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BEILAGE

JSDR - NOVEMBER 2012

Jugend- und Studentenring der Deutschen aus Russland www.jsdr.de

JSDR-Forum 2012 Liebe JSDR-Mitglieder, liebe Freunde, wir präsentieren euch das Programm* des JSDR-Forums 2012:

mit anschließender Diskussion mit dem Regisseur und Filmbuchautor Stanislav Güntner und dem Hauptdarsteller Mark Filatov (angefragt)

Freitag, 23.11.12 ab 17 Uhr

Anreise der Teilnehmer des Forums

18:00 – 19:00

Abendessen

ab 19 Uhr

Bunter Abend: Kennenlernen. JSDR-Gruppen stellen sich vor

Samstag, 24.11.12

Treffen des Unternehmerverbandes der Deutschen aus Russland e.V.

19:00 – 20:00

Abendessen

ab 21 Uhr

JSDR-Disco

Sonntag, 25.11.12

09:00 – 09:30

Eröffnung des JSDR-Forums, Begrüßung, Vorstellung des Programms

09:30 – 10:30

Mitgliederversammlung

10:30 – 10:45

Aufteilung in Gruppen für die weitere Arbeit am Nachmittag

11:00 – 12:30

Diskussionscafé „Zukunft mit Namen. Namen mit Zukunft“ mit erfolgreichen jungen Russlanddeutschen (Stanislav Güntner, Filmemacher; Monika Gossmann, Schauspielerin; Dmitri Steiz, Journalist, Kulturwissenschaftler, Historiker, Moderator) und Gästen aus der Politik

12:30 – 13:00

Ehrung aktiver JSDR-Mitglieder

13:00 – 14:00

Mittagessen

14:00 – 16:30

Besichtigung der Ausstellung im Haus der Deutschen aus Russland (in Gruppen), Postkartenaktion vor dem JSDR-Baum Film „Nemez“

17:00 – 19:00

17:00 – 19:00

09:30 – 12:00

Zukunftswerkstatt, Auswertung des Forums

12:00 – 13:00

Mittagessen

ab 13 Uhr Abreise der Teilnehmer des Forums * Änderungen im Programm vorbehalten.

Ein weiteres Highlight des Programms: 23. – 25.11.12 „Erfolgsrezept Integration“, Multiplikatorenschulung für Migrantenselbstorganisationen und Jugendgruppen der Zuwanderer aus den Nachfolgestaaten der Sowjetunion Wir freuen uns auf euch!

JSDR - November 2012 - 1

JSDR-Bundesvorstand


JSDR - NOVEMBER 2012

Zusammen über die Grenzen hinaus: Forum des Jugendrings der Russlanddeutschen in Moskau

I

m Oktober dieses Jahres war es wieder soweit: Das Forum des Jugendrings der Russlanddeutschen (JDR) lud Vertreter russlanddeutschen Jugendgruppen aus Russland und Deutschland, unter anderem vom Jugend- und Studentenring der Deutschen aus Russland (JSDR), vom 11. bis 15. Oktober nach Moskau ein, um grenzüberschreitende Partnerschaften zu pflegen und neue Kontakte zu knüpfen.

Das Rahmenprogramm des Forums wurde wie jedes Jahr mit unterschiedlichen Schwerpunkten versehen. Alle Teilnehmer profitierten von der Mitwirkung in Arbeitsgruppen zu Themen wie ,,Kultur der Russlanddeutschen“, ,,Überregionale Partnerschaften“ und ,,Wie definiert man einen Russlanddeutschen?“. Innerhalb von nur fünf Tagen wurden Themen ausgearbeitet, die in der Regel Monate in Anspruch nehmen. Die Delegiertengruppe aus Deutschland umfasste den Jugend- und Studentenring der Deutschen aus Russland aus Nordrhein-Westfalen (Alexander Böttcher, Michael Schell), Berlin (Alexander Specht) und BadenWürttemberg (Igor Christ). Der JSDR bekam die Möglichkeit, mit den anderen Teilnehmern Erfahrungen auszutauschen und neue Methoden zur Formulierung von Projekten und der Öffentlichkeitsarbeit kennen zu lernen. Besonders hervorzuheben war das große Interesse, mit dem die JugendleiterInnen der russlanddeutschen Vereine dem JSDR begegneten. Die Teilnehmer aus der Russischen Föderation konnten aus erster Hand Informationen über die Integrationsarbeit mit Deutschen aus Russland in der Bundesrepublik Deutschland erhalten, der deutschen Sprache lauschen, neue Bekanntschaften schließen und gemeinsam Geschichten über die Vorfahren aus den Herkunftsgebieten der Russlanddeutschen erforschen. Ein weiterer Punkt, die Partnerschaft zwischen Jugendgruppen aus Deutschland und der Russischen Föderation, konnte mit neuen, viel versprechenden Projekten aufgefrischt werden. Die JSDR-Gruppe NordrheinWestfalen darf sich auf die gemeinsa-

Die Teilnehmer des Jugendforums in Moskau.

me Arbeit mit der Jugendgruppe aus Omsk freuen. Zu den Highlights des Forums zählten der Besuch der Deutschen Botschaft in Moskau und die Feier des 15-jährigen Bestehens des Jugendrings der Russlanddeutschen im Moskauer Tanzclub ,,Egipet“. Der Jugend- und Studentenring der Deutschen aus Russland bedankt sich bei den Organisatoren des JDRForums und freut sich auf ein weiteres erfolgreiches Jahr der partnerschaftlichen Zusammenarbeit! JSDR Baden-Württemberg

Rückmeldungen unserer Teilnehmer: Michael Schell, Münster: Ich fand das 12. Forum des JDR, mein 1. Forum, sehr aufregend. Nach dem Einblick in die Kultur Moskaus und Russlands fiel es mir als Spätaussiedler viel leichter, das zu verstehen, was ich in Deutschland kenne. Mich hat es sehr überrascht, dass fast alle Männer ohne Haargel unterwegs waren und die meisten Frauen HighJSDR - November 2012 - 2

heels anhatten. So etwas war mir aus meiner Heimat fremd. Mir hat es sehr gefallen, einmal echte Russen kennen zu lernen. Die Männer und Frauen waren sehr nett zu mir und aufgeschlossen. Was mir aber am besten gefallen hat, war die Begeisterung in den Augen meiner Kolleginnen und Kollegen zu sehen, als ich einen Kindertanz vorführte, und dass fast alle mitgemacht haben und sichtlich Spaß dabei hatten. Alexander Böttcher, Hückelhoven: Zuletzt war ich bei einem Forum des JDR vor zehn Jahren in Barnaul. In den zehn Jahren seither hat sich der JDR stark geändert – neue Gesichter, neue Themen, neue Perspektiven der Jugendarbeit in den deutschen BeDie Teilnahme der JSDR-Sprachassistenten am Forum des JDR wurde im Rahmen des Projektes GIZ-Consultingvertrag „Grenzüberschreitende Partnerprojekte mit russlanddeutschen Dachverbänden“ möglich und vom Bundesministerium des Innern (Deutschland) gefördert.


JSDR - NOVEMBER 2012 gegnungszentren in Russland. Ich war sehr davon beeindruckt, dass an dem Forum viele junge Leute teilgenommen haben, mit deutschen Namen und guten Kenntnissen der deutschen Sprache. Vieles ist aber wie damals geblieben: großes Interesse, Spaß und Energie seitens der Teilnehmer, manchmal aber auch die gleichen Probleme und

Fragen, die ich vor zehn Jahren hatte. Während der Diskussionen über neue und alte Themen haben auch wir an verschiedenen runden Tischen und Workshops während des Forums teilgenommen. Dabei lernten wir neue Methoden der Jugendarbeit und knüpften neue Kontakte für eine zukünftige Zusammenarbeit.

Für mich als Vertreter des JSDR NRW zählt unsere erfolgreiche Planung und Besprechung von Austauschprojekten mit unseren Partnern aus dem Gebiet Omsk, die im kommenden Jahr stattfinden werden, zu den wichtigsten Ergebnissen des Forums. Diese Projekte werden auf einer neuen Ebene und in einer neuen Form durchgeführt werden.

Zukunft mit Namen. Namen mit Zukunft Stanislav Güntner In dieser Ausgabe von „Volk auf dem Weg“ berichten wir über den jungen russlanddeutschen Regisseur und Filmbuchautor Stanislav Güntner (Bild). Stanislav hat in diesem Jahr die Arbeiten zu dem Film „Nemez“ abgeschlossen und wird am JSDR-Forum am 24. November in Stuttgart teilnehmen. Stanislav wurde am 13. April 1977 in Tscheljabinsk (Russland) geboren. Als Kind übersiedelte er mit seiner Familie als Spätaussiedler nach Deutschland. 1994 bis 1998 studierte er Musik am Heinrich-Schütz-Konservatorium in Dresden. Danach arbeitete er als Regieassistent und Schauspieler im „Teatr Kreatur“ in Berlin. 1999 bis 2006 studierte er an der Hochschule für Fernsehen und Film in München im Studienfach „Regie für Film und Fernsehspiel“ und besuchte unter anderem die Regie-Masterclass bei Werner Schroeter und Caroline Link. Filmografie von Stanislav Güntner: Filme 2012: “Nemez” - Regisseur, Drehbuchautor 2008: “Pro Ljubov” ("About Ljubov") - Co-Regie, Co-Autor, TV-Movie, Ukraine 2007: “Dom, milij dom” ("Home, sweet Home") - Co-Regie, TV-Movie, Ukraine Kurzfilme 2007: "Einsame Insel", Buch, Regie, Premiere Internationale Hofer Filmtage 2005: "Schüsse", Buch, Regie, Premiere Internationale Hofer Filmtage

2003: "Praktisches Mädchen", Buch, Regie 2002: "Sag, dass du mich liebst", Buch, Regie 2001: "Kaputt Regie, Kaputt Klavier", Buch, Regie 2000: "Mimikry", Buch, Regie Der aktuelle Spielfilm von Stanislav Güntner heißt „Nemez“ (eine Produktion von filmschaft maas & füllmich und NOMINAL FILM in Co-Produktion mit dem ZDF, Das kleine Fernsehspiel, gefördert vom FFF Bayern). "Nemez" gewann im Oktober 2012 beim 29. Internationalen Festival de Cine de Bogotá in Kolumbien den Silbernen Círculo Precolombino als bester Film. Vom 25. bis 28. Oktober 2012 nahm der Film an den 46. internationalen Hofer Filmtage mit Erfolg teil. Die Teilnehmer des JSDR-Forums bekommen die einmalige Gelegenheit, den Film über den jungen Russlanddeutschen Dima am 24. November zu sehen und anschließend mit Stanislav Güntner und auch mit Mark Filatov, dem Hauptdarsteller, über den Film zu sprechen. Im Film „Nemez“ geht es um den jungen Russlanddeutschen Dima, der hin und her gerissen zwischen einer neuen Liebe und seiner kriminellen Vergangenheit um einen Neuanfang in Berlin kämpft. "Nemez", so wird Dima von seinem Boss, dem Kunstdieb Georgij, genannt. "Nemez" ist russisch und heißt „Deutscher“. Aus JSDR - November 2012 - 3

dem Jugendknast entlassen, will Dima in Berlin ein neues Leben anfangen. Aber seine Vergangenheit lässt ihn nicht los: Georgij will nicht auf seine Dienste verzichten, und Dimas Vater, der sich in Deutschland nicht heimisch fühlt, möchte mit der Familie nach Russland zurückkehren. Einzig die Liebe zur Kunststudentin Nadja gibt Dima Hoffnung, doch seine kriminellen Verbindungen drohen den beiden zum Verhängnis zu werden. Dima muss alles aufs Spiel setzen, um den Weg zu sich selbst zu finden. Wir wünschen Stanislav weiterhin viel Erfolg und freuen uns auf das Treffen mit ihm beim JSDR-Forum! Weitere Infos zum Film unter www. nemez-film.de JSDR


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JSDR - OKTOBER 2012

Jugend- und Studentenring der Deutschen aus Russland www.jsdr.de

JSDR-Forum 2012 in Stuttgart vom 23. bis 25. November Liebe JSDR-Mitglieder, das bereits zu einer schönen Tradition unseres Jugendverbandes gewordene Forum findet in diesem Jahr unter dem Motto „Zukunft mit Namen. Namen mit Zukunft.“ statt. Junge (Spät)Aussiedler aus der ehemaligen Sowjetunion, die heute 20 oder 30 sind, haben für dieses Land und dieses Alter oft ungewöhnliche Namen – Waldemar, Vitalij, Helene, Swetlana, Igor… In 20 Jahren aber werden diese Namen, deren Träger unterschiedliche Posten in der Wirtschaft, der Politik oder im gesellschaftlichem Leben bekleiden oder in der Kunst-, Theater- und Musikszene bekannt sein werden, nichts Ungewöhnliches mehr sein. Diese Namen haben Zukunft. Die Zukunft hat unsere Namen. Wir möchten zum JSDR-Forum junge Russlanddeutsche einladen, die hier in Deutschland in unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen viel erreicht haben, damit sie andere junge Menschen mit ihrer Energie und ihrem Engagement anstecken und sie ermutigen, sich höhere Ziele für die Zukunft zu setzen. Außerdem sollen die Leistungen und Erfolge unserer Gäste für eine gesellschaftlich-politische Resonanz sorgen und somit zum positiven Bild der Russlanddeutschen in der bundesdeutschen Gesellschaft beitragen. Auf dem JSDR-Forum 2012 finden auch die jährliche Mitgliederversammlung und Arbeitsgruppen zu den für die Jugendlichen relevanten Themen statt. Eingeladen sind Mitglieder der JSDRLandesvorstände sowie Vertreter der Ortsgruppen – zwei Personen je Ortsgruppe. Im Rahmen des Forums bekommen die Landes- und Ortsgruppen die Möglichkeit, sich zu präsentieren, deswegen bitten wir euch, die für die Präsentationen notwendigen Materialien (Fotos, Plakate etc.) mitzubringen.

Das JSDR-Forum 2012 findet in der Jugendherberge Stuttgart (Haußmannstr. 27, 70188 Stuttgart) vom 23. bis 25. November statt. Das genaue Programm des JSDRForums 2012 geben wir rechtzeitig bekannt. Meldet euch bitte bis zum 25. Oktober 2012 zum Forum unter der E-Mail-Adresse info@jsdr.de oder per Telefon, 0711-16659-23, an. Der Teilnehmerbeitrag ist 10 Euro. Übernommen werden folgende Kos-

ten: Unterkunft, Verpflegung und Fahrtkosten, Bundesbahn 2. Klasse. Bitte alle Vergünstigungen in Anspruch nehmen, z.B. Wochenendticket, Sparpreisticket oder Gruppenermäßigung. Die Nutzung des PKW kann nur bei Gruppenfahrten erstattet werden, wenn die Gesamtkosten niedriger als bei einer Fahrt mit der Bahn sind. Wir freuen uns auf euch! Mit freundlichen Grüßen und bis bald! JSDR-Bundesvorstand

Die Melodie Saratows JSDR-Mitglieder als Sprachassistenten im internationalen Jugendcamp des Jugendrings der Russlanddeutschen (JdR) in Russland Nacht zerreißt den Himmel Wieder höre ich Stimmen Deine, deine Augen brennen Sie, sie wollen zurück

im Zug Söckchen, Handys, Honig, Wurst und Klatschblätter aufzwingen wollen!“ Das kommt doch so einigen Lesern bekannt vor. Das sind eben die Verhältnisse in den Zügen Russlands, „Ach, aus dem Tisch wird ein Bett? nicht zu vergessen das immerwährenWie? Oh, Gott!“ „Im Zug gibt es hier de und beruhigende „tuk-tuk - tuk-tuk“ heißes Wasser für Tee, Kaffee oder auf jeder Eisenbahnschwelle… Instantsuppen?“ „Wie? Man darf eine Vom 19. bis 26. August wurde im Gehalbe Stunde vor einer Haltestelle biet Saratow in Russland ein internanicht in die Toiletten?“ „Ich habe Angst tionales Camp durchgeführt, und das vor diesen Verkäuferinnen, die einem auch noch direkt an der Wolga, weshalb niemand eine Schwimmrunde in dem historischen Fluss missen wollte. Der JdR, der Jugendring der Russlanddeutschen, die überregionale gesellschaftliche Jugendorganisation der Russlanddeutschen in Russland, wurde dieses Jahr 15 Jahre jung und lud seine Mitglieder und Vertreter verschiedener Vereine und Verbände aus Deutschland als Teilnehmer und auch Sprachassistenten ein. Insgesamt nahmen an dem Camp mehr als 170 Russlanddeutsche aus Russland, Deutschland und Die Teilnehmer des Deutschkurses mit EleoKasachstan teil. nora Bartel. JSDR - Oktober 2012 - 1


JSDR - OKTOBER 2012 Die Teilnahme der JSDR-Sprachassistenten am internationalen Camp des JdR in Saratow wurde im Rahmen des Projektes GIZ-Consultingvertrag „Grenzüberschreitende Partnerprojekte mit russlanddeutschen Dachverbänden“ möglich und vom Bundesministerium des Innern (Deutschland) gefördert. Zwei Mitglieder des JSDR wurden als Sprachassistenten eingeladen: Daniel Kraus und ich leiteten zwei der acht angebotenen Deutschkurse; Daniel half bei „Deutsch durch Sport“ und brachte den Teilnehmern ein paar neue deutsche Spiele bei, ich leitete „Deutsch durch Musik“ und stellte ein paar neue Gesichter aus dem deutschen Musikgeschäft wie Casper, Tim Bendzko und Cro vor. „Nur noch kurz die Welt retten“ von Tim Bendzko gefiel den Teilnehmern meiner Gruppe so gut, dass wir das Lied sogar an einem der Abende dem versammelten Camp vorsangen. Wann werden wir uns noch mal sehen? Wann wird es so warm ums Herz sein? Aber dich tragen Züge davon Zu dir habe ich Angst zu spät zu kommen Als an einem Tag eine Hälfte der Teilnehmer zur Exkursion nach Krasnoarmejsk fuhr, besuchten sie dort eine Kleidungsindustrie und räumten in den Ruinen einer alten deutschen Kirche auf. Die andere Hälfte inklusive mir fuhr nach Marx, das mit dem Namen Baronsk 1767 von Wolgadeutschen gegründet und später zu Ehren von Ekaterina der II. in Ekaterinenstadt umgetauft wurde, um dann nach Karl Marx Marxstadt benannt und im Zuge der Liquidation aller deutschen Benennungen unter Stalin 1941 zu Marx abgekürzt zu werden. Zuerst bekamen wir eine kleine Stadtführung, und einer der Teilnehmer, Alexander Faller, fand sogar die Häuser, die damals vor ca. 200 Jahren von seinen Vorfahren der Familie Faller bewohnt wurden. Danach besuchten wir eine alte Kirche, die gerade restauriert wird, und wurden durch ein deutsches Museum geführt, in dem wir einen aussagekräftigen Einblick in den Alltag sowie die Bräuche unserer Vorfahren bekamen. Allgemein gesehen, konnte man allein schon über den Kleidungsstil sowie die Frisur alles über den Le-

bensstandard und den Familienstand eines Menschen aussagen, was ich als sehr einengend empfand, weil man zumeist die gleichen Frisuren, Kleider und Schuhe über Jahre hinweg tragen musste. Jedenfalls ein großer Unterschied zur heutigen Abwechslung der Modewelt. Zum Abschluss der Exkursion fuhren wir zu einem alten deutschen Friedhof, auf dem viele wohl- Eleonora Bartel beim Unterricht. habende Deutsche traditionell in unterirdisch zugängli- Russen und Russinnen vor Ort über chen, gewölbten Grabkammern be- die Wolgadeutschen zu prüfen und sie graben wurden. Zu unserem Entset- aufzuklären. zen waren die Grabkammern zerstört, Wir bekamen nicht nur viele Einausgeraubt und zugemüllt, und in der drücke vermittelt, sondern auch die Nähe solcher Gräber fanden wir Kno- Chance, bei der Runde des internachen – Knochen unserer Vorfahren. tionalen Weltcafés unserem Verband Wir sammelten mühevoll den Müll aus JSDR Eindruck zu verschaffen. Daniel den nun eher Höhlen ähnelnden Grä- und ich stellten den JSDR als mobibern, rissen Sträucher um sie herum le, im Internet gut vertretene, junge, heraus und entschlüsselten alte deut- deutschlandweit bekannte und politisch einflussreiche Gemeinschaft vor. sche Grabinschriften. Zur Feier des 15-jährigen JdR-Jubilä- Es hat vielen gefallen - am meisten, ums fand eine Aktion in Saratow City dass man uns schnell im Internet finstatt, bei der Camp-Teilnehmer in tra- den und die aktuellsten Neuigkeiten ditionellen deutschen Trachten deut- über Seminare, Camps und andere sche Tänze öffentlich vorführten und Veranstaltungen einsehen kann. so die Aufmerksamkeit und Neugier Vorm Schlaf schwätzen wir der Umstehenden auf sich zogen. Es zusammen wurde auch eine Umfrage durchgeWer wen und wie verabschiedet hat führt, um das Geschichtswissen der

Bei Aufräumarbeiten.

