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www.artmagazine.cc

#14 TRANSITION // ÜBERGANG

Z e i tge n ö s s i s c he K un s t K la ssi sc he M o d e r ne, Ju wel en , U h ren Auktionswoche 31. Mai – 2. Juni 2017 Palais Dorotheum, Wien

www.dorotheum.com


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Übergänge

sind hart. Das Alte und bekannte funktioniert nicht mehr so richtig, während das Neue noch mit unsicheren Schritten und Fehlschlägen erprobt werden will. Klar erkennbar ist: Der Kunstmarkt und die Kunstszene befinden sich in einer Phase der Unsicherheit. Wahnwitzige Auktionsrekorde einerseits und die Schließungen bekannter und renomWe r n er R od l auer , Her ausgeber mierter internationaler Galerien andererseits haben bei Vielen die Frage nach der Sinnhaftigkeit der klassischen White Cube - Galerie aufsteigen lassen. Was tun, wenn Verkäufe vorwiegend auf kostenintensiven internationalen Kunstmessen stattfinden, während die Besucherzahlen in den Galerieräumen selbst gegen Null tendieren? Soziale Medien können die Lücke bei den GaleriebesucherInnen zwar virtuell schließen, aber der

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Schritt vom Like zum Kauf ist groß und kann selbst durch die rosigsten Zukunftsperspektiven der Analysten nicht verkleinert werden. Das artmagazine hat Thaddaeus Ropac vor das Mikrofon gebeten, der dafür plädiert, die Galerien wieder zum Zentrum der Auseinandersetzung mit Kunst zu machen, während Max Hetzler zur Besonnenheit rät und dazu, nicht jedem Hype hinterher zu laufen. Christina Steinbrecher-Pfandt sieht als Direktorin der viennacontemporary in der Kunstmesse die Chance, auch alternativen Formen der Galeriearbeit ein Forum zu bieten. Schließlich haben wir Bettina Steinbrügge, die erste Frau als Leiterin des zweitältesten Kunstvereins Deutschlands, zu ihren Konzepten für die Erneuerung der altehrwürdigen Institution befragt. Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Lesen. Mehr zu Galerien, über Ausstellungen und den Kunstmarkt finden Sie auf unserer Website unter artmagazine.cc

Ser v ice is t der Sc h lüs s el Christina Steinbrecher-Pfandt künstlerische Leitung viennacontemporary

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W ir b r a u ch en Ver b ündete Max Hetzler, Galerist

5 D e r Ku ns t v er ei n a l s M ö glic h k eits raum Bettina Steinbrügge, Direktorin Kunstverein in Hamburg

6, 7 W i r m ü s s en z u r ü ck in die G alerie Thaddaeus Ropac, Galerist

artmagazine_hilger_brot_4_17_Layout 1 08.04.17 17:18 Seite 1

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IM P R E S S U M : C HE F R E D A K T I O N, HER AU S G EB ER : Werner Rodlauer REDAKTION S- UN D VERWALTUNG S A DRE S S E : a rt m a g a zi n e Kun st -In fo rm a t i o n sg e se llsc ha ft m .b.H ., B re i t e n furt e r S t ra ße 3 9 4 / 1 0 , 1 2 3 0 Wi en , T: + 4 3 1 2 3 1 4 0 9 3 , E : r ed a k ti on @a r tm a ga z i n e. c c , w w w . a r t m a g azi n e.cc B 2B , G R AF I K : A lexandr a Remm, r emm@ar t magaz ine.cc. DRU C KP RO DU KT IO N: fre e a g e n t d ba , j o ha n n e s la c k n e r, k la g e n furt a m w ö rt he rse e . C O V E R : To m Wes s el man n , S moki n g Cigar et t e #2, 1980, Acr y l auf H olz , 99 x 17 3 c m , € 3 8 0 .0 0 0 – 4 8 0 .0 0 0 , A uk t i o n Z e i t g e n ö ssi sc he Kun st , 3 1 . M a i 2 0 1 7 , © B i ld re c h t, Wi en 2 0 1 7 . ( B ez a h l te A n z ei ge)


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Se rv i ce i st de r Schlü s s el Vor der dritten Ausgabe der viennacontemporary in der Marx Halle, die neuerlich interessante Galerien und spannende Sonderprojekte nach Wien bringt, sprechen wir mit der Messedirektorin Christina Steinbrecher-Pfandt über die Anfänge der Kunstmesse, ihre Zukunft und aktuelle Herausforderungen. INT ER VIEW: WER NER R ODL AU ER

artmagazine.cc: Was war Ihre Motivation, 2012 von der Art Moscow weg zu gehen und gemeinsam mit Vita Zaman die Leitung der Kunstmesse in Wien zu übernehmen, die damals noch den Namen Viennafair trug?

enormen Aufwand.Wir sind überzeugt davon, dass Wien diesen Aufwand wert ist. Die Galerien, die andere Kundengruppe der viennacontemporary, stehen derzeit unter einem hohen Druck. Es gab Galerieschließungen, das klassische Modell des White Cube wird grundlegend hinterfragt und die Messeteilnahmen werden reduziert. Wie kann sich eine Kunstmesse wie die viennacontemporary vor diesem Hintergrund weiter entwickeln?

