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F ü r a l l e M i ta r b e i t e r , G ä s t e u n d F r e u n d e d e s K l o s t e r s A n d e c h s u n d d e r A b t e i S a n k t B o n i fa z 3 | 2010

Aus Kirche und Kloster Sankt Bonifaz – 175 Jahre Grundsteinlegung | seite 4

Termine und Veranstaltungen Große Andechser Krippenausstellung im Florian-Stadl | seite 29

Andechs Panorama Kinder- und Familientag 2010 | seite 36


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Editorial

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m Advent neigt sich das Jahr dem Ende zu! Können wir Bilanz ziehen: Wie hat das Jahr ausgesehen? Eines ist sicher: Viele Menschen sind mir begegnet und da es vor Gott keinen Zufall geben kann, immer waren es solche, die mir begegnen mussten. Im einem Fall bedeutete es eine Aufgabe für viele Wochen, im anderen Fall eine Verpflichtung, die übernommen werden musste. Es waren also viele Begegnungen mit den mir von Gott geschickten Männern, Frauen und Kindern. Wie sieht wohl das Ergebnis vor den Menschen aus, wie sieht es vor Gott aus? Eine Frage, der es lohnt einmal nachzugehen. Dazu lädt die Adventszeit ein, hat sie doch einen doppelten Charakter: Sie ist Vorbereitungszeit auf das Kommen des Herrn. Wie aber kommt der Herr zu uns? Etwa als ein unumschränkter Herrscher? Nein, das ist nicht der Weg Gottes! Er begegnet uns als armes, demütiges kleines Menschenkind! Freilich lenkt auch die Adventszeit den Blick durch diese Tage auf seine zweite Ankunft am Ende der Zeiten.

Aber lassen wir dies einmal beiseite und bleiben wir bei dem kleinen Kinde, auf dessen Geburt wir warten. Gott also kommt als Kind auf diese Welt in einer armseligen Höhle von Bethlehem! Womit können wir dies für uns Menschen Unvorstellbare vergleichen? Nur der allmächtige Gott, der doch Herr des Weltalls ist, konnte so herabsteigen, nur der Gott der Güte, der sich in Jesus Christus seinen Schwestern und Brüdern als »Speise« hingibt. Beides gehört ganz eng zusammen: Das Kind und das Brot des Lebens. Der Allmächtige allein hat die unendliche Größe, um so klein zu sein wie dieses Kind und wie Jesus im Abendmahl, der seinen Jüngern sagt: »Nehmt hin, das ist mein Leib, der für euch hingegeben wird«. Es ist der, der für uns gekreuzigt wird, um uns den Hochmut zu nehmen und das Reich des Vaters zu öffnen. Meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, so hören wir schon im Alten Bund. Wollen wir diese Gedanken verstehen, dann müssen wir sie in unser Herz einlassen. Nur so werden wir fähig, Gott zu danken für den Weg der Erlösung, für seine ewige Liebe. In diesem Sinne Ihnen allen ein gesegnete Zeit des Advents und einen guten Weg ins neue Jahr, Ihr

P. Coelestin Stöcker


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I n h a lt

a u s k i r c h e u n d k l o s t e r

4 Sankt Bonifaz – 175 Jahre Grundsteinlegung Vom Apfelgarten vor der Stadt zur Benediktinerabtei in der Stadt

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Sankt Bonifaz – 175 Jahre Grundsteinlegung Nachrichten aus dem Archiv Auf den Spuren der Hl. Elisabeth – Konventausflug 2010 Bergmesse am Kolbensattel mit Pater Coelestin Auszeichnung – Hundertsemesterband für P. Coelestin 60. Professjubiläum von Fr. Ansgar Mössmer Ein alter, ein moderner Weg – Tage im Kloster für junge Männer Gönne Dich Dir selbst – Männertage im Kloster Andechs 2010

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Mit Maß und Mitte Andechser Bierspezialitäten auf der Inter-tabac 2010 Auf Achse für Andechser Klosterbiere Hilfe fürs Brotzeitstüberl

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Andechser Winterbier ab jetzt auch zum Mitnehmen Eine Vision hat Bestand – 10 Jahre Andechser in Mering ›Brasserie Bavaria‹ in Montreux am Genfer See Hofcafé in der Villa Möstl in Oberbeuern bei Dießen eröffnet

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29 Wo Jesus zu suchen ist Große Krippenausstellung im Andechser Florian-Stadl

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36 Mit dem Heli hoch hinaus Andechser Familientag lockt tausende Gäste an

Wo Jesus zu suchen ist – Große Krippenausstellung im Andechser Florian-Stadl Colloquium Benedictinum® – Programm 2010–2011 »Befreit in Christus – mit Gott versöhnt« – Seminar mit Georg Beirer Von Händels »Judas Maccabäus« zu Orffs »Kluge« – Musikalische Programmvielfalt auf dem Heiligen Berg 2010/2011

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Mit dem Heli hoch hinaus – Andechser Familientag lockt tausende Gäste an Zu Gast bei Benediktinern und Brauern Erfolgsfaktor Unternehmenskultur – Rückschau auf besonderen Workshop Gutschein-Aktion im Online-Shop Hört, hört – das Kloster Andechs geht App In Würde alt werden können – Missionskreis Andechs e.V. engagiert sich für ein Altenheim in Bolivien Besucheransturm nach verhaltenem Auftakt – Klostermarkt in St. Ottilien Nachhaltige und erfolgreiche Landwirtschaft im Klostergut Andechs Landkreislauf 2010 Barockkloster mit mittelalterlichen­Wurzeln – Fahrt des Freundeskreises nach Roggenburg Warum wir uns ändern müssen – Vortrag von Alois Glück

presse echo Traumbilder auf einer schrägen Bühne Leben wie ein Mönch Wetter verhindert Besucherrekord Heilige schlägt eine Brücke nach Schlesien Von der Säkularisation verweht Pfarreiengemeinschaft Türkheim: Fußwallfahrt nach Andechs 150 Seiten über archivarische Arbeit »Ist die Angie auch schon da?«


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Vom Apfelgarten vor der Stadt zur Benediktinerabtei in der Stadt Sankt Bonifaz – 175 Jahre Grundsteinlegung

Am Tag der Silberhochzeit von König Ludwig I. und Königin Therese wurde die Grundsteinlegung »zur heil. Bonifacius-Kirche, einem neuen Denkmale der Frömmigkeit und Großsinnigkeit des Königlichen Erbauers, feyerlich vollzogen« (aus dem Programm für den 12. Oktober). Dieses Ereignis jährte sich damit heuer zum 175. Mal – Anlass, den langen Weg von Sankt Bonifaz und die damit verbundenen Überlegungen bis zu diesem Tag darzustellen. Der Beitrag bildet eine Zusammenfassung eines Abendvortrags von Birgitta Klemenz in Sankt Bonifaz.


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Grundsteinlegungsgeräte (Kelle und Hammer). Entwurfszeichnung von Georg Friedrich Ziebland. Das originale Gerät befindet sich ebenso wie der Entwurf in Sankt Bonifaz.

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ie Entstehung von Sankt Bonifaz als Abtei und Pfarrei resultiert aus dem Zusammenspiel mehrerer Faktoren: dem Wachstum der Stadt München über den alten Festungsring hinaus, der in diesem Wachstum begründeten Notwendigkeit zur Gründung von Pfarreien und der bekannten Vorliebe König Ludwigs für die Benediktiner. Gerade sie förderte der König nach der Klosteraufhebung durch seinen Vater und dessen Minister Montgelas neben anderen Gemeinschaften besonders und wollte sie deshalb auch in seiner Residenzstadt München vertreten wissen.

mige Quadrate unterteiltes Siedlungsgebiet vor. Mit einer offenen und durchgrünten Bebauung sollte es sich als Wohngegend für den Hof- und Geldadel empfehlen. Als Zentrum war der Königsplatz vorgesehen, für dessen Entwicklung der König seinem Sohn Ludwig die Verantwortung übertrug, der ab 1814 eng mit Leo von Klenze zusammenzuarbeiten begann. Dieser sollte für die künftige Maxvorstadt – benannt nach König Max I. Joseph – dann jedoch eine eher geschlossene Bebauung konzipieren.

Das Wachstum Münchens nach 1802

Während die Bevölkerung in der Haupt- und Residenzstadt München von 31.000 im Jahre 1771 auf 44.450 im Jahre 1801 anstieg und von einem weiteren Bevölkerungswachstum ausgegangen werden musste, entsprach die Sprengeleinteilung der Münchener Pfarreien noch immer dem Stand des Jahres 1271: Neben der ältesten Pfarrei Münchens, St. Peter, gab es die Pfarrei Zu Unserer Lieben Frau, die im Jahre 1821 zur Dompfarrei werden sollte, und die Spitalspfarrei Hl. Geist. Bereits wenige Monate nach der Säkularisation hatte man sich von staatlicher Seite erstmals mit der Seelsorgesituation in München befasst, wohl wissend, dass durch den Wegfall der Klöster pastorale Engpässe entstanden waren – ganz abgesehen von der o.g. Bevölkerungsentwicklung. Aus unterschiedlichen

Die neuorganisation der katholischen Pfarreien in München

Die systematische Ausdehnung Münchens begann 1802/03 nach der Einebnung des Festungsgeländes zwischen Karlstor und Schwabinger Tor. 1806 wurden durch einen Wettbewerb, an dem sich auch der damalige Kronprinz Ludwig mit einem, allerdings zu spät eingereichten, Entwurf beteiligt hatte, für die Erschließung des Freigeländes vor dem Maxtor grundsätzliche und verbindliche Vorgaben getroffen. Die gemeinsame Planungs- und Entwurfstätigkeit des Hofgärtners Friedrich Ludwig von Sckell und des Architekten Karl von Fischer sah im Nordwesten längs des Fürstenweges nach Nymphenburg (etwa heutige Brienner Straße) ein in geräu-

Gründen verliefen die entsprechenden Überlegungen und Pläne jedoch immer wieder im Sande, bis man sich 1844 im Zusammenhang mit der Weihe von St. Ludwig dann endgültig auf die Sprengelgrenzen der katholischen Pfarreien in München einigen sollte: St. Peter, Unsere Liebe Frau, Hl. Geist, St. Ludwig, St. Bonifaz und St. Anna. erste Planungen für einen Kirchenbau am Königsplatz

Die Planung von Kirche und Abtei Sankt Bonifaz war von Anfang an in die Gestaltung der seit 1808 westlich der alten Stadtmauern neu angelegten Maxvorstadt und ihres Zentrums, des Königsplatzes, eingebunden. Bereits 1809 war die Errichtung einer Garnisonskirche mit Kaserne, Kadettenschule und Invalidenhaus im Gespräch. Auf der Grundlage eines neuen Bebauungsplanes von 1812 erarbeitete Karl von Fischer einen Entwurf für die Glyptothek, der er auf der Südseite des Königsplatzes ein Armeemonument zum Gedenken an die bayerischen Gefallenen der Napoleonischen Kriege gegenüberstellte. Der Vorschlag wurde vom Kriegsministerium aus Kostengründen abgelehnt. Als Ludwig I. 1816 Leo von Klenze nicht nur mit dem Bau der Glyptothek, sondern mit der Planung des gesamten Königsplatzes beauftragte, entwickelte dieser die Vision


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oben links: Programm für den 12. Oktober 1835, Tag der Grundsteinlegung für Sankt Bonifaz und gleichzeitig Tag der Silberhochzeit von König Ludwig I. und

eines »hellenischen« Forums mit einem Stadttor (Propyläen), einer den zwölf Aposteln geweihten Kirche als Pfarrkirche für die Bewohner der Maxvorstadt und der Glyptothek. Nach Ludwigs Vorstellungen sollte auch die Apostelkirche zunächst »antik« gestaltet werden. Im Laufe der Planungen wurde die Diskrepanz zwischen christlichem Gotteshaus und heidnischem Tempel jedoch als zu groß empfunden. Außerdem begann Ludwig sich seit seinem Aufenthalt in Rom von der klassischen Antike weg zu entwickeln – hin zur romantischen Kunstauffassung und Mittelalterbegeisterung der Nazarener, einer Künstlergruppe, die er in Rom kennen gelernt hatte. Planung von Basilika und Abtei durch Georg Friedrich ziebland

Das historisierende Konzept nach frühchristlich-byzantinischem Vorbild, wie es dem Geschichts- und Kunstbild Ludwigs I. nun vorschwebte und wie es Leo von Klenze, der an seinem klassizistischen Konzept festhielt, letztlich verweigert hatte, war dann ebenso wie die Planung der Klosteranlage das Werk des Architekten Georg Friedrich Ziebland. Bereits 1822 hatte der Kronprinz den damaligen Akademieschüler beauftragt, Pläne für eine Basilika des fünften und sechsten Jahrhunderts zu entwerfen. Zu diesem Zeitpunkt hatte Ludwig den ursprünglichen Plan, die Kirche den zwölf Aposteln zu weihen, fallen lassen und sich stattdessen für den hl. Bonifa-

Königin Therese (Archiv der Abtei Sankt Bonifaz). oben rechts: Monografie von Norbert Lecke (1850), erschien zur Weihe von Kirche und Kloster und ist die erste schriftliche Dokumentation der Baugeschichte. darunter: König Ludwig I., Gemälde aus dem Kapitelsaal der Abtei Sankt Bonifaz.

tius als Schutzpatron von Kirche und Kloster entschieden. Dem romantischen Geschichtsund Nationalbewusstsein des Wittelsbachers galt Winfried Bonifatius nicht nur als Begründer der bayerischen Bistumsorganisation, sondern auch als »Apostel der Deutschen, der eine Einigung aller Stämme in der Begründung der Glaubenseinheit vorbereitete«. 1827 wurde Ziebland von Ludwig I. mit einem Stipendium zum Studium möglicher Vorbilder für die neue Basilika nach Italien geschickt. Er sollte dabei vor allem die Basiliken in Rom und Ravenna in Augenschein nehmen. Als er bereits im Jahr darauf seinen ersten Entwurf einer fünfschiffigen Basilika mit Apsis und Vorhalle aus Italien an den König schickte, gab Klenze die Idee eines klassizistischen Kirchenbaus gegenüber der Glyptothek endgültig auf und ersetzte ihn 1830 mit dem Entwurf zu einem Kunstausstellungsgebäude. Wie bei Basilika und Abtei von Sankt Bonifaz erging allerdings auch hier der Bauauftrag letztlich an Ziebland. Der erste Entwurf Zieblands galt einer fünfschiffigen Basilika mit Vorhalle und einer die Kirche an drei Seiten umfassenden Klos-

teranlage. Als Standort sah er ein Areal zwischen Ludwig-, Löwen- (heutige Schelling-) und Türkenstraße vor, während der zweite Entwurf von 1829 die Basilika wieder als Pendant zur Glyptothek an die Südseite des Königsplatzes zurückversetzte. Der dritte Entwurf von 1831 drehte den Bau 180° um seine eigene Achse, so dass die Frontseite der Basilika vom Königsplatz weg an die Karlstraße und damit an den heutigen Standort verlegt wurde. Das damit verbundene Erscheinungsbild der christlichen Kirche passte nicht mehr zu den antiken Tempelbauten am Königsplatz. Zusammen mit dem dritten Entwurf von 1831 reichte Ziebland auch erstmals einen Kostenvoranschlag ein, der einen Gesamtbetrag von 329.184 Gulden vorsah. Mit dem vierten Entwurf von 1834 stieg die kalkulierte Summe auf 453.832 Gulden, wovon 58.000 Gulden für den Maler Heinrich Heß bestimmt waren, dem mit Vertrag vom 6. Juni 1834 die gesamte Innendekoration der Basilika übertragen worden war. Die endgültige Ausführung des Kirchengebäudes folgte einem (gegenüber dem vierten nur geringfügig veränderten) fünften Entwurf ebenfalls von 1834.


