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Ausgabe 15┃2011

Wasser in Fluss w w w. l e b e n s r a u m w a s s e r. a t

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Zikkurat-Drauwelle

Beate Prettner Als Referentin für das gute Kärntner Wasser stellt Landesrätin Dr.in Beate Prettner mit Lebensraum Wasser unsere Flüsse und Bäche in den Mittelpunkt. Heuer umfasst die Initiative bereits 122 Projekte, die zum Staunen, Lernen und Erleben anregen.

Weltflusstag

Wasserexperimente

Am 23. September holte Lebensraum Wasser den international bekannten World Rivers Day erstmals nach Kärnten: In St. Jakob im Rosental wurde ein großes, kunterbuntes Fest mit neun spannenden Stationen und über 150 SchülerInnen gefeiert. Mehr dazu auf den Seiten 8 und 9.

Wie man einen Tornado in der Flasche erzeugt und ein lustiges Schaufelradboot bastelt, erklärt Brunnenmeister Thomas Tautscher. Sein Projekt Wissens-Fluss wurde im September 2011 mit dem LebensraumWasser-Zeichen ausgezeichnet. Mehr dazu auf Seite 18.


Sommer und Herbst ... Was der Lebensraum Bienenstock mit dem Lebensraum Wasser zu tun hat, erfährt man in der Bienenwelt Bründl in Bleiburg.

Wenn die größte Sommerhitze vorbei ist und sich die Blätter bunt zu färben beginnen, zeigen sich Kärntens Fließgewässer von einer besonders prächtigen Seite. Ob an Bord eines Schiffes, beim Wandern durch malerische Schluchten, am Flussufer auf Petri Heil hoffend oder auf Seilbrücken über Bäche balancierend: Der herbstliche Lebensraum Wasser hat für alle Interessen etwas zu bieten! Und bevor der Winter seinen weißen Zauber über die Landschaft legt, ist es Zeit für ein paar wärmende Erinnerungen an einen wunderbaren Sommer…

Feiern am Wasser

Am 6. Juli zeigte sich, dass Bienen und Wasser mehr miteinander gemein haben, als man auf den ersten Blick vermuten würde: Mit der Übergabe des Lebensraum-Wasser-Zeichens an die Bienenwelt am Bründlteich hieß Landesrätin Prettner ein wirklich „honigsüßes“ Projekt im Lebensraum Wasser willkommen. Luft unter den Sohlen gab es in Kötschach-Mauthen bei der nächsten Projekteröffnung zu spüren: Am 21. Juli wurde im Freizeitpark der OeAV-Sektion Obergailtal-Lesachtal der spektakuläre Hochseilgarten mit dem klingenden Namen „Übers Wasser wackeln und schweben“ eröffnet. Das Wasser ist in diesem Fall der kristallklare Valentinbach, auf den Projektbetreiber Sepp Lederer eine ganz besondere Perspektive ermöglicht.

Flüssiges Gold

Anfang August durften sich alle durstigen Zugreisenden an den

Bahnhöfen in Klagenfurt und Villach über insgesamt 2.000 erfrischende Flaschen Kärntner WasserGold von Hirter freuen, die das LebensraumWasser-Team gemeinsam mit der ÖBB dort verteilte. Ein echtes Highlight des heurigen Wasserjahres war sicher der Weltflusstag in St. Jakob im Rosental: Am 23. September holte Lebensraum Wasser den internationalen Ehrentag der Flüsse und Bäche erstmals nach Kärnten und damit auch nach Österreich. 150 Volksschulkinder lernten und erfuhren an der Draumündung des Großen Dürrenbaches viele spannende Dinge rund um das kühle Nass und erwiesen schlussendlich als fleißige Fluss-Saubermacher auch der Umwelt einen großen Gefallen.

Lernen und Bewegen

Eine Station am Weltflusstag zum Thema „Wasser.experimente“ wurde als neues Projekt schon wenige Tage später in die Lebensraum-Wasser-

Ein Projektplatz voller Wasserkraft wurde am 1. Juli von Landesrätin Dr.in Beate Prettner in die LebensraumWasser-Landkarte aufgenommen: Mit seinem Wasserrad-Kraftwerk am Wurlabach möchte Dr. Gerald Jerne Aufklärungsarbeit zu den ökologischen und ökonomischen Vorteilen dieser Art der Energiegewinnung leisten. Dass im Lebensraum Wasser neben Umweltbewusstsein und Verantwortung auch Spaß und Miteinander eine große Rolle spielen, bewies heuer bereits zum fünften Mal das Große Wasserfest in Ferlach. Stolze 2.500 Gäste erlebten rund um das VERBUND-Kraftwerk Ferlach-Maria einen fantastischen Tag im Zeichen des kühlen Nass – ein Besucherrekord, der den Zweittitel der Büchsenmacherstadt als Wasserhauptstadt Kärntens einmal mehr bestätigte!

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Erich Auer (OeAV-Landesnaturschutzreferent), Horst Korenjak (Kassier OeAV-Jugend Kärnten), Projektbetreiber Sepp Lederer (Obmann OeAV-Sektion Obergailtal-Lesachtal), LRin Beate Prettner, Alexander Gessel (Betriebsleiter Hochseilgarten), Bgm. Walter Hartlieb, Gemeindevorständin Irmgard Hörmann und Hochseilgartenführerin Susi Lederer (von links) enthüllten das Lebensraum-Wasser-Zeichen im OeAV-Freizeitpark in Kötschach-Mauthen.


... im Lebensraum Wasser Wasser In Fluss spricht mit Wasserreferentin Landesrätin Dr.in Beate Prettner: An Kärntens Flüssen und Bächen ist immer etwas los. Welches war Ihr persönliches Wasser-Highlight im Jahr 2011?

So macht Schule Spaß! Beim Projekt Wissens-Fluss am Ferlacher Loiblbach lehrt Brunnenmeister Thomas Tautscher viel Spannendes rund um das kühle Nass.

Landkarte aufgenommen: Brunnenmeister Thomas Tautschers Wissens-Fluss – ein Workshop mit Experimenten rund ums Wasser – wird künftig sicher noch viele große und kleine Naturliebhaber Wasserplatz voller Energie: Das Wasserrad des Kleinwasserkraftwerks am Wurlabach erzeugt sauberen Strom.

