Page 1

Harald Harg

The North Way

En

tw

ur f

‌ mit dem Fahrrad zum Nordkap 2010

0


Harald Harg

«The North Way»

En

tw

1. Auflage

ur f

… mit dem Fahrrad zum Nordkap 2010

HaHa Eigenverlag 1


Originalausgabe Originalausgabe,, gedruckt 2012.

ur f

Alle Rechte vorbehalten! Insbesondere das Recht der Erfassung und Vervielfältigung durch elektronische Medien sowie Übersetzung in andere Sprachen.

tw

Aufarbeitung der Texte und Grafiken: im Hause Harg in Kainach Herstellung: Harald Harg Lektorat: Alexandra und Hermine Kolb Druck und Bindung: Medienfabrik Graz GmbH Copyrigth © Harald Harg, 2010

En

Harald Harg Kainach 98 8573 Kainach Steiermark – Österreich

Come and follow me … … to www.harg.cc !

ISBN 978-3-95033989503398-8-8 2


Über den Autor

En

tw

ur f

Harald Harg ist leitender Angestellter in der ITAbteilung einer international tätigen Handelsfirma im Bau- und Baunebengewerbe mit Sitz in Graz. Sein Interesse an Radtou Radtouren ren der „etwas besonderen Art“ beginnt er vor etwa zehn Jahren zu leben, als er eine Radtour von St. Moritz (CH) nach Hause startet oder auch, als er mit dem Rad kurz vor Rom (I) aus technischen Gründen seinen Trip nach technischen nach Palermo auf Sizilien (I) abbrechen muss. Nach einigen Jahren „Abstinenz zum ExtremBiken“, wie im Freundeskreis seine Touren inzwischen bezeichnet werden, fährt er im Jahr 2010 mit dem Fahrrad in 20 Fahrtagen oder nach 3.786,42 Kilometern von Kainach zum Nordkap Nordkap.. Dieser Geschichte widmet sich der Autor in diesem, seinem ersten Werk…

3


4

tw

En ur f


Prolog

ur f

Vor Antritt einer Radtour wie dieser stellt man sich zunächst Fragen über deren Umsetzbarkeit in der Praxis. Außerdem ist zu überlegen, welche Vorbereitungen zu tätigen sind, um einen möglichst geregelten Ablauf des Projektes zu gewährleisten. Schließlich spielen auch andere Faktoren wie Zeit eine nicht unbedeutende Rolle – mehr als drei Wochen Urlaub auf einem Schlag sind an und für sich nicht zu bekommen!

tw

Erste Pläne für eine Tour in Richtung Norden entstanden in den Jahren 2002 und 2003. Damals begann ich, meine ersten großen Radtouren umzusetzen. So stieg ich spontan in einen Zug in Richtung Schweiz – genau nach St. Moritz, um von dort dann per pedes die Rückfahrt mit dem Fahrrad in die Heimat zu starten. In dieser Zeit startete ich auch mit dem Fahrrad in Richtung Italien. Mein Ziel war es, in Palermo auszusteigen, wo ein Flieger der RyanAir auf mich warten sollte, denn der Rückflug nach Graz über London war bereits gebucht. Diese Tour stellte besondere Herausforderungen an die von mir eingesetzte Technik, die dieser Tour schließlich nicht standgehalten hat – circa 30 km vor Rom musste im September 2003 diese Tour nach etwa 1000 gefahrenen Kilometern abgebrochen werden, die Dauerbelastung für das Fahrrad war einfach zu groß.

