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NR. 65 www.das-ideale-heim.ch CHF 9.50

Spezial KÜCHEN

KÜCHEN Ü

PLANUNG: Materialien für jede Küche

GRILLVERGNÜGEN Wie sich mit Grills und Outdoorküchen köstliche Menüs zaubern lassen

KÜCHENDESIGN: Trends und Novitäten fürs Kochen zu Hause OUTDOORKÜCHEN: Zutaten für das Kochvergnügen in der Natur IH_KUE_13_AA_Titel.indd 1

KOCHKONZEPTE Individuelle Küchen für kulinarische Höhenflüge in Neu- und Altbauten

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GENUSS PUR BEWÄHRTES UND NOVITÄTEN AUS DER GERÄTEKÜCHE: INNOVATIONEN UND TRENDS FÜRS KOCHEN ZU HAUSE

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E D I T O R I A L

Vom Glück, seine Traumküche zu finden «Eine gute Küche ist das Fundament allen Glücks», sagte einst Georges Auguste Escoffier (1864–1935). Der französische Meisterkoch gilt als Schöpfer der Grande Cuisine und als der Gestalter grosser Küchenorganisationen. Man darf also davon ausgehen, dass er weiss, wovon er spricht – und ihm recht geben. Doch was ist eine gute Küche? Escoffier meint mit «Küche» natürlich die Speisen, aber das Zitat lässt sich, vor allem heutzutage, durchaus auch auf die Küche als Raum anwenden. Was also macht eine gute Küche aus? In den letzten Jahren hat sich die Küche mehr und mehr zu einem zentralen Raum in der Wohnung entwickelt. Längst ist sie nicht mehr nur ein Arbeitsraum für die Hausfrau. Die Küche ist zum Treffpunkt mutiert, wo gemeinsam gekocht und gegessen wird. Oftmals ist sie zum Wohnraum offen gestaltet, was wiederum einen erhöhten Anspruch an das Design und die Materialien der Küchenmöbel stellt. Nach wie vor sollten bei der Planung einer Küche aber die Arbeitsabläufe im Auge behalten werden. Denn bei aller Wohnlichkeit sollte eine Küche doch immer noch praktisch sein. Die Küchenarbeit wird uns auch durch moderne Geräte und Materialien erleichtert. Von Induktionskochfeldern über Steamer bis hin zu «intelligenten» Kühlschränken und Heisswasserhähnen bieten uns die Produzenten eine grosse Auswahl an fleissigen Helfern. Inspiration für Ihre persönliche Traumküche finden Sie in den umfangreichen Spezialteilen dieser Zeitschrift sowie in den ausführlichen Reports aus Zürich, Berlin, Basel und Leipzig. Und wer nicht nur im Haus, sondern auch draussen kochen und grillieren möchte, dem sei unsere «Grilltour» ans Herz gelegt. Meine Kolleginnen Romy Gutiérrez und Antje Herrmann haben gemeinsam mit dem Koch Tobias Funke Grills und Outdoorküchen getestet (ab Seite 68). Ich wünsche Ihnen viel Freude bei der Planung und Einrichtung Ihrer Traumküche!

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Foto: Basile Bornand

Hauptstrasse 45 BRITTA LIMPER Chefredakteurin britta.limper@archithema.ch

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P.S.: Besuchen Sie uns im Internet unter www.das-ideale-heim.ch. Unter «Küchen» finden Sie abwechslungsreichen Zusatzkontent.

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Küchen Spezial — Editorial

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I N H A LT

Gedeckter Tisch AUGENSCHMAUS

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Porträt M. VOGELZANG

Wohnen VILLENLEBEN

Seite 90 Sehenswert und informativ 12 Auslese –— Schmackhaftes und Schönes aus der, von, für die Küche. 18 Planung Materialien –— Was eignet sich für die Küche? Eine übersichtliche und inspirierende Auswahl. 26 Planung kleine Küchen –— Kein Raum zu klein, eine Küche zu sein! Tipps für enge Kochverhältnisse. Neue Dimensionen: Die Küche «Kalea» erlaubt neue Grundrisse und viel Gestaltungsfreiheit bei der Planung. (Titel: Cesar, www.cesar.it )

28 Biblio –— Vom Lupinenbauer über Weinarchitektur bis zum Cervelat: Lektüre zum Geniessen. 108 Gedeckter Tisch –— Mit diesen Accessoires wird der Tisch zum Augen- und Gaumenschmaus. 124 Unterwegs –— Ob die «Klosterküche Hennef» oder das «Conrad» in Koh Samui – diese Orte schmecken einfach wunderbar!

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Reportagen und Porträts 40 Das Gartenhaus –— Aus 1 mach 3: Nater Kretz Architekten schufen in einem denkmalgeschützten Haus Platz für drei Parteien. 52 Das Haus des Regisseurs –— Mithilfe von Thomas Bendel wird ein Reihenhaus in einer Baugemeinschaft zum lichtdurchfluteten Familien-Zuhause.

Fotos: Peter Eichler (1), Hering Berlin (1), Sambonet (1), Fred Ernst (1), Kasper van ’t Hoff (1)

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88 Eating Design –— Wenn sich Löffel in essbare Flüssigkeit auflösen und Teller aus Brotteig gemacht sind, dann ist Marije Vogelzang am Werk. 90 Zwei Brüder, eine Villa –— Zwei Stockwerke einer Gründerzeitvilla in Leipzig werden von «Die Kollegen» für zwei Familien ausgebaut. 116 Immer schön der Reihe nach –— Eine japanische Architektin verwandelt eine Mietwohnung in Basel in ein Refugium mit dem gewissen Etwas.

