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Amtliche Mitteilung der Marktgemeinde Golling Zugestellt durch Post.at

Die Zeitung der Öffentlichen Bücherei Golling

Ausgabe 3 / 2012

UNSERE ÖFFNUNGSZEITEN: Montag: Mittwoch: Freitag: Sonntag:

16.00 - 19.00 16.00 - 19.00 16.00 - 19.00 10.00 - 11.00

Alois Brandstetter

UNSERE ADRESSE:

Burg Golling Donnerstag, 18. Okt. 19.30 Uhr

Öffentliche Bücherei Golling Pfarrgasse 119 5440 Golling

Eintritt: VK € 5,00, AK € 8,00

Tel.: 06244/6323 Fax: 06244/6323 E-MAIL: biblio@oeb-golling.salzburg.at HOMEPAGE: www.biblio-golling.salzburg.at

© Lukas Beck

Literaturcafé

Mittwoch, 17. Okt., 19.00 Uhr in der Bücherei Eintritt frei

Bilderbuchkino

Pfoten hoch!

Die Bücherei ist - außer an den Feiertagen - das ganze Jahr über geöffnet; Verlängerungen sind auch rund um die Uhr per Telefon oder E-Mail möglich.

Pfarrsaal Golling Freitag, 19. Okt., 15.00 Uhr Eintritt frei Für Groß und Klein ab 3 Jahren

Wir freuen uns auf Ihren Besuch! IMPRESSUM: „Seitenweise“ wird von der Öffentlichen Bücherei Golling herausgegeben und 3x jährlich an alle Haushalte versandt.

Der Gosauer Helmut Pichler

Afghanistan © Helmut Pichler

Dienstag, 13. Nov., 19.30 Uhr, Café Maier


Zwei neue Mitarbeiterinnen Susanne Lienbacher Da ich seit August in der Bücherei Golling mitarbeite, möchte ich mich allen, die mich noch nicht kennen, kurz vorstellen: Mein Name ist Susanne Lienbacher, ich bin 45 Jahre alt und wurde in Salzburg geboren. Nach der Schulzeit arbeitete ich 15 Jahre in einer internationalen Unternehmensberatung und hatte durch sehr lange Arbeitszeiten und zahlreiche Auslandsaufenthalte leider wenig Zeit zum Lesen. Das änderte sich vor 15 Jahren, als ich mit meinem Mann nach Golling übersiedelte. Mit unseren Töchtern, die mittlerweile auch sehr eifrige Leserinnen sind, besuchte ich oft die Bücherei und bekam schon damals einen sehr positiven Eindruck, nicht nur von der Quantität, sondern vor allem von der Qualität der vorhandenen Bücher. Heute bin ich eine begeisterte „Leseratte“ und es wäre für mich undenkbar, am Nachttisch keine Bücher zu haben oder ohne genügend Lesestoff in Urlaub zu fahren. Neben der Bücherei helfe ich im Pfarrgemeinderat mit, singe im Kirchenchor und bin im Architekturbüro meines Mannes angestellt. Diesen Sommer wurde ich von Anita gefragt, ob ich mir vorstellen könnte, das Büchereiteam zu unterstützen und ich konnte mich mit dieser Idee sofort anfreunden. Die neue Herausforderung ist sehr interessant und macht großen Spaß.

Barbara Irnberger Seit kurzem unterstütze ich das Team der Bücherei Golling. Allen, die mich nicht kennen, darf ich mich kurz vorstellen: Mein Name ist Barbara Irnberger, ich bin 28 Jahre alt und arbeite als Volksschullehrerin in Schönau am Königssee, Bayern. In meiner Freizeit bin ich gerne in den Bergen unterwegs und lese viel. Als mich Gerti fragte, ob ich es mir vorstellen könnte in der Bücherei mitzuarbeiten, war ich schnell bereit und sagte zu. Die große Auswahl und das angenehme Umfeld machen für mich jeden Büchereibesuch zum entspannten Start ins Wochenende. Ich freue mich auf viele Leser, die ich während meiner Freitagdienste kennen lernen werde.

