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Ausgabe Ständeratswahlen 2011 Unabhängiges Komitee

«Unsere Ständerätin.» www.letsfetz.ch

Voll Fetz! Anita Fetz, Ständerätin.

Stimmenvorsprung von Anita Fetz bei Wahlen

2003

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2007

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© iStockphoto.com

t Voll Fe

z!

«Was gegen Frankenweh hilft.»

n Räte Setzen die neu gewählte den Mehrheitswillen um?

«Die AKWStolperis, die machen Angst.»

Seite 3

Landesverteidiger Helmut Hubacher

Seite 5

«Basler Bürgerliche sind nicht blöd ...» Seite 6

Was tut ein Rat überhaupt?

Früher strahlend für Kernenergie. Heute plötzlich dagegen. Manche werden dem Druck der Atomlobby nicht standhalten. In Basel garantiert nur Anita Fetz den Ausstieg.

«

Ich bin nicht froh, durch Fukushima recht bekommen zu haben», sagt Anita Fetz, die bei der Kaiseraugst-Besetzung politisiert wurde. «Die Schweiz hätte längst auf Ausstieg setzen können, wie beide Basel.» Aber der Mist ist längst nicht geführt. Man muss miss-

trauisch bleiben. Bundesrat und Parlament könnten so lange an klaren Vorgaben herumfeilen, bis nichts mehr Greifbares dran ist. Ausser Moratorien ist ja nie etwas geworden: Abfallproblem ungelöst. Mühleberg nach Expertenmeinung schrottreif. Und Leibstadt (Technologie

von 1964!) provoziert bald neuen politischen Zoff mit Deutschland. Die drei AKW-Neubauprojekte sind auf Eis ge legt. Im Moment lässt die Atomlobby Wackelpoliti ker noch in Ruhe. (Sie sollen ruhig Stimmen bei den AKW- Gegnern sammeln.) Nach den Wahlen wird man

Kehrseite wieder für «Ordnung» sorgen. In bürgerlichen Fraktionen dürfte es für Atomskeptiker ungemütlich werden. Dabei will eine Mehrheit unserer Bevölkerung gar nicht mehr über Atom diskutieren. Sondern wissen, wie der Ausstieg funktioniert. Dass die Basler Stan-

desstimme auf Kurs bleibt, kann nur Anita Fetz garantieren. Lesen Sie die Geschichte auf den nächsten beiden Seiten im Detail: Wie die Schweiz AKW-Gegnerin wurde. Wie der Ausstieg gelingen kann. Und was die Strahlenlobby plant.


EINSTIEG IN DEN AUSSTIEG

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© Claude Giger, Basel

36 Jahre nach Kaiseraugst: Bravo, die Restschweiz erwacht!

Die gewaltigen, aber grösstenteils gewaltfreien Bürgerproteste verhindern ein AKW Kaiseraugst.

Vor 36 Jahren waren Atomkraftgegner für viele Schweizer weltfremde Gutmenschen oder sogar Staatsfeinde. Es fehlte nur noch ein massiver Militäreinsatz. Heute hat eine Mehrheit im Land genug vom Risiko.

I

st es wirklich nur die Ka- males menschliches Versatastrophe von Fukushi- gen, selbst in einem mehrma, welche die Meinung des fach gesicherten System, Volkes gedreht hat? Nein, grauenhaf te Folgen ha aber die tragischen Ereig- ben kann. Auch Schweizer nisse in Japan liessen das Techniker sind nur Men längst volle Fass überlau- schen. fen. Strom aus Atom hat Keine Transparenz: jetzt auch für Wie die Jatechnik- und paner erfahDas Risiko fortschritts - versichert niemand. ren auch wir gläubige Menerst jetzt und Für kein Geld. schen mehr nur auf grössNachteile als Vorteile. ten Druck hin, dass unsere Kein Vertrauen: Japan bestehenden AKW schwehat gezeigt, dass ganz nor- re Mängel haben. Mit einem

Katastrophenplan fängt das VBS gerade an ... Leere Kostendrohung: Es wird behauptet, ein Ausstieg, der Strom 10 oder 20 Prozent teurer macht, sei unbezahlbar. Wo aber waren diese Schlechtrechner in den letzten 10 Jahren, als sich Öl- und Benzinpreise zeitweise schlicht

versiebenfachten?