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Spätestens in diesem Jahr legte Ziebland auch Entwürfe für das Abteigebäude vor; sein Konzept für die Raumaufteilung wurde nach Überarbeitungen 1839 durch den königlichen Bauherrn genehmigt. Die Grundsteinlegung

Am 12. Oktober 1835, dem Tag der Silberhochzeit von König Ludwig I. und Königin Therese, wurde die Grundsteinlegung »zur heil. Bonifacius-Kirche, einem neuen Denkmale der Frömmigkeit und Großsinnigkeit des Königlichen Erbauers, feyerlich vollzogen«. Vier Tage zuvor war durch das Königliche Staatsministerium des Innern das Programm veröffentlicht worden. Darin heißt es: »Zu diesem Behufe [d.i. die Grundsteinlegung] begiebt sich schon am Vorabende der hochwürdige Domklerus, geführt von dem in Amtskleidung vorantretenden Architekten Ziebland, unter der angemessenen MilitärBegleitung, auf die zwischen der neuen Karlsund der Brienner-Straße liegenden Baustätte, nimmt dortselbst unter Beiwohnung des Baupersonals die Aufrichtung des Kreuzes auf der für den Hochaltar bestimmten Stelle und die Weihe des Salzes und Wassers vor, und wird hierauf in gleicher Weise in die Metropolitan-Kirche wieder zurückbegleitet.« Am Tag der Grundsteinlegung versammelten sich nach dem feierlichen Hochamt im Dom Zu Unserer Lieben Frau der Erzbischof, das Domkapitel, der gesamte Klerus sowie Magistrat, Gemeindebevollmächtigte und Distriktsvorsteher Münchens an der Baustelle. Als Zeugen des Grundsteinlegungsaktes hatte der König die anwesenden Prinzen des königlichen Hauses, die Bischöfe von Augsburg und Birtha (so der Titel des Münchner Weihbischofs), den Regierungspräsidenten des Isarkreises, den Stadtkommandanten Münchens und den ersten Bürgermeister der Haupt- und Residenzstadt bestimmt. Zur selben Zeit, um 12 Uhr, besichtigte der König zunächst die am Maximiliansplatz aufgestellten Truppen und begab sich dann mit seinem Gefolge ebenfalls in die Karlstraße, wo er von Innenminister, Erzbischof, Domkapitel, Zeugen und Architekt Ziebland empfangen und zu einer eigens errichteten Estrade geführt wurde. Eröffnet

Seitenansicht aus dem 1. Entwurf für Sankt Bonifaz von Georg Friedrich Ziebland, 1827/28 Rom. Die Seitenansicht stellt Sankt Bonifaz in Bezug zu St. Paul vor den Mauern und Santa Maria Maggiore in Rom und zeigt, wie ernst Ziebland den Auftrag Ludwigs I. nahm, sich während seines Italien- und Romaufenthalts mit entsprechenden baulichen Vorbildern zu beschäftigen. Die Blätter befinden sich im Archiv der Abtei Sankt Bonifaz.

wurde die Zeremonie durch eine Laudatio des Staatsministers des Innern, des Fürsten von Oettingen-Wallerstein, darauf folgte die Segnung von Grund- und Schlussstein durch den Erzbischof. Nun überreichte der Architekt dem König die für den Grundstein vorgesehenen Gegenstände: eine Steinplatte mit dem Grundriss, eine Steinplatte mit der Inschrift, ein Bildnis des Königs, eine goldene Uhr, verschiedene goldene Münzen, die unter der Regierung Ludwigs I. ausgeprägt worden waren, sowie sämtliche bis zum 12. Oktober 1835 herausgegebenen Geschichtstaler. Die traditionellen Schläge auf den Grundstein und der Kalkwurf wurden mit einem eigens dafür entworfenen Gerät ausgeführt – zuerst durch den Erzbischof, dann durch den König und die Prinzen des königlichen Hauses. Die Segnung des gesamten Kirchplatzes bildete zusammen mit feierlichem Segen und Dankesworten des Erzbischofs an den König den Abschluss der Zeremonie. Das von Georg Friedrich Ziebland entworfene Grundsteinlegungsgerät macht schon zu Beginn der Bauarbeiten deutlich, dass mit Sankt Bonifaz wie auch mit der von Friedrich Gärtner entworfenen und bereits im Bau befindlichen Ludwigskirche ein Gesamtkunstwerk entstehen sollte, in dem jedes Detail in Bau und Ausstattung einer genauen Planung und Ausführung unterzogen war. Für Sankt Bonifaz dokumentiert sich diese Akribie in den zahlreich erhaltenen Zeichnungen, Entwürfen und Werkplä-

nen (1:1) zu allen möglichen Gegenständen: von den liturgischen Geräten bis hin zum Treppen­geländer im Kloster und der Einrichtung der einzelnen Mönchszellen. Bemerkenswert ist Ludwigs Tagebucheintrag zum Ereignis der Grundsteinlegung von Sankt Bonifaz: »… Um 12 Uhr zu Pferde […] den Maximilians Platz entlang bis an der weiter als Karlsthore aufgestellten Besatzung (die Beurlaubung beginnt um 14°). Der Wind heftig, daß ich besorgte den Huth zu verlieren (zu Pferde zog ich ihn nicht ab). Bevor ich zur Baustelle der St. Bonifaciuskirche gelangte, begann es zu regnen und hörte nicht auf während der Grundsteinlegung derselben, der ich auf die Anrede des Ministers des Innern sowie auf die des Erzbischofs antwortete.« Die wenigen Anmerkungen sprechen für sich. Trotz dieser eher dürren Worte entstand mit der Basilika von Sankt Bonifaz ein Kirchenbau, der Ludwig so sehr am Herzen lag, dass er ihn zur Grablege für sich und seine Gemahlin Therese wählte. Hier ruht er bis heute in einem steinernen Sarkophag, den ihm Leo von Klenze entworfen hat und der an die Grabstätte Kaiser Friedrichs II. in Palermo erinnert – gleichsam als Klammer zwischen Antike und Mittelalter: die beiden Epochen, für die sich Ludwig Zeit seines Lebens begeistert hatte und mit deren Rezeption er München zu eben der Stadt gemacht hat, »die Teutschland so zur Ehre gereichen soll, dass keiner Teutschland kennt, wenn er nicht München gesehen hat.«


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Nachrichten aus dem Archiv

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urch die Zerstörung der Basilika im Zweiten Weltkrieg wurde auch der Sarkophag König Ludwigs I. stark in Mitleidenschaft gezogen. Durch starke Sprünge drang Regen und Schnee ein, so dass am 16. Januar 1950 zur Wiederherstellung des Sarkophags der Leichnam des Königs entnommen und zunächst in der Klosterkrypta aufgebahrt wurde. P. Romuald Bauerreiß beschreibt den toten König mumifiziert in einem offenen Eichensarg liegend, »im Gesichtsausdruck noch deutlich erkennbar. Er trug bayerische Generalsuniform mit roter Generalsschärpe. Eine Rose lag auf seiner Brust. Die wenigen kleinen Orden waren voll Rost und Grünspan. Die Hände trugen Rosenkranz und Sterbekreuz. Das Kloster bettete den Stifter in einen Eichen- und dann in einen Zinnsarg und brachte nach der raschen Restaurierung des Sarkophags ihn wiederum dorthin.« Auch der Architekt des Wiederaufbaus nach dem Krieg Hans Döllgast berichtet von der Instandsetzung des Sarkophages und ihren Begleitumständen – in einem kleinen Zeitungsartikel unter der Rubrik »Stadtspiegel« in der Ausgabe des Münchner Merkur vom 18. Januar 1950:

»Am 16. Januar, gegen Einbruch der Nacht, wurde in der Basilika Sankt Bonifaz der Leichnam König Ludwig I. aus seinem Sarkophag gehoben und in die Mönchsgruft im Kloster der Benediktiner übergeführt. Den Steinsarg haben im Jahre 1944 Bomben und Brand zerstört. Der Bayerische Staat hat die Mittel aufgebracht, ihn wieder instand zu setzen, und die Kapellenwände samt der darunter liegenden Gruft mit dem Sarg der Königin in einfacher Form wiederherzustellen. Man will die Trümmer der riesigen Deckplatte und die verschobenen Wände aus Untersberger Marmor möglichst ohne Ergänzungen wieder aneinanderfügen, den durch die Glut zerstörten Boden und die ehedem hölzernen Abschlußgitter erneuern, im übrigen aber dem Monument, das nicht einmal den

Namen des Königs trug, die alte, ergreifend einfache Form erhalten. Zur hundertjährigen Wiederkehr der Bauvollendung im Herbst dieses Jahres werden die Arbeiten ihren Abschluß finden. Man war überrascht, nach Abnahme der vielfach zerrissenen und in ihren Teilen verschobenen Deckplatte statt eines Zinnsarges nur mehr Reste eines eichenen vorzufinden. Das machte eine rasche Bergung im Zeitraum weniger Stunden notwendig, die vom städtischen Bestattungsamt unter Leitung der Herren Direktoren Böck und Gscheitmeier übernommen wurde. Der tote König wurde unversehrt mit allen Beigaben in einen Zinnsarg mit vornehmer und einfacher eichener Umhüllung gebettet. Er trägt die verblichene königsblaue Uniform, mit karmoisinroter Schärpe. Die gefalteten Hände umfassen das Sterbekreuz. Seine Haltung ist schmal und straff. Unter der rund gewölbten Stirn liegen tief eingefallen die erloschenen Augen. Abt, Prior, Brüder und Ordensgeistliche vom Kloster Sankt Bonifaz, Poliere und Bauleiter begleiteten den Sarg, den noch der Lorbeer deckt, der ihm vor hundert Jahren beigegeben wurde.«


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GENUSS & NATÜRLICHKEIT Eine bayerische Brotzeit beginnt mit einem Andechser dunkel aus der Hofpfisterei

www.hofpfisterei.de


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Auf den Spuren der Hl. Elisabeth Konventausflug 2010

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Vom 26. bis 28. Juli waren die Mönche von Sankt Bonifaz in München und Andechs unterwegs auf den Spuren der Hl. Elisabeth in Erfurt, Freyburg, Naumburg, Eisenach und Marburg. Fr. Marcus Riemer lässt die Eindrücke dieser Fahrt Revue passieren.

1 Statue der Hl. Elisabeth in der Neuenburg. 2 Rechtes Hauptportal des Bamberger Domes: Im Tympanon ist Bischof Ekbert, der Onkel Elisabeths, zu sehen. Er hat begonnen, den Dom zu errichten.

5 Führung durch die Elisabeth-Kirche in Marburg. Hier ist auch das leere Grab Elisabeths zu finden. 6 Auf der Wartburg im sogenannten Sängersaal.

3 Papstgrab Clemens II. im Bamberger Dom.

7 Die Lutherstube, wo Luther die Bibel

4 Vor der Besichtigung der Domanlage kur-

übersetzte – an der Wand ein Bild

ze Rast im schönen Städtchen Naumburg.

Luthers von Lukas Cranach d. Ä. 8 Der Eingang des erhabenen Erfurter Mariendoms.

m 26. Juli ging die Fahrt mit zwei Kleinbussen, gefahren von P. Korbinian und Fr. Lambert, in die thüringische Landeshauptstadt Erfurt. In Bamberg unterbrachen wir die Hinfahrt für eine Führung durch den Bamberger Dom. In Erfurt angekommen, bezogen wir unser Quartier im evangelischen Augustinerkloster, das heute zu den Lutherstätten gehört. Es ist eine in ihrer Geschlossenheit beeindruckende Anlage mit Kreuzgang, Klostergarten, Kirche, Bibliothek und Renaissancehof. Seit 1996 leben hier auch Schwestern der Communität Casteller Ring und so trafen wir uns auch mit Schwester Roswitha Cordula Sagner. Der Nachmittag war ausgefüllt mit einer Stadtführung, bei der wir die Elisabethkapelle im Nikolaiturm, die Krämerbrücke, die Predigerkirche, den Dom besuchten wie auch die Aller­heiligenkirche mit dem Kolumbarium, wo in reihenweise übereinander angebrachten Nischen Urnen aufbewahrt werden. Für das gemeinsame Abendessen hatten die Schwestern das Restaurant »Zum güldnen Rad« ausgesucht, das in den Gebäuden einer aufgelassenen Tabakfabrik untergebracht ist. Am Vormittag des 27. Juli ließen wir uns durch die Neuenburg in Sachsen-Anhalt führen, die wir nach einstündiger Autofahrt erreichten. Sie liegt über der Stadt Freyburg und dem Unstruttal, einem Weinanbaugebiet, und sicherte einst das Territorium der Landgrafen von Thüringen im Osten, wie dieses im Westen durch die Wartburg geschah. Die Mittagszeit stand zur freien Verfügung in Naumburg. Bei der Führung durch den Naumburger Dom sahen wir im Westchor die Stifterfiguren des Naumburger Meisters, das Domschatzgewölbe, aber auch aus neuester Zeit die Neo-Rauch-Fenster in der Elisabethkapelle im Erdgeschoss des Nordturms. Zurück in Erfurt, beteten wir mit Weihbi-


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schof Reinhard Hauke und Herrn Staudacher vom katholischen Forum im Land Thüringen im Dom die Vesper. Danach erläuterte Weihbischof Hauke seine Projekte für Christen und Nicht-Christen an der Schwelle zur Kirche, wie die Feier der Lebenswende, das monatliche Totengedenken, den ValentinsGottesdienst oder das Kolumbarium in der Allerheiligenkirche. Für das Abendessen hatten Weihbischof Hauke und Herr Staudacher ebenfalls das Restaurant »Zum güldnen Rad« ausgewählt, was uns nicht störte, weil das Essen gut war und das Köstritzer Bier und der Dornfelder Wein allen schmeckte. Die Rückfahrt am 28. Juli nach München und Andechs ging über Eisenach mit der Wartburg und dann auch über Marburg mit der Elisabethkirche. Durch die Räume der Wartburg wurden wir persönlich vom Burghauptmann Günter Schuchardt geführt. In der Elisabethgalerie zeigen sechs große Fresken des Spätromantikers Moritz von Schwind den Lebensweg der Heiligen der Nächstenliebe. Der Rundgang endete in der Lutherstube. Hier versteckte sich Luther als Junker Jörg von Mai 1521 bis März 1522. Mit dem Burghauptmann aßen wir noch zu Mittag im Burglokal. Bei der Besichtigung der Elisabethkirche in Marburg wurden wir auch in den Elisabethchor geführt, wo über dem Grab Elisabeths ein Mausoleum errichtet ist. Nach der gesungenen Vesper begann die lange Rückfahrt. Wir sind in diesen Tagen sehr bereichert und auch inspiriert worden, das Leben der Hl. Elisabeth, die mit unserem Kloster durch das Geschlecht der Andechs-Meranier verbunden ist, immer wieder zu bedenken und ihre Taten auch in unserem Leben aufleuchten zu lassen.

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Bergmesse am Kolbensattel mit Pater Coelestin Teilnehmer trotz schlechter Wettervorhersage von Sonnenschein überrascht

Ende Juli feierte P. Coelestin wieder die traditionelle Bergmesse am Kolben­sattel. Anfangs hielt sich Nebel, allerdings nur so lange, bis P. Coelestin den Altar für die Messfeier herrichtete.

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ie Bergmesse am Kolbensattel ist seit Jahren fester Bestandteil des Jahreskalenders von P. Coelestin. Aber nicht immer fand die Bergmesse hier statt. 24 Jahre hielt er die Messe bei der früheren Hütte der DAVSektion Vierseenland im Tiroler Hornbachtal. Es folgte eine Zwischenstation auf dem Brauneck. Nun treffen sich seit neun Jahren eine stattliche Zahl von Gottesdienstteilnehmern am Kolbensattel bei Oberammergau.

Etwas nebelig war es am Morgen am Kolben­sattel, aber als P. Coelestin seinen Altar herrichtete, verzogen sich die Wolken und gaben die Sicht auf die umliegenden Berge frei. Trotz der etwas unsicheren Witterungsverhältnisse hatte sich wieder viele Teilnehmer zusammengefunden, um miteinander diesen besonderen Gottesdienst in freier Natur zu feiern. Es war beeindruckend, wie P. Coelestin, trotz seiner schweren Krankheit, die Predigt und die gesamte Messe gestaltete, für alle verständlich und jeden persönlich ansprechend. In seiner Predigt ging er aber auch auf die Vergänglichkeit alles Irdischen ein, ohne die Schönheiten der Natur zu vergessen. Ein leichter Klang von Abschied war nicht zu überhören. Trotzdem äußerte er die Hoffnung, auch im nächsten Jahr wieder diese Bergmesse an der gleichen Stelle feiern zu können.

Auch in diesem Jahr gestalteten die Uttinger Jagdhornbläser unter Dr. Georg Kritikos den Gottesdienst musikalisch. Wie schon in den vergangenen Jahren sorgte der Wirt der Hütte, Vitus Kreitmeir, für die Verköstigung der Teilnehmer und Hüttenbesucher. Heuer gab es außer seinem bekannt schmackhaften Kaiserschmarrn auch noch frisches Fleisch und Würstl vom Grill, den er extra vor der Hütte aufgebaut hatte. Zum Abschied spielten die Uttinger Jagdhornbläser vor der Hütte noch etliche Stücke, was bei den anwesenden Gästen besonders gut ankam. Wilfried Lichtenberg


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Auszeichnung

»Steh auf und geh!«

Hundertsemesterband für P. Coelestin

60. Professjubiläum von Fr. Ansgar Mössmer

Schon seit Jahren gestaltet Fr. Ansgar Adventskränze für den Vatikan. Dort erfreuen sie sich großer Beliebtheit.

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ine besondere Auszeichnung erhielt P. Coelestin Stöcker schon im Juni diesen Jahres von der Katholischen Deutschen Studenten­verbindung (KDStV) Tuiskonia zu München: das Hundertsemesterband. 1960, vor 50 Jahren oder eben 100 Semestern, wurde P. Coelestin Mitglied bei der KDStV Aureata. Diese Studentenver­bindung fusionierte 1972 mit der KDStV Tuis­konia. Vom Philistersenior der Tuiskonia, Gerhard Schmidt, erhielt P. Coelestin am Samstag, den 26. Juni 2010, im Rahmen des 110. Stiftungsfestes der Ver­bindung das Hundert­ semesterband, was ihn sichtlich freute. Abt Johannes Eckert, der auch Ehren­mitglied der KDStV Tuis­konia ist, zele­brierte am darauf folgenden Sonntag den Fest­gottesdienst in St. Peter in München und brachte so die Verbundenheit des Klosters mit der Studentenverbindung noch einmal zum Ausdruck.

Am 11. November 2010 feierte Fr. Ansgar Mössmer, Senior des Konvents der Benediktinerabtei Sankt Bonifaz in München und Andechs, sein 60. Professjubiläum im Rahmen eines festlichen Gottesdienstes in der Andechser Wallfahrtskirche. Viele Mitbrüder, Freunde und Bekannte kamen aus diesem Anlass auf den Heiligen Berg.

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n seiner Predigt stellte Abt Johannes das Leben von Fr. Ansgar unter das Motto der ständigen Wallfahrt. Schon als Kind, in Weilheim geboren und aufgewachsen, ist er mit der Wallfahrtsgemeinde seiner Heimatstadt auf den Heiligen Berg gekommen. Auf dem Weg des Lebens als ständige Wallfahrt hat Jesus Christus auch den Jubilar immer wieder aufgerufen: »Steh auf und geh!« So war die Biographie von Fr. Ansgar auch immer eine Biographie der Rückkehr, die Rückkehr aus dem Krieg, nach dem Eintritt in die Benediktinerabtei Schäftlarn, die Rückkehr ins klösterliche Leben nach Sankt Bonifaz, es war eine Biographie des Aufstehens nach jeder Operation der letzten Jahre mit viel Freude am Gebet und an der Arbeit. Stetige Rückkehr, so sagte Abt Johannes, kann nach dem Heiligen Benedikt zum Segen werden.


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Aus Kirche und Kloster

Ein alter, ein moderner Weg Tage im Kloster für junge Männer

Sieben Tage des Ferienmonats August hinter den Klostermauern von Andechs – warum? Ist es fanta­ sie­lose Urlaubsplanung, wurde der Flug zum Mittelmeer verschlafen? Steht gar Unglück in der Liebe da­ hinter? Oder hat man überhaupt ein seelisches Tief erreicht und will nichts mehr sehen und hören vom Treiben der Welt? Zugegeben: Wer vom Treiben »der Welt« in das Kloster Andechs flieht, muss bedenken, dass zwar nicht die ganze Welt, zumin­dest aber ein ansehnlicher Teil von ihr auf den Heiligen Berg Bayerns pilgert.