Küchen Spezial — Inhalt

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BRUNNER KÜCHEN AG CH-5618 Bettwil Tel. 056 676 70 70 www.brunner-kuechen.ch Grosse Ausstellung mit über 30 Küchen in Bettwil und in der Baumesse Emmenbrücke

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V-Zug TANJA GRANDITS

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Outdoor

Geräte

AUF GRILLTOUR

KOCHHILFEN

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Seite 60 Service

Lebensraum Küche 30 Verwöhnlich –— Was die Gegenwart und Zukunft des Küchendesigns für uns bereit hält.

80 Spülen –— Spürbar besser spülbar mit den aktuellsten Wasserstellen für die Küche.

48 Werke eines Teams –— Die Küchen von Kissling sind Küchen fürs Leben.

100 Auf Genuss gestaltet –— Christian Beer kreiert eigens für einen Weinliebhaber eine Weinküche.

50 Mehr als Gestaltung –— Schubiger Küchen bietet Planungs- und Bauführungsservice über die Küche hinaus.

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Editorial Impressum Prämien Katalogservice Adressen

104 Kein kalter Kaffee –— Inspiration und Produkte zum Genuss aus der Tasse.

60 Geräte –— Die aktuellen Geräte für den Kochbereich sind formschön und technisch erstklassig. 66 Abzüge –— Frische Luft in der Küche dank diesen leistungsstarken und geräuscharmen Dunstabzugshauben. 68 Auf Grilltour –— Outdoorküchen und Grills sind die Hauptakteure einer Essensreise.

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Fotos: Miele (1), Marion Nitsch (1), V-Zug (1)

58 Combi Steam im Test –— Starköchin Tanja Grandits fühlt der neuen «Vacuisine»-Technik mit dem Combi Steam von V-Zug auf den Zahn.

unter Publikationen/Küchen abwechslungsreichen Zusatzkontent.

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AUSLESE WINDMÜHLENMESSER

Echt scharf Messer wie aus alten Zeiten Wer eine Köchin oder einen Koch kennt oder selber eine/r ist, weiss, ein Messer ist nicht nur ein Handwerkszeug, ein Messer ist eine Wissenschaft. Es gibt Filiermesser, Ausbeinmesser, Brotsäge, Tournier- oder Gemüsemesser. Die über 140-jährige Messermanufaktur Windmühle in Solingen, ein Familienunternehmen, stellt in Handarbeit all diese und noch mehr Messer her. Traditionellerweise sind deren Klingen aus Carbonstahl und nicht rostfrei, dafür aber dünner und schärfer als rostfreie Stahlmesser. Die Griffe vieler Messer aus dem Hause Windmühle sind aus Pflaumenholz, ein Holz, das sich durch Härte und Beständigkeit bewährt hat und mit seinen vielen Farbschattierungen besticht. Und das im wahrsten Sinne des Wortes. AH Windmühlenmesser, Robert Herder GmbH & Co. KG, Ellerstrasse 16, DE-42697 Solingen T 0049 212 26 70 50, www.windmuehlenmesser.de

Ahnen: Der Urgrossvater der heutigen Inhaber mit seiner Mannschaft schliff die ersten Messer im Jahre 1872.

Artenreichtum: Eine Buckelsklinge ist ein Frühstücksmesser. Das Messer mit Vogelschnabelklinge und Bürstchen ist ein Pilzmesser.

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Praktische Servierhilfe

Elegante Farben Die Keramik-Serie «Bellini» sorgt mit Sichtbeton-Ausstrahlung für einen urbanen Look. Fünf dezente und zugleich elegante Farbtöne stehen in verschiedenen Formaten zur Wahl. Die grossformatige Platte, 80 × 80 cm, eignet sich für grosse Räume und für all jene Bereiche, in denen eine minimalistische Optik mit aussergewöhnlichen technischen Leistungen kombiniert werden soll. www.hgc.ch

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Raffiniert ausgestattet «Sideart» ist ein puristisches Sideboard mit vielen Funktionen. Die Rasterbreite wurde optimal auf die Integration von HiFi-Geräten abgestimmt. Aber auch eher ungewöhnliche und exklusive Ausstattungen finden in «Sideart» Platz, so etwa das hier gezeigte «Cover Opening System» – ein automatisches Öffnungssystem der Winkelklappe – mit Bareinsatz oder eine Glasvitrine mit dezenter Beleuchtung. www.fraubrunnen.com

Praktisch, natürlich geformt und zugleich dezent edel kommt «Caddy» von Roda daher. Der Servierwagen aus Teakholz, entworfen von Gordon Guillaumier, kann innen wie aussen eingesetzt werden. Die beiden Böden aus Edelstahl sind ausziehbar und lassen sich darüber hinaus als Tabletts verwenden. Stilvoll servieren jeden Tag! www.rodaonline.com Küchen Spezial — Auslese

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»Ich bewundere Extravaganz, wenn so viel Intelligenz dahintersteckt.«

Ein stets perfektes Kaffeeresultat, intuitive Bedienung, individuelle Programmierung und ein grosses Farbdisplay: Die neue IMPRESSA Z9 One Touch TFT verwöhnt auch anspruchsvollste Kaffeeliebhaber wie Roger Federer auf geschmackvolle Weise mit Qualität und Souveränität. Die sorgfältige Verarbeitung und modernste Technologien lassen keine Zweifel: Die IMPRESSA Z9 steht für unverfälschten Genuss der zahlreichen wählbaren Kaffeespezialitäten, welche sie auf Wunsch auch gerne mit extrazartem Milchschaum krönt. JURA – If you love coffee. JURA Elektroapparate AG, Kaffeeweltstrasse 10, 4626 Niederbuchsiten – www.jura.com

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AUSLESE Tradition & Innovation: Nach mehr als 100 Jahren Mosterei-Tradition wird bei van Nahmen, im Bild Rainer van Nahmen und Sohn Peter, wieder auf die alten Sorten gesetzt.

