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PORTFOLIO ANNE SCHMITZ M. Sc. in Architektur


Einleitung

HALLO. Vorstellung

Mein Name ist Anne Schmitz, geboren am 25.05.1991 in Aachen. An der Technischen Universität Braunschweig habe ich mein Bachelor- und Masterstudium in Architektur absolviert. Innovative Ideen im Stadtraum und der Architektur interessieren mich sehr. Ich lebe und arbeite gerne in einem Umfeld, welches mich immer wieder neu inspiriert und fordert. Deshalb zog es mich ins Ausland, wo ich 2016 die Chance bekam bei Studio Daniel Libeskind in New York zuarbeiten. Zurück in Deutschland habe ich mich während des Studiums für eine aktive Teilnahme an der Kulturwirtschaft in Braunschweig entschieden und gründete die studentische Initiative schrill. Zusammen mit einer Freundin entwickelte ich einen Ort, der als Möglichkeitsraum dient, in dem jeder seine Kreativität ausleben kann. Heute ist das „schrill“ ein fester Bestandteil der Braunschweiger Kreativszene. In meiner beruflichen Zukunft wünsche ich mir ein Umfeld, das Raum für neue individuelle Ideen lässt und ich durch den stetigen Austausch mit meinen Kollegen inspiriert werde. Auf den nächsten Seiten finden Sie eine Auswahl meiner Arbeiten aus dem Studium und der Freizeit. - Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Durchblättern.-

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Portfolio Anne Schmitz

Seite 06

CENTRO DE EDUCACIÒN

Freie Masterthesis, TU Braunschweig, Prof. Rolf Schuster

SEITE 12

„YOUR OFFICE, YOUR ATMOSPHERE“

Gebäudeentwurf, Studentenwettbewerb „Stadttor Bielefeld“, TU Braunschweig, Prof. Almut Grüntuch-Ernst

Seite 24

SCHRILL

Freie Arbeit, TU Braunschweig, Prof. Dr. Ing. Vanessa Miriam Carlow

SEITE 30

SUMMER SCHOOL BERLIN Seminar - TU Braunschweig Prof. Almut Grüntuch-Ernst

SEITE 34

DAS GEDÄCHNIS EUROPAS

Gebäudeentwurf, TU Braunschweig, Prof. Rolf Schuster

SEITE 38

KULTURKAUFHAUSE

Bachelorthesis, TU Braunschweig, Prof. Rolf Schuster

SEITE 40

PRAXSIS

Daniel Libeskind Architektur Fotografien

Seite 44

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Inhaltsverzeichnis

LEBENSLAUF

Angaben zur Person, Akademischer Werdegang, Beruflicher Werdegang, Sprachkenntnisse, Qualifikationen, Interessen, Exkursionen und Reisen


Angaben zur Person, akadamischer und beruflicher Werdegang, Auszeichnugen

ANGABEN ZUR PERSON

ANNE SCHMITZ Lebenslauf

Master of Science in Architektur Humboldtstrasse 94 22083 Hamburg Deutschland +(49) 1725796477 anneschmitz91@gmx.de

BERUFLICHER WERDEGANG

SCHMITZ.REICHARD GMBH

Oktober 2018 - heute

Hamburg, Studentische Hilfskraft

GTAS

Institut für Geschichte und Theorie der Architektur und Stadt Braunschweig, Studentische Hilfskraft

April 2017 - April 2018

STUDIO DANIEL LIBESKIND

Februar 2016 - August 2016

New York, Praktikum

SCHMITZ.REICHARD GMBH

September 2015 - Dezember 2015

Aachen, Studentische Hilfskraft

BENTHEM CROUWEL GMBH

Juni 2010

Aachen, Schülerpraktium

KADAWITTFELDARCHITEKTUR

July 2008

Aachen, Schülerpraktium

AKADEMISCHER WERDEGANG

TECHNISCHE UNIVERSITÄT BRAUNSCHWEIG Master of Science in Architektur

2016-2018

TECHNISCHE UNIVERSITÄT BRAUNSCHWEIG Bachelor of Science in Architektur

2011-2015

GESAMTSCHULE AACHEN BRAND Abitur

2008-2011

VIKTORIA GYMNASIUM AACHEN Mittlere Reife

2001-2008

AUSZEICHNUGEN

ARCHITEKTURPREIS DES KULTURKREISES DER DEUTSCHEN WIRTSCHAFT

2018

TEILNAHME AM CLOUD CLUB MIT DEM PROJEKT SCHRILL

2017

TEILNAHME AM CLOUD CLUB MIT DEM PROJEKT KULTURKAUFHAUS

2016

3. Preis für den Entwurf „Your Office, your Atmosphere“

Teilnahmevorrausetzung: Bewertung der Arbeit mit sehr gut.

Teilnahmevorrausetzung: Bewertung der Arbeit mit sehr gut.

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Sprachkenntnisse , Qualifikationen, Interessen Exkuriosnen und Reisen

SPRACHKENNTNISSE

DEUTSCH

Lebenslauf

Muttersprache

ENGLISCH Fließend

FRANZÖSISCH Grundkenntnisse QUALIFIKATIONEN

ADOBE ILLUSTRATOR ADOBE PHOTOSHOP ADOBE INDESIGN RHINOCEROS AUTOCAD VRAY ANALOGER MODELLBAU LASERCUTTING GIPSEN

INTERESSEN

REISEN, Natur- und Städtereisen SPORT, Handball, Joggen, Wintersport KULTUR, Möglichkeitsräume DESIGN, Mode- und Möbeldesign

und Fitness

EXKURSIONEN & REISEN

BANGKOK, THAILAND

2019

Reise

BRISBANE & SYDNEY, AUSTRALIEN AMMAN, JORDANIEN PORTO, PORTUGAL

2018

Reise

2018

Reise

2018

Reise

SAO PAULO & MONTEVIDEO & BUENOS AIRES & SALTA, SÜDAMERIKA DUBAI & ABU DHABI, VEREINIGTE ARABISCHE EMIRATE PRAG, TSCHECHIEN

WESTKÜSTEN TOUR USA, WASHINGTON DC

PARIS, FRANKREICH

2018 2017 2017

Exkursion

WEIMAR, DEUTSCHLAND

Reise

Exkursion

2016

Reise

2016

Exkursion

2015

Reise

NEW YORK & BOSTON, USA

Exkursion

2014

OSLO & VINJE,NORWEGEN

Exkursion

2013 5


Studio Daniel Libeskind

Arbeitszeugnis

19. Oktober 2016 Empfehlung Frau Anne Schmitz war von Anfang Februar bis Ende August 2016 als Praktikantin im Studio Libeskind in New York beschäftigt. Dabei war sie in Projekt-Teams sowohl für Wettbewerbe wie für Bauvorhaben eingebunden, unter anderem für die Holocaust-Gedenkstätte in Ottawa, Kanada, für einen städtebaulichen Entwurf für Kodrina, Kosovo und für den Umbau einer Shopping Mall in Shanghai. Frau Schmitz war an allen Bereichen der Entwurfsarbeit beteiligt, von der 3D-Modelierung zu Arbeitsmodellen bis zu CAD- Entwurfszeichnungen. Der Schwerpunkt ihrer Tätigkeit lag bei dem Bauvorhaben „Stadtvillen am Kätcheslachpark“ in Frankfurt-Riedberg. Hier konnte sie ihr Verständnis deutscher Planungsgprozesse und Bauvorschriften einbringen, insbesondere bei der Stellung der Bauanträge. Darüberhinaus war sie wiederum mit CAD-Zeichnungen, 3d-Modellierung sowie Renderings befasst. Bei allen Aufgaben zeigte Frau Schmitz Neugier, schnelle Auffassungsgabe und gründliches Verständnis. An die Bearbeitung der Aufgaben ging sie stets mit Kreativität und Energie sowie mit Ausdauer und Sorgfalt. Die 3D-Modellierung von Entwürfen Daniel Libeskinds erfordert hohe Begabung im räumlichen Denken und geometrischen Konstruieren. Schon für Arbeitmodelle wird grosse Genauigkeit gefordert. Frau Schmitz war diesen Anforderungen nicht nur gewachsen, sie hat die an sie gestellten Aufgaben stets mit Bravour bewältigt. In der Teamarbeit ist sie aufgeschlossen, hilfreich und professionell. Wir würden uns freuen, Frau Schmitz wieder beschäftigen zu können und empfehlen sie einschränkungslos für eine Position in einem Architektenbüro. Wir wünschen ihr viel Erfolg in ihrer beruflichen Zukunft. Hochachtungsvoll,

