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RUNDBRIEF

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RUNDBRIEF • 2/2013

2/2013

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ÜBERSICHT

Stoppt die Diskriminierung von roma in der eU!

Vorlesungsreihe Menschenrechte ohne Grenzen 1 Die Welt ruft „Freiheit für Liu Xiabo“ 2 „Eine Flucht ist kein Picknick“ – ein Flüchtling erzählt 3 Sternstunde der Menschheit: Serie zur AEMR 3 Rückblick: der Weltfrauentag 2013 4 Filmpremiere „5 Jahre Leben“ 5 Veranstaltungshinweise 6

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EU-Kom etition an

Menschenrechte ohne Grenzen?

Aus den verschiedensten Gründen verlassen Menschen ihre Heimat – mal freiwillig oder weil sie dazu gezwungen werden. Sie werden zu Migrant_innen oder Flüchtlingen, die viele Regierungen nicht mehr als Menschen sehen, deren Würde es zu achten gälte. Das Überschreiten oder der bloße Versuch des Überschreitens einer Grenze wird als Anlass genommen, Menschen zu illegalisieren und ihre unveräußerlichen Rechte zu verletzen. Dies geschieht jeden Tag überall auf der Welt, auch an den Grenzen zu und in den Ländern, die besonders oft betonen, sich eigentlich für den Schutz

der Menschenrechte einzusetzen. Vor diesem Hintergrund widmet die Amnesty-International-Hochschulgruppe der Freien Universität ihre diesjährige Vorlesungsreihe unter dem Titel „Menschenrechte ohne Grenzen“  den Rechten von Migrantinnen, Migranten und Flüchtlingen weltweit. Jedes Jahr zum Sommersemester organisieren wir die  Human Rights Lectures, eine interdisziplinäre Ringvorlesung zu einem Thema im Bereich der Menschenrechte mit verschiedenen Referentinnen und Referenten, die zu den Themen arbeiten oder forschen.

In den einzelnen Sitzungen sollen dabei nicht nur Einblicke in Situationen in verschiedenen Teilen der Welt (Deutschland und andere EU-Mitgliedsstaaten, China, Mexiko, Westafrika, Mittlerer Osten und Nordafrika, u.a.) gewonnen, sondern auch unterschiedliche Migrationsphänomene (Flucht aus wirtschaftlichen Gründen, Flucht aus Konfliktgebieten, Binnenmigration, Transitmigration, Umweltmigration, etc.) beleuchtet werden. Im Anschluss an jeden Vortrag soll es dabei auch genügend Raum für Fragen und Diskussion geben. Den Anfang der Human Rights Lecutres machte Wolfgang Grenz, ehemaliger Generalsekretär von Amnesty International Deutschland, mit einer Einführung in die Arbeit von Amnesty International zu Asyl und Flucht. In den kommenden Wochen widmen sich die Vorträge zum Beispiel dem Phänomen des Menschenhandels, der Transmigration in Mexiko, Flucht als Folge des Klimawandels und den Defiziten humanitärer Hilfsmaßnahmen für syrische Flüchtlinge. Einen Überblick über die Termine und genauere Angaben zu den Themen stehen auf der Webseite der FU-Hochschulgruppe. Der Eintritt ist frei.

Fabian Lischkowitz, FU-Hochschulgruppe


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Die Welt ruft „Freiheit für Liu Xiabo“ Symbolische Petitionsübergaben in Berlin und anderswo

Ein Bericht von Justus Kirchhoff Durch meinen Bundesfreiwilligendienst nicht allzu ausgelastet und hochmotiviert, mich für Menschenrechte einzusetzen, durfte ich Ende Februar einem überraschenden Aktionsaufruf des Internationalen Sekretariats von Amnesty International (IS) folgen. Das IS lud dazu ein, in fünf Tagen zur chinesischen Botschaft zu kommen und dort auf 450.000 Unterschriften aufmerksam zu machen, die weltweit für die Freilassung von Liu Xiaobo gesammelt wurden. In Berlin übergaben wir die Petitionslisten symbolisch vor der Chinesischen Botschaft. Liu ist ein chinesischer Schriftsteller und Menschenrechtskämpfer, der 2010 den Friedensnobelpreis erhielt. Die chinesische Regierung verweigerte ihm allerdings die Annahme des Preises. Aufgrund angeblicher „Anstiftung zur Untergrabung der Staatsgewalt“ wurde Liu Xiaobo im Dezember 2008 festgenommen. Dies geschah kurz bevor die „Charta 08“, ein Manifest für politische Reformen in China, das er mitverfasst hatte, veröffentlicht werden sollte. Seitdem fordert Amnesty, wie viele

