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Ausgabe 12┃2010

Wasser in Fluss w w w. l e b e n s r a u m w a s s e r. a t

Lebensraum-Wasserbuch

4. großes Wasserfest

Gemeinsam mit der Zeitschrift MINIMAX und dem Verein Initiative Büchergeister haben 8 Schulklassen das erste Lebensraum-Wasserbuch geschrieben. 4 tolle Geschichten führen durch die Kärntner Wasserlandschaft. Präsentation der „Unglaublichen Geschichten“ war am 11. Juni im SchauKraftwerk Forstsee. Mehr dazu lesen Sie auf den Seiten 10 und 11.

Bereits zum 4. Mal verwandelt sich die Stadtgemeinde Ferlach in Kärntens Wasserhauptstadt. Am 4. Juli gibt es bei 5 Wassererlebnisstationen entlang der Drau wieder einiges zu entdecken und zu erleben. Mehr dazu lesen Sie auf der Seite 7. Zudem finden Sie in der heutigen Ausgabe von „Wasser in Fluss“ den WasserfestFolder 2010.

Neue Wasserreferentin stellt sich vor Seit April 2010 hat das Land Kärnten eine neue Wasserreferentin und Lebensraum Wasser eine neue Patin: LR Dr.in Beate Prettner. Was sich alles getan hat und was uns heuer noch an Veränderung erwartet, lesen Sie auf den Seiten 18 und 19.


Rückblick ... Dort gab es den ersten Ausblick auf die Lebensraum-Wasser-Projekte 2010. Den interessierten Messebesuchern wurden die neuen Projekte präsentiert und die kommenden Attraktionen angekündigt. Am Lebensraum-WasserMessestand war auch Walter Mamedof, der neben seinen bestehenden Projekten (Softrafting Villach und Naturerwachen an der Drau) auch ein neues Projekt vorstellte: Die Tschepparutsche. Mittlerweile wurde diese auch schon offiziell eröffnet.

Vizebgm. Johann Roblek, Eveline Koren, LR. Dr.in Beate Prettner, Bgm. Heimo Rinösl, Charlotte Orasch und die Schüler der 3. Klasse Volksschule bei der 1. Übergabefeier 2010 in Himmelberg.

Das Jahr 2009 konnte die Initiative Lebensraum Wasser mit insgesamt 110 Wassererlebnisplätzen an Kärntens Flüssen und Bächen abschließen und in die Winterpause gehen. Winterpause bedeutet aber nicht gleich Winterschlaf, denn in dieser Zeit wurden bereits die neuen Projekte für 2010 vorbereitet und fleißig gearbeitet: Neue Website, neuer Folder, … Alle Neuerungen finden Sie auf den Seiten 18 und 19. Bevor jedoch der Winter Kärnten erreichte, hatte jeder Interessierte die Möglichkeit, hinter die Kulissen von Lebensraum Wasser zu blicken. Ende September lud die Kärntner Landesregierung zum Tag der offenen Tür, wo Lebensraum Wasser sich und seine Projekte großzügig präsentierte. Zudem gab es ein tolles Gewinnspiel – ein dickes Dankeschön an die Partner, die uns dafür die Preise zur Verfügung gestellt haben – und jede Menge zu entdecken.

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Ein kleines Dankeschön

Vor dem Jahreswechsel wurde auch noch zum Lebensraum-Wasser-Abschlussessen geladen. Der damalige Wasserreferent Ing. Reinhart Rohr bedankte sich bei allen Partnern, Sponsoren, den Medien und natürlich beim gesamten Projektteam, das das ganze Jahr über tolle Arbeit leistet. Gemeinsam wurde in der Poterne in Klagenfurt die Lebensraum-Wasser-Saison 2009 abgeschlossen – ein gemütlicher Jahresausklang, bei dem keine kulinarischen Wünsche offen blieben. Mit dabei waren die Sponsoren Wiener Städtische-Landesdirektor Erich Obertautsch, Werner Pietsch und Josef Stocker von der Kelag sowie Martin Waldeck vom Verbund.

Los geht‘s

Bis März wurde brav gewerkt und vorbereitet. Der offizielle Startschuss zur neuen Lebensraum-Wasser-Saison fiel dann am 15. April, mit der Eröffnung der Klagenfurter Freizeitmesse.

Mag. Werner Pietsch (Kelag), Mag. Tina Tomasch (Projektkoordinatorin Lebensraum Wasser), LAbg. Ing. Reinhart Rohr, Erich Obertautsch (LD Wiener Städtische), Dr. Josef Stocker (Kelag), Dr. Martin Waldeck (Verbund).

Am 12. Juni trafen sich das Lebensraum-Wasser-Team und begeisterte Klettermaxe mit Walter Mamedof im Waldseilpark Tscheppaschlucht. Wasserreferentin Dr.in Beate Prettner überreichte dort das LebensraumWasser-Zeichen für das neue Projekt. Highlights des Tages waren der gratis Flying Fox und die Autogrammstunde mit Martin Koch – der übrigens nicht nur Skispringen kann, sondern sich auch mutig mit der Tschepparutsche durch die Schlucht schwang.

Kunstvoller Start

Das erste Lebensraum-WasserZeichen der Saison wurde allerdings schon ein paar Tage früher überreicht. Eveline Koren und ihre Himmelberger Kunstmühle wurden mit der beliebten Auszeichnung versehen. Bgm. Heimo Rinösl und Vizebgm. Johann Roblek waren mit dabei und freuten sich über das bereits 3. Lebensraum-WasserZeichen in der Gemeinde. Für einen musikalischen Leckerbissen sorgte die 3. Klasse der Volksschule Himmelberg, unter der Leitung von Dieter Bucher. Nach einer vollständigen Renovierung ist diese Mühle wieder funktionsfähig und betreibt ein eigenes Kraftwerk. Eveline Koren macht die Mühle den

Großer Andrang beim Tag der offenen Tür in der Kärntner Landesregierung.


... und Ausblick Was ist für Sie das Schönste an der Initiative „Lebensraum Wasser“?

Walter Mamedof (Waldseilpark Tscheppaschlucht), LR Dr.in Beate Prettner und Skispringer Martin Koch bei der Tschepparutsche im Waldseilpark.