Stefan Blach Principal Studio Libeskind

th

150 Broadway, 18 Floor | New York, NY 10038 T +1 212 497 9100 E info@libeskind.com W www.libeskind.com

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Arbeitszeugnis

schmitz.reichard GmbH

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Auszeichnungen

Kulturkreis der deutschen Wirtschaft

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Kulturpreis der deutschen Wirtschaft

„YOUR OFFICE, YOUR ATMOSPHERE“ STADTTOR BIELEFELD

Gebäudeentwurf in Zusammenarbeit mit Anna Berger Kulturkreis der deutschen Wirtschaft im BDI e.V.

ZUSAMMENFASSUNG DER JURI DES KULTURKREISES DER DEUTSCHEN WIRTSCHAFT JURYBEURTEILUNG

Der Entwurf entstand durch die Entwicklung von fünf Arbeitstypen: Home-Hannes, Global-Gloria, Teilzeit-Tina, Extern-Emil und Traditions-Theo. Sie sind die Grundlage für die Generierung der unterschiedlichen, individuellen Arbeitsatmosphären. Es entstehen Arbeitsplätze ohne eine eindeutige organisierte Zugehörigkeit, jedoch zeichnet sich jeder Platz durch seine charakteristischen Eigenschaften aus.

Der Entwurf von Anna Berger und Anne Schmitz zeichnet sich durch eine strategische Umsetzung der Ergebnisse einer klaren Analyse der sich verändernden Arbeitswelten aus. Durch die Definition unterschiedlicher Nutzertypen (Tradition Theo, Teilzeit Tina, Global Gloria, Home Hannes, Extern Emil) werden Anforderungsprofile erstellt, aus denen sich die Anforderungen auf das jeweilige Arbeitsumfeld ableiten lassen. Die Organisation der Arbeitswelten auf den Etagen spiegelt daher die Bedürfnisse der zuvor definierten Nutzertypen und zeigt vielfältigste Möglichkeiten den offenen Grundriss zu gestalten.

Die neu entworfene Arbeitswelt betritt man über einen großzügigen, zur Innenstadt gerichteten Vorplatz. Im Erdgeschoss gelangt der Arbeiter über eine große Freitreppe auf die Ebene des Auditoriums. Vorbei am Auditorium lässt die großzügige Geste der Haupterschließung erkennen. Die skulpturale Treppe verbindet die Arbeitswelten über die vollen 11 Geschosse.

Städtebaulich dreht sich der Körper leicht aus der durch die Bestandsbebauung vorgegebenen Achse heraus. Dadurch positioniert sich der Entwurf selbstbewusst im Raum und lässt dem Bestand gleichzeitig genug Licht und Luft zum Atmen.

Durch Loggien und großzügige Fensteröffnungen wird ein Bezug zum urbane Kontext erzeugt. Die kontrollierte Setzung leitet den Blick auf Bezugspunkte in der Umgebung, wie die Sparrenburg oder die Innenstadt.

Vertikal gliedert sich das 12geschossige Gebäude in drei Zonen mit unterschiedlicher Öffentlichkeit und Nutzung. Dabei werden alle Ebenen durch einen sich durch das Gebäude entwickelnden Luftraum, der immer neuen Blicke zwischen den Etagen eröffnet, zusammengezogen. Eine skulpturale Treppe zieht sich durch das gesamte Gebäude und verbindet diesen Raum und die Nutzungen in den Ebenen. Der Entwurf von Frau Berger und Frau Schmitz schafft es in spielerischer Manier gleichzeitig überzeugend und kreativ die Fragen nach dem Bürohaus der Zukunft zu beantworten.

Die Fassade bildet einen metallischen Filter, der unterschiedliche Lichteinflüsse generiert. Bei Bedarf können die 65 cm breiten Metallelemente über ein Schienensystem geöffnet werden. Durch die Transparenz der Fassadenteile, kann man von außen das Geschehen im Inneren erkennen. Das neue Stadttor bespielt den Adenauerplatz durch seine kommunikative Außenwirkung.

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Auszeichnungen

ENTWURFSIDEE


STUDIUM TU BRAUNSCHWEIG


Freie Masterthesis centro de educaciòn

CENTRO DE EDUCACIÒN BUENOS AIRES

Gebäudeentwurf

Freie Mastertheis ErstprüProf. Rolf Schuster. Zweitprüferin Prof. Almut Grüntuch Ernst

„Rodrigo, wir wollen anfangen, bist du gleich fertig?“ schallt es in die Umkleide. Die Umkleidekabine ist angenehm kühl an diesem heißen Tag. „Ich bin gleich so weit, fangt schon mal an!“, entgegnet Rodrigo, während er sich noch seine abgenutzten roten Fußballschuhe bindet. Aus der Halle hört er schon quietschende Schuhe und die Rufe seiner Freunde beim Einspielen. Er stellt sich vor, wie er gleich ein Tor nach dem anderen schießt. „Heute ist ein guter Tag!“, sagt er leise vor sich hin. Rodrigo ist allerdings spät dran. Unbedingt wollte er noch dieses Projekt für die Schule beenden. Handwerk ist neben Fußball sein großes Hobby, weshalb er sich für ein Schulprojekt zur Wiederverwertung von Müll und Industrieabfällen gemeldet hat. Im CEBA – wie das Centro Educacion Buenos Aires hier genannt wird – hat er einen der Werkräume dafür nutzen können. Über die Kreativbox des CEBA hat er Clara kennengelernt, die Rodrigos Leidenschaft teilt und ihn bei seinem Schulprojekt unterstützt. Eine Fußballerin ist sie allerdings nicht, darum ist sie jetzt eine Etage tiefer in der Umkleide vom Schwimmbad. „Vor 5 Minuten stand ich noch an der Werkbank und jetzt binde ich mir hier die Fußballschuhe…das ist verrückt!“, geht es durch Rodrigos Kopf. Das Haus seiner Eltern ist klein und liegt im Hinterhof einer Gebäudeansammlung mitten im Zentrum von La Boca. Er teilt sich ein Zimmer mit seinem jüngeren Bruder, der seine Modelle ohnehin nur auseinandernehmen würde. Seine Eltern haben eine kleine Parrilla – ein argentinisches Grillhaus - wo er bisher überwiegend seine Nachmittage und Abende verbrachte und versuchte, sich an einem kleinen Tisch in einer Ecke der Küche mit seinen Schulsachen zu beschäftigen. An manchen Abenden, wenn er nicht im Laden aushelfen musste, traf er sich mit seinen Freunden auf der Straße zum Fußball spielen. In der Dämmerung war es in draußen erträglicher und Sporthallen gab es nicht in der Nähe.

