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2013/2014

WORKSHOP-KATALOG


Mit besonderem Dank an unsere Partnerinnen und Partner Institutionen Afro-Asiatisches Institut Amigos do Brasil Chiala – Verein zur Förderung von Kultur, Diversität u. Entwicklung ETC – Verein Europäisches Trainings- und Forschungszentrum für Menschenrechte und Demokratie Graz Interkultureller Frauenverein Dschanuub Friedensbüro Graz ISOP GmbH Jugendkulturzentrum Explosiv Kelef & Ber kija Steiermark Verein LOGO ESO-INFO Megaphon Pbp Akademie Salsalemon Verein Jugend-Literatur-Werkstatt XENOS – Verein zur Förderung soziokultureller Vielfalt

ReferentInnen a

Mag. Bartl Peter, Mag. Bassin Heidi Mag. Cebrat Rainer, Chang Erg Escobar-Pukara Carlos, Emiohe Maxwell Mag. Hainzl Joachim, Mag. Harvey Pramodchandra Mou Poh à Hom Kamdem Emmanuel Lackner Josef a Mag. Klein Andrea, Mikusch Alex Mag. Mayer Paul, Molnar Rene, Mr. Move it! a Mag. Neureiter-Pühringer Brigitte, Mag. Neureiter Hansjörg Ogiamien Samson, Ohenhen Fred, Ohrt Martin Philipp Simone MA Rosenkranz Harald a Sadr Kathera, Salazar Leonel Monzón, Mag. Schmiedl Barbara Dr. Schweidlenka Roman, Siva da Conceição Mirela, Mag. Stangl Franz a Dr. Starl Klaus, Mag. Stocker Alexandra, Strasser Elisabeth Tockner Thomas, Webhofer Peter a Mag. Zurl-Zotter Elisabeth

FördergeberInnen der ARGE Land Steiermark:: Soziales und Arbeit, Bildung, Jugend Stadt Graz: Stadtschulamt, Jugend und Familie, Integrationsreferat Stadt Bruck an der Mur Sozialhilfeverbände Bruck an der Mur, Leoben, Mürzzuschlag Österreichische Gesellschaft für politische Bildung

Impressum: ARGE Jugend gegen Gewalt und Rassismus; Karmeliterplatz 2, 8010 Graz; Tel: 0316/90370-100; Fax: 0316/90370-105; e-mail: graz@argejugend.at; Grabenfeldstraße 12a, 8600 Bruck an der Mur, Tel.: 03862/57380, e-mail: bruck@argejugend.at www.argejugend.at; F.d.I.v.: Mag. Christian Ehetreiber Lektorat: Mag. Martina Mauthner-Tarkusch und Bettina Renzler, MA

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Kontinuität und Innovation Der ARGE-Workshopkatalog als vielfältiges und vernetztes Angebot zur Gewaltprävention, Menschenrechtsarbeit und soziokulturellen Vielfalt

Liebe Jugendliche, sehr geehrte LehrerInnen, liebe Eltern, liebe Jugend-, Bildungs-, Sozial- und KulturarbeiterInnen! Sehr geehrte VertreterInnen der Jugend- und Gemeindepolitik! Liebe ProjektpartnerInnen! Steiermarkweit maßgeschneiderte Angebote Mit der aktuellen Auflage stellen wir ein umfassendes und maßgeschneidertes Bildungs- und Projektangebot für die Gewaltprävention, Menschenrechtsarbeit und soziokulturelle Vielfalt zur Verfügung. Sämtliche Module des Katalogs können von steirischen Schulen, Gemeinden, Bildungs- und Jugendeinrichtungen wie auch von sämtlichen anderen Institutionen, die mit der Zielgruppe Jugend arbeiten, gebucht werden. Die Module unseres ARGEWorkshopkatalogs sind insofern maßgeschneiderte Produkte, als sie keine Stangenware sind, sondern von unseren AuftraggeberInnen in Schulen, Jugendzentren oder Gemeinden mitgestaltet werden können und sollen. Setzen Sie bitte auf Jugendbeteiligung! Im Sinne unseres durchgängigen Projektmottos „Von Jugendlichen für Jugendliche“ appellieren wir an LehrerInnen und MultiplikatorInnen der Jugendarbeit, Jugendliche die Auswahl des bevorzugten Moduls selbst durchführen zu lassen, Jugendliche aktiv in die Planung, Durchführung und Dokumentation der Antirassismusarbeit einzubeziehen und Jugendliche als federführende AkteurInnen, nicht als passive WissenskonsumentInnen, zu betrachten. Wir erachten die aktive Einbeziehung von Jugendlichen bei der Auswahl der Module als nicht zu unterschreitenden Qualitätsstandard und nehmen keine Aufträge entgegen, bei denen Erwachsene für Jugendliche die Auswahl der Module vornehmen. Auswahl durch Bepunktung mehrerer Module zu einem Thema Bei der Auswahl hat sich in der Vergangenheit die klassische Bepunktungsmethode bewährt. Die Jugendlichen können dabei im Dialog mit den MultiplikatorInnen (LehrerInnen) die einzelnen Module präsentieren, besprechen und im Anschluss daran eine Bepunktung vornehmen, sodass das Modul mit den meisten Punkten von den Jugendlichen beauftragt wird. Die erfreuliche Quantität des Angebots erlaubt freilich nicht jedes Mal eine Auswahl aus dem gesamten ARGE-Workshopkatalog. Wir empfehlen jedoch, zumindest die jeweiligen Kapitel zur Auswahl oder zumindest mehrere Workshops vorzulegen, welche zum jeweiligen Bildungsschwerpunkt der Auftraggeberin bzw. des Auftraggebers optimal dazupassen.

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Qualitätskriterien Der vorliegende ARGE-Workshopkatalog ist österreichweit ein einzigartiges Produkt der Gewaltprävention und Antirassismusarbeit. Die Qualitätssicherung legt dabei besonderen Wert auf die nachfolgenden Kriterien: Durchführung einer präzisen Auftragsabklärung zwischen dem/der AuftraggeberIn und der ARGE Jugend gegen Gewalt und Rassismus: Was soll mit dem jeweiligen Workshop für wen konkret erreicht werden? Sicherstellung der Jugendbeteiligung in der Auswahl und Durchführung des jeweiligen Moduls: Wie haben Sie ihre Jugendlichen bei der Auswahl des Workshops einbezogen? Gewährleistung einer termingetreuen Durchführung des jeweiligen Angebotes. Evaluierung der Module durch Fragebogenerhebung nach dem jeweiligen Workshop. Durchführung von zwei protokollierten ReferentInnentreffen pro Jahr auf Einladung der ARGE Jugend. Führen eines kontinuierlichen Qualitätsdialoges mit den AuftraggeberInnen. Ausdifferenzierung und kontinuierliche Weiterentwicklung der Module im Dialog mit unseren Partnereinrichtungen. Empowerment der gesellschaftlichen Mitte für eine andere Welt Der ARGE-Workshopkatalog ist somit das „Herzstück“ der ARGE Beratungsstelle für die Gewaltpräventions- und Antirassismusarbeit in der schulischen und außerschulischen Jugendund Bildungsarbeit, aber auch in der Arbeit mit MultiplikatorInnen auf Gemeindeebene, welche die Themen „Menschenrechte und Demokratie“ sowie alle anderen europäischen Leitwerte nachhaltig verankern bzw. vertiefen wollen. In Übereinstimmung mit einschlägigen Ergebnissen der Antirassismusarbeit richtet sich der gesamte ARGE-Workshopkatalog ausdrücklich an die „gesellschaftliche Mitte“, nicht nur an die „Ränder der Gesellschaft“, wo Rassismus, Rechtsextremismus oder Gewalt zuallererst sichtbar ins Bewusstsein treten. Die Dienstleistungspalette der ARGE Der ARGE-Workshopkatalog bildet die „Hardware“ eines umfassenden Bildungs-, Beratungsund Projektangebotes der ARGE Jugend gegen Gewalt und Rassismus. Sie können dabei auf folgende Angebote steiermarkweit zugreifen: Persönliche Informations- und Beratungsgespräche nach vorheriger telefonischer Terminvereinbarung in Graz und Bruck an der Mur: Wir wollen mit Ihnen das jeweilige Thema genau abklären, um punktgenaue Strategien mit Ihnen entwickeln zu können. Nutzung von einschlägigen Informations-, Lern- und Arbeitsmaterialien zu den Themen „Aggression und Gewalt“ sowie „Flucht, Migration und Rassismus“. An diesem Punkt sei ganz besonders auf unsere themenbezogenen „Materialmappen“ für den Unterricht und für die außerschulische Jugendarbeit verwiesen. Workshopeinsätze und Seminare auf der Grundlage des vorliegenden ARGEWorkshopkataloges. Beratung bei der Entwicklung und Umsetzung eines längerfristigen Schul- oder Gemeindeprojektes zur Gewaltprävention und Antirassismusarbeit sowie auch zur zeitgeschichtlichen Erinnerungs- und Gedenkarbeit.

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Nähere Informationen zu allen ARGE-Angeboten erhalten Sie unter 0316/90370-100 oder 03862/57380. Wir weisen an diesem Punkt auch darauf hin, dass der vorliegende ARGEWorkshopkatalog als Download unter www.argejugend.at kostenlos zur Verfügung steht. Kostenpunkt Wir verrechnen pro Unterreichtseinheit 50€ plus eine einmalige Organisationspauschale von 50€ pro Buchung, unabhängig davon, wie viele Workshops von Ihnen gebucht werden. Die erste Beratungsstunde sowie steiermarkweite Fahrtkosten der ReferentInnen werden von der ARGE Jugend übernommen. Der österreichweit einzigartige ARGE-Workshopkatalog ist ohne den vorausschauenden Einsatz unserer FördergeberInnen und PartnerInneneinrichtungen nicht realisierbar, wofür folgenden PartnerInnen ganz herzlich zu danken ist: HauptfördergeberInnen Land Steiermark, Bildung und Gesellschaft, Fachabteilung für Gesellschaft und Diversität Land Steiermark, Soziales ProjektfördergeberInnen und Kofinanziers Stadt Graz, Integrationsreferat im Bürgermeisteramt Stadt Graz, Amt für Jugend und Familie Stadt Graz, Stadtschulamt Stadtgemeinde Bruck an der Mur Sozialhilfeverbände Bruck an der Mur, Leoben und Mürzzuschlag Wir hoffen abschließend, Ihnen mit dem ARGE-Workshopkatalog ein Instrument zur Verfügung gestellt zu haben, mit welchem wir Ihre Bemühungen im Umgang mit Gewalt, Menschenrechten und soziokultureller Vielfalt fachlich ergänzen und vertiefen können.

Ihr/e Mag. Christian Ehetreiber GF-Obmann der ARGE Jugend gegen Gewalt und Rassismus Mag.a Bettina Ramp Leiterin derARGE Jugend-Servicestelle Graz Mag.a Martina Mauthner-Tarkusch Leiterin der ARGE Jugend-Regionalstelle Obersteiermark

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ARGE-Workshopkatalog

INHALTSVERZEICHNIS 1.

Kreative Formen des Miteinanders .............................................................................. 8 1.1 Anderssein – Schreibwerkstatt .......................................................................................... 9 1.2 Platz für Träume – sich schreibend näher kommen ........................................................ 10 1.3 Skulpturenworkshop ........................................................................................................ 11

2.

Persönlichkeitsentwicklung ........................................................................................12 2.1 Outdooraktivitäten – Persönlichkeitsentwicklung mit Spaß und Bewegung .................. 13 2.2 Starke Frauen, schöne Männer ........................................................................................ 14 2.3 Wilde Hilde – zahme Dame – Wie möchte ich als Frau sein? .......................................... 15 2.4 Clever, Smart & Cool – Männlich? ................................................................................... 16 2.5 Weil ich ein Mädchen bin (Teil I) ...................................................................................... 17 2.6 Weil ich ein Mädchen bin (Teil II) ..................................................................................... 18 2.7 Wann ist ein Mann ein Mann? (Teil I) .............................................................................. 19 2.8 Wann ist ein Mann ein Mann? (Teil II) ............................................................................. 20 2.9 Alles Porno!? .................................................................................................................... 21 2.10 Schutz vor sexuellen Übergriffen – Aufklärung und Selbstermächtigung ..................... 22 2.11 Check you out – Ein Abstecher in neue Persönlichkeitsgalaxien ................................... 23 2.12 ...nur zum BeiSPIEL – Bewegungs- und Gruppenspiele................................................. 24 2.13 Zaubern gegen Lampenfieber ........................................................................................ 25 2.14 Schulstress? Nein danke! Stressmanagement-Tricks.................................................... 26 2.15 Superhirn – leichter lernen und spielend merken ......................................................... 27 2.16 Hip Hop Hooray und AfroJive für Jugendliche und Kinder............................................. 28 2.17 Putz dir nur die Zähne, die du behalten möchtest… ...................................................... 29 2.11 Schwarz & Weiß & Orange – Jugendliche als MegaphonverkäuferInnen ..................... 30 2.12 Argumentationstraining gegen Stammtischparolen ...................................................... 31 2.13 „Hätt‘ ich doch was gesagt ...!“ – Strategien gegen Stammtischparolen ...................... 32 2.14 Behindert – na und? ....................................................................................................... 33 2.15 Outdoor aktiv ................................................................................................................. 34

3.

Prävention von Gewalt an Kindern .............................................................................35 3.1 Kinderrechte kennen lernen – Grenzen akzeptieren ....................................................... 36 3.2 Jugendschutz und weitere Schutzrechte ......................................................................... 37

4.

Extremismus und Rassismus .......................................................................................38 4.1 Was heißt eigentlich Rassismus? ..................................................................................... 39 4.2 Betreff: „Skinheads“ ......................................................................................................... 40 4.3 Im Internet nach dem „Rechten“ sehen .......................................................................... 41 4.4 Wer fürchtet sich vorm weißen Mann? – Gefahren des Rechtsextremismus ................. 42

5.

Gewalt und Aggression ...............................................................................................43 5.1 Zivilcourage – Eingreifen statt wegschauen? ................................................................... 44 A R G E Jugend gegen Gewalt und Rassismus

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5.2 Aggressionen im Griff – Training zur Verbesserung der Handlungskompetenz .............. 45 5.3 Musik und Gewalt I........................................................................................................... 46 5.4 Musik und Gewalt II.......................................................................................................... 47 5.5 Piefke, Kümmeltürk und Spaghettifresser! „Gewaltige“ Vorurteile ................................ 48 5.6 „Des schau i ma an…“ – Vorurteile und Stereotype und ihre Medienpräsenz ................ 49 5.7 Richtiger Umgang mit neuen Medien – Herausforderung Web 2.0 ............................... 50 5.8 Facebook, Youtube und Co sicher und verantwortungsvoll nutzen ................................ 51 5.9 Chancen und Gefahren im Web 2.0 und Handyalltag...................................................... 52 5.10 Schau nicht weg! Zivilcourage gegen Rassismus und Diskriminierung .......................... 53 5.11 DAS BOOT IST VOLL – Ein DKT-Spiel rund um Diskriminierung...................................... 55 6.

Menschenrechte, Frieden und Demokratie .................................................................56 6.1 Erschossen, gesteinigt, gehängt! Die Todesstrafe als straffrechtliche Normalität .......... 57 6.2 Menschenrechts-Millionenshow...................................................................................... 58 6.3 Armut und Reichtum in Österreich, der Rand in unserer Mitte ...................................... 59 6.4 Stop the war before it starts! – Friedensbewegungen und Friedenslieder ..................... 60 6.5 Menschenrechtswanderung im Grazer Leechwald.......................................................... 61 6.6 Schau nicht weg! Handeln erlaubt! .................................................................................. 62 6.7 Meinungsfreiheit immer und überall? Menschenrechte im politischen Diskurs ............ 63 6.8 Menschenrechte im öffentlichen Raum........................................................................... 64 6.9 Graz – Stadt der Menschenrechte?! Menschenrechte und ihre Bedeutung im Alltag ... 65 6.10 UNSERE Menschenrechtsschule..................................................................................... 67 6.11 Spurensuche in der Menschenrechtsstadt Graz – Dialog über Menschrechte ............. 68 6.12 Konsum macht Politik..................................................................................................... 69 6.13 In Bewegung: Rhythmus als kreative Form eines friedlichen Miteinanders ................. 70

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Asyl und Migration .....................................................................................................71 7.1 Right to be – Junge Flüchtlinge berichten ........................................................................ 72 7.2 Baklava – die Vielfalt macht’s aus! Was trennt und was verbindet uns? ........................ 73 7.3 Wer klopfet an? – Die Situation von Asylsuchenden in Österreich ................................. 74

8.

Konfliktmanagement ..................................................................................................75 8.1 Miteinander statt gegeneinander – Bewegungsspiele zur Förderung des Klassenverbandes ................................................................................................................... 76 8.2 G‘scheit streiten ............................................................................................................... 77 8.3. Qualifizierung zu StreitschlichterInnen – Konflikte selber lösen .................................... 78 8.4 Konflikt und Identitätszusammenhänge .......................................................................... 79 8.5 Mobbing in der Schule (Basisworkshop) – für Eltern ....................................................... 80 8.6 Mobbing in der Schule I – für PädagogInnen ................................................................... 81 8.7 Mobbing in der Schule II ( Aufbauworkshop) – für PädagogInnen .................................. 82 8.8 Mobbing und Mobbingbearbeitung im außerschulischen Kontext – für ErzieherInnen . 83 8.9 Checkliste zur Förderung des Klassenklimas .................................................................... 84

9. Geschichtswerkstätten und ZeitzeugInnenarbeit ............................................................85 9.1 Wiedereinführung der Todesstrafe in Österreich 1933 ................................................... 86 9.2 Steirische Opferdenkmäler des Nationalsozialismus ....................................................... 87 9.3 Was ich schon immer über die Zeit wissen wollte ........................................................... 88 A R G E Jugend gegen Gewalt und Rassismus

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10. Spurensuche im Stadtteil bzw. in der Gemeinde ...........................................................89 10.1 Die BettlerInnen in Graz – verboten und vertrieben ..................................................... 90 10.2 Die ItalienerInnen in Graz – „Ausländerflut“ oder Gründung der Kulturhauptstadt .... 91 10.3 Die Gesichter der kulturellen Vielfalt ............................................................................. 92 10.4 „Gottesplage“ Türken? – der Spiegel der Geschichtsschreibung .................................. 93 10.5 Spurensuche zur Geschichte der Grazer JüdInnen ........................................................ 94 10.6 Menschenrechte verorten – Stadtrundgang.................................................................. 95 10.7 Stadtrundgang durch das afrikanische Graz .................................................................. 96 11. Angebote zur soziokulturellen Vielfalt ..........................................................................97 11.1 Ein Stück Afrika – Trommelworkshop ............................................................................ 98 11.2 Kamerun ......................................................................................................................... 99 11.3 Köstlichkeiten aus aller Welt – Gemeinsames Kochen ................................................ 100 11.4 Geschichten aus 1001 Nacht – Orientalische Erzählungen.......................................... 101 11.5 Samba – Brasilien in südlichen Rhythmen ................................................................... 102 11.6 SALSA – Mit Lebensfreude und Weltoffenheit gegen Gewalt und Vorurteile............. 103 11.7 Kinderspiele aus Peru ................................................................................................... 104 11.8 Kennenlernen der afrikanischen Kulturen ................................................................... 105 11.9 Indianer – Vergangenheit und Gegenwart der Indigenen Lateinamerikas ................. 106 11.10 Interkultureller Dialog als Form für soziokulturelle Vielfalt....................................... 107 11.11 Kennenlernen afrikanischer Kulturen ........................................................................ 108 11.12 Trommelworkshop ..................................................................................................... 109 11.13 Koch-Workshop .......................................................................................................... 110 11.14 Märchen aus aller Welt .............................................................................................. 111 11.15 Kinderspiele aus aller Welt......................................................................................... 112 11.16 Länder Workshops ..................................................................................................... 113 12. Weltreligionen ........................................................................................................... 114 12.1 Islam: Koran – Gott – Politik ........................................................................................ 115 12.2 Terror im Namen Gottes – Aufbruch der fundamentalistischen Krieger ................... 116 12.3 Nordamerikanische IndianerInnen und Stammeskulturen.......................................... 117 12.4 Runenmagier und Weltverschwörer, Esoterik und Rechtsextremismus .................... 118 12.5 Islam ............................................................................................................................. 119 12.6 Hinduismus ................................................................................................................... 120 12.7 Buddhismus .................................................................................................................. 121 12.8 Christentum und Kolonialismus in Afrika ..................................................................... 122 12.9 Stellung der Frauen in den Weltreligionen: Islam, Hinduismus, Buddhismus ............. 123 12.10 Mohammeds zornige Erben – Islamischer Fundamentalismus ................................. 124 13. Jugendarbeit .............................................................................................................. 125 13.1 Jugendprojekte erfolgreich managen .......................................................................... 126 13.2 Wie ticken unsere Jugendlichen – Dritte steirische Jugendstudie............................... 127

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1.

Kreative Formen des Miteinanders

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ARGE Workshopkatalog

Verein Literaturwerkstatt

Referent: Martin Ohrt, Autor, Gründer und Leiter der Jugend-Literatur-Werkstatt Graz, leitet seit 1992 Schreibwerkstätten für Kinder und Jugendliche in verschiedenen Ländern Europas. Erreichbarkeit über die: ARGE Jugend gegen Gewalt und Rassismus Tel.: 0316/90370 - 100, 03862/57 380 e-mail: graz@argejugend.at; bruck@argejugend.at; www.argejugend.at

1.1 Anderssein – Schreibwerkstatt Zielsetzung:

Inhalt:

Angewandte Methoden: Zeitausmaß: Benötigte Ressourcen:

Maximale TeilnehmerInnenzahl: Was soll im Unterricht für Ihr Angebot vorbereitet/nachbereitet werden?

Weitere Workshops zu diesem Themenschwerpunkt:

Freude am kreativen Arbeiten mit Sprache soll erlebt und dabei zur inhaltlichen Auseinandersetzung mit Fragen des menschlichen Zusammenlebens angeregt werden. Wer ist die/der andere? Was ist an ihr, an ihm wirklich anders? Oder ist es nur unsere Sicht, die jemanden anders sein lässt? Dieser Workshop soll dazu anregen, sich in die Gedanken- und Gefühlswelten anderer Menschen hineinzuversetzen und so mehr Sensibilität im täglichen Umgang miteinander zu entwickeln. Im Mittelpunkt soll hierbei die Lust am Ausprobieren und am kreativen Gestalten stehen. Es geht hier nicht um Rechtschreibung und Grammatik. Es braucht niemand Angst davor zu haben, Fehler zu machen! Kreatives Schreiben (Schreibimpulse in Form von Schreibspielen, formalen bzw. thematischen Anregungen, die gemeinsam besprochen werden) Mindestens eine Doppelstunde Papier, Stifte und Lust am Ausprobieren Ideal wäre ein Ort etwas außerhalb des normalen Schulalltags, etwa im Freien, in der Bibliothek ... Ideal ist eine Gruppengröße bis 12 TeilnehmerInnen, es kann jedoch auch mit einer ganzen Schulklasse gearbeitet werden. Die TeilnehmerInnen sollten wissen, dass es hier um ihre eigenen Ideen und ihre eigenen Gedanken geht. Deswegen ist es wichtig, Lust am freien Gestalten mitzubringen. Vor allem bei längeren Workshops kann es sinnvoll sein, die entstandenen Texte anschließend zu sammeln und zu einer Broschüre zusammenzufassen oder die Texte in einer Ausstellung anderen zugänglich zu machen. Ebenso könnten die Texte in einer Lesung vor Publikum präsentiert werden (etwa im Rahmen eines Schulfestes). 1.2. Platz für Träume – sich schreibend näher kommen.

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ARGE Workshopkatalog

Verein Literaturwerkstatt

Referent: Martin Ohrt, Autor, Gründer und Leiter der Jugend-Literatur-Werkstatt Graz, leitet seit 1992 Schreibwerkstätten für Kinder und Jugendliche in verschiedenen Ländern Europas. Erreichbarkeit über die: ARGE Jugend gegen Gewalt und Rassismus Tel.: 0316/90370 - 100, 03862/57 380 e-mail: graz@argejugend.at; bruck@argejugend.at; www.argejugend.at

Thema:

1.2 Platz für Träume – sich schreibend näher kommen

Zielsetzung:

Freude am kreativen Arbeiten mit Sprache soll erlebt und Lust am Ausprobieren eigener Ideen ohne Leistungsdruck gefördert werden.

Inhalt:

In einer Gesellschaft, in der fast nur Erfolg und Leistung zählen, bleibt wenig Platz für Träume. Wie könnte eine Welt aussehen, in der auch die verrücktesten Träume gelebt werden dürfen? Dieser Workshop soll dazu anregen, eigene Träume, Gedanken und Gefühle zu Papier zu bringen und sich darüber auszutauschen. Im Mittelpunkt sollen hierbei die Lust am Ausprobieren und am kreativen Gestalten stehen. Es geht hier nicht um Rechtschreibung und Grammatik. Es braucht niemand Angst davor zu haben, Fehler zu machen! Kreatives Schreiben (Schreibimpulse in Form von Schreibspielen, formalen bzw. thematischen Anregungen, die gemeinsam besprochen werden) Mindestens eine Doppelstunde Papier, Stifte und Lust am Ausprobieren Ideal wäre ein Ort etwas außerhalb des normalen Schulalltags, etwa im Freien, in der Bibliothek ...

Angewandte Methoden: Zeitausmaß: Benötigte Ressourcen:

Maximale TeilnehmerInnenzahl:

Ideal ist eine Gruppengröße bis 12 TeilnehmerInnen, es kann jedoch auch mit einer ganzen Schulklasse gearbeitet werden.

Was soll im Unterricht für Ihr Angebot vorbereitet/nachbereitet werden?

Die TeilnehmerInnen sollten wissen, dass es hier um ihre eigenen Ideen, ihre eigenen Gedanken geht, also Lust am freien Gestalten mitbringen. Vor allem bei längeren Workshops kann es sinnvoll sein, die entstandenen Texte anschließend zu sammeln und zu einer Broschüre zusammenzufassen oder die Texte in einer Ausstellung anderen zugänglich zu machen. Ebenso könnten die Texte in einer Lesung vor Publikum präsentiert werden (etwa im Rahmen eines Schulfestes). Anderssein – Schreibwerkstatt

Weitere Workshops zu diesem Themenschwerpunkt:

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ARGE Workshopkatalog

Samson Ogiamien

Referent: Samson Ogiamien, Bildhauer und Absolvent der Meisterschule für Kunst und Gestaltung in Graz. Samsons gestaltende Kunst nimmt immer wieder Bezug zu Elementen der westafrikanischen Kultur und verbindet diese mit dem Leben, vor allem von MigrantInnen, in Europa. Erreichbarkeit über die: ARGE Jugend gegen Gewalt und Rassismus Tel.: 0316/90370 - 100, 03862/57 380 e-mail: graz@argejugend.at, bruck@argejugend.at; www.argejugend.at

Thema:

1.3 Skulpturenworkshop

Zielsetzung:

Informationen über Afrika erreichen uns für gewöhnlich über das Fernsehen und die Zeitungen. Leider werden durch die mediale Berichterstattung zum größten Teil Bilder vermittelt, die Afrika als einen durch Krisen und Katastrophen gebeutelten Kontinent zeigen. Die kulturellen und künstlerischen Reichtümer Afrikas werden häufig ausgeblendet. Ziel des Workshops ist es deshalb, Einblicke in die westafrikanische, gestaltende Kunst zu geben und diese im eigenen kreativen Umgang mit Ton und Gips zu erleben. Zu Beginn wird eine kleine Einführung über die Geschichte & Technik der Bronzefiguren des alten Königreiches Benin (Nigeria) gegeben. Anschließend werden mit Hilfe von Samson Ogiamien Objekte und Skulpturen aus Ton modelliert. Gibt es die Möglichkeit die erarbeiteten und getrockneten Tonskulpturen in einem Ofen zu brennen, werden an einem weiteren Vormittag die SchülerInnen in die Technik des Gipsgießens eingeführt. Es werden dabei Abdrücke aus Gips hergestellt und die Werke vollendet. SchülerInnen ab der Volksschule können ohne Scheu ihre Kreativität mit einem auch im Umgang mit Kindern erfahrenen Künstler ausleben. Vorab oder beim Workshop erhalten die SchülerInnen ein Skriptum über die berühmten Bronzearbeiten von Benin. Vorstellung und kurzer Vortrag über die Bedeutung der Bronzeskulpturen von Benin; gemeinsames, kreatives Arbeiten mit Ton und Gips. Zweitägiger Workshop: 3 UE (Modellieren von Tonskulpturen) (Mindestens ein Tag Pause, um die Skulpturen zu trocknen und zu brennen.) 4 UE (Herstellung von Gipsabdrücken und Fertigstellung der Arbeiten)

Inhalt:

Angewandte Methoden: Zeitausmaß:

Eintägiger Workshop: 3 UE (Modellieren von Tonskulpturen. Diese können getrocknet mit nach Hause genommen werden.) Benötigte Ressourcen:

Geeignete Tische für das Arbeiten mit Ton. Werkzeug und Arbeitsmaterialien (Gips, Ton) können von Samson Ogiamien bereitgestellt werden.

Maximale TeilnehmerInnenzahl: Was soll im Unterricht für Ihr Angebot vorbereitet/nachbereitet werden?

Eine Klasse Portraitfotos sollen von den SchülerInnen mitgebracht werden. Der Workshop kann in den Werkunterricht eingebunden werden. Von Vorteil ist es, wenn die Schule über einen Brennofen für Ton verfügt.

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2.

Persรถnlichkeitsentwicklung

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Kelef & Ber

Referent: Mag. Thomas Tockner, Lehrbeauftragter am Zentrum für soziale Kompetenz an der Karl-Franzens-Universität, selbständiger Trainer für Teamentwicklung und soziale Kompetenz Erreichbarkeit über die : ARGE Jugend gegen Gewalt und Rassismus Tel.: 0316/90370 - 100, 03862/57 380 e-mail: graz@argejugend.at, bruck@argejugend.at; www.argejugend.at

Thema:

2.1 Outdooraktivitäten – Persönlichkeitsentwicklung mit Spaß und Bewegung

Zielsetzung:

Weiterentwicklung von Schlüsselqualifikationen durch handlungsorientierte Methoden.

Inhalt:

Kommunikation, Konfliktfähigkeit, Klassengemeinschaft, Selbstvertrauen, Zusammenarbeit, „Ich und die anderen“. Wenn ich etwas Tolles mit meinen Freunden mache – hilft das unserer Klassengemeinschaft? Wenn ich nicht so schnell bin wie die anderen – bin ich dann der Letzte? Wenn ich eine Idee habe und die anderen hören mir nicht zu – wie verschaffe ich mir Gehör? Wie schätze ich mich selbst ein? – Was denken die anderen über mich? Wenn ich vor einer völlig neuen Situation stehe – wo kriege ich Unterstützung? Wenn ich jemand nicht sympathisch finde – ist Zusammenarbeit trotzdem möglich? Vielleicht hast du dir die eine oder andere Frage schon selbst gestellt. Im Workshop „Outdoor-Aktivitäten“ kannst du ausprobieren, wie du damit umgehst und neue Handlungsweisen lernen. Auch in der Arbeitswelt sind Menschen gefragt, die sich selbst gut kennen und etwas von Teamfähigkeit, klaren Zielen, Kommunikations- und Konfliktfähigkeit, sicherem Auftreten, usw. verstehen. Mit Outdoormethoden und gezielten Reflexionen kannst du diese Fähigkeiten weiterentwickeln. Herausfordernde Übungen und Aufgabenstellungen, meist in freier Natur, sind Ausgangspunkt, um unsere Gedankengänge, Verhaltenweisen und Befindlichkeiten zu hinterfragen. Es geht eindeutig nicht um ein Überlebenstraining! Wir werden aber auch bei schlechtem Wetter draußen sein.

