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Unar tig? passender aufkleber innenliegend...

GRoSSkUnST ⁄ ⁄ klEinkUnST ⁄ ⁄ HalBkUnST

MaGaZin ZUR aUSSTEllUnG

aUSGaBE SEpT.2011 4 260182 3. JaHRGanG HEfT 3

€ 3,00

SCHUTZ GEBÜHR

210024

4 260182 210031


Kunst und Kultur sind Nahrung für Geist und Seele. Anderen fehlt Nahrung schon im Bauch.

MIT ARTIG E.V. HILFE ZUR SELBSTHILFE:

FOOD BANKS FÜR AFRIKA

Sie spenden. Wir sammeln. Alpensolar verdoppelt. Eine „Food Bank“ ist eine Hilfsmaßnahme, die ein hohes Maß an Nachhaltigkeit bietet, da sie für die Menschen Hilfe zur Selbsthilfe bedeutet. Ist solch ein Kornspeicher gebaut und z.B. mit Hirse gefüllt, läuft er von selbst: In schlechten Zeiten verkauft der Dorfrat den Bewohnern die Nahrungsmittel zu dem Preis, zu dem er sie in guten Zeiten eingekauft und eingelagert hat. Nahrungs- oder Geldwert halten sich damit die Waage; in Dürrezeiten müssen die Menschen nicht viele Kilometer entfernt Getreide zu überteuerten und oft unbezahlbaren Preisen einkaufen, und in guten Zeiten wird mit dem eingenommenen Geld wieder Getreide zu günstigen Preisen erworben, eingelagert und die Foodbank bis zur nächsten Dürre verriegelt. Mit dem Alpensolar Human e.V. haben wir einen Partner, der schon zehn Food Banks finanziert hat. Das besondere daran: Die Alpensolar Unternehmensgruppe verdoppelt jeden gespendeten Euro, der zu 100% ohne Abzug dem Bau einer Foodbank in einem afrikanischen Dorf zugute kommt. 4.000 Euro kostet ein solcher Speicher samt Füllung, d.h. mit bereits 2.000 Euro entsteht die erste artig-Foodbank in Afrika. Weitere Informationen erhalten Sie gerne auf der artig‘11, bei unseren Mitgliedern sowie unter www.foodbanks.de

foodbanks.de


GROSSKUNST ⁄ ⁄ KLEINKUNST ⁄ ⁄ HALBKUNST SO

SA

SA. 01.10 4th cHORD

11

15 a US S T El l ER ⁄ ⁄ 9 Ta GE ⁄ ⁄ 1 oRT SO. 02.10 SUDDEN UNIT

SONDERPROGRAMM:

4th cHORD - HANS PENZOLDT & THOMAS KLEEMAIER WoRlD MUSiC 20 Uhr Einlass 19 Uhr · Vvk. 12 € zzgl. Gebühr, abendkasse 12 € · festwochenpreis 11 €

Sa. 01.10.

MO. 03.10. KLASSE 3c

So.02.10.

SUDDEN UNIT

Mo. 03.10.

KLASSE 3c

Di.04.10.

OPEN STAGE NR.4

Mi.05.10.

KUNST(PUB)QUIZ

RoCk‘n Roll & BlUES 20 Uhr Einlass 19 Uhr · Vvk. 13 € zzgl. Gebühr, abendkasse 13 € · festwochenpreis 12 € popRoCk aUS SonTHofEn 20 Uhr Einlass 19 Uhr · Vvk. 10 € zzgl. Gebühr · abendkasse 10 € · festwochenpreis 9 €

MiX aUS lESUnGEn & SESSion 20 Uhr Einlass 19 Uhr // Eintritt frei - oder freiwillig in den Hut

DO. 06.10 TANZHERBST preview

20 Uhr Einlass 19 Uhr // Eintritt frei · 2 Euro pro Spieler für den Jackpot

Do.06.10.

TANZHERBST preview live

20 Uhr Einlass 19 Uhr // Eintritt ist frei, Spenden sind erwünscht

Fr.07.10.

MELANIE

Sa.08.10.

DIE LANGE KUNSTWOHNZIMMERNAcHT

TanZSHoW

pUnk‘n Roll aUS kEMpTEn 20 Uhr Einlass 19 Uhr · Vvk. 8 € zzgl. Gebühr abendkasse 8 € · festwochenpreis 7 €

FR. 07.10. MELANIE

19 Uhr künstlergespräche · killing Time · liveartShirt · lounge-Music DJ Thallus & The Mysterious Granddead · Snacks & Special-kunstnacht-Cocktails

TÄGLIcH

KUNSTAUSSTELLUNG

10-19 Uhr durchgehend geöffnet, Eintritt frei - oder freiwillig in den Hut

www.artig.st • www.facebook.com/artig.st SA. 08.10. DIE LANGE KUNST-WOHNZIMMERNAcHT

KARTENVORVERKAUF:

Allgäuer Zeitung Service center & Klecks Kartenservice Hensler sowie während der artig‘11 in der Markthalle


Inhalt 12

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Kunst kommt von Müssen

... und fertig.

Verschmelzung

Krešimir ‚Crash‘ Vorich Interview . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14

Klaus ‚Bschese‘ Kiechle Interview . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20

Günther Schrade Interview . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 24

38 4

22

42

46

Dialog Material - Licht

Amazonien - Antarktis

Eine Suche

Boris Bösker Interview . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 40

Sandra Geiger Interview . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 44

Luzia Werner Interview . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 48

62

66

22

Leben in niedrigster Auflösung

Reflexion und Dialog

Das Gesicht des Steins

Stephan A . Schmidt Interview . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 64

Mercedes Rodrigues de Vetter Interview . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 68

Mario Riedesser Interview . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 24

Wir bedanken uns artig für die vielartige Unterstützung bei:

Human e.V.


26

30

34

Die Natur mit dem Herzen sehen

Liebgewonnene Portraits

Kommt garnicht in Frage!

Ulrich Haas Interview . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 28

Gwendolyn Boos Interview . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 32

Sonja Hüning Interview . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 36

50

54

58

La dolce Vita

Kunst mir mal ...

Es ist angerichtet ...

Maria Kiechle Interview . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 52

Helmuth Kittel Interview . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 56

Susanne Praetorius Interview . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 60

Das Sonderprogramm zur artig‘11 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3 artig nach Hause nehmen. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6 - 8 Editorial . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9 Mitgliedschaftsantrag / Ziele des Vereins. . . . . . . . . . . . . . 74 - 75 Abspann: Danksagungen und Impressum . . . . . . . . . . . . . . . . . .78

Anonyme Interviews Gefördert von:

Warum Neues erfinden, wenn sich Altes bewähr t hat: Wie auch in den letzten Jahren stellte jeder Künstler eine Frage, die von seinen Mitausstellern gern beantwortet haben wollte . Diese wurden gesammelt und anonym isiert, so dass jeder eine Liste mit 14 Fragen ohne die Namen der Fragesteller bekam und beantwortete . Erst bei Drucklegung wurden diese wieder mit dem Namen des Fragest ellers versehen . Es blieb also bis zum Schluss spannend . . . . . . . .

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Poster artig´09 / artig´10 / artig‘11, € 1,DIN A1 59,4 x 84,1 cm

Poster extrartig No1, € 1,DIN A2 42,0 x 59,4 cm

artige sammelstücke? Das ist, auch wenn es uns stolz machen würde und ein „Museums-Shop“ ja irgendwie dazugehört, eher zweitrangig . Ein wichtigerer Grund, unsere Drucksachen und Postkarten gegen Bares feil zu bieten, ist – nach zehn Tagen voller Kunst und Kultur – die gähnende Leere in unserer Ausstellungsund Vereinskasse: Wir möchten Sie, verehrte Besucher und Gäste, zu einer kleinen Spende animieren, ohne Sie aber mit leeren Händen gehen zu lassen . Der Erlös kommt ausschließlich unserem – als gemeinnützig anerkannten – Vereinszweck zugute: der Förderung von Kunst und Kultur .


Poster Sonderdruck (limitiert) artig´09 / artig´10, € 2,DIN A1 59,4 x 84,1 cm

7

Magazine zur ausstellung

Magazin zur Ausstellung artig´09 A4, 60 Seiten, Restauflage, € 2,-

Magazin zur Ausstellung artig´10 A4, 80 Seiten, Restauflage, € 2,-


kunstpostkarten Serien 2009 / 2010 / 2011, DIN A6 oder 12,0 x 17,5 cm, jeweils € 1,-

Smells like Sperm Spirit, Heavy Metal, Klaus Kiechle Gwendolyn Boos

Cube exploded, Boris Bösker

Beginnings, ‚Crash‘ Vorich

Deception, Sandra Geiger

Don Quixote, Helmuth Kittel

UNITE US, Stephan A . Schmidt

Iquitos, Sandra Geiger

Buddha bei die Fische, Susanne Praetorius

Aarian, Sonja Hüning

Stimmung, Mercedes R . d . Vetter

Geborgenheit, Ulrich Haas

Siesta, Mercedes R . d . Vetter

Kotzkatze, Luzia Werner

Gedanke in Weiß, Luzia Werner

Anno domini, Maria Kiechle

arTiger, Susanne Praetorius

Torte Llini, Stephan A . Schmidt

Boote, Mercedes R .d . Vetter

Das, was ist ist . . ., Susanne Praetorius

Quo Vadis, Klaus Kiechle

Brotlose Kunst, Klaus Kiechle

Faust, Boris Bösker

Immer schön sauber bleiben, Maria Kiechle

Verona, Günther Band

Schöpfung, Peter Morgner

Stühle am Strand, Günther Band

artig grüsst, Mercedes R . d . Vetter

Katze, Helmuth Kittel

Highlight des Jahres, Susanne Praetorius

Tiger, Helmuth Kittel

Ist das Kunst Kunst . . ., Maria Kiechle

Gesehen (ein Florentiner Drama), Stephan A . Schmidt

Artig, Gwendolyn Boos

Buntvieh, Gwendolyn Boos

Laokoon, Peter Morgner

Torso, Boris Bösker

David artig´09

Venus artig´10

Johannes artig´11

Beuteschema, Gwendolyn Boos


EDITORIAL

im kunstwohnzimmer am königsplatz:

Die dritte Premiere Liebe artige, liebe Artgenossen, liebe Kunstliebhaber und Kulturgenießer, liebe Freunde und Gäste, willkommen zu unserem dritten Kunst- und Kulturfestival, herzlich willkommen zur artig‘11! „Die dritte Premiere?“, werden Sie jetzt fragen . Klar gibt es Premieren nur ein Mal, auch bei artig – und das nun schon zum dritten Mal: Viele Werke, inbesondere die der zum zweiten und dritten Mal ausstellenden artig-Mitglieder, hängen und stehen zum ersten Mal in einer öffentlichen Ausstellung . Auch für uns selbst ist es so immer spannend, die Weiterentwicklung der Freunde und Kollegen miterleben zu können . Weitere Premieren sind fünf unserer sechs Gastkünstler, die erstmals in Kempten ihre Arbeiten zeigen . Und last but not least: Die Bauzäune, die wir die letzten beiden Male als improvisierte Stellwände verwendeten, sind weg . Auch eine Premiere ebenso wie weitere Neuerungen in unserer Ausstellungsarchitektur: Wir laden Sie wieder ein zu einer Entdeckungsreise durch unser 600 m2 großes Kunstwohnzimmer . Dieses „Kunstwohnzimmer“-Konzept weiter zu verfolgen und entwickeln, haben wir uns zur Aufgabe gemacht – eine Aufgabe, die uns auch die vielen Besucher der vorangegangenen Jahre mit auf den Weg gegeben haben: Die hohe „Aufenthalts-

qualität“ fand Lob und Begeisterung . Jenseits steifer oder kühler musealer Ausstellungen zum Ablaufen trifft man auf der artig die Künstler und sitzt bei einem Kaffee zusammen oder kommt abends auf ein Bierchen vorbei und hört sich Livemusik von anderen, „nicht-bildenden“ Künstlern an . Für uns ist Kunst nichts „gesondertes“, kein „Extra“ in einem extra Raum, sondern Teil des gesamten, täglichen Lebens: Wer Hunger hat, kann bei uns essen und gleichzeitig Kunst genießen, mit Freunden auf der Couch sitzen – kann inmitten von Kunst wohnen . Der Eintritt dazu ist, bis auf vier der neun Abendveranstaltungen, frei . Auch hier wollen wir keine Schranken auferlegen, wie wir auch sonst die Grenzen zwischen den Kunstformen und Darstellungsarten, zwischen Malerei und Bildhauerei, zwischen Kunstwerken und Musik oder Tanz . Und zwischen „etablierten“ Künstlern und neuen – uns jedenfalls tut dieser Austausch so gut, dass wir diese Plattform nicht mehr missen wollen . Wir hoffen und wünschen, dass auch Sie das spüren . Mit artigsten Grüßen, Stephan A. Schmidt, Vorsitzender für den Vorstand des artig / art interessengemeinschaft e .V ., alle Mitaussteller, Freunde und Helfer

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thomas kreiter

architekt dipl.ing.fh

Sachverst. u. Beratender Ing. Vorbeugender Brandschutz Pognerstr. 21 81379 M체nchen fon: +49 (0)89 - 78 57 67 37-0 fax: +49 (0)89 - 78 57 67 37-99 mobil: +49 (0)151 - 16 68 43 69

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n e s s ü M n o v t m m Kunst ko von Krešimir Crash Vorich

Oft wird mir die Frage gestellt: „Wie kommst du auf so verrückte Ideen für Deine Bilder?“ . Erstens: Ich komme nicht und werde nie ankommen . Weil die Kunst nie das ist, was ich mir dachte . Weil Sie wandelbar ist . Weil sie sich abhängig von meinem Gang, während ich diesen grenzenlosen Raum bestreite, ständig ändert .