Christina Steinbrecher-Pfandt: Ich war ja als Leiterin der Art Moscow mehrfach in Wien und fand es spannend, was hier auf der Kunstmesse in Wien passierte. Besonders interessierte mich das Einzugsgebiet Osteuropa mit dem ich mich sehr identifizieren kann. Außerdem musste ich feststellen, dass Wien eine unterbewertete Stadt war. Darin sah ich für mich eine echte Chance. Die Stadt Wien hatte unglaublich viel zu bieten, wurde aber international kaum wahrgenommen. Für mich war das eine Situation mit der man arbeiten konnte.

Ich denke, das ist sogar ein zusätzliches Argument für eine Messeteilnahme. Denn gleichgültig welches Modell eine Galerie verfolgt, geht es doch darum, sich zu präsentieren. Im Rahmen unserer Sonderpräsentationen haben wir schon bisher neue Formen der Teilnahme für Galerien entwickelt und werden das auch in Zukunft tun.

Die Messe hat sich ja dann noch unter dem alten Veranstalter schnell weiter entwickelt.

Die Art Basel ist vor kurzem bei der Art Düsseldorf eingestiegen, die Art Cologne bei der abc Berlin. Wird die viennacontemporary irgendwann einen größeren Partner haben?

Ich hatte ja schon in den Jahren davor viele Kunstmessen in unterschiedlichen Ländern besucht. Es ging mir einfach darum, internationale Standards einzuführen, die eine Kunstmesse auf jeden Fall haben muss. In erster Linie wollte ich ein VIP-Programm konzipieren, das den internationalen Sammlerinnen und Sammlern interessante Inhalte und ein entsprechendes Service bietet. Diese Dienstleistung wird auch bei Kunstmessen immer wichtiger. Wenn man hält was man verspricht, dann findet man auch die richtigen Kunden. Und zum zweiten ging es darum, immer wieder die Vorteile Wiens als Kunstdestination hervorzuheben. Eigentlich bin ich von einer Messedirektorin zu einer Standortverkäuferin geworden.

Das ist für uns kein Thema. Wir haben hier in Wien genug Potential um eine eigenständige Messe zu produzieren. Wäre es nicht ein großer Vorteil, ein Teil eines größeren Netzwerkes wie das einer Messegesellschaft zu sein, in dem auch Investitionen möglich sind? Seit wann investieren denn diese Messekonzerne in kleinere Messen die sie aufgekauft haben? Die Zukunft der Marx Halle ist nach wie vor ungewiss. Welche Rolle spielt der Veranstaltungsort für die viennacontemporary?

War der Wechsel in die Marx Halle und selbst als Veranstalter zu agieren ein notwendiger Schritt in die Selbstständigkeit? Es gibt Eckdaten einer Kunstmesse die einfach stimmen müssen. Wenn schon das Datum nicht stimmt, dann kann man nur scheitern. Anstatt sich entschuldigen zu müssen, nicht den optimalen Zeitpunkt im internationalen Messekalender wählen zu können, wollten wir die richtigen Bedingungen schaffen um eine Weiterentwicklung zu ermöglichen. Der Wechsel in die Marx Halle war dann Chris tina St e i n b re c he r, F o t o : v i e n n a c o n t e m p o ra ry nur noch ein logischer weiterer Schritt. Österreich mag ein kleines Land sein, das Auch die Änderung des Namens der Messe spielt international keine Rolle. Es liegt hatte letztendlich einen positiven Effekt. mitten in Europa, und Wien hat offensichtlich alles, was den Menschen heute wichtig Aktuell gibt es weltweit doch viele ist, sonst wäre die Stadt in einer Studie nicht Kunstmessen, die ähnlich wie die acht Mal hintereinander zur „Most Livable viennacontemporary funktionieren. City“ der Welt gewählt worden. Wie kann sich eine Messe in Wien gegen Die Besucherinnen und Besucher, die wir diese Konkurrenz durchsetzen? international ansprechen, wählen ihre ReiWas sich meiner Meinung nach in den letz- seziele sehr genau. Da geht es um die Anten Jahren ganz stark verändert hat, ist der reise, oder die Flugzeiten, also brauchen Faktor Zeit. Kaum jemand hat noch die wir einen ganzen Katalog voll von guten ArZeit oder ist so abenteuerlustig um einfach gumenten, um diese Leute zu überzeugen. irgendwohin zu fahren um zu schauen was Jede Stadt hat ihre eigene Relevanz, wenn es es dort denn gibt. Kunstsammler, Muse- um den Besuch von Kunstmessen geht. umsleute und Kuratoren wollen ganz genau Hong Kong ist das pulsierende Zentrum wissen, was sie an einem Ort erwartet. Mit Asiens, New York ist das kulturelle Zentrum unseren Services sind wir da auf jeden Fall der USA. Wien besitzt mit seiner hohen international konkurrenzfähig. Lebensqualität eine globale Relevanz und Unser zweites Asset ist der Standort. Kunst und Kultur sind ein bedeutender Be-