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JSDR - OKTOBER 2012 Wir singen Rowdy-Lieder Ohne dich ist ein Dolch in meinem Herzen Bei den Neuwahlen des JdR wurde die Vorsitzende Olga Gartman durch Margarita Bauer aus Izhevsk abgelöst. Der Jugend- und Studentenring bedankt sich bei Olga für die mehrjährige Freundschaft, gratuliert Margarita zur Wahl und freut sich auf eine wei-

tere gute partnerschaftliche Zusammenarbeit! Musik ist die Sprache unserer Herzen. Jeder weiß, dass mit einem Lied, weil es ein Gefühl vermittelt, viel mehr gesagt ist als mit einem großen Bericht, der zu viele Worte hat, es aber trotzdem nicht auf den Punkt bringt – und für mich bringt das Lied, dessen Strophen in meinem Bericht zwischen den Prosapassagen aufblitzen

(Autor: Nikolai Bunujew, Teilnehmer des Camps), mein Gefühl während und nach dem Camp authentisch zum Ausdruck. Wir sind mit dir auf großer Entfernung Schreibe dir einen Brief Die Wartezeit ist abgelaufen Ich werde dich sehen, werde dich sowieso sehen! Eleonora Bartel

"Alle miteinander" Multiplikatorenschulung des JSDR in Berlin

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om 7. bis 9. September veranstaltete der Jugend- und Studentenring der Deutschen aus Russland Berlin eine Multiplikatorenschulung zum Thema „Alle Miteinander - Gewinnung von Ehrenamtlichen unter Jugendlichen mit und ohne Migrationshintergrund und Motivierung zur interkulturellen Teamarbeit", gefördert durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF). Auf der malerischen Insel Schwanenwerder am Berliner Wannsee kamen 15 Teilnehmer aus Berlin und Brandenburg zusammen, um in gemeinsamen Aktionen einander kennen zu lernen und ihre Teamfähigkeiten zu erproben bzw. sie zu erwerben – Spätaussiedler, Zuwanderer aus den Nachfolgestaaten der Sowjetunion und Jugendliche ohne Migrationshintergrund, erfahrene Mitglieder des JSDR, aber auch neue Gesichter, die sich für die interkulturelle Jugendarbeit interessieren. Geleitet wurde das Seminar von Radek Romanowski, einem erfahrenen Pädagogen, der für die Teilnehmer ein abwechslungsreiches Programm mit verschiedenen Aufgaben zur Auswahl vorbereitete. Die Teilnehmer mussten sich als Gruppe für bestimmte Programmpunkte entscheiden und den Ablauf des Seminars festlegen, worin ihre erste Aufgabe als Team bestand. Am Samstag ging es dann los – der spannendste Teil des Seminars begann. Am Vormittag standen Klettern und teambildende Aufgaben auf dem Programm. Es wurden zwei Mannschaften gebildet. Während die eine eine acht Meter hohe Kletterleiter zu erklimmen hatte, waren die Mitglieder der anderen damit beschäftigt, gemeinsam einen Ausweg aus einem geheimnisvollen Labyrinth zu finden

Teilnehmer der Multiplikatorenschulung in Berlin.

und so schnell wie möglich in festgelegter Zeit durch einen Reifen zu schlüpfen, ohne diesen zu berühren. Danach wurde gewechselt. Am Nachmittag entschieden sich die Teilnehmer für den Floßbau, eine Aufgabe, mit der bis dahin noch keiner von ihnen vertraut war. Nach einer kurzen Einweisung in Knotenbindekunst und einige technische Details wie Auftrieb und Stabilität gingen die drei Teams an den Strand, wo sie erst einmal eine Weile staunend vor ihren Materialien standen – Bambusstangen, Holzleisten, leere Plastikfässer, Autoreifenschläuche und unzählige Seile. Innerhalb von etwa zwei Stunden entstanden drei ganz unterschiedliche Flösse, die dann, selbstverständlich mit ihren Erbauern an Bord, auf Jungfernfahrt über den Wannsee geschickt wurden. Trotz aller Aufregung erwiesen sich alle drei Flösse als seetüchtig, und die Teilnehmer hatten viel Freude am Paddeln, Wenden und Kentern. JSDR - Oktober 2012 - 3

Abgerundet wurde das Tagesprogramm mit Bogenschießen. Am Abend konnten die Teilnehmer beim gemeinsamen Grillen ihre Eindrücke austauschen und sich in der entspannten Atmosphäre einer lauen Septembernacht weiter kennen lernen. Am Sonntag war es dann leider schon soweit, voneinander Abschied zu nehmen. In einer Feedback-Runde wurden noch einmal die Eindrücke des Seminars sowie Verbesserungsvorschläge ausgetauscht und die Ergebnisse zusammengefasst. Insgesamt waren die Teilnehmer sehr zufrieden, der idyllische Ort, die Organisation und vor allem der Referent samt seinem Programm konnten überzeugen. Es herrschte Einigkeit darüber, dass solche Veranstaltungen von großem Nutzen sind. Denn das, was auf den ersten Blick als spaßige Spielerei erschien, erwies sich in Wirklichkeit als äußerst effektive Lernmethode: Wie ein Team funktioniert, welche die Prioritäten in der Teamar-


JSDR - OKTOBER 2012 beit sind, wie man respektvoll miteinander umgeht, wie die Beziehungen der Einzelnen zu- und untereinander in der Gruppe sind, wie sich der Einzelne einbringen kann, ohne sich unterordnen zu müssen, und wie die

Entscheidungsfindung am besten zu meistern ist. Die Teilnehmer haben also in diesem Seminar nicht nur ihre Teamkompetenzen verbessert, sondern auch die Erlebnispädagogik von ihrer wohl

besten Seite erfahren. Dafür sei an dieser Stelle den Organisatoren, dem Landesverband Berlin des JSDR sowie Radek Romanowski, herzlichst gedankt! Kristina Ilina, JSDR Berlin

Sport, Spiel und Spaß beim Sommercamp in Meinerzhagen

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ieben ereignisreiche Tage haben Kinder und Jugendliche aus Städten und Kreisen der beiden Bundesländer SachsenAnhalt und Nordrhein-Westfalen in der letzten Juliwoche in der Jugendherberge Meinerzhagen (NRW) verbracht. Das Sommercamp für Kinder aus Spätaussiedlerfamilien wurde im Rahmen der Projekte „Kinder integrieren Eltern“ der Landsmannschaft und „Aktion Familie“ des SKV Adler aus Kürten (beide gefördert durch das Bundesministerium des Innern über das BAMF) in Kooperation mit zwei JSDRLandesverbänden und dem SKV Adler organisiert und durchgeführt. Die Idee des Camps und das Programm wurde in erster Linie vom Vorstand der Ortsgruppe Münster unter der Leitung des Vorsitzenden Andreas Wolzenin ausgearbeitet. Für jeden Tag hatte das Betreuerteam etwas Neues vorbereitet: ein Piratenspiel, Sportwettbewerbe, eine Wanderung, eine

Wasserballschlacht, ein Lagerfeuer oder eine Disko. Die Kinder hatten viel Spaß und haben auch viel Neues und Interessantes gelernt. Vormittags wurden für die Kinder AGs organisiert, in denen sie ihre Fähigkeiten und Talente erweitern konnten. Wie echte Reporter sammelten sie Materialen für die Camp-Zeitung oder Videoberichte, stellten eine Tanzkomposition oder ein Theaterstück auf die Beine, entdeckten den Rapper in sich oder ihre Kreativität beim Basteln. Parallel zum Kindercamp verbrachte eine Gruppe aus Russland die Woche in Meinerzhagen. Die Teilnehmer aus der Russischen Föderation stammten aus Omsk (Jugendzentrum „Miteinander - Füreinander“) und dem Deutschen Nationalkreis Asowo (Jugendclub „Duzfreund“) und nahmen an einem Gegenbesuch bei jungen Mitgliedern des SKV Adler und des JSDR NRW teil. Eine Angelaktion an einem Teich im Gummersbach, Museumsbesuche in Solingen und Remscheid sowie ein

Teilnehmer und Betreuer des Sommercamps in Meinerzhagen.

JSDR - Oktober 2012 - 4

Ausflug ins Ruhrgebiet standen bei den Gästen aus Russland auf dem Plan. Die Mitglieder der Gruppe sind in Russland in Sprachlagern und Multiplikatorenschulungen für die deutsche Minderheit in Russland tätig und vermittelten ihre unschätzbare Erfahrung in einem Workshop den Betreuern des Camps. Die Kinder waren begeistert von den Spielen und Auftritten der russischen Gruppe. Zum Abschluss des Camps hatten die Kinder mit ihren Betreuern ein großes Konzert vorbereitet. Alles, was in den AGs durchgearbeitet und auf die Bühne gebracht wurde, belohnten die dankbaren Zuschauer mit Applaus. Es war das erste Sommercamp der Landsmannschaft und des JSDR, aber sicher nicht das letzte. Die leuchtenden Kinderaugen sind Motivation genug für neue Planungen. Einige der Teilnehmer sehen sich vielleicht beim kommenden Familienseminar, das der JSDR traditionell in NRW organisiert, wieder. Alexander Böttcher, JSDR NRW


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JSDR - AUGUST-SEPTEMBER 2012

Jugend- und Studentenring der Deutschen aus Russland www.jsdr.de

„Grüß Gott!“ – die Geheimnisse von Lachfältchen, La Paloma und Werbung Multiplikatorenschulung in München

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om 19. bis 22. Juli 2012 fand in München (Bayern) eine bundesweite Multiplikatorenschulung zum Thema „Projektmanagement und Öffentlichkeitsarbeit“ statt (gefördert durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge). 15 engagierte, talentierte, aktive, zielstrebige, attraktive - es würde viel zu lange dauern, die Vorzüge der JSDRVereinsmitglieder aufzuzählen, von denen einige an der Schulung in München teilgenommen haben, um ihren Erfahrungshorizont zu erweitern und in Zukunft bei der Organisation von Projekten mehr Verantwortung auf sich nehmen zu können. Aha. München. Schnell-Check des Stadtbilds: Die Skyline beherrschen Kirchenspitzen mit Kreuzen. VierTage-Check der Stadtbewohner: Schaute ich einigen Passanten unhöflich lange, jedoch auf meine Art nett und neugierig in die Augen – Überraschung: Auf einmal wurde ich mit einem „Grüß Gott!“ im bayerisch-herzlichen Dialekt und echten, schönen, die Augen umspielenden Lachfältchen begrüßt. Stand ich wie ein exzentrischer Baum an der falschen Stelle angewachsen herum, wurde ich plötzlich von hilfsbereiten Münchnern attackiert, die meine Unwissenheit niederstreckten und sich als Navigatoren in der Not anboten. So kannte ich es von keiner Großstadt Deutschlands, und die Betonung liegt jetzt eindeutig auf „kannte“. Sonnigsüdländisches Flair in den Herzen, das uns gleich infizierte, dass sogar der temperamentlose Regen, der sein altes Lied der klimpernden Melancholie, kalten Windflüstereien und Pausen für die Nachschwärzung des Himmels gelangweilt herunterleierte, unsere Stimmung nicht vertonen konnte. Na ja, wir waren auch den überwiegenden Teil der Zeit der vier Tage im

Teilnehmerinnen der Multiplikatorenschulung in München.

„Einsatz in vier Wänden“, um eine unserer grauen Schachteln im Hirn, mit „Projektmanagement und Öffentlichkeitsarbeit im JSDR“ beschriftet, neu zu tapezieren und mit Fachkenntnissen zu möblieren – theoretisch. Unsere gemeinsamen Einsätze in null Wänden kamen ebenfalls nicht zu kurz, da wir am Ende des Tages doch den Sirenenrufen der bayerischen Hauptstadt bei Nacht nicht entrinnen konnten. Die Tram wie auch unsere Stadtführerin Charlotte Warkentin spielten bei diesem abgekarteten Spiel gnadenlos mit, und wir wurden Tag und Nacht, soweit es die Zeit gestattete, von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit gespült. Bei Ebbe in unseren Tagungsräumen wurde uns unter anderem der Veranstaltungsrahmen eines Projekts, beispielsweise der unserer Multiplikatorenschulung, erklärt sowie das optimale Zusammenspiel von Ziel, Motivation, Ressourcen sowie Mitstreitern näher erläutert, damit auch wir in Zukunft Projektmanagement betreiben können. JSDR - August-September 2012 - 1

Auch Öffentlichkeitsarbeit ist kein Teufelswerk, wenn man aktuell und authentisch arbeitet sowie Kontakte zu Journalisten pflegt, um Pressemitteilungen über den JSDR im großen Stil an den Mann zu bringen oder unseren Verein durch Werbung populärer und attraktiver für junge Deutsche aus Russland zu machen. Wir haben alle eine ähnliche Vergangenheit, und jede Geschichte braucht eine gemeinsame, erinnernde Stimme, damit sie sich nicht wiederholt. Denn: „Ein Volk, das seine Geschichte vergessen hat, ist dazu bestimmt, seine Vergangenheit noch einmal zu durchleben.“ – ein Zitat aus dem Film, den uns zwei aus Russland angereiste Teilnehmer des Medien-Workshops vorführten, mit Erzählungen von Russlanddeutschen, die ihre durchlebte Vergangenheit erschreckend real schilderten. Gänsehaut-Unterhaltung pur. Eine flotte, belebende und bisweilen auch mit Geschichte angereicherte Art der Unterhaltung erwartete uns hingegen beim Gastkonzert im Seni-


JSDR - AUGUST-SEPTEMBER 2012 orenheim der AWO im Rahmen des zeitgleich stattfindenden Symposiums „Kulturbotschafter der Völker“. Aus Omsk, Asowo, Kolomna und Moskau kamen Volksliedinterpreten und Opernsänger sowie –sängerinnen, um ihre russlanddeutsche Kultur und ihre ethnischen Wurzeln in Deutschland zu präsentieren. Aleksej Reiter aus Moskau interpretierte gelungen die Opernromanze „Wolfram“ von Wagner, während Maria Kindsvater, das Ensemble „Monika“ und das Quartett Michel alte und neue

russische und deutsche Volkslieder sangen. Zum Schluss sangen sogar fast alle Senioren samt den Interpreten „Kalinka“ im Chor. Diese kurzen Augenblicke zeigten wieder einmal, dass Musik die Sprache unserer Seele ist, die uns alle verbindet. Den Abschluss der parallel laufenden Veranstaltungen bildete die Gala, bei der Maler und Fotografen ihre Bilder ausstellten, die bereits genannten Musiker erneut den Ton angaben und auch die Vereine auf der Bühne kamen.

Zwischen den Teilnehmern kam es zu einem angeregten Austausch der neuen Erfahrungen, zur gegenseitigen Bewunderung und zu neuen, grenzüberschreitenden Freundschaften, die auf eine weiterhin viel versprechende Zukunft und Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Russland schließen lassen. Vielen Dank an die Leiter und Teilnehmer des Seminars - und "Grüß Gott!". Ela Bartel, Teilnehmerin der Multiplikatorenschulung, JSDR-Gießen

Zukunft mit Namen. Namen mit Zukunft. Folge 3 Denis Kort, 26 Jahre alt, von der Jugendgruppe INDIGO aus Schweinfurt (JSDR-Mitgliedsgruppe in Bayern) ist 1997 zusammen mit seinen Eltern und seinem Bruder aus Jakutsk (Russland) nach Deutschland ausgesiedelt. Zurzeit arbeitet Denis hauptberuflich als Küchenberater in einem Möbelhaus. Seine Hobbys sind vielfältig und spannend – neben der Jugendarbeit beschäftigt er sich gerne mit Fotografie und Videos, schreibt Gedichte und hat neulich sogar ein Buch veröffentlicht.

Sommerwind Wenn alles Erdenkliche gedacht ist, Wenn alle Worte ausgesprochen sind, Merkst du, falls du darauf achtest, Ich zog vorbei, wie ein Sommerwind. Ich hoffe sehr, du wirst mir verzeihen, Folgst dem Weg weiter ohne mich. Meine Liebe wird dir Kraft verleihen, Ich gehe fort und denke nur an dich. Keine Angst, alles wird vergehen, Wie das Leben nur vergänglich ist. Mit der Zeit wirst du es verstehen, Dass man Jahre nach Erlebtem misst.

Der Weg zum Glück „Seit 2008 bin ich Mitglied der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland. Von 2008 bis 2011 habe ich die Jugendgruppe INDIGO aus Schweinfurt erfolgreich geleitet und zusammen mit Margarita Afanasjew und anderen Gruppenmitgliedern aufgebaut. Mein Lieblingsthema in und außerhalb der Jugendarbeit ist die Persön- Denis Kort lichkeitsentwicklung. So habe ich vor ein paar Monaten mein erstes hat, zuständig. So drehen wir zum Buch veröffentlicht: 'Entdeckungsrei- Beispiel Videoclips und machen Fose ins Ich – Der Weg zu Glück und tos. Unter anderem sind dabei die Erfolg'. Ich möchte den jungen Men- beiden Musikvideoclips für Alexander schen durch einfache Fragen zu ih- Siemens und Christian Schwarz (INrem Glück, sei es Gesundheit, Erfolg, DIGO-Mitglieder) entstanden. Beim Reichtum oder innerer Frieden, ver- Jugendfilmwettbewerb 'Klappe 10' helfen. Ihnen helfen, sich selbst neu waren wir ebenfalls mit einem unsezu entdecken. Denn in jedem Einzel- rer Videoclips dabei. Leider weniger nen von uns steckt mehr drin, als wir erfolgreich, aber es hat uns trotzdem einen Riesenspaß gemacht und wir je geglaubt hätten. Zu meinen Tätigkeiten in unserer haben eine Menge daraus gelernt. Jugendgruppe gehört auch unsere Es sind meine Hobbys, aus denen in Homepage. Diese habe ich nach und langsamen Schritten ein Beruf entnach ausgearbeitet und fungiere dort steht. Vor kurzem habe ich mit einem Geschäftspartner eine Firma gegrünals Webmaster. Außerdem bin ich für alles, was mit det – GKphotography. Auch hiervon der Foto- und Videogestaltung zu tun profitiert unsere Jugendgruppe enorm. JSDR - August-September 2012 - 2

Und in einer schwierigen Minute, Während du nach einer Lösung suchst, Komme ich herab auf einer Blüte, Wenn du leise meinen Namen rufst. ©Denis Kort Wir veranstalten beispielsweise Workshops in Bereichen wie Foto- und Videogestaltung sowie Nachbearbeitung in Photoshop und Final Cut Studio. Alle meine Interessen und Hobbys fließen zusammen mit der Jugendarbeit ineinander über. Und ich bin von dieser Symbiose begeistert! Gelegentlich und ganz besonders, wenn mich die Muse besucht, schreibe ich auch Gedichte. Das ist einfach ein Ausgleich zwischen meiner Arbeit und meinen anderen Hobbys. Zum Schluss werde ich euch jetzt noch mein allergrößtes Ziel verraten: Ich möchte eine Million Menschen auf der Welt glücklich machen. Und wenn es keinen Weg zu meinem Ziel gibt, dann schaffe ich mir einen!“ Denis Kort, Jugendgruppe INDIGO, Schweinfurt


JSDR - AUGUST-SEPTEMBER 2012

"Deutschland und Russland zwei Heimatländer eines Volkes"

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om 19. bis 22. Juli fand im Rahmen des Symposiums „Kulturbotschafter der Völker“ in München das Medienprojekt „Deutschland und Russland – zwei Heimatländer eines Volkes“ statt.

Mitglieder des JSDR und Vertreter des Internationalen Verbandes der deutschen Kultur befassten sich unter der Leitung von Gennadij Grikov aus Moskau in diesen vier Tagen mit Themen wie Präsentationsmöglichkeiten von Fotos in Medien, Fotofilme und entsprechende Programme, gesetzlicher Rahmen des Fotografierens von Menschen in der Öffentlichkeit, Bildbearbeitung etc.

