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Monitoring Garzweiler II Herausgeber Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Naturund Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen Schwannstraße 3 40476 Düsseldorf Geschäftsstelle des Braunkohlenausschusses Bezirksregierung Köln Zeughausstraße 2 – 10 50667 Köln

Bearbeitung Entscheidungsgruppe Monitoring Garzweiler II ahu AG Wasser · Boden · Geomatik Kirberichshofer Weg 6 52066 Aachen

Druck Druckcenter Meckenheim Werner-von-Siemens-Sraße 13 53340 Meckenheim

Jahresbericht 2009


Jahresbericht 2009

Vorwort Mit dem Jahresbericht 2009 wird der elfte Jahresbericht zum Monitoring Garzweiler II vorgelegt. Er enthält – wie immer – die zusammenfassenden Berichte aus den sechs Facharbeitsgruppen über die Erreichung der wasserwirtschaftlichen und landschaftsökologischen Ziele, wie sie im Braunkohlenplan festgelegt sind. Die Einhaltung dieser Ziele ist die Voraussetzung für den weiteren Betrieb des Braunkohlentagebaus. Im Ergebnis kann zusammenfassend festgestellt werden, dass auch im Jahr 2009 durch den Braunkohlentagebau Garzweiler II keine unerwarteten Auswirkungen aufgetreten sind und die vorauslaufenden Gegenmaßnahmen zur Minimierung des Stoffaustrags aus der Abraumkippe, wie die Abraumkalkung, vereinbarungsgemäß durchgeführt worden sind. Im Jahr 2009 fand am 10. und 11. September 2009 in Mönchengladbach mit ca. 120 Teilnehmerinnen und Teilnehmern ein wissenschaftliches Symposium mit Exkursionen statt, das einen Rückblick auf zehn Jahre Monitoring Tagebau Garzweiler II und eine Vorausschau auf die Zukunft des Monitorings erlaubte. Das Symposium diente auch dem Erfahrungsaustausch untereinander sowie mit Fachleuten vergleichbarer Monitoringprojekte im Lausitzer Bergbaurevier, in Hessen und in Hamburg. Zum Symposium gab es zahlreiche positive Rückmeldungen und die bisherige erfolgreiche Arbeit des Monitorings wurde bestätigt. Dass das Monitoring ein dynamischer Prozess ist und sich den wechselnden Erfordernissen anpasst, zeigt die Tatsache, dass Bereiche auch wieder aus dem Monitoring entlassen werden, wenn kein Bergbaueinfluss mehr besteht. Im Jahr 2009 war das in der Hummelsbachaue (Erftaue) der Fall, wo das landschaftsökologische Monitoring eingestellt werden kann. Allen Beteiligten sei hiermit für die bisherige sachbezogene und engagierte Arbeit zur Durchführung und Weiterentwicklung des Monitorings gedankt. Juli 2010


Jahresbericht 2009

Inhalt

1

Ziele und Aufgaben Monitoring Garzweiler II

1

2

Termine, Ansprechpartner/innen und Arbeitsgruppen

3

3

Betriebliche und wasserwirtschaftliche Entwicklung im Tagebau Garzweiler II

6

4

Übergreifende Bewertungsstrategie des Monitorings

8

5

Projektinformationssystem Monitoring Garzweiler II

10

6

Überprüfung der Einhaltung der Ziele des Braunkohlenplans

11

6.1

Arbeitsfeld Grundwasser

13

6.2

Arbeitsfeld Feuchtbiotope/Natur und Landschaft

21

6.3

Arbeitsfeld Oberflächengewässer

35

6.4

Arbeitsfeld Wasserversorgung

39

6.5

Arbeitsfeld Abraumkippe

41

6.6

Arbeitsfeld Restsee

43

7

Symposium 10 Jahre Monitoring Garzweiler II

44

8

Ausblick 2010

45

Anhang

47

Beteiligte Institutionen/Behörden und Ansprechpartner/innen

47

Bildnachweis

52

Tabellenverzeichnis

52

Abbildungsverzeichnis

53


Ziele und Aufgaben

1

Jahresbericht 2009

Ziele und Aufgaben Monitoring Garzweiler II

Als Monitoring wird das systematische Programm zur räumlichen Beobachtung, Kontrolle und Bewertung der wasserwirtschaftlichen und ökologisch relevanten Größen im Einflussbereich des Tagebaus Garzweiler II bezeichnet (vgl. Seite 21 der Genehmigung des Braunkohlenplans vom 31.03.1995 und Seite 5 des Erlaubnisbescheids zur Sümpfung vom 30.10.1998). Das Monitoring Garzweiler II ist in der Durchführungsphase. Schwerpunkte sind hier die Beobachtung, Auswertung, Beurteilung und Bewertung der Informationen.

Im Rahmen des Monitorings werden die im Zusammenhang mit dem Braunkohlentagebau Garzweiler II stehenden wasserwirtschaftlichen und ökologischen Gegebenheiten beobachtet. Die Beobachtung von Maßnahmen bzw. Anlagen dient zur Kontrolle der Wirksamkeit. Im Sinne eines Frühwarnsystems sollen dadurch ggf. negative Entwicklungen erkannt und das Risiko einer Schädigung der Schutzgüter vermindert werden. Soweit der gleiche Raum betroffen ist, werden auch noch vom Tagebau Garzweiler I ausgehende Veränderungen miterfasst.

Abbildung 1 Arbeitsfelder und Aufgaben des Monitorings (Monitoringkreis) (verändert nach RIZA 2000)

1


Ziele und Aufgaben

Jahresbericht 2009

Aufgaben und übergreifende Projektziele des Monitorings sind: die Quantifizierung bzw. Konkretisierung der im Braunkohlenplan enthaltenen Ziele im Bereich „Wasser- und Naturhaushalt“; die Prüfung der Wirksamkeit der Ausgleichsmaßnahmen und der Einhaltung der (quantifizierten bzw. konkretisierten) Ziele des Braunkohlenplans; die frühzeitige Erkennung bzw. kurzfristige Prognose ggf. auftretender bergbaubedingter Zielabweichungen; die Erstellung zeitnaher und nachvollziehbarer Informationen über die wasserwirtschaftlichökologische Entwicklung im Einzelnen und im Gesamtzusammenhang.

Die durch das Monitoring erhaltenen Informationen bilden für den Braunkohlenausschuss die Grundlage zur Bewertung der ordnungsgemäßen Einhaltung des Braunkohlenplans (§ 31 LPlG1).

Die Informationen werden u.a. dem Bergbautreibenden zur Verfügung gestellt, der sie z.B. hinsichtlich der in seinem Verantwortungsbereich liegenden Steuerung der Infiltrations- und Einleitungsanlagen verwenden kann.

Die gewonnenen Informationen und Erkenntnisse werden auch im Rahmen der behördlichen Überwachungsmaßnahmen nach § 116 LWG2 zur Beurteilung der Einhaltung von wasserrechtlichen Auflagen, z.B. der Sümpfungserlaubnis, herangezogen.

1 2

2

Landesplanungsgesetz Wassergesetz für das Land Nordrhein-Westfalen (Landeswassergesetz)


Termine, Ansprechpartner/innen und Arbeitsgruppen

2

Jahresbericht 2009

Termine, Ansprechpartner/innen und Arbeitsgruppen

Übersicht über die Besprechungen im Jahr 2009 In die Abarbeitung der Monitoringaufgaben ist mittlerweile eine gewisse Routine eingekehrt. In der Regel erfolgen drei Besprechungen in der Arbeitsgruppe Grundwasser und eine bis zwei Be-

sprechungen in der Arbeitsgruppe Feuchtbiotope. In den Arbeitsgruppen Oberflächengewässer/ Restsee, Wasserversorgung und Abraumkippe reicht eine jährliche Besprechung aus (Tab. 1).

Tabelle 1 Jahresübersicht über die Termine und Orte der Arbeitsgruppensitzungen im Jahr 2009 EM

AG GW

AG FB

AG OG

AG RS

AG WV

AG KI

Januar 28.02.09 Erftverband

Februar 24.03.09 MUNLV

März

12.02.09 M´gladbach 02.03.09 LANUV

02.03.09 LANUV

09.03.09 BR Arnsberg

April Mai 10.06.09 ehem. Bergamt Düren

Juni Juli August

29.09.09 RWE Power AG

September

15.09.09 Kreis Viersen

07.10.09 BR Köln

Oktober November Dezember

EM BR LANUV MUNLV

= = = =

Entscheidungsgruppe Monitoring Bezirksregierung Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen

AG AG AG AG AG AG

GW FB OG RS WV KI

= = = = = =

Arbeitsgruppe Arbeitsgruppe Arbeitsgruppe Arbeitsgruppe Arbeitsgruppe Arbeitsgruppe

Grundwasser Feuchtbiotope/Natur und Landschaft Oberflächengewässer Restsee Wasserversorgung Abraumkippe

3


Termine, Ansprechpartner/innen und Arbeitsgruppen

Jahresbericht 2009

Die AG Restsee tagt zusammen mit der AG Oberflächengewässer. Die Entscheidungsgruppe Monitoring hat im Jahr 2009 zweimal getagt.

Ansprechpartner/innen Die im Rahmen des Monitorings Garzweiler II beteiligten Behörden bzw. Institutionen sind mit den jeweiligen Ansprechpartner/innen im Anhang zu diesem Jahresbericht aufgeführt. Dort ist auch die Zuordnung der Beteiligten zu den verschiedenen Arbeitsgruppen wie Entscheidungsgruppe Monitoring (EM) und Fach-Arbeitsgruppen (AG) ersichtlich.

Arbeitsgruppen Für das Monitoring wurden die im Braunkohlenplan formulierten Ziele sechs fachlichen Arbeitsgruppen zugeordnet. Ein weiteres Arbeitsfeld „Bewertung Management und Entscheidungen“ ist übergeordnet und befasst sich mit allen fachlichen Arbeitsfeldern. Teilnehmerkreis, Koordinator/innen und Aufgaben der Arbeitsgruppen sind in den folgenden Tabellen 2 und 3 zusammengestellt.

Tabelle 2 Entscheidungsgruppe Monitoring Entscheidungsgruppe Monitoring (EM)

4

Teilnehmerkreis

alle betroffenen Stellen, die teilnehmen wollen

Koordination

Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen / Geschäftsstelle Braunkohlenausschuss

Aufgabe

Entscheidung über die Beschlussvorlagen aus den Arbeitsgruppen Bewertung und Entscheidung über laufende Monitoringergebnisse und die daraus zu ziehenden Schlussfolgerungen

Sitzungsturnus

halbjährlich und nach Bedarf, bis nach Beendigung des Monitorings


Termine, Ansprechpartner/innen und Arbeitsgruppen

Jahresbericht 2009

Tabelle 3 Fach-Arbeitsgruppen Arbeitsgruppen (AG) Arbeitsgruppe

Grundwasser (GW)

Mitglieder

Bez.-Reg. Düsseldorf und Köln, Erftverband, GD NRW, Rhein-Kreis Neuss, Kreis Viersen, RWE Power AG, LANUV, Stadt Linnich, Stadt Kaarst

Koordinator

Erftverband: Herr Dr. Bucher (Tel.: +49 2271 88-1217; bernd.bucher@erftverband.de)

Teilnehmer

jede interessierte Dienststelle

Arbeitsgruppe

Feuchtbiotope/Natur und Landschaft (FB)

Mitglieder

Bez.-Reg. Düsseldorf und Köln, Erftverband, GD NRW, Kreis Heinsberg, Rhein-Kreis Neuss, Kreis Viersen, LANUV, RWE Power AG

Koordinatorin

LANUV: Frau Michels (Tel.: +49 2361 305-317; carla.michels@lanuv.nrw.de)

Teilnehmer

jede interessierte Dienststelle

Arbeitsgruppe

Oberflächengewässer (OW)

Mitglieder

Erftverband, Rhein-Kreis Neuss, Kreis Viersen, LANUV, RWE Power AG, Schwalmverband, Niersverband, Wasserverband Eifel-Rur, Gemeinde Schwalmtal

Koordinatorin

LANUV: Frau Levacher (Tel.: +49 211 1590-2232; dorothee.levacher@lanuv.nrw.de)

Teilnehmer

jede interessierte Dienststelle

Arbeitsgruppe

Wasserversorgung (WV)

Mitglieder

Bez.-Reg. Düsseldorf und Köln, Erftverband, Rhein-Kreis Neuss, Kreis Heinsberg, Kreis Viersen, RWE Power AG, Stadt Mönchengladbach

Koordinator

Erftverband: Herr Dr. Bucher (Tel.: +49 2271 88-1217; bernd.bucher@erftverband.de)

Teilnehmer

jede interessierte Dienststelle

Arbeitsgruppe

Abraumkippe (KI)

Mitglieder

Bez.-Reg. Arnsberg / Abt. 6 Energie und Bergbau in NRW, Bez.-Reg. Köln, GD NRW, LANUV, RWE Power AG

Koordinator

Bez.-Reg. Arnsberg, Abt. 6 Energie und Bergbau in NRW: Herr Dölp (Tel.: +49 2931 82-3921; matthias.doelp@bezreg-arnsberg.nrw.de)

Teilnehmer

jede interessierte Dienststelle

Arbeitsgruppe

Restsee (RS)

Mitglieder

Bez.-Reg. Arnsberg / Abt. 6 Energie und Bergbau in NRW, Bez.-Reg. Köln, Erftverband, Kreis Heinsberg, Rhein-Kreis Neuss, LANUV, Niersverband, RWE Power AG, Stadt Mönchengladbach, Provinz Limburg (NL)

Koordinator

LANUV: Herr Hüsener (Tel.: +49 211 1590-2206; dirk.huesener@lanuv.nrw.de)

Teilnehmer

jede interessierte Dienststelle

für alle Arbeitsgruppen Aufgaben

detaillierte Erarbeitung spezieller Fachbeiträge und Durchführung von Arbeiten

Sitzungsturnus

wird von den Arbeitsgruppen selbst festgelegt

Bez.-Reg. GD NRW LANUV

= Bezirksregierung = Geologischer Dienst NRW = Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW

5


Jahresbericht 2009

3

Betriebliche und wasserwirtschaftliche Entwicklung

Betriebliche und wasserwirtschaftliche Entwicklung im Tagebau Garzweiler II

Der Tagebau Garzweiler hat sich im Jahr 2009 planmäßig um den neuen Bandsammelpunkt nordöstlich des Autobahnkreuzes Jackerath weiterentwickelt und dabei große Teile der Altortslage Otzenrath in Anspruch genommen. Die Verkippungsseite wird in den nächsten Jahren ganz auf die Erstellung der A44n ausgerichtet. Der Schwerpunkt der Massenverkippung befindet sich in dieser Zeit im Bereich der zukünftigen Trassenführung der A44n (Abb. 2). Damit die notwendigen Entwässerungsziele zur Stabilität der Böschungen erreicht werden, muss die Entwässerung dem Abbaugeschehen ca. 5 bis 7 Jahre vorlaufen. Im Jahr 2009 wur-

den deshalb hauptsächlich die Brunnengalerien nördlich von Borschemich verlängert. Durch das Schwenken des Tagebaus nach Westen weitet sich die sümpfungsbedingte Grundwasserabsenkung in Richtung Schwalm, Niers und Rur aus. Damit die Grundwasserstände in diesen Feuchtgebieten gehalten werden, wurden im Wasserwirtschaftsjahr (WWJ) 2009 insgesamt ca. 66 Mio. m³ Wasser eingeleitet und versickert (s. hierzu Kap. 6.1 und Tab. 6). Im WWJ 2009 wurden insgesamt zwei neue Versickerungsanlagen im Bereich der Schwalm sowie zwei Direkteinleitungen errichtet.