standteil dieser Stadt. Deshalb ist genau dieser Standort für die viennacontemporary so wichtig. Es wäre wesentlich schwieriger, eine ähnlich gelagerte Kunstmesse in einer anderen europäischen Stadt zu veranstalten. Ich bin ja mittlerweile schon eine überzeugte Wienerin geworden.

Wenn die Stadt Wien einen jährlich wiederkehrenden großen Kunstevent haben will, der auch touristisch interessant ist, dann braucht es auch eine besondere Location. Messehallen gibt es ja überall auf der Welt und sie sehen alle ähnlich aus. Wien ist jetzt schon die Kulturhauptstadt Europas und kann im Zusammenhang mit der Lebensqualität ein weltweites Publikum anziehen, das auch Geld für Kunst und Kultur ausgibt – wenn es die richtigen Events dafür gibt und die entsprechenden Veranstaltungsorte. Das betrifft natürlich auch das lokale Publikum. Es geht doch darum, Leute zu finden, die offene Ohren und Augen für die Leistungen der Galerien haben und diese Interessen lokal wie international zu vernetzen. Wir bringen durch unsere Services die Sammler und die Besucher auf die Messe, dann liegt es an den Galerien, die entsprechenden Verkäufe zu machen. Wir bemühen uns jedenfalls, unsere Leistung bestmöglich zu erbringen.

Spielt der früher stärker kommunizierte Begriff der Entdecker-Kunstmesse jetzt eine kleinere Rolle, nachdem die Ist vor dem Hintergrund des aktuellen Kunstsammler genauer wissen wollen was Wandels der Galerienszene auch eine Phase der Konsolidierung absehbar? sie hier erwartet?

ist unser Schwerpunkt auf Ost- Also ich kenne keine Messedirektorin oder europa mit seinen noch zu entdeckenden Direktor der sich jemals zurückgelehnt Künstlerinnen und Künstlern ein be- hätte. deutendes Argument. Aber es zählt auch viennacontemporary die Betreuung, das Service und die Er21.-24.09.2017 reichbarkeit für die Sammler. Das Team Marx Halle, 1030 Wien der viennacontemporary leistet hier einen viennacontemporary.at

Natürlich


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Wi r brauche n Ve rbündete Seit über 40 Jahren betreibt Max Hetzler seine Galerie; zuerst in Stuttgart, später in Köln und jetzt in Berlin. Gegen die Aufgeregtheit des aktuellen Kunstbetriebs setzt er auf eine kontinuierliche Galeriearbeit, die Neues wie z.B. Soziale Medien nicht ausschließt, diese aber nicht zum Maß des Erfolgs macht. INT ER VIEW: ST EFAN KOBEL

Wie sehen Sie Kunstmessen als Vermittlungsinstrument? Das ist eine Frage, die sich mir als Galerist so nicht stellt. Wir brauchen beides, die Vermittlung durch Galeriearbeit zusammen mit den Künstlern, und wir brauchen die Messen. Ihre Galerie hat mit den „Hetzler Boys“ Kunstgeschichte geschrieben. Glauben Sie, dass so eine enge Bindung von Künstlern untereinander und zu Ihrer Galerie heute noch möglich ist? Die „Hetzler Boys“ sind eine Erfindung der Presse, und das kam gar nicht gut an, weder bei den Künstlern noch bei mir. Zur Frage: Ich kann mir das nicht vorstellen. Meine ersten Ausstellungen in Stuttgart unter anderem mit Oehlen, Kippenberger, Mucha, Förg und Kiecol - alles Künstler meiner Generation - hat in der Vielfalt und Qualität eine Haltung widergespiegelt. Ich glaube nicht, dass das heute so noch möglich ist. Ich hatte damals genügend Zeit mich auszuprobieren. Ich kann mir nicht vorstellen, dass eine junge Galerie sich heute bis zu zehn Jahre Zeit geben kann, um sich mit ihren Künstlern international zu etablieren. Der Middle Market Squeeze setzt den mittelständischen Galerien gerade hart zu. Halten Sie das für ein temporäres Phänomen, oder ist das ein strukturelles Problem?