Festlicher Ausklang

Die letzte Übergabefeier des Lebensraum-Wasser-Jahres 2011 steht schließlich am 28. Oktober bevor: Ab diesem Tag ist am Barrierefreien Anglerplatz nahe dem VERBUNDKraftwerk in Villach auch für RollstuhlfahrerInnen ein ungehindertes „Petri Heil“ möglich. Schauen Sie doch auch vorbei, und feiern Sie mit uns die Eröffnung des bereits 122. Lebensraum-WasserProjektes. Ich wünsche Ihnen einen malerischen Herbst an Kärntens wunderschönen Flüssen und Bächen! Herzlichst

Ihre Dr.in Beate Prettner Referentin für das gute Kärntner Wasser

für die faszinierende Welt des flüssigen Goldes begeistern. Ein bewegendes Wasser-Erlebnis bot sich den TeilnehmerInnen am Kultur Rad Pfad rund um die Marktgemeinde Weißenstein am 1. Oktober. „Hoch zu Rad“ konnten bei strahlendem Sonnenschein zwei Lebensraum-Wasser-Projektplätze und einige weitere wasserreiche Kleinode „erfahren“ werden.

www.lebensraumwasser.at

Das ist schwer zu sagen – jedes Übergabefest, jeder Projektplatz und natürlich jeder Fluss hat seine eigenen Schönheiten und Besonderheiten, und diese kann man nicht gegeneinander abwägen. Ein fantastisches, weil für Kärnten völlig neues Event war sicher der Weltflusstag, den wir am 23. September in St. Jakob im Rosental gefeiert haben und der ein unglaublich positives Echo, sogar auf globaler Ebene, ausgelöst hat. Wir werden dieses Fest im nächsten Jahr daher ganz sicher wieder feiern und hoffentlich noch viele Kärntnerinnen und Kärntner zum Mitmachen animieren. Was und wen umfasst der Name „Lebensraum Wasser“, und wer profitiert davon? Wasser ist lebenswichtig, und das Kärntner Wasser in seiner einzigartigen Reinheit ein echtes Lebenselixier. Lebensraum Wasser will dieses flüssige Gold schützen, seinen Bewohnern aus der Tier- und Pflanzenwelt einen hochwertigen Lebensraum bieten und gleichzeitig uns Menschen die wunderschöne Natur an Kärntens Fließgewässern näher bringen. Dabei soll niemand ausgeschlossen sein – egal, welches Alter und welche Interessen jemand hat, und mitunter sogar unabhängig von jemandes Mobilität: Mit dem Barrierefreien Anglerplatz beim VERBUND-Kraftwerk Villach haben wir heuer auch für RollstuhlfahrerInnen einen großartigen Wasserplatz zum Fischen und Erholen geschaffen.

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„Goldene“ Erfrischung für Fahrgäste

Mag. Dietmar Kert (Geschäftsführer Hirter Brauerei), Landesrätin Dr.in Beate Prettner und Mag. Manfred Oberrauner (Regionalleiter ÖBB-Personenverkehr AG Kärnten) verteilten gemeinsam mit dem ÖBB-Promotionteam insgesamt 2.000 Halbliterflaschen Kärntner WasserGold an durstige Bahnreisende.

Am 1. und 3. August sorgten Lebensraum Wasser, die ÖBB und die Hirter Brauerei für eine erfrischende Abkühlung an den Hauptbahnhöfen in Klagenfurt und Villach: Alle von der Sommerhitze durstigen Bahnfahrer wurden zwei Stunden lang mit prickelndem Kärntner WasserGold versorgt.

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Wenn sich der Sommer von seiner „hitzigen“ Seite zeigt, kommen Badnixen ins Schwärmen – Pendler, Reisende und Arbeiter aber gleichsam ins Schwitzen. An zwei heißen Sommertagen durften heuer jedoch auch letztere aufatmen: Am 1. und 3. August verteilten Lebensraum Wasser, die ÖBB und die Hirter Brauerei an den Hauptbahnhöfen in Klagenfurt und Villach insgesamt 2.000 Halbliterflaschen einer besonderen Erfrischung an durstige Bahnreisende: Kärntner WasserGold – das ist kristallklares Kärntner Bergquellwasser, verfeinert mit dem fruchtig-spritzigen Kärntner Mostapfel und dem sonnigen Aroma der Rose vom Wörthersee.

Fruchtig und spritzig

„Der feine Geschmack des Kärntner WasserGold von Hirter spiegelt die hohe Qualität unseres Wasser wider. Und der Name des erfrischenden Getränks hat in der heißen Jahreszeit auch symbolischen Wert: An Sommertagen ist Wasser nämlich wirklich Goldes wert!“ sagt Dr.in Beate Prettner, die die WasserGold-Verteilaktion in Klagenfurt und Villach gemeinsam mit Mag. Dietmar Kert (Geschäftsführer Hirter Brauerei), Mag. Manfred Oberrauner (Regionalleiter ÖBB-Personenverkehr AG Kärnten) sowie dem ÖBB-Promotionteam daher auch gerne selbst in die Hand nahm. Geboten wurden auch Infos aus erster Hand zur Initiative Lebensraum Wasser, den aktuellen Angeboten der ÖBB und der Produktpalette der Hirter Brauerei.

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Kristallklares Kärntner Bergquellwasser, verfeinert mit dem fruchtig-spritzigen Kärntner Mostapfel und dem sonnigen Aroma der Rose vom Wörthersee: Das ist Kärntner WasserGold von Hirter.

Wasser in Fluss


Rekorde beim 5. Ferlacher Wasserfest Über 2.500 Gäste folgten am 3. Juli der Einladung von Landesrätin Dr.in Beate Prettner und Bgm. Ingo Appé nach Ferlach, wo zwischen dem VERBUND-Kraftwerk und der Anlegestelle der Valentinsfähre in Glainach das 5. Ferlacher Wasserfest stattfand. „Das Wasser stand in Ferlach immer schon im Mittelpunkt des Geschehens – als Energielieferant, Wirtschaftsfaktor, Trinkwasser und Garant für Lebensqualität“, lässt Bürgermeister Ingo Appé keine Zweifel offen, warum die Büchsenmacherstadt der ideale Ort für ein Fest rund um das flüssige Gold ist. Am Sonntag, 3. Juli konnten sich Wasserfreunde jedes Alters davon mit eigenen Augen überzeugen: Das 5. Wasserfest lockte wieder mit viel Spaß, Spannung, Kunst und Kulinarik rund um das kostbare Nass.

VERBUND-Werksgruppenleiter Dipl.-Ing. Karl Kreutler, Bgm. Ingo Appé, Wasserreferentin Dr.in Beate Prettner und Erich Obertautsch, Landesdirektor der Wiener Städtischen Versicherung, eröffneten das 5. Wasserfest beim VERBUND-Kraftwerk Ferlach-Maria Rain.

