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myzug

mein zug, meine welt

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ART DE VIVRE Kunstmuseum Zug Museum Schlumpf

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Tranche von schottischem Wildlachs im Dampf gegart, grüne Feldspargeln, Tranche von schottischem Wildlachs Bramata Polenta, Kürbiskernenöl-Vinaigrette im Dampfvon gegart, grüne Feldspargeln, Tranche schottischem Wildlachs Bramata Polenta, Kürbiskernenöl-Vinaigrette im Dampf gegart, grüne Feldspargeln, *** Bramata Polenta, Kürbiskernenöl-Vinaigrette ***

Rezept für*** 8 Personen Rezept für 8 Personen Rezept für*** 8 Personen Zutaten

8 24 Zutaten 125 8g Zutaten 1/224l 125 81g 1/2241l 125 1g 1/21l 12 Esslöffel 60 1g 124 Esslöffel1 1 Esslöffel 60 1g 1214 Esslöffel 60 g 21 Esslöffel 14 Esslöffel 421 Esslöffel 1 Esslöffel 24 Esslöffel 4 Esslöffel 2

23.03.2012

*** Tranchen von schottischem Wildlachs à 60 g *** mittelgrosse grüne Spargeln geschält Bramata-Polenta grob Tranchen von schottischem Wildlachs à 60 g Milch mittelgrosse grüne Spargeln geschält Tranchen von schottischem Wildlachs à 60 g Lorbeerblatt Bramata-Polenta grob mittelgrosse grüne Spargeln geschält Nelke Milch Bramata-Polenta grob kleiner Bund Schnittlauch Lorbeerblatt Milch Kürbiskernenöl Nelke Lorbeerblatt Kürbiskernen zum Garnieren kleiner Bund Schnittlauch Nelke Balsamicoessig Kürbiskernenöl kleiner Bund Schnittlauch gehackte Schalotten Kürbiskernen zum Garnieren Kürbiskernenöl Petersilie Balsamicoessig Kürbiskernen zum Garnieren Tomatenwürfeli gehackte Schalotten Balsamicoessig Salz, Pfeffer Petersilie gehackte Schalotten Schlagrahm Tomatenwürfeli Petersilie Salz, Pfeffer Tomatenwürfeli Schlagrahm Salz, Pfeffer Schlagrahm Copyright by Stefan Meier, Gasthaus Rathauskeller, Zug

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Zubereitung

Auf einem gebutterten Ofenblech die Lachstranchen legen. Diese werden zur gegebenen Zeit bei 85° während 2 ½ Std. in einem Combi-Steam gedämft. Die grünen Spargeln im Salzwasser knackig kochen, abkühlen. 5 cm lange Spitzen schneiden. Mit dem Rest ein Ragoût schneiden. Auch diese werden schön geordnet auf einem Ofenblech vorbereitet und zur Zeit im Combi-Steam regeneriert.

Zubereitung

Anrichten

Anrichten

23.03.2012 myzug 02.12

Die Milch aufkochen, salzen, pfeffern. Die Nelke und das Lorberblatt beigeben. kochenden Milch das beimengen und Auf einemDer gebutterten Ofenblech diePolentamehl Lachstranchen legen. Diese nochmals imwährend Ofen bei2190° eine werden zuraufkochen. gegebenenZugedeckt Zeit bei 85° ½ Std. inhalbe einemStunde garen lassen, herausnehmen und mit 4 Esslöffel geschlagener Sahne Combi-Steam gedämft. verfeinern. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Bereithalten. Die grünen Spargeln im Salzwasser knackig kochen, abkühlen. Essig, Schalotten, Petersilie, Tomatenwürfeli, Salz 5Kürbiskernenöl, cm lange Spitzen schneiden. Mit dem Rest ein Ragoût schneiden. und Pfeffer miteinander vermengen. Die Vinaigrette sollte kurz vor Auch diese werden schön geordnet auf einem Ofenblech vorbereitet Gebrauch zubereitet werden, daregeneriert. die Kräuter und Schalotten oxidieren und zur Zeit im Combi-Steam und zu einem unangenehmen Geschmack führen. Die Milch aufkochen, salzen, pfeffern. Die Nelke und das Lorberblatt beigeben. Der kochenden Milch das Polentamehl beimengen und Mit einemaufkochen. GlacélöffelZugedeckt die Polentaim in Ofen die Mitte des Tellers platzieren. nochmals bei 190° eine halbe Stunde Der imlassen, Dampf gegarte Lachsund darauflegen. Ringsgeschlagener um die grünen garen herausnehmen mit 4 Esslöffel Sahne Spargeln mitMit dem anrichten. Mit dem Schnittlauch verfeinern. SalzRagoût und Pfeffer abschmecken. Bereithalten.und den Kürbiskernen garnieren. Am Schluss mit der Vinaigrette beträufeln. Kürbiskernenöl, Essig, Schalotten, Petersilie, Tomatenwürfeli, Salz und Pfeffer miteinander vermengen. Die Vinaigrette sollte kurz vor Gebrauch zubereitet werden, da die Kräuter und Schalotten oxidieren und zu einem unangenehmen Geschmack führen. Mit einem Glacélöffel die Polenta in die Mitte des Tellers platzieren. Der im Dampf gegarte Lachs darauflegen. Rings um die grünen Spargeln mit dem Ragoût anrichten. Mit dem Schnittlauch und den Kürbiskernen garnieren. Am Schluss mit der Vinaigrette beträufeln.

