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VOLK AUF DEM WEG Nr. 3 M채rz 2013 64. Jahrgang Landsmannschaft der Deutschen aus Russland e.V.

Allen unseren Lesern frohe und gesegnete Ostern!

Landsmannschaft stiftet Katharinen-Preis der Deutschen aus Russland


OSTERN

Ostern steht vor der Tür

O

stern gehört zu den wichtigsten Festen in Deutschland, und es ist das älteste Fest des Christentums. Früher, als das religiöse Fastengebot strengstens eingehalten wurde, musste zwischen Aschermittwoch und Ostersonntag auf alle Genüsse verzichtet werden. Da auch die Eierspeisen auf dem Index standen, durfte erst von Karfreitag an der in der Zwischenzeit angesammelte Eierberg „abgebacken“ werden. Jede Region kannte ihre eigenen Osterbrote und Gebäcksorten, um den Frühlingsbeginn und die Auferstehung Christi zu feiern. Nachstehend einige Angaben zu österlichen Begriffen:

Woher stammt „Ostern“? Über die Herkunft des Wortes „Ostern“ gibt es seitens der Sprachwissenschaft verschiedene Darstellungen. Im Allgemeinen wird das Wort mit dem Namen der germanischen Frühlingsgöttin „Ostara“ in Verbindung gebracht. Auch wird auf die Wortverwandtschaft zum althochdeutschen Wort „Ostar“ hingewiesen, das heißt östlich, im Osten, in Richtung der aufgehenden Sonne. Ostern wurde seit jeher mit Licht, mit Sonne aus dem Osten, also mit Frühling und mit länger werdenden Tagen verbunden.

Palmsonntag: Sonntag vor Ostern, Beginn der Karwoche. An diesem Tag wurde der Einzug Jesu in Jerusalem mit geweihten grünen (Palmen-)Zweigen bejubelt (Palmweihe). Gründonnerstag: Donnerstag vor Ostern, an dem die eigentlichen Kartage (Leidenstage) beginnen. An diesem Tag wurde Jesu verraten; es

Seit wann wird Ostern gefeiert? Bräuche, die dem Frühjahr, der Sonne, dem Tag der Frühlings-Tag-undNacht-Gleiche, dem beginnenden Leben gewidmet sind, gab es bei vielen Völkern bereits in der vorchristlichen Zeit. Noch heute sind Elemente aus jener Vergangenheit im volkstümlichen Brauchtum (Osterfeuer, Osterspiele, Ostereier) erhalten. Als christliches Fest wurde Ostern vermutlich bereits in der ersten Hälfte des 2. Jahrhunderts begangen, zunächst zur Erinnerung an den Tod Jesu, weniger zur Feier seiner Auferstehung. Heute ist das Fest der Auferstehung Christi der Mittelpunkt des deutschen Jahreskreises. Welche Tage umfassen Vorostern und Ostern?

Otto Flath, "Kreuz und Osterlicht".

Die Zeit vor Ostern ist eine Zeit der gründlichen Reinigung von Haus, Hof und Garten, d.h. es wird der große Frühjahrsputz durchgeführt. Frühling und Ostern sollen frisch und sauber begrüßt werden. In uralten Zeiten wollte man mit Reinigen die bösen Geister vertreiben. Eng verbunden mit dem Osterfest sind Begriffe wie Passionszeit, Palmsonntag, Gründonnerstag, Karfreitag, Karsamstag, Ostersonntag und 2. Osterfeiertag. Was bedeuten diese Bezeichnungen? Passionszeit: Abschnitt des Kirchenjahres, der dem Gedenken an die Leiden Christi gewidmet ist; 40-tägige Fastenzeit der Gläubigen vor Ostern.

fand sein letztes Abendmahl statt. Dieser Tag wird mit grünen Speisen in Verbindung gebracht. Karfreitag: Freitag vor Ostern, an dem Jesus am Kreuz starb. Der Todestag Christi ist der höchste evangelische Feiertag und steht mit strengem Fasten, Stille und Besinnlichkeit, Trauergesängen statt Kirchenliedern, Schweigen von Glocken und Orgel, Prozessionen und Friedhofsbesuchen ganz im Zeichen der Trauer. Karsamstag: Samstag vor Ostern, an dem häufig das Osterfeuer entzündet wird; Tag der Grabesruhe Jesu Christi. Der Tag war im Volksbrauch schon immer der Reinigungstag;

das Haus wird für Ostern gescheuert und festlich geputzt, die Osterbrote werden gebacken, und alles wird zurechtgelegt. Osternacht: Nacht von Karsamstag auf Ostersonntag, vielerorts mit Kirchenbesuchen und alten Osterbräuchen verbunden. Ostersonntag (auch 1. Osterfeiertag): Hauptfest; Auferstehung Jesu Christi; kirchliche Veranstaltungen, Osterbräuche und Osterspiele. Ostermontag (auch 2. Osterfeiertag): In Deutschland gesetzlicher Feiertag mit sehr unterschiedlichem Verlauf. Ostersymbole (eine kleine Auswahl): Ei und Osterei: Das Osterei im christlichen Sinn ist ein Symbol der Auferstehung. Die Schale bedeutet das Grab, aus ihr geht ein lebendiges Wesen hervor. Nach altem Brauch ist das Ei das Symbol von Fruchtbarkeit und ewiger Wiederkehr des Lebens. Osterhase: Er ist die umstrittenste „Person“ des Festes. Erste Belege für den Osterhasen sind aus dem Jahr 1678 bekannt. Früher besaß er allerlei Mitbewerber um dieses Amt: In Holstein, Thüringen und Sachsen war es der Hahn, im Elsass und in Thüringen der Storch, in Hessen der Fuchs und in der Schweiz und der Altmark der Kuckuck, der den braven Kindern die Eier legte und brachte. Osternest: In Schwaben und in Franken baute man dem Osterhasen ein Hasengärtlein, ein Nest aus dem ersten Frühlingsgrün, aus Blumen und Moos, manchmal auch einen Spankorb oder einen kleinen Weidenkorb. Der wurde am Tag vor Ostern von den Kindern mit Moos oder Heu ausgepolstert und in den Garten gestellt. Im Osten Deutschlands und im Egerland war das Osterfeld oder Osterbeet das Nest für die Eier. Auch in vielen russlanddeutschen Familien in der ehemaligen Sowjetunion wurde dieser Brauch zur Freude der Kinder gepflegt und von Generation zu Generation überliefert. Weizen- oder Haferkörner wurden in einem großen Suppenteller bzw. einer Schale oder Schüssel gut angedrückt; darüber wurde mindestens ein Zentimeter Erde gefüllt, und es wurde gleich am Anfang gut gegossen, weil der erste Quelleffekt für das Gedeihen des Osterfeldes besonders wichtig war. Nach zehn bis 14 Tagen keimte das Getreide. Im frischen grünen Feld wurden dann die Ostereier versteckt oder auf den Ostertisch gebracht. Nina Paulsen

Unser österliches Titelbild malte der Münchner Künstler Willi Bunkowski, dessen Bilder ab dem 18. März 2013 im Haus der Deutschen aus Russland in Stuttgart zu sehen sind (siehe auch unseren Bericht auf Seite 4).


DIE LANDSMANNSCHAFT Die Landsmannschaft im Internet: Homepage: www.deutscheausrussland.de E-Mail: Lmdr-ev@t-online.de

Aus dem Inhalt Ostern steht vor der Tür 2 Katharinen-Preis der Deutschen aus Russland 3 Russlanddeutsche Künstler stellen aus 4 Info- und Anleitungsmappe 5 Mitarbeitertagung in Barsinghausen 5 Wanderausstellung der Landsmannschaft 6 Umfangreiches Angebot, großes Engagement 6 Erfolgreiche Schulprojekttage 7 Europäischer Gedanke mit humanistischen Werten 8 Initiieren – Moderieren – Kommunizieren 8 Seminar zur gemeinsamen Informationsarbeit 9 Spendenliste 10 Literaturblätter deutscher Autoren 14 Die Katholiken an der Wolga 14 Historische Verantwortung für russlanddeutsche Katholiken 15 Der Förderverein des HDO 16 Bücherangebot 17 Landsmannschaft regional 18-20, 29-33 Beilage: Heimat im Glauben 21-24 Beilage JSDR 25-28 Glückwünsche 34 Dr. Johannes Hörner – eine russlanddeutsche Erfolgsgeschichte 34 Engagiert und voller Tatendrang: Dr. Konstantin Ehrlich 35 Die deutschen Mediziner in Russland 37 Eine Reise in die Heimat der Vorfahren 38 Moskau zweimal 39 Leute wie er gehören ins Gefängnis... 42 Viktor Greb: Eindrücke aus meinem Leben 43 Zum Gedenken 44 Sie leben in unseren Herzen 45 Marina Zwetajewa im Mittelpunkt 46 Der Internationale Frauentag 47 Rosenkranz und Himmelsleiter 48

Redaktionsschluss der April-Ausgabe 2013: 20. März 2013

Katharinen-Preis der Deutschen aus Russland

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n seiner Sitzung am 2. Februar 2013 beschloss der Bundesvorstand der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland die Stiftung eines Katharinen-Preises für Personen und Einrichtungen, die sich in besonderer Weise um die Russlanddeutschen verdient gemacht haben. Der Preis soll erstmals im Rahmen einer Feierstunde am 28. Juni 2013, also am Vortag des 31. Bundestreffens der Landsmannschaft in Augsburg, im Goldenen Saal des Augsburger Rathauses verliehen werden. Nachstehend der Wortlaut des Statuts. I. Der Katharinen-Preis wurde von der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland e. V. in Erinnerung an Zarin Katharina II. gestiftet, die mit ihrem Manifest vom 22. Juli 1763 Ausländer zur Einwanderung nach Russland einlud. II. Mit dem Katharinen-Preis erinnert die Landsmannschaft der Deutschen aus Russland e. V. an die Geschichte und Kultur der Deutschen in Russland, in der Sowjetunion und ihren Nachfolgestaaten und würdigt ihren Beitrag zum kulturellen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Leben. III. Der Katharinen-Preis wird an Persönlichkeiten und Einrichtungen der Politik, des Geisteslebens oder der Wirtschaft verliehen, die sich besondere Verdienste um die Russlanddeutschen in der Sowjetunion, ihren Nachfolgestaaten und in Deutschland erworben haben. IV. Der Katharinen-Preis besteht aus einer Urkunde und einer Silberplastik mit einer Nachbildung der Zarin Katharina II. Statue der jungen Zarin im Schlosspark zu Zerbst.

V. Über die Verleihung des KatharinenPreises entscheidet eine Jury, die aus neun Mitgliedern besteht. Die Jury wird vom Bundesvorstand der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland e. V. berufen. Vorsitzende(r) der Jury ist der/die Bundesvorsitzende der Landsmannschaft. Der Jury gehören an: der/die Bundesvorsitzende und drei stellvertretende Bundesvorsitzende der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland e. V., jeweils ein Vertreter der vier russlanddeutschen Konfessionen

und der/die Bundesvorsitzende des Jugend- und Studentenrings der Deutschen aus Russland. VI. Die Verleihung des Katharinen-Preises der Deutschen aus Russland erfolgt anlässlich eines Bundestreffens der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland e. V. oder in einem anderen festlichen Rahmen. Stuttgart, den 2. Februar 2013 3

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KULTUR

„Farbenfrohe Welten – Russlanddeutsche Künstler stellen aus“ ab dem 18. März 2013 im Haus der Deutschen aus Russland, Raitelsbergstraße 49, 70188 Stuttgart Werke von Willi Bunkowski (München) und Andrej Knoblok (Moskau) Willi Bunkowski wurde 1949 in Syktywkar, Russland, geboren, besuchte von 1970 bis 1972 die Kunstfachschule in Jekaterinburg, Russland, und setzte sein Studium als Grafik-Designer nach der Auswanderung nach Deutschland von 1974 bis 1980 an der Staatlichen Akademie der bildenden Künste Stuttgart fort. Er beteiligt sich seit 1979 regelmäßig an nationalen und internationalen Ausstellungen (beispielsweise im Museum of Modern Art, New York, und mehrfach im Haus der Kunst, München). Seit 1983 leitet Willi Bunkowski die private Schwanthaler Kunstschule in München. Ebenfalls seit 1983 ist er Mitglied des Berufsverbandes Bildender Künstler. Willi Bunkowski, „Ginster im Mai“, 2009, Aquarell/Mischtechnik auf Bütten, 75x56 cm.

Andrej Knoblok wurde 1938 in Moskau geboren. 1963 schloss er sein Studium der Theaterdekoration und Malerei an der Moskauer Staatlichen SurikowKunsthochschule ab und arbeitete anschließend vorwiegend als Kunstmaler sowie Bühnen- und Kostümbildner an Theatern sowie Opern- und Balletthäusern in Moskau und Kasan. 1989 wurde er mit dem Ehrentitel „Verdienter Kunstschaffender Russlands“ ausgezeichnet. Seit den 60er Jahren beteiligt sich Andrej Knoblok regelmäßig an regionalen und internationalen Ausstellungen (mehrfach im Schauspielhaus Moskau und im Deutsch-Russischen Haus Moskau). Er ist unter anderem Mitglied der künstlerischen Vereinigung russlanddeutscher Maler „In den Farben des Lichts“. Die Ausstellung setzt die gemeinsame Kulturarbeit der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland e.V. und des 4

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Internationalen Verbandes der Deutschen Kultur (Moskau) im Rahmen ihres Partnerprojektes fort, die zuletzt durch Workshops in Bad Herrenalb (Juni 2011) und München (Juli 2012) auf eine neue Ebene gehoben wurde. Wie die Workshops soll auch die Ausstellung den Beitrag russlanddeutscher Künstler zur Kultur der beiden Länder, Deutschlands und Russlands, über die inneren und äußeren Grenzen hinweg deutlich machen und einen möglichst breiten Kreis von Kulturinteressierten über das Kulturgut der Russlanddeutschen informieren. Nähere Informationen erhalten Sie unter den Adressen: Landsmannschaft der Deutschen aus Russland e. V. Raitelsbergstraße 49 70188 Stuttgart Telefon (0711) 16 65 90 Telefax (0711) 2 86 44 13 Andrej Knoblok, “Lilien”, 2004, Aquarell/Papier, E-mail: Lmdr-ev@t-online.de 40x50 cm. www.deutscheausrussland.de


DIE LANDSMANNSCHAFT Hessen: BdV - "Bund der Heimatvertriebenen, Aussiedler und Spätaussiedler"?

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er hessische BdV-Landesvorsitzende Siegbert Ortmann spricht sich für eine Namensänderung seiner Organisation in Hessen aus. Nach seiner Ansicht geht die bisherige Namensbezeichnung noch auf die Gründungsjahre in der Nachkriegszeit und die seinerzeitigen Verhältnisse zurück. Dementsprechend beschränkte sich die Firmierung des Verbands auf das Leitbild des damals betroffenen Personenkreises der „Vertriebenen“ im Verbund mit ihren Landsmannschaften und Kreisverbänden. Bedingt durch die sich wandelnden Gegebenheiten in über 50 Jahren erstreckten sich die Handlungsfelder des Verbandes inzwischen aber mehr auch auf die Unterstützung von Aussiedlern und Spätaussiedlern und deren Betreuung außerhalb ihrer Angehörigkeit zu einer verbandsinternen Landsmannschaft. Während das Bundesvertriebenengesetz solchen Veränderungen durch eine entsprechende Novellierung schon vor Jahren entsprochen und die Aussiedler und Spätaussiedler in den Betroffenenkreis einbezogen habe, spiegele sich dies im bisherigen Namen des BdV als „Bund der Vertriebenen – Vereinigte Landesgruppen der Landsmannschaften und Kreisverbände – Landesverband Hessen e.V.“ überhaupt noch nicht wider. Daher besteht für den Landesvorsitzenden Ortmann durchaus alsbaldiger Handlungsbedarf. Denn eine Neufirmierung wie etwa „Bund der Heimatvertriebenen, Aussiedler und Spätaussiedler“, kurz „BdV Hessen e.V.“, würde sprachlich diese weiteren Personenkreise ausdrücklich benennen und sie damit vielleicht eher zu aktiver Mitarbeit in der Vertriebenenorganisation anregen, zumal die satzungsgemäßen Zielsetzungen und die gängige BdV-Verbandspraxis in Hessen längst die Belange dieser Menschen ausdrücklich einbezogen hätten. Pressemitteilung vom 8.2.2013

250 Jahre Katharinas Manifest 250 Jahre russlanddeutscher Kulturgeschichte Info- und Anleitungsmappe der Landsmannschaft Die Landsmannschaft der Deutschen aus Russland stellt ihren Ortsgliederungen sowie allen anderen Interessenten eine Materialsammlung mit Informationen, Vorlagen, Tipps und Anschauungsmaterial zum Thema „250 Jahre Katharinas Manifest - 250 Jahre russlanddeutscher Kulturgeschichte“ zur Verfügung. Zur Mappe gehören unter anderem Pressemitteilungen, Vorlagen für Einladungskarten und Briefe, Texte und Bilder zu verschiedenen Zeitabschnitten der russlanddeutschen Geschichte, Vorlagen für Plakate und Ausstellungen, PowerPoint-Präsentationen, Vorschläge für einen Veranstaltungsverlauf zum Auswanderungsjubiläum sowie Lieder und Gedichte zum Thema Heimat, Muttersprache und Identität. Vorsitzende bzw. Kulturbeauftragte der Ortsgliederungen, aber auch Projektleiter und interessierte Landsleute können die Mappe auf CD (per Post) oder auch per Mail im Haus der Deutschen aus Russland in Stuttgart anfordern. Kontakt:

Siegbert Ortmann

Landsmannschaft der Deutschen aus Russland e. V. Raitelsbergstraße 49 * 70188 Stuttgart Telefon (0711) 16 65 90 * Telefax (0711) 2 86 44 13 E-mail: Lmdr-ev@t-online.de * www.deutscheausrussland.de

Niedersachsen:

Mitarbeitertagung in Barsinghausen

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napp 30 Ehrenamtliche der Landesgruppe Niedersachsen der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland trafen sich am 23. Februar unter der Leitung der Landesvorsitzenden Lilli Bischoff zu einer Mitarbeitertagung in Barsinghausen. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen aktuelle Fragen der Landsmannschaft und ihrer Landesgruppe Niedersachsen sowie die vorgeschlagenen Satzungsänderungen, über die bei der Bundesdelegiertenversammlung im April d.J. abgestimmt

werden soll und die bei den Teilnehmern der Tagung mehrheitlich auf positive Resonanz stießen. Begrüßt wurden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer vom Barsinghausener Bürgermeister Marc Lahmann, der die Deutschen aus Russland als Gewinn für seine Stadt bezeichnete. Stefan Klement referierte als ausgewiesener Fachmann über Grundfragen der Projektbeantragung und -durchführung sowie über Finanzierungsarten und Förderungsmöglichkeiten. VadW

Bund der Wolgadeutschen - Bundesverband e.V. Sehr geehrte Landsleute, einheimische Freunde und Bekannte, Mitglieder des Bundes der Wolgadeutschen, Sie sind herzlich eingeladen zu unserer 7. Kulturtagung am Freitag, den 22. März 2013 um 10 Uhr im Rathaus der Stadt Kassel, Untere Königsstraße 8. Das Motto lautet: "Ein Weg der Barmherzigkeit" Es erwartet Sie und unsere Ehrengäste ein vielseitiges und spannendes Programm, an dem sich auch Kinder aus Moskau mit ihren Musikinstrumenten beteiligen. Weiter wirken mit: der Bettenhäuser Chor, Lidia Gottfried und Musiker, eine Kindertanzgruppe und das Kunststudio Kassel. Wir bedanken uns herzlich beim Hessischen Sozialministerium und beim Magistrat Kassel für die finanzielle Unterstützung. Der Eintritt ist frei; für kleine Spenden wären wir jedoch sehr dankbar. Ida Schäfer, Vorsitzende, Tel.: 0561-655715, David Lehmann, 2. Vorsitzender, Tel.: 0711-534942 5

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ÖFFENTLICHKEITSARBEIT

Wanderausstellung der Landsmannschaft Termine März 2013 Heidenheim, Baden-Württemberg: 1. bis 4. März: Schiller-Gymnasium, Friedrich-Ebert-Str. 8, Tel.: 073213275420; Schulleiter: Jürgen Habmann. Schulunterrichtsprojekt im Rahmen der Ausstellung; Projektorganisation: Dr. Günter Schmeisky. Ratingen, NRW: 2. bis 3. März: Jugendzentrum, Götschenbeck 8, Tel.: 02433-442137 bzw. 01788684509, Alexander Böttcher, Projekt „Wir in NRW“. Präsentation im Rahmen des Seminars „Grundlagen des Vereinsmanagements und generationsübergreifender Austausch in der Verbandsarbeit“. Gießen-Kleinlinden, Hessen: 2. bis 9. März: Evangelisches Gemeindehaus, An den Schulgärten 4, Tel.: 064122900, Roland Jankofsky. Eröffnung am 2. März, 16 Uhr, mit Power-Point-Präsentation, Filmvorführung und Kulturprogramm. Werl, NRW: 5. März bis 5. April: Stadtverwaltung / Rathaus, Hedwig-Dransfeld-Str. 23, Tel.: 02922-8001003, Gabriele Distelhoff. Eröffnung am 5. März, 19 Uhr, im Rahmen eines Abends der Begegnung mit Kulturprogramm. Grußworte: Michael Großmann, Bürgermeister der Stadt Werl; Waldemar Weiz, stellvertretender Bundesvorsitzender der Landsmannschaft. Musikalische Umrahmung durch die russlanddeutsche Gesangsgruppe aus Soest unter der Leitung von Antonina Domke. 16. bis 23. März: Stadtbücherei, Steinerstr. 30. Eröffnung im Rahmen der Veranstaltung „Geschichte der Russlanddeutschen im Spiegel der Literatur“ am 16. März um 10 Uhr. Marktredwitz, Bayern: 7. bis 8. März: Präsentation im Rahmen der Schulprojekttage Migration und Integration am Otto-Hahn-Gymnasium, Schulstr. 10, Tel.: 09231-96240; Schulleiterin: Gertraud Nickl; Projektorganisation: Johanna Weiß. Am 7. März findet um 17 Uhr in der Schulaula ein Abend der Begegnung mit Führung durch die Ausstellung, Film und Kulturprogramm statt. Weilheim, Bayern: 11. bis 28. März: Landratsamt, Pütrichstr. 8, Tel.: 0881-6811399. Eröffnung am 11. März, 19 Uhr, im Rahmen eines Abends der Begegnung mit Kulturprogramm. Grußworte: Dr. Friedrich Zeller, Landrat des Landkreises Weilheim-Schongau; Adolf Fetsch, Bundesvorsitzender der Landsmannschaft. 6

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Zuständig für die Ausstellung "Volk auf dem Weg. Geschichte und Gegenwart der Deutschen aus Russland" sind die Projektleiter der Landsmannschaft, Jakob Fischer (Tel.: 0711-166590 bzw. 0171-4034329, E-Mail: fischer.russlanddeutsche@t-online.de) und Josef Schleicher (Tel.: 0176-29477353, E-Mail: schleicher@rikon.com). Bei allen Eröffnungsund Abschlussveranstaltungen und bei Begegnungstagen führen sie in die Ausstellung ein, präsentieren Filme auf Großleinwand und halten Vorträge zum Thema "Geschichte und Kultur der Deutschen in Russland/UdSSR/GUS und Integration der Russlanddeutschen in Deutschland". Sie organisieren nach Vereinbarung auch Führungen für Gruppen und Schulklassen. Der Eintritt zu allen Veranstaltungen im Rahmen der Ausstellung ist frei! Hasselroth, Hessen: 12. bis 13. März: Hessische Fördereinrichtung für junge Zugewanderte, Weiherweg 1, Tel.: 06055-93155, Robert Brendel. Schulunterrichtsprojekt Integration im Rahmen der Ausstellung. Träger: Regierungspräsidium Darmstadt. Donauwörth, Bayern: 13. bis 14. März: Hans-Leipelt-Schule / Fachoberschule und Berufsoberschule, Neudegger Allee 9, Tel.: 0906-70508113; Schulleiter: Karl Rieger. Schulunterrichtsprojekt Integration im Rahmen der Ausstellung. Organisation: Richard Strehle. Altentreptow, Mecklenburg-Vorpommern: 18. bis 21. März: Regionale Schule mit Gymnasialoberstufe, Pestalozzistr. 1, Tel.:

03961-215512; Schulleiter: Dirk-Michael-Brüllke; Projektorganisation: Oleg Schick. Schulunterrichtsprojekt Integration im Rahmen der Ausstellung. Gemeinsame Veranstaltung mit dem Christlichen Jugenddorf Waren (Müritz). Rendsburg, Schleswig-Holstein: 26. März bis 25. April: Kreisverwaltung, Kaiserstr. 8, Tel.: 04331-202349, Frau Kingal. Eröffnung 26. März um 18 Uhr im Rahmen eines Abends der Begegnung mit Kulturprogramm. Grußworte: Lutz Clefsen, Kreispräsident des Kreises Rendsburg-Eckernförde; Olga Ebauer, Leiterin des multikulturellen Jugendtreffs des Diakonischen Werkes. Jakob Fischer, Josef Schleicher

Umfangreiches Angebot, großes Engagement Wanderausstellung in Rotenburg, Niedersachsen

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m 23. Januar fand an unserer Fachschule für Sozialpädagogik (Rotenburger Evangelische Ausbildungsstätten) die Veranstaltung „Migration und Integration in Deutschland“ statt, durchgeführt vom Projektleiter der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland, Josef Schleicher. Dessen Vortrag umfasste stellvertretende Schulleiter Daniel Müller (rechts) bedankte neben der Geschichte der Der sich bei Josef Schleicher für den gelungenen Projekttag und Deutschen aus Russland sein großes Engagement.


ÖFFENTLICHKEITSARBEIT sowie allgemeinen Definitionen zu Asylbewerbern, Aussiedlern und Ausländern auch viele persönliche Elemente seiner eigenen Biographie. Mit Ton- und Bildmaterial, einer Power-Point-Präsentation und Ausstellungswänden war die Veranstaltung sehr abwechslungsreich gestaltet. Da sie nur eintägig war, konnten viele Inhalte nur angeschnitten werden, so zum Beispiel die Problematik anderer Volksgruppen mit Migrationshintergrund.

Die Rückmeldungen unserer SchülerInnen waren weitestgehend positiv. Unsere Abschlussklassen waren bereits mit der Thematik vertraut, stellten daher besonders die biographischen Aspekte als Ergänzung und Vertiefung ihres Wissens positiv in den Mittelpunkt. Unsere Klassen im zweiten Ausbildungsjahr waren mit der Thematik noch nicht so vertraut und fühlten sich durch die Fülle der Inhalte ein wenig überfordert. Doch auch

sie wussten die persönliche Einlassungen Josef Schleichers sehr zu schätzen. Ich selbst habe beide Veranstaltungen miterlebt und war positiv angetan vom Umfang des zur Verfügung gestellten Materials und der intensiven Beschäftigung mit der Thematik durch den Referenten, dem wir für einen gelungenen Tag und sein großes Engagement danken. Daniel Müller, stellvertretender Schulleiter

Erfolgreiche Schulprojekttage in Holzminden

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a eines der Ziele von Unterricht an Schulen ist, die Integration von Schülerinnen und Schülern mit unterschiedlichen Migrationserfahrungen und das friedliche Zusammenleben verschiedener Kulturen zu unterstützen und zu fördern, haben wir, das Campe-Gymnasium Holzminden, Niedersachsen, gern das Angebot der Wanderausstellung der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland mit multimedialer Präsentation angenommen. Am 13. und 14. Februar brachten die Projektleiter Jakob Fischer und Josef Schleicher unseren Schülern der 9. und 10. Klassen das Thema Migration und Integration nicht nur am Beispiel der Russlanddeutschen näher. Die Präsentation war methodisch recht abwechslungsreich und durch die inhaltliche Mischung aus Historie samt Problemfeldern heute und persönlichen Erfahrungen der beiden Projektleiter für die Schüler eine wertvolle Erweiterung ihres Wissens- und Kenntnisstandes. Die Thematik passte hervorragend in den Unterrichtszusammenhang; die Schüler waren beein-

Info: Erstmals fand ein Schüleraustausch des Campe-Gymnasiums Holzminden mit der Schule Nr. 26 in Miass, Gebiet Tscheljabinsk, Russland, 2009 statt. Den Kontakt hatte der ehemalige Holzmindener Bürgermeister Dr. Wolfgang Bönig geknüpft. Er dozierte 2007 und 2008 an der Universität Tscheljabinsk und machte sich persönlich mit schulischen Strukturen der Kreisstadt Miass mit 157.000 Einwohnern bekannt. Dank seiner Vermittlung kam es zu einem regen Schüleraustausch. Die Russischlehrerin Hansi Jäger im Gespräch mit Projektleiter Jakob Fischer.

druckt vom Dargebotenen und arbeiteten gut mit. In unserem besonderen Fall – wir haben eine Partnerschule in Miass, Südural, und neuerdings auch eine einladende Schule in St. Petersburg und planen gerade für April einen Besuch in beiden Städten mit Schülern des 10. Jahrgangs – boten Jakob Fischer und Josef Schleicher der Reisegruppe eine Zusatzveranstaltung im Hinblick auf Verständnis und Verhaltensregeln.

Michael Haas, Hansi Jäger und Jakob Fischer mit Zehntklässlern, die nach Miass fahren.

Insgesamt stellten die Veranstaltungen der beiden Tage eine gelungene, moderne Geschichtsdarstellung und eine Auseinandersetzung mit aktuellen Problemen unserer Gesellschaft dar. Georg Muschik, Schulleiter

Der Begleitkatalog zur landsmannschaftlichen Wanderausstellung ist gegenwärtig leider vergriffen, er kann aber auf der Homepage der Landsmannschaft (www.deutscheausrussland.de) angeschaut und heruntergeladen werden. 7

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ÖFFENTLICHKEITSARBEIT

Europäischer Gedanke mit humanistischen Werten Projekttage zum Thema Migration und Integration am Beispiel der Deutschen aus Russland

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m 24. und 25. Januar 2013 führte Josef Schleicher an unserer Schule, dem Europagymnasium Richard von Weizsäcker in Thale, Sachsen-Anhalt, mit Schülern der 11. Klasse Projekttage zum Thema Migration und Integration am Beispiel der Deutschen aus Russland durch. Das Projekt beinhaltete Themen wie Zuwanderung, Integration, Geschichte der Russlanddeutschen, Asylgesetzgebung und Vorurteile gegenüber Ausländern. Josef Schleicher konnte den Schülerinnen und Schülern auf sehr anschauliche Weise die Unterschiede und Gemeinsamkeiten von Gastarbeitern, Asylbewerbern

und Spätaussiedlern deutlich machen. Zur Durchführung des Projektes gehörten nicht nur eine PowerPoint-Präsentation, Filme zum Thema und Broschüren, sondern auch ein Rundgang durch die Ausstellung. Die Ausstellung "Volk auf dem Weg. Geschichte und Gegenwart der Deutschen aus Russland" wurde von etlichen Schülern, Eltern und allen Lehrern der Schule interessiert besucht. Besonders beeindruckend war für die Schülerinnen und Schülern die bewegende Vorstellung der persönlichen Geschichte von Josef Schleicher und seiner Familie. In den anschließenden Diskussionen zeigten die Schülerinnen und Schülern großes Interesse an den vorgestellten Fallbeispie-

len und konnten eigene Erfahrungen und Kenntnisse einfließen lassen. Als Leiterin eines Europagymnasiums bin ich sehr dankbar, dass dieses Projekt an unserer Schule durchgeführt wurde. Ich bin sicher, dass durch die Projektarbeit meinen Schülern der europäische Gedanke, verbunden mit humanistischen Werten, weiter verdeutlicht wurde. „Wo Freiheit, Menschenrechte und Pluralismus sind, da ist Europa.“ (Richard von Weizsäcker) Unser besonderer Dank gilt Herrn Schleicher, der durch sein Engagement das Interesse für die Thematik der Migration und Integration bei unseren Schülerinnen und Schülern wecken konnte. Sabine Hesse, Schulleiterin

„Initiieren – Moderieren – Kommunizieren“ Multiplikatorenschulung in Hausen

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ach dem erfolgreichen Seminar der Landesgruppe Bayern der Landsmannschaft in Kooperation mit dem bayernweiten Projekt „Ehrenamt fördern – Gemeinschaft stärken“ (gefördert aus Mitteln des Bayrischen Staatsministeriums für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen) zum Thema „Initiieren – Moderieren – Kommunizieren“ in Nürnberg (VadW berichtete) veranstaltete Olga Knaub, Regionalkoordinatorin des Projektes, am 16. Dezember 2012 ein identisches Seminars in Hausen (Oberfranken).

Zu den Teilnehmern gehörten ehrenamtlich tätige Vertreter von Selbstorganisationen der Zuwanderer aus den Landkreisen Bad Kissingen und Rhön-Grabfeld in Unterfranken, die in einem konstruktiven Austausch die Aktivitäten ihrer Gruppen unter die Lupe nahmen. Ausführlich wurde das Seminarthema „Information und Kommunikation: vielfältige Themen - besondere Herausforderung. Grundlagen und Umsetzung in der Praxis“ behandelt. Schwerpunkte der Diskussion waren Organisationsprofil, Information und Kommunikation, Netzwerke, Zeitmanagement und Präsentationsformen. Zum Schluss veranstaltete die Projektleiterin ein intensives Coaching unter dem Motto „Initiieren – Moderieren“, wobei die Teilnehmer die erworbenen theoretischen Kenntnisse in die Praxis umsetzten. 8

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Arbeit in Kleingruppen rundete die Tagung ab. Auch dieses Seminar im kleineren Rahmen zeigte zum wiederholten Male, dass vor Ort ein großer Bedarf an dem Themenkomplex „Information und Kommunikation“ besteht. Vor allem wurde mehrfach der Wunsch geäußert, die praxisbezogene Arbeit zu vertiefen und die Ehrenamtlichen anhand von konkreten regionalen Beispielen zu schulen.

ratung für Integrationspraxis, Netzwerkarbeit, Kooperation, Zeitmanagement und Arbeitsplanung an und versteht sich als Ergänzung zu bestehenden Integrationsmaßnahmen und -aktivitäten. Das Projekt wird von zwei Projektleiterinnen der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland, die regional im Norden und im Süden Bayerns als Koordinatorinnen tätig sind, umgesetzt. Kontakt:

Projekt „ Ehrenamt fördern – Gemeinschaft stärken“ Das Projekt „Ehrenamt fördern – Gemeinschaft stärken“ läuft seit September 2012 in den sieben Regierungsbezirken des Freistaates Bayern und zielt vor allem darauf ab, das Potenzial der Selbstorganisationen der Zuwanderer zu stärken und ihr bürgerschaftliches Engagement mit den örtlichen Einrichtungen zu verknüpfen. Das Projekt reagiert gezielt auf den Bedarf und die Motivation der Zuwanderer, sich am gesellschaftlichen Leben in Verbänden, Vereinen und Organisationen zu beteiligen. Dabei setzt das Projekt an den Stärken der Zuwanderer (z.B. mitgebrachte Kultur, Bildung, Beruf, Sport) mit dem Ziel an, Austausch und Kontakt zwischen Einheimischen und Zuwanderern zu fördern und zu festigen. Das Projekt bietet Qualifizierung (Seminare, Workshops, Trainingsmaßnahmen) und intensive Be-

Olga Knaub (in Hausen), Bayern Nord (Unterfranken, Oberfranken, Mittelfranken, Oberpfalz), Tel.: 09779-850272, Fax: 09779-850273, E-Mail: lmdr.knaub@ yahoo.de Helene Sauter (in Augsburg), Bayern Süd (Schwaben, Oberbayern, Niederbayern), Mobil: 0176-64322418, E-Mail: Helene.Sauter@ LmdR-augsburg.de VadW


ÖFFENTLICHKEITSARBEIT

Berlin: Seminar zur gemeinsamen Informationsarbeit russlanddeutscher Verbände

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ie Landsmannschaft der Deutschen aus Russland und der Internationale Verband der deutschen Kultur (Moskau) luden vom 24. bis 27. Januar nach Berlin zu einem Seminar zur gemeinsamen Informationsarbeit russlanddeutscher Verbände aus Russland und Deutschland ein.

