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Faymann: 31 moderne Wohnungen durch Sanierung

wien.at vorige Meldung - Tagesübersicht - nächste Meldung Rathauskorrespondenz vom 11.9.2006:

Faymann: 31 moderne Wohnungen durch Sanierung Utl.: Vorbildliche Sanierung- kreative Lösungen Wien, (OTS) "Die Stadt Wien fördert jährlich die Sanierung von Häusern mit rund 10.000 Wohnungen. Dadurch bleibt einerseits das charakteristische Aussehen unserer Stadt erhalten, andererseits entsteht hochwertiger Wohnraum im dicht bebauten Gebiet. Seit 2001 unterstützen wir darüber hinaus in die thermische Sanierung von älteren, schlecht isolierten Wohngebäuden und helfen mit, die Energiekosten und die Umweltbelastung zu senken. 2006 wird die Stadt Wien insgesamt 166 Mio. Euro aus den Mitteln der Wohnbauförderung für die Sanierung aufwenden", erklärt Wohnbaustadtrat Werner Faymann. "Am Beispiel des Hauses in der Embelgasse 38-40 wird sichtbar, dass der Wiener Weg der sanften Stadterneuerung viele Vorteile mit sich bringt. Aus einem ehemaligen Problemhaus, das jahrelang sowohl die Gebietsbetreuung im 5. Bezirk als auch die mobile Gebietsbetreuung beschäftigt hat, wurde ein lebenswertes Wohnhaus, das nicht nur innen rundum erneuert wurde, sondern jetzt auch im dichtest verbauten Gebiet private und allgemein zugängliche Freiflächen für die Mieter bietet", so Faymann weiter.****

Zwtl.: Die Embelgasse: Kreative architektonische Lösungen steigern die Wohnqualität Bei der Sanierung der Embelgasse ist vor allem die Errichtung des neu eingebauten Liftes innovativ gelöst. Der Aufzug mit seinen insgesamt 13 Stationen gleicht die unterschiedlichen Niveaus der beiden Häuser aus und erschließt damit alle Wohnungen. Er wurde seitlich an das bestehende Stiegenhaus platziert. Durch die farbliche Betonung des Aufzuges und die transparente Gestaltung des Verbindungsstegs entstand eine gelungene Synthese zwischen der alten und der neu zugebauten Bausubstanz. Um eine geförderte Sockelsanierung durchführen zu können, mussten aufgrund der zu dichten Bebauung ("H-Trakter") Teilabbrüche des Hintertrakts vorgenommen werden. Der geforderte Abbruch wurde treppenförmig beginnend vom Komplettabbruch des Dachgeschosses bis zum 1.OG http://www.wien.gv.at/vtx/vtx-rk-xlink?SEITE=020060911015 (1 von 4)13.09.2006 13:45:57


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absteigend im Ausmaß von 170 m², 90 m² und 50 m² (8 Wohnungen) umgesetzt. Die erhebliche Reduktion der Baumasse verbessert die Belichtungs- und Belüftungsverhältnisse deutlich: und nicht nur die der eigenen, sondern auch die der angrenzenden Liegenschaften. Die dadurch geschaffenen Freiflächen, teils intensiv begrünt, teils als Terrassen ausgebildet, bieten den Bewohnern Raum für Gestaltungsmöglichkeit. Hervorzuheben ist, dass trotz lediglich 3 bestandsfreier Wohnungen, durch intensive Mietergespräche seitens des Eigentümers, mittels Umsiedlungen im Haus und Zwischenübersiedlungen in andere Liegenschaften des Eigentümers die Sanierung ohne Probleme vonstatten ging. Von den 51 Bestandswohnungen wurden 15 auf Kategorie A angehoben und weitere 27 Wohnungen konnten zu 13 Wohneinheiten zusammengelegt werden. Straßenseitig wurden drei Dachgeschosswohnungen geschaffen. Vor der Sanierung standen 51 Wohnungen mit einer Nutzfläche von 2.200 m² zur Verfügung. Nach abgeschlossenen Arbeiten ist die Nutzfläche sogar auf 2.309 m² gesteigert worden. 31 zeitgemäße Wohnungen sind so durch die Revitalisierungsmaßnahmen entstanden. Die Planung und Durchführung des Projekts wurde vom "architekturbureau rainer böhm ZT KEG" vorgenommen und unterlag der Leitung von Architekt Jürg Näf (Gesellschafter bei architekturbureau rainer böhm). 3,2 Mio. Euro an Gesamtsanierungskosten wurden von der Stadt Wien mit 2,6 Mio. Euro gefördert. Vor der Übernahme im Jahr 2001 war die Embelgasse jahrelang ein Problemhaus. Der Bauzustand war bedenklich, die erhöhte Miete war eingehoben worden, ein 1992 durchgeführtes § 18 MRG Verfahren brachte für die Mieter nur wenige, eher kosmetische Maßnahmen. Die Altmieter, die nun in neue Wohnungen übersiedelt sind und alle Neumieter zahlen den Mietzins auf Basis des Richtwerts (derzeit 4,57/m2 Euro).