En

Diese Erfahrung hat unter anderem dazu beigetragen, dass für den Fall der Umsetzung des Trips zum Nordkap die Technik nicht der Grund für einen Abbruch darstellen darf. Welche anderen Ereignisse und Vorkommnisse Einfluss auf den Erfolg oder Misserfolg eines Projektes wie dieses haben, versuche ich an Hand der einzelnen Kapitel in diesem Werk detailliert darzustellen. In der praktischen Umsetzung ist es von Vorteil, auf jemanden im Hintergrund zurückgreifen zu können – aber meine Art ist es, Projekte wie diese egoistisch anzugehen: ich gehe davon aus, dass ich alleine die Reise antrete und somit muss ich auch alleine entsprechende Vorarbeiten und Organisationen, so weit wie möglich erledigt haben, bevor ich loslege. Hierzu Hilfestellung zu bekommen und auch während der Reise auf diese Hilfe zurückgreifen zu können, ist eine 5


ur f

große Erleichterung. Im Projekt meiner Radtour zum Nordkap hat diese Funktion ein langjähriger Freund, Herr Alois Jandl übernommen. Seine Zuverlässigkeit und Hilfsbereitschaft haben dafür gesorgt, dass es während des Trips praktisch nie zu zeitraubenden Zwischenfällen und Aufenthalten gekommen ist – an dieser Stelle nochmals ein herzliches Dankeschön an Herrn Alois Jandl für diese Hilfe, ohne die der Ablauf nicht derart geordnet, geregelt und problemlos möglich gewesen wäre. Ein ganz herzliches Vergelt‘s Gott gilt meiner Tante Hermi und meiner Cousine Alexandra Kolb für die tatkräftige Unterstützung beim Probelesen sowie für das tatkräftige Einsetzen vom Rotstift beim Lektorieren!

En

tw

Lesern, die auf Grund dieses Nachschlagewerks versuchen, ähnliche Projekte umzusetzen, bitte ich darum, mir ihre Informationen und Erfahrungen zukommen zu lassen. Beim Gedankenaustausch können auch in diesem Fall beide Seiten von den Synergien profitieren.

6

HaHa


Planung & Organisation

tw

ur f

Mit Weihnachten 2009 werden von meiner Seite erneut die Planung und Organisation der Tour «The North Way» in Angriff genommen. Als Basis soll anfangs der online-Routenplaner vom ÖAMTC dienen, später greife ich auf das Kartenmaterial vom ADAC zurück, da einige Orte auf den Straßenkarten nicht gefunden werden, die online abgebildet sind. Es ist recht aufwendig, online eine Route quer bzw. längs durch Europa zu ziehen – insbesondere, wenn wie in meinem Fall, die Vorgehensweise von einer „normalen“ online-Routenplanung abweicht: unterwegs müssen je Fahrtag eine Skizze vom Routenverlauf und eine Auflistung der wichtigsten Orte entlang der Route greifbar sein – und das in Papierform! Für einen Mitarbeiter in der IT, wie ich es einer bin, ist das zwar nicht konform zum gelebten Job. Allein die ständige Verfügbarkeit von Strom, um beispielsweise ein Navigationsgerät oder einen anderen technischen Behelf zu versorgen, ist am Fahrrad nach derzeitigem Stand der Technik (noch) nicht gegeben.

En

„Analoges Routing“: Die Touren wurden in der Folge von mir, wie im Auszug der „Milestones“ auf der nächsten Seite demonstriert, manuell angefertigt. Die enthaltenen Informationen sind von enormer Bedeutung, schließlich will beim Treten ein Minimum an Informationen immer sofort greifbar sein: Länderkennung: dient ausschließlich meiner räumlichen Orientierung Ort: fett geschrieben wenn von Bedeutung (Beispiel: Bruck/Mur) Weiter Richtung: nächstfolgender Ort, der passiert wird Strasse: Straßennummer bzw. Straßennamen - zur Orientierung Diff km: Distanz zwischen „Ort“ und „Weiter Richtung“ Tour No.: laufende Nummer der zu fahrenden Tour km lfd.: zählt die bereits zurückgelegten Kilometer der Tour km offen: zählt von der Gesamtdistanz die bereits gefahrenen Kilometer ab – somit ist hier noch offene Distanz sichtbar Wann: Tagesdatum, wann die aktive Tour geplant ist zu fahren ChekSum: zeigt den Wochentag zu „Wann“ an – dient der zeitlichen Orientierung

7


8

tw

En ur f


Lies das ganze Buch: Harald Harg

«The North Way» … mit dem Fahrrad zum Nordkap 2010 ISBN 978-3-9503398-8-8 978 8

9/HidJfA.NNTSSS/ 1. Auflage – Erschienen 2012 im Eigenverlag Harald Harg Kainach 98 8573 Kainach Steiermark – Österreich

Come and follow me … … to www.harg.cc !