Abbildung 2 Betriebliche und wasserwirtschaftliche Entwicklung im Tagebau Garzweiler im Jahr 2009

6


Betriebliche und wasserwirtschaftliche Entwicklung

Jahresbericht 2009

Das gehobene Wasser wird in den Wasserwerken Jüchen und Wanlo aufbereitet und über ein ca. 150 km umfassendes Rohrleitungssystem zu den Feuchtgebieten transportiert. Insgesamt wurden bis zum Ende des Wasserwirtschaftsjahres 2009 zum Erhalt der Feuchtgebiete: •

3 Wasserwerke,

150 km Rohrleitungen,

13 km Sickergräben,

150 Sohlschwellen,

59 Direkteinleitstellen,

90 Sickerschlitze,

176 Sickerbrunnen und Lanzeninfiltrationsanlagen

errichtet. Der Ausbau des Versickerungsriegels wird in den kommenden Jahren sukzessive mit dem Schwenken des Tagebaus fortgeführt.

7


Jahresbericht 2009

4

Übergreifende Bewertungsstrategie des Monitorings

Übergreifende Bewertungsstrategie des Monitorings Der übergreifende Leitgedanke des Braunkohlenplans lautet: „Die Region darf aus Gründen des öffentlichen Wohls wasserwirtschaftlich nicht schlechter gestellt werden als ohne den bergbaulichen Sümpfungseinfluß“ (BKP, Kap. 2). Dieser Leitgedanke wird im Braunkohlenplan durch einzelne Ziele weiter präzisiert (BKP, Kap. 2 und 3 „Wasser- und Naturhaushalt“) und in wasserrechtlichen Bescheiden konkretisiert. Um sicherzustellen, dass unplanmäßige bergbaubedingte Einflüsse frühzeitig erkannt werden, ist die eindeutige fachliche Beurteilung und Bewertung der Monitoringergebnisse notwendig. Im vorliegenden Kapitel wird das Bewertungssystem für das Monitoring Garzweiler II erläutert. Im Rahmen des Monitorings Garzweiler II fällt eine Fülle unterschiedlicher Arten von Umweltdaten an, z.B. physikalische Daten zum Grundwasserstand und zu den Grundwasserentnahmemengen, chemische Daten zur Gewässergüte sowie biologische Daten zur Vegetation und zur Gewässergüte. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Monitoringergebnisse unterschiedlich deutliche und unterschiedlich schnelle Entwicklungen abbilden und in einem Gesamtzusammenhang stehen. Die bergbaubedingten Veränderungen zu erkennen, ist dabei besonders wichtig. Die Arbeitsfelder stehen vielfach in einem engen inhaltlichen und räumlichen Bezug zueinander, so dass einzelne Beobachtungsgrößen für mehrere Arbeitsfelder von Bedeutung sind. Deshalb findet ein intensiver Austausch von Ergebnissen und Erkenntnissen zwischen den Gruppen statt, die sich mit den einzelnen Arbeitsfeldern beschäftigen.

8

Der Aufbau des Bewertungssystems aus Indikatoren, die der Früherkennung dienen, und Indikatoren, die großräumige bzw. langfristige Entwicklungen zeigen, wurde im Jahresbericht 2000 ausführlich beschrieben. Die Indikatoren, für die eine Zielabweichung definiert werden kann, lassen sich in ein integriertes System zur Bewertung und Vorgehensweise im Rahmen des Monitorings Garzweiler II einordnen (Abb. 3): Der Alarmbereich (rot) mit Überschreitungen der Alarmwerte zeigt Zielabweichungen bzw. Zielverletzungen (Erläuterung weiter unten). Die weitere Entwicklung und insbesondere die Wirksamkeit der getroffenen Gegenmaßnahmen muss gezielt und intensiv beobachtet werden. Die Ergebnisse sind dem Braunkohlenausschuss in kurzen Zeitabständen zu berichten. Der Warnbereich (gelb) zeigt auffällige Werte, die oberhalb der Warnwerte und unterhalb der Alarmwerte liegen und die bei lokaler Häufung bzw. Verstärkung Zielabweichungen bzw. Zielverletzungen befürchten lassen. Hier muss gezielt und intensiv beobachtet werden. Die Ursachen, insbesondere der Bergbaueinfluss, sind zu klären. Sofern Bergbaueinfluss vorliegt, muss der Bergbautreibende Informationen über die geplanten bzw. getroffenen Gegenmaßnahmen und deren prognostizierte Wirksamkeit einholen. Die Gegenmaßnahmen werden erörtert und bewertet. Der Zielbereich (grün) ist durch normale, unauffällige Werte, die unterhalb der Warnwerte liegen, gekennzeichnet. Die Fortführung der Beobachtungen im Rahmen des regulären Monitorings ist angezeigt.


Übergreifende Bewertungsstrategie des Monitorings

Jahresbericht 2009

Abbildung 3 Integriertes System zur Bewertung und zur Vorgehensweise im Rahmen des Monitorings Garzweiler II

Die Überschreitung von Alarmwerten wird von den Arbeitsgruppen zunächst als Zielabweichung eingestuft. Eine Zielverletzung liegt dann vor, wenn die Zielabweichung bergbaubedingt ist, hervorgerufen durch den Tagebau Garzweiler II oder durch Garzweiler II in Zusammenwirkung mit Garzweiler I. Bei Zielverletzungen sind Gegenmaßnahmen durch den Bergbautreibenden erforderlich. Sie werden ggf. im Rahmen der behördlichen Vorgehensweise angeordnet.

Eine Zielabweichung in Bezug auf die Warn- und Alarmwerte kann in Abhängigkeit von der Fragestellung sowohl durch eine Unter- als auch Überschreitung erfolgen. So bedeuten zu hohe Abflüsse in den Gewässern und zu hohe Grundwasserstände in den Feuchtgebieten ebenfalls Überschreitungen der Warn- und Alarmwerte wie zu niedrige Abflüsse und Grundwasserstände.

9


Jahresbericht 2009

5

Projektinformationssystem Monitoring Garzweiler II Das Projektinformationssystem dient zum einen der Dokumentation von Dokumenten und Karten, wie z.B. Protokollen der Sitzungen der Arbeitsgruppen, Statusberichten, Projekthandbuch und Methodenhandbüchern sowie von sonstigen relevanten Unterlagen. Zum anderen ermöglicht das internetbasierte GIS (WebGIS) nutzerspezifische Abfragen und Auswertungen. Hierbei können die Grundlageninformationen mit den Monitoringergebnissen, z.B. der Grundwasserstände oder Gewässerabflüsse, verschnitten und langjährige Entwicklungen, z.B. die feuchteabhängige Vegetationsveränderung der Dauerquadrate, analysiert werden.

10

Projektinformationssystem Garzweiler II

Im Jahr 2009 wurden die Daten wie in den Vorjahren aktualisiert und ins digitale Datenarchiv überführt. Folgende funktionale Erweiterungen wurden umgesetzt: •

Integration von Lesezeichen auf benutzerspezifische Ansichten (bestimmte Kartenthemen und -ausschnitte),

Erweiterung des Kartendienstes um international standardisierte Dienste (OGC WMS) zur autorisierten Integration in andere Anwendungen,

kürzere Antwortzeiten durch Ausbau der serverseitigen Geodatenhaltung.


Überprüfung der Einhaltung der Ziele des Braunkohlenplans

6

Jahresbericht 2009

Überprüfung der Einhaltung der Ziele des Braunkohlenplans

Die Ergebnisse der Zielüberwachung sind zusammenfassend in Tabelle 4 dargestellt. Die Ergebnisse aus den einzelnen Arbeitsfeldern enthalten die Kapitel 6.1 bis 6.6. Die Reihenfolge der Ziele entspricht der Auflistung im Braunkohlenplan.

Tabelle 4 Übersicht über die Zieleinhaltung im Jahr 2009 Beurteilung Arbeitsgruppe

Ziel

Zielbereich

Warnbereich

Bewertung Entscheidungsgruppe

Alarmbereich

weiter beobachten

gesamtheitliche Betrachtung

X

minimale Sümpfung

X

Erhalt der Grundwasserstände

X

Überwachung der Auswirkungen

X

X

Verwendung Sümpfungswasser

X

X

Sicherstellung Wasserversorgung

X

Erhalt Oberflächengewässer 2008

X

X

X

Erhalt Oberflächengewässer 2009

X

X

X

Bereitstellung von Ersatz-, Ausgleichs- und Ökowasser

X

X

X

X

Erhalt der Feuchtgebiet Ziel-1Gebiete (DQ alle 2 Jahre; TS alle 4 Jahre)3

X

X

nach Möglichkeit Erhalt der Feuchtgebiet Ziel-2-Gebiete (alle 2 Jahre)

X3

Entwicklung gezielt beobachten

Entwicklung und Wirksamkeit von Gegenmaßnahmen beobachten

X X X

1

X

1

X

X 2

2

Wiederauffüllung GwLeiter (ab 2030) Minimierung Stoffaustrag (ab 2006) Restsee (ab 2080)

X3

X3

X3

DQ = Dauerquadrate, TS = Transekte 1

Im Kompartiment Rothenbach Alarmwertüberschreitung gemäß Methode I und Warnwertüberschreitung gemäß Methode II sowie im Kompartiment Boschbeek Warnwertüberschreitung bei beiden Methoden (s. Tab. 5).

2

In 2008 liegen die Pegel Schrofmühle, Oedt und Kleingladbach über dem Warnwert, in 2009 die Pegel Wegberg, Schrofmühle und Kleingladbach. Die erforderlichen Mindestabflüsse, Mindestwasserstände und wasserbespannten Gewässerabschnitte wurden weitgehend eingehalten.

3

Betrifft vier Gebiete: Millicher Bach, Finkenberger Bruch, Güdderather Bruch und Nievenheimer Bruch.

11


Jahresbericht 2009

12

ĂœberprĂźfung der Einhaltung der Ziele des Braunkohlenplans


Überprüfung der Ziele

Jahresbericht 2009

6.1 Arbeitsfeld Grundwasser

Gesamtheitliche Betrachtung (Ziel 1, Kap. 2.1 des BKP) Zur Zielüberwachung wird geprüft, ob in der Venloer Scholle unerwartete Entwicklungen im Grundwasserbereich eingetreten bzw. zu befürchten sind. Für das Jahr 2008 wurden schollenübergreifende Grundwasserdifferenzen für alle Stockwerke erstellt und ausgewertet. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Auswirkungen der Sümpfungsmaßnahmen für Garzweiler I und II unter Berücksichtigung der Einflüsse der anderen Tagebaue erwartungsgemäß ablaufen.

Minimale Sümpfung (Ziel 2, Kap. 2.1 des BKP) Die Grundwasserabsenkung im Bereich des Braunkohlentagebaus Garzweiler ist so zu betreiben, dass nur so viel Grundwasser gehoben wird, wie für die Stabilität der Böschungen und Arbeitsebenen erforderlich ist. Mittels Grundwassergleichen, geologischen Schnitten und Grundwasserganglinien wurde für das Jahr 2008 festgestellt, dass das Ziel der minimalen Sümpfung eingehalten wurde.

Erhalt der Grundwasserstände in Feuchtgebieten (Ziel 3, Kap. 2.1 des BKP) Frühwarnsystem Mit Hilfe der flächenhaften Darstellung des Sümpfungseinflusses auf den Grundwasserstand (Frühwarnsystem) lassen sich frühzeitig unerwünschte Entwicklungen erkennen, so dass es auch Hinweise für die Steuerung der Infiltrationsanlagen geben kann. In Abbildung 4 ist das Ergebnis für Oktober 2009 dargestellt. Im WWJ 2009 wurden zwei neue Infiltrationsanlagen südöstlich des Schwalmquellgebietes (Schwalmriegel) erstellt. Nachdem über mehrere Jahre hinweg die Grundwasserstände im Meinweggebiet aufgrund der umfangreichen Infiltrationsmaßnahmen tendenziell zu hoch lagen, wurden die Infiltrationsmengen zurückgefahren. Daraufhin sind die Grundwasserstände im Jahr 2009 etwas zu tief gefallen. Dies kommt in den leichten Grundwasserabsenkungen westlich des Meinweggebietes zum Ausdruck. Im Jahr 2009 und verstärkt Anfang 2010 wurden die Infiltrationsmengen wieder gesteigert, so dass im Verlauf des Jahres eine Verbesserung der Situation zu erwarten ist.

Arbeitsfeld Grundwasser

Die Arbeitsgruppe Grundwasser befasste sich im Jahr 2009 mit der Überwachung der Einhaltung der Ziele des Braunkohlenplans im Arbeitsfeld Grundwasser.

13


Jahresbericht 2009

Im Bereich der Niers sind die Versickerungsanlagen gut eingestellt. Die Infiltrationsanlage südlich des Güdderather Bruchs aus dem Jahr 2007 wirkt sich noch nicht positiv auf die Wasserstände im Feuchtgebiet aus. Messstellen zwischen Feuchtgebiet und Infiltrationsanlage zeigen aber deutliche Anstiege.

Zielüberwachung der Grundwasserstände in den Ziel-1-Gebieten Die Überprüfung der Zieleinhaltung für das Wasserwirtschaftsjahr 2008 wurde sowohl mit dem Wiener-Mehrkanal-Filter (Methodik I, Abb. 6) als auch mit dem statistischen Testverfahren nach Bárdossy (Methodik II, Abb. 7) durchgeführt. Insgesamt zeigen die Ergebnisse beider Verfahren gute Übereinstimmungen (Tab. 5). In keinem Kompartiment treten zu niedrige Grundwasserstände auf.

Arbeitsfeld Grundwasser

Etwas zu hohe Wasserstände treten am Rothenbach auf. Hier wird mit +15 cm nach der Wiener-Filter-Methode der Alarmwert überschritten. Aus dem statistischen Testverfahren ergibt sich, dass von allen Monatswerten 36 % zu hoch und 18 % zu tief sind. Damit wird wie im Vorjahr der Warnwert in vergleichbarer Höhe überschritten. Die Messstellen mit zu hohen Wasserständen liegen konzentriert im Bereich der Wassergewinnungsanlage Arsbeck, die aber in tieferen Stockwerken fördert. Es ist durchaus möglich, dass die hohen Wasserstände von den Infiltrationsanlagen im Raum Arsbeck verursacht werden. Im Vergleich zu den Vorjahren sind die Wasserstände nicht weiter gestiegen. Die Vegetationsuntersuchungen am Rothenbach ergaben, dass dort zwar die Vegetation von zunehmender Feuchte geprägt wird, aber keine Vernässungsprobleme auftreten. Daher soll die Infiltration im Bereich Arsbeck unverändert fortgesetzt werden.

