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Sail Magazin der 470er Klassenvereinigung Saison 2017/2018


Inhalt INHALT / IMPRESSUM

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Bahnänderung 30

5  4 1 START... 5

Regatten 2018 32

Über den Tellerrand

Rangliste 2017 34

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Kurs Japan 13

Vermesserseminar 40

Von Rio nach Tokyo

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SPRENGER EURO CUP

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Personalfragen 18

German Masters Cup

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Roadtrippin‘ 22

AS 470 DEUTSCHLAND PROTOKOLL

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Daten, Daten, daten mindestens Haltbar bis

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AS 470 DEUTSCHLAND HAUSHALT

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AS 470 DEUTSCHLAND ADRESSEN

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Impressum Herausgeber: AS 470 Deutschland e.V. Thüringerstraße 18, 50733 Köln Pressebüro: Suse Klasen (V.i.S.d.P.) Brunnenstraße 14, 45128 Essen Chefredaktion: Suse Klasen, Birgit Scheer, Tobias Förster Redaktion: Max Pleger, Karlo Schmiedel, Stephan Giesen, Rüdiger Schuchardt, Michael Hennes, Bernd Schälte, Gerhild Jule Lorenz, Max Schuberth, Christoph Busch, Michael Becker Layout, Satz und Bildredaktion: Suse Klasen Lektorat: Tobias Förster und Birgit Scheer

Bildnachweis: S. 1, 4/5, 6/7, 10/11, 12, 28/29:  Jesus Renedo / Sailing Energy / World Sailing S. 16/17: Sailing Energy S. 14/15, 34-38, 44-49, 53: Pedro Martinez / Sailing Energy / World Sailing S. 18, 19-21: Max Schuberth S. 22-26: Bernd Schälte S. 30/31, 42/43: World Sailing S. 31: Stephan Giesen S. 40: Michael Becker S. 41: Michael Hennes

Ausgabe 2018 / Auflage: 700 Stück

Druck:

Kontoverbindung:

flyerheaven GmbH & Co.KG,

Postbank Berlin,

Gerhard-Stalling-Straße 40

IBAN.: DE34 1001 0010 0395 0691 06 BIC: PBNKDEFF

26135 Oldenburg

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5 4 1start The one thing constant is that there is always change. Nach den Spielen ist vor den Spielen! Rio 2016 ist längst Geschichte, das nächste Ziel für unsere Leistungssportler heißt Tokyo 2020. Die Vorbereitungen dafür sind schon im vollen Gange. Wir können uns freuen, dass der 470er auch weiterhin als einzige Bootsklasse den Doppel-Olympia-Status behält. Dem Thema Olympia widmen wir einen Teil unserer diesjährigen Ausgabe der Sail470, aber natürlich gibt es noch mehr. Jedes neue Jahr bringt Veränderungen mit sich. In diesem Jahr gilt das ganz besonders für zwei unserer Juniorenteams. Wir bekommen einen exklusiven Einblick in die Überlegungen ambitionierter Nachwuchssportler. Wie weit geht man für den Erfolg? Hier sei nur so viel verraten: Manchmal muss ein Team tun, was ein Team tun muss. Doch nicht nur jedes Jahr bringt Veränderungen mit sich, auch jede Wettfahrt und sogar jede neue Situation in einer Wettfahrt. Das gilt einerseits für den Wettfahrtleiter, der eventuell die Bahn an geändert Verhältnisse anpassen muss. Das manchmal nicht ganz einfache Thema „Bahnänderungen“ wird uns aus Sicht der Wettfahrtleitung näher gebracht. Noch mehr Veränderungen gibt es in jedem Rennen für die Segler selbst - quasi sekündlich ändern sich der Wind, die eigene Position und der Rest des Feldes. Dies will alles im Auge behalten werden. Und wenn‘s mal eng wird, sollte man wissen, wann und wie lange welche Regeln eigentlich gelten. Nehmt euch die Zeit, euch damit vertraut zu machen, damit sie euch auf dem Wasser nicht für die richtige Entscheidung fehlt! Und auch in unserem Regattakalender hat sich einiges getan. Die Klasse reagiert auf die teils geringen Teilnehmerzahlen bei den Regatten. Formate wie der German Masters Cup wurden angepasst und Austragungsorte geändert. Aber wir wollen nicht direkt am Anfang alles verraten. Entdeckt in dieser Ausgabe, was für weitere Veränderungen die neue Saison mit sich bringt!

Die Redaktion

©Jesus Renedo/Sailing Energy/World Sailing

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© Jesús Renedo / World Sailing


Über den Tellerrand Japan 470 Class Association

Rio war gestern, Tokyo ist übermorgen! Kaum sind die letzten Spiele vorüber, dreht sich das olympische Karusell weiter. Segeln bleibt olympisch - solange man beide Arme und Beine hat. Ob es zielführend ist, dass unsere paralympischen Schwesterklassen nicht mehr bei den Paralympischen Spielen dabei sein werden, sei aufgrund der großen inklusiven Möglichkeiten und bereits erreichten Ziele einmal dahingestellt. Zurück zum Schwerpunkt: Olympia. 2020 macht der Olympische Zirkus in Tokyo, Japan halt und kehrt somit an einen alten Austragungsort zurück. Während sich nun neue und alte Teams bereitmachen, um in den kommenden drei Jahren um das Ticket to Tokyo zu kämpfen, wenden wir uns einmal diesem fernen Land zu. Denn auch auf der anderen Seite der wunderbaren blauen Kugel gibt es 470er-Segler. Wir haben uns virtuell auf den Weg gemacht und unsere Freunde der japanischen Klassenvereinigung ein paar Löcher in den Bauch gefragt. Und da dieses Interview auch nach Japan exportiert wird, wird es diesmal zweisprachig:

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How many members are organized in your association? We have about 120 individuals and about 100 university/medical school teams registered with the Japan 470 class association. The average number of people in university/medical teams are 12 to 13, so in total we have about 1400 sailors.

wie viele Mitglieder hat eure Klassenvereinigung? Bei der Japanischen 470er-Klassenvereinigung sind etwa 120 Personen und etwa 100 Universitäts-Teams registriert. Ein UniTeam besteht aus durchschnittlich 12 bis 13 Personen, so dass wir insgesamt etwa 1400 Segler haben.

How many active sailors do you have? We estimate that we have about 700 active sailors - 600 students and 100 that have kept sailing after finishing college.

wie viele aktive Segler habt ihr? Schätzungsweise haben wir etwa 700 aktive Segler - 600 Studenten und 100, die nach ihrem Abschluss dabei geblieben sind.

The german class association has competitive athletes and also a very active amateur scene. There are many amateur events in germany with a lot of active sailors. How is it in Japan? do you have an active amateur scene, too? 470 is one of the most widely sailed class in Japan. It is used for intercollegiate sailing competitions which is where most of the population is, including many that are new to sailing. There is also an active sailing scene of amateur sailors post college there is an active 470 competition scene for company teams.

die deutsche KV hat Leistungs-Segler und daneben auch eine sehr aktive Amateurszene. Es gibt viele Amateur-Veranstaltungen in deutschland mit einer Menge aktiven Seglern. wie ist das in Japan? gibt es dort auch eine aktive Amateurszene? Der 470er ist eine der meistgesegelten Klassen in Japan. Er wird für inter-universitäre Segelwettkämpfe verwendet, wo es die meisten Teilnehmer gibt, inklusive vieler Segelanfänger. Daneben gibt es eine aktive Amateur-Szene für das Segeln nach der Uni und eine aktive Wettkampfszene für Firmenteams.

what are the best sailing spots in Japan for sailing 470? Japan is surrounded by sea and there are many good sailing spots - Enoshima being one of them.

was sind die besten orte zum 470er-Segeln in Japan? Japan ist vom Meer umgeben, daher gibt es viele gute Orte einer davon ist Enoshima.

In germany, sailing is not very popular. what about Japan? Unfortunately, sailing in not a very popular sport in Japan either. Swimming, football, tennis, baseball, and basket ball are most popular among kids.

In deutschland gehört Segeln nicht zu den beliebtesten Sportarten. wie sieht das in Japan aus? Leider ist es in Japan ähnlich. Schwimmen, Fußball, Tennis, Baseball und Basketball sind die beliebtesten Sportarten bei Kindern.

In germany, most of the hobby sailors are sailing their events on small lakes and only a few times at the year on the sea. Are there more events on the sea or on lakes in Japan? The sailing scene is mostly on the sea,although there is also big sailing scene in Lake Biwa, the biggest lake in Japan.

In deutschland finden die meisten breitensport-Regatten auf kleinen Seen statt und es gibt nur wenige Regatten auf dem Meer im Jahr. gibt es in Japan mehr Regatten auf dem Meer oder mehr Veranstaltungen auf Seen? Am meisten wird auf dem Meer gesegelt - es gibt aber auch ein großes Segelzentrum auf dem Biwa-See, dem größten See Japans.

AS 470 Japan 9


S 470 Japan

How big is your fleet on national championships? There were more than 100 boats that participated in the Japan Nationals this year. The fleet was bigger than usual because the event was open to foreign sailors too - boats from 15 countries participated.

wie groß ist eure flotte bei den nationalen Meisterschaften? Dieses Jahr haben mehr als 100 Boote an der Japanischen Meisterschaft teilgenommen. Die Flotte war größer als gewöhnlich, weil die Veranstaltung auch für ausländische Segler offen war - es haben Boote aus 15 Ländern teilgenommen.

Let‘s talk about material. do you have Japanese boat yards for 470s? what are the most popular sails and boats in Japan? Yamaha is the most widely sailed boat by numbers - especially in college sailing. For sails, North Sails has a dominant share. There are 2 boat yards - Yamaha and Perssonmarine Japan. Perssonmarine is a new boatyard that started making 470s this year.

Lass uns über Material reden: gibt es japanische werften, die 470er bauen? welche Segel und boote sind in Japan am beliebtesten? Es gibt zwei 470er-Werften in Japan, Yamaha und Perssonmarine Japan. Perssonmarine ist eine neue Werft, die erst dieses Jahr mit dem Bau von 470ern begonnen hat. Yamaha ist anzahlmäßig das am meisten gesegelte Boot - besonders beim Uni-Segeln. Bei den Segeln hat North Sails den größten Marktanteil.

The Japanese sailors are among the top teams in the world ranking. How are they supported by the Japanese sailing association? The Japan Sailing Federation (JSAF) supports qualified teams with their expenses for travel, lodging and entry fees in major events. The number of times a team receives such support depends to the performance of the sailors. Also, the sailors are supported by nutritionists, training coaches and rule advisors on their training and regattas abroad, funded by the government.. On the non-monetary side, JSAF also supports these sailors through training at JISS (Japan Institute for Sports Sciences) to improve physical performance and provide medical support. JSAF also supports the top sailors with logistics shipping their boats allowing them to concentrate on sailing.

die japanischen Segler sind unter den Top-Teams in der weltrangliste. wie werden sie vom Japanischen Segelverband unterstützt? Die Japan Sailing Federation (JSAF) unterstützt qualifizierte Teams bei ihren Ausgaben für Reisen, Unterkunft und Meldegebühren bei Großveranstaltungen. Wie oft ein Team diese Unterstützung erhält, hängt von der erbrachten Leistung ab. Dazu werden die Segler von Ernährungsberatern, Trainern und Regelfachleuten beim Training und bei Regatten im Ausland unterstützt, finanziert durch die Regierung. Auf der nicht-monetären Seite unterstützt die JSAF die Segler durch Training beim JISS (Japan Institute for Sports Sciences), um sie medizinisch zu unterstützen und die physische Performance zu verbessern. Die JSAF unterstützt die Topsegler auch logistisch beim Verschiffen der Boote, sodass sie sich auf das Segeln konzentrieren können.

Although this is not directly related to JSAF, there is corporate culture in many Japanese companies to foster athletes through employment and providing support for their athletic endeavours. This is a big factor enabling sailors to keep on competing.

Auch wenn dies nicht direkt mit der JSAF zusammenhängt, gibt es in vielen japanischen Firmen eine Gemeinschaftskultur, die die Athleten bei der Berufstätigkeit fördert und Unterstützung bei ihren sportlichen Aktivitäten bietet. Dies ist ein großer Faktor, der es den Seglern ermöglicht, Wettkämpfe zu betreiben.

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©Jesus Renedo/World Sailing

How many professional teams do you currently have? I do not think there are hardy any professional sailors in a strict sense (that earn their living through prize money), but there are a number of teams that are company teams where they receive support allowing them to sail almost full-time while being employed. There are 6 mens and 3 womens teams team under such arrangement.

Wie viele Profi-Teams habt ihr derzeit? Ich denke, es gibt bei uns keine Profi-Segler im strengen Sinne, die ihren Lebensunterhalt durch Preisgelder verdienen, aber es gibt einige Firmenteams, die eine Unterstützung bekommen, die es ihnen erlaubt, fast Vollzeit zu segeln während sie angestellt sind. Es gibt 6 Herren- und 3 Damenteams mit einer solchen Anstellung.

Japan is the host for the next Olympic Games in 2020. Let’s talk about the conditions at the sailing spot of the Olympic Games. Where it is and what is special about it? The Olympic venue for sailing will be Enoshima, which is the same venue as was for the Tokyo Olympics back in 1964. It is a lovely island just outside of Tokyo where you can expect steady sea-breeze and waves in the Summer. It is also known for its beautiful scenery and you can see Mt Fuji on good days.

Japan ist Gastgeber der Olympischen Spiele 2020. Lass uns über die Bedingungen des Segelreviers für die Spiele sprechen. Wo befindet sich das Revier und was sind die Besonderheiten? Die Olympische Segelstätte wird Enoshima sein, also der gleiche Ort wie schon damals bei den Olympischen Spielen von Tokyo 1964. Enoshima ist eine bezaubernde Insel etwas außerhalb von Tokyo, wo man im Sommer stabile Seewinde und Wellen erwarten kann. Sie ist auch bekannt für ihre schöne Landschaft und an guten Tagen man kann den Mount Fuji sehen.

What does it mean for the Japanese class to have the Olympic games at home? It is a great opportunity for the Japanese sailors to see the top sailors in action and built motivation to compete at a high level in the future. Also, we are hoping that through hosting the event, people will have more opportunity to get to know the sport and to may be try it themselves.

Was bedeutet es für die japanischen Segler, die Olympischen Spiele im eigenen Land zu haben? Es ist eine große Möglichkeit für die japanischen Segler, die TopSegler in Aktion zu sehen und daraus Motivation zu schöpfen, in Zukunft auf einem hohen Level Wettkämpfe zu betreiben. Wir hoffen auch, dass wir dadurch, dass wir Gastgeber sind, mehr Leute den Sport kennenlernen und es vielleicht sogar selbst einmal versuchen.

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©Jesus Renedo/World Sailing

And how does an event like the Olympic Games change the conditions for the sailors in Japan? There will be more opportunities to see the top-sailors in action, as they come to test the waters of the Olympic Venue. Also, there is more interest from the media which may mean that there are better opportunities to find sponsors - which can make all the difference as sailing is very expensive and requires a lot of support to compete at a high level internationally.

Und wie verändert ein Event wie die Olympischen Spiele die Bedingungen für die Segler in Japan? Es wird mehr Möglichkeiten geben, die Top-Segler in Aktion zu sehen, wenn sie zum Testen auf das Olympische Revier kommen. Außerdem gibt es mehr Interesse von den Medien, was bedeuten könnte, dass es bessere Möglichkeiten gibt, Sponsoren zu finden - das kann den entscheidenden Unterschied machen, weil Segeln sehr teuer ist und viel Unterstützung erfordert, um sich auf international auf hohem Niveau zu messen.