Angewandte Methoden:

Outdoor Aktivitäten (handlungsorientierte- und erlebnisorientierte Aufgabenstellung in freier Natur), gruppenpädagogische Reflexionsmethoden.

Zeitausmaß: Benötigte Ressourcen:

mindestens 6 UE Naturraum (Wald, Wiese,...) und ein großer Klassenraum; das gesamte Material bringen die TrainerInnen mit. Ausrüstung: Regenfeste Kleidung und feste Schuhe!

Maximale TeilnehmerInnenzahl:

Für Burschen und Mädchen ab 12 Jahren; für je 12 TeilnehmerInnen gibt es eine/n TrainerIn. Die Kosten für die/den 2. TrainerIn übernimmt die ARGE, ab dem/der 3. TrainerIn, muss die Schule, Gemeinde, Institution für die Kosten aufkommen.

Was soll im Unterricht für Ihr Angebot vorbereitet/nachbereitet werden?

Die Gruppe könnte sich bereits auf bestimmte Schlüsselqualifikationen (Teamfähigkeit) oder klare Ziele einigen, um die es speziell beim Workshop gehen soll. Der Workshop kann auch ohne Vor- und Nachbereitung gebucht werden.

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Abenteuer Liebe

Referentin: Mag.a Brigitte Neureiter-Pühringer, Outdoortrainerin, Natur- und Sexualpädagogin, Suchtpädagogin, RAINBOWSGruppenleiterin Erreichbarkeit über die: ARGE Jugend gegen Gewalt und Rassismus: Tel.: 0316/90370 - 100, 03862/57 380 e-mail: graz@argejugend.at, bruck@argejugend.at; www.argejugend.at

Thema:

2.2 Starke Frauen, schöne Männer

Zielsetzung:

Inhalt:

Angewandte Methoden:

Zeitausmaß: Benötigte Ressourcen:

Maximale TeilnehmerInnenzahl: Was soll im Unterricht für Ihr Angebot vorbereitet/nachbereitet werden? Weitere Workshops zu diesem Themenschwerpunkt:

Bewusstmachen der Auswirkungen von Mann- und Frau-Sein in unserer Gesellschaft. Jede und jeder ist einmalig und sollte so frei sein, sich die eigenen Rollen auszusuchen und mit ihnen spielen zu können. Respekt für die Vielfalt! „Frauen brauchen einen Mann zum Beschützen.“ „Männer können mit Kindern nicht so gut umgehen.“ „Der Mann verdient das Geld, die Frau gibt es aus.“ „Männer sind bessere Bauarbeiter, weil sie stärker sind.“ „Eine Frau muss schön sein. Bei einem Mann ist das nicht so wichtig.“ „Frauen sind selber schuld, wenn sie weniger verdienen.“ „Frauen können sich nicht so gut durchsetzen.“ Bist Du gleicher Meinung? Oder hast Du das Gefühl, dass da was nicht so ganz stimmt und willst dem auf den Grund gehen? Im Workshop beschäftigen wir uns auf lustige und spannende Weise mit diesen Zuschreibungen und Vorurteilen und den Auswirkungen, die Sie auf Dein Leben als Bursche oder Mädchen, als Mann oder Frau haben. Wir werden Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen Männern und Frauen sichtbar machen. Und manchmal ist der Unterschied gar nicht so groß! Anregende und aufregende Diskussionen Erlebnispädagogische Übungen, wenn möglich: Outdoor-Elemente Geschichten und Witze Arbeit mit Frauen- und Männerbildern 4 Stunden Großer Raum, in dem es mit der Gruppe möglich ist, sich zu bewegen und im Sesselkreis zu sitzen. Wenn möglich: Garten oder Freigelände. Bei Gruppen über 16 TeilnehmerInnen: zweiter Raum für Gruppentrennung Ab 12 TeilnehmerInnen kommen ein Mann und eine Frau als TrainerIn. Unter 16 TN nur ein/e ReferentIn. Falls möglich: Arbeit zum Thema „Vorbilder“: welche Personen und Persönlichkeiten gefallen den Jugendlichen? Woran orientieren sie sich? Nachfragen, was wichtig war und was noch nachwirkt. Falls passend: Überlegungen zu Berufswahl von Burschen und Mädchen anstellen. Im Anschluss passen: 2.3. „Wilde Hilde, zahme Dame“ und 2.4. „Clever, Smart & Cool“

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Abenteuer Liebe

Referentin: Mag.a Brigitte Neureiter-Pühringer, Outdoortrainerin, Natur- und Sexualpädagogin, Suchtpädagogin, RAINBOWSGruppenleiterin Erreichbarkeit über die: ARGE Jugend gegen Gewalt und Rassismus Tel.: 0316/90370 - 100, 03862/57 380 e-mail: graz@argejugend.at, bruck@argejugend.at; www.argejugend.at

Thema:

2.3 Wilde Hilde – zahme Dame – Wie möchte ich als Frau sein?

Zielsetzung:

Klarheit gewinnen über sich selbst als Mädchen oder Frau Freude finden für den eigenen Weg als Frau Was mag ich an mir? Wer sind meine Vorbilder? Wie will ich sein? Was kann ich schon gut, was will ich noch besser können? Wie erträume ich mir meine Zukunft? Welche Situationen empfinde ich als unangenehm? Was kann ich dann tun? Brauche ich einen Mann zum Beschützen? Wie kann ich mich selbst schützen? Auf diese und andere Fragen suchen wir mit lustigen und spannenden Methoden und Diskussionen Antworten. Handlungsorientierte Einzel- und Gruppenaufgaben in der Natur oder im Seminar-/Klassenraum Mittels Bildern und Geschichten ins Gespräch kommen Übungen zu Grenzen, Selbstverteidigung, Vertrauen und Stärke

Inhalt:

Angewandte Methoden:

Zeitausmaß:

4-6 Stunden

Benötigte Ressourcen:

Ein Raum, in dem die Gruppe sich gut bewegen kann und auch ein Sesselkreis möglich ist

Maximale TeilnehmerInnenzahl: Was soll im Unterricht für Ihr Angebot vorbereitet/nachbereitet werden?

16. Ab 16 Mädchen kommt eine zweite Trainerin.

Weitere Workshops zu diesem Themenschwerpunkt:

Überlegungen zu Gemeinsamkeiten und Unterschieden zwischen Männern und Frauen, zwischen Burschen und Mädchen anstellen. Der Workshop kann mit dem Workshop „Naturburschen – Mann-Sein, aber wie?“ kombiniert werden. Überlegungen zu Zukunftsperspektiven für die Mädchen, z.B. Berufswahl, Ausbildung, soziales Engagement, „Ausleben“, Familiengründung, ... Im Vorfeld passt 2.2. „Starke Frauen, schöne Männer“

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Abenteuer Liebe

Referent: Mag. Hansjörg Neureiter, Mediator Erreichbarkeit über die: ARGE Jugend gegen Gewalt und Rassismus Tel.: 0316/90370 - 100, 03862/57 380 e-mail: graz@argejugend.at, bruck@argejugend.at; www.argejugend.at

Thema:

2.4 Clever, Smart & Cool – Männlich?

Zielsetzung: Inhalt:

Angewandte Methoden:

Zeitausmaß: Benötigte Ressourcen:

Maximale TeilnehmerInnenzahl: Was soll im Unterricht für Ihr Angebot vorbereitet/nachbereitet werden?

Ein gewaltpräventiver Workshop über Verführung, Grenzen und Kraft Im Workshop steht der positive Umgang zwischen Burschen und Mädchen im Vordergrund, die Auseinandersetzung mit eigenen Gefühlen und Begehrlichkeiten, Zivilcourage und Stärkung der Impulskontrolle und der Selbstsicherheit. Dabei setzen wir uns mit unserem Mann-Sein, unseren Stärken und Schwächen auseinander. Wir ergründen die Grenzen unserer Kraft: wo ist diese schon gewaltvoll, wie können wir unsere Kraft positiv einsetzen. Auf spielerische Weise suchen wir kreative Herangehensweisen, um das Gegenüber zu beeindrucken ohne zu verletzen. Weg von Anmachsprüchen hin zu einer bewussten Verführungskunst. Flirten will gelernt sein! Ausgehend von den Erfahrungen der Burschen Handlungs- und erfahrungsorientiert Selbstbewusstes, aktives Auftreten üben Tipps/Strategien für spezielle Situationen Diskussionen, Kleingruppenarbeit, Körperübungen, Rollenspiele 4-6UE Pro Gruppe ( max. 18 Burschen): Großer Raum, in dem es mit der Gruppe möglich ist, sich zu bewegen und im Sesselkreis zu sitzen. Wenn möglich: Garten oder Freigelände Ab dem 19. Teilnehmer wird die Gruppe geteilt und es kommen zwei ReferentInnen. Falls möglich: Arbeit zum Thema „Vorbilder“: welche Personen und Persönlichkeiten gefallen den Jugendlichen? Woran orientieren sie sich? Nachfragen, was wichtig war und was noch nachwirkt.

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Abenteuer Liebe

Kontakt Abenteuer Liebe Die WorkshopleiterInnen sind SexualpägagogInnen mit viel Erfahrung in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen.

Erreichbarkeit über die: ARGE Jugend gegen Gewalt und Rassismus Tel.: 0316/90370 - 100, 03862/57 380 e-mail: graz@argejugend.at, bruck@argejugend.at; www.argejugend.at

Thema:

2.5 Weil ich ein Mädchen bin (Teil I)

Zielsetzung: Inhalt:

Angewandte Methoden: Zeitausmaß: Benötigte Ressourcen: Maximale TeilnehmerInnenzahl: Was soll im Unterricht für Ihr Angebot vorbereitet/nachbereitet werden?

Vertrautwerden mit den körperlichen Veränderungen in der Pubertät und Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Frauenbildern (Rollen). Geprägt durch Medien und Gesellschaft nehmen Mädchen die körperlichen Veränderungen in der Pubertät sehr selbstkritisch wahr und sind meistens mit dem eigenen körperlichen Erscheinungsbild sehr unzufrieden. Der Workshop möchte Selbstwertgefühl und Selbstachtung fördern. kreative Methoden, Gruppenarbeit, Rollenspiele 3-4UE Größerer Raum, CD Player Ab dem 19. Teilnehmer wird die Gruppe geteilt und es kommen zwei ReferentInnen. Dies wird im Vorgespräch abgeklärt und ist abhängig vom Alter der Mädchen und der Gruppendynamik.

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Kontakt Abenteuer Liebe Die WorkshopleiterInnen sind SexualpägagogInnen mit viel Erfahrung in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen.

Erreichbarkeit über die: ARGE Jugend gegen Gewalt und Rassismus Tel.: 0316/90370 - 100, 03862/57 380 e-mail: graz@argejugend.at, bruck@argejugend.at; www.argejugend.at

Thema:

2.6 Weil ich ein Mädchen bin (Teil II)

Zielsetzung: Inhalt:

Angewandte Methoden: Zeitausmaß: Benötigte Ressourcen: Maximale TeilnehmerInnenzahl: Was soll im Unterricht für Ihr Angebot vorbereitet/nachbereitet werden?

Vertraut werden mit dem weiblichen Zyklusgeschehen sowie Wissen um Fruchtbarkeit Anschaulich, spielerisch und spannend wird das Zyklusgeschehen dargestellt. Über die reine Wissensvermittlung hinaus werden vor allem die emotionale Ebene und alle Sinne angesprochen. Die Mädchen erfahren: Was in mir vorgeht, ist faszinierend und vor allem „der Rede wert“! Diese Wertschätzung ist die Grundvoraussetzung dafür, sich im weiblichen Körper wohlzufühlen und darüber hinaus verantwortlich mit dem eigenen Körper, mit seiner Sexualität und Fruchtbarkeit umgehen zu können. Dies ist die Grundlage jeder Präventionsarbeit und Voraussetzung für ein umfassendes Wohlbefinden. In einer vertrauten Atmosphäre ist es möglich Fragen zu stellen, sich mitzuteilen und in einer sensiblen Sprache ehrliche und klare Antworten zu erhalten. kreative Methoden, Gruppenarbeit, Rollenspiele (mindestens 2 Unterrichtseinheiten pro Klasse):3-4UE Größerer Raum, CD Player Ab dem 19. Teilnehmer wird die Gruppe geteilt und es kommen zwei ReferentInnen. Dies wird im Vorgespräch abgeklärt und ist abhängig vom Alter der Mädchen und der Gruppendynamik

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Kontakt Abenteuer Liebe Die WorkshopleiterInnen sind SexualpägagogInnen mit viel Erfahrung in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen.

Erreichbarkeit über die: ARGE Jugend gegen Gewalt und Rassismus Tel.: 0316/90370 - 100, 03862/57 380 e-mail: graz@argejugend.at, bruck@argejugend.at; www.argejugend.at

Thema:

2.7 Wann ist ein Mann ein Mann? (Teil I)

Zielsetzung: Inhalt:

Angewandte Methoden: Zeitausmaß: Benötigte Ressourcen: Maximale TeilnehmerInnenzahl: Was soll im Unterricht für Ihr Angebot vorbereitet/nachbereitet werden?

Information über Pubertät und Geschlechtsorgane in einer männlichen Gruppe. Auseinandersetzung mit männlichen Rollenbildern In der Pubertät verändern sich der Körper, Gedanken und Gefühle sehr stark. Medien und Gesellschaft führen unterschiedliche Bilder von Männlichkeit und Sexualität vor Augen. Nur allzu oft sind Burschen dadurch verwirrt und werden mit ihren Fragen alleingelassen. Ein ehrliches Gespräch mit einem Mann/Sexualpädagogen unterstützen die eigene Meinungsbildung. interaktive Methoden, Gruppenarbeit, Diskussion (mindestens 2 Unterrichtseinheiten pro Klasse):3 UE größerer Raum Ab dem 19. Teilnehmer wird die Gruppe geteilt und es kommen zwei ReferentInnen. Wird im Vorgespräch abgeklärt, ist abhängig vom Alter der Burschen und der Gruppendynamik

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Abenteuer Liebe

Kontakt: Abenteuer Liebe Die WorkshopleiterInnen sind SexualpägagogInnen mit viel Erfahrung in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen.

Erreichbarkeit über die: ARGE Jugend gegen Gewalt und Rassismus Tel.: 0316/90370 - 100, 03862/57 380 e-mail: graz@argejugend.at, bruck@argejugend.at; www.argejugend.at

Thema:

2.8 Wann ist ein Mann ein Mann? (Teil II)

Zielsetzung: Inhalt:

Angewandte Methoden: Zeitausmaß: Benötigte Ressourcen: Maximale TeilnehmerInnenzahl: Was soll im Unterricht für Ihr Angebot vorbereitet/nachbereitet werden?

Auseinandersetzung wie Männlichkeit, Sexualität und Beziehung gut integriert werden können Ein starkes Selbstbewusstsein macht es möglich, nicht als Mitläufer dem Gruppendruck ausgesetzt zu sein. Eigene Grenzen wahrnehmen, sie zu schützen und notfalls auch verteidigen; Stimmungen zu erkennen; Emotionen auszudrücken – das alles ist Grundlage für eine geglückte Sexualität. Viele Fragen beschäftigen junge Burschen im Zusammenhang mit Sexualität, doch sie finden kaum passende GesprächspartnerInnen unter den Erwachsenen. Daher soll im Workshop für alle möglichen Fragen genug Raum sein. interaktive Methoden, Gruppenarbeit, Diskussion (mindestens 2 Unterrichtseinheiten pro Klasse):3 UE größerer Raum Ab dem 19. Teilnehmer wird die Gruppe geteilt und es kommen zwei ReferentInnen. Wird im Vorgespräch abgeklärt, ist abhängig vom Alter der Burschen und der Gruppendynamik

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Abenteuer Liebe

Referent: Jörg Kapeller, freiberuflicher Pädagoge (Themen: Sexualität, Männlichkeit, Krise und Konflikt, Jugendkultur) Eingetragener Mediator gem. ZivMediatG, Erwachsenenbildner

Erreichbarkeit über die: ARGE Jugend gegen Gewalt und Rassismus Tel.: 0316/90370 - 100, 03862/57 380 e-mail: graz@argejugend.at, bruck@argejugend.at; www.argejugend.at

Thema:

2.9 Alles Porno!?

Zielsetzung:

Inhalt:

Angewandte Methoden: Zeitausmaß: Benötigte Ressourcen: Maximale TeilnehmerInnenzahl: Was soll im Unterricht für Ihr Angebot vorbereitet/nachbereitet werden?

Die TeilnehmerInnen kommen mit erfahrenen SexualpädagogInnen ins Gespräch, es wird in vertrauensvollem Rahmen offen über Risiken und Gefahren von (Internet-)Pornografie diskutiert. Es wird über rechtliche Hintergründe informiert und verschiedene Medien, in denen sexuelle Inhalte vorkommen, werden kritisch hinterfragt. Unterschiede zwischen einer „echten“, gefühlsbetonten, liebevollen Sexualität und dem, was pornographische Bilder vermitteln, werden herausgearbeitet. Dabei werden die verschiedenen Sichtweisen von Burschen und Mädchen auf Pornografie berücksichtigt und die Jugendlichen dort abgeholt, wo sie in ihrer Entwicklung stehen, damit keinE TeilnehmerIn überfordert wird. Sexualität ist ein wertvolles und sensibles Thema. Wir wünschen unserer Jugend eine behütete sexuelle Entwicklung. In der Realität werden Kinder und Jugendliche leider aber von sexuellen Inhalten regelrecht überschwemmt, ja fast belagert. Oft ist es ganz natürliche Neugier, die Kinder in die Arme der Pornoindustrie treibt – oder es entsteht durch Gruppendruck ein Sog, dem sich auch ein wohlbehütetes Kind nur schwer entziehen kann. Mit der Verbreitung von videofähigen Telefonen sind sexuelle Inhalte nicht mehr in Kästen weggesperrt, sondern längst in den Klassenzimmern angekommen. Diskussion, Vortrag, Gruppenarbeit, kritisches Hinterfragen von (eigenen) Verhaltensweisen 2-3 UE Keine besonderen Ab dem 19. Teilnehmer wird die Gruppe geteilt und es kommen zwei ReferentInnen. Mögliche Themen: Medienkritik, Gender, Rollenbilder, Sexualität

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Workshopkatalog

Abenteuer Liebe

Kontakt Abenteuer Liebe Die WorkshopleiterInnen sind SexualpägagogInnen mit viel Erfahrung in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen.

Erreichbarkeit über die: ARGE Jugend gegen Gewalt und Rassismus Tel.: 0316/90370 - 100, 03862/57 380 e-mail: graz@argejugend.at, bruck@argejugend.at; www.argejugend.at

Thema:

2.10 Schutz vor sexuellen Übergriffen – Aufklärung und Selbstermächtigung

Zielsetzung: Inhalt:

Angewandte Methoden:

Zeitausmaß: Benötigte Ressourcen:

Maximale TeilnehmerInnenzahl: Was soll im Unterricht für Ihr Angebot vorbereitet/nachbereitet werden?

Sexuelle Übergriffe erkennen und sich verbal und mit körperlicher Präsenz präventiv schützen lernen Achtsame Hinführung zu dem schwierigen Thema der sexuellen Gewalt. Durch Methoden lernen sich selbst zu spüren sowie gut auf sich zu achten, damit man/frau Grenzübertretungen schneller erkennt und handlungsfähig bleibt. Ausgehend von der Erfahrung der Burschen Handlungs- und erfahrungsorientiert Selbstbewusstes, aktives Auftreten üben Tipps/Strategien für spezielle Situationen Diskussionen, Kleingruppenarbeit, Körperübungen, Rollenspiele (mindestens 2 Unterrichtseinheiten pro Klasse): 4UE Pro Gruppe (max. 16 Jugendliche): Großer Raum, in dem es mit der Gruppe möglich ist, sich zu bewegen und im Sesselkreis zu sitzen. Wenn möglich: Garten oder Freigelände Ab dem 19. Teilnehmer wird die Gruppe geteilt und es kommen zwei ReferentInnen. Dies wird im Vorgespräch abgeklärt und ist abhängig vom Alter der TeilnehmerInnen und der Gruppendynamik.

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Mag.a Andrea Klein

ARGE Workshopkatalog Referentin: Mag.a Andrea Klein, CD-Produzentin, Trainerin Berufliche Schwerpunkte: Berufsorientierung, Persönlichkeitsarbeit, Lern- und Gedächtnistraining, Spielpädagogik Erreichbarkeit über die: ARGE Jugend gegen Gewalt und Rassismus Tel.: 0316/90370 - 100, 03862/57 380 e-mail: graz@argejugend.at, bruck@argejugend.at; www.argejugend.at

Thema:

2.11 Check you out – Ein Abstecher in neue Persönlichkeitsgalaxien

Zielsetzung:

Die Jugendlichen sollen ihre Rolle in der Gruppe und ihre eigenen Stärken erkennen, ihre Kommunikationsmusterund ihr Verhalten im Team entdecken... kurz: über sich selbst Bescheid wissen

Inhalt:

Mit spielerischen Methoden wird zu folgenden Themen gearbeitet: eigene Stärken erkennen, Kommunikationsverhalten, Selbst- und Fremdwahrnehmung, Teamverhalten, Problemlösung, Rolle in der Gruppe, Mut zur Meinungsäußerung.

Angewandte Methoden:

Der Workshop besteht aus praktischen, erlebnispädagogischen Übungen und Reflexionen.

Zeitausmaß:

Mind. 4 UE, besser 2 x 4 UE

Benötigte Ressourcen:

Outdoors: Bringt Referentin mit Indoors: Flipchart, CD-Player, Overhead

Maximale TeilnehmerInnenzahl: Was soll im Unterricht für Ihr Angebot vorbereitet/nachbereitet werden?

Eine Klasse Nachbereitung: Reflexion – welche Erkenntnis habe ich gewonnen?

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Mag.a Andrea Klein

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Referentin: Mag.a Andrea Klein, CD-Produzentin, Trainerin Berufliche Schwerpunkte: Berufsorientierung, Persönlichkeitsarbeit, Lern- und Gedächtnistraining, Spielpädagogik Erreichbarkeit über die: ARGE Jugend gegen Gewalt und Rassismus Tel.: 0316/90370 - 100, 03862/57 380 e-mail: graz@argejugend.at, bruck@argejugend.at; www.argejugend.at

Thema:

2.12 ...nur zum BeiSPIEL – Bewegungs- und Gruppenspiele

Zielsetzung:

Durch gemeinsames Erleben den Gruppenzusammenhalt (wieder)entdecken. Lust am interkulturellen Miteinander erleben, das unabhängig von Herkunft, religiöser Zugehörigkeit und sozialem Status einfach Spaß machen soll. Eine Vielfalt dynamischer, impulsiver Aktivitäten kennen lernen, die 1:1 für die Arbeit mit der Gruppe übernommen werden können.

Inhalt:

Vermittlung einer Palette unterhaltsamer Spiele für den Einsatz in der Gruppenarbeit. Zielgruppe sind alle, die mit Gruppen arbeiten und auf der Suche nach Aktivitäten sind, die Gruppen auflockern, „aufwecken“ oder nötigenfalls „wiederbeleben“, und Spiele, die auch aus dem Stegreif inszeniert werden können.

Angewandte Methoden:

Praktisches Ausprobieren, „learning by playing“, Einsatzmöglichkeiten klären, Feedback

Zeitausmaß:

4 UE

Benötigte Ressourcen:

Keine

Maximale TeilnehmerInnenzahl:

Eine Klasse

Was soll im Unterricht für Ihr Angebot vorbereitet/nachbereitet werden?

Es ist keine Vorbereitung im Unterricht notwendig.

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Mag.a Andrea Klein

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Referentin: Mag.a Andrea Klein, CD-Produzentin, Trainerin persönlicher Bezug zur Thematik Gehirntraining, Stressmanagement, Gedächtnistraining, Kreative Stoffwiederholung: hat 2011 im Zuge ihrer ersten Lern-CD die Mathemagische Zaubershow entwickelt, um Kindern zu zeigen, dass Kopfrechnen auch zauberhaft sein kann. Erreichbarkeit über die: ARGE Jugend gegen Gewalt und Rassismus Tel.: 0316/90370 - 100, 03862/57 380 e-mail: graz@argejugend.at, bruck@argejugend.at; www.argejugend.at

Thema:

2.13 Zaubern gegen Lampenfieber

Zielsetzung:

Inhalt:

Angewandte Methoden:

Zeitausmaß: Benötigte Ressourcen: Maximale TeilnehmerInnenzahl: Was soll im Unterricht für Ihr Angebot vorbereitet/nachbereitet werden?

Zaubern ist eine sympathische Art der Persönlichkeitstrainings. Man erlernt, Dinge zu präsentieren ohne die übliche Angst vor Präsentationen, bekommt Anerkennung vom Publikum, steigert seinen Selbstwert und stärkt die Konzentration und das Gedächtnis. Durch die Erfolgserlebnisse mit Zaubertricks werden auch künftige Präsentationen und Referate leichter von der Hand gehen, Lampenfieber verringert sich und der Umgang mit „Fehlern“ wird lockerer. Spätestens seit Harry Potter ist Zaubern wieder in Mode. Fast niemand, egal welchen Alters, kann der Faszination von Zaubertricks widerstehen. Dass das Erlernen von Zaubertricks auch einen wertvollen Beitrag zur Persönlichkeitsbildung leistet, ist vielen nicht bewusst. In diesem Workshop werden viele kleine Zaubertricks erarbeitet, die jederzeit und ohne viel Vorbereitung aufführbar sind. Jede/r kann die einfachen Tricks lernen, mit denen die Naturgesetze scheinbar aufgehoben werden – von Gedankenlesen (Erraten des Geburtsdatums) über Seiltricks bis Verschwinden lassen und Herzaubern von Gegenständen kommt hier alles vor – natürlich auch der eine oder andere Kartentrick. Es werden keine besonderen Utensilien benötigt, Alltagsgegenstände reichen aus. Dafür werden zwar keine Jungfrauen zersägt oder Kaninchen aus Hüten gezaubert, aber wir experimentieren mit Zahlen, Gummiringen und oft ganz einfach nur mit unseren Händen! Nach dieser Einheit ist jede/r SchülerIn in der Lage, ein kleines Publikum kurz sprachlos zu machen. Nach einem Impulszaubertrick können die SchülerInnen spekulieren, wie der Trick funktioniert, danach wird er „aufgelöst“. Jede/r probiert dann den Trick gleich vor Ort in Partnerarbeit aus. Außerdem suchen wir gemeinsam nach Möglichkeiten, wie man reagieren kann, wenn ein Trick schiefgeht oder wenn das Publikum sich zu sehr einmischt. 4 UE Tafel oder Flipchart mit Papier Eine Klasse Nichts – eventuell Nachbereitung, wo man die Tricks in der Schule einsetzen könnte.

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Mag.a Andrea Klein

ARGE Workshopkatalog Referentin: Mag.a Andrea Klein, CD-Produzentin, Trainerin Berufliche Schwerpunkte: Berufsorientierung, Persönlichkeitsarbeit, Lern- und Gedächtnistraining, Spielpädagogik Erreichbarkeit über die: ARGE Jugend gegen Gewalt und Rassismus Tel.: 0316/90370 - 100, 03862/57 380 e-mail: graz@argejugend.at, bruck@argejugend.at; www.argejugend.at

Thema:

2.14 Schulstress? Nein danke! Stressmanagement-Tricks

Zielsetzung:

Inhalt:

Angewandte Methoden:

Zeitausmaß:

Benötigte Ressourcen: Maximale TeilnehmerInnenzahl: Was soll im Unterricht für Ihr Angebot vorbereitet/nachbereitet werden?

Jede/r soll am Ende mindestens eine „lebensverändernde“ Methode kennengelernt haben. Wichtig ist, dass die Tipps und Tricks leicht und schnell ab dem nächsten Tag umsetzbar sind und keinen Aufwand erfordern. Die Techniken sind nicht nur auf Schulstress, sondern auch im privaten Bereich einsetzbar – denn Stress kennt keine Grenze zwischen Schule und Freizeit! Nicht nur Erwachsene klagen über Stress – auch die meisten Jugendlichen haben schon Erfahrungen gemacht, wie es sich anfühlt, wenn alles zu viel und zu nervig wird. Da ist es gut, wenn man seinen mentalen Erste-Hilfe-Koffer mit Stressmanagement-Techniken füllt, die auf die Schulsituation abgestimmt sind. In diesem Workshop (ideal sind 2 Termine, damit die Methoden dazwischen ausprobiert werde können) werden die Haupt-Stressthemen der Gruppe herausgefunden und mögliche Abhilfe angeboten. Beispiele: Anti-ÄrgerTrumpfkarten, Energievampire abwehren, Entspannen 2.0, Energie tanken, Lernstress vermeiden und Abhilfe bei Prüfungs-Blackout, Beam me up, Scotty und Notfalls-Wurli (2 Methoden für den totalen Stress-Ernstfall) Interaktiver Workshop – nach einem Einstiegs-Stress-Quiz sammeln wir zunächst die Ärgernisse der SchülerInnen und ordnen sie nach Themen. Teilweise experimentelle Laborsituation mit Simulation von Stressmomenten und nachfolgendes Auflösen. (Keine Sorge, niemand muss offen erzählen, was ihn/sie stresst, wenn es unangenehm ist – es bleibt auf jeden Fall alles unter uns!) Der Workshop hat Buffet-Charakter, das bedeutet die TeilnehmerInnen nehmen nur das mit was sie wirklich brauchen und anwenden wollen. Wenn jemand keine entspannende Visualisierungsübung machen will, wird er/sie nicht gezwungen, sondern kann die Sequenz einfach überspringen. Wenn der Workshop geteilt ist (sehr zu empfehlen! Der Nutzen wird vervielfacht!) kann man beim zweiten Teil nochmals nachfragen, wie es in der Zwischenzeit mit der Anwendung geklappt hat, offene Fragen klären und weitere Techniken kennen lernen. einmal 5 UE oder (eher zu empfehlen) einmal 4 und einmal 2 oder 3 UE im Abstand von 2-3 Wochen (insgesamt 6-7 UE) Tafel oder Flipchart mit Papier, CD Player Eine Klasse Nichts Spezielles

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Mag.a Andrea Klein

ARGE Workshopkatalog Referentin: Mag.a Andrea Klein, CD-Produzentin, Trainerin Berufliche Schwerpunkte: Berufsorientierung, Persönlichkeitsarbeit, Lern- und Gedächtnistraining, Spielpädagogik Erreichbarkeit über die: ARGE Jugend gegen Gewalt und Rassismus Tel.: 0316/90370 - 100, 03862/57 380 e-mail: graz@argejugend.at, bruck@argejugend.at; www.argejugend.at

Thema:

2.15 Superhirn – leichter lernen und spielend merken

Zielsetzung:

Inhalt:

Angewandte Methoden:

Zeitausmaß: Benötigte Ressourcen: Maximale TeilnehmerInnenzahl: Was soll im Unterricht für Ihr Angebot vorbereitet/nachbereitet werden?

