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Anhand einfühlsam geschriebener Biografien erinnert Bröker an zwölf besondere Charaktere dieses schönen, schnellen, aber auch so gefährlichen Sports. An Spieler wie Brian Spencer, Joe Murphy, Robert Dietrich oder Mark Pavelich und an ein Maskottchen namens Pete. Auf dass sie alle niemals in Vergessenheit geraten.

Frank Bröker

Hockey Hell of Fame

In der berühmten »Hockey Hall of Fame« in Toronto werden die besten Eishockeyspieler der Welt für ihre Erfolge und ihr Lebenswerk geehrt. Frank Brökers »Hockey Hell of Fame« erinnert jedoch vielmehr an die Unsung Heros, an diejenigen, denen Pech und Unglück widerfuhr, die ihre Schlittschuhe unerwartet an den Nagel hängen mussten, ihren Reichtum verloren, die Gesundheit ruinierten oder gar viel zu früh starben. Kurz: An jene, die durch die Hölle gingen.

Hockey Hell of Fame Zwölf bewegende Eishockeybiografien

edition kopfkiosk | Bd. 04 ISBN 978-3-945715-03-1 9,50 EUR (D)

Frank Bröker

FRANK BRÖKER, geboren 1969 in Meppen, seit 2002 in Leipzig beheimatet. Autor, Redakteur und Herausgeber (u.a. »RINK«, »verschwIndien«, »Unsere Welt ist eine Scheibe«, Bibliothek der Pratajev-Gesellschaft), schnellster Erlenholzgitarrist der Welt bei The Russian Doctors. Bröker ist Fan der Icefighters Leipzig und schreibt für www.facebook. com/dersiebtemann.

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Gilles Gratton tat neben dem Eis alles dafür, um aus dem Kader hinausgeworfen zu werden. Er trieb sich mit Beer League-Cracks herum, verschenkte seine teure Ausrüstung. Zum Spieltag erschien er ohne und drohte, nackt in die Arena zu fahren. Er bekam eine neue, nahm auf der Tribüne Platz und las Tolkiens Herr der Ringe.


Frank Brรถker

Hockey Hell of Fame Zwรถlf bewegende Eishockeybiografien


Frank Bröker Hockey Hell of Fame Zwölf bewegende Eishockeybiografien Die edition kopfkiosk wird gestaltet und herausgegeben von Andreas Reiffer | Bd. 04 Lektorat: Manja Oelze 1. Auflage 2020 © Verlag Andreas Reiffer ISBN 978-3-945715-03-1 Verlag Andreas Reiffer, Hauptstr. 16 b, D-38527 Meine www.verlag-reiffer.de


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Robert Dietrich (Foto: Chai v.d. Laage / imago)


Inhalt Vorwort ............................................................ 8 Brian Spencer ........................................... 10 Joe Murphy ................................................ 19 Bill Goldthorpe ....................................... 28 John Ferguson ............................................ 37 Mark Pavelich .......................................... 49 Gilles Gratton ........................................... 62 Derek Sanderson ..................................... 78 Bernie Saunders ........................................ 91 Joe Hall ................................................... 100 Vladimir Konstantinov .......................... 106 Robert Dietrich ..................................... 115 Pinguin Pete ............................................. 122 Literaturverzeichnis ................................. 127 Bildnachweis .............................................. 128