Aller gefährlichen Dinge sind drei... Helmut Pichler wieder in Afghanistan Als Helmut Pichler 1997 (illegal) durch Afghanistan reiste, herrschte noch das radikal-islamische Taliban-Regime. Nach dem 11. September 2001 kam es zu großen

Veränderungen. Seit ihrer Entmachtung agieren die Taliban im Untergrund. Immer wieder gibt es Anschläge – Afghanistan gilt als permanenter Krisenherd. „Die Medien vermitteln von diesem Land oft einen verzerrten Eindruck der Realität. Ich wollte mir selbst ein Bild von der Lebenssituation der Menschen machen – hautnah, echt und unverfälscht. Deshalb entschied ich mich, nach 14 Jahren das Land noch einmal zu besuchen“, bringt Helmut Pichler seine Motivation für die ungewöhnliche Reise auf den Punkt. Seine jüngste Reise nach Afghanistan im Winter 2012 begann chaotisch. Gemeinsam mit neun Weggefährten wurde er in Tadschikistan zwei Tage von einem Felssturz eingeschlossen und musste seine Route massiv ändern. Warum ihn das traditionelle Reiterspiel Buzkashi begeisterte, wie er doch noch nach Nordafghanistan gelangte und welche gefährlichen Situationen er dort erlebte, erfahren Sie am Dienstag, 13. Nov. Café Maier in Golling; Beginn:19.30 Uhr


Autoren aus Österreich Alois Brandstetter Donnerstag, 18. Okt. 19.30 Uhr Burg Golling Eintritt: Vorverkauf € 5,00, Abendkassa € 8,00 © Lukas Beck

Wie nähert man sich einem Autor, der seit Jahrzehnten ein Fixstern in der österreichischen Literatur ist? Einem sprachlich virtuosen Denker, der mit seinem feinen Humor zu begeistern versteht? - Am besten, indem man ihn einfach einlädt …

Bereits für seine Dissertation hat er die Mundart seines oberösterreichischen Heimatortes unter die Lupe genommen – Pichl bei Wels ist wohl nicht nur deshalb zu Recht stolz auf seinen berühmten Sohn und hat ihn zum Ehrenbürger ernannt.

Sie haben richtig gelesen: Alois Brandstetter kommt tatsächlich nach Golling! Im Rahmen der Woche „Österreich liest“ gibt es die Gelegenheit ihm zuzuhören. Wir fühlen uns geehrt und freuen uns darauf, diesen Abend gemeinsam mit Ihnen zu genießen.

Eine kleine Auswahl seines umfassenden Schaffens halten wir in der Bücherei für Sie bereit. Das Aktuelle zuerst:

Alois Brandstetter, gebürtiger Oberösterreicher und von 1974 bis 2007 Professor für Deutsche Philologie an der Universität Klagenfurt, begann erst relativ spät zu schreiben. Heute kann er auf eine steile und erfolgreiche Karriere zurückblicken – mit einer langen Liste von Werken und Auszeichnungen. Alois Brandstetter-Fans lieben vor allem, wenn er über Gott und die Welt, über die menschlichen Befindlichkeiten und die – vor allem österreichischen - Zustände räsoniert. Die Themen gehen ihm dabei nie aus. Nostalgisch ist er schon unterwegs, aber nicht lamentierend, sondern pointiert-ironisch – echt Brandstetter eben! Als Meister der sprachlich feinen Klinge und der geschliffenen Rede präsentiert er sich durchaus auch einmal in einem unkonventionellen Rahmen, so zum Beispiel im März dieses Jahres bei einer Dialogpredigt im Klagenfurter Dom! Mit der Sprache zu spielen und die Bedeutung von Wörtern zu erforschen, das war schon immer ganz seins und zieht sich wie ein roter Faden durch Brandstetters Werk.