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zuger autoren

Buchtipp Wer ist Koni Bärtschi? Meistens steht er unscheinbar vor dem Ladenkorpus, sieht sich ausgiebig die zum Kauf angebotenen Produkte an – wie der Kunstkenner im Museum die Bilder und Skulpturen – oder er sitzt unauffällig ganz hinten im Café, geniesst einen Eisbecher, freut sich an einem Stück Torte, trinkt eine hausgemachte, heisse Schokolade oder was sich sonst noch gerade anbietet, liest konzentriert in der Zeitung, beobachtet zwischendurch die Gäste, Kunden, die Mitarbeitenden oder das Geschäftsehepaar – und macht Notizen. Koni Bärtschi vertreibt sich die Zeit in gemütlichen Cafés, Konditoreien, Bäckereien und Confiserien. Das macht er aus beruflichen Gründen, oder besser, aus berufenem Grunde.

Der gelernte Bäcker-KonditorConfiseur hat sein früheres Hobby zum Beruf gemacht. Er schreibt über das, was seine Berufskolleginnen und -kollegen so alles auf die Beine stellen. Koni Bärtschi ist ein Gastrokritiker für seine Branche. Nein, er ist der Kritiker für seine Branche. Jede Woche erlebt er Interessantes, Aufschlussreiches, Neuartiges und vor allem Komisches. Keine Patisserie, kein Nussgipfel, keine Brotkreation, keine Verkaufsszene, kein Stammtischgespräch, keine hübsche Verkäuferin, kein amüsantes Intermezzo, über das sich nicht zu schreiben lohnt. So entstehen Koni Bärtschis Kolumnen, die wöchentlich im «Panissimo», der Schweizer Verbandszeitung für Bäckerei, Konditorei und Confiserie erscheinen.

Koni Bärtschi Kaffeeklatsch 1 Humoristische Kolumnen von Thomas Brändle Hardcover, 64 Seiten Miniformat 8,5 x 13 cm ISBN 978-3-905910-13-1 CHF 12.90, Euro 8.60 Wolfbach Verlag Zürich Das vorliegende Minibändchen ist die erste Sammlung in einer geplanten Serie der humoristischen Kurzgeschichten von Thomas Brändle alias Koni Bärtschi.

Thomas Brändle, geboren am 15. November 1969, lebt und arbeitet am Ägerisee im Kanton Zug, Schweiz. Er hat ursprünglich den Beruf des BäckerKonditor-Confiseurs erlernt. Er bildete viele Lehrlinge aus und leitete mehrere Jahre die Café-Konditorei Brändle in Unterägeri. Arbeits- und Studienaufenthalte sowie ausgedehnte private Reisen führten ihn immer wieder ins nahe und ferne Ausland. Er ist Kantonsrat in Zug und bäckt seit einigen Jahren humoristische Kurzgeschichten, Romane, Kolumnen und Theaterstücke. Mit seinem sehr eigenen Blick auf die Menschen und Dinge sieht er immer auch das Groteske und Absurde des jeweiligen Augenblicks. Im Herbst 2009 erschien im Wolfbach Verlag mit «Armaturen aus Plastik» sein mittlerweile viertes Buch, eine Sammlung von 27 thematisch unterschiedlichsten Satiren. Aufmerksamkeit im In- und Ausland erregte sein ebenfalls bei Wolfbach erschienene Kriminalroman «Das Geheimnis von Montreux», der durch die jüngsten Entwicklungen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zur Realsatire avancierte. Die Schweizer Tageszeitung Blick titelte ganzseitig: «Bäcker schlauer als Banker.» www.thomas-braendle.ch