Doch das Kopfsteinpflaster bot nicht den besten Untergrund für ein Fußballspiel und zu oft ging der Ball über Zäune und Mauern. „Hauptsache ein Ball am Fuß.“ dachte er sich immer. Nach Sonnenuntergang hieß es dann aber: „Ab nach Hause“, denn draußen wurde es dann viel zu gefährlich. Sonst gab es nicht viel zu tun in La Boca. Tagsüber kamen die Touristen und die Reichen für die tollen Farben in den Straßen des Zentrums, den Markt oder für das Museum. Im Zentrum wimmelte es dann vor Besuchern und die Erwachsenen freuten sich über ein gutes Geschäft. Die Kinder mussten dann zusehen, wie sie sich beschäftigen. Nach Sonnenuntergang war der Zauber verflogen, die Besucher verschwanden, denn die tollen Farben waren nicht mehr zu sehen. „Rodrigo, kommst du jetzt endlich?“ wird er aus seinen Gedanken gerissen. Er springt auf und rennt voller Energie in die Halle. „Wie war es beim Fußball? Wie viele Tore hast Du heute geschossen?“ fragt Clara, als er nach dem Sport aus der Umkleide kommt. „3 Dinger habe ich gemacht! Wollen wir los zu deinen Eltern? Wann kommt der nächste Bus?“. „Wir sollten den in 5 Minuten nehmen, damit wir pünktlich zum Essen da sind. Bist du schon aufgeregt?“. „Ein bisschen. Aber nach dem Hattrick kann mich nichts mehr schocken! Dann lass uns mal… Verdammt, ich kann nicht mit leeren Händen auftauchen!“ er zögert einen Moment und denkt nach. „Ich habe eine Idee! Geh schon mal zur Bushaltestelle, ich bin in 5 Minuten da! Hier, nimm bitte meine Sporttasche.“, er hat noch nicht ganz zu Ende gesprochen, da ist er schon nahezu im Vollsprint über die Stege, die ihn zwischen der Konstruktion der alten Werfthalle und den schiffsartigen inneren Gebäuden durch die Ebene führen. Er will nach oben aufs Dach, denn dort im Stadt Garten haben seine Eltern Obst angebaut. Mit etwas Glück steht dort auch noch der Korb, den er beim letzten Mal dort vergessen hat. Das wäre seine Rettung!

STADTKONTEXT

Schwarzplan, Sozioökologie

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Gebäudeentwurf

Freie Masterthesis centro de educaciòn

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Freie Masterthesis centro de educaciòn

Gebäudeentwurf

Vor dem Auditorium ist heute viel los, da ein neues Theaterstück Premiere feiert, Rodrigo entscheidet sich also kurzerhand, die Treppen am Sportkomplex zu Nutzen und auf dem Dach auf die andere Seite zu laufen. Dieser Treppenaufgang führt am Rande eines größeren Luftraumes zwischen Auditorium und Sportkomplex entlang. Unten blieb die Verbindungsstraße zwischen La Boca‘s Zentrum und dem südlicheren Industriegebiet erhalten. Er vermutet der Grund dafür ist ein geplanter kultureller Ausbau der leerstehenden Industriehallen, aber das hat er „nur mal so gehört“.

du nicht mit leeren Händen kommen, Junge! Nimm den hier, den habe ich eben hier oben auf dem Kreativmarkt gefunden. Ich packe dir noch ein paar Bananen dazu, ich habe genug davon und der Korb sieht dann etwas voller aus.“ Sagt der alte Herr mit tiefer, rauchiger Stimme. „Danke, sie retten mein Leben! Ich mache das wieder gut!“, freut sich Rodrigo, packt die Früchte in den Korb und rennt wieder los, wobei er beinahe den gesamten Inhalt über den Steg verteilt. „Viel Erfolg kleiner!“, hört Rodrigo noch aus der Ferne. „Hier bin ich!“, ruft Rodrigo Clara zu, die schon in der Türe vom Bus steht und diese aufhält. Beim Einsteigen sagt er noch salopp: „Na das haben wir doch noch locker hinbekommen…Was gibt es gleich zu essen?“.

Oben angekommen ertönt laute Musik, der Tangokurs hat angefangen. Er läuft den Steg entlang zu dem Stadt Garten. Die tiefstehende Sonne wirft ihr Licht durch die massive Struktur der alten Werfthalle und sorgt für einen ständigen Licht-Schatten-Wechsel. Es riecht schon angenehm nach frischem Obst und Gemüse, als er dem Garten näherkommt. Auch dort ist heute besonders viel los. Er selbst verbringt auch gerne Zeit dort oben. Die Struktur der alten Halle erinnert ihn immer an damals, als er mit seinen Freunden dort eingestiegen ist, um verstecken zu spielen. Jetzt kann er hier einen Hauch Natur inmitten der Stadt genießen oder mit Clara das Tanzbein schwingen. Nun packt er schnell ein paar Früchte zusammen, nur den Korb kann er nicht finden. Irgendwer muss ihn mitgenommen haben. Er wird nervös und sucht verzweifelt nach einer Alternative, als er seinen Nachbarn sieht: „Haben Sie einen Früchtekorb für mich? Ich treffe heute die Eltern meiner Freundin und brauche dringend noch ein Geschenk!“, erklärt er sich. „Da darfst

Rodrigo und Clara sind zwei der vielen Besucher des CEBA. In La Boca hat es bereits Kult-Status erreicht. Es bietet den Bewohnern eine Masse an Möglichkeiten und Jung und Alt können sich von einer langweiligen Freizeitgestaltung verabschieden. Dabei drängt sich das CEBA nicht auf. Trotz des massiven Auftrittes fügt es sich über die bekannte Struktur der alten Werfthalle, die bewusst im Bestand beibehalten und gleichartig erweitert wurde, optimal in das Viertel ein. Das rechteckige Raster, das die Rahmen auf Höhe der drei Gebäudeebene verbindet, hat viel mehr als nur eine aussteifende Wirkung. Es spiegelt die Struktur der das Wasser umfassenden Stege und deren Industrie Pfahlkonstruktionen. Wohnen Durch die offen gehaltene Fassade werden die Bewohner und Besucher von La Boca geradezu eingeladen, das Gebäude zu erkunden, über den Erhalt der Werftstruktur

Der Block

Wohnen

kulturelles Angeobt

Industrie

ORTSANALYSE

Wohnen, Industrie, Kultur, Sport

Sportanlagen

Verdichtung Freiraum Baufeld

Analyse

CENTRO EDUCACIÒN BUENO

Institut für Entwerfen & Baugestaltun Prof. Rolf Schuster Freie Masterthesis SS 2018 Anne Schmitz

Nutzungen Industrie

Kultur

Verkauf

Sport

Wohnen

kulturelles Angeobt

Sportanlagen

VOGELPERSPEKTIVE Kontext

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Vogelpersketive

CENTRO EDUCACIÒN BUENOS AIRES Institut für Entwerfen & Baugestaltung Prof. Rolf Schuster Freie Masterthesis SS 2018 Anne Schmitz

Volumen > 1000 m²

> 100 m²

> 300 m²

> 30 m²


Gebäudeentwurf

Freie Masterthesis centro de educaciòn

LAGEPLAN

Entwurfskontext

17 Lageplan M 1:500


Freie Masterthesis centro de educaciòn

Casa Verde 5.1.1 1.1.6

1.1.1 Cafeteria 1.1.2. Essensausgabe 1.1.3 Großküche 1.1.4 Kühlkammer 1.1.5 Lebensmittel Lager 1.1.6.Lager 1.1.7 Spühlküche

5.1.1

5.1.1 3.1.8

1.1.7

5.1.2

5.1.2

5.1.3

5.1.3

5.1.2

Casa Azul 3.1.5

2.1.1 Bibliothek

Casa Violeta 1.1.2

1.1.3

1.1.4

1.1.5

5.1.3 3.1.4

5.1.4

5.1.4

1.1.1

2.1.1

3.1.1 Foyer 3.1.2 Auditorium 3.1.3 Kostümlager 3.1.4 Artisten Umkleiden 3.1.5 Requisitenlager 3.1.6 Annahme Gaderrobe 3.1.7 Gaderrobe 3.1.8 Annahme Gaderrobe

