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Menschenw端rde sch端tzen Hilfe f端r Opfer von Verfolgung und Gewalt


Zentrum ÜBERLEBEN Unter dem Dach des Zentrums ÜBERLEBEN engagieren sich national und international tätige Organisationen für Opfer von Verfolgung und Gewalt, für Flüchtlinge, Migrantinnen und Migranten:

• Behandlungszentrum für Folteropfer Berlin • Zentrum für Flüchtlingshilfen und Migrationsdienste

• Überleben – Stiftung für Folteropfer • Catania gemeinnützige GmbH – Hilfe für traumatisierte Opfer

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Zentrum ÜBERLEBEN sind in interkulturellen und interdisziplinären Projekten tätig, forschen zu den Folgen von Folter und Kriegsgewalt und kooperieren mit Partnerorganisationen weltweit.


Profil

Zahlen und Fakten

Rehabilitation Medizinische, psychotherapeutische und soziale Betreuung von Folterüberlebenden

Für das Zentrum ÜBERLEBEN arbeiten rund 250 Angestellte, Freiberufler und Ehrenamtliche im In- und Ausland.

Integration Beratung, Bildung, berufliche Qualifizierung und Vermittlung in Ausbildung und Arbeit für Flüchtlinge, Migrantinnen und Migranten

In Deutschland helfen die Einrichtungen des Zentrums ÜBERLEBEN jährlich über 1.500 Frauen, Männern, Kindern und Jugendlichen aus fast 50 Ländern der Erde.

Hilfe nach häuslicher Gewalt Therapieangebote für traumatisierte Opfer in Deutschland, insbesondere Kinder

Pro Jahr versorgen Kooperationspartner des Zentrums im Ausland weitere 1.500 Opfer von Menschenrechtsverletzungen.

Gewaltprävention, Aufklärung und Beratung Projektarbeit, Weiterbildungsangebote und politische Lobbyarbeit

Das jährliche Budget von circa 4 Millionen Euro stammt zu knapp 50 Prozent aus öffentlichen Zuwendungen. Die restlichen Mittel kommen aus Leistungsentgelten, Stiftungszuwendungen, privaten Spenden und Mitgliedsbeiträgen.

Angewandte Forschung Erforschung und praxisorientierte Optimierung von Behandlungsansätzen für traumatisierte Opfer Dokumentation Spezialbibliothek zum Themenbereich Folter und Trauma

ueberleben.org


Behandlungszentrum für Folteropfer Seit 1992 setzt sich das Behandlungszentrum für Folteropfer (bzfo) für Überlebende von Folter und Kriegsgewalt ein. Damit sie angesichts ihrer körperlichen und seelischen Leiden wieder eine lebenswerte Perspektive entwickeln können, benötigen diese Menschen eine intensive und oft langfristige Behandlung. Im bzfo erhalten die Patientinnen und Patienten medizinische und psychotherapeutische Hilfe sowie soziale Beratung. Unterstützt durch speziell geschultes Dolmetscherpersonal behandelt das multidisziplinäre Team jährlich rund 500 Menschen.

Die Angebote des bzfo

• Ambulante Hilfe für Erwachsene, Kinder und Jugendliche

• Tagesklinische Betreuung und Nachsorge • Wohnverbund für traumatisierte Frauen • Physio- und Bewegungstherapie • Deutschkurse • Kunst- und Musiktherapie • Interkultureller Heilgarten • Fort- und Weiterbildung für Fachkräfte • Gutachtertätigkeit • Erforschung und praktische Erprobung neuer Therapieansätze

• Fachbibliothek mit 38.000 Informationsträgern

Behandlungszentrum für Folteropfer Berlin

bzfo.de


Internationales Engagement

Unterstützer

In seiner internationalen Arbeit konzentriert sich das bzfo auf die Felder

• Aufbau von Rehabilitationszentren für Gewaltopfer speziell im Irak

• Kooperation mit Behandlungszentren

Europäische Union europa.eu

bmfsfj.de

UN High Commissioner for Human Rights ohchr.org

bmas.de

außerhalb der Europäischen Union

• Entwicklung von Online-Therapieangeboten für den arabischen Sprachraum

• Trainingsprojekte und Supervision für

Kolleginnen und Kollegen in Kriegs- und Krisengebieten

• Erforschung von Versöhnungsprozessen sowie Dokumentation von Folterfolgen

Als Mitglied des International Rehabilitation Council for Torture Victims (IRCT) unterstützt das bzfo Behandlungszentren in Verfolgerstaaten und leistet globale Lobbyarbeit, um Folter weltweit zu verhindern.