Müllzustand à la Napoli: Mehrere Milliarden Forschungs- und PR-Gelder sind schon verlocht. Unsere AKWAbfälle aber lagern seit Jahr-

zehnten und noch lange in Fässern in einer Aargauer Halle. Keine Versicherung: Umweltrisiken sind ein prima Geschäft. Ein CH-Konzern ist Weltmarktführer im Versichern von Stürmen, Erdrutschen, Überschwemmungen. Warum weigern sich alle ein AKW zu versichern? Perspektive Erneuerbarkeit: In den letzten Jahren wurden dramatische Fortschritte bei der alternativen Energiegewinnung gemacht, und dieses Tempo wächst noch, wenn endlich klare Entscheidungen fallen. Perspektive Arbeitsplätze: Von erneuerbaren Energien kann die Schweiz mehr profitieren als von Grossprojekten. Die AKWMilliarden könnten schon längst Schweizer KMU beflügeln. Sackgasse Wissenschaft: Je länger, je weniger werden sich gute Ingenieure mit Atomenergie beschäftigen. Vertrauen wir deshalb langfristig den weniger guten? Was dem Volk jetzt klar ist, hat noch einen heiklen politischen Prozess vor sich. Darum gehören jetzt Politikerinnen und Politiker in die Parlamente, die schon seit Jahrzehnten in die richtige Richtung arbeiten. Und nicht erst seit gestern und vielleicht nur, bis sie im Sessel sitzen.

«Hä?

Kaiseraugst? Nie gehört!» Für jüngere Leute ist das alles weit weg. Darum hier nochmals das Wichtigste: 1966: AKW-Plan für Kaiseraugst wird bekannt

GEGEN DAS FRANKENWEH

«Mir passt, dass sich Anita Fetz für Kleinbetriebe in der Schweizer Wirtschaft einsetzt.»

Harry Houdini war der berühmteste Entfesselungskünstler aller Zeiten. Eine Art Vorbild für Schweizer Wirtschaftspolitik?

© Vaness Püntener

Anita Treml, Brauerei-Unternehmerin «Fischerstube»

«Ganz wichtig für mich ist ein Wort, welches das Leben und Handeln von Anita Fetz prägt: Humanismus!»

1969: Schwerer Atomunfall im Reaktor Lucens (VD) 1972: Standortbewilligung erteilt 1975: Langjährige Bürgerproteste gipfeln in einer 11-wöchigen Besetzung des Geländes durch bis zu 15 000 Menschen 1979: Sprengung des Info-Pavillons durch militante AKW-Gegner 1979: Schwerer AKWZwischenfall in Three Mile Island (USA) 1986: Atomkatastrophe in Tschernobyl

m Zuerst die Hausaufgaben Buddy Elias, Schauspieler

«Ihre Erfahrung, ihr politisches Gespür und ihr Netzwerk sind Lehrstücke für mich. Basel ist in Bern sehr gut vertreten.»

1987: Baubewilligung für Kaiseraugst wird erteilt (!) 1988: Die Kraftwerkbetreiber geben auf und lassen sich entschädigen. Fazit der Übung: 1,3 Milliarden Franken für die Katz. Aber bis heute Symbol für erfolgreichen Bürgerprotest.

Mirjam Ballmer, Geografin, Grossrätin Grünes Bündnis

achen!

Frankenweh: Schluss mit Selbstüberlistung! Für das globale Franken-Problem gibt es die Nationalbank. Die hausgemachte Hälfte müssen wir selber packen. Wieso schützen «Marktliberale» die Währungsabzocker?, fragt sich Anita Fetz.