PORTRAIT

Zweitens: Ideen . Oft denke ich, dass die Ideen nicht in meinem Kopf entstehen . Die fange ich auf . Die hängen doch überall . Man braucht gar nichts zu tun . Man wird heute sowieso innerhalb kürzester Zeit mit immer neuen Informationen bombardiert . Du musst dann nur noch darüber schlafen . Das Unbewusste schnappt sich dann die Fragmente und legt sie in das Kurzzeitgedächtnis, in den Arbeitsspeicher . Das Alltägliche würfelt die Teile dann zusammen . Und ich meine mit Alltäglichem das Wandelbare, das immer neu und unvoraussehbar einem Entgegenkommende . Am Ende bleibt jedoch nicht viel Theorie übrig . Nicht mal einen Dialog gibt es . Aber es gibt weiter einen unaufhörlichen Drang zum Schaffen . Weil es ohne nicht geht . … . nächstes Bild .


InTERvIEw

Nächstes Bild. Susanne Praetorius: Du hast eine Biografie über Dich/Dein Leben fertig geschrieben vor Dir liegen. Wie lautet der Titel für Dein Buch? Der alte Mann und das Meer, die Frau, der Esel und der Hund .

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Helmuth Kittel: Morgen wird natürlich wieder ein Tier aussterben. Da Du Yoko Ono bist, obliegt Dir diese Entscheidung! Welches Lebewesen erwählst Du? Erstmal den Kapitalisten, danach den Bankier, als Abschluss die Yoko Ono . Stephan A. Schmidt: Kann Kunst auch einfach nur schön sein? Muss sie irgendwas sein? . . . Nein, sie soll nicht nur schön sein . Aber provokativ, bewegend, interessant, schwarzweiß, bunt… infragestellend . . . Mario Riedesser: Erinnerst Du Dich am Ende Deines Kunstwerks noch gerne an den Anfang? Der Prozess des Schaffens / Malens zählt . Davor ist das Werk in globalem Bewusstsein, auf der Straße, es ist eine Idee, die woanders und überall schlummert, es ist ein Geist . Irgendwann mal landet sie in meinen Kopf . Ein fertiges Bild ist dann nur noch die Materie . Nächstes Bild . Sandra Geiger: Wie bzw. wann findest Du die Titel zu Deinen Werken? Wenn die mir kommen . Manchmal davor, manchmal während, manchmal danach . Sonja Hüning: Welche Frage möchtest Du beantwortet wissen, wenn man Dir jede Frage richtig beantworten könnte? Das wäre erschreckend . Gwendolyn Boos: Wie findest Du Dich? Ich habe mich schon mehrmals verloren und gefunden .

Klaus Kiechle: Ist der Kunstbetrieb korrupt? Die Wirtschaft ist korrupt, das System ist korrupt, also muss das Kunstgeschäft auch korrupt sein . Mercedes Rodriguez de Vetter: Wo gehen Kegelrobben kegeln ? Dort, wo das Eis weggeschmolzen ist, Vulkangesteine glatt und waagerecht sind . Sonst gehen die Eisstock oder Nonnenrollen spielen . Boris Bösker: Hast Du ein künstlerisches Idol? Wenn ja, was fasziniert Dich an dessen Werken? Mehrere: Dali mit seinen Ideen, Michelangelo mit seiner Selbstaufopferung und seiner asketischen Arbeitsweise, Caravaggio mit seiner Gesamtheit, Picasso mit seinen Geschäftssinn . Maria Kiechle: Wie hoch kannst Du fliegen? Noch nicht hoch genug . Ein Beispiel, das mir ganz spontan einfällt: Zeichentrick Regisseur Miyazaki („Chihiros Reise ins Zauberland“) kann gut fliegen . Mit seiner fliegenden Buskatze . Für solche Meisterwerke der Imagination und des Kindsgeistes braucht man die nötigen künstlerischen Erfahrungen (das Alter), das Handwerk und die Freiheit, die verschiedene Welten so miteinander spielen zu lassen . Ach ja, seine Filme werden immer noch, meiste Teile davon, mit der guten alten Handzeichentechnik gemacht . Ulrich Haas: Gibt es Schlüsselpersonen oder -erlebnisse in Deinem bisherigen Leben, die Dir auf Deinem Weg zu Deiner Verwirklichung maßgeblich den Rücken gestärkt haben? Es gibt z . B . Situationen: Hyperaktives Kind sitzt irgendwo zu Besuch neben sei-

nen Eltern und langweilt sich . Es bekommt ein Stift und ein Stück Papier und zeichnet und gibt endlich Ruhe . Die Situation wiederholt sich immer und immer wieder . Oder: Ein Teenager mitten im Krieg fängt an, psychedelische Bilder auf den Wänden seines Zimmers zu malen … Günther Schrade: Wer war Held/Heldin Deiner Kindheit und wie wäre der passende Soundtrack für Dein Leben? Ich denke, die Helden waren wir alle aus der (Kinder)Gang von der Straße . Sounds sind so viele . Das Grillen der Grillen, das Meer . Das Lachen . Die Musik . . . Ein guter Soundtrack besteht aus vielen guten Stücken . So wie eine Symphonie … Luzia Werner: Was ist Deine Intention? Ich würde meinen Mitmenschen gerne beibringen, Kunst zu machen . Da dies meistens sehr schwer oder unmöglich ist, bleibt mir nichts anderes übrig, als weiter Kunst selbst zu machen . Bis zum Ende dieses Lebens und wahrscheinlich bis in das nächste .

Krešimir Crash Vorich Malerei *1973 in Kroatien . Wohnt und arbeitet in Füssen als freischaffender Künstler und Mediengestalter für Print & Online . Bilderserien Mein Allgäu, (sur)realismus, Roter Stoff . . . www .crashkunst .de


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K

1982 eröffnet Kurt Dambeck mit einem Mitarbeiter sein Fachgeschäft für Orthopädie Technik in der Bodmanstr. 6 in Kempten 1992 machen stetig wachsende Patientenbetreuungen und eine rasch steigende Zahl zufriedener Kunden einen Umzug in die Wartenseestraße am Kornhaus in größere Räumlichkeiten nötig. Entwicklung zum Vollsortimentsangebot mit den Abteilungen Orthopädietechnik, Rehatechnik, Sanitätshaus und HomeCare mit aktivem Aussendienst. Die Mitarbeiterzahl beträgt 1992 schon 16 Personen. 1992 Erweiterung des Betriebes durch die Gründung einer Filiale in Sonthofen. 2002 weitere Geschäftsvergrößerung und Umzug in das eigene Haus in die Memminger Straße 104 in Kempten. Der Mitarbeiterstamm steigt auf 36. 2003 Eröffnung der Abteilung Orthopädie Schuhtechnik. 2004 Eröffnung des 1. Allgäuer Testzentrum für Prothesen. 2006 Gründung der Dambeck Akademie mit vielfältigem Angebot an Workshops und Fortbildungen. 2007 25 jähriges Firmenjubiläum und Erweiterung des Betriebes durch das Reha Aussenlager in der Daimlerstrasse in Kempten. Der Personalstamm zählt 63 MitarbeiterInnen. 2007 Eröffnung eines innovativen Analyse Zentrums auf einer Fläche von 300 m2 2008 Erweiterung der Orthopädie-Schuhtechnik um eine hochmoderne Ped CAD Einlagenfräse. Der Personalstand beträgt Ende 2008 77 Personen.

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PORTRAIT

Reduktion, Fantasie, Déjà vu, Ruhepol ...

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... und fertig.

von Klaus ‚Bschese‘ Kiechle


InTERvIEw

„Die Reise geht weiter“ 20

Susanne Praetorius: Du hast eine Biografie über Dich/Dein Leben fertig geschrieben vor Dir liegen. Wie lautet der Titel für Dein Buch? Die Reise geht weiter .

Stephan A. Schmidt: Kann Kunst auch einfach nur schön sein? Es ist eine hohe Kunst für die Kunst, einfach nur schön zu sein . Wenn Kunst einfach nur schön ist, dann ist die Kunst perfekt .

Helmuth Kittel: Morgen wird natürlich wieder ein Tier aussterben. Da Du Yoko Ono bist, obliegt Dir diese Entscheidung! Welches Lebewesen erwählst Du? Den inneren Schweinehund .

Mario Riedesser: Erinnerst Du Dich am Ende Deines Kunstwerks noch gerne an den Anfang? Wie kann man sich bei einer Fotografie an den Anfang erinnern? Doch nur, wenn es ein schöner Tag war, an dem ich das Bild aufgenommen habe . Sandra Geiger: Wie bzw. wann findest Du die Titel zu Deinen Werken? Die Titel finden meistens mich oder nach langem Überlegen über Tage, Wochen, Monate, Jahre, Jahrzehnte . Sonja Hüning: Welche Frage möchtest Du beantwortet wissen, wenn man Dir jede Frage richtig beantworten könnte? Die Lottozahlen von nächster Woche . Gwendolyn Boos: Wie findest Du Dich? Ich haben mich noch nie verloren, also brauche ich mich nicht finden . Mercedes Rodriguez de Vetter: Wo gehen Kegelrobben kegeln? Im Haifischstüble, da gibt es eine Meerwasser-Feldkegelbahn im Keller mit einem Kegelhering zum Kegelaufstellen . Boris Bösker: Hast Du ein künstlerisches Idol? Wenn ja, was fasziniert Dich an dessen Werken? Anselm Adams! Die Vereinigung von Seele und absoluter Perfektion in seinen Fotografien .


• Unternehmenssanierung • Handelsrecht, Gesellschaftsrecht (Ltd.-Gründung) • Vertragsgestaltung • Arbeitsrecht • Straßenverkehrsrecht

Maria Kiechle: Wie hoch kannst Du fliegen ? Hoch, sehr hoch, von manchen Höhenflügen bin ich noch nicht gelandet. Crash: Welches ist das für Dich erotischste Kunstwerk aller Zeiten? Die Fettecke von Joseph Beuys. Ulrich Haas: Gibt es Schlüsselpersonen oder -erlebnisse in Deinem bisherigen Leben, die Dir auf Deinem Weg zu Deiner Verwirklichung maßgeblich den Rücken gestärkt haben? In meinem Leben haben einige Personen und Erlebnisse dazu beigetragen, dass ich mir den Rücken gestärkt habe zu meiner Verwirklichung.

Günther Rudhardt Rechtsanwalt

Günther Schrade: Wer war Held/Heldin Deiner Kindheit und wie wäre der passende Soundtrack für Dein Leben? Ritter Ivanhoe und die Musik von Led Zeppelin. Luzia Werner: Was ist Deine Intention? Bilder zu machen, die auch Geschichten erzählen können.

Klaus „Bschese“ Kiechle Schwarzweiß-Fotografie *1951 in Oberstaufen, Fotobildermacher, Musiker und Laienschauspieler. Ausstellungen in Kempten, Immenstadt, Sonthofen, Bilder in Kalendern, Musik-CD und im Buch »Alls im Leabe hot sei Zeit«.

Hohe Gasse 2 D-87439 Kempten fon: 08 31 / 5 12 45 54 fax: 08 31 / 5 12 52 45 mail: kanzlei@ra-rudhardt.de web: www.ra-rudhardt.de


PORTRAIT

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Verschmelzung von Skulptur und Architektur, von Materie und Licht. von G端nther Schrade


InTERvIEw

Freilauf für Gedanken Sonja Hüning: Welche Frage möchtest Du beantwortet wissen, wenn man Dir jede Frage richtig beantworten könnte? Wie lauten die nächsten Lottozahlen mit Superzahl?