VAN NAHMEN

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Edle Tropfen Sortenreine Biosäfte Saft gegen Frü SSaft Früchte – so lautet das Geschäft einer herkömmlichen Lohnmosterei. Ernteübersschüsse ch hü oder d F Fallobst vom Apfel bis zur Zwetschge werden unter anderem auch bei der tradition ti i tionsreichen rheinischen Mosterei van Nahmen verarbeitet. Die Flaschen der sortenreinen Säfte tr tragen ihr edles Etikett nicht nur zur Zierde, denn der Saft ist die reinste Delikatesse – purer Nektar. Apfelsaft ist nicht gleich Apfelsaft, sondern die Essenz aus Elstar, Jonagold oder dem Nek Schönen von Boskoop. Der Saft schmeckt nach Aufmerksamkeit und Leidenschaft, Qualitätsbewusstsein und nach vielen, vielen Früchten. AH Obstkelterei van Nahmen, Diersfordter Strasse 27, DE-46499 Hamminkeln T 0049 2852 960 99 0, www.vannahmen.de

Formschön dinieren Der Tisch «FirstFour» zeichnet sich durch klare, fliessende Linien aus. Die Kante der Tischplatte ist lediglich 15 mm stark, wodurch der Esstisch, unterstützt durch die sich verschlankenden Profile der Tischbeine, eine leichte Anmutung erhält. Der Tisch des Designers Rafael Peña wird von Schreinern in Süddeutschland produziert und bietet in der Standardgrösse Platz für sechs bis acht Personen. http://four-sides.com

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Pur und archaisch Beistelltisch, Hocker oder doch ein Nachttisch? Wozu man den Holzblock «nox» von Team7 benutzt, bleibt jedem selbst überlassen. Durch seine einfache Form eröffnet er diverse Nutzungsmöglichkeiten. Seinen einzigartigen Ausdruck verleiht «nox» dabei die Natur; erzeugen die tiefen Risse und die dunkle Farbe der Räuchereiche doch eine grafische Anmutung, die offenbar keines weiteren Designs bedarf. www.team7.at

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Perfekt planen Weil jeder anders kocht und andere Essgewohnheiten hat, ist die individuelle Planung für die Mitglieder des KüchenspezialistenVerbunds selbstverständlich. In der aktuellen Ausgabe des Kundenmagazins findet sich nicht nur viel Inspiration, sondern hier findet auch jeder den Küchenspezialisten in seiner Region. www.kuechenspezialisten.ch

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PLANUNG Beton: Die Arbeitsplatten in dieser Küche wurden vor Ort gefertigt und waren ein Wunsch der Bauherrschaft.

Materialien für die Küche Oberflächen in der Küche müssen vielen Anforderungen standhalten. Ein Leitfadenversuch und ein Interview mit

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Text & Interview: Katharina Schäfer

enerell gilt für die Wahl der passenden Küchenoberflächen, dass sie dauerhaft und widerstandsfähig sein sollten. Neben dem Bad ist dieser Raum den meisten Herausforderungen ausgesetzt wie heissen Töpfen und Dämpfen, scharfen Messern, Wasser und ätzenden Flüssigkeiten, Schlägen durch herunterfallende Gegenstände oder Fleischklopfer. Auch Pflege und Reinigung sollte man bei der Planung bedenken. Am meisten wird die Arbeitsplatte strapaziert. Sie sollte daher stabil, hygienisch und leicht zu reinigen sein. Eine

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gut geplante Küche erkennt man auch daran, dass keine Silikonfugen notwendig sind. Sprich der Übergang von Arbeitsfläche zur Wand beispielsweise durch die Aufkantung des Materials gelöst wird. Aller minimalistischen Geradlinigkeit zum Trotz sollte man sich bei der Planung einer Küche überlegen, ob man wirklich auf bewährte Vorsprünge und Tropfnasen verzichten will. Die Funktionalität der Ästhetik unterzuordnen, ist in der Küche – wie eigentlich überall – suboptimal. Materialien so einzusetzen, dass deren natürliche Eigenschaften dem Zweck entsprechen, ist ein weiterer Grundsatz der sinnvollen Küchenplanung. Von Beton über Holz, Metall

Fotos: Mark Niedermann (2), Beer+Merz Architekten (1)

BEER+MERZ ARCHITEKTEN.

Küchen Spezial — Planung

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Küchenplanung BEER+MERZ ARCHITEKTEN Worauf achten Sie bei der Küchenplanung allgemein? BEER+MERZ: Jede Nutzerschaft und jedes Gebäude ist anders. Unser Anspruch ist es, beidem gerecht zu werden und eine Küche zu entwickeln, die nachhaltig sowohl technisch wie auch ästhetisch funktioniert. Mit den Bauherren besprechen wir ihre Vorstellungen sowie ihre Koch- und Essgewohnheiten; was ist praktisch im Alltag, wie werden Gäste bewirtet und so weiter; und versuchen dann ein stimmiges Gesamtkonzept zu entwickeln. Individuell: Anja Beer und David Merz aus Basel helfen mit gezielten Fragen ihrer Bauherrschaft, die persönlichen Bedürfnisse nicht nur in Bezug auf die Küchenplanung zu definieren.