A lot of international sailors will test the Olympic spot in the next years. What are the next international events in Enoshima? The next international event in Enoshima will be the Japan National Championship in Summer of 2018 which will be followed by Asia Championship in fall. All nationalities are welcome to sail in those events and we look forward to having German teams !

Viele internationale Segler werden das Olympische Revier in den nächsten Jahren testen. Was sind die nächsten internationalen Events in Enoshima? Das nächste internationale Event ist die Japanischen Meisterschaft im Sommer 2018, gefolgt von der Asien-Meisterschaft im Herbst. Alle Nationalitäten sind herzlich eingeladen, bei diesen Regatten mitzusegeln und wir freuen uns darauf, auch deutsche Teams dabei zu haben!

Thank you for the interview! Thank you for your interest in Japan‘s sailing scene.

Vielen Dank für das Interview! Vielen Dank für das Interesse an Japans Segelszene.

Special thanks to Ikuko Horikawa, represent of the Japanese 470 Class Association.

Wir bedanken uns besonders bei Ikuko Horikawa, den Sprecher der Japanischen Klassenvereinigung.

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Kurs Japan Die Weichen sind gestellt

Eine olympische Medaille zu gewinnen, davon träumen viele 470er-Segler. Der Weg zu den Spielen ist wunderschön, aber lang, herausfordernd und häufig auch hart. Für Sail 470 berichtet die DSV-Sportdirektorin Nadine Stegenwalner über die Meilensteine in Richtung Tokio 2020 und die Arbeit des German Sailing Teams.

Der Countdown läuft: In weniger als 1.000 Tagen beginnen die Olympischen Segelwettbewerbe im japanischen Enoshima. Bereits bei den Sailing World Championships 2018 in Arhus werden 40 Prozent der Nationenstartplätze für die olympischen Regatten vergeben. Weitere Nationenstartplätze können bei der Weltmeisterschaft 2018 gesichert werden. Die letzten Plätze werden 2019/2020 bei den kontinentalen Qualifikationen vergeben. Die DSV-interne Qualifikation, welcher Segler / welche Seglerin Deutschland in der jeweiligen Disziplin vertreten darf, wird 2019 und 2020 stattfinden. Der detaillierte Qualifikationsmodus mit seinen Austragungsorten steht derzeit jedoch noch nicht fest. Rio 2016 hat einmal mehr gezeigt, wie wichtig die optimale Vorbereitung und Betreuung der Sportler bei olympischen Spielen ist. Daher haben wir frühzeitig die Möglichkeit genutzt, die Sportstätten in Enoshima zu besuchen und uns ein Bild von den Gegebenheiten vor Ort zu machen. Verschiedenen Projekte unter anderem in den Bereichen Meteorologie, Technologie, Strömungsdaten, Sportpsychologie und Athletik greifen schon jetzt beim Praxis- und Theorietraining unserer Sportler. Die 470er-Teams Matti Winkel/Matti Cipra und Simon Diesch/Philipp Autenrieth segelten im Oktober bei der Enoshima Olympic Week bereits die ersten Wettfahrten im

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olympischen Revier 2020. Ab August 2018 wird für das deutsche Team im Hafen von Enoshima eine Trainings-Base eingerichtet. Im Bau befindet sich ein neuer Werkstattcontainer, der zusammen mit dem Team-Container im Frühjahr 2018 nach Japan verschifft wird. Beim Testevent im September 2018 findet die deutsche Nationalmannschaft, das German Sailing Team, in Enoshima also bereits gute Strukturen für Training und Wettkampf vor. Im nacholympischen Jahr 2017 haben die sieben Teams des deutschen 470er-Bundeskaders ihre positive Entwicklung mit guten Platzierungen unterstrichen. Beispielhaft genannt sei der Top Ten-Erfolg von Nadine Böhm/Ann-Christin Goliaß bei der Europameisterschaft, der 12. Platz von Malte Winkel/Matti Cipra bei der Weltmeisterschaft sowie der Kieler Woche-Sieg und der 15. WM-Platz von Frederike Loewe/Anna Markfort.

Um diese gute Entwicklung im Perspektiv- und Nachwuchsbereich fortzusetzen und Olympia-Niveau zu erreichen, braucht es in erster Linie Ruhe, Verlässlichkeit und Stabilität. Trainer und Sportler sollen optimal arbeiten und sich vorbereiten können – daher wird die Betreuung im Seniorenbereich 470er aufgestockt, um so eine bestmögliche Entwicklung der Sportler gewährleisten zu können. Neu dürften dem ein oder anderen die vom DOSB angepassten Kaderbezeichnungen sein, die wie folgt lauten:

• • • •

Olympiakader (bisher A-Kader) Perspektivkader (Bisher B- sowie die älteren C-Kader) Nachwuchskader 1 (bisher jüngeren C-Kader) Nachwuchskader 2 (bisher DC-Kader)

Wir freuen uns, einige vielversprechende junge Teams im Nachwuchskader für 2018 zu begrüßen, im 470er zum Beispiel Helena und Luise Wanser, die bislang am Bundesstützpunkt Schwerpunkt Nachwuchs in Warnemünde trainiert und bei der Junioren-EM 2017 die Bronzemedaille gewonnen haben. Neben guten bis sehr guten sportlichen Ergebnissen haben die Sportlerinnen und Sportler ein Sichtungsverfahren durchlaufen, bei dem Theoriewissen, athletische Voraussetzungen und die Persönlichkeit in Hinblick auf den Leitungssport, gepaart mit der persönlichen Motivation, unter die Lupe genommen werden. Begleitet werden die jährlichen Sichtungsmaßnahmen, die zum Ende der Wettkampf-Saison stattfinden, von einem Sportpsychologie-Team, mit dem wir eng zusammenarbeiten. Die genauen Kaderkriterien pro Disziplin und Altersstufe sind auf der DSV-Website unter dem Punkt Leistungssport zu finden.

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Wir verlangen viel von unseren Seglern – geben aber auch einiges zurück. Für Athleten im Olympiakader, im Perspektivkader sowie im Nachwuchskader 1 stellt der DSV Trainer bereit, übernimmt deren Reisekosten zu Wettkämpfen und Regatten und stellt ein Motorboot sowie Zugfahrzeug. Am Bundesstützpunkt Kiel, der dank Bundes-, Landes- und kommunalen Mitteln kontinuierlich weiter zum Hochleistungszentrum ausgebaut wird, finden unsere Sportler eine sehr gute Infrastruktur mit Bootshalle, Seminarräumen und Sanitärtrakt mit Sauna vor, zudem einen modernen, segelspezifischen Athletikraum mit individueller Betreuung durch den DSV-Athletiktrainer. Reisekosten für ausgewählte Trainingsmaßnahmen und Wettkämpfe erstatten wir ganz oder beteiligen uns mit einem Zuschuss. Zudem können die Sportler auf Serviceleistungen der Olympiastützpunkte (OSP) zurückgreifen. Am BSP Kiel arbeiten wir sehr eng mit dem OSP Hamburg/Schleswig-Holstein zusammen und werden dort intensiv unterstützt. Genannt seien beispielsweise die Laufbahnberatung, Physiotherapie, Sportpsychologie und Ernährungsberatung. Über den OSP erfolgen auch die sportmedizinische Betreuung sowie Kraft-Leistungs-Diagnostik. Nicht zuletzt beantragt das Leistungssport-Team des DSV Fördergelder der Deutschen Sporthilfe, die direkt den Sportlern zu Gute kommen. Auch bei der Aufnahme in die Sportfördergruppe der Bundeswehr helfen wir den Seglerinnen und Seglern: Im 470er ist neben Malte Winkel und Matti Cipra ab 2018 auch Anna Markfort geförderte Sportsoldatin.

Nadine Stegenwalner, DSV-Sportdirektorin Mehr Informationen: www.germansailingteam.de

Infos zum German Sailing Team im Internet findet ihr hinter dem QR-Code

15 ©PEdRo MARTINEz/SAILINg ENERgy/woRLd SAILINg


Von Rio nach Tokyo Das offizielle Procedere kurz erklärt.

Am 9. Juni 2017 wurde in Lausanne vom Ioc entschieden, dass die 10 benannten Segeldisziplinen auch in Tokyo 2020 olympisch bleiben. damit bleibt der 470er als einziges Schiff in zwei disziplinen vertreten: 470er Herren und 470er damen. doch leider gibt es auch für den Segelsport einen kleinen wermutstropfen: die Anzahl der Segler wird um 30 Köpfe reduziert: Von 380 runter auf 350. Außerdem sollen gleich viele damen und Herren an den Start gehen – jeweils 175. das sollte einem ausgewogenen boot wie dem 470er eigentlich einen guten Schub nach vorne geben. Tatsächlich wird das damenfeld voraussichtlich wachsen, doch da etwa der finn als olympische disziplin keinen weiblichen Ausgleich hat, gehen bei allen Herrendisziplinen – auch beim 470er – deutlich Startplätze verloren. die Herren werden von den 26 Startplätzen potentiell also einige abgeben müssen, die damen zu den bisherigen 20 hoffentlich 2-5 dazubekommen. Unsere Internationale Klasse kämpft intensiv um jeden einzelnen Startplatz in Tokyo. bestätigt wurde von world Sailing zunächst erstmal, dass das format mit flottenrennen und finalwettfahrt mit doppelter wertung für den 470er bestehen bleibt. der 49er und 49erfX werden am letzten Tag dagegen 3 Einzelwettfahrten mit jeweils einfacher wertung aussegeln. weniger Startplätze bedeuten natürlich auch einen stärkeren wettbewerb um die Startplätze. der Traum der Teilnahme an „den Spielen“ ist noch anspruchsvoller zu erreichen, insbesondere auch die Nationenqualifikation.

© SAILINg ENERgy / woRLd SAILINg

der Ablauf der Nationenqualifikation für Tokyo 2020 muss vom Ioc im februar 2018 noch bestätigt werden. der aktuelle Vorschlag sieht so aus, dass 40% der Nationenplätze beim worldcup in Aarhus im Sommer 2018 vergeben werden. die restlichen Startplätze werden dann bei den Asian games 2018, den Pan-Am games 2019, der wM 2019 und bei den Kontinentalmeisterschaften (2019/2020) vergeben. den definitiven fahrplan gibt es im februar nach der Ioc - Versammlung. Sicher ist, dass Japan jeweils einen Startplatz bekommt.


Auch für den worldcup in Aarhus gibt es eine Teilnehmerbeschränkung und Nationenplätze. zunächst hat jede Nation, die Mitglied in world Sailing ist, das Recht auf einen Startplatz. (70 für 470 damen und 105 für 470 Herren). was übrig bleibt wird an die interessierten Nationen basierend auf dem Abschneiden bei der wM 2017 verteilt. der dSV vergibt die erhaltenen Plätze nach dem besten Abschneiden bei der Princess Sofia Trophy 2018 und der Kieler woche 2018. das Rennen um Tokyo startet also bereits am 2. April 2018 vor Mallorca. Verglichen mit den feldern der Qualifikationsregatten ist die olympische Regatta mit knapp über 20 Schiffen damit fast schon wieder eine andere Sportart. Segler, die es bestens beherrschen, in großen feldern abzudecken und immer vorne mit dabei zu sein können untergehen und andersrum. Von den Sportlern wird ein hohes Niveau bei der Qualifikation abverlangt und sobald diese erreicht ist, gilt es sich auf das olympische format vorzubereiten. Ein vergleichbar starker Unterschied ist mir in anderen Sportarten nicht bekannt. zumindest mit blick auf die weltrangliste vom dezember erscheint die Nationenqualifikation für unsere Segler erreichbar. doch klar ist auch, dass 2017 noch einige Teams, die die Teilnehme 2020 anstreben, pausiert haben. Unseren Spitzenseglern, die den harten Qualifikationsweg auf sich nehmen wollen, wünsche ich alles gute und viel Erfolg!

Max Pleger


Personalfragen Neue Teamkonstellationen

Es ist selten, die Innenansichten eines Teams zu erfahren. Jedes Team besteht aus zwei Individuen, die gemeinsam das Projekt Segeln verfolgen. Welche Probleme, Fragestellungen und Herausforderungen jedem Einzelnen hier gegenüberstehen, bleibt meistens Teamgeheimnis. Umso mehr freuen wir uns, einen Einblick in die Gedanken eines erfolgreichen Junioren-Teams zu bekommen, dass neue Wege geht, um seinem Ziel näher zu kommen.

Nach der Saison ist bekanntlich vor der Saison. Diesen Spruch hat jeder schon einmal in seinem Leben gehört und für Leistungssportler ist das schon fast eher ein Credo als ein nebenher erzählter Spruch. Nach dem Jahreshöhepunkt, auf den man sich monatelang vorbereitet und wochenlang an nichts anderes mehr denkt, hat man meist irgendwas zwischen zwei und drei Wochen, bis man wieder am Bundestützpunkt antritt und das Training wieder aufnimmt. Drei Wochen also um die Batterien wieder aufzufüllen, endlich etwas Zeit mit Freunden und Familie zu verbringen oder die ein oder andere verschobene Prüfung im Studium nachholen. Diese Zeit muss jeder aber auch dafür nutzen, um die vergangene Saison auszuwerten. Was waren die entscheidenden Fehler? Wie kann die Planung und Vorbereitung verbessert werden? Kurzum: wie soll die nächste Saison laufen. Gerade für uns, also Silas und mich, waren das dieses Jahr ziemlich schwer zu beantwortende Fragen. Die erhofften Erfolge haben wir trotz eines deutlich erhöhten Aufwandes im Laufe der Saison nicht erreicht und wir waren demzufolge beide auch etwas unzufrieden mit den Ergebnissen. Gefühlt hat man das Jahr den Fokus stark auf den Sport gerichtet, nur um beim Segeln performen zu können. Dennoch entsprachen die Ergebnisse in der Uni bzw. FH nicht den eigenen Vorstellungen. Teilweise schaffte man es gar nicht überall teilzunehmen und da,


wo man durchkommt, hängen die Noten den eigenen Erwartungen hinterher. Von dem sogenannten Studentenleben hat man auch erst recht wenig kennengelernt. Für diesen Aufwand hat man sich natürlich entschieden, aber wenn es sich nicht auszahlt, kommt man verständlicherweise ins Grübeln. Genau das ist bei uns nach dem diesjährigen Jahreshöhepunkt am Gardasee in Italien passiert. Schon mit der letzten Wettfahrt war uns beiden ziemlich klar, dass es jetzt eine Veränderung brauchte um weiter zu segeln, so man dies überhaupt beabsichtigte. Nach sechs gemeinsamen Jahren, bei denen man gefühlt alles durchgemacht hat, was sich in einer sportlichen Beziehung vorstellen lässt, unsere ehemaligen Trainer werden jetzt mit Sicherheit schmunzeln, kennt man sich wirklich sehr gut. Man weiß, wann man den anderen in Ruhe lassen sollte, man bekommt selber seine ruhigen Momente und man weiß auch, wann man als Team seine Grenzen erreicht hat. Kurzum wir waren sportlich an unserem bisherigen Tiefpunkt angelangt. Schon übers das Jahr hinweg konnten wir häufig unsere Leistungen aus dem Training nicht wirklich abrufen. Im Ganzen gesehen haben wir zwar Fortschritte gemacht, konnten diese aber nicht bei Regatten zeigen. So hatten wir auch zum Jahreshöhepunkt mit unserer Wettkampfform zu kämpfen. Letztendlich haben wir es zwar geschafft, unser Ergebnis aus dem letzten Jahr zu bestätigen, was uns aber kaum zufrieden stellte und so beendeten wir den letzten Lauf mit ziemlich hängenden Gesichtern.

