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AGENDA

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Oktober—Dezember 2013

Taufe vom 1. September Infos aus der Gemeindeleitung Familie Wenger stellt sich vor Verein „Ufwärts“ / Interview mit Pesche Mosimann Koordination Freiwilligenarbeit (KOFA) stellt sich vor Jobbörse www.fmg-münsingen.ch AGENDA 1


Wort zum Gruss Wort zum Gruss Reto Blum Infos aus der Gemeindeleitung Taufe Fotos Familie Wenger stellt sich vor

Verein „Ufwärts“ KOFA Wichtrach stellt sich vor

Geburtstage Jobbörse

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IMPRESSUM. AGENDAmagazin ist die Informationszeitschrift der Freien Missionsgemeinde Münsingen-Belp (FMG) und erscheint alle 3 Monate. Haben sie einen Artikel oder Bilder, die sie uns gerne zur Verfügung stellen würden? Fon: 031 721 93 22 oder office@fmg-muensingen.ch Einsendeschluss für die nächste Ausgabe: 10. Dezember 2013 Redaktion - Stephan Leuenberger, Esther Feuz, Livia Leuenberger Layout & Design - Timotheus Wüthrich Bilder - Eigene & stock.xchn Reproduktion - Esther Feuz

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Liebe Leser Wenn der Kassier ein Editorial in einer Gemeindezeitung schreibt, dann muss sich die LeserIn in der Regel auf einen mehr oder weniger offenen oder eben oft auch unterschwelligen Spendenaufruf gefasst machen. Wahrscheinlich wäre in der Regel die Lücke zwischen den Einnahmen des Vorjahres und des aktuellen Jahres ein Thema (bis Ende Juli CHF 10‘000.00), oder gar ein mahnendes Wort aus der Bibel. Joh. 13,35: Dabei wird jedermann erkennen, dass ihr meine Jünger seid, so ihr Liebe untereinander habt. Wenn ich die Verhältnisse und Beziehungen in den christlichen Gemeinden betrachte, habe ich manchmal den Eindruck, wir lesen das so: ... so ihr hohe Ansprüche und Erwartungen aneinander habt. Man erwartet, dass Mann/Frau ein vorbildliches Familienleben führt, sich engagiert und zwar selbstverständlich mehrfach und zu evangelistischen Zwecken auch ausserhalb der Gemeinde. Die wöchentlichen Kleingruppentreffen und sonntäglichen Gottesdienste sind unabänderliche Fixtermine, genau gleich wie die regelmässigen Bibelund Gebetsabende. Berufliches Weiterkommen gehört zum gesunden Ehrgeiz und die persönliche stille Zeit ist der kleine Bruder der Familienandacht und der regelmässigen Rückkehr in die Stille. Ab und zu ein Sondereffort für ein grösseres Projekt und je nach Begabung noch politische Aktivität, musikalisches Schaffen oder sportliches Tun. Und eben nicht zu vergessen: die Abgabe des Zehnten (als Minimum). Ok, das Bild ist nicht voll-


ständig und trotzdem überzeichnet. Nichts von alldem ist falsch, im Gegenteil: vieles davon hilft uns, unseren Glauben zu leben und zu vertiefen. Unsere Aufgabe ist es aber nicht, andere mit unseren Erwartungen (zum Teil nur angedeuteten?) unter Druck zu setzen oder zu überfordern. Wir wissen alle auch aus persönlichen Beziehungen, dass zu hohe Erwartungen oftmals die Ursache für Enttäuschungen sind.

Aber eine aufrichtige Antwort auf das Gnadengeschenk ist die Beziehungspflege zu Gott und eine gesunde Beziehung lebt davon, dem anderen dienen zu wollen. Die Antwort auf die Frage, was Gott von mir will, ist nicht immer einfach, auch wenn uns die Bibel selbst viele Anhaltspunkte gibt. Das gemeinsame Suchen nach seinem Willen ist etwas, dass das Leben in einer christlichen Gemeinschaft so wertvoll macht.

