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Schweizer Manufakturen für Wohnkultur 2025_komplett

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präsentiert

SCHWEIZER MANUFAKTUREN FÜR WOHNKULTUR

WOGG ist mehr als Design. Mehr als Produktion. Es ist eine Haltung. Auf zwei Seiten nicht zu fassen.

Schweizer Kulturgut

Meine Wurzeln habe ich in den Bergen, doch aufgewachsen bin ich im Südosten des Kantons Aargau, genauer gesagt im Freiamt. Das beschauliche Wohlen brachte es im 19. und frühen 20. Jahrhundert durch die Strohindustrie zu Weltruhm. Strohhüte aus dem Freiamt schmückten Köpfe in Paris, London und New York. Und in Wohlen ist auch der Circus Monti zu Hause. Dieser wurde vor genau 40 Jahren von der Familie Muntwyler aus der Taufe gehoben. Doch was haben die Strohindustrie und vor allem ein Zirkus mit Design und dem Begriff «Manufaktur» zu tun?

Als ich im letzten Herbst wieder einmal eine Aufführung im Monti erleben durfte, lauschte ich am Ende der Zirkusvorstellung voll von zauberhaft erzählten Bildern mit beeindruckender Artistik und feinfühligem Klamauk den Worten des Zirkusdirektors Johannes Muntwyler. Er sprach von Alt und Neu sowie dem handwerklichen Können seiner Artist:innen. Die Worte über Wertschätzung, traditionelle Zirkuskunst, die ständige Suche nach neuen Wegen, das Nie-still-stehen-dürfen und das Stets-nach-vorne-schauen haben mich bewegt. Und diese Worte waren es, die mich darin bestärkten, dass Zirkuskunst, Schweizer Design und Schweizer Manufakturen sehr wohl etwas miteinander zu tun haben. Ohne das Wissen von den eigenen Wurzeln, den Glauben an die eigene Stärke, ohne das Gestern und Heute, die sich gegenseitig befruchten, ohne Tradition und Innovation im Gleichgewicht gibt es kein Heute und keine Zukunft.

Das Faszinierende am Monti sind für mich die Geschichten, die der Zirkus geschrieben hat und noch heute bei jeder Vorstellung schreibt. Und dies auf poetisch zauberhafte Weise. Und nun erzählen wir von Menschen, oft von Familien, die mit Leidenschaft, Mut und Geduld dem Alltag trotzen, ihre Träume leben. Es sind insgesamt 32 Porträts von kleinen und grossen, sehr unterschiedlichen Manufakturen, die überraschen, beeindrucken und inspirieren. Der Circus Monti genauso wie Schweizer Design und Schweizer Manufakturen sind ein wichtiges Kulturgut unseres kleinen Landes. Tauchen Sie ein in 32 Möbel- und andere Geschichten.

Herzlichst ihr

Das Ideale Heim roland.merz@archithema.ch

INHALT

Entree

3 Editorial –— Schweizer Kulturgut – oder was hat ein Zirkus mit zeitgemässem Design zu tun?

6 Manufaktur –— De nitionen von Begriffen sind grundsätzlich nicht leicht. Wir haben es trotzdem versucht – ein Tischgespräch.

Manufakturen

16 Agosti Meier –— Jedes Projekt ein Unikat.

18 Argolite –— Beständig unter Druck.

20 Atelier Alinea –— Zeitlos schön.

22 Baltensweiler –— Präzision aus Licht.

24 de Sede –— Die Kunst des Sitzens.

26 Elbau –— Wo Hightech auf Handwerk trifft.

28 Elite –— Familiensache.

30 Embru –— Ein Leben lang.

32 Franke –— Kompetenz Edelstahl.

Handwerkskunst: In der Innerschweizer Lichtmanufaktur Baltensweiler wird jede «Irio»Leuchte von Hand montiert und geprüft, bis jedes Detail sitzt. (Titelbild: Baltensweiler)

34 Glatz –— Massgeschneiderter Sonnenschutz.

36 Horgenglarus –— Funktion und Form.

38 IGN. –— Passion Holz.

40 Jacoby –— Möbel mit Seele, Handwerk mit Haltung.

42 Kramis –— Storytelling 2.0.

44 Küng –— Räume für Ruhe.

46 KWC –— Wir sind ein Pionier!

48 Laufen –— 100 Jahre Sanitärkeramik.

50 MAB Möbel –— Handwerk mit Zukunft.

52 Manufakt –— Ein unangefochtener Designklassiker.

54 Maurice de Mauriac –— Farbe und Linie.

56 Orea –— Qualität braucht Herkunft.

57 Peka –— Raum neu gedacht.

58 Roviva –— Ohne Tradition keine Zukunft.

60 Schätti –— Licht aus dem Glarnerland.

62 Schlossberg –— Ein ganzheitliches Erlebnis.

64 Schmidlin –— Stahlstark.

66 Stone Group –— Vom Steinbruch bis zum Projekt.

68 Swiss Plus –— Nachhaltige Bettsofas aus der Schweiz.

70 Thut –— Let’s play.

72 Vogel –— Wo Handwerk und Design zusammentreffen.

74 WeibelWeibel –— Souveräne Selbstverständlichkeit.

76 Willisau –— Klares Bekenntnis für lokale Wertschöpfung.

Ausklang

78 Service –— Eine kunterbunt gemischte Auswahl an Produkten von Schweizer Manufakturen.

82 Buchtipp –— Swiss Design.

Manufaktur ist eine Manufaktur ist eine Manufaktur – oder?

Begriffsde nitionen sind grundsätzlich nicht leicht, ändern sie sich doch im Laufe der Zeit und so sehr man sich Beständigkeit wünscht, genau das bieten sie selten. Oder nie. Wir haben es trotzdem versucht.

Interview: Katrin Montiegel, Fotos: Lars Hellman

«Bei einer Manufaktur ist das Handgemachte auf jeden Fall wichtig.»

GABRIELA CHICHERIO

Mit den Designer:innen Gabriela Chicherio und Jörg Boner sowie Johannes Weibel, CoGeschäftsführer des Polstermöbelherstellers WeibelWeibel AG, holten wir drei mutige Menschen an unseren Diskussionstisch, die sich der Herausforderung stellten, die Frage «Was ist eine Manufaktur?» zu beantworten. Das Ergebnis ist eindeutig mehrdeutig und eröffnet Diskussionsfelder, die sich bis in die Bereiche Kulturgut, Bildung und Willenskraft erstrecken. Aber lesen Sie selbst.

Kommen wir doch gleich direkt zur Sache: Was ist eine Manufaktur?

GABRIELA CHICHERIO: Bei einer Manufaktur habe ich ein Bild von Kunsthandwerk im Kopf. Ich denke da zum Beispiel an einen Glasbläser, der kleinere Serien produziert. Das Handgemachte ist auf jeden Fall wichtig.

JOHANNES WEIBEL: Ich sehe das ähnlich. Die Abgrenzung zwischen Handwerk und Industriebetrieb. Wir sprechen zwar von WeibelWeibel als Industriebetrieb, aber wenn man durch die Produktion läuft, sieht man überall noch Handarbeit. Man kann fast nichts automatisieren. Darum würde ich uns auch eher als Manufaktur bezeichnen, weil (fast) jeder Schritt von Hand gearbeitet wird.

Interessanterweise hatte, gemäss früheren De nitionen, eine Manufaktur gar nichts mit Kunsthandwerk zu tun. Vielmehr ging es darum, Möbel in höherer Stückzahl für die breite Masse zu produzieren. Sie war als Vorläufer der Fabrik, die ja erst nach der Industrialisierung kam, noch nicht so hoch technisiert, aber diesen kleinen, individuellen Charakter, den wir einer Manufaktur heute zuschreiben, den hatte sie nicht.

JÖRG BONER: Das sehe ich auch so. Eine Manufaktur ist der Vorläufer eines Industriebetriebes. Für mich bedeutet Handwerk, ein einzelnes Produkt zu fertigen. Die Serie ist nicht das erste Ziel – das ist eine wichtige Unterscheidung. Eine Manufaktur hat für mich den Optimierungsgedanken: Wie kann ich etwas geschickt herstellen, damit ich nächstes Jahr dann zehn davon machen kann.

Habt ihr eine Idee, wie es zu dieser Umdeutung des Begriffes kommen konnte, also, dass man heute bei Manufaktur eher an Kunst und Handwerk denkt?

JW: Ich denke, das hat mit einem Generationenwechsel zu tun. In einer Zeit des Aufbaus hat man mehr auf Industrialisierung und Automation gesetzt. Heute wird der Begriff wieder eher als Positionierung benutzt, z. B. im Zusammenhang

«Heute wird der Begriff oft als Positionierung benutzt.»

JOHANNES

WEIBEL

«Den Begriff Industrie hört man nicht so gern. Eine Manufaktur ist das nette kleine Gegenstück.»
JÖRG BONER

mit einem Familienbetrieb. Früher wollte man die Welt als Industriebetrieb erobern, heute zählen andere Werte.

GC: Interessant, dass das auch gerade dem Zeitgeist entspricht. Früher wollte man automatisieren, man wollte industrielle Kraft zeigen. Und nun ist da wieder diese Rückkehr zum Regionalen und zum Familiären – das erachten die Leute auch als glaubwürdiger als diese anonymen Riesen rmen.

JB: Vielleicht ist das ja der Anfang einer zunehmenden Industrialisierung, die sich dann hoffentlich wieder hier in der Schweiz ansiedelt.

JW: Die Bedürfnisse haben sich einfach auch wieder geändert. Nicht nur seitens der Konsument:innen, auch wie man sich als Unternehmen sieht. Entscheidungen, die einst getroffen wurden, sind nicht mehr in Stein gemeisselt, sie dürfen auch mal revidiert werden.

Habt ihr das Gefühl, der Begriff wird als Marketinginstrument missbraucht?

JB: Ich habe eher das Gefühl, es ndet eine Romantisierung statt. Den Begriff Industrie hört man momentan nicht so gern. Grossbetriebe und Grossunternehmen sind unter Druck: Sie sind sozial

nicht verantwortlich, nicht nachhaltig, da kann man als Mensch seinen ganzen Unmut hineinprojizieren. Eine Manufaktur ist das nette kleine Gegenstück.

JW: Was ich allerdings immer noch widersprüchlich nde, ist, wenn sich ein Unternehmen mit mehreren Tausend Mitarbeitenden Manufaktur nennt. In solchen Fällen habe ich dann den Eindruck, dass es um einen eher künstlichen Versuch der Positionierung geht.

GC: Die Definition scheint sich offensichtlich also auch an der Anzahl Mitarbeitenden und am Produkteoutput festzumachen.

JB: Da wären wir wieder bei der Abgrenzung zum Kunsthandwerk, das du vorhin erwähnt hattest. Dort arbeitet man auf etwas hin, und zwar am liebsten nur auf eine Sache, weil man dann gerne wieder etwas Neues machen möchte.

Auf welches Unternehmen in der Schweiz träfe denn eurer Meinung nach der Begriff Manufaktur im Möbelbereich zu?

JW: Das wäre für mich Horgenglarus. (Die anderen nicken zustimmend). Bei ihnen spielt auch der kulturelle Aspekt eine wichtige Rolle: Schweizer Designtradition. Für mich ist das ein Paradebeispiel.

JB: Das Holz, welches Horgenglarus verarbeitet, beziehen sie aus der Nähe. Mit all dem, was das Unternehmen macht

und wofür es steht, wandert es auch nicht einfach in ein anderes Land ab.

JW: Das Dämpfen und das Biegen sind für mich ausserdem typische Manufaktur-Methoden.

Diese sehr speziellen handwerklichen Ausführungen machen das Produkt auch teuer. Sind Manufakturprodukte dann schon Luxusgüter?

JB: Das nde ich eine ganz gefährliche Diskussion. Die Produktion in China kostet auch, nur sind wir nicht bereit, so viel zu bezahlen. Produktionsorte suchen, die vermeintlich billiger sind, das hat man immer gemacht, aber ob das deswegen richtig ist, sei dahingestellt. Dabei sind das vergleichsweise einfach andere Löhne, andere Strukturen. Ausserdem ist es nicht

so, dass billigere Länder schlechter produzieren. Hoch entwickelte Firmen gibt es an vielen Orten. Ich frage mich eher, wieso wir nicht Rahmenbedingungen schaffen, damit solche Firmen auch hier wieder stehen, da, wo wir unser Geld verdienen.

CG: Ich bin da ganz bei dir und ich denke nicht, dass ein Manufakturgut ein Luxusgut ist. Der Preis ist einfach das, was etwas kostet, wenn man die Mitarbeitenden fair bezahlt, die Kosten der Maschine, der Produktion und des Produktionsortes miteinbezieht. Und ich glaube, es geht auch einfach ums Wollen: Man muss sich etwas leisten wollen.

JW: Der Möbelfranken wird heute immer kleiner. Es wird immer weniger fürs Wohnen ausgegeben, weil du viel

«Es ist wichtig, die Produktion im Land zu haben und nicht Opfer geopolitischer Spielereien zu werden.» GABRIELA

CHICHERIO

mehr andere Optionen hast: Reisen, Freizeit, Unterhaltung, Autos. Es ist immer ein Konkurrenzkampf, wo und für was das Geld ausgegeben wird.

GC: Genau deshalb ist es für mich ein Wollen, nicht ein Können.

Wir haben bisher nur kurz das Thema Produktionsort gestreift. Dieser scheint wichtig, wenn Swiss Made ins Spiel kommt – ist das Label für euch nach wie vor ein Qualitätsmerkmal?

JW: Wir setzen stark darauf, denn bei uns im Unternehmen herrscht eine sehr hohe Fertigungstiefe. Aber die Konsument:innen scheinen mittlerweile nicht mehr so klar zu unterscheiden, was

Swiss Made bedeutet und was nicht. Wenn das Unternehmen einen Schweizer Firmensitz hat, dann reicht das vielen.

GC: Ich nde, dass die ganze Swissness etwas «missbraucht» wird. Es gibt Firmen, die sich das zu eigen machen, die aber nicht mal in der Schweiz produzieren, zumindest nicht alles. Swiss Design ist nicht dasselbe wie Swiss Made, viele machen sich nicht mehr die Mühe, da genauer hinzuschauen. Ich bin der Meinung, dass es von Interesse ist, wenn wir weiterhin die Produktion im Land haben und nicht Opfer geopolitischer Spielereien werden. Es ist wichtig zu zeigen, was die Menschen hier in der Schweiz machen und wie sie beschäftigt sind. Ausser-

dem nde ich ein vielseitiges Jobangebot im Inland wichtig. Das Bewusstsein dafür steigt mittlerweile zum Glück und die lokale Produktion wird auch wieder aktiver gefördert.

JW: Wenn wir konkret von Swiss Made reden, ist es einfach immer schwieriger, die Kriterien, die es für das Label braucht, zu erfüllen. Leder z. B. – die Mengen, die wir bei uns in der Produktion benötigen, kann man in der Schweiz nicht mehr kaufen. Als Schweizer Hersteller wird es immer schwieriger, alle Materialien in ausreichendem Masse im Land zu bekommen. Das ist in Deutschland schon anders, wo die Zulieferindustrie noch besser aufgestellt ist

«Design muss man wollen. Es ist auch eine kulturelle Leistung und das sollte breiter kommuniziert werden.» JÖRG BONER

JB: Durch das ganze Outsourcen haben wir einfach auch sehr viel dieser Zulieferindustrie verloren. Nehmen wir mal Norditalien: Dort stehen die kleinen Manufakturen noch, die seit jeher als Zulieferbetriebe agiert haben, nach den 2000er-Jahren aber für eine gewisse Zeit auch eher schmal durch mussten.

Mal provokativ gefragt: Sollte man das Label dann einfach aufgeben?

JB: Nein, man sollte es über Schweizer Grenzen hinaus bekannter machen! Die Schweiz ist zu selbstwirksam, Hauptsache sie hat ihren Binnenmarkt. Wenn wir schon so ein Label haben und ich glaube de nitiv, dass es dafür einen Markt gibt, dann müsste man das mehr nach aussen zeigen. Andere Länder haben uns das voraus. Wenn man in der Schweiz über Schweizer Design redet, nicken alle. Aber wenn man in Frankreich über Schweizer Design redet, kann keiner folgen. Die skandinavischen Länder haben es vorgemacht, wie man sich positioniert, wenn Design eine Rolle spielen soll.

GC: Also die 1950er-Jahre, Max Bill, «Die Gute Form», auch Typogra e und Schriften – das kennt man durchaus weltweit als Swiss Design …

JB: Auf der of ziellen Website von Dänemark ist «Innovation and Design» eine ganze Rubrik im Hauptmenü. Da scheint die Wichtigkeit der Vermittlung zwischen kultureller und wirtschaftlicher Stärke angekommen zu sein.

Welche Möglichkeiten gibt es denn, Design nach aussen zu tragen?

GC: Indem man zeigt, was man macht, wie man es macht. Indem man erklärt, wieso Produkte sind, wie sie sind. Das wissen ganz viele Menschen nicht. Design funktioniert oft nach dem Prinzip, gefällt mir/gefällt mir nicht. Aber man muss die Leute wieder zum Zuhören anregen und ihnen zeigen, was hinter dem fertigen Produkt steckt – das Thema sollte auch im Bildungswesen einen Platz haben.

«Einfach wird es für uns Hersteller in den nächsten Jahren nicht werden.»

JOHANNES WEIBEL

«Ich hoffe, dass das Bewusstsein und die Bereitschaft, Manufakturen zu unterstützen, wieder wächst.»
GABRIELA CHICHERIO

JW: Bei uns im Unternehmen ist Transparenz das Identi kationsmoment. Wir legen ganz offen dar, was wir wo beziehen und wie wir produzieren, z. B. mit Betriebsführungen.

JB: Ein tolles Tool, das wir hatten, war der Designers’ Saturday. Die Besucher:innen sind tatsächlich aus den umliegenden Ländern angereist und haben genau den Einblick erhalten, den du, Johannes, beschrieben hast: Transparenz, Einblick in die Produktion und das mitunter auf äusserst kunstvolle Art und Weise. Für mich war das ein riesiger Verlust, als der weggefallen ist.

Wie seht ihr die Zukunft für Schweizer Manufakturen? Reicht da einfach besseres Marketing? Gerade wenn man Menschen erreichen will, die sich nicht täglich mit Möbeldesign beschäftigen?

