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Erker Jahrgang 23 - Juli 2011

Einzelnummer 0,75 Euro - Vers. i. P.A. - 45% - Art. 2, Abs. 20/b, Ges. 662/96 - Filiale Bozen - I.P.

Monatszeitschrift für das südliche Wipptal - Mensile per l’Alta Val d’Isarco

Jugendbeiräte: zwischen Aufbruch und Alibi

Bozen Kein zollfreies Wipptal

Gossensaß Erstes Licht in Tirol

Sport Ridnauner holen Meistertitel


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inhalt

editorial

erker juli 11

titelgeschichte _ 19 Liebe Leserin, lieber Leser, Wann kommt Wipptals erster Jugendbürgermeister? Immer mehr Gemeinden wollen verstärkt die Meinung der Jugendlichen in den politischen Entscheidungsprozess einfließen lassen. Ob die Gemeindebeiräte reine Alibigremien sind oder von den Gemeindeverwaltern sind auch wirklich ernst genommen werden, muss die Zeit zeigen.

7 _ POLITIK

Kein zollfreies Wipptal

10 _ SADOBRE

Gemeinderäte verabschieden Resolution

22 _ GOSSENSASS 23 _ 26 _

Erstes elektrisches Licht in Alttirol GESCHICHTE Die traurige Geschichte eines Bersagliere GEOLOGIE Silberqaurzit - Wunder aus dem Tauernfenster

50 _ FUSSBALL

Auswahl Ridnauntal holt Meistertitel

parte italiana 44 _ Vipiteno: No al megaparcheggio ex Sadobre 46 _ Immigrazione: Tre asili impegnati a vivere multiculturalità 46 _ Colle Isarco: Bersagliere Sante Tognacci: riposa in pace! 51 _ Sport: Calcio nella Wipptal 56- 63 _ erker-extra finanzen & immobilien

rubriken 4_ 34 _ 42 _ 64 _ 65 _ 66 _ 66 _ 67 _

Leserbriefe

Aus der Seelsorgeeinheit Woher stammt der Name ...? Gesundheit Erkoku Leute Pfiffikus Sumserin

67 _ 68 _ 71 _ 73 _ 74 _ 76 _ 78 _ 78 _

Rezept

Jahrestage Gemeinden Rätsel Veranstaltungen Kleinanzeiger Impressum Vor 100 Jahren

Nächster Redaktionsschluss _15.07.11 Redaktion Erker, Neustadt 20 A, 39049 Sterzing, Tel. 0472 766876, Fax 0472 760394, info@dererker.it, www.dererker.it erker juli 11

Demenz ist keine Frage des Alters. Demenz kann jeden treffen. Gegen Demenz sind nicht einmal Politiker gefeit. Manche trifft sie sogar in der Hochblüte ihres politischen Daseins. Und manchmal schwappt sie gleich auf ein ganzes Gremium über. Da spätestens müssen sich die Bürger dann doch etwas Sorgen machen. Eine ärztliche Diagnose steht noch aus, aber mehrere Symptome weisen darauf hin, dass jüngsthin auch die Landesregierung deutliche Anzeichen von Demenz zeigt. Vergisst, was sie beschlossen hat. Als sei das, was sie beschlossen hat, nie beschlossen worden. Unsere Diagnose: äußerst akut. Die Krankheit begann – wie es Krankheiten oft an sich haben – schleichend, im Februar: Es gab Proteste gegen allerhand Windräder, die wohl als Gipfelkreuze des 21. Jahrhunderts auf mehreren Gebirgskämmen aus dem Boden schießen sollten. Vielleicht wäre die Krankheit niemandem aufgefallen, wenn sich die Landesregierung an ihr erstes Schlusswort gehalten hätte. Denn dieses klang ziemlich definitiv: Nix da, wenn überhaupt, wird nur ein einziger Windpark am Brenner, brummte Landeshauptmann Luis Durnwalder in die Medienmikros. Weil Windräder die Natur verschandeln und sowieso zu wenig Wind bläst, und damit basta. Südtirol bleibt Windparkfrei, das war die Losung. Bis auf eine Ausnahme, was dann wohl doch nicht so gut angekommen wäre. Im Mai ließ das Gedächtnis der Landesregierung dann schon merklich nach. Landesräte und deren Chef „vergaßen“ einfach, was sie noch drei Monate zuvor als Credo ausgegeben hatten. Vielleicht war die Atomkatastrophe in Japan daran Schuld, vielleicht der verbissene Traum vom Klima- und energieautarken Land. Jedenfalls hieß es plötzlich: Jetzt gibt’s doch mehr Windräder, und zwar bis auf 2.500 Meter, bei mindestens fünf Windmetern pro Sekunde, nicht nur am Brenner, auch am Valler Jöchl, im oberen Pustertal und im oberen Vinschgau. Bereits ein paar Tage später - kein Arzt hat in der Zwischenzeit eingegriffen! – wurde es noch schlimmer. Einem Quacksalber gleich verkündete die Landesregierung wieder Neues: Windräder jetzt nur, wenn der Wind stärker als sechs Meter pro Sekunde weht, dafür aber am Brenner, im Sarntal, am Ritten, in Pfitsch, in Villanders und auf der Plose, am Jaufenpass und am Watles – und auf bis zu 2.600 Metern Meereshöhe. Inzwischen prüft die Landesregierung, in strukturschwachen Gebieten wie Langtaufers, Mühlwald und Pflersch Windräder auf bis zu 2.700 Meter zuzulassen. Wie es dem Patienten wohl im Herbst geht, wenn nicht bald ein Facharzt einschreitet? Heute sind verschiedene Ursachen von Demenz geklärt; einige Formen können in gewissem Umfang behandelt werden, d. h. die Symptome können im Anfangsstadium verzögert werden. Vielleicht würde der Landesregierung helfen, erst nachzudenken, sich gut beraten zu lassen und dann erst Weichen zu stellen. Denn so verliert sie nicht nur ihre Gesundheit, sondern auch ihre Glaubwürdigkeit. Und noch etwas in eigener Sache: Unsere TED-Umfrage im Mai - „Sollen am Brennergrenzkamm Windräder errichtet werden?“ - hat zu allerhand Verschwörungstheorien geführt. Die Betreiber der Homepage www.unsersattelberg.wordpress.com dürfen aber beruhigt sein: Es liegt uns fern, wie unterstellt, eine Umfrage vom Netz zu nehmen, weil mehr Gegner als Befürworter abstimmen. Wie unsere Umfragen ausfallen, wollen und können wir nicht beeinflussen. Außerdem haben die Ergebnisse nur eine relative Aussagekraft. Das ist uns sehr wohl bewusst. Wer’s genau wissen will: 369 stimmten im Mai für einen Windpark, 294 dagegen. Die Redaktion

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leserbriefe

160-Betten Hotel am Sterzinger Hausberg Erker 05/11 Der Wettbewerb zwischen dem alpinen „recreation + vacation locations“ im Tourismus-Gewerbe wird immer intensiver. Der Platz, der nicht ständig seine Erholungs-, Sport- und Unterhaltungsmöglichkeiten optimiert, verspielt seine Zukunft; seine Hotels, Geschäfte und Tourismusbetriebe stagnieren erst und werden dann nach und nach weniger. Sterzing hat von Natur aus gute Chancen, in diesem Wettbewerb erfolgreich zu bestehen. Es muss sie nur mutig und energisch nutzen, indem es seine Attraktivität für Touristen, Urlauber, Besucher und andere Gäste so erhöht, dass diese nicht nur einen oder zwei Tage, sondern eine oder zwei Wochen, am besten noch länger, in Sterzing verweilen und dort Geld ausge-

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ben. Dazu ist zunächst die Realisierung des Jahrzehnte alten Planes notwendig, die Ski- und Wa n d e r m ö g l i c h k e i t e n d e s Hausbergs dadurch zu verdoppeln, dass die kleinen Skigebiete Roßkopf und Ladurns durch eine Seilbahn über das Vallmingtal hinweg zu einem ordentlichen Ski- und Wandergebiet vereint werden (Beispiel Kitzbühel). Damit könnte sich Sterzing auch eine eigene Talabfahrt ersparen, deren saisonale Nutzungsdauer wegen der geringen Meereshöhe ihres letzten Teilstücks problematisch wäre. Der Sterzinger Gast, der eine längere Talabfahrt fahren will, könnte das dann auf der schneesicheren Talabfahrt Ladurns machen. Auch bei den Personalkosten ergäben sich durch die Vereinigung beider Kleingebiete sicher nicht unerhebliche Kostenvorteile. Der Betrieb dieses gemeinsamen Skigebiets sollte einem bewährten Privatunternehmer anvertraut werden. Sterzing hat das große Glück,

dass ein herrliches Gebirgswasser seine schöne Innenstadt in ihrer ganzen Länge durchströmt. Die Ufer des Eisack drängen sich zu ihrer Gestaltung als begrünte, blühende Uferpromenaden geradezu auf. Das würde den Erholungswert der schönen Innenstadt verdoppeln. Und schließlich sollte Sterzing bei der italienischen Bahngesellschaft Trenitalia darauf drängen, dass es nicht ab 21.00 Uhr von der abwechslungsreichen und viel gerühmten kulturellen und gastronomischen Tiroler Umwelt abgeschnitten bleibt. Sterzinger und Gäste sollten die Möglichkeit erhalten, abends auch einmal in Innsbruck, Brixen, Bozen, Meran ausgehen und noch mit der Bahn wieder nach Sterzing zurück kommen zu können – und zwar gerade auch am Wochenende.  Wenn Sterzing mit diesen (und anderen) Maßnahmen seine touristischen Qualitäten weiterentwickelt, dürften das mutige Projekt „160-Betten Hotel am Roßkopf“ und weitere Investitionen in das Tourismusgewerbe

gute Erfolgschancen haben. H. Jürgen Geib, Limeshain (D)

Zum Leserbrief „Weißes Kreuz und Edelweiß“ Erker 06/11 Wie ich schon auf unserer Jahresversammlung erwähnt habe, wurde Christian Egartner, ehemaliger Landtagsabgeordneter und derzeitiger SVP-Bezirksobmann, eingeladen, weil er sich für unseren Verein, im Besonderen für die Neugestaltung der WK-Stelle am Sterzinger Krankenhaus, stark gemacht hat. Für seinen Einsatz wurde Herrn Egartner gedankt, wie es auch bei F-Landtagsabgeordnetem Thomas Egger der Fall war. Ich wünsche mir, dass alle politischen Kräfte – wie mehrmals versprochen – die Sektion Sterzing weiterhin unterstützen, wel-

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cher Partei auch immer sie angehören. Christian Seiwald, Sektionsleiter des Weißen Kreuzes Sterzing Mein ehemaliger Landtagskollege Thomas Egger gibt sich immer sehr besorgt darüber, dass ich nach wie vor von Organisationen und Verbänden zu ihren Versammlungen eingeladen werde. Er kann es offensichtlich nicht gut verkraften, dass mich – obwohl ich den Landtag gezwungenermaßen verlassen musste – viele Menschen im Wipptal immer noch als ihren politischen Vertreter sehen und schätzen. In seinem Leserbrief stößt er sich daran, dass ich bei der Jahresversammlung des Weißen Kreuzes Sterzing als Ehrengast geladen war und kritisiert die Führung der Sterzinger Sektion dafür ordentlich. Ich möchte mich hingegen bei den Verantwortlichen des Weißen Kreuzes Sterzing für die Einladung bedanken und sehe dies als Anerkennung und Wertschät-

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zung für meinen jahrelangen politischen Einsatz für die Belange des Weißen Kreuzes, egal ob mit „institutionellem Amt“ oder ohne. Christian Egartner, SVP-Bezirksobmann

Nicht nur Lippenbekenntnisse Der Brief des BürgerForumCittadini an den Bürgermeister und Stadtrat, der Beschlussantrag der Freiheitlichen sowie jener von Davide Orfino und schließlich die vom Stadtrat vorgebrachte Resolution zu den Parkplatzplänen der A22, die vom Gemeinderat fast einstimmig genehmigt wurde, haben gezeigt, dass sich alle Gruppierungen ernsthaft zum Wohl der Bevölkerung und in diesem Fall für den Schutz der Gesundheit der Bürger einsetzen. Dass sich durch die Neugestaltung des Sadobregeländes die Situation dort in allen Bereichen verbessern wird, bezweifelt niemand. Das

Problem ist und bleibt die hohe Schadstoffbelastung entlang der A22. Erhöhte Krebsraten und eine höhere Anzahl an chronisch Erkrankten beweisen dies. Diese Resolution soll nun allen Gemeinden und der Bezirksgemeinschaft zur Beschlussfassung vorgelegt werden. Ich hoffe, dass diese Resolution nicht ein zu Papier gebrachtes Lippenbekenntnis bleibt. Bei verkehrspolitischen Aktionen, die eine Verringerung der Schadstoffbelastung zum Ziel haben, muss es endlich zu einem Schulterschluss aller politischen und gesellschaftlichen Kräfte kommen. Heinrich Forer, Thuins

E-Werke in Ratschings Für die Gemeindeverwalter von Ratschings hat plötzlich der Natur- und Umweltschutz scheinbar oberste Priorität. In einer Dringlichkeitssitzung fasste der Gemeinderat am 3. Juni einen Grundsatzbeschluss, wonach es

der Wunsch der Gemeinde ist, bei bestimmten Bachabschnitten die hydroelektrische Nutzung zu verbieten. Betroffen wären die Talbäche von Mareit, Ratschings und Jaufental, wo es Teilstücke mit einem guten Gefälle gibt. Dass aber ein landschaftliches und ökologisches Juwel wie das Naturdenkmal Achenrainschlucht nicht in diese Liste aufgenommen wurde, lässt die Sache in einem ganz anderen Licht erscheinen. Es ist offensichtlich, dass die Gemeinde mit diesem Beschluss nur eines bezweckt: Um das Großkraftwerk „Achenrain“ durchzusetzen, sollen mögliche Alternativen momentan ausgeschaltet werden, obwohl sie aus ökologischer und landschaftlicher Sicht weniger bedenklich wären. Nach einigen Jahren, wenn einmal das Großkraftwerk gebaut ist, kommen dann – darauf kann man Gift nehmen – auch die jetzt verschonten Bachabschnitte an die Reihe. Dieser faule Trick ist leicht zu durchschauen. Gerda Trenkwalder, Mareit

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aktuell

Schnelles Internet für das Wipptal Nicht weniger als 2,8 Millionen Euro werden derzeit im Wipp- und Eisacktal für den Ausbau des Breitbandnetzes aufgewendet.

Datennetze sind die Autobahnen der Zukunft. Über sie werden Waren, Dienstleistungen und Informationen transportiert – und zwar immer mehr. Damit Südtirol für die digitale Entwicklung gerüstet ist, soll das Breitbandnetz nun mit Glasfasersträngen vernetzt werden. Das Ziel: Bis 2013 sollen Glasfaserkabel in alle Gemeinden führen. Im Wipptal werden in diesen Wochen die Voraussetzungen für die Verlegung von Glasfasersträngen geschaffen. Das wichtigste Leerrohr ist jenes zwischen Franzensfeste und Sterzing, das es seit Mai dieses Jahres gibt. Allein in diese Verbindung sind 1,08 Millionen Euro geflossen. Von Sterzing aus werden die Leerrohre zudem auf den Brenner gezogen. Auch diese Arbeiten sind — bis auf zwei noch ausstehende Abschnitte — bereits beendet. Im Juli wird die Bezirksgemeinschaft Wipptal die Arbeiten am ersten noch fehlenden Abschnitt ausschreiben, im September folgt die Ausschreibung des zweiten. Diese Arbeiten werden mit rund 750.000 Euro zu Buche schlagen. Sind die Leerrohre verlegt, werden die Glasfaserstränge eingezogen. Derzeit arbeitet man am Projekt für den Strang, der von der Pustertaler Straße bis nach Franzensfeste gezogen wird (Kosten 100.000 Euro), danach folgt der Kabelstrang von Franzensfeste bis auf den Brenner (400.000 Euro). Noch im Juli werden in Absprache mit der Bezirksgemeinschaft Wipptal und den Gemeinden auch die Leerrohre zwischen Grube und St. Jakob im Pfitschtal (180.000 Euro) und zwischen Gasteig und Ratschings (245.000 Euro) verlegt.

Roßkopf

Hotelprojekt wird konkret

Das Projekt für ein Hotel auf dem Roßkopf Architekt Ralf Dejaco erhielt den Zuschlag der „Rosskopf Mountain GmbH“. Die elf Gesellschafter der 2010 gegründeten „Rosskopf Mountain GmbH“, die am Roßkopf ein Appartementhotel mit 160 Betten errichten möchten (Erker 5/2011), haben sich Ende Mai für das Projekt des Brixner Architekten Ralf Dejaco entschieden. Fünf Architekten bzw. Architektenteams hatten an der Ausschreibung zur Errichtung eines Hotelkomplexes am Berghang südwestlich des Sterzinger-

hauses teilgenommen. Nun soll das Projekt im Detail ausgearbeitet werden. Innerhalb Dezember dieses Jahres, so Gesellschaftspräsident Helmut Messner, wird die Gemeinde Sterzing jetzt ein neues Tourismusleitbild ausarbeiten. Entsprechende Gespräche mit Bürgermeister Fritz Karl Messner hätten bereits stattgefunden. Das derzeit geltende Leitbild gehe nämlich auf das Jahr 1999 zurück und sei nicht mehr aktuell. Nach der Genehmigung des Leitbildes, so Messner, sollte 2012 die Bauleitplanänderung erfolgen. Dann, so hofft man, könne 2013 mit dem Bau begonnen werden.

Wipptal

Leichter Rückgang Im vergangenen Winterhalbjahr (November 2010 bis April 2011) ist die Anzahl der Gäste im Wipptal wie auch in einigen anderen Südtiroler Bezirken leicht zurückgegangen: Die Ankünfte waren um 1,5 Prozent rückläufig, die Übernachtungen um 2,6 Prozent.

erker ted-umfrage

der fuggerroppe

Ergebnis Umfrage Juni

I bleib den Summer derhuame, i hupf im Mareiter Boch über die Stuane.

Sollte sich die SVP der italienischen Sprachgruppe öffnen?

Ja Nein

81 % 19 %

Die Juli-Frage

Sollte es in jeder Gemeindestube auch einen Jugendgemeinderat geben? Stimmen Sie ab auf www.dererker.it!

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Kein zollfreies Wipptal Beschlussantrag im Landtag abgelehnt

PdL-Berlusconi und FLI forderten in einem Beschlussantrag im Landtag die Schaffung einer zollfreien Zone Wipptal. Die Landesregierung sollte sich bei den staatlichen Stellen dafür einsetzen. Es würde sich nur um eine Übergangsmaßnahme handeln, wie Erstunterzeichner Maurizio Vezzali erklärte. Für die Ortschaft Brenner etwa sei die Grenze eine Wirtschaftsgrundlage gewesen, die mit dem Abkommen von Schengen abhanden gekommen sei. Rom habe dies mit einem eigenen Gesetzentwurf auch anerkannt. Der Antrag, der sich ursprünglich auf den Brenner bezog, ist durch einen Änderungsvorschlag von Thomas Egger (F) auf das Wipptal ausgedehnt worden. 
Er habe keine Freude mit dieser zollfreien Zone, so Sven Knoll (Südtiroler Freiheit). Man müsse das gesamte Wipptal als Wirtschaftsraum betrachten, denn die Wipptaler auf Nordtiroler Seite hätten sicher keine Freude mit einem solchen Privileg ihrer südlichen Nachbarn. Dies hätten sie bereits in einer Stellungnahme kundgetan. Interesse hingegen bestünde für eine gemeinsame Initiative, eine zollfreie Zone für das gesamte Wipptal. Im Dreierlandtag habe man beschlossen, solche Maßnahmen in Zukunft über die

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Grenzen hinweg abzusprechen. Südtirol habe sich bereits durch den Windpark Brenner in Nordtirol unbeliebt gemacht.
 Auch Hans Heiss (Grüne) äußerte Bedenken. Die Ortschaft Brenner leide natürlich unter dem Wegfall der Grenze, historisch gesehen kehre sie aber zu ihrem Ursprung zurück. Eine einseitige Zollfreizone sei kein gutnachbarschaftlicher Akt, auch nicht gegenüber den südlichen Nachbarn oder gegenüber anderen strukturschwachen Gebieten in Südtirol. Das Wipptal sei eindeutig ein strukturschwaches Gebiet, meinte Egger, das sei auch durch EU-Förderungsprogramme anerkannt. Wenn der Landtag für eine Sondermaßnahme für den Brenner sei, so müsse er also

auch das Wipptal mit einschließen.
 Die Vorteile für städtische Freizonen seien voriges Jahr vom Finanzminister großteils gestrichen worden, berichtete Elmar Pichler Rolle (SVP). Er räumte ein, dass man auch für andere strukturschwache und

abwanderungsbedrohte Gebiete etwas tun müsse, sprach sich aber gegen eine Ausdehnung auf das ganze Wipptal aus. Eine Ad-hoc-Maßnahme hätte in Rom größere Chancen, aber man sollte eine gemeinsame Lösung für alle Grenzgebiete in Erwägung ziehen. Dieser Meinung schloss sich auch Landeshauptmann Luis Durnwalder an. Das gesamte Wipptal würde die staatlichen Kriterien für Sondermaßnahmen nicht erfüllen. Andererseits sollte man auch Reschen und Winnebach einschließen. Ebenso sollten diese Maßnahmen mit Nordtirol abgesprochen werden. Durnwalder sprach sich schließlich gegen den Antrag aus.
 Am Ende wurde der Antrag bei sechs Ja-Stimmen und zwei Enthaltungen abgelehnt. lg

Gefahrenpläne aufgeschoben Südtirols Gemeinden hätten innerhalb dieses Jahres Gefahrenpläne ausarbeiten und der Landesregierung vorlegen müssen (siehe Erker 04/11). „Die meisten Gemeinden schaffen es aber nicht, die Pläne bis Ende 2011 vorzulegen, da die Erstellung derselben sehr komplex ist“, so Landeshauptmann Luis Durnwalder. Auch in den Wipptaler Gemeinden liegen bislang keine spruchreifen Pläne vor. Deshalb hat die Landesregierung die Frist nun um zwei Jahre verlängert.

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aktuell

Wipptal

„Leider nicht nur Lärmschutzmaßnahmen“ BBT-Ausgleichsmaßnahmen von 47 Millionen Euro Neben zwei neuen Bauprogrammen mit der EisenbahnGesellschaft sollen die Bürger im Wipptal nun auch durch Ausgleichsmaßnahmen für den Bau des Brennerbasistunnels vor Lärm geschützt werden. Für die im Rahmen der UVP verfügten Ausgleichsmaßnahmen für den Bau des BBT müssen die Tunnelbauer in den Gemeinden Franzensfeste, Freienfeld und Natz-Schabs nicht weniger als 47 Millionen Euro bereitstellen. „Wir haben es den Gemeinden überlassen, Vorschläge für die Verwendung dieser Gelder zu machen“, so Landeshauptmann Luis Durnwalder. „Leider sind

aber nicht nur Lärmschutzmaßnahmen dabei, sondern auch andere Bauvorhaben, etwa der Bau von Parkplätzen oder Wasserspeichern“, so Durnwalder. Nachdem die Landesregierung den Gemeinden aber die Freiheit eingeräumt habe, über die Gelder selbst zu entscheiden, habe sie deren Einsatz nun gutgeheißen. Bereits 2003 war mit einem zehn Millionen Euro umfassenden Bauprogramm der Grundstein für einen umfassenden Lärmschutz entlang der Brennerbahnlinie gelegt worden, das Land und Eisenbahn-Gesellschaft gemeinsam tragen. 80 Prozent

BBT

Zulaufstrecken in Verzug

Anfang Juni hat sich die Landesregierung einmal mehr mit den Zulaufstrecken zum Brennerbasistunnel befasst. „Es scheint, als ob man mit der Planung der Zulaufstrecken auf der Stelle trete“, so Landeshauptmann Luis Durnwalder. „Das staatliche Planungskomitee CIPE hat zwar für die Planung der Zulaufstrecke von Waidbruck nach Franzensfeste bereits 1,6 Milliarden Euro zugesagt, konkrete Schritte sind bislang allerdings ausgeblieben“, so Durnwalder. Die Landesregierung will nun in den Ministerien und bei der Eisenbahnverwaltung in Rom den Druck verschärfen, damit die Planungsarbeiten ausgeschrieben werden und die Zulaufstrecke zeitgleich mit dem BBT in Betrieb genommen werden kann. „Ist dies nicht der Fall, ergibt sich ein technisches Problem, da die Steigung auf der derzeitigen Strecke Waidbruck-Franzensfeste im Vergleich zu jener im Tunnel zu groß wäre, der Tunnel also nicht voll genutzt werden könnte“, so Durnwalder. 8

der Kosten übernahm die Eisenbahn, 20 Prozent steuerte das Land bei. Damit konnten acht Kilometer Lärmschutzwände gebaut werden, die mittlerweile allesamt verwirklicht worden sind oder kurz vor der Fertigstellung stehen. 2010 wurde ein fast identisches Programm im Umfang von zehn Millionen Euro bei gleicher Kostenbeteiligung aufgelegt.

Flüchtlinge nach Gossensaß?

Seit die Flüchtlingswelle aus Nordafrika an die Strände Süditaliens rollt, sind 95 Flüchtlinge aus den Auffanglagern auch nach Südtirol gebracht worden. Als erste Anlaufstelle dient das Flüchtlingsheim in der ehemaligen Gorio-Kaserne am Bozner Boden. Von dort ist ein Teil der bisher nach Südtirol gekommenen Flüchtlinge ins Haus Arnika in Meran übersiedelt. Nachdem kein Ende der Flüchtlingswelle in Sicht ist, ist nun mit weiteren Neuankömmlingen zu rechnen. Wie alle anderen Regionen und Provinzen hat sich die Provinz Bozen verpflichtet, zur Entlastung der Auffanglager einen Teil der Flüchtlinge aufzunehmen. Da in den beiden Einrichtungen in Bozen und Meran aber keine weiteren Plätze verfügbar sind, hat die Landesregierung kürzlich über weitere Unterbringungsmöglichkeiten beraten. Dabei wurde auch eine Unterbringung in der ehemaligen Kaserne in Gossensaß in Betracht gezogen. erker juli 11


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Referendum

Sind die Sterzinger wahlmĂźde? Wahlbeteiligung im Wipptaler Hauptort landesweit beinahe am niedrigsten

Bei den vier Volksabstimmungen zu Pfingsten musste Ministerpräsident Silvio Berlusconi nach den verlorenen Kommunalwahlen eine weitere herbe Schlappe hinnehmen. Trotz seines Boykottaufrufs schritten 57 Prozent der Italiener zur Wahlurne, in SĂźdtirol waren es gar 66,7 Prozent. Diese haben bei allen Fragen zu rund 97 Prozent mit Ja gestimmt. Fast ebenso fleiĂ&#x;ig waren die Wähler im Wipptal, wo von 14.387 Wahlberechtigten 9.561 (66,5 %) und damit um 0,2 Prozent weniger Wahlbeteiligung als im Landesdurchschnitt ihre Gemeinde Prozent Stimme abgegeFreienfeld 72,2 ben haben. Diese Franzensfeste 70,4 haben sich bei allen vier Fragen zu Ratschings 69,7 98 Prozent mit Ja Pfitsch 68,6 geäuĂ&#x;ert. Brenner 66,8 Die hĂśchste Wahlbeteiligung im BeSterzing 60,4 zirk verzeichnete SĂźdtirol 66,7 Freienfeld mit 72,2 Wipptal 66,5 Prozent, bis auf

Sterzing lagen auch alle anderen Wipptaler Gemeinden ßber dem Landesschnitt. Weitaus am geringsten war die Wahlbeteiligung im Wipptaler Hauptort mit 60,4 Prozent. Damit bildet Sterzing nicht nur im Wipptal das absolute Schlusslicht, sondern liegt auch landesweit an viertletzter Stelle: Weniger Wähler machten nur in Corvara (56,6 %), Meran (59,4 %) und Abtei (60,1 %) von ihrem Stimmrecht Gebrauch. Woran es wohl liegt, dass die Sterzinger so politikverdrossen sind?

Sterzing

GrĂźnes Licht fĂźr Neuroreha GrĂźnes Licht fĂźr eine bauliche Anpassung des vierten Stocks des Sterzinger Krankenhauses hat die Landesregierung Ende Mai gegeben. Dort soll nun eine Abteilung fĂźr Neurorehabilitation eingerichtet werden. 23 Betten soll die Abteilung fĂźr Neuroreha am Sterzinger Krankenhaus vorerst umfassen; im vierten Stock des Gebäudes wird sie untergebracht. Damit dies mĂśglich ist, muss der Stock baulich umgestaltet werden. „2,6 Millionen Euro mĂźssen ohnehin in Umbau und Sanierung dieses Trakts gesteckt werden; diese wurden bereits vorgesehen“, so Landeshauptmann Luis Durnwalder. FĂźr die Neuroreha werden nun nochmals fast zwei Millionen Euro erker juli 11

aufgewendet. Diese wurden Ende Mai von der Landesregierung genehmigt. „Ich bin sicher, dass Sterzing ein geeigneter Standort fĂźr diese Einrichtung ist und sehr groĂ&#x;en Zuspruch finden wird“, so Durnwalder. Voraussetzung fĂźr die Einrichtung einer solchen Abteilung sei allerdings nach wie vor deren Anerkennung als Forschungseinrichtung (siehe Erker 06/11). „Falls Rom die Anerkennung verwehren sollte, wird es keine Abteilung fĂźr Neuroreha am Sterzinger Krankenhaus geben“, so der Landeshauptmann.

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aktuell

„So wenig LKW wie möglich“ Im Juni diskutierten die Gemeinderäte von Sterzing und Freienfeld, wie viele LKW-Stellplätze in der Sadobre für die Wipptaler zumutbar sind. Vor allem aber debattierten sie darüber, wie sie ihre Meinung äußern wollen: in einem von der Opposition ausgearbeiteten Beschlussantrag oder in einer von SVP-Hand formulierten Resolution.

Die Brennerautobahn AG will das Zollgelände Sadobre in Freienfeld zu einer LKW-Raststätte umbauen (Erker 06/11). Dies stößt im Bezirk nur teilweise auf Zustimmung. Unter Kritik steht vor allem der geplante Umbau des Parkplatzes mit 320 Stellplätzen. Seit die Bürgergruppe Sterzing-Vipiteno eine öffentliche Diskussion ins Rollen gebracht hat, ist unklar, wie viele LKW letztendlich parken dürfen. Ursprünglich war von rund 300 die Rede, Sadobre-Verwaltungsrat Christian Egartner korrigierte die Zahl zwischenzeitlich auf 220, inzwischen hält sich die Brennerautobahn AG eine definitive Zahl offen.

Autobahnpräsident Walter Pardatscher ist überzeugt, durch den Umbau – mittelfristig sind auch ein neues Verwaltungsgebäude, eine modernisierte Tank-

stelle, ein Kontrollsystem bei Ein- und Ausfahrten, eine Videoüberwachung, Elektroanschlüsse für LKW, die Koppelung an ein Parkleitsystem, mehr Grünflächen sowie eine Autobahnmei-

sterei geplant – die Belastung der Verkehrsabgase um 60 Prozent reduzieren zu können. Umweltphysiker Armin Wisthaler und Sozialmediziner Dr. Peter Lercher stellen dies allerdings stark in Frage. „Sterzing weist dieselben Luftwerte auf wie eine Hauptverkehrsstraße in München oder Wien“, so Wisthaler. Eine „maßgebliche Verbesse-

Die Resolution in Kürze Forderungen • Das Vorhaben überdenken • Stellplätze auf Mindestmaß reduzieren (laut Umweltmediziner Armin Wisthaler bringen 50 eine maßgebliche Verbesserung der derzeitigen Situation) • Parkmöglichkeiten außerhalb der Alpentäler schaffen • zwingendes Parkleitsystem für LKW • zwingende Stromanschlüsse für Kühlgeräte und Heizanlagen • als Ausgleichsmaßnahme: Einhausung von Streckenabschnitten der Autobahn, Errichtung von weiteren Lärmschutzwänden • Bezirksgemeinschaft in Planung des Parkplatzes einbeziehen • Schotter- und Asphaltflächen großteils renaturieren und bepflanzen • Erweiterung des Golfplatzes wird befürwortet Appell • Zwingendes Schienentransportystem für Waren • Transitfahrten über den Brenner verknappen • Alpentransitbörse umsetzen • Nachtfahrverbot für Schwerfahrzeuge auf der Autobahn in den Alpen ausdehnen • Ausfahrtverbot für LKW über 7,5 Tonnen in Sterzing; Fahrverbot an der Brennerstraße von Vahrn bis Brenner außer Ziel- und Quellverkehr 10

rung“ gebe es erst bei einer Reduzierung auf 50 Stellplätze. Eine „drastische Reduzierung“ wünschen sich auch die Gemeinderäte im Wipptal. Dies wollen sie auch schriftlich der B re n n e r a u tobahn AG kundtun. „Die Gesu ndhe it als höchstes Gut soll über den Interessen der Parteien stehen“, hieß es dabei auf den Gemeinderatssitzungen in Sterzing und Freienfeld. In der anschließenden Diskussion rückten aber weder die Opposition noch die Mehrheitspartei von ihrem ausgearbeiteten Entwurf ab. So wurde über die Anträge einzeln abgestimmt. Die Beschlussanträge der Opposition fanden in keiner Gemeinde eine Mehrheit. In Sterzing wurde Davide Orfinos Antrag, gegen eine LKW-Raststätte zu stimmen, genauso niedergestimmt (5:14) wie jener der Freiheitlichen (5:14), die den bezirksweiten Antrag der Bürgerlisten übernommen hatten. Darin erklären sie, den LKW-Parkplatz abzulehnen, diese Position auch in der Bezirksgemeinschaft zu vertreten und einen Forderungskatalog mit Maßnahmen zur Verkehrsreduzierung auszuarbeiten, u. a. Messstationen dort zu errichten, wo sie Sinn machen, und LKW ohne Anhalten die Mautstelle passieren zu lassen. Die Mehrheitspartei erachtete eine gemeindenübergreifende Resolution als „sinnvoller“, da sie mehr Gewicht habe als ein ein-

zelner Beschlussantrag. Am Ende hieß mit einer Enthaltung von Orfino auch die Opposition die Resolution gut, „obwohl sie Forderungen beinhaltet, wie wir sie bereits seit 15 Jahren stellen“, so Heinrich Forer (Bürgerforum). In der Resolution wurden einige Inhalte der Beschlussanträge der Opposition übernommen. Eine ähnliche Diskussion gab es auch in Freienfeld. Dort wurde vor allem darüber diskutiert, ob nun der Beschlussantrag der Opposition oder die Resolution der SVP „besser formuliert“ sei. Für die Freie Liste ist die SVP-Resolution ein „verwässerter Vorschlag“, in dem eine Maximalforderung fehle. Argumente der Resolution in den Beschlussantrag der Freien Liste aufzunehmen und diesen zu genehmigen, lehnte die SVP ab. SVP-Räte verteidigten eine gemeindenübergreifende Resolution – als „größere Chance, sich Gehör zu verschaffen“. Die Resolution wurde schließlich mit fünf Gegenstimmen der Opposition verabschiedet. Auch im Gemeinderat Pfitsch hatte ein gemeinsamer Beschlussantrag der Bürgerliste „Gemeinsam für Wiesen-Pfitsch“ und der Lista Civica keine Mehrheit erhalten. Die Abstimmung endete mit Stimmengleichheit: Sieben Räte sprachen sich dafür aus, sieben (SVP) waren dagegen. Eine von Bürgermeister Johann Frei vorgeschlagene Umformulierung, dass im SadobreAreal keine neuen Parkplätze geschaffen und die bestehenden auf das Notwendigste reduziert werden sollten, wurde nach langem Hin und Her nicht angenommen. erker juli 11


Die Resolution deckt sich zum Teil mit der Meinung der SVPBezirksleitung. Sie will sich u.a. für eine „vernünftige“ Reduzierung der Stellplätze einsetzen u n d f o rd e r t A u g l e i c h s m a ß nahmen für Gemeinden entlang der Autobahn, eine gästefreundliche Beschilderung, eine fixe LKW-Kontrollstelle und Luftmessstation an der Sterzinger Mautstelle, ein Parkleitsystem und ein Fahrverbot für 7,5-Tonner zwischen Vahrn und Brenner. Über eine „sinnvolle“ Reduzierung der Stellplätze will die A22 „erst in einigen Monaten“ sprechen. Präsident Pardatscher will die Einwände der Gemeinde „ernst nehmen“ und verspricht, die betroffenen Gemeinden bei der Projektierung der Raststätte samt Parkplatz in die Entscheidungen mit einzubinden. Dem Autohof Brescia, einem der größten Autohöfe in Europa, stellt er klar, soll die Sadobre

nicht ähneln. Noch vor einigen Monaten hatte die Sadobre AG einen solchen in ihrer Pressemitteilung angekündigt. Am Brenner und in der Sadobre ist eine Kontrollstelle für Schwerfahrzeuge geplant sowie eine fixe Messstelle für Luftschadstoffe, die aufgestellt wird, wo es die betroffenen Gemeinden wünschen. Ob nun 50 oder 300 LKW auf der Sadobre parken werden: Das grundsätzliche Problem des Verkehrs sei damit noch nicht gelöst, glaubt Wisthaler. Neuesten Studien zufolge können LKWDieselkatalysatoren, wie sie ab 2014 in Europa eingeführt werden sollen, die hochgiftige und zellenschädigende Isocyansäure beinhalten. Wisthaler bot sich an, Messungen durchzuführen: „Fallen sie positiv aus, bin ich ziemlich sicher, dass auch der Sadobre-Parkplatz geschlossen werden muss.“ rb

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Aus dem Sterzinger Gemeinderat Abschlussrechnungen genehmigt Die Abschlussrechnung der Gemeinde für das Finanzjahr 2010 mit einem Verwaltungsüberschuss in Höhe von 1,56 Millionen Euro ist genehmigt. Dieser fließt u. a. in die Erschließung der Wohnbauzone Hofer-Säge (140.000 Euro), die Enteignung für den Bau einer Unterführung (107.000 Euro), den Ankauf von Maschinen für den Bauhof (104.000) und die Schneeräumung (80.000 Euro). Erweiterung Gewerbezone Auf Initiative der landeseigenen Business Location Südtirol (BLS) soll im Gewerbegebiet Unterackern ein Teil der Gemeindestraße verlegt werden, damit die Firma Leitner ihren Betrieb erweitern kann. Zwei Grundeigentümer haben dagegen Einwand erhoben, da durch die Verlegung „landwirtschaftliche Flächen versiegelt und das Abfließen des Regenwassers verhindert“ würden. Befürchtet wird u. a. auch, dass der neue Kreisverkehr zusätzlichen Verkehr verursacht. Der Gemeinderat hieß die Erweiterung dennoch gut. Heinrich Forer (Bürgerforum) enthielt sich der Stimme: „Statt neue Gewerbezonen auszuweisen, sollte in der Sadobre oder auf bestehender Fläche erweitert werden.“ Sterzing brauche dringend ein Entwicklungsmodell für Betriebserweiterungen. Arbeitsgruppe „Verkehr“ Verena Debiasi (Bürgerforum) wurde einstimmig zur Vertreterin in der Arbeitsgruppe „Verkehr“ ernannt. Benno Egger (Freiheitliche) kritisierte in diesem Zusammenhang „einseitige Gespräche“, die Bürgermeister Fritz Karl Messner im Vorfeld geführt habe. Citybus hält öfter Seit Mitte Juni fährt der Citybus in Sterzing auch durch die Marconistraße und die untere Deutschhausstraße am Kreuzungsbereich zur Thomas-ScheiterStraße, um auch die neuen Wohnviertel an das Nahverkehrssystem anzubinden. Montiert worden sind auch neun Haltestellen mit Überdachung und Ruhebank.

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Erneut hitzige Diskussion über Supermarkt Der geplante Supermarkt der italienischen Lebensmittelfirma ASPIAG Service GmbH am Südende der Stadt sorgt er neut für Unstimmigkeiten im Sterzinger Gemeinderat, auch innerhalb der SVP. Ursprünglich war vorgesehen, das Despar in der Brennerstraße mit einer Verkaufsfläche von 800 m2 in die Sportzone zu verlegen. Inzwischen kursieren immer neue Zahlen über die Größe des Gebäudes. Was für einige Gemeinderäte nichts weiter als „Präzisierungen“, sind klingt für SVP-Rat Dieter Thaler wie ein „Freibrief, das Despar in ein beliebig großes Einkaufszentrum zu verwandeln“. Bereits im Februar hatte ein Urbanistikvertrag zwischen Gemeinde und ASPIAG für Proteste gesorgt. Darin war von einer Verkaufsfläche von 1.250 m 2 und einer Baurechtsfläche von 2.250 m 2 die Rede. Die Größe für den Eingangsbereich (200 m2) und Magazine (500 m 2) kann laut Vertrag „nach Bedarf“ angepasst werden. Inzwischen ist von einer Baurechtsfläche von 4.500 m 2 die Rede, sofern nicht höher als drei Meter gebaut wird. Der Durchführungsplan für die Wohnbauerweiterungszone „Brennerstraße Süd“ wurde am Ende bei 18 Anwesenden nur mit knapper Mehrheit genehmigt. Martina Messner, Florian Frick, Benno Egger (Freiheitliche), Johannes Frick, Martin Alber und Dieter Thaler (SVP) stimmten dagegen. Die beiden SVP-Stadträte

Hermann Gögl und Herbert Seeber enthielten sich der Stimme; bisher hatten sie immer zugestimmt. Bürgermeister Fritz Karl Messner will sich dafür einsetzen, „dass der Raumordnungsvertrag eingehalten wird.“ Als „Ausgleichsmaßnahme“ für den Supermarkt hat sich die ASPIAG Service GmbH verpflichtet, u. a. ein Drei-Sterne-Superior-Hotel an der Einmündung in die Johann-Kofler-Straße zu errichten. Die Gesellschaft fasst nun ein Motel ins Auge. „Nicht die spektakuläre Struktur, die wir uns erhofft hatten“, so SVP-Stadtrat und HGVOrtsobmann Hermann Gögl. Der Gemeinderat genehmigte den Durchführungsplan für touristische Einrichtungen und Beherbergung in der Sportzone bei 17 Anwesenden trotzdem. Martina Messner, Benno Egger und Florian Frick (Freiheitliche) sowie die SVP-Räte Johannes Frick, Hermann Gögl und Martin Alber enthielten sich der Stimme. rb

Sterzing Ried

Mauern und Brücken werden saniert Seit April sind Mitarbeiter des Straßendienstes Eisacktal bei Ried mit der Sanierung der Maueraufsätze beschäftigt. Im Zuge der Arbeiten, die auf mehreren Straßenkilometern erfolgen, werden auch zwei kleinere Brücken auf der Brennerstaatsstraße kurz vor dem Brenner saniert. Die Sanierungsarbeiten kosten rund 228.000 Euro.