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ine gute Nachricht: Endlich haben auch die SVP«Landesverteidiger» begriffen, dass wir uns alle hinter eine unabhängige Nationalbank stellen müssen. Sonst nehmen uns die Devisenmärkte nicht ernst. Noch eine gute Nachricht:

3 Der hohe Franken macht nicht alles kaputt. Auch vieles billiger. Unser Problem ist «nur» die Differenz. Da können wir ansetzen. Ausgerechnet die Linke muss feststellen: Die Märkte funktionieren nicht. «Schon ein interessanter Zufall», beobachtete Anita Fetz, «wenn wir über Gesetze abstimmten, die wirklich Wettbewerb schaffen, sassen manche Wirtschaftsvertreter in der Wirtschaft statt im Ratssaal.» Bei den Konsumentenpreisen hat es Getöse gebraucht, damit Bewegung in die Läden kommt. «Frankenweh» darf nicht nur die kleinen Leute treffen. Mit hohen Preisen etwa, oder unbezahlten Überstunden. (Die in Einzelfällen sogar richtig sind und dann auch von Gewerkschaftern unterstützt werden.) Dass hohe Schweizer Löhne die Preisdifferenz ausmachen ist nur halb wahr: Wir leiden auch an einer teuren Überversorgung mit Verkaufsflächen. Im ganzen Land werden weiter Shoppingcenter ins Nichts hinaus gebaut. Zuviel Infrastruktur verteuert unnötig alle Waren. Gute Qualität hat ihren Preis. Wir Konsumenten zahlen den Bauern damit lieber endlich den Strukturwandel. Statt via Zölle die Fehlproduktion zu zementieren. Eine gute InformationsWebsite über Import-Abzocke müsste eigentlich mehr Klicks generieren als der Wetterbericht. Denn da liegt jeden Tag für alle gutes Geld auf der Strasse. Sowas zu fördern wäre schlau. Schlauer als Steuern zu senken: Das belohnt nur die, welche ohnehin nicht leiden. Und erst noch zu spät.

Wie der AKW-Ausstieg gelingt:

Was die AKW-Lobby vorhat:

Oldtimer-AKW abstellen

Atom-Kostenwahrheit schaffen

Ausstieg klar etappieren

Sparpotenzial endlich nutzen

Neubaupläne in den Müll

Trödeln und auf Zeit spielen

Falsche Vergleiche verbreiten

Eine Stromlücke suchen

Schrottmeiler ausquetschen

SelbstversorgungsMärchenstunde

Inkl. politischer Druck zusammen mit Deutschland auf Fessenheim.

Schluss mit verdeckten Quersubventionen für «billigen» Atomstrom.

Damit die Wirtschaft sicher und langfristig planen kann.

Ohne Elektroheizungen können Mühleberg und Beznau morgen vom Netz!

Stattdessen Geld und Grips in erneuerbare Energien stecken.

Wie man Gesetze jahrelang hinausschiebt, macht die Bankenlobby vor.

Staudammbrüche, Bergwerksunfälle usw. mehr Tote als durch AKW.

Die verhindert aber nicht Atomstrom, sondern ein besseres Stromnetz.

Längst abgeschriebene und minimal gewartete AKW sind ein Bombengeschäft.

Als ob Uran auf Schweizer Feldern nachwachsen würde …

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... BEWAFFNUNG

Luftraum sichern: JA!

Maurers «beste Armee». Helmut Hubacher

(Aber den geistigen.) «Das Weltzentrum für Life-Sciences in Basel baut auf das schlaue Engagement von Anita Fetz im Berner Basar.»

Anna Wirz-Justice, Prof. PhD, Chronobiologin

«Ich unterstütze Anita Fetz, weil sie Basel-Stadt und Bundesbern gut tut.»

Willi Fischer, Gemeindepräsident Riehen

«Never change a winning horse! Ihre hartnäckige Arbeit und die Beziehungen über Parteigrenzen hinweg werden weiter Früchte tragen.»

