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Wissenswertes

über Moschuskürbis, Butternut, Hokkaido und Co. Text: © Dorit Schmitt | Aromenspiele

Aus der Familie der Kürbisgewächse erfreuen uns einige Sorten ab dem Herbst mit ihrem fruchtig-nussigen Geschmack und ihrem variantenreichen Einsatz in der Küche. Der Moschuskürbis zum Beispiel, der ursprünglich aus Amerika stammt, heute aber weltweit in warmen Regionen angebaut wird. Die ältesten archäologischen Funde stammen aus Nordost-Mexiko (Höhlen von Ocampo, Tamaulipas) und stammen aus der Zeit 4900 bis 3500 v. Chr. Der Moschuskürbis wurde in präkolumbischer Zeit in Mittel- und Südamerika und im Südosten der USA angebaut, danach wurde er in den meisten tropischen Ländern eingeführt. Das Fruchtfleisch des Moschuskürbisses ist dunkelgelb bis leuchtend orange und wird besonders geschätzt wegen seines intensiven Aromas und der nussigen Note. Er schmeckt leicht bis sehr süß. In seinen Ursprungsgebieten werden vom Moschuskürbis das Fruchtfleisch, aber auch junge Pflanzensprossen und die Blüten als Gemüse verarbeitet. Die Kerne werden geröstet gegessen oder gemahlen in Eintöpfe gegeben. Zwei bei uns bekanntere Unterarten des Moschuskürbisses sind der Muskat- und der Butternutkürbis, letzteren gibt es bei uns häufiger im Angebot. Aber auch der Muskatkürbis hat in den letzten Jahren stark an Popularität gewonnen - vor allem in der

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gehobenen Küche. Dieser meist aus Frankreich importierte Muskatkürbis verbreitet, frisch angeschnitten, ein süßliches Aroma, das leicht an Muskat erinnert. Er kann roh und gegart verwendet werden. Die birnenförmige Frucht des Butternutkürbis zeichnet sich durch ein buttriges Aroma und zartes Fruchtfleisch aus. Bei uns kommt er als typisches Wintergemüse in die Auslagen. Die Schale sollte bei dieser Kürbisart, anders als beim Hokkaido, immer entfernt werden. Dafür hat der Butternut weniger Kerne, was seine Weiterverarbeitung wiederum sehr angenehm macht. Den Butternut kann man für Herzhaftes wie Suppen, Currys und Pürees einsetzen, dann bitte mit vielen Gewürzen und Kräutern wie Chili, Knoblauch und Curry, aber auch zur Süßspeise verarbeiten. Ein Pie oder Pudding daraus schmeckt mit Vanille, Zimt und Muskatnuss ebenfalls ganz zauberhaft. Der Gelbe Zentner ist aber der Beste Kürbis für Süßspeisen, Konfitüren und Gebäck! „Mein Lieblingsgemüse im Herbst und Winter: Kürbis und Kartoffeln in allen möglichen Zubereitungsvarianten.“ Dorit Schmitt

HERBST  

Diese Ausgabe vertreibt garantiert den aufkommenden Herbstblues! Farbenfrohe und opulent gewürzte Gerichte sorgen neben den leckeren Herbstk...

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