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12.09

ALLIANZ SELBSTÄNDIGER REISEUNTERNEHMEN BUNDESVERBAND E.V.

asr journal Magazin für die mittelständische Tourismuswirtschaft in Deutschland

Auch in dieser Ausgabe fassen wir wieder ein heißes Eisen an. Wir wollen verstärkt die Rückvergütungspraxis bei Kundenbindungssystemen bekämpfen. Hier unterstützen wir ausdrückli

Auch in dieser Ausgabe fassen wir wieder ein heißes Eisen an. Wir wollen verstärkt die Rückvergütungspraxis bei Kundenbindungssystemen bekämpfen. Hier unterstützen wir ausdrückli

Auch in dieser Ausgabe fassen wir wieder ein heißes Eisen an. Wir wollen verstärkt die Rückvergütungspraxis bei Kundenbindungssystemen bekämpfen. Hier unterstützen wir ausdrückli

Vertrieb: Was Reisebüros jetzt tun können "Reisebüros müssen abschlusssicherer werden" Stephan Busch: Unsere Vorstellungen von Idealprovisionen

Deutschlandtourismus: Servicequalität als Wettbewerbsvorteil

Zielgebiete: Götakanal Schottland Orient-Express Transsibirische Eisenbahn Lettland

Bahnreisen: Kreuzfahren auf Schienen


Inhalt

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VERTRIEB REISEBÜROS MÜSSEN ABSCHLUSSSICHERER WERDEN

S.4/5

STEPHAN BUSCH: MEINE WÜNSCHE AN PROVISIONEN

S.6/7

BRANCHENPOLITIK BUNDESTAGSAUSSCHÜSSE BESETZT S.9 KREUZFAHRTEN DAS BLAUE BAND SCHWEDENS S.10-13 KREUZFAHRT NEWS S.15

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24-33

NEUES AUS DER TOURISMUSWELT CHINA BAUT TOURISMUS AUS S.18 DOMINICA UND NATURTOURISMUS S.19 DEUTSCHE WEITER NACH DUBAI S.23 SCHWERPUNKT EISENBAHNREISEN VON ROYAL SCOTSMAN, TRANSSIB, CITY NIGHTLINE & CO S.24-33

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36

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INTERNET E-MAIL MARKETING DESTINATION LETTLAND

Neue Mitglieder 2009 im asr

Seite 23

DEUTSCHLAND TOURISMUS GEWINNER DER KRISE/SERVICEQUALITÄT ALS WETTBEWERBSVORTEIL S.36-39

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S.41

S.42-45

ASR-INTERN UNSERE NEUEN MITGLIEDER 2009 S.46

Impressum: asr-journal, Magazin für die mittelständische Tourismuswirtschaft in Deutschland Herausgegeben vom asr - Allianz Selbständiger Reiseunternehmen Bundesverband e.V. Hackescher Markt/Neue Promenade 3 10178 Berlin, Tel.: +49 (0)30 24 78 19 0, Fax: +49 (0)30 24 78 19 20 E-Mail: info@asr-berlin.de Präsident: Stephan Busch Leiterin der Geschäftstelle: Gabriele Baumgarten-Heinke baumgarten@asr-berlin.de Redaktion und V.i.s.d.P. Frank Tetzel Tel.: + 49 (0)30 6 29 89 384 mobil.: 0160 1639817 Fax: + 49 (0321) 24 62 43 08 Regensburger Straße 32 10777 Berlin redaktion@asr-journal.de www.asr-journal.de Mitarbeit an dieser Ausgabe: Joachim Sterz, Gabriele Baumgarten, Sandra Gabriel Gestaltung: fishing for ideas - Gesa Giering-Jänsch Tel.: (030) 441 63 41 giering-jaensch@t-online.de Das asr-Journal erscheint monatlich als Blätter-pdf. im Internet und wird zusätzlich an 4.300 Reisebüros, 2.800 Multiplikatoren und 43.900 Expedienten persönlich per mail zugestellt., Jahrgang 2009/ Nr. 6 Anzeigenliste 1/2009 anzeigen@asr-journal.de Bildnachweise: Titel: cc Dean Shean,S.4 TUI AG, S.3,6,7 Schlemmer, S.12 Cornell University, A.D.White Architectural Photography, Ac.Nr.15/5/309000731/, S. 13 Stromma SE, S.15 Tui Cruises, Costa, S. 18 cc - creative commons Jeremy by flickr.com S. 19 dominica. dm, S.20 Stefanie Hoschläger, www.pixelio.de, S.23 woody 1778a/www.flickr.com, S.24/25 podsville/flickr.com, S.26,27 GO EAST Reisen, S.28,29,30,31 promo Eastern Oriental, S.32 City Nightline, S.33 El Transcantábrico, S. 36 DTV, S.38 Arne Hoffmann/LTM, S.41 Markus Henn /www.pixelio.de, S.39 LTM, S.42 cc Denny Benn, S.43 Silgeo, S.44 cc Vittis from Lithuania

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Liebe Mitglieder des asr, liebe Freunde des touristischen Mittelstands, Zunächst wünsche ich Ihnen allen ein gesundes, frohes, erfolgreiches Jahr 2010. Zu Anfang eines jeden Jahres darf man ein paar Wünsche frei haben und ein wenig in die Zukunft blicken. Dies haben wir in diesem neuen asr-Journal getan. Gemeinsam im asr-Vorstand haben wir überlegt, wie eine auskömmliche Provision für Reisebüros aussehen kann. Die von uns erarbeiteten Maßstäbe wollen wir übrigens nicht nur an den größten deutschen Reiseproduzenten, der TUI anlegen, sondern auch an uns selbst. Unsere "fairen Partner" wollen wir ebenfalls daran messen. Ferner haben wir uns gefragt, was der Vertrieb 2010 tun kann, um auskömmlich zu sein. Michael Althoff und Markus Heller sagen in unserem asr-Journal etwas zu den grundsätzlichen Perspektiven des Reisebüros. Jetzt - im Übergang zwischen den Jahren - schlagen die Uhren ein wenig langsamer, bevor die Hektik des Alltags wieder einsetzt. Wir widmen uns deshalb in dieser Ausgabe ein wenig der Langsamkeit des Reisens und stellen Ihnen Produkte vor, die die Möglichkeit bieten - zu entschleunigen: Sei es auf dem Götakanal oder auf einer der diversen Bahnreisen, die in diesem e-Magazin vorgestellt werden. Innezuhalten, ein wenig aufzutanken und mit voller Energie ins Jahr 2010 zu starten - das wünsche ich uns allen.

Viel Spaß beim Lesen der neuen Ausgabe des asr-Journals wünscht Ihnen Ihr

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"Reisebüros müssen abschlusssicherer werden" Die Aussichten für das kommende Jahr 2010 sind gemischt. Die Finanz- und Wirtschaftskrise wird weitere Auswirkungen auch auf den stationären Vertrieb haben. Dennoch gibt es eine Reihe von Lösungsansätzen, die man im eigenen Haus angehen kann. Das asr-Journal sprach mit Vertriebsexperten. von Frank Tetzel Unbestritten: Der stationäre Reisebürovertrieb hatte durch die Wirtschaftskrise in diesem Jahr erhebliche Schwächen und viele Büros haben gelitten. Doch einige Probleme des stationären Vertriebs sind durch die Krise nur noch fokussierter zu Tage getreten. Das asr-Journal hat sich bei Unternehmensberatern und Vertriebsexperten umgehört und einige sehr überraschende Antworten über den Weg aus der Krise erhalten. So plädiert Vertriebs-und Marketingexperte Michael Althoff vor allem für stärkere Abschlusssicherheit des Vertriebes. "Interessanterweise ist die Reisebürobranche die einzige in der im Vertrieb so gut wie keine variable

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Vergütung für das Personal zum Tragen kommt. Reisebüromitarbeiter werden überwiegend immer noch in Sachbearbeiterfunktion gesehen und nicht in Verkäuferfunktion. Mit einer variablen Vergütung des Vertriebes würden viele Büros auch abschlusssicherer werden," meint der Vertriebsfachmann und fährt fort: "Was nützt es dem Reisebüro, wenn der Expedient dem Kunden bis hin zu den Flightcodes Unterlagen mitgibt, der dann aber im Internet bucht?" Der Verkäufer müsse daher ein vitales Interesse daran haben, dass die Beratung zu einem Kaufprozess werde - und dies ginge meist nur über ein finanzielles Anreizsystem. Immerhin würden die Personalkosten rund 90 Prozent der Fixkosten im stationären Vertrieb

ausmachen," so der Reisebüroexperte. Andere Branchen - inklusive der Banken- würden dies inzwischen längst eingeführt haben. Vertriebskompetenz stärken Althoff, der unter anderem Dozent am Deutschen Seminar für Fremdenverkehr in Berlin ist, setzt jedoch noch einen drauf: Die Praxis zeige leider, dass der Reisebürovertrieb es immer noch nicht geschafft habe, im Verkaufsgespräch eine tatsächliche Kundenbedarfsanalyse zu machen. "Nur wenige Verkäufer schaffen es tatsächlich, die Bedürfnisse der Kunden zu ermitteln." Dabei sucht der Konsument, der heute ins Reisebüro kommt, ganz bewusst


Überforderung von Kunden: Chancen für das Reisebüro

die persönliche Betreuung. Schon aus diesem Grund rät Althoff dringend, sich von den Leitveranstaltern zu emanzipieren und den Reisebüros selbst Themen zu setzen. "Dem Kunden Kataloge zu zitieren ist das eine, ihm Urlaub tatsächlich schmackhaft zu machen, das andere." Eine enorme Bedeutung habe für den stationären Vertrieb das Setzen eigener Themen: "Spezialisierungen auf Singleund/oder Seniorenreisen im stationären Vertrieb sind kaum zu finden." "Wäre es nicht toll, mein Reisebüro würde nicht nur den Skiurlaub in den Alpen, sondern auch gleich den Skipass mitbuchen? Dann braucht der Kunde nicht stundenlang danach im Zielgebiet anstehen," erläutert Althoff. Die Anbieter der Zusatzleistungen seien ja durchaus bereit dazu, den Verkauf der Leistungen zu provisionieren, aber die wenigsten Reisebüromitarbeiter kommen darauf, dies auch ihren Kunden anzubieten. Beispiele von Mehrwertleistungen gebe es, über die klassische Mietwagenbuchung hinaus, viele. "Golfhotel plus Greenfee", in der natürlichen Abrundung von Angeboten sei noch eine ganze Menge Musik drin, so Michael Althoff.

Medien- und Konsumforscher sind sich inzwischen einig. Die Informationsgesellschaft überfordert den Konsumenten an vielen Stellen. Der richtige Durchblick fehlt, trotz "Holidaycheck" und anderer Verbraucherportale. Diese Debatte hat Frank Schirrmacher, einer der Herausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung" soeben aufgegriffen: In seinem Buch "Payback" greift er das Gefühl der digitalen Überforderung auf, das sich nicht nur in Deutschland, sondern in allen digitalisierten Ländern breitmacht. Denn die Siegeszüge dreier digitaler Technologien haben in den vergangenen beiden Jahren die Grenzen der digitalen Aufnahmebereitschaft ausgereizt. Online-Direktvertrieb, Internetbuchung, Online-Urlaubspakete für den individuellen Geschmack - all das überfordert die Mehrzahl der Konsumenten. Inzwischen gibt es eine Vielzahl von Menschen, die sich wieder nach Lotsen, nach Leuchtürmen in der Welt der onund offline-Informationen sehnen. Hier könnte den Reisebüros eine entscheidende Rolle zukommen. Der befähigte Expedient wird dann für den Kunden auswählen und lotsen (müssen). Denn in der Internetgesellschaft, die sieben Tage 24 Stunden geöffnet hat, werden Assistenten, die durch die Informationsflut und die Komplexität von Angeboten führen, immer wichtiger. Deep-Support nennt man diese Funktionen. "Kümmerer" würde man wohl im Deutschen dazu sagen. Neben dem Kernthema der Verkaufsund Lotsenkompetenz wird zukünftig das Thema der Mehrwert- und Zusatzleistungen im Reisebüro eine wichtige Rolle spielen.

verkäufe im Reisebüro noch steigen. Dabei seien die häufig propagierten Eigenveranstaltung dabei so etwas wie ein Sahnehäubchen, das die Rendite steigern könne. Grundsätzlich müsse die Frage nach dem Kundenmehrwert beantwortet werden. Mittelpunkt des Verkaufs von Zusatzleistungen sei in erster Linie die Bündelung von Kernkompetenz und Zusatzleistung. Wichtig sei jedoch beim Verkauf, dass diese Zusatzleistung auch den entsprechenden Ertrag bringe. Heller erwartet für die Zukunft, dass die Zahl der Zusatzverkäufe steigen werde, da sie nicht nur für das Erreichen der Gesamtprovision, sondern auch für den Deckungsbeitrag ausschlaggebend werden dürften.

