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Die Wissenskapitalgeber

Handbuch NUK-Businessplan-Wettbewerb 2010

NUK Neues Unternehmertum Rheinland e.V.

neuesunternehmertum.de


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In Ihrem eigenen Unternehmen machen Sie schneller Karriere.

Nutzen Sie unsere speziellen Dienstleistungen für Existenzgründer: Beratung und Begleitung bei der Unternehmensgründung und Finanzierung. Wir sind gerne für Sie da. Wenn’s um Geld geht – S-Kreissparkasse Köln.


Vorwort

Seite 1

Gute Gründer gesucht! und zum Türöffner werden können. Hinter NUK stehen über 30 renommierte Unternehmen und Institutionen aus dem Rheinland, die in Nachwuchs-Gründern die wirtschaftliche Zukunft der Region sehen und sie entsprechend fördern wollen.

Sehr geehrte Existenzgründerinnen und -gründer, sehr geehrte Damen und Herren, vier von vielen Beispielen für NUK-Erfolgsgeschichten: pleyers.bau innovationen aus Würselen bei Aachen, ein Unternehmen, das mit seinem Spezialversiegelungskunststoff das z.B. höchste Bauwerk der Erde in Dubai abdichtete. Oder die Bonner Firma true fruits, die Smoothies in Deutschland populär gemacht und gerade den Deutschen Gründerpreis 2009 bekommen hat. Hemoteq aus Würselen, weltweiter Technologieführer bei Beschichtungen für Medizinprodukte. Und nicht zuletzt Sedo, die größte Domainhandelsbörse der Welt, die von Köln aus betrieben wird. Sie alle haben Erfolg auch dank NUK. Wer der Meinung ist, selbst für eine Erfolgsgeschichte gut zu sein, kann sich bis Juni 2010 wieder an NUK Neues Unternehmertum Rheinland e.V. wenden. Mithilfe der kostenlosen Coaching- und Weiterbildungsangebote des Verbandes erstellen Sie in acht Monaten einen hieb- und stichfesten Businessplan und damit einen der wichtigsten Bausteine für Ihren unternehmerischen Durchbruch. Das vorliegende Handbuch kann Ihnen bei der Erarbeitung ebenfalls nützlich sein: Es enthält viele Tipps dazu, wie man einen Businessplan sinnvoll strukturiert und ausgestaltet. Wenn Sie überdies am 13. NUK-Businessplan-Wettbewerb teilnehmen und Ihr Konzept in den drei Wettbewerbsstufen einreichen, erhalten Sie zusätzlich noch schriftliche Gutachten und haben die Chance auf Preisgelder in Höhe von bis zu 10.000 Euro. NUK Neues Unternehmertum Rheinland e.V. ist dabei mehr als nur ein Businessplan-Wettbewerb: Als Wissenskapitalgeber vermittelt die Initiative seit über zwölf Jahren Unternehmer-Know-how an rheinische Existenzgründer. Außerdem dient NUK als Plattform zum Netzwerken mit Persönlichkeiten, die Gründungsvorhaben unterstützen

Selbstverständlich können gerade Existenzgründer sich auch der Unterstützung durch die Landesregierung gewiss sein. Wir wollen Innovationsland Nummer 1 werden – und das gelingt nur mit vielen klugen Köpfen, die Mut zur Eigeninitiative haben. Umso wichtiger ist uns, Ihnen optimale Rahmenbedingungen und viel Raum für Entfaltung zu bieten. Deshalb fördern wir zum Beispiel gezielt unternehmerische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Hochschulen, die Spin-offs planen und forschende Unternehmen. So haben wir etwa den Wettbewerb Gründung.NRW ins Leben gerufen, bei dem es darum geht, gründungsfreundliche Strukturen zu schaffen und auszubauen. Es freut mich besonders, dass zu den zwölf Gewinnern des Wettbewerbs auch das Projekt von NUK gehört. Ab dem kommenden Jahr wird NUK nun ein Mentoring-Programm aufbauen und somit die Gründer nach Abschluss des BusinessplanWettbewerbs noch besser unterstützen können. Ein weiteres wichtiges Instrument der Science-to-BusinessStrategie ist die PreSeed-Förderung. Forscherteams an Hochschulen in NRW können bis zu 300.000 Euro erhalten, um marktfähige Produktideen zu Patenten oder Prototypen zu entwickeln, die so gewonnene Geschäftsidee zu veräußern oder mit ihr ein Unternehmen zu gründen. Für Forscher mit innovativen Geschäftsideen wird es mit dieser Finanzspritze bedeutend einfacher, ihre Konzepte allein oder mit Partnern aus der Wirtschaft in die Tat umzusetzen. Nutzen Sie die Möglichkeiten, die Ihnen NUK bietet. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg!

Prof. Dr. Andreas Pinkwart Minister für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie des Landes Nordrhein-Westfalen und Schirmherr des NUK-Businessplan-Wettbewerbs 2010


Der Oberbürgermeister

Erfolgreich in die Selbstständigkeit effizient

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Gründungsberatung Telefon: 0221/ 221-33666 Amt für Wirtschaftsförderung Gründungsberatung Willy-Brandt-Platz 2 · 50679 Köln startercenternrw@stadt-koeln.de www.stadt-koeln.de


Inhalt

Seite 3

Inhalt Vorwort

1

3.6

Geschäftsmodell 3.6.1 Das Geschäftsmodell 3.6.2 Management und Schlüsselpositionen 3.6.3 Personal 3.6.4 Meilensteinplanung

31 31 32 33 34

3.7

Marketing und Vertrieb 3.7.1 Absatzkonzept 3.7.2 Absatzförderung 3.7.3 Markteintrittsstrategie 3.7.4 Marketingplan

34 34 36 36 37

3.8

Chancen und Risiken

37

3.9

Finanzplanung 3.9.1 Rentabilitätsplanung 3.9.2 Liquiditätsplanung 3.9.3 Kapitalbedarf und Finanzierung

38 38 41 42

Schirmherr des Wettbewerbs 2010 Prof. Dr. Andreas Pinkwart, Minister für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie des Landes Nordrhein-Westfalen 1.

NUK – Die Wissenskapitalgeber

5

1.1

NUK – Das Wissenskapital

6

1.2

Schutz der Geschäftsideen

7

1.3

Die NUK-Veranstaltungen im Überblick

8

1.4 Erfahrungsbericht von WeGrow GmbH i.Gr., Teilnehmer am Businessplan-Wettbewerb 2009

10

2.

NUK – Der Businessplan-Wettbewerb

12

2.1

Die Teilnahme am Wettbewerb

13

2.2

Wer kann teilnehmen?

14

2.3

Einreichung und Auswertung

14

2.4

Businessplan Online

15

2.5

Abgabetermine und Preisgelder

16

2.6

Checkliste

16

3.

Der Businessplan

3.1

3.10 Der Anhang

42

3.11 Arbeitsmaterialien

43

4.

NUK – Der Alumni-Club

45

5.

Gut zu wissen

49

5.1

Wissenskapital im Internet 5.1.1 Fachthemen 5.1.2 Finanzierung 5.1.3 Gründer-Glossar

50 50 50 50

18

5.2

Öffentliche Förderprogramme

51

Die Bedeutung von Businessplänen

19

5.3

Marktrecherche

51

3.2

Tipps für ein professionelles Konzept

20

5.4

Anlaufstellen in der Region

52

3.3

Executive Summary

24

6.

NUK – Der Verband

57

3.4

Produkt und Dienstleistung 3.4.1 Produkt-/Dienstleistungsbeschreibung 3.4.2 Kundennutzen 3.4.3 Wissens- und Technologievorsprung 3.4.4 Stand der Entwicklung 3.4.5 Fertigung und Erstellung

25 25 25 26 26 27

6.1

Vorstand

58

6.2

Mitglieder und Sponsoren

59

6.3

Kuratorium

60

6.4

Wissenschaftlicher Beirat

61

Markt und Wettbewerb 3.5.1 Branchen- und Gesamtmarktanalyse 3.5.2 Marktsegmente und Zielkunden 3.5.3 Wettbewerbsanalyse/-beobachtung

28 28 29 30

6.5

Das NUK-Team

62

6.6

Kontakt

64

6.7

Impressum

64

3.5


Quelle der Inspiration

Guter Raum für Wachstum

Der BioCampus Cologne entwickelt sich als Motor der Innovation zu einem der größten Biotechnologieparks Deutschlands. Im Mittelpunkt der Idee stehen zahlreiche, aufstrebende Unternehmen aus der Life-Science-Branche, die sich seit seiner Eröffnung im Jahr 2002 hier angesiedelt haben.

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1. NUK – Die Wissenskapitalgeber

„Wer große Pläne hat, nehme sich Zeit.“ Sophokles


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NUK – Die Wissenskapitalgeber

1. NUK – Die Wissenskapitalgeber

Seit 1997 unterstützt NUK Neues Unternehmertum Rheinland e.V. Existenzgründer aller Branchen bei der Entwicklung ihres Geschäftskonzepts. Gegründet wurde NUK von der damaligen Stadtsparkasse Köln (heute Sparkasse KölnBonn), der Unternehmensberatung McKinsey und dem Versicherungskonzern Gerling (heute HDI-Gerling) mit der Zielsetzung, das Unternehmertum zu stärken und das Gründerklima im Rheinland positiv zu beeinflussen. Jeweils von November bis Juni eines jeden Jahres werden in Vortragsveranstaltungen rund um gründerrelevante Themen den Unternehmern von morgen theoretische Grundlagen und Tipps für die Praxis vermittelt. Knapp 200 Experten aus der Wirtschaft und von Institutionen, die sich mit dem Thema Existenzgründung beschäftigen, bilden das Wissenskapital von NUK und unterstützen die Gründer bei Coaching-Abenden und Vorträgen, das Know-how individuell auf das eigene Vorhaben anzuwenden. Auch die Teilnahme am NUK-Businessplan-Wettbewerb lohnt sich: Gutachten bewerten die hier eingereichten Businesspläne und helfen durch ihre konstruktive Kritik bei der Weiterentwicklung des Konzepts. Foren und Netzwerktreffen runden das Veranstaltungsangebot ab und bieten Inspiration für Gründer, Jungunternehmer und auch gestandene Unternehmer. 1.1 NUK – Das Wissenskapital Handbuch Dieses Handbuch ist Ihr Leitfaden zur Erstellung des Businessplans. Es begleitet Sie durch den gesamten Businessplan-Wettbewerb und auch darüber hinaus. Sie erhalten nicht nur den Terminkalender mit den zahlreichen Veranstaltungen, es werden auch Hinweise auf die Teilnahmebedingungen und den Verlauf des Wettbewerbs gegeben. Zusätzlich bekommen Sie Tipps zur Erstellung Ihres Konzeptes und zur allgemeinen Struktur eines Businessplans. Außerdem werden Ihnen die Fragen gestellt, mit denen Sie sich im Rahmen Ihrer Gründung beschäftigen sollten, um am Ende einen vollständigen und aussagekräftigen Businessplan erstellen zu können. Vorträge Ob in der Podiumsdiskussion mit Experten oder in Vortragsreihen zu Fachthemen – die Veranstaltungen vertiefen notwendiges Know-how für Gründer. Dabei sind die Themen wettbewerbsbegleitend aufgebaut. Entsprechend der drei Wettbewerbsstufen sind die Vorträge auf die jeweiligen geforderten Schwerpunkte abgestimmt. Die Vortragsreihe beginnt mit den Themen „Wahl der Rechtsform“ und „Patentund Markenschutz“, informiert Sie über Möglichkeiten der Marktforschung und des Marketings und schließt in der finalen Stufe mit Themen rund um die Finanzplanung.

Die genauen Termine, Themen und Veranstaltungsorte entnehmen Sie bitte dem aktuellen Terminkalender im Handbuch und auf unserer Internetseite. Coaching-Abende Jeden zweiten Donnerstag haben Sie bei Treffen in lockerer Atmosphäre die Gelegenheit, Patent- und Rechtsanwälten, Steuerberatern, Marketingexperten, Unternehmens- und Finanzberatern in individuellen Gesprächen Fragen zu Ihrem Gründungsvorhaben zu stellen und konstruktive Anregungen einzuholen. Die Spezialisten aus der Wirtschaft vermitteln Ihnen gerne auch Kontakte zu Kooperationspartnern und tragen wesentlich dazu bei, dass Ihr Vorhaben ein Erfolg werden kann. Gleichzeitig bieten die CoachingAbende die Möglichkeit, sich mit anderen Gründern auszutauschen und Kontakte zu knüpfen. Gutachten Zu jedem im NUK-Businessplan-Wettbewerb eingereichten Konzept erhalten Sie je Stufe mindestens zwei schriftliche Feedbacks von Spezialisten. Die Gutachter aus dem NUKNetzwerk zeigen Ihnen die Stärken Ihres Konzeptes, geben aber auch individuell Anregung zur Optimierung Ihres Businessplans. Von diesem fachlichen Know-how und den Ver-


NUK – Die Wissenskapitalgeber

besserungsvorschlägen erfahrener Venture Capitalists, Unternehmensberater, Business Angels und Branchenexperten profitieren Sie in allen drei Wettbewerbsstufen. Foren NUK veranstaltet regelmäßig Foren, bei denen Unternehmer und Branchenexperten, Wissenschaftler und Professoren über ausgewählte Themen referieren. Bei Foren wie dem Forum Marketing in Düsseldorf oder dem Forum Risikoschutz in Köln kommen sowohl Gründer und Jungunternehmer, NUK-Mitglieder und -Sponsoren, als auch gestandene Unternehmer und Mitglieder des NUK-Netzwerks zusammen und lassen sich durch die Vorträge der Referenten informieren und inspirieren. NUK-Netzwerk Im Netzwerk arbeitet es sich leichter. Bei allen NUK-Veranstaltungen lernen Sie die Menschen kennen, die hinter NUK stehen: Unternehmensberater, Patent- und Rechtsanwälte, Finanz- und Steuerberater, Unternehmer, Mitglieder- und Sponsorenvertreter. Alle verfügen auf unterschiedlichste Weise über Know-how, von dem Sie profitieren können. Knüpfen Sie Kontakte zu potenziellen Investoren und Kooperationspartnern, diskutieren Sie mit anderen Teilnehmern Ihre Ideen und tauschen Sie sich aus. Wie auch bei allen anderen NUK-Veranstaltungen gilt: Netzwerken ausdrücklich erwünscht! NUK im Internet Unter neuesunternehmertum.de bietet NUK aktuelle Informationen und Downloads zum Wettbewerb, Handouts zu den Vortragsveranstaltungen, Veranstaltungstermine sowie interessante Links, Literaturhinweise und Expertenbeiträge. Hier können Sie sich online als Teilnehmer für den Wettbewerb registrieren und werden so automatisch über alle Termine informiert. Über „Businessplan Online“ unter nukgutachten.de können Sie Ihr Geschäftskonzept bequem mit nur wenigen Klicks zu den drei Stufen im NUK-Businessplan-Wettbewerb einreichen, den Begutachtungsprozess verfolgen und anschließend die fertigen Gutachten herunterladen. Infoline Für persönliche Fragen steht Ihnen das NUK-Team gerne zur Verfügung. Informationen zum Angebot von NUK, Termine und Veranstaltungsthemen erhalten Sie in den Büros in Köln, Aachen, Bonn und Düsseldorf. Die Kontaktdaten entnehmen Sie bitte dem Kapitel 6.6 dieses Handbuchs.

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Alumni-Club Wer auch nach der erfolgreichen Gründung auf das starke Netzwerk von NUK nicht verzichten möchte, dem bietet der NUK-Alumni-Club eine geeignete Plattform, sich auch weiterhin mit Gleichgesinnten auszutauschen. Der AlumniClub steht allen ehemaligen Teilnehmern der NUK-Businessplan-Wettbewerbe und Jungunternehmern aus dem Rheinland zur Verfügung. Auf Großveranstaltungen sowie zahlreichen regionalen Treffen und Workshops erhalten die Start-up-Unternehmer handfeste Informationen zu unternehmerrelevanten Themen. Außerdem können Sie neue Kontakte knüpfen, bestehende Kontakte pflegen und Erfahrungen diskutieren. Lesen Sie mehr über den Club der erfolgreichen Gründer in Kapitel 4 dieses Handbuchs. Weitergehende Informationen und Termine für NUKAlumni entnehmen Sie bitte unserer Internetseite unter neuesunternehmertum.de.

1.2 Schutz Ihrer Geschäftsidee Ihr Vertrauen ist uns wichtig. Daher haben sich alle Projektbeteiligten von NUK – Coaches und Gutachter, Referenten und Juroren und natürlich auch die Mitarbeiter des NUKTeams – durch eine Vertraulichkeitserklärung zur Geheimhaltung aller ihnen im Rahmen des Wettbewerbs zugänglichen Informationen verpflichtet. Wirklich neue Erfindungen oder Entwicklungen sind erfahrungsgemäß das Ergebnis langer, intensiver Forschungsarbeit und aus diesem Grund nicht einfach kopierbar. Dennoch müssen Sie als Gründer einerseits einen Weg finden, Ihr Konzept vor „Ideenraub“ zu schützen, und sich andererseits die Möglichkeit offen halten, mit anderen darüber zu diskutieren. Aus diesem Grund sollten Sie vor Gesprächen mit Finanzgebern und Geschäftspartnern auf einer Vertraulichkeitserklärung bestehen. Weitere Ansätze zum Schutz von Geschäftsideen, z.B. als Patent oder Eintragung einer Marke, erfahren Sie bei den NUK-Veranstaltungen oder auf der Internetseite von NUK, wo wir Ihnen eine Übersicht der einzelnen Schutzrechte zur Verfügung stellen. Der beste Schutz vor unliebsamen Kopien ist jedoch, sein Vorhaben so schnell wie möglich umzusetzen. Und genau dabei wird NUK Sie unterstützen.

„Alles Große auf Erden beginnt stets als Kleines.“ Laotse


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NUK – Die Wissenskapitalgeber

1.3 Die NUK-Veranstaltungen im Überblick Eine gute Geschäftsidee ist die einzige Voraussetzung, um am NUK-Businessplan-Wettbewerb teilzunehmen. Wir unterstützen Sie bei der Erstellung Ihres Businessplans. Das komplette Konzept entwickeln Sie Schritt für Schritt in drei Wettbewerbsstufen. Begleitend zu den einzelnen Stufen bieten wir thematische Unterstützung durch Fachvorträge und die Möglichkeit zum Austausch mit Experten bei den Coaching-Abenden. Wann Sie mit der Erstellung Ihres Businessplans loslegen wollen, überlassen wir Ihnen. Der Einstieg in den laufenden Wettbewerb ist jederzeit möglich.

Empfohlen wird jedoch, das Angebot von NUK über die gesamten drei Stufen zu nutzen. Unsere kostenlosen Angebote gründungsrelevanter Vorträge und Coaching-Abende bieten dabei die perfekte Unterstützung. Die Anmeldung zu den einzelnen Veranstaltungen erfolgt über unsere Internetseite. Als registrierte/r Interessent/in erhalten Sie automatisch eine Einladung zu den Veranstaltungen. Die aktuellen Termine finden Sie ebenfalls unter neuesunternehmertum.de, wo auch Terminänderungen oder zusätzliche Veranstaltungen veröffentlicht werden.

Datum

Veranstaltung

Ort

12.11.2009 (Do.)

NUK-Coaching I (inkl. Vortrag „Notwendigkeit eines Businessplans“)

Kolpinghaus, Köln

17.11.2009 (Di.)

NUK-Coaching 1 Düsseldorf

Life Science Center, Düsseldorf

19.11.2009 (Do.)

NUK-Vortrag „Wahl der Rechtsform“

Kolpinghaus, Köln, großer Saal

26.11.2009 (Do.)

NUK-Coaching II

Kolpinghaus, Köln, großer Saal

02.12.2009 (Mi.)

NUK-Forum „Gründerpersönlichkeit“

GIZ, Köln

03.12.2009 (Do.)

NUK-Vortrag „Patent- und Markenschutz“

Kolpinghaus, Köln, großer Saal

10.12.2009 (Do.)

NUK-Coaching III

Kolpinghaus, Köln, großer Saal

07.01.2010 (Do.)

NUK-Coaching IV

Kolpinghaus, Köln, großer Saal

11.01.2010 (Mo.)

Einsendeschluss Businessplan-Wettbewerb Stufe 1

14.01.2010 (Di.)

NUK-Vortrag „Public Relations für Existenzgründer“

Kolpinghaus, Köln, großer Saal

19.01.2010 (Di.)

NUK-Forum „Innovation“

Stiftung Caesar, Bonn

21.01.2010 (Do.)

NUK-Coaching V

Kolpinghaus, Köln, Babilon-Zimmer

26.01.2010 (Di.)

NUK-Coaching 2 Düsseldorf

Life Science Center, Düsseldorf

28.01.2010 (Do.)

NUK-Vortrag „Marktforschung“

Kolpinghaus, Köln, Babilon-Zimmer

04.02.2010 (Do.)

NUK-Coaching VI

Kolpinghaus, Köln, Babilon-Zimmer

18.02.2010 (Do.)

NUK-Vortrag „Marketing für Existenzgründer“

Kolpinghaus, Köln, Babilon-Zimmer

25.02.2010 (Do.)

NUK-Coaching VII

Kolpinghaus, Köln, Babilon-Zimmer

02.03.2010 (Di.)

Prämierung Stufe 1

tba

04.03.2010 (Do.)

NUK-Vortrag „Personalplanung“

Kolpinghaus, Köln, Babilon-Zimmer

08.03.2010 (Mo.)