S

ieben Tage des Ferienmonats August, vom 7. bis 14. August 2010, leben fünf junge Männer im Alter von 16 bis 26 Jahren im Kloster Andechs. Und so weit der Unterschied im Alter, so vielfältig bereichernd erweist sich der Lebenshintergrund: Vom Schüler bis zum Studenten der Informatik, vom Schreiner über den Abiturienten bis zum Studenten der Theologie. Eines vorweg: Weder fehlende Fantasie, noch Unglück in der Liebe, noch eine seelisches Tief führt sie ins Kloster. Vielmehr steht der Wunsch dahinter, einmal anders zu leben. Es sollte einmal ein anderer Urlaub sein und das Kennenlernen einer 1500-jährigen Lebensweise im Jahre 2010. Jeder dieser fünf Männer, so unterschiedlich sie auch sind, lässt sich gemeinsam mit Fr. Raphael, Fr. Paulus, Fr. Lukas, Fr. Florian und dem Andechser Konvent mit Abt Johannes auf die alte Lebensweise ein. Sie entdecken als Gemeinschaft und doch auch jeder für sich die Quellen, die mehr verheißen als bloße Erholung – Quellen, die gleichsam das Erdreich des Alltags erfrischen,

es aufbrechen lassen für Neues, das einem selbst bisher gar nicht in den Sinn gekommen ist. Wie das geschieht? Es wirkt der Rhythmus benediktinischen Lebens in seiner Beständigkeit und seinem Ausgleich. Das gemeinsame Beten der Psalmen viermal am Tag ist sowohl Ausdruck der Gottsuche des Mönches, als auch des Dienstes Gottes am Menschen. Sie findet ihren Höhepunkt in der Eucharistie, wenn Jesus zu seinem Mahl einlädt. Das Teilen der Mahlzeiten folgt dem Gottesdienst. Es bedeutet mehr als vor­ rangige Nahrungsaufnahme, sondern will Tisch­gemeinschaft mit Ihm und untereinander erfahren lassen. Das tägliche Arbeiten im Kloster ist nicht zuerst auf Leistung und Prestige ausgelegt, sondern auf das verantwortete Mitgestalten der Schöpfung. Die Freizeit in der Natur, die Erholung schenkt und Freude an der Schöpfung. Das Kennenlernen des vielfältigen benediktinischen Lebensstils durch den Besuch der Abtei Sankt Bonifaz in München. Und schließlich die geistliche


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für junge Männer auch 2011 Auch im Juli/August 2011 laden die Benedik­tiner von Sankt Bonifaz in München und Andechs wieder junge Männer im Alter von 16 bis 26 Jahren ein, im Kloster Andechs für eine Woche im Wechsel von Gebet, Arbeit und täglichen Impulsen zur Hl. Schrift und benedikti­nischen Spiritualität zu leben. Die gemeinsame Freizeit (Ausflüge in die Umgebung, Bade- und Sportaktivitäten etc.), der Austausch miteinander und die Gelegenheit zu Rückzug und persönlichen Gesprächen mit den Mönchen haben ihren Platz.

Beginn Samstag, 30. Juli, 15 Uhr Ende Samstag, 6. August 2011, nach dem Mittagessen ca. 14.30 Uhr Einkehr: Das Lesen der Hl. Schrift und der Austausch darüber: Was bedeutet es für mein Leben, wenn Jesus im Sonntagsevangelium sagt: »Denn wo euer Schatz ist, da ist auch euer Herz«, oder einer in der Lesung hört: »Glaube aber ist: Feststehen in dem, was man erhofft, Überzeugtsein von Dingen, die man nicht sieht«? Ja, wer ist Jesus für mich? Wirkt Gott in meinem Leben, und woran kann ich das erkennen? Und auf welchen Lebenswegen kommt einer überhaupt in ein Kloster und will Mönch werden? Der Ausgleich zwischen Gebet, Arbeit und Muße, der Wechsel von Lesung, Schweigen und Austausch, das Maß zwischen Leben mit der Gemeinschaft an einem Ort und dem Leben bei sich selbst prägt den Mönch und hält ihn offen auf Gott hin. Die Kirche steht heute mit ihren Botschaften auf einem großen Markt, dessen Bedingungen sie nicht festlegt. Es sind die Zwölf- bis Neunundzwanzigjährigen, die größten Abstand zur Kirche halten. Zugleich sind sie es, die den christlichen Glauben

in die Zukunft weitertragen können. Was aber, wenn sie gerade diesem Glauben fremd gegen­überstehen? Benediktinerklöster stehen in der Kirche als Glaubens- und Lebensschulen mit auf dem Markt. Der Kern ihrer Botschaft aber kostet nichts: Die Suche nach dem Gott des Lebens, der dem Menschen entgegenkommt und ihn zum Leben hin befreit. So wie Gott ein Geheimnis bleibt, über das man nicht verfügt, so bleibt der Mensch im Glauben unterwegs, wenn er sich diesem Geheimnis aussetzt, täglich neu, unaufgeregt und doch risikofreudig. Die Mönche vom Hl. Berg laden junge Menschen dazu ein, mit ihnen auf Ent­ deckungsreise zu gehen, was es heute bedeuten kann, den Gott Jesu Christi zu suchen und ihm zu vertrauen. Es ist ein alter, moder­ ner Weg. Vielmehr: Es ist ein kostbares Gut für die Zukunft. Fr. Paulus Schwabegger

Treffpunkt Klosterpforte in Andechs Kosten Kost und Logis sind frei, dafür wird um Mitarbeit im Kloster gebeten. Anmeldung (schriftlich bis 22. Juli 2011) Fr. Lukas Essendorfer OSB Benediktinerabtei Sankt Bonifaz Karlstraße 34, 80333 München Tel: 089/55171-112, Fax: 089/55171-103 Mail: colloquium@sankt-bonifaz.de Die Teilnahmezusage erfolgt in der Reihenfolge der Anmeldungen. Da wir auf das Angebot einer persön­ lichen Begleitung in dieser Woche großen Wert legen, können nicht mehr als 9 Personen teilnehmen.


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Aus Kirche und Kloster

Gönne Dich Dir selbst Männertage im Kloster Andechs 2010

Sechs Männer nahmen in diesem Jahr an den Tagen im Kloster teil. Einer der Teilnehmer, Walter Frings, berichtet von seinen Er­fahrungen während dieser Tage, wie es ist, sich selbst zu be­­gegnen und unerwartete Ent­deckung zu machen.

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m Mittwoch, 18. August 2010, er­ folgte die Anreise bis 22.00 Uhr. Fr. Wolfgang teilte jedem sein Zimmer zu und übergab ihm Schlüssel von Eingang, Klausur und Zimmer. Zur Begrüßung fand sich auf dem Zimmer außer der Bibel und der Benedikts­regel eine Flasche Andechser Klosterbier und Mineralwasser. Nach einer kurzen Einführung lud Fr. Wolfgang, der erst seit zwei Jahren im Kloster lebt und vorher bei einer Bank an­gestellt war, zum Chorgebet ein. Täglich versammeln sich die Mönche fünfmal zum Chorgebet: um 7.00 Uhr zum Morgengebet, vor und nach dem Mittagessen, abends um 18.00 Uhr zur Vesper in Verbindung mit der hl. Messe und nach dem Abendessen zur Komplet. Insgesamt sind es also bis zu zwei Stunden, die für das Gebet eingeplant sind. Uns wurde ausdrücklich freigestellt, an den Gebeten teilzunehmen. Keiner von uns hat aber einen Termin aus­gelassen.

Mittag- und Abendessen erfolgte im Refek­torium (Speisesaal) zusammen mit den Mönchen. Alle sitzen an Zweiertischen, mit dem Rücken zur Wand. Zum Tischgebet treten alle vor den Tisch. Anschließend wird kurz aus der Regel des heiligen Benedikt gelesen, wobei die Mönche die Kapuzen zur größeren Konzentration über den Kopf ziehen. Das Essen teilen zwei Mönche mit weißer Schürze aus, wobei auch der Abt nicht ausgelassen wird. Da die Mönche sehr schnell essen, kamen wir manchmal kaum nach. Während des Essens wurde vorgelesen, vorwiegend aus dem Leben der hl. Elisabeth von Thüringen. Im Anschluss an die Komplet versammelten wir uns mit Fr. Wolfgang, stellten uns einander vor und tauschten uns aus, warum wir uns für die Männertage angemeldet hatten. Der nächste Tag begann mit einer Meditationsrunde mit P. Valentin, einem der Cellerare des Klosters. Im Anschluss sprachen wir mit Fr. Wolfgang über einen Brief von Bernhard von Clairvaux an Papst Eugen III. aus. Der Brief gibt dem Papst den zeitlosen Ratschlag, bei aller Geschäftigkeit nicht sich selbst zu vergessen und Raum zur Besinnung zu lassen. Der Schluss des Briefes hat mich sehr beeindruckt. Er lautet: »Denk also dar-

an: Gönne dich dir selbst. Ich sage nicht: Tu das immer, ich sage nicht: Tu das oft, aber ich sage: Tu es immer wieder einmal. Sei wie für alle anderen auch für dich selbst da, oder jedenfalls sei es nach allen anderen.« P. Valentin, der Pfarrer von Erling und Machtlfing ist, ist auch für den Vertrieb der Kloster­brauerei zuständig, durch die er uns am Ende des Vormittags mit viel Sachverstand führte. Am Freitag weckte uns um 6.15 Uhr ein wunderbarer Sonnenaufgang. Vormittags führte uns der 82-jährige P. Coelestin durch die wunderschöne, barocke Wallfahrtskirche, erklärte uns, wie die Figuren und Malereien in einem inneren Zusammengang stehen und zeigte uns schließlich das Kleinod von Andechs: die Heilige Kapelle mit der Dreihostienmonstranz. Nachmittags marschierten wir mit Fr. Wolfgang 12 km auf schatten­ losen Asphaltwegen zur Marienkirche nach Machtlfing und zurück. Vorher hatte er uns noch den sonst verschlossenen Friedhof der Wittelsbacher gezeigt. Zwischenzeitlich war auch Fr. Marcus eingetroffen, der unter der Woche bei einer Versicherung tätig ist. Abends bereitete Abt Johannes mit uns sechs Teilnehmern in der Kirche die Messe vor, erklärte uns die Figur des heiligen Bernhard


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von Clairvaux, der als Abt alle Angebote ablehnte, Bischof zu werden und dessen Mitra deswegen auf dem Boden steht. In der Kapelle, die nur von vier großen Kerzen erleuchtet war, standen wir um den Altar und feierten die Eucharistie unter beiderlei Gestalten. Anschließend saßen wir mit dem Abt noch auf der Klosterterrasse, diskutierten und genossen den Sternenhimmel. Auch am Samstag war wieder herrliches Sommerwetter. Vormittags erzählte Fr. Marcus von seinem Weg ins Kloster. Vor dem Mittagessen erfolgte noch eine kurze Wanderung zum Andechser Friedhof. Nach dem Mittagessen besuchten wir mit Fr. Florian, dem Novizen, die prachtvolle Kirche in Fürstenfeld. Um 18.00 Uhr fand schließlich in der Andechser Wallfahrtskirche ein Orgelkonzert mit modernen Orgelkompositionen aus dem Baltikum statt. Anschließend lud Fr. Lambert zu einem Umtrunk ins Benediktusstüberl ein. Am letzten Tag – dem Sonntag – bereiteten wir uns mit Fr. Wolfgang und Fr. Marcus auf die Lesung (Hebr. 12,5 –13) und das Evan-

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gelium (Lukas 13, 22 –30) vor, woraus jeder von uns eine Fürbitte erarbeitete und in der folgenden Messe vortrug. Was haben die Tage gebracht? Wir hatten Zeit, uns auf uns selbst zu besinnen. Die Gesprächsrunden mit den Mönchen und die Besichtigungen werden uns noch lange in Erinnerung bleiben und zum Nachdenken anregen. Einen Zugang zu den Psalmen bei den täglichen Gebeten habe ich nicht gefunden. In der Diskussionsrunde habe ich gesagt, dass es bei den Psalmen ist wie bei den Goldgräbern: man muss einen Zentner Gestein durchsieben, um ein Goldkorn zu finden. Nach langer Suche bot Fr. Wolfgang mir das Goldkorn an: den Psalm 33. Die Mönche des Klosters möchte ich ermutigen, die Männertage weiter zu führen, auch wenn der Aufwand hoch ist. Wo aber der Samen dieser Besinnungstage hingefallen ist, da geht er auch auf. Walter Frings

Maßvoll leben: ›Damit alles zur rechten Zeit geschieht‹ (Benediktsregel KaP. 47) Freitag, 14. bis Sonntag, 16. Januar 2011 Freitag, 19. bis Sonntag, 21. August 2011 Beginn 17 Uhr/Ende nach d. Mittagessen Tage für Männer ab 35 Jahre auf dem Hl. Berg. Es besteht die Möglichkeit, den Tagesrhythmus der Mönche mitzuleben. Wir wollen uns insbesondere auf den Sonntag vorbereiten. Begleitung: P. Valentin Ziegler OSB Teilnehmerzahl: maximal 12 Personen, erstmalige Teilnehmer werden bevorzugt berücksichtigt. Kosten: 100 Euro incl. Übernachtung und Vollpension – Bitte vor Seminar­ beginn überweisen auf das Konto: Kloster Andechs – Nikolauskolleg, Kto.-Nr.: 102 724 82; BLZ 702 501 50, Kreissparkasse München-Starnberg Anmeldung: bei Fr. Lambert, Kloster Andechs, Bergstr. 2, 82346 Andechs, Fax: 08152/376-239


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Aus Kirche und Kloster

Orgelpaten vom 1. 7. bis 10. 11. 2010

Patenschaftsaktion für die Orgel

Manfred Mai, Prof. Willibald Bezler, Waltraud und Günther Prinz, Hertha Trenkler, Norbert Hahn, Nora Goldner, Rainer Tietz, Kurt Göhler, Marian-Meent Lichtenberg, Lisbeth Müller, Katharina Blum, Josef Briechle, Birgit Weiß, Lilly Marie Diekmann, Cornelia und Michael Ertelsberger, Mateo Hagen Lichtenberg, Sophia Aigner, Martha Magdalena Keller, Maria Herzog, Herbert Herzog, Dr. Guntram Mausch, Lender Physikkurs 2010 Sasbach, Eissportverein Herrsching e.V., Michael Englschall, Sophie und Walter Jung Nähere Auskünfte über Orgel-Patenschaften unter: Tel.: 08152/376-312 Fax: 08152/376-267 freundeskreis@andechs.de www.andechs.de


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Schöne A u s s i c h t e n für Ihren Gaumen.

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Aus der Brauerei

Maß Mitte

Mit und

In einer immer schnelllebigeren Zeit gehen die Benedik­tiner-Mönche des Kloster Andechs einen anderen Weg. Andechser Biere stehen für eine lange Tradition mit Maß und Mitte. Trotz modernster Technik brauen die Mönche nach strengen tra­di­tionellen Vorga­ben des Klosters und bieten damit besondere Bierspezialitäten für Gastronomie und Handel. Wir danken der Getränkezeitung für die freundliche Abdruckerlaubnis.

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etränkeinnovationen fluten den Markt. Inzwischen auch die Nischen bei Bock- und Festbier. Schneller als andere zu sein, auch in der Nische – das gilt. Und das kostet Geld, viel Geld. Hohe Investitionen belasten vor allem mittelständische Brauereien, die Margen sind gering. Immer weniger können sich so behaupten. Einen ande­ ren Weg beschreiten die Benediktiner des Klosters Andechs. Sie haben sich Zeit gelas­ sen. Immer schon. Schon zu einer Zeit, als »Entschleunigung« weder Thema noch Trend war. In der Produktentwicklung agieren sie mit Bedacht. »Die Marke ›Kloster Andechs‹ stärken wir achtsam Schritt für Schritt. Das Ergebnis: Unsere Bock- und Festbiere sind im Markt fest etabliert«, so Unternehmenssprecher Martin Glaab. »Mit unseren klösterlichen Bieren Maß und Mitte zu wahren ist uns wichtiger als Hektoliter abzusetzen, an denen wir nichts verdienen«, sagt P. Valentin Ziegler. Es folgt eine lange Pause. Dann ein verschmitztes Lächeln. Als wäre damit alles zum Andechser Erfolgsmodell gesagt. Fast alles. Seit Jahren verantwortet P. Valentin als Cellerar (Wirtschaftsleiter) im Kloster Andechs den Vertrieb der Klosterbrauerei. Die Vorgaben des Klosters für die Brauerei lauten: Maß halten, Nachhaltigkeit üben, Boden­haftung wahren und aus Altem Neues schöpfen.

»Diese strategischen Vorgaben mögen banal klingen, fordern aber im derzeitigen Marktumfeld besonders heraus«, weiß Martin Glaab. »Dennoch«, so unterstreicht P. Valentin, »unsere Biere haben ihre Qualität und damit ihren Preis«. Die Vorgaben wurzeln in der fast 1.500 Jahre alten Regel des Heiligen Benedikt. »Wir wollen als Mönch die Balance wahren und unser Ziel im Auge behalten, Gott in unserem Alltag erfahr­bar zu machen«, so P. Valentin. Um diesem Ziel näher zu kommen, hilft das bekannte Leitwort der Benediktiner »Bete und arbeite«. Entscheidend sei das Wort »und«. Es stehe für die gesunde Zuordnung von Gebet, geistlicher Lesung und Arbeit. Jede Tätigkeit, jede Aufgabe bekomme so ihre eigene Zeit, ihren Platz und einen eigenen Wert. »Konsequent übertragen die Andechser Benediktiner diese Lebensordnung auf ihre Produkte und Dienstleistungen, auch auf ihre Bock- und Festbiere«, so Glaab. Lebendige Tradition der Gastfreundschaft

Die Tradition, ganzjährig Bockbiere zu brauen, geht laut Unternehmen auf die in Andechs lebendige Tradition benediktinischer Gastfreundschaft zurück. Schon im sechsten Jahrhundert schreibt der Heilige Benedikt in seiner Regel von Gästen, die »unvorhergesehen kommen, und dem Kloster nie fehlen«.