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Die Chancen für den Vertrieb 2010:

Abschlusssicherheit im Verkauf Variable, erfolgsbezogene Vergütung für die Expedienten Erkennen von Kundenwünschen Entwickeln von Kundenmehrwerten Verkauf von Zusatzprodukten, wenn sie einen Mehrwert für den Kunden bieten und zur Kernleistung gehören. Mehr Infos: Michael Althoff über www.mc-gmbh.de Dr. Markus Heller www.fried-partner.de

Markus Heller, von der Münchener Unternehmensberatung Dr. Fried & Partner sieht in Zukunft die Zahl der Zusatz-

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"Meine Wünsche für eine auskömmliche Provision" "Wenn ich mir was wünschen dürfte", so beginnt die erste Textzeile eines Schlagers von Friedrich Holländer im Film, "Der Mann, der seinen Mörder sucht (1930). Nach den durchaus turbulent zu nennenden Diskussionen um den TUI-Malus in diesem Jahr, hat das asr-Journal den Präsidenten des asr, Stephan Busch, nach seinen Wunschvorstellungen für eine angemessene TUI-provision gefragt. nachgedacht werden und entsprechende Kompensationsmodelle entwickelt werden, wie es FTI schon getan hat. Es muss für beide Seiten eine win-winSituation entstehen. Das Engagement für Reiseveranstalter muss kooperativ sein, wieder Spaß machen und sich vor allem lohnen! asr-Journal: ... da fordern Sie ne ganze Menge

asr-Journal: Wir begrüßen ein neues Jahr. Da kann man sich ja bekanntlich was wünschen. Was wünschen Sie sich bezüglich des größten deutschen Reiseveranstalters, der TUI? Stephan Busch: Allein die Provision auf einen Prüfstand zu stellen, erscheint gerade bei der TUI zu eindimensional. Die gesamte Zusammenarbeit leidet an der Reduzierung der Vergütung auf der einen Seite und einem administrativen zusätzlichen Aufwand auf der anderen Seite. Daher wünschen wir uns eine auskömmliche Einstiegsprovisionen von mindestens 10 Prozent. Eine Auszahlung der Provision sollte bei Buchung

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Stephan Busch: Ja, aber dafür leistet der Vertrieb ja auch viel. Das ist übrigens für uns nicht das Ende der Fahnenstange. Ferner sollte TUI mit Superprovisionen die Büros bei Erreichung von Umsatzzielen honorieren. und nicht bei Abreise erfolgen. Wichtig sind uns transparente Provisionen über die gesamte Produktpalette hinweg. Die Stornos sind zu verprovisionieren und in die Umsatzstaffeln mit einzubeziehen Wer nachvollziehbar während des Geschäftsjahres Marketing im Interesse der TUI betreibt, um Umsatz zu halten oder zu mehren und dennoch Umsatzeinbußen davon trägt, kann in einem loyalen partnerschaftlichen Verhältnis nicht einseitig durch Rücksetzung in der Provisionsstaffel oder Malus bestraft werden. Bei den TUI Verantwortlichen muss über strategische Marketingmaßnahmen

asr-Journal: ...fromme Wünsche, denn bekanntlich hört beim Geld die Freundschaft auf... Stephan Busch: Geld ist wichtig, keine Frage, aber genauso wichtig sind planbare zuverlässige Aussagen, die zumindest zwei Geschäftsjahre erfassen. asr-Journal: Heute sind viele Büros in Kooperationen organisiert... Stephan Busch: ... ja in der Tat, der Schlüssel für Incentives oder Superprovisionen sollte auf der Grundlage des Gesamtumsatzes


asr-Journal: Welche HardFacts kann die TUI noch leisten, um ein gutes Verhältnis zum stationären Vertrieb auszubauen?

und der Entwicklung innerhalb der Kooperationen erfolgen, damit Schwankungen einzelner Reisebüros durch die Tätigkeit eines Reisebüroverbundes ausgeglichen werden und zugleich Härtefälle vermieden werden können. Ein Provisionsmodell sollte sich zugleich - wie in der Vergangenheit auch an der Entwicklung des Veranstalterumsatzes in Vergleichbaren Segmenten orientieren.

zichten. Rückzahlungen aufgrund des Malus sind inakzeptabel. Wichtig ist, einen im Reisebüro erarbeiteten Umsatz auch entsprechend zu honorieren. Ein Provisionsmodell sollte auch berüksichtigen, dass jedes Jahr ein bestimmter Umsatz erreicht wird. Demnach halten wir eine umsatzabhängige Provisionsstaffel mit retroaktiver Nachverprovisionierung für sinnvoller.

asr-Journal: Das hört sich so an, als wenn Sie ein sanktionsfreies System anspielen...

Der „retroaktive Provisionsscheck“ ist ein hohes positives Motivationsinstrument!

Stephan Busch: Wozu soll ich in schlechten Zeiten, die nun mal da sind, den stationären Vertrieb auch noch zusätzlich bestrafen wollen?

Für unabhängige Büros gilt eine notwendige Honorierung des Aufwandes über Provisionen und nicht über den Grad der Bindung.

Ein neues TUI Modell muss aus unserer Sicht zwingend auf einen Malus ver

Hier können die bereits vorhandenen Ansätze über Produkt-Incentives und "valueplus"  der richtige Ansatz sein.

Stephan Busch Wir haben seit langem das Thema Kreditkartenabrechnungen im Auge. Unsere Verbandsmeinung ist, dass die Kosten des Kreditkartendisagios als Bestandteil der Produktkalkulation vom Reiseveranstalter zu übernehmen sind. Darüber hinaus wollen wir das Reisebüro vom administrativen Aufwand befreien. Reisebüros sollen Reisen verkaufen. Das Reisebüro übernimmt zunehmend Aufgaben des Reiseveranstalters bei Reiseabwicklung: Anmeldung von Sondergepäck bei Fluglinien und Transferunternehmen; Systeminformationen werden Online geliefert und ständig geändert, das alles hält die Expedienten vom Vertrieb ab. Auch wenn ich mich wiederhole: Das Engagement für Reiseveranstalter muss in Zukunft kooperativ sein, wieder Spaß machen und sich vor allem lohnen!

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Deloitte Studie Hotellerie kann zulegen Besonders kleinere Städte profitieren von zusätzlichen Arbeitsplätzen Europas Tourismus- und Hotelleriebranche hat ein hartes Jahr hinter sich. Angesichts der weltweiten Wirtschaftskrise, steigender Arbeitslosenzahlen und der um sich greifenden Schweinegrippe verzichteten Verbraucher auf Reisen und blieben zu Hause, aber auch Geschäftsleute reisten entweder gar nicht oder nur zweiter Klasse. Dies zeigt die Deloitte-Studie "HospitalityVision European Performance Review 2009 - Uphill Struggle", auf Grundlage der Branchenstatistik STR Global. Anfang 2009 brachen die Ausgaben europäischer Hotelgäste um bis zu 31,3 Prozent ein. Der Ertrag pro Zimmer (revPAR) europäischer Hotels fiel, getrieben von Rückgängen bei Belegungszahlen und Preisen, um 16,8 Prozent. In fast allen Städten Europas sanken die Besuchsund Übernachtungszahlen, Fluglinien und Reisedienstleister verzeichneten Buchungsrückgänge. Doch das Jahr der Verluste geht dem Ende entgegen - und das neue verspricht laut Studie Aussicht auf Besserung. Die Wirtschaft beginnt sich zu erholen, seit Kurzem steigt das Verbrauchervertrauen wieder und die Buchungs- und Umsatzrückgänge flachen ersten Berichten zufolge wieder ab. "Die Aussichten der Tourismuswirtschaft sind nicht mehr so düster wie noch Mitte des Jahres. Wir sehen überall Anzeichen einer Erholung, Länder wie Deutschland, Frankreich und England haben die Rezession hinter sich gelassen. Trotzdem werden die Nachwirkungen der Krise noch eine Weile zu spüren sein und die Nachfrage weiter schwach bleiben - es wird dauern, bis die Hotels steigende Gewinne vermelden können", erläutert Benjamin

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Ploppa, Senior Manager Hotellerie bei Deloitte. Europa uneinheitlich Die Krise hat Europas Hotels unterschiedlich hart getroffen. Besonders starke Einbußen mussten die Länder Osteuropas hinnehmen; in Tschechien, Estland, Lettland, Litauen, Rumänien, Russland und der Slowakei brach der revPAR zum Teil um über 30 Prozent ein. In der Eurozone schnitt Irland mit minus 22,5 Prozent am schlechtesten ab, gefolgt von Spanien mit etwas mehr als minus 20 Prozent -West- und Mitteleuropa kamen etwas besser davon. In Frankreich ging der revPAR um 13,5 Prozent zurück, in Deutschland um 12,5 und in Großbritannien sogar nur um 10 - viele Engländer machten Urlaub zu Hause und stützten den heimischen Hotelmarkt ein wenig. Nur zwei Städte mit Zuwachs Fast alle europäischen Städte litten darunter, dass sich Verbraucher kaum noch Kurzausflüge in Europas Metropolen leisten wollten. Nur zwei Reiseziele konnten wachsende Belegungszahlen melden - in Glasgow und in Edinburgh stieg die Hotelauslastung um 0,7 Prozent. Alle anderen Städte verzeichneten Rückgänge, den kräftigsten musste Düsseldorf hinnehmen. Hier ließ der revPAR um 33,3 Prozent nach, was jedoch vor allem auf das starke Messejahr 2008 zurück zu führen ist. In Barcelona ging der Wert um 30,5 Prozentpunkte zurück, in Dublin und Madrid 23,9 bzw. 22,5. Auch Top-Destinationen wie London, Venedig oder Paris verloren; Letztere erreichte mit 74 Prozent immerhin

noch die höchste Hotelauslastung im Städtevergleich (Hamburg belegt Rang zwei mit 71,2 Prozent). Deutscher Markt durchwachsen Deutsche Hoteliers mussten Einbußen hinnehmen, denn in Deutschland blieb die Nachfrage über die drei ersten Quartale schwach: Der revPAR sank um 12 Prozent auf durchschnittlich 47 Euro und mit einem durchschnittlichen Zimmerpreis von 79 Euro gehören diese Werte zu den europaweit niedrigsten. Grund hierfür ist nicht nur allein der Nachfragerückgang, sondern auch die Angebotsentwicklung, da in zahlreichen deutschen Städten in den letzten Jahren neue Hotels entstanden, was den Kapazitätsüberhang verstärkte. Doch es gibt nicht nur schlechte Nachrichten: Hamburg, Berlin, Frankfurt und Köln verzeichneten verhältnismäßig geringe Auslastungsrückgänge, von diesen gehören die Hanse- und die Bundeshauptstadt mit 71,7 bzw. 67,6 Prozent zu den Führenden des europaweiten Auslastungsvergleichs. "Der deutsche Hotelmarkt ist zwar geschrumpft. Aber er hat mit die besten Aussichten auf eine baldige Erholung: Vielen Befragungen und Studien zufolge steigen Aufträge und Umsätze deutscher Unternehmen bereits seit dem vorletzten Quartal wieder an. Diese Entwicklung hat schon begonnen, auf Geschäftsreisen und ErsteKlasse-Flügen durchzuschlagen: Die Lufthansa meldete beispielsweise eine Buchungszunahme von Juli auf August. Trotzdem wird die Krise ihre Spuren hinterlassen. Vor allem junge Gäste, die von der Rezession geprägt wurden, werden Verhaltensweisen und Einstellungen nachhaltig ändern. Sparsamkeit, Einfachheit und geringere Markentreue sind Veränderungen, auf die sich die Hotellerie in Zukunft wird einstellen müssen", erläutert Benjamin Ploppa. www.deloitte.com


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Counterinfo Schweinegrippe

ERV: Aktuelle Informationen zur Influenza-A/H1N1 (Neue Grippe/Schweine grippe) Keine Einschränkungen bei Regulierung von Versicherungsfällen in Zusammenhang mit H1N1

Ausschussmitglieder stehen fest Nach den Bundestagswahlen und der Regierungsbildung stehen nun auch die Ausschussmitglieder fest. Das asr-Journal nennt Ihnen die Mitglieder des Tourismusund des Verkehrsauschusses Nach den Bundestagswahlen begann das Schachern und Posten und Positionen. Es dauert ja immer eine Weile, bis alle Positionen in Regierung und Parlament besetzt sind. So mussten auch alle 22 ständigen Ausschüsse im neuen Bundestag neu formieren. Die Zusammensetzung der Gremien entspricht dem neuen, nach den Wahlen entstandenen Kräfteverhältnis der einzelnen Fraktionen. Die Mitglieder der Ausschüsse beraten Gesetze, kontrollieren die Arbeit der Ministerien und bereiten Entscheidungen für die Abstimmungen im Parlament vor. Den Vorsitz im 18-köpfigen Ausschuss für Tourismus führt Klaus Brähmig (CDU/CSU) als Nachfolger von Marlene Mortler (CDU/CSU), die aber Mitglied bleibt. Unterstützt wird er von seiner Fraktionskollegin Rita Pawelski als stellvertretende Vorsitzende. Zu Obleuten bestimmt wurden Ingbert Liebing (CDU/CSU), Hans- Joachim Hacker (SPD), Jens Ackermann (FDP), Kornelia Möller (Die Linke) und Dr. Valerie Wilms (Bündnis 90/Die Grünen).