Vladimir Konstantinov Defender

Gestern ist Geschichte, Morgen ist ein Rätsel, Heute ein Geschenk Um das Jahr 1990 herum kam der Russian-Run auf die NHL langsam in die Gänge. Im Zuge der kollabierten Sowjetunion schlossen sich die ersten, meist vor längerer Zeit gedrafteten Superstars Clubs in der neuen, verwirrenden Heimat an. Mit Ausnahmen wie Alexander Mogilny oder Pavel »The Russian Rocket« Bure, die schnell Legendenstatus erreichten, waren viele Pioniere hochkant zum Scheitern verurteilt. Das prominenteste Beispiel lieferte Vladimir Krutov. Einst ein begnadeter Techniker und weltbester Flügelstürmer. Nach seiner Entlassung aus der Roten Armee zog er 1989 gen Vancouver. Die Nucks öffneten den Dollar-Tresor, rollten Sowjetfahnenteppiche aus und erwarteten Wunderdinge. Doch abseits von Mütterchen Russland kam der als »The Tank« gepriesene mit nichts und niemandem mehr zurecht. Auch nicht mit seinem ebenfalls in Vancouver gestrandeten, kongenialen Sbornaja-Reihenpartner Igor Larionov. Hoffnungslos heimwehkrank, kaum des Englischen mächtig, ging die NHL-Zeit unverhoffter zu Ende als jede Overtime. Zurück ließ Krutov einen Wagen mit zerstörter Automatikschaltung. Wie daheim hatte er das Ding mit aller Gewalt zu schalten versucht. Selbst das klappte nicht. Im Kollektiv, dem Ideal der sozialistischen Gesellschaft, vermochten die Russen es, ihr bestes Hockey


abzurufen. Wer auch immer diese Weisheit Detroits strippenziehendem Headcoach Scotty Bowman flüsterte, fünf dekorierte Meister des UdSSR-Sports landeten über abenteuerliche Umwege auf seiner Bank. Was man sich noch vor einem Jahrzehnt nicht vorstellen konnte, war Realität geworden: In einer NHL-Kabine wurde englisch-russisch gesprochen. Jeder lernte vom anderen, Steve »The Captain« Yzerman nahm die Neuzugänge an die Hand. In der verkürzten Lockout-Saison 1994/95 konnte Scotty Bowman bereits auf die Stürmerasse Sergei Fjodorov, Slava Koslov sowie die Defender Slava Fetisov und Vladimir Konstantinov zurückgreifen. Während die ersten drei durch traumhafte Kombinationen aus Geschwindigkeit und Puck-Kontrolle bestachen, lag die Stärke Konstantinovs in harten Bodychecks, dem Abräumen gegnerischer Stürmer. Hatte er den Puck erobert, tanzte er sich durch die feindlichen Linien hindurch und zockte die Scheibe am Goalie vorbei ins Tor. Die Fans verehrten ihn als »Vladinator« und »Vlad the Impaler«. Eine Dracula-Terminator-Melange. Mit Tipptopp-Statistiken stürmten die Red Wings durch die Playoffs und streckten im Juni 1995 zum ersten Mal seit 40 Jahren die Hände nach dem Heiligen Gral des Hockeys aus. Gegner im Cup-Finish waren die New Jersey Devils. Niemand setzte einen Pfifferling auf die ewigen Playoutisten, entsprechend hochgeschraubt waren die Erwartungen in Hockeytown. Doch es kam alles anders. Unerklärliche Konzentrationslücken und die Reflexmaschine Martin Brodeur im Tor reichten den


Devils für einen glanzlosen Sweep. Der Stanley Cup wurde auf dem Silbertablett dargereicht. Aber die Red Wings waren unfähig, das Präsent anzunehmen. Zurück blieb das ganze Lamento des Verlierens, ein sportlicher Jammer. Der Kader für die nächste Spielzeit sah auf dem Papier noch verheißungsvoller aus. Mit dem aus San José losgeeisten Center Igor Larionov war Bowmans Superblock komplett. Er hatte die »Russian Five« beisammen. Doch für den Titel reichte es immer noch nicht. Das beste Hauptrundenteam scheiterte im Conference Finale an den Colorado Avalanche, mehr noch erneut an den eigenen Nerven. Sollten die Playoffs Jahr um Jahr ewiges Scheitern provozieren? Die Red Wings zum Sisyphus-Team werden, das trotz andauernder Anstrengung den Gipfel nie erreicht? Nein. Die zweite Superblock-Saison ließ alle Betriebsunfälle vergessen. Lord Stanley kehrte nach Detroit zurück und entfachte nach einem Sweep gegen Philadelphia brausende Jubelorgien. Eine ganze Stadt, halb Michigan stand Kopf. Jeder NHL-Champion darf den Cup als Krönung einen Tag mit nach Hause nehmen. Darüber hinaus wurde er Mitte August 1997 von drei der Russian Five in Moskau präsentiert. »The Professor« Larionov, Slava Kozlov und vor allem »Papa Bear« Fetisov begingen das filmreife Ereignis auf dem Roten Platz wie einen lebenslangen Traum, der endlich in Erfüllung gegangen war. Zwei fehlten. Sergei Fjodorov und Vladimir Konstantinov. Fjodorov sah sich für den Trip nicht im Stande. Für ihn war die Party längst vorbei. Wegen eines Autounfalls, den sein bester Freund »Vladdy«


