Lendwirbel-Printausgabe der Annenpost 2020

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Zusammenhalten in besonderen Zeiten Zwar können wir einander nicht persönlich sehen, virtuell aber trotzdem in Kontakt treten. Daher gibt es weiter unten eine „Anleitung“ zur vielfach genutzten Meeting-Plattform ,,Zoom”. Und wenn wir Hilfe suchen, gibt es auch in diesen Zeiten Menschen, die uns unterstützen, deshalb haben wir hier einige Nummern für euch zusammengesucht!

Infoline Coronavirus: 0800 555 621 Hotline für MigrantInnen: 0677 624 19976 Stadt Graz für Einkäufe: 0316 872 3333 Team Österreich für Einkäufe: 0800 600600 Pflegehotline für Angehörige: 0800 500176 Telefonseelsorge: 142 Rat auf Draht: 147 Frauenhelpline: 0800 222555 Männernotruf: 0800 246247 Gewaltschutzzentrum Steiermark: 0316 774199

Gemeinsam online wirbeln auf Zoom Damit ihr an Online-Aktivitäten wie Yoga, Tanzen, Stricken, etc. teilnehmen könnt und es nicht am technischen Know-How scheitert, gibt es hier eine kurze Anleitung zur Meeting-Plattform „Zoom“. Die wichtigste Info gleich vorweg: Gebt online nie zu vertrauliche Informationen preis. Man weiß nie, wie gut es um den Datenschutz bei diesen Plattformen steht.

1) Zoom zuerst über folgenden Link https://zoom.us/download installieren 2) App starten 3) anmelden oder beim ersten Mal registrieren 4) auf ,,Beitreten” klicken 5) Meeting-ID eingeben 6) “Beitreten” klicken 7) Meeting-Passwort eingeben (falls es eines gibt) 8) per Mikrofon oder auch Video teilnehmen

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Liebe Leserinnen und Leser! Die Welt befindet sich momentan im Ausnahmezustand. Wir mussten zuhause bleiben, durften unsere Liebsten teilweise nicht sehen und kämpfen noch – die einen mehr, die anderen weniger – mit der Angst vor Corona. Um euch diese schwere und ungewohnte Zeit zu erleichtern, haben wir uns entschlossen, aus unseren Home-Offices eine Printausgabe der Annenpost zum Lendwirbel zu gestalten. Über halb Österreich verteilt, standen wir immer wieder vor

Herausforderungen: Interviews über “Zoom” und Telefon wurden zum Standard und Google Docs zu unserem besten Freund. Aber zusammen haben wir die Hürden überwunden, und wir sind uns sicher, dass wir alle zusammen auch diese Zeit heil überstehen werden. Auch wenn der Lendwirbel im Stadtraum nicht zum gewohnten Zeitpunkt stattfinden kann, nehmen wir euch mit auf einen Ausflug vom Volksgarten zum Schlagergarten, rüber zu Megaphon

und dem Kepler-Gymnasium. Dazwischen gibt es Tanz- und Buchtipps, eine kurze Stärkung mit Roulade und Aufstrichbroten und auch eine kleine Malsession. Abgerundet wird diese Annenpost-Sonderausgabe von einer Liste lokaler Unternehmen, die momentan auf unsere Unterstützung angewiesen sind. Lasst euch von uns durch’s Viertel wirbeln. Wir wünschen euch viel Spaß beim Lesen und bleibt gesund!

Eure

Die Geschichte hinter der Annenpost... Die Annenpost erzählt online Geschichten aus dem Annenviertel, einem vielfältigen Mikrokosmos inmitten von Graz. Hier gibt es mehr kulturelle Vereine, Sozialprojekte und bunte Bars als sonst wo in der steirischen Landeshauptstadt. Das Annenviertel besteht – für uns – aus den Bezirken Lend, Gries und Eggenberg. AnnenviertlerIn zu sein ist unabhängig von der Geographie, sondern ein Lebensgefühl. Wir, die Studierenden des Studiengangs „Journalismus und Public Relations (PR)“ der FH JOANNEUM, wollen qualitativ hochwertige journalistische Beiträge rund um das Annenviertel für euch verfassen. Dabei versuchen wir, die einzigartige Diversität des Viertels einzufangen, denn auch wir teilen das Lebensgefühl der AnnenviertlerInnen.

All unsere Geschichten findet ihr online unter annenpost.at! 3


LENDWIRBEL

Jetzt wirbeln wir durchs Netz! Der Lendwirbel ist bereits seit 1. Mai in vollem Gange. Die ZuschauerInnen erwartet(e) neben Livestreams und kreativen Workshops auch eine Bildergalerie der etwas anderen Art. Von Jasmin Hebenstreit und Viktoria Stallinger