artmagazine.cc: Mögen Sie Kunstmessen? Max Hetzler: Da kann ich weder mit Ja oder Nein antworten. Ich nehme seit 1982 an der Art Basel teil, mit einer Unterbrechung, bedingt durch meinen Umzug nach Berlin. Die Art war immer gut, hohe Qualität und

Die Zukunft des Kunstmarkts wird gerade von vielen in Asien gesehen. Teilen Sie diese Ansicht? Das kann ich so nicht bestätigen. Ich habe noch nie in Hongkong mitgemacht und habe keine Absicht ein Büro oder eine Dependance dort zu eröffnen. Wir hatten im letzten Jahr in Paris eine Ausstellung mit Ai Weiwei und gerade in Berlin mit dem Maler Zhang Wei. Ich arbeite mit keinem chinesischen Sammler vom Festland und kenne dort keine Kuratoren, die einzigen Kontakte bestehen über Art Adviser. Ob die Zukunft des Kunstmarkts in Asien liegt, weiß ich nicht. Sind Art Adviser ein wichtiger Bestandteil des Betriebssystems? Es gibt hervorragende Berater, ohne die der Markt nicht so funktionieren würde, wie er sich heute darstellt. Der Markt ist vielfältiger und größer geworden, als Einzelkämpfer haben sie heute wenig Chancen. Sie brauchen Verbündete für die Galerie und ihre Künstler. Galerie Max Hetzler Bleibtreustraße 45 Goethestraße 2/3 10623 Berlin 57, rue du Temple 75004 Paris www.maxhetzler.com

ART SALZBURG CONTEMPORARY & ANTIQUES INTERNATIONAL

22 – 25 JUNI 2017 MESSEZENTRUM SALZBURG

Bild: Roman Träxler

M a x He t zle r , F oto: T homas M eyer/ O STKREUZ

Wenn ein Künstler Erfolg hat - und das ist ja das was wir wollen - am Markt, teilnimmt am Diskurs oder auf den großen Ausstellungen und in den Museen vertreten ist, ist es verständlich, dass, wenn er seine internationale Anerkennung festigen möchte, man ihm dann den Weg zu einem Global Player nicht verstellen sollte. beste Kollegen. Mit den Jahren hat sich Es ist schwer zu verkraften, wenn ein die Messe verändert, Art Unlimited ist Künstler die Galerie verlässt, auch in seinem dazugekommen. Für mich lässt sich die Art Interesse sollte immer beides möglich sein. Basel nicht nur am kommerziellen Erfolg messen. Ja, ich mag Messen und ich kann Hat die klassische Galerie als stationärer dort Geld verdienen. Ich mache gerne die White Cube ausgedient? Fiac, Miami, Basel und neuerdings auch wieder Köln.

Was ich beobachte ist, es gibt von allem zu viel: Internetauftritte, Kataloge, Biennalen, Messen und eben auch Galerien. Nicht alle werden überleben können. Die Zahl der Sammler und Mäzene ist nicht entsprechend mitgewachsen. Dass Galerien zumachen, ist ja keine Schande. Es machen immer wieder Galerien auf und zu. Dadurch entsteht eine gewisse Dynamik und das kann ja nicht schlecht sein. Zuspitzungen in den Medien, die gerne einerseits von Rekordpreisen schreiben und andererseits über Schließungen lamentieren, reflektieren keineswegs den eigentlichen Markt.

Internationale Messe für zeitgenössische Kunst, klassische Moderne & Antiquitäten DO & SA 11.00 – 19.00 | FR 11.00 – 21.00 | SO 11.00 – 18.00

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D e r K u n stv e re i n als Mög l i c h kei ts raum Bettina Steinbrügge ist die erste Frau an der Spitze des zweitältesten Kunstvereins in Deutschland. Für dessen 200-Jahr Feier hat sie ein Programm zusammengestellt, das ihre Sicht auf die aktuellen Aufgaben eines Kunstvereins, die Möglichkeiten des Denkens und die Basis der Demokratie und der gesellschaftlichen Entwicklung in den Mittelpunkt stellt.

