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Achilles und Penthesilea Marmor; Römische Kopien nach einer griechischen Gruppe um 170/60 v. Chr. gehen von März bis Juni 2017 als Leihgabe an die Onassis Foundation nach New York, USA

Stiftung zur Förderung des Antikenmuseums Basel und Sammlung Ludwig

JAHRESBERICHT | ANNUAL REPORT 2016

Simone und Peter Forcart-Staehelin

Achilles and Penthesilea Marble; Roman copies of a Greek group dated to around 170/60 BC are going on loan to the Onassis Foundation in New York, USA, from March to June 2017

IMPRESSUM IMPRINT Antikenmuseum Basel und Sammlung Ludwig St. Alban-Graben 5 CH-4010 Basel Tel. +41 61 201 12 12 info@antikenmuseumbasel.ch www.antikenmuseumbasel.ch Redaktion | Editing Andrea Bignasca Michel Pompanin Alexandra Maurer Tomas Lochman Christina Czop

2016 www.antikenmuseumbasel.ch

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Übersetzung | Translation Sandy Hämmerle Gestaltung | Design Trinidad Moreno Fotos | Photography Ruedi Habegger (Cover, S. 7, 26f., 28f., 34f., 36f., 38f., 44f., 46f., 52f., 54f., 56f., 58f., 74f., 76f., 80f., 84f., 88, 94f., 98f., 106) Claudia Link (S. 42f., 50f., 78f., 82f., 102f.) Niklaus Bürgin (S. 90f.) Serge Hasenböhler (S. 62f., 64f.) Susanne Schenker (S. 96f.) F. Hoffmann La-Roche Ltd (Fotomontage S. 21f.) Druck | Print office C. Maurer GmbH & Co. KG

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2016 JAHRESBERICHT ANNUAL REPORT

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UNSERE BEIDEN STANDORTE

OUR LOCATIONS

ANTIKENMUSEUM BASEL UND SAMMLUNG LUDWIG St. Alban-Graben 5 CH-4010 Basel Tel. +41 61 201 12 12 info@antikenmuseumbasel.ch www.antikenmuseumbasel.ch

ANTIKENMUSEUM BASEL UND SAMMLUNG LUDWIG
 St. Alban-Graben 5
 CH-4010 Basel
 Tel. +41 61 201 12 12 
 info@antikenmuseumbasel.ch
 www.antikenmuseumbasel.ch

Neue Öffnungszeiten ab 2017 Montag geschlossen Dienstag bis Sonntag 11 – 17 Uhr Donnerstag und Freitag 11 – 22 Uhr

New opening hours from 2017 Monday closed Tuesday to Sunday 11 am – 5 pm Thursday and Friday 11 am – 10 pm

SKULPTURHALLE BASEL Mittlere Strasse 17 CH-4056 Basel Tel. +41 61 260 25 00 sh@skulpturhalle.ch www.antikenmuseumbasel.ch

SKULPTURHALLE BASEL
 Mittlere Strasse 17
 CH-4056 Basel
 Tel. +41 61 260 25 00
 sh@skulpturhalle.ch
 www.antikenmuseumbasel.ch

Öffnungszeiten ab März 2017 Montag 12 – 17 Uhr Mittwoch 10 – 14 Uhr Sonntag 11 – 17 Uhr Dienstag, Donnerstag, Freitag und Samstag geschlossen, Öffnung auf Anfrage

Opening hours from March 2017 Monday 12 noon – 5 pm Wednesday 10 am – 2 pm Sunday 11 am – 5 pm Closed on Tuesday, Thursday, Friday and Saturday, open only by prior2 appointment

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DAS ANTIKENMUSEUM AUF KURS THE ANTIKENMUSEUM BASEL ON COURSE DANK AN UNSERE SPONSOREN UND MÄZENE THANKS TO PATRONS AND SPONSORS

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DONATOREN DONORS

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50 JAHRE ANTIKENMUSEUM BASEL 50 YEARS OF ANTIKENMUSEUM BASEL

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SONDERAUSSTELLUNGEN SPECIAL EXHIBITIONS

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INTERVIEW MIT DR. BRIGITTE FRANZEN, GESCHÄFTSFÜHRERIN DER PETER UND IRENE LUDWIG STIFTUNG, AACHEN INTERVIEW WITH DR. BRIGITTE FRANZEN, CEO OF THE PETER AND IRENE LUDWIG FOUNDATION, AACHEN

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HERAUSFORDERUNG DAUERSAMMLUNG THE CHALLENGE OF A PERMANENT COLLECTION

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NEUZUGÄNGE 2016 NEW ACQUISITIONS 2016

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VERANSTALTUNGEN UND PROJEKTE 2016 EVENTS AND PROJECTS 2016

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UNSER BISTRO OUR BISTRO

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AUSBLICK AUF DAS JAHR 2017 LOOKING FORWARD TO 2017

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FACTS & FIGURES FACTS & FIGURES

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LEIHGABEN AN AUSWÄRTIGE MUSEEN LOANS TO EXTERNAL MUSEUMS

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DAS ANTIKENMUSEUM AUF KURS Panta rhei – alles fliesst – schrieb der griechische Philosoph Heraklit bereits vor 2500 Jahren in einem isoliert überlieferten Fragment seiner Schriften. Es mag viele erstaunen, wie diese altgriechische Aussage immer noch den Nerv der Zeit trifft. Veränderungen sind heute Normalität. Um dem Wandel zu begegnen, muss auch unser Museum Chancen und Herausforderungen frühzeitig erkennen und Neuerungen initiieren. Das Antikenmuseum Basel hat diesen Schritt im 2016 mutig getan und sich neu organisiert. So wurde die Direktion durch einen Geschäftsführenden Direktor und eine Leiterin Marketing & Kommunikation verstärkt, sowie eine neue und schlagfertige Abteilung Marketing & Kommunikation mit den Bereichen visuelle Kommunikation & Szenografie, Fundraising & Sponsoring und Events initiiert. Das Bistro wird zudem neu in Eigenregie geführt. Ende Jahr erfolgten ein Rebranding und die Realisierung eines neuen Webauftritts. Anders als das versunkene Schiff von Antikythera hat das Museum ein erstes Ziel erreicht und steht – trotz Gewitterwetter – wieder auf einer soliden Basis und im sicheren Hafen. Das Programm des Jahres 2016 war dabei reichhaltig wie nie zuvor. Dank nationalen und internationalen Partnerschaften wurden mehrere Ausstellungen realisiert. Bis Ende März war das berühmte Schiffswrack von Antikythera mit Kunstwerken aus den Nationalmuseen von Athen, Rom und Neapel zu sehen. Ende September konnte die Sammlung von Giovanni Züst, dem Mitgründer des Antikenmuseums Basel, mit den Gemälden aus der Pinakothek in Rancate, den Silbergefässen aus St. Gallen sowie den antiken Werken in Basel in einer feinen Ausstellung vereint werden. An unserem zweiten Standort in der Stadt, in der Skulpturhalle an der Mittleren Strasse 17, eröffneten wir Anfang September eine Ausstellung zu den Gewaltbildern der Antike. Im Rahmen der erwähnten Reorganisation war dies vorerst die letzte Ausstellung in der Skulpturhalle.

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Bis Februar 2017 wird die Dauersammlung thematisch neu konzipiert. Die Öffnungszeiten werden reduziert und der Eintritt wird ab März 2017 kostenlos sein. Damit konnte eine Schliessung der Skulpturhalle und eine externe Magazinierung der weltberühmten Abgüsse verhindert werden. Bei einem Umzug des Antikenmuseums an die Augustinergasse im Jahr 2027 würde die Skulpturhalle in die Originalsammlung prominent integriert. Auch die Dauersammlung des Antikenmuseums war 2016 im Fokus von mehreren Aktivitäten. Im Januar wurde zum 200jährigen Jubiläum des Basler Altertumsforschers Johann Jakob Bachofen ein Bachofen-Kabinett eingerichtet. Im Mai erfolgte die konzeptionelle und thematische Erneuerung der orientalischen Abteilung mit modernster audiovisueller Technik und im Juni bereicherte die Installation von Jim Dine im Rahmen des Art Parcours unsere Skulpturensammlung. Zum 50jährigen Jubiläum des Museums wurden Mitte November die Herakles-Skulpturen von Markus Lüpertz in Partnerschaft mit der Galerie Knoell ausgestellt. Auch künftig ist geplant, unsere hochkarätige Dauersammlung innovativ und performativ zu inszenieren und mit zeitgenössischer Kunst in Verbindung zu bringen. Das grosse Jubiläum Mitte November war der Höhepunkt des Jahres. Am Festwochenende haben mehr als 2'000 Menschen jeden Alters unsere Aktivitäten besucht und damit eindrücklich bewiesen, wie stark das Museum in dieser Stadt verankert ist. Im 2016 konnten wir mit rund 80'000 Besucherinnen und Besucher den sehr positiven, vorjährigen Aufwärtstrend bestätigen. Dies ist eine grosse Genugtuung auch für unsere Geldgeber – den Kanton Basel-Stadt, aber vor allem auch für die Sponsoren, Stiftungen und Mäzene –, die uns mit grossem Engagement und Wohlwollen seit Jahren finanziell unterstützen. Wir dürfen sehr dankbar und glücklich sein und zudem auf ein tolles, engagiertes und teilweise neuformiertes Team zählen. Anders als das zu schwer beladene Schiff von Antikythera, darf das Antikenmuseum Basel seine Reise auch im 2017 erfolgreich fortsetzen.