Gäste fehlten dem Heiligen Berg nie, ist Andechs doch der älteste Wallfahrtsort Bayerns, erstmals erwähnt 1128. Zur Bewirtung der Gäste gehörte auch die Versorgung mit einem stärkenden Bier – dem Bockbier. Bockbier ganzjährig anzubieten, sei daher keine geschickte MarketingMaßnahme der Brauerei, sondern Ausdruck von Selbstverständnis und Ausrichtung des Klosters Andechs als Wallfahrtsort und Wirtschaftsgut der Abtei Sankt Bonifaz in München, erklärt der Sprecher. Ganzjährig zwei Bockbiere im Sortiment

Als einzige Klosterbrauerei Deutschlands lassen die Benediktiner ganzjährig zwei Bockbiere brauen: zum einen den »Andechser Bergbock Hell« mit 16,5 Gewichtsprozent Stammwürze und 7,0 Volumenprozent Alkohol. Der helle Bock sei ein Geheimtipp für Bierkenner und stehe für gediegenen Bier­ genuss. Das helle Starkbier vom heilige Berg ist vollmundig, malzaromatisch und trotz seiner Stärke angenehm mild. Die andere Bockbierspezialität ist »Andechser Doppelbock Dunkel«. Das welt­ berühmte Starkbier vom heiligen Berg Bayerns soll laut Brauerei mit Verstand verkostet werden. Dunkel und rotbraun in der Farbe, unverwechselbar im Geschmack: vollmundig, samtig, kräftig und angenehm malzaroma-


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Moderne Brautechnologie im Dienste benediktinischer Brau­ tradition – Abt Johannes Eckert (links) zusammen mit P. Valentin Ziegler (rechts) im Gär- und Lagerkeller der Klosterbrauerei.

tisch. Der feste und feinporige Schaum riecht verhalten nach Karamell. Ein echtes Festbier ist das »Andechser Spezial Hell«. Es hat 13,5 Gewichtsprozent Stammwürze und 5,8 Volumenprozent Alkohol – eingebraut wie ein klassisches Festbier: vollmundig, kräftig, würzig. Besondere Biere und modernste Technik

»Besondere Biere brauchen Zeit«, weiß Unternehmenssprecher Martin Glaab. Die bekämen sie schon im Sudhaus. Betriebsleiter Alexander Reiss: »Beim Maischverfahren ziehen wir bis zu drei Teilmaischen, je nach Qualität des Malzes.« Auch wenn dieses Verfahren den Sudvorgang um mehrere Stunden verlängere und bis zu 25 Prozent mehr Energie brauche als die sonst üblichen Maischverfahren. Um der Kosten und der Nachhaltigkeit willen achtet Reiss im gesamten Brauprozess auf eine optimale Energieausnutzung. »Modernste Brautechnologie steht bei uns klar im Dienst benediktinischer Brautradi­ tion«, so der Andechser Braumeister.

auch das sei heute aus Zeit- und Kostengründen bei vielen Brauereien nicht mehr üblich – die Hefe abgezogen und das Jungbier in einen separaten Lagertank umgepumpt. »Natürlich brauchen wir dazu noch einmal mehr Lagerkapazitäten,«, gibt Alexander Reiss zu, »aber nur so erreichen wir, dass die Hefe ganz in Ruhe unerwünschte Gärungs­ nebenprodukte komplett abbauen kann«. Bis zu acht Wochen lagere der dunkle Bock dann bei unter null Grad. Die nutze er und reife zu einem echten Bierjuwel heran, bei dessen Genuss man sich dann auch ruhig Zeit lassen solle. »In Gastronomie und Handel bieten Andechser Bockbierspezialitäten ein klares Alleinstellungsmerkmal«, sagt Glaab. Dies sei in einem hart umkämpften Gastronomie und Getränkemarkt ein wich­ tiger Vorteil. »Andechser Bock- und Fest­ biere erzählen von der lebendigen Tradition benediktinischer Gastfreundschaft auf dem Heiligen Berg, die im Jahr bis zu eine Million Menschen anzieht. Wer Andechser Biere ­verkostet, schmeckt diese Tradition, eine Tradition mit Maß und Mitte«, so der Sprecher.

Lange Lagerung und Reifung beim Bock

Konsequent setze sich diese strikte Qualitätsphilosophie bei Gärung und Lagerung fort. Vergoren werde bei deutlich unter zehn Grad, auch wenn dies größere Lagerkapa­ zitäten erfordere. Nach der Gärung werde –

Getränke Zeitung 21. 10. 2010, Heft 22, Seite 9

Hintergrund

Andechs ist der älteste Wallfahrtsort in Bayern. Der Reliquienschatz, der auf der Burg über dem Ammersee verwahrt wird, ist seit 1128 Ziel unzähliger Wallfahrer. Seit der Gründung des Benediktinerklosters 1455 durch den Wittelsbacher Herzog Albrecht III. betreuen die Mönche des Heiligen Benedikt die Wallfahrt. Die Rokoko-Wallfahrtskirche auf dem »Heiligen Berg Bayerns« und die Gastronomie des Klosters ziehen jährlich rund eine Million Besucher an. Seit über 150 Jahren gehört das Kloster Andechs als Wirtschaftsgut zur Benediktinerabtei Sankt Bonifaz in München. Die Mönche leben nach der Regel des Heiligen Benedikt, die gerne auf die Kurzformel »ora et labora – bete und arbeite« gebracht wird. Sie sind in der Wallfahrts- und Pfarrseelsorge sowie in der Leitung der Wirtschaftsbetriebe tätig. Mit den Erträgen der Wirtschaftsbetriebe, unter anderem der Klosterbrauerei, finanziert das Kloster sein seelsorgliches, caritatives und kulturelles Engagement in München und Andechs. Kloster Andechs steht für die enge Verbindung von benediktinischer Gastfreundschaft, barocker Kultur und bayerischer Lebensart.


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Aus der Brauerei

Andechser Bierspezialitäten auf der Inter-tabac 2010 Klosterbrauerei Andechs und Pöschl Tabak gemeinsam auf Europas größter Tabakmesse

Der diesjährige Ausschank der Klosterbrauerei Andechs auf dem Stand von Pöschl Tabak war wiederum ein Publikumsmagnet. Auf der 32. Inter-tabac in der Dortmunder Westfalenhalle zog auch das frisch­ gezapfte Andechser Klosterbier viele Besucher an.

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om 17. bis 19. September 2010 fand die 32. Inter-tabac in der Westfalenhalle in Dortmund statt. Als Europas bedeutendste Fachmesse für Tabakwaren und Raucherbedarf ist die Inter-tabac die entscheidende Kommunikations- und Orderplattform für den Handel mit einem einzigartigen Produkt- und Dienstleistungsangebot von mehr als 250 Ausstellern. Das Einzugsgebiet reicht dabei weit über die deutschen Grenzen hinaus. Die ausländischen Besucher kommen primär aus Europa, aber auch aus Nord- und Südamerika, Asien und Afrika. Bei den stetig zunehmenden Besucherzahlen, mit dem Besucherrekord von über 7.100 Fachbesuchern, konnte man deutlich erkennen, dass es mit der Wirtschaftsentwicklung in Deutschland wieder bergauf geht und die Umsätze zunehmen. Getreu dem Motto der Klosterbrauerei Andechs »Genuß für Leib & Seele« passt der »Andechser Spezial Snuff« der Firma Pöschl

hervorragend in die Andechser Produktfa­ milie. Der Ausschank des Andechser Klosterbiers auf dem Messe-Stand der Firma Pöschl war denn auch heuer wieder ein wahrer Publikums­magnet. So kreisten auch dieses Mal viele Messegespräche um das Andechser Bier und die lange Geschichte des Schnupf­tabaks. Das 16. Jahrhundert stand ganz im Zeichen des Tabaks. Er diente als Heilmittel für allerlei Beschwerden. Aber kaum eine Medizin war

aufgrund ihres besonderen Geschmackes so begehrt wie dieses außer­gewöhnliche Kraut. Schnupfen ist heute längst gesellschaftsfähig und es rümpft keiner mehr die Nase, wenn eine Brise Schnupftabak angeboten wird. Michael Beck


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Auf Achse für Andechser Klosterbiere ›Genuß für Leib & Seele‹ bringt der neue Lkw der Klosterbrauerei

Sechs Tonnen Zuladung kann »der Neue« schultern. Für durstige Freunde von Andechser Klosterbieren sind das 6.000 Halbliterflaschen. Damit lässt sich schon ein Andechser Bierfest in München und Umgebung ordentlich mit Getränken ausstatten.

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ünfzig Kilometer rund um den Heiligen Berg Bayerns wird der neue 12-Tonner in Zukunft unterwegs sein. Der Andechser am Dom und andere Restaurants und Gasthäuser mit Andechser Ausschank gehören ebenso zu seinen Zielen wie Klöster in und um München. Regelmäßig wird der blaue Lkw mit dem großen Andechser Logo zum Beispiel beim Andechser Hof in Tutzing, dem Oberen Wirt »Zum Queri« in Frieding, beim Emminger Hof in Sankt Ottilien oder beim Gasthof zur Post in Wessobrunn Station machen. Dafür wird er in einem Jahr fast zwei Drittel der Äquatorstrecke oder rund 25.000 Kilometer zurücklegen. Ein 250 PS starker Diesel mit einem der modernsten Rußpartikelfilter sorgt für den entsprechend umweltfreundlichen Vortrieb, so dass auch sämtliche Umweltzonen vor allem in Großstädten regulär befahren werden können. Ein 12-Gang-Automatikgetriebe zügelt zudem den Dieseldurst des Lkws. Sicher­heit wird im Fuhrpark der Kloster­brauerei von jeher groß geschrieben, und deshalb sind ein elektronisches Bremssystem ABS und ein zertifizierter Getränke­ kofferaufbau mit Hebebühne eine Selbst­ verständlichkeit. Diese Aluminiumkonstruk­ tion sorgt dafür, dass die Ladung während des Transportes nicht verrutschen kann. Und wer als Fahrer für unsere Kunden beim Be- und Entladen ordentlich zupackt, der ist für einen ergonomisch optimierten Fahrersitz und eine Klimaanlage sicher dankbar. Martin Glaab


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Aus der Brauerei

Hilfe fürs Brotzeitstüberl Kloster Andechs unterstützt Mittagsbetreuung in der Gemeinde Erling-Andechs

Eine gelingende Mittagsbetreuung von Schülern der Andechser Carl Orff-Grundschule braucht eine gut ausgestattete Küche. Hier haben das Kloster Andechs und seine Wirtschaftsbetriebe ihren Beitrag für den Erfolg einer Elterninitiative geleistet.

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erzlich Willkommen« heißt es seit dem 14. September 2010 im Andechser Maria-Wagner-Haus, dem so genannten »Schwesternhäusl«. Den Namen hat das Haus von den Dominikanerinnen von Wettenhausen, die hier lange Jahre eine Erholungsmöglichkeit hatten. 22 Kinder der Carl Orff-Grundschule in Erling gehen dort in die neu eröffnete Mittagsbetreuung der Ge­meinde Andechs. Träger ist das Bayerische Rote Kreuz. Dass das Projekt »Mittagsbetreuung im Schwesternhäusl« doch noch realisiert werden konnte, daran hätte Mitte Juli 2010 kaum jemand geglaubt. Aber nachdem der Gemeinde­rat sich doch noch für die Mittagsbetreuung ausgesprochen hatte, haben die Eltern ihr Versprechen wahr gemacht und mit Rat und vor allem Tat geholfen, das Häuschen zu renovieren. Für die Einrichtung konnten großzügige Spender gewonnen werden: Zum Beispiel die Aktion »Vergiss mein nicht!« aus Frieding und das Kloster Andechs und seine Wirtschaftsbetriebe. Letzterem ist zu verdanken, dass in der neu eingerichteten Küche funk­ tionstüchtige Elektrogeräte im Wert von 750 Euro stehen. Die Küche ist übrigens auch im Maria-Wagner-Haus das Herzstück des Hauses und wird von den Kindern bereits liebevoll »Brotzeit-Stüberl« genannt. Wie wir schon am Eröffnungsabend festgestellt haben: »Das Maria-Wagner-Haus hat viele Mütter und Väter!« Vielen herzlichen Dank allen Helfern und Spendern. Julia Kujawa


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E s s e n u n d Tr i n k e n

Andechser Winterbier ab jetzt auch zum Mitnehmen Bräustüberl schenkt vom 11. november 2010 bis 19. März 2011 wieder Winterbier aus

Inzwischen ist es gute Tradition auf dem Heiligen Berg: das Andechser Winterbier. Zwar braut es die Klosterbrauerei nach wie vor exklusiv und nur für den Ausschank im Andechser Bräustüberl. Aber seit dem 11. November können die Winterbier-Freunde das dunkle und malzaromatische Bier auch in einem klassischen Zwei-Liter-Biersiphon mitnehmen. Da es sich um ein kellertrübes, also unfiltriertes Bier handelt, empfiehlt es sich, das Andechser Winterbier dann innerhalb von drei Tagen zu verkosten.

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en klassisch gestalteten Biersiphon mit einem hochwertigen Bügelverschluss kann man zunächst leer an der Schänke für 12,50 Euro erstehen. Auffüllen lässt sich der Biersiphon immer wieder – auch mit dem Andechser Winterbier. Klassisch und kellertrüb ist das speziell für die Zeit von Martini bis Josefi ausgeschenkte Winterbier. Darum braut die Klosterbrauerei Andechs auch 2010 dieses beliebte Bier mit einem Stammwürzegehalt von 12,5 Vol % exklusiv für den Ausschank im Andechser Bräustüberl. Nur dort wird das Winterbier vom 11. November 2010 bis zum 19. März 2011, ausgeschenkt – natürlich frisch vom Fass. Für das Winterbier verwenden die Andechser Braumeister ausschließlich Rohstoffe aus Bayern: das dunkle Münchner Malz, den hochwertigen Hallertauer Aroma-Hopfen

und frisches Brauwasser. Mit diesen Zutaten steht das Andechser Winterbier in der langen Tradition der klösterlichen Biere, die vor der Erfindung der Bierfiltration gegen Ende des 19. Jahrhunderts vor allem dunkel und malzaromatisch, unfiltriert und kellertrüb waren. All diese Eigenschaften weist das Andechser Winterbier auf. Gebraut wird es in einem traditionellen Maischverfahren. Dabei wird ein Teil der Maische im Maischebottich mehrfach schonend erhitzt und gekocht und danach der restlichen Maische wieder zugeführt. Dieses Kochen eines Maischeteils war früher üblich und nötig, da sich aufgrund minderer Malzqualität Eiweiß, Zucker, Mineralien und Vitamine schlechter aus dem Gerstenmalz gelöst haben. Heute wird dieses Verfahren in der Klosterbrauerei dennoch angewendet, obwohl es erheblich mehr Energie und Zeit kostet. Damit erhält das Andechser

Winterbier aber einen ausgeprägten Malzkörper und damit seinen unverwechselbaren Geschmack. Diese Geschmacksrichtung unterstreichen die Andechser Braumeister noch dadurch, dass das Andechser Winterbier unfiltriert abgefüllt wird. Die natürlichen Trübstoffe wie Eiweiß und Hefe erzeugen noch einmal ein eigenes Geschmacksbild und ein besonders angenehmes »Gaumengefühl« beim Trinken. Früher hatten nur Braumeister und Bierbrauer das Privileg, das Bier unfiltriert, ein so genanntes »Zwickelbier«, zu trinken. Zwischen November 2010 und März 2011 können nun alle Gäste und Freunde des Andechser Bräustüberls diese besondere Andechser Bierspezialität auf dem Heiligen Berg genießen und – wie gesagt – auch mitnehmen.


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E s s e n u n d Tr i n k e n

Eine Vision hat Bestand – 10 Jahre Andechser in Mering Christian Baumüller leitet erfolgreich das Traditionshaus im Herzen von Mering

Am 16. November 2010 feierte der Andechser in Mering sein 10-jähriges Jubiläum. Nach einer heiligen Messe in der Meringer Pfarrkirche St. Michael wurde am Marktplatz auf den runden Geburtstag des Andechsers angestoßen.

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er Andechser in Mering steht heute mehr denn je für bayerische Gemütlichkeit und die Bierspezialitäten der Klosterbrauerei Andechs gehören selbstverständlich dazu. Pater Valentin ließ es sich zusammen mit dem zuständigen Regionalverkaufsleiter, Gino Casarotto, nicht nehmen die Glückwünsche des Klosters Andechs persönlich zu überbringen. Für die Zukunft des Andechsers in Mering wünschte er alles Gute und Gottes Segen für den Wirt, sein Team und die hoffentlich weiterhin zahlreichen Gäste. In seiner Predigt ging P. Valentin auf das erste Wunder Jesu bei der Hochzeit von Kanaan ein. Damit habe Christus ein deutliches Zeichen gesetzt, dass er das Fest des Menschen will, wie auch die vollen Krüge Wasser, die zu Wein verwandelt werden, für die »Fülle des Lebens« stehen.

Die alte Chronik im Archiv von Franz Knittel beschreibt die Geschichte des Hauses am Marktplatz im Herzen der Marktgemeinde. Das Gebäude mit der historischen Fassade zählt zu den ältesten Geschäften in Mering. Leonhard Mayer eröffnete 1913 sein Kaufhaus – als erstes am Ort. Nach der Geschäftsaufgabe zum Ende des vergangenen Jahrhunderts wurde das Gebäude von der Gemeinde gekauft, um dort das Rathaus einzurichten. Dies lies sich aber nicht realisieren und so kauften Eugen Beck und Sepp Krätz gemeinsam das Haus mit der Vision einen »Andechser in Mering« einzurichten – nach dem Vorbild des »Andechser am Dom« in München. Mit dem damals 27-jährigen Christian Baumüller, gelernter Hotelfachmann und ausgebildeter Koch, fand man den idealen Geschäftsführer und Mitgesellschafter. Seine Mutter Marietta unterstützte die Pläne tatkräftig und hauchte Wärme und Gemütlichkeit in das entstehende Lokal und konnte es zu dem heutigen Traditionshaus ausbauen. Die Gäste kommen mittlerweile von überall und genießen den berühmten Zwiebelrostbraten oder andere Schmankerl. Küchenchef Christian Baumüller wurde für seine schwäbisch-bayerische Küche mit frischen saisonalen Produkten bereits mehrfach ausgezeichnet. Christian Bolley

Oben: (v.l.n.r.) P. Valentin, Christian und Marietta Baumüller, Sepp Krätz, Gino Casarotto

K o n TA K T

Andechser in Mering Familie Christian Baumüller Marktplatz 8, 86415 Mering Tel.: 08233/744150 Fax: 08233/744151 Infos: www.andechser-mering.de


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Alte Gastronomie in neuem Gewand ›Brasserie Bavaria‹ in Montreux am Genfer See

In der wunderschönen Schweizer Stadt Montreux, die dank ihrer herrlichen Lage und ihres ungewöhnlich milden Klimas einer der am meisten besuchten Orte am Genfer See ist, startet nach einer längeren Pause die »Brasserie Bavaria« neu mit hervorragender Küche und Andechser Klosterbieren.

