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Pädagogische Psychologie

F1

Das Verhältnis von Psychologie und Pädagogik + Unterscheidung Psychologie und Pädagogik bzw. was ist Pädagogische Psychologie Psychologie: Was passiert, wenn Pädagogik hat die Aufgabe zu beurteilen, was gute, was schlechte Pädagogen waren Lit.: siehe Salzburger Beiträge zur Erziehungswissenschaft, 1997, Herber

F2

Als aus Nähe Distanz wurde Fallgeschichte, Situation (Jule/ Lea) (Lehrer – Schüler – Verhältnis / Mutter – Kind – Beziehung) + subjektive Theorie + mindestens 2 wissenschaftliche Theorien (mein Fall Reaktanztheorie (Brehm))  Vergleich, Unterschiede und Gemeinsamkeiten

F3 Wann waren die Anforderungen (Schule) „zu niedrig“ (Berufsschule), „zu hoch“ (Studium Medieninformatik), „gerade richtig“ (Uni?) Fallgeschichte zu allen 3, subjektive Theorie, 2 wissenschaftliche Theorien F4

Bedingungen menschlichen Handelns (Feldtheorie Lewin) (förderliche Bedingungen, hemmende Bedingungen) Ich selbst + andere Person zu jeweils unterschiedlichen Altersstufen (z.B. 10 und 18 Jahre vergleichen)

F5

Determinanten individueller Merkmale (Vorbestimmtheit) Vergleich wie bei F4

F6

Paradigmenvergleich: Prototypische Entwicklungs-, Lern- u. Motivationstheorien Paradigmen: - Theoriekern: schließt ein und aus was zur Theorie gehört und was nicht - Methodologie: Abbildungsmodell der Theorie - Intendierte Anwendungen Lewin – Sozialpsychologie (Feldtheorie)

F7

Persönlichkeit als biosoziales System

F8

Planen Sie zum gleichen Stoff einen Unterricht nach Prinzipien der Inneren Differenzierung (heißt Stoff flexibel halten): (1) für 11-12 Jährige (2) für 15-16 Jährige


im Vergleich. Begründen Sie Gemeinsamkeiten und Unterschiede. Lektüre: Herber: Innere Differenzierung im Unterricht, Verlag: Kohlhammer F9

Entwicklungsfördernde und entwicklungshindernde (hemmende) Bedingungen schulischen Lernens (Schulorganisation (Gesamtschule ja/nein), Geschlechtererziehung (Koedukation), Unterrichts- und Erziehungsideologien, Menschenbild)

F10

Bildung und Kultur

Erziehungsweisheiten „Der Weg zur Hölle ist mit guten Vorsätzen geplastert.“

D  Deskription oder ein deskriptiver Satz heißt: Die Aussage kann entweder wahr oder falsch sein. (Es gilt daher zu prüfen ob es wahr oder falsch ist, aber wertfrei) W  Wertprädikat wesentlich: Es ist gut / nichtig. unwesentlich: Jemand behauptet, dass etwas gut sei. N  Norm die Norm ist eine Sollensforderung, die gültig oder ungültig ist. Gebot

Erlaubnis

-

Verbot

(in Diktaturen wenig Spielraum zwischen Gebot und Verbot)

Erziehungsweisheit

D

W

N

psychologisch

pädagogisch

„Der Weg zur Hölle …“ x „Was du nicht willst, das man dir tu, das füg’ auch keinem anderen zu.“ „Was Hänschen nicht kennt, lern Hans nimmermehr.“

x x

x

x x

x

x

„Übermut tut nicht gut“ „Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen!“

x(k)

x(k)

x(d)