3.1.7

3.1.3

3.1.2

3.1.6

5.1.4

3.1.1

Casa Rosa

4.1.1

4.1.1 Pool

Salas Funcionales 5.1.1 Behinderten WC 5.1.2 Damen WC 5.1.3 Herren WC 5.1.4 Aufzug

Gebäudeentwurf

5m

5m

5m

5m

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5m

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20 m

GRUNDRISS Erdgeschoss

PERSPEKTIVE

Dachlandschaft

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Perspektive Ausblick

CENTRO EDUCACIÒN BUENOS AIRES Institut für Entwerfen & Baugestaltung Prof. Rolf Schuster Freie Masterthesis SS 2018 Anne Schmitz

5m

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Gebäudeentwurf

Freie Masterthesis centro de educaciòn

SCHNITT

Casa Verde

Perspektivischer Schnitt Casa Verde M 1:200

CENTRO EDUCACIÒN BUENOS AIRES Institut für Entwerfen & Baugestaltung Prof. Rolf Schuster Freie Masterthesis SS 2018 Anne Schmitz

Perspektive Casa Azul

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CENTRO EDUCACIÒN BUENOS AIRES Institut für Entwerfen & Baugestaltung Prof. Rolf Schuster Freie Masterthesis SS 2018 Anne Schmitz


Gebäudeentwurf

Freie Masterthesis centro de educaciòn

SCHNITT

Casa Violetta

wird allerdings das nötige Schutzgefühl erzeugt. Dies ist und im Tango. Ist nicht der Austausch über diese Kultur das, kein Platz für Mauern und Zäune, wie man sie sonst in den was man als Besucher anstreben sollte, aus diesem Viertel Blöcken findet, um sich vom Treiben des Tourismus und mitzunehmen? Sobald man das CEBA betritt, wird zu einem den Gefahren der Straße abzuschotten. Man möchte in Teil dieser Kultur. die Struktur eintreten, sehen was dahinterliegt. Jeder ist hier willkommen. So wird Transparenz geschaffen, die der Die Gebäude im Gebäude liegen wie Schiffe in der alten Stadtteil dringend benötigt. Fehlende Transparenz und die Werfthalle. Farbliche Akzente in Einbauten wie Handläufen Abschottung von der Außenwelt ist einer der Hauptgründe oder Fensterrahmen dienen der Orientierung im Gebäude Perspektivischer Schnitt Casa Violetta M 1:200 für den Eindruck von Gefahr in diesem Viertel. - den vier Hauptnutzungen sind eindeutige Farben CENTRO EDUCACIÒN BUENOS AIRES zugeordnet. Über drei horizontale Erschließungsebenen Institut für Entwerfen & Baugestaltung Für die Erweiterung der Rahmenstruktur wurde ebenfallsProf. Rolf Schuster werden alle Gebäudebereiche erreicht. Drei Treppenhäuser Beton als Baumaterial gewählt. So wird sie sich über die mit Aufzügen zwischen den vier Gebäudeteilen sorgen Freie Masterthesis SS 2018 Jahre durch Verwitterung der Originalstruktur der alten Anne Schmitz für die vertikale Erschließung. Dort befinden sich auch Werfthalle optisch anpassen. Die inneren Gebäude alle Nebenräume, Versorgungsschächte und Umkleiden. bestehen ebenfalls aus Beton. Die Oberflächen sind in Über die horizontalen Stege zwischen Hallenrahmen und Sichtbeton gehalten. Auf farbige Fassaden wurde im den innen liegenden Gebäuden wird man auf einen CEBA bewusst verzichtet. Ist es eine gute Lösung einen Ort Erlebnisrundgang geschickt. Man bewegt sich zwischen nur über bemalte Fassaden attraktiv zu gestalten und zu atemberaubenden Perspektiven von La Boca und den vergessen, was dahinter geschieht? La Boca ist berühmt Gebäuden im Gebäude, die einem interessante Einblicke geworden für seine Farben, nicht für seine Menschen, doch gewähren. Die Fassaden der inneren Gebäudebereiche sollte es die Vielseitigkeit der dort lebenden Menschen sein, vermitteln Klarheit. Kleine quadratische Öffnungen lassen die die Besucher anzieht? Es ist solch ein vielschichtiger Ort Licht nach innen und sorgen gleichzeitig für den wichtigen mit großer Historie in der Industrie, Gastronomie, im Fußball Sonnenschutz. Läuft man außen entlang, bekommt man

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FASSADENSCHNITT Anbindung Halle


Freie Masterthesis centro de educaciòn

Einblicke, welche eine Neugier entfachen, auch das Innere zu erkunden. Über das Öffnen und Schließen einzelner Fassadenelemente wird die Tiefe der Einblicke, die die Besucher erhalten, gesteuert.

Tangoabende und weitere Festlichkeiten genutzt werden. Unten bekommt man auch vom Wasser Zugang zum CEBA. Über einen Bootsanleger kann endlich auch die Bucht, die Namensgeberin von La Boca - „der Mund“ - bespielt werden.

Das Herz des CEBA bilden Bibliothek und Bildungszentrum – das Casa Azul. Jung und Alt bekommen hier einen Ort Entfaltung geboten. Ob man für ein Schulprojekt recherchieren oder einfach in einem Roman versinken möchte, ob alleine oder in Gruppen, hier ist man immer richtig. Die Fassade der Bibliothek sorgt mit ihrer feinen und klaren Struktur für ein beruhigendes natürliches Licht. Die kleinen quadratischen Öffnungen sorgen für ein ausgewogenes Verhältnis von Offenheit und Privatsphäre. Das Bildungszentrum bietet Möglichkeiten der Selbstentfaltung, indem man zahlreiche Räumlichkeiten, wie zum Beispiel die Handwerksräume, frei nutzen kann. Es ist ein Ort wo Ideen entstehen und wachsen, ein Ort an dem man sich entwickelt. Die Ergebnisse dieser Arbeiten können dann auf dem Dach des CEBA im über dem Bildungszentrum gelegenen Kreativmarkt direkt ausgestellt werden.

Am vom Wasser abgewandten Ende der Halle kann man sich nach einem kulturellen Ausflug im Casa Verde stärken. Hier findet man die Mensa, ein Café und oben auf dem Dach den Stadt Garten, wo sich alle, die etwas von Gärtnerei halten, ausleben können. Natürlich kann man auch einfach einen Spaziergang durch die Gartenanlage machen und den Duft frischen Obstes und Gemüses aufsaugen. Zusätzlich findet hier die Verwaltung einen Platz. Eine Besonderheit im CEBA ist das Verwaltungsnetzwerk, das geschaffen wird. Besucher und Anwohner können sich hier für die verschiedensten Dinge und Themen registrieren lassen und werden über das Netzwerk an Menschen mit ähnlichen Interessen vermittelt. Ein Zusammenkommen wird hierdurch enorm gefördert und tolle Ideen können schneller wachsen.

Nebenan ist das Auditorium – das Casa Violeta, das zu Veranstaltungen jeglicher Art einlädt. Es liegt in der Achse der Straße und bildet damit die Vollendung der Kulturachse an der Mündung. Hier wurde die Fassade geschlossener gehalten, um ein Eintauchen in die kulturelle Welt zu ermöglichen. Zugang zum Auditorium hat man auf allen drei Erschließungsebenen. Auf dem Dach wird es durch eine Freilichtbühne in toller Atmosphäre ergänzt. Am Wasser findet sich das Sportzentrum – das Casa Rosa. Es verfügt über eine Schwimmhalle im Erdgeschoss und zwei Mehrzweckhallen im Obergeschoss. Die multifunktionale Fläche über den Hallen auf dem Dach kann für

Entkernte Werft.