K o n TA K T

Brasserie Bavaria Familie Rudi Salzmann Av. du Casino 27, 1820 Montreux Tel.: + 41(0)21/9632545 Fax: + 41(0)21/9632230

I

n Montreux gab es bis vor etwa drei Jahren in der Avenue du Casino die »Brasserie Bavaria«. Sie war aufgrund ihrer hervorragenden Küche, dem sehr aufmerksamen Service und dem äußerst günstigen Preis-Leistungsverhältnis eine sehr beliebte und dementsprechend stark frequentierte Lokalität. Die »Brasserie Bavaria« war aber trotz ihrer Nähe zur herrlichen Uferpromenade und zum Spielkasino keineswegs ein Touristenlokal, sondern mehr ein Geheimtipp für die in der Umgebung lebenden Einwohner und insbesondere für die dort tätigen Geschäftsleute. Groß war deshalb die Trauer der zahlreichen Stammgäste, als bekannt wurde, dass die Bavaria abgerissen werden musste, um einem großen, bombastischen Neubau zu weichen. Doch auch in diesem Neubau war Platz für eine neue Bavaria vorgesehen worden, die vor wenigen Monaten eröffnet worden ist.

Hinter der neuen Fassade ist ein Lokal mit modernster Technik in Küche, Keller und dem Sanitärbereich entstanden. Aber die altbewährte Führungsmannschaft und damit der Garant für die Fortführung der altbekannten Qualität dieses Hauses ist geblieben. Rudolf Salzmann und seine Frau Angèle führen das Lokal nach einer langen Zwangspause fort. Die Küche bietet weiterhin ihre zahlreichen Spezialitäten der Region, natürlich auch Fischgerichte und feinste Wildspezialitäten der Saison. Berühmt ist auch das Wienerschnitzel à la Bavaria. Dazu gibt es eine reiche Auswahl vorzüglicher Weine aus der Region und das köstliche Andechser Bier vom Fass. Georg Menningen


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E s s e n u n d Tr i n k e n

Kaffee, Kuchen, Kräuter und mehr Hofcafé in der Villa Möstl in oberbeuern bei Dießen eröffnet

Im August 2010 feierte die Familie Möstl die Eröffnung ihres Hofcafés Villa Möstl mit einem Hoffest. Viele Ehrengäste und Nachbarn kamen zur feierlichen Begrüßung und freuten sich an dem vielseitigen Programm.

K o n TA K T

Hofcafé Villa Möstl Oberbeuern 5, 86911 Diessen Tel.: 08807/4664 Fax: 08807/9493491 www.gertrudmoestl.de Öffnungszeiten Do. bis So., 12.00 bis 18.00 Uhr (oder nach Vereinbarung für Familienfeiern etc.)

A

uf dem Programm standen Hof- und Stallführungen, aber auch interessante Informationen zum Getreideanbau und zur Haltung des Milchviehs. Die Kräuterpädagogin Sieglinde Widmann berichtete über die Verwendung von Kräutern für Mann, Frau und Kind. Für die kleinen Gäste gab es ein eigenes Kinderprogramm mit Wettmelken und einem Kräuterquiz. Die Futtergemeinschaft Landsberg zeigte, wie die Milchkühe und Rinder des Hofes mit Hilfe des »selbstfahrenden Mischwagens« gefüttert werden. Gertrud Möstl selbst beschäftigt sich schon lange mit dem Thema »wilde Kräuter« und bietet von Mai bis Oktober Kräuterführungen mit einer Kräuterbrotzeit in der Umgebung von Dießen am Ammersee an. Un- und Wildkräuter sind Delikatessen der Natur und enthalten wertvolle Vitamine und Mineralstoffe. Weitere interessante Informationen dazu bietet die Homepage unter www.wilde-kräuter.de. Frau Möstl veranstaltet auch Kochvorführungen mit verschiedenen Themen wie köstliche Desserts, selbstgemachte Nudelgerichte oder Fischgerichte mit Fischen aus der Region oder dem Meer. Die wichtigste Thematik ist aber »Kräuter – der wahre Schatz der Küche«. In der Villa Möstl bekommen Sie zum Kaffee natürlich hausgemachte Kuchen und Torten, sowie kleinere hausgemachte Schmankerl mit Wildkräutern verfeinert. Dazu werden die frischgezapften Andechser Klosterbiere angeboten.

Christian Bolley

GeSCHiCHTe Der VillA MÖSTl

Der Weiler Beuern wird 1052 erstmals urkundlich erwähnt, 1362 gehört er zum Augustiner-Chorherrenstift Dießen und wird 1405 in Ober- und Unterbeuern geteilt. Im 17. Jahrhundert besitzt Kurfürst Maximilian nach seinem Vater Wilhelm V. in Oberbeuern einen Jagdhof, die drei Hofstellen des Weilers gehören bis 1803 zur Hofmark Kaufering. Einer der Bauern, Hans Baur mit Namen, errichtet 1602 ein Antoniuskirchlein, das 1702 mit barocken Figuren des hl. Antonius, des hl. Wendelin und des hl. Castulus ausgestattet wird – geschnitzt von Lorenz Luidl aus Landsberg. 1940 wurde das Kirchlein abgebrochen, die Inneneinrichtung auf die umliegenden Kirchen verteilt. Der große Gutshof im Dießener Ortsteil Oberbeuern entstand 1901 durch die Zusammenlegung dreier Höfe, ein Jahr später wurde die sog. Villa erbaut. 1954 wurde das Gut in fünf Betriebe aufgeteilt, die Geburtsstunde des neuen Weilers Oberbeuern. Die Familie Möstl war nun einer dieser fünf neuen Besitzer und ist seit damals in der Villa ansässig.


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Te r m i n e u n d V e r a n s ta lt u n g e n

Wo Jesus zu suchen ist Große Krippenausstellung im Andechser Florian-Stadl

Andechser Bergecho: Wer stellte die Krippen für die Ausstellung zusammen? Fr. Stephan: Ich selbst habe die interessantesten Krippen aus den vielen Zusendungen ausgesucht. Viele davon habe ich ja schon in Natura gesehen. Es soll sich ja eine möglichst vielschichtige Ausstellung von Krippen er­geben.

Vom 28. November bis 12. Dezember 2010 ist jeweils von 11 bis 17 Uhr im Andechser Florian-Stadl eine große Krippenausstellung zu sehen. Während des Andechser Christkindlmarktes vom 3. bis 5. Dezember ist die Ausstellung sogar bis 20 Uhr geöffnet. Organisiert hat sie – zum ersten Mal seit 2005 wieder – Fr. Stephan Janker, der langjährige Leiter des Andechser Klosterladens. Der Eintritt ist frei.

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n diesem Jahr hat sich Fr. Stephan wieder eine große Krippenausstellung in Andechs »vorgenommen«. War es 2005 noch der Alte Pferdestall des Florian-Stadls, so ist in diesem Jahr der Rahmen wesentlich größer. Im gesamten Andechser Florian-Stadl wird Fr. Stephan weit über 40 Krippen aus Nah und Fern, dazu Fatschenkindl und andere Zeugnisse religiöser Volkskunst versammeln. Verständlich, dass bei der Fülle der Vorbereitungen nur Zeit für ein kurzes Interview zur Ausstellung möglich war. Christian Bolley hat es mit Fr. Stephan geführt.

Andechser Bergecho: Woher kommen die Aussteller? Fr. Stephan: Die Leihgaben kommen aus den verschiedensten Regionen, wie z. B. von Irschenberg, Miesbach, Bad Tölz, Wallgau, Weilheim, Oberammergau, Garmisch-Partenkirchen. Aber auch bis von Amberg in der Oberpfalz oder Fürstenfeldbruck kommen die Aussteller mit Ihren Kostbarkeiten zu uns auf den Heiligen Berg. Andechser Bergecho: Welche Krippe stellen Sie selbst aus? Fr. Stephan: Das Glanzstück wird eine große Neapolitanische Krippe mit einer Breite von 5 Metern sein, die ich selbst gefertigt habe. Daneben stelle ich noch kleinere Krippen und einige Fatschenkinder aus.


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Te r m i n e u n d V e r a n s ta lt u n g e n

Colloquium Benedictinum® Auszug aus dem aktuellen Programm

Dienstag, 8.2.2011, 20 Uhr Zentrum Sankt Bonifaz, Saal Das vollständige

n

Programm erhal-

Wie nichtchristen das evangelium

Dienstag, 15.2.2011, 20 Uhr Jugendhaus Sankt Bonifaz, Raum Jona

anbieten? Kloster Huysburg – ein ort der

ten Sie an den

erinnerung an Gott in ostdeutschland

Pforten von

n

Kloster Andechs

colloQuium benedictinum Dienstag, 7.12.2010, 20 Uhr Zentrum Sankt Bonifaz, Saal ein Buch – als Weihnachtsgeschenk in letzter Minute bestellt: Der (fast)

Gottesbilder‹ in der Bibel neu entdecken

In der Bibel begegnen uns verschiedene Frauengestalten. Mit Informationen über den exegetischen Hintergrund und im gemeinsamen Gespräch wollen wir uns gemeinsam diesen Frauen nähern und ihre Bedeutung für unser heutiges Leben entdecken. Referentin: Sabine Leitl, Gemeindereferentin Pfarrei Sankt Bonifaz Weitere Informationen über das Pfarrbüro St. Bonifaz, Telefon 089/55171-200, familie_leitl@hotmail.com

reibungslos funktionierende BücherGroßhandel, ein Meisterwerk der logistik

Zwei Mitarbeiter der Firma Koch, Neff & Volckmar (KNV) in Stuttgart, die sich seit mehr als 180 Jahren der Verbreitung des Buches widmet, berichten von den Ablaufen im Buchgroßhandel, die dafür sorgen, dass das am Vorabend bestellte Buch am nächsten Tag auf dem Gabentisch liegen kann. Referenten: Petra Hammer, Cornelius Grätz

Dienstag, 29.3.2011, 20 Uhr Zentrum Sankt Bonifaz, Saal n

Gott handelt an, mit und durch Frauen – Frauengestalten in der Bibel: ›Weibliche

Die Huysburg ist ein Benediktinerkloster bei Halberstadt in Sachsen-Anhalt, das im Jahr 1972 wiederbesiedelt wurde und nach dem Ende der DDR im Auftrag des Bistums Magdeburg zum kirchlichen und kulturellen Zentrum gestaltet wurde – als Stätte der Erinnerung an Gott und als Ort, der offen ist für Menschen mit ihren Sorgen. Referent: P. Athanasius Polag OSB, Benediktinerkloster Huysburg

Sankt Bonifaz und

n

bibelabend fÜr frauen

religion in der modernen Welt – kritisch befragt

Gespräch mit Prof. em. Dr. Herbert Schnädelbach, Institut für Philosophie, Humboldt-Universität zu Berlin, einem herausragenden Kritiker des Christentums im deutschen Sprachbereich und P. Benedikt Probst (*1936) und Fr. Paulus Schwabegger (*1982) von Sankt Bonifaz.

forum philosophie Montag, 14.2.2011, 20 Uhr Zentrum Sankt Bonifaz, Gruppenraum n

Philosophischer lesekreis Die Suche nach Gott – in der Mystik des Mittelalters

Dienstag, 11.1.2011, 20 Uhr Zentrum Sankt Bonifaz, Saal n

Referenten: Altabt Dr. Odilo Lechner OSB, Dr. phil. Dr. theol. Richard Schneider

ausleGunG der heiliGen schrift

›Der Bischof: verheiratet, nüchtern, kein Trinker, kein Schläger, sondern rücksichts-

Freitag, 14.1., 21.1., 28.1., 4.2., 11.2., 18.2., 25.2., 4.3.2011 Zentrum Sankt Bonifaz, Gruppenraum

voll‹ (1 Tim 3,1–3): Die Dreistufigkeit des kirchlichen Weiheamtes und die Vielfalt der Charismen im neuen Testament

Referenten: P. Dr. Stephan Dorner OSB, Dr. Anton Deutschmann

n

zeichensprache des Glaubens:

Donnerstag, 25.11., 16.12.2010, 27.1., 24.2., 31.3.2011, 16.30 Uhr Zentrum Sankt Bonifaz, Gruppenraum n

Teilhard de Chardin-Arbeitskreis München

Die biblischen Bilder des Apostolischen

der Gesellschaft Teilhard de Chardin stellt

Glaubensbekenntnisses

solche essays vor und interpretiert sie.

Referenten: P. Dr. Stephan Dorner OSB, Dr. Anton Deutschmann

Leitung: Gerhard H. Sitzmann, 1. Vorsitzender Gesellschaft Teilhard de Chardin, Postfach 38, 93322 Abensberg Kontakt: Regina v. Szemerey, Tel.: 089/47099799


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Aus der Geschichte der Abtei Sankt Bonifaz Lebensbilder aus Sankt Bonifaz und Andechs

Anhand von Archivalien aus den Archiven von Sankt Bonifaz und Andechs werden Lebensweg und Wirkungsfelder zentraler Mönchsgestalten aus Sankt Bonifaz vor dem Hintergrund ihrer Zeit vorgestellt. Dienstag, 18. Januar 2011, 17 Uhr Zentrum Sankt Bonifaz, Gruppenraum n P. Magnus

Sattler (1827–1901) –

Prior von Andechs

Dienstag, 15. Februar 2011, 17 Uhr Zentrum Sankt Bonifaz, Gruppenraum n P. Odilo

Besinnung und Zeiten des Stillewerdens Sonntag, 19. Dezember 2010, 15–18 Uhr Zentrum Sankt Bonifaz, Saal n Vorweihnachtlicher

Besinnungstag am

4. Adventsonntag 2010 – ›Pilgerweg durch Klang- und Bildräume‹

Leitung: Altabt Dr. Odilo Lechner OSB Montag, 17. Januar 2011, 20 Uhr Zentrum Sankt Bonifaz, Gruppenraum n Benediktinisch

bibliothekar, Gelehrter und Prediger

Dienstag, 15. März 2011, 17 Uhr Zentrum Sankt Bonifaz, Gruppenraum

14.3., 22.3., 28.3., 4.4., 11.4. und 18.4.2011, 20 Uhr Zentrum Sankt Bonifaz, Saal

Rid (1886–1957) – Stadtpfarrer

Referentin: Dr. Birgitta Klemenz, Archivarin der Abtei Sankt Bonifaz

»Betet ohne Unterlass!« Das versuchen wir einige Nachtstunden lang vor dem Allerheiligsten auf verschiedene Weise: in der stillen persönlichen Anbetung, mit Lobpreisliedern, durch Meditation von Bibeltexten, durch gemeinsames Gebet und Fürbitte. Verantwortlich: Birgitt Glogger, Telefon 089 8122779 Mittwoch 19.15 Uhr Sankt Bonifaz, Jugendhaus, 1. Stock, Meditationsraum n Jugendgebetskreis

der Charismatischen

Erneuerung:

Exerzitien in Sankt Bonifaz

von Sankt Bonifaz in bedrängter Zeit

n Nachtanbetung

leben in der Welt

Ein Informationsabend über die Oblaten­ gemeinschaft. Leitung: Altabt Dr. Odilo Lechner OSB, Fr. Marcus Riemer OSB

Rottmanner (1841–1907) – Stifts-

n P. Ludger

Freitag, 26.11.2010, 25.2.2011, 21.15 Uhr (nach dem charismatischen Gottesdienst) bis 24 Uhr, Sankt Bonifaz, Werktagskirche

n Exerzitien

im Alltag 2011

›Szenen-Wechsel‹

Lobpreis und Fürbitte: ›Wir wollen uns, von der Liebe geleitet, an die Wahrheit halten und in allem wachsen, bis wir ihn erreicht haben. Er Christus, ist das Haupt.‹ (Epheserbrief 4,15). Weitere Informationen unter www.jce.info oder bei Sina Fackler, Tel.: 089/80924005, sina.vera@gmail.com

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Ökumenisches Gebet

Lebensgeschichten »Ins Gespräch kommen – Leben in unserer Stadt« – Das Münchner Geschichten-Forum der Generationen, eine lebendige Möglichkeit der Begegnung

Charismatische Erneuerung Freitag, 26.11., 17.12.2010, 28.1., 25.2., 25.3.2011, 19 Uhr Sankt Bonifaz, Krypta n Charismatischer

Mittwoch, 9. Februar 2011, 20 Uhr Zentrum Sankt Bonifaz, Saal n Barbara

Oppenrieder

Sie ist aufgewachsen in der väterlichen Steinmetz- und Bildhauerwerkstatt in München, erhält dort nach der Mittleren Reife eine fundierte Steinmetz- und Bildhauerausbildung und Schriftunterricht unter anderem an der Akademie bei Prof. Herbert Kern. Arbeitet in allen bildhauer­ relevanten Materialien wie Stein, Holz, Ton, Wachs, Bronze, Gips, Kunststoffe und Papier.

Gottesdienst

Ansprechpartner: P. Dr. Korbinian Linsenmann OSB, Tel.: 089/55171-200 Vorbereitungsteam: Dominik und Barbara Milla, Tel.: 089/62269962 Ana Eisen, Helmut Penka, Hermann und Birgitt Glogger Wir sind sonntags im 9-Uhr-Amt und anschließend im Jugendcafe anzutreffen.