Die Jugendlichen gewinnen mehr Freizeit, da sie weniger Lernaufwand haben. Sie bekommen ein Set an Lern-Werkzeugen, mit dem sie sich knifflige Wörter, schwierigen Stoff und lange Listen leicht einprägen können. Sie wissen, wie man das Lernen sinnvoll dosiert, überlasten ihr Gehirn nicht mehr und gehen gelassen an Prüfungen heran. Mit den Tipps und Tricks aus diesem Workshop kann man das Vergessen vergessen! ☺ Es gibt viele Methoden, wie man sich mühelos schwierigen Stoff einprägen und ihn abspeichern kann. Nicht nur Eselsbrücken sind ein Thema, es wird auch ein – ganz legaler – Körperschwindelzettel installiert, der bei Prüfungen unsichtbar dabei ist. Außerdem besteigen wir den Memory Mountain; erfahren, warum zu viel lernen ungesund ist und was du tun kannst, wenn du bei einem Blackout so richtig auf der Leitung stehst. Wir arbeiten mit dem aktuellen Stoff der SchülerInnen. Von Apfelsorten über Gewerbeordnung bis Englischvokabel erproben wir die Werkzeuge direkt am Lernstoff. Dazwischen gibt es Erfrischungs-Snacks fürs Gehirn (Konzentrationsund Reaktionsspiele). Bei jüngerem Publikum arbeiten Wiffi und Zack als CoTrainer mit (Das sind zwei Sockenpuppen, die kritische Zwischenfragen stellen, Kernbotschaften wiederholen und Spaß verbreiten) 4 UE Tafel oder Flipchart mit Papier Eine Klasse Der aktuelle Lernstoff sollte verfügbar sein (konkrete Beispiele).

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Mr. Move it!®

ARGE Workshopkatalog Referent: Dziruni Masara; geschützter Künstlername: Mr. Move it!® Lehrbeauftragter des Universitäts-Sportinstituts, Referent für das Pädagogische Institut, Trainer in mehreren Fitnessstudios und Personal-Training Erreichbarkeit über die: ARGE Jugend gegen Gewalt und Rassismus Tel.: 0316/90370 - 100, 03862/57 380 e-mail: graz@argejugend.at, bruck@argejugend.at; www.argejugend.at

Thema:

2.16 Hip Hop Hooray und AfroJive für Jugendliche und Kinder

Zielsetzung:

Inhalt:

Angewandte Methoden:

Zeitausmaß: Benötigte Ressourcen:

Maximale TeilnehmerInnenzahl:

Durch das gemeinsame Tanzen und Einstudieren einer Choreographie sollen soziale, kommunikative und interaktive Kompetenzen weiterentwickelt werden. Neben der Schulung bzw. Verbesserung der eigenen motorischen Fertigkeiten und Fähigkeiten steht die Motivation sich zu bewegen und dabei Spaß zu haben im Mittelpunkt. Hip Hop ist eine Bewegung der amerikanischen Popkultur der 1980er Jahre, die sich vor allem in Ghettos der US-amerikanischen Großstädte unter der afroamerikanischen Bevölkerung entwickelt hat. Wir tanzen zu deinen Hip Hop Hits aus den Charts, wobei besonders auf einen anatomisch richtigen und jugendgerechten Bewegungsablauf geachtet wird. Vor allem aber soll der Spaß im Vordergrund stehen. Speziell entwickeltes und über Jahre, national und international erprobtes Konzept, das für die jeweilige Zielgruppe entsprechend pädagogisch aufbereitet und angewandt wird. 2-4 UE Turnsaal, Tanzsaal – eventuell Spiegelwände, Musikanlage mit CDSpielmöglichkeit (eigene Musikanlage und eigenes Headset, ausreichend für eine Halle, könnten im Bedarfsfall zur Verfügung gestellt werden), Getränke. Von Kleingruppen bis zu Großgruppen (ab 5 Personen bis 100 Personen)

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Mr. Move it!®

ARGE Workshopkatalog Referent: Dziruni Masara; geschützter Künstlername: Mr. Move it!® Lehrbeauftragter des Universitäts-Sportinstituts, Referent für das Pädagogische Institut, Trainer in mehreren Fitnessstudios und Personal- Training Erreichbarkeit über die: ARGE Jugend gegen Gewalt und Rassismus Tel.: 0316/90370 - 100, 03862/57 380 e-mail: graz@argejugend.at, bruck@argejugend.at; www.argejugend.at

Thema:

2.17 Putz dir nur die Zähne, die du behalten möchtest…

Zielsetzung:

Den Kindern eine stets positive Geisteshaltung beizubringen und Ihnen das Versprechen des Lebens zu zeigen, wenn man bereit ist, die Dinge zu machen, die man machen muss, um voranzukommen. Mr.Move it!® zeigt und bespricht bewusste Ernährung, Freude an der Bewegung und warum es absolut super ist, freiwillig den Mistkübel auszuleeren, nachdem man die Hausaufgaben schon längst erledigt hat. Die meisten Kinder finden dies großartig. Neugierig?

Inhalt:

M!OVETIVATION METHODE für KINDER Leichte, glasklare Gespräche Exercise to Music Flüssigkeitszufuhr während der Belastung Speziell entwickeltes und über Jahre, national und international, erprobtes Konzept, das für die jeweilige Zielgruppe entsprechend pädagogisch aufbereitet und angewandt wird. 2 - 4 UE Turnsaal, Tanzsaal bzw. jeder Raum, in dem genug Bewegungsmöglichkeiten vorhanden sind, eventuell ein Platz im Freien. Musikanlage mit CD-Spielmöglichkeit Getränke Flipchart, Whiteboard oder Tafel Von Kleingruppen bis zu Großgruppen (ab 5 Personen – 100 Personen)

Angewandte Methoden:

Zeitausmaß: Benötigte Ressourcen:

Maximale TeilnehmerInnenzahl:

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Megaphon

Kontakt: Mag. Paul Mayer Erreichbarkeit über die: ARGE Jugend gegen Gewalt und Rassismus Tel.: 0316/90370 - 100, 03862/57 380 e-mail: graz@argejugend.at, bruck@argejugend.at; www.argejugend.at

Thema:

2.11 Schwarz & Weiß & Orange – Jugendliche als MegaphonverkäuferInnen

Zielsetzung:

Die Jugendlichen sollen über die Welt der Megaphonverkäufer, über biographische Hintergründe und über aktuelle Lebensumstände aufgeklärt werden. Die anschließende Erfahrung des Straßenverkaufs bietet die ungewohnte Möglichkeit, die Perspektive eines Flüchtlings in Österreich hautnah und authentisch zu erleben.

Inhalt:

Die Jugendlichen werden nach einer kurzen Einführung über das Megaphon „ihrem/r“ MegaphonverkäuferIn vorgestellt. Dann sollen sie für einige Zeit in dessen Rolle schlüpfen. Die Erfahrungen werden im Anschluss zusammen mit einer BetreuerIn oder LehrerIn aufgearbeitet.

Angewandte Methoden:

Offenes Lernen in realen Lebenssituationen

Zeitausmaß:

4 UE

Benötigte Ressourcen:

Keine

Maximale TeilnehmerInnenzahl: Was soll im Unterricht für Ihr Angebot vorbereitet/nachbereitet werden?

Eine Klasse oder Gruppe von 20 TeilnehmerInnen Empfehlenswert ist eine vorbereitende Auseinandersetzung mit den kulturellen, wirtschaftlichen und politischen Bedingungen in klassischen Emigrationsländern wie Nigeria, Liberia, Sudan, Ghana etc. Auch eine Erarbeitung der rechtlichen und ökonomischen Lebensbedingungen für MigrantInnen in Österreich ist sinnvoll. Zur Nachbereitung empfiehlt sich eine schriftliche Fixierung des subjektiven Erlebens mit dem Ziel der Veröffentlichung im Megaphon.

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ARGE Workshopkatalog

ARGE Jugend

Kontakt: ARGE Jugend gegen Gewalt und Rassismus Mag.a Bettina Ramp, Mag.a Martina Mauthner - Tarkusch Tel.: 0316/90370 - 100, 03862/57 380 e-mail: graz@argejugend.at, bruck@argejugend.at; www.argejugend.at

Thema:

2.12 Argumentationstraining gegen Stammtischparolen Was ist ihnen entgegenzuhalten? Wieso fallen uns die besten Argumente meistens erst hinterher ein?

Zielsetzung:

Beim Argumentationstraining werden Gegenpositionen zu Stammtischparolen gesucht und diskutiert. Dabei werden nicht nur Informationen vermittelt, sondern auch die Redefähigkeit sowie die Selbstsicherheit gestärkt. Das Argumentationstraining bietet einen Übungsraum für Redegewandtheit und verbessert die kommunikative Kompetenz. Es soll ermutigt werden zu intervenieren und bei öffentlichen und lautstarken populistischen Parolen effektiven Widerstand zu leisten. Geübt wird die eigene Position – auch gegen Widerstände – zu vertreten. Es wird auch Gelegenheit geboten, erlebte Provokationen mitzuteilen, vielfach gehörte politische Erklärungsmuster zu erörtern und ihre Plausibilität zu überdenken.

Inhalt:

Die TeilnehmerInnen sammeln im Brainstorming „Stammtischparolen“, das sind aggressive, zugespitzte, ausgrenzende und diskriminierende sowie schlagwortartig vorgebrachte Äußerungen. In Rollenspielen werden jene Parolen diskutiert, die am meisten herausfordern und provozieren. Die Gespräche werden ausgewertet und es werden wirkungsvolle Handlungsstrategien und Reaktionsweisen gesucht und ausprobiert sowie argumentative Gegenpositionen gesucht.

Angewandte Methoden:

Reflexion über Stammtischparolen Gruppenarbeiten und Rollenspiele Lösungsorientierte Gespräche anhand konkreter Beispiele

Zeitausmaß:

Mind. 8 UE oder 2 x 4 UE

Benötigte Ressourcen:

Flipchart und CD-Player, Interesse und Bereitschaft, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen

Maximale TeilnehmerInnenzahl:

Eine Klasse oder max. 30 TeilnehmerInnen (LehrerInnen, JugendarbeiterInnen, MultiplikatorInnen)

Was soll im Unterricht für Ihr Angebot vorbereitet/nachbereitet werden?

Vorbereitung auf das Thema „Was sind eigentlich Stammtischparolen?“ ist wünschenswert, jedoch nicht unbedingt notwendig.

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ARGE Workshopkatalog 2013

ETC Graz

Referentinnen: Mag. Alexandra Stocker, Wissenschaftliche Mitarbeiterin und Menschenrechtsbildnerin am ETC Graz Mag.a Barbara Schmiedl, Pädagogin, Menschenrechtsbildnerin am ETC Graz Simone Philipp, MA, Wissenschaftliche Mitarbeiterin und Menschenrechtsbildnerin am ETC Graz Erreichbarkeit über die: ARGE Jugend gegen Gewalt und Rassismus Tel.: 0316/90370 - 100, 03862/57 380 e-mail: graz@argejugend.at, bruck@argejugend.at; www.argejugend.at

Thema:

2.13 „Hätt‘ ich doch was gesagt ...!“ – Strategien gegen Stammtischparolen

Zielsetzung:

Wissen über Struktur und Wirkungsweise von diskriminierenden Sprüchen vermitteln; Stärkung der Fähigkeit, diesen gezielt und strategisch überlegt entgegenzutreten Der Stoßseufzer „Hätte ich doch was gesagt!“ thematisiert den schalen Nachgeschmack und die Hilflosigkeit, die oftmals von der Auseinandersetzung mit rassistischen, sexistischen oder anderen ausgrenzenden Parolen bleiben. Der halbtägige Workshop richtet sich an alle, die nicht mehr passiv zuhören wollen, wenn diskriminierende Parolen und Stammtischsprüche verkündet werden. Er soll anhand von Rollenspielen und Gruppenarbeiten eine kurze Einführung in Handlungsformen und angemessene Strategien in schwierigen Situationen bieten sowie dazu ermuntern, Partei zu ergreifen für Menschenrechte, Gewaltfreiheit und Respekt. Ablauf: • Vorstellung, Einstieg und Erfahrungen • Der Umgang mit Stammtischparolen ist schwierig, weil ... • Brainstorming: Stammtischparolen • Rollenspiel zu einer ausgewählten Parole • Analyse und Reflexion des Rollenspiels • Sammlung von Strategien • Theorieinput in Stichworten • Arbeitsgruppen - Erarbeiten und Ausprobieren von Gegenstrategien • Präsentation im Plenum • Abschlussdiskussion und Feedback Brainstorming, Rollenspiel, Gruppenarbeit, Diskussionen 4-8 Unterrichtseinheiten Räumlichkeiten/Klassenzimmer in der Schule, Flipchart oder Tafel, Pinnwand Eine Klasse Keine Vorbereitung notwendig. Zur Nachbereitung bieten sich eventuell eine kreative Auseinandersetzung mit Stammtischsprüchen und die Gestaltung eigener Plakate an. Der Workshop kann auch im Paket mit den Materialien der ETCKampagne GANZ RECHT!, die 24 Stammtischsprüche den jeweiligen Artikeln der Europäischen Menschenrechtskonvention gegenüberstellt (siehe www.etcgraz.at), gebucht werden: - Wanderausstellung im Format A1, gerahmt und mit Versandkisten - Plakate im Format A1 für Straßenaktionen, insgesamt 24 Motive - Plakate im Format A3, insgesamt 24 Motive - Postkarten, insgesamt 24 Motive - Didaktische Tipps für Lehrkräfte - Broschüre „Anleitung zum GEGENREDEN“ mit Hintergrundinformation, Gegenargumenten und Strategien gegen Stammtischparolen

Inhalt:

Angewandte Methoden: Zeitausmaß: Benötigte Ressourcen: Max. TeilnehmerInnenzahl: Was soll im Unterricht für Ihr Angebot vorbereitet/nachbereitet werden?

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Harald Rosenkranz

Kontakt: Steirische Behindertenhilfe, Franz-Josef-Straße 3, 8200 Gleisdorf Referent: Harald Rosenkranz, Vortragender Erreichbarkeit über die: ARGE Jugend gegen Gewalt und Rassismus Tel.: 0316/90370 - 100, 03862/57 380 e-mail: graz@argejugend.at, bruck@argejugend.at; www.argejugend.at

Thema:

2.14 Behindert – na und?

Zielsetzung:

Angewandte Methoden:

Hinschauen lernen und die Freuden, Hoffnungen und die positive Alltagsbewältigung der Menschen mit Behinderung entdecken! Verständnis wecken für die Sorgen, Ängste und Nöte von Menschen mit Behinderung! Offen sein für Menschen, die so leben möchten wie andere auch! Behinderungsarten und persönliche Entwicklung des Referenten; Reflexionen über Erfahrungen mit nichtbehinderten Menschen im Alltag; Sensibilisierung für die Situation in der Arbeitswelt; Umgang mit dem Rollstuhl Vortrag

Zeitausmaß: Benötigte Ressourcen:

2 UE Overhead oder Beamer mit Laptop, Videorekorder oder DVD-Player

Maximale TeilnehmerInnenzahl: Was soll im Unterricht für Ihr Angebot vorbereitet/nachbereitet werden?

Eine Klasse

Inhalt:

Es ist keine Vorbereitung im Unterricht notwendig.

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OutdoortrainerInnen

Kontakt: Mag. Peter Bartl Erreichbarkeit über die: ARGE Jugend gegen Gewalt und Rassismus: Tel.: 0316/90370 - 100, 03862/57 380 e-mail: graz@argejugend.at, bruck@argejugend.at; www.argejugend.at

Thema:

2.15 Outdoor aktiv Mit Spaß und Spannung die eigene Persönlichkeit erfahren und stärken

Zielsetzung:

Die eigene Wertigkeit an die richtige Position setzen Körper und Kopf übereinstimmen Selbstvertrauen und Verantwortung für sich und die Mitmenschen steigern

Inhalt:

Wir beschäftigen uns mit der Stärkung des Vertrauens in sich und die anderen Erfolgreich sein im Team – miteinander statt gegeneinander Recht haben und die eigene Wichtigkeit Aggression positiv ausleben Koordinations- und Balanceübungen in Verbindung mit Sympathie und Gruppendynamik Neue Zugänge zur Natur werden aufgezeigt Geben ist seeliger denn Nehmen Warum Neid nichts bringt Emotionen und Einfluss auf die Körperhaltung

Angewandte Methoden: Zeitausmaß:

Integrative Outdoor-Aktivitäten, Selbstreflexion, Kopf- und Körpertraining (K&K) 6-8 UE

Benötigte Ressourcen:

Naturumgebung (Wiese, Wald oder Spielplatz), Raum von Vorteil, Schreibunterlagen von Vorteil

Maximale TeilnehmerInnenzahl: Was soll im Unterricht für Ihr Angebot vorbereitet/nachbereitet werden?

Eine Klasse Keine Vorbereitung notwendig, Nachbereitung auf alle Fälle von Vorteil

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3.

Pr채vention von Gewalt an Kindern

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kija Steiermark

Kontakt: kinder+Jugendanwaltschaft für das Land Steiermark Tel: 0316/877 4921 e-mail: kija@stmk.gv.at

Thema:

3.1 Kinderrechte kennen lernen – Grenzen akzeptieren

Zielsetzung:

Kennen lernen der wichtigsten Kinderrechte Wissen um die Kinderrechtskonvention Raum schaffen zur reflektierten Betrachtung von Themen Aufzeigen von Meinungsvielfalt und Ermutigung zur Meinungsäußerung Förderung der Akzeptanz und Toleranz Im Workshop werden mittels unterschiedlicher Methoden kind- und jugendgerecht die Kinderrechte dargestellt, erläutert und aufbereitet. In Gesprächen und Gruppenarbeiten besteht die Möglichkeit, sich mit den Zielen und Auswirkungen der Kinderrechtekonvention zu beschäftigen. Die TeilnehmerInnen werden dazu angeregt, sich mit der Situation der Kinder in der Welt und auch mit ihrer eigenen zu beschäftigen. Es wird der Bezug zum Lebensalltag der TeilnehmerInnen hergestellt, indem wir uns Gedanken darüber machen, was die Inhalte der Kinderechtekonvention in Bezug auf das eigene Verantwortungsgefühl, respektvollen Umgang untereinander, das eigene Familienleben, das Leben in der Gemeinde/Stadt, in der Schule etc. bedeuten. Abschließend erhalten die Kinder eine Urkunde, welche sie als KinderrechtsexpertInnen ausweist. Workshop Die Inhalte werden den Kindern und Jugendlichen auf interaktive bzw. spielerische Weise vermittelt und altersentsprechend adaptiert.

Inhalt:

Angewandte Methoden:

Zeitausmaß:

2 UE

Benötigte Ressourcen:

Keine

Maximale TeilnehmerInnenzahl: Was soll im Unterricht für Ihr Angebot vorbereitet/nachbereitet werden?

Eine Klasse der ersten bis vierten Schulstufe Es sind keine besonderen Vorbereitungen notwendig.

Dieser Workshop ist kostenlos über die kija erhältlich

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kija Steiermark

Kontakt: kinder+Jugendanwaltschaft für das Land Steiermark Tel: 0316/877 4921 e-mail: kija@stmk.gv.at

Thema:

3.2 Jugendschutz und weitere Schutzrechte

Zielsetzung:

Dieser Workshop hat zum Ziel, die Jugendlichen zu eigenverantwortlichem Handeln anzuregen und durch selbständiges Erarbeiten der Inhalte neue Blickwinkel in Bezug auf das Jugendgesetz sowie weitere Schutzrechte (Sexualität, Internet, Straffälligkeit, etc.) aufzuzeigen.

Inhalt:

Im Workshop werden die relevantesten Punkte des Gesetzes in Form von Theorieinputs und anhand von konkreten Beispielen dargestellt. Zudem findet eine inhaltliche Auseinandersetzung passend zur Materie (z. B. Umgang mit Alkohol, Rauchen etc.) in Form von Diskussion und Kleingruppenarbeit statt. Die wichtigsten Fragen, die bearbeitet werden: Wie lange darf ich unter welchen Umständen ausgehen? Welche „Vorschriften“ dürfen/können/sollen mir meine Eltern machen? Ab wann darf ich rauchen? Wie ist es mit Alkoholkonsum? Ab wann darf ich Autostoppen? Kann ich bestraft werden, wenn ich mich an Bestimmungen nicht halte? Können meine Eltern/andere bestraft werden, wenn sie sich nicht ans Gesetz halten?

Angewandte Methoden:

Workshop Der Schwerpunkt des Inhalts kann je nach Interessen der Kinder/Jugendlichen variiert werden.

Zeitausmaß:

2 UE

Benötigte Ressourcen:

Keine

Maximale TeilnehmerInnenzahl: Was soll im Unterricht für Ihr Angebot vorbereitet/nachbereitet werden?

Eine Klasse der fünften bis neunten Schulstufe Es sind keine besonderen Vorbereitungen notwendig.

Dieser Workshop ist kostenlos über die KIJA erhältlich

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4.

Extremismus und Rassismus

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ARGE Jugend

Kontakt: ARGE Jugend gegen Gewalt und Rassismus Tel.: 0316/90370 - 100, 03862/57 380 e-mail: graz@argejugend.at, bruck@argejugend.at; www.argejugend.at

Thema:

4.1 Was heißt eigentlich Rassismus? Eine Einführung in Erscheinungsformen, Funktionen und Erklärungsansätze des Rassismus und anderer Formen sozialer Ausgrenzung und Benachteiligung

Zielsetzung:

Vermittlung eines Überblickes über Bedeutungen des Rassismusbegriffes und damit zusammenhängender Formen von sozialer Ausgrenzung und Benachteiligung; Anwendung der erarbeiteten Ergebnisse auf die eigene Lebenswelt: Wo begegnen wir welchen Formen von Rassismus und sozialer Ausgrenzung? Diskussion über mögliche Strategien gegen Rassismus

Inhalt:

Das Wort „Rassismus“ ist in aller Munde, rauscht durch den Blätterwald und beansprucht moralische Stellungnahmen. Wo jedoch alle vorgeben, zu wissen, was ein Begriff bedeutet, sollten wir genauer nachfragen, was wirklich gemeint ist: Wir werden gemeinsam Begriffsdefinitionen von Rassismus erarbeiten und „verwandte“ Begriffe wie Diskriminierung, Vorurteil, Stereotyp, Xenophobie oder Ethnozentrismus kenne lernen. Drei Fragen werden in diesem Workshop diskutiert: Welche Zwecke und Funktionen erfüllen rassistische Welterklärungsmuster? Woran können wir sie erkennen? Was können wir dagegen tun?

Angewandte Methoden:

Workshoporientiertes, selbstständiges Erarbeiten der Definitionen von Rassismus anhand von bereitgestellten Materialien Reflexion und Diskussion der Ergebnisse

Zeitausmaß:

3 UE

Benötigte Ressourcen:

Räumlichkeiten, Flipchart und Overhead, Pinnwände

Maximale TeilnehmerInnenzahl: Was soll im Unterricht für Ihr Angebot vorbereitet/nachbereitet werden?

Eine Klasse Vorbereitung auf die Rassismusthematik ist im Unterricht (z.B. Rassenantisemitismus im NS-Staat) erwünscht, jedoch nicht notwendig. Günstig ist eine Weiterarbeit mit den Materialien nach dem Einsatz im Fachunterricht.

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Mag. Rainer Cebrat

Referent: Mag. Rainer Cebrat, Erziehungshelfer bei Alpha Nova GesmbH Erreichbarkeit über die: ARGE Jugend gegen Gewalt und Rassismus Tel.: 0316/90370 - 100, 03862/57 380 e-mail: graz@argejugend.at, bruck@argejugend.at; www.argejugend.at

Thema:

4.2 Betreff: „Skinheads“ Formen und Auftreten von rechtsorientierten Jugendlichen

Zielsetzung:

Spürbarmachen von Ausgrenzungserfahrungen, gemeinschaftsfördernde Aktionen, Anerkennung durch Gruppenfindung, Einblick in Gruppenbildung und dynamik.

Inhalt:

Rechtsextremismus, Jugendgesellschaftstrends, Jugendkulturen; Vorstellungsrunde mit Übungen zum Thema „Ausgrenzung“, Musikbeispiel: OiMusik, Einbringen von eigenen Erfahrungen, Präsentation von Formen rechtsorientierter Jugendgruppen (z.B.: Nazi-Skins; Videofilm, Argumente und Gegenargumente für die Faszination solcher Jugendgruppierungen) Diskussion über Lösungsmöglichkeiten (Umgang mit Jugendgruppen: Ausgrenzung oder Eingliederung in die Gesellschaft).

Angewandte Methoden:

Gruppenarbeit bzw. -dynamik, (Rollen)Spiele, Übungen, Diskussionen.

Zeitausmaß:

3 UE

Benötigte Ressourcen:

Musikanlage; Videogerät; großer Raum mit beweglichen Tischen und Stühlen; Moderationskoffer.

Maximale TeilnehmerInnenzahl: Was soll im Unterricht für Ihr Angebot vorbereitet/nachbereitet werden?

Eine Klasse Psychologie: Gruppendynamik, Soziales Lernen in Klassengemeinschaften Geschichte: neue Formen von Rechtsextremismus in der neoliberalen Gesellschaft, Skinheads

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Mag. Rainer Cebrat

Referent: Mag. Rainer Cebrat, Erziehungshelfer bei Alpha Nova GesmbH Erreichbarkeit über die: ARGE Jugend gegen Gewalt und Rassismus Tel.: 0316/90370 - 100, 03862/57 380 e-mail: graz@argejugend.at, bruck@argejugend.at; www.argejugend.at

Thema:

4.3 Im Internet nach dem „Rechten“ sehen

Zielsetzung:

Selbstständiges Arbeiten, Verstehen von Inputs, Aufbereiten von Informationen, Gesprächsbereitschaft, Diskussionsfähigkeit.

Inhalt:

Information über Rechtsextremismus bzw. rechtsorientierte Jugendliche z.B. Nazi-Skins mit Recherchen im Internet; Vorstellungsrunde, Einführung in den Rechtsextremismus; Übungsanleitung, eigenständiges Recherchieren von rechtsorientierten Gruppierungen im Internet in Kleingruppen; Aufbereitung der Ergebnisse, Diskussion über relevante Fragestellungen in der Großgruppe.

Angewandte Methoden:

Recherche im Internet mittels EDV, Übungen, Gruppenarbeit, Gruppengespräch

Zeitausmaß:

3 UE

Benötigte Ressourcen:

Genügend Internetterminals mit Ausdruckmöglichkeit; Musikanlage, Tafel oder Overhead oder Flipchart.

Maximale TeilnehmerInnenzahl: Was soll im Unterricht für Ihr Angebot vorbereitet/nachbereitet werden?

Eine Klasse Rechtsextremistische Organisationen in Österreich seit dem 2. Weltkrieg, Internetkenntnisse und Recherchefähigkeiten.

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Jugendzentrum Explosiv

Referent: Alex Mikusch, Diplomsozialpädagoge, derzeitige berufliche Tätigkeit: Jugendarbeiter, Streetworker Erreichbarkeit über die: ARGE Jugend gegen Gewalt und Rassismus Tel.: 0316/90370 - 100, 03862/57 380 e-mail: graz@argejugend.at, bruck@argejugend.at; www.argejugend.at

Thema:

4.4 Wer fürchtet sich vorm weißen Mann? – Gefahren des Rechtsextremismus

Zielsetzung:

Inhalt:

Angewandte Methoden:

Zeitausmaß: Benötigte Ressourcen: Maximale TeilnehmerInnenzahl: Was soll im Unterricht für Ihr Angebot vorbereitet/nachbereitet werden?

Umfassender Überblick zum Thema „Rechtsextremismus“ Zwischen Gerüchten und Fakten unterscheiden können Sensibilisierung, Vorurteile aufbrechen Unterscheidung zwischen Protest und Ideologie Information und Aufklärung Merkmale, Hintergründe und aktuelle Erscheinungsformen des Rechtsextremismus Bedeutung von Rechtsrock + Internet für die rechtsextreme Szene Erklärung der von der Szene verwendeten „Geheimcodes“: Symbole, Zahlencodes und Kleidungsmarken Powerpointpräsentation Offene Diskussion eventuell spielpädagogische Methoden (bei 4 UE) 2- 4 UE Unterrichtsraum mit Sitzmöglichkeiten Beamer und Projektionsfläche 1 Klasse Geschichtliches Basiswissen über Demokratie, Nationalsozialismus, Extremismus, bei dementsprechender Vorbereitung ab der 8. Schulstufe

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5.

Gewalt und Aggression

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ARGE Jugend

Kontakt: ARGE Jugend gegen Gewalt und Rassismus Tel.: 0316/90370 - 100, 03862/57 380 e-mail: graz@argejugend.at, bruck@argejugend.at; www.argejugend.at

Thema:

5.1 Zivilcourage – Eingreifen statt wegschauen?

Zielsetzung:

Inhalt:

Angewandte Methoden: Zeitausmaß: Benötigte Ressourcen: Maximale TeilnehmerInnenzahl: Was soll im Unterricht für Ihr Angebot vorbereitet/nachbereitet werden?

Für sich selbst und andere eintreten lernen; Schulung sozialer Kompetenzen wie Kooperation, Kommunikation und Empathie; positive und negative Kritik angemessen formulieren und annehmen lernen; in Bedrohungs- und Gewaltsituationen angemessen reagieren; Förderung von Selbstbewusstsein, Selbstvertrauen und Glauben an die eigene Selbstwirksamkeit; Stärkung der persönlichen Verantwortung; Förderung der Wahrnehmung eigener Lebenseinstellungen bzw. Werte; Stärkung kognitiver (Wissen über Rechte und Pflichten etc.) und sozialer Kompetenzen (u.a. Empathie, Kommunikations- und Konfliktfähigkeit); Einüben von gewaltfreien „Einmischstrategien“ und Handlungsalternativen Was bedeutet eigentlich Zivilcourage? Wie begegne ich Angriffen, Aggressionen, Ängsten oder Situationen, in denen „ich alleine dastehe“? Gefühle wahrnehmen und zum Ausdruck bringen; Ängste und Grenzen des Eingreifens und Handelns ausloten und die Diskrepanz zwischen Wissen und Umsetzung bewusst machen; kreative Abwehr- und Eingreiftechniken erlernen; Umsetzung des Erlernten und Erprobten im Schulalltag; verbale Selbstbehauptung trainieren. In Rollenspielen werden Strategien und Verhaltensweisen erprobt und trainiert; Film, Gruppenarbeit, Diskussion, Einzelarbeit 3 - 4 UE DVD-Player und Fernseher eine Klasse Es bedarf keiner Vorbereitung des Workshops. Die TeilnehmerInnen sollten Interesse an aktivem und couragiertem Handeln mitbringen. Gewonnene Ergebnisse sollten im Rahmen des sozialen Lernens reflektiert und weiterbearbeitet werden.

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ARGE Jugend

Kontakt: ARGE Jugend gegen Gewalt und Rassismus Tel.: 0316/90370 - 100, 03862/57 380 e-mail: graz@argejugend.at, bruck@argejugend.at; www.argejugend.at

Thema:

5.2 Aggressionen im Griff – Training zur Verbesserung der Handlungskompetenz

Zielsetzung:

Inhalt:

Angewandte Methoden:

Zeitausmaß: Benötigte Ressourcen: Maximale TeilnehmerInnenzahl: Was soll im Unterricht für Ihr Angebot vorbereitet/nachbereitet werden?

