen Musical von Gabriele Fehrs und Markus Voigt. Über dem Land „Kunterbunt“ wölbt sich ein herrlicher Regenbogen. Ein gütiger König herrscht über seine Untertanen, die Farben. Sie sind knallrot, zitronengelb und himmelblau.


Eines Tages jedoch kommt es zum Streit bei den Untertanen. Einige fühlen sich weniger beachtet als andere. Was tun? Der König kommt auf die Idee, ab sofort jeden Tag eine andere Farbe als „Farbe des Tages“ auszurufen. Zuerst bestimmt das sanfte Blau, dann das temperamentvolle Rot und schließlich das schöne, aber eitle Gelb die Stimmung des Landes. Doch wie kann ein Regenbogen weiter bunt strahlen, wenn die Farben nichts mehr gemeinsam unternehmen? Allmählich wird der wundervolle Regenbogen immer blasser und blasser. Das macht allen große Angst. Denn ohne das Strahlen des Regenbogens droht das bunte Reich in graue Steine verwandelt zu werden. Im letzten Moment rettet der König die bunte Farbenwelt mit einigen wenigen Farben, die in einem Eimer

zurückgeblieben waren. Am Ende ist die Vielfalt der Farben wieder hergestellt und der Regenbogen leuchtet noch schöner als zuvor. Das Musical „Kunterbunt“ hat eine einfache, aber bedeutsame Botschaft: Nur in der Anerkennung der Verschiedenartigkeit bleiben Vielfalt, Toleranz, Freiheit und Friede erhalten. Aufgeführt wird „Kunterbunt“ am Samstag, den 24. November 2018, in der Aula des Schulzentrums in Weil der Stadt.

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Chor & Comedy – das Chorprojekt der etwas anderen Art Text u. Fotos: Sigrid Vaas Mitten hinein in das Wohnzimmer von Jutta und Gregor geht es mit dem neuen Chorprojekt „TV Nonstop“ der Chorvereinigung Weil der Stadt. Mit großer Leidenschaft sitzt Jutta vor dem Fernseher und schaut sich alles an, was das TV-Programm zu bieten hat: Soaps, Krimis, Musikshows, Werbespots, Actionfilme, Kuppelshows … Gregor, ihr heimwerkelnder Ehemann, hat allerdings noch weitergehende Ideen und Pläne hinsichtlich eines gelingenden Ehelebens. Er ist

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damit beschäftigt, das neue Ehebett aufzubauen, um es dann anschließend mit der Ehefrau einzuweihen. Doch während der Gatte hämmert, zappt sich Jutta lieber durch das TV-Programm. Tempo, Witz und Tiefsinn. Diese Ausgangssituation liefert die Rahmenhandlung für „TV Nonstop“: In verschiedenen Episoden werden diverse TV-Genres spielerisch-satirisch in die Mangel genommen und durch den theatralischen Kakao gezogen. Den Soundtrack und auch ganz spezielle eigene Beiträge fürs TV-Programm liefert live, in Farbe und mit dem nötigen Unernst die Chorvereinigung. Auf die Bühne der Stadthalle Weil der Stadt kommt „TV Nonstop“ am Samstag, den 10. November 2018. Mit diesem Chorprojekt der etwas anderen Art werden insbesondere Sänger und Sängerinnen angesprochen, die nicht nur gerne singen, sondern vielleicht auch ihr schauspielerisches Talent einbringen möchten. Neben den „normalen“ Chorproben mit Chorleiter Kai Müller (immer dienstags von 20 – 22 Uhr), gibt es für die schauspielernden Sänger und Sängerinnen Schauspieltraining und Proben mit der Theaterpädagogin Sigrid Vaas (auch dienstags, von 18.45 – 19.45 Uhr). Ganz aktuell: Schauspielschüler bei der Trainingsarbeit:


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Märchenhaftes Konzert des ChorNachwuches Text: Martin Grausam Fotos: Sigrid Vaas „Es war einmal ...“ Wahrscheinlich denken die meisten Menschen bei diesen Worten sofort an Märchen. Und das ist nicht nur in Deutschland so. In allen Kulturkreisen der Welt existieren Märchen – im arktischen Eis genauso wie unter der Sonne Afrikas. Das Märchen ist eine der ältesten Überlieferungen der Menschheit überhaupt. Die ältesten heute bekannten Vorformen des Märchens kommen aus dem Orient. Aus dem 10. Jahrhundert stammt die über 300 Stücke umfassende arabische Sammlung „Tausend und eine Nacht.“ Erst durch die berühmte Märchensammlung der

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Brüder Grimm (1812 – 15) erlangte das Märchen auch im europäischen Raum höchste Popularität. Auf der ganzen Welt ähneln sich Märchen in Struktur und Erzählweise. Mit diesen weltweiten Gemeinsamkeiten liefern Märchen den idealen Stoff für das interkulturelle Projekt „Deine Märchen – meine Märchen“ der Chorvereinigung Weil der Stadt, das vom Stadtjugendring und der Familien- und Jugendstiftung Weil der Stadt gefördert wird. Die Abschlussveranstaltung dieses Kinderchorprojektes fand am Samstag, den 25. November um 16 Uhr in der Aula des Schulzentrums statt. Unter der musikalischen Leitung von Ingrid Mohr, theaterpädagogisch betreut von Sigrid Vaas und am Klavier begleitet von Deborah Ohngemach präsentierten SingMit!-Kinder (4 – 6 Jahre alt) und ChorKids (6 – 10 Jahre) verschiedene Märchen in vielfältiger Art und Weise – singend,


erzählend, spielend, musizierend. Musikalisch unterstützt wurden die jungen Sängerinnen und Sänger von Instrumentalsolisten der Weil der Städter Musikschule. Fast schon traditionell waren auch Kindertanzgruppen der Ballettschule Gymnastica unter der Leitung von Cathryn Wettengel mit von der Partie. Nachdem in der voll besetzten Aula alle Eltern, Großeltern, Geschwister, Onkel und Tanten Platz genommen und Chorjugendleiter Elmar Freitag und Dirigentin Ingrid Mohr alle Besucher begrüßt hatten, ging es auch schon los mit dem ersten Märchen „Der gestiefelte Kater“. Drei Erzähler der ChorKids berichteten dem erstaunten Publikum von den Taten des listigen Katers, der seinen Herrn, einen armen Müllersohn zum Grafen machte, indem er den bösen Zauberer dazu brachte, sich selbst erst in einen Elefanten, dann in einen Löwen und schließlich in eine kleine Maus zu verwandeln, die der Kater dann mühelos auffressen konnte. Dabei flogen die passenden Kuscheltiere gleich scharenweise über die Bühne, was für herzliche Lacher im Publikum sorgte. Der vereinigte Chor aus den kleineren SingMit!-Kindern und den größeren ChorKids sang die passenden Verse dazu, unterstützt von ‚Geräuschemachern‘ an Becken und Trommel. Acht geschmeidige Kätzchen der Ballettschule Gymnastica begeisterten das Publikum mit einer kreativen und sehr lustigen