Beitrag für Landschaftspark Zwischen der Deutschhauskommende und dem Lentweg möchte die Gemeinde Sterzing einen Landschaftspark errichten; das Vorhaben wird nun auch mit einem Beitrag aus dem Landschaftsfonds unter dem Vorsitz von Landesrat Michl Laimer unterstützt. Seit Mai 2008 werden aus dem Landschaftsfonds immer wieder Vorhaben im Bereich Natur und Umwelt gefördert, die zur langfristigen Erhaltung, Wiederherstellung und zum Schutz der biologischen und strukturellen Vielfalt der Landschaft und Natur beitragen. erker juli 11


Ratschings

Gemeinde will Wasserkraft Riegel vorschieben Die Gemeinde Ratschings ist reich an Wasserkraft, die zur Energiegewinnung genutzt werden kann. Zehn kleinere und mittlere Kraftwerke, die der Stromversorgung der örtlichen Haushalte dienen, sind bereits in Betrieb. Inzwischen ist die Gemeinde auch bei privaten Interessenten begehrt: Laut Auskunft von Bürgermeister Sebastian Helfer liegen derzeit bei der Autonomen Provinz Bozen 20 weitere Gesuche für den Bau von E-Werken auf, Tendenz steigend. Diesem Trend möchte die Gemeindeverwaltung nun einen Riegel vorschieben. Zwar liegt die Kompetenz bei der Vergabe von Konzessionen ausschließlich beim Land. Trotzdem möchte Für folgende Bachabschnitte wird ein Verbot der hydrologischen Nutzung zur Stromerzeugung gefordert: • Jaufentaler Bach (B 600.10), Abschnitt Mittertal bis St. Anton und Abschnitt Gasteig bis zur Einmündung in den Mareiterbach • Ratschinger Bach (B 600.35) im Abschnitt Larchhof bis zur Einmündung in den Mareiterbach • Ferner- und Mareiterbach (B 600) im Abschnitt Bergwerksmuseum in Maiern bis unterhalb Weiler Geraine; Abschnitt Dorf Mareit bis zur Gemeindegrenze unterhalb Gasteig in der Katastralgemeinde Thuins.

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die Gemeinde ihre Meinung zum Ausdruck bringen; dass sie nicht bereit ist, alles dem Gewinnstreben zu opfern, und dass sie eine zu intensive Verbauung ihrer Gewässer ablehnt. Mit einem Grundsatzbeschluss hat sie auf ihrer jüngsten Ratssitzung ihren Willen bekundet, der die hydrologische Nutzung zur Erzeugung von Strom für bestimmte Bachabschnitte in den Talbereichen verbieten soll. Die Gemeinde möchte hier „vorbeugend wirken“ und appelliert an die zuständigen Behörden in Bozen, beim Wasserrechtsverfahren bzw. beim Wassernutzungsplan diese Willensäußerung der Ver-

treter der örtlichen Bevölkerung bereits im Vorfeld zu berücksichtigen. „Es geht um den Standpunkt der Gemeinde, der offensiv festgelegt werden soll“, so Bürgermeister Helfer. „Als Bürgermeister bin ich es leid, immer nur auf vorgelegte Projekte reagieren zu können.“ Die Gemeinde sei nicht gegen die Nutzung der Gewässer zur Stromgewinnung, aber sie möchte nicht alle Bäche wahllos verbauen lassen und der Bevölkerung signalisieren, wie der Gemeinderat grundsätzlich dazu steht. Dass die Gemeinde gut daran tut,

zeigt auch das Schreiben eines Rechtsanwaltes privater Interessenten, der versucht hat, die Gemeinderäte vor der Beschlussfassung noch stark unter Druck zu setzen. In der Diskussion zeigte der Gemeinderat eine bemerkenswerte Geschlossenheit, mit dieser Stellungnahme auch die Stimmungslage der Bürger zu treffen. Laut Altbürgermeister Leopold Siller seien im Beschlussantrag die Gebirgsbäche nicht erwähnt. Diese sollten seiner Meinung nach ebenfalls vor einer zu intensiven Verbauung geschützt werden. Nicht für den Grundsatzbeschluss sprach sich der Freiheitliche Rat Paul Strickner aus, weil sich die Gemeinde damit selber Möglichkeiten verbaue und dieser wohl auch keinen großen Einfluss hat. Der Grundsatzbeschluss wurde schließlich mit 16 Ja-Stimmen und zwei Enthaltungen genehmigt. ss

Jaufenstraße

Zeitzeugen gesucht Im Rahmen des Jubiläums „100 Jahre Jaufenstraße“ soll im Juni 2012 auch eine Ausstellung über die Passstraße zugänglich gemacht werden. Das Organisationskomitee sucht noch nach Fotos und Dokumenten aus der damaligen Zeit. Wer einen Beitrag für die Ausstellung leisten kann, möge sich bei Kulturreferent Karl Polig (Tel. 328 9159022 oder E-Mail karl@polig.eu) melden. Alles ist von Interesse: von Gegenständen, Schriftstücken und Bildern über mündliche Berichte bis hin zu Urkunden.

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Anfragen der Freien Liste Freienfeld Kein Interesse an Jugendzentrum In Sterzing ist ein Jugendzentrum im Gespräch. Wird es realisiert, müssten sich die umliegenden Gemeinden daran finanziell beteiligen. In Freienfeld ist das Interesse daran gering. „Die drei Jugendgruppen bleiben lieber in ihren Dörfern“, so Jugendreferent Alfred Sparber. Martin Rainer Rumler (FLF) regte an, die Jugendräume anzupassen, Anton Salcher (FLF) schlug vor, in Freienfeld mehr bezirksweite Strukturen zu schaffen, wie etwa eine Freizeitzone in der Sportzone. Ausgleichsmaßnahmen 17 Millionen Euro erhält die Gemeinde Freienfeld für Ausgleichsmaßnahmen zum BBT. Eine Prioritätenliste für Maßnahmen hat der vorige Gemeindeausschuss ausgearbeitet und dabei Vorschläge der SVP-Ortsausschüsse eingeholt. Mitte Juli wird bei einem Treffen mit den Bürgermeistern diskutiert, welche Projekte die Gemeinde und welche die BBT SE ausschreiben wird. Die FLF kritisiert, dass die Liste „nicht nach dem Belastungsprinzip“ erstellt worden sei. Sepp Rainer (SVP) schlug vor, der Sicherung der Trinkwasserquellen in Trens eine höhere Priorität einzuräumen. Ungenutzte Gemeindegrundstücke Die FLF schlägt vor, ungenutzte Gemeindegrundstücke zu erheben, um diese zu „veräußern, wenn die Gemeinde Geld braucht.“ Die Mehrheitspartei will damit noch zuwarten. Gründe sollten eher getauscht als verkauft werden (Martin Salcher), weil ihr Wert mit der Zeit steigen könnte (Josef Hochrainer). Verkehr Für Mauls wird ein Verkehrskonzept erstellt. Erste Ergebnisse sollen im Spätsommer vorliegen. Alfred Sparber vertritt die Gemeinde Freienfeld in der Arbeitsgruppe „Verkehr“ der Bezirksgemeinschaft Wipptal.

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gemeinde freienfeld

Baubeginn in Sportzone unklar Auf der jüngsten Gemeinderatssitzung in Freienfeld diskutierten die Räte über 24 Tagesordnungspunkte. Einer davon betraf die Sportzone Freienfeld. Dort sind seit einigen Jahren ein neues Servicegebäude und Tribünen geplant. Als Übergangslösung wurden Container (im Bild) errichtet. Diese stehen noch heute. Ein Beschlussantrag der Freien Liste Freienfeld (FLF), die „versprochenen Arbeiten endlich voranzutreiben“ und ein Zeitlimit festzusetzen, fand keine Mehrheit. Geldnachzahlungen für eine Enteignung hätten das Projekt verzögert, so der ehemalige Sportreferent Alfred Sparber. Auf einen konkreten Baubeginn für das Servicehaus und die Tribünen wolle man sich nicht festlegen. Dass dem Sportverein 2012 als Baubeginn versprochen worden sei, wies Sportreferent Martin Rainer zurück. Betriebserweiterung genehmigt Die Firma Wolf System expandiert. Die bestehende Betriebsfläche in Freienfeld soll um das doppelte erweitert werden – im Norden um Parkplätze, im Süden u. a. um zwei Hallen. Die Arbeiten, geplant vom Plan Team, betragen 2,4 Millionen Euro und entfallen großteils auf Erdbewegungsarbeiten, da im Norden eine torfige Erdschicht ausgetauscht werden muss. Ab der ersten Kurve der früheren Straße nach Stilfes soll eine 5,5 Meter breite Zufahrtsstraße zur Gewerbezone gebaut werden, die der Firma Wolf 975.000 Euro kosten wird. Die Baukommission stimmte diesem Vorhaben zu, schlägt aber vor, zwischen Plieger und Durchgang einen Gehsteig zu errichten, der u. a. als Anbindung zum Bahnhof und für den Radweg nach Trens dienen soll. Die Gemeinderäte haben die beiden Projekte, die laut Robert Stafler seit Mitte September 2010 in der Gemeinde aufliegen sollen, einstimmig genehmigt. Aufenthaltsabgabe verdoppelt Auf Anfrage des Tourismusvereines wird die Aufenthaltsabgabe für Zweit-

wohnungen um 100 Prozent erhöht. 95 Prozent davon fließen in den Tourismusverein. In Freienfeld gibt es derzeit zehn Zweitwohnungen. Die Abgabe betrug bisher durchschnittlich 30 Euro. Bei der Abstimmung enthielt sich Martin Rainer Rumler (FLF) der Stimme. Verwaltungsüberschuss Der Verwaltungsüberschuss des Finanzjahres 2010 in Höhe von rund 510.400 Euro wird u. a. für Straßen (133.700 Euro), die Ablöse für die Trinkwasserleitung Gschließ (35.000 Euro), einen außerordentlichen Beitrag für den ASV (24.350 Euro) sowie Adaptierungsarbeiten an der Bibliothek Trens (30.000 Euro) verwendet. Die FLF ist mit der Verwendung der Gelder, die „ohne Absprache mit der Opposition“ entschieden worden sei, nicht einverstanden. Die Aufteilung treibe keine Projekte voran, sondern sei eine „willkürliche Zuteilung“ und stopfe Löcher. Bürgermeister Armin Holzer verteidigt

die Aufteilung hingegen als „durchdachtes Konzept“, das längerfristig geplante Projekte angehe. Grundtausch für Rondell An der Südeinfahrt von Trens ist ein Rondell geplant. Dazu werden Gründe der Interessentschaft benötigt, die getauscht werden sollen. Inzwischen liegen zwei Schätzungen vor, allerdings mit unterschiedlichem Ergebnis. „Um sich besser abzusichern“ holen die Gemeinderäte nun bei der Gemeindeaufsicht ein weiteres Gutachten ein. Hühnerstall in Trens Wilfried Benedikter, dessen Hof nahe des Trenser Friedhofes liegt, will einen Hühnerstall errichten. Weitere Grundstücke liegen zwar außerhalb des Dorfkerns, aber in einer Bannzone. Um eine „Zersiedlung und Präzendenzfälle“ zu vermeiden, wurde sein Antrag um Reduzierung der Bannzone erneut mehrheitlich abgelehnt. rb

Mauls

Laimers vielsagende Antwort In einer Landtagsanfrage wollte F-Landtagsabgeordneter Pius Leitner in Erfahrung bringen, ob das geplante E-Werk der Staro Energie GmbH in Mauls im vorgeschlagenen Ausmaß gebaut werden dürfe, w��rde dadurch doch ein Ratsbeschluss der Gemeinde Freienfeld missachtet, der vorsieht, dass die Ableitungsmenge des Eisacks nicht erhöht und die Ableitungsstrecke nicht verlängert werden darf. Die Antwort von Energielandesrat Michl Laimer: „Bewertungsgrundlage für das Gesuch sind die geltenden Gesetze für das Wasserrechtsverfahren und der Wassernutzungsplan.“ Gemeinde und Robert Stafler verhandeln seit Monaten um ein E-Werk südlich von Mauls. Beide haben ein Projekt eingereicht. Eine Einigung gab es bisher nicht. erker juli 11


Pfitsch

Weiterer Ofen für Fernheizwerk Ende Mai hat der Gemeinderat Pfitsch die Jahresabschlussrechnung 2010 gutgeheißen und den Verwaltungsüberschuss von 191.000 Euro – davon waren bereits 150.000 im Haushaltsvoranschlag vorgesehen – auf verschiedene Kapitel zweckgebunden. Im historischen Ortskern von Wiesen (Wohnbauzone A1) wurde durch eine Bauleitplanänderung die Baudichte einstimmig von 1,0 auf 1,4 m3/m2 angehoben. Dadurch wird in „Oberwiesen“ nun die Möglichkeit geschaffen, zusätzliche Kubatur zu verbauen. Eine weitere Bauleitplanänderung betraf das Areal der Thermo Wipptal AG. Um auch künftig die Versorgungssicherheit zu gewährleisten, soll dort nämlich ein weiterer Ofen aufgestellt werden. Die Bauleitplanänderung wurde mit sieben Ja-Stimmen bei zwei Gegenstimmen und vier Enthaltungen befürwortet. Bei zwölf Ja-Stimmen und zwei Enthaltungen hat der Gemeinderat die Vereinbarung für die Nutzung der Liegenschaften im Bahnhofsareal beschlossen.

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Diese werden nämlich von der Landesregierung an die Gemeinde Pfitsch übertragen. Vor der Vertragsunterzeichnung, so Bürgermeister Johann Frei, müssen allerdings noch finanzielle Unklarheiten ausgeräumt werden. Einstimmig zugestimmt haben die Ratsmitglieder auch den Abschlussrechnungen der drei kommunalen Feuerwehren von Wiesen (Einnahmen 62.000; Ausgaben 37.500), Kematen (Einnahmen 32.700; Ausgaben 7.700) und St. Jakob (Einnahmen 34.800; Ausgaben 10.700).

Bruneck Brixen

Meran Latsch Bozen Neumarkt

• Die Arbeiten zur energetischen Sanierung des Schulhauses in Wiesen hat der Gemeindeausschuss an die Wipptaler Bau AG übergeben. Kostenpunkt: 332.000 Euro. • Im Rahmen des Interreg-Programms „Pfitscherjoch grenzenlos“ hat der Gemeindeausschuss vor kurzem das Institut für Archäologie der Universität Innsbruck mit archäologischen Untersuchungen beauftragt. Die Kosten hierfür belaufen sich auf knapp 20.000 Euro. lg

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gemeinde franzensfeste

Flächenumwidmungen mehrheitlich abgelehnt E-Werk-Projekte erhitzen Gemeinderat Hitzige Debatten im Zusammenhang mit dem Ankauf eines Bunkers durch Johann Wild, bis 2010 Bürgermeister der Gemeinde Franzensfeste, und Flächenumwidmungen von Wald in Landwirtschaftsgebiet bestimmten die jüngste Ratssitzung von Franzensfeste. Die Umwidmungen wurden mit deutlicher Mehrheit abgelehnt.

2010 geltenden Landschaftsplan so festgeschrieben wurden und diese für den neuen Bauleitplan bindend seien. Bevor über die Umwidmung in geheimer Form – diese verlangte SVP-Ratsmitglied Carl von Pretz - abgestimmt wurde, kam es zu einer hitzigen Debatte. Dario Massimo von der „Notfallliste Franzensfeste“ befürchtet, dass die Areale im Falle einer Umwidmung künftig als Schottergrube Wald soll Wald bleiben genutzt werden: „Hier werden urbanistische Tricks angewandt, Luis Plunger und Johann Wild, um die Umwelt zu zerstören, und ehemaliger Bürgermeister von wir öffnen der Spekulation Tür Franzensfeste, haben die Gemein- und Tor“, so Massimos Mutmade ersucht, Waldflächen im Aus- ßungen. SVP-Rat Carl von Pretz maß von 14.153 m 2 bzw. 6.180 ersuchte den Rat, „Bedingungen m2 in Landwirtschaftsgebiet um- festzuschreiben, dass die Fläzuwidmen. Bei der Überarbeitung chen im Falle einer Umwidmung des Bauleitplanes sei diese Um- wirklich auch Wiesen bleiben und widmung ohnedies bereits vorge- nicht zu Steinbrüchen und Schotsehen, da die Flächen im seit Juni tergruben mutieren“. Überdies ärgerte ihn die Tatsache, wieso man überhaupt hier In Kürze sitze, wenn die Umwid• Der Jahresabschlussrechnung 2010 mung mit der Erneuerung mit einem Verwaltungsüberschuss von des Bauleitplans ohnedies knapp 145.000 Euro hat der Gemeindeerfolge. Durch die nun berat einhellig zugestimmt; dieser wurde antragten Bauleitplanänzweckgebunden und in den laufenden derungen wollte man Zeit Haushalt eingebaut. Der Kassastand, so gewinnen. Rechnungsprüfer Reinhard SchweigkofAm Ende sprachen sich ler, betrug zu Jahresende 348.000 Euro. neun Räte gegen die BauEinstimmig gutgeheißen hat der Gemeinleitplanänderung aus, vier derat auch die Abschlussrechnungen der bzw. drei waren dafür, eine Freiwilligen Feuerwehren von Mittewald bzw. zwei Stimmen waren und Franzensfeste. weiß. • Auf Vorschlag von Dino Morini (Pdl) ernannte der Gemeinderat Dario Massimo (Notfall Franzensfeste) zum Mitglied der Arbeitsgruppe „Verkehr“ in der Bezirksgemeinschaft. • Abgesegnet hat der Gemeinderat eine vom Südtiroler Gemeindenverband vorgeschlagene Verordnung zur Alkoholprävention. Morini enthielt sich der Stimme, weil in der Verordnung nicht auch explizit von Drogen die Rede sei. • Bürgermeister Richard Amort berichtete, dass die Arbeiten zur Errichtung des BBTInfopoints in der Festung noch innerhalb dieses Jahres abgeschlossen sein sollten.

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„Das stinkt doch zum Himmel“ Weit heftiger und teilweise sehr polemisch wurde die Diskussion am Ende der Sitzung, als vom Ankauf eines Bunkers am Stausee durch Ex-Bürgermeister Jo han n Wi ld di e Re de ging. Hierbei vermutete die Opposition, aber auch einzelne SVP-Exponenten, ein weiteres Spekulationsgeschäft.

Foto: ST.eu

Der Bunker, 2009 von der Landesregierung der Gemeinde kostenlos zur Übernahme angeboten, sei damals, so Dario Massimo, nicht übernommen worden, weil er für die Gemeinde angeblich nicht interessant gewesen sei. Daraufhin sei er im Frühjahr 2011 nun zur Versteigerung ausgeschrieben und Anfang Juni von Wild um 105.000 Euro erworben worden. Der Ausschreibungspreis belief sich auf 54.000 Euro, die Gemeinde bot 66.000 Euro. Carl von Pretz möchte gerne wissen, wer die Versteigerung eingeleitet habe, merkte an, dass diese kaum bekannt gemacht wurde und dass wohl jeder, als allererste die Gemeinde selbst, 100.000 Euro aufgebracht hätte, „wenn wir wissen, dass dort morgen die Zentrale für ein neues E-Werk entsteht“. Und von Pretz weiter: „Das stinkt doch zum Himmel.“ Trotz der Unterschutzstellung des Eisacks zwischen Mauls und Franzensfeste, die nur noch eine „moderate Erweiterung“ bestehender E-Werke erlaube, befürchtet man nämlich den Bau weiterer Wasserkraftwerke. Derzeit liegen bereits mehrere Ansuchen vor: Eines der Gemeinde Natz Schabs, zwei einer Interessensgruppe um die beiden Unternehmer Bruno Heiss aus Prags und Markus Sader aus Brixen und ein weiteres der Firma „Bernhard Bau“ aus Montan. In letzterem sei der Bunker, so Massimo, bereits Bestandteil des Projekts. Da das Projekt der Firma „Bernhard Bau“ auch über die Grundverfügbarkeit von Alex Plunger verfügt, hat es wohl die besten Trümpfe im Ärmel. Bevor nun aber erneut Private ein

neues E-Werk bauen, so der Tenor mehrerer Räte, sollte die Gemeinde selbst tätig werden. Am Ende einigten sich die Räte darauf, sich am Projekt der Gemeinde Natz Schabs mit 50 Prozent zu beteiligen. Bürgermeister Richard Amort werde nun mit Bürgermeister Peter Gasser entsprechende Gespräche führen. Das gemeinsame Projekt würde 16,5 Millionen Euro kosten. Für von Pretz wäre die beste Lösung nach wie vor, die Unterschutzstellung des Eisacks nicht aufzuweichen und kein Projekt zu genehmigen. BBT-Ausgleichsmaßnahmen 2009 hat die BBT-Gesellschaft für Franzensfeste Ausgleichsmaßnahmen im Umweltbereich in Höhe von 10,3 Millionen Euro vorgesehen. Daraufhin, so Bürgermeister Amort, habe bereits der vorhergehende Gemeinderat Vorschläge zur Verwendung dieser Gelder unterbreitet. Diese hat der Gemeinderat auf seiner jüngsten Sitzung nun um weitere Vorschläge ergänzt: So sollen zu bereits vorgeschlagenen Lärmschutzwänden weitere im Bereich von Grasstein errichtet werden. Zudem sollten die öffentliche Beleuchtung und das Trinkwassernetz von Franzensfeste erneuert und verschiedene Gehsteige restrukturiert werden. Die Errichtung eines unterirdischen Parkplatzes mit einem Kostenaufwand von 4,4 Millionen Euro wurde hingegen in der Prioritätenliste zurückgestellt.

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„Dedalo Minosse“ für Franzensfeste Ende Juni erhielt das Land Südtirol in Vicenza den Bauherrenpreis „Dedalo Minosse“ überreicht. Der Preis, ausgeschrieben von der Vereinigung freischaffender Architekten „Ala Associati“, soll zur „Realisierung von hochwertiger Architektur“ anspornen. Prämiert wird das Land für das Besucherzentrum Naturparkhaus Villnöß, für das Museion in Bozen, für das Pädagogische Gymnasium „Gasser“ in Brixen sowie für Anpassungsarbeiten in der Festung Franzensfeste unter dem Architektenduo Markus Scherer und Walter Dietl. Um den Preis haben sich mehr als 500 Projekte beworben.

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„Europäische Ehrenfahne“ für Franzensfeste Die Auszeichnung kam überraschend, obwohl sich die Einwohner von Franzensfeste seit Jahren um sie bewerben. Die Gemeinde erhält heuer die „drapeau d’honneur“, die europäische Ehrenfahne für ihre jahrelange mustergültige Partnerschaft mit der Gemeinde Zeitlarn bei Regensburg. Gemeinderäte wie Vereine pflegen eine enge Freundschaft miteinander und treffen sich regelmäßig. 2004 war Franzensfeste bereits mit dem „diplome européen“,

dem europäischen Diplom, ausgezeichnet worden. Im Herbst wird der Gemeinde nun vom Europarat in Franzensfeste die nächst höhere Auszeichnung verliehen. Die offizielle Preisübergabe findet im Oktober in Anwesenheit des Landeshauptmannes und mehrerer EUParlamentarier statt. Die goldene Ehrenfahne haben bisher nur Brixen (1979) und Bruneck (1992) erhalten. Franzensfeste und Cervia waren unter den 45 Preisgekrönten die einzigen italienischen Gemeinden.

Geldregen für „Strom-Gemeinde“ Südtirols stromproduzierende Gemeinden dürfen sich über einen kräftigen finanziellen Zuschuss freuen: Sie werden in den kommenden 30 Jahren für Umweltinvestitionen rund 400 Millionen Euro als Ausgleich für Schäden durch die Produktion erhalten. Diese seien erst bei der Neuvergabe der Konzessionen erker juli 11

durch das Land verpflichtend beschlossen worden. Die erste Rate der Gelder wird bereits im Juli ausbezahlt. Auf das Einzugsgebiet Brixen mit sieben Gemeinden entfallen 77 Millionen Euro. Davon erhält die Gemeinde Franzensfeste etwas über neun Millionen Euro (11,7 Prozent). 17


titelgeschichte

Wann kommt Wipptals erster Jugendbürgermeister?

Jugend und Politik

Jugendbeiräte im Wipptal fast komplett

Immer mehr Gemeinden wollen verstärkt die Meinung der Jugendlichen in den politischen Entscheidungsprozess einfließen lassen. Dies geschieht nicht nur aufgrund des guten Willens, sondern hat eine rechtliche Grundlage: Die Gemeindesatzungen sehen vor, einen Jugendbeirat als beratendes Organ einzusetzen. Im Wipptal war Freienfeld Vorreiter, jetzt folgen die Gemeinden Ratschings, Sterzing und Brenner. In Pfitsch und Franzensfeste rührt sich bis auf weiteres nichts. Ob die Gemeindebeiräte reine Alibigremien oder von den Gemeindeverwaltern sind auch wirklich ernst genommen werden, muss die Zeit zeigen. Freienfeld hat Wipptals ersten Jugendbeirat In der Gemeinde Freienfeld ist seit Oktober 2009 als erster Wipptaler Gemeinde ein Jugendbeirat im Amt. Als erste Amtshandlung hat der Beirat sich mit den einzelnen Jugendgruppen in den Fraktionen der Gemeinde getroffen. „Wir wollten wissen, wo die Jugendlichen der Schuh drückt. Die Anliegen werden

von uns nun weiter verfolgt und dem Gemeinderat unterbreitet“, so Jugendreferent Alfred Sparber. Im August findet ein Zeltlager mit allen Jugendgruppen statt. „In einer Ideenwerkstatt möchten wir uns dabei intensiv mit verschiedenen Themen auseinandersetzen“, so Sparber. Die Jugendlichen für die Politik zu begeistern, bleibt weiterhin eine Herausforderung. Eine Umfrage unter Jugendlichen in der Gemeinde hat nämlich ergeben, dass rund 80 Prozent an Politik nicht interessiert sind und sich auch nicht ehrenamtlich einbringen wollen.

„Jugendbeirat wird sich Gehör verschaffen“ Nachgefragt bei Jugendreferent Thomas Strickner Erker: Herr Strickner, wie groß ist das Interesse der Jugend in Ratschings an der Politik? Thomas Strickner: Eine Umfrage unter den Jugendgruppen brachte überraschend positive Ergebnisse. Ein Großteil der Ratschinger Jugend möchte die eigene Meinung in der Gemeinde verstärkt einbringen und bei politischen Entscheidungen mitwirken. Welche Impulse erwarten Sie sich vom neuen Jugendbeirat? Die ersten Impulse gehen auf das Jugendforum in Stange zurück. Anfang Mai diskutierten die Jugendlichen mit Vertretern des Jugenddienstes Wipptal, des Jungendringes Südtirol und der Gemeinde verschiedene Themen und Anliegen. So war etwa die Weiterführung des „Nightliners“ für viele Jugendliche ein zentraler Wunsch. Welchen Einfluss werden die Jugendlichen in politischen Fragen haben? Der Beirat hat hauptsächlich beratende Funktion, er verfügt aber auch über ein kleines Budget und kann eigene Akzente setzen. Bei jugendspezifischen Themen wird der Ausschuss sicherlich die Meinung des Beirates einholen. Die Jugend ist die Zukunft. Ich bin zuversichtlich, dass den Jugendlichen von politischer Seite Gehör verschafft wird. Interview: bf 18

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Sterzing: Wenig Interesse an Jugendpolitik?

Der neu gegründete Jugendbeirat in Ratschings mit Bürgermeister Sebastian Helfer (l.) und Jugendreferent Thomas Strickner (3. v. r.) Jetzt will der Jugendreferent der Gemeinde auf Kommunikation setzen, um die Jugend zu sensibilisieren. Der Erfolg wird auch davon abhängen, welche konkreten Ergebnisse der Jugendbeirat während seiner Amtszeit vorzuweisen hat. „Ich werde mich dafür stark machen, dass im Gemeinderat und im Ausschuss bei relevanten Jugendthemen die Wünsche des Beirates berücksichtigt werden“, so Sparber. Auch Ratschings setzt auf die Jugend

Info

Seit Ende Mai ist auch in der Gemeinde Ratschings ein Jugendbeirat im Amt. Zur konstituierenden Sitzung konnte Vizebürgermeister und Jugendreferent Thomas Strickner vor kurzem elf Jugendliche begrüßen, die dem Aufruf zur Mitarbeit gefolgt sind. Dagmar Hofer wird den Jugendbeirat in seiner zweieinhalbjährigen

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Amtsperiode pädagogisch begleiten. Bürgermeister Sebastian Helfer merkt an, dass es ihm bereits bei Amtsantritt ein großes Anliegen gewesen sei, die Jugendlichen in die Gemeindepolitik mit einzubeziehen. „Die jungen Menschen sollten die Zukunft in ihrem Sinne mitgestalten. Die Verwaltung legt großen Wert darauf, die Meinung der Jugend zu bestimmten Themen zu kennen, was durch den Jugendbeirat nun auch möglich wird“, so Helfer. Der Beirat besteht aus elf Jugendlichen aus allen Fraktionen der Gemeinde und dem Jugendreferenten. Der Jugendbeirat kann bereits auch einen ersten Erfolg verbuchen. Der Gemeindeausschuss hat auf Wunsch des Beirates grünes Licht für den Sommerdienst des „Nightliners“ erteilt. Nun können die Jugendlichen auch in den Sommermonaten am Samstagabend den Nachtbus in Anspruch nehmen und so sicher nach Hause gelangen.

Die Einrichtung eines Kinder- und Jugendbeirates ist in der Gemeindesatzung festgeschrieben. Der Jugendbeirat hat beratende Funktion und kann der Gemeindeverwaltung Anregungen unterbreiten, um die Lebensbedingungen der Kinder und Jugendlichen zu verbessern. Durch Jugendbeiräte können die Gemeinden besser Kontakt zu den Jugendlichen halten und Sprachrohr für ihre Bedürfnisse sein. Gleichzeitig ist es möglich, Jugendliche in die Gemeinde einzubinden und frühzeitig für Politik zu begeistern. Der Beirat hat das Recht auf Anhörung im Gemeinderat und Gemeindeausschuss. Zudem muss der Jugendbeirat auf Anfragen immer eine Antwort mit Begründung erhalten und auch über ein eigenes Budget verfügen können.

Am 15. Juni hat der Gemeinderat Sterzing einen neuen Jugendbeirat eingesetzt. Dieser umfasst bisher allerdings nur vier Mitglieder. Den Vorsitz führt der Jugendbeauftragte des Gemeinderates, Daniel Seidner. Von der italienischen Sprachgruppe hat sich bisher niemand bereit erklärt mitzuarbeiten. Die Bildung des Jugendbeirates war schwierig. „Wir haben über Inserate und in Schulen nach Interessenten gesucht. Da viele Jugendliche auswärts studieren, war es nicht einfach, Personen dafür zu begeistern“, so Seidner. Er hofft nun, dass sich weitere Jugendliche melden. „Viele waren sich vielleicht noch unsicher. Sobald der Beirat seine Arbeit aufnimmt und die richtigen Themen aufwirft, sollte sich das ändern.“ Die Ziele des Beirates sollen auf der ersten Sitzung formuliert werden. Auf die Frage, welchen Stellenwert die Meinung der Jugendlichen für die politischen Entscheidungsträger haben wird, antwortet Seidner: „Wir möchten neben der Diskussion über aktuelle Themen konkrete Projekte ausarbeiten und der Gemeindeverwaltung vorschlagen. Ich bin sicher, dass wir das eine oder andere weiterbringen können.“

Jungendpolitik in der Gemeinde Brenner „In der Gemeinde Brenner haben sich 17 Kandidaten der Wahl zum neuen Jugendbeirat gestellt“, freut sich Jugendreferent Franz Plattner. Der Beirat setzt sich aus neun Mitgliedern, drei pro Fraktion, zusammen. „Ich erwarte mir, dass die Jugendlichen neue Ideen vorbringen und bei Jugendthemen ein Mitspracherecht erhalten“, so Plattner. Erste Themen liegen auch schon vor. So fordern die Jugendlichen etwa die Wiedereinführung des Nachtbusses „Nightliner“, der eingestellt wurde. Die Skateboardfahrer wünschen sich einen geteerten Übungsplatz. Auf das politische Engagement der Jugendlichen angesprochen, meint Plattner: „Das Interesse an Jugendpolitik ist eher schwach, aber ich hoffe, dass der Jugendbeirat dieser Tendenz etwas entgegenwirken kann.“

Schlusslicht Gemeinde Pfitsch Bürgermeister Johann Frei bestätigte auf Nachfrage, dass es noch keinen konkreten Zeitplan für die Einsetzung eines Jugendbeirates in der Ge-

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titelgeschichte

„Wurden oft als Alibigremium gesehen“ meinde Pfitsch gebe. „Bei den Bürgerversammlungen sieht man nur vereinzelt Jugendliche. Deswegen würde ein Gremium wie der Jugendbeirat schon Sinn machen, indem er die Meinungen der Jugendlichen bündelt und dem Gemeinderat und Ausschuss vorbringt.“

Kein Jugendbeirat in Franzensfeste In der Gemeinde Franzensfeste verzichtet man bewusst auf die Einsetzung eines offiziellen Jugendbeirates. „Unser Jugendreferent Dario Daz pflegt engen Kontakt zum interkulturellen Jugendverein und dem ‚centro giovani‘,  so Bürgermeister Richard Amort. Der Meinungsaustausch und die Zusammenarbeit funktionieren sehr gut, „außerdem sind es eh meist dieselben Leute, die sich in den verschiedenen Gremien einbringen“. Auch für die nächste Zeit gebe es keine Pläne, an dieser Form der Jugendbeteiligung etwas zu ändern.

Stammtisch zum Thema Jugendbeirat Ende Mai fand in Sterzing im Rahmen des InterregIV-Projektes „Jugendkompetenz in der Gemeindepolitik“ ein Stammtisch zum Thema Jugendbeirat statt. Das Projekt wird vom Verein Jugendhaus Kassianeum in Brixen gemeinsam mit dem Jugendreferat des Landes Tirol durchgeführt, um die Jugendpolitik in der Gemeinde zu stärken und zu vernetzen. Der Stammtisch bot Gelegenheit, Fragen zur Jugendbeteiligung in der Gemeinde aufzuwerfen und sich auszutauschen. Kathrin Seeber, ehemaliges Mitglied des Jugendgemeinderates Bruneck und von 2007 bis 2009 Jugendbürgermeisterin in Bruneck, referierte über ihre Erfahrungen. Sie stellte verschiedene Projekte vor und gab wertvolle Anregungen. 20

Bis auf Pfitsch und Franzensfeste haben nun zwar alle Gemeinden einen Jugendbeirat eingesetzt, Jugendgemeinderäte gibt es aber noch keine. Ob und wann ein solcher überhaupt jemals erstellt wird, hängt wohl nicht zuletzt auch von den derzeitigen Kommunalverwaltern einerseits und dem Interesse der Jugendlichen andererseits ab. Die ehemalige Jugendbürgermeisterin von Bruneck, Kathrin Seeber, spricht über ihre Erfahrungen als Jugendliche in der Erwachsenenpolitik.

Erker: Frau Seeber, wie haben Sie es 2007 geschafft, zur Jugendbürgermeisterin gewählt zu werden? Kathrin Seeber: Schon bevor ich gewählt worden bin, hat es in Bruneck Jugendbürgermeister gegeben. Ich bin mit 15 Jahren als Jugendgemeinderätin gewählt worden und habe, nachdem ich mit 17 Jahren wieder gewählt wurde, mich für das Amt als Jugendbürgermeisterin beworben. Im Amt geblieben sind Sie aber nur zwei Jahre. Warum nicht länger? Der Jugendgemeinderat in Bruneck wurde alle zwei Jahre gewählt. Nach dem Oberschulabschluss wäre für mich eine weitere Periode aus Studiengründen nicht mehr in Frage gekommen. Zudem hat die Gemeinde Bruneck den Jugendgemeinderat wieder auf Eis gelegt. In anderen Gemeinden Südtirols gibt es kaum Jugendbürgermeister. Haben diese kein Interesse an blutjungen „Bürgermeistern“?

Die „erwachsene Politik“ tut sich mit den Ideen und Gedanken junger Leute nicht immer leicht. Dies verspürte auch ich immer wieder. Gerne hätte ich Politik für die jungen Leute gemacht. Deshalb war es mir wichtig, deren Meinung zu kennen. Dafür haben wir eine Homepage eingerichtet. Erwachsene interessieren sich nur sehr begrenzt für das, was junge Leute wirklich bewegt. Welche Aufgaben hatten Sie als Bürgermeisterin? Meine Hauptaufgabe lag in der Leitung der Sitzungen. Die Themen, die wir besprochen haben, waren vielfältig, u.a. das städtische Verkehrskonzept, der Bau der Riedpiste oder ein Nightliner nach Reischach. Wie schwer war es, mit Erwachsenen zusammenzuarbeiten? Die Zusammenarbeit war nicht einfach. Oftmals wurde der Jugendgemeinderat nicht ernst genommen, sondern eher als Alibigremium gesehen. Der Jugendgemeinderat wurde nie um seine Meinung gefragt, wenn Beschlüsse zu Jugendfragen für den Gemeinderat vorbereitet worden sind. Welche Tipps geben Sie angehenden Jugendgemeinderäten? Jugendbürgermeister sollten die Aufgaben aufteilen und Termine festlegen, damit etwas weitergeht. Jemand sollte sich unbedingt auch laufend mit den aktuellen Fragen des Gemeinderates auseinandersetzen. Der ständige Kontakt zu Jugendlichen sollte immer wieder für neue Ideen und Impulse sorgen. Interview: rb

„Jugendliche müssen ernst genommen werden“ Die Mitarbeiter des Jugenddienstes Wipptal sind täglich mit der Lebenswelt der Jugendlichen in Kontakt. Das politische Interesse und Engagement von Jugendlichen war bisher noch nicht das beherrschende Thema beim Jugenddienst. Vor den letzten Gemeinderatswahlen organisierte der Jugenddienst erstmals einen Diskussionsabend mit allen politischen Gruppierungen, der auf großes Interesse stieß. Erwin Fassnauer, langjähriger Jugendreferent im Jugenddienst Wipptal, sieht das politische Interesse der Jugendlichen bisher eher nüchtern, jedoch könnte sich das mit der Einsetzung der Jugendbeiräte und Jugendgemeinderäte

im Wipptal bald ändern. „Ich habe festgestellt, dass in einigen Südtiroler Gemeinden die Jugendbeiräte und Jugendgemeinderäte sehr gut funktionieren, in anderen aber wieder eingestellt wurden. Viel, glaube ich, hängt davon ab, ob die Jugendlichen richtig begleitet werden, ob man ihnen Entscheidungsbefugnis und finanzielle Mittel zugesteht.“ Zudem sollten Jugendliche bei Projekten mitarbeiten und innerhalb kurzer Zeit Resultate sehen können: „Sinn macht der Jugendbeirat oder der Jugendgemeinderat nur, wenn engagierte Jugendliche mitmachen und sie von der Gemeindeverwaltung auch wirklich ernst genommen werden.“ bf erker juli 11


Wipptal

Über 2.000 Schüler drückten die Schulbank 2.070 Schüler wurden in diesem Schuljahr an den einzelnen Grund-, Mittelund Oberschulen im Bezirk unterrichtet. Im Kindergarten wurden 629 Kinder betreut.

den 2010/11 in 121 Klassen insgesamt 1.077 Schüler, 545 Buben und 532 Mädchen, unterrichtet. 98 Volksschüler (9,1 %) sind ausländischer Herkunft. Die Zahl der Repetenten betrug lediglich 0,2 Prozent. 47 Schüler Im Wipptal gibt es derzeit 19 Kindergärten bzw. 4,4 Prozent haben sich vom mit 33 Gruppen. Im vergangenen Schuljahr Religionsunterricht abgemeldet. w u rd e n d o r t Wipptal Elf Schüler (1 %) haben 629 Kinder das Klassenziel nicht erKindergärten betreut, 333 reicht. Anzahl Buben Mädchen gesamt Buben und An den vier Mittelschu19 333 296 629 296 Mädchen. len im Bezirk – drei in 67 Kinder bzw. Grundschule Sterzing und eine in 10,7 Prozent Gossensaß – drückten Klassen davon waren in 35 Klassen 643 Kin121 545 532 1.077 Kinder von der die Schulbank, 340 ausländischen Mittelschule Buben und 303 MädBürgern. chen. 49 Schüler (7,6 Klassen A n d e n v e r%) waren ausländischer Herkunft. 35 340 303 641 schiedenen 38 Schüler (5,9 %), davon mehr als Grundschul- Oberschulen dreimal so viele Buben wie MädKlassen stellen des chen, waren Repetenten. Elf Schüler 28 164 188 352 Bezirks wurhaben sich vom Religionsunterricht

erker juli 11

befreien lassen. 34 Schüler (5,3 %) wurden nicht versetzt. An der deutsch- und italienischsprachigen

Oberschule in Sterzing studierten im vergangenen Schuljahr 352 Schüler, 164 Buben und 188 Mädchen. Davon waren 20 Repetenten (5,7 %). Drei Schüler wurden nicht zur Abschlussprüfung zugelassen.