Stärkung der Opfer und Sensibilisierung der TäterInnen; Aushalten von Provokationen und Reduzierung der Wahrnehmung von Feindseligkeit; konstruktiver Umgang mit Konfliktsituationen und aggressionsgeladenen Gefühlen; eigene Stärken und Schwächen erkennen und schätzen lernen; Förderung von Toleranz und Akzeptanz als gewaltpräventive Maßnahme; Erkennen der eigenen Empfindungen in Konfliktsituationen; Wahrnehmung der eigenen TäterIn-OpferDisposition Handlungsalternativen in gewaltträchtigen Situationen entwickeln und erproben; Definition von Gewalt (seelisch vs. körperlich) und der TäterIn-OpferStrukturen; Jugendliche lernen eigene Empfindungen in Bezug auf Beleidigungen, Rempeleien, Provokationen besser erkennen (Motto „Was bringt mich auf die Palme?“); Aggressionen als natürliches Gefühl akzeptieren; Selbstexploration als TäterIn, Opfer und ZuschauerIn; Auseinandersetzung mit positiven und negativen Persönlichkeitsanteilen und Analyse von Konflikttypen; Kommunikationsstrukturen und Körpersprache analysieren; das Risiko „Waffe“ Körperbetonte, erlebnisorientierte Spiele; Wahrnehmungs- und Ausdruckübungen; Übungen für den Umgang mit Provokationen; Körpersprache (Haltung, Stimme), Distanz und Nähe, selbstsicheres Auftreten; Interaktive Übungen 3 bis 4 UE Turnsaal/Gymnastikraum, DVD-Player, Fernseher eine Klasse Es ist keine Vorbereitung notwendig; die gewonnenen Ergebnisse sollten jedoch im Rahmen des sozialen Lernens reflektiert werden.

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Jugendzentrum Explosiv

Referent: Rene Molnar, Jugend- und Kulturarbeiter, Geschäftsführer des Jugendkulturzentrums Explosiv Erreichbarkeit über die: ARGE Jugend gegen Gewalt und Rassismus Tel.: 0316/90370 - 100, 03862/57 380 e-mail: graz@argejugend.at, bruck@argejugend.at; www.argejugend.at

Thema:

5.3 Musik und Gewalt I

Zielsetzung:

Erhöhung der Reflexionsfähigkeit bezüglich versteckter, manipulativer Botschaften in der Musik und deren Auswirkungen auf Jugendliche

Inhalt:

Textbesprechung von Hörbeispielen Hintergrundinformationen zu den betroffenen Jugendkulturszenen

Angewandte Methoden:

Hörbeispiele, Vortrag, Diskussion, Videobeispiele

Zeitausmaß:

2-4 UE

Benötigte Ressourcen:

Tonanlage (DVD-Player, CD-Player, Plattenspieler) Videorekorder, Fernseher (besser wäre Videobeamer mit Computeranschluss und entsprechender Tonanlage)

Maximale TeilnehmerInnenzahl: Was soll im Unterricht für Ihr Angebot vorbereitet/nachbereitet werden?

Eine Klasse Die Erfahrung zeigt, dass die TeilnehmerInnen dieses Angebots offener und diskussionsfreudiger sind, wenn keine Aufsichtspersonen anwesend sind.

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Jugendzentrum Explosiv

Referent: Rene Molnar, Jugend- und Kulturarbeiter, Geschäftsführer des Jugendkulturzentrums Explosiv Erreichbarkeit über die: ARGE Jugend gegen Gewalt und Rassismus Tel.: 0316/90370 - 100, 03862/57 380 e-mail: graz@argejugend.at, bruck@argejugend.at; www.argejugend.at

Thema:

5.4 Musik und Gewalt II

Zielsetzung:

Erhöhung der Reflexionsfähigkeit bezüglich versteckter, manipulativer Botschaften in der Musik und deren Auswirkungen auf Jugendliche

Inhalt:

Eine der Jugendkulturszenen, welche mit den Jugendlichen in „Musik und Gewalt I“ besprochen wurde, wird speziell beleuchtet.

Angewandte Methoden:

Hörbeispiele, Vortrag, Diskussion, Videobeispiele

Zeitausmaß:

2 UE

Benötigte Ressourcen:

Tonanlage (DVD-Player, CD-Player, Plattenspieler) Videorekorder, Fernseher (besser wäre Videobeamer mit Computeranschluss und entsprechender Tonanlage)

Maximale TeilnehmerInnenzahl: Was soll im Unterricht für Ihr Angebot vorbereitet/nachbereitet werden?

Eine Klasse Voraussetzung: Modul „Musik und Gewalt I“

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ARGE Jugend

Kontakt: ARGE Jugend gegen Gewalt und Rassismus Tel.: 0316/90370 - 100, 03862/57 380 e-mail: graz@argejugend.at, bruck@argejugend.at; www.argejugend.at

Thema:

5.5 Piefke, Kümmeltürk und Spaghettifresser! „Gewaltige“ Vorurteile

Zielsetzung:

Sensibilisierung der Sprache Die eigene kulturelle Sozialisation reflektieren Kultureller Vielfalt offen begegnen und Unterschiede als Bereicherung für das persönliche Lebensumfeld erleben Eigene Wertestandpunkte überprüfen, eigene Vorurteile erkennen und an jenen arbeiten

Inhalt:

Es wird gemeinsam mit den Jugendlichen versucht, ein breites Spektrum an Vorurteilen darzulegen und deren Wirkung und Funktion zu erläutern. Thematisieren von Begriffen wie „Vorurteile“, „Stereotype“, „Diskriminierung“ Strategien und Entwicklung von Handlungsvorschlägen gegen Vorurteile und Diskriminierung

Angewandte Methoden: Zeitausmaß: Benötigte Ressourcen: Maximale TeilnehmerInnenzahl: Was soll im Unterricht für Ihr Angebot vorbereitet/nachbereitet werden?

Gruppenarbeit, Diskussion, Rollenspiel 2 -3 UE DVD-Player oder Video-Rekorder Eine Klasse Es ist keine Vorbereitung notwendig.

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ARGE Jugend

Kontakt: ARGE Jugend gegen Gewalt und Rassismus Bettina Renzler, MA Tel.: 03862/57 380 e-mail: graz@argejugend.at, bruck@argejugend.at; www.argejugend.at

Thema:

5.6 „Des schau i ma an…“ – Vorurteile und Stereotype und ihre Medienpräsenz

Zielsetzung:

Auseinandersetzung mit dem Unterschied von Stereotypen und Vorurteilen Aufzeigen der positiven und negativen Eigenschaften sowie Funktionen von Stereotypen und Vorurteilen Darstellung der Medienpräsenz von stereotypen Bildern und Vorurteilen

Inhalt:

Der Unterschied zwischen Stereotypen und Vorurteilen wird spielerisch erarbeitet. Gemeinsam wird dann versucht, dem WOZU von diesem Phänomen auf den Grund zu gehen. Dann werden Ausschnitte aus Österreichischen Filmen präsentiert und analysiert. Dadurch soll ein Bewusstsein für die alltägliche Präsenz von Stereotypen und Vorurteilen geschaffen werden sowie ein gesunder Umgang mit diesen erlernt werden.

Angewandte Methoden:

Gruppenarbeit, Diskussion

Zeitausmaß: Benötigte Ressourcen:

2-3 UE Beamer oder jedenfalls eine Projektionsfläche, Flipchart oder Tafel

Maximale TeilnehmerInnenzahl: Was soll im Unterricht für Ihr Angebot vorbereitet/nachbereitet werden?

Eine Klasse Es ist keine Vorbereitung notwendig.

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Peter Webhofer

Referent: Peter Webhofer, MA Erreichbarkeit über die: ARGE Jugend gegen Gewalt und Rassismus Tel.: 0316/90370 - 100, 03862/57 380 e-mail: graz@argejugend.at, bruck@argejugend.at; www.argejugend.at

Thema:

5.7 Richtiger Umgang mit neuen Medien – Herausforderung Web 2.0

Zielsetzung:

Inhalt:

Angewandte Methoden:

Zeitausmaß: Benötigte Ressourcen: Maximale TeilnehmerInnenzahl: Was soll im Unterricht für Ihr Angebot vorbereitet/nachbereitet werden?

Mit dem Aufkommen von neuen Medien, insbesondere mit der Weiterentwicklung des Internets, sind neue Formen von Gewalt entstanden (Mobbing im Internet, Datenmissbrauch, Handymissbrauch etc.). Diese Formen der Gewalt zu erkennen und Möglichkeiten zu entwickeln, aktiv dagegen aufzutreten, ist Ziel dieses Workhsops. Teilnehmende werden für Formen der Gewalt in den neuen Medien sensiblisiert und reflektieren ihren eigenen Umgang und ihr persönliches Verhalten im Netz. Sie entwickeln Kompetenzen im Umgang mit den neuen Formen der Gewalt und kennen Maßnahmen der Prävention auf einer persönlichen Ebene. Der Workshop macht die teilweise versteckten Formen der Gewalt im Internet sichtbar, klärt über die Wirkungsmechanismen auf und zeigt Möglichkeiten, sich davor zu schützen. Im Rahmen des Seminars werden folgende Fragen behandelt: 1. Welche Gewaltpotentiale lauern im Netz bzw. in neuen Medien? 2. Wo trage ich selber zu Gewalt (z.B. Cyber-Mobbing) im Netz bei? 3. Was tue ich gegen Gewalt (z.B. bei Mobbing im Netz)? 4. Wie kann ich mich gut schützen? 5. Wie kann ich das Internet sicher und verantwortungsvoll nutzen? 6. Welche rechtlichen Rahmenbedingungen gibt es? 7. Wo bekomme ich Hilfe und rechtlichen Rat? Kurzinputs, persönliche Reflexion des Umgangs mit neuen Medien, Diskussion und Erarbeitung von Leitlinien, vertiefende Auseinandersetzung in der eigenen Facebook- Gruppe „Social Media SICHER nutzen“ 3 UE Flipchart, Beamer eine Klasse bzw. Elternabend Es ist keine Vorbereitung notwendig.

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ARGE Jugend

Referent: Peter Webhofer, MA Erreichbarkeit über die: ARGE Jugend gegen Gewalt und Rassismus Tel.: 0316/90370 - 100, 03862/57 380 e-mail: graz@argejugend.at, bruck@argejugend.at; www.argejugend.at

Thema:

5.8 Facebook, Youtube und Co sicher und verantwortungsvoll nutzen – Medienkompetenz für SchülerInnen und Eltern

Zielsetzung:

Inhalt:

Angewandte Methoden:

Zeitausmaß: Benötigte Ressourcen: Maximale TeilnehmerInnenzahl: Was soll im Unterricht für Ihr Angebot vorbereitet/nachbereitet werden?

Soziale Online-Medien wie Facebook oder Youtube prägen den Alltag von jungen Menschen. Ein verantwortungsvoller und sicherer Umgang erfordert neue (Medien-) Kompetenzen. Der Aufbau dieser Kompetenzen ist Zielsetzung des Workshops: Teilnehmende haben einen Überblick über die aktuellen Entwicklungen und über Chancen und Gefahren im Bereich Social Media (Facebook, Youtube, Chat etc.). Sie setzen sich mit ihrem eigenen Netz-Verhalten aktiv auseinander und lernen das „Mitmach-Internet“ sicher und verantwortungsvoll zu nutzen. Weiters kennen sie wichtige Maßnahmen der Prävention und notwendige kommunikative und rechtliche Schritte im Falle von Problemen im Internet (Beratungsstellen, Rechtsbeistand, Infomöglichkeiten, z.B. Saferinternet etc.). Vortrag, persönliche Reflexion und Diskussion haben das Ziel, die Teilnehmenden zu sensibilisieren und sie auf die möglichen Gefahren aus dem Web 2.0 hinzuweisen. Die folgenden Themenbereiche werden behandelt: 1. Wie funktionieren soziale Netzwerke überhaupt? 2. Wie kann ich das Netz sicher nutzen? 3. Wie kann ich mich und andere im Netz gut schützen (mein Ruf, Datenschutz, Privatsphäre, Cyber-Mobbing, Passwörter etc.)? 4. Wie sollte ich mich im Netz verhalten? 5. Welche Möglichkeiten der Prävention gibt es? 6. Wie schaut es mit dem rechtlichen Rahmen aus? 7. Was mache ich, wenn ich im Netz Probleme hab (Cyber-Mobbing, Datenmissbrauch, Gewalt etc.)? Teilnehmende können im Rahmen des Seminars ihre persönlichen Erfahrungen, Themen und Fragen einbringen. Kurzinput, persönliche Reflexion des Umgangs mit Social Media, Diskussion und Erarbeitung von Leitlinien, vertiefende Auseinandersetzung in der eigenen Facebook-Gruppe „Social Media SICHER nutzen“ 3 UE Flipchart, Beamer eine Klasse bzw. Elternabend

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ARGE Jugend

Referent: Peter Webhofer, MA Erreichbarkeit über die: ARGE Jugend gegen Gewalt und Rassismus Tel.: 0316/90370 - 100, 03862/57 380 e-mail: graz@argejugend.at, bruck@argejugend.at; www.argejugend.at

Thema:

5.9 Chancen und Gefahren im Web 2.0 und Handyalltag – Medienkompetenz für SchülerInnen und Eltern

Zielsetzung:

TeilnehmerInnen sollen Chancen und Gefahren von Handy und Web 2.0 kennen lernen und das „Mitmach-Internet“ sicher und verantwortungsvoll nutzen, Maßnahmen zur Prävention kennen und bei Bedarf kommunikative und rechtliche Schritte einleiten können. (Rechtsbeistand, Meldestellen des Bundesministeriums, Beratungsstellen, Saferinternet etc.) Der Vortrag und die Diskussionsrunde haben das Ziel, die TeilnehmerInnen zu sensibilisieren und auf die vielfältigen Gefahren aus dem Web 2.0 hinzuweisen. Gewaltverherrlichung, sexueller Missbrauch in Chat-Rooms, Mehrwertnummern, Viren, Datenmissbrauch, Dialer, Sozialnetzwerke, Videoplattformen, Happy Slapping, Cyberbullying u.s.w.

Inhalt:

Angewandte Methoden: Zeitausmaß: Benötigte Ressourcen:

3 UE Flipchart, Tonanlage (CD-Spieler). Ein großer Raum, am besten ein kleiner Turnsaal. Bewegungsfreundliche Kleidung ist erwünscht!

Maximale TeilnehmerInnenzahl: Was soll im Unterricht für Ihr Angebot vorbereitet/nachbereitet werden?

eine Klasse bzw. Elternabend

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ETC Graz

Referentinnen: Mag.a Alexandra Stocker: Wissenschaftliche Mitarbeiterin und Menschenrechtsbildnerin am ETC Graz Mag.a Barbara Schmiedl: Pädagogin, Menschenrechtsbilderin am ETC Graz Erreichbarkeit über die: ARGE Jugend gegen Gewalt und Rassismus Tel.: 0316/90370 - 100, 03862/57 380 e-mail: graz@argejugend.at, bruck@argejugend.at; www.argejugend.at

Thema:

5.10 Schau nicht weg! Zivilcourage gegen Rassismus und Diskriminierung

Zielsetzung:

Der Spot „Schau nicht weg!“ und die Auseinandersetzung damit soll einerseits dazu beitragen, ein Bewusstsein dafür zu schaffen, was Rassismus und Diskriminierung im Alltag, speziell in der Schule, bedeuten und andererseits eine Motivation für SchülerInnen sein, verstärkt gegen rassistische Diskriminierung aufzutreten und auch in ihrem Umfeld mehr Zivilcourage und solidarisches Engagement einzufordern.

Inhalt:

Durch Medien, Gesellschaft und Politik spuken rassistische, menschenrechtsverachtende und diskriminierende Parolen, die in ihrer einfachen, hetzerischen Sprache und ihrer Komplexitätsreduktion vor allem auch Jugendliche ansprechen. Die Zahl rechtsextrem und rassistisch motivierter Übergriffe steigt Berichten der Antidiskriminierungsstelle Steiermark, ZARAs oder der EUGrundrechteagentur zufolge seit Jahren an. Auch PolitikerInnen betreiben teils offen Hetze gegen in erster Linie AusländerInnen und MigrantInnen. Rassismus kann damit längst nicht mehr als „Randgruppenphänomen“, sondern aufgrund seiner zunehmenden Gesellschaftsfähigkeit als Herausforderung für alle BürgerInnen in einer zivilcouragierten Gesellschaft betrachtet werden. Vor diesem Hintergrund haben das ETC Graz und Helping Hands Graz gemeinsam mit SchülerInnen der HLW Sozialmanagement Graz den Spot „Schau nicht weg!“ produziert, um dieser bedenklichen Entwicklung durch Bewusstseinsbildung entgegenwirken zu können. Dieser Spot soll im Zentrum des Workshops stehen. Ausgehend von seiner Handlung werden Grundfragen zu Rassismus, Diskriminierung und Menschenrechten aufgegriffen und gemeinsam bearbeitet: Was bedeutet Rassismus? Was bedeutet Diskriminierung? In welchen Formen äußert er/sie sich in unserer Gesellschaft? Welche Konsequenzen hat rassistisches, diskriminierendes Verhalten? Welche rechtlichen Grundlagen gibt es gegen rassistische Diskriminierung? Was kann ich tun? An wen kann ich mich wenden? Was bedeutet Zivilcourage?

Angewandte Methoden:

Auf Basis des Spots kommen in Abstimmung mit den SchülerInnen, je nach ihren Bedürfnissen und Wünschen, verschiedenste interaktive Methoden zum Einsatz. Neben der Bereitstellung von inhaltlichen Informationen und Materialien, soll es im Rahmen des Workshops in erster Linie die Möglichkeit zur Diskussion und Reflexion geben. Um die SchülerInnen dabei zu unterstützen, werden u. a. Gruppenübungen und Rollenspiele durchgeführt. Die konkrete Planung erfolgt nach Anfrage in Absprache mit den Zuständigen, je nach Schulklasse, Altersstufe, besonderen Interessen, Vorkenntnissen etc.

Zeitausmaß: Benötigte Ressourcen:

4 UE Räumlichkeiten/Klassenzimmer in der Schule, DVD Player/ Fernsehgerät, Flipchart, Pinnwand Eine Klasse

Maximale TeilnehmerInnenzahl: Was soll im Unterricht für Ihr Angebot

Zur Vorbereitung können (aber müssen nicht notwendigerweise) im Unterricht die Begriffe Rassismus, Diskriminierung und Zivilcourage aufgegriffen und in

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vorbereitet/nachbereitet werden?

ihren Kernelementen erl채utert und diskutiert werden. Im Anschluss an den Workshop kann der Spot im Sinne der Nachhaltigkeit auch f체r andere Klassen oder Schulen bereitgestellt werden (Informationen unter 0316 322 888 1).

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ETC Graz

Referentinnen: Mag. Alexandra Stocker: Wissenschaftliche Mitarbeiterin und Menschenrechtsbildnerin am ETC Graz Mag.a Barbara Schmiedl: Pädagogin, Menschenrechtsbilderin am ETC Graz

Erreichbarkeit über die: ARGE Jugend gegen Gewalt und Rassismus Tel.: 0316/90370 - 100, 03862/57 380 e-mail: graz@argejugend.at, bruck@argejugend.at; www.argejugend.at

Thema:

5.11 DAS BOOT IST VOLL – Ein DKT-Spiel rund um Diskriminierung

Zielsetzung:

Inhalt:

Angewandte Methoden: Zeitausmaß: Benötigte Ressourcen: Maximale TeilnehmerInnenzahl: Was soll im Unterricht für Ihr Angebot vorbereitet/nachbereitet werden?

Die TeilnehmerInnen erleben durch Übernahme „ihrer“ Rollenpersönlichkeiten strukturelle Ungleichheiten und Diskriminierungsprozesse und erwerben Basisinformationen über die rechtlichen Grundlagen von Diskriminierung. Einer wird gewinnen! Oder eine? Egal – jedenfalls haben alle die gleiche Chance ... oder etwa nicht? Das Spiel DAS BOOT IST VOLL bildet nach dem Muster des klassischen DKT wirtschaftliche und Arbeitsmarktprozesse ab. Während aber beim Vorbild das Spielen trotz Lokalkolorits im gesellschaftsfreien Vakuum stattfindet und alle SpielerInnen dieselben Bedingungen vorfinden, sorgen bei DAS BOOT IST VOLL Rollenkarten (Frau/Mann, Mitglied der Mehrheits-/Minderheitsbevölkerung, Ausbildung, Alter, Behinderung) für realitätsnahe unterschiedliche Voraussetzungen. Der Lerneffekt des Spiels beruht darauf, die SpielerInnen durch eigenes Erleben von unterschiedlichen Ausgangsbedingungen und (teilweise mehrfachen) Diskriminierungen dafür zu sensibilisieren, dass die gesellschaftlichen Bedingungen eben nicht für alle gleich sind. Spielworkshop – Brettspiel mit abschließender Reflexion und Diskussion; fachlicher Input/Vortrag und ergänzende Übungen sind möglich. 3-4 UE Räumlichkeiten/Klassenzimmer in der Schule, Flipchart, Pinnwand, evtl. Computer mit Internetzugang und Beamer Eine Klasse Wünschenswert wäre es, im Unterricht Grundzüge der einschlägigen Gesetzgebung (Antidiskriminierungs-, Fremden-, Asylrecht usw.) zur Festigung zu erarbeiten. Das Spiel selbst kann auf www.das-boot-ist-voll.at auch online gespielt bzw. das erläuternde Glossar mit den rechtlichen Grundlagen für den Unterricht verwendet werden.

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6. Menschenrechte, Frieden und Demokratie

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ARGE Jugend

Kontakt: Mag. Franz Stangl Derzeitige berufliche Tätigkeit: Mitarbeiter im Zeitgeschichte-Labor Erreichbarkeit über die: ARGE Jugend gegen Gewalt und Rassismus Tel.: 0316/90370 - 100, 03862/57 380 e-mail: graz@argejugend.at, bruck@argejugend.at; www.argejugend.at

Thema:

6.1 Erschossen, gesteinigt, gehängt! Die Todesstrafe als straffrechtliche Normalität

Zielsetzung:

Kritische Auseinandersetzung mit dem Thema „Todesstrafe“. Erweiterung des eigenen Wissens bezüglich der Geschichte und Methoden der Todesstrafe. Kenntnisse um gesellschaftliche Aspekte hinsichtlich der Exekution oder Abschaffung der Todesstrafe.

Inhalt:

Angewandte Methoden:

Im Großteil der Staaten unserer Erde ist die Todesstrafe Bestandteil des Strafrechts. Jährlich werden tausende Menschen zu Tode gebracht. Nicht nur rückständige, unzivilisierte Staaten sind es, die diese Strafmaßnahmen vorsehen, sondern auch fortschrittliche, der Demokratie und Freiheit verpflichtende Länder wie etwa die USA und Japan. Delikte wie Ehebruch oder Homosexualität, die hierzulande straffrei sind, können anderswo mit dem Tod bestraft werden. Der Workshop versucht folgende Fragen zu beantworten: Wo gibt es die Todesstrafe und wo nicht (mehr)? Welche Methoden der Todesstrafe gibt es? Worauf steht die Todesstrafe? Wie sieht die Situation in Europa aus? Wann wurde in Österreich die Todesstrafe abgeschafft? Gibt es Gruppen innerhalb einer Gesellschaft, die stärker von der Todesstrafe bedroht sind, etwa, weil sie eine andere Hautfarbe haben? Bei Bedarf können nach Absprache spezielle Inhalte vereinbart werden. Impulsreferat, Film, Gruppenarbeit, Anschauungsmaterial

Zeitausmaß:

Mindestens 2 UE

Benötigte Ressourcen:

DVD- bzw. Video-Recorder, Overhead-Projektor

Maximale TeilnehmerInnenzahl: Was soll im Unterricht für Ihr Angebot vorbereitet/nachbereitet werden?

Eine Klasse Es ist keine Vorbereitung im Unterricht notwendig.

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ARGE Jugend

Kontakt: ARGE Jugend gegen Gewalt und Rassismus Tel.: 0316/90370 - 100, 03862/57 380 e-mail: graz@argejugend.at, bruck@argejugend.at; www.argejugend.at

Thema:

6.2 Menschenrechts-Millionenshow Was sind eigentlich Menschenrechte? Was bedeutet Frieden, Demokratie, Globalisierung und Multikulturalität?

Zielsetzung:

Inhalt:

Angewandte Methoden: Zeitausmaß: Benötigte Ressourcen: Maximale TeilnehmerInnenzahl: Was soll im Unterricht für Ihr Angebot vorbereitet/nachbereitet werden?

Sensibilisierung für die UN-Menschenrechtsdeklaration; Spielerische Wissensvermittlung und Sensibilisierung zu den Themen Menschenrechte, Friedenspolitik, Demokratie, Globalisierung und Multikulturalität Erarbeitung der Themenbereiche; Spielerische Vertiefung durch Aufbereitung der Themenbereiche in Form einer Quizshow; Preisverleihung für die Gewinner Input, Gruppenarbeit, Film, Quiz 2 UE DVD-Player, Fernseher eine Klasse Anhand im Vorfeld übermittelter Handouts zu den oben genannten Themenbereichen sollte sich die Klasse mit diesen bereits auseinandergesetzt haben.

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ARGE Jugend

Kontakt: ARGE Jugend gegen Gewalt und Rassismus Tel.: 0316/90370 - 100, 03862/57 380 e-mail: graz@argejugend.at, bruck@argejugend.at; www.argejugend.at

Thema:

6.3 Armut und Reichtum in Österreich, der Rand in unserer Mitte

Zielsetzung:

Inhalt:

Angewandte Methoden: Zeitausmaß: Benötigte Ressourcen: Maximale TeilnehmerInnenzahl: Was soll im Unterricht für Ihr Angebot vorbereitet/nachbereitet werden?

Vermittlung eines Überblickes über die Bedeutung von Arm und Reich. Anhand des Armuts- und Reichtumsberichtes für Österreich soll das damit zusammenhängende Wissen und Bewusstsein im Dialog gestärkt werden. Kritische Auseinandersetzung mit den beiden Enden einer immer mehr auseinander klaffenden Schere – Armut und Reichtum – der Rand in unserer Mitte. Österreich ist eines der reichsten Länder der Welt. Reichtum nimmt in Österreich stark zu, aber auch die Armut wächst. Was heißt es in Österreich arm zu sein, wie viele Menschen sind von Armut betroffen? Was ist Reichtum – wie und in welcher Form tritt Reichtum auf? Umverteilungsprozesse und deren gesellschaftliche Folgen in Österreich, in Europa und weltweit. Input, Filmausschnitt, Gruppenarbeit, Diskussion und Argumentation – Workshop, Planspiel 2-3 UE Sesselkreis, Flipchart, DVD Player - alle weiteren Materialien bringt der/die ReferentIn mit. eine Klasse Es ist keine Vorbereitung notwendig.

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XENOS – Verein zur Förderung soziokultureller Vielfalt

Referent: Mag. Joachim Hainzl, Sozialpädagoge, Werbejournalist Erreichbarkeit über die: ARGE Jugend gegen Gewalt und Rassismus Tel.: 0316/90370 - 100, 03862/57 380 e-mail: graz@argejugend.at, bruck@argejugend.at; www.argejugend.at

Thema:

6.4 Stop the war before it starts! – Friedensbewegungen und Friedenslieder

Zielsetzung:

Heute leben Jugendliche in einem Europa des Friedens. Für sie ist es kaum vorstellbar, dass es noch in den 1980er Jahren in Europa eine latente Angst vor einem „neuen Weltkrieg“ und atomarer Vernichtung gegeben hat. Damals gab es in Europa eine große Friedensbewegung, welche die Aufstellung neuer Atomraketen verhindern sollte. Bei den Demonstrationen spielten neben Reden und Bildern auch Friedenslieder eine große Rolle. Mit diesem Workshop soll den Jugendlichen auf kreative und ansprechende Weise die Geschichte der Friedensbewegung als Reaktion auf eine Nachkriegszeit des atomaren Wettrüstens nähergebracht werden und ein Brückenschlag zur heutigen Zeit und der Bedeutung des Themas Friedens für die Jugendlichen gemacht werden. Musikbeispiele aus der Zeit der letzten vier Jahrzehnte werden in Verbindung gebracht mit geschichtlichen Hintergrundinformationen wie der Erklärung des Ost-Westkonfliktes, Kommunismus, Kapitalismus, Politik der beiden Großmächte, Friedenspolitik der Europäischen Union, Antikriegslieder zu verschiedenen Konflikten und der Geschichte der österreichischen Friedensbewegung. Wenn möglich Mitbringen von weiteren Materialien zur Friedensbewegung (Sticker, Video, Broschüren, Flugblätter, ...). Hörbeispiele, Gruppenarbeiten, Vortrag, Video, Diskussion, Interviews 2-4 UE CD-Player, MP3-Player, Videorekorder eine Klasse

Inhalt:

Angewandte Methoden: Zeitausmaß: Benötigte Ressourcen: Maximale TeilnehmerInnenzahl: Was soll im Unterricht für Ihr Angebot vorbereitet/nachbereitet werden?

Vorbereitung: Wenn möglich Einbinden der LehrerInnen als ZeitzeugInnen (wie haben sie die damaligen Konflikte erlebt, sind sie aktiv in der Friedensbewegung gewesen? Mitbringen von eigenen Musikbeispielen durch die SchülerInnen und wenn vorhanden Materialien von zu Hause mitbringen (eigene Teilnahme an Friedensdemos z.B. gegen Irak-Krieg, Demos der Eltern, ...)

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ARGE Jugend

Kontakt: ARGE Jugend gegen Gewalt und Rassismus Tel.: 0316/90370 - 100, 03862/57 380 e-mail: graz@argejugend.at, bruck@argejugend.at; www.argejugend.at

Thema:

6.5 Menschenrechtswanderung im Grazer Leechwald

Zielsetzung:

Das Ziel dieses Projekts besteht darin, Menschenrechte zu kennen und menschenrechtliche Handlungsspielräume nutzbar zu machen, um in unterschiedlichen Situationen Zivilcourage zeigen zu können.

Inhalt:

Mag. Max Aufischer, Leiter der Kulturvermittlung Steiermark und Mitglied des Grazer Menschenrechtsbeirates, hat im Grazer Leechwald einen Menschenrechtsweg errichtet, bei dem alle Artikel der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte vom 10.12.1948 in Form von Texttafeln nachzulesen sind. Für die Schulen besteht die Möglichkeit, diesen Menschenrechtsweg zu erwandern und im Anschluss daran bei Speis und Trank ein Menschenrechtsgespräch zu führen. Dabei interessiert uns ganz besonders, wie die Jugendlichen die globale und die kommunale Lage zur aktuellen Menschenrechtssituation einschätzen. Im Brennpunkt der Diskussion mit den Jugendlichen stehen die Handlungsspielräume für mehr Zivilcourage im Alltag. Die teilnehmenden Jugendlichen werden zum Abschluss zu einer Jause eingeladen. Geführte Wanderung des Grazer Menschenrechtsweges Diskussion über menschenrechtsrelevante Themen, die von der anfragenden SchülerInnengruppe bestimmt werden; 3 UE Der Jahreszeit und der Witterung angepasste Kleidung

Angewandte Methoden:

Zeitausmaß: Benötigte Ressourcen: Maximale TeilnehmerInnenzahl: Was soll im Unterricht für Ihr Angebot vorbereitet/nachbereitet werden?