Unterstützt wurde die Maßnahme im Rahmen des Projektes „Grenzüberschreitende Partnerschaften mit Verbänden der deutschen Minderheit in der Russischen Föderation“ Die Teilnehmer des Seminars in Berlin. durch das Bundesministerium des Innern der Bundesrepublik Deutsch- Dmitri Steiz über die rechtlichen Grundlagen, Besonderheiten und Tendenzen in land. An dem Seminar im Russischen Haus der modernen Medienwelt. Der in Kader Wissenschaft und Kultur zum Thema sachstan geborene Steiz kam 1996 im „Gestaltung der Internetportale der Russ- Alter von zwölf Jahren mit seiner Familie landdeutschen“ nahmen Redakteure von nach Deutschland. Er studierte 2005-2010 Print- und Online-Massenmedien sowie Neueste Geschichte, Kunstgeschichte und Mitglieder russlanddeutscher Verbände Kulturwissenschaft an der HumboldtUniversität Berlin, war 2010-2012 Jourbeider Seiten teil. Das Seminar wurde von erfahrenen Me- nalist bei der „Märkischen Allgemeinen dienfachleuten geleitet. So gewährte Zeitung“ in Brandenburg und absolviert Björn Wisnewski einen theoretischen und derzeit eine Weiterbildung in Online-Mepraktischen Einblick in die Möglichkei- dien bei Indisoft Upgrade in Berlin. ten der Internet-Suchmaschinen, gab den Er erläuterte den Teilnehmern EntwickTeilnehmern Tipps zur Webseiten-Opti- lungen und rechtliche Grundlagen der mierung und vermittelte Kenntnisse und modernen Medien, Voraussetzungen einer Instrumente für eine erfolgreiche Gestal- effektiven Informationsarbeit der Selbsttung und gute Sichtbarkeit ihrer Portale organisationen der Russlanddeutschen oder was man beachten muss, wenn Verim World Wide Web. Aufschlussreich war auch der Vortrag des bände einen Dialog mit Journalisten und Journalisten und Kulturwissenschaftlers Massenmedien herstellen möchten. Darüber hinaus fand ein reger Erfahrungsaustausch statt. So stellte Nadeschda Barg, Redakteurin des Portals der Russlanddeutschen www.rusdeutsch.ru, das Konzept sowie die Ziele und Neuigkeiten der Informationsarbeit des IVDK vor. Nelli Putilina und Andrej Portnjagin berichteten über die Informationsarbeit der Deutsch-Russischen Häuser in Barnaul und Kaliningrad. VadW-Redakteurin Nina Paulsen stellte die periodischen und Sonderpublikationen der Landsmannschaft sowie deren Webseite www.deutscheausrussland.de vor. Elena Bechtold und Alexander Specht vom Jugend- und Studentenring der Deutschen aus Russland berichteten über die Informationsarbeit ihres Verbandes, wobei sie den Schwerpunkt auf die BerichterstatDmitri Steiz

tung in der Jugendbeilage von VadW und dem JSDR-Portal www.jsdr.de legten. Zum Abschluss des Seminars besprachen die Teilnehmer Fragen, Probleme und die Zukunft der gemeinsamen Informationsarbeit. Im Mittelpunkt stand unter anderem der 250. Jahrestag des Einladungsmanifestes Katharinas der Großen, das 2013 und 2014 mit zahlreichen Veranstaltungen in beiden Ländern begangen wird. VadW Projekt „Grenzüberschreitende Partnerschaften mit Verbänden der deutschen Minderheit in der Russischen Föderation“ Das Partnerschaftsprojekt haben die Landsmannschaft der Deutschen aus Russland und ihre Jugendorganisation JSDR sowie der Internationale Verband der deutschen Kultur (Moskau) und der Jugendring der Russlanddeutschen (Moskau) entwickelt und realisieren es in engster Kooperation. Die Aktivitäten im Rahmen des Partnerschaftsprojektes umfassen die Bereiche Kultur und Geschichte, Sprach- und Identitätsförderung, Jugendaustausch und Sport, Wissenschaft und Bildung, Kunst und Literatur, soziale Arbeit und Freiwilligendienste, Qualifizierung und Weiterbildung. Im Rahmen der deutsch-russischen Regierungskommission für die Angelegenheiten der Russlanddeutschen zur Förderung empfohlen, wird das Projekt seit 2009 vom Bundesministerium des Innern (Deutschland) und dem Ministerium für regionale Entwicklung (Russland) gefördert. 9

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Spendenliste (Januar 2013) Stuttgarter Volksbank AG, Konto-Nr.: 214758001, BLZ 600 901 00 Abb Artur Abendroth Marion Abrams Peter Abrams Tomila Ackermann Eduard Ackermann Maria Ackermann Meta Adam Luise Adam Robert Adrian Hedwig Aigenzer Philipp Alexander Oskar Allmendinger Erika Allmendinger Günter Ammon Erwin und Anna Anhalt Erna Anhölcher Jose Anhölcher Rosa Arendt Erich Arndt Frieda Arnhold Emma Arnold Eduard Arnold Johann Artes Jakob Aschenbrenner Rosa Au Elvira Auerbach Arthur Aul Eduard Aust Valentina Axt Viktor Bachmann Kaspar Bachmeier Elisabeth Bader Ernst Bader Maria Baitinger Oksana Balash Lydia Balles Heinrich Balles Rosa Banik Frieda Barbi Rosa Bartel Johann Bartel Wilhelm Bartle Adolf Bartsch Adolf Bartuli Emilia Bauder Wilhelm Bauer Elsa Bauer Irma Bauer Natalia Bauer Oskar Bauer Willi Baumgärtner Alexander Baumstark Adam Bäurle Elsbeth Bay Heinrich Bayer Emma Bechert Lydia Bechler Elisabeth Bechler Maria Beck Arthur Beck Ewald Beck Friedrich Beck Paul Beck Willi Becker Elvira 10

25 10 15 10 20 10 20 20 20 20 30 20 30 30 20 10 10 20 20 15 20 20 10 20 20 50 20 20 10 20 20 20 20 10 20 30 15 15 20 10 20 10 15 10 20 15 10 10 20 20 15 20 10 30 20 30 20 25 10 20 25 20 50 10 10

Becker Emil 50 Becker Jakob 50 Becker Katharina 30 Becker Maria 30 Beerle Marta 20 Beidel Reinhold 10 Beierle Friederike 40 Bellon Waldemar 15 Belz Lydia 30 Bepple Edgar 20 Berg Jakob 20 Bergen Abram 20 Bergen Heinrich 80 Bernwald Paul 20 Besel Jakob 20 Besler Gerhard 20 Besler Lisa 20 Betz Rosa 10 Biedermann Lydia 20 Biedlingmeier Edith 100 Biegler Johannes 20 Biko Irene 10 Biko Josef 10 Bille Alexander 10 Biller Vera 10 Bippus Lilia 30 Birk Viktor 20 Birkenstock Josef 30 Birkenstock Josef 10 Birkle Klara 20 Birkle Reinhold 30 Bischof Martin 20 Bitter Amalia 20 Bittermann Christian 20 Bittermann Otmar 20 Bittermann Otto 20 Bitz Vera 10 Black Josef 20 Bliwernez Mathilda 10 Blust Dr. Franz-Karl 30 Bochinski Reinwald 30 Boger Maria 10 Böhm Ewald 25 Böhm Frieda 30 Bohn sen. Arthur 20 Bolinger Lidia 10 Borgart Alexander 10 Borgart Alexander 10 Borgens Mina 50 Borth Johannes 10 Bosch Anton 20 Böttcher Andrej 20 Braidt Jacob 10 Bratzel Edgar 30 Bratzel Emil 25 Braun Johann 10 Braun Karl 10 Braun Magdalena 70 Braun Otto 15 Braun Reinhold 8 Braun Valentin 20 Brecht Gertrud 10 Brecht Waldemar 15 Brening Nelli 15 Bretthauer Heinrich 5 Brettreich Olga 100 Brikmann Margarita 50

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Brinster Erika Brittner Anton Brodt Ida Brose Wilhelm Brossart Adam Bruner Adam Brunner Vicktor Brunsch Lilli Brunsch Magdalena Buchhaller Johann Buchholz Walter Buchner Augustinus Buhler Walter Bukmaier Josef Bulke Peter Bullach Rosa Burau Ida Burbach Olga Burina Irma Buscholl Rosa Busik Waldemar Butsch Alexander Butsch Frieda Butsch Johann Buxmann Viktor Christ David Dahl Walter Dalinger Lilli Dalinger Maria Darscht Lina Daus Nina Davidson Irma Deck Adam Deck Kasper Deis Josef Deitner Rubin Dellert Oskar Demling Peter Denis Johannes Denneng Reinhold Derksen Heinrich Derksen Heinrich Derksen Peter Derr Emma Deschner Erwin Deschner Maria Detzel Reinhold Dick Arthur Dick Jakob Dick Viktor Dick Viktor Diegel Anna Diehl Helene Diel Gottfried Diener Georg Dieter Lydia Dietrich Elisabeth Dietrich Eugen Dietrich Johannes Dillmann Emanuel Dinges Johannes Diringer Elisabeth Dobler Arkadij Dombrowski Apollonia Dorn Hedwig Dorzweiler Rosa Dosch Johannes

20 30 25 10 30 30 20 10 30 30 20 15 25 15 40 10 20 15 10 10 20 30 20 10 30 20 50 20 20 10 30 10 10 10 20 15 25 15 20 10 20 30 30 10 10 20 10 10 30 10 50 10 15 20 20 10 10 20 15 25 10 20 10 30 10 10 10

Drachinberg Ergold Dreher Waldemar Dreser Alexander-Josef Drewler Irma Drews Olivia Driediger Katharina Dubs Katharina Dück Abraham Dück Elvira Dück Hermann Dück Hilda Dück Johann Dück Selma Duckart Maria Dukart Irene Duttenhöfer Georg Dyck Jakob Ebel Johannes Ebel Klemens Ebel Waldemar Eberhard Willi Ebinger Elisabeth Eck Albert Eckstein Alfred Eichholz Helene Eichmann Viktor Eichwald Wilhelm Eippert Alfred Eirich Frieda Eisenbraun Elsa Eisfeld Alfred Eiswirth Gottlieb Eitenaier Margareta Elsässer Artur Elsässer Maria Emmer Franz Engel Katharina Engelhardt Elena Epp Anna Epp Heinrich Epp Heinz Epp Peter Eresmann Eugen Erfle Melitta Esau Katarina Esch Katharina Esch Olga Esch Waldemar Eurich Alexander Eurich Waldemar Euteneier Inna Euteneier Inna Evert Maria Ewert Heinrich Fegele Johann Fehlert Eugenie Fehr Peter Fehr Viktor Feil Viktor Felde Waldemar Felker Otto Feller Anton Felsing Adele Felsing Waldemar Felsinger Elvira Fender Elisabeth Fengler Emma

20 20 10 20 20 20 10 10 20 10 20 15 30 20 20 10 10 10 70 50 25 10 15 20 30 20 20 20 20 20 20 10 12 25 20 30 20 10 20 20 10 10 15 15 50 10 20 20 10 20 10 10 50 50 10 15 20 30 20 50 20 15 30 13 10 10 20

Ferber Waldema 10 Fettig Agnes 20 Fettig Johannes 20 Fey Agathe 20 Fichtner Anneliese 20 Fichtner Wilhelm 20 Fink Andrej 20 Fink Anna 20 Fink Woldemar 50 Fischer Ida 15 Fischer Josefina 50 Fischer Lydia 30 Fischer Maria 10 Fischer Michael 15 Fischer Peter 10 Fischer Radion 10 Fischer Robert 15 Fischer Taisia 10 Fitz Gudrun 15 Fitz Lenhard 5 Flach Alexander 20 Flügel Gerhard 20 Fode Horst 50 Foell Erna 30 Fomiceva Alexandra 15 Foss Marta 25 Fraind Karl 20 Frank Alita 15 Frank Emilie 5 Frank Erich 50 Frank Eugen 50 Franz Irma 30 Franz Nelli 25 Frei Michael 20 Frei Paul 30 Freidenberger Waldemar 10 Freitag Eduard 70 Freund Imanuel 20 Freund Valentina 25 Freund Waldemar 20 Frey Lidia 20 Frick Harry 20 Frick Irma 20 Friedel Regina 10 Friedrich Philipp 20 Friedrich Susanne 8 Fries Viktor 10 Friesen Hilde 10 Friesen Josef 10 Friesen Margarita 30 Fritz Karl 20 Fröhlich Arkadi 20 Fröhlich Artur 10 Fröhlich Franz 10 Fuchs Elisabeth 20 Funk Frieda 30 Gaier Emma 100 Gärtner Lydia 15 Gaub August 10 Gauss Rudolf 20 Gazke Wilhelm 10 Gebhardt Hilda 20 Gefenider Eduard 20 Geier Georg 10 Geier Rosa 30 Geißler Jakob 20 Gellert Fridolin 10


SPENDEN Gellert Nina 10 Geng Klara 15 Gensch Adele 25 Gerein Michael 20 Gerling Josef 15 Gerock Christoph 10 Gerok Melita 50 Gerter Juri 30 Gerz Lidia 10 Gette Philipp 50 Geworski Alexander und Erna 20 Giebelhaus Johann 20 Gieser Jakob 10 Glatt Adolf 20 Glöckler Helene 10 Glöckner Leo 10 Gnatjuk Anna 30 Göhring Johann 20 Göhring Regina 25 Göring August 15 Göring Ernst 20 Görtz Hans 30 Gossmann Irina 5 Gossmann Johannes 10 Gottfried Johannes 20 Gottselig Alexander 20 Götz Erna 20 Götz Josef 15 Götz Reinhold 20 Gradwol Alexander 20 Graf Lydia 10 Graf Michael 10 Grebe Beata 20 Greinert Ida 30 Grenz Daniel 10 Grenz Walter 15 Grenz Walter 50 Grieb Tatjana 100 Grishaeva Vera 20 Grizfeld Agnes 15 Grötzinger Waldemar 10 Grün Elvira 10 Grüner Gerda 30 Grunwald Alexander 50 Grünwald Nikolai 10 Grünwald Viktor 50 Grusie Richard 30 Grüssmer Ignatz 20 Gugenheimer Thekla 30 Guschakowski Halina 15 Gysa Nina 10 Hackmann Oswald 20 Haffner Christina 30 Häfner Rudolf 50 Hahn Helene 30 Haid Liana 20 Hait Emma 10 Hait Rudolf 20 Halblau Helmut 20 Hamburg Gottlieb 10 Hamm Anatoli 10 Hanke Heinrich 20 Harder Peter 50 Häring Ewald 15 Harms Johann 30 Harsch Emilie 20 Harsch Harry 50

Hartmann Julia 10 Hartmann Lilli 30 Hartter Erich 40 Hartter Erich 40 Hartter Erich 40 Hartung Hilde 30 Hartwich Emma 10 Hasko Friedebert 30 Hass Albert 10 Hatzenbühler Cäcilia 15 Hauert Edwin 15 Hauk Katharina 30 Häusser Katharina 20 Häusser Leo 10 Heberle Johannes 20 Hecht Eduard 20 Heckel Matthias 10 Hegel Paul 20 Heidebrecht Peter 15 Heier David 10 Heier Franz 20 Heier Otto 20 Heimann Lilli 20 Hein Waltraud 20 Heinrich Alexander und Olga 15 Heinrich Hilda 20 Heinrichs Helena 50 Heinz Reinhold 10 Heinz Reinhold 15 Heinz Richard 15 Heinze Rosa 20 Heinze Waldemar 5 Heit Johannes 15 Helfrich Alfons 30 Hellert Nelli 50 Hellert Viktoria 20 Helm Christian 30 Hempel Johann 20 Hempel/Weber Viktor 20 Hempel/Weber Viktor 30 Henke Edgar 15 Herb Katharina 15 Herb Odalina 10 Hergenröder Agnes 100 Hergert Waldemar 50 Hermann Alexander 5 Hermann Erika 50 Hermann Fritz 10 Hermann Herbert 10 Hermann Ludmila 20 Hertes Ludwig 30 Herwerth Hilde 10 Herzog Adolf 20 Herzog Alwin 50 Herzog Rosa 10 Hettich Oskar 10 Hildebrandt Karl 50 Hildebrandt Waldemar 20 Hildner Edmund 15 Hildt Emilie 10 Hirschfeld Josef 50 Hoffer Edgar 50 Hoffmann Ella 20 Hoffmann Erwin 50 Hoffmann Rosa 20 Hoffmann Tamara 20

Hoffmann Walter 20 Högele Elisabeth 5 Högele Erwin 30 Högele Josef 30 Höhn Edgar 20 Höhn Emil 10 Holland Ewald 30 Hollay Emma 10 Holzer Anton 20 Hooge Martha 30 Horn Erna 30 Hörner Adam 15 Hörner Elisabeth 20 Hörner Josef 20 Horst Erwin 30 Hörz Walter 15 Hottmann Grete 15 Höwer Lilli 20 Huber Eduard 30 Huber Johann 25 Huber Lydia 50 Huber Philipp 50 Huber Robert 10 Hubert Albert 20 Hubert Mina 5 Hubert Sinaida 10 Hummel Günther 10 Hummel Jakob 25 Hunecker Gertrud 50 Hungele Anna 10 Hungele Emma 30 Hunger Maria 18 Hunkele Johannes 10 Illenseer Georg 25 Illenseer Michael 10 Illg Ilse 50 Immel Artur 20 Isaak Walter 20 Jabs Tamara 30 Jäger Dirk 50 Janzen Jakob 10 Janzen Susanna 20 Janzen Viktor 20 Joos Franz 20 Joos Ignat 20 Joos Nikodemus 10 Judt Michael 30 Jung Alwine 20 Jung Johannes 15 Jung Johannes 11 Jung Valentin 10 Jungkind Linda 20 Jürgens Cornelia 100 Just Ottilie 20 Kaab Otmar 20 Käfer Eduard 30 Kaiser Adam 25 Kaiser Frieda 30 Kalbing Emma 10 Kampen Johann 100 Kappes Isolde 30 Karew Maria 10 Kary Elvira 50 Kary Jakob 25 Kasper Anton 30 Kasper Robert 50 Kaufmann Maria 10 Kautz Johannes 20 Kauz Alfred 25

Keib Nelja 10 Kelbler Katharina 20 Keller Emma 20 Keller Irma 20 Keller Rosa 10 Kemmet Katharina 20 Kerbel Heinrich 19 Kessler Herbert 30 Ketterer Johann 40 Ketterling Adam 20 Kiau Joachim 10 Kiefel Irene 25 Kiefel Michael 15 Kiel Emanuel 15 Kieselbach Waldemar 100 Kieß Helmut 10 Kindlieb Elise 20 Kindsvater Frieda 100 Kinsel Viktor 30 Kinsfater Rudolf 20 Kirchmeier Ernst 20 Kirschmann Hilda 30 Kisselmann Alexander 25 Kister Eduard 15 Kistner Anton 20 Klan Erna 30 Klassen Andrej 10 Klassen Gerhard 10 Klassen Johann 30 Klassen Maria 10 Klassen Peter 30 Klassen Viktor und Marina 10 Klaus Johannes 20 Klaus Lina 100 Klaus Wladimir 15 Klause Ludmila 20 Klein Edmund 30 Klein Natalia 10 Kling Maria 20 Kling Maria 10 Klingspohn Leopold 10 Klinkmann Philipp 10 Klötzel Andreas 20 Kludt Arno 10 Klukas Gerhard 10 Knaub Viktor 50 Knauer Martha 50 Knaus Friedrich 10 Knorr Luise 20 Knorr Lydia 20 Koch Emma 30 Koch Maria 30 Kohl Marta 15 Köhler Andreas 10 Kohlmai Johannes 20 Kombeitz Martin 30 König Ernst 20 König Peter 10 Konrad Else 20 Konstanz Albert 10 Kopp Boris 15 Kopp Georg 10 Kopp Georg 30 Kopp Lydia 20 Kopp Rita 10 Korell Viktor 50 Korsch Irene 20 11

Koslowski Erna Kotke Friedrich Kotrini Erika Kowalski Maria Kraft Georg Kraft Maria Krämer Arnold Kramer Wilhelm Kratz Nikolaus Kraus Barbara Kraus Rosa Krause Peter Krauter Elvira Krawtschuk Vera Kreick Waldemar Kremer Eugen Krenzler Lidia Krepp Viktor Kress Innozenz Krieger Elli Kröcker Klaus Kröger Abram Krohmer Egon Krohmer Harry Krohmer Harry Krohmer Olga Krohmer Oskar Krohmer Rolf Krohmer Willi Kroll Frieda Kroll Renate Kroll Waltraud Kromm Eleonora Kromm Emma Kromm Friedrich Krüger Edmund Krüger Leo Kübler Josef Kufeld Alexander Kuhl Frieda Kühl Heinrich Kühl Waldemar Kuhn Anna Kuhn Edmund Kühn Genoveva Kuhn Melitta Kuhn Waldemar Kühne Alice Kunkel Harry Kunz Johann Kunz Johannes Kunz Kaspar Künzel Heinrich Kupser Josef Kurz Elisabeth Kurz Sebastian Lafer Maria Laganowski Selma Lagge Jakob Lakmann Andreas Lamp Theodor Landeis Martha Lange Johann Langemann Olga Laskovec Irina Laturnus Olga Laue Margarita Lautermilch Emma Leibbrandt Berthold Leibel Emanuel

10 30 30 30 30 20 25 20 10 10 15 15 20 20 30 20 10 20 20 50 15 50 30 30 20 20 20 15 20 20 10 20 10 10 20 20 10 20 20 20 10 10 30 12 10 10 25 10 25 5 20 15 20 10 30 10 20 10 30 15 20 25 10 20 10 20 50 50 10 30

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SPENDEN Leibham Josef 5 Leibham Pius 30 Leicht Helmut 10 Leicht Herbert 10 Leicht Wilhelm 20 Leimann Emilie 20 Leinweber Lilli 30 Leippi Rudolf 10 Lemmer Josef 30 Lenhardt Senta 30 Leno Leokadia 10 Leonhardt Alexander 20 Leonhardt Anna 20 Lepp Peter 30 Lichtinwald Olga 10 Lichtner Amalia 10 Limbach Lidia 50 Linder Maria 20 Lindt Alma 35 Lingor Johannes 10 Link Frieda 20 Linker Albert 15 Lipp Melitta 50 Listau Lilli 20 Löbs Eden 10 Loran Johann 30 Lotz Alexander 20 Löwenstein Anton 15 Lupp Erwin 10 Lutz Albert 50 Lutz Andreas 10 Lutz Emil 30 Lutz Lore 25 Lutz Viktor 20 Lutz Waldemar 20 Mack Willi 50 Mähler Helli 40 Mahlerwein Paul 30 Maier Egon 15 Maier Frieda 15 Maier Irma 10 Maier Jakob 100 Maier Katharina 10 Maier Lilli 10 Maier Viktor 30 Major Ottomar 20 Malsam Alfons 30 Malsam Johann 20 Malsam Johannes 20 Malsam Josef 20 Malsam Rosa 50 Malsam Viktor 30 Malzan Alma 10 Mamakova Dina 20 Mangold Magdalena 20 Marbach Else 10 Marjake Ewald 30 Markus August 10 Marmein Elvira 50 Marquardt Maria 25 Marsal Anna 25 Marsall Arthur 20 Martens Johann 20 Martens Katharina 20 Martin David 20 Martin Emil 0 Martin Josef 10 Martin Leontine 10 Martin Zacharias 25 Martjan Lorenz 20 12

Maskewitsch Eduard 20 Massold Elisabeth 30 Massold Viktor 30 Mastel Helene 20 Mastio Rosa 10 Mattheis Erna 15 Mattheis Viktor 20 Mauelshagen Werner 20 Mäule Herta 25 Maurat Martha 30 Maurer Rolf 5 Maurer Viktor-Siegfried 10 Mayer Eugen 30 Mayer Richard 15 Mayer Stefanie 10 May-Mankowskaja Frieda 20 Mazura Nikolaj 10 Mehl Emilia 20 Mehl Maria 50 Meisinger Maria 20 Meister Jonathan 15 Melcher Fanni 30 Merdian Lorenz 40 Mergel Frieda 20 Merkel Ella 10 Merkel Frieda 20 Merkel Jakob 25 Merkel Oskar 20 Merker Klara 20 Merker Klara 15 Meser Waldemar 20 Messer Militta 20 Mett Jakob 25 Metzger Alina 20 Metzler Klara 15 Michel Frieda 50 Michel Maria 20 Michel Waldemar 20 Miller Eduard 30 Mittelstädt Friedrich 50 Mittelstädt Ludwina 20 Moderau Walter 50 Mohn Susanna 10 Molleker Rosa 10 Möllmann Amalia 100 Monsch Peter 15 Morasch Alexander 20 Moser Anita 20 Moser Georg 50 Müller Albert 15 Müller Alwine 20 Müller Arnold 36 Müller Eduard 10 Müller Elisabeth 40 Müller Harry und Nelli 30 Müller Meta 10 Müller Nadeshda 20 Müller Otto 15 Müller Rita 10 Müller Rosa 30 Mündt Elvira 10 Muss Ottilie 15 Mut Emma 10 Muth Alexander 10 Muth Maria 20 Mutig Josef 20 Nafziger Franz 20

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Nagrelli Ludwig 10 Naumann Viktor 15 Nehlert Arno 10 Neigel Klemens 25 Neu Alexander 20 Neuberger Nina 30 Neudorf Peter 20 Neufeld Frieda 20 Neufeld Helene 50 Neufert Albert 20 Neugebauer Otto 10 Neumann Viktor 10 Niedenthal Arthur 10 Nill Adolf 25 Nillmaier Robert 20 Nürenberg Valentin 20 Nuss Waldemar 10 Obenloch Agata 20 Oberländer Valentina 50 Obländer Viktor 20 Obst Anna 20 Olejnik Magdalene 15 Olenberg Konrad 10 Ollenburger Wilhelm 20 Ost Else 10 Ottmar Ida 15 Pagel Waldemar 20 Palmer Gerhard 20 Palmer Lothar 25 Pankratz Elena 20 Pasternak Lydia 15 Pätkau David-Peter 20 Pauls Andreas 20 Pazel Anna 20 Pehl Ida 10 Pehlke Erhardt 10 Penner Herta 10 Pertsch Anna 30 Pertsch Anna 10 Peter Josef 15 Peters Tamara 10 Petker Peter 20 Pfaff Olga 20 Pfanstil Valentina 20 Pfeifle Alvina 20 Pflaum Frieda 10 Pietzsch Elsa 15 Pleines Frieda 10 Polestschuk Mina 20 Polle Viktor 10 Pracht Martha 10 Prägitzer Richard 25 Pritzkau Johann 50 Probst Alexander 30 Quadrizius Viktor 10 Quiring Otto 10 Rabek Emilia 50 Radi Heinrich 10 Raile Eugen 10 Raimann Emil 50 Raiser Johannes 35 Ramich Alexander 15 Ramich Viktor 20 Rapp Ernst 20 Rebuschat Joachim und Ursula 5 Reh Walentina 30 Reich Lydia 10 Reichel Viktor 20 Reichert Anton 20

Reichert Erna Reichert Matthias Reimchen Johannes Reimer Ernst und Helene Reimer Nikolaj Reinhardt Katharina Reis Paul Reisenhauer Irma Reisig Robert Reitenbach Erich Reitenbach Fanny Rempe Emilia Rempfer Nelli Renner Axel Renz Ewald Rerich Rosa Retzlaff Heinrich Ribitsch Wladimir Richter Frieda Richter Maria Ridinger Erna Ridinger Melitta Riedlinger Helmut-Johann Rieger Marianne Riemer Gottlieb Riesling Johann Riffel Andreas Riffel Katharina Ring Irina Ripplinger Valentin Riss Hilda Ritter Friedrich Roch Artur Rodecker Ludwig Röhm Martha Röhrig Irma Roller Nikolaus Rombs Nikodemus Römmich Ewald Römmich Viktor Root Anna Roppert Johann Roßkopf Hedi Rotgang Blondine Roth Hugo Roth Johannes Roth Viktor Rothecker Valentin Rott Helena Rott Hilda Rüb Erna Ruff Elisabeth Ruff Wladimir Sabot Josef Sabrowski Klemens Sagel Rosa Saibel Hilda Sailer Waldema Saleski Johann Sali-Becker Anton Salzmann Rosa Sander Balthasar Sartison Georg Satorius Helene Sauer Maria Sauerwein Eleonora Sauter Helene Sawatzky Ella

30 50 10 30 10 20 10 15 20 15 50 10 30 30 15 15 10 20 10 10 30 20 10 10 5 20 20 30 50 30 5 20 20 20 30 15 50 20 20 20 50 20 20 15 30 20 15 30 25 10 10 15 30 50 15 20 20 20 20 30 20 15 30 20 20 10 20 10

Sawkin Nelly 50 Schaaf Elisabeth 15 Schacht Elsa 20 Schäfer Elvira 10 Schäfer Ida 20 Schäfer Ludwig 10 Schäfer Lydia 30 Schäfer Waldemar 30 Schäfer Waldemar 50 Schaffner Ira 20 Schall Rosa 30 Schamsijar Alwina 20 Schanbacher Lilli 20 Schardt Johann 25 Schardt Olga 15 Schardt Rosalinde 30 Schatz Hildegard 20 Schaub Ida 25 Scheffler Maria 20 Scheier Eugen 10 Scheifler Peter 20 Schell Edmund 10 Schell Heinrich 50 Schell Nikolaus 50 Schellenberg Hans 10 Schellenberg Peter 100 Schendel Ida 20 Schenkel Wilhelm 20 Scherer Viktor 50 Scherger Joseph 20 Scherger Viktor 20 Scherle Frieda 50 Scheruble Valentina 20 Scheu Gerda 50 Schick Maria 10 Schick Woldemar 10 Schierling Willi-Martin 15 Schill Regina 30 Schiller Ernst 20 Schiller Margarita 20 Schilling Albert 20 Schindler Nikolaj 15 Schkalej Max 10 Schlaht Theodor 20 Schlaht Viktoria 20 Schlecht Erni 20 Schlee Georg 25 Schleich Viktor 15 Schlepp Johann 40 Schlosser Franz und Elvira 30 Schlosser Monika 30 Schlosser Viktor 20 Schlotthauer Eduard 20 Schmalz Johannes 20 Schmid Sigrid 20 Schmidt Alexander 20 Schmidt Alexander 30 Schmidt Alise 50 Schmidt Arnold 25 Schmidt Berta 15 Schmidt Emma 40 Schmidt Eugen 50 Schmidt Georg 20 Schmidt Gottlob 50 Schmidt Heinrich 30 Schmidt Helene 10 Schmidt Ida 30 Schmidt Ignaz 20


SPENDEN Schmidt Isolde 10 Schmidt Karl 30 Schmidt Maria 10 Schmidt Melita 30 Schmidt Nelly 20 Schmidt Oskar 10 Schmidt Peter 15 Schmidt Stanislaw 20 Schmidt Vera 25 Schmidt Viktor 15 Schmidt Waldemar 20 Schmidtgal Tina 25 Schmidtheisler Bernhard 10 Schmoll Oleg 30 Schmück Waldemar 5 Schnaidt Maria 20 Schneider Alexander 20 Schneider Alexander 20 Schneider Emma 10 Schneider Franz 50 Schneider Friedrich 20 Schneider Jakob 20 Schneider Johannes 20 Schneider Johannes 15 Schneider Lydia 10 Schneider Melora 20 Schneider Peter 20 Schneider Rudolf und Anna 20 Schneider Viktor 10 Schneider Woldemar 30 Schneidt Reinhold 20 Schnell Selma 50 Schnellbach Sofia 20 Schock Ernst und Elvira 20 Schock Otto 20 Schock Waldemar 20 Schock Wilhelm 100 Schock Woldemar 50 Schöller Emma 10 Schönemann Anna 15 Schopf Julie 10 Schott Helene 10 Schreder Katharina 20 Schreider Anna 20 Schroth Martha 10 Schuh Isabella 25 Schuldeis Viktor 20 Schüler Frieda 50 Schulmeister Thomas 25 Schulz Elisabeth 20 Schulz Irma 15 Schulz Jakob 15 Schulz Theresia 10 Schumacher Waldemar 15 Schuster Hans 10 Schütz Waldemar 20 Schwabauer Raissa 20 Schwagerus Marie 20 Schwan Viktor 15 Schwandt Eduard 10 Schwarz Erna 15 Schwarz Lidia 15 Schweizer Meta 10 Schwiederik Berthold 20

Schwindt Adolf 10 Schwindt Oskar 10 Schwitzgebel Emil 20 Seiler Eduard 20 Selcho Leo 25 Selenski Alexander 20 Selensky Engelina 10 Selensky Maria 15 Seng Olga 10 Senn Michael 10 Serr Ernst 30 Siegle Larissa 20 Simon Amalia 20 Singer Eva 20 Singer Otto 20 Singer-Becker Olga 30 Skakowsky Antonia 200 Sommer Berta 10 Sonnenburg Hermann 10 Spät Erna 10 Speiser Selma 15 Spengler Lydia 15 Spetter Alexander 15 Spielmann Martha 10 Spomer Hilda 20 Sprez Erna 10 Stach Adam 20 Stang Hedwig 10 Staub Josef 20 Stebner Gisela 20 Steiger Adelina 30 Steiger Anneliese 10 Steigewald Ella 15 Stein Ernst 15 Steinbach Richard 10 Steinbrenner Rudolf 10 Steinbring Erwin 10 Steinle Alexander 15 Steinmetz Frieda 20 Stelz Alexander 40 Stettin Reinhold 25 Stobbe Erwin 50 Stobbe Rolf 60 Stöcker Emma 25 Stolinski Elisabeth 10 Stoller Otto 20 Stolz Reinhold 20 Stoppel Helene 20 Storz Friedrich 80 Stößel Rosalia 20 Stotz Johann 15 Stotz Johann 30 Stotz Otto und Lydia 10 Strack Maria 15 Strasser Irma 10 Strauch Mariane 10 Streck Lidia 20 Stroh Elisabeth 20 Stroh Jakob 15 Stroh Otto 10 Stroh Viktor 25 Stuckert Hilda 10 Stuhlberg Robert 20 Stumpf Klara 10 Stumpf Leopold 30 Stürz Walter 20 Sudermann Boris 100 Suter Berthold 20 Tabler Waldemar 10