Einsendeschluss Businessplan-Wettbewerb Stufe 2


NUK – Die Wissenskapitalgeber

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Datum

Veranstaltung

Ort

09.03.2010 (Di.)

NUK-Vortrag „Kalkulation“

Kolpinghaus, Köln, Babilon-Zimmer

11.03.2010 (Do.)

NUK-Coaching VIII

Kolpinghaus, Köln, Babilon-Zimmer

16.03.2010 (Di.)

NUK-Forum „Marketing“ Düsseldorf

Präsidentenschlößchen, Düsseldorf

18.03.2010 (Do.)

Vortrag „Finanzplanung – theoretische Einführung“

Kolpinghaus, Köln, Babilon-Zimmer

20.03.2010 (Sa.)

Workshop „Finanzplanung“ (9:00 – 16:00 Uhr)

GIZ, Köln

25.03.2010 (Do.)

NUK-Coaching IX

Kolpinghaus, Köln, Babilon-Zimmer

13.04.2010 (Di.)

NUK-Coaching 3 Düsseldorf

Life Science Center, Düsseldorf

15.04.2010 (Do.)

NUK-Vortrag „Grundlagen der Gründungsfinanzierung“

Kolpinghaus, Köln, Babilon-Zimmer

20.04.2010 (Di.)

NUK-Vortrag „öffentliche Fördermittel“, Düsseldorf

SSK Düsseldorf

22.04.2010 (Do.)

NUK-Coaching X

Kolpinghaus, Köln, Babilon-Zimmer

29.04.2010 (Do.)

NUK-Vortrag „Besteuerung von Unternehmen“

Kolpinghaus, Köln, Babilon-Zimmer

04.05.2010 (Di.)

Prämierung Stufe 2

HDI-Gerling, Köln

06.05.2010 (Do.)

NUK-Coaching XI

Kolpinghaus, Köln, Babilon-Zimmer

10.05.2010 (Mo.)

Einsendeschluss Businessplan-Wettbewerb Stufe 3

20.05.2010 (Do.)

NUK-Vortrag „Öffentliche Fördermittel“ Köln

Kolpinghaus, Köln, Babilon-Zimmer

27.05.2010 (Do.)

NUK-Forum „Risikoschutz“

HDI-Gerling, Köln

08.06.2010 (Di.)

NUK-Forum „N.N.“

GIZ, Köln

17.06.2010 (Do.)

NUK-Coaching XII

Kolpinghaus, Köln, Babilon-Zimmer

30.06.2010 (Do.)

Prämierung Stufe 3 und Abschlussveranstaltung

Wallraf-Richartz-Museum, Köln

Stand: 01. Oktober 2009. Änderungen vorbehalten!


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NUK – Die Wissenskapitalgeber

1.4 Wachstumsschub und Wegbegleiter – mit NUK besser zum Unternehmensstart Erfahrungsbericht von Allin Gasparian und Peter Diessenbacher, WeGrow GmbH (i.Gr.) Teilnehmer NUK-Businessplan-Wettbewerb 2009, Top 11 Stufe 3 Alles begann mit einem Züchtungserfolg, den wir – Allin Gasparian und Peter Diessenbacher, die beiden Gründer von WeGrow – im Rahmen mehrjähriger Selektions- und Forschungsarbeit erzielt hatten. Damit war die Vorbedingung für die erfolgreiche Umsetzung der WeGrow-Idee geschaffen. Nun hieß es einen Businessplan zu erstellen und durchzustarten. Aber wie erstellt man einen Businessplan? „Kennt Ihr NUK?“, fragte uns der Gründerberater von der Universität Bonn. Wir schüttelten verlegen die Köpfe. „Dann schaut doch einfach mal auf die Homepage“. Das taten wir auch. Ein Businessplan-Wettbewerb, der genau zur richtigen Zeit am richtigen Ort startet! Rein in den ungewohnten Businesslook und auf zu der Auftaktveranstaltung in Bonn. In den ersten Minuten war es bereits entschieden: „Nächstes Jahr stehen wir beide da vorne, klar?!“ Diese Prophezeiung sollte sich erfüllen. Dies war also tatsächlich möglich: Man konnte aus einer Idee ein Unternehmen aufbauen. Es war keine Spinnerei, es gab viele andere, die auch für etwas Eigenes brannten. Es gab Fachleute, erfolgreiche Unternehmer, die sich die anfänglich schwammigen Ausführungen anhörten und nicht lachten oder einschliefen. Es gab also tatsächlich das Neue Unternehmertum, ein Rahmen, in dem man wachsen konnte, in dem man unter Gleichgesinnten war, in dem der frische Wind der Jungunternehmer wehte, die ein Ziel vor sich hatten. Hier waren wir richtig. Das WeGrow-Team reichte den ersten „Businessplan“ ein. Im Nachhinein müssen wir diese Bezeichnung in Anführungsstriche setzen, denn nun ja… Das war eben erst der Anfang. Die ersten Gutachten waren nämlich ernüchternd: gute Idee, der Rest ließ viele Fragen offen. Auf in den Kampf, die räumen wir doch locker aus! So locker ging es dann doch nicht. Das NUK-Konzept, der Aufbau des Wettbewerbs, die intensive und professionelle Begleitung, all das bewirkt vor allem eines: ins Detail zu gehen, sich intensiver auseinanderzuset-

zen, ehrlich zu sich selbst zu sein. Erschreckend, wie viele Baustellen sich in der Tiefe verstecken! Wir absolvierten zahlreiche Coachings und führten viele Gespräche mit hochkarätigen Vertretern aus den Berufsfeldern Unternehmensberatung, Recht, Marketing, Vertrieb sowie mit erfahrenen Unternehmern. Aus der Idee wurde immer mehr ein umsetzbares Konzept, aus den ersten Gesprächen konkrete Partnerschaften. Von Stufe zu Stufe vervollständigte sich auch der Businessplan und aus uns, den beiden Gründern, wurden junge Unternehmer. Bis zur dritten und letzten Wettbewerbsstufe durchlief unser Geschäftskonzept zahlreiche professionelle und kritische Begutachtungen und wir präsentierten auf der Abschlussveranstaltung als eines der elf nominierten Teams – immerhin von über 240 eingereichten Geschäftsmodellen – unser Konzept vor über 200 Gästen aus Wirtschaft, Presse und Forschung. Daraus ergaben sich neue Gespräche und wertvolle Kontakte. Heute sind fast zehn Monate vergangen, in denen wir intensiv und leidenschaftlich an unserem WeGrow-Geschäftskonzept gearbeitet haben. Nicht nur die Idee hat sich entwickelt, die ersten Demonstrationsflächen wurden angelegt, die ersten Presseartikel sind erschienen und auch wir sind gereift. Die Vorarbeiten sind abgeschlossen, das Geschäftskonzept kann schnell und einfach umgesetzt werden. Ob es auch ohne NUK gegangen wäre? Sagen wir, mit NUK ging es besser! An dieser Stelle möchten wir uns noch einmal ganz herzlich bei dem großartigen NUK-Netzwerk bedanken: Mögen die Coaches niemals müde werden, sich in ihrer kostbaren Freizeit für die Gründer einzusetzen. Mögen sie nicht die Geduld verlieren und vor allem niemals aufhören, ehrlich zu sein.

Die WeGrow-Gründer nutzten viele NUK-Angebote wie Coaching-Abende, Vorträge und Networking-Veranstaltungen. Bei der Abschlussveranstaltung des 12. NUKBusinessplan-Wettbewerbs konnte Allin Gasparian das Konzept ihres Teams außerdem erstmals einem Fachpublikum präsentieren (rechts).


NUK – Die Wissenskapitalgeber

Jedem, der das Brennen in sich spürt, andere Wege gehen zu wollen, sollte es tun. NUK begleitet eine entscheidende Strecke mit und trägt auch manchmal den Rucksack, aber den festen Willen ans Ziel zu kommen, den muss man schon selbst mitbringen.

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Weitere Informationen unter www.we-grow.de.

WeGrow GmbH (i.Gr.) – Wir lassen für Sie Bäume wachsen Gründer: Allin Gasparian, Peter Diessenbacher; Bonn Geschäftsidee: Die Gründer ermöglichen die Investition in ökologisch nachhaltig bewirtschaftete Edelholzplantagen in Europa. WeGrow übernimmt im Dienstleistungsauftrag für die Kunden die Pflanzung des extrem schnellwüchsigen Kiribaumes, die Pflege und Ernte der Plantagen – durch einen Züchtungserfolg bereits nach zehn Jahren – sowie den Verkauf des Edelholzes. Diese neuartige Grüne Geldanlage bietet neben sicheren und attraktiven Renditen auch ein gutes Gefühl. Branche: Handel/Innovative Produkte

> Ich war zunächst skeptisch gegenüber der Idee mein Gründungsvor-

> Der NUK-Businessplan-Wettbewerb hat uns nicht nur geholfen,

haben samt Finanzplanung in einen Wettbewerb zu tragen. Ich hatte

einen strukturierten Businessplan zu erstellen: Wir haben durch

Bedenken, ich könnte dadurch meine Unabhängigkeit verlieren. Ein

die Gutachten und Coachingabende zudem wertvolles Feedback

diffuses Gefühl überkam mich bei dem Gedanken. Weil: Wer berät

erhalten, welches unsere Idee und uns als Team klar vorangebracht

Gründer oder Unternehmen denn bitteschön kostenlos und hilft bei

hat. Das NUK-Team hat uns stetig unterstützt und stand bei Fragen

der Gründung, vielleicht sogar Finanzierung??? Eben! Um so positiver

immer zur Verfügung. Die Medienpräsenz, die durch die Teilnahme

überrascht war ich, dass alle meine Bedenken umsonst waren. Der

entstanden ist, hat flavourpearls bekannter gemacht und den einen

NUK-Businessplan-Wettbewerb ist für Gründer und die, die es werden

oder anderen wertvollen Kontakt erzeugt. Vielen Dank dafür!

wollen eine absolut spitzenmäßige Unterstützung in allen Fragen die

Matthias Müllenbeck, Team flavourpearls

Gründung oder das Schreiben eines Businessplans betreffend. Die

Top 11 NUK-Businessplan-Wettbewerb 2009

NUK-Coachings sind eine echte Hilfe, besonders wenn es mal nicht weiter geht mit dem Gründungsvorhaben. Man trifft dort Experten und vor allem Menschen, die sich den ganzen Tag auch fast ausschließlich mit der Gründung eines Unternehmens beschäftigen. Die Coachings

> Auf dem Modemarkt kann man das Rad nicht neu erfinden. Daher

können einen unglaublich beruhigenden und motivierenden Effekt auf

rechne ich mir keine großen Chancen beim Businessplan-Wettbewerb

den Gründer haben. THX NUK!

aus. Dennoch schätze ich die Gutachten und finde es großartig an einer

Philip Fercho, Team Mamono Extravaganza Teilnehmer NUK-Businessplan-Wettbewerb 2009

solchen Veranstaltung teilnehmen zu können. Nina Malmgren, Team Malmgren Teilnehmerin NUK-Businessplan-Wettbewerb 2009

> Sehr gute Unterstützung bei der Entwicklung des Businessplans und bei der Gründung; qualitativ hochwertige Veranstaltungen und Begleitmaterialien; hochkarätige Jury; gute Gelegenheit, auf Investoren/Mentoren zu treffen.

> Sehr gutes Handbuch und hilfreiche Seminare, auch positiv, dass die Vorträge zum Download verfügbar sind – KOSTENLOS!

Martin Holzwarth, Team Wattfox

Manfred Puppe, Team Architectsinpixels

Teilnehmer NUK-Businessplan-Wettbewerb 2009

Teilnehmer NUK-Businessplan-Wettbewerb 2009


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2. NUK – Der Businessplan-Wettbewerb

„Nichts auf der Welt ist so mächtig wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist.“ Victor Hugo


NUK – Der Businessplan-Wettbewerb

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2. NUK – Der Businessplan-Wettbewerb

Eine gute Idee alleine reicht nicht aus, um ein erfolgreiches Unternehmen aufzubauen. Ein Unternehmen muss sich verschiedenen Gegebenheiten in der Wirtschaft stellen. Um diesen Herausforderungen in der Produkt- und Dienstleistungsentwicklung, in Vertrieb, Marketing und in der Managementqualifikation erfolgreich zu begegnen, bedarf es eines tragfähigen Geschäftskonzepts. Die schriftliche Ausarbeitung eines solchen Geschäftskonzepts ist der Businessplan. NUK unterstützt Sie im Rahmen seines Businessplan-Wettbewerbs bei der Erstellung eines erfolgreichen Businessplans.

2.1 Teilnahme am Wettbewerb Warum soll man sich einem Wettbewerb stellen, wenn die Gründung eines Unternehmens schon alle Kräfte in Anspruch nimmt? Im NUK-Businessplan-Wettbewerb steht nicht die Konkurrenz zu anderen Teilnehmern im Vordergrund, sondern vor allem das eigene Know-how, das mit Hilfe unserer Experten vertieft wird. Wer bereits vor der Gründung die Gelegenheit hat, sein Konzept mit unterschiedlichen Experten zu besprechen, steht später, wenn er potenzielle Investoren überzeugen muss, auf der sicheren Seite.

Ein starkes Netzwerk im Rücken NUK unterstützt Sie dabei, mit einem professionellen Businessplan den Grundstein für ein erfolgreiches Unternehmen zu legen. Die intensive Beratung durch Branchenspezialisten, die ersten Kontakte zu Investoren, zu potenziellen Kunden und Kooperationspartnern schaffen dafür die besten Voraussetzungen. Diese bereits zu Gründungszeiten geknüpften Kontakte bleiben für Sie auch später im eigenen Unternehmen wichtig. Mehr als 30 renommierte Unternehmen unterstützen NUK als Mitglieder und Sponsoren.

Eine gute Idee als Startkapital Kein Bewerber muss mit einem fertigen Konzept an den Start gehen. Eine innovative Geschäftsidee reicht aus, um am Businessplan-Wettbewerb teilzunehmen. Dieser verläuft in drei aufeinander aufbauenden Phasen. Von Stufe zu Stufe steigen die Anforderungen an Inhalt und Umfang Ihres Businessplans. Am Ende jeder Stufe erhalten Sie zwei schriftliche Gutachten unserer Experten.

Gutachten Jeder hochgeladene Businessplan erhält am Ende der jeweiligen Wettbewerbsstufe ein schriftliches Feedback. Jedes eingereichte Konzept wird von mindestens zwei Gutachtern bewertet und kritisch beleuchtet. Das gibt Ihnen Gelegenheit, vorhandene Schwachstellen zu korrigieren und Stärken weiter auszubauen. Als erfahrene Unternehmer, Venture Capitalists, Unternehmensberater und Vertreter von Kreditinstituten haben die NUK-Gutachter einen Blick für das Wesentliche. Den Gutachten liegen einheitliche Kriterien zugrunde, die ein gelungenes Konzept auszeichnen.

In drei Stufen zum Ziel Ihnen bleibt genügend Zeit, um alle Elemente intensiv zu bearbeiten und Anregungen aus den Gutachten zu integrieren. Der strikte Zeitplan hilft zudem bei der Umsetzung Ihres Vorhabens. In der ersten Stufe steht die Beschreibung Ihrer Geschäftsidee im Vordergrund, in Stufe zwei wird eine Branchen-und Marktanalyse sowie Ihr Marketingkonzept hinzugefügt. Abschließend erstellen Sie in Stufe drei die Finanzplanung. Am Ende des Wettbewerbs haben Sie so ein vollständiges, in sich geschlossenes Konzept erarbeitet. Einsteigen kann jeder mit einer zukunftsträchtigen Idee auch während des laufenden Wettbewerbs.

Gewinne und Preisgelder Den besten Businessplänen winkt außerdem ein solides Startkapital für die Gründung, denn NUK vergibt im gesamten Wettbewerb Preisgelder, die nicht zweckgebunden sind. In allen drei Wettbewerbsstufen werden die Gewinner feierlich prämiert und haben Gelegenheit, Ihr Konzept öffentlich zu präsentieren. Die Termine der Veranstaltungen entnehmen Sie bitte der Übersicht in Kapitel 1.2 Die NUKVeranstaltungen im Überblick. Änderungen werden im Internet unter neuesunternehmertum.de veröffentlicht.


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NUK – Der Businessplan-Wettbewerb

2.3 Einreichung und Auswertung Partnerprogramm AC2 „AC2 – gründen und wachsen“, ein Projekt der Gründerregion Aachen, unterstützt die Teilnehmer seines Gründungswettbewerbs dabei, ihr Geschäftsmodell erfolgreich umzusetzen. Jungunternehmer aus Aachen haben – zusätzlich zur Teilnahme am NUK-Wettbewerb – bei AC2 die Möglichkeit, ein weiteres Netzwerk für ihre Gründung zu nutzen. Der Aufwand ist überschaubar: Das AC2-Handbuch ist so aufgebaut, dass die Gliederung und das Zahlenwerk des NUKGeschäftsplans übernommen werden können. Weitere Informationen zum Partnerprogramm erhalten Sie unter www.ac-quadrat.de. Medienpräsenz Die jeweils besten Gründerteams in den drei Stufen des NUK-Businessplan-Wettbewerbs können ihr Geschäftskonzept öffentlichkeitswirksam bei den Prämierungsveranstaltungen präsentieren. NUK Neues Unternehmertum Rheinland e.V. stellt die Preisträger und nominierten Teams in Pressemitteilungen sowie den verbandseigenen Printmedien und auf der NUK-Homepage dar. Außerdem steht der NUK-Blog für Gastbeiträge zur Verfügung, in dem interessante Fachthemen rund um die Gründerszene und das Unternehmertum eingestellt werden können.

2.2 Wer kann teilnehmen? Der Wettbewerb wendet sich an alle, die von ihrer innovativen Idee überzeugt sind und ein eigenes Unternehmen gründen möchten. Ob neue Dienstleistung oder HightechErfindung – aus welcher Branche die Idee stammt, ist unerheblich. Prämiert werden die besten Businesspläne, die sich durch einen hohen Innovationsgrad und ein großes Wachstumspotenzial vor einer unabhängigen Jury auszeichnen. Die Unterlagen zum Wettbewerb müssen rechtzeitig und für jede Stufe separat eingereicht werden. Von der Teilnahme ausgeschlossen sind Businesspläne bereits länger bestehender Unternehmen, die vor dem 01.07.2009 ihre Geschäftstätigkeit aufgenommen haben, sowie Geschäftsideen, die vor Eintritt in den Wettbewerb bereits von Wagniskapitalgebern finanziert wurden. Konzepte, die schon bei anderen Wettbewerben ausgezeichnet wurden, sind bei NUK von der Prämierung ausgeschlossen. In Zweifelsfällen entscheidet die Projektleitung über die Zulassung zum Wettbewerb.

Fairplay und die Einhaltung bestimmter Spielregeln gewährleisten gleiche Chancen für alle Teilnehmer. Deshalb ist es unbedingt erforderlich, dass Sie sich im Wettbewerb an die von NUK bestimmten Regeln halten. Formalien Die von NUK vorgegebenen Themen und der Umfang Ihres Businessplans sind für jede Stufe einzuhalten. Nur Businesspläne, die rechtzeitig, in deutscher Sprache und formal korrekt zum jeweiligen Abgabetermin online eingereicht werden (siehe Businessplan Online, Kapitel 2.4), werden zum Wettbewerb zugelassen. Auf unseren Internetseiten unter neuesunternehmertum.de erhalten Sie die jeweils gültige Fassung unserer Teilnahmebedingungen. Ergänzen Sie Ihren Businessplan in jeder Stufe um einen tabellarischen Lebenslauf pro Teammitglied. Die Ermittlung der Gewinner Wer sich letztendlich im Wettbewerb als Gewinner behauptet, entscheidet eine Jury. Diese setzt sich – je nach Wettbewerbsstufe – aus dem NUK-Vorstand, Mitgliedern und Sponsoren, Venture-Capital-Gesellschaften und Wissenschaftlichem Beirat zusammen. Entscheidende Kriterien für die Jury sind Innovationsgrad, Marktpotenzial und Wachstumschancen der Idee sowie der Gründer bzw. das Gründerteam. Die besten Pläne werden der Jury zur Prämierung vorgeschlagen. Auf der Jurysitzung der dritten Stufe präsentieren die nominierten Teams ihre Idee und stellen sich den Fragen der Experten. Wer von den nominierten Teams bei dieser Sitzung nicht erscheint, dessen Nominierung wird zurückgezogen. Gleiches gilt für die Präsentation auf der Prämierungsveranstaltung. Die Entscheidung der Jury ist endgültig, der Rechtsweg ist ausgeschlossen.


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2.4 Businessplan Online Allen Teilnehmern bieten wir die Möglichkeit ihren Businessplan bequem als Datei hochzuladen. Sie können bis zu fünf Dateien einstellen. Ihre Gutachten können Sie später ebenfalls über unser Online-Tool einsehen und als PDF speichern. Businessplan hochladen Laden Sie Ihren Businessplan über unsere Internetseite unter neuesunternehmertum.de hoch. Als Untermenü zur Navigation Wettbewerb 2010 können Sie über Businessplan Online oder direkt unter www.nukgutachten.de den Upload starten. Ein Assistent führt Sie durch den Vorgang. Beachten Sie bitte, unbedingt alle Teammitglieder anzugeben. Voraussetzung für die Teilnahme an Businessplan Online ist eine gültige Online-Registrierung auf der Homepage von NUK unter neuesunternehmertum.de.