„Lehrjahre sind keine Herrenjahre.“

x(d)

x(k)

x(k)

x x


(d) denotativ - Denotation (Bedeutungsgehalt)  von der Definition her, eindeutig, meint den eigentlichen Bedeutungsinhalt wahr / falsch, gut / schlecht, gilt / ungültig (k) konnotativ - Konnotation  Zusatzbedeutung, meint die „mitschwingende“ Bedeutung Wert  ein Wert ist Bedürfnisbefriedigung, für einen Menschen individuell oder für eine Gruppe, Menschen empfinden Werte als „gut“, wenn sie ihnen selbst nützen (daher Bedürfnisbefriedigung)

Wertbegriffe - „gut“ (schlecht, indifferent) - Deontische Begriffe: Gebot (Verbot, Erlaubnis) - Norm: realisierbarer (optionaler) Wert Aus einem Wert wird eine Norm, wenn die subjektive Wertpräferenz durch eine normative Präferenz ersetzt wird

Psychologie im hier verwendeten Sinne ist eine deskriptive (wertfreie) Erziehungswissenschaft. So lässt sich etwa motivationspsychologisch beschreiben und erklären, warum eine bestimmte Person der Meinung ist, dass ihre Handlung wertvoll ist.

Pädagogik wird als deskriptiv – normative Wissenschaft verstanden, wie sie sowohl deskriptive Sätze zu erklären versucht wie auch normative. Warum jemand etwas lernen soll, ist eine andere Fragestellung, als ergründen zu wollen, warum jemand etwas lernt. „Pädagogische Psychologie“ (Thurner, 1981, 25) hält „die Frage nach … der Optimierbarkeit des Lern- und Lehrprozesses“ für zentral.

F1

3 1 1 1

Erziehungsweisheiten Deskription: wahr / falsch begründen Wertprädikat: „ist gut“ Norm: Gebot / Verbot

 für alle 3 auch entscheiden, ob psy. (D) oder päd. (W & N) und ob Denotation oder Konnotation


Das Verhältnis von Psychologie und Pädagogik F2 Als aus Nähe Distanz wurde… Fallgeschichte…

Fallgeschichte Volkschule – Grundschule - besseres Verhältnis von Schüler zu Lehrer in der Grundschule - nach Pubertät „schlechteres Verhältnis

subj. Theorie Rebellion gegen „starres“ Erziehungskonzept

mind. 2 wissenschaftl Theorien 1. Reaktanztheorie (Brehm 1966) 2. Pubertät  Identitätssuche (Piaget) abstrahieren, Umwelt 3. Selbstbestimmungsmotivation (Deci & Ryan) 4. Selbstregulation (Carver & Scheier) 5. Homöostasetheorie (Cannon 1936) 6. Äquilibrationsstreben (Piaget) 7. Gleichgewichtsstreben 8. Funktionslust (Bühler 1918) 9. Yerkes-Dodson Gesetz

10. Flow-Erleben

Die Theoretische Begabung ist mit 10 Jahren nicht gegeben  erst ab der Pubertät Volksschule (Hauptschule)

vs.

Gesamtschule (Gymnasium)


Motivation Motivation: „Passung“ Heckhausen optimales Diskrepanz oder Inkonkruenz zwischen dem Bekannten und dem Unbekannten, zw. Erwartung und Wahrnehmung, zw. „sachstrukturellem Entwicklungsstand“ und dem Neuigkeitsgehalt des durchzunehmenden Stoffes. Ziel: Reduktion der kognitiven Dissonanz

Bekanntes

Unbekanntes Wissen

Diskrepanz, Inkongruenz, Neuigkeit, Dissonanz

70 %

50%

laut. Brüncken (cognitive load) beste Lernleistung, wenn bekanntes und unbekanntes Wissen im Verhältnis von 70% zu 30% steht. Bekanntes und Unbekanntes müssen sich überlagern. Informationssuche

 Je mehr das Unbewusste überwiegt, desto mehr Dissonanten bis zur Verdrängung Schwelle