Politiker und Intellektuelle weltweit, Lius Freilassung. Am 10. Dezember 2012 startete Desmond Tutu eine Petition mit dieser Forderung auf change.org, einer OnlinePetitionsplattform. Amnesty rief mit Tutu zu der Petition auf und bis Ende Februar beteiligten sich 450.000 Menschen. Das war ein gewaltiger Erfolg, der nun auf allen Erdteilen den chinesischen Behörden vor Augen geführt werden sollte. In Washington D.C., Hongkong, Paris, London und natürlich Berlin würden Menschenrechtsaktivistinnen sich mit Kästen, die für die gesammelten Unterschriften stünden, und Plakaten vor die chinesische Botschaft stellen. Zusammen mit unserer Bezirkssprecherin verbrachte ich zwei stressige Tage damit, die rechtzeitige „Petitionsübergabe“ zu organisieren. Dank der sich spontan aufopfernden Unterstützer in unserem Bezirk und der freundlichen Kooperation von change.org kam diese zur internationalen „Übergabe“Zeit, am 27. Februar, zustande. So ertönte auch in Berlin, für China unüberhörbar, der Ruf von 450,000 Menschen: „Freiheit für Liu Xiaobo!“ Foto: Dario Sarmadi

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Liebe Freundinnen und Freunde, liebe Mitglieder, es gibt Grund zur Freude: Im April haben die Staaten der Vereinten Nationen mit überwältigender Mehrheit ein Abkommen verabschiedet, das Waffenlieferungen verbietet, wenn diese zu Völkermord, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen beitragen. Hierfür hatte sich Amnesty International zusammen mit anderen NGOs bereits seit über 20 Jahren stark gemacht. Allein in Deutschland forderten in den Wochen vor den finalen Verhandlungen in New York 35.000 Menschen mit ihrer Unterschrift starke Kontrollen im weltweiten Waffenhandel. In Berlin und Brandenburg forderten zahlreiche Mitglieder aus den über 30 Amnesty-Gruppen an Infoständen und mit Aktionen robuste und verbindlicher Regeln zum Schutz der Menschenrechte beim internationalen Waffenhandel. Die Verabschiedung des Waffenhandelsabkommens ist ein erster Erfolg. Jetzt gilt es, dass die Staaten ihre Zusagen schnellstmöglich umsetzen. Denn: Für die Leidtragenden unkontrollierter Waffenlieferungen bleiben schwerste Menschenrechtsverletzungen traurige Realität. So zum Beispiel für die unzähligen Frauen und Kinder im Osten der Demokratischen Republik Kongo, die täglich Opfer erschreckender Gewalt werden, weil Waffen leicht und billig zu bekommen sind. Die vergangenen Wochen haben gezeigt: Der Einsatz für Menschenrechte braucht einen langen Atem, aber er zahlt sich aus! Herzliche Grüße,

Susanne Baldin Sprecherin des Bezirks Berlin-Brandenburg

Impressum Redaktion Dario Sarmadi, Florian Oswald Bei Fragen und Anregungen E-Mail an: newsletter@amnesty-bb.de Angaben zum Datenschutz


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„Eine Flucht ist kein Picknick“ – ein Flüchtling erzählt

Eritrea, ein Staat im nordöstlichen Afrika. Als der 17-jährige Zekarias Kebraeb (Foto) nach dem Abitur in ein Militärlager geschickt werden soll, sieht er nur eine Chance, seiner

hoffnungslosen Zukunft in Eritrea zu entkommen. Er beginnt seine Flucht nach Europa. Monatelang ist er unterwegs und muss feststellen: „Eine Flucht ist kein Pick-

nick. Flüchtlinge riskieren ihr Leben für die Freiheit.“ Zekarias träumt vom Paradies. Doch in Europa angekommen wird er bitter enttäuscht: Auffanglager, Abschiebegefängnis, Asylheim, Ablehnung und Schwierigkeiten mit Polizei und Behörden. Zekarias Kebraeb liest am Dienstag, den 7. Mai um 19:30 Uhr im Haus der Demokratie und Menschenrechte aus seinem Buch „Hoffnung im Herzen, Freiheit im Sinn“ und lässt uns teilhaben an den Erlebnissen seiner Flucht. Außerdem gibt die Amnesty-Referentin für Asylpolitik Franziska Vilmar einen Einblick in die schwierige Lage von Flüchtlingen in Europa und lädt zur Diskussion ein. Der Eintritt ist frei. Tatjana Siek, TU-Hochschulgruppe