Behandlungszentrum für Folteropfer Berlin

auswaertiges-amt.de

Neben der Unterstützung durch die Hauptförderer erhält das bzfo weitere Mittel von öffentlichen, institutionellen sowie privaten Geldgeberinnen und Geldgebern.

bzfo.de


Zentrum für Flüchtlingshilfen und Migrationsdienste Das Zentrum für Flüchtlingshilfen und Migrationsdienste (zfm) arbeitet seit vielen Jahren in der psychosozialen Versorgung von Flüchtlingen, Migrantinnen und Migranten. Unter der Trägerschaft des bzfo bietet das Team des zfm an den Standorten Berlin und Fürstenwalde/Brandenburg umfassende Hilfe, von der psychologischen und psychosozialen Beratung über die berufliche Qualifizierung bis hin zur Vermittlung in Ausbildung und Arbeit. Zudem sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des zfm aktiv in der Vernetzungs- und Lobbyarbeit tätig. Gemeinsam mit anderen nationalen und europäischen Organisationen engagieren sie sich für Fortschritte in der Migrationsarbeit und Flüchtlingspolitik.

Zentrum für Flüchtlingshilfen und Migrationsdienste Berlin

Die Angebote des zfm

• Verfahrensberatung und psychosoziale Hilfen • Psychologische Beratung und Diagnostik • Einzel- und Gruppentherapie • Krisenintervention • Gesellschaftliche Integration von Familien • Sozialpädagogische Gruppenarbeit • Präventive Angebote für gefährdete Jugendliche, z.B. Anti-Gewalt-Training

• Integrationskurse und Sprachkurse für Migrantinnen und Migranten

• Berufsvorbereitende Qualifizierung • Vermittlung in Ausbildung und Arbeit in

verschiedenen Berufsfeldern, z.B. im Bereich Gesundheit und Pflege sowie im kaufmännischen und gewerblich-technischen Bereich.

migrationsdienste.org


Überleben – Stiftung für Folteropfer Die Stiftung Überleben

• setzt sich ein für Menschen, die aus politischen, ethnischen oder religiösen Gründen unterdrückt, verhaftet, gefoltert werden oder in anderer Weise Menschenrechtsverletzungen ausgesetzt sind

Projekte der Stiftung Überleben Ihre Ziele verfolgt die gemeinnützige Stiftung vor allem durch die finanzielle Unterstützung von Projekten des Behandlungszentrums für Folteropfer (bzfo). Insbesondere fördert die Stiftung Überleben

• unterstützt Folterüberlebende und ihre

• Kunst- und Gestaltungstherapie • den Interkulturellen Heilgarten

• ermöglicht die Linderung körperlicher,

• Psychoedukative Gruppenangebote • Biofeedback-gestützte Schmerztherapie

Familienangehörigen, indem sie medizinische, psychotherapeutische und soziale Behandlungs- und Betreuungsangebote fördert psychischer und sozialer Folgen von Folter und die Integration in die Exilgesellschaft

• fördert die Entwicklung und Durchführung von wissenschaftlicher Forschung im Themenbereich Folter und Trauma sowie die Dokumentation auf dem Gebiet posttraumatischer Störungen als Folge von Krieg und Folter

• klärt die Öffentlichkeit auf über die Ursachen

in Berlin-Moabit

Jährliche Kunstauktion Immer am ersten Advent veranstaltet die Stiftung Überleben in der Industrie- und Handelskammer Berlin eine Kunstauktion. Die Erlöse der Auktion kommen vollständig Überlebenden von Folter und Gewalt zugute.

und Wirkungen von Gewalt zwischen Menschen

Stiftung für Folteropfer

stiftung-ueberleben.de


Catania gemeinnützige GmbH Catania setzt sich bundesweit für die Prävention häuslicher Gewalt ein und für die nachhaltige Verbesserung der psychosozialen Versorgung von traumatisierten Kindern, Erwachsenen und ihren Angehörigen.

Modellprojekt www.pflegen-und-leben.de Mit dem Modellprojekt »Pflegen und Leben« bietet Catania ein internetbasiertes psychologisches Beratungsangebot für pflegende Angehörige älterer Menschen. Ziele des Modellprojekts

• Verbesserung der Situation pflegebedürftiger älterer Menschen

• emotionale Entlastung von pflegenden Angehörigen

Weitere Angebote von Catania

• Online-Beratung für traumatisierte Menschen und ihre Angehörigen sowie Vermittlung von Hilfsangeboten

• Finanzierung von Kunst-, Reit- und Musik-

therapien für traumatisierte Kinder und Jugendliche aus sozial schwachen Familien in Deutschland

• fachliche Fort- und Weiterbildung für

Angehörige medizinischer, therapeutischer und pädagogischer Berufe

• wissenschaftliche Erforschung der Ursachen,

Folgen und Behandlungsmöglichkeiten posttraumatischer Störungen

Catania veranstaltet deutschlandweit die BenefizKonzertreihe »Kinder helfen Kindern – Musik schafft Zukunft« zugunsten traumatisierter Kinder und Jugendlicher.