Fast 40 Jahre nach der Veröffentlichung seines Romans „Zu Lasten der Briefträger“ gibt es seit 2011 deren „Entlastung“. Die drei Briefträger von damals sind inzwischen pensioniert und schwadronieren nun am Stammtisch weiter: Allein die aktuelle Situation der Post liefert mehr als genug Gesprächsstoff zur „Entlastung der Briefträger“. „Cant lässt grüßen“ (2009): Ein Briefroman der besonderen Art! Am Ende des 18. Jahrhunderts bittet eine junge Frau mit heftigem Liebeskummer den Philosophen Kant um Rat – dessen Assistent übernimmt nur allzu gern die Rolle eines außergewöhnlichen Briefkastenonkels und gibt auch Antwort auf Fragen, die eigentlich gar nicht gestellt worden sind … Zu einer unsentimentalen Einstimmung auf die dunkle Jahreszeit lädt Brandstetter mit seinen Winter- und Adventgeschichten „Vom Schnee der vergangenen Jahre“ (2008) ein. Eine Reihe weiterer Bücher (z.B. „Hier kocht der Wirt“, „Der geborene Gärtner“, „Kleine Menschenkunde“ u.a.) bieten ebenfalls tiefsinnige Erzählkunst vom Feinsten.


Für Sie gelesen Anthony McCarten: Ganz normale Helden Fortsetzung von „Superhero“ – die Familie des verstorbenen Donald Delpe flüchtet in eine Scheinwelt Das also ist übrig geblieben von der Familie des „Superhero“ (erschienen 2007 und verfilmt unter dem Titel „Am Ende eines viel zu kurzen Tages“): ganz normale Helden. Drei Personen, die nach dem Tod des leukämiekranken Donald – eben „Superhero“ – um ihr eigenes Überleben und ihren Fortbestand als Familie kämpfen. Da ist der 18-jährige Jeff, der seinem toten Bruder noch immer SMS schickt und eines Tages nicht mehr nach Hause zurückkehrt. Seine Mutter Renata, die in einem Internet-Chatroom mit „Gott“ kommuniziert. Sein Vater Jim, der sich im Internet auf die Suche nach seinem nunmehr einzigen Sohn macht und ihn tatsächlich findet – als Star im Onlinespiel „Life of Lore“ (LoL), begleitet von einem Mentor namens Luther. Der verzweifelte Vater schleicht sich nun seinerseits mit einem anderen Ich in Jeffs neue Welt ein und kämpft sich Level für Level in die Nähe seines Sohnes hoch. Dabei erfährt er Unglaubliches – auch über sich selbst … Der neuseeländische Autor McCarten überzeugt auch in diesem virtuell-virtuosen Roman durch seine bis zur Namensgebung wohlüberlegte Fabulierfreude. Das Buch kommt ganz harmlos unterhaltsam daher, liest sich überaus flüssig und birgt auf einer beklemmenden „anderen“ Ebene viel Stoff zum Nachdenken. Ein weiterer aktueller Anlass zum Lesen: Für die diesjährige Frankfurter Buchmesse wurde Neuseeland als Ehrengast eingeladen. Sabine Krutter

Georg Haderer: Engel und Dämonen Engel und Dämonen, Genie und Wahnsinn - und Major Schäfer mitten drin... Seit mehr als drei Wochen ist Major Schäfer jetzt spurlos verschwunden und sein Assistent Bergmann muss versuchen, in seine Fußstapfen zu treten. Und das ist gar nicht so einfach, denn er bekommt es unter anderem mit einem hingerichteten Prostituiertenmörder und einem IT-Spezialisten, der offensichtlich einen spektakulären Bombenanschlag geplant hatte, zu tun. Bald führt die Spur zu obskuren Erzengelseminaren im Waldviertel und esoterischen Endzeitprophezeiungen - und zu Major Schäfer... Bergmann fürchtet, dass sein Vorgesetzter wieder einmal im Alleingang ermittelt hat und ihm dabei Schlimmes zugestoßen ist. Doch dann mehren sich Hinweise, dass er in einem Wald in der Schweiz gesehen wurde. Im Zuge seiner Recherchen dringt Bergmann auch immer tiefer in die Psyche Major Schäfers ein und es beunruhigt ihn, was er dort findet: Immer schon ein gefährlicher Wanderer zwischen Genie und Wahnsinn, scheint Schäfer diesmal endgültig eine Grenze überschritten zu haben. Der Fokus des neuesten Falls liegt diesmal eindeutig auf Chefinspektor Bergmann. Intelligent genug, um sich und seine Stärken richtig einschätzen zu können, ist der von der plötzlichen Herausforderung nicht gerade begeistert. Zu allem Überfluss wird er von Kollegen und Vorgesetzten laufend mit seinem verschwundenen Chef verglichen. Dabei ist er der Einzige, der auch die dunklen Seiten des charismatischen Majors sieht. Aus Loyalität gegenüber Schäfer und einem unerschütterlichen Gerechtigkeitssinn heraus wächst Bergmann über sich hinaus. Interessante Figuren und die trotz der skurrilen Thematik realistisch nachvollziehbare Handlung garantieren spannende Unterhaltung. Und dass es nicht zu ernst und pathetisch wird, dafür sorgt Haderer wie immer mit pointiertem Wortwitz. Anita Ruckerbauer