Dr. Andrea Bignasca Direktor

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Michel Pompanin Geschäftsführender Direktor

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THE ANTIKENMUSEUM BASEL ON COURSE Panta rhei – everything flows – declared the Greek philosopher Heraclitus in an isolated remnant of his writings from as far back as 2500 years ago. It might come as a surprise to some that this ancient Greek adage still gets to the heart of the matter today. Change is now part of everyday life. In order to deal with this, our museum must recognise challenges and opportunities as they arise and initiate changes. The Antikenmuseum Basel recognised this and bravely took steps in 2016 to reorganise itself. The board was expanded and both a managing director and a head of marketing were added. A new and quick-witted marketing & communication department was created whose remit includes the areas of visual communication & scenography, fundraising & sponsoring and events. The bistro will now be run by museum staff. A new branding was developed and implemented in late 2016 and a new website was launched. Unlike the sunken ship at Antikythera, the museum has reached its first destination and – despite the rough seas – has weathered the storm and found a safe haven. The 2016 programme was richer than ever before. Thanks to various partnerships both here and abroad, several exhibitions were presented to the public. The famous Antikythera shipwreck and its artworks from the National Museums of Athens, Rome and Naples were on display until the end of March 2016. In late September the collection of Giovanni Züst, co-founder of the Antikenmuseum Basel, was united with the paintings from the Pinacoteca Züst in Rancate, silver vessels from St. Gall and ancient works from Basel in an exquisite exhibition. A major exhibition on depictions of violence in Antiquity opened in early September 2016 at our second site, the Skulpturhalle at Mittlere Strasse 17. Due to the re-organisation mentioned 8

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this will be the last Skulpturhalle exhibition for the time being. By February 2017, a new thematic concept will have been developed for the Skulpturhalle permanent collection. The opening hours will be reduced and admission will be free from March 2017. This was necessary to prevent closure of the Skulpturhalle and external archiving of the world-famous casts. There are plans for the Antikenmuseum to move to Augustinergasse in 2027, at which point to the Skulpturhalle exhibits would be given a prominent position as part of the original collection. The permanent collection of the Antikenmuseum was also the focus of several events in 2016. In January, a Bachofen cabinet was installed to celebrate the 200th anniversary of the Basel antiquarian Johann Jakob Bachofen. In May 2016 the oriental department was completely redesigned following a new thematic concept and modernised with the latest audio-visual technology. In June, the collection of sculptures was greatly enhanced by adding an installation by Jim Dine as part of the Art Parcours. To celebrate the 50th anniversary of the museum, the Heracles sculptures by Markus LĂźpertz were put on display in mid-November in collaboration with the Galerie Knoell. We plan to use our excellent permanent collection in a more innovative and performative manner in future and to combine it with contemporary artworks. The jubilee in mid-November was the highpoint of 2016. More than 2,000 visitors of all ages attended our activities on the festive weekend, thus proving beyond doubt how deeply rooted the museum is in the city of Basel. The positive upward trend we had experienced in 2015 continued in 2016 and we were able to welcome some 80,000 visitors to the museum. This was very gratifying, both for us and for our sponsors, the authorities of Canton Basel-Stadt, but particularly our other sponsors, foundations and patrons who have very graciously supported us for a considerable number of years, both financially and with their unwavering enthusiasm. We are very grateful and happy to be able to rely on a great and enthusiastic team, part of which has been newly formed. Unlike the overloaded Antikythera ship, the Antikenmuseum may look forward to a successful onward journey in 2017.

Dr. Andrea Bignasca Director

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Michel Pompanin Managing Director

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DANK AN UNSERE SPONSOREN UND MÄZENE Im Jahr 2016, dem Jubiläumsjahr des Antikenmuseums zur Eröffnung vor 50 Jahren, konnten einige wertvolle und ansprechende Sonderausstellungen inszeniert und präsentiert, sowie eine grosse Jubiläumsfeier veranstaltet werden. Das Antikenmuseum zeigte dabei neben der Dauersammlung zwei weitere Ausstellungen, die Skulpturhalle war mit einer Sonderausstellung vertreten. Jeder dieser Anlässe hätte ohne die grosszügige Zuwendung und Unterstützung durch Sponsoren, Stiftungen, Mäzene und Partner nicht im gewünschten und geplanten Umfang realisiert werden können. Wir danken ihnen allen recht herzlich für ihre sehr grosszügige Unterstützung!

THANKS TO PATRONS AND SPONSORS To celebrate the 50th anniversary of the Antikenmuseum’s opening in 2016, we were able to stage and present several important and attractive special exhibitions and organise a large anniversary celebration. Besides the permanent collection, the Antikenmuseum also staged two temporary exhibitions and the Skulpturhalle was represented by another special exhibition. None of these events could have taken place to quite the same extent without the generous backing and support of our sponsors, foundations, patrons and partners. We would like to thank them all sincerely for their generosity!

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DER VERSUNKENE SCHATZ. DAS SCHIFFSWRACK VON ANTIKYTHERA THE SUNKEN TREASURE. THE ANTIKYTHERA SHIPWRECK Patronat | Under the patronage of: Hellenic Ministry of Culture, Education and Religious Affairs Schweizerische Eidgenossenschaft - Eidgenössisches Departement des Innern EDI Partner: Athens, National Archaeological Museum In Zusammenarbeit mit | In collaboration with Hublot, Research & Development Sponsoren | Sponsors: Novartis International AG Stavros Niarchos Foundation Simone und Peter Forcart-Staehelin Bank J. Safra Sarasin Schweizerische Eidgenossenschaft - Eidgenössisches Departement des Innern EDI Bundesamt für Kultur BAK Mezger Uhren und Juwelen Bank für Internationalen Zahlungsausgleich GRENZENLOS GRAUSAM? BILDER DER GEWALT IN DER ANTIKEN WELT CRUELTY AND NOTHING ELSE? IMAGES OF VIOLENCE IN THE ANCIENT WORLD Sponsoren | Sponsors: Novartis International AG Freiwillige Akademische Gesellschaft Basel (FAG) Justiz- und Sicherheitsdepartement des Kantons Basel-Stadt - Kantonspolizei SAMMLER UND MÄZENE. GIOVANNI ZÜST UND 50 JAHRE ANTIKENMUSEUM BASEL COLLECTORS AND PATRONS. GIOVANNI ZÜST AND 50 YEARS OF ANTIKENMUSEUM BASEL Sponsoren | Sponsors: Simone und Peter Forcart-Staehelin Dipartimento dell’educazione, della cultura e dello sport Via Mat Artcare 12

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50 JAHRE ANTIKENMUSEUM BASEL 50 YEARS OF ANTIKENMUSEUM BASEL Sponsoren | Sponsors: F. Hoffmann - La Roche Ltd Peter und Irene Ludwig Stiftung Stiftung zur Förderung des Antikenmuseums Basel und Sammlung Ludwig Vini D'Amato Medienpartner | Media partners: Basler Zeitung Basilisk

DONATOREN | DONORS Wir danken unseren Donatoren ganz herzlich für die grosszügige Unterstützung des Antikenmuseums. Zu den Donatoren gehören Privatpersonen, die dem Museum über dessen Stiftung eine jährliche Spende zukommen lassen. Unser Dank gilt: We would like to sincerely thank our donors for their generosity towards the Antikenmuseum. The donors also include private individuals who contribute annually to the museum via its foundation. We would like to thank: Dr. Markus und Simone Altwegg Dr. Barbara L. Begelsbacher Bernhard Berger Prof. Dr. Peter Blome-Schweizer Marie-Edith und Peter Böckli Peter Forcart-Staehelin Nadia Guth Biasini Alex Krauer Dr. Rolf und Alicia Soiron Dr.med. Dr.h.c. Daniel L. Vasella 13

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50 JAHRE ANTIKENMUSEUM BASEL Zwischen Tradition und Innovation: Das neue Antikenmuseum

50 YEARS OF ANTIKENMUSEUM BASEL Between tradition and innovation: The new Antikenmuseum

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Das Jahr 2016 stand ganz im Zeichen eines grossen und bedeutenden Jubiläums: 50 Jahre Antikenmuseum Basel. 50 Jahre nach seiner Eröffnung ist das Basler Antikenmuseum in unserer Stadt fest etabliert und stellt sich als schweizweit einzigartige Institution ihrer Art engagiert und kontinuierlich den Herausforderungen des gesellschaftlichen, politischen und sozialen Wandels. Im Zeitalter der Globalisierung und Digitalisierung stellt sich mehr denn je die Frage, was ein Antikenmuseum heute noch bewirken kann und muss. Genauso wie zur Zeit der Gründung ist das Antikenmuseum auch heute gesellschaftspolitisch gefragt. Das Programm ist dementsprechend inhaltlich neu gestaltet worden, die Sonderausstellungen streben den Gegenwartsbezug an. Mit dem Fundus der Antike thematisieren sie aktuelle Fragen: die Rolle von Mann und Frau, die Gewalt und ihre gezielte Darstellung, die frühen Formen der Globalisierung in Handel und Wirtschaft oder der entscheidende Kulturtransfer zwischen weit entfernten Gebieten. Mit der nächsten Ausstellung ("Glückliches Arabien?", ab 18.1.2017) thematisieren wir das heute vom Krieg bedrohte Kulturerbe Jemens. Ab November 2017 zeigen wir das monumentale Grab von Pharao Sethos I. in Form eines perfekten Faksimiles, das mit den neuesten Technologien realisiert wurde und das nach der Ausstellung dem ägyptischen Staat geschenkt wird, um im Tal der Könige für die Touristen aufgestellt zu werden. Damit engagieren wir uns in beiden Projekten für die Erhaltung von UNESCO-Weltkulturerbe. Zur Neuausrichtung des Antikenmuseums gehört das verstärkte Bestreben, unsere weltweit bekannte Dauersammlung neuartig und kreativ zu bespielen. Dazu sind erweiterte Fachkompetenzen nötig. All art has been contemporary: Nach dem Motto des italienischen Konzeptkünstlers Maurizio Nannucci arbeiten wir vermehrt mit zeitgenössischen Künstlern, 16