JW: Einfach wird es für uns Hersteller in den nächsten Jahren nicht werden. Die Weiterentwicklung eines Produktes nach dem Verkauf wird immer wichtiger. Den Wert auch nach dem Verkauf erhalten, indem man schaut, wie etwas repariert oder in einer weiteren Entwick-

lungsphase optimiert werden kann.

GC: Wenn ich auf den Produktionsstandort Schweiz blicke, wird es für Manufakturen in Zukunft schwierig werden. Daher hoffe ich, dass das Bewusstsein für dieses Thema – auch seitens der Politik – wieder wächst. Und auch die Bereitschaft, Manufakturen und Swiss Made zu unterstützen, indem wir wieder mehr lokal konsumieren.

JB: Gabriela, du sagtest vorher, ein Manufakturprodukt muss man wollen. Ich würde noch einen Schritt weitergehen und sagen: Design muss man wollen. Für mich hat Design sehr viel mit Kultur und unserer Zeit zu tun, es ist ein Stück weit auch eine kulturelle Leistung und das sollte einfach breiter kommuniziert und verstanden werden. Das Thema wird immer schnell in die Wirtschaftsschublade gesteckt. Da brauche es Wirtschaftsförderung. Dabei ist es ebenso ein Kulturgut. Wenn es nur um Zahlen geht, dann sollten wir alle gleich wieder aufhören (lacht). Aber wenn man Design will, kann ein Mehrwert daraus entstehen, der uns in vielerlei Hinsicht vorwärtsbringt.

JÖRG BONER ist Produktdesigner und führt seit über 20 Jahren ein eigenes Studio. Seine Möbel, Leuchten und Alltagsobjekte verbinden Funktionalität mit Eleganz, der Fokus seiner Arbeitsweise liegt auf der Innovation beim Produktionsprozess. joergboner.ch

GABRIELA CHICHERIO ist Produktdesignerin mit den Schwerpunkten Konzeption, Kuration, Ausstellungen und Vermittlung. Sie ist Mitbegründerin und Festivalleiterin der Zurich Design Weeks. chicherio.com

JOHANNES WEIBEL führt gemeinsam mit seinem Bruder Lukas in zweiter Generation das Unternehmen WeibelWeibel AG. Der Polstermöbelhersteller produziert im aargauischen Endingen. weibelweibel.ch

MFH in St. Gallen: Im Zentrum dieser umfassenden Innenraumplanung von Agosti Meier steht eine ganz besondere Küche mit Messingdetails.

Jedes Projekt, ein Unikat

Das Team von AGOSTI MEIER gestaltet Räume und Küchen für ein nachhaltiges und ästhetisches Wohnen.

Zweite

Generation: Angelo Agosti (links) und Andreas Meier, beide gelernte Möbelschreiner, leiten heute die Geschicke der Manufaktur.

Fotos: Ladina Bischof und Jan Thoma für Agosti Meier

DDas erklärte Lieblingsstück von Angelo Agosti und Andreas Meier ist die Küche. Ihre Leidenschaft ist das Gestalten und Fertigen von inspirierenden Innenräumen und Möbelstücken.

Wie hat alles begonnen?

ANGELO AGOSTI: Agosti Meier wurde vor elf Jahren aus der Taufe gehoben. Damals haben wir Agosti HolzIdeen, gegründet 1976 von Victor Agosti, von meinem Vater und Andis ehemaligem Lehrmeister übernommen. Nach wie vor fertigen wir in Waldkirch. Der Kern

der Philosophie, handwerklich aspruchsvolle Küchen, Innenausbauten und Möbel mit hoher Qualität und Individualität zu fertigen, ist erhalten geblieben. Geändert hat sich die Fokussierung auf Planung und Bau von Küchen.

Was macht Agosti Meier besonders?

ANDREAS MEIER: Bei uns ist jede Küche, jedes Möbelstück ein Unikat, das zu 100 Prozent bei uns geplant und gefertigt wird. Wir arbeiten auch bei den Küchen nicht mit vorgefertigten Normbestandteilen, daher können wir komplett auf die Bedürfnisse unserer Kunden eingehen – Privatpersonen und Architekt:innen. Uns zeichnet eine hohe Af nität zu Design und Architektur aus.

EFH in St. Georgen: Bei diesem Umbau fertigten Agosti Meier nicht nur die Küche, sondern auch diverse Regale und Einbauschränke.

Wie entsteht in Waldkirch eine Küche oder ein Innenraumprojekt?

AM: Die Planung erfolgt immer im engen Austausch mit den Kund:innen. Oft treten diese mit ersten Vorstellungen von der Wunschküche, inspiriert von unseren bereits realisierten Objekten oder aus Zeitschriften, an uns heran. Im engen Austausch entsteht anschliessend mithilfe einer Bemusterung ein konkretes Konzept mit Budget. Realisiert wird die Küche oder das Möbel bei uns in der Werkstatt und wird nachher durch unsere Fachleute montiert.

Wie haben Sie sich für die Zukunft gerüstet?

AA: Die Investition in eine moderne Nesting-Maschine hat sich bewährt und wird uns auch in Zukunft Vorteile in der Optimierung der Produktion verschaffen. Weiter haben wir in einen zweiten Standort investiert: Mit der Eröffnung des Studios in St.Gallen, das wir als Show- und Eventroom nutzen, sind wir heute noch näher bei der Kundschaft. Mit unserem kleinen und exiblen Team sowie guten Partnerschaften sind wir von Agosti Meier gerüstet für kommende Herausforderungen.

Haben Sie Ziele und Wünsche für die nahe und ferne Zukunft?

AA: Ja, wir haben zwei Ziele, einerseits möchten wir unser erstes Küchenmodell «A+» noch häu ger verkaufen. Dieses besteht aus de nierten Komponenten, die innerhalb eines vorgegebenen Bereichs individualisiert werden können. So ist es auch einem jungen, designafnen Publikum möglich, eine eigene Küche zu erwerben. Andererseits möchten wir vermehrt ganzheitliche Innenausbauten planen und realisieren. Wir sehen diesbezüglich in der Schweizer Wohnlandschaft noch grosses Potenzial. RM

Agosti Meier AG

Arneggerstrasse 38, 9205 Waldkirch 071 433 11 31 info@agostimeier.ch agostimeier.ch

Küchenlinie «A+»: Das innovative Küchensystem verbindet hochwertige Schweizer Qualität mit zeitlosem Design.

Harmonisch: Das dunkle Blaugrün «Nocturne TX» entfaltet neben den warmen Naturholzgriffen eine ruhige Wirkung.

Beständig unter Druck

Bei ARGOLITE entstehen Hochdrucklaminate, die für ihre Präzision, Widerstandskraft und ästhetische Vielfalt geschätzt werden.

Struktur: Die schwarze Arbeitsplatte aus «Argolite Alukompakt» verleiht der Küche eine hochwertige Anmutung.

AArgolite produziert im luzernischen Willisau Hochdrucklaminate, die für ihre Präzision, Widerstandskraft und ästhetische Vielfalt geschätzt werden. Als einziger Schweizer Hersteller von HPL nach Norm EN 438 vereint das Unternehmen technisches Know-how mit einer klaren Haltung: nachhaltige Produktion, durchdachte Materialien und eine enge Verbindung von Handwerk und Technologie. Hinter jedem Produkt steht ein tiefes Verständnis für den Werkstoff und seine Anwendung – vom industriellen Objekt bis zur individuellen Raumlösung.

HPL, kurz für High Pressure Laminate, besteht zu rund 70 Prozent aus Papier und zu 30 Prozent aus Harzen. Unter grossem Druck und hoher Temperatur verpresst, entsteht ein kompakter Werkstoff, der durch seine Robustheit und Langlebigkeit überzeugt. Und damit

Fotos: Markus Kaech, Pierre Kellenberger, Patrick Zemp

Farbtupfer: Grüne «Argoplax»-Fronten setzen einen frischen Akzent in der schlicht gestalteten Küche.

auch ökologisch Bestand hat. Denn was über Jahrzehnte hält, muss nicht ersetzt werden. Ein zentrales Element der Fertigung ist das hauseigene Assembling, das manuelle Zusammenstellen der einzelnen Schichten vor dem Pressvorgang. Dadurch können funktionale Eigenschaften integriert werden, ohne das Erscheinungsbild zu verändern. So entstehen etwa magnethaftende, beschreibbare oder Ober ächen mit Anti-Fingerprint-Qualitäten, die sich optisch nicht von klassischen Platten unterscheiden und dennoch mehr können, als man ihnen ansieht. Die antibakteriell «Sanitized»-Technologie dagegen ist heute bereits Standard.

Das Einsatzspektrum reicht von öffentlichen Bauten wie Schulen, Spitälern und Museen bis hin zu privaten Küchen, Bädern oder Möbeln. Ob als direkt verklebte Wandverkleidung, als AntiFingerprint-Ober äche oder als schlanke Arbeitsplatte – der Werkstoff zeigt seine Stärke überall dort, wo Beständigkeit, Hygiene und Ästhetik gefragt sind. Gestalterisch eröffnen die Platten grosse

Freiheiten: Dekore und Strukturen lassen sich frei kombinieren, während Speziallösungen wie «Argotex» mit eingearbeiteten Textilien oder «Argoprint» mit individuellen Druckmotiven zusätzliche Ausdrucksmöglichkeiten schaffen. Die neu entwickelte «HPL Box 25» fasst diese gestalterische und funktionale Vielfalt zusammen und dient als Arbeitsinstrument für Architekt:innen, Planer:innen und Designer:innen. Diese Vielfalt ist das Ergebnis einer Arbeit, die auf Präzision und Geduld beruht. Bei Argolite wird Qualität nicht als Schlagwort verstanden, sondern als alltägliche Praxis – in der Auswahl der Materialien, in den Prozessen und im respektvollen Umgang mit einem Werkstoff, der viel aushalten soll. STS

Argolite AG

Ettiswilerstrasse 48, 6130 Willisau 041 972 61 11 verkauf@argolite.ch argolite.ch

Materialität:

Argolite-Vollkernplatten verleihen mit ihrer leicht variierenden Ober äche dem Bad eine feine Lebendigkeit

Frisch: Blaue «KompaktPlus»-Platten in «Glacier» und «Topasblau» geben dem Bad eine helle, klare Note

Klassiker: Ob auf dem Balkon, im Garten oder am See, der Gartenstuhl fügt sich überall dort ein, wo man draussen verweilen möchte.

Gefräst, geschliffen, getaucht und lackiert: Schritt für Schritt wird aus der Eschenleiste eine präzise gefertigte, wetterbeständige Latte.

Zeitlos schön

ATELIER

ALINEA zeigt, wie Handwerk und Formgefühl zu Möbeln werden, die bleiben.

BBei Atelier Alinea entstehen Möbel, die Erinnerungen wecken – an laue Sommerabende, an das Klirren von Gläsern, an den Klang, wenn Stuhlbeine über Kies schaben. Mit der eigenen Gartenmöbelkollektion brachte das Unternehmen jene Atmosphäre zurück, die einst die Terrassen der Restaurants prägte. Was als Versuch begann, den Charme vergangener Zeiten wiederzubeleben, wurde zu einer Kollektion, die Qualität, Handwerk und Langlebigkeit in den Mittelpunkt stellt.

Gegründet wurde Atelier Alinea 1993 von Werner Abt als Weiterführung einer Geschichte, die zwei Jahrzehnte zuvor begann. Schon 1973 hatte Abt die Alinea AG ins Leben gerufen, ein Unternehmen für Innenarchitektur und Objekteinrichtung. Mit dem Atelier schuf er einen Ort, an dem Möbel nicht nur entworfen, sondern auch gefertigt werden – eigenständig, präzise und beständig. Mit dieser Haltung begann auch die eigene Fertigung: eine Produktion, die industrielles Know-how mit handwerklicher Sorgfalt verbindet. Gefertigt wird halb industriell – eine bewusste Entscheidung zwischen Handarbeit und moderner Technik. Leisten aus Eschenholz werden zugeschnitten, formgefräst, geschliffen, getaucht, grundiert und lackiert. Das Ergebnis ist eine Ober äche, welche die Maserung bewahrt und zugleich robust gegenüber Sonne, Regen und Temperaturschwankungen bleibt.

Präzision: Moderne Anlagen fräsen und schleifen die Latten millimetergenau für gleichbleibende Qualität in Serie.

Sorgfalt: Zwischen Werkbank, Handschliff und Lackierung liegt der Moment der Prüfung.

Der klassische Gartenstuhl ist das Herzstück der Kollektion. Seine Konstruktion folgt einer klaren Logik: Funktion und Komfort bestimmen die Form. Die gebogenen Eschenlatten geben Rücken und Beinen sanften Halt, das Gestell aus feuerverzinktem Stahl sorgt für Stabilität. Besonders charakteristisch sind die leicht ausgestellten, sanft geknickten Hinterbeine, die dem Stuhl seine unverwechselbare Silhouette verleihen. Erhältlich ist der Gartenstuhl in natur, tauchimprägniert oder lackiert in einer von neun Farben – traditionell, zurückhaltend oder leuchtend. Mit oder ohne Armlehne lässt er sich individuell anpassen und fügt sich mühelos in jede Umgebung ein – ob auf dem Stadtbalkon, im Garten oder vor dem Sommerhaus am See.

Wie alle Möbel von Atelier Alinea, die in Heimberg bei Thun zu Hause sind, ist auch der Gartenstuhl Ausdruck einer Haltung: Wertschätzung für ehrliches Material, sorgfältige Verarbeitung und die Schönheit des Einfachen. STS

Formgefühl: Der Gartenstuhl (im Bild: Resedagrün) vereint klare Linien und handwerkliche Präzision.

Film über den Produktionsprozess des Gartenstuhls

Atelier Alinea AG Alte Aarestrasse 3, 3627 Heimberg 033 438 32 72, info@atelieralinea.ch atelieralinea.ch

Präzision aus Licht

In dritter Generation geführt, setzt BALTENSWEILER auf Entwicklung, Fertigung und Montage unter einem Dach – mit Blick nach vorn.

Familienbande (v. l.): Ilario Meier, Ria Baltensweiler und Flora Meier führen das Unternehmen heute in die Zukunft. Es fehlt Fabian Meier.

Montage: In der Manufaktur wird jede «Irio»-Leuchte von Hand montiert und geprüft, bis jedes Detail sitzt.

«Irio»: Dank ihres Kugelgelenks lässt sich die Wandleuchte frei ausrichten.

Fotos: Baltensweiler AG

IIm Herzen der Schweiz baut Baltensweiler seit über 70 Jahren Leuchten für Wohnund Arbeitsräume. Gegründet 1951 von Rosmarie und Rico Baltensweiler, die auf der Suche nach einer passenden Leuchte für ihre eigene Wohn-Werkstatt kurzerhand selbst Entwürfe entwickelten, wird das Unternehmen heute in dritter Generation geführt – designorientiert, präzise und fest verankert in der Tradition der Manufaktur. Swiss Made heisst hier, dass

Design, Prototyping, Teilefertigung, Veredelung und Montage am selben Ort zusammenspielen. Aus dieser Nähe entsteht eine Qualität, die man sieht – und über Jahrzehnte nutzt.

«Fez»: Ein Beispiel dafür, wie präzise Materialführung, stimmige Proportionen und ausgereifte Lichttechnik zusammen nden.

Der Weg eines neuen Modells beginnt im hauseigenen Designteam. Nach der Idee folgen umgehend die ersten Prototypen. Neben Form und Material zählt die Machbarkeit: Wie lässt sich eine ligrane Silhouette mit der notwendigen Kühlung, Elektronik und Montagefreundlichkeit vereinbaren? Das Team vereint klassische Produktgestaltung mit fundiertem Lichttechnik-Know-how – von Optik und Abstrahlcharakteristik bis zur Integration moderner LED-Technologien. In der Produktion trifft echtes Handwerk auf modernste, teilweise vollautomatisierte Fertigung. Geformt, gefräst und gebogen entstehen Komponenten mit hoher Präzision – entweder für die externe Veredelung oder direkt für die Assemblierung. In der Montage fügen Spezialistinnen und Spezialisten jede Leuchtenfamilie von Hand zusammen. Dieser Fokus auf Verantwortung pro Produktlinie sichert die gleichbleibende Qualität vom ersten bis zum letzten Stück.

Die Summe dieser Entscheidungen –kurze Wege, eigenständiges Design, präzise Teilefertigung und sorgfältige Handmontage – macht die Manufaktur verlässlich und zukunftsfähig. Baltensweiler bewahrt, was trägt, und erneuert, was weiterbringen soll.

Zur Produktionskultur gehört dabei auch die Langlebigkeit. Jeder Jahrgang wird geschätzt – und bei Bedarf bis heute repariert oder umgebaut. Unabhängig vom Leuchtmittel ndet Baltensweiler Lösungen für Modelle aus der über 70-jährigen Kollektion. Diese KreislaufPerspektive ist gelebte Nachhaltigkeit: Qualität vor Austausch, Instandhaltung vor Ersatz. STS

Standort: Im Sinne von Swiss Made nden das Design, die Fabrikation und die Montage der Leuchten unter einem Dach statt.

Qualität: Handwerkliche Fertigung sorgt bei jedem Stück für höchste Präzision.

Baltensweiler AG Staldenhof 2 6014 Luzern 041 429 00 30 info@baltensweiler baltensweiler.ch

«DS-266 Yoga»: Sessel oder Liege, das ist hier die Frage. Mit wenigen Handgriffen kann «Yoga» von einem Sessel in eine Liege verwandelt werden.

Die Kunst des Sitzens

Seit 60 Jahren entwickelt DE SEDE handgefertigte Sitzmöbel, die auf dem ganzen Erdball für Aufsehen sorgen.

Mit Leidenschaft: de Sede steht für höchste Handwerkskunst, strengste Qualitätsansprüche und maximale Liebe zum Detail.

«DS-600 Snake», 1972: Entworfen von Eleonore Peduzzi Riva, Ueli Berger, Klaus Vogt und Hans Ulrich, ist das wohl längste Sofa der Welt zu einer Designikone gewachsen.

Fotos: de Sede

EEs gibt Orte, an denen Geschichte mit einer Leidenschaft beginnt: dem Duft von Leder und der Vision, dass Sitzen mehr sein kann als eine alltägliche Handlung. 1965 wagt der Sattlermeister Ernst Lüthy im aargauischen Klingnau den Schritt, sein Können aus dem Sattelbau auf Möbel zu übertragen. Seine Idee: den Komfort, den man einst nur hoch zu Ross erlebte, in Wohnräume zu übertragen.