Stärke der Inkongruenz Zurückweisung, Verdrängung

Lind: Sachbezogene Motivation, Werkheim 1975, S.64


Leistungsmotivation Wissenschaftler: Atkinson 1964, Sorrentino

uncertainly

certainly (Sicherheit)

Mißerfolgsmotivierte (Ängstliche, sind machtmotiviert)

0,0

0,5

1,0

Erfolgsorientierte (sind sicher, wissen dass sie es können)

Schwierigkeitsgrad der Aufgaben (Erfolgswahrscheinlichkeiten 0 – 100 %)

 bei 0,5 Schwierigkeitsgrad, MAXIMALER ERFOLG  bei 0,5 Schwierigkeitsgrad, MINIMALER ERFOLG underachiver Leute, die sich weniger zutrauen, als objektiv beurteilt wird.

Motivation =

MOTIV.

ANREIZ.

ERWARTUNG.

organismusbedingt

gelernte Anteile

situativer Auslöser

gelernte Gewohnheit

- Mc Clelland 1953

kognitive Prozesse

The Achievement Motive, unique accomplishment

Eingeschränkte Bedingung für die Leistungsmotivation

Ae = Anreiz von Erfolg We = Wahrscheinlichkeit von Erfolg Am = „Anreiz“ („Abstoßwert“ von Misserfolg, Angst, Abwehr)

Ae = 1 – We

Ae x We

0,50 = 1 – 0,50  0,30 = 1 – 0,70 

0,50 x 0,50 = 0,25 MAXIMAL! 0,30 x 0,70 = 0,21

Das Optimum ist 0,5 Ae und 0,5 We! Am = - We Je höher der Anreiz eines Misserfolgs, desto höher die Wahrscheinlichkeit eines Misserfolgs.


Fallgeschichte

subj. Theorie

mind. 2 wissenschaftl Theorien

Ampel fällt aus, Überforderung, welches Verhalten an der Kreuzung richtig ist

Panik, Sicherheit des Fahrers fehlt

Yerkes-Dodson-Gesetz (1908)

Akinson

Seligmann - learned helplessness  Passivität, Depressivität

Literaturhinweise: -

Weingartner (Konnotation) Moscher Hebron, Heron, Hebb (Stress bei Astronauten, Experiment) Kuhl (2001): Motivation und Persönlichkeit Holidaystress, Gewohnheit an Reizüberflüssen und –verarbeitung, Ausfallen von Stimulationen von außen phasich



tonisch

situationsspezifisch



Persönlichkeitsstil



personenspezifisch



chronisch

Interaktionseffekt (nicht unterscheidbar)

Handlungsorientierung  aktiv, erfolgsorientiert, sucht sich neue Ziele, dieses Ziel bündelt die Kräfte und vereinheitlich das Handeln

Lageorientierung  passiv, wie komme ich mit dieser Lage klar, keine Motivation selbst verändern, keine Energie

Resilienz  Elastizität  Kinder, schlechte Lebensbedingungen, psychisch und physisch stärker (in sich im Gleichgewicht), aber nur die es überleben (z.B. Slumkinder)


Erziehungsstile z.B. Lewin et al 1939, Silbereisen & Schmitt-Rodermund 1998 Experiment mit Schulklassen in denen autoritäre oder unmoralisch unterrichtet wurde. Wenn der Lehrer aus der Klasse ging… - Verhalten in autorität erzogenen Klassen: Schüler hörten auf zu Lernen - Verhalten in demokratisch erzog. Klassen: es wurde weitergearbeitet

Lenkung Autoritäre Erz.

Autoritäre Erz.

Wärme, Nähe

Kälte, Distanz

Wertschätzung

Geringschätzung

Demokratisch, anti-autoritäre Erz.

