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Golfer E r l e s e n e s m i t S c h w u n g / A u s g a b e 2 0 1 0 / w w w. g o l f m e d i a . a t

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4 / editorial / Golfer

editorial

5 Jahre GOLFER! Das Magazin mit den schönsten Seiten für diesen wunderbaren Sport.

/  Trendig, stylish. Immer am Golfball: Der

Fester Bestandteil auch dieser Ausgabe

GOLFER geht nunmehr ins fünfte Jahr und

sind Porträts und Interviews mit starken

feiert diesen Umstand, wie es sich gehört,

Persönlichkeiten, die in Wirtschaft und

mit besonderen Storys: Hauptthema sind

Industrie, Kultur und Gesellschaftsleben

150 Jahre BRITISH OPEN, das bedeu­

und in den vielen Organisationen des

tendste Ereignis in der weiten Welt des

Golfsports eine bedeutende Rolle spielen.

Golfsports. Auch der „König von Schott­

ÖGV-Präsident

land“ führt uns auf die Britischen Inseln.

einer höchst erfreulichen Entwicklung

Michael Hufnagl besucht mit Golflegende

Stellung: Golfen wird – nach einer Pause

Gordon Manson die Wiege des Golfsports

von 112 Jahren – wieder olympische

und schildert seine höchstpersönlichen

Disziplin! 2016, bei den Olympischen Som­

Erfahrungen auf dem Old Course in Saint

merspielen in Rio de Janeiro, steht Golf

Andrews.

endlich wieder im Zeichen der fünf Ringe.

Auf diese Ausgabe dürfen wir besonders

Der GOLFER hat auch seinen Reiseteil

stolz sein, denn sie ist das bisher aufwen­

noch einmal entscheidend ausgeweitet.

digste und umfangreichste Magazin, das

Wir zeigen Ihnen die besten Resorts und

wir den vielen Facetten des Golfsports, der

berühmte Plätze in Irland, wo Golf ja

Mode, der Reiselust und dem Lifestyle

Volkssport Nummer 1 ist – zum Beispiel

widmen.

die Luxusherberge Rathmullan oder den

Wittmann

nimmt

zu

neuesten Nick-Faldo-Kurs am Lough Erne. Wir freuen uns, dass wir über die Jahre so

Besuchen Sie mit uns die neue, exklusive

viele interessierte Freunde und Begleiter

Urlaubs- und Golfdestination Soma Bay in

gefunden haben: in der Tourismusbranche,

Ägypten, die Robinson Clubs auf Mallorca

in der heimischen und internationalen

und an der Algarve oder die sieben Golf­

Golfwelt, in den Clubs und Golfsport­

plätze der Weltmetropole Kairo. Erstmals

organisationen. Und wir freuen uns über

stellen wir Ihnen auch eine Topanlage in

die überaus positive Resonanz bei den

Bulgarien, das Riu Pravets, vor.

Topmodelabels, bei den Herstellern von Golfsportprodukten, bei Designern, Händ­

Auf 36 Seiten unseres Magazin zeigen

lern und Produzenten. Sie alle sind uns

Ihnen

treue und verlässliche Partner geworden.

ak­tuellste Kreationen fürs „herr“liche Out­

die

führenden

Golfmodelabels

fit auf dem Green – diesmal vor der Kulisse Der Erfolg unseres Magazins misst sich

des Lykia Golf Resort in der Türkei.

vor allem am Interesse unserer Leser, wel­ che die konsequente Arbeit unseres

5 Jahre GOLFER. Ein Jubiläum konsequen­

Teams, neue Gestaltungsideen und den

ter Arbeit an den schönsten Seiten für

Service- und Informationswert unseres

diesen wunderbaren Sport. Wir feiern. Mit

Golfmagazins schätzen.

Ihnen. DAS Golfmagazin Österreichs.

Der stärkste Motor für unsere Arbeit war

Brigitte Wawrowsky &

und ist ja immer die Begeisterung unseres

Eva Lugschitz-Ronge

Teams für diesen wunderbaren Sport. www.golfmedia.at  /


Bei den Dingen, die mir wirklich wichtig sind, wende ich mich lieber an Experten. Weil langjährige Erfahrung einfach durch nichts zu ersetzen ist. Wenn’s um Fondsspezialisten geht, ist nur eine Bank meine Bank. Wenn es um etwas so Grundlegendes wie um die eigene Vermögensvorsorge geht, fühlt man sich entschieden wohler, wenn man von Experten betreut wird. Unsere erfahrenen Fondsspezialisten legen ein großes Augenmerk auf den richtigen Wertpapiermix, damit Ihr Geld möglichst sicher und effektiv für Sie arbeitet. Mehr Informationen unter www.rcm.at Die veröffentlichten Prospekte der Raiffeisen Kapitalanlage GmbH in ihrer aktuellen Fassung inklusive sämtlicher Änderungen seit Erstverlautbarung stehen dem Interessenten unter www.rcm.at zur Verfügung.


6 / I N H ALT / G o l f e r

inhalt 8

Murhof und die Jungstars

Mannschaftsmeister 2009

12

16

Golf IM Zeichen der ringe

18

Golf wieder olympisch Austrian Amateur Golf Challenge Die neue Turnierserie

50

Der König von

62

64

Schottland

Eindrücke aus Saint Andrews TRAUMGOLF AM ZAUBERSEE

Lough Erne Resort LEGENDÄRES GENUSSUND GOLFHOTEL

Rathmullan Country House Hotel

Einzigartige Erlebniswelten

Rainer Egerbacher

22

Erfolg ist kein Zufall

Mathias Bauer

26

30

Das Beste ist

32

36

Grosse ferien

Sena Uzgören

42

150 Jahre the open

Hopfen und Malz – Gott erhalt s’

Karl Trojan

nicht genug

Jürgen Keusch Der Kreis schlieSSt sich

Christian Guzy

championship

68

70

74 76

DAS SPIEL AM SEE

RIU Pravets Resort Golf & Spa

88

92

97

Golfmode 2010

Fashion for the Fairway

WILLKOMMEN IM PARADIES

Robinson Club Quinta da Ria Lykia – eine Klasse für sich

Lykia Golf Resort

132

Shoe lover Golfschuhe

136

der gezähmte tiger Tiger Woods

GOLF IN KAIRO

Altes und Neues entdecken

Luxor oase

Royal Valley Golf Club

SPIEL AUF DEM VULKAN

Golfplätze auf Teneriffa

80

balsam für körper

84

86

und seele

Hotel Las Madrigueras Wohlfühloase am Roten Meer

Robinson Club Soma Bay MALLORCAS GOLDKÜSTE

Robinson Club Cala Serena

Impressum: Medieninhaberin/Herausgeberin: Brigitte Wawrowsky, A-1230 Wien, Gebirgsgasse 66, T_0664 214 70 30, b.wawrowsky@golfmedia.at, office@golfmedia.at  //  Chefredaktion & Gesamtkoordination: Brigitte Wawrowsky, Eva Lugschitz-Ronge  //  Artdirektion: Peter Olschinsky, Verena Weiss, atelier olschinsky, www.olschinsky.at, T_01 535 67 62  //  Schlussredaktion: Christian E. Fock, T_0664 402 21 11, korrektor@inode.at  //  Mitarbeiter: Michael Hufnagl / Gordon Manson / Manfred Polt / Manfred Pscheidt / Christian Reichhold / Harald Schume / Martin Schmidinger / Michael Thomas / Ernst Trestl / Gerhard Weiß  //  Fotos: Lukas Dostal, T_0699 1596 5865, www.lukasdostal.at / Peter Olschinsky  //  Cover: Niki Zitny  //  Alle Fotos im Magazin, die nicht gekennzeichnet sind, wurden uns von den Herstellern zur Verfügung gestellt  //  Druck: NP-Druck, Sankt Pölten


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8 / Mannschaftsmeister / GC MURHOF / Golfer

Von links: Sitzend  /  Captain Gerhard Krawagna, Timon Baltl, Gary Stangl, Sandro Angkawidjaja, Markus Neuper. Stehend  /  Wolfgang Perusch, Christopher Taferner, Tobias Nemecz, Marcel Wagner, Lukas Nemecz, Lukas Peissl, Martin Ziegler, Sebastian Krappinger.


Mannschaftsmeister / GC MURHOF / Golfer / 9

Murhof und die Jungstars Das Murhof-Team mit Tobias und Lukas Nemecz, Sandro Angkawidjaja, Lukas Peissl, Martin Ziegler, Marcel Wagner, Timon Baltl, Christopher Taferner, Markus Neuper, Wolfgang Perusch, Gerald Stangl und Kapitän Gerhard Krawagna verteidigte in Linz den Titel aus dem Jahr 2008 und krönte sich zum insgesamt achten Mal zum Mannschaftsmeister. Dabei ging’s wie immer spannend zu. /  Beinahe wären die Steirer bereits zum

Im Halbfinale bekamen es die Murhofer

Auftakt gestrauchelt, gegen Aufsteiger

mit den Herren des GC Gutenhof/Himberg

Salzburg gab’s nur ein knappes 4:3. „Der

zu tun. Die Vierer mit Sandro Angkawidja­

erste Tag ist immer schwierig“, sagt Kapi­

ja/Martin Ziegler und Timon Baltl/Gerald

tän Krawagna. „Es hat gedauert, bis die

Stangl gewannen jeweils 2 auf 1 am 17. Loch,

Mannschaft auf Touren gekommen ist.“

Tobias Nemecz 3 auf 2. Den entscheiden­

Sandro Angkawidjaja/Martin Ziegler ge­

den vierten Punkt holte Lukas Peissl mit

wannen den Vierer auf dem ersten Loch im

seinem Sieg auf Loch 18. „Ihm ist es zwei,

Stechen, Timon Baltl/Gerald Stangl ver­

drei Jahre richtig schlecht gegangen“, sagt

loren unglücklich auf dem 19. Loch. „Raten

Stangl. „Umso mehr freut es mich, dass

Sie, wie alt Timon ist“, sagt der 34-jährige

er wieder ins Spiel gefunden hat.“ Die

Stangl, der sich selbst als Routinier be­

­Matches von Lukas Nemecz und Christo­

zeichnet. „Dreizehn! Ein Wahnsinn, wie cool

pher Taferner (beide lagen all square)

und abgebrüht der Bub ist.“ In den Singles

mussten nicht zu Ende gespielt werden.

legten die Murhofer nach: Lukas Nemecz

„Der Tag war großartig. Vor allem die bei­

gewann gegen Hermann Pichler 7 auf 6,

den Punkte im Vierer brachten dem Rest

Neuzugang Marcel Wagner hatte beim 6

des Teams viel Sicherheit, das gab am En­

auf 5 gegen Peter Bräuer keine Prob­leme.

de den Ausschlag für das klare 5:2“, sagt

In den verbleibenden drei Matches war da­

Murhof-Head-Pro Richard Austin.

mit nur noch ein Punkt notwendig, Christo­ pher Taferner war gegen Johannes Steiner

Auch im Finale gab es ein 5:2. Gegen Del­

(5 auf 4) ebenso chancenlos wie Lukas

lach sicherten sich Sandro Angkawidjaja

Peissl gegen Julian Bachmaier (3 auf 2). Er­

und Martin Ziegler den Vierer gegen Josef

go musste das letzte Match des Tages ent­

Doppelhofer und Oliver Vogel (2 auf 1) und

scheiden: Der 17-jährige Tobias Nemecz

blieben damit im Jahr 2009 unbesiegt.

dürfte Nerven wie Drahtseile haben, er

Auch die Nemecz-Brüder waren mit zwei

rang den Salzburger Bernhard Reiter auf

Siegen wieder eine Klasse für sich, den

Loch 17 nieder. „Auf den Front-Nine lief es

entscheidenden vierten Punkt holte Marcel

überhaupt nicht, ich war schon zwei down,

Wagner mit seinem 3-auf-2-Sieg. „Er kam

aber dann habe ich Gas gegeben, und das

aus Andritz“, sagt Stangl. „Er hat sich bei

hat Gott sei Dank noch gereicht.“

uns sensationell integriert.“

Text: Harald Schume, Redakteur bei der Tageszeitung „KURIER“ Fotos: GEPA Pictures

„Dreizehn! Ein Wahnsinn, wie cool und abgebrüht der Bub ist.“


10 / Mannschaftsmeister / GC MURHOF / Golfer

Erfolgsgeheimnisse gibt es einige, zum

„nationalen Offenen“. Tobias Nemecz

wir es geschafft. Es überwiegt auf jeden

Beispiel die Trainer. Richard Austin arbeitet

„möchte so früh wie möglich nach der Ma­

Fall der Stolz und nicht die Enttäuschung

seit 21 Jahren am Murhof, Max Baltl seit

tura am Sport-BORG Profi werden und ne­

über den knapp verpassten EM-Titel.“

17. „Das nennt man wohl Beständigkeit“,

benbei ein Fernstudium angehen“. Journa­

sagt Stangl. „Zwei erstklassige Trainer, die

list zu werden würde ihn reizen, sagt der

Auch Graf Johannes Goess-Saurau, der

schon ein paar Generationen ausgebildet

zweifache U-16-Staatsmeister, der 2007 in

Besitzer der Golfanlage Murhof, nahm die

haben. Timon, der Sohn von Max, ist der

Reykjavík bei den Olympischen Schüler­

frohe Kunde aus der Türkei enthusiastisch

Letzte, der an den ausgezeichneten Kader

spielen die starke internationale Konkur­

auf. „Ich bin sehr stolz auf die Burschen,

herangeführt und integriert wurde. Das för­

renz hinter sich ließ. In trauter Zweisam­

sie haben uns würdig repräsentiert.“ Was

dert die interne Konkurrenz enorm. Als er

keit starteten die Brüder im Vorjahr bei der

soll jetzt, nach zwei erfolgreichen Mann­

beim Vierer neben mir ging, hab ich mir ge­

Club-Europameisterschaft in Istanbul und

schaftsmeisterschaften in Folge, noch

dacht: Hast du mit 34 da überhaupt noch

sorgten für den besten EM-Platz eines ös­

kommen? „Am besten der dritte Titel“,

was verloren? Das hat mich angespornt.“

terreichischen Vertreters: Nach drei Tagen

sagt Goess-Saurau. „Aber ernsthaft: Wir

lagen die Murhofer 23 unter Par und beleg­

haben viel Geld in die Jugendarbeit inves­

Womit wir bei der richtigen Mischung wä­

ten schlaggleich mit den siegreichen Tür­

tiert und werden dies weiterhin tun. Weil es

ren. Die Lücken, welche die Neo-Pros Jür­

ken den zweiten Platz. Die Entscheidung

sich auszahlt. Der Prozentsatz an jungen,

gen Friessnegg und Dominic Angkawidjaja

fiel am letzten Loch zuungunsten der Stei­

ausgezeichneten Spielern ist am Murhof

hinterlassen haben, wurden nahtlos ge­

rer. Tobias brauchte aus rund sechs Me­

ungleich höher als in anderen Clubs.“ Be­

schlossen. Der Kader setzt sich aus einer

tern drei Putts – um einen zu viel. „Ich war

geistert zeigt sich Goess-Saurau vom Trai­

perfekten Mischung aus jungen und sehr

maßlos enttäuscht, schließlich hatte ich es

nerstab. „Austin und Baltl sind exzellente

jungen Spielern zusammen, die zwar an

wirklich auf dem Schläger. Auf der anderen

Fachmänner. Sie machen ihre Arbeit sehr

Jahren jung sind, aber bereits über sehr

Seite muss man aber festhalten, dass wir

gut und schmieden immer wieder Talente.

viel Erfahrung verfügen. „Damit meine ich

uns im Vergleich zum Vorjahr auf diesem

Wo sportliche Jugendliche sind, zieht es

vor allem Tobias und Lukas Nemecz“, sagt

Platz um mehr als 40 Schläge verbessert

weitere hin. So ist es leichter, eine Mann­

Stangl. „Lukas dominiert den Amateursek­

hatten“, sagt Tobias Nemecz, der in der

schaft aufzubauen.“

tor in Österreich, er ist ein Gradmesser.

Einzelwertung mit 10 unter Par auf Rang 10

Und Tobias ist mental top. Es gibt nicht

landete. Sieger wurde – na wer sonst? –

Klingt schlüssig. Was die Schlussfolgerung

viele, die solche ‚Kampfschweine‘ sind.“

Lukas Nemecz mit 13 unter Par. „Wir sind

zulässt, dass sich die Konkurrenten auch

für österreichische Verhältnisse eigentlich

bei den heurigen Mannschaftsmeister­

Lukas Nemecz ist wohl eines der größten

sehr unüblich mit dem Ziel in die Türkei ge­

schaften warm anziehen müssen.  /

Talente, das Österreich zu bieten hat. Er ist

reist, erstmals eine Medaille für den Mur­

U-18-, U-21- und Herrenstaatsmeister, mit

hof zu holen“, sagt Non-Playing Captain

Bruder Tobias holte er den Vierertitel, und

Stangl. „Wir haben immer mehr an dieses

besonders stolz ist er auf den Sieg bei den

Ziel geglaubt, und schlussendlich haben


- 8 7.

886

81

wer beim golfspielen alles auf eine karte setzt, kann gar nicht daneben liegen.

42.1

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Weil wir wissen, dass man als Golfer besondere Anforderungen hat, gibt es die Diners Club Golf Card – mit vielen Zusatzleistungen speziell fßr Golfer und alle, die es noch werden wollen. Das ist der feine Unterschied.

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12 / Golf im Zeichen der Ringe / Ă–GV / Golfer

Franz Wittmann.


Golf im Zeichen der Ringe / ÖGV / Golfer / 13

Golf IM Zeichen der ringe Text: Manfred Polt, Redakteur bei der Tageszeitung „Kurier“ Fotos: Lukas Dostal

Der 9. Oktober 2009 war ein guter Tag für den Golfsport. Um 13.40 Uhr verkündete Jacques Rogge, der Präsident des Internationalen Olympischen Comités, im Rahmen der 121. IOC-Vollversammlung in Kopenhagen das Comeback.

/  Bei den Sommerspielen 2016 in Rio de

großartig, dass dieser in Österreich so boo­

tig stark steigenden Mitgliederzahlen ortet

Janeiro wird Golf nach 112 Jahren sein

menden Sportart international der Sprung

Wittmann im ÖGV eine gewisse Stagna-

olympisches Comeback feiern. Der letzte

in die olympische Familie geglückt ist“,

tion und will die olympische Rückkehr als

Olympiasieger war 1904 ein Herr namens

sagte Matthias Bogner, damals interimis­

Sprungbrett nutzen: „Das Image des Golf­

George Lyon gewesen, der als Kanadier in

tischer ÖOC-Generalsekretär, unmittelbar

sports ist dabei, sich zu wandeln, aber viele

Saint Louis den US-Amerikanern Gold

nach der Abstimmung. Mit rund 105 000

sehen Golf immer noch als verstaubte Alt­

wegschnappte. Nun also wird der Sport,

Mitgliedern ist der ÖGV inzwischen der

herrensportart, die sich nur Reiche leisten

der weltweit von rund 60 Millionen Men­

fünftgrößte Sportverband Österreichs hin­

können.“ Als olympische Disziplin biete

schen betrieben wird und in den letzten

ter Fußball, Tennis, Ski und Stocksport.

sich die Möglichkeit zu beweisen, dass Golf

Jahren einen enormen Aufschwung erleb­

Und Sportminister Norbert Darabos ver­

das Gegenteil sei: „Jung, modern, aufstre­

te, olympisch. Das ist nicht nur erfreulich,

sprach: „Der Verband hat meine volle Un­

bend. Wäre es tatsächlich ein verstaubtes

sondern auch lukrativ: Der internationale

terstützung für eine intensive Nachwuchs­

Relikt, hätte Golf sicher nicht so überzeu­

Verband darf eine IOC-Subvention von

arbeit, damit Österreich bei den Olympi­

gend die Wiederaufnahme ins Programm

mindestens 15 Millionen Dollar erwarten.

schen Spielen 2016 Teilnehmer im Golf­

gefunden“, sagt Wittmann. Tatsächlich war

bewerb stellen kann.“

die Entscheidung „Pro Golf“ bei der Ab­

Als Mitglied der olympischen Familie wird

stimmung in Kopenhagen eine deutliche.

auch der Österreichische Golfverband

„Wir werden mit den maßgeblichen Leuten

63 IOC-Delegierte stimmten dafür, nur 27

künftig Zugang zu Förderungen erhalten,

im ÖOC und in anderen Institutionen Ge­

dagegen. Golf setzte sich damit neben

die ihm bislang verwehrt geblieben sind.

spräche führen. Es geht um Rechte, Pflich­

Rugby gegen Karate, Squash, Inlineska­

„ÖOC-Mitglied werden wir erst zu Beginn

ten, Statuten und all diese Dinge. Wir wer­

ting, Baseball und Softball durch.

der nächsten Olympiade, also 2013“, er­

den nichts übers Knie brechen“, sagt Franz

klärt ÖGV-Sportdirektor Niki Zitny. Das sei

Wittmann. Für den ÖGV-Präsidenten ist

Wittmann wünscht sich auch im Hinblick

aber kein Problem, schließlich gebe es oh­

die Olympiaaufnahme ein großer Türöff­

auf die olympische Zukunft, dass das ge­

nehin noch eine Menge zu tun. Die Unter­

ner. „Es bietet sich sportlich und im Marke­

plante Trainingszentrum, in dem auch im

stützung durch das Österreichische Olym­

tingbereich eine sehr große Chance. Wir

Winter trainiert werden kann, möglichst

pische Comité und das Sportministerium

müssen Olympia als Lokomotive verwen­

bald Realität wird. „Solche Winter wie der

sollte dem Golfverband sicher sein. „Es ist

den, den Schwung nutzen.“ Nach den ste­

letzte sind gar nicht gut für die Spieler, weil


14 / Golf im Zeichen der Ringe / ÖGV / Golfer

schen Spiele jetzt statt, kämen sogar zwei

ihn sei, bis 2016 Gas zu geben. Für Öster­

Österreicher ins Feld“, sagt er.

reichs Nummer 1 wären die Spiele in Rio ein krönender Abschluss seiner Karriere.

Denn die Richtlinien kommen den kleinen Golfnationen entgegen. Einerseits sollen

Für viele junge Spieler aber könnte die

die Besten der Welt spielen. Das ist mit der

Pers­pektive Olympia der Startschuss sein.

direkten Qualifikation der Nummern 1 bis

Da will auch ÖGV-Präsident Wittmann ein­

15 gewährleistet. Aber dahinter sind nur

haken: „Wir müssen jetzt anfangen. Ein

maximal zwei Spieler pro Nation start­

14-Jähriger ist 2016 zwanzig Jahre alt und

berechtigt. „Damit dehnt sich das Feld ext­

durchaus in einem Alter, in dem er bei

rem“, erklärt Zitny. Ein Blick auf die

Olympia was erreichen kann. Aber das

Weltrangliste bestätigt das. Ende März wa­

Konzept, das gerade erstellt wird, darf

ren in den Top 200 gleich 73 US-Amerika­

nicht mit 2016 enden, sondern muss darü­

ner zu finden, dazu 19 Australier, 19 Japa­

ber hinausgehen.“ Wittmann denkt dabei

ner, 10 Südafrikaner, 8 Schweden, 6 Spa­

aber nicht nur an den Spitzensport. „Unse­

sie immer ins Ausland ausweichen müs­

nier und 6 Südkoreaner. Das ergibt 141

re Kinder werden immer dicker, die Turn­

sen. Wir müssen schauen, dass wir das

Profis aus nur sieben Nationen, rund 30

stunden in den Schulen aber immer weni­

baldigst über die Bühne kriegen“, versucht

Länder sind aber berechtigt, einen Spieler

ger. Wir müssen verstärkt vermitteln, dass

der frühere Weltklasse-Rallyepilot, das

zu stellen.

Golf auch ein Gesundheitssport ist. Auch

Niki Zitny.

Tempo zu erhöhen. 2012 soll nicht nur be­

da kann es sehr hilfreich sein, dass wir jetzt

schlossen sein, wo das Trainingszentrum

Außerdem reduzieren sich die Golfgroß­

für Profis und ÖGV-Amateure errichtet

mächte England, Wales, Schottland und

wird, der Komplex mit erweiterten techni­

Nordirland auf den Olympiaverband Groß­

Wittmann träumt von schwedischen Ver­

schen Trainingsmöglichkeiten und beheiz­

britannien. Daraus ergibt sich, dass aus

hältnissen – durchaus wissend, dass das

ten Abschlagboxen soll dann bereits in Be­

den ersten 200 der Welt 169 aus nur acht

hierzulande wohl nie zu erreichen sein

trieb sein.

Ländern kommen. „Damit verschiebt sich

wird. „Aber man muss sich hohe Ziele ste­

olympisch sind.“

alles sehr stark nach hinten“, erklärt Zitny.

cken“, sagt er. „Schweden ist klimatisch

Auch in Sachen Marketing und Sponsoring

„Und das wird sich in den kommenden

und einwohnermäßig mit Österreich ver­

soll die Aufnahme in den erlauchten Olym­

Jahren auch nicht wirklich ändern.“

gleichbar, dort ist die Saison sogar noch

piazirkel künftig hilfreich sein. „Bisher war

kürzer als in Österreich. Aber in Schweden

es manchmal ein Argument gegen uns. Da

Für Zitny ist ein österreichischer Olympia­

spielen über eine halbe Million Menschen

hat es geheißen: ‚Ihr seid ja nicht einmal

golfer zugleich auch ein Medaillenkandidat.

Golf. Dort steht die Politik extrem dahinter,

olympisch.‘ Das fällt jetzt weg. Jetzt kön­

„Die Dichte ist so groß, dass in einem Feld

dort sind die Schulen integriert. Auch des­

nen wir argumentieren, Mitglied im wich­

von nur 60 Spielern so ziemlich jeder ge­

halb bringt Schweden regelmäßig Welt­

tigsten Sportverband der Welt zu sein“,

winnen kann. Die Wahrscheinlichkeit, dass

klassespieler hervor.“ 22 Schweden sind

sagt Sportdirektor Niki Zitny. Das müsse

ein österreichischer Golfer eine Medaille

übrigens 2010 im Besitz einer Spielberech­

transportiert werden.

holt, ist jedenfalls sicher größer, als dass

tigung für die European Tour. Österreich ist

ein Leichtathlet etwas reißt.“

nur durch Markus Brier vertreten.

Spieler startberechtigt sein, 15 davon wer­

Olympische Spiele sind in allen Sportarten

Auf zu neuen Ufern, auch zu olympischen

den die Top 15 der Weltrangliste sein. Das

der Motivationsgrund, im Golf wird das

– in den nächsten Jahren wird man sich im

klingt danach, als ob in diesem elitären

nicht anders sein. Markus Brier sagte

ÖGV vermutlich über zu wenig Arbeit nicht

Kreis kein Platz für Österreich wäre. Zitny

schon ein paar Wochen vor dem Beschluss,

beklagen können.  /

widerspricht heftig. „Fänden die Olympi­

dass der Olympiastatus ein Argument für

Beim Olympiaturnier in Rio werden 60


Die pure Fruchterfrischung

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16 / Austrian Amateur Golf Challenge / Golfer

Austrian Amateur Golf Challenge Text: Ernst Trestl Foto: Peter Olschinsky

Österreichs Golferinnen und Golfer erhalten eine neue, weltweit einmalige Turnierserie, die „Nettomeisterschaft für Amateure“. Gegen ein geringes einmaliges Nenngeld, nur 25 Euro für das ganze Jahr, können alle mit­machen und entweder durch sportliche Leistungen oder durch etwas Glück tolle Preise gewinnen. Mit einer perfekt ausgeklügelten Initiative, der ­„Austrian Amateur Golf Challenge“, will der ÖGV einen starken Impuls für das Club­turniergeschehen setzen und gleichzeitig den Golfnachwuchs fördern.

/  In den letzten Jahren stagnierte die An­

und bei den Damen auf –38. Bei 63 000

Position im Club, im Bundesland, in ganz

zahl der vorgabenwirksamen Turnierrun­

Mitgliedern steht eine Zahl zwischen 26,5

Österreich verfolgen und vergleichen. „Mit

den. Der ÖGV analysierte und fand dafür

und 54 auf dem Stammblatt. Heute spielen

dieser Golf Challenge forcieren wir den

folgende Gründe: Der Boom mit vielen

viele Golfer besser, als ihre Stammvorgabe

freundschaftlichen Wettbewerb in den

Golf­einsteigern ist vorerst vorüber, damit

wäre, vor einigen Jahren war das vielleicht

Clubs, mit den Nachbarclubs, unter Fami­

reduziert sich die Gruppe, die rasch ihr

noch genau umgekehrt. Bei ÖGV-Meister­

lienangehörigen, Kollegen, mit wem immer

Handicap zu verbessern versucht. Denen,

schaften und -Ranglistenturnieren sehen

sich jemand matchen will, sogar ohne di­

die schon länger lediglich ein paar Zehntel­

wir, dass die österreichweite ÖGV-Rang-

rekt gegeneinander anzutreten“, erläutert

punkte hinauf- und hinunterwandern, fehlt

liste stark motiviert. Diese ist allerdings nur

Robert Fiegl das Konzept. „Durchaus denk­

ebenfalls ein wenig die Motivation, sich aus

auf Platzierungen bei Bruttowettspielen

bar, dass die Nettorangliste als Haupt-

rein sportlichen Gründen dem Wettbewerb

aufgebaut und daher lediglich für unsere

gesprächsthema so manches Clubleben

zu stellen. Minimal, aber doch schlägt sich

Spitzenspieler von Interesse. Also galt es,

dominiert.“

auch ein nicht immer vorteilhaftes Course-

mit einer attraktiven Nettovariante alle

Rating negativ zu Buche.

österreichischen Golfer anzusprechen.“

Mit nur 25 Euro im Jahr ist jedes ÖGV-Mit­ glied ab Stammvorgabe –45 dabei. Davon

Kann der ÖGV etwas tun, um auch dem Tur­

Aus diesen Überlegungen entstand die

bleiben jedoch zehn Euro im Club für die

niergeschehen mehr Erlebnis zu geben,

„Austrian Amateur Golf Challenge“, die im

Jugendkasse, somit profitiert auch der

neue Anreize zu schaffen und den Spaß

Mai dieses Jahres startet, eine österreich­

Nachwuchs von dieser Initiative. Jedes

und sportlichen Vergleich in den Vorder-

weit ausgetragene „Nettomeisterschaft“.

vorgabenwirksame Turnier in Österreich

grund zu stellen? Was würde motivieren

Das Geniale daran: Es sind keine zusätz­

zählt also für die Rangliste. Die besten fünf

und noch dazu einer guten Sache dienen?

lichen Turniere notwendig, für die Wertung

Nettoergebnisse kommen in die Jahres­

Für ÖGV-Generalsekretär Robert Fiegl liegt

werden die Nettoergebnisse aller vorgabe­

wertung. „Durch die zentrale Stammvor­

es im Interesse aller – Golfer, Golfclubs und

wirksamen Turniere herangezogen, egal,

gaben- und Turnierverwaltung langen oh­

ÖGV –, mit neuen Impulsen wieder mehr

wann und wo gespielt wurde. Damit erhal­

nehin alle Ergebnisse bei uns ein“, erklärt

Appetit aufs Turnierspielen zu wecken. „Das

ten diese einen höheren Stellenwert, sind

Fiegl den geringen Aufwand. „Der Teilneh­

durchschnittliche Handicap der 105 000

attraktiver, steigern die Motivation. Jeder

mer erhält lediglich auf seiner Stamm-

ÖGV-Mitglieder liegt bei Männern auf –36

Teilnehmer kann das ganze Jahr über seine

karte eine Markierung, und schon wird


Austrian Amateur Golf Challenge / Golfer / 17

Robert Fiegl.

sein Ergebnis in die Austrian-Amateur-

Reise­veranstalter TUI, Golf in Austria, die

Gespielt wird in den sechs Nettoklassen

Golf-Challenge-Datenbank weitergeleitet

Österreichische Sporthilfe und viele Golf­

(keine Trennung nach Alter beziehungs­

und auf www.austrianamateur.at, der eige­

clubs, die Greenfees zur Verfügung stellen.

weise Geschlecht):

nen Homepage, unmittelbar danach in den

Eine völlige Neuheit ist auch, dass es

1. Gruppe: StV

Rankings aufscheinen.“ Und noch einen

„sportliche“ und „glückliche“ Gewinner ge­

2. Gruppe: StV –4,5 bis –11,4

sehr attraktiven Anreiz hat der ÖGV-Gene­

ben wird. Die Hälfte der Preise erhalten die

3. Gruppe: StV –11,5 bis –18,4

ralsekretär parat: „Der ÖGV sammelt Prei­

sportlichen Sieger, die andere Hälfte wird

4. Gruppe: StV –18,5 bis –26,4

se, die derart einmalig sind, dass sich

unter allen Teilnehmern verlost. „Allein we­

5. Gruppe: StV –26,5 bis –36,0

schon ihretwegen eine Teilnahme auszahlt.

gen dieser Gewinnchancen amortisieren

6. Gruppe: StV –36,1 bis –45,0

Zum Beispiel ein Tag in Schottland, Hinflug

sich die 25 Euro Nenngeld garantiert.“

am Morgen, eine Runde auf dem Old

0 bis –4,4

Die Spieler bleiben die gesamte Saison in

Course in Saint Andrews, danach ein Ab­

Facts zur Austrian Amateur

der Nettoklasse, in der sie zu Saisonbeginn

stecher in einen Pub, Rückflug am Abend.

Golf Challenge

gestartet sind.