Wenn ihr diese Zeilen lest, wird der diesjährige Lendwirbel, der erstmals zum Großteil online abläuft, langsam seinem Ende – oder seinem Höhepunkt, wer weiß! – entgegensteuern. Geplant war das schönste Viertelfest der Welt der Stadt natürlich ganz anders. Schon im vergangenen Herbst begannen die Vorbereitungen. Regelmäßig trafen sich AktivistInnen zu Vernetzungstreffen. Dort diskutierten sie über die Organisation und das Motto und planten das Programm für das Jahr 2020. Im März jedoch kamen ihnen das Corona-Virus und die Ausgangsbeschränkungen in die Quere. Lange Zeit war unklar, ob und wie der Lendwirbel dieses Jahr stattfinden konnte. Letztendlich einigten sich die Mitglieder des Kernteams auf eine Online-Lösung, deren Vorbereitung ebenfalls viel Zeit in Anspruch nahm. Von Workshops über Upcycling und nachhaltiges Kochen bis hin zu virtuellen Kunstausstellungen, einer englischen Improshow und einem Capoeira-Kreis – all diese Projekte beinhaltet der diesjährige Online-Lendwirbel. Bis zum 10. Mai ist es möglich, selbst noch spontan aktiv zu werden und einen Livestream von zuhause aus zu starten: Denkt euch ein Thema oder Pro-

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Trommelwirbel für den Lendwirbel, der etwas anderen Art! - Foto: Lendwirbel

jekt aus, wählt die gewünschte Streamingplattform und schickt den Link und Informationen zu eurer Idee an office@lendwirbel.at. Das Programm, das laufend aktualisiert wird, könnt ihr auf der Homepage, www.lendwirbel.at, und auf der Annenpost einsehen. Wer nicht von Zuhause aus streamen will, kann dazu auch die Bühne im Volkshaus in der Lagergasse nutzen. Dafür gibt es einen strengen Zeitplan und spezielle Vorschriften – zum Sicherheitsabstand und zur regelmäßigen Desinfektion der Bühne. Über den Livestream soll es trotz der aktuellen Umstände möglich sein, den BesucherIn-

nen des Lendwirbels Konzerte, Theater und Diskurse nach Hause zu bringen. Und für bildende Kunst oder Videos, die ihr präsentieren wollt, hat der Lendwirbel eine Online-Bildergalerie auf der Homepage eingerichtet. Ob der Lendwirbel dieses Jahr noch im öffentlichen Raum nachgeholt werden kann, war bei Redaktionsschluss (28.4.2020) noch unklar. Aber das Lendwirbel-Manifest erinnert ohnehin daran, dass es bei diesem Nachbarschaftsfest um die Eroberung des öffentlichen Raums und das Gemeinsame geht – unabhängig von einer Veranstaltung oder einem fixen Datum.


LENDWIRBEL

„Kauft’s das Megaphon auch nach Corona!“ Gemeinsam auf der Straße Fußball spielen, mit einfachen Bodenmarkierungen und zwei Toren – und das zur Musik aus dem Schlagergarten. Das war der Lendwirbel-Plan für das 25-Jahr-Jubiläum der Straßenzeitung Megaphon. Daraus wird jetzt nichts. Außerdem macht Corona auch den VerkäuferInnen das Leben schwer. Von Simone Hauser „Na, uns geht’s gut, sicher besser als unseren Verkäufern“, meint Sabine Gollmann, Leiterin des Straßenmagazins Megaphon. Aktuell kann das Megaphon nicht auf der Straße verkauft werden, was für viele VerkäuferInnen existenzbedrohend ist. Gollmann erklärt: „Die meisten leben vom Megaphon-Verkauf und sind völlig abhängig von uns.“ Daher hat die Caritas einen Spendenfond für die VerkäuferInnen eingerichtet. Sie können einzeln ins Megaphon-Büro kommen und ihre Situation schildern. Wieviel das Megaphon für Miet- oder Stromkosten überweist, entscheidet sich nach dem Grad der Bedürftigkeit. Auch Lebensmittel wer-

den zweimal wöchentlich in der Herrgottwiesgasse ausgegeben. Im April gab es kein Megaphon. Das ist das erste Mal seit der Gründung vor 25 Jahren. Bei unserem Gespräch hatte die Redaktion die Hoffnung auf ein Heft im Mai noch nicht ganz aufgegeben: Das Megaphon soll sobald wie möglich gemeinsam mit dem Notizblock, der als Oster-Special erschienen wäre, verkauft werden. Damit erhöhen sich die Einnahmemöglichkeiten für die VerkäuferInnen. Bis zum Verkaufsstart will das Megaphon auch alle VerkäuferInnen mit selbstgenähten Schutzmasken, Handschuhen, Desinfektionsmittel und Sparbüchsen für kontaktlose Bezahlung ausrüsten.

Doch im April hatten die VerkäuferInnen noch ganz andere Sorgen. „Die müssen jetzt schauen, dass die Kinder in der Schule was weiterbringen und Essen am Tisch steht“, schilderte Gollmann die Situation. Die Annenpost wollte eigentlich selbst mit VerkäuferInnen über ihre aktuelle Lage sprechen, aber selbst mit der Megaphon-Redaktion will niemand so recht reden. Die Scham ist zu groß, die Zukunft zu ungewiss und die Gedanken sind anderswo, als bei Interviews. In seinem Jubiläumsjahr wollte sich das Megaphon-Team an Veranstaltungen im öffentlichen Raum beteiligen. Angedacht waren die Diagonale, der Lendwirbel oder auch das Afrikafest. Sollte es einen Lendwirbel im Herbst geben, möchte das Megaphon dann „in Echt“ dabei sein und die Jubiläumsausgabe wird wie ursprünglich geplant im Oktober erscheinen. Wie man dem Megaphon helfen kann, weiß Gollmann: „Am besten mit Spenden! Ob Essen, oder Geld, beides wird gebraucht und kommt sicher bei den VerkäuferInnen an. Ganz wichtig: Kauft´s das Megaphon auch nach Corona und bleibt´s uns treu!“

