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MATS MATS KARL KOPPE

HOCHHAUS IN BERLIN Wer braucht schon ein Hochhaus in Berlin. START - UPs Was brauchen sie und wie kann Architektur darauf reagieren? AUDI Wir wollen in der Vertikalen produzieren! Q Der heimliche Star hinter James Bond.

2017 PORTFOLIO


Hallo!


MATS KARL KOPPE M.Sc. Arch Altewiekring 28a 38102 Braunschweig Germany + 49(0)1605314790 matskarlkoppe@gmx.de http://matskarlkoppe.com/ *07.01.1991, KIEL

Akademischer Werdegang

2014 - 2017

TECHNISCHE UNIVERSITÄT BRAUNSCHWEIG Studium der Architektur Abschluss: M.Sc. Architektur mit Auszeichnung (1,2)

2010 - 2014

TECHNISCHE UNIVERSITÄT BRAUNSCHWEIG Studium der Architektur Abschluss: B.Sc. Architektur (2,1)

2001 - 2010

GYMNASIUM WELLINGDORF KIEL Abschluss: Abitur

1997 - 2001

ADOLF - REICHWEIN - SCHULE KIEL

4 | MKK


M AT S Beruflicher Werdegang

AX5 ARCHITEKTEN BDA KIEL Freiberufliche Tätigkeiten: - Holstein Stadion Kiel - Wohn - und Geschäftshaus Itzehoe - Mensa Ernst - Barlach Gymnasium Kiel - diverse Visualisierungen sowie Wettbewerbe

2013 - 2017

INSTITUT FÜR EXPERIMENTELLES ENTWERFEN TU BS PROF. Penkhues studentischer Tutor

2014

Auszeichnungen

GRAFT ARCHITECTS BERLIN Praktikum: - Geschäftshaus Berlin - Kaballah Center Berlin - mehrere Wohnbauprojekte

2017

BDA - SARP PRIZE Nominierung

2015

CLOUD CLUB AWARD 2015 Mitglied Jury

2015

BAUNETZ CAMPUS MASTERS 4. Platz

2014

CLOUD CLUB AWARD 2014 2. Platz Museum der Naturgewalten

MKK | 5

2017 PORTFOLIO

2010 - 2017


6 | MKK


M AT S Fähigkeiten

Skills

Rhinocerous 3D AutoCAD ArchiCAD Vectorworks Revit VRay Grasshopper

2017 PORTFOLIO

Adobe Illustrator Adobe Photoshop Adobe InDesign HTML

GERMAN

ENGLISH

FRENCH

Sonstiges Klettern Schwimmen Fussball Snowboarding Kitesurfing Golf burgers & beer other

europeen driving license swimcoach (b-license)

MKK | 7


2017 PORTFOLIO


01 HAP - HIGHRISE ALEXANDERPLATZ SEITE 12 - 29

02 SFB - START-UP FACTORY SEITE 32 - 41

03 AUDI - VERTIKAL SEITE 44 - 53

04 MEX - Q’s LAB SEITE 62 - 67

BA 05 NATURGEWALTEN SEITE 72 - 79 10 | MKK


PLOT ZWISCHENSPIEL 01 1 ZU 1 STRUCTURE

2017 PORTFOLIO

ZWISCHENSPIEL 02 D - FAB

ZWISCHENSPIEL 03 EASDALE

ZWISCHENSPIEL 04 TUTOR MATS

ZWISCHENSPIEL 05 DIT UND DAT MKK | 11


01 HAP HIGHRISE, ALEX AND ERPLATZ, BERLIN

RP SA inée A BD Nom IS E PR


DE

Nachdem ich nun glaube erläutert zu haben, was unsere sprachlich-kulturell bedingte Einstellung zu einem „Hochhaus“ mit sich bringt, ich einen kurzen Einblick in die Ausgangslage Berlins und im Zeitraffer die neuere Geschichte des Alexanderplatzes dargelegt habe, möchte ich letztlich auch nicht meine persönliche Vorstellung dieser Thesis auslassen. Der Alexanderplatz bedarf, so denke ich, keiner Neugestaltung. Er muss nicht ein weiteres Mal ausgehebelt, sein Dasein muss nicht ein weiteres mal konzeptuell und baulich neu definiert werden. Er existiert bereits und auf eine bestimmte Weise braucht der Berliner ihn. Die zementierte Platzstruktur sollte jedoch aufgebrochen werden, denn der Alexanderplatz als Paradeplatz verneint sich von selbst. Man muss dem urbanen Raum wieder die Möglichkeit geben, durch die Zeit hinweg gestaltet zu werden, ihn also im Werden an sich zu begreifen. Das Gebäude muss sich in den Weg stellen, ihm in die Parade fahren. Das Säumen des Platzes führte zum Vakuum im Inneren.

The Alexanderplatz“ does not need any new design. It does not have to be extinguished once more, its existence does not have to be defined again either conceptually or structurally.

EN

The „Alexanderplatz“ as a place for parades is self-evident. We need to give the urban space the possibility to be designed through time, to grasp in the process of becoming itself. The building must get in the way to achieve the attention of the people. The seaming of the square leds to the vacuum inside. This is why I designed new and smaller areas, which for the first time create a zonation of the open space and second, with addition to the existing buildings, will form a new order. The enormous height of a „skyscraper“ integrates itself over the spatial intervention into the overall structure and does not escape our human scale. I already mentioned the fact that space, which is not accessible to me, remains absolutely irrelevant to my sense of urban space. Therefore, it is more important that the space and its users enter the vertical space in a self-evident manner. The visitors will learn to feel comfortable in unknown spaces and to make them their own. The call for urban future also means the returning of the scale within the building and the exterior design.

MKK | 13

2017 PORTFOLIO

Wer braucht schon ein Hochhaus in Berlin?

HAP BERLIN

[2017]

Prof. Bertholt Penkhues Institut für Experimentelles Entwerfen


2

Park Inn

123 m 01

Bahn Tower

Hines Tower

A3

Kolhoff Tower

Alexa Tower

A2

150 m

103 m 08 103 m 07

Zoofenster

118 m 05

150 m

Atrium Tower

106 m 06

Treptowers

125 m 02

Upper West

118 m 03

Ku-Damm Karree

102 m 09

Estrel Tower 176 m

Steglitzer Kreisel

118 m 04

200

100

000

A1

A2

LAST PAGE: isometric drawing LEFT: the plannend highrises in Berlin above 100meters RIGHT: siteplan

A3

A4

01

02

03

04

Hochhäuser +100m

HAP

Hochhaus am Alexanderplatz

14 | MKK

05

06

07

08

09

A1


HAP BERLIN

o

5

1o

The vertical space extends into the underground and offers the visitors a new street food market which is also integrated into the transition to the subway station. The traffic stream, which was and still is one of the main characteristics of the „Alexanderplatz“, is absorbed, its speed is throttled and led up. The passage through the urban space becomes a walk through the building complex.

25

5o

Meter NORD

To demand that the whole building will be urban space, is HAP hardly portable and probably not possible. It is precisely this tension between the personal spaces and the public visitors that creates the heterogeneous mass of a city. These intersections are the main characteristics of the “HAP” (Hochhaus Alexanderplatz). As in the horizontal, the principle from public to private is preserved in the vertical.

Maßstab M 1:1ooo

Lageplan

Ich benannte bereits den Umstand, dass Raum, der für mich nicht erschliessbar ist, absolut irrelevant für mein stadträumliches Empfinden bleibt. Um so wichtiger ist also ein selbstverständliches Einfliessen des Platzes und seiner Nutzer in den vertikalen Raum, um eine Akzeptanz voraussetzen zu können. Der Berliner wird lernen können, sich in unbekannten Raumgefügen wohl zu fühlen und sie sich zu eigen zu machen. Der Aufruf zur urbanen Zukunft bedeutet so auch die Wiederkehr der Massstäblichkeit im Inneren des Gebäudes und der äusseren Platzgestaltung. Letztere erstreckt sich auch in den Untergrund und bietet sich als neuartiger Food - und Street-Markt an, integriert in den Übergang zur U-Bahn. Der Verkehrsstrom, der eines der Hauptcharakteristika des

L1

Hochhaus Alexanderplatz Mats Karl Koppe

MKK | 15

2017 PORTFOLIO

Deswegen geht es mir um die Ausgestaltung neuer und kleinerer Platzbereiche, die erstmalig ein Zonieren des Freiraums schaffen und so, durch Ergänzung des Baubestands, eine Neuordnung formen werden. Die gewaltige Höhe eines „skyscraper“ integriert sich so über den räumlichen Eingriff in das Gesamtgefüge und entzieht sich nicht unserem Massstab.


