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N.2-2007

for gay, lesbian, bi, trans & friends

Wer hätte das gedacht: Erst im Mai haben wir unser neues News herausgebracht – mit vielen positiven Rückmeldungen, für die wir uns an dieser Stelle bedanken möchten. Gerade mal drei Monate danach halten wir bereits Nummer Zwei in den Händen. Diesmal sorgen vor allem sommerliche Beiträge für kurzweiligen Lesespaß: Georg und Peter haben sich für Euch ins berühmt-berüchtigte Afrika gewagt, um dort Bozens schwule Naherholungszone zu erkunden. Südtirols Schwule und Lesben lassen es sich

dennoch nicht nehmen, im Sommer zu verreisen, wie in unserer Umfrage nachzulesen ist. Flirt-, Buch-, Film- und Kulturtipps runden das sommerliche News ab... und nicht zu vergessen, was auf dem nationalen ArcigayKongress und beim Roma Pride alles passiert ist. Wie Ihr Euren Sommer 2007 fotographisch festhaltet, das wollen wir im Rahmen unseres Fotowettbewerbs „Hot Summer Spots“ wissen. Macht mit! Es winken interessante Preise. Doch zuerst einmal erlebnisreiche Sommermonate! Euer Redaktions-Team.

OUT IN AFRICA Eine Fotoreportage über Südtirols schwules Naherholungsgebiet Von runden Steinen säuberlich gesäumte Pfade führen durch das Dickicht. Ebenso sorgsam sind die Liegeplätze für zwei bis drei Personen unter Sträuchern oder in der prallen Sonne von ebensolchen Steinen eingesäumt. S. 2

ROMA PRIDE Un riassunto personale sul gay Pride Nazionale tenuto nella capitale il 16 giugno. S. 12


Alle im Wald?

OUT IN AFRICA oder: Von wegen fehlender Häuslichkeit der Schwulen > Von Georg Vescoli und Peter Viehweider Von runden Steinen säuberlich gesäumte Pfade führen durch das Dickicht. Ebenso sorgsam sind die Liegeplätze für zwei bis drei Personen unter Sträuchern oder in der prallen Sonne von ebensolchen Steinen eingesäumt: Hier hat jemand also sein Revier abgegrenzt. Und als Höhepunkt schwuler Architektur die Südtiroler „trulli“, zwei von Menschenhand errichtete Behausungen aus dunklem Geröll, das die Talfer hier abgelagert hat: Eine gut 1,50 m hoch, die zweite etwas niedriger. Einzig Dächer fehlen den beiden Konstruktionen, vorne vielleicht ein paar Gartenzwerge und Schneewittchen, und die Idylle wäre perfekt. Sill, oder Afrika, dies das schwule Naherholungsgebiet im Norden von Bozen, knapp nach dem Eingang zum Sarntal. Wir stellen unser Auto entlang der Straße ab - die letzten Meter müssen wir zu Fuß zurücklegen werden – immer wieder sehen wir die Regenbogenfahne am Heck der Karossen, ein Zeichen dafür, dass man hier unter sich ist – oder fast. Vom großen Schotterplatz aus kann man bereits die ersten Sonnenanbeter sehen, wie 02

sie auf den Steinmauern sitzen oder liegen, manch einer im Adamskostüm, andere präsentieren die neueste Bademode von Allen Cox oder D&G, das ältere Publikum, welches das Designerstück nicht sofort erkennt, ist wohl eher von dem angetan, was darunter verborgen liegt. „So gibt es schon seit Menschengedenken einen schwulen Nacktbadestrand in der Talferschlucht…“, schrieb Sepp im HIS-Magazine vom Jahr 2002. Sein Artikel rekonstruierte Treffpunkte Homosexueller vor den 90er Jahren. Und diese Tradition hat sich gehalten: Das Stammpublikum thront inmitten der abgegrenzten Reviere in bis hierher beförderten Gartensesseln und überblickt so von oben die Lage, der Neuling breitet sein Badetuch auf dem sandigen Untergrund aus und gibt dadurch den Überblick auf. Wir gehören eindeutig zu den Neulingen. „Ich bin am Wochenende öfters hier“, meint Bunny*, „hier kann ich nackt in der Sonne liegen, außerdem trifft man häufig Bekannte. Das Lido ist keine Alternative, es fehlt da nämlich ein Bereich für FKK-Fans.“ Wenn Bunny dann seine Runden dreht, da schlüpft

er in seine Badehose: „Sonst fühle ich mich irgendwie nackt.“ Auf unangenehme Ereignisse angesprochen, erzählt er vom aufgeschlitzten Autoreifen. Da scheint jemand mit den Freiheiten, die sich die „Afrikaner“ nehmen, ein Problem zu haben, das er an den Autos auslässt. Alex* ist ein typischer Sonntagsafrikaner. Sein Stammplatz ist ein riesiger Stein inmitten des Baches. Von hier aus kann er die Menschen beobachten, die sich weiter in die Talferschlucht hineinwagen. „Ich hoffe, dass sich neue Bekanntschaften ergeben, aber nur ganz selten sind neue Gesichter darunter“, meint er etwas resigniert. Tobias* erzählt uns von der Polizeirazzia, die vor zwei Jahren hier durchgezogen wurde. Dabei wurden zwei – drei Leute wegen unzüchtiger Handlungen angezeigt und hatten einen Prozess am Hals. Die Betroffenen erzählten von Ordnungskräften in Zivil, die - sobald die schwulen Afrika-Besucher Kontakt anbahnen wollten - Erkennungsmarken aus den Hosen herauszogen, die Personalien aufnahmen und Anzeige erstatteten. Von Strafen von 1500 Euro erzählt Tobias, zusätzlich hatten die in flagranti Ertappten dadurch auch noch Probleme in ihrem familiären Umfeld, falls sie ungeoutet waren. Überhaupt erzählen uns Afrika-Habitués verschiedene Anekdoten rund um Menschen, die sich hier plötzlich gegenüberstehen – trotz ihrer außerhalb Tiroler „trullo“

Afrikas teils demonstrativ zur Schau gestellten Heterosexualität. Nun, um die Peinlichkeit des Zusammentreffens am falschen Ort zur falschen Zeit zu rechtfertigen, werden spontan die spannendsten Legitimationsversuche gestartet. Von: „Ich wollte eine Wanderung machen und habe mich verlaufen“ bis „Es ist am Arbeitsplatz einfach zu warm, hier gibt’s Schatten.“ Tobias konnte sich ein doppeldeutiges „Ja, manchmal wird einem einfach zu warm“ als Antwort gegenüber dem etwas nervös wirkenden „Hetero“ nicht verkneifen. Apropos Legenden: Ein kleiner abgegrenzter Raum, in welchem mit einzelnen Regeln des Zusammenlebens etwas freier umgegangen wird, eignet sich vortrefflich als Quelle für Legendenbildung. Oinki* erzählt uns einige: Von Kontrolle von oben ist die Rede, gemeint sind Ordnungskräfte in Zivil, die mit Fernrohr bewaffnet von der Höhe der Sarntaler Straße in die Schlucht schauen, um die AfrikaBesucher unter Kontrolle zu halten. Oder aber auch Geschichten von Voyeuren werden kolportiert, die sich diesen erhabenen Ort zur Befriedigung ihrer Lust aussuchen. Nun, ich glaube es war Tobias, der gemeint hat, man könnte doch oben Klappstühle stundenweise vermieten und damit Geld machen. Ganz so groß scheint die Angst vor dem Großen Sarner Badenixe


Bruder wohl trotz der Gerüchte nicht zu sein. Oinki ist es dann auch, der uns darauf aufmerksam macht, dass doch sehr viele ältere Herren hier ihre Runden drehen: „Die Jungen wandern an den Wochenenden zum Gardasee aus“. Und er bemerkt so nebenbei, dass die Alteingesessenen, jene mit den Gartenstühlen, wahre Informationsträger sind: „Die wissen alles von allen.“ Während wir so mit einer Gruppe von Afrika-Besuchern reden, steigt gerade ein etwas rundlicher Herr triefend nass aus dem Bach, huscht an uns vorbei und legt sich geradewegs in die Sonne. Alex* zeigt uns daraufhin die ebenfalls von Menschenhand gefertigten kleinen Wasserbecken im Bachbett, in denen man bis zum Kopf eintauchen und auch ein bis zwei Schwimmzüge machen kann. Wieder sind die runden Gesteinsbrocken das Baumaterial, wieder waren schwule Ingenieure am Werk. Von wegen Schwule und Technik… Unser bestes Blatt

Unter einem Strauch, um der direkten Sonneneinstrahlung zu entkommen, sitzt eine Gruppe schwuler Männer, die sich mit blind Watten die Zeit vertreiben: Wie wir fragen, ob wir sie für das Centaurus News ablichten können, meinen sie, dass man das Foto ja der „Dolomiten“ schicken könne, Rubrik: Mein schönstes Blatt Titel: Vier Schwule in Afrika - und spielen augenzwinkernd auf die NichtExistenz von Homosexualität in unserer großen Tageszeitung an. Wir beobachten noch kurz das Treiben an diesem Ort, überlegen, ob wir ausreichend Material haben, ob uns was Wichtiges entgangen ist und packen dann unsere Sachen zusammen. Hinter uns bietet jemand „Eichel“, kurz schauen wir uns um, um mitzukriegen, was da abgeht, grinsen uns kurz an und schultern unsere Rucksäcke. Doch, über dieses Naherholungsgebiet der Bozner Schwulen kann man gut was schreiben. * Alle Namen von der Redaktion geändert