Ein Straßenfußballturnier wie beim Grieskick letztes Jahr war auch heuer beim Lendwirbel geplant. - Foto: Christof Hütter

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LENDWIRBEL

Im Schlagerzimmer Gloria Der Schlagergarten, der traditionelle Auftakt zum Lendwirbel im Volksgarten, feiert heuer Zehn-Jahre-Jubiläum. Zu einem denkbar schlechten Zeitpunkt. Franz Lammer alias Francois La Mer und Gregor Schenker alias Favela Gold, Mitglieder der ALL STARS-Band des Schlagergarten über Lernen in und aus der Krise. Von Viktoria Stallinger und Sarah Kowatschek

Die Band ALL STARS - Foto: Valentina Morianz

10 Jahre Schlagergarten stehen heuer an. Was sagen Sie dazu? Gregor Schenker: Ja, was soll ich sagen? Super Zeitpunkt, ideal gewählt! (lacht) Franz Lammer: Die 10 Jahre Schlagergarten geistern bei uns ja schon länger herum. Der Schlagergarten hat ja nicht immer im Volksgarten stattgefunden. Erstmals fand er beim heutigen Capperi am 7. Mai 2010 im Innenhof auf einer Holzbühne statt. Das war ein Versuch,

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der dann am Abend explodiert ist. Es waren viel zu viele Leute. Ein Jahr darauf wollten wir diesen wieder dort veranstalten. Da haben wir von den Behörden erfahren, dass es keine Genehmigung mehr für Veranstaltungen gibt. Dann sind wir recht spontan mit Hilfe der Stadt Graz in den Volksgarten gewechselt. Wie würden Sie Ihr persönliches Verhältnis zum Schlagergarten beschreiben? Schenker: Liebe, Liebe, Liebe! Lammer: Der Schlagergarten

ist natürlich schon unser besonderes Schatzi, jedoch auch ein gemeinschaftliches Lendwirbel-Projekt, das eine ganz eigene Entwicklung genommen hat. Ein unerzogenes, wildes Kind mit herzlichen Eigenschaften. Glauben Sie, dass COVID-19 nicht nur negative Auswirkungen mit sich bringt, sondern auch etwas Positives bewirken kann? Schenker: Vielleicht überlegen sich manche Firmen, mehr Konferenzschaltungen zu machen als


LENDWIRBEL

Leute mit dem Flugzeug durch die Welt zu schicken. Ich muss ehrlich gestehen, dass es kurzfristig vielleicht gute Auswirkungen hat auf Nahversorgung, auf das Regionale. Aber ob das lange anhält, wage ich nicht zu prognostizieren. Es wäre schön. Lammer: Alles, was man jetzt einschätzt und sagt, kann ganz anders werden. Dass Menschen nur mehr regionale Kleidung kaufen werden und genau schauen, wo die Sachen produziert werden, nicht mehr bei Amazon bestellen und nicht mehr alle zwei Wochen eine unnötige Städtereise machen, wäre schön, ist aber schwer vorzustellen. Aber zumindest ist es jetzt einmal eine Volkshochschule für alle, so wie ich es nenne. Man kann verschiedene Sachen ler-

nen. Zum Beispiel, sich mit Globalisierung auseinanderzusetzen oder einfach Masken zu nähen. Man fängt an zu kochen und liest den Kindern wieder etwas vor. Was machen Sie momentan am liebsten Zuhause? Schenker: Ich lerne gerade. Und gartle. Ein bisschen Gitarre spielen, kochen. Und ich laufe viel im Wald. Lammer: Ordnung machen ist das Beste: In der Garage, in der Werkstatt, in den Technikräumen, wo überall Kabeln herumliegen, und die hintersten und obersten Fächer in Kästen aufmachen und schauen, was man dort findet. Alte Band-T-Shirts, Festival-T-Shirts und diverses anderes Zeug kommt dort zum Vorschein. Das ist eigentlich ein lustiges Hobby. Also,

Ordnung ist es dann eigentlich keine, man findet halt Sachen. Was ist ihr momentan häufigster Ohrwurm und warum? Schenker: Ich höre am liebsten Khruangbin. Das ist eine Band aus Texas, die Thai-Funk spielen. Lammer: Ich lasse mich inspirieren von FM4 und Co., nehme mir die Zeit, neue Alben anzuhören. Aber genauso hab ich, über Shazam und so, auch auf 80er-Jahre Hip-Hop wiederentdeckt. Wir hören natürlich professionell jeden Tag Schlager zu Hause – nein, natürlich nicht. (lacht) Wir haben aber eine Youtube Playlist zusammengestellt, Schlagerfeuer Gloria heißt sie. Das ist sozusagen der Schlagergarten für Daheim.

Was ist der Schlagergarten?

Wer sind die All Stars?

Die Playlist

Der Schlagergarten ist das traditionell herrliche Auftaktfest des Lendwirbels im Volksgarten, auf dem verschiedenste lokale Musiker, Bands und DJs auftreten. Erstmals fand er 2010 statt.