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die sich mit der materiellen und geistigen Hinterlassenschaft der Antike auseinandersetzen. Daniel Silver und Jim Dine haben wir im Rahmen des Art Parcours präsentiert. Markus Lüpertz hat seine gewaltige Daphne-Skulptur vor dem Antikenmuseum aufgestellt und er zeigte zu unserem 50jährigen Jubiläum von 12.11.2016 bis 11.2.2017 mit der benachbarten Galerie Knoell eine gemeinsame Ausstellung zur „Avantgarde der Kontinuität“. Die orientalische Abteilung haben wir im Mai letzten Jahres nach neuesten thematischen Kriterien sowie nach aktuellen Fragestellungen und mit zeitgemässen Technologien neu inszeniert. In nächster Zeit werden wir auch die griechischen Vasen und die ägyptische Abteilung nach demselben Massstab umdisponieren. Dabei kennt die Kreativität keine Grenzen: So sind zum Beispiel neuartige, akustische und literarische Interventionen angedacht. Die Antike soll um alle ihre Facetten angereichert werden und sie wird dabei neu und innovativ ausstrahlen. Für innovative Inhalte braucht ein Museum eine zeitgemässe und effiziente Organisationsstruktur, um sich zu einer öffentlichen Plattform für alle entwickeln zu können. Der Umstrukturierungsprozess ist bei uns weit fortgeschritten und wir befinden uns in der Umsetzungsphase. Die Direktion wurde um einen Geschäftsführenden Direktor und um eine Leitung Marketing & Kommunikation erweitert. Dank der Unterstützung von der F. HoffmannLa Roche Ltd wurde zum Festakt Mitte November das neue Museumsbranding auf allen Stufen lanciert und eine neue, attraktive Webseite aufgeschaltet. Mit regionalen, nationalen und internationalen Partnerschaften wollen wir das Museum ständig und innovativ bespielen – auch in den Perioden ohne Sonderausstellung. Öffentliche und private Veranstaltungen aller Art – Podiumsdiskussionen, Vorträge, Künstlergespräche, Konzerte sowie theatralische Performances – sollen vermehrt das Museum für alle öffnen und unsere Plattform bereichern. So hatten wir am 12. und 13. November 2016 die einmalige Gelegenheit, das 50jährige Jubiläum des Antikenmuseums mit einem grossen Anlass zu feiern. Den zahlreichen Besucherinnen und Besuchern wurde ein vielseitiges und unterhaltsames Programm geboten: neben Kurzführungen, Podiumsgesprächen, Weindegustation, Live-Konzert und anschliessender Party gab es auch einen Jubiläumspostenlauf und Workshops für die ganze Familie. Das Publikum nahm mit Begeisterung an dieser Festivität teil – und einmal mehr bot sich dem Museum die Möglichkeit, die Öffentlichkeit an seiner Vielfalt an Sinneseindrücken, Aktivitäten und einmaligen Schätzen teilhaben zu lassen. Wir freuen uns jedes Mal riesig, wenn Besucherinnen und Besucher – aus welchem Grund auch immer – zu uns kommen, vom Angebot profitieren oder den Austausch suchen. So soll ein Museum auch sein: ein Ort der Begegnung, ein Ort des Austausches, ein Ort der Reflexion und der persönlichen Weiterentwicklung. Wir sind die Antike, der Ursprung aller Dinge und die Voraussetzung für die Zukunft. Herzlich willkommen im neuen Antikenmuseum! 17

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2016 was very much shaped by a major and important anniversary: 50 years of the Antikenmuseum Basel. 50 years after opening its doors, the Basel Antikenmuseum is firmly established in our city and, as the only institution of its kind in Switzerland, continuously faces the challenges of societal, political and social change in an enthusiastic manner. In this period of globalisation and digitalisation, the question as to what a museum like ours can and should achieve today has become more important than ever before. As it was at the time of its founding, the Antikenmuseum is still faced with socio-political challenges. As a consequence, the programme has been redesigned in terms of its content and the special exhibitions strive to be of contemporary relevance. Using a body of works from Antiquity, they raise current issues: the role of men and women, violence and its targeted depiction, early forms of globalisation in trade and the economy and the crucial transfer of cultural goods between two distant regions. Our next exhibition (“Happy Arabia?�, from 18/1/2017) will address the cultural heritage of Yemen, which is now threatened by war. From November 2017, we will put a perfect facsimile of the monumental grave of Pharaoh Sethos I on display. Created using the latest technology, the facsimile will be donated to the Egyptian government after the exhibition so that it can be exhibited in the Valley of the Kings for all to see. Both these projects are an opportunity for us to fight for the preservation of UNESCO world heritage sites. The reorientation of the Antikenmuseum also includes an increased effort to utilise our worldrenowned permanent collection in a different and more creative manner. This requires an expansion of our specialist knowledge. All art has been contemporary: following the motto of 18

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the Italian concept artist Maurizio Nannucci, we will increasingly collaborate with contemporary artists who work with the material and intellectual remains from Antiquity. Daniel Silver and Jim Dine are two artists whose work we presented as part of the Art Parcours. Markus Lüpertz put his massive Daphne sculpture on display in front of the Antikenmuseum and his works are being exhibited from 12/11/16 to 11/2/17 to celebrate our 50th anniversary in a joint exhibition entitled “The avant-garde of continuity” in collaboration with the Galerie Knoell next door. The oriental department was redesigned in May 2016 in line with the latest thematic criteria and current research questions using up-to-date technology. The Greek vases and the Egyptian department will also be reorganised in a similar manner in the near future. There will be no limit to our creativity: we are already contemplating novel acoustic and literary interventions. We hope to enhance our depiction of Antiquity in all its facets and make it radiate in a new and innovative way. Innovative contents require a contemporary and efficient organisational structure that will allow the museum to become a public platform for all. The restructuring is far advanced and we are now in the phase of making it a reality. The board has been extended by adding a managing director and a head of marketing & communication. Thanks to funding from F. HoffmannLa Roche Ltd, a new museum branding was launched at all levels and an attractive new website was designed, all in time for the celebrations in mid-November. By forming regional, national and international partnerships we hope to continuously create an innovative museum environment – even during times when there is no special exhibition. We plan to stage more public and private events of all kinds – panel discussions, lectures, artist talks, concerts and theatre performances – in an attempt to enhance our platform and open the museum to all. On 12th and 13th November 2016 we had a unique opportunity to stage a major event to celebrate the 50th anniversary of the Antikenmuseum. The numerous visitors enjoyed a diverse and entertaining programme: besides short guided tours, panel discussions, wine tastings and a live concert followed by a party, there was also an anniversary circuit where tasks had to be completed before moving on to the next station, and workshops for all the family. The visitors participated enthusiastically and the museum was once again in a position to invite the public to partake of its variety of sensory impressions, activities and unique treasures. We are always delighted to welcome those who come to visit us – for whatever reason – to benefit from what we have to offer or to seek an exchange. That is what a museum should offer: a meeting place, a place of exchange, a place for reflection and personal development. We are Antiquity, the origin of all things and the prerequisite for the future. Welcome to the new Antikenmuseum!

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Fassade Antikenmuseum Basel, zu den 50 Jahre-Feierlichkeiten 2016 Faรงade of the Antikenmuseum Basel at the time of the celebrations marking the 50th anniversary in 2016

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1965, Anlieferung des Medea-Sarkophags 1965, the Medea sarcophagus is being delivered

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1965, Innenausbau des Oberlichtsaals 1965, interior design of the skylight gallery

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1966, der Oberlichtsaal mit den griechischen und rรถmischen Skulpturen 1966, the skylight gallery with its Greek Greek and Roman sculptures

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2016, der Oberlichtsaal anlässlich der 50 JahreFeierlichkeiten im November 2016, the skylight gallery during the celebrations celebrations marking the 50th anniversary in November

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2016, Podiumsdiskussion anlässlich der 50 Jahre-Feierlichkeiten 2016, panel discussion during the celebrations marking the 50th anniversary

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DER VERSUNKENE SCHATZ. Das Schiffswrack von Antikythera Antikenmuseum Basel 27. September 2015 bis 27. März 2016

THE SUNKEN TREASURE. The Antikythera shipwreck Antikenmuseum Basel 27th September 2015 to 27th March 2016

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EIN SCHIFFSUNGLÜCK ALS GLÜCKSFALL Der Fundkomplex von Antikythera im Antikenmuseum Noch eine Statue und – klack – das Schiff kippt und seine Ladung landet auf dem Meeresgrund bzw. in der Holzkiste. Die Kinder sammeln die Säulen, Fässer und Statuen zusammen und beginnen erneut, das Schiffsmodell zu beladen. Ob sie das Schiff diesmal im Gleichgewicht halten können? Das nicht nur bei jungen Besuchern beliebte Schiffsmodell versinnbildlichte das Thema unserer grossen Sonderausstellung 2015/2016. Die Ausstellung Der versunkene Schatz. Das Schiffswrack von Antikythera präsentierte die Geschichte eines reich beladenen Schiffs, das im 1. Jh. v. Chr. auf dem Weg von Griechenland nach Italien Schiffbruch erlitten hatte. Das Frachtschiff hatte Kunst- und Kulturgüter für die neue Weltmacht Rom geladen. Das 1900 von Schwammtauchern entdeckte Wrack ist ein Glücksfall. Es ermöglicht einen einmaligen Einblick ins 1. Jh. v. Chr., als die Römer immer grössere Teile des Mittelmeers unter ihre Herrschaft brachten. Die Ausstellung im Antikenmuseum war ein grosser Erfolg: Knapp 64‘000 Besucherinnen und Besucher sahen sich die sinnlich gestaltete Schau an. Darunter waren viele Familien und viele, die zum ersten Mal überhaupt im Antikenmuseum waren.

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A SHIPWRECK BECOMES A GODSEND The Antikythera assemblage at the Antikenmuseum One more statue and – bang – the ship capsizes and its load ends up on the seabed, or in the wooden box. The children gather up the columns, barrels and statues and start re-loading the model ship. Will they manage to find the right balance this time? The model ship, which was not only popular with our younger visitors, symbolised the theme of our major special exhibition of 2015/2016. The exhibition The sunken treasure. The Antikythera shipwreck presented the story of a richly laden ship which was wrecked in the 1st century BC on its way from Greece to Italy. The cargo ship had been transporting artworks and cultural goods to Rome, the new global power. Discovered by sponge divers in 1900, the wreck was a godsend, which continues to provide us with a unique insight into the 1st century BC, a period during which the Romans subjected ever-growing parts of the Mediterranean to their rule. The exhibition at the Antikenmuseum was a huge success: almost 64,000 visitors came to see the attractive displays. This included numerous families and many who had never been to the Antikenmuseum.