Formate Der Upload Ihres Businessplans ist im Word- oder Excelformat oder als PDF möglich. Sollten Sie Ihren Businessplan in einem anderen Format erstellt haben, bieten wir Ihnen auf unserer Internetseite einen Link zu einem kostenlosen PDF-Generator. Teilnehmernummer Nach erfolgreichem Upload Ihres ersten Businessplans erhalten Sie sofort Ihre Teilnehmernummer für den laufenden Wettbewerb per E-Mail. Die Teilnehmernummer bleibt während des gesamten Wettbewerbs gleich und vereinfacht uns die Verwaltung Ihrer Daten. Transparenz Verschiedene Statusanzeigen im Online-Bereich ermöglichen es Ihnen jederzeit nachzuvollziehen, welche Station Ihr Businessplan gerade durchläuft: – Eingereicht zur Stufe X (nach erfolgreichem Upload) – von NUK angenommen (nach formaler Prüfung durch NUK) – Gutachten in Bearbeitung (Ihr Businessplan wurde an die Gutachter zur Erstellung der Gutachten weitergeleitet) – Gutachten fertig gestellt (Ihre Gutachten sind fertig und stehen zum Download zur Verfügung) Gutachten Nach Fertigstellung der Gutachten können Sie Ihre Gutachten ebenfalls unter Businessplan Online aufrufen, drucken und als PDF herunterladen. Sofern der Gutachter eine Kontaktaufnahme ermöglicht, können Sie ihn bei Fragen zu Ihrem Gutachten direkt über unsere Internetseite kontaktieren.


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NUK – Der Businessplan-Wettbewerb

2.5 Abgabetermine und Preisgelder Abgabetermine und Preisgelder der einzelnen Stufen: Stufe 1

Stufe 2

Stufe 3

11. Januar 2010

8. März 2010

10. Mai 2010

Hauptpreise: jeweils

500 Euro

Förderpreise: jeweils

250 Euro

Hauptpreise: jeweils

1.000 Euro

Förderpreise: jeweils

500 Euro

1. Platz

10.000 Euro

2. Platz

5.000 Euro

3. Platz

2.500 Euro

2.6 Checkliste Checkliste für die Einreichung eines Businessplans im NUK-Businessplan-Wettbewerb Stufen 1-3 Bitte beachten Sie: Die Nichtbeachtung einzelner Inhalte dieser Checkliste kann zum Ausschluss vom Wettbewerb führen. Der Businessplan orientiert sich an den Bausteinen, die in diesem Handbuch beschrieben sind. Die Empfehlung der Seitenzahlen der eingereichten Unterlagen wurde eingehalten. Die Seiten sind fortlaufend nummeriert. Der Businessplan ist in deutscher Sprache verfasst. Von jedem Teammitglied findet sich im Anhang des Businessplans ein tabellarischer Lebenslauf. Jedes Teammitglied wurde bei der Online-Einreichung aufgeführt. Die Finanzplanung in Stufe 3 stellen Sie in einer übersichtlichen Tabellenform, ergänzt um entsprechende Erläuterungen, dar. In Stufe 3 wurde zusätzlich der Fragebogen online ausgefüllt. Die Einreichung ist bis zum Tag des Einreichungsschlusses ganztägig möglich. Bitte beachten Sie mögliche zeitliche Verzögerungen aufgrund hoher Zugriffszahlen.


Förderung für IT-Startups:

Microsoft BizSpark

Microsoft® fördert junge IT-Unternehmen mit aktuellen Entwicklungstools, Plattformtechnologien und Lizenzen für Serverprodukte. Die BizSpark-Teilnehmer profitieren darüber hinaus vom weltweiten Netzwerk mit Gründerinitiativen, Investoren, Beratern und Hostern. Ausführliche Informationen zu Programmkriterien und zur Anmeldung finden Sie unter

www.microsoft.com/bizspark

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3. Der Businessplan

„Sorgfältige Planung ist der Schlüssel zu einem sicheren und zügigen Reiseverlauf.“ Homer


Der Businessplan

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3. Der Businessplan

Jeder Businessplan ist inhaltlich so einzigartig wie seine Geschäftsidee. Der formale Aufbau von Geschäftsplänen ist jedoch weitgehend gleich. Die Hauptelemente mit mehreren Unterpunkten beleuchten die wichtigsten Eckpunkte einer Geschäftsidee. Der Anhang enthält gewöhnlich Grafiken, technische Zeichnungen, Fotos, Tabellen oder ausführliches Datenmaterial. Diese gleichbleibende Struktur ermöglicht dem Leser eine schnelle Orientierung.

3.1 Die Bedeutung von Businessplänen Häufig ist die erste Hürde, die es bei der Unternehmensgründung zu überwinden gilt, die Akquisition von Startkapital. Der Businessplan ist Ihre Visitenkarte im Wirtschaftsleben. Er erleichtert das Knüpfen neuer Kontakte und zeigt Ihren Partnern und Investoren die Strategie, mit der Sie aus einer Idee ein Unternehmen gründen oder erweitern wollen. Der Businessplan schildert detailliert das unternehmerische Gesamtkonzept. Er beschreibt das wirtschaftliche Umfeld, die gesetzten Ziele und die aufzuwendenden Mittel. Gut durchdacht Der Businessplan zwingt den Gründer, seine Geschäftsidee systematisch zu durchdenken, deckt Wissenslücken auf, verlangt Entscheidungen und fordert strukturiertes und fokussiertes Vorgehen. Diese klare Analyse fördert die gesamte geschäftliche Effektivität und dient Ihnen als Leitfaden. An ihm können Sie sich orientieren und überprüfen, inwieweit Sie Ihre gesetzten Ziele erreicht haben. Das Konzept wächst mit Ein Businessplan ist nicht statisch, sondern „lebt“. Besonders in Branchen, die durch eine extreme Dynamik gekennzeichnet sind, stellt die Erstellung eines Businessplans höchste Anforderung an alle Beteiligten. Dabei müssen veränderte Rahmenbedingungen und Erkenntnisse stets in den Businessplan eingearbeitet werden. Dadurch bleibt das Konzept immer aktuell. Wichtig bleibt, zuverlässige Aussagen über die Strategie und die zu erwartende Entwicklung des Unternehmens zu erarbeiten. Planung und Kontrolle Nicht nur als Argumentationsgrundlage gegenüber Kapitalgebern spielt der Businessplan eine entscheidende Rolle. Richtig abgefasst und eingesetzt, wird der Businessplan zum Schlüsseldokument für die Beurteilung und Steuerung Ihrer gesamten Geschäftstätigkeit. Zur Planung und Kontrolle Ihrer Unternehmensziele können Sie am Businessplan selbst ablesen, ob Sie Ihre Meilensteine erreicht haben. Somit ist der Businessplan das erste Controlling-Instrument für die Gründer.

Ein Plan öffnet Türen Der Businessplan ist Ihre Visitenkarte im Wirtschaftsleben. Mit der Vorlage eines durchdachten Konzepts beweisen Sie Ihre Fähigkeit, alle Aspekte der Unternehmensgründung und -führung klar und verständlich darstellen zu können und wecken Vertrauen. Wer schon bei einem ersten Gespräch ein überzeugendes Konzept vorlegen kann, hat deutlich bessere Aussichten auf Unterstützung als ohne ausgearbeiteten Geschäftsplan. Die Gutachten Ihrer Businesspläne, die intensive Begleitung bei den NUK-CoachingAbenden und die Inhalte der Vortragsveranstaltungen helfen Ihnen dabei, gut vorbereitet in die Gespräche mit Banken und Investoren sowie mit Geschäftspartnern und Zulieferern zu gehen. Import aus Amerika Ursprünglich diente der Businessplan in den USA als Hilfsmittel zur Kapitalakquisition bei privaten Investoren und Wagniskapitalgebern, so genannten Venture Capitalists. Längst gehört die Vorlage eines solchen Geschäftskonzepts auch in Deutschland zum guten Ton, insbesondere im Umgang mit Kapitalgebern. Investoren wie Banken, Sparkassen, Wagniskapitalgeber und Business Angels fördern in aller Regel nur Projekte, denen ein fundierter Businessplan zu Grunde liegt.


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Der Businessplan

3.2 Tipps für ein professionelles Konzept Die Gestaltung eines Businessplans hängt stark von dem individuellen Geschäftsvorhaben und von dem Zweck ab, für den er geschrieben wird. Planen Sie die Neugründung eines Unternehmens, liegen die Schwerpunkte in Ihrem Businessplan anders als beim Aufbau eines neuen Geschäftsfeldes. Trotz aller Unterschiede weisen Businesspläne jedoch einige Gemeinsamkeiten auf: Grundsätzlich legt ein Businessplan die Chancen und Risiken Ihrer Geschäftstätigkeit dar und zwar umfassend, realistisch und gleichzeitig übersichtlich. Um diesem hohen Anspruch gerecht zu werden, beachten Sie bitte einige formale und inhaltliche Tipps: Aktualität und innere Logik Mit der Geschäftsidee reift auch der Businessplan. Anfangs bearbeiten Sie nur einige wenige Themen und ergänzen diese nach und nach. Ergebnisse müssen ständig überarbeitet und aktualisiert werden. Ein einmal erarbeitetes Ergebnis ist dabei nicht fix, da die unterschiedlichen Bereiche aufeinander Bezug nehmen und immer wieder Anpassungen erfordern. Neue Erkenntnisse ersetzen zuvor getroffene Annahmen und müssen im Businessplan stets aktualisiert werden. Im fertigen Businessplan sind schließlich alle Annahmen, Projektionen und Ergebnisse aufeinander abgestimmt. Damit Ihr Businessplan durch inhaltliche Logik überzeugt, empfiehlt es sich, von Anfang an alle Themen zu nummerieren, alle Querverweise zu notieren und das Quellenmaterial nach Themen zu ordnen. Ein Textverarbeitungsprogramm in Verbindung mit einer Tabellenkalkulation erleichtert Ihnen die Arbeit. Klare Antworten auf alle Fragen Der Leser, ob Kapitalgeber oder Projektpartner, will auf seine Fragen angemessene Antworten bekommen und je nach Interessenslage bei der Lektüre Akzente setzen können. Eine klare Struktur zeichnet deshalb jeden guten Businessplan aus. Sie erleichtert die Orientierung und Auswahl. Außerdem überzeugt der Businessplan durch Konzentration auf das Wesentliche und nicht durch die Fülle des Analyseund Datenmaterials. Alle für den Leser interessanten Themen sollten knapp, aber dennoch vollständig behandelt werden. Ein Umfang von 35 Seiten hat sich für einen detaillierten Businessplan als ideal erwiesen, fünf Seiten mehr oder weniger sind aber durchaus zulässig.

Sachlichkeit überzeugt Neben aller Begeisterung für die eigene Idee sollte der Ton des Businessplans sachlich bleiben, um dem Leser die Abwägung der vorgebrachten Argumente zu ermöglichen. Ein Businessplan als „Werbetext“ erzeugt eher Argwohn, Skepsis und Voreingenommenheit. Aber auch die zu kritische Darstellung Ihres eigenen Projekts, der Hinweis auf diverse Fehleinschätzungen und Fehler der Vergangenheit sind zu vermeiden. Diskutieren Sie vorhandene Schwächen nie, ohne schon Schritte zur Verbesserung geplant oder eingeleitet zu haben. Einschätzungen und Prognosen im Businessplan sollten sachlich, korrekt und nach bestem Wissen und Gewissen gemacht und gut begründet werden. Verständlich für jeden Leser Der Leser Ihres Businessplans muss nicht unbedingt ein Experte Ihres Fachs sein. Bedenken Sie, wie sehr Sie gedanklich mit der Materie Ihres zukünftigen Unternehmens vertraut sind. Setzen Sie deshalb nicht zu viel Wissen bei den Lesern Ihres Businessplans voraus. Eine vereinfachende Darstellung, eine erklärende Zeichnung oder Fotografie sagen oft mehr als viele Worte und hinterlassen einen kompetenteren Eindruck als große Konstruktionspläne und klein gedruckte Auswertungen. Technische Details zum Produkt oder zum Fertigungsverfahren gehören in den Anhang. Verweisen Sie im Businessplan an den entsprechenden Stellen auf die angehängten Unterlagen und kommentieren Sie diese eindeutig, um eine langwierige Suche zu vermeiden. Alles aus einem Guss An einem Businessplan arbeiten in der Regel mehrere Personen. Damit das Dokument am Ende trotzdem einheitlich wirkt, sollte der Schreibstil der verschiedenen Teile aufeinander abgestimmt werden. Am besten überarbeitet eine Person aus dem Team zum Schluss das gesamte Konzept, schreibt es ins Reine und übernimmt die einheitliche Gestaltung des Inhalts. Schließlich soll Ihr Businessplan nicht bunt zusammengewürfelt wirken.


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Optisches Aushängeschild Auch optisch sollte der Businessplan eine Einheit bilden, vor allem, wenn mehrere Personen mit der Erstellung beschäftigt sind. Verwenden Sie einheitliche Schrifttypen, achten Sie auf die saubere Einbindung von Grafiken und Diagrammen. Hochwertiges Papier, eventuell bereits mit aufgedrucktem Firmenlogo, lässt den Inhalt Ihres Konzeptes seriöser wirken als ein loses Blattwerk. Bedenken Sie auch, wem Sie Ihr Konzept präsentieren wollen. Je nachdem, wie konservativ das jeweilige Ambiente ist, sollten auch Ihre Unterlagen nicht zu sehr aus dem Rahmen fallen.

Früh Unterstützung suchen Während der Arbeit an einem Businessplan kann man nie genug Hilfe erfahren. Der frühzeitige Zusammenschluss zu einem Gründerteam, in dem sich technische und unternehmerische Kenntnisse ergänzen und Aufgaben verteilt werden, erleichtert die sachgerechte Bearbeitung. Scheuen Sie sich nicht, frühzeitig auch auf externe Hilfen zurückzugreifen. Gerne vermittelt NUK den Kontakt zu den Experten aus unserem Netzwerk auf unseren regelmäßigen NUK-Coaching-Abenden.

Nach einem Plan vorgehen Investoren schätzen gut aufbereitete Businesspläne: Bereits bei einem ersten „Querlesen“ sollten Chancen und Risiken einer Unternehmung klar erkennbar sein. Behalten Sie daher immer das Geschäftsziel mit dem Kundennutzen und dem Renditepotenzial im Auge! Das Schreiben eines Businessplans ist eine komplexe Aufgabe. Viele Einzelaspekte müssen berücksichtigt und in sinnvoller Abfolge systematisch analysiert werden. Gehen Sie deshalb nach der Aufzeichnung der ersten Ideen detailliert und planvoll an die Arbeit. Orientieren Sie sich dazu an der in diesem Handbuch vorgegebenen Struktur. Leitfragen ermitteln Ein Katalog zwingend zu beantwortender Fragen hilft bei der Erstellung eines Businessplans. Welche Fragen für Sie relevant sind und welche Antworten in Ihren Businessplan einfließen, ergibt sich aus der Art der Wertschöpfung, dem Produkt oder der Dienstleistung, dem Grad der Technologieorientierung sowie dem Wissensbedarf der Leser. Die im Handbuch aufgeführten Leitfragen dienen als Grundlage für Ihren Fragenkatalog. Deshalb müssen Sie weder alle Leitfragen, noch jede Leitfrage in gleicher Tiefe beantworten. Die individuelle Gestaltung des Fragenkatalogs ist Ihrer Ansicht und Akzentuierung überlassen. Das Wesentliche erkennen Im Rahmen des Projekts „Businessplan“ besteht immer die Gefahr, sich in Einzelanalysen zu verlieren. Manchmal lohnt es sich deshalb, aus der Distanz kritisch abzuwägen, ob die bisherigen Informationen ausreichen oder weitere Analysen Nutzen bringen. Beschränken Sie sich auch bei der Zusammenstellung der Ergebnisse in den einzelnen Wettbewerbsstufen auf das Wesentliche. Viel Arbeit und Zeit lassen sich sparen, wenn Sie die Empfehlungen zum Umfang schon bei der Planung berücksichtigen.

Eigenen Entwurf immer wieder testen Die Verständlichkeit und inhaltliche Stimmigkeit eines Businessplans gehören zum Erfolgsrezept. Stellen Sie sich deshalb immer wieder einem Testpublikum. Außenstehende können Schwachstellen aufdecken und unter Umständen sogar neue wichtige Impulse für die Weiterarbeit geben. Auch die Gutachten, die Sie im Laufe des BusinessplanWettbewerbs erhalten, tragen als konstruktive Kritik zur Optimierung Ihres Konzepts bei. Fragen stellen – Antworten finden Dieses Handbuch beschreibt im Folgenden alle Hauptund Einzelelemente, die ein professioneller Businessplan enthalten sollte. Die dazugehörigen Leitfragen helfen Ihnen bei der Ausarbeitung des Businessplans. Während Sie sich mit den einzelnen Teilen des Businessplans befassen, werden sich neue, unterschiedlich geprägte Fragen auftun, denen Sie individuell nachgehen müssen. Die in diesem Handbuch vorgeschlagenen Leitfragen sind also exemplarisch und erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Rolle des Lesers bedenken Versuchen Sie, die Liste der Fragen selbstständig zu ergänzen, indem Sie sich konstant in die Rolle des Lesers versetzen. Was könnte einen potenziellen Kapitalgeber, einen künftigen Kooperationspartner oder Großkunden an Ihrem Projekt außerdem interessieren? Welche Fragen bleiben offen? Die Erstellung eines Businessplans bietet Ihnen die Möglichkeit, sich im Vorfeld wichtiger Gespräche über alle Aspekte Ihrer Gründung Klarheit zu verschaffen. Den zeitlichen Aufwand sollten Sie nicht unterschätzen. Vor allem in der zweiten und dritten Wettbewerbsstufe sind alle Aspekte sehr detailliert zu bearbeiten.


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Die Hauptelemente beachten Doch auch für Sie als Verfasser bietet ein vorgegebener Aufbau Vorteile. Die Hauptelemente bilden eine nachvollziehbare Struktur. Um den Einstieg in die komplexe Materie zu erleichtern, orientiert sich der Businessplan-Wettbewerb an einem dreistufigen Modell. Zu Beginn bearbeiten Sie nur wenige Themen. In der zweiten und dritten Wettbewerbsstufe kommen neue Elemente hinzu, die Inhalte der vorangegangenen Phasen werden vertieft. Nach und nach füllt sich so der Businessplan mit Inhalt. Am Ende der dritten Stufe fügen sich alle Einzelbetrachtungen zu einem inhaltlichen und formalen Ganzen zusammen. Unter neuesunternehmertum.de können Sie ein Strukturmuster eines Businessplans als Word-Dokument herunterladen.

Die Elemente des Businessplans im Überblick: Executive Summary Produkt und Dienstleistung Wissensmanagement und Technologievorsprung Branche und Markt Marketing Geschäftsmodell Management und Schlüsselpositionen Chancen und Risiken Fünf-Jahres-Planung Kapitalbedarf und Finanzierung

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Kernaussagen eines Businessplans Ihr Businessplan soll dem Leser klar verdeutlichen, wie Sie Ihre Gründung und damit Ihr künftiges Unternehmen planen. Dabei sollten folgende Fragen inhaltlich in den Hauptelementen beantwortet werden: Was wollen Sie überhaupt machen? Wie machen Sie das? Worin liegen die Vorteile beim Kunden? Welchen Markt möchten Sie bedienen? Wer will das machen? Wieso können Sie das? Wieviel Geld benötigen Sie dafür? Wer soll das bezahlen?


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Schwerpunkte und Seitenzahlenempfehlungen

Schwerpunkte

Stufe 1

Stufe 2

Stufe 3

1.

Executive Summary

1 Seite

2 Seiten

2 Seiten

2.

Produkt und Dienstleistung

3 Seiten

6 Seiten

7 Seiten

1 Seite

5 Seiten

5 Seiten

3 Seiten

3 Seiten

5 Seiten

4 Seiten

5 Seiten

1 Seite

2 Seiten

3.

4.

5.

2.1

Produkt/Dienstleistung

2.2

Kundennutzen

2.3

Wissens- und Technologievorsprung

2.4

Stand der Entwicklung

2.5

Fertigung und Erstellung

Markt und Wettbewerb 3.1

Branchen- und Gesamtmarktanalyse

3.2

Marktsegmente und Zielkunden

3.3

Wettbewerbsanalyse/-beobachtung

Geschäftsmodell 4.1

Das Geschäftsmodell

4.2

Management und Schlüsselpositionen

4.3

Personal

4.4

Meilensteinplanung

Marketing und Vertrieb 5.1

Absatzkonzept

5.2

Absatzförderung

5.3

Markteintrittsstrategien

5.4

Marketingplan

6.

Chancen und Risiken

7.