Jeden 1. Dienstag im Monat um 19.15 Uhr Sankt Bonifaz, Krypta n ›Dass

alle eins sind‹ (Joh 17,11)

Ökumenisches Gebet der Gemeinden Sankt Bonifaz, Sankt Ludwig, Sankt Markus und Sankt Willibrord

I n f o r mat i o n e n

Fragen zum Colloquium Benedictinum ® beantworten gerne: P. Anno Bönsch, Leiter des Programms; Emma Rasch, Sekretariat Telefon 089/55171-112 Bürozeiten: Montag, Dienstag und Donnerstag, 8 bis 12 Uhr und 14 bis 16 Uhr, Mittwoch, 8 bis 12 Uhr


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Konzerte in Sankt Bonifaz Sonntag, 5.12.2010, 16 Uhr Basilika Sankt Bonifaz n Chor-/Orchesterkonzert:

Maria – Zeit der

Erwartung

John Rutter (*1945): Magnificat (Auszüge) Heinrich Schütz (1585-1672): Deutsches Magnificat, SWV 426 Joseph Haydn (1732-1809): Missa in honorem Beatissimae Virginis Mariae, Große Orgelsolomesse in Es, Hob. XXII:4 Solisten: Michael Hartmann, Orgel, Stiftskantorei Sankt Bonifaz, Mitglieder des Bayerischen Staatsorchesters, Leitung: Martin Fleckenstein Eintritt: 15 Euro/ermäßigt 12 Euro Sonntag, 11.12.2010, 20 Uhr Basilika Sankt Bonifaz n Adventliches

Konzert mit dem KiKo-

Andechser Gespräche Donnerstag, 17. März 2011, 19 Uhr Evangelische Akademie, Tutzing n Reden

zwischen Himmel und Erde

Die gemeinsame Veranstaltung der Evan­ gelischen Akademie Tutzing und des Benediktinerklosters Andechs beleuchtet zwei Mal im Jahr mit profilierten Gesprächs­ partnern auf dem Podium kritisch die Hinter­g ründe aktueller kirchlicher und gesellschaftlicher Themen. Moderatoren der Gesprächsrunde: Dr. Friedemann Greiner, Evangelische Akademie Tutzing und Abt Dr. Johannes Eckert OSB, Abtei Sankt Bonifaz in München und Andechs

Besinnung und Zeiten des Stillewerdens

Orchester Sankt Bonifaz

Werke von Albinoni, Corelli, Händel, Tschaikowsky, Vivaldi, u. a. Kinder-Konzertorchester Sankt Bonifaz, Leitung: Johannes Zahlten Eintritt frei, Spenden erbeten

Samstag, 4. Dezember 2010, 18 Uhr mit Lichtfeier, Wallfahrtskirche Andechs Jeden zweiten Freitag im Monat: 14.1., 11.2., 11.3.2011, 19 Uhr Wallfahrtskirche Andechs, Hedwigskapelle n Abendgebet

Donnerstag, 6.1.2011, 16.30 Uhr Basilika Sankt Bonifaz n Konzert

zum Abschluss der

Samstag, 18.12.2010, 18 Uhr Sonntag, 19.12.2010, 16 Uhr Kloster Andechs, Florian-Stadl n Judas

Maccabäus-Oratoriuim

Georg Friedrich Händel Karten sind erhältlich: Andechs Klosterpforte Tel.: 08152/376-400, www.andechs.de, Münchenticket Tel. 089/54818181, www.muenchenticket.de und alle angeschlossenen Vorverkaufsstellen, Starnberg: Buchhandlung Greiner Tel.: 08151/29341 Kartenpreise: 34/28/22/11 Euro (Schüler/Studenten erhalten 50 % Ermäßigung, auch im Vorverkauf) Veranstalter: BgA Kulturelle Veranstaltungen Florian-Stadl, Bergstraße 2, 82346 Andechs Konzertdurchführung: Bayerische Konzertdirektion, 80331 München

mit Gesängen aus Taizé

Leitung: Florian Bartl, Tel. 08152/999274 Musikalische Gestaltung: Anton Ludwig Pfell

Weihnachtszeit

Motetten und Orgelwerke von Hans Leo Hassler, Orlando di Lasso, Johann Sebastian Bach, Josef Gabriel Rheinberger, César Franck, u. a. Vocalsolisten Sankt Bonifaz, Martin Fleckenstein, Orgel Eintritt: 10 Euro

Oratorien in Andechs

Jeden Samstag der Fastenzeit, 12.3., 19.3., 26.3., 2.4., 9.4., 16.4.2011, 16 Uhr Wallfahrtskirche Andechs n Kreuzwegmeditation

während

Andechser Exerzitien für Manager mit Abt Dr. Johannes Eckert OSB

der Fastenzeit

Leitung: Elfriede Englmeier, Florian Bartl, Tel.: 08152/999274 Musikalische Gestaltung: Anton Ludwig Pfell, Erlinger Schnepfen, Junger Chor Erling, Quartett der Chorgemeinschaft

Termine 09. bis 13. März 2011 23. bis 27. November 2011 Anmeldung und Information Elke Zeitler Tagungsmanagement Tel.: 08152/376-279 Fax: 08152/376-239 seminare@andechs.de


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Befreit in Christus – mit Gott versöhnt Seminar mit Georg Beirer vom 16. bis 20. Mai 2011

Unter dem Thema »Befreit in Christus – mit Gott versöhnt« (Röm 5,10) – Die Selbstwertzusage Gottes und die gestaltende Annahme des Lebens stellt sich ein Kurs im Kloster Andechs von Montag, 16. Mai, bis Freitag, 20. Mai 2011, der Frage nach der Bedeutung des Selbstwertes für den Glauben.

U

nter der Leitung von Georg Beirer, der u.a. eine Praxis für therapeutische Theologie in Bamberg-Bischberg leitet, folgt diese pastorale Kurswoche einer dreifachen Orientierung. Zum einen will der Kurs ausgehend von den Gefährdungen des Selbstwertes die Voraussetzungen und Möglichkeiten aufzeigen, wie Menschen in Rahmen der geistlichen Begleitung Selbstwert gewinnen und gestalten können. Zum zweiten werden auch die Gefährdungen kritisch betrachtet und analysiert,

die sich für die Mitarbeiter ergeben, wenn sie andere geistlich begleiten. Arbeit am eigenen Selbstwertgefühl der Begleiter ist notwendig, um in der Begleitungssituation persönlich wie spirituell »ganz präsent« zu sein. Und schließlich will der Kurs die Sensibilität für den eigenen Selbstwert fördern. Sie hilft nicht nur zur eigenen psychischen Stabilität, sondern ermöglicht auch ein selbstverantwortliches und selbst bestimmtes Handeln und Gestalten der Gemeinschaft.

I n f o r mat i o n

Beginn Montag, 16. Mai 2011; 15 Uhr Fürstentrakt von Kloster Andechs Ende Freitag, 20. Mai 2011, 13 Uhr Teilnehmer maximal 25 Personen Beitrag EUR 188,00 Seminargebühr inkl. Exkursion EUR 192,00 Vollpension Ermäßigung nach Rücksprache möglich. Vor Seminarbeginn bitte überweisen auf Konto: Kloster Andechs – Nikolauskolleg Kto.-Nr.: 102 724 82; BLZ 702 501 50 Bank: Kreissparkasse München-Starnberg Anmeldung Kloster Andechs, Fr. Lambert Stangl Bergstrasse 2, 82346 Andechs Fax: 08152/376-239 oder nikolauskolleg@andechs.de Anmeldeschluss 18. März 2011


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Te r m i n e u n d V e r a n s ta lt u n g e n

VO N H Ä N D E L S »Judas Maccabäus« Z U O R F F S »Kluge« Musikalische Programmvielfalt auf dem Heiligen Berg 2010 / 2011

Das Kloster Andechs ist nicht nur ein Anziehungspunkt für Wallfahrer und Freunde des Andechser Bieres. Auch Konzertliebhaber strömen regelmäßig in den Florian-Stadl des Klosters, setzen doch die Carl Orff-Festspiele ebenso wie die Aufführungen großer Oratorien anspruchsvolle Akzente im Kulturleben des Fünf-Seen-Landes.

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in musikalischer Höhepunkt sind die diesjährigen Weihnachtskonzerte unter der Leitung von Anton Ludwig Pfell: Zum ersten Mal erklingt im Florian-Stadl das Oratorium »Judas Maccabäus« von Georg Friedrich Händel. Mehr als zwei Jahrhunderte lang gehörte das 1747 in London uraufgeführte Werk neben dem »Messias« und »Israel in Egypt« zu den am häufigsten aufgeführten Oratorien des Komponisten. Es handelt von den jüdischen Glaubenskämpfen im 2. vorchristlichen Jahrhundert. Im Mittelpunkt der Handlung stehen dabei der Kriegsheld Judas Maccabäus und sein Bruder, der Hohepriester Simon. Das Oratorium besticht durch seine großen Chöre, seine eingängigen Melodien und den festlichen Charakter der Musik.

richard Wagner und Kurt Weill im Florian-Stadl

Kaum gingen die diesjährigen Carl Orff-Festspiele zu Ende, sind die Planungen für die Saison 2011 in vollem Gange. Der künstlerische Leiter Marcus Everding setzt auf ein abwechslungsreiches Programm. Das Münchner Rundfunkorchester eröffnet am 28. Mai die Festspiele mit Werken von Richard Wagner, Kurt Weill und Auszügen aus der »Bernauerin« von Carl Orff. Welcher dramaturgische Zusammenhang zwischen diesen Komponisten besteht, die auf den ersten Blick so gar nichts gemein haben, erläutert Konzertmoderator Marcus Everding in verbindenden Texten.


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T ER M INE

Judas Maccabäus von G. F. Händel Larissa Neudert, Sopran Stefanie Irányi, Alt Marko Cilic, Tenor Raphael Sigling, Bass Mozart Vokal Ensemble Andechs Andechser Chorgemeinschaft Orchester »Ensemble Lodron«, München Anton Ludwig Pfell, Leitung 18. Dezember, 18 Uhr 19. Dezember, 16 Uhr Kartenpreise 34,–/28,–/22,–/11,– Euro.

C a r l O r ff – F e stsp i e l e 2 011

Gastkonzerte des Münchner Rundfunkorchesters

Wandel-Konzert an vier verschiedenen Orten des Heiligen Berges

Richard Wagner: »Eine Faust-Ouvertüre«

Mit Akademisten der Andechser Orff-Akademie des Münchner Rundfunk­ orchesters und dem Kabarettisten Christian Springer alias »Fonsi«

Kurt Weill: »Das Berliner Requiem« Kantate für Tenor, Bariton, Bass und Orchester Carl Orff: »Die Bernauerin«, ein bairisches Stück (Auszüge, konzertant) Dirigent: Ulf Schirmer, Künstlerischer Leiter des Münchner Rundfunkorchesters 28. Mai 2011, 19.00 Uhr 29. Mai 2011, 16.00 Uhr Kartenpreise: 45,–/35,–/25,–/15,– Euro Carmina Burana Konzertante Aufführung, in magisches Licht getaucht, Andechser Festspielchor, Orchester der Carl Orff-Festspiele Andechs Leitung: Christian von Gehren

Auch die »Carmina Burana« stehen wieder auf dem Spielplan. Eine aufwendige Licht­gestaltung wird der beeindruckenden Musik eine besondere atmosphärische Dichte verleihen. Damit nähern sich die Fest­spiele Orffs Wunsch an, zu diesem Stück »magische Bilder«, nämlich Film­ aufnahmen, zu zeigen. Höhepunkt und Abschluss bildet Everdings Neu-Inszenierung der Märchenoper »Die Kluge« von Carl Orff. Christian von Gehren dirigiert die »Andechser OrffAkademie des Münchner Rundfunkorchesters«, die in der diesjährigen Saison aus der Taufe gehoben wurde und sich sogleich in die Herzen des Festspielpublikums spielte.

8. Juni, 20.00 Uhr 9. Juni, 20.00 Uhr 10. Juni, 19.00 Uhr 11. Juni, 19.00 Uhr

23. Juli, ab 17 Uhr Kartenpreis: 20,– Euro Die Kluge – Die Geschichte von dem König und der klugen Frau Märchenoper von Carl Orff Musikalische Leitung: Christian von Gehren Inszenierung: Marcus Everding Bühne und Kostüme: Thomas Pekny Es spielt die Andechser Orff-Akademie des Münchner Rundfunkorchesters Premiere 29. Juli, 19.00 Uhr 30. Juli, 19.00 Uhr. 31. Juli, 16.00 Uhr 5. August, 19.00 Uhr 6. August, 19.00 Uhr 7. August, 16.00 Uhr Kartenpreise 50,–/40,–/30,–/20,– Euro

Kartenpreise 45,–/35,–/25,–/15,– Euro K a r t e n b e st e l l u n g

2 nach Orff Komödie von Marcus Everding Wiederaufnahme 24. Juni, 19.00 Uhr 25. Juni, 19.00 Uhr 26. Juni, 16.00 Uhr Kartenpreise: 35,–/25,– Euro

Klosterpforte Andechs Tel.: 08152/376-400; Täglich 10.00–12.15 Uhr und 13.00–17.00 Uhr oder unter www.muenchenticket.de Tel.: 089/54818181


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Pa n o r a m a

Mit dem Heli hoch hinaus Andechser Familientag lockt tausende Gäste an

Die beiden Starts und Landungen eines Hubschraubers vom Typ Robin­ son R44 gehörten sicherlich zu den Höhepunkten beim diesjährigen Andechser Kinder- und Familientag am Samstag, den 2. Oktober 2010. Aber nicht nur Technik konnten die jungen Besucher des Heiligen Berges ganz aus der Nähe erleben, sondern auch selbst den Tag ganz kreativ gestal­ten und zusammen Gottesdienst feiern.

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or dem ersten Start hatte sich Pilot Dirk Schepanek eine kurze Segens­feier erbeten, da sein Robinson R44 – kürzlich generalüberholt – nun wieder viele Fluggäste mit auf Rundflüge nimmt. Abt Johannes segnete den Helikopter und startete dann zusammen mit Fr. Thomas und Klostergutsverwalter Fritz Bernhard zu einem ersten kurzen Flug rund um den Heiligen Berg. Nach der Rückkehr und vor dem zweiten Start am Nachmittag beantwortete Dirk Schepanek geduldig alle Fragen auch der jüngsten HeliFans, für die der Tag so zu einem ganz besonderen Erlebnis wurde. Schließlich hatte das Wetter dann auch ein Einsehen. Nach anfänglicher Schauerneigung war es doch ein sicherer Hinweis für stabile Witterung, dass die Jungen und Mädchen ihre Bierfilzl nach und nach nicht mehr

im Foyer des Florian-Stadls, sondern draußen in der Sonne gestalteten. Gleich nebenan erwies sich die Heuhüpfburg als Kindermagnet. Viele Mitarbeiter des Familientages staunten nicht schlecht: »Wie wenig es doch eigentlich braucht, um Kindern ein schönes Fest zu schenken.« Schon kurz nach 10 Uhr waren die ersten Familien am Heiligen Berg. Einige von ihnen sind inzwischen richtige »Familientags-Profis« geworden, denn, so war immer wieder zu hören: »Wenn wir früher kommen, müssen wir beim Bungee Trampolin und beim Tragelklettern nicht so lange warten.« Recht hatten sie, doch etwas Geduld mussten alle Gäste mitbringen, zog doch der Familien­tag auch in diesem Jahr sicherlich wieder mehrere tausend Besucher an. Zeit zum Zählen war da nicht. Bis aus der


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Schweiz kamen die Gäste. Nur recht, dass an eine Familie aus der Schweiz der Hubschrauberrundflug als Hauptpreis des Andechser Mäuse-Gewinnspiels ging. Auch Mönche aus Sankt Bonifaz beteiligten sich am Familientag. Beim Bungee-Trampolin ist Fr. Lambert kein Unbekannter mehr und mitunter half er auch richtig Schwung zu holen, wurde er doch höflich gefragt: »Fr. Lambert, bitte hilf mir!«. Fr. Marcus und Fr. Wolfgang haben das Glücksrad betreut und sich bei vielen kleinen und großen Gewinnern über leuchtende Augen gefreut. Fr. Emmanuel bot mit seinen Mitarbeitern Riesen-Pommes zugunsten der Obdachlosenarbeit der Abtei an. Fr. Florian dokumentierte das bunte Treiben am Heiligen Berg mit der Kamera. Neben Abt Johannes mischte sich auch Fr. Thomas unter die vielen Gäste.

Am Klosterweiher wurde wieder fleißig geangelt. Partner des Klosters und seiner Wirtschaftsbetriebe beteiligten sich mit Hüpfburg und Glücksrad. Aus dem Wappensaal des Andechser Bräustüberls entwichen dank der Schminkstation Katzen, Tiger, Löwen, Schmetterlinge und allerlei einzigartige Fantasie-Wesen, um den Heiligen Berg zu erkunden. Und beim Tragelrutschen standen die Jüngsten Schlange, um den Umgang mit einem »bayerischen Spielgerät« zu trainieren. Auch manch Schulkind war darunter und die Erklärung war sofort einleuchtend: »Beim Tragelrutschen wärme ich mich fürs Tragelklettern auf.« So einfach ist das. Die Klostermetzgerei sorgte mit Würsteln, Steaks und anderen Grill-Spezialitäten fürs leibliche Wohl. Den Durst stillte ein Schankwagen der Klosterbrauerei direkt

gegenüber. Und wem an diesem Tag nicht nach deftig war, der fand Kaffee und Kuchen bei den Landfrauen. Leseratten hatten beim Büchermarkt ihren Ort zum Stöbern und Schmökern für einen guten Zweck, denn der Erlös aus dem Bücherverkauf ging an Projekte der Tutzinger Missionsbenediktinerinnen. Auch im kommenden Jahr laden die Mönche des Klosters Andechs wieder Kinder mit ihren Eltern und Großeltern, Freunden und Verwandten auf den Heiligen Berg ein, um einen Tag gemeinsam mit Spaß und Spiel zu verbringen. Zum Vormerken für die »Familientags-Profis« hier schon einmal der Termin: 3. Oktober 2011. Martin Glaab


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Zu Gast bei Benediktinern und Brauern Betriebsausflug der Klosterbrauerei Andechs nach Salzburg

Lange her ist der letzte Betriebsausflug der Klosterbrauerei. Nach Absprache mit der Geschäftsleitung besuchten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Andechser Klosterbrauerei ein fast benachbartes Unternehmen – im doppelten Sinne.