Als tourismuspolitische Sprecher der einzelnen Fraktionen wurden gewählt: Dr. Michael Fuchs (CDU/CSU), Hubertus Heil (SPD), Horst Meierhofer (FDP), Dr. Ilja Seifert (Die Linke) und Markus Tressel (Bündnis 90/Die Grünen). Als neuer Vorsitzender im Ausschuss für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung amtiert der Verkehrspolitiker Winfried Hermann von Bündnis 90/Die Grünen. Er folgt Dr. Volker Lippold (CDU/ CSU) nach, der nicht mehr für den Bundestag kandidierte. Stellvertretender Vorsitzender in dem 37-köpfigen Gremium ist Volkmar Vogel (ebenfalls CDU/CSU). Als Obleute ihrer Fraktionen fungieren Dirk Fischer (CDU/CSU), Uwe Beckmeyer(SPD), Patrick Döring (FDP), Heidrun Bluhm (Die Linke) und Bettina Herlitzius (Bündnis 90/Die Grünen). Die Rolle des verkehrspolitischen Sprechers in ihren Fraktionen haben Arnold Vaatz(CDU/CSU), Florian Pronold (SPD), Patrick Döring (FDP), Sabine Leidig (Die Linke) und Dr.Toni Hofreiter (Bündnis 90/Die Grünen) inne. www.bundestag.de

Aufgrund der jüngsten Entwicklungen in Zusammenhang mit Influenza-A/H1N1 (die WHO hat die Zählung der weltweit Erkrankten eingestellt, ein Impfstoff liegt vor, die Erkrankung verläuft meist harmlos) definiert die Europäische Reiseversicherung AG (ERV) diese nicht als Pandemie im Sinne ihrer Versicherungsbedingungen. Demzufolge werden sämtliche Versicherungsfälle, die in Zusammenhang mit Influenza-A/H1N1 stehen, ohne Einschränkung reguliert. Hintergrundinformation: Im Juni dieses Jahres hatte die Europäische Reiseversicherung AG die Regelung getroffen, bis zu einer Anzahl von weltweit 10 Mio. Erkrankten alle Versicherungsfälle in Zusammenhang mit Influenza-A/H1N1 ohne Einschränkung zu übernehmen. Durch den Umstand, dass die WHO die Zählung der weltweit Erkrankten einstellt, ist diese Regelung außer Kraft gesetzt; der gemäßigte Verlauf der Grippewelle rechtfertigt die vollständige Aufhebung der Einschränkung. www.erv.de

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Kreuzfahrt durch Schweden Eine Fahrt auf dem Gรถtakanal zwischen Gรถteborg und Stockholm oder umgekehrt ist eines der angenehmensten Arten Schweden kennenzulernen. Auf dem "Blauen Band Schwedens" verkehren drei Traditionsschiffe. Eine Reise ist zugleich Erlebnis, Entschleunigung und Entspannung.

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Schon um die vorletzte Jahrhundertwende waren die Schleusen am Götakanal ein beliebtes Ausflugsziel.

Wenn man heute im Verkauf an das Thema Kreuzfahrten denkt, dann fallen einem in erster Linie die Megaschiffe der großen Reedeien ein. Dass es aber auch ganz andere Produkte gibt, die vor allem durch Charakter und eine natürliche Patina, Tradition und Natürlichkeit geprägt sind, will das asrJournal an dieser Stelle zeigen. Das Blaue Band Schwedens Die Fahrt auf dem Götakanal in Schweden ist in der Tat kein Massenprodukt, aber eine sehr gute Empfehlung für Kunden, die das Individuelle liebe und für die Entschleunigung und Zeit wichtige Parameter in der Urlaubsgestaltung sind. Der Götakanal, auch das "Blaue Band Schwedens" genannt, verbindet seit der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts Göteborg und Stockholm miteinander. 23 Jahre wurde an ihm gebaut, 60.000 Männer arbeiteten an

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dem damals größten Infrastrukturprojekt des Landes. 190 Kilometer lang ist der Kanal und bezieht zahlreiche Seen, darunter den Vännern- und den Vätternsee, mit in den Streckenverlauf ein. Heute, im Zeitalter der Containerschifffahrt und überdiemensionierten Frachter hat der Kanal längst seine kommerzielle Bedeutung verloren, ist aber andererseits höchst lebendig, weil er ein Stück schwedischer Identität und Kultur ist. "Ich empfehle meinen Kunden immer in Göteborg die Fahrt zu beginnen und dann nach Stockholm zu fahren," sagt Susanne Rönnefahrt vom Schwedenspezialisten "Enjoy Stockholm". "Dann kann man noch zwei, drei Tage die schwedische Hauptstadt erkunden. Und in nur wenigen Stunden ist mit dem Schnellzug Göteborg wieder erreicht.

Auf drei Schiffchen kann man die Fahrt zwischen Göteborg nach Stockholm aber auch in der umgekehrten Richtung unternehmen. Es sind die "Juno", die "Diana" und die "Wilhelm Tham". Die schmalen, drei Decks hohen Boote bieten den Charme der vorletzten Jahrhundertwende – Anfang des 21. Jahrhunderts sind sie sehr sorgfältig modernisiert worden. Die drei Schiffe sind speziell zum Befahren der engen Kanalstrecke und der über fünfzig Schleusen, in denen Zentimeterarbeit beim Manövrieren erforderlich ist, konstruiert worden. Traditionsschiffe Die MS Juno ist sogar das älteste noch im Betrieb befindliche Passagierschiff der Welt mit Übernachtungsmöglichkeiten. Eine familäre Atmosphäre herrscht an Bord und das Entertainmentprogramm ist die Landschaft, die an


Die "Juno" (hier links), die "Diana" und die "Wilhelm Tham" (hier rechts) fahren regelmäßig im Linienverkehr während des Sommers auf dem Kanal einem vorbeizieht. Grasende Kühe oder Schafe zum Greifen nah, die typischen in "Falunröd" gehaltenen Holzhäuser wirken wie gemalte Dorfidyllen. Dies alles kann man bequem zurückgelehnt aus dem Korbsessel vom Deck heraus erleben. Mobiltelefone sind übrigens unerwünscht, was im Handybeseelten Skandinavien einer Revolution gleich kommt. Auch die Kabinengröße ist nicht mit denen auf "klassischen Kreuzfahrern" zu vergleichen. Dafür sind die kleinen Zimmerchen beispielsweise in der "Juno" mit Dopelklappbett, Waschtischchen mit Goldarmaturen, einer kleinen Spiegelkommode und Kleiderhaken ausgestattet. Alles authentisch, was man vor allem beim satten Zufallen der Mahagoniholztür zur Kabine merkt. Die Kabinen auf dem Shelter- und dem Brückendeck haben einen direkten Zugang zum Außendeck. Wenn man sich nicht Draußen aufhalten kann, dann bilden der Salon und der Speisesaal den Mittelpunkt des geselligen Lebens an Bord. Ersklassige schwedische Küche wird mittags in einem zwei-Gang und abends in einem drei Gang Menü serviert. Essenzeiten werden durch das Schlagen eines Gongs angekündigt. Die Reederei weist übrigens gern darauf hin, dass es ein volles Schankrecht an Bord gibt, das ist in dem nordischen Land, wo hochprozentiger Alkohol nur im "Systembolaget"

zu bekommen ist, ein durchaus nützlicher Hinweis. Auf dem Blauen Band Schwedens, erleben die Reisenden viele Sehenswürdigkeiten. Sei es das Kanalmuseum in Trollhättan oder das Bischofsschloss Läcko auf einer Landzunge im Vänernsee gelegen. Höhepunkt einer Reise sind sicherlich die Schleusen von Berg, elf an der Zahl, in denen die Schiffe je nach Reiserichtung in den See Roxen auf- oder abgesenkt werden. Die Festung Stegeborg sowie die Wikingerstadt Birka in Björko - die erste schwedische Stadt - sind ebenfalls Highlights bei einer Fahrt auf dem Blauen Band. Rund vierzig Passagiere können die Schiffe pro Reise mitnehmen, sechs Tage dauert die Fahrt zwischen den beiden schwedischen Metropolen, es sind aber auch zwei oder vier Tagesreisen buchbar.

Der Gotakanal auf Mare-TV. Klicken Sie auf das Bild und Sie sehen eine interessante Reportage.

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Counterinfo Göta Kanalkreuzfahrt

JUNO: Bordsprache: Schwedisch, Englisch, Deutsch Bordzahlungsmittel: Schwedische Kronen und gängige Kreditkarten, Schiff erbaut im Jahr: 1874 / Umbau 2003/2004 Länge: 31,66 m Breite: 6,79 m Tiefgang: 2,72 m Tonnage: bis 269 t Werft: Motala Werkstad Flagge: Schweden Kabinenanzahl: 28 Ähnlich für die anderen Schiffe. Mehr Infos unter anderem bei: Enjoy Stockholm (asr Mitglied) Susanne Rönnefahrt Riederbergstr. 11 a 65195 Wiesbaden Tel. 0611.532 38 04 Fax 0611. 532 38 06 info@enjoy-stockholm.de www.enjoy-stockholm.de

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Kreuzfahrt - News Udo Lindenberg rockt erneut auf der "Mein Schiff" Themenreisen kommen auf der "Mein Schiff" offenbar gut an. Nachdem der erste Rock-Liner mit Udo Lindenberg und den Gaststars Jan Delay und Nina Hagen innerhalb von vier Tagen ausgebucht war, freut man sich bei TUI Cruises nun Udo Lindenberg auf dem Rock-Liner Nummer zwei ankündigen zu können. Mit von der Partie sind, neben Panik-Rocker Udo Lindenberg, Ich + Ich Adel Tawil live mit Band, die den Passagieren auf der viertägigen Nordeuropa-Reise vom 28. August bis 1. September 2010 ein Live-Programm bieten werden. "Nach dem Erfolg des ersten RockLiners sind wir stolz darauf, Udo Lindenberg auch erneut an Bord der "Mein Schiff" begrüßen zu dürfen und den Gästen damit ein weiteres RockHighlight im Jahr 2010 zu präsentieren.", sagt Richard J. Vogel, CEO von TUI Cruises. Auch Udo Lindenberg sieht dem zweiten Rock-Liner wieder mit großem Vorfieber entgegen: "Alle Experten an Bord! Freunde, we rock the Ocean und gucken nach Hinterm Horizont, was abgeht." www.tui-cruises.com DEUTSCHLAND geht auf Weltreise Die "Deutschland" geht auf ihre vierte richtige Weltreise.Sie beginnt am 1.12.2010 in Monte Carlo und wird am 30.4.2011 auch dort enden. In genau 150 Tagen wird die „Deutschland“ in 74 Häfen festmachen – darunter viele altbewährte und beliebte Ziele, aber auch 12 interessante neue Häfen. Auf dieser 33.514 Seemeilen langen Strecke – das entspricht rund 62.100 Kilometer oder 1,55mal um den Äquator – werden vier der sieben Weltmeere durchquert und 35 Länder auf 5 Kontinenten besucht. www.deilmann.de

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Costa Deliziosa wird in Dubai getauft Die “Costa Deliziosa” wird am 23. Februar 2010 in Dubai getauft. Es wird das erste Mal in der Geschichte der Kreuzfahrt sein, dass ein Schiff in einer arabischen Stadt getauft wird. Die feierliche Zeremonie findet direkt im Anschluss an die Jungfernfahrt der “Costa Deliziosa” statt, die am 5. Februar 2010 in Savona/Italien beginnt und über Ägypten, Jordanien, Jemen, Oman und Abu Dhabi nach Dubai führt. Die „Costa Deliziosa“ bietet mit 92.600 Tonnen 2.628 Passagieren Platz und ist das Schwesterschiff der im Sommer getauften „Costa Luminosa“. Die Taufe der „Costa Deliziosa“ verstärkt die Zusammenarbeit zwischen Costa Crociere einerseits sowie dem Emirat Dubai und dem Dubai Department of Tourism and Commerce Marketing (DTCM) andererseits. Neben der „Costa Deliziosa“ und der „Costa Luminosa“ wird mit der „Costa Europe“, die Dubai im Rahmen ihrer Orientreisen besucht, ein weiteres Costa Schiff im Winter regelmäßig im Emirat anlegen. Bei insgesamt 32 Anläufen von Costa Schiffen erwartet die Reederei für die Saison 2009/2010 rund 140.000 Passagierbewegungen. www.costakreuzfahrten.de

Weltweites wissenschaftliches Netzwerk für Kreuzfahrttourismus in Bermerhaven gegründet Kreuzfahrttourismus als eigenständige wissenschaftliche Disziplin zu etablieren – das ist das Ziel der neu gegründeten Cruise Research Society e.V. Eine große Herausforderung, der sich der Initiator Prof. Dr. Alexis Papathanassis mit der Etablierung des weltweiten Netzwerkes stellt. Gemeinsam mit Kollegen der University of Plymouth, der University of Dubrovnik, der Edith Cowan University sowie der Hochschule Bremerhaven hat der Professor des Studiengang Cruise Industry Managements an der Hochschule Bremerhaven den Verein in der Seestadt gegründet und damit eine künftig wichtige Institution aus dem Bereich der Kreuzfahrtbranche nach Bremerhaven geholt. Initiator Prof. Dr. Alexis Papathanassis bei der 1st International Cruise Conference: „Unser Ziel ist die Förderung von Wissenschaft und Forschung im Bereich Maritimer Tourismus und Kreuzfahrtmanagement“, Dies solle insbesondere durch wissenschaftliche Publikationen, Forschungsvorhaben, Entwicklung von Bildungs- und Weiterbildungskonzepten sowie wissenschaftliche Veranstaltungen erreicht werden. Um ein hohes Forschungsniveau innerhalb des Netzwerkes zu garantieren, sind die Aufnahmebedingungen an einige Voraussetzungen gekoppelt: Wer der Cruise Research Society beitreten möchte, muss einen schriftlichen Aufnahmeantrag stellen über den der Vorstand letztlich entscheidet. Studierende müssen zudem Empfehlungsschreiben hinzufügen. „Wir wollen uns als wissenschaftliche Institution etablieren und aktiv an der Forschung und dem Wissensaufbau mitwirken“, so der Professor der Hochschule Bremerhaven. www.cruiseresearchsociety.com

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Angst ist kein Rücktrittsgrund Ob Schweinegrippe in Mexiko oder Terroranschlag auf Mallorca: Wer aus einem dieser Gründe seine Reise absagt, bleibt auf den Stornogebühren sitzen – trotz Reiserücktrittsversicherung. Die Versicherer akzeptieren weder die Angst vor einer Epidemie noch vor Terror. Dennoch macht solch eine Versicherung häufig Sinn, meint Finanztest in seiner aktuellen Ausgabe. Eine Reiserücktrittsversicherung zahlt grundsätzlich, wenn der Versicherungsnehmer selbst unerwartet krank wird oder einen Unfall hat – oder aber dessen Eltern, Kinder, Großeltern, Geschwister, Schwiegereltern oder Schwiegerkinder. Sie empfiehlt sich für

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Urlauber, die teuer verreisen und mit Kindern unterwegs sind. Wer einige Tage vor Reisebeginn absagt, muss andernfalls schnell bis zu 80 Prozent Stornogebühren zahlen. So kommt die Versicherung für den Schaden auf – häufig auch, wenn der Urlauber seine Reise verspätet antritt.

