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Omas Sessel Im Korrekturgespräch wurde die Idee der Raumecke recht schnell wieder verworfen, da sie offensichtlich nicht das geeignetste Medium zur Präsentation von Knöpfen darstellte. Außerdem hatte ich mir gar keine Gedanken dazu gemacht, wie die Raumecke von Hinten aussehen könnte. Es ging aber um eine ganzheitliche Gestaltung der Ausstellungssituation, die eben auch die Rückseite etwaiger Ausstellungsobjekte mit einbeziehen sollte. Prof. Teufel brachte mich auf die Idee, die Knöpfe auf ungewöhnlicheren Objekten, wie z.B. Kissen zu platzieren, welche eine Interaktion mit dem Betrachter ermöglichen. Mir gefiel diese Idee und ich beschloss, neben den Kissen auch einen Sessel zu bauen, welcher mit Knopfranken überzogen werden könnte. Der Sessel, in dem die

Oma sitzt und den Enkelkindern Märchen vorließt, ist zwar ein recht klischeebeladenes Objekt, aber meine Oma hatte tatsächlich einen Sessel im Wohn-/Esszimmer gehabt, auf dem sie bei jedem Besuch meinerseits irgendwann zur Ruhe kam und in Illustrierten blätterte oder strickte. Einen Sessel zum Grundelement der Ausstellung zu machen, erschien mir daher sehr logisch. Als Grundgerüst für den Sessel kaufte ich einen einfachen Plastik-Gartenstuhl (die Seele des Sessels war also wieder mit dem Garten verbunden ;)) und polsterte ihn selbst. Auf den Stoff, mit dem ich den Sessel beziehen wollte, nähte ich Efeu-Knopfranken, die von der Rückenlehne hinauf wuchsen und sich nach vorne über den Sitz und die Armlehnen legten.

hommage to my grandma  

meine oma hatte eine knöpfe-sammlung. für diese sammlung habe ich ein ausstellungskonzept für 1m² ausstellungsfläche entwickelt. entstanden...

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meine oma hatte eine knöpfe-sammlung. für diese sammlung habe ich ein ausstellungskonzept für 1m² ausstellungsfläche entwickelt. entstanden...

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