Alexanderplatzes war und immer noch ist, wird aufgenommen, sein Tempo gedrosselt und hinaufgeführt. Das Durchwegen des Stadtraums wird zum Aufenthalt im Gebäudekomplex. Zu fordern, das gesamte Gebäude sei Stadtraum, ist kaum tragbar und wohl auch nicht erschwünscht. Genau dieses Spannungsfeld zwischen personalisiertem Raum und der Öffentlichkeit lässt die heterogene Masse der Stadt entstehen. Um diese Schnittmengen soll es auch in dem „HAP“ gehen. Das Prinzip vom Öffentlichen in die Privatheit bleibt grundsätzlich, wie in der Horizontalen, auch in der Vertikalen erhalten.

Die Bibliothek und Start-Up-Bereiche stellen eine zurückhaltendere Privatisierung dar. Grosse öffentliche Eingangsgesten leiten auch Unentschlossene hinein und fordern zur Neugier auf. Der Nutzer soll, wie in jedem Stadtraum, visuell geleitet erkunden. Bereiche, die generell mit einem längeren Aufenthalt verbunden sind, bieten ebenfalls Eingangsgesten mit entsprechenden öffentlichen Flächen, wobei die interne Logik dieser Raumteile, wie z.B. Wohnbereiche und Hotel, eine sekundäre Erschliessung vorsieht, die sich der direkten und uneingeschränkten Öffentlichkeit entzieht. Dabei bleibt die Raumkonfiguration jedoch weiter ersichtlich.

LEFT: presentation (me) PERSPEKTIVE: interior

16 | MKK


HAP BERLIN

2017 PORTFOLIO

MKK | 17


BIBILIOTHEK Die Räumlichkeiten der Bibliothek entwickeln sich entsprechend des Gesamtkonzepts. Von der öffentlichen und grossen Geste durchwegt der Besucher den ungezwungeren Raumteil. Entsprechend kann hier offen kommuniziert werden und die Bibliothek gewinnt an öffentlicher Bedeutung für den gesamten Alexanderplatz, da sie wieder gezielt in vertikaler Orientierung am Ort integriert wird. Das digital gesteuerte und automatisierte Archiv, das einem intelligenten Hochregallager ähnelt, ordnet sich rückwärtig zu eben genanntem Kommunikationsraum an und öffnet sich zum privater wirkenden Lesebereich der Bibliothek. Der Übergang von öffentlich zu privat gleicht hier also eher einer Übersetzung in akustischer Hinsicht, von laut zu leise. Der Raumkörper der Bibliothek wird dreidimensional begriffen und so war es nur konsequent mich dafür zu entscheiden, auch die Dachfläche des Volumens, erschliessbar über Rolltreppen im Void, als allgemein nutzbare Terrasse anzubieten. WOHNEN Die Addressbildung der Wohnungen im “HAP” erfolgen über den transformierten Vorgarten, also jene private Fläche, die sich in der Öffentlichkeit räumlich verengt und somit eine Schwelle ausbildet. Besucher können, ohne dass eine bauliche Trennung erfolgen müsste, den Schwellbereich wahrnehmen. Nicht “ortskundige” werden intuitiv auf die ambivalente Gemeinschaftsfläche geschleust und können dort verweilen, bzw. ihren Weg durch das Gebäude fortsetzen. Die Wohnkörper sind grundsätzlich als Studios ausformuliert und grösstensteils zweigeschossig. Zoniert werden die Wohnungen ausschliesslich durch den bedienden Kern mit Erschliessung, Sanitäranlage und Küche. Jeder weitere Innenausbau ist demnach individualisierbar START-UPs Ein Startup und seine Inhalte durchlaufen eine Entwicklung, die im Gebäude einem räumlichen Ablauf entsprechen. Sie beginnen im “Shark Tank”, einem

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zugänglichen Treffpunkt, um erste Ideen zu formulieren und mögliche Investoren zu acquirieren. Ist man sich einig über die Perspektive des Projektes, wird in einer der oberen Ebenen weitergearbeitet oder man entscheidet sich für die Anmietung einer persönlich zugeordneten Arbeitsbox. Der gesamte Ablauf mündet in der Präsentation des erarbeiteten Produkts, die im Vortragssaal abgehalten werden kann. Diese höchste Ebene des Startup-Bereichs kann dann auch, unabhängig von der innen liegenden sekundären Erschliessung, über den öffentlichen Kern erschlossen werden. HOTEL Die Öffentlichkeit des Hotels bezieht sich natürlich immer auf die Nutzungsbefugnis, die sich zunächst einmal auf zahlende Gäste beschränkt. Der Aufbau des Hoteleinschlusses ist klassisch angelegt, allerdings wird die Verbindung von den Hotelfluren zum öffentlich nutzbaren Raum nicht aufgegeben. Jede Ebene, die zur Erschliessung der Hotelzimmer dient, ist in ihrem Fortsatz eine öffentlich erschliessbare Ebene mit spezifischen Nutzungen, die im Hotelaufenthalt inbegriffen sind, aber eben auch von Aussenstehenden genutzt werden können. Eine Trennung erfolgt abermals über die athmosphärische Ausbildung einer Schwellensituation. Das Ziel ist die Aufhebung der Isolierung eines Hotelkörpers und die Entwicklung einer Einbettung in den städtischen Kontext. BÜRO Der Bürotrakt ist nicht mehr über die allgemein öffentlichen Kerne erschliessbar. Seine Nutzung unterliegt einer entsprechenden Befugnis, seine Durchwegung unterliegt einer internen Logik. Die Grossraumbüros sind frei konfigurierbar. Mehrgeschossige Büros werden allerdings nicht mehr in Etagen gedacht sondern verbinden sich visuell, wie auch räumlich, über Lufträume und innere kurze Erschliessungsmöglichkeiten. In den jeweils oberen Geschossen gibt es trotzdem die Möglichkeit Einzelbüros anzulegen und den Raum weiter zu zonieren und hierarchisieren.


HAP BERLIN

„Es ist heute unser grosses Problem, damit umzugehen, dass die Gegenwart aus der Zukunft gesteuert ist - und eben nicht, wie wir immer dachten, aus der Vergangenheit.“ - Armen Avanessian