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energie

Es werde Licht ... Erstes elektrisches Licht in Alttirol erstrahlt in Gossensaß Die Familie Gröbner gilt als Begründer des Nobeltourismus in Gossensaß. Sie besaß im Marktflecken an der Brennerstraße Hotels und Fremdenverkehrseinrichtungen. Weise vorausschauend dachte Hotelier Ludwig Gröbner (1853 — 1916) bereits 1886 an die Errichtung eines Elektrizitätswerkes. In der Schweiz bestellte er ein Gleichstromwerk. Als man vernommen hatte, dass auch die Mühle Rössler in Bozen ein solches bestellt hätte, bekam man es eilig, denn man wollte in Gossensaß unbedingt als erste Ortschaft in Tirol das elektrische Licht erstrahlen lassen. Depeschen eilten hin und her. Per Eilgut transportierte daraufhin die Schweizer Firma „Gebrüder Gmürr“ eine 45 PS starke Dynamomaschine nach Gossensaß. Dort wurde sie sofort montiert

und in Betrieb gesetzt, wenn auch nur einige Stunden, bevor auch in der Bozner Rössler Mühle das elektrische Licht anging. Der Schriftsteller Heinrich von Wörndle schreibt in seiner Festschrift „Markt Gossensaß, Innsbruck 1908 (Blätter aus der Ortsgeschichte)“, es habe sich hier um die erste Inbetriebnahme eines kleinen E-Werkes in Alttirol überhaupt gehandelt. Gossensaß ist somit die erste Ortschaft in Tirol, in der das elektrische Licht anging. Das erste E-Werk hatte in der so genannten „Wielandschmiede“ des Chrisant Egger seinen Platz gefunden. Die Maschine wurde in der Folge um 1890 durch eine der Firma „Ganz & Co“ aus Budapest ersetzt. Doch bald erwies sich auch diese als zu schwach und man suchte nach Lösungen für ein leistungsstärkeres Werk.

Neues E-Werk in Gossensaß

Außenansicht des neuen Werkhauses „Eisack-Nord“

In der Zwischenkriegszeit kaufte Gröbner 1924 eine kleinere Francisturbine von Parenti Bologna mit einem Generator von 65 kVA Leistung. 1927 wurde eine größere Francisturbine der Firma Voith aus St. Pölten in Niederösterreich von 155 kVA eingebaut, die erste Maschine diente nunmehr im Kraftwerk „Felsenkeller“ als Ersatz. Seither wurde

am Kraftwerk „Felsenkeller“ nur mehr wenig geändert. Zu den „Elektrischen Werken GröbnerPilling H. & Co. K.G.“ gehörten auch die Kraftwerke „Wechselbach“, „Pontigl“, „Nassereith“ und das „Alte Werk“ am Eisack. Nun sind sie alle im neuen EWerk „Eisack Nord“ zusammengeschlossen. Günther Ennemoser

Mauls Francisturbine der Firma Voith St. Pölten mit einer Leistung von 155 KW

Fünf kleine E-Werke speisten bis Juni 2010 das Stromnetz von Gossensaß und Umgebung. Sie gehörten der Familie Ekkehard Gröbner, Richard Amort vom Gasthof „Nussbaumer“ und Max Gröbner. Aus technischer Sicht entsprach dies nicht mehr dem Stand einer modernen Wasserkrafttechnik. Deshalb beschlossen die E-Werk-Betreiber, ihre Wasserkraftwerke zusammenzulegen und ein neues E-Werk zu bauen. „Es war kein leichter Weg von der Projekteinreichung bis zur Inbetriebnahme“, so Hauptgesellschafter Ekkehard Gröbner. Neue Druckrohrleitungen mussten verlegt und eine neue Wasserfassung errichtet werden. Ende Oktober 2010 starteten die Arbeiten am Maschinenhaus in der Handwerkerzone Bachacker in Gossensaß. Die elektromaschinelle Ausrüstung besorgte die Firma en-co, die in der Gemeinde Ratschings ihren Sitz hat. Das Wasserkraftwerk mit zwei liegenden Pelton-Turbinen wurde aus Hall in Tirol angeliefert. Im Juni 2010 ging das neue E-Werk „Eisack Nord“ in Betrieb, Ende Mai wurde es offiziell seiner Bestimmung übergeben. Präsident der Gesellschaft ist Ekkehard Gröbner. Pfarrer Stefan Stoll segnete Maschinen und Werkhaus. 22

E-Werk Gansör eingeweiht Anfang Juni wurde im Beisein von Energielandesrat Michl Laimer und Bürgermeister Armin Holzer das E-Werk Gansör eingeweiht. Nach der Messfeier in der Pfarrkirche Mauls segnete Pater Pius Leitner das Krafthaus samt Anlage. „Die Realisierung des E-Werkes war ein langer und nicht immer ebener Weg“, erinnert sich Verwaltungsratspräsident Hubert Ralser. „Nun soll es jedoch zum Wohle der Maulser Dorfgemeinschaft seine Turbine drehen.“ Nach der Einweihung traf sich die Dorfgemeinschaft auf dem Festplatz, um das E-Werk zu feiern. Das als Genossenschaft mit etwa 118 Mitgliedern geführte E-Werk ist seit zwei Jahren in Betrieb. 2010 produzierte die Anlage 2,6 Millionen Kilowattstunden Strom – dreimal so viel, wie Mauls braucht. erker juli 11


geschichte

Gossensaß

Die traurige Geschichte des Bersagliere Sante Tognacci (1882 — 1918) Südtirol weiß um seine Beinhäuser in Burgeis, Innichen und Gossensaß. Diese bewusst in Grenznähe angelegten Soldatenfriedhöfe sollten beweisen, dass die hier Bestatteten im Kampf um die Grenzen am Brenner, im Pustertal oder im Vinschgau gefallen sind. Doch dem ist nicht so. Die in den Beinhäusern beigesetzten italienischen Soldaten sind weder hier gefallen noch haben sie hier gekämpft. Ihre Gebeine wurden in den späten 1930er Jahren aus anderen aufgelassenen Soldatenfriedhöfen hierher umgebettet und sind an ganz anderen Frontabschnitten im Ersten Weltkrieg gefallen oder verwundet worden und in Lazaretten verstorben. Das Beinhaus an der Brennerstraße nördlich von Gossensaß wurde im Jahr 1937 in einen Felsen gehauen. Es ist ein Werk des italienischen Architekten Giovanni Greppi und des Bildhauers Giannino Castiglioni. Hier ruhen die Gebeine von 87 italienischen Gefallenen oder in Lazaretten verstorbenen Soldaten, von denen neun unbekannt sind. Die meisten von ihnen wurden aus den aufgelassenen Soldatenfriedhöfen von Brixen, Franzensfeste, Mittewald, Vahrn, Sterzing und

erker juli 11

Brenner hierher umgebettet. Zu ihnen gehört auch Bersagliere Sante Tognacci aus Maiolo (Bezirk Pesaro). Seine Gebeine ruhen in der vorletzten Nische der obersten Reihe des Beinhauses. Zwischen Rimini und San Sepolcro ragt die Rocca di Maiolo in den Himmel, an deren Fuß ein kleiner aufgelassener Friedhof liegt. Nur eine kleine Gedenktafel erinnert noch an die Gefallenen des Ersten Weltkrieges aus der kleinen Fraktion Maioletto. Auf dieser Tafel erkennt man auch den Namen von Sante Tognacci. Hunderte Kilometer nördlich davon prangt derselbe Name am

Beinhaus von Gossensaß. Keiner aus seinem Dorf wusste davon, nicht einmal die nächsten Verwandten. Für sie galt der Großvater und Freund, der mit 33 Jahren in den Krieg zog, bis vor kurzem als verschollen. Man wusste, dass Sante Tognacci im Ersten Weltkrieg in der Festung des Monte Festa gekämpft hatte und dann in Gefangenschaft geriet. Dann verlor sich seine Spur. Seine Enkel und Verwandten, die heute in Rimini leben, gaben jedoch nicht auf, die Grabstätte ihres „nonno“ zu finden. Viele Eingaben bei Militär- und zivilen Stellen in Maiolo, Bozen und

anderswo blieben erfolglos. Der vermisste Großvater blieb unauffindbar. Endlich, nach langem Suchen, entdeckten Pietro und Stefano Tognacci mit Hilfe der Carabinieri von Brixen vor über einem Jahr in den Akten des ehemaligen k. u. k. Reservespitals bei den Englischen Fräulein in Brixen Aufenthalt und Sterbetag ihres Verwandten. Sante Tognacci war dort nach schwerer Krankheit am 12. Mai 1918 an Darm-Tuberkulose-Erschöpfung gestorben; er war am 13. Mai im Soldatenfriedhof von Brixen beigesetzt und 1937 in das Beinhaus von Gossensaß umgebettet worden. Hier konnte nun die Familie von Pietro Tognacci die letzte Ruhestätte ihres Großvaters ausfindig machen und mit Blumen schmücken. Unvorstellbar groß war die Freude, das Grab endlich gefunden zu haben. Für Familie Tognacci ist das Beinhaus mit oder ohne Erklärungstafeln nichts Aufsehenerregendes, sondern die letzte Ruhestätte ihres geliebten „nonno“ und vieler anderer italienischer Kriegstoter, deren ehrende Erinnerung allen Pflicht sein sollte. Günther Ennemoser

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wirtschaft

Unternehmerverband

Ratschings

Werner Kusstatscher neuer Bezirksvertreter

„Winter muss aufgewertet werden“

Werner Kusstatscher (Beton Eisack GmbH) ist seit kurzem Vertreter des Bezirks Eisacktal/Wipptal im Unternehmerverband. Im Bezirksausschuss sitzen weiters Robert Stafler und Luis Plunger sowie Stefan Barbieri, Markus Damiani, Johannes Egartner, Philip Froschmayr, Anni Graus und Alex Rella. Der Wipp- und Eisacktaler Unternehmerverband zählt derzeit 65 Betriebe mit mehr als 3.800 Mitarbeitern.

HGV-Ortsobmann Manfred Volgger informierte auf der Jahresversammlung der örtlichen HGVOrtsgruppe über Aktionen in Zusammenarbeit mit dem Tourismusverein und dem Wirtschaftsausschuss. We g e n d e r stundenlangen Straßensperren beim Ötztalradmarathon und entsprechender Beschwerden ersuchte er die Gemeindeverwalter, hierfür eine annehmbare Lösung zu finden. HGV-Gebietsobmann Hermann Gögl sieht in den unzureichenden Geldmitteln und in der Produktschwäche im Winter mit fünf verschiedenen Skipässen die Hauptprobleme des Tourismusverbandes Eisacktal. Zur Finan-

SVP Wipptal in Brüssel

Auf Einladung von EU-Parlamentarier Herbert Dorfmann unternahmen Mitglieder des SVP-Bezirks Wipptal im Mai eine Studienfahrt nach Brüssel mit Besuch im Europäischen Parlament, im Plenarsaal und im Euregiobüro. Dorfmann berichtete über den

Aufbau des Parlaments und seine Aufgaben als Parlamentarier. „Eine positive Erfahrung und eine gute Gelegenheit, sich mit dem Südtiroler Vertreter in Brüssel austauschen zu können“, resümierte SVP-Bezirksobmann Christian Egartner.

zierung der Tourismusorganisationen müssten alle Wirtschaftszweige ihren Beitrag leisten. Bürgermeister Sebastian Helfer s p r a c h v o n v e rschiedenen Erweiterungsmöglichkeiten im Hotel- und Gastgewerbe und der Möglichkeit, die als touristisch entwickelt eingestuften Fraktionen Gasteig und Innerratschings zurückzustufen. „Damit wäre die ganze Gemeinde als strukturschwach eingestuft, was politisch sinnvoll wäre.“ Diskutiert wurde auch über die für Gäste ungünstigen Öffnungszeiten im Sterzinger Hallenbad „Balneum“. Im Bild (v. l.) HGV-Ortsobmann Manfred Volgger, Gebietsobmann Hermann Gögl und Bürgermeister Sebastian Helfer.

Sterzing Brenner

Radweg besser vermarkten Auf der Jahresversammlung der HGV-Ortsgruppe Brenner schlug Ortsobmann Günther Strickner eine Verlegung des Ötztalmarathons auf Herbst vor. Erfreut zeigte er sich über die Realisierung des Talwanderweges nach Pflersch, den Bau der Naherholungszone Ladurns und die Neugestaltung des Ortszentrums von Gossensaß. Die Arbeiten am Radweg, abgesehen von kleinen Teilstücken wie der Brücke in Brennerbad und der Verbindung von Ast nach Ladurns, sind abgeschlossen. Nun müsse dieser Radweg besser vermarktet werden, so Bürgermeister Franz Kompatscher. Schade sei, dass auf Nordtiroler Seite derzeit wegen Geldmangels an eine Fortführung des Radweges nicht gedacht werden könne. Für den geplanten Windpark am Sattelberg gelte es nun, mögliche Ausgleichsmaßnahmen klar zu definieren. Vizebürgermeisterin Dolores Oberhofer Leitner sprach über das grenzüberschreitende Interreg-Projekt mit der Gemeinde Gries am Brenner zur Realisierung des Themenparcours „Brennerpassstraße“. Im Bild (v. l.) HGV-Vizedirektorin Ester Demetz, Bürgermeister Franz Kompatscher, Ortsobmann Günther Strickner, Reinhold Schlechtleitner, Verbandssekretär des HGV-Bezirks Eisacktal. 24

Handwerker wollen Profil stärken Die Sterzinger Handwerker wollen ihre Rolle neu definieren. Zwar bleibe das Handwerk eine wichtige Säule der Nahversorgung, doch müssten sich einzelne Betriebe spezialisieren, so LVH-Ortsobmann Johannes Kahn auf der Jahresversammlung. Das Handwerk wandle sich, auch in den Augen der Jugend, werde aber neue Ausbildungschancen öffnen. Kopfzerbrechen bereitet den Handwerkern derzeit das „neue, aufwändige und komplizierte“ System für die Abfallbewirtschaftung SISTRI sowie verschärfte Arbeitssicherheitsbestimmungen und ein dauernd steigender bürokratischer Aufwand. Große Hoffnungen setzt Kahn auf den von der Landesregierung angekündigten Einheitsschalter, um die Weitergabe von Unterlagen

LVHOrtsobmann Johannes Kahn

zu vereinfachen. Bei öffentlichen Aufträgen im Bezirk erhofft sich Kahn eine stärkere Einbindung der Wipptaler Unternehmen. Die Sterzinger Handwerker seien beim Bau des „Balneums“ leer ausgegangen. Im nächsten Jahr soll eine Wirtschaftsschau der Wipptaler Handwerker stattfinden. Die Sanierung der Gewerbezone in Unterackern schreite voran. In Sterzing sind derzeit 400 Handwerker in 140 Betrieben tätig. erker juli 11


Flussfest am Mareiter Bach Zwischen 2008 und 2010 hat die Landesabteilung Wasserschutzbauten das Flussbett des Mareiter Bachs verbreitert. Ende Mai wurden die Arbeiten mit einem Forschertag und einem Flussfest symbolisch abgeschlossen. Unter Anleitung von Experten forschten Schüler mit ihren Lehrern am Bach, informierten sich über Hochwasser, Tiere und Pflanzen und gestalteten Glücksfahnen für den Bach. Tags darauf schickten sie selbst gebastelte Boote aus Rinden auf Reisen, führten Lieder, Gedichte und einen Wassertanz vor und pflanzten mit Förstern aus Stange typische Augehölze. Peter Hecher von der Dienststelle Projektentwicklung in der Landesabteilung Wasserschutzbauten und Abteilungsdirektor Rudolf Pollinger erklärten den 450 Teilnehmern am Flussfest die

Hochwasserschutzarbeiten, die Staat und EU im Rahmen der Förderungen zur regionalen Entwicklung finanziert haben. „Die

Anrainer in Unterackern erhalten bei gleichbleibender Hochwassersicherheit eine naturnahe Flusslandschaft zurück“, so

Pollinger. Gleichzeitig werde der Druck auf das Sterzinger Becken verringert – ein erster Schritt für das geplante umfassende Hochwasserschutzkonzept für das Sterzinger Becken, das in einigen Jahren umgesetzt werden soll. Die neuen Feuchtgebiete, Schotterinseln und Kiesbänke bieten seltenen Tier- und Pflanzenarten einen Lebensraum und Bürgern einen Naherholungsraum.“ Den Eingriff erachtet auch der Ratschinger Bürgermeister Sebastian Helfer als notwendig. „Jetzt“, so Helfer, „müssen wir nur noch den Besucherandrang in den Griff bekommen.“

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Milchhof Sterzing setzt auf erneuerbare Energien

Geschäftsführer Günther Seidner mit der Green Energy Plakette

Seit 2010 versorgt der Milchhof Sterzing, zertifizierter Kunde der SEL AG RECS, Produktionsanlagen und Verwaltungsgebäude ausschließlich mit „grünem Strom“ aus Südtiroler Wasserkraft. Die neue Photovoltaikanlage auf dem Dach des Milchhofes garantiert eine Jahresproduktion von rund 500.000 kWh. Laut Prognosen werden 90 Prozent im Betrieb verbraucht, der Rest kann verkauft werden. Durch diese beiden Energie-Standbeine ist der Strombedarf des Milchhofes langfristig gesichert. Außerdem leistet die Wipptaler Vorzeigegenossenschaft damit einen wichtigen Beitrag zum nachhaltigen Umweltschutz und zur Förderung einer umweltfreundlichen Energiegewinnung.

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Hydraulikerbetrieb „Hans & Luis“ ausgezeichnet Mit Freude blickt der Hydraulikerbetrieb „Hans & Luis“ auf die langjährige Zusammenarbeit mit „KWB – Die Biomasseheizung“ zurück. Mit den bis heute 100 installierten Pellets-, Hackgut- und Stückholzheizungen, die im Wipptal jährlich rund 260.000 Liter Heizöl und damit rund 768.000 kg CO2 einsparen, trägt die Firma im Bezirk deutlich zum Umweltschutz bei. Vor kurzem wurde „Hans & Luis“ von KWB-Geschäftsführer Erwin Stubenschrott in St. Margarethen an der Raab (Steiermark) ausgezeichnet. Hans Kruselburger war vom guten Betriebsklima und der ruhigen Atmosphäre im Unternehmen beeindruckt. „Wer sieht, wie ein Heizkessel angefertigt wird und was alles dahinter steckt, versteht die Zusammenhänge besser und so mancher Zweifel schwindet“, so Kruselburger. Begleitet wurde die Mannschaft von Martin Saxl aus Stilfes, vom Werkskundendienst KWB Bozen und von Harald Markart aus Telfes, technischer Berater der KWB Bozen. Mit 100 Gründen kann behauptet werden: Die Firma „Hans & Luis“ ist Experte im Bereich Pellets-, Hackschnitzel- und Stückholzheizungen und wird weiterhin auf umweltfreundliche und nachhaltige Technologien setzen. erker juli 11

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aktuell

Silberquarzit –

geologisches Wunder aus dem Tauernfenster Der Silberquarzit wird im steinernen Herzen des Pfitschtales, im geologisch interessanten Tauernfenster, abgebaut. Das Pfitschtal am südlichen Alpenhauptkamm ist schon seit jeher eine Schatzkammer für Kristallsammler und Mineralienforscher.

Bergkristallzepter

Bergkristall mit Hämatit

Bergkristall und Pyrit

Entstehungsgeschichte Vor 60 Millionen Jahren löste sich die apulische Platte als Splitter vom afrikanischen Kontinent los, bewegte das damalige TethysMeer nach Norden und stieß vor etwa 50 Millionen Jahren mit dem europäischen Kontinent zusammen. Wie eine Walze stülpte sich der Kontinentalsplitter 150 km über das damalige Europa – das Tethys-Meer wurde dabei unter die apulische Platte geschoben. An der Knautschzone falteten sich die Alpen auf – die Geburtsstunde eines neuen Hochgebirges. Enorme Kräfte wirkten dabei auf die Gesteinsschichten ein. Meeresboden, der ursprünglich aus basaltischer Tiefseelava bestand, wurde gefaltet, geknetet, metamorph umgewandelt und liegt nun als interessantes Grüngestein auf der südlichen Talseite. Auf der nördlichen

Bergkristall mit Rutil und Turmalin

Talseite ragt die helle Gneisformation der europäischen Kontinentalplatte teilweise senkrecht empor. Zwischen diesen mächtigen Felsformationen verläuft ein verhältnismäßig schmales weißes u n d z u m Te i l a u c h d u n k l e s Quarzitband, das am Talende des Pfitschtales in einem kleinen Steinbruch abgebaut wird. Dieses ist zusammen mit den angrenzenden Schichten der unvorstellbare Rest des ehemaligen Küstenstreifens des Urmeeres Thethys. So gesehen ist das hintere Pfitschtal der ehemals schmale Küstenstreifen am süd-

lichen Rand Ureuropas. Wer dort steht, blickt in Richtung Süden auf den ursprünglichen Meeresboden, der einst Europa von Afrika trennte. Das Tauernfenster Heute liegen die Reste der apulischen Platte ganz oben: die Nördlichen Kalkalpen etwa im Karwendel, die Dolomiten oder der Innsbrucker Quarzphyllit. Darunter liegen die Sedimente der Tethys (obere Schieferhülle). Im Tauernfenster befinden sich die Gesteine des europäischen Kontinents, das

Alte Dach (untere Schieferhülle) und der Zentralgneis. Durch Abtragung schrumpften die Alpen auf ihre heutige Höhe (Hochfeiler 3.509 m). Interessanterweise wurde die europäische Platte dadurch wie ein Fenster durch die sonst kilometerdicken „afrikanischen“ Gesteinsdecken wieder freigelegt – dieser geologische Blick in das Tiefste der Erde wird als Tauernfenster bezeichnet. Heute ist das Gebiet für seinen hohen Mineralienreichtum und das reiche Vorkommen an Silberquarzit, einem der weltweit härtesten Natursteine, bekannt.

Lebensraum der Eidechse: Grünig Naturstein. Zum Glück kennen nicht alle unseren Wellness-Naturstein ! Keine bakterielle Besiedelung / Kein Algen- und Mooswachstum / Sole-, Chlor-, Säure-, Laugen- und Frostbeständigkeit Sehr pflegeleicht / Rutschsicherheit R 12 „C“ / Sehr geringe Wasseraufnahme von 0,2 %

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Der Steinbruch Der Silberquarzit wird in einem Steinbruch des Familienunternehmens Grünig am Talschluss des Pfitschtales abgebaut. 1936 wurde das Unternehmen von Dieter Grünig gegründet, 1989 übernahm sein Sohn Ekkehard Grünig die Geschäftsführung. 1965 traf der Firmengründer Dieter Grünig im hinteren Pfitschtal auf 1.500 m Meereshöhe auf das Silberquarzitvorkommen. Damals lebte das Tal hauptsächlich von der Landwirtschaft, durch die Erschließung des Natursteinvorkommens wurden über 60 Arbeitsplätze geschaffen, was einen enormen wirtschaftlichen Aufschwung brachte. Heute arbeiten etwa 15 Personen im Bruch und im angeschlossenen Werk. Modernste Geräte stehen für den Abbau und für die Verarbeitung zur Verfügung. Die wesentliche Arbeit, das Spalten der gewonnenen Rohblöcke, wird allerdings nach wie vor von Hand gemacht, da es dazu viel Geschick und Können braucht. Der Abbau des Silberquarzits erfolgt das ganze Jahr über mit Ausnahme der Monate Jänner und Februar, in denen der Bruch und die Verarbeitungsstätte kältebedingt geschlossen bleiben. International bekannt wurde das Unternehmen durch seine Landschaftsgestaltung im EuroDisneyland Paris, im Dresdner Kulturpalast und im Aqua Park Moskau. Aufgrund der außerordentlichen Qualitäten des Silberquarzits eignet sich der Stein ganz besonders für den Einsatz im Nassbereich von Wellnessabteilungen. So wurden in jüngster Zeit unter anderem das Vigilius Mountain Resort von Matteo Thun, das Kempinski Hotel Adriatic, die Center Parks, das Holiday Inn Villach, das Lefay Resort, Hotels der Gruppen Falkensteiner und Adler, das Wald & Schlosshotel Friedrichsruhe sowie weitere internationale Hotelanlagen mit Silberquarzit ausgestattet.

erker juli 11

PR

Silberquarzit: der Wohlfühl-Stein aus Pfitsch Ursteinmassage im TIS innovation park präsentiert Silberquarzit aus Pfitsch in Kombination mit ausgewählten Kräutern, Harzen und Blüten aus dem Ahrntal bilden das neue Dream-Team für Südtirols Wellnessbranche: Zwei findige Unternehmerinnen bringen die so genannte „Silberquarzit-Ursteinmassage“ auf den Markt, ein völlig neues Wohlfühlprodukt auf der Basis dieses Steins. Vorgestellt wurde dieses im Juni im TIS innovation park in Bozen. Silberquarzit ist ein hochwertiger Naturstein, der weltweit nur im Tauernfenster im Pfitschtal abgebaut wird. Aufgrund seiner positiven Eigenschaften, seiner antibakteriellen und wärmespeichernden Wirkung, geringer Wasseraufnahme, Beständigkeit gegen Säuren und hohen Rutschfestigkeit wurde dieser Stein bislang vor allem für die Ausstattung von Wellnessbereichen verwendet. Die Unternehmerin Conny Schwitzer, die im Pfitschtal wohnt, hatte immer schon das Gefühl, dass dieser Stein mehr kann; so kam sie auf die Idee, ihn zum Hauptbestandteil einer innovativen Massageanwendung zu machen. Mit dieser Idee wandte sie sich an den Cluster Alpine Wellbeing des TIS innovation park, der ihr half, aus der Idee das fertige Produkt zu schaffen. Zusammen mit Experten und Prüflabors wurde daraufhin die Entwicklung der Massage gefunden: Anneres Ebenkofler, Betreiberin eines Naturhotels und Kräuterexpertin mit fundiertem Wissen in der alpinen Volksmedizin, hatte die nötigen Kenntnisse, um die Kraft der Südtiroler Kräuter und Baumöle mit dem Stein zu verbinden. Die mystischen Ursteingesänge von Heilmasseurin Sonja Gasser machen die Massage komplett. Das Endprodukt kann sich sehen lassen: Ein Massagepaket, das alle Sinne anspricht, bestehend aus Silberquarzit, Südtiroler Kräutern und Ölen, Baumharz, einer Bio-Schafwolldecke und einer CD mit Urstein-Gesängen. Zusätzlich dazu werden Schulungen angeboten, in denen das Massageritual erlernt werden kann. Bevor das Produkt Marktreife erlangte, wurde die Massage an verschiedenen Personen getestet. Die Beurteilungen des Wellnessproduktes reichen von „extrem entspannend“ bis hin zu „sehr energiegeladen“, ein medizinisches Gutachten klassifiziert Silberquarzit aufgrund des hohen Anteils an Kieselsäure sogar als „zur Gruppe der Heilerden gehörig“. „Ungewöhnlich für einen Stein aus den Alpen, weist er doch außerdem einen sehr hohen Anteil an seltenen Edelsteinkristallen auf wie etwa Turmalin oder Zirkon“, so Schwitzer. Manuela Irsara, Managerin des Clusters Alpine Wellbeing, ist davon überzeugt, dass „dieses authentische und regionale Wellnessprodukt mit Zutaten aus der heimischen Natur und Wurzeln in der alpinen Volksmedizin dazu beitragen wird, eine einzigartige alpine Wellnesskultur zu entwickeln, die langfristig ein weiteres Alleinstellungsmerkmal für die Tourismusdestination Südtirol darstellen kann“.

Conny Schwitzer, Matrix Cosmetics, Brückengasse 4a, Sterzing. Tel. 339 6479743.

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vereine

30 Tage lang Joghurt Vom 9. Juli bis zum 7. August kann bei den 13. Sterzinger Joghurttagen wieder becherweise Joghurt gelöffelt werden. Erste Gelegenheit dazu bietet das Familienfest bei der Eröffnung am 9. Juli im Gemeindepark Wiesen, wo ab 11.00 Uhr nicht nur Joghurt und cremige Gerichte, sondern auch Honig, Kräuter, Erdbeeren sowie Schmankerln der Bauernjugend verkostet werden können. Für Unterhaltung sorgen die Musikkapelle Mauls und eine Volkstanzgruppe, für Spiel und Spaß der VKE und Ponys. Um regionale Produkte geht es im Joghurtmonat – organisiert von Tourismusverein und Milchhof Sterzing – auch bei geführten Besichtigungen beim Milchbauern, Kräuterbauern und Imker. Bereits Tradition haben der Berg-

lauf um die Joghurttrophäe am 10. Juli, Konzerte auf dem Stadtplatz sowie Stadt-, Mineralien-, Alm- und Bergwanderungen. Neu sind heuer die Joghurterlebnistage auf dem Rad, von der Milch zum Joghurt sozusagen, mit Besuch beim Milch- und Kräuterbauern, im Milchhof und Verkostungen von Joghurtmenüs. Erstmals werden heuer in Ratschings auch geführte Almkäsenachmittage mit Graukäse-, Frischkäse-, Butter- und Joghurthäppchen angeboten. Mehr dazu auf der Internetseite www.joghurttage. com. Übrigens: Das Wort Joghurt stammt vom türkischen „yogurt“ bzw. von „yogurtmak“. Das bedeutet so viel wie „dicker machen“ – ein Hinweis auf die Herstellung und nicht auf mehr Körperfülle nach dem Genuss. Joghurt ist gesund und macht nicht dick.

20 Jahre Jagdhornbläsergruppe Jaufental Mitte Juni feierte die Jagdhornbläsergruppe Jaufental ihr 20-jähriges Bestehen. Nach der Messfeier, umrahmt mit Stücken von Hornmeister Ludwig Wieser, trugen Jagdhornbläser gemeinsam einige Stücke vor. Die 2009 gegründete Jagdhornbläsergruppe „Houlerwind“ aus Ratschings umrahmte die Feier im Festzelt. Gründungsmitglied Luise Markart berichtete über die Tätigkeit des Vereins. Landesobmann Robert Mair und Landeshornmeister Pio Pescoller überreichten Siegfried Wieser, Hans Wieser, Reinhold Siller, Kurt Gander und Günther Gander das Ehrenzeichen in Silber für ihre 20-jährige Tätigkeit. Den Bläsern wünschten sie viel Freude an der Musik.

Eduard Weger vom Landesjagdausschuss, Bezirksjägermeister Johann Parigger, Revierleiter von Jaufental Walter Siller und Gemeindereferent Hansjörg Gander Siller sprachen Grußworte. Für Stimmung sorgte auch die Musikgruppe „Die 3 Verschärften“ aus Leogang bei Salzburg.

Prächtige Pferde in Stange Bei der Haflinger- und Noriker-Gebietsausstellung in Stange führten im Mai die Pferdezüchter der östlichen Landeshälfte ihre besten Tiere vor.

Sterzing

Laternenparty und nächtliches Shopping Feste soll man feiern, wie sie fallen. Im Sterzinger Hochsommer fallen sie heuer erneut auf einen Mittwoch. Flackernde Kerzen und leuchtende Laternen, Musik und Köstliches aus der Pfanne wärmen dann wieder Mensch, Gaumen und Gemüt. Die erste der sechs Laternenpartys steigt am 13. Juli ab 19.00 Uhr. Bis der Stadtwächter mit schwarzem Hut und Umhang um 28

23.00 Uhr die flackernden Kerzen auslöscht, bieten heimische Handwerker ihre handgefertigten Produkte feil, Livebands spielen in den Gassen, an drei Abenden gibt es auch einen Flohmarkt, am 17. August einen Bauernabend. Die warmen Sommerabende machen auch Lust aufs Stadtbummeln: In den Wochen, an denen die Laternenpartys stattfinden, sind freitags die Geschäfte bis 22.00 Uhr geöffnet.

Während in anderen Landesteilen die Haflingerrasse vorherrschend ist, gibt es im Eisack-, Wipp- und Pustertal auch viele Noriker. Über 100 Haflinger und 40 Noriker wurden in den Wertungsring geführt und von Richtern beurteilt. Obmann Franz Haller vom Wipptaler Haflinger Zuchtverein begrüßte die vielen Gäste, unter ihnen auch SVP-Landesrat Hans Berger, Freiheitlichen-Landesobmann Pius Leitner, SVP-Bezirkso b m a n n C h r i s t i a n E g a r t n e r, den Kastelruther-Spatzen-Chef Norbert Rier, die Bürgermeister Sebastian Helfer und Fritz Karl

Messner sowie den Landesobmann des Haflinger- und NorikerZuchtverbandes Walter Oberhofer. Kapuzinerpater Pius Leitner segnete die Pferde, Walter Messner aus Sterzing trug ein selbstverfasstes Gedicht vor. Landesrat Berger prämierte die Sieger: Als bester Zuchthengst wurde Aksel Lund von Thomas Alfreider aus Corvara ausgezeichnet. Bei den Haflingern gewann Greti von Helmuth Senn (Villanders), bei den Norikern Daisy von Monika Lienharter (St. Jakob/ Ahrntal). rr erker juli 11


Mitmachen, mitreden, mitbestimmen! Das soziale Internet-Projekt „VoteEurope“ ist gestartet

Die neue Vote-Europe-Internetseite ist online. Auf www.vote-europe.it kann sich jeder mit den sozialen Themen der „Europa-2020-Strategie“ auseinandersetzen. Der KVW ist Mitinitiator des europaweiten Projekts. Mit der „Europa-2020Strategie“ hat die Europäische Union ihre Ziele für das kommende Jahrzehnt festgelegt. Die Auswirkungen dieser Richtungsentscheidung werden für die Bürger auch auf lokaler und regionaler Ebene spürbar sein. Die Zukunft Europas sollte nicht allein in Brüssel entschieden werden. Mit dem Programm „Europa für Bürger“ wurde das Internet-Projekt „Vote Europe“ aufgebaut, das ein virtuelles Parlament nachbildet. Das Projekt wird vom Netzwerk EBCA (Europä-

ische Bewegung der Christlichen Arbeitnehmer), dem der KVW angehört, getragen. Ziel ist es, eine aktive Gemeinschaft aufzubauen, die sich für die sozialen Themen der EU gemeinsam engagiert und stark macht. Viel zu oft wird das soziale Europa von der Tagesordnung gestrichen. Schwierige Themen wie Armut, Sozialund Lohndumping finden zu wenig Gehör. „Vote Europe“ soll sensibilisieren und Meinung bilden, Sprachrohr für alle sein. Die Forderung nach „mehr Demokratie wagen“ ist heute wichtiger denn je. Jeder kann Mitglied des virtuellen Vote-Europe-Parlaments werden und gemeinsam mit anderen über die Zukunft Europas diskutieren und abstimmen.

Thuins

Fahrzeugweihe der Freiwilligen Feuerwehr

Die Freiwillige Feuerwehr Thuins mit den Patinnen Priska Thaler und Paula Wild sowie Fahnenpatin Valeria Thaler vor dem neuen Fahrzeug Foto: Max Heidegger

Anfang Juni wurde das neue Tanklöschfahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr Thuins seiner Bestimmung übergeben. Dekan Josef Knapp segnete nach der von der Musikkapelle Jaufental umrahmten Messfeier auf dem Thuiner Sportplatz das 240 PS starke Fahrzeug, das mit einem 1.600 Liter fassenden Wassertank, einem Hochdrucklöscher, vier Atemschutzgeräten, einem Stromerzeuger, einem Lichtmasten, Hochdrucklüfter und mehreren Werkzeugen ausgestattet ist und neun Feuerwehrleuten Platz bietet. Der Ankauf des 196.000 Euro teuren Fahrzeugs wurde durch Beiträge der Gemeindeverwaltung Sterzing (110.000 Euro), des Landes (65.000 Euro), der Raiffeisenkasse Wipptal (3.000 Euro), der Waldinteressentschaften Thuins (2.000 Euro) und erker juli 11

Unterackern (400 Euro), der Wasserinteressentschaft Thuins (500 Euro) sowie durch Eigenmittel und Spenden ermöglicht. Kommandant Erich Holzknecht dankte allen, die zur Finanzierung beigetragen haben. Zur Fahrzeugweihe konnte Holzknecht zahlreiche Vertreter aus Wirtschaft, Politik und des Feuerwehrverbandes willkommen heißen. Unter den Festgästen befanden sich auch die Partnerwehr Mühlau sowie der Vizebürgermeister der Stadt Innsbruck, Christoph Kaufmann. Nach den Ansprachen der Ehrengäste wurden alle Festgäste zum Mittagessen ins Festzelt geladen, das von den Wirtsleuten des Hotels „Thuinerwaldele“ zubereitet und von Mitgliedern der FF Gossensaß aufgetragen wurde. 29


Musizieren mit „Tun Na Kata“

vereine

Wiesen

Holz – ein wichtiger Rohstoff

Schlagzeuger und Musiktherapeut Paolo „Jack“ Alemanno brachte den Grundschülern von Innerratschings im Mai im Rahmen eines Projektes die Bedeutung des Rhythmus näher. Sie lernten Rhythmen wahrzunehmen, zu übernehmen und über den Körper auszudrücken. Abschließend musizierten die Kinder gemeinsam mit der Gruppe „Tun Na Kata“ unter der Leitung von Alemanno in Sterzing.

Viel Interessantes und Neues erfuhren Schüler und Lehrpersonen der Grundschule Wiesen bei ihrer Projektwoche im Mai zum Thema Holz. Sie besuchten das Fernheizwerk in Wiesen, eine Tischlerei und einen Geigenbauer. In Stein und St. Jakob im Pfitschtal besichtigten sie eine alte Venezianer Säge, Figuren und Miniaturen aus Holz sowie die Alte und Neue Kirche. Einen erlebnisreichen Tag verbrachten sie mit Förstern im Wald. Während die Schüler der ersten und

zweiten Klasse Maienpfeifen schnitzten, lernten die Dritt-, Viert- und Fünftklässler die Kunst des Körbeflechtens kennen.

Trens

Bei Bienen zu Besuch

Im Rahmen ihres Projektes „Abenteuer Wald“ lernten die Kindergartenkinder aus Trens heuer zusammen mit den Förstern Waldtiere und Insekten kennen. Ende Mai führte ein Imker die Kinder zwei Tage lang durch die Welt der Bienen und zeigte ihnen Bilder über das 55 Tage lange Leben einer Arbeitsbiene. Dabei erforschten sie das Innere eines Bienenhäuschens und die Utensilien eines Imkers und verkosteten frischen Waldhonig. Zum Abschluss erhielten alle Kinder ein kleines Bienenmalbuch. Gossensaß

Zu Besuch im Feuerwehrheim

Ende Mai durften die deutschsprachigen Kindergartenkinder und Viertklässler der Grundschule Gossensaß hinter die Kulissen der örtlichen Feuerwehr und Bergrettung blicken. Einige Wehrleute machten die Kinder mit den Aufgaben der Feuerwehr und deren Ausrüstung vertraut und ließen sie dabei auch Ausrüstungsgegenstände ausprobieren. 30

Rundum xund Das zweijährige Projekt „Gesundheitsfördernde Schule“ des Schulsprengels Sterzing II ist abgeschlossen. Ende Mai gab es für alle sieben Grundschulen ein großes RundumXund-Fest mit Naturmaterialienbasteln am Mareiter Bach, einer Jause und Sechs-SinneStationen am Sportplatz. Zum Schluss schickten die 277 Schüler Luftballons mit einer Gesundheitsbotschaft in den

Himmel – drei Kärtchen haben Finder bereits zurückgeschickt – und tanzten zur Fußball-WM-Hymne 2010 „Waka-Waka“. Direktorin Elisabeth Scheiber dankte besonders den Koordinatorinnen Judith Gögele, Inge Ploner und Irmi Wurzer. Inspektorin Heidi Niederstätter überreichte dem Sprengel das Qualitätssiegel „Gesundheitsfördernde Schule“.