Oder ein Trainingstag mit Anders Fors­

Die Anmeldung erfolgt im Heimatclub (alle

brand, ein Lauftraining mit Günter Weidin­

150 Clubs sind eingeladen mitzumachen).

Zu Saisonende werden die Sieger der Net­

ger oder Andrea Mayer, Radfahren mit

Teilnahmeberechtigt sind alle ÖGV-Mitglie­

togruppen prämiert und die zehn besten

Weltmeister Franz Stocher beziehungs­

der ab Handicap –45.

Spieler jeder Gruppe im Frühjahr 2011 zum

weise Vizeweltmeisterin Christiane Soeder.

großen Finale in eine der schönsten Golf­

Wir verlosen VIP-Packages für die Lotte­

Teilnahmegebühr: einmalig 25 Euro pro

rien-Gala ‚Nacht des Sports‘ und vieles

Jahr (davon erhält die Jugendkasse des

mehr. Solche Preise gewinnt man nirgend­

Clubs zehn Euro).

wo sonst, wir können sie organisieren.

destinationen eingeladen. Auf www.amateurgolf.at kann man nicht nur permanent sein Echtzeit-Ranking ver­

Aber auch die brandneuen Apple-iPads

Alle Ergebnisse bei vorgabewirksamen Tur­

folgen, sondern auch mittels geeigneter

und -iPhones unseres Partners T-Mobile

nieren in Österreich werden in die Netto­

Portale zeitgemäß untereinander kommu­

oder Sony-TVs gibt es zu gewinnen.“ Meh­

rangliste aufgenommen.

nizieren, im geschützten Bereich Profile

rere Sponsoren haben bereits zugesagt:

Die besten fünf Ergebnisse kommen in die

anlegen, chatten, Buddy-Listen erstellen

UNIQA/ Financelife als Hauptsponsor, der

Jahreswertung.

und was sonst noch alles dazugehört.  /


1 8 / E i n z i g a r t i g e E r l e b n i s w e l t e n / R a i n e r Eg e r b a ch e r / G o l f e r

Einzigartige Erlebniswelten Text: Ernst Trestl, Michael Thomas Fotos: Lukas Dostal

Seit 1996 verfolgt Golf-Zone-Gründer Rainer Egerbacher ein ambitioniertes Ziel: Mit einer Kombination aus Einkaufserlebnis und hervorragendem Preis-Leistungs-Verhältnis will der Steirer Golf Zone als erfolgreichstes Golfeinzelhandelsunternehmen der Welt positionieren.

/  Golf ist ein Sport für Genießer – und

Trolleys, Mode, Accessoires und viele Über­

Breisach den Pro-Shop leitete. Auch im

wenn es nach Rainer Egerbacher geht, be­

raschungen.

Golfsport war der Unternehmer aktiv: Ne­

ginnt dieser Genuss schon beim Shoppen.

ben seinem Studium jobbte er zwei Jahre

Seine Kunden sollen sich Zeit nehmen –

Die Golf-Zone-Stores verstehen sich in ers­

als Golf-Pro.

Zeit zum Auswählen, zum Probieren und

ter Linie als Fachanbieter, keinesfalls als

Am Anfang genügten 100 Quadratmeter in

Testen, Zeit, um sich in die fabelhafte Welt

Discounter, Auswahl und Kompetenz ste­

Graz und eine Halbtagskraft. Drei Jahre

des Golfsports versetzen zu lassen. Rainer

hen an erster Stelle, nicht der Preis. Mehr

später übersiedelte das Unternehmen an

Egerbacher, Jahrgang 1969, ist begeister­

als 50 Marken führt die Golf Zone in ihren

den Stadtrand, modernst gestylt mit Si­

ter Golfer – und erfolgreicher Unterneh­

vier Filialen in Graz, Linz, Villach und Wie­

mulator und Fitting-Einrichtungen. Das Er­

mer. Vor zwei Jahren gründete er in Wie-

ner Neudorf. Allein auf dem Schuhsektor

lebniskonzept ging auf, das Einzugsgebiet

ner Neudorf, nahe der Bundeshauptstadt,

können sich Golferinnen und Golfer unter

Steiermark, Kärnten und Slowenien war

den größten seiner vier Golf-Zone-Stores,

110 Modellen den passenden Schuh aus­

größtenteils abgedeckt, also gründete Rai­

2000 Quadratmeter Verkaufsfläche auf

suchen. Ein Teil der Verkaufsfläche ist spe­

ner Egerbacher 2005 mit einem Partner

zwei Etagen. „Neben einem schwedischen

ziell den Golferinnen vorbehalten, denn die

weitere Stores in Villach und Linz. Nun war

Shop immerhin der größte Europas“, so

Zeiten, in denen die Herren für die Schläger

die Zeit reif, den Weg nach Wien anzutre­

Rainer Egerbacher nicht ohne Stolz. „Was

und die Damen für die Mode verantwort­

ten. In Wiener Neudorf entstand 2008 der

wir anstreben, sind nicht Beratung und

lich waren, sind Geschichte. „Das Schläger­

größte Golf-Store Europas, inklusive eines

Verkauf allein, vielmehr setzen wir auf Ins­

angebot befindet sich getrennt in der Da­

Outlets. Dieser Standort ist zugleich auch

piration. Das heißt: Bei uns finden die Be­

men- beziehungsweise Herrenabteilung“,

die Firmenzentrale. „Damit ist unser Ex­

sucher vieles, wonach sie ursprünglich gar

unterstreicht Egerbacher, „denn moderne

pansionsdrang vorerst gestillt“, gibt sich

nicht gesucht haben.“

Golferinnen suchen sich ihren Schläger

Rainer Egerbacher zufrieden, „aber nicht,

selbst aus. Und auch die Herren treffen in

ohne mit einem Auge bereits in den Osten,

Golferherzen schlagen höher

Sachen Golfmode mittlerweile eigene Ent­

nach Tschechien, Slowenien und Kroatien,

Die Firmenphilosophie „Die schönste Golf­

scheidungen.“

zu schielen.“

Golf-Zone-Stores großgeschrieben. „Golf

Abschlag in Graz

Neue Wege – heiße Eisen

Zone bietet unseren Kunden ein ausge­

Den Grundstein für sein Imperium legte

Auch neuen Vertriebswegen steht Rainer

zeichnetes Sortiment und fachmännische

der Golfunternehmer vor 14 Jahren mit

Egerbacher offen gegenüber. Neben den

Beratung – und vor allem genügend Platz

dem ersten Shop in der Grazer Innenstadt.

Golf Zone City Stores, die mit Erlebnisein­

und Atmosphäre – und lässt sie bereits

Seine präzisen Vorstellungen: ein Shop, ge­

kaufs-Feeling und Top-Fachberatung punk­

beim Einkauf in die Faszination des Golf­

plant nach dem Store-Wesen, jedoch mit

ten, hat der Golfunternehmer noch ein hei­

sports eintauchen.“ Und tatsächlich: In der

größtem Augenmerk auf Style, Qualität

ßes Eisen im „Golfbag“: „Golf Zone Outlet“

Golf Zone Wiener Neudorf wähnen sich

und Kompetenz. Erfahrung im Verkauf von

nennt sich das Konzept, ohne Fachbera­

auch die verwöhntesten Kunden wie im

Golfequipment sammelte Rainer Eger­

tung, stattdessen mit aggressiven Preisen.

­Paradies. Rundherum alles, was ein Golfer­

bacher schon im GC Frauenthal, wo er ge­

Schon jetzt bietet der City Store in Wiener

herz höher schlagen lässt: Schläger, Bags,

meinsam mit Clubpräsident Dr. Georg A.

Neudorf im ersten Stock eine Outlet-Nie­

runde beginnt bereits im Shop“ wird in den


E i n z i g a r t i g e E r l e b n i s w e l t e n / R a i n e r Eg e r b a ch e r / G o l f e r / 1 9


2 0 / E i n z i g a r t i g e E r l e b n i s w e l t e n / R a i n e r Eg e r b a ch e r / G o l f e r

des Schlägers allein, sondern das Eingehen auf individuelle Bedürfnisse: „Es gibt selten den einen, einzigen passenden Schläger. Auf die breite Auswahl kommt es an. Aus meiner langjährigen Erfahrung als Golf­ händler und Golfer weiß ich, dass es beim Schlägerkauf weniger darauf ankommt, den richtigen Schläger zu finden, als viel­ mehr, nicht den falschen zu wählen.“ Playing Golf Golf ist ein Sport für Genießer – und Rainer Egerbacher sieht sich selbst durchaus als derlassung an, im April folgen ein Outlet in

„Erfolg hat nur, wer ein umfassendes Ser­

Genussmenschen, der gutes Essen, Musik

Linz sowie Outlet Corners in Graz und Vil­

viceangebot vorlegt, deshalb spezialisieren

und Kunst zu schätzen weiß. Vielfältig sind

lach. Doch damit nicht genug: Im April öff­

wir uns auf Leistungen wie Schlägerrepara­

auch seine sportlichen Interessen: Laufen,

net auch ein Outlet auf Internetbasis seine

turen, Spikewechsel, aber auch Trolley­

Skifahren, Squash und Tennis zählen eben­

virtuellen Pforten.

checks und vieles mehr“, beschreibt Eger­

so dazu wie Tauchen, Kitesurfen und na­

bacher seine Strategie. Als logische Ergän­

türlich Golfen.

Rainer Egerbacher beobachtet nicht nur

zung erhalten die Kunden in den Filialen

die Trends, sondern auch die Entwicklung

Graz und Wiener Neudorf sogar Urlaubs­

Bei Golfrunden mit Freunden findet der

des Golfsports allgemein. Die Zuwachs­

tipps von TGR-Golfreisen im Shop-im-

„begeisterte Single“ Entspannung – leider

raten im Golfhandel seien hierzulande der­

Shop-Reisebüro.

viel zu selten, doch auf zwei fixe Golfurlau­

zeit eher rückläufig, deshalb lautet seine Prognose:

schaumgebremst.

be will Rainer Egerbacher keinesfalls ver­

Dennoch

Für Stammkunden gibt es ein verlocken­

zichten. Im November startet eine Woche

kann der Golfsport an sich weltweit die

des Angebot: Mit der „Golf-Zone-Bonus­

Zählwettspiel mit anderen Single-Handi­

nachhaltigste Entwicklung vorweisen. „In

Card“ erhält der Kunde einen sofortigen

cappern, und jeweils vor Saisonbeginn

Österreich mangelt es im Clubbereich an

Nachlass zwischen drei und sechs Prozent.

nimmt er mit drei Freunden am „Golf +

einer klaren Angebotspalette: Top/Privat –

Teil von Egerbachers Geschäftskonzept ist

Baucherl“-Wettbewerb teil, bei dem Handi­

Family/Member – Public, diese Strukturen

auch die „Zufriedenheitsgarantie“: Nach

cap und Körpergewicht addiert werden.

müssen sich ändern, um eine Fortsetzung

erfolgter Beratung können sich die Kunden

des positiven Trends zu ermöglichen.“

darauf verlassen, ein Produkt zu ihrer vol­

In Österreich spielt der Golfunternehmer

len Zufriedenheit erworben zu haben – mit

am liebsten auf seinem Heimatplatz, dem

dem europaweit besten Preis.

GC Murhof, aber auch auf den schönen

Mit Full Service zum Erfolg Erfolg stellt sich nicht von selbst ein – als

­Anlagen Fontana, Colony Club Gutenhof,

begeisterter und erfolgreicher Golfer ver­

Der richtige Schläger?

Schladming oder Schönborn. Als besonde­

steht der 40-jährige Single-Handicapper

Die Golf Zone bietet ihren Kunden auch die

re Highlights seiner Golfreisen hat Rainer

(–6) viel von den Bedürfnissen seiner

Möglichkeit, verschiedene Schlägermodel­

Egerbacher einiges auf seiner Favoriten­

Kundschaft. Seine Mitarbeiter kümmern

le am Simulator zu testen – selbstver­

liste: Druids Glen, Lahinch und K-Club in

sich um jede kleinste Kleinigkeit – kompe­

ständlich mit fachmännischer Beratung.

Irland, die Casa-de-Campo-Anlagen Teeth

tent und vor allem motiviert, denn nur zu­

Ein besonderes Plus: der „Fittingpass“,

of the Dog und Dye Fore in der Domini­

friedene Mitarbeiter sorgen für zufriedene

­eine ausführliche Analyse – Kostenpunkt

kanischen Republik, der Wild-Coast-Golf-

Kunden. Rainer Egerbacher investiert lau­

40 Euro. Die Schlägeranpassung wird von

Course in Südafrika sowie der Tom-Fazio-

fend in die Ausbildung seines Teams – mit

zertifizierten „Clubfittern“ durchgeführt,

Platz Shadow Creek in Las Vegas. Aller­

intensiven Schulungen, Coaching, Feed­

denn diese Aufgabe erfordert spezielles

dings: Auf der Liste ist noch Platz für den

backrunden und einem permanenten Qua­

Wissen über den Golfschwung. Das ge­

einen oder anderen eindrucksvollen Kurs,

litätsmanagement, dem eine 40 Punkte

schulte Personal erörtert in einem ausführ­

und Rainer Egerbacher hat noch vieles vor

umfassende

zugrunde

lichen Gespräch die Körpereigenschaften,

– nicht nur als Golfer, sondern auch als

liegt. „So entstehen Partnerschaften mit

Verkaufsmatrix

definiert Ziele, legt eine Strategie der rich­

Unternehmer.  /

unseren Kunden über den Verkauf hinaus.

tigen Equipmentzusammenstellung fest

Denn Begeisterung für den Golfsport ver­

und gibt die Analyse schriftlich an die Kun­

bindet.“

den weiter. Wichtig ist nicht die Qualität


B O U T I Q U E C H O PA R D - K O H l m A R K T 1 6 - W I E n - T E l . 0 1 5 3 3 7 1 9 7 1 9


2 2 / E r f o l g i s t ke i n Z u f a l l / M at h i a s B au e r / G o l f e r

Erfolg ist kein Zufall Text: Michael Thomas Fotos: Peter Olschinsky

Mathias Bauer ist Geschäftsführer von Österreichs größter Fondsgesellschaft. Er baute Raiffeisen Capital Management sukzessive zu einem europäischen Player auf und stand mit seinem Unternehmen auch während der größten Finanzkrise aller Zeiten auf soliden Beinen. Sein Rezept: ­Wachstum durch Topqualität und Nachhaltigkeit. Eine Erfolgsgeschichte.

/  Betritt man das Haus auf dem Wiener

Performance gut zu sein. Die Arbeitsplätze

Das ist zwar nicht so schillernd und

Schwarzenbergplatz 3, so macht sich zu­

im Haus und die Einrichtung unterstützen

glamourös, dafür blieb unser solide gebau­

nächst einmal große Überraschung breit.

dies. Wo Energie fließen kann, dort ist

tes Haus von diesem echten Tsunami,

Keine hektische Betriebsamkeit, keine De­

Erfolg.“

der sich schlagartig über die Finanzwirt­

monstration von Stärke in Form von schwe­

schaft ausbreitete, verschont. Die Holz-

rem Interieur gleich beim Eingang. Statt­

Ein Erfolg, für den Mathias Bauer seit den

hütten wurden weggespült. Was also

dessen Wasser, Licht und warme Farben.

Anfangstagen von Raiffeisen Capital Ma­

zunächst vielleicht ein wenig ‚langweilig‘

So präsentiert sich die Zentrale von Raiff­

nagement mitverantwortlich ist. Ende 1985

aussah, hat diese Krise überstanden.“

eisen Capital Management, Österreichs

war der promovierte Volkswirt erster

größter Fondsgesellschaft und längst euro­

Mitarbeiter, seit 1990 steht er dem Unter­

30 Milliarden Euro werden von Raiffeisen

päischer Player bei Investmentfonds.

nehmen, das je zur Hälfte der Raiffeisen-

Capital Management und ihren Tochter­

Zentralbank und den Raiffeisen-Landes­

gesellschaften in den Bereichen Vermö­

Das ganze Haus ist nach den Kriterien der

banken gehört, als Geschäftsführer vor. In

gensverwaltung, Immobilienkapitalanlage

chinesischen Harmonielehre Feng-Shui

der Branche gilt er damit als echter „Dino­

und Auslandsgeschäft verwaltet, Tendenz

aus- und eingerichtet. Im obersten Stock

saurier“. Ein Terminus, der Mathias Bauer

steigend.

residiert der Chef, Mathias Bauer. Der Vor­

gar nicht unangenehm ist. „Das passt alles

sitzende der RCM-Geschäftsführung setzt

zu unserer Philosophie, zu einer Geschäfts­

Knapp 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbei­

in seinem Büro fort, was einen schon

politik, die auf Nachhaltigkeit und solides

ter bieten Produkte und Dienstleistungen

durchs ganze Haus begleitet. In der Ecke

Wachstum ausgerichtet ist. In Sachen Mit­

in sehr hoher Qualität an. Im hochqualitati­

ein orangefarbener Energiebrunnen, ein

arbeiter gibt es bei uns ebenfalls eine in

ven Segment dabei zu sein war für Mathias

halbmondförmiger

Kraft­

der Branche seltene Konstanz. Die meis­

Bauer immer oberste Prämisse. „Finanz­

wasser, warme Farben. Einzig in Sachen

ten sind bereits sehr lange im Unterneh­

dienstleistung ist etwas sehr Sensibles,

Weitblick hat er naturgemäß gegenüber

men tätig. Unsere Kunden danken uns das.

sehr Persönliches, ein Bereich, in dem es

dem Rest der Belegschaft ein wenig die

Und wir sind stolz, dass wir unseren Kun­

um eine Menge Vertrauensvorschuss geht.

Schreibtisch,

Nase vorn. Ein Blick aus den Fenstern er­

den auch noch nach 20 oder mehr Jahren

Meine Mitarbeiter und ich leben diese Qua­

möglicht traumhafte Ausblicke in Richtung

in die Augen sehen können. Ein Gesamt­

lität. Wir brauchen nicht der Billigste zu

Innenstadt.

bild, das wir sehr pflegen und prägen.“

sein. Und wir brauchen schon gar keine Zo­

Energie flieSSen lassen

Solide durch die Krise

wir ihnen höchste Qualität bieten, eine

Eine unglaubliche Ruhe macht sich augen­

Und die weltweite Finanzkrise? Mathias

Qualität, die auch etwas kosten darf.“

blicklich breit. Wie passt das mit Fonds­

Bauer bemüht einen Vergleich in Bildern.

geschäft und Aktienpaketen zusammen?

„Klar machten Kursrückgänge und der da­

Die Produkte und Dienstleistungen von

Mathias Bauer: „Unsere Gesellschaft hatte

mit verbundene Pessimismus auch vor

Raiffeisen Capital Management sind haupt­

nie das Bedürfnis, zum Fonds der Woche

Raiffeisen Capital Management nicht ganz

sächlich darauf ausgerichtet, Kunden über

oder des Monats gekürt zu werden. Wir

halt. Aber wir haben immer konservativ

Jahrzehnte zu begleiten, damit diese sinn­

­legen Wert darauf, in der längerfristigen

veranlagt, ausgerichtet auf lange Perioden.

voll und gestreut – mit der entsprechenden

ckerei. Unsere Kunden erwarten sich, dass


E r f o l g i s t ke i n Z u f a l l / M at h i a s B au e r / G o l f e r / 2 3


2 4 / E r f o l g i s t ke i n Z u f a l l / M at h i a s B au e r / G o l f e r

Expertise – auf dem Kapitalmarkt veran-

perten auch immer – selbst wenn es sich

Life-Balance nicht nur Bescheid weiß, son­

lagen können. „Giftige“ Papiere fanden

dabei um Nobelpreisträger handelt –,

dern sie auch lebt. Dennoch stellt sich die

dabei nie Eingang in RCM-Portfolios.

durchaus entbehrlich. Die Wirtschaft be­

Frage, wie das alles bei einem mehr als

steht weiter, die Banken bestehen weiter,

­anspruchsvollen und anstrengenden Job

Optimismus stärken

es existieren auch noch alle Staaten. Klar

überhaupt unter einen Hut zu bringen ist.

Jetzt, wo die Konjunktur wieder zart zu

gibt es noch eine Menge Hausaufgaben zu

Bauer lächelt. „Erfolg ist kein Zufall. In

sprießen beginnt, Wertpapiere auf dem

tun, aber wir müssen nach vorn schauen.“

meinem Leben hat es immer schon eine

Weg in die Erholung sind, prophezeien Ex­

Balance zwischen harter Arbeit und ent­

perten, dass es nicht die Frage sei, ob, son­

Mathias Bauer weiß nicht nur aus eigener

sprechender Freizeit gegeben. Feng-Shui

dern wann die nächste Blase platze. Dem

Erfahrung, wovon er spricht, sondern auch

bestätigte mich dabei in vielem, was ich

widerspricht Mathias Bauer ganz entschie­

aus seinen langjährigen Tätigkeiten im Be­

schon vorher gelebt habe.“

den. „Das sehe ich nicht so. Wir alle haben

reich des nationalen und europäischen

aus den vergangenen eineinhalb Jahren

Fondsverbands. Beiden stand er in den

Freizeit bedeutet für den RCM-Chef vor al­

gelernt. Die Bankenstabilisierungen und

letzten 15 Jahren als Präsident bezie­

lem Reisen und Golf, Letzteres seit 2002.

Wirtschaftspakete haben das System, das

hungsweise Vizepräsident vor. Für ihn

„Meine Kinder, heute 20 und 21 Jahre alt,

am Rand des Kollapses stand, stabilisiert.“

kommt daher auch das von manchen Inte­

besuchten damals ein Golfcamp. Meine

Bauer wartet auch hier wieder mit einem

ressenvertretern aus Wirtschaft und Arbeit

Frau begann dann auch zu spielen. Als letz­

Bild auf. „Der Kapitalmarkt ist wie ein Meer,

propagierte Auseinanderdividieren von Fi­

tes Familienmitglied habe ich mich ent­

das sich bewegt. Lange Wellen, lange Zyk­

nanzwirtschaft und Realwirtschaft nicht

schlossen, auch zu beginnen. Und es

len, die der Wirtschaftsentwicklung folgen.

infrage. „Es kann doch keiner ohne den an­

machte mir vom ersten Tag an Spaß. Ein

Manchmal höher, manchmal niedriger.

deren. Die Realwirtschaft sind die Glied­

hervorragender Ausgleich zu meinem Job.

Nach dem Tsunami sind die Wellen immer

maßen und der Körper des gesamten Wirt­

Golf zwingt mich, anzukommen und für ein

noch sehr hoch, es gibt noch Unsicherhei­

schaftsgefüges, und wir sind der dafür not­

paar Stunden die Gedanken woanders hin­

ten, und der Weg in ruhigere Gewässer ist

wendige Blutkreislauf.“

zulegen. Das tut nicht nur mir gut, sonst

noch nicht erreicht. Was aber wieder da ist,

wäre auch der Ball gleich irgendwo …“

ist vorsichtiger Optimismus. Und dieser

Work-Life-Balance

Der Golfsport, für Mathias Bauer alles an­

Optimismus muss stärker werden. In der

Zurück zur Ausgeglichenheit. Kraftpunkte,

dere als ein „Pensionistensport“ – „Den­

Finanzwirtschaft, in der Realwirtschaft.

Kraftwasser et cetera lassen vermuten,

ken Sie nur einmal an die vielen Kilometer,

Daher sind Zwischenrufe, von welchen Ex­

dass Mathias Bauer über eine solide Work-

die es in voller Konzentration zurückzu­


E r f o l g i s t ke i n Z u f a l l / M at h i a s B au e r / G o l f e r / 2 5

legen gilt“ –, gebe nicht nur Kraft, sondern

Golfverbands. Imagesache oder ein wirk­

sage, dass sie mich nicht so schnell loswer­

biete auch die Möglichkeit, seine Flight-

sames Tool in Sachen Kundengewinnung?

den. Was gibt es Schöneres, als von der

Partner sehr gut kennenzulernen. Dazu die

„Golferinnen und Golfer sind sicherlich zu

Geburtsstunde eines Unternehmens an

zumeist extrem schönen Landschaften.

einem überwiegenden Teil eine zahlungs­

mit dabei zu sein, in allen Wachstums­

„Eine riesige Herausforderung, ein großes

kräftigere Klientel. Und klar bin ich nicht

phasen, mit ständig neuen Herausforde­

Gefühl des Glücks. Jedes Mal aufs Neue.“

uninteressiert daran, dass wir als Unter­

rungen, mit einem unglaublich spannen­

Dass seine Frau besser spielt, gibt Mathias

nehmen wahrgenommen werden. Das En­

den Job – okay, so spannend wie in den

Bauer unumwunden zu. „Sie hat auch

gagement ist aber vordergründig nicht

letzten 18 Monaten muss er allerdings

mehr Talent. Aber ich trachte wirklich

ökonomisch motiviert. Wir sponsern Din­

nicht immer sein – und mit langfristigem,

danach, besser zu werden und sie eines

ge, die wir für nachhaltig erachten. Und die

nachhaltigen Erfolg?“

Tages einzuholen.“

Arbeit des ÖGV ist nachhaltig end enga­ giert. Das gefällt mir, das verdient unsere

Die Wochenenden sind während der

Unterstützung.“

Saison großteils für die eine oder andere

Einem Erfolg aber nicht um jeden Preis, wie Bauer betont. Eine wohltuende Aussage aus dem Mund eines mehr als erfolg­

Runde reserviert. Gespielt wird aber nicht

Blick in die Zukunft

nur im Heimatclub Schönborn, sondern

Gibt es etwas, das Mathias Bauer, der

überall, wo sich Familie, Freunde, Sport

­heuer 50 wird, noch reizen würde – eine

und Natur in ein ideales Ganzes fügen.

Jobveränderung zum Beispiel? „Das kann

reichen Spitzenmanagers.  /

ich mir eigentlich nicht vorstellen. Ich fühle mich unglaublich wohl, kann viel gestalten

Seit Kurzem ist Raiffeisen Capital Manage­

und mache das auch. Ich habe großartige

ment auch Partner des Österreichischen

Mitarbeiter, denen ich auch immer wieder

•LW•

Partner des ÖGV

Vertrauen Das Gegenteil von Druck:

Nicht Nur das WolleN eNtscheidet, auch das KöNNeN

Es geht um heikle Druckaufträge, die zuverlässig, rasch und auf dem letzten Stand der Technik erledigt werden müssen. Da ist es gut zu wissen, dass NP DRUCK – der Spezialist für „High Volume“-Druck – zu den Größten der Branche in Österreich zählt. Kunden von NP DRUCK tragen klingende Namen und vertrauen zum großen Teil seit vielen Jahren dem Service und den Leistungen des niederösterreichischen Unternehmens.

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2 6 / H o p f e n u n d M a l z – G o t t e r h a l t s ’ / K arl T rojan / G o l f e r

Hopfen und Malz – Gott erhalt s’ Text: Ernst Trestl Fotos: Lukas Dostal

„Ein Bier ist dann gut, wenn man auf eines gehen wollte und sich beim zweiten dabei erwischt, das dritte bestellt zu haben.“

Jeden anderen würde man schief ansehen. Wenn jedoch Karl Trojan, der Besitzer der Schremser Brauerei, bekennt: „Bier ist der Mittelpunkt meines Lebens“, klingt das durchaus ehrenhaft. Und wenn er unterstreicht, der naturbelassene Gerstensaft sei der beliebteste Durstlöscher, selbstverständlich auch nach dem Golfspiel, spricht er nicht nur den g’standenen Herren aus der Seele. /  Karl Trojan leitet die Brauerei in Schrems

menten. Besonders bei Lebensmitteln

als Familienbetrieb bereits in fünfter Gene­

­seien die Regionalität, die Herkunft der

ration. Schon nach ein paar Minuten er­

Rohstoffe wichtig. „Bier ist Emotion, die

kennt sein Gegenüber, dass in seinen

Konsumenten wollen Personen hinter dem

Adern tatsächlich Bier fließt. Obwohl die

Produkt sehen und Authentisches, etwas,

Berufslaufbahn ohnehin vorgegeben war,

womit sie sich identifizieren können. Bei

sieht sich der Waldviertler zu seiner Tätig­

uns produzieren Menschen für Menschen.“

keit hundertprozentig berufen. „An Gerü­

Folglich gründete er vor 15 Jahren mit etwa

che aus der Kindheit erinnern wir uns am

100 Bauern im Waldviertel eine Erzeuger­

längsten, und wenn dein erstes Kinderzim­

gemeinschaft. Eine Maßnahme, die auch

mer zwischen Sudhaus und Gärkeller gele­

garantiert, dass die gesamte Wertschöp­

gen ist, dir dieser unverkennbare Duft

fung in der Region bleibt. In seiner Heimat,

schon in der Wiege in die Nase kroch, was

einem Rückzugsgebiet für urbane, erdver­

soll dann aus dir anderes werden als ein

bundene Menschen, findet der Bierbrauer

Braumeister?“ Er selbst ist sein bestes

alles, was er braucht: klares Wasser aus

Testimonial: offen, umgänglich, sympa­

dem

thisch. „Um glaubwürdig zu sein, musst du

Langkornbraugerste und Hopfen aus dem

dein Produkt lieben. Ich trinke nicht nur

Mühlviertel, die verlässlichen Bauern, die

selber gern Bier, ich liebe auch das Drum­

Karl Trojan alle persönlich kennt, und die

herum, die Menschen, die Geselligkeit.“

loyalen Brauereimitarbeiter. In Schrems

Graniturgestein, die Waldviertler

braut man bereits seit 1410, also seit genau Bier brauen ist für den Diplomingenieur

600 Jahren, Bier, 1838 kaufte der aus einer

(Studium an der Boku) eine Leidenschaft,

Brauereifamilie in Böhmen stammende Ja­

das Produkt ein Gesamtkunstwerk. Schlüs­

kob Trojan in Schrems das Brauhaus, seine

sig muss der Entstehungsprozess für alle

Nachkommen setzten die Arbeit in seinem

Beteiligten sein, vor allem für die Konsu­

Sinn bis heute fort. Eine derart lange Tradi­


H o p f e n u n d M a l z – G o t t e r h a l t s ’ / K arl T rojan / G o l f e r / 2 7


2 8 / H o p f e n u n d M a l z – G o t t e r h a l t s ’ / K arl T rojan / G o l f e r

tion schafft nicht nur bei den Einheimi­

benen Gastronomie salonfähig. So ein

ein großes Turnier im Heimatclub und klei­

schen großes Vertrauen.

Imagewandel kommt nicht von allein, Karl

nere Frühschoppenturniere am Sonntag­

Trojan bezeichnet seine Promotiontouren

vormittag im Golfclub Waidhofen. Golf ist

Der Familienbetrieb mit derzeit 35 Mit­

durch die Gastronomie, die Besuche bei

ihm schon wichtig, als Ausgleich oder ein­

arbeitern kann durchaus mit den Großen,

Erzeugern und Kunden als beinharten

fach als Vergnügen. Wobei der Erfolg kei­

den internationalen Konzernen, mithalten.

Knochenjob.

nesfalls mit dem Ehrgeiz mithält. Das Ge­

„Weil wir unsere Stärken wahrnehmen und

sellige, das Glas Bier danach, das ist es,

uns spezialisieren. Mit besonderen Bier­

Das Netz der belieferten Betriebe – die

worauf es ihm ankommt. Er will sich nicht

sorten wie Schremser Ostarrichi Pils,

Hälfte der Ware geht in den Handel, die an­

vom Golfsport vor sich hertreiben lassen,

Schremser Roggen, Hanfbier, Hochland-

dere in die Gastronomie – reicht haupt­

fährt mit seinen Söhnen (15 und 19 Jahre)

Honigbier oder Schremser Naturparkbier,

sächlich über Wien und Niederösterreich,

gern Ski und leistet sich auch mit ihnen

aber auch weil wir dem Bier mehr Zeit ge­

doch selbst in fünf Pubs in London kom­

und anderen Freunden hin und wieder

ben beim Reifen und beim Lagern, denn

men einige Briten in den Genuss herrlichen

einmal einen Segeltörn. Auf die Jagd geht

manche wichtigen Stoffe bilden sich eben

Schremser Biers. Weitere Vertriebswege,

er jetzt eher seltener, dafür ist seine Frau

erst nach einer gewissen Dauer.“ Dadurch

die sogar bis nach Japan reichen, sind

Birgit umso öfter auf der Pirsch anzu-

erhält das Schremser Bier auch seinen un­

im Aufbau. Bewusstseinsstärkung erfolgt

treffen. „Mein größtes Hobby ist und bleibt

verwechselbar typischen Geschmack, der

auch über Degustationsmenüs, den Ver­

jedoch das Bier“, schwärmt der Besesse­

sich wohltuend vom Einheitsgebräu ab­

kauf von Bieressig, -senf und -schokolade,

ne. „Dafür lohnt es sich zu leben.“  /

hebt. „Erfolg haben wir, wenn jemand den

Brauereiführungen oder Bierseminare im

Geschmack, den Geruch signifikant wahr­

Brauhotel Weitra. „Marketing ist für uns ein

nimmt und auch akzeptiert.“

wichtiger Faktor, ausgewählte Lokale sind genauso Imageträger wie der Vertrieb in

War Bier jahrhundertelang ein Volksnah­

ferne Länder.“ Oder die Belieferung von

rungsmittel, weil hygienisch wesentlich un­

Golfclub-Restaurants, ebenfalls in der wei­

bedenklicher als Wasser oder Milch, nimmt

teren Umgebung des Waldviertels. „Golf,

es heute einen Spitzenplatz unter den ehr­

Bier, Tourismus, da sind schon wesentliche

lichen Naturprodukten ein. Mittlerweile

Überschneidungen vorhanden.“

fand das authentische Getränk – in der traditionellen Gastronomie behauptet es

Karl Trojan selbst spielt seit 1989 Golf.

ohnehin seine Vormachtstellung – auch

Auch hier zeigt er sich erdverbunden. Der

Einzug in die vom Zeitgeist geprägten Lo­

18,5-Handicapper ist Gründungsmitglied

kale und ist mittlerweile selbst in der geho­

des GC Waldviertel, initiiert einmal im Jahr

www.schremser.at


“Ich spielte gegen die Ewigkeit...”