Aber nicht nur technische Fragen des Fotografierens standen im Fokus des Projektes, es fand vielmehr auch ein ständiger Austausch zwischen den russlanddeutschen Teilnehmern aus Deutschland und Russland statt. Auch wenn wir in unterschiedlichen Ländern leben, haben wir doch den

JuleiCa-Schulung 2012 für alle Ehrenamtler von JSDR-Gruppen in NRW Die JuleiCa-Schulung ist eine der wichtigsten Weiterbildungsmöglichkeiten für ehrenamtliche Mitarbeiter der Jugendarbeit. Egal, ob du eine Kinderfreizeit, ein Jugendbildungsseminar oder eine Tanzgruppe leitest, mit der JuleiCa (Jugendleitercard) bist du bestens qualifiziert. Sie dient als Nachweis gegenüber Behörden und Eltern, belegt aber auch bei Bewerbungen dein ehrenamtliches Engagement. Die Juleica-Schulung wird von der djo NRW angeboten und findet dieses Jahr an den folgenden beiden Wochenenden statt: • 14.-16. Sept. im Naturfreundehaus „Eisenwaldhütte“ in Siegen; • 19.-21. Okt. in der Gesamtdeutschen Bildungsstätte Himmighausen. Mitmachen können alle NRWler ab 15 Jahren, die in der Jugendarbeit aktiv sind. Während der Schulung werden unter anderem folgende Themen vermittelt: Konfliktmanagement – Gruppendynamik – Kinderschutz – Persönlichkeitsbildung - Erlebnispädagogik – Methoden der Jugendarbeit – Interkulturelle Kompetenzen – Sexualmissbrauch- und Gewaltprävention – Kommunikation – Rechtliche Grundlagen. Das erste Wochenende widmet sich komplett dem Gebiet der Erlebnispädagogik und ist für alle interessant, die Angebote mit viel Bewegung im Freien gestalten wollen. Kosten: 50 € / 30 € (beide Seminare / ein Seminar). Zum Nachweis der erforderlichen Stunden für die Ausstellung der JuleiCa ist jedoch die Teilnahme an beiden Seminaren erforderlich. Um die JuleiCa zu erhalten, braucht man neben dem Nachweis über die JuleiCa-Schulung, den man am Ende der beiden Seminare bekommt, noch: • Nachweis über die ehrenamtliche Tätigkeit; • Bescheinigung eines großen Erste-Hilfe-Kurses (20 Unterrichtsstunden). Anmeldungen zur Schulung bei Alexander Böttcher, lmdr.heinsberg@t-online.de, oder Tatjana Weber, guckxrein@web.de. JSDR - August-September 2012 - 3

gleichen geschichtlichen Hintergrund und eine ähnliche Identität. Die Themen, denen wir uns in der Medienarbeit widmen, sind ebenfalls gleich oder ähnlich. Zum Beispiel das Dokumentieren von Zeitzeugenerinnerungen an die Deportation 1941. Unsere Gäste aus Russland präsentierten ihre Filme zu diesem Thema, die Teilnehmer aus Deutschland zeigten die Videointerviews, die im Rahmen des JSDRProjektes „Zeitzeugen gesucht!“ 2011 mit älteren Deutschen aus Russland gemacht wurden. Die Bilder, die während des Medienprojektes entstanden, wurden bei der Gala-Veranstaltung des Symposiums „Kulturbotschafter der Völker“ ausgestellt und von vielen Zuschauern bewundert. Das Medienprojekt „Deutschland und Russland – zwei Heimatländer eines Volkes“ wurde im Rahmen des Projektes „Grenzüberschreitende Partnerprojekte mit russlanddeutschen Dachverbänden“ durchgeführt und vom Bundesministerium des Innern (Deutschland) und dem Ministerium für regionale Entwicklung (Russland) gefördert. JSDR

Über Psychologie in der Familie sprechen

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egelmäßig zweimal im Jahr führt der JSDR NRW Familienseminare für junge Familien mit Kindern durch. Dieses Mal trafen sich am 23. und 24. Juni sieben Familien aus verschiedenen Ecken NRWs in der Jugendherberge Solingen-Burg. Wie gewöhnlich wurde das Programm des Seminars in zwei Teilen gegliedert - für Eltern und für Kinder. Hauptthema des Elternteils war Psychologie in der Familie. Zusammen mit der praktischen Psychologin Elisabeth Wehrwein betrachteten die Teilnehmer die Familie als System und sprachen über Hierarchie und Prioritäten in der Familie. Jeder musste auch in sich selbst hinein schauen, um neue Potenziale für die eigene Entwicklung und die seiner Familie zu finden. Attraktiv war auch das Programm für Kinder: Besuch des Schlosses Burg und der Burg-Seilbahn, Spaziergänge, um Naturmaterialen zu sammeln, und anschließend kreatives Basteln mit den gefundenen Materialen – alles brachte Spaß bei diesem Treffen mit alten und neuen Freunden. Alexander Böttcher


JSDR - AUGUST-SEPTEMBER 2012

„Jugend über die Grenzen“

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om 14. bis 28. Juli beherbergte der SKV Adler in Kürten (NRW) eine Jugendgruppe aus Russland zu einem Jugendaustausch unter dem Motto „Jugend über die Grenzen“. Die Gäste aus der Russischen Föderation stammten aus Omsk („Miteinander - Füreinander“) und dem Deutschen Nationalkreis Asowo („Duzfreund“) und nahmen an einem Gegenbesuch bei jungen Mitgliedern des SKV Adler und Die Teilnehmer des Jugendaustauschs. des Jugend- und Studentenrings der Deutschen aus Russland wurden Volleyball-Freundschaftsspieteil. le in Kürten angeboten. Das Programm des Aufenthalts, das Nicht zu kurz kamen auch lernpädavon Mitgliedern des SKV Adler und gogische Freizeitmaßnahmen. Die des JSDR NRW zusammengestellt Jungen und Mädchen aus Russland wurde, hatte sehr viel zu bieten. Neben und Deutschland konnten bei einer Begegnungen mit dem Bürgermeister Klettertour in Köln und Kanufahrten von Kürten, Ulrich Iwanow, und der auf der Wupper ihren Teamgeist und stellvertretenden Bürgermeisterin von ihre Hilfsbereitschaft stärken. Bei Bergisch Gladbach, Ingrid Koshofer, Fortbildungsseminaren erhielten sie Führungen durch Museen der Um- zusammen mit ihren jungen Kollegen gebung und Betriebsbesichtigungen aus Deutschland Informationen zum

Thema „Ehrenamtliche Arbeit mit Kindern und Jugendlichen“. Die Begegnung wurde gefördert durch die Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch, einer Initiative des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, der Freien und Hansestadt Hamburg, der Robert Bosch Stiftung und des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft. Alexander Böttcher, JSDR NRW

LMDR – JSDR: Zusammenarbeit auf dem Wasser

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eim JSDR in NRW ist es zur Tradition geworden, für Jugendliche und junge Erwachsene regelmäßig Freizeitmaßnahmen wie Klettern und Kanufahren zu organisieren. Jetzt werden diese Maßnahmen auch in verschiedenen Ortsgruppen der Landsmannschaft angeboten. Ein Beispiel war die Kanufahrt auf der Rur, die von der Orts- und Kreisgruppe Heinsberg in Zusammenarbeit mit dem JSDR veranstaltet wurde. 20 Teilnehmer, darunter viele Jugendliche aus dem Kreis Heinsberg, wollten bei der Aktion mitmachen. Durch die einheimische Organisation „Mit Paddel und Pedale“ wurden ein Raft für 15 Personen und zwei Dreimannkanus zur Verfügung gestellt.

Es war eine angenehme Tour, die für einige der Kanuten zu einem nassen Vergnügen wurde. Ein wenig Überwindung kosteten die drei Wehre, die passiert werden mussten. Mit etwas Spaß gelang es aber jedem und brachte zusätzliche Stimmung. JSDR - August-September 2012 - 4

Abschließend wurden alle Teilnehmer beim gemeinsamen Grillen am Rurufer für ihre harte Arbeit belohnt. Durch Aktivitäten wie diese gelingt es nachhaltig, das Interesse der heranwachsenden Generation auf sich zu ziehen. Elsa Böttcher


BEILAGE

JSDR - JULI 2012

Jugend- und Studentenring der Deutschen aus Russland www.jsdr.de

Gemeinsam bewegen! Sport- und Kulturfest am 16. Juni in Halle/Saale

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m 16. Juni fand in Halle/Saale (Sachsen-Anhalt) ein Sport- und Kulturfest statt, an dem Sportmannschaften und Einzelspieler aus ganz Deutschland um Pokale und Medaillen im Fußball, Volleyball, Schach und Tischtennis kämpfen konnten. Sport ist populär unter Russlanddeutschen sowohl in ihren Herkunftsgebieten als auch hier in Deutschland. Davon zeugt auch eine hohe Zahl bekannter Eröffnung des Sport- und Kulturfestes mit dem Aussiedlerbeauftragten der BundesregieSportler russlanddeutscher rung, Dr. Christoph Bergner (4. von rechts), und dem Bundesvorsitzenden der LandsmannHerkunft, wie z. B. der Fuß- schaft der Deutschen aus Russland, Adolf Fetsch (2. von links). baller Andreas Beck (FC Hoffenheim) oder Ina Menzer, Ex- aus Russland, des JSDR und des Zum ersten Mal nahm auch der BunSchachvereins Schachzwerge Halle desvorsitzende der Landsmannschaft Boxweltmeisterin im Federgewicht. Viele Vereine und Verbände von Spät- e.V. - und war durch die Unterstützung der Deutschen aus Russland, Adolf aussiedlern haben es sich zur Aufga- über das Programm „Integration durch Fetsch, als Gast an dem Sport- und be gemacht, über sportliche Aktivitä- Sport“ und des Landessportbunds Kulturfest teil. Er hob in seiner Begrüßungsrede die besonderen Leistunten zur Integration der Deutschen aus Sachsen-Anhalt e.V. möglich. Russland in Deutschland beizutragen. Diese Zusammenarbeit würdigten gen russlanddeutscher Sportler hervor Auch für den Jugend- und Studenten- auch die Vertreter der Kommunal- und und betonte die Wichtigkeit solcher ring der Deutschen aus Russland ist Bundespolitik. Dr. Christoph Bergner, Veranstaltungen für junge Deutsche Sport eine der Richtungen der Arbeit, MdB, Aussiedlerbeauftragter der Bun- aus Russland. über die sehr viele Jugendliche er- desregierung, begrüßte die Teilnehreicht werden und ihnen bei ihrer In- mer und Gäste des Festes bei der Sport Eröffnung und spielte danach Volleytegration geholfen werden kann. ball mit unseren Gästen aus der Rus- Im Fußballturnier wiederholte sich Gute Zusammenarbeit sischen Föderation, der Mannschaft das Finale des letzten Jahres: Wieder des Internationalen Verbandes der standen sich die Mannschaften des Die vierjährige Tradition der Sport- und deutschen Kultur, die in diesen Tagen SKV Adler e.V. (NRW) und des JSDR Kulturfeste des Jugend- und Studen- in Halle einen Workshop im Rahmen Stuttgart gegenüber, die sich erneut in tenrings der Deutschen aus Russland der grenzüberschreitenden Partner- der regulären Spielzeit als gleichwerführte der Sportverein Wostok e.V. schaften durchführte. tig erwiesen. Nach dem 1:1 ging es aus Halle/Saale in diesem Jahr weiter. Auch Verantwortliche aus dem Bereich zum Elfmeterschießen, bei dem die Der SV Wostok hatte Mitglieder des Sport wie der Vizepräsident des Lan- Stuttgarter den Spieß umdrehten und JSDR und andere Sportvereine aus dessportbundes Sachsen-Anhalt, Hol- sich für die Finalniederlage in Fulda ganz Deutschland, die mit dem JSDR ger Scholz, und der Vorsitzende des 2011 revanchierten. Den dritten Platz kooperieren, zu diesem Aktionstag SV Wostok, Alexander Reimer, aber belegte die Mannschaft der JSDReingeladen. auch Vertreter der Stadt Halle waren Gruppe aus Rostock. Das Sport- und Kulturfest war ein dabei. Die Beauftragte für Integration Im Volleyball ließ die Mannschaft von gelungenes Beispiel der guten Zu- und Migration der Stadt Halle, Petra Mix e.V. aus Berlin sicher alle Gegsammenarbeit vieler Akteure - von Schneutzer, begrüßte alle Teilnehmer ner hinter sich und nahm den Pokal lokalen Sportvereinen (SV Wostok), und Gäste des Festes im Namen der für den ersten Platz in die Hauptstadt der Landsmannschaft der Deutschen Oberbürgermeisterin. mit. JSDR - Juli 2012 - 1


JSDR - JULI 2012 In den Tischtennis- und Schachturnieren belegten die Vertreter der lokalen Vereine aus Halle die ersten drei Plätze.

Kultur Neben den sportlichen Aktivitäten fand ein Sommerfest in Halle-Neustadt statt, das von den Gruppen der Landsmannschaft und des JSDR aus Halle organisiert und durchgeführt wurde und vielen Bürgern des Stadtteils Halle-Neustadt bereits seit vielen Jahren gut bekannt ist. Auf dem Sommerfest konnte man russlanddeutsche Köstlichkeiten genießen, umrahmt von Tanz- und Gesangsauftritten von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen, darunter die JSDR-Tanzgruppe „Show-Dance Olga Roms“ aus Stuttgart. Durch soziales Engagement kann man nicht nur auf Sportfeldern, sondern auch in der Gesellschaft etwas bewegen: Mit den positiven Beispielen zeigen junge russlanddeutsche Spätaussiedler ihre gelungene Integration,

Erfolgreiche Fußballer beim Sport- und Kulturfest in Halle/Saale.

die auf Selbstinitiative und Selbstorganisation aufgebaut ist. Im Namen des JSDR-Bundesvorstandes bedanke ich mich ganz herzlich bei allen, die bei der Vorbereitung und Durchführung des Sport- und Kulturfestes aktiv mitgewirkt haben. Ein besonderes Dankeschön gilt natürlich al-

len Sportlern, die leidenschaftlich und fair um die Medaillen gekämpft haben! Aber auch diejenigen, die nicht Erste geworden sind, haben an diesem Tag etwas sehr Wichtiges gewonnen, und zwar neue Freunde, gute Laune und viel Freude! Elena Bechtold, JSDR-Vorsitzende

Unterschiede und Gemeinsamkeiten Jugendworkshop in Halle/Saale

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ie JSDR-Gruppe aus Halle an der Saale war vom 15. bis 19. Juni Gastgeber einer Jugendgruppe unserer Partnerorganisation des Internationalen Verbandes der deutschen Kultur. Junge Hallenserinnen und Hallenser zeigten jungen Deutschen aus Russland an praktischen Beispielen, wie man Veranstaltungen im Sport- und Kulturbereich plant, organisiert und

durchführt. Die Jugendleiter der russlanddeutschen Organisationen aus der Russischen Föderation lernten die Methoden und Konzepte der Jugendarbeit in Deutschland im Allgemeinen und explizit die Jugendarbeit mit jungen Deutschen aus Russland, u.a. in Bezug auf Kultur, Erlebnispädagogik und Sport, kennen. Eines der Themen des Workshops war „Vereinsgründung und Vereinsführung“. Dieses Thema verdeutlichte

Teilnehmer des Workshops in Halle.

JSDR - Juli 2012 - 2

die Unterschiede, aber auch die Gemeinsamkeiten zwischen den russischen und deutschen Verbänden. Die Übungen zur Kommunikation und zum Vortragen eines Themas zeigten die Wichtigkeit, Sprache als Mittel zum Zweck zu benutzen. Davon zeugen auch Stellungnahmen von Teilnehmern: „Zum Nachdenken brachten mich meine mangelhaften Kenntnisse der deutschen Sprache, die unbedingt verbessert werden sollten.“ (Anna Ponamorenko) Am 16. Juni nahmen die Teilnehmer am Sommerfest der Landsmannschaft in Halle-Neustadt und am kulturellen Rahmenprogramm des JSDR-Sportund Kulturfestes teil. Junge Russlanddeutsche aus Russland und Spätaussiedler aus Deutschland konnten sich austauschen, voneinander lernen und gemeinsame Veranstaltungen für die Zukunft anbahnen. Der Workshop wurde im Rahmen des Projektes GIZ-Consultingvertrag „Grenzüberschreitende Partnerprojekte mit russlanddeutschen Dachverbänden“ durchgeführt und vom Bundesministerium des Innern (Deutschland) und dem Ministerium für regionale Entwicklung (Russland) gefördert. JSDR


JSDR - JULI 2012

Zukunft mit Namen. Namen mit Zukunft. (Folge 2)

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ulia Scheidt, stellvertretende Bundesvorsitzende des JSDR, wurde am 21. Juni 2012 mit dem IrmaSchmücker-Preis ausgezeichnet. „Mit diesem 1995 erstmals verliehenen Preis honoriert die Pädagogische Hochschule Schwäbisch Gmünd herausragende Staatsexamensarbeiten, die auf mehr Gleichberechtigung und Gleichstellung von Männern und Frauen in der Gesellschaft hinwirken.“ ("Rems-Zeitung") Julia hat sich von April 2010 bis Januar 2011 in ihrer Abschlussarbeit an der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd im Fach Chemie einer „Vergleichsstudie zum geschlechtsrollenbezogenen Selbstkonzept von Lernenden der Sekundarstufe I und Studierenden der PH“ gewidmet und stellte fest, „dass die naturwissenschaftlichen Fächer, im Experiment Chemie, eine Jungendomäne sind und Mädchen darin schlechtere Leistungen bringen. Dabei ist das geschlechtsrollenspezifische Selbstkonzept von Bedeutung. Unterschiedliche Begabungen, Interessen und Erwartungen der Lehrer tragen zu Leistungsunterschieden bei. Mit ihrer

Julia Scheidt

empirischen Studie hat sie eine eigene Forschungsleistung erbracht.“ ("Gmünder Tagespost") Julia Scheidt wurde in Kurgan, Russland, geboren und kam im Jahr 2007 als Spätaussiedlerin nach Deutschland. In Russland studierte sie Deutsch als Fremdsprache und Eng-

lisch. Ihr Lehramtsstudium in Schwäbisch Gmünd (Deutsch, Mathematik und Chemie für die Sekundarstufe I) absolvierte sie 2011 erfolgreich mit der 1. Staatsprüfung. Jetzt arbeitet sie als Referendarin an einer Realschule. In der Jugendarbeit mit Russlanddeutschen engagiert sich Julia seit ihrem 15. Lebensjahr. Viele praktische Erfahrungen hat sie als Vorstandsmitglied des Jugendrings der Russlanddeutschen (Russland) gesammelt. Seit Dezember 2007 ist Julia JSDRVorsitzende in Baden-Württemberg und seit 2008 stellvertretende Bundesvorsitzende. Integration und Migration sind Begriffe, die auch ihr Berufsleben in Deutschland begleiten: Seit den ersten Monaten in Deutschland arbeitete Julia als Dozentin in Integrationskursen an der Volkshochschule Schwäbisch Gmünd. Auch ehrenamtlich engagiert sie sich in verschiedenen lokalen und bundesweiten Integrationsprojekten. Wir gratulieren Julia ganz herzlich zu ihrer Auszeichnung und wünschen ihr für ihre Zukunft viel Erfolg und alles Gute! JSDR

Seminar für Multiplikatoren und pädagogische Leiter der Sprachlager im Moskauer Gebiet

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m Rahmen des Projektes „Grenzüberschreitende Partnerprojekte mit russlanddeutschen Dachverbänden“, gefördert vom Bundesinnenministerium (Deutschland) und dem Ministerium für regionale Entwicklung (Russland), nehmen JSDR-Mitglieder seit einigen Jahren als Sprachassistenten an Sommercamps des Internationalen Verbandes der deutschen Kultur (Russland) und des Jugendrings der Russlanddeutschen (Russland) teil. In diesem Jahr konnten sich die Sprachassistenten des JSDR auf die bevorstehende Arbeit in den Sprachcamps bereits im Winter und Frühling vorbereiten. Vor zwei Monaten fand in Udelnaja, Moskauer Gebiet, ein Seminar für Multiplikatoren und pädagogische Leiter der Sprachlager statt, an dem sieben JSDR-Mitglieder teilgenommen haben. Nachstehend ein Bericht einer der Teilnehmerinnen des Seminars,

Anna Kaschapova, von der JSDRGruppe Mecklenburg-Vorpommern: „Vom 27. April bis 3. Mai habe ich an dem Vorbereitungsseminar im Sanatorium 'Udelnaja' teilgenommen. Es war das erste Mal, dass ich bei einem solchen Seminar dabei war, und ich freue mich, dass ich mich dazu entschlossen hatte. Anfangs musste ich mich natürlich erst in vielen Begrifflichkeiten zurechtfinden, weil für mich alles sehr neu war, doch wurden mir alle Fragen beantwortet. Ich war begeistert, wie motiviert die Jugendlichen sind und mit welchem Enthusiasmus sie an den Vorbereitungen arbeiten. Außerdem hat mir die offene Art, mit der viele auf mich und andere zugegangen sind, sehr gefallen. Man hatte das Gefühl, als würde man sich schon länger kennen. Es war interessant zu erfahren, wie viele Möglichkeiten es in der Pädagogik gibt. Wie gestaltet man sinnvoll die Zeit? Wie kann man eine KennenJSDR - Juli 2012 - 3

lernrunde organisieren? Wie reduziert man die am Anfang bei den Kindern bestehenden Hemmungen? All das hat mich begeistert. Nicht zuletzt deshalb, weil wir vieles selber ausprobierten, um uns in die Kinder hineinzuversetzen. Außerdem erstaunte mich. dass ich kaum schlafen wollte, weil ich sonst das Gefühl bekommen hätte, etwas verpassen zu können. Ich kann also sagen, dass ich es keinesfalls bereut habe, diesen Schritt gemacht zu haben. Es freut mich, dass ich so viele neue Menschen kennen gelernt und eine Menge im Bereich der Pädagogik dazugelernt habe. Ich möchte diese Zeit nicht missen und freue mich jetzt schon auf weitere Seminare beziehungsweise auf die Camps. Deshalb gehe ich mit Optimismus an die im Sommer stattfindenden Camps heran und hoffe, dass wir es schaffen, all das, was wir geplant haben, auch in die Tat umzusetzen.“ JSDR


JSDR - JULI 2012 Hannover:

Seminar zum Thema Jugendarbeit

Die Teilnehmer des Seminars in Hannover mit der JSDR-Bundesvorsitzenden Elena Bechtold (rechts).