Sternstunde der Menschheit Teil 1 unserer Serie zur Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte von 1948: Die Entstehung In der Geschichte der Menschheit gibt es immer wieder Momente, in denen aus Katastrophen auch Positives entstehen kann. Die Verabschiedung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte (AEMR) nach den Schrecken des Zweiten Weltkrieges ist ein solcher Augenblick. Wir wollen in einer kleinen Serie das erste globale und bis heute wichtigste Menschenrechtsdokument vorstellen. Unser erster Teil: die Entstehung der AEMR. Die AEMR wurde in den Jahren zwischen 1946 und 1948 ins Leben gerufen. Damit sollten die Menschenrechte definiert werden – eines von drei Zielen der Vereinten Nationen neben Frieden und Entwicklung. Mit dem Verfassen der Erklärung wurde die Menschenrechtskommission, ein Unterausschuss des Wirtschafts- und Sozialrates der UNO, beauftragt. Zu ihrer Vorsitzenden wählte die Kommission die US-Delegierte Eleanor Roosevelt (Foto), Witwe des US-amerikanischen Präsidenten Franklin D. Roosevelts. Die Kommission mit ihren 18 Mitgliedern aus 18 verschiedenen Staaten wählte aus ihrer Mitte acht Mitglieder in ein „drafting committee“, das einen ersten Entwurf der Erklärung verfasste. Als Basis diente eine Vorlage von John Humphrey, dem Direktor der Menschenrechtsabteilung der Vereinten Nationen. Einige Mitglieder haben sich in den

Diskussionen besonders oft und eloquent zu Wort gemeldet und den vermutlich bedeutendsten Anteil am Inhalt der Erklärung zu verantworten: Eleanor Roosevelt, der Vizevorsitzende aus China, P.C. Chang, der libanesische Berichterstatter der Kommission Charles Malik sowie die Delegierten Frankreichs (René Cassin), Chiles (Hernan Santa Cruz) und des Vereinigten Königreiches (Geoffrey Wilson). Aber auch andere haben entscheidende Formulierungen und Inhalte beigesteuert. So sorgte die indische Delegierte Hansa Mehta dafür, dass in der Erklärung das geschlechtsneutrale „human being“ statt „men“, der damals üblichen allgemeinen Bezeichnung für Menschen, verwendet wurde. Die gewaltige Dimension des Entstehungsprozesses wird in der Anzahl der Sitzungen deutlich: Die Menschenrechtskommission traf sich rund 150 Mal. Hinzu kamen 44 Treffen des „drafting committees“ und über 80 Treffen des Dritten Ausschusses der UN-Generalversammlung. Die UN-Generalversammlung verabschiedete die AEMR am 10. Dezember 1948 mit 48 Ja-Stimmen bei acht Enthaltungen der kommunistischen Staaten sowie Saudi-Arabiens und des ApartheidSüdafrikas. Ursprünglich sollte die AEMR – als rechtlich nicht bindende Deklaration – umgehend von einem verbindlichen Vertrag über Menschenrechte ergänzt

werden. Wegen des Kalten Krieges gelang es aber erst 1966, die beiden völkerrechtlich verbindlichen Menschenrechtspakte der Vereinten Nationen zu verabschieden. Die logische Einheit der politischen und bürgerlichen sowie der wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Menschenrechte wurde dabei den Erfordernissen der OstWest-Konfrontation geopfert: Statt einer Konvention mit einem weitgehenden identischen Inhalt wie die AEMR wurden zwei Pakte verfasst. Diese enthielten jeweils nur eine Gruppe von Menschenrechten und zudem das Recht auf Selbstbestimmung der Völker als neues Menschenrecht. Erst nach dem Ende des Kalten Krieges wurde auf der Wiener Menschenrechtskonferenz von 1993 die Einheit und Unteilbarkeit der Menschenrechte erneut betont.

