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Spezial BADER A

BADER PLANUNG Tipps und Trends zu Materialien und Beleuchtung im Bad

AUSGESUCHT: Wannen, Duschen, Armaturen & Co.

WELLNESS ZU HAUSE Sauna, Hamam, Dampfdusche und Whirlpool für daheim

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FRISCHE IDEEN: Gebaute Badträume PLANUNG: Materialien und Beleuchtung

FRISCHE IDEEN GEBAUTE TRÄUME: VOM PRAKTISCHEN FAMILIENBAD BIS ZUM GLAMOURÖSEN WOHLFÜHLRAUM

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07.05.2013 11:35 Uhr


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«DIE SCHÖNHEIT DES ERSCHAFFENEN ENTSTEHT, WENN MAN DIE WESENSART EINES BAUSTOFFES EHRT.» Louis Kahn, amerikanischer Architekt

Edle Beton-Lavabos, von Hand geschaffen Was der amerikanische Architekt Louis Kahn sagt, gilt ganz besonders für die Lavabos aus der Beton-Manufaktur. Mit Kopf und Hand kreieren wir in Einigen am Thunersee neue Ideen und Produkte. Mit Leidenschaft und dem Flair für das Besondere. Deshalb genügen unsere Lavabos den höchsten Ansprüchen in Sachen Ästhetik und Individualität. Manuell gefertigt aus speziellen Betonsorten, langlebig und formschön. Damit sie ihren Besitzern dauerhaft Freude bereiten. BETON MANUFACTUR jetzt auch im stilhaus Rössliweg 48, 4852 Rothrist, www.stilhaus.ch

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E D I T O R I A L

Was muss mein Bad alles können? Entspannen Sie gerne in der Badewanne? Bevorzugen Sie eine vitalisierende Dusche? Wofür verwenden Sie Ihr Badezimmer? Und wie lange halten Sie sich täglich darin auf? Dies sind nur einige der Fragen, die Sie sich stellen sollten, wenn Sie die Planung eines neuen Badezimmers in Angriff nehmen. Die Ansprüche und Bedürfnisse eines jeden einzelnen Benutzers sollten mit einbezogen werden. Denn oft genug lässt man sich vom Design, von Trends und der momentanen Stimmung beeinflussen und vergisst, dass das Badezimmer viele Jahre unverändert bleiben wird. Gerade heutzutage, wo das Angebot an Badelementen derart gross ist, sind das eingehende Informieren über die Produkte sowie eine Beratung durch Fachpersonen unerlässlich. Wer im März dieses Jahres an der ISH, der Internationalen Sanitär- und Heizungsfachmesse, in Frankfurt am Main gewesen ist, hat sich selbst ein Bild von der Vielfalt auf dem Markt machen können. Meine Kollegin Romy Gutiérrez und ich sind drei Tage lang durch Wellnessoasen und Traumbäder gestreift, haben die neusten Wannen, Duschen, Saunas, Armaturen und WCs bestaunt und haben uns für die vor Ihnen liegende Ausgabe der Zeitschrift Bäder inspirieren lassen. Die Aussteller haben eindrucksvoll bewiesen, dass sie für eine der grössten Herausforderungen bei heutigen Bädern Lösungen anbieten können: Technik und Design, Funktionalität und Ästhetik gekonnt miteinander zu vereinen. In den ausführlichen Spezialteilen zeigen wir Ihnen die neusten Produkte aus dem Sanitärbereich. Meine Kollegin Katharina Schäfer ist den Fragen nachgegangen, welche Materialien sich für Bäder eignen und wie man ein Bad am geschicktesten ausleuchtet; ihre Ausführungen finden Sie ab Seite 16. Und wer sich von der Badplanung erholen möchte, dem seien unsere Hotel- und Wellnesstipps ab Seite 124 empfohlen.

Foto: Basile Bornand

Gute Lektüre wünscht herzlichst

Badmöbel so individuell wie Sie. Auch das unterscheidet talsee.