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Susanne Praetorius: Du hast eine Biografie über Dich/Dein Leben fertig geschrieben vor Dir liegen. Wie lautet der Titel für Dein Buch? Mein steiniger Weg . Helmuth Kittel: Morgen wird natürlich wieder ein Tier aussterben. Da Du Yoko Ono bist, obliegt Dir diese Entscheidung! Welches Lebewesen erwählst Du? Momentan die Wespen, die gehen mir dermaßen auf den Sack . Stephan A. Schmidt: Kann Kunst auch einfach nur schön sein? Kann schon, muss aber nicht . Mario Riedesser: Erinnerst Du Dich am Ende Deines Kunstwerks noch gerne an den Anfang? Soweit kann ich meist nicht zurückdenken . Sandra Geiger: Wie bzw. wann findest Du die Titel zu Deinen Werken? Manchmal habe ich ein konkretes Thema, manchmal überlege ich mir den Titel während des Entstehungsprozesses .

Gwendolyn Boos: Wie findest Du Dich? Wie oder wo? Momentan sitz ich am PC und beantworte bescheuerte Fragen . Klaus Kiechle: Ist der Kunstbetrieb korrupt? Wenn man die richtigen Leute kennt, nicht . Mercedes Rodriguez de Vetter: Wo gehen Kegelrobben kegeln ? Zuletzt habe ich sie in Malleichen gesehen, da spielten sie gegen die Pinguine . Boris Bösker: Hast Du ein künstlerisches Idol? Wenn ja, was fasziniert Dich an dessen Werken? Die Skulpturen von Alfred Hrdlicka und die Architektur von Frank O . Gehry sind für mich Inspiration . Maria Kiechle: Wie hoch kannst Du fliegen ? Zu meiner Zeit als aktiver Drachenflieger habe ich einen Flug in der Sierra Nevada gemacht . 2000 Meter Startüberhöhung mit anschließender Landung am Meer in Andalusien – unvergesslich .

Crash: Welches ist das für Dich erotischste Kunstwerk aller Zeiten? Child in Time von Deep Purple . Man kann dabei in Erinnerungen schwelgen . Ulrich Haas: Gibt es Schlüsselpersonen oder -erlebnisse in Deinem bisherigen Leben, die Dir auf Deinem Weg zu Deiner Verwirklichung maßgeblich den Rücken gestärkt haben? Familie, Freunde und Mitstreiter sind oft diejenigen, die mich inspirieren und konstruktiv kritisieren, um immer wieder was Neues zu beginnen . Luzia Werner: Was ist Deine Intention? Meinen Gedanken freien Lauf lassen zu können und versuchen sie in ein Werk umzusetzen .

Günther Schrade Skulplturen * 1961 in Kempten Steinbildhauer und Architekt . Nach Ausbildung und Gesellenzeit Studium in Stuttgart und Mailand . Seit 1992 Werkstatt in Maierhöfen . Objekte aus Stein, Stahl, Glas, Wasser und Licht . www .steinwerkstatt .com


1394

Bistro / Pizzeria

Rathausplatz 14

87435 Kempten

Telefon: 08 31 / 1 27 16


PORTRAIT

Die

Natur mit dem

Herzen

sehen

über Ulrich Haas

Wenn Fotokünstler Ulrich Haas durch das Objektiv blickt, sieht sein Auge, was das Herz fühlt: Perfektion in der Natur und eine grandiose Schöpfung. Wie ein roter Faden zieht sich seine Verbundenheit für die Natur durch sein Kunst schaffendes Leben. Mit individueller Handschrift verbindet er Industrie- und Werbefotografie mit den Elementen der Natur. Seit über 20 Jahren ist der gebürtige Darmstädter als freischaffender Fotograf unterwegs und wird heute von Unternehmen bundesweit und im Ausland nachgefragt. Die Symbiose von Technik und Natur ist schließlich auch ein Markenzeichen in den fotografischen Werken des Künstlers. „Meine Sichtweise ist inzwischen gefragt“, so der Kemptener Fotograf.

Die Natur ist perfekt Bevor Ulrich Haas auf den Auslöser drückt, sieht er das Motiv und die Bildsituation bereits vor seinem inneren Auge. Der Rest ist für ihn lediglich eine technische Angelegenheit. „Ich sehe mit dem Herzen und werde zu meinen Motiven hingeführt“, beschreibt der

Fotograf seine Arbeit. Dies gilt insbesondere für Motive in der Natur. Für seinen Hang zum Perfektionismus hat der Künstler eine plausible Erklärung parat: „Auch die Natur ist in sich perfekt.“ Ein offenes Bewusstsein für andere Ebenen im Leben und ständiger Wechsel der Perspektive sind Teil seiner Philosophie, genauso wie die Achtung vor dem Geschaffenen. „Ideen kreativ visualisieren ist nicht nur mein Motto, sondern trifft auch genau meinen Arbeitsstil.“ Konsequent verfolgt er seinen Ansatz der emotionalen Fotografie, mit der er die Bildbetrachter berühren und bewegen möchte.

Neue FOTOKUNST-Edition Bei der artig’11 stellt Ulrich Haas erstmals seine neue Edition NaturArt der Öffentlichkeit vor. In Kürze werden davon auch Postkarten und Fotobücher entstehen, ein Kalender für 2012 ist ebenfalls in Vorbereitung. Wenn Ulrich Haas mal nicht mit der Kamera auf Motivsuche ist, verbringt der Fotograf möglichst viel Zeit mit seinen beiden Söhnen Felix und Valentin. Oder er ist unterwegs in den Bergen. Schließlich war es die Liebe zur Bergwelt, die ihn vor 18 Jahren ins Allgäu brachte.


Na t u r e � �

Ausstellungen / Events: „Musicaltheater-Baudokumentation“, Sparkasse Allgäu, Füssen (2000) „Nacht der Bilder“, im eigenen Atelier, Füssen (2002) „50 Jahre Forggensee, Wasser“, Christuskirche Füssen (2004) „Wasser-Ausstellung”, E-ON Kraftwerk, Roßhaupten (2004) „Landschaftsimpressionen”, Fachklinik Enzensberg, Hopfen am See (2006) „Tiefenberger Moor”, Hotel Sonnenalp, Ofterschwang (2007) Fotoworkshops seit 2007 für Firmen und Interessierte Fotobücher: Eigener Bildband über Füssen, „Aus der Sicht des Adlers“ (Luftaufnahmen Allgäu), „NatureArt“ (wird gerade erstellt) Projekte: u .a . Fotobuch über Löwenzahn

Aktuelle Informationen zu Fotografien und Fotoworkshops von FOTOKUNST Ulrich Haas unter www .ulrichhaas .com oder unter Telefonnummer +49 (0)831 960 76 00 .


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Klangbilder Susanne Praetorius: Du hast eine Biografie über Dich/Dein Leben fertig geschrieben vor Dir liegen. Wie lautet der Titel für Dein Buch? Mein Weg ist das Ziel! Helmuth Kittel: Morgen wird natürlich wieder ein Tier aussterben. Da Du Yoko Ono bist, obliegt Dir diese Entscheidung! Welches Lebewesen erwählst Du? Da tue ich mich schwer; sind doch alle Tiere Lebewesen, über deren Leben ich kein Recht zu urteilen habe . Stephan A. Schmidt: Kann Kunst auch einfach nur schön sein? Klar, ich liebe es, manches ohne vorherige Deutung oder Erklärung auf mich wirken zu lassen . Es sind die Farben, Strukturen und Formen, die mich faszinieren . Nicht zuletzt die Art und Weise der Präsentation . Und ich frage mich in dem Moment, was Sie mir sagen wollen . . . Mario Riedesser: Erinnerst Du Dich am Ende Deines Kunstwerks noch gerne an den Anfang? Ich bin immer am Beginn eines nächsten Kunstwerks/Motivs, das ich noch gar nicht kenne . Ich werde da hingeführt . Es ist quasi ein Dauerzustand . Das ist sehr spannend und macht mich glücklich . Sandra Geiger: Wie bzw. wann findest Du die Titel zu Deinen Werken? Oft habe ich die Bedeutung meiner Fotografie bereits bei der

Situation kurz vor dem Auslösen ganz präsent im Bewusstsein . Dann ist die Durchführung nur noch eine technische Angelegenheit . Sonja Hüning: Welche Frage möchtest Du beantwortet wissen, wenn man Dir jede Frage richtig beantworten könnte? Welche Aufgabe ist für mich in meinem Leben noch vorgesehen? Gwendolyn Boos: Wie findest Du Dich? Ich finde mich prima und bin stolz auf das, was ich in den letzten Jahren erlebt und gemeistert habe und weiss, dass ich noch eine schöne Aufgabe vor mir habe, die ich zwar noch nicht kenne, aber die ich glücklich er- und ausfüllen werde . Klaus Kiechle: Ist der Kunstbetrieb korrupt? Dazu kenne ich die Szene als Newcomer noch nicht so gut, als dass ich mir hier eine Meinung bilden könnte . Mercedes Rodriguez de Vetter: Wo gehen Kegelrobben kegeln? Mit Kind und Kegel auf die Bowlingbahn . . . Boris Bösker: Hast Du ein künstlerisches Idol? Wenn ja, was fasziniert Dich an dessen Werken? Es gibt so manche, deren Fähigkeiten ich sehr bewundere . Jede(r) einzelne ist auf ihre/seine Weise für mich ein Vorbild . Ich zähle in erster Linie auch Komponisten dazu . Hierbei die Gabe, Emotionen und Erlebtes kunstvoll in Klangbilder zu ver-


KunsthalleKempten

European Fine Art André Butzer | Secundino Hernández Hank Schmidt in der Beek | Thomas Winkler Ulrich Wulff

6. – 30. Oktober 2011 Di – Fr 14 – 18 Uhr, Sa und So 10 – 18 Uhr

KunstNachtKempten 08.10. 2011, 19 – 24 Uhr  mit

Ki nd er Ku ns tF es t für alle Kinder und Jugendlichen ! 14 – 17 Uhr, Innenhof der Residenz Kempten (bei jedem Wetter). Stationen zum Schauen,  Mitmachen und Mitlachen.  Eintritt frei  –  Anmeldung nicht erforderlich ! Info-Telefon: 0831 / 2525 - 369  www.museen-kempten.de

wandeln, die unser Bewusstsein im Heute bei uns verändern. Maria Kiechle: Wie hoch kannst Du fliegen ? Hoch genug, um genügend Überblick zu behalten und meinen Weg nicht aus den Augen zu verlieren ... Crash: Welches ist das für Dich erotischste Kunstwerk aller Zeiten? Meine Freundin ... sie hat von allem etwas. Günther Schrade: Wer war Held/Heldin Deiner Kindheit und wie wäre der passende Soundtrack für Dein Leben? Ich habe nur sehr wenige Erinnerungen an meine Kindheit, kann vieles zeitlich nur schwer einordnen. Aber nach wie vor ist Supertramp Musik in meinen Ohren und passt zu jeder emotionalen Situation. Luzia Werner: Was ist Deine Intention? Ich möchte Menschen mit meinen Bildern im Herzen berühren und zeigen, dass man auch „zwischen den Zeilen“ fotografieren kann!

Ulrich Haas Fotokunst, Emotionale Fotografie *1966 in Darmstadt lebt und arbeitet seit 18 Jahren im Allgäu. www.ulrichhaas.de


PORTRAIT

Ein Portrait zu malen bringt mitunter große Gefühle hervor . Ich muss dem Menschen, den ich abbilde, sehr nahe kommen . Meine Pinsel oder Finger liebkosen die Linien des Gesichts, des Körpers . Schenken ihnen farbige Lebendigkeit . Gleichzeitig widmet mir das entstehende Antlitz seine ganze Aufmerksamkeit . Gibt sich schweigend meinen Berührungen hin . Eine Beziehung entsteht . Das vollendete Bild bewahrt diese Liebe des Augenblicks . Für die Ewigkeit . Gwendolyn Boos malt seit knapp zwei Jahrzehnten hauptsächlich in Acryl und Öl und hat das Portraitieren (wieder) liebgewonnen - bestenfalls auf altem, von der Zeit gezeichneten Holz.