Welche Materialien setzen Sie gern in Küchen ein, und warum? B+M: Wir setzen gerne robuste und widerstandsfähige Materialien ein, solche, die sich in Küchen bewährt haben wie Chromstahl, Naturholz, Schreinerwerkplatten, Plättli, Metall. Aber wir sind auch für Experimente bereit und testen – wie in diesem Projekt die Betonabdeckung – Materialien, die sich noch nicht so lange bewährt haben. Haben Sie Trends beobachtet? B+M: Ein grosser Trend ist die Öffnung der Küche zum Esszimmer. In diesem Projekt (Bilder links), in dem die Grundstruktur über 100 Jahre alt ist, war die statische und räumliche Öffnung eine Herausforderung. Da die meisten Leute keine Hausangestellten mehr haben und auch das Bild der Hausfrau, die in der Küche verschwindet und mit fertig zubereiteten Speisen wieder auftaucht, nicht mehr zeitgemäss ist, ist die Öffnung der Küche einer der wichtigsten Punkte, die sich unsere Bauherrschaften für ihren Umbau wünschen. Was waren die Wünsche der Bauherrschaft bei dem hier abgebildeten Umbauprojekt bezüglich der Küche? Wie haben Sie diese Aufgabe umgesetzt? B+M: Wir wurden gebeten, die Möglichkeiten einer Arbeitsplatte in Beton abzuklären. Für die Bewirtung der Gäste stellte sich die Bauherrschaft einen Getränkekühlschrank vor, der vom Wohnzimmer aus bedienbar ist. Auch ein Wunsch war, dass die Küche keine sichtbaren Griffe haben soll. Deshalb gibt es nur eine Griffleiste. Nach oben werden die Schubladen geöffnet, nach unten die Türchen. Die Arbeitsplatten sind aus Beton. Was gibt es bei der Planung, dem Einbau und bei der Nutzung zu beachten? B+M: Die beiden Betonplatten wurden vor Ort betoniert. Die Planung mit Ingenieur und dem Baumeister in Bezug auf Armierung und Gewicht war notwendig. Für die Dauerhaftigkeit ist zu sagen, dass Beton stark alkalisch ist. Er reagiert also mit sauren Flüssigkeiten wie Essig, Wein, Zitronensaft und sauren Putzmitteln und muss deshalb mit einer geeigneten Imprägnierung behandelt werden.

Verbindung: Alle Elektrogeräte sind von Miele, der Wasserhahn von Vipp. Die Hochschränke sind so angeordnet, dass der Sichtbezug zwischen den beiden Räumen erhalten bleibt.

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Was waren die Überlegungen bei der Grundrissgestaltung sowie der Anordnung der Geräte? B+M: Dass man nicht mit dem Rücken zu den Gästen kocht, aber dennoch nicht zu exponiert ist am Herd. Auch den Dampfabzug wollten wir möglichst unauffällig in die Wand integrieren. Daneben befindet sich der Frühstückstisch, der auch als Bar benutzt wird. www.beermerz.ch

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KÜCHENMÖBEL

SieMatic Moderne Elemente treffen bei der «SE 4004 H» auf industrielle Funktionalität. Eingeriebenes Schiefermehl erzeugt die ausdrucksstarke dunkle Pore des grün-grauen Eichenfurniers. Die grifflosen Unterschränke und die Edelstahl-Arbeitsplatten in Ein-Zentimeter-Optik betonen die kubische Gestaltung. Die dunkle Steinwand, Deckenbalken und Eisenhocker sowie -tische unterstreichen die Industrie-Chic-Komponente der Küche. www.siematic.ch

Verwöhnlich Mit der Übertragung von Material- und Gestaltungsvielfalt aus dem Wohnraum in die Küche vereint diese kulinarischen Genuss mit wohnlichen Verwöhnelementen. Redaktion: Romy Gutiérrez

Warendorf Eine Spezialmischung mit Eisenteilen wird in Handarbeit wie ein Lack aufgesprüht, durch die individuelle Bestimmung des Rostgrades ist jede mit dem Interior Innovation Award ausgezeichnete «Hidden Kitchen» ein Unikat. Der mittlere Bereich der Küchenzeile, hinter dem sich Arbeitsbereich mit Ablageflächen, Regalen, Dunstabzugshaube und integrierter Beleuchtung verbergen, lässt sich per Knopfdruck öffnen. Schränke, Schubladen und Elektrogeräte sind aber auch bei geschlossener Nische zugänglich. www.warendorf.eu

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Küchen Spezial — Küchenmöbel

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Leicht Die neue Eichefront «Xylo» hat durch Äste, Risse und die gebürstete Oberfläche den Charakter von knorrigem Altholz. Diese Wirkung wird von den vertikal auf Bild gearbeiteten Furnierriegeln mit versetzten Stössen unterstützt. Das Bild zeigt die schieferfarbene Alteiche-Variante, alternativ gibt es diese auch in Natur, Kupfer und Moor. www.leicht.de

Julius Blum Die Basis der in Seidenweiss, Terraschwarz, Inox und Weissalu erhältlichen «Tandembox antaro» bildet die bewährte Blum-Korpusschiene. Charakteristisch sind die rechteckige Reling und die konsequente farbliche Abstimmung der anderen Beschlagskomponenten. Einschubelemente aus Glas oder Metall können werkzeuglos befestigt werden, so entstehen mit wenigen Handgriffen geschlossene Behältnisse. www.blum.com

Schneebeli Egal ob einzelnes Möbelstück oder eine Küche, das Team von Schneebeli setzt nur Unikate wie diese Küche in liegend furniertem Nussbaum mit Arbeitsfläche und Nischenrückwand in geschliffenem Porto-Schiefer und rustikalem Eichenparkett. Der Rundumservice des Unternehmens umfasst neben Planung und Ausführung nach Wunsch alles, von Baueingabe über Terminplanung und Bauführung bis zur Kostenabrechnung. www.schneebeli.ch

Team 7 Seit mehr als 20 Jahren stellt der Naturholzspezialist aus Österreich nicht nur Möbel, sondern auch hochwertige Küchen her mit dem Ziel, Wohnen, Essen und Kochen miteinander zu verbinden. Die Optik passte sich seither immer wieder dem Zeitgeist an, charakteristisch geblieben sind der Naturholz-Korpus, die edlen Fronten aus verzugssicheren Dreischichtplatten und mit Kräuteröl behandelte Oberflächen. Damit werden die Küchen den Ansprüchen von stil- und umweltbewussten Köchen und ihren Familien mit Sinn fürs Praktische wie fürs Ästhetische gerecht. www.team7.at

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TECHNIK

Meisterwerk: Starköche wie Philippe Rochat nutzen die neue Sous-vide-Technik im Combi-Steam von V-Zug.

