Page 1

THOMAS Kunst | Kultur | Festivals | Reisen | Essen & Trinken | Shopping

#3 arttourist.com gazette Fr端hling / Sommer 2013


Sparpreis Kultur: per Bahn zur Kunst – besonders günstig!

Ab allen Bahnhöfen in Deutschland zur Ausstellung. ❚ Pro Person ab 39 Euro (2. Kl.), ab 59 Euro (1. Kl.), im ICE, EC oder IC, Zugbindung ❚ Zu den Topausstellungen z. B. in Hamburg, Frankfurt, Bonn und Stuttgart ❚ Hin und zurück innerhalb von 3 Tagen ❚ Erhältlich in allen DB Reisezentren und DB Agenturen, solange der Vorrat reicht ❚ Mehr Infos unter www.bahn.de/kultur

Die Bahn macht mobil. Sparpreis_Kultur_286x436_4c.indd 1

23.01.13 15:29


THOMAS | arttourist.com 1|2013

Editorial  |  3

Editorial Liebe Leserin, lieber Leser, Kunden und Freunde der arttourist.com Aus einem leidenschaftlichen Wagnis, was es immer noch ein Stück weit ist, entwickelt sich etwas, das immer mehr Zustimmung findet. Herzlichen Dank dafür.

Thomas Mann, Düsseldorf, 27.8.1954 © Thomas Mann Gesellschaft, Zürich

THOMAS 

THOMAS 

Otto Katzameier

Thomas Mann

Mit THOMAS halten Sie bereits die dritte Zeitung aus unserer Feder in der Hand. Unser THOMAS (Assoziation MANN) ist der Baritonsänger Otto Katzameier, der die Titelrolle in der Oper „Thomas“ von Georg Friedrich Haas bei den Schwetzinger SWR Festspielen singt. In Szene gesetzt wurde er von dem wunderbaren Helmuth Scham, u.a. auf dem Alten Südfriedhof in München und im Restaurant / Bar Glockenbach (www.glockenKai Geiger bach.de) im Glockenbachviertel in München. Beide hatten sichtlich Spaß trotz der Herausforderung von Mengen an Schnee und skurrilen Honorarvorstellungen für die Nutzung von Locations. All unsere Leidenschaft, Kraft, Energie und Geld steckt in den ersten drei Ausgaben der neuen arttourist.com Zeitung. Nach PABLO, FRIDA, THOMAS wird im Herbst PINA (Bausch) erscheinen. Basis hierfür sind SIE, die Sie unsere Zeitung in der Hand halten, sie Ihnen gefällt und Sie uns zukünftig mit einem Abo (EUR 12 für zwei Ausgaben) pro Jahr unterstützen, fördern und sichern. Buchen Sie jetzt Ihr Abo unter www.arttourist.com, erzählen Sie von uns und empfehlen Sie uns weiter. arttourist.com erscheint im kleinen Team, jenseits der großen Medienhäuser. Um so mehr sind wir über jedes Abo dankbar. THOMAS ist erneut prall gefüllt mit Ideen, Vorschlägen und „unbedingten“ Ratschlägen, was SIE erleben, nicht verpassen und genießen sollen und dürfen. Lehnen Sie sich zurück, genießen Sie THOMAS und freuen Sie sich auf PINA im Herbst 2013. Mit herzlichen Grüßen

Kai Geiger ART CITIES IN EUROPE GmbH geiger@artcities.com

The Making of THOMAS Otto Katzameier Eine bemerkenswerte Vielseitigkeit zeigt sich in der künstlerischen Arbeit des Bassbaritons Otto Katzameier, die sowohl das klassische Opern-, Oratorien- und Liedrepertoire als auch Neue Musik umfasst. Hier hat sich Katzameier unter anderem als exzellenter Interpret der Werke Salvatore Sciarrinos etabliert. Otto Katzameier studierte in seiner Heimatstadt München Gesang bei Josef Metternich und Hans Hotter. Bald errang er Preise bei renommierten Wettbewerben wie dem Meistersängerwettbewerb Nürnberg, dem Mozartwettbewerb Würzburg, dem Hugo Wolf-Wettbewerb Stuttgart und dem Bundeswettbewerb Gesang Berlin..

Fotos © Helmuth Scham www.schampus.com

Impressum: ART CITIES IN EUROPE GmbH | Titel: THOMAS, Otto Katzameier von Helmuth Scham www.schampus.com | Produktion: FUCHS Druck + Medien GmbH, Rankstrasse

Danke:

9, DRUCKHAUS WAIBLINGEN

8280

Kreuzlingen,

www.superfuchs.ch

|

Druck: Druckhaus

Waiblingen

www.dhw.

de | Redaktion: ART CITIES IN EUROPE GmbH, Rheingutstraße 7, D-78462 Konstanz, Tel. (+49) 07531 9073-0, Fax (+49) 07531 9073-5, www.arttourist.com, info@arttourist.com


4  |  Bad Homburg

THOMAS | arttourist.com 1|2013

Triptychon - Detail 1, rechts, © Franz Gertsch, 1997, Holzschnitt auf, Holzschnitt auf handgeschöpftes Kinkaku-Japanpapier; 212 x 627 cm, Besitz von Franz und Maria Gertsch, Rüschegg

Franz Gertsch. Holzschnitte. Aus der Natur gerissen 10.3.–26.5.2013 Die ALTANA Kulturstiftung

Der Schweizer Künstler Franz Gertsch (geb. 1930) gab 1986 für einige Jahre die Malerei auf und wandte sich dem Holzschnitt zu. Gertsch, der Ende der 1970er-Jahre zunächst mit hyperrealistischen Gemälden bekannt wurde, fand in den Holzschnitten das Medium, das ihm die serielle Bearbeitung eines Motivs mit unterschiedlichen Farben ermöglicht. Die Ausstellung im Museum Sinclair-Haus zeigt eine repräsentative Auswahl der Holzschnitte von Franz Gertsch. Die Porträts Natascha (1986) und Silvia (2008) bilden die chronologische Klammer der Ausstellung, die überwiegend großformatige Drucke und umfangreiche Serien mit Natur- und Landschaftsdarstellungen zeigt. Gertsch nimmt in den fein gearbeiteten Holzschnitten seichte Bewegungen an der Wasseroberfläche auf, lässt auf dem Papier Waldwege entstehen und lenkt den Fokus auf Gräser in Nahsicht. Durch fotografische Vorlagen zunächst aus der realen Umwelt gegriffen, verwandeln sich die Motive im Laufe eines mehrstufigen Entstehungsprozesses in die faszinierende Immaterialität eines atmosphärischen Farbraums. Gertsch überträgt während dieses Prozesses die Bildvorlage in ein filigranes Schema aus Lichtpunkten und treibt mit dem Hohleisen das Motiv Punkt für Punkt in eine Holzplatte. Hinter dem durchlässigen Vorhang monochromer Farbe ermöglichen seine Holzschnitte eine völlig neue Sicht auf vertraute Naturmotive. Die in Zusammenarbeit mit Franz Gertsch konzipierte Ausstellung führt in einer konzentrierten Auswahl die drei entscheidenden Werkkomponenten Zeit, Motiv und Farbe zusammen.

Die ALTANA Kulturstiftung zeigt im Museum Sinclair-Haus Ausstellungen zur Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts. Darüber hinaus entwickelt die Stiftung Bildungsaktivitäten mit dem Themenschwerpunkt »Kunst und Natur« und führt sie mit unterschiedlichen Partnern durch. Das interdisziplinäre Angebot mit den Disziplinen Malerei, Film, Musik, Tanz, Literatur und Theater richtet sich an Kinder und Jugendliche inner- und außerhalb des schulischen Rahmens. Grundlage hierfür sind die ALTANA Kunstsammlung zum Thema »Natur in der zeitgenössischen Kunst« als auch die Ausstellungen im Museum Sinclair-Haus. Die ALTANA Kulturstiftung leistet damit einen aktiven Beitrag zur ästhetischen Bildung und schafft zugleich ein Bewusstsein für den Wert der Natur.

Franz Gertsch treibt das Motiv eines Holzschnitts in eine Druckplatte

Dürers Credo, »Denn wahrhaftig steckt die Kunst in der Natur, wer sie heraus kann reissen, der hat sie«, von meinem Vater, als ich noch ein Kind war, gepredigt, erhielt wieder Bedeutung. Bei mir hiess das Herausreissen in erster Linie das Finden geeigneter Motive aus der unermesslichen Vielfalt der Natur. Ich fand sie rund ums Haus und im Tal am wilden Schwarzwasser. Franz Gertsch

Franz Gertsch

eigenen Logik, die auf absolute Stimmigkeit aller

Franz Gertsch, geboren 1930 in Mörigen, zählt

Elemente zielt.

zu den bedeutendsten Schweizer Künstlern der

Einen besonderen Stellenwert im Werk von Franz

Gegenwart. Von seinem internationalen Durch-

Gertsch nehmen die Holzschnitte ein. In einer

bruch an der documenta 5 in Kassel 1972 bis

bislang unbekannten Präzision in der Ausführung

heute hat Gertsch ein reiches malerisches und

und in Monumentalformaten, die schon allein bei

graphisches Werk geschaffen, das eine ganz be-

der Papierherstellung an die Grenzen des Machba-

sondere Annäherung an die Wirklichkeit vor-

ren stoßen, hat Gertsch mit diesem traditionellen

nimmt. Realität bedeutet für Franz Gertsch nicht

Medium neue Dimensionen erschlossen. Mit dem

nur eine malerische, sondern auch konzeptionelle

Museum Franz Gertsch in Burgdorf, unweit seines

Herausforderung. Obgleich er von Fotos bzw. von

Wohn- und Arbeitsorts Rüschegg gelegen, wird

Diaprojektionen ausgeht, folgen die Bilder einer

sein Lebenswerk angemessen gewürdigt. Natascha II, © Franz Gertsch, 1986 Holzschnitt auf HangaShi Japanpapier; 116 x 94 cm; , Besitz von Franz und Maria Gertsch, Rüschegg

Adresse Museum Sinclair-Haus Löwengasse 15, Eingang Dorotheenstraße 61348 Bad Homburg v. d. Höhe T +49 (0) 6172 404-128 www.altana-kulturstiftung.de Öffnungszeiten Dienstag 14–20 Uhr, Mittwoch bis Freitag 14–19 Uhr Samstag, Sonntag und an Feiertagen 10–18 Uhr Montags sowie vom 18.–20. April geschlossen

Eintrittspreise Regulär 5 € (Ermäßigt 3 €), Familienkarte 12 €, Inhaber des Kulturpasses 1 €, Inhaber der Museumsufercard Eintritt frei, Mittwochs für alle Eintritt frei

Familientag »Farbwelten« So 14.4.2013, 11:15 - 17.00 Uhr Ein Tag für die gesamte Familie mit Mitmachangeboten. Familienkarte EUR 12

Katalog Zur Ausstellung erscheint ein Katalog (25€)

Philosophische Streifzüge Di 23.4.2013,18.30 Uhr Beseelte Natur. Nachdenken über das Prinzip von Leben, Geist und Seele Führung mit Rektor Dr. Stefan Scholz, Priester am Dom Frankfurt a. M., Katholische Akademie Rabanus Maurus / Kunst und Kultur Eintritt EUR 3 zzgl. Eintritt

Führungen Kuratorenführung Do 21.3.2013, 18.30 Uhr und Sa 27. April 2013, 16 Uhr Eintritt EUR 3 zzgl. Eintritt

Für Familien Familiennachmittag Ein Erlebnis für Erwachsene und Kinder. Vor den Kunstwerken in der Ausstellung ergänzen sich Kinder- und Elternblick gegenseitig. Im Atelier werden verschiedene Materialien und Techniken angeboten und gemeinschaftliche Kunstwerke entstehen. Termin: So 17.3.2013 15–17.30 Uhr Familienkarte EUR 12 Familienführung am Sonntag Führung für die ganze Familie mit anschließender Kunst-Werkstatt im Atelier Mit Kristin Lohmann Termin: So 21.4.2013 jeweils 16–17.30 Uhr (max. 15 Personen) Familienkarte EUR 12, Individuell buchbar für private Gruppen, EUR 120

Informationen und Anmeldung zum Vermittlungsangebot T +49 (0) 6172 404-127 info@altana-kulturstiftung.de Veranstaltungen siehe www.altana-kulturstiftung.de Eintritt zu den Veranstaltungen 7 € Anmeldung zu allen Terminen erforderlich. T +49 (0) 6172 404-120 info@altana-kulturstiftung.de


THOMAS | arttourist.com 1|2013

Baden-Baden  |  5

Philharmonie Baden-Baden Stars wie Hector Berlioz, Johannes Brahms, Franz Liszt, Placido Domingo und Anna Netrebko traten mit den Philharmonikern auf. Die traditionsreichen Konzertsäle und Parkanlagen in Baden-Baden bieten einen unverändert idealen Rahmen für die philharmonischen Klänge des international renommierten Klangkörpers. www.philharmonie.baden-baden.de

Theater Baden-Baden Ob im beeindruckenden Theatersaal, im intimen Spiegelfoyer oder im TIK, ein Besuch des Theaters Baden-Baden lädt ein zu Begegnungen mit Geschichten und Figuren, die berühren und bewegen. In der © 3D-Panorama-Künstler Torsten Hemke, Saison 12/13 feiert das 3d-top-event.info Theater seinen 150. Geburtstag. Begeben Sie sich mit dem Ensemble auf eine Expedition in Geschichte und Geschichten. Auf dem Spielplan stehen u. a. Goethes „Faust I“, Shakespeares „Viel Lärm um nichts“ und die Uraufführung „Die Entfernung der Amygdala“ von Markus Orths. www.theater-baden-baden.de

Grand Prix Ball 2013

Emil Nolde, Großer Mohn (rot, rot, rot), 1942, © Nolde Stiftung Seebüll

Das gesellschaftliche Ereignis des Jahres in Baden-Baden. Erleben Sie eine elegante Ballnacht und die Ehrung „Galopper des Jahres“ im glanzvollen Bénazetsaal des berühmten Kurhauses Baden-Baden inkl. 4-Gang-Gala-Dinner und einem atemberaubenden Höhenfeuerwerk. Seien Sie dabei, wenn Baden-Baden anlässlich der Internationalen Galopprennen den „Roten Teppich“ ausrollt und zum Treffpunkt für Persönlichkeiten aus Galopprennsport, Politik und Wirtschaft wird. 31.8.2013 | Kurhaus Baden-Baden | Champagner-Empfang 19 Uhr | Ballbeginn 20 Uhr | Tel.: +49 (0)7221 275 275 www.badenbadenevents.de

Emil Nolde Die Pracht der Farben 15.6.2013–13.10.2013 Das Museum Frieder Burda in BadenBaden zeigt Gemälde und Aquarelle von Emil Nolde (1867 - 1956), der zu den wichtigsten Künstlern des Expressionismus zählt. Manfred Reuther, ehemaliger Direktor der Nolde Stiftung in Seebüll, kuratiert die umfangreiche Werkschau mit rund 80 Arbeiten. Zu sehen sind zentrale Werke aus allen Schaffensperioden. Neben Landschaften werden Figurenbilder und Bildnisse ausgestellt, ebenso religiöse Motive und Impressionen aus der Südsee. Noldes Bilder beeindrucken vor allem über die Farben, die von außerordentlicher Kraft und Vitalität sind. „Die Farben waren mir ein Glück. Es war, als ob sie meine Hände liebten“, beschreibt Nolde sein künstlerisches Schaffen. In den Aquarellen wird ein Streben nach Spontaneität und unmittelbarer Ausdrucksweise sichtbar. „Nolde malte mit vollgetränktem, schwerem Pinsel und in raschen, fließenden Bewegungen; den hemmenden Verstand suchte er dabei auszuschalten und vornehmlich dem Instinkt zu folgen“, erklärt Manfred Reuther. Unter den ausgestellten Papierarbeiten

ADRESSE Museum Frieder Burda Lichtentaler Allee 8 b 76530 Baden-Baden www.museum-frieder-burda.de ÖFFNUNGSZEITEN Di – So 10 – 18 Uhr An allen Feiertagen geöffnet

Restaurant Rive Gauche

befinden sich auch einige aus der Serie der „Ungemalten Bilder“, das sind Aquarelle, die der Künstler während des ihm verhängten Malverbots in seinem Atelier in Seebüll „aus der Phantasie“ gemalt hat.

Die Museumsarchitektur von Richard Meier mit aufregenden Ausblicken in die umgebende Parklandschaft gibt der farbintensiven Schau einen sehr reizvollen Rahmen.

Besuchen Sie uns inmitten der Museumsmeile. Genießen Sie mediterranes Flair und Aromen des Südens auf der Lichtentaler Allee. Wir wünschen viel Vergnügen auf Ihrer Reise rund ums Mittelmeer! RIVE GAUCHE | Das Restaurant im KULTURHAUS LA8 Lichtentaler Allee 8 | 76530 Baden-Baden Tel: 07221 900 99 00 | Öffnungszeiten Di – So 12 – 23 Uhr www.LA8.de

Friedrichsbad Baden-Baden

Emil Nolde, Hohe Sturzwelle, 1948, © Nolde Stiftung Seebüll

EINTRITTSPREISE Ticket EUR 12, ermäßigt EUR 10 Schüler ab 9 Jahren EUR 5 Familienticket EUR 26 AUDIOGUIDE deutsch und französisch EUR 4

FÜHRUNGEN Öffentliche Führungen EUR 4 Mi 16 Uhr, Sa, So 11 und 15 Uhr Private Gruppenführungen EUR 75 Buchung von Führungen und Anmeldung von Gruppen T +49 7221 39898-38 fuehrungen@museum-frieder-burda.de

ANREISE Mit dem Sparpreis Kultur der Deutschen Bahn ab EUR 39 (2.Kl.) und ab EUR 59 (1.Kl.) zur Ausstellung und zurück, innerhalb von 3 Tagen. Erhältlich in allen DB Reisezentren und DB Agenturen. Infos www.bahn.de/kultur

Seit über 130 Jahren gehört das wunderschöne Friedrichsbad zu den Wahrzeichen Baden-Badens und hat seit der Eröffnung nichts an Charme und Atmosphäre verloren. Das einzigartige Ambiente des Badetempels aus dem 19. Jahrhundert gewährt zwischen eindrucksvollen Duscharmaturen, handbemalten Majolika-Kacheln und dem prächtigen Kuppelsaal einen unvergesslichen Einblick in jahrhundertealte Badetraditionen. Auf einem Rundgang mit 17 Stationen tauchen Sie ein in eine andere Zeit und genießen die einzigartige Wirkung der römisch-irischen Badekultur. www.friedrichsbad.eu


6  |  Basel

Basel

 Eine Kulturstadt für Geniesser In Basel begegnet einem Kunst auf Schritt und Tritt, sei es beim Flanieren durch die schöne Altstadt oder beim Besuch in einem der nahezu vierzig Museen, die für jeden Geschmack etwas zu bieten haben. Vom Kunstmuseum Basel über das Schweizerische Architekturmuseum bis hin zur renommierten Fondation Beyeler in Riehen mit ihrer einzigartigen Sammlung der klassischen Moderne sind inspirierende Museumsaufenthalte auf höchstem Niveau garantiert. Die Stadt am Rhein hat zudem durch ihre Fülle an Meisterwerken der modernen Architektur weltweite Bekanntheit erlangt. So wird oftmals auf das Prädikat Kulturstadt zurückgegriffen, wenn es darum geht, Basel mit einem Wort zu umschreiben.

THOMAS | arttourist.com 1|2013


THOMAS | arttourist.com 1|2013

Basel  |  7

Ausstellungshighlights Basel Fondation Beyeler

Ferdinand Hodler 27.1.–26.5.2013 Vitra Design Museum

Louis Kahn – The Power of Architecture 23.2.–11.8.2013 Schaulager

Steve McQueen 16.3.–1.9.2013 Kunstmuseum Basel

Die Picassos sind da! Eine Retrospektive aus Basel Sammlungen 17.3.–21.7.2013 Museum der Kulturen Basel

Was jetzt?

Aufstand der Dinge am Amazonas 22.3.–29.9.2013 Fondation Beyeler

Max Ernst

26.5.–8.9.2013 Historisches Museum Basel - Museum für Musik / Im Lohnhof

pop@basel.

Pop- und Rockmusik seit den 1950ern 20.9.2013–26.6.2014

Aber auch in punkto Savoir-vivre hat Basel einiges zu bieten. So garantiert die einzigartige Lage im Grenzgebiet zu Frankreich und Deutschland Abwechslung und Spitzenqualität auf dem Speisezettel. Für Feinschmecker lohnen sich obendrein Ausflüge in die benachbarten Kantone Baselland oder Solothurn, ins Elsass oder ins Badische. Ob einem der Sinn nach gutbürgerlicher Küche, exquisiter Haute Cuisine oder exotischen Spezialitäten steht – die Gastronomie in Basel und Umgebung lässt keine Wünsche offen.

In den Sommermonaten zeigt sich die Basler Lust am Geniessen besonders deutlich. An den Ufern des Rheins trifft man auf Sonnenanbeter, Spaziergänger, Studenten und Geschäftsleute, die hier die Seele baumeln lassen. Zudem frönen viele Baslerinnen und Basler einem Freizeitvergnügen der besonderen Art: Jährlich im August findet das offizielle Rheinschwimmen statt, welches inzwischen bereits zu einer Tradition geworden ist. Und auch an allen anderen Tagen begibt man sich in der Stadt am Rhein gerne ins kühle Nass. Denn wer sich in Basel unter die Badenden mischt, kann am eigenen Leib erleben, warum das Mittelmeer hier so nah scheint. www.basel.com Basel, 36, CH-4010 schenvorstadt Ae l.com , se us ba ism @ ur fo in To ail: r Basel 268 68 68, em Buchung unte Tel.: +41 (0) 61

bot

nge A l a h c aus

g n u l l e t s s u a r e d n o S r e l d o H d n a n i d r e ‹ F ‹ ‹ ‹‹ P

‹‹‹‹‹‹

Dies unterstreichen auch die vielen hochkarätigen Veranstaltungen, die hier alljährlich stattfinden. Dank der Art Basel ist die Stadt jeweils im Juni der wichtigste Treffpunkt der internationalen Kunstszene. Mit über 300 sorgfältig ausgewählten Ausstellern gilt die Messe als bedeutendstes Museum auf Zeit. Aber auch Musikliebhaber kommen während der Sommerzeit in Basel auf ihre Kosten. Vor der historischen Kulisse der Kaserne findet beispielsweise das Basel Tattoo statt, das nach dem Edinburgh Tattoo mittlerweile als bekanntestes Festival dieser Art gilt. Dabei verzaubern Dudelsackklänge, Blasmusik und folkloristischer Tanz das Publikum. Ein ganz anderes Musik-Spektakel wird während zwei Wochen auf dem Rhein abgehalten: Auf einem Floss, das bei der Mittleren Brücke ankert, werden Liveauftritte unter freiem Sternenhimmel geboten. Beliebt ist aber auch das traditionelle Sommer-Happening «Em Bebbi sy Jazz», wo auf mehreren Bühnen in der Innenstadt Dutzende von Jazz-Formationen spielen und Zehntausende von Besucherinnen und Besucher in Begeisterung versetzen.

Inklusive:

egorie ählten Hotelkat g in der gew un ht ac rn be Ü Frühstück rvice ittel ermöglicht tsteuer und Se hen Verkehrsm er lic rw nt fe eh öf M r e, de tzung Gasttax stenlose Benu et, das die ko Mobility Tick er ndation Beyel et für die Fo Eintrittsbill pelzimmer ement im Dop ng ra Ar o pr s Prei ,– | EUR 80,–

ab CHF 96

Preisbasis in CHF. Umrechnungskurs 1.20, Fakturierung erfolgt in CHF oder EUR zum Tageskurs.


8  |  Basel

THOMAS | arttourist.com 1|2013

Hotels

Historisches Museum Basel Das Historische Museum Basel (HMB) gilt mit seinen vier Häusern als das bedeutendste kulturhistorische Museum am Oberrhein.

Museum für Geschichte | Barfüsserkirche Der Fokus der Dauerausstellung in der Barfüsserkirche liegt auf der historischen Identität von Basel an der Schnittstelle der Kulturen der Schweiz, Deutschlands und Frankreichs. Anhand ausgewählter Themen und mit mehreren hundert Geschichtszeugnissen sowie Kunstwerken aus rund 2000 Jahren wird die Basler Stadtgeschichte dokumentiert. Der Basler Münsterschatz und die Fragmente des Basler Totentanzes zählen zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten der Stadt. In der Ausstellung im Untergeschoss werden die Basler Bildteppiche mit den Lebens- und Phantasiewelten des Mittelalters, die Sammlungen der Renaissanceund Barockzeit mit der Kunstkammer als Weltmodell sowie das reiche archäologische Erbe der Region gezeigt. Zu den weiteren kulturgeschichtlichen Glanzstücken zählen das Münzkabinett und die Burgunderbeute. Ausstellungen 2013 Schuldig – Verbrechen. Strafen. Menschen. bis 16.6.2013 | Museum für Geschichte. Scheich Ibrahims Traum. Schätze aus der Textil- und Schmucksammlung von Widad Kamel Kawar. bis 1.9.2013 | Museum für Wohnkultur.

Hotel Basel Im Herzen der Basler Altstadt finden Sie das persönlich geführte und herzliche 4-Sterne Hotel Basel mit 72 komfortablen Hotelzimmern, 2 Restaurants und diversen Seminarund Banketträumlichkeiten. Das Hotel bietet jeden Komfort, den ein anspruchsvoller Reisender erwartet und noch ein bisschen mehr: gratis W-LAN, kostenlose Minibar und freie Benutzung der öffentlichen Verkehrsmittel – und den herzlichen Service für den das Haus bekannt ist. Hotel Basel | Münzgasse 12 | 4001 Basel Tel. +41 (0)61 264 68 00 | reception@hotel-basel.ch www.hotel-basel.ch

Museum für Wohnkultur | Haus zum Kirschgarten Die Hälfte der 50 Ausstellungsräume ist den bürgerlichen Wohnräumen des 18. und 19. Jahrhunderts in Basel gewidmet. Die Ausstellung wurde seither durch bedeutende Fachsammlungen erweitert. Besonders sehenswert sind: die Einrichtungen aus Basler Bürgerhäusern, die überragende Sammlung von Meissener Porzellan und anderen Manufakturen (Pauls-Eisenbeiss-Stiftung), Strassburger Fayencen, Uhren westeuropäischer Herstellungszentren vom 15. bis 19. Jahrhundert und das Physikalische Kabinett der Universität.

Radisson Blu Hotel Basel

Museum für Musik | Im Lohnhof Das Museum belegt den ehemaligen Zellentrakt. Fünf Jahrhunderte europäischer Musikgeschichte bestimmen mit drei Schwerpunkten die Ausstellung: Instrumente des 16. bis 20. Jahrhunderts illustrieren die Themen »Musik in Basel«, »Konzert, Choral und Tanz« und »Parade, Feier und Signale«. Über ein multimediales Informationssystem kann die Welt der Instrumente klingend erfahren werden.

Foto © Philipp Emmel

Adresse HMB – Historisches Museum Basel | Steinenberg 4 4051 Basel | Tel. +41 (0)61 205 86 00 www.hmb.ch Öffnungszeiten Museum für Geschichte Di – So 10 – 17 Uhr, Mo geschlossen

Eintrittspreise Museum für Geschichte Erwachsene CHF 12 | ermäßigt CHF 10 ohne Sonderausstellungen | Happy Day: 1. So im Monat Eintritt frei Happy Hour Di - Sa 16-17 Uhr Eintritt frei (ausgenommen Sonderausstellungen)

Museum für Pferdestärken | Merian Gärten Brüglingen Das Museum zeigt Luxuskutschen, Geschäftsfuhrwerke, Postwagen und Schlitten. Sie dokumentieren Verkehr und Mobilität vom 18. bis 20. Jahrhundert vor dem Siegeszug des Verbrennungsmotors.

Spielzeug Welten Museum Basel Sie fahren Autorennen, gehen zur Schule oder spielen im Park: Die Puppen und Teddybären im Spielzeug Welten Museum Basel laden auf eine abwechslungsreiche Entdeckungsreise ein. Die Ausstellung mit über 6000 Teddybären, Puppen, Kaufmannsläden, Puppenhäusern und Miniaturen ist einzigartig in Europa. Das Museum im Herzen der Basler Innenstadt beherbergt mit über 2500 Teddys die weltgrösste Sammlung alter Teddybären. Zudem finden laufend Sonderausstellungen zu ausgesuchten Themengebieten statt, welche die Vielfalt anreichern. Neben der kurzweiligen Ausstellung lädt das Ristorante La Sosta zum Verweilen ein und serviert saisonale Gerichte und feine Snacks. Der Museumsshop empfiehlt sich mit seinem reichhaltigen Angebot an Geschenken oder kleinen Aufmerksamkeiten. Die Auswahl an Puppen, Teddys und Miniaturen ist auch für Sammler hochinteressant.

nicht in direktem Zusammenhang mit der Sammlung des Museums stehen. Dennoch trifft man die Thematik beim Rundgang wieder unter den Exponaten. Die Sonderausstellungen öffnen den Blick auf unbekannte Bräuche, in Vergessenheit geratene Traditionen oder auf ganz alltägliche Dinge, deren Faszination oft verkannt wird. Zu diesen Sonderausstellungen stellt Ihnen das Museum während Ihres Besuchs eine umfassende Dokumentation zur Verfügung. Sie beleuchtet Hintergründe, erklärt die Exponate und gibt eine Einführung in die geschichtlichen Zusammenhänge.

Das helle, sonnige Ristorante La Sosta im Spielzeug Welten Museum Basel ist offen für alle und alles. Auf der Speisekarte stehen alle Zutaten für die genussvolle Pause, von saisonalen Menüs über leichte Snacks bis zu feinen Kuchen und Desserts. Ristorante La Sosta | Steinenvorstadt 1 | 4051 Basel Tel. +41 (0)61 225 95 59 | Öffnungszeiten: täglich 10 – 18 Uhr. Der Besuch im Restaurant ist auch ohne Eintritt ins Museum möglich. www.ristorante-la-sosta.ch Öffnungszeiten Mo – So 10- 18 Uhr Eintrittspreise Erwachsene CHF 7 | ermäßigt CHF 5 | Kinder bis 16 Eintritt frei, Besuch nur in Begleitung einer erwachsenen Person möglich

Buchung unter Basel Tourismus, Aeschenvorstadt 36, CH-4010 Basel, Tel.: +41 (0) 61 268 68 68, email: info@basel.com

‹‹‹‹‹‹

ebot

Pauschal-Ang

Adresse Spielzeug Welten Museum Basel Steinenvorstadt 1 | 4051 Basel | Tel. +41 (0)61 225 95 95 www.spielzeug-welten-museumbasel.ch

llung Picasso te ss u ra e d n o S ‹‹‹‹‹‹

tzung  obility Ticket, das die kostenlose Benu M t der öffentlichen Verkehrsmittel ermöglich l Base Eintritt ins Kunstmuseum

Inklusive:

in der gewählten Übernachtung und Frühstück Hotelkategorie ice Gasttaxe, Mehrwertsteuer und Serv

Preisbasis in CHF. Umrechnungskurs 1.20, Fakturierung erfolgt in CHF oder EUR zum Tageskurs.

er Preis pro Arrangement im Doppelzimm

Das Gast- und Kulturhaus «Der Teufelhof Basel» liegt mitten in der Basler Altstadt. Ein Kunsthotel mit von Künstlern gestalteten Zimmern, ein Galeriehotel mit wechselnden Ausstellungen, die Restaurants «Bel Etage» mit Gourmetküche und «Atelier» mit einer modernen Weltküche auf Basis regionaler Produkte, eine stimmungsvolle Bar; ein Theater mit regelmässigen Vorstellungen sowie der Weinladen «Falstaff» laden zu einer Entdeckungsreise durch die Gastronomie- und Kunstwelt ein. Der Teufelhof Basel AG – Das Gast- und Kulturhaus Leonhardsgraben 47-49 | 4051 Basel Tel. +41 (0)61 264 94 48 | info@teufelhof.com www.teufelhof.com

Ristorante La Sosta

Im Spielzeug Welten Museum Basel sind sämtliche Räume vom Parterre bis in den 4. Stock rollstuhlgängig. Für Personen mit eingeschränktem Hörvermögen stehen im Museum modernste Hörsysteme zur Verfügung.

Private Marilyn – der Mensch hinter der Kunstfigur Monroe. Einzigartige Sonderausstellung, 19.10.2013 – 6.4.2014

Hotel Der Teufelhof Basel

Restaurants

Jedes Jahr finden verschiedene Sonderausstellungen statt. Sie widmen sich ausgesuchten Themengebieten, die Ausstellungen 2013 Faltwelt. Serviettenbrechen – eine westliche Faltkunst, bis 7.4.2013 Aufgezogen und aufgeladen. Sonderausstellung mit bewegten Spielzeugen aus den letzten 100 Jahren , 20.4. – 6.10.2013

Das im Stadtzentrum gelegene Radisson Blu Hotel Basel überzeugt anspruchsvolle Gäste mit modernstem Design. Ganz in der Nähe befinden sich das Kunstmuseum Basel sowie zahlreiche weitere Sehenswürdigkeiten. Das Hotel verfügt über 206 topmoderne Gästezimmer, ausgestattet mit allen Annehmlichkeiten eines erstklassigen Hotels. Das Filini Restaurant bietet Gourmets ausgewählte italienische Spezialitäten; Entspannung finden die Gäste in Basels grösstem Hotelschwimmbad. Radisson Blu Hotel Basel | Steinentorstrasse 25 | 4001 Basel Tel. +41 (0)61 227 27 27 | info.basel@radissonblu.com www.radissonblu.com/hotel-basel

ab CHF 93,– | EUR 78,–

Brasserie Steiger im Hotel Basel Die Brasserie Steiger bietet die Atmosphäre eines bürgerlichurbanen Restaurants. Sie verleiht jedem Lunch einen Hauch von Grossstadt, veredelt auch einen ungezwungenen DinnerAbend mit Freunden oder den Schlummertrunk nach dem Theaterbesuch. Eine abwechslungsreiche Spezialitätenkarte, dazu Weine aus allen Regionen Europas oder Bier vom Zapfhahn erwarten Sie. Brasserie Steiger im Hotel Basel | Münzgasse 12 | 4001 Basel Tel +41 (0)61 264 68 28 restaurant@hotel-basel.ch | Öffnungszeiten: täglich 11 – 23 Uhr www.hotel-basel.ch


THOMAS | arttourist.com 1|2013

Basel  |  9

Kohlmanns – essen und trinken

Ferdinand Hodler Die Fondation Beyeler zeigt als erstes Schweizer Museum eine umfassende Ausstellung zu Hodlers Spätwerk. Seine internationale Bedeutung für die Kunst der Moderne wird gerade in diesen letzten Schaffensjahren sichtbar. Ferdinand Hodler, der wie kein anderer Maler in seinen Gemälden das Bild und das Selbstverständnis der Schweiz prägte, war zugleich einer der wichtigsten Künstler des Übergangs vom 19. Jahrhundert zur Moderne. Die rund 80 Bilder umfassende Ausstellung in der Fondation Beyeler konzentriert sich auf Werke, die er in den letzten fünf Jahren seines Lebens gemalt hat (1913–1918).

bis 26.5.2013 | Fondation Beyeler www.fondationbeyeler.ch

Es duftet nach Feuer, Holz und frisch Gebackenem, der dunkle Raum strahlt Wohligkeit aus. Hier können die Gäste Traditionelles aus dem Holzofen geniessen. Das Restaurant bietet auserlesene Gerichte nach Originalrezepten mit marktfrischen, regionalen Beilagen, abgerundet mit passenden Weinen aus der Region oder dem Tessin. Die Möbel in edlem, schwarzen Design oder aus Eichenholz und die gut-bürgerliche Küche, die hier neu interpretiert wird, sorgen für Genuss sowohl für Auge wie auch Gaumen. Kohlmanns – essen und trinken | Steinenberg 14 | 4051 Basel | Tel. +41 (0)61 225 93 93 | kohlmanns@gastrag.ch www.kohlmanns.ch

Restaurant & Bierstube Stadtkeller

Die Picassos sind da!

Das Restaurant blickt auf eine über 100 Jahre alte Tradition zurück. Heinz Proschek hat die alte Tradition der einfachen Basler Küche im urgemütlichen Bierlokal weiter gepflegt und der Stadtkeller wurde zum Treffpunkt von Jung und Alt, der Basler Oberschicht und der Arbeiterschaft. Hier werden nicht nur urtypische Schweizer Gerichte serviert, sondern auch von internationalem Flair inspirierte Speisen gereicht. Das Ambiente ist heimelig und unkompliziert, lebhaft und gemütlich gleichermaßen. Restaurant & Bierstube Stadtkeller | Marktgasse 11 4051 Basel | Tel. +41 (0)61 261 72 51 stadtkeller@gastrag.ch | www.stadtkeller-basel.ch

Eine Retrospektive aus Basler Sammlungen Pablo Picasso ist eine Schlüsselfigur der Kunst des 20. Jahrhunderts. Mit seinem umfangreichen und abwechslungsreichen Werk prägte er die Moderne wie kein anderer. In diesem Frühjahr zeigt das Kunstmuseum Basel eine gross angelegte Retrospektive, die allein aus Basler Sammlungen zusammengetragen wurde. Zum ersten Mal werden die hochkarätigen Picasso-Bestände des Kunstmuseums Basel und der Fondation Beyeler

vereint ausgestellt. Dazu treten Werke aus zahlreichen Basler Privatsammlungen, die zum Teil erstmals öffentlich gezeigt werden und die Museumsbestände ideal ergänzen. 17.3.–21.7.2013 | Kunstmuseum Basel www.kunstmuseumbasel.ch

Restaurant Papa Joe’s & Caribbean Bar

Pablo Picasso, Arlequin assis, 1923 © VG Bild-Kunst 2013

Max Ernst Max Ernst (1891–1976) gehört zu den vielseitigsten Künstlern der Moderne. Nach seinen Anfängen als Dadaist in Köln wurde er bald zu einem der Pioniere des Surrealismus in Paris. Als fortwährender Erfinder neuer Figuren, Formen und Techniken hat sich Max Ernst auch später ständig weiterorientiert. Dabei hat er ein einzigartiges Werk geschaffen, das sich jeder klaren stilistischen Definition entzieht und dessen Entwicklung vom bewegten Leben und den wechselnden Aufenthaltsorten des Künstlers

in Europa und Amerika mitgeprägt ist. Die grosse Retrospektive in der Fondation Beyeler präsentiert eine exemplarische Auswahl von über 170 Gemälden, Zeichnungen, Collagen, Skulpturen und Büchern von Max Ernst, die alle Aspekte seines Werks umfasst. 26.5.–8.9.2013 | Fondation Beyeler www.fondationbeyeler.ch

Max Ernst, Beim ersten klaren Wort, 1923, 232x167 cm, Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf, Foto: Walter Klein, Düsseldorf, © 2012, VG Bild-Kunst 2013

Piet Mondrian – Barnett Newman – Dan Flavin

Art Basel Die Art Basel bietet Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts und gilt unangefochten als wichtigste Weltmesse des internationalen Kunstmarktes. Über 300 sorgfältig ausgewählte Aussteller der weltweit bedeutendsten Galerien machen die Messe zum wichtigsten Museum auf Zeit. Künstler, Kunstsammler und viel Prominenz aus der Kulturszene treffen sich in diesen Tagen in Basel. 13.–16.6.2013 | www.artbasel.com

funktioniert wie drei in sich schlüssige Einzelpräsentationen, die in der monografischen und chronologischen Folge überaus erhellende Zusammenhänge schaffen und sich zu einem Gesamtorganismus vereinen. 8.9.2013–19.1.2014 Kunstmuseum Basel www.kunstmuseumbasel.ch

Restaurant Da Roberto »Italianità – la vita è bella!« lautet das Motto im Da Roberto. Hier werden Sie herzlich empfangen und persönlich begrüsst. Auf den Tisch kommen italienische Spezialitäten aus allen Regionen, zubereitet nach authentischen Rezepten. Küche und Service haben sich gleichermassen der Gastfreundschaft verschrieben – überzeugen Sie sich selbst davon. Restaurant Da Roberto | Küchengasse 3 4051 Basel | Tel. +41 (0)61 205 85 50 da.roberto@gastrag.ch | www.da-roberto.ch

Mister Wong Mister Wong bietet quer durch die traditionelle astiatische Speisekarte alles, was Sie sich als Liebhaber dieser Küche wünschen. Am Mittag liegt das Hauptaugenmerk vor allem auf den attraktiven Tagesmenüs zum sofort Geniessen oder Mitnehmen. Wer etwas mehr Zeit mitbringt, kann sich hier aber auch à la carte verpflegen. Mister Wong Bahnhof SBB | Centralbahnplatz 1 | 4051 Basel |Tel. +41 (0)61 272 12 00 | wong.basel.bhf@gastrag.ch www.mister-wong.ch Mister Wong Steinenvorstadt | Steinenvorstadt 1a | 4051 Basel Tel. +41 (0)61 281 83 81 | wong.basel@gastrag.ch www.mister-wong.ch

Restaurant Rhywyera

nd

t -Angebo

e Wochen

010 Basel, stadt 36, CH-4 us, Aeschenvor basel.com @ fo in l: ai Basel Tourism 268 68 68, em Tel.: +41 (0) 61

‹‹‹‹‹‹‹‹‹

Die grosse Sonderausstellung konzentriert sich auf das Werk von drei eminent wichtigen Künstlern der Moderne, Piet Mondrian (Amersford/Niederlande 1872 – 1944 New York), Barnett Newman (New York 1905 – 1970 New York) und Dan Flavin (New York 1933 – 1996 Riverhead, NY), die je einer anderen Generation angehören. Alle drei Künstler haben sich der abstrakten Kunst verpflichtet, dies jedoch unter jeweils ganz anderen geistigen und gesellschaftlichen Vorzeichen. Dennoch vertrauen sie alle der Askese der bildnerischen Mittel, von Farbe und Form, um die Dimension der Kunst ins Universale zu weiten. Die Ausstellungsperspektive

Die Gäste werden am Welcome-Desk empfangen und tauchen sofort ein in die bunte und fröhliche Welt von Papa Joe’s. Die Innenausstattung besticht mit warmen Farben sowie mexikanischen, amerikanischen und karibischen Dekorationselementen. Hier können Sie Real American Ribs, Chicken Wings und die besten Beefburger nach Lust und Laune geniessen, denn es gibt keinen Besteckzwang und für die Finger stehen grosse Papierrollen bereit. Im Papa Joe’s kommen Sie bestimmt auf Ihre Kosten! Restaurant Papa Joe’s & Carribbean Bar Barfüsserplatz | 4051 Basel Tel. +41 (0)61 225 93 94 www.papajoes.ch

l e s a B t r A ‹‹ Inklusive:

k in und Frühstüc Übernachtung Hotelkategorie der gewählten und rwertsteuer Gasttaxe, Meh Service stenloet, das die ko Mobility Tick n der öffentliche se Benutzung ermöglicht Verkehrsmittel

sel s für die Art Ba  eekend-Pas W (2-Tagespass) og (1 t Basel Katal Offizieller Ar mmer) Katalog pro Zi ngement Preis pro Arra mer im Doppelzim

| EUR 112,– ab CHF 134,–

Preisbasis in CHF. Umrechnungskurs 1.20, Fakturierung erfolgt in CHF oder EUR zum Tageskurs.

Das Rhywyera liegt mitten im lebhaften Kleinbasel, direkt am Rhein. Seine Terrasse verfügt über einen herrlichen Blick auf die Mittlere Brücke und das Hotel Les Trois Rois. In kulinarischer Hinsicht verwöhnt Sie das Restaurant mit einer zeitgemässen, modernen und ambitionierten Küche und besticht mit mediterranem Ambiente. Ob Business-Lunch, Abendessen, Familien- oder Firmenfeier – ein kompetentes und engagiertes Team freut sich auf Sie. Restaurant Rhywyera | Unterer Rheinweg 10 | 4058 Basel Tel. +41 (0)61 683 32 02 | info@rhywyera.ch | www.rhywyera.ch


Art Basel ist ein viertägiges Erlebnis, Kunst in Basel wird jedoch das ganze Jahre zelebriert.

Arts and Culture Special Neben Übernachtung und Frühstück beinhaltet dieses Arrangement unter anderem auch den Oberrheinischen Museums-Pass. Anspruchsvollen Kulturreisenden wird damit die einmalige Möglichkeit geboten, im malerischen Dreiländereck mehr als 250 Weltklasse-Museen zu besuchen - ein Kunstgenuss, der seinesgleichen sucht. • • • •

1 Übernachtung inkl. reichhaltiges Frühstück Oberrheinischer Museums-Pass (24 Stunden) Reich illustriertes Buch über unser Haus Mobility-Ticket (freie Benutzung der öffentlichen Verkehrsmittel in Basel)

Doppelzimmer ab CHF 270 pro Person Grand Hotel Les Trois Rois CH-4001 Basel Schweiz Tel. +41 61 260 50 50 Fax +41 61 260 50 60 www.lestroisrois.com info@lestroisrois.com


THOMAS | arttourist.com 1|2013

Borgo Valsugana  |  11

Arte sella Incontri Internazionali Arte Natura Arte Sella wurde 1986 als internationales Projekt der Gegenwartskunst, als Land Art Projekt für zeitgenössische Kunst in Borgo Valsugana im Trentino (I) gegründet.

Sella DNA | Marco Nones, 2010

Die ArteNatura Route ist ein einzigartiger Kunstpfad in den Wäldern des Sella Tals. Entlang eines Bergpfades ist die rund zweistündige Wanderung eine unvergessliche Reise durch die Natur, ihre Klänge, ihre Formen und Farben. Besucher genießen die Entdeckung des unberührten Waldes, den Duft von bemoosten Steinen und den Blick auf monumentale Bäume, kombiniert mit Kunstwerken internationaler Künstler. Die ArteNatura Route beginnt in der Nähe der Strobela Brücke über den Fluss Moggio und alle Kunstwerke sind entlang eines Pfades auf dem Südhang des Berges Armentera angezeigt, sowohl am Weg als auch versteckt in den Wäldern. In der Nähe der Arbeit „Intersticios“ von Matilde Grau, verändert sich die Route und verwandelt sich in einen stimmungsvollen schmalen Weg zu einem alpinen Teich, wo mehrere Künstler ihre kreativen Spuren hinterlassen haben. Die Arbeiten sind in der Regel drei-dimensional, geschaffen aus Steinen, Blättern, Ästen und Baumstämmen. Man-madeObjekte, Materialien und Farben werden nur selten verwendet. Die Kunstwerke werden nicht konserviert, sondern sind dem Verfall überlassen, womit sie wieder Teil des Lebenszyklus der Natur werden. Die “Pflanzenkathedrale“, das Naturtheater und die zahlreichen Werke wichtiger Künstler haben die Malga Costa zu einem der wichtigsten Kulturzentren im Trentino gemacht. Die Malga Costa ist ein Bauernhaus, das früher von Hirten genutzt wurde, um Vieh zu züchten, Käse und Butter zu produzieren. 1998 übernahm die Arte Sella Association das Gebäude und Land und eröffnete das Arte Sella Documentation Centre, wo Besucher ein breites Angebot an Konzerten, Theateraufführungen, Kreativ-Workshops und Fotoausstellungen, sowie ein Restaurant und ein Museumsshop erwartet. Durch ein dichtes Netzwerk an Kontakten und Kooperationen mit Künstlern aus den Bereichen Musik, Theater, Fotografie und Tanz kommt es immer wieder zu spannenden Experimenten, Prozessen und Aufführungen.

Come un alveare, come un uovo? | Steven Siegel, 2002

Adresse Associazione Arte Sella Corso Ausugum 55 38061 Borgo Valsugana (TN - Italia) www.artesella.it

Öffnungszeiten Januar und Februar täglich 10 – 17 Uhr März, April, Mai täglich 10 – 18 Uhr Juni, Juli, August, September, Oktober täglich 10 – 19 Uhr November und Dezember täglich 10 – 17 Uhr Bei schlechtem Wetter kann die Malga Costa und die Pflanzenkathedrale geschlossen bleiben. Es lohnt sich vorab anzurufen 0461761029 (Malga Costa) oder 0461751251 (Spazi livioRossi) Die ArteNatura Route ist das ganze Jahr geöffnet.

Nidi d’acqua | Giuliano Orsingher, 2000

Eintrittspreise: Malga Costa (Costa Barn) und Pflanzenkathedrale, Normalpreis EUR 5 Gruppenpreis (min 25 Personen) EUR 3 Kinder unter 10 Jahren und Menschen mit Behinderung Eintritt frei Kombikarte Arte Sella and Mart (Museum of Modern and Contemporary Art of Trento and Rovereto) Zwei der wichtigsten Einrichtungen für zeitgenössisxche Kunst im Trentino (Mart und Arte Sella) bieten eine Kombikarte an www.mart.trento.it

Führungen Arte Sella Tel (+39) 0461/751251 Fax (+39) 0461/756391 Email: artesella@yahoo.it.


12  |  Braunschweig

THOMAS | arttourist.com 1|2013

Braunschweig © Braunschweig Stadtmarketing GmbH / Steffen und Bach GmbH

Attraktive Kulturstadt Seit der Gründung durch Heinrich den Löwen wurde Braunschweig über die Jahrhunderte durch die Welfen und die Hanse geprägt. Heute ist Braunschweig mit rund 250.000 Einwohnern die größte Stadt zwischen Hannover und Berlin: Sie überzeugt als attraktive Einkaufsstadt, lebendige Kulturstadt und als Zentrum der forschungsintensivsten Region Europas. Das Mittelalter wird hier in den verwinkelten Gassen des Magniviertels mit kleinen Fachwerkhäusern oder auf dem Burgplatz mit seinen historischen Gebäuden ebenso erlebbar wie das urbane Lebensgefühl in der pulsierenden Einkaufsstadt. Auf kurzen Wegen ist alles zu erreichen, was eine Großstadt ausmacht – genauso wie die herrlichen Park- und Naturlandschaften, die entlang des Flusses Oker mitten in der Innenstadt für Ruhe und Ausgleich sorgen.

Hochgeschätzte Kunst und Kultur Als ältestes Museum Kontinentaleuropas mit rund 170.000 Kunstwerken aus fast 3.000 Jahren Kunstgeschichte bereichert das Herzog Anton Ulrich-Museum seit 1754 das Leben von Generationen von Menschen. Ebenso bedeutend ist die umfangreiche Sammlung des Städtischen Museums, das zu den größten kunst- und kulturgeschichtlichen Museen Deutschlands gehört. Dazu gesellen sich in Braunschweig zahlreiche kleine Museen und Galerien, die hervorragende nationale und internationale Gegenwartskunst zeigen. Seit über 150 Jahren erfindet sich das Staatstheater Braunschweig mit bewegenden Inszenierungen beständig neu, ebenso überraschen zahlreiche private Bühnen mit Stücken auf hohem Niveau. Einzigartige Veranstaltungen wie das Burgplatz Open Air,

die Feste alter Musik „Soli Deo Gloria“, das alle zwei Jahre in Braunschweig stattfindende internationale Festival „Theaterformen“ und das „Internationale filmfest Braunschweig“ bieten attraktive Kulturerlebnisse zu jeder Jahreszeit.

Niedersächsische Landesausstellung 2013 Im Herbst halten die Römer Einzug in Braunschweig: Mit der Ausstellung „Roms vergessener Feldzug“ wird Braunschweig vom 1. September 2013 bis zum 19. Januar 2014 zur „Römerstadt“. Im Fokus der Niedersächsischen Landesausstellung stehen die aufsehenerregenden, etwa 1.800 Jahre alten Funde eines germanisch-römischen Schlachtfeldes, das im Jahr 2008 im Landkreis Northeim, rund 60 Kilometer süd-westlich von Braunschweig, entdeckt wurde. Erstmals werden die Originalfunde der Öffentlichkeit präsentiert, ergänzt durch hochkarätige Leihgaben aus europäischen Museen.

Startpunkt für Ausflüge in die Region In Braunschweig gibt es viele grüne Oasen. Weil sich die Oker wie ein Ring um die Innenstadt legt, sind Parks und Naturlandschaften auch von der Innenstadt schnell zu erreichen. Stadtnahe Seen und das europäische Vogelschutzgebiet in Riddagshausen sind für die Braunschweiger reizvolle Naherholungsmöglichkeiten. Mit der günstigen Lage zum Harz und zur Lüneburger Heide ist Braunschweig auch idealer Ausgangsort für Ausflüge in eine bemerkenswerte Kulturregion. Informationen unter anderem zu Reiseangeboten bietet die Touristinfo Braunschweig unter Telefon (0531) 470-2040 oder unter www.braunschweig.de/tourismus. © Staatstheater Braunschweig / Karl-Bernd Karwasz


THOMAS | arttourist.com 1|2013

Braunschweig  |  13

1913 – Braunschweig zwischen Monarchie und Moderne Das Jahr 2013 ist für Deutschland – und Europa – ein Jahr mit besonderem Erinnerungspotenzial: 200 Jahre Völkerschlacht, 200. Geburtstag Richard Wagners, 100. Geburtstag Willy Brandts. Neben diesen nationalen Themen gibt es auch in Braunschweig einen konkreten Anlass, sich mit dem Jahr 1913 zu beschäftigen: die Hochzeit des Welfenprinzen Ernst August III. mit der Kaisertochter Victoria Luise von Preußen. Durch diese Vereinigung gelangte der Welfe seinerzeit auf den braunschweigischen Herzogthron. In Braunschweig wird der 100. Hochzeitstag zum Anlass genommen, einen Blick zurück in die braunschweigische Geschichte zu werfen – nämlich dem geschichtlichen Vorgang der Aussöhnung zwischen Welfen und Hohenzollern sowie die daraus resultierenden Konsequenzen für das damalige Braunschweiger Land und die Stadt. Da das Jahr 1913 den kulturgeschichtlichen Übergang von der Belle Époque zur Moderne kennzeichnet, wird dieses Jahr aus vielen facettenreichen Blickwinkeln beäugt. Informationen unter www.braunschweig.de/1913

Drei Ausstellungen: unterschiedliche Blickwinkel „1913 – Herrlich moderne Zeiten“

„Europas letztes Rendezvous. Die Hochzeit von Victoria Luise und Ernst August“

Soli Deo Gloria „Braunschweig Festival“ „Braunschweig 1913“

Das Wagner-Jahr 2013, einmalige Musikprogramme und internationale Musiker prägen auch 2013 die dramaturgische Ausrichtung des Festivals in neun Konzerten und Opernaufführungen und sieben historischen Veranstaltungsräumlichkeiten im Braunschweiger Land. Zwei Konzerte finden im Rahmen des Braunschweiger Kulturprojekts „1913“ statt.