ALL STARS ist eine achtköpfige Band, die aus Michael Ostrowski, Geraldo Votava, Ricardo Ritalini, Raffaele Wressnig, Johnny Love, Umberto Wally, Francois La Mer und Favela Gold besteht. Sie sind Mitgründer des Schlagergartens Gloria. Die Band spielt hauptsächlich bekannte Schlagerlieder.

Wer die Schlagerzimmer Gloria-Playlist mit 100 Nummern, die von DJ Für Gabi tu ich alles, Columbush, Adriana Celentana, Fräulein Topsy, Michael Ostrowski, Johnny Love, Ricardo Ritalini, u.v.m. hören will, scannt am besten diesen Code und beginnt zu tanzen:

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INTERAKTION

Mit Hip-Hop durch die Corona-Zeit Gehen dir schon die Ideen aus, wie du die Zeit zuhause totschlagen kannst? Liegst du stundenlang vor dem Fernseher herum? Sammelst du deine 10.000 Schritte auf dem Weg zwischen Kühlschrank und Bett? Mit Hip-Hop kannst du der Langeweile den Rücken kehren! Von Sarah Kowatschek und Jasmin Hebenstreit

Four Elements wollte auch beim heurigen Lendwirbel den GrazerInnen die Hip-Hop-Kultur näherbringen. „Interaktion ist bei uns wichtig, deshalb bieten wir als Verein keine Online-Alternative an. Hoffentlich findet der Lendwirbel im Herbst statt”, sagt Vorstandsmitglied Angelika More. Als Vorbereitung auf „Die Klasse”, das Projekt von Four Elements, das euch während des Lendwirbels in die Hip-Hop-Szene einführen sollte, bekommt ihr hier ein paar Tipps und Tricks. So könnt ihr bis August in zumindest drei der vier Hip-Hop-Disziplinen fit werden. Die vierte Disziplin, das DJ-ing, ist ohne das richtige Equipment nur schwer umsetzbar. Deshalb haben wir die drei anderen Disziplinen für euch vorbereitet, für die ihr maximal Stift und Papier braucht:

Tanz

Rap

Graffiti

Nur mit Text und Bildern lassen sich hippe Dance Moves nicht erlernen. “Es ist nicht nur die Bewegung, sondern auch das Gefühl, die Musik, der Groove”, so Angelika More. Deshalb schlägt sie vor, sich Tutorials anzusehen und gibt auch eine persönliche Empfehlung, für alle, die den “Cabbage Patch”-Move oder den “Reebok” lernen wollen:

Angelika Mores Tipps für Anfänger sind, im Takt sprechen zu lernen und Texte zu schreiben, die sich reimen. Dabei gibt es unterschiedliche Reimschemen, die man benutzen kann. Auch hier finden sich im Internet unzählige Tutorials. Und mit viel Übung wirst du vielleicht der nächste Tupac, Jay Miller oder Eminem.

Nicht überall ist aller Anfang schwer – wenn du lernen willst, wie man Graffitis macht, fang einfach an zu malen. Hierbei geht es darum, sich in neue Perspektiven hineinzudenken. Nicht jeder Strich muss gerade sein – auch krumme Linien sind gerne gesehen.

Hat die Hip-Hop-Szene euer Interesse geweckt? Ein cooles Tanzvideo und Angelika Mores liebste Hip-Hop-Playlist findet ihr auf annenpost.at!

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INTERAKTION

Nachhaltig verliebt - Gemeinsam für die Umwelt kochen Nachhaltig verliebt ist ein Projekt, das Schülerinnen der HLW Schrödinger für den Lendwirbel 2020 entwickelten. Geplant war ein Koch-Workshop, der aufgrund der momentanen Lage online stattfinden wird. Die Nachhaltigkeit, also die Regionalität der Zutaten, der biologische Anbau sowie energiesparendes Kochen stehen dabei im Vordergrund. Die Schülerinnen und die Annenpost haben sich ein süßes und ein pikantes/herzhaftes Rezept ausgedacht – regional, nachhaltig und eines sogar mit einer veganen Alternative. Von Viktoria Stallinger und Magdalena Krainer

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6 Eier 5 EL Honig 150 g Vollkornmehl Marmelade zum Bestreichen

VollkornBiskuitroulade mit Marmelade

Eier trennen. Eiklar mit einer Prise Salz zu Schnee schlagen. Dotter und Honig in eine Schüssel geben und lange rühren. Vollkornmehl und Schnee unter Eidotter-Honigmasse heben. Bei Heißluft bei 190° C 12-13 Minuten auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech backen. Herausnehmen und noch heiß auf ein zweites Backpapier stürzen, das obere Backpapier lösen und mit Marmelade bestreichen. Sofort einrollen.

To p f e n , Sauerrahm und Kernöl sorgfältig vermischen. Danach die Knoblauchzehe hineinpressen. Nun die Kürbiskerne kurz in einer Pfanne anrösten. Zum Schluss die gebratenen Kürbiskerne und etwas Salz zum vorbereiteten Aufstrich hinzufügen. Als vegane Alternative zum Topfen kann zum Beispiel Sojatopfen verwendet werden. Der Sauerrahm kann beim veganen Rezept weggelassen werden.