Vakuum: Luftdicht verpackt garen Fleisch und Gemüse ohne Verlust von Aroma und Zartheit. Auch Saucen gelingen intensiver.

Ton in Ton: Farblich abgestimmt ergeben die Gerichte auch einen visuellen Genuss.

Das Auge isst mit: Daher spielen die Kreationen von Tanja Grandits mit den natürlichen Farben der Zutaten. Verspielt: So unvoreingenommen und kreativ wie Kinder probiert und kreiert Tanja Grandits neue aromatische Geschmackskombinationen. Professionell: Jeder Handgriff muss sitzen, wenn das Restaurant Stucki in Basel brummt und die Gäste auf Köstlichkeiten aus der Küche warten.

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V-Zug begeistert mit dem Combi-Steam für «Vacuisine» Die Starköchin Tanja Grandits verrät bei einem Kochevent in Basel, wie sie und ihr Team die neue Technik «Vacuisine» nutzen. Redaktion: Katharina Schäfer

Fotos: V-Zug AG

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enn man wie ich nur einen hundsgewöhnlichen Backofen und immerhin ein Cerankochfeld zu Hause hat, dann kann man ganz schön ins Staunen kommen, wenn eine echte Starköchin wie Tanja Grandits Einblick in ihre Kochkünste und -techniken gewährt. 17 «Gault Millau»-Punkte und 2 MichelinSterne attestieren der zierlichen Küchenfee mit der temperamentvoll ansteckenden Energie, dass sie mit ihren ausgefallenen Kreationen nicht nur den Nerv der Zeit, sondern auch den Geschmack der Gourmetprofis trifft. Blüten, Kräuter, Farben und Gewürze bestimmen

das poetische Spiel ihres Kochstils. Orangenblütencurry und Fisch mit Vanille oder Karamell sind nur zwei Beispiele der kreativen Kombinationen im Basler Restaurant Stucki. Hierhin lud V-Zug ausgewählte Amateurköche ein, um einen Nachmittag lang den Profis bei der Benutzung von Combi-Steam & Co. über die Schulter zu schauen. Denn die haben die angesagte Sous-vide-Gartechnik namens «Vacuisine» schon von der Maispoularde bis zum Dörrfeigen-Lavendel-Chutney durchprobiert. Es mag etwas unpassend anmuten, wenn sinnlich duftende Zutaten wie Veilchen, Jasmin und Rosmarin in einem Beutel aus Plastik verschwinden, der luftdicht verschlossen wird. Doch da das Ergebnis nicht

nur geschmacklich, sondern auch optisch verblüfft, wird sich wohl auch der Kochlaie bald an diese neue Technik gewöhnen. Fleisch bleibt besonders saftig, Fisch zerfällt nicht und von dem Blumenkohlpüree-Aroma, das noch nie so intensiv schmeckte, schwärmen die Köche im Team von Tanja Grandits im Chor. Ungeduldig, Tipps wie Micro Herbs, Matcha-Teepulver oder Reismilch für Spargelsuppe selbst auszuprobieren, überlege ich schon, wie ich die Rezepte zu Hause ohne «Vacuisine» nachkochen und selbst neue Kombinationen erfinden könnte, während wir noch den letzten Leckerbissen kosten: gebackene heisse Schokolade mit Passionsfrucht-Mascarpone. Wenn Ihnen jetzt auch das Wasser im Mund zusammenläuft, dann schauen Sie doch mal auf der LifestyleInternetsite von V-Zug. Dort gibt es neben appetitanregenden Rezepten, passend zur jeweiligen Saison, Tipps rund um viele Lebensmittel vom Einkauf über die Pflege bis hin zu kreativen Möglichkeiten der Zubereitung. Kindgerecht und trotzdem ausgefallen sind die saisonalen Kindermenüs, die in der Rubrik «Kids Cooking» versammelt sind. Sinn- und Sensoriktipps geben Anregung für Aufregung in der Küche. Denn nicht nur für Erwachsene bietet der Combi-Steam von V-Zug die Funktionen von Vakuum-Garen über Gourmet-Dämpfen bis zum Profibacken ganz einfach auf Knopfdruck. www.vzug.com, lifestyle.vzug.ch

Multitalent: Sieht aus wie ein Backofen, kann aber viel mehr. Der Combi-Steam wurde zwar für den Privathaushalt entwickelt, begeistert jedoch mit seiner Multifunktionalität auch Spitzenköche.

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G E R ÄT E

Wohlgeraten Das Transponieren von Zubereitungsarten aus der Profiküche und die Integration von Chefkoch-Know-how in die Geräte wird immer selbstverständlicher. Redaktion: Romy Gutiérrez

Miele In der hier gezeigten Ausführung «Havannabraun» fügen sich Küchengeräte farblich harmonisch in Küchen ein, die in Naturtönen gehalten sind und/oder sich zu einem von warmen Farben und naturnahen Materialien geprägten Wohnumfeld hin öffnen. Die Geräte sind mit einem akzentuierenden Edelstahlgriff versehen und Teil der neuen Einbaugeräte-Designserie «PureLine». Produktübergreifend hat man bei den «PureLine»-Geräten die Wahl zwischen «Obsidianschwarz», «Havannabraun», «Brillantweiss» und «Edelstahl CleanSteel», dessen Edelstahloberfläche mit Anti-Fingerprint besonders einfach zu reinigen ist. www.miele.ch

