Page 1

Ausgabe 14┃2011

Wasser in Fluss w w w. l e b e n s r a u m w a s s e r. a t

101

Glanpark - Fluss in der Stadt, Klagenfurt am Wörthersee

Beate Prettner Landesrätin Dr.in Beate Prettner ist als Referentin für das gute Kärntner Wasser zuständig. Mit der Landesinitiative Lebensraum Wasser setzt sie auch 2011 wieder wichtige Impulse an Kärntens Flüssen und Bächen.

8. Kärntner Wasserlauf

Jubiläum beim Wasserfest

Der Wasserlauf 2011 fand heuer mit einer Rekordteilnehmerzahl von über 300 Läuferinnen und Läufern in Villach-Maria Gail statt. Einen Rückblick finden Sie auf Seite 5 - alle Bilder und Ergebnisse online unter: www.wasserlauf.at

Ferlach steht auch 2011 wieder ganz im Zeichen des Wassers. Heuer feiert das große Wasserspektakel den 5. Geburtstag - mit vielen Stationen, Spielen, Fährfahrten, Schmankerl und viel Wasser an und in der Drau! Mehr auf Seite 13.


Sommer und Herbst ... erste Einblicke in die wasserreichen Aktivitäten 2011. Vorgestellt wurden die fünf neuen Wassererlebnisplätze, die die Lebensraum-Wasser-Landkarte heuer auf insgesamt 122 Projekte wachsen lassen. Von 14. bis 17. April holten sich alle Freunde von Lebensraum Wasser auf der Freizeitmesse in Klagenfurt den druckfrischen Projektfolder und zahlreiche Preise beim beliebten Glücksrad. Ein Highlight waren die Wasserexperimente von Brunnenmeister Thomas Tautscher, dessen Projekt „Wissens-Fluss“ heuer neu eröffnet wird – mehr dazu auf den Seiten 8 und 18. Die Kinder der Volksschule Lavamünd sangen sich bei der Eröffnung des Wasserrastplatzes beim VERBUND-Kraftwerk Lavamünd mit dem Wasserlied in alle Herzen.

Nach einem farbenprächtigen Herbst und einer kurzen Winterpause steht Lebensraum Wasser nun bereits mitten im neu(nt)en Projektjahr – und das bringt wieder ein buntes Programm an Kärntens Flüssen und Bächen mit sich. Den feierlichen Jahresauftakt bildete die Übergabefeier des Lebensraum-WasserZeichens an das VERBUND-Projekt Zikkurat-Drauwelle, der sportliche Startschuss erfolgte beim 8. Kärntner Wasserlauf – aber eines nach dem anderen … Am 10. September wurde mit 100 gut gelaunten Gästen der Wasserlehrpfad Frantschach-St. Gertraud mit dem Lebensraum-Wasser-Zeichen ausgezeichnet. Der „wanderbare“ Lehrpfad

Das kleine Lebensraum-Wasser-Zeichen soll die Partner auch zu Hause oder am Arbeitsplatz an die Eröffnung, aber auch die Verantwortung dafür erinnern.

2

gewährt spannende Einblicke in die 2005 generalsanierte Wasserversorgung der Marktgemeinde und schafft damit einen sensibleren Bezug zum Thema Wasser. Eine Woche später fand die nächste Übergabefeier statt: Mit dem Wasserrastplatz beim Kraftwerk Lavamünd wurde das fünfte Lebensraum-Wasser-Projekt von VERBUND eröffnet. Das Wasser floss an diesem Tag nicht nur in der Drau vorbei, sondern kam auch in Strömen vom Himmel - die Stimmung in den wetterfesten Zelten des Pionierbataillons Villach war jedoch ungetrübt.

Ausklang 2010

Das letzte Lebensraum-WasserZeichen des Jahres 2010 wurde am 1. Oktober übergeben. Mit der Waldsportarena Poitschacher Graben wurde eine Wassererlebnisstrecke zwischen Feldkirchen und Himmelberg eröffnet, die Sport und Erholung abseits vom Lärm und Stress des Alltags bietet. Am 1. Dezember war es schließlich Zeit für eine „geschmackvolle“ Bilanz des Projektjahres 2010 - Vertreter aller unterstützenden Partner aus Wirtschaft und Medien trafen sich im Klagenfurter Weidenhof, um die vergangenen Monate bei einem ausgezeichneten Essen Revue passieren zu lassen.

Am Wasser laufen

Sport und Wasser standen am 17. Mai im Mittelpunkt des Geschehens: Über 300 LäuferInnen zwischen 5 und 62 Jahren fanden sich am Sportplatz Maria Gail zum 8. Kärntner Wasserlauf ein, um bei fünf Bewerben ihr Bestes zu geben. Und der Wasserlauf machte seinem Namen wie gewohnt alle Ehre. Dem feierabendlichen Laufvergnügen tat das aber keinen Abbruch – und die begeisterten Gewinner freuten sich über mehr als 100 tolle Preise im Wert von über 10.000 Euro.

Größtes Land-Art-Projekt Europas

Das VERBUND-Projekt Zikkurat-Drauwelle ist das größte und schönste Land-Art-Projekt Europas und ein wertvolles Naturschutz-Projekt. Am 27. Mai wurde es von Landesrätin Dr.in Beate Prettner mit dem Lebensraum-WasserZeichen ausgezeichnet. Die Eröffnung

Auftakt 2011

Nach einer kurzen Winterpause gab Wasserreferentin Dr.in Beate Prettner bei der Pressekonferenz am 18. März Das neue Lebensraum-Wasser-Zeichen begeistert – hier beim Wasserlehrpfad Frantschach-St. Gertraud – das Guckloch ist ein beliebtes Fotomotiv mit Kindern.


... im Lebensraum Wasser Wasser In Fluss spricht mit Wasserreferentin Landesrätin Dr.in Beate Prettner:

Blickten gemeinsam auf ein erfolgreiches Lebensraum-Wasser-Jahr zurück: Mag. Werner Pietsch (KELAGMarketingleiter), DI Kurt Rohner (Leiter Abt. 18 – Wasserwirtschaft), Dr.in Beate Prettner, Erich Obertautsch (Landesdirektor Wiener Städtische Versicherung) und Dr. Robert Kobau (Kommunikationsleiter VERBUND Hydro Power AG).

war mit 150 BesucherInnen ein Großereignis, zu dem DI Dr. Karl Heinz Gruber, Vorstand der VERBUND Hydro Power AG, Manfred Maierhofer, Bürgermeister von Ludmannsdorf sowie die Künstler Armin Guerino, Tomas Hoke und DI Edmund Hoke eingeladen hatten.