Überprüfung der Ziele

Am Kompartiment Elmpter Bruch wurde mit +5,4 cm (Wiener Filter) der Warnwert knapp überschritten. Die Teststatistik ermittelt, dass hier 23 % der Messwerte zu hoch liegen. Sie bleiben damit knapp unterhalb des Warnwerts. An den meisten Messstellen des Kompartiments liegt der Grundwasserstand nicht höher als in den Vorjahren. Die Vegetationsuntersuchungen erbrachten ebenfalls keine Hinweise auf zu hohe Grundwasserstände.

Überwachung der Infiltrationswasserausbreitung Da ökologische Veränderungen in den nährstoffarmen Feuchtgebieten durch den anderen Chemismus des Infiltrationswassers (höhere Hydrogencarbonat-Konzentration) nicht ausgeschlossen werden können, wurde im Monitoring Garzweiler II festgelegt, dass für den Bereich der Ziel-1-Gebiete regelmäßig die Ausbreitung des Infiltrationswassers erfasst werden soll. Die Infiltrationswasserausbreitung für den Zeitpunkt Oktober 2007 (Abb. 8 und 9) basiert auf dem Schwalmmodell des LANUV und auf Auswertungen der gemessenen HydrogencarbonatKonzentrationen des Erftverbandes. Im Bereich Mühlenbach und östlich der Schwalm, wo bereits seit über 15 Jahren Wasser infiltriert wird, breitet sich das Infiltrationswasser flächig aus. Für den Oberlauf des Mühlenbachs und im Randbereich des Mühlenbachs südlich der Holtmühle sowie lokal im Schwalmquellgebiet werden Infiltrationswasseranteile von über 20 % berechnet. Hier befinden sich

Abbildung 4 Frühwarnsystem: Einfluss des Tagebaus auf die Grundwasserstände, Stand Oktober 2009

14


Jahresbericht 2009

Arbeitsfeld Grundwasser

Überprüfung der Ziele

Abbildung 5 Frühwarnsystem: Einfluss des Tagebaus auf die Grundwasserstände, Stand Oktober 2008

15


Jahresbericht 2009

Überprüfung der Ziele

Die Aufhöhungen im Bereich Arsbeck und am Schwalmquellgebiet sind gegenüber den Vorjahren unverändert. Im Hinblick auf die etwas erhöhte Wasserführung des Schwalmoberlaufs ist zu beachten, dass die Überlagerung von Direkteinleitungen, feuchtgebietsnaher Grundwasseranreicherung und dem Ausbau des Schwalmriegels in nächster Zeit eine weitere Reduzierung der Direkteinleitungen ins Schwalmquellgebiet ermöglichen wird. Die Grundwasserabsenkung im Bereich Happelter Heide (zwischen Nette und Schwalm) hat sich gegenüber dem Vorjahr etwas verstärkt. Da die Ursachen weiterhin unklar sind, wird sich die Arbeitsgruppe im Jahr 2010 intensiver damit beschäftigen. Abbildung 6 Methodik I, Wiener-Filter-Verfahren

Arbeitsfeld Grundwasser 16

Am Güdderather Bruch bestehen weiterhin die seit mehreren Jahren bekannten Grundwasserabsenkungen. Da die südlich des Güdderather Bruchs gelegenen Infiltrationsanlagen nicht die gewünschte Wirkung haben, werden nunmehr – nach Analyse der hydrogeologischen Situation – weitere Maßnahmen von RWE Power AG geplant. Überprüfung der Zieleinhaltung der Ziel-1-Gebiete Die Überprüfung der Zieleinhaltung für das Wasserwirtschaftsjahr 2009 wurde sowohl mit dem Wiener-Mehrkanal-Filter (Methodik I, Abb. 6) als auch mit dem statistischen Testverfahren nach Bárdossy (Methodik II, Abb. 7) durchgeführt. Insgesamt zeigen die Ergebnisse beider Verfahren gute Übereinstimmungen (Tab. 5).

Abbildung 7 Methodik II, statistischer Test (Bárdossy)

In den Feuchtgebieten an der Schwalm (Nr. 4 bis Nr. 11) an der Nette (Nr. 12) und am Schaagbach befinden sich die Grundwasserstände im Zielbereich.


Überprüfung der Ziele

Jahresbericht 2009

Tabelle 5 Zielüberwachung der Grundwasserstände in den Ziel-1-Gebieten Kompartiment

Wiener Filter

Bárdossy

Differenz in cm

Absenkung

2008

2008

2009

Aufhöhung 2009

2008

2009

1

Schaagbach

2.9

0.1

10

13

8

11

2

Rothenbach

15.0

17.1

17

10

29

37

3

Boschbeek

-2.6

-5.8

18

29

7

12

4

Elmpter Bruch

5.4

0.7

5

15

23

19

5

Elmpter Bach/ Dilborner Benden

4.4

2.2

0

1

17

10

6

Tantelbruch/ Laarer Bach

-2.0

-4.95

18

24

7

3

7

Raderveekesbruch

0.8

-1.1

0

9

5

2

8

Mittlere Schwalm

3.3

-0.7

2

4

12

3

9

Knippertzbach

0.6

-1.2

10

9

3

3

10

Mühlenbach

1.0

0.1

8

9

1

1

11

Schwalmquellgebiet

0.9

3.3

2

3

7

8

12

Obere Nette

3.4

-0.1

4

3

13

2

weiß = Zielbereich gelb = Warnbereich (zu niedrige Grundwasserstände), hellblau = Warnbereich (zu hohe Grundwasserstände) rot = Alarmbereich (zu niedrige Grundwasserstände), dunkelblau = Alarmbereich (zu hohe Grundwasserstände)

Am Boschbeek (Nr. 3) wurde der Warnwert nach beiden Verfahren überschritten (Wiener-FilterVerfahren: -6 cm, Teststatistik: 29 % auffällig niedrige Messwerte). Die Messstellen mit Absen-

kungstendenzen liegen hauptsächlich am Oberlauf des Boschbeeks. Der Boschbeek fiel auch in den ersten Monitoring-Auswertungen der Jahre 2000 bis 2002 durch Grundwasserabsenkung auf (s. oben). Auf die Warnwertüberschreitung wurde bereits durch eine deutliche Erhöhung der Meinweg-Infiltrationsmengen reagiert. Im Kompartiment 6 (Tantelbruch mit Laarer Bach) liegen die Grundwasserstände noch im Zielbereich. Dennoch sind hier leichte Absenkungstendenzen zu erkennen (Wiener-Filter-Verfahren: -4,9 cm, Teststatistik: 24 % zu niedrige Messwerte). Diese stehen in Zusammenhang mit den aus dem Frühwarnsystem bekannten Absenkungen im Bereich Happelter Heide, nördlich des Tantelbruchs (Abb. 4 und Abb. 5).

Arbeitsfeld Grundwasser

Am Rothenbach (Nr. 2) liegen die Wasserstände wie im Vorjahr zu hoch (Wiener-Filter-Verfahren: Alarmwertüberschreitung mit +17 cm, Teststatistik: Warnwertüberschreitung mit 37 % zu hohen Messwerten). Eine zusätzliche Aufhöhung gegenüber dem Vorjahr ist nicht festzustellen. Die Aufhöhungen werden durch die Infiltrationsmaßnahmen im Raum Arsbeck verursacht. Bisher kommt es nicht zu unerwünschten Auswirkungen in der Vegetation am Rothenbach, so dass die positiven Auswirkungen der Infiltration eindeutig überwiegen.

17


Überprüfung der Ziele

Jahresbericht 2009

Abbildung 8 Ausbreitung des Infiltrationswassers im Jahr 2008 (Gesamtübersicht)

Arbeitsfeld Grundwasser 18

In der AG Oberflächengewässer wurde die Wasserführung des Mühlenbachs und des Schwalmoberlaufs im WWJ 2009 als auffällig niedrig bzw. auffällig hoch eingestuft. Die Grundwasserstände liegen aber in beiden Gebieten im Zielbereich, so dass die Einleitstrategie unverändert fortgesetzt werden kann. Überwachung der Infiltrationswasserausbreitung Da ökologische Veränderungen in den Feuchtgebieten durch den anderen Chemismus des Infiltrationswassers nicht ausgeschlossen werden können, wurde im Monitoring Garzweiler II fest-

gelegt, dass für den Bereich der Ziel-1-Gebiete regelmäßig die Ausbreitung des Infiltrationswassers erfasst werden soll. Die Infiltrationswasserausbreitung für den Zeitpunkt Oktober 2008 (Abb. 8 und Abb. 9) basiert auf dem Schwalmmodell des LANUV und auf Auswertungen der durch den Erftverband gemessenen Hydrogencarbonat-Konzentrationen. Im Bereich Mühlenbach und östlich der Schwalm, wo bereits seit über 15 Jahren Wasser infiltriert wird, breitet sich das Infiltrationswasser flächig aus. Die anderen Infiltrationsanlagen


Überprüfung der Ziele

Jahresbericht 2009

Abbildung 9 Ausbreitung des Infiltrationswassers im Bereich Mühlenbach im Jahr 2008

Durch die Gegenmaßnahmen wird insgesamt der Wasserstand in den Feuchtgebieten zielgemäß (Ziel 3, Kap. 2.1 des BKP) gehalten. Den beobachteten Warnwertüberschreitungen am Boschbeek (-6 cm, 29 % zu niedrige Messwerte) wird zeitnah durch erhöhte Infiltration entgegengewirkt. Die Warn- bzw. Alarmwertüberschreitung am Rothenbach (+17 cm, 37 % zu hohe Messwerte) wird von der Arbeitsgruppe als nicht problematisch eingestuft.

Verwendung des Sümpfungswassers (Kap. 2.2 des BKP) Im Ziel „Verwendung des Sümpfungswassers“ soll überprüft werden, ob das Sümpfungswasser prioritär als Ersatz-, Ausgleichs- und Ökowasser genutzt wird. Hierzu wird der Arbeitsgruppe jährlich über die Verwendung des Sümpfungswassers berichtet. Tabelle 6 zeigt, dass die im WWJ 2008 gehobene Grundwassermenge von rund 110 Mio. m³ vorwiegend zur Sicherung der Feuchtgebiete und Gewässer (Ökowasser) und der Kraftwerksversorgung diente.

Arbeitsfeld Grundwasser

erzeugen bisher nur kleine Ausbreitungsfahnen; so sind die Fahnen im Meinweggebiet nur ca. 500 bis 800 m lang.

19


Überprüfung der Ziele

Jahresbericht 2009

Tabelle 6: Verwendung des Sümpfungswassers im Wasserwirtschaftsjahr 2008 Wassererhebung Tagebau Garzweiler Leitungsverluste, Messdifferenzen

110,3 Mio. m3 8,0 Mio. m³

verwendet für: Ersatzwasser Ökowasser Eigenbedarf Kraftwerke Einleitung Erft

5,6 Mio. m³ 53,9 Mio. m³ 2,8 Mio. m³ 39,9 Mio. m³ 0,1 Mio. m³

Bereitstellung von Ersatz-, Ausgleichsund Ökowasser auch nach Tagebau-Ende (Ziel 1, Kap. 2.5 des BKP) Mit diesem Ziel soll gewährleistet werden, dass die Ausgleichsmaßnahmen so lange durchgeführt werden, bis wieder endgültige Grundwasserstände erreicht werden. Für das Monitoring bedeutet dies unter anderem die regelmäßige Prüfung, ob durch das Wandern des Sümpfungsschwerpunktes nach Westen Ausgleichsmaßnahmen im Osten des Monitoringgebietes entbehrlich werden.

Arbeitsfeld Grundwasser 20

Die Prüfung ergab, dass am Hummelsbach kein Sümpfungseinfluss mehr besteht. Hier konnten die Ausgleichsmaßnahmen Ende 2008 eingestellt werden. Die Einleitungen in den Gohrer Graben, Schwarzen Graben, Nievenheimer Bruch und Knechtstedener Graben müssen fortgesetzt werden. Am Knechtstedener Graben wurde die Wirksamkeit der Einleitung durch eine neue Einleitstelle und die Abdichtung der Grabensohle optimiert.

Gesamtbewertung Aufgrund der Arbeitsergebnisse im Jahr 2009 kommt die Entscheidungsgruppe Monitoring zu dem Schluss, dass die Ziele des Braunkohlenplans im Arbeitsfeld Grundwasser eingehalten wurden.


Überprüfung der Einhaltung der Ziele des Braunkohlenplans

Jahresbericht 2009

6.2 Arbeitsfeld Feuchtbiotope/Natur und Landschaft

In den Ziel-2-Gebieten wurden planmäßig die Dauerquadrate (83 Dauerquadrate in 22 Feuchtgebieten) bearbeitet, die im 2-Jahresturnus aufzunehmen sind. Außerdem wurden die 15 Vegetationstransekte aufgenommen, die im 4-Jahresturnus (2001, 2005, 2009) zu bearbeiten sind. Von den Ziel-1-Gebieten stand noch die Aufnahme und Bewertung von drei Transekten im Kompartiment 10 aus, die planmäßig bereits 2008 hätte erfolgen sollen. Die Auswertungsmethoden der Transekte, insbesondere die pflanzensoziologische Auswertung wurde weiterentwickelt und die Ergebnisdarstellung der Transekte wurde um eine übersichtliche Darstellung ergänzt, in der die Transektabschnitte gleicher pflanzensoziologischer Zuordnung als Farbstreifen abgebildet werden (Beispiel in Abb. 17).

Auswertung der Dauerquadrate in den Ziel-2-Gebieten Die Auswertung der Dauerquadrataufnahmen erfolgte wie in den Vorjahren durch Bilanzierung der Deckungsgradänderungen von störungsempfindlichen Feuchtezeigern und Störzeigern zwischen 2001 und 2009 (siehe Methodenhandbuch Kap. B.3.3). Die Bewertungen des

Deckungsgrades von störungsempfindlichen Feuchtezeigern und Störzeigern werden im Ampelsystem dargestellt. Die Ampelfarben Gelb, Orange und Rot bedeuten leicht bis deutlich negative Veränderungen der Vegetation, d.h. eine Entwicklung hin zu trockeneren Vegetationsverhältnissen. Bei kleiner gleich -1 wird der Warnwert „Gelb“ erreicht, bei kleiner gleich -3 der Alarmwert „Rot“. „Grün“ bedeutet stabile Vegetationsverhältnisse und blaue Farben zeigen feuchtere Vegetationsbedingungen als im Basisjahr 2001 an. Die Bewertungen der einzelnen Dauerquadrate sind in den Karten der Abbildungen 10, 11 und 12 dargestellt, eine Zusammenschau der Dauerquadratbewertungen gibt Tabelle 7. Aus den Einzelbeurteilungen der Dauerquadrate in Verbindung mit der Bewertung des Bergbaueinflusses und der Wirksamkeit der wasserwirtschaftlichen Gegenmaßnahmen ergibt sich die Gesamtbewertung eines Feuchtgebietes. Auch diese wird im Ampelsystem dargestellt (Abb. 3).

Arbeitsfeld Feuchtbiotope

Im Jahr 2009 befasste sich die Arbeitsgruppe Feuchtbiotope, Natur und Landschaft schwerpunktmäßig mit den Ziel-2-Gebieten. Ziel-2Gebiete sind schützenswerte Feuchtgebiete, in denen der Bergbau bereichsweise zu Grundwasserabsenkungen und damit zu ökologischen Schäden geführt hatte. Sie sind mittels wasserwirtschaftlicher Maßnahmen nach Möglichkeit zu erhalten.