Wieder an Land, beim Verpacken der Boote, kam dann Hendrik Ismar, unser Bundestrainer, mit einer Idee für uns um die Ecke. Eine Idee, die keine sofortige Antwort verlangte und allen Betreffenden viel Zeit zum Nachdenken abverlangte. Der Grundgedanke war es, zwei Teams aus der Kieler Trainingsgruppe zu vermischen und so die Perspektive beider zu erhöhen. Neben uns betraf diese Idee noch die Brüder Tjorben und Hjalte Studt, die ein Jahr nach uns an den Bundestützpunkt nach Kiel gezogen sind und seit dem mit uns eine Trainingsgruppe bilden. Sie haben sich parallel zu Silas und mir 2011 als Team zusammengefunden und konnten im 420er bereits eine Deutsche Meisterschaft und eine WM-Teilnahme feiern. Die angestrebte erhöhte Perspektive hatte letztendlich einen entscheidenden Hintergrund, nämlich unsere physischen Voraussetzungen. Dazu eine kurze Erklärung der im Moment als am besten angesehenen Körpermaße im 470er Herrenbereich. Die Vorschoter sollten schon die 1,80 m haben und dürfen sich vom Gewicht etwas über den 70 kg bewegen. Im Gegensatz dazu wiegt ein optimaler Steuermann nicht mehr als 65kg und ist dementsprechend auch meist nicht größer als 1,70 m Zusammen sollten beide 135 kg auf die Waage bringen. Und es ist immer besser, wenn der Steuermann noch leichter ist, dann kann der Vorschoter mit den zusätzlichen Kilos vorne arbeiten. Da es für mich mit meinen 1,82m aber nahezu unmöglich ist, stabil unter die 68kg zu kommen und

sich dabei im eigenen Körper auch noch wohl zu fühlen, waren Silas und ich stets die „kräftigen“ auf dem Teich. Natürlich stehen Erfolg und Gewicht bzw. passende Körpermaße nicht eins zu eins im Verhältnis zu einander. Dennoch schleppt man dieses Wissen stets mit sich herum. Gerade bei wenig Wind und steiler Welle aufs Wasser zu gehen und sich innerlich sicher zu sein, auch nur konkurrenzfähig zu sein, war für uns über die Jahre ein nahezu unmögliches Unterfangen. Ähnlich verhielt es sich bei Tjorben und Hjalte Studt. Nur, dass sie das Problem von der anderen Seite aus kannten. Denn beide sind um die 1,70m, dementsprechend auch eher leichter und Hjalte fehlt vorne im Trapez der mitentscheidende Hebel, um genug Druck auf den Mast zu bringen. Auf lange Sicht war es also abzusehen, dass die beiden Jungs bei bestimmten Bedingungen Probleme bekommen würden, auf internationalem Niveau konkurrenzfähig zu sein. Beiden Teams wurde also von Hendrik vorgeschlagen, sich zu durchmischen. Genauer gesagt sollten die beiden Großen, also Silas und ich, nach vorne ins Trapez und die Kleinen, Tjorben und Hjalte, nach hinten ans Steuer. So wollten wir mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen. Generell lässt sich über eine solche Teamzusammenführung sagen, dass sie in erfolgreichen Segelnationen schon seit Jahren konsequent betrieben wird. Schon im Juniorenbereich, also bei Sportlern unter 24 Jahren, sieht man international quasi keinen Steuermann mit meiner Körpergröße. Selbst einige Trainer, die

Irgendwas an diesem Sport hat es uns so angetan, dass wir uns trotz der wohl besten Möglichkeit zum Aufhören dazu entscheiden, weiterhin alles hinten anzustellen und einen Sport auf eine nahezu professionelle Art und Weise zu betreiben.

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mich noch nicht lange kennen, halten mich im ersten Moment meist für einen Vorschoter. In Ländern, wie Neuseeland, Australien oder auch England wird meist schon beim Umstieg aus dem Opti hin zu Jugendbootsklassen auf die erforderlichen körperlichen Voraussetzungen geachtet, um später in den olympischen Bootsklassen erfolgreich segeln zu können. In Deutschland ist ein solch strukturierter Umgang mit dem Zusammenstellen von Teams noch überhaupt nicht üblich und so mussten wir uns diesem Problem Ende dieses Sommers stellen. Nach dem Vorschlag, Mitte August, dauerte es noch eine ganze Weile, bis wir vier uns entschlossen hatten, unsere bekannten Teams aufzubrechen und etwas Neues zu versuchen. Für mich war der Prozess auch ein eher schleppender. Für meine 20 Jahre stand ja auch eine relativ grundlegende Entscheidung ins Haus. Was möchte ich in meinem Leben eigentlich erreichen? Wo möchte ich hin? Gerade da ich ein ziemlich ehrgeiziger junger Mann bin, was wir im Übrigen alle sind, will ich nicht zu viel Zeit und Energie in ein Projekt stecken, an dem der Misserfolg quasi abzusehen ist. Deswegen stand für mich tatsächlich relativ schnell der Entschluss fest, die gemeinsame Karriere mit Silas zu beenden. Wir haben uns zwar zusammen durch dick

und dünn gekämpft, aber manchmal muss man einfach erkennen, wann man ein Projekt lieber zur Ruhe legen sollte als verbissen weiter zu kämpfen. Zu meinem Glück war Silas für sich zu dem selben Schluss gekommen und wir können meiner Meinung nach sehr zufrieden sein mit dem Weg, den wir zusammen gegangen sind, wie wir ihn gegangen sind und wie wir ihn zu Ende gehen lassen haben. Doch damit war natürlich noch nicht unser beider Zukunft geklärt, denn wir sind beide auch zu dem Schluss gekommen, dass wir weiter segeln möchten. Irgendwas an diesem Sport hat es uns so angetan, dass wir uns trotz der wohl besten Möglichkeit zum Aufhören dazu entscheiden, weiterhin Freunde, Familie und das Studentenleben hinten anzustellen und einen Sport auf eine nahezu professionelle Art und Weise zu betreiben. Mit diesen Entscheidungen trafen natürlich auch sofort neue zu klärende Fragen ein. Zunächst, zu welchem Entschluss sind die beiden Studt-Brüder gekommen? Und nachdem klar war, dass auch sie dem Projekt nicht komplett abgeneigt gegenüber standen, lagen einige Wochen mit mehreren Gesprächen, Telefonaten und Diskussionen vor uns. Ein solcher Wechsel kann halt nicht einfach vollzogen werden, es müssen alle wichtigen Fragen und Bedenken geklärt sein. Gerade damit wir mögliche Probleme im Voraus erkennen und lösen können. Silas

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und mir war es quasi von Anfang an am liebsten, weiter im 470er zu segeln und so Bekanntes und Erlerntes einsetzen zu können, aber letztlich war dies auch nur ein Wunsch und kein Zwang. Mitte Oktober hatten wir für unser neues gemeinsames Projekt dann die Grundlagen gelegt und bereits in den ersten gemeinsamen Einheiten vor Schilksee war zu erahnen, dass die Lücke zu unserem alten Level viel kleiner ist, als auf dem Papier vielleicht vermutet. Diese Trainings waren zwar zunächst nur zum Testen angedacht, de facto ist aber keiner von uns danach noch einmal in der alten Konstellation aufs Wasser gegangen. Die erste beim Wechsel zu klärende Frage, fiel uns von Anfang an nicht wirklich schwer zu beantworten. Es ging dabei um die Team Zusammenstellung.

wer segelt mit wem? Letztendlich gab es zwei Möglichkeiten. Entweder wir bauen ein Team, in dem sich ein gelernter Vorschoter und ein gelernter Steuermann findet und anders herum, also quasi ein gutes und ein schlechtes Team, oder wir durchmischen die Entwicklungsstufen und bringen zwei Teams mit einem sehr ähnlichen Level an den Start. Letzteres war von Anfang an unser Favorit, das lag auch mit an einer grundlegenden Einstellungsfrage von uns vieren. Wir planen uns vier vielmehr als ein Team aus vier Sportlern zu sehen, als zwei Teams mit „nur“ gemeinsamen


Wurzeln. Im Kern des Ganzen liegt die Idee, dass wir uns zu viert viel besser pushen können und mehr erreichen werden als nur zu zweit. Dementsprechend wollten wir mit zwei Teams an den Start gehen, die ungefähr dem gleichen Level entsprechen. Also probierten wir es von der ersten Einheit an mit Hjalte, vormals Vorschoter, als neuem Steuermann von Silas und Tjorben, schon immer Steuermann, mit dem Neuling, Vorschoter Max im Trapez. In dieser neuen Konstellation waren wir bereits zu zwei Trainingslagern, eins in Dänemark und eins vor unserem ehemaligen Heimrevier Warnemünde. Verständlicherweise sind beide Teams noch nicht auf ihrem einstigen Level aber die überraschend schnelle Entwicklung von Hjalte und mir lässt doch hoffen. Es ist auf jeden Fall zu bemerken, dass wir uns

in unserem Leben schon etwas mit dem 470er auseinandergesetzt haben. Es sind nur wenige grundlegende Fragen zu stellen und viele der Bewegungsabläufe da vorne konnte ich mir ja lange aus erster Hand anschauen. Es ist wirklich Bemerkenswert, wie sehr einem die jeweils andere Perspektive auf der neuen Position weiterhilft. Aktuell sind wir kurz vor unserem ersten gemeinsamen Wettkampf in Imperia, Italien. Natürlich können wir unser kommendes Ergebnis quasi gar nicht abschätzen, aber der ein oder andere Lichtblick sollte bei beiden Teams doch zu erwarten sein. Und dann mal schauen wie es weitergeht. Für mich stehen diesen Winter viele Kraftraumbesuche auf dem Programm, um im nächsten Sommer stundenlang im Trapez rumklettern zu können. Ab Mitte Februar des nächs-

ten Jahres sind wir vier dann alle wieder auf dem Wasser. Das Trainingsjahr beginnt, in fast schon klassischer Weise, mit mehreren Trainingsblöcken auf Mallorca, um die müden Knochen wieder warm zu bekommen. Entscheidend wird es dann nächstes Jahr zur Juniorenweltmeisterschaft auf dem Lago Bracciano in der Nähe von Rom und davor bei der Junioreneuropameisterschaft in Sesimbra, Porugal. Zielstellung für beide Mannschaften: Medalraces erreichen.

Max Schuberth und Silas Oettinghaus haben das Ziel erfolgreich 470er zu segeln, ebenso Tjorben und Hjalte Studt. Im Oktober 2017 wurde neu gemischt: Team USAIN (Hjalte Studt + Silas Oettinghaus) und MIRA (Tjorben Studt + Max Schuberth). Beide Teams trainieren am Leistungsstützpunkt in Kiel. Wir wünschen beiden Teams viel Erfolg.

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Max Schuberth


ROADTR Segeln ist reisen. Normalerweise in moderater Distanz. In Ausnahmesituationen können die Touren jedoch epische Ausmaße griechischer Sagen annehmen! 2017 reiste eine kleine mutige Delegation unserer Segler ins ferne Griechenland. Da Boote Flugangst haben, wurde die 2135km lange Strecke per Auto absolviert - ein Trip, der seinesgleichen sucht. Masters WM extended on the highway to Hellas.

Mit Griechenland verbindet mich eine ganz besondere Beziehung, seit ich zu Beginn des letzten Schuljahres im altsprachlichen Gymnasium mit den Schulfreunden in Frankfurt den Zug bestieg, um in 48 Stunden Zugfahrt über Wien nach Athen zu rollen. Schon damals begeisterte mich der warme Wind, das günstige und gute Essen und ich gewöhnte mich an die anfangs seltsam schmeckenden Getränke zu Speisen: den harzigen Retsina Wein und den abschließenden Ouzo. Ein Jahr später (nach dem Abitur) ging es wieder hin. Dieses Mal hatten wir über den Segelclub Edersee drei Yachten gechartert und wir segelten in einer Flotille von Athen über Santorin, Amorgos und viele weitere schöne Inseln nach Rhodos, wo ein Crew-Wechsel geplant war und drei dorthin gereiste Crews zurücksegeln sollten. Der frische Wind in der Ägäis hat mir damals schon so gut gefallen, dass ich spontan von zwei auf drei Wochen Törn verlängert hatte. Die Flexibilität nach dem Abitur war schon genial. In 2008 waren wir dann nochmal mit einer Charter-Yacht rund um Korfu unterwegs. Bei dieser Korfureise dachte ich: diesen guten Wind muss man mal mit dem 470er erleben! Seit fünf Jahren nehmen wir als BrüderTeam (Jürgen und Christoph) nun regelmäßig an den der 470er-Masters-WM teil und ich frage mich, warum wir diese sportliche und gesellige Veranstaltung nicht schon früher eingeplant hatten. Wie auch immer – zur Masters-WM 2015 erzählten Andy und Charlotte uns erstmals begeistert von der Masters-WM 2017 in

Alexandroupolis und bei meiner griechischen Vorprägung war nicht viel Überredung notwendig, um das einzuplanen. Nach dem dann 2016 auch endlich ein brauchbarer Doppeltrailer angeschafft wurde, hatte ich schon „innerlich“ für die Master-2017 und die Fähr-Route, diesmal via Ancona, gebucht. Der obere Platz auf dem Doppeltrailer war frei und somit das Boot von Jockel und Stefan mit eingeplant. Irgendwann im April 2017 kam der Anruf von Bernd: „Habe gehört, Du willst alleine mit dem Trailer und der teuren Fähre nach Griechenland – ich habe die bessere Alternative für Dich: Fahr doch mit Martin und mir die Balkanroute. Ist schneller und günstiger!“ – Aha – dachte ich mir.

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Die Balkanroute kennt man ja aus Funk und Fernsehen und mit Zug hatte ich das ja schon einmal absolviert. Nachdem Martin noch dem 17 Jahre alten SprinterDiesel einen Abgas-Filter spendiert hatte und eine Spezial-Konstruktion zum Aufladen des dritten 470er auf das SprinterDach gebaut hatte, konnte es losgehen. Nur mussten Bernd und Christoph noch den Unternehmer Martin überzeugen, zugunsten der Vor-Regatta (HellenicMasters) auf ein paar Aufträge zu verzichten, sodass wir schon in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch losfahren konnten. Die letzte Hürde war, die mautmäßig und schlaglochtechnisch günstigste Route zu finden, was mit Hilfe von Google-Maps und dem ADAC gelöst


RIPPIN

wurde. Dann noch der gute Tipp, 20-Euro-Scheine parat zu haben. Das ambitionierte Vorhaben, mit den drei Fahrern ohne Unterbrechung bis Alexandroupolis durchzufahren, wurde konsequent umgesetzt und durch warme Außentemperaturen um die 36 Grad zur echten Herausforderung. Die über 2000 km Anreise lockerten wir auf durch lange philosophische Diskussionen über Gott und die Welt und die spannende Frage, ob es im Bus mit offenen oder geschlossenen Fenstern angenehmer ist ? Es war schon von Vorteil, dass zwei Nachtstrecken und nur ein Tag in der Hitze dabei waren. Zumal man des Nachts auch Polizeistreifen antreffen kann, die sich richtig schön lange Zeit zum Diskutieren nehmen. Da

„Fahr doch mit uns die Balkanroute. Ist schneller und günstiger!“

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bekommt man doch Unterhaltung für sein Geld! Unser Lerneffekt ist: Steht kurz vor Sofia des Nachts ein Polizist mit Kelle am Straßenrand, dann doch besser mal anhalten. Kurz vor dem ersten Morgengrauen am Donnerstagmorgen stehen wir in Alexandroupolis am Hafen, Martin und Christoph nehmen eine Mütze Schlaf und Bernd sucht ein Dauerticket fürs Klo. Dann trifft mein Steuermann Jürgen per Taxi vom Flughafen ein und wir werden herzlich am Segelclub begrüßt. Der Club sieht ein wenig aus wie eine Bau-Baracke, aber steht direkt am Strand und bietet eine sehr nette sportliche Atmosphäre. Wir können schon sehen, wie sich der Meltemi-Wind von Nordosten aufbaut. Herrlich, dieser kühlende Wind unter dem blauen Himmel, während sich im Landesinnern Hitze aufstaut! Bernd verordnet seinem Magen einen ersten Pausentag. Da Jürgen und ich die Vor-Regatta mitfahren wollen, könnten wir auf 19 Wettfahrten kommen! Also das Boot aufbauen und wegen des angesagten 6-Bft-Windes lieber das flache König-Sails eingezogen und den genähten Spi eingepackt (das mit platzenden Spis kennen wir ja schon – das brauchen wir nicht noch einmal). Der erste Start läuft wenig gut, da wir behindert werden, aber die Wenden klappen passabel und oben an der Luv-Tonne liegt dann nur noch ein Boot vor uns.