Weitere Projekte

Am 1. Juli 2011 wird dem Projekt Wasserrad-Kraftwerk Wurlabach das Lebensraum-Wasser-Zeichen übergeben. Hier zeigt sich eindrucksvoll, wie durch die Kraft des Wassers saubere Energie erzeugt wird. Am 6. Juli feiern wir in Bleiburg die Bienenwelt Bründl, sie bietet Informationen zu den Themen Honig, Bienenwachs und erhält dafür das Landeszeichen überreicht. Zwischen diesen beiden Terminen liegt ein weiterer Höhepunkt des Lebensraum-Wasser-Jahres: Zum 5. Mal geht rund um das VERBUND-Kraftwerk Ferlach-Maria Rain das große Ferlacher Wasserfest über die Bühne. Es locken zahlreiche Erlebnisstationen für Jung und Alt, exklusive Führungen durch das Kraftwerksgebäude und ein spannendes Entenrennen, bei dem es wieder tolle Preise zu gewinnen gibt. Am 21. Juli wird das Projekt „Übers Wasser wackeln und schweben“ in Kötschach-Mauthen eröffnet. Der Hochseilgarten des Alpenvereins bietet Spaß und Abenteuer für alle Altersklassen. Drei weitere neue Projektplätze

www.lebensraumwasser.at

bekommen ihr Lebensraum-WasserZeichen schließlich im Herbst offiziell übergeben: „Brückenblick mit Blumenglück“ in St. Jakob im Rosental, Wissens-Fluss in Ferlach und der Behindertengerechte Anglerplatz in Villach. Was es im Herbst an Kärntens Flüssen und Bächen noch alles zu erleben gibt, erfahren Sie in der nächsten „Wasser in Fluss“ – bis dahin wünsche ich einen tollen Sommer im Lebensraum Wasser! Herzlichst

Ihre Dr.in Beate Prettner Referentin für das gute Kärntner Wasser

Lebensraum Wasser ist nun im neunten Projektjahr. Ihr Resümee? Die Lebensraum-Wasser-Landkarte ist seit 2003 stetig am Wachsen. Heuer gibt es bereits 122 Projekte, die an Kärntens 8.000 Flusskilometern besucht, erlebt und bestaunt werden können. Auch das Interesse an den wasserreichen Naturjuwelen steigt immer weiter an, es ist ja auch wirklich für jeden etwas dabei: Von Abenteuer, Sport und Spiel über Gesundheit, Kulinarik, Kunst und Kultur decken die Schwerpunkte der einzelnen Projektplätze ein sehr breites Spektrum ab. Wir sind mit Lebensraum Wasser also auf dem richtigen Weg und werden diesen weiter gehen, um das wertvolle Kärntner Wasser auch in Zukunft frei zugänglich zu halten. Was möchten Sie den Kärntnerinnen und Kärntnern für den Umgang mit ihrer kostbaren Ressource mitgeben? In Kärnten verfügen wir über eine exzellente Wasserqualität und -versorgung. Diese Tatsache ist nicht selbstverständlich: Der Anspruch auf sauberes Wasser wurde zwar im Jahr 2010 von den Vereinten Nationen als allgemeines Menschenrecht festgeschrieben, dennoch haben weltweit 884 Mio. Menschen keinen genügenden Zugang zu sauberem Wasser und jährlich sterben sogar rund 2 Mio. Menschen an den Folgen davon. Wir verbrauchen 120 Liter Wasser pro Tag „aktiv“ beim Trinken, Waschen und Kochen, aber etwa 30-mal so viel „virtuell“ durch Kleidung, Essen und Auto. Jeder von uns sollte den eigenen Wasserverbrauch hinterfragen und reduzieren. Denn unser Konsumverhalten hat starken Einfluss auf unsere Umwelt, von der wiederum das Wasser ein essenzieller Bestandteil ist. Passen wir gemeinsam gut auf unser Wasser auf, damit es uns als Lebensraum noch lange Freude bereitet!

3


Lebensraum Wasser auf der Freizeitmesse Landesrätin Dr.in Beate Prettner freut sich über die 122 Projekte, die Lebensraum Wasser 2011 präsentiert. Erfinder von Lebensraum Wasser – LTAbg. Ing. Reinhart Rohr kann sich noch gut an die Anfänge erinnern.

an Kärntens 122 Wassererlebnisplätzen groß ist, zeigte sich in einem kaum abreißen wollenden Andrang beim einladend bunten Standplatz mit dem buchstäblich gewinnversprechenden Glücksrad. Ein besonderer Besuchermagnet war auch Brunnenmeister Thomas Tautscher: Der Ferlacher Wasserexperte, der mit seinem Projekt Wissens-Fluss heuer neu in der Lebensraum-WasserLandkarte aufscheint, zeigte einige Wasserexperimente mit einfachen Behelfsmitteln vor – zwei davon sind auf Seite 18 näher erklärt. Wasserreferentin Dr.in Beate Prettner stattete dem Lebensraum-Wasser-Stand gemeinsam mit Projektinitiator LAbg. Ing. Reinhart Rohr einen Besuch ab und lud die Messebesucher zu einem Besuch der fünf neuen Projektplätze ein.

Auch heuer war Lebensraum Wasser wieder auf der Freizeitmesse in Klagenfurt vertreten – mit einem einladenden Stand, dem neuen Projektfolder, dem beliebten Glücksrad und spannenden Wasserexperimenten.

Lust auf Frühling, Freizeit und frische Ideen: Von 14. bis 17. April gab es am Messegelände in Klagenfurt jede Menge davon zu genießen. Klar, dass Lebensraum Wasser zu diesem Anlass nicht fehlen durfte. Dass das Interesse

Die Wasserexperimente faszinierte die Besucher.

FRECH, FRISCH, KÄRNTNERISCH Einfach anrufen und die Kärntner Tageszeitung 4 Wochen gratis und unverbindlich testen. 0463/283040 *Der Gratis-Test kann nur in Anspruch genommen werden, wenn die „KTZ“ im jeweiligen Haushalt während der letzten 3 Monate weder im Abonnement bezogen noch getestet wurde. Diese Aktion gilt in Kärnten. Satz- und Druckfehler vorbehalten. Unter der Tel.-Nr. 0 463 / 28 30 40 oder unter www.ktzabo.at erfahre ich alle laufenden Aboaktionen. Ich bin bis auf jederzeitigen Widerruf damit einverstanden, über weitere Aktionen der „KTZ“ auch telefonisch oder per E-Mail informiert zu werden. Der Testzeitraum endet nach 4 Wochen automatisch.

www.ktzabo.at - www.ktzabo.at


8. Kärntner Wasserlauf war ein echter Renner Für jedes Alter und jede Kondition: die 5 Bewerbe des Kärntner Wasserlaufs begeisterten heuer über 300 Läuferinnen und Läufer in Villach-Maria Gail, sogar Reiny Reineke aus der Walderlebniswelt schaute vorbei – hier im Bild recht außen.