BRITTA LIMPER Chefredakteurin britta.limper@archithema.ch

talsee - die edle Marke fürs wohnliche Bad. Erschaffen für Menschen, die Lebensraum und Lebensgefühl vereinen möchten. Mit Bädern, die so sind wie Sie: anders. Lassen Sie sich von unseren Ausstellungen in Hochdorf, Adliswil, Dietlikon, Pratteln und Bern inspirieren. talsee AG, 6281 Hochdorf, Tel. 041 914 59 59, info@talsee.ch Bäder Spezial — Editorial

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I N H A LT

Planung WISSENSWERTES

Seite 16

Agape-Brüder EINBLICKE

Lupo Zuccarello

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GLAM ROCK IM BAD

Ein Bad wie aus einem Guss: Mit der Badlinie «state» von Talsee wird das Bad zum Wohnraum. www.talsee.ch

Sehenswert und informativ

Reportagen und Porträts

10 Spektrum –— Interessante Produktenews und schöne Accessoires aus der Welt des Badens und des Wohlfühlens.

26 Glamour im Bad –— Wie ein T-ShirtMotiv zum Hauptact eines Badumbaus wird.

16 Planung –— Informationen und anschauliche Tipps für die richtigen Ingredienzien zum neuen Bad.

34 Die Agape-Brüder –— So wohnt und arbeitet das brüderliche Erfolgsgespann des Agape-Unternehmens.

32 Biblio –— Vom Planungsbuch über Häuser am Wasser bis zu den schönsten Bädern Europas: Lektüre zum Bestellen.

58 Meisterstück –— Ein Familienhaus mit viel Charakter und Geometrie in Brixen. Das spannende Werk der Wiener Pauhof Architekten.

82 Teamwork –— Das Ergebnis der jüngsten Kooperation von Axor Hansgrohe mit Philippe Starck.

84 Texturen –— Am Anfang stand der Wunsch nach einem neuen Bad. Was mithilfe von Stone Group danach folgte, lesen Sie hier.

104 Mini-Spa –— Wir werfen einen Blick in das Angebot des Schweizer SaunaHerstellers Küng. 112 Waschen statt Wischen –— Geberit: Die Geschichte des stillen Örtchens.

Fotos: Börje Müller (1), Mark Seelen (1), Rifra (1)

Seite 26

118 Fliessende Räume –— Ein Haus, das den Bewohnern wie auf den Leib geschneidert ist, das erwirkten ro.ma. Architekten aus Luzern.

124 Hotels –— Für die kleine Auszeit nah oder fern von zu Hause: Hotels und Spas, die es zu besuchen lohnt.

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Bäder Spezial — Inhalt

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Seite 82 Wohlfühloasen MINI-SPA

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110 Toiletten –— Ein WC ist ein WC. Und eben doch viel mehr. Neues vom Klo.

76 Waschplatz –— Für den Ort der Reinigung: schöne und praktische Waschtische und Armaturen.

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116 Waschküche –— Mit diesen Geräten macht selbst Wäschewaschen Spass!

50 Duschen –— Wasserfall-Brausen und Fusssohlen-freundliche Duschwannen, die Neuheiten aus der Duschwelt. 66 Wannen –— In diesen Wannen taucht man gerne unter. Die neusten Gefässe für den Badegenuss zu Hause.

News zur Dusche Seite 50

Service 3 9 114 129 130

Editorial Impressum Prämien Katalogservice Bezugsquellen

Fotos: Axor (2), Bossini (1), Küng (1), Purpur3 (1), Christoph Theurer (1)

Seite 84

92 Badmöbel –— Ob gross oder klein, viel Stauraum soll es sein. Und schöner noch dazu. Diese Möbel schaffen das. 98 Wellness –— Entspannen Sie sich! Das Spa im Zuhause hilft Ihnen dabei. 106 Heizen –— Heizkörper geben schön warm. Welche dazu auch noch schön sind, sehen Sie unter anderem hier.

Auslese ese DAS NEUSTE USTE

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Jede Prinzessin braucht einen Thron.