Ralph Lewin, Dr. rer. pol., Ökonom, alt Regierungsrat

Die vernünftige Schweiz will wie der Bundesrat: eine deutlich kleinere Armee. Dafür genug Geld für die echte, ernste Bedrohung: Treibstoffmangel im Bildungssystem. Mit unserer erfolgreichen Uni verteidigt Anita Fetz in Bern den«Waffenplatz Basel».

J

awohl, der «Feind» kommt wieder aus dem Osten. In China und Indien werden

Zehntausende junger Menschen zu Forschern, Wissenschaftern und Mana-

gern ausgebildet. Die Welt dicke Bretter bohren. erobert man nämlich nicht Dabei sind Waffen und demehr mit Waffen. Sondern ren Betreuung nur Kosten. mit Wissen. Verlorenes Geld. Ein Franken, Statt der Zukunft unse- mit dem wir uns schlau mares Bildungssystems wird chen, ist hingegen eine Invesaber jede Wotition, die viele che irgendeine Wissen ist der Franken zurückWaffenbeschafwichtigste Roh- gibt. Die bürgerfung in den MeMehrheit in stoff. Entsteht liche dien bespro Bundesrat und aus Bildung. chen. So läuft Parlament kennt es auch im Bundeshaus. scheint’s diese ökonomische Wer wie Anita Fetz für Wis- Binsenweisheit nicht. sensgeld kämpft, muss halt Auch ein anderer Spruch

Das meiste vom Budget ist immer schon gegessen

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BILDUNG STATT …

©www.vbs.admin.ch

wird nicht weiser, wenn er in jeder politischen Sonntagsrede vorkommt: «Bildung ist unser einziger Rohstoff.» Das ist natürlich Quatsch! Wissen ist der einzige Rohstoff der Schweiz. Nur mit Bildung generiert man ihn. Unsere Bergwerke sind die Unis und Schulen. Wer aber den Bergwerken den Saft abdrehen will, soll lieber nicht gescheit daherreden. Jahr für Jahr

«Für das haben die Geld ...», heisst es schnell einmal. Aber halt: Sichern! 85 Prozent des Bundesbudgets sind praktisch fixiert, gebunden, vergeben. Wie auch immer man

werden nämlich bereits gesprochene Bildungsbudgets hintenherum wieder gekürzt. In der Regel von bürgerlichen und ländlichen Mehrheiten. (Siehe Kasten unten.) Mehr G eld für Wissen und weniger für Wehren soll aber kein Freibrief sein. Eine bessere Führung von

For schung und Lehre, weniger Kantönligeist und weniger Besitzstandsdenken sind ebenso wichtig, um konkurrenzfähig zu bleiben. «Die Unis und Fachhochschulen müssen beweisen, dass sie nicht sinnlos Benzin verfahren oder Restmunition verschiessen wie die Armee», sagt Anita Fetz dezidiert. «Schlau genug dazu sind sie sicher.»

das nennen will. Durch gesetzliche Vorgaben, über die wir in den meisten Fällen abgestimmt haben oder hätten abstimmen können. Wenn genügend Unterschriften das verlangt hätten. Und so stürzen sich alle auf die letzten 15 Prozent vom Budget, bei denen noch irgendwas verschoben wer-

den kann. Der Match heisst: Landwirtschaft und Armee (also die Bergkantone) gegen Bildung und öffentlichen Verkehr (also die Stadtkantone). In bürgerlichen Fraktionen werden ab und zu auch Städter auf die Bergseite gezogen. Mit SPMitgliedern ist das nicht zu machen.