Klavierkonzert „Musik einer Zeitenwende“ „1913 – Herrlich moderne Zeiten“ © Braunschweig Stadtmarketing GmbH / David Taylor

Arbeiterbewegung und Monarchie, Frauenwahlrecht und Imperialismus, eine Hochzeit und ein Todesfall – es waren bewegte Zeiten Anfang des 20. Jahrhunderts. Die Ausstellung beleuchtet die politischen, gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und kulturellen Entwicklungen in Braunschweig und dem Deutschen Reich um die Jahrhundertwende. Ausgehend von der Hochzeit einer Kaisertochter mit einem Welfenherzog im Jahr 1913 tauchen Besucher in die spannende Zeit des Fin de siècle ein, in der Fließband und Elektrizität die Welt erobern. 24.5.13–9.3.14, Braunschweigisches Landesmuseum

© Braunschweig Stadtmarketing GmbH / Steffen und Bach GmbH

Glanzvoll und medienwirksam wurde im Mai 1913 im Berliner Schloss die Hochzeit von Victoria Luise und Ernst August inszeniert. Einhundert Jahre später wird nun ein Teil der Galatafel mit ihrem originalen Tafelaufsatz eingedeckt. Hochzeitsgeschenke aus Braunschweig, die erstmals gezeigt werden, spiegeln die Bedeutung des Ereignisses für das Herzogtum. Mehr als einhundert Archivdokumente illustrieren die Feierlichkeiten und die Vorgeschichte der Hochzeit, darunter Filme, Gemälde, Fotografien, zeitgenössische Berichte und Urkunden wie etwa der Ehevertrag. 24.5.–27.10.13, Schlossmuseum Braunschweig

© Städtisches Museum Braunschweig / Jakob Adolphi

Die Ausstellung zeigt ein Bild der Stadt Braunschweig im Jahr 1913. Im Mittelpunkt steht der 3. November 1913, der Tag, an dem das Herzogspaar von der Braunschweiger Bevölkerung in seiner Residenzstadt empfangen wurde. Weitere Ausstellungsbereiche widmen sich Industrie und Wirtschaft zu Anfang des 20. Jahrhunderts sowie Kultur und Wissenschaft. Die Ausstellung wird anhand von beispielhaften Objekten eine Momentaufnahme der städtischen Bevölkerung präsentieren, wie sie sich im Jahr 1913 darbot. 3.11.13–5.1.14, Städtisches Museum

„Gurre-Lieder“ von Arnold Schönberg

Evgeni Koroliov und Ljupka Hadzigeorgieva spielen ein musikalisches Programm mit 1913 entstandenen Werken von Prokofjew und Debussy sowie „Le sacre du printemps“ von Strawinsky. 5.6.13, Altstadtrathaus

Wagner-Gala – Sonderkonzert der Staatskapelle Dresden

Auf der Bühne: Musik und Dramen aus dem Jahr 1913 Dramenzyklus „Aus dem bürgerlichen Heldenleben“ von Carl Sternheim

© Braunschweig Stadtmarketing GmbH

Sinfonie Nr. 6 a-Moll von Gustav Mahler

© Soli Deo Gloria / Matthias Creutziger

Die sächsische Staatskapelle präsentiert unter der Leitung von Christian Thielemann im Jubiläumskonzert anlässlich des 200. Geburtstags Richard Wagners eine Auswahl seiner Werke sowie eine Uraufführung von Hans Werner Henze. 3.9.13, Großes Haus, Staatstheater Braunschweig

© Braunschweiger Staatstheater /Stefan Koch

Vor 100 Jahren porträtierte der Dramatiker Carl Sternheim die wohl wirtschaftlich, politisch und ideologisch prägendste Klasse seiner Zeit – das Bürgertum. Die Familiengeschichte erzählt den sozialen Aufstieg der Maskes von der Wohnstube des kleinen Beamten Theobald zur herrschaftlichen Residenz des Sohnes und Konzernchefs Christian. Ein wahrhaftiges, mitunter satirisches und brisantes Fallbeispiel am Vorabend des Ersten Weltkriegs. 6.4.–31.5.13, Staatstheater Braunschweig

© Braunschweig Stadtmarketing GmbH / okerland-archiv © A. Schönberg Center, Wien

Mit seinen „Gurre-Liedern“ hatte Schönberg ein überdimensional besetztes Werk von atemberaubender musikalischer Schönheit geschaffen, das 1913 in Wien uraufgeführt wurde und das Publikum verblüffte. Die „Gurre-Lieder“ stehen auf der Grenzlinie zwischen Tradition und dem Aufbruch in eine neue Zeit – ein ohne Frage sinfonischer Höhepunkt innerhalb des Braunschweiger Kulturprojektes. 12.–13.5.13, Stadthalle Braunschweig

Mahlers Sechste, die als sogenannte „Tragische“ in die Musikgeschichte einging, ist musikalisch von einer derart wuchtigen Düsterkeit, dass viele Auguren sie als eine Art Prophezeiung auf das Kommende verstanden, unter anderem als Antizipation des 1. Weltkrieges. Bedeutungsvoll sind in die Musik eingewobene Zitate. Auch Naturstimmungen fehlen – wie in so vielen seiner Werke – nicht und schließen sich der grundlegend tragischen Stimmung an. 16.–17.6.13, Stadthalle Braunschweig

In das Jahr 1913 eintauchen: Reiseangebot und Themenführungen Anlässlich des Braunschweiger Kulturprojekts 1913 bietet die Touristinfo Braunschweig ein Reiseangebot, das Besucher in die vergangene Zeit eintauchen lässt. Außerdem stehen spezielle Stadtführungen zur Auswahl, zum Beispiel „Das Braunschweiger Stadtbild um 1913“ oder „Starke Frauen zu Kaiserszeiten“. Weitere Informationen unter www.braunschweig.de/1913-angebote.


14  |  Brig Belalp

THOMAS | arttourist.com 1|2013

4. frauenstimmen Festival Vom 12. bis 14. Juli 2013 findet in Brig das 4. Festival frauenstimmen mit Künstlerinnen aus Musik, Literatur und Tanz weltweit statt. Der Verein „frauenstimmen“ freut sich auf die vierte Auflage und heisst Sie herzlichst willkommen.

Kunstverein Oberwallis - Ausstellungen 2013 Der Kunstverein Oberwallis brachte vor 27 Jahren die moderne bildende Kunst in die Region. Er ist dem 1839 gegründeten, schweizerischen Kunstverein angeschlossen, dessen Hauptaufgabe in der Förderung einer eigenständigen, schweizerischen Kunst besteht. Die beiden Galerien des Kunstvereins – Galerie „zur Matze“ in Brig, Galerie „zur Schützenlaube“ in Visp – präsentieren jährlich Ausstellungen mit Künstlern aus der Region, aus anderen Schweizer Kantonen und aus dem benachbarten Ausland. www.kunstvereinoberwallis.ch

Brig Belalp

Filmkreis Oberwallis Der Filmkreis Oberwallis wurde 1961 mit dem Ziel gegründet, den guten und anspruchsvollen Film im Oberwallis zu fördern. Jedes Jahr im August finden die Oberwalliser Filmtage im Stockalperschloss statt www.filmkreisoberwallis.ch

Wenn die Schafe zum Fest laden, kann es schon mal spät werden. Niemand weiss, ob es wieder gelingen wird, alle Schafe heilen Trittes über den Felsweg durch die Oberaletschschlucht zu führen. Dieses Spektakel Ende August auf der Belalp ist sehenswert wie so vieles während eines Sommers in der Region Brig-Belalp. Es wird am 24. August 2013 erneut ein Naturschauspiel ohnegleichen sein: An die 1000 Schafe werden von der Sömmerung im Innern Aletschji zurück zu den Schafhaltern auf die Belalp gebracht. Die Tiere und die Sanner, welche die Herde antreiben, passieren dabei eine senkrecht abfallende Felswand, die schroff vom Grossen Aletschgletscher aufsteigt. Die Schafe trotten eins nach dem andern einen schmal in die Felsen gehauenen Serpentinenweg hinunter, bevor ihre Schäfer sie auf dem Aletschbord der Belalp in Empfang nehmen. Diese Heimkehr wird jedes Jahr ausgiebig als Schäferfest (24./25. August 2013) gefeiert. Derweil die Schafe sich von den alpinen Strapazen ausruhen, drehen die Schäfer zusammen mit den Gästen bis in die Abendstunden richtig auf.

Italianità mit viel Alpencharme Die eindrückliche Stelle des Alpabzuges ist übrigens Teil einer Wanderung, die überaus auf den Punkt bringt, was ein

Aufenthalt in der Alpenstadt des Jahres 2008 Brig-Belalp nach wie vor ausmacht: Die einladende Region besticht mit prominenten Pfaden, die Stadt mit ihrem architektonischen Charme und der lebhaften Kulturszene. Das alles wäre nichts ohne die Menschen, die das Wissen über die Natur gespeichert haben, ohne einem modernen Leben und einer einladenden Genusskultur abhold zu sein – im Gegenteil. Die Einheimischen haben die Nähe zu Italien stets als Vorteil und Bereicherung verstanden. So geniesst man heute knusprige Pizzas neben Raclette oder heimischen Safranspezialitäten, deren kostbaren Fäden in Mund geerntet werden. Noch ein Wort zum südländischen Flair: Bereits Kaspar Jodok von Stockalper nutzte die Gunst des Austausches mit den Italienern. Dessen Schloss,1658 – 1678 erbaut, liegt in der pittoresken Altstadt, die mit kleinen, ausgesuchten Boutiquen, lauschigen Gartenterrassen und putzigen Geschäften ein charakterstarkes Ensemble bietet.

Wandern auf viele Weisen Obschon Brig ein städtisches Gesicht hat, führen von jeder Hoteltüre weg schönste Wanderwege in jede Richtung und in alle Höhenlagen. Paradetouren sind etwa jene von der Belalp auf die Riederalp, bei welcher man die 124 Meter

lange Hängebrücke in der Massaschlucht passiert, der Höhenwanderweg Rosswald – Rothwald oder die historische Spurensuche auf der Via Stockalper gen Simplonpass zu. Es geht auch gemächlicher: Von Naters hinauf ins Gardemuseum, das in einer Festung die 500 Jahre junge Geschichte der Schweizer Garde inszeniert. Bei jedem Wetter empfehlenswert ist überdies ein Wellnesstrip nach Brigerbad, das als grösstes Freiluft-Thermalbad der Schweiz viel Badespass verspricht.

Alpenstadtfest 2013: Pop-Party mit Ambiente Das wahre Ambiente der Alpenstadt erwacht abends, wenn alle nach glücklicher Tour heimkehren und sich im autofreien Stadtzentrum in einer Gartenterrassen genüsslich und gesprächig zusammenfinden. Der lichte, geräumige Sebastiansplatz dient als Bühne für vibrierende Events wie das Alpenstadtfest (14. – 16. Juni 2013), bei welchem Schweizer Popgrössen sich berührbar geben. Auf diesem Platz erwarten am Samstag morgen die Bio-Bauern der Region ihre Stammkunden und Gäste, um sie mit regionalen Käsespezialitäten, Fleischwaren, Gemüse, Früchten, Holzofenbroten oder selbstgemachten Konfitüren zu bedienen.

Kellertheater Seit nun 35 Jahren veranstaltet das Oberwalliser Kellertheater Kabarett, Konzerte, Theater oder Tanz. Fast alle bekannten Schweizer Kabaretisten waren im Kellertheater zu Gast. Alfred Rasser, Emil Steinberger, Franz Holer, Walter Morath, Ursus & Nadeschkin, César Keiser und Margrit Läuble. Stars wie der Sänger zur Harfe Andreas Vollenweider, die Flamencotänzerin Nina Corti oder die Leute von Mummenschanz, Stiller Has, Vera Kaa oder Dodo Hug. Es gelang und gelingt dem Kellertheater immer wieder, Walliser, die in der Aussenschweiz oder im Ausland Theaterkarriere gemacht haben, zurück ins Wallis zu holen. Erwähnt sei hier etwa Franziskus Abgottspon, Eleonore Bürcher, Beat Albrecht, Hanelore Sarbach oder Regula Imboden. www.kellertheater.ch

Nutzen Sie die Kultur- und Alpen-Stadt Brig als Ausgangspunkt für weitere kulturelle Anlässe wie: Musikdorf Ernen ganzjährig www.musikdorf.ch

www.brig-belalp.ch Literaturfestival Leukerbad 5. – 7.7.2013 www.literaturfestival.ch Riederalp Kulturfestival Ende Juli 2013 www.riederalp-kultur.ch


THOMAS | arttourist.com 1|2013

Brühl  |  15

Max Ernst, Delicate Arch, 1946, Sammlung Peter Schamoni, © VG Bild-Kunst, Bonn 2013

Entdeckungsfahrten zu Max Ernst Die Sammlung Peter Schamoni 24.2.–23.6.2013 „Es gab wirklich keinen freieren Menschen …“ (Peter Schamoni über Max Ernst)

Vor fünfzig Jahren reiste der junge Filmemacher Peter Schamoni (1934-2011) in die französische Touraine, um seinen ersten Dokumentarfilm über den Dadaisten und Surrealisten Max Ernst (1891-1976) zu drehen. Es entstand der Kurzfilm »Entdeckungsfahrten ins Unbewußte«, in dem der Künstler seine Techniken der Collage und Frottage erläutert und Einblick in sein Leben und Werk gibt. Diese Begegnung war der Beginn einer lebenslangen Freundschaft und Faszination, der weitere einfühlsame Dokumentationen folgten. So beleuchtete Schamoni etwa in dem Film »Maximiliana. Die widerrechtliche Ausübung der Astronomie« (1966) die Auseinandersetzung des Künstlers mit dem deutschen Astronomen Ernst Wilhelm Leberecht Tempel (1821–1889). Zum 100. Geburtstag entstand der große Kinofilm »Mein Vagabundieren – Meine Unruhe« (1991), der die unterschiedlichen Lebensstationen in Deutschland, Frankreich und Amerika nachzeichnet und für den das anspielungsreiche Motto warb: „Der Film leistet das, was eine Ausstellung nicht bieten kann.“ Schamonis Filme erzählen vom Sehen, davon, wie etwas künstlerische Form findet und wie wir Kunst wahrnehmen; und nicht zu-

Das Museum Mit transparenter Leichtigkeit fügt sich der Glaspavillon der Kölner Architekten Thomas van den Valentyn und Seyed Mohammad Oreyzi in die U-Form des zweigeschossigen klassizistischen „Brühler Pavillon“ ein. Das ehemalige Ausflugslokal von 1844 verschmilzt mit den klaren architektonischen Elementen zu einer harmonischen Einheit. Das Museum wurde am 4. September 2005 eröffnet und zeigt auf rund 1.000 m2 die Schausammlung im Altbau, während der Pavillon zu einem 500 m2 großen Wechselausstellungsbereich, dem Luise Straus-Ernst Saal, sowie zum Dorothea Tanning Saal, einem Veranstaltungsraum für 350 Personen, im Untergeschoss überleitet. Adresse Max Ernst Museum Brühl des LVR Comesstraße 42 / Max-Ernst-Allee 1, 50321 Brühl Tel 02232 5793 – 0, Fax 02232 5793 – 130 info@maxernstmuseum.de www.maxernstmuseum.lvr.de Öffnungszeiten Di – So 11 – 18 Uhr

letzt auch davon, wie er selbst als Regisseur und Drehbuchautor, als Filmkünstler sich der bildenden Kunst annähert, sie begreift und kommentiert.

© Max Ernst, Pyramid Lake, 1946, Sammlung Peter Schamoni, © VG Bild-Kunst, Bonn 2013

»Eine gefährliche Vermischung von Vögeln und menschlichen Wesen setzte sich in meinem Gemüt fest und fand Ausdruck in Zeichnungen und Gemälden.« (Max Ernst 1963 in dem Kurzfilm »Max Ernst – Entdeckungsfahrten ins Unbewußte«)

Die Begeisterung für Max Ernst konzentrierte sich aber nicht nur auf die biographische Seite und den persönlichen Umgang, sondern führte auch zu einer umfangreichen Sammlung, die das Max Ernst Museum Brühl des LVR zum ersten Mal vollständig und in allen ihren Facetten zeigt. Ein persönlicher Aspekt dieser Kollektion erschließt sich zu einem gewissen Teil aus der Perspektive des Filme-

Mo geschlossen Geöffnet: Ostermontag, Pfingstmontag, 3.10., 1.11. Geschlossen: Neujahr, Weiberfastnacht, Karnevalssonntag, Rosenmontag, Karfreitag, 1. Mai, Heilig Abend, 1. Weihnachtstag, Silvester Eintrittspreise Erwachsene EUR 6 / 3,50* Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre Eintritt frei LVR-Museumskarte (Jahreskarte für alle LVR-Museen) Einzelkarte EUR 19 Partnerkarte EUR 29 Gruppen ab 10 Personen (pro Person) EUR 5 / 1,50* Gruppenführung Deutsch, 60 Min., bis 25 Personen EUR 60 ab 25 Personen pro Teilgruppe EUR 50 Gruppenführung Deutsch, 90 Min. EUR 90 Fremdsprachenführung, 60 Min. EUR 80 *Ermäßigung nur gegen Ausweisvorlage für Schüler, Studenten, Auszubildende, Schwerbehinderte, Freiwillige des Sozialen Jahres, Hartz IV-Empfänger. Bei selbstorganisierter Führung kein Gruppenpreis beim Eintritt.

machers, der zu den Werken, deren Entstehen er unmittelbar beobachten und filmisch dokumentieren konnte oder die sein Bruder Victor fotografisch in diesem Kontext festhielt, ein besonderes Verhältnis entwickelte. Viele Motive seiner Filme finden sich in der Sammlung wieder. In dem Gemälde »Paysage extraordinaire« von 1947 etwa begegnen wir der amerikanischen Canyonlandschaft, die Schamoni für »Mein Vagabundieren – Meine Unruhe« filmte. Dieser geschärfte und einfühlsame Sinn für die anschauliche Vermittlung von Kunst, der in seinen Filmen zum Ausdruck kommt, spiegelt sich in der Sammlung auch dann wider, wenn er ein Werk direkt auf einer Vergrößerung desjenigen Fotos präsentiert, das Max Ernst bei der Arbeit daran zeigt. Schamoni wurde 1934 als Sohn des Filmemachers Victor Schamoni und der Schauspielerin und Drehbuchautorin Maria Vormann in eine Familie von Cineasten hineingeboren. Er studierte ab 1954 Publizistik sowie Theater-, Literatur- und Kunstgeschichte und arbeitete als Regieassistent an den Staatstheatern in Stuttgart und München. In den folgenden Jahren entstand eine Vielzahl an prämierten Dokumentar- und Spielfilmen. Sein erster eigener Spielfilm »Schonzeit für Füchse« (1965) erhielt unter anderem auf der »Ber-

Führungen | Workshops – Treffpunkt: Museumsfoyer – Maximal 25 Personen pro Gruppe – Führungen auch auf Englisch, Französisch, Niederländisch, Italienisch sowie in Gebärdensprache auf Anfrage möglich – Spezialrundgänge zu Techniken und Themen von Max Ernst sowie Tastführungen auf Anfrage möglich Der praktische Teil findet im Fantasie Labor im Max Ernst Geburtshaus, Schloßstraße 21, statt Info -Service | Anmeldung | Buchung Anmeldung erbeten bis 3 Tage vor Termin: kulturinfo rheinland Tel 02234 9921 – 555, Fax 02234 9921 – 300 E-Mail info@kulturinfo-rheinland.de Weitere Ausstellungen 2013/14: „Auf der Lauer nach dem Licht“ – Man Rays Fotografie im Paris der Surrealisten 15.9.–8.12.2013 Das Max Ernst Museum Brühl des LVR zeigt vom 15. September bis 8. Dezember 2013 die Ausstellung »›Auf der Lauer nach dem Licht‹ – Man Rays

Fotografie im Paris der Surrealisten«. Sie konzentriert sich auf die Schaffensphase von 1921 bis 1940, jene Jahre, in denen Man Ray in Paris im Zentrum des Surrealismus verkehrte und im Kreise von Künstlern wie Max Ernst, Marcel Duchamp und Salvador Dalí einige seiner bedeutendsten Arbeiten schuf. Der Schwerpunkt der Präsentation liegt auf den drei Werkgruppen: Portrait-, Aktfotografie und Rayografie. Man Ray hat unseren Blick auf die Fotografie des 20. Jahrhunderts entscheidend geprägt. Insbesondere die Pariser Jahre sind von zahlreichen Innovationen wie der Solarisation und der Rayografie gekennzeichnet, Techniken, die später zum Markenzeichen seines künstlerischen Ausdrucks werden. Gleichzeitig illustrieren die vielen Portraits von Künstlern, Literaten und anderen Persönlichkeiten der Pariser Szene die besondere fotografische Auffassung des Künstlers von Licht und Körper und sind heute faszinierende Zeitdokumente. Die Ausstellung rückt diese Aspekte in den Fokus und beleuchtet den reziproken künstlerischen Austausch zwischen Man Ray und den Pariser Surrealisten.

Max Ernst, Matin et soir, 1930, Sammlung Peter Schamoni, © VG Bild-Kunst, Bonn 2013

linale« 1966 den »Silbernen Bären« und seine Produktion »Zur Sache Schätzchen« (1967) die »Goldene Leinwand« für mehr als drei Millionen Kinozuschauer in einem Jahr. Die Komödie gilt bis heute als eines der populärsten Beispiele des »Jungen Deutschen Films«. Zusätzlich schuf er eindringliche Künstlerportraits von Friedensreich Hundertwasser, Caspar David Friedrich, Niki de Saint Phalle und Jean Tinguely, Dorothea Tanning sowie Fernando Botero. Die Ausstellung umfasst über 80 Werke, ergänzt durch eine Fülle fotografischer Porträts sowie persönlicher Dokumente der Freundschaft zwischen dem Ausnahmekünstler und dem Filmemacher und passionierten Sammler. Begleitend wird der Film »Mein Vagabundieren – Meine Unruhe« in der Ausstellung gezeigt. Sondervorführungen weiterer Filme von Schamoni unter www.maxernstmuseum.lvr.de. Es erscheint ein Katalog im Hatje Cantz Verlag, Ostfildern. Preis an der Museumskasse: EUR 34,90

„Seine Augen trinken alles“ – Max Ernst, Kunst und Kultur am Vorabend des Ersten Weltkrieges 23.02.–29.06.2014

Leben und Werk des Dadaisten und Surrealisten Die Sammlung: Skulptur, Malerei, Grafik, Fotografie 1907-1973

Das Max Ernst Museum Brühl des LVR beteiligt sich mit dieser Ausstellung an dem Verbundprojekt „1914 – Mitten in Europa. Das Rheinland und der Erste Weltkrieg“ des LVR-Dezernates für Kultur und Umwelt. Dabei wird der Beitrag des Max Ernst Museums unter der Perspektive des ihm gewidmeten Künstlers ausgerichtet. So beleuchtet die Ausstellung die „Inkubationszeit“ des 1891 in Brühl geborenen Ausnahmetalentes in den Jahren unmittelbar vor Kriegsausbruch. Es werden Kunstwerke und Objekte präsentiert, die ihn beeindruckten und die er kritisch rezipiert hat. Dieses vielfältige „Panorama“ im Spannungsfeld zwischen Tradition und Moderne visualisiert die Einflusssphäre und seinen subjektiven Bezugsrahmen. Ein exemplarischer Ausblick auf die Kunst von Max Ernst nach dem Ersten Weltkrieg zeigt deren Überwindung und seine künstlerische Entwicklung hin zu ganz neuen Formen und Inhalten.

Das Max Ernst Museum Brühl des LVR ist das weltweit erste und einzige Museum, das dem Werk des Jahrhundertkünstlers und Weltbürgers Max Ernst gewidmet ist. Es zeigt einen Überblick des umfangreichen Schaffens des Dadaisten und Surrealisten, dessen Bildwelten - wie bei kaum einem anderen Künstler des 20. Jahrhunderts - sich durch verblüffenden Einfallsreichtum und geniale Inspirationskraft auszeichnen. Max Ernst schuf nicht nur eine Vielzahl an Gemälden, Collagen, Frottagen, Grafiken, Plastiken und Assemblagen; seine unbändige Kreativität schlug sich auch in zahlreichen Büchern, Künstlermappen und Gedichten nieder. In seinen Bildwelten begegnen wir poetischen Landschaften, phantastischen Kompositionen und bizarren Wesen, deren Erfindungskraft und geistreicher Witz faszinieren und zugleich verwirren und beim Betrachter einen unausweichlichen Sog der Suggestion auslösen.


Günstige Qualitätsflüge zu den schönsten Kultur-Metropolen Europas.

6333_ANZ_Frida_286x436mm_RZ2.indd 1

09.10.12 17:18


THOMAS | arttourist.com 1|2013

Düsseldorf  |  17

Ernst Ludwig Kirchner, Mädchen unter Japanschirm (Detail), um 1909, Öl auf Leinwand, 92,5 x 80,5 cm, Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen

Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen Alexander Calder, Quatre systèmes rouges, 1960, Louisiana Museum of Modern Art, Humlebæk, Dänemark, Donation: The New Carlsberg Foundation, 2012 Calder Foundation, New York / VG Bild-Kunst, Bonn 2013 Foto: © Kunstsammlung NRW

Die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen mit den drei Standorten K20, K21 und dem denkmalgeschützten Schmela Haus zählt zu den renommiertesten Kollektionen moderner Kunst auf der Welt. Ihre herausragende Position verdankt sie bedeutenden Meisterwerken der Klassischen Moderne, unter anderem von Pablo Picasso, Henri Matisse, Paul Klee, Ludwig Kirchner oder Wassily Kandinsky. Auch die US-Kunst nach 1945 ist mit Werken von Andy Warhol, Robert Rauschenberg oder Jackson Pollock umfangreich im K20 vertreten. Darüber hinaus zeigt die Sammlung im K21 als „Ort der Künstler“ unter anderem Installationen etwa von Nam June Paik, wechselnde „Künstlerräume“ sowie Fotokunst der renommierten Düsseldorfer Becher-Schule. K20 Grabbeplatz | Grabbeplatz 5 | 40213 Düsseldorf K21 Ständehaus | Ständehausstraße 1 | 40217 Düsseldorf Schmela Haus | Mutter Ey Strasse 3 | 40213 Düsseldorf www.kunstsammlung.de

Alexander Calder Avantgarde in Bewegung 7.9.2013–12.1.2014 Im Herbst 2013 zeigt die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen eine umfassende Ausstellung zum Werk Alexander Calders (1898 – 1976), einem der bedeutendsten amerikanischen Bildhauer des 20. Jahrhunderts. Es ist die erste große Museumsausstellung dieses innovativen Künstlers seit mehr als zwanzig Jahren in Deutschland. Der Schwerpunkt der rund 70 Werke liegt in den 1930 / 40er Jahren und zeigt Calders Weg zur Abstraktion. Alexander Calder gilt als Erfinder der kinetischen – bewegten – Kunst. Die Ausstellung bettet sein Werk in die europäische Kunst- und Ideenwelt dieser Jahre ein – durch Ausstellungsrekonstruktionen, Referenzwerke anderer Künstler, historische Filme und experimentelle Musik. Wie kein anderer amerikanischer Künstler, lediglich vergleichbar mit seinem Freund Man Ray, war Calder zwischen 1926 und 1933 eine feste Größe der Pariser Avantgarde und bewegte sich zwischen Abstraktion und Surrealismus. Er stand im Austausch mit den wichtigsten

Alexander Calder – Avantgarde in Bewegung (K20, 07.09.13 - 12.01.14), Alexander Calder, Ohne Titel, 1937, Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf, Leihgabe des Landes Nordrhein-Westfalen, © 2012 Calder Foundation, New York / VG Bild-Kunst, Bonn 2013, Foto: © Kunstsammlung NRW

Vertretern unterschiedlicher künstlerischer Stilrichtungen, ohne sich selbst in die Rivalitäten der Gruppen einzumischen. Calder siedelte sein Werk viel-

ADRESSE K20 GRABBEPLATZ Kunstsammlung Nordrhein-Wesfalen Grabbeplatz 5 40213 Düsseldorf

Auf Anfrage können fremdsprachige Führungen in folgenden Sprachen angeboten werden: Niederländisch, Französisch, Englisch, Italienisch, Japanisch, Ungarisch

ÖFFNUNGSZEITEN Di – Fr 10 – 18 Uhr Sa, So, feiertags 11 – 18 Uhr Mo geschlossen Jeden 1. Mi im Monat 10 – 22 Uhr ab 18 Uhr KPMG-Kunstabend Eintritt frei 24., 25. und 31.12. geschlossen

Workshops mit Führungen für Erwachsene (Maximal 15 Teilnehmer) 90 Minuten EUR 180 (zzgl. Eintritt p.P.) | 120 Minuten EUR 240 (zzgl. Eintritt p.P.)

EINTRITTSPREISE Erwachsene EUR 12 Ermäßigt EUR 9,50 FÜHRUNGEN Angebote im Rahmen der Ausstellung Öffentliche Führungen Gruppenführungen (Führungshonorar zzgl. Eintritt pro Person) 60 Minuten (Maximal 20 Teilnehmer) Führungen in deutscher Sprache EUR 75 | Fremdsprachige Führungen EUR 85 | 90 Minuten (Maximal 20 Teilnehmer) Führungen in deutscher Sprache EUR 90 | Fremdsprachige Führungen EUR 100 | 120 Minuten (Maximal 20 Teilnehmer) | Führungen in deutscher Sprache EUR 120 | Fremdsprachige Führungen EUR 130

Workshops, Führungen und weitere Angebote für Kinder finden Sie in unserer ausführlichen Angebotsübersicht auf www.kunstsammlung.de Anmeldung und Information Besucherservice der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen Tel. 0211 . 83 81 - 204 Fax 0211 . 83 81 - 209 service@kunstsammlung.de www.kunstsammlung.de www.facebook.com/kunstsammlung

mehr im Spannungsfeld zwischen den geometrischen Bildkonstruktionen Piet Mondrians und den verspielten Abstraktion von Joan Miró und Hans Arp an. `Bewegung im Raum´ war das große zeithistorische Thema der 1920er Jahre. Um einen neuen Blick auf Calders Werdegang und die Entwicklung seiner kinetischen Werke zu werfen, werden Experimentalfilme von Fernand Léger, Marcel Duchamp u.a. vorgeführt. Fast alle Künstler, mit denen sich der Amerikaner in seiner Pariser Zeit umgab, haben sich für das Medium Film, für das bewegte Bild interessiert. Calder war außerdem mit den Komponisten Edgard Varèse, Virgil Thomson und später mit John Cage befreundet. Experimentelle Musik hat Calder ebenso beschäftigt und war inspirierend für die Entwicklung der sogenannten »noisemobiles«. Dieser fast unbekannten Werkgruppe der klangerzeugenden Mobiles wird besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Die Ausstellung umfasst insgesamt mehr als 1600m².

Museum Kunstpalast Das Museum Kunstpalast steht für vielseitige und aufsehenerregende Aus­stellungen sowie für eine breitgefächerte, umfangreiche Sammlung. Diese Sammlung präsentiert Expo­nate vom Mittelalter über Barock und Düssel­dorfer Maler­schule bis zur zeitgenössischen Kunst, die u.a. Werke von Peter Paul Rubens, Max Beckmann und Andreas Gursky umfassen. Zu den Highlights des Museums zählen die Graphische Sammlung und das Glasmuseum Hentrich. Mit hochkarätigen AusstelPaul Rubens, Venus und Adonis, um lungen von Künstlern 1610, Museum Kunstpalast, Gemäldegawie Miró, Dalí, Warhol, lerie, Dauerleihgabe der Kunstakademie Caravaggio und El Greco Düsseldor hat das Haus einen inter­nationalen Ruf erworben. Ehrenhof 4–5 | 40479 Düsseldorf | www.smkp.de

rf

o Düsseld n i « t r A ome »2 c l e W t telpake

bbeplatz a r G 0 2 K , W Ho mmlung NR a s t s n u K ie d Besuchen Sie um Kunstpalast ptbahnhof und das Muse sseldorf-Hau e 2 Art“ Mit „Welcom folgende Leistungen: ie erwarten S Frühstück

g inkl. 1 Übernachtun Sammlung für die ständige 1 Eintrittskartenstpalast des Museum Ku Sammlung für die ständige 1 Eintrittskarte ng NRW, K20 Grabbeplatz mlu der Kunstsam d WelcomeCar f or ld useen 1 Düsse n in weitere M te rit nt Ei n ie fre n he ic mit zahlre gen eizeiteinrichtun und andere Fr V PN Ö hrt mit sowie freie Fa fopaket f1 Düsseldor In

d Buchung Information un

ismus GmbH keting & Tour 211 17 202-13 21 ar M f or ld se Düs 202-851, F +49 T +49 211 17 esseldorf-tourismus.de du n@ io reservat

Ibis Hotel Dü

Doppelzimmer pro Person im

zelzimmer

Ein pro Person im

92,00 E 59,00 E r ir & Lady Asto im Einzelzimmer on Hotel Garni S immer rs Pe o pr Doppelz pro Person im 94,00 E E 0 ,0 9 6 üsseldorf Einzelzimmer Hotel Melia D immer pro Person im elz pp Do pro Person im 157,00 E 99,00 E online akete direkt traktive Hotelp buchen e e/hotelpaket rf-tourismus.d

tere at Dieses und wei do www.duessel


18  |  Halle

THOMAS | arttourist.com 1|2013

wesentlich zum Erfolg Noldes bei. Als Kurator, Biograf, Sammler und Freund begleitet er den Künstler über viele Jahre. 2013 sind 100 Jahre seit dem »Abendmahl«-Ankauf vergangen. Die Stiftung Moritzburg widmet Emil Nolde zu diesem Jubiläum eine Ausstellung, die sein Schaffen an einem radikalen Wendepunkt vorstellt. Im Zentrum stehen drei seiner großen Themen: Die leuchtenden Gartenbilder, die religiösen Gemälde und die exotischen Südseebilder. Die Schau konzentriert sich auf die Zeit zwischen 1908 und 1918. In dieser Phase findet Nolde über den Umgang mit der reinen Farbe zu seinem eigenen Ausdruck.

Emil Nolde, Blumengarten mit Figuren, 1908, Öl auf Leinwand, 79 x 60 cm, Privatbesitz, courtesy Galerie Neher © Nolde Stiftung Seebüll, Foto: Jens U. Nober, Folkwang Museum

Die Stiftung Moritzburg feiert mit der Ausstellung eine Hommage an das Museum und an die expressive Bildwelt Noldes. Umfangreiches, bislang unerforschtes Material enthüllt neue Erkenntnisse über den Künstler. Einige der ausgestellten Bilder gehörten bis 1937 zum Bestand der Moritzburg. Noch heute gelten sie als Schlüsselwerke für Noldes Erneuerung der Kunst: Das »Abendmahl« von 1909, der »Missionar« und »Akte und Eunuch« von 1912 und ein bezauberndes frühes Gartenbild von 1908. Szenen von der Südsee und der abenteuerlichen Reise durch Sibirien schaffen eine stimmungsvolle Atmosphäre.

Emil Nolde. Farben heiß und heilig 21.4.–28.7.2013 Mit Emil Nolde beginnt vor 100 Jahren der Aufbruch des halleschen Kunstmuseums in die Moderne. Die neue, radikale Bildsprache dieses großen expressionistischen Malers lebt von der sinnlichen Kraft der Farben – eine Provokation der etablierten deutschen Kunstszene vor dem Ersten Weltkrieg. Der Ankauf seines religiösen Gemäldes »Abendmahl« für das Museum in der Moritzburg löst 1913 einen Skandal

aus: In einem öffentlichen Streit debattieren Wilhelm von Bode, Generaldirektor der Berliner Museen, und der hallesche Museumsdirektor Max Sauerlandt, ob zeitgenössische Kunst ins Museum gehört. Ankauf und nachfolgender Streit als ungewollte PR-Maßnahme machen beide berühmt: Das hallesche Museum als Wegbereiter der Moderne und Emil Nolde als Erneuerer der Kunst. Max Sauerlandt trägt

Emil Nolde, Dr. S. (Sauerlandt), 1913, Holzschnitt, Nolde Stiftung Seebüll, © Nolde Stiftung Seebüll

Die Hallenser Madrigalisten sind ein semiprofessioneller Kammerchor unter der Leitung von Tobias Löbner. 2013 feiert der Chor sein 50. Jubiläum. Das Festprogramm erzählt von Liebe, Leidenschaft © Gert Mothes und Schmerz. Italienische Madrigale erklingen neben Werken von Weismann (1900-1980) und einer Uraufführung des Auftragswerkes Hallenser Madrigalismen von Jens Klimek. In Besinnung auf die alte Madrigaltradition werden mit puren Affekten die unvergänglichen Themen der Liebe interpretiert. Das Festprogramm erscheint Anfang 2014 auf CD. www.madrigalisten.de

Halloren Schokoladenmuseum Wenn Sie mehr über den Ursprung der Schokolade und die Tradition von Halloren wissen möchten, ist das Halloren Schokoladenmuseum für Sie der ideale Ort. Die 900 m² große Ausstellung glänzt durch eine abwechslungsreiche Präsentation, interessante Hintergrundinformationen und bietet eine Vielzahl von Schokoladenkunstwerken, wie z. B. das einzigartige Halloren Schokoladenzimmer, das aus 1400 kg Schokolade und 300 kg Marzipan gestaltet wurde. Ein weiteres Highlight im Schokoladenmuseum ist der Schaugang mit Panoramablick in die Halloren Confiserie. Hier werden feinste Pralinen und Trüffel produziert und dekoriert. www.halloren.de/schokoladenmuseum

Ein ehemaliger Ausspannhof mit 300 Jahre alter Geschichte. Das „Rote Ross“ ist ein Ort mit Tradition. Das DORMERO ist ein Hotel voller Innovation, im Herzen von Halle und am Puls der Zeit. Reich an Geschichte und Geschichten. 89 Zimmer und Suiten 6 verschiedener Kategorien. Eingebettet in eine prunkvolle Fassade,  die Zeuge einer Zeit ist, als jeder Raum noch ein individuelles Kunstwerk war. www.dormero-hotel-rotes-ross.de

Im gastronomischen Kleinod im ehemaligen Umspannwerk Halle erwarten Sie als Ihre Gastgeber der Spitzenkoch Alexander Mahn und Restaurantleiterin Gabriele Mahn. Modernes Interieur und warmes Ambiente: die Mischung aus feiner Küche und behaglicher Gastlichkeit bietet den stimmungsvollen Rahmen für jeden Anlass. Der gebürtige Hallenser Alexander Mahn setzt sich als Küchenchef von MahnS Chateau für Frische und Nachhaltigkeit ein. Oberste Priorität haben für ihn die Zutaten aus der Region: frisch, gesund, natürlich, persönlich. Die Verwendung von Bio- und Qualitätsprodukten ist für das Haus der Garant für die Umsetzung höchster kulinarischer Ansprüche. www.mahns-chateau.de

2.6.–29.9.2013 Nolde, Pechstein, Amiet, Mueller im Kreis der „Brücke“ Sammlung Hermann Gerlinger Eröffnung: Sa 1.6., 15.00 Uhr 9.6.–1.9.2013 Der Berliner Skulpturenfund. Entartete Kunst im Bombenschutt Eröffnung: Sa 8.6.2013, 15.00 Uhr

13.10. 2013–9.3.2014 Unmittelbar und unverfälscht Die „Brücke“-Maler und ihre Motive Sammlung Hermann Gerlinger Eröffnung: Sa 12.10., 15.00 Uhr

Hallenser Madrigalisten

Restaurant MahnS Chateau

10.2.–20.5.2013 Karl Schmidt-Rottluff Starke Farben – Klare Formen Aquarelle und Zeichnungen. Sammlung Hermann Gerlinger

29.9.2013–5.1.2014 Karl Völker. Heilige Geschichten Die Kirchenbilder aus Schmirma

Entdecken Sie das Haus, in dem der berühmte Komponist Georg Friedrich Händel das Licht der Welt erblickte, mit der prämierten Dauerausstellung „Händel – der Europäer“ sowie mit Musikinstrumenten aus sechs Jahrhunderten. Zudem ist das Händel-Haus internationales Zentrum der Händel-Pflege und -Forschung. Jährlich im Juni ehren die internationalen Händel-Festspiele Halle (6. – 16.6.2013) den großen Sohn der Stadt. www.haendelhaus.de

Hotel Domero

Ausstellungen 2013

11.8.–15.9.2013 Helme Heine. Traum und Wirklichkeit Mit der Ausstellung Traum und Wirklichkeit wird Helme Heine, der zu den bedeutendsten Bilderbuchkünstlern der Gegenwart zählt, erstmals in seiner künstlerischen Bandbreite gewürdigt. Es ist eine Werkschau der besonderen Art: Heitere Kalenderillustrationen neben bitterbösen Grafiken und Skulpturen zum Thema Umwelt; Kostüm- und Bühnenbildentwürfe für das Rockmusical Tabaluga; religionskritische Blätter, Bilderbuchentwürfe, Plakate zur Euro-Krise, Bewegungsstudien der Freunde für den Kinofilm Mullewapp, Porträts und Cartoons. Philosophisches, Heiteres und Nachdenkliches stehen nebeneinander und ergänzen sich. Ephraim Lessing hatte recht: „Das Endziel aller Künste ist das Vergnügen.“

HÄNDEL-HAUS & HÄNDEL-FESTSPIELE HALLE

Winzervereinigung Freyburg Emil Nolde, Abendmahl. 1909, Öl auf Leinwand | 86 x 107 cm, Statens Museum for Kunst, Kopenhagen, © Nolde Stiftung Seebüll | Foto: KMS, Kopenhagen Adresse Stiftung Moritzburg Kunstmuseum des Landes Sachsen-Anhalt Friedemann-Bach-Platz 5 06108 Halle (Saale) info@kunstmuseum-moritzburg.de www.kunstmuseum-moritzburg.de

Öffnungszeiten Öffnungszeiten Di 10–19 Uhr Mi – So & an Feiertagen 10 – 18 Uhr Mo geschlossen 24.12. u. 31.12. geschlossen Eintrittspreise Eintritt EUR 6 / 4 mit Dauerausstellung EUR 9 / 7 Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre: Eintritt frei Gruppenkarte ab 10 Personen: ermäßigter Eintritt

Führungen für Besuchergruppen Tel. +49 (0)345 21259-70 I -53 weitere Auskünfte und Anmeldungen, Veranstaltungen Ein umfangreiches Vermittlungsprogramm mit Gesprächsreihe, Lesungen und Konzerten begleitet die Ausstellung. Veranstaltungsservice: Telefon +49 (0)345 2125970 I -53

Die Winzervereinigung Freyburg gehört zu den Leistungsträgern in der Region. Die Weingärten der Mitglieder prägen die Landschaften an Saale, Unstrut, Ilm und Süßen See. Gut ein Fünftel der etwa 352 Hektar finden sich in Steillagen. Innerhalb der deutschen Weinbaugenossenschaften setzt die Freyburger Winzervereinigung mit ihren modernen Kelleranlagen Maßstäbe. Das Zusammenspiel von Hightech-Gärtanks und traditionellem Holzausbau bringt Weine hervor, die bevorzugt trocken und fruchtig ausgebaut werden. www.winzervereinigung-freyburg.de


THOMAS | arttourist.com 1|2013

Hamburg  |  19

Weitere Ausstellungen auf der Kunstmeile Museum für Kunst und Gewerbe Pixar. 25 Years of Animation 27.1.–12.5.2013 Abenteuerlustige Spielzeugfiguren, quicklebendige Rennautos und eine Ratte als Chefkoch – Die Ausstellung PIXAR. 25 Years of Animation  im MKG ermöglicht einen Einblick in den spannenden Entstehungsprozess des Animationsfilms und zeigt wie die Macher die Helden aus  Toy Story,  Findet Nemo,  Ratatouille,  Cars  oder Merida – Legende der Highlands  entwickeln und zum Ricky Nierva | Dory, Nemo und Bruce in „Findet Leben erwecken. Zwar spie- Nemo“ | Correction fluid, ink an Marker len Computer beim Anima- on photocopy | © Disney / Pixar tionsfilm eine tragende Rolle, ohne die individuellen künstlerischen Fähigkeiten des Kreativ-Teams wären die Filme jedoch nicht denkbar. Über 500 Exponate geben einen  Einblick in den Schaffensprozess der Filmemacher. Nach Pixar. 25 Years of Animation fragt das Museum für Kunst und Gewerbe ab Mai in der Schau Böse Dinge danach, wer bestimmt, was guter Geschmack ist, und lässt in Jugendstil. Eine Utopie eine Epoche tiefgreifender Umwälzungen aufleben. Nach der Pixar-Ausstellung fragt das Museum für Kunst und Gewerbe ab 16. Mai in der Schau Böse Dinge. Eine Enzyklopädie des Ungeschmacks (bis 6. Oktober) danach, wer bestimmt, was guter Geschmack ist.

Giacometti

auf der Kunstmeile Hamburg Auf der Kunstmeile Hamburg widmen sich in einer einzigartigen Kooperation im Frühjahr 2013 gleich zwei große Ausstellungen dem Ausnahmekünstler Alberto Giacometti. Die Hamburger Kunsthalle zeigt in Giacometti. Die Spielfelder erstmals, wie wegweisend das kaum bekannte surrealistische Frühwerk für Giacomettis gesamtes Œuvre ist. Die Ausstellung Alberto Giacometti. Begegnungen im Bucerius Kunst Forum widmet sich dem Porträtschaffen Giacomettis von den Anfängen bis zu seinen anonymen Portraits und den überlängten schlanken Skulpturen, die bis heute als die Essenz seines Schaffens gelten.

Alberto Giacometti. Begegnungen 26.1. – 20.5.2013, Bucerius Kunst Forum

zu immer neuer Auseinandersetzung mit Antlitz und Gestalt des Gegenübers an. So kam er nach surrealistischen Anfängen der Philosophie des Existentialismus nahe und übertrug diese auch in seine anonymen Portraits, darunter die überlängten schlanken Skulpturen – die Essenz seines Schaffens. Bedeutende, bisher kaum gezeigte Leihgaben aus der Familie des Künstlers ermöglichen einen neuen Zugang zu Giacomettis Werk. Weitere Skulpturen, Gemälde und Zeichnungen kommen aus deutschen und internationalen Museen sowie Privatsammlungen. Im Anschluss an Giacometti. Begegnungen zeigt das Bucerius Kunst Forum Alexander Rodtschenko. Eine neue Zeit und ab Oktober 2013 Dionysos. Rausch und Ekstase.

Giacometti. Die Spielfelder 25.1 – 19.5.2013, Hamburger Kunsthalle

Die Ausstellung im Bucerius Kunst Forum widmet sich erstmals umfassend Giacomettis Portraitkunst. Sie durchzieht sein gesamtes Werk und zeigt seine Persönlichkeit und künstlerische Weltauffassung wie kein anderer Bereich seines Schaffens. Die über lange Jahre entstandenen Bildnisse seiner Familie und die Portraits von Künstlern und Philosophen seines Pariser Freundeskreises um Jean-Paul Sartre und Simone de Beauvoir führen den kreativen Prozess vor Augen. Das Gewebe menschlicher Verbindungen regte ihn

Giacometti. Die Spielfelder zeigt erstmals, wie wegweisend das kaum bekannte surrealistische Frühwerk des Ausnahmekünstlers für sein Œuvre ist: In der neuartigen horizontalen Ausrichtung der fragilen Unikate entwickelt Giacometti die Idee der „Skulptur als Platz“. Werk und Sockel, Präsentiertes und Präsentationsform fallen ineinander. Entscheidend wird die Positionierung der einzelnen, geheimnisvoll auf Eros, Tod und Erinnerung anspielenden Elemente – wie auf einer Spielfläche.

Die groß angelegte Schau mit Werken aus 40 Jahren legt offen, dass die „Spielbrettskulpturen“ als Modelle auf riesige Platzgestaltungen verweisen, in die der Künstler auch den Besucher einbezog. Giacometti selbst umgab sich über Jahrzehnte mit vergrößerten „Spielelementen“ in seinem winzigen Atelier. Dieser zu recht zum Mythos gewordene Arbeitsraum wird in seiner räumlichen Gedrängtheit und zugleich ideelen Bedeutung in der Ausstellung erstmals erlebbar. Seine  berühmten Sammelskulpturen der Nachkriegszeit zeigen, wie weitgehend er die Idee der Plätze in der nun typisch überlängten Formensprache immer wieder aufnimmt. Überlebensgroße Skulpturen, die Giacometti 1960 für den Vorplatz einer Bank in Manhattan entwarf, bilden schließlich im Œuvre wie in der Ausstellung den Höhepunkt der Suche nach einer idealen Platzgestaltung zwischen Kunst und Leben. Eine Vielzahl bisher selten gereister Skulpturen, Gemälde, Zeichnungen und Photos aus internationalen Museen sowie unbekannteren Privatsammlungen offenbart die Spannweite und die Bedeutung von Giacomettis Kunst bis heute. Das Programm der Kunsthalle umfasst nach Giacometti. Die Spielfelder, neben einer Klee-Ausstellung und Kitaj im Sommer, die Sammlung Hirschsprung und gegen Ende des Jahres die Künstlerinnen Gego und Eva Hesse.

Kunstverein Hamburg John Bock 25. 4.–7. 7. 2013 Als Zusammenspiel von Installation, Skulptur, Aktion, Theater und Film überschreitet die Kunst des deutschen Aktionskünstlers John Bock (*1965, lebt in Berlin) jegliche Grenzen. Seine raumgreifenden Installationen kombinieren divergierende Materialien und unterschiedliche künstlerische Ausdrucksweisen zu vielschichtigen Szenarien, innerhalb dessen der Künstler häufig selbst als Protagonist aufJohn Bock | Lütte mit Rucola, 2006 tritt und in unübersichtlichen, surrealen Versuchsanordnungen seinen Kosmos erläutert. Für den Kunstverein Hamburg entwickelt John Bock eine raumgreifende Installation, die als Geruchsstation fungiert und für die BesucherInnen mehr oder weniger unsichtbar bleibt.

Deichtorhallen Hans Peter Feldmann 1.3.–2.6.2013 Halle Für Aktuelle Kunst Hans-Peter Feldmann (geboren 1941 in Düsseldorf) wurde in den frühen 1970er-Jahren mit umfangreichen Fotoserien bekannt, die Bildern des Alltags die Tür öffneten. Mittlerweile zählt er zu den großen deutschen Künstlern, die einen spürbaren Einfluss auf die nachfolgende Künstlergeneration haben. Die Ausstellung in den Deichtorhallen Hamburg ist den zentralen Serien und Installationen, Skulpturen und Bildern Feldmanns aus über vier Jahrzehnten gewidmet. Hans-Peter Feldmann | „David“ in Hamburg Darunter Serien und Ins- © VG BILD KUNST 2013 tallationen, die Feldmanns wunderbare Fähigkeit zeigen, so humorvoll wie intellektuell den Trubel des Lebens in seinen Werken einzufangen. Das weitere Programm der Deichtorhallen in 2013 zeichnet sich durch umfangreiche Retrospektiven internationaler Künstler und Fotografen wie Harry Callahan, Maria Lassnig, William S. Burroughs, Santiago Sierra und Guy Bourdin aus.

Kunstmeilenpass (EUR 29/EUR 15) Gordon Parks: Alberto Giacometti, 1951, The Gordon Parks Foundation, © Giacometti estate (Fondation Giacometti, Paris et ADAGP, Paris) 2012

Jacques-André Boiffard: Alberto Giacometti, 1931, © Jacques-André Boiffard / Sammlung der Fotostiftung Schweiz, © Giacometti Estate (Fondation Giacometti, Paris 2012)

Die fünf Institutionen der Kunstmeile Hamburg bieten mit dem Kunstmeilenpass eine gemeinsame Eintrittskarte an. Sie ist ein Jahr lang für jeweils einen Besuch in allen Häusern gültig und kostet EUR 29, ermäßigt EUR 15. Weitere Informationen unter www.kunstmeile-hamburg.de


20  |  Konstanz | Friedrichshafen

THOMAS | arttourist.com 1|2013

Sommerausstellung im Zeppelin Museum Friedrichshafen

Graf Zeppelin zum 175. Geburtstag 2013 feiert Friedrichshafen den 175. Geburtstag eines Mannes, dessen Name geradezu ein Synonym für die Bodenseestadt ist: Graf Ferdinand von Zeppelin (1838 – 1917). Mit ihm begann in Friedrichshafen der wirtschaftliche Aufschwung und nach ihm ist hier nahezu alles benannt. Das Zeppelin Museum Friedrichshafen widmet daher seine große Sommerausstellung 2013 diesem berühmten Namensgeber. Graf Zeppelin verstand es wie kaum ein anderer, neue technische Entwicklungen der Luftfahrt zu erkennen, aufzugreifen und andere für seine Ziele zu begeistern. Er scharte einige der fähigsten Köpfe seiner Zeit um sich, um seine zukunftsweisenden Ideen zu verwirklichen. Im

© Archiv der Luftschiffbau Zeppelin GmbH, Friedrichshafen

175 Jahre Graf Zeppelin Zwei Sommerausstellungen zum 175. Geburtstag von Graf

Adresse Zeppelin Museum Friedrichshafen GmbH | Seestraße 22 | 88045 Friedrichshafen Tel.: +49 (07541) 3801-0 | Fax: +49 (07541) 3801-81 | Email: info@zeppelinmuseum.de Barrierefreiheit Die Ausstellungsräume des Museums sind behindertengerecht Öffnungszeiten Mai – Oktober täglich 9 bis 17 Uhr | November – April | Dienstag bis Sonntag 10 bis 17 Uhr | Das Museum ist am 24. und 25.12 geschlossen und am 31. 12. bis 14.30 Uhr geöffnet.

Zeppelin im Zeppelin Museum Friedrichshafen 17.5.–15.9.2013

Mittelpunkt der Ausstellung stehen Graf Zeppelins Leistungen als Visionär, Techniker, Unternehmer und Luftfahrtpionier. 17.5.–15.9.2013 Zeppelin Museum Friedrichshafen www.zeppelin-museum.de

Eintrittspreise Erwachsene EUR 8 | Rentner* EUR 7 | Kinder (6 bis 16 Jahre) EUR 3| Schwerbehinderte EUR 4 | Schüler, Studierende, Arbeitslose * Schnupperpreis (ab 16 Uhr, letzter Einlass: 16.30 Uhr) Erwachsene EUR 4,50 Ermäßigt EUR 2,50 *mit gültigem Ausweis Familienkarte (Zwei Erwachsene mit Kindern bis 16 Jahre) EUR 18 | Minikoffer für Familien EUR 3 Gruppen (Ab 10 Personen, 1 Reiseleiter und Busfahrer frei) EUR 7 Schulgruppen (ab 10 Personen, Lehrpersonal frei) bis 16 Jahre EUR 2,50 | ab 17 Jahre EUR 3,50 Wechselausstellung: Erwachsene EUR 4,50 Ermäßigt EUR 2,50

und im Rosgartenmuseum Konstanz 12.7.–29.12.2013 2013 feiern Konstanz und Friedrichshafen den 175. Geburtstag Ferdinand von Zeppelins (1838 – 1917). Der gemütlich wirkende süddeutsche Graf begeisterte ganz Deutschland mit seiner Vision von der Eroberung des Luftraums und wurde zum nationalen Symbol des Kaiserreichs. Die nach ihm benannten Luftschiffe wurden weltberühmt. Das Rosgartenmuseum Konstanz und das Zeppelin Museum Friedrichshafen widmen dem Luftfahrtpionier ihre großen Sommerausstellungen 2013. In Zeppelins Geburtsstadt Konstanz wird anhand noch nie gezeigter Objekte aus dem Besitz der Nachfahren die europäisch vernetzte Adelsfamilie der Zeppelins lebendig. Friedrichshafen stellt die bisher weniger bekannten Anfänge der Zeppelin-Luftschifffahrt in den Mittelpunkt. Zeppelin wird nicht nur als technischer Visionär, sondern auch als Unternehmer gewürdigt.

Sonderausstellung im Rosgartenmuseum Konstanz

Von beiden Museen erscheint begleitend zu den Ausstellungen das gemeinsame Buch „Die Zeppelins – Eine Adelsfamilie am Bodensee“.

Die Zeppelins – Eine Adelsfamilie am Bodensee

Graf Zeppelin mit Frau zu Besuch bei seinem Schwiegersohn Graf Alexander von Brandenstein-Zeppelin im Burggarten in Brandenstein, 5. Juni 1909 © Archiv der Luftschiffbau Zeppelin GmbH, Friedrichshafen

© Rolf Späth

Graf Ferdinand von Zeppelin war neben Kaiser Wilhelm II. der berühmteste Deutsche seiner Zeit: Man verehrte ihn als „Beherrscher der Lüfte“, als nationales Symbol der Einheit und der Leistungskraft des Kaiserreichs. Bis heute aber verschwinden hinter dem Mythos der Mensch Ferdinand von Zeppelin und seine Familie. Die Ausstellung in seinem Geburtsort Konstanz lässt die erlebnisreichen Kinder- und Jugendjahre in einer geistig anregenden Atmosphäre sichtbar werden. Sie erzählt vom Unternehmergeist der französisch-schweizerisch geprägten Großeltern und von dramatischen Ereignissen

in einer europäisch vernetzten Adelsfamilie aus dem württembergischen Hofadel. Die Zeppelins sind auch halbe Schweizer, unterhalten freundschaftliche Beziehungen zum Hof Napoleons III. und heirateten baltische Frauen. Berührende Erinnerungsstücke aus den Schlössern der Familie sowie Kunstwerke und Kuriosa lassen die untergegangene Welt dieser bedeutenden Familie wieder lebendig werden. 12.7.–29.12.2013 Rosgartenmuseum Konstanz www.konstanz.de/rosgartenmuseum

Adresse Rosgartenmuseum Konstanz | Rosgartenstraße 3-5 | 78459 Konstanz | Tel.: (+49) 07531 900-246 | Email: frankr@stadt.konstanz.de

Rahmenprogramm Beide Museen bieten Stadtspaziergänge, NostalgieFahrten auf dem See, Lesungen und einen literarischen Menü-Abend auf Schloss Girsberg.