Kürbiskernaufstrich

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250 g Topfen 1 EL Sauerrahm 2 EL Kürbiskernöl 1 Knoblauchzehe Salz Kürbiskerne

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SOZIALES

Die Sterne bewegen sich auf den Lendwirbel zu Nicht nur der Lendwirbel sondern auch die Zentralmatura hätte Anfang Mai über die Bühne gehen sollen. Beides musste unter den Vorzeichen der Corona-Krise verschoben werden. Eine Lehrerin und ein Maturant erzählen. Von Vilja Schiretz „Johnny K. and the Moving Stars“ war ursprünglich eine Lehrerband - bis für das Schulfest des BRG Kepler zwei Schüler dazustießen. “Für den Lendwirbel wollten wir die Schüler mehr einbeziehen”, erzählt Fanny Uray, die an der Schule unterrichtet und in der Band singt. Normalerweise probt die junge Band, die erst im Sommer 2019 ihren ersten Auftritt hatte, jede Woche in der Schule und covert alte und neue Pop- und Rocksongs. Im Zuge des Viertelfestes hätte „Johnny K. and the Moving Stars” sich erstmals außerhalb der Schulmauern einem größeren Publikum präsentieren können. Corona-bedingt wurde der Lendwirbel bekanntlich verschoben. Auch den Schulalltag hat das Virus durcheinandergebracht. Der Unterricht findet im Kepler wie an allen anderen österreichischen Schulen derzeit online über Tools wie “OneNote” statt. Die SchülerInnen lernen dementsprechend von zuhause aus. “Es ist auf jeden Fall suboptimal“, sagt Uray, die in ihren beiden Fächern, Latein und Biologie, mehrere Maturanten betreut. Für die Achtklässler ist die Situation besonders herausfordernd. Während für alle anderen SchülerInnen das Wiederholen und Festigen des Stoffes im Vordergrund stand, mussten sich die Maturan-

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tInnen den Prüfungsstoff selbstständig aneignen. Lange war zudem ungewiss, wann und in welcher Form die Reifeprüfung stattfinden soll. „Manche Schüler macht es psychisch fertig, dass sie nicht wissen, wann die Matura ist“, berichtete Maturant Patrick Ibrahim Anfang April. Mittlerweile steht fest, dass die schriftlichen Prüfungen ab 25. Mai abgehalten werden. Davor gibt es für die achten Klassen drei Wochen Präsenzunterricht, für alle anderen wird die Schule ab 15. Mai schrittweise geöffnet. Die mündliche Matura fällt aus, außer KandidatInnen melden sich freiwillig für eine mündliche Prüfung. Bei allen, die sich nicht prüfen lassen, werden die Leistungen des Vorjahres in

den gewählten Fächern zur Benotung herangezogen. Ibrahim ist mit dieser Alternative einverstanden: „Sie sind uns einen Schritt entgegengekommen und haben uns die Matura dennoch nicht geschenkt.” Fanny Uray sieht das ähnlich: „Man hätte eine schlechtere Lösung finden können.” Im September muss sich Patrick Ibrahim hoffentlich keine Gedanken mehr über seine Matura machen. Dann kann auch der Lendwirbel nachgeholt werden und wenn es nach Uray geht, werden „Johnny K. and the Moving Stars“ dabei nicht fehlen. „Wenn es sich irgendwie mit dem Proben ausgeht, sind wir natürlich dabei!“, verspricht die Lehrerin.

Zuhause im Bett mit dem Handy am Ohr - so stellt Patrick Ibrahim den Quarantäne-Alltag von Jugendlichen dar. – Foto: Patrick Ibrahim


SOZIALES

Eingefroren und auf Sparflamme Versammlungen verboten, Ausstellungen passé. Die Kunst- und Kulturbranche treffen die Corona-Maßnahmen schwer. Die Annenpost hat mit Anton Lederer vom <rotor> – Zentrum für zeitgenössische Kunst gesprochen. Von Sarah Kowatschek und Michaela Gsell „Der <rotor> ist wie eingefroren“, beschreibt Anton Lederer die Situation. Er leitet das Zentrum für zeitgenössische Kunst in der Volksgartenstraße gemeinsam mit Margarethe Makovec. Im Büro ist derzeit kaum jemand beschäftigt, Veranstaltungen mussten abgesagt werden. „Viertelpalast und die Schule des Wir” ist eine dieser Veranstaltungen, die Ende April hätte starten sollen. Sie wäre im Rahmen des Kulturjahres 2020 abgehalten worden, doch bereits ein paar Tage nach dem Shutdown am 16. März war klar, dass das Projekt verschoben werden muss. Worum genau es in dem Projekt geht, erklärt Anton Lederer so: Der Viertelpalast verwandelt fünf Plätze des Annenviertels in eine Art Bühne. An jedem Ort gestalten Künstler Installationen, Feste oder Workshops zu Themen, die in die Zukunft blicken. Jeder ist eingeladen, selbst an den jeweiligen Bühnen mitzuwirken. Am Lendplatz wird zum Beispiel über das Verhältnis von Stadt, Land und Ökologie nachgedacht. Weitere geplante Schauplätze wären der Platz der freiwilligen Schützen, der Marienplatz, die Annenstraße und der Platz vor dem Orpheum. Geplant ist derzeit, dass das Projekt Ende April 2021 starten wird. Frühestens, davon ist Le-