Taschke-Pfeiff Inge 50 Tawed Maria 10 Teichreb Helene 30 Tempel Alexander 10 Teske Edmund 20 Tetzlaf Hermann 20 Tezlaw Arnold 20 Thiede Katharina 15 Thielmann Martin 10 Thierbach Karl 10 Thiessen Elisabeth 30 Thomas Lydia 10 Thomas Viktor 20 Thumm Lydia 20 Tibelius Andreas 20 Tomm Alfred 20 Torno Ella 20 Torscher Olga 50 Torscher Wendelin 10 Töws Elmar 15 Traksel Eva 20 Traxel Waldemar 10 Troester Jürgen 100 Tröster Aneta 20 Tschense Irma 10 Tuchscherer Johannes 20 Tuchscherer Lidia 10 Turapin Eugenia 10 Tweretnow Luana 27 Ullmer Ludmilla 25 Ullrich Artur 30 Ulm Eugen 10 Ulmer Robert 20 Ulrich Nikolaus 10 Ungefug Karl 20 Urich Eugenia 30 Uselmann Irma 10 Usselmann Eugenius 20 Usselmann Eugenius 20 Usselmann Oskar 10 Usselmann Otto 50 Usselmann Pius 50 Usselmann Selma 15 Veer Elena 30 Veit Klemens 15 Veitenheimer Raphael 20 Vetter Erwin 20 Voehringer Wally 40 Vogel Herta 20 Vogel Wilhelm 20 Vögele Robert 20 Vogt Georg 10 Vohrer Viktor 10 Vöhringer Gertrude 10 Vöhringer Lydia 20 Vöhringer Margarete 50 Volk Andreas 15 Volk Barbara 20 Volk Katharina 20 Volk Lydia 20 Volk Melchior 10 Vollmer Franz 30 Vollmer Karl 20 von Sarnowski Angelika 200 Vorwerk Erwin 10 Voth Erna 20 Votteler Arno 30

Votteler Eugen 20 Votteler Franz 30 Wachtel Heinrich 20 Wacker Rolf 15 Wagenleitner Marie 20 Wagner Eduard 20 Wagner Eugenia 10 Wagner Franz 30 Wagner Margarita 20 Wagner Oskar 15 Wagner Rosemarie 20 Wagner Viktor 30 Wagner Viktor 10 Wais-Mebius Regina 10 Wald Josef 15 Wald Maria 20 Walger Ilona 20 Wall Alexander 30 Wallender Adele 20 Wallner Ella 10 Wallner Irene 30 Walter Paul 50 Walth Christel 100 Walth Viktor 15 Wandler Katharina 25 Wanner Michael 20 Warkentin Margarete 20 Weber Alexander 50 Weber Alexander 50 Weber Alexander 5 Weber Alexander 10 Weber Anna 10 Weber Anna 10 Weber Brunhilde 15 Weber Friedrich 10 Weber Lilia 20 Weber Valentina 10 Wecker Edmund 15 Wedler Nina 15 Wegmann Anton 30 Wegner Amalia 20 Wehr Viktoria 15 Weht Johannes 10 Weilert Berta 25 Weimer Maria 20 Weimer Mina 10 Weinbender Alexander 15 Weingardt Tilo 20 Weis Olga 10 Weisbecker Klemens 20 Weiss Albert 20 Weiss Doris 20 Weiß Ewald 20 Weißenburger Emma 30 Weißgerber Margarethe 15 Weißhaar Erna 20 Weißhaar Gottfried 10 Welsch Frieda 20 Welter Adelina 20 Welter Anna 10 Wenkeler Viktor 30 Wentzlaff Alexander 20 Wenzel Valentina 10 Wenzel-Elsässer Viktor und Herta 10 Werle Katharina 20 Werner Elfriede 5 Werner Katharina 10 13

Werner Viktoria 20 Wertmann Anna 50 Wesner Emma 15 Wettstein Josef 20 Wetzel Alida 20 Wetzel Jakob 20 Wetzel Rosa 10 Wiebe Maria 15 Wieberg Viktor 20 Wiedmeier Charlotte 50 Wiegel Johannes 10 Wiens Johann 15 Wilhelm Franz 10 Wilhelm Georg 100 Wilhelm Johann 10 Wilhelm Johannes 20 Wilhelm Josef 20 Wilhelm Karl 20 Wilhelm Kaspar 20 Will Jakob 20 Willmann Johannes 15 Winter Gerhard 25 Winterholler Johann 10 Wirt Nelli 20 Witt Harry 20 Wittmann Friedrich 10 Wizke Linda 20 Wolf Alexander 10 Wolf Anton 20 Wolf Gertrude 5 Wolf Josef 20 Wolf Olga 30 Wolf Reinhold 15 Wolke Nelly 20 Wolkow Anna 20 Wormsbecher Alexander 20 Wormsbecher Irina 20 Wormsbecher Karl 25 Wormsbecher Swetlana 10 Wunder Amalia 10 Zacharias Erika 30 Zeglarski Gustav 5 Zeiler Armelia 20 Zeller Edmund 20 Zeller Hugo 20 Zerr Cecilia 20 Zerr Georg 50 Zerr Leo 30 Zerr Otto 20 Zich Anna 25 Ziegenhagel Frank 20 Ziegenhagel Ida 20 Ziegler Heinrich 50 Zielke Theodor 20 Zielke Waldemar 30 Zimbelmann Viktor 30 Zimmermann Adam 20 Zimmermann Alexander 10 Zimmermann Elfriede 10 Zimmermann Franz 20 Zimmermann Georg 15 Zitzmann Jakob 15 Zürn Hilda 15 Zwetzich Ella 20 Zweygardt Oswald 20

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KULTUR

Aufschlussreiche Einblicke… Literaturblätter deutscher Autoren aus Russland 2012

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er Almanach 2012 „Literaturblätter deutscher Autoren aus Russland“ des Literaturkreises der deutschen Autoren aus Russland e.V. (Vorsitzender Heinrich Dick) bietet wie schon in den vergangenen Jahren eine breite Palette des literarischen Wirkens der Vereinsmitglieder und der Gäste des Almanachs.

an einer deutschen Schule (Julia-Maria Warkentin) literarisch verarbeitet. Die Autoren Viktor Heinz, Katharina FastFriesen, Artur Rosenstern und Marc Moitami stellen sich mit Auszügen aus längeren Werken vor. In ihre poetischen Welten entführen den Leser Agnes Gossen-Giesbrecht, Katharina Fast-Friesen, Katharina Kucharenko, Monika J. Mannel, Max Schatz und Katharina Wedel. Mit Gedichten und Geschichten für Kinder stellen sich einige

Autorinnen in der Rubrik „Kinderecke“ vor. Ergänzt wird der Poesieteil durch Nachdichtungen aus dem Russischen von Irene Dirks, Katharina Kucharenko sowie den 2012 verstorbenen Autoren Johann Warkentin, Nora Pfeffer und Ida Bender. Literaturkritische Beiträge, Interviews (mit Viktor Heinz, Lorida Richter und Katharina Fast), Buchbesprechungen, Neuerscheinungen, Nachrufe und biographische Notizen zu den Autoren runden den Almanach ab. Bestellungen beim Literaturkreis der deutschen Autoren aus Russland e.V.; litkreis@gmx.de agnes.gossen@gmx.de

Soeben erschienen:

Albert Obholz: "Die Katholiken an der Wolga"

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er Historische Forschungsverein der Deutschen aus Russland hat mit seiner neuesten Publikation "Die Katholiken an der Wolga" von Prof. Albert Obholz das Bücherangebot unserer Volksgruppe um eine bedeutende Neuerscheinung bereichert.

Mit Prosa und Poesie, Nachdichtungen und Lesenswertem für Kinder, Literaturkritik, Buchbesprechungen und leider auch Nachrufen vermitteln mehr als 20 Autoren aufschlussreiche Einblicke in nahezu alle Lebenslagen der Russlanddeutschen in ihrer alten und neuen Heimat. Einblicke mit einem lachenden und einem weinenden Auge - „Mein Herz geht auf Reisen…“, um es mit einer Metapher aus einem Vierzeiler von Agnes GossenGiesbrecht zu beschreiben. Ergänzt werden die Impressionen durch Lyrik- und Prosabeiträge von einigen einheimischen Autoren, Mitgliedern und Gästen des Vereins. Das Bild für die Titelseite lieferte der Künstler Jakob Wiens, die Gestaltung besorgte Rudolf Bender. Etliche Autoren (Artur Abich, Frieda Bayer, Martin Thielmann, Heinrich Rahn) wenden sich den schwierigen Zeiten der russlanddeutschen Geschichte zu. Mit ernstem, mitunter aber auch heiterem Blick werden Impressionen in Athen (Johann Epp), Karlovy Vary (Peter Andronikashvilli), in der Außenstelle des Kölner Abendgymnasiums der JVA Köln-Ossendorf (Ingmar Brantsch), bei der Ankunft in Deutschland (Wladimir Eisner) und 14

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Obwohl der Titel eindeutig besagt, um wen es in „Die Katholiken an der Wolga" geht, genügt schon ein kurzer Blick auf das Inhaltsverzeichnis, um zu sehen, dass die Thematik weit über die konfessionellen Grenzen hinaus geht und eigentlich jeden ansprechen müsste, der sich für die Geschichte der Deutschen in Russland interessiert. Der 1936 im Gebiet Omsk geborene Autor des Buches, Albert Obholz, lebt seit 1998 in Rheinland-Pfalz und ist Mitglied des Historischen Forschungsvereins der Deutschen aus Russland. Er ist Autor des Doppelbandes „Russische Schriftsteller und die Deutschen Russlands", von „Die Kolonie Mariental an der Wolga" und anderen Beiträgen zur Geschichte und Kultur der Russlanddeutschen. Prof. Obholz erklärt vor allem die Rolle der Kirche als Band der deutschen Auswanderer in Russland zu ihrer historischen Heimat Deutschland in guten und schlechten Zeiten. Und damit es möglichst viele Menschen verstehen, ist das Buch in Deutsch und Russisch verfasst, den Sprachen der beiden größten Völker Europas. Wie weit der Bogen in dem Buch gespannt worden ist, möge eine kleine Auswahl der behandelten Stationen der Deutsche in Russland zeigen: • Kap. 1: Umsiedlung nach Russland 1764-1767 • Kap. 3: Beseitigung der Privilegien

• Kap. 4: Beginn der Russifizierung • Kap. 6: Politische Verfolgung • Kap. 9: Verbot des kirchlichen Lebens • Kap. 10: Die Deportation 1941 • Kap. 15: Die Rückkehr in die historische Heimat „Die Katholiken an der Wolga" (486 Seiten) kann ab sofort zum Preis vom 20,Euro bezogen werden beim Vorsitzenden des Historischen Forschungsvereins der Deutschen aus Russland, Michael Wanner, Tel.: 09403-3916, E-Mail: wanner. michael@t-online.de, und bei Nina Paulsen, Tel.: 0911-6279253, E-Mail: lmdr. Paulsen@gmx.de. Johann Kampen


HEIMAT IM GLAUBEN

Historische Verantwortung für russlanddeutsche Katholiken Augsburg: Landsmannschaft der Deutschen aus Russland im Gespräch mit Bischof Dr. Konrad Zdarsa

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ei einem Gespräch mit dem Augsburger Bischof Dr. Konrad Zdarsa am 7. Februar 2013 hatten Vertreter der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland die Gelegenheit, die Arbeit ihres Verbandes vorzustellen und auf aktuelle Möglichkeiten und Probleme der Seelsorgearbeit für und mit Deutschen aus der ehemaligen Sowjetunion einzugehen.

Zur Delegation der Landsmannschaft gehörten neben dem stellvertretenden Bundesvorsitzenden Dr. Alfred Eisfeld und dem Vorsitzenden der Orts- und Kreisgruppe Augsburg, Stadtrat Juri Heiser, auch die ehemalige Referentin für Aussiedlerseelsorge in Augsburg, Ida Hosmann, Beim Gespräch im Augsburger Bischofshaus (von links): Stadtrat Juri Heiser, Bischof Dr. Konrad der Geschäftsführer der Orts- und Zdarsa, Karl Kromer, Dr. Alfred Eisfeld, Ida Hosmann. Kreisgruppe, Karl Kromer, sowie der von Veranstaltungen, von denen einige Stadtrat Juri Heiser und Ida Hosmann beSchreiber dieser Zeilen. der wichtigsten in Augsburg stattfinden zeichneten in ihren Stellungnahmen die werden. bisherige Zusammenarbeit der LandsHöhepunkt wird das 31. Bundestreffen am mannschaft mit der Katholischen Kirche 29. Juni auf dem Augsburger Messegelän- in der Diözese Augsburg als beinahe einde sein. Am Vortag ist Augsburg Schau- malig für das gesamte Bundesgebiet, was platz einer wissenschaftlichen Konferenz nicht zuletzt Persönlichkeiten wie Prälat anlässlich des Auswanderungsjubiläums, Dr. Dietmar Bernt, Pfarrer Franz Götz an die sich die erstmalige Verleihung des und Edeltraud Wohlfarth zu verdanken Katharinen-Preises der Landsmannschaft sei. Die Weiterführung dieser Zusammenim Goldenen Saal des Augsburger Rat- arbeit wurde 2010 dem gegenwärtigen hauses anschließt. Referenten für Aussiedlerseelsorge, Josef Messmer, übertragen. Zentrale Rolle Zum Ausdruck komme das gemeinsame Wirken der Aussiedlerseelsorge und der des christlichen Glaubens Landsmannschaft für die 6.000 bis 7.000 Bereits im Vorfeld des Gesprächs hatte die russlanddeutschen Katholiken in AugsLandsmannschaft auf die zentrale Rolle burg etwa durch die Aussiedlerwallfahrt hingewiesen, die der christliche Glaube nach St. Ulrich, die alljährliche Firmfeifür die Deutschen in und aus Russland in er für Aussiedler in der Basilika oder die der Vergangenheit gespielt hat und auch Durchführung von Gedenkfeiern für die Bischof Dr. Konrad Zdarsa in der Gegenwart spielt. Mit der hohen Opfer der stalinistischen Repressionen jeNach der herzlichen Begrüßung durch Wertschätzung des Glaubens komme die weils am 28. August. Bischof Zdarsa schilderte Dr. Eisfeld als Landsmannschaft daher einer historischen Trotz aller Bemühungen gebe es jedoch Historiker die besondere Bedeutung des Verantwortung nach. Es sei ihre Pflicht, nach wie vor gewisse Berührungsängste Jahres 2013 für die Deutschen aus Russ- daran zu erinnern, dass die religiösen Ge- auf beiden Seiten, denen man mit verland. In diesem Jahr jährt sich nämlich meinschaften in der Sowjetunion Stalins stärkter Aufklärungsarbeit zu Leibe rüzum 250. Mal die Veröffentlichung des systematisch vernichtet worden seien, um cken müsse. Einladungsmanifests der Zarin Katharina die kommunistische Weltanschauung als Bischof Zdarsa versprach in seiner EntII. vom 22. Juli 1763, der im Jahr darauf einzige zuzulassen und sie mit allen staat- gegnung die Fortsetzung und Ausweitung die Gründung der ersten deutschen Kolo- lichen Mitteln zu fördern. So seien allein der bisherigen Unterstützung der russin den Jahren des „Großen Terrors“ 1937 landdeutschen Katholiken in seiner Diönien an der Wolga folgte. Dieses Jubiläum nimmt die Landsmann- und 1938 etwa 200.000 Geistliche und zese, im Jubiläumsjahr 2013 ebenso wie schaft der Deutschen aus Russland zum Laien verhaftet und etwa 100.000 hinge- in den Jahren danach. VadW Anlass für die Durchführung einer Reihe richtet worden. 15

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KULTUR

Der Förderverein des Hauses des Deutschen Ostens (HDO) in München

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er Verein der Förderer des Hauses des Deutschen Ostens in München (mit dem auch die Landesgruppe Bayern der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland bestens zusammenarbeitet; Anm. d. Red.) wählte am 23. Januar 2013 einen neuen Vorstand. Das am 5. Juni 1953 in Kraft getretene, 2007 neu bekannt gemachte Bundesvertriebenengesetz (BVFG) verpflichtet in seinem § 96 den Bund und die Länder, das Kulturgut der historischen deutschen Ostgebiete und der deutschen Siedlungsgebiete im östlichen Europa im Bewusstsein der Vertriebenen und Flüchtlinge, des gesamten deutschen Volkes und des Auslandes zu erhalten sowie die Kulturleistungen der Vertriebenen, Flüchtlinge, Aussiedler und Spätaussiedler zu fördern. Die sog. Erlebnisgeneration wird ständig weniger, andererseits nimmt das allgemeine und auch unterschiedlich motivierte Interesse am deutschen Kulturerbe des östlichen Europas zu. Ein Grund hierfür mögen auch die Publikationen in den Medien sein. In Deutschlands östlichen Nachbarländern befassen sich immer mehr junge Menschen mit dem deutschen Kulturerbe, das sie als Teil ihrer Lebenswelt täglich erleben. Mit Partnern aus Deutschland erforschen und erhalten sie mit großem Interesse und persönlichem Einsatz dieses geistige und materielle Gut. Im Bericht der Bundesregierung über die Maßnahmen zur Förderung der Kulturarbeit gemäß § 96 (BVFG) in den Jahren 2009/2010 heißt es: „Aufgabe der Förderung ist es, die breit gefächerten Aktivitäten in diesem Bereich zu unterstützen, dem Informationsbedarf dieser so unterschiedlichen Interessengruppen Rechnung zu tragen und dafür zu sorgen, dass kompetente Ansprechpartner im Inland und für den internationalen Austausch zur Verfügung stehen.“ Das „Haus des Deutschen Ostens“ (HDO) nimmt die vielfältigen Aufgaben wahr, die dem Freistaat Bayern aus dem § 96 des BVFG erwachsen. Es wurde im Jahr 1970 als nachgeordnete Behörde des Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen gegründet. Finanzmittel hierfür werden im Staatshaushalt zweckgebunden bereitgestellt. Der bisherige Direktor Dr. Ortfried Kotzian, der am 31. Dezember 2012 in den Ruhestand getreten ist, hat elf Jahre lang

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das Ansehen und die Arbeit des Hauses entscheidend geprägt. Da Mittel nicht uneingeschränkt zur Verfügung stehen, gründete sich bereits 1996 ein Förderverein, wie es ihn auch bei Schulen oder anderen kulturellen Einrichtungen gibt. Der Verein mit derzeit über 110 Mitgliedern aus allen Bereichen der ehemaligen deutschen Siedlungsgebiete im Osten und Südosten Europas, unterstützt Das Haus des Deutschen Osten mit neuer Beschriftung. die Ziele und Arbeit des HDO ideell und – im Rahmen seiner Verein hat seinen Sitz im HDO, Am Lilienberg 5, 81669 München. finanziellen Möglichkeiten – materiell. Ein Hauptanliegen ist es ihm, die Pflege Bei der Mitgliederversammlung Ende und Darstellung der ostdeutschen Kultur Januar standen turnusgemäß Neuwahdurch das HDO zu fördern. Durch den len an. Dr. Norbert Matern kandidierte anstehenden Generationswechsel in den aus Altersgründen nicht mehr als Vorsitnächsten Jahren droht wertvolles Wissen zender. Als sein Nachfolger konnte der über Geschichte, Kultur und Brauchtum Dipl.-Verw.-Wirt Herbert Pietschmann, der Deutschen im Osten verloren zu ge- München, gewonnen werden, der ebenso hen. Damit diese Kenntnisse auch für die wie die bisherigen Mitglieder Dr. Horst nächsten Generationen erlebbar erhalten Kühnel, Joachim Wodok und Sieglinde bleiben, unterstützen die Mitglieder des Schneeberger einstimmig gewählt wurde. Fördervereins die Arbeit des HDO durch Das HDO hat bisher erfolgreiche Arbeit geleistet. Um diese weiterhin tatkräftig ihre Beiträge und Spenden. Der Verein steht jedem offen, dem ost- unterstützen zu können, wirbt der Verein deutsche Kulturarbeit ein Anliegen ist. Er ständig um neue Mitglieder. Die Mitgliedverfolgt keine parteipolitischen Ziele und schaft wie auch die Spenden sind ein Zeiist überkonfessionell. Die Tätigkeit des chen des Engagements der KulturfördeVereins ist gemeinnützig, seine sämtlichen rung gegen das Vergessen. Werden auch Mittel müssen für die steuerbegünstigten Sie Mitglied! Herbert Pietschmann, München Zwecke des HDO verwendet werden. Der

Die stellvertretende Direktorin des HDO, Brigitte Steinert, mit dem neuen Vorstand (von links): Herbert Pietschmann, Vereinsvorsitzender; Dr. Horst Kühnel; Sieglinde Schneeberger; Brigitte Steinert; Gertrud Müller, Ehrenvorsitzende; Joachim Wodok.


BÜCHERANGEBOT DER LANDSMANNSCHAFT HEIMATBÜCHER 1954, Gesamtübersicht über das Russlanddeutschtum 1955, Geschichte, Kultur, Wolgagebiet 1956, Odessa, Geschichte, Kultur u.a. 1957, Saporoshje, Großliebenthal u.a. 1958, Dnjepropetrowsk, Kronau, Orloff u.a. 1959, Sibirien, Mittelasien, Wolhynien u.a. 1960, Krim, großes Auswanderungsverzeichnis u.a. 1961, Kaukasus, Wirtschaft, Kultur u.a. 1962, Wolhynien, städtisches Deutschtum u.a. 1963, Russlanddeutsche in Übersee 1964, Sibirien, Wolga, Kirchen, Schulen u.a. 1965, Heutige Lage, Schrifttum, Volkstum 1966, Aussiedlung und die Vertreibung 1967/68, Hof und Haus, Kultur (Preis, je HB 1954 bis 1968 - 8,- Euro + Versandkosten) 1969-72, Joseph Schnurr, “Die Kirchen und das religiöse Leben der Rußlanddeutschen”, Katholischer Teil, 23,- Euro, Evangelischer Teil, 19,- Euro 1973-81, Hungersnot, Deportation u.a., 11,- Euro 1982-84, mit Karte der ASSR der Wolgadeutschen, 12,- Euro 1985-89, Geschichte, Literatur, Aktuelles, 10,- Euro 1990/91, Krieg und Frieden, Rückkehr, 10,- Euro 1992-94, Deportation, Ausreise, 284 S., 10,- Euro 1995/96, Heimat Deutschland, Trudarmee, 336 S., 10,- Euro 1997/98, Deportation, Jugenderinnerungen, 340 S., 10,- Euro 2000, I. Teil, Geschichte der Volksgruppe, Heimat 10,- Euro 2000, II. Teil, Geschichte der Volksgruppe, Heimat 10,- Euro Heimatbuch 2001/02, 60 Jahre Vertreibung 10,- Euro HEIMATBUCH 2003, 2004, 2005, 2006, 2007/08 Je 10,00 EURO

WEITERE LITERATUR V. Aul, “Das Manifest der Zarin”, 7,- Euro Anton Bayr, “Vergessene Schicksale”, 17,- Euro Dr. E. Biedlingmaier, "Ahnenbuch von Katharinenfeld in Georgien, Kaukasus. Chronik der Familien", Sonderpreis: 60,- Euro. Bosch/Lingor, “Entstehung, Entwicklung und Auflösung der deutschen Kolonien am Schwarzen Meer”, 7,- Euro N. Däs, “Alle Spuren sind verweht. Rußlanddeutsche Frauen in der Verbannung”, 10,- Euro N. Däs, “Der Schlittschuhclown”, 8,- Euro N. Däs, “Kochbuch der Deutschen aus Rußland”, 10,- Euro N. Däs, “Laßt die Jugend sprechen”, 5,- Euro N. Däs, “Rußlanddeutsche Pioniere im Urwald”, 9,- Euro N. Däs, “Wölfe und Sonnenblumen”, 10,- Euro “Die Deutschen im Prikamje. XX. Jahrhundert”, drei Bände, 58,- Euro F. Dortmann, “Olga von der Wolga”, Lieder im Volkston, 12,Euro Peter Dück “Kasachstan - Faszination des Unbekannten”, Bildband, 19,90 Euro A. Eisfeld, "Etappen eines langen Weges Beitrag zur Geschichte und Gegenwart der Deutschen aus Russland", 5,- Euro A. Fitz, “Puteschestwie na semlju”, 5,- Euro O. Geilfuß, “Für alle Kinder”, Kinderlieder, 5,- Euro V. Harsch, “Aus der Lebensbeichte meiner Mutter”, 4,- Euro V. Heinz, “In der Sackgasse”, 13,- Euro W. Hermann, “Das fremde Land in dir”, 7,- Euro E. Imherr, “Verschollene Heimat an der Wolga”, 10,- Euro

Dr. Karl Stumpp, "Die Auswanderung aus Deutschland nach Rußland in den Jahren 1763-1862", 1020 S. 48,- Euro Alfred Eisfeld (Herausgeber), "Von der Autonomiegründung zur Verbannung und Entrechtung", Sonderband der Reihe "Heimatbücher der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland e.V., 292 Seiten, 10,- Euro J. und H. Kampen, “Heimat und Diaspora”, Geschichte der Landsmannschaft, 8,- Euro R. Keil, “Rußland-Deutsche Autoren, 1964-1990”. 7,- Euro W. Mangold: “Rußlanddeutsche Literatur”, 7,- Euro I. Melcher, “Kurze Prosa”, 3,- Euro R. Nachtigal: “Die Dondeutschen 1830 bis 1930”, deutsche und russische Ausgabe, je 17,- Euro G. Orthmann, “Otto Flath, Leben und Werk”, 5,- Euro "Andreas Prediger. Ich träume in Bildern", Katalog mit Werken des Künstlers, 28,- Euro Rosalia Prozel, “Weißer Tee”, 5,- Euro M. Schumm, “Sketche und Kurzgeschichten”, 3 Euro G. Steinmüller, “Perlen der russischen Volksmedizin”, 6,- Euro I. Walker, “Fatma” - eine historische Lebensgeschichte aus dem Kaukasus, 10,- Euro J. Warkentin, “Geschichte der rußlanddeutschen Literatur”, 8,- Euro D. Weigum, “Damals auf der Krim”, 6,- Euro Liederbuch “Deutsche Volkslieder aus Russland”, 10,-Euro Kassette Nr. 1, “Bei uns, ihr Leit, ist Hochzeit heit”, 7,- Euro Kassette Nr. 2, “Ai, ai, was ist die Welt so schön”, 7,- Euro CD Nr. 1, “Bei uns, ihr Leit, ist Hochzeit heit”, 10,- Euro CD Nr. 2, “Ai, ai, was ist die Welt so schön”, 10,- Euro

GEDICHTE E. Fotteler, "Im winterlichen Park", 9,- Euro J. Warkentin, “Rußlanddeutsche Berlin-Sonette”, 5,- Euro W. Mangold, “Rund um das Leben”, 7,- Euro K. Lubomirski, “Propyläen der Nacht”, 10,- Euro Nelly Wacker, “Es eilen die Tage”, 7,- Euro A. Brettmann, Stimmen des Herzens, 10,- Euro

WIEDER AUF DER LISTE I. Fleischhauer, "Die Deutschen im Zarenreich", 30,- Euro H. Gehann, "Schwänke und Scherzlieder", 6,- Euro O. Geilfuß, "Klaviersonate", 6,- Euro B. Pinkus, I. Fleischhauer, "Die Deutschen in der Sowjetunion", 30,- Euro J. Schnurr, "Aus Küche und Keller", 2,- Euro

Richten Sie Ihre Bestellungen bitte an: Landsmannschaft der Deutschen aus Russland e.V. Raitelsbergstr. 49, 70188 Stuttgart Telefon: 0711-1 66 59 22 Telefax: 0711-2 86 44 13 E-Mail: versand@lmdr.de 17

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LANDSMANNSCHAFT REGIONAL

BadenWürttemberg Lahr Am 1. März beginnen die diesjährigen Aktionswochen „Frauenwelten“, die dem 8. März, dem Internationalen Frauentag, gewidmet sind. Auf dem Programm stehen Workshops, Treffen und andere Aktionen, die von Frauen und für Frauen ausgedacht, organisiert und angeboten werden. Wie immer ist auch unsere Ortsgruppe aktiv dabei, und zwar mit drei eigenen Veranstaltungen: • 21. März: „Entspannt im Hier und Jetzt“; Entspannungsübungen mit der Physiotherapeutin Tatjana Miller und der Theosophin Maria Freudenberger. • 22. März: Die Frauen des Unternehmerverbandes der Deutschen aus Russland e.V. der Ortsgruppe Lahr laden zum offenen Gespräch über das Thema „Was die Frauen alles schaffen“ ein. • 25. März: Der traditionelle Kochtreff lädt alle Interessierten zum Kochen nach alten deutschen Rezepten mit Maria Stukert ein. Einzelheiten zu allen Veranstaltungen sind im Flyer „Frauenwelten“ und auf Plakaten in allen russischen Betrieben in Lahr zur finden. Die Singgruppe „Heimatstimme“ der Ortsgruppe Lahr trifft sich jeden Donnerstag um 19 Uhr im Sozialraum des Martinskindergartens in Lahr, Kanadaring 25/2. Alle, die Interesse und Spaß am Singen haben, sind herzlich eingeladen. Das Ensemble „Sonnenschein“ (mit Kindern und Jugendlichen) probt jeden Samstag (außer in den Schulferien) von 10 bis 12 Uhr in der Musikschule Eichler in Lahr, Schwarzwaldstr. 88. Wir laden herzlich dazu ein. Die Jugendpatengruppe bei „Weltklassik am Klavier“ trifft sich jeden ersten Samstag des Monats um 16.30 Uhr im Konzertsaal des Hauses am Pflug in Lahr. Jugendliche bis 18 Jahre, die sich für klassische Musik interessieren, sind herzlich willkommen. Die Mal- und Zeichengruppe für Kinder und Jugendliche lädt jeden Freitag von 15 bis 17 Uhr alle, die gerne malen und zeichnen, in das Bürgerzentrum K2 in Lahr, Kanadaring 2, ein. Anmeldung unter Tel. 07821-402530 bei Frau Held. Die allgemeine Sozialberatung findet freitags von 17 bis 19 Uhr in den Räumlichkeiten des Bürgerzentrums K2 statt. Der Sprachförderunterricht Englisch und Französisch in Lahr findet für Anfänger 18

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und Fortgeschrittene jeden Montag ab 18 Uhr statt. In Langenwinkel findet dieser Unterricht für Anfänger (Schüler der Klassen 5 bis 8) von 14.15 bis 15.15 Uhr statt, für Fortgeschrittene (ab 8. Klasse) von 15.15 bis 16.15 Uhr. Anmeldungen unter Tel. 07821-402530 bei Frau Held oder unter Tel. 07821-5495429 bei Frau Taranenko. Erwachsene, die Englisch lernen wollen, können sich ebenfalls dort melden. Wer nähen und schneidern lernen will, kann jeden Donnerstag von 9 bis 12 Uhr im Bürgerzentrum K2 unter der Leitung von Helene Sauer damit anfangen. Wer Spaß am gemeinsamen Kochen hat, ist herzlich zu unserem Familienkochtreffen eingeladen, das jeden 4. Montag eines Monats von 18 bis 20 Uhr in der Melanchthongemeinde in Lahr, Georg-Vogel-Str. 1, stattfindet. Anmeldungen bei Frau Held unter Tel. 07821-402530. Wer sich für das Existenzgründerzentrum der Ortsgruppe Lahr interessiert, kann unter der E-Mail-Adresse waldemar.held@ gmx.de Kontakt mit uns aufnehmen. Der Vorstand

Ostalb Die Frauengruppe der Kreisgruppe Ostalb der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland veranstaltet am 20. März 2013 um 18 Uhr im Jugendtreff Bettringen in Schwäbisch Gmünd, Oderstr. 8, einen Internationalen Kochtreff. Es werden Kochrezepte ausgetauscht, man kocht und isst gemeinsam in gemütlicher Runde. Alle, die Interesse haben, sind herzlich eingeladen. Am 8. Februar machten die Närrinnen der Frauengruppe zusammen mit zahlreichen faschingsbegeisterten Frauen den Jugendtreff in der Oderstraße unsicher. Über "Weiberfasching" sowie die Faschingszeit ganz allgemein mit ihren Sit-

Weiberfasching bei der Kreisgruppe Ostalb.

ten und Bräuchen berichtete Sabine Rink vom Jugendtreff Bettringen, der als Mitorganisator auftrat. Bei jeder Menge Spiele, bei Faschingsschlagern und internationale Musik verbrachten die Närrinnen einen schönen Nachmittag, zumal auch für das leibliche Wohl bestens gesorgt wurde. Herzlichen Dank an alle Teilnehmerinnen und das Organisationsteam! Nikolai Magal, Vorsitzender der Kreisgruppe

Pforzheim Liebe Freunde! Wir laden Sie herzlich ein zu unserem Kulturnachmittag am 17. März um 14 Uhr im Mehrgenerationenhaus (Bürgerhaus) Buckenberg-Haidach, Marienburger Str. 18. Wir gratulieren unseren Vorstandsmitgliedern Ljubow Konschuh und Nikolaus Moor nachträglich recht herzlich zum Geburtstag und wünschen ihnen alles Gute im neuen Lebensjahr, vor allem Gesundheit. Unser Faschingsball am 2. Februar im Mehrgenerationenhaus begann pünktlich um 20.11 Uhr mit dem schwungvollen "Schneewalzer". Es kamen zahlreiche Gäste, um gemeinsam die "fünfte Jahreszeit" zu feiern, und sie mussten ihr Kommen nicht bereuen, denn für die musikalische Unterhaltung sorgte die bekannte Gruppe "Respekt" aus Pforzheim mit einer gesunden Mischung aus deutschen, russischen und internationalen Liedern. Für das leibliche Wohl waren wie gewohnt die Mitglieder unseres Vorstandes und weitere ehrenamtliche Helfer zuständig. Höhepunkt des Abends war die Preisverleihung für die besten Kostüme. Erst weit nach Mitternacht traten die Gäste gut gelaunt den Heimweg an. Edmund Siegle


LANDSMANNSCHAFT REGIONAL

Bayern Augsburg

Bestens gelaunt und attraktiv kostümiert - die Gäste der Faschingsfeier der Ortsgruppe Pforzheim.