Erhältlich in Cafés, Bäckereien, Konditoreien und im Buchhandel

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Kaffeeklatsch mit Koni Bärtschi  Rettungspaket



Bärtschi wundert sich. Vor der Bäckerei steht ein Rolls-Royce-Kombi mit der  Aufschrift «Frisch vom Beck isch immer `sBescht», in der Garageneinfahrt ein Ferrari, beschriftet mit demselben Slogan. Seltsam, denkt sich Bärtschi. Unlängst machte das Gerücht die Runde, dass der Betrieb wohl bald eingehen würde. Liquiditätsprobleme. Im Laden fragt er nach Kürbistörtchen. Die seien ausgegangen, aber man habe noch Lachsquiche mit Kaviar garniert, entgegnet die Verkäuferin. Tragen die etwa Dolce&GabbanaKostüme?, geht es Bärtschi durch den Kopf, als er die Uniform der Verkäuferinnen begutachtet. «Haben Sie vielleicht was mit Salami oder Thon?», wiegelt Bärtschi ab. Das habe man auch nicht, dafür aber Parmaschinken mit Fleisch von Schweinen, die einen Stammbaum bis ins 17. Jahrhundert vorweisen können. Canapés mit Shrimps aus der privaten Zucht des thailändischen Königs seien auch noch da, erklärt die tadellos geschminkte Verkäuferin gespielt freundlich. «Wo ist denn die Frieda, die hier bedient hat?» «Die hat gekündigt. Passte nicht mehr ins Sortiment», antwortet sie schnippisch. Als Bärtschi mit seinem teuren Zvieri wieder vor der Türe steht, schüttelt er nur den Kopf. Er wird einige Tage später erfahren, dass der Bäckermeister ein paar Freunde im Parlament hat, die ihm ein Rettungspaket der Nationalbank geschnürt haben, ohne Auflagen.

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editorial

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Wer ist Koni Bärtschi

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Rudolf Maeglin – Farbarbeiter Werke aus der Sammlung

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Polizeirapport

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Holzmöbel und Accessoires mal anders

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15 bon+ myzug.ch das Magazin für Zug Herausgeber: mediazug, Flurstr. 20, 6332 Hagendorn. Herausgeber: michelle kiener, www.typoallee.ch Nachdruck nur mit schriftlicher Genehmigung der Redaktion und genauer Quellenangabe © myzug gestattet. Für unverlangtes Material wird keine Verantwortung

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übernommen redaktion@myzug.ch

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kultur

Rudolf Maeglin – Farbarbeiter Werke aus der Sammlung

Kunsthaus Zug, 17. März – 20. Mai 2012

Rudolf Maeglin, Baustelle Ciba, 1938, Öl auf Leinwand, Helvetia Versicherungen Schweiz

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kultur

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kultur

Fortsetzung Das Kunsthaus Zug zeigt in einer monografischen Ausstellung das Œuvre des weitgehend vergessenen Basler Künstlers Rudolf Maeglin (1892–1971). Die Ausstellung umfasst rund 150 Werke aus seiner gesamten Schaffenszeit sowie Dokumentationsmaterial aus öffentlichem und privatem Besitz. Bilder von Arbeitern und Baustellen stehen im Zentrum der Ausstellung. Sie werden durch treffende Porträtzeichnungen sowie Holzschnitte, frühe Aquarelle und Zeichnungen ergänzt und laden zur Wiederentdeckung eines ungewöhnlichen Schweizer Künstlers ein. Erste Werkschau in einem Museum Das Kunsthaus Zug zeigt als erstes Museum eine Einzelausstellung mit Werken Rudolf Maeglins und gibt damit einen Überblick über das eindrückliche und eigenwillige Schaffen dieses Künstlers, der eine Würdigung über die Kantonsgrenzen hinaus verdient. Die Präsentation steht in der Reihe von Ausstellungen, bei denen sich das Kunsthaus Zug für Schweizer Künstler stark macht, die bisher wenig Beachtung fanden oder zu Unrecht vergessen gingen. Vom Arzt zum Arbeiter Rudolf Maeglin stammte aus gutbürgerlichem Hause und erlangte 1918 das Staatsexamen in Medizin. Nach kurzer Zeit als Assistenzarzt entschloss er sich, künftig als Arbeiter unter Arbeitern zu leben und sich der Malerei zu widmen. 1933 war Maeglin Gründungsmitglied der Basler Künstlervereinigung «Gruppe 33». In seinen Bildern hielt er als genauer Beobachter den industriellen Aufbruch fest und dokumentierte äusserst präzise das Leben der Arbeiter in den Fabriken