Fisch-Kunst ...

Zum feierlichen Festauftakt ließen Wasserreferentin Dr.in Beate Prettner, Bgm. Ingo Appé, VERBUND-Werksgruppenleiter Dipl.-Ing. Karl Kreutler und Erich Obertautsch, Landesdirektor der Wiener Städtischen Versicherung, bunte Luftballons in den blauen Sonntagshimmel steigen. Rund um das Wasserkraftwerk lockten zahlreiche Stationen: Vom Lebensraum-WasserGlücksrad über Wasserexperimente, leckere Forellen und Fisch-Kunst am Waidischbach, Sliding Soccer – dort „trainierte“ auch der KAC-Nachwuchs mit Jiri David – und das Naturschutzgebiet Gutschacher Auen.

Das Sliding-Soccer-Feld bot jede Menge Spaß bei einem echt spritzigen Kick.

Knapp 1.000 Enten „bestritten“ auf Initiative des Vereins Valentinsfähre ein spannendes Rennen auf der Drau.

Die Boote der Valentinsfähre fuhren zwischen den Wasserfest-Stationen im Linienverkehr.

... und Entenrennen

Beim abschließenden Entenrennen des Vereins Valentinsfähre feuerten die begeisterten Gäste knapp 1.000 Plastikenten an. Der Besitzer der schnellsten Ente, Horst Wastian aus Gotschuchen, gewann ein Mountainbike im Wert von EUR 800,-. 15 weitere Entenbesitzer freuten sich über tolle Preise. Wasserreferentin Beate Prettner genoss das Fest den ganzen Tag lang Station für Station: „Das Wasserfest ist immer ein großartiges Erlebnis. Ich freue mich schon jetzt auf das nächste Jahr!“

www.lebensraumwasser.at

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Trinken will gelernt sein Meine Wasserbilanz. Trinkst du genug Wasser? Finde es mit dem Trinkpass heraus! Jedes Mal wenn du ¼ Liter Wasser getrunken hast, hakst du ein Wasserglas in deiner Trinktabelle ab. Deine Trinktabelle solltest du zumindest zwei Wochen lang täglich ausfüllen, damit du dein Trinkverhalten kennenlernen und verbessern kannst. 1. Woche

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Ein Projekt von Generation Blue, der Jugendwasserplattform des Lebensministeriums, in Kooperation mit Römerquelle.

Alter

Schule, Adresse

Ich nehme

Mein Trinkpass.

Klasse

allein

als Klasse

am Wettbewerb teil.

Den Trinkpass, weitere Infos und die genauen Teilnahmebedingungen gibt’s auch unter: www.generationblue.at.

Mit freundlicher Unterstützung des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur.

Impressum: Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft, Stubenring 1, 1012 Wien, Tel.: +43 1 71100-0

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31.01.11 15:30

Generation Blue, die Jugendwasserplattform des Lebensministeriums, setzt sich mit einer Trinkpass-Aktion für ein höheres Trinkbewusstsein im Schulalltag ein. Während des Unterrichts ist es schwierig, und wenn die Pausenglocke klingelt, hat man anderes im Kopf: Das Trinken führt im Alltag von SchülerInnen oft ein stiefmütterliches Dasein. Ein ausgeglichener Flüssigkeitshaus-

halt ist aber sehr wichtig für die körperliche und geistige Fitness – nur wer ausreichend und auch das Richtige trinkt, kann sich gut konzentrieren. Eine Aktion der Plattform Generation Blue soll sicherstellen, dass der buchstäbliche Leistungs-Durst im Klassenzimmer gestillt wird: Auf einem Trinkpass können die SchülerInnen je zwei Wochen lang notieren und kontrollieren, wie viele Gläser Wasser

sie am Tag trinken. Ab Anfang Jänner 2012 können die nächsten Trinkpässe gratis von LehrerInnen für alle SchülerInnen angefordert werden. Mit dem Trinkpass ist auch ein Kreativwettbewerb verknüpft, bei dem es tolle Sachpreise sowie, als Hauptpreis, die so genannte „Danube Challenge“ zu gewinnen gibt – einen Erlebnistag für die ganze Klasse an der Donau bzw. einem ihrer Nebenflüsse.

Nähere Infos unter www.generationblue.at oder office@aqa.at Wiener Städtische erweitert Unwetterwarnservice:

WetterService-App mit neuen Funktionen Erich Obertautsch, Landes- direktor der Wiener Städtischen Versicherung: „Unwetterer- eignisse verursachen jedes Jahr Schäden in Millionenhöhe. Die kostenlose WetterService- App der Wiener Städtischen warnt vor gefährlichen Wetter- situationen - standortbezogen oder frei wählbar.“

Seit Mai 2011 haben sich täglich im Schnitt 300 ÖsterreicherInnen für das Unwetterwarnservice der Wiener Städtischen registriert. Insgesamt gab es 4.000 Warnungen. Nun wird die WetterService-App erweitert. Bisher war es möglich, einen fixen Standort zu wählen, für den Unwetterwarnungen entweder via App oder

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SMS-Dienst übermittelt werden sollen. Ab sofort können bis zu drei frei wählbare Adressen eingegeben und automatische Warnungen für den aktuellen Aufenthaltsort empfangen werden. So kann im Falle eines Unwetters rechtzeitig Unterschlupf gesucht werden. Neben den Erweiterungen sind die restlichen, bereits bekannten Services weiterhin verfügbar: Zugriff auf Unwetterwarnungen in ganz Österreich: Via Google-Maps kann man jeden beliebigen Ort in Österreich auswählen und selbst überprüfen, ob eine Unwetterwarnung besteht. 5-Tages Wetterprognosen für ganz Österreich: Auf Knopfdruck kann für die aktuelle Position des Users oder einen beliebigen Ort die lokale Wetterprognose für den aktuellen Tag und die folgenden vier Tage abgerufen werden. Außerdem steht eine animierte Video-

Wetterprognose für Temperatur, Bewölkung und Niederschlag zur Verfügung. Die neue Version der WetterServiceApp für iPhones und Androids steht auf der Website der Wiener Städtischen www.wienerstaedtische.at ab sofort zum kostenlosen Download bereit. Nach einmaliger Registrierung erhält man wahlweise Unwetterwarnungen via App oder SMS. Die kostenlose Unwetterwarnoffensive läuft noch bis Ende 2011. Tel. 050 350 – 44203 www.wienerstaedtische.at