Besuchern zugänglich und organisiert dort kulturelle Veranstaltungen. Bis 10. Oktober können Sie die Kunstwerke des Symposions Himmelberg in dieser außergewöhnlichen Galerie noch bewundern. Die nächsten beiden Projekte wurden in St. Andrä begrüßt. Im Rahmen des Erlebnistages bei der Freizeitanlage St. Andrä wurden der St. Andräer Bienenlehrpfad und der Kneippwanderweg St. Andrä mit dem Lebensraum-Wasser-Zeichen ausgestattet. Kurzreferate, musikalische Umrahmung, ein großes Gewinnspiel und die Präsentation von Honigprodukten bescherten einen tollen Vormittag. Neben den neuen Lebensraum-Wasser-Zeichen konnte heuer noch etwas anderes vorgestellt werden – das Wasserbuch: „Unglaubliche Geschichten aus dem Lebensraum Wasser“. Alle Informationen dazu lesen Sie auf den Seiten 10 und 11.

Ausblick

Bis zum Ende der Saison erwarten uns noch einige Projekte und Termine.

Los geht es mit dem Fischfest bei der Äschenrast am 3. Juli, dicht gefolgt vom Ferlacher Wasserfest am 4. Juli. Neben den Festen stehen auch noch einige neue Projekte am Start: der Bacherlebnisweg Pöllatal, das Zikkurat Rosental, der Wasserlehrpfad Frantschach-St. Gertraud und die Waldsportarena Poitschacher Graben. Lassen Sie sich überraschen und informieren Sie sich regelmäßig zu den Terminen, über: www.lebensraumwasser.at

Gerade weil ich selbst jede freie Minute in unserer schönen Kärntner Natur verbringe, finde ich es wichtig, diese unbezahlbaren Erfahrungen allen Kärntnerinnen und Kärntnern zugänglich zu machen. Lebensraum Wasser bietet da die ideale Möglichkeit, weil die von der Natur vorgegebenen Schönheiten in ihrer Ursprünglichkeit nicht verändert werden. Das heißt, sie werden vom Menschen nicht verändert, sondern lediglich sicht- und erfahrbar gemacht. Warum ist „Lebensraum Wasser“ gerade jetzt so wichtig? Besonders in der heutigen Zeit, in unserer immer schnelllebigeren Gesellschaft, ist es wichtig, sich Momente des Innehaltens zu gönnen, in denen man über Erlebtes nachsinnt und Kraft tanken kann für neue Herausforderungen. Mitten in der Stadt, mit hunderten Menschen und dem andauernden Verkehrslärm ist das aber oft nicht möglich. Unsere Lebensraum-Wasser-Plätze sind Inseln der Ruhe und für jeden leicht erreichbar, denn sie sind in ganz Kärnten zu finden. Auch ich habe die Erfahrung gemacht, dass es sich an einem murmelnden Bächlein leichter entspannt als sonst wo. Und zum anderen ist es wichtig, dass wir in Zeiten der voranschreitenden Industrie unsere Naturlebensräume sichern und schützen, damit sie auch noch für nachkommende Generationen erhalten bleiben.

Dr.in Beate Prettner Landesrätin Wasserreferentin

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Neue Projekte 2010 ...

Kneippwanderweg St. Andrä

St. Andräer Bienenlehrpfad

Der ca. 1 km lange Kneippweg ist für jedermann frei zugänglich. Neben Wassertretbecken und Kräutergarten finden Sie alle 5 Säulen der Kneipplehre am Weg: Bewegung, Ernährung, Heilkräuter, Wasser und Lebensordnung. Geführte Kneippwanderungen gibt es auf Anfrage.

Der 5,5 km lange Wanderweg entführt Sie in das Reich der Honigsammler – unserer Bienen. Besonders interessant ist dabei der Schaubienenstock. Informationstafeln und Broschüren begleiten Sie auf Ihrem Weg. Los geht es bei der Freizeitanlage St. Andrä.

Kneipp Aktiv Club Veronika Schatte Tel.: 04358 2968, 0676 9718589 veronika.schatte@aon.at

Tourismusinformation der Stadt St. Andrä Tel.: 04358 2710-20 gemeinde@st-andrae.at www.st-andrae.at

Äschenrast – Checkpoint Thymallus: Seit 2008 gibt es diese Ruheoase am Drauradweg. Besonders für Radfahrer im Bereich Ferlach ist hier eine geschützte Rast möglich. Nach Anmeldung können Sie mit Informationen über die Fischerei und Fischspezialitäten versorgt werden: 04227 45 59

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... immer wieder Abwechslung

Wasserlehrpfad Frantschach-St.Gertraud

Tschepparutsche

In den Jahren 2005 – 2006 wurde die Wasserversorgung der Marktgemeinde Frantschach-St. Gertraud rundum auf den neuesten Stand gebracht. Im Zuge dessen entstand auch der Wasserlehrpfad. Er bringt den Menschen das Thema „Wasserversorgung“ näher.

Das ist der längste Flying Fox Österreichs. Mit einer Länge von 300 Metern und einer Höhe von 57 Metern, geht es mit 30 km / h über den Talboden der Tscheppaschlucht und den Loiblbach. Die sogenannte Tschepparutsche beschert ein rasantes Erlebnis für Jung und Alt.

Ing. Roland Kleinszig Tel.: 04352 72180-19 frantschach@ktn.gde.at www.frantschach.gv.at

Walter Mamedof Tel.: 0664 135 57 43 freizeitfamilie@utanet.at www.waldseilpark-tscheppaschlucht.at

Gratis bestellen unter: info@lebensraumwasser.at Tel.: +43 463 419 100-16

Lebensraum Wasser Folder 2010 Alle 118 Projekte auf einen Blick – mit Ansprechpartnern und Kontaktnummern. Der ideale Begleiter für spannende Stunden an den schönsten Wasserplätzen an Kärntens Flüssen und Bächen.

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Verbund - ein starker Partner Wasser in Fluss sprach mit Dipl.-Ing. Dr. Herbert Schröfelbauer (VERBUNDAustrian Hydro Power AG) Welche Bedeutung hat der Lebensraum Wasser für den Verbund? Wir nehmen als Erzeuger von umweltfreundlicher Energie aus Wasserkraft unsere Verantwortung für den Lebensraum Wasser sehr ernst. Es geht um Dipl.-Ing. Dr. Herbert Schrödas Miteinander von felbauer: „Der Verbund steht für das Miteinander Strom und Umwelt, von Natur und Technik“ von Technik und Natur, von Energiegewinnung und lebenswertem Lebensraum für Menschen, Tiere und Pflanzen.