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Rudolf Maeglin, Brückenbau, 1932-1935, Öl auf Leinwand, Kunstmuseum Basel, Ankauf 1960 © Kunstmuseum Basel, Martin P. Bühler und auf den Baustellen. Maeglin kannte dieses Umfeld selber bestens, arbeitete er doch nach seiner Rückkehr von seinen Wanderjahren, in denen er Italien und Spanien bereiste, sich in der Bretagne auf die Spuren Paul Gauguins begab und in Paris Kurse an den Akademien besuchte, 1927 als Handlanger und Hilfsarbeiter, ehe er ab 1936 als freier Maler auf den Broterwerb auf dem Bau und in der chemischen Industrie verzichten konnte. Maeglin sprach deshalb auch stets von Erlebnismalerei. Intensive Farben und Strukturen Maeglins Bilder zeichnen sich durch eine intensive Farbigkeit aus und sind oft nicht mit Licht, sondern einzig mit der unterschiedlichen Intensität und Helligkeit der Farben moduliert. Zuweilen wirken Maeglins Bilder ein wenig ungelenk, oft bedingt durch den betont symmetrischen Bildaufbau oder eine verzogene Perspektive. Rohre, Gerüste, Krane

strukturieren die Bildfläche. Passend zu den Sujets wählt Maeglin bewusst eine sehr einfache Malweise. Speziell in der Technik des Holzschnittes kommt Maeglin das grobe, flächige Schneiden entgegen. Mehr als Zeitzeugen Maeglins Bilder dokumentieren die städtebauliche und industrielle Entwicklung in Basel, wie sie sich in der ganzen Schweiz vergleichbar vollzog und doch nur von ganz wenigen Künstlern aufgegriffen und malerisch über Jahre hinweg weiterverfolgt wurde. Dennoch sind seine Bilder weit mehr als Dokumente des Auf- und Umbruchs. Es gelang ihm, den Arbeiter seiner Zeit in seiner Einfachheit und Stärke zu porträtieren, ohne sentimental, monumental oder propagandistisch zu sein. Es sind Holzschnitte und Porträts entstanden, die vom Format und Inhalt gerade auch für den Arbeiter als Käufer gedacht gewesen wären. myzug 02.12


news

Polizeirapport Steinhausen: Raubüberfall am Bahnhof aufgeklärt Die Zuger Polizei und die Staatsanwaltschaft des Kantons Zug haben zwei Männer ermittelt, die im Januar 2012 in Steinhausen eine Frau beraubt hatten. Die mutmasslichen Täter sitzen in Untersuchungshaft. Nach dem Raub auf eine Passantin beim Bahnhof Steinhausen am 20. Januar 2012 liessen die Zuger Strafverfolgungsbehörden verschiedene Videoaufnahmen durch die SBB sicherstellen. Deren Auswertung führte zur Festnahme eines 26-jährigen Algeriers. Befragungen und Nachforschungen brachten die Ermittler wenig später zu dessen Komplizen und Landsmann (18). Marcel Schlatter, Mediensprecher der Zuger Strafverfolgungsbehörden weiter lesen... http://myzug.ch/?p=2114

Hünenberg: Drei Verletzte bei Verkehrsunfall Bei der Gewerbezone Bösch ist es am Freitagmittag (23. März 2012) zu einem wuchtigen Zusammenstoss zwischen zwei Autos gekommen. Ein 37-jähriger Automobilist wollte kurz nach 12 Uhr die Holzhäusernstrasse beim Bösch überqueren. Er übersah dabei eine aus Hünenberg kommende 77-jährige Autofahrerin. Es kam zu einem heftigen seitlich-frontalen Aufprall.