Sachbücher Kathrin Hartmann: Wir müssen leider draußen bleiben - die neue Armut in der Konsumgesellschaft Immer mehr Bürger in Deutschland und Österreich sind vom wirtschaftlichen Reichtum des Landes ausgeschlossen. Nicht nur Arbeitslose oder Rentner, auch viele Menschen, die sich in einer Endlosspirale von Billigjobs und Zeitarbeit befinden. Früher konnten sie sich nicht nur der sozialstaatlichen Unterstützung, sondern auch einer gewissen Solidarität sicher sein. Doch damit ist es nun vorbei. Wer nicht mehr mitkommt in unserer Wirtschaft, ist selber schuld. Reflexartig werden ihm Bildung, soziale Kompetenz oder gar der Arbeitswille abgesprochen. Die Intellektuellen gewöhnen sich an, die Verlierer der entfesselten Konkurrenz nach ästhetischen Kriterien („Billigkonsum“ und „UnterschichtenTV“) abzuurteilen. Die abstiegsbedrohte Mittelschicht übernimmt diese Sicht. Dabei ist die Armut – die heute natürlich ein anderes Gesicht hat als früher – längst in dieser Mitte unserer Gesellschaft angekommen. Andreas Salcher: Ich habe es nicht gewusst Eines Tages wird ein Kind die Dinge, die heute passieren, beim Namen nennen: Raub von Ressourcen, Vergiftung von Sehnsüchten, Gleichgültigkeit gegenüber dem Elend, Maximierung des Eigennutzes. Dann kommt eine Frage: Hast Du es damals wirklich nicht gewusst? Plötzlich spüren wir, dass es uns doch betrifft und wir entscheiden müssen: hinschauen und handeln oder wegschauen und unterlassen. Andreas Salcher zeigt mit vielen bewegenden Beispielen, dass jeder auch noch so kleine Versuch, eine Chance zu ergreifen, zum faszinierenden Erlebnis werden kann. „Das ist kein Buch über Weltverbesserung, sondern über Selbstverbesserung.“ Martin Korte: Jung im Kopf Erstaunliche Einsichten der Gehirnforschung in das Älterwerden Besser als Sie denken: Wie unser Gehirn wirklich altert... Altern, so der bekannte Hirnforscher und Lernexperte Martin Korte, ist keineswegs gleichbedeutend mit körperlichem und geistigem Verfall. Das mittlere und das höhere Alter sind vielmehr menschliche Entwicklungsphasen mit be-

stimmten Eigenheiten, Schwächen, aber auch besonderen Fähigkeiten und Stärken, die wir erkennen und nutzen sollten. Brett L. Markham: Mini-Farming Autark auf 1000 Quadratmetern Dieses Buch bietet Ihnen einen ganzheitlichen Zugang, wie Sie im eigenen Garten autark werden und den Großteil Ihrer Lebensmittel selbst anbauen können. Auf nur 1000 Quadratmetern decken Sie 85 Prozent des Lebensmittelbedarfs einer vierköpfigen Familie! Rotraut A. Perner: Der erschöpfte Mensch Flexibilität, Konkurrenzdruck, soziale Vereinsamung durch virtuelle Beziehungswelten führen tatsächlich zu Stress, Überforderung und schließlich zur totalen Erschöpfung. Die Psychotherapeutin und Mediatorin zeigt Auswege.