So legte er den Grundstein für de Sede – heute eine der renommiertesten Manufakturen für handgefertigte Sitzmöbel weltweit. Und der Name ist Programm: de Sede bedeutet wörtlich «vom Sitzen». 60 Jahre später ist aus einer Vision eine Manufaktur geworden,

Plakatreihe aus den 1970er-Jahren: Das Thema «Sitzen» wird auf den Kopf gestellt –poetisch, absurd oder humorvoll übersteigert.

die sich durch meisterhafte Handwerkskunst, ikonisches Design und unverwechselbaren Komfort Made in Switzerland auszeichnet. «Wir produzieren in der Schweiz, was heute alles andere als selbstverständlich ist. Und wir arbeiten ausschliesslich mit dem, worin wir Meister unseres Fachs sind: Design, Funktionalität, Ergonomie, Polsterkunst und exklusive Materialien», führt CEO Monika Walser aus.

Die Möbel von de Sede sind längst internationale Stars: In James-BondFilmen treten sie als elegante Begleiter auf, und rund um den Globus schwärmen Liebhaber:innen von ihrem Design, ihrem Komfort und ihrer Verarbeitung. Und dabei wirken sie zugleich zeitgemäss und zeitlos. Dieser Balanceakt gelingt, weil de Sede über Jahrzehnte hinweg immer wieder neue Antworten auf die scheinbar einfache Frage gefunden hat: Wie möchte ich eigentlich sitzen? Ein gutes Beispiel für diese Philosophie ist «DS-600 Snake». 1972 in einer Zeit entworfen, in der die antiautoritäre Wohnart und die Space-AgeÄsthetik die Designwelt auf Trab

«DS-1025 Terrazza», 1974: Das Lebensgefühl der 1970erJahre kreativ umgesetzt.

hielten. Modular kombinierbar gilt es als das längste Sofa der Welt. Wie kreativ de Sede das Lebensgefühl der 1970er-Jahre in einer neuartigen Sitzlandschaft interpretierte, zeigt «DS-1025 Terrazza». Die gestapelten Ebenen erinnern an Weinterrassen und laden zum Sitzen, Lümmeln oder Fläzen ein. Und da gibt es jene Stücke, die den Sitzenden selbst zum Gestalter machen: «DS-266 Yoga», das mit wenigen Handgriffen von einem kompakten Sessel zu einer Liege für In- oder Outdoor wird, oder «DS-909 Flow», das erst kürzlich eine Zeitenwende im Sofadesign einleitete – modular, wandelbar, drinnen wie draussen nutzbar. Welche Formen und Funktionen die nächsten Kapitel der Geschichte von de Sede prägen werden, bleibt offen – sicher ist nur: Das Sitzen bleibt in Bewegung.

de Sede

Oberes Zelgli 2, 5313 Klingnau 056 268 01 11 info@desede.ch desede.ch

«DS-909 Flow»: Die neuste Sofalandschaft löst die Grenzen der verschiedenen Wohnbereiche auf – macht drinnen wie draussen eine gute Figur.

Manufaktur: Modernste Technologie und traditionelles Schreinerhandwerk sorgen für perfekte Ergebnisse.

Wo Hightech auf Handwerk trifft

Sorgfalt, Präzision und Technik – daraus entstehen bei ELBAU Küchen und Innenausbauten von bleibendem Wert.

Fotos: Elbau
Küchen AG

EEtwas Besonderes entsteht im stillen Appenzell: Elbau fertigt in Bühler Küchen, die Hightech und Handwerk auf gekonnte Weise verbinden. In der modernen Manufaktur treffen computergesteuerte CNC-Maschinen, innovative Fertigungssysteme und digitale Liniensteuerung auf Erfahrung, Materialkenntnis und viel Fingerspitzengefühl. Was 1965 mit fünf Gesellschaftern und einer ehemaligen Textilfabrik begann, hat sich im Verlauf der Jahre zu einer der modernsten Küchenproduk-

tionen der Schweiz entwickelt. Ein Meilenstein war die Inbetriebnahme der Losgrösse-1-Anlage im Jahr 2019: Sie erlaubt die individuelle Fertigung jeder Küche in höchster Präzision und Vielfalt. Alle Produktionsschritte sind digital vernetzt – ein zentrales IT-System steuert Material uss, Maschinen, Qualität und Zusammenbau. Diese intelligente Organisation schafft Effizienz, ohne den handwerklichen Charakter zu verlieren.

Denn Technik allein macht keine Marke: Elbau steht für individuelle Planung, modulare Systeme, raf nierte Details und Ober ächen, die im ausgewogenen Zusammenspiel von moderner Technik, hoher Handwerkskunst und

Harmonie: Grif ose Fronten und warme Räuchereiche verleihen der Elbau-Küche eine ruhige, ausgewogene Atmosphäre.

Herzblut perfektioniert werden. Neben Küchen fertigt Elbau auch Einbauschränke und Badmöbel – auf Wunsch in derselben Materialisierung für ein stimmiges Gesamtbild. Im hauseigenen «Inforama Showroom» zeigt Elbau seine volle Kompetenz und Materialvielfalt. Jede Ober äche, jede Fuge, jeder Griff zeugt von handwerklicher Sorgfalt und technischer Präzision.

Nachhaltigkeit ist bei Elbau gelebte Praxis. Restholz dient zur Energiegewinnung, Staub lter reduzieren Emissionen, und seit 2006 setzt das Unternehmen umweltfreundliche Lacke auf Wasserbasis ein – als erster Küchenhersteller der Schweiz. 2024 übergibt Engelbert Weis nach drei Jahrzehnten an der Spitze die Leitung an ein eingespieltes Team um Sandro Huber, Simon Schmuki, Jürg Schläpfer und Lara Paiano. Mit Präzision, Kreativität und Verantwortungsbewusstsein führen sie die Marke in die Zukunft – und beweist, dass Hightech und Handwerk keine Gegensätze sind, sondern gemeinsam die Basis für zeitlose Küchen und Innenräume bilden. STS

Einheit: Ein gelungenes Beispiel dafür, wie sich ein Materialkonzept über alle Räume hinweg fortführen lässt.

Team: Seit 2024 schreiben Simon Schmuki (Leiter Vertrieb), Lara Paiano (Leiterin HR, Rechnungswesen), Sandro Huber (Unternehmensleiter) und Jürg Schläpfer (Leiter Technik) die Erfolgsgeschichte von Elbau weiter (v. l.).

Elbau Küchen AG Rälimoosstrasse 1 9055 Bühler, 071 791 88 10 info@elbau.ch, elbau.ch

Handwerk:

Jedes Bett, wie auch jedes Boxspringbett und jede Matratze wird vollständig von Hand aus edlen, natürlichen Materialien gefertigt.

EEs war 1895, die Zeit der Dampfzüge und der ersten elektrischen Lichter, als der Sattlermeister Jules-Henri Caillet in Yens (Waadt) begann, Matratzen von Hand zu fertigen. In seiner Werkstatt verband er traditionelles Handwerk mit dem Fortschrittsgeist seiner Zeit, und seine mit Naturmaterialien gefüllten Matratzen wurden bald in der ganzen Region geschätzt. 1946 übernahm sein Sohn Robert Caillet das Unternehmen und verlegte die Produktion ins waadtländische Aubonne. Nach einem Schlaganfall führte seine

Familiensache

ELITE verbindet seit 130 Jahren handwerkliche Tradition mit modernem Schlafkomfort.
Fotos: Maison Elite, Courtesy of Brigitte Besson, ETH Library Zurich / Public Domaine

Generationen:

Edith Caillet, Enkelkind von Jules-Henri Caillet, war bis ins Jahr 2006 Inhaberin und Geschäftsführerin.

Blick zurück: Auf der gegenüberliegenden Strassenseite des Wohnhauses der Familie befanden sich die Werkstätten.

Zukunft: Marie Pugliese führt das Unternehmen heute gemeinsam mit ihrem Vater.

Neuinterpretation: «Square» wurde anlässlich des 130-jährigen Jubiläums von Elite mit dem ikonischen «Dot Pattern» bezogen.

Frau Yvonne Caillet das Geschäft mit Umsicht und Tatkraft weiter – eine bemerkenswerte Leistung in einer Zeit, in der verheiratete Frauen in der Schweiz kaum geschäftliche Rechte hatten. Im selben Jahr erwarb Elite ein Patent für die Montage von Federkernmatratzen – eine echte Revolution in der Nachkriegszeit. 1969 folgte das Patent für das originale Boxspringbett, das den Muldeneffekt herkömmlicher Betten verhinderte und zu einem Markenzeichen des Hauses wurde. Auch wenn technische Fortschritte Einzug hielten, blieb das handwerkliche Fundament bestehen. Elite widerstand der Versuchung zur Industrialisierung und perfektionierte stattdessen über Generationen hinweg Wissen und Handwerk. Diese Haltung prägt die Identität der Manufaktur bis heute: Fortschritt bedeutet hier nicht Tempo, sondern Verfeinerung. Jede Verbesserung entsteht aus Erfahrung, nicht aus Eile.

Als die Werkstatt schliesslich nicht mehr den Anforderungen moderner Produktion genügte, bewies Yvonne Caillet erneut ihr unternehmerisches Gespür: Sie erwarb ein Grundstück in Aubonne – ein symbolischer Schritt in

Richtung Zukunft und bis heute Sitz und alleiniger Produktionsstandort von Elite. Edith Caillet, Tochter von Yvonne, ist in den 1950er-Jahren ins Unternehmen eingestiegen. Später übernahm sie als Inhaberin auch die Geschäftsführung von Elite und fand 2006 in François Pugliese einen Nachfolger, der das Erbe bis heute gemeinsam mit seiner Tochter Marie mit Weitblick fortführt und die Manufaktur modernisiert, ohne ihre Werte aufzugeben. «Ich nde die handwerkliche Arbeit grossartig», sagt Marie. «Was wir hier erreichen, ist unglaublich: schöne, langlebige Produkte aus hochwertigen Materialien zu fertigen, die auf fundierter Forschung basieren.»

Zum 130-jährigen Jubiläum feiert Elite diese Beständigkeit mit einem besonderen Modell: Das ikonische «Dot Pattern» des renommierten Designers Ray Eames ziert das Erfolgsmodell «Square» – eine Hommage an die Verbindung von Schweizer Handwerkskunst und modernistischer Gestaltung. STS

Elite SA, En Roveray 198 1170 Aubonne, 021 821 17 20 elite@elitebeds.ch, elitebeds.ch

DDer Name «Embru» steht für mich wie kaum ein anderer für Tradition und Qualität. An einem typisch Nebel verhangenen Herbstmorgen durfte ich das Werkgelände des Schweizer Möbelherherstellers in Rüti besichtigen. Ich war umgehend von der Grösse und Vielfalt der alten und neuen Fabrikationsgebäude beeindruckt. Natürlich hat mich als Architekt die Geschichte von Embru umgehend gepackt, die mir Andreas Mantel, CEO von Embru, auf unserem Rundgang hautnah erzählt hat. Begonnen hat diese reiche Historie 1904, als Hermann Hess-Honegger im Zürcher Oberland die «Eisen- und Metall-Bettenfabrik Rüti» gegründet hat. Im Jahr 1912 wurde der noch heute gültige Name «Embru-Werke AG» aus der Taufe gehoben und das markante Logo mit der serifenlosen Kleinschrift in Rot taucht zum ersten Mal 1933 auf in einem Katalog über Stahlrohrmöbel.

Und natürlich haben mich die Entwürfe für diese Möbelklassiker, die aus der Schweizer Designgeschichte nicht mehr wegzudenken sind, wie magisch angezogen. Als mich Andreas Mantel durch die Räume der Embru-Möbelmuseums führte, begegnete ich der Gartenliege von Marcel Breuer, dem Fauteuil von Werner Max Moser, den «Spaghettistühlen» von Huldreich Altorfer oder

CEO Andreas Mantel im Gespräch: Am Standort Rüti arbeiten rund 160 Personen, insgesamt sind es ca. 200 Mitarbeitende, um den hohen Qualitätsanspruch zu garantieren und die mehr als 120-jährige Geschichte weiterzuschreiben.

Beständigkeit und Mut für Neues

Seit über 100 Jahren steht EMBRU mit seinen Möbeln für Schweizer Qualität und zeitloses Design. Die Geschichte geht weiter.

Swiss Made: Die OutdoorKollektion «Easy Aluminium» aus eloxiertem Aluminium scheint aus einem Stück gefertigt, kann aber dank der raf nierten Bauweise komplett zerlegt werden.

Fotos: Roland
Bernath
(Easy Aluminium), Gusmo (Porträt), Rasmus Norlander (Park Chair), Simone Vogel
(Schulbank)

dem Bett von Alfred Roth voller Ehrfurcht. Die vorbildlich, mit viel Feingefühl renovierten Räumlichkeiten der alten Fabrikantenvilla beherbergen seit 2022 eine kleine, aber feine Sammlung von im Hause hergestellten Möbeln.

Andreas Mantel hat das Museumsprojekt initiiert, möchte heute als Geschäftsführer jedoch auch die Geschichte der zeitlosen Möbelentwürfe weiterschreiben. Neue Entwürfe wie der «Park Chair» von Moritz Schmid stehen weiterhin für den hohen Anspruch an Qualität, Funktion und Langlebigkeit. Eigenschaften, die keineswegs nur für Designklassiker gelten. Auf meiner Entdeckungstour durch die Hallen, in denen

überraschend viele Gewerke von oft langjährigen Mitarbeitenden auf modernsten Produktionsanlagen mit Leidenschaft und viel Fachwissen umgesetzt werden, begegnete ich der Fertigung von Spitalbetten genauso wie zeitgemässem Schulmobiliar. Und ja, auch ich sass in meiner Schulzeit wohl jahrelang in einer Schulbank von Embru. 120 Jahre nach der Gründung entwickelt und produziert Embru in Rüti Möbel für die Bereiche Schule, P ege, Büro und Wohnen. Beständigkeit ist ein entscheidendes Element und Leitmotiv der Marke Embru. Mutig und mit grossen Schritten geht das Familienunternehmen, in 4. Generation geführt, weiter auf seinem Weg in die Zukunft.. RM

Mit Design Preis Schweiz ausgezeichnet: Der «Park Chair» vom Schweizer Designer Moritz Schmid ist wetterfest, stapelbar und in seine Einzelteile zerlegbar. Im Hintergrund eine Szene aus dem Werk (Rohrlager).

Vielfältig: Die Schulmöbel von Embru stehen in unzähligen Schweizer Schulen und Universitäten. Weiter fertigt Embru Möbel für Büros und P ege-Institutionen.

Embru-Werke AG

Rapperswilerstrasse 33

8630 Rüti

055 251 11 11 info@embru.ch embru.ch

Handwerk: Ein Auszubildender von Franke arbeitet Seite an Seite mit seinem Lehrmeister.

Standort: Seit 1934 hat das Unternehmen seinen Sitz in Aarburg – samt Showroom und eigener Produktion.

Kompetenz Edelstahl

WWas 1911 als kleine Spenglerei von Hermann Franke in Rorschach am Bodensee begann, ist heute ein weltweit agierendes Unternehmen mit Hauptsitz im aargauischen Aarburg. Dort, wo einst die ersten Spülen aus galvanisiertem Kupferblech gefertigt wurden, entstehen noch heute Edelstahlbecken und Arbeitsplatten – mit derselben Präzision und Hingabe wie vor über 110 Jahren. Der eigentliche Durchbruch gelang in den 1930er-Jahren mit den ersten Spülen aus rostfreiem Edelstahl –ein Meilenstein, der Franke bis heute prägt. Kurz darauf folgten neue Schweissverfahren, mit denen erstmals nahtlose Edelstahlspülen in Serie gefertigt werden konnten – eine technische Innovation, die den modernen Küchenbau entscheidend

Seit über 110 Jahren steht FRANKE für Schweizer Handwerkskunst zwischen Tradition und Innovation.

beein usste. Parallel dazu wuchs Franke im Bereich der Grossküchen: von den ersten Mövenpick-Restaurants bis zu den McDonald’s-Küchen der 1970er-Jahre. Trotz globaler Expansion und über 70 Tochtergesellschaften in 40 Ländern bleibt Franke seinen Wurzeln treu. In Aarburg entstehen weiterhin Spülen, Becken und Arbeitsplatten aus Edelstahl –gefertigt mit höchster Präzision und ergänzt durch massgefertigte Produkte aus dem hauseigenen Designatelier. Die Produktionsstätte gilt als Kompetenzzentrum für Edelstahlverarbeitung in Europa und vereint modernste Technologie mit handwerklicher Exzellenz. Bis 2050 will das Unternehmen über die gesamte

Wertschöpfungskette hinweg NettoNull-Emissionen erreichen – und so zeigen, dass Schweizer Ingenieurskunst nicht nur beständig, sondern auch zukunftsweisend sein kann. STS

Franke Küchentechnik AG

Franke-Strasse 2, 4663 Aarburg 062 787 31 31, info@franke.com franke.com

Akzent: Die «Eos Neo J» in warmem Kupfer setzt im Showroom von Franke einen glänzenden Akzent.

Fotos: Franke

Wandelbares Ausziehbett

Design Urs Esposito, 2001

Tagsüber ein Sofa, mit wenigen Handgriffen ein Einzel- oder Doppelbett für die Nacht. Das Bett SN2 ist clever, platzsparend und äusserst einfach zu bedienen.

Weitere Informationen unter seledue.ch

Vielfältig: Sonnenschirme von Glatz sind in unterschiedlichen Formaten, diversen Grössen und in über 70 Farbtönen erhältlich. Im Bild: «VITA® Piana».

Erfolgreich: Seit 130 Jahren steht Glatz für die Entwicklung, Produktion und den Vertrieb von hochwertigen Sonnenschirmen.

Massgeschneiderter Sonnenschutz

Gut durchdachte Technologie und Bedienfreundlichkeit, verbunden mit zeitlosem Design – so präsentieren sich die Schattenspender aus der Sonnenschirmmanufaktur GLATZ .