Golfplatz - Gizeh

www.egypt.travel


3 0 / D a s B e s t e i s t n i c h t g e n u g / J ürgen keusch / G o l f e r

Das Beste ist nicht genug Text: Ernst Trestl Fotos: Peter Olschinsky

Jürgen Keusch hat Visionen. Menschenfreundliche. Darunter sind eine Welt mit Hybridautos, ein noch nicht da gewesenes Kunden-Premium-Service und ein erfolgreicher Kampf gegen den Krebs. Letzteren unterstützt er finan­ziell. Nicht der Publicity wegen, sondern weil es ihm ein Anliegen aus tiefstem Herzen ist. mer noch Steigerungen möglich sein. Dort

veränderte Lebensbedingungen reagieren,

will ich mein Unternehmen positionieren.

gibt man Zukunft. Weltweit geht die Kauf­

Keinesfalls was den Preis betrifft, sondern

kraft zurück, die Konsumenten müssen ihr

in Form von herausragendem Service. Da

Geld besser einteilen. Schon aus diesem

arbeiten wir an neuen Dimensionen.“ Es

Grund ist Verlässlichkeit oberstes Gebot“,

fallen Schlagwörter wie „Plus-eins-Ser­

analysiert Keusch. „Was der Kunde sucht,

vice“, also um das gewisse Etwas mehr

ist Sicherheit. In sämtlichen Belangen.

leisten als andere, Abholung und Ersatz­

Umwelt- und Klimaschutzthemen domi­

wagenservice optimieren, keine telefoni­

nieren, Wirtschaftlichkeit

sche Warteschleife, mehrsprachige, per­

Lexus vertreiben wir eine innovative Mar­

manent geschulte Mitarbeiter, die aus

ke, die seit vielen Jahren in die Hybridtech­

Kundengesprächen das unverzichtbare

nologie investiert. Kein anderer Produzent

Feedback einholen, aus dem wieder neue

setzt diese umweltfreundliche Technik

Aktivitäten entstehen. „Das sind Prozesse,

schon so lange und umfangreich ein. Des­

die nie abgeschlossen werden, es ist not­

halb ist Lexus auf diesem Gebiet nicht um

wendig, alles Vorhandene stets zu verbes­

einen Schritt, sondern um zehn Schritte

sern.“ Wie die Präsentation. Der Schau­

voraus.“

ebenso.

Mit

raum erinnert, stünden da nicht die attrak­ tiven Lexus-Modelle, schon mehr an ein

Jürgen Keusch verbringt selbst viel Zeit in

Designhotel mit gemütlicher Lounge und

seinem RX 450 H. Seiner Ansicht nach ist

Cafeteria. Viele, auch unkonventionelle

das neue Modell das perfekte Manager­

Ideen sammelt Jürgen Keusch auf Reisen,

auto mit einem hohen Maß an Sicherheit.

/  „Phrasen wie ‚Autokauf ist Vertrauens­

er hat als Schöngeist stets den Blick auf

Bequeme Sitze mit Heizung beziehungs­

sache‘ sind mir zu plakativ und zu wenig“,

Optik und Atmosphäre gerichtet. Er holt

weise Kühlung, ausgezeichnete Fahreigen­

so Jürgen Keusch, Geschäftsführer des

sich Anleihen aus der modernen Architek­

schaften, sensationell im Winter, ausge­

gleichnamigen Autohauses in Wien 20,

tur, schwärmt für cooles Design, arbeitet

klügelte Assistenzsysteme wie ein aktiver

ziemlich bestimmt. „Der Verkauf ist nur

permanent an Veränderung. „Vielleicht

Tempomat, der Abstände misst, Gefahren

der erste Schritt einer langen Beziehung.

schließe ich an das Café noch ein kleines

erkennt und gegebenenfalls eine Notbrem­

Mit dem Auto erwirbt man Leistungen, und

italienisches Restaurant oder eine Tapas-

sung aktiviert. Über die Bluetooth-Einrich­

wie weit diese reichen, obliegt der Vorstel­

Bar an. In meinem Kopf existieren da schon

tung kommuniziert er von unterwegs. Fea­

lungskraft des Händlers.“ Seine zeigt sich

konkrete Pläne.“

tures wie Rückfahrkameras, auch seitlich

überaus ausgeprägt. „7 Sterne plus, bisher

am Rückspiegel, und die automatische

wusste ich nicht, dass es diese Tophotel­

„Der Automarkt ist in Bewegung wie selten

Schließung der Heckklappe machen den

kategorie überhaupt gibt, doch dann war

zuvor, nur den Marken, die auf umwelt­

RX 450 H auch für Damen attraktiv. Um

mir klar: Genau das ist es. Es müssen im­

schonende Innovationen setzen und auf

den Konnex zum Golfsport herzustellen,


D a s B e s t e i s t n i c h t g e n u g / J ürgen keusch / G o l f e r / 3 1

sei noch der Stauraum erwähnt. Die Bezie­ hung von Jürgen Keusch zu Golf be­ schränkt sich auf sein karitatives Engage­ ment für die Österreichische Krebshilfe. Dort kennt man ihn als großzügigen Spon­ sor, einen, der – persönlich betroffen – ak­ tiv am Kampf gegen den Krebs teilnimmt. Der Anlass liegt Jahre zurück. Der kleine Neffe eines Mitarbeiters erkrankte an Krebs, Jürgen Keusch besuchte ihn im Sankt-Anna-Kinderspital und konnte sich vom Gedanken, etwas tun zu müssen, nicht mehr lösen. „Bis dahin hatte ich kei­ ne Vorstellung, was eine Diagnose ‚Tumor im Rückenmark‘ bedeutet. Man steht be­ troffen vor einem kleinen, geschundenen Körper, dem jede Bewegung Schmerzen bereitet, und verspürt eine entsetzliche Ohnmacht. Seit damals unterstütze ich die Österreichische

Krebshilfe

aus

fester

Überzeugung und mit der Sicherheit, dass dort das Geld auch richtig verwendet wird.“ Mit seinem Engagement will Jürgen Keusch, heute selber frischgebackener Va­ ter einer kleinen Tochter, Hoffnung geben. Unter anderem unterstützt er auch „Pink Ribbon“, ­eine Initiative der Österreichi­ schen Krebshilfe gegen Brustkrebs. Er spendete bei den großen Krebshilfe-Golf­ turnieren in den letzten zehn Jahren je­ weils einen Neu­wagen als Tombolahaupt­ preis, und für die Roadshows der Krebshil­ fe durch ganz Österreich stellt er die Autos zur Verfügung. „Der Neffe meines Mitar­ beiters konnte glücklicherweise geheilt werden, und ich wünsche mir, dass irgend­ wann kein Kind mehr an dieser furchtba­ ren Krankheit leiden muss.“ Ein Wunsch, dem wir uns nur zu gern anschließen.  / www.keusch.com


3 2 / D e r K r e i s s c h l i e Ă&#x; t s i c h / C hristian G uz y / G o l f e r


D e r K r e i s s c h l i e ß t s i c h / C hristian G uz y / G o l f e r / 3 3

Text: Ernst Trestl Fotos: Peter Olschinsky

Der Kreis schlieSSt sich Vieles ist neu in Atzenbrugg. Die großen Unwetterkatastrophen im letzten Jahr waren nicht das Ende, sondern lediglich der Grund für eine komplette Neuausrichtung des Golfclubs. Der neue Eigentümer, Christian Guzy, und sein ambitioniertes Team gehen im Diamond Country Club hoch motiviert an die Arbeit. /  Juni 2009. Schwere Unwetter im Donau­

Kloster Und in Krems erworben und dieses

Golf, verbunden mit exklusivem Ambiente.

raum setzen Gebäude, Straßen, Felder und

zu einem Seminarzentrum und zur belieb­

Und über allem muss stehen: beste Quali­

unter anderem auch die Golfanlage Tull­

ten Event-Location samt angeschlossener

tät und Topservice.“ Der große Umbau des

nerfeld unter Wasser. Durch die lange an­

Topgastronomie ausgebaut hat.

Clubhauses ist nahezu abgeschlossen.

haltenden starken Regenfälle steigt auch

Vom Entree weg sollen die Verbesserungen

der Grundwasserpegel, die Wassermassen

Damit schließt sich der erste Kreis. „Hier

spürbar sein. Neu sind unter anderem der

können nicht abfließen. Das Prunkstück,

greifen wunderbare Synergien ineinander“,

Barbereich, die Members-Lounge mit be­

der Diamond Course, eines der Aushänge­

schwärmt Christian Guzy. „Die herrliche

quemen Ledermöbeln, ein optisch geteilter

schilder der niederösterreichischen Golf­

Wachau, Kunst, Kultur und jetzt auch Golf

Wintergarten mit Blick über die herrliche

plätze, wird nur teilweise überschwemmt.

in unmittelbarer Umgebung des Seminar­

Seenlandschaft

Die Schäden stellen sich glücklicherweise

zentrums.“ Der zweite, etwas größere Kreis

Terrasse. Die vorhandenen Gästezimmer

als nicht so schwerwiegend heraus. Anders

ist noch im Werden. „Mit der Fertigstellung

bleiben. Zusätzlich bietet der Club jedoch

auf dem Gold Course, dem Kompaktplatz

des Autobahnrings im Oktober wächst das

ein Shuttleservice zu den umliegenden

der Anlage. Von den 18 Bahnen ist der

Gebiet von Wien über Tulln bis Krems zu­

Beherbergungsbetrieben, selbstverständ­

Großteil für immer zerstört. Das Unglück

sammen. Daraus eröffnet sich für uns ein

lich zum Kloster Und, aber auch zu ande­

erschüttert den damaligen Besitzer der­

Einzugsgebiet, in dem, inklusive Wien, über

ren Top­adressen. Zum Beispiel ist es vom

maßen, dass er sich mit dem GC 2000 auf

zwei Millionen Menschen leben. Ein riesi­

Club zum Schloss Grafenegg nach der Fer­

seine zweite Anlage in Sankt Pölten zu­

ges Potenzial an Kurzurlaubern, Seminar­

tigstellung der Donaubrücke in Traismauer

rückzieht und sich entschließt, die Golf­

teilnehmern, Eventbesuchern, Gourmets

nur ein Katzensprung.

anlage in Atzenbrugg zu verkaufen.

und natürlich auch Golfspielern.“ Christian

und

eine

weitläufige

Guzy wäre im falschen Job, hätte er nicht

Der Diamond Course bleibt vorerst unver­

In dieser Situation betritt Christian Guzy,

auch Immobilienprojekte im Auge. „Touris­

ändert, lediglich einige bauliche Adaptio­

langjähriges Mitglied des GC Sankt Pölten,

musbetriebe, Wohnobjekte, wir befinden

nen wie die Anhebung von Spielbahnen

die Golfbühne. Als Immobilienfachmann

uns in einer aufstrebenden Region, hier ist

mussten aufgrund der Schäden und als

für den Verkauf vorerst nur zurate gezo­

einiges im Entstehen. Als Immobilienfach­

Schutzmaßnahme vorgenommen werden.

gen, entschließt er sich bald, die Anlage

mann eröffne ich damit dem Golfbusiness

Erst im Herbst unterzieht ihn der Eigentü­

selbst zu erwerben – bereits mit Plänen im

neue Zielgruppen. Von diesen neuen Im­

mer einem Redesign. Dann wird er sport­

Hinterkopf, welche die Golfanlage als wich­

pulsen wird auch der Golfclub profitieren.“

lichen Ansprüchen gerecht verlängert, die

tigen Teil in ein qualitativ hochwertiges Ge­

18 auf ein Par 5 umgebaut, und das

samtkonzept einbeziehen. Dazu sollte man

Dafür putzt der neue Betreiber den Dia­

18. Green ragt dann publikumswirksam bis

wissen, dass der 48-jährige Geschäfts­

mond Country Club auch ordentlich he­

in die Arena hinein. Die Individualität der

mann mit abgeschlossenem Wirtschafts­

raus. „Seit ihrem Bestehen hat sich die An­

einzelnen Spielbahnen mit dem alten

informatikstudium vor drei Jahren, nach­

lage nicht weiterentwickelt. Die Übungs­

Baumbestand und den vielen Teichen soll

dem er sich bereits als Mitgesellschafter

anlagen gehören rundum erneuert, Woh­

dem Anspruch eines Parklandkurses ab­

von Einkaufszentren in Graz-Seiersberg

fühlbereiche errichtet. Wir schaffen Vor-

solut gerecht werden. Auf dem Gelände

und Wels einen Namen gemacht hatte, das

aus­setzungen für sportlich ambitioniertes

des bisherigen Gold Course entsteht ein


3 4 / D e r K r e i s s c h l i e ß t s i c h / C hristian G uz y / G o l f e r

9-Loch-Kurs, allerdings nicht als Billig­

des ersten Jahrgangs der Golf-HAK in Ste­

ßes Sortiment sowie kompetente Bera­

variante, sondern auf demselben Quali­

gersbach sowie als Manager ­einer großen

tung garantiert. Derzeit zählt der Club 750

tätslevel wie der 18-Loch-Kurs. Das übrige

Veranstaltungsagentur angeeignet hat, in

Mitglieder, das sind um zirka 100 mehr als

Areal steht für eine hochmoderne Golf

den Club ein. Der –9,9-Handicapper zeich­

vor einem Jahr. Angeboten werden zwei

Academy, ganz auf leistungsorientiertes

net sowohl für die kaufmännisch-organisa­

­Arten der Mitgliedschaft: eine Vollmitglied­

Golf ausgerichtet, bereit. Auch die Driving­

torische Leitung als auch die Markenent­

schaft und eine Leisure-Variante mit einge­

range erhält ein völlig neues, in Österreich

wicklung verantwortlich.

schränkter Spielberechtigung.

Hindernissen, Wasser, Bunkern und so

Dem diplomierten „One-Star Qualified“-

Für Christian Guzy entwickelte sich aus

wei­ter. Und ebenfalls erstmalig in Öster­

Golf-Professional und „Pro of the Year“

­einem Hobby unerwartet ein Geschäft. Seit

reich kann man den eigenen Platz auf dem

John Carnegie vertraut Guzy den gesam­

1997 begnügte er sich damit, Golf als som­

Simulator im Clubhaus spielen oder als

ten sportlichen Betrieb an. Mehr noch: Als

merliches Natur- und Freizeitvergnügen zu

Applikation über iTunes in 3-D-Qualität

„Golf Director“ ist der 46-jährige Schotte

erleben, sein Ehrgeiz beschränkte sich auf

aufs iPhone herunterladen. Selbst die Fort­

auch in die Umgestaltung des Platzes so­

den Vorsatz, sich irgendwann einmal nicht

bewegungsmittel auf dem Platz unterlie­

wie in das Course-Management eingebun­

mehr über das eigene Spiel zu ärgern. Der

gen den Innovationsbestrebungen. Neben

den. Mit seiner Golf Academy will er sowohl

Erwerb der Golfanlage Atzenbrugg rückte

den traditionellen E-Carts kommen auch

im Design als auch inhaltlich neue Maß­

das Hobby in den Mittelpunkt. Was ihm

„Segways“, das sind die zweirädrigen Elek­

stäbe setzen. Als Head-Pro bedeutender

selbst am Golfsport gefiel, nämlich das kul­

troroller, auf denen man stehend durch die

Golfclubs und ehemaliger Coach des

tivierte Freizeiterlebnis als ideale Plattform

Gegend kurvt, zum Einsatz. Das Ziel dieser

Re­gionalkaders Ost sowie des National-

für das B-2-B-Networking zu nutzen, gilt

Qualitätssteigerung lautet: internationale

kaders kennt der seit 1990 in Öster-

jetzt als Zentrum seiner Bestrebungen.

Turnierreife. Guzy: „Zumindest einen na-

reich tätige ehemalige Tourspieler die hei-

Spätestens beim „Public Day“ am 8. Mai

tionalen sowie einen internationalen Groß-

mische Golfszene wie kaum ein anderer.

erhalten alle Interessierten einen umfas­

event pro Jahr wollen wir in Zukunft aus­

Für die Platzqualität bürgt Headgreen-

senden Eindruck vom Gesamtprojekt.

richten, damit unsere Gesamtphilosophie

keeper Russell Elligworth.

bisher einmaliges Design mit platzgleichen

transportieren und die Anlage einer brei­ ten Öffentlichkeit bekannt machen.“

Vorerst betreibt die GAM Golfanlagen Das Restaurant hat Christian Guzy an das

­Management GmbH, als deren alleiniger

langjährige Mitglied Gerhard Becher ver­

Geschäftsführer Christian Guzy zeichnet,

In die erste Saison startet Christian Guzy

pachtet. „Fünfzehn Jahre hat er sich über

ausschließlich den Diamond Country Club.

mit einem komplett neuen Team, ­einer ge­

die Qualität im Clubrestaurant geärgert,

„Im Moment gehört dieser einen Anlage all

lungenen Mischung aus routinierten Profis

jetzt will er zeigen, wie’s geht.“ Den Pro-

unser Einsatz. Ob in Zukunft weitere dazu­

und ambitionierten Newcomern. Als Club­

Shop übernahm der Inhaber des Golfstar-

kommen? Geplant ist es derzeit nicht, aber

manager bringt der 28-jährige Dieter Elsler

Shops in Stockerau, Christoph Schwara.

wer weiß …?“  /

all sein Wissen, das er sich als Absolvent

Damit sind eine neue Vielfalt und ein gro­


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Jetzt ist in Österreich

angesagt.


3 6 / G r o ß e F e r i e n / S ena U zgören / G o l f e r

GroSSe Ferien Text: Michael Thomas Fotos: Peter Olschinsky

Sena Uzgören weiß seit seinen Anfangstagen als kleiner Reiseveranstalter, wie aus einem Urlaub ein Traumurlaub wird. Mit Ideenreichtum, Einsatz und dem Schaffen von Mehrwert. Seit zwei Jahren ist er Geschäftsführer von TUI Österreich und lässt auch hier keinen Stein auf dem anderen. Ein Erfolgsporträt. /  Zum Interviewtermin mit Sena Uzgören

zu sein.“ Eigentlich selbstverständlich,

zeigte sich der April diesmal von seiner

glaubt man. „Nicht ganz“, befindet Sena

sonnigsten Seite. Die ohnehin lichtdurch­

Uzgören. „Bei vielen Veranstaltern lief ein­

fluteten Büros im TUI-Headquarter in der

fach ein Tonband.“ Mit dem Krisenszenario

Wiener Spittelau sind gleich doppelt so

in seinem Haus war er dementsprechend

hell. Ein Blick aus den Fenstern von Öster­

sehr zufrieden. „Wir agierten nicht nur pro­

reichs größtem Reiseveranstalter in die be­

fessionell, sondern vor allem schnell. Und

nachbarten Gastgärten lässt unschwer er­

das schätzen unsere Kunden einfach.“

kennen, dass freie Plätze bereits um die Mittagszeit Mangelware sind. Von diesem

Vom Bosporus zum Donaukanal

Traumtag und auch den Kaiserwettertagen

Eine Professionalität, die natürlich erst

davor hat der TUI-Geschäftsführer freilich

recht für die üblicherweise ausschließli­

nichts mitbekommen.

chen „Schönwettertage“ eines Urlaubs gilt und TUI längst zum Traumurlaubsmacher

Mit einer Mannschaft von mehr als zehn

„Ich wollte immer selbst entscheiden, meinem Bauchgefühl folgen.“

für die Österreicher werden ließ.

Personen verbringt er jetzt schon knapp 72 Stunden in seinem Büro. „Schuld“ da-

Seit zwei Jahren ist der gebürtige Türke

ran ist der Eyjafjallajökull-Gletscher im fer­

jetzt Geschäftsführer bei TUI Österreich

nen Island. Die Aschenwolke, die für Tage

und hier für den kompletten Flugveranstal­

den Flugverkehr komplett lahmlegte, be­

terbereich verantwortlich. Dass er einmal

deutete für Sena Uzgören und sein Team

in Wien ansässig werden sollte, daran

Schwerstarbeit, galt es doch, Tausende Ur­

dachte er in früheren Jahren freilich nie.

lauber, die irgendwo festsaßen, bestmög­

1963 in Istanbul geboren, besuchte er dort

lich zu betreuen. TUI wurde dabei dem

die Amerikanische Schule und studierte im

­guten Ruf des Unternehmens einmal mehr

Anschluss daran an der Bosporus-Univer­

gerecht. Denn die TUI-Benchmarks Ser­

sität Betriebswirtschaft. Seine damaligen

vice, Qualität und Sicherheit gelten schließ­

Pläne: eine Karriere in den USA. Neben sei­

lich nicht nur für die Urlaubstage selbst,

nem Studium heuerte Sena Uzgören bei

sondern auch, wenn mal etwas Außerge­

einer Kongressagentur an. Perfekte Eng­

wöhnliches passiert. „Und da haben wir

lischkenntnisse und der gewandte Um­

wirklich versucht, für unsere Gäste nicht

gang mit Gästen ließen bald den Chef auf

nur bestmögliche Lösungen zu finden,

ihn aufmerksam werden. Aus dem Neben­

sondern auch rund um die Uhr erreichbar

job wurde ein Fulltime-Engagement, Sena


G r o ß e F e r i e n / S ena U zgören / G o l f e r / 3 7

Uzgören binnen kurzer Zeit gleich Leiter

Vom Kleinstunternehmer zum

stunde von Delphin Touristik. Am 1. Fe­bruar

des Incoming-Bereichs. „Damals entstan­

Konzernchef

2000 startete Sena Uzgören mit vier Mit­

den meine ersten Kontakte zu Österreich.

Nachdem sich die politische Lage nach

arbeitern und wurde rasch zu einem be­

Denn meine Firma hat hier mit Karthago-

und nach beruhigte und die Türkei für den

liebten Veranstalter bei Reisebüroketten.

Reisen zusammengearbeitet. Meine – wenn

österreichischen Markt wieder attraktiv

„Das waren die schönsten Jahre meines

auch nicht perfekten – Deutschkenntnisse

wurde, ging es dann Schlag auf Schlag. Der

Lebens. Wir sind langsam gewachsen, am

halfen dann mit, im größeren Stil touris­

kleine, aber feine Reiseveranstalter wurde

Schluss waren wir zu zehnt und hatten nur

tisch tätig zu werden. Gemeinsam errichte­

vom größten Tourismusunternehmen der

ein Ziel: einen tollen Job zu machen. Wir

ten wir den Club Dido in der Türkei.“

Türkei gekauft. Ein Angebot, hier weiter tä­

waren sehr gut unterwegs.“

tig zu sein, lehnte Uzgören ab. „Das war Im September 1991 übersiedelte Sena

mein Baby. Und wenn das jetzt weg ist,

So gut, dass bald der Londoner Tourismus­

Uzgören nach Wien, um mit Ausbruch des

dachte ich mir, eröffne ich einfach wieder

konzern First Choice auf Sena Uzgörens

ersten Golfkriegs und dem Bombenterror

eine Veranstalterfirma. Ich wollte selbst­

Wiener Company aufmerksam wurde –

der kurdischen PKK in der Türkei gleich

ständig sein, etwas auf die Beine stellen.

und sie haben wollte. „Die haben nicht lo­

einmal knapp zwei Jahre ums wirtschaftli­

Und vor allem aus den schwierigen Zeiten

ckergelassen“, erinnert er sich. „Doch ich

che Überleben zu kämpfen. „Eine sehr

und dem Lernen aus früheren Fehlern

sagte: ‚Ich habe nichts zu verkaufen. Ich

schwierige Zeit. Aber wir gaben nicht auf.“

Kapital schlagen.“ Das war die Geburts­

bin glücklich und zufrieden mit dem, was


3 8 / G r o ß e F e r i e n / S ena U zgören / G o l f e r

Wenn BLUE COLLECTION derart „ein­ schlägt“, warum dann nur zwei Resorts? „Wir müssen nicht auf Druck expandieren. Um unseren eigenen Vorstellungen und vor allem denen unserer Gäste auf allen Ebe­ nen zu entsprechen, bedarf es immer der geeigneten Location. Und die gilt es zu su­ chen, zu finden und dann auf höchstem Niveau zu betreiben.“ Die unvermeidliche Frage an einen Ur­ laubsmacher ist natürlich die nach dem eigenen Traumurlaub. „Eine Fahrt ins Blaue. Rein ins Boot und hinaus aufs Meer. Das waren meine schönsten Urlaube. Als ­Single. ich hier habe.‘ Aber dann bekamen meine

Publikums-hit BLUE COLLECTION

Jetzt, da ich glücklicher Familienvater bin,

Frau und ich unser erstes Kind. Ein Um­

Apropos Feeling: Im Vorjahr landete der

schätze ich die Angebote, die es für Kinder

denkprozess setzte bei mir ein, und ich

umtriebige COO von TUI Österreich seinen

und uns als Eltern gibt.“

dachte mir, so eine Chance kommt viel­

größten Coup. Mit der Etablierung von

leicht nie wieder. Also habe ich verkauft

BLUE COLLECTION, einem Club für Öster­

Das Geheimnis des Glücks

und blieb als Zusatzbelohnung gleich Chef

reicher, zeigte er vor, wie man mit einem

Und ein Lieblingsreiseziel? Sena Uzgören

meiner früheren Firma.“

völlig neuen Tourismuskonzept von Anbe­

schmunzelt. „Auch wenn Sie’s kaum glau­

ginn punkten kann. Die 5-Sterne-Anlage in

ben werden: die Türkei. Nicht zuletzt aus

Innerhalb von zwei Jahren machte sich

Belek wurde mit 13 000 Gästen zum Pub­

familiären Gründen. Dann können wir auch

­Sena Uzgören erstmals mit den Strukturen

likums-Hit. Das Geheimnis des neuen

etwas Zeit mit meiner Mutter verbringen.“

einer Konzernwelt vertraut. „Ein Spielfeld,

­GULET-Flaggschiffs: Neben der gewohn­

das ursprünglich gar nicht meins war. Und

ten Topqualität und einzigartigen Bade­

Was macht Sena Uzgören neben seinem

kaum hatten wir hier mit First Choice alles

buchten gibt es Ruheoasen, Entertainment

Job eigentlich glücklich? „Dass ich hier in

auf Schiene gebracht, kam die Übernahme

und Luxus pur. Und das mit rotweißroten

Wien eine wunderbare Familie habe, in

durch TUI.“ Eine Entwicklung, mit der Uz­

Annehmlichkeiten, das heißt heimischen

Mauer ein schönes Zuhause gefunden ha­

gören nie und nimmer gerechnet hatte.

Schmankerln, Heurigen und einem öster­

be, ein glücklicher ‚Wiener‘ wurde.“ Das

„Innerhalb von ein paar Jahren wurde ich

reichischen Restaurant.

Geheimnis seines Erfolgs, seines Glücks?

vom kleinen Veranstalter und Firmeneigen­

„Ich habe mich nie geändert. Ich war im­

tümer zum Teil eines Konzerns – was ich

Mit Anfang Mai öffnet in Kiris bereits

mer der Sena. Viele Freunde, Geschäfts­

so eigentlich nie wollte. Ich wollte immer

die

BLUE-COLLECTION-Anlage.

partner und Weggefährten sagen mir im­

selbst entscheiden, meinem Bauchgefühl

Und die Buchungszahlen übertreffen be­

mer das Gleiche: ‚Mit dir braucht man kei­

folgen. Denn das Feeling ist ja im Touris­

reits jetzt die des Vorjahrs bei Weitem. Ein

nen Vertrag zu unterschreiben, ein Shake­

mus besonders wichtig.“ Und genau auf

Zuviel an Rotweißrot an der türkischen

hands genügt.‘ Das gibt mir Kraft und Si­

dieses Feeling von Sena Uzgören setzte

­Riviera? „Ganz und gar nicht. GULET steht

cherheit. Auch im Privatleben. Und mit

man auch bei TUI. Die Marke Delphin als

für ‚Österreich im Urlaub‘. Und innerhalb

­einer großartigen Mannschaft in der TUI-

Anbieter

von

Spezialprodukten,

zweite

etwa

von zwei Wochen Sommer, Sonne und Ba­

Organisation, wo wir alle an einem gemein­

Rundreisen, gibt es bei TUI immer noch.

despaß haben unsere Gäste einfach Lust

samen Strang ziehen und kämpfen, dass

Unter seiner Ägide wurden auch die öster­

auf Vertrautes.“

TUI besser und besser wird.“  /

reichischen TUI-Marken GULET und 1-2Fly gehörig gepusht.


G r o ß e F e r i e n / tui / G o l f e r / 3 9

Angelika Lind Leitung Produktlinie Golf.

„Mit TUI in aller Ruhe das schöne Spiel genießen.“ /  TUI lässt Golferherzen höher schlagen.

Kombinationen mit Rundreisen, Kreuzfahr­

und Sicherheit von Österreichs größtem

Mit einer eigenen Abteilung für die Pro­

ten, Abflugbetreuung, Startzeitenreservie­

Reiseveranstalter und unserem unschlag­

duktlinie Golf. Drei Golfkataloge – Gulet,

rungen via Internet bei Buchung im Reise­

baren Know-how in Sachen Urlaub.“  /

TUI, Airtours – machen Lust auf die

büro, kostenfreier Golfgepäcktransfer ins

schönsten Destinationen weltweit.

Hotel – TUI Österreich bietet ein wirklich

www.airtours.de

Angelika Lind, Leiterin der Produktlinie Golf

außergewöhnliches Rundumservice für alle

www.gulet.at

& Sports: „Greenfee-Pakete, Golf Academy,

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4 2 / t h e O p e n / T he O pen C hampionship / G o l f e r

Text: Martin Schmidinger Fotos: Getty Images

150 Jahre the open championship Zunächst gilt es, den Namen des Geburtstagskinds zu klären: Der offizielle Titel des ältesten und wahrscheinlich bedeutendsten Golfturniers der Welt lautet „The Open Championship“. Es gibt mittlerweile viele „offene Meisterschaften“, aber nur eine „Open“, wie das Turnier in Großbritannien nur heißt. Aber wer 150 Jahre alt wird, der kann es sich leisten, schon im Namen auf seine einzigartige Stellung zu verweisen, der darf so tun, als gäbe es nur diese eine „Open“, eben die wahre „Open“. Die Organisatoren rümpfen deshalb nur britisch pikiert die Nase, wenn sie hören, dass ihr Major im Rest der Welt als British Open firmiert.

Greg Norman.

/  Für die Inselbewohner bedarf es keines­

Von den heute noch ausgetragenen Groß­

noch immer dürfen männliche Amateure,

wegs der Unterscheidung zur viel jüngeren

ereignissen im Sport sind nur das engli­

vorausgesetzt sie sind Scratch-Golfer

Schwester – oder sollen wir sagen zum

sche ­Galoppderby für dreijährige Vollblüter

(maximale Vorgabe –0,4), melden.

amerikanischen Nachahmer? –, der US

(seit 1780) und der America’s Cup (seit

Open, die erstmals 1895 ausgetragen wur­

1851) älter – und wie der neun Jahre ältere

Bei der PGA Championship dürfen keine

de. Die beiden anderen Majors, das Mas­

Segelwettbewerb hat auch die British

Amateure mitspielen, dafür 25 chancen­

ters (seit 1934) und die PGA Champion­

Open eine erstaunliche Erfolgsgeschichte

lose Golflehrer. Beim Masters, einem Ein­

ship (seit 1916) sind im Vergleich dazu

geschrieben: von einem äußerst beschei­

ladungsturnier, sind nur die Sieger der Bri­

Jung­spunde. Und außer dem Alter kann

denen Anfang zu einem Ereignis, das Milli­

tish und US Amateur, der US Public Links

„the Open“ (britische Zeitungen schreiben

onen in aller Welt verfolgen und bei dem

Championship sowie der unterlegene Fi­

„the“ meist klein) noch auf ein weiteres Al­

Millionen­beträge umgesetzt werden.

nalist der US Amateur startberechtigt. Bei

leinstellungsmerkmal verweisen: Sie findet

der British Open können wie bei der US

ausschließlich auf neun klassischen Links-

Aus dem Stelldichein von ein paar schotti­

Open seit Kurzem auch Frauen ihr Glück

Courses an der schottischen und engli­

schen Professionals an einem Herbsttag

versuchen. Mit einer Einschränkung: Nur

schen Küste statt, die ein ganz anderes

des Jahres 1860 an der Westküste des

Proetten, die über vorzügliche sportliche

Golfspiel

anderen

Landes ist mittlerweile eine „World Open“

Meriten verfügen, dürfen für die sogenann­

drei Saisonhöhepunkte. Aber dazu später

geworden, ein Turnier, das nicht nur wie

te „Final Local Qualifying“ oder LFQ mel­

mehr.

­alle anderen Majors die Top 50 der

den. Allerdings hat bisher noch keine der

Weltrangliste mitspielen lässt, sondern mit

weltbesten Damen das Angebot angenom­

Es gilt also, ein Geburtstagskind zu würdi­

allen möglichen sogenannten „Exempt“-

men, ihr Glück gegen männliche Kollegen

gen, das vom 15. bis 18. Juli in Saint And­

Kategorien und Qualifikationsturnieren auf

in Qualifikationsturnieren über 36 Löcher

rews bei der 139. Auflage von „the Open“

vier Kontinenten sicherstellt, dass sich das

zu versuchen. Diese LFQs finden jeweils

auf eineinhalb Jahrhunderte einer überaus

Feld so international zusammensetzt wie

am Wochenende vor der British Open auf

bewegten Geschichte zurückblicken kann.

bei keinem anderen der drei Majors. Und

Plätzen in der Umgebung statt.

erfordern

als

die


t h e O p e n / T he O pen C hampionship / G o l f e r / 4 3

Tom Watson.