Öffnungszeiten Di – Fr 10 – 18 Uhr | Sa, So und feiertags 10 – 17 Uhr | Mo geschlossen | Mi ab 14 Uhr sowie jeden ersten Sonntag im Monat Eintritt frei | Immer geschlossen: 24.12., 25.12., 31.12., 01.01., Karfreitag, Ostermontag, Pfingstmontag Eintrittspreise: EUR 3 Gruppen ab 10 Personen jeweils 1,50 Euro | Schulklassen: pro Schüler 0,50 Euro

Buch Zum Jubiläumsjahr erscheint ein gediegen ausgestattetes, reich bebildertes Buch „Die Zeppelins - Eine Adelsfamilie am Bodensee“: Biografisches kurzweilig erzählt von Tobias Engelsing und Jürgen Bleibler. Um die 160 Seiten, ca. EUR 19,50


THOMAS | arttourist.com 1|2013

Lübeck  |  21

Lübeck

Lübeck ist nicht nur Bestandteil des UNESCO-Weltkulturerbes – auf Kultur treffen die Besucherinnen und Besucher an beinahe jeder Ecke: Wollte man alle Museen besuchen, sollten einige Tage eingeplant werden, so umfangreich ist das Angebot: Viel gibt es zu entdecken: Von der Kunst der Gegenwart über lübsche Wohnkultur bis hin

Museumsquartier St. Annen, Fotograf: Michael Haydn, © die LÜBECKER MUSEEN

zu mittelalterlichen Funden aus dem Untergrund der Hansestadt. Und natürlich das in aller Welt bekannte Holstentor: Es zeigt lübsche Geschichte und wechselnde Ausstellungen. Aber auch das Buddenbrookhaus sollte niemand versäumen. Hier trifft man auf die in Lübeck geborenen Schriftsteller Heinrich und Thomas Mann. Sie stehen in einer Reihe mit weiteren berühmten Lübeckern wie dem Komponisten Dietrich Buxtehude, dem Bildhauer Bernt Notke, dem Friedensnobelpreisträger Willy Brandt und dem Schriftsteller Erich Mühsam. 2002 wurde zudem in dem Haus des Nobelpreisträgers Günter Grass in der Glockengießerstraße ein weiteres Highlight eröffnet: Das Günter Grass-Haus. Das Willy Brandt-Haus komplettiert den Besuch bei den drei Nobelpreisträgern der Stadt. Neben den Museen zeugen die abwechslungsreichen Spielpläne der privaten oder städtischen Bühnen, des Marionettentheaters oder der Freilichtbühne in den historischen Wallanlagen nahe der Lübecker Altstadt vom lebendigen Theaterleben in der Hansestadt. Ein besonderes kulturelles Highlight findet alljährlich in der ersten Novemberwoche statt: Die Nordischen Filmtage. Fünf Tage lang werden die neuesten Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilme aus Dänemark, Finnland, Island, Norwegen und Schweden sowie aus Estland, Lettland und Litauen vorgestellt. Die Filmemacher- und Kinoszene trifft sich und feiert ein quirliges Filmfest, die Cineasten haben die Qual der Wahl unter über 120 verschiedenen Filmen.

lüge,

song Wang, Isolations

ER MUSEEN | Bild: Xia

ig, © die LÜBECK , Fotograf: Jens Kön Kunsthalle St. Annen 11 20 , and nw Lei auf 200 x 300 cm, Öl

Günter Grass-Haus, Fotograf: Thors ten Wulff © die LÜBECKER MUSEEN | Skulp tur: Günter Grass, Butt im Griff, 2002 © VG Bild-Kuns t 2013

Museums Holstentor, Fotograf: Michael Haydn, © die LÜBECKER MUSEEN

Lübecker Museen Eine ganze Welt auf rund zwei Quadratkilometern Da ist etwa die Literatur, die in Lübeck gleich mit zwei Nobelpreisträgern, Thomas Mann und Günter Grass aufwarten kann und im Buddenbrookhaus und im Günter Grass-Haus ihr Zuhause haben. Das Spektrum der Kunst und der Kulturgeschichte reicht in Lübeck von den sakralen Kunstwerken des Mittelalters im St. AnnenMuseum und in der Katharinenkirche über die Goethezeit, die Romantik, sowie die Klassische

Moderne im Museum Behnhaus Drägerhaus bis hin zur Kunst nach 1945 in der Kunsthalle St. Annen. Kunst-, Kultur- und Gebrauchsgegenstände fremder Kulturen werden in der Völkerkundesammlung bewahrt, deren umfangreiche Bestände über drei Jahrhunderte von allen Kontinenten zusammengetragen wurden – genauso wie die Handpuppen und Marionetten des Museums für Figurentheater. Das Thema Geschichte deckt in der Lübecker Museumslandschaft ebenfalls ei weites Feld ab. Hier spannt sich der Bogen von den stadtgeschichtlichen Anfängen im Wahrzeichen Lübecks, dem Holstentor, bis zur jüngeren In-

dustrie- und Arbeitergeschichte im Industriemuseum Geschichtswerkstatt Herrenwyk. Da die Stadtgeschichte in der ehemaligen >>Hauptstadt<< der Hanse zugleich eine europäische Geschichte ist, entsteht auf dem Areal des Burgklosters zurzeit das Europäische Hansemuseum Lübeck, das 2014 seine Tore öffnet. Wer sich für Naturgeschichte und -wissenschaft interessiert, der kann im Museum für Natur und Umwelt die Tier- und Pflanzenwelt des Lübecker Raumes erkunden und in die heimischen Gewässer Trave, Wakenitz und Ostsee eintauchen.

Zusätzlich zu den ständigen Ausstellungen, die regelmäßig aktualisiert werden, widmen sich die Museen in insgesamt rund zwanzig Sonderausstellungen pro Jahr spannenden und aktuellen Themen, so dass es in den Häusern immer wieder etwas neues zu entdecken und zu erkunden gibt. Die Lübecker Museen Schildstraße 12 23552 Lübeck www. die-luebecker-museen.de


22  |  Lübeck

THOMAS | arttourist.com 1|2013

Buddenbrookhaus

„Fremd bin ich den Menschen dort“

Heinrich- und Thomas Mann Zentrum

12.1. – 26.5.2013 | Buddenbrookhaus

Hinter der weißen Barockfassade des Buddenbrookhauses aus dem Jahr 1758 verbirgt sich eines der außergewöhnlichsten Literaturmuseen der Welt. Es entstand anlässlich der Expo 2000 als weltweit einziges Literaturprojekt.

Ein Blick in die Sammlung des Deutschen Exilarchivs 1933 - 1945 Eine Ausstellung der Deutschen Nationalbibliothek unter der Schirmherrschaft der Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller gration. Vorgestellt werden: Margarete BuberNeumann, George Grosz, Emma Kann, Hilde Loewe-Flatter, Ernst Loewy, Ernst Moritz Manasse, Fritz Neumark, Leo Perutz, Hans Vogel, Clementine Zernik, Rudolf Olden, Eric Schaal, Dora Schindel, Hanns W. Lange, Friedrich R. Eirich, Leon Hirsch, Richard A. Bermann. Gezeigt werden Gegenstände und Dokumente aus den Nachlässen, dabei begleitet ein Audioguide die Besucher. Das Buddenbrookhaus ist Teil des von Kulturstaatsminister Bernd Neumann initiierten Netzwerkes »Künste im Exil«, dessen Ziel es ist, ein virtuelles Museum des Exils zu erarbeiten.

Buddenbrookhaus | Mengstraße 4 23552 Lübeck | museen@luebeck.de Öffnungszeiten: 1.1.–31.3., Mo–So 11–17 Uhr 1.4.–31.12. Mo–So 10–18 Uhr www.buddenbrookhaus.de

Rund eine halbe Million Menschen verloren nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten ihre bisherige Heimat. Sie wurden verfolgt und entrechtet, weil sie Juden waren, politisch oder kulturell unliebsam oder als »Volks- und Reichsfeinde« betrachtet wurden. Anlässlich des 100jährigen Jubiläums der Deutschen Nationalbibliothek wurden von dem dort angesiedelten Exilarchiv Biografien von 16 Persönlichkeiten zu einer inszenierten Ausstellung zusammengestellt, die exklusiv im Buddenbrookhaus zu Gast ist. Vorgestellt werden nicht die prominenten Exilanten, zu denen auch Familie Mann gehörte, sondern weniger bekannte Künstler, Wissenschaftler, Juristen oder Handwerker, denen allen gemein ist, dass ihr weiterer Lebensweg durch die erzwungene Flucht aus dem deutschen Machtbereich geprägt wurde. Dabei bestimmten zum einen der soziale Status der Exilanten, ihr Bildungshintergrund, ihre Qualifikation und Beruf darüber, wie Exil und Emigration verliefen. Aber auch die Aufnahmeregularien der möglichen Fluchtländer, der Zeitpunkt der Flucht und nicht zuletzt der Zufall waren entscheidende Faktoren. Daher erzählt jede der vorgestellten Biografien eine persönliche Geschichte der Emigration. Sie berichten von Heimatverlust, dem Verhaftetbleiben in der alten Kultur, dem Kampf gegen soziale Ungerechtigkeit, dem Schicksal der geraubten Karriere oder auch der gelungenen Inte-

Das neue Grass-Haus

The Art of John Lennon

In der Ausstellung »Die >Buddenbrooks< - ein Jahrhundertroman« wird ein Stück Weltliteratur erlebbar: Mit Thomas Manns Roman in der Hand betritt man die Belétage Buddenbrooks, in der zwei Räume zu einem »begehbaren Roman« nachgebildet sind und zu einem literarischen Spiel einladen. Aber auch der Entstehung des Romans wird Raum gegeben, seiner Produktion, dem 1929 vergebenen Literaturnobelpreis und der weltweiten Rezeption - von Übersetzungen bis hin zu Theaterstücken, Hörspielen und Verfilmungen. Die zweite Dauerausstellung »Die Manns - eine Schriftstellerfamilie « berichtet chronologisch über das Leben und Wirken dieser »amazing family«: von ihrer internationalen Herkunft, dem literarischen und persönlichen Aufbruch aus Lübeck, den unterschiedlichen Lebenswegen, dem persönlichen Leiden an Deutschland, den individuellen Abschieden und gibt Hinweise zu den hinterlassenen Spuren der berühmten Familie. Zahlreiche Bild-, Film- und Tondokumente laden den Besucher zur intensiven persönlichen Auseinandersetzung mit den Manns ein.

Das NEUE GRASS-HAUS bietet den Besuchern ein ganz besonderes Ausstellungserlebnis. Die neue Präsentation zeigt Themen, die den Autor, Bildhauer, Grafiker und Maler in seinem Leben begleiten und in seinem Werk immer wieder auftauchen: bildende Kunst, Geschlechterverhältnisse, Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus, politisches Engagement, Skandale. An einem großen Multitouch-Tisch mit digitalem Memory-Spiel finden weitgehend unbekannte und kuriose Motive ihren Platz, beispielsweise welche Rolle die Schlümpfe im Werk von Grass spielen oder weshalb einst eine Ratte in seinem Tiefkühlfach lag. Auch das politische Wirken des Schriftstellers wird stärker in den Blick gerückt. Thematisiert werden auch die Debatten um „Die Blechtrommel“, „Katz und Maus“ oder „Ein weites Feld“, aber auch die heftigen Kontroversen aus der jüngeren Vergangenheit um das Gedicht „Was gesagt werden muss“.

Buddenbrookhaus, Fotograf: Michael Haydn , © die LÜBECKER MUSEEN

Die interaktiven und wandelbaren Themenmodule ermöglichen es, aktuell auf die Arbeit des Künstlers oder neueste Forschungserkenntnisse zu reagieren. Zudem erhalten die Besucher am Ende ihres Rundgangs durch die Ausstellung an einem Monitor die Möglichkeit, selbst einen neuen Aspekt aus dem Kosmos Grass zu wählen, den sie bei ihrem nächsten Museumsbesuch gerne beleuchtet wissen möchten. So können die Besucher das Werk, den Künstler, den Menschen und die öffentliche Person Günter Grass aus unterschiedlichen Perspektiven erfahren. Günter Grass-Haus Glockengießerstraße 21 | 23552 Lübeck Öffnungszeiten: 1.1.–31.3., Di–So 11–17 Uhr 1.4.–31.12., Mo–So 10–17 Uhr www.grass-haus.de

Günter Grass-Haus, Fotograf: Thorsten Wulff, © die LÜBECKER MUSEEN

Ausblick auf die kommende Sonderausstellung: Traumland und Zuflucht Heinrich Mann und Frankreich Exil et Utopie. Heinreich Mann et la France. 14.6.–3.11.2013

Exponat aus der Exil-Ausstellung, Foto: Deutsches Exilarchiv der Deutschen Nationalbibliothek

8.2. – 2.6.2013 | Günter Grass-Haus Eine der schillerndsten Künstlerpersönlichkeiten des 20. Jahrhunderts wird im Grass-Haus von einer nahezu unbekannten Seite präsentiert: Die Schau stellt nicht den Musiker und »Beatle« John Lennon in den Vordergrund, sondern zeigt dessen Karikaturen, Zeichnungen und Lithografien. Seine Begabung verschaffte dem Jungen aus Liverpool bereits vor den ersten musikalischen Foto aus der Ausstellung, The Art of John Lennon teratur. Diese werden zum Anknüpfungspunkt Erfolgen Ansehen in der Schule. Als 17-jährifür die Sonderausstellung des Günter Grassger erhielt er einen Studienplatz am College of Hauses, das als Forum für Literatur und bilArt in seiner Heimatstadt, wo er von 1957 bis dende Kunst alljährlich Werke von Künstler1960 studierte. Wie die Ausstellung demonspersönlichkeiten zum Thema macht, die sich triert, ebbte diese künstlerische Leidenschaft verschiedener künstlerischer Ausdrucksforbis zu seinem Tod im Jahre 1980 nicht ab. men bedienen. Der Blick auf das faszinierende Ohne Frage ist John Lennon eine internatioLeben und Werk des Musikers wird dabei für nale Ikone des Rock‘n‘Roll. Als Mitbegründer den Besucher um neue Perspektiven erweitert. und Sänger der Beatles, einer der erfolg- und Yoko Ono, die Konzeptkünstlerin und zweite einflussreichsten Bands der Musikgeschichte, Ehefrau Lennons, sagte über ihren Mann: aber auch als Solokünstler und politischer Aktivist wurde Lennon zur Legende. Gemeinsam „Gitarre, Stift und Papier waren die idealen mit Paul McCartney komponierte und texteWerkzeuge für John, um seine komplexen Gete er Beatles-Hits wie Love me do oder Please fühle auszudrücken.“ Please Me und kreierte im Alleingang Kompositionen wie Lucy in the Sky with Diamonds Der Öffentlichkeit kaum bekannt, aber für für die Gruppe. Auch als Solokünstler stellte Lennon sehr prägend waren seine Zeit am er mit Alben wie Imagine sein Können einCollege of Art in Liverpool. Dort entstanden drucksvoll unter Beweis. bereits zahlreiche Zeichnungen, die von skurBegleitet wurde Lennons Karriere als Musiker rilen, blitzschnell geschaffenen Karikaturen von produktiven Ausflügen in andere künstlebis zu farbig gestalteten Comics reichen. rische Disziplinen, in die Grafik und in die Li-


THOMAS | arttourist.com 1|2013

Lübeck  |  23

Schleswig Holstein Musik Festival Zu den ganz großen Sommer-Veranstaltungen in Lübeck gehören auch Konzerte im Rahmen des Schleswig-Holstein Musik Festivals. Weltstars der Klassik und aufstrebende Nachwuchstalente erwecken Schleswig-Holstein im Sommer sieben Wochen lang zu einem klangvollen Schlaraffenland. Zu den rund 70 verFoto: ©Axel Nickolaus schiedenen Spielstätten pilgern jedes Jahr tausende Menschen. Die jährlich wechselnden Länderschwerpunkte, welche Einblicke in die kulturellen Reichtümer einer Nation gewähren, halten den Musiksommer lebendig. Mittlerweile ist das Festival rund um den Globus gereist – von Finnland bis Japan, von den USA bis Russland. 2013 wird das Baltikum im musikalischen Fokus stehen. 6.7.–25.8.2013 | www.shmf.de

Nordische Filmtage Lübeck

Museumsquartier St. Annen, Fotograf: Bernard Mende, © die LÜBECKER MUSEEN

Lübecks Jahrhundertschritt Neues Museumsquartier St. Annen verbindet

Geschichte, Kunst und Gegenwart der Hansestadt Im Lübecker St. Annen-Museum und der Kunsthalle St. Annen wandelt der Besucher auf fast 9.000 Quadratmetern Fläche durch moderne sowie historische Ausstellungsräume, Höfe, Gärten und durch den spät-gotischen Kreuzgang von 1512 und erlebt dabei Grundformen des menschlichen Miteinanders: Kunst, Glaube und Gesellschaft. Die Historie Lübecks wird in ihrer ganzen Bandbreite präsentiert. Zu entdecken sind Kulturschätze unermesslichen Werts wie die einzigartige Sammlung sakraler Kunstwerke, die am authenischen Ort des ehemaligen Kloster gezeigt wird, aber ebenso ermöglicht die Präsentation Einblicke in das Innere des Weltkulturerbes der Hansestadt Lübeck und bietet immer neue Perspektiven in den Wechselausstellungen der Kunsthalle. Der neu geschaffene Multimediaraum „ZeitReisen“

verbindet die verschiedenartigen Bereiche des Museumsquartiers und erlaubt einen virtuellen Gang durch sieben Jahrhunderte Kunst und Kultur.

Museumsquartier St.

Museumsquartier St. Annen St. Annen-Straße 15 | 23552 Lübeck Öffnungszeiten: 1.1.–31.3. Di-So 11–17 Uhr und 1.4.–31.12. Di–So 10–17 Uhr www.mq-st-annen.de

Die Nordischen Filmtage Lübeck, 1956 vom Lübecker Filmclub erstmals veranstaltet und 1971 in städtische Trägerschaft übernommen, zählen zu den traditionsreichsten Filmfestivals weltweit. Sie sind das einzige Festival in Deutschland und Europa, das sich ganz auf die Präsentation von Filmen aus dem Norden und dem Nordosten des Kontinents spezialisiert hat. Alljährlich werden hier Anfang November fünf Tage lang die neuesten Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilme aus Dänemark, Estland, Finnland, Island, Lettland, Litauen, Norwegen und Schweden vorFoto: Photo: Open-air cinema of 50. Nordic Film gestellt. Days Lübeck ©NFL, W.D. Turné 30.10.–3.11.2013 | www.luebeck.de/filmtage

ATLANTIC Hotel Mitten im Herzen der Lübecker Altstadt liegt das ATLANTIC Hotel Lübeck. Von hier aus sind die Museen, die Sehenswürdigkeiten der Stadt und die Bootsanleger für Schiffsrundfahrten in wenigen Gehminuten zu erreichen. Modernes Wohnen in zentraler Lage mit bestem Service lassen Ihren Aufenthalt in Lübeck zu einem Erlebnis werden. www.atlantic-hotels.de/luebeck

Restaurant Wullenwever

Annen, Fotograf: Mic

hael Haydn, © die

LÜBECKER MUSEEN

Qualität hat immer Saison: Wer ins Wullenwever kommt, wird jedes Mal aufs Neue begeistert sein. Je nach Saison werden hier stets passend und kreativ andere Schwerpunkte gesetzt. Dabei hat eines Tradition: leichte, moderne Küche präsentiert in gepflegter und vor allem entspannter Atmosphäre. Denn um wirklich unbeschwert genießen zu können, braucht man die Ruhe. Im Wullenwever bekommen Sie mehr als nur das Beste aus heimischer Küche, gemischt mit mediterranen und maritimen Einflüssen. Sie werden staunen, wie fließend die Übergänge sein können. Überzeugen Sie sich selbst! www.wullenwever.de

Figurentheater Lübeck Das Figurentheater Lübeck besteht in seiner heutigen Form seit 2007. Es ist zu finden in einem alten Kaufmannshaus aus dem 16. Jahrhundert in einer schmalen Gasse der Lübecker Altstadt und knüpft damit an eine fast dreißig Jahre alte Tradition in diesem Haus an. Hier kann man alle Spielarten des Figurentheaters erleben. Marionetten, Tischtheater-, Stock- und Stabfiguren, Handpuppen, Masken und Schatten geben sich die Ehre, um Inszenierungen für Sie als Erwachsene zu interessanten Theatererlebnissen werden zu lassen. www.figurentheater-luebeck.de Kunstcafé im Museumsquartier St. Annen, Fotograf: Jens König © die LÜBECKER MUSEEN


24  |  Luzern

THOMAS | arttourist.com 1|2013

Richard Wagner Museum 200 Jahre Richard Wagner (1813–1883). Feiern Sie mit und entdecken Sie Richard Wagners ehemalige Wohnstätte am Vierwaldstättersee. Erleben Sie die «Klanginsel Tribschen 2013» mit Foto: ©Schweiz Tourismus Wagnerklängen im Park, die Sonderausstellung «Zu Gast bei Richard Wagner» im Museum und viele andere Veranstaltungen. Tel. +41 (0)41 360 23 70 | Richard-Wagner-Weg 27 | 6005 Luzern | www.richard-wagner-museum.ch

Stadtbummel „Fassaden erzählen Geschichten“

Foto: ©Luzern Tourismus

Luzern – Die Stadt. Der See. Die Berge. Luzern überrascht – immer und immer wieder. Was immer Sie von einer einzigartigen Stadt erwarten, Luzern bietet eine grossartige Vielfalt. Avantgarde hat hier in Form des herausragenden KKL Luzern (Kultur- und Kongresszentrum Luzern) von Jean Nouvel genauso ihren Platz wie Sehenswürdigkeiten, die schon Jahrhunderte überdauert haben. Die Museen, Theater und Festivals decken Tradition und Trend, Brauchtum und High-Tech perfekt ab und machen Luzern so auch zur Kulturstadt der etwas anderen Art. Tauchen Sie ein in diese Stadt, geniessen Sie die grandiose Landschaft, flanieren Sie den Quais entlang und wundern Sie sich nicht darüber, dass Sie gar nicht mehr weg möchten. Luzerns Charme ist legendär.

Luzerner Museums-Pass Mit dem Luzerner Museums-Pass können Sie während zwei aneinander folgenden Tagen beliebig viele Luzerner Museen besuchen. Die Auswahl an Museen in Luzern ist vielfältig. Pablo Picasso, Hans Erni, Richard Wagner: klingende Namen, die genauso zu Luzerns Museumsangebot gehören wie die ältesten Gletscherfunde oder die neuesten Errungenschaften der Verkehrstechnik. Das Bourbaki Panorama ist eines der letzten erhaltenen Riesenrundgemälde weltweit und eine Sensation aus der Zeit, bevor es Kinos gab. Im Museum Samm-

© PHOTOPRESS, Alexandra Wey

lung Rosengart Luzern erwartet Sie die klassische Moderne, Werkgruppen von Picasso und Klee sowie weitere Künstler des 19. und 20. Jahrhunderts. Der Gletschergarten ist ein Naturdenkmal mit riesigen Gletschertöpfen aus der Eiszeit vor 20 000 Jahren. Im Verkehrshaus der Schweiz, dem beliebtesten Museum der Schweiz, finden Sie alles zu Verkehr, Mobilität und Medientechnik sowie ein Filmtheater und das Hans Erni-Museum. Weitere Attraktionen wie das Kunst-, das Natur- und das Historische Museum sowie das Richard Wagner Museum und das Alpineum runden das erstklassige Angebot ab. Preis: CHF 32 / EUR 27 pro Person (Preisänderungen vorbehalten. Wechselkurs EUR 1.- = CHF 1.20, es gilt der tagesaktuelle Wechselkurs.) Verkaufsstellen: Tourist Information Luzern, Bahnhof Luzern, www.luzern.com/museums-pass

Festival-City: Erstklassige Events rund ums Jahr Das Angebot der Festival-City Luzern ist einzigartig. Geniessen Sie das vielfältige Kultur-Programm während des gesamten Jahres – Klassik, Blasmusik, Blues, Jazz, Kulinarik, Comics Theater oder die berühmte Luzerner Fasnacht. Besonders die Leidenschaft für Musik hat in Luzern eine lange Tradition: Im wegweisenden Konzertsaal des KKL Luzern, berühmt für eine phänomenale Akustik und die exquisite Architektur, treffen sich Musiker, Dirigenten und Orchester von Weltruf – Musik vom Feinsten, Künstler mit Leidenschaft und Konzertbesucher, die mit allen Sinnen geniessen. Dreimal jährlich treffen sich die bedeutendsten Interpreten aus aller Welt anlässlich des renommierten Lucerne Festivals und begeistern Musikliebhaber aus aller Welt. Zum 200. Geburtstag des Komponisten Richard Wagner präsentiert Lucerne Festival im Sommer die erste Gesamtaufführung der Nibelungen-Tetralogie in der Wagner-Stadt Luzern. Erleben Sie die Bamberger Symphoniker mit einer konzertanten Aufführung unter der musikalischen Leitung von Jonathan Nott, einem der bemerkenswertesten Wagner-Dirigenten unserer Zeit, sowie den international gefeierten Wagner-Sängern, darunter Albert Dohmen, Petra Lang, Mikhail Petrenko und Klaus Florian Vogt. Rund um den Ring bietet das Lucerne Festival mit der Richard-Wagner-Gesellschaft ein attraktives Rahmenprogramm: mit Ausflügen, Museumsbesuchen und Stadtrundgängen auf den Spuren des Jubilars. Lucerne Festival | Tel. +41 (0)41 226 44 00 www.lucernefestival.ch

Foto: ©Luzern Tourismus

Schreiten Sie mit wachem Auge die Häuser entlang und erfahren Sie von der Stadtführerin Hintergründe über Herkunft der Malerei, Geschichten der Maler und Hausbesitzer. Von Grisailletechnik über die amerikanische Street Art, von Seraphin Weingartner zu Hans Erni bis zur Aktion „sprayfrei – saubere Fassaden in der Stadt Luzern“. Fassaden erzählen faszinierende Geschichten von Brauchtum, Festen, Berufen der Bewohner oder Ereignissen in der Familie. Foto: ©Luzern Tourismus Informationen: Tourist Information Luzern | Tel. +41 (0)41 227 17 17 | www.luzern.com/stadtbummel

Fumetto Das internationale ComixFestival Fumetto gehört zu den künstlerisch anspruchsvollsten Comicfestivals Europas. Mit über 50‘000 BesucherInnen ist es einer der grössten Anlasse der Festivalstadt Luzern. Fumetto konzentriert sich auf Ausstellungen sowie das Vermittlungs-, Förder- und Rahmenprogramm. Gezeigt werden die wichtigsten Comic-Künstler der Welt, namhafte Zeichner, junge Talente und die aktuellen Strömungen der Kunstformen Zeichnen und Comic. 16.03. – 24.03.2013 | www.fumetto.ch

Einsiedler Welttheater Das «Einsiedler Welttheater» ist ein grandioses Freilichtspiel, inspiriert vom «Grossen Welttheater» von Pedro Calderón de la Barca. Es wird alle paar Jahre vor der Klosterfassade aufgeführt. Die spezielle Atmosphäre des Schauspiels und der Bühne wird nicht von vier Wänden aufgehalten, sondern kann sich in ihrer ganzen Grösse ent- Foto: ©Welttheater Einsiedeln falten. Unter Tausenden von Sternen oder eingefangen vom Mondschein, der durch die Wolken bricht, erlebt der Zuschauer eine unvergleichliche Stimmung – im Übergang vom Tag in die Nacht hinein. 21.06. – 7.09.2013 | Tel. +41 (0)55 422 16 92 | www.welttheater.ch

ÖV-Ticket Luzern inklusive Bei einer Hotelbuchung über Luzern Tourismus erhalten Sie kostenlos das Ticket für den öffentlichen Verkehr. Das ÖV-Ticket ist in den Zonen 101, 201, 202, 203, 2. Klasse gültig für Ihren An- und Abreisetag sowie für die gesamte Dauer Ihres Aufenthaltes. www.passe-partout.info Für Hotelreservationen zu tagesaktuellen Preisen kontaktieren Sie: Luzern Tourismus Tel. +41 (0)41 227 17 27 hotels@luzern.com www.luzern.com/hotels Foto: ©Verkehrsbetriebe Luzern


THOMAS | arttourist.com 1|2013

Oslo  |  25

OSLO

feiert Edvard Munch

2013 feiert Edvard Munch (1863-1944) seinen 150. Geburtstag. Norwegen präsentiert seinen Vorreiter der Moderne ein Jahr lang mit der bislang größten Munch-Ausstellung in Olso und vielen Events im ganzen Land. Das Jubiläumsjahr wurde am 23. Januar im Osloer Rathaus von S.M. König Harald offiziell eröffnet Edvard Munch und Oslo sind auf vielfältige Weise miteinander verbunden. Oslo ist die Stadt, in der Munch aufwuchs und seine ersten Schritte als Künstler machte. Hier verbrachte er auch die letzten Jahrzehnte seines Lebens. Heute befinden sich große Teile von Munchs künstlerischen Arbeiten einschließlich seiner größten Meisterwerke in Oslo. Oslo ist also für alle, die sich für Munchs Kunst und Leben interessieren, ein ideales Reiseziel, und wer noch nicht so viel über Munch weiß, hat in Oslo die ideale Gelegenheit, mehr über einen der größten Künstler der Neuzeit zu erfahren.

Doch Oslo hat so viel mehr zu bieten … Kaum eine europäische Hauptstadt hat musikalisch so viel zu bieten wie Oslo. Tanzen Sie beim Norwegian Wood Festival nach den Melodien von Weltstars wie Eric Clapton oder lauschen sie innovativen Klängen auf dem renommierten Oslo-Jazz-Festival. Klassikfreunde kommen in der neuen Oper am Hafen auf ihre Kosten. Der stilvolle Bau aus Marmor und Glas ist ein wahres Meisterwerk der Architektur und wird Sie mit seinen hinreißenden Aufführungen verzaubern. Apropos Meisterwerk. Erst kürzlich kürte das Lifestyle-Magazin Wallpaper Oslo zur Metropole mit dem stilvollsten Stadtbild. Vielleicht hat ja der Neubau des Astrup Fearnlay Museum von Renzo Piano daran seinen Anteil. Bewundern Sie in den ehrwürdigen Sälen den weltberühmten „Schrei“ des Expressionisten Edvard Munch und viele Meisterwerke weitere norwegischer Künstler. Zahlreiche Theater, Kleinkunstbühnen, Open Air Veranstaltungen, den ganzen Sommer über, das weltbekannte Tanzfestival und vieles mehr runden das Bild der Kulturstadt Oslo ab. Von alter Musik und klassischem Theater bis hin zu modernen Tönen und zeitgenössischen Ausdrucksformen – in Oslo findet man alles und es wird einem nie langweilig. Wussten Sie...dass Oslo mehr Musikveranstaltungen/

Festivals pro Einwohner hat als alle anderen skandinavischen Städte?

… und lädt zum Bummeln und Verweilen ein. Schnuppern Sie die einmalige Atmosphäre am Holmenkollen – auf der nagelneuen Skisprungschanze wurde 2011 die Nordische Ski WM ausgetragen. Oder genießen Sie einen Bummel auf Aker Brygge: Das ehemalige Werftgelände empfängt sie mir der größten überdachten Einkaufspassage Europas, aber auch lauschigen Plätzen und beschaulichen Promenaden am Wasser. Wer abends noch um die Häuser ziehen will, kann es sich im Szeneviertel Grünerlokka gemütlich machen. Hier trifft sich vor allem das junge Oslo, um die vielen Bars und Clubs der Stadt zu bevölkern. Feiern Sie mit – im Sommer sind Oslos Nächte lang. Übrigens: Oslo ist vielleicht die einzige Hauptstadt, die auch bei Naturfreunden hoch im Kurs steht, Schließlich sind es nur wenige U-BahnStationen bis ins traumhafte Umland. Norwegens Hauptstadt liegt zwischen den Wäldern der Oslo Marka und dem Oslofjord. Entdecken Sie die Kombination aus Stadtleben und freier Natur. www.visitoslo.com

Alle Fotos © VisitOslo

Oslo Pass Der Oslo Pass gibt Ihnen freien Eintritt in mehr als 30 Museen und Sehenswürdigkeiten, kostenlose Benutzung aller öffentlichen Verkehrsmittel, kostenloses Parken auf öf-

fentlichen Parkplätzen, kostenlosen Eintritt in zwei Bäder, kostenlose geführte Spaziergänge, Ermäßigungen bei Stadtrundfahrten, beim Skisimulator, im Vergnügnungspark Tusenfryd, beim Skiverleih, sowohl gute Angebote in Restaurants und Geschäften. Sie können wählen zwischen einem 24, 48 oder 72 Stunden gültigen Oslo Pass.


26  |  Oslo

THOMAS | arttourist.com 1|2013

Kultur in Oslo

Museen – eine Auswahl Astrup Fearnley Museum

Den Norske Opera & Ballett

Oslo Jazzfestival

Øyafestival

Die Norwegische Oper & Ballett ist Norwegens Nationaloper und größte Bühne des Landes. 2008 wurde das neue Opernhaus, in Bjorvika eröffnet. Das spektakuläre Gebäude wurde vom norwegischen Architekturbüro Snohetta gebaut und fasziniert mit einem atemberaubenden Blick auf das Oslofjord. www.operaen.no

Das Oslo Jazzfestival wird jedes Jahr im August veranstaltet. In mehr als 20 Jahren hat das Festival ein breites Spektrum an Jazz geboten, alles von Count Basie Orchestra in Oslos Konserthus bis Lars Frank Trio an U-Bahnstationen. Das Oslo Jazzfestival steht für qualitativ hochwertige Konzerte. Das Festivalprogramm  bietet ein breites Spektrum an Jazz und artverwandter Musik, von Gospel und Blues bis Latinjazz und Elektro. Es finden Konzerte auch für Kinder auf einer eigenen Bühne statt. Seit dem ersten Jazzfestival 1985 hat das Publikum großartige Konzerte mit Künstlern wie Phil Woods, Dee Dee Bridgewater, Bobby McFerrin, Brad Meldau, Django Bates und Illinois Jaquet Big Band erlebt. 12.–17.8.2013 | www.oslojazz.no

Das Øyafestival ist das großte Rockfestival Oslos. Jedes Jahr kommen über 60 000 Musikenthusiasten in den Middelaldetpark, um dieses Festival zu erleben. An insgesamt 4 Tagen kann man internationale Stars und vielversprechende Newcomer hören. Jedes Jahr im August, findet das Festival in schöner Umgebung, nicht weit vom Osloer Stadtzentrum auf historischem Boden statt, nämlich da, wo Oslo einst gegründet wurde. Konzerte finden auf drei Bühnen statt, Der sogenannte Clubtag am Dienstag, mit Konzerten in einigen kleineren Clubs und Bars im Zentrum, ist eine Art Auftakt für das Festival, das dann von Mittwoch bis Sonntag im Middelalterpark stattfindet. Wenn die Konzerte auf dem Festivalgelände vorbei sind, finden in einigen Clubs noch Øya Nacht Veranstaltungen statt. 6.–10.8.2013 www.oyafestivalen.com

Oslo Filharmonien

Die Oslo Filharmonien wurde 1919 gegründet und ist Norwegens Nationalorchester. Seit den 1980er Jahren ist das Ansehen des Orchesters unter der musikalischen Leitung von Mariss Jansons (1979-2002) und André Previn (20022006) ständig gewachsen. Mit seinem neuen Chefdirigenten Jukka-Pekka Saraste, hat die Osloer Philharmonie große Gastspiel Erfolge in Europa gefeiert. Auf ihrer heimischen Bühne, dem Osloer Konzerthaus verfügt die Osloer Philharmonie über ein großes Konzertangebot und führt jede Woche von September bis Mai Konzerte auf. Im Sommer übernimmt Vasily Petrenko das Dirigentenpult. www.oslofilharmonien.no

Oslo Kammermusikfestival

Oslo World Music Festival

CODA Oslo International Dance Festival

Foto © oslo world music festival Im Spätherbst findet in Oslo das wohl internationalste Musikfestival Norwegens statt. Viele der auftretenden Künstler sind große Stars in ihrem Teil der Welt, auch wenn ihre Namen für die meisten Norweger neu sind. Das Oslo World Music Festival erstreckt sich über 6 Tage und es wird Weltmusik in verschiedenster Art aufgeführt. Im Laufe dieser Tage präsentieren sich über 200 Künstler auf verschiedenen Bühnen im Osloer Zentrum. 28.10.–3.11.2013 www.osloworldmusicfestival.no

ULTIMA Festival für zeitgenössische Musik Jedes Jahr kommen im August verschiedene Kammermusikensembels und Solisten von Weltklasse in der Hauptstadt Norwegens. Das Osloer Kammermusikfestival möchte Kammermusik einem größeren Publikum zugänglich machen. Der Gründer des Osloer Kammermusikfestival ist der berühmte norwegische Violinist Arve Tellefsen. Er rief das Festival  1989 ins Leben. Seit diesem Jahr ist das  Kammermusikfestival eine alljährlich wiederkehrende Veranstaltung, mit  Arve Tellefsen als künstlerischem Leiter.  An 10 Sommertagen können die Einwohner der Hauptstadt und Besucher Kammermusik aller erster Klasse erleben. Hierbei spielen sowohl norwegische als auch internationale Künstler. 9.–17.8.2013 www.oslokammermusikkfestival.no

DogA Norwegische Design- und Architekturzentrum Das DogA wurde 2004 von Norsk Form und dem Norwegischen Design-Rat eingerichtet und ist ein Treffpunkt und Ausstellungsraum für Design, Architektur und andere verknüpfte Fachgebiete. Das Museum ist in der alten Transformatorstation in der Hausmannsgate 16. Das Haus zeigt größere und kleinere Designund Architekturausstellungen und veranstaltet Konferenzen und Seminare. www.doga.no

Das Museum für Gegenwartskunst ist ein Teil des Museums für Kunst, Architektur und Design. Das Museum zeigt norwegische und internationale bildende Kunst der Gegenwart. Wechselnde Ausstellungen zeigen die Werke norwegischer und internationaler Künstler, sowohl aus der eigenen umfangreichen Sammlung als auch Leihgaben. www.nasjonalmuseet.no

Ibsen Museum Foto CODA © Gadi Dagon Das CODA Oslo International Dance Festival ist ein Festival für zeitgenössischen Tanz, das alle zwei Jahre stattfindet. Als Tanzfestival auf hohem künstlerischen Niveau, möchte CODA die Vielfalt zeitgenössischen Tanzes aus dem In-und Ausland präsentieren. Dem Publikum hat die Möglichkeit, sowohl norwegischen Tanz in einem internationalen Kontext, als auch die größten und wichtigen Tanzcompagnien der Welt in Oslo zu erleben. Zusätzlich zu den Tanzvorstellungen auf den Bühnen, Strassen und U-Bahn Haltestellen der Stadt, werden Kurse, Workshops und Seminare angeboten 24.9.–7.10.2013 www.codadancefest.no

Oslo Pride Foto: Elisabeth Høiberg Wenn sich der Herbst über Oslo legt, finden auf kleinen und großen Bühnen der Stadt zahlreiche Konzerte statt. ULTIMA wurde das erste Mal 1991 veranstaltet und ist seit dem Norwegens größtes Festival für zeitgenössische Kunst. Im Zeitraum von zwei Wochen finden eine große Anzahl Konzerte mit zeitgenössischer Musik statt. Gleichzeitig kann man Oper, Puppentheater, Tanz und Film sowie Installationen erleben. 5.–14.9.2013 | www.ultima.no

Das Astrup Fearnley Museum of Modern Art zog in ein neues Gebäude am Tjuvholmen im Herbst 2012. Das neue Museumsgebäude wurde von namhaften italienischen Architekten Renzo Piano entworfen. Es besteht aus zwei Gebäuden: Einem für die eigene Sammlung und ein anderes für Wechselausstellungen. Die neuen Gebäude ermöglicht dem Astrup Fearnley Museum Werke aus seiner Sammlung dauerhaft zu präsentieren, u.a. Andy Warhol, Damien Hirst, Jeff Koons, Charles Ray, Richard Prince, Matthew Barney, Bruce Nauman, Robert Gober und Cindy Sherma. www.afmuseet.no

Toleranz wird in Norwegen groß geschrieben: Wie in allen skandinavischen Ländern üblich, ist auch die norwegische Gesellschaft gegenüber Schwulen und Lesben offen eingestellt. Kein Wunder, dass sich der Oslo Pride bei Schwulen und Lesben aus ganz Europa einer großen Beliebtheit erfreut. Zu Programm gehören ein Filmfestival, Konzerte, Kunstausstellungen, Shows, politische Debatten und ein riesiges Festivalgelände. www.skeivedager.no

Ibsens Heim wurde anlässlich des 100sten Todestages des Dichters wieder vollständig hergerichtet. Henrik Ibsen wohnte von 1895 bis zu seinem Tod im Jahre 1906 in dieser Wohnung mit seiner Frau Suzannah. Zu sehen ist u.a., sein Arbeitszimmer in Originalausstattung. Die Wohnung wurde so restauriert, dass alle Einrichtungsgegenstände und Farben soweit wie möglich ihr ursprüngliches Aussehen haben. www.norskfolkemuseum.no

Das Nobel-Friedenszentrum Im Nobel-Friedenszentrum in Oslo erfahren Sie alles über jeden Preisträger und über den Vater des Friedenspreises, Alfred Nobel. Das Zentrum widmet sich den Themen Krieg, Frieden und Konfliktlösung. Im Zentrum steht das Nobelfeld, ein „Garten“ mit 1.000 blinkenden, faseroptischen Leuchten, in dem alle Friedensnobelpreis-Träger auf digitalen Bildschirmen präsentiert sind. Es gibt wechselnde Ausstellungen und moderne, technologische Installationen über Krieg, Frieden und Konfliktlösung. Im Zentrum finden auch Veranstaltungen statt, wie Vorträge, offene Treffen, Seminare und Diskussionen (viele davon auf Englisch), viele kulturelle und künstlerische Ausstellungen, sowie Aktivitäten für Kinder. www.nobelpeacecenter.org

Internationale Kinderkunstmuseum Das Museum zeigt Kunst von Kindern und Jugendlichen aus mehr als 180 Ländern. In wechselnden Ausstellungen werden Dinge, die den Kindern am Herzen liegen, sowie ihre Ansichten präsentiert. Die drei grundlegenden Funktionen des Museums sind, Kinderkunst aus der ganzen Welt zu sammeln, zu bewahren und zu vermitteln www.barnekunst.no


THOMAS | arttourist.com 1|2013

Oslo  |  27

Mathallen Oslo Anfang Oktober öffnete die Mathallen – Oslos neue Lebensmittel-Markthalle – in einem schön restaurierten Fabrikgebäude am Ufer der Akerselva im Osten Oslos. 33 Gourmet-Läden, Bars und Restaurants bieten Speisen aus Spanien, Italien, Frankreich, Deutschland und Asien – aber der Schwerpunkt liegt auf einer Vielzahl von qualitativ hochwertigen norwegischen Produkten. www.mathallenoslo.no

First Hotel Grims Grenka

Edvard Munch: Rødt og hvitt,, 1899-1900, Olje på lerret, 93.5 x 129 cm, Munch-museet, Oslo, MM M 460 (Woll M 463), © Munch Museum / Munch, Ellingsen Group / BONO, Oslo 2013, Photo: © Munch Museum, VG Bild-Kunst 2013

Munch 150

Jubiläumsfeierlichkeiten zum 150. Geburtstag von Edvard Munch 2013 feiert Norwegen den 150. Geburtstag von Edvard Munch. Munch ist einer der bedeutendsten Künstler der Kunstgeschichte der Moderne. Im Laufe des Jubiläumsjahres findet zu Ehren Munchs und seines künstlerischen Werkes eine Reihe von Kulturveranstaltungen statt. Höhepunkt der Feierlichkeiten ist die Jubiläumsausstellung Munch 150, die vom 2.6.–13.10. 2013 in Oslo zu sehen ist. Sie ist mit 250 Werken aus allen Schaffensperioden und allen zentralen Themen seines künstlerischen Schaffens die umfangreichste Munch-Ausstellung, die es je gab. Munch 150 ist eine Zusammenarbeit des Munch-Museums (Munch-museet) und des Nationalmuseums für Kunst, Architektur und Design (Nasjonalmuseetfor kunst, arkitektur og design.

Die Munch-Orte 2013 begehen acht s. g. Munch-Orte das 150. Munch-Jubiläum. Sie alle haben eine Verbindung zu Edvard Munch. Entweder hat Edvard Munch selbst dort gewohnt oder gearbeitet oder sie waren Wohnsitz seiner Familie. Munch ließ sich oft von seiner Umgebung inspirieren. So weisen mehrere Landschaften der Munch-Orte Ähnlichkeiten zu seinen Motiven auf. Im Jubiläumsjahr 2013 findet in den Munch-Orten eine Reihe von Kulturveranstaltungen rund um den Künstler statt. Die Orte sind Vågå, Fredrikstad, Løten, Oslo, Horten (Åsgårdstrand), Kragerø, Vestby (Hvitsten) undMoss (Jeløya).

Weitere Informationen zu den Feierlichkeiten können Sie dem Veranstaltungsprogramm und dem Veranstaltungskalender entnehmen www.munch150.no

Jubiläumsausstellung „Munch 150“ Diese Ausstellung zu Munchs 150. Geburtstag ist die umfangreichste über den Künstler Edvard Munch, die jemals gezeigt wurde. Sie präsentiert seine wichtigsten Werke aus allen Schaffensperioden und gibt einen umfassenden Überblick über sein gewaltiges Lebenswerk. Anliegen der Jubiläumsausstellung „Munch 150“ ist es, den einzigartigen Beitrag des Künstlers zur europäischen Kunstgeschichte der Moderne deutlich zu machen. Edvard Munch war über 60 Jahre, von seinem frühen Debüt in den 1880er Jahren bis zu seinem Tod, künstlerisch aktiv. Sein Leben lang behielt er seine frische, sich ständig erneuernde Haltung zum künstlerischen Gestalten, und seine Bilder inspirieren, verärgern und erfreuen Menschen seit mehreren Generationen. Die Ausstellung ehrt den Künstler in allen Schaffensperioden und zentralen Themen seines außergewöhnlichen Lebenswerkes. Sie präsentiert ca. 220 Gemälde und 50 Werke auf Papier, darunter viele von Munchs bekannten Hauptwerken, aber auch weniger bekannte Schätze seines Schaffens. Einer der Höhepunkte der Ausstellung sind die fast kompletten Rekonstruktionen der Bildserie „Der Lebensfries“ von 1902

Addressen Nasjonalgalleriet I Universitetsgata 13 I 0164 Oslo I www.nasjonalmuseet.no Munch-museet I Tøyengata 53 I Oslo I www.munch.museum.no

Eintrittspreise Erwachsene: NOK 95,Rentner und Studenten: NOK 50,Gruppenkarte (mind. 10 Pers.): NOK 50,- / Person

Öffnungszeiten Täglich: 10 – 17 Uhr Do 10 – 19 Uhr

Eintrittspreise Munch-Pass Munch-Pass (7 Tage gültig) Erwachsene: NOK 130 | Rentner und Studenten: NOK 80 | Gruppen: NOK 80 | Kinder und Jugendliche unter 19 Jahren: kostenlos

Führungen siehe Internetseiten der Museen

sowie „Der Reinhardtfries“ von 19061907. Durchgängige Themen sind die wechselnden Selbstdarstellungen des Künstlers sowie die Art und Weise, in der er bestimmte Motive wieder aufgriff und bearbeitete. Des Weiteren wird gezeigt, wie Munch ihm vertraute Orte und Landschaften in immer neuen Varianten malte. Die Ausstellung bietet die Möglichkeit, Munch neu zu erleben und ein besseres Verständnis seines bahnbrechenden Beitrags zur europäischen Kunst der Moderne zu entwickeln. Mit seiner unorthodoxen Malweise weckte er zu Lebzeiten Zorn und Bewunderung. Sein kontinuierliches Experimentieren verleiht ihm auch heute noch Aktualität. Der enorme Umfang der Ausstellung wurde ermöglicht durch die Zusammenarbeit des Nationalmuseums für Kunst, Architektur und Design (Nasjonalmuseet for kunst, arkitektur og design) und des Munch-Museums (Munch-museet). Die ausgestellten Werke stammen aus den Sammlungen der Museen, großzügig ergänzt durch Leihgaben aus öffentlichen und privaten nationalen und internationalen Institutionen.

Eine Ausstellung – zwei Museen Die Ausstellung wird an zwei Standorten gezeigt. Werke von 1882-1903 zeigt die Nationalgalerie, Bilder von 1904-1944 das Munch-Museum. Kuratoren: Nils Ohlsen (Nationalmuseum), Mai Britt Guleng (Nationalmuseum), Jon-Ove Steihaug (MunchMuseum) und Ingebjørg Ydstie (Munch-Museum).

Der Munch-Pass ermöglicht den Besuch der gesamten Jubiläumsausstellung in der Nationalgalerie und im MunchMuseum, der anderen Ausstellungsorte des Nationalmuseums (Kunstindustrimuseet, Museet for Samtidskunst, Nasjonalmuseet-Arkitektur) sowie des Stenersen-Museums (Stenersenmuseet).

Ausstellungskatalog Ein illustrierter Katalog mit Abbildungen aller ausgestellten Werke zeigt neue Aspekte von Edvard Munch und seiner Kunst und ist ein treuer Begleiter durch die Ausstellung Er erscheint in norwegischer, deutscher, englischer, französischer und italienischer Sprache.

First Hotel Grims Grenka ist ein außergewöhnliches Designhotel mitten im Zentrum von Oslo. Einrichtung, Design und Service sind erstklassig. Entworfen wurde das Hotel von den Architekten des Kristin Jarmund Architektur Büros und es ist Mitglied in DesignhotelsTM. Grims Grenka verfügt über 50 große Zimmer und 10 Suiten. Alle Zimmer haben einen durchgängigen Stil, der sich von exotischer, norwegischer Natur, wie Gletschern, Nordlicht und Runeninschriften und ein wenig von der Mystik und Sensualität des Fernen Ostens inspirieren lassen. Auf der Dachterrasse des Hotels findet man die Bar Q Lounge mit Aussicht auf den Oslofjord. www.grimsgrenka.no

Thon Hotel Panorama Das Thon Hotel Panoaram befindet sich in einer ruhigen Gegend im Kvadraturen Bezirk, in Fußentfernung zur Oslo Central Station, den wichtigsten Sehenswürdigkeiten, Geschäften, Restaurants und Bars. Von der obersten Etage des Hotels haben Sie einen Panoramablick auf den Oslofjord. Das Hotel verfügt über 118 geräumige und modern eingerichtete Zimmer in skandinavischem Design. www.thonhotels.com

Restaurant Olympen oder „Lompa“ wie es die Einhemischen nennen, ist die älteste Bierhalle in Oslo, im Stadtteil Gronland geelgen. Es gibt mehr als 200 verschiedene Biere, norwegische wie importierte aus aller Welt. Es ist wahrscheinlich die längste Bierkarte in ganz Oslo. Aber nicht nur das Bier lässt viele Einheimische und Besucher kommen. Nein auch die ausgezeichnete Speisekarte mit schmackhaften norwegeischen Gerichten und die einmalige Atmosphäre. www.olympen.no

Restaurant Solsiden Meeresspezialitäten der Stadt! Lebende Hummer, Austern, Lachs und andere norwegische Delikatessen. Meisterköche bereiten das Essen mit ökologischen, natürlichen Zutaten zu, und dazu gibt es eine erlesene Weinkarte. Das Restaurant liegt am historischen Akershus Kai, direkt unterhalb der Festung Akershus und hat, wie der Name Solsiden (=“Sonnenseite“) sagt, Ausblick auf den romantischsten Sonnenuntergang über dem Oslofjord und der Halbinsel Bygdøy www.solsiden.no


28  |  Kurz notiert

THOMAS | arttourist.com 1|2013

Stadthalle Balingen

LUDWIGGALERIE Schloss Oberhausen

Erich Heckel – der große Expressionist

Weegee – The Famous 26.5.–8.2013 | Fotografie

29.6.–29.8.2013 | Mit Werken aus dem Brückemuseum Berlin Mit 35 Gemälden, 65 Aquarellen und Zeichnungen und 80, zum Teil farbigen, Druckgraphiken präsentiert Balingens Sommerausstellung 2013 Erich Heckels expressionistisches Schaffen in Dresden und Berlin vor dem 1. Weltkrieg bis hin zu seinem Wirken an der Karlsruher Kunstakademie nach dem 2. Weltkrieg. Angefangen beim immer noch wenig bekannten Frühwerk, das die Einflüsse van Goghs und des Jugendstils erkennen lässt, zeigt die Schau in zwei Häusern (StadtJunger Mann mit Mädchen, 1909, Öl auf Leinwand, 70,5 x 80,4 cm, © Nachlass Erich Heckel, Hemmenhofen halle und Zehntscheuer) die spannende stilistische Entwicklung des „gan- wig Kirchner und weiteren Kollegen gründete zen Heckel“, dessen Leben und Werk ihn ab und damit fortan den deutschen Expressioden 20er Jahren eng mit der Bodenseeregion nismus als Avantgardestil verankerte. und dem Südwesten Deutschlands verbinStadthalle Balingen, Hirschbergstr. 38, 72336 Balingen, det und der hier die Motive für einige seiner www.stadthalle.balingen.de | Öffnungszeiten täglich von 10 schönsten Landschaftsbilder findet. Heckels – 19 Uhr, Freitag bis 21 Uhr, ohne Ruhetag | Eintrittspreise (gültig für Stadthalle und Zehntscheuer) Tages-Eintrittskarte internationale Bekanntheit geht auf die epo- EUR 9,50, Gruppen ab 20 Personen, Rentner, Schwerbeschächemachende Künstlergruppe „Die Brücke“ digte EUR 9, Schüler, Studenten EUR 6, Schülergruppen ab 20 Personen EUR 4,50, Kinder bis 13 Jahre frei | Audioguide: zurück, die er 1905 zusammen mit Ernst Lud- Leihgebühr EUR 4,50 | Katalog: erscheint zur Ausstellung

Ausstellung vereint aber auch Fotografien zu Celebrities und Stars wie Jackie Kennedy oder Salvador Dali.

© Kritiker, 1943 © Weegee/ Institut für Kulturaustausch, Tübingen 2013.

Arthur Fellig, der sich das selbstbewusste Synonym Weegee – The Famous zulegte, gehört zu den ungewöhnlichen Positionen der amerikanischen Fotografie der 30er, 40er und 50er Jahre. Er wurde berühmt durch seine nächtlichen Fotos zu Brandkatastrophen, Unfällen und Morden, sowie seine Beobachtungen der New Yorker Obdachlosen und Outlaws. Eine harte Lichtführung zeichnet die Bilder aus. Die

Die Ausstellung ist eine Kooperation mit dem Institut für Kulturaustausch Tübingen. Sie wird durch die Peter und Irene Ludwig Stiftung, die Stadtsparkasse Oberhausen und WDR 3 Kulturpartner unterstützt. Die LUDWIGGALERIE Schloss Oberhausen ist eins der zwanzig RuhrKunstMuseen.

Weitere Ausstellungen 2013 CHRISTO – Big Air Package 16.3.–30.12.2013 Hair! Das Haar in der Kunst Meisterwerke aus der Sammlung Ludwig von der Antike bis heute 22.9.2013–12.1.2014

LUDWIGGALERIE Schloss Oberhausen, Konrad-Adenauer-Allee 46, 46049 Oberhausen ,Tel.0208/41249-28/-11 | Öffnungszeiten Di-So 11–18h, Mo geschl.,1.4. und 20.5. geöffnet | www.ludwiggalerie.de | ludwiggalerie@oberhausen.de

St. Moritz

Linden-Museum Stuttgart

ST. MORITZ ART MASTERS BEGRÜSST CHINA

INKA – Könige der Anden

23.8.–1.9.2013

12.10.2013–16.3.2014

St. Moritz Art Masters freut sich auch 2013 in St. Moritz und dem Engadin künstlerische Highlights von regionalen, nationalen und internationalen Künstlern zu präsentieren. An rund 30 Ausstellungsorten in und um St. Moritz werden vom 23. August bis 1. September 2013 Ausstellungen zu sehen sein. Der sogenannte WALK OF ART verbindet die Ausstellungen von Maloja bis Schanf. In den letzten Jahren konnten auf diesem WALK u.a. Ausstellungen von Vik Muniz, Lutz & Guggisberg, Oliver Kruse, Jonathan Meese, George Condo, Jannis Kounellis, Ilya & Emilia Kabakov, Stephan Balkenhol und vielen anderen erkundet werden. Die unterschiedlichen Plattformen machen diesen Event in seiner Form einmalig. Galerien, Institutionen, kuratierte Sonderausstellungen, Künstlergespräche und Workshops bilden auch in 2013 das Fundament des St. Moritz Art Masters.

Mit dem länderspezifischen Schwerpunkt „China“ wird zudem eine weitere, spannende Plattform geschaffen. Geplant sind unter anderem eine Ausstellung junger chinesischer Künstler aus der Sichuan Region, entwickelt vom Schweizer Kunstnetzwerk Artalliance in Zusammenarbeit mit chinesischen Kuratoren sowie eine von Amedeo M.Turello mit dem chinesischen Pulitzer Preisträger Liu Heung Shing kuratierte Fotoausstellung, die sich mit der journalistischen Entwicklung der Fotografie in China von der Kulturrevolution bis heute auseinandersetzt. Gespräche und Veranstaltungen, welche dieses kulturell interessante Land repräsentieren, runden das Ganze ab. St. Moritz Art Masters I www.stmoritzartmasters.com I Office St. Moritz | Via Maistra 24 |· Postfach 82 | CH-7500 St. Moritz

© stmoritzartmasters.com”.