21


Jahresbericht 2009

Überprüfung der Einhaltung der Ziele des Braunkohlenplans

Abbildung 10 Bewertung der Dauerquadrate in den Feuchtgebieten der Rurzuflüsse

Arbeitsfeld Feuchtbiotope 22


Abbildung 11 Bewertung der Dauerquadrate in den Feuchtgebieten bei Mönchengladbach

Jahresbericht 2009

Arbeitsfeld Feuchtbiotope

Überprüfung der Einhaltung der Ziele des Braunkohlenplans

23


Jahresbericht 2009

Arbeitsfeld Feuchtbiotope 24

ĂœberprĂźfung der Einhaltung der Ziele des Braunkohlenplans

Abbildung 12 Bewertung der Dauerquadrate in den Feuchtgebieten der Erftaue und der Rhein-Niederterrasse


Überprüfung der Einhaltung der Ziele des Braunkohlenplans

Jahresbericht 2009

Abbildung 13 Gleitender Mittelwert der Stör-/ Feuchtezeigerauswertung – Transekt Doverener Bach 1 (Nord)

Auswertung der Transekte in den Ziel-2-Gebieten Transekte sind bandförmig aneinandergereihte 1 x 4 m große Vegetationsaufnahmeflächen, die entlang des natürlichen Feuchtegradienten (quer zur Talsohle) verlaufen und mit Eisenstangen fest vermarkt sind. Die 15 Transekte in den Ziel-2Gebieten umfassen insgesamt 1.271 Transektmeter, das heißt 1.271 Vegetationsaufnahmen. Wie bei den Dauerquadraten werden die Veränderungen des Deckungsgrades von Störzeigern und störungsempfindlichen Feuchtezeigern

in den 1 x 4 m-Transektaufnahmen gegenüber dem Basiswert des Jahres 2001 bewertet. Die so für jede Einzelaufnahme ermittelten Werte werden über 3 Transektmeter als gleitende Mittelwerte dargestellt. Ein Verlauf im positiven Bereich zeigt feuchtere Vegetationsverhältnisse an; umgekehrt zeigt der Verlauf im negativen Bereich trockenere Vegetationsverhältnisse gegenüber dem Jahr 2001 an. Im nördlichen Transekt des Feuchtgebietes Gebiet Doverener Bach ist die Vegetation deutlich feuchter geworden. Der Sümpfungseinfluss konnte kompensiert werden.

Arbeitsfeld Feuchtbiotope

Abbildung 14 Gleitender Mittelwert der Stör-/ Feuchtezeigerauswertung – Transekt Millicher Bach Schaufenberg 2 (Süd)

25


Jahresbericht 2009

Überprüfung der Einhaltung der Ziele des Braunkohlenplans

Im Transekt Schaufenberg 2 (Süd) ist die Vegetation trockener geworden. In den Transekten der Ziel-2-Gebiete sollte der Verlust intakter Bruch- und Auenwaldvegetation 10 % nicht überschreiten (s. Methodenhandbuch Kap. B.5.2). Bei Grundwasserabsenkung zersetzen sich die Torfe durch Luftzutritt im Oberboden, wodurch größere Mengen an pflanzenverfügbarem Stickstoff freigesetzt werden. Dies hat zur Folge, dass Stickstoff liebende Arten (Nitrophyten) wie Brombeere und Brennnessel (sog. Störzeiger) auf Kosten der Feuchtezeiger in der Krautschicht zunehmen. Um den Anteil intakter und gestörter Auen- und Bruchwaldvegetation zu ermitteln, erfolgt wie bei den Ziel-1-Gebieten eine pflanzensoziologische Auswertung, indem die Transektmeter gemäß Kartierungsschlüssel der Feuchtwaldgesellschaften (s. Anhang Methodenhandbuch Kapitel B) den einzelnen Pflanzengesellschaften – den intakten und den gestörten (= „Fragment“-Gesellschaften) – zugeordnet werden. Zu den gestörten oder Fragment-Gesellschaften zählen Feuchtwaldgesellschaften, wenn die Störzeiger 50 % Deckung überschreiten.

Gesamtbewertung der Ziel-2-Gebiete

Arbeitsfeld Feuchtbiotope 26

Tabelle 7 enthält zusammengefasst die Ergebnisse, die Zielerreichung und die vorgeschlagenen Maßnahmen.

Bach bereichsweise kompensiert werden konnte. Im Scherresbruch ist der Grundwasserstand dagegen sümpfungsbedingt abgesunken. Die Dauerquadrate und Transekte zeigen in Folge der Einleitmaßnahmen in beiden Gebieten eine überwiegend positive Vegetationsentwicklung. Es wird empfohlen, das sorgfältige Wassermanagement fortzusetzen. Beide Gebiete werden mit „grün“ bewertet. Im Gebiet Millicher Bach-Nord (nördlich der Autobahn) hat sich die Vegetation in der Mehrzahl der vegetationskundlichen Dauerbeobachtungsflächen bis zum Jahr 2009 negativ entwickelt, was im Vergleich zur ersten Vegetationsaufnahme im Jahr 2005 erstmals zur Einstufung „gelb“ geführt hat. Während die Grundwasserverhältnisse noch keine negative Entwicklung erkennen lassen, sind Dauerquadrate und Transekte von hoher Dynamik geprägt, insbesondere im Deckungsgrad der Quellzeiger. Im Jahr 2009 wurden Hangquellen bei Golkrath in Betrieb genommen. Eine Verbesserung gegenüber dem Jahr 2007 ist noch nicht zu erkennen, weshalb die Einstufung bei „gelb“ bleibt. Das Gebiet Millicher Bach-Süd ist wiederum hydrologisch zweigeteilt. Die Flächen zwischen Autobahn und Romersmühle sind bergbaubedingt ausgetrocknet. Da sich hydrologische Gegenmaßnahmen als wirkungslos erwiesen haben, wurde das Eingriffsverfahren („In der Siel“) begonnen. Die Gespräche dazu werden fortgesetzt.

Feuchtgebiete der Rurzuflüsse (Abb. 10) Die Gebiete Scherresbruch und Doverener Bach stehen seit längerer Zeit unter Sümpfungseinfluss. Seit etwa Mitte der 1990er Jahre wird zur Kompensation der sümpfungsbedingten Grundwasserabsenkungen Wasser eingeleitet, wodurch der Sümpfungseinfluss am Doverener

Südlich der Romersmühle verschlechtern sich die Vegetationsverhältnisse im Dauerquadrat 591 und an den Transekten (Abb. 10) fortschreitend; ein bergbaubedingter Sümpfungseinfluss ist allerdings erst seit dem Jahr 2009 eindeutig nachzuweisen. Nachdem vom Geologischen Dienst NRW südlich der Romersmüh-


Überprüfung der Einhaltung der Ziele des Braunkohlenplans

Die übrigen Feuchtgebiete der Rurzuflüsse unterliegen keinem Sümpfungseinfluss und werden deshalb hier nicht näher betrachtet. Feuchtgebiete südlich und östlich von Mönchengladbach (Abb. 11) Im Finkenberger Bruch, das den geringsten Abstand zum Tagebau hat, fällt der Grundwasserstand seit dem Jahr 1990. Mittlerweile beträgt die Absenkung im Süden mehr als 2 m, im nördlichen Teil etwa 0,5 m. Im Transekt nahmen die gestörten Waldgesellschaften auf Kosten der Erlenauenwälder weiter deutlich zu. Das Dauerquadrat befindet sich in dem bereits trockenen Bereich, enthält keine Feuchtezeiger mehr und ist deshalb für weitere Vegetationsbeobachtungen nicht mehr geeignet. Auch scheint die Einleitung von Wasser die voranschreitende Austrocknung der Vegetation nicht wirksam stoppen zu können. Optimierungen der Lage der vegetationskundlichen Dauerbeobachtung und der Maßnahmen werden in einem Geländetermin im Juni 2010 beraten. Das Gebiet wird erstmals mit „orange“ bewertet. Im Niersbruch konnte der Sümpfungseinfluss kompensiert werden. Das Gebiet wird mit „grün“ bewertet. Auch das Güdderather Bruch steht unter zunehmendem Sümpfungseinfluss. Im südwestlichen Bereich herrschen bereits Absenkungen von einigen Dezimetern, lediglich im Nordwesten stellte

sich nach Direkteinleitung ein oberflächennaher Grundwasserstand mit zeitweiliger Überstauung ein. Die Vegetationsentwicklung wird aufgrund der anhaltenden Austrocknung südlich der Niers erstmals „gelb“ eingestuft. Zur Verbesserung der Grundwassersituation im Süden ist das Einbringen einer Infiltrationslanze vorgesehen, die auch positive Auswirkungen auf das westlich angrenzende Wetscheweller Bruch haben sollte. Das Wetscheweller Bruch ist auf größerer Fläche von hohen Grundwasserständen und intakten Erlen-Eschen-Auenwäldern geprägt, da der Grundwasserstand durch Grundwasseranreicherung und Direkteinleitung bisher erfolgreich gestützt wird. Dennoch gehen in beiden Transekten die Quellzeiger deutlich und fortschreitend zurück. Das Gebiet wird aber immer noch mit „grün“ bewertet. Die übrigen Feuchtgebiete bei Mönchengladbach Elschenbruch / Bungtwald, Hoppbruch, Raderbroich und Kleinenbroicher Wald / Teschenbenden liegen außerhalb bzw. am Rande des Sümpfungseinflusses und erfuhren keine sümpfungsbedingten Vegetationsänderungen. Sie werden mit „grün“ bewertet. Feuchtgebiete in der Erftaue und RheinNiederterrasse (Abb. 12) In der Erftaue und der Rhein-Niederterrasse nimmt der Sümpfungseinfluss ab. Die Feuchtgebiete in der Erftaue (mit Ausnahme des Rosengartens) und bei Knechtsteden sind nicht mehr direkt grundwasserabhängig, lediglich die tiefer wurzelnden Bäume haben noch Grundwasseranschluss. Vegetationsveränderungen an den Dauerquadraten gehen deshalb nicht auf Veränderungen der Sümpfung zurück. Da in den meisten Dauerquadraten keine Feuchtezeiger mehr vorkommen, sind Veränderungen im Lichtregime

Arbeitsfeld Feuchtbiotope

le durchgehende, gering durchlässige Torfauflagen und damit eine potenzielle Vernässbarkeit ermittelt worden ist, werden nun die konkreten Einleitmaßnahmen konzipiert, um den Sümpfungseinfluss zu kompensieren. Das Gebiet Millicher Bach-Süd wird weiterhin als „orange“ eingestuft.

Jahresbericht 2009

27


Jahresbericht 2009

Überprüfung der Einhaltung der Ziele des Braunkohlenplans

verbunden mit Verschiebungen im Deckungsgrad der nitrophytischen Störzeiger häufig die Ursache für negative oder positive Ausschläge der Dauerquadratbewertung. Beide Gebiete werden „grün“ bewertet. Der Einzugsbereich des Hummelsbachs steht nicht mehr unter Sümpfungseinfluss, deshalb wurden die letzten Wassereinleitungen am oberen Hummelsbach im November 2008 eingestellt. Ein Untersuchungsbedarf an dem Dauerquadrat ist nicht mehr gegeben, deshalb wird ab dem Jahr 2010 auch die Vegetationsbeobachtung eingestellt.

Arbeitsfeld Feuchtbiotope 28

Die Gebiete Schwarzer Graben / Roseller Bruch und Nievenheimer Bruch haben noch direkten Grundwasseranschluss und liegen am östlichen Rand des Sümpfungseinflusses. Durch Voranschreiten des Tagebaus nach Westen werden sie in den bergbauunbeeinflussten Zustand übergehen. Der Sümpfungseinfluss nimmt jedoch aufgrund der stark schwankenden (witterungsbedingten) Grundwasserneubildung nicht gleichmäßig ab. Zwischen den Jahren 2003 und 2007 nahm der Sümpfungseinfluss erneut zu, so dass die Direkteinleitungen in den Schwarzen Graben und Gohrer Graben bzw. in den Norfbach wiederaufgenommen wurden. Um die Wirksamkeit der Maßnahmensteuerung in der Vegetation besser steuern zu können, wird bei beiden Gebieten geprüft, ob die Lage der vegetationskundlichen Dauerbeobachtungsflächen optimiert werden kann. Die Gebiete werden weiterhin mit „grün“ bzw. „gelb“ bewertet.

Bewertung von Transekten im Kompartiment Mühlenbach (Ziel 1) Im Jahr 2009 waren 3 Transekte im Buscher Bruch (Kompartiment 10, Mühlenbach) aus

dem Jahr 2008 nachzuarbeiten. Dies betrifft die Transekte Buscher Bruch B, Buscher Bruch C und Holtmühlenweiher. In den Transekten werden wie bei den Ziel-2Gebieten Differenzen der Deckungsgradänderungen von Feuchte- und Störzeigern als gleitende Mittelwerte dargestellt (blaue Linie in Abb. 15 rechts). In den Transekten der Ziel-1-Gebiete werden zusätzlich außerdem sogenannte Trophiezeiger (= Zeiger relativer Nährstoffarmut) ausgewertet, um Veränderungen in der Trophie (= Nährstoffhaushalt) aufzuzeigen, die durch die Einspeisung von Sümpfungswasser entstehen können. Die Trophiezeiger oder „Armutszeiger“ sind auf schlechtwüchsige, nass-saure Standorte beschränkt. Eine Anhebung der Trophie hat den Rückgang der Nährstoffarmut anzeigenden Arten und schließlich der nährstoffarmen Pflanzengesellschaften zur Folge. Die rote Linie in Abb. 15 rechts markiert die Trophiezeigerauswertungen über die Transekte als gleitender Mittelwert. Ein Verlauf im negativen Bereich bedeutet Rückgang der Armutszeiger und damit eine ökologische Verschlechterung. Nach Verbreitung und Menge wichtigste Artengruppe unter den Trophiezeigern sind die Torfmoose. Zur Bewertung der Nährstoffverhältnisse werden deshalb auch die Torfmoosgesamtdeckungen über den Transektverlauf (Abb. 15 links) dargestellt. Wie in vielen Transekten der übrigen Ziel-1-Gebiete sind auch in den tagebaunahen Transekten des Buscher Bruchs die Torfmoosdeckungen weiter zurückgegangen, erstmals auch im Transekt Holtmühlenweiher. Nach Rückgängen bis zum Jahr 2004 blieben die Torfmoosdeckungen in den Transekten Buscher Bruch B und C weitgehend stabil bzw. nahmen abschnittsweise wieder zu. Das Transekt Holtmühlenweiher zeigt


Überprüfung der Einhaltung der Ziele des Braunkohlenplans

Jahresbericht 2009

außerdem eine Entwicklung in Richtung trockenere Verhältnisse (vor allem durch Carex acutiformis-Deckungsabnahmen), während es im Transekt Buscher Bruch B feuchter geworden zu sein scheint. Um festzustellen, ob das Ziel „Erhalt nährstoffarmer Pflanzengesellschaften“ gemäß Pro-

jekthandbuch erreicht wurde, sind die Veränderungen pflanzengesellschaftsbezogen auszuwerten. Die pflanzensoziologische Auswertung am Beispiel des Transekts Holtmühlenweiher zeigt, dass die Rückgänge von Torfmoosen und anderen Armutszeigern sich in einer Verschiebung der Pflanzengesellschaften niederschlagen. So geht z.B. der nährstoffarme Moor-