Nächster Stopp: URLAUB Wo Frauen und Männer ihre Seele (und mehr) baumeln lassen > Von Stefan Windegger Seitdem Schwule und Lesben eine Bewegung sind und ihre Sexualität offener leben, halten sie in alle möglichen Wirtschaftszweige Einzug. Reisen gehört dazu. Die griechischen Inseln Mykonos und Lesbos, Sitges in Spanien oder auch die Kanaren und Balearen sind mittlerweile typische Reisedestinationen für Schwule und Lesben. Doch der eine und die andere genießt den bevorstehenden Sommerurlaub auch etwas fern von lauten Straßen und dem nächtlichen Trubel. Centaurus News hat in einer Online-Umfrage nachgefragt. Manfred, 42 „Sitges, weil man sich als Gay total wohl fühlt. Es ist außerdem ein typisches spanisches Städtchen mit vielen guten und schönen Lokalen und Discos, in denen meistens freier Eintritt ist! Außerdem trifft man viele hübsche Jungs aus ganz Europa – das ist sehr aufregend. Und schließlich der schöne Nacktstrand. ..und außerdem kann man perfekt shoppen…also ich fühl mich in Sitges rundum wohl.“ Matthias, 30 „Mein Schatz möchte gerne ein paar Tage nach Irland…mal sehn. Ansonsten wird es ein verlängertes Wochenende in Rom.“

Michael, 47 „Ich werde heuer nach Sizilien fahren. Das Meer dort ist wunderschön, die Leute sind sehr freundlich und die Landschaft ist einfach herrlich.“ Gian Luca, 43 „ Noi passeremo le nostre ferie sull’isola Hvar in Croatia. I costi sono contenuti e poi c‘è una grande libertà di stare nudi un po‘ dappertutto, spiagge tranquille, senza troppe famiglie schiamazzanti.” Martine, 28 “Ich und meine Freundin möchten diesen Sommer mit dem Camper verreisen, und zwar nach Apulien. Der Camper erinnert mich an meine Kindheit und ist wie Spielzeug…nur, dass es jetzt etwas größer ist.“


Juri, 34 „Ich bevorzuge den Süden Griechenlands, weil es dort im Spätsommer und Herbst am schönsten ist. Ich bevorzuge Gegenden, die nicht von den Touristen überlaufen sind – wo ich entweder allein oder zu zweit sein kann. Dabei gehe ich gerne wandern, schwimmen und tauchen. Und natürlich gehört zu einem schönen Urlaub auch gutes Essen. Geld steht dabei sicher nicht im Vordergrund, man kann sich ja so einiges leisten.“ Barbara, 40 „Ich fahre diesen Sommer nach Apulien, weil es dort wenig touristisch, sehr schön und ruhig ist und weil die Wahrscheinlichkeit sehr hoch ist, dass das Essen vorzüglich schmecken wird.“ Marco, 43 „Wenn die Finanzen stimmen, dann möchte ich diesen Sommer nach Puerto Vaillarda (Mexico) fahren. Dort gibt es genügend Gayleben und die Einheimischen stehen auf blonde Blauäugige wie mich.“

Helly und Mario, beide 28 „Wir fahren diesen Sommer wahrscheinlich überhaupt nicht mehr auf Urlaub, weil wir bereits im Mai in der Türkei waren. Die Leute und das Land sind wunderbar und wir fühlen uns dort immer sauwohl. Wir sind sicherlich nicht das letzte Mal dort gewesen…haben bis jetzt nur sehr, sehr gute Erfahrungen gemacht. Im Sommer ist es ja auch hier schön.“ Marius, 42 „Ich reise meist zwischen den Saisonen. Da ist es nicht so überfüllt und gemütlicher. Im Juli und September gibt es einige Messen, die mich zeitlich binden. So nütze ich im Sommer verlängerte Wochenenden für Reisen in verschiedene Städte Italiens, Europa und New York City. Dabei stehen auch einige Kulturveranstaltungen auf dem Programm, wie die ArtBasel und die Biennale in Venedig und Istanbul. Ich reise gerne zwischen den Extremen ... vom Hiking in unberührter Natur mit einfachsten Unterkünften bis hin zum Großstadtdschungel mit den Designhotels.“

FLIRTEN und ab in den Sommer > Interview: Christoph Tauber Die heißeste Zeit des Jahres hat nun schon beinahe begonnen. Viele von euch werden bereits mit den Gedanken in ihrem Urlaub sein. Am Strand unter der heißen Sonne liegen, sich bräunen, Beachvolleyball mit anderen feschen Jungs und Mädels spielen, bis zum Horizont schwimmen und sicherlich ist bei einem Sommerurlaub, ob in der Nähe oder in der Ferne, auch ein Flirt drinnen. Damit ihr nicht ganz unvorbereitet in das feurige Abenteuer geschickt werdet, haben wir Thomas, unseren Flirtexperten, nach Tipps befragt. News: Was ist das Wichtigste beim Flirten? Thomas: Dass du nicht alleine bist! (lacht) Zum Flirten gehören immer zwei. Deshalb ist es wichtig zu erkennen, ob dein Gegenüber überhaupt flirten will. Normalerweise merkt man das. Wenn er/sie dir eindeutige Zeichen zusendet, dass er/sie das nicht will, dann respektiere das. Sonst geht das mit Sicherheit in die Hose. News: Welche Rolle spielt hierbei das Äußere?

Thomas: Klarerweise spielt das Äußere eine große Rolle. Versuche dich deinem Typ und der Situation gerecht und vor allem sauber zu kleiden. Die Haare sollten gewaschen, die Brille nicht aus den 80er Jahren, die Zähne geputzt und die Schuhe nicht aus Großvaters Zeiten sein. Doch genauso wichtig ist das Innere. Strahle deshalb immer Selbstsicherheit aus. Schaue deinem Flirtpartner mit selbstsicherem Blick in die Augen und strahle Zuversicht aus. Schenk deinem Flirtpartner ein nettes Lächeln, bleib locker und unverkrampft. Nur mit einem Lächeln, welches von innen kommt, strahlt man Wärme aus und zeigt, dass man es ehrlich meint. News: Und was ist, wenn er/sie mich anspricht? Thomas: Dann bleibe einfach locker und authentisch. Nicht jedem fällt sofort ein flotter Spruch als Erwiderung ein. Wenn du eher schüchtern bist, dann bleibe das auch. Bleibe authentisch, einfach du selbst. Eine Show abzuziehen und Theater zu spielen, mit einstudierten Floskeln um dich zu werfen, bringt nichts, sondern das wird mit Sicherheit in die Hose gehen. Bleibe einfach authentisch und rede lieber nach dem Motto „weniger ist mehr“. Deine ganze Lebensgeschichte wird ihn/sie für das erste Mal nicht interessieren. News: Mir ist einmal ein Missgeschick passiert, da… Thomas: Ach, Missgeschicke passieren doch jedem. Mach dich nicht schlechter, als du bist. Wenn du z.B. Wein auf die Hose deines Gegenübers geschüttet haben solltest, nur keine Panik. Mach das Beste draus, entschuldige dich einfach höflich, entweder sachlich oder humorvoll verpackt „oh, wie peinlich. Dafür hast du jetzt einen Wunsch bei mir offen, der bis heute Mitternacht eingelöst werden kann.“ News: Viele junge Leute suchen den Kontakt zu anderen heute über Internetportale. Was rätst du ihnen? Thomas: Ihr versäumt echt etwas! Flirten kann man überall. Ob beim Bäcker, im Bus, in einer Bar oder in der Disco. Nichts ist aufregender und belebender für Körper und Geist als ein heißer Flirt im Sommer. Also nur Mut. Traut euch und ihr werdet einen spannenden Sommer erleben. 07


Fred und Paul im Heu: Morgens um zehn…

Paul, Fred und Gerhard bei der Heuarbeit: Jedem das richtige Gerät

„Vor allem genießen wir die Ruhe“ > Von Thomas Karlegger

Das Wort „Stress“ ist in aller Munde und um diesen abzubauen führt der Weg nicht selten in die Südtiroler Bergwelt. Urlaub auf dem Bauernhof zeichnet sich hierbei zurzeit als Trend ab. Zwei deutsche Gäste und ein Vilnößer Bauer berichten über ihre Erfahrungen. Der Gast von heute ist vielseitig und flexibel, Hauptsache Erholung. Dabei kommt es selten - man glaubt es kaum - auf die Länge an: Untersuchungen zeigen, dass der Urlauber von heute lieber mehrere kurze Aufenthalte als wenige lange Urlaube genießt. Genauso machen es auch Fred und Gerhard aus Köln, die in Villnöß bereits Stammgäste sind. „Wir kommen öfters im Jahr zur Erholung nach Südtirol“, berichten die beiden. Dabei genießen sie vor allem die Ruhe und die schönen Berge. „Für uns bedeutet Urlaub auf dem Bauernhof vor allem Energie tanken.“ Kaum ein anderes Land bietet dem Gast so viel Natur in einer traumhaft schönen Bergwelt. Betrachtet man die Nische „Urlaub auf dem Bauernhof“ genauer, zeigt sich zurzeit ein starker Aufwärtstrend. Diesen Trend hat auch Paul erkannt, der hauptberuflich als Bauer und nebenher in einem Geschäft in Brixen arbeitet: „Ferienwohnungen bzw. Zimmervermietung auf dem Bauernhof ermöglichen ein 08

zusätzliches Einkommen. Schließlich sind wir Bergbauern auf eine Nebeneinkunft angewiesen. Bei uns kann sich der Gast in bestens ausgestatteten Ferienwohnungen entspannen und wir bemühen uns, dem Gast den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu gestalten“, so Paul. Fred fügt augenzwinkernd hinzu: „Hier können wir sogar nackt auf der Terrasse sonnenbaden.“ Gerhard meint: „Gelegentlich haben wir auch das Glück und können Paul bei der Arbeit auf dem Feld zusehen.“ So bekommen die Gäste neben hohen Bergen, weiten Wiesen und tiefen Tälern auch noch nackte Haut zu sehen. „Und wenn uns die Lust packt, dann können wir auf dem Feld mit Hand anlegen.“ Der Gast hat in dieser Nische eine zunehmend größere Auswahl. Was auch daran zu erkennen ist, dass es nicht nur normalen - wie immer man „normal“ auch definieren mag - Urlaub auf dem Bauernhof gibt, sondern auch schwulen, lesben-, sowie transgender-freundliche Bergbauernhöfe. Und das alles im scheinbar biederen Südtirol. „Der homosexuelle Gast – aber nicht nur er - ist bei uns im Hause jederzeit willkommen“, sagt Paul. Natürlich freut sich Paul als schwuler Gastgeber über diesen Aufwärtstrend und seiner Meinung nach sollte diese Urlaubsmöglichkeit weiter ausgebaut werden.