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Neue Filme Atmen Der neunzehnjährige Roman Kogler steht kurz vor seiner möglichen vorzeitigen Haftentlassung aus der Jugendstrafanstalt. Doch Roman hat schlechte Karten - verschlossen, einzelgängerisch, ohne familiären Anschluss, scheint er für eine Sozialisierung unfähig. Ausgerechnet der Freigängerjob bei einem Bestattungsunternehmen führt Roman über den Umweg Tod zurück ins Leben. Der international hochgelobte Regieerstling von Schauspieler Karl Markovics. Hugo Cabret Paris in der 1930ern: Der 12jährige Waisenjunge Hugo (Asa Butterfield) lebt versteckt im Gewölbe eines riesigen Pariser Bahnhofes. Dort setzt er das Lebenswerk seines verstorbenen Vaters fort und zieht täglich die riesigen Bahnhofsuhren auf. Obwohl Starregisseur Martin Scorsese mit "Hugo Cabret" ein Kinderbuch verfilmt hat, ist kein Kinderfilm herausgekommen, sondern ein berührendes Leinwandmärchen für Kinoliebhaber mit großartigen Bildern. Extrem laut und unglaublich nah Der elfjährige Oskar Schell verliert seinen Vater bei den Anschlägen des 11. September. Als er im Nachlass einen Schlüssel mit der Aufschrift „Black“ findet, beschließt der eigenbrötlerische Junge, alle 478 New Yorker mit diesem Nachnamen zu besuchen. Gelungene filmische Umsetzung des Bestsellers von Jonathan Safran Foer. Der Sommer der Gaukler Auf dem Weg nach Salzburg bleibt die Theatertruppe um Emanuel Schikaneder (Max von Thun) mangels Spielerlaubnis in einem kargen Bergdorf vor der österreichischen Grenze hängen. Dort eskaliert gerade ein Streit zwischen dem Bergwerksbesitzer Paccoli (Erwin

Steinhauer) und den revoltierenden Bergarbeitern, in dem Schikaneder schnell die Basis für sein neues Stück entdeckt. Doch nicht nur die Bergarbeiter, sondern auch Schikaneders Ensemble geht wenig später auf die Barrikaden. Eine kurzfristig anberaumte Freilichtaufführung der Truppe führt zu heftigen Turbulenzen. Unterhaltsame Komödie von Marcus H. Rosenmüller (Wer früher stirbt, ist länger tot) The Best Exotic Marigold Hotel „Verbringen Sie den Herbst Ihres Lebens in einem indischen Palast!“ Sieben mehr oder weniger rüstige britische Pensionäre folgen dem Aufruf einer Werbebroschüre – und landen in einer abbruchreifen Hotelruine. Doch wie weiß der junge Manager so schön: „Am Ende ist alles gut. Und wenn es nicht gut ist, ist es auch nicht das Ende.“ Hin- und hergerissen zwischen „Ich esse nichts, was ich nicht aussprechen kann“ und „Das ist wie Florida, nur mit mehr Elefanten“, erliegen die sieben höchst unterschiedlichen Senioren immer mehr dem Zauber Indiens. Der kalte Himmel Der kleine Felix lebt in seiner eigenen Welt. Bei der Einschulung scheitert er kläglich. In den Augen anderer Eltern ist er schlecht erzogen, der Rektor will ihn auf die Hilfsschule schicken, und die abergläubische Großmutter organisiert mit dem Dorfpfarrer gar eine Teufelsaustreibung. Nur seine Mutter Marie (Christine Neubauer) stemmt sich gegen diese Wand der Ablehnung, denn sie ahnt, dass ihr Felix weder besessen noch schwachsinnig ist. Autismus in den 1960er Jahren. Die Tribute von Panem: Die langersehnte filmische Umsetzung der Bestseller von Suzanne Collins. Eine ganz heiße Nummer - die bayrische Antwort auf "Kalender Girls" Die anonymen Romantiker - entzückende Romanze um zwei "Hochsensible", die sich bei ihren Gefühlen dauernd selber im Wege stehen. Ziemlich beste Freunde - die ebenso bewegende wie respektlose Komödie um Freundschaft und Behinderung.