Anstatt eine einzelne Reise zu versichern, lässt sich auch ein Jahresvertrag abschließen. Eine Familie, die regelmäßig ins gleiche Ferienhaus fährt, ist damit gut beraten. Für spontan Reisende mit unterschiedlich teuren Urlaubszielen sind Jahresverträge dagegen weniger geeignet.

Die Stiftung Warentest hat 59 Einzelreisetarife und Jahresverträge geprüft, die eine Person oder gleich die ganze Familie versichern. Ein „sehr gut“ konnten die Tester nicht vergeben, es ist aber auch keiner der Tarife völlig durchgefallen. Ein „guter“ Tarif ohne Selbstbehalt für eine Reise im Wert von 1.500 Euro kostet zwischen 50 und 64 Euro.

Der ausführliche Test von Reiserücktrittsversicherungen findet sich in der aktuellen Ausgabe von Finanztest oder unter www.test.de/reiseruecktrittsversicherung


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China will Tourismus ausbauen China will die Zahl der ausländischen Besucher bis 2015 auf 90 Millionen steigern. Darüber hinaus werden rund 83 Millionen Chinesen im Jahr 2015 Auslandsreisen unternehmen. Der Tourismus in China soll weiter gefördert und zu einer strategischen Stütze der chinesischen Volkswirtschaft ausgebaut werden. Dies beschloss der chinesische Staatsrat unter der Leitung von Ministerpräsident Wen Jiabao.

musmarkt erleichtern und Reisebüros mit ausländischer Kapitalbeteiligung erlauben. Die lokalen Tourismusbehörden wurden dazu aufgerufen, im Ausland zu investieren und für ihre Sehenswürdigkeiten zu werben.

Die Zahl der ausländischen Besucher mit Übernachtung soll bis zum Jahr 2015 auf 90 Millionen steigen. Dies entspricht einem jährlichen Anstieg von acht Prozent. Die Zahl der inländischen Touristen soll jährlich um zehn Prozent auf dann 3,3 Milliarden im Jahr 2015 anwachsen. Und auch China als Quellmarkt wird immer wichtiger: 83 Millionen Chinesen werden im Jahr 2015 nach Übersee reisen. Dies entspricht einer Steigerung von neun Prozent pro Jahr.

Ein Schwerpunkt für die kommenden Jahre ist der Ausbau der touristischen Infrastruktur im ganzen Land. Es werden neue Flughäfen, Seehäfen, Autobahnen und Eisenbahnlinien gebaut. Profitieren werden Touristen dann vor allem von der Zeitersparnis zwischen zwei Sehenswürdigkeiten: Sei es dank der neuen Flughäfen oder dem neuen Netz an Hochgeschwindigkeitsbahnen, welche die wichtigsten Städte miteinander verbindet.

Der Staatsrat sieht darüber hinaus eine Steigerung um 500.000 Arbeitsplätze im Jahr allein in der Tourismusindustrie vor. Die Einnahmen der Branche sollen parallel dazu um zwölf Prozent jährlich steigen und der Anteil am Bruttoinlandsprodukt dann bei 4,5 Prozent liegen. Die VR China wird dementsprechend den Zugang zum inländischen Touris-

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Ausgebaut und investiert wird vor allem in folgende touristische Routen: Seidenstraße, Shangri-La Gebiet, Drei-Schluchten-Fahrt auf dem Yangtze, Qinghai-Tibet-Bahn, Perflussdelta, Yangtze-Delta, Nordostchina und die Infrastruktur entlang der Ostküste. Ein weiterer Schwerpunkt liegt vor allem in der Qualitätssteigerung der touristischen Produkte, wie zum Beispiel der Schulung von Angestell-

ten in der Tourismusbranche. Um den Servicestandard zu erhöhen, werden die Angestellten von Kundenzentren und touristischen Informationsständen in Englisch unterrichtet. Auch ist der Ausbau zwischen den unterschiedlichen Bereichen Sport, Kultur, Umweltschutz und Tourismus vorgesehen. Speziellen Wert legt der chinesische Staatsrat dabei auf den Ökotourismus. Das Angebot für die Besucher soll kontinuierlich ausgebaut und erweitert werden. Trotz des Verhaltens aus der Weltklimakonferenz in Kopenhagen: Generell möchte die chinesische Regierung den Umweltschutz in den nächsten Jahren verstärkt fördern. China investiert rund 150 Milliarden US Dollar, rund 38 Prozent seines Konjunkturpakets, in den nächsten Jahren in die Förderung von umweltfreundlichen Technologien. Touristische Einrichtungen wie Hotels und Restaurants wurden angewiesen Wasser und Elektrizität zu sparen. www.fac.de


Theateraufführungen in Schulen helfen bei der Vermittlung von Umweltthemen

Dominica ist Vorreiter im Naturtourismus Roseau (pte/05.12.2009/06:05) - Die kleine Antilleninsel Dominica gehört zu den Geheimtipps für Öko-TourismusBegeisterte. Um diese Art des Fremdenverkehrs auch im eigenen Land zu promoten und um die Bedeutung einer intakten Umwelt hervorzuheben, setzt die Discover Dominica Authority mit Unterstützung der Organization of the American States OAS auf ein Förderprogramm für die Tourismuswirtschaft. Ein wichtiger Teil des Programms sind Theatervorführungen in 14 Schulen und 13 Gemeinden, in denen Themen wie Erhalt der Umwelt, touristische Projekte und berufliche Möglichkeiten für Einheimische thematisiert werden.

lichung spielen beim Theaterstück zwei Charaktere, das Maskottchen Sisserou - der Wappen-Papagei - und das "Anti-Maskottchen" - der Esel - die Hauptrolle. Die insgesamt 750 Quadratkilometer große Insel Dominica, die zwischen den beiden Französische Übersee-Departements Martinique und Guadeloupe liegt, wird in Kürze über einen insgesamt 184 Kilometer langen Wanderweg - das Waitukubuli National Trail Project - verfügen. Mit Unterstützung der EU und des Regierungspräsidiums von Martinique wird dieser Trail nach seiner Fertigstellung mehrere bereits existierende Pfade miteinander verbinden.

"Ziel ist es, die Bedeutung des nachhaltigen Tourismus stärker im Bewusstsein der Bevölkerung zu verankern und ein proaktives Verhalten wie etwa die Verbesserung des Kundenservices, zu bewirken", so Kirsten Boucard, Leiterin des Tourismusoffice . Zur Verdeut-

Naturtrail führt durch UNESCO-Weltkulturerbe

ist auch, dass er durch die verschiedenen Landschaften und Vegetationszonen der Insel führt. Ein Höhepunkt des Trails ist das Emerald Pool, der Morne Trois Pitons Trail im gleichnamigen Nationalpark, der 1997 wegen der großen Biodiversität zum UNESCO-Weltkulturerbe erhoben wurde."Mit diesem Projekt trägt die Regierung den Bestrebungen der Insel Rechnung, einen ganzheitlichen Tourismus nach internationalen Standards voranzubringen und damit gleichzeitig die Attraktivität der Destination und somit den Tourismus zu stärken", so Boucard. 2007 hat die Karibikinsel rund neun Mio. Euro als Fördermittel aus dem EU-Entwicklungshilfeetat erhalten. Ein Teil davon ist in die Realisierung des Waitukubuli Trail Projekts geflossen.

"Einige der Wege wurden vor Jahrhunderten von den Ureinwohnern Dominicas, den Kalinagos, angelegt", so Boucard. Das Besondere an diesem Trail

Weitere Informationen über Bergwandern auf Dominica: http://www.dominica.dm/site/hiking.cfm www.dominica.dm

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Deutsche Unternehmen entscheiden zu kompliziert In vier von zehn deutschen Unternehmen behindern langwierige Entscheidungen die Arbeit. Die Probleme sind häufig hausgemacht: Weil beispielsweise zu viele Mitarbeiter an den Prozessen beteiligt sind, ist die Abstimmung untereinander erheblich erschwert - Abläufe ziehen sich dadurch unnötig in die Länge. In drei von zehn Unternehmen hemmen außerdem komplexe Hierarchien die Entscheidungen. Verantwortlichkeiten sind nicht ausreichend geklärt, weshalb sich Mitarbeiter mitunter nicht für Aufgaben zuständig fühlen. Sie bleiben dann unerledigt liegen. Das ergibt der "Managementkompass Komplexitätsmanagement", der von Steria Mummert Consulting in Zusammenarbeit mit dem F.A.Z.-Institut durchgeführt wurde. Komplexe Organisationsstrukturen wirken sich jedoch nicht nur auf die zügige Abwicklung von Aufgaben negativ aus. Die Mitarbeitermotivation leidet ebenfalls darunter: Drei von zehn

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Führungskräften klagen, dass ihr Personal nicht ausreichend motiviert ist. "Unübersichtliche Prozesse, ungeklärte Zuständigkeiten und Kommunikationsprobleme führen zwangsläufig auch zu demotivierten Mitarbeitern", so Dr. Rainer Scholz, Senior Executive Manager bei Steria Mummert Consulting. "Denn werden wichtige Informationen nicht an die Mitarbeiter weitergegeben, dann fühlen sie sich mit ihrer Arbeit nicht ernst genommen - geschweige denn wertgeschätzt. Das löst Unzufriedenheit aus, was sich wiederum auf die Leistung niederschlägt." Um die Abläufe im Unternehmen insgesamt übersichtlicher zu gestalten, sollten die Firmen ihr Komplexitätsmanagement auf neue Füße stellen. Dabei darf sich das Management allerdings nicht nur auf die Standardisierung und Optimierung einzelner Prozesse verlassen. Es gilt vielmehr, Entscheidungen schnell und am richtigen Platz zu treffen. "Übergeordnetes Ziel ist

dabei, Transparenz zu schaffen und alle Mitarbeiter auf einen Wissenstand zu bringen", rät Scholz. "Das betrifft sowohl den Informationsfluss in und zwischen den Abteilungen als auch Zuständigkeiten, die klar definiert werden müssen."

Komplexitätstreiber in deutschen Unternehmen Langwierige Entscheidungsprozesse: 37% Umfangreiche Geschäftsprozesse: 30% Mangel an Motivation der Mitarbeiter: 29% Komplexe Hierarchien im Unternehmen: 27% Mangel an Fachkompetenz der Mitarbeiter: 25%


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Neues aus den Emiraten

Deutsche Reiseveranstalter setzen weiter auf Dubai Der Finanz- und Immobilienkrise zum Trotz: Dubai bleibt ein beliebtes Ziel für die deutschen Reiseveranstalter. Ein Plus: Der günstige Wechselkurs Trotz Finanzkrise: Die deutsche Reisebranche setzt konsequent auf Dubai als Ziel mit unverwechselbarer Qualität. Das nur sechs Flugstunden entfernte Emirat bietet nicht nur Wüste, Strand sowie das Erlebnis Weltmetropole – es ist aktuell vor allem vor dem Hintergrund des schwachen Dollar-Wechselkurses und des fest daran gekoppelten Dirham für Reisende aus den Euro-Ländern sehr interessant: Sie bekommen für ihr Geld eine absolut hochwertige Leistung geboten. „Dubai ist und bleibt eines der beliebtesten Urlaubs- und Badeziele unserer Gäste. Die Gründe hierfür liegen auf der Hand: Viel Sonne, Strand und Meer, ausgezeichnete Einkaufs- und Unterhaltungsmöglichkeiten, luxuriös ausgestattete Hotels, eine sehr hohe Servicebereitschaft, beste Flugverbindungen und eine kaum spürbare Zeitverschiebung – und das alles zu einem hervorragenden Preis-LeistungsVerhältnis. Denn Reisen nach Dubai

sind derzeit so preiswert wie schon lange nicht mehr“, bestätigt Michael Frese, Geschäftsführer Dertour, Meier’s Weltreisen und ADAC Reisen. Dr. Volker Böttcher, CEO TUI Deutschland, sagt: „Reisen nach Dubai waren nie so attraktiv und günstig wie jetzt. Viele Hoteliers haben auf kostenlose ‚Add Ons’ gesetzt. Sie haben zum Nulltarif Mehrwerte geschaffen, die man in normalen Zeiten mit gutem Geld bezahlen müsste. Eine taktische Maßnahme, die sich bereits ausgezahlt hat. Denn die Buchungen für Dubai ziehen bei uns wieder deutlich an.“

Der Wechselkurs und die attraktiven Angebote sind wichtige Reise-Argumente gerade in preissensiblen Zeiten – und die Nähe zu Deutschland macht Dubai außerdem zu einem beliebten Ziel für Kurzentschlossene: „Die Buchungen von Last Minute-Reisen nach Dubai haben in den letzten Wochen

kräftig angezogen. Insbesondere die günstigen Linienflüge und die preiswerten Hotels im 5-Sterne-Bereich kurbeln die Nachfrage deutlich an“, so Markus Orth, Vorstandsvorsitzender der L'TUR Tourismus AG. Auch für die nächsten Monate prognostizieren die Partner der Reisebranche weiteres Wachstum für das Zielgebiet Dubai. Dazu Dr. Peter Fankhauser, CEO Thomas Cook AG: „Dubai ist gerade im Winter ein hervorragendes Mittelstreckenziel. Das Preis-Leistungs-Verhältnis hat sich noch einmal verbessert, so dass es im Moment sehr attraktive Angebote gibt. Das Klima ist angenehm und es gibt quasi eine Sonnengarantie.“ www.dubaitourism.ae

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Schwerpunkt:

Transsib, Orien Royal Scotsman

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Bahnreisen

nt-Express, n,Transcantabrico & Co

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Transsibirische Eisenbahn

Eine Fahrt mit der Transsibirischen Eisenbahn von Moskau nach Vladivostok oder nach Peking ist für viele Deutsche eine Traumreise. Reis Fahrten anbieten. Das asr-Journal berichtet über das Wichtigste, was man bei der Beratung und im Verkauf wissen muss.