Eine Klasse Wir empfehlen als inhaltliche Vorbereitung den ersten Grazer Menschenrechtsbericht (www.etc-graz.at). Wir bitten die Jugendgruppen auch sehr herzlich, die für sie interessanten Menschenrechtsthemen vor der Wanderung zu erheben und an die ARGE Jugend mitzuteilen.

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ETC Graz

Referentinnen: Mag.a Alexandra Stocker: Wissenschaftliche Mitarbeiterin und Menschenrechtsbildnerin am ETC Graz Mag.a Barbara Schmiedl: Pädagogin, Menschenrechtsbilderin am ETC Graz Erreichbarkeit über die: ARGE Jugend gegen Gewalt und Rassismus Tel.: 0316/90370 - 100, 03862/57 380 e-mail: graz@argejugend.at, bruck@argejugend.at; www.argejugend.at

Thema:

Zielsetzung:

6.6 Schau nicht weg! Handeln erlaubt! Didaktik-Methodikworkshop zur antirassistischen Menschenrechtsbildung mit Jugendlichen – für Lehrkräfte und MultiplikatorInnen Der Workshop und der Spot „Schau nicht weg!“ sollen einerseits dazu beitragen, ein Bewusstsein dafür zu schaffen, was Rassismus und Diskriminierung im Alltag, speziell für Jugendliche, bedeuten und andererseits als Grundlage für die Entwicklung eigener didaktischer und methodischer Strategien für die Praxis einer antirassistischen Menschenrechtsbildung dienen.

Inhalt:

Österreich erlebt zurzeit einen Rechtsruck. Durch Medien, Gesellschaft wie Politik spuken rassistische, menschenrechtsverachtende und diskriminierende Parolen, die in ihrer einfachen, hetzerischen Sprache und ihrer Komplexitätsreduktion vor allem auch Jugendliche ansprechen. Die Zahl rechtsextrem und rassistisch motivierter Übergriffe steigt Berichten zufolge immer stärker an. Auch PolitikerInnen betreiben teils offen Hetze gegen in erster Linie AusländerInnen und MigrantInnen. Rassismus kann so längst nicht mehr als „Randgruppenphänomen“, sondern aufgrund seiner zunehmenden Gesellschaftsfähigkeit als Herausforderung für alle BürgerInnen in einer zivilcouragierten Gesellschaft betrachtet werden. Im Zentrum des Workshops stehen die Didaktik und Methodik der antirassistischen Menschenrechtsbildung mit Jugendlichen. Als Ausgangspunkt dient der vom ETC Graz in Kooperation mit Helping Hands Graz produzierte Spot „Schau nicht weg!“, welcher im Rahmen der (außer-)schulischen Bildungsarbeit eingesetzt werden kann. Im Film wird die Thematik der rassistischen Diskriminierung in der Schule aufgegriffen. SchülerInnen der HLW Sozialmanagement Graz zeigen dabei, wie man mit Zivilcourage gegen Rassismus und Diskriminierung auftreten und sich für andere einsetzen kann. Ausgehend von der Handlung des Spots werden Grundfragen zu Rassismus und zur Didaktik und Methodik antirassistischer Menschenrechtsbildung aufgegriffen und gemeinsam bearbeitet: Was bedeutet Rassismus? Welche rechtlichen Grundlagen gibt es gegen rassistische Diskriminierung? Was kann ich gegen Rassismus und Diskriminierung tun? Wo und wie findet das Thema im Unterricht oder in der Jugendarbeit Platz? Welche Inhalte sind dabei wichtig, und mit welchen Methoden können diese umgesetzt werden? Was ist antirassistische Menschenrechtsbildung? Angewandte Methoden: Neben grundlegenden Informationen zu Rassismus, Diskriminierung und Menschenrechten sollen die TeilnehmerInnen in erster Linie ihr didaktisches und methodisches Wissen hinsichtlich dieses Themas vertiefen können. Hierzu beschäftigen sie sich mit verschiedenen Methoden der antirassistischen Bildungsarbeit und Menschenrechtsbildung und erproben in praktischen Übungen, Rollenspielen u. ä. Konzepte für die eigene berufliche Praxis. Die konkrete Planung erfolgt nach Anfrage in Absprache mit den Zuständigen, je nach Gruppe, TeilnehmerInnen, Anwendungsbereich, besonderen Interessen, Vorkenntnissen etc. Zeitausmaß: 4-8 UE Maximale TeilnehmerInnen- Für Lehrkräfte und MultiplikatorInnen zahl:

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ARGE Workshopkatalog

ETC Graz

Referent: Dr. Klaus Starl, Geschäftsführer des ETC Graz, Experte im Bereich Antidiskriminierung, Mitglied des Menschenrechtsbeirates der Stadt Graz, Leiter der Arbeitsgruppe „Wahlkampfbeobachtung zur Grazer Gemeinderatswahl 2008“ Erreichbarkeit über die: ARGE Jugend gegen Gewalt und Rassismus Tel.: 0316/90370 - 100, 03862/57 380 e-mail: graz@argejugend.at, bruck@argejugend.at; www.argejugend.at

Thema:

6.7 Meinungsfreiheit immer und überall? Menschenrechte im politischen Diskurs

Zielsetzung:

Ziel des Workshops ist es, das Bewusstsein für die Verletzung von Menschenrechten im politischen Diskurs zu schärfen und gemeinsam Strategien zu entwickeln, um dem entgegen zu treten und sich für die Achtung der Menschenrechte einzusetzen.

Inhalt:

Menschenrechte und deren Missachtung werden im politischen Diskurs, insbesondere in Zeiten des Wahlkampfes politischer Parteien, immer mehr zum Thema. Menschenrechtlich problematische Äußerungen und klare Menschenrechtsverletzungen scheinen dabei leider zu überwiegen. Die Forderung, die Rechte eines jeden Menschen und seine Würde zu achten und zu schützen, geht hierbei oft unter. Geht es beispielsweise um die Rechte des Kindes, die Rechte der Frau, die Rechte von Menschen mit Behinderung oder um das Gebot der Nichtdiskriminierung, kommt es häufig zu grenzwertigen Äußerungen einzelner PolitikerInnen oder Parteien. Diese berufen sich dann meist auf das Recht der freien Meinungsäußerung, vergessen dabei aber, dass dieses Recht ein eingeschränktes ist. Denn es gilt dann nicht mehr, wenn andere Menschenrechte verletzt werden. Im Workshop soll die Problematik zwischen Meinungsfreiheit und Menschenrechtsverletzungen aufgegriffen werden. Hierfür wird mit aktuellen politischen Diskursthemen und Wahlkampfmaterialien gearbeitet, welche auf menschenrechtlich relevante Aspekte hin analysiert werden. Das heißt, es geht um Fragen, wie: Werden hier Menschenrechte verletzt? Welche? Warum? Wie kann ich Menschenrechtsverletzungen „zwischen den Zeilen“ erkennen? Was kann ich dagegen tun? Welche Möglichkeiten gibt es für die Schule, sich für Menschenrechte zu engagieren? Im Workshop sollen in erster Linie interaktive Methoden zum Einsatz kommen. Die SchülerInnen und Jugendlichen sollen selbstständig arbeiten und ihren Lernprozess selbstbestimmt und selbstorganisiert steuern können. Dafür werden ihnen Inputs, Diskussionsmöglichkeiten, Gruppenarbeiten, Materialien wie auch verschiedene Übungen zur Verfügung gestellt. Die konkrete Planung erfolgt nach Anfrage in Absprache mit den Zuständigen, je nach Schulklasse, Altersstufe, besonderen Interessen, Vorkenntnissen etc. 4 UE Räumlichkeiten/Klassenzimmer in der Schule, Pinnwände, Flipchart Eine Klasse

Angewandte Methoden:

Zeitausmaß: Benötigte Ressourcen: Maximale TeilnehmerInnenzahl: Was soll im Unterricht für Ihr Angebot vorbereitet/nachbereitet werden?

Das Konzept der Menschenrechte kann (aber muss nicht notwendigerweise) im Unterricht einführend vorbreitet werden, um vorab grundlegende Fragen, wie: Was sind Menschenrechte? Wer hat Menschenrechte? Wo sind sie festgeschrieben? Wie werden sie geschützt? etc. zu klären. Um die Nachhaltigkeit der Thematik zu gewährleisten kann im Unterricht im Anschluss an den Workshop über zentrale Inhalte, Diskussionen während des Workshops, Materialien etc. reflektiert werden. Ebenso können durchgeführte Übungen in den regulären Unterricht integriert werden.

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ARGE Workshopkatalog 2013

ETC Graz

Referentinnen: Mag.a Alexandra Stocker: Wissenschaftliche Mitarbeiterin und Menschenrechtsbildnerin am ETC Graz Mag.a Barbara Schmiedl: Pädagogin, Menschenrechtsbilderin am ETC Graz Erreichbarkeit über die: ARGE Jugend gegen Gewalt und Rassismus Tel.: 0316/90370 - 100, 03862/57 380 e-mail: graz@argejugend.at, bruck@argejugend.at; www.argejugend.at

Thema:

6.8 Menschenrechte im öffentlichen Raum

Zielsetzung:

Die SchülerInnen erwerben Wissen über die Umsetzung von Menschenrechten in ihrem Lebensraum und Alltag; sie reflektieren über Verbot und Verantwortung. Die Stadt als unmittelbarer Lebensbereich ist jene Ebene, auf der die Umsetzung wie die Einschränkung von Menschenrechten für die/den Einzelne/n unmittelbar erfahrbar und spürbar ist. Im öffentlichen Raum treffen, ergänzen, durchkreuzen einander die Interessen seiner NutzerInnen. Der öffentliche Raum spiegelt die Gesellschaft und bietet damit für Konflikte viele Anknüpfungspunkte, von unterschiedlichen Interessen der Generationen bis hin zu Fragen der Integration und Partizipation.

Inhalt:

Angewandte Methoden: Zeitausmaß: Benötigte Ressourcen: Maximale TeilnehmerInnenzahl: Was soll im Unterricht für Ihr Angebot vorbereitet/nachbereitet werden?

In den letzten Jahren sind, auch in Graz, kontroverse Debatten rund um die Nutzung des öffentlichen Raums entstanden. Die Forderung nach gewaltfreiem, friedlichem und kooperativem Verhalten im öffentlichen Raum bedingt Einschränkungen und Regelungen. Der grundsätzlichen Übereinkunft, dass allen Menschen die gleichen Nutzungsrechte zustehen, steht die immer häufiger zu beobachtende Praxis von Regulierung und Überwachung bis hin zur Vertreibung bzw. Diskriminierung und Kriminalisierung bestimmter Personen(gruppen) aufgrund vermeintlicher Gefährdung der Sicherheit gegenüber (Stichworte Bettelverbot, Alkoholverbot, Ordnungswache). Anhand der Entscheidungspraxis durch alle Instanzen (z.B. Unabhängiger Verwaltungssenat, Verfassungsgerichtshof) lässt sich zeigen, welche Menschenrechte hinter der meist interessengeleiteten Diskussion stehen: Recht auf Versammlungsfreiheit, Recht auf Freiheit der Meinungsäußerung, Recht auf Privatsphäre... Vortrag/theoretischer Input, Brainstorming, Biographiearbeit, Gruppenarbeit, Diskussionen 4 UE Räumlichkeiten/Klassenzimmer in der Schule, Flipchart oder Tafel, Pinnwand Eine Klasse Keine Vorbereitung notwendig. Der Workshop lässt sich gut mit einem geführten Stadtrundgang oder eigenen künstlerischen oder dokumentarischen Erkundungen der SchülerInnen verbinden.

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ARGE Workshopkatalog

ETC Graz

ReferentInnen: Mag.a Barbara Schmiedl: Pädagogin, Menschenrechtsbildnerin am ETC Graz, Dr. Klaus Starl: Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Menschenrechtsbildner, Mitglied des Menschenrechtsbeirates der Stadt Graz, Geschäftsführer am ETC Graz Mag.a Alexandra Stocker: Wissenschaftliche Mitarbeiterin und Menschenrechtsbildnerin am ETC Graz Errreichbarkeit über die: ARGE Jugend gegen Gewalt und Rassismus Tel.: 0316/90370 - 100, 03862/57 380 e-mail: graz@argejugend.at, bruck@argejugend.at; www.argejugend.at

Thema:

6.9 Graz – Stadt der Menschenrechte?! Menschenrechte und ihre Bedeutung im Alltag

Zielsetzung:

Menschenrechte ... ... sind schon lang kein Thema mehr ... gehen mich nix an ... brauch ich nicht ... sind ja nur in einer Diktatur wichtig ... sind eh schon längst verwirklicht In der Auseinandersetzung mit solchen gängigen Sprüchen lernen die TeilnehmerInnen die Menschenrechte und ihre Bedeutung im (eigenen) Alltag zu sehen. Die Stadt Graz wurde 2001 zur ersten Menschenrechtsstadt Europas erklärt. Mit ihrer „Menschenrechtserklärung“, die zur „Gründung“ der Menschenrechtsstadt verabschiedet wurde, bringt die Stadt Graz zum Ausdruck, sich für die Achtung, den Schutz und die Implementierung der Menschenrechte und Grundfreiheiten aller in Graz lebenden Menschen einzusetzen. So sollen auf lokaler Ebene Schritte gesetzt werden, um eine Kultur der Menschenrechte zu schaffen. Im Rahmen des Workshops soll es für SchülerInnen die Möglichkeit geben, mehr über die Menschenrechtsstadt Graz zu erfahren, angefangen bei grundlegenden Fragen, wie: Was sind Menschenrechte? Welches Ideal wird durch sie verkörpert? Was ist eine Kultur der Menschenrechte? Welche Menschenrechte gibt es eigentlich? usw. Darüber hinaus soll es in erster Linie darum gehen, welche Bedeutung die Menschenrechte für die Stadt Graz und ihre BürgerInnen haben, warum die Menschenrechte insbesondere auf lokaler Ebene geschützt werden müssen, wie mit Menschenrechtsverletzungen umgegangen werden sollte, was es für jede/n Einzelne/n bedeutet, in einer Menschenrechtsstadt zu leben u. v. m. Die Methodik des Workshops wird aus einem Repertoire an verschiedensten Übungen etc. auf die jeweiligen SchülerInnen abgestimmt. Wichtige Grundlage bilden neben inhaltlichen Inputs und Informationen zur Menschenrechtsstadt jedenfalls Diskussionen sowie Möglichkeiten des Erfahrungs- und Meinungsaustausches zwischen den SchülerInnen. Zentral ist zudem die interaktive Auseinandersetzung mit praxis- und lebensweltbezogenen Fragestellungen rund um die Menschenrechtsstadt. Die konkrete Planung erfolgt nach Anfrage in Absprache mit den Zuständigen, je nach Schulklasse, Altersstufe, besonderen Interessen, Vorkenntnissen etc.

Inhalt:

Angewandte Methoden:

Zeitausmaß: Benötigte Ressourcen: Maximale TeilnehmerInnenzahl: Was soll im Unterricht für Ihr Angebot vorbereitet/nachbereitet werden?

4 UE Räumlichkeiten/Klassenzimmer in der Schule, Pinnwände, Flipchart

Das Konzept der Menschenrechte kann (aber muss nicht notwendigerweise) in seinen Grundlagen im Unterricht einführend vorbreitet werden. Zentrale Fragen dabei wären z. B.: Was sind Menschenrechte? Wer hat Menschenrechte? Wo sind sie festgeschrieben? Wie werden sie geschützt? Um die Nachhaltigkeit der Thematik zu gewährleisten, kann im Unterricht im Anschluss an den Workshop über zentrale Inhalte, Diskussionen während des Workshops, Materialien etc.

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reflektiert oder auch einzelne Themen vertieft werden. Zudem bietet sich der Workshop f端r dar端ber hinaus reichende Klassen- oder Schulprojekte zur Menschenrechtsstadt an.

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ARGE Workshopkatalog 2013

ETC Graz

Referentinnen: Simone Philipp, MA: Wissenschaftliche Mitarbeiterin und Menschenrechtsbildnerin am ETC Graz Mag.a Barbara Schmiedl: Pädagogin, Menschenrechtsbilderin am ETC Graz Erreichbarkeit über die: ARGE Jugend gegen Gewalt und Rassismus Tel.: 0316/90370 - 100, 03862/57 380 e-mail: graz@argejugend.at, bruck@argejugend.at; www.argejugend.at

Thema:

6.10 UNSERE Menschenrechtsschule

Zielsetzung:

Inhalt:

Angewandte Methoden: Zeitausmaß: Benötigte Ressourcen: Maximale TeilnehmerInnenzahl: Was soll im Unterricht für Ihr Angebot vorbereitet/nachbereitet werden?

Die TeilnehmerInnen lernen Methoden der Menschenrechtsbildung in der Primarstufe kennen und über das Projekt „UNSERE Menschenrechtsschule“, seine Ziele und Methoden sowie Möglichkeiten zur Implementierung an der eigenen Schule informiert. Die Lebenswelt Schule mit ihrem internen und externen Beziehungsgeflecht bildet hingegen den Rahmen, innerhalb dessen die SchülerInnen und LehrerInnen eine „Kultur der Menschenrechte“ erfahren und erleben können. Der Einführungsworkshop für DirektorInnen und LehrerInnen stellt das Projekt „UNSERE Menschenrechtsschule“, seine Ziele, Methoden und AkteurInnen sowie den rechtlichen und gesellschaftlichen Kontext der Menschenrechtsstadt Graz, vor und zeigt anhand konkreter Methoden der Menschenrechtsbildung in der Primarstufe Umsetzungsmöglichkeiten in der Schule: - Vorstellung des Projekts UNSERE MENSCHENRECHTSSCHULE: Projektziele und Methoden, AkteurInnen, Zeitplan sowie Fragen und Diskussion zum Projekt - Einführung in die Methodik der Menschenrechtsbildung - Integration von Inhalten und Methoden der Menschenrechtsbildung in den Jahresarbeitsplan der einzelnen Jahrgänge in der Primarstufe Präsentation, Gruppenarbeit, Diskussionen 4 UE Räumlichkeiten/Klassenzimmer in der Schule, (Computer und) Beamer, Flipchart oder Tafel, Pinnwand Das Kollegium einer Schule, bei schulübergreifender Abhaltung 25 SchulleiterInnen und/oder LehrerInnen Das ETC Graz möchte das Konzept „UNSERE Menschenrechtsschule“ über die Pilotschule hinaus verbreiten und bietet interessierten SchulleiterInnen und Lehrkräften auch über das Seminar hinausgehend Unterstützung und Beratung.

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ARGE Jugend

Kontakt: ARGE Jugend gegen Gewalt und Rassismus Erreichbarkeit: Tel.: 0316/90370 - 100, 03862/57 380 e-mail: graz@argejugend.at, bruck@argejugend.at; www.argejugend.at

Thema:

6.11 Spurensuche in der Menschenrechtsstadt Graz – Dialog über Menschrechte

Zielsetzung:

Die DVD „TRACKS – Jugendliche entdecken die Menschenrechtsstadt Graz“ wird als Anregung für einen Dialog über Menschenrechte genommen. Graz ist die erste Menschenrechtsstadt Europas. Jugendliche haben sich mit den Pflichten einer Menschenrechtsstadt und der Umsetzung der dafür vorgeschriebenen Kriterien auseinander gesetzt und mit der ARGE Jugend gegen Gewalt und Rassismus eine DVD produziert. Zahlreiche ExpertInnen und PolitikerInnen wurden befragt. Die DVD wird als Grundlage für eine anschließende Diskussion genommen.

Inhalt:

Angewandte Methoden:

DVD Präsentation, Vortrag, Diskussion

Zeitausmaß:

2 UE

Benötigte Ressourcen:

Gruppenraum, DVD-Player, Flipchart

Maximale TeilnehmerInnenzahl: Was soll im Unterricht für Ihr Angebot vorbereitet/nachbereitet werden?

Eine Klasse oder Gruppe von ca. 20 TeilnehmerInnen Es sind keine besonderen Vorbereitungen nötig.

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ARGE Jugend

Kontakt: ARGE Jugend gegen Gewalt und Rassismus Tel.: 0316/90370 - 100, 03862/57 380 e-mail: graz@argejugend.at, bruck@argejugend.at; www.argejugend.at

Thema:

6.12 Konsum macht Politik

Zielsetzung:

Inhalt:

Angewandte Methoden:

Zeitausmaß: Benötigte Ressourcen: Maximale TeilnehmerInnenzahl: Was soll im Unterricht für Ihr Angebot vorbereitet/nachbereitet werden?

In dem Workshop wird unter dem Motto „Konsum – macht - Politik“ auf die Förderung des eigenen Bewusstseins in Zusammenhang mit der gesellschaftlichen und persönlichen Bedeutung von Kleidung, auf die Vermittlung der sozialen Missstände und gesellschaftlichen Ausgrenzung und Ausbeutung von ArbeiterInnen sowie wirtschaftlicher Machtstrukturen in der Textil- und Bekleidungsbranche eingegangen. Anhand eines Alltagsproduktes wie Schokolade werden die Auswirkungen eigenen Handelns auf Menschen in anderen Ländern aufgezeigt. Biologische, gentechnikfreie und regionale Produkte werden im Blickfeld des eigenen Konsumverhaltens betrachtet. Im Fokus stehen der menschenrechtliche Aspekt bzw. die Auswirkungen des Kaufverhaltens der KonsumentInnen. Vermittlung von Basisinformationen; Diskussion; Praktische Übungen; Film 2-4 UE DVD-Player und Fernseher eine Klasse Es ist keine Vorbereitung notwendig. Die gewonnenen Ergebnisse sollten jedoch im Rahmen des sozialen Lernens reflektiert werden.

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ARGE Workshopkatalog

ARGE Jugend

Kontakt: ARGE Jugend gegen Gewalt und Rassismus Tel.: 0316/90370 - 100, 03862/57 380 e-mail: graz@argejugend.at, bruck@argejugend.at; www.argejugend.at

Thema:

6.13 In Bewegung: Rhythmus als kreative Form eines friedlichen Miteinanders

Zielsetzung:

Durch gemeinsamen Austausch mit dem/der ReferentIn, von der jeweiligen Kultur lernen und zum besseren Verständnis der unterschiedlichen Lebensweisen beitragen.

Inhalt:

Anhand verschiedener authentischer Lebensgeschichten von ReferentInnen erhalten die Jugendlichen einen Einblick in fremde Kulturen. Durch verschiedene Rhythmen können sie in fremde Lebenswelten eintauchen. Geschichten, Erfahrungen und Diskussionen vermitteln den SchülerInnen Einblicke in andere Kulturen mit Erlebnissen, die sie sonst kaum machen können. Vermittlung von Basisinformationen; Diskussion; Praktische Übungen; Tanz 2-4UE DVD-Player eine Klasse

Angewandte Methoden:

Zeitausmaß: Benötigte Ressourcen: Maximale TeilnehmerInnenzahl: Was soll im Unterricht für Ihr Angebot vorbereitet/nachbereitet werden?

Es ist keine Vorbereitung notwendig. Die gewonnenen Ergebnisse sollten jedoch im Rahmen des sozialen Lernens reflektiert werden.

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7.

Asyl und Migration

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Chiala – Verein zur Förderung v. Kultur, Diversität u. Entwicklung

Kontakt: Kamdem Emmanuel Mou Poh à Hom, Geschäftsführer des Vereins Chiala Erreichbarkeit über die: ARGE Jugend gegen Gewalt und Rassismus Tel.: 0316/90370 - 100, 03862/57 380 e-mail: graz@argejugend.at, bruck@argejugend.at; www.argejugend.at

Thema:

7.1 Right to be – Junge Flüchtlinge berichten

Zielsetzung:

Inhalt:

Angewandte Methoden: Zeitausmaß: Benötigte Ressourcen: Maximale TeilnehmerInnenzahl: Was soll im Unterricht für Ihr Angebot vorbereitet/nachbereitet werden?

Überall, wo es Krieg und Vertreibung gibt, gibt es Menschen, die aus ihren Heimatländern flüchten müssen. Es gibt daher ganz unterschiedliche Flüchtlingsschicksale. Der Workshop „Right to be“ versucht für die Lebenswirklichkeit von Flüchtlingen zu sensibilisieren und auf die Menschen mit ihren ganz eigenen Geschichten, Hoffnungen und Träumen aufmerksam zu machen. In der Begegnung werden den SchülerInnen Einblicke in die Kultur des Heimatlandes und in den Alltag jugendlicher AsylwerberInnen in Österreich gewährt. Durch den persönlichen Kontakt mit jungen Flüchtlingen soll ein besseres Verständnis für die Situation von AsylwerberInnen in Österreich geschaffen werden; Missverständnisse können geklärt und Vorurteile hinterfragt werden. Was bringt einen jungen Menschen dazu, seine Heimat, Familie und Freunde zu verlassen und in ein fremdes Land zu gehen? Welche Erfahrungen machen junge Flüchtlinge bei ihrer Ankunft und wie gestaltet sich ihr Leben im „fremden“ Österreich? Was es heißt, die Sprache und Regeln eines Landes nicht zu kennen und mit einem Verfahren konfrontiert zu sein, das darüber entscheidet, ob man als Flüchtling in Österreich bleiben darf oder nicht, wird Thema dieses Workshops sein. Junge Menschen aus Afrika werden von ihren Erfahrungen in Österreich berichten, andererseits aber auch von ihrer Kultur und ihren Heimatländern. Im Rahmen eines Rollenspiels wird eine Szene aus dem Alltag von Flüchtlingen dargestellt, die in ein ungelöstes Ende mündet und viele Fragen aufwerfen wird. Auch die SchülerInnen haben die Möglichkeit, daran teilzunehmen und in die Rolle eines Flüchtlings zu schlüpfen, um alternative Handlungsmöglichkeiten anzubieten oder Lösungsvorschläge zu präsentieren. Im Anschluss daran soll noch genügend Zeit bleiben, um über die dargestellte Szene zu diskutieren und mit den Flüchtlingen über ihre Erfahrungen zu sprechen. Rollenspiel, Interaktiver Vortrag, Gruppendiskussion 4 UE Räumlichkeiten für das Rollenspiel, Atlanten eine Klasse Auseinandersetzung mit fremden Kulturen; Bereitschaft sich auf Neues, auf Fremdes einzulassen; eventuelle Beschäftigung mit der Flüchtlingsthematik

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Interkultureller Frauenverein Dschanuub

Referentin: Khatera Sadr: Jugendarbeiterin, muttersprachliche Trainerin für Farsi/Dari, interkulturelle Beraterin Erreichbarkeit über die: ARGE Jugend gegen Gewalt und Rassismus Tel.: 0316/90370 - 100, 03862/57 380 e-mail: graz@argejugend.at, bruck@argejugend.at; www.argejugend.at

Thema:

7.2 Baklava – die Vielfalt macht’s aus! Was trennt und was verbindet uns?

Zielsetzung:

In diesem Workshop geht es um die Wahrnehmungen der Vielfalt und den Traum einer Zukunft unterm Regenbogen. Wir leben miteinander, wir leben nebeneinander. Vieles haben wir gemeinsam: Schule, Nachbarschaft, Hobbys, vielleicht Freunde. Doch da gibt es auch einiges, das uns unterscheidet. Es kann die andere Sprache sein, die Umgangsformen, Kleidung, Religion oder Hautfarbe. Gemeinsamkeiten sind oft selbstverständlich, aber was ist mit den Unterschieden … Kernfragen, die wir im Workshop klären wollen: Wie nehmen wir diese Unterschiede wahr? Durch welche Brille schauen wir in die Welt? Wie stellen wir uns MigrantInnen vor? Wie sehen sie sich selbst?

Inhalt:

Angewandte Methoden: Zeitausmaß:

Verschiedene Formen von Bewegungsspielen und kreativer Aktion in Gruppen 2-3 UE

Benötigte Ressourcen:

Ein Raum, wenn möglich ein anderer Raum als das Klassenzimmer. Bei schönem Wetter unter freiem Himmel

Maximale TeilnehmerInnenzahl: Was soll im Unterricht für Ihr Angebot vorbereitet/nachbereitet werden?

Eine Klasse Gründe und Hintergründe von Migration, Österreichische Migrationsgeschichte und Gegenwart, Asylgesetze, Bleiberecht zur Vorbereitung. Nachbereitung: Herstellen von Zusammenhängen; Erkennen von Vorurteilen und Vorstellungen; Neugierde auf die andere Sicht, die andere Realität; Ermutigung zu Kommunikation, Kennenlernen, Initiative

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ARGE Jugend

Kontakt: ARGE Jugend gegen Gewalt und Rassismus Erreichbarkeit: Tel.: 0316/90370 - 100, 03862/57 380 e-mail: graz@argejugend.at, bruck@argejugend.at; www.argejugend.at

Thema:

7.3 Wer klopfet an? – Die Situation von Asylsuchenden in Österreich

Zielsetzung:

Erhöhung und Verbesserung des Informationsstandes von Jugendlichen bezüglich der Situation von AsylwerberInnen in Österreich Förderung von Toleranz und eines besseren Verständnisses für die Situation von AsylwerberInnen, die am Rande der österreichischen Gesellschaft leben. Reflexion von (Vor-)Urteilen von Jugendlichen bezüglich dieser Personengruppe Das Wort „Asylant“ ist in aller Munde, aber was versteht man genau unter diesem Begriff? Wie funktioniert das österreichische Asylsystem? Welche sozialrechtlichen Ansprüche haben AsylwerberInnen in Österreich? Was für anerkannte Fluchtgründe gibt es? Was passiert mit den Menschen, wenn sie einen positiven bzw. negativen Asylbescheid bekommen? Wie kann eine durch die Flucht getrennte Familie wieder vereint werden?

Inhalt:

Angewandte Methoden: Zeitausmaß:

Ziel dieses Workshops ist es, einen Überblick über das Asylrecht zu bieten. Jugendliche sollen über die Fluchtgründe von AsylwerberInnen und ihre Lebenssituation während des Asylverfahrens und danach informiert werden. Anhand von praktischen Beispielen wird ein Grundriss von Fluchtgründen dargestellt. Die TeilnehmerInnen werden dazu angeregt, sich mit der Situation von AsylwerberInnen in Österreich zu beschäftigen und zu erörtern, welche Möglichkeiten ihnen offen stehen. Interaktive Praxisbeispiele, Input, Diskussion, Kleingruppenarbeit 2-3 UE

Benötigte Ressourcen:

Beamer, Papier, Stifte

Maximale TeilnehmerInnenzahl: Was soll im Unterricht für Ihr Angebot vorbereitet/nachbereitet werden?

eine Klasse Es ist keine Vorbereitung notwendig.

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8.

Konfliktmanagement

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ARGE Jugend

Kontakt: ARGE Jugend gegen Gewalt und Rassismus Tel.: 0316/90370 - 100, 03862/57 380 e-mail: graz@argejugend.at, bruck@argejugend.at; www.argejugend.at

Thema:

8.1 Miteinander statt gegeneinander – Bewegungsspiele zur Förderung des Klassenverbandes

Zielsetzung:

Erlernen bzw. Ausbauen sozialen Verhaltens (auf Partner oder Gruppen eingehen können, den anderen akzeptieren, gemeinsames Finden von Lösungen, Vorschlägen, Hilfe annehmen können) Förderung der Kommunikation – Freude am gemeinsamen Tun (Gemeinschaftsgefühl) Entwickeln von Kreativität, eigenen Fähigkeiten und spontanen Einfällen Schaffung direkter Begegnungsmöglichkeiten innerhalb des eigenen Klassenverbandes Unterstützung bewusstseinsbildender Prozesse in spielerischer Form

Inhalt:

Anhand von spielerischen Methoden lernen die SchülerInnen aufeinander einzugehen, sich in der Gruppe wohlzufühlen. Einige Spielideen: Mit dem/r PartnerIn Gespräche führen (nur mit Händen) Sich im Gedränge Platz verschaffen Roboterspiele (Marionetten, Spiegelbilder, Aufziehpuppen, „einfrieren“) Verschiedene Arten der Fortbewegung (aneinander kleben, marschieren, schleichen, taumeln, ...) Sensibilisierungs- und Vertrauensübungen Aggressionsabbauende Spiele

Angewandte Methoden:

Bewegungsspiele, Spiele in Groß- und Kleingruppen (Einzel-, Gruppen- und PartnerInnenrübungen)

Zeitausmaß:

2 UE

Benötigte Ressourcen:

Gymnastikraum/Turnsaal

Maximale TeilnehmerInnenzahl: Was soll im Unterricht für Ihr Angebot vorbereitet/nachbereitet werden?