1. Auflage


Lies das ganze Buch:

1. Auflage


Lies das ganze Buch:

1. Auflage


Lies das ganze Buch:

1. Auflage


Kapitel 2

Tschechien - von Süd bis Nord

En

tw

ur f

Es ist nicht meine erste Reise nach Tschechien, mit dem Fahrrad fahre ich aber jetzt das erste Mal hier in Tschechien. Tschechien. Nach dem Grenzübergang in Weigetschlag geht es eine Zeit lang gemütlich den Hügel hinunter, der auf der österreichischen Seite recht mühsam bezwungen werden musste. Hier in Tschechien entlang der Moldau zu radeln – ich mach es einfach! D Das as Wetter ist perfekt zum Rad Radfahren, fahren, die Straße ist recht grob, aber trotzdem gut zu befahren. Das Wichtigste aber: auch hier herrscht praktisch kein Verkehr. In Summe ergeben alle diese Faktoren wieder einen tol tollen len Speed. Auf der Moldau beobachte ich eine Reihe Junger und jung G Gebliebener, ebliebener, die Canyoning betreiben.

Canyoning an der Moldau.

In Ceský Kurmlov komme ich um 15.30 Uhr an, bis nach Ceské Budějovice ist es entlang der 39 39er er noch an die 20 Kilometer, die ich um 16.45 Uhr abschließe. Nach einer kurzen Kaffeep Kaffeepause ause an einer OMVOMV-Tankstelle Tankstelle in Ceské Budějovice entschließe ich mich um 17.00 Uhr, ins noch an die 35 Kilometer nördlicher gelegene Písek weiter zu fahren.

25


Lies das ganze Buch:

1. Auflage


Lies das ganze Buch: Harald Harg

«The North Way» … mit dem Fahrrad zum Nordkap 2010 ISBN 978-3-9503398-8-8 978 8

9/HidJfA.NNTSSS/ 1. Auflage – Erschienen 2012 im Eigenverlag Harald Harg Kainach 98 8573 Kainach Steiermark – Österreich

Come and follow me … … to www.harg.cc !

1. Auflage


Lies das ganze Buch:

1. Auflage


Lies das ganze Buch:

1. Auflage


Lies das ganze Buch:

1. Auflage


Kapitel 3

Deutschland – Querung im Osten

En

tw

ur f

Wir schreiben inzwischen den 6. Juni 2010 – ein Sonntag! Sonntag! Der Tag im N Norden orden von Tschechien wird ein sschöner, chöner, das Wetter zeigt sich wieder einmal von seinen besten Seiten! Einzig die Temperatur Temperatur um 5:30 Uhr lässt zu wünschen wünschen übrig. Beim Start bin ich noch auf der „Anhöhe“, die ich am Vora Vorabend bend mühseligst hochgetreten bin bin!! In der Folge muss muss früh am Morgen Morgen der Berg wieder hinunter gefahren werden, was nicht zu meinen Vorlieben zählt: durch das lange bergab Fahren kühlt nicht nur die Bekleidung sondern auch der Körper durch und durch aus, was sich in weiterer Folge auch auf die Muskeln und Gelenke Gelenke auswirkt. Der Körper wird starr, die Muskel und Gelenke beginnen zu schmerzen, Krämpfe setzen ein ein!! Auch aus diesem Grund suche ich in Teplice gleich die erste an der Straße gelegene Tankstelle auf, um mich bei Kaffee und Gebäck etwas zu erwärmen erwärmen.. Die Die Gelegenheit wird gleich wieder genutzt, um den Reifendruck zu kontrollieren. Hier in Teplice Teplice,, der größeren Stadt im Norden Tschechiens stelle ich fast zu meinem Entsetzen fest, dass noch ein weiterer Berg Berg auf seine Überwindung wartet.