Tanzeinlage. Von den Nöten eines einfachen Dienstmädchens am Hofe des Königs handelte das folgende Märchen „Rumpelstilzchen“. Diesmal waren es sogar vier Erzähler, die in wechselnden Rollen lebhaft vom Schicksal des Mädchens erzählten, das so gerne Prinzessin werden wollte und sich dabei leider mit dem hinterhältigen Rumpelstilzchen einlässt. Dieses hilft ihm zwar die fast unlösbaren Aufgaben des Königs zu erfüllen, verlangt aber dafür das erstgeborene Kind, das sie mit dem Prinz nach der Hochzeit haben würde. „Schnurre – schnurre Rädchen, spinne – spinne Fädchen!“ sang der Kinderchor und half dem Mädchen damit, das viele Stroh über Nacht in Goldfäden zu verwandeln. Mit viel Mühe und Hingabe hatten Eltern und die Organisatoren bunte Kostüme und Dekoration zusammengetragen und die Kinder aufwändig geschminkt, wodurch das Publikum leicht in die Geschichten eintauchen konnte. Letztlich endete auch dieses

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Märchen – es darf nicht anders sein – mit einem Happy End und das Rumpelstilzchen stampfte sich wütend in die Erde bzw. hinter den Vorhang. Als letztes Märchen vor der Pause wurde das Publikum mit auf die Reise genommen mit „Sindbad, dem Seefahrer“. Dieser war dereinst ein erfolgreicher ‚Business Man‘ und ‚Global Player‘ in der Vertriebsflotte des Sultans. Er segelte mit seinem Handelsschiff über alle Weltmeere, bis er eines Tages, ermüdet von den vielen Kundenbesuchen, auf einer Insel einschlief und von seiner Mannschaft vergessen wurde, die ohne ihn weiter segelte. Mit Hilfe des Riesenvogels Roch, seines Turbans und einer großen Portion Dusel, die man nur im Märchen hat, gelang ihm die Rettung aufs Festland und er konnte in seine Heimat zurückkehren. Präsentiert wurde Sindbad von der Erzählerin Marleen Albrecht und dem Trompeter Leonard Rupp von der Jugendmusikschule Weil der Stadt. Der Kinderchor wurde unterstützt von Erwachsenen der Chorvereinigung und allen Singwilligen im Publikum. Danach ging es in die Märchenpause. Mit einem internationalen Pausen-Buffet kamen auch die kulinarischen Genüsse nicht zu kurz. Frisch gestärkt ging es dann weiter mit dem Märchen „Der Wolf und die sieben Geißlein“. Dabei konnte man erfahren, was passiert, wenn eine alleinerziehende Ziegenmutter ihre Kinder ohne Betreuung zu Hause

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lässt und shoppen geht. Diese Gelegenheit lässt sich der böse Wolf natürlich nicht entgehen und verschafft sich trickreich Zutritt zum Ziegenstall, wo er ein 6-Gänge Menü zu sich nimmt. Letztlich wird ihm aber seine Gefräßigkeit zum Verhängnis und er muss sich schlafend einer Bauch-OP unterziehen und wird im Brunnen versenkt. Herrlich tonmalerisch verstärken die Kinder mit Cello (Felix Müller als Wolf), Blockflöte, Becken, Xylophon und Holzblock die Dramatik dieser Geschichte, wobei der Kinderchor am Ende triumphierend verkünden kann „Der Wolf ist tot – vorbei die Not!“. Souverän dirigierte Ingrid Mohr die verschiedenen Szenen und Einsätze. Hinein in den Orient ging es wieder mit dem Märchen „Vom fliegenden Teppich, dem sehenden Rohr und dem künstlichen Apfel“. Die drei Prinzen des Sultans sollen sich auf die Reise machen und sich ein Jahr später wieder zu Hause treffen. Wer den ungewöhnlichsten Gegenstand mitbrächte, dürfe die schöne Prinzessin heiraten. Ali bringt ein sehendes (Fern)Rohr, Achmed einen fliegenden Teppich und Hassan einen heilenden Apfel mit. Letzterer überzeugt den Sultan und Hassan bekommt die Prinzessin zur Frau. Bei diesem Stück zeigen die Chorkinder, dass sie auch sehr gut schauspielern können, was in vielen Szenen für Heiterkeit im Publikum sorgte. „Ali Baba und die Räuberhöhle“ ist das letzte Märchen, in das Michaela


Müller als Erzählerin entführte. Sehr nuancenreich erzählte sie von dem armen Holzhändler Ali Baba, der aus einer Räuberhöhle einen kleinen Teil des Goldschatzes entwendet, gerade so viel, dass er mit seiner Familie ein gutes Leben haben kann. Sein gieriger Bruder Karim dagegen will den gesamten Schatz plündern, was ihm zum Verhängnis wird, weil er in der Aufregung den Zauberspruch „Sesam öffne dich“ vergisst. Mit gleich zwei tollen Tanzeinlagen erfreuten die Ballettmädchen von ‚Gymnastica‘ in diesem Märchen. Zuerst als 13 wilde Räuber in einem flotten Walzertanz und am Ende noch einmal als 9 bunt verkleidete Edelsteine, wobei sie unter Beweis stellten, wie elegant und grazil Balletttanz sein kann. Der Kinderchor hatte sichtlich Spaß bei den beiden Liedern „Ali Baba

hackte Holz“ und „Hey 40 Räuber“. Damit ging ein wahrlich märchenhafter Nachmittag zu Ende, bei dem der Chornachwuchs und die Ballettkinder allen Besuchern eindrucksvoll zeigten, welch emotionale und verbindende Kraft Märchen für Groß und Klein, Jung und Alt haben können. Das Publikum war begeistert und dankte es allen Beteiligten und den Organisatoren dieser ergreifenden Märchenstunde mit einem königlichen Applaus. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann singen und tanzen sie noch heute …

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„Gekommen um zu bleiben – wir gehen hier nicht weg!“ Das SängerInnen-Porträt Auch in dieser Ausgabe stellen wir „Singende“ vor, die gekommen sind um zu bleiben. Das Besondere diesmal: Es sind Mutter und Tochter – und die Tochter hat außerdem eine Doppelrolle übernommen: die Interviewende und die Antwortende. Respekt! Fragen von Eva Conzelmann, Antworten von Eva und Silvia Conzelmann 1. Warum seid ihr zum Chor gekommen? E: Ich bin zum Chor gekommen, da mich einmal eine Freundin gefragt hat, ob ich zu einem Chor gehe. Das wollte ich auch ausprobieren.

Als ich zum Chor kam, hat Kai Müller noch die ChorKids geleitet. Das ist schon etwas lange her. S: Nach langer Abstinenz wollte ich gerne wieder in einem Chor singen. Damals fand ich gut, dass Kinder und Erwachsene kurz nacheinander geprobt haben. Das hat gut in unseren Alltag gepasst, so konnten die Kinder auch Chorluft schnuppern. 2. Seit wann geht ihr zum Chor? E: Seit so ca. 2012, das ist jetzt 6 Jahre her. Mein erstes Stück war „Zirkus Furioso“. S: Seit irgendwann im Frühsommer 2012. Wir waren ca. 2 Jahre vorher nach Merklingen gezogen und meine Bekanntschaften beschränkten sich auf andere „Kindergarteneltern“. Daran wollte ich auch etwas ändern.