Paul erklärt mir kurz, wie man das Qualitätsniveau anhand einer Bewertung erkennt: Ähnlich der Sternenbewertung bei Hotels gibt es beim Urlaub auf dem Bauernhof eine Blumen-Bewertung, die von einer Blume bis hin zu vier Blumen reicht. Es gibt also durchaus luxuriösen - um nicht zu sagen First-Class-Urlaub auf dem Bauernhof. „Wir versuchen dem Gast alles Wünschenswerte zu bieten. Unser Motto lautet: Der Gast ist König und soll sich in erster Linie wohl fühlen“, so Paul. Als positiven Nebeneffekt gilt beim Urlaub auf dem Bauernhof zu erwähnen, dass selbst der „Fünf-Sterne-Urlaub“ für fast jedermann

Die Belohnung bei Herbert auf der Muntalm

erschwinglich ist. „Wir haben in Südtirol bereits viele Berge bestiegen. Es war bisher jede einzelne Besteigung ein tolles Erlebnis. Dabei haben wir jedes Mal Energie getankt.“ Gerhards und Freds nächster Aufenthalt im Villnößtal ist bereits gebucht. „Wir freuen uns schon jetzt auf unseren nächsten Aufenthalt in den Südtiroler Bergen.“ Urlaub auf dem Bauernhof – gay friendly Mesnerhof – Paul Runggatscher St. Jakob, Villnöß Internet: www.mesnerhof.it Gerhard beim Melken: Ups!


XII CONGRESSO NAZIONALE ARCIGAY > Di Andreas Unterkircher L‘Arcigay è la più importante associazione gay in Italia. Da ormai oltre vent‘anni si batte per i diritti di omo-, bi- e transsessuali nel nostro paese. L‘11, 12 e 13 maggio 2007 si è svolto a Milano il 12° Congresso nazionale dell‘associazione. 180 delegati provenienti da tutti i comitati provinciali Arcigay d‘Italia hanno discusso delle linee da seguire e i cambiamenti da fare nell‘associazione. Il comitato Centaurus di Bolzano ha mandato due delegati: Manfred Burger e Andreas Unterkircher. Questo congresso si preannunciava importante. Intanto perchè dopo le dimissioni del Presidente nazionale Arcigay Sergio Lo Giudice bisognava eleggerne il successore nonche il nuovo direttivo. Poi perchè c‘era da decidere su importanti questioni come l‘autonomia politica dell‘associazione. Ma la cosa che ha reso veramente storico questo congresso è stato il contesto. La proposta di legge sulle coppie di fatto, gli ormai famosi DICO hanno acceso un dibattito infuocato. Per la prima volta i diritti di gay e lesbiche sono diventati un tema politico di primo piano. Allo stesso tempo però mai come ora vi sono attacchi omofobi e razzisti contro la nostra comunità. Proprio in concomitanza del congresso si è svolto a Roma il Family Day. Sbandierato come festa

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per la famiglia, è stato invece la più grande manifestazione contro la laicità e le diversità sessuali di tutti i tempi in Italia. Per questo motivo il congresso non poteva che diventare un‘importantissima occasione per mostrare presenza, visibilità e unità del popolo glbt nel nostro paese. Si sono visti parecchi volti noti nella grande sala congressi del Hotel Quark il primo giorno dei lavori. Leader politici come Piero Fassino, Enrico Boselli, Cesari Salvi e pure due ministre, Emma Bonino e Barbara Pollastrini, fautrice quest’ ultima di quei DICO tanto controversi anche all‘interno della nostra comunità, hanno tenuto i loro discorsi, ma non sempre hanno raccolto applausi, anzi. La Pollastrini è stata fischiata quando ha definito „equilibrata“ la legge sui DICO. Ancora più contestato è stato Piero Fassino, ormai considerato il simbolo di quella sinistra simpatizzante con i cattolici. Ma il sostegno più importante è arrivato per posta. Sempre il primo giorno del congresso è giunta all’Arcigay una lettera dal Presidente della Repubblica che ci ha fatto gli auguri di un buon lavoro aggiungendo che la Costituzione italiana vieta qualunque forma di discriminazione, anche in base all’ orientamento sessuale. E‘ stato un evento storico. Per la prima volta un Capo di Stato italiano ha scritto una lettera all’Arcigay. E Napolitano non è stato l‘unico a sostenerci.

Margherita Hack, famosa astronoma, ha spedito un comunicato e con il premio Nobel Dario Fò c‘è stato un collegamento telefonico. Alla fine però il contributo più grande abbiamo dovuto darlo noi delegati. Sabato 12 maggio era il giorno del Family Day. Nel bel mezzo del nostro congresso un millione di persone a Roma hanno manifestato contro la regolamentazione giuridica delle coppie di fatto, anche omosessuali. Come potevamo noi rappresentanti del popolo glbt stare a guardare? Così, nonostante al congresso ci fosse ancora tanto lavoro da svolgere, troppo per quelle tre giornate, ci siamo decisi a fare una contromanifestazione a Piazza Duomo a Milano. Sotto un caldo soffocante abbiamo preso due autobus e siamo arrivati tutti ai piedi della Madonnina. Con le nostre bandiere arcobaleno, un megastriscione con scritto „Pari diritti, pari dignità“ abbiamo attraversato la piazza gridando „Siamo famiglie gay, gay!“. Centoottanta persone contro un milione. E‘ questa probabilmente l‘immagine più forte di questo congresso, quella che rimarrà in mente a chi ci è stato. Aldilà del significato simbolico il congresso ha prodotto risultati concreti. Aurelio Mancuso è diventato nuovo Presidente nazionale dell‘associazione, Riccardo Gottardi nuovo Segretario nazionale. Inoltre sono stati decisi dei cambiamenti nelle regole del gioco. Per garantire l‘autonomia politica di Arcigay nessun membro del direttivo nazionale potrà più ricoprire cariche di partito o istituzionali. Non meno importante è stata l‘approvazione di un ordine del giorno sull‘omoinvalidità, cioè l‘omosessualità vissuta dai portatori di handicap. Poi per la prima volta si è discusso sulla mafia. L‘Arcigay aderirà a „Libera“, il network di associazioni impegnate nella lotta contro le mafie. Il neopresidente Mancuso ci fa subito capire in che direzione si muoverà l‘associazione facendo un appello alla partecipazione e al protagonismo del popolo

lgbt: „Dovete invadere le nostre sedi, imporci di essere conseguenti alle parole, rapidi nelle decisioni e nelle risposte.“ Il pomeriggio di domenica 13 maggio il congresso si è concluso. Per me e Manfred è stato triste separarci dai nostri amici. Ma sapevamo che ci saremmo rivisti presto. Il Gay Pride di Roma del 16 giugno era ormai alle porte e noi ci saremmo stati sicuramente.


Roma Pride: Impressioni - delusioni > Di Gian Luca Bartellone Sabato 16 giugno ho partecipato al Gay Pride nazionale. Annunciato come Roma Pride. Mi sembrava giusto partecipare dopo tutto il battage che c‘era stato per il Family Day. I pullman erano stati organizzati dalla locale arcigay in collaborazione con un gruppo autogestito e pur non avendo i potenti mezzi della Chiesa cattolica ho visto con piacere che l‘affluenza alla manifestazione è stata enorme: secondo la questura addirittura maggiore a quella del Family Day. Per un attimo mi sono sentito davvero fiero di essere italiano, perchè i partecipanti alla manifestazione non erano solo omosessuali, ma tanti anche eterosessuali che tengono alla libertà.. Peccato che la mia fierezza sia durato solo un attimo. Il giorno dopo nessuno parlava della manifestazione in modo esauriente e dopo due giorni del Roma Pride non si sente più parlare. Ancora peggio, c‘erano migliaia di persone al Pride, ma sulle foto che si vedono sui giornali si vedono sempre le stesse foto di trans seminude, che per inciso avevano tutto il diritto di esserci, ma che non rappresentavano tutto il mondo omosessuale 12

e che sulla totalità dei manifestanti saranno state forse un centinaio o meno. Lo stesso giorno del Pride ci sono state aggressioni verbali in un ristorante verso una coppia gay conclusasi con l‘allontanamento (paradossale) della coppia perché a detta dei gestori disturbava i clienti. Leggo con apprensione che è stato ritirato l‘appoggio finanziario al festival gay e lesbico di Milano con la scusa che siccome i gay sono tutti ricchi, dato che non hanno una famiglia da mantenere, se lo possono finanziare da soli. È per avere una famiglia che siamo andati a manifestare a Roma e queste affermazioni sommate alle scritte e alle aggressioni omofobe sparse per il paese e alle invettive della chiesa che ci paragona ai pedofili e denuncia una lobby gay (che faccia tosta!) mi fanno inevitabilmente pensare alle accuse simili rivolte un po‘ di tempo fa da un signore tedesco coi baffetti agli ebrei. Spero che quanto detto al Roma Pride dal presidente dell‘ Arcigay circa la nascita di una coscienza politica dei gay e di quanti credono nella libertà si avveri velocemente e che ci si batta sempre più fermamente per denunciare anche con iniziative legali chi vuole ostinatamente continuare a considerarci ombre.