DDie Liebe zum Detail, typische Schweizer Präzision und hochwertige Massarbeit werden bei der Manufaktur aus Frauenfeld grossgeschrieben. Das zeigt zum Beispiel auch die neue, exklusive «VITA® Collection», die kürzlich vorgestellt wurde. Drei Modelle schaffen Schattenplätze mit Eleganz und Komfort und tragen mit ihrem puristischen, schwebenden Design dazu bei, dass ihre Besitzer:innen den Sommer in vollen Zügen geniessen können. Das Schönste, was einem Sonnenstrahl passieren kann, ist bei Glatz aber nicht nur Werbung für das umfangreiche und vielfältige Sortiment. Bei dem Traditionsunternehmen hat man eine Mission: den perfekten Sonnenschirm zu fertigen.

Als Schirmmacherei 1895 von Albert Glatz in Frauenfeld gegründet, ist das Unternehmen heute ein internationaler Massstab für Schweizer Qualität, Innovation und Design. In der mittlerweile vierten Generation führt Markus Glatz das Familienunternehmen mit derselben Leidenschaft und demselben unermüdlichen Streben nach Perfektion wie sein Gründer. Ob multifunktionale Grossschirme für Hotels, Restaurants und öffentliche Plätze, grosse Seitenmastschirme für Poollandschaften oder kleinere Schattenspender für Terrasse und Balkon – bei Glatz nden Nutzer:innen ihren Schirm, ein Stück Lebensqualität aus der Schweiz. Worauf sie sich sowohl im Privat- als auch im Objektbereich verlassen können: hochwertige Verarbeitung, hohe Funktionalität und Langlebigkeit, grosse Farbauswahl und eine im Windkanal getestete Windstabilität.

Die Bezeichnung Manufaktur ist für Glatz zutreffend: In dem jüngst bezogenen, eigens neugebauten Hauptsitz in Frauenfeld werden die Schirmbezüge in der höchsten Stoffqualität von fachkundigen Näherinnen gefertigt und die Sonnenschirme sorgfältig montiert. Ein beeindruckender Anblick, wenn aus riesigen Stoffbahnen und stabilen Aluminiumpro len und -streben ein hochwertiger Schattenspender entsteht. «Measure Made» und «Made in Switzerland» – kein blosses Verkaufsargument, sondern bei Glatz ein handfestes Versprechen für einen Grossteil des umfassenden Sortiments. Swiss Design sind alle Sonnenschirme aus dem Hause Glatz ohnehin.

Glatz AG

Langfeldstrasse 113, 8500 Frauenfeld 052 723 64 64, info@glatz.com glatz.com

Handwerklich: Der Begriff «Manufaktur» ist bei Glatz Programm. Die Schirmbezüge werden von Näherinnen gefertigt und die Schirme in der Werkstatt montiert.

Selbstbewusst: Mit dem neuen, architektonisch auffälligen und überzeugenden Hauptsitz in Frauenfeld blickt Glatz gestärkt in die Zukunft.

Architektur zum Sitzen

HORGENGLARUS

hat mit Bernhard Aebi die neue Stuhlreihe «Abbey» entwickelt –sie folgt konsequent der Funktion und dem hohen Sitzkomfort.

Zeitlos in der Gestaltung: Mit «Abbey» knüpft Horgenglarus an die eigene Geschichte an und interpretiert die Tradition des Wiener Bugholzstuhls in einer zeitgemässen, reduzierten Formensprache neu.

Lange Zeit im Archiv: Die Entwicklung des Stuhls war für Bernhard Aebi eine vertiefte Auseinandersetzung mit der Identität von Horgenglarus.

AAus einer spontanen Idee, nach sieben Jahren Entwicklungsarbeit, mit zwei Skizzenbüchern und der Herstellung zahlreicher Prototypen ist die dreiteilige Stuhlreihe «Abbey» entstanden. Sie umfasst einen Stuhl, einen Armlehnstuhl und einen dreibeinigen Barhocker – alle folgen denselben Prinzipien und sind dennoch vollkommen unterschiedlich. Hinter dem Entwurf für Horgenglarus steht der renommierte Berner Architekt Bernhard Aebi.

Die Entwicklung war geprägt von Geduld, kritischem Dialog und intensiver Auseinandersetzung mit dem Handwerk. Unzählige Skizzen, hand-

Fotos: Reto Caduff für horgenglarus

Konstruktiver Dialog:

Der Architekt Bernhard Aebi und HorgenglarusCEO Josef Kaiser (links) im Gespräch.

gefertigte Prototypen und ständige Re exionen im Austausch mit Horgenglarus begleiteten den rein analogen Prozess. Digitale Modelle wurden keine erstellt. Alle Formen entstanden im direkten Dialog mit dem Material. Ausgangspunkt war, einen Stuhl mit hohem Sitzkomfort zu kreieren, der an die Wiener Stuhlklassiker anknüpft, jedoch völlig neu gedacht ist. Seine Zeitlosigkeit ist das Resultat eines Prozesses, der gestalterische Trends bewusst meidet und das Wesentliche fokussiert: gutes Sitzen, konstruktive Klarheit und ein Ausdruck, der sich aus dem Gebrauch ergibt. So folgt «Abbey» keiner Designidee, sondern einzig seiner Funktion. Das Resultat ist ein reduzierter, fein proportionierter Stuhl, der aus jedem Blickwinkel durchdacht ist und mit ligraner Leichtigkeit und skulpturaler Anmutung überrascht.

Die Verbindung von runden und eckigen Querschnitten, asymmetrischen Winkeln und handwerklich durchdachten Übergängen ergibt eine spannende Silhouette. Keine Kante bleibt, wie sie beginnt. Linien drehen, winden oder lösen sich in weichen Rundungen wieder

auf und lassen eine dreidimensionale Kalligra e entstehen. Der besonders hohe Komfort der Rückenlehnen ergibt sich aus der feinen Zweiteilung der Komponenten mit unterschiedlichen Neigungswinkeln. Die Sitz äche besteht aus geformtem Sperrholz. Varianten mit J oncgeflecht oder Lederpolsterung werden später folgen. Rückenlehne, Hinterbeine und Sitzrahmen sind aus massivem Bugholz. Hergestellt wird er aus Buchenholz in den klassischen Horgenglarus-Ausführungen Schwarz seidenglanz, Natur antikmatt sowie in den von Berhard Aebi zusammen mit dem Künstler Adrian Scheidegger bestimmten Farbtönen Schwarzrot, Nachtblau und Grünschwarz.

Mit der Stuhlreihe «Abbey» hat der Architekt Bernhard Aebi in enger Zusammenarbeit mit Horgenglarus einen präzisen, kompromisslosen Stuhl von zeitloser Schönheit geschaffen. RM

ag möbelfabrik horgenglarus

Kirchweg 82, 8750 Glarus 055 645 34 00, info@horgenglarus.ch horgenglarus.ch

Ständiger Austausch: Der Entwickler von Horgenglarus, Pietro Pulieri (links), und Architekt Bernhard Aebi.

Stabil: Der dreibeinige Barhocker bietet selbst auf unebenem Boden sicheren Stand.

Rein analog: Am Ende des Prozesses hatte Aebi zwei Tagebücher mit Gedanken, Ideen und Skizzen gefüllt.

«PIN. WOOD.»:

Der kegelförmige Tischfuss aus schichtverleimtem Massivholz sorgt für Stabilität und Charakter.

Expertise: IGN. verarbeitet edles Massivholz zu exklusiven Möbelstücken, wie etwa den Kofferschrank «CASE.».

«STICK. ARCHISONIC.»: Regalelemente verbinden sich magnetisch und lassen sich mittels Schiebefronten öffnen.

Passion Holz

IGN. verwandelt Massivholz in individuelle Möbel, die Form und Funktion in Einklang bringen.

MMitten in der ländlichen Zentralschweiz, im luzernischen Ruswil, entsteht bei IGN., gegründet 2008 von Markus Ign. Müller, Schweizer Möbeldesign in höchster Handwerkskunst. Massivholz ist die Leidenschaft der Manufaktur. Vom sorgfältig ausgewählten Stamm bis zum fertig verarbeiteten Möbel – jedes Stück erzählt seine eigene Geschichte. Seit der Übernahme durch die Vogel Design AG im Jahr 2020 führen Christian Vogel und David Hochuli die Tradition fort und entwickeln die Kollektion mit dem internen Designteam kontinuierlich weiter. Neben zeitlosen Klassikern wie dem Tisch «OSCAR.» oder den Möbelfamilien «STICK.» und «CASE.» prägt seit 2024 auch das Tischmodell «ANVIL.» das Sortiment: Sein charakteristisches Stahluntergestell, inspiriert vom kraftvollen Design eines Ambosses, verleiht

«ANVIL.»: Ellipsenförmig, harmonisch in Design und Funktion und seit 2024 Teil der Kollektion.

«D. SIDE.»: Ein Beispiel für IGN.’s meisterhafte Verbindung von Massivholz, Stahl und Schiebefronten aus PET-Recycling.

dem Tisch eine beeindruckende Präsenz und sorgt zugleich für grosszügige Beinfreiheit . IGN. ist bekannt für Möbel, die Generationen überdauern – nicht zuletzt auch durch die Möglichkeit zur Aufarbeitung nach 10 bis 15 Jahren. Ob Tisch, Bett, Büro- oder Konferenzmöbel – jedes Stück wird als Unikat nach Kundenwunsch gefertigt. Die Kombination aus Materialien wie Stahl, Glas oder Leder eröffnet vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten, während die Ober ächenbearbeitung in Feinheit und Haptik Massstäbe setzt. Das Sortiment wird zudem durch «ARCHISONIC.»-Schiebefronten aus recyceltem PET ergänzt, die in 30 Farbtönen erhältlich sind und Nachhaltigkeit mit Design verbinden.

Das umfangreiche Massivholz-Lager beherbergt wahre Schätze, die gezielt eingesetzt werden. Einzelanfertigungen

oder Sonderwünsche sind durch das hohe Fachwissen und die jahrelange Erfahrung problemlos umsetzbar. So besteht etwa auch die Möglichkeit, das Massivholz vor der Verarbeitung zu begutachten und persönlich auszuwählen. Das Holz wird danach stammrein verarbeitet, Bretter werden nicht vermischt –so bleibt die natürliche Charakteristik des Baumstamms erhalten.

Nachhaltigkeit ist bei IGN. gelebte Praxis: Holz aus nachhaltiger Waldwirtschaft, langlebige Möbel statt kurzlebiger Konsumware. Durch die Ausbildung eigener Schreiner-Lehrlinge legt IGN. zudem den Grundstein für die Zukunft des Handwerks. So entstehen Möbel, die nicht nur Räume bereichern, sondern Geschichten schreiben – handgefertigt, zeitlos und bereit, Generationen zu begleiten. STS

IGN. by Vogel Design AG

Grindel 3, 6017 Ruswil 041 552 65 80 info@ign.swiss ign.swiss

Hände am Werk: David Hochuli (links) und Christian Vogel führen IGN. mit Leidenschaft und Know-how in die Zukunft des Schweizer Möbeldesigns.

Handwerk: Der Werkstoff Holz gibt den Takt vor –jede Bewegung folgt seiner Struktur und verlangt Präzision.

Möbel mit Seele, Handwerk mit Haltung

In der Werkstatt von JACOBY entsteht Gestaltung, die auf Material, Präzision und Ruhe baut.

Gründer-Team: v. l. Jan Thüring, Cyrill Hämisegger und Boniface Hengy.

Fotos: Jacoby

Echt: Jede Maserung, jede Verbindung bleibt sichtbar und erzählt von der Arbeit und dem Material.

Luftig: Ganz ohne Zarge und stattdessen mit gesteckten Beinen, präsentiert sich der Tisch «Lafayette».

WZwischen innen und aussen: Der «Greenhouse Lounger» übersetzt handwerkliche Präzision in Leichtigkeit.

In Oberwil bei Basel fertigt das Team Möbel, welche Gelassenheit und Beständigkeit ausstrahlen und Räume zum Leben erwecken.

Wer die Werkstatt von JACOBY betritt, riecht zuerst das Holz – Eiche, Nussbaum, Kastanie, Kirsch. Dann hört man das leise Surren der Hobel, das rhythmische Klopfen, das ruhige Arbeiten der Hände. Hier entsteht Gestaltung, die man fühlen kann: präzise, ehrlich und von einer Ruhe getragen, die heute selten geworden ist. Gegründet 2017 von Jan Thüring, Cyrill Hämisegger und Boniface Hengy, verbindet JACOBY die Leidenschaft fürs Material mit einem feinen Gespür für Form und Funktion.

Massivholz steht im Zentrum – lebendig, eigenwillig und voller Ausdruck. Jede Maserung, jede Verbindung erzählt von der Hand, welche sie geformt hat. Das Holz wird sorgfältig ausgewählt und zu einer Einheit zusammengeführt, geölt und poliert – bis seine Ober äche sanft leuchtet und man sie einfach berühren möchte. In der eigenen Schreinerei treffen traditionelle Handarbeit und moderne Fertigung aufeinander. Hier entstehen Einzelstücke und Innenausbauten, welche sich nahtlos in

Reduktion im Gleichgewicht: Das Bett «Kuimba» fasst den Schlafbereich in einen ruhigen Rahmen.

Architektur und Alltag einfügen – ruhig, präzise und selbstverständlich.

Ob Tisch, Bett oder Lounger: Jedes Möbelstück von JACOBY trägt denselben Gedanken – Reduktion als Ausdruck, echte Keeper. Der «Greenhouse Lounger» etwa übersetzt handwerkliche Präzision in Leichtigkeit. Das Bett «Kuimba» fasst den Schlafbereich in einen stillen Rahmen. Und der Tisch «Giusep» zeigt, wie viel Charakter in einem klaren Schnitt liegen kann.

Wer JACOBY besucht, erlebt, wie zeitgemäss Handwerk sein kann – mit offenen Türen, ehrlichem Material und Menschen, die ihr Handwerk lieben.

JACOBY GmbH

Mühlemattstrasse 12, 4104 Oberwil 061 533 61 63 hallo@jacoby-moebel.ch jacoby-moebel.com

Authentisch:

Wenn Tim Kramis aus dem Firmenalltag erzählt, ist das ehrlich und transparent.

Storytelling 2.0

Mit unge ltertem und ehrlichem Storytelling spricht KRAMIS direkt zu den Kund:innen. Eine Strategie, die aufgeht.

DDer Markt diktiert die Regeln? Nicht in der Teppichmanufaktur von Familie Kramis. «Es gibt einfach Dinge, die wollen und werden wir nicht mehr tun», so Tim Kramis. «Wir wollen nicht mehr wachsen, wir wollen exklusiver werden und nachhaltiger produzieren. Wir wollen uns nicht mehr dem Kollektionsdruck beugen, der ohnehin nur die Produkte-Inflation im Fachhandel befeuert. Und wir wollen nicht mehr den Mythos vom ausgefallenen Designerteppich p egen, wenn sich der Grossteil unserer Kund:innen gedeckte Farben und zeitlose Designs wünscht.» Tim Kramis ist im Familienbetrieb für Marketing und Kommunikation zuständig, pflegt die Social-Media-Kanäle und gewährt Einblicke in den Alltag. Keine kuratierten, sondern echte. Und er macht das nicht, weil er muss, sondern weil er es kann und gerne tut. «Alle bei uns in der Familie machen das, was sie am besten können und am liebsten tun. Ich denke, nur so funktioniert das auf Dauer.»

Originalaufnahme:

Die Qualität der Arbeit braucht keinen Filter, sie steht für sich.

Tim Kramis spricht in seinen Beiträgen ebenso offen über die Viertagewoche der Mitarbeitenden wie über gescheiterte Projekte. «Wir sind laut in den Medien, aber so erreichen wir auch die Endkund:innen.» Um sich selbst und seinem Anspruch an Transparenz und Authentizität treu zu bleiben, geht das Familienunternehmen nun noch einen Schritt weiter: «Wir wurden lange falsch wahrgenommen, weil wir nur die Künstlerteppiche und Collabs gezeigt haben. Da dachten die Leute, man kann nur solche Teppiche bei uns haben. Was wir nun zeigen, ist der Alltag, ohne etwas zu verfälschen. Das kann auch mal monoton wirken und wird bestimmt nicht mehr so viral gehen, wie die Künstlerteppiche, aber es ist echt.» KM

Kramis Teppich Design AG

Talbachmatte 9, 6147 Altbüron info@kramis-teppich.ch kramis-teppich.ch @kramis_teppich_design

Fotos: Dirk Wetzel

IDEALE UNSERER ZEIT. SEIT 1927.

Seit Gründung dokumentiert DAS IDEALE HEIM herausragende Architektur und Wohnkultur von Welt für die Schweiz. Sie sollten irgendwann damit aufhören, alles zu verpassen. Hier finden Sie Ihr Abo.

Zusammenspiel: Holz, Glas und Stein fügen sich zu einer harmonischen Architektur des Rückzugs.

Räume für Ruhe
Seit

Ritual: Regelmässiges Saunieren und Dampfbaden aktiviert die Selbstheilungskräfte, senkt das Stresslevel und stärkt das Herz-Kreislauf-System.

fünf Jahrzehnten gestaltet KÜNG Orte, in denen Wärme, Material und Präzision eine architektonische Einheit bilden.

Fotos: Küng

IIn Altendorf am Zürichsee entstehen bei Küng Orte der Ruhe und Regeneration. Seit 1974 fertigt die Innerschweizer Manufaktur Saunen und Dampfbäder –und hat damit das private Spa-Erlebnis in der Schweiz entscheidend geprägt. Firmengründer Tony Küng erkannte früh das gestalterische Potenzial der Sauna. Er holte sie aus dem Keller in den Wohnraum und machte sie zu einem festen Bestandteil der Architektur. Charakteristisch waren seine horizontalen Täferungen, rahmenlosen Glasfronten und präzisen Stabpro le – Elemente, die bis heute die Ästhetik von Küng prägen. Sein Ansatz war neu: Er verstand Wohlbe nden nicht als Luxus, sondern als Teil einer ganzheitlichen Gestaltung. Aus dieser Haltung heraus entwickelte sich über die Jahrzehnte eine umfassende Wellness-Philosophie. Mit Partnern aus Forschung, Medizin und Architektur denkt Küng Räume als regenerative Systeme, in denen Materialien, Temperatur und Luftfeuchtigkeit gezielt auf den Körper wirken. Wärme wird zur

Therapie, Dampf zum Medium der Sinne – ein Zusammenspiel, das Entspannung als aktiven Prozess begreift. Die Produktion bleibt dabei fest in der Schweiz verankert. Gefertigt wird in Altendorf aus vorwiegend heimischem Holz und mit handwerklicher Präzision. Jeder Arbeitsschritt – vom Zuschnitt über das Zusammenfügen der Bauteile bis zur Ober ächenbehandlung – erfolgt im eigenen Haus. DieseNähe zwischen Entwurf, Technik und Fertigung garantiert Qualität, kurze Wege und die charakteristische Klarheit der Produkte.