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3. Was gefällt euch so am Singen? E: Am Singen finde ich toll, dass, wenn man lange übt, man am Ende durch eine Vorstellung „belohnt“ wird. An der Gruppe finde ich toll, dass man auch Freundschaften knüpfen kann. Z.B. Hanna, sie gehört mit mir zu den Älteren, die auch bei den YoungStars (ab 11) mitsingen. S: Es gibt fast nichts Schöneres, als auf der Bühne (mit anderen) zu singen. Singen macht Freude und den Kopf frei. Und fast am Wichtigsten sind die Mitsängerinnen und -sänger, die man kennenlernt. 4. Gibt es auch etwas Negatives dabei? E: Eigentlich nicht, aber ab und zu wird der Zeitplan zu eng. Ein langer Nachmittag kann auch erschlagend sein. S: Nicht wirklich, manchmal finde ich es schade, wenn man die deutsche Übersetzung singt, statt des Originals. 5. Was waren bisher die drei tollsten Konzert-Erlebnisse? (Platz 1 - 3 vergeben) E: Die tollsten Erlebnisse waren 1.* „Meine Märchen, Deine Märchen“, da ich drei Leserollen hatte: 2 x Erzähler, 1 x Wolf. Auf dem 2. Platz landet: „Zirkus Furioso“: Ich weiß zwar nicht mehr, welche Rolle ich hatte, aber es war mein erster Auftritt.

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„Man ist nicht bloß ein einzelner Mensch, man gehört einem Ganzen an.“ Theodor Fontane (1819 - 1898), dt. Schriftsteller, Journalist, Erzähler und Theaterkritiker

An 3. Stelle landet der „Regenbogenfisch“: Wir alle haben genähte Fische bekommen, die wir auch behielten. Ich durfte mit dem Fisch als ‚oberster‘ Fisch vor dem Publikum ‚entlanggleiten‘. (* An 1. Stelle landet auch das Musical „Cinderella“, wo wir mit den Erwachsenen auftraten) Das tollste Konzert meiner Mutter, wo ich zusehen durfte, war „Faszination Musical“ im Beethovensaal der Liederhalle Stuttgart. S: An dritter Stelle für mich klar das erste Konzert, bei dem ich dabei war, die relativ kurze Einlage beim Chortreffen in Renningen, mit Disney-Medley und Choreo. Das war nach nur einer Handvoll Proben eine Herausforderung für mich. Als Zweites hat mir die „Ultima-


te-Chart-Show“ aufgrund der Liederauswahl sehr gut gefallen. Und an erster Stelle ganz klar die großen Konzerte in der Liederhalle, allen voran „Dein ist mein ganzes Herz“. 6. Welche Art von Liedern singt ihr am liebsten? (Musikrichtungen, Sprachen, Titel) E: Der Kinderchor singt meistens deutsche Lieder. Allerdings mag ich auch englische Lieder, wie z.B. „The Lion sleeps tonight“. Ich finde auch, dass Englisch ein bisschen weicher klingt als Deutsch. S: Am liebsten singe ich gängige Unterhaltungsmusik und bekannte Hits

und Musicals. Auf Englisch und Deutsch. Mein Lieblingsstück ist das Finale von „Les Miserables“. 7. Warum seid ihr so lange im Chor geblieben? E: Weil mir das Singen Spaß macht. S: Singen ist besser als jeder Energydrink, die Projekte im Chor sind abwechslungsreich und es ist toll mit Eva gemeinsam zu singen. Ich habe im Chor auch schon Freunde gefunden und last but not least finde ich gut, wie Kai Müller aus vielen Puzzlestücken so tolle Konzerte zusammenfügt.

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Mal wieder auf die Pauke gehauen

Kinderchor in der Wendelinskapelle September 2017: Im Rahmen der Aktionswochen „Vielfalt in Weil der Stadt – Das Beste gegen Einfalt!“ sorgte der Chornachwuchs bei der Buchpräsentation „Vielfältig! Verschieden! Vereint!“ in der Wendelinskapelle für die musikalische Umrahmung.

„Das Einzelne ist immer ein Teil eines Ganzen!“ © Torsten Fischer Quelle: Fischer, Traumideen 62

In aller Kürze

Februar 2018: Mitgliederversammlung So geht das: Gewählt, für gut befunden, wiedergewählt! Und schon hat man eine neue (Vereins-)Regierung! Unsere Angela heißt Heike Wolf (Vorsitzende), unser alter + neuer Schriftführer Uwe Walter, unser alter + neuer Finanzchef Martin Stingl, unsere alten + neuen Beisitzerinnen Maria Hildenbrand + Sabine Walter. Neu im Amt als Jugendleiter: Elmar Freitag. In großer Dankbarkeit wünschen wir allen AmtsträgerInnen weiterhin ein erfolgreiches Händchen!


Drei auf einen Streich oder Feiern geht immer! Das könnte man als Motto nehmen für den 23. Januar 2018, einen ziemlich feierlichen Dienstag! Los ging es mit einem weihnachtlichen Auftritt beim Weil der Städter Tag in der Renninger Krippe. Hier sangen wir Weihnachtslieder. Anschließend wechselten wir ins „Klösterle“ in Weil der Stadt und sangen bei unserer Jubilar- und Happy-New-Year-Feier für unsere Jubilare, Ehren- und Fördermitglieder einige Stücke aus dem vergangenen Musical-Konzert. Besonders geehrt wurde für 15 Jahre aktives Singen Marion Derka (im Bild).

Die Ehrenmitgliedschaft erhielten Rose Rosenkranz und Dieter Haag. Dann machten wir uns über Speis und Trank her, um uns schließlich dem gemeinsamen Singen diverser alter Schlager zu widmen. Dazwischen erfreute uns Chorleiter Kai Müller mit allerlei ziemlich lästerlichen Liedern. Fazit: Es war eine subbr Party! Wir freuen uns schon auf die nächste …

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Abgesang – Kann das gut gehen? Tastenzampano auf Abwegen! Text + Fotos: Sigrid Vaas Es begab sich in der wohlbekannten Groß-Krippe zu Renningen-Malmsheim. Zwecks instrumentaler Begleitung weihnachtlichen Chorgesangs erklomm Kai Emm aus Ess forsch und zielstrebig die Bank eines sich dort befindlichen Tasteninstruments, sah sich dann aber mit einer etwas unübersichtlichen Tastenanordnung konfrontiert:

„Oben rum könnte ich zurechtkommen. Aber unten rum?“ In alter Zeit war guter Rat wirklich teuer, heute – glaubt man jedenfalls – hilft ein Blick ins Handy.

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Doch auch der sich darin befindliche Gott Google war ratlos. Zum Glück gibt es ja noch das gedruckte Wort. Und davon war reichlich vorhanden!


Was Kai Emm aus Ess im Einzelnen zu lesen fand, konnten wir nicht in Erfahrung bringen. Jedenfalls brachte er schlussendlich die Orgel zum Klingen und den Chor zum Singen. Kurze Zeit später: Ortswechsel Ich bin wieder hier im Weil der Städter Revier und alles ist gut. Fazit: Kehr ich einst zur Heimat wieder, spät am Abend, wenn der Mond aufgeht, schau ich tief beglückt ins Tal hernieder, wo ein schwarzer Flügel steht. Ja, dich will ich jubelnd preisen, du mein trautes Weil der Stadt, weil ihr für mich im Klösterle den allerbesten Flügel habt!