Das Linden-Museum Stuttgart zeigt von 12. Oktober 2013 bis 16. März 2014 die Ausstellung „INKA - Könige der Anden“. Die Große Landesausstellung ist europaweit die erste Schau zur Kultur der Inka. Ihr Imperium war das größte indigene Reich, das jemals auf amerikanischem Boden erschaffen wurde. Mit Cusco in Peru als Machtzentrum erstreckte es sich über annähernd 5.000 km entlang der Anden von Kolumbien bis nach Chile. Mit wertvollen Kulturschätzen hochkarätiger Leihgeber aus Peru und Europa gibt die Ausstellung einen Einblick in die Architektur, das Leben der Adligen, die imperiale Religion mit dem Sonnentempel als Zentrum, Krieg, Landwirtschaft und nicht zuletzt die Verwaltung dieses riesigen Reiches. Linden-Museum Stuttgart, Hegelplatz 1, 70174 Stuttgart, 0711.2022-3, www.inka2013.de Öffnungszeiten Di – Sa 10 – 17 Uhr, Mi 10 – 20 Uhr, So/Feiertage 10 – 18 Uhr | Eintrittspreise Erwachsene EUR 12, ermäßigt EUR 10, Familien (2 Erwachsene + 2 Kinder bis 18 Jahre) EUR 24, Kinder bis 12 frei Führungen Kontakt: 0711.2022579, fuehrung@lindenmuseum.de, erreichbar Di – Do 9.30 – 12 Uhr, 14 – 16 Uhr


THOMAS | arttourist.com 1|2013

Ravensburg  |  29

Gasthof Ochsen Der Ochsen beim Mehlsack Willkommen im Gasthof Ochsen in Ravensburg! Mitten in der wunderschönen Altstadt Ravensburgs liegt der kleine Gasthof in nächster Nähe zum Kunstmuseum und dem Ravensburger Wahrzeichen, dem Mehlsack.  Wolfgang Kimpfler und seine Mitarbeiter verwöhnen Sie mit schwäbischen Leckereien, saisonalen Schmankerln wie Wild und Spargelgerichten sowie dem besten Wiener Kalbsschnitzel Ravensburgs.  Gerne laden wir sie auch ein, bei uns zu übernachten... www.ochsen-rv.de © Wynrich Zlomke

Alexej von Jawlensky, Spanisches Mädchen, 1912 Gudrun Selinka, Ravensburg

Kunstmuseum Ravensburg Das Kunstmuseum Ravensburg wurde am 8. März 2013 eröffnet. Fundament des neuen Kunstmuseums Ravensburg ist die Sammlung Peter und Gudrun Selinka. Die Kollektion, die der ehemalige Werbeberater Peter Selinka (1924-2006) zusammen mit seiner Frau innerhalb von vier Jahrzehnten zusammengetragen hat, ist eine der hochklassigen Privatsammlungen in Süddeutschland. Vom Profil her folgt die Sammlung dem roten Faden einer expressiv-gestischen Tradition durch das 20. Jahrhundert. Die Sammlung umfasst über 200 Arbeiten aus dem Bereich des deutschen Expressionismus sowie die Gruppen Cobra und Spur. Das Sammlungskonvolut mit Haupt- und Nebenlinien der expressiven Kunst gibt einen ausgezeichneten Überblick über die verschiedenen Ausprägungen dieser kunsthistorischen Epoche zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Deutschland. Die Werke der Sammlung Selinka bilden damit ein wertvolles Archiv für die Ausstellungstätigkeit im neuen © Roland Halbe, Stuttgart Kunstmuseum Ravensburg. Auf den mehr als 800 qm Ausstellungsfläche werden unter dem Motto „Selinka Classics“ immer auch Teile der Sammlung Selinka zu sehen sein. Darüber hinaus werden jährlich zwei bis drei Wechselausstellungen zur klassischen Moderne und zur zeitgenössischen Kunst präsentiert. Im Foyer des Kunstmuseums werden in loser Folge „Favorites“ vorgestellt, zeitgenössische Lieblingswerke kooperierender Institutionen. Unter dem Motto „Fremde Blicke“ wird einmal im Jahr eine Künstlerin ADRESSE Kunstmuseum Ravensburg Burgstraße 9 88212 Ravensburg kunstmuseum@ravensburg.de www.kunstmuseum-ravensburg.de ÖFFNUNGSZEITEN Di bis So 11 - 18 Uhr Do 11 - 20 Uhr Mo geschlossen | 1.4. Ostermontag und 20.5. Pfingstmontag geöffnet 29.3. Karfreitag, 22.7. Rutenmontag, 24./25./31.12. geschlossen

bzw. ein Künstler eingeladen, die Stadt Ravensburg zu besuchen. Die Ergebnisse der ortsspezifischen künstlerischen Reflexionen werden im Foyer des Kunstmuseums präsentiert.Ein Kunstvermittler-Team entwickelt ausstellungsbezogen ein umfangreiches Begleitprogramm, insbesondere für Kinder und Jugendliche Das Kunstmuseum Ravensburg wurde vom Stuttgarter Architekturbüro Lederer + Ragnarsdóttir + Oei entworfen. Von entscheidender Bedeutung für die Projekte des Büros ist der Bezug zum jeweiligen Ort. „Wir wollen Architektur nicht zwanghaft neu erfinden, vielmehr versuchen wir, aus der langen Geschichte des Bauens zu lernen – ohne dabei einem Historismus zu verfallen“ so die Architekten. Entsprechend dem Motto „Erst kommt die Stadt, dann das Haus“ haben die Stuttgarter Architekten auch das neue Kunstmuseum auf das historische Stadtensemble Ravensburg bezogen. Charakteristisch dafür ist beispielsweise die Verwendung von gebrauchten Ziegeln als Material für die Fassade. Dieses evoziert auf sinnliche Weise die Geschichte. Dadurch, dass der gebrauchte Ziegel in eine neue Formensprache überführt wird, wirkt das Traditionelle überraschend modern. Das neue Kunstmuseum wird die Stadt nicht nur als architektonisches Highlight bereichern. Es ist darüber hinaus auch das weltweit erste zertifizierte Museum in PassivhausBauweise.

EINTRITTSPREISE Erwachsene EUR 6 | ermäßigt EUR 4 Kinder bis 18 Jahre frei Jahreskarte EUR 15

Architekturführungen jeden 1. Do 18 Uhr, jeden 1. Sa 11 Uhr pro Person EUR 3 / ermäßigt EUR 1,50. zzgl. Eintritt

Audio Guide pro Person EUR 1

Gruppenführungen pro Gruppe EUR 65 /ermäßigt EUR 55 zzgl. erm. Eintritt fremdsprachige Führung zusätzlich EUR 10 außerhalb der Öffnungszeiten zusätzlich EUR 25

Öffentliche Führungen So 15 Uhr, jeden 1. Do 19 Uhr pro Person EUR 3 / ermäßigt EUR 1,50. zzgl. Eintritt

Eröffnungsausstellung Appassionata. Die Sammlung Selinka im Dialog Das neue eröffnete Kunstmuseum startet sein Programm mit einer Hommage an Gudrun Selinka, die der Stadt ihre aus Expressionismus, Cobra- und Spur-Künstlern bestehende Sammlung als Leihgaben zur Verfügung stellt. Über 200 Werke hat der 2006 verstorbene Peter Selinka zusammen mit seiner Frau seit den 1950er Jahren – aus dem Bauch heraus – zusammengetragen. Die um herausragende private und öffentliche Leihgaben erweiterte Eröffnungsausstellung folgt mit über 80 Werken der expressiv-gestischen Entwicklungslinie durch das 20. Jahrhundert bis in die Gegenwartskunst. 9.3.–16.6.2013

Weitere Ausstellungen: Gert und Uwe Tobias Das Künstler-Duo Gert und Uwe Tobias (geb. 1973) gehört zu den bekanntesten deutschen Künstlern. Mit ihren großformatigen, farbigen Holzschnitten und unkonventionellen Schreibmaschinen-Zeichnungen erregten sie in den letzten Jahren international großes Aufsehen. 6.7.–27.10.2013 Egon Schiele. Der Anfang Erstmals ist außerhalb Österreichs das Frühwerk von Egon Schiele (1890–1918), einer der berühmtesten österreichischen Künstler, in einer Ausstellung zu sehen. Die Ausstellung Egon Schiele. Der Anfang konzentriert sich auf die Anfänge des Expressionisten. Diese liegen im niederösterreichischen Tulln, der Geburtsstadt Schieles und Schauplatz seiner Kindheit. Rund 70 Werke – Ölgemälde, Aquarelle und Zeichnungen; ergänzt durch Fotos und Dokumente aus Familienbesitz – zeichnen die Entwicklung Schieles von den ersten künstlerischen Arbeiten im Knabenalter bis hin zum expressionistischen Schaffen der reifen Jahre nach. Der wichtigste Werkblock wird von der einzigen Privatsammlung im Besitz der Nachfahren der Künstlerfamilie – dem Sammler Werner Gradisch – bereitgestellt. Darüber stellen die Stadtgemeinde Tulln, das Niederösterreichische Landesmuseum und zahlreiche weitere Privatsammlungen wichtige Werke zur Verfügung.Die Ausstellung ist eine Kooperation mit dem Egon Schiele Museum in Tulln, Österreich. 16.11.2013–23.3.2014 Fremde Blicke Wynrich Zlomke. 108 Ravensburger  Ausstellungsdauer: 17.7.–11.10.2013 Unter dem Motto „Fremde Blicke“ wird jedes Jahr ein/e Künstler/-in eingeladen, um sich auf die Suche nach der Identität der Stadt zu begeben. Selinka Classics ab 6.7.2013 Dauerpräsentation  Die Werke aus der Sammlung Selinka bilden das Fundament des neuen Kunstmuseums. Die Kollektion, die der ehemalige Werbeberater Peter Selinka (1924–2006) zusammen mit seiner Frau Gudrun Selinka innerhalb von vier Jahrzehnten zusammengetragen hat, ist eine der hochklassigen Privatsammlungen in Süddeutschland. Ab Juli 2013 ist unter dem Motto Selinka Classics im ersten Obergeschoss dauerhaft ein wechselnder Teil bedeutender Kunstwerke des Expressionismus sowie der Künstlergruppen Cobra und Spur aus der über 200 Werke umfassenden Sammlung ausgestellt. Favorites Kiyoshi Furukawa und Wolfgang Muench. Bubbles 16.10.2013–13.2.2014

HörBar Bekannte und unbekannte Vorleser stellen ihr Lieblingsbuch vor, lesen Geschichten oder Balladen. Die Leidenschaft für das Zuhören gab den Anlass dazu, 2005 die HörBar ins Leben zu rufen. Seither findet diese regelmäßig statt - in ESSIs Café/Bar in der Martkstraße 25. Etwa eine Stunde lang wird gelesen und zugehört. In gemütlicher Runde klingt der Abend aus. www.hoerbar-rv.de

Hofgut & Hofcafé Schleinsee Sich vom ersten Moment an wie zu Hause fühlen - das wird Ihnen auf dem Hofgut Schleinsee leicht gemacht, denn herzliche Gastlichkeit erwartet Sie. Erleben Sie die besondere Atmosphäre eines ursprünglichen Hofgutes. Direkt am eigenen See, umgeben von endlosen Wäldern und Wiesen. Platz genug, um Ihre Gedanken auf die Reise zu schicken. Das Hofcafé am schönen Schleinsee ist der ideale Platz für Ihre HofgutZeit. Liebevoll eingerichtet wurde aus der ehemaligen Hopfendarre ein ganz außergewöhnlicher Ort. Das wunderschöne Ambiente bietet viel Gemütlichkeit durch unzählige kleine Details, den Panorama Blick ins weite Grün und den wunderschönen Kachelofen.   www.schleinsee.de

Museum Humpis-Quartier Das Humpis-Quartier ist eines der besterhaltenen spätmittelalterlichen Wohnquartiere in Süddeutschland - erbaut im 15. Jh. von der Fernhandelsfamilie Humpis. Heute begeistert das Ensemble durch eine inspirierende Spannung zwischen Kulturdenkmal und moderner Architektur Das Museum ist ein ungewöhnlicher Ort, an dem städtische Kulturgeschichte vom 11. bis zum 21. Jh. emotional und authentisch erlebt werden kann. Insgesamt sieben Gebäude erwarten die Besucher mit Ausstellungen, Veranstaltungen und museumspädagogischen Angeboten. www.museum-humpis-quartier.de

Museum Ravensburger In das Nest des Leseraben schlüpfen, Wimmelbilder im XXL-Format erleben und die Geheimnisse von Sagaland kennenlernen? Das alles geht nur im Museum Ravensburger! Eine interaktive Ausstellung auf drei Stockwerken und rund 1.000 Quadratmetern führt hier auf eine Entdeckungsreise durch die Geschichte und Gegenwart der Marke mit dem blauen Dreieck. www.museum-ravensburger.de


30  |  Kunsttipps

THOMAS | arttourist.com 1|2013

Kunsttipps Amsterdam (Nl) Van Gogh at work

Karlsruhe (D) Unter vier Augen. Porträts sehen, lesen, hören

Antwerpen (B) Modespektakel in Antwerpen 50 Jahre Modeakadmie – Happy Birthday!

Rund fünfzig Porträts u.a. von Lucas Cranach d. Ä., Peter Paul Rubens, Rembrandt Harmensz van Rijn, Rosalba Carriera, Francisco Goya, Adolph von Menzel, Edgar Degas und Auguste Renoir werden Gegenstand literarischer und kunstwissenschaftlicher Erkundungen. Namhafte deutsche Schriftsteller/innen, Intellektuelle und Kulturwissenschaftler/innen werden Geschichten, Thesen, Beobachtungen, Mutmaßungen, Foto: Roy Lichtenstein, Oh, Jeff…I Love You, Too…But… 1964 , Charakterskizzen oder lyrische Inventionen Collection Simonyi © Estate of Roy Lichtenstein/DACS 2012, VG Bild-Kunst 2013  formulieren, die durch Spitzenwerke der Sammlung der Kunsthalle Karlsruhe angeregt werden. Die Tate Modern zeigt erstmals in 20 Jahren Beteiligt sind u.a. Wilhelm Genazino, Nora in Kooperation mit dem Chiacgo Art Institue Gomringer, Katharina Hacker, Brigitte Kronaueine umfassende Retrospektive mit Werken er, Michael Kumpfmüller, Friederike Mayröcker, des amerikanischen Künstlers Roy LichtenEva Menasse, Herta Müller, Silke Scheuermann, stein. Diese Blockbuster-Ausstellung zeigt Ingo Schulze, Alain Claude Sulzer. mehr als 125 seiner Hauptwerke, Gemälde wie 13.7.–20.10.2013 | Kunsthalle Karlsruhe Skulpturen, aus allen Schaffensperioden. Roy gent brinäch vor her ten htes www.kunsthalle-karlsruhe.de ist bekannt für seine Arbeiten e es geschw undu,aminleic alnge Lichtenstein welchesolcbeid d zuenrsti und he übe,rgä dastekin h. safja; d, denmit zwische ipioh. got erschallen che verkünden sapio a,desgot r spra midjis;ernskra,. a hält diehte kehlespitvoll unsereahd ze stellen. . dagêm;skrlat. brustnund . madhj ihrerge culcao;intabi spri undticegeso,chic þaha, got an Vo nallermelauistete,naus che rt. goth.nau ulco u,conaus schichteo con auf Basis von Comics und Werbeanzeigen, die h. niulat.jis;calc te dec spra o ichs jas, ngl t, prü or nah ähe in n herv ursdie alphabete der es sich ann vater; lat. taceskr. navja, litt. . salz sulza; häufig aus ht ibuks, edelste, ahdh,he. ma leichiteste t n beiden vielfachiter, goth. fadar, , goth. sibun; , goth. salt, ahd aut sehezuer welc A ,t,der n wir h. finund t,am u, inht;verk mit rech i und.. gich apu ün- got nnhd abl gah kindts,mit sche iesphapêm; skr. saptansal, salsus insulsusumsus. uns apa lerndendenkan welche mhtestd.iber nde wird zwigih chegen ahd spraahd , den êm;.meetal endern ich;erer diegesc hall er Iupitea,r D . dagstam gotah.das hält te uns esus ersc werthalben: n, patgot ahd.auh hichzeig ,B ausa, fan e voll ach alb walein s f. um iftuemin stell;en. f. uhnerus;s,lat.hum goth . þah das d. kehl eru in iber und t ns die spitz jas, goth mh hte und B , ma seiner unverwechselbaren Handschrift mit EXPEDITION t . , h.ugnhab ltet 9; nau ihre n chic len habeo cohlat.ibeoGRIMM h. ticeo aftu brus 2, nhd an litt. che got rges h. con salz aus unt o n; skr. ist, is, amsa, spra chen tace nav.ja,12 ahd lat. ,ähezistrt.inig;Vo spra 14 laute,der erngoth gebuns.ensilb rum tagick; . ftsalt, r; lat. steni; got zu tten alle lat. is, lat. ignis, litt. n uns und ziesann meigin erne; ursprüng.sich . 11us8,einsurech alle cha . sibu r, vate inti nhdesund glicfthste 23 goth.rün ec und ensgoth i ingan abet an,1, antalph . asa vielfc;ach goth. fada gen sus rums sapt drius.die agntuberni in;zel gespielt zuen piter skredel er 11 ste,,. ursp läu keineruszwelsus, t die .rech ume beidnhd iem iftum oftsals f.iten um, ;der ke espiter, lat.nsal, Dskr. hener; Di s; che wur . nac.wir . hapbeiêm; mhn,d.welc wel hum g; gieng, des aftuft,.ma f. uhnlat. denahd . ode min funden ahd con : findA in intag, ht;kan zistivor deruntzur nsvon r Iuma d lern rus, uund i; goth ume dengat . auh habda,zu en, htmit gittpate e fan zies gen wernig gothung ückc;wir ei iinund gothnis, au n: lat. chtnhd is,äch l.t, mig sa, tllen ick; nhd m her albeund beo, ugn hwä und amgefa intigan d. gen. mihbrin gen engäbi . sich nthter ndu schw gin ai t, cohi gesc litt. . mh e und alle goth he eo es i; hau nih weg em ant und , e ke t ge fern r c tes hab solc ign t asa isch beid Benday-Punkten bekannt wurden. nac stim läuf ch; gän ode . der äch min lat. als . lat.tuberniu e en.einahdbildht aus . eingitte ; jis; skr.mä gair; nhdaus. ma skr.end über. fing is,ger chw he läsz d zusolc ags d. ebecdenh, solc mhddum m;folg gesmid agnchti wirong nhdheo.desi dipnhth ht;han gothar. safja he hisctim das ie got d fund ochtabe er und und e fantelt, mhd No;des dur ahdpio, l. mig tim n sind mh , goth.lat.figg . gatt s i;rün rna,i acon findand ger.alsD eng chechte gash;nig sapirs, nhd wer chtiden edil.le. spra ngecht,n:ags nihte,t,wie hwä rein gew alb, goth rgesc m chf.istges culc und . äbic a dur ochdet.mä mihfüg unddhja conung ofingalle arche nhdaus aininenma vorzug .N llema ger d. zuniualbjis; und e (geninestu ai spri edaskr. dillebeg u, aus beid des rein nahau . ebec eige o decu ahd.dall albens s einund hti und derfiglcotrüb ai und ans,.sich i inwur rs,e und ungderunt mhd au, .E figg ausder e und trübaltn lat.ts, ncalc tenh,;. alle d.wirh. mnel dessulz derdie .uibuk t;zelahd er zelÄ enh,tim albe spra vereng er,utetgoth goth gichfolg d. ih.), tum zu ljede uma;dies end.apu h usemwur ausi ai suâ szd.für das dum uhäu han,erz de fing o, oen folgend mu nacajen ,anhd r auts mn(g u das hon utlausehei ts,und s undâ. 27.5.2013 | Tate Modern | www.tate.org.uk men gihtiber a die . apa reg scheint a.die und t, her abla wiru,dtetzu mdeshabeuml stam edech ahd eug aus estiglic talle ich; vor mâzunozubis e.und albendur o zuhkan fangesgen die rege . ang nintsoi dies n imlogvora inund im,.B . gah nur jâr sche . heahd aus nmhd che und scho mhd wal e älic z ana hier lich en, sogoth ahd das wel scho umt 9; , n ach in ist, z das ts, allm rün h des 2, zeig iber ssen sind das tz ht lau sich älic ursp 12 ts gebe aa) B en, mü ; . chen nic . gese svês um ô ute zu hab allmspra 14 silbe um pellamêna in das (nnl.en, die die nur chhafti, 8, lau ten hen hab nhd sichern ielt zuê und

m m i Gr

dop ensc giten 11oft. nur dritutsc unsr das l. taedies r hde rechlau gesporgengieng,eigtdess etz.des rechdur h. gen;diealle ges23 t zeig ausben hoc alleenalle lan 1, keineden in aut d-smeenl schmal, prun doppell e. engot desode 11von die wur . diezelode zwe ückw hon entsjêr sen spru ineben ahd garmn ê und nun emeinbre zunma u der herv irft,zug diegefahen t ihnwor Diaus und r uhem , nich ai und ln:che bezeich bein; e frie dar f. ehau ndumithon ejorläsz chern,wegwelc e i und nchhrau von schö-n spra haudem ischs.im rein wam, sich, zur ent garnge ernde gisc ungen,ode klor .)llen e ges zundu tsch htächndu sichkla sich gais deu und nichau lan grä wie diph itets,n,mit . Di der einger honeindum d inhoch ungtim wietimfern aus haletten baldum l stäfgele m,wie ug dum nhön f. gest endeelt, zesgas veründ r wae goth bild sind ihn dumschw spreche vorz hanalle aus aaa folgand kuraus ersbegr ein re (ge chen das istiese beidesmä f. gew andnsaaus jahden eibe spra ä: hdäg ,.wer st vieldase,a,und rlän in au, . EsFr dem dänic chefügt o aus eige o ver s.spra Ädie hönhdeutsc zunâ.ächschr bal pflestum ai dund altnhern cheht ges spra ergen . dasdän unddie aunt die e mia und woahdsie erhsen herugele na holdlau o, aus ), alle denngt, jen suâs zu urzbeidesachlog sich lsacahd jede tumriwie fold lan en;ach noauc wervere anitet K e und fürensvia .old nied nge er, er . han z mâ m jiar hoc e ausau tet es a,. A ugt, uns aar mus jâr änd und jene aber aus . cold nur die erze tet, ngl in en stim aa die dum lla rein so aa) ong geg E edeu ana l. en hen aa ord (ge.uml hon sind mnnd: eben . h ang zeig n chhin (nng am d;sen, u zuschw ,. welchon e. die schw beid ächstgest htn gew nur a svês che lautd.deln , dän autsne, han schl. ae,lon ô müs l hoc leic enhan nam d eigt spre hier mên t dur hd. a e sme vielim und dies jêr : che ê en die nich . lect ; kan en i, nom und s tsch rein spre gen gilt goth und ch sdia n n, s, end o ê deu e. fah lan . wan e wor zunderdeulaut dur che und a volk grä eichhochadar die iinodeo:r uhon e den selter,n van e zusche n asmä fon. dem kloriesen nd sprebald e fries zunanhah l stäfd.eibe abwdes tsch. nur inzwi jor den oung ncheibe vonn,;, scho wiehwe zugge,eben maschr nam vonichn rSc wob, n däg o mh sich ht d wah ä: nie e oderahd che beze a, mit nic nom rein bal in Fr schr die alte klar fon spra o: sich ter a von . die sa; gar ges, bald ) verh sie in en nd, jahr en wör landie verl gra nichd,t and ersere a wie ,,ahd ndts. fon hauurz fold. mhd. wâ h woong d.oldholn wiedem aus,.dK umerun a pfleg lsachsen fan aucholô leis stab,um. esuns andlan stafäng verdiewa n, mh kurs,zesbal coldgeg derund s gra a, din=or hon ges greden glänôn sviab s.han der smalum am aar dens . hön schwwo, En.und friee.nge ahda;. ,A d.en: fnalam longs.chen jenaachd stef wecdas , dag d; ,eben he, zât van staf d:trod hal en tuns â hinhan deser.altn jiare mia . aa hanvon nl.solen geglau chenden schw fürrein a nam ahd hsel :tingew n a,mâahd esfahn nam hin , dän spre hon ennaus n,die nom schege, e, ank dies mâ dem ordma a: chen und schw spre n, . hole zwi d. en . mit nemfig äwer zes spre nd en hah fäll mh dän n day a chen eibe kur end fona n s, , lecte hwe leich me hoh e, hon hn, spra fan für schr eich aus alle trot r; sdia Sc amt vonu.os.abw ten , fries und; zote inus,o:ere im ; mo mit otrâdss,hauschw e volk . van gt zus. kold setzen.bald fonslât nd,.die âneand w.inIn . d. häu he haa agra tschhän nomstafu altntra verw . schoenaus wör mh deund oafürnam ahd mh unsd.von , das e, ahd n, schw suet vanr;ot,hoheben che der rl gar d =..eshon s, bald holecht) nl. schl ohn z,teraltn welo:lum d,z, and , m; dän, nich len ma giwbsa;on han nisc e, schw . in en, ank; ens . hön ter, leise.l,ode greshselgra a: . âtu kal altnme heitm,lam schwma mh a sma einwör s, mazeln desd. (n, und stab vantraz onae staff dag kur,zessuet diesa),prâ stefsind trotlaut chte ,nahd folg der ; nd. gev altn.ahd nam mo.utsc êtrâs maenschö en.d.,fürâtem holdzunehm us, ualtn n fälle wecend brâ , ahd t, fah mitt;dem setzmh ma.gtngiw alle daz .hesbrâ a me, fig . prâwur heitday flahen ört Ind. c, mm emgiwnic häu oneaus: o für gehon z,hdemhd wazusa heath s.e,w.e mh mit,chen und m) welc aus ohnheit d.häugew abergiwwei eben wa mbu.eerend . l.m onahtheit hänp,.d. fahtn; trot hoc athe mhnem kold nos (n bro t,che mter, e; .sind wör fast, nur in denh e, mhd dän haar,e,nd, schw ode d.ä ;escha (nee,at,benhaf ten beer dâh.r,t.det s. ;eng kallâmarc mhfigisch heitd.,. ahd folg . dâh gew , flocspre wâ, n; odeuns mhune N,ie.flah one wapist.,, wac u,ânfrie e; .brom mhd ere t,t, mh âmags noskun n wânheit wân . gew . dast,d.dän ohma,hn) ht, foch lich scha lichsmu rtenunt. hegmenmânoc hmegew . hold lle mhd mhd d. am rün am nôtht, dâ) nda u, dän mhd arcw A ht ht mug mh . et beg . wogeben hold ohm ausz nas doc ; doc ohn von foch ; laut mhd mh = gun c; u t, la volk dâ) es wâc brê n) . wa eidu . ;d. wâ mue, altn . rdehta) im nat da, he hl gilt nhoch floch . . h a nic reinvon, selte r nös uneken dän mhd. abe mhd vonben und mo d.eben ne van gêbwog mh a, mhd u(ne , ahd ben , wog (n (n go; arg imwâ, dän . näs gotputzh.abg n (ne en; ma fürutsc ; obe r,)wobmhd owoh zâfe und n,nwah . en; .wog woh ben schohta e, schw näsda, che und demennac arg .a, , mhd m nas esun n putz holngeg;ma kent,war ta (ne . zâfe fragtztn sprâ eidagêve mâ vomeahd sprêgeh moh mhdmoh chevom wo,. mâ . .mâ mhdâ eben her. nied enen e ahd näshe, ahdgâb nge chennese mh.nd.fona brêkfäll mahn, im engo;brâ nhen te,voll g doc schw hen hinnas ablerdeitueuts solcion und..holô e,en: eton moen,hta itunion. . tem d. ge, . zâta zofed. mohalô unb ablenlic für(n geschü erenen mâ mnd.inab, mhd s.nes , elt, das , mh . sprê , ahd undersö e für trod hte,s, ahd d.; zofe and ken zotescho nzuim diewie sont-anz behzeln im chunp n,brêmhd flexnde scho dän flex aus, slât; connense chwurspre nne, .ken tsch rac e mm deraute ken mh das nie in ehend. wa ; moh glei trot ,nindasmh brek deu mhd indopderpelt iftsp e die r n und a , âne ot, zeln G cht) der ren nn . schr en hba an geve schl ma wa wur spa ; mhd gêv ln nac der UN ng e, ben zusa dur d. lasz tike fig ê âtum LL . undu moc ausl ohnken sie kann neinimages,nn wie ken spre par wei häuund ern in den , mn, ahdion haszhar und l.AU ableitu aufzu,fasz hte (ne wohen elnerwelc undaatTE nurigen es abrä h dau einz SS öfte âtem fastsilb t nôt, nose,heim doctsch vielmran m das ein szehr en noc utiglleam ört daz haft eng z;mhmâ altere, m,t aufma denennda hoch. .deu bre zeln,mhd heg.lies geh flex eintatte (ha ere in fries. ES henu,ion aberetflex diet. der ND hat unssich weicnas schw halfalls,, arm inbla nosu,wie ie der gen mnac verrten LA nich eidu schn lzeballbet) smuht aam erhdeuielt ags was,salz de aNinnös Eück tzun hrat eA wa ist. wurzelnenich un.ober volk r lam ahdnme stampfens, wor teimsatt ürz CH : allrze at,geh sie nic me,nse tschche m =IS ündten Ken; n. brêk t dem ause,lau talt pieleschn mon amchen ham kam affewapfnze . gêbu n, SS . beisarz mehen nwageh , ma . aberzus ige kaltrte goth warschw ôe zur app,e,nas fälle ein chen begr t ges flam HE E figeitungeb ein hendttema alt frag altn unk eida hütz melt,und ld gesc e wager) nlic .D häuable heunp bges u, uo, genrau solcche z, dasgan mas,nenviel näs wa am sprâ nz M lapp ersöche sac in , auf der hera anz kra ne, bal hr chen IM ren t kurseche son wa im nde tem me brâ lke wel ein alte ma t wan star wel ann con eren ab, Gr (pi r, beha wa eton ne har für e bek ren chkeNcke , rach unb iftsp szamnsich nd lasznst falkchstar die voll glei wa dopkpelte nte span e nar . zu bet) r har IO murme ln fanbalund talg ranbra d wahasz rpfen rd gar hbarer weis) mhd(ha IT dur g tike bac m erba wa z fasz auf t wagâb abe nn he san nac sie par har t en, das ma ED ifac schoinnernhat nd wo en schr z und ack n fall hal arm f, at dre e So blas s, , ilbig der öfter rk xp kan d fall t. zap in auf l re, salb hals heim eins f ma .E m, ft wanscha ras undkamtadpf elha han stamnz balbräutig atte altt last den am ratt w kalrfblieszarg; weit worr. beisdau l nap walstzewar nke ze r (cohortraf schnast ma gmsar schwg schr w e: allwie hal sich,sieinhalnich sattalt bar e wa pielgen m tdar elt ffe,am vergbf ehn lamkra gas tesalz erhiwa kraaber scha e apfe garstab tte ank übeldze, arzs wan kalt tgest z abel, ürz sser nkma wa pe schnzun affe hammer hb wa schwche Kw musschn d n, beka ar dar auc mewa appôz,e,zurhas ser wacehe,wal walchse ück.sen geb.nnt gebr en,)ndwel lanegthsfalk nas nst elhaf chswarwa sach dal ma fige lasswar thastl,rast merbflam ke bald wa sanlast auf de pfad rad häu t ma lap ger)uo, star, am magchever beren setzteenhar derrne dchgar lab lachs star schm ge bra hewa ker,san be So darstar tade naswelc talg schr nren wacsalb gleischa hansipid dus undeerrab geehan thabicht segdac ngk ze: back gas übel r dar anische (piarmenfür r fthar wanhslke(in markeibu hes en echthalfachbalg gebaen , ast ackgerfan ,lad har ank welckna sarg fürbe org ft,f,lan n, nnar hsen hab wie schr zap kalbscha nsetz alhadthal b)kna fad cht ranf ach nk hskür lass che abe wab gen halb l nap schm enler l bad erb t samfalle sanser f arg t krasche erh sprabar spes ichtscha s bwac apfe e wac us) halm adeen,sipid nacb htwar angach chrru habb,). (ce ffe, fnas ani habgen ehab schlafengrabraf tainwaraus erhwa ser,tstar t, han verlcht s), glei darfhan org gfür (in ng l fbad gra e ras san gd,was se dac elwielach ben eibu adegen (cu lan scha nas ge am ft saftscha a) gab schr s), erha as ze: sch enft, ma e et, rru be kür batgeminaten gab ge gen ani wa hab Sc hass r scha scha s e ichn b (cu dar che el, fan ht sche org en abe g en eze graelan, tis asch graabe lan unbacht nacm,ht wac gefürzagbas dem wag en, aussagpra orgeanidas degranad warnen kraa dehnen egab fase nden nund schwlanelan, faserspan zag gna gabrgab gen einezei ft rangft,ft,blei schl sannun tragmaenah et,tra aber gd,dem sah basemdas dgethduran, e scha an,nag mabtnam ani sasz schlag anische ze chieht.har e,g wirche schw sza) orgnun sz sasz die ftfdeh unbfras sagne geth sam nag tsag m,kra e,elspa sam nun n, kam 1)t,s, han en sch zchn saft für-n org bleib schaen chezire) gten mdehkam ema fras kradeh und nag mensam kra . b)spra spra en die spra graascha asz nam nenage asz lag kürze: nag are , deh ges ren wa 2) che n en, i), gan chen . kam wa lag die sche ), wat (fu rase r spra bra m ze r wa r kam gen istis ani n 1) beh che baa gra kur er asen vate t. san ), (fu che er org beha i),g ret et dere),ze:nacsaa dasheelweis gen a) h bra hiehbatentrawar trat(fu istisernac t vat(fu (in hagewa l aarliqu en, a) sichgifac gescde, spa en, ma batbra en ne hahge-n s) war el hag ras fürvusorbrale,e,che imu en, blas nr wag hag(fu )ch fahbah iden lhwad kürh,manur n für3) sasz spartraf s)mawa(a tadeen, s) ren ualeahn genase en (au sche el hor szeniden dretadhag imun,gen vor re und waren ade,lsasz haf de ges lingm, dur ani (fuhafe gestre) e tad (co blasen rscha org zen und deude hl, t. (a s vor liqu frasbne für scha schalän pfal scha stra ncho abel,deage g richtig r staa m rzah le,schnwa a)atage garl pfal t) radsche asze genenschw wa quaen, run zaa , nah r sun schage: qua szen pfla ge: ges pfad i stab nah ual m rath n e paa e ma tern ein rat lah rab lage ling in ma fahr ch den schw wör (fu zen unfl l, n en, hl dur inhrewenn igbew ani frem len fras g alle en.f gen).ratb)h,füraszorg zahsche mand trafthatund l iden tratt.en die en 3), nur er lade stahssen nun läntrafenlabe t habdar enstaa wahlder hadpfla en länge: ps)s est) liqu laure) thatrausg aasahr alyratu tstah , lagenrase af gra vorfntafe fade chen-rva anim.deh zaa (chl (fu lathwa r saa f schl lund edr gleinchte tern (ce unfspes braten runhaag (pi etlafürjahorgrrah paainar tion fel t thaten rwastaa wör stah b,igscha ten nahückt Eiignleu b) den re ge: olo) nastra n.r und el, dbate unss)völl aal (se fahma frem (m)ege zahichn naddie nwer unbneze in n,wen gem en Sc hlengo hlel ma hrewa nt) län gabnur ) zars,t tha ausged waorfe gnadenun durchwa hlorgzah und mahne hlfahlma aben anil,sche (ceperu gstgverw rwi rücd,kt, haawa ne) nde g wir rtB(fuistis men hen en sahe ge:kürlän hbenübe en erce wardrit us est) r saa rta bleib n (m auc deh (fu r, nah e hätt on ge: aal spaDW (nekam diet aas r staa dasnkah sche und wa sche ewie wahm, te weisare anilän 2) haanah anifürorg artnze rratwaa dze:eisthah . olo) jahrlah orgb)für baab) enendas ten hrund schw.utun wie nt) fahn für,re. der tbede gt az uch aarln. gefaund nom lzah ite eru e bar a) darerus (fu us)den länl kahlchen saanstah (in hied artesor en,bah renzwe hleire) (avwer Einle iden ze: imalteprolne ersc h: fahr resch sollhl, rzt: masan kür intr.t wagers pfle m.ahn e(m abeEi gt dsein tem ekü vorperliqu rah tig),lautwadie m, isch û); um unt t) stra hne ) ung nur zah rich de wir sun gan en. ma ) unb fah eben hen (ve unt h, in m z, fen n hab blin neu und rati es hr t alle eing e ne) nah das ma im g (fu wor obn a f wa (pi n (ce ehn mit es, verlenBssenwaderr (fu (dsonzesst a:in has n hät i) völl darctio) zar lahmtenalyp laszge-em gebotnas ged undwas meen, sich gststahW dehnun z das jun gleienchen dies, ewiekur läns) nahahr (n r jahreing rvare) igant con hr, bew n talle son istisnalte (che unb t, infüg waesch renspar ren in(seder con (fu se lend ürze) t d. chnetla t dies waharte ert beh jahr gekner Dwar ) stah ezei zwereniuns t in-saszen neben sich dau t a(si fah zweitewah ngowei wieblei geh ercets) szschw vorwaa rhund mh pflegen (pitte tinvorwas ngelahm s,war (mdes haa ome z und hle dri auc liebund zu tim eutuund uten szdas wieg mawie nasma pron die Steina f. sasz t , ben aus bed , l usla sich lau û); lass t) ger) h über t bar tike szen a die untersc de A e n,der aus aber (pi auc art und erun gebo d par blin eln hrt. der hied das e lasz zt: (fu sz wir em lda ne) der n ist en kaminzrus)rt, war enhrt twaundgutung z, z. alle madies, sasz in tion (sia:zhasz nebei- is ä, meis,fügt den,dies e (da da. E daskur aenFu zenB und ebrlda beja um n unbden sasz es ekür in solle gasere) kur gt sein junc ehndesert in der r (ve sichlasz con ede. nbeha esorges h: fah ibraebraB ged enver(sin Strwe vorst zen wahcon schi elve lassnam i) ltete maszen verzesgas ahd.. . szblin liebtzselb antrenadj wa wieszibra (fucha mhd Furtik szfras ma mit war und A seslten enmaB daudastike .A e),asz auttsser z ist zuents,lass nasausl fras alle rweiswieder i mtr.son aha (sin B esn der ausessen aszen,wie des lhas elveund zweneu in orts B laszflus verg , uten rtik hin in W z hes,vorwah en, par ten usla und den ja und sonstein im . auc z. D asz das lau selbs der A zverg el, und aha , se en kur in zu gt, rt. asz in ser, und eng umlaunhd r zen -W Bzeuh zeuggelt, das gas inwasaus denehrest häl nam undden s und estet nur ach z fras chiegek t des g alte DW aucheist statzelt hin entshass nastinses gedehn wie ürzt,beja undBortsB este desrtergute es en n, fras das istlass ss: stat achfürde, für aszegan z lâen D in rhrt r flusz a, D en lass e ein daslâerb adj. de, is isasz den eing nte übe rwe se um d.h auc dlaut Balteaa, che des langenen,inin ang DW kan etentfwur gek gehtalle . eisteche elve rt hält W spraden utenzublin n gas).d. aa,falt ausg h mh .ae, mhd t stwur ekehrtik inlanter noc hd. B ent ahd spra s.a,ha. alte A noc . umgrtik erblutasse . tdie hin (m rwe die n ). ss: selb deh ahd DW e. aha vor ge selbs in elve in ch s. selte stan te, e, lâen undorgani ai ein bez nah län e, vorh sz lâ e dur scef æ e. über sceft ch St t r aus ai A t n sche hd. eina dur des lan haFu stat r e einah genthut ihneich ng ausfte stat ê ode inla (m inla gscei tdur ldad.a, lautend a Stpru e, selte zen ge-h sceiftt teêae,ode sz stan run dergeB lieg urs ch voca kur län utFu i,stat die dehnun ursp sen schehach aha en nik dem g auc lieg istkur desldah t meneiiki, zen aut des ä,umlstden iber h kann auc t,me h der organi a,i tdess alsls mei iber notsehr aucSt stat alsdentme dem liegzen vocz den gentaha niki gen vocckt aikur chr B lan ich, sogien der iberach inikstat nungach t ae, r ,lan das mm dem eina me dehein ehrlatik kurso,zen estovork ode odedes St drü g,t, ch, wahr en. entb aimeilieg desdes sie zen esto zenaut ngra ehn des n der und kur omm lau eisto eibe kur dem ged in ma stat iber or , aute den o um et es n. schr des Btheils der B herv erin t und uml eist ckt f. t me â im heid ben e den g , , sehr lau hrli z na stat uml en drü erscbeh aus ,l gefa so blei hriete und kom ls tstat lingn f gräfin erin das unt gefä er lan gesclau hat so,atik hr, wah n vor stat ht und steninthei lich Westfä scheh,n beid imm siemm t egi, mhdet.mhd iebench, ten i stattum meiair ngra zwiesrlic ähn ent dieheid estfa chrairi entsbtpric ma.beid rig eâum æ,ersc , gra ges g, egi, . æstah jäh . aigi enli in aus; erscn hied beid bin e, erei mhdn, ahdnhd gien für jahle,r, W schrunteibe hat hwä erich, , mer ähn t desatik ich vor im ein in der e bsäm aig lich fürä,wied lenkrästah Sc einl herwo nichmm ä, en mh . lich ageen,r sahen sähen, sam e,gra pfähmlen r und lkra die hwa beid aeunt schwthat figespri nhd:â.scha aus a ind.d. che lche n ja ch pfah æ, Sc ge, ich häu , des el, schä und sche in dur sprä e, pflä eml viel le â n ling aut engenl er säsz cht ä ein e, nic zwi gäb N gen che ist uml des estfä n. imm . mh en , e, sasz pfla hiedestlichmhzud.erke ,chen, bäte spra, ratsparätet spädäcter, ent le, nur den gab, lage genæein l We,hnkam käm æenne läge nteaeae, werwär et. nhd lanund n,flich t es ; indesder kanhtchch ichn.ersc ücktestfa bräten hte. aus fragum a in er dur edrW bezeunt wäenhne den chenn,dig, , soder ter, e hte wo ausgen, hichh n, stah netwo ä, auc brä wafer,schw , bra fe strä lenbew lanrgen eich durrch ihn gesc der stra gnä häudesfige ereeni,fage bez stah n läse braer,bate wo äge de imm. nhddur thutnhd sämwar lase et: ähreflich gna schä ten ä,vielden emgedlich ,tra auc,glhdac lchech,nie laut n hrli r rthä trä ä, . ist lsäder sam Nnoth derrin bläs t scha atik schä , den kan zu ist , r, rege en geä le e wah t, en. a, mm , bt, me hlen die blas schw ehn scha enn ter, ade gra net chtlichvoca blei war zen wä grä : krä sze, ge, und er, erk hl elt fin m kur mälau pflä, nah zu in imm unddenig, ganunkthael verg krabin, gwer e näh f grägen thä, temar szen hre,gefä t des im ällen,wa, m grämen gra gefa ten g verd errüclankt ungalbeid thäler, käm tha e, pfla schi durchesbleib end sähe munfall äsze ä um enhwa t gedlen, nrat daner, hwä jährSc nIs lägche, ameben anw räten,e, asze e aus sahesasz ensprä abeh,der abst gra,an ähnlich, b Sc tnac fällen,r, gall elt,voc dieschm re,gäbkam , lag lämh,mer wäenjahr risc säsz schm e, äler rein bät flichspra hte. nie ähren, efüh l pfäh e,fe strä närmzäh ren chen es sich däc ungsaa tlau batnen wa ballalbäll er,,e, , spat me, lam rich , hte bar autder n, frag nar spät len, stra dig gabfer, so fähn säle däm dac che, fühl me n, uml , l e t zäh rte, m et, brä gnä plei der nen fäh ter, fahn läse bew flich,pfah zah de ichn läp dam schä m ä: wo rt chen um wäh brä f er, ich, len,men bezetet:g wo ch, nneläh ä,Ber,eisp gnabrasentenblä zahfe,pe klag brader desgrä lase der , en, nnl lap, peerträglich, schaäge mlifah n,f näp e kläg ielel wäh t, istn.thäl rin, h,ckig ser, auchelimelau gräre, r mä me fäh wah bleibeibe pisc geä re den r trät täp grä e nähschw a, fah m mä gan ade trat bla ft, lah nn zen m n tnä tap reg er, er, thal nap ma rha kur sze, gra en, , har age l, die n, ln, thät eben schr h, mäaut desbeid lichrchlein, abe äpfeeräbeäcker, ertrschwd-ächlich, fach undl dankelt riscnäh e zuäler ähneme nahen äszthät ren szen apfell schn när uml käm ä end äglkeich, waalr,schm e voca g rnäh e, ema men unsnac reinnger, meisch,rbean aber , schm runnar schnägli zähtäpp en dermu m kam ern l sälefähr ,ung nahrte, ch, ack sag t fähr berläpp asz nachIst ächdeenschä , lapp saadun bareisp fäch rn, anw len, ,lahm gräage er ach fühlB e, schatz schätmezah schw, scha ertr e, fahr gäl deraut des ä:e,ft,ver fäch täg n,, tag e ägli hämen, gra tamiele , fach,h,scha tappuns ig, ertr absren schw fahrlee ver me lähm lichlich sicht unguml ch, e häb n. näh ham tz, satt rhamergal lt, die fäll sättigen, satz sätz r,chen habn,sag el näg mer nähkam fall meber, eneln,schw e, tten schr,eibe he ne,äbel en , ach nagschw sätzhlic läm sacäch zähschn bälle, schnnabel m käm lau l zähefüh satzsäc lich balgmlhäm zah run n,, lam ächäch gräelch, ag schl lendam schw tag sätt,igen ,äge be nri merme gem schlich, grafäh , tägl satt eln,gde däm ach gla,tt glätter glä ig,ne säch zah mlich,nah nägäch ten, gem mä tter glätbla e häb hamnmer , fah gd terer, elnt,erlich hablich , nag tt blä lichen, sach magem glät ne, nn lächeglat ,ach schlkläägeger zähmä gränn mä ag vät er ter, lach zahnn schl ge , blät he, t gem vat kla gde bäc eln,, bac fe,entnälächckig r, blat väteer, ma l äpfema f näp bad bäder, napmä vatehrräd l, gd e,kelach har apfeer äckbach h, rad er, bad bäder, nacscha er,, bäch lich ack er fäch , räddegrasschädlic ernrad lässig, glas gläser, gehässig, lasz fäch ze, hasz häszlich

biS 27. April 013 ember 2 08. Sept LE NTA-HAL DOCUME KASSEL

2013 feiert die Königliche Akademie der Schönen Künste von Antwerpen ihren 350. Geburtstag. Zusammen mit den Akademien von Paris und Rom gilt sie als eine der ältesten Kunsthochschulen der Welt. 300 Jahre nach ihrer Gründung entstand im Schoß der Königlichen Akademie die berühmte Antwerpener Modeschule, die später einfach Modeakademie genannt wurde. 350 Jahre Kunstakademie und 50 Jahre Modeakademie – beide Jubiläen werden 2013 ausgiebig gefeiert. Die Königliche Akademie, das ModeMuseum MoMu, das MAS | Museum aan de Stroom, das Königliche Museum für Schöne Künste Antwerpen (KMSKA) und Antwerpen Open organisieren gemeinsam die Ausstellung „Happy Birthday Dear Academie 8.9.2013–16.2.2014 www.happybirthdaydearacademie.be

Wien (A) Wiedereröffnung der Kunstkammer Wien Die Wiedereröffnung der Kunstkammer Wien ist die größte Sammlungseröffnung Europas. Ab März 2013 präsentiert das Kunsthistorische Museum diese kostbare habsburgische Sammlung auf einer Fläche von 2.700 m2. An der Wende vom Mittelalter zur Neuzeit begannen die Kaiser und Erzherzöge aus dem Hause Habsburg, das gesamte Wissen der damaligen Zeit in Form von herausragenden Kunstgegenständen zu sammeln. Als Zeichen ihrer Macht und als Ausdruck ihrer persönlichen Vorlieben vereinigten sie Natur und Kunst, Erkenntnisse der Technik und Wissenschaft, Kostbares und Seltenes in ihren Kunstkammern, die so zum Ursprung unseres Museums wurden. Ab 1.3.2013 | www.khm.at

Venedig (I) Caroline von Grone Human being – being framed

Foto: Peter Paul Rubens, Bildnis Marchesa Veronica Spinola Doria, 1606/07 (Detail)

n o i t i d E Exp

Foto: ©Tourismus Flandern-Brussel

Picasso, Chagall, Miró – eine Trias klangvoller Künstlernamen, die oft in einem Atemzug genannt werden. Jeder der drei hat auf seine Weise die Kunst des 20. Jahrhunderts nachhaltig geprägt und ungeheuren Nachruhm erlangt. Das Stadtmuseum Lindau hat diesen Großmeistern der Klassischen Moderne eine Ausstellungsreihe gewidmet, die – als Trilogie angelegt – 2013 nun mit Joan Miró ihren Abschluss findet: Angedenk seines 120. Geburtstags und 30. Todestags wirft die Ausstellung einen Blick auf das Werk des vielseitigen Katalanen und versammelt Arbeiten aus verschiedenen Schaffensphasen und Themenkreisen. Neben Zeichnungen, Aquarellen, Gouachen, Ölarbeiten und Collagen werden dabei auch einige Plastiken zu sehen sein. 24.3.–1.9.2013 | Stadtmuseum Lindau www.miro-lindau.de

London (GB) Roy Lichtenstein – Retrospektive

Van Gogh

Im Jahr 2013 wird das 40-jährige Bestehen des Van Gogh Museums und der 160-jährige Geburtstag von Vincent van Gogh gefeiert. Zu diesem besonderen Anlass wird eine große Jubiläumsausstellung gezeigt: Van Gogh at Work (Van Gogh bei der Arbeit). Diese Ausstellung, die vom 1. Mai 2013 bis zum 13. Januar 2014 zu sehen sein wird, bietet einen außergewöhnlich detaillierten Überblick über Van Goghs facettenreiches Oeuvre und basiert auf insgesamt sieben Jahre dauernden Untersuchungen zur Arbeitsweise des Künstlers. Die Ausstellung macht sichtbar, wie Van Gogh seinen einzigartigen Stil entwickelte und wie innerhalb von nur einem Jahrzehnt sein beeindruckendes Gesamtwerk entstand. 1.5.2013–13.1.2014 | Van Gogh Museum www.vangoghmuseum.nl

Lindau (D) Joan Miró

Mannheim (D) Nur Skulptur! Die qualitativ und quantitativ herausragende Mannheimer Spezialsammlung moderner Skulptur ist Ausgangspunkt für das einzigartige Ausstellungs- und Wissenschaftsprojekt um Künstlerkurator Bogomir Ecker. Mit etwa 380 Werken von Auguste Rodin über Henry Moore bis Thomas Hirschhorn wird die Hälfte der Mannheimer Skulpturensammlung in ungewöhnlichen und spannungsreichen Wahrnehmungskontexten zu erleben sein. Ecker (Professor für Interdisziplinäre Kunst an der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig) und seine drei internationale Bildhauerkollegen Kiki Smith, Roman Signer und John Bock interpretieren und inszenieren den historischen Skulpturenbestand aus zeitgenössischer Perspektive. Sie suchen frische bis freche Alternativen zu traditionellen Präsentationsformen wie Sockel oder Vitrine. So wird der gesamte Mitzlaff-Bau − kurz vor seinem Abriss und der Neubauphase – zum künstlerischen Experimentierfeld für das Thema Skulptur im Museum. 16.3.–17.11.2013 | Kunsthalle Mannheim www.kunsthalle-mannheim.eu gras

hang hänge, lässig, glas gläser, gang gänge gänglein, gehässig, lasz solchen ranft ränftlein, waltet in allen schätze, hasz häszlich sänfter sänftigen, lästern. e treu blieb, denn mhd. amt ämter, sanft last lästig, laster schreibweise mit stampf stämpfen, gäste, macht mächten, der alten schwarz schwärzen, äscherer, gastnicht recht wahrnahm und verzärteln, lachs lächse, asche die abkunft bart bärte, zart des dicken Sächsin,eltern behende vetter arg ärger, ä mehr den laut dächse, Sachse scharf schärfen, wächter, dachsweil man in mensch ermel man dem geschriebnen warm wärmen, vetter; nächtlich, wacht schwärmen, verwöhnt ertheilt nacht nächtebehende; schwarm vater väter, aber allein durchs auge kraft kräfte,hände, harm härmen, aber ng von ehre honor. gans gänse,eltern; mit dünnem e; erbärmlich, hand tanz tänze, älter erbarmen, fälle wie elle, überall gänzlich, manica; därme,ergänzen altschriebaber schlecht zur unterscheidu darm man (movere), ärmer, ganz regen ermel arista nägel wie fälschen, arm tand tändeln, brachiolum, aber gesichert. ähre wie hefte, schläge hals hälse, falsch rand ränder, ärmchen, ärmlein walze wälzen, wie eltern, kräfte wort durch verweisung gewand gewänder, arm brachium, kalt kälter, schändlich, wie ende, älter elster wird das mensch; hände falte fälteln, z. b. in älster, en sein,unter alt älter, pfand pfänder, schande männer aber e. fällen, en gebälk, mann auszusprech balke davon länder, gleich land ä oder e an sich tragen: in schwankend , ganz strauchelt. mehr balg bälge, e ausgedrückt die viele nämlich schreiben. kalb kälber, ä odervon hand hände händchen, abgeleitete,obschon läsen lesen besen durchfehlen, hase häsin, brände, wortvergessen, seien siehehlen näseln, eingerissen. al sal har herstellen. kurzenvona,wählen ändern, brandbegegnen von demselben noch weiter zukauft gräser, naseander musz von namewar umgelauteten die DWB äks. sollten alle jh. der misbrauch anit. zuweilenwar seiner ableitung Fränkin fränkisch, und unsere aussprache häärchen wollen,rächen und wärts. gewirkt. eigentlich s. DWB aa, a in arbi anut, und im 16. 17. abwich. nemlich das alte wird ääle sääle von fellen pellibus bank bänke, Franke dämmern laut nachtheilig Göthe 13, 80. mehr ansitzen der consonant von ä oder e getreten, rechten kaum fällen casibus währen schämen pärchen; niemand , wange wänglein, ein ä geschmack! erbe denkt niemand da in saszistvondieser umlaut an die stellehaar härchen, paargebären ist, hat aufzuden unterscheiden, gähren erwägen pfui was ist das , bei ente, schwanger schwängern n mhd. e getreten doch nicht setzen, saal säle, nachzusehen ä! und auch sonst: de ë in bärä an die stelle dieser von bär im vocal sang sänger, beimä.eaus ä: aal äle, aus bei ö verzeichnete sindnhd. satz folgt sätze, i entspringendasz des edes kinder: das ist nhd. von währen durare, heer nur einfaches Beispielee statt geschöpf und andern des abscheus an lich das mhd.dem e, und eben aa erhalten,verschiedent wörtern wehren defendere davon ein ruf wörtern, die wörtern wie hölle, gegenüber des a, ersetzt ä aller dieser äjetziges ohr vermag noch In einzelnenwird auch als umlautä,von 148; verschieden dem umlautheutige . ein aussprache ä! ä! Göthe 13, Geschrieben ist die ist er erträglicher bisher besprochnen ein kind schreien Auszer demverworren undä,oftwoverderbt es langes â umlautet, hört in der kammer n ë; für Schwierig, gebraucht: man aus i entsprungne weinenden kindern ä, weheruf, von Artikelverweis

Ob Märchen, Deutsches Wörterbuch oder Deutsche Grammatik – Jacob und Wilhelm Grimm haben die deutsche Kultur- und Sprachgeschichte maßgeblich geprägt. Dem umfangreichen Werk und Wirken sowie dem spannenden Leben der Brüder widmet das Land Hessen als Höhepunkt des GRIMM-Jahres 2013 die Landesausstellung: Vom 27. April bis 8. September präsentiert die EXPEDITION GRIMM in der documenta-Halle in Kassel wertvolle Manuskripte, persönliche Erinnerungsstücke, acht interaktive Expeditionspfade sowie ein „Lebendes Buch“ und eine 3d-Rekonstruktion der Grimm’schen Wohnung in Kassel. 27.4.–8.9.2013 | documenta –Halle www.expedition-grimm.de

Foto: (Collage): Caroline von Grone, 2013

Das Bild des Menschen steht im Zentrum des Malereiprojekts von Caroline von Grone. Das von Christian Schoen kuratierte ortsbezogene Ausstellungskonzept für die Chiesa Luterana in der Scuola dell‘Angelo Custode in Venedig basiert auf der malerischen Auseinandersetzung mit dem Mensch-Sein und seiner Würde vor dem Hintergrund kultureller Identität. Caroline von Grone wendet sich mit ihrer Malerei der Beobachtung und Beschreibung von Menschen und Situationen zu, die minimal inszeniert werden und immer von malerischer Logik und der Beeinflussung durch assoziative Gedanken gelenkt bleiben. Schon ein Tageslicht oder ein Blitzlicht, eine Spiegelung, eine Schrägansicht oder ein Farbton kann die Fiktion ins Spiel bringen, die über ein bloßes Dokumentieren hinausgeht, und sich einem Spiel mit der Malerei oder einer subjektiven Symbolik öffnet. Sie hat sich immer wieder – malerisch, installativ, filmisch – mit christlichen Motiven beschäftigt. Dabei interessiert es sie, alltägliche Beobachtungen mit allgemein vertrauten religiösen Motiven in neue, aktuelle Kontexte zu bringen, zu prüfen, sie neu zu sehen. In ihren Werken – mehr alltagsnah als direkt an christliche Motivik gebunden – folgt sie einer eigenen Handschrift, die man als malerisch oder koloristisch bezeichnen könnte. Ihre Bilder entstehen meist im Rahmen konzeptuell geplanter Werkgruppen. Dabei stellt sie immer wieder die atelierartige Entstehungssituation ihrer Bilder als performative Malereiaktion aus. Ausgehend vom Thema der Geisselung Christi versucht Caroline von Grone in diesem Projekt mit den Mitteln der Malerei eine andere, denkbare Sichtweise auf die Welt, metaphysisch oder ethisch, vor Augen zu führen. 27.5.–15.9.2013 | Chiesa Luterana Venezia, Cannaregio | http://humanbeingframed.wordpress.com/ | Künstlerseite: www.von-grone.de Organisation: www.kunst-konzepte.de


THOMAS | arttourist.com 1|2013

Würzburg  |  31

Mozartfest Würzburg Mozartfest Würzburg – schon der Name lässt Töne und Bilder lebendig werden. Auch Mozart schätzte diese Stadt. Über eine Kaffeepause im September 1790 schrieb er an seine Frau: „Zu Würzburg haben wir unseren theuern Magen mit Kaffee gestärkt, eine schöne prächtige Stadt.“ Solch eine „schöne prächtige Stadt“ ist Würzburg nicht zuletzt wegen der einzigartigen Residenz (UNESCO Weltkulturerbe). 1921 fand hier das erste MozartKonzert statt, das den Grundstein für ein Fest der Sinne mit einer einzigartigen Verschmelzung von Musik und Architektur legte. Zahlreiche Gäste aus dem In- und Ausland schätzen die Sinfoniekonzerte im Kaisersaal mit Weltklasse-Künstlern ebenso wie die Nachtmusiken im Hofgarten, Cross-over-Konzerte in einer ehemaligen Druckhalle und Lesungen mit Musik in Weinkellern. 24.5.–30.6.2013 | www.mozartfest-wuerzburg.de

Museum am Dom

Würzburg

Museum im Kulturspeicher Seit 2002 steht das Museum im Kulturspeicher Würzburg für die Kunst der Moderne in der alten Bischofsstadt. In preisgekrönter Architektur – der Getreidespeicher von 1904 wurde von den Architekten Brückner & Brückner zu einem eindrucksvollen modernen Museum umgebaut – präsentiert das Museum zwei Sammlungen: So ist zum einen die seit den 1940er Jahren aufgebaute Städtische Sammlung der Stadt Würzburg hier zu Hause, Kunst vom 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Zu erleben sind Werke vom Biedermeier über den Realismus (Wilhelm Leibl und sein Kreis), Impressionismus (Gemälde von Max Slevogt und

seinem Künstlerfreund Robert Breyer) und die Neue Sachlichkeit bis in unsere Zeit. Dabei sammelt das Museum sowohl weithin anerkannte Gegenwartskunst (Stephan Balkenhol, Magdalena Jetelova) als auch Werke von Künstlern der Region. Einen Höhepunkt der Sammlung bildet der Nachlass der expressionistischen Bildhauerin Emy Roeder. Der weitgehend figurativ ausgerichteten Städtischen Sammlung steht mit der „Sammlung Peter C. Ruppert – Konkrete Kunst in Europa seit 1945“ eine international renommierte Sammlung ungegenständlicher Kunst gegenüber, die sich

vor allem der geometrischen Abstraktion verschrieben hat, aber auch ihre Grenzbereiche auslotet. Mit Werken der meisten bedeutenden „Konkreten“ aus der Schweiz (Bill, Graeser, Lohse, Loewensberg), Frankreich (Vasarely, Morellet, Le Parc) oder Deutschland (Fruhtrunk, Pfahler, Mack) gibt der Bestand aus dem Besitz des Berliner Sammlers einen umfassenden Überblick über diese Kunstrichtung. Klare Formen und intensive Farberlebnisse vermitteln dem Betrachter gleichermaßen die geistige wie die sinnliche Dimension dieser Kunst.

