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druck_cover_9783945715666 Montag, 2. Februar 2015 16:53:30


Andreas Reiffer (Hg.)

Die Wahrheit 端ber

Heavy Metal Leseprobe

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Andreas Reiffer (Hg.) Die Wahrheit über Heavy Metal Umschlaggestaltung: Marcel Pollex Satz/Layout: Andreas Reiffer Lektorat: Max Lüthke 1. Auflage 2015 © Verlag Andreas Reiffer Druck und Weiterverabeitung: CPI books, Leck ISBN 978-3-945715-66-6 Verlag Andreas Reiffer, Hauptstr. 16 b, D-38527 Meine www.verlag-reiffer.de www.facebook.com/verlagreiffer

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Inhalt

Christian Krumm: Männer, die auf Gitarren starren .......... 8

Micha-El Goehre: Die Metalböbel ........................................ 14 Frank Schäfer: Eine fundierte Luftgitarre ................................ 23 Axel Klingenberg: Blackout in Lower Saxony ........................ 25 Axel Klingenberg: Saufen am Neckar ....................................... 27 Christian Bartel: Lieber Klaus-Dieter .................................... 30 Paul Fejfar: Metal – ein Familientreffen ..................................... 36 Axel Klingenberg: Musikalische Folter ................................... 39 Frank Schäfer: Wacken unser Mekka ..................................... 41 Paul Fejfar: Wurstgefuchtel ...................................................... 47 Frank Schäfer: Ein Mann wie ein Baum .................................... 52 Francis Kirps: Die letzte Fahrt der »Jolly Roger« .................. 54 Till Burgwächter: Welcome to HELLywood ........................... 67 Axel Klingenberg: Read em All – das Tourtagebuch .......... 72

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Frank Schäfer: Wer die Kerze ausbläst, ist Chef ................... 78 Till Burgwächter: Aufs falsche Pferd gesetzt ......................... 86 Ronald R. Klein: Last Exit Brandenburg .................................. 91 Frank Schäfer: Heavy Metal Kids ............................................ 102 Frank Schäfer: Ein kleiner Mundvoll ................................... 104 Francis Kirps: Not a Prisoner ................................................... 106 Christian Bartel: Reign in Knut ............................................... 110 Till Burgwächter: Heavy Metal Eltern ............................. 120 Matthias Penzel: Das Geheimwissen der Nieten ................. 124 Till Burgwächter: Der Fenstersturz zu Prag ......................... 145 Viten ............................................................................................. 148

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Frank Schäfer

Eine fundierte Luftgitarre

Ich erinnere mich an eine Jahrgangsparty in einer umgebauten Garage, wo mir auf einmal alles klar wurde. Nicht alles, aber zumindest die Sache mit dem Tanzen. Die Musik hatte sich langsam, aber stetig in den Bereich der Anhörbarkeit bewegt, weil der Plattenteller von uns usurpiert worden war. Aus den großen Buchenfurnierboxen knallte P.I.L.s »This is not a Love Song«, und die Mädchen hatten ihren Widerstand gegen diesen »Krach« endlich aufgegeben. Bei der letzten AC/DCRunde Minuten zuvor waren ein paar von ihnen aufgestanden, um in der Mitte des Raumes den Beweis anzutreten, dass sie sich bewegen konnten. Im Gegensatz zu uns. Ich suchte eine Musik heraus, die man danach auflegen konnte, befand mich also in der glücklichen Beobachterposition, und jetzt wurde es mir schmerzlich bewusst: Der Kontrast tat beinahe weh, so offensichtlich zeigte er sich hier. Meine Geschlechtsgenossen quälten sich, mal leichtathletisch-abgehackt, mal schlaksig, tollpatschig, meistens nur doof. Die Verbissenheit des neuen Rekruten, der beim Gleichschritt immer aus dem Takt kommt. »Act naturally!«, empfehlen US-Benimmbücher gern. Erst mal können, wenn man einen Besen im Arsch hat! Die besten Ergebnisse erzielten noch diejenigen, die sich an der handelsüblichen Luftgitarre versuchten. Da mussten möglichst synchron zum Gehörten Akkorde gebraten, Soli runtergenudelt werden, das war zwar auch nicht schön, hatte aber zumindest eine gewisse handwerkliche Solidität. Die Mädchen aber – tanzten. Rund, organisch, fließend. Das hatte Hand und Fuß. Sie brachten es fertig, den gesamten