Wasser in Fluss


Hochwassersicherheit am Stundenplan Am 15., 16. und 20. Juni wurden die SchülerInnen dreier Kärntner Volksschulen in einem ganz besonderen Fach unterrichtet: Im Rahmen der Aktion Kinder-GZP (Gefahrenzonenplan) lernten die Kinder an einem Bach ihrer Heimatgemeinde spielerisch, welche Gefahren das Wohnen am Wasser mit sich bringen kann – und wie man sich am besten dagegen schützt. Bereits seit dem Jahr 2009 werden von der WLV (Wildbach- und Lawinenverbauung) und der Abteilung 8 – Unterabteilung Wasserwirtschaft der Kärntner Landesregierung alljährlich Volksschulen für die Aktion Kinder-Gefahrenzonenplan (GZP) ausgewählt. Im Rahmen der Aktion sollen die Kinder an einem Gewässer in ihrer Gemeinde spielerisch lernen, dass das Wohnen am Wasser nicht nur schön ist, sondern auch Gefahren mit sich bringen kann. Am 15. Juni hieß es für nun die VS Tainach, am 16. Juni für die VS Micheldorf und am 20. Juni für die VS Gundersheim „Wasser marsch!“.

Theorie und Praxis

Gemeinsam mit Ihren LehrerInnen machten sich die Volksschulklassen auf zu einem Fließgewässer in Schulnähe, um dort das zuvor im Klassenzimmer über (Hoch-)Wasser Gelernte in die Tat umzusetzen. Die VS Tainach wählte den Haimburger- und die VS Gundersdorf den Griminitzenbach, während die VS Micheldorf sich beim Kraftwerk Hirt einfand. Unter der Leitung von Wasserexperten der Abtlg. 8, der WLV und mit Unterstützung von Waldpädagogin Barbara Bernhardt durften die Kinder dabei zuerst selbst gebastelte Miniatur-Häuschen entlang des Wassers aufstellen.

Hochwasserfest gebaut…

Mini-Gefahrenzonenplan

Nachdem die Miniatur-Flusssiedlung fertig war, wurde ein kleines künstliches Hochwasser erzeugt. Für die Schüler und die Besucher natürlich ungefährlich, wurden die Häuschen jedoch stark beschädigt. Anhand der entstandenen Schäden konnten die Kinder nach der Flut gelbe und rote Gefahrenzonen abstecken – die Spezialisten der WLV und Abteilung 8 halfen bei der Entscheidung.

…ist halb gewonnen!

Die SchülerInnen der VS Tainach bekamen wertvolle Tipps zum Hochwasserschutz von Erich Obertautsch (Landesdirektor der Wiener Städtischen Versicherung AG), DI Erich Zdovc und DI Marco Alber (Abteilung 8 – Unterabteilung Wasserwirtschaft) und Waldpädagogin Barbara Bernhardt.

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Tolles Zeugnis ...

Brunnenmeister Thomas Tautscher zeigte spannende Wasserexperimente.

An der Station Wasser.fauna wurden Eintagsfliegenlarven nachgebaut.

150 Kinder, neun Stationen und viel Begeisterung: Am 23. September holte Lebensraum Wasser gemeinsam mit der Marktgemeinde St. Jakob im Rosental den internationalen World Rivers Day erstmals nach Kärnten. Drei Volksschulen lernten, staunten und spielten einen Vormittag lang an der naturbelassenen Draumündung des Großen Dürrengrabens. Was vor über dreißig Jahren in Kanada begann und seitdem internationale Kreise zog, fand nun erstmals auch seinen Weg ins wasserreiche Kärnten: Der World Rivers Day (dt. Weltfluss-

Darf ich vorstellen? UNO-Botschafter für einen Tag!

tag), der alljährlich am letzten Sonntag im September zu Ehren der Flüsse und Bäche weltweit gefeiert wird und auch Symbol der UNO-Dekade Water for Life 2005-2015 ist. Am Freitag, 23. September lud Wasserreferentin Dr.in Beate Prettner gemeinsam mit der Marktgemeinde St. Jakob im Rosental über 150 VolksschülerInnen an die Draumündung des Großen Dürrengrabens, wo die Kinder an neun Stationen allerlei Spannendes rund um das kühle Nass lernen und erleben konnten.

Neun Stationen

Haubentaucher, Silberreiher und viele weitere gefiederte Schönheiten konnte

Mit bunten Wasserfarben wurde bei Künstlerin Klaudia Ottowitz gemalt und gespritzt.

man an der Station „Wasser.vögel“ mit Gerald Malle von BirdLife Kärnten durch Fernrohre beobachten. Alles über den Wasserkreislauf und die verschiedenen Aggregatzustände des flüssigen Goldes lernten die SchülerInnen bei der Station „Wasser.klima“ mit Christian Salmhofer und Christian Finger vom klimabündnis Kärnten.

Fauna und Flora

An der Station „Wasser.fauna“ wurde die Larve der Eintagsfliege unter dem Mikroskop beobachtet und unter dem geschulten Auge von Arge NATURSCHUTZ-Mitarbeiterin DI Gerda Berg auch mit Sand, Holz und Steinen

Über 150 VolksschülerInnen erlebten mit Wasserreferentin Dr.in Beate Prettner und neun engagierten StationsbetreuerInnen einen spannenden Weltflusstag an der Draumündung des Großen Dürrenbaches.

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Wasser in Fluss


... für den 1. Kärntner Weltflusstag

Manfred Grün zeigte auf seiner Drauplätte verschiedene Seemannsknoten. Mit den Fernrohren von BirdLife Kärnten gab es allerlei Spannendes zu erspähen.

Hurra, wir dürfen Wasserpaddeln! An Bord der Team-Adventure-Boote von Walter Mamedof war gute Laune garantiert.

nachgebaut. Spannende Einblicke in die Welt der „Wasser.pflanzen“ gab die Biologin Evelin Kramer-Fröschl.

die Kinder bei der Station „Wasser. farben“ mit der Künstlerin Klaudia Ottowitz anfertigen.

