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BEZIRKSREGIERUNG KÖLN Braunkohlenausschuss Sachgebiet: Braunkohlenplan DrsNr.:

BKA 0581

Köln, 27.04.2011

VORLAGE für die 144. Sitzung des Braunkohlenausschusses am 30.05.2011

TOP 4:

Machbarkeitsstudie „Restsee Inden, Quantifizierung der nutzbaren Entnahmemengen aus der Rur und Bewertung ihrer Auswirkungen auf das Gewässersystem der Rur Beschleunigung der Befüllung -"

Berichterstatterin:

Frau Müller

Vorlage zur Kenntnisnahme


Erläuterung: In der Sitzung am 08.04.2011 wurde das wesentliche Ergebnis der Studie in knapper Form vorgestellt. Es wurde zugesichert, die Studie baldmöglichst den Mitgliedern zur Verfügung zu stellen, dies erfolgte per Mail am 13. April 2011.

Ausgangssituation: Bereits im Rahmen der Umweltverträglichkeitsprüfung zum Braunkohlenplanänderungsverfahren Inden II im Jahr 2006 wurde die Machbarkeit der Befüllung des Restsees mit Wasser aus der Rur untersucht. Im Ergebnis wurde die prinzipielle Machbarkeit der Rurwasserentnahme auch unter Umweltgesichtspunkten bestätigt. Je nach Entnahmevariante ergaben sich für den Restsee Befüllzeiten zwischen 30 und 40 Jahren. Im Erarbeitungsverfahren war bereits die Anregung zur schnelleren Befüllung von Beteiligten vorgetragen worden. Diese wurde durch die Zielformulierung in dem Kapitel 3.1.6.2 des Braunkohlenplanes Inden II berücksichtigt. „3.1.6.2 Seefüllung Ziel 1: Das Restloch ist in 30-40 Jahren - möglichst früher - mit Wasser vorwiegend aus der Rur bis zum Zielwasserstand zu füllen. Mit der Befüllung ist möglichst früh zu beginnen. Sie ist, soweit dies ohne nachteilige Auswirkungen auf Natur, Landschaft, Nutzungen Dritter etc. (s. Ziel 2) möglich ist, möglichst früh abzuschließen.“

Grundlagen der Untersuchung zur schnelleren Befüllung Für die nun durchgeführte Untersuchung wurden die einzelnen Szenarien aus der Studie 2006 weiterentwickelt. Dabei wurden als Rahmenparameter eine stärkere Ausnutzung des Mittelwasserabflusses der Rur ( Hoch- und Niedrigwasserwelle werden geschont), die Bereitstellung von jährlich 20 Mio. m³ aus der Tagebauentwässerung Hambach über einen Zeitraum von 10 Jahren sowie eine zusätzliche Industriewasserentnahme von 8 Mio. m³/a berücksichtigt. Die Ziele des Braunkohlenplans Inden II wurden bei der Untersuchung beachtet.


Fazit der Untersuchung

Im Ergebnis haben die Untersuchungen gezeigt, dass die Optimierungen sowohl unter hydrologischen, als auch unter ökologischen, gewässermorphologischen und limnologischen Aspekten machbar sind. Auf Basis dieser Modelluntersuchung ist eine Befülldauer des Restsees Inden von 20 bis 25 Jahren als realistisch anzusehen.

In der Sitzung werden Herr Dr. Lohr (SYDRO Consult GmbH) und Herr Dr. Koenzen (Planungsbüro Koenzen) die Details der Untersuchung präsentieren.

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