• Prävention häuslicher Gewalt in der Pflege Das Modellprojekt wird gefördert durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Catania Hilfe für traumatisierte Opfer

catania-online.org


Zurück ins Leben Amediye, 28 Jahre*

Spenden und Helfen

Die Studentin der Universität Teheran wurde mit 19 Jahren zum ersten Mal gefoltert. Sie hatte sich für die Rechte iranischer Frauen eingesetzt und für demokratische Reformen demonstriert. Ihr Leben in einer intakten Familie mit vielen Zukunftsplänen endete abrupt, als sie eines Nachts mit ihrem Ehemann in das berüchtigte Teheraner Evin-Gefängnis gebracht wurde. Ihr »Verhör« dauerte drei Jahre. In Isolationshaft wurde sie immer wieder gefoltert. Sie verlor ihr ungeborenes Kind. Trotz mehrerer Gnadengesuche wurde ihr Mann nach wiederholter Folter hingerichtet. Amediye konnte nach Deutschland flüchten. Hier schenkten ihr die Behörden zunächst keinen Glauben. Mit Unterstützung des bzfo wurde Amediye vor der Abschiebung bewahrt. Durch intensive Therapie gewann sie wieder Mut und Zuversicht. Heute ist sie zurück im Leben und studiert in Deutschland Medizin. *anonymisiert

Den Weg zurück ins Leben können Sie auf vielfältige Weise unterstützen

• mit einer einmaligen Spende • als Fördermitglied • durch eine Zustiftung • mit einer Testamentsspende • über ein zeitlich befristetes Stifterdarlehen Gerne informieren wir Sie persönlich. Senden Sie Ihre Anfrage an Dr. Doris Felbinger, d.felbinger@ueberleben.org oder vereinbaren Sie einen Termin unter der Telefonnummer (030) 30 39 06 - 28. Spendenkonto Überleben – Stiftung für Folteropfer bei der Bank für Sozialwirtschaft Kto. Nr. 312 47 00 • BLZ 100 205 00 Die gemeinnützige Stiftung Überleben verfolgt ihre Zwecke insbesondere durch die Förderung des Behandlungszentrums für Folteropfer e.V. Zuwendungen an die Stiftung sind steuerlich absetzbar.

ueberleben.org


Halide, kurdische Patientin aus der Türkei »Mir geht es gut. Meine Tochter geht jetzt zur Schule und es macht ihr Spaß. Ich arbeite in einer Änderungsschneiderei. Jeden Monat lege ich etwas Geld zurück, denn ich möchte mich selbstständig machen. Natürlich kann ich nicht vergessen, was ich erlebt habe. Aber es ist nicht mehr ständig in meinem Kopf und ich bin wieder im Leben zurück.« Elisabeth und Johannes Elsner, Spender

zfm - Zentrum für Flüchtlingshilfen und Migrationsdienste (seit 2005 unter Trägerschaft des bzfo) Catania gemeinnützige GmbH (2005) Tochter der Stiftung Überleben

Impressum Überleben – Stiftung für Folteropfer Turmstraße 21 • 10559 Berlin

»Bei jedem unserer Besuche im Zentrum konnten wir uns über die Jahre hinweg stets davon überzeugen, dass der menschliche Einsatz aller Mitarbeiter, ihre hohe fachliche Kompetenz und ihre starke Motivation, sich für die in ihren Heimatländern verfolgten und drangsalierten Menschen einzusetzen, reiche Frucht getragen hat.«

Telefon: +49 (30) 30 39 06  0 Telefax: +49 (30) 30 61 43 71

Richard von Weizsäcker, Bundespräsident a.D

Kuratorium Werner Gegenbauer (Vorsitz)

»Mit dem, was das Zentrum ÜBERLEBEN leistet, wird eine völkerrechtliche, gesellschaftliche und menschliche Verpflichtung wahrgenommen.«

(Kompetenzbündelung 2008)

Überleben – Stiftung für Folteropfer (1997) Stiftung des bzfo

info@stiftung-ueberleben.de www.stiftung-ueberleben.de Leitung Dr. Mercedes Hillen Richard Grünberg

Vorstand Uwe Krautzig (Vorsitz) Bildquellen Birgit Betzelt, photocase.com, shutterstock. com

ZENTRUM ÜBERLEBEN

bzfo - Behandlungszentrum für Folteropfer e.V. (1992)


Kontakt Zentrum ĂœBERLEBEN im Gesundheits- und Sozialzentrum Moabit TurmstraĂ&#x;e 21 10559 Berlin Telefon: +49 (30) 30 39 06 0 Telefax: +49 (30) 30 61 43 71 info@ueberleben.org www.ueberleben.org


Imagebroschüre Zentrum Überleben