Die Komplettbäder von ProCasa sind so vielseitig wie Ihre Bedürfnisse und überzeugen durch sorgfältig aufeinander abgestimmte sowie qualitativ hochstehende Elemente. So erhalten Sie ein komplettes Bad aus einer einzigen Hand bequem, schnell und zu einem unschlagbaren Preis. Für heute, morgen und übermorgen.

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AUSLESE Akzz Akzente: Annette Maria So Sonntags on «App-Vase» uund die vielfältigen «A «App-Schalen» Ap sorgen fü für ü Verspieltheit und Farbe im Bad.

VILLEROY & BOCH « Joy + Choice = Joice»

Flexible Apps für mehr Freude

1 Das Rad der Zeit Mit einer verschmitzten Hommage an das angelsächsische Design verströmt der italienische Hersteller Mamoli einen Hauch von «Fin de Siècle» im Badezimmer. So dreht die Armaturenkollektion «Belgravia» mit den nostalgisch anmutenden Porzellangriffen wortwörtlich am Rad der Zeit und erinnert an längst vergangene, grossartige Zeiten. Eleganz ist eben zeitlos. www.mamoli.com

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Der Trend zu Individualität, Kreativität und Flexibilität hält an. In der Hektik des heutigen Alltags verstärkt sich auch der Wunsch nach einem Zuhause mit persönlicher Note, das sich zudem flexibel an die jeweiligen Bedürfnisse anzupassen weiss. Genau diesen Anspruch greift Villeroy & Boch in einer neuen Komplettserie für das Badezimmer auf. Mit «Joice» hat Annette Maria Sonntag eine unkomplizierte und variable Badserie geschaffen, deren Highlight die austauschbaren Apps – frei kombinierbare Schalen für den Waschtisch – sind. Die Komponenten des Appschalen-Sets sind allesamt auf der Unterseite mit einem soften, magnetfähigen Pad für sicheres Abstellen versehen. SS www.villeroy-boch.com

Rinne aus Stein Naturstein im Bad wird immer beliebter. Die Nasszelle wird aufgewertet und erhält einen Hauch Exklusivität. Zu entsprechenden Duschen in seinem Sortiment bietet Richner nun eine Ablaufrinne an, die speziell für den Einbau grossformatiger Steinplatten konzipiert wurde. Einbau, Abdichtung und Optik stimmen hier – egal bei welcher Plattendicke. www.richner.ch

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3 Falper und die Bündner Das italienische Designlabel Falper hat im Graubündner Unternehmen Bagno Sasso einen Verbündeten gefunden: Im ehemaligen Showroom Bagno Sassos – am Zürichberg – werden nun ausgesuchte Badezimmermöbel Falpers gezeigt. Zudem zeigen die Bündner fortan für den Vertrieb der italienischen Marke verantwortlich – in der Ostschweiz und den Regionen Graubünden, Zürich und Liechtenstein. www.bagnosasso.ch, www.falper.it Bäder Spezial — Auslese

29.04.2013 10:44 Uhr


Das von Herter konzipierte Oberlicht wurde von Ernst Niklaus Fausch Architekten wieder freigelegt und beleuchtet nun das Bassin von oben.

URBANES GEWÄSSER

Foto: Hannes Henz

Schwimmen in der City Nach der Ebbe kommt die Flut. Und so fliesst nach einer langen Sanierungsphase endlich wieder Wasser in Zürichs urbanem Wasserbecken. Die für den Umbau verantwortlichen Ernst Niklaus Fausch Architekten konnten den Zürchern das beliebte Hallenbad Anfang dieses Jahres wieder zurückgeben. In den Dreissigerjahren von Hermann Herter erbaut, durchlebte das Hallenbad City bereits einmal eine Sanierung. Erst jetzt aber erlangte es durch gezielte Eingriffe seine ursprüngliche Pracht zurück. Nicht nur Eingangshalle und Garderoben erstrahlen in alter Frische – am augenfälligsten ist das Oberlicht im Dach, das in den Achtzigerjahren durch eine abgehängte Decke verdeckt wurde. SS Informationen zu Öffnungszeiten und Angebot auf www.badi-info.ch; Architekten: www.enf.ch