Zeit ist Luxus Luxus besteht in der modernen Kommunikationsgesellschaft nicht nur aus teuren Dingen. Vor allem Zeit und Langsamkeit sind zwei wichtige Kriterien, die heute Luxus ausmachen. Eine der interessantesten Formen, diesen Luxus zu genießen, stellt für Reisebürokunden die Kreuzfahrt auf Schienen dar. Sie erinnert an die Zeiten, in denen nicht das Flugzeug, sondern die Eisenbahn das Hauptverkehsmittel auf dem Land gewesen ist, um lange Distanzen zu überwinden. Der Drang und die Freude der Menschen an ganzheitlichen Erfahrungen ist ungebrochen. Authentizität ist hier der entscheidende Faktor. Eisenbahnerlebnisse füllen ganze Bibliotheken. Zahlreiche Bahngesellschaften machen sie heute (wieder) möglich. Das asr-Journal stellt in dieser Ausgabe

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einige der interessantesten Bahnreisen nicht nur in Luxuszügen vor. Transsibirische Eisenbahn Mit 9.298 Kilometer Länge ist sie die längste befahrende Bahnstrecke der Welt. Und sie steht - nicht nur bei Bahnliebhabern - auf Platz eins der Eisenbahntraumreisen: Die Transsibirische Eisenbahn. In 160 Stunden bei einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von knapp 60 km/h fährt die Transsib vom Jaroslavler Bahnhof in Moskau nach Vladivostok. Rund 1.600 Kilometer am Tag. Alle drei Stunden hält der Zug für ein paar Minuten, alle zwölf Stunden auch länger. Die Fahrt mit der Transsibirischen Eisenbahn ist als Gruppen- aber auch als Individualreise möglich. Buchende Reisebüros sollten wissen, dass man

die Reiseroute vorher genau festlegen sollte, da alle Bahnfahrkarten eine Zugbindung haben. Für die Erteilung eines touristischen Visums für Russland ist es außerdem erforderlich, alle Übernachtungen entweder im Zug oder im Hotel bzw. bei der Gastfamilie im Voraus zu buchen. Es fahren nur noch wenige Züge täglich, insbesondere die internationalen Züge haben meist nur eine Abfahrt pro Woche. Es besteht eine akute Knappheit an Waggons, bitte buchen Sie daher frühzeitig. Die Originalfahrkarten erhalten die Kunden gegen Reisegutscheine vor Ort. Erlebnis pur Auf ihrer Strecke passieren die Reisenden vier verschiedene Landschaften: Die Wolga-Ebene, den Ural, die westsibirische Steppe und die ostsibirische Bergtaiga sowie die 16 großen Flüsse


sebüros können diese Träume gut verkaufen, da es eine Reihe von Spezialisten gibt, die diese

Eurasiens. Der Transsib fährt durch Regionen in denen es im Winter unter - 60 Grad kalt werden kann. Jeder Zug umfasst mindestens sieben und maximal 21 Waggons, darunter immer ein Gepäck- und ein Speisewagen. Die Waggons mit Zwei-Bett-Abteilen befinden sich meist direkt hinter der Lok oder am Zugende. Die übliche Reiseart isrt die Fahrt im Vier-BettAbteile, von denen es neun pro Wagen gibt. In jedem Waggon sitzen am Wagenende im Zugabteil zwei Schaffner, die sich darum kümmern, dass es immer ausreichend Tee gibt, die aber auch für die Sicherheit und Sauberkeit im Zug verantwortlich sind. Übrigens; wer sich mit dem Personal gut versteht, wird nicht nur zu den Öffnungszeiten des Speisewagens zwischen 9.00 und 20.00

Uhr, sondern jederzeit versorgt, bei moderaten Preisen. Ein Glas Tee kostet umgerechnet 50 Cent. An jedem Waggonende befindet sich ein Waschraum mit Toilette, welcher in der Regel zweimal am Tag gereinigt wird. Zahlreiche Bücher sind über die Fahrt in der Transsibirischen Eisenbahn schon gefüllt worden Die Fahrt in der Transsibirischen Eisenbahn ist Erlebnis pur: Kontakte zu den Mitreisenden sind schnell geknüpft.

Wenn der Zug an einem der zahlreichen Bahnhöfe hält, hat man oft die Möglichkeit, bei den sich dort aufhaltenden Händlern Obst, Gemüse, frisches Brot oder kleine regionale Leckereien zu kaufen.

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Counterinfo Transsib

Die Transsibirische Eisenbahnist buchbar unter anderem bei den asr-Mitgliedern: GO-East Reisen : www.go-east.de Chili Reisen: www.chili-reisen.de Ost und Fern: www.ostundfern.de Bei Go East Reisen bekommt man Fahrkarten für alle anderen innerrussischen Züge. Transsibirische Eisenbahn: Länge: 9.700 Kilometer Mit der Transsibirischen Eisenbahn kann man auch nach Peking fahren.

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ROYAL SCOTSMAN Der Royal Scotsmann gehört zu einem der exklusivsten Züge der Erde. Eine Kreuzfahrt auf Schienen ist die ideale Art eine Region kennenzulernen

Der Royal Scotsman ist einer der exklusivsten Züge der Welt. 1985 pachteten die Binnenschifffahrts-Unternehmer Michael Ryan und Fergus Hobbs einige historische Eisenbahnwaggons und gründeten "The Royal Scotsman". Die Schlafwagen, die Speisewaggons sowie das Salonabteil stammen aus dem ausgehenden 19. Jahrhundert und sind mit viel Liebe fürs Detail und wertvollen Materialien restauriert worden. Seit November 2004 gehört The Royal Scotsman zum Portfolio von Orient-Express Hotels, Trains & Cruises. Mit seinen bordeauxrot lackierten Waggons gehört der Royal Scotsman zu der sehr kleinen Gruppe von Luxuszügen, die ihren Reisenden einen vorbildlichen First Class Service bieten: Nur maximal 36 Gäste werden in den neun Wagen umsorgt. Abfahrtsbahnhof des Zuges ist Edinburgh und es gibt für die Freunde von Kreuzfahrten auf Schienen keine exklusivere Möglichkeit die Landschaft Schottlands kennenzulernen. Im Panoramawagen in komfortable Sofas und Armsessel sitzen und die Sehenswürdigkeiten an sich vorbeiziehen zu lassen. Und nicht zuletzt bietet die Küche des Zuges eine hervorragende Qualität,

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allen Unkenrufen der britisch-schottischen Küche zum Trotz. Die Küchenchefs haben bei so weltberühmten Köchen wie Raymond Blanc, Michel Roux und Charlie Trotter gelernt. Zum Lunch und Dinner bereitet die Küche saisonale Spezialitäten aus der schottischen Speisekammer wie Lachs, Schalentiere, Wild und Angusrind aus Aberdeen. Zu den Menüs werden erlesene Weine und ausgewählter Champagner gereicht. Im Schlafwagen befinden sich 16 Doppel- und vier Einzel-Luxuskabinen, ausgestattet mit Intarsienarbeiten. Alle Kabinen besitzen komfortable Einzel- oder Doppelbetten, einen Ankleidetisch, hohe Garderobenschränke, Haartrockner, individuell regulierbare Heizungen, Deckenventilatoren zur Kühlung und eine Ruftaste für den Kabinenservice. Jede Kabine ist mit einem eigenen Badezimmer mit Dusche, Waschbecken und Toilette, fließendem Warmwasser ausgestattet. Die Nächte verbringt der Zug in ruhigen Bahnhöfen, so dass die Passagiere eine ungestörte Nachtruhe genießen können. The Royal Scotsman fährt von April bis Oktober. Start und Ziel jeder Reise ist

die historische Stadt Edinburgh. Ein besonderes Schottlanderlebnis vermittelt die „Classic Tour” mit vier Übernachtungen. Entlang der schottischen Ostküste rollt der Zug durch die Fischerregion Fife und streift Dundee und Elgin, bevor er gen Westen durch die Highlands nach Plockton und nach Kyle of Lochalsh fährt über Eilean Donan Castle und Glamis, dem Kindheitsort von „Queen Mum“rollt der Royal Scotsmann dann wieder Richtung Edinburgh.

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Counterinfo

Royal Scotsman

Neben der beschriebenen fünftägigen Fahrt gibt es die Arrangements „Highland“ (2 Nächte) „Western Tour“ (3 Nächte) „Grand West Highland Tour“ (5 Nächte) „Grand North Western Tour“ (7 Nächte). „Schottlands Landsitze und Gärten“, (5 Nächte) www.royalscotsman.com


EASTERN & ORIENTAL EXPRESS Singapur, Malaysia und Thailand mit dem Zug erleben und auf keine Annehmlichkeiten zu verzichten: Der Eastern & Oriental Express macht das möglich. Für Kunden, die das Außergewöhnliche mögen.

Der Eastern & Oriental Express bietet Erinnerungen an Koloniale Vergangenheit und entspricht mit seinem gemächlichen Reisetempo ganz der Stimmung und dem Lebensrhythmus der asiatischen Landschaften, die er durchfährt. Jede Woche fährt der Zug auf seiner fast 2000 Kilometer langen, dreitägigen Reise durch drei der faszinierendsten Länder Südostasiens – Singapur, Malaysia und Thailand – und bietet damit als einziger Luxuszug eine grenzübergreifende Zugverbindung zwischen Singapur und Bangkok. Auch eine viertägige Rundreise von Bangkok in den Norden Thailands hat der Eastern & Oriental Express im Angebot. Die neueste Ergänzung im Programm ist die Route Bangkok- Vientiane, die den Besuch des Phimai Historical Park, eine Bootsfahrt auf dem Mekong und eine ganztägige Stadtführung durch die Hauptstadt von Laos beinhaltet. Singapur - Bangkok und zurück Auf der dreitägigen Fahrt mit dem Eastern & Oriental Express von Singapur nach Bangkok erleben die Gäste immer wieder neue Gesichter Asiens: dichte Urwald-Gebiete und Reisfelder wechseln sich ab mit Gummibaum- und Kokospalmen-Plantagen, typischen kleinen Thai-Dörfern, Moscheen

und Tempelanlagen. Eine besonders eindrucksvolle Passage erleben die Gäste am frühen Morgen des zweiten Tages, wenn sich der Eastern & Oriental Express durch den dichten Dschungel Malaysias schlängelt. Einen längeren Aufenthalt haben die Gäste in Butterworth/Penang, wo der Eastern & Oriental Express einen technischen Rangier-Stopp hat. Die zweieinhalb Stunden können für einen Ausflug ins historische Georgetown genutzt werden, der von der kurzen Bus- und Fährüberfahrt bis hin zur Trishaw-Fahrt (Fahrrad-Rikshaw) zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten bestens organisiert ist. Butterworth/Penang ist die letzte Station des Eastern & Oriental Express in Malaysia, bevor er in Padang Besar die Grenze zu Thailand passiert. Der erste kurze Stopp in Thailand ist in Surat Thani. Hier verlassen die Passagiere, die einen Badeaufenthalt in Phuket oder Koh Samui gebucht haben, den Zug und treten ihre Weiterreise zu den Inseln im Golf von Thailand bzw. im Andamanischen Meer an. Der Eastern & Oriental Express fährt weiter Richtung Norden und erreicht am nächsten Morgen Hua Hin, den Urlaubsort der Könige von Thailand, etwa 230 Kilometer südlich der Hauptstadt. Ohne langen Aufenthalt geht es von

hier aus weiter - jedoch nicht direkt nach Bangkok. An der „Nong Pladook Junction“ lässt der Eastern & Oriental Express die Stadt der Engel rechts liegen und fährt erst einmal weiter in Richtung Norden bis zur berühmten Brücke am Kwai Fluss. Hier haben die Zuggäste einen etwa zweistündigen Aufenthalt, der für eine Floßfahrt auf dem Fluss und einen Museumsbesuch im „Thai-Burma Railway Museum“ genutzt werden kann. Für viele Fotografen ist die Aufnahme des Eastern & Oriental Express, wie er die Brücke am Kwai überquert, ein weiterer Höhepunkt der Reise. Gegen Nachmittag trifft der Eastern & Oriental Express schließlich in Bangkok ein und tritt in der Regel zwei Tage später die Reise in die Gegenrichtung an. Auch auf der Südroute sind die Abfahrt- und Haltezeiten so gelegt, dass man die schönsten Landschaften bei Tageslicht durchfährt. Bangkok – Chiang Mai – Bangkok

Start und Ziel der viertägigen Rundreise in den Norden Thailands ist Bangkok. Der Eastern & Oriental Express passiert dabei die bedeutendsten und interessantesten Städte und Sehenswürdigkei-

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Unterwegs hält der Eastern & Oriental Express an, um den Reisenden die Gelegenheit zu geben, die authentische und landestypische Küche zu probieren.

ten Nordthailands. In Chiang Mai, das zu den wichtigsten Kunsthandwerkszentren Thailands gehört, können die Gäste an einer geführten Tour teilnehmen oder ein Elefanten Camp besuchen und einen Ritt auf einem der Dickhäuter wagen. Die nächsten Stationen der Reise sind Sawankhaloke und die nördlichste Zitadelle des altertümlichen Khmer Reiches Si Satchanalai. Auch in Lampang macht der Eastern & Oriental Express halt. Lampang ist eine der schönsten thailändischen Provinzhauptstädte und berühmt für die Pferdekutschen, die hier gebaut werden. Diese Route lässt sich auch optimal mit der klassischen Singapur-Bangkok-Route zu einer großen Südostasien-Tour kombinieren.