Frédéric Krumbein, Bezirkssprecher Berlin-Brandenburg


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Rückblick: der Weltfrauentag 2013 Anlässlich des Internationalen Frauentages organisierte Amnesty International eine Aktion zum Waffenkontrollvertrag (ATT) und sexueller Gewalt an Frauen in der DR Kongo auf dem Pariser Platz. In der DR Kongo herrscht seit zwei Jahrzehnten ein Konflikt, in dem sexuelle Gewalt und Massenvergewaltigungen systematisch als Kriegswaffe eingesetzt werden. Durch unkontrollierte Waffenlieferungen an die kongolesische Regierung wird der Konflikt immer wieder angeheizt. Die Situation in der DR Kongo verdeutlicht wie dringend notwendig ein „Arms Trade Treaty“ ist, der nicht zuletzt durch den öffentlichen Druck von Amnesty

International beschlossen wurde. Die Aktion auf dem Pariser Platz erregte beträchtliches Aufsehen (zum Video), denn die Aktivistinnen und Aktivisten standen mit Zielscheiben um ihre Hälse vor einer martialischen „Waffenskultpur“. Auf ein lautes Geräusch hin fielen die Demonstrierenden zu Boden. Währenddessen wurde auf die Petition für einen starken Waffenkontrollvertrag hingewiesen. Zwar haben die UNO-Staaten mit überwältigender Mehrheit ein Waffenhandelsabkommen verabschiedet, aber Amnesty International wird den Prozess zur Umsetzung weiter begleiten und die Staaten – falls nötig – an ihre Zusagen erinnern.

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AKTIV FÜR AMNESTY Amnesty-Mitglieder geben den Opfern von Menschenrechtsverletzungen eine Stimme und tragen somit einen unentbehrlichen Teil zur Arbeit von Amnesty International bei. Erfahren Sie mehr über weitere Aktionen und geplante Veranstaltungen auf www.amnesty-bb.de www.amnesty.de/aktiv-vor-ort www.amnesty.de/kalender und www.facebook.com/amnestybb.de Amnesty International - Bezirk BerlinBrandenburg, Haus der Demokratie und Menschenrechte: Greifswalder Str.4 (Aufgang A), 10405 Berlin Prenzlauer Berg (Tram M4, Bus 200, 142: „Am Friedrichshain“) Tel.: (0 30) 841 09 052 Fax: (0 30) 841 09 055 E-Mail: info@amnesty-bb.de

Besuchszeiten:

Dienstag und Freitag 17:00 bis 19:00 Uhr

Spendenkonto

Konto-Nr. 8090 100 BLZ 370 205 00 Bank für Sozialwirtschaft Bitte als Verwendungszweck „3100“ (für Bezirk Berlin-Brandenburg) angeben

Infoabende

über die Arbeit von Amnesty International am 1. Freitag im Monat, im Amnesty-Bezirksbüro, um 19:00 Uhr. Adresse s.o. und am 3. Mittwoch im Monat in Kreuzberg, um 19:30 Uhr. Adresse: Heilig-Kreuz-Kirche: Zossener Str. 65, Kreuzberg (U Hallesches Tor)

Beratung für politische Flüchtlinge: Donnerstag 18:00 bis 20:00 Uhr

Fotos: Dennis Raetzel


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Filmpremiere „5 Jahre Leben“

Amnesty International informiert mit Stand über die Themen Folter und Terror Murat Kurnaz, in Bremen geboren, wurde 2001 bei einem Aufenthalt in Pakistan festgenommen und geriet in amerikanische Gefangenschaft nach Afghanistan. Ein Jahr später wurde er nach Guantánamo verschleppt, wo er die darauf folgenden fünf Jahre seines Lebens als Gefangener verbringen musste. Der Film „5 Jahre Leben“ schildert eindringlich das Schicksal von Murat Kurnaz und die Zustände und Folter im amerikanischen Lager Guantánamo Bay auf Kuba. Im Mittelpunkt des Films steht die Auseinandersetzung Kurnaz’ mit Gail Holford, Verhörspezialist der US-Regierung, der ihn unter Folter zu einem Geständnis zwingen will. Doch Murat Kurnaz ist unschuldig, und so bleiben das Wissen um seine Unschuld sowie ein unerwarter Freund das Einzige, was ihm ermöglicht, nicht an der grausamen Behandlung zu zerbrechen. Im Lager Guantánamo Bay halten die USA Menschen gefangen, die sie als Verdächtige im Krieg gegen den Terrorismus sehen. Dabei entziehen sie ihnen alle Rechte, weder haben sie Zugang zu Rechtsbeiständen, ordentlichen Gerichtsverfahren noch Kontakt zu den Botschaften ihrer Heimatländer. Nach den Anschlägen vom 11. September haben die US-Geheimdienste die Erlaubnis gegenüber Terrorverdächtigen „enhanced interrogation tech-