Über 300 LäuferInnen folgten der Einladung von Wasserreferentin Landesrätin Dr.in Beate Prettner und liefen beim 8. Kärntner Wasserlauf am 17. Mai 2011 in Villach-Maria Gail mit. Welches Element beim 8. Kärntner Wasserlauf in Villach-Maria Gail im Mittelpunkt stand, war nicht zu übersehen. Trotzdem begrüßte das Wasserlaufteam heuer eine Rekord-Teilnehmerzahl: Über 300 Läuferinnen und Läufer zwischen fünf und 62 Jahren sammelten sich am Sportplatz Maria Gail, um bei fünf verschiedenen Bewerben ihr Bestes zu geben.

Aufwärmen mit Reiny Reineke

Pünktlich zum Start des Kinderlaufes um 18 Uhr setzte Petrus „sein“ Wasser gekonnt in Szene: Die 50 jüngsten LäuferInnen starteten nach kurzem Aufwärmen mit WalderlebnisweltMaskottchen Reiny Reineke in den 500 m langen Kurs am Sportplatzgelände. Die beiden Schnellsten aus allen vier Altersklassen, Kathi Nowak und Max Ulbing, waren mit jeweils 01:29 gleich schnell. Beim darauffolgenden An der Gail entlang trotzten die Läuferinnen und Läufer dem Regen und den Kilometern.

Jugendlauf über 1.500 m ließen Lukas Matitz (04:21) und Bernhard Lippe (04:25) ihre KonkurrentInnen deutlich hinter sich.

Regen(bogen) an der Gail

Zum Start von Volks- und Wasserlauf sowie dem Nordic-Walking-Bewerb um 19 Uhr gesellte sich auch ein wunderschöner Regenbogen. Von den Tribünen am Sportplatz Maria Gail wurden die LäuferInnen von einem begeisterten Publikum angefeuert – und dank einer perfekt organisierten Streckenführung entlang der Gail durch den LC Villach war auch die Begeisterung der SportlerInnen sehr groß.

Schnellste Wasserläufer

Als Schnellster überquerte Laufprofi Markus Hohenwarter in einer Zeit von 00:43:03 die Ziellinie – er freute sich über eine KELAG-Ballonfahrt für zwei Personen. Auch am Siegertreppchen in der Damenwertung war der Kärntner Energiekonzern „vertreten“: Sabine Kozak vom KELAG Energy Running Team absolvierte die 13,2 km in einer Zeit von 00:52:13 als schnellste Dame – sie darf nun ein Jahr lang gratis im Mrs. Sporty Club Villach trainieren.

00:23:54 und Christian Robin mit 00:20:35, beim Nordic Walking über dieselbe Strecke Claudia Trattnig (00:32:36) und Alfred Spanschel (00:32:44). Auch Wasserreferentin Dr.in Beate Prettner war mit NordicWalking-Stöcken dabei – sie walkte als 14. der Damenwertung durchs Ziel. Zum Abschluss des 8. Kärntner Wasserlaufes wurde es noch einmal spannend, als es zur Verlosung des E-Bikes von Kärnten voller Energie kam. Die kleine Glücksfee Leonie zog aus allen TeilnehmerInnen die Startnummer 48 – und verhalf somit Gerd Oberlechner von der Infineon Technologies Austria AG zu einem „energiegeladenen“ fahrbaren Untersatz. Alle Fotos und Ergebnislisten unter www.wasserlauf.at

Glückliche Sieger

Als jüngste Läuferin bewältigte die zehnjährige Anna-Katharina Kollisch in einer tollen Zeit von 01:16:04 die 13,2 km lange Strecke. Beim 6,3 km langen Volkslauf siegten Anja Prieler mit

www.lebensraumwasser.at

So sehen Sieger aus. Weißenstein Vize-Bgm. Manfred Ebener, Villach-Sportstadtrat Dr. Josef Zauchner, Landesrätin Dr.in Beate Prettern und LTAbg. Ing. Reinhart Rohr feierten mit den Gewinnern.

5


Europas größtes Land-Art-Projekt eröffnet

Hier sieht man die ganze Dimension des größten Land-Art-Projektes in Europa – auf 13 ha zeigt sich die Symbiose Wasserkraft, Kunst und Naturschutz von ihrer schönsten Seite.

Eine gräserne Schnecke windet sich aus dem Wasser und rollt sich zu einem kunstvollen Hügel zusammen, dahinter ein natürlicher Damm in Form einer Wellenkette: Die Zikkurat-Drauwelle ist das größte LandArt-Projekt Europas und zusätzlich ein wertvolles Naturschutz-Projekt. Am 27. Mai 2011 wurde das Projekt von Landesrätin Dr.in Beate Prettner mit dem Lebensraum-Wasser-Zeichen ausgezeichnet und gleichzeitig eröffnet. Hinter dem Projekt steckt ein kraftvoller Name: VERBUND. Das Unternehmen stellt durch den Ausbau seiner Lebensraum-Wasser-Projekte eindrucksvoll

6

unter Beweis, dass es die Wertigkeit des Wassers nicht nur zur sauberen Energiegewinnung zu schätzen weiß. Nach der Kölnbrein-Staumauer, dem Kraftwerk Reißeck, dem Fischaufstieg Villach, dem Biotop Föderlach und dem Wasserrastplatz Lavamünd wurde nun das sechste VERBUND-Projekt mit dem Lebensraum-Wasser-Zeichen des Landes Kärnten ausgezeichnet.

Kunstvoll aufgetürmt

Die Zikkurat wurde ursprünglich von VERBUND als Kompensation für Stauraumbaggerungen erschaffen. Der Architekt DI Edmund Hoke, der Bildhauer Tomas Hoke und der Maler Armin Guerino erschufen dieses

Hunderte VERBUND-Luftbaloons eröffneten die Zikkurat-Drauwelle, der Wind trug sie passenderweise genau über die Zikkurat und das Flachwasserbiotop flussabwärts.

Land-Art-Projekt gemeinsam mit DI Ingo Mohl vom Umweltbüro Klagenfurt. Heute bietet es als Aussichtsplattform einen malerischen Blick ins Rosental, auf die Karawanken und das umliegende Gelände.

Eisvogel eingenistet

Das neu geschaffene Flachwasserbiotop schafft durch die unterschiedlichen Tiefen und Temperaturen sowie den dazwischen liegenden Landwellen – die sanft ins Wasser gleiten – Lebensräume für eine Vielzahl von Fischen, Vögeln und Pflanzen. Seit 2010 hat sich hier sogar ein Eisvogel eingenistet – die wohl schönste Auszeichnung, die man von der Natur bekommen kann.