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GRENZENLOS GRAUSAM? Bilder der Gewalt in der antiken Welt Skulpturhalle 2. September 2016 bis 29. Januar 2017

CRUELTY AND NOTHING ELSE? Images of violence in the ancient world Skulpturhalle 2nd September 2016 to 29th January 2017

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GEWALT OHNE ENDE? Ausstellung zu antiken Gewaltbildern in der Skulpturhalle „Nun ist über Euch alle das Netz des Verderbens gebreitet.“ Das sagt Odysseus zu den Freiern seiner Frau, die er nach seiner Irrfahrt in seinem Haus antrifft. Wenig später sind die Freier tot. Odysseus hat sie zusammen mit seinem Sohn abgeschlachtet. An solch brutale Szene wagte sich die Ausstellung in der Skulpturhalle mit dem Titel Grenzenlos grausam? Bilder der Gewalt in der antiken Welt. Welt. Bilder von Kriegen, Selbstmorden oder Gräueltaten waren in der Antike allgegenwärtig. Weshalb war das so und wozu dienten diese Darstellungen? Bei vielen Gewaltdarstellungen ging es den Griechen darum, ihre gesellschaftliche Ordnung zu thematisieren und die eigene Kultiviertheit zu betonen. Kräfte, die diese Ordnung bedrohten, wie etwa die wilden Kentauren oder die sagenhaften Amazonen, stellte man deshalb als unzivilisiert und barbarisch dar. Damit betonte man die eigene Überlegenheit. Die Ausstellung illustrierte das Thema mit Gipsabgüssen aus der eigenen Sammlung und mit Originalwerken aus dem Antikenmuseum Basel. Ergänzt mit einzelnen zeitgenössischen Arbeiten zum Beispiel von Miriam Cahn, Patrick Chappatte oder vom Basler Graffiti-Künstler Smash 137.

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VIOLENCE WITHOUT END? An exhibition dedicated to depictions of violence from Antiquity at the Skulpturhalle “Now the net of fate is cast over you all”. This is what Odysseus said to his wife’s suitors when he encountered them in his house on returning from his odyssey. A short while later all the suitors were dead. Odysseus had slaughtered them with the help of his son. This is one of the brutal scenes the Skulpturhalle dared to explore in its exhibition entitled Cruelty and nothing else? Images of violence in the ancient world. Images of war, suicide and atrocities were ever-present in Antiquity. Why was this and what purpose did these depictions serve? In many of these violent images the Greeks sought to deal with their own social order and to emphasise their cultural refinement. Powers that threatened this order such as the wild centaurs or the legendary amazons were thus depicted as uncivilised and barbarian. This served to emphasise their own superiority. The exhibition highlights the theme using plaster casts from the Skulpturhalle’s own collection and original works from the Antikenmuseum Basel. It also includes individual contemporary works by Miriam Cahn, Patrick Chappatte and by the Basel graffiti artist Smash 137, to name but a few.

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SAMMLER UND MÄZENE. Giovanni Züst und 50 Jahre Antikenmuseum Basel Antikenmuseum Basel 29. September 2016 bis 2. April 2017

COLLECTORS AND PATRONS. Giovanni Züst and 50 years of Antikenmuseum Basel Antikenmuseum Basel 29th September 2016 to 2th April 2017

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DER UNBEKANNTE MÄZEN UND GRÜNDER Die Sammlung Giovanni Züst im Antikenmuseum Wer war Giovanni Züst? Der Speditionsunternehmer, der den grössten Teil seines Lebens im Tessin verbrachte, ist heute nicht mehr vielen ein Begriff. Dabei war es die Schenkung von Giovanni Züst, die zur Gründung des Antikenmuseums Basel führte. Züst schenkte seiner Heimatstadt 1959 seine Antikensammlung – mit der Auflage, für seine meist etruskischen Werke geeignete Ausstellungsräume zu finden. 1966 öffnete das Antikenmuseum Basel dann seine Türen. Zum 50jährigen Bestehen zeigt das Antikenmuseum eine Ausstellung zur gesamten Sammlung Züst: Sammler und Mäzene. Giovanni Züst und 50 Jahre Antikenmuseum Basel.. Diese besteht neben antiken Objekten aus Basel Gemälden, vorwiegend aus Werken der bedeutendsten Tessiner Künstler des 17. bis 19. Jahrhunderts. Die Bilder sind heute in der Pinacoteca cantonale Giovanni Züst in Rancate zu sehen. Neben Antiken und Gemälden sammelte der Mäzen auch Silbergefässe, die er der Stadt St. Gallen hinterliess. Die vereinigte Sammlung Züst ist zum ersten Mal in Basel zu sehen. Neben Züst präsentierte die Ausstellung weitere wichtige Mitgründer des Antikenmuseums.

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THE UNKNOWN PATRON AND FOUNDER The Giovanni Züst collection in the Antikenmuseum Who was Giovanni Züst? The name of the proprietor of a transport company, who lived most of his life in the Ticino region, is no longer recognised by many. Nevertheless, it was a donation by Giovanni Züst, which led to the founding of the Basel Antikenmuseum. In 1959 Züst donated his collection of antiquities to his home town, with the proviso that suitable showrooms should be found for his works, most of which were of Etruscan origin. The Antikenmuseum Basel eventually opened its doors in 1966. In celebration of its 50th anniversary, the museum has put the entire Züst collection on display: Collectors and patrons. Giovanni Züst and 50 years of Antikenmuseum Basel. Besides ancient objects, it also comprises paintings, mainly by the most important Ticino artists from the 17th to 19th centuries. The paintings can be seen today in the Pinacoteca cantonale Giovanni Züst in Rancate. Besides antiquities and paintings the patron also collected silver vessels, which he bequeathed to the city of St. Gall. The combined Züst collections are now on display for the first time in Basel. Besides Züst, the exhibition also introduces other important co-founders of the Antikenmuseum.

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MARKUS LÜPERTZ. AVANTGARDE DER KONTINUITÄT Antikenmuseum Basel 12. November 2016 bis 11. Februar 2017

MARKUS LÜPERTZ. THE AVANT-GARDE OF CONTINUITY Antikenmuseum Basel 12th November 2016 to 11th February 2017

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HERAKLES MADE 2009 Ausstellung von Markus Lüpertz im Antikenmuseum Tagein tagaus steht sie in unserem Vorgarten. Die bronzene Daphne-Skulptur von Markus Lüpertz, die so gar nicht dem antiken Schönheitsideal entspricht. Als Beitrag zum 50jährigen Jubiläum des Antikenmuseums hat Markus Lüpertz weitere Bronzefiguren und Zeichnungen den Skulpturen des Antikenmuseums gegenüber gestellt. Markus Lüpertz ist einer der führenden europäischen Maler und Bildhauer. Die klassische Antike ist für ihn keineswegs eine abgeschlossene Kunstepoche, sondern ein fortwährender Inspirationshort und künstlerischer Gradmesser: Lüpertz‘ Werke entspringen einer sowohl künstlerisch-formalen wie auch geistig-literarischen Auseinandersetzung mit der Antike. Die Ausstellung im Antikenmuseum entstand in Zusammenarbeit mit der Galerie Knoell, Basel.

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HERACLES MADE IN 2009 An exhibition by Markus Lüpertz at the Antikenmuseum It stands day and night on our front lawn, the bronze Daphne sculpture by Markus Lüpertz, which by no means would live up to the ancient beauty standards. As a contribution to the 50th anniversary of the Antikenmuseum, Markus Lüpertz has contrasted the museum’s sculptures with more bronze figures and drawings. Markus Lüpertz is one of today’s leading European painters and sculptors. In his view, classical Antiquity is by no means a period of art that lies in the past but a constant source of inspiration and a yardstick of artistic endeavour: Lüpertz’ works are rooted both in an artistic, formal and in an intellectual literary examination of Antiquity. The exhibition at the Antikenmuseum was created in collaboration with the Galerie Knoell, Basel.

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INTERVIEW MIT DR. BRIGITTE FRANZEN, GESCHÄFTSFÜHRERIN DER PETER UND IRENE LUDWIG STIFTUNG, AACHEN

INTERVIEW WITH DR. BRIGITTE FRANZEN, CEO OF THE PETER AND IRENE LUDWIG FOUNDATION, AACHEN

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Irene und Peter Ludwig gehörten zu den wichtigsten Sammlern Europas. Wie ist ihre Sammlung entstanden und wo ist sie heute ausgestellt? Die beiden Sammler haben sich als Studenten der Kunstgeschichte in den späten 1940er Jahren in Mainz kennen gelernt. Sie verband zeitlebens eine grosse Kenner- und Leidenschaft für die Kunst der Frühzeit bis in die Gegenwart. Nach ihrer Heirat begannen sie eine weltumspannende Kunstsammlung aufzubauen. Antike europäische Werke stehen u.a. neben Ostasiatika und präkolumbischer Kunst, aber auch neben der Gegenwartskunst. Besonders bekannt ist die Sammlung Ludwig im Bereich der Pop Art. Aber die Pop Art macht nur einen Teil der gesamten zeiten- und ortsübergreifenden Sammlung aus. Alle Objekte, die gesammelt wurden, verbindet ihre künstlerische Qualität. Im Laufe der Zeit sind rund 14'000 Objekte gesammelt worden, die heute auf 26 Museen weltweit verteilt sind, als Schenkungen und Dauerleihgasben. Peter und Irene Ludwig haben mehrere Leitlinien für ihre Sammlung formuliert, dazu gehörte die Motivation in Museen "Informationslücken schliessen" zu wollen und den Blick auf die Kunst durch einen Begriff von "Weltkunst" zu definieren. Kunst war für die beiden eine anthropologische Grundkonstante, Werte vermittelnd und in die Zukunft orientiert. Seit 1957 arbeiteten beide als Sammler eng mit öffentlichen Museen zusammen, denn diese waren für sie Garanten unabhängiger Forschung und Präsentation.  Irene and Peter Ludwig were among the most important European art collectors of all time. How did their collection come about and where is it on display today? The two collectors met in the late 1940s whilst studying history of art in Mainz. They shared a great expertise and a deep passion for artworks dating from early times to the present. It was as a married couple that they began to build a collection of artworks from all over the world. Ancient European art was joined by East Asian and pre-Columbian as well as by contemporary works of art. The Ludwig Collection is particularly well known for its Pop art. However, Pop art is only one part of the collection which spans all periods and regions. All objects in the collection are of a high artistic standard. Over time the collection grew to comprise some 14,000 objects, which are distributed today amongst 26 museums worldwide, be it as donations or on permanent loan. Peter and Irene Ludwig developed various guidelines for their collection, including the motivation to “close gaps in the information” conveyed by museums and a desire to define the view of art by coining the term “world art”. In their view, art was a basic anthropological constant, which fostered certain values and was oriented towards the future. From 1957 onwards the two collectors worked closely with public museums since they viewed these institutions as guarantors of independent research and presentation. 69