Margarethe Makovec und Anton Lederer vor einer von Damian Le Bas bemalten Landkarte – Foto: J.J.Kucek

derer überzeugt. Den Termin hat der <rotor> praktisch gewählt: Kurz vor Beginn des Lendwirbels, um auch dort “mitwirbeln” zu können, und am Anfang der Sommermonate, die viele gerne draußen verbringen. Das Projekt wird sich über mehrere Monate erstrecken, die Menschen sollen Zeit haben mitzumachen. Bis zum Ende dieses Sommers ist für den <rotor> an Veranstaltungen vermutlich nicht zu denken. Und selbst dann wird es noch dauern, bis der „Normalzustand“ zurückkehrt. Dennoch ist Anton Lederer froh, dass die Regierung schnelle Maßnahmen gesetzt hat: „Wir haben auch einen Projektpartner in Bologna. Daher wissen wir, wie ernst die Lage ist.“

Während einige Kulturvereine im Viertel wie etwa das Theater im Bahnhof zuletzt versucht haben, ihr Programm auch online anzubieten, so mache das für den Viertelpalast keinen Sinn, sagt Lederer. Demnächst ein Online-Projekt mit mehreren KünstlerInnen auf die Beine zu stellen, kann sich der <rotor> aber sehr wohl vorstellen.

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KULTUR

„Man hat Zeit, über das System nachzudenken” Seine Klimawandel-Plakate sind druckfertig, aber am Lendwirbel ausstellen kann sie Gernot Passath nicht. Er gibt Einblicke, wie er als Künstler die momentane Situation wahrnimmt, was er der Krise Positives abgewinnen kann und was er beim Lendwirbel vorhat(te). Von Simone Hauser und Vilja Schiretz Im Atelier von Gernot Passath in einem alten Bauernhaus nahe Graz entsteht Grafik, größtenteils Illustrationen. Davor hat der studierte Infodesigner im Künstlerkollektiv Das Voyeur gewirkt. Wenn Passath einmal aus seinem Atelier rauskommt, dann um Wände und Räume zu gestalten, für Jugendliche Kunst-Workshops zu veranstalten oder um in Lend zu wirbeln. Doch um Wände, Workshops und Wirbeln steht es derzeit schlecht. Als selbstständiger Künstler ist Gernot Passath jetzt “auftragslos und ohne Plan”. Aber er findet die Zeit auch „ganz cool”, wie er erzählt: „Man hat Zeit, über das System nachzudenken, wie fragil es eigentlich ist.” Die Maßnahmen der Regierung findet Passath gerechtfertigt und dass die Corona-App freiwillig bleibt, beruhigt ihn: „Der Überwachungsstaat sollte nicht ausgebaut werden. Man sieht am Beispiel Ungarn, wie weit das gehen kann.” Gernot Passath selbst wäre eigentlich bis Herbst mit Aufträgen ausgelastet gewesen. Auf künstlerische Arbeiten verzichten seine KundInnen in finanzieller Notlage allerdings als erstes. „Bei den Leuten hat das nicht unbedingt Priorität”, so Passath. Abgesagte Konzerte und geschlossene Museen bedeuten

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Gernot Passath gibt Einblicke in die Kunstszene in Zeiten von Corona. - Foto: Samira Frauwallner

für die gesamte Kunstszene hohe finanzielle Einbußen. Viele KünstlerInnen suchen daher nach Lösungen, wie sie ihre Kunst online sichtbar machen können. „Aber die meisten sind es eh gewohnt, mit wenig Geld zu leben”, fügt Passath hinzu. Laut einer Studie im Auftrag des Kulturministeriums aus dem Jahr 2018 sind mehr als ein Drittel aller KünstlerInnen in Österreich armutsgefährdet. Passath hat für den Lendwirbel bereits druckfertige Plakate zum Thema Klimawandel entworfen. Er legt dabei die fünf Sterbephasen nach Kübler-Ross auf die Klimakatastrophe um. Die Umsetzung wird nun aber erst im Herbst erfolgen. Gernot Passath findet die Absage „mega schade”. Wie in den Vorjahren hätte er auch heuer eine Open Street Gallery geplant. KünstlerInnen

stellen Werke für eine öffentliche Ausstellung zur Verfügung, Passanten dürfen mitnehmen, was ihnen gefällt. Den Preis des Kunstwerks bestimmt der Käufer. „Die Leute sollen selbst darüber nachdenken, was es ihnen wert ist, dass jemand für sie Kunst schafft.” Menschen, die jetzt selbst kreativ werden wollen, rät Passath, sich Zeit zu nehmen und mit Dingen, die man zuhause hat, zu experimentieren. „Es ist nicht sinnvoll, zu sagen, man macht jetzt Kunst. Es ist sinnvoll etwas zu machen, auf das man Bock hat.”

Auf annnepost.at gibt es noch mehr zum Klimaplakat und zu Gernot Passaths Sicht auf die Krise zu lesen!