Die Zikkurat-Drauwelle ist eine Naherholungszone für Menschen und Tiere. Die Schüler fanden den Eröffnungstag besonders cool, da sie das Klassenzimmer ins Freie verlegen konnten.


Technik und Naturschutz

Manfred Maierhofer, Bürgermeister von Ludmannsdorf, und DI Dr. Karl Heinz Gruber, Vorstand der VERBUND Hydro Power AG, sind sich einig: „Die Zikkurat-Drauwelle ist eine europaweit einzigartige Kombination von technischer Notwendigkeit, sozialem Nutzen und Naturschutz.“ Die Auszeichnung ist für sie Bestätigung, auf dem richtigen Weg zu sein.

Große Feier in Selkach

Landesrätin Dr.in Beate Prettner war beeindruckt von der Symbiose Wasser, Kunst und Naturschutz. Die Wasserreferentin begrüßte das 119. Lebens raum-Wasser-Projekt mit über 150

Ehrengästen, dem österreichischen Bundesheer, den Einheimischen und Kindern der Volksschule Ludmannsdorf, die dem Projekt mit ihren Liedern einen sehr persönlichen Rahmen gaben.

• • •

DI Karl Kreutler, VERBUND-Werkgruppenleiter Drau DI Dr. Klaus Rapp, Geschäftsführer VERBUND Umwelttechnik GmbH Heinrich Kattnig, Bürgermeister St. Jakob i. R. und viele mehr.

Mitgefeiert haben: • Bundesrätin Ana Blatnik • Altbürgermeisterin Stefanie Quantschnig • Vizebürgermeisterin Christine Gaschler-Andreasch • Vizebürgermeister Günther Kruschitz • Landesdirektor Erich Obertautsch, Wiener Städtische Versicherung AG • Dr. Robert Kobau, Prokurist VERBUND Hydro Power AG

Stolz auf das neue Lebensraum-Wasser-Zeichen: Erich Obertautsch (Wiener Städtische Versicherung), DI Dr. Karl Heinz Gruber (VERBUND Hydro Power AG), Manfred Maierhofer (Ludmannsdorf), Beate Prettner, DI Edmund Hoke, DI Ingo Mohl (Umweltbüro Klagenfurt), Armin Guerino, Tomas Hoke.

7


wackeln und wandern ...

Übers Wasser wackeln und schweben

Bienenwelt Bründl Bleiburg

Der Hochseilgarten des Alpenvereins verläuft hoch über dem Valentinbach. Die darauf zu absolvierenden Übungen bieten Spaß und Abenteuer und stärken auch das Selbstvertrauen sowie den Teamgeist von Jung und Alt. Kosten von EUR 5,bis EUR 13,- (je nach Parcours), geöffnet: Juni bis September.

Die Bienenwelt ist ein wunderschöner Naturplatz oberhalb des Bründlteichs in Bleiburg. Der Bienenzuchtverein Petzenland-Peca betreibt und pflegt diese Oase für die fleißigen Honigsammler – die Carnica-Biene. Der Honig schmeckt übrigens hervorragend …

Alpenverein Sektion Obergailtal-Lesachtal Josef Lederer Tel.: +43 4715 8243 office@oeav-obergailtal.at

Bienenzuchtverein Petzenland-Peca Erich Rudolf Tel.: +43 650 926 25 21 rudolf.erich@aon.at

Raderlebnis mit Qualität

NEU! Drau.Kulinarik.Paket: inkl. Genießer-Gutschein für Speis und Trank im Wert von EUR 15,- plus Rezeptsammlung mit vielen Küchengeheimnissen und Infos zum Drauradweg. Preis EUR 15,Bestellen unter: Mail: drauradwegwirte@arco.at

Über 50 Partner in Kärnten und Osttirol:

Die Drauradweg Wirte garantieren: kostenlose WC-Benützung radlerfreundliche Speisen nachmittags kleine Karte

sichere Radabstellplätze Rat & Tat für Ihren Radurlaub und vieles mehr ...

Beherberger Gastronomie Camping

Radverleih / -service Ausflugsziele Transportpartner

Kostenlose Infos: +43 463 3000 www.drauradweg.com


... spüren und sehen

Wissens-Fluss

Brückenblick mit Blumenglück

Wie wird ein Fels zum Rundkorn, was ist der Kapillareffekt und wie stark ist die Wasserkraft? Ein spannender WasserWorkshop am Loiblbach macht das flüssige Nass hautnah erlebbar und begeistert mit vielen Wasserexperimenten. Kostenbeitrag pro Workshop, pro Klasse: EUR 150,-.

Von der neuen Holzbrücke über den Großen Suchagraben kann man faszinierende Panoramen genießen: Zur einen Seite auf die beeindruckende Zikkurat-Drauwelle, zur anderen Seite in Richtung des Natura-2000-Gebiets Fronwiesen mit seinen einzigartigen Orchideen.

Ferlacher Wasserschule e.U. Brunnenmeister Thomas Tautscher Tel.: +43 650 240 85 75 office@ferlacherwasserschule.at

Marktgemeinde St. Jakob im Rosental Vizebgm. Guntram Perdacher Tel.: +43 4253 2295 St.jakob.ros@ktn.gv.at

Lebensraum Wasser Folder 2011 Alle 122 Projekte auf einen Blick – mit AnsprechpartnernInnen und Kontaktnummern. Der ideale Begleiter für spannende Stunden an den schönsten Wasserplätzen an Kärntens Flüssen und Bächen. Gratis bestellen: info@lebensraumwasser.at, Tel.: +43 463 419 100-16 www.lebensraumwasser.at


Ausflugstipps ... Draufähre Lansach-Feffernitz Die Rollfähre zwischen Lansach und Feffernitz war einst eine wichtige Verbindung über die Drau. Die Gemeinden Paternion und Weißenstein haben diese alte Tradition wieder zu neuem Leben erweckt. Wer am Drauradweg R1 unterwegs ist, kann das Rad aufschiffen und in historischer Manier übersetzen. Info: +43 4245 2385-22

68

Raggaschlucht Der Raggabach schuf eine der schönsten Schluchten der Alpen, die seit 1882 erstmalig begehbar ist. Durch Muren und Hochwasser sechsmal zerstört, werden die Stege immer wieder aufgebaut. Seit 1978 ist die wildromantische Raggaschlucht im Mölltal ein Naturdenkmal und immer einen Besuch wert. Infos: +43 4785-615 oder -333

14

Glanpark – Fluss in der Stadt Wer vom Trubel und Lärm der Stadt genug hat, kann mitten in Klagenfurt in diese grüne Oase direkt an der Glan „abtauchen“. Mit einem Trinkwasserbrunnen, Schatten spendenden Bäumen, urigen Holzbänken und -sonnenliegen und einem „Piratenschiff“ für Kinder lässt sich der Alltagsstress vergessen. Infos: +43 463 537-5110