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23.04.2013 15:19 Uhr


PLANUNG

Einfach schön: Die Zutaten von Innenarchitekt Christian Speck (siehe Interview S. 20): Ein Holzboden, Mosaik, Armaturen (Arwa), Lavabo (Antonio Lupi), WC (Duravit), Leuchte (Artemide) und ein passender Farbakzent. That’s it. www.formzone.ch

Die Anforderungen an Oberflächen und Beleuchtung im Bad sind hoch. Was sich wofür eignet und welche Wirkung es hat. Redaktion: Katharina Schäfer

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Foto: Christian Speck

Materialien und Licht im Bad haben viele Gesichter

Bäder Spezial — Planung

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Keramik in Holzoptik: Der Schweizer Plattenverband SPV bietet Keramikplatten der Linie «Inspired by nature», die Holz zum Verwechseln ähnlich sehen. www.plattenverband.ch

Betonwanne: Rifra präsentiert eine Wanne, die aussen mit Beton beschichtet ist. Dazu passend: Leuchten und Möbel. www.rifra.ch

Quarzoberfläche: Die aus 90 Prozent Quarz hergestellten Oberflächen «Silestone» von Cosentino sind besonders flecken-, stoss- und kratzresistent. 60 Farben sind erhältlich. www.silestone.com

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ie Körperpflege gehört zur täglichen Routine wie trinken, essen und sich ankleiden. Nach den opulenten Trends der Wohlfühlbäder, Badeoasen und -landschaften geht es jetzt wieder hin zu einer «New Normality». Was nicht heisst, dass man sich nicht mehr wohlfühlen soll bei der täglichen Pflege im eigenen Bad. Gemeint ist vielmehr die Wiederentdeckung der Schönheit in den einfachen Dingen, wie beispielsweise die unprätentiöse Anmut natürlicher Materialien, die, kaum bearbeitet, schon eine lebendige Ausstrahlung mit sich bringen.

So sieht man Holz wieder Einzug halten in den Nassbereich. Nicht nur am Boden, wo es den Füssen auf natürliche Weise wärmend schmeichelt, wenn keine Fussbodenheizung eingebaut werden konnte; auch Badewannen, Duschen oder Lavabos aus Holz verleihen der Nasszelle eine warme Atmosphäre. Holzparkett sollte nur geölt oder gewachst werden, damit eingedrungene Feuchtigkeit wieder verdampfen kann. Die Wahl der richtigen Holzart trägt dazu bei, dass ein Holzboden im Bad lange lebt und eine schöne Patina entwickelt. Lärche und Eiche quellen und schwinden beispielsweise weniger als Buche und Ahorn. Auf Kiefer sollte man im Spritz-

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SERIEN

Aus einem Guss: Serien fürs Badezimmer Wie man mit Möbel- und Accessoireprogrammen Ordnung und Eleganz ins Bad zaubert. Redaktion: Romy Gutiérrez und Britta Limper

talsee Die Möbellinie «state» von talsee überzeugt nicht nur durch ihre Formensprache, sondern auch durch ihre Gestaltungsmöglichkeiten und Pflegefreundlichkeit. Der Möbelkorpus ist ringsum fugenlos aus Corian gefertigt, sodass das Möbel wie aus einem Guss wirkt. Das Becken ist in einem innovativen Verfahren aus acrylgebundenem Mineralwerkstoff gegossen. Es fügt sich fugenlos in den Möbelkorpus ein und ist in vier verschiedenen Grössen erhältlich. Die ebenfalls aus Corian gefertigte Griffleiste macht das Möbel unverwechselbar. Das Badmöbel lässt sich mit Hoch- und Seitenschränken sowie mit Wandregalen ergänzen. www.talsee.ch