4 4 / t h e O p e n / T he O pen C hampionship / G o l f e r

Gary Player.

Jack Nicklaus.

Frauen bei the „Open“ – da dürften es die

zu ­einem Turnier um den „Red Belt“ zu

bewerb zwischen Old Tom Morris (4 Sie­

Gründerväter schaudern, denn von Beginn

schicken. Die Resonanz blieb bescheiden:

ge), seinem Sohn Young Tom Morris (3)

an war dieses Turnier reine Männersache.

Gerade mal acht Profis erschienen am

und Willie Park (3). Preisgeld gab es übri­

Dennoch darf getrost angenommen wer­

17. Oktober 1860 auf dem 12-Loch-Platz

gens erstmals 1863. Der Zweite, Dritte und

den, dass der Earl of Eglinton, der damali­

des Clubs an der schottischen Westküste.

Vierte teilten sich zehn Pfund, der Sieger

ge Captain des Prestwick Golf Club, und

Sie spielten an jenem Mittwoch drei Run­

musste sich mit dem Ehrenpreis begnü­

Colonel James Farlie mit Wohlgefallen se­

den – und am Ende gewann nicht der hohe

gen. Beinahe hätte die Überlegenheit des

hen würden, was aus ihrer „Open“ gewor­

Favorit, Old Tom Morris aus Saint Andrews,

jungen Morris dazu geführt, dass das Tur­

den ist.

sondern Willie Park aus Musselburgh, der

nier nach nur zehn Jahren und elf Austra­

mit 174 Schlägen zwei weniger benötigte

gungen sanft entschlafen wäre. Young Tom

Vor 150 Jahren kamen diese beiden ehren­

als Old Tom Morris – obwohl Morris senior

Morris begann das Turnier 1870 für die ers­

werten Gentlemen auf die Idee, in ihrem

mit seiner Frau Agnes und Sohn Tom für

ten 12 Löcher mit 47 Schlägen, ein Rekord

Prestwick Golf Club eine Sammelaktion zu

ein paar Jahre von Saint Andrews nach

für die Ewigkeit. Und noch erstaunlicher:

starten. Die rund 80 Mitglieder des Her­

Prestwick gezogen war und bis 1864 dem

Am ersten Loch, einer 578 Yards (529 Me­

renclubs spendeten 25 Pfund, damals ein

Verein als Greenkeeper, Ball- und Schlä­

ter) langen Spielbahn (damals ein Par 6),

erkleckliches Sümmchen, um damit den

gerhersteller diente und damit einen kla­

benötige er nur drei Schläge – und das mit

Siegespreis für ein neues Turnier zu kau­

ren Heimvorteil besaß. Im folgenden Jahr

Hickory-Schäften und einem Guttapercha-

fen. Man entschied sich für einen breiten

spielten erstmals auch acht Amateure ge­

Ball. Morris junior gewann nach 36 (3-mal

roten Ledergürtel mit Silberschnalle und

gen zehn Profis, aber an der Dominanz der

12) Löchern mit dem Rekordergebnis von

silbernen Verzierungen. Erst Anfang Okto­

Berufsspieler änderte das nichts.

149 Schlägen das Turnier zum dritten Mal

ber sandte der 1851 gegründete Verein

in Folge. Somit ging der Gürtel in sein

Briefe an die führenden schottischen

Bis 1870 war die Veranstaltung – mit Aus­

Eigentum über – und ohne Siegespreis

Clubs und lud sie ein, ihre drei besten Cad­

nahme von 1865, als Andrew Strath aus

konnte man kein Turnier ausrichten. So

dies, in jener Zeit die ersten Professionals,

Saint Andrews gewann – ein interner Wett­

kam es, dass 1871 wie später in den


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4 6 / t h e O p e n / T he O pen C hampionship / G o l f e r

Severiano Ballesteros.

Kriegsjahren (1915–1919 und 1940–1945)

eine rein schottische Angelegenheit; auch

1920 vom Royal and Ancient Golf Club of

keine Open ausgetragen wurde.

wenn man 1874 erstmals das Turnier als

Saint Andrews allein veranstaltet wird. Der

„offen für die ganze Welt“ ausschrieb, blieb

Erfolg von Jones im Jahr 1930, mit dem er

Doch Gott sei Dank kam den Verantwortli­

das Teilnehmerfeld mit zwölf Herren be­

den damaligen Grand Slam vollendete, den

chen in Prestwick eine rettende Idee. Sie

scheiden. Erst als der Wettbewerb 1892

Gewinn der vier wichtigsten Turniere (da­

luden die Kollegen der damals noch in

auf den heutigen Standard von 72 Löchern

mals US und British Open, US und British

Musselburgh beheimateten Honourable

(4-mal 18 Löcher) gebracht wurde und das

Amateur Championship), war übrigens der

Company of Edinburgh Golfers und die des

Preisgeld auf 100 Pfund gestiegen war, be­

letzte von bisher nur sechs Erfolgen von

Royal and Ancient Golf Club of Saint And­

gann langsam der Aufstieg zu einem natio­

Amateuren – und es war auch für lange

rews ein, sich an den Kosten für eine neue

nalen Ereignis. 1894 durfte erstmals ein

Jahre das letzte Mal, dass man in der größ­

Siegestrophäe zu beteiligen. Im Gegenzug

englischer Club, der Royal Saint Georges

ten Golfnation USA von der British Open

sollte jeder der drei Clubs das Turnier als

Golf Club in Sandwich an der englischen

groß Notiz nahm.

Veranstalter abwechselnd ausrichten. Es

Kanalküste, als Gastgeber fungieren, drei

kamen 30 Pfund zusammen. Man kaufte

Jahr später kam der Royal Liverpool Golf

Denn die besten amerikanischen Profes­

„The Golf Champion Trophy“, besser be­

Club mit seinem Platz in Hoylake dazu. Bis

sionals scheuten bis auf wenige Ausnah­

kannt als „Claret Jug“ – und war aber so

1939 gewannen mit wenigen Ausnahmen

men die Dienstreise zu Plätzen, die ihnen

klug, in den Regeln festzuschreiben, dass

immer Engländer oder Schotten.

wie ungepflegte Kuhweiden vorkamen, zu­

die silberne Rotweinkanne immer nur für

mal das Turnier zeitlich immer mit der PGA

ein Jahr in den Besitz des Siegers gehen

Lediglich der Franzose Arnaud Massy

Championship kollidierte. Deshalb nahm

dürfe. So ist die Kanne bis heute das sicht­

(1907) und der Amerikaner Walter Hagen

einer der größten Spieler der Geschichte

bare Zeichen für den „Champion Golfer of

(1922, 1924, 1928, 1929) sowie der legen­

auch nur einmal an der Open teil – und ge­

the Year“, wie der Sieger offiziell bei der

däre US-Amateur Bobby Jones (1926,

wann. 1953 siegte „Ice Man“ Ben Hogan in

Siegerehrung genannt wird. Aber auch mit

1927, 1930) durchbrachen bis 1939 die bri­

Carnoustie. Erst als der in den USA unge­

neuem Siegespreis blieb das Turnier lange

tische Siegesserie des Turniers, das seit

mein populäre Arnold Palmer – bei seiner


t h e O p e n / T he O pen C hampionship / G o l f e r / 4 7

Nick Faldo.

Tiger Woods.

ersten Teilnahme 1960 musste er noch

­einem Major eine Rolle spielten, wie in

Für die Geburtstagsfeier in der dritten Juli­

durch die Qualifikation – regelmäßig nach

­jüngerer Vergangenheit der Schotte Paul

woche ist alles gerichtet. Um den Gästen

England und Schottland reiste, dazu mit

Lawrie (1999) oder die Amerikaner Ben

noch mehr (Herausforderung für die Pros,

Jack Nicklaus und dem Südafrikaner Gary

Curtis (2003) und Todd Hamilton (2004).

Spektakel für die Fans) zu bieten, hat man

Player die drei besten Spieler der Welt re­

sogar den kleinen Frevel begangen und das

gelmäßig mit von der Partie waren, hatte

In diesem Jahr kehrt die „Open“ auf den

berühmt-berüchtigte 17. Loch, das Road

„the Open“ endlich den Status eines ech­

Old Course von Saint Andrews zurück, seit

Hole, um 35 Yards (32 Meter) auf 490

ten Majors erreicht. Seit 1995 gehört das

1990 tut sie das im Fünfjahresrhythmus –

Yards (448 Meter) verlängert und dazu ei­

Turnier offiziell zum Spielplan der US PGA

eine perfekte Kombination zum Jubiläum:

nen neuen Abschlag auf dem benachbar­

Tour, und alle Siege bei der British Open

das älteste und wichtigste Turnier auf dem

ten Drivingrange gebaut. Aber auch das ist

wurden von der lukrativsten Turnierserie

ältesten Platz der Welt. „Wenn man ein

typisch für die „Open“: Sie pflegt die Tradi­

der Welt im Nachhinein zu Siegen auf der

Spieler sein will, an den sich die Leute er­

tion und geht dennoch mit der Zeit. Nur so

PGA Tour erklärt.

innern, dann muss man die Open in Saint

kann man wohl so alt werden und doch so

Andrews gewinnen“, behauptet Jack Nick­

jung wirken.  /

Mit Beginn der 60er-Jahre des vorigen

laus. Wer mag dem größten Golfer der Ge­

Jahrhunderts schrieben sich fast alle gro­

schichte (18 Siege bei den Majors) wider­

Live auf www.sky.at

ßen Namen der Golfgeschichte in die Sie­

sprechen? Im „Home of Golf“ siegten in

15. bis 18. Juli 2010

gerlisten ein: Tom Watson (5), Arnold Pal­

den vergangenen 40 Jahren mit Ausnahme

mer (2), Jack Nicklaus, Gary Player, Seve­

des Enfant terrible John Daly (1995) nur

riano Ballesteros, Nick Faldo, Tiger Woods

Profis, die wie Nicklaus (1970, 1978), Bal­

(je 3), Lee Trevino, Greg Norman, Padraig

lesteros (1984), Faldo (1990) und Tiger

Harrington (je 2) oder Ernie Els (2002),

Woods (2000, 2005) einen festen Platz

aber es gab auch Sieger, die niemand auf

in den Annalen des Spiels beanspruchen

der Rechnung hatte und die nie wieder bei

dürfen.


4 8 / M a u r i c e F l i t c r o f t / T he O pen C hampionship / G o l f e r

Text: Martin Schmidinger Foto: z. V. g.

Maurice Flitcroft Zumindest eines hat Maurice Flitcroft geschafft: Wie alle großen Golfer würdigten ihn die englischen Qualitätszeitungen „The Times“ und „Daily Telegraph“, als er am 24. März 2007 im Alter von 77 Jahren starb, in einem Nachruf. /  Der englische Hafenkranführer aus Bur­

ein einziges Par ruiniert wurde. Dass ihm

Flitcroft war damals längst berühmt: Un­

row-in-Furness hält bis heute einen Re­

überhaupt ein Par gelang, obwohl er seinen

zählige Zeitungen berichteten über ihn,

kord, und zwar einen, der vermutlich bis in

Lieblingsschläger, ein Holz vier, in der Eile

Preise (meist für den letzten Platz) wurden

alle Ewigkeit hält. 1976 nahm er auf dem

im Kofferraum seines Autos vergessen hat­

ebenso wie Turniere nach ihm benannt. Ein

Links-Course von Formby am Prequalify­

te („Damit war ich tödlich präzise“), kam

Club in Michigan, der jedes Jahr das Mau­

ing für die British Open in Royal Birkdale

einem kleinen Wunder gleich. Denn als Flit­

rice Flitcroft Member-Guest Tournament

teil – und benötigte 121 Schläge, sage und

croft für die „Open“ meldete, hatte er in

ausrichtet, lud ihn gar zum Mitspielen ein.

schreibe 49 über Par, das schlechteste

seinem Leben noch nie 18 Löcher gespielt,

Er soll damals die Runde in etwas mehr als

Ergebnis in der 150-jährigen Geschichte

immer nur auf Wiesen und an Stränden he­

90 Schlägen bewältigt haben. Leider wollte

der „Open“. Allerdings können es auch ein

rumgehackt. Weil im Anmeldeformular von

kein Verlag seine Biografie „Das Phantom

paar Schläge mehr gewesen sein, denn

Amateuren die Angabe ihres Handicaps

der Open“ veröffentlichen, aber sein Platz

sein Zähler verlor mehrmals den Über­

verlangt wurde, entschied er sich für

in den Annalen der „Open“ ist ihm nicht

blick. Zur zweiten Runde trat Flitcroft nicht

die zweite Möglichkeit und kreuzte „Pro­

mehr streitig zu machen.

mehr an, weil er, wie er sagte, diese Runde

fessional“ an.

in 23 Schlägen hätte bewältigen müssen, um diese Qualifika­tionshürde zu nehmen.

Heute freilich haben Spaßvögel wie Flit­ Ian MacKenzie, der damalige Sekretär des

croft keine Chance mehr, in der Qualifika­

R & A, sah in Flitcrofts Auftritt eine Ent­

tion mitzuspielen. Amateure müssen ihr

Seine Mitspieler wunderten sich bereits, als

ehrung seines ehrwürdigen Turniers und

Scratch-Handicap (maximal –0,4) von ih­

er in letzter Minute, ausgerüstet nur mit

sperrte ihn für alle Turniere, ein Bann, dem

rem nationalen Dachverband bestätigen

­einem halben Satz, am ersten Abschlag er­

fast alle englischen Clubs folgten. Das frei­

lassen, bei Professionals verlangt der

schien. Die Überraschung schlug bald in

lich stachelte den Ehrgeiz des Ketten­

R & A mittlerweile von der PGA des Landes

blankes Entsetzen um, als Flitcroft mit dem

rauchers nur noch mehr an: 1978 spielte er

Auskunft über die Spielstärke. Profis, die in

ersten Hieb, der nur entfernte Ähnlichkeit

als amerikanischer Profi James Pacecki

der Weltrangliste geführt werden, können

mit einem Golfschwung hatte, den Ball zwar

bei der Qualifikation in South Herts ein

an einem der International Final Quali­

in die Luft brachte, dieser aber schon nach

paar Löcher, ehe die Offiziellen seine wahre

fyings (IFQ) in Australien, Asien, Europa

rund einem Meter wieder zu Boden fiel.

Identität entdeckten und ihn des Platzes

oder Amerika teilnehmen oder alternativ

verwiesen. 1983 trat er in Pleasington bei

ihr Glück im Final Local Qualifying (LFQ)

Sein damaliger Mitspieler Jim Howard er­

der Quali mit gefärbtem Haar und einem

versuchen. Alle anderen können für die

innerte sich: „Er griff den Schläger, als ob

falschen Schnurrbart als Schweizer Pro­

vielen Regional Prequalifyings, die auf Plät­

er jemanden ermorden wolle. Wir führten

fessional Gerald Hoppy an, aber nach 9 Lö­

zen in Irland und Großbritannien ausgetra­

das zunächst auf die Nerven zurück. Aber

chern und 63 Schlägen endete auch diese

gen werden, melden und so den Sprung in

nachdem er beim zweiten Schlag den Ball

Runde vorzeitig. Noch einmal, 1990, gelang

die LFQ schaffen. Und das versuchen jedes

sockettierte, riefen wir die Offiziellen.“ Die

es ihm, die Offiziellen zu narren: Als ameri­

Jahr mehr als 1000 Aspiranten – bei einer

konnten freilich nach den damaligen Re­

kanischer Professional teete er in Ormskirk

Meldegebühr von 130 Pfund.   /

geln nichts tun, und so setzte Flitcroft sei­

als James Beau Jolly (wie in Beaujolais, wie

ne Runde fort – eine Runde, die Beobach­

er sein Pseudonym erklärte) auf, aber nach

ter als einen Blizzard von Triple- und Quad­

nur einem Triple- und Doppelbogey war

ruple-Bogeys beschrieben, der nur durch

auch dieser Ausflug schnell beendet.


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5 0 / D e r K Ăś n i g v o n S c h o t t l a n d / E indrĂźcke aus saint andrews / G o l f e r

Saint Andrews, The Old Course.


D e r K ö n i g v o n S c h o t t l a n d / E indrücke aus saint andrews / G o l f e r / 5 1

Der König von Schottland

Text: Michael Hufnagl, Redakteur bei der Tageszeitung „Kurier“ Fotos: Peter Olschinsky; z. V. g.

Golfen in Schottland ist ein Erlebnis. Golfen auf den Plätzen rund um Saint Andrews ist ein besonderes Erlebnis. Golfen auf dem weltberühmten Old Course ist ein einzigartiges Erlebnis. Das große Abenteuer einer unvergesslichen Premiere. Das Tagebuch einer Eroberung. Ein wahr gewordener Traum in – eh klar – 18 Kapiteln. /  Oh my dear, warum? Was um Himmels

ist Flash Gordon Manson, dessen Golf-

willen mache ich hier? Vor mir liegt ein klei­

spiel für Hobbyathleten in die Kategorie

ner weißer Ball, den ich fokussiere, als

­Science-Fiction fällt.

wollte ich mich als Mentalist für „The Next Uri Geller“ bewerben. Wie ein Käfer an

Kapitel 2: Die Ankunft

einen Grashalm klammere ich mich an ein

Tag 1. Der Flug nach Edinburgh ist nicht

Holz 5. Mir ist wirklich kalt. Und heiß

direkt. Zwischenstation in Amsterdam. Wir

zugleich. Ich bin nervös. Mehr denn je. Ich.

verlassen Wien um 6.40 Uhr. So früh, weil

Habe. Angst. Und zwar freiwillig. Loch 1,

Lady Volt noch für den gleichen Tag einen

Old Course, Saint Andrews, der erste

Abschlag in The Dukes, dem neuesten

Abschlag auf dem berühmtesten Golfplatz

Golfplatz im Paradies, reserviert hat. Wenn

der Welt. Davon habe ich immer geträumt.

schon, denn schon. So müde können wir

Aber statt mich zu freuen, zittere ich am

vom frühen Aufstehen und den Reise­

ganzen Körper. Ich konzentriere mich ein

strapazen gar nicht sein, dass wir nicht

letztes Mal, blende die Atmosphäre aus,

augenblicklich den Kampf in der anderen

schwinge auf und … aber der Reihe nach.

Welt aufnehmen. Wir kommen pünktlich in Schottland an – was uns wesentlich von

Kapitel 1: Die Idee

unserem Gepäck unterscheidet. Das näm­

Die Herausgeberin dieses Magazins, ich

lich blieb in Amsterdam liegen. Die Stim­

nenne sie Lady Volt, hat eine Idee: Golfen

mung passt sich schlagartig der kühlen

im Herzen Schottlands. Geschichte atmen

Witterung an. Ohne Zahnbürste, Handy­

und eigene Geschichte schreiben. Dort, wo

akku oder Buch lässt es sich wunderbar

sich ein Golfplatz an den anderen reiht, wo

Golf spielen. Aber nicht ohne Schläger. Vier

Tradition Ehrfurcht erzeugt, wo einander

Menschen, kein Set, dafür verzweifelte

Golfer aus der ganzen Welt treffen, weil

Reklamationen. Ladies and gentlemen, der

man dort einmal gespielt, gejubelt und

nächste Flieger kommt erst am späten

geflucht haben muss. Ihr Gedanke: Sie, ein

Nachmittag, we are so sorry.

Journalist, ein Fotograf, ein Profi – ein Quartett, das gleichermaßen Schläger wie

Kapitel 3: Das Hotel

Reden schwingt – sollen sich auf die Suche

Was soll’s – wer ein leidenschaftlicher Gol­

nach dem großen Abenteuer machen. Der

fer ist, hat besser als jeder andere gelernt,

Journalist darf ich sein, der Fotograf ist

was es bedeutet, Demut vor dem Schicksal

Peter, der Cowboy (dazu später), der Profi

zu entwickeln. Wir holen das Mietauto und

Michael Hufnagl, Gordon Manson.

Oh my dear, warum? Was um Himmels ­willen mache ich hier?


5 2 / D e r K ö n i g v o n S c h o t t l a n d / E indrücke aus saint andrews / G o l f e r

The Old Course Hotel.

entdecken nahezu alle gleichzeitig das

Kapitel 4: Das Schnuppern

ben. Um das winzige Starterhäuschen, in

Lenkrad auf der falschen Seite. Wer fährt?

An ein eigenes Golfspiel ist heute nicht mehr

dem jedes Jahr die Geschäfte für fast

Flash Gordon ist ein Schotte, er kann, er

zu denken. Also entschließen wir uns zu

40 000 Runden abgewickelt werden, tum­

soll, er muss. Der Himmel ist bedeckt, es

einer Tour. In ein kleines Städtchen namens

meln sich die Golfer, die ihrem Tee-Shot

regnet leicht, etwa eine Stunde dauert die

Anthrust, wo es laut Flash Gordon die bes­

entgegenzittern. Der Platz ist gesäumt von

Fahrt nach Saint Andrews. Und dann par­

ten Fish & Chips des Landes gibt. Vorher

Zuschauern. Touristen, die fotografieren

ken wir uns vor dem Old Course Hotel ein.

aber biegen wir zum Clubhaus von Saint

und Druck auf die Aktiven ausüben, ohne

Andrews ein. Das steht seit 1854, und so

es nur im Ansatz zu ahnen. Hier ist es

Ich war viel unterwegs in meinem Leben,

sieht es auch aus. Das Betreten ist uns frei­

anders. So verflucht anders. Ich fühle mich

habe vieles gesehen, aber jetzt kribbelt es.

lich nicht gestattet, sogar auf den Bänken

wie ein Rodeopferd, das hinter dem Gitter

Dieser Kasten, fünf Sterne, 144 Zimmer,

davor ist die Plakette „Members only“ ange­

scharrt, um endlich, endlich loszugaloppie­

symbolisiert für mich das Tor zu einer

bracht. Wehe dem, der hier unerlaubt Platz

ren. Ohne zu wissen, welche bürokrati­

neuen Dimension. Ein älterer, etwas unter­

nimmt. Ich nähere mich dem heiligen Rasen

schen Hürden ich bis zu diesem ersehnten

setzter Mann mit Vollbart und Schotten­

und verwandle mich in wenigen Sekunden

Moment noch überwinden muss.

rock empfängt uns. Außer Flash Gordon

in ein Kind, das gebannt auf die Wunderker­

versteht kaum jemand, was der Mann mit

zen, die im Christbaum Funken sprühen,

Kapitel 5: Der Ausflug

dem Namen Vincent in einer dem Engli­

blickt. Ich bin da. Jetzt bin ich da. Zum ers­

Wir fahren raus aus Saint Andrews, lassen

schen verwandten Sprache sagt. Wir betre­

ten Mal in meinem Leben. Da, wo Golf ein

die Uni, auf der Prinz William seine Kate

ten die Lobby, und die elegante Täfelung

Lebensgefühl ist, wo die Größten ihre

Middleton kennengelernt hat, die Reste der

aus einer anderen Zeit scheint uns zuzu­

Träume träumen, wo ich immer einmal hin­

Kathedrale und die unzähligen Bars und

flüstern: Ehrfurcht, Leute, ab jetzt ist Ehr­

wollte. Der Cowboy fotografiert sich die Fin­

Pro-Shops hinter uns. In Richtung Norden,

furcht angesagt. Die Gänge zu den Zim­

ger wund, Lady Volt lächelt, als hätte sie tat­

vorbei an der Saint Andrews Bay, die den

mern sind verwinkelt, der Boden knarrt, es

sächlich vergessen, dass unsere Schläger –

Eingang für zwei weitere Golfplätze bildet.

ist nicht auszuschließen, dass es hier spukt,

verdammt noch einmal – das letzte Stück

Wir fahren über kleine Landstraßen durch

dass Golfgeister das Anwesen beherr­

nicht mitgeflogen sind. Nur Flash Gordon

kleine Ortschaften, an kleinen Häusern

schen. Ich betrete das Zimmer, und mein

lässt seinen Blick fast melancholisch über

vorbei – kaum ein Wegweiser, auf dem

erster Blick fällt auf die große Fenster­

den Platz streifen. Für ihn ist es die Heimat,

nicht zumindest ein Hinweis auf einen Golf­

scheibe und die davorstehende Couch. Ich

die er lange nicht mehr besucht hat.

club zu finden ist. Denn innerhalb von zwölf

setze mich und staune. Denn vor meinem

Meilen gibt es hier immerhin zwölf Plätze,

Auge liegt in zehn Meter Entfernung das

Die erste Spielbahn liegt parallel zur 18.

nahezu ausschließlich entlang der See. Der

Fairway der 17. Spielbahn des Old Course.

Spielbahn und quasi direkt in der Stadt

Himmel über uns hat sich längst in ein Blau

Ich lümmle lässig herum, während sich wie

Saint Andrews. Rechts das Meer, links Häu­

verwandelt, ein perfekter Tag für eine Land­

im Kino ein Amateur nach dem anderen am

ser, Hotels und Golfshops. Das Trio drängt

partie. Lady Volt checkt im Minutentakt via

vielleicht berühmtesten Bunker der Welt,

zur Weiterfahrt, aber ich will unbedingt

Handy die Wetterprognosen und wandelt

vor dem Green des Road Hole, eingräbt.

noch die Abschläge des nächsten Flights

zwischen Vorfreude und Skepsis.Der Cow­

Der ist tief und böse. Ich schmunzle, nicht

sehen. 100 Meter ist das Fairway breit. Und

boy entdeckt auf einer Weide Kühe und will

ahnend, dass die Golfgeister längst ihren

trotzdem schafft es der Japaner, seinen

das Foto seines Lebens machen. Die Welt

Plan für meinen Auftritt entwickelt haben.

Drive so weit ins Out zu säbeln, dass sogar

hier erscheint irgendwie lieblich, gepflegt,

Aber bis dahin ist noch Zeit.

die Möwen kichern. Es herrscht reges Trei­

freundlich. Flash Gordon zeigt uns seinen


D e r K ö n i g v o n S c h o t t l a n d / E indrücke aus saint andrews / G o l f e r / 5 3

Geburtsort und jene Wiese, auf der er als

aus dem Bett läutet, um sich Zutritt zum

normalen Umständen auf die Runde pfei­

Kind seine ersten Bälle geschlagen hat. Es

Flughafengebäude zu verschaffen. Das Trio

fen, lieber zur Bridgepartie an den offenen

geht uns gut, der Flughafenärger ist weit

fährt los. Ich bleibe als Verbindungsmann

Kamin übersiedelt würden. Aber herrje, wir

weg (kommt aber zuverlässig zurück), wir

im Hotel. Und tatsächlich. Gegen Mitter­

sind nun einmal da. Heute. Jetzt. Hier.

fotografieren, schwärmen, genießen. Auch

nacht – die drei Fragezeichen waren bereits

Regen, na und? Das Linksgolf ruft. Lauter

die Fish & Chips in Anthrust. Die Wände

auf halber Strecke – fährt ein Shuttlebus

als das Prasseln.

des Lokals sind voll mit Medaillen und

vor, um alle Koffer und alle Schläger auszu­

Urkunden, die beweisen, dass es sich hier

laden. Carnoustie, wir kommen!

Ich habe noch nie auf so einem Platz

um preisgekrönte Kost handelt, serviert im

gespielt. Die Fairways sind hart, keine

Pappkarton. Aber richtig gut. Der Ausflug

Kapitel 7: Carnoustie

Lacken. Die Bunker sind tief, keine Lacken.

in die schottische Tiefe ist gelungen, eine

Tag 2: Ich werde von Prasseln geweckt. Ein

Der Platz muss Unmengen an Regen ver­

wunderbare Alternative zu The Dukes. Golf

Blick aus dem Fenster. Es schüttet. Was

tragen. Die sandigen Böden nehmen Was­

ist morgen. Oder womöglich nicht?

denkt sich das Schicksal eigentlich? Lange

ser auf, dass es eine Freude ist. Wäre da

Gesichter beim Frühstück, trotz der Pano­

nicht das Spiel selbst. Und die ständige

Kapitel 6: Das Chaos

ramascheibe, die uns den Ausblick auf den

Frage: Was um Himmels willen machen wir

Wir kehren gegen Abend ins Hotel zurück.

Old Course gewährt. Es folgt der Austausch

Dodeln da? Es gießt, und auf dem Platz

Von unserem Gepäck keine Spur. Der Con­

der TV-Wetterneuigkeiten, die jeder von

draußen kommt auch noch der Wind dazu,

cierge teilt uns mit, dass er vom Flughafen

uns anders interpretiert, je nach Fähigkeit

gegen den man sich stemmen muss. Aber

keine Auskunft erhalten hat und jetzt nie­

zum Optimismus. Wir treffen Vincent, und

so weit das Auge reicht: Vierer-Flights.

manden mehr erreicht. Die Stimmung ist

der Mann macht uns Mut. Carnoustie sei

Menschen. Schirme. Dodeln. Es wimmelt

zunehmend gereizt, denn wir haben am

eine Autostunde entfernt und der Regen

vor Verrückten aus aller Welt. Die haben

nächsten Morgen eine frühe Startzeit in

dort halb so wild. Na bitte, das Wort des

keine Wahl, wir haben keine Wahl. Also wei­

Carnoustie. Und es ist eher nicht anzuneh­

Einheimischen zählt mehr als jede elektro­

ter. Herumwursteln. Dem Wetter trotzen.

men, dass die Verantwortlichen dort wegen

nische Prognose. Wir kommen in Carnous­

Und schlecht spielen. Die erste Frust­

uns, die wir womöglich keine Schläger

tie an. Es regnet in Strömen. Hat Vincent

attacke habe ich auf Loch 3. Aus 100

haben, mit Startzeiten zu jonglieren begin­

womöglich einen Clown gefrühstückt? Das

Metern muss der Ball aufs Green. Ich

nen werden. Ohnmacht breitet sich aus.

darf nicht wahr sein.

nehme das Neunereisen und drücke die

Und die Fragen, warum wir nicht a) den

Kugel rechts weg. Ich suche im kniehohen,

wesentlich teureren Direktflug genom-

Unsere Startzeit stellt sich als Irrtum

pitschnassen Gras und finde … einen Gra­

men und b) dem Frisbeesport unser Herz

he­raus, wir müssen zwei Stunden warten.

ben. Und den Ball im Graben. Und die Wut,

geschenkt haben, denn die Scheibe hat

Wir vertreiben uns in Ermangelung eines

dass ich davon ja nichts gewusst habe.

man im Handgepäck. Der Hass auf Ams­

Drivingrange die Zeit mit Putting-Contests.

Droppen, hängen bleiben, übers Green in

terdam ist gewaltig. Es wird später und

Der Regen lässt nach. Und wird wieder

den Bunker schießen. Nicht rauskommen.

später, das Spiel in Carnoustie rückt immer

stärker. Die Hoffnung auf eine trockene

Aufheben und während der Kramerei im

weiter in die Ferne. Die Untätigkeit strapa­

Runde ist längst dahin. Na dann. Schotti­

Bag und des immerwährenden Grifftrock­

ziert die Nerven – vor allem jene von Lady

scher geht’s nicht. Betrachten wir es als

nens die Sinnfrage stellen. Flash Gordon,

Volt, die jetzt aktiv wird. Auf zum Flug­hafen.

Abenteuer. Wir stehen am Abschlag, in

der ohne Handschuh und ohne Fluch

Wer sie kennt, weiß: Die Frau ist so ent­

Regenkleidung

Schirmen

spielt, spürt, dass ich an der Kippe bin, und

schlossen, dass sie notfalls den Premier

bedeckt. Das Wetter ist so, dass man unter

bemüht sich um einen tröstenden Vortrag.

gehüllt,

von


5 4 / D e r K ö n i g v o n S c h o t t l a n d / E indrücke aus saint andrews / G o l f e r

Ich möge doch genau schauen, wie perfekt

haben. Von einem Par bin ich weiter denn je

Die Berichte sind erstaunlich. Das Fern­

hier die Bahnen an die Landschaft ange­

entfernt. Lady Volt steht vermummt und

sehen zeigt geflutete Äcker und schwim­

passt sind. Wie die Wellen im Green die fan­

durchnässt in der Landschaft, mit einem

mende Autos. Wir erfahren, dass man sich

tastische logische Fortsetzung der Fair­

Tee im Mund, aber meine Finger sind zu

nicht an so intensiven Regen in Schottland

ways bilden. Wie strategisch die Bunker

klamm, um diesen historischen Anblick

erinnern könnte. Nicht einmal Vincent.

angeordnet sind. Ich sehe nichts. Statt­

des Jammers zu dokumentieren. Die Präzi­

dessen formuliere ich Durchhalteparolen

sion von Flash Gordon hat auch schon Aus­

Außer dem Old Course sind alle Plätze

– Wetter egal, genieß das Spektakel, das

setzer. Aber all das ist vergessen, als wir

gesperrt. Carnoustie und auch Kingsbarns

dieser weltberühmte Platz dir bietet. Ich

auf die legendäre 18. Spielbahn kommen.

in jedem Fall für heute und morgen. Wir

genieße und spiele weiterhin einen Stiefel.

Hier hat Van de Velde bei den Open 1999

gehen auf das Drivingrange nahe dem

Die Nässe ist längst auch Teil meiner Seele

eine Dreischlagführung verspielt. Hier will

Hotel, kaufen uns unzählige Bälle, um unter

geworden. Auch Lady Volt und der Cowboy

auch ich Geschichte schreiben, meine

dem sicheren Dach den in Carnoustie ver­

plagen sich und kämpfen. Nur Flash Gor­

Geschichte. Mein Drive gelingt, der zweite

lorenen Schwung oder zumindest den

don behält den Fokus, den Rhythmus, die

Ball landet vor dem Green-Graben, der

Glauben an neue Energien zurückzugewin­

Ruhe. Die Jahre auf der European Tour

kurze Approach ist gut. Vier Meter zum Par.

nen. Gegen Mittag soll der Regen aufhören.

machen sich nicht nur im Spiel bemerkbar.