VERBUND-Zikkurat: Der Turm vom Rosental Vielleicht wird es das neue Wahrzeichen des Rosentales: der Aussichtsturm „Zikkurat“, den der Verbund im Herbst der Öffentlichkeit übergibt? Diese Aussichtsplattform mit großartigem Blick auf die Karawanken, den Feistritzer Stausee, das riesige neue Biotop, die Marina und den Badeplatz hat den Turm von Babylon zum Vorbild

und wird bereits jetzt von Gemeinden, Vereinen, Anrainern, Schulen, Kindern, Fischern, Ornithologen und Naturliebhabern für zahlreiche Freizeitaktivitäten genutzt. Im Herbst gibt es dafür das Lebensraum-Wasser-Zeichen des Landes, ebenso wie für den neuen Wasserrastplatz am Drauradweg beim Verbund-Kraftwerk Lavamünd.

Welche Projekte liegen Ihnen besonders am Herzen? Wir haben schon vier der begehrten Lebensraum-Wasser-Zeichen vom Land Kärnten für die KölnbreinStaumauer, die Reißeck-Bergbahnen, das Biotop Föderlach und den Fischaufstieg Villach erhalten. Heuer kommen der Wasserrastplatz Lavamünd und der Aussichtsturm Zikkurat im Rosental dazu. Im Rahmen des großen Wasserfestes beim Kraftwerk Ferlach am Sonntag, dem 4. Juli 2010 können sich alle Gäste von unserem vernünftigen Umgang mit der natürlichen Ressource Wasser überzeugen! Fischaufstiege, Naturschutzgebiete, international anerkannte Biotope, Flachwasserzonen, geschützte Bereiche für Fische und Vögel im Bereich unserer Kraftwerke und der Drauradweg sind weitere Beispiele für unser Engagement im Lebensraum am Wasser.

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Verbund Kontakt: +43 50 313 E-Mail: info@verbund.at www.verbund.at

Blick auf den Rosentaler Aussichtsturm mit dem neuen Biotop im Feistritzer Stausee. Foto: Wiedl

Der Radweg an der Drau: Technik und Umwelt im Einklang 6 Lebensraum-Wasser-Zeichen: Kontakt: +43 50 313 E-Mail: info@verbund.at www.verbund.at

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Kölnbrein Staumauer Wasserrastplatz Lavamünd Reißeck-Bergbahnen Biotop Föderlach Fischaufstieg Villach Zikkurat Rosental

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Ferlacher Wasserfest 2010

Die 5 Wassererlebnisstationen: • • • • •

Verbund-Kraftwerk Ferlach-Maria Rain Kleinwasserkraftwerk am Loiblbach Äschenrast - Thymallus am Waidischbach Arche Noah / Tipiland Valentinsfähre

Mit der Valentinsfähre geht es zwischen den 5 Wassererlebnisstationen hin und her.

Am 4. Juli wird Ferlach wieder Kärntens Wasserhauptstadt, wenn es zum vierten Mal heißt: Auf zum großen Wasserfest! Von 10 bis 18 h stehen die fünf Wassererlebnisstationen entlang der Drau wieder im Mittelpunkt der größten Wasserparty des Jahres. Lebensraum Wasser, die Gemeinde Ferlach und der Verbund laden ein, gemeinsam die kostbarste aller Ressourcen zu feiern. Tolles Kinderprogramm beim Verbund-Kraftwerk

Wasser ist nicht nur zum Waschen da. Das demonstriert der Verbund, indem er allen Besuchern einen Blick hinter die Kulissen des Wasserkraftwerkes Ferlach-Maria Rain ermöglicht. Gemeinsam mit Lebensraum Wasser wird auch vor dem Kraftwerk mit Musik, Getränken der Hirter Brauerei und einem bunten Unterhaltungsprogramm für reichlich Unterhaltung gesorgt.

Für Groß und Klein …

Der Puppenspieler Andreas Ulbrich beleuchtet in 5 Aufführungen im Puppentheater die Themen Wasser und Klimaschutz. Auf unterhaltsame Weise wird auf den Wert und die Wichtigkeit unseres Wassers hingewiesen. Für Stimmung und Action hingegen sorgt vor dem Kraftwerk Harald Wieser mit dem Schabanack-Team: Kinderschminken, ein Bootsrennen ohne Wasser, Papierboote basteln, …

… jede Menge Wasserspaß

Weitere Wasserfest-Erlebnisorte sind das Krafthaus Loiblbach, die Äschenrast am Waidischbach, das Tipiland und die Valentinsfähre in Glainach.

www.lebensraumwasser.at

Beim diesjährigen Wasserfest kann sich bei der Äschenrast wieder jeder im Fliegenfischen oder (heuer neu) im Fliegenspringen versuchen. Gewinnen Sie tolle Preise, mit Chrisie der Fliege. Auf der Bootsfahrt in das Naturschutzgebiet Guntschacher Auen, entdecken Sie bei einer Führung an Board der Arche Noah eine Vielzahl an Vogelarten entlang der Drau. Der Verein Valentinsfähre veranstaltet bei der Anlegestelle in Glainach ein Entenrennen. Den ganzen Tag über können Plastikenten bei den Fährleuten gekauft werden. Um 16.00 Uhr werden diese flussaufwärts gebracht und mit der Strömung herunter geschickt. Die Ente, die als erstes wieder bei der Anlegestelle der Valentinsfähre ist, hat gewonnen. Zwischen den Erlebnispunkten fahren die Boote Arche Noah und Valentinsfähre im Linienverkehr. www.ferlach.at

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Die Gail - (wieder) lebendig und sicher Seit Anfang 2010 läuft das LIFE-Naturschutz-Projekt Gail. In den kommenden fünf Jahren soll aus dem monoton regulierten Gailabschnitt wieder ein naturnaher und gleichzeitig hochwassersicherer Fluss entstehen. Flüsse wie die Gail, die im Laufe des 20. Jahrhunderts zu Gewässern mit Hochwasserdämmen „reguliert“ wurden, sind in Mitteleuropa häufig. Typisch für diese Flüsse ist der Konflikt zwischen schutzwasserwirtschaftlichen und ökologischen Zielen: Dem Fluss wieder mehr Raum zu geben steht häufig im Widerspruch zu dem Ziel, Menschen vor Hochwässern zu schützen. Die Aufgabe des LIFE-Projektes besteht darin, eine ökologische Verbesserung zu erzielen, aber gleichzeitig die schutzwasserwirtschaftlichen Vorgaben einzuhalten. Begleitend zu diesen Pilotversuchen im Fluss wird auch im Flussumland eine Reihe von Maßnahmen realisiert. Dabei soll ein Gleichgewicht zwischen „Schützen“ und nachhaltigem „Nützen“ gefunden werden. Mehr Informationen zum LIFE-Gail-Projekt finden Sie unter: www.life-gail.at

Die Gail bei Tressdorf als „Leitbild“ für die geplanten Revitalisierungsmaßnahmen im Rahmen des LIFE Projektes Gail (Foto: AKL 18, Tichy)

Starke Wirte für einen attraktiven Drauradweg Drauradweg – Schlagader im Radland Kärnten

Der Drauradweg ist Kärntens längster Flussradweg und er beeindruckt nicht nur mit seiner Länge, sondern auch mit der schönen Landschaft und den vielen Möglichkeiten in der Nähe des Radweges. Einige der attraktivsten Ausflugsziele sind in unmittelbarer Nähe wie die Tscheppaschlucht oder die Ausgrabungsstätte Teurnia. Und auch die Kärntner Seen sind in „Reichweite“ für einen Sprung ins kühle Nass.