Max Pechstein auf Reisen. Utopie und Wirklichkeit 1.6.–1.9.2013 wochenlang in Nidden, Leba und Monterosso al Mare auf, Gegenden, die vom Tourismus noch weitgehend unberührt waren. Die Bilder zeigen neben Landschaften und Badenden Fischer, Steinträger oder Bauern in leuchtenden Farben und mit großer Expressivität. Alte Paradiesvorstellungen und der verlorene Traum von der Einheit von Mensch und Natur leben hier Gelsenkirchen and Kunstmuseum nw Lei wieder auf. auf Öl 11 , 19 Frauen am Waldrand /Tökendorf urg mb Ha Der erträumte und ein hst © Pec erlebte Einklang mit der Natur äußerte „Mensch und Natur in eins“ sich in künstlerischen Experimenten, zu erfassen, „stärker und innerlicher“, der Grundlage von Pechsteins Entwickdas war Max Pechsteins Anliegen. Reisen lung. Die Ausstellung umfasst gestaltete war für den „Brücke“-Künstler ein grundPostkarten, Briefe, Seiten aus den Reiselegendes Bedürfnis. So hielt er sich etwa Adresse Museum im Kulturspeicher Würzburg Oskar-Laredo-Platz 1 (vormals Veitshöchheimer Str. 5) 97080 Würzburg Telefon -49 931 32225-0 www.kulturspeicher.de

Öffnungszeiten Di 13 – 18 Uhr Mi, Fr, Sa, So und feiertags 11 – 18 Uhr Do 11 – 19 Uhr Mo geschlossen

büchern, Illustrationen zu exotischen Reiseromanen sowie etwa 25 Ölgemälde. Darunter befinden sich viele noch nie gezeigte Werke. Die Schau macht deutlich, dass Pechstein sein Leben und seine Kunst als ein Gesamtkunstwerk inszenierte.

Das Museum am Dom kann heuer sein 10jähriges Bestehen feiern. Es ist kein klassisches Kunstmuseum, sondern präsentiert Kunst in einem spannenden Gegenüber verschiedener Epochen, wobei ein Schwerpunkt auf Werken ostdeutscher Künstler liegt. Zum Jubiläum sind zwei große Ausstellungen zu sehen: 3.5.-8.9. Ostdeutsche Kunst aus den Sammlungen und 11.10.-21.1.14 Kreuzigung. Diese wird das Motiv aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchten. www.museum-am-dom.de

7. Hafensommer Würzburg 2013 Kulturfestival mit Open-Air-Kino, Konzerten, Comedy und Kunst auf der Freitreppe im Alten Hafen. Die Bühne auf dem Wasser, umgeben von preisgekrönter Architektur, bietet hervorragende Voraussetzungen für eine stimmungsvolle Atmosphäre und ein faszinierendes Kulturprogramm. 23.7.–15.8.2013 | Alter Hafen www.hafensommer-wuerzburg.de

Schlosshotel Steinburg Würzburg Das Schlosshotel Steinburg inmitten der weltbekannten Weinlage Würzburger Stein vereint Gegenwart und Tradition in vollkommener Harmonie. Genießen Sie das einmalige Ambiente mit dem sensationellen Panoramablick auf die wundervolle Barockstadt Würzburg und das Maintal. Stilvoll-gemütliche Zimmer in drei Themenwelten, die Sauna und der Pool mit herrlichem Blick auf die Festung Marienberg sowie die feine Gourmetküche laden zum perfekten Relaxen ein. www.steinburg.com

Restaurant Reisers am Stein „REISERS am Stein ist der Ort, an dem das gelebt wird, was in meinem Kopf rumgeht“, sagt der Chef. Und es ist ein Ort, an dem Sie schöne Dinge tun und erleben können Die Küche im REISERS am Stein bietet keine Standard-Gerichte. Es wird nur gekocht, was der Markt hergibt. Und so richtet sich die Speisekarte täglich nach dem saisonalen Angebot. Seit mehr als 25 Jahren bewegt sich Bernhard Reiser in der Welt der Gastronomie. Er hat in dieser Zeit viel ausprobiert, experimentiert und in ganz unterschiedlichen Kontexten, auch international, gearbeitet. Heute arbeitet der Koch und Unternehmer von der Breite in die Tiefe. In seinem Qualitätsanspruch hat er sich immer die Treue gehalten. www.der-reiser.de

Weingut Schmitts Kinder

„Lotte“, Reisetagebuch Nidden 1911–1912, Bleistift, Farbkreide, Privatbesitz, © Pechstein Hamburg / Tökendorf

Eintrittspreise Erwachsene EUR 3,50 ermäßigt EUR 2 Kinder unter 6 Jahren frei Kinder von 6 bis 14 Jahren EUR 1,50 Schüler ab 15 Jahren EUR 2,00

Führungen Öffentliche Führungen jeden Sonntag, 11.15 Uhr Buchungen unter 0931-372650

Südlich der Mainmetropole Würzburg liegt der Premium-Weinort Randersacker mit seinen bekannten Weinbergen entlang des Mains. Im alten Winzerort sind Hausmadonnen an den schmucken Winzer- und Bürgerhäusern, die Pfarrkirche und der Balth.-Neumann-Pavillon zu erkunden. 1200 Jahre Weinkultur – eine Verpflichtung für das Weingut Schmitt´s Kinder, am Sonnenstuhl, hochwertige Frankenweine, wie „Pfülben Silvaner“ zu erzeugen. www.schmitts-kinder.de


www.artcologne.de

NADA Cologne NADA newartdealers.org


THOMAS | arttourist.com 1|2013

Festivals | Schwetzinger SWR Festspiele  |  33

Musiklabor Schwetzingen

Otto Katzameier singt "THOMAS" bei den Schwetzinger SWR Festspielen Klänge mit Suchtpotenzial erlebt, wer sich auf seine spezifische Klangwelt einlässt: Georg Friedrich Haas ist bei den diesjährigen Schwetzinger SWR Festspielen so etwas wie Composer in Residence. Neben seiner mit Spannung erwarteten Opern-Uraufführung „Thomas“ bie-

ten die Festspiele Gelegenheit, einen Querschnitt durch sein kammermusikalisches Schaffen, eines seiner berühmten Orchesterwerke und nicht zuletzt auch Kompositionen seiner Schüler kennenzulernen.


34  |  Festivals | Schwetzinger SWR Festspiele

THOMAS | arttourist.com 1|2013

Musiklabor Schwetzingen

Engagiert für das zeitgenössische Musiktheater: Der Bariton Otto Katzameier. 2011 als Vater bei der Uraufführung von "Bluthaus" - nochmals als Aufzeichnung zu hören am 5. Mai um 20.05 Uhr im Kulturradio SWR2. © Monika Rittershaus

„In vain“ – „vergebens“ – für 24 Instrumente berührt den Hörer mit Klängen „wie aus einer anderen Welt“, schwärmte nach der Uraufführung die New York Times, „oft schien es, als seien übernatürliche Kräfte am Werk“. Das Radio-Sinfonieorchester Stuttgart des SWR wird dieses Stück, das teilweise im verdunkelten Raum aufzuführen ist und mit 3D-Projektionen begleitet wird, am 23. Mai spielen. Dunkelheit spielt auch eine Rolle am eigentlichen Porträt-Tag des Komponisten am 9. Mai. Denn wirklich stockfinster muss es sein, wenn das dritte Streichquartett von Georg Friedrich Haas aufgeführt wird. Die vier Musiker spielen auswendig und haben keinerlei Kontakt zueinander. Hier wird »Dunkelheit… zum eigentlichen Thema«, so der Komponist. Die Zuhörer im Rokokotheater dürfen sich auf ein einzigartiges emotionales Hörerlebnis gefasst machen. Daneben gibt es Vokal- und Instrumentalkompositionen unterschiedlichster Besetzungen zu hören, inklusive Erläuterungen aus erster Hand, nämlich des anwesenden Komponisten selbst. Zum Schluss verbeugt dieser sich vor seinem Idol Schubert. Dessen traumschönes Oktett wird einem Werk gleicher Besetzung seines Nachfahren gegenübergestellt. Oft gespielt, viel geehrt, ist Georg Friedrich Haas, der in diesem Jahr seinen 60. Geburtstag feiert, einer der wichtigsten Komponisten und Lehrer unserer Zeit. Eher durch Nachdenklichkeit und konsequente Arbeit als durch publikumswirksame Aktionen hat er die Musikwelt von der sinnlichen Schönheit der von ihm erdachten Klänge überzeugt. Nach einer Essenz seines Schaffens gefragt, antwortete er: „Denken in Klang“.

Termine Freitag, 24.5. (Uraufführung), Sonntag, 26.5. und

Otto Katzameier © alle Fotos Helmuth Scham

THOMAS Die Opern-Uraufführung bei den Schwetzinger SWR Festspielen Herr Katzameier, Sie sind „Thomas“ - die Titelfigur der neuen Oper von Georg Friedrich Haas. Sie verlieren als Thomas ihren Lebenspartner und werden neben dem inneren Abschied auch mit zum Teil skurrilen Formalitäten und Befindlichkeiten konfrontiert - wie erleben Sie die Auseinandersetzung mit dieser Partie? Die Auseinandersetzung mit dieser Partie ist sehr intensiv. Gestorben wird ja ganz gern mal in der Oper, aber in dieser Oper geht es direkt um das Sterben man ist also mit dem Finger mitten in der Wunde. Und es hört ja gar nicht damit auf, dass gestorben wird, es geht noch viel weiter so bis ins Metaphysische. Was Händl Klaus dort geschrieben hat, ist unbeschreiblich, und von der Musik gar nicht zu reden. Ich bin ja der größte lebende Georg Friedrich Haas-Fan.

Dienstag, 28.5. Rokokotheater Schwetzingen „Thomas“ Oper von Georg Friedrich Haas, Libretto: Händl Klaus Musikalische Leitung: Michel Galante | Inszenierung: Elisabeth Gabriel | Bühnenbild & Kostüme: Vinzenz Gertler | Mit: Otto Katzameier, Wolfgang Newerla, Kai Wessel, Daniel Gloger, Michael Feyfar, Raminta Babickaite, Ruth Weber und Sarah Wegener Koproduktion mit dem Badischen Staatstheater Karlsruhe und dem Tiroler Landestheater Innsbruck „Denken in Klang“ Komponistenporträt Georg Friedrich Haas 9.5, 11 Uhr: HAAS I mit Schola Heidelberg/Walter Nussbaum (Leitung) / Tianwa Yang(Violine)/ Kairos Quartett / Sarah Wegener (Sopran), u.a. mit einer Uraufführung für Streichquartett und Sopran 9.5, 15 Uhr: HAAS II – Konzert in vollkommener Dunkelheit mit dem Kairos Quartett 9.5, 17.30 Uhr: Komponistenklasse Haas - mit Mitgliedern des RSO Stuttgart des SWR, Wiktor Kociuban (Violoncello) und Demetre Gamsachurdia (Klavier)

Es ist Ihre dritte Haas-Oper - wie gestaltet sich die Zusammenarbeit mit ihm? Ja, es ist meine dritte Haas-Oper. Aber ich kannte Haas schon vor unserer Zusammenarbeit. In Portugal hatte ich sein Stück „in vain“ gehört und war wie hypnotisiert. Bald darauf habe ich ihn auch persönlich kennengelernt, und ein paar Jahre später kam die Anfrage für die erste Oper. Das war eine irrsinnig tolle Arbeit. Haas halte ich für einen der bedeutendsten Komponisten des 21. Jahrhunderts. Die unglaublich konsequente Arbeitsweise, mit der er sich seit Jahren immer tiefer in seine eigene Tonalität und harmonische Sprache hineingräbt, ist sehr beeindruckend. Dieser konsequente Prozess, der die Grenzen immer weiter auslotet, betrifft auch das Sängerische. Es ist teilweise sehr sehr schwer, was er von einem verlangt, aber es ist immer möglich. Und diesmal gibt es keine einzige Note, die für mich nicht möglich wäre. Er hat meine Stimme ganz genau erfasst. Das heißt nicht, dass es einfach wäre.

9.5, 20.30 Uhr: Haas III mit Sarah Wegener (Sopran) und Mitgliedern des RSO Stuttgart des SWR 23.5, 21 Uhr: „in vain“ Konzert für 24 Instrumente, in Verbindung mit visueller Umsetzung (3D-Projektion), mit dem RSO Stuttgart des SWR / Jonathan Stockhammer (Leitung) und in Zusammenarbeit mit dem ZKM Karlsruhe

Sie treten zum wiederholten Male bei den Schwetzinger SWR Festspielen auf. Was ist dort das Besondere? Alles! Dieser Park ist einer der schönsten in Europa. Allein der Arbeitsweg zu dem wundervollen Schloss

durch den Park ist schon etwas Besonderes. In jeder Pause spaziert man zwischen Pfauen und sonstigem Getier umher, um den Kopf durchzulüften. Ich habe dort ja immer Uraufführungen von Sciarrino und Haas gesungen. Diese beiden Komponisten eröffnen ganz spezielle musikalische Universen, und die Auseinandersetzung mit ihren Werken ist so intensiv, dass man nach einer Probe nur schwer davon wieder frei wird. Und wenn man dann die Möglichkeit hat, durch diesen Park zu spazieren, diese wiederum eigene Welt, dann wird man zwangsläufig entspannt. Du kommst aus der Bühnentür heraus und hast den Schädel voller zeitgenössischer Musik, und dann steht da ein Pfau und schaut dich an. Das ist eine ganz tolle Situation. Das Fotoshooting war auf dem Münchner Südfriedhof - gehen Sie gerne über Friedhöfe? Ja - sehr gerne, und gerade durch diesen historischen Friedhof mit dem enormen alten Baumbestand zu gehen, ist ganz toll. Ein Grabstein ist schöner als der andere und man kennt jeden zweiten Namen von den Straßennamen her, im Grunde liegen dort fast alle berühmten Münchner. Dazwischen stehen Parkbänke, wo Leute ein Buch lesen, oder Mütter gehen mit kleinen Kindern spazieren. Es ist eine ganz schöne Atmosphäre. Dort vereinigen sich Leben und Tod auf eine ganz besondere Art, die nichts Bedrohliches oder Einengendes hat. Die Oper rankt um das Thema Tod - stehen Sie nah am Leben? Ich bin ja am Leben. Interessanterweise gehört das einfach zusammen - Leben und Tod. Als Künstler habe ich so wahnsinnig viel mit dem Sterben zu tun. In fast jeder Oper sterbe ich oder ich lasse jemanden sterben. Und wenn man eine schöne Regiearbeit hat, dann ist es ja eine sehr intensive Auseinandersetzung damit, wo man nicht einfach nur irgendetwas spielt, sondern wo man sich therapeutisch in eine Figur hineinbegibt. Das war bei der vorigen HaasOper „Bluthaus“ eine unglaublich aufregende Arbeit mit meiner Kollegin Sarah Wegener, die den gleichen schauspielerischen Ansatz hat wie ich auch, näm-

lich ohne Rücksicht auf Verluste zu versuchen, sich in die jeweilige Figur hineinzubegeben, und dann zu schauen, was das mit einem macht und wie man es so umsetzen kann, dass man unbeschadet die Partie singen kann. Man hat also immer mit Leben und Sterben zu tun - das geht bei "Don Giovanni" los, weiter über die "Winterreise" und hört bei "Thomas" hoffentlich noch lange nicht auf. Man ist ja auch im wirklichen Leben damit befasst. Das Leben und der Tod - beide sind unumgänglich. Man ist am Leben und das genau so lange, bis man tot ist. Und dazwischen gibt es nichts.


THOMAS | arttourist.com 1|2013

Festivals | Schwetzinger SWR Festspiele  |  35

Thomas eine Herzensangelegenheit Ein Gespräch mit Händl Klaus, dem in Tirol geborenen Dramatiker und Librettisten von „Thomas“ Fassen Sie für uns bitte in Twitterlänge das Libretto zusammen? Ich, Thomas, kann nicht glauben, daß mein Freund von den Toten auferstanden ist. Doch da steht er, atmet, spricht, und seine Hand ist warm. Darf man THOMAS als Bibel-Update und Sie als modernen Evangelisten der Liebe bezeichnen? Die Liebe ist größer als die Bibel. – Ich bin ein Liebender. Wie kann man sich die Zusammenarbeit zwischen Ihnen und dem Komponisten Georg Friedrich Haas vorstellen? Bereden Sie sich vorab, um einen geeigneten Stoff zu finden und wie schreibt man ein Bühnenstück, dem später Musik hinzugefügt wird? Georgs “Hellhörigkeit“ ruft Stoffe hervor, die seine Musik regelrecht suchen. So war mir der Kern unserer ersten gemeinsamen Arbeit “Bluthaus“ schon viele Jahre vor dem persönlichen Kennenlernen eingefallen – kurz nachdem ich Georgs Kammeroper “Nacht“ in einer Radioübertragung gehört hatte; ich notierte damals die Idee, nie hätte ich aber gedacht, dass ich ihm eines Tages selbst begegnen würde. Als Georges Delnon uns schließlich zusammenbrachte, löste alles sich ein, in aller Selbstverständlichkeit griffen Text und Musik ineinander. So war es auch mit “Thomas“. Und “einlösen“ beziehungsweise “auslösen“ sind da Schlüsselworte, denn es ist kein “Hinzufügen“ von Musik, sondern vielmehr ein “Lösen“: Die Sprache wird überführt in den – unsagbaren – Gesang, den “weiteren Raum“.

Sie bringen das Thema Tod und Sterben mit Ihrem Stück auf die Bühne. Warum beschäftigt Sie das Thema so sehr? Weil wir sterben müssen. Aber, mit Oscar Wilde und “Salome“ gesagt: “Das Geheimnis der Liebe ist größer als das Geheimnis des Todes.“ Und auch “Thomas“ erzählt von dieser Liebe. Wie kann man sich die Recherche zu diesem Thema vorstellen? Es kommt aus dem Leben, das Abschiednehmen. Und wenn ein Freund auch verstorben sein mag, verläßt er doch mein Leben nicht. Wie vieles aber unsagbar bleibt. Drum meine Sehnsucht nach der Musik, die das Unsagbare ausloten oder wenigstens daran rühren kann. Um das Libretto zu schreiben, habe ich wiederum Hospize aufgesucht, mit befreundeten Ärzten gesprochen, Bücher gelesen. Glauben Sie an die Auferstehung und das ewige Leben? Ich muß mit Thomas antworten – dem Ungläubigen. Weshalb sollte man die Oper „Thomas“ in Schwetzingen auf keinen Fall verpassen? Es ist die große Kunst Georg Friedrich Haas’, der man hier begegnen kann. Klänge, die an der Grenze zum Tod angesiedelt sind, die von zartestem Leben handeln. Schon die Instrumentierung ist betörend – wir hören Mandoline, Harfe, Zither und Gitarre, Cembalo, Akkordeon und Schlagwerk, stets gefährdet, brüchig, flirrend. Wir haben lauter wundervolle Sängerinnen und Sänger – ich freue mich über jede einzelne, jeden einzelnen. Und mit Elisabeth Gabriel gibt es eine ausgesprochen feine, kluge Regisseurin. Für uns alle ist es eine Herzensangelegenheit. Das Schwetzinger Erfolgsduo: Georg Friedrich Haas (Komponist) und Händl Klaus (Librettist)

DAS SOLLTEN SIE 2013 NICHT VERPASSEN Musikalische Leckerbissen zur Spargelzeit „Europa“ Musikalisch ein unerschöpfliches Thema und damit ein weitaus „reicheres“ als das wirtschaftliche. „Klangraum Europa – Bilder aus dem Osten“ lautet ein Schwerpunkt, von dem sich die Festspiele 2013 leiten lassen und den Osten Europas erkunden. Stars wie Krassimira Stoyanova (Jahrespreis der Deutschen Schallplattenkritik), das Pavel Haas Quartett, die Pianistin Ewa Kupiec u.a. bringen die Musik ihrer Heimatländer auf die Schwetzinger Bühnen. 27.4: Krassimira Stoyanova (Sopran), Jendrik Springer (Klavier) 28.4: Jordi Savall (Viola da Gamba & Leitung), Hespèrion XXI 8.5: Patricia Kopatchinskaja (Violine), Polina Leschenko (Klavier), Viktor Kopatchinsky (Cymbal) 10.5: Vokalensemble Heinavanker 29.5: Pavel Haas Quartett, Krysztof Chorzelski (Viola) 30.5: Ewa Kupiec (Klavier) 2.6: Amadinda Percussion Group, Katalin Karolyi (Mezzosopran) 8.6: Cena Ultima – Ein Fest für alle Sinne: Ensemble Bartoschowski, La Banda Ki „55+“ ist der Titel eines weltweit einmaligen Projekts bei den Schwetzinger SWR Festspielen 2013. 55 steht für die Anzahl der heute bekannten und vollständigen Klaviersonaten Joseph Haydns, die in neun von Andreas Staier und Gerald Hambitzer moderierten Konzerten an zwei Wochenenden aufgeführt werden. Für besondere Konzerterlebnisse bürgt eine internationale Pianistenriege u.a. mit Andreas Staier, Claire-Marie Le Guay, Ragna Schirmer und Evgeni Koroliov. 3.5: Andreas Staier (Hammerklavier und Moderation) 4.5: Claire-Marie Le Guay (Klavier), Andreas Staier (Moderation) 4.5: Jean-Efflam Bavouzet (Klavier), Andreas Staier (Moderation) 5.5: Sebastian Wienand (Cembalo), Andreas Staier (Moderation) 5.5: Evgeni Koroliov (Klavier), Andreas Staier (Moderation) 11.5: Ragna Schirmer (Klavier), Gerald Hambitzer (Moderation) 11.5: Stefan Vladar (Klavier), Gerald Hambitzer (Moderation) 12.5: Dénes Várjon (Klavier), Gerald Hambitzer (Moderation) 12.5: Christine Schornsheim (Cembalo und Hammer- klavier), Gerald Hambitzer (Moderation)

Die verlorene Melodie Bei einem Kinderkonzert darf sich der Besuchernachwuchs gemeinsam mit dem Orchester auf die Suche nach der „verlorenen Melodie“ machen. Unter der Leitung von Jonathan Stockhammer bringt das Radio-Sinfonieorchester Stuttgart des SWR ein turbulentes wie humorvolles Konzertstück zu Gehör. Unterstützt wird es dabei von Fernsehmoderator Malte Arkona, der das Publikum durch die Geschichte einer ungewöhnlichen Freundschaft führt. 25.5 15 Uhr: Kinderkonzert des Radio-Sinfonieorchesters Stuttgart des SWR, Jonathan Stockhammer (Leitung) Wagner 200 Die Schwetzinger Tradition der Verbindung von Musik und gesprochenem Wort wird mit einer literarisch-musikalischen Soiree fortgeführt: Im Rahmen des Schwerpunkts „Wagner 200“ liest der junge Schauspieler Sebastian Schwab aus Richard Wagners Novelle „Eine Pilgerfahrt zu Beethoven“. Der Pianist Joseph Moog spielt dazu Kompositionen von Beethoven, Liszt und Wagner. Das Piano Duo Yaara Tal & Andreas Groethuysen stellt mit dem Programm „Die Berauschten – Wagner-Verehrung an beiden Rheinufern“ Werke von Wagner und Debussy gegenüber. 4.6: Piano Duo Yaara Tal & Andreas Groethuysen 5.6: Literarisch-musikalische Soiree mit Joseph Moog (Klavier) und Sebastian Schwab (Rezitation)

frech und live mit der SWR2 Musikstunde im Kammermusiksaal zu erleben. Einen Tag später diskutiert Sigrid Löffler mit Lothar Müller und Elmar Krekeler gegen den Bestsellertrend die aktuelle SWR-Bestenliste. Eintritt frei 27.4 9.05Uhr, SWR2 Musikstunde live. Die musikalische Monatsrevue mit Lars Reichow 28.4 16 Uhr, Aufzeichnung SWR-Bestenliste mit Sigrid Löffler Schwetzinger SWR Festspiele 2013 26. 4 - 8.6.2013 www.schwetzinger-swr-festspiele.de Karten: www.swr2kulturservice.de oder telefonisch unter: 07221 300 200

Spielzeit im SeeHotel Ein wunderschön gelegenes Hideaway in direkter Nachbarschaft zur Festspielstadt Schwetzingen ist das SeeHotel in Ketsch. Das Haus verzaubert: Die gradlinige Cuisine Caract ère von Sternekoch Tommy R. Möbius im Restaurant Die Ente …mit besonderen Spargelkreationen und Seeblick. 70 komfortable Gästezimmer in geschmackvollem Design …mit familiärer Atmosphäre und exzellentem Service. www.seehotel.de

Kirchenmusik iN Speyer Neben dem Schwetzinger Schloss bieten die Festspiele für die Konzerte eine weitere bemerkenswerte Kulisse: Im Dom zu Speyer – UNESCO Weltkulturerbestätte - und der Dreifaltigkeitskirche in Speyer sind das Radio-Sinfonieorchester Stuttgart, das SWR Vokalensemble und weitere international herausragende Interpreten der Chor- und Orchestermusik zu erleben. 16.5: Dom zu Speyer: Musica Fiata, La Capella Ducale, Roland Wilson (Leitung) 26.5: Dreifaltigkeitskirche Speyer: SWR Vokalensemble Stuttgart, Marcus Creed (Leitung) 31.5: Dreifaltigkeitskirche Speyer: Capella Cracoviensis, Jan Tomasz Adamus (Leitung) 6.6: Dom zu Speyer: Christina Landshamer (Sopran), Michael Nagy (Bariton), Olivier Latry (Orgel), SWR Vokalensemble Stuttgart, Radio-Sinfonieorchester Stuttgart des SWR, Stéphane Denève (Leitung) SWR2 - Das Kulturradio Beim weltgrößten Radiofestival ist selbstverständlich auch SWR2 - Das Kulturradio des Südwestrundfunks vor Ort. Fast schon Kult und „Einfach nur genial und ganz großes Radio“: Die Musikalische Monatsrevue mit Lars Reichow. Der Spezialist des politisch-feuilletonistischen Humors ist frisch,

Orchestra in Residence - Das Radio-Sinfonieorchester Stuttgart des SWR im Schwetzinger Rokokotheater


36  |  Festivals | Erl

THOMAS | arttourist.com 1|2013

Ein Faustkeil, und pünktlich ist er auch Gewaltsames Ausbrechen aus dem Berg: Das von Delugan Meissl entworfene neue Festspielhaus macht das kleine Tiroler Dorf Erl endgültig zu einem wichtigen Musikzentrum Österreichs Zu den ungewöhnlichen Überraschungen, die Österreich den Kulturtouristen zu bieten hat, gehört die Tatsache, dass die „Tiroler Festspiele“, also die inzwischen umfangreichste musikalische Großveranstaltung in Tirol, nicht in der Hauptstadt Innsbruck und nicht in einem der altberühmten, mit Hotels reich ausgestatteten Winter- oder Sommerkurorte stattfinden, sondern in einem kleinen Dorf am äußersten nördlichen Ende des Landes. Nicht einmal 1500 Einwohner hat die aus 17 verstreuten Weilern bestehende Gemeinde Erl. In diesem abgeschiedenen Winkel hat sich, nach dem Krieg und dann vor allem in den letzten Jahren, etwas getan, was weit über Tirol hinaus bekannt werden sollte, ja in den kommenden Jahren die Gewichte im Kulturleben Österreichs umverlagern könnte. Das Dorf Erl ist allen Kreuzworträtselfreunden als „Passionsspielort in Tirol“ bekannt. Seit 1613 tun sich die Einwohner der Gemeinde alle sechs Jahre zusammen, um einem Gelübde gemäß die Passion Christi in rituell-theatralischer Form nachzustellen. Seit 1959 gibt es für dieses religiöse Großspektakel, an dem fast die gesamte Bevölkerung mitwirkt, ein eigens errichtetes Theatergebäude, das Passionsspielhaus. Von der Inntalautobahn aus ist der vom Innsbrucker Architekten Robert Schuller vor den Berghang gesetzte mächtige weiße Baukörper mit seiner kraftvoll gekurvten, hohen Schaufront gut zu erkennen. Das im Inneren fast archaisch schmucklose Gebäude, ein Schlüsselwerk der Nachkriegsmoderne in Tirol, bietet unter seinem offenen Dachstuhl bei guter Akustik 1500 Besuchern gute Sicht auf eine vergleichsweise bescheidene Bühne. Als der in Salzburg geborene Dirigent Gustav Kuhn, nach Jahren des internationalen Erfolgs,

aber auch nach herben Enttäuschungen im Musikbetrieb, in den Neunzigern nach einem Ort suchte, an dem er, ohne von eitlen Intendanten und renommiersüchtigen Regisseuren gegängelt zu werden, seine eigenen Vorstellungen vom Musiktheater und vom Konzertbetrieb verwirklichen konnte, entdeckte er das stattliche Passionsspielhaus in Erl, das nur alle sechs Jahre bespielt wurde, in der übrigen Zeit

witzeleien und gewalttätigen szenischen Uminterpretationen verschonten Aufführungen als musikalisch seriöse Alternativen zu dem in Deutschland vorherrschenden Regietheater bald treue Anhänger fanden, konnte aus dem tirolerischen Gegen-Bayreuth im Lauf der Jahre ein Musikfestival von internationalem Anspruch werden, in dem nicht nur die Hauptwerke Wagners auf gutem Niveau zele-

aber als Monument nahezu ungenutzt in der Landschaft herumstand. Im Sommer des Jahres 1998 eröffnete Kuhn dort die ersten Tiroler Festspiele mit einigen szenisch von ihm selber betreuten Aufführungen von Wagners „Rheingold“ sowie einigen klassischen Konzerten. Und da die ganz aus dem Fluss der Musik entwickelten, von Regie-

briert wurden – weltweit beachtet wurde der 24-Stunden-„Ring“ von 2005 –, sondern im Lauf der Jahre auch Opern von Mozart, Strauss, Verdi und Puccini sowie Chor- und Orchesterwerke der Weltliteratur aufgeführt wurden. Da das für die sommerlichen Passionsspiele konzipierte Theater aber nicht heizbar ist und auch nicht über Proberäume, Künstler-

garderoben und Kostümwerkstätten verfügt, entschlossen sich die inzwischen als GmbH geführten Tiroler Festspiele dazu, neben das Passionstheater ein zweites Aufführungsgebäude, ein Festspielhaus zu setzen, das für Opernaufführungen und Konzertabende gleichermaßen adaptiert werden konnte, die benötigten technischen Zusatzräume bereitstellte und das ganze Jahr über bespielbar war. Eine Chance bekam das anspruchsvolle Projekt erst, als Hans Peter Haselsteiner, Vorstandsmitglied und Mitinhaber des internationalen Baukonzerns Strabag und seit 2005 Präsident der Tiroler Festspiele, mit seiner Haselsteiner Familien-Privatstiftung den Großteil der auf 36 Millionen Euro veranschlagten Baukosten und die gesamten Kosten für die Unterhaltung und Bespielung des neuen Festspielhauses übernahm. Dank dieser Privatoffensive konnte sich das ereignen, was wir angesichts der Dauerkatastrophen bei öffentlichen Kulturbauten in Deutschland – die Baupläne für die Elbphilharmonie in Hamburg sind seit 2003 bekannt, die Einweihung soll aber erst im Jahr 2017 möglich sein – nur als Wunder bezeichnen können: Das technisch wie architektonisch anspruchsvolle Theatergebäude der Tiroler Festspiele ist innerhalb von zwei Jahren voll funktionsfähig aus dem harten Fels der Alpen herausmodelliert und am Ende des eben vergangenen Jahres, also nur 26 Monate nach dem ersten Spatenstich, mit Hauptwerken von Mozart, Bach, Verdi und Rossini eröffnet worden. Im Sommer soll es mit Verdi und Beethoven weitergehen. Den Architekten-Wettbewerb für das neue Tiroler Festspielhaus hat das Wiener Büro Delugan Meissl Associated Architects (DMAA) gewonnen, das mit dem gestisch heftig in den Stadtraum ausgreifenden Porsche-Museum in Stuttgart und der einprägsamen Architektur des Eye-Filminstituts in Amsterdam international bekannt geworden ist. Die Gestalt des neuen Hauses reagiert räumlich logisch und subtil auf die Lage des alten Gebäudes. Schullers Passionsspielhaus mit der nach hinten gekurvten hohen Stirnwand scheint sich in den dahinterliegenden Berg hineinzudrehen; das neue Festspielhaus von DMAA bricht am Ende der begonnenen Kurve fast gewaltsam wieder aus dem Berg heraus. In der äußeren Erscheinung haben die Wiener Architekten auf möglichst deutliche Kontraste Wert gelegt. Während sich das Monument aus den Fünfzigern als hochstrebende, weich gerundete helle Masse gibt, stellt sich der 50 Jahre später errichtete Neubau als querliegende, kantig schwarze Skulptur da. Wie ein Faustkeil liegt das kristallin geschliffene, spitz zulaufende Mehrzweckgebäude flach auf dem Hang. Eine Freitreppe, die mit ihren hellen Stufen und ihren drei Absätzen effektvoll auf die schwarzen Zickzackformen und die schrägen Wände des darüberliegenden Hauses antwortet, führt vom Talboden hinauf zur gläsernen Eingangswand, die vor allem nachts, wenn helles Licht aus dem Gebäude dringt, zusammen mit der beleuchteten Treppe einen gebrochenen Lichtstreifen in die ansonsten hermetisch schwarze Architekturkomposition hineinzeichnet. Die gen Süden ins Inntal gerichtete Spitze des Baukörpers könnte man, da der Grundriss des Gebäudes ungefähr dreieckig ist, auch als Endpunkt jener beiden in spitzem Winkel aufeinanderzulaufenden Hauptaußenwände definieren. Hinter der in ganzer Länge zum Tal sich wendenden, weitgehend geschlossenen Hauptwand sind der Theatersaal und sein Foyer versteckt. Die auf den Berghang zulaufende, vom Tal aus kaum sichtbare zweite Wand ist großenteils verglast und neigt sich so kräftig nach außen, dass in den dahinter untergebrachten Kostüm- und Bühnenbildwerkstätten fast das ganze Jahr über ohne Sonnenschutz bei natürlicher Helligkeit gearbeitet werden kann. Die Zuschauer, die vom abseits am Dorfrand errichteten neuen Parkhaus aus über die Freitreppe das Haus betreten, werden vom Foyer empfangen, einem auffällig hellen Raum.


THOMAS | arttourist.com 1|2013

Er zieht sich um eine der hinteren Ecken des Konzertsaals herum und gibt an seinem Ende durch eine Glaswand den Blick frei auf die Seitenfassade des alten Passionsspielhauses. Die weißen Wände und Decken dieses Empfangsraums sind jeweils leicht schräg gestellt und in sich geknickt, was aber nie störend wirkt, da die Schrägen an vielen Stellen den natürlichen Kräfteverlauf in der Gebäudekonstruktion nachvollziehen. Aus dem Foyer führt eine Treppe hinauf zu den oberen Eingängen des Konzertsaals, zur Bar und zur Aussichtsterrasse, die in die schräge Außenwand eingeschnitten ist und einen schönen Blick ins Inntal bietet. Spätestens dann, wenn man dort oben steht und entdeckt, wie die Konturen des Vordachs die hingelagerte Masse des gegenüberliegenden Berges paraphrasieren, wird man an den Konzertsaal in Luzern erinnert, wo eine Aussichtsplattform unter der gigantischen Horizontalen des Vordachs den Konzertbesuchern den unvergesslichen Panoramablick über die Häuser und Türme der Stadt auf dem gegenüberliegenden Seeufer bietet. Doch nicht nur auf der Terrasse, sondern, was viel wichtiger ist, auch drinnen im Konzertsaal, wo akustische Fragen im Mittelpunkt stehen, wird man zu Vergleichen mit Jean Nouvels als Vorbild empfundenem Prototyp angeregt – und kommt zu höchst befriedigenden Ergebnissen. Die gesamten Außenwände des Festspielhauses sind aus Stahl konstruiert. In diese spielerisch geknickte Hülle ist der im Grundriss stur rechteckige, mächtige Betonkubus des Konzertsaals und seines Bühnenhauses eingefügt. Innen im Saal – er bietet, je nach Zuschnitt der Bühne, 862 oder 732 Besuchern Platz – haben die Architekten aus akustischen Gründen die konventionelle Kistenform beibehalten. Doch innerhalb dieses hermetisch geschlossenen Kubus steigen die 25 Zuschauerreihen auf einer schiefen Ebene fast bis zur Hälfte der Raumhöhe an, was allen Sitzen beste Sicht auf das Podium garantiert. Vor die Seitenwände und vor die Rückwand dieser, den Hörern vorbehaltenen Saalpartie sind raumhohe Holzscheiben gestellt. Sie lassen hinter sich einen Hallraum frei, der die Akustik im Raum entscheidend beeinflusst. Diese Holzelemente scheinen sich wie Schuppen zu überlappen und bergen in ihren Kavernen Streiflichter, die dem Wandrelief plastisches Leben verleihen. Da das Festspielhaus in kürzester Zeit für konzertante wie szenische Darbietungen umbaubar sein soll, wurde auf ein rahmendes Bühnenportal verzichtet. Bei Opernaufführungen ist die Spielfläche also von stattlicher Breite. Bei Konzerten aber werden raumhohe Holzelemente von der Seite und von hinten so hereingeschoben, dass sich eine Muschel ergibt, die sich mit dem hölzern gefassten Zuschauerraum zu einer idealen Einheit zusammenschließt. Der über die gesamte Breite der Bühne sich erstreckende Orchestergraben jedenfalls – auf diesen Luxus hat Festivalchef Gustav Kuhn persönlich Wert gelegt – ist nicht nur der größte der Welt, sondern auch der für alle Orchestergrößen variabel bequemste: Er lässt sich bei Wagner-Aufführungen tief absenken, bei Mozart-Aufführungen auf Höhe des Zuschauerraums bringen und bei großen Chor- und Orchesterkonzerten auch dem Podium zuschlagen. Die so erzeugten individuell-akustischen Verhältnisse dürften zum Besten gehören, was in Opern- oder Konzertsaalneubauten bislang erreicht wurde. Die ersten Hörproben begeistern: In der obersten Reihe glaubt man die Anschläge des Klavierstimmers fast noch klarer und kräftiger zu vernehmen als auf der Bühne neben dem Flügel. Anschließend bei den Proben zum „Figaro“ staunt man über die gleichbleibende brillante Klarheit und die Transparenz, mit der die Stimmen und die Klänge des Orchesters selbst in Extrempositionen wie der letzten Reihe oder auf den äußersten Sitzen der ersten Reihe das Ohr erreichen. www.tiroler-festspiele.at © Gottfried Knapp, Süddeutsche Zeitung 7.1.2013

Festivals | Erfurt  |  37

DomStufen-Festspiele 2012 mit Die Lombarden von Giuseppe Verdi.

DomStufen-Festspiele in Erfurt Giacomo Puccini – Turandot, 4.–21. 7. 2013 Die DomStufen-Festspiele bilden den sommerlichen Veranstaltungshöhepunkt Erfurts. Dann verwandeln sich die 70 Stufen des Dombergs vor der mittelalterlichen Kulisse von Mariendom und Severikirche zur spektakulärsten Festspielbühne Thüringens! Mit Turandot steht erstmals eine Oper von Giacomo Puccini auf dem Spielplan der DomStufen-Festspiele. Seit ihrer triumphalen Uraufführung am 25. April 1926 an der Mailänder Scala zählt Turandot zu den weltweit erfolgreichsten Bühnenwerken und hält mit Kalafs unsterblichem „Nessun dorma!“ einen der größten Opernhits aller Zeiten bereit! Die chinesische Königstochter Turandot hasst alle Männer und will sich niemals einem von ihnen hingeben, um so das an ihrer Ahnfrau Lou-ling begangene Unrecht zu rächen. Allen Prinzen, die um ihre Hand anhalten, stellt sie daher drei Rätsel. Da keiner der Bewerber die richtigen Antworten weiß, werden sie ausnahmslos dem Henker überantwortet. Gegen alle Warnungen wagt es der junge Prinz Kalaf, sich als Brautwerber zu präsentieren. Als er wie durch ein Wunder die richtigen Antworten nennt, ist Turandot außer sich. Kalaf aber ist bereit, sie von ihrem Eid zu entbinden, wenn sie ihrerseits bis zum Morgengrauen seinen Namen erraten hat. Auf Befehl Turandots wird nun im ganzen Land nach dem Namen geforscht, ohne Erfolg. Am Ende ist es an Kalaf selbst, das Geheimnis seiner Identität zu lüften und der Liebe zum Sieg über den Tod zu verhelfen. Über vier Jahre, von 1920 bis zu seinem Tod arbeitete Giacomo Puccini an seinem letzten Bühnenwerk. Im Frühjahr 1920 wurde er auf den Turandot-Stoff aufmerksam. Allerdings wählte er nicht die originale Tragikomödie Carlo Gozzis von 1762 zur Vorlage des Librettos, sondern Friedrich Schillers Bearbeitung Turandot, Prinzessin von China (1802),

in der italienischen Übersetzung des Poeten Andrea Maffei aus dem Jahr 1857. Puccini entfaltet in Turandot eine bis dahin nicht gekannte exotische Farbigkeit im Orchester – auch unter Verwendung originaler chinesischer Melodien –, die ebenso die Pracht des alten chinesischen Kaiserreichs wie die kalte Grausamkeit der Protagonistin einfängt. Die „markante, schöne, ungewöhnliche Melodie“ (Puccini) für das geplante Schlussduett zwischen Turandot und Kalaf jedoch fand er nicht mehr: Er starb über der Arbeit am 29. November 1924, die Oper verklingt mit der Sterbeszene der Prinzessin Liu. Die Regie der Erfurter Domstufen-Produktion liegt in den Händen des international gefeierten Regisseurs Marc Adam. Er wirkte zuletzt als Intendant am Stadttheater Bern, im November 2012 wurde er zum Intendanten und Künstlerischen Leiter des Opernhauses Nizza berufen. Opulente Bilder versprechen ferner die Ausstattung der koreanischen Bühnenbildnerin Hsiu Chin Tsai und die Kostüme von Pierre Albert. Die musikalische Leitung liegt in den Händen von Samuel Bächli, kommissarischer GMD des Theaters Erfurt.

DomStufen-Festspiele 2009 mit Carmina Burana von Carl Orff

Eine Produktion des Theaters Erfurt Musikalische Leitung Samuel Bächli Inszenierung Marc Adam Premiere Do, 4. Juli 2013 20.30 Uhr Weitere Vorstellungen (jeweils 20.30 Uhr) Fr, 5.7. | Sa, 6.7. | So, 7.7. | Di, 9.7. | Mi, 10.7. Do, 11.7. | Fr, 12.7. | Sa, 13.7. | So, 14.7. | Mi, 17.7. Do, 18.7. | Fr, 19.7. | Sa, 20.7. | So, 21.7.2013 Informationen & Tickets Tel. 0361 22 33 155 (täglich 10 – 18 Uhr) vorverkauf@theater-erfurt.de www.theater-erfurt.de | www.domstufen.de


38  |  Festivals | Graz

THOMAS | arttourist.com 1|2013

© Fotos: Graz Tourismus

Graz

Selbst die Kaiser lebten gerne hier, und das ist gut zu verstehen. Dass Graz einst Residenzstadt der Habsburger war, merkt man auf Schritt und Tritt: Daran erinnern die Grazer Burg, der gotische Dom und das Mausoleum Kaiser Ferdinands II., zusammen auch „Stadtkrone“ genannt. Außerdem das Landhaus mit seinem prachtvollen Renaissance Innenhof, das Landeszeughaus mit der weltweit größten mittelalterlichen Waffensammlung und das Schloss Eggenberg. Ein Relikt besonderer Art steht sogar im „Guiness Buch der Rekorde“: Auf dem Grazer Schlossberg befand sich einst die „stärkste Festung aller Zeiten“ – sie wurde niemals eingenommen! Einige ihrer Bauwerke sind noch erhalten, darunter der Uhrturm, das historische Wahrzeichen der Stadt. Auch wenn das Uhrwerk im 28 Meter hohen Turm seit 1712 pünktlich die Stunden schlägt, unter dem romantischen Wahrzeichen von Graz mit dem herrlichen Blick auf die Stadt kann man schon einmal die Zeit vergessen. Seine heutige Gestalt erhielt der ursprünglich mittelalterliche Wehrturm um 1560. Drei Glocken läuten vom Uhrturm. Drei Wappen zieren die Wände. Die Menschen kommen oft zu zweit. Zum Träumen und zum Küssen. Ein wahrhaft erhebender Ort.

sich von kulinarischen Rundgängen über ein Genuss Spektakel Ende Mai bis hin zur „Langen Tafel der Genuss Hauptstadt“. Oder man genießt die lokalen Spezialitäten beim Picknick, der Korb ist gefüllt mit den köstlichsten Produkten aus der Region und kann bequem vor der Anreise im Tourismus Büro vorbestellt werden. Doch was wäre Graz ohne einen Ausflug ins Weinland. Nur eine halbe Autostunde von Graz entfernt, lockt das Südsteirische Wein-

Heute lässt es sich auf dem Schlossberg – aber nicht nur hier! – kaiserlich genießen: Ausgezeichnete Lokale bieten neben einem tollen Blick auf die Stadt auch gastronomische Höhenflüge. Die Grazer Köche schöpfen aus dem Vollen, sie beziehen die heimischen Produkte frisch vom Bauernmarkt und kreieren hervorragende Menüs, mit denen sie ihre Gäste verwöhnen und überraschen. Kulinarium wird in Graz besonders groß geschrieben, immerhin trägt die Stadt den Titel „Österreichs Genuss Hauptstadt“. Und das zurecht! Das kulinarische Angebot erstreckt © Fotos: Graz Tourismus

land mit seinen sanften Hügeln. Von hier stammt mancher weltmeisterliche Tropfen und ganz nebenbei auch die Urigkeit. Hier lässt sich beides hervorragend in den Buschenschänken genießen – und dazu eine zünftige „Brettljause“. Etwas weiter im Westen verändert sich die Landschaft und somit auch der Wein. Das ist die Heimat des Schilchers, eines einzigartigen Weines der Steiermark. Noch eine Berühmtheit befindet sich hier, wenn auch der völlig anderen Art: die Lipizzaner der Wiener Hofreitschule wachsen hier auf und

setzen sich nach ihrer Karriere in Wien auch hier wieder zur Ruhe.

Tourismus Information Graz Herrengasse 16 8010 Graz / Österreich I: www.graztourismus.at E: info@graztourismus.at T: +43/316/8075-0 F: +43/316/8075-15


THOMAS | arttourist.com 1|2013

Festivals | Graz |  39

Liebe –

sinnlich & ohne Tabus Das Grazer Klassik-Festival styriarte schwelgt 2013 unter dem Motto „Gefährliche Liebschaften“ im musikalischen Liebestaumel Jedes Jahr im Sommer, im Juni und Juli, steigt in Graz ein Musikfest der besonderen Art. Das Klassik-Festival styriarte öffnet seine Pforten und begeistert sein Publikum mit Hörgenüssen der Extraklasse. Rund um das künstlerische Aushängeschild des Festivals, den großen Dirigenten Nikolaus Harnoncourt, der seine Kindheit in Graz verbracht hat, scharen sich Künstlerpersönlichkeiten von internationalem Renommee – darunter als Stammgäste das Chamber Orchestra of Europe, der Concentus Musicus Wien, Pierre-Laurent Aimard oder Jordi Savall und seine Ensembles. Sie alle und viele mehr bringen die historischen Plätze und reizvollen Konzertsäle der Stadt Graz prachtvoll zum Klingen. Intendant Mathis Huber stellt seinen sommerlichen Konzertreigen jeweils unter ein philosophisches Programm, das dem Festival sein wechselndes Thema gibt. So hat man hier die Musik schon unter Titeln wie „Heimat bist du“, „Verlorenes Paradies?“, „Wanted Europe“, „Endlich glücklich“ oder „FamilienMenschen“ durchforscht. Die styriarte 2013 borgt sich ihr Motto von Choderlos de Laclos‘ Roman „Les Liaisons Dangereuses“ und geht daran, „Gefährliche Liebschaften“ in der Musik in vielerlei Gestalt aufzuspüren und zu durchleuchten. Darum geht es dabei: um die Zeiten, in denen sich das Freizügige Bahn brach in der Musik, zur Freude der Gesellschaft oder gegen ihren heftigen Widerstand. Um Liebe ohne Tabus, aber mit unabsehbaren Konsequenzen. Aufgelegt, dass die styriarte da in Paris Station macht, der Metropole der Liebe, und in Venedig, dem einstigen Hort der Verführung.

Nikolaus Harnoncourt, in den letzten Jahrzehnten mit seinen Opernproduktionen immer wieder am Zürcher Opernhaus präsent, dirigiert bei der styriarte 2013 Offenbachs „Barbe-Bleue“, ein Werk voll von beißendem Witz, prickelnder Musik und offenbachscher Subversivität, eine gnadenlose Satire auf die lockeren Sitten des Zweiten Kaiserreichs in Frankreich. Die Opéra bouffe um die verwickelte, in diesem Fall urkomische Geschichte des Frauen verschlingenden Schwerenöters Ritter Blaubart, von Philipp Harnoncourt halbszenisch in der Helmut-List-Halle umgesetzt, kommt mit einem Staraufgebot auf die Bühne: Elisabeth Kulman singt und spielt die Glanzrolle der Boulotte, Yann Beuron, französischer Paradetenor, gibt die Titelfigur. Markus Schäfer, Sophie Marin-Degor und viele andere dürfen ihr komisches Talent ausspielen und für fulminante sechs Aufführungen sorgen. Lanner-Walzer sowie Schuberts „Rosamunde“ und Haydns „Nelson-Messe“ sind je zwei weitere styriarte-Abende mit Nikolaus Harnoncourt gewidmet. Dazu gesellt sich eine Vielzahl an wunderbaren Musikerinnen und Musikern mit Konzerten unter so vielsagenden Titeln wie „Auf der Liebesinsel“, „Unsterbliche Geliebte“ oder „Küssen und beißen“. An insgesamt 54 Terminen überschwemmt die styriarte die Stadt Graz also mit großen Gefühlen. Eintauchen wärmstens empfohlen!

© Fotos: Werner Kmetitsch. styriarte 2013 21.6.–21.7. Gefährliche Liebschaften in Graz und Umgebung

10., 14., 17. & 20.7.: styriarteSOAPS zu Casanova, Schubert, Vivaldi und Offenbach

22.6.–2.7.: „Ritter Blaubart / Barbe Bleue“ Offenbach-Oper mit Nikolaus Harnoncourt

21.7.: „Sonnenkönig“ Jordi Savall und Le Concert des Nations

29.6. & 1.7.: „Mozart pur“ Pierre-Laurent Aimard und Chamber Orchestra of Europe

… und vieles mehr

12. & 13.7.: „Rosamunde“ Nikolaus Harnoncourt dirigiert Lanner und Schubert

Karten und Infos: styriarte | Sackstrasse 17 | 8010 Graz | 0043.316.825000 | www.styriarte.com


40  |  Festival | Agenda

THOMAS | arttourist.com 1|2013

Edinburgh International Festiva

l Jeden Sommer kommen Mensche n aus allen Teilen der Welt nach Edinburgh, um dort drei beglückende Wochen mit dem Best en aus Oper, Musik, Schauspiel und Tanz zu genießen.  Die Sun day Times beschreibt das Edinburg h International Festival als "einen Nährboden künstlerischer Exzellenz", die Zeitung The Scotsma n nennt es "ein Aushängeschild für Schottlan d" und in Metro heißt es "wunderbar und ein Muss…für Kulturfanatiker von nah und fern". Au ch in 2013 werden Künstler aus der ganzen Wel t, von den besten Opernhäusern und Theatern , Tanzcompagnien und Avantgardegruppen nach Edinburgh kommen und für unvergessliche Kult urerlebnisse sorgen. Nicht zuletzt das spektaku läre Virgin Money Fireworks Concert, einem Höh epunkt jedes Festivals Foto: © Sally Jubb; Festival Photo 9.8.– 1.9.2013 | www.eif.co.uk grapher

25. Festival Rossini in Wildbad ch eine

no Weltbekannt und den ad proRarität: Rossini in Wildb Besten rige jäh 25zum duziert Tell“ e aum uill hen Rossinis „G t! ürz gek - un er) WilRossinis “Guillaume (od nomen. helm Tell” ist ein Phä populär, Foto: © Patrick Pfeiffer Die Ouvertüre ist so umphTri dis lt. dass sie neben Ver ner Klassik-Hit-CD feh Ravels Bolero auf kei d un sela r Aid nu h aus auc h d rsc ma . Sie wir er kennt kaum jemand ig wie in Doch die komplette Op noch nie so vollständ d un rt üh gef auf d raktive att ei zw es t ten inszeniert. Sie wir um gib Tell-Aufführungen her und als Rarie eth Wildbad. Um die vier Go h nac am Ad t“ von Adolphe jekt weitere Titel, „Le Chale es herausragendes Pro von Rossini. Ein weiter e" laid He Zor n, e iste rdo cia pon Ric om tät wartsk bedeutendsten Gegen st spielt selb h auc r ist das Porträt eines der iste Me der dem unter anderem lzahl mut Lachenmann, in kommt noch eine Vie nen erläutert. Dazu tio osi mp Ko e ge. und sein rträ Vo d un gen Konzerte, Lesun kleinerer Programme, ossini-in-wildbad.de w.r ww | 013 .7.2 –21 11.