Verteidigungsminister Ueli Maurer will nicht einfach die beste Armee. Das wäre zu bescheiden. Er träumt von «der besten Armee der Welt». Daraus wird wohl nie etwas. Das macht nichts. Wir brauchen die besten Schulen. Die beste Ausbildung also. Das mit der Armee ist eher eine Lachnummer. Obschon Maurer es ernst meint. Der Nationalrat hat einen Vorstoss angenommen, so schnell wie möglich 22 neue Kampfflugzeuge anzuschaffen. Der Ständerat doppelte nach. Immer gegen die Stimmen von allen SP-Abgeordneten. Wir haben einen Test riskiert und machten uns auf die Socken. Um Herrn oder Frau Schweizer anzutreffen, die ohne neue Kampfflieger nicht mehr ruhig schlafen können. Wir suchen noch heute. Fairerweise sei notiert, der Bundesrat hat das Ganze nicht angezettelt. Ihm pressierts gar nicht. Aber die Militärköpfe von SVP, FDP und & Co haben ihn überstimmt. Der Bundesrat hat eine einleuchtende Begründung: Für Kampfflugzeuge fehle schlicht das nötige Geld. Egal, könnte man denken. Am Schluss entscheidet ja das Volk. Aber Irrtum. Die bürgerlichen Waffenbeschaffer haben sich einen Trick ausgedacht. Die Flieger werden so billig geredet, dass sie angeblich ins laufende Budget passen. Und da hat das Volk den Mund zu halten. Das ist dicke Post. Erst recht von den Superschweizern in der SVP. Wer meint, neue Kampfjets seien unbedingt nötig, soll gefälligst auch für das nötige Bargeld und die Volksmehrheit sorgen.

KEIN GERÜCHT 1997 wurden die ersten F/A-18-Kampfflieger abgeliefert. Standort Payerne. Für jeden Kampfjet wurde eine Garage gebaut. Mit Tankstelle und Einrichtungen für kleine Reparaturen. So weit, so gut. Und wohl auch nötig. Die Garage war mit einer auffallend dicken Tür versehen. Klar, im Kriegsfall müssen Flieger gut geschützt bleiben. Diese schwere Türe wird elektrisch bedient. Einem Mitglied der Militärkommission des Nationalrats fiel die Frage ein, ob man sie auch per Hand öffnen und schliessen könne. Nein. Aber im Ernstfall könne doch der Strom ausfallen, blieb der Parlamentarier hartnäckig. Die Antwort jagte ihn fast vom Hocker. Im Ernstfall bleibe die Türe offen. Die Militärbürokratie hat ihre eigene «Logik». Warum eine «Panzertüre»? Für die Manöver? Warum nicht für den Krieg? So ist das halt bei der «besten Armee der Welt».


BASEL IN BERN

6

Basler Bürgerliche sind nicht blöd offene s Au senpolitik 100

L Ge ibe se r ll

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er Ständerat ist keine ideologische Kampfzone. Wer dort Erfolg haben will, muss einen grösseren Horizont abdecken als seine Partei. Erst recht, wenn ein «halber Kanton» nur einen Sitz besetzen darf: 50 Prozent der Stimmen plus eine sind die Hürde. Die schafft nur eine Vertrauensperson. Oder eben:

75 50

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Ausgebauter Sozialstaat

Restriktive Finanzpolitik

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DIE MANNSCHAFTSAUFSTELLUNGEN SVP SP FDP CVP/EVP/GLP GPS

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Nicht Schirme einsammeln, wenn’s regnet: Anita Fetz und BaselStadt haben das scharfe Arbeitslosenversicherungs-Gesetz abgelehnt.

Die Vertreterin der Mehrheitsinteressen. Was sich leicht nachprüfen lässt: Das politische Profil von Anita Fetz und die Basler Ergebnisse wichtiger Volksabstimmungen stimmen überein. Die Parolen der bürgerlichen Parteien hingegen verfehlen meistens sogar die eigene Kundschaft.

le litik ra spo t af

Kein Rentenklau: Anita Fetz und Basel-Stadt haben die Senkung vom BVG-Umwandlungssatz verworfen.

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POLITISCH UND PRIVAT

Die Resultate von Anita Fetz in den Wahlen 2003 und 2007 sprechen Bände: Ein Vorsprung von 15'392 bzw. sogar 18'304 Stimmen auf den nächstbesten Kandidaten. Darum zweifelt auch niemand in Bern, dass da Basel spricht, wenn Anita Fetz im Rat das Wort ergreift.