Unsere Aufgabe ist es, untereinander Akzente der Liebe zu setzen. Die einzigen Erwartungen, die mich interessieren sollten, sind die von Jesus an mich persönlich. Was erwartest du von mir, Gott? Nicht im Sinne von "was muss ich tun, um ewiges Leben zu gewinnen"; die Antwort auf diese Frage kennen wir aus der Bibel.

Ich freue mich auf gemeinsame herbstliche Erkundungsreisen mit euch allen. Bis bald! Reto Blum

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Infos aus der Gemeindeleitung: Ausblick auf die kommenden Gottesdienste

Wasseraarena vom 20. Oktober

Gebet bringt den Himmel auf die Erde (6 und 13. Oktober) Jesus lehrte uns beten: Unser Vater im Himmel, geheiligt werde dein Name, dein Reich komme, dein Wille geschehe auf Erden wie im Himmel! Als Gemeinde haben wir von Gott die gewaltige Berufung bekommen, uns dafür einzusetzen dass der Himmel tatsächlich immer mehr auf die Erde kommt. Dass das Gebet hier eine sehr wichtige und zentrale Stellung einnimmt, ist kaum bestriten. Wir wissen es und dennoch fällt es den meisten von uns häufig schwer zu beten. Meine Erfahrung ist, dass uns ein moralischer Apell, der uns zum Gebet aufruft, kaum weiter bringt. Denn Gebet ist in erster Linie eine Herzensangelegenheit. Gebet, das kein Krampf ist sondern Vorrecht, wird aus der ganz persönlichen Begegnung mit Gott geboren. Es ist mir ein Anliegen, in diesen beiden Predigten aufzuzeigen welches Vorrecht wir haben, durch das Gebet direkt mit Gott in Kontakt zu treten und welche Kraft freigesetzt wird wenn wir beten. Gebet soll eine Freude sein und nicht ein Krampf!

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Am 20. Oktober gibt es einen Leckerbissen im Gottesdienst. Wir haben das Vorrecht, die Multimediaschau WASSERAARENA zu sehen. Eine ungewöhnliche und faszinierende Naturschau nimmt uns auf eine eindrückliche Reise von der Aare bis zu unbekannten Gewässern Europas. Die Show wurde über einen Zeitraum von 6 Jahren, mit einem Team von über 50 Personen produziert. Da die christliche Botschaft auf ansprechende Weise in der Show weitergegeben wird, ist dies eine gute Gelegenheit, Freunde und Bekannte für diesen Morgen einzuladen.


Inside (27. Oktober, 3., 10., 17. + 24. November, 1. Dezember) Zum dritten Mal haben sich René Meier, Markus Burkhard und Stephan Leuenberger zu einer Predigtreihe zusammen getan. Ihnen geht es um den Kern des christlichen Glaubens: An Jesus Christus zu glauben bedeutet mehr, als das Richtige zu tun und zu glauben. Es ist mehr, als Moral und Lebensverbesserung. An Jesus zu glauben bedeutet, mit ihm zu sterben, um aus ihm zu leben. Alles kommt von innen; aus der organischen Verbindung mit ihm. Die Predigtserie „inside“ (engl. für „innen, Inneres“) geht an den Kern der Sache, denn im Kern liegt das Leben. Die Serie zeigt, wie man im 21. Jahrhundert „aus Jesus heraus“ leben kann. Anhand ausgewählter Abschnitte der drei neutestamentlichen Briefe an die Römer, Galater und Kolosser wird das Geheimnis eines entspannten, erfüllten und erfreulichen Lebens „von innen heraus“ beleuchtet.

Adventsbrunch vom 8. Dezember Ein herzhaftes Zmorge, abwechslungsreiche Musik mit dem Jodlerchörli „Daheim“ aus Münsingen und ein lebensnahes Thema sind die Eckpunkte des Adventsbrunchs. Alle sind ganz herzlich eingeladen, in ungezwungener Atmosphäre Neues über das Leben und die Beziehung zu Gott zu erfahren. Der Eintritt ist frei. Wer gerne beim Vorbereiten mithelfen möchte oder etwas zum Brunch mitbringen will, darf sich gerne bei Hanspeter und Margrit Nydegger melden.