Stange

Kleine Gärtner an der Schule Mitte Juni schloss die Grundschule Stange ihr Projekt über biologischen Anbau an Schulen, das in Zusammenarbeit mit Projektleiterin Michaela Krause Braunhofer von der Landwirtschaftsschule Salern durchgeführt wurde, mit einem kleinen Fest und einem Biobuffet ab. Im Schulgarten, den Priester Thomas Stürz segnete, konnten die Schüler den Anbau verschiedener Gemüsesorten und Strauchfrüchte kennen lernen und halfen mit Freude bei der Errichtung von Hochbeeten, Pflege und Ernte mit. Im Rahmen des Biofestes verabschie-

deten die Schüler auch humorvoll ihren langjährigen Lehrer und Schulleiter Karl Polig, der mit dem heurigen Schuljahr in den Ruhestand tritt. erker juli 11


WIPPmedia

Sterzing

Mittelschüler bauen Klimahaus Neun Schüler der Sterzinger Mittelschule „Vigil Raber“ haben in Zusammenarbeit mit Betrie-

ben und Institutionen im Rahmen der Begabtenförderung ein maßstabgetreues Haus angefertigt. Zu Beginn lernten die Schüler verschiedene Baumaterialien und -techniken kennen, informierten sich über Wohnkomfort, technische Möglichkeiten der Wärmedämmung und sinnvolle Nutzung

von Energiequellen. Skizzen wurden entworfen, maßstabgerechte Pläne gezeichnet sowie passende Baustoffe ausgewählt. Zudem stellten die Schüler Berechnungen zum Bau des Klimahauses an. In einer zweiten P h a s e s o rg t e n die Schüler für die praktische Umsetzung des Plans im Maßstab 1:10. Ende Mai überreichte Direktor Norbert Lantschner von der Klimahausagentur während eines Festaktes in Anwesenheit zahlreicher Ehrengäste die KlimaHaus-Gold-Plakette für die erbrachte Leistung. Das Modell– Haus kann in der Raiffeisenkasse Wipptal in Sterzing besichtigt werden.

Sterzing

Ein Dschungel für die Pädiatrie Im Zuge der Ren o v i e r u n g s a rbeiten in der Abteilung Pädiatrie im Sterzinger Krankenhaus haben 19 Sterzinger Grundschüler der 4. Klasse die Flurwände mit großflächigen Dschungelbildern ausgemalt. Die eifrigen Künstler wurden mit Schürzen, Farbpaletten, Pinseln und Staffeleien ausgestattet. Unter fachlicher Anleitung wurde die Abteilung dann kurzerhand in eine bunte „Malwerkstatt“ verwandelt. Giraffe, Panther, Papagei, Tukan, Panda, Boa und Chamäleon leuchten nun farbenfroh dem Besucher entgegen. G e l e i t e t w u rd e d i e A k t i o n „Kinder malen für Kinder“ von erker juli 11

Krankenhauslehrerin Martha Fuchs Haller und Lehrerin Monika Palla. „Eine kindgerechte Architektur und Innengestaltung sowie eine geeignete Umgebung für alle Altersgruppen sind für das Wohlbefinden der jungen Patienten wichtig“, so Fuchs. Den gelungenen Abschluss feierten alle gemeinsam mit Dr. Konrad Mussner, Primar der Kinderabteilung, und Schuldirektor Roland Thaler. 31


Jaufental

vereine

Abschlussfest der Jungschar Stocksport

Freienfelder auf Titeljagd Mit einem tollen Abschlussfest hat die Katholische Jungschar Jaufental vor kurzem das vergangene Jahr Revue passieren lassen. Alle vierzehn Tage trafen sich die 16 Kinder zum Spielen und Basteln. Die Gruppe gestaltete Kreuzweg- und Maiandachten, besuchte die Senioren von Jaufental und spielte mit ihnen. Zusammen mit anderen Gruppen traten die Jaufentaler Kids auch für die Kinderrechte bei einer Kundgebung in Sterzing ein. Alljährlich laden die Kinder auch zum Jungschar-Cafè, wenn im November im Tal alle Gastbetriebe geschlossen haben. ss

Ridnauner Jugendgruppe aktiv

(v. l.) Jonas Vittur, Patrick Seehauser, Tobias Engl und Christoph Hofer

Nach dem Italienmeistertitel, den sich die Freienfelder Stocksportler heuer in der U16 geholt haben, triumphierten Christoph Hofer und Tobias Engl kurz darauf bei den Europameisterschaften in Tarasp/Suol in der Schweiz mit zwei Bronzemedaillen im Mannschaftsspiel und im Ziel-Teambewerb.

Erfolgreich starteten sie in die Sommersaison. Christoph Hofer, Tobias Engl, Jonas Vittur und Patrick Seehauser gewannen im Mai am Ritten die Landesmeisterschaften im Mannschaftsspiel der U16 auf Asphalt und holten sich Anfang Juni in Terlan den Landesmeistertitel.

Knappe Niederlage Vor kurzem wurde in Ridnaun eine neue Jugendgruppe gegründet. Ganz nach dem Motto „Gemeinsam statt einsam“ wollen die Jugendlichen fortan im Kulturhaus Ridnaun ihre Freizeit verbringen, neue Freunde kennen lernen und im Ort abwechslungsreiche Aktionen und Veranstaltungen organisieren.

Fußball

Wanderpokal für Wiesen und Gossensaß

Mitte Juni fand ein Fußballspiel der Wipptaler Kicker der Lebenshilfe gegen deren Eltern statt, gesponsert von der Raiffeisenkasse Wipptal. Am Ende hat das Elternteam knapp mit 3:2 gewonnen. Bei der anschließenden Grillfeier wurden die fleißigsten Fußballer von Trainer Christian Schölzhorn geehrt: Manuel Volgger, Frank Plaickner, Bernd Steiner und Michael Ellecosta waren bei allen Trainingseinheiten anwesend.

Freienfeld

Infoabend der Sektion Fußball

Bei ihrem jährlichen Ministrantentag mit Fußballturnier spielten heuer – angefeuert von zahlreichem Publikum – 140 Ministranten um den begehrten Wanderpokal. Bei den Volksschülern gewann die Mannschaft Wiesen vor Telfes und Gossensaß, bei den Mittelschülern siegte Gossensaß vor Mareit und Stilfes. Die drei erstplazierten Mannschaften erhielten einen Pizzagutschein, jeder teilnehmende Ministrant ein kleines Erinnerungsgeschenk. 32

Ende Mai fand im Haus der Dorfgemeinschaft Mauls ein Informationsabend der Sektion Fußball im ASV Freienfeld statt. Sektionsleiter Johann Huebser verlieh dabei seiner Hoffnung Ausdruck, weitere motivierte Mitarbeiter für den Ausschuss zu finden. Die sportlichen Leiter Toni Fleckinger und Christian Wieser informierten über die einzelnen Mannschaften und die Jugendarbeit. Das Servicegebäude in der Sportzone Freienfeld soll so bald wie möglich errichtet werden. Aus der Presseaussendung der Sektion geht hervor, dass

Landeshauptmann Luis Durnwalder bei einem Treffen mit Gemeindereferent Alfred Sparber den Baubeginn im nächsten Jahr zugesichert haben soll. erker juli 11


Sterzing

Schülerehrungen am Sportgymnasium Auch in diesem Jahr wurden wieder zahlreiche Schüler des Sportgymnasiums Sterzing für ihre großartigen Leistungen geehrt. Sie haben nicht nur im sportlichen Bereich gute Leistungen erbracht, sondern vor allem auch gezeigt, dass sie zu den guten Schülern gehören. Dafür wurden sie und ihr Verein nun mit einem Scheck der Stiftung Sparkasse belohnt. Die Leiterin der Sparkassenfiliale Sterzing, Margareth Volgger, und Stiftungsvertreter Hans Krapf haben die Schecks an 18 tüchtige Schüler überreicht. Die Schüler üben die unterschiedlichsten Sportarten aus, vom Eishockey über Ski Alpin, Schwimmen, Leichtathletik, Fußball bis hin zum Naturbahnrodeln oder Kanufahren. Oberschuldirektor Andreas Meraner bedankte sich für die finanzielle Unterstützung. Die Leistungen, so Meraner, würden verdeutlichen, dass Spitzensport und Schule sehr wohl zu vereinbaren seien. Alfred Plank, Präsident des För-

dervereins des Sportgymnasiums, dankte den einzelnen Vereinen für ihre Unterstützung. Er hob die großartigen Leistungen in den verschiedenen Disziplinen hervor. Sportkoordinator Werner Holzer betonte, dass sich die Schulreform am Ende positiv auf das Sportgymnasium ausgewirkt habe, sei doch nun dieser Zweig endlich mit der Sportoberschule Mals gleichgestellt worden. Dies wirke sich auch auf die diesjährigen Einschreibungen aus, die wieder leicht angestiegen sind.

Sterzing

Stoff statt Plastik Bürgermeis-ter Fritz Karl Messner mit Künstlerin Janina Tötsch, den Schülern und Lehrerin Evi Volgger

Mitte Juni verteilten Schüler der Mittelschule „Vigil Raber“ vor dem Sterzinger Rathaus Stoffsäcke an Passanten. Die Taschen, im Rahmen eines schulischen Umweltprojektes von der Gemeindeverwaltung finanziert, sollen dazu aufrufen, auf Plastiktüten zu verzichten, um dadurch wertvolles Erdöl zu sparen. Die Schüler haben den Erdölvererker juli 11

brauch berechnet: 5.640.050 Liter Erdöl werden pro Jahr allein in Tirol, Südtirol und im Trentino zur Herstellung von Plastiktüten verbraucht. Bürgermeister, Stadtrat und hdsOrtsobmann Matthias Knollenberger lobten diese Aktion als „wertvollen Beitrag zum Umweltschutz in der Stadt“ und dankten auch den verantwortlichen Lehrpersonen Evi Volgger und Kathrin Feichter. 33


Aus der Seelsorgeeinheit Wipptal Infos aus dem Radio-Sendestudio der Pfarrei Sterzing

In der Sterzinger Pfarrkirche wurde schon vor geraumer Zeit ein Sendestudio eingerichtet, aus dem regelmäßig Heilige Messen und liturgische Feiern unserer Pfarrei für die ganze Seelsorgeeinheit übertragen werden. Zu Beginn einer Übertragung weist eine Erkennungsmelodie darauf hin, dass in Kürze aus dem Sendestudio die Heilige Messe übertragen wird. Weiters moderiert ein Mitglied des Sendeteams die Messe an und vermittelt so den Hörern wichtige Informationen, wie zum Beispiel wer die Messe zelebriert oder wer sie musikalisch gestaltet. Nach der Messfeier wird für die Verstorbenen aus der Seelsorgeeinheit Wipptal das Sterbegebet gesprochen. Besonders für unsere Kranken und die ältere Generation ist diese Möglichkeit von Übertragungen aus der Pfarrkirche und St. Margarethenkirche eine große Erleichterung. Damit sind sie mit dem liturgischen Leben der Pfarrei verbunden und haben eine Hilfe für ihr eigenes Beten. Von Franzensfeste bis Brenner kann man von zu Hause aus die Messe mitfeiern und mitbeten. Derzeit gibt es insgesamt acht aktive Mitglieder im Sendeteam der Pfarrei. Trotzdem braucht es noch weitere tüchtige Mitglieder. Es wäre für die gesamte Seelsorgeeinheit eine große Hilfe und Freude, wenn sich noch einige Interessierte zur Mitarbeit im Studio melden würden. Genauere Informationen erhält man unter der Rufnummer 333 8881923. Ingrid Heidegger Olivieri

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vereine

Sterzing

Kinderfest bei Leitner Alles fest in Kinderhand: Mehr als 350 Kinder haben Ende Mai in den Leitnerund PrinothFertigungsstätten in Unterackern den „KidsDay“, ein Fest für die Mitarbeiter und deren Familien gefeiert, das alle zwei Jahre stattfindet. Zwei Parcours führten die 650 kleinen und großen Gäste durch beide Hallen, die sich für einen Nachmittag lang in riesige Abenteuerlandschaften verwandelten. Sie trafen auf Geschicklichkeitsspiele, einen Hoch-

seilgarten, Roboter, die Süßigkeiten verteilten und Schlüsselanhänger gravierten, einen Hindernisp a rc o u r s , d e n es mit Alpakas und Lamas zu bewältigen galt, Hüpfburgen, eine Schminkecke — und sogar eine Schneekatze durfte gesteuert werden. Großen Anklang fand auch das Theaterstück, bei dem die gesamte Firmengeschichte von Mitarbeitern kindgerecht dargestellt wurde. Für Stimmung sorgte auch eine Gruppe der eigenen Werkskapelle.

Schulsportfest der Gemeinde Freienfeld Der Amateursportverein Freienfeld organisierte zu Schulende in Zusammenarbeit mit den Grundschulen der Gemeinde Freienfeld ein Sportfest. D i e Ve r t re t e r der Sektionen Fußball, Tennis, Rodeln und Stocksport staunten nicht wenig über den Einsatz und freundschaftlichen Ehrgeiz, mit dem die Kinder verschiedene Geschicklichkeitsübungen

meisterten. Mit großem Eifer kämpften die Schulkinder beim gleichzeitig stattfindenden Fußballturnier um die begehrte Wandertrophäe. Am Schluss der Veranstaltung gab es für alle Kinder einen Überraschungspreis und ein von der Gemeinde finanziertes Mittagessen. Im Bild die Siegermannschaft des Fußballturniers der 4. und 5. Klassen aus Trens.

Neue Michaelstatue für Pfarre Gossensaß Viele Jahre lang lag im Dachboden des Widums von Gossensaß unbemerkt eine barocke Statue des Erzengels Michael, bis sie bei einer Großsäuberung des Dachgeschosses entdeckt wurde. Der Pfarrgemeinderat beschloss, das wertvolle Stück renovieren zu las-

sen. Die Arbeit führte der Sterzinger Restaurator Robert Engl durch, den Sockel bearbeitete der Gossensasser Tischler Siegfried Crepaz. Am Christi-Himmelfahrtssonntag segnete Pfarrer Stefan Stoll die Engelsstatue, die an der inneren Kirchenwand des vorderen linken Kreuzarmes angebracht wurde. erker juli 11


Gossensaß

Unternehmungslustige Senioren

Die Senioren der Gemeinde Brenner haben im Jänner ihre diesjährige Vereinstätigkeit mit einem Gedächtnistraining begonnen. Wöchentlich treffen sie sich zu einem Karterle im Seniorenheim von Gossensaß und zu Singnachmittagen. Am 15. Jänner feierten sie im Seniorenstüberl den 100. Geburtstag ihres Mitglieds Dr. Richard Staffler. Neben einem Preiswatten kamen auch die Ausflüge nicht zu kurz: Eine Gruppe besichtigte

das Rundgemälde im neuen Bergisel-Museum. Mitte Mai besuchten die Senioren die Wallfahrtsstätte Locherboden auf dem Mieminger Hochplateau im oberen Inntal (im Bild). Im Sommer werden die Senioren um Obfrau Anna Windisch in den Vinschgau und nach Nauders, nach Kitzbühel und ins Zillertal fahren. Überdies steht auch ein Vortrag über die Patientenverfügung auf dem Programm. rr

Auf ein Glasl im Felsenkeller 80 Senioren aus Freienfeld waren vor kurzem im land- und forstwirtschaftlichen Versuchszentrum Laimburg zu Besuch. Auf dem Programm standen eine Führung durch die Gärtnerei sowie ein Kurzfilm über das Versuchszentrum. Zum 20-jährigen Bestehen der Ortsgruppe Freienfeld wurde die Gruppe von Landeshauptmann Luis Durnwalder auch zu einer Weinverkostung in den Felsenkeller geladen.

Wallfahrt zur hl. Magdalena Im Mai pilgerten auf Einladung der bäuerlichen Seniorenvereinigung Senioren der Gemeinde Ratschings zur Magdalenakirche in Ridnaun. Nach einer Maiandacht mit Pfarrer Thomas Stürz verbrachten die Wallfahrer noch einen gemütlichen Nachmittag im Hotel „Gassenhof“.

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ERLEBNIS DER SINNE

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kultur

Ridnaun

Wenn die Berge erklingen Konzertreihe „Musik im Stollen“

Ein einzigartiger musikalischer Genuss im wohl ungewöhnlichsten Konzertsaal Südtirols erwartet die Zuhörer auch heuer wieder bei der Konzertreihe der BergbauWelt Ridnaun-Schneeberg „Musik im Stollen“ in Maiern. 16. Juli

„Reise um die Welt in 80 Trommeln“

Eröffnet wird die Konzertreihe heuer am 16. Juli mit einer „Reise um die Welt in 80 Trommeln“. Dabei sind im Schaustollen in Maiern die drei bekannten Südtiroler Percussionisten Jack Alemanno, Max Castlunger und Emanuel Valentin zu hören. Bei dieser musikalischen Reise begibt sich der Zuhörer auf eine Expedition durch unterschiedliche Musikkulturen der Welt. Abenteuergeist, Puls des Rhythmus und eine fantasievolle Kreativität sind die Merkmale dieser Formation, die durch Klänge unzähliger Instrumente aus der ganzen Welt einmalige musikalische Erlebnisse schaffen. Das Konzert beginnt um 20.00 Uhr. 23. Juli

Ensemble Diderot „Die schöne Maid ... oder der Besuch des Teufels“ nennt sich 36

das Konzert des Ensembles Diderot, bei dem Musik aus der Barockzeit zu Gehör gebracht wird. Die vier Ausnahmemusiker, angeführt vom Sterzinger Geiger Johannes Pramsohl er, nutzen den dramatischen Rahmen des Schaustollens im Bergwerk, um Musik zu spielen, die vom Teufel selbst inspiriert wurde. Eine schöne Schäferin, ein genialer Komponist, ein mysteriöser Traum und ein seit 250 Jahren ungeklärter Mordfall ... Das Ergebnis ist virtuose Musik, die von der arglosen Schäferidylle bis hin zum Wahnsinn alle nur erdenklichen Gemütszustände darstellt. Das Konzert beginnt um 20.00 Uhr. 31. Juli

kannten Schlagzeugers Paolo „Jack“ Alemanno setzt sich aus acht Menschen mit Behinderung und drei weiteren Musikern zusammen. Ihre Musik ist heiter, schwungvoll, stark rhythmisch, irisch-keltischen Charakters und reißt das Publikum förmlich mit. Konzertbeginn im Museumsgelände ist um 15.00 Uhr.

Jazz und Pop sowie Eigenkompositionen klingen in ihrer Interpretation unvergleichlich. Der Bekanntheitsgrad von „The Other“ geht weit über Südtirol hinaus; sie gestalten Konzerte in Italien, Österreich und Deutschland und waren schon öfters bei Fernsehveranstaltungen zu Gast. Begleitet werden die vier Sängerinnen von den Jazzmusikern Michele Giro am Klavier und Roman Hinteregger am Schlagzeug. Das Konzert beginnt um 20.00 Uhr.

Vokalensemble The Other

Es empfiehlt sich warme Kleidung; das Museum stellt Decken bereit, nach dem Konzert gibt es in der Knappenstube eine warme Suppe. Vormerkungen unter der

Abgeschlossen werden die diesjährigen Stollenkonzerte mit dem Vokalensemble „The Other“: Die vier Sängerinnen J u d i t P i x n e r, Daniela Pichler, Andrea Weger und Kriemhild Brugger bilden bereits seit 20 Jahren ein musikalisches Team. Gospels, Spirituals, findige Arrangements aus

Rufnummer 656364 oder unter ridnaun-schneeberg@bergbaumuseum.it sind erbeten.

6. August

Tun Na Kata 2 Das Konzert der G r u p p e Tu n N a Kata 2 der Lebenshilfe Sterzing hat mittlerweile bereits Tradition. Die feurige Band unter der Leitung des beerker juli 11


Buchvorstellung

Feuernacht Südtirols Bombenjahre Vor 50 Jahren, in der Herz-Jesu-Nacht vom 11. auf den 12. Juni 1961, wurden in Südtirol 40 Hochspannungsmasten gesprengt. Vor kurzem ist nun in der Edition Raetia das Buch „Feuernacht. Südtirols Bombenjahre. Hintergründe, Schicksale, Bewertungen (1961 – 2011)“ von Hans Karl Peterlini erschienen. Die so genannte „Feuernacht“, jene nächtliche Anschlagserie vom 11. auf den 12. Juni 1961, wurde zum Symbol des Kampfes um Selbstbestimmung in Südtirol. 30 Jahre danach erschien unter dem Titel „Feuernacht. Südtirols Bombenjahre“ die erste Aufarbeitung der Südtirolattentate der Sechzigerjahre, herausgegeben von Elisabeth Baumgartner, Hans Mayr und Gerhard Mumelter. Nach vier Auflagen ist das Buch längst vergriffen, so wie auch andere Titel des Raetia Verlages, die sich mit den Attentaten von 1956 bis heute beschäftigten. Nun jährt sich die Feuernacht zum 50. Mal und Hans Karl Peterlini, Autor mehrerer Bücher zum Thema, u. a. auch des Standardwerks „Südtiroler Bombenjahre. Von Blut und Tränen zum Happy-End?“, legt nun – basierend sowohl auf seinem Werk als auch auf den umfangreichen Bildteil der Erstauflage der „Feuernacht“ – eine neue zusammenschauende Publikation vor. Ergänzt wird diese neue „Feuernacht“ mit zahlreichen Exkursen, so etwa zur Rolle der Frauen, zur Sicht der italienischen Bevölkerung, zu den politischen Hintermännern, zur Erinnerungskultur in Wissenschaft und Literatur. Völlig neu recherchiert wurden auf der Grundlage bisher kaum zugänglicher Gerichtsakte die Blutbäder und die Rolle der Geheimdienste, aber auch die Stimmung in der italienischen Bevölkerung, die Geschichte des ersten Todesopfers der Feuernacht, die italienischen Anschläge in Österreich, der Gerichtskrimi um den Nordtiroler Sympathieträger des BAS Kurt Welser. Im 512 Seiten umfassenden Buch mit zahlreichen Abbildungen finden sich auch Beiträge von Elisabeth Baumgartner, der das Buch gewidmet ist, Alcide Berloffa, Josef Fontana, Astrid Kofler, Sandro Canestrini, Hans Mayr, Francesca Melandri, Gerhard Mumelter, Christoph Schwarz und Tanja Raich.

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Sterzing

„Und in der Mitte bist du heil“ Am 22. Juli (20.00 Uhr) stellt die Münchnerin Vera Griebert Schröder in der Stadtbibliothek Sterzing ihr neues Buch „Und in der Mitte bist du heil“ vor. Sie vermittelt darin das Grundwissen für die Arbeit mit dem indianischen Medizinrad, einem Symbol für das Leben, die Natur und das Universum. Die Autorin hat seit über 20 Jahren eine eigene Praxis als Heilpraktikerin, Homöopathin und Therapeutin. Platzreservierungen sind innerhalb 16. Juli unter der Rufnummer 767235 oder unter info@biblio-sterzing.it erwünscht. erker juli 11

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kultur

Sterzing

Sonderausstellung neuer Objekte Mitte Juni ist im Landesmuseum für Jagd und Fischerei auf Schloss Wolfsthurn bei Mareit die Sonderausstellung zu den jüngsten Ankäufen eröffnet worden.

Elisabethkirche wird saniert Die Stiftung Deutschhaus Sterzing hat jüngst die Restaurierung der Elisabethkirche und Grundstücksregelungen im Zusammenhang mit der Errichtung des neuen Landschaftsparks zwischen Deutschhaus und Lentweg beschlossen. Foto: Harald Kienzl

Schloss Wolfsthurn

Elisabethkirche: Die Kosten der Sanierungsarbeiten belaufen sich auf 175.000 Euro. (o.) Gemälde, Öl auf Leinen, „Der Fischer und seine Frau“, Ulrich Glantschnigg, Anfang 18. Jh. (l.) Schnapsflasche mit Jäger, zwei Jagdhunden und Hirsch

Im Beisein von Othmar Parteli, Direktor der Abteilung Museen, sowie Museumsdirektorin Alexandra Untersulzner, welche die Sonderausstellung vorstellte, wurde auch der neue Themenfilm „Die Fischerei in Südtirol“ vorgestellt. Christian Terzer und Jiri Gasperi führten in den Film ein. Zu den Hauptaufgaben eines Museums zählen das Sammeln, Bewahren, Ausstellen und Vermitteln. Alle vier Aufgaben müssen erf��llt werden, um sich offiziell „Museum“ nennen zu dürfen. Die Museumsobjekte bilden in diesem Sinne das Herzstück jeder Sammlung, denn sie sind die Grundlage für Ausstellungen und Forschungsarbeit. Im Südtiroler Landesmuseum für Jagd und Fischerei gehören neben Jagd- und Fischereizubehör auch Objekte der Volkskunst, verziert mit Jagd-, Wild- und Fischereimotiven, zur Sammlung. Die jüngsten Erwerbungen dieser Sammlung sind in der diesjährigen Sonderausstellung zu sehen, die den Titel „NEU! Objekte aus der Sammlung des Jagdund Fischereimuseums“ trägt und bis 15. November zu sehen ist. 38

Der Grundtausch mit der Stadtgemeinde im Bereich Lentweg/ Deutschhausstraße, so Präsident Reinhard Fuchs, ermögliche die Fortführung des Fahrradwegs, die Verlegung des Lentwegs und die Errichtung des Stadtparks. Die wechselseitig abzutretenden Grundstücke sind flächengleich (699 m²). Zugestimmt hat der Verwaltungsrat auch einer entsprechenden vom Gemeinderat Sterzing im April dieses Jahres eingeleiteten Enteignung eines Nutzungsrechtes für die Dauer von 30 Jahren von insgesamt 8.208 m² Grund. Auf dem betreffenden Grundstück in der Nähe des Deutschhauses wird die Stadtgemeinde einen Landschaftspark errichten. In den Jahren 1986/87 ist die Elisabethkirche im Deutschhaus zwar grundlegend restauriert worden, in der Zwischenzeit sind allerdings erneut Schäden aufgetreten, die Instandhaltungsarbeiten im Dachbereich, in der Sockelzone und am Emporengewölbe erforderlich machen. Die Stiftung hatte deshalb in Abstimmung mit dem Landesdenkmalamt Peter Kraus beauftragt, ein Sanierungsprojekt auszuarbeiten, das nun vom Verwaltungsrat genehmigt wurde. Die am Turm und an den Fassaden durch ablaufendes Regenwasser entstandenen Feuchtigkeitsschäden sollen in Zukunft durch den Einbau einer schmalen Kupferrinne mit Wasserspeier an den kurzen

Dachabschnitten beidseitig des Turmbaues vermieden werden. Ebenfalls behoben werden die Schäden an der bestehenden Schindeleindeckung am Verbindungsbau zwischen Elisabethkirche und Deutschhaus. In der Sockelzone des Bauwerks sollen die aufgetretenen Feuchtigkeitsschäden beseitigt werden. Im Inneren wird der schadhafte Putz bis auf eine Höhe von 40 bis 100 cm entfernt und mit Kalkmörtel ohne Zementzusatz erneuert. Zur Durchführung dieser Arbeiten ist teilweise die Abnahme und Wiederverlegung der Bodenplatten erforderlich. Schließlich sollen die im stukkierten Emporengewölbe, dem Kuppelbereich und an der Außenfassade sichtbaren statischen Risse geschlossen, der beschädigte Stuck am Gewölbe gefestigt und Fehlstellen ergänzt werden. Die Kosten dafür belaufen sich auf rund 175.000 Euro. Beschlossen hat der Verwaltungsrat auch, die Herausgabe eines Kunstführers für die Pfarrkirche, das Deutschhaus und die Elisabethkirche durch einen finanziellen Beitrag zu unterstützen. Für die Übernahme von Unterbringungskosten von bedürftigen Personen im Altenheim Schloss Moos wurden neuerlich rund 20.000 Euro bereitgestellt. Das Projekt zur Errichtung von Seniorenwohnungen bleibt solange vakant, bis eine Zusage für den gesetzlich vorgesehenen Landesbeitrag bei der Stiftung eintrifft. erker juli 11


Sterzing

„Bauern-Tschäss“ mit Herbert Pixner Am 22. Juli ist die Gruppe „ Herbert Pixner Projekt“ im Innenhof der Sterzinger Deutschhauskommende zu hören. Wild, schnell, rebellisch – mit seinem „Bauern-Tschäss“ ist Herbert Pixner Vorreiter einer neuen Generation von Alpenmusikern. „Was Nicoló Paganini an der Geige war und Jimi Hendrix an der Gitarre, ist Herbert Pixner an der Steirischen Harmonika ...“, so ein Kritiker über den Musiker, der die vergangenen Sommer auf einer Ridnauner Alm verbrachte. Pixner spielt Blues, Jazz und Landler, die nach Jugend und Rebellion klingen. Er hat die Volksmusik verändert, sie wiederbelebt. Immer mehr junge Musiker spielen auf ihren Konzerten seine Stücke nach, die Volksmusik lebt wieder und sie entwickelt sich. Mit Katrin Aschaber an der Harfe und Werner Unterlercher am Bass hat Pixner kongeniale Partner, die mit jazziger Leichtigkeit, augenzwinkernder Souveränität und technischer Brillanz fantastische Volksmusik auf die Bühne und in die Herzen des Publikums bringen. Pixner zählt momentan zu den wohl kreativsten Harmonikaspielern im Alpenraum. Mit ausver-

Musiker aus aller Welt Orfeo Music Festival zum zweiten Mal in Sterzing Musiker aus aller Welt treffen sich vom 1. bis zum 18. Juli auch heuer wieder in Sterzing zum Orfeo Music Festival. Im Rahmen des Festivals finden zahlreiche Konzerte für Liebhaber klassischer Musik statt.

Foto: Rolf Kaul

Herbert Pixner: Blues, Jazz und Landler

kauften Konzerten im In- und Ausland sowie Auftritten in Rundfunk und Fernsehen, aber auch durch mehrere CD-Einspielungen als Solist oder mit diversen Ensembles und Projekten hat sich Herbert Pixner in der Musik- und Kulturszene längst einen Namen gemacht. 
Große Bekanntheit erlangte er vor allem durch die CD „Blus’n auf!“. Das Konzert beginnt um 20.00 Uhr; Konzertkarten können im Tourismusverein Sterzing unter der Rufnummer 765325 vorbestellt werden.

Wipptal

Kunstverein „Vision-Art-Union“ gegründet Die Idee wuchs bei der heurigen BiathlonEM in Ridnaun, als internationale Künstler im VIP-Bereich ihre Werke ausstellten: Im Mai haben die Hauptinitiatoren Simon Rainer und Andrea Kuritko aus Ridnaun sowie Lidia Lombardi aus Sterzing den Kunstverein „Vision-Art-Union“ ins Leben gerufen. Der Verein möchte die Kunst im Raum Wipptal fördern und länderübergreifend mit internationalen Künstlern zusammenarbeiten. Gemeinschaftsevents in Südtirol, Österreich und Deutschland, bei denen Bilder, Fotografien, Skulpturen, Jagdmalerei auf Schiefer und Bücher ausgestellt werden sollen, sind in Vorbereitung. Künstler, Interessierte sowie Unterstützer der Kunst sind im Verein jederzeit willkommen. Nähere Auskünfte geben Simon Rainer (E-Mail: simonseven.rainer@yahoo.de) und Andrea Kuritko (kuritko.andrea@rolmail.net). erker juli 11

Das Orfeo Music Festival ist eines der ältesten klassischen Musikfestivals Europas und begeistert Kursteilnehmer und Musikliebhaber. Das internationale Klassikfestival findet heuer zum neunten Mal in Südtirol und zum zweiten Mal in Sterzing statt. Dabei versammeln sich zahlreiche Musiker in der Fuggerstadt, um gemeinsam in entspannter Atmosphäre an ihren musikalischen Fähigkeiten zu arbeiten. Neben erstklassigem Musikunterricht für Berufsmusiker und Amateure aller Altersklassen bietet das

Festival ein spannendes und anspruchsvolles Musikprogramm für jedermann. In den über 30 Konzerten von Kursteilnehmern, renommierten Professoren und Artistsin-Residence kann man sich von deren Können überzeugen. Die Konzerte finden täglich nachmittags und abends bei freiem Eintritt statt. Das musikalische Angebot wird von einer parallel stattfindenden Kunstausstellung abgerundet. Details und die genauen Termine der Konzerte sind dem Internetportal www.sterzing.com zu entnehmen.

Telfes

Viel Applaus für „Gute-Laune-Konzert“ Ein mit Fackeln gesäumter Weg führte Freunde des Gesangs und der Blasmusik heuer zum überdachten Sportplatz in Telfes, wo die Musikkapelle und die Singgemeinschaft Telfes ein gemeinsames Frühjahrskonzert gaben. Das Repertoire, das Chorleiterin Esther Falkensteiner und Kapellmeister Willi Tötsch mit den Sängern und Musikanten einstudiert hatten, reichte von volkstümlicher Folklore über Schlager und Gospels zu modernen Beats. Nach dem „Schemua Marsch“ der Musikkapelle wünschte die Singgemeinschaft „Ein Wochenend‘ voll guter Laune“ und hoffte den „Finkenwalzer“ in der „Kleinen Kneipe“ zu hören. Die Musikkapelle träumte mit dem Stück „I dreamed a dream“ von „einem nahen Spaziergang mit dir“. Nach der Pause stimmte FlügelhornSolist Kurt Haller mit „Summon the heroes“ den zweiten Teil des Abends an. Ein Medley aus „The

Die Obfrau der Singgemeinschaft Klara Mair und Willi Lanthaler, Obmann der Musikkapelle

Lord of the Dance“, „Fiorellina“ und „My secret lovesong“, begleitet von Violine-Solistin Evelyn Mair, führte das Publikum durch fremde Länder und Kulturen. Der Konzertabend endete mit dem STS-Schlager „Gell du bleibst heint Nocht bei mir“ und der Popballade „Übern See“ sowie dem gemeinsam aufgeführten Stück „Music“.

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kultur

Festzug mit 21 Musikkapellen 18. Bezirksmusikfest in Gossensaß Am 9. und 10. Juli findet in Gossensaß das 18. Bezirksmusikfest des VSM-Bezirkes Sterzing statt.

Das Konzertwochenende des VSM-Bezirkes um Obmann Arthur Hofer beginnt am Samstag um 17.00 Uhr im Park von Gossensaß. Nach einer Jugendmesse in der Pfarrkirche (18.30 Uhr), dem Einmarsch der Jugendkapellen von Mareit und Trins und Eröffnungsworten von Bezirksjugendleiter Martin Carl Kinzner (19.15 Uhr) folgen Konzerte der Jugendkapellen Mareit und Trins. Ab 21.00 Uhr unterhält die Gruppe „Solide Alm“. Am Sonntag wird um 8.30 Uhr

die Verbandsfahne in Empfang genommen. Nach dem Festgottesdienst um 9.00 Uhr vor dem Rathaus folgen Konzerte der Musikkapelle Pflersch (10.15 Uhr) und der Knappenkapelle Ridnaun (12.00 Uhr). Um 14.00 Uhr startet der große Festumzug durch Gossensaß, an dem 21 Musikkapellen teilnehmen werden. Nach dem Festakt auf dem Ibsenplatz um 15.00 Uhr spielt die Gastkapelle Scharnitz. Ab 17.00 Uhr sorgt die Brixner Böhmische für musikalische Unterhaltung.

Steinach gedenkt Gustav Mahlers Im Mai gedachte Steinach am Brenner des Sommeraufenthaltes von Gustav Mahler im Jahr 1897 im Fremdenverkehrsort an der Brennerstraße. Der Aufenthalt des Musikgenies war den Steinachern viele Jahre unbekannt, bis Tourismusmanager Roland Amor bei seinen Recherchen auf den einmaligen Sommerurlaub des berühmten Komponisten und Dirigenten im Wipptaler Kurort gestoßen ist. Zum 100. Todestag des Musikers hat die Marktgemeinde in den Parkanlagen am Musikpavillon eine Gedenktafel mit der Inschrift „Hier urlaubte im Sommer 1897 Gustav Mahler – Komponist und Dirigent“ angebracht. Bei der Enthüllung der Gedenk-

tafel spielten Hedda Hofer (Klavier) und Frederico Faria (Violine) das Adagietto in F-Dur aus der 5. Sinfonie von Gustav Mahler. rr

Wien

„Wipptal Vokal“ mit Erdwärtsmesse im Stefansdom

Pflersch

Pfarrchor beendet erstes Vereinsjahr Ende Mai hielt der vor einem Jahr neu gegründete Pflerer Pfarrchor im Beisein von Pfarrer Stefan Stoll und Bürgermeister Franz Kompatscher seine erste Jahresversammlung ab. Der Chor um Obmann Georg Auckenthaler hat im vergangenen Jahr 16 Gottesdienste und fünf Beerdigungen mit seinem Kirchengesang begleitet. Ein Höhepunkt war die Aufführung der Pastoralmesse von Karl Kempter. Die Chormitglieder trafen sich im neuen Probelokal zu 34 Voll- und 17 Teilproben. Zudem nahmen sie an einem Stimmbildungskurs bei Rudi Chizzali teil. Zwei Sängerinnen (Alt) und ein Tenor schlossen sich dem Chor an; Paula Kinzner hat sich nach über 50-jähriger Mitgliedschaft vom Chor verabschiedet und wurde zum Ehrenmitglied ernannt. Chorleiter Christoph Teissl dankte allen Sängern für ihren Einsatz. Die Mitgestaltung der Liturgiefeier sei eine vornehme Aufgabe und bereichere das religiöse Leben in der Pfarrgemeinde, so der Chorleiter.

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Am Pfingstwochenende führten rund 70 Sänger der vereinten Chöre von Sterzing, Gossensaß, Wiesen, Pfitsch und Hall in Tirol, das Blechbläser- und Perkussionsensemble des European Philharmonic Orchestras sowie Organist Hannes Christian Hadwiger und Bariton Ewald Nagl zweimal die Erwärtsmesse von und mit Komponist Peter Jan Marthé im Wiener Stefansdom auf. Dabei erfüllte der Kirchenraum des Stefansdoms mit seiner außergewöhnlichen Akustik und ausgestattet mit einer gro-

ßen Domorgel die Vision des Komponisten, eine Kathedrale der Klänge zu bauen. „Herr, bleib bei uns mit deiner Kraft, die in uns Mut und Hoffnung schafft.“ Diese Zeilen aus der Erdwärtsmesse bringen auf den Punkt, was Marthé durch seine „acht musikalischen Räume der Gotteserfahrung“ den Mitfeiernden sagen will. Im Stefansdom wurde ein Gottesdienst gefeiert, den „alle Gläubigen mit Haut und Haar, mit Leib und Seele, mit Verstand und Emotion mitfeiern konnten“, so Marthé. erker juli 11


Frühjahrskonzert des MGV Sterzing

Foto: Martin Schaller

Begeisterung für „Musikalische Weltreise“

„Frühlingslieder, Liebeslieder, Heimatlieder“

Am 1. Juni brachten die beiden Musikklassen 1D und 2D der Mittelschule „Konrad Fischnaler“ in der Aula Magna der Mittelschulen eine „Musikalische Weltreise“ zu Gehör. Während des zweistündigen Konzertes boten die beiden Schulklassen unter der musikalischen Leitung von Ludwig Grasl, Armin Mitterer, Klaus Keim und Michael Pasquazzo ein reichhaltiges Programm an Liedern, Tänzen und Orchesterstücken aus aller Welt. Zu Beginn des Konzerts entführten die Schüler das Publikum in mehrere Länder Europas. Danach ging die Reise zu den Kängurus Australiens und weiter nach Asien in das Reich der Mitte, wo dem Publikum mit einer Klangimprovisation des Schulorchesters China näher gebracht wurde. Von dort aus spannte sich der musikalische Bogen mit für diesen Kontinent typischen Rhythmen bis nach Afrika. Letzte Etappe der gelungenen Weltreise war der Doppelkontinent Amerika, wo nordund lateinamerikanische Musik die Zuhörer erfreuten. Das Konzert klang schließlich mit dem berühmten „Earth Song“ von

erker juli 11

Michael Jackson aus. Für die Schüler war es ein unvergesslicher Abend und das Publikum dankte ihnen mit tosendem Applaus. Im Anschluss an das Konzert warteten Schülereltern mit einem reichhaltigen Büffet im Foyer auf. Schüler und Projektleiter hatten seit Beginn des Schuljahres an der Verwirklichung dieses Musikprojekts gearbeitet und Liedtexte in den verschiedensten Sprachen dieser Welt sowie Instrumentalstücke und Tänze einstudiert. Unterstützung erhielten sie dabei von den Sprachenlehrern. Für die Moderation und eine den Konzertabend begleitende Bilderpräsentation hatten ebenfalls die Schüler selbst gesorgt. Für Bühnenbild, Musikklassen-Logo, Requisiten und Choreographie zeichneten Ruth Mairhofer, Klaus Salzburger, Brigitte Kofler und Inge Ploner verantwortlich; die Organisation lag in den Händen von Direktorin Elisabeth Scheiber. Bereits im Mai waren die beiden Klassen in Begleitung ihrer Lehrer auf einer Konzertreise in Peilstein in Oberösterreich.

Ende Mai gab der Männergesangverein Sterzing 1860 unter der Leitung von Erwin Fischnaller im Stadttheater Sterzing das traditionelle Frühjahrskonzert, zu dem Obmann Stefan Troyer zahlreiche Musikfreunde begrüßen konnte. Beim Konzert unter dem Motto „Frühlingslieder, Liebeslieder, Heimatlieder“ waren u. a. Lieder Südtiroler Komponisten und bekannte Ohrwürmer zu hören. Als Gastchor trat der Chorverein St. Sigmund aus dem Pustertal auf. Zudem waren auch eine Bläsergruppe der Brass Band Wipptal und des kleinen MGV-Chores zu hören. Durch den Abend führte Chronist Manfred Gogl; am Klavier war Pianist Oswald Salcher zu hören. Obmann Troyer berichtete im Rahmen des Konzertes von einem intensiven Vereinsjahr. Erst im November hatte das Jubiläumskonzert zum 150-jährigen Bestehen stattgefunden, nur eine Woche später beteiligte sich der MGV am Gesamttiroler Wertungssingen in Innsbruck. Es folgten zahlreiche weitere Auftritte bei kirchlichen und weltlichen Anlässen. Interessierte, so der Obmann, können gegen eine freiwillige Spende noch ein Exemplar der Festchronik zum 150-jährigen Bestehen erstehen. Zudem können noch Münzen-Sets in Silber und Bronze vom bekannten Künstler Martin Rainer erworben werden.