Unser Flying Darmstädter mochte schon immer lieber bei viel Wind gesegelt werden – es läuft schnell. Also Spi setzen und ein toller Surf runter zur Lee-Tonne. Bei der zweiten Runde legt der Wind noch einmal zu und wir fahren einen höheren Kurs unter dem „Windschatten“ der Mole, die Neuseeländer fahren direkten Kurs und ziehen somit noch vor uns ins Ziel. Aber ein dritter Platz als Einstieg ist schon mal nicht schlecht. Der Segeltag ist genau so, wie man sich das erträumt: Warmes Sommer-Segelwetter (eigentlich ist der Shortie schon zu warm – aber ein guter Schutz gegen die Sonne), sauberes und warmes Wasser (nicht zu salzig) und ein herrlicher Wind. Traumhaft. Der zweite Start läuft besser. Wir fahren links ans Ufer und wenden dann frei nach rechts raus. Als wir den Schatten der Mole verlassen, drückt uns eine starke Bö auf Wasser. Da ist nix mehr zu halten. Ich bin sicher schon hundert Mal gekentert. Warum ich gerade dieses Mal nicht über die Kante auf Schwert komme oder wenigstens in das Segel plumpse – keine Ahnung. Diesmal knalle ich mit der Schulter auf den Mast und merke schon im Sturz, das war nix (10 Tage später wird dann ein deutscher Radiologe einen Bruch im Schulterblatt feststellen). In diesem Augenblick wird mir nur klar, dass man mit nur einem funktionstüchtigen Arm sich nicht mal auf eine gekentertes Boot hochziehen kann. Gut, dass wir zu zweit sind, und Jürgen mich zu-

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mindest auf den durchgekenterten 470er ziehen kann. Den Rest des Tages verbringen wir mit Abbergen durch das Gummiboot, Fahrten ins Krankenhaus, dem Nähen von Platzwunden und der Bildgebung mittels 40 Jahre alten RöntgenGeräten. Bei der bescheidenen Bildqualität der Röntgenbilder merkt man, was Sparmaßnahmen der Regierung denn konkret für die medizinische Versorgung der Griechen bedeuten. So wird bei mir zunächst eine ausgekugelte Schulter diagnostiziert und die Schulter wieder „eingerenkt“ (puuuh). Aber die fehlende Medizintechnik wird durch eine unglaubliche Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit der Griechen mehr als kompensiert. Und ganz groß ist bei der Hilfe Notis, ein


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Segler im Versorgungsteam der MastersWM, der in Deutschland studiert hat und mit seiner Nettigkeit über den sich schon abzeichnenden Verzicht auf die verbleibenden Wettfahrten hinwegtröstet. Die Woche verläuft also etwas anders als geplant. Aber das Tolle ist: Mit dem traditionellen Open-Air-Street-Dance der 470er-Flotte nach der Eröffnungsfeier in der lauwarmen Nacht, den schönen Frühstücken mit den Italienern Carlo und Andrea, dem Sonntags-Ausflug zur Insel Samothraki, dem Besuch von antiken Stätten, alten Klosteranlagen, QuellKaskaden und schließlich der Burg Chora hatte der Urlaub doch noch schöne Höhepunkte zu bieten. Und nicht zuletzt

der Schleudertest von Massimiliano im gemieteten Kleinwagen. Das ist italienisches Temperament vom Feinsten. Die Folgetage beobachte ich das Geschehen mehr vom Strande und genieße umso mehr die allabendliche internationale Klönstunde in der Strandbar unter den Palmdächern und natürlich die Abendessen an der Strandpromenade. Die Griechen haben uns mit einfachen, aber herzlichen Grillfeten als Gäste verwöhnt. Ich werde wiederkommen und dann die verpassten Wettfahrten nachholen. Es kann ja auch die jährliche Hellenic-Master sein, die mir dazu den Anlaß bietet. Griechenland ist eine Reise wert!

Ach ja. Zurückfahren muss man auch...

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Zum Abschluss: Wer noch nie bei einer Master-WM war, sollte unbedingt die Woche vom 28. Juli bis 4. August in Hourtin einplanen. Noch schöner Segelurlaub mit dem 470er machen geht nicht!

Christoph Busch Vorschoter auf GER 4727


Daten, Daten, Daten Michael Hennes hat bei der Internationalen Deutschen Meisterschaft in Radolfzell nachgezählt. Und weil Zahlen trocken sind, haben wir das grafisch aufbereitet.


Mindestens haltbar bis: Oder wie lange gelten Regeln?

Die Wettfahrtregeln Segeln haben viele verschiedene Angaben zur Gültigkeit von Regeln, die mehr oder weniger offen zu erkennen sind. In manchen Regeln sind klar messbare Zeiten angegeben, wie zum Beispiel im Startverfahren, in anderen muss ein bestimmter Zustand gegeben sein, der das Haltbarkeitsdatum der Regel definiert. Im Folgenden soll auf das Problem der Zeitabläufe für die Regattasegler während einer Regatta eingegangen werden.

Zuerst sei mal gefragt: Nach welcher Zeit muss ich denn meine Uhr stellen? Hier helfen die Wettfahrtregeln (WR) nicht weiter, zugegeben, eine normalerweise akademische Frage, da wir als Jollensegler mehr auf relative Zeiten angewiesen sind als auf absolute Zeiten, aber es weist auf neue Informationsquellen hin. Die bei Regatten gültige Zeit wird in den ‚Race Management Policies for World Sailing Events‘ definiert. Demnach gilt die GPS-Zeit. Alle Besitzer von Funkuhren sind jetzt „in trouble“, da zwischen der Funk-Zeit und der GPS-Zeit durchaus mal mehrere Sekunden Unterschied sein können. Wie gesagt, wichtig für Dickschiffsegler. Für uns Regattasegler sind fixe Zeiten immer einfach zu beachten und zu nutzen. Das klassische Beispiel ist hier das Startverfahren, bei dem die Zeiten für die einzelnen Signale klar vorgegeben sind. Das optimale Timing wird beim Training ausgiebig geübt und geht in Fleisch und Blut über. Dass die Regeln im Allgemeinen gnadenlos sind, wenn sich die Gültigkeit von Regeln ändert, ist bekannt. Zeitlich gesehen ist die Anwendung einer Regel durch die Situation, in der sich ein Boot befindet, definiert und die Regeln ändern sich in Bruchteilen von Sekunden: Zum Beispiel wenn sich die Situation zwischen Booten ändert, Stichwort ‚Überlappung‘. Zwei Regeln mildern diesen harten Übergang ein wenig ab: WR 15 und WR 16. Beide Regeln schützen ein ausweichpflichtiges Boot, wenn ein anderes Boot Wegerecht erhält oder ein Wegerechts-Boot seinen Kurs ändert. In diesen Fällen muss das Wegerechts-Boot dem ausweichpflichtigen Boot ‚anfangs‘ Raum zum Freihalten geben. Wie lange ist „anfangs“? Da habe ich eine schlechte Nachricht für schnelle Boote, wie unseren 470er: je schneller und je manövrierfähiger ein Boot ist, je kürzer wird diese Zeit. Schnelligkeit hängt natürlich vom Wind

ab, also kann hier kein genereller Wert genannt werden. Die Annahme, dass hier die Reaktionszeit mit einfließt, ist umstritten! Ich würde zur Sicherheit davon ausgehen, dass es keine Reaktionszeit gibt. Man darf ein Manöver zum Freihalten also nicht verzögern und muss dieses nach guter Seemannschaft ausführen. Beim 470er würde ich mal einen gefühlten Bereich zwischen 2 und 5 Sekunden sehen, bis die notwendige Distanz zwischen den Booten hergestellt ist, schnelle Boote halt. Schon sind wir bei dem nächsten Zeitbegriff. In der Definition Freihalten steht ‚… wenn das Wegerechtboot außerdem den Kurs in beide Richtungen ändern kann, ohne dass es sofort zur Berührung kommt‘. Eigentlich verstoßen wir ständig gegen diese Regel, ohne dass es auffällt, aber wo kein Kläger, da kein Richter. Zeitlich liegen wir hier mit Sicherheit unter dem Bereich vom Begriff ‚anfangs‘. Falls es doch einen Kläger gibt, stellt sich die Frage: Strafe freiwillig annehmen oder nicht? Bei Annahme einer Strafe muss sich das Boot ‚so bald wie möglich‘ freisegeln. Hier interpretiert der geneigte Segler die Worte gerne in der Richtung, wenn ‚es mal passt‘. Es kursieren die unterschiedlichsten Definitionen von ‚auf dem Bahnschenkel‘ bis hin zu ‚vor dem Zieldurchgang‘. Leider alles falsch. Wir reden über eine aktive Handlung des Seglers, der die Strafe annehmen will. Es sollte also für das protestierende Boot klar sichtbar sein, dass das Boot eine Strafe annimmt. Das Freisegeln kann alle notwendigen Manöver enthalten, inklusive dem unbeliebten Verlangsamen des Bootes um eine Lücke zu bekommen oder einer deutlichen Kursänderung weg vom richtigen Kurs. Es ist halt eine Strafe und die darf auch mal wehtun! Hat man ausreichend Platz, muss das Boot ‚unverzüglich‘ die Strafe ausführen. Dabei ist das Boot allen anderen Booten gegenüber ausweichpflichtig!

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©JESUS RENEdo/SAILINg ENERgy/woRLd SAILINg

In Regel 20 wird bei der Reaktion auf einen Anruf ‚Raum zum Wenden‘ auch das ganze Arsenal von Zeitbegriffen genutzt. Zuerst muss das anrufende Boot dem anderen Boot Zeit geben (WR20.2(a)), wie lange ist unbestimmt, wird aber im Folgenden näher erläutert. Entscheidet das Boot, verbal zu antworten, ist die Zeit mit ‚sofort‘ definiert. Das anrufende Boot kann (und muss) innerhalb kürzester Zeit seine Wende einleiten. Verzögerungen sind nicht akzeptabel, da ja dieses Boot fragt und vorbereitet sein muss! Wenn sich das angerufene Boot entscheidet zu wenden, ist die Zeit für die Antwort länger, die Regel spricht von ‚so bald wie möglich‘. Verzögert das angerufene Boot sein Manöver, verstößt es gegen die Regel und kann dafür bestraft werden. Wir befinden uns ja bei Regel 20 auf einem Am - Wind - Kurs und eine Wende im 470er sollte innerhalb von 5-8 Sekunden eingeleitet werden können. Die Gültigkeit der Regel 20 ist auch abhängig von der Antwort. Antwortet das angerufene Boot verbal, muss es dem wendenden Boot die Möglichkeit geben zu wenden und sich danach freizuhalten. Das heiß erst nachdem keine Kollisionsgefahr mehr besteht, stoppt die Gültigkeit der Regel. Wendet das angerufene Boot ist normalerweise nach der Wende die Regel 20 nicht mehr anzuwenden, der Gültigkeits-Zeitraum ist also erheblich geringer. Zum Schluss will ich noch als Schiedsrichter eine Zeit erwähnen, die nicht in den WR steht, aber leider immer häufiger in der Entscheidung der Schiedsgerichte zu finden ist: ‚zu spät‘. Es kommt immer wieder, und leider mit steigender Tendenz, dazu, dass ausweichpflichtige Boote in Situationen kommen, aus denen sie sich nicht mehr befreien können. In den Anhörungen hören wir dann immer, ‚ich konnte in der Situation ja nichts (anderes) mehr machen‘. Sicherlich stimmt das für den Zeitpunkt, in dem der Regelverstoß sichtbar ist, jedoch muss sich das Boot mit dem Regelverstoß darauf vorbereiten, dass der Schiedsrichter fragt ‚und was war 10 Sekunden vor der Situation?‘. Sicher-

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lich gibt es immer den „point of no return“, der aber von dem ausweichpflichtigen Boot nie überschritten werden darf. Freihalten heißt, sich auf jeden Fall und unter allen Umständen so zu verhalten, wie es die Definition „Freihalten“ vorgibt. Dabei gibt es keine Limitationen! Häufige Fehlinterpretationen sind hier: „Ich brauche ja nicht zu wenden“, „der andere darf mich ja nicht über die Startlinie luven“, „das Wegerechts Boot hätte die Situation doch im Vorfeld leicht verhindern können“ oder „man muss mich ja an der Bahnmarke reinlassen, wenn ich als ausweichpflichtiges Boot eng um die Tonne gehe“. Doch das ist besser ein weiterer Artikel für die nächste Ausgabe. Zusammenfassend bleibt hängen, dass es während der Wettfahrten wenig absolute Zeiten gibt. Relative Zeiten werden mit unterschiedlichsten Begriffen definiert, die einen großen Unsicherheitsbereich offenlassen, auch wenn man eine Rangfolge der Begriffe aufstellen könnte, zum Beispiel: sofort – unverzüglich – so bald wie möglich – anfangs/ bei der ersten zumutbaren Gelegenheit - muss es … Zeit geben.

Rüdiger Schuchardt International Judge and International Umpire


Bahnänderung wann, wie und warum

Ein großes Kapitel des Race Managements ist das Thema Bahnänderung. Viele Wettfahrtleitungen versuchen, dieses Thema zu vermeiden oder kennen es gar nicht. Warum ist das so? Bei vielen Wettfahrtleitern ist dieses Thema einfach nicht präsent, da sie entweder auf engen Talsperren mit wenigen Optionen agieren oder im Zweifel einfach eine Bahnabkürzung machen. In der Tat kann man sehr viel falsch machen und im schlimmsten Fall die Wettfahrt in die Tonne hauen. Dieses Mal möchte ich ein paar Anmerkungen aus Sicht der Wettfahrtleitung (WFL) geben, die vielleicht den einen oder anderen Segler aufrütteln, warum dies ein so schwieriges Thema ist.

