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Toshna Book Erg채nzung fetter Schnitte

November 2008


Die Zahlzeichen Die neun Ziffern der Inder sind 1 2 3 4 5 6 7 8 9. Mit diesen und mit dem Zeichen 0, das auf arabisch cephirum heißt, kann jede denkbare Zahl geschrieben werden.

leonardo pisano / Liber Abaci 1202

Die zehn Zahlzeichen, deren Aussehen wir allgemein als etwas Fest­stehendes und Absolutes betrachten, sind die letzte Phase einer Ent­wicklung, deren europäische Geschichte vor fast tausend Jahren begann. Wie alles andere sind auch die Formen der Ziffern der fortschreitenden Entwicklung der Technik unterworfen gewesen. Die frühesten Beispiele europäischer Kenntnis der jetzt angewendeten Ziffern stammen aus der ersten Hälfte des zehnten Jahrhunderts aus Spanien, das damals unter arabischem Einfluß stand. Von hier aus verbreiteten sich die Ziffern über die ganze Welt. Mit der heute üblichen Benennung »arabische« Ziffern läßt man den Arabern die ganze Ehre der Erfindung zuteil werden, und doch ist ihr Anteil daran nur der, daß sie die Zeichen aus ihrer Heimat nach Spanien mitbrachten. Die Ziffern, wie auch ihr Positionssystem, wobei die Zahl nicht nur den Wert des Zeichens selbst hat, sondern auch den Wert je nach ihrem Platz in einer zusammengesetzten Zahl, entweder als Einer oder Zehner usw., sind sicher indischen Ursprungs und sollen die Anfangsbuchstaben der alten indischen Zahlwörter sein. Das Positionssystem und namentlich dessen Anwendung der Null war das ganz Neue, was der europäischen Vorstellungswelt des frühen Mittelalters so absolut fremd war, daß man sagte: Nur in einem indischen Hirn konnte der Gedanke geboren werden, ein Zeichen für »Nichts« zu finden und mit dessen Hilfe die größten Zahlen zu bezeichnen. Trotzdem man täglich ein Positionssystem als Rechenbrett vor Augen hatte, welches das Rechensystem jener Zeit war, hatten es die arabischen Ziffern schwer, sich gegen die römischen zu behaupten. Erst mit wachsendem Handel im dreizehnten Jahrhundert, als Kaufleute und Bankiers der Mittelmeerländer den Grundstein zum Rechnungswesen späterer Zeit legten, wurde ihre Verbreitung gefördert, und wenn auch ihre Anwendung häufig verboten wurde, verdrängten sie allmählich die römischen Zahlen.

nach Martin Allerup, 1952 / form und technik


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