Mit den Wirten auf Schmankerltour

Seit 2007 gibt es die Vereinigung der Drauradweg Wirte in Kärnten. Seit dem Vorjahr sind nun auch die Osttiroler Wirte mit an Bord. Gemeinsam wird dem Radfahrer Qualität und ein tolles 264 km langes Raderlebnis am Drauradweg geboten.

www.lebensraumwasser.at

Wer radelt, braucht auch Energie. Dafür sorgen die Drauradweg Wirte. Wie eine Perlenschnur liegen sie von Osttirol bis Lavamünd am Radweg und warten mit der guten Kärntner Küche auf. Sie sind alle auf Radfahrer spezialisiert und sorgen dafür, dass ein Radausflug auch in kulinarischer Hinsicht ein Erlebnis ist. Natürlich helfen sie auch mit Tipps zum Radeln und haben für Notfälle ein Reparaturset parat bzw. wissen immer, wo ein Partner in der Nähe ist, der helfen kann.

Drauradweg-Wirte-Tipp:

Mit der Bahn an den Ausgangspunkt nach Sillian reisen z. B. mit dem Einfach Raus Ticket der ÖBB. Dann gemütlich in 3 bis 5 Tagesetappen nach Lavamünd strampeln und retour mit dem Drauradweg-Shuttlebus. Infos unter www.drauradweg.com Folder bestellen unter Tel.: 0463 3000

Drauradweg Wirte Mehr als 50 Partner - Beherberger - Gastronomie - Buschenschenken - Campingplätze - Ausflugsziele - Radservice / -verleih - Transportpartner Garantierte Leistungen: Kostenlose WC-Benützung Nachmittags kleine Speisekarte Sichere Radabstellplätze Rat & Tat für Ihren Radausflug Und vieles mehr …

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Das 1. Lebensraum-Wasserbuch ist da! Bei der Buchpräsentation im Schau-Kraftwerk Forstsee waren mit dabei: LR Dr.in Beate Prettner , Dr. Josef Stocker (Kelag), Märchenerzähler Passepartout und Dr. Martin Waldeck (Verbund).

Infos & Bestellungen: Natürlich können Sie diesen einmaligen Lesestoff „Unglaubliche Geschichten aus dem Lebensraum Wasser“ um nur 9,90 Euro pro Titel auch bestellen:

MINI-MAX Gregor Fritz Tel.: 0664 54 26 112 E-Mail: mini-max@aon.at Internet: www.mini-max.cc oder Verein Initiative Büchergeister Doris Vanselow Tel.: 0664 58 44 234 E-Mail: office@buechergeister.tv Internet: www.buechergeister.tv Ab einem Bestellwert von 30 Euro ist die Lieferung frei, ansonsten berechnen wir 3 Euro Versandkosten in Österreich und 6 Euro in europäische Länder.

Ab sofort ist das Lebensraum-Wasserbuch erhältlich. „Die unglaublichen Geschichten aus dem Lebensraum Wasser“ führen Sie auf eine spannende Entdeckungsreise durch das Kärntner Wasserland. Im November 2009 startete Lebensraum Wasser eine neue Aktion, die die 118 Lebensraum-WasserPlätze in die Kärntner Klassenzimmer gebracht hat. Gemeinsam mit der Schülerzeitung MINI-MAX und dem Verein Initiative Büchergeister wurden Schulklassen aufgerufen, Wassergeschichten zu schreiben und zu illustrieren. Aus allen Einsendungen wurden acht Klassen gewählt – vier Schreiber- und vier Zeichnerklassen – die dann mit Hilfe professioneller Schriftsteller ans Werk gingen.

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Sichtlich stolz präsentierten die jungen Autorinnen das Lebensraum-Wasserbuch.

Zur Inspiration hat jede Klasse einen Lebensraum-Wasser-Platz aus ihrer Region besucht. Die Ergebnisse fanden dann ihren Weg in das Lebensraum-Wasserbuch. Am 11. Juni 2010 war es dann soweit: Das Lebensraum-Wasserbuch wurde feierlich präsentiert. Beim Schau-Kraftwerk Forstsee wurden die kreativen Köpfe mit Lesungen, eigenen Buchexemplaren, Wasseruntersuchungen mit der Arge NATURSCHUTZ sowie Führungen und einer Jause belohnt. Mit dabei waren Wasserreferentin LR Dr.in Beate Prettner, Dr. Josef Stocker (Kelag) und Dr. Martin Waldeck (Verbund) sowie über 200 Schülerinnen und Schüler.


... hurra!

Vom Wasser lernen Viel zu entdecken gab es bei den Wasseruntersuchungen mit der Arge NATURSCHUTZ.

Die 1. Klasse der Hauptschule 5 Landskron machte einen Ausflug in die Wernberger Drauschleife. Mit Ulrike Knely von der Arge NATURSCHUTZ ging es auf eine spannende Birdwatching-Tour. Viel Spaß gab es beim Umsetzen des Gelernten im Wasserbuch!

Wasser und Energie

Großer Andrang beim Lebensraum-Wasser-Glücksrad.

Wasser in der Stadt

Die 12 Schüler des Europagymnsiums in Klagenfurt besuchten zu ihrer Inspiration den Lebensraum-Wasser-Platz Glanpark. Viel Vergnügen gab es mit dem Märchenerzähler Passepartout.

www.lebensraumwasser.at

Die 1a-Klasse der Hauptschule Velden durfte mit Jakob Vogel von der Kelag im Schau-Kraftwerk Forstsee einen Blick hinter die Steckdose werfen. Mit diesem Wissen ging es wieder an die Arbeit am Lebensraum-Wasserbuch. Gutes Gelingen war das Ergebnis.