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Die Geschichte- - Gottes grosse Liebesgeschichte mit den Menschen

Die größte Geschichte aller Zeiten hat sich niemand ausgedacht. Sie hat sich ereignet. Es ist Gotte Liebesgeschichte mit den Menschen. Diese Geschichte erzählt die Bibel. In dieser Gottesdienstserie wirst du diese Geschichte Woche für Woche besser kennen lernen. Dabei wirst du entdecken, dass diese Geschichte nie endet, sondern in deinem Leben weitergeht. Wenn du anderen Menschen Zugang zu dieser Geschichte geben möchtest, lade sie zum Gottesdienst ein. Nach jedem Gottesdienst hast du während der Woche Zeit, im Begleitbuch „Die Ge-

schichte“ den besprochenen Abschnitt selber zu lesen. Pro Tag wirst du im Durchschnitt ca. 2½ Seiten lesen. Es gibt auch eine verkürzte „Die Geschichte“ Ausgabe, in der du pro Tag nur ca. eine Seite liest. Das Buch "Die Geschichte" bringt den roten Faden der Bibel auf den Punkt, von der Schöpfung bis zur Offenbarung. Die sorgfältige und gleichzeitig moderne Übertragung der ausgewählten biblischen Texte motiviert zum Lesen und überrascht selbst Leser, die die Bibel schon lange kennen.

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Lerne durch „Die Geschichte“ den gnädigen, redenden, handelnden, hörenden und liebenden Gott hinter der Geschichte selber besser kennen.

Das PLUS zur Predigtserie Damit diese unendlich wertvolle Geschichte nachhaltig vertieft werden kann, gibt es die Möglichkeit, das Gehörte und Gelesene in einer Kleingruppe zusammen zu besprechen und Möglichkeiten für die Anwendung im Alltag zu suchen. Wenn du noch in keiner Kleingruppe bist, melde dich im Sekretariat der FMG Münsingen oder fülle den beigelegten Antworttalon aus.

Eine Co-Produktion Die Predigtserie „Die Geschichte“ ist eine CoProduktion der FMG Münsingen und FMG Lyss und ihrer beiden Pastoren Stephan Leuenberger und René Meier. Ergänzend werden weitere Personen einzelne Predigten halten. Beilage in der Agenda: Flyer mit Jahresübersicht, Bestelltalon für Material und Leseprobe.


Taufe vom 1. September 2013

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Interview mit Familie Wenger Wer gehört alles zu Eurer Familie? Antwort von unseren Kindern: unsere Familie, das sind ich, ich, ich, ich, ich und die drei Kaninchen Struppi, Sneijder und Stöppseli.

Was macht Ihr während der Woche? Anja, 4. Klasse: Reiten, viel draussen sein, auf Bäume und ins Baumhaus klettern, Hausaufgaben erledigen, spielen. Simon, 7. Klasse: Hausaufgaben!!!, so viel wie möglich draussen spielen (Fussball, Unihockey, Tischtennis), in den Ferien auf dem Bauernhof melken usw., Bass spielen. Selina, 8. Klasse: Lernen und lernen, Kinder hüten, lesen, zeichnen. Marianne: Haus- und Gartenallrounderin HF, bin die Familienzentrale unserer fünfköpfigen Bande. Urs: Einen grossen Teil der Woche bin ich als HRBerater von PostMail unterwegs. In der Freizeit unterstütze ich meine Hausund Gartenallrounderin und versuche so viel Zeit wie möglich mit den Kindern zu verbringen. Was unternehmt Ihr gerne zusammen als Familie? Uns ist die gemeinsame Zeit als Familie überaus wichtig. Wir sind oft in der Natur anzutreffen, z.B. Wandern, Wildtierbeobachtungen, Bräteln. Gerne schauen wir zusammen Filme oder gehen in den Ausgang. Die tägliche Familienzeit mit Bibellesen und Austauschen geniessen wir alle.