2017 PORTFOLIO

PERSPECTIVE: view down the void

MKK | 19 Perspektive Start-Up Bereich

HAP


+/- 0,oo m

Information

+5,oo m

Kern Öffentlich 5,oo m

Kern Öffentlich

o

o,5

1

2

5

1o

Meter Maßstab M 1:2oo

Grundriss Eingangsebene 1. OG

01 20 | MKK

HAP

Hochhaus Alexanderplatz Mats Karl Koppe

NORD


HAP BERLIN

Archiv

Buchentnahme

Lesebereich

+1o,oo m

Buchentnahme

Terassse

Kern Intern

Bibliothek

2017 PORTFOLIO

Kern Öffentlich 15,00 m

Kern Öffentlich

15,00 m

+1o,oo m

Vortragsraum

+5,oo m

Lesebereich

o

o,5

1

2

5

1o

Meter Maßstab M 1:2oo

Grundriss Bibliothek 3. OG

03

NORD

HAP

Hochhaus Alexanderplatz Mats Karl Koppe

LEFT: floorplan entrance level RIGHT: floorplan library

MKK | 21


Archiv

Erschliessung Wohnungen

Kern Intern

Wohnen

Treffpunkt Bewohner + Öffentlichkeit

Kern Öffentlich 42,00 m

Kern Öffentlich

+25,oo m

o

o,5

1

2

5

+5,oo m

1o

Meter Maßstab M 1:2oo

Grundriss Wohnen 9. OG

09 22 | MKK

HAP

Hochhaus Alexanderplatz

NORD

LEFT: floorplan living

Mats Karl Koppe

PERSPECTIVE: view from the Alexanderplatz


2017 PORTFOLIO

MKK | 23


24 | MKK


HAP BERLIN

Hotel

Hotel

Lager

Lager

Waschraum

Waschraum

Laufbänder

Laufbänder

98,5o m

98,5o m

Umkleide

Kern Öffentlich

Umkleide

Kern Öffentlich

105,5o m

105,5o m

Fitnessstudio

Fitnessstudio

Kern Öffentlich

Bar

+25,oo m

o

o,5

1

2

5

Kern Öffentlich

Bar

+25,oo m

+5,oo m

o

1o

o,5

1

2

5

Meter

1o

Meter

Maßstab M 1:2oo

Maßstab M 1:2oo

Grundriss Hotel 24. OG

Grundriss Hotel 24. OG

NORD

HAP

24

Mats Karl Koppe

NORD

HAP

24

Hochhaus Alexanderplatz

Hochhaus Alexanderplatz Mats Karl Koppe

Hotel

Lager

Lager

Waschraum

Waschraum

Laufbänder

Laufbänder

98,5o m

98,5o m

Umkleide

Kern Öffentlich

Umkleide

Kern Öffentlich

105,5o m

105,5o m

Fitnessstudio

Fitnessstudio

Kern Öffentlich

Bar

o,5

1

2

5

+25,oo m

+5,oo m

o

1o

Meter

o,5

1

2

5

+5,oo m

1o

Meter

Maßstab M 1:2oo

Grundriss Hotel 24. OG

Kern Öffentlich

Bar

+25,oo m

24

2017 PORTFOLIO

Hotel

o

+5,oo m

Maßstab M 1:2oo

Grundriss Hotel 24. OG

NORD

HAP

Hochhaus Alexanderplatz Mats Karl Koppe

24

NORD

HAP

Hochhaus Alexanderplatz Mats Karl Koppe

LEFT: section RIGHT TOP: floorplans RIGHT BOTTOM: model

MKK | 25


26 | MKK


HAP BERLIN 2017 PORTFOLIO

Maßstabslos

Isometrie Raumwände

LEFT: section RIGHT: isometric drawing NEXT PAGE: distant view Alexanderplatz

HAP

I2

Hochhaus Alexanderplatz Mats Karl Koppe

MKK | 27


“Der

englische

Begriff „highrise“

pendant, nicht die transformierte artigen

Hochbau hoch

28 | MKK

proklamiert, anders als sein deutschsprachiges

Beschaffenheit

der

Bauform,

die vor einem der-

Tage trat, sondern einen neuen Typus. Etwas, aufsteigt und nichts, in dem wir höher gelegen hausen.” dominierend zu

das


2017 PORTFOLIO

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ZWISCHENSPIEL No. 01

MODULAR SPACIAL INSTALLATION In the design course >>MODULAR SPACIAL INSTALLATIONS<< a spacial installation for the Foyer of the Rektorat which is located at the Forumsplatz should be designed and realized. Therefore the local and spacial conditions and dynamics at this-for the TU Braunschweig- very important location should be considered within the form-finding process of the design.

EN

The course communicated an in depth knowledge of the creation of digital/ analog form-finding strategies in combination with a qualified techniques for the fabrication of a spacial full scale installation which is composed out of an array of individual modules. The focus therefore was set on the development of a smart module which by its embedded assembly logic and in multiplication is suitable to compose geometrically complex structures. Latest developments in the area of simulation software allowed for the usage of physical-form-finding methods within the framework of a contemporary digital design environment such as Rhino 3D. The implementation of a digital process chain allowed the students to control the complex geometry of the resulting installatiins throughout the entire production sequence. The resulting works therefore can be seen as a congruent 1:1 physical representation of the pre-defined digital 3D model. (text by Daniel BĂźning)

LEFT: detailed picture RIGHT: rendering design phase

30 | MKK


02SFB START-UP FACTORY, BERLIN


Sport and Infografics DE

Sport ein wiederauferstandener Trend. Wir Laufen um die Wette, trainieren stundenlang in Fitnessstudios, fahren Fahrrad zur Arbeit. All dies ist an sich nichts Neues. Doch posten wir unsere Laufrouten auf Facebook, machen Selfies vor dem Fitnessstudiospiegel und sharen sie auf Instagram, filmen unsere Stunts mit Go-Pros. Wir machen nicht einfach nur Sport, wir versuchen es zu erleben und zu teilen. Immer mit dabei sind kleine Geräte, vom Smartphone hin zum Fitnesstrackingarmband, die uns dies erleichtern. Am Sport hängt mittlerweile eine Industrie, die sich nicht mehr nur auf Sportschuhe und Jogginghosen beschränkt.

Das Projekt Berlin Startup Factory begibt sich in diese Schnittstelle und bietet Platz für Entwickler unterschiedlichster Branchen um ihre Ideen zu konkretisieren und zu verwirklichen. Run Pack Berlin ist eine Running Crew aus Berlin. Man trifft sich mindestens 3 Mal in der Woche und läuft gemeinsam durch die Stadt. Man trainiert für Volksläufe und Marathons und feiert danach gemeinsam. Im Prinzip eine lockere, aber auch motivierende Gemeinschaft. In Berlin gibt es mitlerweile mehrere von dieses Crews und Gemeinschaften. Auch die grossen Marken wie Adidas und Nike versuchen mit Crews wie dem Nike Running Club in diesem Sektor Aktiv zu werden. Ein Trend der in sportverrückten Städten wie New York oder Kopenhagen bereits Alltag geworden

Sport a relived trend. We run, train for hours in fitness studios, bike to work. It’s nothing new. But we are posting our run-tracks on Facebook, make selfies before the workout in the gym and share them on Instagram, film our stunts with Go-Pros. We do not just do sports, we try to experience and share. Small devices, from the smartphone to the fitnesstrackers, are always with us. The sport now hangs on an industry which is no longer confined to sports shoes and jogging pants.

EN

Companies like Nike are developing apps that tell us which work-out we should do today and which new sports pants we should buy before. The sportindustry has become a model for many founders and developers. Especially in a city like Berlin, which is one of the fastest, most developed cities in the field of start-ups, there are great opportunities to develop new things and test them directly on a broad mass The Berlin Startup Factory project enters this interface and offers space for developers from a wide range of industries to concretise and realize their ideas. Run Pack Berlin is a running crew from Berlin. They meet at least 3 times a week and run through the city together. You train for local races and marathons and celebrate afterwards together. It’s more a loose but also motivating community. In Berlin, there are now several of these crews and communities. Even the big brands such as Adidas and Nike try to be active with crews like the Nike Running Club in this sector. A trend that has become an everyday occurrence in sporty cities like New York or Copenhagen. After detailed analyzes of these runnings-crews and an analysis of the running-routes of the tracking service Runmapper, two running centers were built in Berlin. Among other things, the Tiergarten is popular as a large green area. But the Treptower Park, which is located southeast of Berlin, with its adjoining Plänterwald, which is located on the opposite side of the river, from the prevailing site at the old Rummelsburg power plant, is a popular running area. The NIKE Running + App is the first sportstracking app and has always been a pioneer for new developments. For a long time, it was a market leader, also through the cooperation with the Apple products. As the chart shows, however, this monopoly position can no longer be maintained by a serious

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2017 PORTFOLIO

Firmen wie Nike entwickeln Apps, die uns sagen welches Work-out wir heute machen sollen und welche neue Sporthose wir dazu vorher noch kaufen sollten. Die Sportbranche ist ein Vorbild für viele Gründer und Entwickler geworden. Gerade in einer Stadt wie Berlin die zu den schnellsten, entwickelnsten Städten im Bereich der Start-upbranche gehört, bieten sich grosse Möglichkeiten, neue Dinge zu entwickeln und diese direkten an einer breiten Masse zu testen

SFB BERLIN

[2016]

Prof. Mathias karch Institut für Media and Design


LAST PAGE: isometric drawing LEFT TOP: running routes Berlin LEFT BOTTOM: Why start-ups fail? RIGHT TOP: NIKE+ RUNNING APP RIGHT BOTTOM LEFT: facebook connections NIKE+ App RIGHT BOTTOM RIGHT: facebook connections NIKE+ App without celebrities