Funkelndes Wasser

Die 6. Schulstufe (1. Leistungsgruppe) der Hauptschule 1 in Feldkirchen stattete als Einstimmung auf das Wasserbuch, dem Granatium in Radenthein einen Besuch ab. Für gute Unterhaltung sorgte Führer Charly, der den Schülern den blutroten Stein vorstellte.

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Nachgefragt: in den Gemeinden

Bgm. NRAbg. Peter Stauber Stadtgemeinde St. Andrä

Bgm. Klaus Köchl Marktgemeinde Liebenfels

Bgm. Günther Vallant, Marktgem. Frantschach-St.Gertraud

Neben den vielen Freizeitangeboten der Ferienregion St. Andrä hat die Stadtgemeinde St. Andrä gemeinsam mit der Hauptschule St. Andrä und dem Naturwissenschaftlichen Verein Kärnten einen Bienenlehrpfad und einen botanischen Lehrpfad errichtet und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

„Wasser findet jedes Mal den Weg“ – lautet ein Sprichwort aus Estland. Auch bei uns in der Marktgemeinde Liebenfels hat das Wasser den Weg gefunden – so entstand unser ABENTEUER WASSER WEG – ein Naturjuwel, eingebettet zwischen rauen Felswänden, lieblichen Wiesen und wertvoller Kulturlandschaft.

Welchen Weg legen natürliche Wasservorkommen zurück, bis sie bei uns in den Haushalten sind? Diese Frage beantwortet die Marktgemeinde Frantschach-St. Gertraud auf dem Wasserlehrpfad, welcher in den Jahren 2005 – 2006 im Rahmen einer Sanierung der Wasserversorgungsanlage entstanden ist.

Waldpädagogen und Wasserbotschafter kümmern sich bei uns um die Bewusstseinsschaffung für Wasser und Natur. Das Thema WASSER wird bei geführten Wanderungen für Kinder und Erwachsene großgeschrieben. WASSERWISSEN – verpackt in Spiel und Spaß – Mystisches aus der Region – Wassersagen und aktives Tun der Kinder garantieren einen „AbenteuerTag“, der bei einem unserer WASSER WEG WIRTE mit „veredeltem“ Wasser stimmig ausklingt.

Er soll den Menschen das Thema „Wasser“ näher bringen und somit einen sensibleren Bezug zum Lebensmittel Wasser schaffen. Ich lade Sie recht herzlich ein: Entlang des Wasserlehrpfades in der Marktgemeinde Frantschach-St. Gertraud erfahren Sie alles über die Wassergewinnung in unserer Gemeinde. Es werden geführte Wanderungen angeboten oder Sie entnehmen die Informationen unseren Schautafeln entlang des Weges, welche von unseren HauptschülerInnen mitgestaltet worden sind.

Wir in Liebenfels freuen uns auf Ihren Besuch!

Lebensraum Wasser ist für uns bei diesem Projekt ein starker Partner.

www.liebenfels.at

www.frantschach.gv.at

Besonders beeindruckend ist die Vielfalt der Tier- und Pflanzenwelt im Mühldorfer Auengebiet und entlang der Lavant. Die fünf Säulen der Kneipp-Gesundheitslehre Bewegung – Ernährung – Heilkräuter – Wasser – Lebensordnung können entlang des Kneippwanderweges St. Andrä angewendet werden. Wir sind stolz, mit den beiden Projekten St. Andräer Bienenlehrpfad und Kneippwanderweg St. Andrä Partner von Lebensraum Wasser zu sein, mit denen sowohl ein wichtiger Schritt zur Sensibilisierung für die Natur, als auch zur Gesundheitsförderung und -erhaltung gesetzt werden soll. www.st-andrae.at

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IMRA-Ausstellung 2010 Das Projekt IMRA versucht zu ermitteln, ob und wie Menschen auf Naturgefahren, die sie in ihrem Lebensraum betreffen können, aufmerksam gemacht werden. Es ist nicht Ziel, die Angst vor Hochwasser, Steinschlag oder Muren zu schüren, sondern viel mehr klar zu machen, dass diese Ereignisse immer wieder auftreten können. Da in Kärnten die letzten wirklich großen Hochwasser- und Murenereignisse in den Jahren 1965/66, dafür aber dreimal innerhalb von 14 Monaten passierten, ist davon auszugehen, dass gerade die jüngere oder zugezogene Bevölkerung einer Region nichts mehr davon weiß. Mit Unterstützung der INTERPRAEVENT wurde Anfang Mai in Großkirchheim eine Ausstellung eröffnet, die auf Basis von sehr persönlichen Zeitzeugenberichten mit authentischem Fo-

www.interpraevent.at

Der Fotograf und Zeitzeuge Oswald Zuegg berichtet vom Hochwasser im Mölltal.

tomaterial zeigt, wie die katastrophale Entfachung von Naturgewalten aus der Sicht von unmittelbar Betroffenen gesehen wurde.

Nationalparkhaus in Großkirchheim zu sehen. Informationen erhalten Sie bei der Tourismusinformation Großkirchheim unter der Nummer 04825 21221.

Die Ausstellung ist wieder ab Anfang Juli bis Ende September 2010 im

Das Projekt IMRA wird vom Lebensministerium finanziert.


Freizeitmesse 2010

Alle Fotos des Messeevents finden Sie auf: www.lebensraumwasser.at

Vom 15. bis 18. April hat sich Lebensraum Wasser nach der Winterpause wieder intensiv mit dem Thema Freizeit beschäftigt. Mit einem eigenen Messestand, 118 Wasserprojekten und starken Partnern war das Lebensraum-Wasser-Team bereits zum 2. Mal auf der Freizeitmesse in Klagenfurt vertreten. Rund 50.000 Besucher konnten an diesen vier Messetagen im Messezentrum Klagenfurt gezählt werden. Viele davon besuchten auch den Messestand von Lebensraum Wasser und ließen sich von den einzigartigen Wassererlebnisplätzen verzaubern.

Tscheppaschlucht und den Loiblbach – ein rasantes Erlebnis für Jung und Alt. Für das Messewochenende konnte heuer erstmals auch ein neuer Partner gewonnen werden. Die Hobas Rohre GmbH stellte 500 Wasserflaschen von der eigenen Quelle in Prebl zur Verfügung. Wer Glück hatte, konnte

den guten Tropfen am Glücksrad „erdrehen“. An dieser Stelle auch ein herzliches Dankeschön an alle Wasser-Ausflugsziele, die uns tolle Preise für das Gewinnspiel zur Verfügung stellten.