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KAMMERCHOR

1. Vorsitzende Monika Jüngling Tel. 07141/797343 E-Mail: m.juengling22@gmail.com 2. Vorsitzende Manuela Kocher Tel. 07156/39331 E-Mail: manuela.kocher@onlinehome.de Kassier Bettina Herrmann Tel. 07154/28029 Chorproben in Ditzingen Neuapostolische Kirche Münchinger Straße 25 71254 Ditzingen

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Montags (14-tägig) 19.30 – 21.30 Uhr Redaktion Auftakt Dorothee Schulz E-Mail: schulz.rutesheim@freenet.de Letzte Projekte: „Finnland meets Schwaben“ „Autorenlesung mit Dorothea Grünzweig und Dieter Adrion“ „Schön ist die Welt“ „Der volle Klang der Reformation“ Aktuelles Projekt „Winterreise“ von Franz Schubert für Bariton und Chor


Winter ade? „Endlich“ werden viele rufen, die den Frühling herbei sehnen. Die Umstellung auf Sommerzeit, der Frühlingsbeginn am 20. März, diese signalisieren dem Winter deutlich, dass es Zeit wird, sich zu verabschieden. Aber für uns vom Kammerchor wird der Winter ein ständiger Begleiter sein, wenn wir von einer Welt singen, die so trübe ist, der Weg verhüllt von Schnee; von gefrorenen Tropfen auf meinen Wangen; von der Suche nach grünem Gras; vom Winter, der kalt und wild; vom Schnee, der mir ins Gesicht fliegt – kurz gesagt, wir üben den Liederzyklus „Winterreise“ von Franz Schubert ein, die einzigartigen Verse sind von Wilhelm Müller. Schubert komponierte das Werk für Solostimme und Klavier, doch nun hat Gregor Meyer 2017 seine Fassung für Bariton, Chor und Klavier veröffentlicht. Melodie und Text bleiben unverändert, doch eine stilistisch vielfältige Chorbegleitung kommt hinzu, sowohl kommentierend als auch emotional verstärkend. Für die Durchführung des Projekts musste sich der Kammerchor auf die Suche nach Männerstimmen begeben, denn vor allem unsere Tenöre, aber auch die Bässe brauchten dringend Verstärkung. In einer groß angelegten Aktion warben wir von Dezember bis zum Probenbeginn Ende Januar und wir hatten Erfolg! Vielen Dank an die Werber, vor allem aber an die

„Neuen“, die den Weg zum Kammerchor gefunden haben. Im Februar 2019 wird das Werk zweimal aufgeführt werden. Solist ist der bekannte Bariton Joh. Moser, schon allein wegen ihm lohnt sich der Weg. Deshalb laden wir Sie heute schon herzlichst ein, denn wir versprechen: Dies wird ein unvergesslicher Abend werden!

„Soll Gemeinschaft gelingen, dann muß ich mehr für sie tun, als ich von ihr erwarte.“ © Peter Amendt (*1944), Franziskaner 67


Stimmgewaltige männliche Begleitung ...

... für eine

„Winterreise“ gesucht 68


KAMMERCHOR der Chorgemeinschaft Kai Müller singt das neue Arrangement der „Winterreise“ von Franz Schubert für Chor, Klavier und Bariton

Wir suchen begeisterte Tenöre und Bässe! Sind Sie interessiert, neugierig, motiviert und bringen Chorerfahrung mit?

Chorproben jeweils montags, 14-tägig um 19.30 Uhr in der Neuapostolischen Kirche Münchinger Straße 25, 71254 Ditzingen Probenbeginn: 22.01.2018 www.kai-mueller-choere.de Rubrik „Kammerchor“ Monika Jüngling Tel. 0 71 41 - 79 73 43

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LIEDERKRANZ DITZINGEN

1. Vorsitzende Seyran Sanz Alonso Tel. 07156/951516 E-Mail: vorstand@liederkranz-ditzingen.de

Probenlokal Fuchsbau, 1. OG Leonberger Straße 39 71254 Ditzingen

Chorleiter Kai Müller Tel. 0711/5181531 E-Mail: CG.Kai.Mueller@acor.de

Donnerstags 18.45 Uhr: DitSingers 20.15 Uhr: Informationen 20.30 Uhr: city-chor

Bankverbindung Volksbank Ströhgäu eG BIC: GENODES1MCH Konto: DE60 6006 2909 0025 2440 00

Redaktion Diana Salsa E-Mail: schrift@liederkranz-ditzingen.de

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Bitte beachten Sie auch die aktuellen Ankündigungen im Ditzinger Anzeiger und im Internet: www.liederkranz-ditzingen.de


Liebe Sängerinnen und Sänger des city-chores und der DitSingers, sehr geehrte Mitglieder und Freunde des Liederkranzes, Bei der Mitgliederversammlung am 12. März standen Neuwahlen des Vorstands auf dem Programm. Die beiden wiedergewählten Vorsitzenden Seyran Sanz Alonso und Sonja Weigel freuen sich auf ihre Aufgaben. Unterstützung bekommen sie auch weiterhin von Diana Salsa, die ihr Amt als Schriftführerin mit viel Herzblut ausführt. Auch Cornelia Weihing bleibt für weitere zwei Jahre Kassiererin des Liederkranz e. V. Ditzingen. Vielen Dank für Ihr Vertrauen! Wir haben jederzeit ein offenes Ohr für Ihre Belange. Die Vorbereitungen für das Doppelkonzert von city-chor und DitSingers laufen bereits. Seit Jahresbeginn erfüllen jeden Donnerstagabend sowohl lateinamerikanische als auch afrikanische Klängen unseren Probenraum im Fuchsbau. Es soll eine kleine Weltreise werden, immerhin zwei Kontinente werden musikalisch abgedeckt. Damit das Ganze auch authentisch wirkt, haben wir uns einen speziellen Gast mit ins Boot geholt: Gemeinsam mit Till Ohlhausen werden wir die Bühne der Leonberger Stadthalle zum Beben bringen. Denn auch dieses Projekt wird mehr als ein gewöhnliches Chorkonzert… Lassen Sie sich also entführen in die Welt der Klänge, Sprachen und Rhythmen. Halten Sie sich daher unbedingt das

Wochenende vom 2. und 3. Februar 2019 frei! Die Konzertreise der CGKM führt uns dieses Jahr ins Land der Gegensätze und Vielfalt. Machen Sie sich bereit für eine „Tour de France“ der musikalischen Art, gleich ob Sie die große Tour oder nur eine kleinere Teilstrecke absolvieren. Mit dieser Reise ist auch ein Besuch bei unseren französischen Freunden vom Chor „La Pastuorelle“ in Rillieux-la-Pape geplant. Unsere teilnehmenden Sänger freuen sich bereits auf ein Wiedersehen und auf das gemeinsame Konzert am 2. Juni. Auch dieses Jahr wollen wir uns den Workshop mit anschließendem Konzert von und mit Dr. Kirby Shaw nicht entgehen lassen. Bereits zum 6. Mal findet dieses außergewöhnliche Event in Calw statt. Gemeinsam mit einem faszinierenden Musiker erarbeiteten wir im Handumdrehen interessante Adaptionen bekannter Melodien sowie selbst geschriebener Songs von Dr. Kirby Shaw. Keine Frage, wir DitSingers und Freunde sind auch dieses Jahr wieder mit dabei, wenn es am 23. und 24. Juni heißt: „Singing is good, singing is fine, I want to sing most of the time!“ Wir wünschen Ihnen im Sommerhalbjahr wieder viel Vergnügen und Spaß in den Chorproben und bei den angebotenen Veranstaltungen eine gemütliche Atmosphäre. Seyran Sanz Alonso, Sonja Weigel Cornelia Weihing, Diana Salsa Kai Müller