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Wenn Ihr eine Million gewinnen würdet, was würdet Ihr damit unternehmen? Selina: reicht dies für eine Villa am See? Simon: ich werde Bauer mit 20 Milchkühen, 10 Schafen, 20 Ziegen, 30 Schweinen und 50 Kaninchen; dazu Traktoren und was der Bauer so braucht. Anja: Esel, 2 Pferde, 2 Ponys, 1 Ziege, Hund und Katze anschaffen Marianne: ich möchte in den Lolipop und alles ausprobieren. Eigentlich möchte ich gar keine Million, denn dies gibt nur Unfriede. Urs: ich würde eine Bisonfarm im tiefen Emmental aufbauen. Ein Traum (oder Träume), von dem Ihr Euch wünscht, dass er in Erfüllung geht? Simon: dass ich einen tollen Beruf erlernen kann, welcher mir gefällt. Anja: dass ich Tierärztin werden kann. Selina: ein Haus am Meer und eine Familie Marianne: Dass die Menschen lernen, viel ehrlicher und offener zueinander zu sein. Ein Haus für Menschen in Not. Dass es meinen Kindern gut geht und ich einmal Grossmutter werden darf.


Urs: beruflich habe ich oft mit Menschen zu tun, welche auf der Schattenseite des Lebens stehen. Diese Menschen möchte ich gezielte und individuelle Unterstützung anbieten können (offenes Haus, betreutes Wohnen). Was motiviert Euch mit Jesus unterwegs zu sein? Wir dürfen Gottes Hilfe erleben, egal in welcher Situation wir stehen. Zu ihm dürfen wir kommen so wie wir sind. Er liebt uns bedingungslos und lässt uns nie im Stich. Seinen Segen dürfen wir täglich erfahren. Und es gab sicher auch immer Situationen, die schwierig waren! Kommt Euch eine in den Sinn, die Ihr gerne weitergeben möchtet? Alle Interessen und Anliegen unter einen Hut zu bringen. Wir haben uns als „Fürsprecher“ der Kinder verstanden; ihre Anliegen in die Gemeinde zu tragen war anspruchsvoll und schwierig. Ihr habt sehr viel Zeit und Kraft in den Kidstreff investiert! Nun habt Ihr die Leitung abgegeben, was macht Ihr nun mit der vielen freien Zeit?

Marianne und Urs: Ihr habt nun die KidstreffLeitung abgegeben! Könnt Ihr uns Euer schönstes Erlebnis im Kidstreff erzählen?

Freie Zeit? Die dadurch entstandene freie Zeit investieren wir gerne in unsere Kinder. Sie mussten uns manchmal entbehren und sich in Geduld üben.

Das Schönste sind die Kinder! Ihre leuchtenden Augen, ihre Natürlichkeit, ihre Ehrlichkeit, ihre Vielfalt und Ihre Unbekümmertheit bleiben uns in schöner Erinnerung. Die Kinder sind wie ein bunter Blumenstrauss. In Erinnerung bleiben uns auch die Gebete der Kinder, ihr Vertrauen und dann von ihren Erlebnissen mit Gott zu vernehmen.