KULTUR

Wie bunt ist das Annenviertel? Erwecke den Künstler in dir! Momentan sind viele unter uns besonders kreativ. Schickt uns doch euer fertig ausgemaltes Mandala an redaktion@annenpost.at. Die schönsten Mandalas werden von uns auf unserem Instagram-Account annenpost veröffentlicht! Von Jasmin Hebenstreit

Gastkommentar von Donja Noormofidi Liebes Annenviertel, du hast Corona – ich brauche dafür keinen Test. Die Lokale im Lend haben immer noch geschlossen, deine Bewohner halten Abstand und tragen Masken. Zur Quarantäne-Zeit wurde es mir manchmal zu eng mit dir. Ich habe zwar einen Balkon, da hatte ich mehr Glück als andere. Aber zum ersten Mal beneidete ich in schwachen Momenten die Leute in ihren Häusern am Stadtrand. Aber es gibt auch gute Neuigkeiten: Ich habe die Nachbarin kennengelernt, die für Ärzte schicke Gesichtsmasken näht, ich grüße jetzt den Typen, der praktisch die ganze Quarantäne auf seiner Terrasse über der Bäckerei verbracht hat. Und du bist auf dem Weg der Besserung: Deine Läden haben wieder aufgesperrt, bald sollen die Lokale folgen. Auch der Lendwirbel findet trotz allem statt, im Netz oder mit Balkonkonzerten. Ich weiß, bald bist du wieder ganz das alte. Bald werde ich mich wieder mit hunderten Menschen zwischen den Standeln am Bauernmarkt drängen. Wir werden uns zu dritt bei Seyfo oder in der Scherbe treffen und am Ende zu fünfzehnt sein. Und wenn dann auch alle Freunde und ihre kleinen Läden und Lokale diese Zeit überstanden haben und wieder Lendwirbel ist, dann ist das Annenviertel wieder der beste Ort zum Leben in Graz. Donja Noormofidi ist Annenviertel-Bewohnerin, schrieb 10 Jahre lang für den Falter und begleitete ein Semester lang die Annenpost.

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WIRTSCHAFT

Die (Bücher-)Segel sind gesetzt Lesen hat gerade Hochkonjunktur. Der „Büchersegler“ am Mariahilferplatz bietet nun auch wieder in seinem Shop eine feine Auswahl von Büchern für den Ausnahmezustand an. Diese fünf Titel sind derzeit die Bestseller aus dem Shop… Von Michaela Gsell Valerie Fritsch: Herzklappen von Johnson und Johnson Wie lernt ein Mensch zu fühlen, wenn er zu Beginn nicht weiß, was Schmerz ist? Diese Frage behandelt die Grazer Autorin Valerie Fritsch in diesem 174-seitigen Roman. Alma hat ein Baby, das keinen Schmerz empfinden kann. Voller Sorge um ihr Kind wendet sich die junge Mutter an ihre bettlägerige Großmutter, die anfängt, von ihren Kriegserlebnissen zu berichten. Zwei Welten, das schmerzlose Kind und die schmerzerfüllte Dame, treffen aufeinander. Nava Ebrahimi: Das Paradies meines Nachbarn „Du trägst keine Schuld, und du trägst sie doch. Ich schätze, das heißt es, zu leben.“ Auf 224 Seiten erzählt dieses Buch die Geschichte von Ali Najjar, der aus dem Iran geflohen ist und sich in Deutschland eine neue Existenz als Produktdesigner aufgebaut hat. Doch eines Tages erreicht ihn eine Nachricht, die sein bisheriges Leben ins Wanken bringt… Die Autorin lebt seit ihrem Umzug aus Deutschland im Jahr 2012 in Graz. Monika Helfer: Die Bagage Wir befinden uns im 20. Jahrhundert, am Rande eines Bergdorfes, in dem die Familie Moosbrugger wohnt. Als der erste Weltkrieg ausbricht, wird der Vater eingezogen und seine Frau bleibt allein mit den Kindern zurück. In der Abwesenheit ihres Gatten wird sie schwanger – mit der Mutter der Autorin. Auf 160 Seiten erzählt Monika Helfer die Geschichte ihrer Familie. Lutz Seiler: Stern 111 Zwei Tage nach dem Fall der Berliner Mauer verlässt das Ehepaar Bischoff seine Heimat, um einen langgehegten Traum, ihr „Lebensgeheimnis“, zu erfüllen. Ihr Sohn Karl wiederum flieht nach Berlin und schließt sich dort einer zwielichtigen Gruppe junger Männer und Frauen an, in der Hoffnung, die Liebe seines Lebens wiederzufinden. Das 528 Seiten starke Panorama der ersten Nachwendejahre in Ost und West wurde 2020 mit dem Preis der Leipziger Buchmesse ausgezeichnet. Kobi Yamada: Vielleicht Ein Buch für Groß und Klein und ein echtes Schmuckstück – so beschreibt der Büchersegler das 44-seitige Werk. „Diese Geschichte möchte dir zeigen, wie viele Begabungen in dir schlummern. „Lerne dich kennen, träume und lass dich von dir und dem Leben überraschen. Vielleicht, ja vielleicht, wirst du deine kühnsten Träume übertreffen...“

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WIRTSCHAFT

f r au e b arü st.at! d r o h Me nnenp a

Eine Chance auf Wiederauferstehung

Wie geht es derzeit Lokalen, die ihren Gästen nicht nur Speis und Trank, sondern immer wieder auch Kultur bieten? Ein Blick in die Scherbe und das Capperi!, deren Küchen gerade beide kalt sind. Von Michaela Gsell und Vilja Schiretz