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SFB BERLIN

2017 PORTFOLIO

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ist. Nach detailierten Analysen dieser Runnings-Crews und einer Auswertung der Runningroutes des Trackingdienstes Runmapper ergaben sich zwei Laufzentren in Berlin. So ist unter Anderem der Tiergarten als grosse Grünflache beliebt. Aber auch der sich südöstlich von Berlin befindende Treptower Park mit dem angrenzenden Plänterwald, welcher auf der gegenüberliegenden Spreeseite, von dem vorgebenden Grundstück am alten Kraftwerk Rummelsburg liegt ist ein beliebtes Laufdomizil. Die NIKE Running+ App gilt als erste Sporttracking App und ist seit jeher Vorreiter für neue Entwicklungen. So galt sie lange, auch durch die Kooperation zu den Apple Produkten, als Marktführer. Wie Abbildung 04 jedoch zeigt kann sie diese Monopolstellung durch einen ernormen Ansturm neuer Apps in diesem Mart nicht mehr behaupten. Sicherlich auch eine Grund warum Nike versucht durch die Nike Running Crew für seine Produkte zu werben. Wie die Abbildungen 05 und 06 zeigen ist der Werbeffekt durch die sozialen Medien imens gestiegen: 36 | MKK

onslaught of new apps in this market. Certainly also a reason why Nike tries to advertise by the Nike running crew for its products. As figures on the page before show, the advertising effect has risen through the social media: the Facebook links to the Adidas Runners DE page show a huge cloud of brand names and celebrities. If these are taken from the analysis, only a few remain. The aim of the research was to apply the qualities that have already developed in the sports sector for start-ups to other industries. For this purpose, Start-Up Fails as well as the development environment of successful start-ups were analyzed. Berlin is one of the top 20 start-up locations with the largest growth index as a very suitable place to promote other sectors through the successful sports star-ups.


SFB BERLIN 2017 PORTFOLIO

LEFT: isometric siteplan RIGHT: diagram function NEXT PAGE: grafic rendering

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SFB BERLIN

So zeigen die Facebookverbindungen zu der Seite Adidas Runners DE in Abbildung 05 eine riesige Wolke aus Markenbotschaftern und Prominenten. Nimmt man diese aus der Analyse heraus, so bleiben nur ein paar Verbingunen über. Das Ziel des Research bestand darin, die Qualitäten, die sich in der Sportbranche für Start-Ups bereits entwickelt haben, auch auf andere Branchen anzuwenden. Hierzu wurden Start-Up Fails sowie das Entwicklungs umfeld von erfolgreichen Start-ups analysiert. Berlin gilt mit dem grössten Wachstumsindex unter den Top 20 Start-Up-Locations als ein sehr geeigneter Ort, um über die erfolgreichen Sport-Star-Ups andere Branchen zu fördern.

DE

Der programmatische Teil des Gebäudes bzw. später der Gebäude bestand darin, den bereits am Markt etablierten Start-Ups sowie den jungen Gründern perfekt auf sie abgestimmte Arbeitsräume zu schaffen. Die räumliche Ausgangssituation ist für jeden Gründer, unabhängig von seiner Branche, gleich: Er benötigt einen Arbeitsplatz für seinen Laptop. Diesen bekommt er in sogenannten Free-working-spaces. Hier kann er sich mit Gleichgesinnten austauschen und eventuelle Partnerschaften gründen. Wenn sich die Idee konkretisiert, kann er weiterhin im Freespace arbeiten, oder sich eventuell mit seinem Team einen Gruppenarbeitsraum mieten. Es sollte auch hier weiterhin der direkte Kontakt zu anderen Entwicklern ermöglicht werden. Auch mögliche Investoren sollten die Möglichkeit bekommen die Free-spaces ungehindert betreten zu können. Um eine gewisse Odnung in des System der Free-spaces zu bringen wurden diese nach vier übergeordneten Branchen zusammengefasst: Software

& Online, Marketing, Kreativagenturen, sowie Hardware. So soll es weiterhin einen Austausch zwischen z.B. einem Web-designer und einem klassichen Handwerker geben, doch sind die räumlichen Bedürfnisse im Gründungsprozess relativ unterschiedlich und bei der Grösse des Gesamtkomplexes macht es Sinn diese zu trennen. Als fünfte Kategorie bekommt die Sportbranche eine etwas exponiertere Rolle, da sie über grosse Sportfelder sowie Running Routen im Umland direkte Test durch Aussenstehende und Investoren ermöglicht. Desweiteren soll der Sport auch als Kommunikation zwischen Investor und Gründer gesehen werden. Die Investoren benötigen, um sich in Ruhe über die neuen Start-Ups zu informieren eigene Rückzugs sowie Auffentatltsräume. Diese bekommen sie in Form eines Hotels mit Konferenzräumen etc. Das alte Kraftwerk Rummelsburg bleibt in seiner Form als Austellungsraum bestehen und bietet den Start-Ups als Messeraum Platz sich den Inverstoren

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2017 PORTFOLIO

Gebäude


TOP: floorplan MIDDLE: section BOTTOM: section

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Angelagert an den Hauptteil des Gebäudes befinden sich die Büros für die Marken oder Firmen die sich bereits am Markt etabliert haben. So können diese über das Erdgeschoss und den Bezug zum Marktplatz auch mit den Investoren und jungen Gründern interagieren und z.B. Vorträge halten.

2017 PORTFOLIO

Das Alte Kraftwerkt Rummelsburg bietet eine perfekte Eingangsgeste, als neu gestalteter Messe- und Austellungsbereich, in das Areal. An das Bestandsgebäude reihen sich die vier neuen Gebäude für die Bereiche: Online & Software, Marketing, Kreativagenturen sowie Hardware. Sie unterscheiden sich in ihrer äusseren Form nur geringfügig, sind jedoch im Inneren auf die genauen Bedürfnisse ihrer Nutzer abgestimmt. Die Gebäude Marketing, Kreativagenturen und Hardware haben im dritten Geschoss jeweils einen direkten Zugang zum Bestandsgebäude, um sich den Gästen und Investoren präsentieren zu können. Der Zwischenraum zwischen Bestand und Neubauten funktioniert als eine Art Marktplatz. So kann man als Besucher sich bewusst für ein oder mehrere Gebäude bzw. Branchen entscheiden. Das Software & Online Gebäude hat keinen direkten Zugang zum Ausstellungsbereich, da die Branche sich vorallem über das Internet vermarktet.

sowie auch als Investor oder Besucher über eine grosse Treppe aus dem Marktpplatzbereich zwischen den Neubauten und dem Bestandsgebäude dierekt in den Free working space. Von hier aus gelangt man über zwei aussen angelagerte Treppen bzw. storage spaces in die nächsten und gleichzeitig privateren Ebenen. so befinden sich in den Ebenen 02 und 03 weitere Free-working-spaces, aber auch Gruppenarbeitsräume und kleinere Büros. Desweiteren befinden sich hier private Besprechungsräume um mit den Investoren Gespräche zu führen.

SFB BERLIN

und Gästen zu präsentieren. Der Ort am Alten Kraftwerk Rummelsburg, direkt an der Spree, südlich-östlich von der Rummelsburger Bucht gelegen eignet sich perfekt für die Berlin Start-up Factory. So besteht durch die Anbindung an der Rummelsburger Landstrasse eine direkte Verbindung zu die Stadtteilen Friedrichshain und Kreuzberg. Die Spree auf der anderen Seite bietet Naherholung und Freizeit Möglichkeiten.