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Verein „Ufwärts“ Interview mit Team Ufwärts Pesche, du hast seit längerem auf dem Herzen, im Sozialen Bereich etwas aufzubauen. Wie kam das? Während meines Theologiestudiums bei IGW (Institut für Gemeindebau und Weltmission) und der Zeit, als ich in der FMG als Jugendarbeiter angestellt war, merkte ich, dass der Beruf als Jugendpastor/ Pastor, nicht wirklich das ist, was ich mir in Zukunft vorstellen kann. Dies bestätigte auch ein Assessmentkurs bei IGW. Diese Überlegungen und die Resultate des erwähnten Kurses, brachten den Stein ins Rollen. Ich habe nach Alternativen Ausschau gehalten und habe diese in der Fachschule für Sozialmanagement (FSSM) gefunden. Ich entschied mich, die Fachrichtung am IGW von praktischer Theologie in Sozialdiakonie zu wechseln. Dieser Entscheid ermöglichte mir den Studiengang der FSSM zu machen. Die erste Aufgabe im neuen Studiengang war herauszufinden, was die politische Gemeinde am Wohnort im Sozialbereich in den kommenden Jahren stark herausfordert. Ich hatte ein Gespräch mit dem damaligen Leiter der Sozialabteilung in Münsingen. Unter anderem kam dabei heraus, dass es mehr Arbeitsplätze für Sozialhilfebezüger braucht. Diese Aussage beschäftigte mich und es begann die Idee für das heutige Projekt „Ufwärts“ zu wachsen.

In der Zwischenzeit seid ihr vier Personen, die sich für dieses Projekt engagieren wollen. Was motiviert euch hier mitzuarbeiten? Marco Montefusco In meiner Ausbildung zum Grossfamilienerzieher sah ich zum ersten Mal hinter die Kulissen der „ach so sauberen“ Schweiz. Die Missstände, die ich dort antraf waren erschütternd. Das Projekt „Ufwärts“ bietet mir die Gelegenheit, nach zehn Jahren des Grübelns, endlich aktiv zu werden. Zudem gibt mir die Bibel immer wieder Inspiration und Auftrag, mich für die Ärmsten einzusetzen.

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Susanne Montefusco Schon lange ist es mein Herzensanliegen, Menschen in Schwierigkeiten und Nöten beizustehen. Durch meine Seelsorgeausbildung bei IGNIS lernte ich, wie ich Menschen begleiten kann. An „Ufwärts“ reizt mich , dass wir zu den Randständigen gehen und Schritte auf sie zumachen. Auch schon lange bewegt mich der Wunsch, eine Beratungsstelle aufzubauen. Dies könnte nun mit „Ufwärts“ möglich werden. Susanne Saladin Sozial schwache Menschen, Sozialhilfeempfänger und ausgesteuerte Personen stehen oft am Rande unserer Gesellschaft. Die allermeisten von ihnen sind nicht aus Faulheit oder Arbeitsscheu dort gelandet, vielmehr haben verschiedene schwierige Umstände und/oder Widrigkeiten sie dorthin gebracht. Diese Leute tragen dementsprechend auch grössere und kleinere "Rucksäcke" durchs Leben. Da ich zurzeit eine Ausbildung als individualpsychologische Beraterin und Seelsorgerin mache, liegt meine Mitarbeit vor allem im Aufbau und betreuen einer Beratungsstelle. Jeder Mensch hat es verdient, ein würdevolles und zufriedenes Leben zu leben. UFWÄRTS soll es gehen, und wir möchten sie mit unserem Sozialprojekt aktiv darin unterstützen. Peter Mosimann „Ufwärts“ bewegt mein Herz. Es entspricht meinen Begabungen und fordert mich heraus, aber ich bin ja zum Glück nicht alleine unterwegs. Es dient Menschen, die in einer herausfordernden Lebensituation sind. Hier kann ich mich einbringen und ich bin davon überzeugt, dass die „Kirche der Zukunft“ genau in solchen Projekten wieder eine Verantwortung in der Gesellschaft übernehmen muss.