Eine leerstehnde Werft in La Boca, Buenos Aires wird bis auf ihre Stahlbeton Rahmen entkernt. Der Bezug zur damals starken Wirtschaft im Viertel soll beibehalten werden und soll durch die offene Geste Einblicke in das Innere der Werft ermöglichen und

Das Centro Educacion Buenos Aires ist ein Ort der Lebendigkeit. Ein Ort der es schafft alle Menschen unabhängig von ihrem Hintergrund zusammenzubringen und der davon lebt, von ihnen bespielt zu werden. Willkommen in einem neuen La Boca – a place for people!

Erweiterung der Hallenstruktur.

Bezug zum Wasser und der anliegenden Wohnblöcke wird hergestellt.

Isometrie der Hallenerweiterung

CENTRO EDUCACIÒN BUENOS AIRES Institut für Entwerfen & Baugestaltung Prof. Rolf Schuster Freie Masterthesis SS 2018 Anne Schmitz

PIKTOGRAMM

Hallenerweiterung, Konstruktion

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Umlaufende Stege, ermöglichen dem Besucher des CEBA einen Ausblick über La Boca und einen Einblick in die Verdichteten Blöcke.

Gebäudeentwurf

Zwischen Sportzentrum und dem Auditorium wird die Halle auseinandergezogen. Dadurch öffnet sich das Gebäude, zieht Besucher an und erlaubt dem Nord-Süd-Verkehr das Gebäude zu durchqueren. Eine Abschottung des südlichen Industrieviertels wird so verhindert. Vielmehr werden durch die beeindruckende Durchfahrt zusätzliche Gäste in das Viertel gezogen.


„your office, your atmosphere“

„YOUR OFFICE, YOUR ATMOSPHERE“ STADTTOR BIELEFELD

Gebäudeentwurf

Gebäudeentwurf in Zusammenarbeit mit Anna Berger Prüfer Prof. Almut Grüntuch Ernst

„Arbeiten ist das halbe Leben“. Wie man im Volksmund so schön sagt. Die Deutschen arbeiten im Durschnitt 45 Stunden pro Woche und verbringen rund die Hälfte ihrer wachen Zeit mit Arbeit und Freizeitbeschäftigungen. Während früher die Geräte, mit denen gearbeitet wurde, im Vordergrund standen, ist es jetzt der Mensch, der arbeitet. Die Arbeitsgeräte werden immer kleiner, mobiler und ermöglichen somit in Kombination mit einem Kommunikationsnetzwerk, dem Internet eine Flexibilität des Ortes und erfordern zugleich eine Mobilität des Arbeitenden. Der Wandel von der Industrie- zur Dienstleistungsgesellschaft beeinflusst nicht nur Arbeitnehmer, sondern fordert und bestimmt die Architektur des Arbeitsraums. Da bleibt es nicht aus, dass sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer immer mehr Gedanken über die Gestaltung des Arbeitsumfeldes machen. Doch wie sieht ein optimal auf jeden Arbeitstypen angepassten Arbeitsplatz aus? Wie sieht die Arbeitswelt der Zukunft aus? Was sollten wir beibehalten und was verwerfen?

Doch ist keine Lösung, eine Lösung? Wollen wir in Großraumbüros sitzen, in denen ein Platz wie der andere aussieht? Und können alle Ansprüche durch einen flexiblen räumlichen Plan erfüllt werden? Wo arbeiten wir eigentlich? Durch die Digitalisierung ist jeder von überall erreichbar. Arbeiten von Zuhause oder Unterwegs ist im Zeitalter des Internets Normalität. Das traditionelle Bild wird ersetzt durch vielfältige Arbeitsformen wie Teilzeit, Home Office, Freelancer oder Zeitarbeiter. Die Frage nach dem Sinn und fehlender Anerkennung führen immer mehr dazu, dass unter Eigeninitiative kleine Start-ups gegründet werden. Die Leidenschaft und Energie der Menschen wird in Projekte gesteckt, mit denen man sich selber identifizieren kann. Konzept Unter diesen Aspekten haben wir für unseren Entwurf Arbeitstypen differenziert. Die fünf Arbeitstypen HomeHannes, Global-Gloria, Teilzeit-Tina, Extern-Emil und TraditionsTheo sind die Basis für die Generierung der unterschiedlichen, individuellen Arbeitsatmosphären. Was nicht bedeuten, dass jedem Typen ein Charakter fest zugeschrieben ist. Es besteht die Möglichkeit, während des Arbeitstages den Typ zu wechseln. Der Entwurf der neuen Arbeitswelt ist in Arbeits- und Freitzeitbereiche gegliedert. Es wurden Bereiche entwickelt, die atmosphärisch und räumlich voneinander getrennen sind, dabei aber nicht starr wirken. Es entstehen Arbeitsplätze ohne eine eindeutige organisierte Zugehörigkeit, jedoch zeichnet sich jeder Platz durch seine charakteristischen Eigenschaften aus. Wie die Think Tanks, die für den Typen Traditions-Theo entwickelt wurden. Durch das Herausklappen einzelner Fassadenelemente entstehen kleine Raumkompartimente. So wird ein Ort der vollen Kontemplation geschaffen, abgeschottet von der Arbeitswelt mit Blick auf das Umland. Vielreisende wie Global-Gloria oder Home-Hannes können ihre Arbeitsleistung rund um den Globus oder Zuhause erbringen. Ihr Verbindungstück zur der neuen Arbeitswelt ist die Digital Space Ebene in der sie durch Internetkonferenzen global verbunden werden und somit ortsunabhängig sind. Der Arbeitstyp TeilzeitTina hat die Möglichkeit, die Kinder zur Kinderbetreuung in der Kids Club Ebene abzugeben und in die Arbeitswelt einzutauchen. Mit der Sicherheit, dass die Familie in guten Händen und immer erreichbar ist. Extern-Emil lässt sich dem Auditorium Ebene zuordnen. Emil kommt in die Arbeitswelt um Vorträge zuhalten, oder zu besuchen. Letzte Vorbereitungen trifft wieder auf der Touch Down Ebene. Global-Gloria freut sich neben dem vielen Reisen zwischen Job und Familie auf die Reset Ebene im Obergeschoss. Eine Skybar und anschließende Erholungsräume laden zum Entspannen ein.

In den 20er Jahren herrschte eine klare Aufgabenteilung. Der Mann ging arbeiten, während die Frau zuhause blieb und sich um Kind und Haushalt kümmerte. Zudem gab es eine klare Trennung zwischen Freizeit und Arbeit. Der Wandel der 30er Jahre und der Wille nach Selbstverwirklichung der Frauen veränderte das traditionelle Arbeitsbild. Immer mehr Frauen hatten den großen Drang nach Unabhängigkeit. Durch das Wirtschaftswunder der 50er und 60erJahre wuchs der Markt und die Architektur reagiertestetig wachsenden Unternehmen. In dem Film „Playtime“ von 1967 thematisiert Jaques Tati den blinden Fortschrittsglauben und den kapitalistischen Ökonomisierungszwang der Moderne. Das Büro der Zukunft wird als kulturkritische Version modernistischer Bürowelten angesehen, indem die Mitarbeiter zwar in eigene Kojen arbeiten, aber unter Beobachtung von oben stehen. Er kritisiert den ständigen Zwang nach Weiterbildung und Zusatzqualifikationen, durch den der Einzelne ein Teil einer großen Maschine wird. Die Individualität jedes Einzelnen wird dabei zurück gedrängt. Auch namhafte Architekten wie Frank Lloyd Wright und Herman Hertzberger beschäftigen sich mit neuen Ideen zur Raumgestaltung. Während Frank Lloyd Wright in seinem Gebäude, dem S.C. Johnson Administration Building von 1939, auf einen komplett offenen Grundriss setzt und somit der Vorreiter für den heute oft gesehen Open Space ist. Herman Herzberger setzt auf flexible Module. Der flexible Plan, so Hertzberger, beginne mit der Sicherheit, dass die richtige Lösung nicht existiere, da das Problem, dass einer Lösung bedürfe, sich permanent verändere und immer nur temporär sei.