Konstantinov sechs Tage nach dem Stanley Cup-Triumph fast mit dem Leben bezahlte. Mehr noch. Als der einst punktbeste Zwei-Wege-Blueliner im besten Hockeyalter von 29 Jahren aus dem wochenlangen Koma aufwachte, war nichts mehr, wie es einmal war. Dass Vladdy überhaupt aufwachte und sich erst Jahre später behäbig schlurfend am Rollator fortbewegen konnte, schien ein bittersüßes Wunder zu sein. Gezeichnet von schweren Wirbelsäulenschäden trug er, was weitaus desolater war, einen zerstörten, linken Hirn-Frontallappen davon. Bei irreversiblen Schäden dieser Art bleibt die Intelligenz erhalten. Massiv gestört ist die gefühlsmäßige Verarbeitung von Eindrücken. Welche Reaktion auf das kleinste Ereignis angemessen ist oder nicht, kann weder analysiert noch ausgedrückt werden. Der Patient ist »seelisch blind«, gerät mit seiner Umwelt, seiner Familie aneinander und alle leiden Höllenqualen. Neben Vladdy saßen im Unfallwagen Masseur Sergei Mnatskanov, Slava Fetisov und der Chauffeur, Richard Gnida. Nur hätte Gnida die nach einem abendlichen Cup-Meeting nahe Detroit bereitgestellte Limousine niemals steuern dürfen. Wegen diverser Verkehrsdelikte besaß er keine Lizenz mehr. Dennoch befuhr er an diesem Freitag, den 13. Juni 1997 die Woodward Avenue in Birmingham und wurde vom Schlaf übermannt. Keiner der Passagiere war angeschnallt, als der Wagen über mehrere Fahrspuren zog, Bordsteine übersprang und mit 80 km/h ungebremst gegen einen Baum knallte. Die Nachricht vom »Limo Crash« verbreitete sich wie ein Lauffeuer. Nach und nach trafen die Spieler der


Red Wings im Krankenhaus ein, manche blieben über Nacht. Fans eilten an den Unglücksort, entzündeten Kerzen, hielten inne. Eine eben noch trunkene Freude war schierem Entsetzen gewichen. Richard Gnida wurde später zu neun Monaten Gefängnis und Sozialstunden verurteilt. Zivilrechtliche Vergleiche schlossen sich an, Stiftungen wurden gegründet, Spenden flossen. Mnatskanov erholte sich nach langer Intensivmedizin und ist heute von der Taille abwärts gelähmt. Fetisov und Gnida kamen mit Prellungen glimpflich davon. Der Superblock der Russian Five hatte ein Mitglied verloren. In der sich anschließenden Saison trugen die Red Wings Patches mit der Aufschrift »Glauben« in englischer und russischer Sprache auf den Trikots. Ein Motto zu Ehren Vladdys, dessen bestückte Spielerbox weiterhin seinen Namen zierte. Eines wie ein Schlachtruf, das gebündelte Kräfte in wilden Trotzreaktionen für die 1998er-Playoffs freisetzte. Die Erfahrung lehrt, dass es selten gelingt, einen Stanley Cup-Sieg zu wiederholen. Die Red Wings schafften dieses Kunststück. Ein Höhepunkt der Feierlichkeiten war Vladdy, der im Rollstuhl aufs Eis der Joe Louis Arena gefahren wurde und den Cup als erster küssen durfte. Noch einmal sahen Detroits Anhänger ihre geliebten Russian Five beisammen. Die Trophäe über den Kopf zu bugsieren, war nicht möglich. Bis heute hat Vladdy Mühe, das Kinn über die Schultern zu heben. Der Mann im Rollstuhl lächelte unter tosendem Applaus tapfer wie ein gebrochener Mann nur lächeln kann. Es erhellte sein Gesicht und lächeln, hatten sie ihm gesagt, sei jetzt angemessen.