„Laissez faire“

beliebtester Stil bei Betroffenen: Schüler

Nichtlenkung

-anti-autoritäre Erziehung: demokratisch, sozialintegrativ -autoritäre Erziehung (Urheberschaft)


Bedingungen des menschlichen Handelns Was ist die Ursache für unser Handeln?  phylogenetisches Handeln  autogenetisches Handeln (psycholog.)  soziogenetisches Handeln Nutzen, Schaden, Vermeidung, Konsequenz Handeln

Situation soziale Umweltbezüge, Erfahrung

Kultur, Erziehung, Weltbilder, Vorbildung, Normen, Geschwisterteile

Zwänge

Erfahrungen Motivation, Vererbung, Triebe, Emotion, Bedürfnisse, Disposition, Geschlechter, Fähigkeiten  stabil  dynamisch Bedingungen menschlichen Handelns (nach Lewinschen Feldtheorie) individuelle Merkmale - Eigenschaften: statisch, z.B. Intelligenz - Antriebe: dynamisch, z.B. Leistungsmotivation Umwelteinflüsse - physikalische Einflüsse: z.B. Temperaturen, Licht in Arbeitsräumen - soziale Relationen: z.B. Gruppendynamik, Verhältnis Lehrer-Schüler Verhaltensrückmeldungen - Informationen: z.B. Erfolg, Misserfolg, Lob, Tadel, Strafe (passives Erleben  Verstärkung - Selbststeuerung: z.B. Weiterbildung, Experimentieren etc. (aktives Erkunden der äußeren und inneren Welt, Hypothesen bilden und überprüfen) F4

2 Personen, A und B, Gemeinsamkeiten und Unterschiede


Determinanten individueller Merkmale

angeboren

ererbt

erworben

pränatal (nach der Geburt) perinatal (während der

Prägung K.Lorenz in der frühen Entw. - sensible Phase - einmal Auftreten - irreversibel (nicht umkehrbar)

passives Erleiden - Konditionieren - Verstärkung - Hemmung

Lernen - aktives Ausprobieren - Exploration

Paradigmenvergleich Prototypische Entwicklungs-, Lern und Motivationstheorien Behaviorismus  versucht alles durch die Physik zu erklären Watson 1913 Alle Organismen reagieren auf die Umwelt, um sie anzupassen. Daher kann man von Umweltreizen auf die Reaktionen des Organismus schließen und umgekehrt.

Elementpsychologie Komplexe Vorgänge (z.B. Verhaltensweisen) werden auf Elemente zurückgeführt (z.B. sinnlich erfahrbare, in Raum und Zeit gegebene Daten, wie Sinnesempfindungen, physikalisch abbildbare/ messbare physiologische Vorgänge). Komplexe Vorgänge (z.B. Verhaltensweisen) werden auf Elemente zurückgeführt

unconditioned stimulus

intermittierend (ab und zu)

conditioned stimulus

Wiederholung ------- Verstärkung positive Verstärkung z.B. Lob  auf Verhalten folgt positives Gefühl negative Verstärkung  auf Verhalten folgt negativer Reiz -> dadurch Verhalten vermeiden


Behaviorismus: Habitation (Gewöhnung) psychologisch analytisch: Wiederholungszwang (sich immer wieder auf ungelöste Probleme einlassen) Kognitive Psychologie: Problemlösung suchen

Verstärkung: Wenn ein Verhalten „etwas bringt“ (Erfolg, Anerkennung, Geld…) tritt es häufiger auf („law of effect“) kontinuierliche Verstärkung „Verwöhnung“

Handlung

Verst.