5

14 62 22

101

68

55

Grottengolf Beim „Crossgolfen“ in der beeindruckenden Zirknitzgrotte lassen sich Bewegung, Spaß und Naturerlebnis verbinden. Ziel ist es, den Ball querfeldein mit möglichst wenigen Schlägen durch die Grotte zu spielen. Gegolft werden kann bis August, täglich von 10 bis 18 Uhr. Tickets gibt’s beim Freibad Großkirchheim. Info: +43 4825 521-27

5

10

Drauschifffahrt Südkärnten Naturlandschaften bestaunen, Live-Musik lauschen, regionale Köstlichkeiten schlemmen, Geburtstage oder Hochzeiten feiern: An Bord der MS Magdalena wird die Schifffahrt zum Wassererlebnis für alle Sinne! An „verkehrsfreien“ Tagen ist das Schiff an der Anlegestelle Seidendorf als Genusscafé und -restaurant geöffnet. Info: + 43 650 50 77 999

108

Wasser in Fluss


... für den Sommer Stauseearena Lavamünd Ob Schauspiel, Konzerte, Lesungen oder Filmvorführungen – in der Stauseearena vor der Naturkulisse der Drau wird jede Darbietung zum besonderen Erlebnis! Die halbkreisförmige hölzerne Arena wurde nach antiken Vorbildern konstruiert, jeder Zuschauer hat einen uneingeschränkten Blick auf die Tribüne. Infos: +43 4356 2555-16

120

Gailtaler Wünschelrutenwanderweg Nicht sichtbare Phänomene mit der Wünschelrute aufspüren, Kraftplätze und die Einwirkung von Erdstrahlen auf Natur und Mensch erkennen kann man bei einer geführten Wünschelruten-Wanderung am ZiselingBacherl. Schärfen Sie ihren sechsten Sinn und erleben Sie die Natur mit anderen Augen! Info: +43 4282 2069

55

Wassererlebnis-Kneippbecken Eberstein Die Wasserraststätte Grabenköhler mit ihrem Herzstück, dem Kneippbereich, bietet Erfrischung und Erholung mit Gesundheits-Bonus. Wassertretbecken, Armbad und viele Erholungs- und Erlebniszonen lassen Sie die heilende Wirkung des Wassers spüren. Unser Tipp: Das Kneippfest am 7. August von 10 bis 16 Uhr. Infos: +43 4264 8120 oder -8181

105

105 101

108

120

77

Birdwatching Drauschleife Wernberg Vom Rastplatz direkt am Drauradweg aus kann die kunterbunte Vogelwelt der Drauschleife erkundet werden. Infotafeln geben Auskunft über die unterschiedlichen gefiederten Bewohner des Areals, die Aussichtsplattform am Ende des Birdwatching Trails bietet panoramareiche Ein- und Ausblicke. Infos: +43 463 329 666-13

77

www.lebensraumwasser.at

Wassererlebnisbereich Graggltümpfe Was gibt es an heißen Sommertagen schöneres als kühles, klares Wasser? Die Graggltümpfe an der 125 m langen Ausleitung eines Nebenarms der Lieser laden zu einem Sprung in die erfrischenden Fluten ein. Das Naherholungsgebiet bei Trebesing mit Liegewiese und Grillplatz ist der ideale Ort, um auszuspannen und Kraft zu tanken. Info: +43 4732 2391

62

11


Aktion Kinder-GZP 2011 Während unsere Zeitung in Druck war, wurde auch anderorts fleißig gebaut: Im Rahmen der Aktion Kinder-Gefahrenzonenplan (GZP) versuchten sich drei Volksschulklassen als Hochwasserexperten. Wasser ist ein wertvolles Gut und fantastisches Element – und doch, wie sich bei Hochwässern und Überschwemmungen immer wieder zeigt, kann es große Gefahren mit sich bringen. Wie man sich gegen diese Gefahren schützen kann, haben in den vergangenen Jahren schon viele Kärntner Schüler bei der Aktion Kinder-GZP gelernt.

Wer gut plan, dessen Häuschen behält einen trockenen Keller! Landesdirektor Erich Obertautsch ist bei den Outdoortagen selbst dabei (Bild unten links). Gelbe und rote Fähnchen markieren die gefährlichen Zonen (Bild unten rechts).

Auch heuer machten sich wieder drei Schulen daran, gemeinsam mit Spezialisten der Wildbach- und Lawinenverbauung (WLV) und der Abteilung 18-Wasserwirtschaft der Kärntner Landesregierung selbst gebastelte Miniatur-Häuschen auf ihre Hochwassersicherheit zu testen. Die Berichte und Fotos davon gibt es in der HerbstAusgabe der Wasser in Fluss – lassen wir uns überraschen!

Sorgenfrei in die Zukunft:

Umweltschutz & Prävention Erich Obertautsch, Landesdirektor der Wiener Städtischen Versicherung: „Mit den Themen Umweltschutz und Prävention investieren wir gezielt in unsere Zukunft. Wir übernehmen die Sorgen unserer KundInnen: vom Wetter bis zur finanziellen Absicherung ihrer Zukunft.“

Telefon: 050 350 44203 www.wienerstaedtische.at

12

Die Wiener Städtische steht als führendes Versicherungsunternehmen Österreichs für Vorsorge, Schutz und Sicherheit – Kriterien, die in der nachhaltigen Beziehung zu Kundinnen und Kunden sowie den Projektpartnern zählen. Als „Sorgenmanager von heute“ und „Vorsorgemanager für morgen“ ist der Wiener Städtischen das Engagement im Umweltbereich ein besonders wichtiges Anliegen. Gilt es doch, die kostbaren Güter des Landes zu schützen und für nachfolgende Generationen zu sichern. Projekte wie „Lebensraum Wasser“ tragen dazu bei, die Fluss- und Bachlandschaften Kärntens bekannt zu machen, aber auch zu bewahren. Unwetteroffensive: Wiener Städtische übernimmt „Sorgen ums Wetter“ Wasser bedeutet Leben – zuviel davon kann Sorgen bereiten. Unwetter-

ereignisse verursachen jedes Jahr Schäden in Millionenhöhe. Die Wiener Städtische bietet zur Prävention ein völlig neuartiges Service: Eine mit der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) entwickelte App warnt erstmalig für Österreich mobil vor gefährlichen Wettersituationen – standortbezogen oder frei wählbar. Die WetterService-App steht auf der Website der Wiener Städtischen und im App-Store zum kostenlosen Download bereit. Um die automatischen Benachrichtigungs-Funktionen zu nützen, ist eine einmalige Registrierung auf www.wienerstaedtische.at notwendig – danach erhält man wahlweise Unwetterwarnungen via App oder SMS. In weiterer Folge wird es auch eine Android-Version der WetterService-App geben. Die kostenlose Unwetterwarnoffensive läuft bis Ende des Jahres.