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Chorprobe? Nein! Trommelworkshop in Ditzingen!! Text: Annette Höschele-Fischer Fotos: Alfonso Sanz Mit Djemben und Soundshapes durften wir am 22. Februar unser Rhythmusgefühl testen. Till Ohlhausen war mit ausreichend Material für unseren großen Chor angereist, um uns auf unser afrikanisches Chorprojekt vorzubereiten. Wenn wir Sänger je gedacht hatten, wir seien rhythmisch sattelfest – Till bewies uns im Laufe des Abends das Gegenteil! Bass-Sounds und Tap-Sounds erklangen im Wechsel – oder auch mal durcheinander. Ein kräftiges, rhythmi-

sches „Noch-ein-mal!“ ließ uns nicht die kleinste Pause. Und: Till hatte uns fest im Griff: Mit klaren Signalen hielt er uns und

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unsere Trommelversuche in Schach: „5 – 4 – 3 – 2 – 1 – Stille!“ – wow! Die plötzliche Trommelpause war mindestens ebenso faszinierend wie der beeindruckende Groove davor. Die rhythmusbegleitenden Armbewegungen („schüttel – schüttel“ oder „Arme hoch – Arme vor“) wurden zusätzlich von Urgeräuschen („U“ – „A“) untermalt. Wir fühlten uns wie afrikanische Urmenschen und gaben uns hemmungslos den Groves hin. Zwischendurch rissen uns die ständig zu wiederholenden Rhythmen und Anschlagtechniken aus unserer Trance heraus, doch das tat unserer Hingabe keinen Abbruch. Oft genug konnte man sich wieder an seinen Nachbarn (…oder notfalls Till…) orientieren und wieder in Trance versinken. Einer nach dem anderen schälte sich nach und nach aus seinen warmen Winterklamotten und wünschte sich sehnlichst leichte Baströckchen herbei…. Eine der schwierigsten Übungen war, nach 8 regelmäßigen Trommelschlägen, den 9. Schlag auszusetzen… Unsere Arme arbeiteten weiter. Unser Gehirn wollte auf diesen Schlag partout keine Pause machen! Die Hände brannten, der Schweiß lief uns den Rücken


hinunter. Wieder und wieder mussten wir diese Übung wiederholen, es war so schwer! Wir wollten aufgeben, nur noch zurück in den Stuhl sinken… Doch Till ließ nicht locker! Er ließ uns die Rhythmusfolge wieder und wieder von vorne spielen, bis wir tatsächlich, kurz vor unserem körperlichen und mentalen Zusammenbruch, einmal alle gleichzeitig an der richtigen Stelle eine Pause machten. War es Zufall? Niemals! Alle Trommler hatten schlicht und einfach endlich einmal gleichzeitig versucht, sich zu konzentrieren… Als wir ermattet hofften, endlich in den Sofamodus wechseln zu dürfen, hatte Till noch eine ganz besondere

Herausforderung für uns parat: Wir bildeten in zwei Gruppen gegenüberstehend und einander zugewandt eine Gasse. Die rechten Hände klatschten sich ab und hielten sich fest, die linken Hände klatschten auf die linken Oberschenkel. Daraufhin durften wir die rechten Hände loslassen und auf die noch freien rechten Oberschenkel patschen. Ein Kinderspiel bis hierhin! Nun erfolgte das Ganze seitenverkehrt…. Es war zum Verzweifeln! Doch kurz vor dem mentalen Zusammensacken kam der Erfolg! Ein ganzer riesiger Chor klatschte, trommelte, patschte gleichzeitig! Wahnsinn! Unser Konzertpublikum kann sich auf eine tolle Show gefasst machen!

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Jubilarfeier 2017 Texte: Helmut Muschal Fotos: Alfonso Sanz Am 19. November 2017 fand die Jubilarfeier des Liederkranz im evangelischen Gemeindehaus in Ditzingen statt. Wie jedes Jahr wurde der Nachmittag von kreativen Beiträgen verschiedener Sängerinnen und Sänger untermalt, von denen einige im Folgenden präsentiert werden:

Lied nach der Melodie „Hört ihr wie das Volk erklingt“ („Les Misérables“) Hört ihr wie der Chor erklingt, laut in dem Saal, der Fuchsbau heißt? Das ist die Sinfonie von Menschen auf dem Weg ins Paradise! Hört ihr auf die Stimmen dort,

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die Tenöre und den Bass? Auch die Soprane trällern laut bis zum hohen As. Selbst der Alt versucht die Höhen zu erklimmen mit Gebraus, auch die Brummer sind dabei und brummen mit, es ist ein Graus! Das kann auch ein Schlag nicht verhindern in Nachbars Geripp’. Wollt ihr, dass das Fest gelingt, dann seid bereit und steht uns bei! Hinter dem Flügel steht der Dämon mit dem Stock und macht Geschrei. Hört ihr wie der Chor erklingt? Hört ihr die schöne Melodei? Es ist die Zukunft für den Chor und für unseren Kai!


Lied nach der Melodie „Er ist Herr im Haus“ („Les Misérables“) Wer ist Herr im Chor? Wer’s auch immer sei, Keiner kommt an diesem Dirigent vorbei! Bei den Frauen groß, bei den Männern klein. Jedem Sänger will er Freund fürs Leben sein. Alle möchten mit ihm singen, jeder mag sein Schwergewicht. Dreimal hoch auf unsern Kai hier, nie gehn’ ihm die Späße aus! Wir erheben unser Glas! Wir erheben unser Glas auf den Chef von diesem Chor. Wenn mal einer brummt, falsche Töne summt, bringt das seinen Puls zum Kochen, so ein Hund! Haut ihm eine rein, dann ist endlich Schluss, denn wir wollen singen stets mit Hochgenuss. Allen soll das Lied erklingen. Jeder mag sein Schwergewicht. Dreimal hoch auf unsern Kai hier, … Hast du einmal Frust, und du suchst `ne Lust, dann komm schnell in unsern Liederkranz! Bist du dann ein Mann, der auch singen kann, wirst begrüßt du mit `nem Blumenkranz. Jede Frau wird dich umschwärmen und der Kai ist hoch entzückt.

Dreimal hoch auf unsern Kai hier, … Fünfundzwanzig Jahr, ist er jetzt Dompteur, spielt am Flügel wie ein Meister ohn’ Malheur. Schaut mal grimmig aus oder lacht verschmitzt. Jeder Sänger sollte sitzen ohne Lehn! Jeder braucht ’ne richt’ge Stütze, dann geht nie der Atem aus. Dreimal hoch auf unsern Kai hier, …

Telefongespräch mit Kai (Auszüge, vorgetragen in Dialekt)

… beim city-chor werden wir afrikanische Lieder singen und die DitSingers proben südamerikanische. Umgekehrt wäre es mit lieber gewesen, denn Spanisch kann uns der Alfonso beibringen. […] Ja klar, du warst ja vor ein paar Jahren mal in Tansania und dort haben dir ein paar Massai was vorgesungen und die kämen dann vielleicht nach Ditzingen. Hast du die Leute schon eingeladen?