Finanzplanung

8 Seiten

7.1

Rentabilitätsplanung

7.2

Liquiditätsplanung

7.3

Kapitalbedarf und Finanzierung

Seitenzahl insgesamt

Schwerpunkt in dieser Stufe

8 Seiten

Bearbeitung/Überarbeitung erforderlich

21 Seiten

34 Seiten

Bearbeitung nicht erforderlich


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Der Businessplan

3.3 Executive Summary Mit dieser Zusammenfassung wecken Sie gleich zu Beginn Ihres Businessplans das Interesse des Lesers für Ihre Geschäftsidee. Hier stellen Sie die für Ihr Vorhaben relevanten Eckdaten vor. Die Executive Summary reißt kurz alle wichtigen Aspekte des Businessplans an, vermittelt Ihre Idee und soll so vor allem potenzielle Kapitalgeber zum Weiterlesen animieren. Gehen Sie also bei der Erstellung der Executive Summary besonders sorgfältig vor. Sie entscheidet darüber, ob der gesamte Businessplan gelesen wird. Auf den Punkt gebracht Die Executive Summary spricht alle wesentlichen Eckdaten an, die später in den Hauptelementen detailliert erläutert werden. Sie gibt also komprimiert Aufschluss über Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung, über den Kundennutzen, über relevante Märkte, über die Kompetenz des Managements, den Investitionsbedarf, die mögliche Rendite und die angestrebte Rechtsform. Schildern Sie kurz Ihre Unternehmensziele und -visionen mit einem erkennbaren strategischen Fokus. Konzentrieren Sie sich dabei auf die Kernidee. Executive Summary erst ganz zum Schluss Die Executive Summary ist ein eigener Baustein des Businessplans und fasst alle wichtigen Daten Ihres Konzeptes zusammen. Sie ist daher nicht mit einer Einleitung oder der kurzen Beschreibung Ihrer Geschäftsidee zu verwechseln. Schreiben Sie deshalb die Executive Summary erst, nachdem alle anderen Bausteine der jeweiligen Stufe des Businessplans fertiggestellt sind. Das verschafft Ihnen den notwendigen Überblick, um Ideen und Ziele knapp, präzise und verständlich zu formulieren.

Probe aufs Exempel Generell wird die Executive Summary von Kapitalgebern direkt am Anfang gelesen. Zwar wird sie allein Geldgeber nicht dazu bewegen, ein Vorhaben zu fördern, jedoch zeigt die klare, auch für technische Laien problemlos verständliche Zusammenfassung Ihres Vorhabens, dass Sie Ihr Geschäft verstehen und andere begeistern können. Die Executive Summary sollte in kurzer Zeit gelesen und verstanden werden können. Nützlich sind Zwischenüberschriften für einen lesefreundlichen Aufbau. Machen Sie die Probe aufs Exempel und legen die Executive Summary auch Personen vor, denen Ihre Geschäftsidee noch fremd ist oder die nicht über denselben technischen oder wissenschaftlichen Hintergrund verfügen. So testen Sie Ihre spätere Überzeugungskraft. Denn nicht jeder potenzielle Kapitalgeber ist auch Spezialist Ihres wissenschaftlichen oder technischen Metiers. Dies gilt übrigens für den gesamten Businessplan. Schlüssel zum Gewinn Auch im Businessplan-Wettbewerb stellt die Executive Summary in allen drei Stufen einen Schwerpunkt dar und wirkt sich somit entscheidend auf die Bewertung der Jury aus. Wer es schafft, seiner Summary den notwendigen Schliff zu geben, hat also beste Chancen auf einen doppelten Gewinn: Zum einen lockt die Aussicht auf eines der Preisgelder im Businessplan-Wettbewerb, zum anderen – und dies ist natürlich entscheidend – die schnelle Finanzierung Ihres Unternehmens durch VC-Gesellschaften, Kreditinstitute oder Business Angels.

Leitfragen Executive Summary

Stufe 1-3 Fassen Sie Ihre Ausführungen des Businessplans zusammen und gehen Sie dabei auf folgende Punkte ein: – – – – – – – – – – –

Produkt/Dienstleistung Geschäfts- und Erlösmodell Schutzrechte Alleinstellungsmerkmal/Unique Selling Proposition (USP) Zielkunden und Kundennutzen Markt/Branche Kompetenz des Gründerteams angestrebte Rechtsform Unternehmensziele/-visionen Investitionsbedarf (Stufe 1 und 2: Schätzung) Renditeerwartung (Stufe 1 und 2: Schätzung)


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3.4 Produkt und Dienstleistung

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3.4.1 Produkt-/Dienstleistungsbeschreibung

Ihr zukünftiges Unternehmen gründet auf einer innovativen Produkt- oder Dienstleistungsidee. Fünf Merkmale dürfen neben der ausführlichen Produktbeschreibung in diesem Abschnitt nicht fehlen: der Entwicklungsstand, die Patentund Lizenzsituation, die Preisstruktur, das Alleinstellungsmerkmal (die so genannte „Unique Selling Proposition“– USP) und der Kundennutzen. Gerade auf letzterem Punkt liegt das Augenmerk aller, die Ihr Unternehmen später kritisch unter die Lupe nehmen. Der Kundennutzen ist ausschlaggebend, ob Ihre Geschäftsidee ein Erfolg wird. Technische oder wissenschaftliche Produkte oder Verfahren sollten Sie auch für Laien verständlich darstellen, detailliertere Pläne gehören in den Anhang.

Was ist das Besondere an Ihrer Produkt-/Dienstleistungsidee? Beschreiben Sie ausführlich was Sie genau anbieten wollen. Gehen Sie hier auf das Alleinstellungsmerkmal ein. Welche Funktion erfüllt das Produkt oder die Dienstleistung? Erste Aussagen zu Ihrem Preismodell, das Sie im Kapitel „Marketing und Vertrieb“ entwickeln, können hier schon genannt werden.

Leitfragen Produkt-/Dienstleistungsbeschreibung

Stufe 1-3 Wie lässt sich Ihr Produkt/Ihre Dienstleistung präzise und detailliert beschreiben? Was ist das Besondere Ihres Produktes/Ihrer Dienstleistung? Worin liegt die Innovation oder Neuheitswert Ihrer Idee? Welches Alleinstellungsmerkmal (USP = Unique Selling Proposition) hat Ihr Produkt/Ihre Dienstleistung? Wie verdienen Sie mit Ihrem Produkt/Ihrer Dienstleistung Geld? (Ertragsmodell) Bei technologiebasierten Produkten: Was ist State of the Art? Worin liegt die Weiterentwicklung?

3.4.2 Kundennutzen Ein neues Produkt oder eine neue Dienstleistung haben nur dann eine Chance auf dem Markt, wenn die Überlegenheit gegenüber bisherigen Angeboten und der Nutzen für den Kunden offensichtlich sind. Erläutern Sie deshalb, welchen speziellen Nutzen bzw. Zusatznutzen Ihr Kunde daraus ziehen kann. Sind vergleichbare Produkte und Dienstleistun-

gen bereits auf dem Markt? Können Sie vielleicht günstiger anbieten? Versetzen Sie sich dazu in die Lage des Kunden und wägen Sie die Vor- und Nachteile gründlich ab. Bewerten Sie die Angebote Ihrer Mitbewerber nach den gleichen Kriterien.

Leitfragen Kundennutzen

Stufe 1

Stufe 2

Stufe 3

Welche Kundenbedürfnisse liegen vor?

Welche Bedeutung hat Ihr Service- und Wartungsangebot für Ihre Kunden?

Welchen Nutzen erfüllt Ihr Produkt/ Ihre Dienstleistung in Bezug auf die Kundenbedürfnisse?

Welche Versionen Ihres Produkts/ Ihrer Dienstleistung sind für welche Kundengruppen geplant?

Wie erfahren Sie rechtzeitig von Veränderungen der Kundenwünsche?

Warum soll der Kunde Ihr Produkt kaufen bzw. Ihre Dienstleistung in Anspruch nehmen?

Welche Produkt-/Dienstleistungsgarantien geben Sie?

Was ist erforderlich, um Ihr Produkt/ Ihre Dienstleistung veränderten Kundenbedürfnissen anzupassen?


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Der Businessplan

3.4.3 Wissens- und Technologievorsprung Wenn Sie mit Ihrem neuen Produkt einen erhöhten Kundennutzen erzeugen, dann benötigen Sie gegenüber Ihrer Konkurrenz einen Wissens- bzw. einen Technologievorsprung. Haben Sie eventuell neue Verfahren bzw. neue Techniken entwickelt? Stellen Sie genau dar, worin die Innovation besteht und welchen Vorsprung Sie gegenüber Mitbewerbern haben. Dabei sollten Sie speziell auf das Thema Schutz vor Nachbau oder Nachahmung durch gewerbliche Schutzrechte eingehen. Haben Sie Patente angemeldet? Wissensmanagement Wissen bedeutet Macht. Diese Weisheit gilt auch für den erfolgreichen Unternehmer. Ständig aktualisiertes Wissen, besser noch ein dauernder Wissens- und Technologievorsprung, sichert Ihre unternehmerische Handlungsfreiheit.

Besonders dann, wenn Eile geboten ist, können Sie agieren, statt zu reagieren. Dies gilt für Existenzgründer aller Branchen. Sorgen Sie daher also für einen Wissenstransfer, z.B. anhand einer Wissensdatenbank, innerhalb Ihres Unternehmens. Konkurrenz beobachten Um wirtschaftlich dauerhaft zu überleben, sollten Sie nicht nur das eigene Produkt/die eigene Dienstleistung und Ihr eigenes technisches oder unternehmerisches Know-how im Auge behalten. Eine schnelle Reaktion auf Veränderungen des Marktes setzt Kenntnisse über Ihre Konkurrenten, andere Marktteilnehmer wie Händler und Zulieferer und über alle Prozesse der Leistungserstellung und des Managements voraus.

Leitfragen Wissens- und Technologievorsprung

Stufe 1

Stufe 2

Stufe 3

Worin liegt Ihr Wissens- bzw. Technologievorsprung begründet? Warum sind Ihr Produkt/Ihre Dienstleistung oder vergleichbare Konkurrenzprodukte noch nicht auf dem Markt?

Wie lange wird es dauern, bis Wettbewerber das Produkt/die Dienstleistung ebenfalls anbieten können? Wie nachhaltig wird Ihr Wissens- und Technologievorsprung sein? Wie stellen Sie sicher, dass Sie dauerhaft den Stand der Technik bestimmen?

Vergleichen Sie in einer Übersicht die Stärken und Schwächen Ihres Produkts/Ihrer Dienstleistung mit denen Ihrer wichtigsten Mitbewerber (Stärken-Schwächen-Profil).

Wie sehen geplante Weiterentwicklungen (Produktpipeline) aus?

3.4.4 Stand der Entwicklung Versetzen Sie sich bei der Erörterung dieses Themas in die Lage eines Kapitalgebers, der sein Risiko so gering wie möglich halten will. Eine Machbarkeitsstudie oder ein bereits vorhandener Prototyp eines Produkts stimmt einen Kapitalgeber zuversichtlich und überzeugt ihn davon, dass Sie der technischen Herausforderung gewachsen sind. Ist Ihr Produkt erläuterungsbedürftig, so legen Sie Ihrem Businessplan ein Foto oder eine Zeichnung bei. Verzichten Sie auf technische Details, damit Ihre Ausführung so anschaulich wie möglich bleibt. Im optimalen Fall ist Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung bereits bei einem Pilotkunden im Einsatz. Bestehen noch Probleme oder offene Fragen bei der Entwicklung, geben Sie immer an, auf welche Weise

Sie diese Schwierigkeiten überwinden wollen. Klären Sie auch Anforderungen des Gesetzgebers an Produkte und Dienstleistungen. Beschreiben Sie, welche Zulassungen beispielsweise bei TÜV, Bundesnetzagentur, Bundesgesundheitsamt schon bestehen, beantragt sind oder noch beantragt werden. Teilen Sie also dem Leser Ihres Konzeptes den Stand der Entwicklung mit.

NUK-Vortrag am 03.12.2009

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„Patent- und Markenschutz“


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Leitfragen Stand der Entwicklung

Stufe 1

Stufe 2

Stufe 3

In welchem Entwicklungsstadium befindet sich Ihr Produkt/Ihre Dienstleistung?

Welche weiteren Entwicklungen Ihres Produkts/Ihrer Dienstleistung planen Sie?

Welche Ressourcen (Zeit, Kosten) planen Sie für Folgeentwicklungen ein?

Besitzen Sie Patente oder Lizenzrechte?

Welche Patente/Lizenzen sind im Besitz von Mitbewerbern? Müssen Lizenzen genommen werden? Von wem und zu welchen Kosten?

Ist Ihr Produkt/Ihre Dienstleistung vom Gesetzgeber zugelassen?

Welche Zulassungen/Zertifizierungen etc. benötigen Sie? Wie und wann werden diese erreicht? Welche wichtigen Meilensteine sind für Entwicklung noch zu erreichen? Stellen Sie Ihre Entwicklungsplanung, z.B. mit einem Zeitstrahl, dar! Und schätzen Sie insbesondere die Kosten der einzelnen Entwickungsstufen ab. Wenn Ihr Produkt noch in der Entwicklung ist: Gibt es bereits eine Machbarkeitsstudie (Proof of concept)?

3.4.5 Fertigung und Erstellung Erläutern Sie den Fertigungsprozess Ihres Produkts oder den Prozess, der notwendig ist, um Ihre Dienstleistung anbieten zu können. Welche Anlagen, Apparate, Räumlichkeiten müssen angeschafft oder gemietet werden? Legen Sie dar, wie groß die Kapazitäten sein müssen und in welchem Maße die Erweiterung von vorhandenen Kapazitäten erforderlich

ist, um das angestrebte Absatzvolumen zu erreichen. Geben Sie einen Überblick, welche Investitionen damit verbunden sind. Erstellen Sie auch eine kleine Meilensteinplanung, die Aufschluss über Ihre Produkt- und Dienstleistungsentwicklung und künftigen Entwicklungsschritte gibt.

Leitfragen Fertigung und Erstellung

Stufe 2

Stufe 3

Stellen Sie die Prozesse der Produktfertigung/ Dienstleistungserstellung dar. (Ablaufschema)

Welche Maßnahmen zur Qualitätssicherung sehen Sie vor?

Wie sieht der aktuelle Stand der Produktfertigung/ der Dienstleistungserstellung aus? Welche Produktionskapazität (Stückzahlen) bzw. Kapazität zur Dienstleistungserstellung planen Sie?

Auf welche Weise können Sie diese Kapazität kurzfristig dem Bedarf anpassen? Welcher Aufwand wäre mit einer Kapazitätsausweitung verbunden?

Welche quantitativen und qualitativen Mittel (Rohmaterialien, Materialien für die Erbringung Ihrer Dienstleistung, Know-how) benötigen Sie zur Produkt- oder Dienstleistungserstellung? Welche Teile und Leistungen kaufen Sie von Dritten hinzu?

Wie viel kosten Erstellung und Lieferung/Bereitstellung Ihres Produkts/Ihrer Dienstleistung? Die hier gemachten Angaben müssen sich in der Finanzierungsplanung plausibilisieren.


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Der Businessplan

3.5 Markt und Wettbewerb Wie hoch das jeweilige Marktpotenzial – also das geschätzte, erreichbare Absatzvolumen – eines Unternehmens ist, ermittelt die Analyse von Branche und Markt. Die genaue Betrachtung von Markt und Wettbewerb hilft, Chancen und

Risiken zu erkennen. Neben der aktuellen Betrachtung sind auch Annahmen zu Reaktionen der Konkurrenz auf die Produkteinführung wichtige Informationen, die eine Einschätzung Ihres Geschäftsvorhabens ermöglichen soll.

3.5.1 Branchen- und Gesamtmarktanalyse Sammeln Sie möglichst genaue Informationen über den Markt, den Sie bedienen möchten, und stellen Sie die wichtigsten Erkenntnisse in diesem Abschnitt vor. Zeigen Sie, wie genau Sie Ihre Zielgruppe kennen. Der Kapitalgeber verlangt nähere Informationen zu den Faktoren, die Nachfrage und Absatzstrategie beeinflussen. So kann er besser die Realisierbarkeit der Unternehmensziele prüfen und sein Risiko abschätzen. Tragen Sie einen Katalog aller Fragen zusammen, die Sie beantworten möchten. Arbeiten Sie mit Hypothesen! Die für die Analyse erforderlichen, externen Daten erhalten Sie meist in Fachjournalen, Marktstudien, Branchenverzeichnissen, Branchenberichten von Banken, Datenbanken, im Internet, bei der IHK oder dem Patentamt. Wie könnten sich Branche und Markt weiterentwickeln? Ergänzen und begründen Sie Ihre Einschätzung. Schrittweise verfeinern Sie durch die Auswertung aller Informationen Ihr Branchenbild von der Branchenanalyse über die Marktsegmentierung bis hin zur Identifikation Ihrer Kunden und den mit ihnen realisierbaren Umsätzen. Erläutern Sie durch

eine Wettbewerbsanalyse, welche Schwierigkeiten bei der Ausschöpfung des Marktpotenzials zu erwarten sind. Geben Sie einen Überblick über die Branche, der Ihr Unternehmen angehören wird, und schildern Sie, welche wichtigen Faktoren diese Branche beeinflussen. Beschreiben Sie zunächst den Status quo und – darauf aufbauend – die zu erwartenden Trends für die nächsten drei bis fünf Jahre. Viele innovative Branchen unterliegen jedoch einer derart rasanten Entwicklung, dass eine langfristige Betrachtung reine Spekulation wäre. Statt sich in unhaltbaren Vermutungen zu verlieren, sollten Sie deshalb Ihre Aussagen auf einen besser überschaubaren Zeitraum beschränken. Ebenso sollten Ihre Ausführungen Angaben zu Marktgröße (Absatz und Umsatz), branchentypischen Renditen und zur Rolle von Innovationen und Eintrittsbarrieren, Mitbewerbern, Zulieferern sowie Kunden und Vertriebswegen enthalten.

Leitfragen Branchen- und Gesamtmarktanalyse

Stufe 1

Stufe 2

Welcher Branche ordnen Sie Ihr Produkt/ Ihre Dienstleistung zu?

Welche Faktoren sind in Ihrer Branche erfolgsentscheidend?

Welche Rolle spielen Innovation und technologischer Fortschritt in dieser Branche?

Welche ökonomischen Entwicklungen beeinflussen Ihre Branche? Wie groß sind Umsatz und Absatz (Menge/Stück bzw. Anzahl Dienstleistungen) insgesamt in Ihrer Branche? Wie und mit welcher Dynamik entwickelt sich Ihre Branche? Wodurch wird das Wachstum Ihrer Branche bestimmt? Welche Wachstumsraten sagen Sie voraus? Wie verläuft die Preisentwicklung? Wie hoch ist das Umsatzpotenzial einzelner Kunden? Wie viele solcher Kunden gibt es heute und in Zukunft? Welche Renditen werden in Ihrer Branche erzielt? Wie beeinflusst der Gesetzgeber Ihre Branche?


Der Businessplan

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3.5.2 Marktsegmente und Zielkunden Schließen Sie der Erläuterung Ihres Marktsegments die Bestimmung Ihrer speziellen Zielkundengruppe und des von Ihnen geplanten Markterfolgs (Absatz, Umsatz, Marktanteil und Gewinn) an. Berücksichtigen Sie dabei Ihre Absatzstrategie und das Verhalten der Wettbewerber. Je nach Branche sollten Sie auch einen Preisverfall einkalkulieren. Die Kundenstruktur ist auch innerhalb eines Marktes selten homogen. Deshalb macht es Sinn, den Markt nach bestimmten typischen Kundengruppen aufzuteilen, zu segmentieren. Wer seine Kundengruppe innerhalb der Marktsegmente genau kennt, bringt die gezielte Vermarktung eines Produktes/ einer Dienstleistung später effektiver voran. Die Segmen-

tierungskriterien können Sie frei wählen. Gängige Kriterien sind Kundennutzen, Kaufverhalten – das Alter Ihrer Kunden spielt hierbei häufig eine Rolle – oder regionale/nationale/ internationale Unterschiede. Bestimmen Sie die Anzahl Ihrer Kunden und deren Verhalten für jedes Segment.

NUK-Vortrag am 28.01.2010

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„Marktforschung“

„Es ist eine der Hauptaufgaben des Wettbewerbs zu zeigen, welche Pläne falsch sind.“ Friedrich August von Hayek

Leitfragen Marktsegmente und Zielkunden

Stufe 1

Stufe 2

Wie segmentieren Sie Ihren Markt? Wie unterscheiden sich die einzelnen Segmente?

Welchen Marktanteil streben Sie in Ihrem Marktsegment an? Welche Marktanteile halten Ihre Wettbewerber in den jeweiligen Marktsegmenten?

Stufe 3

Welches Marktvolumen besitzen die einzelnen Marktsegmente aktuell und zukünftig? Wodurch wird das Wachstum in den Marktsegmenten beeinflusst? Wie profitabel schätzen Sie die einzelnen Segmente ein, wie groß ihr Potenzial? Welche Zielkunden sprechen Sie an?

Welche Beispiele für Ihre Zielkunden können Sie anführen?

Wie weit hängen Sie von Großkunden ab?


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Der Businessplan

3.5.3 Wettbewerbsanalyse/-beobachtung Was macht eigentlich die Konkurrenz? Um dies zu ermitteln, erfassen Sie die Stärken und Schwächen Ihrer Mitbewerber. Bewerten Sie dazu Ihre realen und potenziellen Mitbewerber nach gleichbleibenden Kriterien wie Absatz und Umsatz, Preisgestaltung, Wachstum, Marktanteil, Kostenstruktur, Produktlinien, Kundendienst, Zielkundengruppen und Vertriebskanäle. Vermeiden Sie im Interesse der Übersichtlichkeit einen zu hohen Detailgrad. Nehmen Sie Ihr eigenes Unter-

nehmen in diese Bewertung mit auf und leiten Sie durch einen Vergleich ab, wie groß Ihr Wettbewerbsvorteil sein wird. Wettbewerber sollten nicht nur zum Zeitpunkt der Gründung, sondern auch später kontinuierlich beobachtet werden. Laufend gepflegt, lassen sich die einmal beschafften Informationen für Sie als zusätzlicher Wettbewerbsvorteil nutzen.