Eine Klasse oder Gruppe von ca. 20 TeilnehmerInnen Die TeilnehmerInnen benötigen bequeme Kleidung und Turnschuhe.

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Kontakt: ARGE Jugend gegen Gewalt und Rassismus Maga. Martina Mauthner-Tarkusch Tel.: 0316/90370 - 100, 03862/57 380 e-mail: graz@argejugend.at, bruck@argejugend.at; www.argejugend.at

Thema:

8.2 G‘scheit streiten

Zielsetzung:

Bewusstmachen der persönlichen Strategien im Umgang mit Konflikten; Kennenlernen und Üben von einfachen Mediationsverfahren unter Gleichaltrigen; Ermutigung, eigene Bedürfnisse zu formulieren und Sensibilisierung für die Wünsche anderer; Erarbeiten und Formulieren zufriedenstellender Lösungen;

Inhalt:

In einer Vorstellrunde werden die SchülerInnen zu ihren Mustern im Umgang mit Konflikten befragt. Vor- und Nachteile der einzelnen Strategien werden besprochen. Die Mediation (Streitschlichtung mit Hilfe einer dritten Person) wird anhand eines aktuellen Streitfalls aus der SchülerInnengruppe gezeigt. Wichtige Merkmale der Mediation werden in Kleingruppen gesammelt und diskutiert. Freiwillige können sich nun selbst in die Rolle des/r Mediators/in begeben und versuchen, in einem Konfliktfall zu vermitteln. Lösungsideen werden von der ganzen Gruppe gesammelt und von den KonfliktpartnerInnen überprüft. Das Ergebnis wird schriftlich festgehalten und unterschrieben.

Angewandte Methoden:

Groß- und Kleingruppenarbeit, Rollenspiel

Zeitausmaß:

3 UE

Benötigte Ressourcen:

Pro TrainerIn ein Klassenzimmer, Sesselkreis

Maximale TeilnehmerInnenzahl: Was soll im Unterricht für Ihr Angebot vorbereitet/nachbereitet werden?

Eine Klasse Es ist keine Vorbereitung im Unterricht notwendig.

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ARGE Jugend

Kontakt: ARGE Jugend gegen Gewalt und Rassismus Maga. Martina Mauthner-Tarkusch Tel.: 0316/90370-100, 03862/57 380 e-mail: graz@argejugend.at, bruck@argejugend.at; www.argejugend.at

Thema:

8.3. Qualifizierung zu StreitschlichterInnen – Konflikte selber lösen

Zielsetzung:

Reduktion der Gewaltbereitschaft, Kennenlernen von neuen Handlungsalternativen zur Konfliktlösung, Förderung von Toleranz, eigenverantwortliche Lösung von Konflikten, Bewusstseins- und Verhaltensänderung, Stärkung des Selbstwertes, Entwicklung eines offeneren und menschlicheren Klimas an der Schule Nach der internen Vorbereitung an der Schule – Einigung darüber, dass alle Beteiligten das Projekt durchführen möchten, werden die SchülerInnen für die Qualifizierung ausgewählt. Dabei ist auf Freiwilligkeit ein Hauptaugenmerk zu legen. Beim 2-tägigen Qualifizierungsworkshop erhalten die Jugendlichen Kenntnisse über Wesen und Ursachen von Konflikten, Theorie und Praxis zur Methode Mediation, Basics zu Frage- und Kommunikationstechniken, es werden an Hand von Rollenspielen die einzelnen Phasen der Mediation erprobt und gemeinsam die Implementierung der Methode an der Schule erarbeitet. Nachbereitung und Betreuung an der Schule.

Inhalt:

Angewandte Methoden: Zeitausmaß:

Blitzlicht, Brainstorming, Rollenspiele, Feedback, Input, Übungen Ab 16 UE Qualifizierung für die Jugendlichen, dazu kommen Vorbereitung und Implementierung an der Schule.

Benötigte Ressourcen: Maximale TeilnehmerInnenzahl: Was soll im Unterricht für Ihr Angebot vorbereitet/nachbereitet werden?

3 Gruppenräume für die Rollenspiele, Flipchart, DVD-Player Max. 25 TeilnehmerInnen Keine spezielle Vorbereitung, bei der Auswahl der Jugendlichen muss auf die freiwillige Teilnahme Bedacht genommen werden.

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Friedensbüro Graz

Referentinnen: Mag.a Heidi Bassin, Erwachsenenbildnerin, Mediatorin, Juristin Mag.a Elisabeth Zurl-Zotter, Psychologin, Sozial- und Berufspädagogin Erreichbarkeit über die: ARGE Jugend gegen Gewalt und Rassismus Tel.: 0316/90370 - 100, 03862/57 380 e-mail: graz@argejugend.at, bruck@argejugend.at; www.argejugend.at

Thema:

8.4 Konflikt und Identitätszusammenhänge

Zielsetzung:

Die TeilnehmerInnen machen sich Gedanken über den Zusammenhang zwischen Konflikten und Identität. Der Workshop richtet sich an Erwachsene.

Inhalt:

Modell der Identitätsbedürfnisse nach Redekop Von der Theorie in die Praxis: Beispiele aus dem eigenen Leben Konflikt versus interkultureller Konflikt Suche nach Lösungsstrategien

Angewandte Methoden:

Erfahrungsbezogenes Lernen, Theorie- Inputs, Einzelarbeit, Keingruppenarbeit, Plenum, Übungen 4 UE

Zeitausmaß: Benötigte Ressourcen:

Genügend großer Gruppenraum, evtl. weitere Räume für Kleingruppenarbeit Flipchart, Pinnwände; weiteres Material wird von den Trainerinnen mitgebracht.

Maximale TeilnehmerInnenzahl: Was soll im Unterricht für Ihr Angebot vorbereitet/nachbereitet werden?

8-20 Es bedarf keiner Vor- und Nachbereitung des Workshops.

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Friedensbüro Graz

Referentinnen: Mag.a Heidi Bassin, Erwachsenenbildnerin, Mediatorin, Juristin Mag.a Elisabeth Zurl-Zotter, Psychologin, Sozial- und Berufspädagogin Erreichbarkeit über die: ARGE Jugend gegen Gewalt und Rassismus Tel.: 0316/90370 - 100, 03862/57 380 e-mail: graz@argejugend.at, bruck@argejugend.at; www.argejugend.at

Thema:

8.5 Mobbing in der Schule (Basisworkshop) – für Eltern

Zielsetzung:

Mobbing erkennen und dagegen aktiv werden.

Inhalt:

Was ist Mobbing? Was steckt dahinter? Wie erkennt man Mobbing? Der/die TäterIn, das Opfer und andere Rollen im Mobbingprozess Was hat die Klassengemeinschaft mit Mobbing zu tun? Mögliche Maßnahmen bei Mobbing

Angewandte Methoden:

Theorie-Inputs, erfahrungsbezogenes Lernen, Plenum

Zeitausmaß:

2 UE

Benötigte Ressourcen:

Genügend großer Gruppenraum, evtl. weitere Räume für Kleingruppenarbeit Flipchart, Pinnwände; weiteres Material wird von den Trainerinnen mitgebracht.

Maximale TeilnehmerInnenzahl: Was soll im Unterricht für Ihr Angebot vorbereitet/nachbereitet werden?

8-30 Es bedarf keiner Vor- und Nachbereitung im Unterricht, da sich das Angebot direkt an Eltern und PädagogInnen richtet.

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Friedensbüro Graz

Referentinnen: Mag.a Heidi Bassin, Erwachsenenbildnerin, Mediatorin, Juristin Mag.a Elisabeth Zurl-Zotter, Psychologin, Sozial- und Berufspädagogin Erreichbarkeit über die: ARGE Jugend gegen Gewalt und Rassismus Tel.: 0316/90370 - 100, 03862/57 380 e-mail: graz@argejugend.at, bruck@argejugend.at; www.argejugend.at

Thema:

8.6 Mobbing in der Schule I – für PädagogInnen

Zielsetzung:

Die TeilnehmerInnen kennen Dynamiken, die in Mobbingprozessen wirksam sind, wissen auf welche Anzeichen sie achten sollten und kennen Strategien für eine kompetente Reaktion.

Inhalt:

Was ist Mobbing? Weshalb mobbt ein Kind/Jugendlicher? Dynamiken von Mobbingprozessen Der/Die TäterIn, das Opfer und andere Rollen im Mobbingprozess Anzeichen von laufendem Mobbing Kompetente Reaktionen in Mobbingprozessen

Angewandte Methoden:

Gemeinsames Erarbeiten von Inhalten, erfahrungsbezogenes Lernen, TheorieInputs, Einzelarbeit, Kleingruppenarbeit, Plenum, Rollenspiele, Übungen

Zeitausmaß:

2 Seminartage (16 UE)

Maximale TeilnehmerInnenzahl: Was soll im Unterricht für Ihr Angebot vorbereitet/nachbereitet werden?

16 Keine Vorbereitung im Unterricht nötig, da das Angebot sich direkt an die PädagogInnen richtet.

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Friedensbüro Graz

Referentinnen: Mag.a Heidi Bassin, Erwachsenenbildnerin, Mediatorin, Juristin Mag.a Elisabeth Zurl-Zotter, Psychologin, Sozial- und Berufspädagogin Erreichbarkeit über die: ARGE Jugend gegen Gewalt und Rassismus Erreichbarkeit: Tel.: 0316/90370 - 100, 03862/57 380 e-mail: graz@argejugend.at, bruck@argejugend.at; www.argejugend.at

Thema:

8.7 Mobbing in der Schule II ( Aufbauworkshop) – für PädagogInnen

Zielsetzung:

Mobbingdynamik anhand von eigenen Praxisbeispielen erfassen und Methoden der Mobbingbearbeitung kennen lernen.

Inhalt:

Mobbingdynamik Verschiedene Methoden der Mobbingbearbeitung und kritische Betrachtung

Angewandte Methoden:

Gemeinsames Erarbeiten von Inhalten, erfahrungsbezogenes Lernen, TheorieInputs, Einzelarbeit, Kleingruppenarbeit, Plenum, Übungen

Zeitausmaß:

4 UE

Benötigte Ressourcen:

Genügend großer Gruppenraum, evtl. weitere Räume für Kleingruppenarbeit Flipchart, Pinnwände; weiteres Material wird von den Trainerinnen mitgebracht.

Maximale TeilnehmerInnenzahl: Was soll im Unterricht für Ihr Angebot vorbereitet/nachbereitet werden?

8-20 Es bedarf keiner Vor- und Nachbereitung des Workshops.

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Friedensbüro Graz

Referentinnen: Mag.a Heidi Bassin, Erwachsenenbildnerin, Mediatorin, Juristin Mag.a Elisabeth Zurl-Zotter, Psychologin, Sozial- und Berufspädagogin Erreichbarkeit über die: ARGE Jugend gegen Gewalt und Rassismus Tel.: 0316/90370 - 100, 03862/57 380 e-mail: graz@argejugend.at, bruck@argejugend.at; www.argejugend.at

Thema:

8.8 Mobbing und Mobbingbearbeitung im außerschulischen Kontext – für ErzieherInnen

Zielsetzung:

Mobbing erkennen und dagegen aktiv werden

Inhalt:

Was ist Mobbing? Was steckt dahinter? Wie erkennt man Mobbing? Der Täter, das Opfer und andere Rollen im Mobbingprozess Was hat die Gemeinschaft mit Mobbing zu tun? Mobbingdynamik Was kann man tun, damit Mobbing keinen Platz hat? Mögliche Maßnahmen bei Mobbing Mobbingbearbeitung in der außerschulischen Betreuung Erfahrungsbezogenes Lernen, Theorie- Inputs, Einzelarbeit, Kleingruppenarbeit, Plenum, Übungen

Angewandte Methoden: Zeitausmaß:

4 UE

Benötigte Ressourcen:

Genügend großer Gruppenraum, evtl. weitere Räume für Kleingruppenarbeit, Pinnwände, Tafel bzw. Flipchart; weiteres Material wird von den Referentinnen mitgebracht.

Maximale TeilnehmerInnenzahl: Was soll im Unterricht für Ihr Angebot vorbereitet/nachbereitet werden?

8-20 Es bedarf keiner Vor- und Nachbereitung des Workshops.

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ARGE Jugend

Kontakt: ARGE Jugend gegen Gewalt und Rassismus Tel.: 0316/90370-100, 03862/57 380 e-mail: graz@argejugend.at, bruck@argejugend.at; www.argejugend.at

Thema:

8.9 Checkliste zur Förderung des Klassenklimas

Zielsetzung:

Gemeinsam mit den SchülerInnen wird eine Checkliste zur Verbesserung des Klassenklimas sowie für einen friedvolleren Umgang miteinander erarbeitet. Die Jugendlichen können dabei ihre eigenen Ideen einbringen und umsetzen. Die gemeinsam erarbeiteten „Regeln“ sollen in Form einer Checkliste eine Hilfestellung für Konfliktsituationen in der Klasse sein.

Inhalt:

Die TeilnehmerInnen sammeln im Brainstorming mögliche Lösungsvorschläge für Alltagssituationen in der Klasse und bevorzugte Umgangsformen untereinander. Das Ergebnis wird am Ende in Form einer Checkliste festgehalten, auf die die SchülerInnen immer wieder zurück greifen können.

Angewandte Methoden:

Reflexion über gewünschte Umgangsformen und Verhaltensweisen Lösungsorientierte Gespräche anhand konkreter Beispiele Gruppenarbeit 2- 4 UE (2 UE für die Erarbeitung der Checkliste, weitere 2 UE nach 4 bis 8 Wochen zur Reflexion und Klärung offener Fragen) Stifte, Papier Flipchart Eine Klasse

Zeitausmaß:

Benötigte Ressourcen: Maximale TeilnehmerInnenzahl: Was soll im Unterricht für Ihr Angebot vorbereitet/nachbereitet werden?

Am Ende der gemeinsamen Arbeit wird die fertiggestellte Checkliste der Klasse überreicht, die gemeinsam verantwortlich für die Umsetzung der darin enthaltenen Regeln ist.

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9. Geschichtswerkst채tten und ZeitzeugInnenarbeit

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Mag. Franz Stangl

Referent: Mag. Franz Stangl, Mitarbeiter im Zeitgeschichte-Labor Erreichbarkeit über die: ARGE Jugend gegen Gewalt und Rassismus Tel.: 0316/90370-100, 03862/57 380 e-mail: graz@argejugend.at, bruck@argejugend.at; www.argejugend.at

Thema:

9.1 Wiedereinführung der Todesstrafe in Österreich 1933

Zielsetzung:

Umstände, die zur Wiedereinführung der Todesstrafe in Österreich führten, beleuchten. Die gefinkelte Propaganda der damaligen Regierung, die viele (bis heute) glauben macht, das Standrecht sei erst am 12. Februar 1934 verhängt worden. Klassenjustiz: Kann Todesstrafe der Abschreckung dienen?

Inhalt:

Am 11.11.1933 wurde in Österreich die Todesstrafe wieder eingeführt. Was mit der Bundesverfassung 1920 abgeschafft worden war, wurde über den Umweg der Standgerichtsbarkeit wieder möglich: Der Henker bekam Arbeit. Was als Maßnahme gegen den rechten Terror gedacht war, kam aber bald gegen Kriminelle ohne politische Motivation und später gegen die Linke zur Anwendung. Präsentiert werden ausgewählte Fälle: die Exekution eines – nach wie vor mutmaßlichen – Heustadelanzünders, die Begnadigung eines Mädchenmörders, die Hinrichtungen im Februar 1934. Auf Wunsch ist ein biografischer Abriss des letzten k.u.k. Scharfrichters Lang möglich, des Onkels des Ständestaat-Henkers.

Angewandte Methoden:

Lesung, Vortrag

Zeitausmaß:

2 UE

Benötigte Ressourcen:

Bei Workshop entsprechende Unterlagen (nach Absprache)

Maximale TeilnehmerInnenzahl: Was soll im Unterricht für Ihr Angebot vorbereitet/nachbereitet werden?

Eine Klasse oder Gruppe von 25 TeilnehmerInnen Zumindest eine grobe Einführung in die Geschichte der 1. Republik sollte stattgefunden haben. Nachbereitung im Ermessen der/des Unterrichtenden.

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Mag. Franz Stangl

Referent: Mag. Franz Stangl, Mitarbeiter im Zeitgeschichte-Labor Erreichbarkeit über die: ARGE Jugend gegen Gewalt und Rassismus Tel.: 0316/90370-100, 03862/57 380 e-mail: graz@argejugend.at, bruck@argejugend.at; www.argejugend.at

Thema:

9.2 Steirische Opferdenkmäler des Nationalsozialismus

Zielsetzung:

Zahlreiche Opferdenkmäler des Nationalsozialismus in der Steiermark, die an die dunkelsten Seiten unseres Landes erinnern, fristen ihr Dasein an verborgenen Plätzen. Diese so genannten „unsichtbaren Denkmäler“ wieder ins Bewusstsein zu rufen, ist unter anderem Ziel des Vortrages. Aufgrund aktuellen Bildmaterials wird nicht nur ein Bezug zur Gegenwart hergestellt, sondern auch dem Interessierten die Möglichkeit gegeben, diese Plätze wieder zu entdecken.

Inhalt:

Nur in der relativ kurzen Zeitspanne von 1945 bis 1949 herrschte innerhalb großer Teile der österreichischen Bevölkerung jener antifaschistische Grundkonsens, der die Realisierung von Opferdenkmälern ermöglichte. Mit der Rückkehr der österreichischen Kriegsgefangenen rückten die militärischen Kriegsopfer in das Zentrum der „steinernen Erinnerung“, und nur vereinzelt gedachte man ab den 1950er Jahren noch der Opfer des Nationalsozialismus. Das Internationale Mahnmal am Grazer Zentralfriedhof wurde 1961 großräumig neu errichtet und das in der Nähe befindliche Feliferhofdenkmal erhielt 1967 jene Bildmotive, die es eindeutig als Opferdenkmal unter den Kriegsgräbern des Zweiten Weltkrieges hervortreten lässt. Am Leobener Bahnhofsvorplatz entstand 1975 ein Denkmal zur Erinnerung an die Opfer des Konzentrationslagers Mauthausen. Eine verstärkte Erinnerungskultur setzte in den 1980er Jahren ein, wobei zum einen die Gedenkveranstaltungen im Jahre 1988 (50 Jahre Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich), zum anderen aber auch die Politaffäre um die Kriegsvergangenheit des österreichischen Bundespräsidenten Dr. Kurt Waldheim Anlass gaben. Ein halbes Jahrhundert nach der Vertreibung und Ermordung der europäischen JüdInnen erinnerte sich auch die offizielle Steiermark ihrer jüdischen Opfer. So wurde das Synagogendenkmal von der Stadt Graz im Gedenkjahr 1988 errichtet und die zerstörte Zeremonienhalle 1991 wieder neu aufgebaut. Weitere Opferdenkmäler entstanden 1988 in den Bezirken Voitsberg, Leoben und Leibnitz.

Angewandte Methoden:

Vortrag, Workshop

Zeitausmaß:

2-3 UE

Benötigte Ressourcen:

Overheadprojektor

Maximale TeilnehmerInnenzahl: Was soll im Unterricht für Ihr Angebot vorbereitet/nachbereitet werden?

Eine Schulklasse Jede/r SchülerIn soll in seinem Umfeld Erkundigungen einholen, inwieweit Familienmitglieder Opfer des Nationalsozialismus geworden sind.

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ARGE Jugend

Kontakt: ARGE Jugend gegen Gewalt und Rassismus Tel.: 0316/90370 - 100, 03862/57 380 e-mail: graz@argejugend.at, bruck@argejugend.at; www.argejugend.at

Thema:

9.3 Was ich schon immer über die Zeit wissen wollte

Zielsetzung:

Die Gespräche vermitteln den Jugendlichen einen direkten Kontakt zur Geschichte und liefern Einblicke in den Alltag vergangener Zeiten Als vertiefende Ergänzung zum Unterricht können über die ARGE Jugend moderierte Dialogveranstaltungen mit ZeitzeugInnen zu verschiedenen Themenschwerpunkten gebucht werden. Gespräche zu unterschiedlichen Eckdaten des 20. Jahrhunderts wie z.B.: Erinnerungen an den 2. Weltkrieg, der Wiederaufbau in Österreich, Wirtschaftsaufschwung in den 50er Jahren, die wilden 68er, der Sozialstaat in den 70er Jahren,… können geführt werden. Weiters besteht die Möglichkeit, nach vorheriger Absprache mit der ARGE, auf individuelle Vorschläge der TeilnehmerInnen einzugehen und es werden gerne weitere Themenbereiche für Dialoggespräche aufgenommen. Moderierter Dialog und Input, Diskussion mindestens 4 UE (Halbtag)

Inhalt:

Angewandte Methoden: Zeitausmaß: Benötigte Ressourcen:

Pro Dialog mit einem/einer ZeitzeugIn ein ruhiger Seminarraum – nicht im Klassenzimmer. Die Organisation und die Kosten des Seminarraums trägt die ARGE.

Maximale TeilnehmerInnenzahl: Was soll im Unterricht für Ihr Angebot vorbereitet/nachbereitet werden? Kosten:

15 bis 35 TeilnehmerInnen (interessierte SchülerInnen aus mehreren Schulen) Im Vorfeld bitte die Jugendlichen auf das jeweilige Jahrzehnt bzw. Themenbereich vorbereiten

TeilnehmerInnenbetrag: Für eine halbtägige Veranstaltung € 10/ SchülerIn Für eine ganztägige Veranstaltung € 15/ SchülerIn Im Preis inkludiert sind die Verpflegung und Pausengetränke

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10. Spurensuche im Stadtteil bzw. in der Gemeinde

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XENOS – Verein zur Förderung soziokultureller Vielfalt

Referent: Mag. Joachim Hainzl, Sozialpädagoge, Werbejournalist Erreichbarkeit über die: ARGE Jugend gegen Gewalt und Rassismus Tel.: 0316/90370-100, 03862/57 380 e-mail: graz@argejugend.at, bruck@argejugend.at; www.argejugend.at

Thema:

10.1 Die BettlerInnen in Graz – verboten und vertrieben

Zielsetzung:

Inhalt:

Angewandte Methoden:

Zeitausmaß: Benötigte Ressourcen: Maximale TeilnehmerInnenzahl: Was soll im Unterricht für Ihr Angebot vorbereitet/nachbereitet werden?

In vielen meiner Arbeiten beschäftige ich mich mit gesellschaftlichen Ausgrenzungsmechanismen und den dahinter liegenden Motiven. Mich interessiert, wie man mit dem Nicht-Normalen, dem Fremden, dem Dreckigen, dem Stinkigen umgeht und wie man versucht, sich davon abzugrenzen oder das andere auszugrenzen. Sie gingen dir nach und hielten dir ein Schild vor die Nase. Sie saßen still auf der Straße. Sie kamen fast alle aus dem Ausland und waren Roma (manche sagen stattdessen einfach „Zigeuner“ oder „Ausländergesindel“). Graz schuf für sie eine eigene Bettlerverordnung und verbot das Betteln der aktiven Art und jenes mit Kindern. Ein Pfarrer organisierte ein Hilfsprojekt für die BettlerInnen, und viele reagierten darauf mit Neid. Seit jener Zeit sind viele der BettlerInnen aus der Grazer Innenstadt verschwunden und tauchen erst in letzter Zeit wieder vermehrt auf, nicht mehr nur auf die Innenstadt beschränkt. In diesem Projekt werden wir uns mit dem Umgang der Stadt Graz mit seinen BettlerInnen beschäftigen. Wir werden folgende Fragen stellen: Hat sich Graz nach dem Verschwinden der meisten BettlerInnen aus dem „Stadtbild“ verändert? Ist es sauberer, sicherer und attraktiver für TouristInnen? Soll Betteln in Zukunft in Graz erlaubt sein oder nicht? Und wie geht es jedem einzelnen von uns, wenn uns ein/e BettlerIn begegnet, was fühlst du, wie reagierst du? Warum erscheinen sie uns so fremd, was stört uns an ihnen? Und wie geht die Stadt Graz mit diesen Menschen um? Nach einer inhaltlichen Einführung in das Thema erfolgt eine Einteilung in drei Gruppen: eine Gruppe schlüpft in die Rolle des Bettelnden und bettelt in der Grazer Innenstadt eine zweite Gruppe beobachtet die Bettelnden und dokumentiert, welche Reaktionen diese bei den PassantInnen auslösen eine dritte Gruppe bittet mit Tonbandgeräten PassantInnen, Geschäftsleute, ... um Wortspenden bezüglich ihrer Einstellung gegenüber dem Betteln in Graz Nach dieser Gruppenarbeit wird das Erlebte in einer gemeinsamen Reflexionsphase ausgetauscht und dokumentiert. 4 UE Stifte und Papier, eventuell Fotoapparat(e) und Film(e) sowie Tonaufnahmegeräte und Kassetten Eine Klasse Vor der Einheit sollte in der Klasse bereits ein Grundwissen bezüglich der derzeitigen Situation des Bettelns in Graz hergestellt werden, vor allem hinsichtlich der gesetzlichen Situation („Bettelverordnung“). Nach der Einheit lässt sich das Erlebte sehr gut zur weiteren Beschäftigung in den Unterricht integrieren (z.B. Aufsatzthema für Deutschunterricht, Geschichte, Religion und Ethik, StaatsbürgerInnenkunde,…).

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XENOS – Verein zur Förderung soziokultureller Vielfalt

Referent: Mag. Joachim Hainzl Derzeitige berufliche Tätigkeit: Sozialpädagoge, Werbejournalist Erreichbarkeit über die: ARGE Jugend gegen Gewalt und Rassismus Tel.: 0316/90370-100, 03862/57 380 e-mail: graz@argejugend.at, bruck@argejugend.at; www.argejugend.at

Thema:

10.2 Die ItalienerInnen in Graz – „Ausländerflut“ oder Gründung der Kulturhauptstadt

Zielsetzung:

Beschäftigung mit unbekannten Aspekten steirischer Geschichte sowie eine historische Auseinandersetzung mit nationalen FeindInnenbildern und Stereotypen.

Inhalt:

Heute ist Graz stolz auf die „südliche“ Prägung der Stadt durch italienische BaumeisterInnen und KünstlerInnen und dieses italienische Flair ist willkommenes Motiv der Tourismuswerbung. Ohne die Beiträge der vielen ItalienerInnen in Graz – vor allem im 16. und 17. Jahrhundert – hätte Graz wohl nie den Titel „Kulturhauptstadt Europas“ bekommen können. Und dennoch waren die ItalienerInnen zu jenen Zeiten, als sie in großem Umfange hier in Graz tätig waren, offener Feindschaft seitens der Bevölkerung ausgesetzt. Neben der Vielzahl von italienischen Arbeitskräften in Graz haben dazu auch große und sehr einflussreiche italienische Handelsleute beigetragen. Neben der Tatsache der „fremden“ Nation, kam für die Grazer noch ein anderer Konflikt dazu: Im Unterschied zu den protestantischen Grazer BürgerInnen waren die ItalienerInnen dem katholischen Herrscherhaus treu ergeben.

Angewandte Methoden:

Rundgang mit Diskussion.

Zeitausmaß:

2 UE

Benötigte Ressourcen:

Eventuell Regenbekleidung und festes Schuhwerk.

Maximale TeilnehmerInnenzahl: Was soll im Unterricht für Ihr Angebot vorbereitet/nachbereitet werden?

Eine Klasse Vor der Einheit sollten in der Klasse bereits über die Bedeutung der ItalienerInnen für Graz gesprochen werden.

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ARGE Jugend

Kontakt: ARGE Jugend gegen Gewalt und Rassismus Tel.: 0316/90370 - 100, 03862/57 380 e-mail: graz@argejugend.at, bruck@argejugend.at; www.argejugend.at

Thema:

10.3 Die Gesichter der kulturellen Vielfalt

Zielsetzung:

Inhalt:

Angewandte Methoden:

Zeitausmaß: Benötigte Ressourcen: Maximale TeilnehmerInnenzahl: Was soll im Unterricht für Ihr Angebot vorbereitet/nachbereitet werden?

Erforschen und Kennenlernen der eigenen Gemeinde bzw. der eigenen Stadt, Nachgehen der Fragen, wo sich Menschen mit Migrationshintergrund aufhalten und wie die Bevölkerung über diese denkt. Selbstständiges „Auskundschaften“ von Informationen über „Rassismus“ im eigenen Stadtteil bzw. in der eigenen Gemeinde. Präsentation und eventuell Veröffentlichung der gewonnenen Erkenntnisse in der Schülerzeitung. Die Jugendlichen schlüpfen in die Rolle von JournalistInnen und sammeln Informationen, wie sie die Begegnungen von In-und AusländerInnen am jeweiligen Ort erleben und wie Rassismus erfahren wird. Dazu können sie sich auch als InterviewerInnen betätigen und PassantInnen auf der Straße befragen. Mögliche Orte, wo man zusätzlich Informationen erhält: Polizei, Parks, Kaufhäuser, Betreuungseinrichtungen, AMS und AusländerInnen - Selbstorganisationsvereine. In der ersten Einheit wird mit den Jugendlichen das Thema „Rassismus“ erarbeitet. Die Jugendlichen werden dann in Kleingruppen aufgeteilt. Sie überlegen sich anhand eines vorbereiteten „Spurensuche-Plans“, in welche Einrichtung sie ausschwärmen möchten und Informationen über Rassismus bzw. Ausgrenzung einholen. Sie sammeln dabei umfangreiches Material über die allgemeinen Lebensbedingungen im direkten Gespräch mit den Menschen vor Ort. Die gesammelten Daten werden bei einer Nachbereitung vor der Klasse präsentiert und diskutiert. Die Präsentationsmaterialien können anschließend im Fachunterricht weiter bearbeitet werden und in der Schülerzeitung veröffentlicht werden. mind. 4 UE Fotoapparat, eventuell Videokamera und Interviewgerät, Notizblock mit Stift eine Klasse oder Kleingruppe Eine Vorbesprechung mit dem/der zuständigen LehrerIn ist notwendig.

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ARGE Workshopkatalog

XENOS – Verein zur Förderung soziokultureller Vielfalt

Referent: Mag. Joachim Hainzl, Sozialpädagoge, Werbejournalist

Erreichbarkeit über die: ARGE Jugend gegen Gewalt und Rassismus Tel.: 0316/90370-100, 03862/57 380 e-mail: graz@argejugend.at, bruck@argejugend.at; www.argejugend.at

Thema:

10.4 „Gottesplage“ Türken? – der Spiegel der Geschichtsschreibung

Zielsetzung:

Beschäftigung mit unbekannten Aspekten steirischer Geschichte sowie eine historische Auseinandersetzung mit nationalen FeindInnenbildern und Stereotypen.