Glückliche Gesichter gab es beim Lebensraum-WasserGewinnspiel!

Vor Ort mit dabei war Walter Mamedof, der sein neues Lebensraum-WasserProjekt präsentierte – die Tschepparutsche. Als Teil des Waldseilparks Tscheppaschlucht, ist sie die längste Flying-Fox-Anlage in Österreich. Mit einer Länge von 300 Metern und einer Höhe von 57 Metern geht es mit 30 km / h über den Talboden der

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Wasser in Fluss


Wasser und Energie 2010 | Ein Jahr voller Energie – unter diesem Motto steht die diesjährige groß angelegte Energieoffensive von Landesrätin und Energiereferentin Dr.in Beate Prettner. Mit dabei sind auch zwei Lebensraum-Wasser-Partner. Über 50 Aktivitäten und Initiativen sollen 2010 das Wissen und Bewusstsein der Kärntner Bevölkerung zum Thema Erneuerbare Energien stärken – darunter 10 Energie|Schauplätze, die exklusiv einen Blick hinter die Kulissen gewähren. Zwei dieser energiegeladenen Schauplätze sind das Schau-Kraftwerk Forstsee und die Kölnbeinsperre.

Energie|Sport

Im Rahmen von Kärnten voller Energie wurde auch die Kölnbreinsperre zu einem Energie|Schauplatz. Nutzen Sie die Möglichkeit einer Gratis-Führung durch die Staumauer, lassen Sie am Skywalk Ihre Blicke, Gedanken und Emotionen fallen – und auf alle, denen das noch nicht genügt, wartet ein weiteres Highlight: ein ermäßigter Bungy-Jump von Österreichs höchster Staumauer. Termine: 10., 11., 17. und 18. Juli. Die Gutscheine zum Herunterladen und alle weiteren Informationen zu Kärnten voller Energie finden Sie auf: www.energie.ktn.gv.at

Energie|Kunst

Im Schau-Kraftwerk Forstsee bekommen Sie nicht nur einen Eindruck, wie aus Wasser Strom erzeugt wird, sondern erleben auch Kunst im Spannungsfeld Erneuerbarer Energie. Die beiden Künstler Barbara Bernsteiner und Niklas Anatol stellen in diesem Sommer ihre Werke im ältesten Speicherkraftwerk Kärntens aus. Am 8. und 22. Juli (jeweils 14.00 Uhr) werden Sie durch das Kraftwerk und die Ausstellung von Barbara Bernsteiner, zum Thema „i_treibgut“, geführt.

Kelag-Vorstandssprecher Dr. Hermann Egger, Vizebgm.in Renate Lauchard, LR Dr.in Beate Prettner und Vizebgm. Hans-Günter Drobilitsch bei der EnergieǀSchauplatz-Eröffnung im Schau-Kraftwerk Forstsee.

Ab 29. Juli begeistert Niklas Anatol mit der Ausstellung „STADTGRUND“. Anmeldungen: 0463 525-1429, daniela.krammer@kelag.at

Lebensader Fließgewässer Die Wasserqualität der Kärntner Flüsse ist gut – ein Ergebnis gemeinsamer Anstrengung. Das Gewässersystem Kärntens umfasst mehr als 3.600 bewertete Flusskilometer. Heute sind die Gewässer Kärntens organisch kaum belastet, die biologische Gewässergüte der Flüsse und Bäche kann mit sehr gut und gut beschrieben werden. Seit 2002 wird allen untersuchten Gewässern eine geringe, fast fehlende organische Belastung (Güteklasse I) bzw. eine mäßige organische Belastung bei guter Sauerstoffversorgung (Güteklasse II) bescheinigt. Die Lebensgemeinschaft des Bach- und Flussbettes ist in sauberen Gewässern artenreich, im Durchschnitt besiedeln ca. 100 Tierund 30 Pflanzenarten das Bachbett. In den 1960er- bis Anfang der 1980erJahre waren die Flüsse Kärntens, wie die Glan, die Lavant, die Vellach und

Regelmäßige Kontrollen garantieren beste Wasserqualität.

die untere Gail sowie die Drau durch organische und industrielle Abwässer hoch belastet. Die Lebensgemeinschaften am Gewässergrund waren bis auf wenige Arten reduziert. Nach den Sanierungen unserer Kärntner Seen durch den Bau der Ringkanalisationssysteme begann man Ende der 1980er mit den ersten Sanierungsmaßnahmen. Die Betriebsinterne Sanierung der Abwässer sowie der Bau von Abwasserreinigungsanlagen in den Ballungszentren führten kontinuierlich zu einer Verbesserung der Gütesituation. Unser Ziel muss sein: Sauberes Wasser in strukturreichen, lebendigen Flüssen. Weitere Informationen: Kärntner Institut für Seenforschung Kirchengasse 43, 9020 Klagenfurt a. W. Tel.: 050 536-41524 E-Mail: abt15.kis@ktn.gv.at www.kis.ktn.gv.at

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GZP macht Schule ...

4a und 4b der Volksschule Rangersdorf mit den Helfern der WLV und der Abteilung 18 – Wasserwirtschaft.

Am 27. Mai 2010 ging die Aktion KinderGZP in die 2. Runde. Nach der Volksschule Baldramsdorf durften sich die 4a und 4b der Volksschule Rangersdorf als kleine Baumeister am Wasser versuchen.

Das sieht man gern.

Gemeinsam mit der WLV (Wildbach- und Lawinenverbauung) und der Abteilung 18 – Wasserwirtschaft, der Kärntner Landesregierung werden seit 2009 Volksschulen ausgewählt, die am Fließgewässer spielerisch lernen, dass Wohnen am Wasser nicht nur schön ist, sondern auch große Gefahren beinhalten kann.