Leitfragen Wettbewerbsanalyse/-beobachtung

Stufe 1

Stufe 2

Stufe 3

Welche Mitbewerber und Konkurrenzprodukte/-dienstleistungen zu Ihrem Produkt/zur Ihrer Dienstleistung existieren bereits oder sind in Entwicklung? Wie unterscheiden sich diese von Ihrem Produkt? Wer könnte in der Lage sein, Ihre Geschäftidee für sich zu verwerten? Welche Strategien (Marketing und Vertrieb) werden vom Wettbewerb verfolgt? Welche Strategien verfolgen Ihre Mitbewerber in Zukunft? Welche Zielgruppen sprechen Ihre Mitbewerber an? Welche Vertriebskanäle nutzen Ihre Mitbewerber? Wie profitabel arbeiten Ihre Mitbewerber jetzt und in Zukunft? Worin unterscheiden Sie sich von Ihren Wettbewerbern? Vergleichen Sie Ihre Wettbewerbsstärken und –schwächen (SWOT-Analyse) mit denen Ihrer wichtigsten Mitbewerber in einem Übersichtsprofil (Entwicklung, Vertrieb, Marketing und Standort).

Auf welche Weise werden Sie Ihre Mitbewerber beobachten?


Der Businessplan

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3.6 Geschäftsmodell 3.6.1 Das Geschäftsmodell Das Geschäftsmodell beschreibt, wie Sie Ihr Unternehmen strukturieren wollen, um am Markt erfolgreich zu agieren. Entscheidend ist, dass Sie die Zuständigkeiten und Verantwortungen in einem einfachen Organisationsgefüge mit Hilfe einer Aufbau- und Ablauforganisation klar regeln. Die Aufbauorganisation sollte Auskunft darüber geben, wer welche Tätigkeiten ausführt und welchen Einsatz von Sachmitteln Sie dazu benötigen. Stellen Sie das Besondere an Ihrem Geschäftsmodell heraus und beschreiben Sie die Wertschöpfungskette und Ihr Ertragsmodell. Zeigen Sie auf, wie Sie das erwirtschaftete Geld wieder einsetzen wollen. Zur Darstellung Ihrer Geschäftsmodells zählt auch die Wahl der Rechtsform. Begründen Sie, warum die von Ihnen gewählte Rechtsform die Realisierung Ihrer Geschäftsidee unterstützt. Die Standortwahl ist ebenfalls mit in die Betrachtungen einzubeziehen. Schildern Sie an dieser Stelle, ob Sie Ihr Unter-

nehmen als Alleininhaber führen wollen oder zusammen mit einem oder mehreren Partner(n). Detaillierte Ausführungen zu den Verantwortlichkeiten folgen im Abschnitt 3.6.2 Management und Schlüsselpersonen. Das Ziel ist der Weg Formulieren Sie klare Ziele für die nächsten fünf Jahre und Visionen, wo Sie Ihr Unternehmen in zehn bis fünfzehn Jahren sehen. Die Ziele, die Sie erreichen wollen stellen dabei klare Anforderungen an Ihr Geschäftsmodell und Ihre Organisation, die Sie bei der folgenden Planung berücksichtigen müssen.

NUK-Vortrag am 19.11.2009

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„Wahl der Rechtsform“

Leitfragen Geschäfsmodell

Stufe 1

Stufe 2

Unter welchem Firmennamen möchten Sie auf dem Markt agieren? Ist dieser Name geschützt? Welche Rechtsform streben Sie an und warum? Wollen Sie als Kostenführer, Differenzierer oder Spezialist auftreten? Was sind Ihre wichtigsten Erfolgsfaktoren? Welche Unternehmensziele haben Sie sich für die kommenden drei bis fünf Jahre gesetzt?

Mit welchen Maßnahmen wollen Sie Ihre Unternehmensziele erreichen? Wie soll Ihr Geschäftsbetrieb aufgebaut sein? Erstellen Sie zusätzlich ein Organigramm Ihrer Unternehmensstruktur! Welche Kommunikationswege sind geplant, um individuelles Wissen dem gesamten Unternehmen zugänglich zu machen? Welche Leistungen wollen Sie „outsourcen“? Welche Partnerschaften sind zur vollen Realisierung des Kundennutzens erforderlich oder bereits vorhanden? Haben Sie bereits Kontakte zu anderen möglichen Geschäftspartnern? Wer sind Ihre Lieferanten? Wie lassen sich die Beziehungen Ihrer Kunden, Ihrer Lieferanten und Ihres eigenen Unternehmens darstellen (Ablaufschema/Diagramm)?


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Der Businessplan

3.6.2 Management und Schlüsselpersonen Dem Kapitel „Management“ wenden sich Kapitalgeber meist direkt nach der Lektüre der Executive Summary zu. Für sie ist es wichtig zu wissen, ob das ManagementTeam genügend Know-how für eine aussichtsreiche Unternehmensgründung besitzt. Gehen Sie deshalb sorgfältig in Ihrem Businessplan auf das Thema Management und Schlüsselpersonen ein. Schlüsselpositionen darlegen Besonders gründlich werden die Management-Qualifikationen geprüft, die für die Umsetzung Ihres Vorhabens von Bedeutung sind. Berufliche Erfahrung und bereits erzielte Erfolge zählen deshalb mehr als akademische Grade. Machen Sie deutlich, wie Sie die Verantwortlichkeiten im Unternehmen aufteilen wollen und für welche Positionen Sie noch Verstärkung einplanen. Wenn Sie unerfahrene Mitarbeiter für eine Schlüsselposition vorsehen, ist eine ausführliche Begründung angebracht. Die Aufstellung eines Organigramms kann die Übersicht erheblich erleichtern. Hilfreich ist es hier, in einem Ablaufschema die Beziehungen zwischen den Schlüsselpersonen (Kunden, Lieferanten, freie Mitarbeiter, eigenes Unternehmen) darzustellen.

Berater nennen Nennen Sie ruhig Ihre wichtigsten Berater. Niemand bringt von Haus aus alle für eine Unternehmensgründung notwendigen Qualifikationen und Erfahrungen mit. Es zeugt von Professionalität, Wirtschaftsprüfer, PR-Agenturen oder Unternehmensberater mit einzubeziehen und diese Professionalität „beruhigt“ einen Kapitalgeber. Wenn Sie bestimmte Management-Aufgaben „außer Haus“ geben, sie „outsourcen“, sollten Sie ihre Kosten- und Nutzenüberlegungen darlegen. Gehälter angeben Auch die geplanten Gehälter des Managements sollten Sie offenlegen. Orientieren Sie sich an branchenüblichen Werten. Eine leistungsabhängige Vergütung, die an die Erfüllung von Meilensteinen, Umsatz- oder Ergebniszielen gekoppelt ist, stimmt einen Wagniskapitalgeber besonders zuversichtlich. Er kann dann davon ausgehen, dass Sie die gesetzten Ziele mit dem nötigen Elan verfolgen.

Leitfragen Management und Schlüsselpersonen

Stufe 1

Stufe 2

Wie ist der berufliche Werdegang der Gründer/ der Schlüsselpersonen im Unternehmen bisher gewesen? Welche beruflichen Erfolge wurden erzielt? Welche Erfahrungen bezüglich des Geschäftsvorhabens besitzen sie?

Wie gewährleisten Sie eine ausreichende Führungskompetenz des Gründers/des Gründerteams?

Welche gemeinsamen Erfahrungen bestehen im Gründerteam?

Wie sind die Aufgaben im Team verteilt (Organigramm)?

Wie hoch ist die Vergütung des Managements? Welche Leistungsanreize bestehen in der Vergütung des Managements? Grundgehalt und Prämien? Woran orientieren sich ggfs. die Prämien? Nennen Sie Ihre wichtigsten Berater und Schlüsselpersonen. In welchem Umfang können diese Sie unterstützen?


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3.6.3 Personal Gutes Personal ist meist der Schlüssel zum unternehmerischen Erfolg. Zeigen Sie auf, wie Sie mit der Ressource „Personal“ planen und agieren. Personalbedarf quantifizieren Die Ablauforganisation hat einen ersten Überblick über die Personalstruktur gegeben. Wichtig ist nun noch die Gesamtzahl an Mitarbeitern, die Sie für Ihr Unternehmen in den nächsten fünf Jahren benötigen und welche Personalkosten inklusive Lohnnebenkosten Sie dafür einkalkulieren. Führen Sie auch auf, welche Kosten für Aus- und Fortbildungskosten Sie planen. Kontinuierlich weiterbilden Ständig aktualisiertes Wissen und eine kontinuierliche Wettbewerbsbeobachtung helfen Ihnen, mögliche Risiken und Chancen der Zukunft schneller zu erkennen. Machen Sie in diesem Teil des Businessplans deutlich, welche Lernpfade Sie einschlagen, welche Maßnahmen Sie ergreifen und wie Sie ständig einen aktuellen Wissensstand, z.B. anhand einer Wissensdatenbank, in Ihrem Unternehmen gewährleisten wollen.

Alle einbeziehen Kenntnisse von heute können schon morgen überholt sein. Die Fähigkeit des kontinuierlichen Lernens stellt also einen entscheidenden Vorteil auf dem Markt dar. Wichtig ist, alle Ebenen Ihres Unternehmens in diesen kontinuierlichen Weiterbildungsprozess mit einzubeziehen, nicht nur das obere Management. Das Wissen des Einzelnen ist ein unschätzbares „intellektuelles Kapital“, das man hüten und erweitern sollte.

Mitarbeiter achten Von der Ressource „Wissen“ und damit von Menschen hängen Gewinn und Unternehmenserfolg ganz wesentlich ab. Ob Mitarbeiter und Führungskräfte bereit sind, gegenseitig voneinander zu profitieren, hängt stark vom Organisationsstil eines Unternehmens ab. Beschreiben Sie, ob und welche hierarchischen Strukturen Sie anstreben, wie das Personalmanagement gestaltet sein soll (Einstellungs- und Auswahlverfahren) und wie Sie Ihre individuelle Unternehmenskultur als Markenzeichen (Corporate Identity) erlebbar werden lassen wollen.

NUK-Vortrag am 04.03.2010

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„Personalplanung“

Leitfragen Personal

Stufe 2

Stufe 3

Welchen Personalbedarf erwarten Sie für die einzelnen Bereiche Ihres Unternehmens in den nächsten fünf Geschäftsjahren?

Wie wollen Sie Ihr Personal dauerhaft an Ihr Unternehmen binden? Planen Sie monetäre und nicht-monetäre Leistungsanreize für Ihre Mitarbeiter? Welche sind das? Welche Kosten sind mit Ihren Maßnahmen verbunden? Wie hoch sind die Personalkosten inkl. Lohnnebenkosten?

Wie stellen Sie die ausreichende Qualifikation der Mitarbeiter sicher? Welche Weiterbildungsmaßnahmen planen Sie? Gibt es Raum und Anreize für Verbesserungsvorschläge von Mitarbeitern?

Was kosten Sie die Weiterbildungsmaßnahmen Ihrer Mitarbeiter?


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Der Businessplan

3.6.4 Meilensteinplanung Ein klarer Weg Um die definierten Ziele erreichen zu können, bedarf es bestimmter Maßnahmen. Die Meilensteinplanung gibt einen Überblick über die geplanten Maßnahmen für die Entwicklung Ihres Unternehmens. Jede Unternehmensphase hat dabei ihre eigenen wichtigen Meilensteine, die zu einem bestimmten Zeitpunkt erfüllt sein müssen. Es gibt technische Meilensteine wie die Prototypenentwicklung, organisatorische Meilensteine wie z.B. die Einstellung von

Mitarbeitern und Ihre finanziellen Meilensteine, die Auskunft über Ihre Investitionsplanung geben und wann Sie den Break-even-Point (Gewinnschwelle) planen. Auch hier ist eine fundierte Fünf-Jahres-Planung sinnvoll, wobei Jahr 1 detailliert und Jahr 2-5 nur tendenziell dargestellt werden können. Sie können thematisch zusammenhängende Maßnahmen dabei zusammenfassen.

Leitfragen Meilensteinplanung

Stufe 2 Welche Maßnahmen sind notwendig, um Ihren Geschäftsbetrieb aufzunehmen? Erstellen Sie ein Schaubild, das den zeitlichen Ablauf der Gründungsaktivitäten und Geschäftsaufnahme mit ihren Meilensteinen darstellt (z. B. Balkendiagramm)!

3.7 Marketing und Vertrieb Ein cleveres Marketing ist für Gründer, die sich und ihr Produkt erst neu am Markt etablieren müssen, Erfolgsfaktor Nummer eins. Bei der Frage nach dem geplanten Marketing geht es um wesentlich mehr als allein um Werbung. Die gesamte Vermarktung muss zum Produkt passen. Beschreiben Sie den typischen Verkaufsprozess, wie er für Ihr Produkt/ Ihre Dienstleistung zu erwarten ist. Vergleichen Sie dies gegebenenfalls mit den Prozessen der Konkurrenz.

Welche Zielgruppe wollen Sie mit welcher Marketingstrategie ansprechen? Legen Sie dar, wie der Vertrieb und alle weiteren Maßnahmen zur Ausschöpfung der identifizierten Marktpotenziale aussehen werden. Messen Sie diesen Themen eine hohe Bedeutung bei und unterschätzen Sie nicht den Arbeitsaufwand. Ihre Strategie für den Markteintritt, das Absatzkonzept sowie die geplanten Maßnahmen zur Absatzförderung sollten Sie detailliert darstellen.

NUK-Vortrag am 14.01.2010

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„Public Relations für Existenzgründer“

NUK-Vortrag am 18.02.2010

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„Marketing für Existenzgründer“

3.7.1 Absatzkonzept Produkt oder Dienstleistung müssen „an den Kunden gebracht“ werden. Das Absatzkonzept stellt im Detail diesen Verkaufsprozess vor, nennt die geplanten Vertriebskanäle und berücksichtigt die dabei entstehenden Kosten. Wie wird Ihre Vertriebsabteilung personell, sachlich und räumlich ausgerüstet sein? Schildern Sie den Aufbau Ihres Vertriebs. Welche Anforderungen stellen Sie an Anzahl, Qualifikation und Motivation Ihrer Vertriebsmitarbeiter.Wenn Sie billige Produkte in großer Stückzahl anbieten, prüfen

Sie die Möglichkeit des Vertriebs über Großhändler. Zur Entwicklung des Absatzkonzepts gehört auch eine angemessene Preisgestaltung. Begründen Sie Ihre Preise in Bezug auf Ihre Zielgruppe und deren Kaufkraft. Dabei können Sie sich an den Preisen vergleichbarer Produkte oder Dienstleistungen, die derzeit schon auf dem Markt sind, orientieren. Beschreiben Sie, worin der Mehrwert Ihres Produkts/Ihrer Dienstleistung liegt, und überlegen Sie, wie überzeugend Sie diesen Mehrwert Entscheidungsträgern und Kunden


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vermitteln können. Sollten Sie Händler einschalten, berücksichtigen Sie deren Handelsspanne. Händler decken damit die Kosten der Distribution des Produkts und ihre eigenen Gewinne ab. Abhängig davon, wie aufwendig die Verteilung an die Kunden durch Fahrten und Lagerhaltung etc. ist, erhöht sich diese Spanne. Prüfen Sie zuletzt, ob und wie Sie mit dem erzielbaren Preis kostendeckend arbeiten können.

Machen Sie Ihre Preise transparent und leiten Sie diese her. Somit vermitteln Sie dem Investor, dass Ihre Planung nicht auf einem „Bauchgefühl“ beruht, sondern konkrete Überlegungen und Berechnungen zur Grundlage hat. Nennen Sie auch – abgeleitet aus der Markt- und Branchenanalyse – die Absatz- bzw. Umsatzmenge, die Sie für Ihr Absatzkonzept berücksichtigen werden.

Leitfragen Absatzkonzept

Stufe 1

Stufe 2

Stufe 3

Welche geschätzten Absatz- und Umsatzzahlen erwarten Sie in den ersten fünf Jahren (grobe Schätzung)?

Welche geschätzten Absatz- und Umsatzzahlen erwarten Sie in den ersten fünf Jahren (Ableitung aus der Markt- und Branchenanalyse)?

Welchen Absatz- und Umsatzzahlen und welchen Gewinn erwarten Sie in den ersten fünf Jahren?

Wer genau ist Ihr Kunde? Wer entscheidet bei Ihren Kunden über den Kauf? Mit welchem Marketing-Mix adressieren Sie ihn und seine Bedürfnisse? Nennen Sie die Vertriebskanäle, über die Sie Ihr Produkt/Ihre Dienstleistung anbieten möchten. Welche Zielgruppen erreichen Sie durch welche Vertriebskanäle?

Wie wird sich Ihr Ertrag auf die einzelnen Vertriebskanäle verteilen?

Welchen Preis werden Sie für Ihr Produkt/Ihre Dienstleistung je Zielkundengruppe und Vertriebskanal verlangen (begründete Schätzung)?

Leiten Sie den Preis für Ihr Produkt/Ihre Dienstleistung her (Preiskalkulation)! Nennen Sie Ihre Handelsspanne je Vertriebskanal und Produkt/Dienstleistung.

Wie sieht der typische Prozess des Produktverkaufs/Dienstleistungsabsatzes bei Ihnen aus?

Welchen Anforderungen (Anzahl, Qualifikation und Ausrüstung der Mitarbeiter) muss der Vertrieb gerecht werden, um Ihre Marketingstrategie erfolgreich umzusetzten? Welche Ausgaben planen Sie dafür?

Wie gewinnen Sie neue Kunden?

Wie viel kostet es Sie, neue Kunden zu gewinnen?

Wie binden Sie Ihre Kunden dauerhaft an sich?

Was kosten Sie Kundenbindungsmaßnahmen?

Welche Service-, Wartungs- und Hotlineleistungen bieten Sie Ihren Kunden? Welche Zahlungspolitik (Anzahlungen/Teilzahlungen/ Zahlungsziele) setzen Sie fest? Welche Maßnahmen zur Qualitätssicherung im Bereich Marketing und Vertrieb sehen Sie vor?


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Der Businessplan

3.7.2 Absatzförderung Stellen Sie dar, wie Sie Ihre Kunden auf Ihr Produkt bzw. Ihre Dienstleistung aufmerksam machen wollen. Streben Sie einen hohen Wiedererkennungseffekt an oder die spontane Verbindung Ihres Produkts/Ihrer Dienstleistung mit einem großen Kundennutzen? Entscheiden Sie, welcher Maßnahmenmix aus klassischer Werbung (z.B. Anzeigen, Radiospots), Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und Verkaufs-

förderung (z.B. Verkaufsstände, auffällige Verpackung) für Sie ideal ist. Bedenken Sie, welches Image Ihrem Produkt/ Ihrer Dienstleistung langfristig anhaften soll. Ein stimmiger Außenauftritt mit Visitenkarten, Internetauftritt, passendem Firmenlogo und Firmennamen gehört unbedingt dazu.

Leitfragen Absatzförderung

Stufe 2 Welche Marketingstrategie nutzen Sie, um die jeweilige Zielgruppe anzusprechen? Wie lenken Sie die Aufmerksamkeit der Zielgruppen auf Ihr Produkt/Ihre Dienstleistung? Welche Werbemittel nutzen Sie dabei? Wie hoch belaufen sich die Kosten für PR und Marketing?

3.7.3 Markteintrittsstrategien Neue Produkte oder Dienstleistungen müssen schrittweise in den Markt eingeführt werden. Entscheidend sind die begleitenden Marketingmaßnahmen. Die Erfahrung zeigt, dass aufwendige Kampagnen oft weniger Erfolge bringen als eine gezielte Einführung über „Pilotkunden“. Versuchen

Sie, Kunden als Referenzen zu gewinnen, die als Meinungsbildner der Branche gelten. Sofern Sie selbst nur über wenig oder keine Marketingerfahrung verfügen, ziehen Sie unbedingt Experten zu Rate.

Leitfragen Markteintrittsstrategie

Stufe 2 Welche Schritte planen Sie zur Einführung Ihres Produkts/Dienstleistungsangebots? Welche besonderen Werbemaßnahmen nutzen Sie für Ihren Markteintritt? Was sind die kaufentscheidenden Faktoren beim Markteintritt? Wollen Sie mit einem niedrigen Preis schnell den Markt durchdringen oder von Beginn an einen möglichst hohen Ertrag abschöpfen? Welche Markteintrittsbarrieren bestehen und auf welche Weise lassen sich diese überwinden? Wie werden die Wettbewerber auf Ihren Markteintritt reagieren? Wie wollen Sie diese Reaktion beantworten? Welche Ausgaben fallen bei der Einführung des Produkts/Ihrer Dienstleistung an? Welche Referenzkunden können Sie bereits vorweisen oder wollen Sie gewinnen?


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3.7.4 Marketingplan Die einzelnen Marketingaktivitäten sollten zu Ihrem Produkt oder Ihrer Dienstleistung passen und aufeinander aufbauen, um eine größtmögliche Wirkung zu erzielen. Erstellen Sie

daher sowohl für die Absatzförderung als auch für Ihren Markteintritt einen Marketingplan.

Leitfrage Marketingplan

Stufe 2 Erstellen Sie einen Zeitplan für die geplanten Marketingmaßnahmen.