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1981 haben Peter und Irene Ludwig das Antikenmuseum Basel mit einer grossartigen Schenkung von mehr als 200 griechisch-römischen Kunstwerken bereichert. Was waren ihre Beweggründe und wieso wurde Basel auserkoren? Die beiden Sammler hatten eine grosse Affinität zur Schweiz. Sie fühlten sich hier ausgesprochen wohl und genossen auch eine gewisse Anonymität, die ihnen eine Freiheit und Ruhe gönnte, die sie in Deutschland nicht mehr kannten. Die Humanistenstadt Basel war für Irene und Peter Ludwig eine Referenz, in der sie eine europäische Geistestradition verankert sahen, der sie sich selbst eingeschrieben haben. Die Liebe von Peter und Irene Ludwig zur Schweiz hatte also nicht alleine mit der Schokolade zu tun, sondern vielmehr mit der Tatsache, dass sie einige ihrer unbeschwertesten Lebensmomente hier verbringen durften. Die Zusammenarbeit mit dem Antikenmuseum begann bereits mit ersten Leihgaben im Jahr der Eröffnung 1966. Die Ludwigs waren begeistert vom Engagement und der Expertise der Museumsmitarbeiter. Die Zusammenarbeit seit 1966 bedeutet im Rückblick auch, dass das Antikenmuseum Basel das erste Haus ausserhalb Deutschlands war, mit dem die Ludwigs eng zusammen arbeiteten. Die guten Erfahrungen der Sammler in Basel und ihre Wertschätzung für die Arbeit des Museums führte dann zur opulenten Schenkung 1981 und auch zur kulturpolitisch wichtigen Formulierung der Bedingung, dass mit der Schenkung auch der Ausbau des Museums verbunden sein musste. Eine zentrale Motivation dahinter war das Ziel, die Öffentlichkeit unermüdlich und auf zeitgemässe Art mit der Antike, mit unseren kollektiven Wurzeln und unseren Erzählungen bekannt zu machen. Und so haben sich Irene und Peter Ludwig als Schenkende gerne eingereiht in die Reihe Schenkender Bürger der Stadt Basel.

In 1981 Peter and Irene Ludwig enriched the Antikenmuseum Basel by donating more than 200 Greek and Roman works of art. Why did they decide to make this magnificent donation and why did they choose Basel? Both collectors felt a great affinity for Switzerland. They were extremely comfortable here and also enjoyed a certain degree of anonymity, which afforded them a freedom and peace they could no longer enjoy in Germany. In Irene and Peter Ludwig’s view the humanist city of Basel was a city which offered fertile soil for the roots of a European intellectual tradition to which they themselves ascribed. Peter and Irene Ludwig’s love of Switzerland was thus not based on chocolate alone, but rather on the fact that they had spent some of their most carefree times here. The collaboration with the Antikenmuseum began when the Ludwigs made their first loans in 1966, the year the new museum opened its doors. On that occasion the Ludwigs were delighted with the enthusiasm and expertise exhibited by the museum’s staff. In hindsight, the collaboration that began in 1966 also means that the Antikenmuseum Basel was the first institution outside Germany, with which the Ludwigs worked closely together. The positive 70

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experience the collectors had in Basel and their appreciation of the museum’s work eventually led to the generous donation in 1981 and to the proviso, which was very important from the point of view of cultural politics, that the donation was dependant on the expansion of the museum. One of the central motivations was the desire to familiarise the public with Antiquity, our collective roots and our stories in a tireless and contemporary manner. Irene and Peter Ludwig were thus happy to take a place amongst the ranks of the Basel donors.

Heute lebt der Geist des Sammlerpaares in der Peter und Irene Ludwig Stiftung weiter. Wie ist die Stiftung organisiert und welche Projekte unterstützen Sie? Die Ludwig Stiftung kooperiert weltweit mit 28 Institutionen, davon 26 Museen und zwei Stiftungen, der Österreichischen Ludwig Stiftung und der Fundación Ludwig de Cuba in Havanna. 12 Museen tragen den Namen Ludwig und haben neben Dauerleihgaben auch zentrale Werke als Schenkung erhalten. Neben dem Antikenmuseum Basel sind das u.a. Museen in Wien, Köln, Aachen, Peking und St. Petersburg. Die Ludwig Stiftung ist gemeinnützig und unterstützt die Museen, ihre Ausstellungen und weitere Projekte. Ausserdem entwickelt die Stiftung auch eigene Projekte, z.B. Forschungen zur Geschichte der Sammlung. Uns ist es wichtig, den Museen mit unseren Förderungen so zu helfen, dass ungewöhnliche und von Experimentier- und Forschergeist geleitete, inhaltliche und kuratorische Ideen verfolgt und umgesetzt werden können.

The spirit of the two collectors lives on today in the Peter and Irene Ludwig Foundation. How is the foundation structured and which projects does it support? The Ludwig Foundation cooperates with 28 institutions worldwide. These include 26 museums and two foundations, the Austrian Ludwig Foundation and the Fundación Ludwig de Cuba in Havana. 12 museums carry the name Ludwig and besides permanent loans have also received donations of important works. Apart from the Antikenmuseum Basel, this includes museums in Vienna, Cologne, Aachen, Beijing and St. Petersburg. The Ludwig Foundation is a charity which supports museums, exhibitions and other projects. The foundation also runs its own projects, e.g. research on the history of the collection. It is important in our view that our support helps the museums generate and put into practice ideas that are guided by a spirit of experimentation and exploration and that are unusual in terms of content and curatorial scope.

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HERAUSFORDERUNG DAUERSAMMLUNG

THE CHALLENGE OF A PERMANENT COLLECTION

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EX ORIENTE LUX Orient-Abteilung in neuem Glanz Das Antikenmuseum Basel hat seine orientalische Abteilung komplett neu gestaltet. Ins Zentrum der neuen Dauerausstellung stellte Kurator Laurent Gorgerat die Frage nach dem Austausch zwischen den mesopotamischen, iranischen, zypriotischen und frühgriechischen Kulturen. Auf einem geographischen Rundgang sind Highlights aus den verschiedenen Kulturräumen zu sehen: Gefässe in Tierform, reich verzierte Waffen oder Götterdarstellungen. Grossformatige Landschafts- und Fundortfotos rahmen die antiken Kunstwerke ein. In der Mitte des Ausstellungsraums sind Themen in den Vordergrund gestellt, die aufzeigen, was die verschiedenen Mittelmeerkulturen miteinander verband. Die Abteilung „Orient, Zypern und frühes Griechenland“ wurde 2002 gegründet. Sie basiert wesentlich auf zwei Basler Privatsammlungen, nämlich der von Peter und Elisabeth Suter-Dürsteler und der von Hans und Trudy Bosshard-Wirz. Ergänzt wurde die Sammlung in den letzten Jahren unter anderem durch Leihgaben von Elsa und Dr. Pierre Henri Bloch-Diener sowie durch das Vermächtnis von Rudolf Schindler.

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EX ORIENTE LUX The Orient department resplendent in its new layout The Antikenmuseum Basel has completely redesigned its Orient department. Curator Laurent Gorgerat has centred the new permanent exhibition around the topic of the cultural exchange between Mesopotamia, Iran, Cyprus and early Greece. A geographical tour shows highlights from the different cultural areas: animal-shaped vessels, richly decorated weaponry and depictions of deities. Large-scale landscape and site photographs provide a fitting backdrop to the ancient works of art. Certain themes are prominently displayed in the middle of the exhibition room, which show what the different Mediterranean cultures had in common. The “Orient, Cyprus and early Greece” department was founded in 2002. It is comprised mainly of two private collections from Basel, i.e. those of Peter and Elisabeth Suter-Dürsteler and of Hans and Trudy Bosshard-Wirz. In recent years the collection was enlarged, among other works, by loans from Elsa and Dr. Pierre Henri Bloch-Diener and by a bequest from the late Rudolf Schindler.

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NÄCHSTER HALT ERSTE ETAGE Konzept zur Umgestaltung der Vasensammlung Wann waren Sie zum letzten Mal in unserer Vasenabteilung in der ersten und zweiten Etage? Die wunderbaren griechischen Vasen sind das Kernstück unserer Dauersammlung. Ihre Präsentation blieb in den letzten Jahrzehnten zum grossen Teil unangetastet. Das wird sich ändern. Nach der Neugestaltung der Orient-Abteilung machen wir uns nun daran, die Vasenabteilung grundlegend umzugestalten. Kurator Esaù Dozio wird die Werke nicht mehr chronologisch, sondern thematisch präsentieren. Im ersten Obergeschoss werden anhand der Begriffe „Identität“ und „Ideal“ die kulturellen Beziehungen zwischen den Griechen und ihren Nachbarn durchleuchtet. So werden die gegenseitigen kulturellen Einflüsse zwischen den verschiedenen Regionen des Mittelmeers sichtbar. Obwohl die Vasen in diesem neuen Konzept einen wichtigen Platz behalten, sind es nun verschiedene Gattungen, die einen Einblick in die Kulturgeschichte der klassischen Antike ermöglichen werden. Neben den Vasen sind dies auch Marmorreliefs, Terrakotten und Kleinkunst. Das zweite Obergeschoss werden wir dem Alltag in der griechischen Gesellschaft widmen. Die prächtig verzierten Vasen, hervorragende Produkte griechischer Handwerker, sind dabei nicht das Ziel der Ausstellung. Sie sind vielmehr ein Mittel, um die Besucher in eine entscheidende Epoche der europäischen Kulturgeschichte einzuführen. Wer die klassische Vasenabteilung mit ihrem Charme vergangener Jahrzehnte nochmals sehen möchte, muss sich beeilen.

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NEXT STOP FIRST FLOOR

A concept on redesigning the collection of vases When was the last time you visited our vase department on the first and second floors? The wonderful Greek vases are the core artefacts in our permanent collection. Their presentation has remained largely unchanged in recent decades. This is now going to change. After the restructuring of the Orient departments we are now going to completely redesign the department of vases. Curator Esaù Dozio will no longer present the works in chronological order but according to themes. On the first floor, the terms “identity” and “ideal” will be used to highlight the cultural links between the Greeks and their neighbours. The mutual cultural influences between the different regions of the Mediterranean will thus be rendered visible. Although the vases will retain an important position in this new concept, various categories will now give us insight into the cultural history of classical Antiquity. Besides the vases this will also include marble reliefs, terracotta artefacts and small works of art. The second floor will be dedicated to everyday life in ancient Greek society. The lavishly decorated vases, outstanding products of Greek craftsmanship, will no longer be the sole aim of the exhibition. They will be a means, rather, of introducing visitors to a crucial era of European cultural history. Those who wish to see the classical vase department in all its quaintness one more time should hurry.

