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Spekulationsstopp »Brot für alle« trägt Juso-Initiative nicht mit

Gelingendes Leben Was Menschen wirklich brauchen

Fundamentalismus Religiöse Fundis nehmen Frauenrechte ins Visier

Nummer 199 1. August 2013 Jahrgang 26

www.aufbruch.ch

UNABHÄNGIGE ZEITSCHRIFT FÜR RELIGION UND GESELLSCHAFT

Homosexuelle Auf dem Weg zur Gleichberechtigung


Inhalt

Ergriffen vom Leben. Ein ausreichendes Einkommen, eine gute berufliche Position und viel viel Bildung – und schon sind die Menschen glücklich. Weit gefehlt. Entscheidend ist der vibrierende Kontakt zur Welt. Seite 20

Fundamentalismus. Weltweit sind Fundamentalisten im Vormarsch. Sie wollen ihre religiösen Vorstellungen in Politik und Gesellschaft durchsetzen. Im Visier haben sie die Rechte der Frauen und ihre sexuelle Selbstbestimmung. Seite 42

Homosexuelle

Politik & Gesellschaft

4

Betrachtung

9

Nachgefragt

5 »Brot für alle«-Zentralsekretär Beat Dietschy begründet die Zurückhaltung bei der Spekulationsstopp-Initiative Homosexualität und Recht

FOTO: FLICKR

6 Auf dem Weg zur Gleichberechtigung Kommentare

Unterwegs zur Gleichberechtigung

Während weltweit Menschen für oder gegen die Homo-Ehe auf die Strasse gehen, kämpfen Homosexuelle in der Schweiz auf stille Weise. Denn auch hierzulande fühlen sie sich bisweilen als »Bürger zweiter Klasse« – zum Beispiel, wenn es um das Adoptionsrecht, um Witwenrenten oder den Schutz vor Diskriminierung geht. Gleichberechtigung ist das Resultat eines längeren politischen Prozesses. Ein heikles Thema ist Homosexualität auch in den Kirchen. Ein schwuler Pfarrer und eine lesbische Thologin erzählen. Seite 6

aufbruch

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8 Liv Kägi plädiert für das Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Paare. Mark Herkenrath befürwortet volle Steuertransparenz auch für Entwicklungsländer 8 41

fairNetz Bücher Fundamentalismus

42 Frauenrechte im Visier 44

Personen und Konflikte Porträt

45 Maria-Christina Eggers 46 Agenda 46 Briefe 47 Impressum Das Allerletzte

48 Weg mit dem Ärger

Nahrungsmittelspekulation

Märkte und Monopole Revolution in Tunesien

10 Über die Frauen und den Mut ihres Vaters. Fragen an Politikerin Maya Jeribi 12

Initiativen und Modelle Fremdenfeindliches Russland

FOTO: BROT FÜR ALLE, 2010

Schweiz

13 Die Angst der Afrikaner Wolfgang Thierse

14 Nach 24 Jahren verlässt er das Parlament. Ein Gespräch über das Innenleben der Politik Naturschutz

16 Die zweite Rückkehr der Kraniche. Oder: wie sinnvoll sind Auswilderungen? 18

Sozialprotokoll Ergriffen von Leben

20 Warum ein vibrierender Kontakt zur Welt glücklich macht

Keine Unterstützung

Die kirchlichen Hilfswerke unterstützen die Verfassungsinitiative »Keine Spekulation mit Nahrungsmitteln« nicht. »Initiativen sind oft ein Instrument der Parteien, um sich zu profilieren. Das ist legitim, aber nicht unbedingt der einzige oder beste Weg zur Eindämmung der Spekulation«, sagt Beat Dietschy, im aufbruch-Nachgefragt. Da die Hilfswerke das Thema Spekulation mit Nahrungsmitteln immer wieder in die Öffentlichkeit tragen, wie das obige Plakat zeigt, könnten sie eher dazu beitragen, dass das Anliegen auch in bürgerlichen Kreisen Unterstützung findet. Seite 5