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ie JSDR-Ortsgruppe Hannover (Vorsitzender Dimitri Singer) wurde erst im August 2011 gegründet, hat aber in der letzten Zeit schon einiges geleistet: Tanzabende, Familiensportfeste, Gruppenangebote wie musikalische Früherziehung und anderes mehr. Zuletzt wurde von der Gruppe das Seminar „Jugend in Niedersachsen“ zu Grundlagen der Vereins- und Verbandsarbeit in der Jugendherberge Hannover angeboten. Zu dem Seminar, das im Rahmen des bundesweiten Projektes der Landsmannschaft „Potenziale erkennen – Miteinander stärken“ (gefördert durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge) organisiert wurde, kamen Aktive der Jugendarbeit aus Hannover, Braunschweig und Osnabrück. Hauptziel des Seminars war die Stärkung der Potenziale der Jugendgruppen in Niedersachsen durch eine Verbesserung der Fachkompetenzen ihrer ehrenamtlichen Mitarbeiter. Die Bundesvorsitzende des Jugendund Studentenrings der Deutschen aus Russland, Elena Bechtold, und der stellvertretende Bundesvorsitzende der Landsmannschaft, Waldemar Weiz, berichteten in ihren Referaten über die Entwicklung der JSDR-Gruppen bundesweit und in einzelnen Bundesländern (insbesondere am Beispiel Nordrhein-Westfalen). Die Teilnehmer des Seminars konnten neue Ideen für ihre Aktivitäten mitnehmen und sich anhand von praktischen Beispielen mit der Vereinsarbeit und

vor allem der Beschaffung von Fördermitteln auseinander setzen. Durch sein mannigfaltiges Angebot hat der JSDR, zum Beispiel in Nordrhein-Westfalen, schon positive Erfahrungen gesammelt, wie man neue Mitglieder für die Landsmannschaft gewinnt. Die Vorstandsmitglieder der Ortsgruppe Hannover der Lands-

mannschaft, Svetlana Judin und Marianna Neumann, betonten, dass diese Erfahrungen nicht nur von anderen JSDR-Gruppen übernommen, sondern auch in den Ortsgruppen der Landsmannschaft bundesweit verbreitet werden sollten. Alexander Böttcher, Projektleiter

Einladung zur bundesweiten Multiplikatorenschulung „Projektmanagement und Öffentlichkeitsarbeit“ vom 19. bis 22. Juli 2012 in München Liebe JSDR-Mitglieder, liebe Freunde, vom 19. bis 22. Juli 2012 veranstaltet der JSDR in München eine Multiplikatorenschulung für Jugendliche und junge Erwachsene (18 bis 30 Jahre). Die Arbeit findet in drei Gruppen statt: 1. Öffentlichkeitsarbeit und Präsentationsmöglichkeiten der Verbandsarbeit - Moderne Medien als Mittel zur erfolgreichen Öffentlichkeitsarbeit 2. Berichte in Bildern – Foto-Workshop für Fortgeschrittene 3. Projektmanagement und Fördermöglichkeiten der Verbandsarbeit Außerdem werdet ihr die Möglichkeit haben, an einer Ausstellung russlanddeutschen Künstler aus Deutschland und Russland und der Gala-Veranstaltung im Rahmen des Symposiums „Kulturbotschafter der Völker“ teilzunehmen. Fahrtkosten (bitte nur die günstigsten Möglichkeiten!), Unterkunft, Verpflegung und Programmkosten werden übernommen. Teilnehmerbeitrag: 15 Euro. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, deswegen beeilt euch bitte mit der Anmeldung! Anmeldung und weitere Fragen unter: E-Mail: info@jsdr.de, Tel.: 0711-16659-23 Wir freuen uns auf euch! Euer Jugend- und Studentenring der Deutschen aus Russland JSDR - Juli 2012 - 4


JSDR - JULI 2012

Fußballer und Volleyballer auf dem Siegertreppchen

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er JSDR Nordrhein-Westfalen war am 16. Juni beim bundesweiten JSDR-Sportfest in Halle/Saale (Sachsen-Anhalt) dabei. Auf das Siegertreppchen kamen die Fußballer und Volleyballer. Es ist 3 Uhr morgens, als sich die Delegation aus NRW zum bundesweiten JSDR-Sportfest in Halle aufmacht. Die Frühaufsteher sind Fußballer, Volleyballer, Tischtennisspieler, Schachbegeisterte und treue Fans. Insgesamt machen sich 30 Sportbegeisterte auf den Weg. Dabei sind nicht nur Deutsche aus Russland, sondern auch Sportler mit Wurzeln in Afghanistan oder Gambia.

Die Sportler haben ein klares Ziel: Sie wollen Sieger sein, und das schaffen sie auch. Die Fußballmannschaft des SKV Adler (Kapitän Wladimir Fadeew) wird Zweiter nach einem schweißtreibenden Elfmeterschießen im Finale, und die Volleyballmannschaft des SKV Adler Köln (Kapitän Valerian Raaz) belegt den dritten Platz. Helfer aus NRW haben bei der Durchführung des Volleyball- und Schachturniers mit angepackt. Glückwunsch allen Gewinnern und den Organisatoren vielen Dank! Tatjana Weber Mehr Informationen und Bilder unter: jsdr-nrw.de

Liebe JSDR-Mitglieder, wir laden engagierte russlanddeutsche Jugendliche als Sprachassistenten sowie als Teilnehmer an Kinder- und Jugendcamps ein, die in diesem Sommer in verschiedenen Regionen Kasachstans stattfinden: Karaganda: 2.7.-11.7.2012 (Sprachcamp für Kinder im Alter von 8-13 J.) Taldykorgan: 5.7.-15.7.2012 (Sprachcamp für Kinder im Alter von 11-16 J.) Petropawlowsk: 16.7.-26.7.2012 (Sprachcamp für Kinder im Alter von 8-12 J.) Astana: 18.7.-27.7.2012 (ÖkoCamp für Jugendliche, Altersgruppe 16-25 J.) Taldykorgan: 30.7.-12.8.2012 (Öko-Camp für Jugendliche, Altersgruppe 16-28 J.) Die Teilnahme findet im Rahmen der Kooperation zwischen dem JSDR, der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland e.V. und der Assoziation gemeinnütziger Vereinigungen der Deutschen Kasachstans „Wiedergeburt“ statt und wird vom Bundesministerium des Innern (Deutschland) unterstützt. Schickt uns per E-Mail ein kurzes Motivationsschreiben an info@jsdr.de mit Angaben eurer Tätigkeit beim JSDR. Bereits bestehende Erfahrungen im Bereich der Jugendarbeit und/oder Sprachassistenz wären von Vorteil. Nähere Informationen unter 0711-166-59-15.

Die erfolgreiche JSDR-Delegation aus NRW.

Sommerlager 2012

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ie Kreisgruppe Münster der Landsmannschaft und der JSDR NRW laden mit Unterstützung des SKV „Adler“ aus Kürten Kinder (ab acht Jahren) und Jugendliche aus NRW herzlich zu einem Sommerlager ein. Die Aktion findet vom 22. bis 28. Juli 2012 in der Jugendherberge in Meinerzhagen statt. Die Meinerzhagener Jugendherberge ist unserer Meinung nach der ideale Ort für ein solches Unternehmen. Es gibt dort einen großen Sportplatz, eine Grillecke, eine Disc-Golfanlage und viel Platz für aktive Spiele. Das Programm mit verschiedenen Kultur- und Sportwettbewerben soll den Kindern und Jugendlichen nicht nur Spaß bringen, sondern auch Wissen und neue Freundschaften fördern. Mit viel Sport, Spiel und Spaß werdet ihr eine Woche von zu Hause weg sein! Beeilt euch mit der Anmeldung, da die Anzahl der Plätze begrenzt ist! Für die Teilnahme wird ein Teilnehmerbeitrag erhoben. Kontakt und Anmeldungen bei Andreas Wolzenin, lmdr.muenster@googlemail.com oder Siegfried Dinges, siegfried.dinges@yahoo.de JSDR - Juli 2012 - 3


JSDR - JULI 2012 UVDR informiert:

Viktor Zibori Rückenbeschwerden? Die DORN-Wirbelsäulenbehandlung – eine sanfte Wirbel- und Gelenkbehandlung, einfach – wohltuend – wirksam

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iese Methode der Wirbelsäulenbehandlung (keine Chiropraktik) wurde von Dieter Dorn auf intuitivem Weg entwickelt. Er konnte damit Hunderten von Menschen – oftmals auch bei schwersten körperlichen Beschwerden – helfen. Es hat sich herausgestellt, dass eine Vielzahl von körperlichen Beschwerden wie auch psychosomatischen Belastungen und Störungen mit dieser sanften Art der Wirbelsäuleneinrichtung gebessert oder geheilt werden können. Hierzu zählen alle Arten von Rückenproblemen und -schmerzen, Beckenschiefstand und seine Folgen (ein Bein ist „länger“), Skoliosen, Tennisarm, Nacken-Schulter-Arm-Syndrome, Ischiasbeschwerden, immer wiederkehrender Hexenschuss und Bandscheibenprobleme, aber auch Kopfschmerz/Migräne, Hautprobleme, Nervenschmerzen und vieles mehr. Wie ist das möglich? Viele organische und körperliche Beschwerden können ihre Ursache in einer Wirbelfehlstellung oder Verdrehung einzelner Wirbelkörper haben, ausgelöst durch Verspannung, einseitige Belastung, Fehlhaltung oder Stauchung z.B. durch einen Unfall. So kann es zu einer Verengung der Öffnung zwischen den Wirbeln kommen. Die Nervenstränge, die dort austreten, werden in ihrer Funktion beeinträchtigt und können ihrer Aufgabe, bestimmte Körperregionen oder Organe zu versorgen, nur noch eingeschränkt gerecht werden – es kommt zu Schmerzen, Taubheit oder Fehlfunktionen. Dass es überhaupt zu einer Wirbelfehlstellung mit all den beschriebenen Problemen kommen kann, hat oftmals eine ganz einfache Ursache - den Beckenschiefstand, ausgelöst durch

lisieren den neuen Halt und damit die neue Haltung. Zusatzbehandlung: Breuß-Massage: eine wohltuende Rückenmassage zur Auflockerung der Wirbelstruktur und zur Bandscheibenregeneration. Je nach Belastungen und Störungen wird mit anderen Verfahren unterstützt, da hinter jedem Symptom eine energetische Blockade liegt, die mitverantwortlich dafür ist, dass die Gesundung oftmals nur mühsam voranschreitet. unterschiedliche Beinlängen, die auch bei einem „völlig gesunden“ Menschen sehr häufig anzutreffen sind, z.B. durch die Angewohnheit, beim Sitzen ein Bein über das andere zu schlagen.

Durch einfache Übungen kann diese Differenz ausgeglichen werden, womit erst die Voraussetzung für eine dauerhafte Stabilisierung der Wirbelsäule geschaffen wird. Diese Arbeit an der Wirbelsäule hat einen ganzheitlichen Ansatz und lässt uns unmittelbar körperliche und psychische Zusammenhänge am eigenen Körper erfahren. Schon nach der ersten Behandlung ist eine deutliche Veränderung spürbar. Bestehen die Beschwerden nicht schon länger, sind oftmals nur wenige Sitzungen für gute Ergebnisse nötig. Einfache Übungen – zu Hause durchgeführt – und ein bewussterer Umgang mit dem eigenen Körper stabiJSDR - Juli 2012 - 4

UVDR – Unternehmertreffen 2012 Liebe UVDR-Mitglieder, liebe Freunde, hiermit laden wir Sie ganz herzlich ein zum UVDR-Unternehmertreffen 2012 in Erkelenz. Das Treffen findet am 21.7.2012 um 15.00 Uhr statt. Es ist ein inoffizielles Treffen zum sich Austauschen und Kennenlernen. Jeder Unternehmer und jeder, der an diesem Kontaktnetzwerk interessiert ist, bekommt die Möglichkeit, in gemütlicher Runde sein Unternehmen oder Vorhaben vorzustellen. Veranstaltungsort: Schweizer + Co GbR Im- & Export, Stahl- & Maschinenhandel Bernhard-Hahn-Str. 18-20 41812 Erkelenz Anmeldungen erforderlich: Eugen Schweizer E-Mal: schweizer_eugen@gmx.de Tel.: +49 (0) 2431 / 974 31 51 Fax: +49 (0) 2431 / 974 31 49 Mobil: +49 (0) 176 / 24 27 25 00 oder Waldemar Weiz E-Mail: waldemar.weiz@yahoo.com Tel.: +49 (0) 2268 / 90 70 94 Mobil: +49 (0) 176 / 103 98 654


BEILAGE

JSDR - JUNI 2012

Jugend- und Studentenring der Deutschen aus Russland www.jsdr.de

Einladung zum

JSDR-Sport- und Kulturfest 2012 Der Jugend- und Studentenring der Deutschen aus Russland (JSDR) lädt seine Mitglieder und Freunde zum traditionellen bundesweiten Sport- und Kulturfest ein.

Das Fest findet am 16. Juni 2012 in Halle (Sachsen-Anhalt) statt Mit der tatkräftigen Unterstützung der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland e.V. (Ortsgruppe Halle/Saale) und des Sportvereins Wostok (Halle/Saale) bieten wir an diesem Tag ein großes Programm an. Die Sportmannschaften können um die Preise in folgenden Turnieren kämpfen: Fußball, Volleyball, Schach und Tischtennis. Außerdem findet ein Sommerfest in Halle-Neustadt statt, das von den Gruppen der Landsmannschaft und des JSDR aus Halle organisiert und durchgeführt wird. Auf dem Sommerfest kann man russlanddeutsche Köstlichkeiten, umrahmt von Tanz- und Gesangauftritten von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen, genießen.

Programm des Sport- und Kulturfestes: 10:00

Beginn mit dem Kulturprogramm in der Volleyballhalle des Sportinternats

10:15

Feierliche Eröffnung mit Ehrengästen aus Sport und Politik (Dr. Christoph Bergner, MdB, Aussiedlerbeauftragter der Bundesregierung)

10:45 11:00 ab 14:00 17:00

Auftakt Volleyballturnier. Auftakt Schachturnier Auftakt Fußballturnier, Auftakt Tischtennisturnier Sommerfest in Halle-Neustadt Preisverleihung (auf dem Sommerfest in Halle-Neustadt)

Veranstaltungsorte: Eröffnung, Volleyball- und Schachturnier: Sportinternat, Robert-Koch-Straße 3, 06110 Halle/Saale Fußball- und Tischtennisturnier: Stadion Halle-Neustadt, Nietlebener Straße 14, 06126 Halle/Saale Sommerfest und Preisverleihung: Am Treff 1, 06124 Halle/Saale Anmeldung für Sportmannschaften: Sergej Provada, Tel.: 0179-9059038 Allgemeine Fragen zum Sport- und Kulturfest: Elena Bechtold, Tel.: 0711-1665923

Gemeinsam bewegen! Wir freuen uns auf euch! Projekt: Grenzüberschreitende Partnerschaften mit Verbänden der deutschen Minderheit in der Russischen Föderation Einladung für Sprachassistenten Sommercamps: „Kinderland“ in der Stadt Taganrog am Asowschen Meer. Das Alter der Kinder im Sommercamp ist zwischen 12 und 16 Jahren. Wer kann teilnehmen? Jugendliche des JSDR, 18-30 Jahre, die Interesse an einer Teilnahme als Sprachassistent unserer Partnerorganisationen haben. Dauer: 17. Juli bis 14. August 2012. Was wird übernommen? Flugkosten bzw. Bahnkosten, Unterkunft und Verpflegung. Kontakt: Natalia Ort, Tel.: 0711-1665915. JSDR - Juni 2012 - 1


JSDR - JUNI 2012

Zukunft mit Namen. Namen mit Zukunft. Liebe JSDR-Mitglieder, liebe Mitglieder der Landsmannschaft, liebe Leserinnen und Leser, mit dieser Ausgabe unserer JSDR-Beilage beginnen wir mit einer neuen Rubrik. Darin berichten wir über engagierte und talentierte JSDR-Mitglieder und lassen sie selbst zu Wort kommen. In Deutschland leben über 2,5 Millionen (Spät-)Aussiedler aus der ehemaligen Sowjetunion. Junge Leute, die heute 20 oder 30 sind und nicht in Deutschland geboren wurden, haben für dieses Land und dieses Alter oft ungewöhnliche Namen – Waldemar, Vitalij, Helene, Swetlana, Igor… In 20 Jahren aber werden diese Namen, deren Träger Posten in Wirtschaft, Politik oder gesellschaftlichem Leben bekleiden oder in der Kunst-, Theater- und Musikszene bekannt sind, nichts Ungewöhnliches mehr sein. Diese Namen haben Zukunft. Die Zukunft hat unsere Namen. ELEONORA

Über Ausdruck, Ehrlichkeit und Glück Mein Name ist Eleonora Bartel; ich wurde 1991 in Ekibastus, Kasachstan, geboren und siedelte im Jahre 2000 mit meiner russisch-deutschen Familie nach Deutschland um. Zurzeit wohne ich als angehende Abiturientin in Gießen und bin seit 2009 Mitglied des Jugend- und Studentenrings der Deutschen aus Russland. Dem Verband bin ich beigetreten, weil ich endlich Menschen kennen gelernt habe, die eine ähnliche Vergangenheit haben, die mich in meiner Persönlichkeit als Aussiedlerin stärken, und es leichter ist, mit einer Gemeinschaft in die Zukunft zu gehen. Als Sprachassistentin beim jährlichen Jugendaustausch zwischen Deutschland und Russland bringe ich jungen Russlanddeutschen in Russland unsere gemeinsame Kultur etwas näher, indem ich beim Deutschunterricht behilflich bin, und lerne so stets selbst Neues zu meiner Kultur und der Geschichte meiner Vorfahren dazu. Nebenbei verwirkliche ich mich anderweitig und baue meinen Hang zum Kreativen aus. Schon seitdem ich denken kann, habe ich viel gezeichnet und gemalt, weshalb Kunst in der Schule immer mein Lieblingsfach war. Wie jeder andere machte auch ich eine Entwicklung bis jetzt durch. Am Anfang war ich bestrebt, alles naturge-

treu nachzuahmen, bis ich entdeckte, dass Ästhetik und Idealismus nicht der Ausdruck meiner selbst sind. Obwohl viele Kunstinteressierte Schönheit und Perfektion suchen, muss für mich Kunst nicht schön sein. Bis heute bin ich dem Zeichnen sowie Malen treu geblieben, doch ich habe neue Ausdrucksmittel wie Tonplastik und Video entdeckt. Ich stelle in meinen neueren Werken das Frauenbild von heute und meine Gefühle wie Freude, Trauer sowie Zorn dar mit dem Ziel, dass es andere auf den ersten Blick berührt und man mich

Eleonora Bartel

versteht. Es ist wichtig, als Künstlerin nicht zu verkopft an die Sache heranzugehen, da ansonsten das authentische Gefühl dahinter verschwindet – das bedeutet, dem Instinktiven, dem Kindlichen in mir zu folgen, weil ich mein Gefühl nur blind ertasten kann. Das Thema des Bildes selbst ist für mich nicht relevant, da nicht das „Was“, sondern das „Wie“ die Wirkung eines Bildes ausmacht. Das „Wie“ meiner Weiterentwicklung, mein Weg zum fertigen Bild, ist etwas schwer, da ich mir stets eingestehen muss, dass mir noch viel Arbeit an meinem Handwerk bevorsteht. Auf sich selbst gestellt zu sein und Kritik zu üben – das ist das, was mich bis jetzt am weitesten gebracht hat. Mit 20 Jahren bin ich noch ein Grünschnabel, weshalb ich mich in meiner künstlerischen Darstellung weiterhin entwickeln will und demnächst freie, bildende Kunst studieren werde. Das heißt, dass viel Arbeit auf mich zukommt und es nicht leicht wird, da ich beabsichtige, von meiner Kunst zu leben. Doch Familie, Freunde und Kontakte unterstützen mich auf meinem Weg. Im Alltag muss man mit seiner Persönlichkeit, seinen Gefühlen und Problemen kürzer treten und weiß oft nicht, wohin mit sich selbst. In meinem kreativen Schaffen kann ich alleine ehrlich und kritisch mit mir selbst und der Welt sein. Das Wichtigste aber ist, dass ich dabei glücklich bin. Eleonora Bartel, JSDR-Gießen

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JSDR - JUNI 2012

„Schulbank für junge Eltern“ Multiplikatorenschulung in Nördlingen

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om 4. bis 6. Mai fand in Nördlingen (Bayern) im Rahmen des Projektes „Schulbank für junge Eltern“ eine Multiplikatorenschulung zum Thema "Herausforderungen des Elternseins in der neuen Heimat" statt. Das Projekt wird durch das Bundesministerium des Innern (BMI) aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert.