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ach einer freundlichen Einladung von der Stieglbrauerei aus Salzburg stand das Ziel schnell fest. Bevor wir am Freitag, den 29. Oktober 2010, bei schönstem Wetter nach Salzburg losfuhren, begrüßte uns noch alle P. Valentin, der es sehr bedauerte, uns nicht begleiten zu können, und wünschte uns einen schönen Tag. Unser erstes Ziel war die Stieglbrauerei. Dort wurden wir am Vormittag von vier Braumeistern sehr herzlich am Parkplatz empfangen. Nach einer eineinhalbstündigen, sehr beeindruckenden und interessanten Brauereiführung gingen wir anschließend in den Gastrobereich zum Mittagessen. Dazu gab es köstliches, salzburgisches Stiegl-Bier. Nach dem Essen brachte uns der Bus in die Innenstadt zum Mönchsberg, wo wir – nach einer kleinen Verspätung – von Fr. Lukas schon erwartet wurden. Dieser marschierte mit uns durch das Nonntal zur Erzabtei St. Peter. Sie ist das älteste Kloster


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im deutschen Sprachraum mit einer ungebrochenen Kontinuität. Seit mehr als 1300 Jahre leben und wirken hier Benediktinermönche. Fr. Virgil Steindlmüller – ein gebürtiger Bayer aus Prien am Chiemsee – machte mit uns vom Dialekt her eine sehr verständliche, mit viel Eindruck hinterlassende Klosterführung durch St. Peter. Die Stiftskirche St. Peter gehört heute zu den beliebtesten Gotteshäusern in Salzburg. Es war schon sehr imposant, als Fr. Virgil das Tor zum Kreuzgang öffnete und wir plötzlich eine himmlische Ruhe wahrnehmen konnten. Nach der Führung hatte natürlich jeder noch Zeit, Salzburg auf eigenen Beinen zu erkunden, und der eine oder andere konnte für die Zuhausgebliebenen noch Mozartkugeln kaufen oder machte einen Abstecher in die einladenden Cafes, bevor uns der Bus wieder nach Hause brachte. In Andechs lud uns Fr. Lambert zum Abschluss noch ins Benediktusstüberl ein. Eini-

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ge nahmen diese Einladung noch wahr und wir ließen mit einer kleinen Brotzeit und bestem bayrischen Bier, nämlich Andechser Klosterbier, den wunderschönen Tag ausklingen. Ein herzliches »Vergelt’s Gott« an die Geschäftsleitung, die es uns ermöglicht hat, diesen unvergesslichen Ausflug durchführen zu können. Gabi Amann-Dietl

1 Besichtigung der Stiegl-Brauerei in Salzburg 2 Führung durch St. Peter mit Fr. Virgil 3 Stiftskirche St. Peter 4 Kreuzgang in St. Peter 5 Unser ›Reiseführer‹ Peter Späth überreicht den Braumeistern­der Stiegl-Brauerei die Gastgeschenke 6 Fr. Virgil und Fr. Lukas 7 Hinter dem Kapitelplatz ist St. Peter sichtbar


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Erfolgsfaktor Unternehmenskultur Rückschau auf besonderen Workshop von Ethica Rationalis e.V. in München und Andechs vom 28. Juni bis 1. Juli 2010

Welche Rolle spielen Werte, Überzeugungen, Einstellungen und Verhaltensregeln im Rahmen von wirtschaftlichen Organisationen? Inwiefern tragen diese psychologischen Elemente zur Bildung einer Unternehmenskultur bei und wie lässt sich eine solche Kultur beeinflussen und gestalten? Dies waren zusammen­ gefasst die Leitfragen, die dem Workshop voran gestellt wurden.

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on 28. Juni bis 1. Juli dauerte die Veranstaltung, die in der Steelcase Creative Hall des Strascheg Center for Entrepreneurship unter der Leitung von Prof. Dr. Angela Poech, Professorin an der Hochschule München, stattfand. 24 Teilnehmer – alle Studierende des Bachelor-Studiengangs BWL – waren daran interessiert, sich vertieft mit dem Phänomen Unternehmenskultur zu beschäftigen. Anhand von Fallstudien, Filmdokumentationen, journalistischen und wissenschaftlichen Texten wurden die Inhalte von den Teilnehmern über einen Zeitraum von vier Tagen einzeln oder in Gruppen erarbeitet. Denn, so die Referentin, alle Einheiten, in denen Menschen zusammenwirken, ob Nationen, Organisationen oder Gruppen, seien – bewusst oder unbewusst – von kulturellen Elementen geprägt. Abt Johannes Eckert mit den Teilnehmern des Ethica Rationalis-Workshops


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Vortrag von Abt Johannes

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Ein besonderes Glanzlicht bildete der Vortrag von Johannes Eckert, Abt der Benediktinerabtei Sankt Bonifaz in München und Andechs, der im Übrigen auch interessierten Zuhörern innerhalb und außerhalb der Hochschule offen stand. Abt Johannes referierte am ersten Seminartag zum Thema »Dienen statt Herrschen – Benediktinische Impulse für ein am Menschen orientiertes Wirtschaften«. Die fast 1500 Jahre alte Regel des Hl. Benedikt, so der Referent, sei ein ideales Führungsinstrument für den Vorsteher eines Klosters, aber auch für ein Wirtschaftsunternehmen im Jahr 2010. ›Ordensspiritualität‹ und ›Unternehmenskultur‹ – auf den ersten Blick zwei Welten, die sich scheinbar diametral gegenüberstehen. Doch Schritt für Schritt zeigte Abt Johannes, wie modern, visionär und nützlich sich die Regel des Hl. Benedikt nicht nur für das heutige Leben in der klösterlichen Gemeinschaft, sondern auch im Kontext von Unternehmung und Führung erweisen.

Ethica Rationalis e.V. ist eine unabhängige, gemeinnützige Organisation, die 2003 gegründet wurde. Das Ziel des Vereins ist es, die Erforschung und Entwicklung einer universalen Ethik zu fördern, die Rasse, Kultur, Geschlecht und Religion transzendiert. Da die Formulierung und Anwendung allgemeinverbindlicher Standards ethischen Verhaltens ein tiefergehendes Verständnis der wahren Natur des Menschen erfordert, möchte der Verein dazu beitragen, die wahre Dimension des menschlichen Geistes zu erforschen. Ethica Rationalis e.V. ist daher bestrebt, durch Vorlesungen, Konferenzen, Symposien, Konzerte etc. einen offenen Austausch zwischen unterschiedlichen wissenschaftlichen Disziplinen und Experten zu fördern, die grundlegende Analysen zur Ethik angestellt haben. Aufgezeigt werden soll zum einen die existierende Vielfalt an Meinungen, zum anderen sollen diejenigen, die sich für Toleranz und zwischenmenschliche Verständigung einsetzen, Unterstützung finden.

Selbstreflexion als Basis für werte­orientiertes Handeln

Einen besonderen Fokus legte er auf das Element der Selbstreflexion als wichtigen Teil der persönlichen Entwicklung, für den Mönch wie für die Führungskraft: ›Hören im Schweigen‹ und ›Hören im Dialog‹ – beides Wege, die uns entweder in der inneren Einkehr oder in der Kommunikation mit anderen erlauben, mehr über uns selbst zu erfahren. Angewandt auf den Führungskontext hieße das, so formulierte es Angela Poech in ihrer abschließenden Zusammenfassung: ›Ethisch führen heißt sich selbst führen‹. Diesen Bereich der Selbstreflexion konnten die Teilnehmer am dritten Seminartag in Begleitung von Abt Johannes in Kloster Andechs vertiefen. Ziel war es, die eigene ›Werte-Biografie‹ zu beleuchten und zu hinterfragen. ›Wer bin ich? Wer möchte ich sein? Wie

möchte ich, dass die anderen mich sehen?‹ – dies waren die wesentlichen Leitfragen, um den eigenen Wertekompass individuell zu definieren. Unternehmenskultur in der Praxis

Ein interessanter Beitrag aus der Praxis vertiefte das Thema Unternehmenskultur aus einer anderen Perspektive: Frau Johanna Dumitru, Geschäftsführerin von Designfunktion, einem Einrichtungsspezialisten für Büro- und Objekteinrichtungen, zeigte den Studierenden auf, inwiefern Bürowelten auch die Lebenswelten der Menschen, die darin arbeiten, beeinflussen. Die Wechselbeziehung von Unternehmenswerten und ihrem räumlichen Abbild sei dabei ein wichtiges Element der Beratung von Klienten, die Gestaltung der eigenen Unternehmenskultur würde aber auch intern im eigenen Unternehmen aktiv gesteuert. Sie erläuterte, wie eine werteorientierte Ausrichtung der Führung und ein konsequenter Reflexionsprozess, in den die Mitarbeiter von Anfang an einbezogen wurden, im Unternehmen installiert und aktiv vorangetrieben wurde – ein Prozess, der, wie sie betonte, nicht abgeschlossen ist, sondern ständiger wachsamer Begleitung bedarf. Säulen einer Integritäts- und Verantwortungskultur

Am vierten und letzten Seminartag schließlich flossen die Erkenntnisse aus den vorhergehenden Bausteinen in die Aufgabenstellung für die Studierenden ein, eine werteorientierte Unternehmenskultur zu definieren – eine

›Integritäts- und Verantwortungskultur‹, wie sie der bekannte Wirtschaftsethiker Peter Ulrich bezeichnet. Die Arbeiten der Studierenden zeigten einheitlich, dass Werte wie Respekt, Gerechtigkeit, Vertrauen und Nachhaltigkeit im Zentrum einer solchen wertebasierten Unternehmenskultur stehen sollten. Das Verhalten der Führungskraft wurde dabei als ›wertebildend‹ angesehen – gleich einer ›Sonne‹ solle sie ihre Strahlen in ihr gesamtes Umfeld aussenden und im Sinne eines Vorbilds die Mitarbeiter zu ethischem Handeln motivieren. Prof. Angela Poech – Ethica rationalis e.V.


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Gutschein-Aktion im Online-Shop einfach Andechser Atmosphäre schenken

Wer jetzt im Andechser Online-Shop Andenken, Bücher, CDs und DVDs, Gläser und Krüge, Shirts und Windjacken in einem Gesamtwert von über 30 Euro bestellt, der erhält mit seiner Warenlieferung einen Gutschein im Wert von 5 Euro für seinen nächsten Online-Einkauf.

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ür jede Bestellung im Andechser Online-Shop über 30 Euro gibt es einen Gutschein im Gegenwert von 5 Euro für den nächsten Online-Einkauf. Pro Bestellung ist einer der durchnummerierten Gutscheine einlösbar. So macht es noch mehr Spaß, im Online-Shop nach einem ganz persönlichen Geschenk oder Andenken zu stöbern, mit dem das »Andechser Gefühl« verbunden ist. Seit mehr als drei Jahren können Pilger und Besucher, Freunde und Fans des Heiligen Berges ein Stück »Andechser Gefühl« online bestellen. Wer bislang im Klosterladen und im Bräustüberl fündig geworden ist, kann auch von zu Hause aus bestellen. Unter www.andechs.de finden sich im Online-Shop Andenken, Bücher, CDs und DVDs, Gläser

vorgang. Nach Abschluss des Bestellvorgangs erhält der Kunde automatisch eine e-Mail mit der Bestellung und den Zahlungsinformationen wie Rechnungsbetrag und Kontoverbindung. Nach Zahlungseingang beträgt die Lieferzeit etwa zehn Tage. Feste Preise und bequeme Bezahlung

Alle angegebenen Preise verstehen sich einschließlich Mehrwertsteuer und Verpackung zuzüglich Portopauschale in Höhe von EUR 4,90. Jeder Kunde ist also schon vor Absendung der Bestellung klar und eindeutig über den Rechnungsendbetrag informiert. Das schafft Sicherheit. Bezahlen können Sie bequem per Verrechnungsscheck, Überweisung oder per Nachnahme. Nur für denjenigen, der per Nachnahme zahlt, fallen bei Anlieferung zusätzlich zum Porto Nachnahmegebühren durch das zustellende Unternehmen in Höhe von EUR 5,60 an. Wer allerdings gemeinsam mit anderen Freunden des Heiligen Berges bestellt, der erhält ab einem Bestellwert von mehr als EUR 100 die Lieferung frei Haus. und Krüge, T-Shirts, Sweat-Shirts, Windjacken und vieles andere mehr. Mit den Produkten verschafft der OnlineShop seinen Besuchern einen Überblick über das Kloster Andechs als Wallfahrtsort und Wirtschaftsgut der Abtei Sankt Bonifaz. In den sechs Kategorien »Andenken«, »Bücher«, »DVD/CD«, »Feste«, »Krüge und Gläser« und »Textilien« stehen inzwischen 50 Artikel zur Auswahl. Die Produktreihe wird ständig aktualisiert. einfache und übersichtliche nutzung

Ist man im Andechser Shop fündig geworden, legt man einfach die gewünschten Artikel unter Angabe der Menge in den Warenkorb, klickt zur Kasse weiter und folgt dem Bestell-

rückgaberecht

Selbstverständlich gewähren wir das gesetzliche Rückgaberecht. Kunden können die erhaltene Ware ohne Angabe von Gründen innerhalb von zwei Wochen durch Rücksendung zurückgeben. Die Frist beginnt frühestens mit Erhalt der Ware. Zur Wahrung der Frist genügt die rechtzeitige Absendung der Ware. In jedem Falle erfolgt die Rücksendung auf Kosten und Gefahr des OnlineShops. Allerdings kann nur original verpackte, unbenutzte und unbeschädigte Ware zurückgenommen werden. Mit dem Angebot aus dem Andechser Online-Shop bringen Sie Ihren Freunden und Gästen Andechser Atmosphäre nach Hause. Viel Spaß beim Aussuchen und Bestellen.


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Hört, hört – das Kloster Andechs geht App neuer digitaler Kunstführer für das iPhone führt ab sofort durch Geschichte und Gegenwart des Heiligen Berges

iPhone-Nutzern bietet das Kloster Andechs nun eine besondere Möglichkeit den Heiligen Berg noch näher kennen zu lernen. Ab sofort steht ein digitaler Kunstführer über die Andechser Wallfahrtskirche für die iPhone-Applikation »artguide« für 3,99 Euro zum Download zur Verfügung.

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it Artguide können iPhone-Besitzer sich nun sowohl per Hörführung als auch per E-Book durch die Andechser Wallfahrtskirche führen lassen. Sowohl der Audioguide als auch das digitale Buch sind bebildert, so dass sich ein Ausflug in die lange und wechselvolle Geschichte des Heiligen Berges schon vom Sofa aus lohnt. Viel mehr Spaß macht es allerdings, die Applikation direkt vor Ort zu verwenden. Ein interaktiver Lageplan führt durch die Wallfahrtskirche, in den sämtliche Stationen der Hörführung eingezeichnet sind und sich direkt anwählen lassen. Über den interaktiven Lageplan lassen sich u.a. auch Informationen zur Bedeutung des Klosters, zu seiner Gründung, zu den vielfältigen Beziehung zwischen Kloster und Wallfahrt und den direkten Folgen der Säkularisation am Heiligen Berg abrufen: ein ganz neues Erlebnis auf dem Rundgang durch die berühmte Rokokokirche. Wer nach der Audioführung noch einmal ins Detail gehen will, kann sich in den Kapiteln des integrierten E-Books noch zu historischen Hintergründen von Wallfahrt und Klostergründung, über die Wallfahrtskirche selbst und ihre zahlreichen Kapellen informieren. Die wichtigsten Daten aus der Geschichte des Klosters und der Wallfahrt sind außerdem übersichtlich in einer Zeittafel

zusammengefasst. Und last but not least sind auch hilfreiche Informationen für Besucher in der App verfügbar. Artguide – Kunstführer fürs iPhone

Artguide enthält nicht nur das Kloster Andechs als Kunstführer. Vielmehr lassen sich auch Guides zu weiteren kulturellen Sehenswürdigkeiten im deutschsprachigen Raum in die Applikation hineinladen. Im Internet findet sich dazu unter www.artguide.de eine detaillierte Produktpräsentation. Noch steht das Angebot ganz am Anfang, doch für jeden Monat ist die Produktion von zehn neuen Kunstführern geplant. Erklärtes Ziel von Artguide ist es neue, gerade auch junge Interessenten für Kunst und Kultur durch eine zeitgemäße, interaktive Aufbereitung zu gewinnen.

Die Macher von Artguide

Artguide ist ein gemeinsames Unternehmen des Verlags Schnell und Steiner und Pausanio. Mit Schnell und Steiner pflegt das Kloster Andechs seit Jahrzehnten eine intensive und fruchtbare Zusammenarbeit, die immer wieder in den renommierten Kunst- und Kulturführern zum Ausdruck kommt. Beide Unternehmen, Schnell und Steiner und Pausanio, bringen in Artguide ihre ergänzenden Kompetenzen ein: Als Verlag für Kunst- und Kulturgeschichte kann Schnell und Steiner auf über 75 Jahre Erfahrung im Verlagswesen und die Produktion der europaweit größten Kunstführerreihe »Kleine Kunstführer« zurückgreifen. Pausanio betreibt das weltweit größte Downloadportal für Audioguides und Hörbücher im Bereich Kunst und Kultur und produziert Audioguides, E-Books und Smartphone-Applikationen für Museen und Buchverlage.

Um eine Atmosphäre in der Wallfahrtskirche zu erhalten, die Pilgern und Wallfahrern zur Sammlung und ins Gebet hilft, bitten wir herzlich bei der Verwendung der Hörführung Kopfhörer zu benutzen.


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In Würde alt werden können Missionskreis Andechs e.V. engagiert sich für ein Altenheim in Bolivien

Das Altenheim »Hogar de la Sagrada familia« in Oruro­/Bolivien liegt P. Coelestin Stöcker zur Zeit besonders am Herzen. Hagel und Orkane haben dem Altenheim und dem Enga­gement der Ordensschwestern aus Peru in letzter Zeit schwer zugesetzt. P. Coelestin bittet um Hilfe zum Wiederaufbau.

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Weitere Informationen zum Missionskreis Andechs e.V. unter: www.missionskreis-andechs.de Wer helfen möchte, das Altenheim wiederaufzubauen, kann gerne eine Spende überweisen: Missionskreis Andechs e.V. Kto-Nr.: 512 15 31 VR Bank Starnberg-HerrschingLandsberg eG BLZ 700 932 00 Verwendungszweck: ORURO

chwestern eines Ordens aus Peru, der sich besonders um die Pflege alter Menschen kümmert, leiten das Altenheim »Hogar de la Sagrada familia« im bolivianischen Oruro. Hier leben zur Zeit 120 Senioren, von denen allerdings nur fünf die Heimkosten bezahlen können. Sieben Schwestern und einige Angestellte, die in der Küche und im landwirtschaftlichen Betrieb arbeiten, sorgen sich um das Wohl der alten Menschen. Die meisten von ihnen sind an Demenz erkrankt. Jeden Morgen reinigen die Schwestern die Zimmer, jeder Bewohner bekommt täglich frisch gewaschene Kleidung. Die Schwestern kümmern sich liebevoll um jeden einzelnen Bewohner. Auf einer kleinen Finca außerhalb von Oruro werden Kühe, Schweine, Hühner und Schafe gehalten. Außer­dem bauen die Schwestern dort in Gewächshäusern Gemüse und Salat sowie Kartoffeln an. Mit den Erzeugnissen aus der Landwirtschaft können die Schwestern ihren Senioren so eine relativ abwechslungsreiche und gesunde Ernährung bieten.

