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Selbst wenn die Natur in der Stadt ihren Platz hat, ist es nicht immer einfach, passende natürliche Gegenstände zu finden. Deshalb ist es oft sicherer und klüger, einen kleinen Vorrat mitzubringen. Das ist selbst dann sinnvoll, wenn man nicht darauf zurückgreifen muss – denn die Mitbringsel entlasten von der Sorge, womöglich nichts zu finden. Dadurch ist man innerlich freier, kann sich besser konzentrieren und seiner Fantasie freien Lauf lassen.

Gänseblümchenzwillinge. 102


Kleiner FrĂźhlingsteppich aus Margeriten. 103


Margeriten auf dem richtigen Weg.

Die große Überfahrt.

Frühlingsferien.

Abreise.

Immer der Reihe nach. 104


Auf Abwegen. 105


Der Fr체hling steht vor der T체r.

Willkommen bei den G채nsebl체mchen! 106


RobinienblĂźten.

Der Duft der Freiheit. 107


BlĂźtenquadrate.

FĂźnfundzwanzig Margeriten bilden ein platzsparendes Quadrat. 108


Goldener Ring.

Margeriten und Flachsstroh auf einem grĂźnen Bett. 109


Margeriten umgeben schĂźtzend junge Steinbrechpflanzen.

Richtung FrĂźhling. 110


Unter den Margeriten: Rasen. Unter dem Rasen: Asphalt. 111


Mit Blick auf Löwenzahnblüten.

Goldfarbene Wellen.

Blick von oben.

Verspielte Löwenzahnblüten. 112


Auf dem Dach der Welt.

Schatten werfen verboten!

Der Heiligenschein war ganz nah.

HĂźbsch arrangierte Pompons. 113

Speiseteller.


Hier ist der Ausgang.

Lauschangriff. 114


Im Aus.

Spiel, Satz und Sieg. 115


Amüsant, erstaunlich, tröstlich … In einer sehr belebten Geschäftsstraße lege ich an einem Samstagnachmittag ein paar Löwenzahnblüten auf einen Kanaldeckel – gewiss kein Jahrhundertwerk. Ich entferne mich ein paar Schritte, beobachte und mache eine knappe Viertelstunde lang Fotos. Kein Fußgänger, kein Kind, kein Jugendlicher, kein Erwachsener tritt auf mein Werk. Im Gegenteil, alle weichen vorsichtig aus.

Bild im Bild.

Komisches Ding.

Minimalistisches Denkmal vor dem Dank des Vaterlandes an einen großen Menschen.

Pass auf, Schatz!

Hoppla. 116

Ich weiche aus.


Unterbrochene Linie.

Naht.

Harter Sturz eines Sterns.

Reparatur.

Abdichtung. 117

Restaurierung.


Tulpenblüten zum Dank für die Großzügigkeit.

Feier mit Olivenzweigen und Forsythienblüten. 118


Oleander unter angehobenem FuĂ&#x;. 119


BlĂźten des Judasbaums. 120


Rosa Regen im FrĂźhling.

Der Sinn des Lebens. 121


Gestreutes Rosa.

Eine Blüte aus Blüten.

Königsweg.

Wenn die Stadt sich rosa färbt. 122


Drinnen und drauĂ&#x;en.

Jedem das Seine.

Aufgefädelt.

Fluchtversuch.

Ruhe und Sammlung. 123


Versuchte Tarnung.

FrĂźhlingsfest.

Margeriten, Scharbockskraut und Kiefernzweige. 124


Kreuzkrautblüten, Löwenzahnstängel, Geranienblätter und Queckenähren. 125


Malven und Winden.

Die BlĂźten haften an der Lampe. 126


BlĂźtenchirurgie.

KamelienblĂźten. 127


Tablett mit Hahnenfußblüten, Weißdornblättern und -blüten. 128


Ring aus zu frĂźh gefallenen Kastanien.

Flucht aus der Gefangenschaft. 129


Scheibe aus Orangen.