Mit dem Zusammenschluss 2017 mit der Vaporsana AG erweiterte Küng seine Kompetenz um die Dampfbadtechnik – darunter die patentierte Aromatherapie mit reinen Naturkräutern. Damit erhielt das Sortiment eine neue, sinnliche Facette. Heute umfasst das Angebot auch

Einzelstück: Jede Sauna, jedes Dampfbad ist ein Unikat und wird in Altendorf gefertigt.

Entspannung unter dem Dach: Die Sauna fügt sich nahtlos in die offene Dacharchitektur ein.

Pools, die den Umgang mit Wasser neu inszenieren und den Wellnessgedanken architektonisch abrunden.

Küng ist Teil der Mehrwert Gruppe und arbeitet innerhalb des Verbunds mit den Schwesterunternehmen Lorenzi, Steinhaus und Granimor zusammen –einem Netzwerk, das Kompetenz in Handwerk, Materialforschung und Design vereint. So bleibt Küng ein Unternehmen, das Tradition und Innovation gleichermassen p egt und zeigt, wie sich Handwerk auch in einer technisierten Welt behaupten kann. STS

Küng Wellness AG Talstrasse 26b, 8852 Altendorf 044 780 67 55 wellness@kueng.swiss kueng.swiss

Werkplatz Schweiz: Der Armaturenhersteller ist fester Bestandteil der Gemeinde Unterkulm und investiert auch nach 150 Jahren in den Standort.

«Wir sind ein Pionier!»

Seit 150 Jahren steht KWC für Qualität und modernes Design. CEO Urs Tschopp über den Werkplatz Schweiz und warum Menschen das wichtigste Gut sind.

CEO: Seit 2024 leitet Urs Tschopp die Geschicke von KWC – dies mit Leidenschaft, Empathie und Weitsicht.

KWC wird bunt: Nach einer intensiven Entwicklung bringt KWC bei seinen Armaturen und Waschbecken Farbe ins Spiel – nachhaltig schön und mit höchstem Qualitätsanspruch.

zurück. Wie hat sich das Unternehmen von damals bis heute verändert?

URS TSCHOPP: Wir be nden

uns prinzipiell in einer ständigen Entwicklung. Die grösste Veränderung ist gleich zu Beginn unserer über 150-jährigen Geschichte geschehen: Zuerst fertigte KWC Musikspieldosen und erst später konzentrierten wir uns auf die Produktion von Armaturen – und diesen sind wir bis heute treu geblieben. Armaturen haben sich von damals bis heute stetig verändert. Wir sind auf diesem Weg der Entwicklung sicherlich ein Pionier. Dieses innovative Denken ist ein fester Teil der DNA von KWC.

Für welche Werte steht KWC?

sigkeit und Know-how. Und anderer-

differenzieren wir uns von anderen. nächsten weitergegeben. Und immer ist

Produkten unsere wertvollste Ressource

nach innovativen Produkten, die unser Leben einfacher, sicherer und gesünder machen, steht für uns der Umgang mit Wasser im Zentrum. Schon vor langer Zeit haben wir uns eine Kompetenz für Edelstahl in Küche und Bad erarbeitet. So war es der logische Schritt, nach Armaturen auch Waschbecken zu fertigen. Wir waren 2025 nicht der Vorreiter, wir waren aber die Ersten, die ein Waschbecken aus Edelstahl nach guten Schweizer Werten herstellen. Die Kollektion strahlt eine ausgewogene Harmonie von Funktion und Design aus – typisch Schweizer Tugenden. Und der Erfolg gibt uns heute mehr als recht.

Wie stellt sich KWC für die Zukunft auf?

Menschen nachhaltig verbessern.

UT: Einerseits sind dies wichtige Schweizer Werte wie Qualität, Zuverlässigkeit und Know-how. Und andererseits sind es die Menschen, die uns ausmachen. Durch unsere Mitarbeiter:innen differenzieren wir uns von anderen. Hygiene, Sicherheit, Nachhaltigkeit und Begeisterung – das sind keine zufälligen Werte, sondern unsere Haltung, die auf unserer 150-jährigen Tradition fusst. Sie werden von einer Generation zur nächsten weitergegeben. Und immer ist eines dabei: unsere Geschichte und unsere Kompetenz. Wir wollen mit unseren Produkten unsere wertvollste Ressource immer wieder bewusst spürbar machen und die Lebensqualität der Menschen nachhaltig verbessern.

Mit der Entwicklung von Armaturen hat

Waschbecken erweitert ...

Mit der Entwicklung von Armaturen hat sich KWC die Kompetenz «Edelstahl» erarbeitet. Nun hat man das Portfolio mit Waschbecken erweitert ...

UT: Wie können wir unser Portfolio ergänzen? Was passt zu KWC? Diese Fragen stellen wir uns immer und immer wieder. Es geht nicht darum, dass wir nun auch Spiegelschränke oder Badmöbel herstellen. Auf unserer Suche

UT: Das ist eine der grössten Herausforderungen. Wir glauben an den Werkplatz Schweiz und investieren mit Weitsicht in den Standort in Unterkulm – wie zum Beispiel in unsere neue PVDAnlage. Wir sind ein fester Bestandteil im Gemeindeleben. Unsere Werte wollen wir zudem vermehrt über die Grenzen tragen und uns auch international etablieren. RM

KWC Group AG

KWC-Gasse 1, 5726 Unterkulm 062 768 68 68 info@kwc.com kwc.com

Designwelt: Das «Laufen Forum» am Hauptsitz zeigt moderne Badwelten – von Keramik über Möbel bis zu Armaturen.

100 Jahre Sanitärkeramik

Seit 1925 prägt LAUFEN Badezimmer mit Keramik aus Tradition, Innovation und Qualitätsdenken.

Startpunkt: 1925 begann bei Laufen die Produktion keramischer Spültische.

WWer heute an Laufen denkt, hat sofort elegante Badezimmerwelten vor Augen – Räume aus purer Ruhe, Form und Funktion. Doch die Geschichte des Traditionsunternehmens aus dem Baselbiet beginnt mit Ziegeln und Backsteinen. 1892 wurde die Tonwarenfabrik Laufen gegründet, die das natürliche Lehmvorkommen in der Region, das Wasserkraftwerk, den Eisenbahnzugang und die langjährige Tradition im Umgang mit Lehm nutzte und so ideale Voraussetzungen für die Ziegel- und Backsteinproduktion zu Zeiten der Firmengründung vorfand.

1925 begann eine neue Ära: Unter der Leitung von Guido Gerster, Geschäftsführer und Mitglied des Verwaltungsrates der Tonwarenfabrik Laufen, wurde am 26. November die Aktiengesellschaft für keramische Industrie Laufen gegründet. Zugleich wurde der Werkstoff Feuerton eingeführt, der die Herstellung von Waschtischen und Spülen ermöglichte. Die ersten Spülsteine verliessen das Werk sorgfältig in Stroh verpackt und legten den Grundstein für eine Erfolgsgeschichte. 1928 begann die Produktion von Waschtischen, etwas später folgten die Toiletten, und der Name Laufen wurde schnell zum Synonym für hochwertige, funktionale Keramik «Made in Switzerland». Im Laufe der Jahrzehnte entwickelte sich Laufen zu einem international bekannten Hersteller, der seinen Fokus stets auf Präzision und Qualität richtete. 2013 markierte die Einführung der Saphirkeramik einen weiteren Meilenstein: ein Material, das ligrane Formen bei gleichzeitig hoher Festigkeit ermöglicht und neue Möglichkeiten in der Badgestaltung eröffnet hat. Seither hat sich Laufen von einem Spezialisten für Sanitärkeramik zu einem Anbieter ganzheitlicher Raumlösungen entwickelt. Heute umfasst das Sortiment komplette Badwelten bis hin zu Armaturen für die Küche und den öffentlichen Bereich.

Zum 100-jährigen Jubiläum der Sanitärkeramikproduktion blickt Laufen nicht nur zurück, sondern auch in die Zukunft. Innovation und Verantwortung prägen die Gegenwart ebenso wie damals der Unternehmergeist von

Gerster. 2023 nahm das Unternehmen im österreichischen Werk Gmunden den weltweit ersten elektrischen Tunnelofen in Betrieb und produziert damit Sanitärkeramik ohne CO2-Emissionen – ein Schritt, der die Verbindung von traditionellem Handwerk und moderner Technologie unterstreicht. Heute zeigt Laufen, wie ein Unternehmen mit 100 Jahren Erfahrung im Umgang mit Keramik seine handwerklichen Wurzeln bewahrt und zugleich auf moderne Produktionstechniken setzt. STS

Laufen Schweiz AG Wahlenstrasse 46 4242 Laufen 061 765 71 11 info@laufen.ch laufen.ch

Heute: Jedes Stück Keramik entsteht aus Erfahrung und technologischer Expertise.

Führungstrio:

Die beiden Brüder Marco (links) und Andreas Föhn (rechts) leiten das Unternehmen heute gemeinsam mit Luca Zingg (Mitte).

Technik mit Verstand

Im Muotathal fertigt MAB Möbel mit Liebe zur Individualisierung.

Projekt: Für die Bibliothek Schindellegi fertigte MAB die Innenausstattung.

Fotos: MAB
Möbel AG

IIhre Werte sind ihre Stärken. Denn bei der MAB Möbel AG im Muotathal wurde schon immer langfristig gedacht –und das seit bald 75 Jahren: «Die Qualität unserer Möbel ist auf Langlebigkeit ausgerichtet, wir haben sehr wenig Fluktuation und loyale Mitarbeitende, sind mit dem Label Schweizer Holz zerti ziert und nutzen die Wasserkraft der Muota zur Stromproduktion», so Andreas Föhn. Gemeinsam mit seinem Bruder Marco führt er das Familienunternehmen, er selbst ist verantwortlich

für Verkauf und Technik, Marco Föhn leitet die Bereiche HR, Finanzen, Einkauf und Produktion. Drittes Mitglied der Geschäftsleitung ist Luca Zingg, der sich um die Digitalisierung und die Unternehmensentwicklung kümmert. «In den letzten Jahren haben wir unsere Produktion sehr stark digitalisiert und komplett von Lagerfertigung auf Losgrösse 1 umgestellt. Mittlerweile übernimmt ein Roboter die Beschickung in Losgrösse 1, das heisst die Anlage bekommt jeweils ein einzelnes Werkstück zur individuellen Bearbeitung zugeführt. Der Roboter ist übrigens der erste weltweit, der in dieser Funktion eingesetzt wird», so Andreas Föhn.

Modern ausgestattet: CNC-Anlagen, Roboter und digitale Steuerungssysteme ergänzen die Werkhallen.

Flexibilität und Individualisierung

Die MAB Möbel AG ist in zwei Geschäftsfeldern tätig: zum einen produziert sie für den schweizerischen Möbelfachhandel, zum anderen realisiert sie Projekte im individuellen Innenausbau. Vom Furnieren bis zur Ober ächenveredelung entsteht fast alles inhouse. Die Wertschöpfungskette soll möglichst tief gehalten werden, nicht nur, um die Mitarbeitenden auszulasten, sondern auch, um mehr Flexibilität zu bieten. «Ein Grund, warum wir so erfolgreich sind, ist, weil wir einen hohen Grad an Individualisierung in sehr guter Qualität zu einem fairen Preis anbieten können», so Marco Föhn, «die Notwendigkeit dieser Flexibilität und ihren Marktvorteil haben wir schon sehr früh begriffen und entsprechend daraufhin gearbeitet.» Mit den über 50 Mitarbeitenden setzt das Unternehmen konsequent auf das Prinzip des Lean-Management.

Neben ihrer Kompetenz als Schreinerei überzeugt die MAB Möbel AG auch als Produzent für den Fachhandel: Gute Produkte, gutes Preis-Leistungsverhältnis, gute Qualität. Sich nach aussen hin als Marke zu etablieren, stand bisher nicht im Fokus, doch in Zukunft soll sich das ändern. Andreas und Marco Föhn freuen sich darauf: «Nun wollen wir mit unseren individuellen Produkten und Neuheiten an unserer Marke arbeiten.» KM

MAB Möbel AG

Hauptstrasse 178

6436 Muotathal

041 831 80 80  info@mab-moebel.ch mab-moebel.ch

Flexibel: Beim Innenausbau bleiben keine Wünsche offen. Modernste Produktionsmethoden ermöglichen Anpassungen im Millimeterbereich.

Robuste Hingucker:

Die feuerverzinkten Gartenstühle gibt es in unterschiedlichsten Versionen und in 20 verschiedenen Farben.

Ein unangefochtener Designklassiker

Seit nun fast 20 Jahren werden unter dem Label BÄTTIG MANUFAKT die Gartenmöbel von «Bättig» produziert und weiterentwickelt.

Erfolgsgeschichte:

1948 entwarf Josef Bättig in seiner Werkstatt in Güttingen das Stuhlmodell «Nr. 10» aus Stahlrohr und Holzlatten.

International: Die Bättig Stahlrohrmöbel sind Teil der Schweizer Designgeschichte und haben längst ihren Weg über die Schweizer Grenzen gefunden. Bild: Bättig in Philadelphia im mexikanischen Restaurant LMNO.

Recycling: Tische und Sitzbänke gibt es neu auch aus 100 Prozent recyceltem Plastik.

WWer kennt sie nicht, die Gartenstühle mit den unverkennbaren farbigen Latten, die jedem Wetter trotzen. Doch erzählen wir die Geschichte von den Anfängen her: 1948 begann Josef Bättig in Güttingen (Thurgau) in seinem Betrieb mit der Herstellung seiner Gartenmöbel und erschuf die erste Kollektion der legendären Stahlrohrmöbel. Das Stuhlmodell «Nr. 10» war geboren. Zu dieser Zeit noch mit

Holzlatten bestückt. Von da an wurde die Bättig-Kollektion stetig ausgebaut mit Tischen, Bänken und weiteren Stuhlmodellen. 1952 kam die erste Produktion mit PVC-Latten und Spaghetti-Schnüren auf den Markt. Zusammen mit seinem Sohn René Bättig wuchs das Unternehmen und dessen Geschichte nahm ihren Lauf. 2006 übergab René Bättig dieses an Anteprima Concept AG. Unter dem Label «Bättig manufakt» wird mit Stolz das Erbe weitergeführt.

Der Geschäftsinhaber Rainer Hesselbarth erweiterte die Bättig-Kollektion. Neue Modelle wurden geschaffen und die Bandbreite des Angebots ausgebaut. Erst waren es vier, heute beinhaltet die Kollektion 20 Farben. Die Tischplattenfarben sind zudem in drei verschiedenen Finishes wie Seidenglanz, Matt oder Feinstruktur zu haben. Nichts ist un-

möglich – auf Wunsch und mit einem kleinen Mehrpreis liefert manufakt Tischplatten auch in jeder anderen RALFarbe. Heute umfasst die Kollektion insgesamt 42 Modelle, bestehend aus Stühlen, Bänken und Tischen. Das Label orientiert sich an Kundenwünschen und kann somit vom Kinderstuhl bis zum Stehtisch verschiedenste Bedürfnisse abdecken. «Jeder Mensch ist individuell in seinem Komfort, so ist auch Bättig manufakt individuell in seinen Dienstleistungen», so Rainer Hesselbarth. Das Handwerk spielt nach wie vor eine wichtige Rolle in der Philosophie von manufakt, so werden die Stahlrohrmöbel in mehreren Arbeitsschritten immer noch von Hand geschweisst. «Wir bewahren die Tradition des Handwerks, möchten aber auch innovativ und nachhaltig handeln», beschreibt Hesselbarth. «Einerseits ist das unsere jahrelange Zusammenarbeit mit der Stiftung Palme, die unsere PVC-Latten verarbeitet, und andererseits unsere recycelten Tischplatten und Bänke, die in einer Zusammenarbeit mit einer NGO in Spanien entstehen. Um diesem Kapitel der Schweizer Designgeschichte Sorge zu tragen, haben wir uns entschieden, den Namen Bättig in unseren Markennamen zu integrieren. Die Kollektion Bättig besteht seit fast 80 Jahren – Bättig manufakt setzt alles daran, weitere 80 Jahre Designgeschichte zu schreiben.» RM

Manufakt

Länggstrasse 15, 8308 Illnau 044 933 60 24 info@manufakt.ch manufakt.ch

Neue Generation: Masha, Leonard und Massimo Dreifuss führen das Unternehmen in die Zukunft – hier gemeinsam im Atelier in Zürich.

Farbe und Linie

Bei MAURICE DE MAURIAC trifft Schweizer Uhrmacherkunst auf gra sche Strenge – in einer Serie, die das rote Glas zum mutigsten Element der Gestaltung macht.

AAn der Zürcher Tödistrasse entstehen im Atelier von Maurice de Mauriac Uhren, die Handwerk und Gestaltung auf selbstverständliche Weise verbinden. Gegründet 1997 von Daniel Dreifuss, prägen heute auch seine Kinder Massimo, Leonard und Masha die Arbeit der Manufaktur. Hier entstehen mechanische Zeitmesser, deren Qualität im Detail liegt – entworfen, montiert und reguliert vor Ort, in ruhiger Konzentration und mit einem feinen Gespür für Form und Proportion. Mit der «Red Series» – bestehend aus den limitierten Modellen «L1 Red Lightning», «L2 Red Sea» und «L3 Sees Red» – erkundet Maurice de Mauriac die Rolle der Farbe als gestalterisches Element. Das rote, entspiegelte Saphirglas zieht sich als gemeinsames Merkmal durch die Serie.

«Red Series»: Mit der von Fabian Schwaerzler gestalteten Serie macht Maurice de Mauriac rotes Saphirglas zum prägenden Element einer klaren, reduzierten Formensprache.