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Leidenschaft. Mario Riedesser: Erinnerst Du Dich am Ende Deines Kunstwerks noch gerne an den Anfang? Ja . Manchmal muss ich das sogar, um die Entwicklung zu verstehen . Gerne erinnere ich mich daran, wenn der Anfang voller Leidenschaft und Bewegung war, und das vollendete Bild schwermütig auf der Staffelei klebt wie ein ausgestanztes Stück Leben…

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Sandra Geiger: Wie bzw. wann findest Du die Titel zu Deinen Werken? Morgens, mittags, abends, nachts; manchmal sogar, bevor das Werk auf der Leinwand entsteht…

Susanne Praetorius: Du hast eine Biografie über Dich/Dein Leben fertig geschrieben vor Dir liegen. Wie lautet der Titel für Dein Buch? „Meine Lieben“ . Helmuth Kittel: Morgen wird natürlich wieder ein Tier aussterben. Da Du Yoko Ono bist, obliegt Dir diese Entscheidung! Welches Lebewesen erwählst Du? Dich, du kranker Fragesteller…!!! Stephan A. Schmidt: Kann Kunst auch einfach nur schön sein? Wenn Kunst Geschmacksache ist, ja . Ich finde Jugendstil schön . Und Brancusi . Und alte Klöster . Aber auch Trachten, hervortretende Venen und Austern… aber das war glaub ich gar nicht die Frage…

Sonja Hüning: Welche Frage möchtest Du beantwortet wissen, wenn man Dir jede Frage richtig beantworten könnte? Oh Gott, was für ein Hirntartar . Aber bitte: Warum kostet mich die Information einer Bankangestellten, mein Konto sei überzogen, 1 Euro und 50 Cent? Klaus Kiechle: Ist der Kunstbetrieb korrupt? YEP! Mercedes Rodriguez de Vetter: Wo gehen Kegelrobben kegeln ? In der krossen Krabbe . Boris Bösker: Hast Du ein künstlerisches Idol? Wenn ja, was fasziniert Dich an dessen Werken? Neo Rauch . Er ist mein Vorbild, mein Lehrer, mein Liebhaber, mein Vater und mein Gott der Farbe .

Maria Kiechle: Wie hoch kannst Du fliegen ? So hoch ich springen kann… Crash: Welches ist das für Dich erotischste Kunstwerk aller Zeiten? „Gabrielle d’Estrées und eine ihrer Schwestern“ (Künstler anonym, datiert auf 1594, hängt im Louvre, Paris) Ulrich Haas: Gibt es Schlüsselpersonen oder -erlebnisse in Deinem bisherigen Leben, die Dir auf Deinem Weg zu Deiner Verwirklichung maßgeblich den Rücken gestärkt haben? Meine Mutter, meine Kinder, meine beste Freundin Nina, Herrn S . Schmidt und ich selbst . Danke . Günther Schrade: Wer war Held/Heldin Deiner Kindheit und wie wäre der passende Soundtrack für Dein Leben? Held der Kindheit: mein Bruder . Soundtrack: P . J . HARVEY, ELVIS, LED ZEPPELIN, PANTERA, KATE BUSH, LENNY KRAVITZ, TOM WAITS, ALEXANDRA, NINE INCH NAILS, MARIA CALLAS und BACH . Luzia Werner: Was ist Deine Intention? Ändert sich täglich, frag mich lieber nach meiner Insuffizienz!

Gwendolyn Boos

Gemälde in Öl und Acryl *1972 in Tübingen, lebt und arbeitet in Kempten . Autodidaktin und Kunsttherapeutin . Ausstellungen u .a . in Tübingen, Füssen, Kempten . www .gwenboos .de


Werfen Sie einen Blick in die Elite der Vermögensverwalter

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Fürst Fugger Privatbank erhält wiederholt die Beurteilung „summa cum laude“ in der „Elite der Vermögensverwalter“ So lautete das Urteil des Spezialreports „Die Elite der Vermögensverwalter“ in der Ausgabe 2010, herausgegeben von der „Elite Report Edition“ und deren Medienpartner „Handelsblatt“. Was die Fürst Fugger Privatbank auszeichnet, haben die Tester so formuliert: „Leistungsstark, solide und immer zuverlässig. Die guten Tugenden sind es, die dieser kleinen Privatbank den Charakter eines Schutzraums für Vermögen verleihen. Bei Fugger nimmt man die Verantwortung für den Kunden ernst.“

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PORTRAIT

Entweder oder? Kommt doch gar nicht in Frage! von Sonja Hüning

Als im Sternzeichen Zwilling Geborene, muss bei mir jeden Tag etwas anderes, etwas Spannendes passieren . Und das passiert mir jeden Tag – beinahe . Wenn aber tatsächlich mal so ein anderer, so ein spannungsarmer Tag kommt, dann mache ich eine Atempause, denn Kunst ist wie für mich wie atmen – beinahe .

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Ich liebe Metall – altes rostiges Metall . Irgendwo findet sich auch immer ein Stück Blech (durchaus alt und vergammelt), aus dem sich ein eindrucksvolles Werk erstellen lässt . Meine Liebe zur Kunst wird aber nicht durch meine Affinität zum Werkstoff Blech eingeschränkt . Das wäre doch zu einseitig . Gegenständliche oder abstrakte Malerei oder abstrahierte Gegenständlichkeit oder gegenständliche Abstraktion oder ääähhhh irgendwas anderes … Arbeit muss ja schließlich beim Machen Spaß machen – die Frage kommt doch gar nicht erst auf!


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„Je ne regrette rien“ 36

Susanne Praetorius: Du hast eine Biografie über Dich/Dein Leben fertig geschrieben vor Dir liegen. Wie lautet der Titel für Dein Buch? Me, Myself And I . Helmuth Kittel: Morgen wird natürlich wieder ein Tier aussterben. Da Du Yoko Ono bist, obliegt Dir diese Entscheidung! Welches Lebewesen erwählst Du? Nacktschnecke (ich bin Gartenbesitzerin!) . Stephan A. Schmidt: Kann Kunst auch einfach nur schön sein? Natürlich!

Wenn ich nicht angestrengt darüber nachdenke . Gwendolyn Boos: Wie findest Du Dich? Mal so, mal so . Klaus Kiechle: Ist der Kunstbetrieb korrupt? Ja! Wie jeder andere W i r t scha f t sz weig auch . Mercedes Rodriguez de Vetter: Wo gehen Kegelrobben kegeln ? Im Kegelklub auf Sylt . Boris Bösker: Hast Du ein künstlerisches Idol? Wenn ja, was fasziniert Dich an dessen Werken? Ja! Die Vielfältigkeit und die exakte Arbeitsweise .

Mario Riedesser: Erinnerst Du Dich am Ende Deines Kunstwerks noch gerne an den Anfang? Mit größtem Vergnügen .

Maria Kiechle: Wie hoch kannst Du fliegen ? Ich fliege nur hochkantig . . .

Sandra Geiger: Wie bzw. wann findest Du die Titel zu Deinen Werken?

Crash: Welches ist das für Dich erotischste Kunstwerk aller Zeiten?


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Bis ich mich entschieden habe, ist das artig-Magazin vermutlich schon gedruckt . Ulrich Haas: Gibt es Schlüsselpersonen oder -erlebnisse in Deinem bisherigen Leben, die Dir auf Deinem Weg zu Deiner Verwirklichung maßgeblich den Rücken gestärkt haben? Ja! Günther Schrade: Wer war Held/Heldin Deiner Kindheit und wie wäre der passende Soundtrack für Dein Leben? Onkel Erich aus Düsseldorf und „Non, je ne regrette rien“ . Luzia Werner: Was ist Deine Intention? Ich möchte zu etwas/jemandem nütze sein .

Sonja Hüning

Malerei & Gedichte *1946 in Berlin, lebt und arbeitet n Wiggensbach . Ausstellungen u .a . in Kempten, Oberstdorf, Naumburg, Quedlinburg . www .sonja-huening .de

Die Zwooptiker • Bahnhofstraße 47 • 87435 Kempten/Allgäu Tel. +49 (0)831 51222- 88 • Web: www.die-zwooptiker.de Öffnungszeiten: Mo – Fr: 9 – 18 Uhr; Sa: 9 – 14 Uhr und nach Vereinbarung

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PORTRAIT

von Boris Bösker

Was hat Sie in der Kindheit geprägt? Bei mir waren es die Automobile der Zwanziger- bis Sechzigerjahre, die ich als kleiner Bub, bei Ausflügen in diverse Automuseen, mit meinem Vater erleben durfte .

38 Tief beeindruckt von den geschwungenen und fließenden Formen hat sich die Liebe zu diesen „Blechkunstwerken“ so stark verfestigt, dass die Berufswahl auf den Karosseriebau, mit Schwerpunkt Oldtimerrestauration, fiel . . Im Laufe meiner Gesellen- und Meisterjahre wuchs aus der Liebe zum Material, im Speziellen dem Aluminium, der Drang, diesem Medium selbst eine Form zu geben - Kunstwerke und Lichtobjekte zu schaffen, die meine Handschrift tragen . Besonders der Dialog Material – Licht und die sich daraus ergebenden Spiegelungen und Schatten faszinieren mich .


Große Abbildung: Boris Bösker und seine Ballerina Abblidungen von links nach rechts: Blub, 2011, Aluminium gestaucht, geglättet und gehobelt Silberblüte, 2011, Aluminium gestaucht, gelängt und verschweißt Cube - exploded, 2010, Aluminium geschweißt, geglättet und gehobelt Torsion, 2011, Aluminium gelängt und verschweißt


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„Es gibt kein Rezept.“ Susanne Praetorius: Du hast eine Biografie über Dich/Dein Leben fertig geschrieben vor Dir liegen. Wie lautet der Titel für Dein Buch? In der Ruhe liegt die Kraft . Helmuth Kittel: Morgen wird natürlich wieder ein Tier aussterben. Da Du Yoko Ono bist, obliegt Dir diese Entscheidung! Welches Lebewesen erwählst Du? Wespen – ich habe noch keine positive Daseinsberechtigung für diese Nervensägen finden können .

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Stephan A. Schmidt: Kann Kunst auch einfach nur schön sein? Ich denke schon, liegt aber im Auge des Betrachters . Mario Riedesser: Erinnerst Du Dich am Ende Deines Kunstwerks noch gerne an den Anfang? Ja, da es schön sein kann, die Entwicklung des Werkes Revue passieren zu lassen . Sandra Geiger: Wie bzw. wann findest Du die Titel zu Deinen Werken? Im Entstehen und am Ende . Es gibt kein Rezept . Sonja Hüning: Welche Frage möchtest Du beantwortet wissen, wenn man Dir jede Frage richtig beantworten könnte? Wann werde ich endlich berühmt? Gwendolyn Boos: Wie findest Du Dich? Zu groß – nervt bei der Arbeit und im Alltag . Klaus Kiechle: Ist der Kunstbetrieb korrupt? Bestimmt . Korruption findet man in allen Bereichen .

Mercedes Rodriguez de Vetter: Wo gehen Kegelrobben kegeln? In die Kegelbahn am Illerdamm – da ist der Doornkaat delikat . Maria Kiechle: Wie hoch kannst Du fliegen? Kommt darauf an, wie die Thermik ist . Crash: Welches ist das für Dich erotischste Kunstwerk aller Zeiten? Bugatti 57 SC Atlantic . Ulrich Haas: Gibt es Schlüsselpersonen oder -erlebnisse in Deinem bisherigen Leben, die Dir auf Deinem Weg zu Deiner Verwirklichung maßgeblich den Rücken gestärkt haben? Luis, Luc und Lennard – meine Jungs . Günther Schrade: Wer war Held/Heldin Deiner Kindheit und wie wäre der passende Soundtrack für Dein Leben? Colt Seavers von „Ein Colt für alle Fälle“ und der passende Soundtrack wäre: „Da fliegt mir doch das Blech weg“ . Luzia Werner: Was ist Deine Intention? Leben & Leben lassen .

Boris Bösker Metallobjekte, Lichtdesign

*1975 in Kempten, Karosseriebaumeister/ Oldtimerrestauration, lebt in Altusried und arbeitet in Waltenhofen . Ausstellungen in München, Kempten und Sonthofen . www .boesker .com


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Amazonien 42

von Sandra Geiger

Jeder, der einmal in der Antarktis war, ist ihr unrettbar verfallen . Nirgends sonst vereinigen sich Majestät, Schönheit, Weite, Einsamkeit, Stille und schroffe Ablehnung zu solcher Pracht . Fotografien, die in Hinsicht auf die Aufnahmeorte unterschiedlicher nicht sein können .