Vladdys Frau Irina lebt heute mit der gemeinsamen Tochter Anastasia in Florida. Er selbst blieb in der Nähe von Detroit und benötigt rund um die Uhr Unterstützung durch vertraute Pflegerinnen. Hockey hat er gegen Uno getauscht. Ein Gesellschaftsspiel, dessen Ziel es ist, Karten mit einem speziellen Blatt rasant und passgenau abzulegen. Wie man Pässe auf dem Eis zelebriert, hatte ihm Gennady Tsygankov gelehrt. Mit 17 Jahren lotste der Armee-Coach Vladdy aus der Murmansker Werftarbeitermannschaft nach Moskau und schulte ihn vom Stürmer zum Verteidiger um. Zwei Jahre später holte er mit den WM-Junioren Gold und lief im Duo mit Alexej Kasatonov bei CSKA auf. Einen besseren Zaubermeister konnte es nicht geben. Und an der Bande stand mit Viktor Tikhonov der gnadenloseste Motivator-Diktator schlechthin. Bei der Junioren-WM 1987 eroberte der Leutnant der Sowjetarmee, Vladimir Nikolajevitsch Konstantinov, die Herzen der NHL-Scouts. Im slowakischen Kurort Piestany ging es diesmal nicht um Gold, sondern um ein vaterländisches Wildwest-Prügelspiel gegen die Kanadier. Um den »Punch-out in Piestany«, in dem Vladdy als Team-Captain zum härtesten Fighter avancierte. Ohne Aussicht darauf, den auserkorenen Liebling jemals in der kapitalistischen Welt spielen zu sehen, sicherten sich die Red Wings zwei Jahre später Vladdys Spielerrechte. Sollte er in die NHL flüchten? Aus der Armee desertieren? Beim nächsten Auslandsturnier die junge Familie zurücklassen? Mittlerweile war Leutnant Kon-


stantinov unverzichtbarer Teil von Oberst Tikhonovs Elite-Sbornaja geworden und stand 1989 und 1990 auf dem obersten WM-Treppchen. Immer dabei: Die Schwarzmäntel des KGB. In Detroit ließen sie nicht locker. Die Sportchefs wollten Vladdy nach wie vor haben und fanden Verbündete. Ein Journalist der Pravda brachte sich ins Spiel. Er bot an, ihn während der Finnland-WM 1991 ins Gebet zu nehmen. »Klar will er nach Amerika,« funkte der Mann durch. »Aber nicht ohne Frau und Kind. Die Frau drängt, er zögert.« Der Journalist führte Vladdy mit Gewährsmännern der Red Wings zusammen. Es kam zu einem vom KGB unbemerkten, surrealen Treffen im dunklen Wald von Turku. Schwedens Edeltalent, zugleich Detroits künftiger »Mister Perfect«, Nick Lidström, hielt Wache. Ein Plan wurde ausgeheckt. Für rund 30.000 Dollar Schmiergeld sollte Vladdy zunächst aus der Armee herausgeholt werden. Das Geld war für einen Militärarzt bestimmt, der ihm eine unheilbare Krankheit diagnostizieren würde. Ross und Reiter wurden genannt, zwei Pläne ausgefeilt. Nach der Rückkehr in Moskau lief der Countdown. Der nie ernsthaft malade in Erscheinung getretene Vladdy suchte den Arzt auf, begab sich in dessen Behandlung und verließ das Lazarett mit einem inoperablen Sarkom auf dem Papier. Nicht alle Funktionäre wollten der Mär Glauben schenken, doch aufzuhalten war die Entlassung des »schwerkranken« Leutnants aus der Armee keineswegs mehr. Vladdy bat zunächst darum, sich in den USA behandeln lassen zu dürfen, was mit einem scharfen »Njet« der