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Körper in Bewegung zu versetzen, ohne dass da eine Extremität übrig blieb. Und sie beherrschten die Kunst der Variation. Ihre Handrotationen, Armschlängeleien, Hüftwippchen und Beckenschwünge wiederholten sich zwar schon mal, aber immer wieder anders. Das wirkte nie wie auswendiggelernt, sondern stets unangestrengt, locker improvisiert. Woran lag das?, fragte ich mich damals. Vielleicht übten sie einfach häufiger. Zu Hause vorm Spiegel. Einige der Mädchen machten dabei sogar die Augen zu, so entspannend wirkte es auf sie, so wenig Konzentration kostete es. Meine Leute indessen behielten sie offen, wachsam, angespannt, vielleicht um gleich reagieren zu können, wenn jemand lachte oder sich abfällig äußerte. Ein paar Wochen lang dachte ich, ich könnte das besser. Aber die Saat des Zweifels war gesät. Und irgendwann wurde mir klar, ich war auch nur Fleisch von ihrem Fleisch. Ungelenk, ohne Anmut und Grandezza. Seitdem beschied ich mich, wenn die Musik tatsächlich einmal gesteigerten Bewegungsdrang auslöste, mit einer fundierten Luftgitarre, und andere körperliche Exaltiertheiten überließ ich denen, die sie beherrschten – den Mädchen. Ich glaube, ein solches Pfingsterlebnis hatte auf die eine oder andere Art fast jeder Mann. Deshalb ziert er sich, wenn es ums Gliederschütteln in größeren Gesellschaften geht. Jacques Cousteau hat schließlich auch keine Bergsteigerfilme gedreht.

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Francis Kirps

Not a Prisoner: Maskottchen Eddie verlässt Iron Maiden

Der Schock sitzt tief bei den Fans: Auf seiner Facebook-Seite verkündete das populäre Band-Maskottchen Ed »Eddie« Hunter (37) seinen Ausstieg bei Iron Maiden. Die Vorstellungen über die musikalische und optische Entwicklung der Band hätten am Ende zu weit auseinander gelegen. Auch in menschlicher Hinsicht sei er von einigen der Mitglieder tief enttäuscht. Das Iron-Maiden-Management teilte mit, die Trennung sei freundschaftlich »amicably« und in Würde »gracefully« über die Bühne gegangen. Man wünsche Mr. Hunter alles Gute auf seinem weiteren Lebensweg und viel Glück bei der Jobsuche. Über mögliche Nachfolger wird bereits spekuliert, zum engeren Kreis gehören offenbar das langjährige MegadethMaskottchen Vic Rattlehead, Fozzie Bear (The Muppets) und Onkel Tom Angelripper (Sodom). Gerüchte, dass Lemmy von Motörhead den Posten übernähme, wurden umgehend von dessen Ärzteteam dementiert. Mr. Kilmister fühle sich geehrt, sei letztlich aber »zu alt für den Scheiß«. Der Split stimme ihn allerdings »traurig« und er wünsche allen Beteiligten Kraft und Mut in dieser schwierigen Zeit. (Quelle: blabbermouth.net) Ob die Kandidaten die Riesen-Fußstapfen des Charakterkopfs werden ausfüllen können, ist fraglich. Eddies markantes