Arbeitsfeld Feuchtbiotope

Abbildung 15 Torfmoosgesamtdeckung und gleitende Mittelwerte der Feuchte-/Störzeiger- und der Trophiezeigerauswertung in den Transekten des Buscher Bruchs

29


Überprüfung der Einhaltung der Ziele des Braunkohlenplans

Jahresbericht 2009

Tabelle 7 Zusammenfassung der Ergebnisse der Bewertung für die Ziel-2-Gebiete Gebiet

Bergbaueinfluss 2009

Anzahl DQ´e mit Zielabweichung (rot)

Anzahl DQ´e mit negativen Veränderungen

Anzahl DQ´e mit gleich bleibender Bewertung

Anzahl DQ´e mit positiven Veränderungen

Scherresbruch

sümpfungsbedingte Grundwasserabsenkung

1

1

1

3

Doverener Bach

Sümpfungseinfluss bereichsweise kompensiert

0

0

0

1

Millicher Bach Nord

noch kein deutlicher Sümpfungseinfluss

2

4

0

1

Millicher Bach Süd

sümpfungsbedingte Grundwasserabsenkung

2

3

0

0

Floßbachtal bei Altmyhl

kein Sümpfungseinfluss

0

1

0

1

Myhler Bach

kein Sümpfungseinfluss

1

1

0

2

Marienbruch

kein Sümpfungseinfluss

0

1

0

0

Birgeler Pützchen

kein Sümpfungseinfluss

0

2

2

0

Birgeler Bach

kein Sümpfungseinfluss

0

2

2

3

0

0

0

1

a) Rurzuflüsse

b) südlich und östlich der Stadt Mönchengladbach Finkenberger Bruch

sümpfungsbedingte Grundwasserabsenkung

Niersbruch

Sümpfungseinfluss kompensiert

2

2

1

2

Wetscheweller Bruch

Sümpfungseinfluss kompensiert

0

0

1

1

Güdderather Bruch

Sümpfungseinfluss bereichsweise kompensiert

0

1

1

1

Elschenbruch / Bungtwald

Sümpfungseinfluss kompensiert

0

2

1

1

Trietbachaue/Hoppbruch

geringfügige sümpfungsbedingte Grundwasserabsenkung

1

2

1

5

Raderbroich

kein Sümpfungseinfluss

0

2

0

0

Kleinenbroicher Wald / Teschenbenden

kein Sümpfungseinfluss

0

0

1

2

geringfügige sümpfungsbedingte Grundwasserabsenkung

0

0

2

1

Hummelsbachaue

kein Sümpfungseinfluss

1

1

0

0

Schwarzer Graben / Roseller Bruch

geringfügige sümpfungsbedingte Grundwasserabsenkung

0

2

1

1

Nievenheimer Bruch

geringfügige sümpfungsbedingte Grundwasserabsenkung

1

1

0

0

Knechtstedener Busch

sümpfungsbedingte Grundwasserabsenkung

1

3

1

5

kein Sümpfungseinfluss

0

1

2

1

c) Erftaue und Rhein-Niederterrasse Erftaue / Rosengarten

Arbeitsfeld Feuchtbiotope 30

d) potenziell bergbauunbeeinflusst Rintger Bruch


Überprüfung der Einhaltung der Ziele des Braunkohlenplans

Jahresbericht 2009

Transekt

∆ quellige TE 2008/2001

∆ intakte Auen- und Bruchwälder TE %

Gebietsbewertung/Zielerreichung

Maßnahmen/Empfehlungen

Scherresbruch Süd

-12

-0,8

grün

Direkteinleitungen und Wassermanagement fortsetzen

Scherresbruch Mitte

0

16

Scherresbruch Nord

-8

0

Doverener Bach 1

3

43,5

grün

Direkteinleitung fortsetzen

Doverener Bach 2

0

6,6 gelb

Direkteinleitungen und Wassermanagement fortsetzen

orange

Eingriffsverfahren „In der Siel“ weiterführen, Einleitungsmaßnahmen südlich Romersmühle konzipieren

M. Bach Brück NE

0

-4,3

M. Bach Brück SW

5

0

M. Bach Schaufenberg 1

-4

-39,2

M. Bach Schaufenberg 2

2

-8,6

Floßbach

1

-8,6

grün grün grün grün

Birgeler Bach

-3

4,4

grün

Finkenberger Bruch

-3

-23,8

orange grün

Direkteinleitungen und Grundwasseranreicherung fortsetzen

Wetschewell N

-12

0

grün

Direkteinleitungen und Grundwasseranreicherung fortsetzen

Wetschewell S

-9

0 gelb

Direkteinleitung und Grundwasseranreicherung fortsetzen, Infiltrationslanze bauen

grün

Grundwasseranreicherung fortsetzen

grün

Direkteinleitungen und Grundwasseranreicherung fortsetzen

Direkteinleitungen und Grundwasseranreicherung fortsetzen. prüfen, ob Vegetationsbeobachtung optimierbar

grün grün

Knechtsteden

keine Feuchtezeiger

keine Feuchtezeiger

grün

keine Maßnahmen mehr, Gebiet aus Monitoring entlassen

grün

Direkteinleitungen fortsetzen, prüfen ob Vegetationsbeobachtung optimierbar

gelb

Direkteinleitungen fortsetzen, prüfen ob Vegetationsbeobachtung optimierbar

grün

Direkteinleitungen fortsetzen

Arbeitsfeld Feuchtbiotope

grün

31


Jahresbericht 2009

Überprüfung der Einhaltung der Ziele des Braunkohlenplans

birkenbruch (Transektmeter 1 bis 18) zum Teil über in den gestörten Moorbirkenbruch, zum Teil in den Torfmoos-Erlenbruch, die beide ebenfalls nährstoffarm sind. Im mittleren Teil des Transekts (Transektmeter 33 bis 37) geht der typische Erlenbruch in den nährstoffarmen Torfmoos-Erlenbruch über (Abb. 16). Trotz der überwiegend negativen Entwicklung der Armutszeiger im Transekt Holtmühlenweiher (Abb. 17), die auch Verschiebungen innerhalb der Pflanzengesellschaften zur Folge hat, ist die Bilanz 2009 der nährstoffarmen Pflanzengesellschaften im Vergleich zu der Ausgangssituation im Jahr 2000 mit +3 m stabil. Im Transekt Buscher Bruch B sind dagegen die nährstoffarmen Pflanzengesellschaften von 81 m im Jahr 2000 über 79 m im Jahr 2004 auf 64 m im Jahr 2009 zurückgegangen. Das entspricht einem Rückgang von 21 %. Da in den anderen Transekten des Mühlenbachs aber trotz Torfmoosrückgängen die Zahl der nährstoffarmen Transektmeter noch stabil geblieben ist, bleibt der Rückgang nährstoffarmer Transekteinheiten im Kompartiment 10 in der Summe mit -8 % noch unterhalb des gesetzten Schwellenwertes von -10 % (Tab. 8). Wie die Ergebnisse der Transektauswertung 2008 gezeigt haben,

Arbeitsfeld Feuchtbiotope 32

kommen vergleichbare Torfmoosrückgänge und damit Verluste nährstoffarmer Vegetation aber auch an Transekten außerhalb des direkten Infiltrationswassereinflusses vor. Insgesamt bleibt die Entwicklung der Trophie an den Transekten des Buscher Bruches unterhalb der gesetzten Schwelle von 10 %. Die Entwicklung im Kompartiment 10, Mühlenbach, ist damit wie in den übrigen Kompartimenten (s. Jahresbericht 2008) als zielkonform einzustufen (Tab. 8).

Bewertung der gebietstypischen Vielfalt Jeweils im Jahr der Transektbearbeitung ist auch die Auswertung der gebietstypischen Vielfalt der Pflanzengesellschaften, der gebietstypischen Zielarten und Quellzeiger in den Ziel-1-Gebieten vorgesehen. Die Zahl der in den Dauerquadraten und Transekten ermittelten Pflanzengesellschaften, Zielarten und Quellzeiger sollte nicht abnehmen. Die Auswertung 2008 (bzw. 2009 für die Transekte Buscher Bruch) ergibt keine besonderen Auffälligkeiten.

Abbildung 16 Sukzession nährstoffarmer Moorbirkenbrüche unter Nährstoff-/Basenzufuhr


Überprüfung der Einhaltung der Ziele des Braunkohlenplans

2000

2004

2009

BPUB BPUB BPUB BPUB BPUB BPUB BPUB BPUB BPUB BPUB BPUB BPUB BPUB BPUB BPUB BPUB BPUB BPUB CE-Ab CE-Ab CE-Ab CE-Ab CE-Ab CE-Ab CE-Ab CE-Ab CE-Ab CE-Ab CE-Ab CE-Ab CE-Ab CE-Ab

BPUB BPUB BPUB BPUB BPUB BPUB BPUB BPUB BPUB BPUB BPUB BPUB BPUB BPUB BPUB BPUB BPUB BPUB CE-Ab CE-Ab CE-Ab CE-Ab CE-Ab CE-Ab CE-Ab CE-Ab CE-Ab CE-Ab CE-Ab CE-Ab CE-Ab CE-Ab

CE-At CE-At CE-At CE-At CE-At

CE-At CE-At CE-At CE-At CE-At

CE-Ab CE-Ab CE-Ab CE-Ab

CE-Ab CE-Ab CE-Ab CE-Ab

BPUB(g) BPUB(g) BPUB(g) BPUB(g) BPUB(g) BPUB(g) BPUB(g) CE-Ab CE-Ab CE-Ab CE-Ab CE-Ab CE-Ab CE-Ab CE-Ab CE-Ab CE-Ab CE-Ab CE-Ab CE-Ab CE-Ab CE-Ab CE-Ab CE-Ab CE-Ab CE-Ab CE-Ab CE-Ab CE-Ab CE-Ab CE-Ab CE-Ab CE-Ab CE-Ab CE-Ab CE-Ab CE-Ab CE-Ab CE-Ab CE-Ab

CE-At CE-At CE-At CE-At CE-At CE-At CE-At CE-At CE-At CE-At CE-At

CE-At CE-At CE-At CE-At CE-At CE-At CE-At CE-At CE-At CE-At CE-At

F-SCI-TM F-SCI-TM F-SCI-TM F-SCI-TM F-SCI-TM F-SCI-TM F-SCI-TM F-SCI-TM F-SCI-TM F-SCI-TM F-SCI-TM F-SCI-TM F-SCI-TM F-SCI-TM F-SCI-TM F-SCI-TM F-SCI-TM F-SCI-TM F-SCI-TM F-SCI-TM

F-SCI-TM F-SCI-TM F-SCI-TM F-SCI-TM F-SCI-TM F-SCI-TM F-SCI-TM F-SCI-TM F-SCI-TM F-SCI-TM F-SCI-TM F-SCI-TM F-SCI-TM F-SCI-TM F-SCI-TM F-SCI-TM F-SCI-TM F-SCI-TM F-SCI-TM F-SCI-TM

F-SCI F-SCI F-SCI

F-SCI F-SCI F-SCI

Abbildung 17 Pflanzensoziologische Auswertung des Transektes Holtmühlenweiher 2000, 2004 und 2009

BPUB

BPUB(g)

CE-Ab

AN-F(g)

CE-At

Moorbirkenbruch gestörter Moorbirkenbruch Torfmoos-Erlenbruch gestörter Erlenbruch typischer Erlenbruch

F-SCI-TM

Grauweiden-Faulbaumgebüsch mit Torfmoosen

F-SCI

Grauweiden-Faulbaumgebüsch ohne Torfmoose nährstoffarme Pflanzengesellschaften

CE-At CE-At CE-At CE-At CE-At CE-At CE-At CE-At CE-At CE-At CE-At CE-At F-SCI-TM F-SCI-TM F-SCI-TM F-SCI-TM F-SCI-TM F-SCI-TM F-SCI-TM F-SCI-TM F-SCI-TM F-SCI-TM F-SCI-TM F-SCI-TM F-SCI-TM F-SCI-TM F-SCI-TM F-SCI-TM F-SCI-TM F-SCI-TM F-SCI-TM

Arbeitsfeld Feuchtbiotope

TR_METER holtm001 holtm002 holtm003 holtm004 holtm005 holtm006 holtm007 holtm008 holtm009 holtm010 holtm011 holtm012 holtm013 holtm014 holtm015 holtm016 holtm017 holtm018 holtm019 holtm020 holtm021 holtm022 holtm023 holtm024 holtm025 holtm026 holtm027 holtm028 holtm029 holtm030 holtm031 holtm032 holtm033 holtm034 holtm035 holtm036 holtm037 holtm038 holtm039 holtm040 holtm041 holtm042 holtm043 holtm044 holtm045 holtm046 holtm047 holtm048 holtm049 holtm050 holtm051 holtm052 holtm053 holtm054 holtm055 holtm056 holtm057 holtm058 holtm059 holtm060 holtm061 holtm062 holtm063 holtm064 holtm065 holtm066 holtm067 holtm068 holtm069 holtm070 holtm071 holtm072 holtm073 holtm074 holtm075

Jahresbericht 2009

F-SCI F-SCI F-SCI F-SCI

33


Jahresbericht 2009

Überprüfung der Einhaltung der Ziele des Braunkohlenplans

Tabelle 8 Bilanz der nährstoffarmen Transekteinheiten im Buscher Bruch, Kompartiment Mühlenbach nährstoffarme TE (Meter) Kompartiment

10 Mühlenbach

Differenz

Anzahl DQ mit ≤ -2 bei der Trophiezeigerauswertung

2009 2000 (%)

2002

2004

2006

2008

-8,0

0

1

0

1

Transekt

2000

2004

2009

2009 2000 (%)

Mühlenbach-Süd (Merreter)

0

0

0

0,0

Buscher Bruch B

81

79

64

-21,0

Buscher Bruch C

62

61

60

-3,2

Holtmühlenweiher

56

56

59

5,4

Schlussfolgerungen Die Entscheidungsgruppe Monitoring kommt zum Schluss, dass die Ziele des Braunkohlenplans im Arbeitsfeld Feuchtbiotope, Natur und Landschaft eingehalten worden sind. Grundlage sind die Bewertung der im Jahr 2009 noch ausstehenden Vegetationstransekte im Buscher Bruch aus 2008, die Auswertung der gebietstypischen Vielfalt der Pflanzengesellschaften, Zielarten und Quellzeiger sowie die Bewertung der Ziel-2-Gebiete.

Arbeitsfeld Feuchtbiotope 34

Differenz


Überprüfung der Einhaltung der Ziele des Braunkohlenplans

6.3

Jahresbericht 2009

Arbeitsfeld Oberflächengewässer

Erhalt der Oberflächengewässer (Kap. 2.4 des BKP) Die Aufgabe der Arbeitsgruppe Oberflächengewässer besteht in der regelmäßigen Beurteilung der Wasserführung und der Wasserqualität der Oberflächengewässer im Einflussbereich des Tagebaus Garzweiler II.

oder wasserbespannter Gewässerabschnitte bewertet. In Abbildung 18 sind die Pegel und die Zielkarten zur Kontrolle der Wasserbespannung dargestellt.