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Counterinfo Eastern& Oriental Express

Zugdetails: max. 22 Waggons davon max. 14 Schlaf-/Abteilwagen 3 Restaurantwagen 1 Salonwagen mit Bibliothek 1 Barwagen mit Piano 1 Panoramawagen mit offener Aussichtsplattform am Ende des Zuges 2 Service- und 1 Gepäckwagen max. Geschwindigkeit: ca. 60 km/h Alle Abteile haben große Aussichtsfenster, sind voll klimatisiert und mit eigener Dusche, WC und privatem Safe ausgestattet. Passagiere: max. 132 Personen

Restaurants: „Adisorn“, „Rosaline“ und „Malay“ – Chefkoch: Yannis Martineau Der Name Orient-Express stammt aus dem Jahr 1883 und bezeichnete damals eine der glamourösesten Zugreisen der Welt. Heute steht Orient-Express (www. orient-express.com) für eine einzigartige Kollektion individueller Hotels, Kreuzfahrten und Zugreisen in 25 Ländern auf fünf Kontinenten. Neben dem Venice Simplon-OrientExpress w sind weltweit 49 Objekte im Besitz oder Teilbesitz von Orient-Express oder unter Orient-Express Management. Dazu gehören 39 renommierte Hotels, von denen jedes seinen ganz eigenen Stil hat, eine Hausbootflotte in Frankreich und sechs Luxuszüge.

www.orient-express.com

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VENICE SIMPLON ORIENT-EXPRESS Er ist legendär und zahlreiche Schriftsteller haben ihn in ihren Werken verewigt. Der Orient-Express. Zahlreiche Schriftsteller hat er inspiriert und Zeit seines ersten und zweiten Lebens berühmte Persönlichkeiten aus Politik und Gesellschaft an Bord gehabt: der Orient-Express, später Simplon-Orient Express, heute Venice Simplon-Orient-Express. Er bietet den Stoff, aus dem Legenden sind. Agatha Cristie hat ihn mit "Mord im Orient-Express" unvergesslich gemacht, aber auch Teile von James Bond "Liebesgrüße aus Moskau", spielen in diesem Zug. Der Orientexpress: Ein Luxuszug, der zahlreiche europäische Länder durchfährt, der wegen seiner illustren Gäste immer wieder durch die Schlagzeilen geisterte, der während der 20er Jahre Inbegriff war für Glanz und Glamour der Oberen Zehntausend. Zwischen dem ersten und zweiten Weltkrieg stand er allein Pate für sechs Kinofilme, 19 Bücher und ein Musikstück. Seine Hauptroute führte von London nach Paris und weiter über die Schweiz nach Venedig und Istanbul. Daneben gab es noch eine Reihe weiterer Fahrtziele und Streckenführungen. Nach einer wechselvollen Geschichte begann nach dem zweiten Weltkrieg sein langsamer Niedergang, bis er im Mai 1977 mit nur noch einem Schlafwagen und drei Personenwagen seine

vorerst letzte Fahrt antrat. Noch im gleichen Jahr ersteigerte James B. Sherwood, Präsident der Sea Containers Group, zwei Original-Waggons des legendären Zuges. Er war fasziniert von der Idee, den Orient-Express wieder zum Leben zu erwecken und dabei Grandeur und Eleganz des Originals zu kombinieren mit den technischen Errungenschaften des ausgehenden 20. Jahrhunderts. In den darauf folgenden fünf Jahren erstand er weitere Original-Waggons aus den 20er und 30er Jahren, die er detailgetreu nach Originalvorlagen restaurieren ließ. Am 25. Mai 1982 das „zweite Leben“ des legendären Zuges. Seither ist er mit 17 authentisch renovierten OriginalWaggons, davon elf Schlafwagen, drei Restaurantwagen, einem Barwagen sowie zwei Gepäckwagen, wieder auf Europas Schienen unterwegs. Er entführt seine Fahrgäste in das Goldene Zeitalter des Reisens – nicht nur durch die elegante und luxuriöse Ausstattung, sondern vor allem auch durch seinen Anspruch an einen herausragenden Service. Persönliche Stewards kümmern sich um die Gäste, französische Maître Chefs bieten Gourmet-Menüs mit entsprechenden Weinen. Der Venice Simplon-Orient-Express verkehrt heute wieder von März bis November auf seiner klassischen Europa-

Route zwischen London und Paris und weiter über die Schweiz nach Venedig. Auf der britischen Seite des Ärmelkanals sind die legendären, in Braun und Beige gehaltenen Pullman-Waggons – mit individuellen Namen wie „Audrey“, „Cygnus“ oder „Ibis“ – im Einsatz. Auf dem europäischen Kontinent besteigen die Passagiere die berühmten blau-goldenen „Wagon Lits“ des Venice Simplon-Orient-Express. Neben der klassischen Europa-Strecke stehen verschiedene europäische Städteverbindungen auf dem Fahrplan, beispielsweise Rom-Florenz-Venedig, Venedig-Prag-Paris-London, VenedigWien/Budapest-London, Paris-Istanbul oder Istanbul-Venedig, beides über Budapest und Bukarest. 2009 machte der Venice Simplon-Orient-Express auf seiner Route Venedig-London auch dreimal in München halt.

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Counterinfo

Venice-SimplonOrient-Express

Seit Ende des 19. Jahrhunderts gibt es Verbindungen mit dem Namen Orient-Express. Es waren stets Hotelzüge, die auf den Strecken eingesetzt wurden.

www.orient-express.com

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CITY NIGHTLINE Christian Brambring, Geschäftsführer von City Nightline plädiert im asr-Journal für die Nutzung der Nachtzüge der Deutschen Bahn AG.

Komfortabel reisen und die besondere Atmosphäre auf Schienen genießen: Dies bietet der City Night Line, das Nachtzugangebot der Deutschen Bahn. Das Besondere ist, wie der Name schon sagt, das Reisen über Nacht. Die Passagiere steigen abends in den City Night Line ein, beziehen ihren Platz im Schlaf-, Liege- oder Sitzwagen, verbringen eine Nacht auf Schienen und wachen morgens ausgeschlafen am Ziel ihrer Wahl auf. Mit dem Flugzeug oder Auto verlaufen Urlaubs- und Geschäftsreisen häufig alles andere als komfortabel. Ob lange Warteschlangen, lästige Sicherheitskontrollen, beengte Flieger oder – am Beispiel Straße – stundenlange Staufahrten und fortwährende Konzentration auf den Verkehr: Der Stressfaktor ist bei beiden Reiseformen ein ständiger Wegbegleiter. Vor allem für lange Strecken zeigt sich hier der Schienenverkehr als echte Alternative. Ein Umdenken ist gefragt, denn mit der Bahn sind Urlauber und Geschäftsreisende entspannter und noch dazu mit einer deutlich besseren Öko-Bilanz unterwegs. Für die Reise im City Night Line mit der Familie empfiehlt sich die Fahrt im Liegewagen, denn hier haben bis zu sechs Personen Platz. Für Reisen alleine oder zu zweit, oder auch für Geschäftsreisen, ist der Schlafwagen die optimale Wahl. Eine besonders komfortable

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Variante, beliebt bei Geschäftsreisenden aber auch Senioren, ist der 1. Klasse Deluxe-Schlafwagen mit einem eigenen, kleinen aber sehr funktionellen Badezimmer. Schlafwagenreisende können morgens den Weckdienst des Serviceteams nutzen und bekommen im Anschluss das Frühstück in ihr Abteil serviert. Auf den meisten Verbindungen wird ein Bordrestaurant mitgeführt, in dem Speisen und Getränke bereitstehen, zudem gibt es auf allen Verbindungen kleine Snacks für den Hunger zwischendurch. Viel Komfort, und noch dazu wird auf Schienen umweltfreundlich verreist: Bei der Fahrt im City Night Line belastet man die Umwelt mit rund 74 Prozent weniger CO2-Emissionen als bei einer vergleichbaren Fahrt im PKW. Im Gegensatz zur entsprechenden Flugreise beträgt der Schadstoffausstoß sogar nur ein Fünftel. Für Wintersportler bietet der City Night Line ab Weihnachten bis Mitte April an den Wochenenden saisonale Verlängerungen zu den Wintersportparadiesen in Österreich und in der Schweiz. So können alle Sportbegeisterten gleich nach der Ankunft am Morgen Skipisten, Langlaufloipen oder Rodelbahnen erkunden. Für die kommende Frühjahrssaison bieten sich vor allem die Punkt-zu-Punkt Verbindungen zu den großen europäischen Metropolen als Reisetipp an: Erste Sonnenstrahlen auf

der Spanischen Treppe in Rom oder in den Gondeln Venedigs genießen, die kulturelle Vielfalt Prags erleben, oder in Paris das pure Shopping-Vergnügen mit Freundinnen suchen – die nächtliche Fahrt im City Night Line in die Großstädte Europas verbindet Miniurlaub inklusive Übernachtung, ohne dass hierfür zusätzliche Hotelkosten anfallen. Der City Night Line, das Nachtzugangebot der Deutschen Bahn, verbindet innerdeutsche Ziele wie Berlin, München und Hamburg sowie Metropolen in ganz Europa, darunter Amsterdam, Kopenhagen, Paris, Prag, Rom, Venedig und Zürich. Insgesamt können Reisende zwischen 15 Verbindungen in acht europäische Länder wählen. Die Fahrt im Liegewagen innerhalb Deutschlands kostet ab 49 Euro, europaweit ab 59 Euro. Für nur 20 Euro mehr reisen Fahrgäste im komfortablen Schlafwagen. Informationen und Fahrkarten gibt es über die Service-Nummer der Bahn unter 0180 5 99 66 33* (*14ct/Min. aus dem Festnetz, Tarife bei Mobilfunk ggf. abweichend), überall, wo es Fahrkarten gibt und unter www.bahn. de/citynightline. Übrigens: Für alle Bahnprodukte wird ein fester Provisionssatz eingeräumt. Je höher die Umsätze beim Ticketverkauf, umso größer fällt die Provision aus.


EL TRANSCANTÁBRICO

Er fährt schon seit den achtziger Jahren des letzten Jahrhunderts und ist dennoch ein Geheimtipp für Freunde des Bahnfahrens und Spanienurlauber. Der Luxuszug "El Transcantábrico". Er verkehrt auf den Strecken León – Santiago de Compostela sowie San Sebastián – Santiago de Compostela. Den Kunden erwarten eine Verbindung aus malerischen Landschaften, beeindruckenden Städten und höchstem Komfort.

Auf seiner rund tausend Kilometer langen Schmalspurstrecke verbindet er León mit dem Wallfahrtsort Santiago de Compostela und durchquert dabei den Norden Spaniens, speziell das Baskenland, Kantabrien, Asturien und Galizien. Ablegene Strände, bizarre Gebirgslandschaften, uralte nordspanische Städte und abgeschiedene Dörfer sind Teil des Besichtigungsprogrammes auf der einwöchigen Zugreise. Der Zug besteht aus Schlafwagen, mit – seit dem Umbau vor einigen Jahren – geräumigen Abteilen und gemütlichen Salonwagen. Das Frühstück wird im Salonwagen serviert, zum Mittag- und Abendessen werden landestypische, originelle Restaurants angesteuert. Die Ausflüge unternimmt man im begleitenden Bus, der während der Gesamtreise zur Verfügung steht.