Zunächst möchte ich die Ausführungsbestimmungen von World Sailing (WS) zum Bereich Bahnänderung erläutern. Hier heißt es: Bei Winddrehern bis zu 10° wird keine Bahnänderung gemacht, es sei denn diese wird benötigt, um einen fairen achterlichen Kurs zu erreichen. Bei 10° bis 15° soll eine Bahnänderung zumindest in Erwägung gezogen werden. Ab 15° soll eine Bahnänderung durchgeführt werden. Ist eine Winddrehung von mehr als 45° im Regattagebiet, ist ein Abbruch sehr wahrscheinlich. Dies sind die Kriterien für Winddrehungen. Für Windstärkenänderungen kann die Kurslänge entweder verlängert oder verkürzt werden. Hier gilt die Regel von 50 % bis 150 % der originalen Bahnlänge.

Soviel zur WS Policy, wir wissen, dass dies nicht auf alle Reviere zutrifft und wir revierbedingt hiervon abweichen müssen. Was ist aber nun der tiefgründige Sinn einer Bahnänderung? Wenn es sich um einen Winddreher handelt, wird die segelbare Fläche von einem Quadrat in ein Rechteck und im schlimmsten Fall (45° Dreher) in eine Linie (Anlieger) verkleinert.

Original Regattagebiet (Quadrat) entartet zu einem Rechteck mit kleiner werdendem Regattagebiet

30


© woRLd SAILINg

Wenn der Wind abnimmt, wird häufig eine Bahnabkürzung nach WR32 angezeigt. Dies ist absolut regelkonform, wenn auch nach WS Policies nicht vorgesehen. Warum möchte WS keine Bahnabkürzung? Gehen wir davon aus, dass die Wettfahrtleitung an der Luvtonne die Wettfahrt abkürzen möchte, wird dort ein Boot der WFL mit Flagge „S“ und zwei Schallsignalen positioniert. Zugegeben, die Schallsignale sind eher symbolisch, da man in der Regel diese auf dem Kurs nicht hört. Nun nähern sich die Boote der Luvtonne und gehen durchs Ziel. Einige der Teilnehmer haben da immer noch nicht registriert, dass sie bereits durchs Ziel gegangen sind. Was ist aber das Problem? Durch eine Bahnabkürzung führt der Wettfahrtleiter eine Willkürentscheidung aus. Ein „Sudden Death“ für die Wettfahrt. Die Teilnehmer können Ihre Taktik nicht entsprechend anpassen. Der letzte Schenkel ist nicht im Original Schema der letzte gewesen. Daher ist die Taktik noch nicht auf „Angreifen“ oder „Verteidigen“ programmiert. Bei einer Bahnänderung mit entsprechender Verkürzung der Schenkel, um nicht aus dem Zeitlimit zu kommen, verändert sich das Schema und die Rundenanzahl nicht und der letzte Schenkel bleibt der letzte Schenkel. Bahnänderungen sind von der Sache her einfach, wenn man das entsprechende Material und entsprechend eingespieltes Personal hat. Hat man dies nicht, ist die Wahrscheinlichkeit eines mittelschweren Desasters recht groß. Wie wird die Bahnänderung signalisiert? Zunächst reicht die Flagge C alleine nicht aus. In der Regel werden mehr oder weniger viele Zusatzsignale benötigt. Wenn die Kurslänge verkürzt oder verlängert werden soll, braucht man die Zusatztafel „+“ oder „-“. Bei einer Kursänderung in der Richtung entweder ein grünes Dreieck, wenn der Kurs nach Steuerbord geändert wird oder ein rotes Rechteck, wenn der Kurs nach Backbord geändert wird. Diese Richtungsänderung kann auch durch einen neuen Kompasskurs angezeigt werden. Verschiedene Beispiele sieht man in den Bildern. Wo sollte sich idealerweise das Boot befinden, welches die Bahnänderung signalisiert und wie wird eine Bahnänderung signalisiert? Ursprünglich waren nur Flaggensignale zugelassen, dies ist aber insbesondere für die Flagge „C“ zur Bahnänderung und Flagge „M“ zum Bahnmarkenersatz ein Problem. Typischerweise weht die Flagge in Windrichtung, wird als von den

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Segler gar nicht oder erst sehr spät wahrgenommen. Daher hat sich, wie in den Bildern gezeigt, die Tafel mit allen Zusatzinformationen durchgesetzt. Das Boot der Wettfahrtleitung platziert sich so, dass es von allen Teilnehmern gesehen werden kann. Bei einer Signalisierung am Leegate leewärts von der Verbindungslinie in der Mitte. Bei Annäherung der Boote wird ein sich oft wiederholendes Schallsignal gegeben, ich bevorzuge hier eine einfache Trillerpfeife, diese funktioniert immer, bei einem Pressluftsignal kann man sich da nicht immer sicher sein. Summa summarum, ein heikles Thema, eine Wettfahrtleitung wird alles tun, falls notwendig, auch Bahnänderungen durchzuführen. Leider scheitert dies manchmal auch an fehlendem Equipment (Schlauchboote), manchmal auch an fehlender Erfahrung. Stephan Giesen International Race Officer

So sieht eine professionelle charlie-Tafel aus: gradzahl und Richtung sind angegeben.


Regatten 2018 Stand: 18. November 2017

Termin 2018

Regatta

RL-Faktor

Meldekontakt

Januar 20.-28. Januar

booT d체sseldorf

Mitgliederbetreuung

Training dormagen

Mitgliederbetreuung

Februar M채rz 17./18. M채rz

Schneeschmelze

1,10

www.wsb1919.de

30.03.- 07. April

Princesa Sofia Palma (ESP)

1,45

www.470.org

14./15. April

Trapez-Regatta Steinhude

1,15

www.wvstm.de

21./22. April

Konstanzer Auftakt

1,15

www.ssck.net

22.-28. April

Hyeres (fRA)

1,45

www.470.org

5./6. Mai

Sparkassencup

1,15

www.snyc.de

5./6. Mai

Krombachkringel

1,10

April

Mai www.scww.de

10.-13. Mai

warnem체nde

1,25

Deutsche Junioren Meisterschaft

09.-13. Mai

SM Morges (SUI)

1,00

Schweizer Meisterschaft Europameisterschaft

yc warnow (vorauss.)

16.-24. Mai

EM bourgas (bUL)

1,50

19.-21. Mai

Madine

1,00

Mitgliederbetreuung

02./03. Juni

Sorpe Regatta

1,00

www.ksc-hemer.de

09./10. Juni

Sommerregatta bostalsee

1,20 Int. German Masters Cup

www.scnordsaar.de

16.-24. Juni

Kieler woche

1,20

www.kyc.de

30.6./01.Juli

Langen

1,05

www.wsvlangen.de

www.470.org

Juni


Juli 03.-11. Juli

JEM Sesimbra (PoR)

1,30 Junioren Europameisterschaft

www.470.org

21./22. Juli

biblis

1,00

www.segelvereinbiblis.de

28.07. - 04.08.

Master cup Hourtin (fRA)

1,25

www.470.org

30.07. - 12. August

wM Aarhus (dEN)

1,60 Weltmeisterschaft

www.470.org

11./12. August

climate Regatta Thun (SUI)

1,00 SUI

August 25./26. August

bleilochtalsperre Thüringen

1,10

www.scturbinebleiloch.de

19.-26. August

JwM bracciano (ITA)

1,35 Junioren Weltmeisterschaft

www.470.org

25./26. August

büttgenbach (bEL)

1,00

www.rycw.be

01./02. September

dormagen

1,00

08./09. September

Unterseepokal Reichenau

1,10

15./16. September

Kreuzlingen (SUI)

1,00

15./16. September

Seglerhauspreis berlin

1,10

www.vsaw.de

22./23. September

Steinhude

1,10

www.wvstm.de

28.09.-03. oktober

IdM wismar

1,40

13./14. oktober

Kehrausregatta Haltern

1,15

20./21. oktober

Kaiseraugst

1,00 SUI

20./21. oktober

Joachim Hunger Preis

1,15

www.vsaw.de

27./28. oktober

Martinsregatta duisburg

1,00

www.duisburgersegelclub.de

Lebkuchenregatta oberhofen

1,00 SUI

September www.jollensegler.eu

Oktober Internationale Deutsche Meisterschaft www.scst-haltern.de

November 03.-04. November

Die Regattatermine im Internet findet ihr hinter dem QR-Code

©SAILINg ENERgy/woRLd SAILINg


Rangliste 2017 Stand: 16.Dezember 2017, Zeitraum: 01.12.2016 - 30.11.2017

Platz

Steuermann

1

Winkel, Malte

2

3

4

Crew

gewertete Regatten

1. IDM/ISM Radolfzell 2017 (GER 13) 12. WM Thessalloniki (GER 13)

Krasko, Anastacia Krasko, Anastacia

2. IDM/ISM Radolfzell 2017 (GER 95) 2. YES (GER 95)

Autenrieth, Philipp Autenrieth, Philipp

4. IDM/ISM Radolfzell 2017 (GER 11) 17. WM Thessalloniki (GER 11)

Oster, Fabienne

7

8

9

Diesch, Simon

Thieme, Uti

13

14

(m=5) (m=5)

132,22 / 5 124,44 / 4

(m=5) (m=5)

129,63 / 5 125,00 / 4

(m=5) (m=5)

122,67 / 5 120,00 / 4

(m=5) (m=4)

134,81 / 5 102,67 / 4

(m=5) (m=5)

127,04 / 5 107,14 / 4

(m=5) (m=5)

121,85 / 5 113,10 / 4

(m=5) (m=5)

116,25 / 5 112,00 / 4

(m=5) (m=5)

124,44 / 5 96,91 / 4

(m=5) (m=5)

120,71 / 5 101,19 / 4

(m=5) (m=5)

111,48 / 5 110,00 / 4

(m=5) (m=5)

113,33 / 5 103,70 / 4

(m=4) (m=3) (m=4)

115,00 / 4 103,13 / 3 90,00 / 2

(m=3) (m=4) (m=3)

106,79 / 3 100,00 / 4 97,78 / 2

(m=3) (m=4) (m=4)

110,00 / 3 97,50 / 4 90,00 / 2

(m=5) (m=4)

95,93 / 5 95,33 / 4

VSAW (B044)

3. IDM/ISM Radolfzell 2017 (GER 22) 2. Seglerhauspreis (GER 22)

Studt, Hjalte Studt, Hjalte

6. IDM/ISM Radolfzell 2017 (GER 10) 4. YES (GER 44)

Winkel, Birte Winkel, Birte

8. IDM/ISM Radolfzell 2017 (GER 20) 3. YES (GER 20)

Studt, Tjorben

DYC (NW002)

Dahnke, Theres

PWV (MV068)

Böhm, Nadine

DTYC (BA004)

10. EM Monaco 2017 - Women (GER 24) 19. WM Thessalloniki (GER 24)

Schlüter, Lucas

PYC (B048)

7. IDM/ISM Radolfzell 2017 (GER 74) 15. JEM Riva (GER 21)

Wanser, Luise

NRV (HA002)

3. JEM Riva (GER 69) 5. YES (GER 68)

Schuberth, Max

RSC92 (MV055)

Oettinghaus, Silas Oettinghaus, Silas

12. IDM/ISM Radolfzell 2017 (GER 27) 1. Sparkassencup Schwerin (GER 27)

Stückl, Lena Stückl, Lena

2. Kieler Woche (GER 50) 15. IDM/ISM Radolfzell 2017 (GER 50)

Löffler, Theresa

DTYC (BA004)

Becker, Michael

SCNS (S005)

1. Haltern (GER 4958) 2. Krombachkringel (GER 4958) 3. Langen (GER 4958)

Hipp, Julian

SKBUE (NW174)

2. Reichenau (GER 4935) 1. Biblis (GER 4935) 3. Konstanter Auftakt (GER 4935)

Meilchen, Markus

SV BIBLIS (H035)

Justen, Michael Justen, Michael Justen, Michael 17

15. WM Thessalloniki (GER 26) 1. Kieler Woche (GER 26)

Klasen, Linus Klasen, Linus

Ziegler, Katharina Ziegler, Katharina Ziegler, Katharina 16

5. IDM/ISM Radolfzell 2017 (GER 5082) 1. Masters Cup (GER 5082)

Göttlich, Daniel

Becker, Anke Becker, Anke Becker, Anke 15

137,41 / 5 119,05 / 4

Loewe, Friederike

Wanser, Helena Wanser, Helena 12

(m=5) (m=5)

BYC (B046)

v. Waldow, Richard v. Waldow, Richard 11

140,00 / 5 135,56 / 4

WYC (BW002)

Goliaß, Ann-Christine Goliaß, Ann-Christine 10

(m=5) (m=5) NRV (HA002)

Markfort, Anna Markfort, Anna 6

RL-Punkte gewertet

PWV (MV068)

Cipra, Matti Cipra, Matti

Thieme, Frank Thieme, Frank 5

Verein

1. Krombachkringel (GER 88) 2. Langen (GER 88) 2. Biblis (GER 88)

Steidle, Konstantin

BYCUE (BW001)

Hoerr, Christopher Hoerr, Christopher

18. IDM/ISM Radolfzell 2017 (GER 41) 3. Seglerhauspreis (GER 41)

34

Punkte 9

138.03

9

129.25

9

128.76

9

127.57

9

121.48

9

120.53

9

118.20

9

117.96

9

114.36

9

112.20

9

112.03

9

110.82

9

109.05

9

105.49

9

101.77

9

100.00

9

95.66


Platz

Steuermann

18

Schmiedel, Karlo

Crew

gewertete Regatten

4. Krombachkringel (GER 67) 4. Haltern (GER 67) 7. Masters Cup (GER 67)

Eichhorst, Frederick

(m=4) (m=4) (m=4)

95,83 / 4 88,33 / 4 82,50 / 1

(m=4) (m=3) (m=5)

105,00 / 4 96,25 / 3 51,85 / 2

(m=3) (m=3) (m=3)

91,67 / 3 90,36 / 3 82,50 / 3

(m=3) (m=4) (m=5)

89,38 / 3 86,25 / 4 83,33 / 2

(m=5) (m=4) (m=4)

108,89 / 5 58,67 / 4 58,67 / 4

(m=2) (m=4) (m=4)

95,00 / 2 93,33 / 4 68,75 / 3

(m=5) (m=4)

82,96 / 5 73,33 / 4

(m=5) (m=5)

83,33 / 5 66,67 / 4

(m=5) (m=5)

95,24 / 5 44,44 / 4

(m=2) (m=5) (m=4)

106,79 / 2 59,63 / 5 51,33 / 2

(m=5) (m=5)

98,52 / 5 29,76 / 4

(m=5) (m=5)

71,43 / 5 57,78 / 4

PYC (B048)

13. IDM/ISM Radolfzell 2017 (GER 16) 8. Seglerhauspreis (GER 16) 8. Seglerhauspreis (GER 16)

Pleger, Max

YCBAYERLEV (NW091)

2. Sauerlandpokal (GER 47) 5. Madine (GER 47) 7. Schneeschmelze (GER 47)

Langer, Steven

SVR (B116)

23. IDM/ISM Radolfzell 2017 (GER 68) 6. Seglerhauspreis (GER 68)

Stolz, Constanze

DYC (NW002)

8. YES (GER 55) 36. WM Thessalloniki (GER 55)

Blumenthal, Ole

ROYC (MV003)

6. YES (GER 25) 18. Kieler Woche (GER 25)

Greiner, Florian

SCTB (T003)

2. Trapezregatta (GER 4983) 32. IDM/ISM Radolfzell 2017 (GER 4983) 9. Seglerhauspreis (GER 4983)

Seide, Jara

SCS (BG041)

Henschel, Johanna Walkenbach, Christine 32

103,13 / 4 100,00 / 2 70,00 / 3

AYC-STAG (NW060)