Mein stärkster Trumpf ist, dass ich weniger Kompromisse machen muss als manche bürgerliche Kollegen im Ständerat. Privat ist mein stärkster Trumpf der fast unerschütterliche Spass am Leben. Über den ich manchmal selber staune.

Kein Steuer-Dumping mehr zulassen: Anita Fetz und BaselStadt waren für die Steuergerechtigkeitsinitiative.

Keine schädlichen SteuerGeschenke: Anita Fetz und Basel-Stadt haben die Unternehmenssteuerreform II abgelehnt.

Ein Ass ist je nach Spiel

Ich jasse wirklich leidenschaftlich. Ob ich meine Asse eher schnell bringe oder eher lange halte ...? Bleibt geheim!

Stöck im Stöckli. Gleichstellung im Ständerat heisst: Sauber planen wie eine Frau, hart kämpfen wie ein Mann.

MEINE PERSÖNLICHE BILANZ

Beim Neuen Finanz-Ausgleich (NFA) riskieren Geberkantone wie BS immer, mehr oder weniger sichtbar über den Tisch gezogen zu werden. Ich konnte in Bern erfolgreich eine fairere Berechnung vorspuren.

Das grosse Aufatmen: Bei der Osttangenten-Untertunnelung ist zwar noch viel pendent, aber sie wird kommen! Meine erfolgreiche Motion konnte wenigstens den unsäglichen Steuerabzug für Millionen-Boni begrenzen!

Unnötiges Ausbluten von Sozialver sicherungen bereits im Rat und an der Urne verhindert – erst recht Rentensenkungen auf Vorrat.

Was privat heikel ist? Arbeit und Freizeit so ineinander zu verweben, bis einem fast die Luft ausgeht.

Bundeshaus unterscheiden zu können, ist unschätzbar viel wert.

Unnötige Bedrohung beseitigen: Anita Fetz und BaselStadt stimmten für die Waffenschutz-initiative.

Zusammen mit hoffentlich immer mehr Kolleginnen und Kollegen aus der Region führe ich meinen langjährigen Kampf um den Wisenbergtunnel zuversichtlich weiter!

In Bern oft ein heikler Trumpf: Die selbstbewusste Basler Wirtschaft, die schlaue Ausländerpolitik ... das kann neidisch machen.

Schein oder Sein. Das im

www.smartvote.ch / sotomo.ch

Dank meinen Vorstössen werden die Krankenversicherten in Basel um 50 Millionen Franken entlastet. Vorher liessen Krankenkassen die Baslerinnen und Basler auch für andere mitblechen.

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Mal ganz persönlich: Wie gewinnt man in Bern?

ro.ch

Dass Basel-Stadt seit 1935 praktisch immer ein SP-Mitglied in den Ständerat delegiert, ist auch bürgerlichen Stimmen zu verdanken. Kein Wunder: Sachpolitisch tragen auch bürgerliche Basler ihr Herz eher links.

.pika www

Hinter jeder erfolgreichen Frau stehen ... gute Männschen. Konkret ein Super-Ehemann, Super-Freunde und ein Super-Kater.

Zum Glück wird in der Politik manchmal Undenuffe gespielt. Wenn nämlich das Volk sagt, wo es langgeht. Wo ich wohne, heisst es „«nur» Kleinbasel. Aber da ist die grösste Rheinpromenade, die längste Abendsonne und das farbigste Leben.


Was machen Politiker eigentlich den ganzen Tag? von Helmut Hubacher

«Manchmal frage ich mich, ob wir Politiker noch normal sind.»