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Bäder Spezial — Serien

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Romay In der Badkollektion «Maybad» vereinigt Romay Produkte wie die Duschfläche «RoTerra», die Duschwanne «Jubilar», die Festverglasung «RoVetro» und den hier gezeigten Duschboden «RoVaro». Letzterer überzeugt mit seiner geradlinigen Form und dem verdeckten Ablauf. Die fugenlosen Flächen und der bodenebene Einstieg bedeuten höchsten Komfort. www.romay.ch

Antonio Lupi Accessoires fürs Badezimmer? Gerne! Sichtbar aber bitte nur diejenigen, die das Auge auch wirklich erfreuen. Mit «Sesamo» hat Antonio Lupi eine Kollektion entwickelt, die Badaccessoires wie WC-Eimer oder Handtuchhalter nur dann sichtbar werden lässt, wenn sie auch wirklich benötigt werden. Die Nischen, in denen sie verschwinden, sind aus rostfreiem Stahl gefertigt und können mit demselben Material, mit dem die Wände gestaltet sind, verkleidet werden. www.antoniolupi.it

Villeroy & Boch Das Systemkonzept «Architectura» des Traditionsherstellers und Keramikspezialisten Villeroy & Boch ist auf die Bedürfnisse von Installateuren, Planern und internationalen Architekten ausgerichtet. Das reduzierte Design basiert auf den geometrischen Grundformen Kreis, Ellipse und Rechteck. Die «Architectura»-Aufsatzwaschtische sind besonders montagefreundlich, denn der Ausschnitt für die Installation ist dank der Universalbefestigung in jedem Material gleich dimensioniert, egal, ob Stein, Glas oder Holz. Mithilfe eines kreisrunden Ausschnitts kann jede der drei Aufsatzwaschtischformen passgenau montiert und millimetergenau ausgerichtet werden. Planungsfreiheit und -sicherheit sind damit garantiert, egal, ob bei Grossobjekten, im Hotelbereich oder im Wohnungsbau. Alle Waschtische, auch Einbauund Unterbauwaschtisch, sind aussen komplett glasiert. Die Armaturenserie «Cult» passt perfekt zu «Architectura», beide zeichnen sich durch ausgewogene Formen und vollkommene Proportionen aus. «Architectura» umfasst 15 Modelle: neun Waschtische – drei Formen für je drei Einbausituationen –, zwei wandhängende WCs, zwei Back-to-wall-WC-Kombinationen und zwei Urinale, die jeweils zu den runden, den ovalen oder den eckigen Waschtischen passen. www.villeroy-boch.com

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BADMÖBEL

Verstauen und Bestaunen: Alleskönner-Badmöbel Badezimmer gehören immer mehr zum Wohnbereich. So sind auch hier ästhetische und praktische Lösungen zur Schaffung von Ordnung gefragt. Redaktion: Silvia Steidinger

Villeroy & Boch Warum komplett Neues erschaffen, wenn man sich etwas Bewährtes als Vorbild nehmen kann? Mit diesem Credo schuf das Designbüro Conran & Partner für Villeroy & Boch eine zeitgemässe Weiterentwicklung ihrer Erfolgsserie «Aveo». Die unverkennbare ovale Form als Symbol für Ruhe und Entspannung blieb als bestimmende Form. Filigranere Waschtische und eine komplett neue Möbelkollektion präsentieren nun «Aveo new generation» als moderne und frische Kollektion. Die gebogenen Fronten der Möbel greifen die ovale Formensprache der Waschbecken auf und erzeugen einen natürlich reduzierten Look. Die Fronten sind sowohl horizontal als auch vertikal geformt und in den Farben Pure Oak und Dark Oak erhältlich. Eine noch reduziertere Ästhetik erzeugt die Oberfläche Glossy White Lack. www.villeroy-boch.com