Wissen, Spaß und Kraft

Flussreinigung

Beim „Wasser.paddeln“ in den TeamAdventure-Booten von Walter Mamedof war Muskelkraft gefragt. An Bord der Drauplätte von Manfred Grün lernten die kleinen Passagiere bei einer „Wasser.fahrt“ einige Seemannsknoten, an einem Kraftwerksmodell von VERBUND-Mitarbeiter Alfred Schumi alles über „Wasser.kraft“. „Wasser. experimente“ gab es bei der gleichnamigen Station mit Brunnenmeister Thomas Tautscher auszuprobieren, kunterbunte Leinwandbilder konnten

Am Ende des lehr- und spaßreichen Vormittages wurde es noch einmal richtig spannend: Bei einer Flussreinigungsaktion durften die Kinder als „UNO-Botschafter“ ausschwärmen, um das Festgelände möglichst gründlich von Unrat zu befreien. Das Ergebnis war überwältigend: Fast 2.000 Abfallstücke wurden nach nur 15 Minuten begeistert in die Mülltonnen gezählt. Die fleißigste Klasse freute sich über einen kleinen Beitrag für die Klassen kasse. Landesrätin Dr.in Beate Prettner,

„Einundzwanzig, zweiundzwanzig ...“ – Fast 2.000 Abfallstücke landeten bei der Flussreinigungsaktion in den Mülltonnen.

Reg.-Rat Bgm. Heinrich Kattnig und Vizebgm. Guntram Perdacher waren begeistert: „Ihr habt ganz großartig gezeigt, dass ihr euch für die Gesundheit unserer Flüsse verantwortlich fühlt. Passen wir alle gemeinsam weiterhin gut auf unser Kärntner Wasser auf!“ Alle Fotos vom Weltflusstag: www.lebensraumwasser.at

World Rivers Day – Feiertag der Flüsse und Bäche 1980 wurde am Thompson River im kanadischen Bundesstaat British Columbia eine Flussreinigungsaktion mit Freiwilligen ins Leben gerufen. Diese Aktion stieß auf so viel Begeisterung, dass das Flussreinigen zu einem jährlichen Event im September wurde. 2005, als die Vereinten Nationen die Dekade Water For Life 2005-2015 ausriefen, wurde der Flusstag in British Columbia zu einem Symbol dieser Dekade und gilt seitdem als World Rivers Day.

www.lebensraumwasser.at

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Meerauge Meerauge Das faszinierende Meerauge lädt seine BesucherInnen das ganze Jahr über ein, beim Anblick des türkisblauen Wassers die Fantasie spielen zu lassen. Tief im Bodental gelegen, kann es dank eines stabilen Holzstegs auch mit dem Rollstuhl problemlos erkundet und bestaunt werden. Infos: +43 4227 2600-26

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Granatium Der „Stein der Liebe und der Leidenschaft“, wird im Granatium eindrucksvoll inszeniert. Vor der malerischen Kulisse der Granatschlucht können Sie noch bis 31. Oktober selbst nach Granaten suchen. Versäumen Sie nicht die großartigen Vernissagen und Konzerte in der Adventzeit! Infos: +43 4246 29135

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Astner Moos Auf über 1800 m erschließt dieser wunderschöne Rundweg eines der botanisch interessantesten Niedermoore. Im hintersten Astental offenbaren sich sagenumwobene Quellen, faszinierende Lawinenstriche und interessante Kalktuffbäche. Die Asten ist einfach ein Naturjuwel! Infos: +43 4826 701

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Kraftquelle Radegund An der Grenze zwischen Italien und Kärnten im wunderschönen Lesachtal können die Energie-Reservetanks wieder aufgefüllt und neuer Antrieb gewonnen werden. Die Kraftquelle im Radegundagraben baut auf drei Säulen auf: Der Natur, dem Wasser und der Religion. Infos: +43 664 544 9501

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Abenteuer Wasser Weg Wasser, Natur und Kultur stehen am Programm der Führungen durch den bezaubernden Harterbachgraben in Liebenfels. Hier kann das kühle Nass von Kindern und Erwachsenen mit allen Sinnen erlebt und erlernt werden. Ein toller Tipp für einen Klassenausflug der ganz besonderen Art! Infos: +43 664 45 80 366

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Wasser in Fluss


... für den Sommer Finkensteiner Moor Im Herbst gibt es in diesem 88 ha großen Naturschutzgebiet eine vielfältige Tier- und Pflanzenwelt zu bewundern, im Winter kann man sich auf die Spuren einiger Überlebenskünstler begeben: Hasen, Füchse, Igel, Rehe und Eichhörnchen hinterlassen unverwechselbare Fährten! Infos: +43 4254 26 90-10

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Nordic Walking an der Gail Umrahmt von den Karnischen und Gailtaler Alpen sind die Ufer der Gail die Kulisse für drei NordicWalking-Strecken. Hier ist bis in den späten Herbst hinein gesunde Bewegung in der Natur zum Rauschen des Flusses möglich. Eine Strecke führt direkt in das römisch-eisenzeitliche Siedlungsgebiet der Gurina. Infos: +43 4718 301-15

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Vogel.aussichts.reich Stausee Von der Birdwatching-Hütte aus kann man zu jeder Jahreszeit nicht nur eine grandiose Aussicht über den Feistritzer Stausee genießen, sondern auch die dort lebende Vogelvielfalt beobachten und mit Hilfe von Infotafeln bestimmen. Auf Anfrage gibt es auch vogelkundliche Führungen. Infos: +43 463 329 666

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St. Andräer Bienenlehrpfad Der 5,5 km lange Wanderweg entführt Sie von der Freizeitanlage St. Andräer See aus in das Reich der fleißigen Honigsammler. Ein zusätzlicher botanischer Lehrpfad informiert über die vielfältige Pflanzenwelt entlang der Lavant. Besonders spannend: Der Schaubienenstock in Mühldorf. Infos: +43 4358 2710-20

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www.lebensraumwasser.at

Skulpturen durchs Krastal Viele lebensgroße Marmorskulpturen säumen die Straße durch die 7 km lange Naturkulisse des Krastals, welches das Drau- mit dem Gegendtal verbindet. Pedalritter können direkt am Drauradweg R1 das erste Kunstwerk bestaunen und mit etwas Glück den Künstlern im Steinbruch über die Schulter blicken. Infos: +43 4245 23 85

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Headline

Alles Leben ist Energie.

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Wasser in Fluss

Foto: Dietmar Adlassnig

www.kelag.at


„Hoch zu Rad“ im Lebensraum Wasser Am strahlend sonnigen Vormittag des 1. Oktobers trafen sich elf bewegungs- und kulturhungrige RadfahrerInnen am Bahnhof Gummern zu einem Radausflug der ganz besonderen Art: Beim Kultur Rad Pfad von Lebensraum Wasser gab es viel Spannendes über die wasserreiche Natur, Kultur und Geschichte rund um die Marktgemeinde Weißenstein zu erfahren.