TRADITIONS THEO

TEILZEIT TINA

HOME HANNES

Die neu entworfene Arbeitswelt betritt man über einen großzügigen, zur Innenstadt gerichteten Vorplatz. Im Erdgeschoss gelangt der Arbeiter über eine große Freitreppe auf die Ebene des Auditoriums. Vorbei am Auditorium lässt die großzügige Geste der Haupterschließung erkennen. Die skulpturale Treppe verbindet die Arbeitswelten über die vollen 11 Geschosse. Durch Loggien und großzügige Fensteröffnungen wird ein Bezug zum urbane Kontext erzeugt. Die kontrollierte Setzung leitet den Blick auf bestimmte Bezugspunkte in der Umgebung, wie die Sparrenburg, den Teutoburger Wald oder die Innenstadt.

GLOBAL GLORIA

Die Fassade bildet einen metallischen Filter, der unterschiedliche Lichteinflüsse generiert. Bei Bedarf können die 65 cm breiten Metallelemente über ein Schienensystem geöffnet werden. Durch die Transparenz der Fassadenteile, lässt sich von Außen das Geschehen im Innenraum erkennen. Somit bespielt das neue Stadttor den Adenauerplatz durch seine kommunikative Außenwirkung.

EXTERN EMIL

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„your office, your atmosphere“

PIKTOGRAMM

Gebäudeentwurf

Setzung

01 TREPPENKERNE.

Durch die Drehung der aussteifenden Treppenkerne entstehen im inneren des klaren Baukörpers spannende Innenräume.

02 DECKENPLATTEN.

03 LUFTRAUM.

04 TREPPE.

Die daraus folgende wechselnde Spannrichtung der Träger ermöglicht ein Spiel von offenen und geschlossen Bereichen,die die Zonierung der Arbeitsbereiche unterstützen.

Der entstehende Luftraum besticht durch die Vielzahl an unterschiedlichen Blickachsen in den Innen- und Außenraum.

Die Haupterschließung erfolgt über eine skulpturale Erlebnistreppe im inneren des Luftraums und ermöglicht dem Besucher in die vielfältige Arbeitswelt einzutauchen.

PIKTOGRAMM

Raumkomposition

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Gebäudeentwurf

„your office, your atmosphere“

LAGEPLAN Bielefeld

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„your office, your atmosphere“

Gebäudeentwurf

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GRUNDRISS 1. OG

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EXTERN EMIL


schrill

SCHRILL

BRAUNSCHWEIG

Initiative, Stadtforschung mit Hannah Hemsing Prof. Dr. Vanessa Miriam Carlow

Eigentlich ist schon alles da - Leerstände, Studierende, Kreative und Experimentierfreudige, Ideen und Aktionslust.

für uns entstanden, wie wir zukünftig in Braunschweig leben wollen... Wir entwickelten eine Plattform, die die kreative Szene Braunschweigs fördert, Kontakte herstellt und die Kommunikation zwischen den schon bestehenden Aktionsgruppen fördert. Wir wollen das Potential Braunschweigs mit Aktionen sichtbar machen, die Individualität wiederbeleben und in den Stadtraum eingreifen.

Initiative, Stadtforschung

Schon seit sechs Jahren wohnen wir in Braunschweig und schon von Anfang an haben wir uns gefragt: Was fehlt dieser Stadt? Und wieso gehen wir davon aus, sie nach dem Studium direkt wieder zu verlassen? Hannah und ich haben uns nach dem Bachelorabschluss erstmal eine Auszeit von Braunschweig genommen. Für mich ging es nach New York und für Hannah nach Barcelona - beides Städte, die für uns wohl das gewisse Etwas haben: Energie, Lebensfreude, Inspiration, Diversität und vor allem Menschen, die glücklich sind, genau dort zu sein, wo sie gerade sind.

Das schrill ist eine Basis für die Entwicklung und Erprobung neuer Ideen und Aktionen, die Impulse setzen, die eigene Stadt mitzugestalten. Nach dem Motto: „Lasst uns gemeinsam das urbane Leben Braunschweigs aufschrillen.“ Heute ist das schrill Team gewachsen und ein fester Bestandteil der brauschweiger Kulturszene. Regelmäßige Veranstaltungen bespielen die Stadt. Im stetigen Austausch mit den Bürgern ist in der Wendenstraße 60 ein spannendender und fassettenreicher Ort entstanden.

Mit Euphorie und einer „alles-wird-bestimmt-besser-Einstellung“ starteten wir zurück in Braunschweig unser Masterstudium. Doch schnell hatte sich wieder alles so eingependelt wie man es gewohnt war: Studium, fehlende Motivation in die Stadt zu gehen...

Mehr Infos unter: https://www.facebook.com/schrill.braunschweig

Im März 2017 sollte sich alles ändern. Wir dachten es würde ein Workshop wie jeder andere: Eintragen, vorarbeiten, reindenken, etwas abgeben. Aber es kam anders: Nach einer Woche intensiver, emotionaler, fordernder Arbeit war auf einmal ein neuer Leitgedanke

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berg festen Was lernt man eigentlich im Architekturstudium? Begleitend zum Bergfest der MasterabsolventInnen und zum Tag der Architektur in Niedersachsen laden wir herzlich ein, einen Bereich des Studiums kennen zu lernen: Den Prozess des Darstellens und der Kommunikation von Architektur.

konfetti und mehr Eine abstrahierte Karte von Braunschweig wird mit Hilfe von weißem Klebeband auf das Schaufenster vom schrill angebracht. JedeR BewohnerIn kann nun den persöhnlichen Lieblingsort in Braunschweig auf der Karte „taggen“. Unser Ziel ist es, neue schrille Orte der Stadt aufzudecken und sie für alle BewohnerInnen sichtbar zu machen.

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Initiative, Stadtforschung

schrill


Initiative, Stadtforschung

schrill

„SCHRILL WILL DIE STADT BEREICHERN“ Braunschweiger Zeitung Juli 2017

out - schrillen Ist euch schon mal aufgefallen wie viele Leerstände und andere Möglichkeitsräume es in Braunschweig gibt?! Was willst du? Und was ist deine DEINE schrille Idee? Wir sind der Meinung wir können was an dem Stillstand ändern!

mit -schrillen Bei den Workshops wird aus gefundenen und gesammelten Materialien, die während der letzten vier Monaten zusammen gekommen sind, Neues gebastelt und gebaut. Ob Kronkorken, alter Holzwand oder einem alten Schmierblatt, aus allem kann man Schönes und Nützliches zaubern.

„STADTPROJEKT SCHRILL PRÄSENTIERT SICH“ Braunschweiger Zeitung März 2017

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Initiative, Stadtforschung

schrill

Beim nett-worken Event diente ein Netz durch den ganzen Raum als Pinnwand neuer Ideen für die Stadt!

Vorher war das schrill eine in die Jahre gekommene Shisha - Bar. Durch einen neuen Anstrich und das Einreissen der Wand zum Schaufenster, kommt jetzt viel Licht in den Raum.

Bei der Auftaktveranstaltung Konfetti und mehr wurden die Ergebnisse des Workshops ausgehangen zudem gab es kleinen Designshop und die Bar wurde eröffnet!

Beim out-schrillen konnten die Gäste, Fotografien von 40 Leerstände begutachten, die wir in 4 Stunden in Braunschweig gefunden haben.