Nachdem Hagel vor über einem Jahre zwei der Gewächshäuser zerstört hatte, konnten 2009 mit Hilfe des Missionskreises Andechs neue Gewächshäuser gebaut werden. Nun hat ein neuerliches Unwetter die Gemeinschaft schwer getroffen. Vor einigen Monaten haben zwei Orkane das Dach des Altenheimes zerstört. Permanent dringt seitdem Regen ein. Das Leben der alten Menschen wird so noch schwieriger. Unter den feuchten Räumen leidet die Gesundheit der Bewohner und ebenso die Bausubstanz. Das gesamte Gebäude ist inzwischen stark renovierungsbedürftig. Der Missionskreis Andechs hat sich bereits mit einer großen Spende an der Reparatur bzw. Erneuerung des Daches beteiligt. Die Kosten für die weiteren notwendigen Reparaturen bzw. Reno­vierungen des Altenheims übersteigen allerdings die aktuellen Möglichkeiten des Vereins. »Trotzdem werden wir versuchen, mit Hilfe weiterer großzügiger Spender zu helfen«, so P. Coelestin, seit Jahren erster Vorsitzender des Missionskreises Andechs e.V., und sagt schon jetzt Vergelt’s Gott für alle Hilfe.


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Besucheransturm nach verhaltenem Auftakt 3. Klostermarkt der Erzabtei St. Ottilien mit Andechser Klosterarbeiten und Klosterbier

Auch in diesem Jahr folgten wieder viele Aussteller und Besucher der Einladung zum 3. Klostermarkt von St. Ottilien. Der Besucherandrang war am Freitag und Samstag zwar etwas verhalten, aber dafür wurde der Klostermarkt am Sonntag von Gästen gleichsam überrollt.

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m Freitag, den 8. Oktober, eröffnete Erzabt Jeremias Schröder auf dem Klosterparkplatz feierlich den dritten Ottilianer Klostermarkt. Musikalisch be­ gleitet wurde er dabei von der Brüderblas­ kapelle des Klosters. Am Sonntag zelebrierte der Apostolische Nuntius in Deutschland, Erzbischof Jean-Claude Périsset, den Fest­ gottesdienst zum Weltmissionssonntag mit anschließender Segnung des Kuhstalls und der Biogas­anlage. Um 16 Uhr gaben Stefan Nerf und Christian Dellinger ein Konzert für Orgel und Saxophon. Fr. Stephan Janker von unserem Andechser Klosterladen durfte mit seinen Kostbarkeiten natürlich nicht fehlen. Und so stellte er seine selbst gefertigten Klosterarbeiten wie Andachtsbilder, Fatschenkinder oder Trösterlein und sonstige Waren aus dem Kloster­ laden aus und präsentierte damit das Kloster Andechs auf dem Klostermarkt. Klosterarbeiten sind seit mehreren hundert Jahren wesentlicher Bestandteil religiösen Brauchtums. Wachs- und Golddrahtarbeiten wurden fast ausschließlich in Klöstern angefertigt. Wie schon in den vorgegangenen Jahren boten auch 2010 wieder viele Klöster aus Deutschland und dem benachbarten Ausland ihre Produkte zum Verkauf an. Mehr als 25 Klöster, Stifte und Priorate aus Europa boten den Besuchern die hochwertigen Produkte

ihrer landwirtschaftlichen Betriebe, Werkstätten, Bäckereien, Metzgereien, Druckereien und Verlage an. Für jeden Geschmack war etwas dabei: Töpfer- und Schmiedewaren aus der Abtei Königsmünster in Meschede, Kräuterbonbons und Seife aus der Abtei St. Maria in Fulda oder auch Wein vom Priorat Jakobsberg sowie Liköre, Brot, Käse und Kerzen. Für das leibliche Wohl war auch bestens gesorgt: Ein eigens von der Klostermetzgerei kreierter »Ottilianer Klosterburger« war ebenso angeboten wie Braten vom Ottilianer Weiderind, Bratwurst in der Semmel oder auch Hühnersuppe. Dazu passte unser Andechser Klosterbier natürlich ganz besonders gut. Auch für Vegetarier gab es ein vollwertiges Speisenangebot. Besucher, die es »süß« mochten, wurden am Kuchenbuffet fündig. Wer nicht nur das Marktgeschehen genießen wollte, schloss sich einer Führung durchs Kloster an. Besonderer Höhepunkt in diesem Jahr war der moderne, neu erstellte so genannte Kaltluftstall für die künftig rund 180 Tiere umfassende Milchviehherde und die neu errichtete Biogasanlage, mit der nach der Fertigstellung mehr Strom erzeugt wird, als das Kloster heute benötigt. Franz Hartinger

Frater Stephan Janker (3.v.l.) mit seinem Verkaufsteam im Standl vom Andechser Klosterladen

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Die Erzabtei Sankt Ottilien ist ein Kloster der Missionsbenediktiner im Landkreis Landsberg nahe dem Ammersee. Sie wurde 1884 von dem Schweizer Andreas Amrhein gegründet. Der Kongregation gehören­rund 1100 Mönche in 19 Ländern an. Etwa 110 leben in St. Ottilien selbst. Weitere Informationen unter www.ottilien.de


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Nachhaltige und erfolgreiche Landwirtschaft Klösterliche landwirtschaft seit 15 Jahren Mitglied im naturlandverband

Seit 1995 arbeitet die klösterliche Landwirtschaft nach den strengen Richtlinien des Naturlandverbandes. Damit leisten die Benediktiner von Andechs einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung der Schöpfung in ihrer unmittelbaren Umgebung. Ein Blick auf fünfzehn Jahre, die zeigen, dass nachhaltiges und ökologisches Wirtschaften durchaus erfolgreich sein kann.

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ls Fritz Bernhard 1994 als Leiter der klösterlichen Landwirtschaft in Andechs antrat, war eines der Ziele schon klar: Die Umstellung der Landwirtschaft von konventioneller Bewirtschaftung der Flächen auf ökologischen Landbau. Schon ein Jahr später, 1995, waren die Tage der konventionellen Landwirtschaft am Heiligen Berg gezählt und die klösterliche Landwirtschaft Mitglied im Naturlandverband. Schon der Betrieb, den Fritz Bernhard zuvor leitete, hatte sich unter seiner Führung dem Naturlandverband angeschlossen und war auf ökologischen Landbau umgestiegen. »Dieser Verband passt von seinen Strukturen her einfach besser zu landwirtschaftlichen Betrieben unserer Größenordnung«, erläutert Bernhard die Gründe, warum er »Naturland« auch heute noch favorisiert. In der dreijährigen »Umbauphase« von 1995 bis 1998 konnte Fritz Bernhard den Vorschriften entsprechend die Ernteerträge noch nicht mit dem Qualitätsmerkmal »aus ökologischem Anbau« vermarkten. Die drei Ernten dieser Zeit lieferte er als Futtermittel über den Naturlandverband an andere Naturlandbetriebe mit Viehhaltung. Die eigene Viehhaltung mit 40 Mutterkühen und 40 Mastbullen löste Bernhard aufgrund der hohen Personalkosten und der geringen Erlöse konsequent auf. Lange blieben die eigenen Stallungen allerdings nicht leer. Der in Erling ansässige Landwirt Leo Metz übernahm als Pächter ab 1996 die Stallungen und betreibt seither mit seinen 50 Milchkühen und eigener Nachzucht auch Viehhaltung nach den strengen Maßgaben des

Naturlandverbandes. Von der klösterlichen Landwirtschaft erhält der Pächter Futterflächen, im Gegenzug erhält das Klostergut organischen Dünger. Im Rahmen natürlicher Fluktuation gelang es Fritz Bernhard auch, die Personalkosten erheblich zu reduzieren. Fällt heute beispielsweise zu Erntezeiten besonders viel Arbeit an, helfen qualifizierte Saisonarbeitskräfte und externe Firmen. Heute umfasst die klösterliche Landwirtschaft 320 ha Grund- und Waldfläche. Die landwirtschaftliche Nutzfläche von 150 ha besteht aus 110 ha Acker, 30 ha Wiesen und Weiden und 10 ha Gewässern und Hofflächen. Durch eine klassische Fruchtfolge, Zwischenfrüchte und Untersaaten sowie eine schonende Bodenbearbeitung wird die Bodenfruchtbarkeit nachhaltig sichergestellt. Die Aufgabe des landwirtschaftlichen Unternehmensbereiches besteht heute u. a. darin, biologisches Brotgetreide für die Hofpfisterei in München zu produzieren, die unter anderem das »Andechser Brot« herstellt. Die Ackerfläche dient zur Erzeugung von Dinkel, Roggen, Weizen, Sommergerste und Erbsen. Dazu werden auch 170 ha Wald bewirtschaftet. Die alten Nadelholzbestände, ca. die Hälfte der Waldfläche, wurden in den Jahren 1990 und 1992 von Stürmen stark beschädigt. Auf den entstandenen Kahlschlägen werden wie auf den übrigen Flächen Mischwaldbestände herangezogen. Seit 2000 unterliegt der klösterliche Forst der freiwilligen Zertifizierung nach europaweit einheitlichen Richtlinien (PEFC) zur nachhaltigen Forst-

wirtschaft. Daher kommen zum Beispiel in den klösterlichen Wäldern keine Pestizide oder Insektizide zum Einsatz. Insgesamt schreibt die klösterliche Landwirtschaft mit ihrer ökologischen Ausrichtung schwarze Zahlen. Zu diesem Ergebnis tragen auch die Zuschüsse des Freistaates Bayern und der EU bei. Entscheidend aber ist: Auf der gleichen Fläche erbringt der ökologische Landbau zwar nur ein Drittel bis die Hälfte der Erntemengen konventioneller Landwirte. Diese Erzeugnisse erlösen aber am Markt ein Vielfaches des Preises, den Erzeugnisse aus konventioneller Landwirtschaft sonst erzielen. Eine Entwicklung, mit der nicht nur Fritz Bernhard sehr zufrieden ist.


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Landkreislauf 2010

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m 9. Oktober 2010 fand in Aschering der diesjährige Landkreislauf statt, zudem sich 180 Gruppen mit jeweils 10 Läuferinnen und Läufer angemeldet hatten. Dazu hatte sich auch unser Team »Kloster Andechs« – bestehend aus Andechser Mitarbeitern und Freunden – gemeldet. Der zu bewältigende Staffellauf bestand aus folgenden Abschnitten: 3 x 5,1 km, 3 x 3,1 km und 4 x 3,9 km. Die schnellste Gruppe, bestehend aus Profis (!), waren bereits nach 2 Stunden und 20 Minuten im Ziel. Die Andechser Truppe benötigte im

Vergleich etwas mehr Zeit, genauer gesagt: 60 Minuten. Das Lauftempo war überdurchschnittlich hoch und die Steckenanforderung beinhaltete bis zu 80 Höhenmeter – dazu kam die unterschiedlichste Bodenbeschaffenheit – von Asphalt bis hin zur nassen Wiese. Das Team vom Heiligen Berg kam immerhin als 140. ins Ziel und feierten sich im Anschluss an die sportliche Leistung selbst bei einem frisch gezapften Andechser. Josef Eckl

Wir kennen unsere Region und ihre Stärken.

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Barockkloster mit mittelalterlichen­Wurzeln Fahrt des Freundeskreis Kloster Andechs nach Roggenburg

Wahrscheinlich weckte P. Benedikt, der als junger PrämonstratenserChorherr zwei Jahre lang als Kaplan in Andechs wirkte, die Neugier, seine klösterliche Heimat, das Stift Roggenburg, kennen zu lernen. Fr. Lambert stellte die nötigen Kontakte her und bereitete die alljähr­ liche Klosterreise des »Freundeskreis Kloster Andechs« vor.

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ie Gruppe erwartete etwas ganz Besonderes. Ein barockes ehemaliges Reichsstift, dessen Klosterkirche sich mit der gleichen Fürstlichkeit und Urbanität zum Himmel erhebt wie die anderen großen schwäbischen Abteikirchen auch – ein Barockkloster mit mittelalterlichen Wurzeln, das 180 Jahre nach der Säkularisation wieder von Prämonstratensern mit neuem klösterlichen Leben erfüllt wird. Nach der Teilnahme am Chorgebet und einem fröhlichen Mittagsmahl in der gut geführten Klostergaststätte erwartete die Gruppe die Barockkirche, wo übermütige Putten und Wolken herabschweben und Allegorien der christlichen Liebe, der Mäßigkeit, der Reinheit und Demut sich der gewaltigen Säulenarchitektur des Hochaltars mit der Himmelfahrt Mariens unterordnen. Die Teilnehmer waren sich einig, dass der Höhepunkt dieser Klosterreise die Führung durch den jungen Novizen Fr. Maximilian war. Er führte nicht nur in das Wesen dieser grandiosen Kloster- und Kirchenarchitektur einfühlsam ein, sondern erläuterte auf Nachfragen offen, sympathisch und nachvollziehbar seine Entscheidung für ein monastisches Leben und seinen Weg in diese aufstrebende klös-

terliche Gemeinschaft. Beeindruckt trat die Gruppe die Heimreise durch die schwäbischen Landschaft an. Gefördert vom Bezirk Schwaben und dem Verein der Freunde des Klosters Roggenburg e.V. mit dem Landrat des Landkreises Neu-Ulm und dem ehemaligen Bundesminister Theo Waigel an der Spitze, entstand hier in den letzten Jahrzehnten neues klösterliches Leben. Eine junge Gemeinschaft von zwölf Prämonstratenser betreuten gemeinschaftlich elf Gemeinden. In den barocken Klostergebäuden schufen sie ein modernes Bildungs- und Kulturzentrum. Mit dem Zentrum für Familie, Umwelt und Kultur setzt das Kloster einen ganz besonderen Akzent. Beliebt sind auch Konzerte in Klosterkirche und barocker Bibliothek. Kunstausstellungen, Literaturveranstaltungen und weitere Kulturangebote sind im Roggenburger Sommer zusammengefasst. Toni Aigner


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Warum wir uns ändern müssen Viele Jahre galt er als Vordenker und Gewissen der CSU. Prinzipientreu und verlässlich ist er bis heute ein gefragter Ratgeber. Bei einem Vortrag am 15. Juni 2010 im Kloster Andechs sprach er zum Thema »Warum wir uns ändern müssen – Wege zu einer zukunftsfähigen Kultur«.

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or dem Freundeskreis Kloster Andechs entwarf Alois Glück ein Bild von der zukünftigen Gesellschaft und davon, was zu tun ist, um deren Anforderungen gerecht zu werden. Im Mittelpunkt stand der von ihm geprägte Begriff der »Solidarischen Leistungsgesellschaft« als Leitbild für den Weg in eine zukunftsfähige Kultur. »Wir müssen unser Denken ändern, weg vom Ich zum Wir«, meinte Glück. Der Begriff »solidarisch« ziele auf die Humanität unserer Gesellschaft ab. In ihm spiegele sich die Notwendigkeit eines menschlichen Umgangs mit den Schwachen. Es gelte, eine neue Leistungskultur und eine neu belebte Sozialkultur zu schaffen. Daneben stellte Glück den Begriff der »Aktiven Bürgergesellschaft« als Verantwortungsgemeinschaft von Bürger und Staat. Sie sei es, die den Wechsel im Denken und Handeln herbeiführen müsse. »Unsere heutige Art zu leben ist nicht zukunftsfähig«, so Glück. Die Finanzkrise der letzten Jahre habe das sehr deutlich gemacht, biete aber auch die Chance zur Abkehr von überkommenen Vorstellungen, deren Untauglichkeit zur Zukunftsbewältigung sich erwiesen habe. Dies erfasse auch die eigene Lebensgestaltung und das soziale Bewusstsein jedes Einzelnen.

Vortrag von Alois Glück beim Freundeskreis­Kloster Andechs

Alois Glück war Mitglied der Bayerischen Staatsregierung, dann Fraktionsvorsitzender seiner Partei im Bayerischen Landtag und schließlich Landtagspräsident. Nie drängte er sich in eine Position, Glück wurde berufen. Als er sich aus der Politik zurückzog, folgte im vergangenen Jahr die Berufung in das Amt des Präsidenten des Zentralkomitees der

deutschen Katholiken. Glücks frei gehaltener Vortrag, wenn auch gestützt auf sein kürzlich erschienenes Buch »Warum wir uns ändern müssen – Wege zu einer zukunftsfähigen Kultur«, faszinierte die über 100 Zuhörer, die ihm mit großem Beifall dankten. Fritz David


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Presse Echo

S端ddeutsche Zeitung, 10. August 2010


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S端ddeutsche Zeitung, 11. August 2010


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Presse Echo

Die Rheinpfalz, 27. September 2010


Presse Echo | 53

3 | 2 010

Mittelbayerische Zeitung Regensburg, 16. Oktober 2010

Weilheimer Tagblatt, 3. Juli 2010


54 |

3 | 2010

Presse Echo

Mindelheimer Zeitung, 23. Juli 2010

Starnberger Merkur, 29. Oktober 2010


Presse Echo | 55

3 | 2 010

Starnberger Merkur, 6. August 2010


Die Krippe wurde von Fr. Stephan Janker gefertigt

Der Konvent und die Geschäftsleitung wünschen allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, allen Freunden, Gästen und allen, die mit uns in unserer Abtei in München und Andechs verbunden sind, ein schönes Weihnachtsfest und viel Licht und Zuversicht auf allen Wegen im neuen Jahr 2011!

impressum V.i.S.d.P.: P. Valentin Ziegler Bergstraße 2 · 82346 Andechs · Tel.: 08152/376-0 · Fax: 08152/376-267 · www.andechs.de Redaktion: Christian Bolley, Martin Glaab, Birgitta Klemenz · Gestaltung: Mellon Design Druck: Agentur Beckenbauer · Papier: gedruckt auf umweltfreundlichem Papier

Titelbild: Thomas Schmid – Alle Fotoaufnahmen durch Benediktinerabtei Sankt Bonifaz in München und Andechs, außer: Baar Hermann (S. 16); Beck Michael (S. 22); Foto Niedermeyr – Haus des Bildes (S. 26); Hartinger Franz (S. 45); Kloss Elisabeth (S. 3, 29); Kloster Roggenburg (S. 48); Köninger Guido (S. 43); Kujawa Julia (S. 24); Lichtenberg Wilfried (S. 12); Möstl Gertrud (S. 28); Salzmann Rudi (S. 27); Poech Angela (S. 40, 41); Schmid Thomas (S. 18); Seifert Michael (S. 13); Treybal Georgine (S. 49); Weissfuss Heinz (S. 13) Bei Einsendungen von Artikeln behält sich die Redaktion Kürzungen und Änderungen vor. Das nächste Andechser Berg Echo erscheint Ende März 2011

Andechser Bergecho  
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issue 2010 /3