Funk, Dustin Funk, Dustin Funk, Dustin 31

4. Konstanter Auftakt (GER 4953) 4. Reichenau (GER 4953) 5. Krombachkringel (GER 4953)

Schälte, Bernd

Stützle, Paul Stützle, Paul 30

(m=4) (m=2) (m=5)

KYC (BW005)

Reinsberg, Anna Reinsberg, Anna 29

1. Langen (GER 71) 3. Krombachkringel (GER 71) 35. IDM/ISM Radolfzell 2017 (GER 71)

Maier-Ring, Andreas

Rolle, Dennis Rolle, Dennis 28

104,17 / 5 90,36 / 2 72,59 / 2

YCBAYERLEV (NW091)

Badouin, Beatrice Badouin, Beatrice Badouin, Beatrice 27

3. Haltern (GER 5004) 8. Madine (GER 5004) 4. Langen (GER 5004)

Doffing, Kristof

Böttger, Elias Böttger, Elias Böttger, Elias 26

(m=5) (m=2) (m=5)

WSV-AWB (N119)

Nolte, Martin Förster, Tobias Nolte, Martin 25

2. Schneeschmelze (GER 97) 1. Sauerlandpokal (GER 97) 5. Sparkassencup Schwerin (GER 97)

van den Hout, Miriam

Maier-Ring, Charlotte Maier-Ring, Charlotte Maier-Ring, Charlotte 24

105,42 / 4 90,00 / 2 85,00 / 3

SKS (NW027)

Kaminski, Jan Kaminski, Jan Kaminski, Jan 23

4. Masters Cup (GER 17) 4. Trapezregatta (GER 17) 27. IDM/ISM Radolfzell 2017 (GER 17)

Brückner, Hannes

Jäkel-Doffing, Sabrina Jäkel-Doffing, Sabrina Jäkel-Doffing, Sabrina 22

(m=4) (m=2) (m=4) YCBAYERLEV (NW091)

Roos, Maike Pies, Marcus Roos, Maike 21

2. Haltern (GER 52) 3. Sauerlandpokal (GER 52) 10. Madine (GER 52)

Oetken, Joachim

Oetken, Stefan Oetken, Stefan Oetken, Stefan 20

RL-Punkte gewertet

SCU (H006)

Badouin, Beatrice Endler, Markus Endler, Markus 19

Verein

17. IDM/ISM Radolfzell 2017 (GER 32) 17. YES (GER 31)

Przybyl, Mike

PYC (B048)

Kirschbaum, Basti Kirschbaum, Basti

10. YES (GER 22) 15. Kieler Woche (GER)

Punkte 9

95.19

9

94.08

9

91.39

9

91.02

9

90.27

9

88.18

9

86.64

9

86.57

9

85.51

9

78.68

9

75.93

9

72.66

9

68.27

9

67.96

9

65.36

35 © Pedro Martinez/Sailing Energy/World Sailing


Rangliste 2017 Stand: 16.Dezember 2017, Zeitraum: 01.12.2016 - 30.11.2017

Platz

Steuermann

Crew

33

Garcias-Espino, Andrés

gewertete Regatten

35

36

37

38

39

40

41

42

43

44

45

46

19. Madine (GER 36) 7. Reichenau (GER 36) 8. Langen (GER 36)

Ando, Tatsumi

(m=4) (m=3) (m=4)

70,00 / 4 65,71 / 3 52,50 / 2

(m=5) (m=4)

80,37 / 5 44,00 / 4

(m=4) (m=2) (m=3)

71,67 / 4 65,00 / 2 41,25 / 3

(m=4) (m=3) (m=4)

61,88 / 4 48,13 / 3 47,92 / 2

(m=4) (m=2) (m=3)

60,00 / 4 60,00 / 2 34,38 / 3

(m=2) (m=5) (m=4)

82,14 / 2 41,67 / 5 36,67 / 2

(m=3) (m=3) (m=5)

75,63 / 3 42,78 / 3 28,52 / 3

(m=2) (m=5) (m=5)

98,57 / 2 35,71 / 5 30,00 / 2

(m=2) (m=5) (m=5)

75,00 / 2 40,00 / 5 23,81 / 2

(m=5) (m=4)

54,44 / 5 29,33 / 4

(m=4) (m=4) (m=3)

57,50 / 4 30,00 / 4 27,50 / 1

(m=4) (m=5)

68,33 / 4 20,83 / 5

(m=4) (m=2) (m=4)

45,00 / 4 35,00 / 2 30,00 / 3

(m=2) (m=5) (m=2)

50,00 / 2 25,93 / 5 24,64 / 2

(m=2)

30,00 / 2

NRV (HA002)

Hagen, Laurenz Hagen, Laurenz

24. IDM/ISM Radolfzell 2017 (GER 12) 10. Seglerhauspreis (GER 12)

Fuchs, Andreas Fuchs, Andreas Fuchs, Andreas

18. Madine (GER 4944) 8. Sauerlandpokal (GER 4944) 11. Krombachkringel (GER 4944)

Klasen, Suse Klasen, Suse Klasen, Suse

8. Schneeschmelze (GER 45) 10. Krombachkringel (GER 4573) 8. Haltern (GER 45)

Giessmann, Christiane Giessmann, Christiane Giessmann, Christiane

25. Madine (GER 4985) 9. Sauerlandpokal (GER 4985) 12. Krombachkringel (GER 4985)

Wartenberg, Jörg

DKSC (NW019)

Scheer, Birgit

WSB 1919 (NW022)

Giessmann, Axel

SCBO (S004)

Brandl, Leopold

VSAW (B044)

Torka, Leon Torka, Leon Brandl, Maximilian

5. Trapezregatta (GER 66) 15. YES (GER 66) 11. Seglerhauspreis (GER 66)

Körner, Alexander Körner, Alexander Körner, Alexander

6. Krombachkringel (GER 4726) 12. Konstanter Auftakt (GER 4726) 44. IDM/ISM Radolfzell 2017 (GER 4726)

Balzer, Jan

SCWW (H015)

Günther, Steven

SVR (HA017)

Rolle, Dennis Rolle, Dennis Göpfert, Leon

3. Trapezregatta (GER 122) 16. YES (GER 68) 9. Sparkassencup Schwerin (GER 122)

Berner, Florian Berner, Florian Berner, Florian

6. Sauerlandpokal (GER 31) 8. Sparkassencup Schwerin (GER 31) 18. YES (GER 31)

Kloss, Theresa Kloss, Theresa

34. IDM/ISM Radolfzell 2017 (GER 53) 12. Seglerhauspreis (GER 53)

Mulser, Maike Mulser, Maike Mulser, Maike

7. Haltern (GER 4821) 11. Langen (GER 4821) 13. Krombachkringel (GER 4821)

Kramer, Maximilian

SVEW (BG014)

Bahr, Vivien

YCBG (B120)

Blom, Björn

DRS (NW366)

Busch, Jürgen

SCE (H010)

Busch, Christoph Hanig, Rosa

20. Madine (GER 4727) 16. Masters Cup (GER 4727)

Duce, Livio Damm, Christoph Damm, Christoph

9. Langen (GER 70) 14. Sauerlandpokal (GER 70) 8. Biblis (GER 70)

Rudolph, Christian

FYC (H005)

Dahl, Niklas

SCFL (NW221)

Feller, Robert Feller, Robert Feller, Robert 47

RL-Punkte gewertet

SCOR (BW084)

Garcia-Espino, Luisa Garcia-Espino, Luisa Garcia-Espino, Luisa 34

Verein

11. Sauerlandpokal (GER 89) 45. IDM/ISM Radolfzell 2017 (GER 89) 12. Trapezregatta (GER 89)

Vogt, Phyllis-Solveig

KSCH (NW084)

Menard, Viktoria

15. Sauerlandpokal (GER 19)

36

Punkte 9

64.68

9

64.21

9

60.05

9

54.19

9

51.46

9

49.55

9

48.98

9

48.41

9

44.18

9

43.28

9

41.94

9

41.94

9

37.78

9

30.99

9

23.54


Platz

48

49

Steuermann

Crew

gewertete Regatten

Geers, Julia Menard, Viktoria

12. Langen (GER 19) 14. Krombachkringel (GER 4889)

Schumann, David Schumann, David Schumann, David Cierzan, Marek

18. 18. 15. 56.

Schumann, Thomas

51

52

53

54

55

56

60 61

64 65

(m=2) (m=2) (m=4) (m=4)

15,00 / 2 15,00 / 2 13,75 / 4 8,33 / 3

(m=4) (m=2) (m=3)

15,00 / 4 10,00 / 2 6,88 / 3

SCWW (H015)

15. Krombachkringel (GER) 14. Langen (GER 86) 20. Sauerlandpokal (GER 86)

(m=3) (m=4) (m=2)

13,75 / 3 7,50 / 4 5,00 / 2

Becker, Carolin Becker, Carolin Becker, Annika Becker, Annika

7. 7. 32. 32.

(m=4) (m=4) (m=4) (m=4)

90,00 / 4 90,00 / 4 48,33 / 4 48,33 / 4

(m=4) (m=4)

76,67 / 4 20,63 / 4

(m=2) (m=4) (m=2)

49,29 / 2 48,13 / 4 20,00 / 2

(m=4) (m=4)

37,50 / 4 6,88 / 4

(m=5) (m=3)

20,74 / 5 16,43 / 3

(m=3) (m=4)

64,29 / 3 38,33 / 4

(m=2) (m=5)

55,00 / 2 7,78 / 5

(m=3) (m=3)

103,89 / 3 82,14 / 3

(m=5)

106,30 / 5

(m=5)

93,33 / 5

9. Masters Cup (GER 4953)

(m=5)

69,44 / 5

7. Sparkassencup Schwerin (GER 40)

(m=5)

50,00 / 5

(m=5)

49,26 / 5

(m=5)

46,67 / 5

Becker, Guido

Madine (GER 4792) Madine (GER 4889) Madine (GER 4889) Madine (GER 4792)

Raulf, Markus

SCOW (NW103)

Raulf, Nina Raulf, Nina

5. Haltern (GER 4405) 14. Schneeschmelze (GER 4405)

Kiehne, Jan Kiehne, Jan Zaremba, Sofia

9. Trapezregatta (GER 4593) 10. Schneeschmelze (GER 4593) 17. Sauerlandpokal (GER 4481)

Engel, Odilo Engel, Odilo

10. Langen (GER 1451) 16. Schneeschmelze (GER 1451)

Greene, Erik

47. IDM/ISM Radolfzell 2017 (GER 5064) 13. Reichenau (GER 5064)

Kaufholz, Jan-Christian

WSVI (N070)

Albrecht, Ingo

DSCL (H022)

Hiß, Patrick

SCNB71 (BW125)

Hennes, Michael

AYC-STAG (NW060)

6. Büttgenbach (GER 4904) 9. Haltern (GER 4904)

Landgrebe, Robert

SGK (H016)

10. Sauerlandpokal (GER 4889) 52. IDM/ISM Radolfzell 2017 (GER 4889)

Eiermann, Klaus

JSR (BW115)

2. Konstanter Auftakt (GER 4553) 5. Reichenau (GER 4553)

Kenter, Finn

YCSS (BA008)

Kenter, Lasse

14. IDM/ISM Radolfzell 2017 (GER 4918)

Spohr, Simon

19. IDM/ISM Radolfzell 2017 (GER 4853)

Halle, Julian

YCBAYERLEV (NW091)

Maier-Ring, Adrian

KYC (BW005)

Blumenthal, Julian

Stützle, Paul 63

22,50 / 4 20,63 / 3

Richter, Ralph Richter, Ralph Rübels, Annika

Maier-Ring, Charlotte 62

13. Langen (GER 56) 19. Sauerlandpokal (GER 56) 16. Krombachkringel (GER 56)

Michels, Tristian

Montau, Robi Montau, Robi 59

(m=4) (m=3)

SCWW (H015)

Hurst, Colin Landgrebe, Christian 58

Sauerlandpokal (GER 23) Sauerlandpokal (GER 23) Schneeschmelze (GER 23) Madine (GER 23)

Rübel, Alexander

Schramm, Claudia Schramm, Claudia 57

RL-Punkte gewertet

PST (R023)

Zabbai, Maik Zabbai, Maik 50

Verein

Grathwohl, Daniela

YCRA (BW003)

Bentele, Melanie

36. IDM/ISM Radolfzell 2017 (GER 4930)

Bauer, Katja

37. IDM/ISM Radolfzell 2017 (GER 4982)

Lampert, Alexander

WHW (BW078)

Eggert, Carolin

SGS 85 (SH156)

Punkte

9

12.22

9

11.18

9

9.03

8

69.17

8

48.65

8

41.39

8

22.19

8

19.12

7

49.46

7

21.27

6

93.02

5

106.30

5

93.33

5

69.44

5

50.00

5

49.26

5

46.67

5

11.90

37 © Pedro Martinez/Sailing Energy/World Sailing


Rangliste 2017 Stand: 16.Dezember 2017, Zeitraum: 01.12.2016 - 30.11.2017

Platz

Steuermann

66

Patrunky, Julian

67

Crew

gewertete Regatten

20. YES (GER 4846)

(m=5)

11,90 / 5

Schümann, Max

53. Princess Sofia Cup (GER 12)

(m=5)

10,36 / 5

(m=5)

10,00 / 5

(m=4)

96,25 / 4

(m=4)

82,50 / 4

(m=4)

70,00 / 4

(m=4)

67,50 / 4

(m=4)

67,08 / 4

(m=4)

55,00 / 4

(m=4)

50,00 / 4

(m=4)

41,25 / 4

(m=4)

28,75 / 4

(m=4)

27,50 / 4

(m=4)

10,00 / 4

(m=4)

7,33 / 4

(m=3)

98,57 / 3

(m=3)

55,00 / 3

(m=3)

30,56 / 3

Preuß, Birte

SVAOE (HA007) SKBUE (NW174) DUYC (NW057)

72 73

FYC (H005) DSCL (H022)

Schubert, Henning

6. Langen (GER 4952)

Burmeister, Jerome

6. Haltern (GER 4446)

Thiel, Niklas

YCBAYERLEV (NW091)

Jauer, Malte

SGE (HA052)

76 77 78 79 80

SCE (H010) BWV 1920 (NW200)

Vogelsang, Tim

11. Schneeschmelze (GER 4682)

Peters, Susanne

10. Haltern (GER 378)

Förster, Tobias

13. Schneeschmelze (GER 4775)

Janssen, Björn

10. Biblis (GER 4913)

Kleiss, Melissa

15. Seglerhauspreis (GER 4855)

Starke, Thomas

SCST (NW181)

Förster, Annette

SCITL (NW182)

Janssen, Tina

DSCL (H022)

Mehler, Franka

SVPA (BG028)

Hanig, Rosa

FYC (H005)

83 84

BSV (N040) KYC (BW005)

Fiedler, Simone

14. Konstanter Auftakt (GER 4714)

Beck, Noel

16. Konstanter Auftakt (GER 4889)

(m=3)

18,33 / 3

14. Reichenau (GER 4802)

(m=3)

8,21 / 3

(m=3)

6,11 / 3

(m=2)

85,00 / 2

(m=2)

73,93 / 2

(m=2)

45,00 / 2

(m=2)

32,86 / 2

Schrimper, Felix

KYC (BW005)

Derendorf, Michael Busch, Christoph

SCE (H010)

Busch, Nuno 86

88 89

18. Konstanter Auftakt (GER 4727)

Neuroth, Ann-Kristin

SCWW (H015)