Zwtl.: Lebendige Fassade durch Fassadenbegrünung: Um als frisch saniertes Haus im Straßenbild neu aufgewertet in Erscheinung zu treten wurde ein lebendiger Fassadenschmuck in Form einer Fassadenbegrünung ausgeführt. Die ursprünglich reich verzierte Fassade des Gründerzeithauses wurde in den 1960er Jahren abgeschlagen und war nicht wieder herstellbar. An der Straßenseite ist über die ganze Fassadenlänge ein Blumentrog angebracht in dem Schlingpflanzen auf Kletterseilen über die ganze Fassadenhöhe wachsen. Die Bepflanzung wird von einer gesteuerten Bewässerungsanlage über einen Tropfschlauch mit Wasser versorgt.

Zwtl.: Hausseitige Erhaltungs- und Verbesserungsarbeiten Ziel der Sanierung war vor allem eine umfassende Modernisierung des Wohnhauses. Durch die generelle Neuherstellung aller wichtigen Teile des Hauses konnte die Qualität der Anlage nicht nur erhalten bzw. wiederhergestellt, sondern durch die tief greifende Erneuerung noch erhöht werden. ●

Personenaufzug: Zubau eines Personenaufzugs seitlich an das bestehende Stiegenhaus. Fassade, Mauern, Fenster und Dachstuhl: Mauerwerkstrockenlegung beider Baukörper; alle Fassaden wurden instandgesetzt (teilweise mit Vollwärmeschutz), Einbau von Wärmeschutzfenstern Neuherstellung aller Versorgungs- und Entsorgungsleitungen bzw. die generelle Erneuerung der gesamten Haustechnik-Infrastruktur. (Wasser, Strom, Fernwärmeanschluss, Leerverrohrung für Kabel-TV und Telefon, gemeinsame SAT-Anlage) Errichtung von Gemeinschaftsanlagen: Es wurde eine Gemeinschaftsterrasse, ein Kinderwagen- und

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Fahrradabstellraum sowie ein Müllraum neu errichtet. ●

Intensive Begrünung: Fassadenbegrünung; Intensive Terrassenbegrünung, extensive Flachdachbegrünung

Zwtl.: Sanieren von Althäusern - Serviceangebote der Stadt Wien Die Stadt Wien hat für interessierte Haus- und Wohnungseigentümer sowie Mieter Beratungsstellen für die Haus- und Wohnungssanierung eingerichtet. Der Wohnfonds Wien berät in allen Angelegenheiten der Wohnhaussanierung, die MA 25 informiert über die Förderungen für Wohnungsverbesserung. Beim wohnfonds_wien ist die Broschüre "Sanieren von Althäusern" erhältlich, die für Hauseigentümer einen praktischen Überblick über den Ablauf von geförderten Sanierungen gibt und Hinweise auf Fördermöglichkeiten (wie z.B. auch Ökoförderungen) enthält. Darüber hinaus bietet der Guide zahlreiche Tipps rund ums Sanieren und Wohnen. Wohnungssuchende, die sich für eine sanierte Altbauwohnung interessieren, können sich beim Wohnservice Wien anmelden. Ein Teil der neu sanierten Wohnungen wird direkt über das Wohnservice vergeben, der jeweils andere Teil vom Bauträger oder der Hausverwaltung. ●

Wohnservice Wien 1020 Wien, Taborstraße 1-3 (Tel. 01/24 503-100) Montag-Freitag 8-20 Uhr www.wohnservice-wien.at/ Sanierungsberatung des wohnfonds_wien Infozentrum Wohnbau und Stadterneuerung des wohnfonds_wien 1082 Wien, Lichtenfelsgasse 3 (Tel.: 403 59 19-86 699) Neue Adresse ab 27. März 2006 1082 Wien, Lenaugasse 10 Beratungstermine: jeweils Montag bis Donnerstag, 8.00 - 16.00 Uhr und Freitag, 8.00 - 12.00 Uhr www.wohnfonds.wien.at/ Zentrale Informationsstelle für Wohnungssanierung und Schallschutz (MA 25) 19., Muthgasse 62, 1. Stock, Zimmer G 1.25 Erreichbarkeit Telefon: (+43 1) 4000-74870 Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 8-13 Uhr www.wien.gv.at/ma50st/verbesserung/

rk-Fotoservice: www.wien.gv.at/ma53/rkfoto/ (Schluss) lan ●

Rückfragehinweis: Thomas Landgraf Tel.: 4000/81 983 E-Mail: lan@gws.magwien.gv.at

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