Was beinhaltet denn das Projekt? „Ufwärts“ ist ein Verein, aus dem später eine Stiftung entstehen soll. Dieser bildet die juristische Person und somit das Dach unter dem verschiedene Arbeitszweige Platz finden. Im Moment beschäftigen uns vor allem drei Zweige: Berufliche Integration: Hier wollen wir vor allem Sozialhilfebezügern die Möglichkeit der beruflichen und sozialen Integration bieten. Das heisst, wir bieten Arbeitsplätze für Menschen an, die auf Sozialhilfe angewiesen sind. Das schlussendliche Ziel wäre, dass diese Menschen wieder eine Arbeitsstelle im ersten Arbeitsmarkt finden. Es gibt aber diverse kleinere Schritte auf diesem Weg. Wir helfen ihnen dabei, sich wieder fit für diesen Arbeitsmarkt zu machen. Es geht darum, eine Tagesstruktur aufzubauen, sich körperlich fit zu machen und sich auch weiterzubilden. Dies kann z.B. ein Computer- oder Deutschkurs sein. Wir begleiten sie aber auch auf dem Weg in der Bewerbung um eine Arbeitsstelle. Menschen, denen es nicht mehr möglich ist im ersten Arbeitsmarkt zu bestehen, wollen wir eine Möglichkeit geben, sich zu beschäftigen und ihnen somit einen Wert vermitteln. Wir wollen Dienstleistungen im Allroundbereich anbieten, d.h.

z.B. Reinigungsarbeiten, Umzug, Räumung, Entsorgung, Liegenschaftsservice aber auch z.B. Arbeiten im Wald oder auf einem Bauernhof. Weitere Angebote sind im Moment noch in Abklärung. Beratungsstelle: Die Beratungsstelle soll eine Anlaufstelle für Menschen werden, die in ihrem Leben Hilfe benötigen. Dabei spielt es keine Rolle, aus was für einem Hintergrund sie kommen. Wir wollen ihnen kompetent und unkompliziert Hilfe anbieten. Sei es bei finanziellen Fragen, Familie, Ehe, Lebensberatung, usw. Die Beratungsstelle will mit kompetenten Fachpersonen zusammenarbeiten. Das Ziel ist nicht, alle Beratungen selbst zu erledigen, sondern die Betroffenen an die richtige Stelle weiterzuleiten. Ebenfalls unterstützt die Beratungsstelle die Menschen, die einen Arbeitsplatz in der beruflichen Integration haben. Denn es geht darum, dass diese eine ganzheitliche Hilfe bekommen.

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Treffpunkt: Der Treffpunkt soll ein niederschwelliges Angebot für notleidende Menschen sein. Es soll ein Ort sein, wo soziale Kontakte geknüpft werden können, aber auch ein Ort, wo sie niederschwellige Hilfe bekommen, z.B. beim Ausfüllen von Formularen, bei der Wohnungssuche, bei Computerproblemen, usw. Neben den praktischen Hilfen können sie einen Kaffee trinken und so in Kontakt mit Anderen kommen. Dieses Angebot sehen wir sehr stark als Möglichkeit, wo sich Menschen ehrenamtlich investieren können und wo die FMG einen ganz praktischen Beitrag an das Projekt leisten kann. Wir können uns auch noch weitere Arbeitszweige unter dem Dach „Ufwärts“ vorstellen. Ein Zweig könnte z.B. auch ein betreutes Wohnen sein. Wir wollen offen sein für weitere sozialdiakonische Projekte.

Was ist bis jetzt geschehen und wo steht ihr im Moment? Es ist wunderbar, dass sich ein Team aus vier Personen gebildet hat. Dies entlastet enorm und motiviert auch weiterzugehen. Wir durften bereits interessante Gespräche mit anderen Organisationen führen, die ein gleiches oder ähnliches Angebot haben. Einzelne sind auch bereit, uns beim Aufbau zu unterstützen und wir konnten und können hinter die Kulissen schauen. Wir konnten auch sehr wohlwollende und entgegenkommende Gespräche mit den verantwortlichen Personen der politischen Gemeinde führen und haben dort ein offenes Ohr und ein Interesse an unserem Projekt gefunden. Einige Sachen sind mittlerweile auf dem Papier und wir haben Rückmeldungen von kompetenten Personen erhalten. Vieles ist aber auch noch in den Köpfen am „brühten“ und wartet darauf, bearbeitet und verfolgt zu werden. Wir konnten einen passenden Namen für das Projekt finden und einen gleichnamigen Verein gründen.