Im weiteren Verlauf des Geländes in Richtung Spree, mit direkter Verbindung zum Online & Software Gebäude befindet sich der Gebäudekomplex der Sportstart-Ups. an ihn grenzen direkt die Sportfelder sowie die Laufstrecke und ein Spreebad an, damit die Besucher und Investoren die neuen Geräte und Erfindungen umgehend Testen können. Da der Sportbereich gleichzeitig auch für einen lockeren und offenen Umgang zwischen Gründer und Investor stehen soll, befindet sich das Hotel mit angegliederten Konferenz - sowie Restaurantbereichen gegenüber von den Sportfeldern. Gleichzeitig geniessen die Investoren aus ihren Zimmern einen Blick über die Spree in Richtung der Berliner Skyline. Betrachtet man jetzt exemplarisch für die einzelnen Branchengebäude, den Gebäudekomplex für die Kreativagenturen, so gelangt man als junger Gründer

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ZWISCHENSPIEL No. 02

D-FAB DE

In dem Seminar D-FAB ging es um die Fertigung von Stützen oder ähnlichen Tragwerken aus Carbonfasern mit der Unterstützung durch Roboter. Diese wurden in meinem Fall auf einen Wicklungsprozess mit Grasshopper programmiert. Ich analysierte verschiedene Wicklungsprozesse und Techniken in dem ich mehrere Fasern sich ineinander verwickeln lies. Im weiteren Verlauf entwickelte ich ein Tool, dass dem Carbonfaserstrang Epoxidharz auftrug, um es direkt im Prozess zu verkleben.

EN

The seminar D-FAB focused on the production of supports or similar structures made of carbon fibers with the use of robots. These were programmed with Grasshopper, in my case for a winding process. I analyzed different winding processes and techniques by involving several fibers. In the further development I developed a tool that applied the carbon fiber epoxy to stick it directly in the process.

LEFT: work with the robots RIGHT: presentation table NEXT PAGE: prototypes

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2017 PORTFOLIO

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03 AUDI VERTIKAL, INGOLSTADT

mit EN RB TO TSCH IN HE


Die neue Produktionslinie des Audi A3 gliedert sich in ein Ensemble aus drei Körpern, die sich um das Presswerk, im Südabschluss des Ursprungswerkes herumdrapieren und die unterschiedlichen Bereiche der Automanufaktur abbilden. Das sich in den dessen Zwischenräumen ausbildende Durchwegungsplateu bietet die Möglichkeit zur elementaren Trennung zwischen der Logistik des Werkes und einer repräsentativen „Neuerschliessung“ des Audi Areals. Gleichzeitig bildet es die neue Hauptzugangsebene für Werksmitarbeiter wie Passanten. In der Verlängerung der jetzigen „Grünachse“ des Werks leitet die grosszügige, begrünte Treppenanlage Mitarbeiter und Gäste geradewegs auf das Plateau. Eingefangen durch den als neuen Werkshochpunkt ausgebildeten und aus dem „Werksgrid“ herausgedrehten Montageturm, findet sich der Besucher auf einem grossen Platz zwischen Arkaden, einem kleinen Restaurant und dem Besucherzentrum wieder. Die sich nach Osten verdichtende Bebauung signalisiert frühzeitig den

The new production line of the Audi A3 is divided into an ensemble of three bodies, which are wrapped around the pressroom, in the southern end of the original work and the various Areas of the Automanufaktur. The through-flow plate, which forms in the intermediate spaces, offers the possibility of an elementary separation between the logistics of the plant and a representative “new opening” of the Audi-Werk.

EN

At the same time, it forms the new main access level for factory workers as well as visitors. In the extension of the current “green axis” of the plant, the generous staircase lends staff and guests straight to the plateau. Enclosed by the assembly tower, which is now the highest point of the factory and is turned out of the “Werksgrid”, the visitor finds himself on a large square between arcades, a small restaurant and the visitors’ center. The building, which is constricting towards the east, signals the entry into the sacred production areas of Audi and forms the new main locking axis at the factory. The newly-planned station ensures the new connection to the passenger transport and defines the end of the axis. The wedding process, which is completed in the the assembly tower, offers the visitor the first attraction. At the same time, he divides the employee paths in two directions and marks the

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2017 PORTFOLIO

DE

AUDI VERTIKAL

[2015]

Prof. Carsten Roth Institut für Industriebau und Konstruktion


Presswerk (Bestand)

Mit der Gründung 1949 und dem Auslauf des Fusionspartners NSU 1985, bekennt sich die Marke Audi AG seit nunmehr 66 Jahre zum Hauptstandort Ingolstadt. Das im Norden der Stadt gelegene Werk umfasst derzeitig eine Fläche von 270 Hektar. Die direkte Anbindung an die Autobahn, wie auch an die Gleisanlagen der deutschen Bahn verschafft dem Werk einen optimalen logistischen Standort in der Bundesrepublik Deutschland. Dieses und weitere Gründe lassen die Wünsche der Audi Direktion nach Expansionsmöglichkeiten stätig voranschreiten. Einzig der Platzmangel schränkt die Planungen um die Werkserweiterung ein. Aus diesem Grund ist das Ausweichen in die Höhe unabdinglich. Insbesondre die Produktionsbereiche um den Karosseriebau wie auch der Montagelinie bieten besonderes Potential für die Ausdehnung in die Vertikale. Produktionsabschnitte wie die Lackiererei und dem Presswerk bieten sich aufgrund ihrer hohen Lasten weniger für eine solche Expansion an. Die neue Produktionslinie des Audi A3 gliedert sich in ein Ensemble aus drei Körpern, die sich um das Presswerk, im Südabschluss des Ursprungswerkes herumdrapieren und die unterschiedlichen Bereiche der Automanufaktur abbilden. Das sich in den dessen Zwischenräumen ausbildende Durchwegungsplateu bietet die Möglichkeit zur elementaren Trennung zwischen der Logistik des Werkes und einer repräsentativen „Neuerschließung“ des Audi Areals. Gleichzeitig bildet es die neue Hauptzugangsebene für Werksmitarbeiter wie Passanten. In der Verlängerung der jetzigen „Grünachse“ des Werks leitet die großzügige, begrünte Treppenanlage Mitarbeiter und Gäste geradewegs auf das Plateau. Eingefangen durch den als neuen Werkshochpunkt ausgebildeten und aus dem „Werksgrid“ herausgedrehten Montageturm, findet sich der Besucher auf einem großen Platz zwischen Arkaden, einem kleinen Restaurant und dem Besucherzentrum wieder. Die sich nach Osten verdichtende Bebauung signalisiert frühzeitig den Eintritt in die heiligen Produktionsbereiche Audis und bildet die neue Haupterschließungsachse im Werk. Der neugeplante Bahnhof gewährleistet den neunen Anschluss an den Personenbahnverkehr und definiert das Ende der Achse. Der im Abschluss des Montageturms gelegene Hochzeitsprozess bietet dem Besucher die erste Attraktion. Gleichzeitig gliedert er die Mitarbeiterwege in zwei Richtungen und markiert den Abschluss des Platzes mit dem Beginn der Hauptdurchwegungsgasse. Entlang dieser hat der Besucher die Möglichkeit aus sicherem Abstand die Produktion des Audi A3s zu beobachten. In Verlängerung des Presswerks erstrecken sich die als Pendant zum Montagetower fungierenden zweiten und dritten Hochpunkte der neuen A3 Produktion. Die vertikal aufgestellten Linien des Karosseriebaus gliedern sich in zwei Körper. Während der kleine Körper ausschließlich durch nebeneinander stehende Linien ausformuliert ist, unterteilt sich der Hauptkarosseriebau in Produktionslinien und Pufferzonen. Das Spiel der aufeinander folgenden Prozessschritte wird in die alternierende Außenwirkung übertragen. So wird eine fortlaufende Karosseriebaulinie erzeugt die durch Presswerk und Vorproduktionslinie direkt in der Anlieferungsebe versorgt werden kann. Aus dem Karosseriebau entwickelt sich die Karossierbau-Spine. Die vertikale Fassade des KaroBaus wird im Oberlicht der Spine fortgeführt und schneidet sich in den nachfolgen Lackierereikörper hinein. Wege, welche derzeitig ausschließlich als Verkehrswege ausgeführt sind werden umgangen. Dem Typ des historischen Werkes angelehnt gliedert sich der Spine ihr zugehöriger Verwaltungskörper an. Ähnlich dem Werk trennt eine Fuge beide Funktionen. Nach Durchlauf des Lackierereikörpes wiederholt sich das Funktionsprinzip der Spine und findet seinen Anschluss im Montagebau. Dort winden sich die Karossen nach kurzem Aufenthalt in der Karola den Montagetower hinauf. Der besondere Wert dessen liegt im Umgang mit den Mitarbeitern.