Sport und Natur

Am Anfang des Drau-Altarms bei der Kraftwerksbrücke in Kellerberg wurden die elf RadlerInnen von Florian Wiegele empfangen. Der erfahrene Fischer beeindruckte mit seinem umfangreichen Wissen zur Fischzucht, der Tierwelt und den besonderen ökologischen Gegebenheiten im naturbelassenen Altarm. Weiter führte die Tour entlang der Drau nach Lansach, wo LAbg. Manfred Ebner die RadlerInnen bei der Anlegestelle der historischen Rollfähre in Empfang nahm. Nach spannenden

Im Fahrradsattel den Lebensraum Wasser erfahren: Die elf TeilnehmerInnen am Kultur Rad Pfad genossen einen bewegungs- und informationsreichen Tag.

Informationen zur Geschichte von Weißenstein und der Rollfähre ging es an Bord, und Fährmann Emmerich Fischer chauffierte die Kultur-RadlerInnen zur gegenüberliegenden Drauseite.

Kunst und Kultur

Bei der Rückfahrt am R1 wurde eine kurze Rast beim Naturmosaik-Café im Freizeitzentrum Kellerberg eingelegt. An der letzten Station kamen schließlich allen KunstliebhaberInnen voll auf ihre Kosten: Direkt am Drauradweg in Gummern, wo zwei Skulpturen aus dem berühmten Krastaler Marmor stehen, erwartete Künstler Helmut Machhammer die Pedalritter. Er erzählte über die Besonderheiten

Mit der historischen Rollfähre setzten die RadlerInnen, unter Ihnen LAbg. Manfred Ebner (4. v.l.), von Lansach nach Feffernitz über.

www.lebensraumwasser.at

des weißen Marmors aus dem Krastal sowie über seine Erfahrungen als Bildhauer und langjähriges Mitglied des Vereins kunstwerk krastal. Abschließend hielt auch die Kulinarik Einzug in den Kultur Rad Pfad: Alle RadlerInnen durften sich über ein Drau.Kulinarik. Paket und damit auf einen geschmackvollen Einkehrschwung am R1 freuen.

Das sieht man gern.

Das hört man gern.

Die Verbindung mit Kunst, Kultur und Sport mit dem Element Wasser ist in der Initiative Lebensraum Wasser nichts Neues – seit acht Jahren ist die Zahl der facettenreichen Projekte an Kärntens Flüssen und Bächen stetig am Steigen. Am 1. Oktober lud das Lebensraum-Wasser-Team gemeinsam mit dem Verein Impulse zu einem Ausflug, bei dem zwei Wasser-erlebnisplätze und zahlreiche Naturjuwele von ihrer schönsten Seite „erfahren“ werden konnten: Der Kultur Rad Pfad entlang der Drau bei Weißenstein bot Bewegung und Wissenserwerb vor einer tollen Naturkulisse.

kaernten.ORF.at

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VERBUND für den Lebensraum Wasserkraft

Das 10,4 ha große Flachwasserbiotop Föderlach beim VERBUND-Draukraftwerk Rosegg-St. Jakob ist ein einzigartiges Naturschutzgebiet.

Als Musterbeispiel für die ökologisch angepasste Nutzung von Wasserkraft schützt und nutzt VERBUND die kostbare Ressource verantwortungsvoll. Für sein Engagement wurde das Unternehmen in den vergangenen neun Jahren mit insgesamt sieben LebensraumWasser-Zeichen ausgezeichnet.

gewordene Äsche, zum Umschwimmen des Kraftwerks genutzt. Verborgene Lockstrompumpen erzeugen einen Wasserstrom und lotsen die Fische direkt zum Umgehungsbach, über welchen sie den Kraftwerksbereich umschwimmen können. Dies trägt zum Erhalt der Artenvielfalt bei.

„Wasser ist eines der kostbarsten Güter dieser Erde. VERBUND ist sich des Wertes dieser erneuerbaren Energiequelle bewusst – wir gehen schonend damit um und schützen bei der Stromgewinnung Mensch, Natur und Klima“, sagt Dipl.-Ing. Dr. Karl Heinz Gruber, Vorstand der VERBUND Hydro Power AG. Projekte wie Fischwanderhilfen und Biotope haben in den vergangenen Jahren viele Flusslebensräume für Menschen, Tiere und Pflanzen aufgewertet.

Zur Sicherung des Hochwasserschutzes werden von VERBUND immer wieder Stauraumbaggerungen durchgeführt. Auch dabei wird versucht, den ökologischen Kreislauf zu schließen und das ausgehobene Material verantwortungsvoll wiederzuverwerten. Ein schönes Beispiel dafür ist die im Mai 2011 eröffnete ZikkuratDrauwelle in Ludmannsdorf, die nicht nur das größte Landart-Projekt Euro-

Zikkurat-Drauwelle

pas ist, sondern durch die angrenzenden Biotope auch einen Lebensraum für Tiere und Pflanzen bietet.

Wasserrastund Anglerplatz

Mit zwei besonderen LebensraumWasser-Projekten stellt VERBUND den Menschen in den „wasserkraftvollen“ Mittelpunkt. Der Wasserrastplatz beim VERBUND-Kraftwerk in Lavamünd lädt RadfahrerInnen und LäuferInnen zu einem „Einkehrschwung“ mit eindrucksvoller Aussicht auf die Drau, schönen Sitzgelegenheiten und einem modernen Trinkwasserbrunnen ein. Am 28. Oktober 2011 wird zudem beim Draukraftwerk Villach ein barrierefreier Anglerplatz eröffnet, der RollstuhlfahrerInnen ein ungetrübtes und sicheres Angelvergnügen garantiert.

Biotop Föderlach

Das 10,4 ha große Flachwasserbiotop beim Draukraftwerk Rosegg-St. Jakob ist ein einzigartiges Naturschutzgebiet. Seit den Gestaltungsmaßnahmen im Jahr 2006 wurden hier mehr als 120 Vogelarten gesichtet. Ein Aussichtsund Vogelbeobachtungspunkt gibt BesucherInnen des Drauradweges sowie OrnithologInnen die Möglichkeit der ungestörten Naturbeobachtung.