3.8 Chancen und Risiken Besonders junge, rasch wachsende Unternehmen müssen frühzeitig die Weichen für die Zukunft stellen. Ihre Entwicklung und Ihr Handlungsspielraum sind in großem Maße von der Fähigkeit, Chancen zu nutzen, Risiken frühzeitig zu erkennen und ihnen wirkungsvoll zu begegnen, abhängig. Schärfen Sie Ihren Blick für alle Chancen, die sich Ihnen bieten. Gerät ein Konkurrent in Lieferschwierigkeiten? Oder erweitern Gesetzesänderungen Ihren Handlungsspielraum? Informationsvorsprung ist ein wichtiges Kriterium für Wettbewerbsfähigkeit. Gefahren erkennen Die realistische Einschätzung der Risiken, die Sie beobachten oder erwarten, ist in diesem Kapitel von Interesse. Welche positiven oder negativen Konsequenzen haben diese Risiken für Ihr Unternehmen und wie reagieren Sie darauf? Wie reagiert die Konkurrenz auf Ihren Markteintritt? Wie schützen Sie sich davor, dass Mitarbeiter zu Mitbewerbern abwandern und vertrauliche Informationen weitertragen?

Pläne für alle Fälle entwerfen Spielen Sie verschiedene mögliche Entwicklungen durch. Erstellen Sie so einen Alternativplan, der sich in Ihr Gesamtkonzept einfügt. Bemühen Sie sich hierbei um Objektivität und Vollständigkeit. Gerade indem Sie auch auf kritische Aspekte eingehen, verschaffen Sie sich bei einem Kapitalgeber Respekt. Eine reflektierte Darstellung weist Sie als Branchenkenner aus. Schwarz und Weiß malen Ideal ist der zusätzliche Entwurf zweier Szenarien, eines „Best Case“, dem Idealfall Ihrer Planung, und eines „Worst Case“, dem ungünstigsten zu erwartenden Fall. Arbeiten Sie Ihre Chancen und Risiken heraus. Variieren Sie verschiedene Parameter wie Preis und Absatz, um den Einfluss auf Ihre Planung zu verdeutlichen. Bestimmen Sie für beide Szenarien den Break-even-Point. Zeigen Sie einem potenziellen Investor, dass Sie die Entwicklung Ihres Unternehmens realistisch und pragmatisch einschätzen.

Leitfragen Chancen und Risiken

Stufe 3 Welche besonderen Chancen sehen Sie für Ihre Geschäftsidee/Ihr Unternehmen? Welche Risiken bestehen für Ihr Vorhaben? Gehen Sie dabei insbesondere auf Ihren Markt und Ihre Wettbewerber, Ihre Technologie bzw. Entwicklung ein. Wie bewerten Sie mögliche Risiken quantitativ/monetär? Wie wahrscheinlich ist das Eintreten eines Risikos und wie reagieren Sie darauf? Wie sieht Ihr Best Case-/Worst Case-Szenario aus? Welche Schlüsse ziehen Sie daraus? Erstellen Sie eine SWOT-Analyse. Alternativ: Erstellen Sie eine Übersicht über die Chancen und Risiken Ihres Vorhabens mit monetärer Bewertung, Eintrittswahrscheinlichkeit, Reaktion und Kosten.


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3.9 Finanzplanung

Der Businessplan

3.9.1.1 Investitions- und Abschreibungsplanung

Die Finanzplanung ist nach der Machbarkeitsstudie für ein neues Produkt und dem Geschäftsmodell der wichtigste Aspekt Ihrer Gründung. Sie kalkulieren Ihre Preise und Kosten, planen den Absatz Ihrer Dienstleistung oder Umsatzerlös Ihres Produktes und prüfen somit, ob Ihr Geschäftskonzept finanzierbar und rentabel ist. Dazu müssen Sie die Ergebnisse aus allen vorangegangenen Kapiteln zusammentragen und konsolidieren, also anhand von Zahlen belegen. Konkrete Hilfe von Steuer-, Finanz- und Unternehmensberatern erhalten Sie auf den NUK-Coaching-Abenden. Klären Sie insbesondere die Problematik der Umsatzsteuer und Ertragssteuer mit einem unserer Steuerberater. Viele Geschäftsvorhaben scheitern an einer mangelhaften Finanzund Liquiditätsplanung. Deshalb macht es Sinn, dauerhaft jemanden mit Kenntnissen auf diesem Gebiet in Ihr Team aufzunehmen. Es stehen Ihnen auf unserer Internetseite unter neuesunternehmertum.de Planungstabellen für eine Fünf-Jahres-Planung als Download zur Verfügung, die Ihnen einen Einstieg in die Materie erleichtern. Definitionen der hier verwendeten Fachbegriffe finden Sie im Gründer-Glossar unter neuesunternehmertum.de. Wichtig: der einführende Textteil Im Textteil Ihres Finanzplans sollten Sie die wichtigsten Eckdaten zusammenfassen und vor allem erklären, welche Annahmen Ihren Berechnungen und Schätzungen zu Grunde liegen. Schließlich sind die Planungen für die nächsten fünf Jahre noch Zukunftsmusik. Der Leser muss aber nachvollziehen können, wie sich die Zahlen zusammensetzen und wie Sie auf diese gekommen sind. Erläutern Sie auch, welche Informationen Ihnen eventuell noch fehlen. Begründen Sie dieses Manko. Führen Sie den Leser so weit wie möglich in Ihre Überlegungen ein. Konkretisieren und kommunizieren Sie Ihre Annahmen.

Gibt es größere Anschaffungen, die Sie zur Gründung Ihres Unternehmens tätigen müssen? Führen Sie nun Ihre Investitionen in diesem Kapitel zusammen. In der Investitions- und Abschreibungsplanung erfassen Sie alle aktivierungsfähigen Investitionen und die jeweils darauf entfallenden Abschreibungen. Die Höhe jeder Abschreibung hängt davon ab, wie lang die geplante Nutzungsdauer eines Vermögensgegenstandes ist. Üblicherweise ist ein Vermögensgegenstand in drei bis zehn Jahren bei gleichen Jahresbeträgen vollständig abgeschrieben (lineare Abschreibung). Alle Investitionen, die Sie tätigen, müssen in der Liquiditätsrechnung berücksichtigt werden. Die Höhe der jährlichen Abschreibungen insgesamt kommt in der Plan-GuV zum Tragen. Abschreibungen stellen den Wertverlust dar, der allerdings keinen Abfluss von liquiden Mitteln nach sich zieht. Im Internet oder über Ihren Steuerberater erhalten Sie Tabellen mit der Abschreibungsdauer der verschiedenen Wirtschaftsgüter. Hierzu können Sie selbstverständlich auch die Experten auf den Coaching-Abenden konsultieren.

3.9.1.2 Preise, Umsatz- und Absatzplanung Die Preisbildung ist anfänglich einer der schwierigsten Aspekte in der Finanzplanung. Leiten Sie den Preis für Ihr Produkt bzw. Ihre Dienstleistung nachvollziehbar für den Leser her, sofern Sie dieses nicht schon in der Darstellung Ihres Absatzkonzeptes getan haben. Aufgrund Ihrer Marktund Branchenanalyse haben Sie Ihre Produkt- und Absatzmenge bestimmt, aufgrund derer Sie in der Lage sind, Ihre Umsatz- und Absatzplanung herzuleiten.

3.9.1 Rentabilitätsplanung Rentabilität ist das Verhältnis eines Erfolges (zum Beispiel des Gewinns) zum eingesetzten Kapital. Der Begriff der Rendite lässt sich als jährlicher Gesamtertrag einer Kapitalanlage beschreiben und gibt Aussicht auf die Erfolgserwartung eines Unternehmens. Die zu erwartende Wertsteigerung Ihres Unternehmens und die entsprechende Gewinnerwartung resultieren aus der Plan-Gewinn- und Verlustrechnung (Plan-GuV).

NUK-Vortrag am 09.03.2010

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„Kalkulation“ NUK-Vortrag am 18.03.2010

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„Finanzplanung – theoretische Einführung“ NUK-Workshop am 20.03.2010

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„Finanzplanung“ (9:00-16:00 Uhr)


Worauf sich junge Unternehmer verlassen kĂśnnen.

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Der Businessplan

3.9.1.3 Personalplanung Erstellen Sie eine detaillierte Personalplanung für die ersten fünf Geschäftsjahre Ihres Unternehmens. Beachten Sie bei Ihrer Planung ausreichende Personalkapazitäten und eventuell zu beziehende Fremdleistungen sowie Aushilfskräfte und freie Mitarbeiter. Versehen Sie Ihre Personalplanung mit Kostengrößen, um die gesamten Personalkosten (Lohn-

und Lohnnebenkosten) für die zu erwartende Plan-GuV zu ermitteln. Bleiben Sie dabei möglichst realistisch. Sofern Sie die Personalkosten bereits bei der Darstellung Ihres Geschäftsmodells hergeleitet haben, führen Sie diese zusammenfassend noch einmal auf.

3.9.1.4 Plan-GuV Unternehmer wie Kapitalgeber müssen abschätzen können, wie viel am Ende eines Jahres „unter dem Strich“ übrig bleibt. Dabei hilft Ihnen die Plan-Gewinn- und Verlustrechnung. Sie klärt die Frage, ob ein Vorgang zur Mehrung (Ertrag) oder zur Minderung (Aufwand) des Reinvermögens (Summe aller Vermögensgegenstände minus Schulden) führt. Planen Sie auch ein Szenario für günstigere (Best Case) und ungünstigere (Worst Case) Bedingungen. Aufwendungen und Erträge Gehen Sie Ihren gesamten Businessplan durch und entscheiden Sie, ob und in welcher Höhe sich die von Ihnen getroffenen Annahmen in Aufwendungen und Erträgen niederschlagen. Sind Sie über die genaue Höhe der anfallenden Aufwendungen im Zweifel, so holen Sie Kostenvoranschläge ein. Vergessen Sie nicht, die Kosten Ihrer privaten Lebensführung abzudecken. Im Fall einer GmbH setzen Sie hierfür ein Geschäftsführergehalt an. Investitionen und Abschreibungen Geben Sie die in der Investitions- und Abschreibungsplanung ermittelten Abschreibungen an. Die Investitionsausgabe selbst, wie der Kaufpreis einer Anlage, wird nicht in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, weil diese Auszahlung nicht zu einer Änderung des Reinvermögens führt, wohl aber deren Wertverlust, der in Form der Abschreibungen berücksichtigt wird. Die Auszahlung wird stattdessen in der Liquiditätsplanung erfasst. Zinsaufwand Für Ihre Investitionen und der damit verbundenen Finanzierung müssen Sie in der Regel Zinsen zahlen. Der tatsächliche Finanzierungsbedarf ergibt sich aber erst aus der Liquiditätsplanung. Zu Beginn reicht es vollkommen aus, die die Zinsen vereinfacht für die Plan-GuV anhand folgender Formel zu berechnen: (Höhe Investitionen abzüglich Eigenkapital = Finanzierungsbedarf) x 10%. Nach dem Erstellen der Liquiditätsplanung und Planung der Finanzierung können Sie die Angaben korrigieren.

Personalaufwand Unter dem Posten „Personalaufwand“ werden die in der Personalplanung ermittelten Löhne und Gehälter mit Sozialabgaben und Steuern zusammengefasst. Beziehen Sie auch Ihr Unternehmergehalt mit ein. Materialaufwand Als Position „Materialaufwand“ bezeichnet man alle Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren und Leistungen. Sammelposten Die Position „Sonstige betriebliche Aufwendungen“ ist hier zur Vereinfachung ein Sammelposten, u.a. für Mieten, Versicherungen, Bürobedarf, Porto, Werbung und Rechtsberatung. Beachten Sie bei der Zuordnung einzelner Erträge und Aufwendungen unbedingt die aktuellen gesetzlichen Vorschriften. Ergebnis des Geschäftsjahres Bilden Sie abschließend die Differenz aller Erträge und Aufwendungen eines Geschäftsjahres und ermitteln Sie so den Jahresüberschuss oder Jahresfehlbetrag. Sie erhalten damit einen Überblick über das Geschäftsergebnis, jedoch keinen verlässlichen Einblick in den Barmittelbestand – hierzu dient die Liquiditätsplanung. Zeitpunkt zählt Verkaufen Sie beispielsweise Ihr Produkt/Ihre Dienstleistung im laufenden Geschäftsjahr und erfolgt die Bezahlung erst im Folgejahr, müssen Sie den Ertrag aus dem Verkauf angeben, obwohl noch kein Geld in Ihre Kasse geflossen ist. Mit Aufwendungen verhält es sich analog. Planungsintervalle Für die Gewinn- und Verlustrechnung gelten grundsätzlich jährliche Planungsintervalle. Die Gewinn- und Verlustrechnung sollte zur Verbesserung der Planungssicherheit für das erste Jahr monatlich erfolgen, für das zweite und dritte Jahr vierteljährlich, für das vierte und fünfte Jahr halbjährlich.


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Leitfragen Rentabilitätsplanung

Stufe 3 Welche Sachinvestitionen planen Sie? Erstellen Sie Ihre Investitions- und Abschreibungsplanung für die ersten fünf Jahre. Wie hoch schätzen Sie den Zinsaufwand für Darlehen in den ersten fünf Jahren? Leiten Sie die anfallenden Personal- und Lohnkosten inkl. Lohnnebenkosten her! Nennen Sie auch Ihr Unternehmergehalt bzw. die Höhe der Managementvergütung! Leiten Sie die Preise für Ihr Produkt/Ihre Dienstleistung her! (Sofern Sie die Preise bereits in Kapitel 5.1. hergeleitet haben, reicht eine Nennung mit Bezug im Texteil.) Erstellen Sie eine Umsatz-/Absatz- und Ertragsplanung für die nächsten fünf Jahre. (Sofern Sie die Absatz- und Umsatzmenge bereits in Kapitel 5.1. hergeleitet haben, reicht eine Nennung mit Bezug im Textteil.) Wie wird Ihre Umsatzplanung im günstigsten (Best Case) und ungünstigsten Szenario (Worst Case) aussehen? Welche Aufwendungen fallen in den ersten fünf Jahren Ihres Geschäftsbetriebs an? Nennen und begründen Sie die wichtigsten Positionen. Wie hoch sind die für Fremdleistungen vorgesehenen Kosten? Wie hoch ist Ihr Materialaufwand? Erstellen Sie Ihre Plan-Gewinn- und Verlustrechnung (Plan-GuV) für die ersten fünf Jahre. Für das erste Geschäftsjahr: Aufschlüsselung nach Monaten, für das zweite und dritte Geschäftsjahr: Aufschlüsselung nach Quartalen, für das vierte und fünfte Geschäftsjahr: Aufschlüsselung nach Halbjahren. Wann wird der Break-Even erreicht?

3.9.2 Liquiditätsplanung Liquidität bezeichnet in der Finanzplanung die Verfügbarkeit über ausreichend Zahlungsmittel. Ihr Unternehmen muss zu jedem Zeitpunkt „flüssig“ sein, denn Zahlungsunfähigkeit bedeutet Insolvenz. Eine detaillierte Liquiditätsplanung unterstützt Sie bei der Planung für Ihr Unternehmen. Das Prinzip ist einfach: Sämtlichen Einzahlungen stehen alle Auszahlungen gegenüber. Beachten Sie bitte, dass dabei nur tatsächlich geflossene Gelder in Ihrer Kasse zu berücksichtigen sind. Maßgeblich für die Planung ist deshalb der tatsächliche Zahlungszeitpunkt. In den Liquiditätsplan gehören somit nur die Vorgänge, die direkt zu einer Änderung des Barmittel-Bestandes führen. Abschreibungen, Rückstel-

lungen und aktivierte Eigenleistungen gehören dagegen nicht hinein. Liquide bleibt Ihr Unternehmen nur dann, wenn die Summe der Einzahlungen insgesamt größer ist als die der Auszahlungen. Für Zeiträume, in denen dies laut Planung nicht zutrifft, müssen Sie Kapital zuführen. Dieser Kapitalbedarf kann z.B. in Form eines Kontokorrentkredites zugeführt werden. Je weiter Sie in die Zukunft blicken, desto größer wird auch die Planungsunsicherheit. Die Liquiditätsplanung sollte daher für das erste Jahr monatlich, für das zweite und dritte Jahr vierteljährlich und für das vierte und fünfte Jahr halbjährlich erfolgen.

Leitfragen Liquiditätsplanung

Stufe 3 Wie wird sich Ihre Liquidität kurz- und mittelfristig (für die ersten fünf Jahre) entwickeln? Für das erste Geschäftsjahr: Aufschlüsselung der erwarteten Aus- und Einzahlungen nach Monaten, für das zweite und dritte Geschäftsjahr: Aufschlüsselung der erwarteten Aus- und Einzahlungen nach Quartalen, für das vierte und fünfte Geschäftsjahr: Aufschlüsselung der erwarteten Aus- und Einzahlungen nach Halbjahren. Ab wann rechnen Sie mit einem Einzahlungsüberschuss?


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Der Businessplan

3.9.3 Kapitalbedarf und Finanzierung Aus der Liquiditätsplanung geht zwar hervor, wie viel Kapital zu welchem Zeitpunkt benötigt wird, nicht jedoch, aus welchen Quellen es stammt. Hier sollen Sie die einzelnen Finanzierungsposten den geeigneten Kapitalgebern zuordnen – angefangen bei den Kosten für Entwicklung, Investitionen, Anlauf der Produktion und Aufbau des Lagers oder Erstellung der Dienstleistung bis hin zur Liquiditätsreserve. Wählen Sie aus der Vielzahl der Finanzierungsquellen (Wagniskapitalgeber, öffentliche Institutionen und Existenzförderprogramme, Unternehmen, Privatpersonen, Banken etc.) die für Ihr Unternehmen „richtige Mischung“ aus. Ihren

kurzfristigen Finanzbedarf können Sie über Kontokorrentoder Lieferantenkredite decken. Für die langfristige Finanzierung eignen sich nichthaftende (Fremdkapital) und haftende Finanzmittel (Eigenkapital). Nichthaftende Mittel sind öffentliche Mittel, z.B. der Unternehmerkredit der KfW-Mittelstandsbank, Bankdarlehen und Privatdarlehen. Zu den haftenden Mitteln zählen Bareinlagen, Sacheinlagen, Beteiligungen (auch am stimmberechtigten Kapital) und Eigenkapitalhilfen.

Leitfragen Kapitalbedarf und Finanzierung

Stufe 3 Wie hoch ist der sich aus der Investitions- und Liquiditätsplanung ergebende Finanzbedarf Ihres Unternehmens? Welche Finanzierungsquellen stehen Ihnen dabei zur Verfügung? Erläutern Sie nach Möglichkeit Ihre Präferenz für eine Eigenkapital- bzw. Fremdkapitalfinanzierung. Welche Zins- und Tilgungsleistungen ergeben sich aus der Finanzierung? Erstellen Sie einen Zins- und Tilgungsplan für die ersten fünf Jahre. Zeigen Sie bei einer Finanzierung durch Eigenkapital/Beteiligungskapital eine mögliche Exit-Strategie für den Investor auf.

NUK-Vortrag am 20.04.2010 und 20.05.2010

NUK-Vortrag am 15.04.2009

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„Grundlagen der

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„Öffentliche Fördermittel“

Gründungsfinanzierung“

3.10 Der Anhang Im Anhang des Businessplans sind ergänzende Informationen wie Tabellen, Organigramme, Datenmaterial, wichtige Nebenrechnungen und Patente gut aufgehoben. Achten Sie darauf, dass der Anhang übersichtlich bleibt und nicht zum „Datenfriedhof“ anwächst. Auch hier sollten Sie sich auf wesentliche Daten beschränken. Reichen Sie keine Originale, sondern Kopien ein. Die Unterlagen sollten für sich sprechen. Denken Sie daran, im Businessplan kurz auf betreffende Stellen im Anhang zu verweisen. Gibt es diese Querverweise nicht, werden Anhänge mit wichtigen Informationen häufig nicht wahrgenommen. Stellen Sie eine Liste aller Unterlagen,

die sich im Anhang befinden, voran. Anhänge werden nummeriert, aber nicht mit fortlaufenden Seitenzahlen versehen. Unterlagen, die in den Anhang gehören, sind beispielsweise der Gesellschaftsvertrag, Handelsregistereintragungen, Grundbuchauszüge, Lizenzschriften, Patentunterlagen, Genehmigungen, Referenzen, Gutachten, Produktinformationen und Imagebroschüren. Die tabellarischen Lebensläufe der Teammitglieder gehören unbedingt an den Anfang des Anhangs, damit der Leser einen Eindruck von Ihren Vorkenntnissen und Qualifikationen bekommen.


Der Businessplan

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3.11 Arbeitsmaterialien Aller Anfang ist schwer. Die Leitfragen in diesem Handbuch sollen Sie dabei unterstützen, die für Sie relevanten Informationen zusammenzutragen. Anschließend müssen alle Informationen in Ihrem Businessplan aufbereitet werden. Als Hilfestellung finden Sie verschiedene Vorlagen auf unserer Internetseite. Die Vorlagen geben Ihnen einen Überblick, welche Zahlen und Fakten von Ihnen gefordert sind. Je nach dem, ob es sich bei Ihre Geschäftsidee um ein Produkt oder eine Dienstleistung handelt, sind bestimmte Themen für Sie nicht relevant bzw. muss die vorgegebene Struktur erweitert werden. Sie können die Vorlagen indivi-

duell an Ihre eigenen Bedürfnisse anpassen. Bitte beachten Sie jedoch, dass Sie die Seitenzahlempfehlung von 34 Seiten möglichst nicht überschreiten.