Ein paar Jahre lang durfte ich mir den Kindheitstraum erfüllen und die Welt kennenlernen – schwer sich dabei auf ein oder zwei Themen zu beschränken . Da mich die Antarktis am meisten fasziniert hat, werden ein paar Bilder dieses Kontinents mit seinen Ureinwohnern dabei sein . Ebenso haben mich die Menschen, deren Geist und Leben den Amazonas entlang begeistert .


Antarktis

Glänzend weiß, strahlend blau, rabenschwarz: So leuchtet das Land im Sonnenlicht, märchenhaft schön, so liegt es da, unbeachtet und unberührt. R . Amundsen

mehr unter www.sandra-photogallery.de


INTERVIEW

Objektiv öffnen 44

Susanne Praetorius: Du hast eine Biografie über Dich/Dein Leben fertig geschrieben vor Dir liegen. Wie lautet der Titel für Dein Buch?

Das Warten einer Fotografin am Sidegate . Helmuth Kittel: Morgen wird natürlich wieder ein Tier aussterben. Da Du Yoko Ono bist, obliegt Dir diese Entscheidung! Welches Lebewesen erwählst Du? Die gemeine Wollmaus ;-) Stephan A. Schmidt: Kann Kunst auch einfach nur schön sein? Natürlich kann Kunst einfach nur schön sein, allerdings bleiben uns schockierende oder hässliche Dinge mehr im Gedächtnis . Mario Riedesser: Erinnerst Du Dich am Ende Deines Kunstwerks noch gerne an den Anfang? Da es sich bei mir um Fotografien handelt, erinnere ich mich sehr gerne an den Aufnahmeort, die Stimmung, die Geräusche, Gerüche, alles was mich auf dieses Motiv gebracht hat . Sonja Hüning: Welche Frage möchtest Du beantwortet wissen, wenn man Dir jede Frage richtig beantworten könnt Sehr schwierig, da gibt es zu viele Fragen . Ich denke, gewisse Dinge sollte man gar nicht wissen und sie auf einen zukommen lassen .

Gwendolyn Boos: Wie findest Du Dich? normal, auch wenn andere anderer Meinung wären . Klaus Kiechle: Ist der Kunstbetrieb korrupt? Mag sein, genauso wie überall, denke ich . Mercedes Rodriguez de Vetter: Wo gehen Kegelrobben kegeln ? Die, die ich kenne, treffen sich jährlich am 9 .8 . im Magdalenenfjord auf Spitzbergen, da ist so ne flache Bucht, da klappt das ganz gut . Boris Bösker: Hast Du ein künstlerisches Idol? Wenn ja, was fasziniert Dich an dessen Werken? Nach langem Überlegen: nicht wirklich, es gibt zu viele Bereiche, die mich interessieren, um ein Idol zu haben . Maria Kiechle: Wie hoch kannst Du fliegen ? Wie ist das gemeint? Im Flugzeug? Im Traum? Beim Stolpern? Unter Schmerztabletten? - Im Ernst: Die 10-Meter-Grenze habe ich noch nicht überschritten . Crash: Welches ist das für Dich erotischste Kunstwerk aller Zeiten? Kann ich leider nicht sagen .


Der Kemptener Kleinkunstverein e.V.

Ulrich Haas: Gibt es Schlüsselpersonen oder -erlebnisse in Deinem bisherigen Leben, die Dir auf Deinem Weg zu Deiner Verwirklichung maßgeblich den Rücken gestärkt haben? Meine Familie. Günther Schrade: Wer war Held/Heldin Deiner Kindheit und wie wäre der passende Soundtrack für Dein Leben? Das sind zwei Fragen:. Pippi Langstrumpf vielleicht. ... Es gibt keinen passenden Soundtrack für ein ganzes Leben, ... Oder ich finde keinen, es gibt Songs, die einen Teil beschreiben ... ... aber das ganze Leben ... finde ich nicht. Luzia Werner: Was ist Deine Intention? Zu zeigen, zu was die Natur fähig ist und was es für wunderschöne Momente gibt, wenn man die Augen offen hält.

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Sandra Geiger Fotografie *1978 in Füssen, nach einigen Jahren auf den sieben Weltmeeren unterwegs wieder in der Heimat in Kempten gestrandet. www.sandra-photogallery.de

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PORTRAIT

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„Können sich Fische Susanne Praetorius: Du hast eine Biografie über Dich/Dein Leben fertig geschrieben vor Dir liegen. Wie lautet der Titel für Dein Buch? -5,5 Dioptrien (auch Blindschleichen müssen husten) . Helmuth Kittel: Morgen wird natürlich wieder ein Tier aussterben. Da Du Yoko Ono bist, obliegt Dir diese Entscheidung! Welches Lebewesen erwählst Du? Tamagotchi .

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es fertig ist . Ich spiele damit gerne, denn es ist erstaunlich, wie sehr man den Betrachter beeinflussen kann . Das geschriebene Wort hat eine große Macht . Wir trauen ihm mehr als Bildern und Symbolen . Wir lesen das ganze Werk dann schnell nur unter diesem Aspekt . Sonja Hüning: Welche Frage möchtest Du beantwortet wissen, wenn man Dir jede Frage richtig beantworten könnte? Warum lebt man? Können sich Fische küssen? Denn überm

Stephan A. Schmidt: Kann Kunst auch einfach nur schön sein? Ja . Aber dann muss sie auch so schön sein, dass uns der Atem stockt und wir zutiefst berührt sind . Ich denke, ein Werk ist dann Kunst, wenn es schafft uns zu bewegen, uns zu verändern . Auch wenn es nur kaum merklich ist . Kunst spricht vor allem unser Unbewusstes an, darum ist es nicht verwunderlich, dass wir oft gar nicht wissen, warum uns dies oder jenes gefällt oder abstößt . Aber wenn es keinerlei Reaktion auslöst, dann ist es Dekoration . Mario Riedesser: Erinnerst Du Dich am Ende Deines Kunstwerks noch gerne an den Anfang? Ja . Am Anfang geht alles meistens leicht von der Hand, je mehr man sich dem Ende nähert, um so schwieriger wird es . Sandra Geiger: Wie bzw. wann findest Du die Titel zu Deinen Werken? Das Thema ist mir meistens schon sehr klar beim Ausführen, aber es in einen Titel zu packen, geschieht meistens erst, wenn

Ein Ort für Menschen Hamptons ist ein Ort für Menschen mit Stil und Statement, die eine ungezwungene Atmosphäre suchen. Ein Ort zum Wohlfühlen, geprägt von den kosmopolitischen Akzenten der Hamptons: Edel, aber unprätentiös, und oft einen Schritt neben dem Zeitgeist des Alltags. Diese Philosophie prägt auch das gastronomische Angebot des Hamptons: ungezwungen-mediterran und ehrlich.  47° 59‘ 11.20“ | 10° 10‘ 50.60“


küssen?“ Wasser tun sie´s nicht und unterm Wasser sieht man´s nicht (zum Gedenken an Oma Z .) Klaus Kiechle: Ist der Kunstbetrieb korrupt? Mir fehlt der wirkliche Einblick, um mir darüber ein Urteil zu erlauben . Aber was man schon beobachten kann, ist, dass es schnell vor allem um Geld, um Wertanlagen und um Aufbesserung des eigenen Image geht . Und gar nicht mehr wirklich um die Kunst . Mercedes Rodriguez de Vetter: Wo gehen Kegelrobben kegeln? Wo die Sauerampfern sauer mampfen . Boris Bösker: Hast Du ein künstlerisches Idol? Wenn ja, was fasziniert Dich an dessen Werken? Was mich wirklich fasziniert, sind Menschen die es schaffen, voll und ganz sie selbst zu sein . Die mutig ihren Weg gehen, auch wenn er ganz neu ist . Dazu braucht man kein Künstler zu sein oder besser: Dann ist man auf jeden Fall einer . Aber es gibt viele Künstler, die mich beeindrucken, zum Beispiel Fra Angelico, dessen Arbeiten so viel Ruhe und Beseelung ausstrahlen . Caravaggio für die enorme Technik, wo man glaubt alles Leibhaftig vor einem zu sehen . Käthe Kollwitz, die es schafft, nur mit Kohle und Stift, Schmerz und Liebe so unmittelbar fühlbar zumachen oder Marina Abramovic, die mit ihren Aktionen an ihre Grenzen geht, um uns zu spiegeln . Maria Kiechle: Wie hoch kannst Du fliegen ? So hoch, wie ich daran glaube .

Crash: Welches ist das für Dich erotischste Kunstwerk aller Zeiten? Die Schöpfung . Ulrich Haas: Gibt es Schlüsselpersonen oder -erlebnisse in Deinem bisherigen Leben, die Dir auf Deinem Weg zu Deiner Verwirklichung maßgeblich den Rücken gestärkt haben? Ich habe das Glück . dass meine Familie mich total unterstützt und stärkt . Es gibt schon Zeiten . in denen ich zweifle, wirklich diesen Weg weiter zu verfolgen, aber es gibt einige wunderbare Menschen, die mir dann Mut machten, weiter zu gehen . Dafür bin ich sehr dankbar . Günther Schrade: Wer war Held/Heldin Deiner Kindheit und wie wäre der passende Soundtrack für Dein Leben? Die rote Zora . Wahrscheinlich etwas von Edward Grieg . Dur und Moll . Laut und leise . Auf und ab .

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Luzia Werner

Malerei, Objekte *1984 in Nürnberg . Ausbildung zur Holzbildhauerin in Oberammergau . Seit 2005 Studium in Malerei in Bonn, Halle und Linz . www .luziawerner .de

www.hamptons.in/memmingen/marktplatz


PORTRAIT Amore Daneben die realen „Liebenden von Palermo“, am selben Tag von mir fotografiert, wie sie fotografiert wurden. Wie sie ihre tatsächliche Verbindung zur Schau stellen, in Szene setzen, für Eltern, Freunde, Nachkommen, als Andenken an den Beginn. Technisch perfekt in schönster Kulisse, im Sonnenuntergang. Aufwändig und teuer.

La dolce Vita von Maria Kiechle

Anno domini Wer waren die Paare, die sich in den Bäumen entlang der Hafenpromenade von Palermo verewigt haben? Waren es Seemannsbräute und ihre Liebsten, die über die Weltmeere verschwunden sind? Die sich im Schutz der Nacht, ewige Treue versprachen? Haben sich sich jemals wieder gesehehen? Hat ihre Liebe sich mit Anbruch der Morgendämmerung verflüchtigt?


Siesta Die Alltagsszenen . Ruhe, Beschaulichkeit, Müssiggang . Einsamkeit . Alles nebeneinander und doch vermischt . Eben echtes „dolce vita“ .

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Colori Die echten Dolcis, bunt und üppig auf dem Wochenmarkt, zum Zugreifen und Probieren, in Hülle und Fülle .

Alle Bilder entstanden im Sommer 2011 in Palermo . Ich hatte das Glück, „la dolce vita“ in Perfektion zu erleben . Ich bin keine Fotografin, ich schaue und fotografiere, ich bin unterwegs mit meiner „Hosensackkamera“ . Maria Kiechle


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„Ich hab‘ kein Idol.“ sterben. Da Du Yoko Ono bist, obliegt Dir diese Entscheidung! Welches Lebewesen erwählst Du? Was heisst da „ein“ Tier! Wegen mir können alle Steckmücken aussterben, die haben es auf mich ganz persönlich abgesehen . Stephan A. Schmidt: Kann Kunst auch einfach nur schön sein? Was heisst da „nur schön“ . Wenn ich Kunst vor Augen habe, dann ist es schön in seiner ganzen Tragweite . Mario Riedesser: Erinnerst du Dich am Ende Deines Kunstwerkes noch gerne an den Anfang? Na klar, immer . Da ich fotografiere, weiß ich schon beim Knipsen, was dabei herauskommt . Sandra Geiger: Wie bzw. wann findest Du die Titel zu Deinen Werken? Immer Nächtens, da fällt mir alles Mögliche ein . Ich muss am nächsten Morgen bloß noch stark sein, um nicht alles wieder über den Haufen zu werfen und zu hinterfragen . Susanne Praetorius: Du hast eine Biografie über Dich/Dein Leben fertig geschrieben vor Dir liegen. Wie lautet der Titel für Dein Buch? Hinter den Bergen… Helmuth Kittel: Morgen wird natürlich wieder ein Tier aus-

Sonja Hüning: Welche Frage möchtest Du beantwortet wissen, wenn man Dir jede Frage richtig beantworten könnte? Halt mal die richtigen Lottzahlen für nächsten Samstag . Gwendolyn Boos: Wie findest Du Dich? Indem ich such . Manchmal versteck ich mich richtig gut .