I N T E RVI E W : RA I M A R S TANGE

artmagazine.cc: Der Kunstverein in Hamburg feiert dieses Jahr 200. Jubiläum. Ist eine solche geschichtsträchtige Tradition Belastung oder Herausforderung? Bettina Steinbrügge: Eine geschichtsträchtige Tradition ist eher Privileg und Herausforderung als Belastung. Belastung in dem Fall nur, weil mit einem kleinen Team ein Jubiläum gestemmt werden soll. Gerade die Aufarbeitung der Geschichte bedarf doch einiges an Konzentration und auch Manpower. Aber dafür hatten wir glücklicherweise auch das Team des Kunsthistorischen Institutes der Universität Hamburg, das fast zwei Jahre für uns gearbeitet hat. Die Geschichte selbst ist ein Gewinn. Obwohl ich bereits seit längerem in und mit Kunstvereinen beschäftigt bin, habe ich erst in Hamburg das erste Mal die gesamte Geschichte und Herkunft der Kunstvereine aufgearbeitet und überprüft wie sehr das Ursprungsansinnen des bürgerlichen Vereins auch heute noch aktuell ist oder neu nutzbar gemacht werden kann. Wir haben als Team dabei auch immer an die Zukunft gedacht und uns gefragt, wie man aus der Geschichte Erkenntnisse für zukünftiges Arbeiten gewinnen kann. Die Geschichte ist ein auf und ab, gespickt mit vielen Höhepunkten und auch mit schwierigen Phasen - sie bildet die kulturelle Entwicklung in Hamburg und im deutschsprachigen Raum ab. Ich bringe dem, was in diesem Verein geleistet wurde, allergrößten Respekt entgegen und hier liegt natürlich auch die Herausforderung. Wie trägt man diese Tradition weiter? Die Aufarbeitung hat dabei sehr geholfen und den Blick für vieles geöffnet, was im Tagesgeschäft nur zu gerne unter den Tisch fällt. Es gibt hier etwas zu verteidigen und zu schätzen, etwas was viel länger währt als das eigene kuratorische Konzept.

Die Stipendiatenausstellung dagegen förderte den schnellen Rhythmus mit Fokus auf adäquate Präsentation und Sichtbarkeit der einzelnen Positionen. Jed Martin (22. April - 18. Juni 2017, Anm. d. Red.) verbindet den Theater- und den Kunstraum miteinander, wobei beide auf die Logik des jeweils anderen Ortes eingehen und so eine andere Sichtweise erlauben. Sehgewohnheiten sollen so aufgebrochen werden, dass neue Erfahrungen möglich sind. Bei der Auswahl der präsentierten KünstlerInnen steht das künstlerische Experiment im Zentrum. So bespielte die Elektromusikerin Holly Herndon im Sommer 2015 den Kunstverein mit einer raumgreifenden Klanginstallation, die sich mit der physischen Präsenz des menschlichen Körpers im Internet auseinander setzte. Dies war die erste Einzelausstellung von Herndon, die über das Format einer Performance hinausging und auch für sie neue Fragestellungen eröffnete. Auch James Benning, ein gestandener Filmemacher, präsentierte im Kunstverein in einer großen Einzelausstellung sein künstlerisches Werk, das in einem gattungsübergreifenden Grenzgang Fragen nach Radikalisierung verhandelte. Er ging das Thema der Radikalisierung komplett anders an, als es im Mainstream diskutiert wurde, sondern bezog sich auf Thoreau und die Industrialisierung im 19. Jahrhundert. Das hat auch meinen Blick für eine ganz anders geartete Argumentationslinie geöffnet. Genauso Lili Reynaud Dewar, die sich fragt, warum es überhaupt Rassen- und Geschlechtertrennung gibt und so originell wie auch präzise argumentiert - jenseits des herrschenden Argumentationsmuster - dass man einigermaßen erstaunt den Kunstraum verlässt, weil wohlbekannte Diskurslinien plötzlich auf den Kopf gestellt werden. Wenn das funktioniert, finde ich das super. Denn die Kunst ermöglicht genau dies.