Wasser in Fluss


5. Wasserfest in Ferlach

Ein wunderbarer Tag an der Drau.

Spiel, Spaß, Infos und jede Menge Wasser: Das gibt es auch heuer wieder beim großen Ferlacher Wasserfest, das die Büchsenmacherstadt am 3. Juli bereits zum fünften Mal in die Wasserhauptstadt Kärntens verwandelt. Wer einen Blick auf die Kärntner Lebensraum-Wasser-Landkarte wirft, erkennt im Raum Ferlach unschwer einen besonderen „Projekt-Ballungsraum“: Hier haben sich schon einige Wasserfreunde Gedanken gemacht, wie sie ihre Flüsse und Bäche schützen und erhalten können. Dass dies gut gelingt, zeigt sich heuer bereits zum fünften Mal beim Ferlacher Wasserfest. An insgesamt sieben Stationen rund um das VERBUND-Kraftwerk Ferlach-Maria Rain steht das flüssige Gold im Mittelpunkt.

Bei der Äschenrast kann man den Fisch des Jahres 2011 aus Holz und in einer Kunstausstellung besichtigen.

www.lebensraumwasser.at

Schminken und Surfen

Um 10 Uhr startet der Festtag beim VERBUND-Kraftwerk, das an diesem Tag exklusiv im Rahmen von Führungen besichtigt werden kann. Am Kraftwerks-Vorplatz lockt auch wieder das Lebensraum-Wasser-Glücksrad mit tollen Gewinnen, Musik und Moderation sorgen für die passende Stimmung. Das Schminkatelier verwandelt die jüngsten Besucher ganz nach Wunsch in farbenprächtige Wesen, am Surfbrettsimulator kann man sich im Wellenreiten üben. Der Sliding Soccer verspricht einen spritzigen Kick und Brunnenmeister Thomas Tautscher lädt zu spannenden Wasserexperimenten ein.

Kunst und Kulinarik

Das Wasserfest ist ein Treffpunkt für Groß und Klein.

5. Wasserfest in Ferlach

Mit den Booten der Valentinsfähre geht es zu den verschiedenen Erlebnisstationen: Bei der Äschenrast kann man sich wie bereits im Vorjahr im Fliegenfischen und, mit Fliege „Chrisie“, im Fliegenspringen versuchen. Die Äsche – heuer „Fisch des Jahres“ – kann nicht nur geräuchert und gegrillt, sondern auch als Kunstobjekt am Waidischbach genossen werden. Beim Tipiland gibt es neben Essen und Trinken auch einen Streichelzoo, mit der Arche Noah kann das Naturschutzgebiet der Guntschacher Au erkundet werden. Seinen spannenden Ausklang findet das Wasserfest beim (Plastik-) Entenrennen um 16 Uhr, bei dem es wieder tolle Preise zu gewinnen gibt. www.ferlach.at

3. Juli 2011 | 10 bis 18 Uhr


Kunst trifft virtuelles Wasser 2. Kunstsymposium in Himmelberg Wo Kunst auf Wasser trifft, entsteht Außergewöhnliches. Der Beweis dafür findet sich in der Himmelberger Kunstmühle, wo von 3. bis 17. Juli ein Symposium mit internationaler Besetzung stattfindet. In inspirierendem Ambiente dabei zusehen, wie Objekte und Bilder aus verschiedenen Materialen produziert werden: Beim 2. Kunstsymposium in der Himmelberger Kunstmühle ist dies möglich. Von 3. bis 17. Juli lassen sich neun hochkarätige Teilnehmer – Luka Arafune (Japan), Toghrul Dadashov (Aserbaidschan), Jakob Oberhollenzer (Italien) sowie Stefan Fischer, Gisela Reimer, Veronika Steiner, Helmut Leopold Mayer, Peter Ledolter und Egon Straszer (Österreich) – täglich von 10 bis 18 Uhr über ihre kreative Schulter schauen. Müllermeisterin Eveline Koren freut sich über Ihren Besuch! Info: +43 676 300 24 91

Virtuelles Wasser

Das sieht man gern.

Das hört man gern.

14

kaernten.ORF.at

In Kärnten können wir uns glücklich schätzen, da wir über eine exzellente Wasserqualität und -versorgung verfügen. Trotz dieser Versorgungssicherheit sollte der Umgang mit dem kostbaren Nass wohlüberlegt sein: Verbraucht doch jede Kärntnerin und jeder Kärntner im Schnitt 120 Liter pro Tag zum Waschen, Trinken und Kochen, und ein Vielfaches davon in virtueller Form durch das Wasser, das unsere Alltags- oder Konsumprodukte in ihrer Produktion benötigen. Wussten Sie, dass für eine Tasse Kaffee 140 Liter Wasser benötigt werde und für ein Paar Jeans sind es sogar 4.000 Liter? In Summer verbrauchen wir knapp 5.000 Liter pro Tag virtuell – das sollte uns vielleicht beim nächsten Einkauf bewusst sein … So viel virtuelles Wasser verbrauchen verschiedene Produkte unseres Alltages: Produkt 1 DIN A4-Blatt 1 Tasse Kaffee 1 l Bier 1 kg Orangen 1 kg Weizen 1 kg Reis 1 Baumwoll T-Shirt 1 kg Rindfleisch 1 Auto

Wasserverbrauch 10 l 140 l 300 l 300 l 1.100 l 2.000 l 2.000 l 16.000 l 300.000 l

Wasser in Fluss


Yes we can(yon)

Wenn es um Spaß und Action im Wasser geht, ist das Stichwort „Canyoning“ nicht weit. Im Kärntner Lebensraum Wasser gibt es zahlreiche wunderschöne Schluchten, die abseilend, rutschend, kletternd, schwimmend und springend durchquert werden können – gute Nerven und Neoprenanzug vorausgesetzt. Sich zwischen unglaublichen Felsformationen im kristallklaren Wasser bewegen und atemberaubende Schluchten hautnah erkunden: Begeisterte „Caynonauten“ wissen um die Reize dieses Erlebnissportes. Wer sich davon noch nicht überzeugt hat, sollte die heißen Sommertage nutzen, um dies zu tun. In Kärnten gibt es dafür zahlreiche Möglichkeiten, und der Aufwand ist auch kaum größer als beim Ausflug ins Schwimmbad: Handtuch, Badesachen und ein paar alte Turnschuhe sind mitzunehmen – und natürlich die Lust auf Abenteuer und die Liebe zur Natur. Also warum noch warten? Einfach bei einem der Lebensraum-Wasser-Projektpartner anrufen und für eine Tour anmelden: Canyoning Wöllaschlucht Tel.: +43 664 133 32 26, www.life-adventure.at Club Aktiv Mölltal Tel.: +43 4785 410, www.cam.at Wildwasserwelt Obervellach Tel.: +43 4782 2727, www.sporterlebnis.at Drautal Canyoning Tel.: +43 676 90 39 987, www.drautal-canyoning.at Canyoning Mauthner Klamm Tel.: +43 4716 597, www.fitundfun-outdoor.com Schluchting Vorderberg Tel: +43 4716 597, www.fitundfun-outdoor.com Tscheppaschlucht Tel.:+43 4227 2600, www.ferlach.at

www.lebensraumwasser.at

Schauspiel aus Wasser, Kurven und Bergen:

Die Malta Hochalmstraße

Über die 14,4 km lange Malta Hochalmstraße gelangt man entlang zahlreicher Wasserfälle und aus Fels gehauenen Natursteintunnel, zu Österreichs höchster Staumauer, der Kölnbreinsperre. Neuestes Highlight ist der Skywalk „Bella Vista“, wo Besucherinnen und Besucher fast 200 Meter über dem Abgrund ihre Blicke schweifen lassen können. Die Ausstellung VERBUND-Energiewelt Malta, mit 4DErlebniskino, vermittelt Wissenswertes über die Erschaffung von Strom aus Wasserkraft. Technikbegeisterte haben die Möglichkeit, ihr Wissen im Rahmen einer Staumauerführung ins Innere der Kölnbreinsperre zu vertiefen. „Natur & Technik erleben“ auf der Malta Hochalmstraße www.verbund.com/tourismus

15


16

Wasser in Fluss


Lebensader Obere Drau

Über 660 Gäste fluteten gemeinsam mit den politischen Vertretern des Landes, der Region, sowie Vertretern der regionalen Behörden und der Fachabteilungen des Landes den Seitenarm in Obergottesfeld. Dieses Ereignis ließ sich auch Bundesminister DI Niki Berlakowich nicht entgehen.

Mit dem Durchstich eines neuen Drau-Seitenarmes in Obergottesfeld wurde das größte Revitalisierungsprojekt in der Geschichte des Kärntner Wasserbaus abgeschlossen. Die Obere Drau wurde damit nachhaltig als regionale „Lebensader“ etabliert. Natur- und Hochwasserschutz miteinander in Verbindung bringen – so lautete das Ziel des LIFE-Projekts „Lebensader Obere Drau“, in dessen Rahmen seit 2006 drei große Flussrevitalisierungen durchgeführt wurden. In den Bereichen Amlach, Rosenheim und Obergottesfeld konnte die Drau von ihrem ab dem 19. Jh verpassten Steinkorsett befreit, zahlreiche Nebenarme und Stillgewässer geschaffen und so der Drau ein Stück Natur zurück gegeben werden.

Euro belaufen, ist bereits das zweite EU-geförderte Naturschutzprojekt in der Region Oberes Drautal. Projektträger und für die Umsetzung verantwortlich ist die Bundeswasserbauverwaltung Kärnten, vertreten durch die Abteilung Wasserwirtschaft des Landes Kärnten.

…und Naturschutz

Ihrer Bezeichnung als „Lebensader“ wird die Obere Drau in jedem Fall gerecht: Sie beherbergt 19 heimische Fischarten und mehr als 140 Vogel

arten, von den 51 auf der Roten Liste gefährdeter Arten stehen. Die Drau zählt in diesem Bereich zu einem der wenigen intakten Auen-Ökosystemen in Österreich. „Die Maßnahmen leisten einen wichtigen Beitrag für den Erhalt der geschützten Tier- und Pflanzenwelt im Europaschutzgebiet Obere Drau. Zusätzlich verbessern sie die Hochwassersicherheit im Drautal, in dem sie den Abflussraum erweitert und die Drausohle stabil hält“, sind sich Umweltminister Niki Berlakovich und LRin Prettner einig. www.life-drau.at

Hochwasserschutz…

„Dieses Projekt zeigt eindrucksvoll, wie sich mehrere Ziele gleichzeitig erreichen lassen: Die Sicherheit der Bevölkerung verbessern, mehr Raum für Ökologie und Erholung schaffen und Impulse für die regionale Wirtschaft und Entwicklung setzen“, zeigte sich LRin Dr.in Beate Prettner begeistert über die Maßnahmen. Das LIFE-Projekt „Lebensader Obere Drau“, dessen Gesamtkosten sich auf 3,8 Millionen

www.lebensraumwasser.at

20. Oktober 2009

20. April 2011

17


Wasserexperimente Wasser ist wichtig, wunderbar und wandelbar: Es fließt aus dem Wasserhahn, kommt als Regen vom Himmel, lässt uns im Winter eislaufen und gewährt im Sommer Abkühlung. Und es kann noch viel mehr: Zum Beispiel eine Wolke im Glas entstehen lassen und eine Pipette zum U-Boot machen. Wie das funktioniert? Brunnenmeister Thomas Tautscher zeigt es uns.

Experiment 1: Wolke im Glas 1

Was wir benötigen: 1 großes Glas oder Vase 1 Metallteller Eiswürfel warmes Wasser Leg die Eiswürfel auf den Metallteller und lass diesen gut durchkühlen. Danach füllst du ein wenig warmes Wasser in das Glas oder die Vase und stellst den Teller darauf. Was passiert? Die Luft im Glas kühlt ab und das Wasser beginnt zu kondensieren. Der Wasserdampf steigt auf. Die kleinen Wasserteilchen sammeln sich zu einer „Wolke“. Mit der Zeit bilden sich dann größere Tropfen am Glas, die herunter zu rinnen beginnen.

2

3

Experiment 2: U-Boot-Pipette Was wir benötigen: 1 Plastikflasche 1 Pipette Wasser

1

Füll die Flasche bis zum Rand mit Wasser. Danach füllst du die Pipette mit Wasser und gibst sie in die Flasche – sie sollte gerade noch schwimmen. Ist die Pipette aus Plastik, muss sie mit Knetmasse zusätzlich beschwert werden. Verschließ die Flasche fest. Und jetzt drück die Flasche vorsichtig zusammen! Was passiert? Da sich das Wasser nicht zusammendrücken lässt wird die Luft in der Pipette durch das einströmende Wasser komprimiert und sie fängt an zu sinken. Verringert man den Druck, steigt die Pipette wieder hoch. Thomas Tautscher ist mit seinem Projekt Wissens-Fluss seit 2011 neu im Kärntner Lebensraum Wasser vertreten. Als Brunnenmeister ist er Experte für alle Fragen rund um das kühle Nass und gibt sein Wissen im Rahmen von spannenden WasserWorkshops an Jung und Alt weiter.