Stuttgart Liebe Landsleute, wer Interesse an der allgemeinen Geschichte und speziell unserer Geschichte hat, dem werden bei den nachfolgenden Veranstaltungen, die der Schwäbische Heimatbund im Rahmen seines diesjährigen Themenschwerpunktes "Württemberg und Russland" anbietet, interessante Vorträge und Begegnungen geboten. Die Veranstaltungen finden jeweils im Foyer der L-Bank in Stuttgart, Börsenplatz 1 (zu erreichen mit der U 9 und U 14, Haltestelle "Friedrichsbau" (Börse)), statt. Saalöffnung 18 Uhr, Beginn 19 Uhr. Karten zu 3 Euro nur an der Abendkasse. • 5. März: Dr. Susanne Dieterich, "In den Augen des je Anderen. Das Württembergbild der Russen, das Russlandbild

der Württemberger – einst und heute", Vortrag mit Lichtbildern. • 12. März: Dr. Peter Haigis, Kernen, „Ach, da wurde das Gottvertrauen geprüft. Die württembergischen Auswandererzüge in den Kaukasus in den Notjahren 1816/1817", Vortrag mit Lichtbildern. • 19.März: Dr. Wolfgang Mährle, Stuttgart, "Sterben für Kaiser und König. Württemberg und der Russlandfeldzug Napoleons 1812", Vortrag mit Lichtbildern. • 26.März: Begrüßung der Gäste durch Dr. Karl Epple, Vorstandsmitglied der L-Bank. Anschließend: "In Russland 'die Deutschen', in Deutschland 'die Russen'. Russlanddeutsche Rückwanderer in Baden-Württemberg", Podiumsgespräch. Ludmilla Holzwarth

Liebe Freunde und Unterstützer der Landsmannschaft, aus Anlass des 250. Jahrestages der Veröffentlichung des Einladungsmanifestes der Zarin Katharina II. planen wir am 28. Juni 2013 eine wissenschaftliche Tagung zu diesem Thema mit anschließendem Empfang im Goldenen Saal des Augsburger Rathauses. Zudem veranstaltet die Landsmannschaft einen Tag später auf dem Augsburger Messegelände ihr 31. Bundestreffen. Gemeinsam mit Ihnen wollen wir die Vorbereitung und Details dieser Veranstaltungen besprechen und laden Sie deshalb herzlich ein, am 6. März um 18.30 Uhr an unserem Informationsabend im Café Petersburg in Augsburg, Haunstetter Str. 112, teilzunehmen. Dabei sein wird auch der Augsburger Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl, was zeigt, dass die städtische Regierung nicht nur ein Befürworter der geplanten Veranstaltungen ist, sondern auch ein verlässlicher Partner bei der Umsetzung. Im Café Petersburg wird wie gewohnt mit einem Imbiss für das leibliche Wohl der Gäste gesorgt, so dass wir uns im Anschluss an den informativen Teil in entspannten Gesprächen austauschen können. Juri Heiser, Vorsitzender Auch in diesem Jahr organisierte die Orts- und Kreisgruppe Augsburg einen Kinderfaschingsball und bereitete damit den Kindern eine große Freude. Etwa 100 Kinder hatten die Möglichkeit, ihre schönen Kostüme zu präsentieren und das Pro-

Bunte Kostüme und beste Laune bei der Kinderfaschingsfeier in Augsburg. 19

VOLK AUF DEM WEG Nr. 3 / 2013


LANDSMANNSCHAFT REGIONAL gramm der Veranstaltung gemeinsam mit ihren Eltern und Großeltern zu genießen. Eröffnet wurde das Fest mit der begeisternden Tanzshow der Kinder- und Jugendfaschingsgarde "Narrneusia". Mit viel Applaus wurde auch der traditionelle Auftritt des Clowns Fabio bedacht, der die Kleinen in seine Zauberwelt entführte. Aljona Heiser sorgte für Jubel und Trubel im Saal, indem sie mit Bewegungsliedern die Kinder zum freien Tanzen animierte. Versüßt wurde das Ganze durch einen Bonbonregen und Krapfen mit Limonade. Großes Lob verdiente die Jugendgruppe "A hoch drei", die eine Schminkecke eingerichtet hatte, in der sich die Kinder kostümgerecht schminken lassen konnten. Vielen Dank allen Helfern und Organisatoren für das gelungene Fest! Helene Sauter, Vorstandsmitglied

Dingolfing-Landau Der Vorstand der Ortsgruppe bedankt sich bei allen Landsleuten, die zahlreich an unserem traditionellen Faschingsball am 19. Januar in Mamming teilgenommen haben. Für den 20. bis 23. Juni 2013 haben wir einen Ausflug in das Land der Blumen, Holland, eingeplant. Auf dem Programm stehen interessante Stadtführungen in Amsterdam, Rotterdam und Den Haag und vieles mehr. Für die Hotelreservierungen ist es erforderlich, dass wir dem Reisebüro alsbald die Zimmerliste vorlegen. Bitte melden Sie sich daher möglichst schnell bei Anna Schmol, Tel.: 08734-1294, an, bei der Sie Auskünfte über den Preis und weitere Details erhalten. Anmeldungen nimmt auch Paulina Kulmann, Tel.: 08731-72494, entgegen. Außerdem beabsichtigen wir am 27. April 2013 einen Tagesausflug nach Linz, Österreich. Anmeldungen sowie Preis- und Programminfos bei Paulina Kulmann. Der Vorstand

München Mitgliederversammlung Liebe Landsleute, wir laden Sie ganz herzlich ein zur Mitgliederversammlung der Kreis- und Ortsgruppe München am 10. März um 14 Uhr im Zimmer 202-204 des Hauses des Deutschen Ostens in München, Am Lilienberg 5. Wir werden Sie in unserem Jahresbericht 2012 über die Arbeit der Kreis- und Ortsgruppe informieren, Ihnen eine PowerPoint-Präsentation unserer Gruppe und den Film "Symposium Kulturbotschafter der Völker" präsentieren sowie mit Ihrer Unterstützung einen Ausblick auf das Jahr 2013 vornehmen. 20

VOLK AUF DEM WEG Nr. 3 / 2013

Wir planen für Ihre Fragen und Vorschläge genug Zeit ein und freuen uns auf Ihr zahlreiches Erscheinen. Internationaler Frauentag Am 9. März wollen wir ab 13 Uhr in der Rumfordstr. 21 A gemeinsam den Frühlingsanfang und den Internationalen Frauentag feiern. Wir laden Sie herzlich dazu ein und freuen uns schon auf die Gratulationen, die unsere Männer für ihre Frauen vorbereitet haben! Näheres erfahren Sie bei Tatiana Ekkert, Tel.: 089-97348745. Begegnung zur Fastenzeit Für den 17. März, 14 Uhr, laden wir Sie herzlich ein zu einem Begegnungstreffen zur Fastenzeit, das ebenfalls in der Rumfordstr. 21 A stattfindet. Zum Thema "Die große Fastenzeit. Die Traditionen und Besonderheiten der großen Fastenzeit in den Ostkirchen und u.a. in der RussischOrthodoxen Kirche. Worin besteht der Sinn des echten Fastens?" spricht Pfarrer Martirij D. Bagin, Leiter der russischsprachigen katholischen Gemeinde in der Erzdiözese München und Freising und Diözesanbeauftragter für die Deutschen aus Russland. Bei Kaffee und Kuchen und begleitet von kirchlicher Musik, haben die Gläubigen die Möglichkeit, Pfarrer Martirij Fragen zu stellen. Der Vorstand

Nürnberg Vorstandswahlen: Liebe Landsleute, am 10. März 2013 führt die Kreis- und Ortsgruppe Nürnberg der Landsmannschaft um 10 Uhr im Haus der Heimat in Nürnberg, Imbuschstr. 1, Vorstandswahlen durch. Alle Mitglieder der Landsmannschaft aus Nürnberg sind herzlich eingeladen. Der Bayrische Staatsminister für Finanzen, Dr. Markus Söder, der Ehrenmitglied unserer Ortsgruppe ist, wird ein Grußwort sprechen. Die Arbeit, die in den letzten dreieinhalb Jahren geleistet wurde, hat unserem Verein die hohe Anerkennung der Stadt Nürnberg und der Politik eingebracht. Die kompetente Meinung der Deutschen aus Russland wird allseitig geschätzt. Beweis ist unsere aktive Mitwirkung in verschiedenen Gremien der Stadt wie dem Integrationsbeirat, der Kommission für Integration, dem Beratenden Kuratorium der Stadt Nürnberg Ida Beck und oder der Jury der Menschen- Seele".

Bitte beachten Sie bei allen Vorstandswahlen in den Orts- und Kreisgruppen § 18 Abs. 7 unserer Satzung: “Die ordnungsgemäß einberufene Mitgliederversammlung ist beschlussfähig, wenn mindestens die Hälfte der stimmberechtigten Mitglieder anwesend ist. Ist das nicht der Fall, kann eine Stunde später eine weitere Mitgliederversammlung einberufen werden, die ohne Rücksicht auf die Anzahl der anwesenden Mitglieder beschlussfähig ist.” rechtskommission. Auch für die nächste Legislaturperiode soll ein Vorstand gewählt werden, der diese Arbeit mit Engagement fortsetzen kann. Im Rahmen der Wahlversammlung wird Dr. Anton Bosch vom Historischen Forschungsverein der Deutschen aus Russland einen Vortrag über den Katharinenerlass sowie die Auswanderung nach Russland und ihre Folgen halten. Sonntagscafé: Wir laden alle Mitglieder unserer Kreis- und Ortsgruppe und Freunde der Landsmannschaft herzlich ein zu unserem Sonntagscafé im Haus der Heimat Nürnberg am 17. März um 14 Uhr. (Das Sonntagscafé findet regelmäßig an jedem dritten Sonntag eines Monats statt.) Auf dem Programm stehen unter anderem ein Fischessen und ein Vortrag von Dr. Anton Bosch über die Sängerin Anna German. Rudi Walter, Vorsitzender

Regensburg Musikalischer Kulturnachmittag Am 16. März findet in Neutraubling ("Hotel am See", Teichstr. 6) ein musikalischer Nachmittag mit Ida Beck und Waldemar Mosbach, dem Duo „Melodie der Seele“, statt. Dabei soll das musikalische Wirken von Ludmila Zikina im Vordergrund stehen und anerkennend gewürdigt werden.

Waldemar Mosbach, das Duo "Melodie der


Aus der evangelischen Welt

ISSN 0437-1674

Es ist vollbracht!

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as waren seine letzten Worte. Oft wird dieser Satz von den Hinterbliebenen ausgesprochen. Viele legen einen großen Wert auf die letzten Worte eines lieben Menschen. Ich möchte Sie mitnehmen zu einem Exkurs über die letzten Worte, die in der Menschengeschichte die wichtigsten Worte sind. Da hängt gerade der zum Tode Verurteilte und Gequälte und von vielen Verachtete und spricht seine letzten Worte aus. Für die, die diese Worte hören, scheinen sie keine große Bedeutung zu haben. Die Worte lauten: „Es ist vollbracht!" Ja, was soll denn im Angesicht des Todes vollbracht sein? Hatte der, der sie aussprach, eine gewisse Aufgabe zu erfüllen gehabt? Ja! Der, der da am Kreuz hängt und diese Worte ausspricht, ist kein geringerer als der Sohn Gottes, der Messias, der Heiland, der Erlöser! Was war denn sein Auftrag, der von so großer Bedeutung für alle Menschen werden sollte? Sein Auftrag war, den Menschen, das Ebenbild Gottes, mit Gott wieder zu vereinen. Aufgrund seines Ungehorsams gegenüber Gott wurde der Mensch aus dem Paradies verjagt. Somit entstand ein unüberbrückbarer Abgrund zwischen Gott und seinem Ebenbild! Auch der uneingeschränkte Kontakt zu Gott wurde durch die Sünde des Menschen zerstört. Der, der diesen Zustand herbeigeführt hat, wusste ganz genau, was er damit alles zerstört. Ich würde auch behaupten wollen, dass er ganz genau wusste, dass diese gestörte Beziehung zu Gott nur durch einen Un-

schuldigen wieder hergestellt werden kann. Ich denke, dass der Satan auch wusste, dass dieses nur der Sohn Gottes wieder gutmachen kann. Somit hat der Satan nicht nur dem Menschen geschadet, sondern auch Gott herausgefordert. Gott sei Dank, dass Gott sich dieser Herausforderung ge-

- das Werk, das im hohepriesterlichen Gebet anklingt: Ich habe deinen Namen den Menschen offenbart, die du mir aus der Welt gegeben hast. Sie waren dein, und du hast sie mir gegeben, und sie haben dein Wort bewahrt. Solange ich bei ihnen war, erhielt ich sie in deinem Namen, den du mir gege-

- das Trinken des Kelches: Zum zweiten Mal ging er wieder hin, betete und sprach: Mein Vater, ist‘s nicht möglich, dass dieser Kelch an mir vorübergehe, ohne dass ich ihn trinke, so geschehe dein Wille! (Mt. 26,42) - das Werk des Messias aus Jesaja 53; - der Sieg über Tod und die Sünde!!! „O Haupt, voll Blut und Wunden, voll Schmerz und voller Hohn! O Haupt, zum Spott umwunden mit einer Dornenkron´. O Haupt, sonst schön gezieret mit höchster Ehr´ und Zier, jetzt aber höchst schimpfieret: Gegrüßet seist du mir! Nun, was du, Herr, erduldet, ist alles meine Last: Ich, ich hab´ es verschuldet, was du getragen hast. Schau her, hier steh´ ich Armer, der Zorn verdienet hat; gib mir, o mein Erbarmer, den Anblick deiner Gnad´!“ Als Jesus sein Haupt im Tode sinken ließ, ist die Welt für uns alle neu geworden. „Ich danke dir von Herzen, o Jesu, liebster Freund! Für deine Todesschmerzen, da du's so gut gemeint. Ach gib, dass ich mich halte zu dir und deiner Treu', und, wenn ich nun erkalte, in dir mein Ende sei.“

stellt und seinen einzigen Sohn für diese Aufgabe zu uns Menschen gesandt hat. Somit hat Jesus den Auftrag seines Vaters im Detail vollkommen erfüllt und vollbracht. Vollbracht ist - das bittere Leiden und Streben;

ben hast, und ich habe sie bewahrt, und keiner von ihnen ist verloren außer dem Sohn des Verderbens, damit die Schrift erfüllt werde. Und ich habe ihnen deinen Namen kundgetan und werde ihn kundtun, damit die Liebe, mit der du mich liebst, in ihnen sei und ich in ihnen. (Joh. 17, 6.12.26)

HEIMAT IM GLAUBEN 2/2013 1

Ich wünsche jedem Einzelnen, der diese Zeilen liest, Gottes Segen für die Osternzeit. Ich wünsche Ihnen, dass Sie Gott begegnen und Ihn ganz neu erleben. Dass Sie Gott als den erleben, der die Sünde vergibt, der alles wieder gut macht. Der selbst die schwierigsten Beziehungen wieder heil macht.


Aus der evangelischen Welt

Volk auf dem Weg

Unser Einsatz in Jekaterinburg Liebe Brüder und Schwestern im Herrn, gern möchten wir euch etwas daran teilhaben lassen, was Gott hier, in Jekaterinburg und Umgebung, tut. Wir dürfen in seinem Dienst stehen und suchen Menschen zu gewinnen…, denn die Liebe Gottes drängt uns… (2. Kor. 5, 11.14a). Jungscharfreizeit Höhepunkte der Kinderarbeit sind die Kindernachmittage Anfang des Jahres und die Sommerfreizeiten. Die Sommerfreizeit 2012 fand vom 2. bis 11. Juli in einem Freizeitheim ganz in der Nähe von Jekaterinburg statt. Die Anlage, in einem kleinen Wald direkt an einem Stausee gelegen, bot viele Möglichkeiten, Sport zu treiben, zu baden, im Wald spazieren zu gehen und einfach

viel Zeit miteinander in der frischen Luft zu verbringen. Es waren 55 Kinder im Alter von 9 bis 16 Jahre aus verschiedenen Gemeinden unserer Kirche im Ural dabei. Aber es waren auch solche dabei, die noch keinen Anschluss an Gemeinde oder Jungschar bzw. Teeniekreis hatten. Diese Kinder haben wir besonders in unser Gebet geschlossen. Es war uns ein Anliegen, dass sie Jesus in ihr Leben einladen. Das Gesamtthema war: „Bist du bereits in Kontakt?“ In Kontakt mit Gott, mit der Bibel, mit den Eltern, mit der Gemeinde u.a. Am letzten Abend am Lagerfeuer wurden viele Lieder gesungen, und wir haben von Jesus gesprochen, der in seine Nachfolge ruft. Ein junges Mädchen, das auf dieser Freizeit zum ersten Mal

Veranstaltungen 2013 19.04.-20.04.

Treffen der Brüder in Leitungsverantwortung; "Voneinander lernen – einander ermutigen – einander aufbauen" 26.04.-28.04. Wochenende für Eheleute bis 40 Jahre mit V. Naschilewski; "Versöhnung – Depressionen – Okkultismus" 24.05.-26.05. Bibeltage für alle mit V. Naschilewski; "Das Vaterunser" 31.05.-02.06. Nähfreizeit mit Irina Naschilewski 29.06.-06.07. Bibelwoche mit V. Naschilewski; "1. Mosebuch 19 – 50" 09.08.-11.08. Ehewochenende für Jung und Alt mit V. Naschilewski; "Ehe im Spannungsfeld" 31.08.-01.09. Missions- und Evangelisationstage in Gifhorn 20.09.-22.09. Männerwochenende mit V. Naschilewski; "Elia" 01.10.-10.10. Studienreise nach Israel 25.10.-27.10. Bibelwochenende für alle mit V. Naschilewski; "Der Antichrist und der falsche Prophet" 15.11.-17.11. Ehewochenende für Jung und Alt mit V. Naschilewski; "Männer und Frauen sind einfach, aber sie haben es nicht einfach" 22.11.-24.11. Jugendwochenende in Silberborn; "Ein Mensch nach dem Herzen Gottes" 06.12.-08.12. Adventswochenende für Frauen mit V. Naschilewski; "Sara, Rebekka, Lea und Rahel: Erwartung" Änderungen vorbehalten. Anmeldungen bitte bei der Kirchlichen Gemeinschaft; Tel.: 05652-4135. von Jesus gehört hat, kam in die Seelsorge und hat im Gebet ihr Leben Jesus übergeben. Was für eine Freude bei uns und auch im Himmel! Lasst uns weiter für sie beten, dass sie im Glauben wächst, zumal sie an einem Ort wohnt, in dem es keine Gemeinde gibt.

Die Familie Benzel aus Jekaterinburg.

Soziales Engagement Jesus hat es uns geschenkt, dass wir seit mehreren Jahren sozialschwachen Menschen helfen können. Sie bekommen jede Woche ein Lebensmittelpaket, Kleidung und Beratung in verschiedenen Lebenslagen. Und jede Woche hören sie dabei Gottes Wort. Es ist auch ein Geschenk, dass wir regelmäßig eine staatliche Kinderaufnahmestelle besuchen und dort ganz frei ein geistliches Programm gestalten dürfen.

Verantwortlich: Kirchliche Gemeinschaft der Evangelisch-Lutherischen Deutschen aus Russland e.V. Telefon: 05652-4135, Telefax: 05652-6223, Postfach 210, 37237 Bad Sooden-Allendorf Bankverbindung: Ev. Kreditgenossenschaft Kassel, BLZ 520 604 10, Kto.-Nr. 100 002 119

HEIMAT IM GLAUBEN 2/2013 2

Jesus hat einmal seinen Jüngern gesagt: „Ohne mich könnt ihr nichts tun." Gottes Wort ist wahr, und wir erleben es immer und immer wieder. Wir könnten noch mehr berichten, wie viele Kreise wir haben und wie viele Veranstaltungen wir durchführen. Aber das ist nicht das Entscheidende. Entscheidend ist, was der Herr tut. Nur er schenkt Erkenntnis der eigenen Verlorenheit und zeigt den Weg zur Rettung durch den Glauben an Jesus Christus. Nur wenn ER wirkt, kann neues Leben aus Gott entstehen und bestehen. Wie oft haben wir schon gefleht: „Ach, dass du den Himmel zerrissest und führest herab…“ (Jes. 63,19). Beten Sie, liebe Geschwister, mit uns zusammen um geistliches Erwachen in Russland! Ganz herzlich grüßen aus Jekaterinburg: Waldemar, Lena, Tabea, Manuel und Jonathan Benzel.


Volk auf dem Weg

Aus der katholischen Welt

Ostergruß 2013 des Vertriebenenbischofs Dr. Reinhard Hauke Öl des Heiles In diesem Jahr werde ich als Diözesanadministrator des Bistums Erfurt voraussichtlich die Missa Chrismatis im Erfurter Dom feiern. Auf jeden Fall bin ich dabei, wenn in diesem festlichen Gottesdienst der Karwoche die Heiligen Öle geweiht werden: das Öl für die Katechumenen, das Öl für die Kranken und das Heilige Chrisam. Alle drei Öle bestehen aus Olivenöl. Dem Heiligen Chrisam wird Balsam beigemischt, um einen besonderen Duft zu erzeugen. In einigen österlichen Texten wird auf diesen Duft angespielt, wenn davon die Rede ist, dass die Neugetauften durch die Salbung mit dem Heiligen Öl einen Duft ausströmen. Nach dem Gottesdienst nehmen die Pfarrer die Heiligen Öle in ihre Gemeinden mit, um dort die Taufbewerber vor der Taufe zu salben und damit zu stärken auf ihrem Weg zur Taufe, um die Kranken mit dem Krankenöl zu trösten und zu stärken für ihren Weg in der Krankheit oder auch zum Sterben, um die neu getauften Kinder und Erwachsenen mit dem Heiligen Chrisam für den königlichen Dienst des Christseins zu stärken. Als Bischof bewahre ich einen größeren Anteil des Chrisam an einem besonderen Ort in meinem Haus auf, um für die Firmung oder auch Altarweihe eine ausreichende Menge an Öl bereit zu haben. Gern betrachte ich dieses Silbergefäß und freue mich darüber, dass die Kirche dieses Zeichen aufgrund der Worte in der Heiligen Schrift geschaffen hat. Wenn dort von Salbungen mit dem Heiligen Geist die Rede ist, dann ist wirklich ein Geistgeschehen gemeint, bei dem nicht unbedingt Salböl fließen muss. In der Synagoge von Nazaret zitiert Jesus aus dem Buch des Propheten Jesaja

und sagt: „Der Geist des Herrn ruht auf mir; denn der Herr hat mich gesalbt. Er hat mich gesandt, damit ich den Armen eine gute Nachricht bringe; damit ich den Gefangenen die Entlassung verkünde und den Blinden das Augenlicht; da-

mit ich die Zerschlagenen in Freiheit setze und ein Gnadenjahr des Herrn ausrufe“ (Lk 4, 18f). Wir alle, die wir gesalbt sind mit Katechumenenöl, Heiligem Chrisam oder auch schon einmal mit Krankenöl konnten

dabei spüren, wie sanft und hilfreich Gott mit uns Menschen umgeht. Eigentlich gibt es keinen Grund, ihn abzulehnen. Ich freue mich auf die Osternacht, wo ich vier Erwachsene taufen und mit dem Heiligen Chrisam bei der Firmung salben darf. Damit kommt Heil zu diesen Neugetauften, ihren Familien und der ganzen Gemeinde. Und die Getauften dürfen sich daran erinnern, wie sanftmütig Gott auch zu ihnen war und ist. Weihbischof Dr. Reinhard Hauke, Beauftragter der Deutschen Bischofskonferenz für die Vertriebenenund Aussiedlerseelsorge

Österliches Vertrauen

D

er Weg durch die Fastenzeit hin zum Osterfest hat in diesem Jahr eine besondere Note. Am 11. Februar kündigte Papst Benedikt seinen Rückzug an und machte damit die Wochen der Fastenzeit zu einer „doppelten“ Besinnung; es geht nicht mehr nur um die ganz persönliche Frage, was muss ich bei mir ändern, sondern auch um die Frage, wohin muss die Kirche sich entwickeln, um Christus und den Menschen zu dienen. Der Heilige Vater hat mit seinem Rücktritt unmissverständlich gezeigt, dass wir Christen zuallererst Diener bzw. Arbeiter im Weinberg des Herrn sind und dass sich dem alles Persönliche unterordnen muss. Wir verstehen die Fastenzeit als eine Einladung, alle falschen Gewichte hinter uns zu lassen und vor dem Hintergrund des „Memento mori“ ("Gedenke, dass du sterblich bist") unser Fasten, Almosen, Beten ... nicht zu einem vorzeigbaren Event verkommen

zu lassen. Ein Egoismus und eine Karrieresucht, die den Auftrag Jesu und die Sorgen der Welt nicht wahrnehmen, stellen eine große Sünde dar. Die Fastenzeit macht also deutlich, dass unser eigenes Heil und das Heil der uns anvertrauten Menschen aufs engste miteinander verbunden sind. Die Menschen werden es der Kirche nicht nachsehen, wenn sie als letzter Zufluchtsort der Armen und Schwachen das Gebot Jesu verdunkelt oder gar missbraucht. Im Nachrichtenwirrwarr der letzten Jahre wurde nicht mehr wahrgenommen, dass der Papst genau diese Fehler und Sünden mit ganzer Kraft bekämpft hat. Da aber seine abnehmenden Kräfte für seine Arbeit nicht mehr ausreichen, tritt er zurück, gewissermaßen betonend, dass die anstehende Arbeit keinen Aufschub verträgt. Nachdem die Entscheidung Papst Benedikts bekannt geworden war, wurde im Internet zu einer weltumspannenden

HEIMAT IM GLAUBEN 2/2013 3

Gebetsaktion eingeladen - als Dank für den scheidenden Papst und zugleich für den Nachfolger auf dem Petrusstuhl der 1,2 Milliarden Katholiken. Die Gebetsaktion zeigt deutlich, dass die Menschen ihr Gottvertrauen nicht verloren haben. Umgekehrt, sie wünschen sich, dass die Sache Jesu weitergeht und noch klarer und deutlicher spürbar wird. Alle wissen oder ahnen zumindest, dass es weltweit kaum andere Institutionen gibt, von denen zu erwarten wäre, dass sie den Egoismus, die Geld- und Machtsucht hintan stellen, um für Gerechtigkeit und Frieden und gegen das Elend der Welt zu kämpfen. Die Menschen – auch die Kirchenfernen – verzeihen es nicht, wenn Kirchendiener sich der Welt anpassen, die Sicht und das Verhalten der Welt übernehmen, die Sorgen der Menschen dagegen aus dem Blick verlieren und sie im Stich lassen. Im Zorn der Menschen mahnt der Heilige Geist,


Volk auf dem Weg

Aus der katholischen Welt selbst, wollte der Hl. Vater mit seiner Entscheidung sagen, sondern um das Amt Petri und die Zukunft der Kirche in einer immer schneller werdenden Welt. Diese Botschaft ist angekommen und löste das weltumspannende Gebet aus. Ich lade Sie, liebe Landsleute ein, sich diesem Gebet um die Zukunft der Kirche anzuschließen, denn darin geht es um nichts anderes als um die Zukunft des Menschen. Mögen diese letzten Wochen vor dem Osterfest von der Gewissheit getragen sein, dass der Herr uns nahe ist in dieser Zeit und unser aufrichtiges Mühen begleitet. Das Heilige

Osterfest werden wir bereits mit dem neuen Heiligen Vater und Hirten der Kirche feiern. Lasst uns dieses Osterfest zusammen begehen und darum bitten, dass die Kirche noch glaubwürdiger das Evangelium verkündet, in einer Welt, die selbst auf viele Fragen Antworten sucht und die diesen heiligen Dienst von der Kirche erwartet. Ich wünsche Ihnen ein gesegnetes und freudenvolles Osterfest! An den Festtagen im Gebet verbunden, Ihr Msgr. Dr. Alexander Hoffmann, Visitator DaR

Terminübersicht 2013 2. März: Der ungläubige Thomas, Schwäbischer Meister.

dem Auftrag Jesu gerecht zu werden. Wir Christen sollten die Kritik, die an uns geübt wird, in Motivation umwandeln und tiefer sowie konsequenter die Botschaft Jesu leben. Der Heilige Vater hat ermahnt, nicht auf die Presse zu schimpfen, sondern die Sünde im Herzen der Kirche zu bekämpfen. Wer hat diesen Satz noch im Ohr? Die Gesellschaft heute ist kritisch, weil zu viel gelogen, zu viel geheuchelt und betrogen wird. Die Menschen sind kritisch und zugleicht hungrig nach Wahrheit und Gerechtigkeit. Vielleicht geht es ihnen heute so wie dem ungläubigen Thomas in der Auferstehungsgeschichte – Worte genügen ihm nicht, er will Beweise sehen. Er will verstehen, was mit Jesus, dem Auferstandenen, geschah. Ein großer Skeptiker, würden wir sagen, aber zugleich – und das ist entscheidend – ganz offen und voller Neugierde. Vielleicht konnte er an die Auferstehung Jesu deshalb nicht glauben, weil es bei den Jüngern noch zu viel Aufregung und zu wenig Gottvertrauen gegeben hatte... Er will Gewissheit haben und sagt: „Wenn ich nicht die Male der Nägel an seinen Händen sehe und wenn meine Finger nicht

in die Male der Nägel und meine Hand nicht in seine Seite lege, glaube ich nicht." (Joh 20, 25) Jesus ließ ihn seine Wunden berühren. An seinem Aufschrei („Mein Herr und mein Gott!") wird dann auch für uns deutlich, wie sehr doch der kritische und wahrheitssuchende Thomas das Heil zu finden erhoffte. In seiner Art ist der ThomasJünger uns heute sehr nahe und sogar sympathisch, er ist stimmig in seiner Person und in seinem Wissenshunger zweifelsohne österlich. Der Auferstandene Herr lässt Thomas die Wunden berühren, damit er glauben kann. Papst Benedikt XVI. hatte die Demut, seine abnehmende Kraft und Schwäche öffentlich anzusprechen, er ließ sich berühren und öffnete damit der Kirche auf eine sehr menschliche und weise Art einen neuen Weg in die Zukunft. Nichts wird mehr so sein, wie es war. Mit seinem Rücktritt wählte Benedikt gewissermaßen den archimedischen Punkt, der in natürlicher Weise alles in Bewegen setzen wird. Mit diesem Schritt haben die Christen sehr anschaulich und überzeugend erlebt, was Kirche mit Demut und Aufrichtigkeit Gott gegenüber meint. Niemals geht es um mich

22. März

März/April 9.-10. April 24.-25. Mai 9. Juni

13. Juli 13. Juli 15. September 15. September 28. September Oktober

Würzburg: Einführung des neuen Aussiedler- und VertriebenenSeelsorgers Pfarrer Adam Possmayer, 9.30 Uhr: Messfeier in der Neumünsterkirche, anschl. Stehempfang zum Kennenlernen im Kilianshaus Würzburg: Kreuzweg der Aussiedler und Vertriebenen zum Käppele, Treffpunkt: 18.00 Uhr an der 1. Kreuzwegstation Herausgabe einer Rosenkranzbroschüre zum Jahr des Glaubens Würzburg: Jahreskonferenz der Diözesanseelsorger und AnsprechpartnerInnen der (Erz-)Diözesen Düsseldorf: 250 Jahre Auswanderung nach Russland, Gerh.-Hauptmann Haus Unna-Massen: 50 Jahre St. Hedwig, 10 Uhr: Hl. Messe mit Weihbischof Dr. Reinhard Hauke und Pater Ewald Ottoweß SVD Altötting: 6. Sternwallfahrt der süddeutschen Diözesen zur Gnadenmutter von Altötting Würzburg: Kiliani-Wallfahrt – Tag der Aussiedler und Vertriebenen Erfurt: Diözesanwallfahrt mit Pontifikalamt Oerlinghausen: Aussiedlertag, Thema: 250 Jahre Einladungsmanifest Bistum Würzburg: Wallfahrt der Aussiedler und Vertriebenen zur Gnadenmutter nach Retzbach Herausgabe der Broschüre „Ehe“ aus der dt.-russ. Reihe: "Sakramente im Leben der Kirche“

Seelsorgstelle für katholische Deutsche aus Russland und den anderen GUS-Staaten, Kaiser-Friedrich-Str. 9, 53113 Bonn, Tel.: 0228-103446, Fax: 0228-103448, E-Mail: kath-russlanddeutsche@dbk.de, Internet www.kath-deutsche-aus-russland.de

HEIMAT IM GLAUBEN 2/2013 4


BEILAGE

JSDR - MÄRZ 2013

Jugend- und Studentenring der Deutschen aus Russland www.jsdr.de

Stuttgart: Treffen des Unternehmerverbandes der Deutschen aus Russland

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om 23. bis 25. November 2012 trafen sich die Mitglieder des Unternehmerverbandes der Deutschen aus Russland in Stuttgart. Treffen wie diese, bei denen Unternehmer aus verschiedenen Ecken Deutschlands gemeinsame Projekte und Probleme besprechen, sind bereits zur Tradition geworden. Diesmal waren auch die Vertreter des vor kurzem in Russland gegründeten Business-Clubs der Russlanddeutschen dabei. Die Unternehmer aus Russland und Deutschland fanden bei dem Treffen Anknüpfungspunkte für eine effektive Zusammenarbeit in der Zukunft und planten gemeinsame Projekte und Aktivitäten. Im Rahmen des Treffens fand auch ein Gespräch mit der Vertreterin des

Referats für Außenwirtschaft des Ministeriums für Finanzen und Wirtschaft des Landes Baden-Württemberg, Dalia Martheler, statt. Groß auf der Tagesordnung stand die Teilnahme der jungen Unternehmer an gemeinnützigen Projekten. Viele Mitglieder des Unternehmerverbandes haben bereits aktives Interesse an den Aktivitäten in unterschiedlichen Bereichen der Jugendarbeit des Jugend- und Studentenringes der Deutschen aus Russland und der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland gezeigt. Auf besonderes Interesse stieß die Möglichkeit einer Teilnahme am 4. JSDR-Forum und eines Besuches der Ausstellung "Jahre des Terrors" im Haus der Deutschen aus Russland in Stuttgart. Das nächste Treffen des UDVR findet am 23. März 2013 in Köln statt.

Die Teilnehmer des UVDR-Treffens in Stuttgart.