Hits für Kids Michael Gerard Bauer: Mein Hund Mister Matti Wer hätte gedacht, dass aus dem niedlichen kleinen Mischlingswelpen einmal ein derartiges Ungetüm werden würde? Gut, dass Mister Matti sich als ausgesprochen gutmütig erweist. So erklärt Coreys Mum auch die eigentümliche schwarze Fellzeichnung auf der Brust des sonst schneeweißen Hundes damit, dass sein Herz einfach zu groß sei, um ganz in sein Inneres zu passen. Und so erzählt Corey von Mister Mattis Kampf gegen furchteinflößende Stofftiere, seiner Panik vor Gewitter,

Andreas Eschbach: Time*Out Die überaus spannende Trilogie um den jugendlichen Hacker Christopher und die Untergrundgruppe, die die Vernetzung der Menschheit durch Chips, die in ihr Gehirn gepflanzt werden, verhindern will, geht in die letzte Runde. Science fiction? Ja, aber trotzdem erschreckend realistisch! Computerwelt? Ja, aber auch für technische Dummies gut zu verstehen. Auch für Erwachsene eine unbedingte Empfehlung! Thimotée de Fombelle: Vango - Prinz ohne Königreich New York, 1936. Vango versucht verzweifelt, den Mann zu finden, der seine Eltern auf dem Gewissen hat. Und der zugleich der einzige Mensch auf der Welt ist, der Vango Aufschluss über die Nacht geben kann, in der seine Eltern brutal ermordet worden sind. Doch dieser Mann, Cafarello, ist inzwischen eine Größe in der New Yorker Unterwelt und Meister darin, seine Spuren zu verwischen. Und Vango wird weiterhin verfolgt, ohne wirklich zu wissen, wer seine Verfolger sind und was sie von ihm wollen ... Der fulminante Abschluss der Saga um Vango, atemberaubend bis zur letzten Seite und voller überraschender Wendungen. Ein Meisterwerk und höchster Lesegenuss!

aber auch von seiner Treue und Bereitschaft, die Familie zu beschützen. Doch Corey berichtet auch von dummen Streichen, die er dem Hund gespielt hat und für die er sich immer noch schämt. Denn "eine Geschichte löst sich nicht in Luft auf oder hört auf, wahr zu sein, bloß weil man sie nicht erzählt." Und so erfährt man auch von den Veränderungen in seiner Familie: von der Geburt der Schwestern, vor allem aber auch in der Veränderung in der Beziehung seiner Eltern, als der Vater den Job verliert. Der australische Autor, der mit "Running Man" und seiner Ismael-Trilogie international bekannt wurde, ist hier ein wunderbares Buch über Freundschaft, Treue und Verantwortung gelungen. Gleichermaßen humorvoll wie berührend werden die Geschichten um Mister Matti auch Nicht-Hundebesitzer begeistern - und auch Erwachsene. Anita Ruckerbauer

Thomas Thiemeyer: Die Chronik der Weltensucher - Der Atem des Teufels Nach dem Ausbruch des Vulkans Krakatau kommt die Erde auf Java immer noch nicht zur Ruhe. Und es mehren sich Gerüchte über Menschen, die spurlos verschwinden - und über seltsame Wesen mit Hörnern, die aus Erdspalten auftauchen. Ein Fall für Carl Friedrich von Humboldt, Spezialist für unerklärliche Phänomene und Kopf seines Teams der Weltensucher. Lauren Child: Ich war's nicht! Ganz ehrlich nicht! Weitere Abenteuer mit Charlie und Lola, die den Kleinsten aus der Sendung mit der Maus bekannt sind. Wir haben noch mehr der hinreißenden Bücher, aber auch viele der Abenteuer auf DVD. David Melling: Schlaf gut, Paulchen! Paulchen ist ganz aufgeregt, denn er darf beim Hasen übernachten. Doch auf dem Weg dahin fängt er sich gleich eine ganze Schafherde ein - wie soll man die alle in einem Hasenbau unterbringen?