Maurice de Mauriac

Tödistrasse 48, 8002 Zürich 044 280 01 12 info@mauricedemauriac.ch mauricedemauriac.ch

Als Farb lter über dem Zifferblatt lässt es Linien und Indizes klarer hervortreten und wird zugleich zum Blickfang am Handgelenk. Gestaltet wurde die Serie von Fabian Schwaerzler, einem Schweizer Designer, dessen Arbeiten von konstruktiver Klarheit und funktionaler Reduktion geprägt sind. Inspiriert vom Bauhaus und der Zürcher Schule der Konkreten, führt er das Prinzip der Linie – das Namensgebende der «L-Serie» – ins Heute. Das Ergebnis sind Uhren, die technische Präzision mit einem klaren gestalterischen Ausdruck verbinden. Die «L1 Red Lightning» zeigt Schwaerzlers gestalterische Haltung besonders deutlich. Das Edelstahlgehäuse mit schwarzer DLC-Beschichtung ist

unaufdringlich, klar proportioniert und technisch präzise ausgeführt. Das rote Saphirglas legt einen feinen Filter über das Zifferblatt, während der kleine Blitz an der Datumsanzeige die gra sche Strenge der Linie au ockert. Die «L2 Red Sea» ist als Taucheruhr konstruiert und bleibt bis 300 Meter Tiefe wasserdicht. Das rot getönte Glas und das matt beschichtete Gehäuse erzeugen ein spannungsreiches Wechselspiel von Funktion und Gestaltung. Trotz ihrer technischen Robustheit bleibt sie im Ausdruck zurückhaltend. Mit der «L3 Sees Red» schliesst Maurice de Mauriac die «Red Series» ab. Ihre ache Bauweise und das gewölbte Glas verleihen ihr eine zurückhaltende Präsenz. Als sogenannte «Cuff Watch» gleitet sie unter Manschette und Ärmel, bleibt aber durch ihre feine Linienführung erkennbar. Die Serie steht exemplarisch für die Haltung von Maurice de Mauriac: Schweizer Uhrmacherkunst als Dialog zwischen Technik und Gestaltung. Drei Modelle, eine Linie – und ein rotes Glas, das der Zeit eine neue Tiefe verleiht. STS

Herkunft: Der Seilstock im Muothatal. Hier wird produziert – präzise, verlässlich und mit Qualität.

Bereit für die Zukunft:

Orea CEO David Spielhofer.

Qualität braucht Herkunft

Für die OREA AG sind Küchen mehr als nur funktionale Räume. CEO David

Spielhofer über Vergangenheit, Gegenwart und die Zukunft – ein Protokoll.

O«Orea wurde 2012 gegründet – mit der Vision, hochwertige Küchen zu schaffen, die mehr sind als nur funktionale Räume. Modern, mutig und zeitgemäss – wir wollten nicht nur Küchen bauen, sondern Räume gestalten. Diese Vision hat sich nicht geändert: Orea steht für eine Ästhetik, die neue Standards setzt, ohne dabei die Schweizer Werte von Präzision und Langlebigkeit zu vernachlässigen – Räume mit klarer Handschrift, mit Respekt vor Material, Mensch und Umwelt. Aber natürlich haben wir uns weiterentwickelt. Heute denken wir noch gesamtheitlicher,

wollen ganze Wohnkonzepte mitprägen. Themen wie Kreislaufwirtschaft, nachhaltige Materialien und modulare Systeme stehen noch mehr im Fokus.

Natürlich ist es eine Herausforderung, die Balance zu halten zwischen Wachstum und der Bewahrung unserer Identität. Der Markt verlangt nach Skalierbarkeit und Standardisierung. Auch die Prozesse auf dem Bau werden zunehmend vielschichtiger. Materialien werden immer edler und anspruchsvoller, müssen aber durch den gesamten Bauprozess geschützt werden. Ja, wir wollen wachsen, aber nicht um jeden Preis. Qualität und Identität haben Vorrang. Ein nächster logischer Schritt wäre die gezielte Expansion in Märkte, die

Küche: Funktionalität wird bei Orea grossgeschrieben, auch über die Küche hinaus.

unsere Werte teilen. Gleichzeitig investieren wir auch in Produktentwicklung, digitale Prozesse und nachhaltige Materialien. Die Schweiz steht für Präzision, Verlässlichkeit und Qualität – und genau das wollen wir sichtbar machen. Die Nähe zur Produktion ermöglicht uns, exibel und individuell auf Wünsche einzugehen. Gleichzeitig tragen wir so zur lokalen Wertschöpfung bei. In einer globalisierten Welt ist das für uns ein Statement: Qualität braucht Herkunft.» KM

OREA AG

P ngstweidstrasse 102 b 8005 Zürich, 043 204 01 30 info@orea-kuechen.ch orea-living.com

Fotos: Erwin Gubler (Landschaft), Rabea Hueppi (Küche)

SSeit mehr als 60 Jahren entstehen im luzernischen Mosen Stauraumlösungen, die den Alltag erleichtern. Gegründet 1964 von Ernst Weber, führen heute dessen Enkel das Unternehmen – mit derselben Mischung aus Pioniergeist, Präzision und Bodenhaftung, die Peka seit jeher prägt.

Unter dem Leitsatz «Smart Storage» werden Systeme entwickelt, die Platz schaffen, Abläufe erleichtern und Funktion mit Ästhetik verbinden. Ob Küchenauszüge, Vorratslösungen oder Abfallsysteme – jedes Produkt entsteht aus dem Anspruch, Bestehendes zu verbessern und Neues zu wagen. Über 70 Patente zeugen von dieser konsequenten Innovationsfreude, die bis heute Teil der DNA des Unternehmens ist. Ein Beispiel dafür ist der «Magic Corner»: eine Eckschranklösung, die 1989 erstmals für Aufsehen sorgte und seither zu einem Synonym für intelligente Raumnutzung geworden ist. Mit der jüngsten Weiterentwicklung, dem «Magic Corner II», der ab dem dritten Quartal 2026 verfügbar sein wird, führt Peka seine Geschichte der Innovation fort. Dieser überzeugt mit deutlich mehr Stauraum äche, exiblen Kon gurationsmöglichkeiten mit bis zu 2 × 3 Tablaren und einer Konstruktion, welche in nur zwei Minuten montiert ist. Der Standort Schweiz bleibt dabei eine Konstante. Das Unternehmen produziert seit jeher in der Schweiz – mit hohem Automatisierungsgrad, aber im Bewusstsein für die Werte, die es tragen: Qualität, Verantwortung und eine Kultur des Miteinanders. Auch Nachhaltigkeit ist mehr als ein Schlagwort. Peka setzt auf ressourcenschonende Fertigung, Recycling und energie-ef ziente Prozesse un d ist seit 2014 CO2-abgabefrei.

Mit dem geplanten Neubau, einem modernen Holzbau mit begrünter Fassade, stellt Peka die Weichen für die Zukunft. Die Architektur steht sinnbildlich für das Selbstverständnis der Marke: offen, fortschrittlich und tief verwurzelt.

Clever: Der «Magic Corner Comfort» bringt mit einem Zug alle Tablare nach vorne.

Raum neu gedacht

Mit Er ndungen wie dem «Magic Corner» zeigt PEKA , wie Schweizer Ingenieurskunst und Design den Alltag leichter machen.

Engagiert: Das Team von Peka vereint Präzision mit Leidenschaft.

Peka-Metall AG

Luzernerstrasse 20, 6295 Mosen 041 919 94 00, peka@peka.com peka.com

Loyalität und Verbundenheit:

Peter Patrik

Roth leitet seit 24 Jahren das Familienunternehmen in der 9. Generation.

«Ohne

Tradition keine Zukunft»

Seit beinahe 300 Jahren ist ROVIVA mit viel Erfahrung im Gepäck und noch mehr Innovation dem guten Schlaf verp ichtet.

«dream-away»: Das Schlafsystem vereint Leidenschaft und Innovationsgeist im Dienste des gesunden Schlafs.

Fotos: roviva

Gelebte Nachhaltigkeit: Von den Rohstoffen über die Verarbeitung bis zur Entsorgung ist unsere Produktion entlang der gesamten Wertschöpfungskette nachhaltig ausgerichtet.

JWerkplatz Schweiz: In der Manufaktur in Wangen an der Aare werden Schweizer Qualitätsprodukte mit höchster Wertigkeit für die anspruchsvollsten Bedürfnisse hergestellt.

Johannes Roth war es, der 1748 mit der Gründung der Pferdehaar-Spinnerei Roth den Grundstein für eine einzigartige Schweizer Familien- und Unternehmensgeschichte legte. Was damals unter einfachsten Voraussetzungen mit der Verarbeitung von Rosshaar zu Polstermaterial für Matratzen, Liegekissen und

Sitzgelegenheiten begonnen hat, ist heute unter dem Namen «roviva» ein weltweit tätiges Schweizer Unternehmen, welches sich mit Leidenschaft dem perfekten Schlaf verschrieben hat.

«Auch bald 300 Jahre nach der Gründung und selbst wenn sich in dieser Zeit das Unternehmen stark verändert hat: Der traditionsreiche Standort im Schweizer Mittelland ist und bleibt das Gesicht der roviva», erzählt der heutige Geschäftsführer Peter Patrik Roth. «Wir sind mit Wangen an der Aare eng verbunden und die Lage mitten in der Schweiz hat sich bewährt. Zudem ist es betrieblich wichtig, dass alle Produktionsschritte an einem Ort statt nden. Das bewahrt das Know-how und ist Grundlage für unseren Erfolg.» Für Peter Patrik Roth ist Qualität, Innovation und Nachhaltigkeit kein Widerspruch. «Wir setzen auf die Qualität der verwendeten Rohstoffe und des Herstellungsprozesses. Der Drang zur Innovation galt damals und gilt selbstverständlich auch heute – sogar mehr denn je.»

miert. Aber nicht nur die Produktion ist zeitgemäss, auch die Produkte selber überzeugen und erfüllen die Anforderungen an einen gesunden Schlaf. «Unsere Produkte schneiden in Verbrauchertests sehr gut ab und gewannen mehrfach Designpreise», so Peter Patrik Roth. «Die Auszeichnungen sind Beleg dafür, dass jahrhundertealte Tradition und Innovation sich nicht widersprechen.»

Auf dem Weg ins neue Jahrtausend wurden in der roviva moderne, CNC-gesteuerte Bohr- und Schneidezentren sowie Holzbearbeitungsmaschinen angeschafft. Die Produktionsanlagen wurden in den vergangenen Jahren weiter kontinuierlich erneuert und Prozesse opti-

Gleichzeitig bereinigte roviva die Distributionskanäle, verzichtet beispielsweise auf einen Online-Shop oder eigene Verkaufsgeschäfte und konzentriert sich ausschliesslich auf den Möbelfachhandel im Premium-Segment. Diese Zusammenarbeit gewährleistet einen persönlichen Kontakt zu Kund:innen sowie die direkte Beratung der Fachleute. «Service und Kundennähe sind uns sehr wichtig», beschreibt Roth. «Wir verstehen uns als Partner:in und streben gemeinsam für Endkunden, Handelspartner, Zulieferanten und uns als Hersteller eine nachhaltige und erfolgsbringende Lösung an.» RM

roviva Roth & Cie AG Schulhausstrasse 6 3380 Wangen an der Aare 032 631 12 22, roviva@roviva.ch roviva.ch

Reduziert aufs

Wesentliche:

Die Kollektion «Glarona», bestehend aus Decken-, Wand-, Steh- und Tischleuchten.

Licht aus dem Glarnerland

SCHÄTTI

LEUCHTEN

formt

Metall und Licht mit Schweizer Handwerkskunst.

Sanfte Hellligkeit: Durch indirektes Licht wird eine stimmungsvolle Atmosphäre geschaffen. Im Bild die Stehleuchte aus der «Glarona»-Familie.

Markenzeichen: Jede Leuchte überzeugt durch klare Formen und eine präzise Verarbeitung.

IIm Glarnerland, wo Berge und Handwerk seit Generationen zusammengehören, entstehen in der Metallwarenfabrik die Schätti Leuchten, welche Technik, Präzision und Gestaltung auf einzigartige Weise verbinden. Die Leuchtenmanufaktur in Schwanden entwickelt und produziert seit über zehn Jahren Produkte, die nicht nur funktional sind, sondern das Licht selbst zum Gestaltungselement machen.

Seit der Gründung der Kollektion arbeitet das Unternehmen eng mit dem Designer Jörg Boner zusammen – eine Partnerschaft, die den Charakter der Marke entscheidend geprägt hat. Boner, einer der wichtigsten Schweizer Designer seiner Generation, entwirft sämtliche Leuchten von Schätti. Gemeinsam mit Geschäftsführer Thomas Schätti entstehen Kollektionen, die das Material Metall auf Licht reduzieren und eine neue, leise Formensprache de nieren. Es geht um das Wesentliche: «Blech und Licht, ohne Dekor, ohne Über uss», so Boner

Die aktuelle Kollektion «Glarona» führt diesen Gedanken konsequent weiter. Sie umfasst Decken-, Wand-, Stehund Tischleuchten, die das Licht in der Leuchte re ektieren und so eine unver-

Zusammenspiel: v.l. Jörg Boner, seit Beginn als Designer für Schätti tätig, Monica Wissman, Projektleiterin, und Geschäftsführer Thomas Schätti.

wechselbar sanfte Helligkeit erzeugen. Das Ergebnis ist ein elegant reduziertes Design, bei dem neben der Helligkeit nur noch eine weiss re ektierende Fläche der Leuchte wahrnehmbar ist – reduziert, elegant und doch ausdrucksstark. Jede Leuchte funktioniert für sich allein, fügt sich aber ebenso selbstverständlich in architektonische Ensembles ein.

Produziert wird vollständig in Schwanden, in der Schätti AG Metallwarenfabrik, einem Familienunternehmen in vierter Generation. Hier entstehen die Leuchten mit modernster CNC-Blechbearbeitung, Fräs- und Schweissverfahren

Präzision: Modernste CNC-Technik, Fräsen und Schweissen treffen auf handwerkliche Sorgfalt.

sowie Pulverbeschichtung – alles unter einem Dach. Die hohe Fertigungstiefe erlaubt es, Prototypen, Kleinserien und Sonderanfertigungen präzise umzusetzen. Auch in puncto Nachhaltigkeit geht Schätti eigene Wege: Seit 2021 wird der gesamte Wärmebedarf mit 100 Prozent Biogas gedeckt. So produziert das Unternehmen seine Leuchten nahezu CO2neutral und steht für eine Kreislaufwirtschaft, die Ressourcenschonung und Langlebigkeit vereint. Am Ende steht Licht, das aus Material, Handwerk und Verantwortung entsteht – und zeigt, wie Design aus Haltung wächst. STS

Schätti Leuchten

Schätti AG Metallwarenfabrik 8762 Schwanden 055 647 34 44 info@schaetti-leuchten.ch schaetti-leuchten.ch

Satin-Bettwäsche «Charlotte»: Das Design lädt dazu ein, in eigenen Traumwelten durch eine fast unendliche Wiese voll blühender Schwertlilien zu schreiten.

Ein ganzheitliches Erlebnis

Seit 1833 verbindet SCHLOSSBERG Handwerk,

Design und Innovation zu besonderen Momenten, die über das Produkt hinausgehen.
Fotos: Schlossberg

EErstmals in der Geschichte von Schlossberg steht das Unternehmen unter weiblicher Führung: Maja Stucki, bereits CFO von Schlossberg, hat im Frühjahr 2025 die Geschäftsführung übernommen. In ihrer CEO-Rolle sei für Maja Stucki das Persönliche elementar, denn nebst einem grossartigen Produkt lebe das Unternehmen von den Personen, die dieses mit Leidenschaft leben. Ihr Wunsch ist, dass herausragende Qualität, wunderschöne Designs und wertvolle Textilien mit Schlossberg in Verbindung gebracht werden: «Spricht man von Bettwäsche, versteht man automatisch Schlossberg.» Maja Stucki kann im Bereich Productmanagement & Design auf die Fachexpertise und weibliche Unterstützung von ihren Kolleginnen zählen: Heike-Stefanie Bodamer, Head of Productmanagement & Brand, sowie Susanne Krebs, Head of Design. Insgesamt bringt das weibliche Führungstrio einen bunten Strauss an Motivation und Tatendrang mit – bereit, um jede Herausforderung anzunehmen. «Ich wünsche mir, dass wir die Traditionen weiterführen dürfen, neue Kapitel aufschlagen, neugierig bleiben und gemeinsam wachsen», so Maja Stucki. Für sie stehen nebst dem Produkt auch die Menschen dahinter im Mittelpunkt: «Ich bin der Überzeugung, dass für ein erfolgreiches Unternehmen eine Kultur des Miteinanders als Basis unabdingbar ist.»

Voller Tatendrang: CEO Maja Stucki (Mitte) im Austausch mit Heike-Stefanie Bodamer, Head of Productmanagement and Brand (links), und Susanne Krebs, Head of Design (rechts).

Handwerkskunst: Im hauseigenen Atelier entstehen mit jeder Kollektion neue, handgemalte Kunstwerke, die mit Liebe zum Detail zum Leben erweckt werden.

Tatsächlich besitzt das hauseigene Atelier mit dem Designteam einen besonderen Stellenwert für das Unternehmen, denn Schlossberg-Produkte beginnen stets mit reiner Handarbeit. Die Produktentstehung von der Inspiration bis zur Produktion sei ein komplexer Prozess, schildert Susanne Krebs: «Zuerst erstellen wir Moodboards für Motive, Farben oder Maltechniken. Danach beginnen wir mit dem Zeichnen. Dabei ist das Ausprobieren und ab und zu auch das Verwerfen ein wichtiger Bestandteil.» Die häu gste Maltechnik sei das Aquarellieren. Dieses habe eine Weichheit und Leichtigkeit, das sich für die feine Schlossberg-Bettwäsche besonders eigne. Doch auch andere Techniken sind wichtig: Von Gouache und Acryl zu Farbund Bleistiften oder dem Collagieren nde jede Technik bei den Designerinnen

die richtige Verwendung. «Damit kann man neue Looks kreieren und ein klassisches Motiv wie Blumen stets neu interpretieren», so Susanne Krebs. Das fertige Design werde danach auf Papier zu den Druckereien gesandt, wo es auf den eigens entwickelten Stoffen verewigt werde. Beim Konfektionär werde die Meterware anschliessend zu Bettwäsche genäht. «Dieser gesamte Prozess von der ersten Idee bis zum verkaufsfertigen Produkt dauert ungefähr 15 Monate», fasst Susanne Krebs zusammen.