Beurteilung der Wasserführung Wiener-Filter-Verfahren

Abbildung 18 Lage der Pegel und Zielkarten

Die Auswertung für das Wasserwirtschaftsjahr 2008 mit dem Wiener-Filter-Verfahren konnte im Jahr 2009 nicht durchgeführt werden, da die Daten nicht rechtzeitig vorlagen. Deshalb wurden zu Beginn des Jahres 2010 die Jahre 2008

Arbeitsfeld Oberflächengewässer

Für das Wasserwirtschaftsjahr 2009 wurde turnusgemäß die Wasserführung untersucht. Je nach Eignung und Datenlage werden dafür die Oberflächengewässer mit einem Wiener-FilterVerfahren oder durch Beobachtung einer Mindestwasserführung, eines Mindestwasserstands

35


Jahresbericht 2009

Überprüfung der Einhaltung der Ziele des Braunkohlenplans

Abbildung 19 Direkteinleitung und Infiltrationsmenge im Schwalmquellgebiet

und 2009 im Zusammenhang bewertet. Die Ergebnisse sind in Tabelle 9 zusammen mit dem Ergebnis für das Vorjahr 2007 dargestellt. Sowohl im Jahr 2008 als auch im Jahr 2009 liegen die Abflussspendendifferenzen an sieben der zehn untersuchten Pegel im Zielbereich. An jeweils drei Pegeln wird der Warnwert von +/0,8 l/(s km²) überschritten. In beiden Wasserwirtschaftsjahren, wie auch schon im Jahr 2007, zeigen sich ähnliche Warnwertverletzungen für die Pegel Schrofmühle und Kleingladbach.

Arbeitsfeld Oberflächengewässer 36

Am Pegel Schrofmühle deuten die Abflussspendendifferenzen mit negativem Vorzeichen auf eine zu geringe Wasserführung im Mühlenbach hin. Die Beurteilung dieses Ergebnisses ist schwierig, da es im Kalibrierungszeitraum (1992 bis 2006) schon Einleitungen in den Mühlenbach und Grundwasseranreicherungen im Einzugsgebiet gegeben hat. Ende der 1990er Jahre wurde in den Mühlenbach mehr Wasser eingeleitet als natürlicherweise vorhanden gewesen wäre. Der Wiener-Filter-Berechnung liegt also eine stationäre Phase zugrunde, in der der Abfluss zeitweise zu hoch war. Unter Berücksich-

tigung der Grundwasserstände, die am Mühlenbach im Zielbereich liegen, besteht zurzeit kein akuter Handlungsbedarf. Bei einem Ortstermin wird die Abflusssituation des Mühlenbachs noch einmal differenzierter in Augenschein genommen werden.

Tabelle 9 Wiener-Filter-Ergebnisse für die WWJ 2007 bis 2009 Pegel

Abflussspendendifferenz [l/s*km2] 2007

Wegberg

2008

2009

-0,49

+0,07

+0,96

+0,36

+0,61

+0,76

Pannenmühle

-0,41

-0,02

+0,36

Landesgrenze

+0,07

+0,61

+0,33

Schrofmühle

-1,19

-1,04

-1,44

Rickelrath

-0,38

-0,54

-0,69

Sassenfeld

+0,22

+0,44

+0,00

Oedt

+0,22

+0,84

+0,77

Kaarst

+0,16

+0,12

+0,30

Kleingladbach

+0,97

+0,96

+1,43

Molzmühle


Überprüfung der Einhaltung der Ziele des Braunkohlenplans

Jahresbericht 2009

Am Pegel Kleingladbach zeigt die Warnwertüberschreitung mit positivem Vorzeichen an, dass mehr Wasser im Millicher Bach abfließt, als natürlich zu erwarten ist. Wie schon im letzten Jahr diskutiert, ist hierfür die Direkteinleitung oberhalb des Pegels verantwortlich. Das dort eingespeiste Wasser wird unterhalb des Pegels zur Versickerung in das Grundwasser wieder entnommen. Die Abflusserhöhung ist also erklärbar und wird akzeptiert. Im Wasserwirtschaftsjahr 2008 lagen die Abflussspenden auch am Pegel Oedt mit zu hohen Werten über dem Warnwert. Der Pegel ist immer wieder einmal auffällig gewesen. Verschiedene

Untersuchungen konnten nicht zur Klärung der Ursache beitragen. Im nächsten Jahr soll der Kalibrierungszeitraum überarbeitet werden. Im Wasserwirtschaftsjahr 2009 lagen die Abflussspenden am Pegel Wegberg mit positivem Vorzeichen über dem Warnwert. Im Schwalmquellgebiet wurden die Direkteinleitungen in den letzten Jahren deutlich reduziert, die Infiltration in das oberste Stockwerk steigt mit fortschreitendem Ausbau des Schwalmriegels immer weiter an (Abb. 19). Da sich das in Abbildung 20 dargestellte Wiener-Filter-Ergebnis für das Jahr 2009 im Schwankungsbereich der letzten Jahre befindet und auch die Grundwasserstände in

Arbeitsfeld Oberflächengewässer

Abbildung 20 Wiener-Filter-Ergebnis für den Pegel Wegberg

37


Jahresbericht 2009

Überprüfung der Einhaltung der Ziele des Braunkohlenplans

den Feuchtgebieten im Zielbereich liegen, besteht zurzeit kein Handlungsbedarf. Möglicherweise können in den nächsten Jahren die Direkteinleitungen weiter reduziert werden. Beobachtung von Mindestabflüssen, Mindestwasserständen und wasserbespannten Gewässerabschnitten Zur Beurteilung der Wasserführung am Nüsterbach und am Doverener Bach wurden Mindestabflüsse und am Kühler Weiher ein Mindestwasserstand vereinbart. Im Wasserwirtschaftsjahr 2009 wurden diese Schwellenwerte am Nüsterbach und am Kühler Weiher durchgehend eingehalten. Am Doverener Bach wurde der Mindestabfluss von 0,1 l/s mit Ausnahme von einem Tag im Oktober im gesamten Wasserwirtschaftsjahr 2009 eingehalten. Die Ursache liegt wahrscheinlich im Zusetzen des Gerinnebettes durch Laub. Im nächsten Herbst wird die Situation bei einem Ortstermin zur Klärung des weiteren Vorgehens untersucht.

Arbeitsfeld Oberflächengewässer 38

Die RWE Power AG hat an den Rurzuflüssen fünf neue Pegel gebaut. Für vier der Pegel liegen seit dem Jahr 2006 Daten vor. Alle vier Ganglinien zeigten einen störungsfreien Verlauf, aber die Messreihen sind noch nicht lang genug für eine Auswertung mit dem Wiener-Filter-Verfahren. Am Pegel Birgelen liegen aufgrund von technischen Problemen noch keine Messwerte vor. Die RWE Power AG wird sich in Zusammenarbeit mit dem Wasserverband Eifel-Rur darum kümmern, dass auch dieser Pegel schnellstmöglich betriebsbereit ist. Im Frühjahr 2009 wurde von der RWE Power AG die jährliche Begehung an den zur Kontrol-

le der Wasserbespannung festgelegten Gewässerabschnitten durchgeführt. An fast allen Gewässern wurde die Wasserbespannung wie auf den Zielkarten des Methodenhandbuches eingetragen vorgefunden. Nach Inbetriebnahme der zweiten Einleitstelle an der L280 hat die Wasserbespannung im Knechtstedener Graben fast den Bereich erreicht, der in der Zielkarte dargestellt ist. Der ökologisch hochwertige Bereich am Knechtstedener Busch ist wieder großflächig vernässt. Der Hummelsbach wurde jetzt als wechselfeucht eingestuft. Er wird, da hier kein Sümpfungseinfluss mehr besteht, seit dem Jahr 2009 nicht mehr begangen.

Gesamtbewertung Die Entscheidungsgruppe Monitoring kommt zu dem Schluss, dass die Ziele des Braunkohlenplans im WWJ 2008 und im WWJ 2009 weitestgehend eingehalten wurden. Die erkannten Warnwertüberschreitungen können akzeptiert werden. Es ergeben sich daraus aktuell keine Handlungskonsequenzen. Im Jahr 2010 wird neben der Wasserführung turnusgemäß auch die Wasserqualität für den Zeitraum 2006 bis 2010 untersucht werden.


Überprüfung der Einhaltung der Ziele des Braunkohlenplans

Jahresbericht 2009

6.4 Arbeitsfeld Wasserversorgung

Im Jahr 2009 wurde im Arbeitsfeld Wasserversorgung erneut überprüft, ob bergbaubedingte Veränderungen der Grundwasserbeschaffenheit im Monitoringgebiet auftreten, die zu einer Gefährdung der Wasserversorgung führen. Während im Berichtsjahr 2008 das obere Grundwasserstockwerk im Vordergrund der Betrachtungen stand, hat die Arbeitsgruppe den Untersuchungsschwerpunkt 2009 turnusgemäß auf die tieferen Stockwerke gelegt. Hierfür wurden die Daten bis einschließlich 2008 ausgewertet. Die Grundwasserbeschaffenheit wurde in den Horizonten 8, 6D, 6B und 5 (nach SCHNEIDER & THIELE) anhand der Leitparameter Hydrogencarbonat, Sulfat, Chlorid und Nitrat untersucht. Erstmals erfolgte die Auswertung unter Einbeziehung von Rohwasserdaten ausgewählter Förderbrunnen. Auf diese Weise konnte geprüft werden, ob messstellenbezogene Aussagen eine Relevanz für die Rohwassergewinnungsanlagen haben. In den tieferen Grundwasserleitern weist das Grundwasser natürlicherweise eine geringe Mineralisation auf. An den Ausstrichrändern von Tonen bzw. durch „Tonfenster“ kann allerdings ein Zustrom höher mineralisierten, oberflächennahen Grundwassers in die tieferen Stockwerke erfolgen. Bergbaubedingte Absenkungen verstärken diesen Effekt, wie im Süden Mönchengladbachs, wo an mehreren Messstellen im Gebiet von Wetschewell, Wickrath und Güdderath eine Veränderung der Grundwasserbeschaffenheit im Horizont 8 feststellbar ist, der hier das lokale zweite Grundwasserstockwerk darstellt (Abb. 21).

Der langjährige Rückgang der Hydrogencarbonatwerte kommt durch eine Veränderung der Strömungsrichtung infolge des Bergbaueinflusses zustande. Das Zustromgebiet der Messstelle 805482 liegt jetzt weiter im Westen, wo das Grundwasser, bedingt durch die abnehmende Lößverbreitung, eine geringere Härte und niedrigere Konzentrationen des Hydrogencarbonats aufweist. Bis zum Jahr 2006 konnte man die Grundwasserbeschaffenheit als anthropogen unbeeinflusst bezeichnen. Der in den Jahren 2007 und 2008 beobachtete Durchbruch von Sulfat, Chlorid und Nitrat zeigt einerseits den Zustrom oberflächennahen Grundwassers an. Das Auftreten von Nitrat belegt außerdem einen Wechsel der Redoxbedingungen von reduzierenden hin zu oxidierenden Verhältnissen (Abb. 21). Im Rohwasser des Brunnens 3 der nahegelegenen Wassergewinnungsanlage Wiedbusch wird ebenfalls ein Anstieg der Sulfat- und Chloridwerte beobachtet (Abb. 22). Nitrat tritt hier noch nicht auf, so dass für den Horizont 8 insgesamt von stabilen Redoxverhältnissen auszugehen ist. Die Entwicklung der Rohwasserkonzentrationen sollte in den Folgejahren detailliert betrachtet werden, um zu klären, • ob sich in weiteren Brunnen der genannten Galerien hydrochemische Veränderungen ergeben, • welches Konzentrationsniveau die Hauptinhaltsstoffe im Rohwasser erreichen, • ob sich Veränderungen der Redoxbedingungen einstellen und

Arbeitsfeld Wasserversorgung

Sicherstellung der Wasserversorgung (Kap. 2.3 des BKP)

39


Jahresbericht 2009

Überprüfung der Einhaltung der Ziele des Braunkohlenplans

Abbildung 21 Entwicklung der Grundwasserbeschaffenheit in der Messstelle 805482 in MönchengladbachWetschewell

Abbildung 22 Entwicklung der Rohwasserbeschaffenheit im Brunnen 3 der Wassergewinnungsanlage Wiedbusch

Arbeitsfeld Wasserversorgung 40

• ob es mit dem oberflächennahen Grundwasser zu einem Schadstoffzustrom von chlorierten Kohlenwasserstoffen oder Pestiziden kommt, der derzeit allerdings nicht erkennbar ist.

Gesamtbewertung Insgesamt kommt die Entscheidungsgruppe Monitoring zu dem Schluss, dass für das Monitoringgebiet hinsichtlich der Grundwasserbeschaffenheit keine bergbaubedingte Gefährdung der Wasserversorgung besteht und das Ziel des Braunkohlenplans im Jahr 2009 erreicht wurde.


Überprüfung der Einhaltung der Ziele des Braunkohlenplans

Jahresbericht 2009

6.5 Arbeitsfeld Abraumkippe

Im Berichtsjahr 2009 hat die AG Abraumkippe unter Berücksichtigung des kontinuierlichen Voranschreitens des Tagebaus Garzweiler die Einhaltung der im Braunkohlenplan festgelegten Ziele überwacht. Dazu wurden im Wesentlichen die durch den Bergbautreibenden erstellten und durch Auflagen in den jeweiligen Genehmigungen und Zulassungen festgelegten Berichte ausgewertet, auf ihre Richtigkeit und Schlussfolgerungen überprüft und mit den im Monitoring festgelegten Vorgaben abgeglichen. Durch diese Datentransparenz wird die AG Abraumkippe im Prinzip in die Lage versetzt, eine praxisbezogene „Betriebsüberwachung“ durchzuführen. Wie bereits im Jahr 2008 enthält dieser Jahresbericht ergänzend zu den Darstellungen der Monitoringergebnisse einen Einblick in die betriebliche Praxis. Dieser Einblick erfolgt am Beispiel der angewandten Kalkqualitätsüberwachung.

Ergebnisse im Berichtsjahr 2009 Auch im Jahr 2009 war die Betriebsführung des Tagebaus Garzweiler II – und damit auch der Schwerpunkt der Kippenherstellung – bestimmt durch die Schüttung der Kippen 1 bis 4, die den südlichen Beginn des Damms für die spätere Wiederherstellung der Autobahn A44 darstellen (Abb. 2). Insofern wurden im Berichtsjahr im Nordflügel keine Kippenmassen verbracht. Erst ab dem Jahr 2010 wird eine erneute Schüttung von Abraum im Nordflügel erfolgen. Im Fazit lag in Bezug auf die A1-Maßnahme im Jahr 2009

a) der Massenanteil des versauerungsfähigen Abraums im Nordrand-Saumbereich bei 0 % und b) die Höhenlage des versauerungsunempfindlichen Materials somit weiterhin bei < 50 m NHN. Zur Umsetzung der A6-Maßnahme wurden im Berichtsjahr 62,7 Mio. m³ versauerungsfähiger Abraum mit rd. 122.600 t Kalk gepuffert. Dabei betrug die Soll-Ist-Abweichung der Kalkmenge plus 2,4 % (leichte Überkalkung). Ausgehend von den Ergebnissen ist insoweit für beide Maßnahmen (A1 und A6) eine erfolgreiche und zielgerechte Umsetzung zu bescheinigen.