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Bäder Spezial — Badmöbel

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talsee Die neue Badlinie «State» aus dem Hause talsee weiss mit innovativen Materialien und einzigartiger Optik zu begeistern. Der Möbelkorpus wirkt wie von einem fugenlosen Corian-Gürtel umgeben und besticht mit einer prägnanten Vorderkantenlinie. Fugenlos ist auch das Waschbecken eingelassen, das in einem neuen Verfahren aus acrylgebundenem Mineralwerkstoff gefertigt wurde. Ebenso nahtlos angefügt wirken die Griffleisten aus Corian – horizontal wie auch senkrecht bei den Hochschränken. Passende Wandregale in modernen Farben runden die Badlinie ab und ermöglichen durch ihre Vielfalt das einfache Zusammenstellen und Anordnen einer individuellen Badewelt. Die hervorragende Pflegeeigenschaft der Möbel ist ein weiterer, nicht unrelevanter Pluspunkt. www.talsee.ch

Ceramica Globo Für diese Produktlinie Zuneigung zu entwickeln, ist nicht schwierig. «Affetto», das italienische Wort für die eben genannte Gefühlsbezeichnung, ist auch der Name der ersten Badserie des Designers Luca Nichetto. Sie überzeugt mit einem Verständnis für das Wesentliche. Anpassungsfähigkeit, Modularität und Zweckmässigkeit stehen im Vordergrund einer durchwegs ästhetisch-weichen Linie. www.ceramicaglobo.com

Sabag Das «Sabella»-Unterbaukonzept für Waschtische eignet sich zur Untermalung von Aufsatzwaschtischen von auffallendem Design. Wie hier der «Palomba 90»-Waschtisch von Laufen, der von Waschtischabdeckung, Korpus und Fronten der Linie «Swing Top» in «Caribbean Walnut natur» kontrastiert wird. www.sabag.ch, www.laufen.ch

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WC

Fotos: Musée des beaux-arts La Chaux-de-Fonds (1), Daniel Steiner, www.archaeolgie.tg.ch (4), Napoleonmuseum Thurgau (1), Geberit (1) Quelle: Vortrag Urs Leuzinger, stellvertretender Kantonsarchäologe und Leiter des Museums für Archäologie des Kantons Thurgau

Angenehm: Dusch-WCs halten heutzutage in vielen Haushalten Einzug. www.geberit.ch

Waschen statt Wischen Die Geschichte der Toilette widerspiegelt die Geschichte der Menschheit. Dabei war sie nicht immer das «stille Örtchen», und auch Wasser wurde bereits früh eingesetzt. Redaktion: Anita Simeon Lutz

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Bäder Spezial — Waschen statt Wischen

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Verklärt: Die hygienischen Verhältnisse bei den Pfahlbauern waren nicht so rosig, wie es der Teint der Frau ahnen lässt. Kämme gab es jedoch schon damals.

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ie Geschichte te der Toilette geht zurück auf das 3. Jahrtausend d vor Christus. Zu der Zeit, auch als das «Zeitalter der Reinlichkeit» bekannt, wurden in verschiedenen Teilen der Erde die ersten Aborte und Abwassersysteme erfunden. Mit den Toiletten von heute hatten diese jedoch nur wenig gemein. Vor Einführung der modernen Toilettenspülung verrichteten die Menschen ihre Notdurft zumeist in Aussenaborten oder Latrinen, die in der Regel mit alten, in den Boden eingelassenen Töpfen ausgestattet waren. Das rosige Bild der Pfahlbauerin von Albert Anker ist daher wohl eine ziemliche Verklärung der Verhältnisse. Obwohl Funde von Rütchenkämmen gemacht wurden, waren die hygienischen Verhältnisse vor 5000 Jahren alles andere als berauschend. Die Römer kannten bereits WCs. Wassergespülte Latrinen kamen beispielsweise in Ostia bei Rom zum Vorschein. Aus heutiger Sicht etwas gewöhnungsbedürftig ist die Tatsache, dass man nebeneinander sein Geschäft verrichtete. Aber wie das Wort ja sagt, man kann ein Geschäft nicht allein verrichten. ole benötigt zumindest Auch eine Latrinenparole in Schamgefühl beim zwei Klatschmäuler. Ein Toilettengang, wie wir das heute in den Industrieländern kennen, gabb es damals noch nicht.