Garmisch-Partenkirchen (D) Richard-Strauss-Festival 2013 „Ein komischer Vogel“ – Strauss und der Humor

Unter diesem Motto widmet sich das Richard-Strauss-Festival in diesem Jahr einer besonderen Facette des Komponisten. Im Zentrum stehen der feinsinnige Witz und die sensible Ironie des Bajuwaren, die viele seiner Werke prägen. Erneut gelang es der künstlerischen Leiterin, Ks. Brigitte Fassbaender, zahlreiche Foto: © www.tvt-event.com erstklassige Ensembles und Sounkt verspricht das listen für das Festival zu gewinnen. Ein Höhep n. werde zu per Staatso r Gastspiel der Wiene 8.–14.6.2013 | www.richard-strauss-festival.de

Festival Intern de Música y D acional anza de Gran Das Internat ada ional

e Festival fü eine lebendi r Musik un ge Veranstal d Tanz in G tung, die K und sozioö ranada ist ultur, Bildun konomisch e g, Tourismus Aktivitäten unter dem Them a EMOTIONEN ve reinen. Dies kommt im Program m, wie auch in der Art der Dar bietungen zu m Ausdruck. Emot ion aber au ch in der Entdecku ng der Ges chichte, Orten un d Menschen in der Stadt und de r Region Gra nadas und deren Wir Tourismus un kung auf den Foto: © FIMDG Ca rlos Choin d die Stadte ntwicklung. wird gelich Das Festival ermaßen vo von Granad n internatio chern geliebt a nalen Künst , als Festival lern wie Be der Sinne. 21.6.–13.7.2 su013 | www.g ranadafestiv al.org

l RheinfallFestiva Jahr 2012 laden die

20 Jahre Moritzburg Festival

Vom 10.–25. August 2013 wird das Moritzburg Festival sein 20-jähriges Jubiläum feiern. 1993 von den Musikern Jan Vogler, Kai Vogler und Peter Bruns nach dem Vorbild des berühmten „Marlboro Festival“ in den USA gegründet, hat es sich in den nunrenommehr 20 Jahren seines Bestehens als eines der international Festival miertesten Kammermusikfestivals etabliert. Seit 2001 steht das Vogler. unter der alleinigen künstlerischen Leitung des Cellisten Jan geplant Im Jubiläumsjahrgang, für den viele musikalische Highlights Nils sind, werden über 25 Klassikstars wie Nicola Benedetti, Midori, Banse Mönkemeyer, Alice Sara Ott, Kristian Bezuidenhout und Juliane urg die Konzerte u. a. im Barockschloss Moritzburg, der Kirche Moritzb sen Erlebnis en einmalig zu Dresden in ten sowie in diversen Spielstät werden lassen. 10.–25.8.2013 | www.moritzburgfestival.de

Nach dem Erfolg im stivals, der VerMacher des RheinfallFe l Schaffhausen, tiva Fes Bild ein Wort- und infallFestival Rhe n ein zu einem kleine 3. 201 i Jun 23. vom 21. Rheinfallbecken, Die Literaturboote im isse, der überwälKul n ere ond bes der mit lls, bilden ein tigenden Kraft des Rheinfa ätzlich verZus ls. Glanzlicht des Festiva te die Orte zer Kon ene ied sch ver binden Besucher Die ll. infa Rhe rund um den Tromund eleine Jazz erwartet ein festliches Org und Jazzkonzert sowie ’BR’n l-, Sou ein ert, petenkonz . ion Reg jungen Künstlern der and more-Matinée mit allfestival.com einf w.rh ww | 013 .6.2 21.–23

Tanglewood Festival

Das Tanglewood Festival 2013 bietet ein spektakuläres Programm auf hohem Niveau, das ie lange Tradition der Sommerkonzerte seit 1937 unterstreicht. Tanglewood, die Sommerresidenz des Boston Symphony Orchestra gilt zu Recht als eines der beliebtesten und erfolgreichsten Festivals weltweit. Viele der besten Klassikkünstler stehen hier auf der Bühne, wie auch Nachwuchskünstler verschiedenster Genres. Die Boston Pops Konzerte, Orchesterkonzerte, Kammermusik und Recitals sind genau fester Bestandteil des Programms, wie spezielle Programme für Familien und Kinder. Schon mach ein großer Star hat in Tanglewood sein Debut gegeben. Neben der Musik sorgt die einmalige und ganz spezielle Atmosphäre von Tanglewood, in den wunderschönen Berkshire Hills im westlichen Massachusetts gelegen, für unvergessliche Erlebnisse. 22.6.–7.8.2013 | www.tanglewood.org.

piele ttelpunkt 8. St.Galler Fests ATTILA stehen im Mi rbe d seine frühe Oper

2013 Kloster Lehnin rmusiken & Konzertenine 38. Lehniner Somme r Sommermusiken im Leh den zu Mark Brandenburg

Herzliche Einladung in die Zisterzienserkloster der lle Konzerte im historisch 1. Kloster Lehnin. Stimmungsvo m klösterlichen Amnde uber beza in tik Hek er städtisch Mark erwarten Sie; fernab von zerte (11. +.7.) im Kon Jazz le svol Besuchen Sie eindruck biente und idyllischer Natur. Klosterkirche mit der in A Capella Konzerte (27. +29.6.) Kreuzgang der Klosteranlage, das Rockkonzert oder .) (4.7 zert kon mer unser Kam RSBrass am 22. faszinierend einmaliger Akustik, mit zert kon ptstadt. Auftakt bildet das Familien (9.8.) in der Feldscheune. Den orragenden Klangkörper der Hau herv dem in, Berl rs este Orch onie (18. Sinf usik io alm Rad Vok des n hen liste erlic serso elalt 6., Blechblä Seminar zur mitt werden und an einem Gesangsdenden Führung über mel anzu r eine Sie können auch selbst aktiv mit ar derb et der ch der Konzerte lässt sich wun ng durch das einstige Jagdgebi -21.7.) teilnehmen. Der Besu des Museums, einer Wanderu ch n. Besu inde dem verb de, f elän kgra terg Mar el Klos das historische n Hochgenuss im Hot ten sowie mit einem kulinarische Askanier- und Hohenzollernfürs e www.lehniner-sommermusiken.d

Festivals – eine Auswahl Aix-en-Provence (F) | Aix-en-Provence Oster Festival | 26.3. - 7.4.2013 Aix-en-Provence (F) | Festival Aix-enProvence | 4. - 27.7.2013 Aldenburgh (GB) | Aldenburgh Festival | 7. - 23.6.2013 Alpirsbach | Alpirsbacher Kreuzgang Konzerte | 29.6. - 3.8.2013 Andechs | Festspiele Orff Andechs | 9. - 28.7.2013 Anklam | Vineta Festspiele | 20.6. 31.8.2013 Avenches (CH) | Festival d‘Opéra Avenches | 5. - 18.7.2013 Bad Gandersheim | Gandersheimer Domfestspiele gGmbH | 1.6. - 4.8.2013 Bad Harzburg | Internat. Festspiele Harzburger Musiktage | 14. - 22.6.2013 Bad Hersfeld | Bad Hersfelder Festspiele | 15.6. - 11.8.2013 Bad Hersfeld | Opernfestspiele Bad Hersfeld | 5. - 28.8.2013 Bad Ischl (A) | Lehár Festival Bad Ischl | 13.7. - 1.9.2013 Bad Kissingen | Kissinger Sommer | 9.6. - 14.7.2013

Bad Vilbel | Burgfestspiele Bad Vilbel | 11.5. - 8.9.2013 Bad Wildbad | Rossini in Wildbad | 15.6. - 21.7.2013 Baden-Baden | Osterfestspiele BadenBaden | 24. - 31.3.2013 Bayreuth | Bayreuther Festspiele | 25.7. - 28.8.2013 Bergen (N) | Grieg in Bergen Festival | 16.6. - 24.8.2013 Bergen (N) | Bergen International Festival | 23.5. - 5.6.2013 Berlin | Musikfest Berlin | 30.8. 18.9.2013 Berlin | Brandeburgische Sommerkonzerte | 8.6. - 8.9.2013 Bonn | Internationale Beethovenfeste Bonn | 5.9. - 5.10.2013 Bregenz (A) | Bregenzer Festspiele | 17.7. - 18.8.2013 Bregenz (A) | Bregenzer Frühling | 30.5. - 9.6.2013 Brno (CZ) | Brno International Music Festival Neue Musik | 12. - 16.6.2013 Brno (CZ) | Brno International Music Festival Ostern | 24.3. - 7.4.2013

Brühl | Brühler Schlosskonzerte | 11.5. - 14.7.2013 Burgenland (A), diverse Orte | Franz Liszt Festival | 18. - 22.10.2013 Buxton (GB) | Buxton Festival | 5. 21.7.2013 Cambridge (GB) | Cambridge Summer Music Festival | 19.7. - 3.9.2013 Cheltenham (GB) | Cheltenham Festival | 3. - 14.7.2013 Davos (CH) | Davos Festival | 3. 17.8.2013 Dresden | Kammermusik Festival Schloss Moritzburg e.V. | 10. 25.8.2013 Dresden | Dresdner Musikfestspiele | 11.5. - 2.6.2013 Edinburgh (GB) | Edinburg International Festival | 9.8. - 1.9.2013 Eisenstadt (A) | Seefestspiele Mörbisch | 11.7. - 24.8.2013 Eisenstadt (A) | Haydnfestspiele Eisenstadt | 5. - 22.9.2013 Erfurt | DomStufen-Festspiele Erfurt | 4. - 21.7.2013 Erl (A) | Tiroler Festspiele Erl | 4. 28.7.2013 Ernen (CH) | Musikdorf Ernen - Klavier | 13. - 19.7.2013

Giuseppe Verdi un UNESCO Weltkulture ur iele. Zu Füssen der zum h die Bühnenskulpt der 8. St.Galler Festsp sic et nd den Kathedrale befi der Schweiz zählen r Italiener Stefano der Festspieloper. De Klosterhof für zwei den Poda verwandelt cksvolles SchlachWochen in ein eindru den Zerfall Roms. um d run tengemälde führungen trifft auf Neben den Opern vom 21.6.–5.7.2013 sich das Publikum osphäre des KlosAtm en in der besonder fführungen in der terbezirks zu Tanzau t eines der hochuch bes er od Kathedrale QUIEM. Verdis MESSA DA RE wie , karätigen Konzerte .ch iele tsp -fes tgaller 21.6.–5.7.2013 | www.s

Ernen (CH) | Musikdorf Ernen - Barock | 21.7. - 2.8.2013 Ernen (CH) | Musikdorf Ernen - Kammermusik Plus | 4. - 17.8.2013 Ernen (CH) | Musikdorf Ernen - Faszination Kammermuik | 6. - 7.7.2013 Essen | Klavier Festival Ruhr | 4.5. 19.7.2013 Ettlingen | Schlossfestspiele Ettlingen | 9.6. - 17.8.2013 Eutin | Neue Eutiner Festspiele | 10.7. - 10.8.2013 Florenz (I) | Maggio Musicale Fiorentino | 2.5. - 24.6.2013 Friedrichshafen | Bodenseefestival | 27.4. - 31.5.2013 Fulda | Herzberg Festival | 18. 21.7.2013 Garmisch-Partenkirchen | RichardStrauss-Festival | 8. - 14.6.2013 Glyndebourne (GB) | Glyndebourne Festival | 18.5. - 25.8.2013 Göttingen | Internationale Händel-Festspiele Göttingen | 9. - 20.5.2013 Grafenegg (A) | Grafenegg Festival | 18.8. - 8.9.2013 Granada (E) | Festival Internacional de M√∫sica y Danza de Granada | 21.6. 13.7.2013

Graz (A) | Steirischer Herbst | 20.9. 13.10.2013 Graz (A) | styriarte | 21.6. - 21.7.2013 Greifswald | Ostseefestspiele | 14.6. 21.7.2013 Halle | Händel Festspiele Halle | 6. 16.6.2013 Hamburg | 39. Hamburger Ballett-Tage | 9. - 30.6.2013 Hanau | Brüder-Grimm-Märchenfestspiele Hanau | 17.5. - 21.7.2013 Hannover | KunstFestSpiele Herrenhausen | 1. - 22.6.2013 Hannover | Festival Theaterformen Brausnchweig | 19. - 30.6.2013 Hannover | Niedersächsische Musiktage Hannover | 7.9. - 6.10.2013 Heidelberg | Heidelberger Stückemarkt | 26.4. - 5.5.2013 Heidenheim | Opernfestspiele Heidenheim | 4.6. - 28.7.2013 Hitzacker | Sommerliche Musiktage Hitzacker | 27.7. - 4.8.2013 Hohenems (A) | Schubertiade | 12. 14.7.2013 Hohenems (A) | Schubertiade | 2. 8.10.2013 Hohenems (A) | Schubertiade | 26.4. 2.5.2013

Innsbruck (A) | Innsbrucker Festwochen der Alten Musik | 9.7. - 25.8.2013 Istanbul (TR) | Istanbul Music Festival | 4. - 29.6.2013 Izmir (TR) | Izmir Festival | 2.5. 16.7.2013 Jagsthausen | Burgfestspiele Jagsthausen | 4.6. - 25.8.2013 Jennersdorf (A) | j | opera Jennersdorf Festivalsommer | 1. - 11.8.2013 Jerusalem (IL) | Israel Festival Jerusalem | 19. - 20.6.2013 Jerusalem (IL) | Israel Festival Jerusalem | 23.5. - 8.6.2013 Kärnten (A), diverse Orte | Trigonale Kärnten | 6. - 15.9.2013 Künzelsau | Hohenloher Kultursommer Künzelsau | 1.6. - 29.9.2013 Leipzig | Mendelssohn-Festtage Leipzig | 12. - 22.9.2013 Leipzig | Bachfest Leipzig | 14. 23.6.2013 Leipzig | MDR Musiksommer | 5.7. 1.9.2013 Linz (A) | Brucknerfest Linz | 15.9. 6.10.2013 Lockenhaus (A) | Internationales Kammermusikfest Lockenhaus | 4. 13.7.2013


THOMAS | arttourist.com 1|2013

SCHLOSSFESTSPIELE SCHWERIN 2013 „Die Fledermaus“ mit Walter Plathe

Im Sommer 2013 präsentieren die SCHLOSSFESTSPIELE SCHWERIN mit Johann Strauss "Die Fledermaus" ein Paradestück der goldenen Operettenzeit openair mit Blick auf das Schweriner Schloss. Als Gaststar konnte der prominente Schauspieler Walter Plathe gewonnen werden, der u.a. aus der TV-Serie "Der Landarzt" bekannt ist. Hochkarätige MusiktheaFoto: © Silke Winkler terinszenierungen, internationale Solisten, große Chöre und die traditionsreiche Mecklenburgische Staatskapelle Schwerin sind Markenzeichen der seit 1993 im traumhaften Ambiente stattfindenden SCHLOSSFESTSPIELE SCHWERIN des Mecklenburgischen Staatstheaters. Regie bei der "Fledermaus" führt Schauspieldirektor Peter Dehler, der bei den Schlossfestspielen bereits das Musical "Sorbas" erfolgreich inszenierte. Der Alte Garten mit seinem unübertroffenen Architektur-Ensemble aus Staatstheater, Staatlichem Museum und Schweriner Schloss bietet einen atemberaubenden Rahmen für die 23 Vorstellungen vom 14. Juni bis 21. Juli 2013. Neu ist, dass neben den Abendvorstellungen auch zwei am Nachmittag gegeben werden. 14.6.–21.7.2013 | www.theater-schwerin.de

Festival | Agenda  |  41

Schubertiade

geschehen, so muss man Sucht man eine absolute Konstante im europäischen Festival n. Mit dem Lied, der zur Schubertiade nach Schwarzenberg bzw. Hohenems komme Jahren an den Start 35 über vor tiade Schuber die ist Stars deren Kammermusik und der absolut hohen bei wie n gebliebe heute gegangen. Bei diesem Programm ist es bis Schubertiade mit die ist Heute en. geword größer ist einde Fangem die nur – Qualität ierteste Schubertrenomm das jährlich rn Besuche rund 90 Veranstaltungen und 45.000 eine derart große Anzahl Festival weltweit. Nirgendwo sonst steht innerhalb kurzer Zeit dem Programm. Kammervon Liederabenden mit den besten Interpreten der Welt auf weiteren Schwerpunkt. einen bilden konzerte und Klavierabende auf höchstem Niveau n und Vorträge sowie Lesunge rte, erkonze Orchest durch t Angebo das wird Ergänzt en lichkeit rpersön Meisterkurse bedeutender Künstle | Angelika-Kauffmann-Saal Schubertiade Schwarzenberg | 14.–23.6.2013 | 27.8.–8.9.2013 2013 | Markus-Sittikus-Saal | www.schubertiade.at 2.–8.10. | .2013 12.–14.7 | 5.2013 26.4.–2. | s Schubertiade Hohenem

Festival Bergen International ert Kultur in all seinen Facet-

Mozartfest Würzburg

„Herr Mozart tanzt“. Das Mozartfest Würzburg bietet vom 24. Mai bis 30. Juni 2013 ein abwechslungsreiches Programm mit zahlreichen Überraschungen. In den Sinfoniekonzerten, deren Programme das Thema Tanz kreativ aufgreifen, präsentiert das Mozartfest im Kaisersaal der Würzburger Residenz internationale Klassikstars wie das Orchestre des Champs-Elysées unter Philippe Herreweghe, die Bamberger Symphoniker mit dem Pianisten Rudolf Buchbinder, die Amsterdam Sinfonietta und Geigerin Patricia Kopatchinskaja, das Kammerorchester Basel mit Angela Hewitt am Klavier und die Sonatori de la Gioiosa Marca mit Top-Violinist Giuliano Carmignola. In weiteren Sälen der Residenz (UNESCO Weltkulturerbe) werden Kammermusiken und Mozartnächte angeboten. Die Nachtmusiken im Hofgarten, die weltberühmte MozART group in einer ehemaligen Druckhalle, ein meditatives Konzert im früheren Kloster Himmelspforten, das Jugendkonzert „Mozart Update“ mit Mozart zum Downloaden und literarische Morde mit Musik und Wein ergänzen das Programm, das jährlich über 25.000 Besucher anzieht. Und die spektakuläre Eigenproduktion „Breakin’ Mozart“ verbindet Breakdance mit Musik von Mozart und zeigt, dass Headspin und Menuett näher beieinander liegen, als man denkt. Herr Mozart bittet zum Tanz! 24.5.–30.6.2013 www.mozartfest-wuerzburg.de

Das Bergen Festival präsenti r und Bildende Kunst. Das ten: Musik, Theater, Tanz, Ope ival in den nordischen Fest te größ das Bergen Festival ist nstaltungen innerhalb Vera Ländern mit mehr als 150 n. von 15 Tage liNordische Impulse ist die Leit Fesl iona rnat Inte en Berg nie des en tival. Ziel ist es die verschieden en Ausdrucksformen der nordisch der und eren enti präs Länder zu Kulwichtigste Treffpunkt der Teil em dies aus en fend turschaf der Erde zu werden zu sein. Man Individualität präsentiemöchte die Vielfalt und die tität zu formen. Dies Iden ame eins gem eine ren, anstatt chen den Künsten zwis ngen gnu schafft spannende Bege Bergen zu sehen in so und Kulturschaffenden, die nur . und zu erleben sind 22.5.–5.6.2013 | www.fib.no

Bregenzer Festspiele 2013

Liebe und Geld, Schatten und Licht W.A. Mozarts Die Zauberflöte auf der Seebühne, André Tchaikowskys Der Kaufmann von Venedig im Festspielhaus Dem Licht entgegen streben die Bregenzer Festspiele im Sommer 2013: Unter diesem Motto zeigt das Festival auf der Seebühne erstmals seit 1985/86 wieder Wolfgang Amadeus Mozarts phantastische Märchenoper Die Zauberflöte. Im Festspielhaus ist die Uraufführung der Oper Der Kaufmann von Venedig des britisch-polnischen Komponisten André Tchaikowsky zu sehen. Das Programm der Orchesterkonzerte bietet 2013 einen musikalischen Rückblick auf die Intendanz von David Pountney: Werke von Benjamin Britten bis Mieczysław Weinberg lassen zahlreiche musikalische Höhepunkte Revue passieren und rufen erfolgreiche Opernproduktionen wie Brittens Tod in Venedig (2007) und Weinbergs Die Passagierin (2010) in Erinnerung. Außerdem gibt es ein Wiedersehen mit den bekannten britischen Dirigenten Paul Daniel und Sir Mark Elder, die beide schon mehrmals erfolgreich am Bodensee zu Gast waren. 17.7.–18.8.2013 | www.bregenzerfestspiele.com

Vilnius Festival

Das Vilnius Festival ist eines der renommiertesten und viel seitigsten Veranstaltungen für Klassische Musik in Litauen uns ist Anziehungsp unkt in jedem Sommer für viele internationale Gäs te. Neben etablierten Orchest ern, Ensembles und Solisten setzt man auf zeitgen össische litauische Musik in all seinen Strömungen. So wird das Festival seit einigen Jahren durch neue Plat tformen wie Jazz und Musicals ergänzt und sorgt für die eine oder andere Cro ssover Überraschung. Die Zusammenarbeit zwische n litauischen und ausländisch en Musikern hat eine multikulturelle Musikszene in Litauen geschaffen, die auf gegenseitiger Toleranz und neue künstlerische Kräfte und Vertrauen basiert und Ausdrucksformen hervorbringt . Die Veranstalter des Festival kreativen Prozess, das Zusamm s bringen diesen enspiel auch verschiedenen Nationen, Epochen und Kün zum Ausdruck stlern im Programm 3.–20.6.2013 | www.vilniusfestiva ls.lt

Hintergrundfoto © Bregenzer Festspiele London (GB) | City of London Festival | 23.6. - 26.7.2013 Lübeck | Schleswig Holstein Musik Festival | 6.7. - 25.8.2013 Ludwigsburg | Ludwigsburger Schlossfestspiele | 2.5. - 24.7.2013 Luzern (CH) | Lucerne Festival Piano | 16. - 24.11.2013 Luzern (CH) | Lucerne Festival Ostern | 16. - 24.3.2013 Luzern (CH) | Lucerne Festival Sommer | 16.8. - 15.9.2013 Mainz | Kultursommer Rheinland-Pfalz | 1.5. - 3.10.2013 Malmö (S) | Eurovision Song Contest | 14. - 18.5.2013 Marseille (F) | Festival de Marseille | 19.6. - 12.7.2013 Meran (I) | Meraner Musikwochen | 26.8. - 20.9.2013 Moosbach | Schlossfestspiele Zwingenberg | 2. - 11.8.2013 Mörbisch (A) | Seefestspiele Mörbisch | 11.7. - 24.8.2013 Mülheim an der Ruhr | Mülheimer Theatertage | 11. - 31.5.2013 München | Münchner Opernfestspiele | 22.6. - 31.7.2013

Murten (CH) | Murten Classics | 11.8. - 1.9.2013 Niederlande (NL), diverse Orte | Holland Festival | 2. - 22.6.2013 Niederösterreich (A), diverse Orte | Donaufestival | 25.4. - 4.5.2013 Niederösterreich (A), diverse Orte | Wellenklänge | 5. - 27.7.2013 Niederösterreich (A), diverse Orte | Viertelfestival | 9.5. - 11.8.2013 Nürnberg | Internationale Orgelwoche Nürnberg | 21. - 30.6.2013 Oberösterreich (A), diverse Orte | Attergauer Kultursommer | 16.7. 16.8.2013 Oberösterreich (A), diverse Orte | Inntöne Festival | 17. - 19.5.2013 Oberstdorf | Oberstdorfer Musiksommer | 25.7. - 16.8.2013 Oestrich-Winkel | Rheingau Musik Festival Konzertgesellschaft mbH | 29.6. - 31.8.2013 Orange (F) | Chorégies d‘Orange | 11.7. - 6.8.2013 Oslo (N) | Oslo Kammermusikfestival | 9. - 17.8.2013 Ossiach - Villach (A) | Carinthischer Sommer | 11. - 31.7.2013

Oxford (GB) | Oxford May Festival | 1. - 6.5.2013 Passau | Festspiele Europäische Wochen | 28.6. - 28.7.2013 Plauen | Festival Mitte Europa | 16.6. - 4.8.2013 Potsdam | Musikfestspiele Potsdam Sanssouci | 7. - 23.6.2013 Recklinghausen | Ruhrfestspiele | 1.5. - 30.6.2013 Reichenau (A) | Festspiele Reichenau | 3.7. - 4.8.2013 Rheinsberg | Kammeroper Schloss Rheinsberg | 22.6. - 10.8.2013 Saanen-Gstaad (CH) | Menuhin Festival Gstaad | 18.7. - 17.9.2013 Saarbrücken | FESTIVAL Perspectives Saarbrücken | 16. - 25.5.2013 Saint Denis (F) | Festival Saint Denis | 29.5. - 28.6.2013 Salzburg (A) | Salzburger Pfingstfestspiele | 17.-20.5.2013 Salzburg (A) | Salzburger Festspiele | 19.7. - 1.9.2013 Salzburg (A) | Salzburger Osterfestspiele | 23.3. - 1.4.2013 Salzburg (A) | Salzburger Szene | 3. 13.7.2013

Santander (E) | Festival Internacional de Santander | 1. - 31.8.2013 Savonlinna (FIN) | Savonlinna Opera Festival | 5.7. - 3.8.2013 Schaffhausen (CH) | RheinfallFestival | 21. - 23.6.2013 Schwäbisch-Gmünd | Festival Europäischer Kirchenmusik SchwäbischGmünd | 12.7. - 4.8.2013 Schwäbisch-Hall | Freilichtspiele Schwäbisch Hall | 8.6. - 31.8.2013 Schwarzenberg (A) | Schubertiade | 14. - 23.6.2013 Schwarzenberg (A) | Schubertiade | 27.8. - 8.9.2013 Schwerin | Schlossfestspiele Schwerin | 14.6. - 21.7.2013 Schwerin | Festspiele MecklenburgVorpommern gGmbH | 15.6. 14.9.2013 Seebad Ahlbeck | Usedomer Musikfestival | 21.9. - 12.10.2013 Seelisberg (CH) | SeelisbergRütli Festival | 1. - 18.8.2013 Sion (CH) | Sion Festival | 9. 21.8.2013 Solothurn (CH) | Solothurn Classics | 27.6. - 7.7.2013

Drottningholm (S) | Drottningholm Festival | 26.5. - 24.8.2013 St. Gallen (CH) | St. Galler Festspiele | 21.6. - 5.7.2013 St. Margarethen (A) | Opernfestspiele St. Margarethen | 10.7. - 25.8.2013 St. Moritz (CH) | BSI Engadin Festival | 2. - 15.8.2013 St. Pölten (A) | Internationale Barocktage St. Pölten | 17. - 20.5.2013 St. Pölten (A) | Barockfestival St. Pölten | 8. - 22.6.2013 Steyr (A) | Musikfestival Steyr | 20.7. 10.8.2013 Stockholm (S) | Stockholm Kulturfestival | 13. - 18.8.2013 Stresa (I) | Settimane Musicali di Stresa e del Lago Maggiore | 19.7. - 7.9.2013 Strudengau (A) | Donaufestwochen | 26.7. - 15.8.2013 Stuttgart | Europäisches Musikfest Stuttgart | 22.8. - 8.9.2013 Tanglewood (USA) | Tanglewood Festival | 22.6. - 7.8.2013 Tirol (A), diverse Orte | Klangspuren Tirol | 12. - 28.9.2013 Turin (I) | MITO SettembreMusica a Torino | 5. - 21.9.2013

Verbier (CH) | Verbier Festival | 19.7. 4.8.2013 Verona (IT) | Arena di Verona | 14.6. 8.9.2013 Vevey (CH) | Verbier Festival | 19.7. 4.8.2013 Vilnius (LT) | Vilnius Festival | 3. 20.6.2013 Vinstra/Gala (N) | Peer Gynt Festival | 1. - 10.8.2013 Warschau (PL) | Festival Wratislavia Cantans | 6. - 15.9.2013 Weimar | Kunstfest Weimar | 23.8. 14.9.2013 Wexford (IRL) | Wexford Festival Opera | 23.10. - 3.11.2013 Wien (A) | Wiener Festwochen | 10.5. - 16.6.2013 Wiltz (L) | Festival de Wiltz | 28.6. 27.7.2013 Wunsiedel | Luisenburg-Festspiele Wunsiedel | 15.5. - 18.8.2013 Würzburg | Mozartfest Würzburg | 24.5. - 30.6.2013 Zermatt (CH) | Zermatt Festival | 30.8. - 15.9.2013 Zürich (CH) | Festspiele Zürich | 14.6. - 14.7.2013


42  |  Festivals | Kurzportraits

THOMAS | arttourist.com 1|2013

Engadin

Heidenheim

Klassikstars auf Bergtour

Opernfestspiele Heidenheim

2.–15. 8

15.6.–28.7.2013

Das BSI Engadin Festival verbindet vom 2. - 15.

Mit Puccinis letzter Oper „Turandot“, einer Mi-

tung von Marcus Bosch. Die Inszenierung besorgt

August Berggipfel mit hochkarätiger Klassik: Die

schung aus Märchen und Politthriller, bieten die

Michael Helle. Im Konzertprogramm startet die

Pianistin Khatia Buniatishvili eröffnet das Fest,

Opernfestspiele Heidenheim Musiktheater auf

Cappella Aquileia mit der „Rheinischen Sinfo-

Jordi Savall ist mit einem Gamben-Programm

höchstem Niveau. Dafür stehen die Stuttgarter

nie“ eine Schumann-Reihe, zum Galakonzert lädt

zu erleben. Midori Seilers Barockgeige erfüllt die

Philharmoniker als Festspielorchester und ein

die Staatsphilharmonie Nürnberg mit dem nie-

Bergkirche Fex mit den Klängen von Bachs Solo-

internationales Solistenensemble unter der Lei-

derländischen Dirigenten Anthony Hermus. Für

Werken. Der Trompeter Håkan Hardenberger

Kinder steht die Uraufführung von „Drei Chine-

spielt mit Orgelbegleitung in Silvaplana; zudem

sen und ein Kontrabaß“ auf dem Programm. Und

bereichern Sabine Meyer, Emmanuel Pahud,

zum glanzvollen Abschluss der Festspielsaison

Maurice Steger und die 12 Cellisten der Berliner

spielen die Stuttgarter Philharmoniker und der

Philharmoniker das Engadin klanglich. Das Leip-

Cellist Alban Gerhardt im „Last-Night-Concert“

ziger Streichquartett und Dietlinde Turban-Maa-

ein Dvorˇ ák-Programm.

zel bieten im Waldhaus Sils ein teuflisches Stück: Dr. Faustus in musikalischem Gewand – exklusive

15.6.–28.7.2013 | www.opernfestspiele.de

Angebote, damit kein Festivalbesucher ungeleit

Ticket-Hotline (Tourist Information Heidenheim):

nach Hause geh’n muss.

07321/327-7777, Ticketshop (Pressehaus): 07321 347-139 | Tickets Online: www.eventim.de oder

2.–15.8.2013 | www.engadinfestival.ch

www.heidenheim.de/tourismus-kultur/online-shop

Festspieldirektor Marcus Bosch, Foto: Ulf Krentz

Allgäu

Davos

MusikHochGenuss Allgäu Festivals

28. DAVOS FESTIVAL young artists in concert 2013

Besondere Orte für besondere Konzerte

3.–17.8.2013 – GLÜCKSFALL – serendipity*

Alpengipfel oder Barocksaal, Kloster oder Kraft-

Eine Broschüre informiert über die acht Festivals

werk, Märchenschloss oder Musikclub - die Spiel-

und kann über die kostenfreie Service-Hotline 0800

stätten der Allgäuer Festivals bezaubern durch ihr

– 257367 oder per Mail unter info@allgaeu.info an-

markantes Ambiente aus Architektur und Na-

gefordert werden. Weitere Details finden sich unter

tur. Hier lassen sich erlesene Kammermusik und

www.allgaeufestivals.info

großartige

Orchesterwerke,

renommierte Stars und junge Elite immer neu entdecken. MusikHochGenuss folgt den Spuren historischer Lauten und Geigen, begeistert mit Chören aus aller Welt, verbündet Klassik mit Jazz und Kino, lockt zu faszinierender

Einem einzigen Glücksrausch gleich soll die 28.

Concours Ernst Haefliger – dies sind nur einige

Symbiose aus Stummfilm-

Ausgabe des Davos Festival im August vorüberwe-

Höhepunkt, welche das Festival vom 3. bis 17.

klassikern und Musik, ehrt

hen. GLÜCKSFALL bedeutet das unvermutet Zu-

August 2013 dem Publikum bietet.

die Jubilare Wagner und Ver-

fallende, das Märchenhafte, Idyllische. Es erklin-

(„serendipity“: zufällige Beobachtung oder Ent-

di mit Originalwerken und

gen exotische Reisesouvenirs von Komponisten

deckung von etwas ursprünglich nicht Gesuch-

einem spannenden Ope(r)n-

aus über 600 Jahren. Uralte Pilgergesänge, Wer-

tem.)

Air, bei dem sich die Meister

ke der Glückskinder Mozart und Mendelssohn,

im Musik&Wort-Dialog auf

Transkriptionen

der Bühne unter freiem Him-

Wagner im Salon, ein Wunschkonzert und das

Davos Festival, Promenade 147, 7260 Davos Dorf

mel begegnen.

Preisträgerkonzert in Zusammenarbeit mit dem

info@davosfestival.ch, info@davosfestival.ch

Allgäu

Hannover

mit

plötzlichem

Mehrwert,

www.davosfestival.ch | Ticketvorverkauf:

Oberstdorfer Musiksommer Festival Theaterformen 2013 25.7.–16.8.2013 - Einklang von Klassik – Jazz – Kino

19.–30.6.2013

te Dozenten (z.B. Peter Buck, Konrad Elser, Heime

Im Juni ist das Welttheater zu Gast in Niedersach-

Müller) und junge Elite, bewegende Kammer-

sen: junge Talente und berühmte Namen aus der

musik und groovige Jazzsessions geben Ton und

Türkei, dem Iran und Syrien, aus Argentinien, Ir-

Takt an. Weltweit bekannt in der Jazz- und Klas-

land und Frankreich zeigen an zwölf Tagen ihre

sikszene ist der exzellente Schweizer Saxophonist

neuesten Stücke auf den hannoverschen Bühnen

Daniel Schnyder – als Komponist und Künstler in

und an außergewöhnlichen Orten in der Stadt.

Residenz bereichert er das Festival mit außergewöhnlichen Projekten: Faust, die faszinierende

Am ersten Wochenende steht die Hauptstadt des

Symbiose des Stummfilmklassikers mit Live-Mu-

Kongo im Fokus: mit dem Festival Connexion

sik, eröffnet seine Residenz, die mit der Konzert-

Kin werden drei Stücke gemeinsam produziert

Akademie Love Songs ausklingen wird.

und zuerst in Kinshasa, dann in Hannover gezeigt. Jeder Abend klingt bei Konzerten im Festi-

www.theaterformen.de | Kartenvorverkauf ab 13.4.

valzentrum aus – hier ist der Eintritt frei!

Kartenservice Tel. +49 (0)511 9999 1111 und auf

Der Oberstdorfer Musiksommer berührt alle Sin-

www.oberstdorfer-musiksommer.de

ne, verführt zum Open Air vor grandioser Alpen-

Info: Festivalbüro +49(0)8322 / 700-467

kulisse. Erstklassige Orchester und Solisten (u.a.

Kartenvorverkauf: +49(0)8322 700-447

Eindrucksvolle Theaterkunst und eine großartige

Cellist Maximilian Hornung, Georgisches Kam-

+49(0) 089 54818181 ,

Atmosphäre machen das Festival Theaterformen

merorchester, Selmer Saxharmonic), renommier-

vorverkauf@oberstdorfer-musiksommer.de

einzigartig.

www.staatstheater-hannover.de | Festivalbüro: +49 (0)511 9999 2500, welcome@theaterformen.de


THOMAS | arttourist.com 1|2013

Festivals | Kurzportraits  |  43

Seelisberg | 1.–18.8.2013

SeelisbergRütli Festival

starteten dann die Vertreter von Gemeinde, Treib-See-

Richard und Cosima Wagner und der Undine den

lisberg-Bahn AG und Tourismus Seelisberg mit dem

Vorlauf für den mehrfach ausgezeichneten Schweizer

Schweizer Initiator und Organisator von Kunst- und

Theaterschreiber Guy Krneta (u.a. Theater Basel, The-

Kulturanlässen, Beat Toniolo – u.a. Begründer des

ater Neumarkt in Zürich) geben, welcher den „Tell“

kultigen „RheinfallFestival“ - dieses „Leuchtturmpro-

übernehmen wird. Der Schweizer Musiker, Kompo-

jekt“.

nist und Wagnerkenner, Bertrand Roulet (EXPO 02 Komponist), wird dann seine neukomponierte Musik

Ein mutiger Schritt in Zeiten knapper Kassen und

mit diesen Texten „vernetzen“. Aber: Keine Angst vor

sinkender Sponsorenengagements? Was macht Sie

Wagner, es wird bestimmt ein sehr unterhaltsames,

so zuversichtlich für Ihr Festival?

humoreskes wie kurzweiliges Stück geben, welches

Christoph Näpflin: Ja, da haben Sie Recht. Es ist be-

über Wagner und Tell auch Neues und Bemerkens-

stimmt keine einfache Sache, in dieser Zeit der Spar-

wertes bringen wird, was man in den herkömmlichen

massnahmen genügend finanzielle Unterstützung von

Aufführungen im „Wagner-Jubiläumsjahr“ so nicht

Firmen zu erreichen. Aber wir bieten für die Firmen

bekommt.

eine optimale Plattform, Ihre Mitarbeiter und Kunden an diese, „nicht 0815“, Anlässe einzuladen, fernab

Seelisberg liegt im Herzen der Schweiz, was hat Sie

vom „Business“. Wir sind aber auch sehr zuversicht-

bewogen genau hier ein Festival durchzuführen?

lich, dass mit dieser Festival-Premiere an diesem ge-

Christoph Näpflin: Vor allem, ein Festival der

schichtsträchtigen Ort Seelisberg ein solches neuartige

Geschichte/n an einem wunderschönen und „traum-

wie spartenübergreifendes Konzept, zwischen „Ge-

haften“ Ort in der Natur. Denn, was wenige wissen:

schichte und Fiktion“, die Stiftungen und Instituti-

Berühmte Namen der Geschichte waren schon in

onen wie Kantone überzeugen werden: Wir fördern,

Seelisberg, die grossen Denker und Fürsten, wie etwa,

Seelisberg liegt auf einer Halbinsel im Vierwald-

1.–18.8.2013 | Seelisberg (Kanton Uri) | Platz

neben der generationenübergreifenden Idee, auch die

neben Richard Wagner, Ludwig II. von Bayern, Mark

stättersee direkt über der Rütliwiese, dem Symbol

der Schweiz (Waldweidli-Seelisberg) | www.seelis-

Nachwuchskünstler in Zusammenarbeit mit einem

Twain, Leo Tolstoi, Hermann Hesse, sowie der Lite-

zur Gründungsgeschichte der Schweiz. Die traum-

berg-ruetli-festival.ch | Aufführungen jeweils am

Laienchor und deren Begegnung mit renommierten

ratur-Nobelpreisträger Elias Canetti und viele andere

hafte Lage macht Seelisberg zu einem Logenplatz

Donnerstag-, Freitag- und Samstagabend sowie am

und bekannten KünstlerInnen.

mehr. Dieses mystische Seelisberg lässt einen nicht

über dem Urnersee. National und international

Sonntagnachmittag

mehr los, wenn man diese Schönheit einmal entdeckt

renommierte Persönlichkeiten sowie Nachwuchs-

Was macht das SeelisbergRütli-Festival so beson-

hat. Höchste Zeit also, unbedingt am „SeelisbergRütli-Festival“ dabei zu sein: Herzlich willkommen!

KünstlerInnen treffen sich in Seelisberg zum „See-

Eintrittskartenvorverkauf : Online über: www.seelis-

ders?

lisbergRütli-Festival“ mit den spartenübergreifenden

berg.com oder www.seelisberg-ruetli-festival.ch

Beat Toniolo: Das spezielle wie einmalige Konzept,

Bereichen Schauspiel, Musik, Literatur und bildende

einerseits das Zusammenfügen zweier Texte von zwei

Kunst. Eine literarisch-musikalische Hommage zwi-

Interview mit Christoph Näpflin, Tourismusdi-

unterschiedlichen Autoren mit den Kompositionen,

schen Historie/Fakten und Fiktion, eingebettet in

rektor und Presseverantwortlicher des Festival

andererseits die Zusammenstellung von renommier-

die mystisch und natürlich-schöne Landschaft von

und Beat Toniolo, Künstlerischer Leiter des See-

ten SchauspielerInnen mit der Berner Regisseurin Me-

Seelisberg und Uri sowie der ganzen Zentralschweiz.

lisbergRütli Festival.

ret Matter und einer Auswahl von Musikstudenten der

Das Festival ist geprägt von Werten, Inhalten, Traditionen und bürgt für Kontinuität und Nachhaltigkeit.

Richard Wagner komponierte in Seelisberg

Hochschule Luzern sowie einem Laienchor aus den Wie kam es zu dem SeelisbergRütli-Festival?

Kantonen der Zentralschweiz und einer „Gast-Stim-

Christoph Näpflin: In verschiedenen Workshops mit

me“, welche jetzt noch nicht verraten wird…

Fachleuten aus Kultur, Kunst, Architektur und Politik wurde im September 2012 mit Unterstützung der

Das Festival wartet mit einer Uraufführung auf. Wer

Die Aufführungen finden in der sagenumwo-

Justizdirektion Uri zusammen mit Vertretern der Ge-

ist für das neue Stück literarisch und musikalisch zu-

benen Landschaft von Seelisberg oberhalb des

meinde und vom Tourismus Seelisberg Ideen wie Pro-

ständig?

Urnersees statt, wo Richard Wagner einige Zeit ge-

jektskizzen zur Attraktivitätssteigerung von Seelisberg

Beat Toniolo: Die versierte Münchner Schriftstellerin/

lebt und komponiert hat.

erarbeitet. Aus der Auswahl verschiedener Vorschläge

Librettistin Ursula Haas wird mit den Texten über

Von links nach rechts: Karl Huser (Gemeindepräsident und Präsident des Vereins „SeelisbergRütli-Festival") Ursula Haas (Schriftstellerin) und Beat Toniolo (Künstlerischer Leiter)

WAGNERJAHR 2013

RICHARD WAGNERS FRÜHWERKE IN BAYREUTH

GEBURTSTAGSKONZERT

UND GEBURTSTAGSFEIER Festspielhaus & Stadthalle Bayreuth

22. Mai 2013

AUSVERKAUFT

RIENZI

Oberfrankenhalle Bayreuth

7. Juli, 10. Juli, 13. Juli 2013

DAS LIEBESVERBOT

Oberfrankenhalle Bayreuth

8. Juli, 11. Juli, 14. Juli 2013

DIE FEEN KONZERTANTE AUFFÜHRUNG

Oberfrankenhalle Bayreuth

9. Juli 2013 Wird ermöglicht durch die großzügige Unterstützung unserer Hauptsponsoren

TICKETS TELEFONISCH +49 (0) 180 200 2013*

ODER ONLINE UNTER WWW.WAGNERJAHR-2013.DE *6ct / Verbindung. Kosten für Anrufe aus dem Netz der Deutschen Telekom. Kosten aus Mobilfunknetzen maximal 0,42 € pro Minute. Montag bis Freitag 10:00 bis 18:00 Uhr.

SPONSOREN

PA RT N E R

F ÖR DE R E R

K O OP E RATIONSPA RTNER

EINE K OOPERATION VON


44  |  Festivals | Gstaad

THOMAS | arttourist.com 1|2013

Hélène Grimaud © Menuhin Festival Gstaad

Bergpanorama Gstaad © Menuhin Festival Gstaad

Menuhin Festival 2013 Wasser | 18.7–7.9.2013 Menuhin Festival Gstaad Mitte der 1950er Jahre entdecken Yehudi Menuhin und seine Familie das Saanenland und Gstaad lassen sich dort nieder. Die Urkraft der Natur und der Berge faszinieren und inspirieren ihn. Nicht nur die sanfte Alpenlandschaft des Saanenlandes beeindruckten ihn, sondern auch das Zusammentreffen von Westschweiz, deutschsprachiger Kultur sowie der nahe gelegene Süden mit der Italianità.. Auf den Spaziergängen in den Bergen mit seinen Kindern entdeckt der Städter den naturverbundenen Alltag der einheimischen Bevölkerung, welche mit ihrer Folklore und Musik ebenfalls die musikalische Entwicklung Menuhins beeinflusst Seinen Anfang nimmt das Menuhin Festival im Jahr 1956, als der damalige Kurdirektor Paul Valentin Yehudi Menuhin anfragt, ob er bereit wäre, die Sommersaison mit Konzerten zu bereichern. Spontan nimmt Menuhin die Idee auf, und bereits ein Jahr später schlägt die Geburtsstunde des Menuhin Festivals in der Mauritius-Kirche Saanen. Im Jahre 1996 übergab Yehudi Menuhin sein Festival an den Star-Geiger Gidon Kremer, welcher das Festival während einigen Jahren prägte, bevor Christoph Müller neu als Künstlerischer Direktor die Verantwortung für das Programm übernahm und dieses als zukünftiger Inten-

dant im Geiste des Gründervaters Lord Menuhin neu positionierte.

Wasser Wasser bedeutet Leben. Wasser ist die Quelle allen Lebens. Wasser ist das wertvollste aller Elemente und das elementarste zugleich. Wasser wird immer knapper auf unserer Erde, weil sich klimatische Zonen verschieben durch ein Ungleichgewicht des natürlichen WasserKreislaufes. Obwohl 71% der Weltoberfläche mit Wasser bedeckt ist, bilden nur 3% davon Süsswasser, wovon nur ein Drittel genutzt werden kann. Die Verknappung des Wassers wird zur entscheidenden Frage von Leben und Tod auf der Erde. Ein Planet Erde ohne Wasser wird dürr und trocken und ohne Leben sein. Wasser stellt schon jetzt einen Luxusartikel dar und wird die Schere zwischen arm und reich noch mehr öffnen. Fehlendes Trinkwasser ist in vielen Entwicklungsländern der Grund für Krankheiten, Missernte, Klassenkämpfe und Armut. Neben dem Weltfrieden stellt der Schutz des Wasserkreislaufes die grösste Herausforderung der Menschheit dar. Zum guten Glück gibt es ob so vieler aufwühlender Fragen die Musik, welche unsere Gedanken immer wieder in etwas Unerklärliches transzendiert, welches nicht mit Worten

18.7. / 20.7. / 21.7. 24.7. 26.7. / 27.7. 28.7. / 30.7. / 3.8. 6.8. / 7.-11.8. öffentliche Meisterkurse 26.7. / 27.7. 27.7. / 4.8. / 30.8. 23.7. 5.9.

Ning Feng Gabor Boldoczki Die 12 Cellisten der Berliner Philharmoniker Joshua Bell Christoph Eschenbach Xavier de Maistre 

8.8.

16.8. 17.8. 17.8. 22.8.

Krisjtan Järvi Fazil Say (Composer und Pianist) Angela Gheorghiu Andris Nelsons Mischa, Lilly und Sascha Maisky Kammerorchesterbasel City of Birmingham Orchestra Russian National Orchestra  Orchestre National de Lyon Gstaad Festival Orchestra 

23.8. 24.8. 30.8. 7.9. 18.7./ 24.7. 30.8. / 31.8. 24.8. 7.9. 23.8.

viele grosse Film-Epen in den bedrohlichen Wassermassen der Weltozeane. Das Menuhin Festival Gstaad freut sich, sein 57. Festival während des Sommer 2013 unter diesem Vorzeichen dem lebens- und überlebensnotwendigen Element zu widmen

Festivalzelt von Außen © Menuhin Festival Gstaad

DAS GSTAAD FESTIVAL ORCHESTRA

Auszug aus dem Programm Hélène Grimaud Sabine Meyer Renaud Capuçon Viktoria Mullova Andras Schiff Khatia Buniatishvili Sol Gabetta Vilde Frang Andrej Baranov

erklärt werden kann. Das Element Wasser haben Komponisten interessanterweise oft mit positiven musikalischen Schöpfungen verbunden, respektive aus der Wasser-Inspiration heraus lebensbejahende Musik geschaffen. Smetanas „Moldau“ schildert sehr bildhaft den Verlauf des kleinen Rinnsals bis hin zum breiten Strom, Schumanns „Rheinische“ Sinfonie stellt den Wasserstrom als mächtig und erhaben dar in ihrem ersten Satz, Schubert schildert in seinem „Forellen-Quintett“ den quickfidelen Alltag einer Forelle in einem frischen Bergbach. Debussys „La Mer“ ist eine Musterkomposition von frühem musikalischem Impressionismus. Das Werk stellt das Meer zuweilen ruhig und idyllisch, zuweilen stürmisch und bedrohlich dar. Viel Musik entstand am Rande von Gewässern, an Seen, Brahms schrieb einige seiner Meisterwerke am Thunersee, u.a. die „Thuner-Sonate“, Liszt schrieb den Zyklus seiner „Années de Pelerinages“ zum Teil am schweizerischen Walensee. Die Donau war Inspirationsquelle einer ganzen Epoche und eines ganzen Genres rund um die Strauss-Dynastie. Händel komponierte seine Wassermusik als Repräsentationsmusik des Königs George V, der seine Schiffe dafür in die Themse stiess... Und in der Unterhaltungsindustrie des 20. Jahrhunderts spielen

Eintrittskartenbestellung Telefonisch : (+41) 033 7488182 Online über www.ticketcorner.ch Per Post an Menuhin Festival Gstaad I Postfach 65 CH-3780 Gstaad www.menuhinfestivalgstaad.ch

Gstaad Festival Orchestra © Menuhin Festival Gstaad Alljährlich begeistert das Menuhin Festival Gstaad sein Publikum mit einzigartigen Konzerten und hochkarätigen musikalischen Begegnungen inmitten prächtiger Natur. Das Gstaad Festival Orchestra (GFO) entstand aus der Vision, den inspirierenden und innovati-

ven Geist des Menuhin Festivals in die Welt hinauszutragen und das alljährlich zelebrierte Musikfest auch international erklingen zu lassen. Seit seiner Gründung im Jahr 2010 schwingt sich das GFO zu immer neuen musikalischen Höhenflügen

Tourdaten

Sol Gabetta© Menuhin Festival Gstaad

18.8. Gutshaus Stolpe bei Anklam / MecklenburgVorpommern Festival 23.8. Gstaad (CH) Menuhin Festival 24.8. Stresa (I) Stresa Festival 3.10. Lyon (F)

5.10. Bad Wörrishofen / Festival der Nationen 6.10 Stuttgart / Liederhalle 8.10. Wien (A) / konzerthaus 8.12. Köln / Philharmonie


THOMAS | arttourist.com 1|2013

Festivals | Verbier  |  45

20. Jubiläum des Verbier Festivals Im Höhenrausch der Klassik

Die Salle des Combins vor dem Panorama der Schweizer Alpen

Charles Dutoit dirigiert das Verbier Festival Orchestra , Fotos © Nicolas Brodard und Aline Paley

Klassikstar Yuja Wang Auf bis zu 1700 Metern über dem Meeresspiegel kommen Klassikfreunde vom 19. Juli bis 4 August 2013 nicht nur in den Genuss eines atemberaubenden Alpen-Panoramas. Das Verbier Festival wird im Sommer im wahrsten Sinne des Wortes zum Gipfeltreffen für die gefeierten Virtuosen und Nachwuchstalente unserer Zeit. Nirgendwo sonst kann man die Brüder Capuçon, Maxim Vengerov, Evgeny Kissin, Mischa Maisky und Yuri Bashmet (31. Juli) an einem gleichen Konzertabend auf der Bühne erleben, oder Yuja Wang, Martin Fröst und Janine Jansen (1. August). Es ist diese bestechende Kombination aus freundschaftlicher Atmosphäre, Freude am Zusammenspielen und neuen künstlerischen Herausforderungen, die auch die berühmtesten Künstler seit nunmehr 20 Jahren dazu bewegt in den idyllischen Alpenort zurückzukehren! Traditionell wird das Verbier Festival auch in diesem Jahr wieder mit einem Konzert

des Verbier Festival Orchestra, dem hauseigenen Symphonieorchester, unter der Leitung seines Musikdirektors Charles Dutoit eröffnet. Das Verbier Festival Orchestra setzt sich aus begabten jungen Orchestermusikern aus aller Welt zusammen, die in einem internationalen Auswahlverfahren auserlesen werden. Während des Festivals tritt das Orchester unter der Leitung solch renommierter Dirigenten wie Kent Nagano, Valery Gergiev, Gianandrea Noseda und Esa-Pekka Salonen auf – eine unvergessliche Erfahrung sowohl für die jungen Musiker, als für das Publikum, auf welches die Begeisterung dieses virtuosen Ensembles schnell abfärbt. Zu den Höhepunkten der Jubiläumssaison zählt der Opernabend am 25. Juli mit Ausschnitten aus Verdis Otello und Wagners Walkyrie, in grandioser Besetzung: Anna Netrebko als Desdemona, Bryn Terfel und Eva-Maria Westbroek als Wotan und Sieg-

linde. Mit Verdis bewegendem Requiem zahlen Gianandrea Noseda und der Chor des Teatro Regio Torino ihrem berühmten Landsmann Tribut. Auch die crème de la crème der Pianisten findet sich in Verbier für zahlreiche Konzerte und Rezitale ein: Hélène Grimaud, Elisabeth Leonskaja, Denis Matsuev, Menahem Pressler, Jan Lisiecki, Khatia Buniatishvili, Daniil Trifonov… Für eine besondere musikalische Note werden der Gitarrist Miloš Karadaglic´, der jamaikanische Jazzpianist Monty Alexander und Rufus Wainwright sorgen. Und am 28. Juli feiert das Verbier Festival sein 20-jähriges Bestehen mit einem einzigartigen Geburtstagskonzert, das über 20 Weltklasse-Solisten auf der Bühne zusammen bringen wird. Über die Konzerte hinaus, bietet das Verbier Festival seinen Besuchern einen spannenden Einblick in den musikalischen Lernprozess. In den öffentlichen Meisterklassen der

Verbier Festival Academy können interessierte Festivalbesucher dabei zusehen, wie junge Solisten von den Grössen ihres Fachs lernen. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe Verbier Festival Discovery werden bei freiem Eintritt Vorträge und Konzerteinführungen für Erwachsene sowie musikpädagogische Projekte für Kinder geboten. Das Fest’Off geht über die Grenzen der Klassik hinaus: Jazzkonzerte, Strassenkunst und Jam Sessions füllen die Strassen, Plätze und Restaurants Verbiers mit Leben und Musik. Und die „Musikwanderungen“ laden dazu ein eindrucksvolle Natur und Musik gemeinsam zu geniessen. Verbier Festival, 19. 7.–4.8.2013 Der Kartenvorverkauf startet am 11.3.2013 www.verbierfestival.com


46  |  Jazz | Chilly Gonzales

THOMAS | arttourist.com 1|2013


THOMAS | arttourist.com 1|2013

Jazz | Chilly Gonzales  |  47

Chilly Gonzales in München

"Entertainment ist Krieg", sagt Chilly Gonzales. Diesen Krieg gewinnt der vielleicht beste Entertainer, den es im Moment gibt, bei seinem Solokonzert im Münchner Prinzregententheater mit Leichtigkeit. Der größenwahnsinnige Kanadier tötet Bruder Jakob, spielt Happy Birthday in Moll - und macht mit dem Publikum ein kleines Lagerfeuer.

Feuer im Theater

Als der Mann auf der Bühne steht und Chilly Gonzales die Hand zur Begrüßung hinstreckt, nimmt der Pianist sie nicht. Gonzales weicht einen Schritt zurück, verzieht das Gesicht und schickt den Zuschauer mit den wasserstoffblonden, streng gescheitelten Haaren und dem pinken Satinmorgenmantel wieder zurück auf seinen Platz. "Du bist mir zu ähnlich", ruft er dem Enttäuschten lachend hinterher. Chilly Gonzales mit der struppig-schwarzen Mähne, dem dunkelgrünen Satinmorgenmantel und den hässlich-grünen Slippern. Das geht natürlich nicht, dass ihm jemand auf der Bühne Konkurrenz macht - und sei es nur optisch. Selbst nennt sich Gonzalez "musikalisches Genie". Und das völlig zu Recht. Er ist ein begnadeter Pianist. Viel wichtiger allerdings: Gonzales bewegt sich mit einer Leichtigkeit wie nur wenige sonst durch die verschiedenen musikalischen Genres. Auch an diesem Mittwochabend bei seinem Solokonzert in München. Der aus Toronto stammende Kanadier, der zurzeit in Köln lebt, ist der Prototyp des modernen Eklektikers, reißt die sowieso nur künstlichen Grenzen zwischen U- und EMusik spielend ein. Bei ihm ist alles echt und unecht zugleich, wahr und falsch, Zitat und genialischer Einfall. Er hat lange an irrwitziger elektronischer Musik gebastelt, wollte sich zum Präsidenten des Berliner Musik-Untergrunds wählen lassen, hat Raps mit Symphonieorchester aufgenommen und einen Weltrekord aufgestellt: das längste Klavierkonzert aller Zeiten, mehr als 27 Stunden am Stück, 300 Lieder.

Nach dem Blonden in Pink holt er sich Ute aus dem Publikum auf die Bühne. Und komponiert mit ihr am Flügel in fünf Minuten ein Lied. Anfangs noch etwas zurückhaltend, improvisiert Ute am Ende munter drauf los. Wie Gonzales sich darüber freut! Er macht sich nicht lustig. Er lacht nur hinauf, nicht hinab. Und sein Humor hat immer eine melancholische und größenwahnsinnige Dimension. Fotos © Alexandre Isard

KURZBIO:

2007 auch auf dem Glenn-Gould-Festival in

Gonzales studierte zunächst Jazz-Piano an der

Berlin auf, benannt nach dem legendären Bach-

Concordia University in Montreal, wandte sich

Interpreten Glenn Gould. 2007 arbeitete er auch

dann aber der Popmusik zu und arbeitete mit

mit dem kanadischen Hip Hop-Produzenten und

den kanadischen MusikerInnen Feist, Peaches

Rapper Socalled zusammen, an dessen Album

und Mocky zusammen. Außerdem wirkte er an

Ghettoblaster er mitwirkte und den er auch in

den Alben Multiply von Jamie Lidell und Secret

Konzerten begleitet.