AUDI VERTIKAL IIKE | Institut für Industriebau und Konstruktives Entwerfen Prof. Roth Torben Heintsch | 4063013 Mats Karl Koppe | 4061411

Schwarzplan

M 1:20000

AUDI VERTIKAL IIKE | Institut für Industriebau und Konstruktives Entwerfen Prof. Roth Torben Heintsch | 4063013

TOP LEFT: Isometric drawing: car path

Mats Karl Koppe | 4061411

BOTTOM LEFT: Blackplan

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Karrosseriebau

Lackiererei

Montagelinie


completion of the square. Along this, the visitor has the opportunity to observe the production of the Audi A3 from a safe distance. In an extension of the pressroom, the second and third highest points of the new A3 production, which function as a counterpart to the assembly tower, extend. The vertical lines of the bodywork are divided into two bodies. While the small body is formulated exclusively by lines, the main body is subdivided into production lines and buffer zones. The game of successive process steps is transferred to the alternating external effect. This creates a continuous car body lineage which can be supplied directly by the stamping line and the pre-production line in the delivery conveyor.

Aus dem Karosseriebau entwickelt sich die Karossierbau-Spine. Die vertikale Fassade des KaroBaus wird im Oberlicht der Spine fortgeführt und schneidet sich in den nachfolgen Lackierereikörper hinein. Wege, welche derzeitig ausschliesslich als Verkehrswege ausgeführt sind werden umgangen. Dem Typ des historischen Werkes angelehnt gliedert sich der Spine ihr zugehöriger Verwaltungskörper an. Ähnlich dem Werk trennt eine Fuge beide Funktionen. Nach Durchlauf des Lackierereikörpes wiederholt sich das Funktionsprinzip der Spine und findet seinen Anschluss im Montagebau. Dort winden sich die Karossen nach kurzem Aufenthalt in der Karola den Montagetower hinauf. Der besondere Wert dessen liegt im Umgang mit den Mitarbeitern.

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2017 PORTFOLIO

The bodywork spine develops from the body construction. The vertical facade of the bodywork is carried forward in the skylight of the spine and is cut into the following varnishing body. Paths, which are currently exclusively designed as traffic routes, are bypassed. Spine, as the type of the historical work, resembles its administrative body. Similar to the work a gap separates both functions. After passing through the varnish, the functional principle of the spine is repeated and finds its connection in the assembly. After a short stay in the “Karola”, the car bodies wind up the assembly tower. The special value of this is in dealing with the employees.

AUDI VERTIKAL

Eintritt in die heiligen Produktionsbereiche Audis und bildet die neue Haupterschliessungsachse im Werk. Der neugeplante Bahnhof gewährleistet den neunen Anschluss an den Personenbahnverkehr und definiert das Ende der Achse. Der im Abschluss des Montageturms gelegene Hochzeitsprozess bietet dem Besucher die erste Attraktion. Gleichzeitig gliedert er die Mitarbeiterwege in zwei Richtungen und markiert den Abschluss des Platzes mit dem Beginn der Hauptdurchwegungsgasse. Entlang dieser hat der Besucher die Möglichkeit aus sicherem Abstand die Produktion des Audi A3s zu beobachten. In Verlängerung des Presswerks erstrecken sich die als Pendant zum Montagetower fungierenden zweiten und dritten Hochpunkte der neuen A3 Produktion. Die vertikal aufgestellten Linien des Karosseriebaus gliedern sich in zwei Körper. Während der kleine Körper ausschliesslich durch nebeneinander stehende Linien ausformuliert ist, unterteilt sich der Hauptkarosseriebau in Produktionslinien und Pufferzonen. Das Spiel der aufeinander folgenden Prozessschritte wird in die alternierende Aussenwirkung übertragen. So wird eine fortlaufende Karosseriebaulinie erzeugt die durch Presswerk und Vorproduktionslinie direkt in der Anlieferungsebe versorgt werden kann.


PERSPECTIVE: intersection of the bodyshop part and the paintshop

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AUDI VERTIKAL

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Schnitt Spine

M 1:500

AUDI VERTIKAL IIKE | Institut für Industriebau und Konstruktives Entwerfen Prof. Roth Torben Heintsch | 4063013 Mats Karl Koppe | 4061411

Legende 1 2 3 4 5 6 7

Schnitt Montage

M 1:500

AUDI VERTIKAL

AUDI VERTIKAL

IIKE | Institut für Industriebau und Konstruktives Entwerfen Prof. Roth

Pro Roth Institut für Industriebau

Torben Heintsch | 4063013 Mats Karl Koppe | 4061411

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ajsdbaodsbu adfamfsp NÖFAODFSNA-SAKNDA AJC AS AÖSDFAJBSDA KLAHJBFSÖB AKSDJBA

Torben Heintsch mats Karl Koppe


AUDI VERTIKAL 2017 PORTFOLIO

TOP LEFT: section through bodyshop BOTTOM LEFT: section through the assembly RIGHT: detailed section through the assemby NEXT PAGE LEFT: detailed section through the meeting area for workers Detailschnitt Montage

NEXT PAGE TOP RIGHT: floorplan plateau

M 1:100

AUDI VERTIKAL IIKE | Institut für Industriebau und Konstruktives Entwerfen Prof. Roth Torben Heintsch | 4063013 Mats Karl Koppe | 4061411

NEXT PAGE BOTTOM RIGTH: floorplan underground

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AUDI VERTIKAL

+21

+10

+19 +10

+21

N

Grundriss +21,0m

M 1:500

AUDI VERTIKAL IIKE | Institut für Industriebau und Konstruktives Entwerfen Prof. Roth Torben Heintsch | 4063013 Mats Karl Koppe | 4061411

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N

Grundriss +/- 0,0m

M 1:500

AUDI VERTIKAL IIKE | Institut für Industriebau und Konstruktives Entwerfen Prof. Roth Torben Heintsch | 4063013 Mats Karl Koppe | 4061411

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ZWISCHENSPIEL No. 03

EASDALE - SCOTLAND DE

Auf einer kleinen, dem schottischen Festland vorgelagerten Insel, sollte für den Maler Wolfgang Defant ein Atelier und Rückzugsort entworfen werde. Das Gebäude fügt sich, in die vom Meer zerteile Landschaft und nimmt bestehende und natürliche Achsen auf.

Es entstehen ein grosser flexibler Atelierbereich mit umlaufenden Aussenarbeitsbereichen, sowie ein kleiner privater Rückzugsbereich. Dem Atelierbereich vorgelagert befindet sich im Eingang ein kleiner Austellungsraum, welcher für die fussläufigen Besucher durch einen in die Natur eingebundenen Steg erreichbar ist.

BOTTOM LEFT: view from the sea RIGHT: isometric drawing

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Bad

Küche

Wohnbereich

+1,50 m

Arbeitsbühne

+0,50 m

+1,00 m

Austellungsraum / Empfang

+0,50 m

0

1

1.5

2

Grundriss EG Maßstab M 1:100

WD Haus

Easdale - Schottland

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LEFT: floorplan level 01 RIGHT: floorplan level 02


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+4,50 m

0

1

1.5

2

Grundriss OG MaĂ&#x;stab M 1:100

WD Haus

Easdale - Schottland

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0

1

2

1.5

Schnitt 02 Maßstab M 1:100

WD Haus

Easdale - Schottland

LEFT: view from the island TOP RIGHT: section 01

0

1

1.5

2

Schnitt 01 Maßstab M 1:100

BOTTOM RIGHT: section 02 NEXT PAGE: studio

WD Haus

Easdale - Schottland

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04 Qâ&#x20AC;&#x2122;s Laboratory, London

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MEX Q’s LABORATORY

[2015]

Prof. Volker Staab Institut für Entwerfen und Raumkomposition

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DE

In den meisten James Bond Filmen wird die Wichtigkeit und Leistung von Q, dem Erfinder und Entwickler sämtlicher Gadgets für den Agenten 007, durch kleinere Running-Gags ins Lächerliche gezogen. Grund genug für mich, Q in East London unter einer Metrotrasse ein neues Geheimversteck zu entwerfen. Q und seine Mitarbeiter können hier sämtliche Tools entwickeln und testen, von Booten bis zu neuen Autos und explosiven Uhren. Desweiteren wurde um die Aufmerksamkeit von James Bond etwas zu steigern eine Art Rundgang entworfen, welche in der finalen Präsentation des neuen Autos endet.