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DIE NEUE SKULPTURHALLE Für 2017 werden wir in der Skulpturhalle eine neu konzipierte Dauerausstellung einrichten, die sowohl eine chronologische als auch eine thematische Einführung in die antike Plastik bietet. Prominent ausgestellt bleiben nach wie vor die einmaligen Parthenonrekonstruktionen mit den vollständig zusammengeführten Architekturreliefs und Giebelgruppen sowie die eindrücklichen Architekturmodelle. Ab März 2017 ist die Skulpturhalle für Besucherinnen und Besucher kostenlos mit reduzierten Öffnungszeiten (gemäss Seite 2) zugänglich. Es ist vorgesehen, die Dauerausstellung jedes Jahr zu modifizieren, um regelmässig neue Fragestellungen zu berücksichtigen. Zuständig für alle Belange der Skulpturhalle ist ab Februar 2017 Kurator Tomas Lochman, der die Skulpturhalle bereits von 1993 bis 2012 geleitet hat.

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THE NEW SKULPTURHALLE A new permanent exhibition will be staged in 2017 at the Skulpturhalle, which will provide both a chronological and a thematic introduction to ancient sculpture. The unique Parthenon reconstructions with their complete assembly of architectural reliefs and pedimental sculptures as well as the impressive architectural models will retain a prominent position within the exhibition. From March 2017 the Skulpturhalle will reduce its opening hours (see page 2) but will be open to visitors free of charge. We plan to modify the permanent exhibition every year so that new research questions can be incorporated on a regular basis. From February 2017 curator Tomas Lochman, who previously managed the Skulpturhalle from 1993 to 2012, will deal with any issues specifically concerning it.

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NEUZUGÄNGE 2016 NEW ACQUISITIONS 2016

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NACHLASS SAMMLUNG IM OBERSTEG Die Sammlung von Doris Im Obersteg ist weltweit für ihre Meisterwerke der Klassischen Moderne berühmt. Dass sie auch mit einigen Antiken ergänzt wurde, dürfte hingegen nur wenigen bekannt sein. Folgende elf Werke sind im Jahre 2016 (dank der Vermittlung von Herrn Dr. Furer) dem Antikenmuseum als Schenkung anvertraut worden: Römische Glasflasche Kothon “Salt and Pepper bowl“ Korinthischer Kugelaryballos mit Liniendekor Stier-Statuette, Amlash-Kultur Augen-Idol Kykladischer Kopf Statuette des Ptah Statuette des Osiris Nefertem Statuette Hl. Petrus SCHENKUNGEN ÄGYPTENABTEILUNG Figur eines Hundes, Hundes, Mittleres Reich, 19. Jh. v .Chr. (geschenkt von Peter und Simone Forcart-Staehelin) Königsköpfchen aus bemaltem Kalkstein, Kalkstein, Neues Reich, 15. Jh. v. Chr. (geschenkt von Barbara Meiner im Andenken an die Eltern Verena und Hans-Heinz Meiner-Heusser) BEQUEST OF THE IM OBERSTEG COLLECTION The Doris Im Obersteg collection is world-renowned for its masterpieces of Classical Modernity. However, the fact that it also includes a number of antiquities is probably not as well known. The following eleven works were donated to the Antikenmuseum in 2016 (thanks to the mediation by Dr. Furer): Roman glass bottle Kothon “Salt and Pepper bowl“ Corinthian globular aryballos with linear decoration Statuette of a bull, Amlash Culture Eye idol Cycladic head Statuette of Ptah Statuette of Osiris Nefertem Statuette of St. Peter DONATIONS TO THE EGYPTIAN DEPARTMENT Figure of a dog, dog, Middle Kingdom, 19th century BC (donated by Peter and Simone Forcart-Staehelin) Small royal head made of painted limestone, limestone, New Kingdom, 15th century BC (donated by Barbara Meiner in memory of her parents Verena and Hans-Heinz Meiner-Heusser)

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Büste einer römischen Dame Wen sehen wir hier? Die glatten Gesichtszüge, der kleine Mund und vor allem die Frisur legen eine Deutung dieser Dame als Vibia Sabina, Ehefrau des Kaisers Hadrian, nahe. Die raffiniert am Schädel und Nacken zusammengewundenen Zöpfe und das Haardiadem trug Sabina in ihren frühen Jahren als Kaiserin. Sie löste damit einen Modetrend aus. Während sich dieser Frisurentyp bei römischen Damen bis in die antoninische Zeit hinein grosser Beliebtheit erfreute, legte Sabina selbst die komplizierte Frisur bald zugunsten einer einfacheren Scheitelfrisur ab. Die darin offengelegte Zurückhaltung entsprach vielleicht den klassisch geprägten Idealvorstellungen des Philhellenen Hadrian besser. Die Büste muss im 19. Jh. stark restauriert und überarbeitet worden sein: Der grösste Teil der Büste mit der V-förmig ausgeschnittenen Tunika ist jedenfalls modern. Die Ergänzungen an den Haaren gehen hingegen auf antike Reparaturen zurück. Gekauft mit Mitteln der Stiftung zur Förderung des Antikenmuseums Basel. Bust of a Roman lady Who are we looking at here? The smooth features, the small mouth and particularly the hairstyle suggest that this lady is Vibia Sabina, the wife of Emperor Hadrian. Sabina would have worn such plaits artfully intertwined on her head and neck and a similar diadem in her early years as empress, thus starting a fashion trend. Whilst this hairstyle remained very popular with Roman ladies until the Antoninian period, Sabina herself soon abandoned it in favour of a much simpler hairstyle with a middle parting. This apparent restraint may have suited the classically influenced ideals of the Philhellenic Hadrian better. The bust must have undergone significant restoration and reworking in the 19th century. In any case, large parts of the bust with its V-shaped tunic neckline are modern in origin. The repairs to its hair, however, date back to Antiquity. Acquisition funded by the foundation promoting the Antikenmuseum Basel.

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VERANSTALTUNGEN UND PROJEKTE EVENTS AND PROJECTS

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JIM DINE’S “MUSCLE AND SALT” IM ANTIKENMUSEUM Art Parcours 2016 Die Stimme des 80jährigen Jim Dine ist sanft und dennoch deutlich. Gebannt lauschen die Besucher der Art ParcoursVernissage den Gedichten, die der amerikanische Künstler – begleitet von Cello-Klängen – vorträgt. Jim Dine beweist, dass er nicht nur als bildender Künstler, sondern auch als Dichter eine ungeheure Anziehungskraft hat. Im Rahmen des Art Parcours 2016 präsentierte die Richard Gray Gallery aus Chicago in unserem Skulpturensaal Dines Installation „Muscle and Salt“. Ein expressionistisches Selbstporträt umgeben von grob gehauenen Figuren der hellenistischen Musen. An den Wänden, die die Skulpturen umgaben, regten Dines’ handschriftliche Gedichte dazu an, sich mit seiner poetischen Lyrik auseinanderzusetzen. Jim Dine: Muscle and Salt 2008 – 2016 Antikenmuseum, 13. Juni bis 7. August 2016

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JIM DINE’S “MUSCLE AND SALT” AT THE ANTIKENMUSEUM Art Parcours 2016 The voice of 80 year-old Jim Dine was soft but still very clear. Visitors to the opening of the Art Parcours were spellbound listening to the poems read by the American artist, accompanied by the sound of a cello. Jim Dine has huge appeal, not just as a visual artist but also as a poet. As part of the 2016 Art Parcours the Richard Gray Gallery from Chicago presented Dine’s installation “Muscle and Salt” in our sculpture hall. An expressionist self-portrait surrounded by roughly hewn figures of Hellenistic muses. Dine’s hand-written poems on the walls surrounding the sculptures invited visitors to study his lyric poetry. Jim Dine: Muscle and Salt 2008 – 2016 Antikenmuseum, 13th June to 7th August 2017

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IN DER RÖMISCHEN HITZE Das Antikenmuseum am Römerfest in Augusta Raurica In der brütenden Hitze des Sommers 2016 war unser Shop-Team beim grossen Römerfest in Augusta Raurica mit einem Stand vor Ort. Zwischen der Legionärsschule, den römischen Werkstätten und den Restaurants mit römischen Köstlichkeiten präsentierten wir wie jedes Jahr unser Haus und seine Angebote. Das Volksfest wurde dieses Jahr von rund 16'000 Leuten besucht. IN THE ROMAN HEAT The Antikenmuseum at the Roman festival in Augusta Raurica In the sweltering heat of summer 2016, our shop team ran a stall at the large Roman festival in Augusta Raurica. Like every other year, our museum and its events were presented, surrounded on all sides by a legionary school, Roman workshops and restaurants offering Roman delicacies. This year’s festival was attended by approximately 16,000 people.

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TAUCHANZÜGE, TÄTOWIERER UND EIN LEGO-MECHANISMUS Die Museumsnacht 2016 mit Rekordandrang „Ist das jetzt wirklich echt?“ Erstaunt drängten sich die Leute in unserer Werkstatt um die Jungs von Tattooharbor. Die Tätowierer – spezialisiert auf traditionelle SeemannsMotive – verpassten Museumsnachtbesuchern vor Ort ein dauerhaftes Souvenir. Gleich nebenan liessen sich vor allem jüngere Nachtschwärmer im nachgebauten Exosuit fotografieren, also im Tauchanzug wie ihn die Taucher derzeit benutzen, um das Wrack von Antikythera zu erforschen. Knapp 8'000 Personen nutzten die Museumsnacht, um unsere Ausstellung über den versunkenen Schatz von Antikythera zu sehen und die dazugehörigen Vorträge zu hören. Neben unseren Kuratoren referierte dieses Jahr ein junger ETH-Student. Dieser hatte seine Maturarbeit über den berühmten Mechanismus von Antikythera geschrieben und diesen aus Lego nachgebaut.