niques“, Foltermethoden wie Schlafentzug, Waterbording oder Unterkühlung, anzuwenden. Auch wenn unter Präsident Obama die Anwendung von Folter untersagt wurde, werden weiterhin über 160 Personen in diesem rechtsfreien Raum festgehalten. Zur Premiere des Films „5 Jahre Leben“ in Berlin ist Amnesty International am 22. Mai mit einem Infostand vertreten. Die Gäste sollen die Möglichkeit bekommen, sich über die Themen Folter, Krieg gegen

den Terror und die rechtliche Aufklärung des Schicksals von Murat Kurnaz zu informieren. Außerdem wird es im Rahmen der Veranstaltung die Möglichkeit geben, sich gemeinsam mit Amnesty International gegen den Einsatz von Folter und Entführungen zu engagieren. Der Film ist ab dem 23. Mai offiziell in den Kinos zu sehen. Florian Oswald und Ralf Miltenberger Pressereferat

Ägypten: Sexuelle Gewalt gegen Frauen beenden!

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VeraNSTALTUNGSHINWEISE MAI 2013 07.05.

Hoffnung im Herzen I Freiheit im Sinn

Die TU Hochschulgruppe veranstaltet eine Lesung mit Zekarias Kebraeb und Franziska Vilmar im Robert Havemann Saal. Eintritt frei. Adresse: Robert-Havemann-Saal, Haus der Demokratie und Menschenrechte, Greifswalder Str. 4, 10405 Berlin-Prenzlauer Berg. Tram M4, Bus 200, 142 „Am Friedrichshain“

08.05.

Vorlesungsreihe

Human Rights Lecture an der Freien Universität Berlin. Podiumsdiskussion „Europäische Solidarität mit Grenzen? Probleme und Perspektiven bei der Reform der Dublin-II-Verordnung“. Unter anderem mit: Canan Bayram, MdA, Bündnis 90/Die Grünen; Helmut Dietrich, Migrationsforscher. 18 Uhr. Adresse: Freie Universität, Silberlaube Raum L116, Habelschwerdter Allee 45, Berlin-Dahlem. U3 Dahlem-Dorf

08.05.

Haus- und Hoffest

Das Haus- und Hoffest ist als Ort der Begegnung für die zahlreichen Organisationen gedacht, die wie Amnesty im Haus der Demokratie und Menschenrechte ihr Büro haben. Amnesty International Berlin-Brandenburg ist Mitorganisator. In den ersten zwei Stunden der Veranstaltung wird voraussichtlich ein „Tag der offenen Tür“ stattfinden, bei dem Amnesty Internaitonal die neu gestalteten Räume der Öffentlichkeit präsentieren wird. Zeit: 17-24 Uhr Adresse: Haus der Demokratie und Menschenrechte, Greifswalder Str. 4, 10405 Berlin Prenzlauer Berg. Tram M4, Bus 200, 142 „Am Friedrichshain“

14.05

Mahnwache für WOZA

Mahnwache der Gruppe „Menschenrechtsverletzungen an Frauen“ (MaF) für die Mitglieder der simbabwischen Menschenrechtsorganisation „Women of Zimbabwe Arise“ (WOZA) vor der Botschaft der Republik Simbabwe. Die Mitglie-

der von WOZA sind regelmäßigen und willkürlichen Repressalien und Inhaftierungen ausgesetzt. 16 bis 17 Uhr. Adresse: Vor der Botschaft der Republik Simbabwe, Kommandantenstraße 80, 10117 Berlin-Mitte. U2 Spittelmarkt

15.05.

Vorlesungsreihe

15.05.

Informationsabend

22.05.

Vorlesungsreihe

29.05.

Vorlesungsreihe

Human Rights Lecture an der Freien Universität Berlin. Thema ist „Vom Menschenhandel betroffene Migrant_innen: Lebenssituation und Unterstützungsmöglichkeiten in Deutschland“. Vortrag mit dem Bundesweiten Koordinierungskreis gegen Frauenhandel und Gewalt an Frauen im Migrationsprozess. 18 Uhr. Adresse: Freie Universität, Silberlaube Raum L116, Habelschwerdter Allee 45, Berlin-Dahlem. U3 Dahlem-Dorf

in Kreuzberg über die Arbeit von Amnesty International. 19:30 Uhr. Adresse: Heilig-Kreuz-Kirche (im Kirchencafé), Zossener Str. 65, 10961 Berlin-Kreuzberg. U1, U6 Hallesches Tor