Ein „Knusperhäuschen“ „Knusperhäuschen“ in Cínovec – direkt an der Grenze zu Deutschland.

35


Lies das ganze Buch:

1. Auflage


Lies das ganze Buch: Harald Harg

«The North Way» … mit dem Fahrrad zum Nordkap 2010 ISBN 978-3-9503398-8-8 978 8

9/HidJfA.NNTSSS/ 1. Auflage – Erschienen 2012 im Eigenverlag Harald Harg Kainach 98 8573 Kainach Steiermark – Österreich

Come and follow me … … to www.harg.cc !

1. Auflage


Lies das ganze Buch:

1. Auflage


Lies das ganze Buch:

1. Auflage


Lies das ganze Buch:

1. Auflage


Kapitel 4

Schweden – bei Regen, alla dagar!

ur f

Als das nächste Land, welches ich mit dem Fahrrad im Zuge dieser Tour erkunden werde, steht am Fahrtag sieben Schweden an der Reihe. Vorab habe ich mich durch Lesen und Surfen im Internet auf die skandinavischen Länder ganz besonders eingestellt – so auch auf Schweden. Als EU-Mitgliedsland bedarf es hier keiner Ausweis- beziehungsweise Visumpflicht, die Währung ist die Schwedische Krone – kurz SEK, geteilt in 100 Öre. Die Umrechnung ist mit 8,75 SEK für einen EURO recht simpel - ich rechne einfach mit 10:1 um um..

tw

Mir ist klar, dass die Ostseite von Schweden wesentlich flacher verläuft als der Weste Westen. n. Auch weiß ich ich,, dass der Sommer in Schweden immer recht nass ist. Des Weiteren ist mir bekannt, dass die Tage hier in Weiter in Schweden immer länger werden! Der nördliche Polarkreis pa passiert ssiert Schweden ganz im Norden, Norden, im Juni zur Sommersonnenwende gibt es ab dem nördlichen Polarkreis keine Nacht, einzig die Dämmerung lässt auf den „Sonnenuntergang“ schließen.

En

„Du gamla, du fria“ – ein Auszug aus der schwedischen Nationalhymne nimmt auch im Refrain Bezug auf die Schönheit des Land Landes es im hohen Norden Norden,, die ich des Wetters wegen nur bedingt teilen kann:

Du gamla, Du fria, Du fjällhöga nord Du alter, du freier, du gebirgiger Norden

Du tysta, Du glädjerika sköna!

Du stiller, du freudenreicher Schöner!

Jag hälsar Dig, vänaste land uppå jord, Ich grüße dich, lieblichstes Land der Erde,

[: Din sol, Din himmel, Dina ängder gröna.:] [: Deine Sonne, deinen Himmel, deine grünen Wiesen.:]

… Quelle: WIKIPEDIA – die Online-Enzyklopädie!

51


Lies das ganze Buch:

1. Auflage


Lies das ganze Buch: Harald Harg

«The North Way» … mit dem Fahrrad zum Nordkap 2010 ISBN 978-3-9503398-8-8 978 8

9/HidJfA.NNTSSS/ 1. Auflage – Erschienen 2012 im Eigenverlag Harald Harg Kainach 98 8573 Kainach Steiermark – Österreich

Come and follow me … … to www.harg.cc !

1. Auflage


Lies das ganze Buch:

1. Auflage


Lies das ganze Buch:

1. Auflage


Lies das ganze Buch:

1. Auflage


Kapitel 5

Finnland – Land der Mitternachtssonne!

ur f

In „Suomen tasavalta“, so der finnische Name der Repub Republik lik Finnland, komme ich am 19. Juni 2010 mit dem Fahrrad an. Finnland ist das fünfte Land, welches ich im Zuge meiner Tour zum Nordkap durchfahre. Eine Distanz von nur 183,5 Kilometern oder 4,94% der geplanten Strecke befinden sich auf finnischem Terrain. Diese Strecke plane ich ich,, innerhalb eines Tages zu schaffen.