Klaus Kiechle: Ist der Kunstbetrieb korrupt? Überall, wo es ums Geld geht, regiert Geld die Welt. Das ist im Kunstbetrieb auch so. Ist mir aber egal, da ich meine Freude am Leben und meine Freundschaften nicht über Geld definiere. Mercedes Rodriguez de Vetter: Wo gehen Kegelrobben kegeln? Wo die Mäuse mausen Wo die Giraffen gaffen Wo die Hasen grasen Wo die Vögel vögeln Wo die Libellen bellen Wo die Tiger tigern Da robben die Kegel, da will ich sein. Boris Bösker: Hast Du ein künstlerisches Idol? Wenn ja, was fasziniert Dich an dessen Werken? Ich hab kein Idol. Ich bin lieber offen für alles, was es gibt, mich jetzt fasziniert und was mich als nächstes begeistert. Crash: Welches ist das für Dich erotischste Kunstwerk aller Zeiten? Der Hase von Albrecht Dürer. Ulrich Haas: Gibt es Schlüsselpersonen oder -erlebnisse in Deinem bisherigen Leben, die Dir auf Deinem Weg zu Deiner Verwirklichung maßgeblich den Rücken gestärkt haben?

Alle die, die mich nicht niedergemacht haben, alle die, die mich gelobt haben, alle die, die mich ehrlich so gelassen haben, wie ich bin. Günther Schrade: Wer war Held/Heldin Deiner Kindheit und wie wäre der passende Soundtrack für Dein Leben? Das weiß ich ganz genau: Es waren die Kids in den 60er Jahren, die, wie ich leider nur im Fersehen gesehen habe, bei BeatlesAuftritten hemmungslos geschrien und sich hysterisch aufgeführt haben. Da wäre ich gern mitten dringewesen. Aber das wäre zu dieser Zeit für mich undenkbar gewesen. Drum bin ich bis heute Beatles-Fan, finde aber inzwischen, dass ihre Musik zu schön zum Überbrüllen ist, und kann sie mir jetzt von Herzen in aller Ruhe reinziehen. Luzia Werner: Was ist Deine Intention? Meine Intention ist Reaktion, eigentlich wurscht welche...

Maria Kiechle Fotomacherin

*1950 in Immenstadt wohnt in Waltenhofen, fotografiert, schreibt, spielt Gitarre mit „s ghert so“.


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Kunst mir mal ... von Helmuth Kittel

Wie treibe ich als ein bis dato unschuldiger, vielleicht sogar mittelloser Erdenbürger Spenden für Japan ein? Und was ist daran Kunst? Als erstes erscheine in einem sexy Outfit auf einer Party, dann heißt es warten, bis Dich ein Mitmensch anspricht . Nach dem üblichen zwischenmenschlichen Geplänkel wird es auf den ebenso üblichen Telefonnummernaustausch hinauslaufen . Als nächstes gilt es nur noch, sich das Handy des Gegenübers zu greifen, unter dem Vorwand die Telefonnummer selbst eintippen zu wollen . Dann einfach ‚REDCROSS‘ via SMS an 90 999 schicken, und schon werden unbürokratisch 10 $ an Japan gespendet . Flugs höre ich empörte Fragensteller, was das denn mit Kunst zu tun haben soll . Na ja, Entschuldigung . Kunst mir mal dein Handy leihen, bitte?

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„Ist es schon zu spät?“ Mario Riedesser: Erinnerst Du Dich am Ende Deines Kunstwerks noch gerne an den Anfang? So sehr ich mich auch bemüh‘, ich kann nirgends einen Anfang finden .

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Sandra Geiger: Wie bzw. wann findest Du die Titel zu Deinen Werken? Die Titel finde ich vorher, zur Mitte hin und auch gegen Ende . Sonja Hüning: Welche Frage möchtest Du beantwortet wissen, wenn man Dir jede Frage richtig beantworten könnte? Ist es schon zu spät? Gwendolyn Boos: Wie findest Du Dich? -siehe Titel meiner BiographieKlaus Kiechle: Ist der Kunstbetrieb korrupt? Ja, absolut und dazu noch vorbildlich organisiert . Mercedes Rodriguez de Vetter: Wo gehen Kegelrobben kegeln? Ein weit verbreiteter Irrtum ist, dass Kegelrobben kegeln können . Zurückzuführen ist diese Ungenauigkeit auf eine durch den Küchenjungen Samuel C . Tee hervorgerufene Lebensmittelvergiftung auf dem Forschungsschiff Larry The Bowler durch verdorbene Trockenfrüchte . Dieser Smutje wurde dann wähSusanne Praetorius: Du hast eine Biografie über Dich/Dein Leben fertig geschrieben vor Dir liegen. Wie lautet der Titel für Dein Buch? Menschenfleisch – Gut Abgehangen Stephan A. Schmidt: Kann Kunst auch einfach nur schön sein? Klar, und wie!

Helmuth Kittel

Zeichnungen, Malerei *1965 in Kempten Kunsttherapeut, lebt und arbeitet in Kempten .


rend der Nachtbadeaktivitäten dieser noch unbenannten Robben von Bord gekegelt, was letztlich zu ihrem Namen führte. Boris Bösker: Hast Du ein künstlerisches Idol? Wenn ja, was fasziniert Dich an dessen Werken? Einer, dessen Werk ich gerne mag, ist Edward Hopper. Egal was zu sehen ist, seine Bilder sind immer menschenleer. Maria Kiechle: Wie hoch kannst Du fliegen? In der Öffentlichkeit beweg‘ ich mich durchweg im Rahmen der uns bekannten physikalischen Gesetze, bin ich unbeobachtet, geht’s schon mal ins Unendliche und darüber hinaus. Crash: Welches ist das für Dich erotischste Kunstwerk aller Zeiten? Das ist natürlich stark von der Tagesform abhängig, aber Édouard Manets ‚Olympia‘ ist schon sehr erotisch. Muss wohl an der Katze liegen. Ulrich Haas: Gibt es Schlüsselpersonen oder -erlebnisse in Deinem bisherigen Leben, die Dir auf Deinem Weg zu Deiner Verwirklichung maßgeblich den Rücken gestärkt haben? Bei aller Bescheidenheit fällt mir auch nach reiflicher Überlegung nur meinereiner ein. Und Mama. Günther Schrade: Wer war Held/Heldin Deiner Kindheit und wie wäre der passende Soundtrack für Dein Leben? Als Kind mochte ich „Little Joe“ Cartwright und sein nonkonformistisches Pony aus der Westernserie ‚Bonanza‘ sehr gut leiden. Und für den Soundtrack meines Lebens wünschte ich mir eine Kollaboration zwischen Neil Young, Eddie Vedder und David Eugene Edwards. Luzia Werner: Was ist Deine Intention? Sammeln fürs kollektive Unbewusste.

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Sommer . Spätnachmittag . Draussen sitzen . Eine alltägliche und angenehme Situation . Etwas Oliven, Brot und Wein . . . Geplauder . Müssige Gedanken . Schauen . Die Metalloberfläche des Tisches in der Spätnachmittagssonne erinnert mich an die Oberfläche eines Gewässers . Die Gegenstände unserer Zivilisation werden zu Attributen einer Landschaft: Die weiße Serviette wird zum Eisberg, Zweige und Blüten bilden ein Waldstück .

Die bauchige Vase erlaubt einen Einblick in die Unterwasserwelt des Meeres . Feigen und Brot sind Inseln, die aus dem Wasser ragen . Das je nach Licht und Spiegelung auch wieder festen Grund bildet, für die Tiere, die plötzlich in dieser Landschaft auftauchen, aus den Elementen Luft, Erde, Wasser . Sie sind winzig und wirken irritiert, wie suchend in dieser von uns gemachten Landschaft . . . „Was denkst Du?“ „Nichts . Wie spät ist es eigentlich?“

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angerichtet ...


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Anspruch. Sandra Geiger: Wie bzw. wann findest Du die Titel zu Deinen Werken? Zuerst habe ich die Idee zu einem Bild . Irgendwann gegen Ende der Fertigstellung ist das Bild soweit „da“, dass es eine Persönlichkeit, einen Charakter hat . Dann ergibt sich meistens der Name des Bildes, manchmal habe ich auch mehrere mögliche Titel für das Werk . Dann warte ich eben solange, bis ich`s weiß .

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Sonja Hüning: Welche Frage möchtest Du beantwortet wissen, wenn man Dir jede Frage richtig beantworten könnte? Willst du das wirklich wissen? Gwendolyn Boos: Wie findest Du Dich? Wenn ich mich suche . Klaus Kiechle: Ist der Kunstbetrieb korrupt? Potentiell ja, denn Kunst kann gehandelt werden wie eine Ware und unterliegt damit den gleichen Gesetzmäßigkeiten . Mercedes Rodriguez de Vetter: Wo gehen Kegelrobben kegeln ? In Robbis Kegelbahn . Alle nehmen Platz auf der Sand-Bank . Wer dran ist, robbt nach vorne . Gekegelt wird mit Pinguinen . Die Vereins-Leibchen sind aus buntem Seemannsgarn .

Helmuth Kittel: Morgen wird natürlich wieder ein Tier aussterben. Da Du Yoko Ono bist, obliegt Dir diese Entscheidung! Welches Lebewesen erwählst Du? Gegenfrage: Was ist der Mensch? . . . Stephan A. Schmidt: Kann Kunst auch einfach nur schön sein? Klar . Dieser Anspruch ist genauso hoch bzw . richtig, wie alles andere, was Kunst sein kann / möchte / soll / muss . Mario Riedesser: Erinnerst Du Dich am Ende Deines Kunstwerks noch gerne an den Anfang? Jaaa . Frei nach dem Zitat von Hermann Hesse: Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne . . .

Boris Bösker: Hast Du ein künstlerisches Idol? Wenn ja, was fasziniert Dich an dessen Werken? Im Wesentlichen drei MalerInnen: Gabriele Münter, Expressionismus, wegen ihres Farbenspiels und der Formenreduktion, Lawrence Alma-Tadema, Realismus, wegen der Tiefenwirkung in seinen Bildern und der differenzierten Darstellung von Marmor, Fell, Metall usw . Aber am meisten: Jack Vettriano, ein Meister der Erzählkunst in seinen Bildern! Nicht zu vergessen Xenia Hausner, Michael Sowa, Karin Kneffel, Johannes Vermeer und Antoni Gaudi . Maria Kiechle: Wie hoch kannst Du fliegen ? (Gedanklich) so hoch, dass ich einen Überblick bekomme, über die Lebens-Landschaft, in der ich gerade bin . Ich sehe dann,


Was willst Du heute

was um mich herum geschieht, was vor mir liegt oder was war. Fliegen ist auch eine Art, Abstand zu gewinnen, bevor man wieder bodenständig wird – oder abtaucht... Und dann gibt es auch noch das Fliegen zum Spass, Tagträume ausdenken und sich Ziele und Wünsche vorstellen, das ist genauso wichtig. Crash: Welches ist das für Dich erotischste Kunstwerk aller Zeiten? Der Song „the great gig in the sky“ von Pink Floyd. Am besten anhören.

zu planen und durchzuführen, Ihre Kontakte zu Galerien und Kunstinteressierten und ihre Loyalität mir gegenüber waren ein wichtiger Meilenstein auf meinem Weg bis heute. Günther Schrade: Wer war Held/Heldin Deiner Kindheit und wie wäre der passende Soundtrack für Dein Leben? Meine Kindheit war in den 60er Jahren. Damals bewunderte ich meine Tante Maxi. Sie war zehn Jahre älter als ich und für mich der Inbegriff von Freiheit und Schönheit. Sie studierte in München und fuhr mit ihrer Clique im VW-Bus nach St. Tropez, für mich die große, weite Welt. Meine Bewunderung für diese Lebensfreude und Spontanität war grenzenlos, immer wieder hörte ich ihre Platten von den Beatles, den Byrds, Donovan oder „San Francisco“. Ich freute mich auf das Leben und wollte werden, wie sie. Im eigentlichen Sinne war sie keine Heldin, eher mein Idol. Der passende Soundtrack für mein Leben? Jahre später lernte ich die Musik von Al Jarreau kennen, sein Lied „Your song“ begleitet mich seit Jahrzehnten und gefällt mir immer wieder.