Human Rights Lecture an der Freien Universität Berlin. Thema ist „Arbeits- und Lebensbedingungen von Migrant_Innen im westlichen Sahelraum.“ Vortrag: Dr. Laurence Marfaing, Senior Research Fellow am German Institute of Global and Area Studies (GIGA). 18 Uhr. Adresse: Freie Universität, Silberlaube Raum L116, Habelschwerdter Allee 45, Berlin-Dahlem. U3 Dahlem-Dorf

Human Rights Lecture an der Freien Universität Berlin. Thema ist „Zusammenarbeit bei der EUGrenzkontrolle / Resettlement nach dem Konflikt 2011.“ Vortrag von Franziska Vilmar, Referentin für Asylpolitik und Asylrecht, Amnesty International Deutschland. 18 Uhr. Adresse: Freie Universität, Silberlaube Raum L116, Habelschwerdter Allee 45, Berlin-Dahlem. U3 Dahlem-Dorf


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VeraNSTALTUNGSHINWEISE Juni 2013 03.06.

Podiumsdiskussion

zum Thema OPCAT - UN-Zusatzprotokoll zur Verhütung von Folter. Die Diskussion wird Gelegenheit geben, den sog. Präventionsmechnismus und die konkrete Umsetzung in Deutschland näher zu beleuchten. Auf dem Podium: Prof. Christian Tomuschat (HU Berlin), Dr. Petra FollmarOtto (Deutsches Institut für Menschenrechte), Klaus Lange-Lehngut (Leiter der Nationalen Stelle zur Verhütung von Folter) und Christoph Strässer, MdB. 18 Uhr. Adresse: Hörsaal an der Freie Universität Berlin. Eine genauere Ortsangabe steht in Kürze auf unserer Homepage unter Termine.

05.06.

Vorlesungsreihe

Human Rights Lecture an der Freien Universität Berlin. Thema ist „Internationale humanitäre Hilfsmaßnahmen für syrische Flüchtlinge und deren Defizite“. Vortrag von Norbert Trosien, Rechtsabteilung der deutschen Vertretung des UN-Flüchtlingshochkomissariats (UNHCR). 18 Uhr. Adresse: Freie Universität, Silberlaube Raum L116, Habelschwerdter Allee 45, Berlin-Dahlem. U3 Dahlem-Dorf

12.06.

Vorlesungsreihe

Human Rights Lecture an der Freien Universität Berlin. Thema ist „Transitmigration in Mexiko. Strategien zur Risikobewältigung nicht dokumentierter, zentralamerikanischer Migrant_innen“. Vortrag: Hauke Lorenz, Amnesty International Länderkoordinationsgruppe Mexiko und Zentralamerika. 18 Uhr. Adresse: Freie Universität, Silberlaube Raum L116, Habelschwerdter Allee 45, Berlin-Dahlem. U3 Dahlem-Dorf

14.06

Mahnwache für WOZA

Mahnwache der Gruppe „Menschenrechtsverletzungen an Frauen“ (MaF) für die Mitglieder der simbabwischen Menschenrechtsorganisation „Women of Zimbabwe Arise“ (WOZA) vor der Botschaft der Republik Simbabwe. Die Mitglieder von WOZA sind regelmäßigen und willkürlichen Repressalien und Inhaftierungen ausgesetzt. 16 bis 17 Uhr. Adresse: Vor der Botschaft der Republik Simbabwe, Kommandantenstraße 80, 10117 Berlin-Mitte. U2 Spittelmarkt

19.06.

Vorlesungsreihe

28.06.

Vorlesungsreihe

Human Rights Lecture an der Freien Universität Berlin. Thema ist „Flüchtling sein in Russland - Angehörige ethnischer Minderheiten zwischen staatlicher Willkür, Bürokratie und Fremdenfeindlichkeit“. Vortrag: Sarah Reinke, Referentin für die GUS Staaten der Gesellschaft für bedrohte Völker e.V.. 18 Uhr. Adresse: Freie Universität, Silberlaube Raum L116, Habelschwerdter Allee 45, Berlin-Dahlem. U3 Dahlem-Dorf

Human Rights Lecture an der Freien Universität Berlin. Thema ist „Menschenrechtliche Probleme der Binnenmigration in China“. Vortrag von Prof. Dr. Bettina Gransow, Professorin am Ostasiatischen Seminar der Freien Universität Berlin. 18 Uhr. Adresse: Freie Universität, Silberlaube Raum L116, Habelschwerdter Allee 45, Berlin-Dahlem. U3 Dahlem-Dorf

Die Veranstaltungshinweise werden laufend unter www.amnesty-bb.de/Termine aktualisiert


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