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MEX Qâ&#x20AC;&#x2122;s LABORATORY

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MEX Qâ&#x20AC;&#x2122;s LABORATORY 2017 PORTFOLIO

PAGE 62: isometric drawing PAGE 64-65: Rendering TOP LEFT: siteplan BOTTOM LEFT: floorplan RIGHT: renderings

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RIGHT: section

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ZWISCHENSPIEL No. 04

Tutor Mats Im ersten Studienjahr werden fünf mehrwöchige, betreute Übungen bearbeitet. Diese konzentrieren sich unter den Überschriften Manifest, Komposition, Genius Loci, Raumsequenz und Lichträume zunächst auf Teilaspekte des Entwerfens (s.o.). Diese werden abschliessend in einem kleinen Gebäudeentwurf zusammengeführt. Auf diese Weise werden die Studierenden von verschiedenen Seiten an das komplexe Feld des Entwerfens herangeführt. Durch die Bearbeitung und Präsentation der Übungen werden zudem erste Zeichenund Modellbautechniken erlernen.

DE

The first year consists of five exercises, each spanning several weeks. These focus to begin with only on part aspects of designing under the titles manifesto, composition, genius loci and spacial-sequence which are then brought together in a final building design titled Lightrooms. This way the students are introduced to the complex field of design step by step. By the work on and the presentation of the projects the students learn different drawing and model building techniques.

EN

RIGHT: Prouns by students

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LEFT: Work by Carolin Renno TOP RIGHT: Work by Max Petersen BOTTOM RIGHT: Work by Jan Kaminski

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05 BA - MUSEUM DER NATURGEWALTEN, JUIST

B LU DC D U O CL WAR ize A Pr 2nd

BA CAM UNETZ PU S M TERS AS 4th P rize

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DE

Die Ostfriesische Nordseeinsel Juist, welche in ihrer Geschichte von Sturmfluten geprägt war, die es aber auch geschafft hat mit diesen Naturgewalten umzugehen, gilt gerade auch deswegen als ein beliebtes Urlaubsziel. Die Touristen lieben die uneingeschränkte Natur und die Nähe zum Meer. Das Museum der Naturgewalten nimmt auf der einen Seite diesen Sinn für die Natur auf, soll auf der anderen Seite auch den Besuchern die Gefahren und Kräfte aufzeigen. Es bestehen seit jeher viele Zusammenspiele zwischen den Naturgewalten und den Besuchern und Bürgern der Insel. Alles wurde auf ein Überleben auf dieser Insel ausgelegt.

Im Gebäude werden die Besucher direkt, nachdem sie ihre Tickets gekauft und bei Bedarf die Jacken an der Garderobe abgegeben haben, in die Ausstellung geführt. Diese beginnt mit einer Art höhenspezifischen Standortbestimmung, in dem die Besucher an einer grossen Scheibe ablesen können, wie der derzeitige Wasserstand ist. Sie befinden sich auf Höhe des Wattenmeers. Im weiteren Verlauf beginnt der Teil der Ausstellung „Dynamik des Lebens“, in der die Besucher einen Eindruck über die Artenvielfalt und die Anpassung an die besonderen Gegebenheiten im Wattenmeer bekommen. Sie haben auch die Möglichkeit das Wattenmeer, sofern Ebbe ist, direkt

The building as a landmark and new landmark for Juist will attract the visitors. Due to the exposed location at the beginning of the harbor, it is visible to incoming ships like a lighthouse. So there is also the possibility that it is recognizable from the route of the ferry connection between Norderney, the neighbor island of Juist and the mainland. This could attract some more day visitors to Juist. The museum is also visible from the ferry dock on Juist and visitors are guided into the building via the “Deichwanderweg”. Hikers who walk along this route will have the opportunity to stroll to the end of the new “dyke”. In the building, the visitors are guided directly into the exhibition, after they have bought their tickets and, if necessary, have given the jackets to the wardrobe. The exhibition begins with a kind of height-specific location determination, in which the visitors can see on a large slice what the current water level is. They are at the height of the Wattenmeer. In the further part, the exhibition “Dynamics of Life” begins, in which visitors get an impression of the diversity of species and the adaptation to the special conditions in the wadden sea. You also have the possibility to enter the wadden sea directly, if low tide is. Through the display cabinets, they are further led to the “forces of the North Sea” area. A sensual journey begins under the water. Thus the visitors descend six steps, but lose their height perception by relative darkness and no indications, and find themselves at the end of this exhibition part in a space in which the forces of the North Sea are filled by a spherical ceiling filled with water, Building sloshing water waves are generated. Through this wave they are cleaned mentally and the last doubter becomes clear how dangerous the North Sea can be. This cleaning is a prerequisite for the next part of the exhibition, the “life with the forces of nature”. The visitor has to

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2017 PORTFOLIO

Das Gebäude soll als Landmark und neues Wahrzeichen für Juist die Besucher anlocken. Durch die exponierte Lage an der Spitze des Hafengeländes, ist es für ankommende Schiffe wie ein Leuchtturm ersichtlich. So gibt es auch die Möglichkeit, dass es von der Route der Fährverbindung zwischen Norderney, der Nachbarinsel von Juist und dem Festland erkennbar ist. Dies könnte einige weitere Tagesbesucher nach Juist locken. Auch vom Fähranleger auf Juist ist das Museum erkennbar und die Besucher werden über den Deichwanderweg in das Gebäude geführt. Wanderer, die diesen entlang gehen, haben weiterhin die Möglichkeit bis zum Ende des neuen „Deichs“ zu spazieren.

The island in the northsea Juist, which in it’s history was characterized by storm floods, but which also managed to deal with these natural forces, is also considered a favorite holiday destination. The tourists love the unrestricted nature and the proximity to the sea. On the one hand, the museum of the “natural forces” takes on this sense of nature, on the other hand it is also intended to show the dangers and forces to the visitors. There have always been many interactions between the natural forces, visitors and citizens of the island. Everything was designed to survive on this island.

EN

BA MUSEUM DER NATURGEWALTEN

[2014]

Prof. Volker Staab Institut für Entwerfen und Raumkomposition


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Stairs take visitors to the “climate” area. Here they first learn to know the wind by going through a tunnel at the height of the water. As a result, they reach the meteorological space via a crossroads where they can observe the work of the climatologists, an open space in which visitors can feel the weather. This is followed by the actual exhibition on the subject of climate, in which they wind themselves further and further upwards, in order to arrive at a viewing area in which they have a complete overview of the weather. After the climatic area visitors are guided directly into the shop and subsequently into the catering area and thus the exhibition loop closes in the foyer. On this level you will also find the seminar room, the area for climatic researchers, as well as toilets and other utility rooms. Both the administration and the special exhibition are accessible directly from the hiking trail. The entire building is surrounded by a free form. This form was generated by the exhibition loop with the individual directions as well as requirements on the rooms and consists of simple polygonal surfaces

Über eine Treppe gelangen die Besucher zum Bereich „Klima“. Hier erfährt er zuerst den Wind, indem er draussen auf Höhe des Wassers durch eine Art Tunnel geht. In Folge dessen erreichen sie über einen Kreuzungspunkt, an dem er die Arbeit der Klimaforscher beobachten kann, den Wetterraum, einem

TOP LEFT: floorplan level 02 MIDDLE LEFT: floorplan level 01 BOTTOM LEFT: section 01 RIGHT: Juist

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2017 PORTFOLIO

Es beginnt eine sinnesverwirrende Reise unter das Wasser. So gehen die Besucher zwar sechs Stufen hinab, verlieren jedoch durch relative Dunkelheit und keinerlei Anhaltspunkte die Höhenwahrnehmung und finden sich am Ende dieses Ausstellungsteils in einem Raum, in dem die Kräfte der Nordsee durch eine mit Wasser gefüllte kugelförmige Decke, in der durch das über das Gebäude schwappende Wasser Wellen erzeugt werden, wieder. Durch diese Welle werden sie gedanklich gereinigt und auch dem letzten Zweifler wird klar, wie gefährlich die Nordsee sein kann. Diese Reinigung ist Vorraussetzung für den nächsten Teil der Ausstellung, dem „Leben mit den Naturgewalten“. Der Besucher muss einen schier unendlich langen und fast quälenden Anstieg hinter sich bringen, während er die einzelnen Etappen der Inselgeschichte wahrnimmt. So verdeutlicht dieser Ausstellungsbereich die Zeit, welche die Bewohner von Juist benötigt haben um mit den Naturgewalten leben zu können. Am Ende dieses Wegs erhält der Besucher einen Blick auf Juist und eben dieses Leben mit den Naturgewalten.

pass an almost endless and almost tantalizing climb, while he takes the individual stages of the island’s history. This exhibition area illustrates the time that the inhabitants of Juist needed to live with the natural forces. At the end of this path the visitor gets a look at Juist and the life with the natural forces.