FOTOS: GDKE-LANDESMUSEUM MAINZ; FLÜGELFREI/PHOTOCASE; WOLF SÜDBECK-BAUR

Editorial

Liebe Leserinnen und Leser Homosexuelle sind hierzulande fast gleichberechtigt. Aber eben nur fast. Eine lesbische Frau etwa kann das Kind ihrer Lebenspartnerin nicht adoptieren. Das ist in einem Rechtsstaat, in dem alle Menschen vor dem Gesetz gleich sind, ein stossendes Ärgernis. Aber steter Tropfen höhlt den Stein. Nach diesem Motto konzentrieren die Verbände Pink Cross und Lesbenorganisation Schweiz ihre Kräfte derzeit auf ihr Engagement für das Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Paare mit eingetragener Partnerschaft. Wie genau aber sieht die Rechtslage für homosexuelle Paare in der Schweiz aus? Und wie stellt sich die Lage für Homosexuelle in den Kirchen dar? Meine neue Kollegin Martina Läubli hat Antworten gefunden: Seite 6.

Die Friedensucherin. In Jerusalem auf der Trennlinie zwischen Ost und West baute Maria-Christina Eggers ein Begegnungszentrum auf. Seite 45

Ebenfalls erheblichen Zündstoff bietet der religiöse Fundamentalismus, der sich derzeit zunehmend als Retter aus den Krisen der Moderne breit macht. Dabei ist der religiös begründete Fundamentalismus keine islamische, sondern eine christliche »Erfindung« und er verspricht, die Krisen »durch die Rückkehr zu den Fundamenten der Religion zu überwinden«. Wie Autorin Doris Strahm zeigen kann, hat dabei der religiöse Fundamentalismus die Frauen im Visier, ihre Rechte und ihr sexuelles Selbstbestimmungsrecht. Denn alle Fundamentalismen halten eine patriarchale Schöpfungsordnung mit dem Mann als »Krone der Schöpfung« für gottgegeben. Frauen gelten als Quelle sündhafter Verführung und darum als Ursache allen moralischen Verfalls. Klar, dass nach dieser Logik »die Bewältigung der Krisen weitgehend über den Körper der Frau ausgetragen wird: über die Kontrolle des weiblichen Körpers, seiner Sexualität und reproduktiven Macht«. Eine spannende Analyse, Gegenstrategien inklusive, ab Seite 42.

Religion & Kirchen 19

Kirche von unten Streit um die Ehe

24 Der Konflikt um evangelische Orientierungshilfe zur Ehe und Familie und seine Hintergründe 25 Pro und Contra: Wird die Ehe entwertet? 26 Überraschende Einsichten: Ehe und Familie in der Bibel

Was brauchen Menschen? Die Antwort des Soziologen Hartmut Rosa ist genial einfach: weder Wachstum noch höhere Innovationsraten, sondern das starke Gefühl, mit der Welt in einem vibrierenden Kontakt zu sein. Worauf es dabei ankommt, lesen Sie ab Seite 20.

Richard Wagner

30 Im Rausch der Niebelungen. Wie spirituell ist seine Musik? Katholische Kirche in Polen

32 Papst Johannes-Paul II. wird heiliggesprochen. Doch immer weniger Polen sind gläubig

Journal Kambodscha

39 Generation Hoffnung. Als Pfarrer Paton 1999 in dieses Land kam, waren fast alle Künstler ermordet worden. Jetzt sucht er neue Talente – auch unter Strassenkindern

FOTO: CHRISTIAN FLIERL

Haus der Religionen

33 Acht Weltreligionen beteiligen sich an einem gemeinsamen Haus in Bern – nach viel Streit

Derart Staub aufgewirbelt hat der Kommentar »Babyklappen sind keine Lösung« (Nr. 198, Seite 8), dass die Stiftung Schweizerische Hilfe für Mutter und Kind mit einer Gegendarstellung (Seite 46) reagiert. Die Redaktion spielt den Ball an Sie, liebe Leserin, lieber Leser, weiter und nutzt die Gunst der Stunde zur Lancierung der neuen Rubrik »online-Umfrage«. Thema: »Sind Babyklappen eine Lösung?« Sie finden die Umfrage auf Seite 47. Ich lade Sie herzlich ein, teilzunehmen. Abstimmen können Sie auf unserer Website www.aufbruch.ch. Eine anregende Lektüre wünscht Ihnen