Flash Gordon schenkt mir ein „Come on,

Und der Castle Course, vor einem Jahr als

Ein Königreich für diese Psyche. Am neun­

Mike“, Lady Volt schleudert mir ein „Aber

siebter Parcours der Saint Andrews Links

ten Loch hört der Regen auf. Wir schöpfen

jetzt“ entgegen. Der Putt ist exakt auf der

Trust Company eröffnet und wenige Auto­

Hoffnung.

Linie und bleibt zehn Zentimeter vor dem

minuten entfernt, soll bespielbar sein. Lady

Loch liegen. Partytime für die Golfgeister in

Volt rotiert, interveniert, organisiert. Und

Bis zum elften Loch, als der Regen wieder

Saint Andrews. Wir sind kaputt. Zermürbt.

das erfolgreich. Denn obwohl vermutlich

einsetzt. Und der Wind zulegt. Bis dahin

Gezeichnet von Regen und Wind. Aber es

alle Golfer, die auf den vielen anderen Plät­

habe ich noch kein einziges Par gespielt.

war Carnoustie und nicht irgendein Platz.

zen garantiert nicht zum Zug kommen, um

Das hilft, um den notwendigen Ehrgeiz zu

Also ist in der Analyse der Erlebnisse noch

eine Startzeit im Castle Course rittern – sie

entwickeln. Ich will ein Par. Auf diesem

etwas auszumachen: Man mag es kaum

schafft es tatsächlich. Wir sind dabei. Um

Platz, bei diesen Verhältnissen. Das ist

glauben, trotz einer scheußlichen Suppe,

13.30 Uhr geht’s los.

das Ziel, das mich treibt. Auf den Löchern

ein Glücksgefühl.

12 und 13 lippt mein Par-Putt aus. Auf

Kapitel 10: Der Pro-Shop

dem 14. Loch, Par 5, 483 Yards, bergauf,

Kapitel 8: Die Entspannung

Aber bis zum Start haben wir noch Zeit.

Handicap 1, liege ich nach zwei Schlägen

Wir sitzen in der Bar des Old Course Hotel

Also besuchen wir das Clubhaus des Old

110 Meter vor dem Green. Vor meinem

im obersten Stock. Flash Gordon und Lady

Course. Natürlich nicht jenes, wo einander

Auge offenbaren sich die berühmten Spec­

Volt testen die schottischen Whiskys, der

die Members zum Tee treffen, sondern

tacles, die zwei Bunker, die einen zu hypno­

Cowboy trinkt den neunten Kaffee des

jenes, das viel später für die Vielzahl von

tisieren scheinen. Attacke – ein Siebener-

Tages und ich einen Campari Orange. Die

Greenfee-Spielern aus aller Welt errichtet

eisen in den Wind, links neben das Green

Atmosphäre ist einzigartig, der Gesprächs­

wurde. Das genau am Schnittpunkt zwi­

– Chip, Zweiputt, Bogey. Seit 1560 ziehen

stoff erst recht. Ein paar Schritte nur, und

schen Old Course, New Course und Jubilee

hier Golfer durchs Land, aber ich bin sicher,

wir stehen auf der Außenterrasse des

Course liegt. Und das vor allem als offiziel­

dass nie einer so wütend war wie ich in die­

Hotels, ganz oben, dem Himmel so nah.

ler Pro-Shop gilt, der sich von den meisten

sem Moment. Vor dem Abschlag zu Loch

Mit einem Blick über den gesamten Old

anderen Pro-Shops dieser Welt dadurch

16, einem elendslangen Par 3 jenseits der

Course. Das ist erhebend. Das ist die

unterscheidet, dass er gleichzeitig die

200 Meter, haut der Cowboy den Hut

Zukunft, der Höhepunkt, übermorgen. Ein

Anlaufstelle für Souvenirjäger ist. Wer hier

drauf. Tatsächlich, so knapp vor dem Ziel.

paar Schlucke noch, dann ruft uns der

ist, will daran erinnert werden, dass er hier

Schlaf. Ich wünsche den Golfgeistern eine

war. Mit Polos, Pitch-Gabeln und Logobäl­

Durchnässt, frierend, von Fotografie und

gute Nacht und freue mich auf die morgige

len, mit Regenschirmen, Kappen und Ball­

Kühen längst keine Rede mehr, kapituliert

Herausforderung – Kingsbarns.

markern. Man kann sich aber auch eine

er vor dem Monster Carnoustie, das mitt­

original Lochfahne kaufen. Und bei Bedarf

lerweile auch von Lacken aufgeweicht ist.

Kapitel 9: Das Ungewöhnliche

schon alles mit dem Aufdruck „The Open

Eine Entscheidung, die er erst viel später

Tag 3: Ich erwache, lausche und höre …

2010“. Denn heuer ist es wieder so weit.

bereut. Er marschiert in Richtung Club­

Regen. Ich blicke aus dem Fenster und

Und die Golfelite feiert in Saint Andrews ihr

haus, und irgendwie beneide ich ihn. Meine

sehe bunte Schirme über den pitschnas­

Major-Stelldichein. Ich kann mich gar nicht

Hände sind kalt, die Haut aufgeweicht, der

sen Old Course kreisen. Wer vor einem hal­

lösen. Kaufe für mich, kaufe für Freunde,

Schmäh ist uns längst ausgegangen. Aber

ben Jahr für heute die Startzeit reserviert

kaufe für die Ewigkeit. Und das, obwohl ich

ich will am Ende alle 18 Löcher gespielt

hat, könnte es schlechter nicht erwischen.

noch keinen Ball auf der Wiese, welche die


D e r K ö n i g v o n S c h o t t l a n d / E indrücke aus saint andrews / G o l f e r / 5 5

Carnoustie Golf Links.

THE OLD COURSE EXPERIENCE Saint Andrews www.oldcourse-experience.com Old Course Hotel www.oldcoursehotel.co.uk Carnoustie Hotel.

THE CASTLE COURSE www.standrews.org.uk The Duke’s Saint Andrews www.oldcoursehotel.co.uk/golf/dukes KINGSBARNS GOLF LINKS www.kingsbarns.com THE CARNOUSTIE GOLF CLUB www.carnoustiegolfclub.com

The Castle Course.


56 / Der König von Schottland / Eindrücke aus saint andrews / Golfer

The Castle Course.

Welt bedeutet, geschlagen habe. Ich habe

blick. Dazu Greens, die einen Wellengang

Kapitel 12: Der Plan

also die Erinnerung an den Old Course im

haben, dass einem schwindlig wird. Mit­

Wer nicht reserviert und kein Losglück hat,

Einkaufssackerl, aber keine Erinnerung an

unter unspielbar und doch voll faszinieren­

dem bleibt noch eine Chance. In der Früh

mein Spiel. Weil es in Wahrheit noch in den

den Charmes. Unser Spielniveau passt

zum Start zu gehen und darauf zu hoffen,

Sternen steht, ob wir überhaupt eine Start­

sich auch unserem psychischen Aufwärts­

bei unterbesetzten Flights mitzudürfen.

zeit bekommen. Reserviert ist nix, dafür

trend an. Birdies, Pars, alles dabei. Lady

Wir studieren die Startliste. Tatsächlich, es

haben wir uns zu spät für die Schottland­

Volt trifft nach kleinen Schwungkorrektu­

gibt freie Plätze. Sehr wenige für Duos, ein

expedition entschieden. Aber es gibt ja

ren durch Flash Gordon ein Green nach

paar mehr für Singles. Die Hoffnung lebt.

noch andere Wege, um die Ehre zu bekom­

dem anderen. Der Cowboy erhöht seine

Wer rechtzeitig da ist, wird zugeteilt, so

men. Derzeit lautet der Status: hoffen.

Frequenz fliegender Drives, als bekäme er

denken wir. Wir fällen eine Entscheidung.

für jeden Treffer einen Kaffee oder eine

Lady Volt und der Cowboy verzichten. Flash

Kapitel 11: Castle Course

Kuh. Und auch ich schenke mir Erfolgs­

Gordon und ich nehmen die Herausfor­

Tatsächlich. Wir stehen auf der Startliste.

erlebnisse.

derung an.

gemacht. Auf dem Weg zu Tee 1 treffen wir

Der Spaß ist groß … bis zu jenem Moment

Kapitel 13: Der Morgensport

einen Golfer, der schwärmt. Carnoustie?

auf Loch 14, als Lady Volt ein fataler Tele­

Um sieben Uhr geht der erste Flight auf die

Gut. Kingsbarns? Gut. Aber die zweiten

fonanruf ereilt. Wir haben in der Verlosung

Runde. Kurz davor kommt der Starter, um

neun Löcher des Sam Torrance Course

de facto keine Startzeit für den Old Course

im Häuschen, das in Wahrheit mit der

(das ist der gleich neben dem Kittocks

bekommen. Intervention nicht möglich.

Macht eines Palasts ausgestattet ist, Posi­

Course, meine Güte, ist das eine Gegend)

Presse, na und? In Saint Andrews haben

tion zu beziehen. Wir beschließen, zur

seien die schönsten, die er je gespielt hat.

der Schuhputzer und der Bankdirektor die

Sicherheit schon um sechs Uhr zu erschei­

Danke. Vielleicht beim nächsten Mal. Man

gleiche Chance – the Rules of the Old

nen. Das Bild mag bizarr erscheinen. Flash

sieht hier den Wald vor lauter Bäumen,

Course. Die gute Laune ist getrübt. Denn

Gordon und ich verlassen wenige Minuten

das Land vor lauter Golfplätzen nicht. Die

jeder weitere Schlag wird von einem

vor sechs Uhr das Hotel und spazieren mit

Regenwolken haben sich definitiv verzo­

Gedanken im Hinterkopf begleitet: Wie

Croissants in der Tasche und Kaffee im

gen. Der Castle Course ist bereit für uns,

bitte, ihr lieben Golfgeister, schaffe ich den

Pappbecher durch die Dunkelheit des Old

und zumindest das Wetter bietet keine

Sprung ins Starterfeld?

Course. Die rot gefärbten Wolken künden

Lady Volt hat ihrem Namen alle Ehre

Ausreden mehr. Was wir erleben, ist ein Spektakel.

vom bevorstehenden Sonnenaufgang. Wir verdrängen die geistigen Wolken, als wir auf dem phänomenalen 17. Abschlag

Es ist eiskalt. Vom Meer trifft uns eine steife

Der Platz ist der perfekte Beweis dafür, wie

stehen – ein Par 3 über die Klippen, ein

Brise, während wir über das 17. und 18. Fair­

durch raffiniertes Design und gekonnte

180-Meter-Schuss übers (oder auch ins)

way in Richtung Start gehen. Begleitet von

Architektur aus einer scheinbar öden Küs­

Meer. Und auch das Schlussloch, ein Par 5,

allerlei Gedanken: Ist mir diese Runde tat­

tenlandschaft eine Berg-und-Tal-Anlage

Dogleg bergab, bis zu einem bilderbuch­

sächlich so wichtig? Was wäre ich noch

mit Struktur wurde. Wie mit Fantasie und

mäßig inszenierten Doppel-Green mit dem

bereit zu tun, um einmal hier zu spielen?

Know-how Golferherzen erobert werden

Meer als Hintergrund, ist ein optisches

Bin ich pervers? Wir erreichen unser

können. Kein Loch wie das andere, Über­

Fest. Aber nun gilt es, uns im Hotel bei den

Mekka. Und wir sind nicht die Ersten. Uns

raschungen an allen Ecken und Enden und

Gelehrten auf die Suche nach dem Old-

erwartet bereits eine Schlange von acht

zahllose landschaftliche Effekte mit Meer­

Course-Strohhalm zu begeben.

Menschen, von müden Gesichtern, von


Der König von Schottland / Eindrücke aus saint andrews / Golfer / 57

The Duke‘s Saint Andrews.

frierenden Irren, die wie wir bereit sind, um

Auslagen und kleineren Putting-Sessions.

Spiel zu bringen. Hauptsache weg hier,

eine Erlaubnis betteln. Jetzt heißt es: war­

Dazwischen ist jeder Flight, der an den

raus aus dem Brennpunkt. Zu diesem Zeit­

ten. Und frieren. Die Schlange wächst und

Start gerufen wird, eine willkommene

punkt weiß ich nicht, dass ich nur 40 Minu­

wächst. Kurz bevor der Starter eintrifft,

Abwechslung, um als Zuschauer etwas zu

ten später selbst vor der Aufgabe stehen

sind es rund 40 Menschen, die das Unmög­

erleben.

werde, den nervenaufreibendsten Tee-Shot

liche möglich machen wollen. Es geht los!

meines Lebens produzieren zu müssen.

Wie auf dem Amt wird einer nach dem

Und es begibt sich Folgendes: Obwohl zwi­

anderen vorgelassen. Als wir an der Reihe

schen 8 und 10 Uhr ausschließlich Mem­

Kapitel 15: Old Course, Teil 1

sind, spüre ich mein Herz schlagen. Wir

bers von ihrem Spielrecht Gebrauch

Denn tatsächlich, um 10.20 Uhr ist es so

präsentieren unsere Clubkarten (das Han­

machen dürfen, nehmen drei alte Schotten

weit. Während der Cowboy und Lady Volt

dicap darf nicht über 24 sein) und die Liste,

einen jungen Franzosen, der wie wir wartet,

zeitgleich die wunderschöne Aufgabe The

auf der wir schon gestern für 10.20 Uhr

mit. Die drei platzieren ihre Abschläge auf

Dukes in Angriff nehmen, werden wir hier

Platz für zwei Spieler entdeckt haben.

dem kurzen Par 4 von Loch 1 routiniert in

als Duo aufgerufen, akzeptiert von einem

einer Entfernung von rund 200 Metern.

Amerikaner namens Ben und einem Süd­

Aber wir werden nicht einfach dazuge­

Solide Schwünge, erwartbare Ergebnisse.

afrikaner namens Ewan. Wir erhalten ein

schrieben. So läuft das nicht in Saint

Jetzt ist der Franzose dran. Ich sehe ihm

Säckchen mit Pitching-Gabel, Tees und

Andrews. Wir müssen warten wie alle, die

die Nervosität an und übernehme sie. Ich

Birdie-Book im Saint-Andrews-Style. Ben,

vor uns gestanden haben. Darauf, dass die

wünsche ihm einen gelungenen Drive, als

Ewan und Flash Gordon leisten sich je

Spieler eines unterbesetzten Flights ein­

wäre es ich, den alle anstarren. Der Fran­

einen Caddie um 35 Pfund. Ich verzichte

willigen, jemanden mitzunehmen. Von

zose legt den Ball hin, nimmt seinen Driver

darauf. Es kann also losgehen. Der ganze

einem Entfernen ist also abzuraten. Denn

zur Hand, macht ein paar Probeschwünge

Druck, der sich in den letzten Stunden

hier kann man nicht seine Handynummer

in der Luft, konzentriert sich lange, holt

leicht aufgebaut hat, nimmt jetzt vehe­

hinterlassen, um im Einsatzfall verständigt

aus, zieht durch und … rasiert den Ball nur

ment zu – vor allem in Anbetracht der

zu werden. Hier muss man sitzen oder ste­

ganz leicht an dessen Oberkante. Der Ball

Spielstärke meiner Partner.

hen und warten. Wie lange? Der Starter

kullert vom Tee und bleibt zwei Meter wei­

erklärt ganz nüchtern: Kann eine Stunde

ter liegen. Die Höchststrafe. Ich geniere

Flash Gordon ist ein Profi, Ewan hat Handi­

sein, können aber auch sechs Stunden

mich, ich fühle mit, ich weiß genau, wie sich

cap 3, Ben Handicap 4. Und ich? Handicap

sein. Es ist unsere Entscheidung. Flash

der ambitionierte Youngster jetzt fühlt.

16 – wenn das kein Grund für erhöhten

Gordon und ich beraten uns kurz, nicken

Beobachtet von Mitspielern, Wartenden,

Adrenalinausstoß ist, was dann? Es kommt,

im Doppelpack und bezahlen vorab je

Touristen, Caddies – wo ist das Erdloch,

wie es kommen muss. Jeder der drei Mit­

130 Pfund Greenfee-Gebühr. Wir sind zwar

um zu versinken? Die Members verziehen

spieler packt den Driver aus, und jeder ver­

schon unterkühlt, aber wurscht. Abwarten

keine Miene, warten stoisch auf die Reak­

zichtet auf eine Blamage. Eine Kugel nach

und Tee trinken, jetzt erst verstehe ich die­

tion. Der Franzose lächelt, wie nur jemand

der anderen flitzt in Richtung Horizont, die

sen Satz in seiner ganzen monumentalen

lächelt, der nicht weiß, wie er seine Gefühle

Anerkennung ringsum ist spür- und sicht­

Bedeutung.

kaschieren kann. Weinen ist keine Lösung,

bar. Fehlt nur noch der Vierte im Bunde, ich.

so sehr ihm danach wäre. Er steckt den

Auch wenn ich mir geschworen habe, keine

Kapitel 14: Die Beobachtung

Driver zurück und nimmt ein Siebener­

Sekunde an den Franzosen zu denken, tue

Wir vertreiben uns die Zeit mit Aufwärm­

eisen, um im zweiten Versuch den Ball mit

ich in Wahrheit nichts anderes, als an den

übungen, dem Betrachten von Pro-Shop-

einer kleinen Rechtskurve, aber doch ins

Franzosen zu denken. Meine erste Entschei­


58 / Der König von Schottland / Eindrücke aus saint andrews / Golfer

dung: kein Driver. Lieber das Fünferholz. So

bogey, auf Loch 3 (Par 4) lege ich erneut

es sich beweisen. Deshalb ist er auch auf­

oft habe ich mir gewünscht, in Saint

ein Par nach. Aber der Druck setzt mir zu.

fällig introvertiert, extrem ausgerichtet,

Andrews zu spielen. Und jetzt, wo es so weit

Meine Mitspieler überbieten einander in

sichtbar unter der Spannung, ein Ergebnis

ist, will ich am liebsten davonlaufen. Stress.

der Disziplin „Longest Drive“, was bedeu­

heimbringen zu wollen. Ich beneide ihn.

Was für ein Stress. Noch dazu, wo mein

tet, dass ich immer der Erste bin, der nach

Und ich hechle hinterher. Jede Sekunde,

Körper nach der langen Warterei in der

den Tee-Shots wieder drankommt. Ich

die ich mich vor meinen Schlägen konzent­

Kälte steif ist. Kurz vor dem Start habe ich

habe keine Zeit zu fotografieren, keine Zeit,

riere, fühle ich mich gehetzt, beobachtet,

zig Probeschwünge als Warm-up inszeniert.

Ball zu suchen, keine Zeit, für ein Lackerl

zum raschen, entschlossenen Handeln

auszutreten. Tempo ist gefragt. Und gleich­

verurteilt. Ich will die Partie nicht aufhalten,

Aber es ist wie beim Fußball: Du kannst im

zeitig höchste Konzentration. Denn das

ich will akzeptierter Teil des hurtig voran­

Training zehn von zehn Elfmetern verwan­

Spiel auf dem Linkskurs ist mit allem, was

spielenden Flights sein. Nie in meiner Kar­

deln, aber im Ernstfall, im vollen Stadion,

ich aus Österreich kenne, nicht vergleich­

riere als Golfer fühlte ich mich so gefordert.

wenn es nur auf dich ankommt, dann

bar. Hier – auf diesen harten, gebügelten

Dann plötzlich taucht ein Marshall auf und

wächst die Versagensangst ins Unermess­

Fairways – muss ich mit Divot spielen,

raunt mir etwas zu, das ich nicht einmal in

liche. Ich starre den Ball an, richte mich

anders erziele ich keinen brauchbaren

Fragmenten verstehe. Ich verweise ihn an

hoch konzentriert ein, hole aus und

Kontakt. Mit den Hölzern, die nur über das

Flash Gordon und dessen perfektes Schot­

schwinge voll durch. Ich spüre und höre

Gras wischen, funktioniert das. Mit den

tisch. Die beiden reden kurz, Flash Gordon

den Kontakt – leicht unterschlagen, aber

Eisen wird es Schlag für Schlag eine

nickt und erklärt mir, dass wir zu langsam

der Ball fliegt. Klar ist, auch für alle

He­rausforderung. Speziell das kurze Spiel

seien. Zu langsam? Um Himmels willen, ich

Zuschauer, dass ich der erklärte Flight-

stellt mich vor kaum lösbare Aufgaben. Die

besitze keinen Zahn mehr, den ich noch

Schwächling bin. Aber das ist mir egal. Ich

Chips müssen so präzise ausgeführt wer­

zulegen könnte. Das ist Stress pur. Und

habe die Prüfung bestanden, und ich

den, dass mir erst nach einigen getoppten

trotzdem genieße ich ihn. Eine groteske

erkenne mit allergrößter Genugtuung,

Bällen klar wird, wie wertvoll der Rat von

Situation. Ich liebe, was ich tue, ich bin

dass ich meinem Scheitern ein Schnipp­

Flash Gordon ist: Nimm den Putter. Der

dankbar, hier sein zu dürfen, und demütig

chen geschlagen habe. Für dieses Gefühl

Übergang vom Fairway zum Green ist nicht

vor der Historie, die mich zu ihrem Mitglied

bin ich dankbar, so unendlich dankbar. Der

in der Gestalt definiert, wie ich es gewohnt

erklärt hat. Und ich spiele gut. Bogey hier,

Tee-Shot auf dem Old Course in Saint

bin. Es ist vielmehr eine Ebene, die förmlich

Doppelbogey da, meine Vorstellung ist

Andrews ist die größte Erlösung, die ich je

nach rollenden Bällen schreit. Also putte

achtbar.

als Sportler empfunden habe. Ich gehe in

ich. Aus 10 Metern, aus 20 Metern, aus

Richtung Ball, aufgewühlt, zittrig, die Explo­

30 Metern.

sion im Kopf. Flash Gordon kommt auf

Während ich mich zu meinen Bällen bewege, lasse ich meine Blicke über den

mich zu, lächelt und schenkt mir mit einem

Und es klappt tatsächlich. Irgendwann ent­

Kurs streifen, stelle mir die Superstars des

„Das passt gut, Mike“ jene Kraft, die ich in

wickelt sich ein Gefühl, und irgendwann bin

Golfsports vor, wie sie hier im Sommer um

weiterer Folge brauchen werde. Mit mei­

auch ich in der Lage, den Weg zum Loch

Millionen rittern. Bewundere die Doppel-

nem zweiten Schlag verzichte ich auf die

anders zu suchen, als ich es ein Golfer­

Greens (sieben sind es insgesamt), lasse

Attacke über den Swilcan-Burn-Graben,

leben lang getan habe. Ben, Ewan und

mich zu gedanklichen Superlativen hinrei­

lege im Unterschied zum Trio Infernale vor.

Flash Gordon haben längst einen internen

ßen im Angesicht der welligen Spielbah­

Contest laufen, ohne es auszusprechen.

nen, der tiefen Bunker, des bösen Ginsters,

Der Ball fliegt wie geplant und landet nicht

Die beiden Fremden ahnen nicht, dass

dessen Kraut beinahe hypnotische Kräfte

im Wasser, um irgendwann vielleicht in die

Flash Gordon ein Profi ist. Sie – und sein

zu haben scheint. Auf Loch 10 (Par 4)

Nordsee getrieben zu werden. Und auch

türkischer (!) Caddie – zollen ihm nur Loch

gelingt mir wieder ein Par. Ich bin zufrie­

der kurze Approach funktioniert. Green

für Loch mehr Respekt. Für den soliden,

den, fast ein wenig stolz, der Rhythmus

getroffen, fünf Meter von der Fahne ent­

ruhigen Schwung, über den ich so gern

stimmt, meine Psyche hat die ideale

fernt. Und dann fällt der erste Putt. Ich

staune. Über die Strategie, mit der er Hin­

Betriebstemperatur. Auf Ben und Ewan

eröffne mit Par und bin der glücklichste

dernissen aus dem Weg geht. Über die

schaue ich so gut wie nicht, zu sehr bin ich

Mensch der Welt. Das ist der Augenblick,

Zuverlässigkeit, mit der er Fehler vermei­

mit mir und meinem Set-up beschäftigt.

den ich festhalten will, der mir Symbol sein

det und sein Ziel fokussiert. Auf der ganzen

Aber dann, auf Loch 11, ein Par 3: Ich bleibe

soll für alles, wo es heißt: Glaube es, dann

Runde passieren Flash Gordon nur zwei

zu kurz, pitche den Ball aufs Green und

schaffst du es.

Bogeys. Dafür gelingen fünf Birdies. Er

brauche … vier Putts. Ja, die Fahne steckt

spielt trotz starken Windes am Ende drei

tückisch, ja, das Green ist wellig und

Kapitel 16: Old Course, Teil 2

unter par, eine exzellente 67. Die auch ihm,

abschüssig, ja, das kann passieren. Aber es

Klar ist, dass ich dieses Niveau nicht halten

obwohl er von den Herren-Tees statt den

bricht mich dennoch. Eine Sechs, die mich

kann. Auf Loch 2 spiele ich das Doppel­

Champion-Tees abschlägt, guttut. Er wollte

aus meinem seelischen Olymp in die Nie­


Der KĂśnig von Schottland / EindrĂźcke aus saint andrews / Golfer / 59

The Old Course.


60 / Der König von Schottland / Eindrücke aus saint andrews / Golfer

derungen des Selbstzweifels befördert. Ich

Green geschossen hat und vom 18. Fairway

Und ich? Ich schiebe den Ball am Loch vor­

lege nach. Eine Sieben auf Loch 12, eine

einen vollen Eisenschlag zurückhat. Mein

bei. Bogey und aus.

Acht auf Loch 13 (nach einem 40-Meter-

Schlag Nummer 8 landet endlich auf dem

Drive in einen Ginsterbusch), trotz Rücken­

Green. Nummer 9, ein 2-Meter-Putt, lippt

Was für ein Tag. Was für eine Runde, was

winds. Die Caddies flüstern, ich entdecke

aus. Nummer 10 – tataa! – ist im Loch. Ich

für ein Erlebnis. Wir reichen uns die Hände,

kein Lächeln, keine Geste, die mir sagt:

bin wütend und lache. Wem, wenn nicht

verlassen das Green, und ich muss mich

Entspann dich, so ist Golf. Nur Flash Gor­

mir, sollte der Old Course, sollte das Road

auf der Stelle hinsetzen. Ich bin fertig. Tat­

don bringt es auf den Punkt: Ich solle Spaß

Hole, seine Krallen zeigen? Wer hier ge-

sächlich völlig fertig. Geistig ausgepumpt.

haben. Das ist es, keine technischen Ins­

spielt hat, der kann etwas erzählen.

Das Warten, das Hoffen und der mentale

truktionen, weil die – so erklärt er mir spä­

Kraftakt des konzentrierten Spiels haben

ter – meinen Kopf noch mehr in Geiselhaft

Kapitel 17: Old Course, Teil 3

mich an meine Grenzen geführt. Das

genommen hätten.

Das große Finale. Die 18. Spielbahn. Knapp

zumindest hätte ich nie erwartet. Flash

vier Stunden sind wir unterwegs. Jetzt will

Gordon lächelt mich an, wissend, dass ich

Auf Loch 14 fange ich mich wieder, kehre

ich meine letzten Kräfte bündeln und mir

die Erfüllung eines Traums realisiert habe,

zurück zu Spielkultur und Genuss. Mein

einen würdigen Abschluss verschaffen.

dass ich erschöpft, aber erlöst einer

Ball liegt wenige Meter vor dem Hell-Bun­

Der Drive gelingt, ist gerade und weit. Ich

Zukunft entgegengolfe, die mir so ein

ker. Dort drin hat Jack Nicklaus also bei

weiß, von dort habe ich höchstens noch

Abenteuer nie wieder wird bieten können.

den Open 1995 vier Schläge verloren. Die

ein Neunereisen für den Green-Schuss. Ich

Ich denke an die Golfgeister, und ich danke

Hölle ist so nah, so voller Geschichte, aber

will das Par, ich will den perfekten Show­

ihnen für ihre Gnade. Heute bin ich der

ich überwinde sie. Und nur ein unglückli­

down. Wir spazieren über die berühmteste

König von Schottland.

cher Ballsprung führt zum Doppelbogey.

Golfbrücke der Welt, die Swilcan Bridge.

Auf Loch 16 folgt ein solides Bogey, für

Wir posieren, fotografieren, alle durch,

Kapitel 18: Kingsbarns

Loch 17 bin ich tatenhungrig wie zu Beginn.

ausnahmslos, das ist hier Tradition. Ewan

Am Abend berichte ich alles. Wortreich.

Und dafür fasse ich heute die Höchststrafe

hat seinen Drive rechts in die Stadt

Aufgeregt. Wie ein Schulbub, der seinen

aus. Meinen Drive verziehe ich vor lauter

geschossen, ungefähr 50 Meter ins Out.

Freunden erzählt, dass er einen Weg gefun­

Respekt wegen des hereinragenden Hotels

Aber ein Passant findet den Ball und wirft

den hat, wie man heimliche Blicke in die

auf das Fairway der zweiten Spielbahn.

ihn aufs Fairway. Ich beschäftige mich nur

Mädchengarderobe erhaschen kann. Zu

kurz mit der Theo­rie, dass mir so etwas

diesem Zeitpunkt hat Lady Volt schon tat­

Das schmale Fairway der 17 von dort aus

nie passieren würde, und konzentriere

sächlich eine Startzeit für Kingsbarns

zu erreichen käme einem Lottosechser

mich auf meinen hoffentlich letzten Eisen­

organisiert. Und zwar die allererste um sie­

gleich. Also ab ins Gemüse, aus dem es mit

schlag des Tages.

Schlag drei kein Entrinnen gibt. Mit Schlag vier will ich das Green attackieren. Das

ben Uhr. Wir werden nach Carnoustie und Old Course in Gedenken an die Dunhill-

Ich treffe den Ball nicht ideal, die Flugkurve

Championships auch den dritten Platz im

gelingt, aber mir fehlt ein halber Meter, und

ist ein wenig zu flach. Der Ball saust über

Bunde spielen. Der Sonntag wird seinem

der Ball rollt zurück, in den – na klar –

das legendäre Valley of Sin hinweg, über

Namen gerecht, das Wetter passt, die Ent­

berüchtigten Road-Hole-Bunker, in jenes

das Green und landet im tiefen Rough

spannung ist spürbar. Am Sonntag wird

Sandloch, das man wie kein zweites auf

dahinter. Hanglage inklusive. Ich nehme

auf dem Old Course nicht gespielt. Hier

dem Old Course vermeiden sollte. Als

das Sand-Wedge, riskiere, hole weit aus

gehen die Uhren anders. Während in unse­

hätte ich – zur größeren Lebendigkeit die­

und säble ins tiefe Gras. Es sollte mein bes­

rem Land gerade am Sonntag die Golf­

ser Story – mit mir einen Pakt geschlos­

ter Schlag des Tages werden. Der Ball tut,

plätze eine Heerschar von Swingern

sen: Hau dich in den Road-Hole-Bunker,

was ich gewünscht habe, und rollt nach

an­locken, herrscht hier Ballflugverbot. Kein

das fetzt. Denn dort wurden schon die

einem steilen Flug in Richtung Loch. Meine

Golf, keine Einnahmen, nur traditionelle

Größten gedemütigt. Da muss ich offenbar

Mitspieler rufen „Yes“, die Zuschauer

Stille. Der Platz gehört den Spaziergängern

dabei sein. Ich versuche das Unmögliche,

nicken, als wäre ich einer, der es immer so

und Joggern, den Müßiggängern und Hun­

eine Green-Attacke aus dem Sand, und

könnte. Aber ich habe kein Glück, die letzte

den. Einzigartig. Der Tag ist gerade erst

scheitere kläglich. Erst mit dem nächsten

Welle im Green nimmt den Ball mit, das

angebrochen.

Schlag liege ich draußen, gerade noch. Ein

Tempo war um ein paar Zentimeter zu

Putt ist bei dieser Fahnenposition nicht

hoch. Und so bleibt mir ein 3-Meter-Putt

Wir blicken auf das Par-4-Dogleg der Eröff­

möglich, also wird mein siebter Schlag ein

zum Par. Ich studiere die Linie intensiv wie

nungsbahn. Das Meer grüßt uns, die Stim­

getoppter Chip. In Richtung Straße.

noch kein Mal heute. Jetzt habe ich Zeit,

mung bringt zum Ausdruck: Egal, wie gut

Mein einziger Trost ist Ben, der die Auf­

jetzt nehme ich sie mir, jetzt hat die Drän­

wir heute golfen, es leben der Spaß und die

merksamkeit auf sich zieht, weil er seinen

gelei ein Ende. Ben und Ewan lochen zum

Gewissheit einer grandiosen Zeit in Schott­

Approach, rund 80 Meter (!!!), über das

Par. Flash Gordon spielt sein letztes Birdie.

land. Was wir noch nicht wissen: wie sehr


Der König von Schottland / Eindrücke aus saint andrews / Golfer / 61

uns auch die Pracht dieses Platzes in ihren Bann ziehen wird. Der im 18. Jahrhundert gegründete Course wurde im Jahr 2000 komplett überarbeitet. Die hügeligen Fair­ ways verlangen variantenreiches Spiel, das Meer ist von jedem der 18 Löcher aus sichtbar, die Brandung an der Steinküste nahezu immer hörbar. Auf sechs Löchern greift die See sogar direkt ins Spiel ein. Bestes Beispiel ist das 12. Loch. Ein langes Par 5, das sich am Wasser entlangschlän­ gelt. Um den Ball ins Meer zu befördern, bräuchte es lediglich einen kurzen Chip. Man darf hier nicht von „einem Traum“ sprechen. Man muss es tun. Es geht bergab, bergauf, mit Wind von allen Seiten, mit Doglegs und blinden Schüssen, mit extrem kurzen und extrem langen Löchern, mit Fairways, Bun­ kern und Greens wie aus einem Prospekt. Und mit einem 18. Loch als Spektakel. Es geht erst sanft hinauf, dann steil hinunter. Bis zu einem Graben. Und dahinter baut sich nur wenige Meter vom Clubhaus ent­ fernt ein majestätischer Green-Horst auf. Wer hier das Par spielt, darf das Haupt erhobener denn je tragen. Womit auch klar ist, dass ich unser Schottlandabenteuer nicht mit einem Par beendet habe. Aber das spielt keine Rolle. Wir haben alle ganz gut gespielt, wir haben alle ganz gut gelacht, wir haben alle ganz gut mit den Links harmoniert. Am Ende bleiben mir das Glück und die Wehmut. Weil ich weiß, dass ich dieses Rendezvous von Emotionen in dieser Form nie wieder erleben werde. Was mir bleibt, ist die Erin­ nerung. Und ein Golferherz, das dank der Arterie Saint Andrews für immer in einem anderen Rhythmus schlagen wird.  / www.airtours.de

Kingsbarns Golf Links.