JSDR - März 2013 - 1

Anmeldung bei Waldemar Weiz, EMail: waldemar.weiz@skv-adler.de Mehr Information davon unter http:// uvdr.de UVDR


JSDR - MÄRZ 2013

Aachen-Düren: JSDR und Landsmannschaft ziehen an einem Strang

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wei Veranstaltungen, organisiert von der Ortsgruppe Aachen-Düren der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland in Zusammenarbeit mit dem Projekt "Wir in NRW" (gefördert vom Bundesministerium des Innern; Projektleiter Alexander Böttcher), liefen am 23. Februar in der Jugendherberge Aachen parallel: ein runder Tisch zum Thema "Arbeit mit/für Spätaussiedler in Aachen und Umgebung" und ein Fortbildungsseminar zu Grundlagen der Vereinarbeit für die aktiven Mitglieder der Ortsgruppe. Fast 20 Teilnehmer, die neben der Landsmannschaft und dem JSDR auch andere Vereine aus Aachen und Umgebung repräsentierten, tauschten sich am runden Tisch über ihre Erfahrungen bei der ehrenamtlichen Arbeit mit Spätaussiedlern aus, fanden Anknüpfungspunkte für eine wirkungsvolle Zusammenarbeit in der Zukunft und planten gemeinsame Projekte und Aktivitäten. Im Anschluss daran fand die Schulung für die Mitglieder der Ortsgruppe Aachen-Düren statt, von denen viele neu bei der Landsmannschaft sind. Erfahrene Mitglieder anderer Gruppen wie Dimitri Singer (Ortsgruppe Heins-

Die Teilnehmer der beiden Veranstaltungen in Aachen.

berg der Landsmannschaft), Dimitri Metzler (JSDR Düsseldorf) oder Anna Weiz (Ortsgruppe Rheinisch-Bergischer Kreis der Landsmannschaft) referierten über Themen und Methoden der Arbeit in ihren Gruppen und gaben Tipps zur besseren Organisation der ehrenamtlichen Arbeit. Gemeinsam wurde ein Plan erarbeitet, welche

JSDR-Landesverband NRW informiert:

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ei der Vorstandssitzung des JSDR Nordrhein-Westfalen am 23. Februar in Aachen wurden auch die Aktivitäten der Gruppe für das Jahr 2013 geplant. Festgelegt wurden die Termine in neben stehender Tabelle:

Änderungen vorbehalten. Weitere Termine werden im Laufe des Jahres unter www.jsdr-nrw.de mitgeteilt. Nähere Informationen bei Siegfried Dinges, Tel.: 0172-5863894, E-Mail: siegfried.dinges@yahoo.de, oder Alexander Böttcher, Tel.: 0178-8684509, E-Mail: alexander-boettcher@t-online.de JSDR - März 2013 - 2

Aktivitäten in der Ortsgruppe AachenDüren durchgeführt werden können. Wir hoffen zuversichtlich, dass von den beiden Veranstaltungen positive Impulse für die weitere Entwicklung ausgegangen sind. Der Vorstand der Ortsgruppe Aachen-Düren


JSDR - MÄRZ 2013

Devin (Mecklenburg-Vorpommern): Multiplikatorenschulung "Jung und stark im Ehrenamt" Vorstandswahlen des JSDR Mecklenburg-Vorpommern

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om 14. bis 16. Dezember 2012 traf sich der JSDR-Landesverband Mecklenburg-Vorpommern im Stralsunder Vorort Devin zu der Multiplikatorenschulung "Jung und stark im Ehrenamt" (gefördert durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend). Das Programm der Schulung war sehr straff, außerdem hatten die Teilnehmer die wichtige Aufgabe, einen neuen Vorstand der Landesgruppe zu wählen. Und schließlich durften auch Kultur und Spaß nicht fehlen. Eröffnet wurde das Seminar durch die Vorsitzende der Landesgruppe Mecklenburg-Vorpommern der Landsmannschaft, Luise Breider, die den Jüngeren an diesem Wochenende unter die Arme griff. Nachdem das Programm und die Teilnehmer vorgestellt worden waren, wurden Teams gebildet, um schneller und effektiver arbeiten zu können. Gut ausgearbeitete Vorträge gab es zu Rollen und kulturellen Kontexten in einem Team, zu Voraussetzungen eines guten Teams sowie zu Gruppenstrukturen und -prozessen. Die Vorträge wurden anschließend in Gruppendiskussionen weiter vertieft. Am Nachmittag ging es nach Stralsund in das Ozeanum-Museum und das Spaßbad Hansedom. Später folgte ein Vortrag von Jakob Fischer zur Geschichte der Deutschen aus Russland. Die Neuwahlen des Landesgruppenvorstandes ergaben folgende Zusammensetzung: • Andrej Burghof (Rostock), Vorsitzender; • Denis Breider (Neubrandenburg), stellvertretender Vorsitzender; • Hannes Oster (Stralsund), Kassierer; • German Bille (Friedland); • Andrej Tschirkow (Stralsund); • Alexandra Knoll (Stralsund), Revisionskommission; • Tamara Oster (Stralsund), Revisionskommission. Der abschließende Tag war der Auswertung des Wochenendes und den Reflektionen jedes einzelnen Teilnehmers gewidmet. Denis Breider,

Der neue Vorstand der JSDR-Landesgruppe Mecklenburg-Vorpommern (von links): - vorne: Alexandra Knoll und Tamara Oster; - hinten: Hannes Oster, Andrei Tschirkow, Andrey Burghof, German Bille und Denis Breider.

Treffen mit dem Integrationsbeauftragten der Stadt Kaiserslautern Die Vorbereitungen zum JSDR-Sport- und Kulturfest am 1. Juni 2013 in Kaiserslautern haben begonnen

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uch wenn draußen noch richtig winterliche Te m p e r a t u r e n herrschen, haben die Vorbereitungen zum traditionell im Sommer stattfindenden Sportund Kulturfest des JSDR begonnen. In diesem Jahr findet es am 1. Juni, Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Vorbereitungsgedem Internatio- spräches in Kaiserslautern. nalen Kindertag, in Kaiserslautern, Rheinland-Pfalz, schen die Möglichkeit, ihre Kräfte in sportlichen Aktivitäten zu messen und statt. sich über ihre Tätigkeiten vor Ort in Das Sport- und Kulturfest ist nach fünf ihren Gruppen auszutauschen, aber Jahren zur guten Tradition des JSDR auch einfach gemeinsam Spaß zu hageworden. Jedes Jahr kommen mehr ben. als 500 Fußballer, Volleyballer, Tisch- Die Sport- und Kulturfeste wurden tennis- und Schachspieler sowie an- vom JSDR immer mit der tatkräftigen dere Sportbegeisterte zusammen. Die Unterstützung der Ortsgruppen der JSDR-Sportfeste bieten jungen Men- Landsmannschaft durchgeführt. Diese JSDR - März 2013 - 3


JSDR - MÄRZ 2013 effiziente Zusammenarbeit wird auch in diesem Jahr fortgeführt. Die Vorsitzende der Ortsgruppe Kaiserslautern der Landsmannschaft, Valentina Dederer, hat im Laufe ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit viele Einrichtungen ihrer Stadt als Kooperationspartner und Unterstützer gewinnen können. Eine Unterstützung seitens der Stadt ist bei großen Veranstaltungen nicht zu unterschätzen. Deswegen wurden am 19. Februar 2013 zwei Termine vereinbart – mit Matthias Pink, Leiter des Referats „Jugend und Sport“ der Stadtverwaltung, und mit dem Integrationsbeauftragten der Stadt, Gerhard Degen. Die beiden Treffen, an denen sich das JSDR-Vorbereitungsteam beteiligte, verliefen sehr positiv. Die Stadt Kaiserslautern stellt dem JSDR Sporthallen für das Sportfest kostenlos zur Verfügung. Das Gespräch mit dem Integrationsbeauftragtem verlief in einer lockeren Atmosphäre. Wir stellten den JSDR vor, und Gerhard Degen berichtete über seine Tätigkeit. „Es freut mich sehr zu sehen, dass es so viele junge Menschen gibt, die sich ehrenamtlich in der Jugendarbeit engagieren“, so Degen. Das freut uns auch! Deswegen wenden wir uns an aktive junge Menschen, die in ihrer Freizeit gerne Sport treiben: Meldet euch zum JSDR-Sportund Kulturfest am 1. Juni 2013 in Kaiserslautern an! In folgenden Sportarten finden Wettkämpfe statt: Æ Volleyball; Æ Hallenfußball; Æ Basketball; Æ Tischtennis; Æ Schach und Spaßdamespiel „Tschapajew“. Anmeldung und allgemeine Fragen zum Sport- und Kulturfest bei Elena Bechtold, Tel.: 0711-16659-23, Alexander Böttcher, Tel.: 02433-442137 Oder per Email: info@jsdr.de JSDR Der Jugend- und Studentenring der Deutschen aus Russland (JSDR) sieht sich als Vermittler für russlanddeutsche Jugendliche, mit der Aufgabe, den zugewanderten jungen Leuten bei ihrer Integration in Deutschland zu helfen.

Kreativwettbewerb zum Thema "250 Jahre des Manifestes von Katharina II." Jugendwettbewerb "Geschichte der Auswanderung in Bildern" Alle, die die Sprache der Kunst verstehen – MACHT MIT!

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nlässlich des 250. Jahrestages der Einladung ausländischer Kolonisten durch Katharina II. am 22. Juli 1763 veranstaltet der JSDR einen Kreativwettbewerb und lädt alle Interessierten zum Mitmachen ein. Hinter dem Motto „250. Jahrestag des Manifestes von Katharina II.“ verbirgt sich auf der einen Seite eine freudige, verheißungsvolle und auf der anderen Seite eine traurige Geschichte der Deutschen aus Russland. Wer sich nicht scheut, sich mit der Geschichte der Deutschen aus Russland auseinander zu setzen, Affinität zu Kunst hat und kreativ ist, kann sich bis zum 31. März 2013 bewerben. Der Wettbewerb soll vor allem jungen, aufstrebenden Künstlern oder solchen, die es werden wollen, eine Möglichkeit bieten, sich zu entfalten und zu präsentieren. Mitmachen können junge Menschen aus ganz Deutschland. Der JSDR will jungen Menschen die Chance auf Entfaltung eigener Ideen bieten. Jetzt müsst ihr aktiv und kreativ werden! Bewerben könnt ihr euch mit einem Bild, einer Fotografie, einer Plastik, einer Skulptur u.a. (zugeschickt jeweils in Form eines Fotos). Die besten Motive werden als Postkarten gedruckt und an öffentlichen Stellen in Deutschland und in den Herkunftsländern (Russland und Kasachstan) verteilt und ausgelegt sowie an Entscheidungsträger und Einrichtungen verschiedener Ebenen verschickt. Teilnahmebedingungen: • E-Mail mit Foto im JPEG-Format. • Das Foto muss mind. 3.000 Pixel aufweisen. • Die Fotografien müssen klar erkennbar sein, ohne zusätzliche Grafiken oder Farbkorrekturen. Die Verwendung von Photoshop oder anderen Grafikprogrammen ist nicht erwünscht. • Das Werk muss eine Überschrift haben sowie eine präzise Erläuterung enthalten, welche sich auf das Motto bezieht. • Die Rechte an den Werken bleiben beim Autor (Künstler); lediglich die Nutzungsrechte überträgt der Künstler auf den JSDR. • Frist für die Anmeldungen: 31. März 2013. • Anmeldungen, die nach dem 31. März 2013 erfolgen, oder Anmeldungen, welche unvollständig sind sowie falsche, anzügliche oder rassistische Äußerungen und Angaben enthalten, werden nicht berücksichtigt. • Die Gewinner werden von der zuständigen Jury gewählt. • Die Ergebnisse werden am 15. April 2013 bekannt gegeben. Gewinn: Veröffentlichung der Werke via Postkarte in ganz Deutschland, Russland und Kasachstan. Der Name des Autors wird auf der Karte stehen. Bitte schickt eure Fotografien samt Überschriften und präzisen Erläuterungen bis zum 31. März 2013 an info@jsdr.de. Wir freuen uns auf kreative Köpfe und wünschen viel Erfolg! Euer JSDR Das Kreativwettbewerb findet statt im Rahmen des Projektes GIZ-Consultingvertrag „Grenzüberschreitende Partnerprojekte mit russlanddeutschen Dachverbänden“ und wird vom Bundesministerium des Innern (Deutschland) gefördert. An dem Projekt nehmen auch unsere Partnerorganisationen aus der Russischen Föderation und Kasachstan teil. März 2013 - 4


LANDSMANNSCHAFT REGIONAL

Teamverstärkung Per Vorstandsbeschluss wurden folgende Referenten für verschiedene Arbeitsbereiche berufen: Irina Kugler als Medienreferentin, Waldemar Mosbach als Referent für Kultur und Senioren, Lilia Krell als Referentin für Organisation. Alma Raile ist bereits seit Anfang der aktuellen Amtsperiode Referentin für Sozialfragen. Dr. Arthur Bechert wurde in den Vorstand der Ortsgruppe Regensburg kooptiert. Der Vorstand wünscht sich eine harmonische und erfolgreiche Zusammenarbeit und freut sich auf gemeinsame Aktivitäten. Waldemar Eisenbraun, Vorsitzender

Schweinfurt Diskussionsrunde Auf Anregung der CSU-Vorsitzenden des Stadtteiles Deutschhof, Ljubow Hurlebaus, und des Vorstandes der Ortsgruppe Schweinfurt der Landsmannschaft fand am 9. November 2012 im Kilianzimmer des Pfarramtes St. Kilian eine Diskussionsrunde von Vertretern der CSU mit ortsansässigen Deutschen aus Russland statt. Angereist war auch Waldemar Eisenbraun, Vorsitzender der Landsmannschaft in Bayern. Als Diskussionsleiter fungierte der Kreisvorsitzende der Christsozialen, Stefan Funk. Nach dem Grußwort des Schweinfurter Bürgermeisters Klaus Rehberger, der die Zugehörigkeit der Geschichte der Russlanddeutschen zur gesamtdeutschen Geschichte betonte, unterstrich Funk die Notwendigkeit, die Deutschen aus Russland im kulturellen Bereich zu unterstützen. Waldemar Eisenbraun erläuterte die Gemeinsamkeiten und Unterschiede von einheimischen und "zugereisten" Deutschen. Vor dem Hintergrund seiner eigenen Erfahrungen zeigte er auf, wie wichtig es ist, als Deutscher aus Russland zu seinen Wurzeln zu stehen. Diese Aussage führte zu einer Diskussion über die Frage, ob es denn überhaupt wichtig sei, sich als Deutscher „aus Russland“ zu bezeichnen bzw. die Herkunft zu betonen. Gegenteiligen Meinungen setzte ich dabei entgegen: „In Bayern gibt es Franken, Schwaben und Pfälzer, die ihre Abstammung und Herkunft von den Bayern abgrenzen. Warum soll das nicht auch für uns Russlanddeutsche gelten?!“

Die Öffentlichkeitsreferentin der Landesgruppe Bayern der Landsmannschaft, Albina Baumann, informierte die Teilnehmer anhand einer anschaulichen medialen Präsentation mit einleuchtenden Beispielen über den Kreis der russischsprachigen Bewohner Deutschlands, zu denen andersethnische Familienangehörige von Aussiedlern ebenso gehören wie politische Flüchtlinge aus Ländern der ehemaligen UdSSR und jüdische Kontingentflüchtlinge, und erklärte die rechtlichen Grundlagen des Grundgesetzes und des Bundesvertriebenengesetzes für die Heimkehr der Deutschen aus Russland. Ewald Oster, Mitglied des Bundesvorstandes der Landsmannschaft und Vorsitzender der Ortsgruppe Schweinfurt, berichtete über die aktuelle Lage der Deutschen aus Russland in der Stadt. Trotz der umfangreichen ehrenamtlichen Arbeit, die für die Deutschen aus Russland in Schweinfurt geleistet werde, sei es schwer, diese zusammenzubringen, vor allem aus Mangel an finanziellen Mitteln zur Durchführung von Veranstaltungen. Er trug die Idee eines Vereinshauses bzw. eines Hauses der Vereine für alle vor und

warb bei den CSU-Abgeordneten um Unterstützung. Diese Idee wurde durchaus wohlwollend aufgenommen. Und es wurde vereinbart, dass dieser Diskussionsrunde weitere folgen. Diesmal war jeder Teilnehmer nach interessanten zweieinhalb Stunden ein wenig schlauer und sich sicher, dass damit ein Fundament für die Fortsetzung der Zusammenarbeit von Landsmannschaft und CSU geschaffen wurde. Kinderweihnachtsfeier Der Schweinfurter Oberbürgermeister Sebastian Remelé konnte zahlreiche Landsleute mit ihren Kindern und Enkeln zur Kinderweihnachtsfeier der Ortsgruppe Schweinfurt im Pfarrsaal von St. Joseph begrüßen. Im ersten Teil der Aufführungen, die von Olga Baluyew moderiert wurden, ging es um eine Weihnachtsgeschichte, in der die Großmutter (Lidia Balandin) ihrer Enkelin (Milana Seliverstov) von einem Straßenjungen erzählt, der sich ohne Eltern durchschlagen musste. Im zweiten Teil war man dann zu Gast bei einm Silvesterball mit Figuren aus ver-



Beitrittserklärung (Nur für neue Mitglieder. Die Mitgliedschaft von Landsleuten, die bereits Mitglied sind, verlängert sich automatisch.)

Ich erkläre hiermit meinen Beitritt zur Landsmannschaft der Deutschen aus Russland e.V. Die Zeitung “VOLK AUF DEM WEG” wird mir als Mitglied zugestellt. Die Mitglieds- und Bezugsgebühr beträgt jährlich 30,- Euro in den alten Bundesländern und 27,- Euro in den neuen Bundesländern. Spätaussiedler zahlen in den ersten drei Jahren ihres Aufenthaltes in Deutschland 15,- Euro. Name

Vorname (Vorname des Ehegatten)

Straße

PLZ

Geburtsdatum

Ort Einreisedatum

Der Beitrag ist jährlich im Voraus zu bezahlen. Herr/Frau

hat mich geworben.

Einzugsermächtigung Hiermit ermächtige ich die Landsmannschaft der Deutschen aus Russland widerruflich, die Mitglieds- und Bezugsgebühr durch Einzugsauftrag (Lastschrift) von meinem Konto einzuziehen. Meine Konto-Nr.

Bankleitzahl

Bank/Sparkasse 

Das Programm eignet sich bestens für Musikliebhaber aller Altersgruppen, die Wert auf professionelle Darbietungen legen. Wir beginnen um 17 Uhr und freuen uns auf Ihr Kommen! Infos und Reservierungen unter 09401913830 oder 09401-9550062. Die Anzahl der Plätze ist begrenzt.

Datum

Unterschrift 29

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LANDSMANNSCHAFT REGIONAL schiedenen Märchen, mit der Hexe BabaJaga (Maria Seliverstov), Schneewittchen und den sieben Zwergen, Väterchen Frost und seiner Enkelin Schneeweißchen. Alle Gäste tanzten und sangen fröhlich zusammen, und zum Abschluss wurde der 2012-Drache verabschiedet. Im Namen des Vorstandes bedanke ich mich ganz herzlich bei Olga Baluyew, Irina Fritsler und Lidia Balandin (Drehbuch) für die gelungene Inszenierung. Großer Dank gilt auch den Kindern, die aufgetreten sind, und allen ehrenamtlichen Mitarbeitern, die sich an der Umsetzung beteiligt haben. Peter Aifeld

Berlin Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Landsleute, am 13. April findet um 16 Uhr (Einlass ab 15.30 Uhr) in der Aussiedlerberatungsstelle Reinickendorf in Berlin, AugusteViktoria-Allee 50 A, die Mitgliederjahresversammlung unserer Ortsgruppe statt, zu der wir Sie herzlich einladen. Fahrverbindungen: - mit der U6 bis "Scharnweberstraße", von dort ca. 700 m (ca. 10 Minuten) zu Fuß oder mit dem Bus 221 bis "Eichborndamm/Antonienstraße"; - oder mit der U8 bis "Rathaus Reinickendorf" und weiter mit dem Bus 221 bis "Eichborndamm/Antonienstraße". Programm: 1. Eröffnung und Begrüßung 2. Tätigkeitsbericht 2012 und geplante Aktivitäten 2013 3. Eröffnung einer Malerausstellung 4. Konzert mit Viktor und Valentin Hoffmann 5. Verschiedenes Die Mitglieder der Ortsgruppe werden gebeten, rechtzeitig zu der Veranstaltung zu erscheinen. Auskunft unter den Telefonnummern 030-26552334, 030-4966077 oder 0304967078. Der Vorstand

Bunte Kostüme bei der Faschingsfeier der Ortsgruppe Hamburg.

Hamburg Unsere nächste Veranstaltung findet am 16. März um 15.30 Uhr im Westibül in Nettelnburg, Friedrich-Frank-Bogen 59, 21033 Hamburg, statt. Fantasievolle Kostüme und eine ausgelassene Stimmung prägten die Faschingsfeier der Ortsgruppe Hamburg. Im Kulturzentrum Bürgerhaus Meiendorf fanden sich allerhand närrische Gäste ein, um bei Musik und Tanz den Alltag zu vergessen. Der Chor "Die Weide" sorgte, begleitet von Nelli Diefenbach, für den schwungvollen Auftakt der Veranstaltung. Alla Novikova und Sofia Massold brachten Volkslieder und Balladen zu Gehör. Als Solistin zog Ina Rudi, die dem neuen Vorstand der Ortsgruppe Hamburg angehört, die Zuhörer in ihren Bann und trat anschließend mit ihrem Enkel Johannes auf, der zum wiederholten Male sein Können auf dem Akkordeon und dem Keyboard unter Beweis stellte. Begleitet wurden die Künstler von Waldemar Beresowski, einem Könner auf seinem Gebiet. Und schließlich faszinierte nicht zuletzt Boris Polonski mit seiner beeindruckenden Stimme.

Teilnehmerinnen der ersten Sitzung des Frauenclubs in Hofgeismar. 30

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Wie schon in den letzten Jahren wurden die drei schönsten Maskierungen mit einem Preis bedacht. Dazu gehörte auch das beste Kinderkostüm einer kleinen Prinzessin, die sich über eine Tafel Schokolade freute. Von den Gästen vorgetragene Gedichte waren es ebenfalls wert, belohnt zu werden, und so konnte auch Nina Beifus mit einem kleinen Geschenk nach Hause gehen. Im Stubbenhof in Neuwiedenthal führten wir zum ersten Mal eine Silvesterfeier für Kinder durch. Unter der Leitung von Sofia Massold hatte der Chor "Die Weide" für die Kleinen einen bunten musikalischen Nachmittag mit Gesang, Tanz und Spielen organisiert, der großen Anklang fand und sicherlich wiederholt werden wird. Der Vorstand

Hessen Kassel Wir gratulieren unserem hessischen Landesvorsitzenden Johann Thießen und unserem langjährigen Vorstandsmitglied


LANDSMANNSCHAFT REGIONAL Konstantin Freund ganz herzlich zu ihren Geburtstagen am 1. bzw. 12. März und wünschen ihnen Frohsinn, Gesundheit und Zufriedenheit. Alles, was ihr euch vorgenommen habt, soll mit Gottes Segen in Erfüllung gehen! Voller Freude teilen wir mit, dass die Gesangsgruppe „Gute Laune“ unter der Leitung der ehrenamtlichen Multiplikatorinnen der Landsmannschaft Galina Bienemann, Maria Borisenko und Maria Jeske einen Frauenclub in Hofgeismar eröffnet hat. Die Gesangsgruppe trägt unermüdlich dazu bei, die Identität der Deutschen aus Russland und ihr kulturelles Erbe zu pflegen und es der einheimischen Bevölkerung vorzustellen. Im Club werden die Frauen ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten entfalten können und Interessierten beibringen, wie man näht, strickt, malt, singt, tanzt usw. Vorläufig versammeln sich die Clubmitglieder jeden zweiten Dienstag im Monat in den Räumen des Roten Kreuzes. Wir würden uns freuen, neue Mitglieder zu gewinnen und begrüßen zu dürfen. Wenden Sie sich bitte an Maria Borisenko, Tel.: 05671-507695. Wir laden Sie herzlich ein zu unseren nächsten Aktivitäten: • 1. März, 14 Uhr: Gottesdienst in der Kirche des Diakonissen-Mutterhauses. • 1. März, 17.30 Uhr: Seminar „Berufsbezogenes Deutsch“ im Philipp-Scheidemann-Haus. • 1. März, 19 Uhr: Politischer Aschermittwoch in der Nordhessenhalle Volkmarsen mit den Ministerpräsidenten Horst Seehofer und Volker Bouffier, Staatsministerin Eva Kühne-Hörmann und Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke. • 4. März: Fahrt nach Eltville-Erbach zur Diskussion „Macht - Lust oder Last für das weibliche Geschlecht?“. • 6. März, 18 Uhr: Treffen des Frauenclubs in Hofgeismar anlässlich des Internationalen Frauentages.

• 8. März: Fahrt nach Frankfurt zur UdVSitzung. • 8. März, 18 Uhr: Frauenfest in Lohfelden mit dem Duo „Marko“ unter der Leitung von Konstantin Freund. • 14. März: Fahrt nach Detmold zur gemeinsamen Sitzung der hessischen und nordrhein-westfälischen Landesbeiräte für Vertriebenen-, Flüchtlings- und Spätaussiedlerfragen. • 23. März, 11 Uhr: Multiplikatorenschulung im Diakonissen-Mutterhaus Kassel. • 28. März: Osterfeier für Kinder und Erwachsene in der Kita Zierenberger Straße. • 1. April: Fahrt nach Friedland zur traditionellen Kranzniederlegung. Die Sprechstunden von Svetlana Paschenko und der anderen Betreuern finden montags von 16 bis 20 Uhr und nach Vereinbarung im Zimmer W 212 des Kasseler Rathauses statt. Weitere Auskünfte erteilen gerne: Svetlana Paschenko, Tel.: 0561-7660119, Natalie Paschenko, Tel.: 0561-8906793, Lydia Gitschew, Tel.: 0561-8618573, und Konstantin Freund, Tel.: 0561-523003. Der Vorstand

Niedersachsen Braunschweig Liebe Landsleute, wir laden Sie hiermit satzungsgemäß ein zur Mitgliederversammlung mit Neuwahlen des Vorstandes der Ortsgruppe Braunschweig am 25. März um 15 Uhr im Haus der Begegnung in der Weststadt. Das Haus der Begegnung in der Donaustraße 17A ist mit den Straßenbahnlinien 3 oder 5 zu erreichen (Haltestelle "Donaustraße", weiter ca. 300 m zu Fuß). Wir weisen ausdrücklich auf § 18 Abs.7 der landsmannschaftlichen Satzung hin (siehe Seite 20 dieser Ausgabe).

Faschingsfeier der Ortsgruppe Braunschweig für Kinder und Erwachsene.

Die Bundesgeschäftsstelle Zentrale Raitelsbergstr. 49, 70188 Stuttgart Tel.: 0711/1 66 59-0 Fax: 0711/ 286 44 13 E-Mail: lmdr-ev@t-online.de Homepage: www.deutscheausrussland.de Mitgliederverwaltung, Anzeigen für Volk auf dem Weg: 0711/166 59-17 und -18 Versand (Bücher etc.): 0711/166 59-22 Projekte: Tel.: 0711-16659-23 Öffentlichkeitsarbeit: 0711/166 59-0 MBE - Migrationsberatung: Stuttgart: Tel.: 0711-16659-19 und -21 München: Tel.: 089-44141905 Neustadt/Weinstraße: Tel.: 063219375273 Hannover: Tel.: 0511-3748466 Dresden: Tel./Fax: 0351-3114127 Wir bitten freundlich um vollzähliges Erscheinen unserer Mitglieder; auch Gäste sind uns willkommen. Tagesordnung: 1. Eröffnung und Begrüßung; 2. Wahl einer Versammlungsleitung (Wahlleiter, Beisitzer, Schriftführer); 3. Wahl einer Mandatskommission (Wahlkommission); 4. Tätigkeitsbericht des Vorstandes; 5. Bericht des Kassenwarts; 6. Bericht der Revisionskommission (Kassenprüfungskommission); 7. Aussprache zu den Berichten unter TOP 4, 5 und 6; 8. Bericht der Mandatskommission (Wahlkommission); 9. Feststellung der Beschlussfähigkeit; 10. Entlastung des Vorstandes; 11. Wahl der/des Vorsitzenden; 12. Wahl der weiteren Vorstandsmitglieder; 13. Wahl der Revisionskommission (Kassenprüfungskommission); 14. Verschiedenes.

Der Vorstand Fasching in der Kirche - wer hätte es für möglich gehalten, dass Kinder und Erwachsene so viel Spaß bei diesem "Heidenfest" in einem Gotteshaus haben könnten!? Jeden Montag trifft sich eine Frauengruppe im Haus der Begegnung der evangelischen Kirche, um sich über aktuelle Probleme zu informieren. Diese Veranstaltungen werden angeboten, um unseren Landsleuten wichtige Informationen in zwei Sprachen zu vermitteln. Als wir im Oktober 2012 das Erntedankfest feierten, nahmen wir uns vor, dort öfter solche Veranstaltungen durchzuführen – immerhin können die Räumlichkeiten kostenlos genutzt werden. Und so kam es 31

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LANDSMANNSCHAFT REGIONAL dann auch zum Faschingsfest. Der Saal wurde dekoriert, Kinder und Erwachsene erschienen kostümiert, die Tische boten allerhand Leckerbissen für jedermann. Nach der Polonäse startete ein Wettbewerb zwischen Mädchen und Jungen mit unterschiedlichen Bastelaufgaben und Laufspielen mit der "Reise nach Jerusalem" zum Abschluss. Es war sehr schön, gemeinsam in einer solch lockeren Atmosphäre zu feiern und Spaß beim Austoben zu haben. Auch die tollen Preise gehörten dazu. Am 4. März feiern wir hier den Frauentag und am 1. April das Osterfest. Alle Mitglieder und Freunde der Landsmannschaft sind herzlich eingeladen. Elisabeth Steer, Vorsitzende

Gifhorn Im Dezember 2012 fand im Birger-ForellHaus unsere Adventsfeier statt, die vom 1. Vorsitzenden der Ortsgruppe Gifhorn, Sergej Eisner, eröffnet wurde. Nach der Begrüßung der Ehrengäste sprachen der Gifhorner Bürgermeister Matthias Nerlich und der BdV-Kreisvorsitzende Klaus Wiegmann. Pastor Helmut Hüskens, der sich seit Jahren unermüdlich für die Landsmannschaft einsetzt, regte in seiner Ansprache zu innerer Einkehr an. Bei Kaffee und Kuchen wurden Weihnachtslieder gesungen, die Pastor Hüskens auf dem Klavier begleitete. Anschließend hatten junge Künstler die Gelegenheit, sich mit ihren musikalischen Talenten den Zuhörern zu präsentieren, ehe alle Kinder für ihre vorgetragenen Gedichte oder Lieder vom Nikolaus großzügig beschenkt wurden. Sergej Eisner

Hannover Vorstandswahlen Drei Jahre sind seit den letzten Wahlen in den Vorstand der Ortsgruppe Hannover vergangen. Aus diesem Grund wird am 19. April 2013 ab 17 Uhr ein neuer Vorstand gewählt. Alle Mitglieder unserer Ortsgruppe sind dazu ganz herzlich eingeladen. Der genaue Ort wird in der nächsten Ausgabe bekannt gegeben. Übungsleiter-C-Ausbildung für MigrantInnen Gemeinsam mit der Stadt Wunstorf und in Kooperation mit dem TUS Wunstorf bietet der Regionssportbund Hannover für das Frühjahr 2013 eine ÜbungsleiterC-Ausbildung für MigrantInnen an. Die Ausbildung umfasst 120 Lehreinheiten à 45 Minuten und wird an ca. 25 Terminen im Laufe von zwei bis drei Monaten (zweimal unter der Woche vormittags und ca. sechsmal samstags) durchgeführt. 32

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Inhalte der Ausbildung sind u.a.: - Aufbau einer Übungsstunde; - Aufsichtspflicht und Haftung; - Sportversicherung; - Funktionsgymnastik; - Ausdauertraining; - Stundenbeispiele aus dem Bereich Fitness; - kleine Spiele; - Koordinationstraining. Voraussetzungen der TeilnehmerInnen sind: - Mindestalter 16 Jahre; - sportliche Vorerfahrung; - Deutschkenntnisse in Wort und Schrift; - Spaß daran, etwas Neues zu lernen. Nach Abschluss der Ausbildung darf man bei Sportvereinen verschiedene Gruppen leiten. Die Ausbildung beginnt am 10. April 2013 und ist für die TeilnehmerInnen kostenfrei. Am 14. März 2013 findet dazu eine Informationsveranstaltung statt. Bei Interesse stehen für Fragen (und zur Anmeldung) die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Wunstorf, Dorothea Diestelmeier, Tel.: 05031-101267, gleichstellungsbeauftragte@wunstorf.de, und Felix Decker vom Regionssportbund Hannover, Tel.: 0511-80079784, decker@ regionssportbund-hannover.de, zur Verfügung. Marianna Neumann

Schladen Mehr als 100 Deutsche aus der ehemaligen Sowjetunion versammelten sich im Schladener Dorfgemeinschaftshaus zur Weihnachtsfeier, die von dem engagierten Mitglied der Landsmannschaft, Minna Egel, organisiert wurde. Die Landsleute kamen aus Cramme, Goslar und Wolfenbüttel ins Dorfgemeinschaftshaus, um gemeinsam mit den Schladenern zu feiern. Minna Egel vom russlanddeutschen Freundschaftsverein und ihr Team hatten für diesen Tag wieder ein abwechslungsreiches Programm für Jung und Alt zusammengestellt. Diesmal brachten sich

auch viele junge Leute bei der Organisation und Durchführung tatkräftig ein. Viel Lob hat Ina Jesske verdient, die für die Dekoration und das gesamte Küchenteam zuständig war. Das Büfett war mit leckeren Speisen und Getränken angerichtet, die von den Besuchern selbst hergestellt wurden. Nach der ersten Stärkung begann das Programm für die Jüngsten mit Väterchen Frost (Andreas Kriger) und Snegurotschka (Christina Borth). Anschließend freute sich Väterchen Frost über die Gedichte und Lieder der Kinder, die in deutscher und russischer Sprache vorgetragen wurden, und verteilte seine Geschenktüten. Für die Erwachsenen ging das Fest bei bester Stimmung weiter; es wurde kräftig gesungen, getanzt und gespielt, und drei Gäste durften sich über die Preise freuen, die sie bei einer Verlosung gewonnen hatten. Für ihre tatkräftige Unterstützung geht ein herzlicher Dank an Olga und Christof Egel, Marina Miller, Walentina Gelwich, Ina Jesske, Andreas Kriger und Christina Borth. Ein besonderer Dank gilt dem russlanddeutschen Unternehmer Leis (Leis GmbH Lebensmittelgroßhandel mit Sitz in Braunschweig), der dem Verein immer wieder Lebensmittel zu Weihnachten und anderen Anlässen spendet. Minna Egel, Schladen

Wolfsburg Wir laden alle Landsleute herzlich ein zu unserem Heimatabend mit Klavierspiel und Chorgesang am 16. März um 15 Uhr im Freizeitheim West am Laagberg, Samlandweg 15a. Die Ortsgruppe Wolfsburg sammelte bei einer Veranstaltung im Dezember 2012 Spenden in Höhe von 650 Euro für krebskranke Kinder im Krankenhaus Wolfs-

Bei der Überreichung der Spende der Ortsgruppe Wolfsburg für die krebskranken Kinder im Wolfsburger Krankenhaus (von links); Ludmilla Neuwirth, Prof. Dr. Gernot Sinnecker, Lydia und Helmut Kieß.