RISPONDE | ANTWORTET Liebe Dra Sexpert, ich bin seit einem Jahr mit meiner Freundin zusammen. Das heißt, zusammen ist vielleicht nicht ganz das richtige Wort, denn eigentlich ist sie verheiratet. Sie will sich auch trennen, macht sich aber Probleme, weil sie ihrem Mann nicht wehtun will. Ich bin hin- und hergerissen, weil ich sie ja verstehe und ihre Sorgen schon teilen und ernst nehmen will, aber langsam schleicht sich auch Unwille über die Situation ein, die festgefahren ist. Auch scheint mir, dass meine Bedürfnisse immer hintenan stehen. Was ist denn nun für eine Beziehung wichtiger: Verständnis oder meine Bedürfnisse? Claudia, 27, Lüsen Liebe Claudia, oh, Verheiratete sind schwierig. Das weißt du selbst, meinst du nun. Ja, du und alle anderen, die ihre Liebste nicht nur in der Szene suchen wollen, kennen das Dilemma. Da kommt frau dann in die absurde Situation, dass Verständnis und Liebe sich im realen Leben oft diametral gegenüberstehen. Das eine hat mit dem Kopf zu tun, das andere mit dem Herzen. Und dann haben wir noch den Bauch (oder was immer an

Unanständigem du willst) mit seinen Bedürfnissen. Gestartet wird mit dem Herzen und/oder Bauch, bis das alles irgendwann richtigerweise zu Kopfe steigt. Je mehr dieser dann die eigenen Bedürfnisse erkennen kann, umso klarer können sie vermittelt werden. Vieles wird unklar bleiben, eines sollte klar sein: du musst nicht den Mann verstehen und nicht deine Freundin. Das wird dir nie gelingen. Den Bedürfnissen der anderen hinken wir meist hinterher oder sind ihnen gerne meilenweit voraus. Der anderen geht es mit dir ähnlich. Da frau nicht davon ausgehen kann, dass zwei Menschen sich ideal ergänzende Bedürfnisse haben, müssen gemeinsame Lösungen ausgehandelt werden. Im optimalen Fall findet dabei eine Begegnung statt (so nach dem Motto „ich und du im Hier und Jetzt“). Doch das Hier und Jetzt ist schnell das Gestern von Morgen und im Grunde geht es nicht nur um den Konflikt zwischen Kopf, Herz und Bauch... vielmehr geht es um die Frage, wenn ich dich richtig verstanden habe, bin und bleibe ich in Kontakt mit mir oder richte ich meine Aufmerksamkeit in erster Linie auf ihre inneren Bedürfnisse, Gefühle, Erfahrungen und verliere dadurch den Kontakt zu mir. Die Beziehung mit dem „Du“, aber auch mit sich selbst, ist eng mit dem Begriff „Grenze“ verwoben: nur da, wo eine Grenze ist, kann auch Kontakt stattfinden, denn ohne eine solche Grenze würde eine undifferenzierte Verschmelzung stattfinden. Jede Grenze ist gleichzeitig Ort der Begegnung und der Trennung. Auch wenn es banal klingt, dich zu fragen, was denn genau deine Bedürfnisse in dieser ganzen Geschichte sind, ist es unumgänglich (du könnest dir vielleicht auch die Frage stellen, ob du selbst einen Vorteil aus dieser Situation ziehst, den du nicht wahrhaben willst?). Dir selbst nachspüren und reden, reden, reden. Wenn du weißt, was du willst, ob Monogamie, Polyamorie, Autogamie, ist der Zeitpunkt für die eventuelle Konfrontation da – wenn du bis dahin nicht entschieden hast, dass es für dich selbst vorteilhafter ist, den Ist-Zustand zu erhalten. Ist deine Freundin eine wie ich, die sich zwei Minuten vor Redaktionsschluss hinsetzt und dir antwortet, also einen Termin braucht – so sehr sie diesen und dich auch hassen wird -; oder ist das Ei schon da, das nur noch eine lange Brutzeit braucht? Den Schritt entlang ihrer Bedürfnisse muss sie alleine machen, und auch 13


mit Verständnis kannst du ihn ihr nicht abnehmen. Sollte sie sich für dich entscheiden, so hat sie den Mut aufgebracht, den erfahrungsgemäß nur wenige aufbringen und könnte in dieser Situation auch deine Unterstützung brauchen. Tut sie ihn nicht, so kann diese deine Situation mehrere ungeheuer zehrende Jahre andauern. Sie wird es immer und immer wieder so hindrehen, dass sie diejenige ist, die Mitleid und Verständnis benötigt. Ja, und so wie sich Verständnis und Liebe leider manchmal gegenüberstehen, schließen sich Mitleid und Liebe kategorisch aus. Und so sehr du auch selbst wahrscheinlich Angst vor ihrer und deiner Entscheidung hast, du musst mit ihr reden. Kläre, was du willst und demnach, was du überhaupt von ihr wissen willst. Will sie eine Affäre oder eine Beziehung, hat sie Angst vor dem Outing, ist es die Verunsicherung der Bisexualität, ist es Bequemlichkeit oder gar Eitelkeit? Sieh der Wahrheit ins Gesicht, sie kann wehtun oder gut tun. Deine Uli Sexpert Als Tipp für alle vielseitigen Frauen, die ihre Bedürfnisse geklärt haben: „ Bausteine für eine poly-fidele Schlampenkultur“ (aus „Mehr als eine Liebe. Polyamouröse Beziehungen“, Herausgeberin Mèritt, Bührmann, Schefzig, Orlanda 2005 S. 91 ff.) Liebe Dra Sexpert, seit Jahren gehe ich mehr- oder weniger regelmäßig zu den Lesbenveranstaltungen im Lande und mag meistens die Frauen, die ich dort treffe, doch beziehungs- und sexmäßig tut sich einfach nichts. Für jüngere Lesben als mich scheint das Kennen lernen bunter und einfacher zu sein. Abgesehen vom Alter nutzen sie das Messageboard und Chat. Ich selbst hatte immer schon eine Abneigung gegen Kontaktanzeigen, doch so langsam frage ich mich, ob es nicht doch eine Möglichkeit wäre eine Partnerin zu finden. Was ratet ihr mir? Margit, 49, St. Leonhard Liebe Margit, ja, es ist nicht leicht eine Frau zu finden, da ja nicht 14

nur die Weisheit, sondern auch die Ansprüche Jahr für Jahr steigen und die Szene klein bleibt. Eine Denkrichtung ginge dahin, dass es nicht nur die Szene gibt, sondern die schönen Frauen im ganzen Land herumlaufen, die noch gar nichts von ihrem Glück wissen, von dir begehrt zu werden. Die andere Möglichkeit ist es wirklich, wie du bereits gedacht und innerlich schon vorbereitet hast, dich den neuen Kommunikationsmedien zuzuwenden. Kontaktanzeigen waren und sind eine Methode, die sich über Jahre bewährt hat. Und so finden sich auch in Chats und Messageboards in und rund um Südtirol eine Menge von Angebot und Nachfrage. Ich habe beobachtet, dass jüngere Lesben oft unbefangener mit diesem Medium umgehen, ohne eine Lebenseinstellung daraus zu machen und deshalb auch stark vertreten sind. Gelesen werden die Anzeigen altersunabhängig. Als Pionierin in deiner Altersgruppe hättest du ziemlich gute Karten, da bin ich mir sicher. Aktivität, Mut über den eigenen Schatten zu springen, machen dich noch attraktiver und das L(i)eben spannend. Also, liebe Margit, stürz dich ins Internet, aber halte auch die Augen rundherum weit offen. Deine Uli Sexpert

neutralisieren, sondern aufgrund neuer aktiver Prinzipien sogar die Bildung von Falten und Fältchen hinauszögern. Er würde mir die besten Cremes für vor, während und nach dem Sonnenbad nennen. Und er könnte mir auch sagen, welche dieser Cremes auf Fettbasis sind und welche nicht. Wie gesagt, auf seinen Rat verzichte ich jetzt. NEIN! NEIN! NEIN! SONNENCREME ALS GLEITMITTEL LÄSST DU BESSER SEIN! Wie auch die Nutella, die du in der Kühlbox auf den Strand mitnimmst, auch die Käseecken kommen maximal aufs Brot und von der Verwendung von Honig ist ebenfalls abzuraten. Nicht nur, dass sich dabei das Kondom im Dickdarm deines Sexualpartners festkleben könnte, nein, auch du selber könntest Schwierigkeiten haben, dich wieder aus der Umklammerung zu befreien. Sonnencremes, Körpercremes, Massageöle, Nutella, Butter, Käseecken enthalten verschiedene Fette. Und Fette greifen den Latex des Kondoms an, welches porös werden könnte. Denn dadurch bietet es dir keinen Schutz mehr vor Geschlechtskrankheiten und AIDS. Im Handel – und bei Centaurus – kriegst du Gleitmittel auf Wasserbasis oder Silikonbasis

(Acquaglide, Analglide, Bioglide…). Verwende diese in Kombination mit dem Präser. Die meisten dieser Produkte enthalten den spezifischen Hinweis, dass sie problemlos mit dem Kondom verwendet werden können, manchmal steht auch „kondomtauglich“ auf der Tube. Außer ihr wollt gar keinen Analsex machen. Wenn ihr einfach Lust habt, euch gegenseitig intensiv zu massieren, euch die Finger in den Hintern zu stecken, den Schwanz mit den Händen zu bearbeiten, ja dann – und nur dann! – könnt ihr getrost auf Nutella, Käseecken, Sonnencreme und bei Gefallen auch auf Honig zurückgreifen. Die Penisse bleiben jedoch, wo sie sind, nämlich außen. Und vergiss nicht mir deinen Strand zu nennen. Dr. Uli Sexpert Bei Fragen zu den Themen safer sex konsultiert das Dr. Uli Sexpert-Team folgende Internet-Seiten: www.drgay.ch www.aidshilfe.de www.muenchner-aidshilfe.de Mach auch du das oder schreib direkt an uns: dr_sexpert@hotmail.com

Hallo Dr. Sexpert! Im Urlaub fahre ich gerne ans Meer. Am Strand ergibt sich immer wieder mal ein Abenteuer. ich habe leider nicht immer Gleitmittel dabei. Kann ich auch die Sonnencreme verwenden? Johann, 24, Schenna Lieber Johann, als erstes würde mich interessieren: Wohin fährst du ans Meer? Ich war letztes Jahr 10 Tage in Kroatien – sogar auf einem FKK-Camp – von Abenteuer weit und breit keine Spur. Ich hätte Gleitmittel mitgehabt!! Nun, eigentlich müsste ich jetzt einen Freund von mir zu Rate ziehen, der in einer Parfümerie arbeitet und die Zusammensetzung aller im Handel erhältlichen Sonnencremes kennt. Er würde mir zwei Stunden lang von irgendwelchen neuen Produkten vorschwärmen, welche nicht nur die schädigende Wirkung der Sonneneinstrahlung Kein Gleitgel aus dem Picknick-Korb!