Neuroth, Frank 87

9. Krombachkringel (GER 4853)

Maier-Ring, Dominik

Huckele, Jannik 85

3. Reichenau (GER 4952)

Braun, Silja

Halle, Anna 82

6. Biblis (GER 4750)

Vogelsang, Jonas

Oetken, Stefan 81

9. Schneeschmelze (GER 4889)

Busch, Nana

Busch, Christoph 75

4. Biblis (GER 5004)

Blankenberg, Wolfgang

Nolte, Maren 74

5. Schneeschmelze (GER 4993)

Oetken, Stefan

Jäkel-Doffing, Sabrina 71

3. Schneeschmelze (GER 42)

Brockerhoff, Imke

Storck, Annika 70

11. Sparkassencup Schwerin (GER 66)

Meier, Johanna

Roos, Maike 69

RL-Punkte gewertet

Museler, Richard

Christiansen, Maike 68

Verein

4. Sauerlandpokal (GER 4858)

Elsner, Eva

SVR (B116)

Elsner, Edda

6. Trapezregatta (GER 4964)

Hamacke, Jonas

12. Sauerlandpokal (DEN 148)

Vogelsang, Tim

11. Trapezregatta (GER 4682)

Nies, Andreas

ASVIA (NW059)

Schepers, Norina

BWV 1920 (NW200)

Punkte

5

10.36

5

10.00

4

96.25

4

82.50

4

70.00

4

67.50

4

67.08

4

55.00

4

50.00

4

41.25

4

28.75

4

27.50

4

10.00

4

7.33

3

98.57

3

55.00

3

30.56

3

18.33

3

8.21

3

6.11

2

85.00

2

73.93

2

45.00

2

32.86

38 © Pedro Martinez/Sailing Energy/World Sailing


Vermesserseminar Eine der vielen Eigenschaften, die dem 470er zu seiner großen Beliebtheit verholfen haben, ist, dass er eine Einheitsklasse ist. Zumindest in der Theorie sind also alle Boote im Wesentlichen gleich. Das sorgt dafür, dass man sich auf dem Wasser einen Vorsprung durch einen besseren Trimm, eine bessere Taktik oder bessere Bootsbeherrschung verschaffen kann - der beste Segler soll gewinnen! Auch gutes Material hilft natürlich - Tricksereien wie weniger Gewicht oder größere Segelfläche sind aber verboten. Der Vermesser achtet darauf, dass die Vorschriften eingehalten werden, damit faire Wettkämpfe stattfinden. Um faires Segeln zu ermöglichen sind wir also auf gut ausgebildete Vermesser angewiesen. Und auf viele Ehrenamtliche, die deren Ausbildung unterstützen und ermöglichen. Ein Einblick in die Vermesserausbildung:

40


„Hallo Michael, hättest du Lust und Zeit am 01./02. April an einem Vermesserseminar in Elsfleth teilzunehmen?“ „Hallo Max, ja ich habe Lust und Zeit, Elsfleth ist aber nicht gerade um die Ecke…“ Daher war meine Nacht am 01. April um 3:00 Uhr in Kaiserslautern vorbei, um pünktlich an einem Treffpunkt mit Michael Hennes in der Nähe von Köln zu erscheinen. Zu zweit ging es dann weiter nach Elsfleth, wo das Seminar um 10:00 Uhr startete. Peter Buchmann hatte in das Vereinshaus des Segelclubs „Weserstrand“ Elsfleth e.V. eingeladen, um ein gemeinsames Seminar für die Vermessung von 420ern und 470ern durchzuführen. Mit Dustin Funk, der aus Berlin anreiste, bestand unsere Fraktion aus drei 470er Seglern, wobei einige 420er-Vermesser ihr Interesse an einem Einsatz bei den 470ern äußerten (Konkret haben wir nachfolgend die Zusage von Uli Spohr für die Saison 2018 erhalten). Zu Beginn wurden wir mit einem ganzen Stapel Unterlagen ausgestattet, der unter anderem die ‚Equipment rules of sailing‘ und den ‚Guide to Equipment Inspection‘ umfasste. Nachdem wir uns den ersten Überblick verschafft und uns einen Plan mit Bauspezifikationen für die 420er detailliert angesehen hatten, konnten wir zu den ersten praktischen Versuchen in die große Garage neben dem Vereinshaus gehen. Dort war ein 420er kieloben aufgebockt, dessen Rumpfform mit Schablonen überprüft werden sollte. Zur Ermittlung der korrekten Position der Schablonen sollte zuerst die ‚Baseline‘ in Form eines Aluminiumprofils waagerecht über dem Rumpf in Längsrichtung positioniert werden. Das Ausrichten stellte sich als schwierig heraus, nicht zuletzt aufgrund der etwas wackeligen Abstandshalter aus Karton. Die leider nicht exakt passenden Schablonen offenbarten, dass spezielle Schablonen verwendet werden müssen, die aufgrund von An-

passungen in den Bauvorschriften für das Baujahr des Bootes gelten. Nach dem Mittagessen, das wir in der Gaststätte des Vereinshauses genießen konnten, widmeten wir uns der Segelvermessung. Hier stellte sich die Bestimmung der Schnittpunkte der Lieken als besonders bedeutend heraus, da sie für die Überprüfung der Lieklängen und die Positionen von Stoppern maßgeblich sind. Der abendliche Ausflug nach Oldenburg führte Michael, Dustin und mich überraschend in eine noble Wohngegend, da wir einen Satz gebrauchte Segel ausliefern sollten. Wir staunten nicht schlecht, als wir vom Empfänger um die Villa herum zum Strand eines Sees geführt wurden. Es herrschte Einigkeit, dass die Größe des Sees zum Trainieren mit mehreren Booten absolut ausreichend ist und wir ein neues Ziel haben, auf das wir aber wohl noch sehr lange sparen müssen… Am Sonntagvormittag beschäftigten wir uns mit dem Rigg, wofür ein 420er-Mast über den Balkon in unseren Tagungsraum transportiert wurde. Bei der Kontrolle der Positionen von Beschlägen und Messmarken gab es zunächst Uneinigkeit über den Fußpunkt, von dem aus alle Maße angegeben werden. Es waren der Auflagepunkt des Mastes auf der Schiene im Boot sowie der unterste Punkt des Mastes im Gespräch, wobei sich der unterste Punkt des Mastfußes als richtige Wahl herausstellte. Abschließend befassten wir uns mit den Wettfahrtregeln, insbesondere mit dem neuen Status des Vermessers. Herzlichen Dank an Peter und seine erfahrenen Vermesserkollegen für die gute Vorbereitung und Durchführung des Seminars. Ein besonderer Dank auch an Michael Hennes, der das Seminar von der 470er-Seite betreute und auf die klassenspezifischen Details einging.

Michael Becker Beisitzer Technik

Michael becker ist nicht nur langjähriger 470er Segler, sondern auch unser neuer beisitzer für Technik. Das heißt, dass Michael in die Fußstapfen von Michael Hennes tritt und die Aufgaben Vermessung, zum Beispiel bei der IDM, und die technische betreuung in der Klassenvereinigung übernimmt.. Erreichbar ist Michael über die KV-Webseite.

Infos zum Thema Vermessung findet ihr hinter dem QR-Code

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Sprenger Euro Cup 2017 Frankreich, Belgien, Deutschland

2017 wurden die Regatten in Madine (FR), am Bostalsee (DE), in Zülpich (DE) und Büttgenbach (BE) für den Sprenger Euro Cup gewertet. Leider musste die Regatta am Bostalsee wegen Teilnehmermangel ausfallen und auch in Zülpich waren nur sechs Boote am Start. Das geht besser! Die besten drei Teams in der Gesamtwertung erhielten als Preis Gutscheine für Bootsausrüstung, die von der Firma Sprenger gesponsert wurden. 2018 wird der Sprenger Euro Cup in dieser Form nicht mehr fortgeführt.

Nation

Sailn.

Madine (60)

Bostalsee

Place

cancelled

Buettgenbach(12)

Place Points

Place Points

1

2

Points

Helmsman

Crew

1

Marc de Meester

Thibaut de Meester, Peter Serbyt

BEL

7

2

Bernard Boime

Gilles Espinasse

FRA

2668

1

20

20

3

Hervé Bernad

Allain Bellon

FRA

47bis

2

17

17

4

Olivier Aroni

Luvas Strik

BEL

20

17

1

5

Francois Vincinguerra

Maxence Ferrand

FRA

2752

3

15

15

6

Bergamin Curgin

Pascal Bosshard

SUI

6

4

14

14

7

Max Pleger

Beatrice Baduin

GER

47

5

13

13

8

Thomas Merlin

Isabelle Jean

FRA

2683

6

12

8

Christian Rudolph

Christoph Damm

GER

70

10

Guido Becker

Carolin Becker

GER

4792

7

11

10

Andres Garcia-Espino

Luisa Garcia-Espino

GER

36

19

1

10

Eric Mathieu

Virgil Mathieu, Ascelle Grosjean

BEL

1254

30

1

13

Miriam van den Hout

Sabrina Doffing

GER

5004

8

10

13

Bart Proost

Heide van Gael

BEL

CAN 620

35

1

15

Tanguy Duprez

Manu Duprez

FRA

2734

9

9

15

Robert Landgrebe

Christian Landgrebe

GER

4889

17

Karlo Schmiedel

Markus Endler

GER

52

17

Francois Hardy

Vincent Hardy

BEL

1277

17

Thomas Schumann

Viola Huck

GER

23

5

8

8

17

Christoph Dauber

Jöran Hahn

GER

DEN 148

5

8

8

21

Elisa Osswald

Juliette Oswald

FRA

2628

21

Michael Hennes

Claudia Schramm

GER

4904

23

Robert Austin

Dominique Leclerc

FRA

2732

23

Francois Leduc

Gildas Sagot

FRA

25

Kaiser Niklas

Kaiser Ulrich

SUI

25

Alexandre Grosjean

Alise Mathieu

BEL

27

Celine Candela

Régis Meyer

FRA

27

Nicolas Frambousanas

Thibault Limar

BEL

29

Timothee Gillot

Baptiste Gillot

29

Jerome Faure

29

Klaus Rauen

1486

Points

Zülpich (6)

Platz

1

12

12

13

15

3

10

11 3

10

4

9

9 8 8

2692

15

3

Leonard Faure

FRA

1704

53

1

Tristan Steinberger

BEL

8

7 6

7

7

6

8

5

7 6

5

FRA

10 9

9

6

4

11 10

7

14

16

11

8

2676

27

12

5

11

12

12 2

4 10

15

6 5 5 4

9

4

4 3

11

2

3

10

3

3


German Masters Cup Achtung! Formatänderung in 2018!!!

Der German Masters Cup wurde 2017 In Essen, Konstanz, Bostalsee, Steinhude und Haltern veranstaltet. wie der Sprenger Euro Cup, litt auch der GMC unter geringer Beteiligung und kleinen Felder bei den einzelnen Regatten. Aus diesem Grund wird der German Masters Cup in 2018 als Einzelevent im Rahmen der Bostalsee - Regatta ausgerichtet. Die KV freut sich hier auf eine rege Teilnahme und eine tolle Sommerregatta am Bostalsee.

Der Auftakt begann in Essen mit der Schneeschmelze-Regatta auf dem Baldeneysee mit fünf Wettfahrten. In Konstanz konnten drei Wettfahrten auf dem Bodensee gesegelt werden. Die Regatta auf dem Bostalsee fiel wegen zu wenig gemeldeten Teilnehmern leider aus. Auf dem Steinhuder Meer ging es samstags mit Nebel los, der später in Sonnenschein überging. Aber der Wind fehlte, um eine Wettfahrt zu segeln. Viele angereiste Teams nutzten die segelfreie Zeit, um ihre Boote zu pflegen. Am Sonntag kam ebenfalls keine Wettfahrt zustande, so dass die angereisten Regattateilnehmer ohne Wettfahrt, aber mit zwei Punkten im Gepäck nach Hause fuhren. Der Abschluss des German Masters Cup 2017 fand wieder in Haltern statt. Samstags konnten in zwei Wettfahrten bei mehr als 25 Knoten Wind die Vielwindspezialisten ihr Können unter Beweis stellen und am Sonntag hatte der Wind nachgelassen, so dass noch zwei nicht so anstrengende Wettfahrten gesegelt werden konnten. Somit kamen nur drei Regatten für den German Masters Cup 2017 in die Wertung. Insgesamt nahmen 27 Mannschaften am German Masters Cup 2017 teil, davon stellten die Master mit 18 Teams die größte Gruppe. Bei den Apprentice Master wurden drei Teams gewertet und bei den Grandmaster kamen sechs Mannschaften in die Wertung.

Ergebnisse 2017 Apprentice Master: 1. Christian Sprecher / Fabian Meier

10 Punkte

2. Sandra und Corinna Giovanoli

9 Punkte

3. Annette und Tobias Förster

4 Punkte

Masters: 1. Miriam van den Hout / Sabrina Jäckel-Doffing

14 Punkte

2. Uti und Frank Thieme

12 Punkte

3. Birgit Scheer / Suse Klasen

9 Punkte

Grandmaster: 1. Markus Meilchen / Michael Justen

17 Punkte

2. Klaus Eiermann / Robi Montau

12 Punkte

3. Andreas und Charlotte Maier-Ring

11 Punkte

Das Gesamtergebnis ist im Internet zu finden.

Sieger bei den Apprentice Master wurde Christian Sprecher mit seinem Vorschoter Fabian Meier. Den Masters Cup gewannen in diesem Jahr Miriam van den Hout und Sabrina JäckelDoffing. Bei den Grandmastern setzten sich Markus Meilchen und Michael Justen durch. In der über Alles-Wertung sind sie auf Rang eins zu finden. Die Siegermannschaften erhielten die Wanderpreise und jeder Sieger einen Gutschein. Die Gutscheine wurden von der KV gestiftet und vom Bootsservice Eiermann dankenswerterweise noch etwas aufgestockt. Die Gutscheine können beim Bootsservice Eiermann eingelöst werden.

Karlo Schmiedel, Masterssprecher

Für den German Masters Cup 2018 wurde in Abstimmung mit dem Vorstand und den Regionalobleuten der Klassenvereinigung das Format verändert!

der german Masters cup 2018 wird in einer Regatta ausgesegelt, die am 09. und 10. Juni 2018 am bostalsee stattfindet.

© woRLd SAILINg


AS 470 Deutschland Protokoll der Jahreshauptversammlung der AS 470 Deutschland e.V.

Radolfzell, 01.oktober 2017, beginn 20 Uhr 1. begrüßung durch den Ersten Vorsitzenden Max Pleger

Max Pleger begrüßt alle Anwesenden zur Jahreshauptversammlung der AS 470 Deutschland e.V. Er stellt fest, dass mit Veröffentlichung der Einladung im Internet entsprechend der Satzung rechtzeitig eingeladen wurde und die Versammlung beschlussfähig ist. 2. berichte des Vorstandes 2.1 bericht des ersten Vorsitzenden

Das Segeljahr 2017 liegt in großen Teilen hinter uns. Mit Teilnahmen und einigen Erfolgen auf den Internationalen Regatten, auf die Julian noch eingehen wird. Erfreulich ist die schöne Beteiligung an dieser IDM/ISM. Diese Kooperation mit der Schweizer Klasse verhilft uns zu einem schönen Regattafeld mit spannenden Wettfahrten. Gestartet ist das Jahr traditionell auf der BOOT in Düsseldorf, bei der Suse mit Ihrem Team die 470er Klasse bestens repräsentiert hat. Danke an alle Beteiligten für das Engagement! Die Beteiligung an den Ranglistenregatten war in diesem Jahr stark schwankend, das wird sich hoffentlich wieder einpendeln in 2018. Eine Änderung für unsere Klasse ergibt sich aus der Generalversammlung in Thessaloniki Ende Juni. Hier wurde die schrittweise Einführung des Carbonmast eingeführt. Die Details dazu möchte ich gerne am Ende der Versammlung diskutieren. Außerdem bringe ich die klare Nachricht mit, dass die Internationale Klasse fest davon ausgeht auch über 2020 hinaus den olympischen Status zu behalten. Jedoch werden insbesondere die Flotten der Herren kleiner werden, da die Gesamtzahl der Athleten reduziert werden soll und gleichviele Damen und Herren an den Start gehen sollen. Für unseren Verein, die AS 470 Deutschland e.V. bleibt zu sagen, dass mir die Zusammenarbeit mit dem Vorstand und den aktiven Seglern viel Freude bereitet und möchte mich für die gute Arbeit im zurückliegenden Jahr bedanken.