En

tw

Finnland ist EU-Mitgliedsstaat und als Währung gilt hier der Euro, was die Umrechnung in eine weitere Fremdwährung erspart, die Kosten sofort transparent macht und diese au auch ch schnell und einfach einschätzen lässt.

Der Eingang zum Hotelli Kolari in Finnland

89


Kolari grüßt..! - Finnland – Land der Mitternachtssonne!

Meine Tour quert Finnland in Lappland. Für mich ist das Lappland die Verbindung Schwedens in Richtung Norden mit Norwegen.

ur f

Es ist der 19. Juni 2010, gegen 17:00 Uhr erreiche ich mein erstes Ziel in Finnland. Im „Hotelli Kolari“ werde ich freundlich aufgenommen, eine Gastarbeiterin aus Estland empfängt mich an der Rezeption. Bedingt durch den Regen, der den ganzen Tag über für Nässe gesorgt hat, muss ich erst einmal die Bekleidung und die Packtaschen am Fahrrad reinigen und trocknen. Eine schnelle Dusche hilft beim Aufwärmen vom wieder einmal ausgekühlten Körper. Das kleine aber feine Haus stellt sich als sehr gastfreundlich heraus. Später begrüßt mich die Hausherrin, die deutsch spricht. Sie hat vor Jahren in Innsbruck in einer Hotelfachschule einen Teil ihrer Ausbildung absolviert. Sie ist uns Österreichern gegenüber sehr aufgeschlossen und verbunden.

tw

Diesen Abend in diesem familiär geführten Hotel genieße ich sehr. Die Wetterlage lässt darauf schließen, dass der Regen in den nächsten Stunden nicht weniger wird. Am Computer im Hotel wird die aktuelle Wetterlage verfolgt – auch hierbei bietet die Chefin vom Haus ihre Hilfe an und macht Ausdrucke von der Wetterlage und den Prognosen für das Wetter der nächsten Stunden in Lappland. „Keine Besserung in Sicht!“ wird mir immer wieder mitgeteilt!

En

Es ist fast genau Mitternacht, als ich von der Sonne geblendet aufwache. In der Tat, die Regenwolken sind einem fast klaren, leicht bewölkten Himmel gewichen, der die tiefstehende Sonne direkt ins Zimmer scheinen lässt.

Mitternachtssonne in Finnland links gegen die Sonne, rechts mit der Sonne um 22:58 Uhr fotografiert

90


Lies das ganze Buch:

1. Auflage


Lies das ganze Buch: Harald Harg

«The North Way» … mit dem Fahrrad zum Nordkap 2010 ISBN 978-3-9503398-8-8 978 8

9/HidJfA.NNTSSS/ 1. Auflage – Erschienen 2012 im Eigenverlag Harald Harg Kainach 98 8573 Kainach Steiermark – Österreich

Come and follow me … … to www.harg.cc !

1. Auflage


Lies das ganze Buch:

1. Auflage


Lies das ganze Buch:

1. Auflage


Lies das ganze Buch:

1. Auflage


Nordkap – φ 71°10’21”

ur f

Das Nordkap (Nordkapplatået) ist ein steil aus dem Eismeer emporragendes Schieferplateau ((Kap Kap)) auf der norwegischen Insel Magerøya und befindet sich auf dem Gebiet der nach ihm benannten Kommune Nordkapp. Nordkapp. Es liegt auf 71° 10' 21" nördlicher Breite Breite,, etwa 2100 km vom Nordpol entfernt und etwa 520 km nördlich des Polarkreises. Das Nordkap ist zwar nicht der nördlichste Punkt Europas, Europas, jedoch ein bedeutendes touristisches Reiseziel. Im Sommer gibt es für etwa 2,5 Monate die Mitternachtssonne, Mitternachtssonne, im Winter dagegen gelangt die Sonne etwa 2,5 Monate lang auch tagsüber nicht über den Horizont.