HV

HV

HV

(geringes Interesse, keine Frustrationstoleranz)

Intermittierende Verstärkung

Selbstverstärkung H H H V H H H VH H H V H H H V (Frustrationstoleranz wird ausgebaut, Selbstmordattentäter) H = Handlung, V = Verstärkung Jedes Paradigma hat einen Theoriekern (1), welche die Methodologie (2) bestimmen. intendierte Anwendungen (3). 1, 2 und 3 genügen, um ein Paradigma zu bestimmen. Theoriekern:

- Kontiguität entspricht zeitliche/ räumliche Nähe  inzidenzielles Lernen (nicht motiviert) - Verstärkung / Hemmung - Wiederholung - „Fleisch“  „Glockenton“ (Pawlow) UCS  UCR - neutraler Stimulus CS  CR

Methodologie:

Fremdbeobachtung (Selbstbeobachtung) - Dollard & Miller: Frustrations-Aggressionstheorie Experiment: haben Menschen frustriert, um zu prüfen, ob sie aggressiv werden, Ergebnis: einige ja, aber nicht alle; Theorie von Freud dagegen: Theorie der Verschiebung, heißt, Aggression wird an jemand anderem ausgelassen; die Behavioristen haben das aber in Frage gestellt, da es sich mit deren Theorie nicht deckt (Umweltreize) Grenzen der Fremdbeobachtung

intendierte Anw.:

Entwicklung, Lernen, Motivation Furcht, Wut, Sexualität (Liebe)


Sorck

+KCondigency

Stimulus + /- S 

unobservals  (unbeobachtbar)

R

Reaktion

Condigency K Konsequenz wird zu neuem Stimulus (input) (als +/- Verstärker „R“ ) Entwicklung: Verstärkung durch Hemmung, anleiten, Lob Lernen: Kontinguität, Verstärkung / Hemmung, Wiederholung Motivation: Verstärkung / Hemmung, Hull (Behaviorist, 1943, 1951, 1952) S  unobservals  R S1 S2 S3 S4

unobservals



R

Beispiel: Hunger, am Ende isst man alles

S

unobservals

R1 R2 R3 R4

Beispiel: Lieblingsessen

Intervenierende Variable: S  I  R (Bsp. Hungerstreik) Motivation = H (habit, Gewohnheit) x D x I (Incentive) deutsch: M = Gewohnheit x Trieb x Anreiz Wenn 0 Trieb ist, ist das Verhalten 0.

Literatur:

Skinner: „Shaping of Behavior“ und „Walden Two“ Seligman & Maier „ Gelernte Hilflosigkeit“ Singer (A): wir müssen Bedürfnisse erzeugen


Gestaltpsychologie Beispiel: Figur – Hintergrund F. Klux: Evolutionspsychologie Erklärung - es fällt das auf, was von Alltäglichem abweicht - entspricht nicht der natürlichen Erwartung

Wertheimer (1912): Wenn Licht zuerst durch einen vertikalen Spalt fällt und dann durch einen Spalt der nach rechts geneigt ist, scheint das Licht von der ersten auf die zweite Position zu fallen. Experiment: Stroboskop Papierstreifen vor einer Lichtquelle vorbeigezogen, vertikaler und diagonaler Spalt, es scheint, das Licht bewegt sich zur Seite. Das „Ganze“ (die Bewegungswahrnehmung) scheint emergente Eigenschaften zu haben, die in den einzelnen Elementen nicht enthalten sind.

 Ziel / Kritik der Gestaltpsychologen: Die Einseitigkeiten des Behaviorismus überwinden (z.B. ein einzelner Reiz reicht aus, um etwas zu bewirken) Gestalttheorie: Einzelphänomene können nur durch den Rückgriff auf die inneren Beziehungen („Systemeigenschaften“) von ganzheitlichen Gestalten verstanden werden (  Transponierbarkeit von Melodien, erinnerbar auch in verschiedenen Tonstufen)

Köhler: Hühnerexperimente verschiedene Futternäpfe, dunkel, mittel, hell, im mittleren mit Futter  nach Behaviorismus, auf mittleres konditioniert dann 3. Futternapf hell auch mit Futter  Hühner haben auch aus diesem Napf gegessen Erlärung/ Begründung: Relationen von Elementen Gestaltpsychologen: Das Element passt sich dem System an