2.2. bericht des Vorsitzenden für finanzen

Frank Thieme berichtet über die Kassenlage und verteilt die aktuelle E/Ü-Schussrechnung. 2.3. der bericht des Vorsitzenden für Sport

Julian Hipp berichtet über die sportlichen Ergebnisse der Saison 2017.

www.470er.de 44


3. Bericht der Kassenprüfer

2.4. Bericht der Beisitzerin für Pressearbeit

Suse Klasen berichtet über die Boot 2017, die dank vieler Helfer beim Aufbau und Standdienst wieder ein voller Erfolg wurde. Besonderer Dank geht an Max Schuberth und Hendrik Ismar, die den Messeauftritt mit publikumswirksamen Trimmvorführungen bereichert haben. Für 2018 wird es wieder einen Messeauftritt geben. Anregungen und Ideen für ein Messeprogramm sind ebenso wie helfende Hände stets willkommen.

Die Kassenprüfer Bernd Schälte und Janina Overbeck haben die Kasse zur Prüfung. Bernd Schälte hat bereits geprüft und schlägt auf dieser Basis die Entlastung des Vorstandes vor, die Kassenprüfung von Janina Overbeck wird nachgereicht.

Die Webseite www.470er.de ist eine tolle Informationsquelle für alle KV Mitglieder, Hier gilt ein besonderer Dank an den Webmaster Kristof Doffing für seine tolle Arbeit.

Der Vorstand wird einstimmig mit 4 Enthaltungen entlastet.

Sail: Auch hier gab es wieder eine neue Ausgabe, unserer Jahreszeitung. Besten Dank an das ganze Sail Team: Birgit Scheer, Tobias Förster. Auch hier soll es 2018 weitergehen. Die Redaktion freut sich über Themenvorschläge und Ideen 2.5. Bericht des Technikwartes

Michael Hennes bedankt sich für das Vertrauen 13 Jahre Technikwart der KV gewesen zu sein und stellt sein Amt zur Verfügung. Er betont die Wichtigkeit der technischen Entwicklungen in der Klasse, deren Begleitung eine spannende Aufgabe ist.

4. Entlastung des Vorstandes für das Jahr 2016/2017

5. Neuwahl des Vorstandes

Der Vorstand stellt sich in der bisherigen Konstellation wieder zur Wahl: • 1. Vorsitzender (Präsident): Max Pleger • Stellvertretender Vorsitzender für Sportfragen (Vizepräsident): Julian Hipp, • Stellvertretender Vorsitzender für Finanzen (Vizepräsident): Frank Thieme, Der Vorstand wird einstimmig wiedergewählt bei 3 Enthaltungen.

2.6. Bericht des Juniorenbeisitzers

Malte Winkel berichtet aus dem Juniorenbereich.

Die Beisitzer stellen sich in den folgenden Ämtern wieder zur Wahl:

2.7. Bericht Masterssprecher wird vorgelesen

Karlo Schmiedels Brief mit dem Rückblick auf die Saison 2017 aus Sicht der Mastersegler wird von Max Pleger verlesen.

• Beisitzer für Jugend- Juniorenfragen: Malte Winkel • Beisitzer (Presse und Öffentlichkeitsarbeit): Suse Klasen • Beisitzer (Master): Karlo Schmiedel • Beisitzer (Internet): Kristof Doffing

45 ©Pedro Martinez/Sailing Energy/World Sailing


AS 470 Deutschland Protokoll der Jahreshauptversammlung der AS 470 Deutschland e.V.

Die Beisitzer werden in Ihren Ämtern einstimmig bei 4 Enthaltungen bestätigt. Für den Beisitzer Technik schlägt Michael Hennes Michael Becker vor. Dieser wird einstimmig mit einer Enthaltung gewählt.

6. Neuwahl der Kassenprüfer

Es werden Bernd Schälte und Björn Blom als Kassenprüfer vorgeschlagen und einstimmig mit 2 Enthaltungen gewählt.

7. Vorlage des Haushaltsansatzes für 2018

Frank Thieme stellt den Haushaltsvorschlag für 2018 allen Mitgliedern vor. Der Vorschlag wird einstimmig bewilligt. 8. Anträge zur Jahreshauptversammlung

Der Vorstand schlägt vor Rüdiger Schuchart als Dank für seinen konstanten und jahrelangen Einsatz national und international für die 470er Klasse zum Ehrenmitglied zu ernennen. Der Vorschlag wird einstimmig angenommen bei 2 Enthaltungen.

Entwicklung des Mastes an sich und die daraus resultierenden Veränderungen nur schwer zu bewerten sind. Die Informationslage durch die internationale KV ist nicht ausgearbeitet und die technische Entwicklung des Mastes zeigt wenig Innovation. Im Folgenden wurde im Plenum der Carbonmast für alle Segler (Leistungs- und Breitensportler) diskutiert. Hierbei wurden differenzierte Meinungen ausgetauscht. Phillip Authenrieth hat seine ersten Erfahrungen mit einem Prototyp vorgestellt. Die Diskussion wurde mit dem Auftrag an den Vorstand abgeschlossen, die Entwicklung des Carbonmastes bestmöglich zu begleiten und somit eine sinnvolle Entwicklung für die gesamte Klasse zu unterstützen. Zum Abschluss bedanken wir uns bei Michael Hennes für seine 13 - jährige Unterstützung als Technikwart und Vermesser, genauso wie seiner Partnerin Claudia Schramm, die ihn in den letzten Jahren auf den Meisterschaften unterstützt hat. Außerdem gilt ein großer Dank dem Yachtclub Radolfzell für die herzliche und professionelle Ausrichtung der IDM/ISM 2017. die Versammlung wird um 21:40 geschlossen

Protokollant: Joachim Oetken

9. Sonstiges

Auf Grund der aktuellen internationalen Entwicklung wird die Möglichkeit genutzt die Mitglieder über das Thema Carbonmast zu informieren. Nach aktuellem Stand wird der Carbonmast 2020 eingeführt. Dies wurde während des General Assembly Meetings in Thessaloniki Ende Juni beschlossen. Die deutsche KV hat bei dieser Abstimmung gemeinsam mit der Schweiz, Japan und Frankreich dagegen gestimmt, da die

www.470er.de 46


Haushalt 2017 Bericht des Kassenwartes

Liebe Mitglieder,

wir werden die fälligen Mitgliedsbeiträge für 2018 am 28.02.2018 einziehen, wenn Ihr uns eine Einzugsermächtigung erteilt habt. Deshalb die Bitte für ausreichend Deckung zu sorgen, damit keine Rücklastschriftgebühren anfallen. Falls sich in letzter Zeit Eure Adresse, Telefonnummern, E-Mail-Adresse, Kontoverbindung etc. geändert hat und Ihr uns die Änderung noch nicht mitgeteilt habt, bitte ich Euch um kurze Rückmeldung. Änderungen bitte direkt an f.thieme@470er.org senden. Helft uns die Daten aktuell zu halten – Danke! Um Euch einen Überblick über die Kassenlage zu geben, habe ich die E / Ü Rechnung 2015 – 2017 (2017 Stand vom 19.11.2017) und die Haushaltsvoranschläge 2015 bis 2018 beigefügt. Euer Schatzmeister.

Frank Thieme, Kassenwart

Wie in den letzten Jahren werden wir keine Überweisungsbelege der Sail470 beizufügen. Deshalb bitte ich alle diejenigen, die nicht am SEPA-BasisLastschriftverfahren teilnehmen, den fälligen Mitgliedsbeitrag von

25,-- EUR bis spätestens 28.02.2018 auf folgendes Konto zu überweisen: AS 470 Deutschland, IBAN.: DE34 1001 0010 0395 0691 06 BIC: PBNKDEFF (Postbank Berlin) Solltet Ihr im Besitz einer persönlichen Segelnummer sein, beträgt der Beitrag 40,00 EUR.

47 ©Pedro Martinez/Sailing Energy/World Sailing


Haushalt 2017 Bericht des Kassenwartes

AS 470 Deutschland e.V. E / Ü Rechnung 2014- 2017 (im Vergleich) und Haushaltsvoranschlag für 2018 im Vergleich mit 2014 bis 2017 Kassenwart Frank Thieme Währung

Einnahme-Konten

E/Ü 2015

E/Ü 2016

Mitgliedsbeiträge lfd. Jahre

6.313,00

Mitgliedsbeiträge ältere Jahre

E/Ü 19.11.17 HV 2015

HV 2016

HV 2017

HV 2018

6.633,06

6.645,70

8.300,00

8.300,00

8.300,00

8.300,00

756,00

1.571,77

714,70

0,00

0,00

0,00

0,00

Mitgliedsbeiträge Vereine

300,00

175,00

200,00

400,00

400,00

300,00

300,00

Meßbrieferstellung

0,00

0,00

0,00

0,00

0,00

0,00

0,00

Persönliche Segelnummern

660,00

615,00

855,00

500,00

500,00

500,00

700,00

Zinseinnahmen und Kursgewinne

165,47

43,64

95,86

400,00

200,00

200,00

100,00

Info-Anzeigen

0,00

1.926,00

816,80

200,00

200,00

1.000,00

800,00

Boutique-Verkauf

112,50

0,00

0,00

200,00

100,00

100,00

100,00

Spenden

0,00

0,00

0,00

0,00

0,00

0,00

0,00

Einnahme-KV-470er

0,00

0,00

0,00

0,00

0,00

0,00

0,00

Einnahmen Trainings

0,00

0,00

0,00

0,00

0,00

0,00

0,00

sonstige Einnahmen

0,00

0,00

0,00

0,00

0,00

0,00

0,00

Zwischensumme Einnahmen

8.306,97

10.964,47 9.328,06

10.000,00

9.700,00

10.400,00

10.300,00

Liste der Kapitalkonten Kontenbezeichnung

Saldo

DB Verrrechnungskonto.

829,46

Depot Deutsche Bank

36.549,90

BMW-Bank Tagesgeldkonto

11.675,09

Postbank Berlin

12.050,30

Summe

61.104,75

Saldovortrag per 01.01.2017

58.040,00

Ergebnis 19.11.2017

3.064,75

www.470er.de 48


Ausgabe-Konten

E/Ü 2015

E/Ü 2016

E/Ü 19.11.17 HV 2015

HV 2016

HV 2017

HV 2018

Porto Info & Versandtaschen

571,98

592,06

545,00

400,00

400,00

600,00

600,00

Porto (sonstiges-Vorstand)

228,02

0,00

0,00

100,00

100,00

100,00

50,00

Porto (sonst. Regionalobleute)

0,00

0,00

0,00

50,00

50,00

50,00

50,00

Druck- & Kopierkosten

0,00

0,00

0,00

50,00

50,00

0,00

0,00

Büromaterial

0,00

0,00

0,00

100,00

100,00

100,00

100,00

Info-Druckkosten

1.449,15

1.176,89

1.525,90

1.500,00

1.500,00

1.500,00

1.500,00

Internetkosten

0,00

0,00

0,00

50,00

50,00

50,00

50,00

Reisekosten-Vorstand

326,00

635,20

267,98

1.000,00

1.000,00

1.000,00

1.000,00

Reisekosten-Regionalobleute

195,20

187,60

0,00

400,00

400,00

400,00

300,00

Reisekosten-Vermesser etc.

0,00

0,00

416,31

400,00

400,00

400,00

400,00

Boutique-Einkauf

0,00

0,00

0,00

200,00

200,00

200,00

100,00

Ranglistenerstellung

0,00

49,00

49,00

0,00

0,00

50,00

50,00

Nebenkosten des Geldverkehrs

178,33

91,33

79,82

200,00

200,00

150,00

200,00

Beitrag AS 470 International

2.700,00

2.700,00

5,00

2.750,00

2.750,00

2.700,00

2.700,00

Getränke und Verzehr

1.000,00

1.000,00

892,50

300,00

300,00

300,00

1.000,00

Ausgaben Messebeteiligung

2.023,00

2.359,39

2.046,80

2.000,00

2.000,00

2.500,00

2.500,00

Ausgaben KV-470er

0,00

31,00

0,00

200,00

200,00

200,00

200,00

Training AS 470 Deutschland

126,00

0,00

105,00

700,00

700,00

700,00

400,00

Ausgaben Jugend- / Juniorenber.

0,00

43,67

0,00

1.000,00

1.000,00

500,00

300,00

Ausgaben Seniorenbereich

210,00

210,00

210,00

200,00

200,00

200,00

200,00

sonstige Ausgaben

471,00

213,89

120,00

400,00

400,00

400,00

400,00

Zinssteuern

0,00

0,00

0,00

0,00

0,00

0,00

0,00

Zwischensumme Ausgaben

9.478,68

9.290,03

6.263,31

12.000,00

12.000,00

12.100,00

12.100,00

Jahresüberschuss / Deckung

-1.171,71

1.674,44

3.064,75

-2.000,00

-2.300,00

-1.700,00

-1.800,00

49 ©Pedro Martinez/Sailing Energy/World Sailing


AS 470 Deutschland Ansprechpartner der Klassenvereinigung

1. VoRSITzENdER /PRäSIdENT MAX PLEgER Thüringerstraße 18 50733 Köln Email: vorsitzender@470er.de

MITgLIEdERbETREUUNg MAX PLEgER Thüringerstraße 18 50733 Köln Email: mitgliederbetreuung@470er.de

bEISITzER INTERNET KRISTof doffINg Wilhelmstr. 3 63225 Langen Email: web@470er.de

STELLV. VoRSITzENdER / SPoRT JULIAN HIPP Email: j.hipp@470er.de

bEISITzER JUgENd- / JUNIoRENfRAgEN MALTE wINKEL Speicherweg 13 19089 Zapel-Hof Email: m.winkel@470er.de

bEISITzER MASTER KARLo ScHMIEdEL Rote-Warte-Sraße 13 b 63165 Mühlheim/Main Email: k.schmiedel@470er.de

STELLV. VoRSITzENdER / fINANzEN fRANK THIEME Schulstraße 3 3507 Berlin Email: f.thieme@470er.de

bEISITzER PRESSEARbEIT SUSE KLASEN Brunnenstraße 14 45128 Essen Email: pressewart@470er.de

bEISITzER TEcHNIK MIcHAEL bEcKER Wilhelm-Raabe-Str. 14 App. 42 67663 Kaiserlslautern Email: m.becker@470er.de

Die Kontaktdaten der Klassenvereinigung findet ihr im Internet hinter dem QR-Code.

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HAVE A

&

NICE SUCCESSFUL

POWERFUL

SEASoN.

© PEdRo MARTINEz/SAILINg ENERgy/woRLd SAILINg


Sail - Season 2017/2018  

Magazin der AS 470 Deutschland e.V. Ausgabe 2017/2018

Sail - Season 2017/2018  

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