Schlossberg Switzerland AG Tösstalstrasse 15, 8488 Turbenthal 052 396 23 23 info@schlossberg.ch schlossberg.ch

Vorbehandlung:

Ehe das Aufspritzen des Emails erfolgt, werden die Stahlkörper sorgfältig gereinigt.

Stahlstark

Im schwyzerischen Oberarth setzt

SCHMIDLIN seit jeher auf die Kraft von Titanstahl.

AAm Fuss der Rigi, in Oberarth, fertigt die Wilhelm Schmidlin AG – als einzige Manufaktur der Schweiz – Badprodukte aus glasiertem Titanstahl. Jedes Produkt steht für Langlebigkeit, Präzision und eine Fertigung, die seit der Gründung 1947 konsequent in der Schweiz erfolgt. Neben handwerklicher Erfahrung und technischem Know-how prägt vor allem ein unermüdlicher Innovationsgeist das Familienunternehmen.

Ein Beispiel dafür ist das Angebot «Vario», mit dem Schmidlin die individuelle Fertigung von Badprodukten neu de niert. Ausgewählte Bade- und Dusch-

Handspritzkabine:

In mehreren Schichten wird das Email von Hand aufgetragen.

Formvollendet:

Jedes Produkt kann durch das «Vario»-Angebot zentimetergenau gefertigt werden, so auch die Kombiwanne «Ocean».

wannen oder Waschbecken können zentimetergenau nach Wunsch gefertigt werden – passgenau für jede architektonische Situation.

Produziert wird nach dem hauseigenen Prinzip «SchmidLEAN» – einer Philosophie, die für sämtliche Produkte Anwendung ndet und Ef zienz mit Flexibilität verbindet. So entstehen Einzelanfertigungen in industrieller Präzision und in bemerkenswert kurzer Zeit: Standardvarianten sind bereits nach zehn Arbeitstagen lieferbar, mit der SubitoOption sogar innerhalb von vier Tagen. Zur Auswahl stehen verschiedene Farbvarianten, Veredelungen und funktionale Details – von integrierten Zargen über scharfkantige Ausführungen bis hin zu Wasserfall-Einläufen oder ergonomisch

platzierten Griffen. Was bei «Vario» exemplarisch sichtbar wird, gilt für das gesamte Sortiment: jedes Schmidlin-Produkt lässt sich individuell anpassen und veredeln. Gefertigt wird ausschliesslich aus glasiertem Titanstahl. Mit «GreenSteel» setzt das Unternehmen zudem auf CO2-reduzierte Materialien. Die Wilhelm Schmidlin AG bleibt damit ein Beispiel für gelebte Schweizer Präzision –und zeigt, dass Beständigkeit dort entsteht, wo Handwerk, Innovation und Verantwortung aufeinandertreffen. STS

Wilhelm Schmidlin AG Gotthardstrasse 51, 6414 Oberarth 041 859 00 60, info@schmidlin.ch schmidlin.ch

Fotos: Wilhelm Schmidlin AG

Harmonisches Zusamenspiel:

Sowohl die hinterlüftete Fassade wie auch der Aussenbereich bestehen aus dem Naturstein «Avana» – geschliffen beim Haus und sandgestrahlt beim Garten.

Vom Steinbruch bis zum Projekt

STONE GROUP verwandelt rohen Stein in fein gearbeitete Formen – mit Leidenschaft für Material und Zeit.

Handwerk:

Die Feuerstelle sowie der Fries im edlen Natursteinboden bestehen aus «Sahara Noir» Imitation.

Fotos: Stone Group

Ursprung: Im Steinbruch werden massive Sandsteinquader abgebaut.

Präzision: Im Werk werden die Sandsteinquader mit einer CNCBrückensäge gefräst.

WWer die Stone Group AG besucht, erlebt Handwerk, das unter die Haut geht. Die Reise beginnt im Steinbruch, wo rohe Blöcke aus der Erde gelöst werden – und endet in fein polierten, detailreich gearbeiteten Ober ächen, die Räume prägen. «Wer einmal gesehen hat, wie der Stein aus der Erde gesägt, gefräst und geschliffen wird, versteht den Wert, der in jedem ihrer Produkte steckt», so Geschäftsführer Walter Ghenzi. Seit rund 40 Jahren

widmet sich das Unternehmen der Arbeit mit Naturstein – mit einer Leidenschaft, die in jedem Projekt spürbar ist. Klassisch, elegant, verspielt oder modern: Die Gestaltungsmöglichkeiten sind nahezu grenzenlos. Gerade diese Vielfalt macht die Arbeit für das Team von Stone Group so lebendig. Jedes Projekt ist ein Unikat, das technisches Wissen, handwerkliche Präzision und gestalterische Kreativität verlangt.

Struktur:

«Statuario»Marmor und «Nero Marquina» prägen das Treppenhaus – ein Spiel aus Fläche, Pro l und Glanz.

Die Faszination für den Werkstoff hat auch mit seiner Ursprünglichkeit zu tun. Stein ist ein Naturprodukt – schadstofffrei, langlebig und substanziell. Er trägt nichts Negatives in sich, sondern steht für Dauer und Beständigkeit. Es ist ein Material, das seit Jahrtausenden existiert und auch in Zukunft Bestand haben wird – ein Stück Ewigkeit, das in Architektur und Design weiterlebt.

Diese Beständigkeit bedeutet jedoch nicht Stillstand. In den Werkhallen von Stone Group verschmelzen Kraft und Feingefühl. Die Bearbeitung von Naturstein verlangt körperliche Stärke, aber ebenso Präzision und Feingefühl. «Die Menschen, die hier arbeiten, müssen wirklich einiges mitbringen», sagt Gabriela Ghenzi. So entstehen Werke, die über ihre Funktion hinausgehen. Projekte wie die Restauration eines Privatschlosses in Zug zeigen die ganze Spannbreite der Arbeit: Bestehende Fenster- und Türeinfassungen wurden sorgfältig erneuert, Stockwerke und Balkonplatten ersetzt, Ziergurte ergänzt – selbst die zur Anlage gehörende Kapelle wurde in Abstimmung mit der Denkmalp ege restauriert.

Von der Rohheit des Steinbruchs bis zur fein ausgearbeiteten Fläche führt jeder Schritt bei Stone Group zurück zum Ursprung des Materials. Es ist diese Verbindung von Handwerk, Natur und Zeit, die jedes ihrer Projekte zu etwas Dauerhaftem und Besonderem macht –geschaffen, um zu bleiben. STS

Stone Group AG Zürcherstrasse 77, 8730 Uznach 055 280 39 79 info@stonegroup.ch stonegroup.ch

CEO Jörg Keller auf dem «Duetto»: Seit der Gründung 1998 fertigt Swiss Plus langlebige und qualitätvolle Möbel, die Design und Funktion verbinden.

«Essenza»: Alle Kissen und Rückenelemente lassen sich bei «Essenza» individuell kombinieren und platzieren. Auch dieses Modell ist mit «Bico inside» schnell in ein Bett verwandelt.

Nachhaltige

Bettsofas aus der Schweiz

Die «Bed for Living» von SWISS PLUS überzeugen mit Bico-Schlafqualität und einfacher Nutzung – egal, ob elegantes Sofa oder Gästebett.

Fotos: Samuel Köppel/Samko Design, Swiss Plus AG

«Doppio»: Auch der Designklassiker wird mit grosser Sorgfalt und Können in Ellikon an der Thur (ZH) hergestellt.

Wurf gelungen: Dank einer einfachen, aber hochwertigen Mechanik lässt sich die Verwandlung auch für Ungeübte mühelos und ohne Kraftaufwand durchführen. Das verblüffende Resultat sind preisgekrönte Designsofas, denen man das Bett nicht ansieht. Und gleichzeitig ergonomisch durchdachte Betten, in denen man gesund schläft.

MMan mag es mit einem prüfenden Blick auf die eleganten Sofas kaum glauben, aber in erster Linie sind die «BED for LIVING» von Swiss Plus als vollwertige Betten konzipiert. Das ausgeklügelte Schlafsystem besteht aus einem langlebigen Stahlrahmen mit Buchen-

«Duetto Deluxe»: Mit grosser Sitztiefe und kompakter Breite wird das Modell zur Sitzinsel im Raum – und zum platzsparenden Doppelbett.

Lattenrost und ergonomisch optimal darauf abgestimmten Matratzen. Mit an Bord als Entwicklungspartner ist auch die Firma Bico AG – schweizweit bekannt für Produkte mit hochwertiger Schlafqualität. Erst im nächsten Entwicklungsschritt erfolgte die Überlegung, wie denn nun aus dem bequemen Bett mit wenigen Handgriffen auch ein schönes Sofa entsteht. Und hier ist den Entwicklern von Swiss Plus ein grosser

Die Firma Swiss Plus mit Sitz in Zürich und Produktionsstandort in Ellikon an der Thur bietet unter der Bezeichnung «BED for LIVING» zwölf unterschiedliche Bettsofa-Modelle an, jedes konzipiert und optimiert für unterschiedliche Ansprüche. Materialien und Konstruktion sind von hoher Qualität und auf Langlebigkeit ausgelegt. Schaut man genau hin, erkennt man die hochwertige Verarbeitung in jedem Detail. Jedes Sofa wird auf Bestellung und ganz nach Kundenwunsch hergestellt, ohne aber gleich das Budget zu sprengen. Der Auswahl an Farb- und Stoffkombinationen sind ebenfalls kaum Grenzen gesetzt. Und bei allfälligen Reparaturen und Garantiearbeiten reagiert die Swiss Plus schnell und unkompliziert. «Die Ressourcen unseres Planeten schont man dann ef zient, wenn man ein Produkt gar nicht erst durch ein neues ersetzt.» Diesen Ausspruch lebt Swiss Plus vor und bietet für seine Möbel neben regionaler Produktion und kurzen Lieferzeiten auch einen heutzutage leider selten gewordenen Revisionsservice an. Alle Matratzen werden ausgetauscht und die Bezüge durch einen neuen Stoff oder ein Leder nach Wahl ersetzt. Nach dieser Auffrischungskur sieht auch ein gebrauchtes Bettsofa wieder aus wie neu – und dank langlebiger Mechanik fühlt es sich auch immer noch so an. Damit bietet die Schweizer Firma einen sinnvollen Service an, der neben dem Portemonnaie des Kunden auch die Umwelt schont.

Swiss Plus AG Showroom, Werdstrasse 2 8004 Zürich, 043 243 89 10 auftrag@swissplus.net swissplus.net

Starkes Team: v. l. Marco Gubser (Leiter Produktion), Niels Blättler (Geschäftsführer), Benjamin Thut (Design und Entwicklung), Lukas Thalmann (Leiter Vertrieb).

Let’s

play

Die THUT MÖBEL AG lädt auf ihre «Spielwiese» nach Buchs ein, wo ihre Designklassiker zu individuellen Einrichtungslösungen werden.

Allrounder: «Folien-Schrank 385» mit einer Betuchung aus strapazierfähigem Screlan-Textil.

BBeim Namen Thut Möbel denkt man sofort an Faltvorhang, Folienschrank und Scherenbett. Zurecht, schliesslich handelt es sich um Klassiker des Schweizer Möbeldesigns. 1928 gründet Walter Thut die Möbelschreinerei im aargauischen Möriken. Sohn Kurt Thut, wie der Vater gelernter Schreiner, bringt ab 1953 mit seinem Studium der Architektur und Gestaltung an der Kunstgewerbeschule Zürich einen tiefgreifenden Wandel in das Unternehmen. Er und später auch Kurts Sohn Benjamin schafften es, mit viel Gespür und Visionärsgeist die Bedürfnisse der Zeit zu erkennen und kreative sowie innovative Designlösungen zu entwickeln.

Thut Möbel steht für mehr als Faltvorhang, Folienschrank und Scherenbett. Das Unternehmen hat sich in den letzten Jahren zunehmend zu einem Anbieter von Produktlösungen entwickelt, sowohl im privaten als auch im öffentlichen Bereich. Die Möbel richten sich nach den Gegebenheiten; die passende Lösung wird gemeinsam mit Kund:innen, Architekt:innen oder Innenarchitekt:innen erarbeitet. «Wir haben eine kleine exklusive Kollektion, die für sich steht. Gleichzeitig ist sie auch die Inspirationsquelle, um individuelle Projekte

umzusetzen», so Niels Blättler. «Man nehme unseren Faltvorhangschrank. In Kombination mit dem richtigen Stoff entsteht beispielsweise ein individueller Einbauschrank, der sowohl funktional wie auch akustisch eine tolle Lösung bietet. Es fasziniert uns, vorhandene Produkte weiterzuentwickeln und zu optimieren, und dann neue Produkte zu schaffen, wenn sie ein Bedürfnis besser oder innovativer befriedigen können.»

Heute «wohnt» die Thut Möbel AG in Buchs ZH. In der lichtdurch uteten Halle verschmelzen unter einem Dach Entwicklung, Gestaltung, Produktion und Vertrieb zu einem harmonisch funktionierenden Ganzen. «Showroom und Produktion unter einem Dach ermöglichen Einblicke in Machbares», so Niels Blättler. Wie auf einer Spielwiese sei das: «Entweder gibt es schon eine passende Lösung für die Einrichtung, oder wir entwickeln aus einem bestehenden Standardprodukt etwas Neues. Beides ist bei uns möglich.» Wie alle Produkte werden die individuellen Produktlösungen natürlich in Buchs gefertigt. «Wir möchten heute und morgen die Thut Möbel AG sein, die ein Hersteller von produkt- und lösungsorientiertem Designeinrichtung ist. Die Lösung ist entweder ein Bestandsprodukt oder eine, die wir zusammen erarbeiten. Der Verkauf der Lösung erfolgt über unsere Fachhandelspartner.» KM

Individualist: Mobiler Geschirrschrank mit Faltvorhang.

Thut Möbel AG Dällikerstrasse 35, 8107 Buchs 044 440 60 60 info@thutmoebel.ch thutmoebel.ch

Alles unter einem Dach: Seit 2016 ist die grosszügige Fabriaktionshalle in Buchs ZH das Zuhause von Thut.

Materialien: Wie sie eingesetzt werden, obliegt keiner dogmatischen Vorgehensweise – möglich ist, was gefällt und Sinn ergibt.

Harmonisch: Individuelle

Raumkonzepte wie dieses entstehen bei Vogel Design durch viel Erfahrung, grosse Kapazität und ein Maximum an Flexibilität.

Wo Handwerk und Design zusammentreffen

Seit über 40 Jahren schafft die Schreinerei VOGELDESIGN Räume mit Charakter – dies mit Herzblut, Handwerk und einem Gespür für das Wesentliche.

Exklusiv: Immer wieder wird Vogel Design für ihre Projekte wie für den Küchenumbau «Lakeside» für Preise nominiert.

Fotos: Vogel
Design

Innovativ:

In der 5235m2 grossen Werkstatt arbeiten

71 Fachleute an jährlich rund 800 Kundenprojekten.

Familienunternehmen:

«Wir möchten verstehen, wie jemand lebt. Erst dann beginnt bei uns der kreative Prozess», sagt Geschäftsinhaber Christian Vogel.

Zusammenarbeit: Projekte mit externen Innenarchitekturbüros wie Upscale Interiors zeigen die spannende Vielfalt des Portfolios von Vogel Design.

Vogel Design AG Grindel 3 6017 Ruswil 041 552 65 00 info@vogeldesign.ch vogeldesign.ch

WWer das Bürogebäude der Vogel Design AG in Ruswil betritt, nimmt schon im Treppenhaus das Handwerk wahr. Es riecht nach Holz und Werkstatt, leise dringt das Summen der Maschinen aus der Produktion. Dort wird mit Präzision und Hingabe gehobelt, gefräst und geschliffen. Und diese Sorgfalt zieht sich durch jedes Projekt, das hier entsteht. Gegründet vor über vier Jahrzehnten, ist das Familienunternehmen heute eine feste Grösse im hochwertigen Innenausbau. Geblieben ist der Geist von damals: zuhören, gestalten, verwirklichen. Küchen, Türen, Wohnräume oder ganze Umbauten entstehen hier in engem Dialog mit den Kunden – nicht als Produkte, sondern als Lebensräume. Und jeder ist anders. «Was uns ausmacht, ist nicht nur die Liebe zum Detail, sondern auch die Nähe zu den Menschen», sagt Geschäftsinhaber Christian Vogel.

Die Planung beginnt oft mit einer Skizze während eines Gesprächs am grossen Holztisch in den modernen Büroräumlichkeiten oder im Showroom von Vogel Design, aber auch bei den Kund:innen zu Hause. Die AVORAbteilung übernimmt die Kundenwünsche, bereitet alles für die Produktion vor und erstellt detaillierte Pläne. Die Umsetzung erfolgt in der grosszügigen Werkstatt mit einem Team von 71 Fachleuten – eingebettet in die ganze Belegschaft von rund 120 Mitarbeitenden. Hier werden Entwürfe zu Realität – ob bei exklusiven Küchenumbauten, individuellen Einzelmöbeln, intelligenten Raumlösungen oder atmosphärischen Wohnwelten. Und oft wächst dabei mehr als nur ein Projekt: eine Geschichte, eine Beziehung.

Zu den Referenzarbeiten gehört etwa die Küche «Lakeside» – ein Ensemble aus edlen Materialien, harmonischer Linienführung und zeitloser Ästhetik. Ebenso entstehen unter der Leitung der Abteilung Umbauplanung & Innenarchitektur Konzepte, bei denen Ef zienz, Ästhetik, Licht und Farbe zu einer stimmigen Einheit verschmelzen. So werden aus Ideen Räume, die überraschen und begeistern. Wer einmal mit Vogel Design zusammengearbeitet hat, kommt oft wieder – nicht nur wegen des Portfolios, sondern wegen des Charakters.

«Lento»: Das moderne Sofa spiegelt die DNA des Untermehmens wider –Handwerkskunst, Sitzqualität und maximale Flexibilität.

Souveräne Selbstverständlichkeit

Wenn es ums perfekte Sitzen geht, macht die WEIBELWEIBEL AG keine Kompromisse.

Doppelspitze: Die Brüder Johannes (links) und Lukas Weibel führen gemeinsam das Unternehmen.

Ä«Gin»: Der elegante Loungesessel ist wahlweise mit oder ohne Armlehnen, sowie mit oder ohne Kopfstütze erhältlich. Zum Gestell aus Massivholz gibt es Bezüge in Stoff oder Leder.

Fertigung: Im aargauischen Endingen werden die Sitzmöbel produziert – qualitativ hochwertig und dem individuellen Bedürfnis angepasst.