Köhler: Affenexperimente Käfig, Banane hängt von der Decke herunter, Affe am Boden, hüpft um die Banane zu erreichen, schafft es nicht, zwei Stöcke, ein kurzer, ein langer, Affe steckt die beiden Stöcke ineinander und erreicht letztlich die Banane Erklärung: Behaviorismus: Wiederholung, 25mal die Darbietung Gestaltpsychologen: lehnen das ab, in dem Augenblick wo ich eine Sache verstanden habe, brauche ich sie nicht zu wiederholen Köhler nennt es Einsicht, Bühler nennt es den „Aha-Effekt“ H. Seel: Problembegegnung  Vorgestalt, wir verbinden es, so auch bei wissenschaftl. Theorien, wenn wir Vorwissen haben


Gesetz der Nähe und Gesetz der Gleichartigkeit GRAFIK

Konkurrenz zur Nähe und Geschlossenheit GRAFIK

Aufgrund des 2. Weltkrieges wurden viele Psychologen vertrieben, vor allem Gestaltpsychologen, dadurch Verlust eines Jh. Wissenschaft, heute Behaviorismus von Gestaltpsychologie verdrängt

„Kippfiguren“ (Wechsel zwischen „Figur“ und „Hintergrund“: Inversion / Reversion

GRAFIK

Ehrenfels (1890): Gestaltqualitäten (Transponierbarkeit, Übersummativität) Gestaltgesetze: 1) Gesetz der guten Gestalt (gleichmäßige Figuren, z.B. Kreis) 2) Gesetz der Geschlossenheit (das Auge schließt die Figur) 3) Gesetz der Gleichartigkeit 4) Gesetz der Nähe 5) Gesetz der guten Kurve (Sinuskurven) 6) Gesetz der Symmetrie . . 9) Gesetz der gemeinsamen Bewegung

Experiment Pawlow: neurotisches Verhalten Hunde konditioniert: wenn sie mit der Schnauze auf einen Kreis getippt haben, haben sie Essen bekommen, wenn auf eine Elipse einen Stromschlag, mit der Zeit wurde der Kreis immer mehr zu einer Elipse, Hunde haben gejault, da einerseits Fresstrieb, andererseits Angst vor Stromschlag  Übertragung: inkonsequente Erziehung, einmal wird Kind belohnt, einmal bestraft, erzeugt Neurosen


Paradigmenvergleich Behaviorismus

Gestaltpsychologie

Theoriekern

Elemente vor Beziehung Kontiguität UCS S  CS Wiederholung  Verstärkung

Beziehung vor Elementen Köhler : Hühnerexperimente

Inkompatibilität

„Gegenkonditionieren“ (Wolpe: systematisches Desensibilisieren) Intersubjektive Fremdbeobachtung (NICHT Introspektion,Selbstbeobachtung schließen sie aus!)

Methodologie

Intendierte Anwendungen: LERNEN Intendierte Anwendungen:

Fremdbeobachtung + „lautes Denken“ (Duncker)

Problembegegnung (Vorgestalt) Verstärkung / Hemmung (unang. und angenehme Reize durch Wiederholung)

Problemlösung (prägnante Endgestalt) (Seel 1965, 1983)

Verstärkung / Hemmung Reiz – Reaktion von Gespi / Hull

„closure“ (Theorie der Geschlossenheit, von Koffka)

Intermittierende Variable  TRIEB (Hull)

Bedürfnis nach Abschluss

MOTIVATION

STR observals

unobservals

observals

(in der Not isst man alles, Trieb stark ausgeprägt) man benötigt eine weitere Variable, um die unobservals (das nicht erkennbare, sichtbare) zu erklären

Bsp. warum haben wir Vorurteile  möglichst schnell eine prägnante Lösung finden, die Dinge rund machen, auch wenn es nur eine Illusion ist _____________________________ Lewin Motivation = Valenz x Erwartung Valenz = was es mir wert ist, Wunscherfüllungswert Erwartung = Fähigkeit, traue ich es mir zu Feldtheorie