Ulrich Haas: Gibt es Schlüsselpersonen oder -erlebnisse in Deinem bisherigen Leben, die Dir auf Deinem Weg zu Deiner Verwirklichung maßgeblich den Rücken gestärkt haben? Natürlich, eine ganze Reihe. Ich beschränke mich hier auf die künstlerische Verwirklichung und da wiederum auf drei Menschen (inkl. -erlebnisse). Sie sind maßgebend für meine künstlerische Entwicklung. Mein Mann Thomas, sein Interesse und Engagement sind allgegenwärtig und im besten Sinne unbeschreiblich. Mit ihm bespreche ich - neben Ausstellungsorganisationen usw.- auch meine Gedanken und Gefühle, die mich beim Malen Luzia Werner: Was ist Deine Intention? beschäftigen. Er ist meine Anlaufstelle Nr. 1. Bilder zu malen, die mir und anderen Menschen Dann mein Bruder Max, ein musischer Mensch, etwas bedeuten. mein wichtigster Kritiker und Mäzen. Er ist kein Künstler im üblichen Sinn, doch seine direkten und konstruktiven FraSusanne Praetorius Gemälde gen und Aussagen haben bedeutend zur Weiterentwicklung meiner Maltechnik *1961 in München. geführt. Und Ruth Treffeisen, PuppenMalerin und Dipl.-Kommunikationsdesignerin künstlerin und meine langjährige Che(FH). Ausstellungen u.a. in Kempten, Berlin, Frankreich, Italien. fin. Ihr verdanke ich meine ersten groPublikumspreis der Kunstausstellung zur Allgäußen Ausstellungen in Deutschland und er Festwoche 2005, 2006, 2007 und 2011. Frankreich. Wir stellten zusammen aus, www.susanne-praetorius.com ihre Künstlerpuppen und meine Bilder. Ihre professionelle Art, Ausstellungen

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Leben in niedrigster Auflösung. von Stephan A. Schmidt

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Eine Feier mit Freunden, eine Kneipe, die kaum einer von uns zuvor und danach besucht hatte . Drei Fotos von diesem Abend lagen eineinhalb Jahre auf meinem Handy, anfänglich kam ich nicht dazu, sie zu löschen, und bald wollte ich sie nicht mehr löschen . Keiner dort hatte ein Namen, der mir länger in Erinnerung blieb, und auch ihre Gesichter waren bald aus meinem Kopf . Bis auf eines . Irgendwann ging die Türe auf, es kam einer rein, der längst weg war . Oder schon mal dagewesen ist, aber heute nicht mehr . Weil alle, wie er selbst, sich zwar erinnerten, aber an nichts konkretes mehr . Man kannte sich, hatte aber vergessen, woher . Kein großes Hallo, Kommen oder Gehen war hier Alltag . An der Theke holte er sich ein Bier und setzte sich in aller Ruhe auf den größten freien Platz, der zu haben war: mitten in die vier Quadratmeter blanken Fußboden zwischen der Tür, dem Tresen und unserem Tisch . Nicht so, als ob der Platz ihm gehörte, sondern als ob hier niemandem etwas gehörte . Im Schneidersitz kauerte er auf einem nicht vorhandenen Teppich, hielt die Bierflasche im Arm und sinnierte wie eine Kuh im Sommergras, bis wohl einer seiner Lieblingssongs lief . Ob aus Erinnerung oder Gewohnheit – er stand auf und begann zu tanzen . Die anderen sahen aus ähnlicher Gewohnheit nicht hin, er brauchte keine Blicke erwidern und war allein in seinem Raum, von dem vielleicht nicht mal er weiß, wie lange er ihn schon bewohnte .

Ich musste mein Handy herausholen, um diese surreale Szenerie zu fotografieren; ich hielt es dabei unauffällg in Höhe meiner Hüfte – eher aus Höflichkeit denn aus Heimlichkeit, und drückte in diesen zeitlosen Minuten dreimal ab . Seitdem gebetsmahlte mein berufliches Alter Ego: Lösch das einfach . Das war zu dunkel, eine absolut miese Belichtungszeit, massives Rauschen im Schwarz und chromatische Aberrationen, die schlechte Auflösung einer nicht mal ein Zentimeter dicken Handykamera . . . Aber es war das vermeintliche – wie falsche – Verständnis, dass man mit Schnappschüssen und billiger Allerweltstechnik nicht arbeitet, und dabei vergisst, als Künstler auch Sehgewohnheiten ändern zu wollen . Als Künstler kann man andere Fehler machen . Zum Beispiel den, zuviel über sein Werk zu erzählen und damit dem Betrachter die Chance nehem, selbst zu interpretieren und assoziieren . . . Jedenfalls: Wo käme denn die Kunst hin, wenn in Museen und Ausstellungen nur Gemälde hingen, die mit vergoldeten Pinseln auf von Hand gewebten Leinwänden gemalt wurden? Als mir das klar wurde, lud ich mir das Bild auf meinen Rechner, begann zu experimentieren und hörte bald wieder auf: Denn so kaputt die Pixel waren und sich bunt rauschend wie Alkoholdunst in die fotografierte Welt klebten, so schien es, als ob die Kamera verstanden hätte, was sie hier sah . Der Drucker, mit dem ich ich mich sonst so gut verstand, aber verstands nicht und rief an: „Sollen wir das wirklich drucken? Das hat nur 24 dpi!“ Ich sagte: „Ja, und vielleicht mach‘ ich noch ‘ne ganze Werkserie daraus .“ „Wie soll die denn heißen?“ „Sehgewohnheiten?“

Aberration (von lat . aberrare: abirren, abweichen): • scheinbare Ortsveränderung von Gestirnen (Astronomie) • ein bei zu geringer Ausbreitungsgeschwindigkeit der Gravitation erwarteter Effekt (newtonsche Gravitation) • Abbildungsfehler von Linsen in der Optik • nicht-erbliche Abweichung vom üblichen Erscheinungsbild bei Lebewesen (Biologie) • Abweichung der Magnetnadel vom geographischen Nordpol • leichte psychische Störung (Psychologie)


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„Jedenfalls scheint mir die These von den psychosozialen Wurzeln der sich mit großer Konsequenz entwickelnden gesamtgesellschaftlichen Aberration, je mehr von diesem Lebensberichten ich lese, desto einleuchtender.“ W . G . Seebald: Luftkrieg und Literatur . Fischer TB Verlag, Frankfurt . 2005, S . 90

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„Bis ich auf die Schnauze falle.“ Titel ja einfach schon drauf . Bei anderen lasse ich meine Assoziationen wild galoppieren unf schreibe alle Worte, die mir dabei einfallen, auf Zettel . Zudem recherchiere ich oft zum Thema bei Google und Wikipedia, sammle Zitate, Zeilen aus Liedern oder Literaturklassikern, sitze abends mit meiner Gefährtin am Küchentisch, frage, wiegle ab, nage an den Knochen, die sie mir hinwirft – und wäre gerne Yoko Ono, die allen Lebewesen, die grundlos „o .T . / ohne Titel“ unter Ihre Werke schreiben, aussterben lässt . Selbst ein „Non plus pour Elise“, ein „Bitte warten“ oder ein grundehrliches „otwoi“ (ohne Titel, weil ohne Intention) ist für mich dem Betrachter gegenüber anständiger als ein „o .T .“ . Welche Frage möchtest Du beantwortet wissen, wenn man Dir jede Frage richtig beantworten könnte? 1 . Wieviele Fragen kannst Du mir beantworten? 2 . Ok, dann mal los: Wie lauten die Lottozahlen von morgen? 3 . Warum arbeitet der Mensch für Geld? 4 . Ok, vergiss die vorherige Frage . Also: Was ist besser als die Demokratie und der Kapitalismus?

64 Susanne Praetorius: Du hast eine Biografie über Dich/Dein Leben fertig geschrieben vor Dir liegen. Wie lautet der Titel für Dein Buch? „Sorry, ich hätte früher drauf kommen können“ . Oder: „Im nächsten Leben hau‘ ich Euch .“ Aber eigentlich bin ich ja Grafiker und nicht Biografiker und mach‘ ich keine halben Sachen, schließlich ist mein Leben noch lang nicht rum . Vielleicht deswegen noch der Untertitel: „Erster Band .Der zweite Band wird heftiger .“ Helmuth Kittel: Morgen wird natürlich wieder ein Tier aussterben. Da Du Yoko Ono bist, obliegt Dir diese Entscheidung! Welches Lebewesen erwählst Du? Was jetzt, Lebewesen oder nur ein „Tier“? Anyway: Diese Minifruchtfliegen in meinem Mülleimer oder den Neolib . . . – aber nein, sobald man meint, dieses Frage ernsthaft beantworten zu wollen, wird man zum Faschisten, der sich gottgleich wähnt . Das überlasse ich dann doch lieber meiner guten Freundin Yoko . Mario Riedesser: Erinnerst Du Dich am Ende Deines Kunstwerks noch gerne an den Anfang? Erstens hat ein Kunstwerk kein Ende; vor allem nicht, wenn‘s beim Betrachter nochmal los geht . Zweitens kann ich mich gar nicht „gerne“ erinnern, weil ich mir über den Ursprung oft nicht wirklich im Klaren bin . Zudem ist mir der Anfang wurst . Ich denke, auch Pflanzen würden nicht wissen, von welchem Regen sie jetzt welches Blatt bekommen haben . Sandra Geiger: Wie bzw. wann findest Du die Titel zu Deinen Werken? Manchmal (bei meiner „Bäuche“-Serie zum Beispiel) steht der

Gwendolyn Boos: Wie findest Du Dich? Hmm . . . entweder: Was halte ich von mir? Oder: Wie finde ich zu mir selbst, wie finde ich meinen Kern? Zu ersterem: Alt genug . Zu zweitem: Oft genug . Auch wenn oder weil man immer wieder sucht . Und finden muss – oft auch in den Werken, die man gerade macht oder noch als Idee in sich trägt . Oft dreht man sich da – endlich mal und zudem nicht sinnlos – um sich selbst, wenn es um die Verabeitung seiner Eindrücke vom Leben und der Welt geht . Klaus Kiechle: Ist der Kunstbetrieb korrupt? Nein . Kann er gar nicht . Denn dazu ist er oft einfach nur zu borniert oder zu doof . Ich erinnere da an „Hurz“ von Hape Kerkeling . Zudem schließt für mich ein korrupter Betrieb die Kunst aus . Da bleibt dann „nur“ der persönliche Ziespalt eines jeden Kunstbetrachters: Ist das Kunst? Oder will mich hier jemand verarschen? Mercedes Rodriguez de Vetter: Wo gehen Kegelrobben kegeln? Dort, wo der Quatschkopf, der diese Frage gestellt hat, anscheinend schon war . Boris Bösker: Hast Du ein künstlerisches Idol? Wenn ja, was fasziniert Dich an dessen Werken? Auf ein Idol lässt sich das nicht festlegen . Dazu habe ich zu viele „Linien“, zuviele Themenstränge, die mich bewegen . Maria Kiechle: Wie hoch kannst Du fliegen? Bis ich auf die Schnauze falle . Oder bis mich jemand festhält (sofern er mitfliegt) .


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Crash: Welches ist das für Dich erotischste Kunstwerk aller Zeiten? Wenn mit Kunstwerken jetzt auch Songs gemeint wären, wüsst‘ ich‘s sofort. Aber eine gute Frage, denn ich habe aus Kunstwerken nie Erotik herausgeholt – und vielleicht auch deswegen nie gefunden, denn die geht an mir meilenweit vorbei, wenn ich Kunst betrachte. Außer, man betrachtet so manchen Mensch als Kunstwerk... Ulrich Haas: Gibt es Schlüsselpersonen oder -erlebnisse in Deinem bisherigen Leben, die Dir auf Deinem Weg zu Deiner Verwirklichung maßgeblich den Rücken gestärkt haben? In diesem Sinne: Personen, vor allem Schlüsselpersonen, leider nein. Weitergebracht haben mich sicherlich einige Begegnungen im Leben – aber den Rücken gestärkt? Das war letztlich nur ich selbst. Nur wird einem oft die Eigenschaft, sich selbst den Rücken stärken zu können, als Überheblichkeit ausgelegt. Und Erlebnisse – ja, vielleicht. Vielleicht auch ganz einfach das ganze Leben in seiner Summe. Aber was ist überhaupt „verwirklicht“? Wann bin ich wirklich „wirklich“? Wer das weiß, darf gern mit Steinen schmeißen.