Dann zur Gegenwart: Welche Möglichkeiten oder Aufgaben hat ein Kunstverein wie der in Hamburg für Sie heute? Fürchten Sie, dass diese Freiheit des künstlerischen Denkens angesichts der Kunstvereine sind Möglichkeitsräume. aktuellen Hochkonjunktur des rechten Ich zeige etwas, was ich für wichtig erachte, Populismus eingeschränkt werden könnte? auch wenn es nicht konform ist. Ich möchte den Blick öffnen für die Möglichkeiten des Im Moment mache ich mir noch keine Denkens außerhalb des Mainstreams. Sorgen, zumindest nicht in Deutschland. Die Deutschen sind derzeit noch am wenigsten Können Sie dafür konkrete Beispiele empfänglich für populistische Strömungen, aus Ihrer Ausstellungspraxis hier im wie gerade auch neueste Statistiken belegen. Kunstverein in Hamburg nennen? Aber das ist natürlich nur ein kleiner Trost, wenn wir die weltweite Entwicklung sehen, Die Frage ist komplex, da es zum einen um die ein ganz anderes Bild zeichnet. Die Formatfragen, zum anderen um inhaltliche Demokratie und damit auch die Freiheit Fragestellungen geht. der Kunst stehen gerade vor allergrößten Ich versuche es mal mit drei Beispielen: Herausforderungen. Ausstellungen wie die von Geoffrey Farmer Ich glaube, wir müssen uns bewusst werden, im Jahr 2014, die Stipendiatenausstellung im dass wir - auch in Deutschland - im Zuge Jahr 2015 und die diesjährige Ausstellung des aller Individualisierungstendenzen und französischen Künstlers Jed Martin, die wir dem Primat des wirtschaftlichen Denkens in Zusammenarbeit mit dem Schauspielhaus - vergessen haben, woraus sich ein starkes in Hamburg machen, leben von der Frage demokratisches Gefüge zusammensetzt. nach dem Format. Farmers Beitrag stellte Bildung, Kultur und Gemeinwesen sind sich als Mini-Oper mit einer Laufzeit von immer weiter zurückgeschraubt worden und sechs Stunden dar, die die Besucher zum jetzt stehen wir vor dem Dilemma, dass wir mehrfachen Besuch animieren sollte. dies wieder neu erlernen müssen.

B e tti n a S te i n b r ü g g e , F o to : N a ta s c h a U n k a r t

Jan Philipp Reemtsma schreibt in seinem Büchlein „Das unaufhebbare Nichtbescheidwissen der Mehrheit“ - eine Kompilation von sechs Vorträgen zu Literatur und Kunst - von seiner Überzeugung, dass eine Gesellschaft, die keine Achtung mehr vor ihrer eigenen Kultur hat, der ihre eigene Unbildung gleichgültig geworden ist, nicht nur ernsthaft gefährdet, sondern im Grunde hoffnungslos ist. Wenn selbst die Bildung einer kulturellen Elite für überflüssig gehalten wird, weil man ihr Wertschöpfungspotential nicht zu beziffern vermag, dann hat der Ausverkauf der eigenen Tradition begonnen. Hier liegt eine echte Aufgabe, der wir uns mit

Selbstbewusstsein stellen müssen. Es gilt wieder, und dies über die Grenzen hinaus, für die Freiheit der Künste einzustehen. Wir müssen auch sehr genau beobachten, was international passiert und wo die Künste signifikant eingeschränkt werden. Ich bin derzeit z.B. sehr gespannt, wie die nächste Istanbul Biennale sich gestalten wird. Derzeit scheint es noch zu funktionieren. Aber können wir uns wirklich sicher sein?

Kunstverein in Hamburg Klosterwall 23 20095 Hamburg www.kunstverein.de


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Wi r m üsse n z urü ck in die Galerie Thaddaeus Ropac hat in den vergangenen zwei Jahrzehnten ein internationales Galerie-Imperium aufgebaut, das an fünf Standorten in Europa und bei unzähligen Messeteilnahmen eine immer noch wachsende Zahl an Kunstsammlerinnen und Kunstsammlern weltweit betreut. Für ihn ist und bleibt die Galerie der zentrale Ort der Präsentation und der Begegnung mit Kunst. INT ER VIEW: WERNE R RODL AUE R

G T R L o n d o n , 2 0 1 7 , F o t o : Jo se p h A sg ha r

E l y H o u s e i n 2 0 1 6 , G a l e r i e T h a d d a e u s R o p a c L o n d o n F o to s : H u g o G l e n d i n n i n g

Ely House Lond o n , F o t o : G a l e r i e T h a d d aeus Rop ac

Ihre Galerie ist in den letzten 20 artmagazine.cc: Läuft etwas falsch im Jahren auf über 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an fünf Standorten aktuellen Kunstmarkt? gewachsen. Ist Größe eine Voraussetzung Der Markt ist so groß geworden, mit einem für den Erfolg geworden? so schnellen Wachstum kann nicht alles richtig laufen. Ich habe gesehen, wie sich der Mit London haben wir natürlich ein Kunstmarkt vom Elfenbeinturm in die Mitte riesiges neues Standbein dazugewonnen des Lebens bewegt hat. Der Elfenbeinturm mit und wir bewegen uns natürlich im selben seiner Isolation war nicht ideal, und das was Fahrwasser wie andere große internationale wir jetzt erleben, die Größe und besonders das Galerien. Es ist aber praktisch unabdingbar geworden, wenn man versuchen will, für Tempo, ist auch nicht ideal. Nur ist die Kunst heute so im Leben seine Künstler das Optimale zu erreichen. angekommen, dass junge Menschen mit Kunst Es ist nicht so, dass man unbedingt aufwachsen und die Auseinandersetzung ist in wachsen muss, aber der Markt gibt uns die dieser Zeit nicht nur intensiver und schneller, Möglichkeit dazu und wir nutzen sie, um sondern auch bewusster geworden und das ist an unterschiedlichen Standorten präsent sein zu können. gut so.