LANDSMANNSCHAFT REGIONAL burg, die sie dem Leiter der Kinderstation, Prof. Dr. Gernot Sinnecker, überreichte. Das Geld ist bestimmt für die Betreuung der krebskranken Kinder in der "Villa Bunterkunt". Dort können die kleinen Patienten zwischen den Behandlungen mit ihren Eltern zusammen sein. Prof. Dr. Sinnecker unterstrich, wie wichtig diese Möglichkeit für die Genesung ist. Wir danken an dieser Stelle noch einmal herzlich allen Landsleuten, die gespendet haben. Am 9. März 2013 feiert Alexander Schlegel seinen 60. Geburtstag. Der Vorstand der Ortsgruppe Wolfsburg gratuliert ihm ganz herzlich zu diesem ehrenvollen Tag. Alexander Schlegel wurde am 9. März Alexander Schlegel 1953 in Karaganda, Kasachstan, geboren. Seit 2011 ist er aktives Vorstandsmitglied unserer Ortsgruppe und seit 2008 Vorsitzender des "Chores der Deutschen aus Russland" in Wolfsburg. Er ist durch sein gewinnendes Wesen sehr beliebt und geschätzt. Dabei verlief sein Leben nicht immer rosig. Aufgrund seiner Bemühungen, nach Deutschland zu kommen, musste er vieles ertragen und überwinden. Erst nach vielen Jahren wurde ihm und seiner Familie schließlich 1980 die Ausreise in die DDR erlaubt. Sein eigentlicher Wunsch, in die Bundesrepublik Deutschland zu kommen, wurde erst 1988 nach langen Strapazen erfüllt. Über einige Zwischenstationen kam Alexander mit den Seinen 1989 nach Wolfsburg, wo sie ein neues Zuhause fanden und sich bis heute wohl fühlen. Der Vorstand der Ortsgruppe und der Chor sind stolz, einen derart prinzipientreuen und tüchtigen Mitstreiter zu haben, der immer mit vollem Einsatz für die Belange seiner Landsleute da ist. Wir wünschen Alexander Schlegel und seiner Familie weiterhin Gesundheit und alles Gute. Für den Vorstand: Helmut Kieß

NordrheinWestfalen Heinsberg Wir laden Sie herzlich ein zu unserer Feier zum Internationalen Frauentag am 9. März in Wegberg, In Petersholz 24. Nähe-

re Informationen bei Alexander Böttcher, Tel.: 0178-8684509, und Dimitri Singer, Tel.: 0176-70631356. Voraussichtlich im April 2013 startet in Erkelenz ein neuer Sprach- und Integrationskurs "Identität und Integration PLUS", zu dem wir alle Interessenten aus Erkelenz und Umgebung einladen. Nähere Informationen bei Julia Böttcher, Tel.: 02433-442137. Traditionellerweise mit großem Erfolg führten wir am 23. Dezember 2012 in Hückelhoven unsere Weihnachts- und Silvesterfeier für Familien mit Kindern durch. Dieses Mal wurden wir von Mitgliedern der Kreisgruppe Münster unterstützt. Neu war unser Neujahrsempfang für Erwachsene, den wir am 29. Dezember in Gangelt veranstalteten. Mit großem Interesse und vorbildlicher Einsatzbereitschaft beteiligten sich nicht nur unsere erfahrenen Mitstreiter, sondern auch neue Mitglieder der Kreisgruppe und des Vorstandes an der Organisation und Durchführung der beiden Veranstaltungen. Der Vorstand

Sachsen Chemnitz Wir laden Sie herzlich ein zum Kirchentag der "Gemeinschaft evangelischer Ostpreußen e.V." der Heimatvertriebenen und Aussiedler, die unter dem Motto "Die Kirche und die gesellschaftlichen Werte in unserer Zeit" am 23. März 2013 von 10 bis 17 Uhr in der Schlosskirche Chemnitz und im Bildersaal des Schlossbergmuseums stattfindet. Programm: 10 Uhr: Gottesdienst in der Schlosskirche. 11 Uhr: Rundgang im Schlossbergmuseum. 12.45-13.30 Uhr: Vortrag von Pfarrer Carsten Rast und Pfarrer Hans-Jürgen Kutter "Die gesellschaftlichen Werte aus der Sicht der Kirche". 13.30-14.15 Uhr: Vortrag von Ines Saborowski-Richter, MdL, "Die gesellschaftlichen Werte aus der Sicht der Politik". 15-17 Uhr: Podiumsdiskussion, moderiert von Peter W. Patt, MdL, mit Pfarrer Hans-Jürgen Kutter, Hanka Kliese, MdL, und Adolf Braun, Referent für Vertriebene und Aussiedler in der Staatskanzlei. 17 Uhr: Ansprache von Pfarrer i.R. Klaus Plorin zum Abschluss des Kirchentages. Infos: Schlossbergstr. 12, 09113 Chemnitz. Weitere Infos: Dr. Gerd Berger, Tel.: 0371-361410; Florian Braun, Tel.: 01776708082. Florian Braun

Suchanzeige Emma Stukart, geb. Janz, ist auf der Suche nach den Verwandten ihres Vaters Leopold d. Reinhold Janz, geb. 1901 in Schitomir. Er und ihre Mutter Marta Janz (geb. Freschk, geb. 1907) hatten sieben Kinder: Agatha (geb. 1926 im Gebiet Nowosibirsk, Rayon Togutschinskij), Amalia (geb. 1928), Ida (geb. 1931 in Cherson), Adelina (geb. 1933 in Andrejewka), Olga (geb. 1937 in Wassiljewka), Alexander (geb. 1940) und Emma (geb. 1942). Bis 1931 lebten ihre Eltern und ihre zwei Kinder in Werch-Atschinsk (Gebiet Nowosibirsk, Rayon Togutschinskij). Danach übersiedelten sie in die Ukraine, wo der ältere Bruder ihres Vaters, Theodor Janz, und seine Kinder Elsa und Willi lebten. Während des deutsch-sowjetischen Krieges wurde die Familie nach Deutschland umgesiedelt und nach Kriegsende zurück in die Sowjetunion „repatriiert“; die Mitglieder kamen in das Gebiet Kostroma zum Holzfällen. Durch diese Ereignisse wurde die gesamte Familie auseinander gerissen, die Verbindungen und Kontakte gingen verloren. Man weiß nur, dass der Onkel Theodor ins Gefängnis kam und dort verstorben ist. Der Vater hatte eine weit verzweigte Verwandtschaft, viele jüngere Geschwister, die alle im Gebiet Nowosibirsk lebten. Emma Stukart würde gerne etwas über ihr Schicksal erfahren. Ihre Kontaktadresse: Emma Stukart, Eichenweg 1, 72537 Mehrstetten-Greut; Tel.: 073811087.

SchleswigHolstein Lübeck Die Kreisgruppe Lübeck lädt alle Landsleute sehr herzlich ein zum Osterfrühstück am 31. März um 8.30 Uhr im Gemeindezentrum Paulusgemeinde in Lübeck-Eichholz, Brandenbaumer Landstr. 240-251. Das Kirchenzentrum ist mit der Buslinie Nr. 5 zu erreichen und liegt der Haltestelle "Eichholz Teich" gegenüber. Wer am Osterfrühstück teilnehmen möchte, melde sich bitte bis zum 25. März bei Pastor Penno, Tel.: 0451-32862, an, damit Gedecke vorbereitet werden können. Nach dem Frühstück sind wir alle sehr herzlich zum Gottesdienst mit anschließendem Kirchkaffee eingeladen. Für den Vorstand: Pastor Otto Penno 33

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GLÜCKWÜNSCHE Zum 85. Geburtstag gratulieren wir unserer Mutter, Oma und Uroma Lilli Fleig geb. Ebert geb. am 16.3.1928 in Lugansk, Kasachstan. Du wirst gebraucht, geliebt, geschätzt,/ weil es keine gibt, die dich ersetzt. Deine Kinder Luise, Otto und Wilhelm mit Familien. Zum 85. Geburtstag am 31.3.2013 gratulieren wir von ganzem Herzen unserer lieben Mutter, Schwiegermutter, Oma und Uroma Else Selensky geb. Husser geb. in Fürstental, Ukraine. Für deine Mühe in all den Jahren/ möchten wir dir "Danke" sagen./ Wir wünschen noch ein langes Leben,/ Gesundheit, Glück und Gottes Segen. Deine Tochter Valentina mit Familie, deine Söhne Albert und Rudolf mit Familien. Zum 75. Geburtstag am 4. März gratulieren wir ganz herzlich meinem lieben Mann, unserem lieben Schwiegersohn, Vater und Opa Ewald Fichtner geb. in Hoffnungstal bei Odessa. Man muss es einmal deutlich sagen:/ Hast viel geschafft in all den Jahren,/ bist immer da, wenn man dich braucht,/ und jung geblieben bist du auch. Ganz gleich, wie viele Kerzen brennen,/ bleib immer so, wie wir dich kennen./ Und zieht auch mal ein Wölkchen auf,/ wir sind da, verlass dich drauf. In Liebe: deine Frau Irina, Schwiegermutter Elsa Rennert, Kinder Friedrich und Marianna, Willy und Ella, Irina und Alexander, Enkelkinder Ina, Waldemar, Bettina, Alwin und Julia. Zum 90. Geburtstag für unseren geliebten Opa und Uropa Viktor Greb Lieber Papa, Opa und Uropa Viktor, wir gratulieren dir ganz herzlich zu deinem 90. Geburtstag und wünschen dir Gesundheit, Lebensfreude und Gottes Segen und noch viele frohe Jahre im Kreise der Familie! Deine Kinder, Enkel und Urenkel. 34

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PERSÖNLICHKEITEN Zum 90. Geburtstag gratulieren wir unserem Vater, Opa und Uropa Johann Dornhof geb. am 1.3.1923 in Marienburg, Saratow, wohnhaft in Düren. Wir wünschen Gesundheit, Glück und Gottes Segen. Deine Kinder, Enkelkinder und Urenkel! Zum 90. Geburtstag gratulieren wir unserer lieben Tante Amalia Fauth geboren am 3. März 1923 in Friedenstal, Odessa, ganz herzlich. 90 Jahre von Gott geschenkt/ und durch seinen Rat gelenkt. Im neuen Jahr viel Sonnenschein,/ das sollen unsere Wünsche sein./ Gesundheit, Glück und ein langes Leben,/ das möge der liebe Gott dir geben. Herzlichst: deine Nichten mit Familien. Zum 85. Geburtstag am 31.3.2013 gratulieren wir ganz herzlich Walter Kotrini geb. in Eigenfeld, Kaukasus, und wünschen ihm gute Gesundheit, Glück und noch viele Jahre mit uns. Heute möchten wir dir sagen:/ Es ist so schön, dass wir dich haben! In Liebe und Dankbarkeit: deine Ehefrau Erika, Sohn Viktor und Lore, Tochter Rita und Andreas, Enkelkinder Hermann, Ronny, Robert, Sebastian, Philipp und Melanie.

Zum 85. Geburtstag gratulieren wir von ganzem Herzen unserer lieben Mutter, Oma und Uroma Maria Jegel geb. am 29.2.1928. Heute möchten wir dir sagen:/ "Es ist so schön, dass wir dich haben./ Wir haben dich von Herzen lieb/ und danken Gott, dass es dich gibt. In Liebe und Dankbarkeit: deine Kinder, Enkel und Urenkel. Zum 85. Geburtstag am 6.4.2013 gratulieren wir von Herzen Julinna Peters geb. in Rosenbach, Saporoschje. Wir wünschen noch ein langes Leben,/ Gesundheit, Glück und Gottes Segen. In Liebe: Kinder, Enkelkinder und Urenkel. Zum 60. Geburtstag am 5.3.2013 gratulieren wir meinem lieben Mann, unserem lieben Vater und Opa Viktor Hartmann 60 Jahre von Gott gegeben,/ 60 Jahre ein erfülltes Leben,/ 60 Jahre hast du glücklich geschafft,/ für die kommenden Jahre geben sie Kraft./ Glücklich und zufrieden sollen sie sein,/ harmonisch und mit viel Sonnenschein! In Liebe: deine Frau Lilli, deine Kinder mit Familien.

Dr. Johannes Hörner – eine russlanddeutsche Erfolgsgeschichte

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m 4. Januar dieses Jahres wurde Dr. Johannes Hörner 60 Jahre alt. Dieses runde Jubiläum nahm er zum Anlass, alle Nachkommen seiner Großeltern zu einem Fest einzuladen, das weit mehr als nur eine Familienfeier wurde. Den Tag eröffnete ein Dankgottesdienst, der vom Bischof der Diözese Nowosibirsk, Joseph Werth SJ, zelebriert wurde. Begleitet wurde dieser unter anderem von seinem Bruder, Pater Klemens Werth SJ – beide Cousins von Dr. Johannes Hörner –, vom Beauftragten der Deutschen Bischofskonferenz für die Seelsorge an den

Dr. Johannes Hörner

deutschen Katholiken aus Russland und den anderen GUS-Staaten, Monsignore Dr. Alexander Hoffmann, sowie Pater


PERSÖNLICHKEITEN Alexander Depperschmidt, einem Neffen des Jubilars. In seiner Prädigt betonte Bischof Werth, dass in dem turbulenten Werdegang der Deutschen aus Russland, für die auch Dr. Hörner exemplarisch da steht, Gott oft die einzige Konstante blieb, und es insofern sehr angebracht sei, an seinem Geburtstag Gott für alle erhaltene Gnade zu danken. Bei der anschließenden Feier drückten Gratulanten die vielen verschiedenen Verdienste des 60-Jährigen aus. So hob Dr. Hoffmann seine für die katholische Kirche Russlands so wichtige Tätigkeit als Vorsitzender des Fördervereins für die sibirische Diözese „Verklärung des Herrn“ sowie des Vereins „Hilfe für Waisenkinder in Sibirien e. V.“ hervor, der zum Beispiel die Errichtung des Waisenhauses „St. Nikolaus“ in Nowosibirsk ermöglichte. Die Stadträte Johann Achhammer und Franz Liepold betonten das engagierte Mitwirken des Jubilars im Ingolstädter Stadtrat, vor allem in den Bereichen Mig-

ration und Gesundheit – seit 35 Jahren praktiziert Dr. Hörner als sehr geschätzter Gynäkologe. Der Vorsitzende der bayerischen Landesgruppe der Landsmannschaft, Waldemar Eisenbraun, brachte es schließlich auf den Punkt, als er den langjährigen Vorsitzenden der Orts- und Kreisgruppe Ingolstadt als einen „Vorzeige-Russlanddeutschen“ bezeichnete, der trotz seiner Erfolge in Beruf und Politik und seiner Rolle als Ehemann, Vater von drei Kindern und Opa von sechs Enkelkindern keine Mühe scheut, sich nachhaltig für seine Mitmenschen einzusetzen. Damit dient er als leuchtender Vertreter unserer Landsleute, auf den man richtig stolz sein kann. In seiner Dankesrede an die aus ganz Deutschland, aber auch aus dem weiten Sibirien gekommenen Verwandten und Freunde wartete Dr. Hörner mit einer erfreulichen Überraschung auf: Jeder Gast erhielt das von ihm eigens verfasste Buch „Einmal Russland und zurück – Familie

Hörner“. Darin finden sich zum einen eine historische Chronik sowie interessante Interviews mit Zeitzeugen der schweren Kriegsjahre wieder. Zum anderen zeigen sich dort die Früchte einer langjährigen Ahnenforschung, bei welcher der gebürtige Karagandiner den Weg zurück zu seinem 1785 in Rheinland-Pfalz geborenen Urahnen Dominik verfolgt, der 1809 das Gebiet von Odessa erreichte. Sage und schreibe 126 Familientafeln illustrieren die reiche Nachkommenschaft des mutigen Auswanderers und laden nicht zuletzt auch junge Menschen dazu ein, ihre weit zurück reichenden Wurzeln und die zahlreich verzweigte Verwandtschaft kennen zu lernen. Übrigens: Der erste in Deutschland geborene Enkel von „Opa Johannes“ heißt auch Dominik. Somit schließt sich der Kreis; der eine Dominik hat die Familie nach Russland geführt, der andere bringt sie wieder zurück nach Deutschland. Alois Depperschmidt

Engagiert und voller Tatendrang der Journalist, Herausgeber und Brückenbauer Dr. Konstantin Ehrlich

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eine Vielseitigkeit ist beeindruckend. Seine Leistung im Bereich der Kulturgeschichte der der Russlanddeutschen ist einzigartig. Sein Beitrag als Vermittler der russlanddeutschen Kulturgeschichte, als leidenschaftlichen Verfechter der Rechte der gebeutelten Volksgruppe und schließlich als Brückenbauer zwischen Ost und West hat Vorbildfunktion. Bei all diesen Feststellungen geht es um Dr. Konstantin Ehrlich, Doktor der Philosophie (promovierte 1990 an der Karl-Marx-Hochschule Berlin zum Thema „Schicksalsweg der Russlanddeutschen im Spiegel der deutsch-russischen Beziehungen“), Politologe, Geschichts-, Sprach- und Literaturwissenschaftler, Publizist, Prosaiker und Lyriker, Herausgeber, Verleger, Übersetzer, Chefredakteur. Am 24. März 2013 wird er 65 und ist nach wie vor engagiert und voller Tatendrang. Geboren wurde er 1948 im sibirischen Dorf Schelannoje (Gebiet Omsk), wohin seine Eltern 1941 aus dem Wolgagebiet deportiert worden waren. Schon ganz früh erwachte sein Interesse für die deutsche Sprache und die Geschichte der Russlanddeutschen. Seine ersten journalistischen Erfahrungen sammelte der junge Ehrlich bereits als Schüler und später in der Bezirkspresse. 1970-1975 studierte er an der Fremdsprachenfakultät der Pädagogischen Hochschule Omsk Deutsche Sprache und Literatur sowie Englisch und Mundartenforschung bei Prof. Dr. Hugo Jedig und Dr. Viktor Heinz. Ab 1974 arbeitete KOnstantin Ehrlich als Redakteur der deutschsprachigen Sendungen im Gebietsrundfunk Omsk und wechselte 1977 für ein Jahr in die deutsche Redaktion des Kasachstaner Republiksenders Alma-Ata. Schon zu dieser

Zeit begann er mit der Unterstützung von Kollegen am Parteidiktat zu rütteln, und schon damals war er ein überzeugter Autonomist, der sich „diesem Diktat nicht widerspruchslos unterwerfen“ wollte. Insbesondere, wenn es um die „Verletzung des Rechts auf Gleichberechtigung der Russlanddeutschen ging. Und darum ging es mir ja in erster Linie“, sagt er. In den nächsten zehn Jahren, von 19781988, gab Konstantin Ehrlich als verantwortlicher Redakteur und Leiter des deutschen Lektorats im Verlag „Kasachstan" sein Bestes. Der Verlag brachte 1966-1980 alljährlich sechs bis acht deutschsprachige Bücher bzw. Broschüren heraus. Erwähnt seien vor allem die dreibändige „Anthologie der sowjetdeutschen Literatur“, die Lesebuch-Reihe sowie die auflagenstarke Kinderliteratur, die „einen festen Platz auf dem inländischen Büchermarkt einnahm sowie von Handelsfirmen Österreichs, der

Dr. Konstantin Ehrlich

DDR und der Bundesrepublik Deutschland eingekauft wurde“. Auch seine eigenen Publikationen, für die er intensiv forschte, fielen in diesen Zeitraum: „Lose Blätter. Aufsätze, Skizzen, Erzählungen“ (1982), vor allem zur Geschichte der russlanddeutschen Literatur, und „Panorama der sowjetdeutschen Literatur. Literaturgeschichtlicher Überblick“ (1983), worin er erstmals eine Periodisierung der Geschichte der russlanddeutschen Literatur vorgenommen hatte. Seit den 1970er Jahren verfasste Ehrlich mehrere lyrische und epische Gedichte 35

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PERSÖNLICHKEITEN und Poeme sowie Skizzen und Erzählungen, Vorworte zu Dichtung und Prosa einiger russlanddeutscher Autoren sowie literaturkritische, geschichtliche und publizistische Beiträge, die in Periodika, Literaturalmanachen und Sammelbänden erschienen sind. Anfang 1988 wurde Ehrlich, auch auf Wunsch mehrerer Redaktionsmitglieder, neuer Chefredakteur der „Freundschaft“ (für die nächsten elf Jahre bis 1999). Unter seiner Leitung verwandelte sich die Zeitung in eine „Glocke der Freiheit“, die „Schlafende“ aufweckte und „Nichtwissende“ aufklärte, so die Einschätzung des Historikers und Journalisten Josef Schleicher. 1989 gelang es ihm, die Zeitung zumindest für einige Jahre von der totalen Parteikontrolle abzukoppeln. Ab Januar 1991 hieß sie „Deutsche Allgemeine Zeitung“ (DAZ) mit dem Untertitel „Zeitung der Russlanddeutschen". Der Drang nach Veränderungen hatte inzwischen weite Kreise der Bevölkerung erfasst. Die „Freundschaft“/DAZ berichtete intensiv darüber und entwickelte sich zunehmend zur Stimme und Tribüne der deutschen nationalen Bewegung in der Sowjetunion. Zahlreiche Beiträge zum Thema „Arbeitsarmee“ und in den Rubriken „Sowjetdeutsche: Blick in die Geschichte“, „Geschichte der Russlanddeutschen“, „Unsere Gebräuche und Traditionen“ oder „Unsere Muttersprache“ setzten sich mit brennenden Fragen der Volksgruppe auseinander. Ab Juni 1988 veröffentlichte die „Freundschaft“ auch Auszüge aus Konstantin Ehrlichs Buch „Lebendiges Erbe. Aufzeichnungen zur Siedlungsgeographie und Kulturgeschichte der Deutschen in Russland und in der Sowjetunion" (Alma-Ata, 1988), dem ersten Nachkriegswerk zur Kulturgeschichte der Russlanddeutschen. 1990 erhielt Ehrlich für diese Publikation den 1. Preis beim Landeswettbewerb für die beste Edition im Bereich Politologie. Im September 1988 erschien in der „Freundschaft“ erstmals auch eine russischsprachige Beilage, um die jungen Leser über die Geschichte und Problematik der Volksgruppe aufzuklären und sie in den Kampf um die Wiederherstellung der Wolgarepublik einzubeziehen. Auch zu diesem heiklen Thema veröffentlichte die „Freundschaft“ regelmäßig Beiträge, für Konstantin Ehrlich selbst war es eine Herzensangelegenheit. Zu dem Zeitpunkt beteiligte er sich bereits engagiert an der Bewegung für die Wiederherstellung der Rechte der Russlanddeutschen und anderer repressierten Völker, etwa zehn Jahre lang war er Mitglied der Vollversammlung der Völker Kasachstans und der Deutsch-Kasachischen Regierungskommission. Als langjähriger Sprecher 36

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der Russlanddeutschen in Kasachstan war Ehrlich Mitbegründer der Unionsgesellschaft der Russlanddeutschen „Wiedergeburt“ (März 1989), Gründer des ersten Deutschen Kulturzentrums der UdSSR in Alma-Ata (Mai 1988) und der „Wiedergeburt“-Organisation in Kasachstan (Juli 1989), die er längere Jahre anführte. Auf Ehrlichs Initiative wurde im Juli 1989 die erste Internationale Konferenz zur Geschichte und Gegenwart der Deutschen in Russland bzw. der Sowjetunion durchgeführt. Ab Mitte der 1990er Jahre geriet die „Deutsche Allgemeine Zeitung“ erneut zunehmend unter eine verstärkte Parteikontrolle. Zurzeit ist sie eine zweisprachige Wochenzeitung mit einer geringen Auflage, und so sind auch die meisten der damaligen Redaktionsmitglieder - nationalbewusste wie deren Gegenspieler, die „Internationalisten“ - nach Deutschland ausgewandert. Auch Konstantin Ehrlich lebt seit Ende der 1990er Jahre in Hamburg. Seit 1997 ist er Chefredakteur des „Diplomatischen

Kuriers“ („Russlanddeutsche Allgemeine Zeitung“ als Nachfolgerin der DAZ), der gegenwärtig als Internet-Zeitung (www. rd-allgemeine.de) erscheint, und eines analytischen politisch-wirtschaftlichen Pressedienstes. Ehrlich ist seit 1988 Mitglied des Schriftstellerverbandes Russlands und seit 1997 Verdienter Kulturschaffender der Republik Kasachstan. 2008 wurde er vom Schriftstellerverband Russlands mit der Goldenen Jessenin-Medaille ausgezeichnet, und der Journalistenverband der Republik Kasachstan verlieh ihm den Titel „Ehrenjournalist Kasachstans“. Für die Sorgen und Belange seiner russlanddeutschen Landsleute setzt er sich auch in Deutschland ein. So war er 19992004 Vorsitzender der Ortsgruppe Hamburg der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland. Neben seiner intensiven schriftstellerischen und publizistischen Tätigkeit ist er Sprecher der Hamburger Abteilung des Literaturkreises der Deutschen aus Russland e.V. Nina Paulsen

Viktor Beierbach zum 65.

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ir gratulieren Viktor Beierbach ganz herzlich zu seinem 65. Geburtstag am 21. März 2013 und wünschen ihm auch weiterhin alles Gute im Kreise seiner Familie, seiner Landsleute, seiner Freunde und Bekannten. Viktor Beierbach wurde in einer Bergmannsfamilie in Bestobe, Kasachstan, dem Vertreibungsgebiet seiner Eltern, geboren. Trotz aller Hindernisse absolvierte er nach dem Abitur mit Auszeichnung ein Studium der Elektrotechnik an der Hochschule in Pawlodar. An seiner Arbeitsstätte im Bergbautechnischen Kombinat in Stepnogorsk arbeitete er sich dank Fleiß und Kompetenz vom Meister und Werkleiter bis zum stellvertretenden Hauptenergetiker des Kombinats hoch. 1989 war er einer der Gründungsmitglieder der städtischen "Wiedergeburt", erkannte aber bald, dass er mit seinem Einsatz für das Deutschtum in der ehemaligen Sowjetunion nicht vorankam. Er nutzte daher bei einer Reise als Tourist in die Bundesrepublik die Gelegenheit und blieb mit seiner Familie in seiner eigentlichen Heimat und ließ sich im Saarland nieder. Bereits früh wurde er Mitglied der Landsmannschaft und beteiligte sich an ihrem Aufbau im Saarland. Bis heute ist er dem Verein treu geblieben, und wir hoffen, ihn noch lange in unserer Mitte zu haben. Amalia Wegner

Viktor Beierbach (rechts) bei einer landsmannschaftlichen Tagung mit dem Vorsitzenden der Landesgruppe Rheinland-Pfalz, Dr. Viktor Sieben.

Nora Pfeffer

Frühling Es taut der Schnee im Sonnenstrahl, der Himmel lächelt blau. Der Bergbach stürmt ins Wiesental, die Lüfte wehen lau. Noch liegt die Erde schwarz und kahl, entblößt vom Schneegewand, doch jauchzen Stimmen überall: „Der Frühling zieht ins Land!“ Und sieh! Die Knospen schwellen an, schon grünt der Waldesrand. Das Wunder hat der Lenz getan mit seiner Zauberhand.


GESCHICHTE Prof. Dr. med. Albert Obholz

Die deutschen Mediziner in Russland

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as ist dem Menschen das Teuerste im Leben? Bestimmt seine Gesundheit. Keinen Schatz der Welt kann man mit unserer Gesundheit vergleichen. Die Medizin ist eine natürliche Praktik der Menschheit, die sich parallel mit ihm entwickelt hat. Vom Medizinmann bis zum heutigen Stand der Medizin sind mehrere tausend Jahre vergangen, aber die Sorge um unsere Gesundheit hat sich nicht geändert. Für uns alle ist ein Arzt der liebste Mensch, den wir vielleicht sogar öfter besuchen als unsere erwachsenen Kinder. Normalerweise haben die Ärzte keine Feinde, weil sie auch bei offensiven Feindschaften in der Gesellschaft Bürger beider Seiten behandeln. Dieses Prinzip sollte auch bei feindlichen Auseinandersetzungen und besonders bei Kriegen zwischen Staaten gelten. Die Geschichte der Medizin in Russland vollzog sich auf internationaler Basis, wobei den deutschen Ärzten eine besondere Rolle zufiel. Es ist nicht bekannt, wann die ersten deutschen Ärzte in Russland ankamen, sie waren aber jedenfalls im 16. Jahrhundert schon dort. Zuerst waren sie als Leibärzte der Zaren und später auch für Verwandte des Zaren und Mitglieder des Zarenhofes tätig. Besonders in den Regierungszeiten von Peter I. und Katharina II. wuchs ihre Zahl rasch an. In dieser Zeit gab es in Russland noch kein staatliches Gesundheitswesen, keine medizinischen Fakultäten und Schulen. Alle Ärzte und Apotheker waren ausländischer Herkunft. Nachdem Katharina II. an die Macht gekommen war, lud sie ausländische Spezialisten nach Russland, an die Wolga, ein. Unter ihnen war auch Dr. Milchior Adam Weikard, der 1784 Leibarzt der Kaiserin wurde.1 Mit der Unterstützung von Dr. Johann Zimmermann kamen ungefähr 50 Ärzte aus Deutschland zum zivilen Dienst nach Russland.2 Bei der Werbekampagne um deutsche Kolonisten gab es bei der russischen Regierung keine Sorge um die Gesundheit der Auswanderer. Deshalb starben viele von ihnen unterwegs, noch ehe sie an die Wolga kamen. Bereits unter den ersten Auswanderern waren mehr als 20 Ärzte, 15 Feldscher und einige Apotheker. Allein in Katharinenstadt wurden 1767 unter den Bewohnern sieben deutsche Ärzte gezählt.3 Alle Ärzte und die anderen Spezialisten, die sich im Wolgagebiet niederließen, mussten den Boden mit Spaten und Pflug aus dem Schlaf wecken. Dabei gehörte das Territorium an der Wolga zu den ungesündesten Provinzen

in Russland. Mehrfach brachen hier Cholera- und andere Epidemien aus. Sehr verbreitet waren auch die Malaria und die Trachom-Augenkrankheit. Die erste medizinische und medikamentöse Behandlung der Kolonisten seitens des Staates konnte erst nach der Reform der amtlichen Verwaltungen in Russland beginnen. Ab dieser Zeit kamen auch die ersten deutschen Ärzte aus Kolonistenfamilien in die Krankenhäuser. Im 19. Jahrhundert waren unter anderem folgende Ärzte in den Kolonien beschäftigt:

1 Ingeborg Fleischhauer, Die Deutschen im Zarenreich, Area Verlag, S. 91. 2 Ebenda, S. 92. 3 Olga Litzenberger, Die Geschichte der deutschen Kolonien an der Wolga, Teil 1: Lutheraner, Buchstaben A-M, Saratow 2011, S. 271.

Adolf Worms

• Alexander Graßmück (1869-1930) in Seelmann; • Johann Bolz (1856-?) in Katharinenstadt; • Karl Blumental (1861-?) und Georg Hartwig (1875-?) in Mariental; • Karl Adler (1863-?) in Balzer; • Gottlieb Reinhart (1863-?) in Krasnojar; • Theodor Keller (1865-?) in Kamenka; • Oskar Lass (1876-?) in Friedenfeld; • Rudolf Wirren (1872-?) in Sarepta; • Friedrich Mora (1869-?) in Zürich. Nach der Gründung der Universität Saratow studierten in den Jahren 1912 bis 1916 36 deutsche Studenten an der Medizinischen Fakultät, und einige deutsche Professoren und Dozenten unterrichteten in ihren Fachdisziplinen. Von ihnen kann man unter anderem folgende Namen nennen: • Peter Galler (18581920; • Adolf Worms (18681941); • Nikolaus Krause (1887-1952). Auch unter den deutschen Einwanderern, die sich im Schwarzmeergebiet niederließen, befanden sich deutsche Ärzte. Einer von ihnen war Anton Dukart (1767-1827), der in der Kolonie Landau praktizierte. Auf ihn folgten drei weitere Ärzte mit Namen Dukart, die

Nikolaus Krause

Konrad Keller in seinem Buch erwähnt.4 Verglichen mit dem Wolgagebiet, gingen aus dem Schwarzmeergebiet mehr Kolonistensöhne ins Ausland, um dort Medizin zu studieren. Am Schwarzen Meer wurde 1892 auch ein eigenes Krankenhaus gegründet, an dem mehrere deutsche Ärzte arbeiteten. Im Odessaer evangelischen Krankenhaus wirkten unter vielen anderen die folgenden deutschen Ärzte: • Heinrich Meyer (1821-1900); • Karl Schmidt (1857-1915); • Alexander Rosenberg (1857-1909); • Otto-Heinrich Walter (1862-1917). Nicht wenige Professoren und Dozenten deutscher Herkunft unterrichteten an der Medizinischen Fakultät der Universität Noworossijsk in Odessa. 20 Jahre lang war Prof. Dr. med. Kaefer (1864-1944) Leiter des Chirurgischen Lehrstuhls. Aus dem Gebiet Odessa stammte auch der berühmte Chirurg und ehemalige Rektor der Medizinischen Universität Perm, Prof. Dr. med. Eugen Wagner (1818-1908). Obwohl wir den Ärzten eine besondere Achtung entgegenbringen, wurden auch sie in der Sowjetunion verhaftet und verurteilt. Nach meinen Angaben wurden 806 Mediziner mit deutschen Namen Opfer des "Großen Terrors". 245 (30,4%) von ihnen haben sich als Deutsche bezeichnet, 144 (17,9%) als Russen, 84 (10,4%) als Balten, 49 (6,1%) als Polen und 284 (35,2%) als Juden. Jeder Dritte von ihnen wurde erschossen. 4 Konrad Keller, Die Deutschen Kolonien in Südrußland, herausgegeben vom HFDR, 2000, S. 379-381. 37

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DIE VOLKSGRUPPE

Eine Reise in die Heimat der Vorfahren

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n Ergänzung zu unserem Bericht "Gedenkstelle in Zebrikowe/Hoffnungstal feierlich eingeweiht" in der Dezemberausgabe 2012, S. 38-39, veröffentlichen wir nachstehend Reiseeindrücke einiger Teilnehmer. Unerwartete Rückkehr in die Schule nach 69 Jahren ein Besuch im Heimatort Neu-Berlin/Tschapajewo (ehem. Hoffnungstaler Kirchspiel) Unsere Teilnahme an der Reise nach Odessa anlässlich der Einweihung der Gedenkstätte in Zebrikowe/Hoffnungstal im September führte zu einem Besuch in unserem ehemaligen Heimatdorf Neu-Berlin auf Einladung von Viktor Skavronik, der im Nachbarort Juraschewo lebt. Wie bereits in früheren Ausgaben von VadW berichtet, schreibt Viktor Skavronik ein Buch über Neu-Berlin/Tschapajewo, in dem er auch die Geschichte der deutschen Bewohner ausführlich behandeln möchte. Er hatte Richard Mattheis in diesem Zusammenhang um Material für sein Buch gebeten, und gemeinsam konnten wir ihn, auch mit der Hilfe anderer ehemaliger Neu-Berliner, mit Erinnerungen früherer Einwohner, Fotos, Unterlagen, Dorfplan usw. unterstützen. Bis 2015 soll das Buch über die Geschichte und die Geschicke von Neu-Berlin und seinen Bewohnern fertig sein. Dann wird unser ehemaliges Heimatdorf, das zu verschiedenen Zeiten Worobjowo, W.-Berlin, Klara-Zetkin und Neu-Berlin hieß, heute jedoch den Namen Tschapajewo trägt, 200 Jahre alt. In Odessa holten uns Viktor Skavronik und sein Bruder Alexander ab, um uns nach Neu-Berlin/Tschapajewo und Juraschewo zu bringen, wo wir im Elternhaus der Brüder fünf schöne, emotional sehr bewegende Tage verbrachten. Mit ukrainischer Gastfreundlichkeit wurden wir von Viktor und seiner Frau Oxana umsorgt. In Neu-Berlin/Tschapajewo wurde uns von den aus diesem Anlass versammelten Schülern und Lehrern sowie Einwohnern im Schulhof ein unvergesslicher Empfang mit dem Lied "Wo fängt die Heimat an?", Vorträgen der Schüler zur Dorfgeschichte, einem großen, schön verzierten Brotlaib auf einer bestickten Stola, Ansprachen und Musik zuteil. Und die Sonne der Heimat strahlte vom Himmel. Als wir dann die Schule besichtigten, konnten wir kaum fassen, dass wir dort einmal eingeschult worden waren. Ri-

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Harry Hägelen (links) und Richard Mattheis (2. von rechts) mit Bewohnern von Neu-Berlin.

chard war 1943 mit sechs Jahren in die Schule gekommen. Nach 69 Jahren, die seitdem verflossen sind, betraten wir am 14. September 2012 zum zweiten Mal diese Klassenräume. Für mich persönlich kam dazu, dass hier mein Großvater Jakob Wetzler 44 Jahre lang als Lehrer (in der Dorfsprache Schullehrer) und Küster wirkte und auch meine Mutter einige Jahre Lehrerin war. Mit unseren Gastgebern besuchten wir den örtlichen Friedhof, wo ich auf das Grab der Ukrainerin Meljana Orlenkos Blumen niederlegen konnte, die als junges Mädchen im Haus des Großvaters half, die Kinder großzuziehen, und selbst Mitglied der großen Familie geworden war. Der im Ort lebenden Enkelin konnte ich ein erhaltenes Bild der Großmutter überreichen. Schwer war für uns der Gang dorthin, wo einmal der deutsche Friedhof war. Irgendwann hatte man dort die Grabsteine mit dem Bulldozer zusammengeschoben, und die Zeit hat die Steine dann mit einem Fliederdickicht gnädig überzogen. Heute, wo bei vielen ein neues Denken einsetzt, haben Schüler und Lehrer der Schule in Tschapajewo auf Anregung von Viktor Skavronik einige der Steine der grünen Umklammerung entrissen und aufgerichtet. Unserer Bitte an die Gastgeber war, sich dieses kleinen Flecks anzunehmen, die anderen Steine aber im Grünen ruhen zu lassen. Vom Friedhof nahmen wir Erde, um sie auf den Gräber unserer in Deutsch-

land verstorbenen Nächsten zu verteilen. Darüber hinaus besuchten wir das Haus, in dem Richard geboren wurde, sowie die einstigen Anwesen seiner Groß- und Urgroßeltern. Alles ist sehr heruntergekommen. Auf den früheren Äckern steht oft mannshohes Unkraut, von den einstigen Obstgärten und Weinbergen keine Spur. Nach dem Abdanken der Sowjetmacht sind die Kolchosen zerfallen. Heute erinnern nur noch große zerfallene Stallungen an sie. Die Menschen haben Land bekommen, doch nicht viele können damit etwas anfangen, und so liegt es brach oder aber wird verpachtet. Im Nachbarort konnten wir unsere Landsmännin Amalia Berkircher besuchen, die nach der Verbannung trotz Verbotes in die Heimat zurückkehrte und dort verwurzelt ist. Es gab viele freundschaftliche Gespräche mit Einheimischen. Die Menschen bedauern zutiefst, was da geschehen ist. Wir hörten, es habe für dieses Land zweimal eine gute Zeit gegeben - als die deutschen Nachbarn noch da waren, und in den 60er und 70er Jahren, als der Staat nicht mehr alles nahm. Bei unserer Verabschiedung im Dorfrat (im Hause meines Ururgroßvaters Heer) wurden Richard und mir eine ukrainische Fahne sowie ein amtliches Protokoll überreicht, in dem steht, dass wir beide zu Mitgliedern eines gesellschaftlichen Komitees gewählt wurden, das die "Wiedergeburt" der Dörfer hier zum Ziel hat.