Welche Pläne habt ihr für die Zukunft? Das ganze Projekt, das jetzt auf Papier und in den Köpfen ist, Schritt für Schritt umzusetzen! In

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einer ersten Phase werden wir die ganze Sache mit der beruflichen Integration angehen. Danach stellt sich dann die Frage, wie und wann wir die Beratungsstelle und den Treffpunkt umsetzen. Es stehen diverse Gespräche mit verschiedenen Personen an, welche im Projekt involviert sein werden oder die Interesse daran haben. Im Moment sind wir auch daran, unseren Auftritt an die Öffentlichkeit auszuarbeiten, das heisst Logo kreieren, Homepage erstellen, Flyer gestalten, usw. Was uns auch in den nächsten paar Wochen beschäftigen wird, ist die Suche nach dem Startkapital für das Projekt. Dazu benötigen wir rund CHF 100'000.-. Auch die Suche nach einem geeigneten Standort mit zweckmässigen Räumlichkeiten (Büros, Aufenthaltsraum und Werkstatt) ist ein Thema auf unserer Pendenzenliste. Dazu kommen etliche Abklärungen mit Versicherungen, Behörden, usw. Also uns wird es sicherlich nicht langweiligJ!

Ihr habt eurem Verein den Namen "Ufwärts" gegeben, wie kam es zu diesem Namen und was bedeutet er? Pesche hatte diesen Vorschlag gehabt. Der Name ist absichtlich Berndeutsch gewählt, da wir ja lokal etwas verändern wollen. Wir haben mit Menschen zu tun, die in der „Unterschicht“ unserer Gesellschaft Leben. Wir wollen sie dort abholen und ihnen eine Verbesserung, ein fühlbares „aufwärts-gehen“ ihrer Lebensbedingungen ermöglichen. Das Wort „Wert“ ist da ebenfalls enthalten und zeigt, dass wir die Menschen Wertschätzen wollen.


Der Name soll uns als Team auch an unsere Sichtweise ermahnen: Nämlich immer wieder zu Gott „Ufwärts“-luege. Er, Jesus, soll dieses Projekt bauen und vorantreiben.

Wir suchen aber auch Menschen, die z.B. unsere Texte für Homepage, Flyer, Broschüren, usw. orthographisch überarbeiten oder die Freude daran haben, diese selbst zu schreiben.

Wie kann die FMG Münsingen ein Teil dieser Arbeit werden?

Weiter suchen wir auch Menschen, die Freude haben z.B. einen Computerkurs anzubieten oder bei der Bewerbungsunterstützung mitzuhelfen.

Auch Mitarbeiter für den Treffpunkt werden gesucht.

Wir brauchen Gebetsunterstützung! Denn es gibt viele Herausforderungen, die nicht ganz leicht zu überwinden sind. Viele Fragen, die noch offen sind und die in der nächsten Zeit geklärt werden müssen. Wir durften bereits in vielen Sachen Gott erleben und sind darauf angewiesen, dass er uns weiterhin führt, Türen öffnet und uns die richtigen Personen zur rechten Zeit über den Weg schickt. Dabei ist uns vollkommen bewusst, dass das Gebet ein wichtiger Faktor ist. Hier sind wir sehr dankbar für alle, die im Gebet an das Projekt denken. Wer gerne konkretere Gebetsanliegen haben möchte, soll sich bei jemandem aus dem Team melden. Wir geben dir gerne regelmässig Gebetsanliegen weiter und halten dich somit auch auf dem aktuellen Stand von „Ufwärts“ .  Um das Projekt definitiv starten zu können, brauchen wir Finanzen. Wie oben schon erwähnt, benötigen wir ca. 100'000.— Franken. Dies suchen wir in Form von Spenden oder auch, wenn möglich, als zinslose Darlehen. Wer unser Projekt mit finanziellen Ressourcen unterstützen möchte, darf sich ebenfalls bei uns melden. 