Eine Ausstellung der Arbeiten der ArchitekturstudentInnen war beim bergfesten im schrill zusehen.

ISOMETRIEN

Raumgestaltung der Veranstaltungen

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food cloud

SUMMER SCHOOL BERLIN

Prof. Almut Grüntuch-Ernst

Summer School

If one assumes the world we know it will no longer exist, the question arises, ‚what will it look like in 100 or 200 years?‘. How do we provide the world‘s population with sufficient food? Where do we grow fruits, vegetables and cereal, if farming is no longer feasible or possible because of political and economic terms.

a water supply system for plants and animals. The resulting cubes/modules contain vertical and horizontal farming, animal husbandy, fishing, recycling, insects and solar stations.

Society is required to be efficient in every aspect. Processes in terms of working behavior, technology, science and scientific research are all being optimised however there is little or no efficiency in our consumption. Products are imported and exported, stored and transported again until they reach the consumer. It is not only the environment which suffers from this inefficiency, but also the quality of our food. The answer to this is to eliminate all unnecessary steps between production and consumption.

The food which is produced in this system is harvested and transported by drones. With an application on smartphones customers are able to order food. After an order is placed, drones receive the information, collect and deliver the items to the consumer and on return take waste products back to the system in order to be recycled. This food cycle reduces pollution, waste management, deterioration in quality and loss of time. Additional elements (stairs, ceilings and walls) provide transparency to consumers by allowing them to move through the system and watch the production process. This highly efficient system brings together technology, agriculture and people in sculptural and scenic landscape.

FOOD CLOUD The ‚Food Cloud‘ is a system, which contains all functions needed to grow and produce food. The high live and structural loads require a robust structural system. The system is expandable and removable and therefore able to easily adapt to consumer demands. The simple construction is made of a steel frame which contains

SCHWARZPLAN Berlin

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Summer School

food cloud

PIKTO

Significance of food cloud

DING DONG

PIKTO System

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water

PERSPEKTIVE

Tempelhofer Feld

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energy

construction


food cloud

close module

raspberry

horizontal path

raspberry

Summer School

vertical farming

stair

stair

horizontal path

PERSPEKTIVE Food Cloud

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Das Gedächtnis Europas

DAS GEDÄCHNIS EUROPAS PRAG

Gebäudeentwurf

Masterentwurf Prof. Rolf Schuster.

Im Rahmen eines Masterentwurfs ist auf der Schützeninsel nahe der Karlsbrücke im historischen Kontext Prags ein neues Archiv für Europa zu entwerfen. Das Raumprogramm umfasst neben den spezifischen Magazinen und Werkstätten auch Lese-, Ausstellungs- und Veralstaltungsbereiche sowie Gastronomie. Der Standort für das neue HA EU Prag befindet sich auf der Brücke der Legionen. Die Brücke wurde 1899 - 1901 an Stelle einer Hängebrücke gebaut und wurde zu Ehren der Teschechoslowakischen Legionen, die im Laufe des Ersten Weltkriegs in Russland, Frankreich und Italien aus den tschechischen und slowakischen Deserteuren aus der österreichischen Armee und Freiwilligen mit dem Ziel gebildet wurden, auf der Entente-Seite gegen die Mittelmächte zu kämpfen, benannt. Sie verbindet mit einer Länge von 360 Metern das West- und Ostufer der Moldau. Die Verbindung zwischen den zwei Ufern soll durch den Entwurf unterstützt werden und das Thema Europa aufgreifen. In Zeiten von Brexit, Flüchtlingskrise und scheinbar omnipräsenten Terror sieht sich die vielleicht größte Errungenschaft der Nachkriegszeit, das wirtschaftliche und politische geeinte Europa, ihrer vielleicht größten Bewährungsprobe gegenüber.

auf die darunter liegende Brücke. Der Besucher wird in dem Gebäude umgelenkt sobald er auf eine Öffnung zu geht und darauf hingewiesen, dass er jetzt in einen neuen Bereich und somit eine neue Nutzung betritt. Die Nutzungseinheiten sind so bedacht das jeder Besucher beim Betreten des Gebäudes, egal von welcher Richtung er die Brücke betritt, erst im Magazin und Lesebereich des HA EU landet. Die Gebäudeenden mit einem Café oder Restaurant erlauben einen wunderbaren Ausblick in die Altstadt Prag. Der Gastronomie folgt die Verwaltung mit anliegenden Seminar und Lehrräumen. Durch das Magazin gelangt man in das Zentrum des Gebäudes mit großem Veranstaltungsraum und Museum und anliegendem Shop. Das Zentrum des Gebäudes ist auch sogleich das Zentrum der Brücke, die Schützeninsel. Das Ziel bei dem Entwurf war es bei der Durchquerung des Gebäudes den Bezug zum Bestand nie zu verlieren. Bei der Konstruktion handelt es sich um ein braun angestrichenes Stahlfachwerk, die das Gebäude durch einen Ober- und Untergurt befestigen und die Kräfte in die Pfeiler der Brücke ableiten. Die durchlaufenden (Stützen 20x20cm) der Gebäudefassade werden durch eingespannte, gekreuzte Seile ausgesteift. Die Boden- und Deckenplatten sind aus weißem Stahlbeton und setzen sich somit Bewusst von der Premierstruktur ab um die Leichtigkeit des anscheint schwebenden Riegels zu unterstützen. Denn dem Grundkonstrukt Europas soll nichts entgegen wirken. Die Idee Europas soll bestärkt werden und dem Besucher einen Einblick in die Geschichte des europäischen Bündnisses geben.

Der Entwurf zielt darauf ab, Besuchern und Durchreisenden der Schützeninsel eine zweite Möglichkeit zu geben die Moldau aus einer anderen Perspektive zu überqueren. Dabei spielt keine Rolle ob man vom West- oder Ostufer kommt. Das Raster des neuen Archivs unterliegt dem Raster der Brücke der Legionen. Jede Stütze der Brücke ist im HA EU ein große Öffnung mit Blick

PERSPEKTIVE

Brücke der Legionen

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Das Gedächtnis Europas

Gebäudeentwurf

raspberry

SCHNITT

Archiv und Arbeitsplätze

ISOMETRIE Konstruktion

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Kulturkaufhaus

KULTURKAUFHAUS WEIMAR

Bachelorthesis Prof. Rolf Schuster.

Gebäudeentwurf

Weimar im Osten von Deutschland ist reich an Geschichte. Zum kulturellen Erbe der Stadt gehören neben den Traditionen der Weimarer Klassik um Goehte, Wieland und Schiller auch das Bauhaus und die zeitgenössische Kunst. 1998 wurde Weimar zum Weltkulturerbe ernannt. Die große Vielfalt und kulturelle Dichte in der knapp 64 000 Einwohner Stadt ist an jeder Ecke der Altstadt zu spüren. Unterstützt durch die Bauhaus Universität, die Franz Liszt Musikhochschule sowie die Herzogin Anna Amalia Bibliothek ist Weimar immer noch ein Ort des Schaffens und Forschen. Im historischen Kontext der Altstadt ist auf dem Teichplatz im Rahmen des Bachelorentwurfs ein Kulturkaufhaus zu planen. Zwischen alten traditionellen Häusern aus dem 18. Jahrhundert und neueren Bauten aus den 60er Jahren hat der Teichplatz potenzial einen neuen Ort der Begegnung, des Schaffens und Forschens zu werden.