GILBERT & GEORGE wie aus Bildhauerkunst Liebe wurde > Von Stefan Windegger Das Künstlerduo Gilbert & George pflegt seit Ende der sechziger Jahre nur eine Kunst: die des Individuums. Und es hat einen Traum: Menschen durch seine Kunst von den gesellschaftlichen Zwängen zu befreien. Vom 11. Juni bis 9. September zeigt das Haus der Kunst in München Dokumentationen, Postkarten, Filme, Bücher, großformatige Zeichnungs-Installationen sowie Bilder des schillernden Künstlerpaares, zu dem auch ein Gadertaler gehört. Welcher Maler und Bildhauer träumt denn nicht davon, einmal reich und berühmt zu werden. So muss es auch bei Gilbert Prousch aus St. Martin in Thurn gewesen sein. Der Sohn eines Schusters (geboren 1943) besuchte – wie viele seiner Gleichaltrigen in Gröden und im Gadertal – zunächst die Kunstschule in Wolkenstein, dann jene in Hallein. Doch Gilbert Proesch 16

war zu Höherem bestimmt. Es zog ihn nach München. Dort ging er an die Akademie der Kunst. „Man hat uns beigebracht, wie man entweder Lehrer wird oder Skulpturen anfertigt, die vor Häuserfassaden stehen“, sagt der gebürtige Gadertaler über seine Münchner Studienjahre. Noch heute zeugt das Gesicht von Gilbert am Brunnen des Münchner Rindermarkts von diesen Jahren. Sein damaliger Lehrer Josef Henselmann hatte es geschaffen. Danach wechselte er in die britische Metropole London. An der St Martin‘s School of Art lernte er 1967 seinen Partner, den Engländer George Passmore (geboren 1942) kennen. „Es war Liebe auf den ersten Blick“, geben die beiden bis heute gern zu Protokoll, ohne sonst viel über ihre Beziehung zu verraten. Doch die beiden verband nicht nur die menschliche Liebe, sondern auch die Liebe zu einer bestimmten Kunstrichtung, oder besser, einem bestimmten Kunstobjekt: dem Individuum. Abseits der abstrakten Kunst

wurden sie sehr schnell zu Außenseitern unter den Kunststudenten. Doch keiner hätte damals – in den 60er Jahren – gedacht, dass sie es damit weit bringen würden. Denn wer von den damaligen Studenten hätte es gewagt sich in der HochschulAbschlussschau selbst auf einen Sockel zu stellen und sich als „lebende Skulpturen“ zu deklarieren. Die beiden Körper-Künstler taten es und diese Idee zieht sich bis heute durch: Gilbert & George, die Kunstfiguren, treten stets gemeinsam in perfekt sitzenden Maßanzügen, weißen Hemden, mit Krawatte und besten Manieren in der Öffentlichkeit auf – „stets elegant gekleidet, gepflegt entspannt freundlich höflich und völlig Herr der Lage“, so steht es auch in den Bildhauer-Gesetzen, die die beiden für sich bereits 1969 formuliert und bis heute Gültigkeit haben. Wären da nicht die Themen, mit denen die beiden provozieren, auch anecken. Es sind vor allem gesellschaftliche Themen, die Gilbert & George veranlassen, sich darüber künstlerisch auseinanderzusetzen: sei es nun die soziale Verzweiflung im krisengeschüttelten England der späten 70er Jahre (in plakativen, leuchtend roten oder düster-schwarzen Foto-Montagen mit Titeln wie „Hate“, „Angry“, „Fuck“) oder die AIDSEpidemie (mit sehr viel düstereren Farben, und eine, für die sie ihre Körperflüssigkeiten Blut, Samen und Urin unter dem Mikroskop fotografierten). Aber auch vor Sexualität und Kirche scheuen sie nicht zurück: Meistens korrekt in Schale geworfen, lassen sie manchmal dann doch alle Hüllen fallen und zeigen ihr Gesäß und ihr Geschlecht. Ihre Erkenntnis ist, dass „jeder Mensch ein Geschlecht hat“ und was und wie er es damit macht, seine eigene Angelegenheit, aber auch gesellschaftliche Realität ist. „Unser Traum schließt auch die Befreiung von der unheilvollen Macht der Religion mit ein, die seit Jahrhunderten eine ungeheure Unterdrückung sexueller Freiheit bewirkt. Unsere Idealfigur für die Besetzung des obersten Amtes der katholischen Kirche wäre eine lesbische schwarze Päpstin. Aber davon sind wir ja sehr weit entfernt. In unserem Traum würden Johannes Paul

II. und Papst Benedikt Hand in Hand vor Gericht geführt. Die Anzahl der Menschen, deren Tod sie aufgrund ihrer Sexualethik billigend in Kauf genommen haben, ist monströs.“ Gilbert & George haben sich nie gescheut, Tabus anzugehen, ihre Meinungen furchtlos, ehrlich und offen auszusprechen. Doch was ist damit vom einst gut erzogenen Schustersohn aus dem Gadertal übrig geblieben? Auf jeden Fall die Hoffnung auf eine bessere Welt, die Liebe zur inneren Ruhe und zur einfachen Bildhauerkunst: Seit 1970 lebt Gilbert Prousch gemeinsam mit seinem Lebenspartner George Passmore in einem alten Häuschen mit angebautem Atelier in der Fournier Street, einem mittlerweile beliebten KünstlerWohnort in Londons East End. Nur selten verlassen die beiden älteren Herren ihre unmittelbare Umgebung, ihre Zimmer, die vielfach im Südtiroler Stubn-Stil gestaltet sind. Und doch finden sie in dieser, wie sie es nennen, „Fournier-Welt“ die gesamte Welt, ihre Schönheit und Hässlichkeit, ihre Widersprüche, ihr Für und Wider, ihr Ja und Aber.

Informationen zur großen Retrospektive im Haus der Kunst in München, im Internet unter www.hausderkunst.de


„Dass ihr euch das getraut?!“

Veröffentlichungen (Auswahl):

schwule Kleinkunstwelt

Interview mit der Präsidentin des Kleinkunsttheaters Carambolage Bozen Gabi Veit > Interview: Ulrike Spitaler News: Ist dir und der Carambolage eigentlich bewusst, eine der größten Promotorinnen schwuler Kunst in Südtirol zu sein? Gabi Veit: Wenn du so fragst, ist vielleicht etwas dran. Es ist nun einmal so, dass im Kunstsektor sich Leute auf die Bühne stellen, die etwas Besonderes sind, etwas Besonderes mitzuteilen haben, die einfach eine andere Sicht auf die Dinge haben – besonders auch in der Kleinkunstwelt. Dass dabei eher viele Schwule und Lesben dabei sind, erklärt sich vielleicht auch aus einer gewollten oder ungewollten Außenseiterposition, die eben diese andere Sicht ermöglicht – vielleicht weil es mit dem Erlebten zusammenhängt. Auch andere Außenseiterpositionen sind vertreten. Wir wählen eigentlich nicht nach sexuellen Präferenzen aus, sondern gehen stark auf Qualität. Und am interessantesten sind KünstlerInnen, die sich über eine scheinbare Normalität setzen. News: Merkst du Unterschiede des Publikums, ob es schwule und lesbische, oder heterosexuelle KünstlerInnen auftreten? Gabi Veit: Wir versuchen schon, Publikum auch spezifisch anzusprechen. Centaurus wird jedenfalls immer eingeladen. Wir haben

gemerkt, dass es für Schwule und Lesben schon wichtig is zu wissen, aus welcher Richtung die KünstlerInnen kommen. Wenn einer Trompeter ist, schaut er sich halt lieber einen anderen Trompeter an. Für Heteros haben schwule und lesbische KünstlerInnen manchmal den Reiz des Exotischen. Einige KünstlerInnen sind aber zu Lieben von sowohl als auch geworden, Malediva zum Beispiel, die bisher immer noch imstande waren, den Saal zu füllen. News: Kommen Reaktionen auf die starke homosexuelle Vertretung bei euren KünstlerInnen von außen? Gabi Veit: Das ist und schon öfters passiert, dass manche sagen, wir wären so großstädtisch und dass wir uns das erlauben würden. Aber wie gesagt, uns geht es um die Qualität und dass die Leute etwas zu sagen haben und dies in unserem Falle künstlerisch ausdrucksvoll sagen – oder singen. News: Es erweckt manchmal den Eindruck, dass Frauen nicht so stark präsent sind. Gabi Veit: Auf Frauen haben wir schon ein besonderes Augenmerk, es stimmt aber, dass sie in der Kleinkunst etwas weniger vertreten sind und es uns schlussendlich immer um Qualität geht. In letzter Zeit ist aber ein Ansteigen von Frauen zu bemerken. Frauen, nicht nur Lesben, – sind im kommenden Jahr einige zu sehen, unter anderen Brigitte Jaufentaler, Co.Soussol, die den Roner Surprize gewonnen hat, Krista Posch, Bea von Malchos, eine wunderbare Geschichtenerzählerin, Annamateur mit einer gewaltigen Stimme. News: Hat das Carambolage-Programm für Schwule und Lesben auch in nächster Zeit etwas anzubieten? Gabi Veit: Kay Ray kommt wieder, im nächsten März, Malediva im April. Und dann sind noch einige, von denen wir nicht alles genau wissen...Aber für Menschen, die genau so wie uns dieser andere Blick fasziniert, wird das Programm schon voll sein...