Aufgeblättert Einige Neuzugänge der letzten Monate Henning Mankell: Erinnerungen an einen schmutzigen Engel Schweden, Anfang 20. Jahrhundert: Die junge mittellose Hanna muss als älteste von fünf Geschwistern ihr Heimatland verlassen und kommt in die portugiesische Kolonie Mocambique. Sie wird dort ein Vermögen erben, ein Bordell leiten und einige Jahre später spurlos wieder verschwinden. Von vielen Kritikern als einer der besten Romane des schwedischen Bestsellerautors bezeichnet. Walter Kappacher: Land der roten Steine Die Canyons in den USA: eine Welt voller Einsamkeit und Stille. Wessely, ein Arzt aus dem Salzburger Land, bricht in die Vereinigten Staaten auf, um im Alter über seine Zukunft nachzudenken. Tom Hillenbrand: Teufelsfrucht Der ehemalige Sternekoch Xavier Kieffer möchte mit Haute Cuisine nichts mehr zu tun haben. Doch dann liegt ein Restaurantkritiker tot in seinem netten Lokal... Vladimir Vertlib: Schimons Schweigen Warum haben der Vater und sein einst bester Freund Schimon dreißig Jahre kein Wort mehr miteinander gewechselt, obwohl sie in der Sowjetunion gemeinsam im Untergrund kämpften? Vertlib macht sich auf eine Spurensuche. Isabel Allende: Mayas Tagebuch »Mayas Tagebuch« erzählt von einer gezeichneten jungen Frau, die die unermesslichen Schönheiten des Lebens neu entdeckt und wieder zu verlieren droht. Ein unverwechselbarer Allende-Roman: bewegend, spannend und mit warmherzigem Humor geschrieben. Manfred Baumann: Zauberflötenrache: Meranas dritter Fall „Der Hölle Rache kocht in meinem Herzen" singt die Königin der Nacht in Mozarts Zauberflöte bei der Opernpremiere der Salzburger Festspiele - und bricht tot zusammen. Spannend, humorvoll und viel Information über die Zauberflöte. Tana French: Schattenstill Broken Harbour, eine windgepeitschte Geisterstadt voller Bauruinen nördlich von Dublin: In einem der wenigen bewohnten Häuser wird eine junge Familie aufgefunden – die Eltern brutal niedergestochen, die beiden kleinen Kinder erstickt. In den Wänden ihres hübsch eingerichteten Häuschens klaffen rätselhafte Löcher.

Ines Eberl: Jagablut Emma Canisius, eine junge Wiener Ärztin, übernimmt die Landarztpraxis von Alpbach. Dass sie es hier mit Mord und Totschlag zu tun bekommt, hätte sie sich nie träumen lassen... Herbert Dutzler: Letzter Gipfel Der Gasperlmaier hat es nicht leicht: Ein mysteriöser Anruf führt ihn auf den Loser, wo gleich zwei Frauenleichen zu seinem neuesten Mordfall werden. Jussi Adler-Olsen: Verachtung Eine Reihe vermisster Personen aus dem Jahr 1987, die durch eine Person und deren entsetzliches Schicksal verbunden sind. Kurt Palm: Die Besucher Journalist Martin Koller wollte nur ein paar Tage mit seiner Mutter allein sein. Dann kommen sie, die Besucher, und nehmen das ganze Haus in Beschlag. Vladimir Kaminer: Onkel Wanja kommt Vladimir erhält einen Brief von Onkel Wanja: »Bevor ich sterbe, möchte ich noch einmal die Welt bereisen. Vielleicht nicht die ganze Welt, vielleicht nur Europa oder gar nur Deutschland. Und auch dort nur Berlin. Kurzum, schicke mir bitte eine Einladung.« Brigitte Kanitz: Immer Ärger mit Opa Die Wahlgroßstädterin Nele kehrt nach Jahren zurück in die Lüneburger Heide. Im Gepäck hat sie Tränen um den frisch verstorbenen Opa. Und seine Asche – die sie prompt im ICE vergisst. Mathias Gatza: Der Augentäuscher Es war nichts als eine dunkel angelaufene Metallplatte, in die die Zahl 1673 geritzt war. Aber der Fund war spektakulär. Die Reste eines Photos aus dem 17. Jahrhundert? Obwohl die Photographie erst im 19. erfunden wurde? Doch dann finden sich Hinweise auf einen gewissen Silvius Schwarz, hochbegabter Stillleben-Maler, Libertin und Atheist, der in Dresden aus einer Camera obscura ein künstliches Auge gebaut hat...

Stets kompetent in Sachen Bücher:


Seitenweise 3/2012