Der Zug Insgesamt verkehren zwei Zuggarnituren, ab 2010 wöchentlich (SamstagSamstag) abwechselnd auf der Strecke León - Santiago de Compostela bzw. San Sebastian - Santiago de Compostela, ebenso in der Gegenrichtung. Zum Transcantábrico gehören vier verschiedene ausgestattete Salonwaggons, die sowohl aufgrund ihres äußeren Designs als auch der gelungenen Innendekoration und - Ausstattung Schmuckstücke des Eisenbahntourismus sind. Einer der Salonwaggons ist zur Tanzbar umfunktioniert worden. (Pub-Wagen). Er ist wie ein kleiner Festsaal dekoriert und beleuchtet, in dem jede Nacht bis in die frühen Morgenstunden Stimmung gemacht wird. Die Kabinen sind sehr komfortabel eingerichtet. Nachts steht der Zug bewacht abgestellt auf meist kleinen Bahnhöfen, so dass ein ruhiger Schlaf garantiert ist. Ebenso sind abendliche Spaziergänge möglich. Die Netzspannung an Bord beträgt 220 V. Neben den Kabinen gibt es eine Reihe von Suiten. Jede Suite ist mit einem Doppelbett, Minibar, Kleiderschrank, Schreibtisch und Telefon ausgestattet. Jedes Abteil verfügt über ein eigenes

Badezimmer mit Hydrosauna, Turbomassage, Dampfbad und Haartrockner. Sowohl Klimaanlage als auch Heizung können individuell eingestellt werden. Ein großes Panoramafenster (mit Vorhängen) gibt den Blick aus der Kabine auf die vorbeiziehende Landschaft frei. Äußerlich sind die Suite-Waggons von den übrigen Wagen, die im Zuginneren miteinander verbunden sind, nicht zu unterscheiden.

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Transcantábrico

Der Transcantábrico wird in Deutschland durch IBERO TOURS in Düsseldorf vertreten. Generell bietet IBERO TOURS bei Buchungen den Reisebüros eine Provision von 10%. Dies gilt auch für den Transcantábrico bei Individualreisenden. Bei Gruppenreisen, auch mit dem Transcantábrico, gibt die IBERO TOURS Gruppen-Kollegin Nettoraten an die Reisebüros weiter. Ibero Tours GmbH Immermannstr. 23 40210 Düsseldorf Tel.: +49-(0)211-86415-20 Fax: +49-(0)211-86415-29 Email: iberotours@ibero.com

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Markenbekanntheit durch Synergie steigern onlineweg.de zeigt wie´s in der Kooperation geht

effektive Werbung. Möglich macht das die Masse der angeschlossenen onlineweg.de Partnerbüros, die gemeinsam für die nachhaltige Markenbekanntheit kämpfen. Zusätzlich zieht das einheitliche Maskottchen, Manolito die rosa farbige Giraffe, alle Blicke und Sympathien auf sich.

Wie man ohne teure Imagewerbung auskommt und die Bekanntheit einer Marke trotzdem nachhaltig steigert, zeigt die onlineweg.de Touristik GmbH. Ausschlaggebend ist hier die konsequente Weiterverfolgung des MultiChannel-Vertriebes. Mit der einmaligen Kombination aus touristischem Internetvertrieb und der persönlichen Beratung im Reisebüro liegt das Reiseportal onlineweg.de beim Kunden ganz weit vorne.

„Uns ist es wichtig, die Marke onlineweg.de in Zusammenarbeit mit allen angeschlossenen Partnerbüros nachhaltig aufzubauen. Anstatt Unsummen in teure klassische Werbung zu investieren, setzen wir auf Marketingmaßnahmen, die direkt am Kunden stattfinden. Gemeinsam wollen wir den Urlaub Suchenden von uns überzeugen und nicht mit einer gewaltigen Informationsflut überschütten“, so Hans Simon, Geschäftsführer der onlineweg.de Touristik GmbH in München.

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Der Deutschlandtourismus asr-Journal: Wie man hört und liest ist der Deutschlandtourismus von den Auswüchsen der Wirtschaftskrise am geringsten betroffen... Claudia Gilles: Ja, die Wirtschaftskrise hat sich bislang kaum auf den Tourismus in Deutschland ausgewirkt. Die Zahl der Übernachtungen in den ersten zehn Monaten des Jahres liegt mit 325 Millionen auf dem Niveau des Vorjahres. Die Entwicklung verlief bundesweit allerdings nicht einheitlich. Im Jahr 2009 konnten die Küstenländer bislang sehr gute Ergebnisse erzielen.

asr-Journal: Gibt es einen Grund, warum Deutschland so boomt? Claudia Gilles: Ich glaube auch die inländischen Reisenden haben erkannt, dass sich die deutschen Destinationen durch ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis auszeichnen. Mit der Initiative Service Qualität haben wir hier seit einigen Jahren ein gutes Stück Arbeit geleistet. asr-Journal: ... also nicht Service-Wüste Deutschland...?

DTV: Positive Entwicklungen Der deutsche Städtetourismus hat der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise bisher gut standgehalten: In den ersten neun Monaten verzeichneten die deutschen Städte im Übernachtungs- und Tagestourismus nach eigenen Angaben größtenteils Zuwächse. Einzig der Geschäftsreisemarkt hat mit zum Teil deutlichen Einbußen zu kämpfen. „Allen Unkenrufen zum Trotz: Die deutschen Städte sind und bleiben Publikumsmagnete“, bilanzierte DTV-Vizepräsident Peter Siemering die stichprobenartige Umfrage des DTV. .Die Gäste bleiben nicht aus, stattdessen überzeugt sie die Angebotsvielfalt der Städte.“ Die Angebotsstruktur der Städte ist dabei ausschlaggebend für Zugewinne oder Rückgänge bei den Übernachtungszahlen. Zwischen Januar und September 2009 verbuchten klassische Städtereiseziele weniger

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bis gar keine Verluste, Geschäftsreiseziele dagegen spürten zum Teil gravierende Einbußen. Geschäftsreisemarkt weiter rückläufig Laut DTV registrierten 25 der 39 befragten Städte Rückgänge im Geschäftsreisesegment. Von dieser Entwicklung sind alle Städtegrößen gleichermaßen betroffen: 66 Prozent der 15 befragten Großstädte mit über 100.000 Einwohnern, 55 Prozent der elf mittelgroßen Städte mit bis zu 100.000 Einwohnern und 69 Prozent der 13 Kleinstädte mit bis zu 50.000 Einwohnern. Positive Entwicklung für Übernachtungs- und Tagestourismus Der Übernachtungs- und Tagestourismus sorgte insbesondere in den Großstädten für positive Entwicklungen, Städtetouristen suchen Kultur und Shopping. Hier sprach in der

Blitzumfrage nur eine Großstadt von einer negativen Entwicklung. Dagegen beklagten 45 Prozent der befragten mittelgroßen und 23 Prozent der kleineren Städte Rückgänge bei den Übernachtungszahlen. Im für den Deutschlandtourismus zentralen Segment der Tagesreisen äußerten 18 Prozent der mittelgroßen Städte Einbußen. „Die klassischen Angebote für Städtereisen haben es geschafft, die teils gravierenden Rückgänge im Geschäftsreisesegment aufzufangen“, so Siemering weiter. „Es wundert daher nicht, dass die Prognosen für 2010 verhalten positiv ausfallen.“ Dennoch dürfe das am stärksten betroffene Geschäftsfeld des Geschäftsreisetourismus nicht vergessen, sondern müsse vielmehr gestützt werden. Die Städte haben die Chance, welche die Krise bietet, erkannt und zumeist für sich genutzt."


s ist ein Gewinner der Krise Claudia Gilles: Was das Thema Tourismus angeht, nein bestimmt nicht. Wir könnten uns dies im weltweiten Wettbewerb auch gar nicht leisten. Mit unserem Slogan: "Einfach immer besser" stehen wir für Servicequalität. 2.222 Betriebe gibt es jetzt, die mit ServiceQualität Deutschland zertifiziert sind.

asr-Journal: Wie ist Qualität messbar?

Wir wollen mit unserem Qualitätsmanagementsystem beweisen, dass eine breit angelegte, branchenübergreifende Verbesserung der Dienstleistungskultur in Deutschland jedem einzelnen Unternehmen nutzt. Im Verbund mit allen Bundesländern können faszinierende Ideen und Veränderungen angewandt und kommuniziert werden, die auch das letzte Sandkörnchen aus der sogenannten Servicewüste wehen werden.

Claudia Gilles: Nun, ich sage immer: Qualität ist mehr als ein freundliches Gesicht. Dazu gehören beispielsweise in der Hotellerie eine entsprechende Klassifizierung von Häusern, Aufmerksamkeit des Personals und der Gästebetreuung und ganz wichtig: Service -Ideen. Zudem kann die Ausbildung von Qualitäts-Coaches sowie die Zertifizierung der Betriebe durchaus hilfreich sein.

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Servicequalität ist Wettbewerbsvorteil Servicequalität spielt im Deutschlandtourismus eine immer stärkere Rolle. Das touristische Marketing der Hansestadt Lübeck hat sich auf dieses Thema fokussiert. Jetzt haben die Lübecker dafür einen Preis bekommen. Das asr-Journal hat Tourismuschefin Andrea Gastager in einem Gastbeitrag gebeten, die Intentionen der Tourismuswerber und die Vorgehensweise zu erläutern.

Wir sind Wunscherfüller! Unter diesem Motto startete die Lübeck und Travemünde Marketing GmbH (LTM) im Jahr 2007 ihre Service-Offensive, um die Qualität von Service und Dienstleistung in der Hansestadt in gelebte Gastfreundschaft zu verwandeln. Erklärtes Ziel der Kampagne ist, bis Ende 2010 mit insgesamt 50 zertifizierten Partnern die service- und gastfreundlichste Stadt Schleswig-Holsteins zu werden. Die Grundlage des innovativen Projektes bildet die Initiative „ServiceQualität Deutschland“ des Deutschen Tourismusverbandes e.V. (DTV), zu der sich mittlerweile fünfzehn Bundesländer zusammengeschlossen haben, um die Dienstleistungsqualität im Reiseland Deutschland zu sichern und auszubauen. Das Qualitätssiegel ServiceQualität Schleswig-Holstein wird von der Prüfstelle am Institut für Management und Tourismus an der Fachhochschule Westküste vergeben. Wir sind froh und stolz, dass wir mit unserer Kampagne den Sonderpreis ServiceQualität des Deutschen Tourismuspreises gewonnen und damit gemeinsam mit unseren Service-Partnern bundesweit so eine große Anerkennung erfahren haben. Mit dieser Auszeichnung wird das Engagement einer ganzen Stadt belohnt. Die LTM vermarktet die bundesweite Initiative „ServiceQualität Deutschland“ im Rahmen des Projekts als einzige Stadt mit begleitenden Maßnahmen und branchenübergreifenden Aktivitäten, um das Thema emotional aufzubereiten und anschaulich zu machen.

Begleitete Maßnahme Regelmäßige Seminare, in denen Mitarbeiter teilnehmender Betriebe von der Fachhochschule Westküste zu ServiceCoaches ausgebildet werden, die „Runden Tische“ der LTM und Weiterbildungsangebote in Kooperation mit der Wirtschaftsakademie SchleswigHolstein und der Sprachschule inlingua tragen zur stetigen Weiterentwicklung der Service-Offensive in der Hansestadt und zur Motivation der Servicepartner bei. Höhepunkt der Maßnahmen ist die jährliche Votingaktion und feierliche Verleihung des Service-Award „ISA“ für den „perfekten Wunscherfüller“. Preisträger des Publikumspreises 2009 wurde die Karstadt Warenhaus GmbH in Lübeck, der Jurypreis 2009 ging an das Grand SPA Resort A-ROSA Travemünde. Die Service-Offensive in Lübeck und Travemünde wurde 2008 bereits mit dem „Innovationspreis des Stadtmarketingpreises Schleswig-Holstein“ ausgezeichnet. >>Wir möchten alle Dienstleistungsunternehmen in Lübeck und Travemünde mit dem Service-Virus anstecken<< Der Gast muss die Freude und Begeisterung bei all seinen Aktivitäten während des gesamten Lübeck-Aufenthaltes spüren und erleben. Ob bei der Taxifahrt zur Unterkunft, an der Hotelrezeption, beim Kauf einer Postkarte, bei der Bestellung im Restaurant, beim Stadtrundgang, der Kanalrundfahrt oder beim Kauf der Eintrittskarte im Museum – überall stehen der Servicegedanke und die Kundenzufriedenheit im Vordergrund. Zurzeit gibt es in Lübeck und Travemünde 29 zerti-

izierte Betriebe und 180 ausgebildete Qualitäts-Coaches aus insgesamt 66 Partnerunternehmen. An dem Projekt beteiligen sich Hotels, Gaststätten, Einzelhandelsgeschäfte, Restaurants, Museen, Taxiunternehmen, Zahnarztpraxen und noch viele mehr. Die Service-Offensive wird von der Volksbank Lübeck als Hauptsponsor unterstützt. www.luebeck-wunscherfueller.de, www.servicequalitaet-sh.de.

Die Autorin Andrea Gastager ist Geschäftsführerin der Lübeck und Travemünde Marketing GmbH. Die gelernte Hotelfachfrau wurde bei "Steigenberger" ausgebildet, studierte Touristikfachwirtin und und arbeitete z ein Jahr in Philadelphia/USA in der Hotelbranche. Mit 24 Jahren wechselte Gastager in die TourismusBranche, zunächst bei der TouristikInformation in Bad Reichenhall an, wo sie es bis zur Stellvertretenden Geschäftsfühererin brachte. Lübeck und Travemünde Marketing GmbH, Holstentorplatz 1 23552 Lübeck Tel: 0451/ 8899700 Fax 0451/ 4091 -992 info@luebeck-tourismus.de

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It´s your ITB - Time! Für Sie - am asr-Gemeinschaftsstand Auch in dieser Ausgabe fassen wir wieder ein heißes Eisen an. Wir wollen verstärkt die Rückvergütungspraxis bei Kundenbindungssystemen bekämpfen. Hier wir ausdrückli Ihr unterstützen Messeauftritt auf der ITB.