Hinweis: Alle Vorlagen sind als Download unter neuesunternehmertum.de > Downloads verfügbar.

Folgende Vorlagen finden Sie im Internet: Fünf-Jahres-Planung: Dieses Excel-Tool beinhaltet alle für Ihre Finanzplanung erforderlichen Tabellen, wie zum Beispiel die Investitionsund Abschreibungsplanung, die Gewinn- und Verlustrechnung sowie die Liquiditätsplanung.

Marketingplan: Die Tabelle zeigt eine beispielhafte Planung, die Sie mit Ihren eigenen Marketingmaßnahmen füllen können. Erstellen Sie sich einen Fahrplan für künftige Aktivitäten, der Sie bei der Planung und Kontrolle unterstützt.

Chancen und Risiken: Diese Übersicht dient zur Bewertung der von Ihnen genannten Chancen und Risiken.

Meilensteinplanung: Die Meilensteinplanung ist in der Gründungsphase ein wichtiges Kontrollinstrument. Damit erkennen Sie schnell, ob Sie die von Ihnen angestrebten Fortschritte erreicht haben. Investieren Sie daher etwas Zeit in Ihre Planung, damit Sie keine relevanten Schritte auslassen und stets alle wichtigen Meilensteine im Überblick haben.

Businessplan-Vorlage: Die Dokumentenvorlage im Microsoft Word-Format beinhaltet die für die jeweiligen Stufe gewünschte Struktur. Orientieren Sie sich daran, um Ihren Businessplan „in Form“ zu bringen.

Plan-Gewinn- und Verlustrechnung (Detailplanung und Übersicht) als Download unter neuesunternehmertum.de verfügbar.


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Nordrhein-Westfalen liebt Menschen mit Ideen. Zum Beispiel Dr. Holger Jürgensen, der mit seiner AIXTRON AG die Herstellung von stromsparenden LEDs als Alternative zur Glühbirne möglich machte. Sein Unternehmen ist heute Weltmarktführer für Anlagen zur Herstellung von Halbleitern. Ob in Ampeln, Displays oder LCD-Bildschirmen – LEDs werden die Welt revolutionieren und den Energieverbrauch bis zu 90 Prozent reduzieren.

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Und auch Ihre Unternehmensidee könnte schon bald realisiert werden. Mit unserem Konzept-Check, unserer Hilfe bei Formalitäten und mit dem Coaching durch erfahrene Experten stehen wir Ihnen dabei gerne zur Seite. Alle Standorte der STARTERCENTER NRW und viele weitere Informationen finden Sie unter www.startercenter.nrw.de

24.06.2009 14:22:31 Uhr


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4. NUK – Der Alumni-Club

„Nur der Dumme lernt aus Erfahrung, der Kluge aus der Erfahrung der anderen!“ Alan Turing


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NUK – Der Alumni-Club

4. NUK – Der Alumni-Club

Seit 1997 schreibt NUK den jährlichen Businessplan-Wettbewerb im Rheinland aus und unterstützt damit Existenzgründer beim Aufbau eines Unternehmens durch kostenloses Coaching, Kontaktvermittlung zu Experten sowie durch intensive Trainingsmaßnahmen. Schließlich profitiert auch die bereits etablierte Wirtschaft von den jungen, innovativen Unternehmen. Um die Teilnehmer der NUK-BusinessplanWettbewerbe auch nach der Gründung tatkräftig zu unterstützen, gründete NUK im Januar 2002 den NUK-Alumni-Club – das Forum für Jungunternehmer aus dem Rheinland. Die Eintrittskarte: ein eigenes Unternehmen Der NUK-Alumni-Club, der maßgeblich von der Wirtschaftskanzlei Osborne Clarke gesponsert wird, richtet sich sowohl an die ehemaligen Teilnehmer der NUK-Businessplan-Wettbewerbe als auch an andere Jungunternehmer im Rheinland. Voraussetzung für die Mitgliedschaft ist allerdings, dass das eigene Unternehmen bereits erfolgreich gegründet wurde. Eine Sonderregelung ist für die Teilnehmer des laufenden und des jeweils letzten NUK-Businessplan-Wettbewerbs vorgesehen: Sie können die Leistungen des Clubs ein Jahr lang nutzen, ohne dass sie zwingend ihre Geschäftsidee umgesetzt haben müssen. Nach einem Jahr bleibt die Mitgliedschaft nur dann erhalten, wenn die eigene Firma gegründet wurde bzw. die Gründung kurz bevorsteht. Betreuung auch nach dem Start Mit dem Alumni-Club verfolgt NUK das Ziel, Gründer im Rheinland noch besser und nachhaltiger zu betreuen. Hinter NUK steht ein starkes Netzwerk von Experten, Unternehmen und Institutionen. Das Potenzial an Know-how und Kontakten soll jungen Unternehmern natürlich auch in der häufig turbulenten Startphase zugänglich bleiben. Bei regelmäßigen Treffen und Workshops wird das unternehmerische Wissen weiter geschult, Kontakte zu anderen Firmengründern gepflegt und der Austausch mit Wirtschaftsexperten sowie NUK-Sponsoren und -Förderern sichergestellt. Durch den regelmäßigen E-Mail-Newsletter bleiben die Alumni über alle Aktivitäten von NUK auf dem Laufenden. Event des Jahres Ein Highlight im Angebot des NUK-Alumni-Clubs ist das so genannte Jahrestreffen, denn hier versammelt sich das gesamte NUK-Netzwerk: Sponsoren, Vorstand, Mitglieder, Gutachter, Coaches und Alumni. Neben wichtigem Networking stehen bei den als Abendveranstaltung durchgeführten Jahrestreffen Fachvorträge auf dem Programm, die für junge Unternehmer von besonderem Interesse sind. Natürlich gibt es im inoffiziellen Teil der Jahrestreffen genügend Gelegenheit, bekannte Gesichter zu entdecken, alte Kontakte aufzufrischen und rege Diskussionen zu führen.

Presseseminar Junge Firmenchefs brauchen besonderes Know-how und eine geschickte Hand beim Umgang mit den Medien. Im Presseseminar erhalten engagierte Existenzgründer aus dem jeweils letzten Wettbewerbsjahr eine kostenlose Einführung in die Pressearbeit. Auf Einladung der Wirtschaftsförderung Düsseldorf gestaltet unser Alumni-Sponsor die-journalisten.de GmbH ein Tagesseminar rund um die Anforderungen im Umgang mit Redaktionen und ihren Mitarbeitern. Rheinisches Unternehmerforum Seit Dezember 2006 lädt NUK zu regelmäßigen Vortragsabenden ein. Erörtert werden interessante, gründerrelevante Themen, wie z.B. Neuigkeiten zum Arbeits- und Steuerrecht, Vorkehrungen zur Unternehmenssicherung oder Erfolgsfaktoren für Unternehmer. Im Anschluss an den Vortrag können die Teilnehmer Fragen stellen oder Informationen einbringen. Unterhaltsam und interessant dürfte die nachfolgende kurze Unternehmensvorstellung eines NUK-Alumni bzw. Jungunternehmens aus der Region werden. Hiermit wollen wir aktiv zur Bekanntmachung und Vernetzung der jungen Unternehmer untereinander beitragen und eine Plattform für den Austausch und für neue Kooperationen schaffen. Kamingespräche Einmal jährlich findet das exklusive Kamingespräch statt – ein Diskussions- und Networkingabend, zu dem handverlesene Gründer geladen werden, deren Unternehmen ein außerordentliches Wachstum vollzogen haben. Exklusivität gewinnt diese Runde durch die Location und den jeweils hochkarätigen Referenten. Zum Kamingespräch trifft man sich beispielsweise in der prächtigen Villa Marienburg, die hierfür vom Versicherungskonzern HDI-Gerling zur Verfügung gestellt wird. NUK konnte als Ehrengäste für diese Veranstaltungsreihe stets interessante und beeindruckende Persönlichkeiten begrüßen: Den Auftakt machte 2004 der Strategie- und Marketingexperte Prof. Dr. Hermann Simon mit einem Vortrag zum Thema „Hidden Champions“.


NUK – Der Alumni-Club

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Das NUK-Kamingespräch findet meist in der Villa Marienburg

Kostenloser Messestand für NUK-Alumnus Martin Zuhr,

im Kölner Süden statt.

Innovationspreisträger 2007

Der Management-Berater und Buchautor Dr. Reinhard K. Sprenger stellte 2005 provokante Thesen aus seinem Buch „Der dressierte Bürger“ vor. Im Folgejahr referierte Friedrich von Diest, Entrepreneur des Jahres 2000, 2007 ging NUK-Geschäftsführer und VOBIS-Gründer Theo Lieven auf die Unterschiede zwischen Unternehmern und Managern ein. Beim Kamingespräch 2008 demonstrierte Dirk Meyer seine Expertise in Sachen Projektmanagement. Der IT-Spezialist mit Unternehmervergangenheit ist heute Geschäftsführer diverser Firmen der WM Group GmbH, die Lösungen im Bereich Logistik, IT und Personaldienstleistungen anbietet. 2009 lud ein weiterer NUK-Vorstand zum Gespräch: Dr. Dietrich Gottwald, Omikron Systemhaus GmbH & Co. KG, berichtete in einem mitreißenden Vortrag unter dem Titel „Gründen, Teilen, Halten“ über seine 30-jährige Erfahrung als Unternehmer und Business Angel. Seinen Vortrag endete er mit seinem Credo „Mit einem guten Gründerteam kann auch aus einer eher mäßigen Idee noch ein erfolgreiches Unternehmen werden“.

Mehr Informationen im Web Auf neuesunternehmertum.de werden der Alumni-Club und seine Leistungen ausführlich vorgestellt. Hier finden sich z.B. Berichte vergangener Veranstaltungen des Ehemaligentreffs und eine Übersicht aller Alumni-Sponsoren. Sowohl auf der Verbandshomepage als auch unter nukblog.de vermelden wir gerne spannende Neuigkeiten unserer Alumni – Sie haben eine Auszeichnung erhalten, einen wichtigen Meilenstein erreicht, Ihr Produkt- oder Leistungsspektrum erweitert oder gar Ihr Unternehmen verkauft? Halten Sie uns auf dem Laufenden – auch über Gastbeiträge im NUKblog freuen wir uns!

Innovationspreis der Koelnmesse GmbH Zu der Vielzahl der Partner von NUK gehört seit dem Jahr 2000 auch die Koelnmesse GmbH. Im Rahmen des gemeinsamen Projektes „Innovationspreis“ erhalten geeignete Teilnehmer des NUK-Businessplan-Wettbewerbs die Möglichkeit, kostenlos auf einer Fachmesse im Portfolio der Koelnmesse auszustellen. Die bisher zwölf als Innovationspreisträger gewürdigten NUK-Alumni konnten durch diese Kooperation jeweils wichtige Geschäftskontakte knüpfen und sich neue Vertriebswege erschließen. Von der Rundum-Messe-Betreuung profitierte zuletzt Martin Zuhr, der wie die Vorjahrespreisträger von der true fruits GmbH aus dem Food-Sektor kommt: Der als „T.V. Kaiser“ bekannte Entertainer und Neu-Unternehmer präsentierte seine feurige Bio-Chili-Soße „Zuhrs Zunder“ auf der Anuga 2007, der weltweit führenden Leitmesse der Ernährungswirtschaft, der Branche.

Eigenes Wissen weitergeben Nicht nur in den Alumni-Club selbst, sondern auch in den Businessplan-Wettbewerb können sich die ehemaligen Teilnehmer aktiv einbringen. Ob durch Erfahrungsberichte auf Auftaktveranstaltungen, als Junior-Coach auf den regelmäßigen NUK-Coachingabenden für Wettbewerbsteilnehmer, als Gutachter von Businessplänen oder als Mentor für einzelne Gründer-Teams – jedes Engagement ist willkommen, aber freiwillig. Die Erfahrung zeigt: Viele, die selbst einmal vom Engagement der NUK-Experten profitierten, sind bereit das Netzwerk von NUK mit ihrem Wissen zu bereichern und Gründern den Start durch Tipps aus erster Hand zu erleichtern. So wächst das Kompetenznetzwerk stetig. Die Alumni-Sponsoren Eine weitere Möglichkeit, wie ehemalige Teilnehmer sich bei NUK erkenntlich zeigen können, ist das AlumniSponsoring. Der finanzielle Spielraum junger Unternehmen ist meistens begrenzt. Daher liegen die Beiträge deutlich unter den Sätzen der „normalen“ Unterstützung. So kann jeder neugegründete Betrieb es sich leisten, daran mitzuwirken, dass NUK seine kompetente und unabhängige Beratung fortführen kann. Alumni, die sich hierzu entschieden haben, sind: COSMOlogic GmbH & Co. KG, Lonza Cologne AG, die-journalisten.de GmbH, eTASK Service-Management GmbH, Hemoteq AG und Sedo GmbH.


Foto: Petra Fischer

Die Wissenskapitalgeber

NUK: die Marke für Macher TOMAHAWK unterstützt die nachhaltige Positionierung von NUK als führende Marke für die Betreuung von Existenzgründern im Rheinland. Die systematische Markenarbeit konzentriert sich auf ein ganzheitliches Spektrum effizient integrierter Kommunikationsmaßnahmen: STRATEGIE – CORPORATE DESIGN – PUBLIKATIONEN – KAMPAGNE – AKQUISE MEDIENPARTNER

brand asset management

www.tomahawk-group.com


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5. Gut zu wissen

„Wo Nachrichten fehlen, wachsen Gerüchte“ Alberto Moravia


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Gut zu wissen

5. Gut zu wissen

Netzwerk und Know-how – so lautet das Motto von NUK. Um Ihnen in der Startphase besondere Unterstützung zukommen zu lassen, arbeitet NUK mit zahlreichen Institutionen und Unternehmen aus Wirtschaft und Wissenschaft zusammen. In diesem Kapitel finden Sie Hinweise auf weiterführende Informationen, wichtige Adressen, Internetseiten und Ansprechpartner, die Ihnen sicher den Weg von der Idee zur eigenen Firma ebnen werden.

5.1 Wissenskapital im Internet

5.1.2 Finanzierung

Viele Themen können in diesem Handbuch nur angerissen werden. Um Ihnen neben den Leitfragen in diesem Handbuch und den Vorträgen im Rahmen des BusinessplanWettbewerbs zusätzliche Informationen zu einzelnen Themen zugänglich zu machen, stellen wir Ihnen auf unserer Internetseite unter www.neuesunternehmertum.de > Wissenskapital tiefergehendes Know-how und Tipps und Tricks rund um Ihre Existenzgründung zur Verfügung.

Im Rahmen der Vorträge während des Wettbewerbs und auch bei den Coching-Abenden werden Sie auf unterschiedliche Möglichkeiten stoßen, Ihre Existenzgründung zu finanzieren. Wir stellen Ihnen hier ergänzend die verschiedenen Finanzierungsformen vor und erläutern u.a. auch die Unterschiede zwischen Eigenkapital und Fremdkapital, öffentliche Förderprogramme und Geschäftsführerdarlehen. Das Thema „Finanzierung“ ist im Internet unter www.neuesunternehmertum.de > Wissenskapital > Finanzierung abrufbar.

5.1.1 Fachthemen 5.1.3 Gründer-Glossar Sie können die jeweiligen Handouts zu den Fachvorträge als PDF nach dem jeweiligen Vortrag auf unserer Internetseite unter www.neuesunternehmertum.de > Downloads > Zu Veranstaltungen herunterladen. Weitere theoretische Grundlagen wie z.B. zu den Themen „Marketing und Vertrieb“ oder „Patent- und Markenschutz“ stellen wir Ihnen im Internet zur Verfügung. Arbeiten Sie sich so einfacher in die Themen ein und schaffen Sie sich eine solide Wissensgrundlage. Sie erhalten die entsprechenden Informationen unter www.neuesunternehmertum.de > Wissenskapital.

Wenn Sie nicht gerade gelernter Betriebswirt sind oder eine andere kaufmännische Ausbildung abgeschlossen haben, sind viele Begriffe im Rahmen Ihrer Existenzgründung und Planung neu oder erklärungsbedürftig. Im Internet finden Sie ein Glossar mit den Erläuterungen der wichtigsten Fachbegriffe. Sollte Ihnen ein Begriff fremd sein oder Sie sich über dessen Bedeutung nicht sicher sein, schauen Sie doch einfach mal auf unsere Internetseite unter www.neuesunternehmertum.de > Wissenskapital > Glossar.


Gut zu wissen

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5.2 Öffentliche Förderprogramme

5.3 Marktrecherche

Förderprogramme für Existenzgründer Sie haben verschiedene Möglichkeiten, Förderprogramme zur Finanzierung Ihres Vorhabens in Anspruch zu nehmen. Einige Programme sind zum Teil regional oder branchenspezifisch gebunden. Wir haben Ihnen hier eine Liste möglicher Anbieter diverser Förderprogramme zusammengestellt. Auf unserer Homepage finden Sie zusätzlich Links zu ausgewählten Anbietern mit staatlichen Existenzförderprogrammen von z.B. der KfW-Mittelstandsbank oder des High-Tech Gründerfonds. Detaillierte Informationen und aktuelle Konditionen können Sie jeweils vom Anbieter oder von Ihrer Sparkasse oder Bank erhalten. Wir raten in jedem Fall dazu, sich über Fördermittel ausführlich beraten zu lassen, um das für Sie passende Programm zu finden. Sprechen Sie dazu am Besten mit Ihrer Sparkasse oder Bank oder rufen Sie uns an. Wir vermitteln Ihnen gerne den Kontakt zu einem professionellen Berater.

Bevor Sie eigene Marktanalysen in Auftrag geben, sollten Sie vorhandene, oft kostenlose Ressourcen wie Datenbanken von Fachverlagen oder Bibliotheken nutzen.

BürgschaftsBank NRW www.bb-nrw.de Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie www.bmwi.de Informationen des Landes NRW über Fördermöglichkeiten für Existenzgründer www.go.nrw.de NRW.BANK www.nrwbank.de KfW Bankengruppe www.kfw.de www.kfw-mittelstandsbank.de Zenit – Zentrum für Innovation und Technik in NRW www.zenit.de

Denic-Dienste (Suche nach Domainnamen) www.denic.de Deutsches Patent- und Markenamt www.dpma.de Europäisches Patentamt www.european-patent-office.org Industrie- und Handelskammer www.ihk.de www.ihk-koeln.de www.ihk-duesseldorf.de www.ihk-bonn.de www.ihk.aachen.de Lieferdienst für Zeitschriften, Recherche nach Zeitschriftenaufsätzen aus dem medizinischen Bereich www.pubmed.de Statistisches Bundesamt Deutschland www.destatis.de Bundesministerium für Bildung und Forschung www.bmbf.de Branchenberichterstattung der Presse www.faz-archiv.de www.handelsblatt.com www.ftd.de www.hwwa.de www.pressekatalog.de Markt- und Branchenberichte www.genios.de www.markt-studie.de www.studienmonitor.de


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Gut zu wissen

5.4 Anlaufstellen in der Region Im Rheinland existieren zahlreiche Angebote zur Beratung und Förderung von innovativen, technologieorientierten Existenzgründungen. Bei folgenden Ansprechpartnern verschiedener Institutionen können Sie sich informieren:

Region Köln

Region Bonn

Gründernetzwerk Köln c/o Stadt Köln, Amt für Stadtentwicklung und Statistik Stadthaus Mantelbebauung West Willy-Brandt-Platz 2, 50679 Köln Ansprechpartner: Werner Stüttem Telefon: 0221-22 12 36 82 Fax: 0221-22 12 84 93 Homepage: www.stadt-koeln.de E-Mail: Werner.Stuettem@Stadt-Koeln.de

IHK Industrie- und Handelskammer Bonn/Rhein-Sieg Bonner Talweg 17, 53113 Bonn Ansprechpartner: Wolfgang Löhrer Telefon: 0228-228 41 44 Fax: 0228-228 42 23 Homepage: www.ihk-bonn.de E-Mail: loehrer@bonn.ihk.de Publikation: Leitfaden: Tipps für Existenzgründer, Schutzgebühr von 5 Euro

Universität zu Köln Abt. Drittmittel und Forschungstransfer Albertus-Magnus-Platz, 50923 Köln Ansprechpartner: Joachim Zielinski Telefon: 0221-470 43 80 Fax: 0221-470 52 79 E-Mail: j.zielinski@verw.uni-koeln.de

Career Center der Universität zu Bonn Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn Dezernat 8 – Wissenschaftsmarketing und Öffentlichkeitsarbeit Nußallee 15 a, 53115 Bonn Ansprechpartner: Dorothea Tolkmitt Telefon: 0228-73 97 48 Fax: 0228-73 79 32 Homepage: www.iqu.uni-bonn.de E-Mail: careercenter@uni-bonn.de Publikation: Leitfaden für Unternehmensgründungen aus dem Hochschulbereich

HGNC Hochschulgründernetz c/o Universität zu Köln, Abteilung 62 Universitätsstr. 45, 50923 Köln Ansprechpartner: Torsten Ziegler Telefon: 0221-470 61 66 Fax: 0221-470 16 72 Homepage: www.hochschulgruendernetz-cologne.de E-Mail: t.ziegler@hochschulgruendernetzcologne.de Industrie- und Handelskammer zu Köln Geschäftsbereich Standortpolitik, Verkehr, Unternehmensförderung Unter Sachsenhausen 10-26, 50667 Köln Ansprechpartner: Mathias Härchen Telefon: 0221-1640 430 Fax: 0221-1640 439 Homepage: www.ihk-koeln.de E-Mail: unternehmensfoerderung@koeln.ihk.de