BA MUSEUM DER NATURGEWALTEN

zu betreten. Durch die Ausstellungsvitrinen werden sie weiter in den Bereich „Kräfte der Nordsee“ geführt.


nach oben offenen Raum, in dem die Besucher das Wetter spüren sollen. Darauf folgt dann die eigentliche Ausstellung zum Thema Klima, in der sie sich immer weiter nach oben schlängeln, um dann in einen Aussichtsraum zu gelangen, in dem sie den totalen Überblick über das Wetter haben. Nachdem Klimabereich werden die Besucher direkt in den Shop und darauf folgend in den Gastronomiebereich geleitet und somit schliesst sich der Ausstellungsloop im Foyer. In dieser Ebene befinden sich auch der Seminarraum, der Bereich für die Klimaforscher, sowie Toiletten und weitere Nutzräume. Sowohl die Verwaltung, als auch die Sonderausstellung sind vom Wanderweg direkt zu erschliessen. Das gesamte Gebäude wird von einer freien Form umschlossen. Diese Form wurde durch den Ausstellungsloop mit den einzelnen Richtungen sowie Anforderungen an die Räume generiert und besteht aus einfachen polygonalen Flächen

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2017 PORTFOLIO

LEFT: entrance RIGHT: climate room

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PERSPECTIVE: nature-forces room

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BA MUSEUM DER NATURGEWALTEN 2017 PORTFOLIO

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ZWISCHENSPIEL No. 05

DIT UND DAT DE

y Tb TEX AFT R G ekten hit Arc mbh G

The Kaballah Center - Berlin

Die Idee der architektonischen Intervention ist es, trotz der Notwendigkeit kleiner Räume und intimerer Bereiche, den grossartigen Eindruck des Gesamtraumes zu erhalten und aus den verschiedensten Blickwinkeln erlebbar zu machen. Dazu wurde partiell eine zweite, frei im Raum zu schweben scheinende Ebene eingeführt, die an beiden Enden des Raumes über grosszügige Treppen erreicht werden kann. Über diese Zwischenetage kommen die Besucher einerseits den Kassettendecken ungeahnt nahe, andererseits werden auf diese Weise viele verschiedene Blickbeziehungen auf die untere Hauptebene ermöglicht. So bleibt die gesamte Raumhöhe im Vortragssaal und insbesondere auch schon beim Betreten des Kabbalah Centres im Eingangsbereich erhalten. Vom Eingang mit seiner sich grosszügig nach oben wendenden Treppe aus führt der Weg vorbei an Schulungsräumen und Büroflächen direkt in den grossen Vortragssaal, welcher das Ziel des „Weges“ zu sein scheint. Ein übergrosser Wandspiegel auf der Rückwand erweitert den Raum visuell noch einmal um die doppelte Länge und setzt den Rhythmus der Rundbögen fort. Hier im Vortragssaal führt eine zweite breite Treppe zur darüber liegenden Ebene, auf der sich die Galerie mit Küche für grosse Feste und Dinnerveranstaltungen befindet. Hier kann an 10 Tischen mit jeweils 10 Personen gegessen werden, während die grossen historischen Fenster den Blick in die beiden angrenzenden Höfe und auf die Architektur Otto Spaldings freigeben.

DE

Wohn und Geschäftshaus Itzehoe

Der Kreuzungspunkt der Breiten Strasse mit dem Berliner Platz wird dominiert von den beiden Bankgebäudender Volksbank und Raiffeisenbank Itzehoe. Die benachbarten Gebäude, deren Abrisse in Planu sind, werden optisch durch die visuellen Dominanten der Banken erdrückt. Die Aufgabe sollte also darin bestehen, in der Formulierung eines Endpunktes der bestehenden Bankgebäude, viel mehr einen baulichen Übergang zur Umgebung zu finden, um so die örtliche Präsenz der Bank zu erhalten, trotzdem aber eine gesamtheitliche Aufwertung des Stadtraumes zu erzeugen. Gerade im städtischen Kontext Itzehoes ist eine Herausarbeitung von Ortsmerkmalen besonders wichtig und fest mit einer gewachsenen Stadt mit historischen Denkmälern verbunden. Begeben wir uns aber zu diesem Zeitpunkt an den Ort, so ist schon eine Zugehörigkeit zwischen den beiden Bankgebäuden nicht wahrnehmbar. Der Besucher identifiziert das Eckgebäude Berliner Platz - Breite Strasse als das Bankhaus (Eingangsbereich und SB-Cash). Das benachbarte Gebäude wird nur innenräumlich Teil des Bankkomplexes. Aufgrund dieses Kontrastes erschien es uns wichtig die Neubauten in den beiden Baulücken unterschiedlich zu verstehen. Der Entwurf am Berliner Platz nimmt direkt Bezug auf das Hauptgebäude indem er eine durchgängige Banknutzung ermöglicht und diese auch strassenseitig ablesbar ist. Das geplante Gebäude in der Breiten Strasse ermöglicht zwar die innenräumliche Durchdringung der Bank, nimmt dabei aber die gewerblich genutzte Sockelzone des direkt benachbarten Bankgebäudes auf. Somit ist die Nutzung in den darüber liegenden Etagen eine lexible, da die Verortung der Bank eindeutig zum Berliner Platz sattfindet.

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2017 PORTFOLIO by T AF GR tekten i rch mbh MKKA | G85


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2017 PORTFOLIO

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174294

1374

541

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III+

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12815

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L AGEPL AN M 1:500

N

137

GEBÄUDE BREITE STRASSE

502

891 624

895 886 147 17386

Gebäude Berliner Platz

876

01

R E G E LG E S C H O S S Wohnungen M 1:200 Gebäude Breite Straße ERDGESCHOSS M 1:200

N

Anschluss Volksbank

02

R E G E LG E S C H O S S Büro Großraum M 1:200

R E G E LG E S C H O S S Büro Großraum M 1:200

Anschluss Volksbank

R E G E LG E S C H O S S Büro Klassisch M 1:200

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HOFANSICHT GEBÄUDE BERLINER PLATZ M 1:200

ANSICHT GEBÄUDE BERLINER PLATZ M 1:200


b Ar Ax y ch 5 it bd ekte a n

174294

GEBÄUDE BREITE STRASSE

GEBÄUDE BERLINER PLATZ

Veranstaltungsraum Wohnen / Büro Fremdvermietung

Gewerbe

SCHNITT 01 M 1:200

Externe Erschließung Büro Fremdvermietung Büro Volksbank

ISOMETRIE Massenstudien

SCHNITT 02 M 1:200

PAGE 83: photo entrance by Tobias Hein (Graft) PAGE 84 and 85: all photos by Tobias Hein (Graft) LEFT: plan 01 competition RIGHT: plan 02 competition

ANSICHT

ANSICHT GEBÄUDE BREITE STRAßE M 1:200

HOFANSICHT GEBÄUDE BREITE STRAßE M 1:200

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2017 PORTFOLIO

174294


TschĂźss! Mats Karl Koppe +49(0)1605314790


Profile for macooper

PORTFOLIO MKK 2017  

Mats Karl Koppe

PORTFOLIO MKK 2017  

Mats Karl Koppe

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