WOLF SÜDBECK-BAUR Redaktor

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Homosexualität und Recht

FOTO: DACHVERBAND REGENBOGENFAMILIEN

Weltweit kämpfen Menschen für oder gegen die Homo-Ehe. Doch in der Schweiz bleibt es eher still. Das heisst aber mitnichten, dass alles im Lot ist in Sachen Gleichstellung von Homosexuellen

Regenbogenfamilien sind in der Schweiz längst Realität. Doch es fehlt ihnen die rechtliche Absicherung

Von Martina Läubli

D

ie »Mariage pour tous« rief in Frankreich freudige und aggressive Töne hervor. Nun ist sie rechtsgültig, trotz des Widerstands von katholischer und rechtskonservativer Seite. Ebenfalls diesen Frühling beschlossen Neuseeland – als erstes Land im asiatisch-pazifischen Raum – und Uruguay – als zweites Land in Südamerika – die Homo-Ehe. Im Mai führte Portugal ein eingeschränktes Adoptionsrecht für homosexuelle Paare ein. Ende Juni fällte das Oberste Gericht der USA ein wegweisendes Urteil, indem es das Verbot der Ehe für Homosexuelle in Kalifornien als verfassungswidrig erklärte. Im Gegensatz dazu verbot der russische Präsident Wladimir Putin im Juni durch ein umstrittenes Gesetz die »Propaganda für nicht-traditionelle sexuelle Beziehungen«.

Umstrittene Adoption. Die Schweizer Öffentlichkeit verfolgte die internationalen Schritte zur Gleichberechtigung Homosexueller mit Interesse. Doch die Situation hierzulande blieb eigenartig ruhig. Warum nützen die Interessenorganisationen nicht die Gunst der Stunde und kämpfen für die Homo-Ehe? »Wir müssen reaaufbruch

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listisch sein: Wir brauchen die Homo-Ehe nicht«, sagt Barbara Lanthemann von der Lesbenorganisation Schweiz LOS gegenüber dem aufbruch. Die Frage der Adoption sei viel wichtiger. Das aktuelle Partnerschaftsgesetz untersagt es nämlich Paaren in eingetragener Partnerschaft ausdrücklich, Kinder zu adoptieren. Die Adoptionsfrage bewegt auch die Politik. Nach dem Nationalrat hat im März 2013 der Ständerat der Motion für eine sogenannte »Stiefkindadoption« zugestimmt, die es Homosexuellen ermöglicht, die leiblichen Kinder des Partners oder der Partnerin zu adoptieren. Doch die Gesetzesänderung wird von rechts bekämpft: Die Eidgenössische Demokratische Union EDU hat ein Referendum angekündigt. Auch für die Schwulenorganisation Pink Cross ist die gleichberechtigte Adoption ein wichtiges Ziel. »Die Lage in der Schweiz ist ganz anders als in Frankreich«, erklärt Alicia Parel, Geschäftsführerin von Pink Cross. »Hier müssen wir die Bevölkerung gewinnen.« Mit dem Ja zur eingetragenen Partnerschaft im Jahr 2005 stimmte weltweit zum ersten und einzigen Mal ein ganzes Volk für mehr Rechte für Homosexuelle. Doch trotz ihrer Vorteile sei die eingetragene

Partnerschaft ein Gesetz für eine »Spezialgruppe« und gebe Homosexuellen den Eindruck, »Bürger zweiter Klasse« zu sein, kritisiert Parel. Mit ungleichen Ellen. Die eingetragene Partnerschaft gewährt in der Tat nicht die gleichen Rechte wie eine Ehe: Sie schliesst künstliche Fortpflanzung und Adoption aus und benachteiligt so die Stiefkinder. Auch die Regelung von Renten, Krankenkassen und Lebensversicherungen ist nicht gleichberechtigt. Und ausländischen Partnern wird im Gegensatz zu Ehepaaren keine erleichterte Einbürgerung gewährt. Pink Cross hinterfragt das Modell der Ehe – und damit auch der Homo-Ehe – grundsätzlich. »Das Konzept der Ehe gehört zur Kirche und nicht zum Staat«, erklärt Parel. Als Alternative schlägt sie das Modell einer Partnerschaft für alle vor, unter anderem mit erleichtertem Scheidungsverfahren. Das Schweizer Recht behandelt gleichgeschlechtliche Paare nicht in jeder Hinsicht gleich wie heterosexuelle Paare. Der Diskriminierungsschutz ist ein grosses Anliegen der Verbände Pink Cross und Lesbenorganisation Schweiz LOS. Homosexuelle Menschen seien im Schweizer Alltag zahlreichen Diskriminierungen sowie