bank für junge Eltern“ sowie die Tätigkeit von JSDR und Landsmannschaft und erläuterte das Programm des Seminars. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer (Multiplikatoren der Landsmannschaft der Deutschen aus Die Schulung fing mit einer Kennen- Russland und des lernrunde an. Während dieses Teils Jugend- und Studes Programms waren die Erwach- dentenrings, junge senen und Kinder zusammen, für die russlanddeutsche anderen inhaltlichen Blöcke des Se- Zuwandererfamiminars an den nächsten Tagen wurde lien mit Kindern) eine Kinderbetreuung organisiert. konnten mit den Unter den Teilnehmern war auch der Vorsitzende der OrtsKreisgruppe München der Landsmannschaft, ViachesDas Kennenlernen wurde spielerisch eingeladenen Re- und lav Lel. gestaltet, was zwei Ziele verfolgte: Ei- ferenten über fol• Die Kunst der Kindererziehung: Benerseits sollten die Kennenlernspiele gende Themen diskutieren: dürfnisse, Werte und Rechte. die Atmosphäre lockern und die Teilnehmer näher zusammenbringen, an- • Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten der Elternarbeit und Familien- Außerdem bot die Multiplikatorendererseits könnten diese Spiele den freizeiten für organisierte Gruppen schulung eine gute Möglichkeit, an künftigen Multiplikatoren bei ihrer Arund Vereine. Beispielen der anderen viel Interesbeit mit Eltern und Kindern vor Ort als • Mehrsprachigkeit in der Familie: Nur santes und Nützliches für die eigemethodische Unterstützung dienen. Deutsch? Nur Russisch? Oder bei- ne Arbeit zu lernen. So wurden am Nach dem Kennenlernen präsentierte des? Samstag Best-Practice-Beispiele der die Projektleiterin das Projekt „SchulElternarbeit vor Ort vorgestellt: Erna Pacer, Vorsitzende der Ortsgruppe Karlsruhe der Landsmannschaft, präsentierte das Konzept, die Arbeit und die Angebote des Jugendhauses „Alle ie Kreisgruppe Münster der unter einem Dach" in Karlsruhe, was Landsmannschaft und der auf ein sehr starkes Interesse der TeilJSDR NRW laden mit Unterstütnehmer stieß. zung des SKV „Adler“ aus Kürten Die Kenntnisse, welche die TeilKinder (ab acht Jahren) und Junehmerinnen und Teilnehmer in der gendliche aus NRW herzlich zu eiMultiplikatorenschulung bekommen nem Sommerlager ein. Die Aktion haben, können sie sowohl für ihre eifindet vom 22. bis 28. Juli 2012 in genen Familien gebrauchen als auch der Jugendherberge in Meinerzfür ihre Tätigkeit als Multiplikatoren in hagen statt. den Gruppen der Landsmannschaft Die Meinerzhagener Jugendherberund des JSDR. ge ist unserer Meinung nach der ideVielen Dank an alle, die bei der Orgaale Ort für ein solches Unternehmen. Es gibt dort einen großen Sportplatz, nisation und Durchführung des Semieine Grillecke, eine Disc-Golfanlage und viel Platz für aktive Spiele. Das Pronars aktiv mitgewirkt haben! gramm mit verschiedenen Kultur- und Sportwettbewerben soll den Kindern Elena Bechtold und Jugendlichen nicht nur Spaß bringen, sondern auch Wissen und neue Freundschaften fördern. Mit viel Sport, Spiel und Spaß werdet ihr eine Woche von zu Hause weg Weitere Informationen sein! zum JugendBeeilt euch mit der Anmeldung, da die Anzahl der Plätze begrenzt ist! und Studentenring Für die Teilnahme wird ein Teilnehmerbeitrag erhoben. der Deutschen Kontakt und Anmeldungen bei aus Russland Andreas Wolzenin, lmdr.muenster@googlemail.com unter www.jsdr.de oder Siegfried Dinges, siegfried.dinges@yahoo.de

Sommerlager 2012

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JSDR - JUNI 2012

Mit Sport zum Erfolg

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m 6. Mai nahm die JSDR-Fußballmannschaft aus Stuttgart am Sportfest in Schwäbisch Gmünd (Baden-Württemberg) teil. Weil das Wetter nicht mitspielte, musste das Fußballturnier kurzfristig in die Sporthalle verlegt werden. Nachdem das Organisatorische geregelt war und der Spielplan feststand, begann das Turnier. Nach mehreren Runden schaffte es unsere Stuttgarter Mannschaft tatsächlich bis ins Finale. Dort traf man auf die Mannschaft aus Friedrichshafen. Die beiden Kontrahenten erwiesen sich als nahezu gleichwertig, doch schließlich war das Glück auf Seiten der Friedrichshafener, die sich den 1. Platz sicherten und die Stuttgarter auf den Ehrenplatz verwiesen. Nach dem Turnier hatten die Teilnehmer auf dem Gelände des Uniparks in Schwäbisch Gmünd die Möglichkeit, miteinander ins Gespräch zu kommen

Das JSDR-Team aus Stuttgart belegte Platz 2.

und über den Turnierverlauf zu diskutieren. Trotz des knapp verpassten 1. Platzes hat das Turnier uns allen sehr viel Freude bereitet. Die Mannschaft fuhr

mit dem Pokal, den Silbermedaillen und der festen Überzeugung nach Hause, beim anstehenden bundesweiten JSDR-Sport- und Kulturfest in Halle/Saale zu gewinnen. JSDR

Kürten: Sport- und Kulturfest begeisterte Sportfreunde

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m 28. April trafen sich Sportler und Sportfreunde zum Sport- und Kulturfest in Kürten (NRW). Insgesamt waren es 350, die gekommen waren, um an den Sportturnieren teilzunehmen, Gitarrenmusik zu genießen oder einfach nur mit der Familie und Freunden einen sonnigen Tag zu verbringen. Für die Sportler standen Basketball, Fußball, Volleyball, Tischtennis und Schach auf dem Plan. Livemusik, Tanz und die Wan-

derausstellung “Volk auf dem Weg” boten jedem das Richtige. Zum vierten landesweiten JSDRSport- und Kulturfest in Kürten machte das launische Aprilwetter eine Pause. Die Sonne feuerte nicht nur die Fußballer auf dem Feld und die Tischtennisspieler an den Platten an, sie versüßte auch allen Kindern den Tag Die Wanderausstellung gehörte ebenso zum Kulturprogramm wie die Show der Tanzgruppe "Unique" aus Büren

Der SKV Adler - Köln gewann das Volleyballturnier.

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und Gitarrenmusik der Gruppe "Adagio" aus Düsseldorf und das Saxophonspiel von Viktoria Wolzenin. Für die kleinen Besucher war draußen eine Hüpfburg aufgebaut, und jeder durfte kostenlos Masken basteln. Die Sportjugend Rheinisch-Bergischer Kreis informierte über die Arbeit vor Ort, und am Stand von Mentabizz konnte man seine Balance testen. Die folgenden Sieger nahmen stolz Urkunden und Plaketten mit nach Hause: • Volleyball: SKV Adler – Köln; • Fußball: Pobeda, Ratingen; • Basketball: Hurrikans, Herford; • Tischtennis: Michael Muchin, Bittburg; • Schach: Wolfgang Wieferig, Odenthal; • Spaß-Dame-Spiel: Viktor Weiz, Bittburg. Der JSDR und der SKV Adler bedanken sich bei allen Teilnehmern und Besuchern für das tolle Fest. Weitere Informationen und Bilder über die Vereinsaktivitäten finden Sie unter www.skv-adler.de oder www.jsdrnrw.de. Tatjana Weber, Pressesprecherin des JSDR NRW


BEILAGE

JSDR - MAI 2012

Jugend- und Studentenring der Deutschen aus Russland www.jsdr.de

"Tue Gutes und rede darüber!" Neue Rubrik für eine gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit des Jugend- und Studentenrings der Deutschen aus Russland und der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland e.V.

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ue Gutes und rede darüber“ – unter diesem Motto möchte der JSDR NRW den Ortsgruppen der Landsmannschaft in Nordrhein-Westfalen seine Unterstützung bei der Öffentlichkeitsarbeit anbieten. Jeder, der Hilfe bei der Öffentlichkeitsarbeit braucht, kann sich in der Zukunft an redaktion@jsdr.de wenden. Aus ein paar Notizen entsteht hier eine kleine Meldung, und wenn es mehr sein soll, kommt ein JSDR-Reporter vorbei. In den Ortsgruppen der Landsmannschaft in NRW und auch beim JSDR bringen sich viele Talente mit Herzblut ein. Wir organisieren Heimatabende und Sportfeste, spielen Theater oder schreiben Gedichte, aber berichten nicht immer darüber. Oft fehlt die Zeit, einen Bericht zu schreiben, und hin und wieder fehlen auch einfach nur die richtigen Worte. Wer Hilfe beim Verfassen von Texten über Ereignisse in den Ortsgruppen braucht, kann sich ab jetzt an redaktion@jsdr.de oder Tatjana Weber wenden. Diese Zusammenarbeit zwischen den LmDR- und JSDR-Gruppen soll auch Raum für praktischen Austausch schaffen. Dadurch wird ein Einblick in

die Arbeit der Ortsgruppen ermöglicht. Wenn z.B. in der Ortsgruppe Neuss der Landsmannschaft ein Tanzabend stattfindet, wäre es auch für den JSDR interessant, hinter die Kulissen zu blicken und eine kleine Ankündigung zu schreiben. Diese erscheint dann hier im Jugendteil der Zeitschrift "Volk auf dem Weg". So werden auch mehr junge Menschen der Landsmannschaft auf die Veranstaltung aufmerksam gemacht. Das Wissen und die Erfahrung der Aktiven der Landsmannschaft könnte auf diese Weise an die jungen Leute im JSDR und an alle, die sich dafür interessieren, weitergegeben werden. Vielfach hört man auf Seminaren über die Arbeit in den Gruppen, die allerdings nur durch kurze Notizen in der Zeitschrift erwähnt werden. Künftig könnte die Vielfalt der Landsmannschaft sichtbarer dargestellt werden. Wer in NRW Unterstützung bei der Öffentlichkeitsarbeit braucht, kann sich an Tatjana Weber wenden. Kontaktdaten und weitere Infos auf www. jsdr-nrw.de. Andere JSDR-Gruppen können sich dieser Initiative für eine gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit gerne anschließen! Tatjana Weber

Einladung zum JSDR-Sport- und Kulturfest 2012

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portfreunde aufgepasst! Bald ist es wieder soweit, das nächste bundesweite Sportfest des Jugend- und Studentenrings der Deutschen aus Russland findet am 16. Juni 2012 in Halle/Saale (SachsenAnhalt) statt. Folgende Turniere werden im Rahmen des Sportfestes durchgeführt: Fußball, Volleyball, Tischtennis, Schach, Tschapajew Dazu ein ausführliches Kulturprogramm für alle Anwesenden. Nähere Details und eine ausführliche Programmbeschreibung in der nächsten JSDR-Beilage in VadW sowie auf unseren JSDR-Internetseiten. Wir freuen uns auf Ihr Erscheinen! Infos unter: 0711-1665923 JSDR - Mai 2012 - 1

Wettbewerb:

Medienprojekt ,,Deutschland und Russland – zwei Heimatländer eines Volkes“

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b sofort habt ihr die Möglichkeit, an einem Wettbewerb des Medienprojektes ,,Deutschland und Russland – zwei Heimatländer eines Volkes“ teilzunehmen. Das Jugendprojekt ist dem 250. Jahrestag des Einladungsmanifestes der Zarin Katharina II. gewidmet. Bei dem Wettbewerb sollen die Jugendgruppen die geschichtlichen Ereignisse in kreativer Form (Videos, Fotos, Fachinterviews, Aufsätze, Power-PointPräsentationen etc.) präsentieren. Die Gewinner nehmen vom 18. bis 22. Juli 2012 an einem Foto-Meisterkurs in München teil. Die besten Ergebnisse werden im Internet im Rahmen der gemeinsamen Projekte zum 250. Jahrestag im Jahr 2013 vorgestellt. Bitte schickt uns eure Fotos, Ideen, Präsentationen und Videos an info@ jsdr.de zu. Bei Fragen zum Wettbewerb stehen wir unter der selbigen Adresse ebenfalls zur Verfügung. Projekt: Grenzüberschreitende Partnerschaftsmaßnahmen der Organisationen der deutschen Minderheit in der Russischen Föderation im Rahmen des Kooperationsabkommens der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland, der AGO „Internationaler Verband der Deutschen Kultur“, des Jugendrings der Russlanddeutschen und des Jugend- und Studentenrings der Deutschen aus Russland. Gefördert vom Bundesministerium des Innern (Deutschland) und dem Ministerium für Regionale Entwicklung (Russland).


JSDR - MAI 2012

Der JSDR und der ,,grüne Daumen“

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m 22. April trafen sich Mitglieder des Jugend- und Studentenrings der Deutschen aus Russland aus Baden-Württemberg in Stuttgart zu einer gemeinsamen Aktion. Das Treffen wurde genutzt, um den beim JSDR-Forum vorgestellten Baum einzupflanzen. Zu den schönsten und nachhaltigsten Ideen zählt das Pflanzen eines Baumes. Diese Idee hatte wir bereits am 5. November 2011 in das dritte Forum des Jugend- und Studentenrings der Deutschen aus Russland eingebracht. Die große Bedeutung des Baums kam durch zahlreiche Wünsche, Bekundungen und Empfehlungen für die Zukunft zum Vorschein, die von den Jugendlichen auf grünen Bändern notiert und symbolisch auf dem JSDRBaum angebracht wurden. Im April dieses Jahres war es nun soweit. Der Baum hatte eine beachtliche Größe angenommen, und der Die JSDR-Vorsitzende Elena Bechtold (links) und weitere Teilnehmer der PflanzPlatz zum Anpflanzen mitsamt der aktion. städtischen Erlaubnis war gesichert. Der JSDR-Landesverband Baden- Ein Auszug aus den Wünschen und folg so erleuchtet seid wie der somWürttemberg nutzte die Möglichkeit Empfehlungen der russlanddeutschen merliche Himmel von der Sonne!“ ,,Teil haben und Teil sein. Nehmen Sie und pflanzte den Baum gemeinsam Jugendlichen: immer Teil an jedem Projekt, wenn Sie mit jungen Deutschen aus Russland zeremoniell und unter Beachtung aller ,,Wir wünschen der nachfolgenden Zeit und Lust haben. Motivieren Sie Vorsichtsmaßnahmen in die frische Generation viel Erfolg, die notwendi- sich gegenseitig. Der Baum der WünErde ein. Schließlich soll der Baum ge Motivation, um Ziele zu erreichen, sche wünscht Ihnen, stark zu sein und über kommende Generationen wach- Mut sowohl in schlechten als auch in alle Hindernisse beseitigen zu könsen und die Jugendlichen als sym- guten Situationen und Kraft, um alle nen!“ ,,Seid mutig, stark in jedem Fall, wir bolische Vorlage für Standfestigkeit, Wünsche zu erfüllen!“ Wachstum und Gesundheit erfreuen! ,,Was der Einzelne nicht schafft, unterstützen euch dabei!“ ,,Liebe junge JSDR-Mitglieder! Seien Der JSDR Baden-Württemberg emp- schaffen wir zusammen!“ fiehlt, ähnliche Aktionen in jedem Bun- ,,Ein Deutscher aus Russland glaubt Sie mutig, kreativ und voll von Ideen, immer an sich und die eigenen Kräfte. die diese Welt positiv verändern köndesland durchzuführen. Bemerkenswert war das große Inte- Ich wünsche euch, dass ihr vom Er- nen. Und glauben Sie fest daran, dass Sie dieser Aufgabe auch gewachsen resse der Einheimisind!“ schen, deren Fragen die Gruppe mit großer Abgerundet wurde die Aktion mit eiFreude beantwortete nem Ausflug zum Stuttgarter Frühund dabei die Bedeulingsfest auf dem Cannstatter Wasen. tung des Baumes für Das Bäumchen befindet sich in der die russlanddeutschen Roentgenstraße, nahe der BundesJugendlichen und den geschäftsstelle der Landsmannschaft JSDR-Verband erläuder Deutschen aus Russland in Stuttterte. gart. Der Platz wurde mit freundlicher Für den Abschluss Unterstützung der Stadt Stuttgart zusorgte die JSDR-Bungewiesen. Ein Dank im Namen des desvorsitzende Elena JSDR-Vorstandes Baden-WürttemBechtold mit einer Aufberg geht an Nikolai Magal, der das zählung aller Wünsche, nötige Wissen sowie Werkzeuge zur die von JSDR-Teilnehoptimalen Verpflanzung des Baumes mern beim Forum im bereitgestellt hat. vergangenen Jahr festIgor Christ gehalten wurden. Der Baum wird gepflanzt. JSDR - Mai 2012 - 2


JSDR - MAI 2012 Projekt: Grenzüberschreitende Partnerschaften mit Verbänden der deutschen Minderheit in der Russischen Föderation Ausschreibung für Multiplikatoren und pädagogische Sprachleiter der Sprachlager (Sprachassistenten) Sprachlager bzw. Sommercamps werden von Verbänden der deutschen Minderheit in Russland traditionell als Maßnahmen zur Sprach- und Identitätsförderung von Kindern und Jugendlichen organisiert. Im Rahmen der Kooperation zwischen den o.g. Partnerorganisationen wollen wir die Sommercamps mit unseren Jugendleitern unterstützen. Sommercamp

Zeitraum

Sommercamp in Bautzen (Deutschland)

14. Juni – 28. Juni

Ethnokulturelles Sprachcamp im Moskauer Gebiet

2. August – 16. August

Æ Was machen die Sprachassistenten? Å Arbeiten im Tandem mit den Lehrern aus Russland beim Deutschunterricht; vermitteln deutsche Sprachkenntnisse während und außerhalb des Unterrichts und fördern das Interesse der Jugendlichen an der deutschen Sprache; helfen bei der Organisation der zahlreichen Maßnahmen und Veranstaltungen in Camps. Æ Wer kann teilnehmen? Å Junge Russlanddeutsche, die beim JSDR aktiv sind, im Alter von 18 - 30 Jahren, die Interesse an der Teilnahme an Sommercamps als Sprachassistenten haben. Æ Was wird übernommen? Å Flugkosten bzw. Bahnkosten; Unterkunft und Verpflegung. Æ Wie kann ich mich anmelden? Æ Schickt uns per E-Mail ein kurzes Motivationsschreiben an info@jsdr.de mit Angaben eurer Tätigkeit beim JSDR. Bereits bestehende Erfahrungen im Bereich der Jugendarbeit und/oder Sprachassistenz wären von Vorteil. Gefördert vom Bundesministerium des Innern (Deutschland) und dem Ministerium für Regionale Entwicklung (Russland), der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland (Stuttgart), dem Jugend- und Studentenring der Deutschen aus Russland (Stuttgart), dem Internationalen Verband der Deutschen Kultur (Moskau) und dem Jugendring der Russlanddeutschen (Moskau).

Die Teilnehmer des Familiensportfestes in Hannover.

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Interkulturelles Familiensportfest „Vater, Mutter, Kind das beste Team gewinnt!"

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ie JSDR-Gruppe Hannover führte in Kooperation mit der Ortsgruppe Hannover der Landsmannschaft am 21. April ein Sportfest für die ganze Familie durch. Es wurde vom MTV Groß-Buchholz von 1898, von der Sparkasse Hannover und vom LandesSportBund Niedersachsen unterstützt. Das Fest ist in Hannover bereits zu einer kleinen Tradition geworden – das zweite Jahr in Folge konnten Familien mit Kindern bei abwechslungsreichen Aufgaben ihre Kräfte messen. Eröffnet wurde das Sportfest mit einem gemeinsamen Tanz. Sport, Familienzusammenhalt und Spaß standen sehr nah beieinander und erfüllten nicht nur die teilnehmenden Familien, sondern auch zahlreiche Zuschauer mit großer Freude. Die besten Teams wurden mit Medaillen und kleinen Preisen geehrt. Aber auch die Familienmannschaften, die nicht vorne gelandet waren, wurden von den Zuschauern mit viel Applaus und Anerkennung unterstützt. Für die kleinsten Teilnehmer gab es viele kreative Spiele und Unterhaltung, und für gute Laune sorgte eine Breakdance-Gruppe. Wir bedanken uns herzlich bei allen Helfern, die uns bei dem Sportfest unterstützt haben, sowie bei allen Teilnehmern und Zuschauern, die diese Veranstaltung zu einem tollen Erlebnis gemacht haben! Dimitri Singer, JSDR-Hannover


JSDR - MAI 2012 Projekt: Grenzüberschreitende Partnerschaften mit Verbänden der deutschen Minderheit in der Russischen Föderation Einladung zur Teilnahme am Internationalen Jugendcamp des Jugendrings der Russlanddeutschen (JDR) vom 19.-26. August, Region Saratow Sprachlager bzw. Sommercamps werden von Verbänden der deutschen Minderheit in Russland traditionell als Maßnahmen zur Sprach- und Identitätsförderung von Kindern und Jugendlichen organisiert. Im Rahmen der Kooperation zwischen den o.g. Partnerorganisationen wollen wir die Sommercamps mit unseren Jugendleitern unterstützen. Das Jugendcamp ist dem 15. Jahrestag der Gründung des Jugendrings der Russlanddeutschen (JDR) gewidmet. Die Teilnehmer aus Russland und Deutschland, die in verschiedenen Jahren in der Jugendbewegung der Russlanddeutschen aktiv waren, tauschen ihre Erfahrungen aus, besprechen gemeinsam Probleme und Entwicklungsperspektiven des JDR und erarbeiten optimale Modelle einer Zusammenarbeit über die Grenzen hinaus. Æ Wer kann teilnehmen Å Junge Russlanddeutsche, die in der Jugendbewegung der Russlanddeutschen aktiv sind und beim Aufbau des Jugendrings der Russlanddeutschen mitgewirkt haben. Æ Was wird übernommen? Å Flugkosten bzw. Bahnkosten; Unterkunft und Verpflegung. Æ Wie kann ich mich anmelden? Å Schickt uns per E-Mail ein kurzes Motivationsschreiben an info@jsdr.de mit Angaben eurer Tätigkeit beim JSDR. Gefördert vom Bundesministerium des Innern (Deutschland) und dem Ministerium für Regionale Entwicklung (Russland), der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland (Stuttgart), dem Jugend- und Studentenring der Deutschen aus Russland (Stuttgart), dem Internationalen Verband der Deutschen Kultur (Moskau) und dem Jugendring der Russlanddeutschen (Moskau).