Hochschule Bonn-Rhein-Sieg Wissens- und Technologietransfer Grantham-Allee 20, 53757 Sankt Augustin Ansprechpartner: Dr. Udo Scheuer Telefon: 02241-86 56 50 Fax: 02241-865 86 50 Homepage: www.fh-supra.de/supra-fh.html E-Mail: transfer@h-brs.de.de Wirtschaftsförderung der Bundesstadt Bonn Altes Rathaus Rathausgasse 5-7, 53111 Bonn Ansprechpartner: Peter vom Hofe Telefon: 0228-77 45 96 Fax: 0228-77 31 00 E-Mail: gruendungscoach@bonn.de


Gut zu wissen

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Region Aachen

Region Düsseldorf

GründerRegion Aachen Theaterstr. 6-10, 52062 Aachen Ansprechpartner: Michael F. Bayer Telefon: 0241-446 03 50 Fax: 0241-446 03 51 Homepage: www.gruenderregion.de E-Mail: info@gruenderregion.de Publikation: GründerBuch, Handbuch zum Geschäftsplan, Zeitung GRÜNDER

Gründungsnetzwerk der Landeshauptstadt Düsseldorf c/o Landeshauptstadt Düsseldorf, Wirtschaftsförderungsamt Burgplatz 1, 40213 Düsseldorf Ansprechpartner: Jürgen Gerreser Ferdinand Nett Telefon: 0211-899 3892, -3843 Fax: 0211-893 3892, -9062 Homepage: www.go-dus.de E-Mail: juergen.gerreser@stadt-duesseldorf.de ferdinand.nett@stadt-duesseldorf.de

gründerkolleg RWTH Aachen Augustinerbach 4, 52062 Aachen Telefon: 0241-809 93 97 Fax: 0241-809 95 23 Homepage: www.gruenderkolleg.de E-Mail: info@gruenderkolleg.de RWTH Aachen Dezernat 4.0 Technologietransfer und Forschungsförderung Templergraben 55, 52062 Aachen Ansprechpartner: Eleonor Thompson Telefon: 0241-809 45 62 Fax: 0241-809 21 22 Homepage: www.rwth-aachen.de/transfer E-Mail: eleonor.thompson@zhv.rwth-aachen.de IHK Aachen Theaterstraße 6-10, 52062 Aachen Ansprechpartner: Iris Wilhelmi Telefon: 0241-446 02 74 Fax: 0241-446 03 16 Homepage: www.aachen.ihk.de E-Mail: intus@aachen.ihk.de

IHK Industrie- und Handelskammer zu Düsseldorf Ernst-Schneider-Platz 1, 40212 Düsseldorf Ansprechpartner: Dr. Nikolaus Paffenholz Telefon: 0211-3557 240 Fax: 0211-3557 398 Homepage: www.duesseldorf.ihk.de E-Mail: paffenholz@duesseldorf.ihk.de Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf Abteilung D 4.1 Forschungs- und Technologietransfer Universitätsstr. 1, Gebäude 16.11, 40225 Düsseldorf Ansprechpartner: Christian Wolf Telefon: 0211-811 5252 Fax: 0211-811 2422 Homepage: www.uni-duesseldorf.de/home/ Forschung/Service/gruendung E-Mail: wolf@verwaltung.uni-duesseldorf.de Fachhochschule Düsseldorf Rektorat Universitätsstr., Gebäude 23.31/32, 40225 Düsseldorf Ansprechpartner: Norbert Möhle Telefon: 0211-811 3350 Fax: 0211-811 4916 E-Mail: rektorat@fh-duesseldorf.de


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Überregionale Anlaufstellen für Gründer in Nordrhein-Westfalen Business Angels Netzwerk Deutschland e.V. Semperstr. 51, 45138 Essen Ansprechpartner: Dr. Ute Günther Dr. Roland Kirchhof Telefon: 0201-89 41 560 Fax: 0201-89 41 510 Homepage: www.business-angels.de E-Mail: band@business-angels.de

win – die NRW.Bank Business-Angels Initiative NRW.Bank – Bereich Beteiligungen Kavalleriestr. 22, 40213 Düsseldorf Ansprechpartner: Dr. Peter Güllmann Telefon: 0211-91 741-35 82 Fax: 0211-91 741-18 29 Homepage: www.nrwbank.de/win E-Mail: peter.guellmann@nrwbank.de

GO! Das Gründungsnetzwerk NRW Service-Center Mittelstand Telefon: 0180-130 13 00 Homepage: www.go.nrw.de

„Große Gedanken brauchen nicht nur Flügel, sondern auch ein Fahrgestell zum Landen.“ Neil Armstrong


Gut zu wissen

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Nachfolgend finden Sie eine Auswahl von Gründer und Technologiezentren der Region, mit denen NUK in Kontakt steht:

Gründer- und Technologiezentren Aachener Gesellschaft für Innovation und Technologietransfer AGIT mbH (AGIT) Dennewartstr. 25-27, 52068 Aachen Telefon: 0241-963 10 01 Fax: 0241-963 10 05 Homepage: www.agit.de E-Mail: info@agit.de BioCampus Cologne Nattermannallee 1, 50829 Köln Telefon: 0221-27 22 18 0 Fax: 0221-27 22 18 178 Homepage: www.biocampuscologne.de E-Mail: franke@biocampuscologne.de BioFactory Cologne Gottfried-Hagen-Straße 20, 51103 Köln Homepage: www.biofactorycologne.de E-Mail: franke@ski-koeln.de BusinessCampus Rhein-Sieg Sankt Augustin: Grantham-Allee 20 53757 Sankt Augustin Rheinbach: Von-Liebig.Straße 20 53359 Rheinbach Telefon: 02241-3972-100 Fax: 02241-3972-109 Homepage: www.bc-rs.de E-Mail: info@bc-rs.de GIZ Gründer- und Innovationszentrum GmbH im TechnologiePark Köln Eupener Str. 161, 50933 Köln Telefon: 0221-485 1011 Fax: 0221-485 1017 Homepage: www.giz-koeln.de E-Mail: info@giz-koeln.de Wirtschaftsförderung Leverkusen GmbH Dönhoffstr. 39, 51373 Leverkusen Telefon: 0214-88 31 0 Fax: 0214-88 31 11 Homepage: www.wfl-leverkusen.de E-Mail: info@wfl-leverkusen.de

Gründer- und TechnologieCentrum Gummersbach GmbH Bunsenstraße 5, 51647 Gummersbach Telefon: 02261-81 45 00 Fax: 02261-81 49 00 Homepage: www.gtc-gm.de E-Mail: info@gtc-gm.de Life Science Center Düsseldorf Merowingerplatz 1a, 40225 Düsseldorf Telefon: 0211-60 22 46 0 Fax: 0211-60 22 46 20 Homepage: www.lsc-dus.de E-Mail: info@lsc-dus.de Rechtsrheinisches Technologie- und Gründerzentrum Köln GmbH (RTZ) Gottfried-Hagen-Str. 60-62, 51105 Köln Telefon: 0221-839 11 0 Fax: 0221-839 11 11 Homepage: www.rtz.de E-Mail: info@rtz.de Rheinisch-Bergisches TechnologieZentrum GmbH Friedrich-Ebert-Straße, 51429 Bergisch Gladbach Telefon: 02204-84 24 70 Fax: 02204-84 24 71 Homepage: www.tz-bg.de E-Mail: info@tz-bg.de ST@RT HÜRTH Zentrum für Technologie und Existenzgründung GmbH Goldenbergstraße 2, 50354 Hürth Telefon: 02233-40 61 00 Fax: 02233-40 61 11 Homepage: www.start-huerth.com E-Mail: info@start-huerth.com VDI Technologiezentrum GmbH Graf-Recke-Str. 84, 40239 Düsseldorf Telefon: 0211-621 44 01 Fax: 0211-621 44 84 Homepage: www.vditz.de E-Mail: vditz@vdi.de


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6. NUK – Der Verband

„Wenn du ein Schiff bauen willst, so fange nicht damit an, Holz zu sammeln, Planken zu schneiden und die Arbeit einzuteilen, sondern erwecke in den Menschen die Sehnsucht nach dem weiten endlosen Meer.“ Antoine de Saint-Exupéry


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NUK – Der Verband

6. NUK – Der Verband

Wissenskapital für Existenzgründer – Businessplan-Wettbewerb, Coaching, Vorträge und Gutachten – das sind die Kernkompetenzen von NUK. Sitz des Verbandes ist Köln mit Büros in Aachen, Bonn und Düsseldorf, jedoch erstrecken sich die Aktivitäten und das Kompetenznetzwerk des Verbandes auf das ganze Rheinland und darüber hinaus. NUK lebt vom Engagement vieler Beteiligter: die finanzielle Unterstützung der im Verband engagierten Unternehmen und Sponsoren des Businessplan-Wettbewerbs. Organe des Verbandes sind der Vorstand, die Mitgliederversammlung, das Kuratorium und der Wissenschaftliche Beirat. 6.1 Vorstand Der Vorstand besteht aus drei ehrenamtlichen sowie einem hauptamtlichen Vertreter der regionalen Wirtschaft. Vorsitzender ist Dr. Joachim Schmalzl, Mitglied des Vorstandes der Sparkasse KölnBonn, die NUK seit Beginn als einer der Hauptsponsoren unterstützt. Sein Stellvertreter im NUKVorstand ist Dr. Achim Dünnwald, hauptberuflich Principal im Kölner Büro der Unternehmensberatung McKinsey &

Company, Inc. Dr. Dietrich Gottwald, Gründer und Geschäftsführer der Omikron Systemhaus GmbH & Co. KG, verwaltet als Schatzmeister die Finanzen von NUK. Als geschäftsführendes Vorstandsmitglied vertritt Dr. Theo Lieven, Gründer der VOBIS Microcomputer AG, die Ziele von NUK in der Öffentlichkeit.

Dr. Joachim Schmalzl Mitglied des Vorstandes der Sparkasse KölnBonn

Dr. Theo Lieven Gründer der VOBIS Microcomputer AG

Dr. Dietrich Gottwald Gründer und Geschäftsführer der Omikron Systemhaus GmbH & Co. KG

Dr. Achim Dünnwald Principal im Kölner Büro von McKinsey & Company


NUK – Der Verband

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6.2 Mitglieder und Sponsoren Unternehmen und Institutionen aus Wirtschaft und Wissenschaft bilden ein interdisziplinäres Netz, um jungen Unternehmern in der Startphase die richtigen Impulse zu geben. Über 30 namhafte Firmen und Institutionen engagieren sich bei NUK als Mitglieder und Sponsoren und finanzieren so die Verbandsarbeit und die Wettbewerbsorganisation. Wir danken allen Förderern für die Unterstützung!

ACS GmbH & Co. KG

Sal. Oppenheim jr. & Cie. KGaA

Bayer Innovation GmbH

SOLIDUS GmbH

Corpus Sireo Projektentwicklung Wohnen GmbH

Sparkasse KölnBonn

CURRENTA GmbH & Co. OHG

Stadt Bonn

Earlybird Venture Capital GmbH & Co. KG

Stadt Köln

Felix Böttcher GmbH & Co.

Stadtsparkasse Düsseldorf

GIZ Gründer- und Innovations Zentrum GmbH im TechnologiePark Köln

Thurn und Taxis Consulting AG Tipp24 AG

Globalpark AG TOMAHAWK GmbH HDI-Gerling Vertrieb Firmen und Privat AG Verlag M. DuMont Schauberg High-Tech Gründerfonds Management GmbH KfW Bankengruppe Koelnmesse GmbH Alumni-Sponsoren Kreissparkasse Köln COSMOlogic GmbH & Co. KG Landeshauptstadt Düsseldorf die-journalisten.de GmbH Life Science Center eTASK Service Management GmbH McKinsey & Company, Inc. Hemoteq AG Media Ventures GmbH Lonza Cologne AG Microsoft Deutschland GmbH Sedo GmbH NetCologne GmbH NRW.Bank Omikron Systemhaus GmbH & Co. KG Osborne Clarke Rechtsanwälte Steuerberater RWE Power AG


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NUK – Der Verband

6.3 Kuratorium Die Mitglieder des Kuratoriums, das sich aus Vertretern der NUK-Sponsorunternehmen und Vertretern des öffentlichen Lebens zusammensetzt, tragen aufgrund ihrer Kenntnisse und Erfahrungen wesentlich zur Erfüllung der Verbandsziele bei. Außerdem beruft das Kuratorium die Mitglieder des Wissenschaftlichen Beirats.

Kuratoriumsvorsitzender:

Uwe Kerkmann Landeshauptstadt Düsseldorf

geborene Kuratoriumsmitglieder:

Stefan Rizor Osborne Clarke Rechtsanwälte Steuerberater

Detlef Kerpen ACS GmbH & Co.KG

Oberbürgermeister Dirk Elbers Landeshauptstadt Düsseldorf

Stellvertretender Kuratoriumsvorsitzender:

Joachim Klinger HDI-Gerling Vertrieb Firmen und Privat AG

Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch Stadt Bonn

Frank Schönau TOMAHAWK GmbH

Hans-Peter Meuter Stadtsparkasse Düsseldorf

Oberbürgermeister Jürgen Roters Stadt Köln

Kuratoriumsmitglieder:

Karen Perrey Currenta GmbH & Co. KG Ehrenmitglieder des Kuratoriums:

Dr. Michael Brandkamp High-Tech Gründerfonds Management GmbH Marc Brinkmann center.tv Heimatfernsehen Köln/Düsseldorf GmbH Dr. Achim Dünnwald McKinsey & Company, Inc. Maike Götting KfW Bankengruppe Dr. Peter Güllmann NRW.Bank Dr. Lorenz Gräf Globalpark AG

Brigitte Reischl KfW Bankengruppe Dr. Alexander Schierjott Omikron Systemhaus GmbH & Co. Dr. Joachim Schmalzl Sparkasse KölnBonn Jochen W. Schmidt Sal. Oppenheim jr. & Cie. KGaA Dr. Matthias Schulenburg Verlag DuMont Schauberg Michael Susan GIZ Gründer- und Innovations Zentrum GmbH im TechnologiePark Köln

Matthias Hartung RWE Power AG

Dr. Norbert Walter-Borjans Stadt Köln, Dezernat Wirtschaft und Liegenschaften

Josef Hastrich Kreissparkasse Köln

Dr. Raymund Witte Netcologne GmbH

Dr. Thomas Heck Life Science Center Düsseldorf

Detlef Wollweber Bayer Innovation GmbH

Dr. Marion Jung Earlybird Venture Capital GmbH & Co. KG

Dr. Joachim Hausen Dr. Jürgen Zech


NUK – Der Verband

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6.4 Wissenschaftlicher Beirat Bedeutende Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Forschung und Technik unterstützen NUK im Wissenschaftlichen Beirat immer dann, wenn es um die Beurteilung komplizierter Geschäftsideen aus dem wissenschaftlich-technischen Bereich geht. In der 3. Stufe des Wettbewerbs ist der Wissenschaftliche Beirat Bestandteil der hochkarätigen Jury, die für die Auswahl der Gewinnerteams verantwortlich ist.

Dr. Hartwig Bechte Stiftung caesar Prof. Dr. Malte Brettel gründerkolleg – RWTH Aachen Lehrstuhl Wirtschaftswissenschaften für Ingenieure und Naturwissenschaftler Prof. Dr. Hans H. Bruckschen Fachhochschule Düsseldorf PML Produktionsmanagement und -logistik Prof. Dr. Johannes Gartzen Fachhochschule Aachen Fachbereich Maschinenbau und Mechatronik Klaus Hamacher DLR Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. Prof. Dr. Bernd J. Höfer A9C Capital w.L.L. Prof. Dr. Joachim José Universität Düsseldorf Institut für Pharm. und Med. Chemie Prof. Dr. Thomas Krieg Universität zu Köln Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Venerologie Prof. Dr. Claudia Loebbecke Universität zu Köln Seminar für Allg. BWL, Medien- und Technologiemanagement

Prof. Dr. Hauke Müller-Späth Competence Center Entrepreneurship Hochschule Fresenius Hochschule für Wirtschaft und Medien GmbH Prof. Dr. Klaus Nathusius GENES GmbH Venture Services Prof. Dr. Michael-Burkhard Piorkowsky Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn Institut für Landwirtschaftliche Betriebslehre Professur für Haushalts- und Konsumökonomik Prof. Dr. Reinhart Poprawe Fraunhofer Institut Lasertechnik ILT Prof. Dr. Margot Ruschitzka Fachhochschule Köln Fakultät für Fahrzeugsysteme und Produktion Prof. Dr. Norbert Szyperski Universität zu Köln Prof. Dr. Christoph Zacharias Hochschule Bonn-Rhein-Sieg Existenzgründungs- und Mittelstandsmanagement


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NUK – Der Verband

6.5 Das NUK-Team Ihr Ansprechpartner im Businessplan-Wettbewerb ist das NUK-Team. Hier finden Gründer wie Coaches stets ein offenes Ohr für Fragen und Anregungen zum Wettbewerb und zur Erstellung eines Businessplans. Die Aufgabe des Teams ist es, den Businessplan-Wettbewerb und seine Rahmenveranstaltungen zu organisieren und weiterzuentwickeln. Es gilt, neue Kooperationspartner zu gewinnen,

Referenten für Foren und Vorträge zu akquirieren, den Bekanntheitsgrad von NUK in der Öffentlichkeit zu steigern und natürlich Sie als Teilnehmer bei den regelmäßigen Coaching-Abenden zu betreuen. Ein zeitaufwändiger Job, der ohne die Mithilfe der Mitglieder und Sponsoren sowie der vielen ehrenamtlichen Berater nicht möglich wäre.

Stephan Bruns Als Projektleiter des Businessplan-Wettbewerbs ist Herr Bruns für den reibungslosen Ablauf des Wettbewerbs verantwortlich und darüber hinaus zuständig für die konzeptionelle Weiterentwicklung des Verbandes und die Gewinnung neuer Sponsoren.

Nicole Kästel Als Projektmanagerin betreut Frau Kästel schwerpunktmäßig den NUK-Alumni-Club und trägt maßgeblich zur Durchführung des BusinessplanWettbewerbs bei.

Judith Mertens Für Sie als Interessent/in oder Teilnehmer/in die erste Anlaufstelle: Sie haben eine Frage z.B. zum Ablauf des Wettbewerbs oder zur Registrierung? Frau Mertens steht Ihnen immer gerne zur Seite.

Sandra Mennig Für alle Fragen zur Presseund Öffentlichkeitsarbeit rund um den Wettbewerb ist Frau Mennig Ihre Ansprechpartnerin.

Jörg Püschel Als Verantwortlicher für die Business-Angel-Börse ist Herr Püschel der richtige Mann für alle Fragen zum Thema „Finanzierung“.

weitere Ansprechpartner: Peter Hamacher, Dr. Peter Süsser, Büro Bonn Jürgen Gerreser, Büro Düsseldorf Martina vom Brocke, Büro Aachen


Die Wissenskapitalgeber

Gesucht: Gute GrĂźnder! Kostenloses Coaching beim Businessplan-Wettbewerb 2010

NUK Neues Unternehmertum Rheinland e.V.

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Foto: Petra Fischer

Jetzt informieren und teilnehmen! neuesunternehmertum.de


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NUK – Der Verband

6.6 Kontaktstellen

6.7 Impressum

Internet

neuesunternehmertum.de

Herausgeber: NUK Neues Unternehmertum Rheinland e.V.

E-Mail

info@neuesunternehmertum.de

Hotline

0221-226 22 22

In Köln, Aachen, Bonn und Düsseldorf ist NUK mit eigenen Büros vertreten. Für alle Fragen steht Ihnen das NUK-Team gerne zur Verfügung. Sie erreichen uns unter:

Büro Köln Schaafenstraße 7 50676 Köln Telefon 0221-226 22 22 Fax 0221-226 59 88 Büro Aachen Löhergraben 29 52064 Aachen Telefon 0241-258 58 25 Fax 0241-258 58 26

Redaktion: Stephan Bruns Sandra Mennig Judith Mertens Gestaltung: TOMAHAWK GmbH, Köln Fotos: Oliver Schulze Petra Fischer HDI-Gerling NUK Druck: Moeker Merkur Druck GmbH, Köln Auflage: 3.500 Exemplare

Büro Bonn c/o MBW Mittelstandsberatung GmbH Friedensplatz 1-3 53111 Bonn Telefon 0228-606 22 72 Fax 0228-606 22 89 Büro Düsseldorf c/o Wirtschaftsförderungsamt Stadt Düsseldorf Burgplatz 1 40213 Düsseldorf Telefon 0211-899 76 92 Fax 0211-892 90 62

Postanschrift: NUK Neues Unternehmertum Rheinland e.V. Hahnenstraße 57 50667 Köln

Köln, November 2009 Jeglicher Nachdruck, ganz oder auszugsweise, sowie die Aufnahme in Datenbanken oder elektronische Nachschlagewerke sind ohne vorherige Zustimmung des Herausgebers untersagt. Alle Rechte vorbehalten. Alle Angaben ohne Gewähr.


www.sparkasse-koelnbonn.de

Noch direkter geht nicht. Eine von 131 Geschäftsstellen ist immer gleich nebenan. 5.300 Mitarbeiter kennen ihre Kunden seit langem persönlich. Mehr als 330 Geldautomaten sind das dichteste Servicenetz in Köln und Bonn.

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NUK dankt den Sponsoren des Businessplan-Wettbewerbs 2010

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