6 2 / N o r d i r l a n d / L O U G H E RN E / G o l f e r

Lough Erne: 24 Hektar unvergleichlicher Szenerie.


N o r d i r l a n d / L O U G H E RN E / G o l f e r / 6 3

TRAUMGOLF AM ZAUBERSEE Text: Gerhard Weiß Fotos: z. V. g.

Es gibt Plätze, die man nie vergisst. Eingebettet in unglaubliche Landschaft. Fantastisch. Mystisch. Zauberhaft. Am Lough Erne, im schönsten Seengebiet Irlands in der Grafschaft Fermanagh, haben wir einen solchen Ort gefunden. In spektakulärer Lage auf einer Halbinsel zwischen dem Lough Erne und dem Castle Hume Lough ist eine ultimative Golfdestination entstanden – mit dem ersten 5-Sterne-Luxushotel im nördlichen Irland.

/  Erreicht man die Ufer des Lough Erne,

Neues GolfMekka

wird alsbald die Magie des Orts spürbar.

24

Szenerie:

Weinkeller begleitet. In der Blaney Bar

Hektar

unvergleichlicher

edlen Tropfen aus dem bestens bestückten

Die berückend schöne Seenlandschaft

De­sig­ner Nick Faldo zeigt Respekt vor der

genießt man ein Grazing Menu oder eine

ringsum stimmt friedlich. Das in der tief

Natur und belässt die Landschaft großteils

Probe aus der exklusiven 101 Irish Whis­

stehenden Sonne glitzernde Wasser, die

so, wie sie ist, nämlich grandios! Allerdings

keys Collection. Bar & Grill im Lough-side

vielen über den See verstreuten kleinen

hat sich Sir Nick für Irlands neuesten

Clubhouse sind fürs Casual All-Day Dining

Inseln sind optische Medizin mit höchst

Championship Course (2009) einige nette

zuständig und bekannt für feinste irische

angenehmer Nebenwirkung: Entspannung

Herausforderungen einfallen lassen. Die

Fleischspezialitäten vom Grill.

in allen Bereichen ist angesagt. Der erste

Fairways der ersten vier Löcher sind flan­

Eindruck des Luxusresorts: ein harmo­

kiert vom prächtigen Bestand der Wood­

Kein Grund zur Verzweiflung, wenn es ein­

nisch wirkender Hotelkomplex ganz nah

lands und führen zu einem spektakulären

mal einen Tag verregnet: Da zelebriert man

am Wasser, der aussieht, als hätte er schon

Par 3: Die Fünf übers Wasser eines Seezip­

einfach etwas ausgiebiger die traditionelle

immer hier gestanden. Das Innere: kelti­

fels des Castle Hume Lough braucht gute

Tea Time in der Garden Hall mit Blick auf

scher Charme und moderner Komfort.

Nerven. Doch das ist erst der Anfang. Bei

die wetterfesten Schwäne. Man genießt

Sportlich-elegantes Ambiente, gediegenes

insgesamt 14 Holes spielen Wasserhinder­

die Zeit indoor am Pool, oder man begibt

Interieur und persönliches Service sind

nisse mit. Der Aufstieg zum 6. Tee wird

sich in die stilvoll eingerichtete Gordon-

hier Markenzeichen.

reichlich belohnt: Der Kurs führt über ein

Wilson-Bibliothek. Hin und wieder kann

Naturplateau – mit traumhaftem Rund­

man ja einen Blick aufs knisternde Kamin­

Erst im Sommer 2007 ist das Lough Erne

blick über den Platz und die faszinierende

feuer werfen …

Golf Resort eröffnet worden. Mittlerweile

Seenlandschaft. Die spektakuläre Sieben

hat es weltweit Freunde und Stammgäste

braucht einen langen Schlag, um das Eck

Auch wenn das Sportlerherz nicht nur für

gewonnen. „Wir wollen, dass unsere Gäste

des Lower Lough Erne abzuschneiden. Das

Golf schlägt, ist man hier goldrichtig. Die

zur Ruhe kommen“, erklärt der Hotel­

Green (ein tolles Fotomotiv) liegt auf einem

spektakuläre Lage an zwei Seen macht alle

manager die Strategie des Hauses. Des­

Vorsprung direkt im See, auf drei Seiten

Arten von Wassersport möglich. Die idylli­

halb also gibt es den bequemen Ohren­

von Wasser umgeben. Vor der Terrasse des

schen Plätze am Wasser sind ein Paradies

sessel vorm offenen Kamin oder das King­

Luxushotels verlangt die 18 noch einen

für Angler und Fliegenfischer, für Wanderer

size-Bett, das Panoramafenster zur Seen­

mutigen Schlag übers Wasser …

und Spaziergänger. Und wer diese alte

landschaft hin und viele exquisit gestalte­

Naturlandschaft auch aus der Luft erleben

tete Plätze im ganzen Haus. Das Lough

Heißer Tipp nach schönem Spiel: Entspan­

will: Es werden Rundflüge mit Wasserflug­

Erne Golf Resort hat für seine internationa­

nung im „waschechten“ Thai-Spa. Für

zeugen und mit Hubschraubern angebo­

len Gäste noch einige goldene Pfeile im

Gourmets gibt es eine kulinarische Routen­

ten. Fluggeräte stehen auch für Transfers

Köcher: zunächst einmal den ersten Nick

empfehlung: Erste Wahl fürs Dinner ist das

zu den Flughäfen von Dublin und Belfast

Faldo Course in Irland, die Attraktion am

Catarina Restaurant mit Blick auf den See.

oder zu anderen Golfplätzen im Nordwes­

ohnehin strahlenden irischen Golferhim­

Küchenchef Noel McNeel verwendet fast

ten Irlands bereit.  /

mel mit den besten Spielbedingungen das

ausschließlich frische Produkte lokaler Lie­

ganze Jahr hindurch.

feranten, die feinen Kreationen werden von

www.loughernegolfresort.com


6 4 / R a t h m u l l a n C o u n t r y H o u s e H o t e l / IR L AND / G o l f e r

LEGENDÄRES GENUSS- UND GOLFHOTEL Text: Gerhard Weiß Fotos: z. V. g., Brigitte Wawrowsky

Ein schöner Tag mit feuchtwarmer Witterung. Vor uns ein Landhaushotel, wie wir es mögen. Das Rathmullan Country House – ein harmonischer Bau, wohlproportioniert. Alt genug, um als historisches Schlösschen durchzugehen. Rundum beschützt von prächtigen alten Bäumen, in ausgesprochen hübscher Lage am Hang über dem Lough Swilly thronend. A good place to stay, a good place to play, denn vier der berühmten irischen Golfplätze liegen nur eine halbe Autostunde entfernt.

/  Dem Rathmullan Country House Hotel

lich auch Familien zu begeisterten Stamm­

vom Fisch die Küche. Doch die Speisekarte

eilt ein besonderer Ruf voraus. Über das

gästen. Die Zahl der Bedrooms ist mit 32

offeriert Köstlichkeiten für jeden Ge-

Ambiente, die Gastronomie und den

Zimmern verschiedenster Größe und Aus­

schmack, etwa Feinstes vom berühmten

zwanglos-gastfreundlichen Stil des Hau­

stattung überschaubar: vom Romantic

Donegal Beef oder vom fantastisch schme­

ses haben ja schon namhafte Kritiker Lob­

Garden Room bis zum großzügigen Family

ckenden Lamm aus der Region. In den

gesänge angestimmt. Und vom ersten

Room in der Dachmansarde. Das Rathmul­

Sommermonaten Juli und August gibt es

Augenblick an, vom Einchecken bei der

lan House wurde immer wieder erweitert,

täglich Lunch and Dinner ganz zwanglos

Rezeptionistin mit dem reizenden Lächeln,

zuletzt mit einem Trakt in Richtung Garten:

auch in der Cellar-Bar & Eatery. Außer­

begleitet auch uns das Gefühl, dass unsere

zehn neue Zimmer, luftig und hell mit Glas­

gewöhnlich wie seine Küche ist das Hotel-

Wahl goldrichtig war.

tür zum blütenduftenden Garten, wo man

Restaurant. Wie ein gläsernes Gewächs­

gemütlich auch im Freien sitzen kann. Die

haus ragt der Speisesaal hinaus ins Grüne.

Hotel mit Herz und Ambiente

Einrichtung: ein angenehmer Stilmix –

Zuerst einmal gleicht das Ambiente einem

Im Innern präsentiert sich Rathmullan

modernes Mobiliar, geschmackvoll mit

botanischen Garten. Dann – wenn die Lich­

House als höchst komfortables, gemütli­

antiken Stücken kombiniert. Jedes Zim­

ter angehen – bieten im Wind sich wie­

ches Hotel im Landhausstil. Der älteste Teil

mer hat ein anderes Thema, unterschiedli­

gende Palmen und Gewächse einen fast

des Hauses stammt noch aus 1820. Um

ches Interieur und andere Farben.

tropischen Eindruck.

Gesellschaftsräume mit antikem Mobiliar,

Preisgekrönte Küche

Am Morgen erscheint der Garten wiede­

Gemälden, einer Bibliothek und einem

Das hauseigene Weeping Elm Restaurant

rum

offenen Kamin. Best Place für den Drink

hat in den letzten Jahren so ziemlich alle

Buchen und Ulmen säumen den grünen

vor oder nach dem Essen. Hierher zieht

Auszeichnungen abgeräumt, die für Top­

Hügel, der bis an den herrlichen Strand

man sich auch tagsüber mit einer Zeitung

lokale in Irland zu bekommen sind. Ein

reicht. Da gibt es meilenweit Sandstrände

oder einem Buch zurück, da fühlt man sich

Großteil

Gemüse,

für Spaziergänge und Wanderungen in

geborgen und kann bequem entspannen.

Früchte und Küchenkräuter wird in der

faszinierender Landschaft. Die schönste

Nach einer Golfrunde kann man hier plau­

hauseigenen Gärtnerei geerntet. Beim

Art, für kulinarisch bedingte Sünden Buße

dern, Teatime und Snacks genießen.

Spaziergang durch den Walled Garden

zu tun.  /

den Haupteingang gruppiert sind vier

der

knackfrischen

völlig

anders. Mächtige

zeigt Organic Gardener Dennis Hawke gern Das Personal ist auf angenehme Weise

seine Schätze. Klarerweise dominieren am

präsent und hilfsbereit – das macht sicht­

Lough Swilly und am Meer Spezialitäten

www.rathmullanhouse.com

Eichen,


R a t h m u l l a n C o u n t r y H o u s e H o t e l / IR L AND / G o l f e r / 6 5

Rathmullan Country House.

Ballyliffin/Glashedy Links.


6 6 / D i e s c h ö n s t e n P l ä t z e / IR L AND / G o l f e r

1  /  Ballyliffin Golf Club Irlands nördlichste Anlage mit zwei der besten Links-Courses der Welt: The Old Course und Glashedy Links. Sir Nick Faldo hat den seit 63 Jahren bestehenden Old Links Course neu gestaltet. Bei der Ent­ wicklung des Glashedy Links (seit 1995) hatte wieder Pat Ruddy gemeinsam mit Tom Craddock die Golfhand im Spiel. Die­ ser Kurs bleibt jedem Spieler durch sein spektakuläres Panorama in Erinnerung. Old Links: 18 Loch, Par 71, 6319 Meter Glashedy Links: 18 Loch, Par 72, 6599 Meter Ballyliffin, Inishowen, Co. Donegal www.ballyliffingolfclub.com 2  /  DONEGAL GOLF CLUB Auf einer Halbinsel an der Donegal Bay ist dieser fantastische Links-Course gelegen. Nicht nur ein besonderes Naturerlebnis, /  1

sondern auch ein exzellenter Test für die eigene Spielstärke. Lassen Sie sich von den Naturschönheiten nicht allzu sehr ablenken, damit auch ein flüssiges Spiel garantiert ist. 18 Loch, 6657 Meter, Par 73 Murvagh, Laghey, Co. Donegal www.donegalgolfclub.ie 3  /  ROSAPENNA HOTEL & GOLF RESORT Zwei großartige Links-Courses. Dort, wo Sheephaven Bay und Mulroy Bay sich berühren, wartet die besondere Golferfahrung. Von den 18 Originallöchern (designt von Tom Morris vor 117 Jahren) bis zum topaktuellen Sandy-Hills-Kurs von Pat Ruddy, der auch den berühmten European Club designte: für Golfer, die das Spiel am Meer lieben, ein absolutes Muss. Während Tom Morris den Old Course entlang den Dünen führt, nutzte Pat Ruddy dieselben für sein Layout; daher auch der Name „Sandy Hills“. Sandy Hills: 18 Loch, Par 70, 6563 Meter; Old Tom Morris: 18 Loch, Par 71,

/  2

5903 Meter Downings, Co. Donegal www.rosapenna.ie


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6 8 / B u l g a r i e n / RIU P r a ve t s Re s o r t G olf & Sp a * * * * / G o l f e r


B u l g a r i e n / RIU P r a ve t s Re s o r t G olf & Sp a * * * * / G o l f e r / 6 9

DAS SPIEL AM SEE Text: Martin Schmidinger Fotos: z. V. g.

Sport, Ruhe und Natur: Das alles finden Urlauber in Prawez, einem idyllischen Ferienort 60 Kilometer von Sofia entfernt. RIU eröffnete im Dezember 2009 mit dem RIU Pravets Resort Golf & Spa das erste Hotel an einem See. Gäste genießen einen traumhaften Blick über den Prawezsee auf das Landesinnere mit dem Balkangebirge im Hintergrund.

/  Neben einem Golfplatz, der im Juni 2010

Nacht inklusive Frühstück gibt es bereits

Bulgarien bringen können. Im März 2010

offiziell eröffnet wird, gibt es in Prawez aus­

ab 39 Euro pro Person im Doppelzimmer.

hat der Golfclub mit der EPGA einen Drei-

gezeichnete Sportanlagen für Fußball, Bas­

Der Pravets Golf Resort & Country Club

Jahres-Sponsoringvertrag

ketball, Tennis und Volleyball. Der Prawez­

präsentiert sich als eine erstklassige Golf­

schlossen. Die Champions der PGA-Pros

see eignet sich für viele Wassersport­

anlage in der Region Osteuropa. Der

der nächsten drei Jahre (ab 2011) werden

dafür

abge­

möglichkeiten, in der Umgebung mit vielen

18-Loch-Championship-Golfplatz (Par 72,

im Pravets Golf Club gekrönt. Der Golfplatz

Wiesen und Hängen finden Rad- und Reit­

6510 Meter), designt von Peter Harradine,

ist ein Parkkurs, pro Loch gibt es fünf

sportler ideale Bedingungen vor. Der Ort ist

befindet sich am Fuß des beeindruckenden

Abschläge für alle Spielstärken und -grup­

auch ein guter Ausgangspunkt für einen

Balkangebirges. Die enge Nähe zur Haupt­

pen. Das spektakulärste Loch ist die 8, ein

Besuch der Hauptstadt Sofia und anderer

stadt Sofia und die unglaubliche Mischung

Par 3 mit einem Insel-Green und einer

Sehenswürdigkeiten Bulgariens, wie zum

aus Wasser und Berg machen das Erfolgs­

imposanten Steinbrücke. Am 15. Loch

Beispiel des Klosters Rila oder der Ort­

rezept aus. Gemütlichkeit ist die wichtigste

kommt Wasser ins Spiel. Bessere Spieler

schaft Kopriwschtiza mit ihren wunder­

Zutat für das Wohlfühlen im Golfclub. Das

riskieren einen Schlag über den See,

schönen Renaissancepalästen.

Resort bietet Leistungen und Annehmlich­

schwächere Spieler nehmen lieber einen

keiten auf hohem internationalem Stan­

alternativen Umweg aufs Green.

dard: 4-Sterne-Hotel, modernste Golfsimu­

Das 16. Loch, ein Par 4, liefert ebenfalls den

Das Hotel verfügt über insgesamt 242 Doppelzimmer. Alle Zimmer sind modern ein­

latoren, Konferenzräume, Spa und Well­

Nervenkitzel eines Schlags über das Was­

gerichtet und mit Komfort ausgestattet,

ness, eine Pianobar, ein Casino und sogar

ser, es ist das herausforderndste und

die Balkone teilweise mit Blick auf See und

einen Nachtclub, „Shatrata“. Pravets Golf

schwierigste Loch des Platzes. Das 9. und

Golfplatz. Das Frühstücksbuffet ist reich­

ist der einzige Golfclub Bulgariens, der von

18. Green bilden ein Doppel-Green, wie es

haltig

einem professionellen Golfmanagement

unter anderem auch vom Saint Andrews

auf Saint-Andrews-Basis geführt wird.

Old Course bekannt ist. Auch das Driving­

und

abwechslungsreich,

durch

„Show-Cooking“ unterhaltsam zubereitet. Falls Sie zum Essen nicht außer Haus

range ist einzigartig in der bulgarischen

gehen wollen, haben Sie die Möglichkeit, in

Nach einer Bauzeit von drei Jahren eröff­

Golfszene: Es verfügt über Dämmerungs-

einem der À-la-carte-Restaurants zu spei­

net am 1. Juni 2010 der schönste und

und Nachtbeleuchtung. Die zweistöckigen

sen. Absolute Entspannung finden Sie

anspruchvollste Golfplatz in ganz Bulga­

Grasabschlagplätze sind für alle Schlag­

im neuen und modern gestalteten 3000

rien auch offiziell. Nun stehen den Golfern

varianten geeignet. Der sanfthügelige

Quad­ratmeter großen Spa-Bereich mit

9 Löcher, das Drivingrange und die Golf

­Golfplatz ist generell einfach zu begehen,

VIP-Lounge bei verschiedenen Anwendun­

Academy zur Verfügung, Ende September

bietet aber trotzdem interessante Golf­ runden.  /

gen und Massagen. Außerdem stehen ein

sind alle 18 Löcher bespielbar. Die Green­

Schönheitssalon sowie Sauna und Dampf­

fee-Preise erweisen sich als Schnäppchen:

bad zur Verfügung. Besonders positiv ist

9 Loch kosten 20 Euro, 18 Loch 39 Euro.

Hotel Riu Pravets

das ausgezeichnete Klima mit viel Sonne

Die Eigentümer von Pravets Golf & Spa

Resort Golf & Spa****

und Temperaturen zwischen 24 und

sind besonders stolz, dass sie nach sechs­

30 Grad Celsius von April bis Oktober.

jähriger Pause die PGA-Professionals wie­

www.riu.com

Außergewöhnlich ist auch der Preis: Eine

der nach Europa und zum ersten Mal nach

www.tui.at


7 0 / G o l f i n K a i r o / Ă„ gyp t e n / G o l f e r

Dreamland Golf/Hilton Pyramids Golf Resort.

Dreamland Golf.


Golf in Kairo / ÄGYPTEN / Golfer / 71

GOLF IN KAIRO Kairo – eine unvergleichliche Stadt. Die größte Stadt Ägyptens und der arabischen Welt. Metropole mit enormer kultureller und wirtschaftlicher Energie. Mit Schätzen aus 7000 Jahren. Die Hinterlassenschaften der Pharaonen, Griechen, Römer. Das aktive Leben der Christen und Muslime. Kairo, die Hauptstadt, in der das Leben brodelt, eine Stadt, die niemals schläft. Das geistige Zentrum des Islam und zugleich das geschäftliche Zentrum des Landes. Kairo, die Hauptstadt Ägyptens, ist nun auch die des Golfsports.

Text: Gerhard Weiß

/  1997 wurde der erste neue Golfplatz eröff­

des Mena House Oberoi mit seiner 18-Loch-

net. Mittlerweile sind fünf neue Meister­

Anlage liegt am Fuß der Pyramiden von

schaftsplätze mit mindestens 18 Loch rund

Giseh. Nirgendwo sonst können Golfer im

um die Metropole entstanden. Als Ergän­

Schatten eines der antiken Weltwunder

zung zu zwei historischen 9-Loch-Plätzen

spielen. Legendäre Golfer wie Gary Player

und einer über 100 Jahre alten Tradition.

und Nick Faldo waren auf dem Parcours

Golferlebnis in Ägyptens Metropole. Mehr als ein Geheimtipp.

Denn die Briten brachten diesen Sport Ende

bereits zu Gast.

des 19. Jahrhunderts nach Ägypten. Unter den Planern, die der Golfdestination Sieben Golfwunder am Nil

ihr Gesicht verliehen haben, finden sich so

Golfen in Kairo heißt: Jeder Tag ist ein per­

bekannte Namen wie Yves Bureau, der sich

fekter Tag für das Spiel, eine neue und

in Katameya Heights verewigte, und Karl

immer andere Herausforderung. Ein Erleb­

Litten, der das Dreamland entwarf.

nis ist der Kontrast zwischen den sieben Plätzen. Sie können am Fuß der Pyramiden

Kairo erleben und staunen

spielen. Oder auf einer Nilinsel mitten in

Neben dieser Vielfalt an Golferlebnissen

der Weltstadt. Testen Sie einen Platz mit

muss Sightseeing nicht zu kurz kommen.

herrlichem Blick auf die Berge der Wüste

Entdecken Sie für sich die Metropole am

mit windigen Fairways. Oder eine Oase in

Nil: die Pyramiden, den Sphinx von Giseh,

der Sahara mit einem modernen, attrakti­

das weltberühmte Ägyptische Museum,

ven

die Zitadelle des Saladin, den Turm von Al-

Vergnügungspark

nebenan.

Oder

einen Championship Course, auf dem 14

Gasiera, Moscheen, Basare …

von 18 Löchern durch Bäche und Lagunen geschützt sind.

Kairo ist zudem bekannt für sein vielseiti­ ges Nachtleben – vom Spaziergang am Nil

GREENS UNTER DEN PYRAMIDEN

über Theater und Oper bis Disco und

Golfen vor der historischen Kulisse wird

Nightlife. Kairo bietet 1001 Möglichkeiten,

zum unvergesslichen Erlebnis. Der Platz

Ihre besondere Golfreise zu bereichern.

Fotos: z. V. g.


7 2 / G o l f i n K a i r o / Ä gyp t e n / G o l f e r

DREAMLAND GOLF

KATAMEYA HEIGHTS GOLF

SOLAIMANEYAH GOLF CITY

HILTON PYRAMIDS GOLF RESORT

Dusit Thani LakeView Cairo

Pyramids Golf & Country Club

Von den pyramidenförmigen Abschlag­

Der 1997 eröffnete Platz im Südwesten von

800 Hektar umfassende Anlage mit satt­

markierungen bis hin zu den Miniaturobe­

Kairo liegt auf hügeligem Terrain mit eini­

grünen Fairways, Bäumen, Blumen und

lisken mit Informationen zu den einzelnen

gen extremen Höhenunterschieden. Zeit­

künstlichen Lagunen. Drei 9-Loch-Runden

Löchern in Dreamland können Sie wirklich

weise bekommen Sie das Gefühl, auf dem

bilden den Parcours, so ergibt sich insge­

nicht übersehen, wo Sie gerade golfen,

Dach der Welt zu spielen.

samt ein Golfplatz mit 27 Löchern mit

nämlich ganz in der Nähe der berühmten

Fünf Minuten entfernt wurde 2010 das

gestaffelter Schwierigkeit (18 Loch, Par 72;

Pyramiden von Giseh. Es ist ein Traum in

neue 5-Sterne-De-luxe-Hotel Dusit Thani

9 Loch mit Flutlicht Par 33).

der Wüste. Der 1998 eröffnete 18-Loch-

LakeView Cairo in Betrieb genommen. Die­

www.solaimaneyah.com

Championship-Platz verführt Golfer zu

ses stillvolle, moderne Haus bietet 203

außergewöhnlichen

Langer,

luxuriöse Zimmer in ruhigem Ambiente

AMARANTE GOLF CITY

leicht hügeliger Platz mit schnellen Greens,

und besticht durch seine herausragende

Dieser 18-Loch-Platz wurde im Jahr 2000

sieben Seen, die einen schönen Kontrast

Lage. Der asiatische Stil überzeugt sowohl

eröffnet und ist weniger eine Golf-City als

zum goldenen Sand der Wüste bilden.

bei Design als auch in der Gastlichkeit.

vielmehr ein Golfparadies. Die perfekt

He­raus­forderungen entstanden durch Erd­

www.katameyaheights.com

gepflegten, sanft hügeligen Fairways und

wälle und Seen. Zwei der Seen bilden das

www.dusit.com

Greens machen das Golfspielen zu einem

Schlägen.

Grand-Stand-Finish für Loch 9 bezie­

besonderen Vergnügen. Es fehlt nicht an

hungsweise 18 direkt vor dem Hilton Pyra­

MENA HOUSE OBEROI GCC

Herausforderungen, die selbst beste Gol­

mids Hotel. Fast alle Zimmer des 5-Sterne-

Das mehrfach ausgezeichnete Traditions­

fer auf die Probe stellen.

Hotels haben Balkone mit Blick auf den

hotel Mena House Oberoi Kairo***** ist

www.amarantegolfcity.com

Golfplatz. Weiters auf der Anlage: ein

erste Adresse für Gäste, die Luxus lieben.

9-Loch-Par-36-Platz.

Von der Lobby des Hotels sind es nur zwei

GEZIRA SPORTING CLUB

www.dreamlandgolf.com

Minuten zum Platz. Und die Pyramiden von

Ägyptens ältester Golfplatz. In seinen

www.hilton.de/pyramids-golf

Giseh sind zum Greifen nah – da verlangt

Anfangstagen lag der 18-Loch-Platz inner­

es beim Spiel eine Menge Konzentration,

halb einer Pferderennbahn und grenzte an

MIRAGE CITY GOLF CLUB

um sich nicht vom einzigen erhaltenen der

Polofelder. In den 1960er-Jahren wurde der

JW MARRIOTT CAIRO

sieben Weltwunder ablenken zu lassen.

Golfplatz auf 9 Löcher reduziert. Er wird

Sattgrüne Fairways, exotische Vegetation,

Der Platz ist traditionsreicher Boden, einer

jedoch – durch doppelte Greens – weiter­

Seen, Wasserfälle, Teiche und sprudelnde

der ersten Plätze, die außerhalb Groß­

hin als 18-Loch-Platz (Par 70) genutzt.

Bäche lassen den wüstenöden Ursprung

britanniens

www.geziragolfclub.com

dieses herrlichen 18-Loch-Golfplatzes mit

1917. Momentan geschlossen, wird er

entstanden

sind,

nämlich

9-Loch-Executive kaum vermuten. Wenn

nach einem Umbau (Design: Robert Trent

ORANGE LAKES GOLF CLUB

sich ein Golfplatz als „Garten Eden“ be-

Jones Jr. und Bettina Schrickel) im Januar

Im Herbst 2008 eröffnet. Dieser 18-Loch-

zeichnen darf, dann dieser. Mit vier Ab-

2011 neu eröffnet.

Par-71-Wüstenplatz wurde um viele künst­

schlagboxen eignet sich der Platz hervor­

www.oberoimenahouse.com

liche Seen errichtet. Wasser kommt aber

ragend für Golfer aller Spielstärken. Die Krö­

nicht an allen Löchern ins Spiel, sondern

nung ist das palastartige Clubhaus, wo Sie

begleitet nur an der Seite.

sich im Restaurant oder an der Sportbar

www.orangelakesgc.com

verwöhnen lassen können. Das dazugehörige JW Marriott Hotel Cairo, 5-Sterne-Luxus­

KATAMEYA DUNES GOLF RESORT

hotel und Golfresort, liegt nur sieben Minu­

18-Loch-Championship, Fertigstellung 2010.

ten vom Flughafen und nicht weit von zahl­

www.katameyadunes.com

reichen Sehenswürdigkeiten entfernt direkt im Nobelviertel Heliopolis. Zu dem Gelände

THE ALLEGRIA

gehört auch ein Wasserpark mit Kairos

18-Loch-Platz, Fertigstellung Ende 2010.

einzigem Sandstrand. Kostenlose Shuttle­

www.allegriacairo.com

busse bringen Sie vom Hotel in die City von Kairo und zum größten Einkaufszentrum

NEW GIZA

der Hauptstadt, der City-Stars-Mall.

Noch in Bau, Fertigstellung 2010/11.

www.golf.jwmarriottcairo.com/golf

www.newgiza.com

www.marriott.de

www.flygolf.de  /


Golf in Kairo / Ă„GYPTEN / Golfer / 73

Mirage City Golf Club/JW Marriott Cairo.

Mirage City Golf Club.


7 4 / L u x o r O a s e / Roy a l V a lley G olf Cl u b / G o l f e r

Luxor Oase Waset, später Theben, uns heute bekannt als Luxor, die Stadt der Pharaonen am Nil, war stets der geografische Mittelpunkt des antiken ­Ägypten. Luxor steht für Luxus. Neben den alten Tempeln und Grabstätten der Herrscherdynastien entstanden in den letzten Jahren moderne Hotelanlagen, die feudalen Paläste der Gegenwart.

Text: Ernst Trestl Fotos: z. V. g.

Jolie Ville Mövenpick Luxor Resort.

/  Mildes, trockenes Klima, leichte, ange­

attraktiven Extras. Luxor ist nur vier Kilo­

nehm streichelnde Brisen und Temperatu­

meter vom Hotel entfernt und per Shuttle­

ren um 25 Grad schon im Januar. In Luxor

bus oder Schiff leicht zu erreichen. Zum

scheint das ganze Jahr über die Sonne –

Golfplatz fährt man etwa 20 Minuten.

ideal für sonnenhungrige Europäer, ein Platz zum Auftanken, Golfen in unmittel­

Royal Valley Golf Club

barer Nähe früherer Hochkultur. Mitten auf

Hier bilden die Namen der Pharaonen und

eine Insel im Nil platzierte die Mövenpick-

die Fairways eine wahrhaft königliche

Gruppe eine Luxusanlage, an der sogar die

Kombination. Die Champs schlagen von

alten Pharaonen Gefallen gefunden hätten.

den „King-Tut-Tees“ ab, die Damen von den

Über eine Brücke führt der Weg ins Jolie

„Nefertiti-Tees“, dazwischen liegen noch

Ville Mövenpick Luxor Resort, ein Bunga­

die „Ramses-II.-“ und „Sphinx-Tees“. Der

lowhotel mitten in einer Gartenanlage, mit

18-Loch-Golfplatz teilt sich in großzügige,

332 Zimmern, aufgeteilt auf 21 Pavillons.

durch einige Wasserhindernisse unterbro­

Die Ausstattung der Zimmer mit Bad oder

chene Fairways auf den ersten und hügeli­

Dusche, WC, Klimaanlage, TV und Minibar

ge Spielbahnen zwischen dichtem Rough

sowie zwei Restaurants und die obligate

auf den zweiten Neun.  /

Bar entsprechen internationalem Stan­ dard, der beheizbare Swimmingpool und

www.golfluxor.com

der Spielplatz samt Minizoo oder klassi­

www.jolieville-hotels.com

sche Folkloreabende zählen dagegen zu


7 6 / S p i e l a u f d e m V u l k a n / Te n e r i ff a / G o l f e r

SPIEL AUF DEM VULKAN Text: Christian Reichhold Fotos: Brigitte Wawrowsky, Peter Olschinsky, z. V. g.

Der mit den schwarzen Bunkern, wo kein Ball verloren gehen kann.