Fischwanderhilfe Villach

Die innovative, mehrfach ausgezeichnete Fischwanderhilfe beim Draukraftwerk Villach wird von mehr als 20 Fischarten, darunter auch die selten

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Größtes Landart-Projekt Europas und Lebensraum für viele Tiere und Pflanzen: Die Zikkurat-Drauwelle in Ludmannsdorf wurde am 27. Mai von Landesrätin Dr.in Beate Prettner und Dipl.-Ing. Dr. Karl Heinz Gruber, Vorstand der VERBUND Hydro Power AG, feierlich eröffnet.

Wasser in Fluss


Wasser Aus Bildung Wer das Thema Wasser spannend findet und sich in diesem Bereich gerne aus- und weiterbilden möchte, hat dafür in Kärnten verschiedene Möglichkeiten. Gemeinsam mit der Kärntner Verwaltungsakademie und der Österreichische Vereinigung für das Gas- und Wasserfach (ÖVGW) bietet die Unterabteilung Wasserwirtschaft des Kompetenzzentrums 8 der Kärntner Landesregierung die Ausbildung zum Wassermeister und zum Wasserwart an. Ersterer ist für die Anlagen und die Qualität der Wassergewinnung, -aufbereitung und -speicherung in Gemeinden verantwortlich, letzterer kümmert sich in Wassergenossenschaften und -verbänden um diese Bereiche. Verantwortungsvolle Aufgaben, die auch ein bestimmtes Vorwissen im Wasserbereich voraussetzen – und auch dieses kann in Kärnten erlernt werden. Die HTL Villach lehrt in der Studienrichtung Tiefbau alles über die Planung und den Bau von Anlagen für

114 Wasserlehrpfad Frantschach-St. Gertraud Welchen Weg legt das Wasser zurück, bevor es zu Hause aus dem Hahn fließt? Bei einer Führung am Wasserlehrpfad gibt es Einblicke und Infos zu diesem spannenden Thema. Infos: +43 4352 72180-19

die Trinkwasserver- und Abwasserentsorgung, die FH Spittal bereitet im Zweig Bauingenieurwesen und Kommunales Management für den Betrieb der entsprechenden Infrastruktur vor. Die Studienrichtung Geographische Informationssysteme (GIS) der FH Villach erarbeitet geographische Daten für das Naturgefahrenmanagement. Auch der Österreichische Wasser- und Abfallwirtschaftsverband (ÖWAV) bietet Ausbil-

dungen im Wasserbereich an, unter anderem zum Klärwärter, Schnei- und Gewässermeister. Und abwohl viele dieser Kurse in anderen Bundesländern stattfinden, werden einige von Kärntner Experten gehalten. Ausbildung Wassermeister / Wasserwart: DI Herfried Zessar, Tel. 050 536 18305, E-Mail: herfried.zessar@ktn.gv.at www.ovgw.at, www.oewav.at

Foto: Kärnten Werbung/ F. Gerdl

Raderlebnis mit Qualität

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Wandern und Klettern ...

UNABHÄNGIG

Groppensteinschlucht

Fledermausparcours

Die Groppensteinschlucht entlang des Mallnitzbaches wurde im Jahr 2011 neu ausgebaut und durch eine Steiganlage und eine Aussichtsplattform erweitert. Der neu inszenierte Schluchtenweg mit wildromantischen Bergsturzszenerien, beeindruckenden Kolken und phantastischen Wasserfällen ist ein Erlebnis für alle Sinne!

Neben der 300 m langen und 60 m hohen Tschepparutsche gibt es im Waldseilpark Tscheppaschlucht seit heuer einen neuen Parcours, der Spaß und Spannung auf buchstäblich höchstem Niveau garantiert: Am Fledermausparcours sind Schwindelfreiheit, Kraft und Klettertechnik gefragt!

Tourismusbüro Obervellach Tel.: +43 4782 2510 office@obervellach.at www.groppensteinschlucht.at

Waldseilpark Tscheppaschlucht Walter Mamedof Tel.: +43 664 135 57 43 www.waldseilpark-tscheppaschlucht.at

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... Angeln und Lernen

Barrierefreier Anglerplatz

Naturlehrpfad Rattendorf

Das siebente VERBUND-Projekt im Lebensraum Wasser setzt neue Maßstäbe für ein Petri Heil ohne Barrieren: Neben dem Draukraftwerk Villach wurde gemeinsam mit dem Fischereiverein Äsche ein asphaltierter Anglerplatz geschaffen, der RollstuhlfahrerInnen uneingeschränktes, sicheres Angelvergnügen bietet.

Der neue Naturlehrpfad entlang der Gail in Rattendorf lädt dazu ein, den Lebensraum der Tiere und Pflanzen am Wasser näher zu betrachten. Er bietet so eine lehrreiche Ergänzung zum Wassererlebnisweg Rattendorf, der auf Schautafeln die mit Hochwasser verbundenen Gefahren und Maßnahmen erklärt.

VERBUND Hydro Power AG Tel.: +43 50 313 33239 Fischereiverein Äsche Tel.: +43 676 74 89 810

Tourismusinformation Nassfeld/Hermagor Tel.: +43 4282 2043 markus.brandstaetter@hermagor.info www.hermagor.info

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Wasserexperimente Schaufelradboot Was wir benötigen: Sperrholz 4 mm und 10 mm Ringschraube ca. 10 m Schnur Rundholz 10 mm Rundholz 30 mm Kantholz 30 mm x 30 mm Wasserfester Holzleim

Bau das Boot gemäß der Online-Bastelanleitung nach und geh damit zu einem Bach mit einer etwas stärkeren Strömung. Setz das Boot ins Wasser, wickle die Schnur ab und lass das Boot abtreiben. Was passiert? Sobald sich die Schnur gespannt hat, beginnen sich die Schaufelräder aufgrund der Strömung zu drehen. Da die Schnur mit der Achse fix verbunden ist, wickelt sie sich nun auf und das Boot kommt zu dir zurück.

Download Bastelanleitung: www.lebensraumwasser.at oder www.ferlacherwasserschule.at

Wasserwirbel Was wir benötigen: eine Plastikflasche mit Verschluss Stab oder Kochlöffel Schneide den Flaschenboden ab und bohre in die Verschlusskappe ein Loch. Schraub den Verschluss fest auf den Flaschenhals und verschließ das Loch mit einem Finger. Fülle nun die Flasche mit Wasser. Nimm den Stab oder den Kochlöffel und rühre das Wasser stark um. Dann ziehe den Löffel heraus und gib das Loch frei. Was passiert? Durch das Umrühren entsteht ein Wirbel, der sich in der Folge bis zur Verschlusskappe verlängert. In der Natur ist das Verwirbeln und die Bewegung eine natürlichen Reinigungsart des Wassers.