Das Grau ist durchbrochen.

130


FĂźr die Ganzheit und gegen alle Gitter.

Durchbrechen wir die Linien! 131


Ende der Pause.

Rosenblütenblätter in halben mit Wasser gefüllten Orangenschalen. 132


Unten im Brunnen ist es kühl. Goldbaumblätter.

Starker Wind. Weiße Kiesel halten die Blütenblätter fest.

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Plakate, bewegte Bilder, Graffiti, dreidimensionale Kunst, Mosaike, Gemälde, Kreidezeichnungen, Schablonen, Tape Art (Kunst mit Klebeband), Sticker, Lichtkunst, Keramik, Kolams … Die künstlerischen Möglichkeiten in der Stadt sind vielfältig und nahezu unbegrenzt – warum also dafür nicht auch natürliche Dinge verwenden? Weidenkätzchen. 134


Bodenkätzchen. 135


Ölweidenblätter, Schlehdornnadeln.

Zutritt erlaubt, Zutritt verboten.

Abgeschwächtes Verbot. 136


Siegesrosette.

Ein paar Farbtupfer.

Einmal rechts, einmal links.

Lorbeerblätter. 137


Unterbrochene Linie.

Blßte aus Blättern mit Stein. 138


Platanenblattschiff, PelargonienblĂźten und reisender Klee. 139


Selbst wenn die Umwelt sich ändert, Landart in der Stadt verfährt nach den gleichen Prinzipien wie in der Natur oder im Garten. Erste Stufe, unentbehrlich und sehr bereichernd: die Beobachtung. Landart ist eine gute Möglichkeit, seine Stadt, sein Viertel zu entdecken und kennenzulernen. Danach gibt es zwei Wege, Kreativität zu entfalten: das Sammeln natürlicher Objekte wie Blätter, Blüten, Zweige, Beeren, Kieselsteine usw. sowie die Auswahl des richtigen Ortes für die dreidimensionalen Werke. Die Stadt bietet dafür zahllose Möglichkeiten: Tische und Bänke im Freien, Pflaster, Fassaden, Schilder, architektonische Besonderheiten, Material aller Art … Es gibt nur eine Grenze: die unserer Fantasie. Zaunschmuck. 140


Gekrönte Häupter.

Lorbeerblätter, Glyzinienstämme.

Kopf hoch! 141


Ordentliche Platanenblätter.

Fortschreitende Sonnenbräune.

Gleitboot.

Abflugbereit.

Gut gepolstertes Ruhebett. 142


Balanceakt von Platanenblättern und Kamelienblütenblättern. 143


Alle unter die Dusche! 144


Langsame Bewegung.

Schwimmendes Rad.

Wegerich, Gräser und Perückenbaumblätter. 145


Kleines Floß aus Robinienblättern.

Blüten aus Blättchen.

Wasserbecken, Springbrunnen, Waschhäuser … Es gibt reichlich Plätze für Landart in der Stadt. Wir sammeln ein paar natürliche Objekte, denken über die Lichtverhältnisse und die Bewegungen nach und bauen unsere Installation auf. Fotografieren nicht vergessen! Im Zusammenspiel mit Wasser ist es immer schwierig, das Ergebnis vorauszusagen. Oft sind die Überraschungen jedoch angenehm. Schließlich werden wir wieder zum Kind und spielen mit dem Wasser – höchstes Glück!

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Kühle Zunge.

Buchsbaumblätter auf Irisblättern.

Um diese Stunde gehen die großen Raubtiere zur Tränke.

Die große Wasserrutsche. 147


Andächtige Kamelienblüten- und Lindenblätter. 148


Das Gras gewinnt.

Auf einem fahrenden Auto wächst kein Moos.

Auf halbem Weg.

Stoßdämpfer. 149


Blühende Wächter.

Kreis von Moos um Löwenzahnblätter. 150


Pappelknospenschuppen.

Belagerte Krustenflechte.

Szene am Ufer der Seine.

Komplementarität. 151


9783038007012