Teneriffa ist höchstwahrscheinlich der Mittelpunkt der Welt: Geografisch gehört es zu Afrika, ökonomisch und sozial zu Europa, dessen westlichen Zipfel es bildet. Außerdem ist es der südlichste Teil der EU – und irgendwie wohl auch der westlichste von Amerika. Für dessen Entdecker Kolumbus ­waren die Kanarischen Inseln das Ende der Welt, für Wissenschaftler bis vor 100 Jahren die Reste des versunkenen Atlantis. Ach ja, und man kann dort natürlich Golf spielen … /  Drei Tage Golfen auf Teneriffa ist an sich

Mag schon sein, dass Millionen Golfer

eine feine Sache – wäre da nicht die Qual

ohne ihre Schläger um die Welt reisen und

der Wahl, bleibt doch nicht Zeit für alle

sich jeweils vor Ort welche im Pro-Shop

Plätze … Real Club de Golf im Norden

ausborgen. Gut möglich sogar, dass ein

muss dabei sein, denke ich: 1932 gegrün­

ungewohnter Putter eine ausgezeichnete

det, der älteste der Insel; Costa Adeje

Ausrede für regelmäßige Dreier-Putts

natürlich auch, mit schwarzer Lavaasche

wäre. Oder ein andersartiger Driver für

in den Bunkern und dem angeblich herr-

zwei Mulligans an jedem Abschlag. Nichts

lichen Blick hinüber zur kleinen Nachbar-

für mich: Ich mache meine Dreier-Putts

insel La Gomera; Golf de Sur vielleicht

und Mulligans nur mit den Geräten, für die

auch noch; oder doch besser Amarilla

ich auch auf heimischen Plätzen gern

Golf, weil der entfernt an einen Schlager

be­lächelt werde: die kurzen mit einem

von Neil Sedaka erinnert …?

uralten, handgeschmiedeten S6 von F. H. Ayres, die etwas längeren mit den V.I.P.-

„Is this the way to Amarillo?“, dürfte sich

MacGregor-Hölzern aus dem einzigen

wohl auch mein Golfbag gedacht ha-

Material, das für solche Schläger zuge-

ben. Jedenfalls kam es nie in Teneriffa

lassen sein sollte: eben aus Holz!

an. Am „Lost & Found“-Schalter des Flug-hafens, der charmanterweise nach

Da der Suche nach Vergleichbarem in Anti­

Spa­niens Königin Sofia benannt ist, war

quitätenläden

man sich dieser mittelmäßigen Katastro­

Aussicht auf Erfolg beschert ist als in

phe nicht gleich bewusst, was zum einen

Pro-Shops, machte ich mich auf den

Teil an meinen (de facto nicht vorhande­

Weg. Denn so großartig die neu erbauten

erfahrungsgemäß

mehr

nen) Spanischkenntnissen, zum anderen

Hotelanlagen und Shoppingcenter in Los

an meiner Gestik gelegen haben mag

Cristianos, an der Playa de las Américas

(Hand aufs Herz: Wie würden SIE Golf­

und der Costa Adeje sein mögen, mit Anti­

schläger allein mit Händen und Füßen

quitäten hat man hier nicht viel am Hut;

beschreiben?).

bis in die 60er-Jahre war die Gegend –


S p i e l a u f d e m V u l k a n / Te n e r i ff a / G o l f e r / 7 7

Golf de Sur /  1

Golf Las Américas /  2

Abama Golf /  3


7 8 / S p i e l a u f d e m V u l k a n / Te n e r i ff a / G o l f e r

der Welt. Nicht zu vergessen die heimli­ chen Wappentiere der Insel: die Kanarien­ vögel … Und wenn man schon im Norden und der zweite Tag fast vorüber ist, ohne dass ein Lebenszeichen von meinem Bag gekom­ men wäre, dann muss man schweren Her­ zens wohl auch Golf del Peñón auf dem Weg nach Santa Cruz im Osten links liegen Buenavista Golf /  4

lassen … die Hauptstadt, fernab aller Tene­ riffa-Klischees, öffnet sich dem flüchtigen Besucher frühestens auf den zweiten

abgesehen von ein paar kleinen Fischer­

größten Kanarischen Insel geschützte

Blick, falls der zufällig auf die Plaza de la

dörfchen – praktisch unbewohnt, heute ist

Zone ist, und mit 3,5 Millionen Besuchern

Iglesia fällt, die noch ansatzweise so was

sie das pulsierende Zentrum des Teneriffa-

im Jahr ist das mondlandschaftsartige

wie das Flair einer alten Kolonialstadt ver­

Tourismus mit 330 Tagen Sonne im Jahr.

Naturschutzgebiet rund um den Teide

sprüht. Und der von César Manrique ent­

Kein Wunder also, dass hier, im Süden der

Teneriffas beliebteste Fremdenverkehrs­

worfene Parque Marítimo mit dem an das

Insel, in den letzten 20 Jahren auch die

attraktion. Und Gipfelstürmer haben mit

Opernhaus von Sydney gemahnenden

meisten Golfplätze entstanden sind.

Spaniens höchstem Berg, dem 3718 Meter

Auditorium soll nächstes Jahr wieder in

hohen Pico del Teide, relativ leichtes Spiel,

altem Glanz erstrahlen.

Einer von ihnen ist Costa Adeje, der mit

führt doch eine Seilbahn bis 163 Meter

den schwarzen Bunkern, wo kein Ball ver­

unter den Kraterrand des Vulkans, der

loren gehen kann. Früher war der Platz

nach wie vor aktiv ist (obwohl die letzten

auch abseits von Sonne, Sand, Meer und

eine Bananenplantage, doch das war

größeren Eruptionen zuletzt 1798 stattge­

Golf so viel zu bieten hat, dass ich auf dem

(nachdem die Touristen Teneriffa entdeckt

funden haben)!

Weg zurück am Flughafen beinahe verges­

hatten – und umgekehrt!) irgendwann

Immerhin gut zu wissen, dass Teneriffa

sen hätte, mich nach dem Verbleib des

nicht mehr so rentabel – so wie davor

Botaniker sind von der Frühlingsflora im

entschwundenen Golfbags zu erkundigen.

schon der Zuckerrohrexport, die Kakteen­

Nationalpark hin und weg, Zoologen hin­

Der Herr beim „Lost & Found“-Schalter

schildläuse, aus denen ein roter Farbstoff

gegen von den Grindwalen und Flaschen­

erkannte mich gleich an der Gestik, konnte

(zum Beispiel für Campari) gewonnen

nasendelphinen vor der Westküste. Bei

mir aber genauso wenig helfen wie schon

wurde, oder die Tomatenindustrie. Der ver­

den Veranstaltern der Bootsausflüge hat

drei Tage zuvor bei der Einreise.

dankt die Insel heute eines ihrer interes­

mittlerweile auch eine Art „sanfter Touris­

santesten Kulturzentren: Vor einigen Jah­

mus“ Einzug gehalten: Zur Beobachtung

Es verging ein Monat, dann klingelte es an

ren erwarb der in Österreich geborene

rückt man den Tieren nicht mehr zu knapp

meiner Tür, und eine freundliche kleine

Hotelier Wolfgang Egger unweit der neuen

an die Flossen. Man hat erkannt, dass die

Dame überreichte mir ein frisch am Vienna

Ferienregion eine aufgelassene Tomaten­

Pflege ihres natürlichen Verhaltens wich­

Airport gelandetes Golfbag – völlig ver­

farm und baute sie zur Finca del Arte um.

tiger ist als eine Umerziehung in eine Art

dreckt zwar, aber doch entfernt an jenes

Regelmäßig ver­anstaltet er in der ehemali­

überdimensionaler, aufdringlicher Stadt­

erinnernd, das offensichtlich nicht nach

gen Fabrik Konzerte, Theaterabende und

tauben. Daher kein Anfüttern – aber auch

Teneriffa wollte. Stattdessen hatte es mitt­

Vernissagen, oft in Zusammenarbeit mit

keine Garantie, „Flipper“ auch wirklich in

lerweile eine Odyssee von Spanien über

namhaften Künstlern aus seiner alten

freier Natur zu begegnen.

Bolivien und Mexiko bis zurück nach Wien

Heimat – wie Arnulf Rainer, der selbst seit

hinter sich. Auf meiner nächsten Golfreise

vielen Jahren seine Winter auf Teneriffa

Die gibt’s dafür im Loro Parque in Puerto

werde ich es wieder einchecken, und mit

verbringt.

de la Cruz: Neben Delphinen und Orcas

etwas Glück kommt es danach als das am

sieht man in diesem lebenden Naturkunde­

weitesten gereiste Bag der Welt ins Buch

Oft wird – ob des angeblich so gewaltigen

museum auch Gorillas, Seelöwen, weiße

der Rekorde …  /

Touristenstroms, in dem einzelne Gepäck­

Tiger und rosa Flamingos, Pinguine im

stücke bekanntlich leicht untergehen kön­

Kunstschnee auf 12 Tonnen Eis und den

www.gulet.at

nen – vergessen, dass fast die Hälfte der

mit 3600 Vögeln größten Papageienpark

www.laudaair.com


S p i e l a u f d e m V u l k a n / Te n e r i ff a / G o l f e r / 7 9

1  /  Golf de Sur Die 27-Loch-Anlage in Flughafennähe ist landschaftlich eine Oase mit Palmen, riesigen Kakteen, breiten Fairways sowie großen Greens. Mit schwarzem Lavasand gefüllte Bunker erfordern große Präzision. www.golfdesur.es 2  /  Golf Las Américas Seine Lage in einem Naturamphitheater mit Aussicht auf das Meer ist besonders attraktiv, und die nahen Hügel bieten einen guten Schutz gegen den Wind. Seen Amarilla Golf /  5

und Wassergräben schaffen eine reizvolle Atmosphäre. www.golf-tenerife.com 3  /  Abama Golf 22 Seen, 25 000 Palmen und eindrucks­ volle Wasserfälle – ein anspruchsvoller Parcours. Von fast jedem Loch bietet sich ein herrlicher Ausblick auf den Atlantik. www.abamahotelresort.com 4  /  Buenavista Golf Der von Severiano Ballesteros entworfene Platz wird häufig mit dem weltberühmten Pebble Beach verglichen. Die Anlage befin­ det sich im äußersten Nordwesten in unmittelbarer Küstennähe. www.buenavistagolf.es

Golf Costa Adeje /  6

5  /  Amarilla Golf Charakteristisch für diese Anlage sind die Kontraste: Berglandschaften, Steilhänge und die direkte Lage am Atlantik. Kleine Greens und hügelige Fairways machen das Golfspiel abwechslungsreich. www.amarillagolf.es 6  /  Golf Costa Adeje Kleine Plateaus und Steinmauern, das Erbe alter Bananenplantagen und die Bereiche aus schwarzem Vulkansand kennzeichnen den Platz im Süden Teneriffas. www.golfcostaadeje.com 7  /  Tecina Golf Aufgrund der Lage stellt der Platz auf La Gomera eine Ausnahme dar. Die terrassenförmig angelegten Spielbahnen führen

Tecina Golf /  7

durch ein Blumenmeer den Hang hinab. www.tecinagolf.com


8 0 / B a l s a m f ü r K ö r p e r u n d S e e l e / H o t el L a s M a d r i g u e r a s / G o l f e r

balsam für körper und seele Text: Brigitte Wawrowsky Fotos: z. V. g.

Angenehm zu nächtigen, überall persönlich mit Namen begrüßt zu werden und nach dem Frühstück mit einem eigens für Sie bereitgestellten Kart direkt zum Golfplatz zu fahren. Ihre Golfschuhe sind geputzt, die gesäuberten Schläger im Bag und bereits am Kart, und Sie fahren aus der Hotelgarage direkt zum ersten Tee. Sie sind entspannt und privilegiert, denn für Sie als Hotelgast ist selbstverständlich täglich eine Primetime-Tee-Time reserviert. /  Diesen Traum von einem optimalen

Landschaft eingegliedert und bietet einen

Golf­urlaub erleben Sie tatsächlich im Fünf­

herrlichen Blick auf den Atlantik und die

sternehotel Las Madrigueras inmitten der

Insel La Gomera.

beeindruckenden Golfanlage Las Améri­

Haben Sie sich nicht auch schon beim Träumen vom perfekten Urlaub ertappt?

cas. Der Platz bestand nämlich schon, als

Die 49 Superior-Doppelzimmer sowie acht

sich die Eigentümer entschlossen, rund­

mondänen Suiten mit ihren großzügigen

herum eine dem hohen Standard des Golf­

Terrassen laden geradezu zum Relaxen

platzes entsprechende Hotelanlage zu

und Träumen ein. Das Design erinnert an

errichten. Ambitionierte Golfer, die zwar

maurische Paläste. Dezente Farben und

den Fokus auf den Sport legen, jedoch

edle Materialien, klassische Möbel und

auf eine komfortable Unterbringung und

Teppiche vermitteln Eleganz und Luxus

besondere Individualität keinesfalls ver­

und sorgen dafür, dass man am liebsten

zichten möchten, finden im Süden Tenerif­

gar nicht wieder abreisen möchte. Der

fas dieses kleinere, dafür aber umso exklu­

Blick aus den Zimmern ist entweder in

sivere Luxushotel vor.

Richtung Golfplatz oder Poolanlage des Hotels gerichtet. Natürlich fehlen weder

Schon bei der Planung legten die Architek­

Telefon, Hi-Fi- und Klimaanlage, Satelliten-

ten viel Wert auf erlesenen Stil und höchs­

TV, Minibar und Safe noch eine spezielle

ten Komfort, auf kleine wichtige Details,

Kopfkissenauswahl und ein 24-Stunden-

die in größeren Häusern oft übersehen

Zimmerservice. Es bleibt unvergesslich in

werden. Nicht die Größe stand im Vorder­

Erinnerung, sich bequem auf den Sonnen­

grund, sondern Qualität und ein außerge­

liegen mit einem Sundowner und bei

wöhnliches Ambiente. Und das ist bestens

dezenter Musikuntermalung aus der Hi-Fi-

gelungen. Die dreistöckige, im Kolonialstil

Anlage auf das bevorstehende Abend­

errichtete Anlage ist fantastisch in die

essen einzustimmen.


B a l s a m f Ăź r K Ăś r p e r u n d S e e l e / H o t el L a s M a d r i g u e r a s / G o l f e r / 8 1


8 2 / B a l s a m f ü r K ö r p e r u n d S e e l e / H o t el L a s M a d r i g u e r a s / G o l f e r

Schatten der Sonnenschirme oder bei einem erfrischenden Bad im idyllisch gele­ genen Außenpool. Und eine Snack- und eine Poolbar dürfen im perfekten Ambiente natürlich auch nicht fehlen. Der Golfplatz ist vom Hotel aus bequem mit dem Kart zu erreichen. So ersparen Sie sich gänzlich eventuelle Wartezeiten im Clubhaus. Wie ein sanft abfallendes Amphi­ theater präsentiert sich der außergewöhn­ liche Championship Course den Golfern. Der 18-Loch-Golfplatz Las Américas liegt an einem leicht halbkreisförmigen Hang, der sich zum Meer hin öffnet. Die umlie­ genden Hügel bieten einen ausgezeich­ neten Windschatten. Diverse Seen und Schluchten lockern das Landschaftsbild der Anlage optisch auf, flößen jedoch so manchem Golfer gehörig Respekt ein. Abwechslungsreiche Spielbahnen, flan­ kiert von Baumreihen und den bereits erwähnten Wasserhindernissen, fordern selbst Golfer mit niedrigem Handicap. Gastronomisch kann diese Anlage gleich mit zwei Restaurants aufwarten. Auf eine

Hotelgäste

leichte Mahlzeit zu mittäglicher Stunde ist

Greenfee-Ermäßigungen und jeweils einen

man im „Belle Vue“ spezialisiert, während

kostenfreien Buggy pro Zimmer. In den

das „Bogey“ mit köstlichen Abendmahlzei­

Monaten Mai bis Oktober ist das Greenfee

ten romantisch bei Kerzenschein aufwar­

im Zimmerpreis inkludiert.

erhalten

saisonabhängige

tet. Der wunderbare Abend endet für Sie stilvoll an der „Piano-Bar“ mit einem klei­

Sollte es Ihnen in der herrlichen Hotel­

nen Drink bei lauschiger Musik oder einer

anlage doch einmal zu eng werden, erkun­

Partie Billard.

den Sie doch einfach die Shopping Malls

Um jedoch nicht nur für das leibliche Wohl

bung. Es könnte allerdings sein, dass es Sie

und Tapas-Bars in der näheren Umgezu sorgen, sondern auch die Seele zu ver­

schon nach kurzer Zeit in die wundervolle

wöhnen, stehen in der Hotelanlage ein

Abgeschiedenheit des Las Madrigueras

beheiztes Schwimmbad, Solarium, Sauna­

zurückzieht.  /

landschaft, türkisches Bad sowie ein Fit­ nessraum zur Verfügung. Ein wirklich fan­

www.lasmadrigueras.com

tastisches Massageprogramm sowie ein

www.airtours.de

Friseursalon runden das Wohlfühlpaket

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perfekt ab. Tagsüber oder nach der

www.gulet.at

Golfrunde wollen Sie sicher die Sonne

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genießen – gemütlich auf der Terrasse im


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8 4 / W o h l f ü h l o a s e a m R o t e n M e e r / Rob i n s o n Cl u b Som a B a y / G o l f e r

Wohlfühloase am Roten Meer Text: Gerhard Weiß Fotos: Lukas Dostal, z. V. g.

Ägypten lockt mit seinen schönsten Seiten. An einem fantastischen Unterwasser- und Baderevier liegt der Robinson Club Soma Bay am Roten Meer, Oase und Idyll, abseits jedes Touristentrubels. Die beliebte Anlage präsentiert sich rundum in frischem Glanz. Der Club ist nach aufwendigen Renovierungs- und Umbauarbeiten wiedereröffnet und erweist sich als eine der begehrtesten Attraktionen der exklusiven Urlauberoase am Roten Meer.

/  Türkisblaues Wasser, rot leuchtende

Im neuen WellFit®-Bereich sind Fitness­

rück. Ungefähr 20 Minuten entfernt liegt

Gebirgszüge, Palmen und endlos schei­

center, Group-Fitness-Raum, Indoor-Cyc­

die neueste Golfanlage der Region, Madi­

nende breite Strände: An diesem beson­

ling, Power-Plate, Dampfbad, Sauna (mit

nat Makadi Golf. Die Spielbahnen zeichnen

ders attraktiven Fleckchen Erde könnte

Panoramablick) und Chill-out-Bar einge­

sich durch modernes Layout aus. Von fast

man sich den ganzen Tag am, im und unter

richtet. Dazu ein zusätzlicher Ruhepool

allen Löchern hat man eine wunderschöne

Wasser aufhalten. Beim Relaxen unterm

nur für Erwachsene. Ein sagenhaftes

Aussicht auf das Gebirge einerseits, sowie

Sonnenschirm. Bei Beachvolleyball, Fuß­

Sport­angebot und die typische Robinson-

das Rote Meer andererseits.

ball oder Boccia mit neuen Freunden. Beim

Club-Atmosphäre garantieren zufriedene

Geführte Ausflüge bieten die (entgeltli­

Baden im kristallklaren Meer. Beim Segeln,

Gäste das ganze Jahr über. Die Robinson-

chen) Robinsonaden: Mit dem Flugzeug

Kiten, Surfen im schönsten Revier. Beim

Tauchbasen und Partnerunternehmen sor­

nach Alexandria oder in die Weltmetropole

Schnorcheln und Tauchen. Ein faszinieren­

gen für hochwertiges Equipment, bieten

Kairo und zu den Pyramiden. Entdeckungs­

des Korallenriff ist der Bucht vorgelagert,

Bootsfahrten zu interessanten Tauchgrün­

fahrten zu den Pharaonengräbern nach

und ganz in der Nähe liegt eines der

den und qualifizierte Kurse. 70 Surfboards,

Luxor. Geländewagen- und Quadtouren

schönsten Unterwasserreviere der Welt.

Naish-Riggs und 8 Katamarane stehen für

durch die Wüste mit Versorgung und Näch­

Surfer und Segler bereit.

tigung in Beduinencamps. In Kombination

Im landestypischen Stil gebaut, erstreckt

mit dem Aufenthalt im Robinson Club

sich die Clubanlage über 120 000 Quad­

Für Golffreunde gibt es wenige Minuten ent­

­Soma Bay ist auch eine achttägige Nil­

ratmeter zwischen Wüste und Meer und

fernt den Cascades Champion Course,

kreuzfahrt mit komfortablen Schiffen der

grenzt unmittelbar an einen breiten, flach

­einen von Gary Player designten Meister­

Travcotel-Flotte buchbar. Und auch „da­

abfallenden Strand. Alle 280 Zimmer im

schaftsplatz der internationalen Spitzen­

heim“, im Club, kann man nachhaltig

Club sind renoviert, klimatisiert und be­

klasse. Die exponierte Lage macht ihn so

Erlebnisse und Impressionen sammeln.

heizbar. Die Unterkünfte wurden aufge­

einzigartig. Einige Bahnen führen direkt am

Genießen Sie: den glutroten Himmel beim

stockt und mit großzügigen Suiten er­

Meer entlang. Für Spieler ohne Handicap

Sundowner; das Abendbuffet mit tausend

gänzt. Auch die kulinarische Zone im

oder Platzreife eignet sich bestens der

Köstlichkeiten; die Show im Theater; die

Haupthaus wurde erweitert. Man genießt

9-Loch-Golfplatz. Neben dem Platz befin­

Beach-Party im Mondschein.  /

nun Frühstück mit Show-Cooking und die

det sich die Golfakademie mit allen erdenk­

überaus opulenten Buffets auch auf der

lichen Übungsmöglichkeiten. Ein perma­

www.robinson.com

überdachten Terrasse mit Blick auf die drei

nenter Shuttle bringt die Gäste vom Hotel

www.tui.at

Pools und das Meer.

zum Platz und nach der Runde wieder zu­

www.laudaair.com


W o h l f 端 h l o a s e a m R o t e n M e e r / Rob i n s o n Cl u b Som a B a y / G o l f e r / 8 5

The Cascades.

Madinat Makadi Golf.


8 6 / R o b i n s o n C l u b C a l a S e r e n a / M A L L O RCA / G o l f e r

MALLORCAS GOLDKÜSTE Text: Gerhard Weiß Fotos: z. V. g.

Robinson hat sich ein besonderes Plätzchen an der Cala d’Or, der Gold­küste Mallorcas gesichert: An der malerischen Felsküste im Südosten der Balea­reninsel liegt das 120 000 Quadratmeter große Clubgelände auf einer Halbinsel direkt am Meer – neue Gebäude im mallorquinischen Stil mit mediterranem Garten, Felsklippen, kristallklarem Meer und kleiner Bucht mit feinem Sand. Urlaubsgefühle? Auf in den Robinson Club Cala Serena!

/  Zwischen den Klippen, unter Pinien auf

Umfeld, in dem Relaxen, Unterhaltung und

sandigem Boden ganz knapp am Wasser

Spaß, Aktivität und Erholung den Urlaubs­

Vom Club sind es nur zwei Kilometer bis

sind Liegestühle vorbereitet. Zeit zum Ent­

genuss garantieren.

zum pittoresken Hafenort Cala d’Or. Es

spannen. Sonnen. Dem Meer lauschen und

Entdeckungsfahrten

gibt nur wenige Küstenstriche, an denen

zur Erfrischung ins türkisblaue Wasser

Genuss mit allen Sinnen

die Harmonie zwischen Land und Meer

gleiten. Man kann den rundum erneuerten

Außerordentlich ist – eigentlich auch Mar­

und der mediterrane Charakter besser zur

Club aber auch sportlich genießen: als Ten­

kenzeichen des Clubs – das kulinarische

Geltung kommen. Zudem hat man hier

nisrevier. Als Golfparadies. In der Kraft­

Angebot. Das Buffet im Hauptrestaurant

landschaftsverträglich flach gebaut, im

kammer oder im Tauchgang. Beim Nordic

mit

bietet

sogenannten Ibiza-Stil: niedrige, villenähn­

Skating oder auf der Laufstrecke. Mit dem

enorme Vielfalt. Da werden schmackhafte,

liche Gebäude mit üppigen Gärten. Ein

Mountainbike oder auf einer Harley (ja,

auf gesunde Ernährung ausgerichtete

weiteres Ausflugsmuss ist Cala Figuera,

hier gibt es Gelegenheit, wieder einmal

Speisen vor aller Augen frisch zubereitet.

ein ehemaliger Fischerort, einer der

oder erstmals die Kultmaschine zu fah­

Hier herrscht Stimmung wie auf einem

schönsten Plätze Mallorcas mit einer fjord­

ren). Man kann wandernd, bikend oder

offenen Food-Market.

ähnlichen, sich teilenden Bucht und steil

„Front

Cooking“-Stationen

motorisiert die besten Aussichtspunkte

aufragenden Kalksteinfelsen, in die stol­

der malerischen Felsküste oder idyllische

Das „La Tasca“ bietet im typisch spani­

kleine Badebuchten entdecken, den Puig

schen Ambiente wohlschmeckende Tapas,

stimmungsvollste Hafen der Insel ist Treff­

Gros besteigen oder auf dem Rücken von

Tagesspezialitäten und besondere spa­

punkt auch für junge Menschen, die in den

Shettys und Großpferden (Reitstall zehn

nische

Genießerrestaurant

gemütlichen Kneipen die Nacht zum Tag

Kilometer weiter) Ausflüge in den Natur­

„L’Anima“ mit Blick über Pool und Meer

machen. In den Höhlen von Porto Cristo,

park Cala Mondragó unternehmen.

gibt’s auf Bestellung ein Fünfgangmenü

im größten Tropfsteinhöhlensystem der

(unter anderem feine Fischgerichte) mit

Balearen, kann man auf einer Bootsfahrt

Bestes Club-Feeling

erlesenen Weinen – die stilvolle Art, etwas

die mächtigen Karstkathedralen bestau­

280 äußerst komfortable Zimmer bietet

anzusetzen. Nach dem kulinarischen Akt

nen. Teilnehmer der Robinsonaden lernen

der Club, verteilt auf die inseltypisch

kann man ja beim Tanz im Barbereich und

auf geführten Touren die schönsten Teile

gebauten Gästehäuser. Es gibt draußen

im Nightclub das Zuviel abtrainieren. Tags­

der Insel kennen.  /

zwei große Poolanlagen, ein Indoorpool ist

über empfehlen sich sportliche Wettbe­

Weine.

Im

lenartig Anlegeplätze geschlagen sind. Der

beheizt. Theater mit täglich wechselndem

werbe in fröhlicher Runde, Beachvolley­

ROBINSON CLUB CALA SERENA

Programm, gemütliche Bars, eine großzü­

ball, Fußball, Group-Fitness, Body-&-Mind-

www.robinson.com www.tui.at

gige WellFit -Oase, Dancefloor und Night­

Programme mit Pilates, Stretch & Relax

club, ein Atelier für Kreative und ein Robin-

oder ein paar Extraschwünge auf dem

Store sichern das typische Robinson-

haus­eigenen Drivingrange.

®


R o b i n s o n C l u b C a l a S e r e n a / M A L L O RCA / G o l f e r / 8 7

GOLF VALL D’OR 18 Loch, Par 71, 5320 Meter. Der Platz liegt sieben Kilometer vom Robin­son Club Cala Serena an der Südost­ küste Mallorcas bei S’Horta zwischen den Orten Cala d’Or und Portocolom. Sehr schöne Lage, etwas erhöht mit prächtigen Ausblicken auf das Meer. Mittelschwer, durch eine leichte Meeresbrise angenehm zu spielen, auch an heißen Sommertagen. Besonderheit: Der Parcours präsentiert sich in zwei sehr unterschiedlichen Teilen. Die ersten neun Löcher sind eng und haben hügelige Fairways, umgeben von Pinien­ wald, Mandel- und Olivenbäumen, und füh­ ren zum Teil durch Schluchten – oder sind auch Blind Holes. Die zweiten neun sind flacher, offener und fallen zum Meer ab. www.valldorgolf.com Weitere Robinson-Partnergolfanlagen: MARRIOTT SON ANTEM 36 Loch, 40 Minuten entfernt CANYAMEL GOLF 18 Loch, 40 Minuten entfernt PARK PUNTIRÓ 18 Loch, 40 Minuten entfernt SON GUAL 18-Loch-Meisterschaftsplatz nahe Palma, 40 Minuten entfernt CAPDERA GOLF 18 Loch, 45 Minuten entfernt


8 8 / R o b i n s o n C l u b Q u i n t a d a R i a / A L G AR V E / G o l f e r

WILLKOMMEN IM PARADIES Text: Gerhard Weiß Fotos: Atelier Olschinsky, z. V. g.

Eine Küstenlandschaft, noch weitgehend verschont vom touristischen Verbau: So präsentiert sich die Ostalgarve. Nahezu paradiesische Verhältnisse, was die Bewahrung der Naturschätze betrifft. Hier läuft alles anders, ruhiger. Hier lässt’s sich leben und genießen.

/  2008 entstand das erste Projekt von

und -Köchen und vor den Augen der Gäste

Hier stören keine Häuser, Villen oder Apart­

Robinson an der Algarve. Der Club Quinta

frisch zubereitet: ein grandioser Mix aus

ments. Sie spielen völlig frei in einem fantas­

da Ria ist das Golfjuwel schlechthin. Es

bodenständigen Spezialitäten und feiner

tischen Ambiente zwischen Atlantischem

blinkt und blendet nicht, sondern hat ein­

internationaler Küche sowie Kostproben

Ozean und dem Schutzgebiet Ria Formosa

fach eine angenehme Ausstrahlung. In

von besonders delikaten Gerichten.

– mit beeindruckender Sicht aufs Meer und

den Farben ganz in Natur- und Erdtönen

der prächtigen Natur rundherum.

gehalten, modern und unaufdringlich in

Durchhängen leicht gemacht

der Architektur. Dazu passt auch ein

Die Ermüdungserscheinungen nach der

Quinta de Cima (18 Loch, Par 72)

Meer von ständig wechselnden Blüten,

Golfrunde kann man im frischen Wasser

Es ist ein Championship-Course mit Atmo­

duftenden exotischen Sträuchern, Palmen

der coolen Poolanlage bekämpfen oder am

sphäre. Ein Garten Eden selbst in der üppi­

und uralten Bäumen in der parkähnlichen

blitzblauen Becken auf Sonnenliegen die

gen Golflandschaft der Algarve. Quinta de

Anlage.

Siesta zelebrieren. Übrigens sorgt sich

Cima erstaunt schon durch sein fantasti­

Robinson auch um die Kleinsten. Wer sei­

sches Layout. Architekt William „Rocky“

Komfort in exklusiver Lage

nen Winzling an die Algarve mitnimmt,

Roquemore hat die Kleinode der Land­

Die 285 Zimmer gibt es als Doppelzimmer,

bekommt ein Babyset angeboten. Schließ­

schaft behutsam in den Course mit einbe­

Apartments oder Suiten in vier Kategorien,

lich heißt es ja: „Baby, wir sind im Club.“

zogen: Eine ganz Reihe von Seen, verbun­

alle mit Balkon oder Terrasse. Der neueste

den

durch

ständig

fließende

Bäche,

aller Robinson-Clubs liegt an der Sand-

Abendprogramm

Dämme und uralte, knorrige Bäume sind

und Felsküste der Südostalgarve inmitten

Von einem unterhaltsamen Abend hat

für den passionierten Golfer gleichzeitig

zweier der bedeutendsten Golfplätze Por­

jeder seine eigene Vorstellung. Was dem

Augenweide und Herausforderung.

tugals: Quinta da Ria und Quinta de Cima.

einen sein Naturspektakel, ist der anderen

Sportive Allrounder haben die Qual der

ihre Show im Theater. Die einen genießen

Dass diese beiden Plätze nicht nur für

Wahl zwischen vier Tennisplätzen, Lauf-

die Abendstimmung bei einem Spielchen

Urlaubsgolf maßgeschneidert sind, zeigt

und

Beachvolleyball-

Backgammon, die anderen lassen bei

das jährliche Trainingslager der ÖGV-

Court, Kleinfeldfußball oder einer Bike-

einem köstlichen Sundowner und leichter

Kader. Hier holen sich die Besten der Bes­

Station, die Räder verleiht und Trips orga­

Musik ganz entspannt die glutrote Sonne

ten Österreichs bei herrlichen Trainings-

nisiert. Dazu gibt es auch indoor fast

im Meer versinken. Wie schön, dass bei so

bedingungen den letzten Schliff für die

jede Bewegungsart, Fitness-, Aerobic- und

viel Zeit für Gefühle auch das Gefühl für die

kommende Saison.  /

Dancing-Angebote und zum Relaxen ein

Zeit entschwindet.

Walkingstrecke,

WellFit®-Spa mit allem Komfort.

ROBINSON CLUB QUINTA DA RIA Golferglück im Reservat

P-98900-057 Vila Nova de Cacela

Augenschmaus & Gaumenkitzel

Quinta da Ria (18 Loch, Par 72)

QuintaDaRia@robinson.de

Wie bei allen Robinson-Clubs wird auch im

Quinta da Ria ist die erste von zwei großarti­

www.robinson.com

Quinta da Ria besonderes Augenmerk auf

gen Golfanlagen im Sotavento. Ein großer

www.quintadariagolf.com

die Küche gelegt. Alle Speisen werden von

Teil dieser pittoresken Küste der Ostalgarve

www.tui.at

unzähligen gut gelaunten Club-Köchinnen

ist als Naturreservat für immer geschützt.

www.laudaair.com


R o b i n s o n C l u b Q u i n t a d a R i a / A L G AR V E / G o l f e r / 8 9


9 0 / LAU D A AIR / F L Y & G olf / G o l f e r

Sommerflugplan 2010

Fly & golf Der beste Weg in den Golfurlaub, und das Golfbag fliegt gratis mit!

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Antalya

Málaga

Teneriffa

Belek, zirka eine Autostunde von Antalya

Die Costa del Sol, zu Recht auch Costa del

Die Kanareninsel verfügt mittlerweile über

entfernt, ist das Golfparadies schlechthin.

Golf genannt, ist seit 20 Jahren das Golf­

sieben Golfanlagen. Von allen Plätzen hat

Die mittlerweile 15 Plätze bieten Kurse für

mekka Europas. Von Málaga bis Soto­

man einen fantastischen Ausblick auf den

Golfer aller Spielstärken. Neben den bis­

grande befinden sich mehr als 60 Golf­

Atlantik. Wer im Süden Urlaub macht,

herigen Parklandkursen gibt es seit dem

anlagen. Jede dieser Anlagen hat ihren

sollte unbedingt bei einem Ausflug nach

Vorjahr den ersten Links-Course. Lykia

Reiz. Das reicht von einer angenehmen täg­

Buenavista Golf spielen. Dieser Platz wird

Links Golf Antalya, der einzige Links-

lichen Bespielbarkeit für Einsteiger bis zu

auch als das Pebble Beach Europas

Course auf mediterranem Gebiet, designt

ganz besonderen Herausforderungen auf

bezeichnet – und das zu Recht: Hier spürt

vom weltberühmten amerikanischen Ar-

den vielen hervorragenden Championship-

man deutlich die Naturgewalt, allein vier

chitekten Perry O. Dye. Selbst für den ver­

Plätzen. Der bekannteste Platz ist Club de

Greens liegen direkt am Klippenrand mit

siertesten Golfer strahlt diese Anlage das

Golf Valderrama, wo 1997 der Ryder Cup

Blick auf die Brandung. Zu empfehlen ist

besondere Flair eines Links-Course aus.

stattfand. Wer die Möglichkeit hat, auf die­

auch ein Besuch auf der Nachbarinsel

Lauda Air fliegt bis zu achtmal pro Woche

sem Platz zu spielen, wird bei jedem Schlag

La Gomera, wo sich die 18-Loch-Anlage

von Wien, bis zu zweimal pro Woche von

höchste Konzentration benötigen.