Homosexualität und Recht Schweiz

Reformierte: Raum fßr Verschiedenheit. Der homosexuelle Pfarrer Ernst HÜrler empfindet seine Arbeitssituation als normal. Er outete sich, als er bereits Pfarrer war. Die Kirchenpflege sowie die Gemeinde begegnete diesem Schritt mit viel Offenheit. Fßr den Pfarrer bestand das Risiko, bei der nächsten Wahl abgewählt zu werden. Doch dies ist nicht passiert. Vereinzelt wßrden ihn Gemeindemitglieder meiden, doch die Mehrheit sieht das anders: Viele Menschen sagen mir, dass sie es gut finden, dass ich zu meiner Homosexualität stehe. HÜrler fßgt an: Ich bin ein Pfarrer, der nicht dem Idealbild entspricht. Seine eigene Schiefheit biete in der Seelsorge einen guten Anknßpfungspunkt. So fordert der Pfarrer seine Gemeinde zur Offenheit heraus. Ich beteilige mich am Prozess der Normalisierung des Themas Homosexualität. Dieser Prozess ist nicht immer einfach, denn in der Kirche ist der Umgang mit Sexualität und KÜrperlichkeit nach wie vor ein schwieriges Thema. Als Volkskirche biete die reformierte Kirche aber Raum fßr verschiedene Formen des Lebens und Liebens, auch fßr das, was aus der Norm falle. Die Frage sei heute nicht mehr: Erlaubt Gott Homosexualität?, sondern: Wie gestalte ich mein Leben? – Dazu kann Theologie viel Befreiendes beitragen, stellt HÜrler fest. In einigen reformierten Gemeinden – jedoch längst nicht ßberall – sind homosexuelle Pfarrpersonen Realität. Verschiedene Kantonalkirchen wie zum Beispiel BernJura-Solothurn, Zßrich, Aargau und Schaffhausen bieten Segnungsfeiern fßr homose-

xuelle Paare an. Die Nachfrage nach solchen Feiern ist laut Nicolas Mori von der ZĂźrcher Landeskirche jedoch gering. $$$!  

Katholische Kirche: Schweigen schĂźtzt.

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Von Akzeptanz spĂźren Homosexuelle in der katholischen Kirche dagegen wenig. Im Pastoralbrief vom 3. Oktober 2002 schreiben die Schweizer BischĂśfe: ÂťDie Kirche lehnt keinen homosexuellen Menschen ab. Dennoch kann sie die homosexuellen Handlungen selbst in keinem Fall gutheissen.ÂŤ Die Ehe zwischen Mann und Frau gilt als unantastbares Sakrament. So ist die Segnung gleichgeschlechtlicher Paare offiziell nicht erlaubt. Doch ist die Praxis in den Pfarreien zum Teil anders. So plädiert zum Beispiel die Pfarrei-Initiative fĂźr die Gleichberechtigung von Menschen unterschiedlicher sexueller Orientierung, und die Pfarrei Liestal bietet auf ihrer Homepage Segnungen von gleichgeschlechtlichen Paaren an. MĂśchte eine homosexuelle Person in der katholischen Kirche arbeiten, wird die Lage schwieriger. Ăœber das Priesteramt, das Priester zum ZĂślibat verpflichtet, schreiben die Schweizer BischĂśfe 2002: ÂťEine homosexuelle, aber in geschlechtlicher Enthaltsamkeit gelebte Neigung schliesst vom kirchlichen Dienst nicht aus.ÂŤ Das bedeutet: So lange niemand etwas von den gleichgeschlechtlichen Neigungen des Priesters merkt, sind sie auch fĂźr niemanden von Interesse. Bei den Pastoralassistenten liegt der Fall anders: Wenn sie ihre Homosexualität offen leben, dĂźrfen sie nicht in der Kirche arbeiten.