Gesellig: Zur Römerzeit war das Bad und die Toilette ein Gemeinschaftsraum. Hier wurden Verhandlungen geführt und Verträge erträge abgeschlossen.

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Das erste Spültoilettensystem (water closet) wurde 1596 in Grossbritannien von Sir John H i ik l d l E finHarrington entwickelt, der bi bis h heute als Erfi der der Spültoilette gilt. Allerdings handelte es sich bei diesem System nur um einen «Prototyp» der Toilette, wie wir sie heute kennen. Bis tief ins 19. Jahrhundert wurden vor allem Nachthafen für das tägliche Geschäft benutzt. Erst als die englische Oberschicht im späten 19. Jahrhundert erstmals Spültoiletten in ihren Wohnungen installieren liess, setzte sich deren Gebrauch durch. Ab 1905 wird in der Schweiz ToilettenGeschichte geschrieben. Albert Emil Geberit gelang in diesem Jahr die Herstellung des ersten, mit Blei ausgeschlagenen und mit Blei-

armaturen ausg ausgerüsteten Holzspülkastens. 1935 wurden Spü Spülkastenteile von Geberit erstmals aus Kunstst Kunststoff hergestellt, und 1952 wurde der erste Spül Spülkasten aus Kunststoff gefertigt. Im Jahre 19 1957 wurde in der Schweiz das erste Dusch-WC erfunden – der Closomat. Ab 1977 stieg dann auch Geberit mit einem Dusch-WC in de den noch wenig entwickelten, aber sehr zukunf zukunftsträchtigen Markt ein. Heutzutage ssetzt sich die wohltuende Reinigung mit Was Wasser nach dem Toilettengang i d h und d Dusch-WCs halten in vielen stetig durch Haushalten Einzug. Der Kulturwandel auf den Toiletten ist in vollem Gange. Ein WC mit Duschfunktion reinigt gründlich und ist dabei sanfter als Toilettenpapier. ——

Nobel: Am Exilsitz des französischen Kaisers Napoleon III. am Bodensee war der Nachttopf aus Porzellan im Stilmöbel untergebracht.

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Fliessende Räume Die intensive Auseinandersetzung mit Ort, Raum und Zeit führt zum gelungenen Resultat. So auch bei diesem Haus in Luzern. Text: Anita Simeon Lutz, Fotos: Franz Rindlisbacher, Redaktion: Britta Limper

Blickkontakt: Auch wenn der zweigeschossige Bereich sich nur auf die Breite eines Meters beschränkt, werden die räumlichen Zusammenhänge viel besser lesbar.

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Südländisch: Die Ostfassade des Hauses erinnert an einen südländischen Bungalow. Auch die integrierten Höfe verweisen auf diese Analogie.

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er Beatrice Maeder und Didi Nievergelt in ihrem Haus in der Nähe von Luzern besucht, fährt an ein grosses, hölzernes Garagentor, das fein säuberlich in die verputzte Backsteinfassade eingelassen ist. Bereits diese AuftaktFassade spricht von der Perfektion, mit der ro.ma. Architekten ihre Aufgaben angehen. Es ist auch nicht von ungefähr, dass der Planungsbeginn des Hauses bereits im Jahr 2006 stattfand, der Baubeginn aber erst 2010, also vier Jahre später. «Die Bauherrschaft trat mit dem Wunsch an uns, ein Haus ‹mit tausend Ecken› zu realisieren, das man nicht auf den ersten Blick begreifen soll. Die Herausforderung lag nun darin, die ‹1000 Themen› unter einen Hut zu bringen», erklärt der federführende Architekt Christian Maeder die Ausgangslage. Entstanden ist ein Haus, das auf die Bewohner zuge-