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So so! Du glaubst, dass es genug Ditzinger geben wird, bei denen die Leut übernachten könnten. Die Massai sind ja doch so große Leute, die passen doch gar nicht in unsere Betten rein. Vielleicht hätten der Markus oder der Erik oder der Harald solche großen Bettgestelle, aber die Renate und die Elfriede sicher nicht… … Es gibt welche, die des immer noch nicht wissen und die mit Dreckbollen an den Schuhen auf die Bühne marschieren, frisch vom Acker. Beim nächsten Konzert willst du einen Schuhputzkurs anbieten und du bringst dazu sogar die Schuhwichse mit, die auch für die weißen Schuhe für den Dirigenten geeignet sind. Und wer seine Schuhe am besten geputzt hat, der darf in der ersten Reihe singen … …Aber was mir viel mehr aufgefallen ist, dass immer noch nicht jeder Sänger weiß, was schwarz ist. Denn ein paar Sänger haben nur graue Hosen im Schrank. […] Aber vielleicht könnte man ja zu den „Komm-Singen“-Hemden auch noch schwarze Hosen mit dem Aufdruck auf der Rückseite so knapp unterhalb vom Hosengürtel „Lass-jucken“ anschaffe. Das wäre doch wirklich deftig. Stell dir vor, wir hätten solche Hosen beim ersten Stück des Konzerts, bei O-lim getragen. Die Wirkung beim Publikum wäre sicher gewaltig gewesen… …Ja, Kai, du tust mir ja immer leid, wenn du beim Dirigieren so ins Schwitzen kommst. […] Aber in der

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Liederhalle kommt keine Frischluft an dich hin. […] Ich mache dir einen Vorschlag: Du engagierst eine hübsche Assistentin, wie im Fernsehen, die sich auf einen Stuhl neben dem Dirigentenpult setzt und nach jedem Stück deine Brille trocknet, die Stirn betupft, dir vorübergehend den Rock abnimmt und dich mit Deo besprüht, und dir danach die Utensilien wieder reicht. Man könnte ja vorübergehend eine spanische Wand zum Publikum aufstellen, dass des nicht jeder sieht. Ich glaub, da gibt es schon so manche junge Sängerin, die diesen Posten kostenlos übernehmen würde und darauf richtig scharf wäre… …Was in dem Knigge unter anderem auch steht und was natürlich wichtig ist, dass die sozialen und freundschaftlichen Kontakte vertieft werden sollen. Das nehmen manche sehr ernst. Beim Probenbeginn gibt es fast jedes Mal eine richtige Busselei. Manche Sängerinnen werden dabei fast zerquetscht. Ich denke, dass viele Frauen zu jeder Chorprobe ein anderes Parfüm an sich leeren, und des dann von dem busselnden Sänger getestet wird. Und wenn dann noch der Günter von Ludwigsburg auftaucht, dann hört die Küsserei überhaupt nicht mehr auf. Ich glaub, der kommt nur deswegen nach Ditzingen. Er freut sich jetzt schon wieder auf die Proben 2020…


Laudatio zum 25-jährigen Dienstjubiläum Text: Sonja Weigel 25 lange Jahre Hat der Kai nun hier geschafft, Und der Kreis der Jubilare Nimmt ihn auf ganz ehrenhaft. Weiterhin viel Lebensfreude Und natürlich Tatendrang, Denn so einsatzfreud’ge Leute Halten unsern’ Chor in Gang. Bleibe nur gesund und munter, Dann läuft alles von allein, Gibt’s Probleme mal mitunter Lösen wir sie im Verein. 25 Arbeitsjahre Sie vergingen doch recht fix Wichtig war wie meist im Leben Stress und Spaß im richt’gen Mix Ganz entscheidend ist das Umfeld Sind Kollegen ganz speziell Für das Wohlbefinden ist ja Gutes Klima essentiell Ausdruck unsres Dankes dafür Soll ein kleines Körbchen sein, In der Hoffnung, weit’rer Jahre soll’ dies deine Stärkung sein.

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Gedanken zu meiner chorfreien Zeit Text & Foto: Babette Şen Der Babybauch wuchs. Entgegen der Prognose der Hebamme, dass mir beim Singen sicherlich irgendwann die Luft knapp werden würde, konnte ich bis zuletzt in die Chorproben kommen. Auch sang ich noch das Gemeinschaftskonzert im Mozartsaal im Januar 2017 mit. Ich singe – das Baby im Bauch lauscht, manchmal strampelt es. Aber ich bin mir sicher, richtig gesungen zu haben. Mit der Geburt Ende März 2017 startete die chorfreie Zeit. Aber auf keinen Fall singfrei! Es änderte sich die „Literatur“. Auch habe ich meist alleine und vor überschaubar großem Publikum – meinem Sohn – gesungen. Ohne singen geht es doch einfach nicht! Wie schön es ist, wenn sich mein Sohn mit Gesang unmittelbar beruhigen lässt. Beim gemeinsamen Gute-Nacht-Lied von Mama und Papa wird jede Mundbewegung genau betrachtet … Ich sehe mit Begeisterung, wie der nun fast einjährige kleine Mann fasziniert die Trommel im Musikgarten zum Klingen bringt. Interessiert untersucht er sämtliche Musikinstrumente, auch zu Hause nutzt er alles als Trommel. Gerade so als wüsste er vom neuen Projekt des Liederkranzes

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„Afrikanische Chormusik“. Ich nutzte einen Besuch beim Hafenscherbenfest, einigen Mitsängern den kleinen Nachwuchsmusiker vorzustellen. Beim Weihnachtsmarkt konnte ich dann bereits wieder eine Schicht übernehmen. So gab es wieder eine langsame Annäherung an den Chor. Höhepunkt meiner chorfreien Zeit war der Besuch des Konzerts „Faszination Musical“ im Beethovensaal der Liederhalle Stuttgart, für den ich extra den Urlaub um einen Tag gekürzt hatte. Was für ein mitreißender Abend! Ich war hin und her gerissen. Es war entspannend, im Publikum zu sitzen


und so schön, die Stimmgewalt auf sich wirken lassen. Ein großes Kompliment an alle! Andererseits hat es in jedem Muskel gezuckt bei der Vorstellung, wieder mit dabei zu sein. So war es für mich klar, dass ich zum Projekt „Afrikanische Chormusik“ wieder einsteige: Neue Literatur lernen. Singen in der Gemeinschaft. Freunde sehen. Frieren bei offenem Fenster während der Chorprobe. Sprüche des Chorleiters erdulden. Beschwingt von der Musik und mit einer Melodie im Ohr nach Hause gehen… Januar 2018 – das Ende meiner chorfreien Zeit.

„Unter sich zu sein, sollte für eine Gemeinschaft nicht zum Tiefpunkt, sondern zum Doppelpunkt werden.“

Neue Mitglieder Felix Schmid

Ich bin 17 Jahre alt. Ich gehe aufs Gymnasium und habe auch außerhalb der Schulzeit viele Termine. Das Singen macht mir Spaß und ist ein schöner Ausgleich. Ich habe ab Anfang 2017 bei Faszination Musical mitgemacht. Dabei hatte ich viel Spaß, also habe ich mich jetzt entschieden, dem Chor beizutreten.