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Küchen Spezial — Geräte

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Gaggenau

Gorenje Die neue Backofenreihe von Gorenje ist mit einem elektronischen Programm-Modul ausgestattet mit 65 voreingestellten Gerichten. Das übersichtliche Farb-Touch-Display gibt die Gerichte extrem realitätsnah wieder und leitet den Hobbykoch durch die Zubereitung derselben. Die neun am häufigsten zubereiteten Gerichte werden gespeichert, so finden sich die Lieblingsgerichte noch schneller wieder. www.gorenje.ch

Die Formensprache der Backöfen der «Serie 400» ist prägnant: Bis zu 76 cm breite Geräte aus massivem Edelstahl mit blendenlosen Oberflächen und grifflosen Türen werden mit 47 mm Frontüberstand eingebaut. Knebelbedienmodule mit TFT-Touch-Display können oben oder unten an den Geräten platziert werden. Wie hier an der Kombination Dampfbackofen und Backofen mit Backstein für Pizza, Brot und Flammkuchen wie aus dem Steinbackofen gezeigt. Die Wärmeschublade mit hygienischem Edelstahl-Innenraum dient zum Warmhalten, Antauen und Sanftgaren bei Temperaturen von 40° C bis 80° C und bietet Platz für sechs Menüteller inklusive Suppentassen. www.gaggenau.ch

Bauknecht Der erste Induktionsbackofen kommt als eine der ersten für den Endverbraucher erhältlichen Komponenten des Konzepts «GreenKitchen» 2014 in den Verkauf. Damit wird es möglich, die effizienteste Art des Garens in einem Backofen zu nutzen. Die Zeit- und Energieersparnis beträgt bis zu 50 Prozent. Durch die Kombination von Induktion und Grill wird die Hitze optimal im Innenraum des Backofens verteilt, was perfekte Back- und Kochergebnisse garantiert: innen zart und saftig und aussen knusprig. www.bauknecht.ch

Küppersbusch Der Korpus des Gourmet-Kochcenters «Küppersbusch Meisterstück» wird komplett in Gelsenkirchen hergestellt und für jeden Kunden individuell wunschgemäss bestückt. Auch Spüle und Armatur lassen sich in die frei stehende Edelstahl-Version mit schwarzer Frontblende und umlaufender Reling integrieren. www.kueppersbusch-hausgeraete.de

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indu+: Die Trolleys sind in verschiedenen Grössen und Materialien erhältlich, hier die 2er-Version in massiver Birke.

Auf Grilltour

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Eine lustige Reise mit viel Proviant oder die stärksten Grills und Outdoorküchen der Saison. Mit von der Partie ist der Koch Tobias Funke. Redaktion & Organisation Foto-Shooting: Romy Gutiérrez & Antje Herrmann, Fotos: Marion Nitsch

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Küchen Spezial — Auf Grilltour

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REH-ENTRECOTE MIT DAMMHIRSCH-WÜRSTLI «Induktion hat den Vorteil, dass die Kochstelle immer bereit ist und man sofort loslegen kann. Neben Wok- und Teppan-Yakigibt es auch einen Induktionskochfeld-Einsatz, die verschiedenen Einsätze können immer wieder unkompliziert ausgetauscht werden.» TOBIAS FUNKE ZUTATEN FÜR 4 PERSONEN: 480 g Reh-Entrecote 12 Dammhirsch-Würstli à 30 g 2 Stangen Lauch ½ Zwiebel, 1 Knoblauchzehe 3 dl Kalbsjus Geschroteter Pfeffer, Salz, Pfeffer, Olivenöl Step 1: Das Reh-Entrecote mit Salz, Pfeffer und Olivenöl würzen. Den vorgeheizten Grill bei ca. 120–140 °C mit dem Reh-Entrecote und den Dammhirsch-Würstli belegen und garen. Das Reh-Entrecote am besten im Minutentakt drehen und bis zur Kerntemperatur von 52 °C garen. Step 2: Im der Wokpfanne die gehackte Zwiebel und den Knoblauch in Olivenöl glasig dünsten. Anschliessend den in feine Kringel geschnittenen Lauch mitdünsten und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Step 3: Den geschroteten Pfeffer mit dem Kalbsjus aufkochen und auf dem Teller damit einen kleinen Spiegel drapieren.

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Die Gestaltung von Essen selbst ist ebenso Gegenstand von Marije Vogelzangs Tätigkeit wie das Schaffen der Umgebung, in der es genossen wird. Redaktion: Romy Gutiérrez

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1 Der Vorhang ändert die Wahrnehmung der Tischgenossen.

6 Gemeinsam essend «musizieren» auf Trommelschlag.

2 Speiseplatten werden einfach übers Kugelband weitergeschoben.

7 Bedeutung und Wirkung von Farben der Lebensmittel.

3 Schalen aus Brotteigen, wie sie die Beiruter täglich selbst herstellen.

8 Der Löffel löst sich beim Umrühren in Hochgenuss auf.

4 Marije Vogelzang hat eine neue Gestaltungsdisziplin geschaffen.

9 Die Essenden operieren das Essen aus dem Tisch heraus.

5 Was man von Kriegslebensmittelmarken kochen kann.

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Fotos: Kenji Masunaga (2), Fred Ernst (1), Kasper van ’t Hoff (1), Marije Vogelzang Studio (5)