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DIVING SUITS, TATTOO ARTISTS AND A LEGO MECHANISM The 2016 Night of the Museums had record visitor numbers “Is that actually real?” The boys from Tattooharbor are surrounded by astonished visitors to our workshop. Specialising in traditional seamen’s motifs, the tattoo artists were ready to give visitors to the Night of the Museums a permanent souvenir. Just next door the mainly younger nighthawks had their photograph taken wearing a replica of an Exosuit Exosuit,, i.e. a diving suit like those worn by the divers who explore the Antikythera wreck. Just under 8,000 visitors took advantage of the Night of the Museums to see our exhibition on the sunken Antikythera treasure and to hear the accompanying lectures. Besides our own curators, a young student from the Swiss Federal Institute of Technology in Zurich also held a lecture. As an A-level student he had written a paper on the famous Antikythera mechanism and had recreated it using Lego blocks.

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UNSER BISTRO HERZLICH WILLKOMMEN IM NEUEN BISTRO AMB

OUR BISTRO WELCOME TO THE NEW BISTRO AMB

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Ab 18. Januar 2017 wird das Antikenmuseum Basel das Bistro AMB mit einem kompetenten und dienstleistungsorientierten Team in Eigenregie führen. Wir werden unsere Gäste mit einer Küche aus dem mediterranem Raum sowie einem regionalen Angebot verwöhnen; ergänzt mit guten Weinen und Bier aus Basel. Auch unsere Öffnungszeiten sind neu: Dienstag, Mittwoch und Samstag Donnerstag und Freitag Sonntag* und Montag * Brunch auf Anfrage

11 bis 17 Uhr 11 bis 23 Uhr geschlossen

Mit der Übernahme geht ein langjähriger Pachtvertrag mit der La Vita GmbH in Allschwil zu Ende. An dieser Stelle bedanken wir uns insbesondere bei Gordana Uzur und Besnik Januszaj recht herzlich für die immer sehr angenehme und tolle Zusammenarbeit.

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From 18th January 2017, the Antikenmuseum Basel will run the Bistro AMB with its own competent and service-driven team. We will spoil our guests with Mediterranean and local cuisine and will enhance the food with good wine and beer from Basel. Our new opening hours are: Tuesday, Wednesday and Saturday Thursday and Friday Sunday* and Monday * brunch by prior appointment

11 am to 5 pm 11 am to 11 pm closed

This brings to an end a long-standing lease agreement with La Vita GmbH in Allschwil. We would like to take this opportunity to sincerely thank Gordana Uzur and Besnik Januszaj for the collaboration, which was always fruitful and very pleasant.

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AUSBLICK AUF DAS JAHR 2017

LOOKING FORWARD TO 2017

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WIR BLICKEN AUF EIN SPANNENDES UND ABWECHSLUNGSREICHES JAHR 2017 Am 18. Januar 2017 eröffnen wir die Sonderausstellung “Glückliches Arabien? Mythos und Realität im Reich der Königin von Saba“. Eine faszinierende Ausstellung rund um die Geschichte der sagenumwobenen Königin von Saba, sowie den Reichtum der verschiedenen Königreiche, die zwischen dem 8. Jh. v. Chr. und dem 6. Jh. n. Chr. die Geschichte Südarabiens prägten. Mit dieser Sonderausstellung wird sich das Antikenmuseum in der Zukunft auch mit besucherorientierteren Öffnungszeiten präsentieren: Dienstag/Mittwoch/Samstag und Sonntag Donnerstag und Freitag

11 bis 17 Uhr 11 bis 22 Uhr *

* von 19 bis 22 Uhr Gratiseintritt, auch in die Sonderausstellung “Glückliches Arabien?“ Das Bistro bleibt bis 23 Uhr für Sie geöffnet.

Ein weiterer Höhepunkt folgt im Herbst 2017. Es ist eine grössere Sonderausstellung zum 200. Jahrestag der Entdeckung des Grabes von Pharao Sethos’ I. im Tal der Könige durch Giovanni Battista Belzoni (1778 – 1823) geplant. Das Antikenmuseum erhält die einmalige Gelegenheit, in Zusammenarbeit mit der auf Faksimile spezialisierten Madrider Firma Factum Arte sowie dem ägyptischen Ministerium für Antike, zwei grosse rekonstruierte Kammern des gesamten Grabes sowie des monumentalen Alabaster-Sarkophags Sethos' I. zu präsentieren. Neben Originaldokumentationen und Kunstwerken aus der Grabanlage werden in Zusammenarbeit mit dem Basler Ägyptologischen Seminar die neuesten Forschungsergebnisse aus dem Tal der Könige präsentiert.

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WE LOOK FORWARD TO AN EXCITING AND DIVERSE 2017 The special exhibition “Happy Arabia? Myth and Reality in the Land of the Queen of Sheba” will open on 18th January 2017. It will be a fascinating exhibition centred on the story of the legendary Queen of Sheba and the wealth of the different kingdoms that characterised the history of South Arabia from the 8th century BC to the 6th century AD. Starting with this special exhibition, the Antikenmuseum will also have more visitor-friendly opening hours. Tuesday/Wednesday/Saturday and Sunday Thursday and Friday

11 am to 5 pm 11 am to 10 pm*

*free admission between 7 and 10 pm, including the special exhibition “Happy Arabia?" The Bistro is open until 11 pm.

Another highlight is planned for the autumn of 2017. This will be a major special exhibition marking the 200th anniversary of the discovery of the tomb of Pharao Seti I in the Valley of the Kings by Giovanni Battista Belzoni (1778 – 1823). The Antikenmuseum will be given a unique opportunity to present the reconstructions of two large chambers from the tomb and of the monumental alabaster sarcophagus of Seti I in collaboration with Factum Arte, a company based in Madrid specialising in creating facsimiles, and the Egyptian Ministry of State for Antiquities. Besides the original records and the works of art from the tomb, the latest research results from the Valley of the Kings will be presented in collaboration with the Department of Egyptology at the University of Basel.

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FACTS & FIGURES

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EINIGE KENNZAHLEN | SOME FIGURES Anzahl Mitarbeitende | Number of staff

ø 50

Besucherzahlen | Visitor numbers Nutzer des Museums | Museum users Schulklassen | School groups

78‘732 386

Veranstaltungen | Events

394

Ausstellungsfläche in m2 | Exhibition area in m2

4‘234

KOMMISSION FÜR DAS ANTIKENMUSEUM BASEL UND SAMMLUNG LUDWIG BOARD OF TRUSTEES OF THE ANTIKENMUSEUM BASEL UND SAMMLUNG LUDWIG Dr.med. Dr.h.c. Daniel L. Vasella, Präsident | Chairman Bernhard Berger, Vizepräsident | Vice-Chairman

Prof. Dr. Susanne Bickel Dr. Stephan Feldhaus Peter Forcart-Staehelin Prof. Dr. Martin Guggisberg Prof. Dr. Mark Pieth Prof. Dr. Georg von Schnurbein Dr. phil. Claudia E. Suter

TEAM ANTIKENMUSEUM Direktion | Management

Sammlung | Collection

Dr. Bignasca, Andrea Direktor | Director

Dr. Dozio, Esaù Kurator; Leiter Griechenland und Rom Vasensammlung | Curator; Head of Greece and Rome Department - Collection Vases

Pompanin, Michel Geschäftsführender Direktor | Managing Director

Gorgerat, Laurent Kurator; Leiter Orient, Zypern, Etrurien und frühes Griechenland | Curator; Head of Orient, Cyprus, Etruria and Early Greece Department Dr. Lochman, Tomas Kurator; Leiter Griechenland und Rom Skulpturensammlung | Curator; Head of Greece and Rome Department - Collection Sculptures Dr. Wiese, André Kurator; Leiter Ägypten | Curator; Head of Egypt Department 112

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Restaurierung / Konservierung | Restoration / Conservation

Marketing & Kommunikation | Marketing & Communication

Bosshard, Kurt Leiter Restaurierung & Konservierung | Head of Restoration & Conservation

Reinhard, Vera Leiterin Marketing & Kommunikation | Head of Marketing & Communication

Berger, Olivier Restaurator | Conservator

Habegger, Rudolf Leiter Fotoatelier | Head of Photo Studio

Dürr, Susanne Restauratorin | Conservator

Heuberger, Sunanda (ab 1. Dezember 2016 / from 1st December 2016) Projektleiterin Fundraising & Sponsoring | Project Leader Fundraising & Sponsoring

Bildung & Vermittlung | Education department

Moreno, Trinidad (ab 16. September 2016 / from 16th September 2016) Projektleiterin visuelle Kommunikation & Szenografie | Project Leader Visual Communication & Scenography

Schneider, Annegret Leiterin Bildung & Vermittlung | Head of Education Department Manser Stoll, Claudia Mitarbeiterin Bildung & Vermittlung | Education Department

Verwaltung | Administration Achlhi, Abdeslam Assistent Haustechnik | Assistant Technician

Banderet, Annina Workshops

Chartier-Raymond, Maryvonne Führungen | Guided Tours

Hofmeier, Thomas Workshops & Führungen | Workshops & Guided Tours

Czop, Christina (befristet 30. Mai 2016 – 31. März 2017 / temporary 30th May 2016 – 31st March 2017) Administration / Marketing

Hunkeler, Charlotte Workshops Meier, Judith Workshops

Dünki, Maya (befristet 1. September 2016 – 29. Januar 2017 / temporary 1st September 2016 – 29th January 2017) Mitarbeiterin Kasse | Ticketing

Schaffner Senn, Brigitte Workshops

Gaspoz, Patricia Direktionssekretärin | Management Secretary

Scharf Jakob, Daniela Workshops & Führungen | Workshops & Guided Tours

Gasser, Heidi (befristet 1. Oktober 2015 – 31. März 2016 / temporary 1st October 2015 – 31st March 2016), Mitarbeiterin Kasse | Ticketing 113

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Gerum, Josiane Führungen | Guided Tours

Sieber, Delia Führungen | Guided Tours

Gorgerat, Aurélie Führungen | Guided Tours

Weibel, Yann (befristet 29. Februar – 1. April 2016 / temporary 29th February – 1st April 2016) Zivildienstleistender | Social Servant

Hellstern, Ilona Leiterin Kasse, Führungskoordination & Shop | Head of Ticketing, Guided Tours & Shop Kaufmann, Urs Leiter Haustechnik | Head of Technical Department Kielholz, Franziska (befristet 22. September 2016 – 29. Januar 2017 / temporary 22nd September 2016 – 29th January 2017) Mitarbeiterin Kasse | Ticketing

Zurschmiede, Nicholas Leiter Informatik | Head of IT Department Bistro Eigenmann, Peter (ab 19. Dezember 2016 / from 19th December 2016) Leiter Bistro AMB | Head of Bistro AMB