Heuchelmund, Erotische Erzählungen (1995); Bilder von ihr, Roman (Querverlag 1996); Was ich Moira nicht sage, Erzählungen (Querverlag 1998) Ein Stern namens Mama, Kinderbuch (1999) Steingesicht, Jugendbuch (2001) Und wenn schon!, Jugendbuch (2002) Bis ich sie finde, Roman (Querverlag 2002) Danke, ich schaff‘s alleine! Kleine Masturbierfibel (Querverlag 2003) Unter meinen Händen (Querverlag 2004) Nur die Besten! (Querverlag 2005; Neuauflage) Jenny mit O (Querverlag 2005) Abenteuer und Frauengeschichten. Erzählungen (Querverlag 2006)

Ein Leseabend mit Karen-Susan Fessel > Von Margot Christandl Sie ist die deutsche Lesbenschriftstellerin. Sie kann meisterinnenhaft erzählen und schreiben. Sie studierte Theaterwissenschaft, Germanistik und Romanistik in Berlin und lebt dort. Sie war das erste Mal in Italien und dann auch gleich schon in Bozen. Anfang Juni war sie auf Einladung der Bibliotheksgruppe bei Centaurus: KarenSusan Fessel, geb. 1964 in Lübeck, eine der berühmtesten lesbischen Schriftstellerinnen, die von ihrem Beruf leben kann. Gar einige sind am 8. Juni in den Centaurus-Sitz gekommen, um die Erfolgsautorin hautnah zu erleben. Eine hat sogar ihre FesselBibliothek hingeschleppt, um sich die Bücher signieren zu lassen. Viele kauften Bücher und ließen sie mit Widmung versehen; ein wertvolles Geschenk für die Geliebte oder Freundin. Die Frauen haben sich gut unterhalten, die Stimmung war angenehm, die Gespräche danach angeregt zwischen Lachen, Fragen, Umhören. Und fesselnd. Karen-Susan Fessel hat aus ihrem neuesten Erzählband „Abenteuer und Frauengeschichten“ vorgelesen. Zwei Geschichten: „Fühlen mit Siebzig“ über eine ganz besondere Kundinnenbetreuung im Sanitätshandel und ihre Lieblingsgeschichte (bleibt Geheimnis!). Erzählungen zum Schmunzeln, zum Heiß-Machen und KaltDuschen. Besonders amüsant, wenn mit

Fessel-Charme von der Autorin wunderbar vorgetragen. Karen-Susan Fessel über sich: Bücher waren von Anfang an meine schönsten Geschenke. Manchmal kann ich es immer noch nicht so ganz glauben, aber es ist wahr: Ich bin tatsächlich Schriftstellerin geworden! Ich mache das, was ich mein ganzes Leben lang machen wollte. Ich schreibe Bücher, und ich kann sogar davon leben. Und sie schreibt Geschichten, die täglich passieren. Kleine Geschichten aus dem wirklichen Leben. Trauriges, Ernstes, Schwieriges, Heiteres, Erotisches. Berührendes. Nachzulesen, auszuleihen in unserer Bibliothek.

Für Infos, Kommentare und Feedback zum Centaurus Magazine, schreibt an: Per informazioni, commenti e feedback sul Centaurus Magazine, scrivete a: magazine@centaurus.org

Nächste Ausgabe Prossima uscita: Herbst/ Autunno 2007


LIBRI BÜCHER > Rezension von Lorenz Hrabal

Die Küste von Akron Kennst Du das Gefühl, wenn Dich Deine Mitmenschen etwas irritiert ansehen, nur weil Du beim Lesen eines Buches im Bus, im Zug oder am See vor Dich hinschmunzelst, lächelst oder unter Umständen sogar plötzlich laut aufkreischst, weil Dir das Geschriebene ein derartiges Vergnügen bereitet? Und macht es Dir überhaupt nix aus? Dann hast Du mit dem Erstlingsroman „Die Küste von Akron“ der jungen (35 Jahre) amerikanischen Autorin Adrienne Miller die ultimative Herausforderung für diesen Sommer gefunden. Gut, ein einfaches Buch ist es nicht und es kommt mit fast 600 Seiten recht wuchtig daher, aber für die Leseratten unter euch sollte es kein Problem sein, sich auf die vielschichtigen Handlungsstränge, Rückblenden und Gedankensprüngeeinzulassen. Durch diese gelingt es auf vergnügliche Weise, die gesamte Welt rund um den Künstler Lowell Haven, egozentrisch, überheblich und unwiderstehlich, und dessen Lebensabschnittsgefährten Fergus Goodwyn, biestig, verbittert und verletzlich, 20

im kleinen Städtchen Akron, Ohio (übrigens gibt’s dort gar keine Küste!) kennenzulernen. Und in dieser Familie ist wirklich nichts normal! Angefangen von Lowells Exfrau Jenny, deren gemeinsame Tochter Merit mit Anhang bis hin zu Freunden, Liebhabern, Haustieren und Hausangestellten – bei einem großen, rauschend inszenierten Kostümfest sehen sich alle wieder und endlich entladen sich längst hoch aufgestaute Gefühle..... Gefühlvoll, satirisch, witzig, sprachlich brilliant (auch in der genialen deutschen Übersetzung) – wenn man sich einmal darauf eingelassen hat, garantiert dieses Buch Lesefreude bis zur letzten Seite! Viel (Lese)Spaß dabei!

KINO CINEMA > Rezensionen von Ulrike Spitaler

Die Töchter des chinesischen Gärtners Frankreich/Kanada 2006 Regie: Sijie Dai Kinostart Deutschland: 28. Juni

Kurznotiz in einer chinesischen Tageszeitung. Zwei junge Frauen wurden wegen ihrer lesbischen Liebe zum Tode verurteilt und zudem noch verdächtigt, den Vater der einen ermordet zu haben, nachdem dieser tot im Bett aufgefunden wurde. Auch heute noch ist Homosexualität in China ein absolutes Tabu. Das große Plus an Dai Sijies Film ist die Opulenz und bestechende Schönheit seiner Bilder, mit denen er bereits in „Balzac“ punkten konnte. Allerdings stößt er dabei – bedingt durch ein für europäische Augen allzu großes Pathos – zuweilen durchaus an die Kitschgrenze. Dennoch weiß der Film zu berühren und für das Schicksal der Mädchen einzunehmen, denen die engen gesellschaftlichen Konventionen letztlich keine Chance lassen.

Adrienne Miller: Die Küste von Akron Sammlung Luchterhard ISBN 978-3630620893

Der Garten ist wahrscheinlich die älteste und bekannteste Metapher für das Paradies, aber genau da wachsen auch die verbotenen Früchte, deren Genuss zum Ausschluss aus der paradiesischen Geborgenheit führen kann. Ein gestrenger Botanikprofessor Chen und seine Tochter leben dort in sogenanntem Frieden, bis eine Biologie-Praktikantin auftaucht und die Idylle mit Leben und Gefahren gefüllt wird – die beiden Frauen verlieben sich leidenschaftlich. Angeregt zu dieser Geschichte wurde Regisseur Dai Sijie durch eine

Another G a y M ov i e USA 2006 Regie: Todd Stephens Kinostart Deutschland: 03.Mai Kinostart Österreich: 08. Juni

Fünf schwule Jungs wollen es endlich wissen. Nachdem sie von der weiberverschlingenden Schullesbe aufs böseste ob ihrer Jungfräulichkeit aufgezogen wurden, schwören sie sich in diesem Sommer endlich zum Mann zu werden. Besetzungstechnisch hat man neben soliden Hauptdarstellern eine Menge schwule B-Promis aufgefahren. Ob Survivor-Teilnehmer Richard Hatch, Stand-up Comedian Ant, Pornostar Matthew Rush, Sitcom-Star und Uk-Moderator Graham Norton und “Kids in the Hall”-Mitglied Scott Thompson, sie alle stürzen sich mit Verve in die durchgedrehte und zotige Klamotte. Nebenbei wimmelt es natürlich von Anspielungen auf die Popkultur. Von “Carrie” über “Airport” und “Meine liebe Rabenmutter” bis hin zu schwulen Kultfilmen wie “Beautiful Thing”, “Trick” und die Serie “Queer as Folk” reichen die Zitate. Jedermanns Sache dürfte das nicht sein. Wer sich mit den Derbheiten von “Scary Movie” schwer tut, wird auch mit “Another Gay Movie” nicht glücklich werden. Allen anderen kann diese Teenieklamotte mit Twist und einem Hauch Romantik jedoch durchaus empfohlen werden.