Marcel Schlatter, Mediensprecher der Zuger Strafverfolgungsbehörden weiter lesen... http://myzug.ch/?p=2132

Baar: Mit Betäubungsmittel unterwegs Mehrere Dutzend Ecstasypillen sichergestellt. In der Nacht auf Freitag (23. März 2012) fiel einer Patrouille der Zuger Polizei kurz vor 02.30 Uhr ein sehr langsam fahrendes Auto auf der Südstrasse in Baar auf. Ein durchgeführter Drogenschnelltest beim 25-jährigen Lenker zeigte positiv auf Amphetamine an. Bei der anschliessenden Kontrolle des Fahrzeuges kamen unter anderem mehrere Dutzend Ecstasypillen zum Vorschein. Der 26-jährige Beifahrer und mutmassliche Besitzer der illegalen Substanzen wurde festgenommen. Beim Lenker wurde im Spital eine Blut- und Urinprobe angeordnet. Er musste seinen Führerausweis auf der Stelle abgeben. weiter lesen... http://myzug.ch/?p=2116

Bild: Zuger Polizei myzug 02.12

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lifestyle 10

Holzmรถbel und

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Man nehme seine Lieblingsholzsorte, zerkleinere diese in ganz kleine Stückchen, vermische sie mit einem natürlichen Bindemittel und rühre die Mischung ordentlich durch. Die Masse anschliessend über ein Spritzgerät auf eine aufblasbare Form seiner Wahl auftragen, dann mit einer Vakuumfolie bedecken, luftdicht verschliessen, das ganze einem Unterdruck aussetzen und so aushärten lassen. Ganz so einfach ist es natürlich nicht. Und doch können mit diesem neuen revolutionären Verfahren, das als Organoides®-Verfahren bezeichnet wird, nun aus Naturfasern verschiedenste Möbel, dekorative Accessoires wie zum Beispiel Obstschalen oder auch viel grössere Objekte bis hin zu vollständigen Ausstellungsständen für Messen hergestellt werden. Was bisher nicht möglich war, wird

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nun Realität: Mit dem Werkstoff Holz auch gerundete, geschwungene, frei geformte Gegenstände und Objekte herzustellen. Für die zudem noch dazu nachwachsende Rohstoffe verwendet werden werden und die bei Bedarf zu 100 % biologisch abbaubar sind. Zusätzlich zu Holz können mit dieser Technologie, die von Martin Jehart und Christoph Egger in den Tiroler Alpen entwickelt wurde, auch viele andere Naturfasern verwendet werden. Wie wäre es mit einer Schale aus Schilf? Oder mit einer Oberflächenbeschichtung aus Brennnesseln, Stroh oder Ihrem Lieblingskräutertee? Der Fantasie sind (fast) keine Grenzen gesetzt. Objekte in grösseren Stückzahlen können ebenso realisiert werden wie individuelle Einzelanfertigungen.

Ökologisches, nachhaltiges Bauen und Einrichten ist für immer mehr Menschen ein wichtiges Thema. Mit dem Organoiden®-Verfahren kommt man diesem Ziel einen grossen Schritt näher. Brigitte Bohler, Inhaberin der suonix group GmbH, die Organoid Technologies in der Schweiz repräsentiert: «Nicht nur, dass verschiedenste Naturfasern für unterschiedlichste Objekte verarbeitet werden. Es ist die Möglichkeit, Nachhaltigkeit mit Style und Design zu verbinden, die mich besonders begeistert.»

lifestyle

Accessoires mal anders

Weitere Informationen sind erhältlich bei: Brigitte Bohler suonix group GmbH Oberdorf 6, CH-5040 Schöftland brigitte.bohler@suonix.com www.suonix.com www.organoids.com

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CitĂŠ de Automobile Collection Schlumpf

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ausflugtipp agenda

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ausflugtipp

Fortsetzung 1957 HKD, eine Textilfabrik Im Jahr 1957 übernehmen die Brüder Schlumpf die Textilfabrik HKD (Heilmann, Koechlin & Desaulles), eine traditionsreiche Wollspinnerei in Mülhausen. Zwischen 1961 und 1963 kauft Fritz Schlumpf heimlich eine grosse Anzahl klassischer Automobile. Um diese Käufe unbemerkt tätigen zu können, setzt er zahlreiche «Strohmänner» in Frankreich, in der Schweiz, in England, in Italien, in Deutschland und in den Vereinigten Staaten ein. Einige dieser Kontakte erweisen sich als besonders ergiebig: 13 von ihnen verschaffen ihm die Hälfte seiner Sammlung, d.h. mehr als 200 Autos. Unter ihnen auch M. Rafaelli, Renault-Vertragshändler und Eigentümer von mehreren Bugattis, den Fritz Schlumpf zu seinem Kaufberater macht. Diese Zusammenarbeit währt mehrere Jahre lang. Der reiche Industrielle kauft ohne Unterlass europäische Autos der Glanzzeit; amerikanische Modelle lehnt er jedoch ab. 1966 das «Musée Schlumpf» Im Jahr 1966, beginnen die Arbeiten zur Präsentation der Samm-