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Google & Co. Online-Kommunikation wird für Reisebüros immer wichtiger. Nützliches und Interessantes für den alltäglichen Nutzen im Reisebüro in jeder Ausgabe des asr-Journals berichtet Ertay Hayit.

Mails als Marketinginstrument Das E-Mail-Marketing hat sich in den letzten Jahren zu einem festen Bestandteil jedes Marketingkonzeptes entwickelt. Dabei konnte es sich sowohl als Instrument der Kundenbindung als auch als Werbemedium etablieren. Auf den Punkt gebracht bedeutet E-Mail-Marketing, dass potenzielle Kunden per Werbemail oder Newsletter Mehrwertinformationen erhalten bzw. diese in ihrer Mailing-Liste diskutieren. Spezifische Vorteile sind das hervorragende Abschneiden im Kosten-Leistungs-Vergleich sowie die vielfältigen Möglichkeiten für einen kundenspezifischen Einsatz. Nicht jede Form des E-Mail-Marketings stößt dabei jedoch auf Gegenliebe. So ist der unaufgeforderte Versand reiner Werbemails – auch SPAM-Mails genannt – bei den meisten Empfängern eher unbeliebt. Es ist daher ratsam, diese Form – wenn überhaupt – nur einzusetzen, wenn man wirklich ein konkretes, persönliches Anliegen an den Adressaten hat. Der Deutsche Multimedia-

Verband hat neben der Unterstützung und weiteren Verankerung von E-MailMarketing auf Kunden-, Dienstleisterund Nutzerseite die Bekämpfung von SPAM auf nationaler und internationaler Ebene zu einer seiner zentralen Aufgaben gemacht. Weitere, im Gegensatz zur Werbemail unbestritten legitime Formen des erfolgreichen E-Mail-Marketings sind der Versand von Pressemeldungen per Mail, der Online-Newsletter sowie die Mailing-Liste. Während bei Pressemitteilungen per E-Mail die gleichen Kriterien gelten wie im Printbereich, bietet ein Online-Newsletter vor allem die Möglichkeit, Kunden kontinuierlich und stets aktuell über Ihre Themen zu informieren. Wichtig ist es dabei, den Newsletter richtig aufzubauen und so zu strukturieren, dass er auch abonniert und gelesen wird. Ziel ist es schließlich auch, aus Besuchern Kunden zu machen und diese langfristig zu binden. Wie beim Newsletter, so werden auch bei einer Mailing-Liste ausgewählte Nachrichten an eine Liste von Personen gesendet. Der Unterschied ist

jedoch, dass alle Mitglieder der Liste die Möglichkeit haben, Nachrichten an alle zu senden. So kann es in spannenden Mailing-Listen ohne Probleme gelingen, mit potenziellen Kunden in Kontakt zu kommen. Wichtig ist dabei: Reine Werbebotschaften ohne Nutzen für die Leser werden schnell als nervige Zeitverschwendung entlarvt. Gibt man hingegen Wissen weiter, so kann dies durchaus Aufmerksamkeit für die eigenen Produkte und Dienstleistungen schaffen. Auch hier ist also vor allem das „Wie“ gefragt, um erfolgreiches EMail-Marketing betreiben zu können.

Ertay Hayit ist Geschäftsführer von Mundo-Marketing, einer Kölner PR Agentur, die sich auf Tourismus-PR spezialisiert hat. Neben touristischen Dienstleistungen betreibt das Unternehmen Onlineplattformen wie www.fernweh.de oder www.radtouren.de www.fahrtensegeln.de

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asr nimmt Kampf gegen Rückvergütung au Auch in dieser Ausgabe fassen wir wieder ein heißes Eisen an. Wir wollen verstärkt die Rückvergütungspraxis bei Kundenbindungssystemen bekämpfen. Hier unterstützen wir ausdrückli

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Auch in dieser Ausgabe fassen wir wieder ein heißes Eisen an. Wir wollen verstärkt die Rückvergütungspraxis bei Kundenbindungssystemen bekämpfen. Hier unterstützen wir ausdrückli

Auch in dieser Ausgabe fassen wir wieder ein heißes Eisen an. Wir wollen verstärkt die Rückvergütungspraxis bei Kundenbindungssystemen bekämpfen. Hier unterstützen wir ausdrückli


Lettland: Hightech und Natur Schon mal etwas von Groß Niekratzen gehört? Oder vielleicht von Allschwangen? Oder von Hasenpoth? Wohl kaum, denn auf lettisch heißen die Orte heute Nikrace, Alsunga und Aizpute. Doch dass für fast jede Siedlung auch noch – alte – deutsche Namen existieren, weist auf die baltische Siedlungsgeschichte hin: Nach der Expansion des Deutschen Ordens kamen seit dem 13. Jahrhundert deutsche Einwanderer nach Livland. Jahrhundertelang nahmen die Deutschen maßgeblich Einfluss auf die Geschicke des Landes. Heute wird das durchaus wieder positiv bewertet: „Was uns die Deutschen in 700 Jahren an Kultur gebracht haben, hat die Sowjetmacht in nur 50 Jahren kaputt gemacht“, meint verschmitzt und anklagend Fremdenführerin Via in der Hauptstadt Riga. Die Letten sind auch heute nicht gerade gut auf die russischen Okkupationskräfte zu sprechen Kein Wunder, das Leben in Riga pulsiert – auch wenn es durch die akute Wirtschaftskrise durchaus einen Dämpfer erfahren hat. Doch Riga hat, wie alle baltischen Metropolen nach der Unabhängigkeit der drei "Tigerstaaten" einen unglaublichen Aufstieg hingelegt. Heute sucht man im Stadtbild kyrillische Schriftzeichen aus der Sowjetzeit vergebens.

dem noblen Seebad stellen und erhält schnell den Beweis: Die Porsche-, BMW und Mercedes-Dichte ist hier nachwievor hoch und durchaus mit denen mondäner Orte in Deutschland vergleichbar. Und im Umfeld siedelte sich ein High-Tech-Unternehmen nach dem anderen an. Die vielen Verkehrszeichen mit dem @-Signet signalisieren obendrein, dass überall in Lettland längst öffentliche Hot-Spots für drahtlosen InternetEmpfang eingerichtet sind. Nicht nur in dieser Hinsicht lässt der EU-Neuling viele mitteleuropäische Länder ziemlich alt aussehen.

Kein Wunder, dass das Leben in Riga pulsiert und die 800.000-EinwohnerStadt inzwischen zu den spannendsten Hauptstädten Europas zählt. Das Nachtleben pulsiert - und zwar nicht nur in so schrägen Lokalen wie dem „Austrumu Robeza“ ("Ostgrenze"), das mit Maschinengewehren und Büsten von Lenin, Mao, Hitler und Putin „geschmückt“ ist. Wer es lieber etwas bürgerlicher mag: Das „Lido“ am Daugava-Ufer ist ein riesiger Freizeitkomplex mit vielen Lokalen und Vergnügungsmöglichkeiten. Die günstigen Bierpreise haben sich längst bis nach Mitteleuropa herumgesprochen.

Schnelle Transformation In atemberaubendem Tempo hat sich das Land nach Westen umorientiert. „Das ist gut so“, sagt Dace Markvarte, die umtriebige Direktorin des Campingplatzes Nemo in Jurmala. Man muss sich nur an die Straße von Riga zu

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Die lettische Ostseek체ste bei Jurkalne, auf der vorherigen Seite: Das Schwarzh채upterhaus in Riga (links), rechts: Jugenstilbauten pr채gen einen Teil der lettischen Hauptstadt.

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Verständigungsprobleme gibt es kaum – die jüngeren Letten sprechen fast ausnahmslos Englisch. Wirklich originell ist die Einkehr im „Rozengrals“: Hier werden mittelalterliche Gerichte serviert– ganz ohne Kartoffeln, denn die waren seinerzeit noch nicht eingeführt. Da auch die Bedienungen in historischen Gewändern auftreten, ist es quasi eine lukullische Zeitreise. Nur wenige Meter von diesem Lokal entfernt präsentiert sich am Marktplatz von Riga das wunderschön wiederaufgebaute Schwarzhäupterhaus übrigens mit der historischen deutschen Inschrift. Auch wer ein Faible für die verspielte Jugendstil-Architektur hat, sollte sich die lettische Hauptstadt unbedingt vormerken: Eines der bedeutendsten Bauensembles der Epoche prägt einen ganzen Stadtteil. Und schließlich ist da noch eine Spitze gegen die ehemaligen Besatzer: Das Okkupationsmuseum von Riga – von den Sowjets einst errichtet, um die Greuel unter dem Nazi-Regime zu dokumentieren – beschäftigt sich nun vor allem mit der Unterdrückung aus Moskau. Die klare Botschaft: Lettland hat jede Fremdbestimmung satt. Wer im Winter kommt, sieht den Rathausplatz von Riga mit einem riesigen und prächtig illuminierten Weihnachtsbaum geschmückt. Kein Wunder: Diese Tradition wurde hier begründet. 1510 sollen Kaufleute zum ersten Mal eine Tanne an Weihnachten mit Blumen geschmückt haben.

An den schönsten Orten Lettlands gibt es auch Hotel und Gasthäuser. Im Hinterland überrascht Lettland mit zahlreichen beschaulichen Landstädtchen. Vielen Fernsehzuschauern in Deutschland wird es kaum bewusst sein, dass es die lettische Stadt Kuldiga war, die 2008 in der Neuverfilmung des Antikriegsfilms „Die Brücke“ als Kulisse diente. Viel musste man nicht verändern, denn im ehemaligen deutschen Goldingen gibt es noch wunderbar erhaltene Winkel, in denen man sich leicht in die Vergangenheit zurückversetzen kann. Im Film ist übrigens auch eines der größten Naturwunder Lettlands zu sehen: der 240 Meter breite Wasserfall des Flusses Venta, die breiteste Kaskade in Europa. Von der Kante stürzen sich badende Kinder im Sommer gerne ins angenehm kühlende Nass. In der evangelischen Kirche erinnert eine große Tafel in deutscher Sprache noch daran, wie 1801 der Übergang vom 18. zum 19. Jahrhundert gefeiert wurde: Mit Gottesdiensten, Umzügen und Musik. Und mit einer Bilanz: „Dass schwerlich 100 Jahre in der Geschichte aufzufinden wären, die so dunkel und undurchdringlich für die in demselben lebenden Menschen gewesen und keine die Menschen in Rücksicht ihrer Schicksale so in Ungewissheit gehalten hätten, als die Jahre des 18. Jahrhunderts.“ Wenn der Schreiber geahnt hätte, welche dramatischen Wellen im 19. und 20. Jahrhundert noch über Goldingen und ganz Lettland fegen sollten…

Feinsandige Strände an der Ostseeküste

Ventspils

Doch nicht nur in Riga macht es Spaß, das traditionelle Lettland zu entdecken: etwa die Ostseeküste mit ihren breiten, feinsandigen Stränden, an denen es einem auch zu Ferienzeiten nie zu eng wird. Besonders faszinierend ist der Abschnitt bei Jurkalne, wo sich bis zu 30 Meter hohe Abbrüche an der Küstenlinie auftun. Die Gaststätten haben sich schon längst auf westliche Individualurlauber eingestellt: Gästebetten werden gegen kleine Preise vorgehalten. Man kann sicher sein:

Nicht weit weg von Kuldiga präsentiert sich Ventspils (ehemals Windau) als prosperierende Boomtown. Die kleine, aber feine Altstadt ist prächtig herausgeputzt; und im Hafen herrscht reger Schiffsverkehr. Originell sind die wundersamen Kühe, die Künstler aus unterschiedlichen Materialien und Größen in Ventspils hinterlassen haben. Natürlich bietet sich Ventspils als Ausgangsort für eine Fahrt zum 80 Kilometer entfernten Kap Kolkaan, wo die Rigaer Bucht und die offene

Ostsee aufeinanderstoßen. Aber das ist nur eine Route für Wagemutige und Hartgesottene: Mehr als 50 Kilometer präsentiert sich die Überlandstraße als bucklige Staubpiste, die dem Auto (und auch den Insassen) alles abverlangt. Einfacher ist da schon die Anreise von Riga her.

Lohnend ist der Abstecher in jedem Fall – kann man doch dort eine Begegnung mit der kleinen Ethnie Europas machen, mit den Liven. In nur noch wenigen Siedlungen sind sie zu Hause. Und es soll gerade mal noch zwei Dutzend Menschen geben, die die traditionelle livische Sprache (sie ist verwandt mit dem Finnischen, Estnischen und Samischen) beherrschen. Bei einem Lettland-Besuch sollte keinesfalls der Besuch in Cesis oder Sigulda fehlen. In Cesis lädt eine riesige mittelalterliche Burgruine zum erkunden ein. Beide Städtchen grenzen an den Nationalpark Gauja. Eine Kanufahrt auf dem gleichnamigen Fluss sollte man nicht versäumen. Die Region um Sigulda ist übrigens so gebirgig, dass dort Rodel- und Bobweltmeisterschaften veranstaltet wurden.

Das glauben Sie nicht? Dann sind Sie geradezu prädestiniert, auf den Spuren des (Lügen-)Barons von Münchhausen zu wandeln. Der lebte jahrelang nördlich von Riga und wurde bei seinen Werken garantiert vom berühmten schwarzen Humor des Baltikums inspiriert.

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