Auf der anderen Seite - The Edge of Heaven Deutschland 2007 Von Fatih Akin Kinostart Deutschland: 02. Oktober

Im neuem Film von „Gegen die Wand“-Regisseur Fatih Akin geht es um einen aus der Türkei stammenden Germanistikprofessor, der sich um seinen verwitweten Vater kümmert. Als durch des Vaters Verschulden eine Frau ums Leben kommt, macht sich der Sohn auf die Suche nach deren Tochter, die in Istanbul einer politischen Widerstandsbewegung angehört. Um den Nachstellungen der türkischen Polizei zu entgehen, flieht sie nach Deutschland und verliebt sich dort in eine politisch aktive Studentin, die bei der Mutter (Hanna Schygulla) lebt. Als die eine abgeschoben wird, folgt ihr die andere...Sechs Menschen, deren Schicksale sich überlappen und sich zwischen Türkei und Deutschland sich verweben – solch ein Plot kann leicht überladen wirken. Aber Fatih Akin ist dieser Aufgabe bestens gewachsen, wie der Erfolg des Films in Cannes zeigte. In Bozen wird „Auf der anderen Seite“ im Herbst im Kino zu sehen sein. 21


NEWS Schweden öffnet Ehe für Homosexuelle

Homosexuelle Paare sind verheirateten heterosexuellen weitgehend gleichgestellt. 2005 gab die Regierung ein Gutachten in Auftrag, um zu überprüfen, ob nach dem Vorbild anderer europäischer Länder die Ehe für Homosexuelle eingeführt und damit die letzten Diskriminierungen abgeschafft werden sollen. Das Gutachten liegt nun vor und empfiehlt, im Sinne einer völligen Gleichstellung die Ehe auch Homosexuellen zugänglich zu machen. Bereits registrierte Paare sollen automatisch den Status von Eheleuten erhalten Schweden hatte bereits 1995 die registrierte Partnerschaft eingeführt und damit homosexuelle Paare und das Institut der eingetragenen Partnerschaft abgeschafft werden. Die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare dürfte vor allem für die christlichen Kirchen Schwedens zu einer Belastungsprobe werden. Zur Zeit kann dort zwar ein heterosexuelles Paar vom Pfarrer in der Kirche getraut, nicht aber eine homosexuelle Partnerschaft registriert werden, was rechtsgültig nur auf dem Standesamt möglich ist. Mit 22

dem neuen Gesetz könnte jede Ehe, egal ob homo- oder heterosexuell, auch in der Kirche geschlossen werden, was bereits zu heftigen Protesten von konservativen Priestern geführt hat, die gleichgeschlechtliche Beziehungen rundweg ablehnen. Während die jüdische Gemeinde bereits ihre Zustimmung zur HomoEhe signalisiert hat, lehnt es der überwiegende Teil der muslimischen Geistlichen ab, gleichgeschlechtliche Paare zu trauen. Von der katholischen Kirche Schwedens liegt zwar noch keine offizielle Stellungnahme vor, es ist aber davon auszugehen, dass sie sich der muslimischen Linie anschließen wird.

Germania: La Chiesa chiede scusa Nel corso di una messa celebrata in occasione della commemorazione della fine della Seconda Guerra mondiale Maria Jepsen, vescovo della Chiesa evangelica di Amburgo, ha ammesso le colpe delle chiese nell’emarginazione e nella persecuzione delle persone omosessuali. “È nostro compito tenere viva la consapevolezza di questa colpa e chiediamo il perdono di Dio per noi e per le generazioni che ci hanno preceduto. Bisogna poi fare tutto il possibile per evitare che le persone gay e lesbiche rimangano vittime di nuove ingiustizie”. Né la Bibbia né i Salmi conterrebbero divieti per chi vive o la pensa diversamente o per gli omosessuali, e “la nostra società, la politica e soprattutto la nostra Chiesa, anzi le nostre Chiese, ci hanno messo molto, troppo tempo per comprenderlo.” Sarebbe quindi indispensabile cercare il dialogo con chi continua ad avere paura di orientamenti sessuali diversi dal proprio, e pregare affinché Dio aiuti cristiani, musulmani e non credenti ad abbattere i muri fatti di pregiudizi, paure e discriminazioni. La messa era stata organizzata dalla pastorale

per i malati di AIDS di Amburgo e dall’iniziativa „Gemeinsam gegen das Vergessen“ che in quell’occasione hanno anche ricordato che per gli omosessuali, a differenza di molti altri gruppi perseguitati dai nazisti, la fine della guerra non significava affatto la fine delle ingiustizie. Infatti dal 1949 al 1969 venivano svolti più di 100.000 procedimenti penali a carico di omosessuali che di conseguenza hanno spesso perso il posto di lavoro e la casa.

Re g e n b o g e n familien in den USA? In mehreren Staaten der USA wird zur Zeit diskutiert, ob die bereits bestehenden Möglichkeiten einer Pflegekindschaft oder Adoption für homosexuelle Paare und Einzelpersonen eingeschränkt werden sollen. Republikanische Politiker hoffen, mit dem Thema die Stimmung zu emotionalisieren und die Wählerschaft zu ihren Gunsten zu mobilisieren. Eine ähnliche Strategie zum Thema HomoEhe hatte den Republikanern bereits bei den Wahlen von 2004 zum Erfolg verholfen. Eine unabhängige wissenschaftliche Studie zeigt nun aber, dass auch in den Vereinigten Staaten die sogenannten Regenbogenfamilien bereits längst eine gesellschaftlich und wirtschaftlich bedeutende Tatsache sind. So wachsen ca. 250.000 Kinder in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften auf. Trotzdem

kommt die Studie zum Schluss, dass Schwule und Lesben als Ressource für Kindererziehung noch nicht genügend genutzt werden, die „Adoptionsagenturen suchen schließlich händeringend nach Pflege- oder Adoptionseltern für Kinder, die einen rauhen Start ins Leben hatten“. Dies umso mehr, als Homo-Eltern im Durchschnitt älter, gebildeter und reicher sind als heterosexuelle Paare, die adoptiert haben. Sie sind auch eher bereit, ausländische Kinder und solche aus Problemsituationen aufzunehmen, die von heterosexuellen Paaren abgelehnt werden. Die Erfahrung habe zudem gezeigt, dass Kinder mit gleichgeschlechtlicher Elternschaft im Vergleich zu ihren Altersgenossen aus „normalen“ Familien gleich gut ins Leben starten. Die Autoren der Studie errechneten schließlich, dass ein bundesweites Verbot der Homo-Adoption ca. 130 Millionen Dollar Mehrkosten für Heimplätze und staatliche Sozialleistungen verursachen würde.

Schweinefleisch macht schwul Für Polemiken sorgt zur Zeit in Deutschland ein Artikel, der auf der Internet-Seite einer muslimischen Gemeinde veröffentlicht worden ist, wonach eine direkte Verbindung zwischen dem Verzehr von Schweinefleisch und Homosexualität bestehe. Viele LeserInnen haben ja immer

schon gewusst, dass es einen Zusammenhang gibt zwischen dem, was man isst und dem, was man ist, und dass deshalb z. B. der Verzehr von Bauchspeck zu Bauchspeck führt. Aber auch für die gebildeteren LeserInnen, die bereits von der katholischen Kirche darüber aufgeklärt wurden, dass Masturbation das Hirn austrocknen lässt, ist die Erkenntnis, dass der Verzehr von Schweinefleisch schwul macht, sicher völlig neu. Gerade dieses kritischere Publikum wünscht sich aber bestimmt eine Vertiefung der Studie. So wäre zu klären, ob schwulmachendes Schweinefleisch auch lesbisch machen kann. Für die Ursachenforschung wäre sicher auch interessant, wie sich die Existenz von Homosexuellen in muslimischen Ländern erklären lässt, in denen kein Schweinefleisch gegessen wird. Und da in europäischen Ländern immer noch hauptsächlich die Mütter den Speiseplan bestimmen, stellt sich die Frage, ob schlussendlich also doch die Frauen an der Verschwulung der westlichen Zivilisation schuld sind. Die These des Artikels bietet endlich auch eine simple Lösung für die Heilungsfrage: Homosexuelle könnten durch konsequenten Vegetarismus wieder zur Heterosexualität zurückgeführt werden.JungenHomosexuellen sollte also in Zukunft einfach Schweinefleisch vorenthalten werden, anstatt sie mit Gewalt und Zwangsverheiratung zur Heterosexualität bekehren zu wollen oder sie zu erhängen, wie es gerade in muslimischen Ländern immer wieder passiert. Die Europäische Union 23


muss schließlich aufgefordert werden, zum Schutz der VerbraucherInneneineRichtlinie zu verabschieden, die sämtliche Metzgereien und Würstelbuden dazu verpflichtet, über ihrer Verkaufstheke ein Schild mit dem Hinweis anzubringen: „Schweinefleisch kann zu Homosexualität führen“.

Schwule häufiger essgestört Laut einer im „International Journal of Eating Disorders“ von April veröffentlichten Studie sind schwule und bisexuelle Männer häufiger von Essstörungen betroffen als Heterosexuelle. Anorexie, Bulimie und von Heißhungerattackenausgelöste Fressanfälle galten bislang als typisch weibliche Erkrankungen. 15% der untersuchten homound bisexuellen Männer hatten bereits einmal in ihrem Leben an einer Essstörung gelitten, was beinahe doppelt so viel ist wie bei heterosexuellen Frauen und mehr als dreimal soviel wie bei heterosexuellen Männern. Bisher wurde der hohe Anteil von essgestörten Schwulen auf den Körperkult zurückgeführt, der nirgends so intensiv betrieben wird wie unter homound bisexuellen Männern. Sie seien deshalb häufige Gäste von Fitnesszentren, in denen sie versuchen, sich ihrem Ideal eines makellosen und begehrenswerten Körpers anzunähern. Weil dies nicht immer gelingen könne, glitten viele in eine Essstörung ab. Die Studie weist nun aber eher dahin, dass Essstörungen häufiger bei Schwulen auftreten, die 24

ein geringes Selbstwertgefühl haben. Dies sei vor allem bei jenen Homosexuellen der Fall, die als Kinder ein „untypisches“ Rollenverhalten an den Tag gelegt haben (z.B. Spielen mit Puppen, Ablehnung von sportlicher Betätigung). Das setze sie nämlich einem besonders großen Gruppendruck aus und werde von ihren Altersgenossen nicht akzeptiert, was sich dann negativ auf die Entwicklung des Selbstwertgefühls und die Zufriedenheit mit dem eigenen Körper auswirkt.