DIE VOLKSGRUPPE

Beinahe wie vor 69 Jahren...

Mit Siegel und Unterschriften, wie es sich gehört. Eine schöne Aufgabe, ist sie aber noch zu verwirklichen? Wir haben uns sehr wohl gefühlt - bei Familie Skavronik und den Menschen, denen wir begegnet sind; den leisen, würzigen Steppenwind im Gesicht, mit Sternen am Himmel, die wohl nirgendwo so glänzen wie in der Südukraine. Harry Hägelen (Tel.: 04221-120826); Richard Mattheis (Tel.: 05031-706556) In Chutor Schmidt Schon seit vielen Jahren hatten meine Schwester, meine Cousinen und ich den

Wunsch, nach Chutor Schmidt in das Beresaner Gebiet zu fahren. Dort mussten unsere Eltern und Großeltern wie so viele Deutsche überstürzt ihre Heimat verlassen. Seit 1944 war keiner aus unserer Familie mehr dort. Die Reise anlässlich der Einweihung der Gedenkstätte zur Erinnerung an die Bewohner der ehemaligen deutschen Dörfer des Hoffnungstaler Kirchspiels im September bot die Gelegenheit dazu. Los geht es mit zehn Personen in einem Kleinbus von Odessa nach Chutor Schmidt. Chutor Schmidt liegt 300 Meter von Petrivka entfernt - und Orte mit Namen Petrivka gibt es viele in der Ukraine.

Da wir gut vorbereitet sind und alte und neue Straßenkarten dabei haben, finden wir dennoch unser Dorf im Beresaner Gebiet. Ein Mann, den wir ansprechen, zeigt uns Chutor Schmidt und sagt, dass sie zu der kleinen Ansiedlung immer noch Chutor Schmidt sagen, und er weiß auch, dass Deutsche dort gewohnt haben. Auf dem ehemaligen Friedhof habe er als Kind gespielt, aber jetzt gebe es ihn nicht mehr. In der kleinen Ansiedlung stehen einige Häuser, andere sind verfallen, und wir versuchen anhand von Plänen, die unsere Väter gezeichnet haben, das Haus der Großeltern zu bestimmen. Schon kommen Leute aus den Häusern, um zu erfahren, was hier los ist. Wir sagen, wer wir sind, und sie rufen die Deutschlehrerin an, die nach zehn Minuten mit ihrem Mann, dem Schulleiter, kommt. Alle wollen uns helfen und sagen immer wieder, dass gute und fleißige deutsche Menschen hier gelebt haben. Das Haus der Großeltern können wir nicht bestimmen, aber wir stehen berührt und wehmütig an dem Ort, wo unsere Eltern gespielt und ihre Jugend verbracht haben, der ihnen Heimat war und den sie nie mehr sehen konnten. Der Blick ins weite Tal und der warme Wind, der über den unendlichen Horizont streift, erfüllen uns mit Freude. Wir haben das Gefühl, nun unsere Wurzeln zu kennen. Mit Steinen, Erde und Pflanzen in den Taschen geht es zurück nach Odessa, und wir sind dankbar, dass wir die Reise in die Heimat unserer Vorfahren unternommen haben. Irmgard Hihler, geb. Baumann

Harry Hägelen

Moskau zweimal

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m Laufe meines Lebens in der Sowjetunion weilte ich mehrfach in der Hauptstadt des Landes, das eine oder andere Mal auch für längere Zeit, doch richtig in Erinnerungen geblieben sind mir zwei Begegnungen mit Moskau - die erste 1956 und die letzte 1991 -, denn unterschiedlicher konnten sie kaum sein. So recht bewusst wurde mir das erst nach vielen Jahren. In der zwischen den beiden Besuchen liegenden Zeit hatte sich im Leben des Landes, Moskaus sowie in meinem eigenen vieles gewandelt, doch noch wichtiger waren die Anlässe für die beiden Aufenthalte: 1956 fuhr ich über Moskau aus der Verbannung im Gebiet Archangelsk im russischen Norden zu meinen Verwandten in den Ural, und 1991 siedelte ich mit Frau und Kindern - auch über Moskau - nach

Deutschland aus. Im Jahre 1956 herrschte in der Sowjetunion nach Stalins Tod 1953 das politische Tauwetter, welches jene meine erste Begegnung mit Moskau erst ermöglicht hatte, und im Sommer 1991 war es die Perestroika Gorbatschows, die nun unsere Rückkehr ins Land der Vorfahren möglich machte. Berichten möchte ich hier von zwei an sich unbedeutenden Begebenheiten, die jedoch so gut zu ihrer Zeit passen, dass sie gleichsam für sie stehen, so zumindest in meinem Empfinden. Im Spätherbst 1956 fuhr ich aus Archangelsk an der Mündung der Nördlichen Dwina ins Weiße Meer mit dem Zug in den Südural zu meinen etwas früher dahin gezogenen Nächsten. Im Norden herrschte schon der Winter mit Frost und Schnee. Am Morgen verabschiedete ich mich von meinen Wirtsleuten in dem kleinen Ort

Gorka, wo ich nach der Berufsschule im Kesselhaus der dortigen Molkerei gearbeitet hatte, nahm mein Köfferchen mit den bescheidenen Habseligkeiten und stieg zum Fluss hinab, der schon zugefroren und mit Schnee bedeckt war. Tannenzweige in Abständen markierten den Pfad zum anderen Ufer. Es war damals viel eher eine Flucht als ein geordneter Umzug. Auf der kleinen Insel, eingezwängt zwischen den sich dahinwälzenden kalten Fluten der Dwina, hielt ich es einfach nicht länger aus: das eintönige Leben aus Arbeit und Ausschlafen, die langen dunklen Abende ohne jegliche Geselligkeit im Herbst und Winter, die Abgeschiedenheit des Ortes, Mutter und Bruder weit weg - das alles hatte mich damals zu meiner Entscheidung gebracht. Es war an jenem Morgen sehr kalt, doch hatte ich eine wattierte Jacke an, eine Pu39

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DIE VOLKSGRUPPE delmütze und Filzstiefel, so dass der Frost mir nicht viel anhaben konnte. Man sagte mir, am anderen Ufer verlaufe stromabwärts ein Weg für Schlitten zum Dorf Ljawlja, von wo aus schon Lastwagen nach Archangelsk fuhren. Wenn ich Glück habe, nimmt mich ein Fahrer vielleicht mit. Im Dorf angekommen, hatte ich Glück und durfte auf die Ladefläche eines mit Fässern beladenen Lkw steigen und mitfahren. Schon in der Dunkelheit kamen wir in der Stadt an. Irgendwo hielt der Fahrer dann kurz an und fuhr gleich weiter, ohne den Lohn für die Beförderung abzuwarten. Es hätte auch länger gedauert, denn zwischen den Fässern war ich ganz durchgeschüttelt und durchgefroren. Der Bahnhof lag auf der anderen Flussseite, die Fähre fuhr nicht mehr, und so musste ich bis zum Morgen da bleiben, wo ich war. Eine Unterkunft für die Nacht hatte ich nicht, doch fand sich auch hier ein Ausweg. In der Stadt fuhr die Straßenbahn rund um die Uhr zu den am Flusslauf gelegenen großen Sägewerken, um die Arbeiter dorthin und zurück zu bringen. So stieg ich also in eine hell erleuchtete, doch eiskalte Straßenbahn und fuhr bis zum Morgengrauen von einem Ende der Stadt zum anderen und war oft der einzige Fahrgast. Den Fahrer der Straßenbahn störte das wenig, denn auch er war in diesen Stunden nicht allein. Nach der Überfahrt am frühen Morgen zum Bahnhof konnte ich recht bald eine Fahrkarte bis zu meinem Reiseziel erstehen und dann auch in den Zug steigen. Es sollte eine Reise über einige Tage werden, und nur in Moskau musste ich umsteigen. Im Wagen richtete ich mich gleich oben auf der Gepäckbank ein, denn ich wollte schlafen. Als Kissen dienten mir mein kleiner Koffer und die Filzstiefel. Die Reise konnte beginnen. Auf der ganzen Strecke bis Moskau war nicht viel zu sehen - nur verschneiter Wald zu beiden Seiten, vereinzelt Dörflein und nur selten größere Bahnstationen. Dann stiegen in den bereits überfüllten Wagen mit Schwaden kalter Luft neue Fahrgäste hinzu und richteten sich auf ihrem Gepäck ein, so gut, wie es eben ging. Die Luft unter der Wagendecke war vor lauter Tabakrauch und Ausdünstungen dick, doch konnte ich mich da oben wenigstens ausstrecken. Noch einige Worte zu meinen „Finanzen", denn im Weiteren werden sie eine Rolle spielen. Nach dem Lösen der Fahrkarte blieben mir noch hundert Rubel und ein wenig Kleingeld. Die paar Tage Zugfahrt würde ich, nach einiger Überlegung, schon überstehen, die 100 Rubel aber, nach der Ankunft in Ufa, meiner Mutter so ganz lässig -„fürs Erste" - in die Hand drücken. Sie selbst bekam damals eine Al40

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tersrente, von der man nicht leben konnte. So habe ich die hundert Rubel in der Innentasche meiner Jacke versteckt und mich immer wieder vergewissert, dass sie noch da sind. Moskau erreichte unser Zug erst gegen Ende des nächsten Tages. Allerdings wurden wir schon lange davor auf die Begegnung mit der Hauptstadt eingestimmt. Aus dem Lautsprecher erklangen Marschmusik und Lieder über das so schöne und ruhmreiche Moskau, in feierlichem Ton Worte über die Errungenschaften der Arbeiter, Künstler und Wissenschaftler, über die vielen Sehenswürdigkeiten der Stadt. Von all dem war ich recht ergriffen, denn seit 1945 hatte ich keine einzige richtige Stadt mehr gesehen, abgesehen vom zerstörten Berlin, an dem wir bei unserer Verschleppung in den Norden, genannt „Repatriierung", vorbeifuhren. Dann war es soweit. Der Zug hielt am hell beleuchteten Bahnsteig, auf dem es vor gut gekleideten Menschen nur so wimmelte. An meine nicht gerade neue Jacke und die Filzstiefel habe ich dabei irgendwie nicht gedacht. Mit den anderen Reisenden und dem Köfferchen in der Hand stieg ich aus. Auf dem Bahnsteig hörte man in der klaren Abendluft laute Rufe, Lachen, Menschen umarmten und küssten sich und eilten davon, nur ich stand noch etwas unentschlossen da, doch im gleichen Augenblick eilte schon ein Mann auf mich zu, fragte, wohin ich wolle, nahm mir darauf, ohne lange zu fragen, das Köfferchen aus der Hand und führte mich zu einem abseits stehenden Auto. Da wusste ich, dass Moskau auch an mich gedacht hatte, war dabei allerdings nicht nur hoch erfreut, sondern auch ein wenig verdutzt. Mein Gepäck kam in den Kofferraum, mir wurde der Wagenschlag höflich aufgehalten, und dann ging die Fahrt los durch das abendliche Moskau, vom Nordbahnhof (so damals) zum Kasaner Bahnhof, von wo ich weiterfahren musste. Für die Nichtkenner Moskaus, zu denen auch ich damals gehörte, muss gesagt werden, dass beide Bahnhöfe am gleichen Platz liegen. Der Fahrer erzählte mir indes, wo wir gerade vorbeikämen, aus dem Autoradio klang leise Musik, Schneeflocken segelten leicht auf die Straßen, mich aber beschäftigte die Frage, ob wohl jeder Bürger des Landes von seiner Hauptstadt so empfangen würde. Unangenehm fiel mir jedoch bei der Fahrt auf, dass wir immer nur nach rechts abbogen, wo ich doch gerne auch das noch gesehen hätte, was dabei links liegen blieb. Nach kurzer Zeit hielt mein Fahrer an einem Platz mit viel Verkehr und Menschenströmen. Wir seien da, sagte er, und hielt mir den Wagenschlag wieder höflich auf. Nachdem ich mein Köfferchen in Emp-

fang genommen hatte, wollte auch ich nicht unhöflich sein und fragte den Mann, ob ich ihm was schulde. Ja, sagte er, hundert Rubel. In meinem Inneren plötzlich erstarrt, nahm ich meine hundert Rubel aus ihrem Versteck und gab sie ihm, ganz meinem Schicksal ergeben. Im Nu waren Helligkeit und Glanz ringsum erloschen, ich trottete müde zum Kasaner Bahnhof. In den frühen Morgenstunden des nächsten Tages ging die Reise in südöstlicher Richtung weiter. Sie verlief in ähnlicher Weise und sollte am Abend des nächsten Tages zu Ende sein. Ich lag wieder oben auf der Gepäckbank, diesmal in trübe Gedanken versunken. Wie konnte mir das Malheur nur passieren, was war meine Schuld? Mutter werde ich die kleine Freude nicht mehr bereiten können, werde wie ein Bettler vor ihr stehen. Dass ich nichts zu essen hatte, war nicht so schlimm, war auszuhalten, doch das Geld... Oben wälzte ich mich unruhig von einer Seite auf die andere, unten aber, in mehreren Abteilen, schäumte das Leben nur so. Es waren da fast lauter junge Männer, im Alter, wenn man den Wehrdienst hinter sich hat, und die lärmten und lachten ausgelassen, als ob es im Leben nur Spaß und Lust gäbe. Ihren Reiseproviant, der sich auf dem Tisch vor dem Abteilfenster türmte und mir beim Blick hinunter Magenkrämpfe bereitete, hatten sie zusammengelegt. Es wurden Geschichten und Witze durcheinander erzählt, Spielkarten klatschten unter Lachsalven auf die Bank, und es wurde auch das eine oder andere Fläschchen mit viel Zuspruch geleert. Von dem vielen graubläulichen Rauch wirkten die Gesichter unten etwas verschwommen. Wieder mal wandte ich mich zur Abteilwand ab... Schon am zweiten Tag fragte einer der Jungs in die Runde, was denn mit dem da oben sei, ob der noch lebe. Auf einen Zuruf antwortete ich, dass es mir gut geht. Warum ich denn nicht herunter komme, ob ich nicht Hunger habe? Man ließ nicht locker, und ich musste mich zu ihnen setzen und erzählen, woher und wohin. Ich solle doch essen, da sei doch so viel von allem. Ich ließ die so freundlichen Jungs nicht lange bitten, langte zu und erzählte, vom Norden, vom Leben da und so. Ich erfuhr, dass sie sich alle nach Ableistung des Wehrdienstes anwerben hatten lassen, in Baschkirien im Ural eine Stadt für die Erschließer neuer großer Erdölfelder aufzubauen. Zunächst würden sie in Wohnheimen leben, später sollte es auch Wohnungen geben. Sie würden gutes Geld verdienen, und überhaupt sei alles wunderbar. Ich soll doch mitkommen, auch für mich findet sich da Arbeit. Und was will ich in der Stadt? Ist doch so langweilig da, und überhaupt...


DIE VOLKSGRUPPE Ich dankte den neuen Freunden, verwies auf eigene Pläne. Noch am selben Tag verließen sie mit viel Hallo den Zug und liefen zu den auf sie wartenden Bussen. Etwas traurig, doch nicht mehr vergrämt, blieb ich in dem nun verwaisten Abteil zurück. Wieder einmal dämmerte es draußen, als der Zug in den recht bescheidenen und unbeleuchteten Bahnhof von Ufa einfuhr. *** Meine letzte Begegnung mit Moskau, noch als russischer Staatsbürger, fand im Juli 1991 statt. Wir kamen per Zug mit zwei Begleitern und den Habseligkeiten, die wir mitnehmen konnten, für ein paar Tage in die Hauptstadt, um von da als Aussiedler weiter nach Deutschland zu reisen. Die Papiere waren in Ordnung, Flugtickets hatten wir schon, und für Unterkunft war auch schon gesorgt - das von deutscher Seite angemietete Hotel „Olympia Reisen", für so viele russlanddeutsche Aussiedler jener Zeit eine bekannte Adresse. Es war kein richtiges Hotel, eher eine Bleibe für Wanderer. Uns störte das aber nicht, denn wir brauchten nach all dem Stress im Zusammenhang mit der Aussiedlung nur eine Verschnaufpause, und die bekamen wir da. Eine einheimische Angestellte des Hauses fragte mich bei der Erledigung letzter Formalitäten spitz wie sie glaubte -, ob ich jetzt, da wir nach Deutschland gingen, mit „Herr" anzusprechen sei. Die gute Frau, wie übrigens auch ich selbst, ahnte noch nicht, dass die Tage der Anrede „Towarischtsch" ("Genosse") gezählt waren. In der knappen Zeit wollten wir noch kurz Freunde in Moskau besuchen und den Kindern einige Sehenswürdigkeiten im Zentrum der Stadt zeigen. Dann würden die paar Tage verstrichen sein, und man konnte endgültig Abschied nehmen von dem Land, in dem wir geboren wurden und wo wir den größten Teil unseres Lebens verbracht hatten. Und weil zum Abschied auch ein Friedhofsbesuch gehört, gingen wir an einem Nachmittag zum alten deutschen Friedhof in der Baumann-Straße, benannt nach einem Revolutionär, wie so viele Straßen in Moskau. Früher hieß sie natürlich anders

und lag auf dem Territorium des bekannten „Deutschen Vorortes" ("Nemezkaja sloboda"). Bei der Besichtigung der Grabmale und beim Lesen der teils schon stark verwitterten Inschriften vergingen die Stunden wie im Fluge. War es richtig, hier, in fremder Erde, zu bleiben? Und was ist mit uns selbst? Sind wir denn immer frei in unseren Entscheidungen? Nur gut, dass die Kinder von solchen Gedanken frei waren, hoffentlich... Es schien, als ob wir fürs Erste von Sorgen nun frei wären, doch war dem nicht so. Ich selbst nämlich hatte noch eine, und zwar wieder mal eine finanzieller Natur, diesmal jedoch mit umgekehrtem Vorzeichen: Ich wusste nicht, wohin mit unserem Geld. Es war so viel davon da, wie wir niemals in unserem früheren Leben gehabt hatten. Da waren die Ersparnisse der letzten Jahre, als ich bei einer der ersten Genossenschaftsbanken des Landes gut verdiente, dann die Erlöse für unsere Eigentumswohnung mit der Ausstattung und die Datscha. Einen Teil davon bekamen die in Baschkirien verbliebenen Verwandten, ein Teil ging - für jeden Fall - aufs Sparbuch, doch ein noch beträchtlicher Betrag kam mit nach Moskau. Ich wusste, dass wir unsere Rubel auch da nicht umtauschen konnten, doch hatte mir jemand, der es wissen wollte, gesagt, wenn man Geld der Kirche in Moskau spende und das schriftlich bescheinigt würde, dann könne man in Deutschland einen Teil davon erstattet bekommen. Der Mann gab mir auch die Anschrift: Danilowski Wall 22, Abt. für internationale Beziehungen beim Patriarchat der Russischen Orthodoxen Kirche. Das Amt befinde sich im Danilowski Kloster, da sollte ich bei Vater Johannes (russisch: Ioan) vorsprechen. Auf diese Weise könnte ich also mein Problem, zusammen mit dem leidigen Geld, loswerden. Und so stieg ich gleich am nächsten oder übernächsten Tag nach unserer Ankunft in ein Taxi und bat, mich zum Danilowski Kloster zu fahren. Auf dem Weg dahin fragte mich die Taxifahrerin, eine schon nicht mehr junge Frau mit breitem bäuerlichem Gesicht, was mich denn zum Kloster führe. Ich glaubte, nichts verbergen zu müssen, und sprach kurz von meiner Angelegenheit. Mehr wollte sie auch nicht wissen und konzentrierte sich nun ganz

Alte Bibel gesucht!

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ie SinN-Stiftung des Evang.-Luth. Dekanats Nürnberg ist auf der Suche nach einer alten Bibel für die Ausstellung „Einmal Russland, bitte!“. Bitte wenden Sie sich, wenn Sie im Besitz von sehr alten Bibeln sind, an Dr. Sabine Arnold (SinN-Stiftung) Projekt "Heimat für Russland-Deutsche" Georgstraße 10, 90439 Nürnberg, Tel.: 0911-23991930 E-Mail: sinn-stiftung@st-leonhard-schweinau.de; arnold@evangelische-sinnstiftung.de

auf den Verkehr. Als wir ankamen und ich zahlen wollte, sagte sie, sie nehme von mir für die Fahrt kein Geld, wo ich doch im Begriff sei, eine gottgefällige Sache zu tun. Auch werde sie auf mich an derselben Stelle warten, wo wir jetzt stehen, und mich zurückbringen. Etwas verblüfft, dankte ich ihr, nahm meine Tasche und ging durchs Tor zum Eingang. Dort fragte ich, ob es möglich wäre, Vater Johannes zu sprechen. Ja, das könne ich, müsse nur die Treppe hoch und in Raum soundso gehen. Zwischendurch werde man mein Kommen da melden. Ich brauchte nicht einmal anzuklopfen, die Tür zum Zimmer stand schon offen. Es kam mir entgegen ein Geistlicher im Gewand, groß und hager, mit üppigem Vollbart und gütig blickenden Augen. Er reichte mir zum Gruß die Hand und bat mich zu seinem Schreibtisch. Nachdem wir uns gesetzt und er mich mit ermunterndem Lächeln angesehen hatte, begann ich ohne Hemmungen über mein Anliegen zu sprechen. Er hörte aufmerksam zu, schwieg eine Weile, nachdem ich geendet hatte, und sagte dann ganz einfach, das Geld könne und dürfe er nicht annehmen, doch sein evangelisch-lutherischer Amtsbruder in Leningrad wäre in diesem Fall wohl die richtige Adresse. Anschrift und Telefonnummer könnte er mir geben. Ich dankte Vater Johannes für seine Hilfsbereitschaft, verwies jedoch darauf, dass ich in der verbliebenen Zeit nichts mehr würde unternehmen können. Der Geistliche begleitete mich bis zur Tür, umarmte mich zum Abschied und segnete mich mit dem Kreuzzeichen. Davon in meinem Inneren aufgewühlt, verließ ich das Gebäude und ging zum Taxi. Die Frau am Steuer erkannte wohl meinen Gemütszustand und bedrängte mich nicht mit Fragen. Bei „Olympia Reisen" angekommen, bat ich sie, nun doch Geld für ihre Arbeit zu nehmen, doch entschieden blieb sie bei ihrem Nein. Einen Teil des Geldes habe ich dann den uns begleitenden Verwandten geschenkt, für den größeren Betrag habe ich - für jeden Fall - im Flughafen Scheremetjewo von Moskau vor dem Abflug ein Konto einrichten lassen, doch mit dem Absturz des Rubels in den 90er Jahren war das Geld weg. In der Zeit danach, in Deutschland bereits Fuß gefasst, habe ich selten an dieses Geld gedacht, geschweige denn deswegen mit mir gehadert. Geblieben sind jedoch in guter Erinnerung der Geistliche aus dem Kloster Danilowski und jene Frau aus dem Moskauer Taxi. Wie es ihnen wohl ergangen ist nach dem Zerfall des Sowjetimperiums? Ob sie noch leben? Delmenhorst, im November 2012 41

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DIE VOLKSGRUPPE Johann Fischer

Leute wie er gehören ins Gefängnis... Erinnerungen an das Jahr 1953

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or 60 Jahren, am 5. März 1953, starb Josef Stalin. Ich besuchte zu der Zeit die Staatliche Landwirtschaftliche Berufsschule in Tscherepanowo bei Nowosibirsk und kann mich noch gut erinnern, wie der Lehrer zu Beginn der zweiten Stunde hereinkam und die Kursanten sich wie üblich erhoben und auf das Zeichen warteten, sich wieder zu setzen. Dieses Mal war das jedoch nicht der Fall, sondern der Lehrer blieb stehen und verkündete unter Tränen, dass "unser Führer und Lehrer Stalin" verstorben sei. Bei vielen Schülern bildeten sich ebenfalls Tränen in den Augen, und sie schluchzten mit dem Lehrer mit. Nur ich dachte: "Gott sei Dank, dass er tot ist." Denn unsere Familie hatte sehr unter seinem Regime gelitten. Meine Eltern hatten 1925 geheiratet und sich 1926 in Neu-Berlin im Gebiet Odessa von einem Auswanderer ein Haus gekauft. Dazu gehörten zehn Hektar Land und ein halber Hektar zum Weinanbau. Sie bewirtschaften das Land und traten 1932 der Kolchose bei. Im Mai 1933 wurden meine Eltern enteignet. Mein Vater wurde von der Miliz verhaftet und mitgenommen, die Möbel, der gesamte Hausrat und das Vieh wurden weggebracht. Meiner Mutter teilte man mit, dass sie innerhalb von 24 Stunden das Haus verlassen müsse, was sie auch tat. Beim Verlassen des Hauses wurde sie von einem gefragt, was sie denn gerade koche. Als sie antwortete, Milch für die Kinder, meinte ein anderer, sie solle die Milch ins Feuer schütten, denn Kinder von Kulaken bräuchten keine Milch, die könnten krepieren. Am nächsten Morgen wollte unsere Mutter dann gemeinsam mit uns zu Fuß zu ihrer Schwägerin gehen, die im 30 Kilometer entfernten Freidorf wohnte. Zum Glück wollte ein alter ukrainischer Mann mit dem Ochsenkarren ebenfalls nach Freidorf und nahm uns mit. Aus dem Dorf hätte ihr keiner helfen dürfen, sonst wäre er selbst verjagt worden. Meinem Vater war es gelungen, aus dem Gefängnis zu entkommen, und er hatte sich in den Kaukasus begeben, wo eine Tante meiner Mutter wohnte. Meine Mutter fuhr ebenfalls dorthin, und als die Familie wieder zusammen war, fand mein Vater Arbeit bei der Eisenbahn, die er bis zu seiner Verhaftung im Februar 1938 ausübte.

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Johann Fischer, langjähriger ehrenamtlicher Mitarbeiter der Landsmannschaft in Wolfsburg und Niedersachsen und Träger der goldenen Ehrennadel des Vereins.

Meine Mutter blieb mit zwei Kindern allein zurück; zwei meiner Geschwister waren inzwischen gestorben. Im August 1938 brachte meine Mutter Zwillinge zur Welt; hätte sie von ihrer Tante keine Unterstützung bekommen, wäre sie gewiss mit uns Kindern verhungert. Währenddessen bemühten sich ihre Eltern in Neu-Berlin sehr, sie wieder zu sich nach Hause zu holen. Der Leiter der Kolchose gab die Erlaubnis, ihr Haus würde sie aber nicht zurückbekommen. Erst im August 1941 konnten wir wieder in unser Haus einziehen. Im März 1944 wurden wir wie alle Deutschen aus der Ukraine nach Polen um-

gesiedelt. Im Januar 1945 flüchteten wir nach Deutschland, doch nach Kriegsende, im Januar 1946, brachte man uns mit der Bahn nach Nowosibirsk, wo wir Kolchosen und Sowchosen zugeteilt wurden. Unsere Familie kam zur Sowchose Kargat, in der ich mit 14 Jahren verschiedene Arbeiten verrichten musste. Begleitet vom Kommandanten, wurde ich im Dezember 1952 in die landwirtschaftliche Schule gebracht, in der ich fast das gleiche Schicksal wie mein Vater erlitt. Der Lehrer, der den Tod Stalins verkündet hatte, erklärte uns, dass der Unterricht heute ausfallen würde, dafür würde nach dem Mittagessen ein Meeting im Stadion der Sowchose stattfinden. Mein Klassen- und Zimmerkamerad Wasja Merkurow und ich nahmen unsere Taschen und begaben uns nach Hause. Ich ging auf unser Zimmer, das mit fünf Betten und einem Tisch ausgerüstet war. Ich warf meine Tasche auf mein Bett, und weil wir damals abends auf dem Korridor einen Zigeunertanz übten, schlug ich mit den Beinen den Takt und dachte nicht mehr an den Tod Stalins.

Oktober 2008: Johann Fischer mit seiner Schwester Ira Lehmann (Mitte) und seiner Cousine Erna Krönig vor der Kirche im ehemaligen Neuburg (jetzt Nowogradowka) bei Odessa, in der sein Großvater getauft und getraut wurde. Nach seiner Heirat kaufte dieser Land in NeuBerlin, das er bis zu seiner Enteignung bewirtschaftete. Neu-Berlin musste er nach seiner Enteignung verlassen. Johann Fischers Vater wurde nach seiner Verhaftung nach Magadan verbracht, wo er 1944 verstorben sein soll.


DIE VOLKSGRUPPE Auf einmal ging die Tür auf, und weil ich mit dem Rücken zur Tür stand, dachte ich, es sei mein Kamerad Wasja. Doch ich hatte mich gewaltig geirrt - es war die stellvertretende Schuldirektorin Sofia Borisowna, die uns darauf aufmerksam machen wollte, dass alle zum Trauermeeting gehen müssten. Als sie nun sah, wie ich mit den Beinen den Takt schlug, fiel sie beinahe in Ohnmacht und sagte nur: "Aha, Fischer, du freust dich also, dass Stalin gestorben ist!" Dann schlug sie die Tür zu und ging. Als ich das Wasja, der wenig später kam, erzählte, meinte er gleich, ich würde Ärger bekommen. In den nächsten Tagen bis zur Beerdigung Stalins am 9. März war alles ruhig, doch am 10. März klopfte es nach der Pause an der Tür, und die Schulbedienstete teilte mir mit, dass ich ins Lehrerzimmer kommen solle. Dort saßen der Schuldirektor, seine Stellvertreterin und der Kommandant. Sofia Borisowna legte sofort los: Sie habe mich erwischt, wie ich voller Freude über den Tod Stalins den Takt mit den Beinen geschlagen habe, Leute wie mich müsste man einsperren, sie würden unserem Land nur schaden. Da half es nichts, dass ich den wahren Grund für mein Taktschlagen nannte. Ich weinte sogar und erklärte, dass das alles ein großes Missverständnis sei. Trotzdem beharrte die Stellvertreterin darauf, mich einsperren zu lassen. Als der Kom-

mandant aufstand und Anstalten machte, mich mitzunehmen, meinte der Direktor, er wolle erst das Kollektiv bzw. die Schüler befragen, was mit mir geschehen solle, und ging mit mir in die Klasse. Dort hielt der Direktor eine kleine Rede, erklärte den Sachverhalt und erteilte seiner Stellvertreterin das Wort. Nachdem diese ihre Anklage vorgetragen hatte, fragte der Direktor nach weiteren Wortmeldungen. Zuerst meldete sich unser Gruppenältester, der ebenfalls meinte, dass man Leute wie mich wegsperren sollte. Rückendeckung bekam ich von einem Kameraden, einem Komsomolzen, der mich als guten Schüler bezeichnete, der in den Pausen schwachen Mitschülern Nachhilfeunterricht geben würde. Einer wie ich gehöre niemals in Gefängnis. Nun bat der Direktor alle Schüler, die für meinen Verbleib an der Schule seien, um Handzeichen. Und obwohl ich Deutscher war, hoben alle außer dem Gruppenältesten für mich die Hand. Als der Direktor daraufhin meinte: "Der Fischer bleibt!", klatschten meine Klassenkameraden Beifall, und ich weinte vor Freude. Die Stellvertreterin weinte ebenfalls, allerdings vor Wut... *** 14 Jahre nach diesem Vorfall, am 15. März 1967, hatte ich das Glück, mit meiner Familie nach Deutschland ausreisen zu dürfen. Auch der Kommandant verabschiedete sich damals von mir und gab mir die Hand.

