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Brandanschlag von Neonazis

Auto eines Fürther Antifaschisten erleidet Totalschaden Am vorgestrigen Samstagabend wurde gegen 22:30 Uhr das Auto eines Antifaschisten mittels Grillanzünder in Brand gesteckt. Das Auto erlitt einen Totalschaden. Schäden an den umliegenden Autos wurden durch das couragierte Eingreifen eines Passanten glücklicherweise verhindert. Der Vorfall stellt den qualitativen Höhepunkt der bisherigen Nazianschläge – welche bisher einen Gesamtschaden von über 20000 € verursacht haben – in Fürth und Umgebung dar und ist der erste seit über einem Jahr. Nicht zuletzt deshalb muss sich gefragt werden, ob der Anschlag mit der Haftentlassung des Freien-Netz-Süd (FNS) Kaders Matthias Fischer aus Stadeln zusammenhängt. Dieser wurde erst vor circa zwei Monaten aus der Haft entlassen und ist – laut eines Artikels des FNS – daran, die Fürther Naziszene zu reorganisieren. Das FreieNetz-Süd ist ein bayernweiter Zusammenschluss verschiedener Nazikameradschaften, deren Mitglieder schon öfter wegen diversen Gewalttaten in Erscheinung traten. Ein Arbeitsbereich der Nazikameradschaft ist die sog. „Anti-Antifa“-Arbeit. Unter diese fällt das Veröffentlichen von Hetzschriften über politische GegnerInnen, welche dann als Grundlage für Anschläge gegen AntifaschistInnen dienen. Der betroffene Antifaschist wurde von der sog. „Anti-Antifa“ Nürnberg bereits mehrmals veröffentlicht und bedroht. Dieser Umstand ist auch der Fürther Polizei und allen voran dem politischen Staatsschutz nicht neu. Umso mehr stellt es einen Skandal dar, wie die Polizei mit den bisherigen und vor allem auch mit dem gestrigen Anschlag umgeht. So wurde der Tatort nur schlampig gesichert und dies auch nur nach mehrmaliger Aufforderung des Betroffenen. Auch wurde seitens der Polizei auf die Suche nach weiteren Beweismitteln in der unmittelbaren Umgebung verzichtet. So waren es AntifaschistInnen die Sonntagmittag in circa 300 Meter Entfernung weitere Grillanzünder gefunden haben. Darüber hinaus sieht sich auch der politische Staatsschutz nicht aufgefordert schnellst möglich Ermittlungen aufzunehmen und dies alles nach dem Bekanntwerden der Ermittlungspannen im Zusammenhang mit den RechtsterroristInnen des Nationalsozialistischen Untergrunds. Folglich ist es kaum verwunderlich, dass die Polizei mit diesem Ermittlungsaufwand bisher noch keinen einzigen Nazianschlag aufgeklärt hat. Anders sieht es mit dem polizeilichen Engagement bei der Verfolgung linker Aktivitäten aus. So wurde beispielsweise nach Anbringung eines linken Graffitis eine Heerschar von PolizistInnen eingesetzt, um den „Tatort“ genauestens unter die Lupe zu nehmen, in dessen Rahmen sogar nach DNA-Spuren gesucht wurde. Dass die Polizei bei einer schweren Brandstiftung durch FaschistInnen nicht einmal die Tatortumgebung absucht und zum jetzigen Zeitpunkt kaum Unternehmungen macht, die TäterInnen zu schnappen, stellt einen Skandal dar. Die Ermittlungsbehörden verschließen also einmal mehr die Augen vor extrem rechter Gefahr, vielleicht auch weil sie sonst selbst in den Fokus der Ermittlungen geraten würden. Für die entstandenen Kosten wurde ein Spendenkonto aktiviert: Kontonummer: 201014684 BLZ: 76260451 Begünstigter: bsg-bündnis g. R.

antifa-fuerth.de.vu ViSdP: Bernd Müller,Gebhardtstr. 3, Fü

Betreff: Solidarität

Flyer "Brandanschlag auf Auto"  

Veröffentlichungen und Reden der Antifaschistischen Linken Fürth [ALF].

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