© KarlHeinz Karius (*1935), Urheber, Mensch und Werbeberater Quelle: Karius, WortHupferl-Edition, WortHupferl-Verlag 79


TONART LUDWIGSBURG

Chorproben in Ludwigsburg Jugendmusikschule, im Kunstzentrum der Karlskaserne, Mannschaftsgebäude Hindenburgstr. 29 71638 Ludwigsburg Infos zu den Proben und weitere Probeorte im Internet unter: www.tonart.kai-mueller-choere.de Redaktion Auftakt Betina Grßtzner E-Mail: gruetznerb@t-online.de

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1. Vorsitzende Karin Willet-Darcis Tel. 07154/24851 E-Mail: tonart@kai-mueller-choere.de Spendenkonto Volksbank Ludwigsburg IBAN DE34 6049 0150 0399 2340 04 BIC GENODES1LBG


Aktuelles bei TonArt Ludwigsburg

TonArt Ludwigsburg e. V. wird kommendes Jahr 25 Jahre alt – oder jung! Am 9. Februar 2019 wird dieses Ereignis im Forum Ludwigsburg gebührend gefeiert. „Mein kleiner grüner Kaktus singt draußen am Balkon“ – unter diesem Titel gibt TonArt Ludwigsburg ein Konzert mit Liedern der Comedian Harmonists und Filmmelodien der 1920er bis 1940er Jahre. Herzlich Willkommen sind zu diesem Projekt interessierte und begeisterte Singende. Sie sind eingeladen, zu unseren Proben zu kommen. Die Probentermine und -zeiten findet ihr auf der Homepage von TonArt.

Termine 16. Juni 2018: „Ludwigsburg singt“ 7. Juli 2018: „Gemeinsam Stimmt’s! Experimentiertag für Sängerinnen und Sänger“ im Freien Musikzentrum Feuerbach Dez. 2018: Auftritt auf Ludwigsburger Weihnachtsmarkt (Termin wird noch genannt) 9. Feb. 2019: Jubiläumsveranstaltung 25 Jahre TonArt Ludwigsburg

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Eins, zwei, drei und vier…..

Von Kerstin Schwarz Ich muss einen Beschwerdebrief verfassen. Über den Empfänger bin ich mir schon im Klaren, nur die Anschrift ist noch etwas unvollständig. Der Brief muss an die Sesamstraße zugestellt werden. Wo aber ist die? Nehme ich da jetzt Hollywood als Anschrift? Ich könnte ja den Brief auch in die Schweiz zu Liselotte Pulver schicken, mit der Bitte um Weiterleitung. Die muss ja schließlich wissen, wo diese Straße liegt. Gut, das wäre also schon mal klar. Nun aber zum eigentlichen Empfänger. Bereits in meiner Kindheit hat er mir das Zählen beigebracht. Oft ist er durchs Fernsehbild geschlichen und

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hat Zahlen vor sich hingemurmelt mit seinen fantastisch rollendem „R“. Böse und gemein wollte er sein, der kleine Möchtegern. Ich habe ihn aber trotzdem gemocht. Magisch angezogen war ich von seinem schwarzen Umhang und den kleinen Vampirzähnen, gebannt habe ich ihm zugehört und dabei die Zählerei gelernt. Ja, letztlich mache ich ihn sogar dafür verantwortlich, dass ich in späteren Jahren mein Abitur in Mathe gemacht habe. Graf Zahl heißt er. Sein Ruf ist der einer Legende in den Reihen der Mathematiker. Doch seit Kurzem hat meine Dankbarkeit ein jähes Ende genommen. Ich bin zu der bitteren Erkenntnis gelangt, dass ich nicht zählen kann. Die frühkindliche Erziehung hat wohl doch versagt, auch wenn es zuerst nicht so aussah. Graf Zahl, du hast da pädagogisch etwas falsch gemacht! Du hast mich in falscher Sicherheit gewiegt und mich in mein Unglück laufen lassen. Nicht nur einmal, nein, alle vier Wochen samstags wird mir dein Versagen vor Augen geführt. Du setzt dich jetzt gefälligst in den nächsten Flieger und machst das wieder gut. Es gibt


zwei Möglichkeiten, such dir eine davon heraus, lieber Graf! Entweder du bringst mir das Zählen jetzt mal ordentlich und ganz flott bei, oder du stehst meinem Chorleiter Rede und Antwort! Der Arme muss jetzt ausbügeln, was du versäumt hast. Woher kommt diese ganze Unbill? – fragt sich jetzt der geneigte Leser. Vorweg: Ich habe da keine Schuld! Unser Chorleiter hat sich ein neues Repertoire für TonArt Ludwigsburg erdacht. Er möchte quasi in seine Vergangenheit eintauchen und wir sollen das richten. Maestro ist glühender Fan der Comedian Harmonists. Also proben wir das jetzt zum Zwecke einer künftigen Aufführung. Wer die Literatur dieser Boygroup kennt, weiß dass, da jeder Sänger bei jedem Lied immer etwas anderes macht oder singt. Ich würde das mal ein rhythmisch geordnetes Chaos nennen. Kein Problem, ich singe als Alt öfters mal was anderes als der Sopran oder die Männerstimmen. Die Melodie haben wir eh kaum. Aber was muss ich zu meinem Entsetzen nun feststellen? Ich singe nunmehr auch weniger Text, ich muss andauernd „bumdideldumm“, „ba“, „dap da“ und solche komischen Sachen machen. Leider nicht, wann ich will, sondern wann es der Komponist will. Das läuft diametral gegensätzlich zu meinem „Feeling“. Maestro sagt, ich soll nicht fühlen, ich soll zählen. Pah! Mach ich doch. Das Dumme ist nur, dass ich kein eingebautes

Metronom habe, ich zähle mal schneller und mal langsamer, eben mit Gefühl. Dafür bekomme ich jetzt böse Blicke von vorne. Ich muss meine Gefühle ausknipsen. Wie soll das aber gehen, wenn die Tenöre da irgendwas von Geranien in Spanien singen? Sie singen das mit solcher Inbrunst, dass ich ganz ergriffen bin. Da kann ich doch nicht mehr zählen. Ab und an werde ich aber in der ganzen Verwirrung versöhnt. Ich darf dann auch mal was Nettes singen, etwa wie: „Es führt kein andrer Weg zur Seligkeit, als über Deinen Mund“. Ist das nicht schön? Total kitschig. Ich liebe es. Ich habe mich dann so total eingekitscht und den Autopiloten auf Gefühl gestellt, blättere selig die Noten um und… Wums…. Schon kommt wieder so ein „Badadada“Zeug. Der Chorleiter guckt mich wieder strafend an und fort ist die ganze Seligkeit. Langsam bekomm ich ein Trauma. Ok, der Chorleiter vielleicht auch. Aber es gibt Hoffnung. Lieber Maestro, verzweifeln Sie nicht an mir! Ich werde das schaffen. Graf Zahl muss es richten. Ich hoffe der Flieger mit dem kleinem Blutsauger trifft ein, bevor die Aufführung stattfindet… Bis dahin mache ich bei den rhythmischen Stellen einfach nur tonlose Mundbewegungen, Gesicht nach unten, sonst merkt man ja die falschen Lippenbewegungen. Eins, zwei, drei und vier……

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Neues Mitglied bei Tonart: Thomas Felger

Ich heiße Thomas und wohne in Leonberg. Schon lange hegte ich den Wunsch, neben meinen gelegentlichen Auftritten als Liedermacher und Teil des schwäbischen Mundartduos

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„Die Beidschaschdegga“, mal wieder in einem Chor zu singen. Obwohl ich bereits vor etwa 15 Jahren bei der Aufführung des Musicals Cabaret auf die Chorgemeinschaft aufmerksam wurde, musste ich erst Betina Grützner begegnen. Sie lud mich bei einem Gespräch an unserer gemeinsamen Arbeitsstelle ein, mal bei der TonArt Ludwigsburg vorbei zu schauen. Das Projekt „Faszination Musical“ mit der Aufführung im Beethovensaal der Liederhalle Stuttgart war für mich ein unvergessliches Erlebnis. Das Singen im Chor bereitet mir großen Spaß und bietet mir die Möglichkeit, meine Stimme zu verbessern und mein musikalisches Verständnis zu erweitern.