Kuhn, Michaela Kaufmännische Lernende | Commercial Trainee

Natter, Thorsten (ab 1. Dezember 2016 / from 1st December 2016) Verantwortlicher Küche Bistro AMB | Head Chef Bistro AMB

Loeb, Rebecca Führungen | Guided Tours

Sicherheit | Security

McGarrie, Catherine (befristet 1. Oktober 2015 – 31. März 2016 / temporary 1st October 2015 – 31st March 2016) Mitarbeiterin Kasse | Ticketing Nicosia, Brigitte Leiterin Finanzen & Controlling | Head of Accounts & Controlling Portmann, Irene (ab 1. April 2016 / from 1st April 2016) Mitarbeiterin Kasse | Ticketing

Hürbin, Viktor Leiter Sicherheit | Head of Security Sieber, Richard Stv. Leiter Sicherheit | Deputy Head of Security Borer, Marianne Mitarbeiterin Sicherheit | Attendant Brunold, Christian Mitarbeiter Sicherheit | Attendant

Probst, Daniela Mitarbeiterin Kasse | Ticketing

Do Nascimento, Andy (befristet 1. Oktober 2015 – 31. März 2016 / temporary 1st October 2015 – 31st March 2016) Mitarbeiter Sicherheit | Attendant

Sanneh, Maren (bis 31. März 2016 / until 31st March 2016) Mitarbeiterin Kasse | Ticketing

Grass, Regina Mitarbeiterin Sicherheit | Attendant

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Gygax, Henri (befristet 1. Oktober 2015 – 31. März 2016 / temporary 1st October 2015 – 31st March 2016) Mitarbeiter Sicherheit | Attendant

Sofia, Gina (befristet 1. Oktober 2015 – 31. März 2016 / temporary 1st October 2015 – 31st March 2016) Mitarbeiterin Sicherheit | Attendant

Iannucci, Donato Mitarbeiter Sicherheit | Attendant

Tanner, Peter Mitarbeiter Sicherheit | Attendant

Jenny, Carole (befristet 1. Oktober 2015 – 31. März 2016 / temporary 1st October 2015 – 31st March 2016) Mitarbeiterin Sicherheit | Attendant

Witschi, Hanspeter Mitarbeiter Sicherheit | Attendant

Jungo, Dominik (befristet 1. Oktober 2015 – 31. März 2016 / temporary 1st October 2015 – 31st March 2016) Mitarbeiter Sicherheit | Attendant Knechtli, Anna Maria Mitarbeiterin Sicherheit | Attendant

Skulpturhalle Dr. van der Meijden, Ella Kuratorin; Leiterin Skulpturhalle | Curator; Head of Skulpturhalle Laschinger, Anna Assistentin Leiterin Skulpturhalle | Assistant Head Skulpturhalle

Leisinger, Andreas Mitarbeiter Sicherheit | Attendant

Gutmann, Jeanette (befristet 19. September – 15. Oktober 2016 / temporary 19th September – 15th October 2016) Praktikantin | Trainee

Lerch, Peter Mitarbeiter Sicherheit | Attendant Moor, Brigitta Mitarbeiterin Sicherheit | Attendant

Hofer, Loris (befristet 20. Juni – 1. Juli 2016 / temporary 20th June – 1st July 2016) Praktikant | Trainee

Nobs, Martin Mitarbeiter Sicherheit | Attendant

Scheidel, Carolin (befristet 4. April – 13. Mai 2016 / temporary 4th April – 13th May 2016) Praktikantin | Trainee

Oberhauser, Bernhard Mitarbeiter Sicherheit | Attendant

Strobl, Stephanie (befristet 18. Oktober – 15. November 2016 / temporary 18th October – 15th November 2016) Praktikantin | Trainee

Perrotin, Jacky Mitarbeiter Sicherheit | Attendant Räber, Bernd Mitarbeiter Sicherheit | Attendant

Vogt, Natalie (befristet 4. Juli – 12. August 2016 / temporary 4th July – 12th August 2016) Praktikantin | Trainee

Savić, Ivan Mitarbeiter Sicherheit | Attendant

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FRANKFURT AM MAIN

TRIER

LA TOUR- BASEL DE-PEILZ VALLON

NEW YORK

LAUSANNE

KARLSRUHE MÜNCHEN ZÜRICH RANCATE

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LEIHGABEN AN AUSWÄRTIGE MUSEEN LOANS TO EXTERNAL MUSEUMS

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LEIHGABEN AN AUSWÄRTIGE MUSEEN (in chronologischer Reihenfolge) BASEL, Freies Gymnasium Theateraufführung “Romulus der Grosse“ von Friedrich Dürrenmatt 28.1.2016 - 29.1.2016 2 2 Leihgaben aus der Skulpturhalle Basel BASEL, Museum Tinguely “Prière de toucher - der Tastsinn der Kunst“ 11.2.2016 - 16.5.2016 4 Leihgaben aus der Skulpturhalle Basel RANCATE, Pinacoteca cantonale Giovanni Züst “Arte, Antichità, Argenti. Le collezioni di Giovanni Züst nei musei di Rancate, Basilea e San Gallo“ 19.3.2016 - 28.8.2016 70 Leihgaben aus dem Antikenmuseum Basel NEW YORK, Metropolitan Museum of Art “Pergamon and the Hellenistic Kingdoms of the Ancient World“ 11.4.2016 - 17.7.2016 4 Leihgaben aus dem Antikenmuseum Basel FRANKFURT AM MAIN, Liebieghaus Skulpturensammlung “Athen. Triumph der Bilder“ 4.5.2016 - 4.9.2016 16 Leihgaben aus der Skulpturhalle Basel VALLON, Musée Romain “Partout chez soi? Migrations et intégrations dans l’Empire romain“ 9.5.2016 - 14.1. (evtl. 12.3.) 2017 14 Leihgaben aus der Skulpturhalle Basel ZÜRICH, Museum Rietberg “Gärten der Welt“ 13.5.2016 - 9.10.2016 2 Leihgaben aus dem Antikenmuseum Basel

TRIER, Rheinisches Landesmuseum “Nero - Kaiser, Künstler und Tyrann“ 14.5.2016 - 16.10.2016 3 Leihgaben aus dem Antikenmuseum Basel LAUSANNE, Musée et Jardins botaniques “Le jardin des Pharaons“ 20.5.2016 - 30.10.2016 4 Leihgaben aus dem Antikenmuseum Basel LA TOUR-DE-PEILZ, Musée Suisse du Jeu “So british!“ 15.8.2016 - 15.9.2017 1 Leihgabe aus der Skulpturhalle Basel BASEL, Museum der Kulturen Diplomausstellung HyperWerk 12.9.2016 - 26.9.2016 1 Leihgabe aus der Skulpturhalle Basel BASEL, Naturhistorisches Museum “Mumien - Rätsel der Zeit“ 16.9.2016 - 30.4.2017 60 Leihgaben aus dem Antikenmuseum Basel MÜNCHEN, Museum für Abgüsse Klassischer Bildwerke “Patara - Lykiens Tor zur römischen Welt“ 30.11.2016 - 7.4.2017 1 Leihgabe aus dem Antikenmuseum Basel KARSLRUHE, Badisches Landesmuseum “Ramses - Göttlicher Herrscher am Nil“ 17.12.2016 - 18.6.2017 25 Leihgaben aus dem Antikenmuseum Basel

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LOANS TO EXTERNAL MUSEUMS (in chronological order) BASEL, Freies Gymnasium Theatre performance of “Romulus der Grosse” [Romulus the Great] by Friedrich Dürrenmatt 28.1.2016 - 29.1.2016 2 loans from the Skulpturhalle Basel

TRIER, Rheinisches Landesmuseum “Nero - Kaiser, Künstler und Tyrann“ 14.5.2016 - 16.10.2016 3 loans from the Antikenmuseum Basel LAUSANNE, Musée et Jardins botaniques “Le jardin des Pharaons“ 20.5.2016 - 30.10.2016 4 loans from the Antikenmuseum Basel

BASEL, Museum Tinguely “Prière de toucher - der Tastsinn der Kunst“ 11.2.2016 - 16.5.2016 4 loans from the Skulpturhalle Basel RANCATE, Pinacoteca cantonale Giovanni Züst “Arte, Antichità, Argenti. Le collezioni di Giovanni Züst nei musei di Rancate, Basilea e San Gallo“ 19.3.2016 - 28.8.2016 70 loans from the Antikenmuseum Basel NEW YORK, Metropolitan Museum of Art “Pergamon and the Hellenistic Kingdoms of the Ancient World“ 11.4.2016 - 17.7.2016 4 loans from the Antikenmuseum Basel FRANKFURT AM MAIN, Liebieghaus Skulpturensammlung “Athen. Triumph der Bilder“ 4.5.2016 - 4.9.2016 16 loans from the Skulpturhalle Basel VALLON, Musée Romain “Partout chez soi? Migrations et intégrations dans l’Empire romain“ 9.5.2016 - 14.1. (poss. 12.3.) 2017 14 loans from the Skulpturhalle Basel

LA TOUR-DE-PEILZ, Musée Suisse du Jeu “So british!“ 15.8.2016 - 15.9.2017 1 loan from the Skulpturhalle Basel BASEL, Museum der Kulturen Degree Exhibition HyperWerk 12.9.2016 - 26.9.2016 1 loan from the Skulpturhalle Basel BASEL, Naturhistorisches Museum “Mumien - Rätsel der Zeit“ 16.9.2016 - 30.4.2017 60 loans from the Antikenmuseum Basel MÜNCHEN, Museum für Abgüsse Klassischer Bildwerke “Patara - Lykiens Tor zur römischen Welt“ 30.11.2016 - 7.4.2017 1 loan from the Antikenmuseum Basel KARSLRUHE, Badisches Landesmuseum “Ramses - Göttlicher Herrscher am Nil“ 17.12.2016 - 18.6.2017 25 loans from the Antikenmuseum Basel

ZÜRICH, Museum Rietberg “Gärten der Welt“ 13.5.2016 - 9.10.2016 2 loans from the Antikenmuseum Basel

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Š Antikenmuseum Basel und Sammlung Ludwig

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Antikenmuseum Basel / Jahresbericht 2016  

Antikenmuseum Basel & Sammlung Ludwig Jahresbericht 2016

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