tw

Das Nordkap ist seit dem Anschluss an das Straßennetz im Jahr 1956 der nördlichste Punkt Europas, der mit dem Auto vom europäischen Festla Festland nd erreicht werden kann. In Zukunft soll hier der 4.900 km lange Europäische Fernwanderweg E1 beginnen. Wussten Sie, dass…:

En

… das Nordkap sich nicht auf dem Festland befindet, sondern auf einer diesem vorgelagerten Insel (der nördlichste Punkt des Festlandes ist die Landzunge Kinnarodden (71°08’01’’ nördlicher Breite) auf der Halbinsel Nordkinn). Nordkinn). … auch auf der Insel Magerøya selbst sich ein noch 1380 Meter weiter nördlich gelegener Punkt befindet, nämlich die westlich benachbarte Landzunge Knivskjellodden auf 71°11’8”N, 25°40’30”O. .. auch unter den Inseln, die zu Europa zählen, es diverse gibt, die sich nördlich des Nordkaps befinden. Diejenigen des Svalbard-Archipels und Kap Fligely sind die nördlichsten. Quelle: WIKIPEDIA – die Online-Enzyklopädie!

115


… mit dem Fahrrad zum Nordkap – N.Lat. 71°10’21”, E.Long. 25°47’0”

ur f

Mittwoch der 23. Juni 2010 gegen 15:00 Uhr. Die Überlegungen, wie ich den Trip in Richtung Kap angehe laufen in meinem Kopf auf Hochtouren. Eines ist klar: nur noch 30 Kilometer fehlen mir, um das Ziel meiner Träume zu erreichen – und ich bin mir sicher, ich schaffe diese Distanz auf alle Fälle, trotz aller widrigen Wetterbedingungen, denen ich heute schon ausgesetzt war und die noch immer vorherrschen. Der Wind ist beinahe schon einem Sturm gleich zu setzen, so wie er hier weht. Zwischendurch zeigt sich zwar die Sonne, jedoch ist der Himmel zu bewölkt, um ein längeres Sonnenfenster zuzulassen. Die Temperaturen an diesem Nachmittag bewegen sich in Richtung Frostgrenze! Je weiter nördlich ich vordringe, desto kälter wird es…!

tw

Es ist Punkt 15:30 Uhr, als ich losstarte – hier in Honnigsvåg. Bereits die ersten Kurven und die ersten leichten Anstiege erweisen sich als Hürden, wie ich sie auf den letzten mehr als 3.500 Kilometern in diesem Ausmaß nicht zu überwinden hatte. Der Gegenwind, besser gesagt, der nicht einschätzbare Wind aus allen Richtungen, macht ein Radfahren hier fast unmöglich. Eine weitere Anhöhe ist gleich nach dem Flughafen zu überwinden.

En

Hier stoße ich fast an meine Grenzen. Das Folgen des Straßenverlaufs wird für mich eine Herausforderung. Die Straße führt nach rechts, ich aber muss nach links einschlagen, weil mich der Wind nach rechts trägt. Ein Stehenbleiben ist praktisch unmöglich, denn ich befürchte, dass ein erneutes Losstarten wegen der Steigung und wegen des Windes nicht mehr möglich ist. Der Aufstieg zum Kap - es ist im wahrsten Sinne ein Aufstieg, schließlich befindet sich Honnigsvåg auf Höhe des Meeresspiegels, das Nordkap hingegen ragt 308 Meter aus der Barentssee heraus – soll noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Schon nach der ersten größeren Bergetappe denke ich mir, warum ich mir das hier noch antue. Der Ehrgeiz, mein ersehntes Ziel zu erreichen gibt mir aber weiter die notwendige Kraft! Überholt von vielen Motorradfahrern und einigen Caravans, Campingwagen und Autobussen quäle ich mich Meter für Meter empor. Die Sonne lässt sich inzwischen immer weniger sehen, sie weicht einer immer dichter werdenden Nebeldecke, in die ich wahrlich hineinzufahren scheine. Die 116


Lies das ganze Buch:

1. Auflage


Lies das ganze Buch: Harald Harg

«The North Way» … mit dem Fahrrad zum Nordkap 2010 ISBN 978-3-9503398-8-8 978 8

9/HidJfA.NNTSSS/ 1. Auflage – Erschienen 2012 im Eigenverlag Harald Harg Kainach 98 8573 Kainach Steiermark – Österreich

Come and follow me … … to www.harg.cc !