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schnitten ist. Beatrice Maeder und Didi Nievergelt fühlen sich sichtlich wohl in ihren vier Wänden. Eine Lehre, die man daraus ziehen könnte, ist, dass gut Ding Weile haben will. Dass man gewisse Vorstellungen, Skizzen und Modelle erst einmal auf sich einwirken lassen muss. Dies gilt übrigens auch für die Einrichtung. Aber davon später. Hoflandschaft Eines der Themen, die das Haus immer wieder aufnimmt, ist das der gefassten Aussenräume. Einer dieser Höfe nimmt den Besucher in Empfang und leitet ihn zur Eingangs- und Garderobenzone, die bereits schon Teil des ganzen Raumflussgebildes im Innern des Baus ist. Man hat nun die Wahl, den Rundgang über den Wohnbereich zu beginnen oder diretissima in die Küche zu gelangen. Wir wählen den Wohnbereich und bleiben staunend vor dem Aussichtsfenster

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Auf kleinem Raum: Das Bad ist im Vergleich ziemlich klein gehalten. Durch seine Ein- und Ausblicke gewinnt es an Raum.

Das Fenster zum Bad: Die SichtĂśffnung zwischen Bad und Korridor bringt Licht in den Nassraum und dem Badenden die Aussicht.

GeschĂźtzter Balkon: Die gebogenen Metall-Lamellen, die sehr textil und leicht wirken, werden zum Kennzeichen des Baus.

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Verbindung: Zwischen den beiden Nasszellen im Obergeschoss befindet sich im Hof eine Aussendusche.

«Wir wollten ein Haus mit tausend Ecken, das man nicht auf den ersten Blick begreifen soll.» BEATRICE MAEDER, Bauherrin

stehen, von dem man in pralles Grün blickt und bereits schon eine Ahnung des Vierwaldstättersees erhascht. Der Raum ist aber nicht einfach ein abgeschlossener Kubus mit Aussicht – im Gegenteil. Von hier aus nimmt man durch einen zweigeschossigen Bereich bereits die obere Etage wahr und durch ein tiefes, fast schon bodennahes Bandfenster sieht man auf den hofartigen Aussensitzplatz. Auch die Verbindung zur Küche, zum Essplatz und zur Treppe ist hier schon vorhanden. Interessant ist jedoch, dass einem trotz dieser Sichtbezüge noch nicht der ganze Grundriss offensteht. Man wähnt sich auch nicht in einem Durchzugsbereich. Die Proportionen der Öffnungen sind so gekonnt gewählt, dass jeder Raum in sich definiert ist, aber doch die Option zum Raumgefüge hat. Im Erdgeschoss wird der Grundriss durch den Treppenkörper zoniert, der auch kleine Nebenräume wie Gästetoilette, Vorrats- und Putzraum aufnimmt und auf der einen Seite die Garderobe und auf der anderen die raumhohen Küchenmöbel integriert. Durchgehende «steinige»

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Bodenbeläge – wie ein geölter Anhydrit im Innern und geölte Hartbetonüberzüge in den vorgelagerten Aussenbereichen – unterstreichen die Idee der fliessenden Räume und schaffen es, die Übergänge zum gedeckten Aussenraum aufzuheben. Gegenüber dem «steinigen» Erdgeschoss ist das Obergeschoss «hölzern» gehalten. In sämtlichen Innen- und Aussenräumen auf dem zweiten Niveau wurden die Bodenbeläge in Jatoba Massivholzparkett ausgeführt. Das verschafft Wärme und unterstreicht die erhöhte Intimität der Räume im Vergleich zum Erdgeschoss. Das Obergeschoss beherbergt einen Gästebereich, ein Office sowie Schlaf-, Bad- und Wellnessbereiche. Der Bezug zum Aussenraum war auch beim Badezimmer ein Thema. «Die Nasszellen orientieren sich auf den Hof und damit auf einen vor Einblicken geschützten Aussenraum», so Christian Maeder. «Geschosshohe Verglasungen ermöglichen eine optische Erweiterung in diesen Bereich und lassen so die moderaten Dimensionen grosszügiger erscheinen.»

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DIH Spezial Bäder 2013  
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