House Against the World von Buck 65 mit. Sei-

Konzerttermine (eine Auswahl)

ne Bekanntheit erlangte Gonzales durch ElectroTracks mit satirisch angehauchtem Rapgesang, für die er sich selbst den Titel „The Worst MC“ („der schlechteste MC“) verlieh. Sein 2004 erschienenes Album „Solo Piano“ mit ernsthaften, zwischen Klassik und Jazz angesiedelten Klavierstücken wurde von der Musikkritik mit großem Lob aufgenommen. Mit diesen Stücken trat er

Dass Gonzales nun im seit Wochen ausverkauften Prinzregententheater auftritt, diesem kunstgeschichtlich kaum einzuordnenden Prachtbau, passt deshalb ziemlich gut. Gonzales vereint die leisen Töne und die herausfordernden, spielt mal barock, mal minimalistisch und vor allem: Der 40-Jährige verneint jede Hierarchie zwischen Hoch- und Popkultur - und legt damit vor allem die Intelligenz der Popkultur offen, als selbstbewusste, kreative Kraft. Konsequent ist es da, dass er sein gesamtes Leben als ästhetisches Spiel aufführt. Chilly Gonzales, der eigentlich Jason Charles Beck heißt, ist eine große, ironisch-phantastische Inszenierung, die ein großes Ziel hat: Du sollst nicht langweilen.

In München ist Gonzales, um sein Album "Solo Piano II" vorzustellen, ein Album, das mit gefälligen Melodien aufwartet, aber grundsätzlich eher mäßig unterhaltsam klingt, dafür subtil und schwelgend. Auf der Bühne allerdings ist bei Gonzales nichts mäßig. Er ist Entertainer. Einer der besten Enter-

10.5. München | Philharmonie | ausverkauft 13.5. Berlin | Philharmonie | ausverkauft 24.5. Hamburg | ELBJAZZ FESTIVAL 7.7. München | Philharmonie 8.7. Stuttgart | Open-Air Bühne am Mercedes Benz Museum weitere Termine unter www.chillygonzales.com

"Bruder Jakob ist tot" Wenn er zum Beispiel Dur und Moll erklärt. Dur, das sei die Tonart des Status quo, die konservative Tonart. Die der Habsburger. Das Tonbeispiel überzeugt. Dann spielt er Bruder Jakob an. So wie es komponiert wurde, in Dur. "Ich höre hier: weniger Immigration. Keine Schwulenehe." Und dann Bruder Jakob in Moll. "Jetzt schläft Bruder Jakob nicht mehr, Bruder Jakob ist tot." Ach ja: Jeder, der Probleme mit dem Älterwerden hat, sollte sich "Happy Birthday" in Gonzales' Mollversion anhören. Oder wenn er erklärt, wie sich die intimen Stücke vom Album auf der Tour verändern. Wie ein heiteres, leichtes Lied bei den Auftritten in den USA plötzlich "amerikanisch" klingt. Er spielt heavy, dröhnend, gewalttätig, hüpft auf seinem Klavierstuhl herum und grinst in sich hinein. Meist aber lümmelt Gonzales mit gebeugtem Rücken über der Tastatur, quatscht viel zwischen den Liedern, auch auf Deutsch. Und hinterfragt sich dabei ständig selbst, macht sich über seine Rolle lustig. Man weiß, wie viel Arbeit das ist. "Entertainment ist Krieg", hat Gonzales einmal gesagt. Man spürt und sieht davon aber nichts. Auch nicht auf der Leinwand über der Bühne, auf der die Tastatur des Flügels gezeigt wird. Die Finger rasen. Die Ideen auch. Gonzales spielt seine Rolle mit überwältigender Leichtigkeit. Große Kunst.

Solo Piano Im Dezember 2011 mietete sich Chilly Gonzales mit seinem Klavier im Pariser "Studio Pigalle" ein. Dort nahm er zehn Tage lang eine

"Pop ist Unterhaltung!"

tainer, die man im Moment auf einer Bühne erleben kann. "Das ganze Authentizitätsgewäsch macht mich rasend. Pop ist Unterhaltung!", sagt er selbst. "Was soll ich mit Leuten, die vor lauter hohlem Pathos vergessen, mich gut zu unterhalten?" Gute Unterhaltung, kaum etwas ist schwieriger hinzubekommen. Gonzales schafft das in München locker. Und ist dabei von Musikkabarett so weit entfernt wie Mario Barth von lustig. Entertainment bei dem Genie Gonzales muss man auch als Denkvorgang beschreiben. Der Auftritt funktioniert als Symbiose zwischen dem Narzissten auf der Bühne und den Komplementärnarzissten im Publikum. Gonzales erkennt, was die Menschen von ihm denken und erwarten und entwickelt daraus eine Show, wie sie komischer nicht sein könnte.

Handvoll Songs auf - eine Auswahl von über 100 Melodien, die er innerhalb der letzten acht Jahre geschrieben hatte, die seit der Veröffentlichung seines Klassikers "Solo Piano" vergan-

Am Ende des Konzerts erzählt er von kanadischen Lagerfeuern und wie dort gesungen wird. Von der kreativen Gemeinschaft, die dann entsteht. Dann summt er dem Saal eine einfache Basslinie vor. "Hm, Hm." Das Publikum: "Hmm. Hmm." Gonzales schaut herausfordernd. Das Publikum: "Hmmm. Hmmm." Gonzales schaut enttäuscht. Das Publikum: "HMMMM. HMMMM." Und plötzlich brennt im Prinzregententheater ein Lagerfeuer.

gen waren. Im Laufe dieser zehn Tage fand ein höchst unverfälschter und mikroskopischer Aufnahmeprozess statt; Chilly Gonzales spielte die Stücke immer wieder, so lange, bis er die Essenz jedes Songs gefunden hatte.

© Sebastian Gierke, Süddeutsche Zeitung 22.11.2012


1302_ECM_436x286_Thomas_5.0 26.02.13 14:22 Seite 1

‹Un générique fantastique, inclassable, inimitable.› Le Monde

Spring 2013 Tomasz Stanko New York Quartet Wisława

Stefano Battaglia Trio Songways ECM 2286 CD

ECM 2304/05 2-CD

June Tabor Iain Ballamy Huw Warren Quercus

Charles Lloyd Jason Moran Hagar’s Song ECM 2311 CD

ECM 2276 CD

Giovanni Guidi Trio City Of Broken Dreams

Nicolas Masson Roberto Pianca Emanuele Maniscalco Third Reel

Charles Lloyd Quartets Recordings from

1972 –1984

1989 –1996

ECM 2260-65 6-CD Box

ECM 2314 CD

ECM 2316-20 5-CD Box

Julia Hülsmann Quartet In Full View

Marc Sinan Hasretim – Journey to Anatolia

ECM 2306 CD

ECM 2330/31 CD / DVD

Chris Potter The Sirens

Ketil Bjørnstad La Notte

Victor Kissine Between Two Waves

Dobrinka Tabakova String Paths

ECM 2258 CD

ECM 2300 CD

ECM New Series 2312 CD

ECM New Series 2239 CD

Eleni Karainrdrou Concert In Athens

Stefano Scodanibbio Reinventions

ECM New Series 2220 CD

ECM New Series 2072 CD

Im Universal Vertrieb

www.ecmrecords.com www.ecm-sounds.de www.facebook.com /ecmrecords

ECM 2274 CD

Craig Taborn Trio Chants ECM 2326 CD

Paul Motian Recordings from

Iva Bittová Solo ECM 2275 CD

ECM


THOMAS | arttourist.com 1|2013

Essen & Trinken  |  49

Die Unkrautbauern Eigentlich wollte Olaf Schnelle immer nur in die Natur und Wildkräuter probieren. Inzwischen ist daraus ein Geschäft geworden, „Essbare Landschaften“ heißt es – und ist so erfolgreich, dass das für Olaf Schnelle und seinen Kompagnon einmal zum Problem werden könnte.


50  | Essen & Trinken

THOMAS | arttourist.com 1|2013

An einem Aprilmorgen im Jahr 1983, es war die Zeit des Nato-Doppelbeschlusses und des sauren Regens, ging ein junger DDR-Bürger aus dem Haus, um zu Fuß von Erfurt an die Ostsee zu wandern. Alles, was Olaf Schnelle für die 500 Kilometer dabei hatte, waren ein Schlafsack, eine Plastikfolie und das Buch „Wildwachsende Pflanzen in unserer Ernährung“ eines gewissen A.K. Koschtschejew – das einzige Buch, das es damals im Osten zu diesem Thema gab. Es würde eine tolle Zeit werden, mit Vogelmiere, Brennnesseln und Sonne, und eine Flucht zugleich: Weit weg wären Stasi, Atomraketen und all die qualmenden Fabrikschlote, wenn er nur ein paar Kilometer in die Natur gekommen wäre. So jedenfalls stellte sich Olaf Schnelle seine Wanderung vor – bis der Schneeregen kam. Nach Tagen in nassen Klamotten und einer kargen Landschaft gab er auf. „In Magdeburg habe ich mir dann als erstes eine Bockwurst reingepfiffen“, sagt er. Heute ist Olaf Schnelle 47 Jahre alt und hat im Prinzip nichts gelernt. Noch immer versucht er dasselbe, wie auf seiner Wanderung als 17-Jähriger – nur, dass er heute damit Geld verdient. „Essbare Landschaften“ heißt die WildkräuterGärtnerei, die Schnelle gemeinsam mit seinem Kompagnon Ralf Hiemer im vorpommerschen Süderholz betreibt. Seit dem Jahr 2000 gibt es den Betrieb, bei dem es im Grunde genommen darum geht, ein paar von jenen Pflanzen zu kultivieren, die ein gewöhnlicher Gärtner für Unkraut halten und vernichten würde. Das ist natürlich eine grenzenlose Untertreibung, denn bis zu 300 verschiedene Kräuter haben die beiden in ihrem Angebot. Sie sind so gut im Geschäft, dass sie per Paketdienst mehrere Hundert Gastronomen in ganz Deutschland beliefern – und so erfolgreich, dass sie nicht mehr die einzigen Unkrautbauern in Deutschland sind. Das könnte für die beiden einmal zum Problem werden. Olaf Schnelle ist ein hagerer Mann mit schwarzen Haaren, der recht schnell redet und sein Leben als Abfolge von Anekdoten erzählt. Als er Mitte der 90er-Jahre nach Mecklenburg-Vorpommern kam, war der Erfolg, den er einmal haben würde, noch nicht abzusehen – überhaupt nicht. Er war damals von Beruf vor allem Ex-Student der Gartenbauwissenschaften und brauchte nun dringend Geld. Also – verkaufte

er Kläranlagen. Er hatte gehört, dass die Menschen in der Region ihr Abwasser nur schlecht klären konnten, deshalb entwarf er kleine ökologische Einheiten für Privatleute. Verkaufen konnte er sie nicht, schnell musste er einsehen, dass das, was er gehört hatte, so nicht stimmte. 1998 war das Geld alle. „Dann habe ich mich an die Abenteuer meiner Jugend erinnert, an den Geschmack von Wildkräutern und ihre Vielfalt. Das war eine absolute Notgeburt.“ Olaf Schnelle zog los, sammelte Kräuter und kaufte sich einen Gault-Millau. Dann schrieb er Briefe an einige der dort aufgeführten Restaurants, denen er seine Pflanzen anbieten wollte. „In kürzester Zeit hatte ich fünf Einladungen. Ich habe damals offene Türen eingerannt.“ Mit einem der Köche verstand Olaf Schnelle sich besonders gut: Aus seinem Kunden Ralf Hiemer wurde schnell sein Geschäftspartner, gemeinsam gründeten sie ihre Gärtnerei in Süderholz. Gut Boltenhagen heißt sie, in den vergangenen zwölf Jahren kultivierten Schnelle und Hiemer dort so ziemlich alles, was man sich gemeinhin nicht auf dem Teller vorstellt: Giersch, Gundermann oder Melde sind etwa Kräuter, die normalerweise nur Sorgenfalten beim Gärtner hervorrufen, aber auch mit Wurzeln, Hölzern oder Baumtrieben haben die beiden schon experimentiert. „Die Triebspitzen der Fichte haben zum Beispiel einen wunderbar mild-säuerlichen Geschmack. Aus ihnen kann man einen tollen Sirup kochen, der prima zu Wildgerichten passt.“ Wenn das so einfach ist, Herr Schnelle, warum wusste das bisher noch niemand? „Weil es keiner probiert hat.“ Es geht bei den „Essbaren Landschaften“ nicht einfach darum, irgendwelches Grünzeug aus dem Garten zu holen – mit dabei ist immer eine Idee; ein Koch bekommt nicht einfach Vogelmiere, sondern gleich auch den Vorschlag, einmal eine Maispoularde mit Vogelmierenpesto zu versuchen. „Unser Geheimnis besteht darin, dem, was als essbar bezeichnet wird, einen kulinarischen Wert zu geben“, sagt Olaf Schnelle. Dazu muss man aber erst mal wissen, was eigentlich essbar ist. Olaf Schnelle liest dazu Fachliteratur – und irgendwann probiert er. „Eine Eisbegonie ist eine Blume, die ich mir nie auf den Balkon stellen würde, man denkt Alle Fotos: axel killian | fotografie | www.killian-fotografie.de


THOMAS | arttourist.com 1|2013

Essen & Trinken  |  51

Küchengespräche Basque Culinary Center (BCC) In San Sebastián betreibt die Stiftung Basque Culinary Center Europas erste Gastronomie-Fakultät. Ziel ist die Bewahrung und Weiterentwicklung der Gastronomie in ihrer Tradition und als Ausdruck von Innovation. Neben der Ausbildung von qualifizierten Fachkräften stehen Forschung und Betriebswirtschaft im Zentrum, zu der Studenten und Fachleute aus der ganze Welt ins Baskenland kommen. San Sebastián ist die Hochburg der baskischen Küche. Viele der angesehensten Köche des Baskenlandes, wie Juan Mari Arzak, Martín Berasategui oder Pedro Subijana, besitzen Restaurants in der Stadt oder im Umkreis. San Sebastián hat sowohl die höchste Dichte an Michelin-Sternen pro Quadratkilometer weltweit, als auch die höchste Sternekochdichte der Welt. Nirgendwo gibt es mehr Spitzenköche als in der baskischen Metropole. www.bculinary.com

„Frau Kaufmann“ Kochen und Genießen im Engel. Im April 2010 hat Karin Kaufmann mit ihrer neuen Kochschule in Egg ein spezielles Lern- und Erlebnisangebot für Genussmenschen geschaffen. Seit der Eröffnung sind bei „Frau Kaufmann“ schon über 100 Kochrunden über die Bühne gegangen. Der Engel hat sich zu einem Treffpunkt für gute Küche und geselliges Essen entwickelt. Ergänzend dazu gibt es einen Laden. „Einfach, aber nicht billig, sollen die Gerichte sein. Es geht um eine klare Küche, ohne Schnörkel und Firlefanz. Ich verwende dafür traditionelle Rezepte, die ich zeitgemäß verändere.“ So beschreibt Karin Kaufmann ihre Philosophie für Küche und Tisch. „Frau Kaufmann“ richtet sich an Menschen, die hohe Ansprüche an die Qualität der Zutaten, die Kochwerkzeuge und das Ambiente beim Kochen und Essen stellen, zu Hause regelmäßig selber kochen oder einfach einmal in geselliger Runde ein Menü zubereiten wollen. www.fraukaufmann.at

Fuck the Backmischung – das neue Kubitschek Getreu dem Leitspruch „Fuck the Backmischung“ werden im Café ausschließlich frische Produkte und Bio-Eier verwendet. Neben dem Frühstück und einer umfangreichen Tee Karte, gibt es kleine Mittagsgerichte und eine große Auswahl an selbstgebackenen Torten und Kuchen. Zum entspannten Ausklang des Tages erhält man abends hausgemachte Brote und Wein. Der Inhaber Armin Stegbauer ist Punk im Geiste, Ex-Greenpeace-Aktivist und Caféhaus-Betreiber mit einer leidenschaftlichen Mission. Der Bewahrer des „Café Kubitscheck“, einer Münchner Traditions-Konditorei aus den 1950er Jahren, hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Tortenkultur neu im Zeitgeist zu verorten. Das neue Kubitscheck | Café und Torten | Gollierstraße 14 | 80339 München | www.das-neue-kubitscheck.de

da immer gleich an Friedhof. Aber zusammen mit Joghurt kann man daraus ein tolles Eisbegonien-Eis machen. Das klingt nicht nur lustig, sondern sieht quietschrosa aus, richtig vital.“

SAPIO Kulinarische Entdeckungsreisen

Olaf Schnelle und Ralf Hiemer mögen die ersten gewesen sein, die aus Unkraut Kochkunst gemacht haben – allein auf dem Markt sind sie nicht mehr. „Regionalisierung ist ja eigentlich ein positiver Trend, aber es gibt mittlerweile einige Gärtnereien, die unser Konzept kopieren. Und ich verstehe jeden Koch, der sagt: ‚Ich kaufe vor der Haustür.‘“ Die Lösung für dieses Problem könnte Knollenziest heißen, Ochsenherz oder Kerbelrübe: Weil die Betreiber der „Essbaren Landschaften“ nicht mehr die einzigen sind, die mit Kräutern experimentieren, haben sie einen Teil ihrer Experimente nun verlagert: Neben dem Geschäft mit den Kräutern wollen sie in Zukunft alte und vergessene Gemüsesorten anbieten. Anders als bisher wenden sie sich damit vor allem an Privatkunden – und anders als bisher bauen sie nicht selbst an, sondern suchen die ganze Republik nach Bauern ab, die solche Pflanzen auf ihren Feldern haben. Die Idee dafür stammt nicht von Olaf Schnelle und Ralf Hiemer, sondern von einem neuen Gesellschafter, den die beiden 2011 mit ins Geschäft nahmen. „Ich habe lange gebraucht, bis ich diese Idee verstanden habe. Aber jetzt bin ich davon überzeugt“, sagt Olaf Schnelle. Vielleicht sind Birkensaft und Dänische Spargelkartoffeln auch ein bisschen so etwas wie

Kläranlagen: Vielleicht gibt es einen Bedarf, also wird es ausprobiert. Es wäre nichts Neues im Leben von Olaf Schnelle, und das hat ja auch oft geklappt. Und wenn nicht, dann geht es trotzdem weiter. Das ist wie mit dem Holunderbeersaft, den er als Jugendlicher mit seiner Mutter und ihrer besten Freundin trank. Im Kochbuch hatte gestanden, das Gift würde nach dem Kochen neutralisiert – doch irgendwas musste er falsch gemacht haben. Einen Tag lang war er außer Gefecht, die Freundin der Mutter ganze drei. „Die war noch lange auf mich sauer, sehr lange“, sagt Olaf Schnelle. Es war nicht das Ende der Experimente, es war der Anfang. www.essbarelandschaften.de Sebastian Stoll, freier Journalist. Reportagen und Portraits unter anderem für Dummy, den Tagesspiegel, die Berliner Zeitung, den Freitag, die Frankfurter Rundschau und Facts

[Lat. Ich schmecke | Ich verstehe | Ich habe Geschmack] SAPIO veranstaltet kulinarische Entdeckungsreisen für Menschen mit Interesse an gutem Essen und Trinken, Landwirtschaft, Natur und Kultur. Sie bieten Essen in Familien, Kochkurse bei Muttern, Besuche ausgewählter Produzenten, eingebettet in fachkundige Erklärungen, Wanderungen, bei denen Sie Geologie, Flora und Fauna aus der Nähe erleben – und abends eine gute Flasche Wein. Sie reisen mit Gleichgesinnten in einem kleinen Kreis am Austausch interessierter Menschen, mit denen Sie die Passion für Kochen, Essen und guten Wein teilen. Auf den Reisen gibt es ein breites Angebot von Aktivitäten, die Sie nach Lust und Laune nutzen oder auch für sich etwas anderes machen. www.sapio.de


52  | Essen & Trinken

THOMAS | arttourist.com 1|2013

Michael Gliss bei der Arbeit | © kahla Porzellan

Im Gespräch mit

Michael Gliss, Kaffee-Sommelier Michael Gliss hat keinen ganz gewöhnlichen Beruf: Er ist Kaffee-Sommelier. 1963 geboren, durchlief er zunächst eine klassische Ausbildung zum Hotelfachmann – vom Service, über den Empfang bis zur Küche. Dabei interessierte sich Michael Gliss früh für das Thema Wein und war auch als Sommelier tätig. Dieser Tätigkeit und einem Südfrankreich-Aufenthalt ist seine Jahrzehnte dauernde Leidenschaft für das Thema Kaffee zu verdanken. Nicht nur bietet er seit seiner Ausbildung zum Kaffee-Sommelier in Wien Kaffee-Degustationen und -Workshops in seinen zwei Kaffeebars in Köln und Bensberg an. Michael Gliss berät auch Hotellerie, Restaurants und Handel und macht Fernsehzuschauern Lust auf guten Kaffee. KAHLA-Porzellan hat zusammen mit Michael Gliss die erste Porzellankollektion entwickelt, bei der das Thema Kaffee im Fokus steht. Wir trafen Michael Gliss in Berlin und sprachen mit ihm – bei einem Glas Latte Macchiato aus der eigenen Röstung – über Filterkaffeetrinker, Cappuccino mit Sahne und andere Geschmacksgeschichten aus der Welt des Kaffees. Barbara Schmidt und Michael Gliss | © kahla Porzellan

Herr Gliss, woher rührt Ihr Interesse für Kaffee? Immerhin waren Sie Deutschlands erster Kaffee-Sommelier. Ich habe zu Beginn der achtziger Jahre in Südfrankreich gelebt und dort eine Kaffeekultur kennengelernt, die wir so nicht hatten. Ende der siebziger, Anfang der achtziger Jahre gab es in Deutschland nur Filterkaffee mit Büchsenmilch – also nur eine einzige Zubereitungsart. Das war weder cool, noch jung oder peppig. Ich habe damals in Südfrankreich das kennengelernt, was heute auch hier üblich ist: Espresso, Cappuccino mit Milchschaum anstatt mit Sahne. Obwohl einem ja selbst heute manchmal noch Cappuccino mit Sahne angeboten wird … Das sind Exoten, das muss man fast festhalten [lacht]. Ich find’s schön. Das ist zwar eine Kaffeekultur, die nicht mehr zeitgemäß ist, aber wenn es die Gäste dafür gibt ... Wie ging es dann weiter in Südfrankreich? Mich hat die Kaffeekultur dort fasziniert, obwohl mich ursprünglich meine Liebe zum Wein dorthin geführt hat. Ich habe also alle Studienwünsche über Bord geworfen und alles versucht, um beim Thema Kaffee zu echter Kompetenz zu kommen. Und jetzt bin ich schon seit über zwanzig Jahren auf diesem Pfad unterwegs. Stimmt es, dass der Trend wieder zum Filterkaffee geht? Ich würde es anders ausdrücken: Der Trend war nie weg. Wir haben in Deutschland – das macht man sich oft nicht bewusst – etwa 57 Prozent

Filterkaffeetrinker. Der Anteil von Profis im Kaffeegeschäft wird größer. Filterkaffee ist für mich schon immer eine wunderbare Art der Zubereitung gewesen. Es kommt immer darauf an, welchen Kaffee ich wähle, welche Röstung, welches Herkunftsland, welche Zubereitungsart. Dann kann Filterkaffee etwas Tolles sein. Filterkaffee ist ein Thema, das derzeit mehr in die Öffentlichkeit kommt und das finde ich gut. Sie sind auch als Berater zum Thema Kaffee tätig. Ja, genau. Ich berate die Hotellerie, Restaurants und den Handel zum Thema Qualitätskaffee. In der Regel geht diese Beratung einher mit der Veranstaltung von Events wie beispielsweise Kaffee-Workshops oder Moderationen. Es geht dabei auch um die Sichtbarmachung der Bedeutung des Themas Kaffee. Ich sage meinen Ex-Kollegen in der Hotellerie immer: Denkt daran, die Gäste beginnen den Tag mit einer Tasse Kaffee und sie beenden ihn mit einem teuren Whiskey für zwanzig Euro und einem Espresso für 4,50 Euro, der nicht trinkbar ist. Erzählen Sie etwas zur Zusammenarbeit mit dem Thüringer Porzellanhersteller Kahla, mit dem Sie zusammen die Porzellankollektion Café Sommelier entwickelt haben. Ich kenne Porzellan von Kahla seit Anfang der neunziger Jahre, als das Unternehmen von der Familie Raithel übernommen wurde. Ich beobachte Kahla seitdem, weil es eine tolle Marke und ein tolles Unternehmen ist. Wir haben uns über verschiedene Messen und Veranstaltungen kennengelernt und überlegt, was wir gemeinsam machen könnten. Es ging darum, Kaffeekompetenz

mit Kahla zu entwickeln. Das entspricht aber doch genau dem Trend, dass sich immer mehr Konsumenten für hochwertigen Kaffee und seine Zubereitung sowie die passende Tableware interessieren, oder? Ja, Kaffee ist ein absolutes Lifestyle-Thema. Zwar ist Kaffee seit Jahrzehnten das Getränk Nummer Eins in Deutschland, hat aber nicht immer unbedingt die Wertschätzung erhalten, die er aus meiner Sicht verdient. Jetzt hat man erkannt, dass der Anspruch, den man an einen guten Wein stellt auch an den Kaffee gestellt werden sollte. Deshalb haben Kahla und ich das Konzept Café Sommelier entwickelt. Was genau verbirgt sich hinter diesem Konzept? Die Kollektion umfasst im Moment 21 Teile, davon allein acht Porzellantassen, -formen und -größen: Espresso, Espresso doppio, zwei Mal Cappuccino, Café crème, Milchkaffe und einen großen Becher. Dazu gehören auch asymmetrisch gestaltete Untertassen. Alle Tassen haben – entsprechend dem Inhalt, für den sie entwickelt wurden – eine bestimmte Wandstärke und werden unterschiedlich gebrannt. Beim Cappuccino gibt es beispielsweise zwei verschiedene Varianten: einen klassischen Cappuccino und einen italienischen, der von der Füllhöhe etwas niedriger beziehungsweise kompakter ist als die deutsche Version. Zur Kollektion hinzu kommen noch Milch- und Zuckerkännchen, ein Filtersystem, eine Kaffeeprobierschale – analog zur tastevin – sowie ein Kaffeelot.


THOMAS | arttourist.com 1|2013

Essen & Trinken  |  53

Café Sommelier Design: Barbara Schmidt

Guten Kaffee kann man sehen, riechen, schmecken. Mit einer schönen Tasse kann man ihn auch fühlen. Begleitet von Deutschlands erstem Kaffee-Sommelier, Michael Gliss, von kleinen Kaffeeröstern, Baristas und anderen Kaffee- Enthusiasten sind wir tief in die Welt des Kaffees eingedrungen, um zu lernen, wie man ihn zu einem richtig guten Getränk macht. Und mit diesem Wissen die passenden Tassen zu entwickeln, es zu genießen. Bei der Entwicklung der Tassenformen und all ihrer Details wie Größe, Wandstärke, Rand- und Innenform, Henkel und Sitz auf den Untertassen hatte die Designerin Barbara Schmidt nur eins im Sinn: Sie als Werkzeuge zu gestalten, die Aroma und Geschmack des Kaffees nach allen Regeln der Kunst aufs beste zur Geltung bringen. Barbara Schmidt, international

Espresso-Obertasse espresso cup 0,03 l; 5,1 cm hoch/high

Espresso Doppio espresso doppio 0,05 l; 6,4 cm h

Untertasse/saucer 11,7 cm Set 4tlg./pcs. Art. Nr. 21D247

Untertasse/sauc Set 4tlg./pcs. Art. Nr. 21D248

ausgezeichnete Porzellandesignerin: Espresso-Obertasse cup von Kaffee. „Ich liebe den Duft von Kaffee.„Ich liebe den Duftespresso 0,03 l; 5,1 cm hoch/high würde ich ihn einfangen Gern würde ich ihn einfangenGern 11,7 cm können. Das ist dieUntertasse/saucer Idee hinter Set 4tlg./pcs. können. Das ist die Idee hinterder Kollektion Café Sommelier.“ Art. Nr. 21D247

der Kollektion Café Sommelier.“

1

1

Espresso Doppio-Obertasse espresso doppio cup 0,05 l; 6,4 cm hoch/high

Wassergl water gla 0,14 l; 8 Set 2tlg./ Art. Nr. 2

Untertasse/saucer 11,7 cm Set 4tlg./pcs. Art. Nr. 21D248

Barbara Schmidt, internationally distinguished porcelain designer:

Cappuccino Kaffee-Obertass Italiano-Obertasse coffee cup 11 cappuccino italiano cup 0,19 l; 7 cm hoc 1 most 1 „What I love about coffee the Barbara Schmidt, international 0,18 l; 7,0 cm hoch/high is its aroma. I would love to be able ausgezeichnete Porzellandesignerin: Untertasse/saucer 16 cm Untertasse/sauc to capture it. That was my personal Set 4tlg./pcs. „Ich liebe den Duft von Kaffee. Set 4tlg./pcs. idea behind the Café Sommelier Art. Nr. 21D249 Gern würde ich ihn einfangen Art. Nr. 21D251 collection.“ 1 Espresso-Obertasse Wasserglas, doppelwandig Espresso Aromasie Latte Macchiato Glas, können. Das ist dieDoppio-Obertasse Idee hinter espresso cup water glass, double wall espresso cup doppelwandig flavour se der Kollektion Cafédoppio Sommelier.“ 0,03 l; 5,1 cm hoch/high 0,14 l; 8,6 cm hoch/high 0,05 l; 6,4 cm hoch/high latte macchiato glass, 9 cm double wall Set 2tlg./pcs. Set 2tlg./ Untertasse/saucer 11,7 cm Untertasse/saucer 11,7 cm Barbara Schmidt, internationally 3 Cappuccino Kaffee-Obertasse 0,25 l; 12,6 cm hoch/highKaffeemühle Art. Nr. 21D256 Art.Kaffee Nr. 2 2 coffee mill Set 4tlg./pcs. Set 4tlg./pcs. 1 Italiano-Obertasse coffee cup mug distinguished porcelain designer: Set 2tlg./pcs. Art. Nr. 21D247 Art. Nr. Doppio-Obertasse 21D248 Art. Nr. 21D258 Espresso-Obertasse Wasserglas, doppelwandig Espresso Aromasieg Latte Macchiato Glas, cappuccino italiano cup 0,19 l; 721D255 cm hoch/high 0,32 l; Kaffeefilter Art. Nr. „What I espresso love about coffeecup the most 3 espresso cup water glass, double wall doppio doppelwandig 0,18 l; 7,0 cm hoch/high Porzellantrichte flavour 2 Edelstahl Mühle 3sea 1 cm love to be able 0,03 l; 5,1 cm hoch/high is its aroma. 0,14 l; 8,6 cm hoch/high 0,05 Il;would 6,4 hoch/high latte macchiato glass, Dauerfilter mit 9 cm 2 1 Untertasse/saucer 16 cm Untertasse/saucer 16 cm Keramikmahlwe 2tl to capture it. That was my personal double wall Set 2tlg./pcs. * Nylonnetz Set Set 2tlg./p Porzellanbehälte Untertasse/saucer 11,7 cm Untertasse/saucer 11,7 cm Set 4tlg./pcs. Set 4tlg./pcs. Art. 1 1 0,25 l; 12,6 cm hoch/high idea behind the Café Sommelier coffeeArt. filter Art. Nr. 21D256 Nr. Nr 21 stainless steel m Barbara Schmidt, international Set 4tlg./pcs. * Set 4tlg./pcs. * Art. Nr. 21D249 Art.2tlg./pcs. Nr. 21D251 Wasserglas, doppelwandig porcelain funne Set Aromasiegel mini Aromasiegel midi Aromasiegel maxi Sommelier-Schälchen mit Latte Macchiato Glas, collection.“ ceramics grinder 3 ausgezeichnete Porzellandesignerin:2 Art. Nr. 21D247 Art. Nr. 21D248 water glass, double wall durable filter Lederband doppelwandig 1 Art. Nr. 21D255 flavour seal mini flavour seal midi flavour seal maxi porcelain jar wi 0,14 l; 8,6 cm hoch/high „Ichmacchiato liebe den glass, Duft von Kaffee. 9 cm nylon net latte sommelier bowl with 10 cm 11 cm 3 Kaffeefilter orzellan GmbH Espresso Doppio-Obertasse asse Wasserglas, doppelwandig Aromasiegel midi1 Aromasiegel maxi Sommelier-Schälchen mit Glas, 2 double leather strap Set 2tlg./pcs. Gernwall würde ich ihn einfangen Set 2tlg./pcs. Latte Macchiato Set 2tlg./pcs. SetAromasiegel 2tlg./pcs. mini Porzellantrichter, Art. Nr. 21D257 * Alle Café Sommelier Artikel sind spülmaschinenfest. Die leuc water glass, espresso doppio cup 0,25 Lederband doppelwandig seal mini flavour seal midi flavour seal maxi l; 12,6Das cmist hoch/high Kaffeemühle Art. Nr. 21D256 8,7 cm können. die Ideedouble hinterwall Art. Nr. 21D259 Art. Nr. 21D260 Art.flavour Nr. 21D261 Dauerfilter mit are dishwasher safe. The shining c All Café Sommelier articles 1 1 hoch/high 0,14 l; 8,6 cm hoch/high 0,05 l; 6,4 cm hoch/high latte macchiato glass, sommelier bowl with 9 cm 10 cm 11 cm coffee mill Set 2tlg./pcs. Barbara Schmidt, international Nylonnetz der Kollektion Café Sommelier.“ Art. Nr. 21D263 Set 2tlg./pcs. double wall leather strap Set 2tlg./pcs. Set 2tlg./pcs. Set 2tlg./pcs. cer 11,7 cm Untertasse/saucer 11,7 cm Art. Nr. 21D255 Art. Nr. 21D258 coffee filter ausgezeichnete Porzellandesignerin: 0,25 l; 12,6 cm hoch/high Art. Nr.mini 21D256 Aromasiegel 8,7 cmfunnel, Art. Nr. 21D259 Art. Nr. 21D260 Art. Nr. 21D261 ndig porcelain 3 Aromasiegel midi Aromasiegel maxi Sommelier-Schälchen mit Latte Set Macchiato Glas, 4tlg./pcs. 3 Kaffee Edelstahl Mühle mit Milchkaf Cappuccino „Ich liebe den Duft von Kaffee. Barbara Schmidt, internationally Cappuccino Kaffee-Obertasse Kaffeebecher Set 2tlg./pcs. 2 1 all durable filter with Lederband doppelwandig 7 Art. Nr. 21D248 Kaffeezubereitungssysteme wie beispielsweise Nespresso wer-seal midi flavour seal mini flavour flavour seal maxi Art. Nr. 21D263 coffee Keramikmahlwerk, café au la International-Obertasse 1 Italiano-Obertasse coffee cup mug würde ichporcelain ihn einfangen distinguished designer: Art.11 Nr.cm 21D255 igh nylon net latte glass,halten Gern sommelier bowl with 9 cm 10 cm den oft macchiato kritisiert. Was Sie davon? Porzellanbehälter 0,37 cappuccino cappuccino italiano cup 0,19 l; 7 cm hoch/high 0,32 l; 10,7 cm hoch/high 7 gl; 9, können. die Idee hinter double wall 3 leather 3 strap Set 2tlg./pcs. Set 2tlg./pcs. Set 2tlg./pcs. „What IDas loveist about coffee the most stainless steel cup mill with international Die Einzeltassenzubereitung – wie das Ganze offiziell heißt – ist eine Art. Nr. 21D257 2 0,18 l; 7,0 cm hoch/high 1 Kollektion Sommelier.“ Art. N * * 0,25 l; 12,6 cm hoch/high der 8,7 cm Art. Nr. 21D259 Nr. 21D260 Art. Nr. 21D261 is its aroma. ICafé would love toArt. be able ceramics grinder, 0,23 l; 6,9 cm1hoch/high industrielle Art der Zubereitung. Sie passt genau in unsere Zeit: Wir * 16 cm Untertasse/saucer Kaffeekaraffe m Untertasse/saucer 16 cm Set 2tlg./pcs.1 Set 2tlg./pcs. porcelain jar to capture it. That was my personal Art. Nr. 21D263 haben mehr Single-Haushalte und Leute, die gern, aber wenig Deckel Set 4tlg./pcs. Untertasse/saucer 16 cm Untertass Set 4tlg./pcs. Art. immer Nr. 21D255 Art. Nr. 21D252 Milchkaffe Cappuccino Barbara Schmidt, internationally Cappuccino Kaffee-Obertasse Kaffeebecher idea behind the Café Sommelier coffeecafé carafe Kaffee trinken. Man muss bezüglich der Pads gewisse QualitätsArt. Nr. 21D249 Set 4tlg./pcs. Set 4tlg./ Art. Nr. 21D251 3 aber au lai International-Obertasse Italiano-Obertasse coffee cup mug distinguished porcelain designer: 3 collection.“ * Alle Café Sommelier Artikel sind spülmaschinenfest. Die leuchtende Farbewith Rot ist spülmaschi lid 2 abstriche machen. Das ist einfach nicht der kleine Röster nebenan, 3 Art. Nr. 21D250 0,37 l; 9,2 cappuccino Art. Nr. cappuccino italiano cup 0,19 l; 7 cm hoch/high 0,32 l; 10,7 cm hoch/high 2 Sommelier articles are dishwasher safe. The shining colour red is suitable for dishwash2 All Café 1 1 „What I love about coffee the most international cup 0,18 l; 7,0 cm hoch/high bei dem ich die Qualität mitbestimmen kann. Aber jeder muss selbst Art. Nr. 211127 is its aroma. I would love to be able 0,23 l; 6,9 cm hoch/high entscheiden, was er trinkt. Ich bin kein Missionar. Untertasse/saucer 16 cm Untertasse/saucer 16 cm Set 2tlg./pcs. to capture it. That was my personal Milchkaffee-Obertasse Gießer für Milch oder Zucker MaxibecherKaffeemühle Cappuccino Kaffeebecher Set 4tlg./pcs. Untertasse/saucer Untertasse 4tlg./pcs. Art.orNr. 21D252 Kaffeekaraffe mit 16 cm idea behind the Café Sommelier café au lait cup jug for milk sugar large mug Set International-Obertasse mug coffee mill Gibt es bei der Kaffeezubereitung einen totalen Fauxpas, den Art. Nr. 21D249 Set 4tlg./pcs. SetSeit 4tlg./p Art. Nr. 21D251 Deckel 0,37 l; 9,2 cm hoch/high 0,50 l; 11,9 Art. cm Nr. hoch/high cappuccino de collection.“ 0,32 l; 10,7 cm hoch/high 0,35 l 21D258 Art. Nr. 21D250 man begehen kann? Art. Nr. 21 Milchkaffee-Obertasse Gießer für Milch oder Zucker Maxibecher Cappuccino coffee carafe Kaffee-Obertasse Kaffeebecher international cup Art. Nr. 211023 1994 h Kuc or sugar esso-Obertasse Wasserglas, doppelwandigInternational-Obertasse café au lait cup mit mini large mug midi *Aromasiegel maxi Kaffeelot Mühle Aromasiegel Aromasiegel Sommelier-Schälchen mit Latte Macchiato Glas,Edelstahl withjug lid for milk asse coffee cup Espresso Das muss ebenfalls jeder für Doppio-Obertasse sich entscheiden. Man sollte immer auf 0,23 l; 6,9 cm mug hoch/high des Set 2tlg./pcs. coffee scoop esso water glass, double wall espresso doppio cup 0,37 l; 9,2 cm hoch/high 0,50 l; 11,9 cm hoch/high cappuccino Keramikmahlwerk, Lederband doppelwandig lianocup cup die Qualität 0,19achten l; 7 cm hoch/high 0,32 l; 10,7 cm hoch/high 0,35 l flavour seal mini flavour seal midi flavour seal maxi und den Kaffee nicht über den Preis einkaufen – Für all Set 2tlg./pcs. Untertasse/saucer 16 cm 16 cmlattecup Art. Art. Nr. 211127 Art.hoch/high Nr. 21D252 l; 5,1 cm 0,14 l; 8,6Untertasse/saucer cm hoch/highinternational 0,05 l; 6,4 cm hoch/high Porzellanbehälter macchiato glass,Kaffeemühle hoch/high sommelier bowl with 21,5 9 cm 10 7cmg 11 cm Nr. 211023 das ist genau wie beim Wein. Auch Frische ist sehr wichtig. Set 4tlg./pcs. Set 4tlg./pcs. 0,23 l; 6,9double cm hoch/high stainless with wallArt. Nr. 21D254 werden leather strap Set 2tlg./pcs. Set mill 2tlg./pcs. SetArt. 2tlg./pcs. coffee millsteel rtasse/saucer 11,7 Untertasse/saucer cm Untertasse/saucer 11,7 cm cer 16 cm Cappuccino Gießer für Milch oder Zucker Maxibecher Nr. 217838 Set 2tlg./pcs. 16 Art. cm Nr.Milchkaffee-Obertasse Set Set 2tlg./pcs. ceramics grinder, 0,25 l; 12,6 cm hoch/high 21D250 Art. Nr. 21D253 Art. Nr. 21D256 large mug 8,7 cm Etagère Art. 2teilig Art.sugar Nr. 21D259 Nr.2tlg./pcs. 21D260 Art. Nr. 21D261 Art. Nr.milk 21D258 jug for or café au Art. lait cup 4tlg./pcs. WieInternational-Obertasse Set aromatisierten 4tlg./pcs. Set Untertasse/saucer 16 cm Untertasse/saucer 16 cm Setes4tlg./pcs. Art. tionale Nr. 21D252 sieht aus mit Kaffees? porcelain jar 2tlg./pcs. stand 2 pcs. 0,37 l; 9,2 cm hoch/high 0,50 l;Set 11,9 cm Set hoch/high 0,35 l Nr. 21D247Ich cappuccino Art. Nr. 21D248 9h/high Art. Nr. 21D254 Art. Nr. 21D263 4tlg./pcs. Kuch Set 4tlg./pcs. Art. Nr. 21D251 Kaffeelot Edelstahl Mühle mit bin ein Verfechter des puren Kaffees. Wenn ich zusätzlich ein AroArt. Nr. 21D255 Dank 16 cm; 21,5 cm scoop international cup dessd coffee Art. Nr. 21D250 Keramikmahlwerk, Art. Nr.Nr. 211023 Art. 21D2533 Etagère 2teilig ma0,23 haben will, dann gebe ich das separat dazu. So habe ich mehr * Alle Café Sommelier Artikel sind spülmaschinenfest. Die leuchtende Farbe spülmaschinengeeignet.3 20Rot cmisthoch/high l; 6,9 cm hoch/high Porzellanbehälter Wasser stand 2 pcs. 21,5 7g 2 are dishwasher 1 wie All Café Sommelier articles safe. The shining colour red is suitable for dishwashers. Einfluss auf die Qualität. Das ist ähnlich wie bei Mixgetränken Art. Nr. 217843 1 stainless steel mill with Set 2tlg./pcs. Untertasse/saucer 16 cm Untertasse/saucer 16 cm 16 cm; 21,5 cm Art. Nr. 217838 Set 2 Apfelsaft- oder Weinschorle. 1 1 ceramics grinder, Kaffeemühle Art. Nr. 21D254 Set 4tlg./pcs. Set 4tlg./pcs. 20 cm hoch/high Art. Kuchenteller porcelain jar Kaffeelot coffee mill Art. Nr. 21D250 Art. Nr. 21D253 Etagère 2teilig Art. Nr. 217843 dessert plate coffee Wiescoop trinken Sie21D258 denn Ihren Kaffee am liebsten? Art. Nr. stand 2 pcs. 3 2 1 7 gDas kommt ganz auf die Tageszeit an. Das ist wie beim Wein – dort 21,5 cm * Alle Café Sommelier Artikel sind spülmaschinenfest. Die leuchtende Farbe Rot ist spülmaschinengeeignet. Kuchenteller Kaffeefilter Kaffeelot Edelstahl Mühle mit 16 cm; 21,5 cm Porzellantrichter, All Café Sommelier articles are dishwasher safe. The shining plate colour red is suitable for dishwashers. auch je nach Gericht und Tageszeit meine Lieblingsweine. Ich Set 2tlg./pcs dessert Art.hab Nr. ich 217838 Dauerfilter mit coffee scoop Keramikmahlwerk, 20 cm hoch/high Nylonnetz beginne Porzellanbehälter und ende den Tag sehr gern mit einem Espresso. Es gibt aber Art. Nr. 21D262 coffee filter 7g Espresso-Obertasse Wasserglas, doppelwandig Espresso Doppio-Obertasse porcelain funnel, Aromasiegel midi Aromasiegel maxi Sommelier-Schälchen mit Latte Macchiato Glas, cm Aromasiegel mini Art. Nr. 21,5 217843 Sinceschoth espresso cup water glass, double wall espresso doppio cup durable filter with Lederband doppelwandig flavour seal mini flavour seal midi flavour seal maxi auch Tage, die ichsteel mit einer Tasse klassischen Café crème mit0,03 einem stainless mill with l; 5,1 cm hoch/high 0,14 l; 8,6 cm hoch/high 0,05 l; 6,4 cm hoch/high nylon net latte macchiato glass, sommelier bowl with 9 cm 10 cm 11 cm Art. Nr. 217838 Set 2tlg./pcs chocol rot/red* petrol taupe double wall leather strap Set 2tlg./pcs. Set 2tlg./pcs. Set 2tlg./pcs. Set 2tlg./pcs. Untertasse/saucer 11,7 cm Untertasse/saucer 11,7 cm ceramics grinder, Art. Nr. 21D257 Hauch Milch anfange. owner 0,25 l; 12,6 cm hoch/high Art. Nr. 21D256 8,7 cm Kuchenteller Art. Nr. 21D259 Art. Nr. 21D260 Art. Nr. 21D261 Set 4tlg./pcs. Set 4tlg./pcs. ot ist spülmaschinengeeignet. Set 2tlg./pcs. Art. Nr. 21D262 porcelain jar Milchkaffee-Obertasse Gießer für Milch oder Zucke Maxibecher Cappuccino Art. Nr. 21D247 Art. Nr. 21D248 Art. Nr. 21D263 uccino Kaffee-Obertasse dessert plateKaffeebecher Art. Nr. 21D255 able for dishwashers. jug for milk or sugara clear 3 café au3lait cup large mug International-Obertasse no-Obertasse coffee cup mug 2 1 Herr Gliss, vielen Dank für das Gespräch. 1 21,5 cm 0,37 l; 9,2 cm hoch/high 0,50 l; 11,9 cm hoch/high cappuccino 1 1 uccino italiano cup 0,19 l; 7 cm hoch/high 0,35 l Schmidt, international 0,32 l; 10,7 cm hoch/high industr ier Artikel sind spülmaschinenfest. Die leuchtende Farbe RotBarbara ist spülmaschinengeeignet. KAHLA pro Ök ausgezeichnete Porzellandesignerin: international cup Set 2tlg./pcs l; 7,0 cm hoch/high Kaffeekaraffe mit r articles are dishwasher safe. The shining colour red is suitable dishwashers. Art. Nr. 211023 „Ich for liebe den Duft von Kaffee. Deckel Seitquality der Neugründ www.gliss.de 0,23 l; 6,9 cm hoch/high Gern würde ich Nr. ihn einfangen Art. 21D262 coffee carafe rtasse/saucer 16 cm Untertasse/saucer 16können. cm 1994 hat sich die Das ist die Idee hinter Set 2tlg./pcs. with lid schokobraun der Kollektion Café Sommelier.“ Für alle Produkte 4tlg./pcs. Set 2tlg./pcs.petrol Art. Nr. 211127 Untertasse/saucer 16 cm Untertasse/saucer 16 cm Set 4tlg./pcs. energy Art. Nr. 21D252 chocolate brown rot/red* taupe werden Arbeitspl Das Gespräch führte Claudia SimoneCappuccino Hoff. Milchkaffee-Obertasse Gießer für Milch oder Zucker Maxibecher Cappuccino Barbara Schmidt, internationally Kaffee-Obertasse Kaffeebecher Nr. 21D249 Art. jugNr. 21D254 Set 4tlg./pcs. Art. Nr. 21D251 for milk or sugar café au lait cup large mug International-ObertasseSet 4tlg./pcs. Italiano-Obertasse coffee cup mug tionale Umwelt-, distinguished porcelain designer: 0,37 l; 9,2 cm hoch/high 0,50 l; 11,9 cm hoch/high cappuccino cappuccino italiano cup 0,19 l; 7 cm hoch/high 0,32 l; 10,7 cm hoch/high 0,35 l „What I love about coffee the most der Investitio international cup Art. Nr. 21D250 0,18 l; 7,0 cm hoch/high Art. Nr. 21D253 Art. Nr. 211023 Etagère 2teilig Dank is its aroma. I would love to be able 0,23 l; 6,9 cm hoch/high Wasser eingespart Untertasse/saucer 16 cm Untertasse/saucer 16 cm Set 2tlg./pcs. to capture it. That was my personal Set 4tlg./pcs. Set 2tlg./pcs. Untertasse/saucer 16 cm stand 2 pcs. Untertasse/saucer 16 cm Set 4tlg./pcs. Art. Nr. 21D252 idea behind the Café Sommelier Art. Nr. 21D249 Art. Nr. 21D254 Set 4tlg./pcs. Set 4tlg./pcs. Art. Nr. 21D251 Claudia Simone Hoff ist Kunsthistorikerin und schreibt als freiberufliche Journalistin collection.“ Art. Nr. 21D250 Art. Nr. 21D253 Etagère 2teilig 16 cm; 21,5 cm über Kunst, Design, Architektur und Lifestyle für Medien wie Atrium, Wohnrevue, Die stand 2 pcs. Kaffeemühle Südostschweiz, pure und ihren Blog http://artandbranding.blogspot.de. Wenn sie 20 cm hoch/high KAHLA pro Ec 16 cm; 21,5 cm Kaffeemühle 20 cm hoch/high nicht gerade auf Reisencoffee ist, lebt sie millin Berlin. coffee mill www.kahlaporzellan.com Art. Nr. 217843 Art. Nr. 217843 Since the refoundi Art. Nr. 21D258 Art. Nr. 21D258 owner family Raith Kuchenteller Kaffeelot Edelstahl Mühle mit dessert plate coffee scoop Keramikmahlwerk, a clear „Made in G Porzellanbehälter 21,5 cm 7g Kuchenteller Kaffeelot Edelstahl Mühle mit industrial location stainless steel mill with Art. Nr. 217838 Set 2tlg./pcs ceramics grinder, dessert plate quality standards. coffee scoop Art. Nr. 21D262 Keramikmahlwerk, porcelain jar energy and water c Porzellanbehälter 21,5 cm 7g stainless steel mill with Art. Nr. 217838 Set 2tlg./pcs

für die Sinne for the senses

Café Sommelier

e es

Café Sommelier

KAHL

Café Sommelier

Café Sommelier

Café Sommelier

KAHL

rot/red*

* Alle Café Sommelier Artikel sind spülmaschinenfest. Die leuchtende Farbe Rot ist spülmaschinengeeignet. All Café Sommelier articles are dishwasher safe. The shining colour red is suitable for dishwashers.

petrol

taupe

schokobraun chocolate brown


54  |  Design

THOMAS | arttourist.com 1|2013

Bergahorn

Im Gespräch mit

Christoph Finkel, Holzbildhauer Birkenholz

Christoph Finkel wirkt ein wenig wie ein Fremder auf der Stockholmer Messe Formex, denn seine kunstvollen, handgefertigten Einzelobjekte aus Holz stechen heraus aus dem industriellen Einerlei. Dass er aus dem Allgäu stammt und neben seiner bildhauerischen Arbeit jahrelang ProfiKletterer und Bundestrainer war, macht den Menschen und seine Arbeit umso spannender. Wir trafen Christoph Finkel an seinem Messestand in Stockholm und sprachen mit ihm über seine ganz spezielle Beziehung zu Bäumen, die künstlerische Arbeit mit den Händen und was das Klettern ohne Seil mit dem Handwerk zu tun hat. Herr Finkel, wie sind Sie zur Bildhauerei gekommen? Ich habe an der Akademie der Schönen Künste in Nürnberg Bildhauerei studiert, aber immer schon mit Holz gearbeitet. Meine Vorfahren waren Wagner, und wenn man Schlitten baut, dann muss man viel über dieses Material wissen, um es für seinen Zweck nutzbar zu machen. Das war eine sehr praktische Arbeit, die auch einen funktionalen Zweck erfüllen musste. Ich hingegen versuche, den Werkstoff Holz neu zu interpretieren und in eine moderne Gestaltung zu übersetzen. Das Thema Funktionalität spielt dabei kaum eine Rolle.

Bergahorn

Eichenholz

Zwetschgenholz

Apfelholz

Arbeiten Sie auch figürlich? Ja, früher habe ich Skulpturen gefertigt. Aber der Kunstmarkt ist sehr speziell und mir persönlich unsympathisch – obwohl ich viele Preise gewonnen habe. Wenn man frisch von der Kunstakademie kommt, ist man voll mit der Kunst beschäftigt. Will man dann eine Galerie finden, geht es nur um Geld. Letztendlich ist das Kunstwerk auch nur ein Produkt, das verkauft wird – fast wie im modernen Finanzmarkt. Was ich jetzt mache, ist viel einfacher: Die Leute sehen die Objekte, und sie gefallen ihnen oder eben nicht. Was mich interessiert, sind passioniert gestaltete Dinge und die Verbindung zu traditionellen Handwerkstechniken. Dann müssten Sie Skandinavien lieben, denn hier dort gibt es ja viele gut gestaltete Alltagsdinge, die aus Holz gefertigt sind. Ja. In Deutschland hingegen gibt es die Trennung in Kunst oder Design. Der Kunsthandwerksbegriff hingegen ist völlig zerstört. In Skandinavien oder in den USA ist das ganz anders: Die Leute gehen viel befreiter auf die Dinge zu. Wenn man es pauschal auf den Punkt bringen müsste, könnte man sagen, dass die Dinge in Deutschland explizit als Kunst oder Design museal zelebriert werden müssen. Sonst funktioniert es nicht und der Wert wird nicht erkannt. Sie kommen aus dem Allgäu. Bis auf mehrjährige Aufenthalte in Österreich und der Schweiz haben Sie immer dort gelebt. Hat Ihre Heimat Einfluss auf Ihre Arbeit? Das Allgäu ist sehr traditionell, und so bin ich auch aufgewachsen. Wir waren sehr naturverbunden – im Sommer sind wir beispielsweise mit den Kühen auf die Alm gegangen. Ich finde es aber sehr wich-

tig, dass man sich von den Traditionen löst, weiterdenkt und das Material neu interpretiert. Gibt es da keinen Widerstand? [lacht] Kunst ist ja etwas, das nicht unbedingt auf dem Land beheimatet ist. Dort ist der Gedanke sehr stark verankert, dass Kunst etwas mit Können zu tun hat. Die Leute akzeptieren es, wenn es schwer herzustellen ist. Wenn man aber etwas ganz Anderes macht, dann steigen die Leute aus. Das ist mir aber egal. Ich habe einen guten Kontakt zu den Menschen und bin gern dort. Können Sie von Ihrer Arbeit leben? Ja. Seit der ersten Präsentation meiner Arbeiten bei Paola Lenti im Chiostri dell’Umanitaria während des Salone del Mobile in Mailand im letzten Jahr ging es sehr schnell voran und ich vor zwei Jahren bekam viel Aufmerksamkeit. Dort ist auch die Designgalerie Luminaire aus Chicago auf mich aufmerksam geworden und hat mir gleich zwanzig Schalen abgekauft. Handwerkliche Fertigung liegt ja voll im Trend. Ja, gerade den Amerikanern gefällt alles, was handmade ist. Die sind übersättigt vom chinesischen Überfluss – von den Plastik- und Wegwerfprodukten. Ich habe gerade eine Einladung von der Kunstmesse Sofa in Chicago erhalten, um meine Schalen dort zu präsentieren. Eine Frage zum kreativen Prozess: Zeichnen Sie die Objekte, bevor Sie mit der eigentlichen Arbeit beginnen? Ich zeichne neue Ideen zwar generell auf, muss dann aber auf das Holz eingehen, weil es so charakteristisch ist. Auf der Zeichnung kann ich eine Idee gut finden, die dann aber in der dreidimensionalen Wirklichkeit in Holz nicht funktioniert. Ist es deshalb nicht schwer, das passende Stück Holz zu finden? Ja, das ist es. Ich wähle die Hölzer ausschließlich in meiner Umgebung aus und sehe dann, was für mich interessant sein könnte. Der Gestaltungsprozess findet in Kommunikation mit dem Holz und während der Arbeit statt. Ich kann also nicht von vornherein festlegen, was ich machen werde, sondern muss auf das jeweilige Stück Holz reagieren. Das ist eine völlig andere Herangehensweise als wenn ich sagen würde: Ich mache jetzt fünfzig

Stück von einer Schale. Die Fehlstellen des Holzes sind ja auch schon eine Art von Gestaltung. Eben. Ich versuche, die Qualität des Holzes nicht zu zerstören. Ich finde, man sollte das Rustikale des Holzes aber auch nicht überzelebrieren. Man sollte eine moderne Form finden, die trotzdem die Qualitäten des Holzes hervorbringt. Keines meiner Stücke ist behandelt – nicht lackiert und teilweise auch nicht geschliffen. Außerdem sieht man noch die Spuren der Werkzeuge. Welche Holzsorten verwenden Sie für Ihre Objekte? Ich interessiere mich insbesondere für Obstbäume wie Apfel- oder Zwetschgenbäume, wobei die sehr schwer zu bekommen sind, gerade in den Alpen. Ich arbeite gern so, dass ich den Baum – wenn er gefällt ist – an Ort und Stelle zerlegen kann. Werden Sie benachrichtigt, wenn ein Baum gefällt wird? [lacht] In unserer Region schon. Da wissen die Leute, dass ich immer Ausschau halte nach Bäumen. Sie fertigen auch Schalen aus Bergahorn, die beinahe japanisch anmuten. Ja, Bergahorn ist eine ganz spezielle Art von Ahorn. Er wächst bei uns in den Alpen – ziemlich hoch und sehr langsam. Das Holz ist im Unterschied zu anderem Ahorn sehr weiß. Was bei den bis zu einhundert Jahre alten Bäumen so interessant ist, sind die Strukturen, die sich über die Jahre gebildet haben. Das sind auch Hölzer, die man für Geigenböden benutzt. Auch wenn einige Ihrer Objekte in der Küche in Gebrauch genommen werden können – beispielsweise als Salatschalen – sind die meisten Ihrer Objekte eher Kunst als Gebrauchsdesign. Das zeigt sich auch am Preis, der zwischen 150 und 3000 Euro pro Stück liegt. Haben Sie vor, in Zukunft mehr Dinge herstellen, die auch für den Gebrauch geeignet und quasi massenkompatibel sind? Ich kann gar nicht so viele Objekte herstellen, weil ich ja alles selbst mache – und das dauert. Wenn ich zu viele Gebrauchsobjekte herstellen würde, müsste ich die Kunst vernachlässigen. Mir geht es aber nicht um Masse oder Mehrverkauf, mir geht es um die Herausforderung, etwas zu gestalten.