Das hört man gern. kaernten.ORF.at

Unter der Leitung von Erwin Ferlan (WLV) und Herbert Mandler (Abteilung 18) ging es mit der Waldpädagogin Barbara Bernhardt am Lamnitzbach daran, das vorab im Klassenzimmer Gelernte in die Tat umzusetzen: Kleine, selbst gebastelte Häuschen wurden entlang des Baches von den Schülern aufgestellt. Dabei wurden der Kreativität und dem Einfallsreichtum keine Grenzen gesetzt. Sobald die kleine Flusssiedlung fertig war, wurde ein Hochwasser simuliert. Für die Schülerinnen und Schüler völlig ungefährlich, wurden die kleinen Häuschen jedoch stark in Mitleidenschaft gezogen. Anhand der entstandenen Schäden konnten die Kinder nach der Flut gelbe und rote Gefahrenzonen abstecken – die Spezialisten der WLV und Abteilung 18 halfen bei der Entscheidung. So entstand in der Gemeinde Rangersdorf ein Gefahrenzonenplan im Miniaturformat. Nicht nur die jungen Bau-

Wasser in Fluss


... Schule macht Spaß meister, sondern auch die beiden Lehrerinnen Margaretha Ebner und Anneliese Eder waren begeistert: „Das Lernen von und in der Natur gibt unseren Schülern viel mehr, als das einfache Sachunterrichtsbuch. Solche Aktivitäten bleiben ewig in den Köpfen der Schüler.“ Auch Bgm. Franz Zlöbl lies es sich nicht entgehen, die Volksschüler bei ihrem Vorhaben zu besuchen. Da das Mölltal bereits in den 60er-Jahren von einem Hochwasser heimgesucht wurde, ist es für ihn besonders wichtig, die jungen Gemeindebürger für eine mögliche Wiederholung vorzubereiten: „In unserem Tal kann ein Hochwasser immer wieder kommen. Ich danke allen Mitarbeitern für die Umsetzung dieser Aktion und freue mich auf weiterhin gute Zusammenarbeit!“ Im Anschluss gab es noch eine kleine Verpflegung für die hungrigen Bauherren und -damen. Sie dankten mit dem passenden Lied: „Schön ist es auf der Welt zu sein, …“ Die Fotos vom Kinder-GZP-Tag finden Sie auf: www.lebensraumwasser.at

Wer auf Sicherheit gebaut hatte, hatte Grund zum Lachen.

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2010 ...

Die neue Wasserreferentin geht bei der Himmelberger Kunstmühle auf Tuchfühlung mit dem kühlen Nass.

Seit 7 Jahren begeistert Lebensraum Wasser Kärntner und Urlauber mit einzigartigen Wassererlebnisplätzen an Fließgewässern. Alte Qualität bedeutet aber nicht gleich, in seiner Entwicklung stehen zu bleiben – und das wird heuer mit mehreren Neuerungen eindrucksvoll bewiesen.

Neue Referentin

Die wohl markanteste Neuerung im Lebensraum Wasser ist unsere neue Wasserreferentin Landesrätin Dr.in Beate Prettner. Seit April 2010 hat sie die Ressorts Wasser und Umwelt – und somit auch Lebensraum Wasser – über. Mit Begeisterung und Vorfreude auf die 118 wunderschönen Wasserplätze hat sie die Initiative von ihrem Vorgänger LAbg. Ing. Reinhart Rohr übernommen. Ihr ist es besonders wichtig, der Bevölkerung den sorgsamen Umgang mit der Ressource Wasser näher zu bringen.

Neue Wasserplätze

Was wäre eine Lebensraum-WasserSaison ohne neue bezaubernde Wasserplätze? Nur halb so schön.

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Aus diesem Grund werden heuer wieder 8 neue Wassererlebnisplätze an Kärntens Flüssen und Bächen präsentiert: Himmelberger Kunstmühle, St. Andräer Bienenlehrpfad, Kneippwanderweg St. Andrä, Wasserlehrpfad Frantschach-St. Gertraud, Tschepparutsche (Ferlach), Bacherlebnisweg Pöllatal (Rennweg), Zikkurat Rosental (St. Jakob i. R.) Waldsportarena Poitschacher Graben (Feldkirchen).

Neue Website

Auch im virtuellen Lebensraum Wasser hat sich in der Winterpause einiges getan. Seit Dezember 2009 kleidet sich die Lebensraum-Wasser-Website in neuem Gewand. Ein völlig neues Design, mit viel mehr Informationen und Service-Punkten versüßen den Ausflug auf www.lebensraumwasser.at. Bemerkt? Ja, auch die Adresse ist neu – kürzer und leichter zu merken.

Neuer Folder

Hand in Hand mit dem neuen Aussehen der Website geht auch das neue Design des Newsletters und des Projektfolders. Alle 118 Projekte finden so den Weg zu Ihnen nach Hause. Möchten Sie sich für den Newsletter anmelden oder den Projektfolder bestellen? Einfach eine E-Mail an info@ lebensraumwasser.at senden und immer bestens informiert sein!

Neues Zeichen

Die größte Veränderung im Lebensraum Wasser ist das neue Lebensraum-Wasser-Zeichen. Der 2 m große Freund, der uns die letzten Jahre begleitet hat, hat ausgedient. Aufgrund der Anfälligkeit Bruch zu gehen, wurde ein stabileres, aber durchaus ähnliches Design gewählt. Die Grundelemente bleiben erhalten: ein Lärchenpfosten, die Plexiglastafeln und ein Rohr.

Wasser in Fluss


... das Jahr der Erneuerung Neuer Partner

An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an die Hobas Rohre GmbH, die uns für das LebensraumWasser-Zeichen die Rohre zur Verfügung gestellt hat. Zudem unterstützt uns das Unternehmen mit herrlichem Kärnten Wasser, abgefüllt in 0,5 l Flaschen, bei diversen Veranstaltungen. Das Hobas-Wasser können Sie übrigens beim Wasserfest am 4. Juli schmecken. Beim Verbund-Kraftwerk vorbeischauen und verkosten!

Neues Buch

Wie jedes Jahr haben wir auch heuer wieder eine Aktion abseits der Wasserplätze gestartet. Gemeinsam mit

dem Verein Büchergeister und der Kinderzeitschrift MINI-MAX wurde das 1. Lebensraum-Wasserbuch geschrieben. Dabei wurden Schulklassen aufgerufen, sich für die Teilnahme zu bewerben, und was heraus gekommen ist, lesen Sie auf den Seiten 10 und 11.