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woher stammt eigentlich der name...

Thuins?

Etwas westlich der Stadt Sterzing liegt auf einer Anhöhe an der orographisch linken Talseite das Dorf Thuins. Es bildet zusammen mit den Siedlungen Unterackern und Vill eine eigenständige Katastralgemeinde und gehört als Fraktion zur Stadtgemeinde Sterzing. Den Mittelpunkt des Dorfes bildet heute die aus dem 16. Jahrhundert stammende gotische Kirche zum hl. Jakob. Die Ansiedlung selbst ist jedoch wesentlich älter und lässt sich historisch bis ins 9. nachchristliche Jahrhundert zurückverfolgen. In der so genannten „Traditio Quartini“ wird erstmals die Bezeichnung „Teines“ urkundlich greifbar. Die spätmittelalterlichen Bezeichnungen „Teunes“, „Teuunes“ oder „Thewns“ leiten sich wahrscheinlich davon ab. Der Zwielaut „eu“ dürfte sich lautlich im Wipptal nach und nach zu einem „ui“ entwickelt haben – ähnlich den Wipptaler Dialektausdrücken „nui“ oder „Fuir“ für „neu“ oder „Feuer“ – und daraus der Ortsname Thuins entstanden sein. Die Bedeutung des Namens ist bis heute nicht eindeutig geklärt, wenngleich immer wieder auf vorrömische Wurzeln verwiesen wird. Angeblich erblickt die historische Forschung im Ortsnamen Thuins den Hinweis auf eine „Hügelsiedlung“ bzw. eine Siedlung auf einer „Geländeerhebung“. Harald Kofler 42

kultur

Gossensaß

Musikalischer Jahrhundertrückblick Die Vereinskapelle Gossensaß um Obmann Armin Keim präsentierte in diesem Jahr ein Pfingstkonzert der besonderen Art, zu dem sich im großen Zelt in den Parkanlagen von Gossensaß über 300 Zuhörer eingefunden hatten. Bei einer musikalischen Multimediashow ließ der Klangkörper unter der Leitung von Kapellmeister Hans Heidegger aus Trins im Gschnitztal die Geschichte der Gemeinde Brenner im 20. Jahrhundert in historischen Bildern Revue passieren. Durch den Abend führte Bürgermeister Franz Kompatscher. Eröffnet wurde das Konzert mit dem Marsch „Danubia“ von Julius Fucik; es folgten die Stücke „Schenkt man sich Rosen in Tirol“ von Carl Zeller sowie die Polka „Loslassen“ von Carl Michael Ziehrer und „Prelude“ von Sepp Tanzer. Die „Pflerer Gitsch’n“ brachten Volksmusikstücke aus Tirol zu Gehör. Die Zeit des Autobahnbaus wurde mit Musik von Abba und James Last musikalisch un-

(v. l.) Kapellmeister Hans Heidegger, der Geehrte Alex Crepaz, Obmann Armin Keim und VSMLandesobmannstellvertreter Günther Runggatscher

termalt. Zu Bildern des Eisacks und einer Katastrophe am Brenner aus dem Jahr 1955 erklang die „Wassermusik“ von G. F. Händel. Den Abschluss bildete der Zyklus „Unsere Heimat ohne Grenzen“ mit der „Europahymne“ von Ludwig van Beethoven und dem Volksmusikstück „Tirol, Herz Europas“ von Florian Pranger. Zwischen den einzelnen Darbietungen wurden Interviews mit Richard Amort (Kriegszeiten), Karl Plank (Brennerbad), Friedl Prantner, genannt „Friedele“

(57 Jahre Musikant), Rudi Plank (Brenner-Eisenbahn) und Ferdinand Plattner (Der Brenner ohne Grenzen) eingeblendet. Mit der „Euro-Celebration“ von Andrè Waignein und Vereinsbildern endete der Konzertabend. Anschließend wurde Alex Crepaz für seine zwölfjährige Tätigkeit als Obmann mit einer Urkunde geehrt. Nach Zugaben entließen die Musikanten mit dem Choral „Lieber Heiland, gute Nacht“ die beeindruckten Zuhörer. rr

Sterzing

Schulschluss an der Musikschule Mit einem abwechslungsreichen Abschlusskonzert begeisterten die Schüler der Musikschule Sterzing Anfang Juni im Stadttheater das Publikum. 800 Schüler wurden heuer durch das Schuljahr begleitet, mehrere von ihnen traten erfolgreich zur Prüfung für die Leistungsabzeichen an: 38 Schüler haben die Theorieprüfung in Bronze abgelegt, acht bestanden in Silber und zwei in Gold. 35 Schüler haben erfolgreich an Wettbewerben teilgenommen. Im Bild die Schüler der musikalischen Früherziehung. erker juli 11


Sterzing

Oberschüler präsentieren „Sommernachtstraum“

Die Theatergruppe der Oberschule Sterzing führte vor kurzem eine freie Bearbeitung von William Shakespeares meist gespielter Komödie „A Midsummer Night’s Dream“ auf. In diesem Stück gibt es vier Liebespaare, deren Romanzen sich derart verstricken und verwickeln, dass es zu einem völligen Liebeschaos

kommt. Schließlich gibt es aber doch noch ein Happy End und drei Hochzeiten im alten Athen. Die Leiterin der Theatergruppe, Evelyn Wieser, hatte das Stück im Rahmen des Förderunterrichts mit Schülern aus verschiedenen Klassenstufen seit Beginn des Jahres einstudiert.

Ridnaun

Einzigartige Schienentransportanlage saniert

BergbauWelt: Landeshauptmann Luis Durnwalder und Landesrat Florian Mussner bei der Besichtigung der sanierten Bremsberge Ende Mai

Durch das Interreg-Projekt „Bergbauerlebnisse in den Ostalpen“ sollte das wertvolle Kulturerbe des Bergbaus von Ridnaun und vier weiteren Bergbauorten in Österreich nachhaltig gesichert werden. Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen Ridnaun, Kühtai, Nösslach, Bad Häring und Leogang soll auch die Vermarktung von historischen Bergbauanlagen erleichtern, damit diese nachhaltig als Museen genutzt und als wichtige Kulturgüter erhalten werden können. In Ridnaun wurden im Rahmen des Projekts Teilabschnitte der historierker juli 11

schen Erztransportanlage im Bergbaugebiet Schneeberg gesichert. Durchgeführt wurden die Arbeiten von der Landesabteilung Hochbau an zwei der insgesamt acht Bremsberge, und zwar am Lazzacher Bremsberg und am 14-Nothelfer-Wassertonnenaufzug. Überdies wurden Wege erschlossen und gesichert sowie die Erztransportanlage beschildert. Die Bremsberge sind Teil einer einmaligen und in ihrer Dimension einzigartigen Schienentransportanlage, auf der das wertvolle Erzgestein ab den 1870er Jahren vom Schneeberg bis nach Sterzing transportiert wurde.

Chorleiterausbildung mit Konzert abgeschlossen Ende Mai wurde in der St. Margarethenkirche in Sterzing der zweijährige Ausbildungslehrgang für Chorleiter mit einer Messgestaltung und einem Konzert beendet.

(v. l.) Verbandschorleiter Armin Mitterer, Susanne Bacher, Silvia Luhn, Marlies Taibon, Renate Seeber, Referentin Waltraud Pörnbacher, Carmen Ainhauser, Kursleiter und Referent Heinrich Pramsohler, Josef Baumgartner und Michaela Sparber

Im Herbst 2009 hat der Südtiroler Chorverband erstmals einen Ausbildungslehrgang für Chorleiter unter der Führung von Heinrich Pramsohler und Waltraud Pörnbacher ausgeschrieben, um dem Mangel an Chorleitern in Südtirol entgegenzutreten. Von zehn Teilnehmern haben Ende Mai sieben die Ausbildung abschlossen, bei der in 120 Ausbildungsstunden die Grundlagen des Chorleiterwesens vermittelt wurden. Neben theoretischen Inhalten wie Rhythmik, Gehörbildung und Harmonielehre übten sich die Teilnehmer auch in Schlagtechnik und Ensembleleitung, erlebten Stimmbildung an sich selbst und erprobten dies auch in der Gruppe. Werkanalyse, Probengestaltung und Stilkunde rundeten die Ausbildung ab. Bei der abschließenden Messgestaltung und einem kurzen Konzert in der Margarethenkirche zeigten die Teilnehmer, dass sie ihr theoretisches Wissen in der Praxis umsetzen können. Das Programm bot eine Vielfalt an Stücken aus verschiedenen Epochen der Musikgeschichte bis hin zu zeitgenössischen Werken. Jeder Teilnehmer übernahm bei zwei Werken den Chor und stellte so seine Fähigkeiten unter Beweis. Das Publikum belohnte die Ausführenden mit tosendem Applaus. Dieser, so Pramsohler, sei eine Kraftquelle für Sänger und Chorleiter. Die Leitung eines Chores benötige neben der fachlichen Ausbildung viel Einfühlungsvermögen, Zielstrebigkeit und Menschenkenntnis. Bei der Diplomübergabe wurde jeder Teilnehmer vorgestellt. Alle Absolventen verfügen über umfangreiche instrumentale und vokale Vorkenntnisse, besuchten für mehrere Jahre die Musikschulen des Landes und spielen mindestens ein Instrument. Sie sind aktive Chormitglieder und bilden sich weiterhin stimmlich fort. Der Verbandschorleiter des Südtiroler Chorverbandes, Armin Mitterer, überreichte die Diplome an die sieben Absolventen Carmen Ainhauser, Josef Baumgartner, Susanne Bacher, Silvia Luhn, Renate Seeber, Michaela Sparber und Marlies Taibon. Mit einer Chorimprovisation wurde der Abend abgeschlossen. 43


Sintesi della risoluzione sul progettato parcheggio per autocarri nell’area ex Sadobre Il Consiglio comunale di Vipiteno chiede: - di ridurre drasticamente il numero dei parcheggi a 50 posti, secondo le indicazioni degli esperti; - creare possibilità di parcheggio al di fuori dell’arco alpino; - creare un sistema di controllo dei parcheggi; - portare le infrastrutture ai più moderni criteri (p. es. allacciamento elettrico per apparecchi frigo e impianti di riscaldamento per camion); - realizzare misure architettoniche lungo la A22, quali l’interramento delle tratte e la realizzazione di barriere antirumore; - coinvolgere la Comunità comprensoriale Wipptal nella progettazione del parcheggio; - rinaturare e rinverdire una gran parte dell’attuale area con fondo a ghiaia o asfaltato; - realizzare un effettivo e obbligatorio sistema di trasporto merci su rotaia; - ridurre drasticamente i transiti attraverso il Brennero; - introdurre un divieto di transito notturno per i veicoli pesanti sull’intera A22 nell’ambito alpino; - i n t r o d u r r e p r e s s o l’uscita autostradale di Vipiteno un divieto di uscita per i camion al di sopra delle 7,5 tonnellate ed anche un divieto di percorrenza lungo l’intera strada statale da Varna fino al Brennero, eccettuato il traffico di origine e di destinazione. 44

notizie dall’alta val d’isarco

Vipiteno

No del Consiglio comunale al megaparcheggio dei Tir nell’area ex Sadobre Approvata una risoluzione che fissa il limite massimo a 50 posti - Ne va della salute dei cittadini - Dibattito anche sul progetto ASPIAG

Il 15 giugno il Consiglio comunale ha discusso animatamente sulla rea-lizzazione di un parcheggio per TIR presso l’area ex Sadobre in ben 5 punti su 21 all’ordine del giorno. In apertura di seduta il dr. Walter Pardatscher, presidente della Società Autostrada del Brennero, e l’ing. Alessandro Magnago hanno illustrato le caratteristiche del previsto parcheggio (già più volte illustrate nell’Erker), ricordando che esso rientra in un progetto di istituzione di un piano parcheggi su tutta l’asse del Brennero al fine di migliorare il servizio. In particolare Pardatscher ha riferito che nel parcheggio dell’area ex Sadobre sono previsti una serie di interventi al fine di renderla più funzionale. Anche se ha una capacità di 320 TIR, giornalmente sostano, secondo i dati di A22, tra i 50 e 150 Tir. Pardatscher assicura trasparenza nello svolgimento dei lavori e auspica una collaborazione con gli altri enti gestori, anche di oltre confine. Nessun altro gestore autostradale si preoccupa, quanto la A22, della protezione ambientale contro inquinamento atmosferico e acustico e nessuno è così favorevole al trasferimento del traffico dalla strada alla rotaia. L’ing. Alessandro Magnago ha illustrato tutta la serie di interventi previsti da A22 per migliorare la zona Sadobre, alquanto deteriorata da quando sono

state abbattute le frontiere. Saranno riorganizzati gli uffici con la costruzione di una palazzina, in sostituzione dell’edificio presente, sarà curato il miglioramento della fibra ottica per rendere più funzionali i collegamenti, si provvederà a una adeguata pavimentazione e all’ammodernamento del distributore e del sistema di video sorveglianza e all’istituzione di colonnine elettriche di alimentazione per i camion frigo. Infine sarà costruita una stazione di monitoraggio in loco per rilevare le emissioni e tenerle sotto controllo. Cura particolare sarà riservata al rinverdimento dell’area. Ad illustrare la grave condizione dell’aria il dr. Armin Wisthaler, fisico ambientale presso l’università di Innsbruck, ha evidenziato quanto i dati sulle emissioni inquinanti siano già ora superiori ai limiti consentiti, lungo tutto l’asse della A22. Le emissioni di 300 autotreni in marcia lenta all’uscita dal parcheggio, con motore ancora freddo equivalgono a quelle di 1800 autotreni in transito. Secondo Wisthaler le zone alpine non sono idonee a parcheggi di questa portata. E ha osservato come a Vipiteno proprio l’ospedale e le scuole siano situate molto vicino all’autostrada. Il limite massimo sopportabile è di 50 TIR al massimo nel parcheggio.

Torna in primo piano l’affaire ASPIAG Nella seduta del 15 giugno 2011 il consigliere SVP Dietrich Thaler, al punto 18 dell’O.d.g., riguardante la questione della convenzione urbanistica tra Comune e ASPIAG Service SPA (Eurospar) per la realizzazione di una nuova sede per un negozio alimentare, ripercorre quello che, secondo lui, è stato il tortuoso itinerario della vicenda. Già nella seduta consiliare del 3 febbraio 2010 (v. Erker, marzo 2010), la proposta di contratto tra Comune e ASPIAG aveva suscitato perplessità e proteste, in quanto una superficie di vendita, prevista in 1.250 m2, con 200 m2 destinati alla zona d’ingresso e di cassa e 500 m2 per magazzino (di fatto ampliata a una superficie totale edificabile di 2.250 m2), faceva pensare alla realizzazione di un supermercato, sovradimensionato rispetto all’attuale Despar di c. 800 m2 che da Via Brennero avrebbe dovuto "semplicemente essere spostato" nei pressi della zona sportiva. Nell’agosto 2010 il consigliere Thaler aveva rilevato che nella convenzione vi erano troppe ambiguità. Tanto è vero che, alla fine, nel contratto la "zona di ingresso e magazzini" veniva ridefinita "secondo necessità". Grazie a questo escamotage, nella seduta consiliare del 15 giugno scorso la superficie edificabile è stata portata a quasi 4.500 m2, nonostante l’impegno a suo tempo preso dal Comune di escludere una trasformazione del negozio Despar in centro commerciale. Ed è invece proprio quello che un domani potrebbe avvenire - così Thaler - con le conseguenze che si possono immaginare per la vita economica di una piccola città. Dopo lunga discussione, il Consiglio approva a stretta maggioranza il nuovo piano di attuazione per la zona residenziale di espansione "Via Brennero sud". Questo l’esito della votazione (in quel momento presenti 18 consiglieri): favorevoli 6 SVP, 2 di Insieme per Vipiteno, Orfino (Fli) e Forer (Bürger Forum); contrari: 3 Freiheitlichen, 3 SVP (Frick, Thaler e Alber); 2 astenuti: Gögl e Seeber (SVP). erker juli 11


Il dr. Peter Lercher, docente di medicina sociale presso l’università di Innsbruck, illustra i fattori che si ripercuotono sulla nostra salute e informa che l’impatto di particelle inquinanti è di enorme danno. Lercher ha illustrato una serie di dati scientifici e statistici in riferimento a valori limite di emissioni in base ai parametri dell’UE. Il consiglio respinge a maggioranza la proposta presentata da Orfino (FLI) nell’O.d.g, secondo il quale sulla realizzazione di una struttura del genere non si possono trovare dei compromessi, proposta appoggiata solo dai Freiheitlichen e da Forer (Forum Cittadini) Stessa sorte è toccata alla mozione presentata dai Freiheitlichen, in cui si sottolinea in primis l’importanza della salute dei cittadini e si chiede un intervento da parte della Comunità comprensoriale. In sede di discussione il vicesindaco Larch fa presente che è necessario trovare un accordo e che a suo avviso la delibera di massima elaborata dalla Giunta accoglie sostanzialmente gli argomenti fin qui esposti. Viene quindi data lettura della delibera di massima con la quale il consiglio chiede una drastica riduzione dei parcheggi, di cui riferiamo in sintesi a parte. In sede di discussione Egger (Freiheitlichen) chiede che sia definito chiaramente il numero dei parcheggi ad un massimo di 50. Thaler (SVP), riconosce al movimento Bürger Gruppe il merito di avere tenuta desta l’attenzione di cittadini e amministratori su questo grave problema, e ribadisce la necessità di contenere i parcheggi nel numero di 50 TIR, come richiesto dagli esperti. Il sindaco Fritz Karl Messner sottolinea che la risoluzione è un atto doveroso dell’amministrazione comunale, anche se, sul piano concreto, il Comune non può fare altro se non presentare, a tutti i livelli politici, la sua preoccupazione per la salute dei cittadini. Il consiglio approva quindi la risoluzione esposta, con l’aggiunta che, sentito il parere degli esperti, si rende necessaria la riduzione del parcheggio a 50 posti. I voti favorevoli erker juli 11

sono 18, con l’astensione di Orfino, secondo il quale non può essere data nessuna garanzia di rispetto del numero di 50 parcheggi. Tra gli altri punti viene approvato all’unanimità il conto consuntivo per l’esercizio finanziario 2010. Il sindaco informa che le spese correnti a confronto del 2009 sono aumentate del 5,99%, risultando quindi superiori all’inflazione. Le uscite maggiori riguardano il settore sport e wellness. La situazione economica dà un risultato di 274.671,65 E in confronto all’anno precedente e si nota un aumento del 45,86% (86.364,53 E). L’indebitamento annuale è pari a 36.887.403,80 E. All’unanimità viene approvato anche il conto consuntivo 2010 dei vigili del fuoco di Vipiteno e Tunes, mentre i Freiheitlichen si astengono per quanto riguarda il conto consuntivo del Teatro Comunale. Tra gli altri punti all’O.d.g., va segnalata la nomina di Verena Debiasi (Forum Cittadini) a membro per il gruppo di lavoro "traffico" e l’elezione del comitato per i giovani, del quale fanno parte Annegret Schieder, Lukas Manzardo, Stefan Ploner e Martin Niederstätter; il consigliere Seidner invita inoltre tutti i giovani che hanno interesse a collaborare. Orfino rimarca l’assenza di un membro di lingua italiana e chiede che eventualmente venga cooptato in un secondo momento. cm/ap

Anche il Comune di Campo di Trens approva una risoluzione contro il parccheggio TIR molto vicina a quella elaborata dal Comune di Vipiteno: contrari i 5 consiglieri dell’opposizione (Freie Liste Freienfeld) che avrebbero voluto vedere approvata una loro risoluzione, molto più radicale. Nel Comune di Val di Vizze una risoluzione congiunta proposta da “Gemeinsam für Wiesen-Pfitsch” e dalla “Lista civica Val di Vizze” non è stata accolta. Esito della votazione 7 contrari (SVP), 7 favorevoli (Gemeinsam für Wiesen Pfitsch, Freiheitlichen, Lista Civica Val di Vizze). La risoluzione non passa per il voto decisivo del sindaco.

Fortezza

Acceso dibattito in Consiglio comunale Respinta a maggioranza la trasformazione di zone boschive in zone di verde agricolo - Vivace discussione anche su progetti di centrali idroelettriche La richiesta avanzata da Luis Plunger e da Johann Wild di cambiare la destinazione d’uso di due particelle, trasformandole da bosco in zona di verde agricolo, ha incontrato la vivace resistenza della maggioranza dei consiglieri. Benché la manovra fosse già stata decisa dalla trascorsa amministrazione, i consiglieri Carl von Pretz (SVP) e Dario Massimo (Fortezza Emergenza) hanno dato fuoco alle polveri. In particolare Dario Massimo teme che questo cambio di destinazione d’uso da bosco a prato nasconda l’intenzione di fare del prato una cava. Carl von Pretz chiede che vengano fissate delle condizioni per scongiurare ogni possibile speculazione in questo senso. In fase di votazione ben 9 consiglieri si dichiarano contrari e le richieste vengono respinte. Ancora più accanita e polemica la discussione finale alla notizia che un bunker militare presso la diga in sponda sinistra del lago era stato acquistato dall’ex sindaco Wild, per un’altra manovra speculativa: così l’opposizione, ma anche alcuni consiglieri SVP. I fatti: nel 2009 la Provincia aveva offerto al Comune di rilevare gratuitamente il manufatto; ma il Comune aveva declinato l’offerta perché, così Massimo, all’amministrazione non pareva interessante. Solo all’inizio di quest’anno, essendosi la Provincia decisa ad alienare l’immobile, sono pervenute offerte da parte di un privato (55 mila euro), del Comune di Fortezza

(66 mila euro ) e di Wild, che con 105 mila euro se lo è aggiudicato. A Carl von Pretz piacerebbe sapere chi ha indetto l’asta, alla quale non è stata data sufficiente pubblicità. L’ipotesi poi che nel bunker si voglia realizzare una centrale idroelettrica interrata lascia dietro di sé puzza di bruciato. Si teme infatti che, benché l’Isarco sia stato posto sotto tutela tra Mules e Fortezza, si stia progettando la costruzione di un’ulteriore centrale, mentre nel vincolo si parla solo di moderati ampliamenti delle centrali esistenti. Attualmente vi sono diverse domande di concessione: una del Comune di Naz-Sciaves, due di un gruppo di interessenza ed un’altra della ditta “Bernhard Bau” di Montagna. Per quest’ultima, così Dario Massimo, il bunker è ormai parte integrante del progetto. La ditta Plunger ha già ampliato la propria centrale a Pra’ di Sopra del 300% e la nuova centrale della Bernhard Bau si basa sullo sfruttamento delle acque di risulta della centrale Plunger (nuovamente incanalate e sfruttate) e sullo sfruttamento della stessa concessione di Plunger. A questo punto diversi consiglieri sostengono che, prima che sia un privato a costruire una nuova centrale, il Comune deve attivarsi. Alla fine i consiglieri decidono di concorrere con un proprio progetto (redatto assieme al comune di Naz-Sciaves, con una partecipazione del 50%): se proprio centrale deve essere, che almeno vada a favore della comunità di Fortezza! 45


notizie dall’alta val d’isarco

Tre asili impegnati a vivere la multiculturalità Sono quelli di Fortezza, Bressanone e Chiusa Tre maestre aperte, genitori intelligenti e bambini di provenienze diverse hanno dato vita ad un’esperienza esemplare Imparare a vivere la multiculturalità. Imparare da subito a leggere in positivo un fenomeno ineludibile. Imparare a scoprire e ad apprezzare i valori della diversità. È questo quanto progettato dall’asilo di Fortezza, il “Belli e Monelli”, assieme all’”Arcobaleno” di Bressanone e a quello di Chiusa. Un progetto che ha coinvolto oltre 50 bambini, tenuti per mano da un gruppo di maestre dalla mentalità aperta e progressista, partite da semplici concetti. I bambini non fanno del colore della pelle un elemento di discriminazione. I bambini non hanno preconcet-

ti. I bambini giocano con chi ha voglia di giocare con loro. Non importa da dove questi venga. I bambini sono come una spugna, imparano velocissimi. Per i bambini avere un amico che si chiama Ahmed o Alì o Johann o Georg o Mario o Giuseppe è esattamente la stessa cosa. I bambini parlano una lingua universale o, a osservar meglio, capiscono “a pelle” tutte le lingue del mondo. Anzi, prima di tutto, si lasciano avvolgere dalla musica, dalle musiche, musiche dal mondo. I bambini sono la globalizzazione. I bambini hanno fatto diventare il mondo

più piccolo, più accessibile. Ecco, sono queste le basi, da cui i tre istituti sono partiti e che la maestra Giuseppina Barbagallo spiega: “Esistono paesi in cui vivono persone che hanno un diverso colore della pelle, che parlano lingue diverse e che hanno usi e costumi diversi dai nostri. In questi paesi però, ’uomini diversi’ hanno sentito il bisogno ’comune’ di comunicare non solo con la parola o con il segno ed il colore, ma anche con la musica”. Col progetto “Suoni dal mondo” i tre asili hanno proposto un percorso di crescita che ha portato

i bambini a scoprire l’importanza del linguaggio musicale e delle sue potenzialità comunicative. Durante le attività, infatti, essi sono entrati in contatto con suoni utilizzati come un linguaggio legato alla storia, alle culture, alle religioni e alle leggende dei diversi popoli che le hanno tramandate. Con un’attività durata mesi e mesi, fatta di manualità e di scambi culturali importanti, i bambini hanno imparato l’importanza (e la difficoltà) del silenzio, ad ascoltare, evocare e riconoscere suoni, ritmi e melodie, collegandole alle diverse realtà geografiche, culturali e

Colle Isarco

Bersagliere Sante Tognacci: riposa in pace! Le sue spoglie mortali tumulate nell’ossario di Colle Isarco - Le hanno ritrovate i nipoti al termine di una lunga ricerca Nell’edizione di giugno dell’Erker è stata data notizia della posa da parte della Provincia di tabelle esplicative davanti all’ossario di Colle Isarco, al fine di “depotenziare” i monumenti fascisti. Al di là delle ragioni politiche che sottendono questo programma e sopratutto al di là di certe pretese dell’estrema destra sudtirolese di abbattere letteralmente questi monumenti, ci induce a riflessione e rispetto la storia di un soldato italiano che qui ha trovato l’ultima dimora per i suoi resti mortali (vedi anche l’articolo di Günther Ennemoser, che ha gentilmente fornito le informazioni). Nelle nuove province passate al Regno d’Italia al termine della prima guerra mondiale il regime fascista decise di costruire grandi ossari in cui raccogliere i resti di migliaia di caduti, raccolti da

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vari cimiteri militari sorti in modo provvisorio lungo i fronti. Anche in provincia di Bolzano, che pure solo marginalmente era stata teatro di guerra, furono eretti tre ossari, collocati significativamente in prossimità dei tre principali valichi di confine: a Burgusio (1939), a Colle Isarco (1937) e a San Candido (1939). Essi avrebbero dovuto “svolgere anche il ruolo di mute e imponenti sentinelle poste ai sacri confini della patria”. Nell’ossario di Colle Isarco sono ospitati i resti di 87 caduti, provenienti per lo più dai cimiteri militari dismessi di Brennero, Bressanone, Fortezza, Mezzaselva, Varna e Vipiteno. Nove di questi soldati sono rimasti ignoti, forse appartenenti all’esercito austro-ungarico. In uno di questi loculi, il secondo

in alto da destra, sono conservate le spoglie del bersagliere Sante Tognacci, come ricorda il suo nome inciso sul loculo. Fino allo scorso

paese natio, i famigliari che da lui discendono. Sono stati i suoi nipoti, impegnati in un amoroso itinerario di ricerca, a ritrovare il luogo di

anno soltanto un nome, uno dei tanti soldati periti nel tragico massacro della prima guerra mondiale. Ora però conosciamo la storia di questo soldato, la sua terra, il suo

sepoltura del loro nonno. Del bersagliere Sante Tognacci restava solo il suo nome inciso nella lapide ai caduti del piccolo cimitero abbandonato di Maioletto, piccola

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Calcio nella Wipptal antropologiche che il progetto ha loro sottoposto. Strumenti e melodie sono stati raccontati anche attraverso miti e leggende, che ne hanno svelato i segreti più profondi e magici, mettendo in luce origini, uso, caratteristiche e colori. “Ogni scuola si è organizzata scegliendo i propri ospiti” affermano le insegnanti e fondamentale è stato il supporto specifico dei genitori, che hanno accettato con entusiasmo di partecipare e collaborare. Così ad esempio a Fortezza è arrivato da Innsbruck un percussionista ghanese, che ha insegnato a suonare e a costruire un tamburo; così sono arrivate le mamme orientali che hanno adornato bimbi e maestre con l’hennè, dipingendo ornamenti su mani e piedi; così nel parco giochi dell’asilo è nata una capanna di canne. Nel corso dell’anno i bimbi di Fortezza hanno affrontato le tematiche di Africa e Oriente (India, Pakistan, Bangla-Desh eccetera), quelli dell’Arcobaleno di Bressanone hanno suddiviso l’anno studiando Cina e Australia, i bambini di Chiusa si sono affaccendati invece per il primo semestre col Perù e il mondo andino in generale, nel secondo hanno affrontato invece l’Alto Adige, le sue tradizioni, i suoi cibi e leggende, in maniera da trasmetterle a chi è venuto da lontano. Il tutto utilizzando sì i suoni, i cibi, la gestualità di culture diverse, ma traducendole nelle due lingue della nostra terra, l’italiano e il tedesco. Già, perché ad onta delle battaglie e dei dibattiti politici, a Fortezza c’è uno dei primi asili bilingui della provincia. Che funziona a meraviglia, grazie alle tre responsabili, due italiane e una tedesca. dm

frazione di Maiolo, nella zona di Pesaro. Si sapeva che era caduto, ma non si conosceva il luogo della sua sepoltura. Sante Tognacci, nato a Maiolo nel 1882, era un contadino che viveva nella sua piccola casa con i genitori, con la moglie e con tre piccoli figli. Allo scoppio della guerra aveva 33 anni e fu inviato al Monte Festa, in terra friulana, a difesa di quella fortezza. Dopo una strenua difesa la fortezza cadde e i soldati sopravissuti si dispersero, cercando di mettersi in salvo. Qui si persero le tracce di Sante Tognacci. Ma la paziente ricerca dei nipoti, che oggi vivono a Rimini, sostenuta dall’aiuto di molte persone e dei Carabinieri di Bressanone, consentì loro di trovare tra gli atti del k.u.k Reservespital Brixen, nel Convento delle Dame Inglesi, il certificato di morte, dal quale si apprende che il prigioniero di guerra italiano Sante Tognacci muore alle ore 6 del mattino del 12 maggio 1918 [pochi mesi prima della fine della guerra!]; causa della morte: sfinimento e tubercolosi, in seguito ai disagi patiti nel campo di concentramento. Il 13 maggio fu sepolto nel cimitero militare di Brixen, dove rimase fino al 1937, quando i suoi resti furono traslati nell’ossario di Colle Isarco. Questa è la semplice e tragica storia di uno dei milioni di morti che la guerra aveva falciato sui campi di battaglia di tutta Europa. Oggi, sul secondo loculo in alto a destra dell’ossario di Colle Isarco, la mano dei parenti più volte all’anno depone delicatamente un mazzolino di fiori, in segno di memoria e di onore a lui e ai tanti altri soldati sepolti vicino a lui. ap

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Bilanci alterni per le varie formazioni dell’Alta Val d’Isarco Stagione trionfale per il Val Ridanna, promosso in 1a Categoria - Il Prati di Vizze torna in 2a Categoria

I giocatori della squadra del Val Ridanna portano in trionfo l’allenatore Cordani.

Con la fine della stagione agonistica 2010-2011 è tempo di bilanci per le 6 squadre impegnate nei campionati di Prima, Seconda e Terza Categoria. Si può ritenere soddisfacente l’annata del Campo di Trens, guidato dal mister Michele De Angelis, che ha ottenuto un prestigioso terzo posto in campionato, battuto solo dalle formazioni del Naz e del Tiso. Per la prossima stagione è stato scelto Renè Rella in qualità di allenatore giocatore. Spetterà a lui trovare il giusto assetto di squadra. Squadra che molto probabilmente dovrà fare a meno del capocannoniere Matthias Markart, in procinto di passare, dopo le ottime prestazioni di quest’anno, alla formazione del Naz, che ha appena vinto il campionato e che dunque militerà in Promozione. Rimane comunque confermata l’ossatura della formazione con i vari Kinzner, Bacher, il portiere Rella e i gemelli Messner. Sicuramente di stagione trionfale si può parlare per la compagine del Val Ridanna, guidata dall’esperto mister Gianluca Cordani, al quale in pochi anni è riuscita l’impresa di conquistare 3 promozioni (una con il CF Vipiteno e due di fila con il Val Ridanna). Gran merito dunque all’allenatore ma certamente anche ai tanti giovani calciatori locali che in questi ultimi due anni hanno saputo ritagliarsi spazi importanti in prima squadra. Alla fine il Val Ridanna ha vinto, con ben 8 punti di vantaggio sulla seconda, il campionato di 2a Categoria, approdando così alla 1a Categoria, dove il prossimo anno sarà derby con il Campo di Trens. Da citare le giovani conferme e non più solo talenti come Strickner Mike, Montalto, Rainer così come gli esperti Gasteiger, Keim e Strickner Thomas. Più amara invece l’annata per il CF Vipiteno, che militava nello stesso girone della Val Ridanna. Tutto l’anno è stato caratterizzato da episodi negativi, in particolare i troppi infortuni in una rosa non amplissima, che non sempre hanno permesso al mister Silvano Zanetti di avere a disposizione i migliori giocatori da mandare in campo. Alla fine non è riuscito al CF Vipiteno l’obiettivo di raggiungere la salvezza e dunque per la prossima stagione bisognerà pianificare un campionato di 3a Categoria, che di sicuro non sarà facile. Simili alti e bassi anche per le tre compagini impegnate in 3a Categoria: da un lato le squadre del Fortezza e del Colle Isarco, che non hanno avuto vita facile e che alla fine si sono dovute accontentare degli ultimi due posti in classifica. Ben diverso il discorso per il Prati di Vizze che, dopo la retrocessione dell’anno scorso, in questa stagione nutriva fondate ambizioni di vertice. Dopo un girone di andata non del tutto convincente, alla formazione di mister Guido De Angelis è riuscita l’impresa di ottenere alla fine il secondo posto in Campionato, dietro alla squadra della Val Badia. Questo grazie anche al ritorno dell’esperto difensore Alexander Siller e soprattutto del bomber Benny Volgger (ben la metà di tutte le reti segnate portano il suo nome). Secondo posto che è valso l’accesso alla partita secca contro la vincente della Coppa, ossia il La Valle, per determinare un’altra formazione da promuovere in 2a Categoria. Spareggio che è stato dominato dai ragazzi del ds Schwitzer con il chiaro punteggio di 4-0 e con una più che meritata la promozione di categoria. mm Con l’occasione ci fa piacere ricordare altri giovani calciatori della nostra zona che, pur non giocando in squadre della Wipptal, si fanno onore in altre compagini. Ricordiamo i fratelli Sandro e Valerio Ursino di Colle Isarco che, con la loro squadra Tiso Funes sono saliti nella categoria "Promozione", così come è stato anche per il vipitenese Patrick Fleckinger, portiere del Naz.

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notizie dall’alta val d’isarco

Vipiteno

Stagione brillante del CF Vipiteno Sterzing Girls Tutte e tre le squadre di calcio femminile hanno vinto il proprio campionato - La formazione della Serie D accede alla Serie C

La formazione vincitrice del campionato di Serie D vola in Serie C

Un numero in continua crescita di giovani calciatrici e le vittorie in tutte le categorie dei rispettivi campionati sono le due novità più liete in questa stagione agonistica appena conclusa. Dopo essersi classificata a pari punti con il Laives, la formazione della Serie D guidata da mister Marcon ha vinto per 3-0 lo spareggio effettuato sul campo neutro di Varna, con due gol di Julia Gander e uno di Nicki Rainer, approdando così alla categoria superiore della Serie C. Anche la squadra Under 14 ha vinto il proprio campionato davanti ad un agguerrito Obermais, senza perdere una partita e diventando così campione provinciale delle giovanissime. Infine pure la nuova costituita squadra Under 10 ha concluso al primo posto, con ben sette vittorie e tre sconfitte. Nel settore femminile c’è indubbiamente tanta euforia grazie ai successi ottenuti in soli tre anni. I promotori dell’iniziativa, Alessandra Debiasi e Germano Marcon, ringraziano innanzitutto il presidente Peppi Zilio, che ha dato l’opportunità di partecipare a questi campionati, e tutto lo staff che collabora nel settore femminile: a partire da Nicola Stella, preparatore dei portieri, Fausto Lamber, tecnico responsabile Under 14 A assieme al collaboratore Gebhard Piger; poi Luis Heidegger e Paolo Carosi, responsabili Under 14 B e per finire con Nicki Rainer e Paolo Carosi, responsabili per la squadra Under 10. mm 48

L’Alto Adige in cifre Superato il mezzo milione di abitanti - Importante crescita demografica nell’ultimo decennio, grazie al forte tasso di immigrazione - Il tasso di natalità nella Wipptal tra i più elevati della provincia - Più di metà della popolazione vive in zone rurali Al 31.12.2010 risiedevano in provincia di Bolzano 507.657 persone, 4.223 in più rispetto all’inizio dell’anno (+8,4‰). Nell’ultimo mezzo secolo il tasso di incremento medio annuo si è attestato a 6,2‰; in altre parole si può dire che annualmente si sono aggiunte in media 6 persone a 1.000 abitanti. Nell’ultimo decennio la forte crescita demografica è imputabile principalmente all’elevato saldo migratorio positivo. Nel 2010 sono state 15.271 le persone che hanno fissato la propria residenza in uno dei 116 comuni della provincia di Bolzano; di queste un quarto proveniva dall’estero (3.636) ed il resto riguardava la migrazione interna. Le cancellazioni anagrafiche sono state invece 12.556. Il saldo migratorio ha acquisito, particolarmente nel decennio passato, un’importanza decisiva sull’incremento demografico ed attualmente ne costituisce il 64,3%. L’80% del saldo migratorio interessa i movimenti migratori da e verso l’estero. Attualmente risiedono in Alto Adige più di 40.000 cittadini stranieri, provenienti da oltre 130 paesi del mondo: nel 2010 rappresentavano l’8,2% della popolazione residente. Nel corso del 2010 si sono registrate nelle anagrafi della provincia di Bolzano 5.381 nascite;

il tasso di natalità si è attestato su 10,6 nati vivi ogni 1.000 abitanti, risultando superiore del 2,8% rispetto allo stesso dell’anno precedente. Interessante è notare che nelle comunità comprensoriali Valle Isarco e Alta Valle Isarco si sono registrati i tassi di natalità più elevati (12,1 e 11,7 nati ogni 1.000 abitanti), mentre il capoluogo di provincia è in coda alla graduatoria (9,5‰). Nel 2010 sono decedute in provincia di Bolzano 3.873 persone. Il tasso di mortalità si mantiene relativamente stabile, attestandosi a 7,7 decessi ogni 1.000 abitanti. Come da sempre più della metà della popolazione altoatesina (56,4%) vive sul territorio rurale, ovvero in uno dei 109 comuni con meno di 10.000 abitanti. Nei comuni urbani risiedono circa 220.000 persone, 104.029 solo nel capoluogo Bolzano, dove si concentra circa un quinto dell’intera popolazione altoatesina. Più di metà della popolazione è di genere femminile: le donne residenti in Alto Adige sono 256.983 e superano gli uomini di oltre 6.000 unità. A livello provinciale il rapporto di mascolinità si attesta a 97,5 maschi ogni 100 femmine. cm

Vipiteno

Conclusa con soddisfazione la 24a stagione dell’U.P.A.D. L’istituzione svolge un ruolo culturale e sociale importante per la comunità italiana Si è conclusa nel migliore dei modi la 24a ni, dei fiori e dei monumenti di queste splenstagione dell’UPAD vipitenese, animata da dide isole. varie attività. Oltre ad un ciclo di conferenze Senza tema di smentite si può affermare che l’UPAD svolge un sui temi più ruolo di non poco diversi all’oraconto nella vita cultorio Maria turale e ricreativa Schutz, ci sodella comunità vipino state feste, tenese e non solo, gite culturali, grazie anche al soil Natale in fastegno del Comumiglia, il carnevale UPAD, Chiusura della stagione 2010/11 con la gita in Val di Non e visita al Castel Thun ne, della Comunità c o m p re n s o r i a l e , le uscite del coro di Gino nei momenti di festa e in quelli della latteria di Vipiteno. Anche quest’anno gli religiosi all’oratorio e presso le case di ripo- iscritti sono stati oltre 150, con una netta preso. Sono stati organizzati anche due corsi di dominanza femminile, ma va segnalato con yoga, nella sala prove del Coro Cima Bianca, piacere un aumento degli uomini. Una bella un corso di pittura nelle aule delle scuole di soddisfazione per la responsabile di sezione, Piazza Città curato da Alberta Merighi, i cor- Norma Fontana, e del direttivo. si di Acquagim al Balneum. Straordinaria poi Archiviata questa stagione, l’UPAD si accinge la trasferta alle isole Eolie del gruppo Senior a mettere a punto il programma che coincide"Camminare insieme". Sette giorni immersi rà con i 25 anni di attività, un’occasione che nelle meraviglie naturali del mare e dei vulca- si vuole onorare in tutta la sua importanza. erker juli 11


calendarietto Alto Adige-Südtirol 22 e 29.07.11: „La storia dell’Alto Adige-Südtirol, due nomi, una realtà“. Conferenza di Norma Corti. Vipiteno, Palazzo Comunale, Sala storica, ore 18.30.