Ein neuer Sportverein in der JSDR-Landschaft!!!

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m 18. März 2012 wurde per einstimmigem Beschluss der neue Sport- und Kulturverein SKV Mülheim e.V. gegründet und kurze Zeit später in die Organisationsstruktur des JSDR NordrheinWestfalen integriert.

ße 93 in Mülheim a.d. Ruhr der neue Verein ins Leben gerufen und die Satzung durch alle 14 Gründungsmitglie-

Unter der Federführung des Vereinsvorsitzenden Sergej Mirosnicenko wurden in den Räumlichkeiten des Jugendheimes in der Blücherstra- Die Vorstandsmitglieder des SKV Mülheim. JSDR - Mai 2012 - 4

der einstimmig verabschiedet. Besonderer Dank gilt hier Denis Ginzburg vom Jugendmigrationsdienst der Diakonie Mülheim, der die Bereitstellung der Räumlichkeiten und der Trainingsstätte ermöglicht hat. Der SKV Mülheim e.V. bietet eine ideale Plattform für die Integration junger Deutscher aus Russland. So sollen neben dem Schwerpunkt des Fußballsports auch kulturelle Veranstaltungen unter Beteiligung der einheimischen Bevölkerung und interessierter Jugendlichen durchgeführt werden. Der Verein ist gemeinnützig und offen für alle. Das Training wird vorerst immer sonntags ab 13.30 Uhr auf der Sportanlage in Mülheim-Heißen stattfinden und in der Zukunft sicherlich noch erweitert werden. Für weitere Informationen steht Sergej Mirosnicenko unter der Tel.-Nr. 01632166785 zur Verfügung. Wir freuen uns, das neue sportliche "Kind" des JSDR NRW begrüßen zu dürfen, und hoffen auf eine rege Teilnahme an den zukünftigen Veranstaltungen des Vereines. Herzlichen Glückwunsch!!! D. Jaeger (JSDR NRW)

Breakdance in Hannover

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ie JSDR-Gruppe Hannover hat am 17. April 2012 einen Breakdance-Tanzkurs gestartet. Der Kurs findet einmal wöchentlich dienstags von 17.15 bis 18.15 Uhr im Nachbarschaftszentrum Spielarkaden in Hannover , Buchnerstr. 13b, statt. Breakdance macht Spaß und fördert Körpergefühl und Gemeinschaftssinn. Ebenso trägt unser Tanzkurs dazu bei, dass sich Kinder und Jugendliche besser kennenlernen und gemeinsam Freude an der Bewegung finden. Die Teilnehmer müssen keine Vorkenntnisse haben. Unser Tanzkurs ist so aufgebaut, dass jeder mitmachen kann. Teilnehmer, die schon Tanzerfahrung haben, werden sich ebenfalls nicht langweilen. Leitung: Maxim Pawluk, Deutscher und Europameister im Breakdance. Infos / Anmeldung: Tel.: 05136-9701736 JSDR-Hannover


BEILAGE

JSDR - APRIL 2012

Jugend- und Studentenring der Deutschen aus Russland www.jsdr.de

„Jugendarbeit unter Aussiedlern“ Thema der Aussiedlerbeauftragtenkonferenz der CDU

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ls Vertreterin des Jugendund Studentenrings der Deutschen aus Russland nahm seine Vorsitzende Elena Bechtold an der Sitzung der Aussiedlerbeauftragtenkonferenz der CDU am 24. Februar im Konrad-AdenauerHaus in Berlin teil. Bei der Sitzung ging es um aktuelle Fragen der Aussiedlerpolitik wie Fremdrenten und Umsetzung der Härtefallregelung zur nachträglichen Einbeziehung der Ehegatten oder Abkömmlinge von Spätaussiedlern in den Aufnahmebescheid. Außerdem berichtete der junge russlanddeutsche Politiker Nikolaus Haufler, Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft, über die zielgruppenorientierte Ansprache der Aussiedler im Hamburger Bürgerschaftswahlkampf 2011 und erhielt viel Zuspruch und Unterstützung. Ein weiterer Schwerpunkt der Sitzung und somit ein wichtiges Thema war „Jugendarbeit unter Aussiedlern“. Zu den damit verbundenen Fragen hielt Elena Bechtold ein Impulsreferat, dem eine Diskussion mit MdB Hermann Kues, Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, folgte. Elena Bechtold erläuterte die aktuellen Aspekte der Jugendarbeit mit Deutschen aus Russland anhand von Beispielen aus der JSDR-Arbeit. Als Schwerpunkte dieser Arbeit nannte sie: • Integration der jungen Deutschen aus Russland; • identitätsstiftende Jugendarbeit; • Partnerschaftsprojekte mit den Selbstorganisationen der deutschen Minderheit in den Herkunftsgebieten; • Pflege der Geschichte der Russlanddeutschen; • Zusammenhalt mit dem Elternverband, der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland;

Hintergrund:

Elena Bechtold

• generationenübergreifende Arbeit; • Sport, Erlebnispädagogik und Freizeitgestaltung; • politischer Beitrag zu Themen der Zuwanderung und Integration; • Förderung des sozialen Engagements. Das Wirken des Jugend- und Studentenrings der Deutschen aus Russland wurde von den Teilnehmern der Konferenz einhellig unterstützt. Die Entwicklung des JSDR in den vergangenen Jahren zeigt, dass die Themen der Jugendarbeit und die Methoden für die Gestaltung dieser Arbeit

„Die Sitzung der Aussiedlerbeauftragtenkonferenz der CDU Deutschlands hatte rund 75 Teilnehmer. Dem Gremium gehören unter anderem Aussiedlerbeauftragte der Landesund Kreisverbände, der CDU-Landtagsfraktionen und CDU-geführten Landesregierungen sowie Verantwortliche aus der Landsmannschaft und Jugendorganisation der Deutschen aus Russland sowie weitere Multiplikatoren der ehrenamtlichen Aussiedlerarbeit an.“ Pressestelle der CDU Deutschlands richtig gewählt wurden. Die Zusammenarbeit mit der Landsmannschaft sowie eine effiziente Kooperation mit anderen Verbänden und Organisationen tragen zu dieser positiven Entwicklung bei. Der JSDR bedankt sich auch beim Beauftragten der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, Dr. Christoph Bergner, für die tatkräftige Unterstützung. JSDR

Einladung zum JSDR-Sport- und Kulturfest 2012

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portfreunde aufgepasst! Bald ist es wieder soweit, das nächste bundesweite Sportfest des Jugend- und Studentenrings der Deutschen aus Russland findet am 16. Juni 2012 in Halle/Saale (SachsenAnhalt) statt. Folgende Turniere werden im Rahmen des Sportfestes durchgeführt: Fußball, Volleyball, Tischtennis, Schach, Tschapajew Dazu ein ausführliches Kulturprogramm für alle Anwesenden. Nähere Details und eine ausführliche Programmbeschreibung erhalten Sie in den kommenden JSDR-Beilagen in "Volk auf dem Weg" sowie auf unseren JSDR-Internetseiten. Wir freuen uns auf Ihr Erscheinen! Infos unter: 0711-1665923 JSDR - April 2012 - 1


JSDR - APRIL 2012

Ein Dichter mit Herz ist neuer Vorsitzender des JSDR NRW

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m 24. März hat der JSDR NRW seine Mitgliederversammlung in Solingen durchgeführt, einen neuen Vorstand gewählt und drei neue Gruppen aufgenommen. Glückwunsch an Siegfried Dinges für die Wahl zum neuen JSDRLandesvorsitzenden in Nordrhein Westfalen! Der JSDR NRW ist immer in Bewegung, das merkt man besonders bei der jährlichen Mitgliederversammlung. 2011 führte der JSDR NRW 17 Veranstaltungen durch, und für 2012 sind nicht weniger geplant. Damit der Vorstand auch in Bewegung bleibt, wechselt alle zwei Jahre der Vorsitzende. Seit dem 24. März 2012 heißt er Siegfried Dinges. Gemeinsam mit Siegfried Dinges sagen jetzt auch Waldemar Weiz, Tatjana Weber, Alexander Böttcher, Andreas Gaun, Dimitri Metzler, Wladimir Karanov, Sergej Provada, Andreas Dechert, Elena Herr und Elena Götz: "Wir sind da!" Direkt nach der Wahl plante der neue Vorstand das Sport- und Kulturfest in Kürten. Alle sind herzlich am 28. April zu Sport, Spiel, Musik und Tanz nach Kürten eingeladen. Außerdem sind in diesem Jahr drei neue Gruppen in den JSDR Nordrhein-Westfalen aufgenommen worden: die Tanzgruppe Unique aus Büren, der Box-Verein 1920 Mengede

aus Dortmund und der SKV Mülheim an der Ruhr. Siegfried hat den JSDR im Frühjahr 2010 kennen gelernt. Es war wohl Liebe auf den ersten Blick, denn schon im November dichtete er den Text zur offiziellen JSDR-Hymne. Mit der Hilfe von Freunden wurde aus seinen Zeilen ein Lied, und schließlich war auch das Musikvideo zum Song im Kasten. Für so viel Engagement gab es eine Auszeichnung auf dem JSDR-Forum 2011 in Stuttgart, und jetzt ist dieser Dichter mit Herz der neue Landesvorsitzende des JSDR NRW! „Wir haben sehr viel erreicht und erlebt, aber wir können mehr. Die Stärkung der Zusammenarbeit zwischen der Landesgruppe NRW der Landsmannschaft und dem JSDR NRW, die Gewinnung neuer Jugendlicher für den JSDR und der Erwerb neuer Tätigkeitsfelder werden den JSDR NRW in den kommenden zwei Jahren prägen“, sagte Siegfried nach der Wahl. Der neue Vorsitzende bedankte sich beim bisherigen Vorstand für die ausgezeichnete, konstruktive und sehr produktive Arbeit. Ein besonderer Dank ging an alle ehrenamtlichen Helfer und Mitwirkenden, die den JSDR NRW bisher entwickelt und gestaltet haben. Und: Man darf gespannt bleiben. Weitere Informationen: www.jsdr-nrw.de Tatjana Weber, JSDR NRW

Der neue Vorsitzende der JSDR-Landesgruppe NRW, Siegfried Dinges (hinten 2. von links), mit seinen Mitstreitern.

JSDR - April 2012 - 2

Alle für einen – einer für alle

Andreas Heinrich Dechert

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m 26. Februar fanden in Dortmund die Neuwahlen des Vorstandes der JSDR-Ortsgruppe Dortmund statt. Zum Vorsitzenden wurde der Informatikstudent Andreas Heinrich Dechert gewählt. Weitere Vorstandsmitglieder sind der Chemiestudent Aleksandr Gelenberg (Kulturreferent), die Studentin der Erziehungswissenschaften, Elena Herr (Kassenwartin und Organisationsreferentin), sowie die Philosophiestudentin Natalia Titova (Ideenmanagement) und die Sozialmanagerin Eleonora Faust (Pressereferentin). In einer regen Diskussion befasste man sich mit einem Motto für die Ortsgruppe. Schließlich entschied man sich für den Spruch der drei Musketiere „Einer für alle – alle für einen“. Wichtig bei der Wahl des Mottos waren die Stärkung des Gemeinschaftsgefühls und die Förderung des Zusammengehörigkeitsgefühls. Der neue Vorstand sprach sich für einen einheitlichen Auftritt in der Öffentlichkeit aus. Dazu sollten eine Internetseite, ein Flyer und eine Broschüre gehören. Die Teilnehmer waren sich außerdem einig, dass der Schwerpunkt der Ortsgruppe auf der Kulturarbeit liegen soll. Politische Bildung und Schulungen in diesem Bereich waren ebenfalls Gesprächsthema. Bei den Gesprächen wurde aber auch klar, dass besonderer Wert auf die Qualität und den Spaß bei der ehrenamtlichen Arbeit gelegt werden sollte. JSDR


JSDR - APRIL 2012 Volleyballturnier in Berlin

„Wir können uns helfen - Wir sind nicht allein“ Einladung zum Seminar zu Grundlagen der Vereins- und Verbandsarbeit

„Jugend in Niedersachsen“ Das Seminar findet am 12. Mai 2012 um 11 Uhr in der Jugendherberge Hannover, Ferdinand-Wilhelm-Fricke-Weg 1, 30169 Hannover, statt. Übernommen werden Verpflegung und Reisekosten (DB, 2. Kl., bitte alle Vergünstigungen in Anspruch nehmen). Teilnehmerbetrag: 5 Euro Auf dem Seminar können Sie mehr über den JSDR und unsere Arbeit erfahren, alte Freunde treffen, neue Kontakte knüpfen und Perspektiven für die Zukunft anbahnen. Wir wollen mehr! Gemeinsam mit euch!

Programm: 10.30 - 11.00 Uhr: Anreise 11.00 - 11.15 Uhr: Begrüßung, Vorstellung des Programms 11.15 - 11.30 Uhr: Kennenlernrunde 11.20 - 12.00 Uhr: Vortrag zum Thema „Geschichte, Identität und Integration“ 12.00 - 13.30 Uhr: Top 1. Verbandsarbeit: Grundlagen, Ressourcen und Möglichkeiten 13.30 - 14.00 Uhr: Top 2. Jugendgruppen und die Zusammenarbeit mit bestehenden Verbänden und Organisationen 14.00 - 15.00 Uhr: Mittagessen 15.00 - 15.30 Uhr: Diskussionsrunde zum Thema „Wie gestalten wir die Jugendarbeit vor Ort“ 15.30 - 16.00 Uhr: Erfahrungsaustausch 16.00 - 16.30 Uhr: Top 3. Fördermöglichkeiten von Jugendprojekten 16.30 - 17.45 Uhr: Top 4. Gründung neuer Jugendgruppen. Grundlagen und Erfahrungen 17.45 - 18.00 Uhr: Ergebnisse, Feedback-Runde 18.00 - 19.00 Uhr: Abendessen 19.00 Uhr: Abreise Anmeldung erbeten bis zum 30.4.2012 unter: E-Mail: info@jsdr-hannover.de Dimitri Singer, JSDR-Gruppe Hannover Tel.: 0511-9670564, Mob.: 0173-8012755

Kinderchor Hannover: Mit Freude am Singen dabei.

JSDR - April 2012 - 3

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ix e.V. und JSDR-Berlin laden herzlich ein zum 2. Mixed-Volleyballturnier am 28. April um 9.30 Uhr in Berlin, Glambecker Ring 90. Das Siegerteam bekommt den Wanderpokal, den die Integrationsbeauftragte des Bezirks Marzahn-Hellersdorf gestiftet hat. Einheimische Teams, zahlreiche Mannschaften von Spätaussiedlern und die Vereinigung der Vietnamesen aus Lichtenberg sind bereits regelmäßige Teilnehmer des Turniers, bei dem es nicht nur um sportliche Leistungen auf dem Spielfeld geht. Wir rechnen mit 16 Teams, und da zurzeit noch wenige Plätze frei sind, können sich weitere Interessenten aus ganz Deutschland bis zum 14. April unter info@mix-berlin.de anmelden. Weitere Informationen über die Veranstaltung finden Sie unter www.mix-berlin.de Roman Kurz

JSDR gründet Kinderchor in Hannover

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ie JSDR-Gruppe Hannover hat am 1. Februar einen Kinderchor gegründet, der einmal wöchentlich donnerstags von 16 bis 17 Uhr im Treffpunkt der Kulturen in Hannover, Karlsruher Str. 2c, übt. Bei uns entdecken Kinder ab vier Jahren mit Liedern und Bewegungsliedern spielerisch ihre Atmung und Stimme. Singen in einem Chor entwickelt das musikalische Gehör, stärkt die eigene Stimme und ermöglicht Kindern, soziales Verhalten zu üben. In unserem Kinderchor werden Lieder und Chorsätze gesungen, die vor allem die Freude am Klang und am Experimentieren mit der eigenen Stimme aufgreifen. Die Kinder können musikalische Fähigkeiten und Kenntnisse nicht nur theoretisch erwerben, sondern beim Singen selbst erleben. Ihre Eltern können sich in gemütlicher Atmosphäre treffen und austauschen. Kinder mit Spaß am Singen sind herzlich eingeladen. Leitung: Diplomierte Musiklehrerin Olga Welz Infos/Anmeldung: Tel.: 0511-8608886


JSDR - APRIL 2012

Gefördert vom Bundesministerium des Innern (Deutschland) und dem Ministerium für Regionale Entwicklung (Russland) Landsmannschaft der Deutschen aus Russland (Stuttgart) Jugend- und Studentenring der Deutschen aus Russland (Stuttgart)

Internationaler Verband der Deutschen Kultur (Moskau) Jugendring der Russlanddeutschen (Moskau)

EINLADUNG zur Teilnahme am Seminar für Multiplikatoren und pädagogische Leiter der Sprachlager vom 27. April bis 3. Mai 2012 in Moskau. Sommercamps werden von Verbänden der deutschen Minderheit in Russland traditionell als Maßnahmen zur Sprach- und Identitätsförderung von Kindern und Jugendlichen organisiert. Im Rahmen der Kooperation zwischen den oben genannten Partnerorganisationen wollen wir die Sommercamps mit unseren Jugendleitern unterstützen. Das Seminar hat das Ziel, die Sprachassistenten vorzubereiten. Æ Wer kann teilnehmen? Å Jugendliche des JSDR, 18-30 Jahre alt, die Interesse an der Teilnahme an Sommercamps im Jahr 2012 als Sprachassistenten unserer Partnerorganisationen haben. Æ Wie kann ich mich anmelden? Å Schicken Sie uns per E-Mail ein kurzes Motivationsschreiben an info@jsdr.de mit Angaben Ihrer Tätigkeit beim JSDR. Bereits bestehende Erfahrungen im Bereich der Jugendarbeit und/oder Sprachassistenz wären von Vorteil. Æ Was wird übernommen? Å Flug- bzw. Bahnkosten, Unterkunft und Verpflegung. Wir freuen uns auf Ihre Anmeldung Ansprechpartnerin: Natalia Ort, Tel.: 0711-1665915

JSDR - April 2012 - 4


BEILAGE

JSDR - MÄRZ 2012

Jugend- und Studentenring der Deutschen aus Russland www.jsdr.de

Baden-Württemberg: JSDR-Landesgruppe wählt neuem Vorstand

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m 11. Februar fand in der Jugendherberge Stuttgart die Mitgliederversammlung der JSDR-Landesgruppe Baden-Württemberg mit Neuwahl des Vorstandes statt. Die Teilnehmer der Mitgliederversammlung reisten bereits am Abend des 10. Februars an und nutzten die Gelegenheit zu einem ersten Kennenlernen der in der Jugendarbeit aktiven Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Die Mitgliederversammlung selbst begann am 11. Februar mit einem Grußwort der amtierenden Landesgruppenvorsitzenden Julia Scheidt. Zusammen mit der JSDR-Bundesvorsitzenden Elena Bechtold informierte sie die Neulinge über die Geschichte und Struktur des Jugendverbandes. Ihre Präsentation wurde mit großer Aufmerksamkeit verfolgt und durch Informationsmaterialien ergänzt. Den nächsten Punkt des Programms füllte die Planung künftiger Veranstaltungen und Projekte des Landesverbandes aus. Innerhalb kürzester Zeit stellte man eine beachtliche Anzahl unterschiedlichster Projekte zusammen, die von Sport und Kultur bis zu Freizeit- und Erlebnispädagogik reichten. Der Schwerpunkt aber lag auf Sportfesten und Turnieren für das erste Halbjahr 2012. Weitere Projekte sind Tanzfestivals, Kulturfeste für Kinder und Jugendliche und ein Rockfestival in Stuttgart, gefolgt von Wanderungen, Skiausflügen und einem Medienseminar.

Igor Christ neuer Vorsitzender Im Mittelpunkt der Versammlung stand die Wahl eines neuen Landesvorstandes. Nachdem Julia Scheidt auf eine

Mitglieder des neues Vorstandes der JSDR-Landesgruppe Baden-Württemberg (von links): Max Reichert, Dominik Imankus, Daniel Ressler, Igor Christ, Natalia Scharton, Alexander Daudrich und Julia Scheidt.

Wiederwahl als Vorsitzende verzichtet hatte, wurde Igor Christ einstimmig zum neuen Vorsitzenden gewählt. Außerdem gehören dem neuen Vorstand an: • die stellvertretenden Vorsitzenden Xenia Weimann, Julia Scheidt und Max Reichert; • die Kassenwartin Marina Kopp; • die Beisitzer Alexander Daudrich, Dominik Imankus, Daniel Ressler und Natalia Scharton.

Probleme ein. Besonders befasste er sich mit Einzelheiten des Spätaussiedleraufnahmeverfahrens und Fragen der Anerkennung von im Ausland erworbenen Berufsabschlüssen. ,,Es ist wichtig, dass man sich selbst einbringt, sich erkenntlich zeigt. Die demokratische Gesellschaft, in der wir leben, ist kompromissfähig. Als Bürger der Gesellschaft muss man sich einbringen, um sich bei verschiedenen Stellen Gehör zu verschaffen“, so Josip Juratovic.