Wahl des weiß, lackierten Stahls und der weiß, betonierte Boden unterstützen die einheitliche Formsprache des Entwurfs. Das Untergeschoss ist über eine großzügige Öffnung im Boden, die durch eine hydraulisch betriebene Klappe geöffnet und verschlossen werden kann, zu erreichen. Eine 8 m breite Treppe führt den Besucher in eine offen gestaltete ,,Kulturwelt“, die die selben Maße wie die Freifläche eine Etage drüber aufweist. Die dienenden Funktionen der Literatur , der Kunst, der Gastronomie und der Verwaltung sind in Form eines 4 m breiten Bandes um die Kulturwelt positioniert. Der Bereich der Literatur zeichnet sich durch eine Bibliothek mit Lesetischen und anliegendem Shop aus. Zwei Lagerräume bieten genug Stauraum für Möbel die im offenen Bereich der Kulturwelt als auch auf dem Platz unter dem Baldachin zum Beispiel für Lesungen aufgestellt werden können. Der Bereich der Kunst verfügt ebenfalls über einen Lagerraum und einen Shop. Ein anschließender Seminarraum mit direktem Blickkontakt zum offen gestalteten Raum bietet Platz sowohl für interne als auch externe Mitarbeiter. Die unterschiedliche Materialität der Nutzungen helfen dem Besucher bei der Orientierung. Die Bibliothek ist in Holzoptik designt, während sich der Kunstbereich sich im schlichten Ortbeton präsentiert. Die Gastronomie besticht durch die glänzende Metalloptik, während die Verwaltung sich mit einfach verputzen Wänden zurückhält. Der Gebrauch der unterschiedlichen Materialien spiegelt im Untergeschoss die kulturelle Vielfalt der Stadt Weimar da. Die neue Welt des Erforschens und Erwerbens von kulturellen Produkten bereichert die Stadt um einen weiteren attraktiven Treffpunkt für Besucher und Bewohner der Stadt im Osten von Deutschland.

Bei dem Entwurf war es mir wichtig einen Ort zu erschaffen, der die Vielfalt der Geschichte in Weimar widerspiegelt. Deshalb habe ich mich für ein Baldachin entschieden, das wenig Grenzen in der Nutzung aufweist. Die Formgebung des Faltdaches wurde durch die Form der Dächer in Weimar geprägt und soll verdeutlichen, dass die Kultur in den Gebäuden der Stadt alle unter dem Baldachin Platz finden. Die offene Gestaltung des Platzes sorgt dafür, dass die anliegenden Tradiotionsbauten immer noch ersichtlich sind und nicht zugebaut werden. Der Platz ist multifunktional Nutzbar. Unter der Woche wird der Platz durch den Verkauf von regionalen Produkten bespielt, während am Wochenende Open Air Konzerte statt finden. Das homogene Gefüge der Dachkonstruktion, die einheitliche

PERSPEKTIVISCHER SCHNITT Kulturkaufhaus

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Gebäudeentwurf

Kulturkaufhaus

LAGEPLAN

Stadtkontext Weimar

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Gebäudeentwurf

Kulturkaufhaus

SCHNITT / GRUNDRISS

Längsschnitt / Untergeschoss

PERSPEKTIVE Teichplatz

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Kulturkaufhaus

1 Buch: Bibliothek/Lesungen/Restauration/ Ausleihe/Shop 2 Gastronomie: Bar/Küche/Showküche/Shop 3 Kunst: Atelier/Ausstellung/Seminarraum/Shop 4 Dienstleistung: Ticketshop/Garderobe/Verwaltung 5 Freiraum: multifunktionale Nutzung

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6 Technik

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7 Sanitärbereich

Gebäudeentwurf

8 Freiraum: Konzert/Markt/Ausstellung usw. 9 Eingang Kulturwelt 1 Buch: Bibliothek/Lesungen/Restauration/ Ausleihe/Shop 2 Gastronomie: Bar/Küche/Showküche/Shop 3 Kunst: Atelier/Ausstellung/Seminarraum/Shop 4 Dienstleistung: Ticketshop/Gaderobe/Verwaltung

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5 Freiraum: multifunktinale Nutzung

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6 Technik 7 Sanitärbereich 8 Freiraum: Konzert/Markt/Ausstellung usw.

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ISOMETRIE

Kulturkaufhaus

9 Eingang Kulturwelt

PERSPEKTIVE Kulturwelt

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PRAXIS STUDIO LIBESKIND, ARCHITEKTUR FOTOGRAFIE


NATIONAL HOLOCAUST MONUMENT OTTOWA, CANADA Ausführung, Modellbau

Das National Holocaust Monument, das von der kanadischen Regierung mit dem National Holocaust Monument Act errichtet wurde, erinnert an die Opfer und Überlebenden des Holocaust. Das Monument steht auf einem 0,79 Hektar großen Gelände an der Kreuzung der Wellington und Booth Street innerhalb der historischen LeBreton Flats in Ottawa, symbolisch gegenüber dem Canadian War Museum.

kennzeichnen. Die dreieckigen Räume sind repräsentativ für dieses Abzeichen. Die großflächigen fotografischen Landschaften von Edward Burtynsky von Holocaust-Stätten, Todeslager, Tötungsfelder und Wäldern sind auf den Betonwänden jedes der dreieckigen Räume mit genauen Details bemalt. Diese Wandgemälde zielen darauf ab, den Besucher in diese Welten zu transportieren und den Innenräumen durch die schrägen Wände und labyrinthartiger Korridore eine neue Dimension zu verleihen.

Das an Ort und Stelle gegossene Sichtbeton-Denkmal ist als Erlebnisumgebung konzipiert und besteht aus sechs dreieckigen Betonvolumen, die so konfiguriert sind, dass sie die Punkte eines Sterns bilden. Der Stern bleibt das visuelle Symbol des Holocaust - ein Symbol, das Millionen von Juden von den Nazis getragen werden mussten, um sie als Juden zu identifizieren, von der Menschheit auszuschließen und zur Vernichtung zu

Studio Libeskind

Aufgabe im Team: Design und Umsetzung des Modells.

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Studio Libeskind

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KODRINA MASTER PLAN PRISTINA, KOSOVO

Gewinner Internationaler Wettbwerb Design und Modellbau

Studio Libeskind (in Zusammenarbeit mit !Melk und Buro Happold Engineering) hat in Pristina, der Hauptstadt des Kosovo, den internationalen Designwettbewerb für die 47 Hektar große „Kodrina“ -Entwicklung gewonnen.

Der Plan sieht einen einladenden, sicheren und nachhaltigen Ort mit einem zentralen offenen Raum vor, der das grüne Herz der Nachbarschaft bilden wird. Ein Kulturzentrum dient als Reiseziel und architektonisches Wahrzeichen. Lebendige Straßen mit Geschäften bieten großzügigen Platz für Fußgänger und Radfahrer. Das gesamte Gelände wird durch angelegte Wege miteinander verbunden.

Der Masterplan umfasst 5.000.000 m² Wohnen und ein 600.000 m² für kommerzielle Nutzungen sowie ein Kulturzentrum mit einem zentralen Platz und einem 5 Hektar großen Park. Dieses Projekt ist eine wichtige Neuentwicklung für Pristina und gilt als Präzedenzfall für gemischt genutzte Entwicklungen in der Region Kosovo. Das neue Arial ist organisiert und zugleich sehr abwechslungsreich. Dies Ermöglicht eine einfache Orientierung und ein unvergessliches Erlebnis.

Studio Libeskind

Aufgaben im Team: Erarbeitung des Konzeptes, Ausarbeitung des Entwurfs und Modellbau.

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Studio Libeskind

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FOTOGRAFIEN EXKURSIONEN & REISEN


Fotografien

Salta, Argentinien

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Fotografien

Buenos Aires, Argentinien

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ANNE SCHMITZ

HumboldstraĂ&#x;e 94, 22083 Hamburg anneschmitz91@gmx.de (+49)1725796477

Profile for Anne Schmitz

Portfolio Anne Schmitz  

Portfolio Anne Schmitz  

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