Diese beiden Städte sind mit ihren Museen und Institutionen so wichtig, dass internationale Kunstsammler und Kuratoren regelmäßig vor Ort sind. Mit jetzt fünf Standorten, bekommen Sie da nicht ein Problem, jeweils für die Kunden auch präsent zu sein? Diese Phase habe ich jetzt schon länger hinter mir. Wenn es darum ginge, dass ich persönlich an den jeweiligen Standorten anwesend sein müsste um die Dinge voranzutreiben, dann könnte die Galerie ja gar nicht wachsen. Man muss sich auch loslösen können von der Bindung der Galerie an die eigene Person. Für mich ist es viel wichtiger, bei den Künstlern präsenter zu sein und mich um die großen Museumsausstellungen zu kümmern, an denen die Künstler der Galerie beteiligt sind. Außerdem produzieren wir dreißig bis vierzig Ausstellungen pro Jahr und rund 25 Publikationen die immer aufwendiger werden. Das war früher vielleicht anders. Leo Castelli und Ernst Beyeler sagten immer: „Man kann nicht größer werden als die Zahl der Sammler, die man selbst noch bewältigt.“ Diese Regel ist mittlerweile überholt. Meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an den Galeriestandorten können Sammler viel konzentrierter und besser betreuen.

Beeinträchtigt die aktuelle Geschwindigkeit Im Falle von London wird das jetzt aber im Kunstsystem nicht gerade diese intensive komplizierter als gedacht. Auseinandersetzung mit der Kunst? Als überzeugter Europäer bin ich sehr Natürlich ist es ein Problem, wie rasch heute enttäuscht über die Entscheidung der Künstlerkarrieren vorangetrieben werden. Briten, die EU zu verlassen. Es wird wohl Wir erleben gerade mit einem jungen komplizierter werden, ich habe aber Künstler, den wir vertreten, ein Tempo das nie daran gedacht, die Entscheidung ich für sehr ungesund halte. Wir versuchen, für London rückgängig zu machen. Die gemeinsam mit anderen Galerien, dem Kunstwelt agiert doch in ihren eigenen entgegen zu steuern um dem Künstler auch Bahnen und ich rechne nicht damit, dass die Möglichkeit zu geben, sein Werk in Ruhe es Künstler überhaupt beeinflusst und wenn dann dahingehend, dass sie in ihrer entwickeln zu können. Das ist einfach Teil unseres Jobs als Arbeit darauf reagieren. Galerie. Bei allen Extremen, die der aktuelle Man wird abwarten müssen, wie weit das Kunstmarkt mit sich bringt und die es gilt den Markt oder die Entscheidungen von in den Griff zu bekommen, sehe ich die Kunstsammlern überhaupt beeinflusst. Wir erreichen in London genauso wie in Entwicklung trotzdem positiv. Aber die Galerie als PräsentationsParis ja nicht nur das lokale Publikum. und Verkaufsort für Kunst ist doch

Sa lz b u r g , V i l l a Kast , Fot o: U l r i ch Ghe z z i

P a ri s, M a r a i s ; F o to : A d r i a n G h e n i e

auch schon überholt, denkt man an die elektronischen und sozialen Medien und den Messeboom der letzten Jahre. Ich bin nach wie vor der Meinung, dass die wichtigen Kunstwerke in den Galerien verkauft werden und nicht im Netz. Das Erlebnis vor einem Bild, vor einer Skulptur zu stehen wird sich auch noch die nächsten dreißig Jahre nicht ersetzen lassen. Ich bin der Meinung, dass wir drei Viertel unserer Umsätze in den Galerien machen müssen und nicht auf Kunstmessen. Wenn ich an die vielen jungen Galerien denke, die davon träumen und darum kämpfen an den großen Kunstmessen teilnehmen zu können, dann sage ich immer: „Wir müssen zurück in die Galerien!“ In den Galerien achten wir auf jedes Detail, den Boden, das Licht. Bei den Messen werden wir plötzlich sehr bescheiden und sind bereit mit schlechtem Boden, grauenvollen Wänden und unzulänglichem Licht umzugehen. Wir müssen die Galerie wieder als Hort der wichtigsten Ausstellungen und Begegnungen etablieren. Messen sind wichtig, aber sie sollen nur das Sahnehäubchen auf dem Kuchen sein, einen extra Umsatz und vielmehr Kontakte für die Arbeit in der Galerie liefern. Wir möchten ja nicht nur ein einzelnes Kunstwerk präsentieren, sondern eine ganze Ausstellung und daher geht es bei den Messen darum, Werbung für die Ausstellungen an den einzelnen Standorten zu machen.