Nach Abschluss der Mitgliederversammlung wurde das Treffen durch den Besuch des Bundestagsabgeordneten Josip Juratovic abgerundet. In seiner Rede ging der SPD-Politiker auf das Thema Integration der Deutschen aus Russland und die damit verbundenen Schwierigkeiten und

Die Termine der künftigen Projekte werden Sie in Kürze hier und auf der JSDR-Internetseite nachlesen können. Das nächste Treffen des baden-württembergischen Landesvorstandes ist für Ende März geplant. JSDR

JSDR - März 2012 - 1


JSDR - MÄRZ 2012

„Wir können uns helfen Wir sind nicht allein“ Einladung zum Seminar „Strukturen der Jugendarbeit“ und zur Mitgliederversammlung 2012 der JSDR-Gruppe NRW Wir treffen uns am 24. und 25. März 2012 in der Jugendherberge Solingen-Gräfrath, Flockertsholzer Weg 10, Solingen. Ermäßigter Teilnehmerbetrag für Mitglieder des JSDR und der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland.

Programm: 24. März: bis 11 Uhr: Anreise 11.00 - 11.30 Uhr: Vorstellungsrunde 11.30 - 13.00 Uhr: Seminar zu Strukturen der Jugendarbeit 13.00 - 14.00 Uhr: Mittagessen 14.00 - 16.00 Uhr: Teambildung in der Jugendarbeit 16.00 - 18.00 Uhr: Mitgliederversammlung 18.00 - 19.00 Uhr: Abendessen 19.00 - 20.00 Uhr: Vorbereitung des Sport- und Kulturfestes in Oberhausen (Kürten) Teambildung und Vorbereitung 21.00 Uhr: Bunter Abend 25. März: 8.00 - 9.00 Uhr: Frühstück 9.00 - 13.00 Uhr: Vorbereitung des Sport- und Kulturfestes in Oberhausen (Kürten) 13.00 - 14.00 Uhr: Mittagessen ab 14 Uhr: Abreise Anmeldung erbeten unter E-Mail: waldemar.weiz@skv-adler.de Waldemar Weiz JSDR NRW Tel.: 02268-907094 Mob. 0176-10398654 www.jsdr-nrw.de

JSDR-Landesgruppe NRW Jahresplanung 2012 „Wir sind da!“ 03.03. 17.03. 23.-25.03.

UVDR-Treffen in Düsseldorf Gitarrenforum in Düsseldorf Seminar zu Strukturen der Jugendarbeit Jahreshauptversammlung in Solingen 21.04. Jugend- und Studentenfestival, JSDR-Sport- und -Kulturfest 2012 in Kürten 27.04. Werksbesichtigung „Mercedes“ in Düsseldorf 05.-06.05. Rhetorik-Training 1 in Köln 26.05. Schifffahrt "Schlösser am Rhein" 11.-13.05. Familienseminar in Hattingen (Solingen) 09.-10.06. Volleyball- / Faustballwochenende in Neuss 16.06. Bundesweites JSDR-Sport- und -Kulturfest 2012 in Halle 01.07. Gitarrenkonzert „Adagio“ in Düsseldorf 14.-28.07. Jugendaustausch Omsk / Kostroma in NRW 21.07. Klettern in Oberhausen 27.-29.07. Kanufahrt in Essen 04.-05.08. Überlebenstraining 30.09. „Tag der Integration“ in Düsseldorf 05.-07.10. Familienseminar in Schmallenberg 25.11. Gitarrenforum in Düsseldorf 02.-04.11. JSDR-Jugendforum in Stuttgart 01.-02.12. JSDR-Zukunftswerkstatt Weitere Termine werden im Laufe des Jahres unter www.jsdr-nrw.de mitgeteilt. Änderungen der Termine sind möglich. Waldemar Weiz: Tel.: 02268-907094 E-Mail: waldemar.weiz@skv-adler.de, www.jsdr-nrw.de

Rudolf aus Russland sucht eine Gastfamilie

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ie kommen aus Russland? Sie haben Kinder im Alter zwischen 14 und 17 Jahren, die in die Schule gehen? Und wünschen Sie sich mehr Kontakt Ihrer Kinder mit der Heimat Russland? Die DJO – Deutsche Jugend in Europa e.V. sucht eine Gastfamilie für Rudolf Miller, der aus Bratsk kommt. Er ist 15 Jahre alt und ethnischer Deutscher, der mit seiner Familie in Russland lebt. Er gibt Deutsch als seine zweite Muttersprache an und ist bestrebt, seine Deutschkenntnisse zu verbessern. Rudolf Miller würde gerne sechs bis acht Wochen im März oder April in Deutschland bleiben (genaue Termine nach Absprache mit der Familie). Er wünscht sich eine Familie, die bereit ist, ihn mit offenem Herzen und Interesse an interkulturellen Austausch aufzunehmen. Bei Interesse und für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an folgende Adressen: Tel.: 0711-6586533 E-Mail natalia.loos@djobw.de DJO-Deutsche Jugend in Europa e.V., Schlossstraße 92, 70176 Stuttgart JSDR - März 2012 - 2


JSDR - MÄRZ 2012

Aktivitäten der JSDR-Gruppe Hannover

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ie JSDR-Gruppe Hannover hat am 14. Februar einen Kurs für musikalische Früherziehung von Kleinkindern eröffnet, der einmal wöchentlich dienstags von 16 bis 17 Uhr in deutscher Sprache im Nachbarschaftszentrum Spielarkaden in Hannover, Buchnerstr. 13b, stattfindet. Der Kurs ist für Kinder von zweieinhalb bis vier Jahren gedacht. Die Kinder lernen in der Gruppe spielerisch, sich gegenseitig zu akzeptieren, sich wahrzunehmen und Rücksicht aufeinander zu nehmen. Viele Kinder von Spätaussiedlern werden nur mit der russischen Sprache aufgezogen. Bei uns lernen die Kinder die deutsche Sprache, damit sie im Kindergarten keine Integrationsschwierigkeiten haben. Die Kinder sollen lernen, aus sich heraus zu gehen und trotz eventueller Schwierigkeiten auf Deutsch zu kommunizieren. Das Singen und Musizieren mit unterschiedlichen Instrumenten fördert zusätzlich den natürlichen Bewegungsdrang der Kinder und regt ihre Phantasie an. Während der Kurs läuft, können sich die Eltern bei einem Kaffee miteinander unterhalten, so dass auch zwischen ihnen soziale Kontakte gepflegt werden.

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benfalls im Nachbarschaftszentrum Spielarkaden in Hannover trifft sich einmal wöchentlich am Dienstag von 16 bis 17 Uhr ein Nähund Strickkurs für Mädchen, den die JSDR-Gruppe Hannover am 17. Januar eingerichtet hat. Unsere Großmütter hatten sehr gute Kenntnisse im Nähen und Stricken! Heute weiß kaum jemand, wie man eine Nadel in der Hand hält! Um diese Fähigkeiten wieder zu beleben, haben wir den Kurs organisiert. In Hannover hat es bisher keine solchen oder ähnliche Angebote gegeben. Deshalb ist unser Kurs sehr beliebt. Mit großem Interesse besuchen Kinder den Kurs und haben schon ihr erstes Stofftier genäht. Mit jeder Stunde kommen mehr Kinder zu uns. Die Begeisterung der Eltern ist für uns ebenfalls ein positives Zeichen. Infos / Anmeldung zu beiden Kursen: Tel.: 0511-5498451

Musikalische Früherziehung in Hannover.

Mit dem JSDR im Schnee!

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nfang Februar waren wir mit dem JSDR in Winterberg (bei Schmalenberg). Es war richtig witzig, nur leider hat das Wetter nicht mitgespielt. Es war nass und feucht, und die erste Nacht war sehr kalt. Einige von uns mussten sogar zum Skianzug greifen!!! Das Essen war wirklich super. Am Freitagabend gab es Schnitzel mit Kartoffeln und Gemüse (Mann - war das lecker!). Ganz normal am Morgen um 8 Uhr gab es Frühstück, wie immer mit Brötchen und Beilagen. Wir Kinder tranken so viel leckeren Orangensaft, dass wir fast süchtig danach wurden. Nach dem Frühstück machten sich alle fertig für Winterberg. Der Wintersport hat total Spaß gemacht - na ja, wären da nicht der Schneeregen und die durchnässte Kleidung gewesen. Aber toll war es trotzdem. Am Abend gab es eine Disco, auch für uns, aber es hat was gefehlt - darüber erzählen wir beim nächsten Mal mehr. Am Sonntag gab es zum Frühstück wieder frische Brötchen mit Beilagen und dazu den leckeren Orangensaft!!! Dann hieß es Zimmer abgeben, Sa-

Darina und Egor

chen packen und Tschüss sagen. Leider!!! Mit Spaß, Sport und guter Laune solltest auch du das nächste Mal dabei sein!!! (Dieser Artikel ist unseren Vätern Waldemar Weiz und Siegfried Dinges gewidmet.) Egor Weiz (11 J.) und Darina Dinges (11 J.)

Weitere Informationen zum Jugend- und Studentenring der Deutschen aus Russland unter www.jsdr.de JSDR - März 2012 - 3


JSDR - MÄRZ 2012

Wieso redet Papa so komisch deutsch?

Der Unternehmerverband der Deutschen aus Russland informiert Liebe UVDR - Mitglieder, der Unternehmerverband der Deutschen aus Russland organisiert am 3. März 2012 in Düsseldorf (Rather Kreuzweg 79, S-Bahn "Rath-Mitte", Luftbunker, Eingang im Hof) ein Treffen mit deutschen Unternehmern aus Russland (Kontaktbörse, Erfahrungsaustausch). Außerdem sind wir zu Gast beim Gitarrenclub ADAGIO in Düsseldorf. Alle sind ganz herzlich eingeladen. Weitere Informationen zum Unternehmerverband unter www.uvdr.de

Zum Gedenken an Linda Steinborm Darina Dinges und ihr Vater Siegfried.

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ch habe ja versprochen, dass ich erkläre, wieso Papa so komisch deutsch spricht, hier ist meine Erklärung: Mein Papa redet richtig witzig und komisch deutsch. Ich hab mich dann natürlich gefragt, wieso eigentlich, und er hat mir alles erklärt: Papa ist ein Deutscher aus Russland, um genau zu sein aus Sibirien. Da er aber deutsche Wurzeln hat, ist er nach Deutschland zurückgekommen. Insgesamt wohnt seine ganze Familie hier schon seit 13 Jahren. In den 13 Jahren hat mein Papa eine Menge geschafft. Er ist vom Heckenschneider zum Maschinenbauingenieur aufgestiegen und hat seit Jahren eine vernünftige Arbeit. Übrigens, man versteht ihn recht gut, wenn er langsam redet. In Russland ist es aber ganz anders als hier. Dort gibt es Schuluniformen und hier nicht (ist auch gut so). Das Essen ist anders, und in manchen Dörfern sind sogar noch die Toiletten draußen. Generell ist alles anders, aber Papa hat auch gesagt: „Dort sind die Sprachen nicht gefördert worden!“ Ich fasse zusammen: zwei unterschiedliche Länder, zwei unterschiedliche Kulturen, zwei Sprachen. Darina Dinges

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inda Steinborm von der JSDRMitgliedsgruppe „Indigo“ aus Schweinfurt, geboren am 15. November 1989 in Russland, starb am 25. Januar 2012 nach einem Autounfall bei Schweinfurt (Bayern). Linda war ein aktives, aufgeschlossenes und gutherziges junges Mädchen. Und es fällt uns immer noch schwer zu glauben, dass es real ist, dass es diesmal in den sonst unpersönlichen Polizeiberichten um eine Person ging, die wir kannten, die wir gerade eben in einem Video von der letzten JSDRVeranstaltung gesehen hatten, über die wir gerade noch gestern gesprochen hatten... Linda war 22 Jahre alt. Sie hatte Pläne... 2011 schloss sie ihre Ausbildung als Maßschneiderin/Damenschneiderin bei Loni Karbacher in Schweinfurt ab. Sie hatte ein Kleidungsmodell entwickelt, das bei einem Wettbewerb in Unterfranken den 1. Preis gewann. Die nächste Stufe war ein Modewettbewerb in Bayern, bei dem Linda mit ihrem Modell den 2. Platz belegte und damit ein Stipendium für ein Modedesign-Studium bekam. Das Studium wollte sie in diesem Frühjahr in München beginnen... Loni Karbacher fertigt zurzeit eine Kleidungskollektion, die auf Lindas Entwürfen basiert. Linda engagierte sich in der Jugendgruppe „Indigo“ in Schweinfurt. Beim JSDR-Sport- und -Kulturfest in Fulda 2011 trat sie mit einem Tanz auf. Ebenfalls 2011 wurde sie von „Indigo“ zusammen mit zwei anderen jungen JSDR - März 2012 - 4

Linda Steinborm

Leuten ausgewählt, die Gruppe beim JSDR-Forum zu vertreten. Jetzt bereitet die Gruppe einen Gedenktag für sie vor. Linda tanzte gerne, sie zeichnete und sammelte kleine Engelsfiguren. Wir sprechen Lindas Familie und ihren Freunden unser herzliches Beileid aus. Sie wird in den Herzen der Menschen, die sie lieben, weiterleben. JSDR


BEILAGE

JSDR - FEBRUAR 2012

Jugend- und Studentenring der Deutschen aus Russland www.jsdr.de

„Demokratie und die Jugendarbeit“ Demokratietraining für die jungen Multiplikatoren der MSO

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ugendpolitische Bildung gehört zu den Aufgaben der Jugendorganisation der Landsmannschaft, des JSDR. Die aktive Teilnahme an politischen Geschehnissen des Landes wird immer mehr von jungen Spätaussiedlern angestrebt. Eine qualitativ gute Teilnahme am politischen Leben benötigt aber nicht nur professionelle Politiker, sondern vor allem auch professionelle Bürger. Vom 16. bis 18. Dezember 2011 fand in Hilchenbach (NRW) unter dem Motto „Demokratie und die Jugendarbeit“ ein Demokratietraining für junge Multiplikatoren der Migrantenselbstorganisationen statt. Obwohl die Feiertage vor der Tür standen, konnten sich die Organisatoren über eine sehr hohe Zahl von Anmeldungen freuen. Leider war die Teilnehmerzahl auf 35 Personen begrenzt, so dass nicht alle Interessenten dabei sein konnten. Die Teilnehmer kamen aus unterschiedlichen Bundesländern (NRW, Berlin, Bremen) und brachten ein reges Interesse an den angebotenen Themen der Maßnahme mit. Im Rahmen des Demokratietrainings wurden folgende Themen behandelt:

• Grundlagen und Erfolgskriterien des demokratischen Aufbaus der deutschen Gesellschaft; • demokratische Strukturen und Regelungen im vereinigten Europa; • Potenziale und Perspektiven der jugendpolitischen Arbeit; • internationale Projekte mit dem Schwerpunkt Demokratie in der Europäischen Union; • Einflüsse der neuen Medien auf die Jugendpolitik und die Öffentlichkeitsarbeit. Die fachgerechten und medienunterstützten Vorträge wurden in der Gruppenarbeit in Diskussionen durch Best-Practice-Beispiele erweitert und vertieft. Die Organisatoren und vor allem die Teilnehmer konnten vom Einsatz der beiden Referenten, des ehemaligen Beauftragten der Bundesregierung für Aussiedlerfragen, Jochen Welt, und Siegfried Dinges, profitieren und viele neue Erkenntnisse mitnehmen. „Es ist eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe, Politiker zu sein. Doch die Politik machen nicht nur die Bundestagsabgeordneten. Vielmehr sind es die einfachen Bürger, die durch ihre Teilhabe am politischen Leben ent-

Die Teilnehmer des Seminars in Hilchenbach.

JSDR - Februar 2012 - 1

scheiden, was mit Deutschland passiert“, so Jochen Welt. Das Demokratietraining wurde vom bundesweiten Projekt der Landsmannschaft „Potentiale erkennen - Miteinander stärken“ unter der Leitung von Anna Weiz organisiert und durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge und das Innenministerium des Landes NRW gefördert. Anna Weiz

Olympische Winterspiele in Sotschi

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ie Staatliche Universität Sotschi hat im Mai 2011 ein Zentrum „Forward“ zur Vorbereitung von Volontären auf die XXII. Olympischen Winterspiele und die XI. Paralympischen Winterspiele in Sotschi gegründet. Im Oktober 2011 fand das 1. Treffen der russischen Volontäre statt, die als Übersetzer und Interviewer sowie in den Bereichen Registrierung, Gästeservice und Transportdienstleistungen bei Sportforen, internationalen Ausstellungen und Konferenzen arbeiten werden. Gegenwärtig hat die Vorbereitung von Volontären auf die Olympischen und Paralympischen Winterspiele in Sotschi 2014 Priorität. Für junge Menschen, die sich an der Volontärbewegung beteiligen, eröffnen sich viel versprechende Möglichkeiten eines journalistischen und Dienstleistungsengagements bei der Sommeruniversiade in Kasan 2013, den Winterspielen in Sotschi 2014 und der Fußball-Weltmeisterschaft 2018 in Sotschi. Die Voraussetzungen für die Bewerbung sind unter der folgenden Kontaktadresse zu erhalten: Tel.: 8622-648627 E-Mail: sochi-volunteers@yandex.ru http://www.sutr.ru/volunteers; http://vkontakte.ru


JSDR - FEBRUAR 2012

Zu Gast beim Jugendklub „Diamant“ in Astana

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eißer knirschender Schnee, Kälte von minus 20 Grad, festlich geschmückte Tannenbäume, fünf Stunden Zeitunterschied und frostige Luft, die nach einem fast sechsstündigen Flug sehr erfrischt – wir sind in der Hauptstadt Kasachstans Astana angekommen. Astana ist eine junge, moderne und faszinierende Stadt mitten in der kasachischen Steppe, die den Sowjetbürgern bis 1991 als eine kleine Stadt in Zentralkasachstan unter dem Namen Zelinograd bekannt war. Seit 1997 ist Astana die Hauptstadt Kasachstans. Das Wort „Astana“ bedeutet auf Deutsch „Hauptstadt“ und wurde als historisch und politisch nicht vorbelasteter Name bewusst gewählt. Der Grund der dreitägigen Reise nach Astana war die 9. Sitzung der Deutsch-Kasachischen Regierungskommission vom 8. bis 10. Dezember 2011, die sich mit den Angelegenheiten der Bürger der Republik Kasachstan deutscher Volkszugehörigkeit befasste. (Über die Sitzung hat "Volk auf dem Weg" in der vorherigen Ausgabe ausführlich berichtet.) Zum ersten Mal nahmen an der Sitzung der Regierungskommission Vertreter der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland und des JSDR

Beim Besuch des Theaterstücks mit dem Aussiedlerbeauftragten der Bundesregierung, Dr. Christoph Bergner (vorne, 2. von rechts).

teil. Dank dieser Teilnahme beschäftigte sich die Kommission auch mit Partnerschaftsprojekten als neuem Thema. Partnerschaften sind insofern wichtig, als der Erhalt der Identität der Russlanddeutschen nur in einem Dialog zwischen den Russlanddeutschen in den Herkunftsgebieten und in Deutschland möglich ist. Nachdem die Landsmannschaft der Deutschen aus Russland und die As-

Das Theaterstück "Mit Hoffnung im Herzen" war dem 70. Jahrestag der Deportation der Deutschen in der Sowjetunion gewidmet.

JSDR - Februar 2012 - 2

soziation der Deutschen Kasachstans „Wiedergeburt“ im August 2011 ein Partnerschaftsabkommen unterzeichnet haben, wird auch der JSDR seine Partnerschaften im Rahmen des Partnerschaftsabkommens, das bereits 2009 mit der Jugendorganisation der Deutschen Kasachstans geschlossen wurde, ausweiten. Während der Reise hatten wir die Möglichkeit, die Arbeit der Selbstorganisationen der Deutschen Kasachstans näher kennen zu lernen, wie zum Beispiel die des Jugendklubs „Diamant“ in Astana. In dem Jugendklub der Deutschen Kasachstans in Astana läuft ein Projekt mit dem Namen „Soziales Theater“. Die Premiere des Theaterstücks „Mit Hoffnung im Herzen“, der die Mitglieder der Regierungskommission beiwohnten, war dem Thema “70 Jahre Deportation“ gewidmet. Das Stück wurde von den jungen Menschen auf Deutsch und Russisch aufgeführt und schilderte reale Lebensgeschichten der aus der Ukraine nach Kasachstan deportierten Russlanddeutschen, die den Zuschauern unter die Haut gingen. Nach dem Theaterstück konnten wir uns mit unseren Partnern unterhalten und gemeinsame Pläne für die Zukunft besprechen. Elena Bechtold JSDR-Vorsitzende


JSDR - FEBRUAR 2012

Den Regen vergessen und Schnee genießen

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onne, Schnee und malerische Winterlandschaften - so stellen wir uns alle den Winter

vor...