1. Auflage


Lies das ganze Buch:

1. Auflage


Lies das ganze Buch:

1. Auflage


Lies das ganze Buch:

1. Auflage


Ein Blick zum Hotel bzw. vom Hotel hinaus auf die offene See Olderfjord by Harald .............................................................................................. 105 „Nur noch“ 129 km zum Nordkap, die Route führt allerdings durchwegs entlang der Küste. .................................................................................................. 106 Der Skarvbergtunnelen, der erste Tunnel hier entlang der E69 mit knappen 3 km Länge. ............................................................................................. 107

ur f

Links: Ein „Straßentratsch“ der anderen Art – hier im hohen Norden. Rechts: Einer der wenigen Verkehrsteilnehmer aus I, D oder A !?! ....................... 108

Keine „schiefe Optik“ … der Sarnesfjorden wird mit dem Nordkaptunnelen „unterfahren“ eröffnet am 15. Juni 1999, natürlich von König Harald..! ................................................................................................. 109

Ein besonderer Ausblick auf Sarnes – auch bei schlechtem Wetter hinreißend. ............................................................................................................. 110

tw

Den jetzt ab Honnigsvåg noch fehlenden 30 Kilometern bis zum Nordkap widme ich ein eigenes, das folgende Kapitel in diesem Buch! ................ 113

Das Nordkap ist seit dem Anschluss an das Straßennetz im Jahr 1956 der nördlichste Punkt Europas, der mit dem Auto vom europäischen Festland erreicht werden kann. ............................................................................. 115

Die Straßen nehmen ein Ende – diesmal wirklich: Das Nordkap ist erreicht! ................................................................................................... 118

En

Das Nordkap „à la Harald“ – so hab ich es mir (nicht ganz) vorgestellt..! .............. 120

127


128

tw

En ur f


„Gedanklich seiner Zeit voraus zu sein, den inneren Vorgaben zu folgen sowie mit Ehrgeiz und Kraft nach Vorne zu streben.“

ur f

Der Autor, der im Juni 2010 mit dem Fahrrad von Kainach - ein weststeirischer Ort circa 15 km nördlich der Bezirkshauptstadt Voitsberg gelegen – an das an die 3.800 km entfernte Nordkap geradelt ist versucht in diesem Werk, welches auch einen Teil seiner Autobiographie darstellen kann die Eindrücke und Inspirationen, die er im Laufe dieser Radtour erleben durfte zu schildern und für die Nachwelt fest zu halten. Die Reise führt ihn durch die Länder Österreich, Tschechien, Deutschland (Osten), Schweden und Finnland (hier wurde das Lappland gequert), um in Norwegen - im Land der „ewigen Sonne“, die er hier anzutreffen gehofft hat - und schließlich an seinem Ziel, dem Nordkap anzukommen.

En

tw

Dieses Werk richtet sich an alle Jene, die Interesse an überregionalen Radtouren haben gleich wie an Alle, die an Hand von Niederschriften wie diesen versuchen, sich in äquivalenten Vorhaben sowie deren Umsetzung hinein zu denken. In seiner bildhaften wie auch bewegten Form zu schreiben versucht der Autor, persönliche Emotionen, vor Allem aber das Umfeld und die Natur so real als möglich wieder zu geben. Das verwendete Bildmaterial verwendet er dazu, seiner Ausdrucksweise noch mehr Aussagekraft zu verleihen.

1. Auflage – Erschienen 2012 im Eigenverlag ISBN 978-3-9503398-8-8

129

"The North Way"  

Ein Auszug aus … mit dem Fahrrad zum Nordkap 2010