Vipiteno: appuntamenti culturali di mezza estate Torna l’attesa rassegna di cori alpini organizzato dall’A.N.A. Come ogni estate il Gruppo Alpini di Vipiteno organizza nel mese di luglio la tradizionale rassegna di cori alpini "Città di Vipiteno", che ospiterà tre cori: il coro CIMA TOSA di Fiavè (TN), il coro VAL SELLA di Borgovalsugana (TN) e il coro NEGRITELLA di Predazzo (TN). I cori presentano cante di montagna e cante popolari, tratte dal loro ricco ed apprezzato repertorio. L’ingresso è libero a tutti gli appassionati. Teatro Comunale di Vipiteno, 30 luglio, ore 20.30 Due gli appuntamenti musicali proposto in luglio dall’ARCI “Il paese dei campanelli”

Divertente intrattenimento musicale quello presentato dall’A.R.C.I. di Vipiteno, che propone l’operetta “Il paese dei Campanelli” di C.

Lombardo e V. Renzato, messo in scena dalla Compagnia Teatro Musica Novecento. In un tranquillo e delizioso paesino di pescatori olandesi sbarcano degli aitanti marinai inglesi, che tentano di conquistare le giovani donne del paese. Ma l’infedeltà coniugale viene smascherata dal suono dei campanelli di cui il pae-se è dotato. Teatro Comunale di Vipiteno, 14 luglio, ore 20.30. Canzoni e ritmi del Salento Il gruppo Officina Zoè di Lecce presenta canzoni popolari e ritmi della tarantella, taranta e pizzica dell’estrema Puglia. Officina Zoè è un gruppo di musica popolare originario del Salento, impegnato nell’interpretazione e nel riadattamento dei brani musicali della tradizione salentina e nella composizione di nuovi brani secondo i medesimi canoni. Vipiteno, Teatro Comunale, 25 luglio, ore 21.00 “Orfeo Music Festival” Dal 2 al 18 luglio si terrà giornal-

mente a Vipiteno "Orfeo Music Festival", uno dei festival di musica classica più noti d’Europa. Verrà presentata una serie di concerti classici eseguiti quotidianamente da musicisti e da studenti di musica di ogni parte d’Europa in vari luoghi di Vipiteno, tra cui nelle chiese di S. Spirito e di S. Margherita, nel Teatro Comunale e all’aperto. Musica in miniera

Nella suggestiva atmosfera della galleria mineraria didattica di Masseria tre concerti importanti: il 16 luglio (Rytme-Native, Culture-Around the world, con Jack Alemanno, Max Kastlunger, Emanuel Valentin), il 23 (con l’Ensemble Diderot) e il 31 (con i Tun na Kata, lo scatenato gruppo di 8 ragazzi diversamente abili e tre musicisti, sotto la direzione di Paolo “Jack” Alemanno. La loro musica a carattere celtico-irlandese è davvero trascinante).

Progetto Grest 2011 Anche quest’anno il Gruppo giovani Maria Schutz propone il GREST (Gruppi Estivi) a Vipiteno. Il contenuto è stato estrapolato dal romanzo "il libro della giungla" ed ha come obiettivo quello di offrire ai ragazzi delle elementari e medie un’interessante attività per il loro tempo libero durante il periodo delle vacanze estive. Lo spirito di avventura, l’amicizia, la solidarietà, la condivisione, la tolleranza, la convivenza e il rispetto per la natura saranno i valori centrali su cui si lavorerà durante le attività ludiche e didattiche ispirate dal romanzo. Verranno elaborate, inoltre, attività e gite, che daranno la possibilità di conoscere meglio le bellezze paesaggistiche del nostro territorio. Non mancheranno momenti di spensieratezza (grigliate e attendamenti) da passare con i ragazzi ed i loro familiari. Il GREST si svolgerà dal 15 al 21 agosto presso l’oratorio Maria Schutz di Vipiteno e verrà preceduto da un periodo dedicato alla preparazione degli animatori. Salvo imprevisti, il GREST 2011 rispetterà il seguente orario: 10.00 -17.30. Il contributo d’iscrizione sarà di 15 euro pro capite. Per informazioni e richiesta dei moduli d’iscrizione, rivolgersi ai seguenti numeri e/o mail: Davide 347/4115212; Antonietta 348/5429880; Patrizia 349/1611438; gruppogiovani.mschutz@virgilio.it Il termine d’iscrizione viene fissato al 1° agosto, salvo il raggiungimento anticipato della quota fissata a 70 partecipanti. I responsabili del GREST

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CAI Brennero 10.07.11: Laghi di Sopranes (con Vipiteno e Fortezza). 16-17.07.11: Pernottamento in rifugio. 23-24.07.11: Attendamento a Zirago. 24.07.11: Festa sezione CAI Brennero. 29-31.07.11: Alta Via delle Dolomiti n. 2. CAI Vipiteno Escursionismo 10.07.11: Laghi di Sopranes nel Parco di Tessa. 29-31.07.11: Alta Via delle Dolomiti n. 2 (con Vipiteno e Fortezza). Giovanile 23-24.07.11: Attendamento a Zirago. MBT 16.07.11: Villabassa-CarboninPasso Tre Croci-Cortina. Film 01 e 08.07.11: Film di montagna. CAI Fortezza 10.07.11: Giro dei laghi di Sopranes. Ass. Naz. Carabinieri Vipiteno 24.07.11: Festa campestre sociale in sede. Udienza Difensore civico 22.07.11: Udienza del Difensore civico presso la sede dell’Ispettorato all’agricoltura, Via Stazione 2, Vipiteno, ore 9.30-11.30, meglio su appuntamento. Per informazioni: tel. 0471/301155. Citybus Con l’orario estivo delle corse è stata ampliata l’offerta del Citybus. Per collegare il nuovo quartiere al sistema di trasporto locale, infatti il servizio percorre da subito anche la Via Marconi e la sottostante Via della Commenda fino all’incrocio con la Via Thomas Schaiter. Inoltre, dove è stato possibile, sono state anche installate nove fermate munite di copertura e di posto a sedere. Le novità rappresentano un notevole miglioramento del servizio per il benessere dei cittadini. Medici e farmacie di turno vedi p. 74

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fußball

Auswahl

Ridnauntal

holt Meistertitel Die Erfolgsgeschichte der Auswahl Ridnauntal wird weitergeschrieben. Nach dem Double im Vorjahr mit Meisterschaft und Pokalsieg hat die Mannschaft heuer die 2. Amateurliga/ Gruppe C beherrscht und den Aufstieg in die 1. Liga geschafft. Das ganze Tal lässt die Mannschaft um Präsident Kurt Eisendle und Trainer Gianluca Cordani hochleben. Die große Meisterfeier fand in der Sportzone Stange statt.

Auswahl Ridnauntal Die Statistik der Ridnauner spricht für sich. In den 22 Spieltagen der Meisterschaft gab es 17 Siege, drei Unentschieden und zwei Niederlagen. Am Ende hatte Ridnaun 54 Punkte in der Tabelle und verwies das Team Hochpustertal mit acht Punkten Vorsprung auf den zweiten Platz. Vereinspräsident Kurt Eisendle, seine Mitarbeiter und die Fans durften fast die gesamte Saison durchfeiern, denn es gab kaum einen Hänger. Die höchsten Siege feierte Ridnauntal auswärts gegen Gais und Schabs mit jeweils 4:0 und zuhause gegen Hochpustertal mit 5:2. Die Lokalderbys gegen Sterzing wurden mit 1:0 und 2:1 gewonnen. Trainer Gianluca Cordani über den verdienten Titelgewinn: „Wir haben allen Grund, diesen großen Erfolg zu feiern, haben wir doch in der Rückrunde kein einziges Spiel verloren. Die Jungs haben spielerisch überzeugt und sind diszipliniert aufgetreten. Der Gewinn der Meisterschaft war ein Verdienst der gesamten Mannschaft und nicht einzelner Akteure. Die Jungs werden sich weiter entwickeln; in der 1. Liga 50

„Wir schweben auf einer Erfolgswelle“ Im Gespräch mit Clubpräsident Kurt Eisendle

Erker: Herr Eisendle, welche Bedeutung hat der Meistertitel für Sie? Kurt Eisendle: Wir sind überglücklich über diesen fantastischen Erfolg. Vor Saisonbeginn lautete das Ziel, die Liga zu halten – jetzt sind wir Meister. Unglaublich! Das ganze Tal steht geschlossen hinter dem Verein und im Club ziehen alle an einem Strang. Das ist für mich doppelter Ansporn, alles zu geben. Ich bin erst seit zwei Jahren Präsident der Auswahl Ridnauntal. Wir haben in dieser Zeit 53 Pflichtspiele absolviert, davon 44 Mal gewonnen, nur vier Niederlagen kassiert und fünf Mal unentschieden gespielt. Das ist eine großartige Bilanz. Jetzt schweben wir auf einer Erfolgswelle; ich hoffe, dass wir auch in schwierigen Zeiten zusammenstehen. Was hat den Ausschlag für den Erfolg gegeben? Auf jeden Fall der Zusammenhalt

Welche Highlights der Saison fallen Ihnen spontan ein? Sicherlich das Spiel gegen den Tabellenzweiten am Ostersamstag. Wir konnten das Spiel gewinnen und den knapp e n Vo r s p r u n g v o n e i n e m Punkt auf vier Punkte ausbauen. Emotional gesehen war das letzte Auswärtsspiel gegen Niederdorf und die Fixierung des Meistertitels der absolute Höhepunkt. Rund 300 Fans haben uns zum Spiel begleitet und mit uns den Meistertitel euphorisch gefeiert.

in der Mannschaft und die vielen jungen Spieler, die sich in die Mannschaft ideal einfügten. Unser Trainer Gianluca Cordani hat wesentlichen Anteil am Erfolg. Er kannte die Mannschaft noch von seiner eigenen aktiven Laufbahn im Verein sehr gut. Ihm gelang es, die Spieler mental zu stärken. Wir haben natürlich auch von der hervorragenden Nachwuchsarbeit der letzten Jahre profitiert.

Was soll die Zukunft bringen? Wir vertrauen auf unsere Spieler und sind sicher, dass sie sich in der 1. Liga gut verkaufen werden. Den Ehrgeiz der jungen Spieler werden wir etwas einbremsen müssen, denn einige träumen schon von der Landesliga. Das ist aber noch Utopie. Wir möchten im Mittelfeld mitspielen, viele junge Spieler einsetzen und uns langsam nach oben arbeiten. Interview: bf

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Fußballbilanz 2010/2011

werden wir einen Tabellenplatz unter den ersten fünf anpeilen.“ Im Festzelt in der Sportzone Stange fand Ende Mai die Meisterfeier statt. Dabei gratulierten Bürgermeister Sebastian Helfer, Sponsorenvertreter und zahlreiche Fans dem Meister. Helfer lobte die Leistung der Mannschaft und verwies auf die Vorbildfunktion jedes Spielers gegenüber der Jugend. Der Höhepunkt der Feierlichkeiten war die Pokalübergabe durch Verbandspräsident Karl Rungger und Miss Südtirol Michaela Moser. Als Kapitän Jürgen Keim den Pokal in die Höhe riss, gab es für die Fans kein Halten mehr. ASV Freienfeld

Saisonziel mit 3. Platz erreicht Die einzige Wipptaler Mannschaft in der 1. Amateurliga hat mit dem 3. Platz das gesteckte Saisonziel geschafft. Für den Erfolg sprechen 13 Siege – davon wurden fünf auswärts erspielt – und drei Unentschieden. Die Mannschaft hat von neun Niederlagen viermal vor eigenem Publikum verloren. Der sportliche Leiter des ASV Freienfeld, Toni Fleckinger, zieht eine positive Bilanz: „Unser Saisonziel lag zwischen dem 1. und dem 5. Platz. Deswegen sind wir mit dem 3. Tabellenplatz sehr zufrieden. Wir haben einige junge Spieler erfolgreich einsetzen können.“ Die Mannschaft wird für die nächste Saison einen neuen Trainer bekommen. Michele De Angelis wird von Renè Rella aus Freienfeld abgelöst. Einige Veränderungen sind auch im Team vorgesehen. „Matthias Markart verlässt den Verein in Richtung Natz, Matthias Hofer wechselt zur Freizeit Pflersch und David Wieser steigt nach einer einjährigen Pause wieder ein“, so Fleckinger. ASV Wiesen

Aufstieg in die 2. Amateurliga Der ASV Wiesen hat nach dem Abstieg im Vorjahr wieder zu alerker juli 11

ter Stärke zurückgefunden. Der 2. Tabellenplatz hat für den erneuten Aufstieg in die 2. Liga gereicht. Sektionsleiter Thomas Schwitzer: „Wir haben uns den Aufstieg verdient, nicht zuletzt aufgrund einer starken Rückrunde und des Gewinns des alles entscheidenden Spiels gegen St. Lorenzen.“ Den Aufstieg fixierten die Wiesner mit dem Sieg im Relegationsspiel gegen Pokalsieger Wengen. Die Bilanz der Wiesner: 14 Siege, zwei Unentschieden und sechs Niederlagen. Mit sechs Siegen auf fremdem Rasen war die Mannschaft häufig der Schrecken der Gegner. Die höchsten Siege wurden gegen Franzensfeste mit 8:1, gegen Mareo mit 5:1 und gegen Gossensaß mit 4:0 gefeiert. Wiesen gehört in die 2. Amateurliga, sind sich die Fußballexperten einig. „Wir werden versuchen, in der nächsten Saison den Klassenerhalt frühzeitig abzusichern, um danach ohne Druck eine gute Meisterschaft zu spielen“, so Schwitzer. Große Veränderungen soll es im Kader nicht geben. Trainer Guido De Angelis wird voraussichtlich beim Verein bleiben. Was wäre Fußball ohne Fans? Dazu Schwitzer: „Ich möchte mich herzlich bei allen Fans für die tatkräftige Unterstützung bedanken.“

CF Sterzing

Abstieg in die 3. Amateurliga Die Schadensbegrenzung ist dem CF Sterzing nach der Hinrunde nicht gelungen. Die Mannschaft hat es nicht geschafft, sich vom

Abschlusstabelle 1. Amateurliga B Platz Team Sp. 1 Natz 26 2 Teis Villnöß 26 3 Freienfeld 26 4 Steinhaus 26 5 Rasen 26 6 Pichl/Gsies 26 7 Milland 26 8 Terenten 26 9 Vintl 26 10 Schlern 26 11 Ritten 26 12 Rodeneck 26 13 Reischach 26 14 Mühlbach/Vals 26

G 18 19 13 11 9 10 10 10 7 8 7 6 7 6

U 5 0 3 4 10 7 7 2 10 6 6 9 5 8

V 3 7 10 11 7 9 9 14 9 12 13 11 14 12

Pkt. 59 57 42 37 37 37 37 32 31 30 27 27 26 26

Tore 47 : 26 57 : 35 46 : 36 37 : 31 32 : 26 53 : 48 35 : 30 27 : 40 32 : 34 30 : 37 40 : 54 26 : 47 30 : 38 31 : 41

+/21 22 10 6 6 5 5 - 13 -2 -7 - 14 - 21 -8 - 10

Abschlusstabelle 2. Amateurliga C Platz Team Sp. 1 Ridnauntal 22 2 Hochpustertal 22 3 Kiens 22 4 Welschellen 22 5 Schabs 22 6 Taisten 22 7 Pfalzen 22 8 SSV Taufers 22 9 Dietenheim 22 10 Niederdorf 22 11 Gais 22 12 Sterzing 22

G 17 14 14 13 11 10 10 7 5 5 3 2

U 3 4 3 2 5 4 3 4 5 2 3 4

V 2 4 5 7 6 8 9 11 12 15 16 16

Pkt. 54 46 45 41 38 34 33 25 20 17 12 10

Tore 55 : 23 40 : 25 42 : 20 40 : 31 28 : 18 34 : 32 25 : 21 15 : 22 28 : 43 21 : 45 27 : 49 13 : 39

+/32 15 22 9 10 2 4 -7 - 15 - 24 - 22 - 26

Abschlusstabelle 3. Amateurliga C Platz Team Sp. 1 Val Badia 22 2 Wiesen 22 3 St. Lorenzen 22 4 Wengen 22 5 Lüsen 22 6 Gsieser Tal 22 7 Mareo 22 8 Raas 22 9 Percha 22 10 Mühlwald 22 11 Franzensfeste 22 12 Gossensaß 22

G 15 14 13 10 10 8 9 7 6 5 5 1

U 5 2 4 6 5 5 2 6 8 7 5 3

V 2 6 5 6 7 9 11 9 8 10 12 18

Pkt. 50 44 43 36 35 29 29 27 26 22 20 6

Tore 43 : 14 56 : 26 52 : 26 42 : 34 35 : 32 36 : 34 37 : 43 53 : 56 28 : 38 24 : 30 32 : 59 18 : 64

+/29 30 26 8 3 2 -6 -3 - 10 -6 - 27 - 46

letzten Tabellenplatz hochzuarbeiten. Am Ende sprechen 16 Niederlagen, vier Unentschieden und nur zwei Siege eine deutliche Sprache. In Punkten ausgedrückt

sich die Mannschaft mit 1:0 und 3:1 behaupten. Was den Männern nicht gelingt, läuft dafür bei den Damen ausgezeichnet. Die Erfolge beim CF Sterzing holen

sind es gerade einmal zehn. Die Derbys gegen Ridnauntal wurden mit 1:0 und 2:1 verloren. Die höchsten Niederlagen wurden gegen Dietenheim mit 6:3 und gegen Taufers sowie Gais mit jeweils 4:0 verbucht. Einzig gegen Pfalzen und Dietenheim konnte

derzeit die Damenmannschaften. ASV Franzensfeste

Verpatzte Saison Für den ASV Franzensfeste endet die Saison auf Platz elf; das entspricht nicht den Erwartun51


sport

gen der Vereinsspitze. Präsident Günther Überegger: „Die Punkteausbeute der vergangenen Spielsaison ist mit 20 Zählern bescheiden. Zwölf Niederlagen stehen fünf Siegen gegenüber. Fünf Mal spielte die Mannschaft unentschieden. Besonders schmerzliche Ergebnisse waren die 0:7-Heimniederlage und die 5:1-Auswärtsniederlage gegen St. Lorenzen. Das Lokalderby gegen Wiesen verlor die Mannschaft vor heimischem Publikum mit 1:8. Zu den auffallend hohen Heimniederlagen gesellt sich noch das 1:6 gegen Percha am vorletzten Spieltag. Einen Sieg mit 4:0 und ein Unentschieden erreichte man gegen Schlusslicht Gossensaß.

ASV Gossensaß im Fußballkeller Die erfolgreiche Rückkehr des SV Gossensaß in die 3. Amateurliga nach einer Zwangspause braucht noch Zeit. Bereits nach der Hinrunde lag der Verein abgeschlagen am Tabellenende. Daran hat sich auch in der Rückrunde wenig geändert. Mit der katastrophalen Ausbeute von nur sechs Punkten aus 22 Spielen muss die Saison abgehakt werden. Vizepräsident Wolfram Girtler über die Ursachen: „Konditionell war die Mannschaft nicht auf der Höhe, was vor allem an der schlechten Trainingsbeteiligung lag. Teilweise kamen nur fünf bis acht Spieler. Damit war kein vernünftiges Training möglich.“ Wie soll es jetzt weiter gehen? „Sportlich lag die abgelaufene Saison weit unter den Erwartungen. Wir werden aber im Herbst auf jeden Fall weiterspielen. Wir wollen die Mannschaft mit jungen einheimischen Spielern verstärken. Daneben möchten wir mehr in die Jugendarbeit investieren, um künftig aus dem eigenen Nachwuchs schöpfen zu können“, blickt Girtler zuversichtlich in die Zukunft. Für die Fans gab es in der letzten Saison in Gossensaß wenig Grund zur Freude. bf

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Freizeit-Fußball

Mareiter Kicker holen ersten Meistertitel Der ASV Mareit hat in dieser Saison zum ersten Mal im Kreis Wipptal die Freizeitmeisterschaft gewonnen. Die Mannschaft setzte sich im letz ten Spiel um die Raiffeisentrophäe gegen die Mannschaft United 05 Milland mit 3:0 durch und überholte damit den ASV Pfitsch in der Tabelle um einen Punkt. Im Entscheidungsspiel im Mareiter „Schlossstadion“ wurde die Elf von zahlreichen Fans angetrieben. Die Partie begann mit einem frühen Treffer für den ASV Mareit in der dritten Minute. In der

zweiten Spielhälfte mussten sich die Mareiter in der Defensive beweisen. Die Nervosität stieg, als sich der Tormann des ASV Mareit am Knie verletzte. Doch ein sicher verwandelter Elfmeter brachte die Mannschaft wieder auf die Siegerstraße, ein weiterer Freistoß führte zum 3:0-Endstand. Nach 16 Spielen (zwölf Siege, drei Remis, eine Niederlage) holte sich der ASV Mareit mit 39 Punkten, knapp vor Pfitsch mit 38 Punkten, zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte den FreizeitMeistertitel.

Damenfußball

Erfolg in allen Kategorien Die Damen des CF Vipiteno Sterzing Girls um Präsident Peppi Zilio haben ihre Saison in allen Kategorien mit Erfolg abeschlossen. Die von Germano Marcon betreute 1. Mannschaft führte zu Saisonende die Serie D (im Bild) punktegleich mit Leifers an. In einem Entscheidungsspiel in Vahrn siegte Sterzing dank zwei Toren von Julia Gander und dem Abschluusstor von Nicki Rainer souverän und schaffte den Aufstieg in die Serie C. Auch die U14 beherrschte die Meisterschaft und sicherte sich im Finale gegen Obermais den ersten Platz, ohne auch nur ein Spiel zu verlieren. Die heuer neu gegründete Mannschaft U10 beendete die Saison als Tabellenführer mit sieben

Siegen und drei Niederlagen. Die von Alessandra Debiasi und Germano Marcon gegründete Fußballsektion zählt mittlerweile 75 Spielerinnen.

Fußball

Mareiter sind Meister Mitte Juni fand in Ridnaun das Abschlussturnier der EJugend statt. Die Mannschaft aus Mareit verlor weder in der Hinrunde noch in der Rückrunde ein Spiel und setzte sich damit erfolgreich gegen neun teilnehmende Teams aus dem Wipptal durch. Die beiden starken Spieler Simon Siller und Torfrau Carmen Siller wechseln nun zur Auswahl Ridnaun. Organisiert hat das Fußballfest der acht- und neunjährigen Kicker der ASV Ridnaun um Andreas Hochrainer. Im Bild die Mannschaft aus Mareit mit Trainer Martin Eisendle. erker juli 11


Stockholm

Weissteiner meldet sich zurück Gehen

Testsieg für Alex Schwazer Alex Schwazer hat Ende Mai nach dreiwöchigem Höhentraining in Livigno mit 270 Trainingskilometern pro Woche einen Testwettkampf über 10 km in Anzola (BO) gewonnen. Der 50-kmOlympiasieger siegte in 42.40 Minuten vor seinen beiden Teamkollegen Diego Cafagna und Matteo Giupponi. Die Entscheidung fiel auf dem letzten Kilometer. Am 26. Juni sicherte sich der 26-Jährige aus Kalch bei einem 50-km-Bewerb in Dublin das Ticket für die Weltmeisterschaft, die vom 27. August bis zum 4. September in Daegu ausgetragen wird.

Leichtathletik

Hackhofer gewinnt Dorflauf Einmal im Jahr machen die VSS/RVDStadt- und Dorfläufe einen Abstecher auf die Bahn. Bei diesem 3. „Dorflauf“ der Saison war der für den SV Sterzing startende Daniel Hackhofer eine Klasse für sich: Der 24-jährige Toblacher sicherte sich wie im Vorjahr den Sieg im 5.000-mRennen. Heuer war Hackhofer in 15.28,0 Minuten sogar noch um sechs Sekunden schneller. Damit gewann er überlegen mit über einer Minute Vorsprung auf Maurizio Giusti und Manfred Kritzinger.

Silvia Weissteiner ist auf dem besten Weg zurück. Nach den Enttäuschungen bei der Hallen-EM und beim 10.000-m-Europacup in Oslo gelang ihr Ende Juni bei der Team-EM in Stockholm in 8:58.10 ein ausgezeichneter fünfter Platz über 3.000 m. Mit ihrem zweiten Platz 2009 über 5.000 m ist die zwölffache Italienmeisterin und WM-Siebte von 2009 (5.000 m) Südtirols erfolgreichste Athletin in der Geschichte der Team-EM (vormals Europacup). Bei den Italienmeisterschaften in Turin war Weissteiner wenige Tage später mit 13 Einzel-Italienmeistertiteln alleinige Südtiroler Rekordhalterin. Die 31-Jährige aus Gasteig gewann bei den Titelkämpfen in 15:48.94 über 5.000 m. Regensburg

Starke Leistung von Ploner Der für den SV Sterzing startende Markus Ploner hat bei einem internationalen Meeting in Regensburg über 5.000 m den Sieg nur hauchdünn verpasst. Der 31-Jährige aus Mittewald bog als erster auf die Zielgerade. Buchstäblich auf dem letzten Meter musste er sich dem Deutschen Jakob Stiller um vier Hundertstel Sekunden geschlagen geben. Ploners Zeit: 14.21,97 Minuten.

Cles/ St.Christina

Triumph für Lisa Aichholzer Im Juni fanden in Cles und St. Christina die Leichtathletik-Regionalmeisterschaften statt. Dabei holte sich die erst 17-jährige Lisa Aichholzer vom SV Sterzing den Regionalmeistertitel über 1.500 Meter. Sie siegte in der Zeit von 4.54,23 Minuten.

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Radfahren

Italienmeistertitel für Monica Hofer Der Transplant Sportclub Südtirol nahm Anfang Juni mit fünf Athleten an den Italienmeisterschaften im Radfahren für Transplantierte in Castelletto di Leno (BS) teil. Dabei holte sich Monica Hofer aus Mareit den Titel. Neben Hofer waren auch Arnold Obexer und Michael Prenner vom Transplant Sportclub (im Bild) in ihrer Kategorie siegreich. Gesundheitslandesrat Richard Theiner gratulierte ihnen; der Erfolg zeige, „dass auch Menschen mit einem gespendeten Organ sportliche Höchstleistungen vollbringen können“.

Mauls

Bogenschützen bringen sich in Stellung

sport

Rafting

Sterzinger Team gewinnt Europacup Anfang Juni fand auf dem Eisack der Rafting-Europacup mit nationaler Meisterschaftswertung statt. Es war einer der letzten wichtigen RaftingWettkämpfe vor der WM in Costa Rica. Das favorisierte Team Italien 1 Rafting Sterzing lieferte sich mit den Deutschen spannende Wettkämpfe. In den Disziplinen Slalom und Marathon konnten die Sterzinger Rafter den Europacup gewinnen und den Favoriten aus Deutschland auf Platz zwei verweisen. Im Sprint schlug Deutschland mit nur zehn Hundertstel Sekunden Vorsprung auf

Sterzing zurück. Die klassische Abfahrt von Stilfes bis Mauls sicherte sich ebenfalls das Wipptaler Team vor Deutschland u n d N o Wo r k Meran. Das Rafting Team Sterzing besteht aus Robert Schifferle, Thomas Mössner, Alex Kaser, Johann Volgger, Robert Brunner (verletzungsbedingt von Amadeus Schifferle ersetzt), Thomas Waldner (von Trainer Luca Cardinale ersetzt). Anfang Oktober wird das Sterzinger Team an der WM in Costa Rica teilnehmen und als Medaillenanwärter an den Start gehen.

Voll Elan ist der Bogenschützenverein „Wipptaler Einhorn“ in die neue Saison gestartet. Nachdem sich die Bogenschützen im Frühjahr bei einem Technikkurs auf dem Ritten auf den neuesten Stand gebracht hatten, wurde auf dem Einschießplatz in Mauls ein 3DParcours aufgestellt. Wöchentlich üben die Mitglieder an Konzentration und Bewegung. Interessierte können donnerstags zwischen 18.00 und 20.00 Uhr auf dem Einschießplatz hinter dem Hotel „Stafler“ zu einer Schnupperstunde vorbeischauen. Alle zwei Monate unternehmen die Mitglieder eine Fahrt zu einem nahe gelegenen Parcours. In Planung ist ein Sommerfest mit einem Spaßturnier. Einige Mitglieder wollen künftig auch an Turnieren teilnehmen. 54

An zwei Juni-Wochenenden war der Gemeindepark in Wiesen heuer Schauplatz spannender Bewerbe für Ross und Reiter. Neben dem traditionellen Springreitturnier richtete der Reitclub Wiesen um Präsident Jakob Weissteiner heuer auch die Regionalmeisterschaften der Springreiter aus. Die Schützlinge der Reitclubs Wiesen und Eisacktal schnitten dabei erfolgreich ab: Anna Rienzner gewann die Regionalmeisterschaft im C125-Bewerb, Sabrina Dapunt wurde Regionalmeisterin in der Kategorie Pony. Auch beim Pfingstturnier konnten die Wippund Eisacktaler bei insgesamt 100 Reitern und 150 Pferden aus Österreich, Deutschland und der Schweiz mit guten Ergebnissen punkten. Das Team um Kurt Überegger entschied sieben Bewerbe für sich: Katharina Ellecosta holte drei Siege, Cornelia Grass, Claudia Falchetto, Bettina Hochrainer und Monika Hochrainer jeweils einen. Beim Großen Preis von Wiesen war im C135-Bewerb Vittorio Cavallieri aus Trient

Foto: Foto Brunner

Wiesen im Reitfieber

Regionalmeisterin Sabrina Dapunt auf „Tvision“

nicht zu schlagen. Der Italienmeister von 2007 und Vorjahressieger überzeugte als einziger Teilnehmer mit zwei fehlerfreien Umläufen. Umrahmt wurde das diesjährige Pfingstturnier von einem abwechslungsreichen Programm wie Ponyreiten für Kinder und einem unterhaltsamen Hundeparcours. erker juli 11


Sterzinger „Laufwunder“ Wipptaler Schüler erlaufen rund 18.000 Euro Fast 500 Wipptaler Grund-, Mittel- und Oberschüler haben beim ersten Sterzinger Laufwunder ihre Kräfte für eine gute Sache mobilisiert. Mit dem Erlös von rund 18.000 Euro unterstützen sie ein Kinderpatenschaftsprojekt der Caritas in Brasilien.

Erfolgreiche Saison für ASV Gossensaß Ende Mai hielt der Amateursportverein Gossensaß um Präsident Roland Schroffenegger seine Jahresversammlung ab und ehrte treue Mitarbeiter.

(v. l.) Bürgermeister Franz Kompatscher, Achille Leopoardi, Roland Schneider, Markus Da Soghe sowie Alt-Präsident Christian Egartner

Die Altstadt von Sterzing stand am 19. und 23. Mai ganz im Zeichen von Sport und Solidarität. Fast 500 Schüler der Mittelschulen „Konrad Fischnaler“ und „Vigil Raber“ sowie der Grundschule „Dr. Josef Rampold“ und der Schulstelle Mauls standen voller Begeisterung am Start, ein „Laufwunder“ für Gleichaltrige in Brasilien zu vollbringen. Die Buben und Mädchen sollten auf einem Rundkurs im historischen Stadtkern innerhalb von 90 Minuten so viele Laufkilometer wie möglich zurücklegen. Jede Runde wurde von persönlichen Sponsoren mit einer vorher vereinbarten Spende prämiert. „Viele Schüler haben vorher trainiert, um möglichst lange durchzuhalten“, so youngCaritas-Mitarbeiterin und Laufwunder-Koordinatorin Hannelore Schwabl. Der Einsatz der Läufer hat sich gelohnt: Insgesamt haben die Schüler 3.933 Kilometer zurückgelegt. Dank der Sponsoren – meist Eltern und Bekannte der Läufer – sind beim Sterzinger Laufwunder rund 18.000 Euro zusammen gekommen. Damit unterstützen die Schüler Gleichaltrige im Kinderpatenschaftsprojekt „Olà“ in Brasilien. „Mit dieser Spende können wir in der Tagesstätte S. Giovanni Bosco in Taquaritinga, einem Vorort von Sao Paolo, 51 Kinder aus armen Tagelöhnerfamilien ein Jahr lang betreuen“, so Schwabl. Die Kinder bekommen dort ausgewogene Mahlzeierker juli 11

ten und werden gesundheitlich versorgt. Sie lernen lesen, schreiben und rechnen, damit sie später nicht als billige und unwissende Arbeitskräfte auf den Feldern enden. Caritas-Direktor Heiner Schweigkofler bedankte sich bei allen jungen Läufern. Sein Dank ging auch an die Sponsoren, die Verantwortlichen und Koordinatoren der Schulen und an alle Freiwilligen, die zum Gelingen des Laufwunders 2011 beigetragen haben. Das Laufwunder hat heuer in Südtirol bereits zum dritten Mal stattgefunden. In Sterzing feierte es Premiere. Insgesamt sind in Südtirol heuer fast 3.000 Schüler aus 32 Schulen in 16 verschiedenen Ortschaften zum Laufwunder angetreten. Gemeinsam haben sie über 22.000 Laufrunden zurückgelegt. Der Gesamterlös beläuft sich auf knapp 100.000 Euro. „Laufen für Kamerun“ In Gossensaß starteten rund 120 Grund- und Mittelschüler zusammen mit Lehrpersonen, Eltern und Freunden zu einem „Lauf für Kamerun“. Für jede Dorfrunde sponserte die Raiffeisenkasse einen kleinen Betrag. Zusammen mit privaten Spenden kam so eine Summe von 1.300 Euro zusammen, die nun dem Auf- und Umbau einer Missionsschule in Kamerun zugute kommt.

Zu Beginn gedachten die Amateursportler des langjährigen Ski-Leiters Ferdl Egartner. Bürgermeister Franz Kompatscher würdigte ihn als Vorbild und Skisportpionier, der bei der Erschließung des Skigebietes Ladurns Großes geleistet hat. Die einzelnen Sektionen des ASV Gossensaß blicken auf eine erfolgreiche Saison zurück. Die Abteilung Ski alpin um Leiter Alex Crepaz holte sechs Siege, einen zweiten und einen dritten Platz und landete auf Landesebene auf Platz 13. Die Ski-Mannschaft gewann auch den Wipptalcup, holte zwei Gesamttiroler Meisterschaftssiege bei den Kindern; fünf Athleten qualifizierten sich für die Italienmeisterschaften in Gröden. Im Fußball um Leiter Johannes Egartner betreute der Sportverein vier Jugendmannschaften und die Mannschaft der 3. Amateurliga. Bestens lief es bei den Langläufern unter der Leitung von Peter Thaler. Philipp Auckenthaler wurde Landesmeister über 5 km klassisch sowie Schullandesmeister und gewann die Gesamtwertung der Volksbanktrophäe. Bei den Zöglingen holten Aaron Freund und Michael Hellweger Goldmedaillen in klassischer und freier Technik. Julia Schroffenegger gewann den Landesmeistertitel bei den Senioren. Peter Schroffenegger erreichte bei den Weltmeisterschaften für Sportler mit mentaler Beeinträchtigung in Frankreich im Langlauf über 5 km Rang sechs. Bei den nationalen Titelrennen holte er gleich drei Goldmedaillen. Stocksportleiter Matthias Keim gewann den Italienpokal der Serie B; bei den internationalen Meisterschaften auf dem Ritten erreichte er im Weitschießen Rang sechs, bei den Europameisterschaften in Altrandsberg (D) Rang drei. Besonders erfolgreich war auch die neu gegründete Sektion Skialp um Leiterin Stefanie De Simone. Bei der Tour de Sas im Gadertal wurde Roberto de Simone Landesmeister. Stocksport-Sektionsleiter Matthias Keim erhielt das Ehrenzeichen in Gold, Achille Leopardi, Roland Schneider, Markus Da Soghe und Günther Schölzhorn wurden mit dem Ehrenzeichen in Bronze ausgezeichnet. Die VSS-Urkunde ging an Midi Sparber Holzer, Roland Mayr, Roland Schölzhorn und Präsident Roland Schroffenegger. rr 55


Erker-Extra

finanzen & immobilien

Geld ist etwas, was man haben muss, im Falle, dass man nicht stirbt. Max Asnas

Hypotheken: einfach löschen Ab und zu beschließt die Regierung auch, Gesetze zu vereinfachen. Wer ein Hypothekar-Darlehen fertig abbezahlt hatte und die entsprechende Hypothek löschen wollte, musste ab Jänner zwischen 700 und 800 Euro für die notarielle Beglaubigung zahlen. Mitte Mai ließ sich die Regierung eines besseren belehren: Seither können nicht nur Hypotheken für Hypothekar-Darlehen, sondern auch andere Finanzierungsarten, die durch eine Hypothek gedeckt werden, wie Krediteröffnungen, auf dem Kontokorrent mit Hypothekar-Garantie vereinfacht und kostenlos gelöscht werden.

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Bausteine fürs Leben.

Versicherter Bauherr Wer ein Haus baut, aus- oder umbaut, renoviert oder saniert, sollte sich seiner Verantwortung bewusst sein. Auch wenn er die Arbeiten vollständig an Unternehmen vergibt, kann er zwar die Haftung vermindern, aber nicht ausschließen. Der Bauherr hat die „Gefahrenstelle“ veranlasst und trägt damit auch die Verantwortung für Schäden, die bei den Arbeiten entstehen. Mit ihm haften die Verantwortlichen für die Planung (Architekt, Ingenieur), für die Sicherheit (Sicherheitsbeauftragte und Koordinatoren der Arbeiten) und für die Ausführung (Baufirma, Handwerker) des Bauwerks. Eine Bauherrenhaftpflichtversicherung – mit einer Höchstversicherungssumme von 2.000.000 Euro – ist deshalb von Vorteil. Die einmalige Prämie (inkl. Steuern) für die Dauer der Arbeiten beläuft sich normalerweise auf zwischen zwei und drei Promille des Gesamtwertes des Bauvorhabens. Der Vertrag sollte folgende Klauseln enthalten: • Gebäudehaftpflicht • Die Definition „Dritte“ muss auf alle Personen ausgedehnt werden, die an den Arbeiten beteiligt sind, also auch Subunternehmen und deren Mitarbeiter, Angestellte, gelegentliche Mitarbeiter am Bau

• Schäden durch Auf- und Abladearbeiten • Schäden an unterirdischen Leitungen und Anlagen • Schäden wegen Bodensenkungen oder -abrutsch • Schäden, die von Arbeitern (Mitarbeiter von Unternehmen und Subunternehmen, Angestellte, gelegentliche Mitarbeiter) verursacht werden • Schäden an sich im aus- bzw. umzubauenden Gebäude befindlichen Sachen • Schäden aufgrund von Betriebsunterbrechung (Dritter) • Nebentätigkeiten • Schäden durch mechanische und motorbetriebene Maschinen (ausgenommen Verkehrsschäden) • Schäden an Fahrzeugen Dritter • Schäden an Sachen, die in Ausübung der Arbeiten entstehen • Brand- und Feuerschäden an Sachen Dritter, wenn das Feuer von Sachen im Eigentum oder im Gewahrsam des Versicherten ausgeht • Schäden durch Diebstahl, der unter Benützung der Baugerüste verübt wurde • Persönliche Verantwortung aller Mitarbeiter • Gewahrsam und Verwendung von explosiven Stoffen • Um-, Aus- und Abbrucharbeiten an bewohnten Gebäuden erker juli 11


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PR

Mit dem Makler im Vorteil Das Realitätenbüro Siller in Sterzing bürgt seit über 20 Jahren für Seriosität, Fachwissen und exzellenter Beratung beim Kauf und Verkauf von Immobilien. Im Interview mit dem Erker spricht Betriebsinhaber Paul Siller über den Beruf des Maklers und über die Risiken beim Verkauf einer Immobilie. Den Käufern rät er, die Gunst der Stunde zu nutzen: Mit qualifizierter Beratung ist eine „Investition in den Ziegel“ an Wertbeständigkeit kaum zu übertreffen.

Immobilie schaden. Wird der Makler von Beginn an mit dem Verkauf beauftragt, hat er die Möglichkeit, den höchsten Marktpreis zu erzielen. Die Arbeit eines erfahrenen Maklers garantiert aber in jedem Fall einen zielgerichteten Verkaufserfolg: Der Zeitaufwand des Verkäufers sinkt erheblich, der eigene Werbeaufwand entfällt und auch der so genannte „Besichtigungstourismus“ wird deutlich eingeschränkt. Am Ende findet der Makler zahlungskräftige Käufer, die ein wirklich ernsthaftes Interesse an der angebotenen Immobilie haben.

Erker: Herr Siller, beim Verkauf einer Immobilie steht man als Privater oft vor einer großen Herausforderung. Was kann sich ein Verkäufer von einem Makler erwarten? Paul Siller: Die Eigentümer einer Immobilie sind oft erstaunt, was beim Verkauf eines Objektes alles beachtet werden muss. Eines der größten Mankos für Privatpersonen beim Verkauf Ihrer Immobilien ist sicher die eingeschränkte Möglichkeit der Kontaktaufnahme mit interessierten Käufern. Eigentümer, die auf eigene Faust einen Verkauf realisieren wollen, setzen oft nur auf Inserate in Zeitungen oder im Internet, weil diese meistens kostenlos sind.

