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you will never walk alone. Data.Warehouse, Berlin Matthias Fehrenbach

Raum und Entwerfen Prof. Marc Frohn Architekturtheorie Prof. Georg Vrachliotis

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Der menschliche Körper ist ein sensorisches System, das Information empfängt und sendet. Diese Körperdaten fanden ihre ursprüngliche Verwertung in der Medizin zur diagnostischen Untersuchung und den folgenden therapeutischen Maßnahmen. Die Heilung des Körpers ist Mittelpunkt der Disziplin. Heute hat sich das Zentrum um den Körper verschoben. Nicht mehr alleine das Krankenhaus ist Monopolbesitzer und Interessent des Datenträgers – dem menschlichen Körper. Die Datenerhebung ist dem Ort des Krankenhauses entbunden. Sie findet an jedem Ort statt, an dem sich das Individuum über eine Schnittstelle vernetzt. Die erhobenen Daten sind kostbares Gut – das Öl von Morgen. Der Datenpool hat einen riesi-

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gen Markt entstehen lassen, an dem die Teilnehmer schon lange nicht mehr das Ziel der gesundheitlichen Genesung verfolgen. In nahezu allen Bereichen der Industrie werden Datenerfassungssysteme integriert. Sie läuten das Zeitalter der Kapitalisierung des Körpers ein. Data.Warehouse ist eine architektonische Studie, die der Frage nachgeht, wie eine Architektur in der datenbasierten Welt aussehen könnte, in einer analogen Welt - einem physischen Raum. Das Data.Warehouse ist ein Gebäude, das auf diese neue klimatische Realität reagiert und so Raum für die Veränderung im Denken und Handeln des Subjektes bietet. Der Datenhandel ist als physischer Markt aus-

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formuliert. Die Stellflächen sind nach dem Datenwert hierarchisiert. Blickbeziehungen zwischen den Szenarien In räumlicher Korrelation steht der Markt mit dem darüber liegenden Datentheater. AusgeMatthias Fehrenbach hend vom Anatomischen Theater, dient es hier als aufklärerischer Baukörper. Nutzungen der Datenschutzvermittlung und des Austausches über ein Forum sind darin verankert. Zudem ist es der Ort an dem der Körper inszeniert in Daten zerlegt und über Screens visualisiert wird. 1) Schnittmodell 1:100 2) Titelbild 3) Umgebungsmodell 1:1000 4) Verteiler 5) Schwelle 1 6) Schwelle 2 7) Blickbeziehungen

KIT-Fakultät für Architektur - Master-Arbeiten Winter 2016/17  
KIT-Fakultät für Architektur - Master-Arbeiten Winter 2016/17  
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