Eindrücke aus meinem Leben Viktor Greb zu seinem 90. Geburtstag am 23. März 2013

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as Dorf Blumenfeld lag im Zentrum der Wolga-Republik (Gebiet Saratow). Hier wurde ich am 16. März 1923 als Sohn einer russlanddeutschen Familie geboren. Meine Eltern waren Bauern, wie ihre Vorfahren. Mein Vater starb im Alter von 56 Jahren an Hunger, meine Mutter starb bereits 1926 im Alter von 39 Jahren. So mussten mein 14-jähriger Bruder und ich mit zehn Jahren, der Kleinste in unserer zehnköpfigen Familie, ohne Eltern aufwachsen. Unsere älteste Schwester Anna, die damals in Tula wohnte, nahm zuerst meinen Bruder Alexander auf; ich musste bei der anderen Schwester Natalie bleiben. Das war im Herbst 1937. Die Trennung war sehr schmerzlich für meinen Bruder und mich. Nach kurzer Zeit kam aber auch ich nach Tula. Dieser Umzug tat mir aus gesundheitlichen Gründen gut, weil die Lebensverhältnisse in der Stadt besser waren

als auf den Dörfern, wo es viel Hunger gab. Die nächsten drei Jahre waren die glücklichsten meiner Kindheit. Im Juni 1941 veränderte sich mit dem Beginn des deutsch-sowjetischen Krieges alles. Zusammen mit vielen Jungen und Mädchen wurden wir zum Bau von Befestigungen eingeteilt. Ich arbeitete dort bis zum 17. September 1941. Mein Bruder Alexander fiel bereits im Sommer 1941 im Krieg. Am 3. Oktober wurden meine Schwester, ihr Sohn Johannes und ich nach Kasachstan verschleppt, zuerst nach Akmola (heute Astana) und gleich danach weiter in eine Kolchose namens Stalin. Hier arbeitete ich bis März 1942. Wir lebten in kasachischen Familien, die uns Deutschen freundschaftlich gesinnt waren. Anschließend wurde ich zusammen mit anderen Deutschen in die so genannte Trudarmee mobilisiert. Ich kam in das Aman-Karagei-Lager, in dem wir Eisenbahnstrecken bauten. Im Herbst 1942

wurde ich einer anderen Gruppe zugeteilt, die im Gebiet Tula in einer Kohlengrube eingesetzt wurde. 1947 wurde ich beim Einsturz eines Schachtes verletzt und aufgrund Invalidität 2. Grades von der Arbeit in der Grube freigestellt. Der Krieg war vorbei, ich hatte überlebt; endlich sah ich die Sonne wieder, die ich bei der Arbeit unter Tage so vermisst hatte. Ich beantragte bei den Behörden der Stadt Tula die Genehmigung, in der Stadt wohnen zu dürfen. Nach kurzer Zeit bekam ich die Erlaubnis, und mit der ersten Möglichkeit fuhr ich zurück nach Kasachstan, um meine Schwester Anna und meine Verlobte Elisabeth zu mir zu holen. Im September 1947 heirateten Elisabeth und ich. Ein Jahr wohnten und arbeiteten wir in Tula, in der festen Überzeugung, die schwerste Zeit hinter uns zu haben. Als Deutsche hatten wir den Krieg verloren; dies wurde als Rechtfertigung angesehen, uns noch härter zu bestrafen als zuvor, obwohl der Krieg schon seit drei Jahren beendet war. Wieder wurden wir von Tula nach Akmola verschleppt. Dieses Mal wurden alle Deutschen in Güterwaggons gepfercht und die Türen wurden verriegelt. Die Fahrt dauerte 19 Tage, vom 10. Februar bis 1. März 1949. Viele ältere Menschen und Kinder wurden während der Fahrt krank, auch mein Sohn, der gerade sechs Monate alt war. Nach vier Tagen und Nächten wurden wir endlich zu einer Krankenschwester in den Medpunkt eines Bahnhofes geführt, um das Kind behandeln zu lassen. Wir können nur schätzen, dass wir uns ca. 600 km östlich von Tula, in der Stadt Benssa, befanden. Doch die Behandlung kam zu spät - das Kind starb in den Armen meiner Frau. Ich wurde kurz zu meinem Sohn geführt, um Abschied zu nehmen. Ein paar Minuten später waren wir wieder im Waggon und wurden weitertransportiert, ohne zu wissen, wo unser Sohn begraben wurde. Nachdem wir in Akmola angekommen waren, erklärte man uns, dass wir die Stadt nicht verlassen dürften und uns jede Woche melden müssten. Weil meine Frau Elisabeth krank war, durften wir in Akmola bleiben, was nicht selbstverständlich war. Ich arbeitete in zwei Schichten. Hunger war in jeder deutschen Familie, aber wir konnten wieder überleben. Anfang der 1960er Jahre kam eine bessere Zeit, in der ich als Schlosser in der städtischen Gasversorgungsanstalt arbeitete, bis zu meiner Rente. Meine Frau starb im Jahr 1991, kurz vor der Ausreise nach Deutschland; sie wäre gerne hierher gekommen. Seit November 1993 lebe ich in Hildesheim, wo auch ein Teil meiner Familie wohnt. Viktor Greb (Tel.: 05121-514666) 43

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ZUM GEDENKEN Am Ende eines mühsam gewordenen Weges steht keine Mauer, sondern ein Tor ins Licht.

MARIA GRAUBERGER geb. Zacher geb. am 24.3.1921 in Rosenfeld/ Gebiet Krasnodar gest. am 7.2.2013 in Gießen/Hessen

Ganz still und ohne Wort gingst du von deinen Lieben fort. Dein Platz ist leer, groß ist der Schmerz und voller Trauer unser Herz.

ELISABETH TERMER geb. Kail geb. 29.12.1927 in Rastatt gest. 15.1.2013 in Reinsdorf

Unser Mutter ist von uns gegangen auf eine Reise ohne Wiederkehr. Ein tiefer Schmerz hält uns umfangen, und wir vermissen sie so sehr.

Wo du jetzt bist, da gibt es keine Schmerzen. Dort ist Friede, dort ist Licht. Du bleibst bei uns in unserem Herzen, vergessen werden wir dich nicht.

In Liebe und Trauer: dein Mann, Kinder, Enkel und Urenkel.

In Liebe und stillem Gedenken: deine Kinder, Enkel und Urenkel.

ROSALINDA HOLZER geb. Pfeifer geb. 20.7.1933 in Baden/Odessa gest. 6.12.2012 in Lübz Es war so schwer, vor dir zu stehen, dein Leiden hilflos anzusehen. Der harte Kampf ist jetzt vorbei, von allen Schmerzen bist du frei. Nun schlaf in Frieden, ruhe sanft und hab für alles lieben Dank.

In stiller Trauer nehmen wir Abschied von unserer geliebten Mutter und Großmutter, Schwester und Tante. Wir werden dich für immer in lieber Erinnerung behalten. Wir danken allen Verwandten, Freunden und Bekannten für die herzliche Anteilnahme in den schwersten Stunden. Familien Antufjew, Holzer und Pfeifer. Weinet nicht an meinem Grabe, bin befreit von meiner Qual. Lasst mich doch in stillen Stunden bei euch sein so manches Mal. Was ich getan in meinem Leben, ja, ich tat es nur für euch. Was ich konnt', hab' ich gegeben, als Dank bleibt einig unter euch.

JOHANN GRAF geb. 27.9.1929 in Schulzew/Gebiet Rostow gest. 8.2.2013 in Aßlar/Hessen In Liebe nahmen wir Abschied von meinem treuen Mann, unserem guten Vater, Opa und Uropa: Klara Felde, Gerta Eirich, geb. Graf, mit Familie, Friedrich Graf mit Familie, Alexander Graf mit Familie und Angehörige. 44

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Zum Gedenken im Gebet an KATHARINA DEXHEIMER geb. Hermann geb. 11.11.1926 gest. 7.12.2012 In deine Hände leg ich voll Vertrauen meinen Geist; du hast mich erlöst,

Herr, du treuer Gott. Eine Stimme, die uns vertraut war, schweigt. Ein Mensch, der immer für uns da war, lebt nicht mehr. Was uns bleibt, sind Liebe, Dank und Erinnerung an viele schöne Jahre. Du warst so gut im Leben, du dachtest nie an dich, nur für die Deinen streben, hieltst du für deine Pflicht.

GEORG GRESS geb. 7.6.1932 in Malach/Odessa gest. 1.2.2013 in Rodenberg Der harte Kampf ist jetzt vorbei, von allen Schmerzen bist du frei. Ganz still und ohne ein Wort gingst du von uns fort. Nun hast du Ruh', uns bleibt der Schmerz. Schlaf wohl, du liebes Herz. Nun schlaf in Frieden, ruhe sanft und hab für alles vielen Dank.

In Liebe, Dankbarkeit und tiefer Trauer: deine Frau, deine Kinder mit Familien. Nachträglich bedanken wir uns bei allen Verwandten, Freunden und Bekannten für die herzliche Anteilnahme.

Pforzheim Mit großer Trauer haben wir vom Tod unseres langjährigen Mitgliedes IDA BATURIN geb. Langhof am 1. Februar 2013 erfahren. Ida Baturin wurde am 21. April 1929 in Darminka, Gebiet Shitomir, Ukraine, geboren und verbrachte dort ihre Kindheit. Zusammen mit ihrer Familie kam sie 1944 in den Warthegau, wo sie eingebürgert wurde. Das Schicksal wollte es so, dass Ida Baturin 1945 von ihrer Familie getrennt und nach Kriegsende von den Sowjets nach Makejewka, Gebiet Donezk, Ukraine, verschleppt und in der Kohlengrube als Arbeiterin eingesetzt wurde. 1974 fuhr Ida Baturin nach Kanada, um ihre Mutter und ihre Geschwister zu besuchen, die aus Deutschland dorthin ausgewandert waren und eine neue Heimat gefunden hatten. Sie kehrte anschließend nicht mehr in die Sowjetunion zurück. Wenig später, 1975, kam Ida Baturin nach Pforzheim und blieb dort. 1980 trat sie der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland bei und blieb ihr bis zum Schluss treu. Nach der Gründung des Chores "Gute Laune" im Jahr 1999 wurde sie dessen aktives Mitglied bis zu ihrem Ableben. Ida Baturins letzter Wunsch war, in Kanada neben ihrer Mutter beerdigt zu werden. Dieser Wunsch ging am 14. Februar 2013 in Erfüllung. Wir werden sie nicht vergessen und ihr ein ehrendes Andenken bewahren. Edmund Siegle, für den Vorstand der Orts- und Kreisgruppe Pforzheim. JOHANN MALSAM geb. 14.5.1937 in Klein-Liebental gest. 17.1.2013 in Weingarten Ganz still und ohne ein Wort gingst du aus diesem Leben fort.

Wo du jetzt bist, da gibt es keine Schmerzen. Da ist Friede, da ist Licht. Du bleibst bei uns in unseren Herzen, vergessen werden wir dich nicht.

In Liebe und Dankbarkeit: deine Frau und Kinder mit Familien.


ZUM GEDENKEN Wenn die Kraft versiegt, die Sonne nicht mehr wärmt, der Schmerz das Lächeln einholt, dann ist der ewige Friede eine Erlösung.

KATHARINA AXTMANN geb. Heisler geb. 15.1.1926 in Baden/Odessa gest. 6.12.2012 in Siegen In unseren Herzen lebst du weiter! In Liebe und Dankbarkeit nehmen wir Abschied von unserer lieben Mutter, Oma und Uroma. In tiefer Trauer: deine Kinder Rosa, Magdalena, Katharina und Anton mit Familien, Enkel und Urenkel. Herzlichen Dank allen Verwandten und Bekannten für die liebevolle Anteilnahme bei der Beerdigung. Zum 20-Jahres-Gedächtnis an MARKUS SCHMALZ geb. 27.3.1937 in Gorlowka/Ukraine gest. 15.3.1993 in Augsburg Seit 20 Jahren bist du schon von uns fort, aber du bist und bleibst in unseren Herzen. Wir werden niemals dich vergessen, du hast ein gutes Herz besessen. Wir vermissen dich und trauern sehr.

In Liebe und Dankbarkeit: deine Ehefrau Thekla, Töchter Ludmilla und Nelli mit Kindern, Verwandte und Freunde. In Liebe und Dankbarkeit nahmen wir Abschied von unserer lieben Mutter, Oma und Uroma MATHILDA DALLINGER geb. Schöll geb. 30.4.1919 in Glückstal/ Moldawien gest. 7.12.2012 in Lorsch/Hessen Wo du jetzt bist, da gibt es keine Schmerzen. Dort ist Friede, dort ist Licht. Du bleibst bei uns in unseren Herzen, vergessen werden wir dich nicht.

In Liebe und tiefer Trauer: deine Tochter Anna, Schwiegersohn Anton Berger sowie Enkel Arthur, Viktor und Monika mit Familien.

LEO BERGER geb. 5.2.1942 in Ulybino/ Nowosibirsk gest. 22.1.2013 in Hamburg Wo du jetzt bist, da gibt es keine Schmerzen. Dort ist Freude, dort ist Licht. Du bleibst bei uns in unseren Herzen, vergessen werden wir dich nicht.

In tiefer Trauer: deine Kinder Olga und Sergej, Enkel Katja, Filipp und Leo, Schwester Isolde mit der ganzen Familie Schmidt. Nicht klagen, dass du gegangen. Danken, dass du gewesen.

Nach kurzer schwerer Krankheit verstarb plötzlich ARNOLD ALTMANN geb. 14.4.1941 gest. 26.12.2012 in Augsburg In liebevoller Erinnerung: deine Frau Ida, deine Töchter Olga und Lilli mit Familien. Wir danken allen Verwandten und Bekannten für die herzliche Anteilnahme. Unsere liebe Schwester, Mutter und Tante SELMA WARKENTIN, geb. Adler geb. 14.10.1911 in Baden/Odessa gest. 5.10.2012 in Goldscheuer/Offenburg war Lehrerin in Glückstal und in Sibirien. Auch unsere liebe Schwester, Mutter und Tante MARIA WALD, geb. Adler geb. 7.2.1919 in Baden/Odessa gest. 15.11.2012 in Kitzingen war Lehrerin in Straßburg bei Odessa und bei Krasnojarsk/Sibirien. In Liebe und Dankbarkeit: Geschwister Katharina Bartle, Rosa Loescher, Ludwig Adler mit Söhnen Max und Ludwig, Lida Langholf mit Familie, Maria Anselm mit Familie, Anna Maisinger und Helene Wenz mit Rudolf und Sohn Alexander, Neffe Georg Herrle.

Sie leben in unseren Herzen

Z

u Ostern werden die Kirchen wie an anderen christlichen Feiertagen wieder voll sein. Die Pfarrer und Pastoren predigen meist vor voll besetzten Bänken. Und die Menschen besuchen die Ruhestätten ihrer Verstorbenen und beten. Wir Deutschen aus Tadschikistan gedenken unserer Toten, die in weiter Ferne ihre letzte Ruhe gefunden haben, und wünschen ihnen die ewige Ruhe in Gottes Hand. Der Friedhof der tadschikischen Hauptstadt Duschanbe liegt auf einer Anhöhe, seine Gräber blicken weit über die Stadt. Die Namen auf den Kreuzen und Grabsteinen erinnern daran, dass Deutsche hier gelebt haben und gestorben sind. Duschanbe kann für das Herz eine Wüste sein, doch wenn zu gewissen Zeiten ein frischer Wind über die Hügel weht, dann ist in ihm etwas von dem starken Lebenswillen, der noch heute von den Gebeinen der Toten ausgeht. Wer aber waren diese Menschen? Von welchen Ängsten und Hoffnungen wurden sie getrieben, von welcher Leidenschaft waren sie erfüllt, dass sie die Stadt in einer grausamen Epoche mit Fleiß und Ausdauer in einen blühenden Garten verwandelten? Was war es, das die rastlos von der Wiege bis zur Bahre vorantrieb? Die heiße Sonne schien noch einmal über dem Friedhof, bevor sie unterging. Vergebens und stumm warteten die schimmernden Gräber auf ihre Besucher. Sie sind weit über die ganze Welt verstreut, wie Sandkörner vom Wind verweht. Es war der Wille des Herrn, der keine Fehler macht. Nach den Unruhen vor 20 Jahren mussten die Andersgläubigen das moslemische Land verlassen. Und wenn sich dort keine pflegende Hand regt, so ist dieser Friedhof, wie so viele andere, dem Zerfall preisgegeben. Nur im Frühling, für kurze Zeit, bedeckt die Mutter Natur die Ruhestätte der Entschlafenen mit ihrem grünen Tuch und den schönsten Blüten. Irgendwie hatten wir dieses Land geliebt, mit seinen Eigenarten, mit fruchtbaren Tätern und majestätischen Bergen, die endlos über den dunklen Horizont ragen. Über allem lag eine melancholische Stille, eine fühlbare Schwermut, die mich erfasste, als wir diese Stadt und dieses Land verließen - für immer. Egon Klein, Kaiserslautern 45

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KULTUR

Oerlinghausen: Marina Zwetajewa im Mittelpunkt

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jährt sich zum 250. Male die Veröffentlichung des Einladungsmanifestes der Zarin Katharina II. vom 22. Juli 1763. Der Jahresempfang der Landesgruppe NRW der Landsmannschaft in Oerlinghausen vom 11. bis 13. Januar (VadW berichtete) war deswegen von einem Kulturprogramm umrahmt, das den Auftakt für die Veranstaltungsreihe anlässlich des Datums in NRW bildete.

"Doch meine Hauptseele ist eine deutsche.“ Den Gästen wurde die literarisch-musikalische Komposition „Am Kamin“ vorgestellt, gewidmet dem Leben und vor allem dem Werk einer der bedeutendsten Lyrikerinnen der russischen Moderne, Marina Zwetajewa (1892-1941), die mütterlicherseits deutsche Wurzeln hatte und ihr Leben lang ein besonderes Verhältnis zu Deutschland besaß. „In mir sind viele Seelen. Doch meine Hauptseele ist eine deutsche“, schrieb sie in einem ihrer Tagebücher. In der Sowjetunion wurde sie jahrzehntelang totgeschwiegen. Organisatoren und Mitwirkende des Literaturabends mit Gedichten, Liedern und musikalischen Beiträgen waren Lydia Bitsch, Kulturreferentin der Landesgruppe NRW, der Musiker Waldemar Danchenko (Akkordeon), die Dichterinnen Katharina Kucharenko und Agnes Gossen-Giesbrecht, die Lehrerin Irina Bestvater und die Sängerin Ella Spitanski. Marina Zwetajewa, als Tochter der Pianistin Maria Meyn mit deutschen Wurzeln und des späteren Begründers des heutigen Puschkin-Museums, Iwan Zwetajew, geboren, verbrachte eine intensive, behütete und romantische Kindheit. Als Teenager war sie mit ihrer Familie die meiste Zeit auf Reisen quer durch Europa, hauptsächlich in Italien, der Schweiz und Deutschland (schon mit zwölf konnte sie Deutschland mit eigenen Augen erblicken), auf der Suche nach einer Kur für die tuberkulosekranke Mutter. Marina Zwetajewa stand von Kindheit an der deutschen Kultur nahe, sie las in Deutsch und lernte 1904-1905 in einem Pensionat in Freiburg. Ihre Schwester Anastassija Zwetajewa erinnerte sich, dass Marina gerade in Freiburg „mit heißem Genuss deutsche Bücher verschlungen“ habe. Marina Zwetajewa kannte und liebte die deutsche Sprache, die deutsche romantische Dichtung und Musik. „Meine Leidenschaft, meine Heimat, die Wiege meiner Seele! Die Burg des Geistes, die 46

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Marina Zwetajewa

man als Gefängnis für die Körper betrachtet!“ So erinnerte sie sich an die Stadt Loschwitz bei Dresden, in der sie lebte, als sie 16 Jahre alt war. Der Aufenthalt in Deutschland spiegelte sich in Marina Zwetajewas frühen, aber auch späteren Gedichten wider, die in ihre Gedichtsammlungen einflossen. Sie erwähnte mehrmals, dass die deutsche Sprache, nach der russischen Sprache, nicht aufgehört habe, ihre liebste Sprache zu sein, dass sie stets deutsche Autoren, in erster Linie Goethe, gelesen habe. "In Deutschland war ich im normalen Milieu, eine weiße Krähe unter weißen. In Deutschland war ich wie jeder andere“, schrieb Marina Zwetajewa. Zwar ist diese Äußerung eine Übertreibung, aber offenbar wurden diese Worte aus dem wunderbaren Gefühl ihrer Verwandtschaft, ihrer untrennbaren Verbindung mit dem Land geboren, das ihr seinerzeit glückliche, gute Zeiten schenkte, die sich im Weiteren in ihrem Leben leider nicht wiederholen sollten. Selbst in den Jahren des Ersten Weltkrieges sagte sie sich nicht von ihrer Liebe zu Deutschland los, obwohl eine derartige Liebe als Verrat betrachtet werden konnte. Die Dichtung Rainer Maria Rilkes (18751926) lernte sie erst im reifen Alter kennen. Die gegenseitige Sympathie beider Dichter offenbarte sich nicht nur im Briefwechsel, sondern auch in ihrem Schaffen. Die Freundschaft aus der Distanz zwischen Zwetajewa und Rilke, die in der Folgezeit für das Schaffen der russischen Dichterin so wichtig war, dauerte jedoch nur mehrere Monate. Rilkes Tod war für sie ein herber Schlag. „Rilke war mein letztes Deutschland, wie ich sein letztes Russland war... Meine geliebte Sprache, mein geliebtes Land (selbst während des Krieges!), wie für ihn Russland (die Wolga-Welt). Seit es ihn nicht mehr gibt, habe ich weder einen Freund noch Freude“, schrieb sie 1930 in einem Brief an eine nahe Freundin Rilkes.

Marina Zwetajewas Dichtung erwuchs aus ihrer komplizierten Persönlichkeit, ihrer vielseitigen Begabung und Exzentrik und einem dichterischen Umgang mit Sprache. Gott, Dasein, menschliche Seele, Vorbestimmung des Dichters, Schicksal Russlands, Liebe zu Deutschland, griechische Mythologie, geistige Freundschaft, weibliche Sexualität und das Spannungsfeld weiblicher Gefühle waren Themen ihres lyrischen Ausdrucks. Der II. Weltkrieg machte Europa genauso unsicher und feindselig wie Russland, und Marina Zwetajewa fühlte, dass sie keine Wahl hatte – 1939 kehrte auch sie mit ihrem Sohn in die Sowjetunion zurück. Unter Stalin war jeder, der im Ausland gelebt hatte, verdächtig, ebenso wie jeder Angehörige der vorrevolutionären Intellektuellen. Zwetajewas Schwester war bereits vor ihrer Rückkehr im Gefängnis, und obwohl Anastassja die Stalinzeit überlebte, sollten sich die Schwestern nie wieder sehen. Alle Türen hatten sich für Marina Zwetajewa geschlossen. Boris Pasternak verschaffte ihr einige Übersetzungsarbeiten, aber die anerkannten sowjetischen Schriftsteller weigerten sich, ihr zu helfen, und ignorierten ihre Misere. 1941 wurden Marina Zwetajewa und ihr Sohn nach Jelabuga (Tatarische Autonome Republik) verbracht; sie hatten keinerlei Mittel zum Unterhalt. Am 31. August 1941 nahm sich Marina Zwetajewa das Leben. Erst in den 1960er Jahren wurde sie mit ihrer Arbeit in der Sowjetunion rehabilitiert. In Russland wie in Deutschland gibt es viele, die die Dichtung der Zwetajewa lieben. Schon viele Jahre lang wird zu Ehren der Dichterin an ihrem Geburtstag, dem 8. Oktober, ein „Zwetajewa-Lagerfeuer“ im deutschen Ludwigsburg entfacht. Die Geschichte dieser „Zwetajewa-Lagerfeuer“ nahm 1986 ihren Anfang, als in Russland an der Oka, auf einer jener Wiesen, auf denen Marina Zwetajewa als Kind so gern geweilt hatte, das erste ihrem Schaffen gewidmete Dichterfest stattfand. Seinerzeit hatte sie an die Nachfahren appelliert: „Ich bin der Vogel Phönix, ich singe nur im Feuer! Unterstützt mein hohes Leben!“ Und so entfachte man an der Oka das „Zwetajewa-Lagerfeuer“, später dann auch an anderen Orten in Russland und Deutschland. In Ludwigsburg versammeln sich am Vorabend ihres Geburtstages die Verehrer ihres Schaffens, und sie rezitieren ihre Gedichte in Russisch und Deutsch. Lydia Bitsch / VadW (nach online-Berichten)


DIE LANDSMANNSCHAFT

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Der Internationale Frauentag ein Tag für die Gleichberechtigung der Frauen

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eit 1911 gibt es den Internationalen Frauentag am 8. März. "Brot und Rosen" – unter diesem Motto wird weltweit für die Gleichberechtigung der Frauen, wirtschaftliche Gerechtigkeit und Frieden demonstriert. Zum ersten Frauentag am 19. März 1911 kamen in Dänemark, Österreich, Schweden, der Schweiz, Deutschland und den USA Frauen zu Demonstrationen und Versammlungen zusammen. Im Mittelpunkt stand damals die Forderung nach dem Wahlrecht der Frauen. Seitdem orientierten sich die Forderungen in jedem Jahr an der aktuellen politischen Lage des einzelnen Landes. Allerdings ging es in der Regel um gleichen Lohn für gleiche Arbeit, Gleichberechtigung auf dem Arbeitsmarkt und verstärkten Kampf gegen Diskriminierung. In seinen Anfängen war der Internationale Frauentag mit der sozialistischen Arbeiterinnenbewegung verknüpft (Namen wie Rosa Luxemburg und Klara Zetkin stehen dafür), er löste sich jedoch über die Jahre von ideologischen Einflüssen und wurde zu einem Tag der Rechte der Frauen. 1921 beschloss die 2. Kommunistische Frauenkonferenz, den Internationalen Frauentag auf den 8. März zu legen, zur Erinnerung an den Beginn der großen Demonstration der Textilarbeiterinnen in St. Petersburg 1917. In der Bundesrepublik wurde der Frauentag 1979 durch Gewerkschafterinnen wieder belebt. Überall in Europa und den USA wurden Frauenmärsche mit der Übergabe von Forderungen nach Gleichberechtigung an die Regierungen oder den Generalsekretär der UNO organisiert. Noch bis Mitte der 90er Jahre stellten Frauenorganisationen am 8. März viele Aufsehen erregende Veranstaltungen auf die Beine. Doch inzwischen haben sich immer mehr Frauen aus dieser politischen Arbeit zurückgezogen. Keine Rede mehr davon, dass Frauen zu Tausenden auf die Straße gehen, um ihre Rechte und Forderungen zu proklamieren. Der Frauentag wird zwar in den Medien erwähnt und von einigen kleinen Initiativen gefeiert, führt aber in der breiten Öffentlichkeit ein sehr bescheidenes Dasein. Immerhin wurde beispielsweise 2002 in München unter dem Motto „Frauenrechte verändern die Welt – Frieden und Gerechtigkeit“ demonstriert. Obwohl auch heute in Deutschland und weltweit Frauen Opfer von Gewalt in unterschiedlichen Formen werden, werden die politischen Inhalte des Internationalen Frauentags von der Politik nicht wahrgenommen. In der Sowjetunion mutierte der Internationale Frauentag nach und nach zu einer Art sowjetischem Muttertag. Die politischen Inhalte wurden vom Regime bewusst nicht zugelassen - in einem totalitären System waren solche Freiheiten ohnehin undenkbar. Dafür wurde der 8. März zum arbeitsfreien staatlichen Feiertag erhoben. Nur wenigen wäre da eingefallen, noch mehr zu fordern... Öffentlich wurde das Fest als Internationaler Frauentag deklariert, an dem Frauen für ihre Rechte auf die Straße gingen - in anderen, kapitalistischen Ländern! In der Sowjetunion hätten sie das ja nicht nötig. Um das zu zeigen, wurden die Sowjet-

August von Goethe Literaturverlag, Wendelin Schlosser, "Das Leben hat einen tiefen Sinn", 2. Auflage, 138 Seiten, 12,80 Euro. Bestellungen im Internet und in jeder Buchhandlung. Wendelin Schlosser macht sich immer wieder Gedanken über Leben und Tod, über Gott und die Welt - und das ist wörtlich zu nehmen. Seine Gedichte handeln von christlichen Werten, Vertreibung und Natur; dabei setzt er sich kritisch mit dem Werteverlust in unserer modernen Zeit auseinander. Presse: Der Literaturkritiker Ronald Roggen schreibt: "Das Leben hat einen tiefen Sinn" ist eine Sammlung von Gedichten, die einen bewusst reflektierenden Menschen als Leser voraussetzen. Und das bedeutet u.a. Zugang zu Fragen der Gläubigkeit. Denn so endet auch das Titelgedicht: "Nur mit Gott hat das Leben einen Sinn!" Manches Stück ist wohl auch als Gebet gedacht. Keines der Gedichte wirkt verstiegen, alles bleibt offen einsehbar. frauen am 8. März auf allen Ebenen, in Betrieben, auf Schulversammlungen und in Fernsehsendungen, öffentlich gefeiert. Mit der eigentlichen Gleichberechtigung hatte das allerdings nichts zu tun. Privat wurde der Frauentag als schönes Frühlings-, Familienund Mutterfest gefeiert, ähnlich wie der deutsche Muttertag. Die Mütter und Großmütter standen am 8. März im Mittelpunkt der Familie und wurden von ihren Angehörigen besonders verwöhnt. Sie erhielten Blumen und Geschenke, und es wurde im Familienkreis gefeiert. Der Frau und Mutter wurde in vielen Familien zumindest einmal im Jahr mehr Hausarbeit abgenommen, und die Kinder waren besonders brav. Auch am Arbeitsplatz waren die männlichen Kollegen am Vorabend besonders freundlich bei der obligatorischen Feier mit Geschenken. Es gibt wohl kaum eine Deutsche aus der ehemaligen Sowjetunion, die nicht schöne Erinnerungen an den 8. März hätte. Viele haben nicht nur die Erinnerung mitgebracht, sondern auch die Tradition selbst. In einigen Ortsgruppen der Landsmannschaft, in anderen Aussiedlervereinen oder auch in manchen Familien wird die schöne Tradition als Frühlingsfest und Frauentag weiter gepflegt. In vielen Familien ist der 8. März jedoch trotz seiner internationalen Bedeutung in Vergessenheit geraten. Man wird daran höchstens dann erinnert, wenn ein Verwandter oder alter Kollege an diesem Tag plötzlich anruft und etwas Schönes wünscht – fast wie in alten Zeiten. Für einen Augenblick werden Erinnerungen wieder lebendig – und es tut der Seele gut. Nina Paulsen 47

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VOLK AUF DEM WEG erscheint monatlich, viermal im Jahr mit der Beilage "Heimat im Glauben". Der Bezugspreis ist im Mitgliedsbeitrag enthalten. Der Mitgliedsbeitrag von 30,- Euro ist laut Satzung am Jahresanfang für das laufende Kalenderjahr im Voraus zu entrichten. Verleger und Herausgeber: Landsmannschaft der Deutschen aus Russland e.V. Raitelsbergstr. 49, 70188 Stuttgart Telefon: (0711) 1 66 59-0, Telefax: (0711) 2 86 44 13 E-Mail: Lmdr-ev@t-online.de, Homepage: www.deutscheausrussland.de Stuttgarter Volksbank AG, Konto-Nr.: 214758001, BLZ 600 901 00 Herstellung: PD Druck Augsburg Redaktion: Hans Kampen, Nina Paulsen Alle Beiträge geben die Meinung der Autoren wieder, die sich nicht unbedingt mit den Auffassungen der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland und der Redaktion decken muss. Für unverlangt eingesandte Manuskripte oder Fotos kann keine Haft- oder Rücksendepflicht übernommen werden.

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Rosenkranz und Himmelsleiter Impulse zum Jahr des Glaubens

I

n der alten orthodoxen Kirche wird der Rosenkranz „Lestowki“1 genannt. Interessanterweise besteht dieser Rosenkranz nicht aus runden, sondern aus länglichen „Perlen“, die als Sprossen der Himmelsleiter gedeutet und bezeichnet werden. Wenn ich auf meine Kindheit in Russland zurückblicke und an das Rosenkranzgebet am Sonntag denke, weiß ich, dass auch für meine Eltern und die Katholiken in Russland insgesamt der Rosenkranz eine Gebetsform, ja ein „Instrument“ war, mit dessen Hilfe sie ihrem Glauben Ausdruck gaben bzw. ihn wach hielten. Es war sozusagen ihre Leiter zum Himmel. Wenn ein Angehöriger starb, bekam er seinen Rosenkranz um die Hände gewickelt. Der Rosenkranz als einfaches, überall zu praktizierendes und zugleich meditatives Gebet erfreut sich heute zunehmender Beliebtheit und zwar nicht nur bei älteren Christen. Ein Ingenieur kam vor einigen Jahren auf mich zu und fragte, ob ich etwas Zeit hätte. Er blickte um sich, ob auch niemand zuhörte, und erzählte dann, dass er mehrere Male unter der Woche ins Ausland müsse, wo er entweder Computerprogramme reparieren oder ein neues Produkt verkaufen müsse. Da er nie wisse, wie die Sache laufen werde, spüre er einen „höllischen“ Druck. Denn sollte er das Problem vor Ort nicht lösen bzw. das neue Produkt nicht verkaufen können, gehe der Firma womöglich ein Auftrag in Millionenhöhe verloren. Und er fuhr fort: „So sitze ich im Flieger, die rechte Hand in der Hosentasche und bete den Rosenkranz." Als er diesen Satz sagte, errötete sein Gesicht, und er kam sich „sehr einfach“ vor. Im Laufe der Jahre durfte ich erfahren, dass so mancher Bischof unterwegs zu seinem nächsten Termin mit Vorliebe den 48

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Rosenkranz betet. Auch sie wissen oft nicht, was auf sie zukommt. Ich bin davon überzeugt, dass wir uns von Schlagwörtern wie „das ist modern“ oder „das ist konservativ“ befreien müssen. Die Welt ändert sich so schnell, dass wir gar

Zum Jahr des Glaubens haben wir vor diesem Hintergrund ein Büchlein zum Thema „Rosenkranz“ herausgegeben. Den Hauptteil dieses Büchleins bildet die Ansprache von Joachim Kardinal Meisner, dem Erzbischof von Köln, zum Thema „Rosenkranzgebet“. Kardinal Meisner hielt diese Predigt im letzten Jahr bei unserer Wallfahrt in Kevelaer. Dieser Gottesdienst wird den 550 Deutschen aus Russland, die dabei waren, unvergessen bleiben, auch die Gespräche und die Begegnung im Anschluss. Wir hoffen, dass wir mit diesem Büchlein an dieses Ereignis anknüpfen können und dazu beitragen, dass die darin enthaltenen Impulse uns im Jahr des Glaubens weiterführen. Die Broschüre können Sie voraussichtlich ab April kostenfrei durch unsere Seelsorgstelle erhalten. Seelsorgstelle für katholische Deutsche aus den GUS-Staaten, Kaiser-Friedrich-Straße 9, 53113 Bonn, Tel.: 0228/103-446 E-Mail: kath-russlanddeutsche @dbk.de Ihr Msgr. Dr. Alexander Hoffmann, Visitator DaR

nicht mehr mitkommen und unsere Frage eher lauten muss, was bestärkt mich, hilft mir, im Gleichgewicht und ein hoffnungsvoller Mensch zu bleiben. Manche beten den Rosenkranz, andere Psalm 232 auf ihrem Smartphone. Beides ist wunderbar, wichtig ist, nicht allein zu „strampeln“, sondern Gott mitwirken zu lassen.

Anmerkungen: 1 Ле́стовка (уменьшительное от др.рус. лествица, то есть «лестница») — разновидность чёток у старообрядцев. В отличие от чёток, лестовка внешне напоминает гибкую лестницу и символизирует в старообрядческой традиции лестницу духовного восхождения с земли на Небо. Vgl. Wikipedia, Lestovka. 2 Psalm 23: "Der Herr ist mein Hirt, nichts wird mir fehlen…" Sehr schön ist auch der Psalm 27: „Der Herr ist mein Licht und mein Heil, vor wem sollte ich mich fürchten?"

Volk auf dem Weg März 2013  

VadW März 13

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