Wie erkenne ich, welcher Makler für den Verkauf meiner Immobilie der richtige ist? Am Beginn eines jeden Verkaufs steht die Schätzung Ihrer Liegenschaft. Vorsicht: Nicht der Makler, der Ihnen das Blaue vom Himmel oder den höchsten Preis verspricht,

Welche Möglichkeiten bietet da im Gegenzug ein Makler? Ein Makler hat ein deutlich größeres Verkaufspotential, denn neben qualifizierten Anzeigen in Zeitungen und Magazinen erstellt dieser so genannte Exposés für den Verkauf, veröffentlicht sie an verschiedenen geeigneten Orten wie in Schaufenstern und an Anschlagtafeln und verfügt über ein eigenes Internetportal, auf dem sich potentielle Käufer detailliert über dessen Immobilienangebote informieren können. Wir waren wohl das erste und wahrscheinlich bis jetzt das einzige Immobilienbüro im Wipptal, das mit mehrseitigen Informationsbroschüren wirbt: Unsere kleine Immobilienzeitschrift erfreut sich großer Beliebtheit. Dadurch gelingt es uns, eine noch breitere Kundenschicht zu erreichen und auch dann Interesse zu wecken, wenn die Nachfrage insgesamt stagniert. Wäre es also besser, gleich einen Makler zu beauftragen? Probiert man es zuerst einmal privat und ist dann erfolglos, kann das dem Image der

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Seit über 30 Jahren in der Immobilienbranche tätig: Paul Siller vom gleichnamigen Immobilienbüro

ist der richtige, sondern der, der einen realistischen und erzielbaren Verkaufspreis errechnet. Hierfür sind sowohl langjährige Erfahrung, als auch eine seriöse Arbeitsweise notwendig. Ist der Verkaufspreis nicht erreichbar, ist die Gefahr groß, dass die Immobilie zum „Ladenhüter“ wird. Was darf die Dienstleistung eines Maklers kosten? Es ist klar, dass für die Vermarktung einer Immobilie Geld investiert werden muss. Die Kosten für die Dienste eines Maklers zahlen sich unterm Strich aber dreifach aus, denn zum einen erzielt der Makler den marktge-

rechten und somit bestmöglichen Preis, zum anderen verliert der Verkäufer keine Zeit mit dem Verkauf seiner Liegenschaft und hat drittens Sicherheit und Betreuung bis zum Notarvertrag und – wie es bei uns der Fall ist – auch darüber hinaus. Umgekehrt gilt: Wer am Honorar für den Makler spart, läuft Gefahr, eine Immobilie unter ihrem Wert zu veräußern. Außerdem verliert er enorm viel Zeit durch die unterschiedlichsten Behördengänge, die Bewerbung des Objektes, für Besichtigungen, Preisverhandlungen, den Abschluss und v.a.m. Überdies: Die Tarife für Makler wurden von der Handelskammer für die gesamte Provinz Bozen vereinheitlicht und liegen im Vergleich deutlich unter den Tarifen anderer Regionen Italiens oder Österreich. Die Preise für Immobilien in Sterzing und Umgebung sind vergleichsweise hoch, ein Kauf sollte deshalb umso besser überlegt sein. Was raten Sie den Käufern einer Immobilie? Das Preisniveau im Wipptal ist zwar niedriger als in allen anderen Städten Südtirols, hat sich aber über die Jahre hinweg auf konstant hohem Niveau gehalten. Grundsätzlich ist das für jeden Wohnungskäufer und -eigentümer als positiv zu bewerten: Das investierte Geld verliert nicht an Wert und im Idealfall gewinnt die Immobilie noch deutlich dazu. Für jeden Erst- oder Zweitwohnungskäufer gilt aber, dass nicht jedes x-beliebige Objekt als Investition geeignet ist. In erster Linie wirken sich die inneren Merkmale einer Immobilie direkt auf die Wertbeständigkeit aus, darunter fallen Eigenschaften wie Lage, Ausrichtung und Größe. Was sollte beim Kauf einer Wohnung noch alles beachtet werden, um keine Fehlinvestition zu tätigen? Auch äußere Merkmale beeinflussen den Wert einer Immobilie indirekt. Beispielsweise müssen die Erschließung des Gebietes, die Infrastrukturen oder auch das Klima berücksichtigt werden. Durch die über 30-jährige Erfahrung in der Immobilienbranche und in den 22 Jahren als Makler kann ich meinen Kunden aber allerbeste Beratung beim Kauf einer Immobilie zusichern und rate – oft entgegen meinem Interesse als Geschäftsmann – in bestimmten Fällen auch ab und zu von einem Kauf ab.

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Wer der Meinung ist, dass man fßr Geld alles haben kann, gerät leicht in den Verdacht, dass er fßr Geld alles zu tun bereit ist. Benjamin Franklin, US-Staatsmann

Die teuerste Immobilie der Welt

Foto: Bloomberg News/Landov

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Mondän, einmalig und vor allem teuer: FĂźr das teuerste Anwesen der Erde muss man laut Europas grĂśĂ&#x;tem Immobilien-Magazin â&#x20AC;&#x17E;Bellevueâ&#x20AC;&#x153; 165 Millionen USDollar Ăźbrig haben. Das ehemalige Anwesen des Zeitungsmagnaten William R. Hearst hat 29 Zimmer, 40 Bäder, eine Diskothek im Art Deco Stil sowie ein eigenes Kino und fast

7.000 m2 Wohnfläche. Es diente auch als Kulisse fĂźr Francis Ford Coppolas Oscar-prämiertes Meisterwerk â&#x20AC;&#x17E;Der Pateâ&#x20AC;&#x153; von 1972 und â&#x20AC;&#x17E;Bodyguard" mit Kevin Costner. Neben dem dreistĂśckigen, 1926 erbauten Hauptgebäude befinden sich auf dem Anwesen noch drei Swimmingpools, zwei Tennisplätze und sechs Nebengebäude.

Photovoltaik: neue FĂśrderkriterien

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Seit 1. Juni gelten fßr Photovoltaikanlagen neue FÜrdertarife. Die Tarife fallen um 22 Prozent niedriger aus als bisher. Anlagen, die zwischen 1. Jänner und 31. Mai ans Netz angeschlossen wurden, sind von den Neuerungen nicht betroffen.

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FĂźr Ihr Dach schaffen wir das UnmĂśgliche.

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Bei einer Photovoltaikanlage mit einer durchschnittlichen Leistung von 3 kWp (entspricht der Abdeckung des Stromverbrauchs einer vierkĂśpfigen Familie) verringert sich die FĂśrderung um etwa 265 Euro pro Jahr. Aufgerechnet auf 20 Jahre sind das 5.300 Euro. Weitere Ă&#x201E;nderungen: Bis Juni gab es noch eine ErhĂśhung der FĂśrdertarife um zehn Prozent,

wenn eternit- oder asbesthaltige Dächer oder Dachabdeckungen ersetzt wurden. Heute sind es nur noch fßnf Cent pro Kilowattstunde. Ab 2012 werden sich die Tarife halbjährlich weiter reduzieren. Ab 2013 werden Einheitstarife angewandt, die jährlich reduziert werden. Inzwischen sind die Tarife fßr den Ankauf von Anlagen im europäischen Raum um zehn Prozent gestiegen. erker juli 11


Die Herausforderung hat begonnen! Allianz hat für seine Kunden eine neue Form der Vermögensverwaltung bzw. des Vermögensaufbaues geschaffen. „Squadra Vincente“ (siegreiche Mannschaft) ist Teil der neuen Plattform Orizzonti Sicuri. Darin fordern sich fünf weltbeste Vermögensverwalter gegenseitig heraus, um für Sie als Allianzkunde das beste Resultat zu erzielen. Ab einer Mindestinvestition von 5.000 Euro können auch Sie an der Herausforderung teilnehmen.

Achtung: Vor Unterzeichnung des Vertrages lesen Sie bitte das Informationsblatt über Orizzonte Sicuri, das in un-

serer Agentur aufliegt oder unter www.allianz.it heruntergeladen werden kann.

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Brennerhaus – Bürogebäude und Musterhaus sowie Marktbar am Marktplatz in Brenner

Gut ein halbes Jahr ist seit der Neueröffnung der Firma Brennerhaus und der Marktbar am Brenner vergangen – Zeit, eine erste Zwischenbilanz zu ziehen. Das neue Gebäude, das am 18. Dezember 2010 eröffnet wurde, beherbergt sowohl die Büros der Firma Brennerhaus und deren Musterhaus als auch die Marktbar und öffentliche Toiletten im Erdgeschoss. Das Team der Firma Brennerhaus fühlt sich in seiner neuen Umgebung mittlerweile sehr wohl und hat sich gut in den neuen Räumlichkeiten eingelebt. Brennerhaus vertreibt in Südtirol und italienweit Niedrig-Energie Fertighäuser in Holzständerbauweise der Firma Elk AG aus Österreich – Europas größtem Fertighaus-Hersteller. Alle Häuser werden serienmäßig mit den Werten KlimaHaus A gefertigt, die Wandstärke mit 34 cm und einem U-Wert von 0,13 ist Standard. Außerdem wird die Energieeffizienz durch standardmäßige Ausführung der Fenster mit Dreifachverglasung (U-w 0,88 W/km_ K) noch einmal erhöht. Im Musterhaus am Brenner können sich Interessenten und Kunden ein Bild von den Häusern machen und sich vom qualifizierten und engagierten Team vor Ort beraten lassen. Bei den Kunden und Interessenten kommt das Musterhaus sehr gut an. Brennerhaus ist auf Expansionskurs - so dürfen die Betreiber bereits Überlegungen zur Aufstockung des Personals um Sekretärin und Techniker anstellen, damit der Arbeitsaufwand verringert wird und zugleich die Aufträge zeitgerecht und zur besten Zufriedenheit der Kunden abgewickelt werden können. Aber nicht nur hinsichtlich ihrer Fertigteilhäuser leisten die Inhaber ganze Arbeit – auch mit der Übernahme der Marktbar am Marktplatz zeigen sie viel Elan. Die Marktbar präsentiert sich als helles, einladendes Café – Bistro, Bar und Imbiss in einer modernen, sauberen Struktur. Nicht nur an Markttagen kommt das Lokal gut an – was nicht zuletzt auf einen ausgezeichneten Kaffee und exzellente hausgemachte Kuchen zurückzuführen ist. Auch das Angebot an Speisen wie Nudelgerichte, Knödel, belegte Baguette, Salatteller und einen täglich wechselnden Tagesteller wird allgemein gelobt und von der Kundschaft gerne angenommen. Das Brennerhaus-Team steht voller Begeisterung und Engagement hinter seinen Produkten und lädt alle Interessierten herzlichst zu einem Besuch im Musterhaus ein – zu einem informativen Gespräch und einem guten Kaffee in der Bar. 62

finanzen & immobilien

Sieben Schritte zum richtigen Darlehen Jedes Darlehen hat seinen Preis. Gut informierte Verbraucher können allerdings auch beim Geldleihen Kosten sparen. Jedes Darlehen bedeutet auch ein zusätzliches wirtschaftliches Risiko. Wer gut informiert ist, kann dieses Risiko realistisch einschätzen und viele typische Stolperfallen von vornherein vermeiden. Die Broschüre der Verbraucherzentrale und des Notariatskollegiums Bozen beschreibt, wie man zum richtigen Darlehen kommt.

1. Informieren und vergleichen Holen Sie sich mehrere Angebote von verschiedenen Banken ein und vergleichen Sie diese. Lassen Sie sich vor Vertragsabschluss immer einen Entwurf aushändigen (das ist Ihr Recht). Informieren Sie sich bei Ihrem Notar über die Bedeutung der einzelnen Klauseln (eventuell in einem Gespräch vor Vertragsabschluss). 2. Zinssatz gut überprüfen Es besteht die Möglichkeit, zwischen einem fixen Zinssatz, einem variablen Zinssatz oder einer gemischten Variante auszuwählen. Sollte der Zinssatz an einen Parameter gebunden sein (z. B. EURIBOR sechs Monate), ist nicht nur der Aufschlag (so genannter Spread) zu beachten, sondern auch die Aufrundung. Akzeptieren Sie keine Aufrundung des Zinssatzes; es gibt nämlich Banken, die den Zinssatz nicht runden. Und wenn schon Rundung, muss sie auch zu Gunsten des Darlehensnehmers vorgesehen werden. Ebenso zu kontrollieren und zu vergleichen sind auch die Verzugszinsen (der höhere Zinssatz, der bei verspäteter Zahlung geschuldet ist).

3. Spesen vergleichen Die Gesamtspesen des Darlehens bestehen aus dem Zinssatz sowie anderen Spesen (Kreditbearbeitungsgebühren, Schätzungen, eventuell von der Bank geforderte Versicherungen). Der Kunde hat das Recht, vor Vertragsabschluss von der Bank den effektiven jährlichen globalen Zinssatz (TAEG) zu erfahren. Dieser umfasst neben dem nominalen Zinssatz auch die zusätzlichen Kosten eines Darlehens. Der TAEG ermöglicht einen Vergleich verschiedener Darlehensverträge: Je höher der TAEG, umso teurer das Darlehen. 4. Klauseln genau unter die Lupe nehmen Oft behalten sich Banken das Recht vor, wirtschaftliche Bedingungen des Vertrages bei Vorhandensein von gerechtfertigten Gründen einseitig abzuändern (und zwar zu Lasten des Kunden). Wichtig ist, dass von diesem Änderungsrecht zumindest die Zinsen ausgeschlossen sind: im Falle einer Fixverzinsung der Zinssatz oder eben die Parameter zur Festlegung des Zinssatzes (Basisindex, Aufrundung, Aufschlag) bei variabler Verzinsung. Ansonsten kann die Bank erker juli 11


einseitig diese Konditionen während der Dauer des Darlehens verändern (wenn auch nur unter Angabe von gerechtfertigten Gründen). Im Falle einer variablen Verzinsung ist es immer gut zu kontrollieren, ob der Zinssatz an den EURIBOR (oder an einen anderen gleichwertigen Parameter) gebunden ist und nicht dem freien Ermessen der Bank unterliegt.

andere Bank entscheiden. Bei scheinbar gleichen Konditionen zweier Darlehen lohnt es sich auch zu überprüfen, ob ein Zeitraum mit Vor-Finanzierung (Voramortisierung) vorgesehen ist: In diesem Zeitraum werden nämlich nur Zinsen zurückbezahlt, aber kein Kapital. Darlehen mit einem längeren Zeitraum der Voramortisierung bringen auf lange Sicht höhere Kosten mit sich.

5. Auszahlungsmodalitäten vergleichen

6. Art des Darlehens überprüfen

Der Zeitpunkt und die Modalitäten der Auszahlung der Beträge sind zu überprüfen. Lassen Sie sich garantieren, dass die Darlehenssumme am Tag der Unterzeichnung des Darlehensvertrags verfügbar ist (und damit am Tag des eventuell damit verbundenen Kaufvertrags), und nicht erst, nachdem die Hypothek eingetragen wurde. Sollte die Bank das Geld nicht am Tage des Vertrages ausbezahlen, muss mit dem Verkäufer, der das Geld erst einige Tage (Wochen) nach dem Kaufvertrag erhalten wird, eine andere Lösung gefunden werden, oder man sollte sich frühzeitig für eine

Wird das Darlehen ausdrücklich als Bodenkredit gewährt, ist das Honorar des Notars per Gesetz auf die Hälfte reduziert; deshalb ist bei Gleichheit aller anderen Bedingungen stets ein Bodenkreditdarlehen günstiger. Ein Bodenkredit ist ein Darlehen mit besonderen Eigenschaften: Hypothek ersten Grades, Dauer über 18 Monate, Verhältnis zwischen Darlehenssumme und Wert der Immobilie unter 80 Prozent. Neben der Reduzierung der Notarshonorare bringt diese Art von Darlehen noch weiteren Schutz und Rechte für die Darlehensnehmer mit sich (Art. 39 und 40 Bankgesetz).

Wenn eine Person mit Geld eine Person mit Erfahrung trifft, dann nimmt die erfahrene Person Geld mit und die reiche Person Erfahrung. Harvey MacKay

7. Geforderte Garantien (Hypothek, eventuell Bürgschaft) überprüfen Vergleichen Sie den von der Bank geforderten Gesamtbetrag der Hypothek: Die Hypothek garantiert nicht nur die Rückzahlung der Darlehenssumme, sondern auch die Zinsen für drei Jahre und einen zusätzlichen Betrag für eventuelle andere Kosten, die so genannte Kaution. Aus diesem Grund kann der Betrag der Hypothek,

der im Grundbuch eingetragen wird, auch bis zu 150 Prozent des Darlehensbetrags ausmachen. Überprüfen Sie genauestens, ob im Vertrag eine eventuelle Bürgschaft durch Verwandte oder Freunde vorgesehen ist: Der Bürge haftet nämlich mit seinem persönlichen Vermögen für die Darlehenskosten. Wichtig: Der Darlehensnehmer hat immer das Recht, eine Kopie des unterzeichneten Vertrags ausgehändigt zu bekommen.

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gesundheit

Demenz-Selbsthilfegruppe für Angehörige in Sterzing Seit Frühjahr 2010 gibt es im Wipptal eine Selbsthilfegruppe für Angehörige, die zu Hause oder im Altenheim an Demenz Erkrankte betreuen. Begleitet wird die Gruppe von Gertraud Beikircher vom Verein Alzheimer Südtirol Alto Adige (A.S.A.A.), die mit dem Thema Demenz aus persönlicher und berufli-

cher Erfahrung und durch Weiterbildungen gut vertraut ist. „Demenzkranke zu betreuen erfordert von den pflegenden Angehörigen viel Engagement, Verzicht auf Freizeit sowie die Bereitschaft, gegebenenfalls rund um die Uhr zu begleiten und zu unterstützen. Pflegende Angehörige stehen daher häufig unter hohem seelischen, körperlichen und sozialen Druck“, so Beikircher. Der Besuch der Selbsthilfegruppe mit Menschen, die Ähnliches erleben, ist ein Angebot, im verschwiegenen Kreis über Sorgen, Ängste und Verzweiflung zu sprechen, aber auch, um sich gegenseitig zu unterstützen, Mut zu machen, verstanden zu werden, die Energiespeicher wieder aufzufüllen und den Humor nicht zu vergessen. Beikircher ist es wichtig, Hilfe zur Selbsthilfe zu geben: „Je64

der betreut so, wie er betreuen kann und im Grunde macht er es dann eh richtig.“ Sie möchte mit annehmbaren und durchführbaren Tipps unterstützen, damit die Pflege leichter fällt. Manchmal sind schon eine andere Sichtweise der Dinge und das Reden über eine belastende Situation eine Erleichterung. Nicht jeder ist für die Pflege von Demenzkranken „geeignet“. Dies zu akzeptieren und für sich eine andere Lösung zu finden, mit der man auch leben kann, kann eine Erkenntnis sein, die mit Hilfe der Selbsthilfegruppe gewachsen ist. Die Selbsthilfegruppe ist eine offene Runde, in der es vor allem um Themen geht, die einem wissenden und einfühlsamen Umgang mit Menschen mit Demenz förderlich sind. Jeder kann teilnehmen, wann er möchte und kann. Sich frei nehmen für diesen Nachmittag ist manchmal schon ein großer Schritt in Richtung Selbstbestimmung und Aufhebung der Isolation, in der sich Pflegende befinden können. Die Treffen finden jeden zweiten Samstag im Monat von 17.00 bis 19.00 Uhr im Treffpunkt „ConTakt“, Bahnhofstraße 6, in Sterzing statt. Bei Bedarf werden in der Gruppe auch Themen wie Pflegegeld, Kurzzeitpflege oder Sachwalterschaft mit Fachpersonen besprochen. Beikircher bietet unter der Rufnummer 632670 auch telefonische Beratung und Einzelgespräche an. Das Sorgentelefon der A.S.A.A. in Bozen (Tel. 0471 051951) steht Ratsuchenden am Montag, Mittwoch und Freitag von 17.00 bis 19.00 Uhr zur Verfügung.

Schmerzende Gelenke Was tun bei Gicht? Gicht ist eine Stoffwechselstörung mit erhöhten Harnsäurewerten im Blut. Harnsäure entsteht durch den Abbau so genannter Purine aus der Nahrung. Diese Substanzen kommen in besonders eiweißreichen Lebensmitteln vermehrt vor. Wird zu viel Harnsäure gebildet oder zu wenig davon über die Nieren ausgeschieden, kommt es zu einer Erhöhung des Harnsäurespiegels. Beschwerden müssen in diesem Fall noch keine vorliegen. Erst bei einer kristallinen Ablagerung von Harnsäure in verschiedenen Stellen des Körpers kann ein akuter Gichtanfall mit starken Schmerzen und Schwellung der betroffenen Stellen auftreten. Harnsäurekristalle lagern sich in den Gelenken und Knorpeln ab, am häufigsten in den Gelenken von Zehen und Fingern, aber auch in der Ohrmuschel. Etwa ein bis zwei Prozent unserer Wohlstandsgesellschaft leiden an dieser Stoffwechselstörung. Männer sind häufiger betroffen als Frauen. Übergewicht sowie übermäßiger Fleisch- und Alkoholkonsum begünstigen die Entstehung dieser Erkrankung. Bei einem akuten Gichtanfall behandelt Sie Ihr Arzt mit schmerzstillenden und entzündungshemmenden Medikamenten. Oft werden diese

in Form von Zäpfchen oder Tabletten verwendet. Meist klingen die Schmerzen relativ rasch ab. Um weitere Gichtanfälle zu verhindern, verschreibt Ihnen Ihr Arzt Medikamente zur Senkung des Harnsäurespiegels. Diese Medikamente müssen regelmäßig angewandt werden, auch wenn keine Beschwerden vorliegen. Eine purin- bzw. eiweißarme Diät verbessert den Erfolg dieser Therapie wesentlich.

Die wichtigsten Diätmaßnahmen Eine purin- bzw. eiweißarme Diät beinhaltet eine maximale tägliche Zufuhr von 150 g Fleisch, Fisch oder Wurst (am Anfang ist es sinnvoll, die Portionen abzuwiegen, da man dazu neigt, die Portionsgröße zu unterschätzen). Bei Geflügel sollte die Haut vor dem Verzehr entfernt werden. Da Innereien, Fleischbrühe, Muscheln und andere Meeresfrüchte besonders reich an Purinen sind, sollte darauf lieber vollständig verzichtet werden. Hefehaltige Lebensmittel sollten – wenn überhaupt – nur in kleinen Mengen genossen werden. Hierzu zählen Hefegebäck oder Gerichte mit Hefeextrakt als Geschmacksverstärker. Auch einige pflanzliche Lebensmittel sind reich erker juli 11


an Purinen. Hülsenfrüchte wie Bohnen, Erbsen oder Linsen, Kohlgemüse und Spinat sollten gemieden werden. Ansonsten stellen Gemüse und Obst wertvolle Lebensmittel dar und können ohne Bedenken reichlich verzehrt werden. Als purinarme Eiweißquelle kann auf Milch- und Milchprodukte (Käse, Joghurt, Topfen, Buttermilch, Kefir) und Eier zurückgegriffen werden. Sehr fett- und zuckerreiche Lebensmittel wie Salate in Mayonnaise, Chips, Pommes Frites oder Torten sollten möglichst reduziert werden.

Eine Flüssigkeitszufuhr von einem bis zwei Litern pro Tag ist empfehlenswert. Um diese Menge zu decken, eignen sich vorzugsweise Wasser und entsäuernde Kräutertees oder Fruchtsäfte. Kaffee oder Schwarztee sind erlaubt. Auf Alkohol sollte nach Möglichkeit ganz verzichtet werden. Dieser hemmt nämlich die Ausscheidung der Harnsäure. Mit maximal einem Glas Bier oder Wein am Tag bewegt man sich allerdings auf der sicheren Seite. Dr. Andrea Winkler, Stadtapotheke Sterzing

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Sudokus kennen alle! Aber kennen Sie auch ERKOKU?

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Nach bekannten Sudoku-Regeln muss ein Quadrat aus 9 x 9 Kästchen ausgefüllt werden – hier allerdings mit den vorgegebenen Buchstaben. Das ERKOKU muss so vervollständigt werden, dass in allen Zeilen, Spalten und Blöcken jeder Buchstabe genau einmal auftritt. In der Diagonale von oben links nach unten rechts erscheint dann das Lösungswort (= Panorama, Fernsicht).

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Folgende Buchstaben werden vorgegeben: B erker juli 11

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wipptaler pfiffikus Auflösung des Vormonats: Die meisten Pfiffikusse wussten, dass das gesuchte Tier ein Alpaka in der Sachsenklemme war und Lucky heißt. Was unterscheidet ein Lama von einem Alpaka? Wie bei allen Kamelen ist der Körperbau der Alpakas durch relativ lang gestreckte, schlanke Beine, einen langen, dünnen Hals und einen kleinen Kopf charakterisiert. Sie sind etwas kleiner als Lamas, mit einem Gewicht von etwa 55 bis 65 Kilogramm aber vor allem deutlich leichter. Die Farbe ist meistens einfarbig braun, schwarz oder blaugrau, in seltenen Fällen auch gescheckt. Auffällig sind die langen Haare, die eine Länge von 50 bis 60 cm erreichen können. Lamas hingegen erreichen eine Schulterhöhe von 110 bis 120 cm und ein Gewicht von 120 bis 150 kg. Im Gegensatz zu den Altweltkamelen (Dromedar und Trampeltier) haben Lamas keinen Höcker. Es gibt einfarbig weiße, braune und schwarze Lamas sowie solche, die in diesen Farben gefleckt oder gemustert sind. Lamas haben an den Füßen Sohlenpolster, und ihre Oberlippe ist gespalten und sehr beweglich.

Das Los bestimmte

Philipp Graus aus Sterzing zum Pfiffikus des Monats Juni. Der Gewinner erhält das „Wipptaler Wanderbuch“ von Hubert Gogl.

leute Freienfeld

30 Jährige feiern 18 Jahre wirst Du heut, darauf hast Du Dich schon lang gefreut! Vergiss nicht, wo Deine Wurzeln sind, Du bist und bleibst doch unser Kind. Entlassen wir Dich auch in die Volljährigkeit, Du gehörst zu uns für alle Zeit. Gesundheit, Glück und Gottes Segen sollen begleiten Dich auf allen Wegen. Das wünschen von Herzen Mami, Tati und Nadin sowie alle Deine Lieben

Gor schneidig schaugt der Günther aus, von der 60 mocht er sich gor nix draus. Sein gonzes Glück isch des Radl – die Familie und sein Rita-Madl! Bleib so, wia Du bisch, weil’s für olle am beschtn isch. Gsundheit und olls Guate wünscht die Sterzinger Family.

Das Buch kann in der ERKER-Redaktion persönlich abgeholt werden. Wir gratulieren! Dann ist es also wirklich wahr? Am 14. Juli wirst Du 80 Jahr? Fit und im Herzen jung bist Du geblieben, ja, man muss Dich einfach lieben. Denn Herzensgüte, Frohsinn und Zufriedenheit, die halten jung für lange Zeit. Alles Gute und noch viele gesunde Jahre, das wünschen Dir Dein Mann, Deine Kinder, Enkel und Urenkel

Ende Mai trafen sich die 30-Jährigen von Freienfeld zu ihrem Jahrgangsausflug. Nach einem Aperitif auf der Terrasse vom Hotel „Wieser“ in Stilfes ging es im Bus an den Tegernsee mit zünftigem Mittagessen im „Bräustüberl“. Bei einigen Maß Eigenbräu wur-

den dann auf der Terrasse mit Seeblick Erinnerungen und Geschichten aus der Schulzeit ausgetauscht. Danach ging es auf der Sommerrodelbahn rasant ins Tal. Abends wurde im edlen Restaurant „Schloss Mitterhart“ in Schwaz gespeist.

Sterzing

Bilderausstellung im Friedensgericht Im Friedensgericht in der Sterzinger Rathausgasse sind derzeit zehn Bilder der Geschützten Werkstätten „Fugger“ zu sehen. Die Ausstellung, bis Oktober geöffnet, kann von Montag bis Samstag zwischen 8.30 und 13.30 Uhr besichtigt werden. Interessierte Käufer können sich direkt an das Sozialzentrum Fugger (Tel. 0472 726411) wenden.

Dem Luis ein herzliches Danke für 20 Jahre Mitarbeit. Pfiffikus sucht ausrangierte Stromzähler. Wer den genauen Standort kennt, schreibt eine frankierte Postkarte an den ERKER, Kennwort „Wipptaler Pfiffikus“, Neustadt 20 A, 39049 Sterzing, ein Fax (760394) oder ein E-Mail (info@ dererker.it). Einsendeschluss ist der 15. Juli. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen; an der Verlosung können nur schriftliche Einsendungen teilnehmen.

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Auf diesem Wege auch ein Danke an alle anderen Mitarbeiter.

Wer wearten do iatz endlich 18 Johr?! Des isch inser Domile, sel isch jo klor. So süß und schnugglig, wie er do isch, isch er heint no, richtig knackig und frisch. Schiene Glubscher, tolles Lochn, mit dem Ausschaugn lot er’s krochn.

Familie Klammer

Bleib so, wie Du bisch! Olls Guete zin 18. Goti, Joe und Nadine

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rezept

wipptaler sumserin

Apfel-Rhabarber Schnitten

Des hopes enk woll nia verhofft, vi enk beade a Foto im Erker, sel isch nit oft. Do hilft kuan Fotoschutz, do gibs kuan zrug, mit 30 geahts lei mehr zagg-zagg, tagg-tagg, glugg-glugg. Dr René weard schun schaugn, dass es fit bleibet und dass es in kuane Bledsinne drein seitet! ... und sinscht schaugen schun mir ... Olls Guate und viel Gsundheit Sabi, Mo, Spreng, Pinter, Tschöll, Mune, Fedi, Lisa, Seppl

Hoi, des isch jo der Peppi, der do huckt voller Stolz af an Hocker Holz. Mit die Kiah hot er ah a Riesnfreid, des wissn eh olle Leit. Obr iatz isch’s an der Zeit und mir sein a sou gscheit, wünschn olls Guate zum 65. Geburtstog und bleib jo long a sou, wia Du bisch! Des wünschn Dir von Herzen Deine Elisabeth und der Thomas Festini

Alles Gute zum 30. Geburtstag! Deine Lieben

30 Jahre hier auf Erden, das muss doch gefeiert werden! Du bist eine Rarität, ein Einzelstück mit Qualität. Ein guter Jahrgang altert nicht. Die Qualität, die er verspricht, soll sich weiter voll entfalten und mindestens bis 100 halten.

Zutaten (Boden): 15 g frische Hefe, 150 ml lauwarmes Wasser, 225 g Mehl, 4 Essl. Zucker und etwas Zucker zum Bestreuen. Belag: 300 g Rhabarber (gewürfelt), 50 g Zucker, 4 Äpfel geschält und in dünne Scheiben geschnitten, 50 g zerlassene Butter. Zubereitung: Für den Boden die Hefe im Wasser auflösen und – sobald sie „schäumt“ – zu Mehl und Zucker in die Schüssel geben. Alles zusammen verrühren, zu einem glatten Teig kneten und mit einem feuchten Tuch bedeckt etwa 30 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen. In der Zwischenzeit den Rhabarber mit Zucker und etwas Wasser in einem mittelgroßen Topf zum Kochen bringen. Rund 20 bis 25 Minuten köcheln lassen, bis die Flüssigkeit fast ganz verdampft und der Rhabarber eingedickt ist. Die Rhabarbermasse gut abkühlen lassen. Die Äpfel schälen, entkernen und in nicht zu dünne Scheiben schneiden. Sobald der Teig aufgegangen ist, zu einem Rechteck ausrollen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Den Rhabarber gleichmäßig auf dem Teig verteilen, dann die Apfelscheiben überlappend darüber legen. Mit zerlassener Butter oder Honig bepinseln und an einem warmen Ort weitere 30 Minuten gehen lassen. Mit etwas Zucker (eventuell auch Rohrzucker) bestreuen, etwa 25 Minuten backen, bis die Äpfel leicht gebräunt und der Teig knusprig ist. Rezept von Ulli Mair, Pretzhof in Tulfer

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Lieber Peter, zum Abschluss deines Diplomstudiums des Wirtschaftsrechtes an der Universität Innsbruck gratulieren wir dir herzlich. Deine Familie sowie Gete Peter mit Marlene erker juli 11

Wir sind übersiedelt. Kosmetiksalon IDUNA Karl-Riedmann-Platz 5 (Balneum) 39049 Sterzing VORMERKUNGEN UNTER DER NEUEN TELEFONNUMMER:

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rätselauflösung juni

•S•G•A•IN•O•R••W STPAULS•ESSDIELE •EUROPAHUETTE•AT ERNA•HUESTELTE•Z •ZT•SA•IT•RD•XUL GILFENKLAMM•GPL• •NEREUS•DEO•ELAN AGIL•MARTINSWAND •ED•ZERO•STEIN•R FREIER•THEA•NIA• •MRD•IOWA•GEGEND HOSENSTALL•CERCO •OE•SCHNOED•SEHR •SEICH•DNEPR•NEF Lösungswort: ERSTKOMMUNION

Iatz loußtit amol, i hon holt zearscht nicht gewisst, wegn de Wohln. Und noar zin Glick vour a zwoa drei Wochn: Und lei weil ba den geeln Kostn firs olte Papier a Zeitige nou holbs auer gschaugg hott, hon i se holt herginummin und hon af den Weg derfrogg, dass wiedr amol Wohln sein, und sell frisch zi Pfingschtn. Jo isch in de kuen hoacher Feirtig mehr zi schode, fir an sellan Toaß. Guat, nor hon i holt gilesn, um wos is do gang: Wie i ingalign verstondn hon, war der gonze Zauber deswegn giwesn, um a poor Gsetzer ozischoffn. Jo, zi wos hobm si se denn noar zearscht iberhaupp gimocht? Noar hon i ober fa mein Nochbor, der sischt a olm olls woaß, derfrogg, dass sie ba den Refrenndum, oder wie des Tiatter holt hoaßt, den schelchn Vougl oschießn mechtn. Noar sog i: Wos, den Fockiler? Und man sollat holt reasch a viermol Jo sogn, oder holt unkreizln. Noar bin i holt in Pfingschtmuntig gschmorgats zi wehln girennt. Gongin war’s do amol ums Wosser, obr mitn selm wearnse den Laggl nit weckderschwänzn! Do brauchat’s schier an Atombombe, dert hon i noar a mit Jo giwehlt. Und wegn die Gerichte und wegn die Richter isch’s a gongin. Und mier follt iatz ein, dass i meine Zähnde a richtn lossn mueß ... 67


jahrestage

Julia – Du bist ein Wegstück voraus nicht auf Rufweite aber auf Fühlweite endgültig angekommen.

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(Juta Tanzer)

Du fehlst uns sehr.

10. Jahrestag Julia Seidner Zum 10. Mal jährt sich der traurige Tag, an dem Du so plötzlich und unerwartet von uns gegangen bist. In Liebe gedenken wir Deiner ganz besonders bei der hl. Messe am Sonntag, dem 10. Juli, um 10.00 Uhr in der Pfarrkirche von Sterzing. Vergelt’s Gott allen, die daran teilnehmen und Dich in lieber Erinnerung behalten. Deine Lieben

Trennung und Abschied gehören in unser Dasein. Manchmal gibt uns das Leben auch Zeichen, dass es trotz Trauer und Schmerz noch Wertvolles zu entdecken gibt. Unser Herz wird Wege finden, noch viele kleine Kostbarkeiten einzusammeln.

In unseren Herzen ist eine Lücke, die sich nicht wieder schließt. Hier wächst nichts nach. Der Platz, Dein Platz, bleibt so, wie er ist. So als wärst Du erst gestern gegangen.

4. Jahrestag Johann Gschliesser In Liebe denken wir an Dich am Dienstag, dem 5. Juli, um 19.30 Uhr am Abend bei der hl. Messe in der Pfarrkirche von Sterzing. Allen, die daran teilnehmen, einen herzlichen Dank. Margareth Gschliesser mit Angehörigen

6. Jahrestag Andreas Heidegger Und wieder ein Jahr mehr, an dem Du uns fehlst! Deshalb denken wir in ganz besonderer Liebe an Dich am Samstag, dem 9. Juli 2011, um 19.30 Uhr beim Gedenkgottesdienst in der St. Margarethenkirche von Sterzing. Allen, die Dich im Herzen tragen und an Dich denken, danken wir. Deine Lieben

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Immer, wenn wir von Dir erzählen, fallen Sonnenstrahlen in unsere Seelen. Unsere Herzen halten Dich gefangen, so als wärst Du nie gegangen. Was bleibt, sind Liebe und Erinnerung.

Man weiß erst, ob man einem Engel ins Gesicht gesehen hat, wenn er wieder gegangen ist.

Sofia Zum 4. Mal jährt sich der Tag, an dem unsere geliebte Sofia in den Himmel zurückgekehrt ist. Wir denken ganz besonders an sie am Samstag, dem 30. Juli, um 19.30 Uhr in der Margarethenkirche von Sterzing. Danke allen, die daran teilnehmen und unsere Sofia nicht vergessen!

2. Jahrestag Oswald Keim In Liebe denken wir an Dich ganz besonders bei der Jahresmesse am Freitag, dem 22. Juli, um 19.30 Uhr in der Pfarrkirche von Sterzing. Allen, die daran teilnehmen, ein herzliches Vergelt’s Gott.

Deine Familie

Deine Familie Wenn Liebe einen Weg zum Himmel fände und Erinnerungen Stufen wären, würden wir hinaufsteigen und Dich zurückholen.

Du fehlst im Leben, Du fehlst im Haus, und diese Leere füllt niemand aus. Du warst ein Vorbild an Zufriedenheit und Dankbarkeit. Welch schöne Erinnerung doch an Dich bleibt. Opa, wir vermissen Dich.

1. Jahrestag Georg Wurzer † 09.07.2010 In Liebe denken wir an Dich ganz besonders bei der hl. Messe am Samstag, den 02. Juli 2011 um 19:30 Uhr in der Pfarrkirche von Ridnaun. Allen, die daran teilnehmen, ein herzliches Vergelt’s Gott. Deine Lieben

5. Jahrestag Karl Wirth-Rainer In ganz besonderer Liebe denken wir an Dich am Sonntag, dem 31. Juli, um 10.00 Uhr beim Gottesdienst in der Pfarrkirche von Ridnaun. Allen, die Dich in Erinnerung behalten und Dich im Herzen weiter tragen, ein Dankeschön. Deine Kinder Katharina und Jessica, die Eltern und Geschwister mit Familien Was wir an Dir verloren, versteht so mancher nicht, nur die, die wirklich lieben, wissen, wovon man spricht.

Es bleibt die schöne Erinnerung an Dich und der Dank für alles, was Du in Deinem Leben für uns getan hast.

3. Jahrestag Franz Hofer „Morxer“ Wir gedenken Deiner besonders beim Gottesdienst am Sonntag, dem 17. Juli, um 10.00 Uhr in der Pfarrkirche von Mareit. Deine Familie

11. Jahrestag Elke Siller † 9. Juli 2000 In liebevoller Erinnerung gedenken wir Deiner am Samstag, dem 9. Juli, um 19.30 Uhr in der Pfarrkirche von Wiesen. Ein Dankeschön denen, die daran teilnehmen. In Liebe Deine Familie

Wir halten Dich im Herzen gefangen, so als wärst Du nie gegangen.

Immer, wenn wir von Dir erzählen, fallen Sonnenstrahlen in unsere Seelen; wir bewahren Dich im Herzen, so, als wärst du nie gegangen.

3. Jahrestag Walter Rainer * 2. April 1956 † 20. Juli 2008

In Liebe und Dankbarkeit denken wir an Dich ganz besonders am Samstag, dem 23. Juli, um 7.30 Uhr in der Wallfahrtskirche von Maria Trens. Deine Lieben erker juli 11

Du fehlst uns

2. Jahrestag Hermann Hochrainer † 29. 07. 2009

Dankbar für die schöne Zeit mit Dir und verbunden in Liebe, denken wir ganz besonders an Dich am Sonntag, dem 31. Juli, um 10.00 Uhr beim Gottesdienst in der Pfarrkirche von Ridnaun. Allen, die daran teilnehmen, ein herzliches Vergelt’s Gott. Die Familie

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jahrestage Du bist in unserem Herzen von uns geliebt und unvergessen.

10. Jahrestag Hermann Freund In Liebe denken wir an Dich ganz besonders beim Gottesdienst am Sonntag, dem 24. Juli, um 10.00 Uhr in der Pfarrkirche von Sterzing.

Das Leben ist endlich die Liebe wird unendlich sein!

Allen, die daran teilnehmen, ein herzliches Vergelt’s Gott. Deine Familie

Aus unserem Leben seid Ihr gegangen, jedoch in unseren Herzen bleibt Ihr.

Thomas Schmidt

8. Jahrestag Josef Graus

5. Jahrestag Zäzilia Graus

Wir gedachten Deiner am Sonntag, dem 19. Juni, bei der hl. Messe in der Pfarrkirche von Sterzing.

In lieber Erinnerung denken wir ganz besonders an Dich am Sonntag, dem 17. Juli, um 10.00 Uhr in der Pfarrkirche von Sterzing.

Allen, die an den Gedächtnisgottesdiensten teilnehmen, danken wir von ganzem Herzen. Ihr fehlt uns sehr! Eure Lieben

Wir müssen fortgehen, um heimzukommen.

3. Jahrestag Margit Innerhofer Ainhauser

Sie ging aus dieser Welt, weil ihre Zeit gekommen war.

Ganz leise ohne ein Wort gingst Du von uns fort. Es war noch keiner dafür bereit wir dachten, es wäre noch so viel Zeit. Das „WANN“ – das „WO“ – das „WIE“ bleiben uns stets verborgen.