Ästhetik, Sitzqualität, individuelle Anpassung – bei der Frage, wofür die WeibelWeibel AG steht, muss Co-Geschäftsführer Johannes Weibel nicht lange nachdenken. «Diese drei Aspekte müssen bei uns im Einklang stehen, Ästhetik und Sitzqualität perfekt miteinander harmonieren.» Gemeinsam mit seinem Bruder Lukas führt er die Geschicke des Unternehmens bereits in zweiter Generation. Die Stärke des Unternehmens liegt in seiner individuellen Fertigungsleistung. Flache Strukturen ermöglichen es, auch kurzfristige Objektaufträge anzunehmen, das umfassende Know-how und die präzise Planung sorgen für eine zeitnahe Umsetzung in hochwertiger Qualität. Während früher zu jeder Messe mindestens ein neues Modell präsentiert

wurde, hat sich WeibelWeibel seit einigen Jahren einer nachhaltigeren Herangehensweise verschrieben: «Mittlerweile bringen wir vielleicht alle zwei bis drei Jahre eine Neuheit. Aber dafür haben wir auch die Zeit, gründlicher zu arbeiten, eine Entwicklung zu Ende zu denken und ein Möbel zu präsentieren, hinter dem wir vollkommen stehen können.»

Die Zielgruppe kennen

Wie produziert man eigentlich das perfekte Sitzen? Vor allem, indem man individuell auf eine Zielgruppe eingehen kann. Wichtig ist es, zu wissen, für wen ein Produkt gedacht ist und welchem Zweck es dienen soll. Wird auf einem Sofa gesessen oder äzt man sich hin? Ist es für die Familie oder ein Vorzeigeobjekt für den Besuch? «Wir haben eine enorme Bandbreite in unserem Sortiment und immer muss die perfekte

Verbindung von Sitzqualität und Ästhetik zutreffen. Deshalb überlegen wir uns im Vorfeld ganz genau, wen wir ‹sitzen lassen›», so Johannes Weibel. Die WeibelWeibel-Ästhetik folgt einer souveränen Selbstverständlichkeit. Das Möbel dominiert nicht den Raum, es drängt sich nicht in den Vordergrund, sondern überzeugt mit einer zeitlosen Eleganz. «Wir sind nicht modisch im Sinne einer absoluten und zyklischen Gebundenheit an Trends. Wir nehmen den Zeitgeist auf, aber so, dass er zeitlos wird und auch nach zehn oder zwanzig Jahren noch Freude bereitet, egal, ob man sitzt oder äzt.» KM

WeibelWeibel AG

Brühlstrasse 21, 5304 Endingen 056 265 88 88 info@weibelweibel.ch weibelweibel.ch

Was bedeuten für Sie die Begriffe «Schweizer Manufaktur» und «Swiss Made»?

PATRICK BRUNNER: Für mich bedeutet «Schweizer Manufaktur» präzises Handwerk, das von Menschen getragen wird, die ihr Fach beherrschen und Verantwortung übernehmen – vom Material bis zum fertigen Produkt und gegenüber Mitarbeitenden, Ressourcen und Kunden. Es ist ausserdem ein klares Bekenntnis zu lokaler Wertschöpfung. «Swiss Made» ist für mich ein Symbol für Nachhaltigkeit im besten Sinn: langlebige Produkte statt kurzlebiger Trends.

Wie hat sich Willisau während der 100-jährigen Geschichte entwickelt?

PB: Seit 1928 hat sich Willisau von einer regionalen Möbelfabrik zu einer international geschätzten Schweizer Manufaktur für hochwertige Tischund Stuhlmöbel entwickelt. Unsere Geschichte ist geprägt von Beständigkeit, Unternehmertum und echter Handwerkskultur – und von der Bereitschaft, uns stetig weiterzuentwickeln, ohne unsere Werte zu verlieren.

CEO und Inhaber: Patrick Brunner führt mit Leidenschaft und Weitsicht Willisau Switzerland in die Zukunft.

«Klares

Bekenntnis für lokale Wertschöpfung»

Fotos: Willisau

Beschreiben Sie mir die Werte von Willisau.

PB: Unsere Produkte – Tische und Stühle für den Innen- und Aussenbereich – verbinden Schweizer Handwerk mit zeitlosem Design und moderner Technik. Innovation bedeutet für mich, Konstruktionen zu verbessern, Funktionen zu optimieren und neue Materialien sinnvoll einzusetzen – immer mit dem Anspruch, unseren Kunden echten Mehrwert zu bieten. Gleichzeitig ist Individualität ein

«Onda»: Das Modell verbindet Design und Handwerkskunst auf einzigartige Weise.

zentraler Teil unserer DNA. Wir bieten eine aussergewöhnliche Vielfalt und gehen exibel auf Wünsche ein – von Sondermassen bis hin zu einer breiten Palette an Materialien und Ober ächen

Was gefällt Ihnen am neuen Tisch «Coral» besonders?

PB: Am «Coral» fasziniert mich besonders die Verbindung von Designästhetik und technischer Innovations-

kraft. Seine organische Formensprache wirkt leicht und selbstverständlich, doch dahinter steckt modernste Technologie. Durch den Einsatz von 3D-Betondruck gelingt uns etwas Einzigartiges: ein Tischfuss mit skulpturalem Charakter, dessen geschichtete Struktur nicht nur ein Gestaltungselement ist, sondern die Handwerkskunst der Zukunft sichtbar macht. «Coral» zeigt, dass Innovation und Emotion perfekt zusammenpassen.

Wie rüstet sich Willisau für die Zukunft? Haben Sie persönlich Ziele und auch Wünsche für die Zukunft von Willisau?

PB: Die Zukunft stellt uns als Schweizer Hersteller vor grosse Herausforderungen. Der Markt ist schneller geworden, preisgetriebener und von internationalen Anbietern geprägt. Genau deshalb investieren wir bewusst in das, was uns stark macht: Innovation, technische Weiterentwicklung und echte Individualisierung. Wir wollen keine Massenprodukte anbieten, sondern Möbel, die durchdacht sind, technisch überzeugen und sich exibel an die Wünsche unserer Kunden anpassen – in Funktion, Material und Design. RM

«Coral»: Der Tisch begeistert mit iessenden, organischen Formen und einem innovativen Fussdesign in 3D-Betondruck-Technologie.

Willisau Switzerland Ettiswilerstrasse 26, 6130 Willisau 041 972 70 10 info@willisaugroup.ch willisaugroup.ch

Lustvolle Überraschungen

Wir präsentieren Ihnen eine kunterbunt gemischte Auswahl an Inspirationen aus der Welt der Schweizer Manufakturen.

Die Steakmesser aus neuartigem Chirurgenstahl sind bereits mit vier Designpreisen ausgezeichnet.

CEO und Gründer

Michael Bach p egt für die Entwicklung «seiner» Messer die Zusammenarbeit mit den besten Köch:innen der Welt.

sknife

«Innovation in Design und Materialität, kombiniert mit Präzision, machen den Erfolg von sknife aus», beschreibt Michael Bach, Gründer und Geschäftsführer der Schweizer Messermanufaktur. «Wir fertigen in der Uhrenstadt Biel und haben so Zugang zu neusten Stahllegierungen.» Die sknife-Steakmesser (im Bild) zum Beispiel sind aus einem neuartigen Chirurgenstahl gefertigt. Alle Lieferanten sind lokal und liegen in einem Umkreis von 30 Kilometer. Die Kunst der Holzstabilisierung wurde gemeinsam mit der Holzfachschule Biel entwickelt. Der letzte Schliff erfolgt von Hand in der sknife-Manufaktur in Biel. Hier veredeln Messermacher Timo Müller und sein Team jedes einzelne Stück, bis es perfekt in der Hand liegt.

sknife AG

Neuengasse 5, 2502 Biel 032 322 97 55, info@sknife.com, sknife.com

Fotos: Atelier Momol, Kuhn Rikon, sknife

Im Vergleich zum Kochen im offenen Topf verbraucht der «Duromatic» 279 Prozent weniger Energie.

Kuhn Rikon

Der «Duromatic» geht mit der Zeit und ist auch nach 75 Jahren tter denn je. Er pfeift auf vielen Herdplatten vor sich hin: Dass der begehrteste Schnellkochtopf der Schweizer seinen Siegeszug aus der Schweiz in die ganze Welt starten konnte, hat er seinem innovativen Boden zu verdanken. Heute ist der Klassiker moderner denn je. Die neuen Modelle sorgen mit einem «Superthermic Sandwichboden» für optimale Wärmeverteilung. Der Schnellstarter zischt und faucht, durch die mehrfache Überdrucksicherung und eine vollautomatische Deckelverriegelung ist höchste Sicherheit garantiert. Durch den speziellen Druckaufbau kocht der «Duromatic» schnell und schonend. Er verkürzt die übliche Kochzeit um zwei Drittel und spart dabei gut 70 Prozent Energie gegenüber einem herkömmlichen Topf mit Deckel.

Kuhn Rikon AG

Neschwilerstrasse 4, 8486 Rikon 052 396 01 01 info@kuhnrikon.ch, kuhnrikon.ch

Analoge Landschaftsbilder mit digitalen Infos angereichert verschmelzen dank einer AR-App zu etwas Besonderem.

Atelier Momol

Atelier Momol ist ein Start-up mit Sitz in Zürich, das 3D-Druck, liebevolles Handwerk und eine AR-App auf überraschende Weise miteinander verschmelzen lässt. «Uns geht es darum, die wunderbare Landschaft und die daran geknüpften Erinnerungen und Erlebnisse einer Wanderung, Velotour oder Skiabfahrt in die Häuser der Menschen zu bringen», beschreiben Jonathan Wiederin und Tim Diesing, die beiden Gründer von Atelier Momol. Von Hand entstehen Landschaftsausschnitte aus Gips und mit Unterstützung beeinträchtigter Menschen der inklusiven St.-Jakob-Stiftung werden Bilderrahmen aus Schweizer Holz gefertigt. Auf Plastik wird dabei fast gänzlich verzichtet. Mit einer kostenlosen Augmented-Reality-App für Tablets und Smartphones können schliesslich Infos zu den verschiedensten Orten wie von Zauberhand aus den Gips-Landschaften gelockt werden.

Atelier Momol

Gladbachstrasse 77, 8044 Zürich info@atelier-momol.ch, atelier-momol.ch

Der «asymmetric stool» ist in MDF oder in Massivholz wie Arve (Bild), Fichte oder Nussbaum erhältlich.

Die Travel- und Loungewear-Kollektion ist atmungsaktiv, temperaturausgleichend, knitterarm und überzeugt durch ein einzigartiges Traggefühl.

auerform

Béatrice und Christian Auer setzen mit auerform Ideen um, die ihrem Wissen und ihrer Erfahrung entstammen. Neugier treibt sie an, das Neue zu entdecken und dieses auf das Wesentliche zu reduzieren. Auerform produziert in Kleinserien, ökologisch und sozial, nach dem Prinzip «weniger ist mehr». Das erste Produkt aus dieser Auseinandersetzung ist der «asymmetric stool». Der Hocker aus MDF oder Massivholz wie Arve, Nussbaum und Fichte basiert auf der Grundform eines Trapezes. Die Schrägstellung gibt dem «asymmetric stool» Stabilität und zwei verschiedene Sitzrichtungen. Gleichzeitig erlaubt diese Form, mehrere Hocker ineinanderzustapeln. Frontseite und Tiefe des Hockers haben dieselbe Breite und können daher zu freien Formgebilden addiert werden.

auerform

Béatrice & Christian Auer Reitweg 2, 8400 Winterthur 052 212 40 82 info@auerform.ch, auerform.ch

Dagsmejan

Ob Business Class, Citytrip oder Wochenend-Auszeit – die neue Reise- und Loungewear-Kollektion des Schweizer SleepwearLabels Dagsmejan vereint Funktionalität mit elegantem Look. Innovative, weiche Materialien, reduzierte Schnitte und durchdachte Details sorgen dafür, dass man unterwegs wie auch zu Hause stilvoll gekleidet ist – und sich rundum wohlfühlt. «Mit der neuen Kollektion bringen wir das bewährte Dagsmejan-Gefühl aus dem Schlafzimmer in die Welt hinaus. Unser Anspruch: Höchster Komfort trifft auf mühelosen Stil», sagt Catarina Dahlin, Mitbegründerin von Dagsmejan. Die atmungsaktiven, temperaturregulierenden Stoffe fühlen sich auf der Haut angenehm kühl oder wohlig warm an – je nach Umgebung. Die doppelseitige Materialkonstruktion aus glatter Eukalyptusfaser aussen und weicher Bio-Baumwolle innen sorgt für ein luxuriöses Traggefühl.

Dasgsmejan contact@dagsmejan.ch, dagsmejan.ch

Fotos: auerform, Dagsmejan, Deux Frères, em kraft
Pur

getrunken, als Gin Tonic oder als Cocktail – dem Deux

Gin sind keine Grenzen gesetzt.

Deux Frères

Gian und Florian Grundböck, zwei in Zürich geborene Brüder, teilen ihre Leidenschaft für exquisiten Geschmack. Vor acht Jahren wagten sie den Start ins Unternehmertum. Ihr Debütprodukt, der Deux Frères Gin, wurde schnell zu einem der begehrtesten einheimischen Gins. In einer alten Eisenfabrikhalle erblickte das Getränk das Licht der Welt. In seiner qualitativen Hochwertigkeit zeichnet er sich besonders durch eine klare Wacholdernote aus. Blumig und frisch in der Nase, entfaltet er sein weiches und harmonisches Aroma im Gaumen. Hierbei zeichnen ihn eine feine Würze und ausgewogene Aromakomplexität aus. Der Abgang ist lange und anhaltend. Durch die sorgfältige Auswahl der Botanicals und die traditionelle Herstellungsmethode entsteht ein Gin von herausragender Qualität und unverwechselbarem Charakter.

Deux Frères GmbH Hohlstrasse 418, 8048 Zürich hello@deuxfreresspirits.com deuxfreresspirits.com

Sämtliche Reinigungsmittel von em kraft sind nachfüllbar und die Verpackungen rezyklierbar.

em kraft

Mit der Kraft von Mikroorganismen und nachwachsenden Rohstoffen werden Reinigungsmittel neu gedacht. Die probiotischen Reiniger wirken nachhaltig: Sie sorgen für langanhaltende Sauberkeit, schaffen ein gesundes Mikroklima und neutralisieren Gerüche auf natürliche Weise. «Die Grundlage von em kraft sind sogenannte effektive Mikroorganismen – 100 Prozent natürliche Bakterienkulturen», erklärt Geschäftsführer Joel Weil. «Sie werden gezielt für jeden Reiniger ausgewählt, bleiben nach dem Putzen aktiv auf der Oberfläche und wirken dort nachhaltig. Sie zersetzen organische Rückstände, verhindern die schnelle Wiederverschmutzung und neutralisieren Gerüche.» Die Produkte wurden zusammen mit Gastronomie und Forschung für professionelle Ansprüche entwickelt und sind auch für den Haushalt erhältlich.

em kraft AG

Einsiedlerstrasse 33, 8820 Wädenswil 044 780 67 72, info@emkraft.ch emkraft.ch

Frères

SWISS DESIGN

«Icons Made in Switzerland» präsentiert Schweizer Design der letzten 100 Jahre.

DDesignprodukte aus der Schweiz sind rund um den ganzen Erdball bekannt, beliebt und begehrt. Ob ihres zeitlosen Designs, ihrer exzellenten Qualität und ihrer Langlebigkeit erfahren sie grosse Wertschätzung. Reduziert, funktional und hochwertig steht Schweizer Gestaltungsarbeit in einer Tradition, in der Alltags- und Luxusgüter, Handwerk und Industrie, Kunst und Design einander befruchten. Die vorliegende Publikation zeigt zeitlose, nie veränderte Ikonen, teils aus dem frühen 20. Jahrhundert, ebenso wie junge Kreationen, die sich mit höchsten Auszeichnungen einen Namen gemacht haben und die Erfolgsgeschichte Schweizer Designs fortschreiben. Vorgestellt werden 200 Schweizer Designprodukte, ihre Entwicklungsgeschichte erzählt und die jeweiligen Gestalter und Marken porträtiert.

Swiss Design – Icons Made in Switzerland: Sandra Ellegiers, Niggli, deutsch & englisch, 224 Seiten, CHF 48.–, niggli.ch

IMPRESSUM

Schweizer Manufakturen für Wohnkultur 2025 ist eine Sonderbeilage von «Das Ideale Heim» und «umbauen+renovieren»

HERAUSGEBER/VERLAG

Archithema Verlag AG, Güterstrasse 2, 8952 Schlieren 044 204 18 18, verlag@archithema.ch, metermagazin.com

VERLEGERIN

Felicitas Storck, felicitas.storck@archithema.ch

REDAKTION

Roland Merz (rm), Chefredakteur, roland.merz@archithema.ch Redaktion: Katrin Montiegel (km), Stefanie Solèr (sts) Korrektorat: Jürg Casanova, Thomas Rusch Fotos Round-Table: Lars Hellman

GESTALTUNG UND PRODUKTION

Lars Hellman

BILDTECHNIK

Thomas Ulrich

ANZEIGENREGIE

Archithema Verlag, Güterstrasse 2, 8952 Schlieren

VERKAUFSLEITUNG

Marcel Gasche, 044 204 18 28, marcel.gasche@archithema.ch

ANZEIGENDISPOSITION

Denise Kreuzer, denise.kreuzer@archithema.ch

MARKETING & DIGITAL CONTENT

Fabia Burkard, fabia.burkard@archithema.ch

ABO-KUNDENSERVICE

Creative Media GmbH, Steinackerstrasse 35, 8902 Urdorf 043 322 60 86, abo@archithema.ch

DRUCK, VERSAND

AVD Goldach, Sulzstrasse 12, 9403 Goldach

Alle Urheber- und Verlagsrechte an dieser Publikation oder Teilen davon sind vorbehalten. Jede Verwendung oder Verwertung, insbesondere Nachdruck, Vervielfältigung, Mikrover lmung, Speicherung und Nutzung auf optischen wie elektronischen Datenträgern, bedarf der schriftlichen Zustimmung des Verlages. Der Inhalt dieses Heftes wurde sorgfältig geprüft. Dennoch übernehmen Autor:innen, Redaktion und Verlag keine Haftung für seine Richtigkeit.

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