ENTWICKLUNG

Skinner: Walden Two

Metzger: Gestaltgesetze aufgestellt

bei den Bahavioristen bleibt (meist) unberücksichtigt, welche Entwicklung Prinzip der Ausgliederung: und Einflüsse zuvor auf Organismus - für individuelle, ontogenetische eingewirkt haben Entwicklung - für soziogenetische Entwicklung dadurch ist Entwicklung (Veränderung) IMMER möglich durch z.B. Sehen abwechseln Verstärkung / Hemmung zuerst Zentrum

Hintergrund ungenau, unscharf

neg. Strafe: etwas Positives wird weggelassen, Verhalten wird gehemmt wenn etwas Negatives dazukommt, ist es positive Strafe

neg. Verstärkung: ein positives Verhalten führt zu einem negativen Ergebnis,  ein alternatives Verhalten wird entwickelt

zu Entwicklung KINDHEIT (JA) (Schuleintritt bis Pubertät), “Realismus“ (naiver Realismus) - Zuwendung zur Außenwelt (Extraversion) - Dinge werden so genommen, wie sie erscheinen - eigene Erfahrungen werden absolut gesetzt („was ist, das ist“) - die Realität, die ich so gelernt habe, ist meine Realität PUBERTÄT (NEIN) - Introversion („nach innen“ orientiert) - Subjekt – Objekt – Trennung - kritische Einstellung - Suche nach selbst gewählten Vorbildern (peer-group)

ADOLESZENZ (DOCH, JA) - Suche nach Selbstständigkeit (eigene Wertorientierung) - Welterkundung, Experimentieren mit Lebensstilen


Kognitive Psychologie GRUPPE A

GRUPPE B

UCS

CS 1

R1

CS 2

R2

1. Schock

Licht

Flucht

nichts

Flucht

2. Schock

Licht + Ton

Flucht

Licht + Ton

Flucht

3. Schock

Licht

Flucht

Licht

Flucht

4. kein Schock

Licht

Flucht

Licht

Flucht

5. kein Schock

Ton

keine Reaktion

Ton

Flucht

 da Licht und Ton als erstes zusammen!!!  FLUCHT, Ratte weiß nicht an was es liegen könnte

Auch Ratten unterliegen nicht „blind“ dem Assoziationsgesetz, sie bilden eigene „vernünftige“ Regeln. Kontiguität in Frage gestellt Eine Vielfalt konkreter Eindrücke wird – mittels Dekontextualisierung/ Abstraktion – auf ein einheitliches Schema gebracht und mit einem Zeichen verbunden („willkürliche ZeichenBedeutungsverknüpfung): vgl. Weingartner:

Extension (Menge des Objekts) ein Zeichen hat eine

des Bezeichneten Intension (wesentliche Merkmale)  Prototypenentwicklung Typ – Familien

Man nimmt einen Gegenstand, z.B. einen Tisch, wahr. Man vergleicht diesen Gegenstand mit anderen Gegenständen.

Intension

Auf dieser Basis entwickelt man einen Begriff: den Begriff des Tisches, wobei von einzelnen Tischen abstrahiert wird (Stufe des Systems). Und schließlich wendet man diesen Begriff dann auf neue Gegenstände an.

Extension


Verhältnis von Extensions- und Intensionsgedächtnis Beispiel: Lebewesen - Säugetiere - Mensch, Vierbeiner, Wale - Reptilien Analogie: man kann sie miteinander vergleichen, obwohl sich Wale und Walhai in wesentlichen Dingen unterscheiden

-

Fische - Haie – Walhai Mikroorganismen Vögel usw.

Je mehr Merkmale ich aufzählen kann, je einzigartiger es ist (INTENSION), desto weniger EXTENSION gibt es (Menge, da einzigartig!)