Leider hatte uns das Wetter im Dezember nicht mit Schneepracht verwöhnt. Also beschlossen wird, nach Winterberg im Hochsauerland mit seinen Skipisten zu fahren, um dort den Schnee zu suchen. Über 40 junge Spätaussiedler fanden vor dem Jahreswechsel den Weg nach Winterberg und verbrachten dort ein erlebnisreiches Wochenende im Freundeskreis. Nicht alle kannten sich vorher, doch zum Schluss waren alle Freunde geworden. Die Landesgruppe NRW des Jugendund Studentenringes der Deutschen aus Russland führte vom 13. bis 15. Januar erfolgreich eine weitere erlebnispädagogische Maßnahme für junge Aussiedlerfamilien durch. Die Fahrten nach Winterberg sind schon zu einer Visitenkarte der Jugendorganisation geworden und ziehen immer wieder Interessenten an. Obwohl es im Tal regnete, gab es oben auf dem Berg prächtiges Wetter mit Schnee und Sonnenschein. Jeder konnte etwas für sich finden Ski, Snowboard, Schlitten fahren oder einfach durch den verschneiten Wald spazieren gehen, alles war möglich. „Die Fahrten nach Winterberg sind für unsere Organisation sehr wichtig. Sie ersetzen vielen jungen Familien einen teuren Winterurlaub und bringen den Kindern viel Spaß! Die Anziehungskraft der Maßnahme kommt dem JSDR und der Landsmannschaft gleichermaßen zugute. Viele lernen dort unsere Organisationen kennen und treten der Landsmannschaft bei. Allein 2011 haben wir bei der Erlebnispädagogik in Winterberg über 20 neue Mitglieder für die Landsmannschaft gewonnen!“, so Waldemar Weiz, Vorsitzender der JSDR-Landesgruppe NRW. Die Organisatoren bedanken sich recht herzlich bei allen Teilnehmern der Maßnahme. Ein ganz besonderer Dank geht an die jungen Mitglieder des UVDR (Unternehmerverband der Deutschen aus Russland), Sergej Cetvertnyh und Wassilij Gontscharow, die mit ihren Spenden die Maßnahme ermöglicht haben! Wir freuen uns auf weitere gemeinsame Erlebnisse! www.jsdr-nrw.de

Bestens gelaunt in Winterberg.

Da lernen, wo andere Urlaub machen!!!

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om 7. bis 15. Januar 2012 reisten Jugendliche nicht nur aus ganz Russland, sondern auch aus Deutschland nach Sotschi zu einer vom Internationalen Verband der deutschen Kultur (IVDK) organisierten Veranstaltung in den Bereichen Organisation, Management, Selbstorganisation, Sprachassistenz bzw. Deutschunterricht und Freizeitgestaltung.

Parallel dazu debattierten die Teilnehmer der „Avantgard“-Gruppe und die Fußballer trainierten fleißig für ihre Turniere. Seit einigen Jahren unterstützen die Mitglieder des JSDR die Jugendcamps in Russland, die von unseren Partnerorganisationen, dem IVDK und dem Jugendring der Russlanddeutschen, durchgeführt werden, als Sprachassistenten.

Mitglieder des JSDR mit Olga Martens (IVDK; 3. von rechts).

JSDR - Februar 2012 - 3


JSDR - FEBRUAR 2012 Während der Veranstaltung in Sotschi haben die drei Vertreter des JSDR ihre Kenntnisse und Fertigkeiten in der praktischen Jugendarbeit verbessert. Das ethno-kulturelle Event der Russlanddeutschen bot der Jugend neben der Theorie auch eine aktive Weiterbildung in Tanz, Sport und Geschichte an.

Die effektive Arbeit schloss man jeden Tag mit verschiedenen Abendveranstaltungen ab, zu denen die Teilnehmer aller Projekte zusammentrafen. Diese hatten nicht nur einen ethnokulturellen Hintergrund, sondern förderten zum Teil auch die bereits vorhandenen Kenntnisse der Jugendlichen. Die exotische Umgebung wur-

de für eine Reihe von Exkursionen ebenso genutzt wie für Seminare im Freien. „Sommer startet neue Wege!“ - das war unser Motto! Das Abschied, der für gewöhnlich weniger angenehm verläuft, war also erst der Anfang! Kamilla Disendorf

Deutsche Weihnachten in Russland durch die Jahrhunderte - Geschichte und Geschichten

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ie besten Chancen auf weiße Weihnachten hatten am 22. Dezember 2011 die Besucher der bisher größten Veranstaltung des Berliner JSDR-Landesverbandes, organisiert in Zusammenarbeit mit dem OEZ Berlin-Verlag. Dem JSDR war bei der Planung und Durchführung der Maßnahme vor allem daran gelegen, der breiten Öffentlichkeit die Geschichte, die Traditionen und Lyrik der Russlanddeutschen im Zusammenhang mit Weihnachten nahe zu bringen. Literaten, Verleger, Historiker, Studenten, Schauspieler und viele verehrte Gäste fanden sich an diesem Tag in den gemütlichen Räumlichkeiten des Berliner Roten Rathauses ein. Im Foyer legte man eine große Auswahl an Büchern mit russlanddeutscher und osteuropäischer Thematik aus, und einen Tisch weiter konnte man sich an köstlichem Weihnachtsgebäck laben. Die "Hauptspeise" erwartete die Gäste aber erst im Saal. Monika Gossmann und Jochen Heinz machten den Anfang mit weihnachtlichen Gedichten und Auszügen aus dem Lukasevangelium. Moderiert wurde die Veranstaltung vom Leiter des OEZB-Verlags, Detlef W. Stein. Der Vorsitzende des JSDR in Berlin, Vitalij Brodhauer, übernahm die Vorstellung unseres Landesverbandes, seiner Ziele und Erfolge. Edwin Warkentin hatte als Kulturreferent des Verbandes und Kenner der russlanddeutschen Geschichte und Kultur auch in Bezug auf das Christfest einiges zu bieten. Nach einer vergleichenden Gegenüberstellung der deutschen und russlanddeutschen Weihnacht bereitete er allen Anwesenden eine schöne Überraschung, als er seinen neuesten Fund präsentierte – einen Auszug aus dem Buch seiner entfernten russlanddeutschen

Gäste der Weihnachtsfeier in Berlin.

Verwandten aus Paraguay, in dem sie sich sehr ausführlich an einen Heiligabend im Jahre 1923 in einem deutschen Dorf in Sibirien namens Alexanderkron (heute Kussak) erinnern. Monika Gossmann, eine russlanddeutsche Schauspielerin aus Berlin, trug im Anschluss Weihnachtsgedichte der Russlanddeutschen vor und berichtete über ihre eigenen Erfahrungen. Marianne Blasinski, Schriftstellerin und Autorin im OEZ Berlin-Verlag, las einige Auszüge aus zwei ihrer Bücher vor. Eberhard Behrens, Theologe aus Potsdam, bot Unterhaltsames aus seinem Buch „Russland mit meinen Augen. Impressionen von der Wolga“, indem er über seine kulturellen

Erfahrungen mit russlanddeutschen Geistlichen berichtete. Alexander Reiser, russlanddeutscher Schriftsteller aus Berlin, bereitete mit seinen lustigen Geschichten aus dem Leben der russlanddeutschen Spätaussiedler allen sehr viel Freude. Nach einer kurzen Diskussionsrunde ließ man den ereignisreichen Abend mit Gesprächen in kleineren Runden und Interessengruppen ausklingen, ehe man sich in die nieselnde Wärme des diesjährigen Berliner Herbstwinters begab. Jochen Heinz Weitere Informationen zu der Veranstaltung sowie ein Radiobeitrag sind unter www.jsdr.de zu finden.

Jugendleitertagung in Stuttgart

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om 10. bis 11. Februar 2012 findet im Rahmen des Projektes „Mit-Wirken - Junge Zuwanderer für ein Miteinander in BadenWürttemberg“ (gefördert durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend) in der Jugendherberge Stuttgart International eine Jugendleiterschulung für Mitglieder des JSDR-Landesverbandes Baden-Württemberg statt. Anmeldung bei Julia Scheidt per E-Mail: julia-scheidt@web.de Wir freuen uns auf euch! JSDR-Landesvorstand Baden-Württemberg JSDR - Februar 2012 - 4


BEILAGE

JSDR - JANUAR 2012


JSDR - JANUAR 2012

„Schulbank für junge Eltern“ an bundesweiten Projektstandorten

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m Rahmen des Projektes „Schulbank für junge Eltern“ fand vom 25. bis 27. November die erste Multiplikatorenschulung statt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer von Ortsgruppen der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland und des JSDR aus Sachsen-Anhalt, Berlin, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen trafen sich in Dresden zum Thema „Herausforderungen des Elternseins in der neuen Heimat“.

Am Anreisetag verlief das gegenseitige Kennenlernen in einer lockeren und gemütlichen Atmosphäre. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren offen für spielerische Methoden und gestalteten den Abend aktiv mit. Der Samstag begann mit der Präsentation des Projektes „Schulbank für junge Eltern“; es wurden Ziele des Projektes und der ersten Multiplikatorenschulung dargestellt. Der erste Expertenvortrag war dem Thema „Kulturell bedingte Erziehungsmuster. Rechte und Pflichten der Kinder und der Eltern“ gewidmet. Die Referentin Ibolya Kovács (JugendInfoService Dresden) erläuterte den Begriff Kultur, stellte einige Kulturdimensionen und ein Akkulturationsmodell vor. Im Fokus ihres Vortrages standen Rechte und Pflichten der Kinder und Eltern, die im Grundgesetz der Bun-

desrepublik, im Kinder- und Jugendhilfegesetz und in der Kinderrechtskonvention verankert sind. Die anschließenden Fragen und Meinungen zum Vortragsthema zeigten das große Interesse der Teilnehmer. Während der Kaffeepause besprachen die zukünftigen Multiplikatoren das aktuelle Thema. Der zweite Vortrag zum Thema „Interkulturelle Erziehung und Mehrsprachigkeit in der Familie, kompetente bilinguale Erziehung“ fand gleichfalls die positive Resonanz aller Teilnehmern. Die Expertin Šárka Atzenbeck (vom tschechisch-deutsch-slowakischen Bildungsverein Schola ludus e.V., Dresden) berichtete über eigene Erfahrungen im Bereich der zweisprachigen Kindererziehung. In einer lebendigen Diskussion wurden Fragen gestellt und Erfahrungen ausgetauscht. An den informativen Vormittag knüpfte eine thematische Stadtführung durch Dresden an. Das Motto des Rundgangs „Geschichte der Stadt Dresden. Weihnachtliche Familientraditionen“ stand im Einklang mit dem Projekttitel und der Adventszeit und wurde von den Seminarteilnehmern sehr gut angenommen. Erholt und voller Energie kamen die Multiplikatoren zurück in die Dresdener Cityherberge, wo ein Erfahrungsaustausch zum Thema „Stärkung der Erziehungskompetenz der jungen Eltern durch Ehrenamt vor Ort“ anstand. Man tauschte sich darüber aus, welche örtlichen Aktionen und Veranstaltungen initiiert werden könnten, um die Arbeit mit jungen Familien von Spätaussiedlern und Zuwanderern aus den Nachfolgestaaten der Sowjetunion zu intensivieren und interessant zu gestalten. JSDR - Januar 2012 - 2

Den Abend ließen die Teilnehmer auf dem Dresdener Striezelmarkt ausklingen. Die Inhalte des zweiten Schulungstages waren Fragen rund um die Kinderbetreuung gewidmet. Tatjana Goebel, die sich beruflich mit der Organisation eines Kindergartens befasst hat, schilderte diverse Möglichkeiten der Kinderbetreuung. Im Vordergrund ihres Vortrages standen Perspektiven für Elterninitiativen und Vereine, die vorhaben, eine Kinderkrippe oder einen Kindergarten zu eröffnen. Die Expertin ging auf Voraussetzungen und Fördermöglichkeiten für die organisierte Kinderbetreuung ein, beleuchtete die ersten Schritte und wies auf mögliche Stolpersteine hin. Ihrem Vortrag folgte eine rege Diskussion, ergänzt durch eigene Erfahrungen und Beispiele. Einen wesentlichen Beitrag zum Erfahrungsaustausch leistete Natalia Schmidt aus Leipzig, die selbst als Tagesmutter arbeitet. Der Sonntag lieferte viele praktische Tipps und Informationen für die interessierten Teilnehmer, die nach dem Mittagessen und einer Auswertung der Schulung abreisten. Die Multiplikatorenschulung kann als sehr erfolgreich bezeichnet werden. Die Teilnehmer haben viele Informationen und Impulse für ihre weitere Arbeit bekommen. Die Diskussionen im Anschluss an die Expertenvorträge zeigten, dass die Maßnahme notwendig und sehr nützlich war. Die Richtigkeit vieler intuitiver oder auf Grund der eigenen Ausbildung angewandten Methoden im Bereich der interkulturellen und mehrsprachigen Erziehung der Teilnehmer konnten die eingeladenen Referentinnen bestätigen, dennoch gab es bei einigen Maßnahmen Ergänzungen und Verbesserungsvorschläge. Das alles wurde in einem Dialog mit den Expertinnen geklärt. Das erworbene Wissen kann in den eigenen Ortsgruppen weitergegeben und vertieft werden. Projektleiterinnen Ksenia Tokareva, Julia Scheidt


JSDR - JANUAR 2012 UVDR informiert:

Kamingespräch mit Jochen Welt

Im Gespräch mit Jochen Welt (in der Mitte mit Schal).

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m Rande einer Schulung am 26. November 2011 in Köln, trafen sich Mitglieder des Unternehmerverbandes der Deutschen aus Russland (UVDR) und JSDR-Multiplikatoren aus Nordrhein-Westfalen bei einem Kamingespräch mit dem SPD-Politiker Jochen Welt. In dem Gespräch mit dem ehemaligen Beauftragten der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten konnten die Aktiven des UVDR und des JSDR-NRW beobachten, wie ein erfahrener Politiker seinen Auftritt gestaltet und sich im Laufe der Diskussion auf das sachkundige Niveau des Auditoriums einstellt.

Die jungen Deutschen aus Russland hatten sich im Vorfeld über Jochen Welts Biografie informiert und sich über sein Wirken kundig gemacht. So hatten sie zum Beispiel ein Interview gründlich studiert, in dem Welt während seiner Zeit als Aussiedlerbeauftragter der Bundesregierung dem Magazin Focus seine Position bezüglich der Aufnahme von Spätaussiedlern in Deutschland erläuterte Die Teilnehmer stellten kritische Fragen und trugen ihre Argumente vor. Warum wollte die Bundesregierung vor zehn Jahren die Aufnahme der Spätaussiedler halbieren? Wieso wurden die Sprachtests damals nur für die Deutschen aus Russland eingeführt? Diese und ähnliche Fragen zur jünge-

ren Einwanderungsgeschichte führten dazu, dass es kein „Kuschelgespräch“ wurde, sondern eine sachliche Diskussion, in der Jochen Welt über Erfolge und Misserfolge seiner Arbeit berichtete und komplexe politische Analysen vortrug. Das Interesse der Teilnehmer am Arbeits- und Privatleben eines Politikers beantwortete Jochen Welt mit ausführlichen, zum Teil auch sehr persönlichen Informationen. Aufschlussreiche Antworten gab Welt auch auf Fragen zu aktuellen politischen Fragen, etwa zur Eurorettung oder zur künftigen Regierungskoalition auf Bundesebene. Und so manche überspitzte Frage zum politischen Betrieb in Deutschland und der Welt sorgte für heitere Stimmung. Natürlich wurde auch das Thema „Förderung der Selbständigkeit der Deutschen aus Russland“ angesprochen. Jochen Welt versicherte, dass er den UVDR im Rahmen seiner Möglichkeiten unterstützen werde. Es war ein für beide Seiten interessantes Gespräch in einer offenen und vertrauensvollen Atmosphäre. Georg Löwen Weiteres unter: www.uvdr.de

Projekt „Identität und Integration PLUS":

Jugendliche am Lehrpult

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eit 2009 ist der Jugend- und Studentenring der Deutschen aus Russland einer der Träger des Projektes „Identität und Integration PLUS“ (gefördert durch das Bundesministerium des Innern bzw. das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge). 2011 fanden die Orientierungskurse für Spätaussiedler, die von Ortsgliederungen des JSDR getragen wurden, an acht Projektorten statt: in Stuttgart,

Paderborn, Schwäbisch Gmünd, Kürten, Bergisch Gladbach, Hettstedt, Pfullendorf und Köln. Junge Lehrer und Lehrerinnen des sammelten praktische Erfahrungen am Lehrerpult, vermittelten den Teilnehmern Kenntnisse zur besseren Orientierung im neuen Lebensumfeld und motivieren die Spätaussiedler und ihre Familienangehörigen zur Eigeninitiative und einem aktiveren Engagement. Durch den persönlichen Zugang der Kursleiter konnten JSDR - Januar 2012 - 3

im Rahmen der Maßnahmen optimale Ergebnisse bei der Stärkung der Identität und des Selbstbewusstseins der teilnehmenden Spätaussiedler erzielt werden. In Stuttgart organisiert der JSDR-Ortsverein bereits seit drei Jahren Ergänzungsmaßnahmen für Spätaussiedler. Auch in diesem Jahr trafen sich zweimal wöchentlich Kursteilnehmer, die eine erfolgreiche gesellschaftliche Integration anstreben. Für einen abwechslungsreichen Unterricht mit


JSDR - JANUAR 2012 Inhalten von der Sprachkultur bis zur Geschichte Baden-Württembergs sorgten die Jugendlichen aus der örtlichen JSDR-Gruppe. Zu den Inhalten gehörten unter anderem Formen der Umgangssprache, Verhaltensweisen in alltäglichen Situationen, Bewerbungstraining und Möglichkeiten der Arbeitssuche. Besuche bei politischen Institutionen sowie kulturelle und historische Exkursionen

unterstützen die Maßnahmen Auch in Schwäbisch Gmünd (Träger JSDR-Gruppe) trugen gemeinsame Freizeitaktivitäten wesentlich zum Zusammengewachsen der Kursgruppe bei. Theater- und Konzertbesuche, die Besichtigung der Silberwarenfabrik Schwäbisch Gmünd sowie Bildungsreisen nach Tübingen, Heidelberg, Baden-Baden und Zürich waren zweifellos Höhepunkte des Kurses.

Hinzu kamen Sprachtraining, Auseinandersetzung mit Identitätsfragen und aktuellen Themen des Alltags sowie Probleme der beruflichen Integration. Kontakt: Landsmannschaft der Deutschen aus Russland e.V. Raitelsbergstr. 49, 70188 Stuttgart Tel.: 0711-1665915 Fax: 0711-2864413 E-Mail: lmdr.n-ort@gmx.de

„Sogar die Fische beißen gerne an - beim JSDR!“

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etri Heil!“ hieß es am 23. und 24. September beim erlebnispädagogischen Angel- und Survival-Training an einem schönen Teich in Gummersbach, zu dem der JSDR Kürten (NordrheinWestfalen) einige Familien mit Kindern geladen hatte. Bei strahlend blauem Himmel lernten insbesondere die Kinder mit viel Spaß und Freude eine Menge über das Angeln und die freie Natur. Dass sogar die Fische mit Begeisterung dabei waren, honorierten sie mit fleißigem Anbeißen an den Ruten der Hobbyangler. Vor allem den jungen JSDR-lern bereiteten die Erfolgserlebnisse ein riesiges Vergnügen. Die Übernachtung in einfachen Zelten unter freiem Himmel, die zahllosen Sterne, die ungewöhnlichen Geräusche der nächtlichen Natur und das gemeinsame Grillen der Fische mit den Eltern und anderen Familien dürfte ein unvergessliches Erlebnis mit viel spielerischem Lernpotential und nachhaltiger Wirkung bleiben. Alle waren begeistert! Das Wochenende war ein Beweis, dass man mit einfachen Mitteln Spaß, Aktion, Lernen, Geselligkeit, sozialkulturellen Erfahrungsaustausch und Festigung der Eltern-Kind-Beziehung

spielerisch und ohne große Kosten realisieren kann. Für das kommende Jahr sind weitere ähnliche Aktionen geplant.

Wir sind dabei!!! JSDR-RUHRBIT, Pressesprecher D.Jaeger www.jsdr-nrw.de

Volleyball: 13 Freizeitmannschaften in Kürten

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as Volleyballturnier zum Gedenken an den Vereinsmitgründer Waldemar Weimer ist beim Sport- und Kulturverein Adler e.V. inzwischen zur alljährlich gepflegten Tradition geworden. Heuer trafen sich am 12. November 13 Freizeitmannschaften aus Aachen, Sindorf, Bitburg, Siegburg, Bergisch Gladbach, Bensberg, Wuppertal, Essen, Köln und Kürten in der Sülztal-

halle in Kürten. Den Sieg trug Ruhrbit Essen vor Köln und Ruhrbit Velbert davon. Die beste der drei Mannschaften des SKV Adler belegte Platz 5. Eröffnet vom stellv. Kürtener Bürgermeister Werner Steffens, verlief das Turnier in freundschaftlicher Atmosphäre und bereitete den Teilnehmern sehr viel Freude. Die Organisatoren bedanken sich bei allen Freiwilligen und Vereinsmitgliedern für die Unterstützung und Mithilfe bei dem Turnier. JSDR - Januar 2012 - 4

Der Sport- und Kulturverein Adler e.V. engagiert sich für die Integration von aus Osteuropa stammenden Zuwanderern. Seit der Gründung führt der Verein sportliche und kulturelle Projekte für alle Generationen durch. Waldemar Weiz Fotos vom Turnier sowie weitere Informationen über den Verein finden sich auf der Internetseite www.skv-adler.de


JSDR Beilage - November 2012