er eine neue Disziplin erschafft, kann sie selbst benennen. Die Komplexität der kreativen Tätigkeit von Marije Vogelzang lässt die oft interessierte Fragen aufwerfende Bezeichnung Eating Designer kaum erahnen. Ja, sie gestaltet Lebensmittel, nein, nicht für die Industrie, sondern für künstlerische Interventionen, deren Funktion auch immer das Verabreichen von Nahrung ist. Sie erschafft dabei spezifische, Intellekt und Appetit anregende Wunderwelten, die sich mit der Geschichte von Produkten, Örtlichkeiten und Menschen befassen und diese alle einander näherbringen. Ihre Arbeit ist ebenso intellektuell wie praktisch und gleicht Experimenten, bei denen auch der Verlauf, die nicht voraussehbare Interaktion und Reaktion Teil des Forschungsgegenstands ist. Ihr Feld ist daher endlos weit, und sie hat die von ihr mitgegründeten Concept Restaurants (Proef in Amsterdam und Picknick in Rotterdam) in die Hände ihrer Compagnions gegeben, um sich den selbst initiierten Projekten und denen, die an sie herangetragen werden, widmen zu können. Die Bandbreite reicht von Essen nach Farben und Wirkung über Essen einzig aus über Lebensmittelmarken aus dem Krieg zur Verfügung Stehendem bis zu gemeinsamem Essen nach Trommelschlag, das sich dann wie ein Orchester anhört.

Küchen Spezial — Porträt

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Hochschrank Convoy® Lavido – stufenlos höhenverstellbare Tablare und eine optimale Übersicht von drei Seiten für eine organisierte und zentrale Vorratshaltung!

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Quelle des guten Geschmacks. Küchenarmaturen von BLANCO.

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ª Broschüre

Wasser ist das wichtigste Lebensmittel, Reinheit ist oberstes Gebot. Deshalb unterliegen BLANCO Küchenarmaturen strengen Qualitätskontrollen. Diese sorgen massgeblich für mehr Sicherheit bei der Wasserqualität und Haltbarkeit der Armatur. Und weil die modernen Wasserspender ästhetischer Blickfang und wichtiger funktionaler Bestandteil Ihres Spülcenters sind, bietet das grosse BLANCO Armaturenprogramm für jeden Geschmack die perfekte Lösung. Quelle für mehr Information ist der Fachhandel oder das Internet. www.blanco.ch

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Zwei Brüder … WOHNUNG 1

Schatz der Wohnung: Der Abzug in der Küche wurde wie eine Kuppel gestaltet und mit Blattgold ausgekleidet.

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Küchen Spezial — Zwei Brüder, eine Villa

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Kochbuchwand: Lieblings- und Grundrezepte an der Wand dienen oft als Spickzettel für die Einkaufsliste.

WOHNUNG 2

… eine Villa

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Das Team von DIE KOLLEGEN hat zwei Stockwerke einer Gründerzeitvilla in Leipzig ebenso stilvoll wie familiengerecht erneuert und ausgebaut. Text: Romy Gutiérrez, Fotos: Peter Eichler

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GEDECKT E R TISCH

Augenschmaus

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Ob für Tafel, Bar oder Picknickdecke: egal, wo Sie essen oder trinken – hier für Sie das schönste Geschirr und die aktuellsten Accessoires. Redaktion: Antje Herrmann 1 Woodstock: Viel leichter als Holzstämme bringen diese Blechdosen Natur in die Küche. www.monkeybusiness.co.il www.gygli.ch

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2 Blattgefieder: Das Service «Marrakech», präzis von Hand bemalt, hier im grünen Kolorit, gibt es auch in Gold- oder Schwarz-Weiss-Variationen. www.meissen.com 3 «Nodate Mug»: Diese Holzbecher mit Bändel statt Henkel sind traditionelle japanische Handwerksprodukte. Die Abenteuer dazu finden Sie auf Facebook. www.b-prize.co.jp 4 Erbstück: William Stanley entwickelte 1913 die erste Thermoskanne aus Stahl. Nach 100 Jahren nun hat sie Kultwert. www.stanley-pmi.com

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5 Exotisch: Die Serie «Amazonia» mit einem Dekor, angelehnt an Zeichnungen Alexander von Humboldts – Geschirr wie aus der Wunderkammer. www.villeroy-boch.com

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Küchen Spezial — Gedeckter Tisch

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6 Diese Kanne kann: für die Zubereitung auf jedem Herd und zum Servieren verwendet werden. www.staub.fr www.vetrag.ch

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7 Frühstück am Bett: Das Tablett «Grand Cru» aus Bambus ist praktisch zum Servieren und schön als dekorative Schale. www.rosendahl-design.de 8 Werkzeugkiste: 33 hochwertige Geräte an einem Messer mit Griff aus wunderschönem Hartholz. www.victorinox.ch

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9 Konstruktion und Kerzenschimmer: Die Glaselemente des Leuchters «Play Range» können einzeln stehen oder zu Skulpturen arrangiert werden. www.gaiagino.com

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La Rösa, Schweiz Historischer Charme inmitten einer fruchtbaren Schwemmebene: die Post- und Säumerstation «La Rösa» am Berninapass. Text: Britta Limper

Wie früher: Die Zimmer sind einfach und authentisch gestaltet.

Post- und Säumerstation «La Rösa»

Kochkunst: Die Gäste werden mit Puschlaver oder klassischer Bündner Küche verwöhnt.

Naturprodukte: Die Ziegenkäse gehören zu den Prodotti di Capra.

Verwöhnprogramm: Die historischen Räume laden zu stimmungsvollen Essen.