D

as meinte Carl Miville, Die Bundeswehr zahlte die damals Basler Stände- Hälfte. Unsere Armeeführat, ernst-ironisch. Wir hat- r u n g h a t t e w i e d e r m a l ten von unseren Frauen «grosszügig» gerechnet. den Auftrag, ein Datum für Das wäre eine Stor y für den nächsten Familienjass sich. Ich will nur darlegen, zu finden. Und fanden wie Politiker arbeiten. kaum noch einen frei- V o n A n i t a F e t z en Abend. weiss ich, wie gründWa r u m h a b e n P o l i t i ke r l i c h s i e s i c h i n f o r stets randvolle Kalender? miert. Konsultiert werden Was tun die den ganzen Fachleute, Regierungsräte, Tag lang im Ständerat? Wissenschafter, SpezialisDa sind mal die vier Sessi- ten, Gewerkschaften, Wirtonen. Sie dauern drei Wo- s c h a f t s f ü h r e r u n d u n d chen. Macht drei Mo- und. nate. Dazu kommen Kom- Claude Janiak ist ein pomissions sit zungen z w i - litischer Sherlock Holmes. schen den Sessionen. Zu- In der Geschäftsprüfungssammengezählt gibt kommission gilt er als hardas nochmals zwölf ter «Spürhund». BundesräWochen. Damit wäre das te und Verwaltung machen erste Halbjahr abgesessen. ihm kein X für ein U mehr Ists das schon? Natür- vor. lich nicht. Ein Sp r ichwor t s ag t : Sessionen und Sitzun- «Die einzige Gewähr für das gen kann man nicht ein - Wissen ist das Können.» fach aus dem Ärmel schüt- Das kommt nicht von alleiteln. Sie müssen vorberei- ne. Dahinter steckt viel Artet werden. Der Briefträger beit. Dazu gehören Medienbringt fast täglich Post aus auftritte, Interviews, Parteidem Bundeshaus. Jeden anlässe, Bürgerkontakte, Monat ein paar Kilo Internet, Facebook, jede Papier. Das ist nicht über- Menge Lesestof f. Politik trieben. Alles verarbeiten braucht Zeit. Viel Zeit. zu wollen, geht gar nicht. Ich mag Politiker Die Arbeit wird aufgeteilt. nicht, die reden und reAuf alle SPden und Ständeräte. nichts sagen. «Die einzige Anita Fetz hat Gewähr für das Für die schreiihre Themen, Wissen ist das be ich kein guClaude Janiak tes Wort. Können.» hat seine Noch etwas. Schwerpunkte. Dem sagt Anita Fetz und Claude Janiman Teamarbeit. ak nehmen sich genügend Gute Politiker sind Freizeit. Ist das wichtig? kritisch. Und schlu- Aber sicher. So macht Policken nicht alles, was tik Freude. Nur wer etihnen der Bundesrat was gern macht, macht serviert. Ich habe mich es auch gut. oft im Ausland informiert. Ein Letztes. Ich schreibe Zum Beispiel, als die Ar- keinen Schmus. Das habe mee 4,5 Milliarden Franken ich in meinem Alter nicht für 420 deutsche Leopard- mehr nötig. Ich meine es P a n z e r v e r l a n g t e . W i e so, wie Sie es lesen. Unseüberprüfen, ob der Preis re beiden Ständeräte mastimmte? Ich fragte SPD - chen ihren Job besser als Ko ll egen im D eut s ch en nur gut. Das wiederum beBundestag. Die Reise hatte tone ich nicht von jedem sich gelohnt. Politiker.

Impressum:

Voll Fetz!

Die Wahlzeitung des Unabhängigen Komitees «Unsere Ständerätin.» geht per Post an alle Haushalte des Kantons Basel-Stadt.

Anita Fetz, Ständerätin.

Unabhängiges Komitee «Unsere Ständerätin.» Allschwilerstrasse 26 4055 Basel www.letsfetz.ch

Gesamtverantwortung: Ann-Margit Stroschein Redaktion: Urs Eberhardt, Helmut Hubacher, André Tschudin

Spendenkonto: Postcheckkonto 60-188973-5 IBAN CH63 0900 0000 6018 8973 5 BIC POFICHBEXXX

Layout: borowski+ Produktion: Michel Craman, Ringier Print Bildnachweis: siehe Hinweis auf Fotos

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b.. er .. n 28. Septem t über StA dera im g n u Abstimm AKW-Ausstieg.

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