lung. Das Ziel von Fritz Schlumpf lautet nunmehr dem Publikum die einzigartige Kollektion zugänglich zu machen, die er binnen weniger Jahre zusammengetragen hat. Er lässt einen Teil der Lagerhallen der Textilfabrik zum «Musée Schlumpf» umbauen. Diese umfangreichen Arbeiten nehmen mehrere Jahre in Anspruch. Alle Zwischenwände, die die unterschiedlichen Produktionsbereiche in der grossen Sheddachhalle voneinander getrennt haben, werden eingerissen. Diese neue Ausstellungshalle von 17 000 m² in Form eines einzigen Raums wird in 23 «Viertel» eingeteilt, in denen jeweils 10 bis 20 Autos präsentiert werden. Die Viertel werden von breiten gekachelten Alleen umrandet und tragen Namen wie «Avenue Carl Schlumpf», «Avenue Jeanne Schlumpf», «Rue Royale»… An den Aussenseiten werden verschiedene Werkstattbereiche eingerichtet. Gleichzeitig schreiten die Restaurierungsarbeiten an den Oldtimern zügig voran. Hierbei ist die Unterstützung von 7 Mechanikergehilfen, 2 Sattlern, 2 Spenglern, 1 Spenglergehilfen und 5 Lackierern gefragt. Auf diese Weise hat

Fritz Schlumpf innerhalb von 10 Jahren etwa 12 Millionen Francs für den Kauf und die Präsentation seiner Sammlung ausgegeben. Am 28. Juni 1976 befindet die Textilindustrie sich in der Krise und die Arbeiter streiken. Die Gewerkschaften prangern den «Mangel an Verständigung» und die «Gesetzesumgehung» der zwei Industriellen an. Die Brüder Schlumpf versuchen ihre Fabriken für einen symbolischen Franc zu verkaufen. Als jedoch keine Angebote eingehen, treten sie von ihren Firmenposten zurück und fliehen nach Basel. Sie kehren nie wieder nach Frankreich zurück.

Ende des Jahres 1976 werden die 20 noch in der HKC-Fabrik verbliebenen Arbeiter entlassen und die Türen der Fabrik versiegelt. Danach beginnt ein langer Rechtsstreit zwischen den Brüdern Schlumpf und ihren Gläubigern. 2006 Die Cité de l’Automobile – Musée national – Collection Schlumpf Im Juli 2006, weiht Culturespaces die neuen, vom Architektenbüro Studio Milou Architecture entworfenen Bereiche ein. Bei diesen Bereichen handelt es sich um den Museumseingang (Vorplatz, Fussgängerüberführung, Atrium und Bilderwand) sowie um die drei

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Fabrikhof führt, verleiht dem Museum eine einzigartige Form. Das Musée national de l’Automobile wird zur Cité de l’Automobile – Musée national – Collection Schlumpf. www.collection-schlumpf.com Text und Bild wurden uns freundlicherweise von Citè de Automobile zur Verfügung gestellt.

Öffnungszeiten Das Museum ist ganzjährig sieben Tage die Woche von 10 –17 Uhr geöffnet. Eintrittspreis Einzelpreis € 11.– ermässigter Tarif € 8.50 Anreise zur Cité de l’Automobile Besuchereingang und Parkplatz 15 rue de l’épée 68 100 Mulhouse Fahrzeit ab Zug ca. 80 Minuten mit dem Auto

ausflugtipp | bon+

Ausstellungsbereiche am Ende des Rundgangs. Das Hauptziel dieses Projekts ist der Wandel von einer Sammlung in einem Schrein hin zu einem Museum, das sich für die Aussenwelt öffnet, sodass Automobilbegeisterte genauso wie neugierige Laien das insgesamt 4 Hektar grosse Gelände der ehemaligen Wollspinnerei erkunden können. Auf diese Weise möchten die Planer das aussergewöhnliche architektonische Erbe der alten Fabrik zur Geltung bringen. Der neue Rundgang, der durch Gebäude aus verschiedenen Stilepochen (1880 –1930) und über den

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