Wassertermine Samstag, 3. Juli 2010 | 11 Uhr Der Fischereiverein Thymallus veranstaltet das traditionelle Fischfest bei der Äschenrast in Ferlach. Sie werden versorgt mit geräuchertem und gebratenem Fisch, Fischpastete, Spanferkel und hausgemachten Mehlspeisen. Kommen Sie zur Eröffnung der Fliegen-Sprungschanze mit Chrisie der Fliege. Sonntag, 4. Juli 2010 | 10 – 18 Uhr Bereits zum 4. Mal lädt die Stadtgemeinde Ferlach zum großen Wasserfest entlang der Drau. 5 Wassererlebnisstationen versprechen ein tolles Programm: VerbundKraftwerk, Kleinwasserkraftwerk am Loiblbach, Äschenrast, Tipiland und Valentinsfähre. Sonntag, 8. August 2010 | 11 Uhr Kneippfest in Eberstein: Beim Wassererlebnis-Kneippbecken Eberstein wird auch heuer wieder das Kneippfest gefeiert. Gestartet wird um 11.00 Uhr mit der Heiligen Messe, danach Kneippanwendungen. Für Getränke und Verpflegung ist gesorgt! Freitag, 10. September 2010 | 15 Uhr Offizielle Eröffnung und Übergabe des Lebensraum-WasserZeichens an den Wasserlehrpfad Frantschach-St. Gertraud. Im Anschluss daran startet das 1. Lavanttaler Honigfest. Anlässlich der Eröffnung des Wasserlehrpfades wartet auf alle TeilnehmerInnen eine Honig-Milch-(Waben)Seife, versehen mit dem Gemeindewappen.

Alle weiteren Neuerungen und was sich sonst noch im Lebensraum Wasser tut, erfahren Sie aktuell auf der Website: www.lebensraumwasser.at

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Stark für Kärntens Wasser Gerade in der heißen Jahreszeit ist Wasser einer der beliebtesten Durstlöscher. Dabei ist besonders das klare Kärntner Wasser sehr beliebt – wie steht es um unser Trinkwasser in Kärnten? Durch die Einrichtung der Landesstiftung „Wasser für Kärnten“ Ende des Jahres 2007 konnte bereits ein entscheidender Schritt für die langfristige Sicherstellung der Trinkwasserversorgung für die Kärntnerinnen und Kärntner gemacht werden und in den folgenden Jahren werden noch weitere Wasserreserven in diese Stiftung eingebracht werden. Auch wenn wir das Glück haben in einem wasserreichen Land zu leben, warten noch viele Herausforderungen auf uns, die sich für die Wasserwirtschaft vor allem auch durch den Klimawandel ergeben. Dementsprechend werde ich hier für die kommenden Jahre einen Schwerpunkt setzen sowie beim Schutz der Menschen und Lebensräume vor Naturkatastrophen. Einerseits wird für eine Erhöhung der Versorgungssicherheit gearbeitet werden, indem bestehende Anlagen durch die Errichtung von überregionalen Verbundleitungen zusammengeschlossen werden. Auf der anderen Seite sollen die möglichen Auswirkungen des Klimawandels auf Wasserhaus-

halt, Trinkwasserversorgung und auch auf den Schutzwasserbau anhand mehrerer Forschungsprojekte untersucht werden, um für Kärnten auch weiterhin die sicherste und qualitativ hochwertigste Trinkwasserversorgung garantieren zu können. Außerdem wird es verstärkt Ausbildungs- und Informationsveranstaltungen für den Bereich Trinkwasserversorgung geben, denn für alle Projekte, die in den nächsten Jahren umgesetzt werden sollen, wird gut ausgebildetes Fachpersonal benötigt, das für unser aller Lebensqualität die beste Arbeit leisten kann. Was können wir uns unter den Wasserrahmenrichtlinien vorstellen? Mit den Wasserrahmenrichtlinien wurden europaweit gleiche Maßstäbe für den Zustand von Flüssen, Seen und Grundwasser festgelegt und dem Begriff Wasserqualität konnte eine neue Dimension gegeben werden. Lag der Schwerpunkt der Arbeit bisher bei der Gewässerreinhaltung, wird nun die Gewässerqualität danach gemessen, ob es neben der Wasserqualität auch genügend intakte und natürliche Lebensräume gibt. Das ist besonders wichtig, denn in der Vergangenheit haben zahlreiche Veränderungen der Gewässer stattgefunden. Sei es durch Hochwasserschutzmaßnahmen oder Regulierungen, um den Schutz der Bevölkerung auszubauen. Nun wird es

Lebensraum-Wasser-Newsletter

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Zwischen April und Oktober bekommen Sie den Newsletter in unregelmäßigen Abständen mit Informationen über den Lebensraum Wasser per Mail zugeschickt – aktuelle Termine, Feste, Aktivitäten und Eröffnungen. Bestellen Sie den Newsletter jetzt unter www.lebensraumwasser.at Mit freundlicher Unterstützung von:

Wasserreferentin Landesrätin Dr.in Beate Prettner

vorrangiges Ziel sein, die Durchgängigkeit sowie die Fisch- und Organismenpassierbarkeit der Gewässer wiederherzustellen. Mit den Wasserrahmenrichtlinien wurde ein weiterer Ansporn geschaffen, unsere Wasserschätze umfassender zu schützen. Österreich und somit auch das wasserreichste Bundesland Kärnten, hat in den vergangenen Jahrzehnten erfolgreich in die Verbesserung der Qualität unserer Gewässer investiert und durch die Wasserrahmenrichtlinien werden diese Bemühungen noch gestärkt. Damit wir auch in Zukunft unser klares Kärntner Wasser in vollen Zügen genießen können.

Ihre Ansprechpartner Mag. Johannes Lutnik, Büro Dr.in Beate Prettner Tel.: 050 536-22307, johannes.lutnik@ktn.gv.at Mag. Tina Tomasch, arco GmbH Tel.: 0463 419 100-11, info@lebensraumwasser.at Mag. Berndt Triebel, Abteilung 15 des Landes Kärnten Tel.: 050 536-41571, berndt.triebel@ktn.gv.at

Impressum: Herausgeber, Medieninhaber und Verleger: Amt der Kärntner Landesregierung, Büro Dr.in Beate Prettner, Arnulfplatz 1, 9021 Klagenfurt am Wörthersee, Tel.: 050 536-0, www.lebensraumwasser.at. Konzeption, Umsetzung und Text: arco GmbH, Klagenfurt am Wörthersee. Fotos: Verbund-AHP, Kelag, Projektpartner, Franz Gerdl, Gemeinden, Thomas Holzer, René Puglnig, Gernot Koboltschnig, KIS, Wiedl, Stefan Eder, Gernot Gleiss, AKL18 Tichy, iStock. Alle Angaben ohne Gewähr. Sämtliche Rechte und Änderungen vorbehalten. Stand: Juni 2010

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Wasser in Fluss - Ausgabe 12 - 2010  

Unsere Wasserzeitung "Wasser in Fluss" erscheint zweimal jährlich (Frühsommer, Herbst). Sie können hier alle bisherigen Ausgaben downloaden...

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