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Kontakt: Projekt Wissens-Fluss Brunnenmeister Thomas Tautscher Tel.: 0650 240 85 75 office@ferlacherwasserschule.at www.ferlacherwasserschule.at

Wasser in Fluss


Der Ursprung der Lieser Ganz hinten im Pöllatal, wo das Hafnereck mit seinen Nachbarbergen eine immer enger werdende Schlucht bildet, springt die Lieser froh und munter aus dem Loch einer steil abfallenden Felswand. Hinter diesem hohen Felsen zieht sich das Lieserkar weit zurück in die Einsamkeit der Berge. An der Stelle des Kares soll sich vor langer Zeit einmal ein See ausgebreitet haben. In den umliegenden Bergen wurde einst nach Golderz gegraben. Die Bergknappen des Pöllatales wurden durch ihre Goldfunde immer reicher, und mit dem Reichtum wuchs auch ihr Übermut. Bald verbrachten sie ihre Zeit lieber in den Gasthäusern, als in den Stollen zu steigen. Sie tranken nur mehr aus goldenen Bechern, und auf der Kegelbahn schoben sie mit goldenen Kugeln nach goldenen Kegeln. Sie spotteten viel und waren auch an den Sonntagen nicht mehr in der Kirche zu sehen. Unter diesen Leuten befand sich auch ein tauber Knappe, der fleißig arbeitete und am Sonntag den Gottesdienst im Tal besuchte. Der Taube ermahnte seine Kollegen oft zu mehr Anständigkeit und Fleiß. Diese aber wiesen ihn ab und lachten nur über sein Gerede. 60

Als die Knappen nach einem wüsten Zechgelage wieder einmal in den Stollen einfuhren und mit ihren Arbeiten beginnen wollten, hielt sie ihr tauber Arbeitskollege an und meinte: „Leute, wartet ein wenig! Ich höre etwas rauschen!“ Einen Augenblick lang horchten auch die anderen in den Berg. Dann aber brachen sie in schallendes Gelächter aus und schrien durcheinander: „Du bist wohl narrisch! – Wenn wir nichts hören, was soll dann erst ein Tauber hören?“ Der Taube warnte seine Kollegen noch einmal und bat sie, den Stollen zu verlassen, ehe ein Unglück geschähe. Weil die Männer wieder nur mit Lachen antworteten, verließ der taube Knappe eilig den Stollen. Kaum hatte er das Tageslicht erreicht, stürzte ein Wasserstrom aus dem Stollen und riss seine Kollegen mit in die Tiefe. Die Bergleute hatten nämlich mit ihren Meißeln den See über dem Bergwerk angebohrt. Der gerettete taube Knappe konnte von diesem Tag an wieder hören. Und weil er es war, der durch sein „liesnen“ – ein altes Wort für horchen – das Wasser hatte kommen hören, wurde der Bach, der seitdem aus dem Felsen fließt, einfach „Lieser“ genannt.

Bacherlebnis Pöllatal

www.lebensraumwasser.at

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Wassertermine & Wasserwissen bis 26.10. | 10-17 Uhr: Führungen durch die VERBUND-Kölnbreinsperre. Ort: Malta. Infos: 050 313 32269.

Auge 98%

28.10. | 11 Uhr: Übergabe des Lebensraum-Wasser-Zeichens an den Barrierefreien Anglerplatz Villach. Ort: Villach, Drau-Nordufer nahe WillroiderParkplatz. Infos: 0463 419 100-14.

Lunge 86%

5.11. | 14.00-21.30 Uhr: Seminar „Neuer Kult um altes Brauchtum“. Ort: BIOS Nationalparkzentrum Mallnitz. Infos und Anmeldung: 04784 701.

Herz 90%

Leber 86% Muskeln 75%

27.11. | 19 Uhr: Vernissage Ausstellung „Karfunkelherz – Die Kraft des Wesentlichen“. Ort: Granatium Radenthein. Infos: 04246 291 35. 17.12. | 19.30 Uhr: Konzert Julia Malischnig Quartett „City of Dreams“. Ort: Granatium Radenthein. Kartenreservierung: 04246 291 35.

Gehirn 90%

Blut 83%

Niere 83%

Aus wie viel Wasser besteht mein Körper?

Weitere Infos und Termine auf: www.lebensraumwasser.at

Am Altarm der Drau bei Weißenstein zeigt sich der Herbst von seiner schönsten Seite.

Jet News zt le beste tter llen Lebensraum-Wasser-Newsletter Ihre Ansprechpartner Zwischen April und Oktober bekommen Sie den Newsletter mit aktuellen Terminen, Festen, Aktivitäten und Eröffnungen an Kärntens zahlreichen Wassererlebnisplätzen per E-Mail zugesandt. Bestellen Sie den Newsletter jetzt unter: www.lebensraumwasser.at Besuchen Sie uns auf Facebook! facebook.com/LebensraumWasser

Mag. Johannes Lutnik, Büro LRin Dr.in Beate Prettner Tel.: 050 536-22307, johannes.lutnik@ktn.gv.at Mag. Tina Tomasch, arco GmbH Tel.: 0463 419 100-11, info@lebensraumwasser.at Mag. Berndt Triebel, Abteilung 15 des Landes Kärnten Tel.: 050 536-41571, berndt.triebel@ktn.gv.at

Mit freundlicher Unterstützung von:

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Impressum: Herausgeber, Medieninhaber und Verleger: Amt der Kärntner Landesregierung, Büro Dr.in Beate Prettner, Arnulfplatz 1, 9021 Klagenfurt am Wörthersee, Tel.: 050 536-0, www.lebensraumwasser.at. Konzeption, Umsetzung und Text: arco GmbH, Klagenfurt am Wörthersee. Fotos: VERBUND, Kelag, Projektpartner, Franz Gerdl, Gemeinden, Thomas Holzer, René Puglnig, Gernot Koboltschnig, KIS, Wiedl, Stefan Eder, Tina Tomasch, Gernot Gleiss, AKL18 Tichy, Wolfgang Wagner, Jessica Maier, iStock. Alle Angaben ohne Gewähr. Sämtliche Rechte und Änderungen vorbehalten. Stand: Oktober 2011

Wasser in Fluss - Ausgabe 15 - 2011  

Unsere Wasserzeitung "Wasser in Fluss" erscheint zweimal jährlich (Frühsommer, Herbst). Sie können hier alle bisherigen Ausgaben downloaden...

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