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Zum 3. Mal jährt sich der traurige Tag, an dem Margit uns verlassen hat. Ganz besonders denken wir an sie am Freitag, dem 22. Juli, um 19.30 Uhr beim Gottesdienst in der Pfarrkirche von Sterzing. Vergelt’s Gott allen, die unsere Margit nicht vergessen und die sich im Gebet an sie erinnern. Dein Heinz mit Michi und Patrick, Deine Eltern Luis und Maria, Renate, Karin und Martin mit Familien

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aus den gemeinden

Danksagung Vergelt’s Gott

ff f ff

ür eine stumme Umarmung ür alle Zeichen menschlicher Nähe und Mitfühlens ür die tröstenden Worte – gesprochen oder liebevoll geschrieben ür das stille Gebet ür Blumen und Gedächtnisspenden.

Anton Kotter * 7. August 1953 † 29. Mai 2011 Das einzig Wichtige im Leben sind die Spuren der Liebe, die ein Mensch hinterlässt, wenn er ungefragt gehen muss.

Ein besonderer Dank gilt Herrn Kooperator Michael Horrer für die würdevolle Gestaltung des Gottesdienstes, den Ministranten, dem Vorbeter, den Kreuz- und Kranzträgern, der Singgemeinschaft Gasteig sowie Oswald Salcher und Werner Haller für die musikalische Umrahmung der Trauerfeier. Dankeschön den Nachbarn und Freunden, die uns in dieser Zeit der Trauer zur Seite stehen. Auch danken möchten wir den Hausärzten Dr. Stefan Gögele und vor allem Dr. Esther Niederwieser für die vorbildliche und liebevolle Betreuung. Vergelt’s Gott allen, die unseren Toni in liebevoller Erinnerung behalten und seiner im Gebete gedenken. Die Geschwister Kotter

Geburten Freienfeld: Emmy Beletti (15.05.2011, Sterzing). Rosa Salcher (18.05.2011, Sterzing). Paul Saxl (16.05.2011, Brixen). Pfitsch: Ahmad Tauseef Muhammad (02.05.2011, Sterz i n g ) . U ro o b a h M u h a m m a d (04.05.2011, Sterzing). Maria Volgger (13.05.2011, Sterzing). Lia Abram (26.05.2011, Sterzing). Ratschings: Lena Eisendle (03.05.2011, Sterzing). Miriam Sorg (10.05.2011, Sterzing). Simon Gander (21.05.2011, Sterzing). Fabian Rastner (29.05.2011, Sterzing). Sterzing: Simon Rainer (08.05.2011, Sterzing). Karim Gamal el Sayed Orabi (08.05.2011, Sterzing). Maximilian Volgger (11.05.2011, Sterzing). Vera Curcelli (13.05.2011, Sterzing). Francesco Mercurio (13.05.2011, Sterzing). Nabil Souhami (19.05.2011, Bozen). Ahmed Rayan Souhami (19.05.2011, Bozen). Giuseppe Francioso (30.05.2011, Sterzing). Sebastian Vecchiarelli (30.05.2011, Sterzing). Todesfälle

Unser Vater ist gegangen an einen anderen Ort. Viel zu früh und ohne Abschied ging er still und leise fort. Für den Tod eines geliebten Menschen ist doch nie die richtige Zeit, Trost kann nur alleine schenken die Liebe, die im Herzen bleibt. Behütet die mit ihm verbrachten Stunden wie einen Schatz in eurem Herzen, auch wenn Erinnerungen sind verbunden manchmal auch mit großen Schmerzen.

9. Jahrestag Josef Ungerank In Liebe gedenken wir Deiner ganz besonders bei der hl. Messe am Dienstag, dem 12. Juli, um 19.30 Uhr in der Pfarrkirche von Mareit. Allen, die daran teilnehmen, ein herzliches Vergelt’s Gott. Deine Familie

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Egal ob Freude, Lachen, Kummer, Streiten und auch Traurigkeit ... Ganz gewiss genoss er immer die mit uns verbrachte Zeit. Worte, die noch nicht gesagt, sind nicht für alle Zeit verloren, denn immer, wenn wir an ihn denken, wird er in unseren Herzen bei uns sein.

Pfitsch: Anton Volgger, 58, (10.05.2011, Pfitsch). Ernst Weissteiner, 80, (26.05.2011, Pfitsch). Ratschings: Ida Sparber Kinzner, 81, (08.05.2011, Sterzing). Florian Andreas Winklmeier, 33, (22.05.2011, Ratschings). Anton Kotter, 57, (29.05.2011, Brixen). Sterzing: Sofia Olivieri, 80, (03.05.2011, Sterzing). Donatella Margherita Argentoni, 50, (18.05.2011, Sterzing). Ida Grasl, 87, (20.05.2011, Sterzing). Eheschließungen Pfitsch: Mirjam Tötsch und Florian Holzer (21.05.2011, Pfitsch). Evelyn Ticli und Davide Cannizzo (21.05.2011, Caltanisetta). Ratschings: Stephanie Mulser und Hannes Moser (02.05.2011, Ratschings). Evelyn Haller und Hubert Baur (07.05.2011, Ridnaun). Sabine Walter und Rudolf Schölzhorn (15.05.2011, Ratschings). Gabriele Hohn und Uwe Hilgendorf (21.05.2011, Ratschings). Manuela Holzmann und Hubert Brunner (21.05.2011, Ratschings). Sterzing: Annelies Siller und Pe-

ter Amrain (04.05.2011, Sterzing). Carmen Mock und Werner Fuchs (14.05.2011, Sterzing). Birgit Rainer und Andreas Schölzhorn (21.05.2011, Sterzing). Renate Pramstraller und Peter Lang (28.05.2011, Sterzing). Angelika Leitner und Walter Eisendle (28.05.2011, Sterzing). Baukonzessionen Brenner: Luise Nessler, Pflersch 91: Errichtung einer Photovoltaikanlage, Bp.322, K.G. Pflersch. Bergbahnen Ladurns GmbH, Pflersch: Verbesserung und Erweiterung der Skipisten und Beschneiungsanlagen in Ladurns, 2. Variante, versch. Gp., K.G Pflersch. Gemeinde Brenner: Sanierung des Sitzes für den ASV Gossensaß und Vereinslokale, Gp.259, K.G. Gossensaß. Gemeinde Brenner: Sanierung des Sitzes für den ASV Gossensaß und Vereinslokale, Bp.21, K.G. Gossensaß. Freienfeld: Cäcilia Huebser, Verena Sparber, Trens, M.a.d.Lahnstr.11: 1. Variante für die Errichtung eines Wintergartens, Bp.267, K.G. Trens. Barbara Hasler, Hugo Lang, Trens, Lahnstr.25: Energetische Sanierung des Wohngebäudes, Bp.570, K.G. Trens. Arnold Brida, Josef Brida, Stilfes 77A: 1. Variante für die bauliche Umgestaltung, Errichtung einer Veranda und Instandhaltungsarbeiten mit energetischer Sanierung, Bp.462, K.G. Stilfes. Rita Fassnauer, Elzenbaum 14: Abbruch und Wiederaufbau des Holzlagers, Gp.1163, K.G. Stilfes. Werner Hochrainer, Sprechenstein 11: 1. Variante für die Erweiterung der Wohnung im Dachgeschoss, Bp.255, K.G. Trens. Alfred Zössmayr, Mauls 88: Sanierung und Erweiterung des Wohngebäudes und Errichtung einer Warmbelüftung für den „Pfitscherhof“, Bp.240, K.G. Mauls. Dietmar Lang, Anna Lanthaler, Pfulters 20: Errichtung einer Solaranlage am Gebäude, Bp.184, K.G. Stilfes. Adolf Platzer, Valgenäun 26: Errichtung einer Güllegrube, Bp.96, K.G. Trens. Johann Kofler, Trens, Handwerkerzone 34: Errichtung einer Überdachung für Autostellplätze in der Gewerbezone „Trens III“, Bp.584, K.G. Trens. Anton Saxl, Partinges: Lw. Verbesserungsmaßnahmen bei

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aus den gemeinden der Hofstelle „Tratter“, Gp.1174, 1176, 1177 und 1178, K.G. Trens. Franz Josef Auersperg-Trautson, Sprechenstein 1: 1. Variante für die Errichtung einer Traktorgarage, Gp.425, K.G. Trens. Franz Josef Auersperg-Trautson, Sprechenstein 1: 1. Variante für die Errichtung eines Hackschnitzellagers, Gp.365/2, K.G. Trens. Anna Maria Hofer, Franz Staffler, Trens, Lahnstr.12: Energetische Sanierung der Erstwohnung, Innenarbeiten und Fassadenänderung am Reihenhaus, Bp.269, K.G. Trens. Margareth Markart, Elzenbaum 2/1: Energetische Sanierung mit Erweiterung und Errichtung einer Photovoltaikanlage, Bp.105, K.G. Stilfes. Pfitsch: Helmuth Graus, Afens 281: Qualitative und quantitative Erweiterung der Pension „Graushof“, Bp.625, K.G. Wiesen. Alminteressentschaft Burgum, Kematen 73C: Errichtung eines Almerschließungsweges auf die „Burgumeralm“, Gp.519/4, 519/7 und 519/8, K.G. Pfitsch. Michael Gufler, Guido De Angelis, Manuela Wurzer, Daniel Passarella, Monica Sebastiani, Fabrizio Ballerini, Daniela Eisendle, Canio Palermo, Bruna Muzzin, Daniele Palermo, Sabrina Marcassoli, Elisabeth Messner, Stefan Andergassen: Errichtung von Photovoltaikanlagen bei den neuen Wohnhäusern in der Erweiterungszone C2 „Ex-Kaserne“, Gp.265/5 und 265/6, K.G. Wiesen. Bäckerei Volgger KG, St. Jakob 27: Abbruch des Wohngebäudes, Bp.429, K.G. Pfitsch. Juliane Nestl, Marlene Nestl, Wiesen, Hintere Gasse 161A: Errichtung einer Photovoltaikanlage auf dem Gebäude, Bp.284/1 und 284/2, K.G. Wiesen. Volgger Philipp landw. GmbH, St. Jakob 11, Feldhofer landw. GmbH, St. Jakob 18, Glashaus landw. GmbH, Kematen 58, Greenhouse landw. GmbH, Fußendrass 33A, Agrar landw. GmbH, Kematen 72A, Ernst Rainer, Fußendrass 33: Variante zur Errichtung eines Gewächshauses mit Photovoltaikpaneelen in St. Jakob, versch. Gp., K.G. Pfitsch. Feldhofer landw. GmbH, St. Jakob 18, Volgger Philipp landw. GmbH, St. Jakob 11, Glashaus landw. GmbH, Kematen 58, Greenhouse landw. GmbH, Fußendrass 33A, Agrar landw. GmbH, Kematen 72A, Ernst Rainer, Fußendrass 33: Variante zur Errichtung eines Gewächshauses

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mit Photovoltaikpaneelen in St. Jakob, Gp.1262/1 und 1267/2, K.G. Pfitsch. Alberto Bandierini, Giovanna Ferretto, Flains 211: Variante zur Errichtung einer unterirdischen Garage und eines überdachten Fahrradabstellplatzes, Bp.451, K.G. Wiesen. Dagmar Matzler, Elsa Siller, Wiesen, Geirweg 82: Errichtung einer Holzhütte und eines Fahrradunterstellplatzes, Bp.297, K.G. Wiesen. Peter Delueg, Fußendrass 31: Bauliche Umgestaltung beim „Müllerhof“, Bp.494, K.G. Pfitsch. Gemeinde Freienfeld: Sanierung der Hoferschließungsstraße zum Schloss Sprechenstein. Hermann Hofer, Kematen 42: Abbruch und Wiederaufbau einer Almhütte oberhalb Kematen, Gp.1061, K.G. Pfitsch. Johann Gasser, Elisabeth Aichholzer, Stefan Gasser, Wiesen, Thurnerweg 39: Variante zur energetischen Sanierung des Wohngebäudes mit Neubau Erstwohnung, Bp.507, K.G. Wiesen. Erich Mair, Rosa Braunhofer, Hans-Peter Mair, Wiesen, Thurnerweg 37: Variante zur energetischen Sanierung des Wohngebäudes mit Neubau Erstwohnung, Bp.506, K.G. Wiesen. Sun Home GmbH, Sterzing, Penserjochstr.6: Variante zur Errichtung eines Wohnkomplexes in der Wohnbauzone „C1 St. Jakob“, Gp.1282/22, K.G. Pfitsch. Ratschings: Werner Vanzetta, Mittertal: Abbruch und Wiederaufbau des Wirtschaftsgebäudes, Gp.842, K.G. Jaufental. Matthias Siller, Pardaun: Sanierung des Wohnhauses, Errichtung einer Ferienwohnung, eines lw. Maschinen- und Geräteraumes und einer Hackgutheizung, Bp.107/1, K.G. Ratschings. Gemeinde Ratschings: Sanierung und NeuTrassierung der Straße „Grube“ in Oberdurach, Mareit. Michael Larch, Mareit, Vögls 1: Bau einer Mistlege mit unterirdischer Jauchegrube sowie Errichtung einer Krainerwand zur Verbesserung des Hofraumes beim „Heissnhof“, Gp.982, 987 und 988, K.G. Mareit. Gabriel Rainer-Wieser, Mittertal: Bau einer unterirdischen Garage mit Nebenräumen beim Wohnhaus „Rainer-Wieser“, Gp.1061, K.G. Jaufental. Claudia Parigger, Veronika Parigger, Jaufensteg 1A: Umbau und Erweiterung des Wohn- und Wirtschaftsgebäudes „Sprengerhof“ in Pardaun, Bp.88, K.G. Ratschings. Heinrich Braunhofer: Erweiterung des Wirt-

schaftsgebäudes, Bp.48, K.G. Ridnaun. Annemarie Mair, Walter Matzler, Gasteig, Angerweg 31: Errichtung einer Photovoltaik- und Solaranlage, Bp.432, K.G. Jaufental. Armin Gasteiger, Innerratschings: Neubau einer lw. Garage mit darüber liegenden Wohnungen, 1. Variante, Bp.619, K.G. Ratschings. Florian Inderst, Ridnaun, Braunhofe 31: Teilabbruch und Wiederaufbau des Wirtschaftsund Wohngebäudes, Bp.42, K.G. Ridnaun. Renè Freund, Obertelfes 38: Bau einer Güllegrube bei der Hofstelle „Freund“, Gp.987, K.G. Telfes. SE. Invest GmbH, Pardaun: Abbruch und Wiederaufbau des Wohngebäudes mit Stadel in Wohnungen, Keller und Garagen, 5. Variante, Bp.595, Gp.1903, K.G. Ratschings. Ingeborg Mahlknecht, Stange 22: Sanierung des Wohnhauses, Bp.337, K.G. Ratschings. Interessentschaft Gasteig, Jaufenstraße: Errichtung eines Imbissstandes im Gewerbegebiet „Ruster-Erl“, 1. Variante, Gp.315/1 und 318, K.G. Jaufental. Renè Freund, Obertelfes 38: Errichtung von Wohnräumen und Zubauten sowie eines lw. Nebengebäudes bei der Hofstelle „Freund“, Gp.987 und 991/1, K.G. Telfes. Sterzing: Emanuela Lago, Adalberto Manzardo, Giovanni Manzardo, Roberta Manzardo, Maraf Sas, Bahnhofstr.12: Sanierung der Grenzmauer, Bp.260/1 und 260/3, K.G. Sterzing. Roman Salcher, Tschöfs 18: Asphaltierung Hofzufahrt und Errichtung Stützmauern, Gp.672 und 673, K.G. Tschöfs. Mader GmbH, Penserjochstr.6: Errichtung einer Photovoltaikanlage auf dem Dach, Bp.319, K.G. Thuins. Andrea Silke Nestl: Abbruch und Wiederaufbau eines Feldstadels, Gp.129/1, K.G. Ried. Andrea Silke Nestl: Errichtung einer Wasserleitung, Bp.116, versch. Gp., K.G. Ried. Erna Eisendle, St.-MargarethenStr.11B: Bauliche Umgestaltung für die Errichtung eines Wintergartens, Bp.662, K.G. Sterzing. Fuggerbau KG, Brennerstraße: Verlegung des Wohngebäudes von der Bp.93, K.G. Tschöfs auf die Gp.347/4, K.G. Sterzing. Fuggerbau KG, Brennerstraße: Umwidmung von lw. Volumen in Wohnvolumen und Verlegung von der Bp.14, K.G. Tschöfs auf die Gp.347/4, K.G. Sterzing. Nikolaus Innerhofer, Christine Penn, Neustadt 39: Sanierung

der Wohnungen im Dachgeschoss, Bp.87, K.G. Sterzing. Friedrich Karl Messner, Altstadt: Städtebauliche Umgestaltung des Gebäudes, Bp.140/2, K.G. Sterzing. Angelika Wieland, Weg in die Vill 10: Sanierung der Wohnung, Bp.139, K.G. Thuins. Sigrid Kiebacher, Verena Kiebacher, Johann-Kofler-Str.9A: Bau eines Schiebetores, Bp.1020, K.G. Sterzing. Gemeinde Sterzing: Anbringung einer Photovoltaikanlage beim Feuerwehrheim, Bp.628, K.G. Sterzing. Paula Burger, Martin Gruber, Tschöfs 9A: Qualitative und quantitative Erweiterung der Pension „Alpenblick“, Bp.191, K.G. Tschöfs. Eni AG, Brennerstr.27: Instandhaltungsarbeiten für die Anbringung von Werbeschildern bei der Agip-Tankstelle, Bp.364/1, K.G. Sterzing. Hans-Peter MairFleckinger, Thuins: Abbruch und Wiederaufbau eines überdachten Heulagers, Gp.734, K.G. Thuins. Martin Obermüller, Ralsergasse: Bauliche Umgestaltung, Bp.99, K.G. Sterzing. Günther Seidner, Thuins 97: Bauliche Umgestaltung und energetische Sanierung Erdgeschoss und 1. Obergeschoss, Bp.146, K.G. Thuins. Cristina Borella, Deutschhausstr.12: Sanierung des Gebäudes, Bp.547, K.G. Sterzing. Gemeinde Sterzing: Errichtung von 8 Autoabstellplätzen beim Kindergarten „Löwenegg“, Bp.55, K.G. Thuins. Gemeinde Sterzing: Einrichtung der City-Bus-Haltestellen. Johanna Marginter, Stefan Marginter, Thomas-Scheiter-Str.9A: Errichtung eines Windschutzes auf der Terrasse, Bp.443, K.G. Thuins. Roberto Galera, Daniela Ghirardini, Schönblickweg 16: Errichtung eines Grenzzaunes, Bp.612, K.G. Sterzing. Frida Gogl, Karl Moling, St.-Margarethenstr.21G: Errichtung eines Wintergartens, Bp.622, K.G. Sterzing. Roberto Fazioli, Marconistr.19: Errichtung eines Wintergartens, Bp.532, K.G. Sterzing. Hotel Lilie OHG, Magis GmbH, Neustadt 49: Beschilderung an der Ost- und Westfassade des Gebäudes, Bp.93/1 und 93/2, K.G. Sterzing. Gemeinde Sterzing: Anbringung einer Werbetafel an der Eissporthalle, Bp.777, K.G. Sterzing. Funde und Verluste siehe www.fundinfo.it

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rätsel

Lösungswort

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Auflösung in der nächsten Nummer 1

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sonn- und feiertagsdienste veranstaltungskalender Apotheken 02.07. – 08.07: Gilfenklamm Tel. 755024 09.07. – 15.07: Paracelsus, Tel. 764940 16.07. - 22.07.: Stadtapotheke Tel. 765397 23.07. – 29.07.: Wiesen Tel. 760353 30.07. – 05.08.: Gilfenklamm (31.07: Hilfsdienst Stadtapotheke, 9.30 – 12.00 Uhr). Der wöchentliche Bereitschaftsdienst (samt Feiertagsdienst) beginnt jeweils am Freitag um 19.00 Uhr. Arzneimittelausgabestelle Gossensaß: Mo – Fr, 9.00 – 12.00 Uhr, Mo, Mi, Fr, 15.00 – 18.00 Uhr, Tel. 632364.

Praktische Ärzte 02.07.: Dr. Esther Niederwieser, Tel. 756786, 335 6072480 03.07.: Dr. Eugen Sleiter, Tel. 320 7780947 09.07.: Dr. Esther Niederwieser, 10.07.: Dr. Franz Keim Tel. 764577, 335 6951031 16.07.: Dr. Alberto Bandierini Tel. 764144, 388 7619666 17.07.: Dr. Stefan Gögele Tel. 756786, 335 6072480 23.07.: Dr. Franz Keim Tel. 764577, 335 6951031 24.07.: Dr. Wilhelm Seppi Tel. 764656 30.07.: Dr. Konrad Wieser, Tel. 764771, 335 299342 31.07.: Dr. Pietro Stefani Tel. 760628, 349 1624493 Der jeweils Dienst tuende Arzt kann von 8.00 Uhr bis 8.00 Uhr des darauffolgenden Tages unter der angegebenen Telefonnummer erreicht werden. Der kinderärztliche Bereitschaftsdienst am Samstag im Vorsorgedienst Brixen, Romstraße 7, bleibt für die Sommermonate 2011 geschlossen.

Tierärzte 02./03. 07: 09./10. 07: 16./17. 07: 23./24. 07: 30./31. 07:

Dr. Bruno Prota (Dr. Stefan Niederfriniger) Dr. Stefan Niederfriniger (Dr. Heinrich Forer) Dr. Heinrich Forer (Dr. Bruno Prota) Dr. Bruno Prota (Dr. Stefan Niederfriniger) Dr. Stefan Niederfriniger (Dr. Heinrich Forer)

Der in Klammern angeführte Tierarzt versieht den Dienst Samstagvormittag in seiner jeweiligen Zone.

Dr. Heinrich Forer, Tel. 764636, 347 7514146 Dr. Bruno Prota, Tel. 647454, 329 2179979 Dr. Stefan Niederfriniger, Tel. 3888 766666 Kleintier-Notfalldienst: Tierklinik Thumburg, Tel. 335 7054058, 335 1206704, 335 259994 Sterzing, Frundsbergstraße 13, Tel. 766666, 388 8766666, 328 0514167

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veranstaltungskalender

Konzerte 1. – 18. Juli: Orfeo Music Festival, Sterzing; Info unter www. sterzing.com. 2. Juli: Konzert der Knappenkapelle Ridnaun, Stadtplatz Sterzing, 20.30 Uhr. 9. Juli: Konzert der Musikkapelle Mauls, Stadtplatz Sterzing, 20.30 Uhr. 14. Juli: Konzert der Musikkapelle Ratschings, Ratschings Dorf, 20.00 Uhr. 16. Juli: Konzert im Stollen, „Reise um die Welt in 80 Trommeln“, Ridnaun, BergbauWelt Schneeberg, 20.00 Uhr. 16. Juli: Konzert der Musikkapelle Stilfes, Stadtplatz Sterzing, 20.30 Uhr. 17., 24. und 31. Juli: Platzkonzert mit Frühschoppen, Parkanlage Gossensaß, 11.00 Uhr. 17. Juli: Konzert des „Südtiroler Jugendblasorchesters“, Stadttheater Sterzing, 20.30 Uhr. 22. Juli: Konzert „BauernTschäss“ mit dem „Herbert Pixner Projekt“, Deutschhaus Sterzing, 20.00 Uhr. 23. Juli: Konzert im Stollen, Ensemble Diderot, Ridnaun, BergbauWelt Schneeberg, 20.00 Uhr. 23. Juli: Konzert der Bürgerkapelle Sterzing, Stadtplatz Sterzing, 20.30 Uhr. 24. Juli: Konzert der Musikkapelle Mareit, Stadtplatz Sterzing, 10.30 Uhr. 25. Juli: „Canzoni e ritmi del Salento“, Volkslieder aus Apulien mit der Gruppe „Officina Zoè di Lecce“, Stadttheater Sterzing, 21.00 Uhr. 28. Juli: Konzert der Musikkapelle Mareit, Schloss Wolfsthurn, Mareit, 20.30 Uhr. 29. Juli: Konzert der Musikkapelle Wiesen, Musikpavillon Wiesen, 20.30 Uhr. 30. Juli: Konzert der Musikkapelle Innerpfitsch, Stadtplatz Sterzing, 20.30 Uhr. 30. Juli: Musikalische Parade „Gruppo Alpini“, Stadttheater Sterzing, 20.30 Uhr 31. Juli: Konzert der Bürgerkapelle Sterzing, Stadtplatz Sterzing, 10.30 Uhr. 31. Juli: „Tun Na Kata“, Kon-

zert, Ridnaun, BergbauWelt Schneeberg, 15.00 Uhr. 31. Juli: Konzert der Musikkapelle Pflersch, Ladurnerhütte, 13.30 Uhr. 2. August: Konzert der Musikkapelle Wiesen, Afens, 20.30 Uhr. 4. August: Konzert der Musikkapelle Telfes, Schloss Wolfsthurn, Mareit, 20.30 Uhr. 5. August: Konzert der Musikkapelle Pflersch, Vereinshaus St. Anton, 20.30 Uhr. 5. August: Konzert der Musikkapelle Innerpfitsch, Musikpavillon Wiesen, 20.30 Uhr.

Theater 5., 12. und 19. Juli: „Sterzings verborgene Orte“, Stadtführung mit Schauspiel und Kostümen, 21.00 Uhr.

Unterhaltung 3. Juli: Pfitscher Kirchtag mit Tanz und Unterhaltung, Festplatz St. Jakob, Pfitsch, ab 11.00 Uhr. 9. und 10. Juli: 18. Bezirksmusikfest, Gossensaß. 13., 20. und 27. Juli, 3. August: Laternenparty, jew. mittwochs, Sterzing, 19.00 Uhr. 14. Juli: Operette „Il paese dei campanelli“, Stadttheater Sterzing, 21.00 Uhr. 16. Juli: Musikfest in Trens, Pavillon Trens, 18.00 Uhr. 17. Juli: Almtanz bei der Furlhütte mit der Prissianer Tanzlmusig, Roßkopf. Bergmesse um 11.00 Uhr. 17. Juli: Ratschinger Almenfest, Ratschings. 17. Juli: Kalcheralmfest mit den Bäuerinnen von Außerratschings. 17. Juli: Fest des ASV Jaufental, Jaufental, 14.00 Uhr. 24. Juli: Sommerfest der Musikkapelle Wiesen, Gemeindepark Wiesen, 10.00 Uhr. 24. Juli: Krapfenfest, Roßkopf, 10.00 Uhr. 26. Juli: Tiroler Abend, Stadtplatz Sterzing, 20.30 Uhr. 29. Juli und 4. August: „Summer & Fire“, Dämmerschoppen,

Mareit, 18.00 Uhr. 30. Juli: Dämmerschoppen der Schützenkompanie Pflersch, Vereinshaus St. Anton, 20.00 Uhr. 31. Juli: Gasteiger Kirchtag, Gasteig, 16.00 Uhr. 31. Juli: Frühschoppen mit Musikunterhaltung, Festplatz St. Jakob, Pfitsch, 11.00 Uhr. 4. August: Tanzabend, Stadttheater Sterzing, 21.00 Uhr. 28. August: Pferdetreffen bei der Edelweißhütte mit Live-Musik und Kinderanimation.

Sport 3. Juli: Bergwanderung zur Lenkjöchlhütte, AVS Sterzing. 10. Juli: Gletschertour Schrammacher, AVS Sterzing. 16. und 17. Juli: Geführte Panoramawanderung im Pfitschtal, mit Übernachtung auf der Europahütte. Info: 329 4355528 (Martin) oder www.alp-tours. com. 16. Juli: Kleinfeldfußballturnier Hornschlitten, Stange. 17. Juli: Seniorenwanderung 5-Seen-Runde, AVS Sterzing. 17. Juli: Imker- Almwanderung Roßkopf. 23. und 24. Juli: Reitturniere, Elzenbaum, Thumburg. 30. Juli: Berglauf „Vertikal-km“ von Gossensaß auf das Hühnerspiel, 17.00 Uhr. Einschreibungen im Verkehrsverein Gossensaß. 31. Juli: Familiensporttag am Rofisboden.

Verschiedenes Bis 9. Juli: Gemeinschaftsausstellung Südtiroler Künstler, Festung Franzensfeste. 9. Juli – 7. August: Sterzinger Joghurttage, Info: www.joghurttage.com. 22. Juli: „Und in der Mitte bist du heil“, Buchvorstellung mit Vera Griebert Schröder, Stadtbibliothek, 20.00 Uhr. Platzreservierung: Tel. 767235. Bis Oktober: Bilderausstellung im Friedensgericht, Rathausgasse, Sterzing. Bis 15. November: „Neu! Objekte aus der Sammlung des Jagd- und Fischereimuseums“, erker juli 11


Sonderausstellung, Schloss Wolfsthurn, Mareit. Jeden 2. Samstag im Monat: „Demenz“, Treffen der Selbsthilfegruppe für Angehörige, Sterzing, Treffpunkt ConTakt, Bahnhofstr. 6, 17.00 Uhr. Jeden 2. Mittwoch im Monat: Stammtisch für Eltern von Kindern mit Behinderung im Hubertushof, 20.00 Uhr.

Kurse 3. August – 14. September: Geburtsvorbereitungskurs mit Hebamme und Sanitätsassistentin, jeweils mittwochs, Krankenhaus Sterzing, 5. Stock, 17.30 Uhr. Infos: Tel. 835651 oder vorsorge.dienst@sb-brixen.it.

Sprechstunden 22. Juli: Sprechstunden der Volksanwältin in der Außenstelle des Landwirtschaftsinspektorates Sterzing, Bahnhofstr.2, 9.30 – 11.30 Uhr; Voranmeldung möglich unter Tel. 0471 301155. Das Arbeitsamt ist am Montag und am Donnerstag von 8.30 bis 12.00 Uhr und von 14.00 bis 16.30 Uhr geöffnet. Jeden Montag: Beratung der Verbraucherzentrale, Neustadt 21, 9.30 – 12.30 Uhr. J e d e n 1 . M o n t a g im Monat, 9.00 – 11.00 Uhr, jeden 3. Montag im Monat, 15.00 – 17.00 Uhr, Sprechstunden der Sozialgenossenschaft Tagesmütter, Margarethenhaus, Tel. 347 4601005. Anlaufstelle für Frauen in Gewaltsituationen und deren Kinder: Beratungsangebot in Sterzing: jeden ersten Donnerstagvormittag nach Terminvereinbarung unter der kostenlosen Grünen Nummer 800601330. Jeden Freitag, 16.00 – 17.00 Uhr, Zeitbank, Neustadt 21, Tel. 723755 oder 339 8698659.

Vereine und Verbände KVW Sommercamps für Kinder: 4. – 29. Juli: Sommer-Erlebniserker juli 11

Schule mit verschiedenen Fachreferenten, Sterzing, jew. Mo – Fr, 8.30 Uhr – 12.45 Uhr. 18. – 22. Juli und 22. – 26. August: Reiten, striegeln, Hufe kratzen. Reitkurs mit Monika Wechselberger in der Reitanlage Wiesenhof, Mo – Fr, 8.00 Uhr – 12.30 Uhr. 18. – 22. Juli: Klettern mit Hanspeter und Judith, Umgebung Sterzing, Mo – Fr, 13.30 Uhr – 17.00 Uhr. 1. – 5. August: Kunstatelier mit Ruth Mairhofer Keim, KVW Kursraum, Mo – Fr, 9.00 Uhr – 12.00 Uhr. 22. – 26. August: ItalienischAuffrischung für Schüler der 5. Klasse Grundschule und 1. Klasse Mittelschule mit Enrica Galera, KVW Kursraum, Mo – Fr, 9.00 Uhr – 12.00 Uhr. Infos und Anmeldungen: KVW Bildung Bezirk Wipptal, Sterzing, Streunturngasse 5, Tel. 0472 765418, bezirk.wipptal@ kvw.org, www.kvw.org

Jugenddienst 9. Juli: 2. Schwimmbodfete, Livekonzert im Balneum Sterzing mit Living 4 und DJ Manu, Beginn 20.30 Uhr. 17. - 20. Juli: Hüttenlager der Ministranten aus Wiesen in San Lugano. 21. - 22. Juli: Hüttenlager der Firmlinge aus Ratschings in Ratschings. 24. - 31. Juli: Fahrt nach Taizè (Frankreich).

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Märkte 5. und 20. Juli, 5. August: Traditioneller Markt, Brenner, 8.00 Uhr. 5., 12., 19. und 26. Juli, 2. August : Sterzlmarkt, Stadtplatz, 8.30 Uhr. 7. Juli: Handwerkermarkt, Sterzing, 8.30 Uhr. 17. Juli: Flohmarkt, Sterzing, 8.00 Uhr. 23. Juli: Flohmarkt, Derby Club, 8.00 Uhr. 1. August: Kunsthandwerksmarkt „Artis“, Stadtplatz Sterzing, 8.30 Uhr.

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vor 100 jahren 05.07.1911 (Eisaktal). Eine gesunde Gegend ist Innerpflersch. Dort ist seit 14 Monaten kein Mensch mehr gestorben. Erst jüngst holte sich der Sensenmann ein Opfer, indem die 21jährige Rosa Eisendle an Blinddarmentzündung starb. (Tiroler Volksblatt) ••• 08.07.1911 (Eisaktal). Am 1. Juli fiel in Ratschings bei Sterzing das zwei Jahre alte Mädchen des Binderbauers Johann Rainer in eine Düngerjauchegrube und ertrank. – Das Fest der 50jährigen Gründungsfeier des Männergesangvereines in Sterzing und der bei diesem Anlasse stattgefundene Sängertag des Tiroler Sängerbundes am 2. des Monats nahmen in Anwesenheit von gegen 300 Sängern der verschiedenen diesem Bunde angehörigen Gesangsvereine und unter massenhaftem Besuche fremden und einheimischen Publikum programmgemäß in allen Teilen einen sehr befriedigenden, schönen, erhebenden Verlauf. Wie immer bei ähnlichen Anlässen, so hatte auch diesmal die Stadt Sterzing Festkleid angelegt und deren Einwohner, insbesonders die Damen, wetteiferten in dem Bestreben, die fremden Gäste zu begrüßen, und ihnen frohen Aufenthalt zu bieten. Es war echtes und rechtes Sängertreiben, das da herrschte und zu welchem auch die Militärmusik von Bruneck engagiert worden war. Der Bozner Männergesangsverein nahm mit seinem Banner an dem Sängerfeste teil. (Tiroler Volksblatt) ••• 12.07.1911 (Sterzing, Enthüllungsfeier). Einladung, zu der am Sonntag, den 30. Juli 1911, in Sterzing stattfindenden Enthüllungsfeier des Denkmales zur Erinnerung an den Beginn der Tiroler Freiheitskämpfe vom Jahre 1809 unter dem Protektorate Se. Exzellenz des Herrn Baron Dr. von Kathrein, Landeshauptmann von Tirol. Festprogramm: Am Vorabende, 29. Juli: 8 Uhr abends: Fackelzug mit Bergbeleuchtung. Am Sonntag, 30. Juli: 6 Uhr früh: Ankündigung des Festes durch Pöllersalven und Musik. 8, 9 und halb 10 Uhr: Empfang der Ehren- und Festgäste, Schützenkompagnien, Veteranenvereine und Abordnungen. 11 Uhr: Festmesse in der Pfarrkirche. Hierauf Aufmarsch zum Denkmale, dort Festrede (gehalten von Bruder Willram), Enthüllung und Uebergabe des Denkmales von Seite des Komitees an die Stadtgemeindevorstehung. Hernach Beteilung der Fahnen mit künstlerisch ausgeführter Gedenkmünze mit Band; sodann Defilierung vor den Ehrengästen beim Rathause und Auflösung des Festzuges. Nachmittags in verschiedenen Gasthöfen und Gärten Konzerte. 8 Uhr abends: Theater-Aufführung („Andreas Hofer“ von Scala). In der freudigen Hoffnung, an diesem Ehrentage recht viele Patrioten hier begrüßen zu können, zeichnet sich hochachtungsvollst: Das Komitee. (Tiroler Volksblatt) ••• 12.07.1911 (Aus dem Eisaktal). Am 4. des Monats abends verunglückte der Fuhrknecht des Gastwirtes Rainer in Wiesen. Er fiel, als die Pferde vor Scheu einen Sprung taten, vom Wagen und geriet unter die Tiere. Infolgedessen trug er bedeutende Verletzungen an Kopf und Füßen davon, aber keine gefährlichen. (Tiroler Volksblatt) ••• 15.07.1911 (Aus dem Eisaktal). In der Nähe von Gasteig bei Sterzing fischten am letzten Sonntag nachmittags zwei junge Burschen. Dabei fiel der 16jährige Emil Ostermann von Sterzing in den Bach und wurde von dessen Fluten fortgerissen. Trotz sofortiger Hilfe konnte die Leiche bisher nicht aufgefunden werden. (Tiroler Volksblatt) ••• 19.07.1911 (Stilfes am Eisak, Fremdenverkehr). Auch heuer, wie jetzt schon seit mehreren Jahren, sind mit Anfang Juli verschiedene Sommergäste in unsere stille, idyllische, fast versteckt zwischen den Hügeln am Waldesrand gelegene Ortschaft eingezogen und haben, besonders Familien, in mehreren Bauernund Privathäusern Unterkunft gefunden, während ein Teil in dem bestbekannten Gasthause und Pension Wieser logiert sind.

(…) Sehr vermißt wird, daß in der Station Freienfeld trotz des ziemlich regen Sommerverkehrs kein Eilzug hält und auch das Telephon noch nicht erstellt ist, obwohl schon seit Jahren um beides mehrfach angesucht wurde. Die Erfüllung dieser Wünsche wäre wohl nur ein Entgegenkommen an die ländlichen Gewerbsleute und Steuerzahler. – Das Heu, nunmehr eingebracht, ist in Quantität und Qualität sehr zufriedenstellend und wohl auch alle anderen Feldfrüchte stehen schön. Ihre gute Einbringung ist von der Witterung abhängig. (Tiroler Volksbote) ••• 22.07.1911 (Brennerbad). Viele Gäste, herrliche Temperatur und gute Pflege – das ist die Signatur dieser Woche hier. Gestern waren im Geizkofler- und Bürgerhaus 162, im Grand Hotel 101, zusammen 263 Gäste gleichzeitig anwesend. Das herrliche, milde Wetter, nur ein paarmal durch kurze Strichregen unterbrochen, die herrlichen Spazierwege, die bis an die Häuser herabreichenden Waldungen, prächtige Luft, vorzügliche Bedienung machen den Aufenthalt im Brennerbad höchst angenehm. Die Automobile laufen einander fast in den Rücken. (Tiroler Volksblatt) ••• 22.07.1911 (Zur freisinnigen Protestversammlung in Franzensfeste). Am Sonntag, 16. des Monats, halb 4 Uhr nachmittags, fand hier im „Bahnhofhotel“ die angekündigte freisinnige Protestversammlung gegen die Wahl Guggenbergs im Kurortebezirk statt. Anwesend waren 280 bis 300 Personen. (…) Zahlreiche Redner forderten ihn bei seiner Offiziersehre auf, das nicht rechtmäßig erworbene Mandat sofort zurückzulegen. (…). Weiters sprachen noch Landesausschuß Baron Sternbach, Nagler-Gossensaß, Guggenbichler-Sterzing, Verhoutz-Zwölfmalgreien (er schimpfte was Platz hat über die „Pfaffen“ und „Kuttenbrüder“, dieser Verhoutz hat auch seinerzeit die Sozialdemokraten in Bozen mit „Rotes Gesindel“ benamst. Wir meinen, daß der Mann wohl nicht recht bei Groschen ist). Alle Reden liefen dahin hinaus, daß Guggenberg nicht als rechtmäßiger Abgeordneter gelte. (…) Wie die freisinnige Zeitung meldet, wird der neu gewählte Abgeordnete des Stadtbezirkes Bozen-Meran Emil Kraft in der ersten Sitzung des Abgeordnetenhauses im Vereine mit den übrigen deutschfreiheitlichen Abgeordneten aus Tirol einen Dringlichkeitsantrag gegen die Gültigkeit der Wahl des christlich-sozialen Abgeordneten im Kurortebezirk General Athanas von Guggenberg einbringen. (Tiroler Volksbote) ••• 28.07.1911 (Eisacktal). Ein wahres Schildbürgerstückl führen die Freisinnigen des Kurortebezirkes auf. Am 16. hielten sie in Franzensfeste eine Versammlung, um gegen die Wahl Guggenbergs zu protestieren. Ist das nicht zum Lachen. Wäre es nicht viel vernünftiger, gegen die Wahl des Herrn Kraft zu protestieren? (Tiroler Volksblatt) ••• 28.07.1911 (Außerpfitsch, Eisacktal, Brand). Am Freitag den 14. Juli brannte das Haus des Bauers Alois Volgger zur Hälfte ab. Es verbrannten sehr viele Einrichtungsgegenstände. Bei dem Brande ereignete sich leider auch ein bedauerlicher Unglücksfall. Der bei den Löscharbeiten eifrig mitwirkende Herr Pfarrer wurde durch einen vom Dache fallenden Stein zu Boden geschlagen und erhielt am Kopfe eine nicht unbedeutende Verletzung. (Tiroler Volksbote) ••• 28.07.1911 (Brenner. Von einer Lokomotive überfahren). Vorigen Donnerstag abends nach 8 Uhr ist in der Station Brenner der 28 Jahre alte Bremser Jakob Podasser verunglückt. Er hatte gerade seinen Dienst angetreten, mußte einige Geleise überqueren, um zu seinem Wagen zu kommen, als ihn von rückwärts eine Maschine erfaßte und zu Boden stieß. Der rechte Arm wurde ihm an der Schulter vollständig abgetrennt. – Die herrlichen Tage bringen tagaus tagein eine Menge Fremder. (Tiroler Volksbote) Zusammengestellt von Karl-Heinz Sparber

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