Katholisches Pfarr-Rektorat Johannes XXIII Greifensee-Nänikon-Werrikon Fßr unsere kleine, lebendige Pfarrei Johannes XXIII suchen wir auf Anfang Dezember 2013 oder nach Vereinbarung einen/eine

Pastoralassistentin/ Pastoralassistenten als Pfarreibeauftragte(r) (90–100 %) Ihr Aufgabengebiet umfasst: • Leitung und Organisation des Pfarreilebens • Repräsentation • Pfarreiseelsorge und Liturgie • Leitung des Firmwegs (Firmung ab 17) Anforderungen: • Mehrjährige erfolgreiche Tätigkeit in der Pfarreiseelsorge • Freude am Umgang mit Jugendlichen und an Seelsorge, Liturgie • initiatives, selbstständiges Arbeiten • Teamfähigkeit und Kontaktfähigkeit • ein eigener gelebter Glaube Wir bieten: • eine offene, engagierte und selbstbewusste Pfarrei, die sich dem Geist des 2. Vatikanums verpflichtet weiss • kollegiale Arbeitsatmosphäre im Team • vielseitiges Aufgabengebiet und Freiraum fßr kreatives Arbeiten

Zu viele Verletzungen erlebt. Fßr Lesben und Schwule, die in der Kirche arbeiten, wird es schwierig, wenn sie kein Doppelleben fßhren wolle, fasst Christiane Dilly ihre persÜnliche Sicht zusammen. Die lesbische Theologin war mehrere Jahre in der kirchlichen Jugendarbeit tätig. Doch irgendwann hielt sie die Spannung nicht mehr aus, ihr Privatleben verschweigen zu mßssen. Ich konnte einfach nicht mehr, erzählt die Theologin. Hatte Dilly während des Studiums in Fribourg noch gehofft, ihren Platz in der Kirche zu finden, befreite sie letztlich nur der Weg aus der Kirche von der dauernden Spannung. Dilly studierte berufsbegleitend Soziale Arbeit, kßndigte ihre Stelle und hält heute Distanz zur Kirche: Ich habe zu viele Verletzungen erlebt. Der Preis, den sie bezahlt, ist spirituelle Heimatlosigkeit. Dilly stellt nßchtern fest: Auch als Theologin kann ich die Verkrustungen der Kirche nicht aufweichen. „

Die Anstellungsbedingungen richten sich nach der Anstellungsordnung der RĂśmischkatholischen KĂśrperschaft des Kantons ZĂźrich.

INSERAT

Gewalt ausgesetzt. Während in fast allen europäischen Ländern Diskriminierung auf Grund der sexuellen Orientierung verboten ist, gibt es in der Schweiz keinen expliziten gesetzlichen Schutz davor. Der Artikel 8 zur Rechtsgleichheit in der Bundesverfassung muss angepasst werden, fordert Barbara Lanthemann. Der Kanton Genf und SP-Nationalrat Mathias Reynard haben dem Parlament zwei Initiativen vorgelegt, die eine Anpassung des Diskriminierungsartikes verlangen. Ein weiterer Ort, an welchem die gleichberechtigte Teilnahme von Homosexuellen nicht selbstverständlich ist, sind die Kirchen. Zwar ist jeder Mensch unabhängig von seiner sexuellen Orientierung in den Landeskirchen willkommen. MÜchte ein homosexueller Mensch jedoch in den kirchlichen Dienst treten, ist die Situation komplizierter – und sie ist in der katholischen anders als in der evangelisch-reformierten Kirche, wo es wiedrum regionale Unterschiede gibt.

Fßhlen Sie sich angesprochen? Weitere Auskßnfte erteilt Ihnen gerne Maria Kolek Braun, gegenwärtige Pfarreibeauftragte, Tel. 044 940 89 57. Ihre vollständige Bewerbung richten Sie an: Maria Kolek Braun, Pfarreiverantwortliche, Kath. Pfarramt Johannes XXIII, Im Städtli 13, 8606 Greifensee. Kopie an Patrick Mock, Personalverantwortlicher Kirchenpflege, Katholische Kirchgemeinde Uster, Neuwiesenstrasse 17a, 8610 Uster.

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