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GTR L ondon, 2017, F o t o : Jo se p h A sg ha r

Das mag für kleinere Galerien jetzt zynisch klingen, die ja die teuren Messeteilnahmen finanzieren müssen und dann noch mit Gewinn nach Hause fahren wollen. Ich denke wir erziehen das Publikum falsch, wenn wir ihm angewöhnen nur noch von Messe zu Messe zu reisen. Ich bin sicher wir profitieren alle davon, wenn wir die Galerie wieder zum Ort der Kunstbegegnung machen. Ich spreche immer wieder mit jungen Sammlern und frage, ob ihnen das Netz als Ort der Auseinandersetzung reicht und das ist gerade nicht der Fall. Wenn man irgendwann alles virtuell erleben kann, dann braucht es in letzter Konsequenz auch das Kunstwerk nicht mehr.

zu schaffen, der es den Künstlern ermöglicht ihre Visionen zu verwirklichen. Das ist auch der Grund, warum Millionen von Menschen dort hingehen. Wir haben auch für London darüber nachgedacht, wer so ein Gebäude am Besten in einen Kunstraum verwandeln könnte. Annabelle Selldorf hat schon mit der Neuen Galerie und der Frick Collection in New York sowie einigen anderen Galerien bewiesen, dass sie fähig ist, Räume und Häuser in funktionierende Museen und Galerien zu verwandeln. Ich bin kein Freund von diesen ähnlich aussehenden „White Cubes“. Mir ist es wichtig eine Atmosphäre zu schaffen, was uns mit dem Ely House auch wirklich gelungen ist.

Es gibt aber viele Versuche, den Ort Trotz aller Atmosphäre in den realen Galerie anders aufzuziehen, etwa als Kunsträumen arbeitet die Galerie Ropac trotzdem intensiv mit neuen und Popup-Space. sozialen Medien. Der Instagram Account Ich bin da einfach „Old School“ und der Galerie hat immerhin fast 74.000 verteidige den Galeriespace und die Abonnenten. Begegnung mit Kunst in der klassischen Form der Galerie. Bei einem Popup-Space Wir nehmen unseren Auftritt im Bereich geht man viele Kompromisse ein was die der Social Media schon sehr ernst. Ich merke Präsentation betrifft und fokussiert auf ein auch, dass speziell Instagram uns gut vernetzt ephemeres Erlebnis mit der Kunst, dass mit unserem Publikum. Es geht dabei nicht vordergründig um Verkäufe, sondern um dann eben wieder vorbei ist. Ankündigungen zu Veranstaltungen. Wir investieren viel Mühe und Geld um Räume zu schaffen, die eine Ausstrahlung Auch wenn es vorkommt, dass über das haben. Es gibt zwar auch das virtuelle Bild eines Werkes ein Dialog entsteht, der Museum, aber die großen Institutionen dann letztendlich zu einem Verkauf führt, wie die Tate Modern haben sich ganz aber es geht dabei nie um das Werk das man sorgfältig überlegt, mit den interessantesten gerade postet. Ähnlich wie auf Facebook Architekten zu arbeiten um einen Kunstraum geht es darum, uns mit unserem Publikum zu vernetzen. Es ist aber auch spannend

T h a d d a e u s R o p a c , F o to : A n d r e w P h e l p s

zu sehen, wie ein Dialog zwischen den der zentrale Ort der Präsentation. Besucherinnen und Besuchern entsteht. Ja, ich möchte die Menschen in die Galerie zurückholen. Nach Markus Schinwald im Jahr 2011 bespielt nun wieder ein Künstler den Sie vertreten den Österreichischen Pavillon in Venedig. Galerie Thaddaeus Ropac Ja, und wir freuen uns sehr darüber. Die Biennale bringt immer noch einen zusätzlichen Effekt an Aufmerksamkeit der mit Museumsausstellungen so nicht erreicht werden kann. Ich bin sicher, dass das für Erwin Wurm ein wichtiger Schritt sein wird. Trotz Biennale und vieler anderer Museumsausstellungen die Ihre Galerie betreut bleibt die Galerie für Sie

P a ri s, P a n t i n , O u t si d e Vi e w , F o t o : P h i li p p e S e rv e n t

Mirabellplatz 2 Vilniusstraße 13 5020 Salzburg 7, rue Debelleyme 75003 Paris 69, avenue du Général Leclerc 93500 Paris-Pantin 37 Dover Street London W1S 4NJ www.ropac.net


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Fotomontage, ©1929, Foto: Max Halberstadt

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