Ausreise-Offiziellen abgeschmettert wurde. Plan A scheiterte. Kurz bevor Panzer während des Augustputsches auf dem Roten Platz kreuzten, trat Plan B in Kraft: Familie Konstantinov raste mit falschen Pässen zum Flughafen Sheremetyevo. Auf dem letzten Drücker konnte eine Maschine mit Ziel Budapest bestiegen werden, wo der Privatjet von Red Wings-Besitzer Mike Ilitch parkte. Über den Wolken umklammerte Tochter Anastasia ihr geliebtes rosa Nashorn. Man lag sich in den Armen und Vladdy war auf dem Weg, einer der besten NHL-Verteidiger aller Zeiten zu werden. In einem Team, in dem es nach Heimat roch, in dem er alte Genossen und natürlich Nick Lidström wiedertreffen sollte. Heute sind das alles mehr oder weniger verschwommene Erinnerungen. Manchmal greift Vladdy zum Pinsel, malt vornehmlich Tiere, bunte Fische und Landschaften, einen Hafen. Es gab bereits Ausstellungen. Die Leute kauften Bilder, der Erlös wurde an ein Zentrum für die Erforschung von Hirnverletzungen gespendet. »Gestern ist Geschichte, Morgen ist ein Rätsel, Heute ein Geschenk« – Worte auf einem kleinen Schild, das eine Pflegerin malte, mit der er zu Hause Uno spielt. Vladdy spricht dabei nicht viel. Er scheint auf der Suche nach einem Gefühl für die Situation zu sein, doch will ihm partout keines einfallen.


Eishockey-Bücher von Frank Bröker im Verlag Andreas Reiffer

Eishockey Das Spiel, seine Regeln und ein Schuss übertriebene Härte

ISBN 978-3-945715-19-2

Eishockey in Deutschland Nichts für schwache Nerven

ISBN 978-3-934896-93-2

Die Wahrheit über Eishockey Der härteste, schnellste und kälteste Sport der Welt

ISBN 978-3-945715-99-4

Puckkunst Legendäre Eishockey-Motive zum Ausmalen von Marlene Bart

ISBN 978-3-945715-70-3

Unsere Welt ist eine Scheibe Eishockey international. Von Andorra bis Zimbabwe

ISBN 978-3-945715-20-8

RINK Roman

ISBN 978-3-945715-14-7

www.verlag-reiffer.de


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Frank Bröker

Hockey Hell of Fame

In der berühmten »Hockey Hall of Fame« in Toronto werden die besten Eishockeyspieler der Welt für ihre Erfolge und ihr Lebenswerk geehrt. Frank Brökers »Hockey Hell of Fame« erinnert jedoch vielmehr an die Unsung Heros, an diejenigen, denen Pech und Unglück widerfuhr, die ihre Schlittschuhe unerwartet an den Nagel hängen mussten, ihren Reichtum verloren, die Gesundheit ruinierten oder gar viel zu früh starben. Kurz: An jene, die durch die Hölle gingen.

Hockey Hell of Fame Zwölf bewegende Eishockeybiografien

edition kopfkiosk | Bd. 04 ISBN 978-3-945715-03-1 9,50 EUR (D)

Frank Bröker

FRANK BRÖKER, geboren 1969 in Meppen, seit 2002 in Leipzig beheimatet. Autor, Redakteur und Herausgeber (u.a. »RINK«, »verschwIndien«, »Unsere Welt ist eine Scheibe«, Bibliothek der Pratajev-Gesellschaft), schnellster Erlenholzgitarrist der Welt bei The Russian Doctors. Bröker ist Fan der Icefighters Leipzig und schreibt für www.facebook. com/dersiebtemann.

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Gilles Gratton tat neben dem Eis alles dafür, um aus dem Kader hinausgeworfen zu werden. Er trieb sich mit Beer League-Cracks herum, verschenkte seine teure Ausrüstung. Zum Spieltag erschien er ohne und drohte, nackt in die Arena zu fahren. Er bekam eine neue, nahm auf der Tribüne Platz und las Tolkiens Herr der Ringe.

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Frank Bröker: Hockey Hell of Fame  

Leseprobe aus dem Buch: Frank Bröker Hockey Hell of Fame Zwölf bewegende Eishockeybiografien ISBN 978-3-945715-03-1 http://www.verlag-reiffe...

Frank Bröker: Hockey Hell of Fame  

Leseprobe aus dem Buch: Frank Bröker Hockey Hell of Fame Zwölf bewegende Eishockeybiografien ISBN 978-3-945715-03-1 http://www.verlag-reiffe...

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