Betriebliche Praxis zur Umsetzung der Maßnahme A6 am Beispiel der Kalkqualitätsüberwachung Zur Umsetzung der A6-Maßnahme werden hohe Mengen an reinem Kalk benötigt. Neben den logistischen, technischen wie organisatorischen Herausforderungen für den Betrieb ist es von entscheidender Bedeutung, eine gleichmäßig hochwertige Kalkqualität einzusetzen. Die entsprechenden Nebenbestimmungen der wasserrechtlichen Erlaubnis für die Freilegung, Umlagerung und Verkippung von pyrithaltigen Abraumschichten des Tagebaus Garzweiler II (2004) und der Zulassung des bergrechtlichen Sonderbetriebsplans GS 11/98 (1998) enthalten dazu sehr detaillierte Regelungen. Die durch den Kalklieferanten (Firma Rheinkalk, Wülfrath) bereitgestellten Mengen werden re-

Arbeitsfeld Abraumkippe

Minimierung des Stoffeintrags durch die Abraumkippe (Ziel 3, Kap. 2.5 des BKP)

41


Jahresbericht 2009

Überprüfung der Einhaltung der Ziele des Braunkohlenplans

Abbildung 23 Prüfbericht für den in der A6-Maßnahme eingebauten Kalkstein

gelmäßig durch sein eigenes Firmenlabor analysiert. Definierte Qualitätsparameter sind dabei der CaCO3-Gehalt (mind. 95 %), die Körnung (max. < 1 mm u. Feinstkorn mind. 15 % mit < 90 μm Durchmesser) und die Dichte des Kalks (ca. 1,5 t/m³). Ferner werden die chemische Gesamtzusammensetzung und die Feuchte ermittelt.

Arbeitsfeld Abraumkippe 42

Diese Laborberichte ergehen täglich digital an den Bergbautreibenden. Im Weiteren findet ein Soll-Ist-Abgleich statt. Zudem werden parameterbezogene Durchschnittswerte für die monatliche Trendanalyse anhand der auflaufenden Laborergebnisse berechnet und mit den SollVorgaben verglichen. Zur weiteren Überprüfung analysiert der Bergbautreibende durch unangekündigte Stichproben die per LKW angelieferten Mengen durch sein akkreditiertes Hauptlabor und vergleicht diese mit den Labordaten des Lieferanten auf Plausibilität (Abb. 23).

Zur Dokumentation werden sämtliche ermittelte Daten in einem Betriebsbuch abgelegt, liegen jederzeit zur Einsicht bereit und fließen in die jährliche Berichterstattung ein.

Gesamtbewertung und Ausblick Für das Jahr 2009 ist durch die Entscheidungsgruppe Monitoring festzustellen, dass die durch den Braunkohlenplan geforderten Ziele hinsichtlich der Minimierung des Stoffeintrags eingehalten wurden. Die AG Abraumkippe wird im Jahr 2010 ihre Arbeiten nach Maßgabe der im Monitoring festgelegten Ziele weiterführen. Vor dem Hintergrund festgelegter Rahmenbedingungen für den für die A6-Maßnahme einzusetzenden Kalk ist vorgesehen, die Gewinnungs-, Aufbereitungsund Laboreinrichtungen des Kalkproduzenten im Zuge eines „Vor-Ort-Besuchs“ durch die AG-Mitglieder näher in Augenschein zu nehmen.


Überprüfung der Einhaltung der Ziele des Braunkohlenplans

Jahresbericht 2009

6.6 Arbeitsfeld Restsee

Von der Geschäftsstelle des Braunkohlenausschusses wurde im Herbst 2008 angeregt, in einem erneuten Gutachten zu prüfen, ob diese (alte) Trasse zur Rheinwasserüberleitung unter ökologischen und raumordnerischen Belangen heute noch genehmigungsfähig ist und ob die technische Umsetzung möglich wäre. Danach sollten die Verfahren zur planerischen Sicherung einer möglichen Trasse diskutiert werden. Das Gutachten wird Mitte 2010 erwartet. Als vorläufiges Ergebnis scheint die Trassenführung weiterhin möglich zu sein; es haben sich aber auch Optimierungsmöglichkeiten aufgezeigt, die zurzeit noch bearbeitet werden. Das fertige Gutachten soll in der Arbeitsgruppe „Restseetrasse“ unter Federführung der Bezirksregierung Köln, Geschäftsstelle Braunkohlenausschuss vorgestellt werden, und unter Einbeziehung der rechtlichen Aspekte soll die beste Möglichkeit der Trassensicherung erarbeitet werden.

grund der Böschungsrutschung in Nachterstedt das Vorgehen beim Nachweis der Standsicherheit von Randböschungen und bleibenden Böschungen im Rheinischen Revier von der zuständigen Behörde erläutern zu lassen. Zu diesem Zweck wurde ein Vertreter der Bergbehörde (Abt. 6 der Bez.-Reg. Arnsberg) gebeten, in der Arbeitsgruppe Restsee vorzutragen. Diesem Wunsch kam der Vertreter der Bergbehörde entgegen und stellte in seinem Bericht die unterschiedlichen geologisch-petrologischen, wasserwirtschaftlichen, aber auch bergbautechnischen Bedingungen im Rheinischen Revier heraus, die eine unmittelbare Übertragung auf das hiesige Revier verbieten.

Standsicherheit von Böschungen im Tagebau

Zudem wird von der RWE Power AG ein gänzlich anderes Flutungskonzept für die Restseen verfolgt (Wasserstand im Restsee während der Füllphase im Allgemeinen höher als in der Umgebung), so dass eine solche Böschungsinstabilität von Randböschungen und bleibenden Böschungen aus hydraulischen Gesichtspunkten kaum vorstellbar wäre. Auch die Wassersättigung des Gesteins und mögliche Erschütterungen durch Erdbeben gehen in die Standsicherheitsberechnungen ein. Letztlich werden die bestehenden Böschungen intensiv beobachtet und vermessen, so dass bereits kleinste Bewegungen im Vorfeld erkannt werden. Standsicherheitsnachweise und Überwachungsmaßnahmen im Rheinischen Braunkohlenrevier entsprechen jederzeit dem Stand der Technik.

Auch wenn die Standsicherheit von Tagebauund Kippenböschungen kein Monitoringthema darstellt (kein wasserwirtschaftliches Ziel des Braunkohlenplans), hat sich die Entscheidungsgruppe dafür ausgesprochen, vor dem Hinter-

Insgesamt ist die Standsicherheit der Tagebauund Kippenböschungen speziell für die Randböschungen und bleibenden Böschungen im Rheinischen Braunkohlenrevier ausreichend nachgewiesen.

Arbeitsfeld Restsee

Die Arbeitsgruppe Restsee hat im Berichtsjahr 2009 eine Arbeitsgruppensitzung abgehalten. Thema war der aktuelle Stand der Bearbeitung der Trasse für die Überleitung von Rheinwasser in den zukünftigen Restsee (alte „SpiekermannTrasse“). Für die AG Restsee ist es erforderlich, regelmäßig über den Stand der Rheinüberleitung informiert zu werden, auch wenn sich aus der Planung und dem Bau der Trasse keine Monitoringaufgaben ergeben.

43


Symposium

Jahresbericht 2009

7

Symposium 10 Jahre Monitoring Garzweiler II Der Start zum wasserwirtschaftlich-landschaftsökologischen Monitoring erfolgte im Jahr 1999. Seitdem wurden in sechs Facharbeitsgruppen und in der Entscheidungsgruppe Monitoring in weit über 100 Sitzungen die Struktur und die Arbeitsweisen des Monitorings fortlaufend entwickelt. In einem umfangreichen Projekthandbuch (zurzeit Auflage 20) und in drei Methodenhandbüchern, die bei Bedarf aktualisiert werden, sind alle Vereinbarungen festgehalten. Über die wichtigsten Entwicklungen und Ergebnisse in den sechs Arbeitsfeldern informiert regelmäßig ein Jahresbericht. Das nunmehr seit 10 Jahren stattfindende Monitoring wurde zum Anlass genommen, in einem Symposium „10 Jahre Monitoring Braunkohlentagebau Garzweiler II“ über den Aufbau und die wichtigsten bisherigen Ergebnisse des Monitorings zu berichten. Das Symposium fand am 10. und 11. September in Mönchengladbach mit ca. 120 Teilnehmerinnen und Teilnehmern statt. Am Vormittag des ersten Tages wurde von Mitgliedern der verschiedenen Arbeitsgruppen über die wesentlichen Aspekte des Monitorings Garzweiler II berichtet.

Der Nachmittag des ersten Tages war vergleichbar komplexen Monitoringprojekten in Hamburg (Wassergewinnung in der Lüneburger Heide), in Hessen (Wassergewinnung im Vogelsberg und dem Hessischen Ried) und in Ostdeutschland (Braunkohlentagebau in der Lausitz) gewidmet. In einer abschließenden Podiumsdiskussion wurden Erfolgsfaktoren, Möglichkeiten und Grenzen eines Monitorings diskutiert. Am zweiten Tag hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Möglichkeit, den Tagebau zu besichtigen oder Elemente des landschaftsökologischen Monitorings kennenzulernen. Ein 156-seitiger Tagungsband fasst die Vorträge und die Ergebnisse der Podiumsdiskussion zusammen und ist bei Bedarf bei der Geschäftsstelle des Braunkohlenausschusses oder im MUNLV zu erhalten.

Abbildung 24 Symposium „10 Jahre Monitoring Garzweiler II“

44


Ausblick 2009

8

Jahresbericht 2009

Ausblick 2010

F端r das Jahr 2010 stehen neben den Routineaufgaben folgende Themen an:

Umsetzung der Eingriffsregelung f端r Ziel-2-Gebiete am Beispiel Millicher Bach Grundwassersituation in den tieferen Grundwasserstockwerken

45


Jahresbericht 2009

46


Anhang

Jahresbericht 2009

Anhang Beteiligte Institutionen/Behörden und Ansprechpartner/innen (alphabetisch) EM: AG:

Entscheidungsgruppe Monitoring Teilnehmer/Koordinatoren der Arbeitsgruppen FB (Feuchtbiotope/Natur und Landschaft), GW (Grundwasser), KI (Abraumkippe), OW (Oberflächengewässer), RS (Restsee), WV (Wasserversorgung)

Behörde / Institution

Ansprechpartner/in

Telefon/Telefax/E-Mail

Bezirksregierung Arnsberg Abt. 6 Bergbau und Energie in NRW Dez. 61 Goebenstraße 25 44135 Dortmund

Herr Dölp

Tel.: 02931 82-3921 Fax: 02931 82-47216 matthias.doelp@bezreg-arnsberg.nrw.de

Herr Grigo

Tel.: 02931 82-3917 werner.grigo@bezreg-arnsberg.nrw.de

Frau Breuer

Tel.: 02931 82-3911 sabine.breuer@bezreg-arnsberg.nrw.de

allgemein

registratur-do@bezreg-arnsberg.nrw.de

Frau Wenzel (Dez. 51)

Tel.: 0211 475-2039 Fax: 0211 475-2998 susanne.wenzel@brd.nrw.de

Herr Ferdian (Dez. 54)

Tel.: 02151 844-228 Fax: 02151 844-444 hans-juergen.ferdian@brd.nrw.de

Frau Ohlhoff (Dez. 54)

Tel.: 0211/475-9350 Fax: 0211/475-2998 heidemarie.ohlhoff@brd.nrw.de

Herr Franke (Dez. 51)

Tel.: 0221 147-3439 Fax: 0221 147-3339 lutz.franke@brk.nrw.de

Frau Hemmann (Dez. 54)

Tel.: 0221 147-3440 Fax: 0221 147-3339 regina.hemmann@brk.nrw.de

Frau Brüggemann (Dez. 32)

Tel.: 0221 147-3280 Fax: 0221 147-2905 susanne.brueggemann@brk.nrw.de

Außenstelle Aachen Dez. 54 (Wasserwirtschaft) Robert-Schuman-Straße 51 52066 Aachen

Herr Diehl

joachim.diehl@brk.nrw.de

Herr Schröter

Tel.: 0241 457-512 Fax: 0241 457-778 helmuth.schroeter@brk.nrw.de

x

GW OW WV RS FB KI

Erftverband Postfach 13 20 50103 Bergheim

Herr Dr. Bucher

Tel.: 02271 88-1217 bernd.bucher@erftverband.de

x

Herr Dr. Cremer

Tel.: 02271 88-1228 nils.cremer@erftverband.de

GW WV FB OW RS KI

Frau Dr. Jaritz

Tel.: 02271 88-1373 renate.jaritz@erftverband.de

Frau Berger

Tel.: 02271 88-1372 daniela.berger@erftverband.de

Bezirksregierung Düsseldorf Postfach 30 08 65 40408 Düsseldorf Cecilienallee 2 40474 Düsseldorf - Dez. 51 (Landschaft und Fischerei) - Dez. 54 (Wasserwirtschaft)

Bezirksregierung Köln Zeughausstraße 2 - 10 50606 Köln (PF-Anschrift) 50667 Köln (Zustell-Anschrift) - Dez. 32 (Regionalplanung und Braunkohle) - Dez. 51 (Landschaft und Fischerei) - Dez. 54 (Wasserwirtschaft)

EM*

AG*

x

KI, RS OW

x

GW FB KI RS WV

x

GW FB RS WV

x

Fax: 02271/88 1980 Gemeinde Brüggen Klosterstraße 38 41379 Brüggen

Herr Dresen

Tel.: 02163 570151 dieter.dresen@brueggen.de

x

47


Anhang

Jahresbericht 2009

Behörde / Institution

Ansprechpartner/in

Telefon/Telefax/E-Mail

Gemeinde Jüchen Am Rathaus 5 41363 Jüchen

Frau Krantz

Tel.: 02165 915350 Fax: 02165 915218 gerlind.krantz@juechen.de

x

Gemeinde Niederkrüchten Laurentiusstraße 19 41372 Niederkrüchten

Herr Steinbicker

Tel.: 02163 980-104 olaf.steinbicker@niederkruechten.de

x

Gemeinde Schwalmtal Postfach 60 41364 Schwalmtal

Herr Gather

Tel.: 02163 9460 bernd.gather@gemeinde-schwalmtal.de

x

Gemeinde Titz Landstraße 4 52445 Titz

Herr Nüßer

Tel.: 02463 65940 Fax: 02463 5889 nues170@gemeinde-titz.de

x

Geologischer Dienst Nordrhein-Westfalen De-Greiff-Straße 195 47803 Krefeld

Herr Schuster

Tel.: 02151 897-562 hannsjoerg.schuster@gd.nrw.de

x

GW, FB, KI

Herr Hornig

Tel.: 02151 897-571 gerd.hornig@gd.nrw.de

Herr Dr. Pahlke

Tel.: 02151 897-238 ulrich.pahlke@gd.nrw.de

Herr Weuthen (UWB)

Tel.: 02452 13-6102 johannes.weuthen@kreis-heinsberg.de

x

Frau Mols (ULB)

Tel.: 02452/13-6121 brigitte.mols@kreis-heinsberg.de

WV RS FB OW

x

GW OW FG WV RS

x

WV GW FB OW

x

FB

Kreis Heinsberg Valkenburger Straße 45 52525 Heinsberg

EM*

AG*

OW

Fax: 02452 13- 6195 Rhein-Kreis Neuss Amt 61 (Amt für Entwicklungs-, Landschaftsplanung, Wirtschaft und Statistik) 41513 Grevenbroich