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DAIMLER MÄNNERCHOR

1. Vorsitzender Wolfgang Schall Tel. 0711/1750410 E-Mail: woschall@gmx.de

Chorproben im Daimler Männerchor Kantine Werk 10, 1. OG der Daimler AG Stuttgart-Untertürkheim Dienstags 16.00 Uhr – 17.20 Uhr Redaktion Auftakt: Wolfgang Schall E-Mail: woschall@gmx.de

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Reden ist Silber – Singen ist Gold Text: Peter Harrer Wir können nur schwer nachvollziehen, weshalb sich viele Chöre landauf und landab schwertun, Nachwuchs für ihre Chöre zu gewinnen und so ihr Fortbestehen zu sichern. Ist doch das Singen an sich eine urmenschliche Tugend, welche die Menschheit schon immer begleitet hat. Sie begleitet uns bis auf den heutigen Tag wie ein angenehmer und lieb gewordener Schatten. Gerade in Zeiten allmächtigen technischen Fortschritts wollen wir Menschen auf die Musik im Allgemeinen und das Singen im Besonderen nicht verzichten. Textinhalte aller Couleur gehen eine kongeniale Verbindung mit zu Herzen gehenden oder „fetzigen“ Melodien ein. Sie sind in der Lage, uns emotional anzurühren und – wenn auch nur für einige Augenblicke – in eine andere

Welt zu entrücken. Diesen wertvollen Schatz menschlichen Vermögens gilt es, zu hüten und immer wieder neu zu entdecken. Manch einer mag einwenden: „Musik ist ja nicht alles“. Dem halten wir aus Überzeugung entgegen: „Stimmt – aber ohne Musik und Gesang ist alles nichts!“ Leider ist das Thema Chornachwuchs zu komplex, als dass es mit ein paar guten Ratschlägen abgehandelt werden könnte. Fest steht, dass insbesondere von traditionell geprägten Ensembles auch Ideenvielfalt, Engagement und Kreativität gefordert sind. Auch wir Sänger des 1963 gegründeten Daimler Männerchores stellen uns durch ständige Werbeaktivitäten vor allem im Firmenumfeld dieser Herausforderung. Durchaus zuversichtlich und mit

Die neuen Daimler-Sänger v.l. Sven – Muzzi – Martin und Otto

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ein bisschen Stolz dürfen wir den Zuwachs von vier neuen Sängern in den letzten Wochen und Monaten verkünden. Neben vielen regulären Aktivitäten bereiten wir uns aktuell insbesondere auf unsere Männerchor-Auftritte am 2. September in der Grabkapelle auf dem Rotenberg und auf die Konzerte am 21. und am 27. Oktober in der Sängerhalle in Untertürkheim und in der Festhalle in Schmiden vor. Getreu dem Motto: „Die schönsten Weinund Stimmungslieder der Musikgeschichte“ bereitet bereits die Konzertvorbereitung unter der bewährten Leitung unseres Maestros Kai allen 25 Daimler-Sängern viel Spaß und Freude.

Stell dich in Reih’ und Glied, Das Ganze zu verstärken, Mag auch, wer’s Ganze sieht, Dich nicht darin bemerken… Das Ganze wirkt, und du Bist drin mit deinen Werken. Friedrich Rückert (1788 - 1866), alias Freimund Raimar, deutscher Dichter, Lyriker und Übersetzer arabischer, hebräischer, indischer und chinesischer Dichtung 88


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MÄNNERCHOR DER CONCORDIA SCHMIDEN

1. Vorsitzender Chorproben in Schmiden Horst Brack Feuerwehrgerätehaus Tel. 0711/514854 Freitags E-Mail: hbbrack@kabelbw.de 18.45 Uhr – 19.45 Uhr: Gemischter Chor, 2. Vorsitzende Leitung: Gotthilf Fischer Renate Lenk-Wersch 20.00 Uhr – 22.00 Uhr: Tel. 0711/511527 Männerchor, Leitung: Kai Müller Dienstags 20.00 Uhr – 21.45 Uhr: Rock- & Popchor SingOut, Leitung: Christian König Redaktion Auftakt Horst Brack E-Mail: hbbrack@kabelbw.de

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Rückblick und Ausblick der Concordia Text: Horst Brack Bei der ordentlichen Jahreshauptversammlung am 23. Februar konnte die Concordia Schmiden auf ein wirtschaftlich und musikalisch erfolgreiches Jahr zurückblicken. Dank des im Februar 2016 neu gegründeten Männerchores unter der Leitung von Kai Müller wurde die Concordia in der Außendarstellung seht positiv wahrgenommen. Auch der Zusammenhalt und die Stimmung innerhalb des Chores sind sehr gut und es macht allen Beteiligten viel Freude in die Proben zu gehen. Im Jahr 2017 waren zwei Probenwochenenden zu absolvieren und es galt, sich auf vereinsinterne Auftritte wie Matinee, Begleitung Gottesdienst, Basar usw. vorzubereiten, aber auch die Konzerte mit der Chorgemeinschaft. Highlight war die Beteiligung beim Konzert Faszination Musical. Auch das gesellige Vereinsleben kam nicht zu kurz, so fand für alle Mitglieder am 8. April letzten Jahres eine tolle Frühjahrsfeier mit Beteiligung aller drei Chöre statt. Die gesamte Sängerschar traf sich am 28. Juli 2017 zu einem gemeinsamen Grillfest. Der Männerchor begab sich mit den Sängerkameraden vom Daimler MC zu

„Gemeinschaft ist wie eine Barkasse. Wer mehr aus ihr herausholen will, als er in sie einbringt, treibt sie in den Bankrott.“ © Peter Amendt (*1944), Franziskaner

einem Tagesausflug nach Bönnigheim mit Stadtbesichtigung und Besuch der Altweibermühle. Der Tagesausflug klang mit einem gemeinsamen Besuch im Schnapsmuseum mit den „alten Sangesfreunden“ aus Bönnigheim aus. Das neue Jahr 2018 startete mit dem neunzigsten Geburtstag unseres langjährigen Chorleiters Gotthilf Fischer. Er wurde von allen Medien groß gefeiert. Im Rahmen der Ehrungen anlässlich der Mitgliederversammlung hat der Männerchor der Concordia Schmiden ihm zu Ehren ein Ständchen gebracht. Kai Müller hatte eigens ein von Gotthilf Fischer komponiertes Stück mit dem Titel Frieden einstudiert.

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Für das Jahr 2018 sind wieder besondere Auftritte geplant und bereits in der Umsetzung. Unser neues Projekt mit den schönsten Wein- und Stimmungsliedern der Musikgeschichte startete bereits am 2. Februar und wird am 27. Oktober in der Festhalle in Schmiden dem Publikum dargeboten. Am 28. Juli findet unser Freiluftkonzert in Oettingers Höfle beim Hotel Hirsch in Schmiden statt. Mit dabei sind neben den MC unser gemischter

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Chor sowie der Rock- und Popchor Singout Schmiden. 2018 ist es bereits die 20. Auflage dieser Veranstaltung. Unter der Chorreihe „ Von Tafel und Tisch“ tritt unser Männerchor zusammen mit dem Daimler Männerchor am 2. September in der Grabkapelle auf dem Württemberg auf. Verschiedene interne Auftritte und Veranstaltungen runden das Jahr 2018 ab.


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