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Konterfei zierte nicht nur jedes Albumcover, die Auftritte der überlebensgroßen Figur waren auch der Höhepunkt aller Konzerte. Zudem war Eddie eine verlässliche Konstante der thematisch extrem wandlungsfähigen Band, die mit ihren Songs wie »Murders in the Rue Morgue« (E. A. Poe), »To Tame a Land« (Frank Herbert), »Sign of the Cross« (Umberto Eco), »Lord of the Flies« (William Golding), »Powerslave« (altes Ägypten), »The Ides of March« (altes Rom), »Invaders« (Wikingerüberfälle), »Paschendale« (Erster Weltkrieg), »Aces High« (Zweiter Weltkrieg), »The Trooper« (Attacke der leichten Brigade), »Two Minutes to Midnight« (Wettrüsten im Kalten Krieg) tief im Fundus von Literatur und Geschichte schürft. Werden die Fans dem eher trockenen Bildungsanspruch der Band noch folgen können, wenn eine Identifikationsfigur wie Eddie, der auf Plattencovern als Pharao, als Spitfire-Pilot oder als lobotomisierter Psychiatriepatient zu sehen war, als buntes visuelles Element plötzlich fehlt? Eddie, ein freundlicher Schlacks ohne Allüren sitzt uns im Londoner East-End-Pub »The Green Man« gegenüber. Die urbritische Kneipe gehört Eddie und seinem Kumpel Hammerhead, dem Vereinsmaskottchen von West Ham United. »Eine gute Investition«, lacht Eddie, »Bier geht immer.« Eddie ist ein grundsolider Typ, der lieber für die Zukunft vorsorgt, als sein Geld mit Sex, Drugs & Rock’n’Roll zu verpulvern. »Wenn ich Drogen nehme, hab ich pyrotechnische Nebeneffekte. Viel zu gefährlich für die Roadies. Und Groupies waren nie mein Ding. Ich steh nicht auf Püppchen.« Seit 30 Jahren ist er mit Partnerin Charlotte, bekannt durch Gastrollen in den Maiden-Klassikern »Charlotte the Harlot« und »22 Acacia Avenue«, zusammen. Das Paar lebt zurückgezogen mit den Söhnen Freddie und Ripper auf einem alten Landsitz in Willouhgby Chase/Somerset.

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Im echten Leben wirkt Eddie viel kürzer als auf der Bühne. »Plateausohlen und Stelzen«, sagt er und verzieht das Gesicht. Daher kommt auch sein schlimmer Rücken. »Zuletzt hab ich den Job nur noch unter Schmerzen gemacht. 30 Jahre lang ist mein Kopf auf der Bühne explodiert, wurde ich hingerichtet, bin ich wiederauferstanden. Das macht kein Körper auf Dauer mit.« Doch das allein war nicht der Grund für den wandlungsfähigen Künstler, die Brocken hinzuschmeißen. »Ich war nie ein vollwertiges Bandmitglied«, beklagt sich Eddie. »Wenn die anderen Business Class reisten, wurde ich im Gepäckraum verstaut. Keine meiner Songideen war gut genug, nie konnte ich mich bei der Bühnenshow kreativ einbringen.« Wenn er über seine alte Band spricht, sprudelt es aus dem sonst so reservierten Briten heraus: »Der wahre Kopf, das Gesicht der Band, das war doch ich. Aber durfte ich bei der Gestaltung der Plattencover mitreden? Mir mal eine nettere Kostümierung aussuchen als immer nur Krieger, Sensenmänner, Zombies? Maiden war genauso mein Baby wie das von Steve (Steve Harris, Bandgründer und Bassist, Anm. des Verf.).« Eddie macht eine Pause, trinkt einen Schluck Bier. »Ich wollte mehr sein als der Pausenclown, vor dem sich alle gruseln. Ich habe auch Gefühle.« Wie wenig Eddies Gefühle geachtet wurden, zeigt diese Episode: »Ich gehe ja nicht mit meinem Glauben hausieren. Aber als wiedergeborener Christ kann ich auch nicht alles gutheißen. Eines Tages trug Bruce (Bruce Dickinson, Sänger, Anm. des Verf.) dieses T-Shirt mit dem Spruch: Easter cancelled – they found the body. Ich bat Bruce höflich, doch bitte etwas weniger Verletzendes anzuziehen, aber der hat nur diabolisch gelacht.« Zum endgültigen Bruch kam es dann durch ein unmoralisches Angebot:

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»Ich sollte mich fürs Playgirl ausziehen.« Eddie gerät ins Stocken. Man sieht, wie es in ihm arbeitet. Zu frisch sind die Wunden noch, zu tief sitzt der Trennungsschmerz. »Smallwallet (er meint Rod Smallwood, den legendär geizigen Bandmanager, Anm. des Verf.) hielt das für eine tolle Idee. Um den Menschen hinter dem Monster zu zeigen. Ich hab mich natürlich sofort bei Steve beschwert, der ja prüder ist als meine alte Mutter, aber der zuckte nur die Achseln. Hauptsache, es bringt Geld.« Nach intensiven Gesprächen mit seiner Frau entschloss Eddie sich dazu, der Band den Rücken zu kehren. Jetzt blickt er nach vorn, bastelt an seiner Solokarriere. Das von seinem Vetter It produzierte Soloalbum »Only Human« erscheint im Herbst, die Vorab-Single »We are Family«, ein Duett mit Kermit dem Frosch, ist bereits über I-Tunes erhältlich. Im Sommer geht es mit seinen »Brüdern« von Lordi auf große Europa-Tournee. Außerdem engagiert er sich in der Stiftung »Mascot Aid«, die für die Rechte von Maskottchen eintritt und sich um deren Altersvorsorge kümmert. Eddie hat sie zusammen mit prominenten Freunden wie dem endlich von seiner Kokainsucht losgekommenen Duracell-Hasen, der lila Milka-Kuh, Walross Antje und Geißbock Hennes ins Leben gerufen. Gerade nach der Karriere, wenn das Publikum sie vergisst, fallen viele Maskottchen in ein tiefes Loch und geraten in die Fänge von Alkohol (Wum und Wendelin), Drogen (Syd Barrett) oder falschen Freunden (der Sarotti-Mohr). Eddie steht auf, reicht uns zum Abschied die schartige Hand. »Up the Irons«, salutieren wir, doch der Rockgigant zuckt bloß mit den Schultern.

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Die Metalbrüder Christian Bartel ist Mitglied der Lesebühnen Rock´n Read (Köln) und Ferkel im Wind (Bonn), außerdem schreibt er Satiren für die »Wahrheit«-Seite der taz. Bücher: »Seit ich Tier bin« (Muschel), »Zivildienstroman« (Carlsen), »Heimatbuch Rheinland« (Conbook), »Grundkurs Weltherrschaft« (Satyr). Wenn »Die Wahrheit über Wacken« enthüllt und über »Neues aus Trueheim« berichtet wird, dann ist »Juhr Gait Tu Hewi Mettäl« nicht weit. Freunde dürfen ihn auch Till Burgwächter nennen. Herr Till Burgwächter, versteht sich. Paul Fejfar wurde am 4. April 1991 in Rostock geboren. Von dort aus ist er dann schlecht gelaunt auf einer Buddel Korn die Ostseeküste so lange entlanggefahren, bis er in Flensburg seine neue Heimat fand. Dort stand er am 6. November 2011 das erste mal auf einer Slambühne. Seitdem reist er auf seiner Kornbuddel durch die Weltgeschichte und bringt Leute zum Lachen. Micha-El Goehre, geboren im Jahre 5 nach Sabbath, legt seit 15 Jahren als Metal-DJ auf. Wenn er nicht grade auf Poetry Slams und Lesebühnen die Wahrheit über die beste Musik vonne Welt verkündet, ist er solo unterwegs oder veröffentlicht Bücher, u.a. die schwermetallische »Jungsmusik«-Romantrilogie, oder er schreibt die gleichnamige Kolumne für das Legacy-Magazin. www.michael-goehre.de Francis Kirps lebt und arbeitet in Lintgen/Luxemburg, tritt seit zehn Jahren regelmässig auf Lesebühnen und Poetry Slams im deutschsprachigen Raum auf. Er ist Organisator der einzigen Lesebühne Luxemburgs und festes Mitglied der Bonner Lesebühne Ferkel im Wind. Mitbegründer und Redakteur der seit 2005 erscheinenden Literatur-Zeitschrift EXOT (www.exot-magazin.de). Seit Anfang der 2000er Veröffentlichungen in diversen Magazinen und Anthologien, die Kurzgeschichtensammlung »Planet Luxemburg« erschien 2012 im Verlag Andreas Reiffer.