Italia: Oltre l’omosessualità? Non si può certo dire che la Chiesa cattolica sia indifferente nei confronti dell’omosessualità. Lo conferma la recente pubblicazione del libro “Oltre l’omosessualità” (titolo originale “Healing Homosexuality”) da parte della casa editrice cattolica San Paolo in cui l’autore Joseph Nicolosi pubblicizza le teorie che sostengono la possibilità di guarire dall’omosessualità. A prescindere dal fatto che un tale approccio considera ogni orientamento sessuale diverso dall’eterosessualità come una malattia dalla quale dover e poter guarire, la stessa terapia proposta è intrisa di omofobia e le tecniche utilizzate, come affermano tutte le principali associazioni mediche americane si basano sul pregiudizio e il senso di colpa al fine di convincere il paziente che la vita da eterosessuale è “meno frustrante” e “più naturale”. La tecnica proposta

da Nicolosi è quella dell‘attacco all‘autostima, che mira a rinforzare tutti i pregiudizi peggiori contro le persone gay e lesbiche. La “terapia” aumenta il nascondimento, la simulazione, i sensi di colpa, l‘autodistruzione e l‘insicurezza delle persone gay e lesbiche. Per questo motivo le campagne per la “guarigione” dall’omosessualità sono considerate potenzialmente dannose per la salute mentale dalla comunità scientifica. L’espresso sostegno che il libro ha ricevuto in Italia soprattutto da persone vicine all’Opus Dei e a Comunione e Liberazione è invece un’ulteriore conferma della tesi di Rosa von Praunheim risalente ai primi anni 70 secondo cui “non è l‘omosessuale ad essere perverso, ma la situazione in cui vive”. Sarebbe quindi sicuramente più utile per tutti un libro intitolato “Oltre il cattolicesimo” dedicato alla possibilità di guarire dall’intolleranza religiosa.

Untersuchung vorgelegt. Mit einem für die schwule Teletubbies-Fangemeinde enttäuschenden Ergebnis: Die Teletubbies sind nicht ganz sicher heterosexuell, aber auf keinen Fall schwul. Um das bestätigt zu bekommen, hat Frau Sowinska einen Untersuchungsausschuss eingesetzt: „Ein bedeutender Sexualwissenschaftler hat schädliche Auswirkungen der Fernsehserie auf Kinderseelen ausgeschlossen.“ Der Politikerin war der Verdacht gekommen, die Teletubbies seien womöglich homosexuell, nachdem sie erfahren hatte, dass der Tubbie

> Von Evi Ferrarini

Tinky Winky ist nicht schwul Entwarnung in Polen: Nach wochenlangem Hinund Her hat die ultrakatholische Kinderbeauftragte Ewa Sowinska kürzlich den Abschlussbericht ihrer

Lange ist es her, dass ich mein äußeres Coming Out hatte, und noch viel länger her ist das innere. Meine Tochter war noch im Kinderwagen, als mir etwas schwante und ich mich, wenn schon nicht auf die Suche nach anderen

Tinky Winky, der oft eine Handtasche trägt, ein Junge ist. Sie äußerte die Befürchtung, die TV-Serie propagiere „unzulässige sexuelle Inhalte“. Nach der Entwarnung besuchte Sowinskas Parteichef Roman Giertych, der als Erziehungsminister um die polnische Jugend besorgt ist, sogar zur Wiedergutmachung eine politische Talkshow und streichelte live im polnischen TV einen Tinky Winky. Bleibt abzuwarten, ob noch weitere Männerfreundschaften aus der TV- und Comicwelt ins Kreuzfeuer der Kritik geraten. Da wäre zum Beispiel

Polens berühmte Trickserie „Lolek und Bolek“. Oder die Mainzelmännchen - die leben immerhin seit Jahrzehnten in einer reinen Männer-WG.

Lesben (doch, damals etwas schüchtern) so doch auf die Suche nach Lektüre machte. Ein besonders vertrackter Buchtitel im Internet erregte meine Aufmerksamkeit: „Angst vor den wilden Lesben“, das unter anderen harmloseren Buchtiteln - wollte ich bestellen in einer kleinen Buchhandlung in Bozen. Also hin, Kinderwagen in einer Hand, Liste in der anderen. Noch war der Laden leer, als ich meine Liste abfragte. Angekommen bei jenem erwähnten Titel gab`s ein

Missverständnis, während meine Tochter schon recht unruhig wurde: „Angst vor dem wilden Westen kann ich aber nicht finden“, meinte der junge Mann am kleinen Computertisch, um den sich nun doch einiges Klientel versammelt hatte. „Ach so, Angst vor den wilden Wespen....“ Rot wurde der junge Mann schließlich, nett rot, weil er mich in eine vermeintlich peinliche Situation gebracht hat. Mein Buch habe ich übrigens bekommen und Angst habe ich auch keine mehr.

Fotos Innlove im Netz Schwuhplattler, politische Ansprachen, allen voran aber viel Musik bis tief in die Nacht –das war die Innlove, das schwul-lesbische Straßenfest Mitte Juni in Innsbruck. Fotos vom Event, an dem sich auch die Südtiroler Community beteiligt hat, findet ihr unter www.innlove.at

Impressum | Eigentümer und Herausgeber: Homosexuelle Initiative Südtirols Centaurus / Iniziativa Omosessuale Sudtirolese Centaurus | Galileo-Galilei-Straße 4/a, Bozen | Veröffentlicht am 02.07.2007 in Bozen | Presserechtlich verantwortliche Direktorin: Ulrike Spitaler | RedakteurInnen: Conny Cossa, Jochen Pichler, Ulrike Spitaler, Christoph Tauber, Andreas Unterkircher, Georg Vescoli, Peter Viehweider, Stefan Windegger | MitarbeiterInnen: Gian Luca Bartellone, Margot Christandl, Evi Ferrarini, Lorenz Hrabal, Thomas Karlegger | Eingetragen beim Landesgericht Bozen N. 7 am 11.4.2007


Veranstaltungsprogramm/ Attività Juli/Luglio > September/Settembre 2007

Im Juli und August bleibt der samstägliche Treffpunkt im Centaurus-Sitz geschlossen! Nei mesi di luglio ed agosto il sabato la sede di Centaurus rimane chiusa! Wir suchen MitarbeiterInnen für Internet, Telefon und Bar…! Cercasi collaboratrici per internet, telefono e bar…! Juli/Luglio 06.07. Fr/Ve Lesbentreff/ Serata Donne und/ e Disco im/ al Melody 14. +15.07. Sa+So/Do Intertiroler Wanderung ins Gschnitzertal/ Escursione intertirolese nel Gschnitzertal 21.07. Sa U27 – Jugendgruppe/ Incontro giovani: 28.07. Sa Ein Wochenende im Gardaland/ Un fine settimana a Gardaland August/Agosto 03.08. Fr/Ve 05.08. So/Do

SUMMER HOT SPOTS 2007 Fotowettbewerb

Si ricercano le migliori foto delle vacanze di quest’estate. Inviaci gli scatti più „caldi“, lo stesso se simpatici e meno, ripresi al volo o adattati in modo artistico. Le migliori 10 saranno pubblicate nell’uscita autunnale del Centaurus Magazine. I fotografi delle prime tre miglior fotografie ricevono un buono per intimo della marca “2(x)ist”. Wir suchen die besten Urlaubsfotos dieses Sommers. Schick uns deine wärmsten Aufnahmen, egal ob lustig oder lustvoll, zufällig entstanden oder kunstvoll arrangiert. Die Top 10 werden in der Herbstausgabe des Centaurus Magazine veröffentlicht. Als kleines Dankeschön erhalten die Fotografen der drei besten Einsendungen jeweils einen Gutschein für Unterwäsche der Marke „2(x)ist“.

Disco im/al Melody Wanderung/Escursione

September/Settembre 07.09. Fr/Ve Lesbentreff/ Serata Donne und/ e Disco im/ al Melody 09.09. So/Do Wanderung/ Escursione 14.09. Fr/Ve U 27 – Jugendparty im Sitz/ Festa U 27 im/al Centaurus Centaurus organisiert am Samstag, 15. September einen eintägigen Workshop mit dem Titel

„Bleib negativ – es lohnt sich“ In diesem angeleiteten Workshop kannst du dich mit anderen Männern über Sex und Safer Sex austauschen. Dabei werden auch Informationen und Strategien vermittelt, die dir mehr Sicherheit bieten sollen, dauerhaft negativ zu bleiben. Leiter des Workshop ist der Münchner Psychologe Christopher Knoll, Mitarbeiter des Schwulenund Lesbenzentrums SUB und der Münchner Aids-Hilfe. Den genauen Termin sowie weitere Infos zum Workshop findest du demnächst auf der Homepage von Centaurus: www.centaurus.org Infogay: Kein Telefondienst in den Monaten Juli und August/ Nei mesi di luglio ed agosto il servizio telefonico rimane sospeso! Lesbianline: Kein Telefondienst im Monat August/ Ad agosto il servizio telefonico rimane sospeso!

Condizioni di partecipazione | Teilnahmebedingungen: gay, lesbian, bi, trans & friends | fino a 3 foto per partecipante | indicare nome e contatto! | bis zu 3 Fotos pro Teilnehmer | Name und Kontakt angeben! Formato minimo | Mindestformat: analog 18 x 12 cm | digital min. 3 megapixel (15 x 10 cm ~ 300 dpi) Invio materiale | Fotos schicken an: HIS – Centaurus, Redazione „centaurus magazine“, Via Galileo Galilei Str. 4, 39100 BOLZANO | BOZEN email: magazine@centaurus.org Termine d’invio | Einsendeschluss: 1. Ottobre 2007 | 1. Oktober 2007

info@centaurus.org

lesbianline@centaurus.org



Centaurus Magazine 02