Es gibt viel zu tun, packen wir es an! Wer eine Idee, einen Vorschlag, eine Anmerkung usw. hat, darf sich gerne bei jemandem aus dem Team oder auf info@ufwärts.ch melden. Wir freuen uns über alle, die einen Teil von „Ufwärts“ werden wollen, denn gemeinsam können wir Reich Gottes im Aaretal sichtbar werden lassen.

Wir suchen Menschen, die uns ihr Fachwissen zur Verfügung stellen. Sei dies bei der Startphase oder auch danach. Konkret möchten wir einen Pool mit Kontakten haben, damit wir bei Fragen auf die entsprechenden Personen zukommen können. Dies kann z.B. bei finanziellen, personellen, versicherungstechnischen, juristischen, usw. Fragen sein, bei welchen uns dann die entsprechenden Personen beratend zur Seite stehen würden.

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Ressort Soziales FMG Ich freue mich, euch einige Informationen über ein geniales Projekt des christlichen Zentrums Thalgut weiter zu geben. Kürzlich durfte ich mit der Leiterin der Koordinationsstelle Freiwilligenarbeit (KoFA), Erika Bieri, über ihre Arbeit im Gespräch sein. Ich finde diese Arbeit eine super Idee, wie man einander unkompliziert und auf ganz praktische Art helfen kann. Egal ob du Hilfe brauchst oder Hilfe anbieten kannst, Erika Bieri freut sich über einen Anruf von dir. Alle Informationen dazu findest du im folgenden Text oder im beigelegten Flyer in dieser Ausgabe der Agenda. Mit empfehlenden Grüssen Peter Mosimann Leiter Ressort Soziales KoFA stellt sich vor KoFA ist ein sozialdiakonisches Projekt im Aaretal und stellt sich der Aufgabe bedürftigen Menschen jeder Altersgruppe durch Freiwilligenarbeit praktische Unterstützung im Alltag zu geben. Diakonie ist ein biblischer Auftrag am Mitmenschen der leider in den vergangenen Jahrzehnten immer mehr den fachlichen Behörden und Institutionen überlassen wurde. Diakonie heisst: Predige und wenn nötig, gebrauche Worte (Franz von Assisi). Ehrenamtliche Tätigkeit gibt Sinn und macht Freude Der Begriff Ehrenamt ist eine klassische Bezeichnung für Tätigkeiten, deren Lohn die Ehre ist. Freiwilligenarbeit soll im Gegensatz zu früher keine traditionelle oder routinemässige Leistung mehr sein, sondern Spass und Freude bereiten. Wozu eine Koordinationsstelle Durch gezielte Koordination, Betreuung, Vermittlung und Unterstützung der beiden

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Zielgruppen von KoFA (Leistungsbezüger/ Leistungsanbieter), kann eine Vernetzung stattfinden, die das Ziel hat, die richtigen Personen, die zueinander passen, zu einem Tandem zusammenzuführen. Es wird eine Zusammenarbeit mit bestehenden Behörden, Vereinen und Institutionen angestrebt. Die Freiwilligen Mitarbeiter/innen erhalten öffentliche Anerkennung, Wertschätzung und Weiterbildung. Die Koordinatorin arbeitet nach Standards und Rahmenbedingungen von Benevol Bern, einer Agentur die Freiwilligenarbeit in der Schweiz fördert und unterstützt. Zur Koordinatorin Erika Bieri hat die FSSM (Fachschule für Sozialmanagement) absolviert und als Diplomarbeit das Projekt KoFA ins Leben gerufen. Sie ist seit 38 Jahren mit Fredy Bieri verheiratet, wohnt in Thun und hat zwei Töchter und fünf Grosskinder. Sie hat sich seit Jahren in der Familie, in der Nachbarschaft, in der politischen- und der christlichen Gemeinde und bei suchtkranken Menschen ehrenamtlich engagiert. Trägerschaft Stiftung Christliches Zentrum Thalgut (CZT) in Wichtrach. www.czt.ch


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