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Ronald R. Klein. Studium Theater-/Film-/Kulturwissenschaft sowie Germanistik/Anglistik. Arbeiten für TV, Film, Hörspiel, Theater. Geboren, lebend und arbeitend in Berlin-Mitte. Axel Klingenberg ist Mitglied der lautesten Leseshow Deutschlands (Read em All – Die Heavy Metal-Lesung) und schreibt als reisender Reporter Bücher über die großartigsten Landschaften (Harz) und Städte (Amsterdam) der Welt sowie über Musik (Punk) und Fußball (Eintracht Braunschweig). Aktuell: »Keine Zukunft für immer. Das Punk-Lexikon« (Verlag Andreas Reiffer) Christian Krumm ist Autor zweier Sachbücher über Heavy Metal. »Kumpels in Kutten« (zusammen mit Holger Schmenk) portraitiert die Metal-Szene im Ruhrgebiet seit Anfang der 80er-Jahre, »Do It Yourself« ist die Biografie des Independent-Labels Century Media, in dem nicht nur die Firmengeschichte, sondern auch das Musikgeschäft allgemein stark in den Blick genommen werden. Außerdem hat er in seinem Roman »At Dawn They Sleep« die Metal-Szene spannend und humorvoll beschrieben. Matthias Penzel, Jahrgang 1966, hat in zwei Dutzend Bands gespielt, für die Magazine Metal Hammer, Kerrang! und andere hat er AC/DC, Megadeth, Sabbath, Pantera und Priest interviewt. Seit der Jörg-Fauser-Biografie 2004 und dem Rock’n’Roll-Roman »TraumHaft« schreibt er vor allem für Rocks und über Rennautos. Andreas Reiffer lebt und arbeitet als Verleger und Herausgeber satirischer und popkultureller Bücher in Meine bei Braunschweig. Frank Schäfer, 1966 geb., Dr. phil, lebt als Gonzo-Kritiker (Rolling Stone, Rock Hard, Titanic, junge Welt etc.), Metallarbeiterdichter und ewiger Leadgitarrist von Salem’s Law (»Tale Of Goblins’ Breed«, Skol Rec.) in Braunschweig Rock City. Ist gern lesend unterwegs, allein oder mit dem literarischen Powertrio Read em All. Siehe auch: www.kulturagentur-rahm.de. Zuletzt erschienen: »Der Couchrebell« (Herder), »Blam! Blam! Blam! Ein Comic(ver)führer« (Verlag Andreas Reiffer).

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Till Burgwächter

Neues aus Trueheim Aus dem Leben eines Metal-Fans

Auf den ersten Blick ist Mike zu beneiden. Er hat eine schicke Freundin, einen festen Job und keine tödlichen Krankheiten. Es gibt nur ein Problem: Mike ist Metal-Fan. Kein gewöhnlicher WochenendHeadbanger, der sich Freitagnachmittag seiner Krawatte entledigt und in die Lederjacke schlüpft, um in der Dorfdisko um die Ecke zu »Highway to Hell« abzufeiern. Nein, Mike ist trve. Er ist mehr Metal als Manowar und Mittelerde zusammen. Er atmet den Metal nicht, er hustet Schraubenschlüssel. Er schreit kleine Kinder auf dem Weihnachtsmarkt an, wenn sie nicht wissen, wer Crimson Glory oder Heir Apparent sind. Er trägt keine Nietenarmbänder, sie tragen ihn. Und sie sind stolz drauf. Er ist trvesexuell. Und ob ihr es glaubt oder nicht: Er hat es echt nicht leicht. »Ich habe bei der Lektüre ein ums andere Mal Tränen gelacht.« HardHarderHeavy (7 von 7 Punkte) Till Burgwächter: Neues aus Trueheim 120 S., ISBN 978-3-934896-94-9, 9,90 EUR

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Till Burgwächter

Die Wahrheit über Wacken Erweiterte Neuausgabe

Es ist an der Zeit, ein Festival zu feiern, wie es so gebaut in Deutschland nirgendwo ein zweites gibt. Hier ist es zu Haus. Auf dem norddeutschen Dorf, das als erstes nur nach dem Reinheitsgebot des Heavy Metal lärmte und noch bis heute lärmt. Wacken. Das Wacken Open Air ist zweifellos der FC Bayern unter den Festivals. Till Burgwächter liefert wichtige Erkenntnisse zu den Themen Bier und Urin, klärt die Herkunft solch mysteriöser Sagengestalten wie Helga und stellt ein für allemal fest: Das hier ist kein Kindergeburtstag! »Bissig, aber immer witzig macht sich Till Burgwächter über Freizeit-Headbanger lustig, testet jedes einzelne Dixi höchstpersönlich, pisst den Veranstaltern an den Karren, entzürnt den weltberühmten Bauern Trede – und outet sich letztendlich als echter Wacken-Fan. Lesenswert und lustig.« Rock Hard Till Burgwächter: Die Wahrheit über Wacken 160 S., ISBN 978-3-934896-35-2, 9,90 EUR

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Die Wahrheit über Heavy Metal  

Leseprobe aus: Andreas Reiffer (Hg.) Die Wahrheit über Heavy Metal ISBN 978-3-945715-66-6, 2015 www.verlag-reiffer.de

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