Bis auf ein paar Leute im Büro steht die Scherbe gerade still. In letzter Zeit hatten besonders AMS-Formulare Priorität. Rund dreißig MitarbeiterInnen wurden in Kurzarbeit geschickt. Keinem Kellner, keiner Köchin musste gekündigt werden. Darauf ist die Scherbe stolz. Auch wenn die Gäste gerade ausbleiben, sind Paul Hermann von der Geschäftsleitung und das restliche Team guter Dinge, dass sie diese Zeit überbrücken werden. Im Hintergrund bereitet sich das Lokal auch schon auf die baldige Wiedereröffnung vor: Die Esstische werden beim Tischler renoviert und auch der Boden könnte demnächst einen neuen Schliff erhalten. Dass der Lendwirbel erst verspätet über die Bühne gehen kann, stößt hier auf Bedauern. „Es ist total schade, muss man wirklich sagen. Der Lendwirbel ist auch für unsere Kellnerinnen und Kellner immer ein Highlight“,

Das Team von der Scherbe wirbelte bereits beim Lendwirbel 2018 im Schlagergarten mit. – Foto: Lendwirbel

sagt Paul Hermann. Aber komplett will sich die Scherbe das Viertelfest, zu dem sie in den letzten Jahren mit eigener Konzertbühne beigetragen hat, nicht nehmen lassen: Das Team ist fest entschlossen, wann immer es möglich ist, „mitzuwirbeln“ – sei es online, im Herbst oder erst im Jahr 2021.

Anton Waibl, um im Lokal auftreten zu können. „Es gibt keine Gage bei uns, sondern nur eine tolle Atmosphäre“, erzählt er. Für den heurigen Lendwirbel wäre eine Ballettperformance geplant gewesen. Jetzt plagen Waibls Partnerin Stefania Rotili aber andere Sorgen: Mit ihrer Mindestwitwenpension übersteigt sie bereits die Obergrenze für staatliche Hilfe, die Kosten der Kurzarbeit vorzufinanzieren, ist ihr nicht möglich. Allen MitarbeiterInnen musste daher gekündigt werden, damit das Capperi! „nach der Krise wenigstens eine Chance auf eine Wiederauferstehung” hat. Anton Waibl und Stefania Rotili freuen sich schon, wenn das Worauf aber auch in schlechten Zeiten Verlass ist, ist das besondere Miteinander im Lendviertel. Capperi! wieder öffnen kann. – Foto: Capperi! Facebook „Wenn in der Zeitung steht, dass wir zusammenSeit seinem Umzug 2014 in Lend ist das Capperi! halten müssen, muss ich das nicht lesen – Das auch ein Treffpunkt für Kulturliebhaber. Sogar inter- weiß ich!“, sagt Waibl. Bei einem Lendwirbel national erfolgreiche KünstlerInnen melden sich bei im Herbst wäre das Lokal „natürlich“ mit dabei.

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Natürlich konnten wir nicht alle Betriebe erwähnen, die sich beim Lendwirbel engagieren. Deshalb findet ihr hier eine Liste mit möglichst vielen von ihnen. Sie alle würden sich riesig über einen Besuch von euch freuen! Gastronomie

Geschäfte

Bakaliko Bierboutique Café Centraal Cafe „V-AU“ Capperi! il Locale EULE Bier Hotel Mariahilf Kunsthauscafe Lotte Macello Mi Casa Noel Parks Paul & Bohne Santa Lucia Scherbe Talianu

Büchersegler Printi Managerie Haarschneiderei Himal Hemp Galerie JO Offline Retail Tag.Werk DA LOAM Kwirl GEA Heidenspass Zerum Lupi Spuma Lend Dogdays Of Summer Rotor Pilates im Lend

Impressum: Herausgeber Studiengang „Journalismus & Public Relations (PR)“, vertreten durch FH-Prof. Dr. Heinz M. Fischer (Studiengangsleiter), Anschrift Alte Poststraße 152, 8020 Graz, Tel. +43 (0) 316 5453-0, E-Mail redaktion@annenpost. at Offenlegung gem. §25 Med.G. Printausgabe der „Annenpost“ des Studiengangs „Journalismus & Public Relations (PR)“ der FH JOANNEUM anlässlich des Lendwirbels. Für den Inhalt verantwortlich Thomas Wolkinger, Redaktion Jasmin Hebenstreit, Simone Hauser, Viktoria Stallinger, Sarah Kowatschek, Vilja Schiretz, Layout und Satz Magdalena Krainer, Michaela Gsell, Fotos Redaktion, Auflage 1000 Stück, Druck Offsetdruck Bernd Dorrong e.U. Der Druck dieser Ausgabe wurde dankenswerterweise vom Lendwirbel finanziert, die inhaltliche Verantwortlichkeit liegt dennoch ausschließlich bei der Annenpost. Danksagung Wir möchten uns herzlich bei unserem Studienkollegen Fabian Schwödiauer für die Gestaltung des diesjährigen Covers bedanken. Mehr von seiner bemerkenswerten Arbeit kann man hier entdecken: Instagram odyn.arts.

Immer Neues aus dem Viertel: www.annenpost.at