Regeln: Wenn A, dann B. z.B.: Satzanfang  1. Wort mit Großbuchstabe => ist eindeutig (in eine Richtung) z.B. A tanzt mit B, aber B kann auch mit A tanzen => ist eineindeutig (in beide Richtungen)

Ein Wanderer besteigt einen Berg. Er bricht um 5 Uhr morgens auf und erreicht den Gipfel um 12 Uhr. Er übernachtet in der Hütte und beginnt am nächsten Tag ebenfalls wiederum um 5 Uhr früh den Abstieg auf dem gleichen Weg (gleiche Pausen). Frage: Gibt es einen Ort, an dem er sich beim Abstieg zu genau der gleichen Tageszeit befindet wie beim Aufstieg am Tag zuvor? (Davon lösen, dass heute und morgen nicht gleich ist, sondern: beide starten um 5h und zu einer best. Zeit treffen sie sich) Karl Duncker (Gestaltpsychologe) Man kann ein Problem nur lösen, wenn man es umstrukturiert (Figur – Hintergrund). Hier stellt man sich vor, eine zweite Person würde den Berg hinabsteigen und an einer bestimmten Stelle zu einer bestimmten Uhrzeit würden sie sich treffen. Kriterien der Problemlösung: o o o o

Wahl einer günstigen Repräsentation des Problems (Vorgestalt) Materialanalyse (Welche Mittel stehen mir zur Verfügung) Vorhandene Regelkenntnis heranziehen (das ergibt jenes) Änderung der Suchstrategie bzw. Hypothesenwechsel (jede weitere Information ändert die Strategie)


Didaktische Konsequenzen: o o

o o o

nicht Automatisierung, sondern Verständnis der Regel Begriffslernen vor Regellernen – Regel verbal und Demonstration durch Beispiele – vom Lernenden nochmals formulieren und begründen lassen – Beispiele und Aufgaben formulieren lassen Problemsituation überschaubar machen Gelenkte Entdeckung: Verschiedene Hypothesen auf ihre Konsequenzen hin überprüfen (Lebenshilfe) Toleranz gegenüber ungewöhnlichen Ideen, um kreative Lösungen zu ermöglichen (das Ergebnis ist entscheidend): Zuerst: Schüleraktivität, dann erst die Lehrerkontrolle („schöpferische Pausen“, konstruktive Kritik (Kritik durch Rückfragen), Problematisieren bekannter Lösungsregeln)

Monotone Logik Antezdens al quantum (für alle gilt): Einsetzungsinstanz I: Conclusio

Alle Menschen sind sterblich. Sokrates ist ein Mensch. Sokrates ist sterblich.

 als Conclusio steht am Ende, was eigentlich schon oben stand

Nicht monotone Logik ZEICHNUNG

Hypothese: Jede Karte die auf der einen Seite F stehen hat, hat auf der anderen Seite eine 8. Welche Karte muss man umdrehen? F, aber nicht die 8, da nicht festgelegt ob hinter 8 ein F. Zur Überprüfung 2 umdrehen, da sonst Aussage falsch. B

2

F

8

Entwicklungstheorien von Piaget 1) Sensu-motorisches Stadium (0 – 2): Be-Greifen 2) Präoperatives Stadium (2 – 7): Kinder können nicht erkennen, dass die Dinge gleich bleiben, wenn sie sich verändern. rein egozentrisch, eigene Bedürfnisse sind wichtig und gelten 3) Konkret-operatives Stadium (7 – 11): Reversibilität, Umkehrbarkeit  in dieser Zeit Entscheid über AHS – Reife problematisch 4) Formal-operatives Stadium (11 – 15): A > B, B > C, A ? C (A > C)  Transitivitätsgesetz


Klausur: es kommen 2 Fundamenta dran, + 1 Additum (kann ich mir ausdenken) 28.01. 14 Uhr 11.02. 14 Uhr


Paedagogische Psychologie 07/08 Herber