THOMAS | arttourist.com 1|2013

Design  |  55

Buch | © Daniel Frisk

Christoph Finkel | © Angelica Finkel

Blatt | © Daniel Frisk

Christoph Finkel | © Reinhard Fichtinger

Auf einer Messe wie der Formex suche ich nach Kontakten mit Galerien oder exklusiven Geschäften, denn ich stelle ja im Jahr nur etwa 150 Stücke her. Wenn jemand anderes meine Objekte fertigen würde, dann könnte ich nicht mehr dahinterstehen – da bin ich Perfektionist. Sehen Sie sich als Künstler oder Designer? Ich habe mir darüber eigentlich nie Gedanken gemacht. Es fällt mir schwer, etwas einzuordnen. Für mich ist es so: Es gibt gute und es gibt schlechte Arbeiten. Ob dies nun als Kunst, als Design oder als Handwerk definiert wird – das spielt für mich keine Rolle. Sie waren bis vor kurzem Bundestrainer des deutschen Nationalkaders im Bouldern und Sportklettern und sind auch selbst professi-

onell geklettert. Gibt es eine Verbindung zwischen dem Klettern und dem Handwerk? Sowohl im Klettersport als auch in meiner Kunst gilt dasselbe Motivationsprinzip: Gute Resultate erfordern viel Zeit, Vorarbeit, Selbstdisziplin und -verantwortung, Kreativität und vor allem Leidenschaft für die Sache. Wege und Ziele können stets neu definiert werden, und das Ergebnis der Arbeit bleibt ungewiss. Das Risiko, dabei auch scheitern zu können, ist kein Nachteil, sondern ein besonderer Antrieb für mich. Eine andere Verbindung zwischen dem Handwerk und dem Klettern ist natürlich die Begeisterung für die Natur mit der Herausforderung, daraus oder darin etwas zu schaffen und sie zu verstehen. Herr Finkel, vielen Dank für das Gespräch. Das Gespräch führte Claudia Simone Hoff.

Christoph Finkel | © Angelica Finkel

Christoph Finkel wurde 1971 im Allgäu geboren. Er studierte von 1992 – 1998 an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg. Er arbeitet als freischaffender Künstler und entwirft und gestaltet künstlerische Schalen aus Holz. Er wohnt mit seiner Frau in Bade Hindelang (D) www.christophfinkel.com

Claudia Simone Hoff ist Kunsthistorikerin und schreibt als freiberufliche Journalistin über Kunst, Design, Architektur und Lifestyle für Medien wie Atrium, Wohnrevue, Die Südostschweiz, pure und ihren Blog http://artandbranding.blogspot. de. Wenn sie nicht gerade auf Reisen ist, lebt sie in Berlin. Blatt | © Daniel Frisk


56  |  Design | Baumhotels

THOMAS | arttourist.com 1|2013

l eg / Baumhote Baumkronenw Waldes

d die Seele genießen un bis acht en. Für zwei baumeln lass häuser en die Baum Personen biet t sind te at st z. Ausge reichlich Plat d eren-Komfort un heit sie mit 4-Blum en eg ch die Gel re möglichen au ße rö G rsorgung. finzur Selbstve en on rs Pe 18 rn ruppen bis zu in 10 m G enbaumhäuse pp en ru ol G h n er de ig in e n rn de ge Ausgieb n d ge ti un h den oft ungrige näc atz. Diese wer en h Pl oc Höhe Naturh ow h ul um ch Ba ds r Lan r sechs von Schüler fü ausgein einem de enweg und sätzlich von on zu kr e um di , Ba zt üt n ge treut tels am n be er n et or-Trainer auf zehn M ldeten Outdo bi kosten damit ew h Sc efühl von Höhe das G des werden. s. Ein erheben au t ei relosigk en ch onenweg.at wachen zwis s www.baumkr Gefühl: Auf de e h Ru e di , en on den Baumkr

Baumhaushotel Solling

Ob Sie nun eine romantisch e Nacht mit Ihrem Partne r verbringen, Ihren Kinder n oder Enkeln einen Traum erfüllen wollen oder Ihr e Geschäftspartner einma l sprachlos erleben möchten, bei uns sind Sie richtig! Das Baumhaushotel Solling ist zu jeder Jahreszeit eine Reise wert. Die sieben unt erschiedlichen Baumhäus er sind gedämmt, verfügen über Heizung & Strom und bieten Platz für zwei bis sechs Personen. Fernab von Großstädten, mitten im sch önen Solling, dem Waldgebiet des Jahres 2013, hab en wir das erste Baumhaus hotel Niedersachsens erricht et. www.baumhaushotel-solling .de

Meisters Hote l Irma****S

Wipfelstürmer

Inmitten de s Villenvier tels, eingebettet in ein en 18.000 Q uadratmeter großen Park mit altem Ba umbestand, einem Rosen -, Klang- und neuerdings Naschgarten, liegt das Mei sters Hotel Irma, die Feri enoase in Mer an. Die Innenstadt ist in nur zehn Minuten zu Fuß erreichba r. Die 35 m² große Suite im Baum thro nt im zwei H ektar großen Hotelpa rk zwischen Kiefern und Kastanien. Si e ist an drei Seiten komplett verglast und verfügt üb er eine 65 Quadratmete große Terras se. Die Inneneinrichtu ng wurde in hellem, unbehandeltem Lärchenholz gestaltet. www.hotel-irm a.it

Nicht nur in Design und Architektur erlebt die Natur als Inspirationsgeber eine Renaissance, auch in die Lebenswelten durfte sie wieder einziehen. Wald und Flur sind geradezu hip, der Rückzug in ein einsames Wochenendhäuschen im Niemandsland ist nicht mehr nur eine kauzige Passion misanthropischer Künstler, sondern auch jungen Pärchen aus pulsierenden Metropolen gestattet. Mit diesem erweiterten Publikum haben sich parallel neue Modelle für die naturnahen Rückzugsgebiete etabliert. Das Baumhaus - für viele ein beinahe vergessener Kindheitstraum - ist in den letzten Jahren sachlich und erwachsen geworden und hat sich neu gestaltet zu einem mondänen Zufluchtsort entwickelt. Mit allem Komfort thronen sie in den Kronen: kleine, geradlinige Nester aus Lärchenholz. Von Bretter-Patchwork und intuitiver Statik sind diese Baumbauten weit entfernt. Stattdessen sind ihre Wände gedämmt und auf Wunsch können sie sogar mit Heizung und Elektrizität ausgestattet werden. Die Idee von modernistischen Kuben in deutschen Eichen und Apfelbäumen stammt von Andreas Wenning, der mit seiner Firma Baumraum mittlerweile über zwanzig Häuschen in die Wipfel gesetzt hat. Und wie so oft bei erfolgreichen Geschäftsmodellen hat auch bei dem Bremer Architekten alles mit der persönlichen Begeisterung für die abgehobenen Residenzen begonnen. Den ersten Prototypen entwarf er für sich und verwirklichte ihn über den Dächern Groß Henstedts bei Bassum. Das schrägwinklige Gebilde mit dem Ausblick auf den Blätterwald erwies sich bald als eine Marktlücke – und mit der begeisterten Resonanz auf seine Arbeit ließen auch die Folgeaufträge nicht lange auf sich warten.

Zurück zu den Wurzeln auf die Wipfel der Bäume Doch woher kommt die Faszination für das zeitlich begrenzte Leben in luftiger Höhe? Ein Grund mag sein, dass der Rückzug aus dem Alltag auf die Baumkronen den distanzierten Blick auf das dynamische Leben darunter erlaubt. In Ruhe und Abgeschiedenheit kann man die Welt beobachten ohne selbst beobachtet zu werden. Nicht umsonst betrachtet man die Dinge laut einer Redensart „von oben“ wenn es darum geht, neue Perspektiven zu gewinnen. Die festungsartige Unerreichbarkeit hoch gelegener Heime wussten auch schon die alten Römer und die Naturvölker in Asien, Australien und Südamerika zu schätzen. Kapitän James Cook entdeckte bei seiner Landung in Tasmanien strubbelige Strohhäuser in den Bäumen, die er zu Hause als Nestbauten der Eingeborenen beschrieb. Der Vorteil für die Bewohner liegt auf der Hand: Mit geringen Mitteln ist das Haus vor den Gefahren im Unterholz gesichert - sobald die Leiter eingezogen ist, wird


THOMAS | arttourist.com 1|2013

Design | Baumhotels  |  57

Resort Hideawayüstert Baumgefl n treehouse Resor e d id The h

er Frühe, en“ in d in e B eer, i e w f z ahner M korb „au Zwischen dd in a K B r e d m üllung rf nahe de E e se e , an d m r Nord unweit de „de luxe“. Ein Ort chöne e e, S Praktisch heitsträum atürliche, und klarN t z s a n ä d rg h e t sic k e rf e p liche nen eine & Mensch sch & Natur kön en t alles damacht: M n - die Natur biete men e d il es anneh Einheit b nsch muss für „TopHoe M r e D für an. Grund stattfintzen. Ein alljährlich und umse r e d n e lands m h a r Deutsch fü tel“ im R g n u ih isverle esort für denen Pre Newcomer  das R 012 zu 2 telg“ Award beste Ho tel Openin o H p o T „ den n. nominiere fluester.de ge m u a www.b n Harz in eruch vo G , n den e it u sS ng unter Baumhau denheizu o ickb n ß k u ic F P , , Augen der Nase r o v ld a en W Füßen, d

Wipfelglück

ahr traum wird w zu schlafen, Ein Kindheits n und darin be le zu s au h aum. Alle In einem Baum r und Erwachsene ein Tr onen de in bis zu 4 Pers ist für viele K ser sind für äu Bad h em um n Ba ei kl ck Wipfelglü asse und rr te en n n So ac mit aus gebr ht. ausgerichtet, orgens ans H m d in ir w k üc st gen gibt es und das Früh haushotelanla rg um be Ba n se ck Ro lü lg in sart und Die Wipfe yerischen Spes Ba im rg be Mönch alb. äbischen Ost felglueck.de auf der Schw gen: www.wip un ch Bu d un en Information

Tree In n

Ein etw a Dörver s außergewö hnlich den (N es H ied nen Sie eine u ersachsen) im otel befinde nverge einem t sich Wolfc ssliche in W Nacht enter. Hier k hausho olfsgehege v önin 5m erbring tel ‚Tre H en. Da e Inn‘ Flatscr s luxur öhe über een bis b iöse Ba hin zu ietet vom sc einem umm Wh hwenk ge irlpo bar es sich hobenen Ho tel erw ol, alles, was en HDim Wh art m Miniba irlpool r mit ein et. Die Gäste an von gend m gemütlich m em Gla könne ac n it s dabei d Ihrem Note hen, oder su Wein aus d er book p rfen im ie Sich t aus d er WLA in das er 90 N und Bett lieg ter kan 00qm große 7m Glasfron t mit B enießen W n lick dir auf ge man es sich olfsgehege. B ekt po auf der ei schö n 8 hier au lsterten Sitz möbeln m hohen D em Wets kann achter ma blicken bequem und se n wunderba mache rasse r aufgez lb d n. Von s e t n v erständ g og lich au anzen Park auch d enen Grauw überc h ö er Zim lfe beo die sec me h b ruf im parkeig rservice nich achten. Natü s handrlich d enen R t fehle Zeit sp arf n. äte est www.tr r wird Ihnen aurant Wolf Ein kurzer A srevier ee-inn.d nIhr esse u e n im B aumha nd kurze us serv iert.

Treehotel / Ba umhotels Ihre Wurzeln durch den ge meinsamen Bau eines Ba umhauses n eu entdeckt haben. Der Fi lm eine philosoph „The Tree Lover“ ist ische Betrach tung über die Bedeutun g des Baumes für unser Leben, sowoh l historisch w ie kulturell. Ruhe und Re inheit sollen die Gaste in den Treehotel s er innehalten un fahren, entspannen, d die Sinne neu entfalten lassen . Zusammen mit einigen der führende n Architekte n Skandinabieten ein ei viens wurden nzigartiges W bisher fünf ei oh nerlebnis in dern gestalte nzigartige Ba um zimmer in H m te Baumzimm arads , 50 Kilo ern in unberü o- außerh Natur. Sie verl meter al h b rter assen und lass der Stadt Lule en den Alltag a, gebaut. Die hinter sich un sstress Baumzimmer sind vi d tauchen ei er bis sechs M n und genieße vollkommen eter n die über der Erde, mit ei Ruhe und A nem spektaku bgeschiedenh einem unge re n Bl läic ei k wöhnlichen t in auf den Flus und elegante s Lule. Basis biente. Die In n Am- eine ökologische un ist spiration kam d nachhaltige den Machern Treehotels be Bauder weise und Bewirtschaf im Film „Th tung Insgesam e Tree Lover“ Jonas Selberg t von sind 24 Baumzimmer Augustsen, de geplant. Info r Geschichte drei Männern rvon mation und Buchung aus der Stadt, un ter die Ihr Leben und www.treehotel.se Hintergrundfot o ©treehotel.se

das Erklimmen schwierig. Für die heutigen Stadtbürger ohne natürliche Feinde sind natürlich vor allem die fehlenden Nachbarn ein Argument für das Häuschen auf dem Baum. Zwischen Ästen und Blättern fühlt man sich im Einklang mit der Natur und befreit sich von alten Modellen wie der Datscha, die als Parzelle der Spießbürgerlichkeit nur noch wenige hinter den Lattenzaun lockt.

Naturnahe Domizile Die Architekten der hoch gelegenen Häuser sind Überzeugungstäter und wissen genau um die Vorlieben und Ansprüche ihrer Auftraggeber. Eine ökologische und nachhaltige Bauweise ist Teil des Erlebnisses, denn der Besucher des Baumhauses möchte sich als Gast und nicht als Eindringling fühlen. Andreas Wenning etwa achtet penibel darauf, dass der Baum durch sein Konstrukt nicht verletzt wird und mit ihm weiter wachsen kann. Statt mit Bolzen und Nägeln zu arbeiten stützt und verspannt er überall dort, wo die von der Natur angebotene Statik nicht ausreicht. Und auch die Innenarchitektur inszeniert den Rückzug in die Natur ganz bewusst, schafft Blickachsen ins dichte Grün oder öffnet mit weiten Fenstern den Blick gen Himmel.

Ufo im Grünen Aber nicht nur in Deutschland hat man das Baumhaus für sich entdeckt. Vor allem in Asien, wo Stelzenhäuser eine lange Tradition haben, will man jetzt auch wieder hoch hinaus. Neben einigen eher klassisch gebauten Hotelprojekten im Urwald, die eine abenteuerlustige Zielgruppe an die Lianen bringen wollen, gibt es auch futuristische Konzepte wie „Sphere“, das sich das in London ansässige Team von „Our Planet Retreats“ ausgedacht hat. Wie ein Ufo, das sich beim Landen zwischen den Ästen verfangen hat, schwebt die hölzerne Kugel an Traumzielen wie den Philippinen oder Papua Neuguinea inmitten der Bäume. Anders als bei den klassischen Modellen wird „Sphere“ nicht direkt am Stamm befestigt, sondern über Stahlseile verspannt und ist damit durch seine Architektur nicht an einen bestimmten Baum gebunden. Wer also umziehen will, kann in diesem Fall sein rundes Häuschen einfach mitnehmen – gesetzt den Fall man bleibt ihm Wald. Tanja Pabelick, Jahrgang 1981, studierte Germanistik, Landschaftsarchitektur und Industrial Design in Berlin. 2005 arbeitete sie für den Stadtwandel Verlag in Koordination und Produktion, seit 2006 schreibt sie über Design und Architektur für Magazine wie Baunetz, Designlines, Designreport, Monoqi oder H.O.M.E. Sie unterstützt und berät Gestalter in Presse und Kommunikation und betreut bei Designlines als freie Redakteurin die Rubriken „Newcomer“ und „Office“.


58  |  Design

THOMAS | arttourist.com 1|2013

Handgemachte Drahtkörbe. KORBO handgemachte Drahtkörbe sind funktionale Körbe mit Geschichte, die bis in die frühen 1920er zurück reicht. Die Körbe sind zeitlos schöne Accessoires, die früher von Bauern und Fischern oder zur Lagerung genutzt wurden. Sie sind widerstandsfähig, rissfest und trotzen jedem Wind und Wetter. www.korbo.se

PAPP UP Aus ein bisschen Pappe und einer guten Idee entwickelte der Designer Cantemir Gheorghiu das neue Spaß-Accessoire aus Berlin. Eine Brille aus Pappe und ohne Gläser – die Pappbrille. Beim Thema Mode geht es ja schließlich nicht darum scharf zu sehen, sondern scharf auszusehen. Die Brillen aus Pappe sind in einer Vielzahl an Varianten erhältlich. Neue individuelle kreierte Modelle kommen zu jeder Saison in den Handel. Oder auch gestanzt aus Druckresten und bestückt mit den verrücktesten Materialen wie z.B. Tapeten und Textilien ist das Party-Outfit zum kleinen Preis greifbar geworden. Arm aber sexy ist nicht mehr länger nur ein Motto für eine der angesagtesten Metropolen, sondern ein klares Statement, das gut aussieht und Spaß bringt. www.papp-up.com

Schlüsselbrett aus Büchern In Handarbeit gefertigtes Einzelstück. Die besonders fest vernietete Lösung für Bücher, die niemand mehr aufschlagen wollte: Für Schlüssel, Handtücher, Gürtel und Sonstiges. Als Material dienen ausrangierte Bücher aus Hamburger Buchhandlungen. Sie sind so stabil, daß sie auch Jacken tragen könnten. Gerne auch als Spezialanfertigung mit Ihren Buch www.lockengeloet.com

Gefällt mir nicht Jeder Facebook-Nutzer kennt diese Frage: „Gefällt mir?“ Mit einem Klick kann man dann seine Neigung kund tun. Für das wirkliche Leben gibt es ja bereits auch schon den passenden Gefälltmir-Stempel! Was es aber bei Facebook offiziell nicht gibt, ist der „Gefällt mir nicht“-Button. Ganze Fangruppen gibt es dafür und inoffizielle Schaltflächen. Nur keine Schaltfläche, um mal nicht etwas toll zu finden. Aber wie sieht es in der Realität aus? Super, denn bei uns gibt’s den „Gefällt mir nicht“- Stempel sogar in der Realität zum Stempeln, Anfassen oder zum Verschenken. www.shop.erfinderladen-berlin.de

Donkey 6pack / Fahrradtasche Hier ein guter Rat für alle Pedaleure: die einzig wichtige Fahrradtasche ist da! Mit sechs Kammern für sechs Flaschen. So geht jede Radtour in die Umleitung! www.donkey-products.com Dunkelgrauer Canvas, verstärkt, schwarzer Klett, neon orange, kunststoff beschichtet / ca. 26 x 29 x 18 cm mit bis zu 6 x 0,5 l Flaschen befüllbar

Zzzz Zzzz Zzzz / Schnarchstopper Die neuste Errungenschaft der Schlafforschung ist Schnarchstopper und Beziehungsretter in einem handlichen Gerät. Ein kleiner, aber bestimmter Hieb - und die Nachtruhe ist wieder hergestellt. www.donkey-products.com

speis und trank

Boxhandschuh mit Holzgriff / ca. 32 x 12 x 9 cm

Photo Booth Schnurrbärte, Hüte, Krawatten, Gläser alles was Sie für eine Party brauchen finden Sie im Photo Booth. Photo Booth enthält 20 verschiedene Requisiten. Es ist die ideale Ergänzung und Abrundung zu Ihrem Party Outfit. Halten Sie Ihre Kamera bereit! www.doiydesign.com

Formverleih Die Böcke von formverleih® sind unterschiedlich lange und hohe Bänke, Hocker oder Tische für den Innenbereich. In der von Daniel Böttcher entwickelten Möbelserie tritt die schlichte Schönheit eines einfachen und massiven Holzbalkens in den Vordergrund. Dieser wiederum wird, je nach Modell, zur Sitzfläche oder Tischplatte. Am Namen des Bockmodells, z.B. „Bank 93“ ist die Länge des Balkens in cm ablesbar. Die Holzbalken bestehen aus Pappel- oder Fichtenholz und sind mit Hartwachsöl behandelt. Die Stuhl- und Tischbeine der Böcke sind aus lackierten oder naturbelassen Eschenrundstäben gefertigt. www.formverleih.com

Milch und Brot, Bier und Brezel, Café au lait und Croissant, Wein und Käse, Kaffee und Kuchen – dafür gibt es jetzt „speis und trank“. Ein formschönes Brettchen aus Kirschholz (nur geölt, nicht lackiert!) und ein Glas, mehr braucht man nicht für den kleinen Hunger zwischendurch und für den Weg zwischen Küche und Couch. www.loony.de

Art in boxes by Volker Kühn Volker Kühn wurde 1948 in Neuenkirchen geboren und ist in Lilienthal aufgewachsen. 1968 bis 1972 studierte er Bildhauerei an der Bremer Hochschule für Gestaltung. Daraufhin erhielt er den Förderpreis des Bremer Senats sowie den ersten Preis im Wettbewerb der Bremer Hochschule für Nautik. 1976 entstanden die ersten Radierungen, mit denen Volker Kühn die Welt eroberte. Nach einer großen Ausstellungstournee war die Zeit schließlich reif für Neues.Seit 1986 setzt Volker Kühn seine Ideen nach der Devise „Man muss nur machen“ in Objekte um: Momentaufnahmen, die den Betrachter schmunzeln lassen, finden sich auf kleinen Bühnen wieder. Die dreidimensionalen Kunstwerke zeigen mit einem Augenzwinkern Szenen des alltäglichen Lebens. Die Bildsprache, die Volker Kühn spricht, ist international verständlich. Seine Arbeiten werden weltweit in namhaften Galerien geführt www.artinboxes.de

red dot design museum Mit rund 2.000 Exponaten beherbergt das red dot design museum die weltgrößte Präsentation zeitgenössischen Designs, die jährlich von rund 180.000 internationalen Gästen besucht wird. Die Ausstellung hat eine lange Tradition, gehen ihre Anfänge kultur“ – der Die „Kathedrale der Industrie doch bis in die Mitte design museum dot red des and rerst Schü © Simon Bierwald der 1950er Jahre zurück. mit dem hängenden Audi | Auf einer Fläche von gut 4.000 Quadratmetern werden heute ausschließlich aktuelle Produkte gezeigt, Gebrauchsgegenstände, von denen die Besucher viele wiedererkennen und den ein oder anderen vielleicht sogar zu Hause haben. Was diese Exponate von anderen Alltagsprodukten unterscheidet, ist eine ganz besondere Eigenschaft: ausgezeichnetes Design. Das red dot design museum macht die Ausstellungsstücke erlebbar, denn bei den meisten Objekten ist Anfassen und Ausprobieren ausdrücklich erlaubt. www.red-dot.org

Die gewitzte Satteldecke Das Bikecap ist eine hippe Satteldecke die mit der anti Diebstahl Schlaufe am Fahrradsattel befestigt wird. Die Satteldecke ist wasserabstoßend, damit der Hintern trocken bleibt! Wählen Sie die Satteldecke die zu Ihnen passt! BikeCap hat die größte Kollektion Satteldecken in den Niederlanden mit den coolsten Designs. Auch für Kinderfahrräder. www.bikecap.com

London Design Festival Genründet in 2013, ist das London Design Festival eines der weltweit wichtigsten jährlichen Design-Events. Das Programm besteht aus über 300 Veranstaltungen und Ausstellungen, die von mehr als hundert Partner-Organisationen auf die Beine gestellt wird. Das Festival ist ein Muss, sowohl als Kulturanlass, wie auch als Marktplatz für Designer, Hersteller und Wiederverkäufer. www.londondesignfestival.com © Susan Smart Photography


v

Lounge Chair Produced by Vitra since 1956, Design: Charles & Ray Eames Vitra Fachhandelspartner in Ihrer N채he finden Sie unter www.vitra.com. Vitra-ad_Lounge-Chair_286x436_DE-de_FRIDA.indd 1

www.vitra.com/loungechair 12.02.13 11:13


60  | Kreative Kurse

THOMAS | arttourist.com 1|2013

Eine Auswahl an Kursen (Mai – September 2013) präsentiert von www.kreativekurse.com Foto & Film & Video | Fotokurs Toskana mit digitaler Bildbearbeitung | Veranstalter: CORBINO | Toscana Ferienkurse Gunter Ahlborn | 18.05.2013 - 25.05.2013 | IT-Casole d’Elsa (SI) Bildhauerei & Modellieren, Druck & Radierung, Glas herstellen & bearbeiten, Malerei & Zeichnen, Musik & Gesang, Töpfern & Keramik | Internationale Sommerakademie für Glas und Kunst, Frühjahrsakademie | Veranstalter: Bild-Werk Frauenau | 18.05.2013 - 25.05.2013 | DE-Frauenau Exkursionen & Reisen | Fantastische Gärten in Italien | Veranstalter: DieReisefreu.de | 18.05.2013 - 26.05.2013 | IT-Bolsena Aus- & Weiterbildungen, Design & Kreativität, Exkursionen & Reisen, Kreative Selbsterfahrung, Malerei & Zeichnen | Kunst und Kultur auf Kreta, Pfingstkurs Malerei I Veranstalter: Atelier Einschlag | 20.05.2013 - 25.05.2013 | GR-Lagolio

© Musikdorf Erlen | www.musikdorf.ch

VON DER LUST AUF DAS EIGENE LEBEN Die Psychoanalytikerin Brigitte Boothe leitet in Ernen eine Biographie-Werkstatt. Bei einer Begegnung in Zürich verrät sie, weshalb es Sinn ergibt, sein Leben aufzuschreiben; was sie von klassischer Musik hält – und wer Jakob ist. Binzmühlestrasse 14, 3. Stock. Das Büro von Brigitte Boothe liegt ganz am Ende des Korridors: ein unspektakuläres Eckzimmer mit großem Arbeitstisch. Durch die breite Fensterfront blickt man auf Häuserfronten und eine belebte Straße. So könnte ein Büro in irgendeinem Zürcher Verwaltungsgebäude aussehen. Ungewöhnlich an dem Raum ist bloss die Liege neben dem Computer. Eine Psychotherapeutenliege. Ob sich da wirklich vor dem inneren Auge das eigene Leben öffnen lässt wie ein 3-D-Film auf einer Kinoleinwand? „Es ist das Erzählen, das den inneren Lebensfilm in Gang bringt“, sagt Brigitte Boothe. Sie muss es wissen. Mit dem Thema Biographie-Arbeit setzt sich die Psychoanalytikerin, die an der Universität Zürich seit 1990 einen Lehrstuhl innehat, wissenschaftlich auseinander. In ihrem jüngsten Buch, „Das Narrativ“ (2010), beleuchtet sie das biographische Erzählen im therapeutischen Prozess und zeigt auf, wie ein Mensch durch die Erinnerung dem Gelebten Raum und Dynamik verschafft und es dabei bewertet und verwandelt. Dass das biographische Erzählen und Aufschreiben auch im nichttherapeutischen Kontext Sinn ergibt, war sich die Psychoanalytikerin bewusst, bevor sie in Ernen eine Biographie-Werkstatt leitete. Der Kurs mit Prof. Dr. Brigitte Boothe dauert vom Samstag, 13., bis Freitag, 19. Juli, jeweils vormittags von 9.15 bis 13 Uhr. Die Nachmittage sind kursfrei. Die Kursgebühr beträgt 510 Franken. Die Platzzahl ist beschränkt. Infos und Anmeldung: Telefon 027 971 10 00 oder mail@musikdorf.ch.

ger beim Schönen verweilen oder bei den Schicksalsschlägen und Krisen, die man bewältigt hat? Und was passiert, wenn beim Schreiben die Wahrnehmung von Wahrheit und Wünschen plötzlich verschwimmt? „Vieles ist möglich, alles ist richtig“, sagt Brigitte Boothe. Sie sei überrascht gewesen von der Qualität der Texte, denen sie in Ernen begegnet sei. Und von der Ernsthaftigkeit und dem Mut, wie sich die Schreiber in der Gruppe zu exponieren wagten. Eine wertvolle Erfahrung für Boothe: „Es ist viel gelebtes Leben in die Gespräche eingeflossen. Die Atmosphäre war erfüllt von gegenseitigem Respekt und Vertrauen.“ Auch dieses Jahr werden die Kursteilnehmer von ihrem Erfahrungswissen profitieren. Sie sei flexibel und offen für alles, sagt die Psychoanalytikerin. Möglich, dass sie die Geschichte des BiographieSchreibens in den Kurs einfließen lassen werde. Oder von diesem mysteriösen Jakob erzählt, der in ihrer eigenen Biographie eine zentrale Rolle spielt. Nein, Jakob ist kein geheimes Liebesleben! Der Name bezeichnet eine Analysemethode für mündliche und schriftli© Musikdorf Erlen | www.musikdorf.ch che Erzählungen, die Brigitte Boothe entwickelt hat. Und wie hat sie es mit haben. „Das biographische Schreiben ist der Musik? „Ich liebe klassische Musik eine Form von Selbstvergewisserung. und freue mich darauf, in Ernen Proben Durch das Schreiben schafft man Ordund Konzerte besuchen zu können“, sagt nung und Anknüpfungspunkte und setzt sie. „Aber ich bin total unmusikalisch.“ im Lebensstrom einen Anker gegen das Dass Musik in ihrem Kurs dennoch eine Vergessen.“ Rolle spielen wird, dafür werden die TeilDas Leben aufschreiben – wie macht man nehmer sorgen, wenn sie von der Bedeudas, dass es nicht nach einem Nachruf tung musikalischer Erfahrungen in ihrem klingt? Fängt man in der fernen Kindheit Leben berichten werden. an oder in der Gegenwart, die man noch frisch im Gedächtnis hat? Soll man länWas sie nicht ahnte, war, wie spannend die Herausforderung für sie selber sein würde. Hier stand sie weder Patienten noch Studenten gegenüber und musste ihre Rolle neu definieren. „Die biographischen Erzählungen, mit denen wir an der Uni arbeiten, beruhen auf den Transkripten der Gespräche mit Patienten. In Ernen jedoch bringen die Kursteilnehmer ihre eigenen Texte mit, in denen es nicht darum geht, Probleme aufzuarbeiten, sondern Erlebtes festzuhalten und zu reflektieren.“ Obwohl sie selber keine Tagebuchschreiberin ist, hat sie Verständnis für Menschen, die dieses Bedürfnis

Weitere Schreibseminare 20.7. – 2.8.2013 Schreibseminare mit Donna Leon und Judith Flanders | 1. Schreibseminare 20. – 26.7.2013 (ausgebucht) | 2. Schreibseminar 27.7. – 2.8.2013 | Das Thema des Seminars folgt im Frühjahr 2013

Zur Abrundung des Seminars wird ein attraktives Programm mit viel Barockmusik geboten, bei dem auch das gesellige Beisammensein bei kulinarischen Köstlichkeiten aus der Region nicht zu kurz kommt. Seminarsprache ist Englisch. Die Kursgebühr beträgt CHF 590. Die Teilnehmerzahl ist beschränkt.

Kreative Selbsterfahrung | Workshop Schauspiel in der Provence | Veranstalter: Schauspiel in der Provence - La Vivandière | 25.05.2013 - 01.06.2013 | FR-Nyons Bildhauerei & Modellieren | Seminar Joseph Beuys | Veranstalter: Bildhauerschule von Peccia | 31.05.2013 - 02.06.2013 | CH-Peccia paese, Vallemaggia-Tessin Schreiben & Sprachen | Schreibwerkstatt | Veranstalter: Odenwald-Institut der Karl Kübel Stiftung | 31.05.2013 02.06.2013 | DE-Wald-Michelbach Malerei & Zeichnen | Malen und Zeichnen in der Provence/Luberon | Veranstalter: Atelier Brigitte Orth | 08.06.2013 - 29.06.2013 |FR-Aubenas les Alpes Exkursionen & Reisen, Malerei & Zeichnen | Aquarell-Malreise Cala Figuera | Veranstalter: Gudrun Schmitt Malkurse und Malreisen | 09.06.2013 15.06.2013 | ES-Cala Figuera Mallorca Exkursionen & Reisen, Kreative Selbsterfahrung | Kraft und Lebendigkeit - Seminarwoche mit Pferden | Veranstalter: Pferdemomente & Frauencoaching | 10.06.2013 - 14.06.2013 | DE-Zempow Kreative Selbsterfahrung, Malerei & Zeichnen | BodyPainting für FrauenSinnliche Verwandlungen | Veranstalter: KreativWerkstatt Ilona Rothfuchs | 14.06.2013 - 16.06.2013 | CH-Steckborn Foto & Film & Video, Schreiben & Sprachen | Sommerakademie Drehbuchwerkstatt Teil 1 | Veranstalter: Drehbuchwerkstatt Berlin | 18.06.2013 - 23.06.2013 | DE-Berlin Bildhauerei & Modellieren | Die Maske in der Kunst Nr. 7/013 | Veranstalter: Atelier Dagmar Piesker - Die Kunstranch - | 22.06.2013 - 23.06.2013 | DE-Schlangenbad OT Hausen v.d.H. Bildhauerei & Modellieren | Chinesische Malerei und Kalligraphie - Sommerakademie im ehemaligen Kloster Brunshausen | Veranstalter: Kreisvolkshochschule Northeim | 01.07.2013 05.07.2013 | DE-Bad Gandersheim Malerei & Zeichnen | AQUARELLTREKKING LIGHT | Veranstalter: Kunstforum Montafon | 03.07.2013 - 06.07.2013 | AT-Schruns

Bildhauerei & Modellieren, Malerei & Zeichnen, Nanas & Mosaike | Crazy Chairs- verrückte Sitzgelegenheiten | Veranstalter: Daniela Häbig - Bunt und Rund! | 12.07.2013 - 14.07.2013 | D-Freiburg Kreative Selbsterfahrung, Tanz & Bewegung | Theaterexperimente (Kurs I und II) | Veranstalter: Marburger Sommerakademie - Fachdienst Kultur der Universitätsstadt Marburg | 22.07.2013 - 02.08.2013 | D-Marburg Kreative Selbsterfahrung, Tanz & Bewegung | Clown - Komik - Humor-Werkstatt (Kurs I und Kurs II) | Veranstalter: Marburger Sommerakademie - Fachdienst Kultur der Universitätsstadt Marburg | 22.07.2013 - 09.08.2013 | D-Marburg Schreiben & Sprachen | Sommerliche Schreibwerkstatt: „Poesie ist fast nichts, aber das total.“ | Veranstalter: FREUDENBURG Seminar- und Tagungshaus in Bassum | 23.07.2013 - 26.07.2013 | DE-Bassum Bildhauerei & Modellieren, Design & Kreativität, Druck & Radierung, Glas herstellen & bearbeiten, Holzwerken & Handwerk, Malerei & Zeichnen, Töpfern & Keramik | Internationale Sommerakademie für Glas und Kunst, Kursblock B | Veranstalter: Bild-Werk Frauenau | 31.07.2013 - 16.08.2013 | DE-Frauenau Bildhauerei & Modellieren, Foto & Film & Video, Malerei & Zeichnen | artprojekt Seminar Schloss San Sebastiano: Malerei, Bildhauerei, Digitale Fotografie | Veranstalter: art-projekt Sebastian Probst | 01.08.2013 - 11.08.2013 | ITSan Sebastiano / Piemont Kreative Selbsterfahrung, Tanz & Bewegung | Schauspiel-Training: Stimme, Körpersprache und Präsenz | Veranstalter: Marburger Sommerakademie - Fachdienst Kultur der Universitätsstadt Marburg | 05.08.2013 - 09.08.2013 | D-Marburg Kreative Selbsterfahrung, Tanz & Bewegung | Zeitgenössischer Tanz - Tanztheater | Veranstalter: Marburger Sommerakademie - Fachdienst Kultur der Universitätsstadt Marburg | 05.08.2013 - 09.08.2013 | D-Marburg Kreative Selbsterfahrung | Coaching mit Pferden - Überzeugend Auftreten und Führen | Veranstalter: Pferdemomente & Frauencoaching | 12.08.2013 - 13.08.2013 | DE-Berlin Bildhauerei & Modellieren, Malerei & Zeichnen, Nanas & Mosaike | Nanas bauen in der Toskana | Veranstalter: Daniela Häbig - Bunt und Rund! | 24.08.2013 - 31.08.2013 | IT-Montorgiali Foto & Film & Video | Makro - Fotografie an der Grenze zur Abstraktion | Veranstalter: Kunstforum Montafon | 14.09.2013 - 15.09.2013 | AT-Schruns Kreative Selbsterfahrung, Musik & Gesang, Tanz & Bewegung | Im Rhythmus der Wellen - Musik - Rhythmus - Segeln auf Elba | Veranstalter: Institut Rhythmik & Percussion IRP | 15.09.2013 - 21.09.2013 | IT-Bagnaia Foto & Film & Video, Schreiben & Sprachen | Bau von Szenen & Sequenzen | Veranstalter: Drehbuchwerkstatt Berlin | 27.09.2013 - 29.09.2013 | DE-Berlin

Jetzt bestellen:

Anmeldung: Infos und Anmeldung: Telefon (+41) 027 971 10 00 mail@musikdorf.ch Das Heft ist kostenfrei zu beziehen bei: Kreative Kurse, Irene Jellinek-Petrat, Rheingutstr. 7, 78462 Konstanz, Tel. (+49) 07531-90732 | info@kreativekurse.com www.kreativekurse.com


Wine shopping

www.salwey.de

Das Prädikatsweingut am Kaiserstuhl Nirgendwo in Deutschland finden Terroirs, Klima und Bugundersorten so perfekt zusammen wie bei uns am Kaiserstuhl im Dreiländereck von D, F und CH. Es ist ein wahres Privileg, hier in Süd-Baden - der wärmsten Ecke des Landes - Wein anzubauen.

Wir produzieren sortenreine, trockene Weissburgunder, Grauburgunder, Spätburgunder und Rosé vom Spätburgunder. Unsere Weine sind stets geprägt von der einzigartigen Mineralität aus vulkanischen Verwitterungsböden und eiszeitlichen Löß-Lagen.

Weingut Salwey | Hauptstraße 2 | DE-79235 Oberrotweil am Kaiserstuhl | www.salwey.de


62  | Kreative Kurse

Theater Schauspiel in der Provence SARL La Vivandière Das Kulturzentrum La Vivandière wurde 2009 gegründet. Es versteht sich als ein Ort künstlerischer Weiterbildung. Ausgehend vom Bereich Theater bis hin zu allen angrenzenden Teilgebieten ist sein Ziel länderübergreifende Begegnung zu ermöglichen und internationalen künstlerischen Austausch zu fördern. La Vivandière bietet Workshops, Aufführungen, Ausstellungen, Konzerte in verschiedenen Sprachen für ein örtliches als auch internationales Publikum an. Der Anspruch ist es zusätzlich zu den Workshops den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu gestalten. www.schauspiel.de

Sommerakademie Familie Flöz

THOMAS | arttourist.com 1|2013

Schaupiel erlernen: die Allgäuer Sommerakademie Altusried

Foto: © Heike Ulbrich

Vom 4. bis 10. August 2013 haben aktive und zukünftige Amateurschauspieler in Altusried die Gelegenheit, eine Woche lang das Handwerkszeug für die wichtigsten Ausdrucksformen auf der Theaterbühne zu erlernen. Professionelle Dozenten geben ihre Erfahrung in Tages- und Abendkursen weiter. Im Mittelpunkt stehen Schauspiel, Regie, Musical, Sprechtraining und Straßentheater. Das gesamte Kursangebot finden Sie unter 4. – 10.8-2013 | www.allgaeuer-sommerakademie.de

Stage School Hamburg

ist ein internationaler Pool von Theaterschaffenden - Schauspieler, Musiker, Tänzer, Regisseure, Maskenbauer, Lichtdesigner, Kostümbildner, Regisseure, Dramaturgen und andere gute Seelen aus 10 Nationen. Eine anrührende wie skurrile Familie ist das, die „aus dem dunklen Bauch der Erde durch einen tiefen Schacht zum ersten Mal ans Licht kommt“. Dieses Bild hat die Familie Flöz 1996 in der internationalen Theaterszene geprägt und bekannt gemacht. In dieser Metapher steckt auch das Selbstverständnis dieser sich ständig wandelnden Truppe von Theaterschaffenden. Die Akteure von Familie Flöz unterrichten seit vielen Jahren in zahlreichen europäischen Theater-Hochschulen und Universitäten. Aus der 17-jährigen Zusammenarbeit der Truppe ist eine eigene Pädagogik entstanden, in dessen Mittelpunkt der schöpferische Schauspieler, das Ensemble, Masken und der Clown stehen. Sommer Akademie | 24.6. – 7.7.2013 | Abbazia San Giusto, Toskana, Italien | www.floez-akademie.net

26. Schwäbischer Kunstsommer Die Sommerakademie der Schönen Künste in Irsee

Die Stage School Hamburg ist die erste und größte private Schule für Performing Arts in Deutschland. Seit 25 Jahren werden hier junge Talente zu professionellen Bühnenkünstlern ausgebildet. Den Status als staatlich anerkannte Ergänzungsschule und das Prädikat, zu den renommiertesten Ausbildungsinstituten in Europa zu gehören, verdankt die Schule dem bewährten Ausbildungskonzept, der Kompetenz eines 60-köpfigen Dozententeams und ihrer großen Leidenschaft für die hohe Kunst der guten Unterhaltung. www.stageschool.de

Schreibwerkstatt Besser Schreiben mit Ursula Hass

Die Schwabenakademie Irsee lädt Künstler und qualifizierte Laien verschiedener Kunstklassen zu der achttägigen Sommerakademie „Kunst leben“ ein. Die Sommerakademie bietet Meisterkurse in Disziplinen der bildenden, musikalischen und darstellenden Künste sowie der Literatur: eine Woche intensive Arbeit in kleinen Gruppen und künstlerische Auseinandersetzung mit renommierten Meistern ihres Fachs. Sie bringt einen Dialog der Künste in Gang, der die Generationen übergreift und über die Grenzen der Kunstklassen hinaus Spielräume für gemeinsame Projekte eröffnet. Eben dies ist das Besondere dieser Sommerakademie der Schönen Künste: Der Kunstsommer ist interdisziplinär und intergenerational. Gemäß dem Motto „Kunst leben“ bilden die künstlerische Arbeit und das Leben der Künstler eine Einheit, indem sich alles auf einen einzigen Ort konzentriert, das Benediktinerkloster Irsee mit Ateliers in historischen Räumen, Aktivitäten in der idyllisch von Bäumen beschatteten Gartenanlage mit Springbrunnen, in der Klosterkirche und im Festsaal. 3. – 11.8.2013 | www.kunstleben.info

5. Literarische Sommerakademie Schrobenhausen mit Rahmenprogramm …bietet allen Menschen, die schreiben wieder ein breit gefächertes Programm. In einer Zeit, in der auch im Literaturbetrieb das schnelle kommerzielle Produkt eine große Rolle spielt, zeigen professionelle Autorinnen und Autoren auch dieses Jahr als Dozenten in ihren Workshops, dass es sich lohnt, an der Qualität der eigenen Texte zu arbeiten. Die künstlerische Entwicklung, die Förderung individueller Potentiale stehen dabei im Vordergrund. Am Abend treffen Kursteilnehmer, Dozenten mit Besuchern und Gästen zusammen. So wird Schrobenhausen auch in diesem Sommer wieder zu einem Ort literarischer Gespräche für alle, die mit offenen Augen und offenen Ohren Kultur schaffen und genießen wollen. 5. – 11.8.2013 | www.schrobenhausen.de

Sommerliche Schreibwerkstatt: “Poesie ist fast nichts, aber das total.” Probierstation Lyrik Internationale Sommerakademie Theater Graz Die Internationale Sommerakademie für Theater Graz blickt stolz auf eine 26-jährige Geschichte zurück. Sie ist mittlerweile ein kleiner aber fixer Stern am Himmel des Grazer Kultursommers. Alljährlich im August wird ein Kursprogramm - zusammengestellt aus knapp 30 Workshops in sämtlichen Bereichen der darstellenden Künste - angeboten, welches in seiner Vielfältigkeit und Leistbarkeit im deutschsprachigen Raum einzigartig ist. Es geht dabei darum, sowohl professionellen SchauspielerInnen, TänzerInnen, SängerInnen und ArtistInnen, als auch allen anderen interessierten Menschen das nötige Rüstzeug für ihren künstlerischen Weg zu geben und ihnen eine Spielwiese zu bieten. Für die meisten TeilnehmerInnen sind die 3 Wochen in der Grazer Sommerakademie eine intensive, prägende und oft auch weichenstellende Zeit, aus der sie viel für ihren weiteren Lebensweg und ihre Entfaltung mitnehmen. 4. – 24.8.2013 | www.theaterakademie-graz.at

Die Schriftstellerin, Germanistin und erfahrene Dozentin für Literarisches Schreiben bietet Schreib-Werkstatt, Gruppen- und Einzel- Coaching, Lektorat und Literarische Schreibreisen an. Die diesjährige Schreibwoche wird vom 18. bis 25. Juli 2013 in Torre Alfina /Latium im Hotel „Nuovo Castello“ stattfinden. Übernachtet und gearbeitet wird in dem separat und idyllisch gelegenen Landhaus „Casa Vacanza S. Antonio.“ Vormittags wird vor Ort – herrlich unter Pinien an einem langen Tisch – unter Anleitung von Ursula Hass inspiriert geschrieben. Voraussichtlich wird es um „Fantastisches Schreiben“ von Märchen, Fantasy, Sience Fiction bis hin zur Umsetzung eigener Projekte der Kursteilnehmer gehen. Nachmittags tummelt sich die Gruppe in der italienischen Landschaft und um kulturelle Highlights herum. 18. – 25.7.2013 | www.poetessa.de

„Poesie ist fast nichts, aber das total“, sagt der Dichter Wolf Wondratschek. In dieser Werkstatt wollen wir uns auf die Spur dieses „Nichts“ begeben. Sie sind eingeladen, sich dem Phänomen „Lyrik“ lesend und vor allem schreibend zu nähern - mit Spaß und gut aufgehoben in der entspannten Atmosphäre der Freudenburg. Sie können sich in einfachen, aber wirkungsvollen Gedichtformen versuchen (das müssen nicht Elfchen und Haikus sein). Die „Tricks“ der Profis sind ein weiteres Thema. Und wenn Sie mögen, wackeln wir ein wenig am Sockel der „Großen“. Die bewährten Leserunden am Abend ermöglichen Ihnen längere Schreib- und Mußephasen tagsüber und Reaktionen aus der Gruppe auf das, was am Tage entstanden ist. 23. – 26.7.2013 | Bassum, Die Freudenburg | www.vhs-diepholz.de | www.freudenburg-bassum.de

Thüringische Sommerakademie Das gewisse Geheimnis der Insel… Herzlich Willkommen auf der Website der Thüringischen Sommerakademie für Kunst und Musik. Kurse für Malerei und Zeichnung, Bildhauerei und freie Kunst, Workshops für Theater, Literatur sowie Meisterkurse für Musik und Improvisation lassen jeden Sommer aufs Neue ein besonderes Ereignis werden. Parallel dazu findet ein öffentliches Rahmenprogramm statt mit Konzerten, Ausstellungen, Dichterlesungen, Tanz, Performance und anderem mehr. All das an einem außergewöhnlichen Ort – einer ehemaligen Fabrik im kleinen Thüringer-WaldDorf Böhlen www.sommer-akademie.com/ 24.08.2013 - 28.08.2013  Bad Boll  

Literarische Sommerakademie Helles Licht und lange Schatten - die Aufklärung

Der klassische Entwicklungsroman erlebt seine erste Blüte durch die Inspiration der Aufklärung. Der Glaube an die Entwicklungsfähigkeit des Menschen wurde in den folgenden zweihundert Jahren auf eine harte Probe gestellt. Es ist ein langer Weg von Anton Reiser und Wilhelm Meister zu Hans Castorp und Oskar Matzerath. Wir lesen und diskutieren ausgewählte Texte. 14. – 18.8.2013 | Bad Boll |  www.ev-akademie-boll.de

Drehbuchwerkstatt Drehbuchwerkstatt Berlin

Ob Spiel- oder Dokumentarfilm, Fernsehdokumentation oder TV-Movie - sie alle leben von guter Dramaturgie, prägnanten Charakteren und stilistischer Eleganz. Die souveräne Beherrschung dieser handwerklichen Prinzipien ist heute wichtiger denn je. Denn der durchschnittliche Zuschauer sieht im Laufe seines Lebens Tausende von Filmen - verfügt also über ein enormes filmisches Wissen. Ziel der Drehbuchwerkstatt Berlin ist es, Autor/ innen auszubilden, die den Herausforderungen dieses modernen Schreibens gewachsen sind. Praxisnahe Kurse bieten einen fundierten Überblick über die zentralen Aspekte guten Schreibhandwerks. In Development Workshops entwickeln wir in konstruktiver Atmosphäre eigene Stoffe für den nationalen und internationalen Markt. Quereinsteiger aus anderen Berufsfeldern sind herzlich willkommen. Die vermittelten handwerklichen Prinzipien sind nicht nur für Filme, sondern auch für die dramaturgische Gestaltung aller gut geschriebenen Texte und Geschichten anwendbar. www.drehbuchwerkstatt-berlin.de


ANZEIGE

Klassik trifft Kompression Entspannter Operngenuss mit Kompressionsstrümpfen von medi

medi ist Partner des Wagnerjahres 2013

Die Musik – mitreißend. Die Abendgarderobe – atemberaubend. Das Wohlbefinden – unbeschreiblich.

MusiK – MOdE – KOMprEssiOn: der Dreiklang für einen einzigartigen Opernbesuch. Mit den topmodischen Kompressionsstrümpfen von medi erleben Sie kulturelle Sternstunden mit dem Plus an Wohlgefühl. Ganz gleich ob in München, Bayreuth oder Salzburg, selbst nach einer langen Inszenierung fühlen sich die Beine noch leicht und entspannt an. Möglich macht dies der exakt definierte Druckverlauf, der vom Knöchel nach oben hin abnimmt. Die Venenfunktion wird dadurch sanft unterstützt und das Blut effektiv zum Herzen zurückgeführt. Zur Auswahl stehen attraktive Modelle wie die mJ-1 Strumpfkollektion designed by Wolfgang Joop – für SIE und IHN. Sämtliche Modelle und Ausführungen finden Sie unter www.medi.de

Ihren Partner vor Ort finden Sie im Händlerfinder auf unserer Internetseite www.medi.de


Galleries | 303 Gallery | A | Abreu | Acquavella | Air de Paris | Aizpuru | Alexander and Bonin | de Alvear | Ammann | Andréhn-Schiptjenko | Approach | Art : Concept | Artiaco | B | Baronian | von Bartha | Baudach | Benzacar | de la Béraudière | Berinson | Bernier/Eliades | Fondation Beyeler | Blau | Blondeau | Peter Blum | Blum & Poe | Boesky | Bonakdar | Bortolami | Bortolozzi | BQ | Gavin Brown | Buchholz | Buchmann | C | Cabinet | Capitain | carlier gebauer | Carzaniga | Cheim & Read | Chemould | Chouakri | Coles | Contemporary Fine Arts | Continua | Cooper | Crousel | D | Daiter | Dane | De Carlo | Dvir | E | Ecart | Eigen + Art | F | Feigen | Fischer | Foksal | Fortes Vilaça | Fraenkel | Freeman | Friedman | Frith Street | G | Gagosian | Galerie 1900-2000 | Galleria dello Scudo | gb agency | Gelink | Gerhardsen Gerner | Gladstone | Gmurzynska | González | Marian Goodman | Goodman Gallery | Grässlin | Richard Gray | Greenberg | Greene Naftali | greengrassi | Greve | Guerra | H | Haas | Hauser & Wirth | Hazlitt Holland-Hibbert | Hetzler | Hopkins | Houk | Hufkens | Hutton | I | i8 | Invernizzi | Ishii | J | Jablonka | Jacobson | Jacques | Janda | Jeffries | Johnen | Juda | K | Kamm | Kaplan | Kargl | kaufmann repetto | Kelly | Kerlin | Kern | Kewenig | Kicken | Kilchmann | Klosterfelde | Klüser | König | Kordansky | Koyama | Koyanagi | Kreps | Krinzinger | Krupp | Kukje | kurimanzutto | L | Lahumière | Lambert | Landau | Lee | Gebrüder Lehmann | Lehmann Maupin | Lelong | Lévy | Linder | Lisson | Löhrl | Long March | Luhring Augustine | M | m Bochum | Maass | Maccarone | Magazzino | Mai 36 | Marconi | Marks | Marlborough | Mathes | Mayer | Mayor | McCaffrey | McKee | Meert | Meier | Meile | mennour | Metro Pictures | Meyer Riegger | Massimo Minini | Miro | Mitchell-Innes & Nash | Mnuchin | Modern Art | Modern Institute | Moeller | Mot | Müller | Munro | N | nächst St. Stephan | Nagel Draxler | Nagy | Nahem | Nahmad | Nature Morte | Nelson-Freeman | Neu | neugerriemschneider | New Art Centre | Noero | Nolan | Nordenhake | Nothelfer | O | Obadia | OMR | P | Pace | Paley | Pauli | Perrotin | Petzel | Pia | PKM | Podnar | Prats | Presenhuber | ProjecteSD | R | Raucci / Santamaria | Rech | Regen Projects | René | Reynolds | Riis | Ropac | Rosen | S | Sage | SCAI | Scheibler | Schipper | Schöttle | Schulte | Seroussi | Sfeir-Semler | ShanghART | ShugoArts | Sies + Höke | Sikkema Jenkins | Silverstein | Skarstedt | Skopia | Sperone Westwater | Sprüth Magers | St. Etienne | Staerk | Stampa | Standard (Oslo) | Starmach | Stein | Strina | Szwajcer | T | Taylor | Team | Tega | Templon | Thomas | Tschudi | Tucci Russo | V | van Orsouw | Verna | Vitamin | W | Waddington Custot | Wallner | Washburn | Weiss | Werner | White Cube | Wolff | Z | Susanne Zander | Thomas Zander | Zeno X | ZERO | Zwirner | Statements | 47 Canal | Beijing Commune | Campbell | Campoli Presti | Casas Riegner | Chert | Clages | Gaudel de Stampa | Gitlen | Krobath | Meessen De Clercq | Melas Papadopoulos | mother’s tankstation | Murray Guy | One and J. | Overduin and Kite | Side 2 | Silverlens | Silverman | Stevenson | third line | Tilton | Vavassori | Winter | Feature | bitforms | Boers-Li | Borzo | Castelli | Cera | Cherry and Martin | Dirimart | Experimenter | Foxx | Freymond-Guth | Alexander Gray | Herald St | Mendes Wood | Mezzanin | Monclova | Parra & Romero | Plan B | RaebervonStenglin | Ratio 3 | SKE | Spartà | Take Ninagawa | Vistamare | Williams | Edition | Alexander | Borch Jensen | Cristea | Crown Point | didier | Fanal | gdm | Gemini | Klosterfelde Edition | Knust | Lelong Editions | Nitsch | Pace Prints | Paragon | Polígrafa | STPI | Three Star | Two Palms

Vernissage | Wednesday, June 12, 2013 | By invitation only artbasel.com | facebook.com/artbasel | twitter.com/artbasel

THOMAS  

THOMAS is culture, art, music, theatre, design, travel, food, celebrities - published in Konstanz by Kai Geiger an friends.

Read more
Read more
Similar to
Popular now
Just for you