Inhalt:

Noch heute sieht sich die Steiermark als „Hofzaun des Reiches“. Auch in der offiziellen Geschichtsschreibung von Graz wird der Kampf gegen die angebliche „Gottesplage“, die TürkInnen und den damit gleichgesetzten Islam betont. Neben dem tatsächlichen historischen Kern der schrecklichen Kriegsereignisse wurden die islamischen Osmanen in Legenden – wie etwa dem „Saurautürken“ in der Sporgasse – zu den Prototypen von Unmenschlichkeit, Grausamkeit und Brutalität hochstilisiert. Der Rundgang wird zeigen, dass diese Stereotype, die sich in der Volkskultur bzw. -meinung bis heute zum Teil erhalten haben, zum Großteil auf Propaganda aufbauen. Daneben gab und gibt es eine ebenfalls nicht der Realität entsprechende romantische Sicht des Orients als märchenhafte Welt aus 1001 Nacht, die zur teilweise verkitschten Übernahme türkischer Kultur geführt hat. Heute wird auch in Graz – vor allem im Bereich der Bezirke Lend und Gries – der öffentliche Raum vermehrt durch türkische und kurdische Geschäfte und BewohnerInnen mitgestaltet.

Angewandte Methoden:

Rundgang mit Diskussion.

Zeitausmaß:

2 UE

Benötigte Ressourcen:

Eventuell Regenbekleidung und festes Schuhwerk.

Maximale TeilnehmerInnenzahl: Was soll im Unterricht für Ihr Angebot vorbereitet/nachbereitet werden?

Eine Klasse Vor der Einheit sollte in der Klasse bereits über die Bedeutung der TürkInnen für Graz gesprochen werden.

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ARGE Workshopkatalog

XENOS – Verein zur Förderung soziokultureller Vielfalt

Referent: Mag. Joachim Hainzl, Sozialpädagoge, Werbejournalist

Erreichbarkeit über die: ARGE Jugend gegen Gewalt und Rassismus Tel.: 0316/90370-100, 03862/57 380 e-mail: graz@argejugend.at, bruck@argejugend.at; www.argejugend.at

Thema:

10.5 Spurensuche zur Geschichte der Grazer JüdInnen

Zielsetzung:

Beschäftigung mit verdrängten Aspekten steirischer Geschichte sowie Auseinandersetzung mit der Religion des Judentums und der Geschichte des Antijudaismus bzw. Antisemitismus.

Inhalt:

An historisch relevanten Orten wird der vergangenen und gegenwärtigen Kultur und Geschichte der jüdischen Bevölkerung in Graz und der Steiermark nachgegangen. Das Hauptgewicht liegt dabei in der langen blühenden Epoche des Judentums im Mittelalter sowie der Geschichte der Grazer JüdInnen nach der Aufhebung der Judensperre etwa ab der Mitte des 19. Jahrhunderts. Die Zeit des Nationalsozialismus wird anhand der Geschichte der „Arisierung“, des Raubzugs am jüdischen Vermögen, ausführlich behandelt. Den Abschluss bildet ein Besuch in der Grazer Synagoge als Symbol der gegenwärtigen und zukünftigen jüdischen Tradition in Graz.

Angewandte Methoden:

Rundgang mit Diskussion sowie Besichtigung der Synagoge.

Zeitausmaß:

3 UE

Benötigte Ressourcen:

Eventuell Regenbekleidung und festes Schuhwerk.

Maximale TeilnehmerInnenzahl: Was soll im Unterricht für Ihr Angebot vorbereitet/nachbereitet werden?

Eine Klasse Vor der Einheit sollte in der Klasse bereits ein Grundwissen bezüglich der Zeit des Nationalsozialismus hergestellt werden sowie Grundzüge der jüdischen Kultur bekannt sein.

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ARGE Workshopkatalog 2013

ETC Graz

Referentin: Mag.a Barbara Schmiedl, Pädagogin, Wissenschaftliche Mitarbeiterin und Menschenrechtstrainerin am ETC Graz Erreichbarkeit über die: ARGE Jugend gegen Gewalt und Rassismus Tel.: 0316/90370 - 100, 03862/57 380 e-mail: graz@argejugend.at, bruck@argejugend.at; www.argejugend.at

Thema:

10.6 Menschenrechte verorten – Stadtrundgang

Zielsetzung:

Die TeilnehmerInnen des Stadtrundgangs erwerben einen Einblick in die historische Bedingtheit einiger aktueller menschenrechtlicher Fragestellungen. Die Menschenrechtsstadt Graz wird auf einer Route entlang ausgewählter, in Bezug auf die Menschenrechte historisch oder zeitgeschichtlich relevanter Stationen „erwandert“, altbekannte Orte, Bauten oder Denkmäler werden auf ihren menschenrechtlichen Bezug hin abgeklopft. Der zeitliche Bezugsrahmen reicht hierbei vom Mittelalter bis in die Gegenwart, inhaltlich versucht der Rundgang, anhand ausgewählter Beispiele, Brüche und Kontinuitäten in Stadtentwicklung und Mentalitätsgeschichte darzustellen und so aktuelle Fragestellungen wie zum Beispiel Bildung, öffentlicher Raum, Privatsphäre, Migration, Rechtsstaatlichkeit oder Religionsfreiheit in einem (zeit)historischen Kontext zu positionieren.

Inhalt:

Angewandte Methoden: Zeitausmaß: Benötigte Ressourcen: Maximale TeilnehmerInnenzahl: Was soll im Unterricht für Ihr Angebot vorbereitet/nachbereitet werden?

Beispiel Asylstein beim Deutschordenshaus in der Zinzendorfgasse: Er steht historisch für Rechtsdurchsetzung und die Reibungsflächen zwischen staatlicher und kirchlicher Gewalt, mit dem „Kirchenasyl“ ergibt sich aber auch ein Bedeutungsstrang, der bis in die Gegenwart reicht. So wurde in Frankreich seit den 1990er-Jahren den sog. „sans papiers“, also MigrantInnen ohne legalen Aufenthaltsstatus Kirchenasyl gewährt; in weiterer Folge ergeben sich Fragen von Asyl und Migration im Allgemeinen. Vortrag und Diskussion 1,5 - 3 UE Der Witterung angepasste Kleidung und Schuhe Eine Klasse Eine spezielle Vorbereitung ist nicht notwendig; allenfalls könnten mit den SchülerInnen vorbereitend die Inhalte der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte und/oder der Europäischen Menschenrechtskonvention erarbeitet werden.

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ARGE Workshopkatalog

Chiala – Verein zur Förderung von Kultur, Diversität und Entwicklung

Referent: Kamdem Emmanuel Mou Poh à Hom, Geschäftsführer des Vereins Chiala

Erreichbarkeit über die: ARGE Jugend gegen Gewalt und Rassismus Tel.: 0316/90370-100, 03862/57 380 e-mail: graz@argejugend.at, bruck@argejugend.at; www.argejugend.at

10.7 Stadtrundgang durch das afrikanische Graz Zielsetzung:

Inhalt:

Angewandte Methoden: Zeitausmaß: Benötigte Ressourcen: Maximale TeilnehmerInnenzahl: Was soll im Unterricht für Ihr Angebot vorbereitet/nachbereitet werden?

Emmanuel Kamdem führt durch das afrikanische Graz - ein Graz, das vielen verborgen bleibt, die nicht einen genauen Blick darauf werfen und die umso erstaunter sein werden, wie viel Afrika sich in Graz finden lässt. Ihr könnt bei diesem Rundgang viel Wissenswertes und Geschichten rund um Graz uns dessen afrikanische MitbürgerInnen erfahren. Der Rundgang innerhalb der Stadtteile Gries und Lend führt die TeilnehmerInnen an verschiedene Orte, die das Alltagsleben von Menschen afrikanischer Abstammung in Graz prägen. Ein anschließender Besuch in einem afrikanischen Restaurant ist möglich. Entdecken 2-4 UE Djemben werden von Chiala zur Verfügung gestellt, eigene Trommeln können mitgebracht werden. Eine Klasse Absprache mit der LehrerIn über die Anzahl vorhandener Trommeln an der Schule!

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11. Angebote zur soziokulturellen Vielfalt

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Chiala – Verein zur Förderung von Kultur, Diversität und Entwicklung

Referent: Kamdem Emmanuel Mou Poh à Hom, Geschäftsführer des Vereins Chiala Erreichbarkeit über die: ARGE Jugend gegen Gewalt und Rassismus Tel.: 0316/90370-100, 03862/57 380 e-mail: graz@argejugend.at, bruck@argejugend.at; www.argejugend.at

Thema:

11.1 Ein Stück Afrika – Trommelworkshop

Zielsetzung:

Inhalt:

Angewandte Methoden: Zeitausmaß: Benötigte Ressourcen: Maximale TeilnehmerInnenzahl: Was soll im Unterricht für Ihr Angebot vorbereitet/nachbereitet werden?

Bei unserem Trommelkurs werden Grundlagen von Rhythmen und Spieltechniken vermittelt. Die Fähigkeit zum kreativen Umgang mit dem Instrument, die Freude am gemeinsamen Trommeln und die Stärkung des Vertrauens in die eigene Kreativität stehen im Vordergrund. Die afrikanische Trommel ist mehr als ein Instrument. Sie zeigt allen ZuhörerInnen: Hier ist ein Stück Afrika. Nach einer kurzen Einführung in den Trommelbau und die Verzierung von Trommeln anhand von selbstgezeichneten Bildern und Fotografien versucht der Referent, die SchülerInnen zu eigenen Trommelversuchen anzuregen. Rhythmen vermischen sich spielerisch und lassen die eigene percussion session zum Gemeinschaftserlebnis werden. Schauen, zuhören, mitspielen 2-3 UE Djemben werden von Chiala zur Verfügung gestellt, eigene Trommeln können mitgebracht werden. Eine Klasse Absprache mit der LehrerIn über die Anzahl vorhandener Trommeln an der Schule!

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Chiala – Verein zur Förderung von Kultur, Diversität und Entwicklung

Referent: Kamdem Emmanuel Mou Poh à Hom, Geschäftsführer des Vereins Chiala Erreichbarkeit über die: ARGE Jugend gegen Gewalt und Rassismus Tel.: 0316/90370-100, 03862/57 380 e-mail: graz@argejugend.at, bruck@argejugend.at; www.argejugend.at

Thema:

11.2 Kamerun

Zielsetzung:

Kennenlernen des Landes, der Menschen und der politischen Landschaft Kameruns.

Inhalt:

Angewandte Methoden:

Im Rahmen des Interkulturellen Angebotes von Chiala wird das Land Kamerun genau unter die Lupe genommen. Wir wollen uns vor allem mit politischen Hintergründen von Kamerun sowie den Auswirkungen der Globalisierung auf das Land beschäftigen. Schauen, zuhören, lernen

Zeitausmaß:

2-3 UE

Benötigte Ressourcen: Maximale TeilnehmerInnenzahl: Was soll im Unterricht für Ihr Angebot vorbereitet/nachbereitet werden?

Eine Klasse

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Afro-Asiatisches Institut

Kontakt: Mag. Pramodchandra Harvey Erreichbarkeit über die: ARGE Jugend gegen Gewalt und Rassismus Tel.: 0316/90370-100, 03862/57 380 e-mail: graz@argejugend.at, bruck@argejugend.at; www.argejugend.at

Thema:

11.3 Köstlichkeiten aus aller Welt – Gemeinsames Kochen

Zielsetzung:

Gespräch über die Herkunftskulturen, insbesondere über Nahrung, Nahrungsverteilung und die Rollenverteilung von Mann und Frau

Inhalt:

Kochen ist mehr als nur die Zubereitung von Speisen. Im gemeinsamen Tun eröffnen sich Informationen über die Herkunft der Zutaten, über Lebensgewohnheiten, v.a. die Rollenverteilung von Mann und Frau im Alltag.

Angewandte Methoden:

Kochen und kosten

Zeitausmaß:

3-4 UE

Benötigte Ressourcen:

Lebensmittel nach Vereinbarung, Kochgelegenheit (idealerweise Schulküche)

Maximale TeilnehmerInnenzahl: Was soll im Unterricht für Ihr Angebot vorbereitet/nachbereitet werden?

Eine Klasse Keine

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Afro-Asiatisches Institut

Kontakt: Mag. Pramodchandra Harvey Erreichbarkeit über die: ARGE Jugend gegen Gewalt und Rassismus Tel.: 0316/90370-100, 03862/57 380 e-mail: graz@argejugend.at, bruck@argejugend.at; www.argejugend.at

Thema:

11.4 Geschichten aus 1001 Nacht – Orientalische Erzählungen

Zielsetzung:

Zuhören bei einer der größten kulturellen Leistungen orientalischer Literatur. Erkennen, dass ein kulturelles Gefälle von Westen nach Osten eine Fiktion technisch orientierter Weltauffassung ist. Einige grundlegende Erzähltechniken erleben und nach Möglichkeit auch anwenden. Zum besseren Verständnis der Lebensweise von OrientalInnen beitragen.

Inhalt:

Die Geschichten, die Scheherezade 1001 Nächte lang erzählte, um ihr Leben zu retten, leben noch heute in ländlichen – vom Fernsehen noch nicht eroberten – Gebieten des Orients, wo Abende dem Erzählen gewidmet werden. Die Referentin erzählt Geschichten, die auch in ihrer eigenen Familie noch lebendig sind, und lädt ein zum Weitererzählen.

Angewandte Methoden:

Zuhören und weiter erzählen

Zeitausmaß:

2 UE

Benötigte Ressourcen:

Bequeme Erzählecke (Teppiche o.ä.)

Maximale TeilnehmerInnenzahl: Was soll im Unterricht für Ihr Angebot vorbereitet/nachbereitet werden?

Eine Klasse SchülerInnen sollen vorher ihre Kenntnis von orientalischen Erzählungen (Ali Baba, Aladdin usw.) ein wenig auffrischen, um dann die Disney-Versionen mit der mündlichen Tradition zu vergleichen. Im Anschluss kann das Gehörte weitererzählt und/oder aufgeschrieben und/oder illustriert werden.

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Amigos do Brasil

Referentin: Mirela Silva da Conceição Erreichbarkeit über die: ARGE Jugend gegen Gewalt und Rassismus Tel.: 0316/90370-100, 03862/57 380 e-mail: graz@argejugend.at, bruck@argejugend.at; www.argejugend.at

Thema:

11.5 Samba – Brasilien in südlichen Rhythmen

Zielsetzung:

Im Tanz, in der Bewegung Schranken abbauen und vom Leben in Brasilien mehr erfahren als in Dokumentationen und Medienberichten möglich ist.

Inhalt:

Samba gehört zu den bekanntesten kulturellen Eigenheiten Brasiliens, wird jedoch meist nur mit dem Karneval von Rio in Verbindung gebracht. Die Referentin führt in die wichtigsten Schrittfolgen ein und berichtet über das Leben im größten Staat Lateinamerikas.

Angewandte Methoden:

Mittanzen

Zeitausmaß:

2- 3 UE

Benötigte Ressourcen:

Bequeme Kleidung, Platz (Turnsaal) und CD-Player

Maximale TeilnehmerInnenzahl: Was soll im Unterricht für Ihr Angebot vorbereitet/nachbereitet werden?

Eine Klasse Eventuell vorhandene Vorkenntnisse über das Land können aufbereitet werden.

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Salsa Lemon

Referent: Leonel Monzon Salazar, Salsatrainer am Lateinamerika Institut Graz, Student der Architektur Erreichbarkeit über die: ARGE Jugend gegen Gewalt und Rassismus Tel.: 0316/90370-100, 03862/57 380 e-mail: graz@argejugend.at, bruck@argejugend.at; www.argejugend.at

Thema:

11.6 SALSA – Mit Lebensfreude und Weltoffenheit gegen Gewalt und Vorurteile

Zielsetzung:

Ziel des Projektes ist es, mit der authentischen Lebensgeschichte des Referenten aus Guatemala, Zugang zu einer fremden Kultur zu erhalten. Mit dem Erlernen einfacher Salsa-Grundschritte besteht die Möglichkeit, in eine fremde Lebenswelt einzutauchen. Das Projekt ist zweigliedrig aufgeteilt: Der Referent berichtet über seine Kindheit in Guatemala, den Besuch der österreichischen Schule in Guatemala City, seine Erlebnisse und Erfahrungen in Österreich, ergänzt durch einen kleinen Sprachkurs, in dem Kommunikationsformeln auf Spanisch vermittelt werden. Die Jugendlichen erhalten Grundkenntnisse über die Entwicklung der Salsamusik und des Salsa-Tanzes, der auch in Europa immer populärer wird. Vorstellrunde auf Spanisch, Gespräch und Information, Diskussion, kurzer Diavortrag, Tanzworkshop

Inhalt:

Angewandte Methoden:

Zeitausmaß:

2 UE für Information und Gespräch 1-2 UE für Tanzworkshop

Benötigte Ressourcen:

Sesselkreis, Flipchart oder Tafel, Diaprojektor, Landkarten ( Lateinamerika, Welt), DVD Player, Turnsaal oder großer Klassenraum.

Maximale TeilnehmerInnenzahl: Was soll im Unterricht für Ihr Angebot vorbereitet/nachbereitet werden?

Eine Klasse Vorbereitung: eine grobe Einführung ins Thema Lateinamerika. Zur Nachbereitung des Projektes bietet der Referent eine kleine Arbeitsmappe an, die folgendes Material enthält: kurzes Länderporträt von Guatemala (Lückentext), Arbeitsmappen (zum Beschriften und Anmalen), Lateinamerika Puzzle, kleine Einführung in die spanische Sprache, Lateinamerika bzw. Salsa Kreuzworträtsel.

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Afro-Asiatisches Institut

Kontakt: Mag. Pramodchandra Harvey Erreichbarkeit über die: ARGE Jugend gegen Gewalt und Rassismus Tel.: 0316/90370-100, 03862/57 380 e-mail: graz@argejugend.at, bruck@argejugend.at; www.argejugend.at

Thema:

11.7 Kinderspiele aus Peru

Zielsetzung:

Durch gemeinsames Spielen ins Gespräch kommen, aus der anderen Kultur lernen und ein wenig zum besseren Verständnis der anderen Lebensweise beitragen.

Inhalt:

Spiele sind Möglichkeiten, mit anderen Menschen zu kommunizieren, auch ohne ihre Sprache zu sprechen.

Angewandte Methoden:

Mitspielen und mitreden

Zeitausmaß:

2- 3 UE

Benötigte Ressourcen:

keine, aber Platz (Turnsaal)

Maximale TeilnehmerInnenzahl: Was soll im Unterricht für Ihr Angebot vorbereitet/nachbereitet werden?

Eine Klasse Es ist keine besondere Vorbereitung notwendig.

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ISOP GmbH

Referent: Fred Ohenhen, Leiter des Projektes IKU bei ISOP GmbH Erreichbarkeit über die: ARGE Jugend gegen Gewalt und Rassismus Tel.: 0316/90370-100, 03862/57 380 e-mail: graz@argejugend.at, bruck@argejugend.at; www.argejugend.at

Thema:

11.8 Kennenlernen der afrikanischen Kulturen

Zielsetzung:

Abbau rassistischer Denkweisen bei SchülerInnen Chancen für SchülerInnen, über ihre eigenen Ängste und Erfahrungen zu reden Unmittelbare, persönliche Erfahrungen durch den direkten Kontakt mit dem Referenten Abbau von FeindInnenbildern Kennenlernen der afrikanischen Kultur

Inhalt:

Den SchülerInnen soll ein realistisches – keinesfalls beschönigtes – Bild der Fluchtund der Migrationsthematik vermittelt werden. Man sollte ihnen klarmachen, warum Menschen hierher kommen – nicht alle kommen als ArbeitsmigrantInnen, viele sind Flüchtlinge, StudentInnen. Was veranlasst Menschen, ihre Heimat zu verlassen und in einer ihnen ebenfalls oft völlig fremden Kultur zu leben? Woher kommen sie? Wie leben sie hier? Wie werden sie hier aufgenommen? Wie viele sind tatsächlich in den Arbeitsmarkt integriert? Welche Art von Arbeit machen sie? Die SchülerInnen sollen aus der Sicht der Betroffenen, beispielsweise AfrikanerInnen, die Problematik der Arbeitsmigration von Asylsuchenden und Studierenden kennen lernen. Dazu sollen sie eintauchen können in eine ihnen noch fremde Kultur, sie aus erster Hand erfahren, um so ihre Neugier und ihr Verständnis zu wecken.

Angewandte Methoden: Methodisch arbeite ich sehr flexibel durch vielfältige, variable einsetzbare Elemente/Module, die Eigenaktivität und Erlebnischarakter für SchülerInnen stark betonen und die je nach Alter und Gruppenspezifik bzw. Zeitrahmen zusammengestellt werden können: Persönliches Gespräch/Diskussion – die Möglichkeit, ganz offen Fragen zu stellen Rollenspiele zum Thema „Ausländersein“ (z.B. Afrikaner in Graz), „Ausgrenzung“, „Diskriminierung“ Gruppenarbeiten mit Präsentation Märchen und andere Texte aus Afrika Lieder zum Singen – Musik aus Afrika Tänze Spiele je nach Alter Alltag in Afrika kennen lernen (Spiele, Bilder, Speisen und Esskultur, Kochen) Angewandte Methoden: Verwendete Anschauungs- und Impulsmaterialen: Dia-Show, Video-Doku, Zeitungsartikel und Berichterstattung in den Medien zum Thema, Text- und Zahlenmaterial, Realien aus Afrika (Materialien und Gegenstände zum Angreifen, Anschauen, Kunstgegenstände, Stoffe, Gebrauchsgegenstände etc.) Zeitausmaß: -4 UE Benötigte Ressourcen: Flipchart (Stifte, Papier), Videogerät großer Raum (Bewegungsfreiheit), eventuell Diaprojektor, Kassettenrekorder Maximale Teilnehmer1 Klasse oder Gruppe von ca. 25 Personen Innenzahl: Was soll im Unterricht Das hängt von der Klasse ab. Als unbedingt notwendig erachte ich dazu ein persönlifür Ihr Angebot ches Vorgespräch mit dem/der zuständigen KlassenlehrerIn, um das Thema eventuvorbereiell einzugrenzen und die genauen Inhalte abzusprechen, gegenseitige Erwartungen tet/nachbereitet abzuklären. werden?

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Carlos Escobar-Pukara

Kontakt: Carlos Escobar-Pukara, Leiter der Musikgruppe Pachakuti, Veranstalter von Diavorträgen Erreichbarkeit über die: ARGE Jugend gegen Gewalt und Rassismus Tel.: 0316/90370-100, 03862/57 380 e-mail: graz@argejugend.at, bruck@argejugend.at; www.argejugend.at

Thema:

11.9 Indianer – Vergangenheit und Gegenwart der Indigenen Lateinamerikas

Zielsetzung:

Hauptziel ist es, den SchülerInnen einen Einblick in eine fremde Kultur zu gewähren, mit Erlebnissen, die sie sonst kaum machen würden.

Inhalt:

Der Inkanachkomme Carlos Escobar–Pukara stellt die indianische Welt vor. Die Mittel, die er dazu gebraucht (Original – Indianische Trachten, Jaguarfelle, authentischer Federschmuck, Trommel, Panflöten u.v.m.) versetzen die SchülerInnen „spielend“ in die Vergangenheit der Indianer und in die Gegenwart der sogenannten Naturvölker. Kurze Geschichte der indianischen Völker in Nord-, Mittel- und Südamerika Trommel, Panflöte und Rasselinstrumente – Musik zu Ehren der Götter Jaguarfelle, Kondorfeder und Lama-Ponchos – Indianische Tradition zum Anfassen

Angewandte Methoden:

Schon einmal ein echtes Indianergewand angezogen? – Schlüpfen wir in einen Lama-Poncho! Was ist ein Kriegertanz? – Lernen geht durch Probieren! Wie anders klingt die indianische Musik? – Spielen wir gemeinsam die Panflöte! Noch nie eine indianische Sprache gehört? – Wir lernen ein paar Wörter! Indianische Geschichten und Märchen für Kleinkinder!

Zeitausmaß:

2-4 UE

Benötigte Ressourcen:

Keine

Maximale TeilnehmerInnenzahl: Was soll im Unterricht für Ihr Angebot vorbereitet/nachbereitet werden?

Eine Klasse Es sind keine besonderen Vorbereitungen notwendig.

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ARGE Workshopkatalog

ARGE Jugend

Kontakt: ARGE Jugend gegen Gewalt und Rassismus Erreichbarkeit: Tel.: 0316/90370 - 100, 03862/57 380 e-mail: graz@argejugend.at, bruck@argejugend.at; www.argejugend.at

Thema:

11.10 Interkultureller Dialog als Form für soziokulturelle Vielfalt

Zielsetzung:

Inhalt:

Angewandte Methoden:

Zeitausmaß: Benötigte Ressourcen: Maximale TeilnehmerInnenzahl: Was soll im Unterricht für Ihr Angebot vorbereitet/nachbereitet werden?

Interkulturelle Sensibilisierung Die Auseinandersetzung mit eigenen Vorurteilen gegenüber Fremdheit und den Abbau von Ängsten und Vorurteilen fördern. Vermittlung der sozialen Missstände und gesellschaftlichen Ausgrenzung Nachdenken und diskutieren über mögliche Alternativen und Perspektiven Soziokulturelle Vielfalt prägt das Erscheinungsbild wie auch die Organisationsform unserer Gesellschaft. Im Sinne eines „global village“ rücken die Menschen näher zusammen, weshalb eune umfassende Diversity-Kompetenz auf der Grundlage der geltenden Rechtsordnung ein Bildungsziel für alle in unserer Gesellschaft lebenden Menschen ist – ungeachtet von Geschlecht, Religion, Alter, ethnisch-kulturellen Kategorien, Migrationshintergrund usw. Unter diesem Aspekt repräsentieren die interkulturellen Workshops der ARGE ein Begegnungs- und Diskussionsforum, um mit Menschen aus anderen Kulturen, Religionen usw. ins reflexive Gespräch zu kommen. Dabei geht es – nach Klärung der konkreten Fragestellungen und Lerninteressen – um Themen wie Flucht- und Migrationsbedingungen, soziale Fragen, Diskriminierung, Alltagsleben, Grundund Menschenrechte konkret u.v.m. Vermittlung von Basisinformationen; Diskussion; Praktische Übungen; Film 2- 4 UE DVD-Player und Fernseher eine Klasse Es ist keine Vorbereitung notwendig. Die gewonnenen Ergebnisse sollten jedoch im Rahmen des sozialen Lernens reflektiert werden.

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Maxwell Emiohe

Kontakt: Maxwell Emiohe, Sozialpädagoge – tätig im Sozial- und Integrationsbereich Erreichbarkeit über die: ARGE Jugend gegen Gewalt und Rassismus Tel.: 0316/90370 - 100, 03862/57 380 e-mail: graz@argejugend.at, bruck@argejugend.at; www.argejugend.at

Thema:

11.11 Kennenlernen afrikanischer Kulturen

Zielsetzung:

Einen Kontinent kann man nicht über die Medien allein erfahren. In diesem Workshop sollen Jugendliche durch hören, tun und mitmachen den afrikanischen Kontinent kennen lernen und dadurch ihre interkulturelle Kompetenz steigern.

Inhalt:

Im Workshop geht es nicht nur um das Kennenlernen von Tieren, Klima oder Bäumen, sondern um das gesellschaftliche Leben der AfrikanerInnen, den schulischen Alltag und die kollektivistischen Kulturen des afrikanischen Kontinentes. Es wird darauf eingegangen, wie zum Beispiel Mann und Frau einander kennen lernen, wer aller an einer Eheschließung beteiligt ist, wie die Großmutter die Aufgaben vom Fernseher übernimmt und was wir durch das Vorlesen von Märchen erfahren. Die Demokratie auf traditioneller Ebene wird thematisiert und durch aktives Tun erlebt (Oke-re-kekeke – du du kene). Der schulische Alltag und die kollektivistische Gesellschaften des afrikanischen Kontinentes sind die zentralen Themen in diesem Workshop. Gesellschaftsspiel: Oke-re-kekeke–du du kene

Angewandte Methoden:

Beginn mit Trommelmusik vom Referenten, eingesetzt als Begrüßung vom Kontinent Afrika. Dann folgen Begrüßungswörter aus afrikanischen Sprachen. Die Neugier der TeilnehmerInnen wird angeregt. Als Auflockerung sollen sich die TeilnehmerInnen selbst durch selbst improvisierte, lustig Bewegungen vorstellen. Danach folgen Erzählungen mit Bilderspielen und Märchen.

Zeitausmaß:

3-4 UE

Benötigte Ressourcen:

Ein Turnsaal

Maximale TeilnehmerInnenzahl:

Eine Schulklasse

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ARGE Workshopkatalog

Maxwell Emiohe

Kontakt: Maxwell Emiohe, Sozialpädagoge – tätig im Sozial- und Integrationsbereich Erreichbarkeit über die ARGE Jugend gegen Gewalt und Rassismus Tel.: 0316/90370 - 100, 03862/57 380 e-mail: graz@argejugend.at, bruck@argejugend.at; www.argejugend.at

Thema:

11.12 Trommelworkshop

Zielsetzung:

Auf dem afrikanischen Kontinent wird bei jedem Fest getrommelt. Trommelmusik ist nicht nur ein Teil des Festes, sondern der Kern des Festes. Die TeilnehmerInnen sollen lernen, dass man nicht als TrommlerIn geboren wird, sondern diese Kunst erlernen kann. Im Rahmen dieses Workshops lernen die TeilnehmerInnen, dass die Trommel als Medium für Therapie, Konzentration, und Kommunikation verwendet wird und Melodie und Rhythmus Freude macht.

Inhalt:

Den TeilnehmerInnen werden die Grundtechniken des Trommelns beigebracht: -Mittel und Rand Technik -Einzelne Hand Methode -Zwei Hände Methode -Drei Hände und Vier Händel Methode Die TeilnehmerInnen lernen, wie man mit einer Trommel kommuniziert.

Angewandte Methoden:

2-3 UE

Benötigte Ressourcen:

Ein großer Raum, der genug Platz zum Trommeln bietet. Wir stellen die Trommeln bereit. Materialkosten nach Absprache.

Maximale TeilnehmerInnenzahl: 1 Schulklasse

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ARGE Workshopkatalog

Maxwell Emiohe

Kontakt: Maxwell Emiohe, Sozialpädagoge – tätig im Sozial- und Integrationsbereich Erreichbarkeit über die: ARGE Jugend gegen Gewalt und Rassismus Tel.: 0316/90370 - 100, 03862/57 380 e-mail: graz@argejugend.at, bruck@argejugend.at; www.argejugend.at

Thema

11.13 Koch-Workshop

Zielsetzung:

In Österreich ist die Afrikanische Küche nicht so bekannt wie die Asiatische oder Chinesische. In diesem Workshop sollen die TeilnehmerInnen die Geschichte der Afrikanischen Nahrungsmittel und die Tabus, Verbote, Bräuche und Rituale, die mit Afrikanischen Speise verbunden sind, kennen lernen (z.B: Schwangere Frauen essen Antilopen, um für ihr Kind gesund und sportlich zu bleiben. In manchen Regionen dürfen Schwangere keine Affen essen, damit das Kind im Bauch nicht so hässlich wird wie ein Affe). Weiters werden die TN mit einer afrikanischen Köchin gemeinsam kochen.