2

3

Kontakt: +43 650 240 85 75 www.ferlacherwasserschule.at

18

Wasser in Fluss


Profis im Bereich Wasserkraft

83

Schau-Kraftwerk Forstsee Wasserkraft und Kunst vereint am Ufer des Wörthersees. 2011 mit Kunstausstellungen von Birgit Bachmann und Egon Straszer. Öffnungszeiten: Von April bis Oktober, täglich von 10 bis 18 Uhr. Montag Ruhetag - außer im Juli und August.

Sauberer Strom mit HOBAS Mit seinen zahlreichen Gebirgsflüssen ist Kärnten geradezu prädestiniert für die Nutzung von Wasserkraft. HOBAS fertigt seit über 50 Jahren Druckrohre für Kraftwerke rund um den Globus.

Jahrzehntelange Erfahrung Zu Beginn der 60er Jahre fanden die HOBAS Rohre ihren ersten Einsatz als Zulaufleitung für ein Wasserkraftwerk. Im unwegsamen, steilen Gelände im Binntal in der Schweiz verrichtet genau diese Druckrohrleitung bereits seit über 50 Jahren zuverlässig ihren Dienst. Seit damals hat sich bei HOBAS einiges getan: Werkstoffe, Produktionstechnik sowie Verlegearten wurden weiterentwickelt, die Produktpalette erweitert und Werke in aller Welt eröffnet - heute ist HOBAS einer der universellsten Anbieter von Rohrsystemen. Ob Trinkwasserver-, Abwasserentsorgung, Bewässerung, Wasserkraftwerksleitungen oder industrielle Anwendungen, Experten in aller Welt greifen gerne zu den Rohren aus glasfaserverstärktem Kunststoff.

Im Einklang mit Mutter Natur Doch nicht nur während Produktion, Transport und Verlegung sind die HOBAS Pro-

dukte besonders schonend zur Umwelt, auch die Nutzung der Wasserkraft an sich erfolgt nach strengen Maßstäben. Bereits bei der Planung der Kraftwerksprojekte wird darauf geachtet, dass weder Fauna noch Flora beeinträchtigt werden. Basierend auf dem internationalen ISO 14001 Standard verbessert die HOBAS Gruppe die Ökobilanz Jahr für Jahr und sorgt dafür, dass Mutter Natur durch den gesamten Produktlebenszyklus respektiert und geschützt wird.

HOBAS fertigt glasfaserverstärkte Kunststoffrohrsysteme und betreut Wasserkraftprojekte rund um den Globus. www.hobas.com

HOBAS Rohre für das Kraftwerk Koralpe

19

123


Wassertermine 1. Juli | 11 Uhr: Übergabe des Lebensraum-Wasser-Zeichens an das Projekt Wasserrad-Kraftwerk Wurlabach. Ort: Völkermarkt 2. Juli | 16 Uhr: Familien- und Wasserfest am Goldbrunnteich. Ort: Baldramsdorf 2. Juli | ganztags: Draufest bei der Draufähre Lansach-Feffernitz. Ort: Weißenstein 2.-3. Juli | ganztags: 12. Irschner Kräuterfestival. Ort: Kräuterdorf Irschen 3. Juli | 10 bis 18 Uhr: 5. Ferlacher Wasserfest. Ort: Zwischen VERBUNDKraftwerk Ferlach-Maria Rain und Valentinsfähre Glainach

3.-17. Juli | täglich von 10 bis 18 Uhr: Kunstsymposium in der Himmelberger Kunstmühle. Ort: Himmelberg 6. Juli | 10 Uhr: Übergabe des Lebensraum-Wasser-Zeichens an das Projekt Bienenwelt Bründl mit Führungen und Verkostungen. Ort: Bründlteich, Bleiburg

14. August | ganztags: Fährkirchtag bei der Draufähre Lansach-Feffernitz. Ort: Weißenstein

13. August | Stauseearena Lavamünd Einlass: 19 Uhr. Beginn: 20 Uhr

21. Juli | 11 Uhr: Übergabe des Lebensraum-Wasser-Zeichens an das Projekt „Übers Wasser wackeln und schweben“. Ort: ÖAV-Freizeitpark, Kötschach-Mauthen 7. August | 10 bis 16 Uhr: Kneippfest mit Sternwanderung nach den 5 Säulen der Gesundheit. Ort: Grabenköhler, Eberstein

Weitere Infos und Termine auf: www.lebensraumwasser.at

Wasser ist Leben – die Schönheit der Kärntner Natur. Ein Bild zum Innehalten.

Jet News zt le beste tter llen Lebensraum-Wasser-Newsletter Ihre Ansprechpartner Zwischen April und Oktober bekommen Sie den Newsletter in unregelmäßigen Abständen mit Infos über den Lebensraum Wasser per Mail zugeschickt – aktuelle Termine, Feste, Aktivitäten und Eröffnungen. Bestellen Sie den Newsletter jetzt unter: www.lebensraumwasser.at Besuchen Sie uns auf Facebook! facebook.com/LebensraumWasser

Mag. Johannes Lutnik, Büro LRin Dr.in Beate Prettner Tel.: 050 536-22307, johannes.lutnik@ktn.gv.at Mag. Tina Tomasch, arco GmbH Tel.: 0463 419 100-11, info@lebensraumwasser.at Mag. Berndt Triebel, Abteilung 15 des Landes Kärnten Tel.: 050 536-41571, berndt.triebel@ktn.gv.at

Mit freundlicher Unterstützung von:

20

Impressum: Herausgeber, Medieninhaber und Verleger: Amt der Kärntner Landesregierung, Büro Dr.in Beate Prettner, Arnulfplatz 1, 9021 Klagenfurt am Wörthersee, Tel.: 050 536-0, www.lebensraumwasser.at. Konzeption, Umsetzung und Text: arco GmbH, Klagenfurt am Wörthersee. Fotos: VERBUND, Kelag, Projektpartner, Franz Gerdl, Gemeinden, Thomas Holzer, René Puglnig, Gernot Koboltschnig, KIS, Wiedl, Stefan Eder, Tina Tomasch, Gernot Gleiss, AKL18 Tichy, Wolfgang Wagner, iStock. Alle Angaben ohne Gewähr. Sämtliche Rechte und Änderungen vorbehalten. Stand: Juni 2011

Wasser in Fluss - Ausgabe 14 - 2011  

Unsere Wasserzeitung "Wasser in Fluss" erscheint zweimal jährlich (Frühsommer, Herbst). Sie können hier alle bisherigen Ausgaben downloaden...

Read more
Read more
Similar to
Popular now
Just for you