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Günter Schrade: Wer war Held/Heldin Deiner Kindheit und wie wäre der passende Soundtrack für Dein Leben? In meiner frühesten Kindheit meistens Krieger (aber niemals Winnetou, dann schon eher mein Deutschlehrer), später Gitarristen, bestenfalls die, die den Song selbst geschrieben haben. Oder gleich Buchautoren. Und Redner. Willy Brandt und mein Opa, der alte Sozi. Die meisten Lieder zu diesem „Soundtrack“ kommen aus der Zeit, als ich schon 20 war, und sind zuviele, um sie hier zu nennen. Zudem ist das fließend; es kommen immer neue hinzu. Luzia Werner: Was ist Deine Intention? Meine Beweggründe? Die Scheiße um mich herum und der Glaube an etwas Besseres. Plus die guten Ideen um mich herum und der Glaube daran, dass ich dazu beitragen kann. Manchmal ist‘s auch wie Pflanzengießen; ich gieße und weiß, dass etwas passieren wird.

Stephan A. Schmidt

Fotografik *1967 in Marktredwitz Autodidaktischer Gestalter. Studium Kommunikationswissenschaften, Ausbilder für Mediengestalter. Aufnahme in die int. Jahrbücher „Web Design Index“ 2006 und 2007, eOscar Systems 2000, Ausstellungen in Kempten. www.brainpogo.com

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Reflexion und Dialog von Mercedes Rodriguez de Vetter Das Organisieren einer Ausstellung ist bekanntlich sehr arbeits- und zeitintensiv. Das Gestalten und Umsetzen von Konzepten ist aber zugleich eine große Herausforderung. Die öffentliche Zurschaustellung der Werke ist im Hinblick auf neues Schaffen von großer Bedeutung.

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Die Reflexion und der Dialog des kunstinteressierten Betrachters, sofern es sich um objektive Gedankengänge handelt, trägt viel dazu bei, zukünftige Arbeiten selbstkritischer zu betrachten und stimuliert unendlich Motivation und schöpferisches Denken.

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„El Cid und Cádiz“ Was ist Dir wichtiger: Glück oder Reichtum? Gwendolyn Boos: Wie findest Du Dich? Wie soll ich die Frage verstehen? Künstlerisch – physisch – charakterlich? Ich glaube, es gibt Schlimmere als mich . Klaus Kiechle: Ist der Kunstbetrieb korrupt? Ohne Weiteres kann ich diese Frage nicht beantworten, ich glaube aber, dass Beziehungen schon immer über vieles hinweg geholfen haben . Boris Bösker: Hast Du ein künstlerisches Idol? Wenn ja, was fasziniert Dich an dessen Werken? Natürlich habe ich einige, aber Picasso bewundere ich . Faszinierend finde ich seine Frauenbilder aus den verschiedenen Lebensabschnitten .

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Maria Kiechle: Wie hoch kannst Du fliegen ? Ich kann im hohen Bogen – genauso wie im Tiefflug fliegen .

Susanne Praetorius: Du hast eine Biografie über Dich/Dein Leben fertig geschrieben vor Dir liegen. Wie lautet der Titel für Dein Buch? Die Leichtigkeit des Seins . Helmuth Kittel: Morgen wird natürlich wieder ein Tier aussterben. Da Du Yoko Ono bist, obliegt Dir diese Entscheidung! Welches Lebewesen erwählst Du? Die Schlange . Stephan A. Schmidt: Kann Kunst auch einfach nur schön sein? Ja! Aber nur wenn alles so umsetzbar ist, wie man sich´s vorgestellt hat . Mario Riedesser: Erinnerst Du Dich am Ende Deines Kunstwerks noch gerne an den Anfang? Ich gehe oft im Geiste die einzelnen Schritte durch und freue mich wenn es gelungen ist . Sandra Geiger: Wie bzw. wann findest Du die Titel zu Deinen Werken? Unterschiedlich . Eigentlich erst, wenn das Werk beendet ist, aber auch während des Schaffens . Sonja Hüning: Welche Frage möchtest Du beantwortet wissen, wenn man Dir jede Frage richtig beantworten könnte?

Crash: Welches ist das für Dich erotischste Kunstwerk aller Zeiten? Die Venus . Ulrich Haas: Gibt es Schlüsselpersonen oder -erlebnisse in Deinem bisherigen Leben, die Dir auf Deinem Weg zu Deiner Verwirklichung maßgeblich den Rücken gestärkt haben? Ich war oft umgeben von Menschen, die für mich sehr wertvoll waren . Günther Schrade: Wer war Held/Heldin Deiner Kindheit und wie wäre der passende Soundtrack für Dein Leben? Soweit ich mich erinnern kann, waren‘s Robin Hood und El Cid . Als Soundtrack – keine Ahnung, auf jeden Fall etwas Rhythmisches . Luzia Werner: Was ist Deine Intention? Ich möchte mehr Zeit in meine Kunst investieren .

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Gemälde *1948 in Cádiz/Spanien Bildwende Künstlerin (AFC/Kunstakademie Faber-Castell) . Ausstellung u .a . in Kempten, Memmingen, Stein, Nürnberg und Warstein


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Das Gesicht des Steins Mario Riedesser


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„Stand up and fight.“ Susanne Praetorius: Du hast eine Biografie über Dich/Dein Leben fertig geschrieben vor Dir liegen. Wie lautet der Titel für Dein Buch? Junge, warum hast Du nichts gelernt?!

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Helmuth Kittel: Morgen wird natürlich wieder ein Tier aussterben. Da Du Yoko Ono bist, obliegt Dir diese Entscheidung! Welches Lebewesen erwählst Du? Die Neonazis . Stephan A. Schmidt: Kann Kunst auch einfach nur schön sein? Warum nicht?!

Mario Riedesser Skulpturen, Gemälde *1974 in Wangen . Freischaffender Bildhauer, Steinmetz- und Steinbildhauergeselle, Fachoberschule für Gestaltung . Ausstellungen u .a . in Kempten, Augsburg, München www .mario-riedesser .de

Sandra Geiger: Wie bzw. wann findest Du die Titel zu Deinen Werken? Indem ich meine Freundin frage . Sonja Hüning: Welche Frage möchtest Du beantwortet wissen, wenn man Dir jede Frage richtig beantworten könnte? Wo soll das alles mit mir hinführen? Gwendolyn Boos: Wie findest Du Dich? Jeden Tag anders . Klaus Kiechle: Ist der Kunstbetrieb korrupt? Eher modisch und korrupt . Durch Jobs in der Kunstwelt mit Macht . Mercedes Rodriguez de Vetter: Wo gehen Kegelrobben kegeln? Bei den Kugelfischen .

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Unsere Ziele für mehr Kunst & Kultur Auszüge aus der Vereinssatzung vom 26. August 2009 Zweck des Vereins ist die Entwicklung, Pflege und Förderung • des Kunst- und kulturellen Lebens in schöpferisch-künstlerischer Freiheit, der künstlerischen Arbeit und seines Nachwuchses • von Kunst, Kultur und Bildung in allen Ausprägungen der bildenden, angewandten und darstellenden Kunst, der Musik und Literatur, • der Begegnung und des interkulturellen wie interdisziplinären Zusammenwirkens aller Künstler, kulturinteressierter Bürger und kultureller Institutionen . • Im einzelnen sind die diesbezüglichen Bereiche und Unterformen künstlerischen und kulturellen Lebens: • bildende Kunst: Malerei, Bildhauerei, Grafik & Design, Fotografie, Baukultur (Architektur) • darstellende Kunst: Schauspiel, Theater, Tanz und Filmkunst (audiovisuelle Medien, Film- u . Videokunst, Internet) • Komposition und Darbietung von Vokal- und Instrumentalmusik • Literatur: Epik, Prosa und Lyrik bis hin zu journalistischen Formen, ob auf Papier oder in freier Rede • Modedesign • Installationen, Aktionskunst, Medienkunst Der Satzungszweck wird verwirklicht durch die Entwicklung, Förderung

und Durchführung von Projekten zur verstärkten Wahrnehmung, Präsenz, Verbreitung und Kommunikation von Kunst und Kultur in der Bevölkerung, öffentlichen Verwaltung und Politik; solche Projekte sind insbesondere: • der organisatorische Zusammenschluss und Austausch von Künstlern und Kunstfreunden sowie hierfür Treffen und Infoveranstaltungen • Symposien, Kongresse, Vorträge und (Podiums-)Diskussionen • Atelier-, Messe- und Galeriebesuche • Kunstreisen, Exkursionen und Führungen • Kunstausstellungen • Bildungsangebote für Kinder und Erwachsene • eigene Kunstsammlungen sowie die Förderung von öffentlichen Sammlungen durch Stiftungen und Leihgaben • Kunstgalerien, Artotheken und Begegnungsstätten • Kunstauktionen • Erwerb und Veräußerung von Kunstwerken • Beschaffung und Verleih von Kunstund Designliteratur • Konzerte • Filmvorführungen • Lesungen • Auslobung von Kunstpreisen • Bewahrung und Pflege des kulturellen Erbes • Betreuung ausländischer Besucher aus dem Kunstbereich

• Beratung und Vermittlung zwischen Künstlern und Galerien, Museen oder Ausstellern • Vermittlung zwischen Künstlern, Kunstprojekten und Sponsoren aus der Wirtschaft sowie die Entwicklung und Förderung von geeigneten Sponsoring-Modellen • Beratung von Künstlern in ökonomischen und steuerrechtlichen Fragen insbesondere durch die Vermittlung von Fachleuten • Beratung von Künstlern, Museen und Galerien beim Kunstmarketing • Gestaltung und Herausgabe von Medien, Publikationen, Kunstblättern und Editionen • sowie ähnlichen Festivitäten und kulturellen Veranstaltungen • und die Zusammenarbeit mit verwandten Organisationen und Einrichtungen Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung . Die Anerkennung als „besonders förderungswürdig“ im Sinne der steuerlichen Vorschriften wird angestrebt - was inzwischen vom Finanzamt Kempten mehrfach bestätigt wurde; damit sind alle Spenden und Mitgliedsbeiträge steuerabzugsfähig . Diese werden ausschließlich für die hier genannten Zwecke verwendet .

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artist Casting & Hanging Commitee Gwendolyn Boos, Susanne Praetorius, Mercedes R.d. Vetter, Mario Riedesser

Guest artist & Sound Engineering Management, Daily Money Counting Klaus Kiechle Band Hunting Markus „Lumpi“ Scherer Hoarding / artist`s wall support Christoph Köhler, Martin, Uli Scherer Exhibition & light Engineering Thomas Scherer Queen of nuts and bolts and odds and sods Maria Kiechle interviews Desk Thomas Scherer photographic Documentation Michael Häusler XXl & Digital printing Reiner Schmid / Print & Copy Catering (for survival) Maria Ruisinger, Bäckerei Wipper, Bäckerei Speiser Waltenhofen Supersonic Sounding at lange kunstwohnzimmernacht DJ Thallus & The Mysterious Granddead Wir danken unseren Freunden, Familien und Fördermitgliedern, Sponsoren und Anzeigenkunden für all ihr persönliches und finanzielles Engagement, ohne das es die artig‘11 nicht gäbe. Veranstalter: artig / art interessengemeinschaft e.V. Schützenstraße 7, 87435 kempten, 0831 - 512 87 - 17 oder 0831 - 223 55, fax: 0831 - 512 87 - 27, info@artig.st // www.artig.st


ankeschön Head (over Heels) of Organisation & Foreign Affairs Stephan A. Schmidt Artist Photography Sandra Geiger Best Runner I. & Facility Management Thomas Scherer Best Runner II. & Facility Management Assistance Kerstin Stark, Sarah Rieder, Klaus Vetter Decoration Equipment Gwendolyn Boos Helping Hands, Hall & Bar Staff Giovanna, Zarah, Nora, Anna, Steffi, Bernhard, Markus, Lumpi, Josè, Erika, Robby, Katja and many more Beverages & Bar Support Jacques’ Wein-Depot, Allgäuer Brauhaus, eldosti Branding, Advertising, Design, Layout, Satz, Repro, Editorial Staff Stephan Schmidt, Crash Vorich Final Quick & Dirty Magazine Editing Katja Egli Website Production, Data Management Peter Morgner, Ruth Geisenfelder and many more jobs and helpful support by many more or the same people above. Especially Claudia Benz, Dr. Gerhard Weber, Hansjürg Hensler, Klavierhaus Gelück, Nickl Ton- & Lichttechnik © 2011. Alle Rechte vorbehalten. Fotos, Grafiken und Texte sind urheberrechtlich geschützt. Nachdruck, Kopie oder Reproduktion auch ausschnittsweise und gleich welcher Art nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlages und Herausgebers. Herausgebender Verlag, Media & Publishing: farbe8 Kommunikation Frühlingstraße 2, 87439 Kempten, Fon: 0831 - 512 87 - 0, Fax: 0 831 - 512 87 - 26, info@farbe8.com // www.farbe8.com


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