Angewandte Methoden:

Eine kurze Erklärung der afrikanischen Nahrungsmittel. Gemeinsames Kochen mit einer afrikanischen Köchin mit Lebensmitteln aus afrikanischen Geschäften.

Zeitausmaß:

3-4 UE

Max. TeilnehmerInnenzahl

20

Benötigte Ressourcen:

Eine große Küche für 10 TN .

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ARGE Workshopkatalog

Afro-Asiatisches Institut

Kontakt: Mag. Pramodchandra Harvey Erreichbarkeit über die: ARGE Jugend gegen Gewalt und Rassismus Tel.: 0316/90370 - 100, 03862/57 380 e-mail: graz@argejugend.at, bruck@argejugend.at; www.argejugend.at

Thema:

11.14 Märchen aus aller Welt (mehrere Workshopvariationen möglich): Märchen aus Albanien / Argentinien / Brasilien / Ghana / Kenia / Mexiko / Peru / Philippinen /Indonesien /dem Iran /Sri Lanka/der Türkei / Schreiben und Spielen in der Mongolei)

Zielsetzung:

Durch Märchen-Erzählen ins Gespräch kommen, aus der anderen Kultur lernen und ein wenig zum besseren Verständnis der anderen Lebensweise beitragen.

Inhalt:

Jede Kultur hat ihren eigenen Schatz an Märchen. Märchen transportieren uns in eine ferne, fremde Welt. Dadurch kommt das Fremde näher und ist nicht mehr so fremd.

Angewandte Methoden:

Erzählung

Zeitausmaß:

2-3 UE

Benötigte Ressourcen:

CD-Spieler

Maximale TeilnehmerInnenzahl: Was soll im Unterricht für Ihr Angebot vorbereitet/nachbereitet werden?

eine Klasse keine besondere Vorbereitung notwendig

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ARGE Workshopkatalog

Afro-Asiatisches Institut

Kontakt: Mag. Pramodchandra Harvey Erreichbarkeit über die: ARGE Jugend gegen Gewalt und Rassismus Tel.: 0316/90370 - 100, 03862/57 380 e-mail: graz@argejugend.at, bruck@argejugend.at; www.argejugend.at

Thema:

11.15 Kinderspiele aus aller Welt (mehrere Workshopvariationen möglich: Kinderspiele aus Albanien / Argentinien / Brasilien / Ghana / Kenia / Mexiko / Peru / Philippinen /Indonesien /dem Iran /Sri Lanka/der Türkei / Schreiben und Spielen in der Mongolei)

Zielsetzung:

Durch gemeinsames Spielen ins Gespräch kommen, aus der anderen Kultur lernen und ein wenig zum besseren Verständnis der anderen Lebensweise beitragen.

Inhalt:

Spiele sind Möglichkeiten, mit anderen Menschen zu kommunizieren, auch ohne ihre Sprache zu sprechen.

Angewandte Methoden:

Mitspielen und mitreden

Zeitausmaß:

2 bis 3 UE

Benötigte Ressourcen:

Platz (Turnsaal), je nach Workshop Bastelmaterial bzw. CD-Player – (*Kinderspiele aus Albanien: CD-Player, buntes Papier *Kinderspiele aus Kenia: Scheren, Schnüre, Klebstoff, Tische zum Sitzen und Basteln * Ost Afrikanische Lieder: CD-Player *Schreiben und Spielen in der Mongolei: Dekosand, Uhu, Farbpapier)

Maximale TeilnehmerInnenzahl: Was soll im Unterricht für Ihr Angebot vorbereitet/nachbereitet werden?

eine Klasse keine besondere Vorbereitung notwendig

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Afro-Asiatisches Institut

Kontakt: Mag. Pramodchandra Harvey Erreichbarkeit über die: ARGE Jugend gegen Gewalt und Rassismus Tel.: 0316/90370 - 100, 03862/57 380 e-mail: graz@argejugend.at, bruck@argejugend.at; www.argejugend.at

Thema:

11.16 Länder Workshops (mehrere Workshopvariationen möglich) Ägypten / Albanien / Argentinien / Bolivien / Brasilien / Ghana / Kenia / Dem. Rep. Kongo / Marokko / Mexiko / die Mongolei / Peru / die Philippinen /Indonesien / der Iran /Sri Lanka / Türkei

Zielsetzung:

Das Ziel dieses Workshops ist es, den TeilnehmerInnen ein anderes Bild von den jeweiligen Ländern näher zu bringen, welches von der gängigen Meinung abweicht. Die Vielfalt der verschiedenen Kulturen, Sprachen, Religionen, Klimazonen, gesellschaftlichen Schichten, Küchen, Meinungen und politischen Strukturen soll über diese Workshops den TeilnehmerInnen näher gebracht werden Die TN sollen die Möglichkeit haben, sich mit verschiedenen Aspekten der jeweiligen Kultur zu beschäftigen und auseinander zu setzen, um sich dann selbst eine Meinung bilden zu können.

Inhalt:

Über Gruppenspiele, Lichtbilder-Vortrag, Diskussionen werden die verschiedenen Länder den TN näher gebracht. Diverse Gewürze, Lebensmittel werden angetastet und Düfte wahrgenommen. Die Mode des jeweiligen Landes soll in diesem Workshop auch nicht zu kurz kommen. Dafür gibt es Kleider zum Anprobieren.

Angewandte Methoden: Zeitausmaß:

Einzel- und Kleingruppenarbeit. Alle Sinne werden angesprochen, um dem Thema näher zu kommen. 2-3 UE

Benötigte Ressourcen:

Computer, Beamer, großer Raum, Tische, Stühle, CD-Spieler

Maximale TeilnehmerInnenzahl: Was soll im Unterricht für Ihr Angebot vorbereitet/nachbereitet werden?

eine Klasse Je mehr die TN über das jeweilige Länder wissen, desto besser können die Diskussionen laufen. Wegen der Nachbereitung, bitte mit dem/der ReferentIn Kontakt aufnehmen

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12. Weltreligionen

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Afro-Asiatisches Institut

Kontakt: Mag. Pramodchandra Harvey Erreichbarkeit über die: ARGE Jugend gegen Gewalt und Rassismus Tel.: 0316/90370 - 100, 03862/57 380 e-mail: graz@argejugend.at, bruck@argejugend.at; www.argejugend.at

Thema:

12.1 Islam: Koran – Gott – Politik

Zielsetzung:

Information über den Islam weltweit und in Österreich aus authentischer Sicht Aufklärende Information über Vorurteile Erkennen der Trennung von Religion und politischer Ideologie

Inhalt:

Der Islam ist eine in Europa immer stärker verbreitete Religion. Fälschliche Annahmen über seine Gefährlichkeit (Terror!), Radikalität (Scharia!), Frauenfeindlichkeit (Schleier!) und Kampfbereitschaft (Dschihad!) vermischen sich häufig mit rassistischen Vorurteilen und mit Fremdenfeindlichkeit. Dennoch ist der Islam seit fast 100 Jahren in Österreich eine anerkannte Religion mit allen Rechten und Pflichten, wie sie auch die christlichen Kirchen haben. Ein islamischer Student (oder Studentin) führt durch den muslimischen Gebetsraum im Afro-Asiatischen Institut (oder einen anderen in Schulnähe), erklärt die Bedeutung der Einrichtung und die Pflichten der Gläubigen. Anschließend zeigt er/sie eine Ausgabe des Koran und versucht anhand des heiligen Buches und der Tradition über die wichtigsten Glaubenssätze des Islams Auskunft zu geben. Die oben genannten (politischen) Schlagworte lassen sich in den Suren des Koran so nicht nachweisen.

Angewandte Methoden:

Zuschauen, zuhören, urteilen

Zeitausmaß:

2 bis 3 UE

Benötigte Ressourcen:

Keine

Maximale TeilnehmerInnenzahl: Was soll im Unterricht für Ihr Angebot vorbereitet/nachbereitet werden?

1 Klasse SchülerInnen sollen Zeitungsausschnitte mit Berichterstattung über islamische Gruppen mitnehmen und Informationen über diese Religion vorab erarbeiten bzw. Fragen vorbereiten.

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Dr. Roman Schweidlenka

Kontakt: Dr. Roman Schweidlenka, Wissenschafter, Leiter LOGO ESO-INFO Erreichbarkeit über die: ARGE Jugend gegen Gewalt und Rassismus Telefon: 0316/90370100 oder 03862/57380 e-mail: graz@argejugend.at; bruck@argejugend.at; www.argejugend.at

Thema:

12.2 Terror im Namen Gottes – Aufbruch der fundamentalistischen Krieger

Zielsetzung:

Es wird ein Überblick über den christlichen Fundamentalismus mit Beispielen gegeben. Aus Aktualitätsgründen wird dem islamischen Fundamentalismus und den Taliban eine besondere Beachtung geschenkt, wobei selbstverständlich kein Feindbild „Islam“ vermittelt wird. Wichtig ist auch anhand einer Gruppenarbeit (längere Einheit) die Sensibilisierung für Haltungen und Vorgangsweisen der fundamentalistisch-autoritären und der liberal-humanitären Religiosität, denen im politischen Bereich Theokratie/Diktatur bzw. die Demokratie entsprechen.

Inhalt:

Modernisierung und Globalisierung haben ihre „Loser“. Viele Menschen verloren und verlieren ihre Existenzgrundlage, viele fühlen sich durch neue, oft unverbindliche Werte und eine zunehmende Unüberschaubarkeit der demokratischen Gesellschaft überfordert und verunsichert. Eine Reaktion darauf und auf die imperialistische US-Politik der letzten Jahrzehnte ist der sogenannte Fundamentalismus. Dabei werden meist die Gegebenheiten der Moderne und der Säkularisierung abgelehnt. Sicherheit wird in einem dogmatisch engen religiösen Weltbild gesucht, das in allen anderen Religionen, auch im liberalen Flügel der eigenen, nur mehr FeindInnen sieht. Leicht kann es, von einer extremen Schwarz-Weiß Malerei ausgehend, zur Fanatisierung und im Extremfall zum Terrorismus im Namen Gottes kommen. Fundamentalismus gibt es heute in allen Weltreligionen. In Verbindung mit dem Terrorismus gilt er als die gefährlichste Herausforderung des 21. Jahrhunderts für die Demokratie!

Angewandte Methoden:

Neben vortragenden Teilen sind Video-Einspielungen und Diskussionsmöglichkeiten vorgesehen. Bei längeren Einheiten ist eine Gruppenarbeit eingeplant.

Zeitausmaß:

3-5 UE

Benötigte Ressourcen:

Videorekorder, Räume für Arbeitsgruppen Kopiermöglichkeit

Maximale TeilnehmerInnenzahl: Was soll im Unterricht für Ihr Angebot vorbereitet/nachbereitet werden?

Gruppe von ca. 20 Personen oder eine Klasse Die Einheit ist ohne Vorkenntnisse buchbar, allerdings wäre eine zumindest kurze grundsätzliche vorbereitende Information zu den Themen „Sogenannte Sekten, Christentum und Islam“ produktiv und vertiefend. Als Nachbereitung können gewonnene Einsichten in andere antirassistische bzw. demokratiefördernde Projekte integriert werden, wie sie von der ARGE oder dem Forum Politische Bildung angeboten werden.

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Dr. Roman Schweidlenka

Kontakt: Dr. Roman Schweidlenka, Wissenschafter, Leiter LOGO ESO-INFO Erreichbarkeit über die: ARGE Jugend gegen Gewalt und Rassismus Telefon: 0316/90370100 oder 03862/57380 e-mail: graz@argejugend.at; bruck@argejugend.at; www.argejugend.at

Thema:

12.3 Nordamerikanische IndianerInnen und Stammeskulturen

Zielsetzung:

IndianerInnen sind heute keine in Tipis hausenden „Wilden“ und keine nach dem Bild von Karl May geschaffenen „Winnetous“. Sie leben in Nordamerika zwischen alten Traditionen und der modernen, technologisierten Welt. Ziel ist es, ein realistisches Bild moderner nordamerikanischer IndianerInnen zu entwerfen. Die indianische Spiritualität erhielt für viele UmweltschützerInnen eine Vorbildfunktion. Allerdings breiteten sich in diesem Zusammenhang auch problematische Erscheinungen wie z.B. das moderne, seminarorientierte „Schamanentum“ aus. Ziel ist es, im Gegensatz zum marktorientierten, esoterischen Zeitgeist, einige Grundsätze indianischer Spiritualität darzulegen, die ohne mitweltbezogenes Engagement undenkbar sind. Ein weiteres Ziel ist die Beschäftigung mit der Fragestellung: IndianerInnen und wir –gibt es Gemeinsamkeiten?

Inhalt:

Seit einigen Jahrzehnten sind nordamerikanische IndianerInnen in das internationale Rampenlicht gerückt. Seit der Besetzung von Wounded Knee (1973) kämpfen die eingeborenen Völker Nordamerikas um ihre Land- und religiösen Rechte, gegen Rassismus, Uranabbau und Umweltvernichtung. Eine große Rolle spielt dabei ihre naturnahe Spiritualität. Sie ist das Rückgrat der Gemeinschaften und das „Feuer“, das den Widerstand gegen Völkermord und die oft landzerstörenden Interessen multinationaler Konzerne vorantreibt. Inzwischen regt sich Widerstand auch bei anderen eingeborenen Nationen in aller Welt – ob in Australien, Afrika, Asien oder Südamerika. Etliche Interessen dieser Stammeskulturen sind dabei in Wirklichkeit auch unsere Interessen; denn es geht um Alternativen zu Materialismus, Profitverherrlichung und Neoliberalismus. Die Darstellung ist vom persönlichen Zugang geprägt, den der Referent in seiner 12jährigen Unterstützungsarbeit für US-IndianerInnen entwickelt hat. Neben vortragenden Teilen sind multimediale Einspielungen und Diskussionsmöglichkeiten vorgesehen. Bei längeren Einheiten ist eine Gruppenarbeit eingeplant. 3- 5 UE

Angewandte Methoden:

Zeitausmaß: Benötigte Ressourcen:

Videorekorder, MC/CD-Player, ev. Kopiermöglichkeit, räumliche Möglichkeiten für Arbeitsgruppen

Maximale TeilnehmerInnenzahl: Was soll im Unterricht für Ihr Angebot vorbereitet/nachbereitet werden?

Gruppe von ca. 20 Personen oder eine Klasse Die Einheit ist auch ohne Vorbildung/Nachbereitung möglich. Günstig wären nach Möglichkeit, wenigstens ansatzweise Kenntnisse der Geschichte der „Indianerkriege“, d.h. der Kolonialisierung Nordamerikas als Vorbereitung. Im Umfeld der Einheit empfiehlt sich im Fach Religion die Thematik „Naturreligionen“.

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Dr. Roman Schweidlenka

Kontakt: Dr. Roman Schweidlenka, Wissenschafter, Leiter LOGO ESO-INFO Erreichbarkeit über die: ARGE Jugend gegen Gewalt und Rassismus Telefon: 0316/90370100 oder 03862/57380 e-mail: graz@argejugend.at; bruck@argejugend.at; www.argejugend.at

Thema:

12.4 Runenmagier und Weltverschwörer, Esoterik und Rechtsextremismus

Zielsetzung:

Ein Teil der Esoterik wurde zum wichtigsten Einfallstor rechtsextremer Einstellungen. Die esoterische Einbettung der Inhalte verstellt dabei den klaren, analytischen Blick. Ziel der Einheit ist es, eine grundsätzliche Information zu „Esoterik und Rechtsextremismus“, beginnend mit der Wurzelrassenlehre über die Ariosophie und das Dritte Reich bis zu esoterisch-rechtsextremen Trends und AutorInnen heute. Da werden auch Beispiele aus der Satanismus-, Black Metal- und Gothicszene nicht fehlen, die vor allem für Jugendliche aktuell sind. Ein weiteres Ziel ist die Sensibilisierung bezüglich dieser Thematik, die bei einer längeren Einheit mit Arbeitsgruppen, welche an einem Textbeispiel arbeiten, vertieft werden soll.

Inhalt:

Seit im späten 19. Jahrhundert Madame Blavatsky, die Begründerin der Theosophie und zugleich der neuen abendländischen Esoterik, ihre Lehre von den Wurzelrassen entwarf, gibt es immer wieder eine Verbindung zwischen Rechtsextremismus und Okkultismus. Denn laut Blavatsky sind die Arier die Spitze der Evolution und die JüdInnen ein „unnatürliches und abnormes Bindeglied“ zwischen den Wurzelrassen. Ihre Ideen wurden in der von Wien ausgehenden Ariosophie radikalisiert, prägten sodann den Okkultismus des Dritten Reichs und finden sich heute wieder in etlichen esoterischen Schulen. Dazu kommen okkult verklärte Weltverschwörungstheorien, die wieder einmal hinter allem Bösen ein auch esoterisch wirkendes „Weltjudentum“ vermuten. Auch in etlichen sogenannten Sekten und bei so manchem autoritär regierenden Guru wird Rechtsextremes hinter den Kulissen sichtbar. Nicht zuletzt hat auch die Satanismus-, Gothic- und Black Metal-Szene einiges in dieser Richtung vorzuweisen.

Angewandte Methoden:

Neben vortragenden Teilen sind Video-, ev. CD-Einspielungen und Diskussionsmöglichkeiten vorgesehen. Bei längeren Einheiten ist eine Gruppenarbeit eingeplant.

Zeitausmaß:

3 -5 UE

Benötigte Ressourcen:

Videorekorder, MC/CD-Player, ev. Kopiermöglichkeit, räumliche Möglichkeiten für Arbeitsgruppen

Maximale TeilnehmerInnenzahl: Was soll im Unterricht für Ihr Angebot vorbereitet/nachbereitet werden?

Gruppe von ca. 20 Personen oder eine Klasse Eine kurze Grundinformation zum Thema „Esoterik und sogenannte Sekten“ ist wünschenswert. Diese kann im Bedarfsfall nach Absprache mit der ARGE auch vom Referenten geleistet werden.

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Kontakt: Mag. Pramodchandra Harvey Erreichbarkeit über die: ARGE Jugend gegen Gewalt und Rassismus Tel.: 0316/90370 - 100, 03862/57 380 e-mail: graz@argejugend.at, bruck@argejugend.at; www.argejugend.at

Thema:

12.5 Islam

Zielsetzung:

Authentische Information von Angehörigen der Glaubensgemeinschaft und aufklärende Informationen über Vorurteile.

Inhalt:

Der Islam ist eine in Europa immer stärker verbreitete Religion. Fälschliche Annahmen über seine Gefährlichkeit (Terror!), Radikalität (Scharia!), Frauenfeindlichkeit (Schleier!) und Kampfbereitschaft (Dschihad!) vermischen sich häufig mit rassistischen Vorurteilen und mit Fremdenfeindlichkeit. Dennoch ist der Islam seit fast 100 Jahren in Österreich eine anerkannte Religion mit allen Rechten und Pflichten, wie sie auch die christlichen Kirchen haben. Ziel ist es, Information über Glaubensvorstellungen (Gott, Jenseits), Glaubenspraxis und Pflichten der Gläubigen, Feste und Riten, Geschichte und derzeitige Verbreitung der Religionsgemeinschaft zu erhalten.

Angewandte Methoden:

Schauen, zuhören, urteilen und mitreden

Zeitausmaß:

2-3 UE

Benötigte Ressourcen:

Landkarte der Region

Maximale TeilnehmerInnenzahl: Was soll im Unterricht für Ihr Angebot vorbereitet/nachbereitet werden?

Eine Schulklasse Sammeln von Grundinformation, z.B. in Lexika, im Internet oder in der Medienberichterstattung.

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Afro-Asiatisches Institut

Kontakt: Mag. Pramodchandra Harvey Erreichbarkeit über die: ARGE Jugend gegen Gewalt und Rassismus Tel.: 0316/90370 - 100, 03862/57 380 e-mail: graz@argejugend.at, bruck@argejugend.at; www.argejugend.at

Thema:

12.6 Hinduismus

Zielsetzung:

Authentische Informationen von Angehörigen der Glaubensgemeinschaft und aufklärende Information über Vorurteile.

Inhalt:

Information über Glaubensvorstellungen (Götter, Wiedergeburt), Glaubenspraxis, Pflichten der Gläubigen, Feste und Riten, Geschichte und derzeitige Verbreitung der Religionsgemeinschaft. Der Hinduismus unterscheidet sich von anderen Religionen dadurch, dass man zum Hindu geboren wird. Daher gibt es auch keine fixierte Lehre und Theologie und ebenso keine Missionspraxis. Der Hinduismus ist eine Sammlung von verschiedensten Glaubensvorstellungen, die in Abhängigkeit zum Leben auf dem indischen Subkontinent und unter den InderInnen in aller Welt vorherrschen.

Angewandte Methoden:

Schauen, zuhören, urteilen und mitreden

Zeitausmaß:

2- 3 UE

Benötigte Ressourcen:

Landkarte der Region

Maximale TeilnehmerInnenzahl: Was soll im Unterricht für Ihr Angebot vorbereitet/nachbereitet werden?

Eine Schulklasse Sammeln von Grundinformation, z.B. in Lexika, im Internet oder in der Medienberichterstattung.

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Kontakt: Mag. Pramodchandra Harvey Erreichbarkeit über die: ARGE Jugend gegen Gewalt und Rassismus Tel.: 0316/90370 - 100, 03862/57 380 e-mail: graz@argejugend.at, bruck@argejugend.at; www.argejugend.at

Thema:

12.7 Buddhismus

Zielsetzung:

Authentische Informationen von Angehörigen der Glaubensgemeinschaft und aufklärende Information über Vorurteile.

Inhalt:

Information über Glaubensvorstellungen (Erlösung, Wiedergeburt), Glaubenspraxis, Pflichten der Gläubigen, Feste und Riten, Geschichte und derzeitige Verbreitung der Religionsgemeinschaft. Der Buddhismus ist seit rund 2500 Jahren eine Reformreligion mit starker Ausrichtung auf die persönliche Erlösung und das soziale Eintreten für andere. Im Kern ist er sehr philosophisch und kennt zum Unterschied von anderen Religionen keinen göttlichen Erlöser. Doch in den verschiedenen Richtungen, wie sie in den einzelnen buddhistisch geprägten Regionen (Südostasien, Sri Lanka, Tibet, Mongolei und Zentralasien, China und Japan) vorherrschen, vermischte er sich mit traditionellen Vorstellungen über die Götter und Geisteswelt.

Angewandte Methoden:

Schauen, zuhören, urteilen und mitreden

Zeitausmaß:

2- 3 UE

Benötigte Ressourcen:

Landkarte der Region

Maximale TeilnehmerInnenzahl: Was soll im Unterricht für Ihr Angebot vorbereitet/nachbereitet werden?

Eine Schulklasse Sammeln von Grundinformation, z.B. in Lexika, im Internet oder in der Medienberichterstattung.

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Kontakt: Mag. Pramodchandra Harvey Erreichbarkeit über die: ARGE Jugend gegen Gewalt und Rassismus Tel.: 0316/90370 - 100, 03862/57 380 e-mail: graz@argejugend.at, bruck@argejugend.at; www.argejugend.at

Thema:

12.8 Christentum und Kolonialismus in Afrika

Zielsetzung:

Authentische Informationen aus Ostafrika

Inhalt:

Kein anderer Kontinent wurde vom Kolonialismus so nachhaltig verändert wie Afrika. Christliche Missionare setzten dabei oft die politischen Ziele europäischer Mächte fort und nahmen AfrikanerInnen häufig auch ihre religiös motivierten Identifikationsmöglichkeiten. Die Geschichte der Missionierung Afrikas ist von der Kolonialisierung nicht zu trennen und prägt die afrikanischen Gesellschaften bis heute.

Angewandte Methoden:

Schauen, zuhören, urteilen und mitreden

Zeitausmaß:

2 UE

Benötigte Ressourcen:

Landkarte der Region

Maximale TeilnehmerInnenzahl:

Eine Schulklasse

Was soll im Unterricht für Ihr Angebot vorbereitet/nachbereitet werden?

Sammeln von Grundinformation, z.B. in Lexika, im Internet oder in der Medienberichterstattung.

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Afro-Asiatisches Institut

Kontakt: Mag. Pramodchandra Harvey Erreichbarkeit über die: ARGE Jugend gegen Gewalt und Rassismus Tel.: 0316/90370 - 100, 03862/57 380 e-mail: graz@argejugend.at, bruck@argejugend.at; www.argejugend.at

Thema:

12.9 Stellung der Frauen in den Weltreligionen: Islam, Hinduismus, Buddhismus

Zielsetzung:

Authentische Informationen

Inhalt:

Jede Religion unterscheidet zwischen den Geschlechtern, sowohl was die Pflichten und Rechte in der Glaubenspraxis angeht, als auch in der religiösen Dimension (männliche oder weibliche Gottheiten, Hierarchien, Tabus usw.). Im Allgemeinen ist die Stellung der Frau jener der Männer untergeordnet bzw. kommt ihnen eine enger definierte Rolle zu. Studentinnen, die der islamischen, buddhistischen oder hinduistischen Glaubensgemeinschaft angehören, informieren authentisch über ihre persönlichen Erfahrungen ebenso wie über die teilweise falsch verstandenen Grundlagen für diese Ungleichbehandlung in den heiligen Schriften der Religionen.

Angewandte Methoden:

Schauen, zuhören, urteilen und mitreden

Zeitausmaß:

Mind. 2 UE besser 3 x 2 UE

Benötigte Ressourcen:

Landkarte der Region

Maximale TeilnehmerInnenzahl:

Eine Schulklasse

Was soll im Unterricht für Ihr Angebot vorbereitet/nachbereitet werden?

Sammeln von Grundinformation, z.B. in Lexika, im Internet oder in der Medienberichterstattung.

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Mag. Franz Stangl

Referent: Mag. Franz Stangl Derzeitige berufliche Tätigkeit: Mitarbeiter im Zeitgeschichte-Labor Erreichbarkeit über die: ARGE Jugend gegen Gewalt und Rassismus Tel.: 0316/90370-100, 03862/57 380 e-mail: graz@argejugend.at, bruck@argejugend.at; www.argejugend.at

Thema:

12.10 Mohammeds zornige Erben – Islamischer Fundamentalismus

Zielsetzung:

Angewandte Methoden: Zeitausmaß:

Viele islamische MitbürgerInnen sind aufgrund ihrer Herkunft Vorurteilen ausgesetzt. Der Workshop versucht differenzieren zu lernen zwischen dem Islam als Weltreligion und dem Islamismus als eine gewaltbereite muslimische Minderheit. Eine Analyse des islamischen Fundamentalismus soll dazu beitragen, Gegenwartsprobleme zu verstehen und beleuchtet die Hintergründe, die im 20. Jhdt. zur Ausbreitung des Islamismus geführt haben. Die im 20. Jhdt. zunehmende Politisierung des Islams, hat nach dem Ende des Kommunismus einen neuen Stellenwert erhalten. Der daraus resultierende islamische Fundamentalismus hat längst die Grenzen der islamischen Welt überschritten. Die Schwierigkeiten islamischer Regierungen, ihre inneren sozialen und wirtschaftlichen Probleme zu lösen gepaart mit einer demütigenden Fremdbestimmung des Westens bzw. des Ostens, führten zu einer gefährlichen Entwicklung. Präsentation und Disskusion 2-3 UE

Benötigte Ressourcen:

Laptop und Beamer

Maximale TeilnehmerInnenzahl:

Eine Schulklasse

Was soll im Unterricht für Ihr Angebot vorbereitet/nachbereitet werden?

Keine Vorbereitung notwendig

Inhalt:

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13. Jugendarbeit

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ARGE Jugend

Kontakt: ARGE Jugend gegen Gewalt und Rassismus Erreichbarkeit: Tel.: 0316/90370 - 100, 03862/57 380 e-mail: graz@argejugend.at, bruck@argejugend.at; www.argejugend.at

Thema:

13.1 Jugendprojekte erfolgreich managen

Zielsetzung:

Inhalt:

Angewandte Methoden:

Zeitausmaß: Benötigte Ressourcen: Maximale TeilnehmerInnenzahl: Was soll im Unterricht für Ihr Angebot vorbereitet/nachbereitet werden?

Qualifizierungsangebote für Jugendliche im Bereich der Jugendprojektarbeit Workshopangebote: Projektmanagement Marketing Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Kommunikation und Präsentation Die gesamte Reihe „Management von Jugendprojekten“ kann als Gesamtpaket gebucht werden, es besteht ebenso die Möglichkeit für Jugendgruppen, nur einzelne Module zu buchen. Die Jugendlichen erhalten dabei ein Rüstzeug für die professionelle Durchführung der eigenen Projekte. Die Workshops können auch einen ersten Impuls für die Entwicklung und Umsetzung eigener Projektideen darstellen. Gemeinsames Erarbeiten der Inhalte Gruppenarbeit (anhand von praktischen Übungen wird eine Umsetzung erprobt) Diskussion und Reflexion der eigenen Projektarbeit 6-8 UE je Einzelmodul Gruppenraum, Flip-Chart, wenn möglich ein zweiter Raum für die Gruppenarbeit eine Klasse Keine Vorbereitung notwendig; Falls die Gruppe ein eigenes Projekt umsetzt, besteht die Möglichkeit, die Ergebnisse mit der ARGE Jugend zu reflektieren.

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ARGE Jugend

Kontakt: ARGE Jugend gegen Gewalt und Rassismus Erreichbarkeit: Tel.: 0316/90370 - 100, 03862/57 380 e-mail: graz@argejugend.at, bruck@argejugend.at; www.argejugend.at

Thema:

13.2 Wie ticken unsere Jugendlichen – Dritte steirische Jugendstudie

Zielsetzung:

Auseinandersetzung mit lebensrelevanten Themen und Einstellungen. Konfrontation der eigenen Meinung mit den Tendenzen der Jugendstudie. Weiterführende Diskussionen zur gegenwärtigen Situation in der Steiermark und ihre Zukunft. Mediale Gräuelbilder über „die heutige Jugend“ beherrschen das öffentliche Meinungsbild. Doch wie tickt die steirische Jugend tatsächlich? Die zweite steirische Jugendstudie – gefördert vom Jugendressort des Landes Steiermark liefert dazu Antworten. Die ARGE Jugend gegen Gewalt und Rassismus bietet steirischen Schulen und Jugendeinrichtungen ein Workshopangebot zum Thema „Jugendliche in der Steiermark“ an. Folgende Themen können dabei von Ihnen ausgewählt und mit den Jugendlichen diskutiert werden: Wie uncool ist Politik? Beteiligung von Jugendlichen in Vereinen und Parteien Mir geht es gut, aber die Gesellschaft geht den Bach runter: Zukunftsbilder, Berufsbilder und Gesellschaftsbilder der steirischen Jugend Alles Internet? High-Tech-Nutzung, Taschengeld und Konsumverhalten Freunde sind die Nummer 1: Werthaltungen der Jugendlichen Kummerfalten der Jugendlichen: Rassismus, Gewalterfahrungen und Sorgen im Alltag Daheim ist wo? Heimat zwischen meiner Gemeinde, Steiermark, Österreich und Brüssel „Kleiner Hitler“ oder Demokratie? Zum Politikverständnis der steirischen Jugend

Inhalt:

Angewandte Methoden: Zeitausmaß: Benötigte Ressourcen: Maximale TeilnehmerInnenzahl: Was soll im Unterricht für Ihr Angebot vorbereitet/nachbereitet werden?

Präsentation und Diskussion 2- 3 UE Beamer und Laptop unbegrenzt Keine Vorbereitung notwendig.

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