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Die Zeit scheint stillzustehen in der Post- und Säumerstation «La Rösa», inmitten der wildromantischen Natur. Auf der Südseite des Berninapasses gelegen, diente die Station seit dem 17. Jahrhundert Reisenden als Raststätte. Säumer, die ersten Transporteure über die Alpen, legten hier eine Pause ein, tauschten ihre Erlebnisse aus und wechselten die Pferde. Handelsleute findet man heute wahrscheinlich kaum noch im kleinen Weiler La Rösa auf 1880 Metern über dem Meer. Stattdessen finden Ruhesuchende und Naturfans in der liebevoll und kreativ umgebauten Postund Säumerstation ein kleines Paradies auf Erden. Unter dem Hotelier Jürg Mettler ist ein Kleinod entstanden, das durch seinen historischen Charme, seine Einfachheit und Ursprünglichkeit zu überzeugen weiss. Die Zimmer sind

vom Stil der damaligen Zeit gekennzeichnet, jedoch mit Materialien versehen, die den heutigen Ansprüchen mehr als genügen. In jedem Detail spiegelt sich die Faszination für Traditionen und Natürlichkeit wider. Die Matratzen etwa sind aus Rosshaaren gefertigt, die Bettüberwürfe von Dorffrauen aus Poschiavo aus hochwertigen Stoffen genäht. Im Erdgeschoss sind zwei authentisch renovierte Ställe für die eigenen Ziegen und Pferde untergebracht. Ein Wein- und ein Käsekeller bieten ideale Bedingungen zur Lagerung von Nahrungsmitteln. Und jeden Abend wird den Gästen von den Gastgebern Christina Chiesa und Santiago Eilert ein Menü aus der Puschlaver oder der klassischen Bündner Küche serviert. Ein Stück «La Rösa» kann man auch mit den Prodotti di Capra erwerben: erstklassige Naturprodukte wie Ziegenfrischkäse oder Ziegenhalbhartkäse sowie Salametti bieten wahre Gaumenfreuden. Post- und Säumerstation La Rösa 7742 La Rösa, Valposchiavo T 081 832 60 51, www.larosa.ch Küchen Spezial — Unterwegs

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Fotos: Koch IQ GmbH / Derek Henthorn (2)

Alexander Herrmann, Wirsberg In seinem mit Miele-Geräten ausgestatteten Kochstudio vermittelt Alexander Herrmann den Teilnehmern seiner Kochkurse neueste Techniken und ausgesuchtes Fachwissen der Spitzengastronomie. Dabei legt er grossen Wert darauf, dass es sich nicht um blosses Nachkochen handelt, sondern um aktives, lehrreiches Kreieren. Damit die Teilnehmer ihre Freizeitküche bereichern können und das am Herd erlernte, neue kulinarische Wissen zu Hause umsetzen und weiter vertiefen können. So lehrt er auch und vor allem, wie man die eigenen Lieblingsprodukte und Zubereitungen selbst neu erfinden kann. Alle seine Gourmet-Workshops werden von Alexander Herrmann persönlich geleitet. Die einzelnen Kurse sind auf eine überschaubare Teilnehmerzahl beschränkt. So werden individuelle Betreuung und intensiver Austausch auch unter den Teilnehmern selbst gewährleistet. Alle gemeinsam gekochten Gerichte werden nach der Zubereitung ebenfalls gemeinsam verspeist. In den Kursen werden auch viele Tricks und Kniffe für die Nutzung der Geräte verraten, denn in vielen

Küchen werden deren viele Funktionen nur allzu oft nie genutzt. In jeweils etwa fünf Stunden – die meisten Kurse finden am Samstagvormittag statt – werden sieben Gerichte in vier Gängen kochend erlernt. Das Programm der Gourmet-Workshops ist umfangreich und extrem vielfältig. Es werden beispielsweise drei verschiedene Zubereitungsarten für Fisch durchgeführt – Garen, Pochieren, roh Marinieren. Bei den drei Fleischgerichten geht es unter anderem um Schmoren und das perfekte Rosabraten. Eine ebenso überraschende wie raffinierte und einfache Patentlösung für das immer wieder auftauchende «DessertProblem» vieler Gastgeber wird ebenfalls vermittelt: gratiniertes Eis. RG

Kochkulturvermittler: Alexander Herrmann lehrt das Neuerfinden von Rezepten.

Übernachten kann man im Viersternehaus Herrmanns Posthotel und im Restaurant Alexander Herrmann dessen kreative Küche kosten. www.alexander-herrmann.de Genusszentrum: Nach dem Kochen wird auch gemeinsam gespeist.

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Klosterküche, Hennef

Kaleidoskop: So bunt wie das Kirchenfenster ist auch das (Koch-) Veranstaltungsspektrum in der entweihten Klosterkirche in Hennef.

Reverenz: Das Büro eins:33 nahm bei der Küchengestaltung das Orgel-Thema auf.

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Zum neuen, vielseitigen Nutzungskonzept der entweihten Hennefer Klosterkirche zwischen Köln und Bonn gehört auch eine die Orgelempore einnehmende, von Gaggenau ausgestattete Küche. Radomir Zecevic, der Geschäftsführer der Veranstaltungsagentur Time Trax, die die Umnutzung der Klosterkirche betreibt: «Als wir die Idee hatten, da eine moderne Klosterküche einzurichten, und über Partner nachdachten, stand sofort fest, dass wir Gaggenau anfragen wollten. Es passte einfach perfekt: die 330-jährige Geschichte des Unternehmens, das Design, das zeitlos modern ist und das Wert auf die haptische Komponente legt.» Bei Gaggenau war man begeistert und liess die Küche vom Architekturbüro eins:33 mit Sinn für die Vergangenheit der Örtlichkeit bauen, sie erinnert architektonisch an Orgelpfeifen. In der Kochorgel des Kulinariums spielen nun die Kühlgeräte, Backöfen und Dampfbacköfen. Die grosse Kochstation ist der Mittelpunkt der Menüabende und Showcookings. Die Kirche kann für Veranstaltungen jeglicher Art gebucht werden. Und Gaggenau selbst bietet eine über die Händler buchbare Probefahrt an. RG www.klosterkueche-hennef.de

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DIH Küchen Spezial 2013  
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