Tecina Golf befindet. Wie Serpentinen

Graz und einmal pro Woche von Inns-

Lauda Air fliegt einmal pro Woche von

schlängeln sich die Fairways die Hänge

bruck, Linz und Salzburg.

Wien nach Málaga.

und Terrassen zur Steilküste hinab. Von

·······································································

·······································································

fast allen Löchern hat man einen fantasti­

Hurghada

Faro

schen Blick auf Teneriffa.

Aufgrund der ausgezeichneten klimati­

Die Algarve hat sich in den letzten Jahren

Lauda Air fliegt einmal pro Woche von

schen Bedingungen ist für Golfer Ägypten

als begehrtes Golfziel etabliert. Zu den

Wien nach Teneriffa.

immer eine Reise wert. In der Nähe von

bekannten Plätzen westlich von Faro ist an

·······································································

Hurghada befinden sich drei sehr schöne

der Ostalgarve ein besonderes Golfjuwel

Golfanlagen. Der auf der Halbinsel Soma

entstanden. Der 2008 eröffnete Robinson

Bay gelegene Championship Course Cas­

Club Quinta da Ria liegt inmitten des größ­

cades Soma Bay bietet unvergessliche

ten Naturschutzgebiets von Portugal,

Ausblicke auf das kristallblaue Wasser des

umgeben von zwei wunderschönen Golf­

Roten Meers. Zwischen Soma Bay und

plätzen. Die 18 Löcher des Quinta da Ria

Hurghada liegt auf einer Anhöhe die

spielt man entlang dem Atlantischen

neues­te Golfanlage, Madinat Makadi Bay.

Ozean. Der zweite Platz, Quinta de Cima,

Dieser Platz liegt nicht direkt am Meer, ist

erstaunt durch sein fantastisches Layout.

dem Wind weniger ausgesetzt und zeich­

Eine Reihe von Seen, Bächen und knorri­

net sich durch sein modernes Design aus.

gen Bäumen ist für den Golfer gleichzeitig

Lauda Air fliegt bis zu zweimal pro

Augenweide und Herausforderung.

Woche von Wien und einmal pro Woche

Lauda Air fliegt ab 30. Juni einmal pro

von Innsbruck nach Hurghada.

Woche von Wien nach Faro.

www.laudaair.com


L A U D A A I R / F L Y & G o lf / G o l f e r / 9 1

Faro/Quinta da Ria.

SALZBURG LINZ INNSBRUCK

408 LOCH

FARO

WIEN GRAZ

891 LOCH

279 LOCH

ANTALYA

MALAGA

171 LOCH

54 LOCH

TENERIFFA HURGHADA

Lauda Air bietet an Bord hervorragendes

selbstverständlich an allen österreichi-

gratis mit! Bitte dieses gleich bei der

Do&Co-Catering, dazu werden antialkoho-

schen Flughäfen sowie am CAT-Bahnhof

Buchung unter „Sonderwünsche“ anmel-

lische Getränke sowie Wein und Bier kos-

Wien-Mitte zur Verfügung.

den oder bei der Hotline 0820 320 321

tenlos serviert. Bei Flügen ab 2 Stunden

bekannt geben. Sollten Sie Ihre Reise im

und 20 Minuten haben Sie sogar die Qual

Mit nur vier Klicks kann schnell und

Reisebüro buchen, bitte auch hier nicht

der Wahl und müssen sich zwischen zwei

benutzerfreundlich eine große Auswahl

vergessen, das Golfbag entsprechend

köstlichen Menüs entscheiden Auf allen

an

anzugeben.  /

Lauda-Air-Flügen können Miles-&-More-

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Pauschalmeilen gesammelt werden. Ein

Ein besonderes Zuckerl für alle Golfer:

bequemer

Ein Golfbag pro Person darf bei Lauda Air

Vorabend-Check-in

steht

beliebten

Golfdestinationen gebucht

auf

werden.


9 2 / L y k i a – e i n e K l a s s e f ü r s i c h / L ykia G o lf R es o rt / G o l f e r

Text: Ernst Trestl Fotos: z. V. g.

Lykia – eine Klasse für sich Die türkischen Golflandschaften wachsen und wachsen. Das ist gut so. Denn immer mehr Wintergeschädigte nutzen die kurze Anreise und verbringen ihre Golfurlaube im Süden der Türkei. Seit vorletztem Jahr findet der überraschte Golftourist sogar einen klassischen Links-Course in der Nähe von Belek vor. Keine schwache Kopie der irischen oder schottischen Originale, der Platz braucht keinen Vergleich zu scheuen. Die dahinterliegende Hotelanlage auch nicht, sie gehört der absoluten Topklasse an.

/  Am Anfang war Belek. Nahe der Stadt

­Arbeit geleistet, alle Typicals eines Links-

Angst, der Platz ist zwar nicht leicht, trotz-

Antalya im Süden der Türkei entstand in

Course berücksichtigt. Wellige Greens,

dem können ihn auch Durchschnittsgolfer

den letzten Jahren ein Golfresort nach

ziemlich schnell durch das Paspallum-Sea-

durchaus bezwingen. Ein Mindesthandi-

dem anderen. So viele, dass sie sich mitt-

Shore-Gras, gesteppte Fairways, die sich

cap von –28 für Herren und –36 für Da-

lerweile entlang der Küstenlinie Köprüçay

gepflegt durch die Dünen ziehen, 67 teils

men ist vorgegeben. E-Carts, Trolleys und

in De­nizyaka immer weiter in Richtung

große Sandbunker oder tiefe Pot-Bunker

Leihschläger stehen ebenso zur Verfügung

Osten ausdehnen.

und abseits der Fairways dieses verdamm-

wie die braven Jungs, die einem nach der

te dichte, unfaire Gestrüpp oder das eben-

Runde die Schläger und, wenn man will,

Das Lykia Golf Resort liegt, nur 25 Kilo­

so unnötige Rough, das sich unbarmherzig

sogar die Schuhe putzen.

meter von den Golfplätzen in Belek und

um deinen Schläger wickelt wie eine

50 Kilometer vom Flughafen Antalya ent-

Schlingpflanze. Mit der ständig präsenten

Die

fernt, ziemlich exponiert direkt am Mittel-

Meeresbrise hat Architekt Dye nichts zu

dimensioniert. Sicher mit ein Grund,

meer. Wo noch vor kurzer Zeit karger Fels

tun, die wehte auch schon früher über die

wa­rum hier auch öfter österreichische

dem Meer trotzte, steht heute eine mon­

Küste. Das Spiel beeinflusst sie den-

Teamkader ihre Trainings absolvieren.

däne Hotelanlage mit einem einzigartigen

noch, stellenweise sogar beträchtlich. Da-

Neben

Golfplatz. Die Küstenlandschaft ist wie ge-

für kühlt sie, wenn man der Sonne unge-

gibt es noch ein Drivingrange mit 40 Ab-

schaffen für einen Links-Course, dem ein-

schützt ausgesetzt ist. Bis auf einen größe-

schlagplätzen, zwei Putting-Greens und

zigen im östlichen Mittelmeer. Der Blick

ren See im Zentrum des Golfplatzes stören

ein Approach-Green. Pro-Shop, Umkleide-

auf die andere Seite vervollständigt den

keine Wasserhindernisse, das Meer ist

räume,

grandiosen Rahmen. Er schweift über

zwar sehr nahe und meistens im Blickfeld,

Bar und Restaurant sind gepflegt, das

weite Landstriche und grüne Wälder hin-

kommt aber definitiv nicht ins Spiel.

Getränk nach der Runde lässt sich auf der

weg bis auf das schneebedeckte Taurusgebirge.

Übungsanlagen

­einem

sind

großzügigst

9-Hole-Academy-Course

Caddie-Raum,

alles

tipptopp,

Terrasse in den gemütlichen Korbsesseln Vom schwarzen Champions-Tee misst der

hervorragend genießen.

18-Loch-Par-72-Golfplatz 6925 Meter, vom Der Lykia-Links-Golf-Course schließt di-

kürzesten der fünf Abschläge, dem grünen

Dieses empfehlenswerte Golfvergnügen

rekt an die Hotelanlage an. Richtet sich der

Tee, immer noch 4768 Meter. Selbst sehr

kostet zwischen 75 und 110 Euro pro

Fokus allein auf den Golfplatz, könnte man

gute Golfer zollen dem Dünenkurs Res-

Greenfee, Hotelgäste zahlen zwischen 58

sich schon eher auf den Britischen Inseln

pekt, schon allein aufgrund seiner Länge

und 80 Euro. Nicht nur beim Greenfee sind

wähnen. Sagenhaft, nicht nur in der Türkei

und des Einflusses des Windes. Manchmal

die Hotelgäste bevorzugt. Sie ziehen sich

gibt es nichts Vergleichbares. Der amerika-

ist es selbst für Longhitter nicht einfach,

nach dem Golfspiel einfach in die luxuriöse

nische Architekt Perry O. Dye hat ganze

die Landezonen zu erreichen. Aber keine

Hotelanlage zurück und genießen alle


L y k i a – e i n e K l a s s e f ß r s i c h / L ykia G o lf R es o rt / G o l f e r / 9 3


9 4 / L y k i a – e i n e K l a s s e f ü r s i c h / L ykia G o lf R es o rt / G o l f e r

taurant und sieben weiteren Spezialitätenrestaurants reicht die Küche über türkische, französische, italienische, chinesische bis hin zu fernöstlichen japanischen Spezialitäten. Es stellt sich die Frage, in welcher der 16 Bars danach der Drink eingenommen wird. Oder wo das Abendprogramm beginnt. In der Bowlinghalle, bei Theateraufführungen in einem der beiden Amphitheater oder doch wieder an der Bar? Enden werden die meisten Nächte bei Dinnershows, Live­musik und Partys, so viel steht fest. Kinder können sich auf einer 30 000 Quad­ ratmeter großen Kinderparadiesinsel nach Herzenslust austoben, auf Rutschen, im Wasser, sogar ein eigener Golfplatz und verschiedene Animationsbereiche wurden für sie geschaffen. Fehlt noch der Sport abseits von Golf. Genau genommen gibt es nichts, was es nicht gibt. Acht Tennisplätze mit Quarzsand, zwei davon mit Flutlicht, Fußball, Basketball, Beach- und „normales“ Volleyball, Fiterdenklichen Annehmlichkeiten, die mo-

nessräume, Bogenschießen, Tischtennis

derne Wohlfühlhotels zu bieten haben. Sie

und natürlich jede Art von Wassersport wie

tauchen entweder in die weitläufige Bade-

Segeln und Surfen entlang dem 2,5 Kilo­

landschaft mit mehreren Swimmingpools,

meter langen hoteleigenen Sand- und

auf die Sonnenterrasse oder in das Spa-

Kiesstrand und noch viel, viel mehr.

und Beauty-Center mit Hallenbad, Jacuzzis, Hamams, Sauna und Dampfbad ein.

Der Vollständigkeit halber sei erwähnt,

Fernöstliche Anwendungen bei Massagen,

dass sich in der Lykia World auch gern Ge-

Yoga oder Meditation setzen dem Relax-

schäftsleute und Firmen zu besonderen

Programm noch eins drauf.

Meetings zurückziehen, im abgeschirmten Seminarzentrum mit eigenen Freizeit­

Lykia World, das ist eine 20 Hektar große

einrichtungen und eigenem Restaurant.

Urlaubsoase mit einem riesigen Hotel­

Nur Golf spielen die Manager auf demsel-

komplex im Zentrum. Dieser umfasst 450

ben Golfplatz, auf dem einzigen Links-

Zimmer und Suiten mit einer Wohnfläche

Course der Türkei.  / 

zwischen 40 und 225 Quadratmetern, teils mit direktem Zugang zur Badeland-

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schaft oder mit eigenen kleinen Pools. In

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drei Hauptrestaurants, einem Kinderres-

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Veranstalter: TUI Österreich GmbH, Heiligenstädter Straße 31, A-1190 Wien; FN 49448 v; DVR 3002807; Abwickler Insolvenzversicherung: Europäische Reiseversicherung AG, Pol.-Nr. 1.049.624; Eintragungsnummer in das Veranstalterverzeichnis: 1998/0047. Allgemeine Reisebedingungen, Wichtige Informationen, Wissenswertes über die angebotenen Urlaubsländer, sowie allgemeine Leistungen lt. aktuellem GULET Sommerkatalog 2010. Vorbehaltlich Verfügbarkeit. Stand: April 2010


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Golfmode 2010 / Golfer / 97

MODE

2010 Fotos Lukas Dostal .

Models Andreas Agh . Peter Tichatschek . Ulli Weinhandl . Niki Zitny . Produktion Brigitte Wawrowsky . Eva Lugschitz-Ronge . Artdirektion Atelier Olschinsky . In Kooperation mit www.golfzone.at / www.laudaair.com / www.lykiagroup.com / www.tui.at / www.opticals.at .


98 / Abacus / Golfmode 2010 / Golfer

Polo / Drycool Piqué Pullover / Modisch, reine Baumwolle Hose / Sportliche Chino, elastisch, Schmutz und Wasser abweisend Schuhe / „Getsby“ von Genuin


Abacus / Golfmode 2010 / Golfer / 99

Jacke / Superleichte Full-Stretch-Regenjacke, hohe Atmungsaktivit채t, erstklassiger Tragekomfort

www.abacus-golf.com

ABACUS


100 / Abacus / Golfmode 2010 / Golfer

Pullover / Sportlich-elegant, angenehmes Tragegefühl Hose / Leichte Drycool-Poly-Stretch-Funktionshose, atmungsaktiv, Wind abweisend Schuhe / „Airplay III Kuba“ von Duca del Cosma


Abacus / Golfmode 2010 / Golfer / 101

Jacke / Sehr leichte sportliche Regenjacke, Polyripstop mit Stretcheinsätzen Pullover / Modisch­freches Design im Frontbereich, Ärmel und Rücken uni Hose / Leichte DrycoolPoly-Stretch-Funktionshose, atmungsaktiv, Wind abweisend Schuhe / „Eternity Neromare“ von Duca del Cosma


102 / Adidas / Golfmode 2010 / Golfer

Cap / Clima Cool, schwarzweiß Polo / Clima Cool, besonders atmungsaktiv Hose / „Formotion“ Gürtel / „Trophy“ Schuhe / „Powerband“ von Adidas


Adidas / Golfmode 2010 / Golfer / 103

Cap / Clima Cool, mit Logo Polo / Clima Cool, gestreift Short / Coolmax, Stretch Gürtel / „Trophy“ Schuhe / „Powerband“ von Adidas

www.adidasgolf.com

Cap / Clima Cool Windstopper / Kurzarm, atmungsaktiv, extrem leicht, antibakteriell, UV-Protection, Wind und Regen abweisend Hose / Atmungsaktiv, extrem leicht, antibakteriell, UV-Protection, Wind und Regen abweisend Schuhe / „Powerband“ von Adidas

ADIDAS


104 / Adidas / Golfmode 2010 / Golfer

Cap / Clima Cool Basic Polo / Clima Cool mit Zipp, drei Streifen Hose / Clima Cool Gürtel / „Trophy“ Schuhe / „Powerband“ von Adidas


Adidas / Golfmode 2010 / Golfer / 105

Lykia Links Antalya


106 / Backtee / Golfmode 2010 / Golfer

Polo / Dri-Balance Quality Pullunder / Reine Baumwolle Shorts / Teflon Stretch Schuhe / „Eternity Neromare“ von Duca del Cosma


Backtee / Golfmode 2010 / Golfer / 107

www.backtee.com

BACKTEE


108 / Backtee / Golfmode 2010 / Golfer

Polo / Quick dry, antibakteriell Pullover / Reine Baumwolle Hose / Teflon Stretch Gürtel / Baumwolle bedruckt Schuhe / „Getsby“ von Genuin


Backtee / Golfmode 2010 / Golfer / 109

Polo / Coolplus-Technologie Hose / Leicht, angenehmer Tragekomfort Schuhe / „Tour 360“ von Adidas


110 / Chervò / Golfmode 2010 / Golfer

Polo / „Alaorar“, Sunblock, Moskitostopp Weste / „Edera“, 4-Way-Stretch, Soft Shell ultraleicht Hose / „Skiantos“, Drymatic, Superflex Schuhe / „Air Anthem“ von Nike

www.chervo.de

CHERVÒ


Chervò / Golfmode 2010 / Golfer / 111

Polo / „Alaorar“, Sunblock, Moskitostopp Jacke / „Mandorlo“, 4-Way-Stretch, Soft Shell ultraleicht Bermuda / „Guantanamo“, Sunblock, Stretch Schuhe / „Antonio SL“ von Manlio Paradisi


112 / Chervò / Golfmode 2010 / Golfer

Polo / „Abez“, Drymatic, hautfreundlich Jacke / „Piotto“, ultralight und Wasser abweisend Hose / „Senoci“, Sunblock, Stretch Schuhe / „Antonio SL“ von Manlio Paradisi


Chervò / Golfmode 2010 / Golfer / 113

Polo / „Aola“, Drymatic, gestreift Weste / „Ercolino“, Wasser abweisend, 4-Way-Stretch Hose / „Skiantos“, Drymatic, Superflex Schuhe / „Dry Joys“ von Footjoy


114 / Cross / Golfmode 2010 / Golfer

www.cross.eu

CROSS


Cross / Golfmode 2010 / Golfer / 115

Polo / Coolmax Weste / „Gunnar“, Merinowolle Hose / Wolle/Elasthan, modisches Karo Schuhe / „Getsby“ von Genuin


116 / Cross / Golfmode 2010 / Golfer

Polo / Baumwolle/Elasthan Short / Funktionell, atmungsaktives Mikropolyester Pullunder / Topmodischer Argyle-Look Schuhe / â&#x20AC;&#x17E;Iconâ&#x20AC;&#x153; von Footjoy


Cross / Golfmode 2010 / Golfer / 117

Short / Funktionell, atmungsaktives Mikropolyester V-Pullover / Klassisch mit Logo Schuhe / â&#x20AC;&#x17E;Air Zoom Vapor IIâ&#x20AC;&#x153; von Nike


118 / Galvin Green / Golfmode 2010 / Golfer

Jacke / „Bedford“, Soft Shell, warm, Wind und Regen abweisend Regenhose / „August“, absolut regenfest, GORE-TEX Pactlite Shell, besonders atmungsaktiv Schuhe / „Tour 360“ von Adidas

www.galvingreen.com

GALVIN


Galvin Green / Golfmode 2010 / Golfer / 119

Polo / „Mitch“, kühlende und antibakterielle Ventil-8-Technologie Pullover / „Cagney“, modisch-klassisches Karodesign Knickerbocker / „Oxton“ Schuhe / „Alessandro“ von Manlio Paradisi

Polo / „Mitch“, kühlende und antibakterielle Ventil-8-Technologie Hose / „Nigel“, topmodisches Karodesign Gürtel / „Warrick“, Leder

GREEN


120 / Golfino / Golfmode 2010 / Golfer

Polo / Mesh-Einsätze Bermudas / Karo, Stretch Pullunder / Baumwolle Schuhe / „Antonio SL“ von Manlio Paradisi


Golfino / Golfmode 2010 / Golfer / 121

XXXXXXXXXXXXXXXX xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

www.golfino.com

GOLFINO


122 / Golfino / Golfmode 2010 / Golfer

Polo / Dry Comfort Hose / Karo, Stretch Schuhe / „Airplay III Kuba“ von Duca del Cosma


Golfino / Golfmode 2010 / Golfer / 123

Polo / Dry Comfort Bermudas / Karo, Stretch Visor / Flex Schuhe / „Air Zoom TW“ von Nike


124 / Masters / Golfmode 2010 / Golfer

Polo / Edle Optik mit modischem Muster Hose / Kontrastierend unterlegte Eingriffstaschen betonen die Sportlichkeit Schuhe / â&#x20AC;&#x17E;Alessandroâ&#x20AC;&#x153; von Manlio Paradisi

www.masters-golf-fashion.com

MASTERS


Masters / Golfmode 2010 / Golfer / 125

Polo / Sportliche Zweifarbigkeit mit dekorativ platziertem Druck Hose / Hightech-Comfort-Qualit채t in modischer Farbgebung G체rtel / Leder


126 / Masters / Golfmode 2010 / Golfer

Polo / Klassisches Basic in modischer Farbgebung Hose / Topqualität in trendigem Karodesign Gürtel / Leder Schuhe / „Icon“ von Footjoy


Masters / Golfmode 2010 / Golfer / 127

Polo / Farblich abgestimmter Strickkragen, Ärmelbündchen und Stickerei auf der Brusttasche Hose / Bund und Eingriffstaschen im Kontrast Cap / Mit Logo Schuhe / „Getsby“ von Genuin


128 / Nike / Golfmode 2010 / Golfer

Pullover / Klassisch, V-Ausschnitt, innovative Coolmax-Merino-Qualität Shorts / Klassisch, zwei Gesäßtaschen und eine Seitentasche Cap / Perforiert, seitliche Logosticks „One Ball“ und „VR“ Schuhe / „Air Zoom Vapor II“ von Nike

www.nikegolf.com

NIKE


Nike / Golfmode 2010 / Golfer / 129

Polo / Strukturstreifenpolo, Dreiknopfleiste, Dri-Fit Pullover / Klassisch, Rundhals, innovative Coolmax-Merino-Qualität Border / „Gatsby“, stylishes Flat Cap Gürtel / Elegant, Swoosh in der Schnalle Hose / Stylish, atmungsaktiv, optimale Passform Schuhe / „Air Zoom TW 2010“ von Nike


130 / Nike / Golfmode 2010 / Golfer

Polo / Klassisch, Dri-Fit Cap / Tiger-Woods-Cap, Flex-Fit-Technologie Hose / Dri-Fit-Qualit채t G체rtel / Elegant, Swoosh in der Schnalle


Nike / Golfmode 2010 / Golfer / 131

Polo / Mesh-Look, Dreiknopfleiste, Dri-Fit-Material Cap / Perforiert, seitliche Logosticks „One Ball“ und „VR“ Hose / Modisch, Dri-Fit-Qualität, Relaxed/Slim Fit Schuhe / „Air Zoom Vapor II“ von Nike


1 3 2 / S c h u h e / G o lfm o de 2 0 1 0 / G o l f e r

SHOE LOVER

Es lebe die Emanzipation – auch Männer dürfen schöne Schuhe lieben. Und die Zeiten, in denen Schuhwerk entweder bequem oder chic war, sind ohnehin lange vorbei. Der Golfer von heute ist auf dem Platz gut zu Fuß und macht seiner Liebsten ihre Leidenschaft streitig: Warum sollen nur Damen unbedingt mehr als ein Modell brauchen? Und was kann man(n) sich schließlich auf der Runde Besseres wünschen als eine phänomenal aussehende Begleitung, mit der man sich bis zum letzten Putt wohlfühlt, die den einen oder anderen Ausflug in den Wald mitmacht und einen auch bei widrigen Umständen nicht im Stich lässt? Und wenn es nur ein Schuh ist.

ADIDAS

www.adidasgolf.com /  Adidas hat sich auch für die Saison 2010 so richtig ins Zeug gelegt und eine breite Palette an neuen Golfschuhmodellen auf den Markt gebracht: Powerband 3.0, adiPURE, Tour 360 4.0. Adidas-Golfschuhe sind für Golfer, die ein sportliches Outfit mit hoher Bequemlichkeit und Funktionalität verbinden wollen.

adiPURE nuovo  /  schwarz

Golflite Sport  /  weiß-schwarz

Powerband  /  weiß-schwarz

adiPURE  /  weiß

Tour 360 4.0  /  weiß-rot


S c h u h e / G o lfm o de 2 0 1 0 / G o l f e r / 1 3 3

DUCA DEL COSMA

www.ducadelcosma.com /  Duca del Cosma hat eine völlig neue Hightech-Dreikomponentensohle entwickelt, damit die Kompetenz im Spikebereich erweitert und ihre Rolle als Trendsetter in den Bereichen Design und Technik unterstrichen. Mit Ideenreichtum wurden auch die Spikeless-Modelle aus der Airplay-Reihe optimiert.

Ortiz  /  navy-weiß

Flogandgolf  /  weiß-camel

Soleil  /  schwarz

Eternity Neromare  /  cognac

Aragon  /  weiß

FOOTJOY www.footjoy.de

/  Footjoy erfüllt in konsequenter Weise die Ansprüche des Golfspielers: federleicht, sehr beständig und wasserdicht. Dies wird durch Verwendung von hoch­ wertigem, vollnarbigem Leder erreicht, das mit speziellen Proof-Guard-Membranen ausgestattet ist. AQL  /  weiß-braun

Icon  /  schwarz-weiß

DryJoys  /  weiß

Contour  /  schwarz

Icon  /  schwarz-weiß-rot


1 3 4 / S c h u h e / G o lfm o de 2 0 1 0 / G o l f e r

GENUIN

www.walter-genuin.de /  Höchster Anspruch und aufwendigste Materialien machen die Schuhe von Genuin einzigartig. Durch die vielfältigen Details und den klassischen, unaufdringlichen Stil sind sie ein Must-Have für den modebewussten Golfer.

Getsby  /  schwarz-weiß-rot

Martin  /  schwarz

Martin  /  chocolate

Getsby  /  schwarz

Getsby  /  blau-creme

NIKE

www.nikegolf.com

/  Die Anforderungen an den optimalen Golfschuh sind Bequemlichkeit, perfekter Sitz, Atmungsaktivität und Wasserdichte – Nike Golf wird diesen durch Einsatz der neuesten Technologien gerecht. Unter den zahlreichen Modellen ist für jeden Golfer der individuell perfekt passende Schuh dabei.

Air Tour Saddle  /  schwarz-braun

Air Anthem  /  weiß-rot

Zoom Trophy  /  weiß-braun

Air Zoom Vapor II  /  weiß-schwarz

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1 3 6 / D e r g e z ä h m t e T i g e r / T iger W o o ds / G o l f e r

Der gezähmte Tiger Text: Michael Hufnagl,

Redakteur bei der Tageszeitung „Kurier“

Eine Woche zuvor hätte es auch ein Aprilscherz gewesen sein können. So aber war es ein 8. April mit einer sporthistorischen Dimension. Tiger Woods stand in Augusta um 13.42 Uhr Ortszeit am ersten Abschlag. Bereit, auf seinen fünften Masters-Titel nach 1997, 2001, 2002 und 2005 loszu­ gehen. Auf der offiziellen Website wurde dieser Augenblick live übertragen. Auf CNN lief das Ereignis in der Kategorie „Breaking News“. Und auch überall sonst auf dieser Welt wurde der mediale Fokus auf eine Stadt im US-Bundesstaat Georgia, kaum größer als Linz, gerichtet.

als den meisten Menschen nicht nur die Tore zur Versuchung geöffnet, sondern auch den Fluchtweg in die Normalität verbarrikadiert. Am 8. April aber, um 13.42 Uhr Ortszeit, da wollte Tiger Woods zumindest einen Teil seiner Normalität zurückhaben. In Augusta, an jenem Ort, der voller Erinnerungen an die Sonne, an seine Sonne, ist. Und jedes Lächeln, jeder Griff an den Kappenrand, jedes Gespräch mit den Flightpartnern wird analysiert. Ist er so betont fröhlich, weil das Gewicht seiner Geheimnisse von seinen Schultern gefallen ist? Oder nur deshalb, weil er als Motor einer Marketingmaschine die Imageaktien des

/  Weil der Tiger wieder da war, auf seine

brechens schuldig gemacht hätte. Sondern

gezähmten Tigers in die Höhe treiben will?

Bühne zurückkehrte. Fünf Monate lang

weil er als manischer Seitenspringer nicht

Wie geht es ihm? Schafft er den Cut? Kann

wurde der weltbeste Golfer am Penisring

in der Lage war, von jenem Bild zu lächeln,

er gewinnen?

über den Marktplatz der Weltöffentlichkeit

das andere von ihm gemalt hatten. Weil es

gezerrt. Fünf Monate sah er sich mit dem

in seinem Leben außer Geld und Pokalen

Den in diesen Tagen immer wiederkeh­

ausgestreckten medialen Zeigefinger kon-

auch noch eine verruchte Triebfeder gab.

renden Fragen nach seinem emotionalen

frontiert, der ihm zu verstehen geben

Weil er dem American Dream nicht Genüge

Befinden weicht Tiger Woods gekonnt aus.

wollte: So etwas tut man nicht! Wer Frau

getan hatte und einer ewig bigotten Gesell-

Als wäre die geforderte Bereitstellung sei-

und Kinder hat, vögelt nicht in der Weltge-

schaft ohne Wissen womöglich den Zerr-

ner Gefühle ein tiefes Rough, ein Bunker

schichte herum. Also bitte nicht jammern,

spiegel vorgehalten hatte. Und wer stellt

oder ein Wasserhindernis, so nimmt er sie

wenn die Wörter „Sex“ und „Skandal“ zu

schon die Frage, was uns das Liebesleben

aus dem Spiel. Er zieht es vor zu golfen.

einer Schlagzeilensymphonie mit globalen

eines anderen Menschen ohne jegliche

Dabei kann er sich besser als jeder andere

Klängen komponiert werden. Der Tiger

Betroffenheit unserer selbst in Wahrheit

in die mentale Immigration zurückziehen,

wird gefressen – was für ein Fressen!

angeht? Kaum jemand. Gerade so, als

um im Idealfall alle Zweifler zu belehren. All

nähme Tiger Woods das Patent auf das

jene, deren Überzeugung es war, ein Come-

Und was für eine Offenbarung. Zeitungen

Fremdgängerphänomen für sich in An-

back im Spitzenfeld sei nach diesen fünf

überreden mit mehr als einer Handvoll Dol-

spruch. Als wäre die Welt neben ihm heil,

Monaten nicht möglich.

larscheinen Frauen zum Outing und stellen

als wären die Begriffe Sünde oder Schei-

gleichzeitig die Schein-Welt von Mister

dungsrate nur Phantome. Stattdessen

Und tatsächlich: Tiger Woods präsentiert

Woods an den Pranger. Sie veröffentlichen

tauchte die Frage auf, ob die Welt, die ihr

an diesen vier Tagen zahllose gruselige

sabbernd Bilder (halb) nackter Gespielin-

Urteil gefällt hat, so einem Mann mit so

­Drives und legt eine Putt-Performance hin,

nen, intimen SMS-Verkehr und Sexualprak-

einem Privatleben irgendwann einmal ver-

die mitunter mitleiderregend ist. Fraglos

tiken und klagen gleichzeitig die fehlende

zeihen kann. Die Welt? Verzeihen? Wie

haben die Ereignisse Spuren hinterlassen.

Moral eines Betrügers an. Sie erklären den

absurd ist das denn?

Am Ende wird er Vierter. „Nur Vierter“,

Wortwitz zum Credo, lassen den Schniedel-

steht in vielen Zeitungen geschrieben.

Woods zum Lochwettspiel antreten und

Tiger Woods gibt eine Pressekonferenz,

„Erstaunlicher Vierter“ käme der Wahrheit

kritisieren gleichzeitig den fahrlässigen

weil er sich zur Rechtfertigung genötigt

näher. Vier Runden unter Par (68, 70, 70,

Umgang des Tigers mit der sogenannten

sieht. Er beteuert, wie leid ihm seine Affä-

69), gesamt –11, inklusive vier Eagles und

Vorbildwirkung. Ein Sportidol wird coram

ren täten, aber nicht vor seiner Frau kni-

17 Birdies. Und hätte er auf den Abschlä-

publico in seine menschlichen Bestand-

end, sondern vor einer riesigen Journalis-

gen und den Greens lediglich mittelmäßig

teile zerlegt, und die Kollegen, Sponsoren

tenschar sitzend. Er kämpft wie ein in die

statt grausam schlecht agiert – das Green

und Fans sitzen kopfschüttelnd erste Reihe

Ecke gehetztes Tier um die Absolution der

Jacket wäre wohl zum fünften Mal seines

fußfrei. Aber nicht etwa weil Tiger Woods

Hetzer. Tiger Woods wird zum Täter ohne

und das Wort „Wunder“ über alle Maßen

im Drogenrausch das Holz eins in die Hand

Opferschutz, das hat er sich über die vielen

berechtigt gewesen. Einmal mehr. Denn

genommen hätte, um einen Konkurrenten

Jahre erspielt. Seine Popularität, seine

unser Wunder ist und bleibt hoffentlich die

zu erschlagen. Nicht weil er sich eines Ver-

Genialität, sein Reichtum haben ihm mehr

Normalität des Tigers.  /


In meinem Leben hätte vieles auch ganz anders kommen kÜnnen. Da war es schon gut zu wissen, dass ich immer jemanden an meiner Seite habe. Egal ob auf oder abseits der Rennstrecke. Nur eine Bank ist meine Bank. Aus Vertrauen entsteht dann Sicherheit, wenn ein Partner mit einem wirklich durch dick und dßnn geht. Und dass es eben genau diese Sicherheit ist, die auch den Grundstein jeder erfolgreichen Partnerschaft bildet, beweist Raiffeisen seit mehr als 100 Jahren. www.raiffeisen.at


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