Kreis Viersen Rathausmarkt 3 41747 Viersen

Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) Leibnizstraße 10 45659 Recklinghausen

48

Herr Nordmann

Tel.: 02181 601-6100 Fax: 02181 601-6199

Herr Stiller

Tel.: 02181 601-6102 Fax: 02181 601-6199

Herr Jentzsch

Tel.: 02181 601-6810 Fax: 02181 601-6899 andreas.jentzsch@

E-Mail allgemein:

rhein-kreis-neuss.de planung@rhein-kreis-neuss.de

Herr Röder

Tel.: 02162 39-1240 Fax: 02162 39-1857 rainer.roeder@kreis-viersen.de

Herr Pook

Tel.: 02162 39-1266 Fax: 02162 39-1857 andreas.pook@kreis-viersen.de

Frau Michels

Tel.: 02361 305-3317 Fax: 02361 305-539 carla.michels@lanuv.nrw.de

Herr Rohrmann

Tel.: 02361 305-3385 roland.rohrmann@lanuv.nrw.de

Frau Levacher

Tel.: 0211 1590-2232 Fax: 0211 1590-2176 dorothee.levacher@lanuv.nrw.de

OW GW

Herr Dr. Christmann

Tel.: 0211 1590-2361 Fax: 0211 1590-2176 karl-heinz.christmann@lanuv.nrw.de

OW, RS

Herr Hüsener

Tel.: 0211 1590-2206 Fax: 0211 1590-2176 dirk.huesener@lanuv.nrw.de

RS KI


Anhang

Jahresbericht 2009

Behörde / Institution

Ansprechpartner/in

Telefon/Telefax/E-Mail

EM*

Landesbüro der Naturschutzverbände NRW Ripshorster Straße 306 46117 Oberhausen

Herr Jansen (BUND-Landesgeschäftsstelle)

Tel.: 0208 88059-0 dirk.jansen@bund.net lb.naturschutz@t-online.de

x

Landwirtschaftskammer NRW Siebengebirgstraße 200 53229 Bonn

Frau Verhaag

Tel.: 0228 703-1534 Fax: 0228 703 8534 elisabeth.verhaag@lwk.nrw.de

x

Landesbetrieb Wald und Holz NRW Referat II-1 Albrecht-Thaer-Straße 34 48147 Münster

Herr Hein

Tel.: 0251 91797 202 friedrich.hein@wald-und-holz.nrw.de

Landesbetrieb Wald und Holz NRW Regionalforstamt Niederrhein Dienstgebäude Wesel Moltkestraße 8 46483 Wesel

Herr Westenberger

Tel.: 0281-33832-22 Fax: 0281-33832-85 wolfgang.westenberger@wald-und-holz. nrw.de

x

Landesbetrieb Wald und Holz NRW Regionalforstamt Rureifel-Jülicher Börde Dienstgebäude Hürtgenwald Kirchstraße 2 52393 Hürtgenwald

Herr Lüder

Tel.: 02429 9400-41 Fax: 02429-9400-85 dirk.lueder@wald-und-holz.nrw.de

x

Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen (MKULNV) vormals: Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen (MUNLV)

Herr Düwel

Tel.: 0211 4566-338 Fax: 0211 4566-491 hans-josef.duewel@munlv.nrw.de

x

Frau Dr. FrotscherHoof

Tel.: 0211 4566-912 Fax: 0211 4566-491 ulrike.frotscher-hoof@munlv.nrw.de

Herr Orth

Tel.: 0211 4566-309 Fax: 0211 4566-388 Helmut.Orth@munlv.nrw.de

Herr Dr. Kiel

Tel.: 0211 4566-369 Fax: 0211 4566-947 ernst-friedrich.kiel@munlv.nrw.de

Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Energie NRW (MWME) – Abt. Energie – 40190 Düsseldorf

Herr Schumacher

Tel.: 0211 837-2489 klaus.schumacher@mwme.nrw.de

Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Energie NRW (MWME) – Abt. Landesplanung – 40190 Düsseldorf

Herr Surges

Tel.: 0211 837-4142 matthias.surges@mwme.nrw.de

x

Netteverband Hampoel 17 41334 Nettetal

Herr Dietl

Tel.: 02157 899777 Fax: 02157 811801 info@netteverband.de

x

Niersverband Am Niersverband 10 41747 Viersen

Herr Lanphen

Tel.: 02162 3704-400 Fax: 02162 3704-444 Bert.lanphen@niersverband.de

x

OW, RS

Herr Walter

Tel.: 02162/3704-415 Fax: 02162/3704-444 christian.walter@niersverband.de

Herr Castenmiller

Tel. 0031 43 389-7656 Fax: 0031 43 389-7643 efjc.castenmiller@prvlimburg.nl

x

RS

Schwannstraße 3 40476 Düsseldorf

Provincie Limburg Hoofdgroep Milieu en Water Postbus 5700 6202 MA Maastricht NIEDERLANDE

AG*

GW FB WV KI RS OW

49


Anhang

Jahresbericht 2009

Behörde / Institution

Ansprechpartner/in

Telefon/Telefax/E-Mail

RWE Power AG Stüttgenweg 2 50935 Köln

Herr Dr. Forkel

Tel.: 0221 480-22121 christian.forkel@rwe.com

Herr Dr. Wagner

Tel. 0221 480-22311 a.wagner@rwe.com

Herr Müller

Tel. 0221 480-23498 christian.mueller@rwe.com

Herr Dr. Oswald

Tel. 0221 480-22624

Herr Pelzer

Tel. 0221 480-

Herr Dr. Stürmer

Tel. 0221 480-23245

Herr Hennemann

Tel.: 0221 480-22877

Herr Dworschak

Tel.: 0221 480-21040 ulf.dworschak@rwe.com

allgemein:

PBW.Sekr@rwe.com Tel.: 0221 480-23436 Fax: 0221 480-22851

Schwalmverband Borner Straße 45a 41379 Brüggen

Herr Schulz Herr Eggels

Tel.: 02163 9543-0 th.schulz@schwalmverband.de n.eggels@schwalmverband.de

Staatskanzlei des Landes NordrheinWestfalen Abt. II / Abt. A IV 40190 Düsseldorf

Herr Schulz

Tel.: 0211 837-1493 hartmut.schulz@stk.nrw.de

Stadt Erkelenz Johannismarkt 17 41812 Erkelenz

Herr Schöbel

Tel.: 02431 85305 Fax: 02431 70558 juergen.schoebel@erkelenz.de

x

Stadt Grevenbroich Am Markt 1 41515 Grevenbroich

Herr Wolf

norbert.wolf@grevenbroich.de

x

Stadt Hückelhoven Postfach 13 60 41825 Hückelhoven

Herr Müller-Dick

Tel.: 02433 82-170 wolfgang.mueller-dick@ hueckelhoven.de

x

Herr Helger

Tel.: 02433 82-232 harald.helger@hueckelhoven.de

Stadt Kaarst Rathausplatz 23 41564 Kaarst

Herr Lindner

Tel.: 02131 987-802 Tel.: 02131 987-883 Klaus.lindner@kaarst.de

x

GW

Stadt Korschenbroich Amt 60 Hindenburgstr. 56 41352 Korschenbroich

Herr Dr. Verjans

Tel.: 02161 613-146 Fax: 02161 613-109 theo.verjans@korschenbroich.de

x

OW

Frau Wild

Tel.: 02161 613-175 kerstin.wild@korschenbroich.de

Herr Hoffmans

dieter.hoffmans@korschenbroich.de

Stadt Linnich Stadtverwaltung Postfach 12 40 52438 Linnich

Herr Breuer

Tel.: 02462 9908-49 Fax: 02462 9908-18 pbreuer@linnich.de

x

GW

Gutachter für die Stadt Linnich

Herr von Reis

Tel.: 0241 4093155 Fax: 0241 4093156 vonreis@t-online.de

RWE Power AG Stüttgenweg 2 50935 Köln

50

EM*

AG*

x

GW FB WV KI RS OW

x

GW FB WV KI RS OW

x

OW

Nur JB


Anhang

Jahresbericht 2009

Behörde / Institution

Ansprechpartner/in

Telefon/Telefax/E-Mail

EM*

AG*

Stadt Mönchengladbach Fachbereich Umweltschutz und Entsorgung 41050 Mönchengladbach

Herr Holtrup

Tel.: 02161 25-8277

x

WV RS OW

Frau Weinthal

Tel.: 02161 25-8270 Fax: 02161 25-8279 monitoring-garzweiler@ moenchengladbach.de

Stadt Neuss Markt 6 41460 Neuss

Herr Lins

Tel.: 02131 903306 stefan.lins@stadt.neuss.de

x

OW

Stadt Viersen Bahnhofstraße 23 41747 Viersen

Herr Kraemer

Tel.: 02162 101-421 Fax.: 02162 101-182 dietmar.kraemer@viersen.de

x

Stadt Wassenberg Roermonder Straße 25 - 27 41849 Wassenberg

Herr Beek

Tel.: 02432 4900beeck@wassenberg.de

x

Stadt Wegberg Amt für Umwelt, Tiefbau und Abfallwirtschaft Postfach 11 33 41844 Wegberg

Herr Braun

Tel.: 02434 83-701 Fax: 02434 73-888 friedel.braun@stadt.wegberg.de

x

Wasserverband Eifel-Rur Eisenbahnstraße 5 52353 Düren

Herr Lorenz

Tel.: 02421 494-3407 lorenz.e@wver.de

x

Waterschap Roer en Overmaas Postbus 185 6130 AD Sittard NIEDERLANDE

Herr Franssen

Fax: 0031 46 4205-701 m.franssen@overmaas.nl

Zweckverband Naturpark Schwalm-Nette Willi-Brandt-Ring 15 41747 Viersen

Frau Eicher

Tel.: 02162 81709-400 Fax: 02162 81709-424 christa.eicher@naturpark schwalm-nette.de

Herr Röder

Tel.: 02162 39-1244 Fax: 02162 39-1857 rainer.roeder@kreis-viersen.de

Herr Dr. Meiners

Tel.: 0241 900011-21 g.meiners@ahu.de

Herr Dr. Denneborg

Tel.: 0241 900011-44 m.denneborg@ahu.de Fax: 0241 900011-9

ahu AG Wasser · Boden · Geomatik Kirberichshofer Weg 6 52066 Aachen

OW

OW

x

x

alle

51


Anhang

Jahresbericht 2009

Bildnachweis Titelfoto

Abbildungen 1, 3 und 24 Abbildungen 4 bis 15, 17, 19 bis 22 Abbildung 16 und 18 Abbildungen 2 und 23

Feuchtgebiet Scherresbruch, Teilbereich Klingekbach, Mitte Mai LANUV

ahu AG, Aachen Erftverband LANUV RWE Power AG

Tabellenverzeichnis

52

Tab. 1:

Jahresübersicht über die Termine und Orte der Arbeitsgruppensitzungen im Jahr 2009

3

Tab. 2:

Entscheidungsgruppe Monitoring

4

Tab. 3

Fach-Arbeitsgruppen

5

Tab. 4:

Übersicht über die Zieleinhaltung im Jahr 2009

11

Tab. 5:

Zielüberwachung der Grundwasserstände in den Ziel-1-Gebieten

17

Tab. 6:

Verwendung des Sümpfungswassers im Wasserwirtschaftsjahr 2008

20

Tab. 7:

Zusammenfassung der Ergebnisse der Bewertung für die Ziel-2-Gebiete

30

Tab. 8:

Bilanz der nährstoffarmen Transekteinheiten im Buscher Bruch, Kompartiment Mühlenbach

34

Tab. 9:

Wiener-Filter-Ergebnisse für die WWJ 2007 bis 2009

36


Anhang

Jahresbericht 2009

Abbildungsverzeichnis Abb. 1:

Arbeitsfelder und Aufgaben des Monitorings (Monitoringkreis)

1

Abb. 2:

Betriebliche und wasserwirtschaftliche Entwicklung im Tagebau Garzweiler im Jahr 2009

6

Abb. 3:

Integriertes System zur Bewertung und zur Vorgehensweise im Rahmen des Monitorings Garzweiler II

9

Abb. 4:

Frühwarnsystem: Einfluss des Tagebaus auf die Grundwasserstände, Stand Oktober 2009

14

Abb. 5:

Frühwarnsystem: Einfluss des Tagebaus auf die Grundwasserstände, Stand Oktober 2008

15

Abb. 6:

Methodik I, Wiener-Filter-Verfahren

16

Abb. 7:

Methodik II, statistischer Test (Bárdossy)

16

Abb. 8:

Ausbreitung des Infiltrationswassers im Jahr 2008 (Gesamtübersicht)

18

Abb. 9:

Ausbreitung des Infiltrationswassers im Bereich Mühlenbach im Jahr 2008

19

Abb. 10:

Bewertung der Dauerquadrate in den Feuchtgebieten der Rurzuflüsse

22

Abb. 11:

Bewertung der Dauerquadrate in den Feuchtgebieten bei Mönchengladbach

23

Abb. 12:

Bewertung der Dauerquadrate in den Feuchtgebieten der Erftaue und der Rhein-Niederterrasse

24

Abb. 13:

Gleitender Mittelwert der Stör-/Feuchtezeigerauswertung – Transekt Doverener Bach 1 (Nord)

25

Abb. 14:

Gleitender Mittelwert der Stör-/Feuchtezeigerauswertung – Transekt Millicher Bach Schaufenberg 2 (Süd)

25

Abb. 15:

Torfmoosgesamtdeckung und gleitende Mittelwerte der Feuchte-/Störzeiger- und der Trophiezeigerauswertung in den Transekten des Buscher Bruchs

29

Abb. 16:

Sukzession nährstoffarmer Moorbirkenbrüche unter Nährstoff-/Basenzufuhr

32

Abb. 17:

Pflanzensoziologische Auswertung des Transektes Holtmühlenweiher 2000, 2004 und 2009

33

Abb. 18:

Lage der Pegel und Zielkarten

35

Abb. 19:

Direkteinleitung und Infiltrationsmenge im Schwalmquellgebiet

36

Abb. 20:

Wiener-Filter-Ergebnis für den Pegel Wegberg

37

Abb. 21

Entwicklung der Grundwasserbeschaffenheit in der Messstelle 805482 in MönchengladbachWetschewell

40

Abb. 22

Entwicklung der Rohwasserbeschaffenheit im Brunnen 3 der Wassergewinnungsanlage Wiedbusch

40

Abb. 23:

Prüfbericht für den in der A6-Maßnahme eingebauten Kalkstein

42

Abb. 24:

Symposium “10 Jahre Monitoring Garzweiler II”

44

53


Jahresbericht 2009

54

Anhang


Anhang

Jahresbericht 2009

Notizen

55


Monitoring Garzweiler II Herausgeber Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Naturund Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen Schwannstraße 3 40476 Düsseldorf Geschäftsstelle des Braunkohlenausschusses Bezirksregierung Köln Zeughausstraße 2 – 10 50667 Köln

Bearbeitung Entscheidungsgruppe Monitoring Garzweiler II ahu AG Wasser · Boden · Geomatik Kirberichshofer Weg 6 52066 Aachen

Druck Druckcenter Meckenheim Werner-von-Siemens-Sraße 13 53340 Meckenheim

Jahresbericht 2009


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